Brandenburgisches Ärzteblatt 01/2008 - qs- nrw

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Brandenburgisches Ärzteblatt 01/2008 - qs- nrw

Impressum/InhaltImpressumInhaber und Verleger:Herausgeber:Landesärztekammer BrandenburgPräsident: Dr. med. Udo WolterDreifertstraße 12, 03044 CottbusTelefon (0355) 7 80 10-12Telefax (0355) 7 80 10-66Dr. med. Udo WolterZuschriften redaktioneller Art bitten wir, nur an den Herausgeber zu richten.Für mit Autorennamen gekennzeichnete Beiträge wissenschaftlicher und standespolitischerArt wird keine Verantwortung übernommen. Die darin geäußertenAnsichten decken sich nicht immer mit denen des Herausgebers. Siedienen dem freien Meinungsaustausch innerhalb der Ärzteschaft. Die Zeitschriftund alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung statthaft. Rücksendung nichtverlangter Manuskripte erfolgt nur, wenn ein vorbereiteter Umschlag mitRückporto beiliegt. Mit der Annahme von Originalbeiträgen zur Veröffentlichungerwirbt der Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht.Änderungen redaktioneller Art bleiben vorbehalten.Redaktion:4iMEDIA Journalistenbüro Berlin-BrandenburgParzellenstraße 10, 03046 CottbusTelefon (0355) 48 67 43 70, Telefax (0341) 87 09 84 20E-Mail: laekb@4imedia.comGestaltung, Repro, Satz, Druck, Herstellung, Verlagswesen:DRUCKZONE GmbH & Co. KG,An der Autobahn 1, 03048 CottbusTelefon (03 55) 4 78 21 10, Telefax (03 55) 4 78 21 20Vertrieb:AVZ GmbHStorkower Straße 127 a, 10407 BerlinTelefon (030) 42 80 40 41Anzeigenverwaltung:Götz & Klaus Kneiseler GbRUhlandstraße 161, 10719 Berlin,Telefon (030) 886 828 73, Telefax (030) 886 828 74E-Mail: Kneiseler@aol.comZur Zeit gilt Preisliste Nr. 18, gültig ab 01.01.2008Bankverbindung: Postbank BerlinKto.-Nr.179 265 102BLZ 100 100 10BrandenburgischesÄrzteblattDas Brandenburgische Ärzteblatt erscheint monatlich. (Doppelnummer Juli/August). Bezugsgebühr: jährlich € 40,20; ermäßigter Preis für Studenten€ 30,15. Einzelpreis € 3,35.Bestellungen bitte an die AVZ GmbH, Storkower Straße 127 a, 10407 Berlin.Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt 6 Wochen zum Ende desKalenderjahres. Für die Mitglieder der Brandenburgischen Ärztekammer istder Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten.Hinweise für die Autoren:Wenn Sie Ihren Text im Word erfassen, achten Sie bitte darauf, die Texte imtxt- oder doc-Format für DOS abzuspeichern. Bitte legen Sie einen Ausdruckdes Artikels dazu. Texte können Sie mit entsprechender Betreffzeile per E-Mail(laek@4imedia.com) übermitteln. Verwenden Sie Bilder für Ihren Artikel, bittedie Vorlagen separat zusenden und im Text vermerken, wo das Bild stehensoll. Am besten sind Fotos geeignet (Aufsichtsvorlagen).Editorial 2Kammerinformationen/Gesundheitspolitik 3Neubau der Landesärztekammer Brandenburg ist beendet 3Weihnachtliche Einweihung des Neubaus 4Im aktuellen Interview:Dr. Udo Wolter, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg,zieht Bilanz des Jahres 2007 4Einblick in die Landesärztekammer Brandenburg: Die MitarbeiterFolge 6: Referat Ausbildung Arzthelferinnen/Medizinische Fachangestellte 6„Oral nicht nur für die Ohren oderdie Sprechstunde ist Stunde des Sprechens.“ 7Haushalt der LÄKB 2008 9Statistik: Berufsregister/Meldewesen (Stand 01.12.2007) 10Aufruf zur Mitarbeit an einer Studie zur ambulantenVersorgung von Patienten mit Rektumkarzinom 11Kitteltaschenversion – COPD – 12Hartmannbund Spitzengespräch:Wie locken wir junge Ärzte nach Brandenburg? 15Verein „Schlafmedizin Brandenburg“ fusioniert mit Berlin 16Arzt und Recht 17Geringwertige Wirtschaftsgüter und Sammelposten ab 2008 17Leserbrief 18Leserbrief der Landesärztekammer Brandenburg 18Leserbrief MR Dr. med. Siegward Zyminski 18Fortbildung 19Fortbildungsveranstaltungen 19Bemerkungen zum Theorie-Curriculum für SpezielleSchmerz-Psychotherapie MR Dr. med. Wolfgang Loesch 20XX. Symposium des Vereins Oberlinhaus:Trends und Kniffe in der Sportorthopädie 22KVBB informiert 24Landesgesundheitsamt 25Aktuell 16, 28, 29Rezensiert 26, 27Personalia 30Tagungen und Kongresse 31Kalendarium 32Stellenangebote/Kleinanzeigen5, 15, 17, 21, 27, 31, U1-U4Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang1


Neubau der Landesärztekammer Brandenburg ist beendetKammerpräsident und Hauptgeschäftsführer begutachten ErgebnisKammerinformationen/GesundheitspolitikDer Startschuss fiel am 10. April 2007: Fürden Neubau an der Geschäftsstelle der LandesärztekammerBrandenburg (LÄKB) in derCottbuser Dreifertstraße wurden die ersten Arbeitenvorgenommen. Am 5. Dezember 2007konnte bereits die Bauherrenabnahme erfolgen.Kammerpräsident Dr. Udo Wolter undHauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Heiber besichtigtendie neuen Räume.„Ein großes Dankeschön gebührt allen Beteiligten,die in so schneller Zeit dieses Ergebniserzielt haben“, sagte Dr. Wolter bei der Begehungder neuen Räumlichkeiten und warsichtlich erfreut über das Ergebnis. Der Neubaubeherbergt künftig auch sein Büro sowiedas des Hauptgeschäftsführers und des JuristischenGeschäftsführers in der zweiten Etage.Bei der Besichtigung wurden die letztennoch offen stehenden kleineren Arbeiten besprochen.Hauptgeschäftsführer Dr. ReinhardHeiber und Informatikerin Dipl. Math. AngelikaNeumann führten durch die Räume, diegerade möbliert werden. Insgesamt 21 Bürosbeinhaltet der Neubau, dazu mehrere Beratungs-,Konferenz- und Prüfungsräume. ImLaufe des Dezembers bis zum Januar erfolgtschließlich der Umzug der Inneren Verwaltungin die erste Etage und der Weiterbildungin das Erdgeschoss. Ebenfalls umziehen wirddie Rezeptionssekretärin, die im Eingangsbereichdie Besucher in Empfang nehmen kann.Der alte und der neue Bau sind durch einenGang miteinander verbunden.Lob für die gute Zusammenarbeit mit demBauunternehmen äußerte auch Dipl.-BauingenieurVolkmar Koal vom „IngenieurbüroKoal“ in seiner Funktion als Bauherrenvertreter:„Auch wenn es zu Beginn kleinere Meinungsverschiedenheitengab, so funktioniertedie Zusammenarbeit sehr gut. Und die Arbeitenkonnten in ungewöhnlich kurzer Zeit beendetwerden.“ Dem konnte Knut Mildner –Polier des zuständigen Generalunternehmes„Böpple Bau“ – nur zustimmen. „Erfreulichwar für mich die gute Kooperation mit denanderen Handwerksunternehmen, die in dasProjekt integriert waren – so etwas ist nichtimmer der Fall“, betonte der Mitarbeiter derFirma aus dem sächsischen Königswartha.Erfreuliches konnte Dr. Heiber vermelden: Dieveranschlagte Bausumme von 1,4 MillionenEuro wird nicht überschritten.Eckdaten zum Neubau:· 13. Mai 2006Die Kammerversammlung beschließt, dieGeschäftsräume in der Cottbuser Dreifertstraßeaufgrund dringendem Platzbedarfszu erweitern.· Ende März 2007Die LÄKB unterzeichnet den Bauvertrag.· 4. April 2007Die erste Beratung zum Beginn der Baumaßnahmenmit dem zuständigen Generalunternehmen„Böpple Bau“ wird durchgeführt.· 10. April 2007Beginn der vorbereitenden Baumaßnahmen· 27. Juli 2007Die Kammer feiert das Richtfest zusammenmit dem Vorstand, den Kammerangehörigen,-mitarbeitern und Gästen.· 05. Dezember 2007Die Bauabnahme erfolgt durch KammerpräsidentDr. Udo Wolter und HauptgeschäftsführerDr. Reinhard Heiber.· März 2008Eine Einweihungsfeier ist in Planung.Text und Fotos: Anja Jüttner [4iMEDIA]Der erste Tag im neuen Büro: KammerpräsidentDr. Udo Wolter.Es gab viel zu besprechen: Dipl.-Ing. Uwe Kehrvon der „Planungsgruppe Prof. Sommer“, PolierKnut Mildner und Dr. Udo Wolter (v.l.).Auch das Treppengeländer inspizierten Dr. ReinhardHeiber und Dr. Wolter (v.l.).Dipl. Math. Angelika Neumann zeigt Dr. Wolterden neuen Beratungsraum in der zweitenEtage.Nahmen an der Begehung teil: Informatikerin Dipl.Math. Angelika Neumann, Dipl.-Bauingenieur VolkmarKoal, die Architektin Dipl.-Ing. Elke Donath (v.l.).Das ist er, der Neubau. Er hebt sich auch äußerlichdurch seine rote Farbe vom Altbau ab.Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang3


Kammerinformationen/GesundheitspolitikWeihnachtliche Einweihung des NeubausPräsident Dr. Udo Wolter (Mitte) begrüßte die Kammermitarbeiter zur Weihnachtsfeier in den neuen Prüfungsräumen.Mit einer kleinen Weihnachtsfeier habendie Kammermitarbeiter gemeinsam mit demVorstand der Landesärztekammer Brandenburg(LÄKB) am 7. Dezember 2007 dieneuen Räumlichkeiten in der Geschäftsstelleeingeweiht. Präsident Dr. Udo Wolter dankteden Mitarbeitern für die geleistete Arbeitin den vergangenen Monaten, die durchdie Bauarbeiten unter erschwerten Bedingungenstattfand. „Der Vorstand ist sehrzufrieden mit dem Ergebnis und das neueGebäude konnte in Rekordzeit fertiggestelltwerden. Wenn ich auf das vergangene Jahrzurückblicke, dann war der Neubau fürmich das größte Ereignis“, sagte Dr. WolterEin Blick in die Runde.in seiner Ansprache. In gemütlicher Rundesaßen Vorstand und Mitarbeiter schließlichzusammen.Vizepräsidentin Elke Köhler im Gespräch mit demneuen Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Fischer (r.).Text und Fotos: Anja Jüttner [4iMEDIA]Im aktuellen Interview:Dr. Udo Wolter, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg,zieht Bilanz des Jahres 2007.1. Zum Jahreswechsel seiein kurzer Rückblick aufdie vergangenen Monategewagt: Wie beurteilenSie die Entwicklungen inder Gesundheitspolitik –z.B. die Auswirkungender am 1. April in KraftDr. Udo Wolter getretenen Gesundheitsreformoder aber dieaktuelle Diskussion um den Krankenhausbettenabbau?Die Auswirkungen der Gesundheitsreformkann man im Moment noch nicht spüren. Diemeisten Punkte, die festgelegt worden sind,greifen erst 2008 oder 2009. Deswegenlässt sich die Entwicklung nicht vorhersagen.Für mich interessant ist allerdings eine Studieunter der Bevölkerung, in der nach ihrer Zufriedenheitmit dem deutschen Gesundheitswesengefragt wurde. Es ist doch tragisch,wenn viele jetzt schon der Meinung sind, dasGesundheitswesen hat sich verschlechtert,obwohl die Gesundheitsreform noch garnicht greift. Was den Bettenabbau in denKrankenhäusern betrifft, so ist es für michnicht nachvollziehbar, wenn den Brandenburgernzu der schlechten ambulanten Versorgungnun auch noch die Krankenhausbettengenommen werden – obwohl wirschon im Vergleich zu anderen Ländern diewenigsten haben.2. Im Vergleich zu 2006 war 2007 ein protestfreiesJahr, obwohl die Ärzteschaft ihreerklärten Ziele nicht in dem Maße durchsetzenkonnte, wie gewollt. Was sind dieGründe dafür?Die Protestaktionen im Jahr 2006 habengezeigt, dass die Ärzteschaft eine inhomogeneStruktur hat. Im Prinzip ist die Aktion inder brandenburgischen Kammerversamm-4 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


