zum Download als PDF (ca. 6,1 MB - Beethoven-Schule

beethoven.schule.de

zum Download als PDF (ca. 6,1 MB - Beethoven-Schule

einmal nachschauen, wo er hinfliegen musste.

Fast schon faszinierend.

Nun schreibt er in einen gesonderten Chat

für sich und seine Gilde, ob er TS kommen soll.

Die Frage wird bejaht und schon geht er wieder

auf den Desktop.

Nebenbei wird mir erklärt, dass er jetzt in

Teamspeak geht. Dort können sich viele Leute

miteinander unterhalten und zusammen

spielen.

Schnell steckt er die Lautsprecher noch ein,

sodass ich mithören kann.

Freudig wird er von ca. neun Leuten begrüßt,

allerdings mit seinem Nicknamen.

Langsam bin ich wirklich fasziniert, wie

diszipliniert alle miteinander spielen. Sie haben

bestimmte Taktiken, um eines dieser großen

und ekligen Monster zu erlegen.

„Boss!“, werde ich sofort verbessert, na von mir

aus. Es wird viel gelacht, aber auch viel geflucht.

Am meisten beeindruckt hat mich an diesem

Tag, dass sie alle einander verstehen. Hier ein

Auszug aus der Anleitung des Leiters der ganzen

Veranstaltung. „Raidleiter!“ Ist ja gut…

„Okay, Soli, du ziehst ihn an der Seite entlang,

damit die Gruppe nicht von dem finsteren Spalt

getroffen wird. Bitte vorher noch alle Buffs

erneuern. Elen, du kickst ihn, wenn er das Gift

castet. Vulo und Pain, ihr macht die Adds und

Vulo, stell dein Pet auf passiv, nicht dass wieder

dasselbe passiert wie letztes Mal.“

Ein Lachen geht durch das TS und ein

Mädchen versucht sich zu rechtfertigen. Also

spielen auch Mädchen dieses Spiel, stelle ich

fest.

Allerdings habe ich nichts von den

Anweisungen verstanden und als der Boss ein:

„Du blöder Stoffi hast mir doch tatsächlich

die Brust weggewürfelt!“, durch den TS hallt,

gefolgt von einem: „Yeah! 17k DPS, neuer

58

Rekord!“, bin ich mir sicher, diese WoW-Spieler

haben eine eigene Sprache…

Am Schluss dieses Tages muss ich sagen, dass

das Spiel bestimmt einen großen Suchtfaktor

hat, denn so wie sich besagter Freund dort

hineinkniet, nimmt das Spiel schon viel von

seiner Freizeit in Anspruch.

Zuletzt hatte ich mich mit dem Mädchen

Vulomine unterhalten und sie hat mir erklärt,

dass sie manchmal bis zu drei Monate Pause

macht, wenn die Schule zu sehr stresst oder sie

manchmal einfach keine Lust drauf hat.

Ich habe mich auch noch mal mit dem oben

genannten Freund unterhalten und ihn gefragt,

was denn der Suchtfaktor bei diesem Spiel sei.

„Um solche Raids zu gehen, brauchst du

passende Ausrüstung und musst genug Schaden

machen, damit der Boss liegt. Außerdem musst

du mit anderen Spielern mithalten, es kommen

immer Patches (Anmerkung von mir: hä?),

ich meine, neue Updates raus, welche neuen

Spielinhalt hinzufügen.“

Er hatte versucht, es für mich verständlich

auszudrücken.

Mein Fazit: Das Spiel kann süchtig machen,

muss aber nicht. Es ist sicher ein spaßiger

Zeitvertreib, da auch Teamfähigkeit und

Zusammenhalt während solcher „Raids“ im

Vordergrund stehen. Man sollte nicht versuchen

der Beste zu sein, sondern einfach Spaß an

diesem Spiel zu haben. Und seien wir mal

ehrlich: Alles kann süchtig machen.

Aber dennoch sollte man versuchen ein

gesundes Mittelmaß zu finden und nicht

pausenlos vor dem Computer zu sitzen.

Schließlich ist die Welt außerhalb von WoW

genauso spannend.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine