Pauschal krank? - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

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Pauschal krank? - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

Pauschal krank?

So funktionieren

die DRG’s

Seiten 6 bis 10

Rund um’s Herz

Seiten 12 und 15

Reizdarmsyndrom:

Die verkannte

Krankheit

Seiten 18 und 19

Eine interne Zeitschrift

des St. Vincenz-Krankenhauses

Limburg

Ausgabe 2/2005


Weiterer Meilenstein in der baulichen Entwicklung des St. Vincenz: Der Bewilligungsbescheid der Hessischen

Landesregierung, überreicht von Regierungspräsident Wilfried Schmied. Im Bild v.l.n.r.: Verwaltungsratsvorsitzender

Erwin Reuhl, die Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Hans-Joachim Ehrhardt und Horst

Schneider, der Regierungspräsident.

Sicherte die volle Unterstützung

der Stadt Limburg bei der Standortsicherung

des St. Vincenz zu:

Die Erste Stadträtin Babette Täpper

beim ersten offiziellen Besuch,

auf dem Schafsberg.

2

E

s war eine kurze, aber

nichtsdestotrotz bedeutsame

Visite, die Regierungspräsident

Wilfried Schmied

jetzt dem St. Vincenz-Krankenhaus

abstattete: Er überbrachte

einen Bewilligungsbescheid

der Hessischen Landesregierung

in Höhe von

rund 4,5 Millionen Euro,

welcher es dem Haus ermöglicht,

seine 1989 mit großem

Weitblick initiierte prospektive

Zielplanung fortzusetzen.

Verwaltungsratsvorsitzender

Erwin Reuhl dankte ganz besonders

für diese Unterstützung

beim weiteren Ausbau

der Klinik. Limburgs Erste

Stadträtin, Babette Täpper,

schloß sich dem an: „Dieser

großzügige Bewilligungsbescheid

wird nicht zuletzt

auch im Blick auf die Beschäftigungssituation

positive

Auswirkungen auf Limburg

haben.“ Auch die Stadt werde

alle Maßnahmen zur

Standortsicherung der Klinik

nach Kräften unterstützen:

„Es geht um die Menschen

in unserer Region!“

Zollte den Mitarbeitern der Krankenhausgesellschaft

Respekt,

solch gravierende Maßnahmen

im laufenden Krankenhausbetrieb

zu organisieren: Regierungspräsident

Wilfried Schmied (ganz

links).

Kernstück der insgesamt rund

5,6 Millionen Euro schweren

Maßnahme ist das Entrée des

Hauses, die Patientenaufnahme.

Hierbei geht es nicht nur

um eine Erneuerung des Baubestands,

sondern um eine

komplette Umorganisation innerhalb

der Abteilungen. Ziel

ist es, die Wartezeiten für die

Patienten erheblich zu verkürzen:

Alle Untersuchung - ambulant

wie stationär - sollen im

Erdgeschoß durchgeführt werden

und sollen bereits erledigt

sein, wenn der Patient auf die

Station kommt.

Geschäftsführer Horst Schneider:

„Dies wird nur durch ein

exakt-straffes und detailgenaues

Organisationskonzept funktionieren.“

Mit Ausnahme von

Notfällen sollen die Patienten

zu genau festgelegten Zeiten

bestellt werden, Arzthelferinnen

und Fachärzte werden die

administrative Aufnahme sowie

die nötigen Voruntersuchungen

erledigen.

Die Maßnahme ist Element

des fünften Bauabschnittes der

Zielplanung, der wiederum in

drei Teilabschnitte gegliedert

ist:

Beim ersten Teilabschnitt, dessen

Bauzeit von August bis

Dezember 2005 vorgesehen ist,

wird die Liegendanfahrt um

das Doppelte erweitert werden.

Künftig werden fünf Fahrzeuge

einen Stellplatz finden.

Mehr S

und mehr

Prospektiv

im St. Vi

Gleichzeitig wird eingerichtet

werden:

Zwei gleich große Mini-

OP-Räume für die Unfallchirurgie

nebst Abstell- und

Waschräumen

Eine neue Arztdienstgruppe

für die Unfallchirurgie mit

Chefarztzimmer, Sekretariat,

Wartebereich, drei Oberarztzimmer,

zwei Untersuchungsräume

im ersten Obergeschoß

Ein Vorbereitungsraum für

Anästhesie und Pflege

Ein Raum für die Patientenüberwachung

bzw. Aufwachbereich

mit insgesamt

sechs Betten, Patienten-WC,

Personalschleuse und Entsorgungsraum

sowie ein Sozialraum

Im Rahmen des zweiten Teilabschnitts,

dessen Bauzeit von

Januar bis Mai 2006 vorgesehen

ist, wird im Erdgeschoß

die interdisziplinäre Patientenaufnahme

sowie die Arztdienstgruppe

der Allgemeinchirurgie

erstellt werden. Die

Details:

Neun Untersuchungs- und

Behandlungszimmer für alle

Fachrichtungen mit insgesamt

13 Patientenplätzen inclusive

Gipsraum und Raum die

Wundversorgung der Unfallchirurgie,

angrenzend ein

Schockraum

Eine große Wartezone mit

natürlichem Licht durch eine

große Glaskuppel


Service

r Raum:

ive Visite

incenz

Neuordnung der Arztdienstgruppe

der Allgemeinchirurgie

im ersten Obergeschoß:

vier Oberarztzimmer,

zwei Untersuchungszimmer,

Chefarztzimmer, Sekretariat

und Schreibzimmer sowie eine

kleine Wartezone.

Im Rahmen des dritten Teilabschnitts,

seine Bauzeit soll von

Juni bis Oktober 2006 währen,

ist der zweite Teil der Sanierung

der Patientenaufnahme

sowie die Sanierung des sechsten

Obergeschosses im Bettenhaus

Ost vorgesehen. Im

Einzelnen sind dies:

Der Umbau von Patientenaufnahme

und Information, die

Erweiterung der Pforte zu einem

Servicecenter

Raum für Patientengespräche

der Anästhesie

„Wir finden hier eine hochmoderne Einrichtung vor“ - Resümee von Regierungspräsident Schmied bei einem

Rundgang durch das St. Vincenz-Krankenhaus, hier in der Radiologie mit Chefarzt Dr. Thomas Heß. Als Verkehrsteilnehmer

sei er froh, weithin sichtbar einen guten medizinischen Versorger der Region wahrnehmen zu

können.

Vier große Untersuchungsund

Behandlungsräume für

Administration und Vordiagnose,

offener Ambulanz/Empfangsbereich,

Büro, zwei Lagerräume,

Personalraum

Sanierung des sechsten

Obergeschosses im Bettenhaus

Ost mit 14 Zimmern (zwei

oder drei Betten), die Ausstattung

ist analog derjenigen im

Bettenhaus West vorgesehen.

Im Blick auf die Beeinträchtigungen

für Patienten wie für

das Personal der betroffenen

Redaktion

Titelfoto: Hochleistungsniveau: Der neue Computertomograph, Foto: Ulmer

Nicola v. Spee, Ulrich Haßler, Petra Hoffmann,

Seiten 2 bis 4: Kraftakt: Der Umbruch in der Radiologie hin zu einem der mo-

Frank Mellein

dernsten Konzepte radiologischer Diagnostik

V.i.S.d.P.: Horst Schneider

Seite 5: Etabliert: Die Interdisziplinäre Schmerzkonferenz und eine neue

Telefon-Nr. Redaktion und Anzeigenaquisition:

Untersuchungsmethode in der Radiologie

N. v. Spee 0 64 31 / 292-4103, Fax 292-4118

Gestaltung

Seiten 6 bis 9: Kommunikativ: Geschäftsführer Hans-Joachim Ehrhardt im Gespräch

mit der Redaktion

klein-druck steeden, Nicola von Spee

Druck

Seiten 10 und 11: Rück- und Ausblick: Neujahrsempfang der Krankenhausgesellschaft

klein-druck steeden

Seiten 11 und 13: Netzwerke: St. Vincenz im Netz der WHO und die Pathologen in

Herausgeber

überregionaler Zusammenarbeit

St. Vincenz-Krankenhaus

Seiten 14 und 15: Auszeichnung, Ernennung und Internationaler Workshop

Auf dem Schafsberg

Seiten 18 und 19: Sozialpraktikum: Als „Kollegin“ auf der Station 4/3

65549 Limburg

Internet: http://www.st-vincenz.de

Seiten 20 und 21: Unterschätzt: Das Projekt Händehygiene

Auflage

Seite 22: Rüstzeug: Stationsleiterkurs erfolgreich abgeschlossen

3.500

Seite 23: Zertifikat: für besondere Sorgfaltspflicht in Sachen Hygiene Inhalt:

Die Beiträge geben die Meinungen der jeweiligen Verfasser wieder Seiten 24 und 25: Großherzig: Spenden für das Vincenz

Impressum:

Abteilungen, insbesondere den

Mitarbeitern der konservativen

Notaufnahme und Unfallambulanz,

der Allgemein- und Unfallchirurgie

sowie der Patientenaufnahme

und der Pforte

warb Geschäftsführer Horst

Schneider um Kooperation und

Verständnis: „Dies sind nur

4,5 Millionen Euro vom Land

Hessen zum Wohle der

Patienten der Region

kurzfristige `Stolpersteine` hin

auf dem Weg zu einem großen

gemeinsamen Ziel: einer wesentlichen

Verbesserung in der

Patientenversorgung und einem

weiteren Meilenstein in der

baulichen Entwicklung des

Hauses.“ Regierungspräsident

Schmied zollte den Betroffenen

bereits im Vorfeld Respekt,

da diese gravierende Maßnahme

im laufenden Krankenhausbetrieb

organisiert und realisiert

werden müsse. Nachdrücklich

unterstrich er jedoch seine

Überzeugung, dass dies der

richtige Weg in die Zukunft

sei: „Wir finden hier eine

hochmoderne Einrichtung vor.

Ich bin sicher, das dieses leistungsfähige

Krankenhaus auf

einem guten Weg ist.“ Obwohl

regional nicht im Einzugsbereich

des Hauses sei er als Verkehrsteilnehmer

dennoch froh,

im St. Vincenz „weithin sichtbar

einen guten medizinischen

Versorger der Region wahrnehmen

zu können.“ u.h./sp

3


4

„Wir haben mehr erreicht, a

wir es uns jemals erträumt

Stationen einer erfolgreichen Laufbahn - zahlreiche Eckpfeiler in der Geschichte

des St. Vincenz-Krankenhauses fielen in die Zeit, in welcher

Horst Schneider zunächst als Verwaltungsdirektor, später als Geschäftsführer

die Geschicke des St. Vincenz-Krankenhauses leitete. Hier im

Bild bei der Inbetriebnahme der zentralen OP-Einheit im Jahr 1999....

... beim Höhepunkt des 150jährigen Jubiläums des Krankenhauses im

Jahr 2000 beim Festakt mit Bischof Dr. Franz Kamphaus (Bild oben)

und im Jahre 2001 bei der Eröffnung der Gesundheitstage, die im Zeichen

der Fusion mit dem St. Anna-Krankenhaus standen (Bild unten).

A

uf dem Sideboard in seinem

Büro steht eine Miniatur-Skulptur.

Ein Engel

schützend die Flügel ausbreitend,

sein Gesichtsausdruck

mit einem Hauch von Vision.

Auf den ersten Blick wundert

man sich über das expressionistische

Werk in dem Büro seines

eher bodenständigen Inhabers.

Und doch steht dieser Engel

nicht ohne Bezug auf dem

Sideboard von Horst Schneider,

der am 30. Juni 2005 nach

genau zwölfeinhalb Jahren sein

Büro im St. Vincenz-Krankenhaus

verließ.

Horst Schneider, ein Visionär?