Kammerinformationen/Gesundheitspolitiklung zur Gemeindeschwester auch eine Protestaktion,da wir uns in zwei Versammlungenmit der Thematik auseinander gesetztund dagegen protestiert haben. Wir sind nurnicht auf die Straße gegangen, weil wir gesehenhaben, dass auf die Proteste 2006nicht reagiert wurde und die Effizienz derAktionen nicht gegeben war. Damals habensich uns teilweise die eigenen Kollegen inden Weg gestellt, die vor Ort ihre Praxen ansprechstundenfreien Zeiten übermäßig langeoffen gelassen haben. So hat der Patientselbst gar nicht gemerkt, dass ein Proteststattfindet. Mich hat geärgert, dass die Solidaritätunter einigen Ärzten fehlte. DiePatientenversorgung war besser als vorher.Deswegen müssen wir überlegen, ob manandere Formen des Protestes wählt.3. Eine große Umfrage des Marburger Bundeshat ans Tageslicht gebracht, dass fastjeder zweite Mediziner im Krankenhauseinen anderen Job wählen würde, wenn ernoch einmal vor der Wahl stünde, oderaber gar das Land verlassen. Worin liegenIhrer Ansicht nach die Ursachen für dieEntwicklung?Diese Tendenz ist schon länger zu spürenund das hängt damit zusammen, dass derArztberuf immer unattraktiver wird – auchweil er von der Politik zerredet wird. Dasgeht nur so lange gut, bis sich die Bevölkerungvon der gesundheitlichen Versorgungabgegrenzt fühlt. Auch der immer stärkerwerdende Internationalismus spielt eine wesentlicheRolle. Dadurch, dass Deutschlandin seiner Forschung und Wissenschaft rückläufigwar, gingen Akademiker, speziell Ärzte,ins Ausland und versuchten, dort ihrGlück zu machen. Und siehe da: Medizinwird in anderen Ländern ärztefreundlichergemacht: Dort steckt der Patient zurück undnicht der Arzt. Diese Bewegungen lassensich in den Ärztestatistiken der vergangenenJahre gut nachvollziehen. Außerdem kommendie Auswirkungen der Sparpolitik imGesundheitswesen dazu. Auf diese ganzenEntwicklungen sind wir nicht eingestellt. Wirkönnen Krankenhäuser nicht von heute aufmorgen zu Teamarbeitsplätzen umwandelnund wir kriegen die Weiterbildung nicht mitMentorentätigkeit gestaltet. Das ist ein Prozess,der wahrscheinlich zehn Jahre dauert.Aber das Fortschreiten des Ärztemangelsgeht immer schneller, weil die Leute sich jetztentscheiden und nicht erst in zehn Jahren.4. Gibt es aus Ihrer Sicht Ansätze der Politik,den Ärztemangel anzugehen?Nein, ich glaube, von der Seite habenwir gar keine Unterstützung zu erwarten.Frau Schmidt ist nach wie vor der Meinung,in Deutschland gäbe es genügend Ärzte.Richtig ist, dass die Zahl der Ärzte zunimmt,aber es werden auch mehr Mediziner gebraucht– besonders in den Krankenhäusern.Dazu müssen diese Aufgaben bewältigen,die in den Bereich der arztfremden Leistungenfallen, wie DRG-Verschlüsselung etc.5. Was die Kammer im Jahr 2007 besondersbeschäftigt hat, war der Neubau ander Geschäftsstelle. Wie zufrieden sind Siemit dem Verlauf der Arbeiten?Der Neubau gefällt mir sehr gut und dergeplante Termin der Fertigstellung wurdeeingehalten. Wir konnten bereits unsereWeihnachtsfeier in den neuen Räumen begehenund die Mitarbeiter freuen sich, dasssie jetzt einziehen können. Das Wichtigsteist, dass sich die Arbeitsbedingungen durchden nun zur Verfügung stehenden Platzenorm verbessern.6. Was wird auf die Kammer im kommendenJahr zukommen?Die Wahlen stehen 2008 im Mittelpunkt.Schließlich wissen wir nicht, was passiert. Eswird sich jeder darauf konzentrieren, dennin der Endkonsequenz geht es um die Initiativender nächsten Jahre. Wenn der bestehendeVorstand nicht wiedergewählt wird,kann es durchaus zu einer Wende in derBerufspolitik kommen. Momentan betreibenwir die Kammerarbeit so, dass sich einegewisse Kontinuität und Eigenständigkeitentwickelt hat.7. Sie werden sich wieder zur Wahl alsPräsident stellen. Welche Aufgaben stehenfür Sie in Zukunft im Vordergrund?Am Wichtigsten wird es sein, die Selbstverwaltungzu erhalten – und zwar so, wie wirsie jetzt haben. Ob wir das schaffen, wissenwir nicht, weil die Angriffe gegen sie eminentsind. Die Selbstverwaltung ist aus meinerSicht etwas, das wir unbedingt erhalten müssen– schließlich geht es um unseren Berufsstand.Das, was die Politik bis jetzt an derAuflösung der Selbstverwaltung hindert, ist,dass sie diese nicht bezahlen kann. Wichtigist außerdem, dass wir unsere Weiterbildungsordnungharmonisieren, besonders inBezug auf die Allgemein- und Innere Medizin.Hier gibt es noch große Probleme.8. Bitte vervollständigen Sie den Satz:Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke,dann …… war für mich der Neubau in der Geschäftsstellein Cottbus das größte Ereignis.9. Und wenn ich auf die kommenden Monatevorausschaue, dann …… erwarte ich leider nichts Gutes. Wir stehenin einem ständig währenden Kampf, wiebei der Schaffung der neuen Gebührenordnung.Es sind diese vielen kleinen Nadelstiche,die uns immer wieder versetzt werden.Deswegen würde ich auch sagen, dassin Zukunft die Erhaltung der Selbstverwaltungan sich unsere Hauptaufgabe ist.Mit Dr. Udo Wolter sprach Anja Jüttner[4iMEDIA].AnzeigenELISABETH HERWEG-PRÜSSERechtsanwältinARZTRECHTTätigkeitsschwerpunkte: Arzthaftung, Vertragsrecht, BerufsrechtIndividuelle TerminvereinbarungAm Schragen 29, 14476 PotsdamTel.: 0331-270 76 07 Fax: 0331-270 76 08Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang5


Kammerinformationen/Gesundheitspolitik„Oral nicht nur für die Ohren oder die Sprechstunde ist Stunde des Sprechens.“Dr. phil. Wolfgang Dalk begeistert brandenburgische Ärzte beim Kongress mit FestvortragDer Philologe Dr. Wolfgang Dalk hielt währenddes 8. ärztlichen Fortbildungskongressesder Landesärztekammer Brandenburg(LÄKB) die Festrede. Mit einem Exkurs in diedeutsche Sprache – „Oral nicht nur für dieOhren oder die Sprechstunde ist Stunde desSprechens“ – unterhielt er am 2. November2007 die Kongressteilnehmer. Das BrandenburgischeÄrzteblatt veröffentlicht denvollständigen Vortrag des Referenten. Indieser Ausgabe lesen Sie den ersten Teil.Meine sehr verehrten Damen und Herren,der Reformator und Pfleger der deutschenSprache Martin Luther gab dem Redner dreiEmpfehlungen mit auf den Weg:1. Tritt fest auf2. Mach’s Maul auf.3. Hör bald auf.Gewiss haben Sie schon leidvoll erfahren,dass viele Redner gerade mit dem drittenPunkt die größten Schwierigkeiten haben.Einmal in Schwung gekommen, finden siekein Ende.Folglich, meine Damen und Herren, möchteich mich sofort ins Thema stürzen:„Oral nicht nur für die Ohren oder dieSprechstunde ist Stunde des Sprechens“.Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungenhaben für das Zentrum der Arbeit mit ihrenPatienten eine sehr glückliche Bezeichnunggefunden: Sprechstunde.Übrigens: Meine Damen und Herren, gewisshaben Sie aufmerksam registriert, dass ichmit der Formulierung „Ärztinnen und Ärzte“versucht habe, auch sprachlich die Frauenund die Männer anzusprechen. Also Ärztinnenund Ärzte. Gestatten Sie mir im Folgendenauf diese Formalie zu verzichtenund auf den Sammelbegriff „Arzt“ zurückzukommen,der auch die Frauen unter denÄrzten mitmeint. Es spart Zeit und bedeutetauch nichts anderes. Ich weiß: Die Feministinnenin der Genter-Linguistik werden dasnicht gutheißen. Denn inzwischen sind dieseGenter-Linguistinnen mit dem Vorwurf, dasgenerische Maskulinum sei patriarchalischund überdies sexistisch, sehr weit gekommen.Es müsse also im Sinne der Gleichsetzungsnormenvon Bezeichnungen verdrängtwerden, die die Frauen sprachlich sichtbarmachen.Besonders in Berufsbezeichnungen: Es gibtden Studenten und die Studentin, es gibt denProfessor und die Professorin (leider noch zuwenige) und neuerdings gibt es auch nebendem Bundeskanzler die Bundeskanzlerin, dasie dank Frau Merkel auch realiter vorhandenist. Es gibt Gleichstellungsbeauftragte(warum gibt es eigentlich keinen Gleichstellungsbeauftragten?– ich glaube, langsamwäre der nötig), es gibt Lehrer und Lehrerinnen,Verkäufer und Verkäuferinnen…usw. Nur bei manchen weiblichen Berufsbezeichnungenwie z.B. „der Steinmetz“hängt man noch. Denn „Steinmetze“ willwegen der Frauenverachtung, die im Wort„Metz“ liegt, nicht gefallen.Auch bei der weiblichen Form von „derOber“ zu „die Oberin“ wird berechtigt gezögert,auch „Hauptmännin“ zum Dienstgrad„Hauptmann“ gefällt nicht. Ganz vomFenster ist dazu die Alternative „Hauptfrau“,weil einfach zu missverständlich. Es gibtaber zum Glück noch nicht das Raucherinnenabteiloder die Fußgängerinnenzoneoder den Bürgerinnensteig.Auf das explizite Sichtbarmachen des Geschlechtswird gewöhnlich dort verzichtet,wo es für die Frauen nicht gerade ein Komplimentwäre, extra genannt zu werden –also: Es gibt keine Falschparkerinnen undkeine Straftäterinnen.Auch Radiomeldungen wie diese habe ichbis dato noch nicht gehört: Achtung, Autofahrerinnenund Autofahrer, auf der A20kommt Ihnen eine Geisterfahrerin entgegen.In diesem Zusammenhang wird übrigenshäufig übersehen, dass es auch das generischeFemininum gibt: es existiert nur die Geisel,nicht der Geisel, es gibt nur die Personund die Führungskraft…Daran haben sich die Vorreiterinnen für femininenSprachgebrauch im Sinne der Männer-Vertretungnoch nicht heran gemacht.Aber selbst vor einer solchen Grässlichkeitwie dem großen Binnen-I schreckten dieDamen nicht zurück: KollegInnen mit großemI im Wortinnern. Das sieht nicht nur imSchriftsprachlichen abenteuerlich aus.Es ist noch abenteuerlicher, wenn Sie versuchenwollten, dieses „Binnen-I“ zu sprechenund dann noch von dem Singular „die Kollegin“sprechsprachlich zu scheiden. Also indieser Festrede letztmalig: Liebe Ärztinnenund liebe Ärzte!Sie haben in ihren Praxen zwar ÖffnungsoderGeschäftszeiten, sie haben Terminbindungenoder Untersuchungszeiten, aber alldas haben sie sprachlich nicht in die MitteIhres Wirkens gestellt. Sie verwenden den verheißungsvollenBegriff „Sprechstunde“. LassenSie mich bitte dasselbe tun. Auch ich möchtebei der Darstellung der sprechsprachlichenSeite, jener so wesentlichen Arzt-Patienten-Beziehung, vom Begriff SPRECHSTUNDE ausgehen,und ausführen, warum Orales nichtnur für die Ohren bestimmt ist.Mit sprachlichem Witz unterhielt Dr. Wolfgang Dalk (l.) sein Publikum, unter dem sich auch PräsidentDr. Udo Wolter (r.) und Staatssekretär Winfrid Alber (2.v.r.) befanden.Foto: Anja JüttnerMeine Damen und Herren, wenn SPRECH-STUNDE als Sprachsymbol für ärztliche Behandlungangewendet wird, dann sprichtdas für seine Wertschätzung, spricht für eingelungenes System in erprobter Qualität. Vorallem aber spiegelt er den Stellenwert derKommunikation im Arzt-Patienten-Verhältnis,wie es sich in der deutschsprachigen Medizinentwickelt hat. Für den deutschen Arzt sindBrandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang7


