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themagender migrationUrheberrecht und ArbeitsverhältnisDie Autorin setzt sich mit der rechtlichen Beurteilung geistiger Schöpfungenim Rahmen von Arbeitsverhältnissen auseinander.Während die Realität zeigt, dass ein beträchtlicher Teil urheberrechtlicherLeistungen von Arbeitnehmern in persönlich abhängiger Beschäftigunggeschaffen wird, hat die bisherige Gesetzgebung demArbeitnehmerurheberrecht nicht jenen Stellenwert eingeräumt, der ihmeigentlich angemessen wäre.Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind daher immer wieder mit Fragestellungenkonfrontiert, die aus dem Spannungsverhältnis zwischenArbeitsrecht und Urheberrecht resultieren.Dr. Christina Wartinger ist in der Dienstleistungseinrichtung Personalwesenund Frauenförderung an der Universität Wien tätig. aus dem EU-Raum und damit auf eine Werthierarchie inBezug auf Herkunft hin.Aus einer geschlechtersensiblen Perspektive betrachtetzeigt sich außerdem, dass die Gesetzgebung oft von einempatriarchalen Verständnis der Geschlechterrollen geprägt istund Differenz entlang der Genus-Gruppen (re)produziert.Normvorstellungen in Bezug auf die Aufgabenteilung zwischenden Geschlechtern (etwa „Migrantinnen als nachziehendeEhefrauen“ und „Mütter bleiben zu Hause“) spiegelnsich in der Gesetzgebung (s. bspw. VIntA) und werden mitwenig Ressourcen“) verknüpft. Solche Vorstellungen könnenauf der Ebene der institutionellen Handlungen etwa dieTätigkeit von nachziehenden Migrantinnen nicht vorsehen,die mangelnde familienergänzende Kinderbetreuung oderfehlende Programme für gut ausgebildete Migrantinnen erklären.Forschungspartnerinnen mit Kindern berichteten uns,dass sie von Vertretern und Vertreterinnen von Institutionenin Bezug auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Ausbildungwenig Unterstützung erhalten haben. So erzähltenverheiratete Frauen, dass sie wenig Aussicht auf Stipendienhätten, und dass sie auf den Wartelisten bei Krippenplätzenimmer weiter nach hinten rutschten mit dem Argument,dass ihre Ehemänner gut situiert seien und sie deshalb nichtunbedingt zu arbeiten/studieren bräuchten. In diesen Fällenverschränken sich die allgemeinen strukturellen Rahmenbedingungen– zu kleines Angebot an familienergänzenderKinderbetreuung – mit dem Handeln von institutionellenFamiliensituation werden v.a. in ihrer Mutterrolle gesehenchungvon Migrantinnen eingeschränkt wird.Ängste und negative Vorstellungen von „Drittweltfrauen“und/oder „muslimischen Frauen“ vieler Arbeitgeberhierzulande (Baghdadi, 2005) erschweren den ZugangProblematik wird dadurch akzentuiert, dass die professionelleStellung zugleich von den Forschungspartnerinnenals eine der wenigen Möglichkeiten gesehen wird, gesellschaftlicheAnerkennung zu erlangen. Auf der anderenSeite deutet unsere Studie auch darauf hin, dass viele Migrantinneneinen starken Druck von der Familie ihres (i.R.Schweizer) Ehemannes verspüren, als „gute Mutter“ zuHause bleiben zu müssen. So wirken Geschlechternormenauch in der Familie und Paarbeziehungen widersprüchlichauf das Handlungsfeld von Migrantinnen. Die verschiedenenz.T. gegensätzlichen und widersprüchlichen Normenauf den unterschiedlichen Ebenen führen dazu, dass ihre persönlichen Werthierarchien in Frage stellen und ihreIntegrationsmöglichkeiten einschränken. Gut ausgebildeteprozessenund dem Verlust an Selbstvertrauen konfrontiert.Folglich resultiert Migration für viele gut ausgebildeteFrauen eher in einem Statusverlust als in einem sozialenAufstieg.Seite 90 juridikum 2007 / 2

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