Als er im Januar 1993 die Geschäfte

des St. Vincenz-Krankenhauses

übernahm, sah die

Bilanz nicht gerade zukunftsträchtig

aus. Wer damals vorausgesagt

hätte, dass in den

nächsten zehn Jahren an der

Klinik für sage und schreibe

68 Millionen Euro investiert

werden würde, den hätte sein

Auditorium wohl der Halluzination

geziehen.

Wie der Aufschwung gelang?

Horst Schneider: „In erster Linie

haben wir die Misere durch

Benchmarking überbrückt.“ Im

Vergleich der Kostenstrukturen

anderer Kliniken wurden

Schwachstellen im Management

aufgedeckt, der Aufbau

eines internen Berichtwesens

half bei der Prozeßoptimierung.

Gute Budgetverhandlun-

gen mit den Kostenträgern taten

das ihrige. Wegweisend

und wohl elementar bei der

Entwicklung des Hauses, dem

interne wie externe Fachleute

heute nicht nur solide, sondern

beste Positionierung bescheinigen,

war wohl die Entscheidung

zur Zielplanung im Jahr

1994. Schneider: „Wir hatten

damals 120 Millionen D-Mark

im Visier, diese Perspektive haben

wir heute mehr als erfüllt.“

Damals als Unsumme kaum

vorstellbar, hat dieses Geld -

Abschied von einem „Medizinmann“

für Finanzen: der Geschäftsführer

der Krankenhausgesellschaft

verlässt nach zwölfeinhalb Jahren

das St. Vincenz-Krankenhaus

durch Beantragung von Fördermitteln,

geschickte Verwaltung

von Eigenmitteln und Refinanzierungen

- dem mittlerweile

155 Jahre alten Vincenz

zu einem modernen, zeitgerechten

Outfit verholfen - dies

sowohl im Hinblick auf den

Komfort der Patientenzimmer,

als auch in Bezug auf die medizintechnische

Ausstattung.

Jüngstes Beispiel hierfür sind

die Investitionen in der Radiologie,

Umbau von Gastroenterologie

und Kardiologie, die

neue Kinderarztpraxis wie

auch das Vorzeigeobjekt Kinderfachabteilung,

welche direkt

unter dem Dach des Hauses inmitten

des Angstfaktors Krankenhaus

eine Oase, ein kleines

Paradies für die „Vincenz-

Kids“ ist, um das sie so mancher

erwachsene Patient beneidet.

Das Resümee im Rückblick:

„Wir haben mehr er-


als

hatten...“

reicht, als wir es uns jemals erträumt

hatten.“

Horst Schneider - gleichermaßen

Architekt wie „Medizinmann“

für Finanzen? Wie

dem auch sei - eine solch erfolgreiche

Konsolidierung der

Finanzen bei gleichzeitiger

Entwicklung einer ebenso prospektiven

wie perspektivischen

Bau- und Investitionsplanung

war nur möglich in einem bestens

aufeinander abgestimmten

Team. Der gezielte „Einkauf“

von Fachkräften stand

1993 zunächst an erster Stelle.

„Wir wollten mit Leistung expandieren“,

resümiert der

64jährige.

Doch es gab Rückschläge. In

den Nachtstunden des 20. Juni

1996 breitet sich in den Räumen

der Bettenzentrale ein

Schwelbrand aus, dessen Ursache

bis heute nicht ganz geklärt

ist - vermutlich Brandstiftung.

Durch das Zusammenspiel

aller Mitarbeiter aus Medizin

und Pflege, Verwaltung

und Technik kann eine Katastrophe

verhindert werden. Die

bautechnische Sanierung im

gesamten ersten Untergeschoß

des Funktionstraktes, die Überprüfung

und Teilerneuerung

der Medizinischen Einrichtungen

im gesamten Haus verschlingen

fast 30 Millionen

Mark (zum Glück ein Versicherungsfall),

gravierender

noch ist der lange Ausfall so

manchen medizinischen Angebots.

Insgesamt eine Erfahrung, die

wohl keiner der Beteiligten

vergessen wird. Doch es gab

auch Marksteine, an die Horst

Schneider gern zurück denkt:

Das 150jährige Jubiläum im

Jahr 2000 zum Beispiel, eine

schöne Herausforderung für

die Mitarbeiter - an vorderster

Über zwölfeinhalb Jahre eine Symbiose: Horst Schneider und das St. Vincenz-Krankenhaus.

Front ihr (seinerzeit noch) Verwaltungsdirektor

- dieses Gedenkjahr

mit vielen Veranstaltungen

und einer herausragenden

Jubiläumsfeier in Dom

und Stadthalle vorzubereiten

und zu organisieren.

Geschäftsführer wurde Horst

Schneider erst im Jahre 2001,

als das St. Vincenz mit dem

benachbarten St. Anna-Krankenhaus

Hadamar fusionierte.

Die Zusammenfassung der

Managementaufgaben in den

Dienstleistungsbereichen sowie

die Entwicklung zukunftsorientierter

Strukturen standen an.

Eine große Verantwortung für

nunmehr 1033 Mitarbeiter.

Letztverantwortlichkeit für das

Funktionieren und die Lebendigkeit

des Organismus einer

Stadt in der Stadt“, so die

Wahrnehmung eines Besuchers,

den Horst Schneider

durch die - bedingt durch die

vielen An- und Umbauten - besonders

labyrinthischen Wege

des St. Vincenz führt.

Horst Schneider - Wegbereiter

und Leitfigur? Fest steht: die

Orientierung einer solch

großen Organisation wie der

Krankenhausgesellschaft muß

stimmen. Die Marschroute

aber läßt sich so oder so festlegen:

Despotisch-diktatorisch,

keinen Widerspruch duldend,

oder nach eingehender Beratung,

Anhörung aller Betroffenen

- audiatur et altera pars. Es

ist kein Zufall, wenn Horst

Schneider auf die Frage, was

er am meisten vermissen wird,

antwortet: „Die Rolle des Mediators.“

Teilzuhaben am Problem

einer Abteilung, mitzuwirken

an einem für möglichst

viele Beteiligten befriedigen-

Fortsetzung Seite 22

5


D

rei Buchstaben sind es nur, die eine Revolution

im Krankenhauswesen markieren: DRG, die Abkürzung

für die Diagnoses Related Groups, das pauschalierte

Entgeltsystem, welches die Abrechnungsstrukturen

im Krankenhauswesen auf den Kopf gestellt

hat - nach einer zunächst freiwilligen Vorbereitungsphase

nun seit Januar 2004 gesetzlich verpflichtend.

Fachzeitschriften beschwören ein ökonomisches Nirwana,

Tageszeitungen titulieren den Patienten von heute

als Fallpauschalennummer und Soziologen kritisieren

die marktgerechte Menschlichkeit. Die Krankenhausfinanzierung,

so scheint es, ist zum Glücksspiel geworden,

das Krankenhaus selbst zum Notfall. Diagnosen-

und Prozedurenklassifikationen, Kodierrichtlinien,

Kalkulationsgrundlagen - das sind die Schlagworte des

neuen Finanzierungssystems, in dem nicht mehr nach

der Länge des Krankenhausaufenthaltes, sondern nach

dem Krankheitsbild vergütet wird. Diagnosen und Therapien

werden kodiert, medizinische Leistungen abrechnungstechnisch

verschlüsselt. Mit dieser Umstrukturierung

gehen Befürchtungen einher, in der Patientenversorgung

gehe es künftig um Schnelligkeit, statt

um Sorgfalt und der individuellen Behandlung ohnehin

an den Kragen. Auch viele Insider stehen dem System

nach wie vor skeptisch gegenüber. Jemand der dies

von Berufs wegen differenzierter sehen muß, ist Christoph

Hirschberg. Der in Diez geborene Arzt mit Zusatzqualfikationen

in den Bereichen „medizinische Informatik“

und „Ärztliches Qualitätsmanagement“ ist

seit Dezember 2002 der sogenannte „Med.Controller“

der Krankenhausgesellschaft. Zunächst als Einzelkämpfer,

ab Januar 2004 unterstützt von nun insgesamt fünf

Kodierfachkräften (Michael Trabold, Holger Kremer,

Ute Jedynak, Jörg Jung und Ingrid Hertzel) hat Hirschberg

beide Häuser der Krankenhausgesellschaft St.

Vincenz mbH auf DRG-Kurs gebracht, sprich: den Aufbau

der Infrastruktur für deren Einführung gestaltet

und begleitet. Echte Pionierarbeit und Grund genug zu

fragen: Was macht eigentlich ein Med. Controller?

6

Pauschal

krank oder

pauschal

gesund,

oder:

Was macht eig

Ein Interview zum neuen Abrechnungssy

Viele Schlagzeilen zum neuen

Abrechnungssystem beunruhigen

die Öffentlichkeit

außerordentlich, wie beispielsweise

„Revolution mit

hohem Risiko für die Patienten“...

Das unterstellt, dass Patienten

früher durch lange „Lagerung“

besser versorgt waren. „Gut

abgehangen“ - dieses Prädikat

mag zwar für rohen Schinken

passen, ist aber kein adäquater

Slogan für hochdifferenzierte,


gentlich ein Med.Controller?

ssystem nach DRG`s mit Christoph Hirschberg

spezialisierte medizinische

Dienstleistungen. Damit konnten

sich Häuser gut halten,

welche nicht unbedingt eine

Stütze moderner Patientenversorgung

waren, sprich: nicht

unbedingt auf dem aktuellen

Brachte beide Häuser der Krankenhausgesellschaft

auf DRG-Kurs: Christoph

Hirschberg, der Medizin-Controller

der Gesellschaft, gestaltete

und begleitete den Aufbau der Infrastruktur

zur Einführung des neuen

Abrechnungssystems.

Niveau medizinischer Versorgung

gearbeitet haben. Es

kommt nicht auf fünf oder

zehn Tage Aufenthalt an, sondern

darauf, wie dieser Aufenthalt

gestaltet wird, was in dieser

Zeit gemacht wird.

Dennoch: Für den Patienten

birgt die neue Abrechnung

einiges an Angstpotential.

Auf der einen Seite individuelle

Krankheitsbilder, auf der

anderen Seite pauschale Abrechnung

- wie geht das überein?

Das System gibt nicht vor,

dass Patienten pauschal behandelt

werden müssen. Patienten

werden weiter individuell behandelt,

der Unterschied ist lediglich

der, dass diese verschiedenen

individuellen Behandlungen

unter einer Fallpauschale

subsumiert werden.

So dass Patienten durchaus unterschiedliche

Therapien erhalten

können, die in derselben

Pauschale repräsentiert werden.

Differenzierte Behandlung ist

also nach wie vor möglich und

kann zumeist auch entsprechend

abgerechnet werden.

Wie werden denn Humanität,

Menschlichkeit und

Einfühlungsvermögen abgerechnet?

Gegenfrage: Wie wurde dies

früher „abgerechnet“? Möglicherweise

wurden diese Eigenschaften

über die längere Liegezeit

vergütet - dadurch, dass

bei einem Plus an Verweildauer

im Krankenhaus der Aufwand

für Diagnostik und Therapie

im Verhältnis geringer

war, Mediziner und Pflegekräfte

dann auch möglicherweise

mehr Zeit für den Patienten

hatten. Man muß zugeben:

Dies war über die Pflegesätze

möglicherweise besser „vergütbar“.

Generell gilt jedoch: Gute

Ökonomie hilft ethische Maximen

zu sichern. Und heute,

wie früher hängt es letztlich

von jedem Einzelnen selbst ab,

welche individuelle Betonung

Humanität und Einfühlungs-

vermögen im täglichen Handeln

erhalten.

Mit anderen Worten: Ob

dies gelebt wird oder nicht

ist letztlich eine Frage der

Personalführung des jeweiligen

Hauses.

… der Personalführung und jedes

Einzelnen. Das war immer

schon so. Es wird natürlich

über die zunehmende Leistungsdichte

bei sinkender Verweildauer

der Patienten künftig

möglicherweise schwieriger,

dies umzusetzen - das muß

man ehrlicherweise zugestehen.

