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themasexarbeitSeit 1985 arbeitet der Verein LEFÖ für die Rechte vonMigrantinnen in Österreich und seit über 15 Jahren gibtes einen Arbeitsschwerpunkt zu Migrantinnen, die in derSexarbeit tätig sind. LEFÖ fordert seitdem – gemeinsammit dem Verein maiz in Linz – Rechte für SexarbeiterInnen.Die Verbindung von Migration und Prostitution istein Bereich, in dem in der öffentlichen Diskussion vielerassistische und sexistische Vorurteile reproduziert werden– und gesetzlich eine rechtloseSituation hergestellt wird.Um auf die gesellschaftliche Doppelmoraldiesbezüglich aufmerksamzu machen und die Menschen-, Arbeits-und MigrantInnenrechte vonSexarbeiterInnen einzufordern,wurde – erstmals in Österreich– eine bundesweite Kampagne fürdie Rechte von SexarbeiterInnenkonzipiert.Recht auf Information und BeratungSexarbeiterInnen haben viele nigRechten zufrieden geben: SexarbeiterInnenin Österreich sind zueiner behördlichen Registrierung amtsärztliche Untersuchung auf das„Freisein von Geschlechtskrankheiten“vor. SexarbeiterInnen, dienicht EU-BürgerInnen sind, dürfeninnerhalb eines Jahres höchstens 6Monate durchgehend in Österreichin der Sexindustrie arbeiten – eine Maßnahme, die nurdie Nachfrageseite bedient.In diesem Rahmen bietet LEFÖ seit Jahren – und alserste Organisation in Österreich – (muttersprachliche)Information und Beratung durch kulturelle Mediatorinnenfür Sexarbeiterinnen an. Sexarbeiterinnen selbstwerden – unter anderem als Multiplikatorinnen – in dieArbeit einbezogen und sind Teil der gemeinsamen Projekte.Die NGOs in diesem Bereich sind aber – trotz jahre-abgesichert. Im Gegensatz zu anderen europäischenLändern gibt es in Österreich kaum Einrichtungen mitgenügend Ressourcen, die SexarbeiterInnen unterstützen.LEFÖ fordert bereits seit Jahren die langfristigeForderungenGemeinsam mit KollegInnen aus der europäischen undinternationalen SexarbeiterInnenbewegung wird dieUmsetzung der Menschen-, Arbeits- und MigrantInnenrechte,die SexarbeiterInnen nach internationalenÜbereinkommen zustehen, gefordert.Für Österreich ganz konkret:• Die Entkoppelung des Regelungsbereichs der Prostitutionaus den Sitten- bzw. Anstandsnormen und diekonsequente Eingliederung in die Materien des Arbeitsrechts,der Gewerbeordnung und des Vertragsrechts.SexarbeiterInnenhaben Lust …auf ihre Rechte!8. März 2007 I InternationalerFrauentag bis 2. Juni 2007I Internationaler Hurentag[Bundesweite Kampagne für die Rechte vonSexarbeiterInnen]• Die rechtliche Gleichbehandlung und Gleichstellungvon SexarbeiterInnen mit anderen Erwerbstätigendurch die Legalisierung der Prostitution als Erwerbstätigkeit.• Veränderung des Fremdenrechts:(Abschaffung des „Prostituiertenvisums“) illegalisiertenSexarbeiterInnen möglichkeitfür migrantische SexarbeiterInnen• Schutz vor Gewalt, Diskriminierung, Sexismus undRassismusDie Kampagne „SexarbeiterInnen haben Lust... aufihre Rechte“ ist eine Initiative von LEFÖ Beratung,Bildung und Begleitung für Migrantinnen in Kooperationmit maiz, Autonomes Zentrum von und für Migrantinnenund mit Unterstützung von thekla, die Lobbyfür Frauen in Graz und Frauentreffpunkt Salzburg.Mehr dazu: www.lustaufrechte.atjuridikum 2007 / 2 Seite 95

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