Wir glauben, unsere Schule ist anders - LFS – Liebfrauenschule ...

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Wir glauben, unsere Schule ist anders - LFS – Liebfrauenschule ...

LIEBFRAUENSCHULE

GELDERN

Wir glauben, unsere Schule ist anders.

Wir glauben! Unsere Schule ist anders!

Wir glauben,

dass Schule mehr ist, ...

� weil Schüler/innen und Lehrer/innen dort viel Zeit verbringen

� weil Schule ein Ort von gelebten Beziehungen ist und erfolgreiches Lernen

auch von guten Beziehungen abhängt.

� weil Lernen immer wieder Unterbrechungen und schöpferische Pausen

braucht.

… und so setzen wir es um:

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BERUFSKOLLEG

DES BISTUMS MÜNSTER

� Schulseelsorge (geprägte Zeiten, gestaltete Räume)

� Feste und Feiern

� Verpflegungskonzept (Mensa)

� Gesundheit (zugrunde liegt ein mehrdimensionales Verständnis von

Gesundheit: physisch, psychisch, emotional, sozial, seelischspirituell,

gesellschaftlich)

� Theater - AG

� Musik AG

� Studienfahrten


Wir glauben,

dass jeder Mensch entwicklungsfähig ist, …

� weil nach 9 oder 10 Schuljahren kein Mensch am Ziel angekommen ist.

� weil Menschen unterschiedlich viel Zeit zum Wachsen brauchen.

� weil alle, die sich bei uns egal in welchem Alter bewerben, neue

Anforderungen und Qualifizierungen suchen.

… und so setzen wir es um:

� Förderkonzept

� Beratung

� Praktikumsbegleitung

� Ausbildungs- und Berufsinformation

� Berufsorientierung

� Lehrerfortbildung

� Podiumsdiskussion

Wir glauben,

dass jeder junge Mensch eine gute Ausbildung verdient hat, …

� weil sie Grundlage für ein erfolgreiches Leben und für Anerkennung in der

Gesellschaft ist.

� weil sie zur Entfaltung der Persönlichkeit beiträgt.

� weil sie die materielle Existenz absichert.

… und so setzen wir es um:

� Vielfalt unserer Bildungsgänge

� Förderkonzept

� Berufsberatung

� Kooperation mit Ausbildungsstätten und Praktikumseinrichtungen

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Wir glauben,

dass wir eine gute Lernatmosphäre bieten, …

� weil wir gemeinsam arbeiten und feiern.

� weil wir vielfältige funktionale Räume bieten.

� weil wir Schule auch künstlerisch gestalten.

… und so setzen wir es um:

� Entspannungs- und Besinnungsräume (Meditationsraum, Kapelle)

� zeitgemäße Fachräume (Mensa, Pflegepraxisraum,

Betriebslehrküche, PC-Räume, naturwissenschaftliche Räume,

Medienausstattung, etc.)

� Selbstlernzentrum und Bibliothek

Wir glauben,

dass unser Schulleben Spielregeln braucht, …

� weil Regeln den Einzelnen entlasten.

� weil sie zur Verantwortung erziehen.

� weil bei uns nicht das Recht des Stärkeren gilt.

… und so setzen wir es um:

� Hausordnung

� Ordnungsdienste

� Sicherheitskonzept

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Wir glauben,

dass junge Menschen Begleitung und Orientierung brauchen,


� weil man wissen muss, wo man steht, um zu erkennen, wo man hin will.

� weil man schneller Entscheidungen treffen muss, als man denkt.

� weil die Anforderungen von außen vielfältig und manchmal unübersichtlich

erscheinen.

… und so setzen wir es um:

� Schulklassenprinzip

� Beratung

� Schulseelsorge

� Tage religiöser Orientierung

� Ausbildungs- und Berufsinformation

� Berufsorientierung

� Aufnahmegespräche

� Schüler- und Elternsprechtage

� Medienkonzept

Wir glauben,

dass das Evangelium Schule machen kann, …

� weil das Evangelium in vielfacher Weise Gottes „Ja“ zum Menschen und zu

seinem Leben in all seinen Chancen und Begrenzungen bezeugt.

� weil Jesus uns gezeigt hat, dass Erfolg und Scheitern zum Leben gehören.

� weil Selbst- und Nächstenliebe das Miteinander ausmachen.

� weil gesellschaftliche Haltungen wie Verantwortungsbereitschaft und

Zivilcourage ihre Vorbilder in der Bibel finden.

� weil Glaube mit Glaubwürdigkeit zu tun hat.

… und so setzen wir es um:

� in unserem pädagogischen Handeln

� regelmäßige, schülergestaltete Gottesdienste

� soziale Projekte

� Tage religiöser Orientierung

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Wir glauben,

dass wir uns als Schule ständig weiterentwickeln müssen,


� weil wir uns mit unserem Bildungsangebot auch weiterhin am Markt

positionieren wollen.

� weil neue Schüler und neue Lehrer neue Ideen haben.

� weil Bildungspolitik sich ändert.

… und so setzen wir es um:

� Geschichte und Entwicklung der Liebfrauenschule

� regelmäßige externe und interne Lehrerfortbildungen

� Fach- und Bildungsgangkonferenzen

� Arbeitsgruppen auf Ebene des Bistums und der Bezirksregierung

� Supervision

Wir glauben,

dass Schule sich nach außen öffnen muss, …

� weil sich berufliche Bildung am Beruf orientieren muss.

� weil wir dadurch neue Impulse bekommen.

� weil Schule Übungsraum für das Leben ist.

… und so setzen wir es um:

� Praktikumsstellen in allen Ausbildungsgängen

� Praxisanleitertreffen in der Schule

� Kooperationen mit Dr. Oetker, Caritasverband Geldern-Kevelaer,

Sanitätshaus Kessels, Bundesagentur für Arbeit, Sparkasse Krefeld

Landesportbund,

� Schulpartnerschaften

� Referenten im Unterricht

� Exkursionen

� Vernetzung mit der Pfarrgemeinde St.-Maria-Magdalena

� Studienfahrten

� Podiumsdiskussionen

� Tag der offenen Tür

� Schulzeitung „Kontakte“

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Gesundheit macht Schule

In unserer christlichen Sicht gilt der Mensch als Einheit von Leib, Seele und Geist.

Aufeinander bezogen sind deshalb folgende Bereiche:

Gesundheit

Seelsorge Beratung

Fundament/Idee, Entstehung/ Zielsetzung, „Sinn“:

Im Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen wird gefordert, dass die

Schüler/innen „insbesondere lernen [sollen] Freude an der Bewegung und am

gemeinsamen Sport zu entwickeln, sich gesund zu ernähren und gesund zu leben,

[...]" (§ 2 SchulG). Diese Forderung dient uns bei unserer Arbeit zum Wohle der

Gesundheit ebenso als Leitfaden wie unser Leitbild für die Katholischen Schulen im

Bistum Münster, demgemäß Schule ein gesundheitsfördernder Lern- und

Lebensraum sein sollte.

Vor dem Hintergrund, dass unser Berufskolleg unterschiedliche Bildungsgänge mit

den Schwerpunkten „Ernährung und Hauswirtschaft“ sowie „Sozial- und

Gesundheitswesen“ vereint, wird die oben genannte Zielsetzung in unserer

pädagogischen Arbeit mit besonderer Intensität verfolgt.

Gemäß den Prinzipien einer gesundheitsfördernden Schule werden in einem

mehrdimensionalen Verständnis von Gesundheit (physische Gesundheit, psychische

Gesundheit, emotionale Gesundheit, soziale Gesundheit, seelische (spirituelle)

Gesundheit, gesellschaftliche Gesundheit) sowohl das Verhalten als auch die

Lebensverhältnisse in den Blick genommen und eine Verstärkung der

Lebensverhältnisse und Verhaltenstendenzen angestrebt, die der Gesundheit der

Schüler/innen, Lehrer/innen und weiterer Personen dienen.

Neben der Förderung der Gesundheit der Schüler/innen und Studierenden sowie der

Lehrer/innen vor Ort, richten wir als berufsbildende Schule unseren Blick auch auf

die Bedeutung der Schüler/innen und Studierenden als Multiplikator/innen im

privaten und im zukünftigen beruflichen Umfeld. Den Schüler/innen und

Studierenden, die die Planung und Durchführung von Aktivitäten und Projekten

übernehmen, soll so die Möglichkeit gegeben werden, die für die spätere berufliche

Tätigkeit bedeutsamen, ersten eigenen Erfahrungen in der Expertenrolle zu machen.