Gibt es Sicherheitsmechanismen,

damit dem Patienten

nicht die billigste, sondern

vor allem die beste Behandlungsform

zugute kommt?

Eine lange Behandlungsdauer

ist für sich genommen ja nicht

Garant für Qualität. Grundsätz-

Fortsetzung nächste Seite

7


Fortsetzung von Seite 7

lich gilt: zeitnah mit der DRG-

Einführung geht für Krankenhäuser

verpflichtend auch der

Aufbau eines umfassenden

Qualitätsmanagements einher.

Krankenhäuser müssen an externenQualitätssicherungsmassnahmen

teilnehmen und zunehmend

Daten veröffentlichen,

aus denen künftig Rückschlüsse

auf die Behandlungsqualität

gezogen werden können.

Nicht die Quantität an

Behandlungstagen, sondern deren

Qualität entscheidet. Insofern

sind wir nach meiner Ansicht

auf einem guten Weg.

Das St. Vincenz bietet als

Schwerpunktkrankenhaus

der Region sehr hochspezialisierte

Leistungen (Radiologie,

Kardiologie, Strahlentherapie,

Onkologie) - geht diese

Schwerpunktversorgung jetzt

auf Kosten der Krankenhausgesellschaft,

weil diese

Leistungen im DRG-Katalog

nicht ausreichend abgebildet

sind und somit auch nicht

kostendeckend abgerechnet

werden?

Das läßt sich nicht pauschal

beantworten. Das System wird

solchen Besonderheiten, dass

eben eine bestimmte Versorgung

auch mehr Geld kostet,

immer mehr Rechnung tragen.

Von daher ist es zwar unbequem,

aber sehr gut, dass immer

wieder aktualisiert wird,

das System immer mehr differenziert

und weiterentwickelt

wird. Für Fälle, die nach den

ersten Erfahrungen nicht optimal

abgebildet waren, werden

neue Pauschalen entwickelt

werden, die dann auch ausreichend

finanziert sind. Dies läßt

sich derzeit in der Schmerztherapie

beobachten: bislang gab

es in den letzten Jahren keine

Fallpauschale für schmerztherapeutische

Behandlung. In

diesem Jahr gibt es allein vier

verschiedene Fallpauschalen

für Patienten, die aus diesem

Grunde stationär behandelt

werden.

8

Außerdem gibt es bei besonderenBehandlungskonstellationen

sogenannte Zusatzentgelte,

die neben der Fallpauschale

abgerechnet werden können

Also ist die stationäre

Schmerztherapie im Gegensatz

zur ambulanten Behandlung

gestärkt worden?

Es ist zumindest endlich

berücksichtigt worden, dass im

stationären Bereich Patienten

mit schmerztherapeutischer Behandlung

nicht einfach mit anderen

Krankheitsbildern in einen

Topf geworfen werden

können. Chronisch schmerzkranke

Patienten „gehören in

andere Fallpauschalen“, als Patienten

mit Bandscheibenvorfällen.

Vor 2005 war die Abrechnung

sehr unspezifisch und

zielte nicht auf die besonderen

Behandlungsformen für diese

Patienten ab.

Sie teilen also nicht die Befürchtungen,

Krankenhäuser

könnten sich anstelle eines

aufwendig abzurechnenden

hochspezialisierten Angebots

hohen Niveaus auf abrechnungstechnisch

gut abgebildete

medizinische Basisleistungen

zurückziehen,

während das breite Versorgungsspektrum

auf der

Strecke bleibt - werden Kliniken

Ihrer Ansicht nach ihr

medizinisches Profil nicht

dementsprechend ändern?

Solide Basisleistungen auf hohem

medizinischen Niveau

werden immer die Grundlage

des Angebots der Krankenhausgesellschaft

sein. Daneben

wird in verschiedenen Bereichen

ein hochdifferenziertes

Leistungsspektrum angeboten,

daß sich natürlich - abhängig

in erster Linie vom Spezialitätenspektrum

der jeweiligen

Chefärzte und natürlich der

medizinischen Entwicklung -

weiter verändern wird. Es dürfte

klar sein, daß nicht alle

Krankenhäuser alles anbieten

können. Bestimmte Behandlungsstrukturen

können nur

Seit Dezember 2004 aktiv im Zeichen der DRG-Echtabrechnung: Die

Kodierfachkräfte des St. Vincenz, die Christoph Hirschberg im Med.

Controlling unterstützen: v.l.n.r. Holger Kremer, Ute Jedynak, Jörg Jung

und Ingrid Hertzel. In Hadamar leistet dies Michael Trabold (Bild unten).

Sie nehmen den Abteilungen einiges ab vom Bürokratismus des

Systems, schaffen Raum für die eigentliche Arbeit auf den Stationen

und mit den Patienten. Gäbe es kein Med.Controlliing, müßte jede Abteilung

für sich allein gewährleisten, dass die Fallkodierungen optimal

umgesetzt werden, alle ärztlichen Mitarbeiter müßten die Kodierrichtlinien

beherrschen - bei allein 93 Ärzten ist das gar nicht leistbar...

Transparenz und e

Soviel kostet ein Tag i

Das DRG-System bedeutet letztlich auch mehr Transparenz für

den Patienten: Früher fragten sich viele, warum ein Tag im

Krankenhaus so viel kostet wie ein Aufenthalt im Luxushotel -

heute läßt sich hierauf viel differenzierter antworten, wie unsere

Tabelle aufzeigt:

Bis 30. November 2004 kostete ein Tag im Krankenhaus

In der Urologie 306,32 €uro

in der Inneren Medizin 352,25 €uro

in der Unfallchirurgie 447,33 €uro

in Frauenheilkunde und Geburtshilfe 524,12

auf der Intensivstation 1371,32 €uro.

Dies errechnete sich aus einem Basispflegesatz von 99,32 €uro

für Unterkunft und Verpflegung sowie einem Pauschalsatz für

die jeweilige Abteilung, ganz gleich ob der Fall mit oder ohne

Komplikationen verlief.

Heute gibt es einen Basisfallwert von 2718,35 €uro pro Patient,


ehrliche Strukturen:

im Krankenhaus

ganz gleich in welcher Abteilung er liegt. Zusätzlich wird dieser

Basiswert in einem hochdifferenzierten Bewertungssystem mit

dem individuellen Schweregrad der Erkrankung multipliziert.

Deshalb läßt sich ein Tag in Frauenklinik oder Innerer Medizin

in 2004 nicht einfach pauschal mit einem Tag aus 2005 in derselben

Abteilung vergleichen. Heute kostet beispielsweise

die Behandlung eines Patienten wegen Bluthochdrucks die

Krankenkassen bei Patienten ohne schweren Nebenerkrankungen:

1.408,- €uro bei Patienten mit schweren Nebenerkrankungen:

1.995,- €uro

Die Behandlung eines Patienten wegen Schlaganfall kostet

die Krankenkassen 3.547,- €uro

Die Behandlung eines Patienten wegen virusverursachter

Hirnhautentzündung kostet die Krankenkassen 2533,- €uro

Eine komplexe Wirbelsäulen-Operation kostet die Kassen

bei Patienten ohne schwere Nebenerkrankungen 10.565,- €uro.

vorgehalten werden, wenn diese

über ein entsprechendes Behandlungsaufkommenfinanzierbar

werden. Solch ökonomische

Gesichtspunkte werden

Entscheidungen zunehmend

mitbeeinflußen.

Sie stehen also trotz mancher

Kinderkrankheiten auch als

Arzt durchaus hinter dem

System?

Stark vereinfacht gesagt hatten

wir ja früher auch ein Pauschalsystem.

Es gab für jeden

Behandlungstag je nach Fachabteilung

pauschal einen bestimmten

Betrag - in der Regel

unabhängig davon, welche Leistungen

der Patient erhalten

hatte. Da wurde zunächst allein

über die Tage gesteuert, jetzt

wird es deutlich patientenbezogener,

nämlich über die Erkrankungen

und Leistungen

berechnet. In diesem Sinne ist

das neue System ehrlicher. Es

geht um transparenterer, wahrhaftigerer

Strukturen, um Aufrichtigkeit:

Gleiches Geld für

gleiche Leistung.

Man darf also hoffen, dass es

sich bei entsprechender Ausdifferenzierung

tatsächlich zu

einem gerechten System entwickeln

kann?

Jedenfalls wird ein eher planwirtschaftlicherSteuerungsprozeß

durch ein deutlich wettbewerbsorientierteres

System abgelöst.

Wenn die Rahmenbedingungen

stimmen, können

Wirtschaftlichkeit und Qualität

weiter gesteigert werden. Mit

dieser Zielsetzung ist dieses

System wesentlich besser geeignet

und effizienter als die

früheren Tagessätze.

Was darf sich der medizinische

Laie denn ganz konkret

unter Med.Controlling vorstellen?

Med.Controlling sieht in jedem

Haus anders aus, die Aufgabenschwerpunkte

verschieben

sich auch im hausindividuellen

Verlauf der DRG-Einführung.

St. Vincenz uns St. Anna rechnen

die DRG-Fallpauschalen

seit 1. Dezember 2004 im

Echtbetrieb ab. Voraussetzung

dafür ist die korrekte EDV-Erfassung

von Diagnosen und

medizinischen Massnahmen

nach verschiedenen Schlüsselsystemen

(Kodierung). Aus

diesen Daten wird über ein

entsprechendes Computerprogramm

(Grouper) dann die

DRG-Fallpauschale berechnet.

Eine wichtige Aufgabe ist daher,

mit den behandelnden

Ärzten sichere, effiziente Arbeitsabläufe

zur Erfassung der

nötigen Abrechnungsdaten zu

definieren und deren Umsetzung

zu begleiten. Wird im

hektischen Klinikalltag die Kodierung

bestimmter Nebenerkrankungen

oder Massnahmen

vergessen, so bedeutet dies unter

Umständen, dass durch den

Grouper nicht die richtige, die

leistungsgerechte Fallpauschale

ermittelt und den Krankenkassen

eine zu niedrige Rechnung

ausgestellt wird.

In zunehmendem Umfang prüfen

die Krankenkassen, ob

nicht auch der umgekehrte

Fall, nämlich durch fehlerbehaftete

Kodierung eine zu hohe

Rechnung ausgestellt wurde.

Entsprechende Anfragen müssen

bearbeitet und geklärt werden.

Weitere wichtige Aufgaben liegen

in der Bereitstellung von

Analysen der DRG-Daten für

Geschäftsführung und Chefärzte.

Hier wird die betriebswirtschaftliche

Abteilung durch das

Medizincontrolling unterstützt.

Sind Sie also der „Erlös-Manager“

der Krankenhausgesellschaft?

Hm, mit diesem Begriff kann

ich nicht allzuviel anfangen.

Meiner Auffassung nach kann

es hier nicht nur einen Erlös-

Manager geben alle Abteilungen

müssen solche Managementaufgaben

übernehmen. In

jeder Abteilung muß jeder an

seinem Platz dafür arbeiten,

Fortsetzung nächste Seite

9


Die menschliche Seite

eines Medizin-Controllers...

Es gibt da etwas im Leben von Christoph Hirschberg, das sich

nicht berechnen läßt, geschweige denn kodieren oder verschlüsseln:

Taranee, Kim Lukas, Nike Shirin und Robin sorgen dafür,

dass die ein oder andere private Überlegung des Vincenz-

Med.Controllers nach Kräften durchkreuzt wird. Dass Hirschberg

dennoch einen klaren Kopf für`s Vincenz behält, dafür ist Dr. Ulla

Hirschberg verantwortlich, ebenfalls Ärztin und halbtags als

Fachärztin in der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin

tätig. (Bild oben zeigt ihn mit Frau uns zwei Kindern beim Tag

der offenen Tür anläßlich der Eröffnung der Interdisziplinären Intensivstation,

Dr. Hirschberg aus diesem Anlaß ausnahmsweise

einmal in Zivil im St. Vincenz...). Für ihre tatkräftige Unterstützung,

darauf legt er ganz ausdrücklich Wert, möchte der Med.