Kammerinformationen/Gesundheitspolitikdie Sprechstunden quasi die Maßeinheit seinerLebenszeit. Der Satz enthält so viel Bedeutsamkeitfür Sie und Ihren Beruf, dass siemich sogleich auf Ihr neues EBM wirft.Meine Damen und Herren, ich hatte langenicht gedacht, dass der Abkürzungsunsinndie Bürokratie der Ärzteschaft so umfassenderreicht hat, wie ich das in der jüngsten Vergangenheithabe erleben müssen. Also EBM.Einheitlicher Bewertungsmaßstab. Dahintersteckt Geld. Nämlich das, dass Sie als Hausarzt,Facharzt und Gerätewart bekommensollen. Das wird bei Ihnen künftig als Hausarztpauschale,Facharztpauschale und Gerätepauschaleniederschlagen. Übrigens: Heißtes bei Ihnen wie ursprünglich „das Pauschale“oder in Analogiebildung zu anderen Substantivenauf „e“ die „Pauschale“? Egal. DasEBM und der EBM weist keine „Sprech“-Pauschaleaus. Der Vorgänger des EBM, die „Ordinationsgebühr“,hat nach einem sonderbarenVerhältnis von Fallzahl, also der FallDALK bin ich, ihr Patient, und noch ein paarandere Fälle, die Sie auch als Patienten haben,also diese Fallzahl wurde ins Verhältniszu den geführten Gesprächen gesetzt, unddann immerhin noch mit einem 10 min Gesprächvergütet. Haben Sie aber länger mitmir geredet, als es der – ich zitiere jetzt auseiner Schrift an einen mir persönlich bekanntenArzt – also haben Sie länger mit mir geredet,dann hat irgendein Beschwerdeausschussnach Prüfung der Sachlage unterBerücksichtigung aller Argumente ein Defizitangemahnt zwischen Fallzahl und Gesprächsdauer.Wörtlich: „Das Wirtschaftlichkeitsgebot rechtfertigtnicht, wenn allein aufgrund von mehrZeit mehr Leistungen erbracht werden. Entscheidendist, dass ein objektiver Bedarf bestand,weil die Patienten mit der entsprechendenIndikation diese Leistungserbringungnotwendig machten. Ein überdurchschnittlicherhoher Anteil an behandlungs- undberatungsintensiven Fällen, der angesichts dergeringen Fallzahl zu berücksichtigende Auswirkungenhätten haben können, war nachallgemeiner Durchsicht der Behandlungsunterlagenfür den Ausschuss nicht erkennbar.“Ende des Zitates!Breiten wir erst einmal den Mantel der Nächstenliebeaus über sprachliche Ungeheuerlichkeitenwie das lebfahle Substantiv „Leistungserbringung“und die schlimme Kopplung desAdjektivs „intensiv“ mit den Substantiven auf-ung wie „behandlungs- und beratungsintensiv“,so bleibt da immer noch der hinterhältigeHinweis auf irgendein Wirtschaftlichkeitsgebot,das in irgendeinem schicksalhaften Verbundmit der ärztlichen Tätigkeit wie Helfenund Heilen in Beziehung stehen soll. KorrigierenSie mich bitte, wenn ich dieses syntaktischeUngetüm falsch verstanden haben sollte.Ich begreife: Weil langes Reden in IhrerSprechstunde nicht vergütet wird, haben Siemich als Ihren Patienten anzuregen, sichmöglichst kurz zu fassen. Und Sie haben sicherst recht zu fassen, nämlich sehr kurz? Nochkürzer, als sich in über 259 ausgewertetenGesprächen Arzt und Patienten gefasst haben?Nämlich durchschnittlich 18 Sekundenbei der Darstellung der Beschwerden durchden Patienten? Da sind die 4 bis 5 Minuten,die pro Patient und Tag auf einer Nürnbergeronkolgischen Station gemessen wurden,weltmeisterliche Werte!Doch die Erfahrung lehrt: Der Patientbraucht Zeit und der Arzt braucht Zeit.Manchmal sehr viel Zeit. So haarsträubendeÜberschriften wie „Beschwerdelinderung in23,1 Sekunden“ oder „Behandlungserfolgim Sekundentakt“ entspringen dem Mundemarktorientierter als auch Arzt wie Patientenferner Effektivitäts-Apostel. Oder blickenjene schon in die Kommunikationsgeflogenheitendes Jahres 2040, wo der Patient eineApparatstimme an das Handy bzw. das Telefonbekommt, die ihn auffordert: „…wennes unter dem linken Rippenbogen schmerzt,drücken Sie die 2… wenn der Schmerz stechendist, drücken Sie die acht… wenn ernachts auftritt, drücken Sie die sechs…“ usw.Manche meinen sogar, das Jahr 2040 seiviel zu weit gegriffen, man sei bereits dabei,die F-2-F-Kommunikation zwischen Arzt undPatient apparativ zu ersetzen. Doch in derSprechstunde den Arzt sprechen zu können,fordert doch erst einmal seine Anwesenheitund mehr als das. Er sollte nicht nur „dasein“, sondern präsent, belastbar und gesprächsbereit.Das fordert Zeit!Andererseits zwingt der Zeitdruck den Arztwie den Patienten, möglichst prägnant, effektivund adressatorientiert zu kommunizieren.Das bringt dem Arzt letztlich pekuniärenGewinn und dem Patienten hilft es, Sprechzeitmit dem Arzt und Hoffnung auf Hilfedurch den Arzt in Einklang zu bringen.Dazu der Linguist Peter von Polenz: „EineSprache ohne sprachökonomische Regulationwäre heute in Verwaltung, Wirtschaft,Medizin, Hochschulwesen, Handel oderTechnik nicht mehr funktionsfähig.“Es ist und bleibt aber gut, wenn der Arzt trotzwirtschaftlichen und sprachökonomischenDrucks die Gelegenheit hat, den Patientenspüren zu lassen, dass er erwartet wird. Genausogut ist es, wenn er den Patienten gekonnteinführen kann in die Sprechstunde,wenn sich Arzt und Patient „bekannt machen“können, um mit dem menschlichenGegenüber vertraut zu werden. So möchteich als Patient eben mit meinem Namen Dalkangesprochen werden, da ich eben Dalkheiße, und nicht Müller, Meyer oder Schulze.Ärzte haben tatsächlich häufiger als andereBerufsgruppen den 4. Satz der Suggestionvergessen, nachdem der Name des Menschensein größtes Kapital in der Eigenwerbungist. Mir wurde erzählt, dass es Kolleginnenund Kollegen von Ihnen gibt, dieselbst mit den Vornamen ihrer Patienten arbeiten.Da kann man dann hören: Und wasmeint Herr Wolfgang Dalk über diese Therapie-Schritte?oder So muss Herr WolfgangDalk alle drei Stunden die Tabletten nehmen.Und Herr Wolfgang Dalk fühlt sich gemeint.So bekommt der Patient u.a. das Gefühl, ersei wichtig für sie. Und Sie vermitteln ihm dieGewissheit, dass Sie sich die notwendige Zeitfür ihn genommen haben. So nimmt der Patientsich auch die notwendige Zeit für Sieund folglich dann für sich.Übrigens: Auch der Arzt sollte an diesen4. Satz der Suggestion denken und nicht seinenNamen bei der Vorstellung vor sich hinmurmelnoder irgendein Kritzelkrakel auf einPapier als seinen Namenszug ausgeben.Gewiss, das ist nur ein Randproblemchen.Leider stehen auch wichtigere Probleme derKommunikation weder in der Theorie nochin Übungen zur ärztlichen Kommunikation inIhrem Ausbildungsrepertoire. Sie haben sieals Ratgeber ihrer Patienten lediglich eingebrachtesTalent, ein fragiles Sprachgefühlund mehr oder minder schmerzlich erworbeneeigene praktische Erfahrungen. Das istbedauerlich und ist für die Gestaltung derSprechstunde oftmals unerfreulich.Zurück damit zur Sprechstunde. Sie und ichhaben in der Erziehung durch unsere Elterngelehrt bekommen, nachzufragen, objemand „zu sprechen sei“, wenn man mit ihmsprechen wollte. Die Frage hieß nicht, ob er„da ist“. „Wer da?“ gehört zur Militärsprache.Zur Sprache des Arztes gehört eben dieSprechstunde: Damit ist vermutlich gemeint,dass er, wenn er zu sprechen ist, die Zeit hatzu hören, zuzuhören und vor allem zu verstehen– im idealen Zusammenwirken vonSprechdenken und Hörverstehen. „Mein Arztspricht nicht mit mir“, beklagen Patienten oft.Dabei hat der Patient auszudrücken versucht,dass der Arzt nicht „richtig“ mit ihm spricht,sondern ihn mit zu lapidaren Antworten abspeistoder fachchinesisch abweist. Patientenvermuten mangelnde Auseinandersetzungdes Arztes mit ihren Beschwerden. Sie fühlensich unverstanden. Im extremen Falle kanndabei verbale und nonverbale, sprachlicheund sprechsprachliche Hilflosigkeit des Arztesden Patienten verunsichern oder ihn sogarbeleidigen.Die Fortsetzung des Festvortrages erfolgt inder Februarausgabe.8 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


Kammerinformationen/GesundheitspolitikHaushalt der LÄKB 2008Trotz Neubau – stabiler BeitragDr. Reinhard HeiberFoto: 4iMEDIADer Neubau der Geschäftsstellekonnteplanmäßig zum AnfangDezember bezogenwerden. In einerRekordzeit vonMitte April bis zu diesemZeitpunkt ist dasGebäude mit demVerbindungsgang fertig gestellt worden. Dievon der Kammerversammlung dafür freigegebenen1,4 Millionen Kreditsumme von derDeutschen Apotheker- und Ärztebank wurdesowohl für die Baumaßnahmen als auchdie Fertigstellung der Außenanlagen nichtüberschritten. Die Rückzahlung der Kreditsummeist für einen Zeitraum von 15 Jahrenfestgelegt. Der Schuldendienst – Zinsausgabenund Tilgung der Summe bis zu diesemZeitraum – betragen maximal 135.000 Euroje Haushaltsplan. Sondertilgungsmöglichkeitensind vereinbart.Mit der Entscheidung des Vorstandes und derKammerversammlung zum Neubau der Geschäftsstelleverbessern sich die Arbeitsbedingungenvor allen Dingen im Bereich Weiterbildungfür die zu den Facharztprüfungenerscheinenden Ärztinnen und Ärzte, dieGesprächsmöglichkeiten im Ombudsbereich,die Betreuungsmöglichkeiten im Empfangsbereich,aber auch für die die Kammer aufsuchendenMitglieder in der Geschäftsstelle derAPO-Bank und der INTER Ärzteversicherungsowie im Referat Arzthelferinnen und im Geschäftsbereichder Ethikkommission. Wir habennun auch wieder die Möglichkeit, diebisher außerhalb des Geschäftsgebäudes tätigwerdenden Bereiche der Ärztlichen Qualitätssicherungund Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherungund der Ärztlichen StellenRöntgen unter dem Dach der Landesärztekammerim Rahmen ihrer Servicefunktionenwirksam werden zu lassen. Nicht zu vergessensind natürlich auch die Verbesserungen80,0%Anteil der Kammerbeiträgean den Gesamteinnahmenim Haushaltsplan46,7%66,9% 71,4% 68,5% 73,8% 71,1% 74,1% 73,5% 74,1%64,6%für einen Großteil der Mitarbeiterinnen undMitarbeiter, die nun im neuen Teil der Geschäftsstellearbeiten können.Am 17. November 2007 hat die Kammerversammlungden Haushaltsplan für das Geschäftsjahr2008 in einer Gesamthöhe von4.632.805 Euro einstimmig beschlossen.EinnahmenMit 71,2 Prozent nehmen die Kammerbeiträgeden größten Anteil an den Einnahmepositionenein. Erwartet wird eine Steigerung vonrund 173.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.Sie resultiert u.a. aus dem erwarteten Zugangberufstätiger Ärztinnen und Ärzte, den wirseit Bestehen der Landesärztekammer regelmäßigzu verzeichnen haben. Weitere Verwaltungseinnahmenzur Deckung des Haushaltessind die Gebühren, z.B. für dieärztliche Weiterbildung, die Ausbildung derArzthelferinnen (Medizinischen Fachangestellten)und Einnahmen aus den Kursen derFortbildungsveranstaltungen, die allerdingszur Deckung der Ausgaben im Bereich derAkademie für ärztliche Fortbildung benötigtwerden. Hier wird versucht, möglichst kostendeckendzu arbeiten, andernfalls tritt die Landesärztekammermit Mitteln aus Beiträgenzur Deckung eines Defizits ein.Die Gebühren für die Ärztliche Stelle Röntgen,die Ärztlichen Stellen nach Strahlenschutzverordnungsowie die Erstattung derKosten für die Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherungsind so genannte „durchlaufendePosten“, die durch die LÄKB mit verwaltetwerden. Eventuelle Unterdeckungenwerden aus den jeweiligen Bereichen durchvorhandene Rücklagen im laufenden Haushaltausgeglichen.71,5% 71,3% 71,2%66,3% 64,6%1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008AusgabenÄnderungen in der Position Personalkosten,die die Ärztinnen und Ärzte betrifft, die im Ehrenamtfür die Landesärztekammer tätig sind,resultieren aus dem Beschluss der Kammerversammlungzur Veränderung der Aufwandsentschädigungensowohl für den Präsidenten,die Vizepräsidentin und die Beisitzer des Vorstandesals auch für alle anderen für die Landesärztekammerehrenamtlich tätigen Ärztinnenund Ärzte in den 139 Prüfungsgremien,Sachverständigenkommissionen, gemäß Heilberufsgesetzzu wählenden Ausschüssen, derEthikkommission, den Mitgliedern der ärztlichenBerufsvertretung auf Bundesebene undim Land und nicht zuletzt auch den Mitgliedernder Kammerversammlung und den Delegiertenzum Deutschen Ärztetag.Zu den Personalkosten der Angestellten wurdenach vier Jahren eingefrorene Gehaltszahlungeneine Anpassung um 3 Prozent beschlossen.Der Stellenplan wird auch imFolgejahr, wie bereits in den beiden vorhergehendenJahren, nicht verändert.Bei den sächlichen Verwaltungsausgaben sindAnpassungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeitfür das Brandenburgische Ärzteblatt(BÄB) vorgesehen, die aus der erforderlichenPublikation der Verwaltungsvorschriften undOrdnungen der Landesärztekammer im BÄBresultieren sowie aus den Kosten einer professionellenBegleitung jeder monatlichenPublikation. In gleicher Höhe ist wie in denVorjahren die Förderung der Weiterbildungin der Allgemeinmedizin aus Beitragsmittelnder Landesärztekammer (61.255 Euro) zurUnterstützung des Initiativprogrammes Allgemeinmedizindurch die Landesärztekammervorgesehen. Diese Summe wird der KassenärztlichenVereinigung Brandenburg (KVBB)zur Auffüllung eines gemeinsamen Fonds mitden Kassen gezahlt. Grundlage ist die Fördervereinbarungzwischen den Vorständen derLÄKB und der KVBB.Mehrausgaben mussten für die Bewirtschaftungskostenfür Strom, Wasser, Abwasser,Gebäudereinigung und Gebäudesicherungeingeplant werden. Diese Erhöhungen resultierenkeinesfalls ausschließlich aus den Zusatzkostenfür den Neubau, sondern vielmehraus auf dem Markt gestiegenen Kostenfür diese Leistungen.Für die Verwaltungskostenumlage zur Bundesärztekammerwerden 285.000 Euro vorgesehenund für die Bearbeitung der Patientenanträgein der Schlichtungsstelle fürArzthaftpflichtfragen der norddeutschen Kammernin Hannover werden für das kommendeJahr ca. 145.000 Euro eingestellt. Von derSchlichtungsstelle werden nicht benötigte Mitteljeweils zum Jahresbeginn des folgenden Ge-Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang9


Kammerinformationen/Gesundheitspolitikschäftsjahres zurückgezahlt. Das ist in den letztenJahren regelmäßig erfolgt. Über die konkreteInanspruchnahme dieser Stelle haben wir inder Novemberausgabe des BÄB informiert.Der Haushalt wird gegenüber dem Vorjahreine Steigerung von 6,49 Prozent ausmachen.Es ist nicht zu erwarten, dass bei der vorgesehenensorgfältigen Planung der Einnahmenund Ausgaben für das Geschäftsjahr2008 eine Überziehung erfolgt, die eine Inanspruchnahmeder Betriebsmittelrücklageerforderlich machen würde.An dieser Stelle biete ich Ihnen gern wiederan, wenn Sie Fragen zum Haushalt haben,mich unter der Nummer 0355/7801014anzurufen.Dr. Reinhard Heiber, HauptgeschäftsführerDer Haushalt der LandesärztekammerBrandenburg 2007 ist in der Hauptgeschäftsstellein der Zeit vom 11. bis22. Februar 2008 für die Mitglieder derLandesärztekammer Brandenburg einzusehen.Dr. Udo Wolter, PräsidentLANDESÄRZTEKAMMER BRANDENBURGKörperschaft des öffentlichen RechtsStatistik: Berufsregister/MeldewesenAnzahl Zugänge, Abgänge Ärztinnen/ÄrzteStand: 01.12.2007Anzahl Ärztinnen/Ärzte 31.12.2006 10.634AbgangErstmeldungZugang-787160859Nettozugang 2007 232Anzahl Ärztinnen/Ärzte 2007 10.866Fachwissenschaftler10Anzahl Ärztinnen/Ärzte nach HaupttätigkeitAmbulant / PraxisStationär / KrankenhausBehörden / Körperschaften öffentlichen RechtsSonstige ärztliche Tätigkeitim Ruhestand, ohne ärztliche TätigkeitGesamtanzahl3.4294.1202523102.755Summe gesamt: 10.86610 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