Zu den konkreten Maßnahmen und Projekten, die die ganzheitliche

Gesundheitsförderung der Schüler/innen und Studierenden in den Mittelpunkt

stellen, gehören zurzeit unter anderen:

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Unterrichtsbezogene Projekte:

� Einführung in Ziele und Grundlagen der Kinästhetik sowie praktische

Anwendungsübungen für die angehenden Heilerziehungspfleger/innen und

Sozialhelfer/innen inklusive Vertiefung im Rahmen eines eintägigen

Workshops unter Leitung eines externen Kinästhetik-Trainers

� Kennen lernen und Erprobung rückenschonenden Arbeitens in der Pflege im

Unterricht des Bildungsganges Staatlich geprüfte Sozialhelfer sowie Staatlich

geprüfte Heilerziehungspfleger unter Verwendung geeigneter Hilfsmittel, die

von unserem Kooperationspartner Sanitätshaus Kessels zur Verfügung

gestellt wurden.

� Auseinandersetzung mit dem Thema Stress mit einer Schwerpunktsetzung

auf die Einführung und Erprobung in Entspannungs- und

Stressbewältigungsübungen im Fach Gesundheitswissenschaften der

Fachoberschule sowie im Kurs Gesundheitswissenschaften im Beruflichen

Gymnasium, im Fach Gesundheitsförderung in der Berufsfachschule für

Sozialhelfer und im Fach Gesundheit/Pflege in der Fachschule für

Heilerziehungspflege (Yoga, Progressive Muskelentspannung etc.)

� Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs unter besonderer Berücksichtigung von

Kindernotfällen für die angehenden Erzieher/innen und

Heilerziehungspfleger/innen im Rahmen einer Blockwoche während des

einjährigen Berufspraktikums

Lerngruppen- bzw. fächerübergreifende Projekte:

� Fächerübergreifende Projekte zum Thema Altern, wie z.B. „Was bedeutet

Lebensqualität im Alter?“, bei dem Bewohner/innen aus Seniorenheimen zu

Gast in der Liebfrauenschule sind und an einem auf individuelle Bedürfnisse

und Ressourcen der Senior/innen (im Bereich Ernährung-Musik-Bewegung)

zugeschnitten Seniorennachmittag teilnehmen.

� Blutspendeaktionen für Schüler/innen und Lehrer/innen unserer Schule,

geplant und durchgeführt von angehenden Sozialhelfer/innen in

Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz. Neben der konkreten

Blutspende wird u.a. das Ziel verfolgt, die gesamte Schulgemeinschaft für die

Bedeutung der Blutspende zu sensibilisieren und neue Erstspender zu

gewinnen.

Schulinterne Ressourcen und Projekte:

� eine gesunde Ernährung in der schuleigenen Mensa

� alljährlich stattfindende Spiel- und Sportfeste für die gesamte Schulgemeinschaft

� themenspezifische Aktionstage, wie z.B. zum Thema Essstörungen ein

Theaterstück über Bulimie inklusive anschließender Fragerunde

� Erhaltung und Förderung der psychischen Gesundheit durch schulpastorale

Angebote, wie z.B. das Angebot zur Durchführung von Tagen religiöser

Orientierung in ausgewählten Bildungshäusern

� Möglichkeit zur Nutzung des schuleigenen Meditationsraumes

� das Beratungskonzept mit täglichen Beratungszeiten der Beratungslehrer/innen

� kontinuierliche Fortbildung der Lehrkräfte in der Durchführung von Erste-Hilfe-

Maßnahmen u.v.m.

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Gesundheitsförderung der Lehrer/innen geschieht unter anderem durch folgende

Angebote:

� Supervisionsangebote für Lehrkräfte: Die Supervisionsgruppe wird von einem

externen Supervisor der Hauptabteilung Schule und Erziehung des

Bischöflichen Generalvikariates Münster begleitet.

� Kollegiale Fallberatung im Rahmen des Beratungslehrer/innen-Teams

� Oasentage für Lehrerinnen und Lehrer, die von der Abteilung Schulpastoral

des Bischöflichen Generalvikariates Münster angeboten werden.

Eine besondere auch mediale Aufmerksamkeit erfahren vor allem die

zahlreichen, sowohl das Kleinkindalter als auch das Seniorenalter umfassenden

Aktionen im Bereich der Gesundheitsförderung, bei denen die Schüler/innen

und Studierenden zugleich als Multiplikator/innen tätig sind.

Neben den gesundheitsfördernden Projekten und Angeboten, die unsere

Schüler/innen und Studierenden im Rahmen ihrer Praktika durchführen, zählen

hierzu in Auswahl:

Alljährliche Kampagnen im Fach Gesundheitswissenschaften der Fachoberschule

zum Thema Prävention und Gesundheitsförderung, theoretisch geplant und

soweit möglich auch praktisch durchgeführt (Bsp.: Organisation eines

Bewegungsnachmittags für Grundschüler; Aufklärung über

Chlamydieninfektion; Erstellen eines Videos zum Thema Bulimie und

Magersucht mit Interviews Betroffener, Eltern und Ärzten; Umfragen und

Aufklärung zum Thema Umgang mit Drogen etc.)

Aktionstage der angehenden Erzieher/innen in umliegenden Kindergärten zum

Thema Zahngesundheit bei Kleinkindern mit dem Ziel einer Optimierung des

Verhaltens bei der Zahnpflege

Präsentation & Ausstellung von Projektarbeiten der Fachoberschule für

Ernährung für die Zielgruppe der Erzieher/innern im Berufspraktikum sowie für

Erzieher/innen aus benachbarten Kindergärten zum Thema ausgewogenes,

gesundes und zugleich zielgruppenorientiertes Frühstück im Kindergarten

Aktionen von Schüler/innen für Schüler/innen sowie Expertengespräche, die das

Thema seelische und körperliche Gewalt fokussieren und zu einem kritischen

Hinterfragen des Umgangs mit Gewalt anregen, z.B. Aktionstag „ Keine

Gewalt gegen Frauen“, Zusammenarbeit mit dem Netzwerk gegen häusliche

Gewalt

Planung und Gestaltung des Raumes der Stille im Hospiz Kevelaer-Wetten durch

eine Fachoberschulklasse als Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität der

Gäste, der Angehörigen und des hauptamtlichen sowie ehrenamtlichen

Personals

Ausblick auf Zielsetzungen, weitere Perspektiven, anstehende Projekte etc.:

� Vernetzung mit anderen Schulen und Mitgliedschaft im Netzwerk

gesundheitsfördernder Schulen

� Anstehende Projekte und Aktionen:

� Schüler/innen engagieren sich ehrenamtlich in den so genannten Demenz-

Cafés unseres Kooperationspartners Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V.

� Pädagogischer Tag zum Thema Lehrergesundheit im Schuljahr 2011/2012

� Aktionstag zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Kooperation

mit dem St.-Clemens-Hospital Geldern

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Öffnung von Schule nach außen

Um die Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden unseres Berufskollegs

sowohl in der persönlichen Entwicklung zu fördern als auch schulisch und beruflich

zu qualifizieren, strebt die Liebfrauenschule eine Öffnung von Schule an. Neben

Unterricht im Klassenraum finden daher Praktika, themenorientierte Veranstaltungen

mit unseren Kooperationspartnern, Exkursionen und der Gedankenaustausch mit

Vertretern unterschiedlichster Einrichtungen und Betriebe statt.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der engen Vernetzung zwischen Schule und

Berufswelt, die vor allem dadurch deutlich wird, dass Praktika in allen

Bildungsgängen beider Fachrichtungen intensiv vorbereitet, durchgeführt und

ausgewertet werden.

Wichtig sind der Liebfrauenschule der Kontakt und die Zusammenarbeit mit

außerschulischen Einrichtungen und Unternehmen, um plastische Einblicke in die

Praxis der Berufswelt zu vermitteln. Vielfältige Aktivitäten bestehen beispielsweise im

Rahmen der Kooperationen mit der Dr. Oetker Frischeprodukte Moers KG, dem

Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V. und dem Sanitätshaus Kessels sowie der

Sparkasse Krefeld.

Im Fachbereich Bewegungserziehung an unserer Fachschule für Sozialpädagogik

können unsere Studierenden in Kooperation mit dem Landessportbund und der

Sportjugend NRW zusätzliche Qualifikationen anstreben. Seit dem Jahr 2005 wird

die „Dezentrale Übungsleiter- B- Ausbildung“ - Bewegung im Kleinkind und

Vorschulalter - in Zusammenarbeit mit der Sportjugend im Landessportbund NRW

(LSB) an der Fachschule angeboten. Die Ausbildung, mit einem Unterrichtsumfang

von 70 Lehreinheiten, konnte in das Fach „Sport- und Bewegungserziehung“

integriert werden und wird in einem Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt.