Controller ihr auf diesem Wege ganz herzlich danken!!!

Fortsetzung von Seite 9

dass ebenso gut wie auch kostengünstig

gearbeitet wird -

sei es nun in der Betriebswirtschaftlichen

Abteilung oder im

OP, in der Physikalischen Therapie

oder in der Medizintechnik.

Demzufolge ist Ihre Aufgabe

in diesem Zusammenhang,

Ihre medizinischen Kollegen

von Verwaltungs- oder Dokumentationsvorgaben

zu entlasten?

Stimmt. Wir nehmen den Abteilungen

einiges ab vom

Bürokratismus des Systems,

schaffen also Raum für die eigentliche

Arbeit auf den Stationen

und mit den Patienten.

Trotzdem ist die Wahrnehmung

derzeit oft eine andere.

10

Neue Strukturen müssen aufgebaut

werden, damit der Organismus

Krankenhaus überhaupt

funktionieren kann. Dies kann

für die Betroffenen auch lästig

und mühsam sein. Wenn es allerdings

keinen Medizin-Controller

gäbe, müsste jede Abteilung

für sich allein gewährleisten,

dass die Fallkodierungen

optimal umgesetzt werden, alle

ärztlichen Mitarbeiter müssten

die Kodierrichtlinien beherrschen

- bei 93 Ärzten ist das

gar nicht leistbar.

Zumal es ein permanentes

Kopf-an-Kopf-Rennen neuer

Regelungen und Richtlinien

gibt...

Die Verschlüsselungen und

Kodierungen medizinischer

Leistungen werden sich auch

in Zukunft permanent ändern.

Wir rechnen damit, dass in den

nächsten Jahren zumindest ein

Mal jährlich ein neuer Operationsschlüsselkatalogherauskommt,

möglicherweise auch

regelmäßige Änderungen bei

den Diagnoseverschlüsselungen.

Dies gilt auch für die Kodierrichtlinien

im allgemeinen.

Dass diejenigen, die ihre Aufgaben

im Krankenhaus ganz

woanders, nämlich unmittelbar

bei den Problemen der Patienten,

sehen, zusätzlich auch die

Kodierrichtlinien perfekt beherrschen,

ist einfach zu viel

verlangt. Deshalb übernehmen

wir zunehmend die Nachkontrolle

der Fallkodierungen, informieren

die Abteilungen,

greifen Fehler auf und sorgen

für gebündelte Information der

neuesten Entwicklungen.

Sie haben lange Jahre in der

Anästhesie gearbeitet und

sind zudem einer der vom

Landkreis Limburg-Weilburg

bestellten Leitenden

Notärzte - entfernen Sie sich

in Ihrer Position als

Med.Controller immer mehr

vom Eigentlichen medizinischen

Handeln?

Gute Frage: Was ist das Eigentliche

medizinischen Handelns.

Was haben Sie von einem

Arzt, der sich ganz ausschließlich

auf das Helfen beschränken

möchte? Solch ein

Arzt hätte irgendwann das Problem,

dass er zwar helfen

könnte, hierfür aber nicht das

nötige Geld hat. Helfen muß

auch finanziert werden.. High-

Tech ist heutzutage unabdingbare

Voraussetzung für effiziente

medizinische Dienstleistung

und muß auch finanziert

werden. Mit Humanität,

Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen

allein können

Sie viele Krankheiten nicht

heilen. Unter diesem Gesichtspunkt

engagiert sich letztlich

die gesamte Belegschaft der

Krankenhausgesellschaft für

das „Eigentliche medizinische

Handeln“. Und die gesamte

Versorgung der Region mit

medizinischen Leistungen ist

davon abhängig, dass unsere

Geschäftsführung die Existenz

des Hauses sichert.

Welche Rolle spielt in diesem

Zusammenhang das Qualitätsmanagement?

Um ein funktionierendes Qualitätsmanagement

kommt ein

Krankenhaus heutzutage nicht

mehr herum. Die Abläufe müssen

stimmen, Prozesse müssen

definiert, vor allem müssen sie

gemanagt und effizient aufeinander

abgestimmt werden. Es

geht einfach nicht, dass nur

wenige diese Abläufe kennen

und dauernd Probleme auftauchen,

weil nicht alle Mitarbeiter

aktuell informiert sind.

Glücklicherweise gibt es im St.

Vincenz bereits seit drei Jahren

eine professionell besetzte eigene

Abteilung (siehe auch

Seiten 18 und 19). Qualitätsmanagement

wird eine ganz

große Rolle auch im Sinne von

Prozessmanagement bekommen.

Wie in einem Produktionsbetrieb:

Prozesse klar definieren,

damit das Produkt

stimmt.

Also ein Appell an Engagement

und konstruktive Mitarbeit

der Mitarbeiter?

Ich würde es anders aufhängen:

Die Mitarbeiter sollen

spüren, dass wir alle von diesem

Management profitieren.

Prozesse und deren Verantwortlichkeiten

müssen klar definiert

werden und allen daran

Beteiligten oder davon Abhängigen

transparent gemacht werden

können,. Das mag sich

zunächst anhören wie ein

Ameisenstaat, in dem jeder genau

sein definiertes Aufgabengebiet

hat. Dies muss in vielen

- Bereichen aber tatsächlich

auch so sein, um optimale Abläufe

zu sichern. und Gerade in

solch optimierten Strukturen

können sich dann Freiräume

für Kreativität und unbürokratisches

Denken und handeln

eröffnen.

Das Gespräch führte Nicola von Spee


Rückenschmerzen haben

sich, bedingt durch bewegungsarme

Lebensweise

und zunehmende Überalterung,

zur Volkskrankheit

Nummer eins entwickelt.

Die Auswirkungen dieses

Prozesses sind von erheblicher

sozioökonomischer

Brisanz: Laut statistischem

Bundesamt stehen

Rückenschmerzen an erster

Stelle für die Ursachen

von Arbeitsunfähigkeit.

Um dieser Entwicklung

Rechnung zu tragen,

bietet die Abteilung für

Unfall- und Orthopädische

Chirurgie am St.

Vincenz-Krankenhaus

Limburg in enger Zusammenarbeit

mit niedergelassenen

Ärzten ein fachkompetentes

Konzept für

Diagnostik und Therapie

bei Erkrankungen und

Verletzungen der Wirbelsäule

an.

J

etzt kann die Abteilung unter

Chefarzt Dr. Joachim

Hillmeier erstmals auch Bandscheibenoperationen

auf hohem

Niveau anbieten. Denn

seit Oktober 2004 komplettiert

die Neurochirurgin Regina Tegelbekkers

das "Wirbelsäulenteam".

Die gebürtige Westerwälderin

spezialisierte sich bereits

im Rahmen ihrer Facharztausbildung

auf Operationen

der Wirbelsäule. Als selbstständige

Operateurin war sie

anschließend an der Orthopädischen

Klinik Braunfels und in

der Neurochirurgie am Klinikum

Kassel tätig.

Da die ärztliche Untersuchung

und Beratung von Wirbelsäulenpatienten

meist zeitaufwendig

ist, wurde im St. Vincenz-

Krankenhaus eine Spezialsprechstunde

für die Wirbelsäule

eingerichtet. Hierfür

benötigen Patienten eine Über-

Die Neurochirurgin Regina

Tegelbekkers komplettiert

das „Wirbelsäulenteam“

der Abteilung für Unfallund

Orthopädische Chirurgie,

unter Chefarzt Dr. Joachim

Hillmeier (rechts).

Ein Spezialkonzept

für die Wirbelsäule

Erstmals auch

Bandscheibenoperationen:

Neurochirurgin komplettiert

das Team der Unfallchirurgie

weisung vom niedergelassenen

Facharzt. Die Sprechstunde

findet montags und mittwochs

ab 13 Uhr, sowie samstags

nach Vereinbarung statt. Um

den Patienten die bestmögliche

Behandlung anzubieten, erfolgt

eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit

zwischen Chirurgen,

Neurologen und

Schmerztherapeuten sowie der

angegliederten physiotherapeutischen

und balneologischen

Abteilung des Krankenhauses.

Schließlich hat der chronische

Rückenschmerz vielfältige Ursachen,

die durch genaue ärztliche

körperliche Untersuchung

und in zweiter Linie durch spezielle

apparative Untersuchungen,

wie Röntgen, Computertomographie

und Kernspintomographie,

herausgearbeitet

werden müssen. Ein Großteil

dieser meist degenerativen Veränderungen

an der Wirbelsäule

können ohne Operation und

mit konsequenter Krankengymnastik

und Bewegungstherapie

hervorragend behandelt

werden.

Tritt mit diesen Maßnahmen

aber nicht der gewünschte Erfolg

ein oder kommen zum

Schmerz noch Gefühlsstörungen

und Lähmungen hinzu,

muss in den meisten Fällen

operiert werden. Um das operative

Risiko und Trauma möglichst

klein zu halten, werden

minimalinvasive Methoden unter

Einsatz von Mikroskop, intraoperativem

CT und endoskopische

Verfahren standardmäßig

angeboten.

Am St-Vincenz Krankenhaus

wird die Wirbelsäulenchirurgie

seit der Übernahme der Chefarztposition

von Dr. Joachim

Hillmeier angeboten, dessen

Schwerpunkte neben der Unfall-

und Wiederherstellungschirurgie

auch die Orthopädie

und die Sportmedizin

sind. Nachdem zunächst

hauptsächlich Brüche nach Unfällen

oder Osteoporose und

Tumore der Wirbelsäule operiert

wurden, werden zunehmend

auch Verschleißerkrankungen

der Wirbelsäule wie

spinale Enge und Instabilitäten

operativ behandelt.

11


Der Chefarzt der Kardiologie, Prof. Dr. Jörg Kreuzer, zeigte den interessierten

Zuhörern, was genau sich beim Einführen eines Herzkatheters

abspielt. Foto: Stegemann

Wenn der Knoten platzt:

Von Gundula Stegemann

erzinfarkt ist schon lange

keine Krankheit mehr,

die typischerweise ältere Herren

trifft. Inzwischen ist allgemein

bekannt, dass auch junge

Frauen gefährdet sind, unter

anderem durch die Einnahme

der Pille. Erkrankungen der

Herzkranzgefäße bilden weltweit

die Haupttodesursache.

„Ungefähr neun Millionen

Menschen in Deutschland leiden

unter arteriellen Gefäßerkrankungen“,

sagte Prof. Dr.

Jörg Kreuzer, Chefarzt für Kardiologie.

„Das entspricht etwa

12

elf Prozent der Gesamtbevölkerung,

die Dunkelziffer liegt

vermutlich aber noch viel

höher, Tendenz steigend.“ Und

es handle sich auch nicht um

eine typische Krankheit der

reichen Industrieländer und

Wohlstandsgesellschaften -

auch die Schwellenländer seien

von diesem Phänomen betroffen;

auch dort ernährten sich

die Menschen mittlerweile

falsch und bewegten sich zu

wenig.

Professor Jörg Kreuzer sprach

im Rahmen des „Forum Gesundheit“,

einer gemeinsamen

Veranstaltungsreihe der Volks-

hochschule und des St.-Vincenz-Krankenhauses,

vor zahlreichen

Interessierten im Konferenzraum

der Josef-Kohlmeier-Halle

über das Thema

„Herzinfarkt - der Vulkanausbruch

im Blutgefäß“. Seit einem

Jahr ist der Chefarzt der

Kardiologie am St.-Vincenz-

Krankenhaus.