Kammerinformationen/GesundheitspolitikAufruf zur Mitarbeit an einer Studie zur ambulanten Versorgung vonPatienten mit RektumkarzinomKay-P. Braun 1 , Hans Lippert 1,3 , Henry Ptok 1,2 und Ingo Gastinger 1,2Institutsangaben:1– An-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin gGmbH, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (Prof. Dr. I. Gastinger,Prof. Dr. H. Lippert)2– Klinik für Chirurgie, Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gGmbH (Prof. Dr. I. Gastinger)3– Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (Prof. Dr. H. Lippert)Das kolorektale Karzinom stellt in Deutschlandbei Frauen nach dem Mammakarzinomdie zweithäufigste und bei Männern nachdem Prostata- und Lungenkarzinom die dritthäufigsteKrebserkrankung dar. Die Neuerkrankungsratehierzulande lag 2002 bei35.816 in der weiblichen bzw. 35.599 Fällenin der männlichen Bevölkerung. Dies entsprichteiner Inzidenzrate von 18,2/100.000männlichen bzw. 27,6/100.000 weiblichenEinwohnern. Seit Oktober 2002 gehört dieKoloskopie in Deutschland zur gesetzlichenDarmkrebsvorsorge. Im Land Brandenburgwurde sie in den Jahren 2003 bis 2006 vonrund 14 Prozent der Anspruchsberechtigtenwahrgenommen.Den zentralen Pfeiler des multimodalen Therapiekonzeptesdes Rektumkarzinoms stelltdie Chirurgie dar. Das nichtmetastasierteRektumkarzinom ist hierbei prinzipiell heilbar.Aufgrund der besonderen anatomischenGegebenheiten im kleinen Becken sinddie onkologischen wie funktionellen Ergebnissenach Resektion eines Rektumkarzinomsin hohem Maße von der Qualität der Chirurgieabhängig. Durch die Einführung dererstmals im Jahre 1982 beschriebenen totalenmesorektalen Exzision (TME) konnten dielokale Tumorkontrolle sowie die Rezidivrateund das Langzeitüberleben deutlich verbessertwerden.In der prospektiv multizentrischen Beobachtungsstudiedes An-Institutes für Qualitätssicherungin der operativen Medizin derUniversität Magdeburg (Leiter Prof. Dr. med.I. Gastinger und Prof. Dr. med. H. Lippert)wurden in den Jahren 2000 bis 2004bundesweit Daten von bereits 47.436 Patientenmit einem kolorektalen Karzinom unddarunter 16.983 mit einem Rektumkarzinommittels eines standardisierten Fragebogensprospektiv erfasst. Der Fragebogen enthältFragen zur präoperativen Diagnostik, zu präoperativenoperationsvorbereitenden Maßnahmen,zur Operation und zur Histologie.Insgesamt nahmen 309 Kliniken freiwillig teil.Hierbei handelt es sich um Kliniken aller Versorgungsstufenvon der Grund- und Regelversorgungbis hin zu Unikliniken. Angabenzu Überleben, zu einem Lokalrezidiv undeventuellen Fernmetastasen wurden jährlichmittels Fragebogen über den jeweiligenHausarzt erhoben. Neben der Bereitstellungder aufbereiteten Ergebnisse für die jeweiligeKlinik im Vergleich zu den Ergebnissen derGesamtstudie erfolgte ein Vergleich der onkologischenLangzeitergebnisse kurativ resezierterPatienten mit und ohne TME. Hierbeizeigte sich in der Auswertung aller in denJahren 2000 und 2001 erfassten 2.733 Patientenmit kurativ reseziertem Rektumkarzinomunterhalb 12 cm ab Anocutanlinie in denUICC-Stadien I bis III, dass die 5-Jahres-Lokalrezidivratemit TME (12,8 Prozent) deutlichgeringer war als ohne TME (24,1 Prozent).Entsprechend überlebten in diesemZeitraum in der Gruppe der Patienten mitTME 73,1 Prozent tumorfrei in der ohne TMEnur 72,6 Prozent. Die TME wird noch nichtflächendeckend eingesetzt. Ihr Anteil stieg jedochsignifikant in dem gesamten Beobachtungszeitraumvon 75,2 auf 89 Prozent.Die Fragen nach der ambulanten Diagnostikund Therapie, der Zufriedenheit der betreuendenHausärzte in der Zusammenarbeit mitder Klinik und der postoperativen Lebensqualitätder Patienten blieben bisher jedochweitestgehend unbeachtet. Diesbezüglich erarbeitetenwir eine weiterführende Untersuchung.Mittels eines Fragebogens erfolgteine Nacherhebung bei den betreuendenHausärzten. Einen zentralen Gegenstanddieser Studie stellt die Zufriedenheit des Zuweisersdar. Hierbei interessieren Fragen zurErreichbarkeit der Klinik, zur Epikrise sowiezum Therapieergebnis. Des Weiteren giltdas Augenmerk den im Vorfeld erfolgtenUntersuchungen, die letztendlich zur Diagnosebzw. Verdachtsdiagnose des Rektumkarzinomsgeführt haben. Hierbei interessiertauch der Stellenwert der Vorsorgeuntersuchung.Der letzte Teil des Fragebogens beschäftigtsich mit der Indikation, der Art unddem Erfolg einer eventuellen postoperativenTherapie und dem Gesamtergebnis. Hierbeiist auch die Frage von Interesse, ob eineTumornachsorge in der Klinik begrüßt wird.In der Pilotphase der Studie ist eine Nacherhebungder Daten für Patienten, welche inden Jahren 2004 und 2005 in einer an unsererQualitätssicherungsstudie teilnehmendenKliniken im Land Brandenburg operiertwurden, geplant. Die Aussagekraft und Verwertbarkeitder zu erhebenden Daten istessenziell von der Rücklaufquote und derQualität der Beantwortung der Fragebögenabhängig. Hierbei gilt unsere Bitte an diehausärztlichen Kollegen, sich in dem arbeitsreichenTag die Zeit für dieses Projekt zu nehmen.Es sind insgesamt 29 Fragen, die mit44 Kreuzen zu beantworten sind. 44 Kreuze,die Ansatzpunkte für eine eventuelle Optimierungder prä- und postoperativen Betreuungund insbesondere für eine Verbesserungder Zusammenarbeit mit den Kliniken liefernkönnen. Und daraus kann letztendlich eineArbeitserleichterung resultieren.Ein zweiter wichtiger Arm der Studie beschäftigtsich mit der postoperativen Lebensqualitätnach operativer Therapie eines Rektumkarzinoms.Hierbei ist eine prospektiveErhebung mittels standardisierter Fragebögendirekt bei den Patienten über ein Followupvon zwei Jahren geplant. Ziel ist nebenden bereits bekannten onkologischen Ergebnissen,das für den Patienten ebenfalls sehrwichtige Out-come bezüglich der Lebensqualitätzu erheben.Wir möchten nochmals auf die WichtigkeitIhrer Mitarbeit im Sinne des Patienten und imSinne der Zusammenarbeit zwischen Klinikund niedergelassenen Kollegen hinweisen.Bei Rückfragen steht jederzeitgern zur Verfügung:Dr. med. Kay-P. BraunPraxis für Allgemeinmedizin(Inhaber: MR Dr. med. Hans-Peter Braun)Albert-Schweitzer-Straße 1103050 CottbusTel.: 0355-524085Fax: 0355-8662670E-Mail: kay-p.braun@web.deBrandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang11


Kammerinformationen/Gesundheitspolitik 12 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


Kammerinformationen/Gesundheitspolitik Quelle der Kitteltaschenversion: Bundesärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, Kassenärztliche Bundesvereinigung(Hrsg.) (2007) Nationale VersorgungsLeitlinie COPD, Kitteltaschenversion. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln – Mit freundlicher Genehmigung des DeutschenÄrzte-VerlagsBrandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang13


Kammerinformationen/AktuellVerein „Schlafmedizin Brandenburg“ fusioniert mit BerlinPD Dr. Thomas Erler aus Cottbus ist 2. VorsitzenderDr. Thomas ErlerFoto: privatZehn Jahre lang istder Verein „SchlafmedizinBrandenburg“Veranstalter einesjährlichen Fachtreffensauf dem Gebietder Somnologie – indiesem Jahr erstmalsunter einer neuen Regie.Was Politikernvon Berlin und Brandenburgnoch nichtgelungen ist, könnendie Schlafmediziner bereits stolz verkünden:Die Fusion somnologisch tätiger Experten beiderLänder unter einem einheitlichen Vereinsnamen„Schlafmedizin Berlin-Brandenburg“ist vollzogen.Der Verein hat seinen Sitz in Berlin undwird von sechs gewählten Vorstandsmitgliedernvertreten:1. Vorsitzender: PD Dr. med. habil.Ingo Fietze, Berlin2. Vorsitzender: PD Dr. med. habil.Thomas Erler, CottbusBeisitzer: Dr. med. Frank Käßner,CottbusBeisitzer: Prof. Dr. med. habil.Thomas Penzel, BerlinSchriftführer: Dr. med. Ralf Warmuth,BerlinSchatzmeister: A. Weisflog, CottbusIn Cottbus fand Ende Oktober 2007 schließlichdas erste Symposium des neu gegründetenBerlin-Brandenburger Vereins statt. Dorttrafen sich namhafte Ärzte, Wissenschaftler,Medizintechniker, medizinisches Fachpersonal,Patienten sowie Vertreter von Medizintechnikfirmenund der Pharmaindustrie zueinem Schlafmedizinischen Symposium. Renommierteund ausgewiesene Referenten,die auf dem Gebiet der Somnologie aufbeachtete Forschungsergebnisse und entsprechendePublikationen verweisen können,verliehen der Veranstaltung besonderesGewicht: Prof. Dr. Jürgen Fischer (Norderney),Prof. Dr. Hans Schweisfurth (Cottbus),A. Lies (Berlin), Dr. Alfred Wiater (Köln), PDDr. Ingo Fietze, Dr. Frank Käßner, Prof. Dr.Thomas Penzel und Dr. Ralf Warmuth.Unverändert ist die Vielzahl interdisziplinärerund aktueller Themen, die das wissenschaftlicheProgramm des Symposiumsausmachten. Neben einem Update der letztenTagung der Deutschen Gesellschaftfür Schlafforschung und Schlafmedizin(DGSM), die Anfang Oktober 2007 in Düsseldorfstattfand (PD Dr. Fietze), bot dasSpektrum einen informellen Querschnitt ausden Bereichen der Diagnostik und Therapievon Schlafstörungen bei Kindern und Erwachsenen.So konnte beispielsweise Prof.Penzel über internationale Aktivitäten berichten,die traditionelle Schlafstadieneinteilungneu zu strukturieren. Dr. Wiater erläutertedie Auswirkungen von Schlafstörungenauf die kindliche Entwicklung.Auch die Rahmenbedingungen der Schlafmedizinin Deutschland, die sich seit zweiJahren deutlich verändert haben, sowie dergegenwärtige Stand bei der Qualitätssicherungwurden ganz traditionsgemäß beleuchtet.Ein gesunder Schlaf ist von klein auf wichtig.Foto: Rainer WeisflogDie angespannte ökonomische Situation imGesundheitswesen macht es dringend erforderlich,die Kräfte auf dem Gebiet der Somnologiezusammenzuführen, um den nichtkleiner werdenden Anforderungen gegenübereiner wachsenden Patientenschar perspektivischnoch gerecht zu werden.Der Verein versteht sich als Ansprechpartnerfür alle, die sich mit dem Problemkreis derSchlafmedizin befassen, sich fortbilden wollenoder einfach nur kompetenten Rat suchen.Interessierte Kollegen sind als Mitgliederherzlich willkommen.Adresse:Schlafmedizin Berlin-Brandenburg e.V.Charité Universitätsklinik BerlinSchlafmedizinisches ZentrumLuisenstraße 13, 10117 BerlinImpf-Kampagneder Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg ein großer ErfolgHunderttausende Brandenburger ließen sich in Arztpraxen impfenRund 2.000 Praxen haben sich aktiv an derImpf-Kampagne der Kassenärztlichen VereinigungBrandenburg (KVBB) beteiligt unddie Zeit vom 5. September bis 12. Oktober2007 verstärkt dazu genutzt, ihre Patientenüber Impfleistungen aufzuklären und zu impfen.Mehrere hunderttausend Brandenburgersuchten in diesem Zeitraum die Arztpraxenauf und ließen sich dort impfen, stellteDr. Hans-Joachim Helming, der Vorsitzendeder KVBB fest. Auch die Telefon-Hotline, dietäglich für zwei Stunden geschaltet wurde,erfreute sich großer Resonanz."Erste statistische Erhebungen zeigen, dassden Löwenanteil allein in diesen sechs Wochender Kampagne die Grippeschutzimpfungenmit bislang rund 350.000 ausmachen",sagte der KVBB-Vorsitzende. Nebendieser aktuellen Impfung wurde aber vor allemeine Erhöhung des Durchimpfungsgradesins Auge gefasst - mit einem respektablenErgebnis: Rund 25.000 Versicherteerhielten beispielsweise Auffrisch-Impfungengegen Wundstarkrampf (Tetanus) und Krupp(Diphtherie), etwa 10.000 gegen Keuchhusten(Pertussis) und Kinderlähmung (Polio).Als ausgesprochen positiv hätten sich die ineinigen Regionen angebotenen Spätsprechstundenspeziell zum Impfen bewährt. Vielehätten dieses Angebot außerhalb der normalenSprechzeiten dankend angenommen.pm/AJÜ16 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