Zusätzlich zum Unterricht besuchen die Studierenden jedoch noch ein/zweitägige

Lehrgänge beim LSB oder KSB und hospitieren in ortsnahen Sportvereinen. Bis zum

jetzigen Zeitpunkt haben 74 Studierende/ErzieherInnen an dieser Maßnahme

teilgenommen, um in Bewegungskindergärten, aber auch in Sportvereinen als

Übungsleiter tätig zu werden.

Exkursionen und Besichtigungen verschiedenster Einrichtungen und Betriebe dienen

ebenso wie Gespräche und Diskussionen mit Gastreferenten im Unterricht dem Ziel,

den Horizont der Schüler/innen und Studierenden zu erweitern.

Um eine an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Studien- bzw. Berufswahl

zu ermöglichen, findet alle zwei Jahre ein „Infotag Beruf und Studium“ statt, bei dem

unterschiedlichste Studien- und Berufsmöglichkeiten vor allem aus den fachlichen

Schwerpunkten „Ernährung und Hauswirtschaft“ sowie „Sozial- und

Gesundheitswesen“ durch in der Regel Gastreferenten, vielfach auch ehemalige

Schüler, vorgestellt werden.

In der schulinternen Reihe „Schüler diskutieren mit Experten“ werden

gesellschaftliche Themen regelmäßig im Rahmen von Podiumsdiskussionen

thematisiert, die von Schüler/innen und Studierenden vorbereitet werden und in der

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stets überregional, häufig auch bundesweit bekannte Persönlichkeiten in der

Liebfrauenschule zu Gast sind.

In den Fachschulen dienen folgende Maßnahmen dazu, den Kontakt und die

Zusammenarbeit zwischen Schule und berufbezogenen Einrichtungen zu

unterstützen und zu fördern:

� kontinuierliche Besuche unserer Schüler/innen und

Studierenden in ihren Praxisstellen durch betreuende

Fachlehrer/innen,

� gemeinsame Anleitungsgespräche und Reflektionen mit

den Studierenden, den Praxisanleiter/innen der

Einrichtungen und den Lehrern unseres Berufskollegs,

� regelmäßige Praxisanleitertreffen in der Schule,

� Projektarbeit in Zusammenarbeit mit Kindertages- und

heilpädagogischen Einrichtungen sowie Schulen.

Die Liebfrauenschule arbeitet eng mit den am Ort vertretenen Kirchengemeinden

zusammen.

Sie unterstützt die Teilnahme von Schülern an unterschiedlichen Wettbewerben.

Bei Informationsveranstaltungen (z.B. dem Tag der offenen Tür, dem Infoabend und

den Informationsveranstaltungen in Schulen der Sekundarstufe I), im Jahrbuch

„Kontakte“, auf der Homepage und in den Medien stellt sie das vielfältige Schulleben

und die Bildungsgänge einer breiten Öffentlichkeit vor.

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Schulpastorale Überlegungen

Seelsorge

In unserer christlichen Sicht gilt der Mensch als Einheit von Leib, Seele und Geist.

Aufeinander bezogen sind deshalb die folgenden Bereiche:

Seelsorge

Beratung Gesundheit

Die folgenden Ausführungen stellen Haltungen und Überzeugungen vor, die für die

Seelsorge und für religiöse Angebote in unserer Schule als grundlegend angesehen

werden.

Darin knüpfen sie an das Leitbild für die katholischen Schulen im Bistum Münster an

(Oktober 2006, kurz: LB). Diese Grundhaltungen versuchen wir in wechselnden und

unterschiedlichen Angeboten und Aktionen immer wieder umzusetzen.

Geprägte Zeiten: Unterbrechung und Rhythmisierung

„Das spirituelle Profil knüpft an die Lebenswirklichkeit der Menschen in der Schule

an.“

(LB, S. 20)

Ausgangspunkt und Zielpunkt unserer seelsorglichen Arbeit ist der Mensch und

seine Lebenswirklichkeit.

Dabei geht es darum, aus der Fülle der christlichen Tradition und in der kritischen

Auseinandersetzung mit ihr stimmige Ausdrucksformen in Worten, Gesten und

Symbolen aufzuspüren und zu gestalten, um die je eigene Lebenswirklichkeit

voreinander und vor Gott zum Ausdruck zu bringen und sie in den Zuspruch und die

„Hoffnung auf ein erfülltes und unvergängliches Leben“ (ebd.) zu stellen.

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Dies setzen wir um in liturgischen Angeboten wie regelmäßigen, von und mit

Schülern vorbereiteten Eucharistiefeiern oder

Wortgottesdiensten in Gruppen unterschiedlicher

Bildungsgänge oder mit der gesamten

Schulgemeinschaft und dem Erproben und Erleben

von unterschiedlichen liturgischen Formen wie

Meditation, liturgischer Nacht und Jugendkreuzweg

(Photo: Entlassfeier 2011 in der Pfarrkirche St. Maria-Magdalena in Geldern)

Als besonders wertvoll erleben wir dabei, uns

jenseits der in Schule üblichen Rollen als

Lehrer/innen und Schüler/innen einen

gemeinsamen Raum für die existentiellen Fragen

unseres Lebens zu öffnen und offen zu halten.

Neben diesen liturgisch ausgerichteten Zeiten

findet eine Rhythmisierung des Schullebens, eine

Unterbrechung des schulischen „getakteten“

Zeitrasters statt durch

- Akzentsetzungen innerhalb des Kirchenjahres,

z.B. Nikolausfeier, interaktive Adventskalender,

Morgenmeditationen im Advent, Angebote zur

Gestaltung der Fasten- und Osterzeit (z.B.

Pfingstimpuls)

- Ritualisierungen im Schulalltag (z.B. Impulse zu

Beginn von Arbeitseinheiten wie z.B. vor dem

Unterricht und vor Prüfungen und Konferenzen wie

auch die Möglichkeit, den Meditationsraum als

offenen Raum in der Mittagspause zu nutzen).

Eine vertiefte und intensive Möglichkeit der

Auseinandersetzung mit sich selbst, den anderen

und mit der eigenen religiösen Ausrichtung bieten

die „Tage religiöser Orientierung“ (TRO), die wir

allen Klassen anbieten. Diese Veranstaltung ist in

der Regel dreitägig und findet in einem

bistumseigenen Bildungshaus, also außerhalb des

schulischen Alltags, mit speziellen Referenten statt.

(Jugendkreuzweg 2001

Gestaltung vor unserem Schulkreuz)

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Begleitung: Da - Sein

„Da der Mensch Teil der Schöpfung ist, rechnen wir mit der Begrenztheit,

Gebrochenheit und Verletzbarkeit menschlichen Lebens und Handelns.“(LB, S.11)

Dieser Dimension unseres Lebens, die auch den Schulalltag immer wieder in

unterschiedlicher Weise „durchkreuzt“, versuchen wir Raum zu geben in:

- Angeboten zur Begleitung von Schüler/innen und Kolleg/innen in Trauersituationen

und anderen Krisen im Gebet und im Gespräch.

- unserer Beratungsarbeit , für die ebenfalls ein eigener Raum frei gehalten

wird.

- geistlichen bzw. religiösen Impulsen im Kollegium (z.B. Moscheebesuch in

Duisburg, Möglichkeit zur Teilnahme an „Oasentagen“ für Lehrer/innen)

Gestaltete Räume: Begegnung und Symbolisierung

Unsere Schule versteht sich - auch hierin dem Leitbild folgend - als „Lern- und

Lebensraum“ (LB, S. 15). „Das bedeutet, dass die schulischen Räume nicht nur

unter funktionalen, sondern auch unter ästhetischen und kommunikativen

Gesichtspunkten ausgestattet und gestaltet werden.“ (ebd.)

Als besondere Orte der Begegnung und als Frei- und Rückzugsraum verfügt unsere

Schule über eine eigene Hauskapelle (1. Bild) , einen Meditationsraum (2. Bild) und

das Haus der Schulseelsorge.

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Hierdurch können wir Räume anbieten, in denen ein Wechsel von „Arbeit und Muße,

von Aktion und Kontemplation, von Alltag und Feier“ (LB, S. 15) erfahrbar werden

kann.