Über viele Jahrzehnte habe

man vor allem die Ablagerung

von Cholesterin in der Gefäßwand

als Ursache für den

Herzinfarkt verantwortlich gemacht.

Man habe gedacht, dass

ein Blutgefäß durch Ablage-

Herzinfarkt, der

Vulkanausbruch im Blutgefäß

Prof. Dr. Kreuzer referierte beim „Forum Gesundheit“

H

rungen von Cholesterin, Bindegewebe

und Kalk nach und

nach immer enger werde, bis

es völlig verschlossen sei - wie

bei einer Wasserleitung, die zunehmend

verkalke bis zum

Rohrverschluss. Doch nicht

das Zuwachsen sei gefährlich,

so Kreuzer, sondern das Aufplatzen

der Ablagerung.

„Selbst wenn die Hälfte des

Gefäßes verstopft ist“, sagte er,

„hat man noch keine Symptome,

fließt das Blut im täglichen

Leben noch völlig unproblematisch.“

Erst wenn der

Knoten platzt… - Das sei der

Supergau: Dann dringen die

Fettablagerungen wie bei einem

Vulkanausbruch in die

Blutbahn, das Blut gerinne, der

Blutfluss stoppe - Herzinfarkt.

Das erste Anzeichen sei meist

ein Druck im Brustkorb. Dieses

Signal werde aber häufig

von den Betroffenen verdrängt.

Es könne auch andere Ursachen

haben, aber das solle man

in jedem Fall von einem Arzt

abklären lassen. Strahle der

Druck auf die Arme aus, sei

dies ein ernstes Warnsignal und

man solle dringend den Arzt

aufsuchen, so Kreuzer. Anders

liege der Fall bei Frauen, die

oft lange Zeit falsch diagnostiziert

würden. Bei ihnen sei das

erste Anzeichen meist Luftnot.

Manchmal mache sich die Gefäßverengung

auch durch

Rückenschmerzen, Schmerzen

im Oberbauch oder im Unterkiefer

bemerkbar. Insbesondere

bei Zahnschmerzen sei man

früher nicht auf die Idee gekommen,

dass der Patient ein

Problem am Herzen haben

könnte. Eile sei insbesondere

dann geboten, wenn Beschwerden

auch ohne Anstrengung

auftreten und nicht verschwinden

oder sich verschlimmerten.

Dann solle man umgehend den

Arzt aufsuchen, nicht noch

Wochen ins Land gehen lassen.

Für die Entstehung von Herzkranzgefäßverengung

gebe es

verschiedene Risikofaktoren:

zu hohe Cholesterinwerte, eine

familiäre Veranlagung, hoher

Blutdruck, Zuckerkrankheit,

Rauchen und Übergewicht.

Wobei Kreuzer darauf hinwies,

dass das Übergewicht selbst

kein erhöhtes Risiko darstellt.

Es verursache vielmehr Diabe-


tes und könne dadurch zum

Herzinfarkt führen.

Kreuzer beschrieb mehrere

Möglichkeiten der Behandlung

wie Ballondehnung und das

Einsetzen von so genannten

Stents, einem Metallgeflecht,

das in das Blutgefäß eingebracht,

mittels Ballon entfaltet

wird und schließlich die Gefäßwand

stützen soll. Wichtig

sei außerdem vor allem eine

gesunde Lebensweise, insbesondere

eine gesunde

Ernährung und Bewegung. Eine

Scheibe Wurst wegzulassen

und weniger Butter aufs Brot

zu streichen bringe nichts. Es

gehe nicht darum, streng fettarm

zu leben, sondern auf Lebensmittel

mit ungesättigten

Fettsäuren zurückzugreifen,

wie bei der so genannten Mittelmeerdiät.

Außerdem empfahl

er, unbedingt das Rauchen aufzugeben

und regelmäßig Sport

zu treiben, mindestens vier

Mal die Woche eine dreißigminütige

Trainingseinheit.

Mäßiger Alkoholkonsum wirke

vorbeugend - egal ob Rotwein,

Bier oder Sekt. Bei unkontrolliertem

Konsum, das heißt

mehr als 35 Gramm Alkohol

pro Tag steige das Risiko allerdings

wieder. H

Enge Abstimmung zwischen niedergelassenen

Ärzten und ihren

Kollegen im Krankenhaus ist Sinn

und Zweck der Kardiologischen

Kompetenznetzes. Das Ziel: Risikoprofile

sowie die Ergebnisse

vorstationärer Untersuchungen

sollen unmittelbar online übermittelt

werden, im Krankenhaus

kann im Notfall die invasive Diagnostik

bereits gezielt vorbereitet

werden. Unsere Bilder zeigen

Untersuchungen im Linksherzkathetermeßplatz.

Bessere Versorgung

und mehr

Lebensqualität:

Ein Netzwerk

für Herzpatienten

erzerkrankungen zählen

zu den häufigsten Todesursachen

in Deutschland. Eine

bessere Versorgung der betroffenen

Patienten ist der Hintergrund

des „Kardiologischen

Kompetenznetzes Limburg

(KKL), das jetzt auf Initiative

des Chefarztes für Kardiologie

am St. Vincenz-Krankenhaus

und dreier niedergelassener

Kardiologen gegründet wurde.

Dr. Peter Kölzer, Prof. Dr. Jörg

Kreuzer, Herbert Riedel und

Dr. Wilfried Thiel haben mit

ihrem Vorstoß eine engere Verzahnung

der ambulanten und

stationären Versorgung von Patienten

mit kardiovaskulären

Erkrankungen im Visier.

Jetzt trat das KKL erstmals mit

einer Fortbildungsveranstaltung

an die Öffentlichkeit. Veranstalter

waren das neugegründete

Kompetenznetz und die Abteilung

Kardiologie und Intensivmedizin

der Medizinischen

Klinik des St. Vincenz-Kran-

kenhauses. Die Pflege intensiven

Wissens- und Erfahrungsaustausches

zu allen praxisrelevanten

Themen der kardiovaskulären

Medizin wollten die

Kardiologen mit ihrer Initiative

ermöglichen: „Es ist meine

Überzeugung, dass wir so weiterhin

in einem konstruktiven

Dialog bleiben, der uns ein

Lernen voneinander ermöglicht

sowie die Kommunikation

zwischen den verschiedenen

Sektoren unseres Gesundheitswesens

erleichtert und letztlich

die Versorgung unserer Patienten

verbessert", konstatiert

Prof. Dr. Jörg Kreuzer. Bereits

jetzt sind dem neuen Netzwerk

die Praxen Drs. Leising/Litzinger

aus Diez sowie Dr. Eberhard

Schulz aus Limburg assoziiert.

Die Initiatoren des Kardiologischen

Kompetenznetzes Limburg,

v.l.n.r.: Dr. Peter Kölzer, Dr. Wilfried

Thiel, Herbert Riedel und

Prof. Dr. Jörg Kreuzer

Wie Erfahrungen aus anderen

Teilen der Bundesrepublik belegen,

steht mit der Gründung

des Netzwerkes eine deutliche

Verbesserung der Perspektive

von Herzpatienten zu erwarten.

Aufeinander abgestimmte und

kontinuierliche Betreuung soll

mehr Lebensqualität sichern

und vor Spätfolgen schützen.

Behandlungspläne niedergelassener

Ärzte können in enger

Abstimmung mit den Kollegen

im Krankenhaus erstellt werden.

Risikoprofile sowie die

Forum für intensiven

Erfahrungsaustausch: Das Kardiologische

Kompetenznetz Limburg

Ergebnisse vorstationärer Untersuchungen

sollen unmittelbar

online übermittelt werden,

im Krankenhaus kann daraufhin

im Notfall die invasive

Diagnostik bereits gezielt vorbereitet

werden.

Diese direkten, unbürokratischen

Kontakte werden die

notwendige Behandlung erheblich

beschleunigen - ein Umstand,

der möglicherweise Leben

retten und auch Einsparungen

im Gesundheitswesen

bringen, in jedem Falle aber

Betroffenen viel Leid ersparen

kann.

13


E

rfolgreich konnte die

Zentralapotheke

Krankenhausgesellschaft

der

jetzt ihr erstes Überwachungsaudit

absolvieren.

Die Erstzertifizierung war im

Juni 2004 durch die Firma

NISZERT

worden.

vorgenommen

Überwachungsaudits dienen

der Prüfung des Qualitätsmanagementsystems,

das heißt:

es wird gezielt überprüft , ob

und wie das Qualitätsmana-

gement kontinuierlich verbessert

wird. Die Überprüfung

erfolgt zum einen durch

Befragung der Mitarbeiter

zum Qualitätsmanagement

und den abteilungsspezifischen

Abläufen, zum anderen

durch Sichtung der Dokumente

und Aufzeichnungen.

Beim Überwachungsaudit in

der Zentralapotheke konnten

die Mitarbeiter der Zentralapotheke

gerade den Prozess

der ständigen Prozessopti-

Termine * Forum Gesundheit * Termine

Forum Gesundheit heißt die neue Veranstaltungsreihe, welche

die Kreisvolkshochschule Limburg-Weilburg in Zusammenarbeit

mit der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH ins Leben

gerufen hat. Pro Semester sollen zwei Arztvorträge einem

breiteren Publikum in allgemeinverständlicher Form aktuelles

medizinisches Wissen näher bringen. Nach zwei gut besuchten

Auftaktveranstaltungen mit den Chefärzten der Medizinischen

Klinik stehen nun bereits die neuen Termine fest:

Zum Thema „Bluthochdruck - die verkannte Gefahr“ spricht

der Chefarzt der Nephrologie am St. Vincenz-Krankenhaus, Dr.

Stephan Walter, am Mittwoch, 5. Oktober 2005, 20 Uhr im

Konferenzraum der Limburger Josef-Kohlmaier-Halle.

„Zehn Jahre Strahlentherapie am St. Vincenz-Krankenhaus

- eine Chronik der Entwicklung moderner Behandlungsstrategien“

- so lautet das Thema des Vortrags von Prof. Dr.

Dr. Ion-Christian Chiricuta, Chefarzt des Instituts für Strahlentherapie

am St. Vincenz-Krankenhaus, im Rahmen des Forums

Gesundheit. Er referiert am Mittwoch, 30. November

2005, 20 Uhr im Konferenzraum der Josef-Kohlmaier-Halle.

14

mierung darlegen. Ständige

Optimierung erfordert jedoch

Zeit und die Unterstützung

aller Mitarbeiter. Dies wird

in der Zentralapotheke durch

die monatlichen stattfindenden

Sitzungen der Projektgruppe

und die Eingabe von

vielen abteilungsinternen

Verbesserungswünschen der

Mitarbeiter umgesetzt.

Großes Engagement in Sachen

Qualität zeigen auch

Abteilungsleiter Klaus

Erfolgreich bestanden:

Das erste Überwachungsaudit

in der Zentralapotheke

Schmidt und die Qualitätsbeauftragte

der Apotheke, Diana

Witkowski, ohne deren

Hilfe die aktive Gestaltung

und Weiterentwicklung des

Qualitätsmanagements nicht

möglich gewesen wäre.

Martina Weich, Referentin

für Qualitätsmanagement,

bedankt sich an dieser Stelle

ganz herzlich für die geleistete

Arbeit aller Mitarbeiter

und wünscht sich weiterhin

eine gute Zusammenarbeit.

m.w.

Das bewegte

hochmoderne Dia

öglich macht dies die

neue Gerätegeneration

in der Radiologie des St. Vincenz,

die den Medizinern des

Hauses hilft, den Vorgängen im

Körper schnellstmöglich und

für den Patienten schonend auf

den Grund zu gehen. Oberarzt

Dr. Kay Becker: „Die ultraschnelle

Bildgebung ermöglicht

eine Darstellung des

schlagenden Herzens in Echtzeit,

d.h.: jede Herzbewegung,

das Schlagen der Herzklappen

und die Durchblutung kann direkt

beobachtet werden.“ Der

36jährige Radiologe hat jetzt

am Deutschen Herzzentrum

Berlin eine spezielle Ausbildung

absolviert, um die neue

Diagnostik auch den Patienten

des St. Vincenz zugute kommen

zu lassen.