FortbildungEine weitere häufige Erkrankung von Sportlernist das Patellarspitzensyndrom oderjumpers-knee, das sich bei fast der Hälfte allerVolleyballprofis und jedem dritten Basketballerfindet. Diese Erkrankung schreitetlangsam fort. Zu Beginn bestehen nurSchmerzen nach Ende des Trainings oderSpiels, dann kommen Schmerzen hinzu, dienach dem Aufwärmen verschwinden. Wennsich dann erst einmal permanenter Schmerzin der Patellarsehne eingestellt hat, ist es nurnoch eine Frage der Zeit, bis es zur Rupturkommt. Studiendaten sind nicht aussagekräftig,weil nach der Studie von Bahr(2002) auch 12 Monate nach Therapiebeginnkein Unterschied zwischen konservativerund operativer Therapie im Outcomefestzustellen sind, während Coleman (2000)zu dem Ergebnis kam, dass bei 83 Prozentder Operierten von einem Erfolg gesprochenwerden könne. Anschließend ist eine Ruhigstellungerforderlich. Nachuntersuchungenhaben ergeben, dass von den operierten Patienten65 Prozent anschließend wieder ihrenSport in gleicher Intensität ausübenkonnten. Auf der anderen Seite sah sich jederVierte gezwungen, trotz Therapie dieSportart aufzugeben oder zu wechseln.Der Tennisellbogen oder Epicondylopathieist eine weit verbreitete Erkrankung von ehrgeizigenSportlern. Diese Krankheit zeichnetsich durch einen zum Unterarm oder handwärtsausstrahlenden Schmerz aus, der meistdurch Dorsalflexion der Hand oder Faustschlussnoch verstärkt wird. Für Patienten, dieunter einer chronischen radialen Epikondylopathieleiden, gibt es eine Vielzahl innovativerkonservativer Therapiestrategien. Derleitende Arzt der Sektion Kinderorthopädiedes Centrums für Muskulo-Skeletale Chirurgieder Charité, Dr. Richard Plazcek, erläutertedie derzeitige Studienlage.Die extrakorporale Stoßwellentherapie unddie Akupunktur sind zwei etablierte und vielversprechendeVerfahren, die immer nochden „state of the art“ abbilden. Allerdingsgibt Plazcek zu bedenken, dass eine eindeutigeBewertung aufgrund widersprüchlicherStudienaussagen derzeit nicht möglich ist.Deshalb werde intensiv nach weiteren Verfahrengeforscht.Die Verwendung von Nitropflastern, die normalerweisebei der Behandlung der KHK zurAnwendung kommen, kann bei Applikationauf den betroffenen Ellbogen zwar signifikantdie Beschwerden reduzieren, doch istdiese Linderung häufig mit einem Nitratkopfschmerzerkauft. Gegenüber der Botox-Therapiekommt es beim Nitro-Pflaster zu keinenLähmungen oder Muskelschwächen. DiesesVerfahren sollte aber nur für spezielle Fälleverwendet werden.Da hinsichtlich der Verwendung von Botolinumtoxin(boNT-A) zur Behandlung der Epikondylopathienur unklare Studienergebnissevorliegen, führte die Charité zusammenmit 15 weiteren Prüfzentren eine randomisierte,doppelblinde und plazebokontrollierteMulticenterstudie durch. Dabei werden130 Patienten über einen Zeitraum von18 Wochen untersucht. Diese Studie der Level-1-Evidenzwird während des gesamtenZeitraums von einem unabhängigen Prüfzentrumbegleitet. Die Patienten haben imDurchschnitt seit über 15 Monaten Beschwerdenund bereits 3,6 Therapieversuche hintersich. Alle Patienten erhalten entweder Placebooder 60 Einheiten Dysport 3 bis 4 cmdistal zum lateralen Epicondylus. Die Ergebnisseim Prüfprotokoll halten die Ergebnisseeiner standardisierten Untersuchung,eine Globalbewertung von Patient undTherapeut, Messung der Faustschluss- undExtensionskraft fest. Nach 18 Wochen fandensich signifikante Besserungen bei denSchmerzscores, der Beurteilung des ständigenSchmerzes und in der Standarduntersuchung.Die globalen Bewertungen durchPatient und Behandler vs. Placebo zeigtenebenfalls eine signifikante Besserung. DieMinderung der Faustschlusskraft und Extensionskraftwaren unter Botox zunächst reduziert,bei Abschluss der Untersuchung abersogar stärker als in der Kontrollgruppe, wasPlazcek als Zugewinn durch die Schmerzreduktionbezeichnete. Die Nebenwirkungen,insbesondere durch die initiale Kraftminderung,waren moderat. Für die optimaleDosierung und Injektionstechnik sind nochweitere Studien erforderlich. Bis dahin solltedie Botox-Therapie als Therapiealternative inchronischen Fällen zur Anwendung kommen.Wenn heute Sportler operiert werden müssen,werden in der rekonstruktiven Gelenkchirurgiezunehmend bioresorbierbareImplantate verwendet, wie Dr. ThorstenSchuhr, leitender Oberarzt der Oberlinklinikin Potsdam, ausführte. Der Patient erwarteheute von einer Gelenkoperation,dass sie minimalinvasiv, atraumatisch undfunktionell sein soll. Das Gelenk solltemöglichst nicht durch lange Ruhigstellungin seinen Bewegungsmöglichkeiten eingeschränktwerden, die Muskulatur trotz Verletzungweiter trainiert werden können.Dafür bieten die so genannten bioresorbierbarenWerkstoffe eine gute Hilfe.Insbesondere für Schulter- und Kniegelenkseingriffesowie zur Behebung von KnorpelundMeniskusläsionen haben sich dieseMaterialien bewährt.Der größte Vorteil dieser neuen Materialienliegt in der Einzeitigkeit des Eingriffs, Materialentfernungenkönnen dadurch unterbleiben.In den bildgebenden Verfahren könnenbei Nachuntersuchungen Artefakte, wie siedurch metallische Werkstoffe entstehen, vermiedenwerden. Im Falle einer Nachoperationsind die Stellen, an denen bioresorbierbareSchrauben verwendet werden,zumeist komplett wieder von Knochenmassedurchbaut, so dass weniger Probleme beinotwendigen neuen Operationen auftauchen.Trotzdem, so Schuhr, seien die neuenVerfahren mit Vorsicht anzuwenden, denn eskönne immer noch zu Entzündungsreaktionenkommen, wenn das Implantat intraartikulärliege. In manchen Fällen werdenOsteolysen im Bereich des Implantats beschrieben,auch ein Versagen des Implantatsist möglich – für Schuhr aber kein Grund, aufdiese Materialien zu verzichten. „Sie sindaus der fortschrittlichen Chirurgie nicht mehrwegzudenken. Bereits heute haben sie einhohes Sicherheitspotenzial für Empfängerund Anwender!“ So können es die Schraubender neuesten Generation in ihrer Festigkeitmit den herkömmlichen Schraubendurchaus aufnehmen. Das gelte auch für denPreis, da es im Bereich der Schrauben kaumnoch Unterschiede gibt.Das Fachpublikum konnte auch auf diesemSymposium erneut in einer Life-OP beobachten,wie eine aktive Sportlerin, die bereitsmehrfach eine Schulterluxation erlittenhatte, operativ versorgt wurde. Die bestehendeInstabilität behinderte die Patientin inder sportlichen Ausübung. Bei ihr lag eineSLAP-Läsion (Superior Labrum Anterior toPosterior) am oberen Rand der Schulterpfannevor. Die SLAP-Risse wurden unterVerwendung von resorbierbaren Knochenankernarthroskopisch versorgt. Für das Publikumgab es durch die Doppelbildtechnikkontinuierlich das endoskopische Bild wieauch den Blick in den OP. Nach einer knappenStunde konnte die Operation beendetwerden, wofür Dr. Schuhr auch für ihnungewöhnlichen Beifall des Publikums entgegennahm.Das XXI. Symposium der Oberlinklinik fandam 27. Januar 2007 unter dem Thema„Konzepte und Möglichkeiten in der orthopädischenSchmerztherapie“ in Potsdamstatt.Literatur beim Verfasser:Dr. Daniel RühmkorfMedizinjournalistKöpenicker Straße 8a10997 BerlinBrandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang23


KVBB informiertLandesausschuss der Ärzte und Krankenkassenfür den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung BrandenburgÜbersicht der für weitere Zulassungen gesperrten Planungsbereiche/ArztgruppenDie Übersicht enthält die Entscheidungen des Landesausschusses per 01.12.2007 für die Arztgruppen in den jeweiligen Planungsbereichenbis einschließlich des Beschlusses Nr. 23/07. Die für Zulassungen gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen sind mit einem„X“ gekennzeichnet. Die Anzahl der möglichen Zulassungen in vormals geschlossenen Planungsbereichen ist in Klammern (...) gesetzt.Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß der Bedarfsplanungs-Richtlinie eine Überversorgung dann angezeigt ist, wenn durch einen Vergleichzwischen der für den Planungsbereich maßgeblichen allgemeinen Verhältniszahl für die Arztgruppe und der für den Planungsbereich ermittelten örtlichen Verhältniszahleine Überschreitung von 10 v.H. festgestellt wird. Insofern ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass für die in der Übersicht noch nicht gesperrtenPlanungsbereiche/Arztgruppen eine Unterversorgung angezeigt ist. Wir empfehlen daher dringend jedem niederlassungswilligen Arzt, sich vor derAntragstellung in der KV-Brandenburg, Geschäftsbereich Qualitätssicherung/Sicherstellung, über die jeweilige Versorgungssituation zu informieren.Planungsbereiche/ArztgruppenAnästhesie Augen ChirurgieFachä.InternFrauenHNOHautkrankKinder Nerven Orthopädie Psychoth.Potsdam/Stadt X X X X X X X X X X X 5* X X (3)Brandenburg/Stadt/Potsdam-MittelmarkX X X X X X X X X X X 2* X XHavelland X X X X X X (1) X X X X 2* X XOberhavel X X X X X X X X X X X 4* X X (8)Ostprignitz-Ruppin X X X X X X X X X X X 2* X XPrignitz X X X X X X X X X X X 1* X XTeltow-Fläming (2) X X X X X X X X X 5* X XCottbus/Stadt X X X X X X X X X X X 10* X X XDahme-Spreewald X X X X X X X X X X X 3* X XElbe-Elster X X X X X X X X X X X 1* X (3)Oberspreew.-Lausitz X X X X X X X X X X X 4* X XSpree-Neiße X X X X X X X X X X 4* X (1)Frankfurt/Stadt/Oder-SpreeX X X X X X X X X X X 7* X X XBarnim X X X X X X X X X X X 5* X XMärkisch-Oderland X X X X X X X X X X X 5* X X (20)Uckermark X X X X X X X X X X X 3* X XDiagn.Radiol.UrologieHausärzteIn Regionen der dunkel gekennzeichneten Bereiche werden Zulassungen gefördert.* Zulassungsmöglichkeit ärztl. PsychotherapeutenÖffentliche Ausschreibungenvon Vertragsarztsitzengemäß § 103 Abs. 4 SGB VIn Gebieten, für die der Landesausschussder Ärzte und Krankenkassen eine Zulassungssperreangeordnet hat, schreibt dieKV Brandenburg gem. § 103 Abs. 4 SGB Vnach Antragstellung folgende Vertragsarztsitzezur Nachbesetzung aus:Bewerbungsfrist bis 05.02.2008Fachrichtung: ChirurgiePlanungsbereich: Märkisch-OderlandZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 68/2007Fachrichtung: Frauenheilkundeund GeburtshilfePlanungsbereich: Cottbus/StadtZeitpunkt: 31.03.2008Bewerbungskennziffer: 69/2007Fachrichtung: Frauenheilkundeund GeburtshilfePlanungsbereich: Frankfurt (O.)St./Oder-SpreeZeitpunkt: 01.07.2008Bewerbungskennziffer: 70/2007Fachrichtung: HNO-HeilkundePlanungsbereich: Teltow-FlämingZeitpunkt: 01.04.2008Bewerbungskennziffer: 71/2007Fachrichtung: Haut- undGeschlechtskrankheitenPlanungsbereich: Brandenburg ander Havel/St./Potsdam-MittelmarkZeitpunkt: 01.07.2008Bewerbungskennziffer: 72/2007Fachrichtung: Innere Medizin/FacharztPlanungsbereich: UckermarkZeitpunkt: 01.04.2008Bewerbungskennziffer: 73/2007Fachrichtung: NervenheilkundePlanungsbereich: Ostprignitz-RuppinZeitpunkt: 3. Quartal 2008Bewerbungskennziffer: 74/2007Fachrichtung: Psychol. Psychotherap.Planungsbereich: Frankfurt (O.)St./Oder-SpreeZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 75/2007Fachrichtung: Innere Medizin/FacharztPlanungsbereich: Elbe-ElsterZeitpunkt: schnellstmöglichBewerbungskennziffer: 76/2007Nähere Auskünfte erhalten Sie beim GeschäftsbereichQualitätssicherung/Sicherstellungder Kassenärztlichen VereinigungBrandenburg, Ansprechpartnerin:Karin Rettkowski, Tel.: 0331/2309-320od. Gisela Koch, Tel.: 0331/2309-321.Die schriftliche Bewerbung für die ausgeschriebenenVertragsarztsitze ist zwingenderforderlich. Sie muss die Bewerbungskennziffer,die Anschrift, die Telefonnummer, dieFacharztanerkennung sowie Angaben zummöglichen Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.Unter dem Stichwort „Ausschreibung“sind die Unterlagen bei der KV Brandenburg,Friedrich-Engels-Str. 103/104,14473 Potsdam, einzureichen.Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam,dass in der Warteliste eingetrageneÄrzte nicht automatisch als Bewerber für dieausgeschriebenen Vertragsarztpraxen gelten.Weitere Informationen über Angebotefür Praxisübernahmen können Sie unsererHomepage unter www.kvbb.de(Stichwort: Zulassung, Praxisausschreibungenbzw. Praxisbörse) entnehmenoder persönlich unter der Rufnummer0331/2309-320 oder 321 erfragen.24 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