An verschiedenen Stellen unseres Schulgebäudes und Schulgeländes finden sich

künstlerische Akzente, die die Auseinandersetzung mit christlichen Symbolen

anregen sollen…

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… oder in der Auseinandersetzung mit diesen durch

Schüler und Schülerinnen entstanden sind.

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Vernetzung in der Kirche: Kirche sein und erleben auf unterschiedlichen

Ebenen

Als katholische Schule verstehen wir uns als einen Ort, der jungen Menschen einen

„geschützten und zugleich anregenden Raum“(LB, S. 15) bietet, in dem sie die

Gelegenheit erhalten „die eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu entfalten, Wissen

und Kenntnisse zu erwerben und sich auf Begegnung in der Gemeinschaft

einzulassen“(ebd., S. 15).

Umsetzungen:

Enge Zusammenarbeit mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria-Magdalena

Gelebte Ökumene (z.B. evangelische und ökumenische Gottesdienste)

Gespräche mit und Besuche bei Mitgliedern von Ordensgemeinschaften (z. B.

Schwestern ULF vor Ort, Benediktinerinnen in Mariendonk, Klarissen in Kevelaer,

Töchter vom Heiligsten Herzen Jesu - Kommunität Duisburg)

Mitwirkung bei der Planung und Durchführung von Fahrten zu Weltjugendtagen und

Kirchentagen, z.T. in Zusammenarbeit mit der Liebfrauen-Realschule und der

Pfarrgemeinde St. Maria-Magdalena Geldern

Eine Schöpfung: Soziales und verantwortetes Handeln

„Auf der Grundlage ihres Selbstverständnisses wollen die katholischen Schulen des

Bistums Münster Schülerinnen und Schüler zur Achtsamkeit und Einfühlung

gegenüber anderen und zu einem solidarischen Miteinander anregen.“ (LB, S. 21)

Durch folgende Aktivitäten versuchen wir dies zu unterstützen:

Projekte in der „Einen Welt“ (Kinderdorf Tansania, Bosnien-Hilfe der Duisburger

Caritas, Schulaufbau Afghanistan)

Alle zwei Jahre stattfindender Sponsorenlauf zugunsten sozialer Projekte

Unterstützung einzelner Projekte durch Klassen (z.B. Aktionstag „Keine Gewalt

gegen Frauen“ in Zusammenarbeit mit SOLWODI, Klassenpatenschaften bei

„Amani“)

Aufführungen und Workshops mit dem Erzähltheater Duisburger Theater e.V.

(„Kürbiskinder“, „Kaffee statt Coca“, „Weltgeschichten“)

Podiumsdiskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen und ethisch - religiösen

Fragestellungen, z.B. zur Stammzellforschung

Angehende Sozialhelfer motivieren Mitschüler/innen zur Teilnahme an einer

schulinternen Blutspendeaktion

unterrichtliche, auch fächerübergreifende Zusammenarbeit mit diakonischen

Einrichtungen

(Hospize: Schüler/innen gestalten einen Raum der Stille im Hospiz Kevelaer-Wetten;

Altenheime: angehende Sozialhelfer/innen laden zum Seniorennachmittag in die

Liebfrauenschule ein; Einrichtungen für Menschen mit Behinderung:

Heilerziehungspfleger gestalten einen Gottesdienst in St. Bernhardin;

Demenz-Cafés des Caritasverbandes: Angehende Sozialhelfer und

Fachabiturient/innen engagieren sich ehrenamtlich im „Café Memory“)

Besuche an „Orten durchkreuzten Lebens“ im näheren und weiteren Umfeld (JVA,

Gelderlandklinik…)

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„Verkörperung“: Die kollegiale und pädagogische Dimension

„Glaube und religiöse Haltung bilden sich vor allem in der Begegnung mit

glaubenden und glaubwürdigen Menschen.“ (LB, S. 18)

Die Ausführungen bisher beziehen sich auf explizite „Aktionen“ und Angebote der

Schulseelsorge.

Implizit geht es darum, die christliche Orientierung als integralen Bestandteil allen

schulischen Handelns zu begreifen und immer mehr umzusetzen bzw. zu

„verkörpern“

z.B. im Blick auf pädagogisches Verhalten, Kollegialität, Achtsamkeit und

Wertschätzung füreinander, Definition und Bewertung von Leistung etc.

Von diesem integralen Gedanken her sind Träger und Empfänger von Seelsorge alle

an Schule Beteiligten.

Das Team von Lehrern, das im engeren Sinne für die Schulseelsorge an unserer

Schule verantwortlich ist, versteht sich von daher als ansprechbar, moderierend und

Impulse setzend und ist darin angewiesen auf die Bereitschaft aller an Schule

Beteiligten, ihre eigene Lebenswirklichkeit immer wieder miteinander und vor Gott

einzubringen.

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Studienfahrten

Sowohl in den dreijährigen Bildungsgängen des beruflichen Gymnasiums als auch

in den zweijährigen Bildungsgängen der Fachrichtungen „Sozial- und

Gesundheitswesen“ (FH/S) bzw. „Ernährung und Hauswirtschaft“ (FH/E) der

Fachoberschule fahren die Klassen seit Jahrzehnten zu Anfang der Jahrgangsstufe

12 auf eine Studienfahrt, die von ihrer Dauer in etwa eine Unterrichtswoche umfasst.

In allen Bildungsgängen beginnt ab der Klasse 12 verstärkt der klassenübergreifende

Unterricht. Durch diese Fahrten lernen die Schülerinnen und Schüler die Schüler der

Parallelklassen kennen, mit denen sie im Differenzierungsbereich, bzw. in den

Leistungskursen ab der Jahrgangsstufe 12 zusammen arbeiten werden.

Während der Jahrgangsstufe 11 verbringen die Schülerinnen und Schüler der FH/S-

Klassen nur den geringsten Teil der Woche zusammen im Berufskolleg, so dass sie

zwar ihren Platz in der Klasse gefunden haben und ein unsichtbares Netz von

Gedanken, Wahrnehmungen, Beziehungen, Sympathien und Ablehnungen

entstanden ist, jedoch bleibt relativ wenig Zeit Positives zu vertiefen und etwaige

Probleme, Spannungen und deren Anlass zu ergründen. Auch haben die

Schülerinnen und Schüler nicht die Möglichkeit, alle Klassenkameraden in gleicher

Weise näher kennen zu lernen.

Die Studienfahrt kann den Zusammenhalt innerhalb der Klassengemeinschaft in

anderer Umgebung beim gemeinsamen Erkunden der Kultur eines Landes, dem

Zusammenwohnen und Feiern entwickeln helfen.

Durch die Einbindung der Schülerinnen und Schüler in die Planung, Organisation,

Durchführung und Reflexion von Fahrten, können diese erkennen, dass sie eine

Bildungs- bzw. Studienfahrt unternehmen, die zwar auch ein Freizeitprogramm

enthält, das sich aber von reinen Klassenfahrten unterscheiden sollte.

In den letzten Jahren fahren die Klassen zunehmend als geschlossener Jahrgang.

Der Gewinn liegt darin, dass die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer in

Teamarbeit die Studienfahrt begleiten und dies auch für die Zusammenarbeit im

Kollegium über die konkrete Studienfahrt hinaus eine positive Langzeitwirkung

entfaltet.

Für die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer und zukünftigen Fachlehrer in der

Jahrgangsstufe 12 ergibt sich die Gelegenheit mit einzelnen Schülern in einem

anderen Umfeld als unserem Berufskolleg ins Gespräch zu kommen und ein

gegenseitiges Vertrauen zu vertiefen bzw. aufzubauen.

Die gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse der Studienfahrt können über die

ganze verbleibende Schulzeit zu einer angenehmeren Lernatmosphäre beitragen!

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Podiumsdiskussion

"Schüler diskutieren mit Experten"

Etwa ein- bis zweimal

im Jahr gibt es eine von

Schülern und Lehrern

vorbereitete Aulaveranstaltung

im Rahmen

einer Reihe, die wir

"Schüler diskutieren

mit Experten" nennen.

Dazu werden oft sogar

sehr namhafte Fachleute

zu bestimmten

Fragestellungen und

Anlässen eingeladen.

Die Fragestellungen

ergeben sich aus dem Unterricht oder aus aktuellen Anlässen wie zum Beispiel dem

Klimawandel und der Terrorismusgefahr. Auch ist es uns bei den letzten drei

Bundestagswahlen gelungen, alle Kandidaten unseres Wahlkreises in unserer Aula

zu versammeln.

Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler wesentlich an der Planung,

Durchführung und Auswertung beteiligt sind. Die Experten halten keine langen

Vorträge, sondern treten in den Austausch mit den Schülerinnen und Schülern.

Die Vorbereitung umfasst neben dem inhaltlichen Aspekt auch die Bereiche

Werbung und die mediale Unterstützung der Veranstaltung, beispielsweise aus

kurzen Videoeinspielungen, Spielszenen und digital aufbereiteten Grafiken. Wichtig

ist uns auch der Kontakt zu den teilnehmenden Gästen sowie deren Betreuung. All

diese Bereiche werden maßgeblich von den Schülerinnen und Schülern gestaltet.

Lernziele:

Die Schüler/innen lernen hier

� bildungsgang- und jahrgangsstufenübergreifend zu arbeiten

� sich in ein selbst gewähltes Thema einzuarbeiten,

� das Thema für die Moderator/innen aufzuarbeiten und für die Zuschauer

medial umzusetzen,

� den Kontakt mit den Gästen zu pflegen (Informationsbeschaffung, Begrüßung,

Begleitung),

� die Veranstaltung zu moderieren.

Evaluation:

Nach der Veranstaltung findet immer ein Treffen aller beteiligten Schülerinnen und

Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer statt, bei dem Rückmeldungen über den

Verlauf der Veranstaltung, Verbesserungsvorschläge und auch schon

Themenvorschläge für die nächste Podiumsdiskussion eingeholt werden.

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Verpflegungskonzept

1. Idee

Seit 1985 besteht an der Liebfrauenschule eine Mensa mit Angeboten zur Mittagsverpflegung

für Schüler und Lehrer. Im Zuge eines schulischen Erweiterungsbaues

wurden damals eine großbetriebliche Lehrküche zur Speiseproduktion und eine

Mensa zur Speisenausgabe eingerichtet. Damit hat die Liebfrauenschule im Bezug

auf die Bereitstellung einer vollwertigen Mittagsverpflegung für Schüler und Lehrer

seit Jahrzehnten eine Vorreiterrolle inne.

Die Mensabewirtschaftung erfüllt schulintern zwei wichtige Ziele:

1. Angebot von Speisen und Getränken für Schüler und Lehrer nach den Kriterien

ernährungsphysiologisch vollwertig, wohlschmeckend, preisgünstig.

2. Betriebslehrküche und Mensaausgabe als Lern- und Übungsfeld für unsere

hauswirtschaftlichen Klassen.

Großbetriebliche Speisenproduktion und -ausgabe sind Unterrichtsinhalte

verschiedener Kassen des Fachbereiches Ernährung und Hauswirtschaft. Daher

werden die Speisen von Schülerinnen und Schülern unter Anleitung

hauswirtschaftlicher Fachlehrerinnen produziert und in der Mensa verkauft, wobei die

Schülerinnen und Schüler im Service alle anfallenden Tätigkeiten rund um die

Speisenausgabe in der Mensa übernehmen.

2. Merkmale unseres Verpflegungskonzeptes (derzeitige Praxis)

An allen Schultagen werden in der Mittagspause (13.00 ca. 13.30) in der Mensa

die frisch produzierten Speisen (täglich wechselnder Speisenplan) sowie Getränke

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ausgegeben und dort von Schülern und Lehrern in angenehmer Atmosphäre

verzehrt.

Das Angebot umfasst täglich

� ein Tellergericht mit Dessert

� ein kleines Gericht, z.B. Pastagericht, Suppe, Auflauf

Ein Salatbuffet, frische Desserts und selbst gebackener Kuchen runden das Angebot

ab. Täglich gibt es auch für Vegetarier geeignete Speisen.

Trinkwasser steht in Karaffen kostenlos zur Verfügung, Säfte, Mineralwasser, Kaffee

und Tees sind käuflich zu erwerben.

Im Rahmen von Unterrichtsprojekten finden in der Mensa auch Aktionstage/-wochen

mit besonderen Speisenangeboten statt.

Der schulinterne Tagesablauf (Stundenplan) ist so konzipiert, dass möglichst alle

Klassen die 7. Std. als Mittagspause nutzen und somit auch die Mensa besuchen

können.

Das ansprechende Ambiente der Mensa und die Sitzordnung in Tischgruppen

fördern die Kommunikation von Schülern und Lehrern und tragen zu deren

Wohlbefinden beim Essen bei. Die Mensa bietet Raum für wechselnde

Ausstellungen von Bildern und Objekten, die von Schülern im Kunstunterricht

geschaffen wurden.

Im Sommer kann man auch auf der Außenterrasse unserer Mensa das Mittagessen

einnehmen.

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Bei der Preisgestaltung werden ausschließlich Materialkosten in Rechnung gestellt,

wodurch ein preisgünstiges Angebot realisiert werden kann.

Neben der Versorgung unserer Schüler und Lehrer mit schmackhaften Mittagessen

übernimmt unsere Mensa auch regelmäßig die Bewirtung von Gästen unserer

Schule und repräsentiert dabei die Gastfreundschaft unseres Hauses.

Zusätzlich zur Mittagsverpflegung gibt es auch Angebote in den Unterrichtspausen

am Vormittag. Im Pädagogischen Zentrum werden an der „Gelben Theke“ in der 1.

und 2. Pause zurzeit Mehrkornbrötchen mit verschiedenen herzhaften Belägen und

frisches Obst angeboten, weiterhin andere Brötchen sowie Kakao. Am

Getränkeautomaten können kalte und heiße Getränke gezogen werden.

3. Zielperspektiven

Die Pausenverpflegung im Pädagogischen Zentrum soll hinsichtlich der Breite des

Angebotes sowie der Präsentation in Zukunft optimiert werden.

Im Rahmen der für das Jahr 2011 vorgesehenen Neugestaltung des Pädagogischen

Zentrums ist geplant, eine Angebotstheke mit Kühlvorrichtung für den Pausenverkauf

anzuschaffen. Wünschenswert wäre ein erweitertes Pausenangebot, z.B. das

Angebot von weiterem Obst/ Gemüse, Müsli, Milchprodukten, Getränken.

Für die Herstellung dieses erweiterten Angebotes wäre eine Hilfskraft

wünschenswert, da die Betriebslehrküche nicht regelmäßig die Produktion

übernehmen kann. Projekte einzelner Klassen zur Pausenverpflegung an

bestimmten Wochentagen im Rahmen des fachpraktischen Unterrichtes sind gerne

gesehen. Schülerinnen und Schüler des SV-Teams unterstützen den Hausmeister

beim Pausenverkauf.

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Berufsorientierung

Die Liebfrauenschule als Berufskolleg bietet den Schülerinnen und Schülern

vielfältige Angebote, Informationen über Berufsausbildungen und Studiengänge zu

erhalten und in Praktika berufsbezogene Erfahrungen zu sammeln.

Informationen zur beruflichen Orientierung erhalten die Schülerinnen und Schüler

z.B. durch

� den alle 2 Jahre stattfindenden Berufsinformationstag an der Liebfrauenschule

� die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit (Beratungstermine für Klassen und

Einzelgespräche, s. Kooperationsvertrag)

� die weiteren Kooperationspartner der Liebfrauenschule (Dr. Oetker, Caritas,

Sanitätshaus Kessels)

� Informationsschriften (Bibliothek, PZ) und Aushänge im PZ (Termine von

Schülertagen verschiedener Hochschulen, freie Ausbildungsstellen, Au-Pair-

Aufenthalte etc.)

� Die Teilnahme an Berufsorientierung verschiedener Hochschulen (z.B.

niederländischer Hochschultag in Kleve, Infoveranstaltung der Hochschule in

Enschede)

� Vorträge von ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die die Studienmöglichkeiten

und inhalte „ihrer“ Hochschulen vorstellen

� (ggf.) den Besuch von Berufs- und Ausbildungsmessen

� Exkursionen (z.B. ALDI, Bardusch, Hotels)

Durch die in die Bildungsgänge der Liebfrauenschule integrierten Praktika wird den

Schülerinnen und Schülern ein konkreter Einblick in die berufliche Realität geboten

und ihnen damit die Entscheidung für eine spätere Ausbildung bzw. ein Studium

erleichtert.