Die rund 20 - 30minütige Untersuchung

läuft folgendermaßen

ab: Der Patienten bekommt

ein Medikament gespritzt,

welches dem Herzen

eine Belastungssituation simuliert.

Diese Stresssituation erfordert

eine höhere Energieleistung

des Herzens, hierauf las-

für Herzpat

Herz-Schmerz - sowohl psychisch als auch physiologisch eine

hochsensible Angelegenheit, die in beiden Fällen höchst differenzierter

Betrachtung und Behandlung bedarf. Nicht nur

von Psychologen und Therapeuten, auch von Medizinern

ließ sich das Herz nicht so einfach „in den Griff nehmen“,

trotz immer höher spezialisierter Technik entzog es sich gern

dem Zugriff. Waren es bislang Echokardiographie und Linksherzkathetermessplatz,

die dem zentralen Organ des

menschlichen Lebens am nächsten kamen, so hat sich jetzt

in der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

und Nuklearmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus eine

neue Untersuchungsmethode etabliert, welche Durchblutungsstörungen

im Herzen direkt auf die Spur kommt: Die

Kardio-MRT, eine absolut schmerzfreie, nicht invasive Untersuchungsmethode

völlig ohne Strahlenbelastung. Interessant

für die Patienten ist dies insbesondere insofern, als sich mit

dieser neuen Diagnostik die oftmals angstbesetzte Untersuchung

im Herzkatheterlabor in vielen Fällen vermeiden läßt.

M

sen sich im Magnetresonanztomographen

(MRT) die typischen

Symptome am bewegten

Herzen ablesen: Dort, wo die

Durchblutung gestört ist, be


Herz -

agnostik

tienten

wegt sich die Herzwand weniger.

Zusätzlich läßt ein spezielles

Kontrastmittel exakt erkennen,

wo genau sich die Durchblutungsstörung

befindet. Die

Verengung von Herzkranzgefäßen

wird im MRT indirekt

nachgewiesen - im Herzkatheterlabor

wird dagegen eine

Engstelle direkt dargestellt. Jedoch

zeigt eine MRT gleichzeitig

die Auswirkungen einer

Gefäßverengung auf den Herz-

muskel, d.h ob diese überhaupt

eine Durchblutungsstörung am

Muskel hervorruft und für die

Absolvierte am Deutschen

Herzzentrum in Berlin die Spezialausbildung

zur Durchführung

der Kardio-MRT: Oberarzt

Dr. Kay Becker.

Beschwerden des Patienten

verantwortlich ist. Im Gegensatz

zur Katheterisierung ist allerdings

bei der Kardio-MRT

Neu am St. Vincenz: Die Kardio-MRT

- schmerzfrei, schonend und ohne

Strahlenbelastung

im Rahmen der diagnostischen

Untersuchung keine Therapie

möglich.

Das Ergebnis des Kardio-MRT

sind im Normalfall mehrere

hundert Bilder, welche gemeinsam

mit den Kardiologen des

Hauses ausgewertet werden,

gegebenenfalls werden im

Rahmen der interdisziplinären

Zusammenarbeit des Hauses

auch andere Fachbereiche konsiliarisch

hinzugezogen. Dr.

Kay Becker: „Wir nutzen unser

gegenseitiges Know-How.“

Nicht geeignet ist diese Dia-

So funktioniert ein Magnetresonanztomograph:

gnostik allerdings für klaustrophobische

Patienten sowie für

Patienten, denen Metallteile

wie beispielsweise ein Herzschrittmacher

implantiert wurden.

Denn beim MRT oder

Kernspin handelt es sich um

eine Untersuchung auf der

Grundlage von Magnetfeldern

und Hochfrequenzimpulsen,

Metallteile werden dadurch erwärmt

oder können ihre Lage

im Körper verändern. sp

Der menschliche Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. Das

Wasser-Molekül besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem

Sauerstoffatom. Der Kern des Wasserstoffatoms, das Proton, kann

in seiner Bewegung mit einem Kreisel verglichen werden. Bei der

Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspin genannt,

macht man sich die physikalischen Eigenschaften dieser Protonen

zunutze: In einem starken Magnetfeld - in der Praxis 30.000mal

stärker als das Magnetfeld der Erde - richten sich die ansonsten

willkürlich drehenden Protonen parallel oder antiparallel zur Magnetfeldrichtung

aus. Je nach Stärke des Magnetfeldes entsteht

dann ein mehr oder weniger starker Überschuss an Protonen, die

nach einer Richtung ausgerichtet sind. Daraus entsteht ein messbares,

magnetisches Moment. Stimulationen mit elektromagnetischer

Hochfrequenzenergie ermöglichen weitere Rückschlüsse über den

Entstehungsort der magnetischen Signale, spezielle Computerprogramme

tun ein übriges, um im Ergebnis hochauflösende und kontrastreiche

Schnittbilder aus dem menschlichen Körper zu erhalten.

Das hochmoderne Gerät der Vincenz-Radiologie (Bild links) ermöglicht

u.a. Ganzkörperaufnahmen in nur einer einzigen Untersuchung.

Kernspinaufnahmen ermöglichen durch einen größeren

Weichteilkontrast noch bessere Differenzierungen der unterschiedlichen

Gewebe im Körper und damit eine verfeinerte Diagnostik.

15


Zahlreiche Mitarbeiter des St. Vincenz-Krankenhauses haben die Typisierungs-Aktion für Leukämie-Kranke

weltweit, im Besonderen aber Adrian Wüst, unterstützt, hier im Bild AC-Chefarzt PD Dr. Udo A. Heuschen.

D

er Neurologe hatte die

Aktion für den Limburger

Rotary Club organisiert -

die Vereinigung hatte aus Anlaß

ihres 100jährigen Bestehens

bundesweit Typisierungsaktionen

initiiert, um möglich

st viele neue potenzielle

Stammzellenspender zu gewinnen.

Von der großen Resonanz

in der heimischen Bevölkerung

zeigte sich Oberwittler dennoch

überrascht: „Das hatten

wir nicht erwartet.“ Auch zahlreiche

Mitarbeiter des St. Vincenz-Krankenhauses

hatten die

Aktion durch ihre Mithilfe bei

den verschiedenen Typisierungsterminen

unterstützt. Jetzt

ist die Aktion für Limburg abgeschlossen.

Wer sich jetzt

noch typisieren lassen will,

muß sich direkt mit der DeutschenKnochenmarkspenderdatei

(DKMS) in Verbindung setzen.

Dort kann man ein sogenanntes

Briefspenderset anfordern

und sich damit beim

16

Hausarzt die erforderlichen

fünf Milliliter Blut abnehmen

lassen.

Tatsächlich sind es nur fünf

Milliliter Blut, die Leben retten

können. Dennoch ist die Rettung

eines Patienten und seine

Chance auf Heilung oft ein

Wettlauf mit der Zeit. Denn ob

ein möglicher Spender und ein

Typisierungs-Aktion des Rotary Club

Limburg und der Deutschen

Knochenmarksspenderdatei (DKMS)

Empfänger zusammenpassen,

hängt von einer Vielzahl von

Merkmalen ab, die genau übereinstimmen

müssen. Dies

kann in der Blutuntersuchung

eines möglichen Spenders (Typisierung)

ermittelt werden. Eine

Vielzahl von Spendewilligen

ist also nötig, um exakte

Übereinstimmungen für eine

lebensspendende Übertragung

zu finden. Mitmachen kann jeder

zwischen 18 und 55 Jahren,

der in guter gesundheitlicher

Verfassung ist und mindestens

50 Kilogramm wiegt.

Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung

werden

dem Spender die fünf Milliliter

Blut abgenommen, das dann

auf seine Gewebemerkmale

untersucht wird.

Alle 45 Minuten erkrankt in

Deutschland ein Mensch an

Leukämie (Blutkrebs). Viele

dieser Patienten sind Kinder

und Jugendliche. Häufig können

zwar die Erkrankten durch

eine Chemo- bzw. Strahlentherapie

gerettet werden. Doch

dies gelingt nicht immer. Dann

ist die Übertragung von gesunden

Stammzellen die letzte

Chance, das Leben des Patienten

zu retten. Leider findet

noch immer jeder vierte Patient

keinen geeigneten Spender.

Im Limburg drückte sich die

große Solidarität der Menschen

sich auch in der Spendenbereitschaft

aus (siehe Extra-Info).

100.000 Euro kostete den Limburger

Rotary Club die Aktion,

denn jeder Bluttest kostet normalerweise

50 Euro. Die Krankenkassen

zahlen zwar die

komplette Behandlung der

Knochenmarktransplantation,

aufgrund der Vorgaben im Sozialgesetzbuch

werden jedoch

die vorsorglichen Typisierungen

nur teilweise finanziert.

So müssen die 50 Euro für ei-


Millilite

ein Le

Es soll die größte Typisierun

die jemals in Deutschland

Menschen haben sich eine

um feststellen zu lassen, ob

spender für den 16jährige

mie erkrankten Adrian Wü

in Frage kommen. Für Ad

bislang leider ohne Erfolg.

der sich typisieren lässt, bie

ben, wird möglicherweise

einen Patienten“, komm

Oberwittler, Chefarzt der N

cenz-Krankenhauses, die A

erkrankt alle 45 Minuten e

(Blutkrebs), viele davon sin

che. Oft ist die Übertr

Stammzellen für sie die ein


nf

er für

eben

rungsaktion gewesen sein,

d stattgefunden hat: 2200

inem Bluttest unterzogen,

ob sie als Knochenmarksigen

an aplastischer Anäüst

aus Limburg-Offheim

Adrian blieb die Initiative

lg. Gleichwohl gilt: „Jeder,

bietet eine Chance auf Lee

zum Lebensspender für

mentiert Dr. Christoph

r Neurologie des St. Vin-

Aktion. In Deutschland

ein Mensch an Leukämie

sind Kinder und Jugendlirtragung

von gesunden

einzige Chance auf Leben.

Ein Mal pieksen, schon vorbei: Dr. Christoph Oberwittler, Chefarzt der Neurologie im St.-Vincenz-Krankenhaus,

hatte die Bluttestaktion des Rotaryclub organisiert und gesteuert. Fotos: Fluck

ne Ersttypisierung von privaten

Sponsoren aufgebracht werden

- in diesem Fall eben durch

den Rotary Club. „Wir möchten

den Patienten Mut und

Hoffnung geben und bei der

Suche nach der `Stecknadel im

Heuhaufen`behilflich sein“,

hieß es in einem Faltblatt der

Organisation.

sp/flu

Wird noch verlängert

D

Auch

Geldspenden

helfen:

ie große Solidarität drückte sich auch in der Spendenbereitschaft

aus: 100.000 Euro koste den Rotary Club die Typisierungs-Aktion.

Bisher hat der Club 43.000 Euro zusammen, ein

Viertel davon spendeten die Rotaryer aus der eigenen Clubkasse.

Allein 6.000 Euro hatten noch zusätzlich diejenigen in eine Spendenbox

im Rathaus gesteckt, die schon durch ihre Blutabgabe ein

deutliches Zeichen der Hilfsbereitschaft gesetzt hattetn. 5.000 Euro

spendete ein Firmenchef, der nicht genannt werden will, 3.000 Euro

kamen von der Bäckerei Schäfer in Elz, die in einer Sonderaktion

50 Cent von jedem verkauften Brot zur Mitfinanzierung der

Aktion abzweigte. Die höchste Einzelspende eines Privatmanns

brachte jetzt Bernd-Wilhelm Heun aus Niederbrechen zu Dr. Oberwittler

ins Krankenhaus (Bild oben). Der Kaufmännische Angestellte,

Jugend- und Seniorenbetreuer des Fußballclubs „Allemania“,

hatte in der Einladung zu seinem 40. Geburtstag alle Gäste

anstelle von Sachspenden um einen kleinen Geldbetrag zur Mitfinanzierung

des Bluttests gebeten: 1.355 Euro kamen zusammen.