INFEKTIONSGESCHEHENIm November wurden 114 ätiologisch geklärteHäufungen mit insgesamt 1944 Erkrankten (E)aus allen Kreisen übermittelt. Dabei dominiertenNorovirus-Ausbrüche (99 Ausbrüche mitinsgesamt 1836 E). Betroffen waren vor allemAltersheime, Rehabilitationseinrichtungen undKrankenhäuser.Weiterhin wurden übermittelt: 5 Rotavirus-Häufungen(59 E), 3 Salmonellen-Häufungen (17 E),2 Campylobacter-Häufungen (7 E), eine Gastroenteritis-Häufungmit Adenovirus-Nachweis(17 E) und 3 Keuchhusten-Häufungen (6 E).Zusätzlich wurden 2 Häufungen akuter respiratorischerErkrankungen mit insgesamt 37 Erkranktensowie 29 ätiologisch ungeklärte Gastroenteritis-Häufungenmit insgesamt 499Erkrankten gemeldet, überwiegend aus Kindertagesstätten.Insbesondere bei Häufungen von Gastroenteritidenin Gemeinschaftseinrichtungen sollte möglichstfrühzeitig ein Erregernachweis erbrachtwerden. Sollte trotz eines Norovirus-typischenklinischen Verlaufes und entsprechender Infektionsausbreitungein negativer Antigen-EIA-Befund vorliegen, ist zur Kontrolle der direkteNachweis mit einer RT-PCR zu empfehlen.Nachtrag zur Salmonella-Enteritidis-Häufungim BÄB 10/2007: Bei der Häufung mit 24 Erkrankten(eine Kindertagesstätte sowie eineFamilie) aus Teltow-Fläming konnte nun dieInfektkette nachgewiesen werden. Die Muttereines Geburtstagskindes hatte zwei Kuchen(1 Kita, 1 Familie) gebacken, für deren GlasurRohei aus eigener Hühnerhaltung verwendetwurde. Alle Personen, die Kuchen verzehrthatten, waren erkrankt. Nach umfangreicherProbennahme bei Erkrankten, im Haushalt undim privaten Hühnerstall ergaben Lysotypiesowie Ribotypisierung den gleichen Bakterienstamm(Lysotyp 4/6, Ribotyp 5) sowohl beiden Proben aus dem Hühnerstall als auch beiAnzahl d. Fälle8007006005002629323538414447505336912151821244003002001000Norovirus-Erkrankungen in Brandenburg 2004 - 2007(Landesgesundheitsamt, Stand 04.12.07)2004/20052005/20062006/20072007/2008MeldewocheInfektionsschutzden humanen Stuhlproben. Die Infektkette vomHühnerei über die Kuchenglasur bis hin zu denErkrankten konnte durch die Gesundheits- undVerbraucherschutzbehörden eindeutig nachgewiesenwerden.Bei der Speisenzubereitung für Gemeinschaftseinrichtungensollte auf die Verwendung vonRoheiprodukten verzichtet werden, wenn eineausreichende Erhitzung zur sicheren Abtötungvon Salmonellen nicht möglich ist.EINZELERKRANKUNGEN (AUSZUG)Eine klinisch-labordiagnostisch bestätigte Meningokokken-Meningitis(Serogruppe C) übermittelteBarnim. Der 22-jährige Patient erkranktemit Erbrechen, Fieber, starken Kopfschmerzen,Nackensteifigkeit und Bewusstseinsstörungen.Die Sicherung der Diagnose erfolgte durch dieErregerisolierung aus dem Liquor sowie denAntigennachweis des Kapselpolysaccharids. 43Kontaktpersonen erhielten eine medikamentöseProphylaxe.Eine klinisch-labordiagnostisch bestätigte Meningokokken-Sepsis(Serogruppe Y)LandesgesundheitsamtInfektionskrankheiten/lmpfschutz/Krankenhaushygiene (November 2007 – Auszug)Infektionskrankheit Fälle Kumulativwert1.1.–2.12.2007*Borreliose 139 2108Campylobacter 206 2182E. coli-Enteritis (ohne EHEC) 23 245EHEC/STEC 1 20Haemophilus influenzae 1 2Hantavirus 2 4Meningokokken 2 15Norovirus-Erkrankung 2777 9232Pertussis 134 1148Rotavirus-Erkrankung 214 3821Salmonellose 186 1833Shigellose 3 20Tuberkulose 6 88* vorläufige Zahlen (durch Nachmeldungen kann es Differenzen zwischen derSumme der Einzelmonate und dem aktuellen Kumulativwert geben)übermittelte Oder-Spree. Die 33-jährige Patientin erkrankte mit Bewusstseinsstörungenund Nackensteifigkeit.In ihrem Liquor wurdengramnegative Diplokokken mikroskopischnachgewiesen. 26 Kontaktpersonenerhielten eine medikamentöseProphylaxe.Zwei klinisch-labordiagnostisch bestätigteHantavirus-Erkrankungenohne hämorrhagischen Verlaufübermittelte Potsdam. Möglicher Infektionsortwar in beiden FällenPotsdam, der Erregertyp jeweilsDobrava. Der 44-jährige Mannund die 58-jährige Frau erkranktenjeweils mit Fieber und Nierenfunktionsstörungen.In beiden Fällen wurde die Verdachtsdiagnosedurch einen IgM- und IgG-Antikörpernachweiserhärtet.Eine klinisch-labordiagnostisch bestätigte Meningitisdurch Haemophilus influenzae (Biotyp II,Kapseltyp a-f negativ) übermittelte Märkisch-Oderland. Die 71-jährige Frau suchte wegeneiner Rhinitis, Kopfschmerzen, Fieber und Kreislaufschwächeärztlichen Rat. Die Diagnose wurdedurch den kulturellen Erregernachweis imLiquor bestätigt.BORRELIOSENIm November wurden 139 Borreliosen gemeldet.Bei 136 Erkrankten (98 %) wurde ein Erythemamigrans, bei 2 Patienten eine früheNeuroborreliose und bei 4 weiteren eine Arthritisdiagnostiziert. Einen Zeckenstich konnten87 Betroffene (63 %) anamnestisch angeben.NOROVIRUS (KURZINFO MIT ABBILDUNG)Das Infektionsgeschehen im Land Brandenburgwird gegenwärtig durch Noroviren dominiert.Die Zahl der wöchentlich an das Landesgesundheitsamtübermittelten Norovirus-Infektionenist seit Ende September 2007 (39. Meldewoche:57 Fälle) deutlich ansteigend. SeitAnfang November wurden kontinuierlich andie 600 Neuerkrankungen pro Woche übermittelt(45. Meldewoche: 721 Fälle, s. Abb.)Das ist deutlich mehr als in den Vorjahrenzur gleichen Zeit.Merkblätter für Betroffene können abgerufenwerden unter:http://www.lasv.brandenburg.de/sixcms/media.php/4055/merkbl_noroviren.pdf.Informationen zur aktuellen Situation in Deutschlandund zu Maßnahmen bei Ausbrüchen sindzu finden unter:www.rki.de > Infektionskrankheiten A-Z > Noroviren.Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang25


RezensiertHypertonie. RationellesManagement einerschwierigen ErkrankungProf. Dr. Walter Zidek (Hrsg.)Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH,Stuttgart, 2007, 172 SeitenISBN: 978-3-8047-2339-9; Preis: 26 EuroIm vorliegenden Buch,das für die täglichePraxis ausgelegt ist –Kitteltaschenbuch – gelingtes dem Herausgeberund den beidenMitautoren in ausgezeichneterWeise, diewichtigsten Daten zurRegulationskrankheitchronische arterielle Hypertonie zusammenzustellen.Es lassen sich direkte Anleitungenzur Diagnostik und Therapie entnehmen,auch für schwierige Fragestellungen, z.B.bei einigen sekundären Hochdruckformenund therapieresistenten Verläufen. In siebenKapiteln werden gesicherte Daten und aktuelleErgebnisse und Erkenntnisse im Hypertoniemanagementdargestellt.Im 1. Kapitel erfolgt die Beschreibung derHypertoniedefinition und der Hypertonieformensowie die Darstellung von BekanntheitsundBehandlungsgrad. Damit werden zugleichdie Schwierigkeiten beim Umgang mitdieser Erkrankung im Praxisalltag aufgezeigt.Die Abhandlungen über Pathophysiologie,Ätiologie und genetische Aspekte derHypertonie (Kapitel 2) bilden zugleich dieGrundlagen für Diagnostik und Therapie.Das Kapitel 3 – Diagnostik – umfasst Basisundweiterführende Maßnahmen mit klarendiagnostischen Pfaden zur Erkennung sekundärerHochdruckformen. Auch dieQuantifizierung der Hypertonie, die Diagnostikvon Risikofaktoren und Endorganschädenwerden rationell und praxisnahdargestellt und zeigen die Bedeutung derHypertonie für das kardiovaskuläre Gesamtrisikoauf.Das Kapitel 4 entspricht in seinen Aussagenden aktuellen Leitlinien der ESH/ESC 2007.Besonderes Augenmerk wird auf nicht-medikamentöseMaßnahmen gerichtet. Die Pharmakotherapieund die kausale Behandlungsekundärer Hochdruckformen werden exzellentabgehandelt und belegen die umfangreichenwissenschaftlichen und praktischenErfahrungen des Herausgebers und der Mitautoreneinzelner Kapitel. Das trifft auch fürdie Beschreibung und Wertung der heutigenTherapiestrategien zu (Kapitel 5).Zwei Kapitel sind der Prävention der Hypertonieund „Prähypertonie“ sowie derPrognose gewidmet. Darin werden aktuelleevidenzbasierte Daten anschaulich dargestellt.Im abschließenden Kapitel 8 sind auf21 häufig gestellte Patientenfragen konkrete,sehr hilfreiche Antworten formuliert.Alle Kapitel sind mit didaktisch sehr gutenAbbildungen (insgesamt 78) und Tabellen(17) bestückt, so dass der Leser sich schnellorientieren kann. Ein angemessenes Sachregistererleichtert die Suche nach konkretenFragestellungen.Für den Hochdruckkenner ist es ein Genuss,dieses Buch (mit 172 Seiten) zu lesen, fürden in der Praxis tätigen Arzt stellt es einenunverzichtbaren Ratgeber dar.Prof. Dr. Günter Linß F.E.S.C.Facharzt für Innere Medizin/Kardiologieund Angiologie, Hypertensiologe DHLDiabetisches FußsyndromFranz X. Köck/ Bernhard Koester (Hg.)Georg Thieme Verlag,Stuttgart New York, 2007208 Seiten, 273 Abbildungen,50 Tabellen, gebunden79,95 Euro (D)ISBN 978-3-13-140821-1Das diabetische Fußsyndromstellt eineHerausforderung füralle beteiligten Ärztinnenund Ärzte dar.Diese zu bewältigen,haben sich die beidenAutoren mit demvorliegenden Buch zurAufgabe gemacht. Siestützen sich auf Beiträge von Orthopäden,Neurologen, Angiologen, Gefäßchirurgen,Internisten, plastischen Chirurgen, Mikrobiologen,Anästhesiologen (Schmerztherapeuten)und Chirurgen.Das vorliegende Buch beschränkt sich nichtauf epidemiologische Daten, Diagnostik undTherapie, sondern räumt der Pathophysiologieangemessenen Raum ein. So kann derLeser sich über Neuropathie, Angiopathie,die veränderte Statik und Biomechanik desFußgewölbes, Fußläsionen, die diabetischneuropatischeOsteoarthropathie und dieInfektionen bei diabetischem Fußsyndromumfassend informieren.Das Kapitel Befunderhebung und Diagnostikverdeutlicht die Notwendigkeit der engenZusammenarbeit zwischen Internisten, Neurologen,Orthopäden, Gefäßchirurgen, Angiologenund Radiologen. Alle modernenVerfahren der Diagnostik werden vorgestellt.Auch im Kapitel Therapie wird auf die engeZusammenarbeit der Fachdisziplinen hingewiesen.Die konservativen und operativenBehandlungsansätze enthalten Angaben zuEvidenzklassen, Härtegraden und Leitlinien.Angemessener Raum wird der Präventionund Rehabilitation eingeräumt. Abschließendwerden Versorgungskonzepte und Qualitätsmanagementvorgestellt.Tabellen und umfangreiches Bildmaterial erläuterndie Ausführungen in den einzelnen Kapiteln.Praxistipps, Merksätze, Ablaufschemataund Fallbeispiele tragen zu einer konkretenund anschaulichen Darstellung bei.Mit 79,95 Euro ist das vorliegende Buchpreiswert und allen mit der Behandlung desdiabetischen Fußsyndroms konfrontiertenÄrztinnen und Ärzten zu empfehlen.Dr. Renate Schuster, StrausbergDie Tropfenbande – besiegtKrebs, Fehlsichtigkeit, Epilepsie,Asthma und NeurodermitisDr. Melanie Ahaus,Prof. Dr. Hans-Rudolf Drunkenmölle u.a.Hamburger Kinderbuch Verlag Dr. CarlosSchumacher, 2007, 76 SeitenISBN: 978-3-86631-000-1;Preis: 16,95 EuroWer kennt nicht diePizza-Bande, die alskleine Hobby-Detektivespannende Abenteuererlebt? So ähnlichagiert auch dieTropfenbande des vorliegendenBuches, diesich auf die Suchenach einem ausgesetztenHund begibt.Und doch ist etwas anders: Hier wird dieGeschichte von fünf Jungen und Mädchenerzählt, die alle durch eine Krankheit gezeichnetsind: Leo hat Krebs, Maria ist fehlsichtig,Tom hat Epilepsie, Anne hat Asthmaund Simon Neurodermitis. Genau das verbindetdie Kinder aber auch – denn allemüssen Tropfen nehmen. Auf kindgerechteWeise erklärt das Buch die einzelnen Krankheiten,dabei spricht jeder Betroffene selbstvon seinem Krankheitsbild, um den anderenzu erklären, warum er keine Haare auf demKopf hat oder aber sich vor bestimmtemEssen hüten muss. Dadurch wird unter allenfünf Mitgliedern der Tropfenbande Verständnisfür die Krankheit des jeweils anderengeweckt, aber auch Ängste wie dieAußenseiterrolle kommen zur Sprache. Gemeinsambegeben sich die „5“ schließlich inein Abenteuer um einen kleinen Hund, densie retten wollen. An dieser Stelle kommt einsechstes Mitglied der Bande ins Spiel – denn26 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