� BFS/F: 3-wöchiges Orientierungspraktikum

� SE: 16 Wochen Praktikum

� SH: 16 Wochen Praktikum

� FH/E: 24 Wochen Praktikum

� FH/S: 1 Jahr Praktikum

� AH/E: 2 Wochen in der Jahrgangsstufe 12

� AH/S: 2 Wochen in der Jahrgangsstufe 11

� 2 Wochen in der Jahrgangsstufe 12

In den Bildungsgängen mit Berufsabschluss finden viele Schülerinnen und Schüler

durch das Praktikum einen Arbeitsplatz.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Bewerbungstrainings bzw.

zur Vorbereitung von sogenannten Assessment-Centern.

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Unser Sicherheitskonzept

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung hat Notfallpläne entwickelt, zu denen

der Schulträger ergänzende Handreichungen erstellt hat. Unsere Schülerinnen und

Schüler (SuS) sollen auch in Notfallsituationen sicher begleitet werden und im

Umgang miteinander ein Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein entwickeln

und zeigen. Darüber hinaus sollen diese Verhaltensweisen (Erkennen, Vorbeugen

und Bewältigen möglicher Gefahren, Notfälle und Krisen) für die SuS auch in ihrem

beruflichen (Praktikums-)Handeln zur Verfügung stehen. Um dies gewährleisten zu

können, wurden z.B. im Rahmen eines Lehrertrainings verschiedene schulische

Gefahrensituationen simuliert und rollenspielartig adäquate Verhaltensmaßnahmen

entwickelt, durchgeführt und anschließend kritisch bewertet.

Unsere Schule verfügt über einen Sicherheitsbeauftragten (Herr Ulrich Mayers) und

ein Notfallteam mit klar zugeteilten Aufgabenbereichen. In den Klassenräumen

ausgehängte Raumordnungen bzw. Regeln für den Unterricht in allen Fachbereichen

sowie Gefährdungsbeurteilungen sollen helfen, im Schulleben Gefährdungen zu

vermeiden.

Es finden regelmäßige Notfallübungen wie z.B. Feueralarm unter besonderer

Beachtung der ausgewiesenen Flucht- und Rettungswege statt. Die anschließende

Evaluation dieser Übungen wird durch das Notfallteam der Schule und die

Feuerwehr unterstützt.

Regelmäßige Wartungen, Reparatur- und Erneuerungsmaßnahmen an Ausstattung

und Einrichtung tragen zur Sicherheit bei. Auch die Einhaltung funktionaler Hygiene

und Sauberkeit in Klassen-, Fach- und Gemeinschaftsräumen bzw. Funktionsräumen

zur Vermeidung von Infektionen ist Gegenstand unserer Sicherheitsüberlegungen.

Darüber hinaus sollen im Unterricht Impulse zu einer die Gesundheit fördernden

Lebensführung gegeben werden. Umgesetzt wird dies beispielsweise durch Projekte

zu den Themen Drogen/Sucht-Verhalten, Nichtraucherschutz und die

Zusammenarbeit mit Gremien wie die SV.

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Berufs- und Ausbildungsinformationen

Bibliothek

� ABI-Hefte (des laufenden und vorhergehenden Jahres)

� Informationen verschiedener Fachhochschulen und Universitäten, z.B. zu den

angebotenen Studienfächern

� Auswahl an „Blättern zur Berufskunde“

� Informationen zum Studium in den Niederlanden

� Prospekte verschiedener Organisationen, die Sprachferien, Au-Pair-

Aufenthalte etc. anbieten

� die jeweils aktuelle Ausgabe von „Beruf aktuell“ und „Studium- & Berufswahl“

� Bücher mit Tipps für Bewerbungen

� überzählige Broschüren, Prospekte, Programmhefte zum Mitnehmen

Infowand (im PZ neben dem Haupteingang)

� Kurzinfo der Agentur für Arbeit (z.B. Sprechzeiten)

� Ankündigung der monatlich wechselnden Berufsinformationen im BIZ Wesel

� Plakate verschiedener Fachhochschulen und Universitäten (auch in den

Niederlanden) mit den Hinweisen zum jeweiligen „Tag der offenen Tür“ und zu

besonderen Schülertagen

� Plakate von Organisationen, die Sprach- und Au-Pair-Aufenthalte anbieten

(z.T. verbunden mit der möglichen Teilnahme an Wettbewerben)

� Ankündigung von freien Ausbildungsstellen, Bewerbungsfristen (z.B. bei

Stadtverwaltung, Sparkasse, Volksbank)

� außerdem: Informationen zu freien Praktikumsstellen (FH-Jahrespraktikum;

Berufspraktikanten von FSP und FSHEP) und Ausbildungsstellen (auch aus

dem Bereich Ernährung und Hauswirtschaft) finden sich auch an den

Stellwänden im Durchgang vom PZ zum Altbau

Weitere Angebote

� Besuch des zuständigen Beraters der Agentur für Arbeit in allen FH / 12 - und

AH / 12 Klassen sowie in den SE - und SHKlassen (s.

Kooperationsvertrag)

� Information über den deutsch-niederländischen Hochschultag im Berufskolleg

in Kleve (Jan./Feb.; kostenloser Bustransfer für interessierte Schüler von

Geldern nach Kleve und zurück)

� Vorträge über Studienmöglichkeiten (z.B. durch ehemalige Schüler, die „ihre“

(Fach)Hochschule und deren Ausbildungsangebote vorstellen, oder durch

offizielle Vertreter dieser Hochschulen)

� Möglichkeit zur Teilnahme an Bewerbertrainings bzw. zur Vorbereitung von

sogenannten Assessment-Centern (besondere Auswahlverfahren für

Bewerber)

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Übersicht über das Förderkonzept an unserer Schule

Seit dem Schuljahr 2007/08 ist das neue Schulgesetz des Landes NRW in Kraft

getreten.

Es beinhaltet neben vielen Qualitätssicherungsmaßnahmen und

Organisationsempfehlungen auch den Hinweis auf die Aufgabe der Schule, die

individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler (SuS) weiter und intensiver als

bisher zu verfolgen mit folgenden Zielsetzungen:

„Die Schule muss den Bedürfnissen von Schülerinnen und Schülern mit

Entwicklungsverzögerungen … ebenso gerecht werden wie denen besonders

begabter...“.

„Schülerinnen und Schüler werden künftig noch stärker als bisher gefördert werden.

Die individuelle Förderung … sichert die Durchlässigkeit innerhalb der Schule und

zwischen den Schulformen“.

Quelle: www.bildungsportal.nrw.de

Vor diesem Hintergrund haben wir im Schuljahr 2007/08 ein Förderkonzept an

unserer Schule initiiert, welches sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und heute in

so gut wie allen an unserer Schule vertretenen Bildungsgängen praktiziert wird.

Und auch in unserem Schulprogramm nimmt das Förderkonzept eine wichtige

Stellung ein. Dabei legt unsere katholische Schule des Bistums Münster unter dem

Motto unseres Leitbildes „...damit der Mensch sein Ziel erreicht“ nicht nur Wert auf

eine fachliche, sondern auch auf eine soziale und christlich-humane

Kompetenzförderung.

Die im folgenden dargelegte Übersicht unserer Fördermaßnahmen soll die o.g.

Kompetenzen ausbauen und stärken:

1. Maßnahme: Kleingruppenunterricht (KGU)

Der KGU wird zurzeit in den Bildungsgängen Servicekraft (SE), Sozialhelfer/in (SH),

Einjährige Berufsfachschule (BFS) und Zweijährige Berufsfachschule, Fachabitur

(FH) durchgeführt. Er ist fester Bestandteil des Stundenplanes und findet einmal in

der Woche für eine Unterrichtsstunde in kleinen, ausgewählten Lerngruppen statt.

Der KGU wird für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik angeboten. Die SuS

können sich das Fach aussuchen, werden aber bei ihrer Wahl von den Fachlehrern

beraten.

2. Maßnahme: Schüler helfen Schülern (Tutorenarbeit)

Hier können sich sowohl SuS melden, die als Nachhilfenehmer fachliche Hilfe

benötigen als auch diejenigen, deren schulische Leistungen es erlauben, als

Nachhilfegeber (Tutor) zu agieren.

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Anhand von Meldebogen, die von den SuS ausgefüllt werden, können die SuS

zusammengeführt werden und gemeinsam versuchen, die fachlichen Defizite zu

verringern.

3. Maßnahme: Angleichungs- und Ergänzungskurse

Angleichungskurse in den Fächern Deutsch/Lerntechniken, Englisch, Mathematik

und Chemie werden zurzeit in den Bildungsgängen der Jahrgangsstufe 11 des

Beruflichen Gymnasiums (AH) mit den Schwerpunkten Ernährung sowie Erziehung

und Soziales angeboten.