Das Spendenkonto der Deutschen Knochenmarkspenderdatei

(DKMS) wird mit der Nummer 51 71 73 09 bei der Vereinigten

Volksbank Limburg, BLZ 511 900 00, fortgeführt. Die

Deutsche Knochenmarkspenderdatei, gemeinnützige Gesellschaft

mbH, ist in der Scheidtweilerstraße 63-65 in 50933 Köln

zu erreichen. Telefon (02 21) 94 05 82 - 0, Fax 940582-22, E-

Mail: post@kkms.de, Internet: www.dkms.de.

17


Ernährungstipps bei RDS

Blähungen vermeiden durch:

Kleine Portionen, fettarm nicht zu kohlenhydratreich

Meiden von Getränken mit viel Kohlensäure z.B. Bier, „Nehmen

Sie sich Zeit beim Essen und kauen Sie gut durch“

Pflanzliche Wirkstoffe, die aufgrund der Produktion von Verdauungssäften

verdauungsfördernd wirken:

Artischocke

Pomeranzenschale

Melissenblätter

Bittere Schleifenblume

Tausendgüdenkraut

Geber Enzian

Pflanzliche Wirkstoffe welche

Krämpfe lösen und Magen-

18

Darmtätigkeit steigern:

Angelikawurzel

Anis

Fenchel

Kamillenblüten

Koriander

Pfefferminz

Kümmel

Wenn der Darm die

Dass der Darm wichtige Funktionen im Verdauungsprozess

hat weiß jeder. Auch dass er für den

Transport der Nahrung verantwortlich ist, ist bekannt.

Aber wer weiß schon, dass der Darm über

sein Nervensystem mit dem Gehirn „spricht“?

Was passiert, wenn die Kommunikation von Darm

und Gehirn gestört ist, der Darm sozusagen „die

Nerven verliert“? Die Palette der Symptome reicht

von Bauchschmerzen bis Blähungen, von Durchfall

bis Verstopfung. Kann eine Organerkrankung des

S

ein Appell an die Zuhörer:

„Helfen Sie mit, das Thema

Reizdarm aus der Tabuzone

herauszureißen“. Schließlich

konsultiere der typische Patient

seit Jahren verschiedene Ärzte

und lasse alle erdenklichen Untersuchungen

über sich ergehen,

um immer wieder dasselbe

zu hören: „Wir haben nichts

Auffälliges entdeckt. Sie sind

organisch gesund“. Viel zu oft

verliere der Patient irgendwann

den Mut und ziehe sich zurück

- nicht ohne sich selbst zu fragen:

„Bin ich verrückt, bilde

ich mir das ein?“

Nur jeder fünfte Patient suche

einen Arzt auf, 40 Prozent der

Patienten seien 35 bis 50 Jahre,

50 Prozent der Betroffenen

jünger als 35 Jahre. Das

Reizdarmsyndrom (RDS) sei

eine chronische Erkrankung

mit erheblich geminderter Lebensqualität,

aber keiner verringerten

Lebenserwarten. Auswirkungen

auf Schlaf,

Ernährung, Reisen, Berufsleben

und Partnerschaft allerdings

seien allerdings zweifelsfrei

nachgewiesen. Dr. Siegel:

„RDS reduziert die Lebensqualität

der Betroffenen ähnlich

stark wie Patienten mit Diabetes

mellitus Typ 2, Depressionen

oder Herzinsuffizienz.“

Durch Arbeitsunfähigkeiten

und Frühberentungen verursa-

che RDS hohe volkswirtschaftliche

Kosten.

Die Ursachen von RDS liegen

nach Aussagen PD Dr. Siegels

zum einen in einer krankhaft

erhöhten Schmerzempfindlichkeit

des Darms, ohne dass Veränderungen

der Darmstruktur

nachweisbar seien. Zum anderen

könne auch eine Störung

des Serotonin-Haushaltes Ursache

für RDS sein: Dieser Botenstoff

befinde sich in der

Chefarzt PD Dr. Siegel referierte

zum Reizdarm-Syndrom

Darmwand, übertrage die

Schmerzwahrnehmung und löse

Schleimproduktion aus:

Normale Darmbewegungen

würden als Schmerz wahrgenommen.

Zudem könne eine


ie Nerven verliert...

Dünn- und Dickdarms ausgeschlossen werden,

spricht man von einem sogenannten Reizdarm-

Syndrom (RDS). Rund 15 Prozent der bundesdeutschen

Bevölkerung leiden an RDS - Grund genug,

das weithin tabuisierte Krankheitsbild einmal ins

Zentrum der Öffentlichkeit zu rücken. Der Chefarzt

der Abteilung Gastroenterologie, Diabetologie,

Hepatologie und Stoffwechsel, PD Dr. Erhard G.

Siegel, referierte im Rahmen des „Forums Gesundheit“

zum Thema RDS.

Wechselwirkung zwischen Magen,

Darm, Nervensystem und

Psyche RDS verursachen. Solche

beispielsweise vor Prüfungen

normale Reaktionen würden

erst dann zum Problem,

wenn sie permanent wahrgenommen

würden.

Ausdrücklich verwies der Gastroenterologe

in diesem Zusammenhang

auf die Bedeutung

von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

(Lactose, Fruktose):

„Wird eine solche Allergie

nicht erkannt, ist die Wahrscheinlichkeit,

RDS zu entwickeln,

sehr hoch.“ Das Risiko,

nach einer Darminfektion

RDS zu entwickeln sei umso

größer, desto länger der Durchfall

bestehe.

Folgende RDS-Symptome skizzierte

der Chefarzt der Medizinischen

Klinik seinen Zuhörern:

Diarrhoetyp (Durchfalltyp)

Obstipationstyp (Verstopfungstyp)

Diarrhoe/Obstipationstyp

Schmerz, der mit dem

Stuhlgang nachläßt

Höhere Stuhlfrequenz bei

Schmerzbeginn

Bei Schmerzbeginn dünnerer

Stuhl

Sichtbare Blähungen des

Bauchraumes

Ausscheiden von Schleim

beim Stuhlgang

Gefühl der unvollständigen

Entleerung nach dem

Stuhlgang

Weniger oder mehr als 3 x

Stuhlgang pro Woche

Pressen bei Stuhlgang

Stuhldrang

In der RDS-Behandlung gibt

es nach Überzeugung von PD

Dr. Siegel keine Standarttherapie.

Vielmehr müsse für jeden

Will den Reizdarm aus der Tabuzone holen: Der Chefarzt der Gastroenterologie

am St. Vincenz, PD Dr. Erhard G. Siegel.

Patienten eine individuelle

Therapie zusammengestellt

werden, die sich am Beschwerdebild

orientiere.

Zur Basisdiagnostik zählten eine

gründliche körperliche Untersuchung

sowie Untersuchungen

auf BB, BSG, Hämoccult,

evt. SD-Werte, Erreger, Gewicht,

Fettgehalt und Urinstatus.

Eventuell können auch ein

LaktoseH2-Atemtest sowie eineMilchzuckerunverträglichkeit

oder GlukoseH2-Atemtest

sinnvoll sein. Sonographie, Gastroskopie

sowie Coloscopie

böten weitere diagnostische

Möglichkeiten.

Weitere Empfehlungen

Bei Obstipation: Medikamente

zur Anregung der

Darmbewegung wie auch Ballaststoffe

- Kleie oder Leinsamen

verursachen häufig

Blähungen, Entspannungsübungen

oder Verhaltenstherapie,

da auch Streß und andere

psychische Faktoren eine Rolle

spielen.

Bei Diarrhoe: Präparate,

welche die Darmbewegung

verlangsamen

In Höhenregionen und bei

Flugreisen werden im Darm

mehr Luftbläschen gebildet.

Dies führt nicht selten auch zu

Schmerzen. Vorab z.B. Simethicon

besorgen.

Starke Krämpfe und

Bauchgrimmen: Nutzen Sie ein

warmes Bad und entspannen

Sie sich. Der ein oder andere

wird sich ertappen auf der Toilette

einen Ort der Ruhe zu finden.

Muß es wirklich die Toilette

sein, welche Sie vom Alltag

abschottet? Natürlich soll

man sich auf der Toilette wohlfühlen,

aber es sollte nicht Ihr

Lieblingsort werden. Eine warme

Bettflasche auf dem Bauch

kann so manchen aufmüpfigen

Darm besänftigen.

Osteoporose: RDS verursacht

keine Osteoporose. Eventuell

kann insbesondere. bei

Vorliegen einer Laktoseintoleranz

eine schlechtere Aufnahme

der Nährstoffe im Darm

stattfinden.

Wichtig: Genügend Calzium,

Bewegung, Sonne

19


20

M

artina Weich (Bild

links) ist seit 2003 Referentin

für Qualitätsmanagement

der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH.

Von Haus aus Krankenschwester

(Ausbildung in

Daun i.d. Eifel, danach Bundeswehrzentralkrankenhaus

in Koblenz, anschließend

Fachweiterbildung zur Intensivpflege

an der Universitätsklinik

Mainz) hat sie Berufserfahrung

in der internistischen

Intensiv- sowie der

Herz-Thorax-Intensiv Gefäßchirurgie.

Parallel dazu

absolvierte sie ein Studium

des Pflegemanagements an

der Katholischen Fachhochschule

in Mainz, das sie zu

Beginn des Jahres erfolgreich

mit dem Diplom „Pflegewirtin“

abschloß. Vor ihrer

Tätigkeit in Limburg war sie

am St. Josefshospital in

Wiesbaden im Bereich Marketing

und Qualitätsmanagement

tätig.

Am St. Vincenz ist sie aktives

Mitglied im Umweltarbeitskreis

- dies äußert sich auch

privat: Martina Weich fährt

ein Erdgasauto! Das braucht

Zur Person

sie auch, denn sie pendelt

täglich zwischen Mainz und

Limburg. Als echte Mainzerin

ist sie Anhängerin des Erfolgsvereins

Mainz 05, der

sich nun in der Championsleague

qualifiziert - nur ein

Hinweis auf das ganz spezielle

Interesse der Pflegewirtin,

das Qualifizieren

schlechthin: Denn sie hat

nicht nur berufsbegleitend

studiert, sie bildete sich

auch bei der Deutschen Gesellschaft

für Qualität (DGQ)

weiter. Dies empfand sie offensichtlich

als so positiv,

dass sie das Qualitätsmanagement

nach DIN EN ISO

auch zum Thema ihrer Diplomarbeit

machte. Für die

nahe Zukunft hat sie sich

die Umsetzung der pCC-Zertifizierung

der Krankenhausgesellschaft

sowie die Betreuung

der bestehenden

QM-Projekte auf die Fahnen

geschrieben. j.b.

Eine große

Chance für

Vincenz und A

D

Von Martina Weich

ie Wettbewerbssituation

in den deutschen Krankenhäusern

hat in den letzten

Jahren deutlich an Bedeutung

gewonnen, Kundenzufriedenheit

und Prozessoptimierung

sind zu Schlagwörten in der

Fachpresse geworden. Um

dem steigendem Konkurrenzdruck

gewachsen zu sein und

gleichzeitig die gesetzlichen

Vorgaben einzuhalten, sind die

Krankenhäuser schon seit längerer

Zeit mit dem Aufbau und

der Weiterentwicklung eines

Qualitätsmanagements beschäftigt.

Hilfsinstrumente zum Aufbau

eines Qualitätsmanagements

geben z.B. die Normenreihe

der ISO 9000 oder Ansätze des

total-Quality-Managements (z.