Rezensiertohne die Hilfe von Luka kommen die Kindernicht weiter bei ihrer Suche. Das „Problem“:Luka hat keine Erkrankung wie die anderen– zumindest auf den ersten Blick. Doch dannsind sich die Fünf einig: Luka passt prima indie Gruppe, weil er einen Riesenschnupfenhat und seine Nase permanent tropft.Das Kinderbuch – so war mein Eindruck beimLesen – ist nicht ausschließlich zur Lektüre fürKinder gedacht. Zum einen enthält es amEnde medizinische Informationen zu den einzelnenKrankheiten und bietet des Weitereneine Auswahl an Kontaktadressen. Aber auchin die eigentliche Geschichte, in welcher derrichtige Umgang mit den Erkrankungensowie Wege zur Linderunggezeigt werden, sollten Erwachsenehineinlesen. Ansprechend finde ichebenfalls die Illustrationen, die denLeser auf jeder Seite durch die Geschichtebegleiten – ein Buch zumWeiterempfehlen.Herausgeber. Dipl.-Sozialpädagoge AndreasJordan, der im Wilhelmstift Gruppenleiterder psychosomatischen Station mit dem BehandlungsschwerpunktEssstörungen ist, hatdiese über 50 Beiträge der jungen Patientenzusammengetragen. Was für viele Verfasserder Texte während ihrer Zeit in der Psychiatrievon großer Bedeutung war, war der Kontaktzu den Mitpatienten – gerade dieser unddas Wissen um Hilfe haben sicherlich dazubeigetragen, dass „das emotionale Eis zumSchmelzen gebracht werden konnte“.Anja Jüttner [4iMEDIA]Anja Jüttner [4iMEDIA]Das Eismeer in mirAndreas Jordan (Hrsg.)Hamburger Kinderbuch VerlagDr. Carlos Schumacher, 2007,178 SeitenISBN: 978-3-86631-006-3;Preis: 12,80 EuroOrt dieses Buches ist der Wilhelmstiftdes Katholischen Kinderkrankenhausesin Hamburg. Kinderund Jugendliche, die aufgrund vonEssstörungen wie Magersucht undBulimie, Depressionen bis hin zuSelbstmordversuchen, selbstverletzendemVerhalten und Psychosenin die Psychiatrie gekommen sind,schreiben über ihre Eindrücke. InErzählungen, Gedichten und einemComic geben sie mit Wortenwieder, was sie in der Psychiatrieerlebt haben oder wie sie sich diekommende Zeit dort vorstellen. Sie sprechenüber die Gründe, die sie dorthin gebrachthaben. Dabei möchten die meisten der Kinderund Jugendliche besonders eines mitdem Schreiben erreichen:Verständnis fürMenschen wecken, diein ihrer Not aufHilfe zurückgegriffenhaben – und deswegenaber nicht verrücktsind. „Nur werHilfe einfordert, hatdie Möglichkeit, etwaszu ändern!“, so derBrandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang27


AktuellIhr Kinderlein „ver“kommet?Ohne kinderärztliche Präsenz kippen KinderkrippenPer StiksrudFoto: privatKinderkrippen werdenzuerst sichtbar in unserenKinderkliniken!!! –Kinder-„Unfall“ ist keinKinder-„Zufall“! Jederreife Kinderarzt kannspätestens nach zehnTagen Verweildauerdas familiäre Umfeldeines kranken Kindesabschätzen. Und diesnicht so knapp! Die Kinder-und Jugendpsychiatrie kann über dieses„kreative“ Umfeld „ein Lied davon singen“.Nur ist bei ihr zu oft das Wort „Kreativität“auch nur ein Zauberwort. Schade, schadeund nochmals schade. – Und damit sind wirschon mitten in der aktuellen Debatte. Willkommenim Dialog! Noch vor einigen Monatenklagte der Ärztliche Direktor einerUniversitäts-Kinderklinik den Zustand derKlinikkosten in der Kinderheilkunde an, dennder Ärger ist dort besonders ausgeprägt:Man kann selbstverständlich die kleinenPatient(inn)en nicht in den Maßstäben derErwachsenen-Medizin abbilden. Die Uneinsichtigkeitbesonders deutscher Bundesländerkönnte schlimme Folgen haben. Dieuniversitäre Kinderheilkunde in der gesamtenBundesrepublik Deutschland ist ernstlichgefährdet. Die derzeitige Praxis, Erlösdefizitein der Versorgung von Kindern und Jugendlichendurch profitable Erwachsenenbereichezu kompensieren, wird angesichtsdes künftigen Kostendrucks unserer Länderfinanzminister(innen)nicht mehr haltbarsein. Unabhängig davon ist diese Art vonQuersubventionierung ein Eingeständnis derUnterfinanzierung unserer Kinderheilkundeim gegenwärtigen System. Darüber hinausstärkt die inadäquate Abbildung der Kostenin den Vergütungen die Tendenz, Kinder ausErlösgründen in Erwachsenenbereichen zubehandeln. Dies widerspricht dem einstimmigenBeschluss aller Bundestagsfraktionenaus dem Jahr 2002, demzufolge Kinder undJugendliche nicht in ErwachsenenbereichenDeutschlands versorgt werden sollen. Es istzu befürchten, dass die Versorgung chronischkranker Kinder in Deutschland mitseltenen Erkrankungen abgeschafft wird, daes die Unikliniken sind, die mit ihrer hohenSpezialisierung einen entscheidenden Anteilan der Grundversorgung von chronischkranken Kindern mit seltenen Erkrankungenhaben. Tausende von Patient(inn)en werdenihre Spezialbetreuung verlieren. Kinderwerden in ihren Spezialambulanzen nichtmehr betreut werden, obwohl diese gezieltenTherapien wegen der besonderen Empfindlichkeitdes noch wachsenden Organismus’für Kinder nötig sind. – Ihr Kinderlein„ver“kommet?Qualität der Kinderbetreuung wichtigDa kommt eine Diskussion hier in Deutschlandgeradezu als verkommen vor! Deutschlanddiskutiert zur Zeit über die Betreuungder unter Dreijährigen, von denen heute imBundesdurchschnitt etwa jedes 7. Kind einenPlatz hat. Bis 2010 sollen nach dem Tagesbetreuungs-Ausbaugesetzrund 230.000weitere Kinderkrippenplätze geschaffenwerden. Doch bei der teils heftig, teils auchideologisch geführten Debatte über dieseFrage wird oft vergessen, die Qualität derKinderbetreuung in den Blick zu nehmen. Esist nur zu begrüßen, wenn in gut zweieinhalbJahren den knapp zwei MillionenKleinstkindern dann tatsächlich insgesamt500.000 Betreuungsplätze zur Verfügungstehen würden – aber bitte gegen jede Lösung,die darauf abzielt, Kinder nur zu verwahren,statt sie zu fördern. Die notwendigeQualität der Betreuung hat Konsequenzen.Beispielsweise besagt der fachlich wünschenswertePersonalschlüssel in Krippen,dass auf zehn Kleinkinder möglichst zweiFachkräfte kommen sollten. Schon deshalbmüssen bis 2010 auch tausende zusätzlicheFachkräfte ausgebildet und die Kapazitätender Ausbildungsstätten durch qualifiziertesLehrpersonal entsprechend erweitert werden.Es ist eine mitunter favorisierte schnelle„Schmalspurausbildung“ mit Blick auf diehohe Verantwortung und die entwicklungspsychologischeBedeutung dieser frühen Lebensphaseabzulehnen. Zusätzlich ist für denAusbau der Plätze ein ehrgeiziges Bauprogrammzu bewältigen, und darüber hinaushaben die Jugendämter und freien Träger füreine gute Fachberatung zu sorgen.Kindeswohl an erster StelleVor zwei Jahren ergab eine Forsa-Umfrage,dass sich 58 Prozent der Mütter und 46 Prozentder Väter (von 0- bis 10-Jährigen) inDeutschland mehr Betreuungsplätze für denunter dreijährigen Nachwuchs wünschen.Nach OECD-Daten sind die Kleinstkinder imVergleich zu Deutschland beispielsweise inFrankreich dreimal und in Dänemark sogarsechsmal so gut versorgt. Aber auch wennsich Eltern daher bei uns berechtigterweisefür eine bessere Vereinbarung von Beruf undFamilie aussprechen – aus Sicht der Kinderförderer(innen)muss das Wohl der Kinderund der Wille des Kindes, also die Einhaltungund Umsetzung ihrer Rechte, bei jederMaßnahme oberste Priorität haben. DiesePrämisse gilt auch für den geplanten Ausbauder Tagesbetreuung von Kindern, was allenpolitischen Ebenen eine große und vor allemgemeinsame Anstrengung abverlangt. Esreicht eben nicht, dass der Bundestag dasTagesbetreuungs-Ausbaugesetz einfach beschließt– er muss die Länder und Kommunen,die das Gesetz umsetzen, auch ausdrücklichanregen und fördern, damit sie im Sinne desKindeswohls und Kinderwillens tätig werden.Hier fordert Bundesfamilienministerin Ursulavon der Leyen zu Recht die Verantwortungder gesamten Gesellschaft ein.In diesen Diskussionen und „Schein“-Diskussionenfragt sich der Autor hier: Wo sind nununsere Kinderärzte und Kinderärztinnen dabeigeblieben? Hier könnte der Autor zumSchluss kommen, dass die moderne Hirnforschungzwar wichtige Erkenntnisse liefernkann. Doch dieses, worauf es wirklich ankommt,damit dieser komplizierte Entwicklungsprozessim Gehirn möglichst vieler Kindergelingt, dies sind die Verhältnisse,Beziehungen und Rahmenbedingungen unsererGesellschaft, in der Kinder aufwachsen.Will auch da nur schreiben: Nicht mehrdie klassischen Infektionskrankheiten, sondernneuartige, komplexe Erkrankungen,die gleichermaßen Körper, Psyche und sozialeBeziehungen beeinträchtigen, gehörenheute zum Kinderklinik-Alltag. Das Klientelder Kinder- und Jugendpsychiatrie weisteine besondere Vulnerabilität (also demGrad der Verletzlichkeit gegenüber Gefährdungen)auf, die sich ausgeprägt an dengesellschaftlichen Entwicklungen orientiert.Dementsprechend wird von den kommendenKinderärzten und -ärztinnen hohe, sehrhohe, ja höchste Einfühlsamkeit in gesellschaftlichenEntwicklungen verlangt. Denn:Nicht wenige psychisch kranke Kinder stammenaus einem ausgesprochen disharmonischenFamilienmilieu. Solche Kinder fungierennicht selten als Symptomträger ihrerEltern. In solchen Fällen müssen manchmalvorrangig die Eltern und nicht die Kinderbehandelt werden. Frühe Heim- und Klinikaufenthalte,häufige kurze oder länger anhaltendeTrennungen des Kindes von seinerMutter und die Versorgung des Säuglingsoder des Kleinkindes durch andere Bezugspersonenwerden sich stellen.Lob wirkt stärker als TadelDiese Befragungen lassen sich, soweit es sichum Aufenthalte in Kinderkrippen oder Kin-28 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