Die Angleichungskurse sollen die SuS auf ein weitgehend homogenes fachliches

Leistungsniveau bringen.

Ergänzungskurse in den Fächern Mathematik, Englisch (E+/English conversation)

und Französisch (F+/Conversation franÇaise) werden in den Bildungsgängen des

Beruflichen Gymnasiums (AH) der Jahrgangsstufen 12 und 13 angeboten. Diese

Kurse richten sich an besonders leistungsstarke SuS.

4. Maßnahme: Arbeitsgemeinschaften für interessierte und begabte SuS

Zurzeit existiert eine AG für das Fach Englisch (Workshop English). Angedacht sind

weitere Arbeitsgemeinschaften in weiteren Fächern oder Bereichen.

5. Maßnahme: Lernsoftwareeinsatz in der Schule bzw. online

Zukünftig soll verstärkt Lernsoftware in allen Unterrichtsformen- bzw. Kursen zum

Einsatz kommen, die auf die Bedürfnisse der SuS zugeschnitten ist mit dem Ziel,

eine zeitgemäße und motivierende Lernatmosphäre zu schaffen.

Auch so genannte Online-Lernportale bzw. Nachhilfe-Server sollen verstärkt

frequentiert werden. Diese vergeben z.B. Schulabonnements, die sehr günstig (z.B.

1 Euro pro Schüler/Schuljahr) und jederzeit wieder kündbar sind. Für die Schule und

die SuS ist der Zugang dann jederzeit möglich, auch zuhause.

6. Maßnahme: Schulprojekte

An dieser Stelle ist es auch sinnvoll, die besonderen Anlässe und Angebote an

unserer Schule zu erwähnen, welche ebenfalls in einem ganz erheblichen Maße die

individuelle Förderung unserer SuS auf vielfältige Art und Weise unterstützen:

Planung und Durchführung von Theateraufführungen und Musicals,

Podiumsdiskussionen, Gottesdienstvorbereitungen, Exkursionen, Tage religiöser

Orientierung, Unterstützung sozialer Projekte wie Amani und Bosnien, Mensa-

Ernährungswochen, Gestaltungs- und Kunstprojekte in der Schule sowie in Museen

und weiteren öffentlichen Orten usw.

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Zur Geschichte und Entwicklung der Liebfrauenschule Geldern

Liebfrauenschule Geldern, Berufskolleg des Bistums Münster - so lautet der offizielle

Name unserer Schule.

Die Bezeichnung Liebfrauenschule erinnert an die Gründung der Einrichtung durch

die Schwestern Unserer Lieben Frau im Jahre 1892. Als Liebfrauenschule ist die

ehemalige Landwirtschaftliche Haushaltungsschule und spätere Landfrauenschule

heute vielen Menschen am linken Niederrhein ein Begriff. Der Name steht für eine

lange Tradition.

Im Jahre 1976 wurde die Schule von der Kongregation der Schwestern Unserer

Lieben Frau in die Trägerschaft des Bistums Münster übergeben.

Bildungspolitische Veränderungen führten im Laufe einer recht bewegten Geschichte

dazu, dass berufsorientierte Ausbildungsgänge heute unter der Bezeichnung

Berufskolleg zusammengefasst werden.

In unterschiedlichen Bildungsgängen mit den Schwerpunkten „Ernährung und Hauswirtschaft“

sowie „Sozial- und Gesundheitswesen“ haben Schülerinnen und Schüler

in der Liebfrauenschule die Möglichkeit, eine berufliche Grundbildung, den

Sekundarabschluss I (Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder

Fachoberschulreife), die Fachhochschulreife und die Allgemeine Hochschulreife zu

erwerben.

Neben diesen weiterführenden schulischen Abschlüssen können in den Fachschulen

die qualifizierten Berufsabschlüsse „Erzieher/in“, „Heilerziehungspfleger/in“ und

„Heilpädagoge/Heilpädagogin“, Staatlich geprüfte Sozialhelfer/in, Staatlich geprüfte

Servicekraft, erlangt werden.

Als Schule in freier Trägerschaft verleiht die Liebfrauenschule ausnahmslos staatlich

anerkannte Abschlüsse wie jede vergleichbare öffentliche Schule.

Als private katholische Einrichtung möchte die Liebfrauenschule jungen

Erwachsenen eine qualifizierte, zeitgemäße Ausbildung ermöglichen und gemeinsam

mit ihnen einen lebendigen Glauben, der von der persönlichen Erfahrung und

Überzeugung getragen wird, praktizieren und verwirklichen.

In den zurückliegenden mehr als 100 Jahren hat sich auch das äußere Bild der

Schule stark verändert. Inzwischen ist das Schulzentrum, zu dem seit 1962 auch die

Bischöfliche Realschule für Mädchen gehört, baulich erheblich erweitert worden. Die

Schule verfügt heute neben zeitgemäßen Klassen- und Fachräumen über

ausgedehnte Sportstätten, eine geräumige Aula mit großer Theaterbühne, eine

Betriebslehrküche mit einladender Mensa sowie eine umfangreiche Schüler-Lehrer-

Bibliothek mit Internet-Zugang. Gut ausgestattete Lehrküchen sowie dem Stand der

Entwicklung angepasste EDV-Räume erweitern das Raumangebot. Auch darin zeigt

sich die Bereitschaft, aus der Tradition heraus ständig den veränderten

Ausbildungsansprüchen in zeitgemäßer Form gerecht zu werden.

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Schulpartnerschaft

Dreizehn Jahre lang pflegte unsere Schule eine intensive Partnerschaft mit dem

Christiaan Huygens College in Eindhoven. Diese wurde im Jahr 2009 beendet, da

das Christiaan Huygens College seinen Schwerpunkt im Rahmen des Comenius-

Programmes nun ausschließlich auf Länder Südeuropas ausrichtet.

Zurzeit findet daher eine Neuorientierung unserer Schule bezüglich Schulpartnerschaft

statt. Hierbei gehen die Überlegungen vor allem in Richtung einer erneuten

deutsch-niederländischen Partnerschaft, da sich immer mehr Schülerinnen und

Schüler nach dem Erwerb der Fachhochschul- oder der Allgemeinen Hochschulreife

für ein Studium in den grenznahen Städten Venlo und Nimwegen entscheiden.

Das Fach Niederländisch erfreut sich auch aus diesem Grunde zunehmender

Beliebtheit an unserer Schule. Durch einen Schüleraustausch könnte somit das

Sprachvermögen verbessert und persönliche Kontakte zu Gleichaltrigen in den

Niederlanden geknüpft werden.

Ebenso wird eine Partnerschaft mit einer Schule des osteuropäischen Raumes in

Betracht gezogen. Aufgrund unserer alljährlich durchgeführten Bosnien-Aktion

bestehen Kontakte zu einer Schule in Bosnien-Herzegowina, die sich zu einer

Partnerschaft entwickeln könnten.

Es gilt nun zu überdenken, in welcher Form sich eine Partnerschaft an unserer

Schule unter Einbeziehung möglichst vieler Bildungsgänge in den Schulalltag

integrieren lässt. Dies erfordert intensive logistische Vorüberlegungen, welche der

Wahl einer Partnerschule vorausgehen sollte.

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Medienkonzept

1. Einleitung

Lernen mit Neuen Medien stärkt die Schüler/innen bzw. Studierenden an

Berufskollegs auf mehreren Ebenen:

� Sie lernen moderne Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, der Gestaltung

von Medien sowie deren Nutzen für ihren Lernprozess, für ihre eigene Arbeit und

für die Berufswelt kennen und zu reflektieren.

� Sie lernen Medieninhalte kritisch zu hinterfragen, sich in einer von Medien

geprägten Welt sicher zu bewegen, ihre Interessen zu wahren und Chancen

sowie Risiken Neuer Medien einzuschätzen.

� An Berufskollegs mit Fachschulen des Sozialwesens sind die Studierenden so

auszubilden, dass sie als Multiplikatoren eine kompetente und zukunftsorientierte

Mediennutzung, z. B. an Kinder und heranwachsende Jugendliche, weitergeben

können.

Um die Ziele erreichen zu können und den veränderten Anforderungen an Unterricht

sowie den sich ständig wandelnden (u. a. durch moderne Kommunikationsmittel)

Ansprüchen der modernen Berufs- und Arbeitswelt zu genügen, sind sowohl eine

entsprechende Ausstattung mit Multimediageräten, die Vernetzung der

Computerarbeitsplätze und Internetzugänge als auch die Verfügbarkeit von für

Unterricht geeigneten Medien Voraussetzung.