Aktuelldergärten, Heimen oder Kinderkliniken handelt,durch Jugendamtsakten, Arztberichteund Krankengeschichten ergänzen und belegen.In den Gesprächen mit den Eltern sollteversucht werden, schädliche Einstellungender Eltern zum Kind und schwerwiegendepädagogische Fehler zu eruieren. Man solltesich aber davor hüten, sie vorzeitig korrigierenzu wollen. Das Kind kann nämlich notfallsauf Therapie, nicht aber auf seine Eltern verzichten.Man sollte allenfalls, wenn entsprechendeErkenntnisse bestehen, durch beiläufigeBemerkungen darauf hinweisen, dassz.B. Lob stärker als Tadel wirkt, oder dasskörperliche Bestrafungen weniger den Kindernals den Eltern helfen, weil sie dadurchihre Affekte ableiten können. Ehekonflikte lassensich nur dann angehen, wenn die Bereitschaftzum Gespräch bei beiden Partnernvorhanden ist. Im Eltern-Kind-Zentrum innerhalbder Kinderklinik kann durch Kinderärzteund -ärztinnen verifiziert werden, dass es fürdie Entwicklung eines Kindes am günstigstenist, wenn es positive emotionale Beziehungenzu beiden Eltern hat und durch beide gefördertwird – auch und gerade nach einerElterntrennung. Deshalb streben alle beteiligtenProfessionen an, diese Beziehungen zusichern oder wieder herzustellen. Es bestehteher die Gefahr, dass durch vorschnelle Verbreitung„neuer“ Erkenntnisse dieses Zieldogmatischen Charakter annimmt. Dannkann der permanenten Nötigung durch denbetreuenden Elternteil eigene Wünsche verleugnet,dass die rigorose Einengung dasSelbstwertgefühls und die Identitätsbildungdes Kindes beeinträchtigen und im Extremfallzu Persönlichkeitsstörungen führen. Dies zustoppen wird als Lösung des Gesamtproblemsangesehen und als einziger Weg, die Gefährdungdes Kindeswohls zu vermeiden.Dann hätten wir auch weniger nichtärztlichePsychotherapeuten. Übrigens: Ergebnisseüber wenige Erkenntnisse zeigen auf, dassärztliche Psychotherapie mit Abstand besserist. Dies zeigt sich besonders bei „Scheidungs“-Empfindlingen.Zweifelsfrei ist inDeutschland in der stationären Behandlungvon Familien mit psychischen Störungeneine vergleichsweise umfangreiche versorgungsbezogeneErgebnisdokumentation vorhanden.Sie fehlt aber fast vollständigfür den Bereich der ambulanten Psychotherapie.Die Relevanz wird deutlich, wenn mansich vor Augen führt, dass in diesem Bereichzur Zeit mehr als 18.000 psychologische undärztliche Psychotherapeut(inn)en tätig sind,die zirka 420.000 Patient(inn)en pro Jahrbehandeln.Im Sinne eines Selbstschutzes der psychosozialenMedizin sind die Verantwortlichenin Versorgung und Forschung, wie auch dieVertreter der verschiedenen Fachgesellschaftenaufgerufen, Initiativen für eine Versorgungsforschungin der Psychosozialen Medizinzu unterstützen oder selbst zu ergreifen.Nun! Früher hat sich der Allgemeine SozialeDienst des Jugendamtes automatisch um Sozialhilfefamiliengekümmert – das ist durchdie Reform weggefallen. Weggefallen istnicht der „Kindeswille“. Kindeswille aus dieserSchicht ist am besten zu verifizierendurch Kinderpsychiater(innen). Bei „Scheidungs“-Empfindlingenwäre dies nach heutigemStande die relativ beste Zuwendungund frühkindliche Förderung. Ansonstenwird es bei „Scheidungs“-Empfindlingen zueiner Blockierung ihrer Entwicklung kommen.Und so musste es kommen: Am 25. Februar2007 um 21:45 Uhr in einer Diskussionsrundedes ARD-Fernsehens stand eineSoziologin mit den Worten auf: „Jedes dritteKind in den Kinderkrippen Schwedens istschwerst psychisch gestört.“ Ihr Kinderlein„ver“kommet?Die „große Politik“ gibt zu bedenken, dasseine geringere Kinderzahl auch eine geringereNachfrage nach pädiatrischen Leistungenbewirkt. Und: Die zunehmende Erwerbstätigkeitvon Frauen wiederum führt zu steigendenBeitragseinnahmen. Diese Politik ist zukurz gedacht! Die BundesgesundheitsministerinUlla Schmidt, Volksschullehrerin in den früherenJahren, die früher für den KommunistischenBund Westdeutschland (KBW) zum8. Deutschen Bundestag kandidierte, fährt einenharten Gleichschaltungskurs im Gesundheitswesen.– Der lateinische Leitsatz „simplexsigillum veri“ („Das Einfache ist das Siegel desWahren.“) steht in großen Lettern im Physikhörsaalder Universität Göttingen als Mahnungfür jene, die Neues entdecken wollen. Ein weitererlateinischer Leitsatz „pulchritudo splendorveritatis“ („Die Schönheit ist der Glanz derWahrheit.“) kann so gedeutet werden, dass dieForscher(innen) die Wahrheit zuerst an diesemGlanz, an ihrem Hervorleuchten erkennen. –Noch Fragen, bitte? Willkommen im Dialog!Literatur beim Verfasser:Per StiksrudGründer der COMMUNITY-Psychiatrie mitder Psychiatrischen Universitätsklinik Frankfurt/Mainund Vorsitzender der COMMUNI-TY-Kinderklinikberatung e.V. in BonnOppelner Straße 27, 53119 BonnKrankenhauskosten steigenRund 58 Milliarden Euro betrugen lautStatistischem Bundesamt im Jahr 2006 dieKosten der Krankenhäuser für die stationäreKrankenhausbehandlung in Deutschland.Diese Angabe beruht auf vorläufigenErgebnissen der Krankenhausstatistik.Gegenüber dem Vorjahr sind die Kostenum 1,3 Milliarden Euro oder 2,3 Prozentgestiegen. Diese Kostensteigerung ist inerster Linie auf die Erhöhung der Sachkostenum 5,9 Prozent zurückzuführen, währenddie Personalkosten um lediglich 0,6Prozent gestiegen sind.Die durchschnittlichen Behandlungskostenje Fall lagen im Jahr 2006 bei 3.447 Euro– das sind 0,5 Prozent mehr als 2005 beieiner Zahl von 16,8 Millionen Behandlungsfällen(ohne gesunde Neugeborene).pm/AJÜKosten der Krankenhäuser 2006KrankenhäuserinsgesamtVollstationärbehandeltePatienten(Fallzahl) 1)SachkostenPersonalkostenBrutto-Kosten 2)BereinigteKosten 3)Kostenje FallKosten in Milliarden EURin EURBaden-Württemberg 296 1 918 056 5,3 2,9 8,3 7,0 3 640Bayern 381 2 529 978 6,3 3,6 10,0 8,9 3 532Berlin 72 694 518 1,9 1,3 3,2 2,7 3 919Brandenburg 47 514 918 1,0 0,6 1,7 1,6 3 095Bremen 14 192 245 0,5 0,3 0,8 0,7 3 782Hamburg 47 394 933 1,1 0,8 1,9 1,6 4 009Hessen 179 1 176 918 2,8 1,7 4,6 4,1 3 520Mecklenburg-Vorpommern 34 386 969 0,8 0,5 1,3 1,1 2 920Niedersachsen 199 1 473 609 3,7 2,0 5,9 5,1 3 482Nordrhein-Westfalen 437 3 932 611 9,6 5,5 15,3 13,2 3 353Rheinland-Pfalz 99 822 966 2,0 1,0 3,1 2,7 3 321Saarland 26 250 326 0,7 0,4 1,1 1,0 3 852Sachsen 82 918 184 1,8 1,2 3,1 2,9 3 121Sachsen-Anhalt 50 563 289 1,3 0,8 2,1 1,9 3 368Schleswig-Holstein 96 538 136 1,3 0,8 2,0 1,8 3 329Thüringen 45 525 231 1,1 0,7 1,8 1,6 3 126Deutschland 2 104 16 832 883 41,2 24,0 66,1 58,0 3 4471) Fallzahl ohne gesunde Neugeborene.2) Summe aus Krankenhauskosten (Personal- und Sachkosten, Zinsen und ähnliche Aufwendungen, Steuern) und Kosten der Ausbildungsstätteneinschließlich nichtstationärer Kosten.3) Brutto-Kosten abzüglich nichtstationärer Kosten (z.B. Ambulanz, wissenschaftliche Forschung und Lehre).© Statistisches Bundesamt 2007Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang29


PersonaliaWir gratulieren zum Geburtstag im Januar89 JahreSR Dr. med. Bernhard WolffBrandenburg88 JahreMR Dr. med. Heinz SchaeferRathenowMR Dr. sc. med. Werner WolfZeuthen87 JahreMR Dr. med. Günther BeckerBrandenburgDr. med. Heinz SchiedelKleinmachnow80 JahreDr. med. Erna GreilZeesenOMR Dr. med.Hildegard WemmerZeuthen79 JahreSiegmund LeksanNordwestuckermarkOT WeggunDr. med. Susanne MüllerPotsdamDr. med. Werner SchrankKemnitzSR Erwin WarwasErkner78 JahreSR Dr. med. Gerhard AlslebenWittstockDr. med. Karl-Helmut BarzWittenbergeMR Genofeva BoehmReinsdorfDr. med. Günter KlugeHohen NeuendorfMR Dr. med. Heinz-Gert KunzeCottbusDr. med. Waltraut MachLindowDr. med. Christel RadzewitzBrieselangSR Dr. med. Vera ScholzMahlowOMR Dr. med. Eckart StolteRüdersdorf77 JahreProf. Dr. sc. med. Fritz BockmühlCottbusMR Dr. med. Heinz HelfersSeelowDr. med.Hans Joachim HoffmannLebusMR Dr. med. Joachim KießlingCottbus76 JahreDr. med. Sonja BenzingBorkheideDr. med. Anita GüntherHoppegarten, OT HönowProf. Dr. med. Konrad LisseFalkenseeDr. med. Dietrich WolfFredersdorf75 JahreOMR Dr. med.Manfred BertulliesEichwaldeOMR Dr. med. Margit RodeGroß Köris70 JahreDr. med. Elke ArnoldBrandenburgDr. med. Wolfgang BuheBad SaarowDr. med. Jochen DahlCottbusSR Dr. med. Klaus-VolkerGröschkeFürstenwaldeSR Dr. med. Marie-Luise GrundDiehloSR Dr. med. Imke HaarfeldtZeuthenMR Dr. med. Gottfried HoffmannGroß-GlienickeSR Eleonore JobstSchöneicheDr. med. Henryka KeiderlingZeuthenDr. med. Helga KlausFinsterwaldeMR Dr. med. Siegfried KochBorkheideDr. med. Ute KreibigPotsdamMR Dr. med. Gudrun LehmannMüllroseUdo MaskowRheinsbergDr. med. Wolfgang MöbiusFalkenbergDr. med. Christa MolzowLudwigsfeldeDr. med. Michael PotelTreuenbrietzenDr. med. Renate StolpePotsdamDr. med. Rosemarie TornowFalkenseeUrsula WagnerBrandenburgEdeltraud WeberBrandenburgDr. med. Ilse WinklerMüncheberg65 JahreAdelheid AugustFalkenseeMR Dr. med. Hasso BehrWandlitzHans BentkeBergholz-RehbrückeDr. med. Gerda-Iris BewerSchwedtDr. med. Christina BodenOranienburgUrsula BreywischLuckenwaldeHeide DlugaiczykBrandenburgProf. Dr. sc. med. Gisela EhleWildenbruchDr. med. Dietrich GenestTeltowDr. med. Dr. med. dent.Gerfrid GerdesHohen NeuendorfDr. med. Rudolf HagenCottbusDr. med. Wolfgang HänselGlöwenSR Dr. med. Ingelore HenzeEisenhüttenstadtDr. med. Brigitte HeringPanketal, OT ZepernickDr. med. Reinhard HoltschkeFriedland/ OT Leißnitzdr.(H). Almuth KindZehdenickDr. med. Christine KundischCottbusDr. med. Sibylle KupschHerzbergDr. med. Heide MahnkeBernauDr. med. Dagmar MöbiusCottbusDr. med. Heidi PippigPetershagenMR Dr. med. Wolfgang PippigPetershagenLothar RemitschkaSenftenbergJeanne-Annette RöslerGroß KreutzDr. med. Gunther RückertZehdenickDr. med. Dr. phil. SiegbertRummlerEisenhüttenstadtDr. med. Dolores SchurathForstDipl.-Med. Gernot SeidelPotsdamDr. med. Horst StraubAltlandsbergMR Dr. med. Regine VoigtEisenhüttenstadtMR Dr. med. Barbara ZyminskiGuben60 JahreChristl BiernatFinsterwaldeDipl.-Med. Lotte DinterMärkisch BuchholzDr. med. Frank HegenscheidEichwaldeProf.Dr.med.Dr.rer.nat.Hans-Georg JoostBergholz-RehbrückeDr. med. Claudia KuhseWittenbergeCornelia KüpperBrandenburgDr. med. Terhi NebelungBerlinDipl.-Med. Bernd NeuberBrandenburgDr. med. Werner SchützeBerlinDr. med. Elke SeidelBirkhorstWir bitten unsere Leser,die nicht mit der Veröffentlichungeinverstanden sind,um rechtzeitige (bis 15. desVormonats) Mitteilung(schriftlich oder telefonischunter 0355/7 80 10 18 oderE-Mail:angelika.winzer@laekb.de).30 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang


KalendariumKalendarium Februar 20081. Freitag9. Samstag17. Sonntag25. Montag2. Samstag3. Sonntag4. Montag5. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Städt. Klinikum Brandenburg:EKG-Fallstricke· Konferenzraum DRK-KrankenhausLuckenwalde: 19.00 UhrUrologische Tumorkonferenz6. Mittwoch· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam: 14.00 UhrInterdisziplinäre Gefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Praxis Dr. Kirchner, FinsterwalderStraße 62, Cottbus:16.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit· Praxis Dr. Loesch, Großbeerenstraße109, Potsdam:20.00 Uhr QualitätszirkelPotsdamer Psychotherapeuten· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam: 14.00 UhrInterdisziplinäre Tumorkonferenz· Ost-BrandenburgischesTumorzentrum Bad Saarow:15.45 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Institut für Radiologie KlinikumFrankfurt (Oder): 15.00 UhrInterdisziplinäres Tumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt:15.30 Uhr Interdisziplinäresonkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieRuppiner Kliniken:15.30 Uhr Onkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Z-Haus Ruppiner KlinikenNeuruppin:16.00 Uhr Falldemonstrationentypischer Mammabefunde7. Donnerstag· Potsdam:7.–10.2. Sonographie-Grundkurs· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg:14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik fürPneumologie Treuenbrietzen:14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom10. Sonntag11. Montag12. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demonstrationsraum RadiologieStädt. Klinikum Brandenburg:15.15 Uhr Klinisch pathologischanatomischeKonferenz13. Mittwoch· Sana-Kliniken Sommerfeld:15.15 Uhr InterdisziplinäreSchmerzkonferenz· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam: 14.00 UhrInterdisziplinäre Gefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Praxis Dr. Zimmermann,Breitscheidstraße 41, Bernau:18.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam: 14.00 UhrInterdisziplinäre Tumorkonferenz· Ost-BrandenburgischesTumorzentrum Bad Saarow:15.45 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Institut für Radiologie KlinikumFrankfurt (Oder): 15.00 UhrInterdisziplinäres Tumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt:15.30 Uhr Interdisziplinäresonkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieRuppiner Kliniken:15.30 Uhr Onkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Radiologischer RöntgendemoraumStädt. Klinikum Brandenburg:15.45 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz14. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen: 14.00 UhrInterdisziplinäres TumorkonsilBronchialkarzinom15. Freitag· Potsdam:15./16.2. SuchtmedizinischeGrundversorgung· Grünheider Ärztekreis:Rheuma18. Montag· Bernau:18. – 29.2. Sozialmedizin19. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Städt. Klinikum Brandenburg:Mangelernährung20. Mittwoch· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam: 14.00 UhrInterdisziplinäre Gefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Konferenzraum MEDIAN KlinikDahlwitz-Hoppegarten12.00 Uhr InterdisziplinäreMEDIAN-Schmerzkonferenz· Rathenow:QualitätszirkelPsychosomatik/Psychotherapie· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam: 14.00 UhrInterdisziplinäre Tumorkonferenz· Ost-BrandenburgischesTumorzentrum Bad Saarow:15.45 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Institut für Radiologie KlinikumFrankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt:15.30 Uhr Interdisziplinäresonkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieRuppiner Kliniken:15.30 Uhr Onkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Feuer- und RettungswacheBrandenburg:17.00 Uhr MANV-Update21. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg:14.15 Uhr InterdisziplinäresGefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen:14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom22. Freitag23. Samstag· Teupitz:9.00 Uhr 9. TeupitzerSchlaganfall-Kolloquium26. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg:14.15 Uhr InterdisziplinäresGefäßteam27. Mittwoch· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam: 14.00 UhrInterdisziplinäre Gefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Praxis Dr. Loesch,Großbeerenstraße 109,Potsdam:19.15 Uhr Qualitätszirkel„Psychosomatik“· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von BergmannPotsdam:14.00 UhrInterdisziplinäre Tumorkonferenz· Ost-BrandenburgischesTumorzentrum Bad Saarow:15.45 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Institut für Radiologie KlinikumFrankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Institut für Radiologie Frankfurt(Oder):14.00 Uhr Fallbesprechungin der Diagnostik vonErkrankungen der Mamma· Hämato-onkologischeTagesklinik Uckermark Schwedt:15.30 Uhr Interdisziplinäresonkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieRuppiner Kliniken: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Radiologischer RöntgendemoraumStädt. Klinikum Brandenburg:15.45 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz28. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg:14.15 Uhr InterdisziplinäresGefäßteam· Demo-Raum Klinik fürPneumologie Treuenbrietzen:14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom29. Freitag· Neuruppin:29.2./1.3. BasisseminarPsychosoziale OnkologischeVersorgung8. Freitag16. Samstag24. Sonntag32 Brandenburgisches Ärzteblatt 1/2008 · 18. Jahrgang

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