Das hier vorliegende Medienkonzept für die Liebfrauenschule Geldern, Berufskolleg

des Bistums Münster, basiert auf einer Bestandsaufnahme der zurzeit vorhandenen

Hard- und Softwareausstattung sowie der gebäudetechnischen Gegebenheiten im

Februar 2011.

Die vorhandene Ausstattung wurde in Relation zu notwendigen

Schulentwicklungsprozessen und zu den sich kontinuierlich weiterentwickelnden

Erfordernissen an eine zeitgemäße und zukunftsorientierte berufliche bzw.

berufsqualifizierende Ausbildung überprüft. Davon ausgehend und in Orientierung

am Medienentwicklungsplan für die Schulen in Trägerschaft des Bistums Münster

(Stand: 2011) ergeben sich Feststellungen zum kurz- und mittelfristigen

Medienbedarf an unserem Berufskolleg.

2. Bestandsaufnahme der Ausstattung (außer Verwaltungsnetzwerk)

Die Liebfrauenschule Geldern, Berufskolleg des Bistums Münster verfügt zurzeit

über:

- 3 Informatikfachräume (IFR) mit jeweils 16 Schülerarbeitsplätzen und einem

Lehrerarbeitsplatz (plus Beamer),

- 4 interaktive Whiteboards (1x Biologie, 2x Klassenräume, 1x mobil),

- 1 Selbstlernzentrum mit 10 Arbeitsplätzen (Empore der Bibliothek),

- 1 Selbstlernzentrum mit 8 Arbeitsplätzen (Schüleraufenthaltsraum),

- 1 Vorführraum (mit Beamer, Tower, Audiosystem …),

- 8 mobile Präsentationswagen (mit Beamer, Tower, Audiosystem,

Dokumentenkamera),

- 15 mobile Präsentationswagen (mit Fernsehmonitor‚ Videorekorder, DVD-

Player),

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- 4 Rechnereinheiten in den Lehrküchen und der Betriebslehrküche (auch zur

Kühl- und Gefrierüberwachung),

- Ausleihgeräte: 8 mobile Laptops, 4 mobile Beamer,

- Gästenetz über WLAN im PZ, P100- Flurbereich, Lehrerzimmer.

3. Bestandsaufnahme der didaktischen Konzeptionen

3.1 Erwerb von Grundlagen und Grundtechniken

Die Schüler/innen in den verschiedenen Bildungsgängen kommen mit sehr

unterschiedlichen Vorkenntnissen und Vorerfahrungen im Umgang mit den Neuen

Medien in unser Berufskolleg. Dabei ist in allen Bildungsgängen damit zu rechnen,

dass einige mit sehr geringen und andere mit sehr weit reichenden Kenntnissen eine

Ausbildung bei uns beginnen. Beobachtbar ist in den letzten Jahren, dass die jetzt

heranwachsende Erwachsenengeneration und damit haben wir im Berufskolleg ja

hauptsächlich zu tun kaum mehr Berührungsängste mit den Neuen Medien hat und

in der technischen Handhabung sicher ist. Für den unterschiedlichen Kenntnisstand

sind zum Teil die verschiedenen Voraussetzungen an den zahlreichen

Herbringerschulen der Sekundarstufe I maßgebend, zum Teil aber auch die

unterschiedlichen Zugriffsmöglichkeiten im häuslichen Umfeld.

Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass die Schüler/innen z. B. Praktikumsberichte,

Referate, Facharbeiten, Bewerbungsmappen am PC erstellen. Dazu bieten wir

denen, die dies nicht zuhause erledigen können, Ausgleichsmöglichkeiten, dies in

der Schule zu erledigen. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Schüler/innen mit

geringen Vorkenntnissen einen Großteil der Grundlagen und Grundtechniken im

selbstständigen Lernen nacharbeiten. Dies gilt insbesondere für die Bildungsgänge

„Servicekraft und FOR“, „Sozialhelfer/in und FOR“, „Einjährige Berufsfachschule“,

„Fachschule für Sozialpädagogik“ und „Fachschule für Heilpädagogik“, in denen das

Fach „Informatik“ bzw. „EDV“ nicht vorgesehen ist. Einen Ausgleich könnten

entsprechende Arbeitsgemeinschaften darstellen.

Grundlagenkenntnisse werden in den Bildungsgängen Fachhochschulreife und

Allgemeine Hochschulreife vermittelt.

3.2 Didaktische Besonderheiten

3.2.1 … in den Bildungsgängen der Berufsfachschule gemäß Anlage B (APO-

BK)

Etwa ein Zwölftel unserer Schüler/innen besucht Bildungsgänge, die zum Abschluss

„Staatlich geprüfte Servicekraft und mittlerem Bildungsabschluss

(Fachoberschulreife)“, „Staatlich geprüfte/r Sozialhelfer/in und mittlerem

Bildungsabschluss (Fachoberschulreife)“ oder „Berufliche Grundbildung“ führen. Hier

sind teilweise Grundlagenkenntnisse noch zu vermitteln

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3.2.2 … in den Bildungsgängen Fachhochschulreife gemäß Anlage C (APO-BK)

Etwa ein weiteres Drittel unserer Schüler/innen besucht unsere Bildungsgänge, die

zur Fachhochschulreife führen, entweder im Schwerpunkt Ernährung und

Hauswirtschaft (C 5) oder im Schwerpunkt Sozial- und Gesundheitswesen (C 9).

Für beide Schwerpunkte ist das Fach Informatik obligatorischer Bestandteil in

unserer Stundentafel der Klasse 12 (bei 7 Klassen = 14 Stunden). Da alle Klassen 24

und mehr Schüler/innen haben, sind die EDV- Räume für 28 Stunden blockiert.

Im Fach Gesundheitswissenschaften z. B. sind Projektarbeiten zu erstellen, die

öffentlichkeitswirksam vorzustellen sind.

3.2.3 … in den Bildungsgängen des Beruflichen Gymnasiums gemäß Anlage D

(APO-BK)

Fast ein Drittel unserer Schüler/innen besucht unsere gymnasiale Oberstufe,

entweder im Schwerpunkt Ernährung oder im Schwerpunkt Erziehung und Soziales.

In beiden Schwerpunkten sind z. B. Internetrecherchen zu bestimmten Themen

obligatorische Bestandteile in fast allen Fachlehrplänen, insbesondere in den

Naturwissenschaften. Da neben dem Leistungsfach Ernährungswissenschaft der

Leistungskurs Biologie verbindlich ist und neben dem Leistungskurs

Erziehungswissenschaft nur Biologie oder Deutsch als Leistungsfach gewählt

werden können, ergibt sich eine stark naturwissenschaftliche Ausrichtung (50 Wo-

Stunden).

In allen Jahrgangsstufen wird im Differenzierungsbereich EDV angeboten, ab der

Klasse 12 mit speziellen Ausrichtungen.

3.2.4 … in den Bildungsgängen der Fachschulen gemäß Anlage E (APO-BK)

An unserem Berufskolleg gibt es drei verschiedene Fachschulen des Sozialwesens:

die Fachschule für Sozialpädagogik, die Fachschule für Heilerziehungspflege und die

Fachschule für Heilpädagogik in der berufsbegleiteten Teilzeitform. Eine Fachschule

besucht etwa ein Viertel unserer Schülerschaft.

Allen Fachschulen gemeinsam ist, dass in der Stundentafel so genannte

Selbstlernphasen fest verankert sind, d. h. die Studierenden müssen an bestimmten

komplexen Themen selbstständig arbeiten und anschließend ihre Ergebnisse der

Lerngruppe oder einem größeren Auditorium präsentieren. Außerdem ist jeweils in

der Oberstufe eine umfassende Projektarbeit (14 Tage) zu erstellen, wobei die

Ergebnisse ebenfalls zu präsentieren sind. Im Rahmen der praktischen

Abschlussprüfungen/ Kolloquien werden zusätzlich Präsentationen gefordert, die

größtenteils mit Hilfe neuer Medien erstellt werden.

In der Fachschule für Heilerziehungspflege ist das Fach

Organisation/Verwaltung/Recht vorgesehen, das u. a. eine EDV- gesteuerte

Datenverwaltung der Klienten thematisiert.

Die Stundentafel der Fachschule für Sozialpädagogik sieht u. a. das Fach „Sprache/

Medien“, in dem die Studierenden sich mit speziellen und allgemeinen

medienpädagogischen Fragestellungen auseinandersetzen müssen, vor.

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