Bsp. EFQM). Da diese Modelle

jedoch nicht speziell auf das

Krankenhaus ausgerichtet sind,

entwickelten sich spezifische

Zertifizierungsmodelle, wie das

KTQ® (=Kooperation für

Transparenz und Qualität im

Krankenhaus) und das pCC

(proCum Cert)-Verfahren. In

den beiden Häusern der St.

Vincenz Krankenhausgesellschaft

soll nun das krankenhausspezifischeZertifizierungsverfahren

- proCum Cert - etabliert

werden.

Warum proCum Cert?

Ausgangspunkt von KTQ war

die Idee, ein spezielles Zertifizierungsverfahren

für den

Krankenhausbereich zu ent-

wickeln. Konfessionelle Krankenhäuser

brauchen jedoch zur

Darstellung ihrer Qualität mehr

Qualitätsmerkmale, als bei

KTQ hinterfragt werden. Aufgrunddessen

kam es zu einer

Weiterentwicklung des KTQ-

Katalogs unter Einbezug christlicher

Wertvorstellungen als

Qualitätsmerkmal. Demnach

kann das pCC-Verfahren nur

von konfessionellen Krankenhäusern

oder solchen Krankenhäusern,

die eng mit den Kirchen

kooperieren, angewendet

werden.

Was verbirgt sich hinter dem

Verfahren?

Grundsätzlich ist pCC eine

GmbH und gilt als die kooordinierte

Qualitätsinitiative der

konfessionellen Krankenhäuser

in Deutschland. Gesellschafter

sind Vertreter der evangelischen

und katholischen Kirche

in Deutschland sowie die

Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung

von Managementsy-


Anna

stemen und der Versicherungsdienst

Ecclesia. Der pCC-Fragenkatalog

enthält grundsätzlich

alle Anforderungen von

KTQ sowie zusätzlich die spezifisch

konfessionellen pCC-

Anforderungen und ist in acht

Kategorien aufgeteilt. Zur Zertifzierung

muss der Fragenkatalog

schriftlich beantwortet

werden. Dadurch entsteht der

sogenannte Selbstbewertungsbericht.

Diesen überprüft die

Zertifizierungsgesellschaft in

Form einer Visitation des Unternehmens.

Erreicht das Krankenhaus

55 Prozent der Gesamtpunktzahl,

erhält es das

pCC-Zertifikat.

Die pCC-Kategorien

1. Patientenorientierung in der

Krankenversorgung und Kom-

petenz im Umgang mit den Patienten

2. Sicherstellung der Mitarbeiterorientierung

und Umgang

mit den Mitarbeitern (Sozialkompetenz)

3. Sicherheit im Krankenhaus

4. Informationswesen

5. Trägerverantwortung, Krankenhausführung

und Leitung

6. Qualitätsmanagement

Beide Kliniken der

Krankenhausgesellschaft sollen

nach proCum Cert zertifiziert werden

7. Spiritualität

8. Verantwortung gegenüber

der Gesellschaft

Für die Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz steht bereits

im April 2006 die Visitation

durch ein vierköpfiges Visitorenteam

an. Das heißt, dass bis

zum Dezember 2005 der

Selbstbewertungsbericht angefertig

werden muss. Um diesen

Verantwortlich für den Ablauf der Zertifizierung nach proCum Cert:

Joachim Becker und Martina Weich von der QM-Abteilung..

Großes Interesse im Blick auf die bevorstehende Qualitätsinitiative nach proCum Cert: In mehreren Veranstaltungen

informierten sich die Mitarbeiter über die Offensive in Sachen Kundenzufriedenheit und Prozeßoptimierung.

Bericht überhaupt erstellen zu

können, ist es notwendig, möglichst

viele Informationen zusammenzutragen.

Hierfür

benötigen wir die Unterstützung

der Mitarbeiter, da es einer

detaillierten Darstellung

aller Abläufe in allen Bereiche

bedarf.

Durch diese Dokumentation

lässt sich ermitteln, in welchen

Bereichen Handlungsbedarf

besteht und wo gezielte Projekte

zu Verbesserung initiert werden.

Die Abgabe des Selbstbewertungsberichts

bedeutet aber

nicht, dass alle Projekte umge-

pro:

setzt sein müssen, vielmehr

fängt mit der Abgabe die ständige

Verbesserung der Unternehmensprozesse

erst an.

Das pCC-Verfahren bietet daher

die große Chance, Abläufe

genau unter die Lupe zu nehmen,

Verbesserungspotentiale

aufzugreifen und umzusetzen.

Dieses System kann zu einer

Steigerung der Kundenzufriedenheit

führen, was langfristig

eine Sicherung der Standorte

Limburg und Hadamar und die

damit verbundene Arbeitsplatzsicherung

beinhalten würde.

für den Patienten

für die kirchlichen Krankenhäuser

für gute und nachweisbare Qualität in kirchlichen

Krankenhäusern

für die Institution Krankenhaus

Cum:

mit den Patienten, ihren Anliegen, Erwartungen

und Wünschen

mit den anderen katholischen/evangelischen

Krankenhäusern als Interessengemeinschaft

mit den Mitarbeitern aller Berufe in den Krankenhäusern

und den vernetzten Diensten

mit den anderen Partnern im Gesundheitswesen

(DKG, Bundesärztekammer, DPR)

unter Wahrung der eigenen Identität und des

Selbstbestimmungsrechts der Kirchen

Cert:

Strukturen, Normen, Abläufe usw., die vorhanden sein

müssen, werden von einem „Experten-Fachbeirat“

festgelegt und von ausgebildeten Visitoren überprüft.

Bei einer ausreichenden Vorhaltung und Umsetzung

erhält das Unternehmen ein Zertifikat.

21


Rückblick auf zehn

erfolgreiche Jahre

Strahlentherapie

V

22

Von Uwe Götz

or genau zehn Jahren habe

ich hier am St. Vincenz-Krankenhaus

meinen

Dienst als Medizinphysiker in

der Strahlentherapie angetreten.

Nach meiner Ausbildung am

Klinikum Bayreuth und in der

Strahlentherapie der Universität

Würzburg war es eine große

Herausforderung, zusammen

mit Professor Chiricuta in Limburg

eine neue Abteilung aufzubauen.

Ich kann mich noch

gut an die Anfangszeit erinnern,

als wir oft von Würzburg

hierher kamen, um mit unserem

Technischen Leiter, Ulrich

Hassler, und den Vertretern des

Architekturbüros Funk den

Aufbau der neuen Strahlentherapie

zu planen. Wo heute der

Linearbeschleuniger steht, befand

sich nur ein großes Loch

im Boden und es fehlten noch

die Außenwände, so dass man

freie Sicht nach draußen hatte.

Es herrschte Aufbruchstimmung

und wir alle waren hoch

motiviert.

Die ersten Jahre waren geprägt

durch die Entwicklung eines

klaren Zielvolumenkonzeptes

Kein Blick zurück im Zorn: Der

Medizinphysiker Uwe Götz hält

Rückschau.

und der Ausarbeitung und Optimierung

von zielvolumenkonformen

Bestrahlungstechniken.

Somit konnten wir von Anfang

an unseren Patienten eine wirklich

hochwertige Strahlenbehandlung

anbieten, die ein hohes

Maß an Tumorkontrolle

mit einem Minimum an Nebenwirkungen

verband.

Ende der 90er Jahre startete

Prof. Chiricuta seine Fortbildungskurse

zur Zielvolumendefinition

für Ärzte (www.target-volume-meeting.de).Aufgrund

der starken Nachfrage

zahlreicher Teilnehmer ent-

Zur Person

Welches Tier mögen

Sie am liebsten?

Unseren Hund natürlich (ein Australian Shepherd,

Anm. d. Red.). Ansonsten den Igel - er ist sich sicher

und bereits da.

Was sind Ihre Hobbys?

Laufen - lange Strecken mit niedrigem Puls. Das ist

fast wie Meditation. Musik - Blues und Boogie

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Mit jemandem seine Träume zu teilen.

Was ist Ihre Lieblingstugend?

Beharrlichkeit - Ich kann meine Ideen und Pläne

über lange Zeiträume verfolgen ohne mein Ziel aus

dem Auge zu verlieren.

Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?

Besseres Sprachtalent - Das Erlernen von Fremdsprachen

war für mich schon in der Schulzeit sehr

schwer.

schloss ich mich, 2001 den ersten

ISRO-Workshop für Medizinphysiker

zur Konformations-Bestrahlungsplanung

durchzuführen. Seitdem organisieren

wir jedes Jahr diese Veranstaltung,

Die jeweils Ende

Februar immer zu einem neuen

Thema stattfindet. Was 2001

noch mit 29 Teilnehmern begann,

kann sich heute mit fast

250 Teilnehmern zu einer der

großen Fachtagungen für Medizinphysiker,Strahlentherapeuten

und Medizinisch-Technische-Assistenten

in Deutschland

zählen. Bei diesem

Workshop werden die Behandlungsmethoden

verschiedener

strahlentherapeutischer Institute

einem direkten Vergleich unterzogen.

Hierbei müssen die eingeladenen

Referenten die eigene

Arbeit bis ins Detail auf den

Tisch legen, wobei es für alle

ein großer Ansporn ist, sich öffentlich

so zu exponieren.

Zum anderen haben wir selbst

eine große Palette von ausgefeilten

Bestrahlungstechniken

entwickelt, die wir hier präsentieren

und auch in der Reihe

„Blätter zur Konformations-

Strahlentherapie“ veröffentlichen

(www.3D-CRT.de).

Ende November letzten Jahres

habe ich den Entschluss gefasst,

diese Publikationen auch

ins Russische zu übersetzen.

Erste Kontakte zu den russischen

Kollegen sind bereits geknüpft,

dort ist großes Interesse

vorhanden und es werden

sich für mich neue, vielleicht

ungeahnte Wege eröffnen.

Fortsetzung von Seite 5

den Ergebnis, das hat ihn fasziniert.

„Spannend“ fand er die

Arbeit mit den verschiedensten

Berufsgruppen, spricht von

„angenehmen Menschen, dichten

Gesprächen, vielfältigen

Kontakten intern wie extern“.

Beruflich sei es die wichtigste

Weichenstellung seines Lebens

gewesen, sich für das Krankenhaus

zu entscheiden: „Das Gesundheitswesen

ist einfach eine

hochinteressante Materie“, bilanziert

der scheidende Vincenz-Manager.

Wie sind die Gefühle bei einem

Abschied nach zwölfeinhalb

Jahren Vincenz? „Es ist

sehr beruhigend, dass ich das

Haus in gute Hände legen

kann - wohlwissend, dass es

sehr gut positioniert ist.“ Die

Situation sei heute nur unter

anderen Vorzeichen ähnlich

wie damals: Grundlegender

Aufbruch ist angesagt, das

DRG-Zeitalter ruft und fordert

seinen Tribut im Blick auf Kalkulationen

und Strukturierung.

1993 sei eine große Bereitschaft

zum Mitmachen spürbar

gewesen. Dies wünscht er auch

seinem Nachfolger. Eines, da

ist sich Horst Schneider sicher,

wird bleiben: neben der Anpassung

der Medizintechnik an

die aktuelle Situation werden

die Ausrichtung auf den Patienten

Prämisse Nummer eins

und das Wissen darum, dass

dies in erster Linie mit zufriedenen

Mitarbeitern möglich ist,

eine feste Größe bleiben. sp

Welche Eigenschaft schätzen Sie bei Ihren

Freunden am meisten?

Mich auf sie verlassen zu können, auch wenn ich

einmal lange nichts von ihnen höre.

Würden Sie uns Ihre Lebensphilosophie formulieren?

Wenn man eine Vision oder einen scheinbar unerfüllbaren

Wunsch hat, so soll man versuchen 20

Prozent aus eigener Kraft zu verwirklichen. Wenn

das geschafft ist, geht der Rest von alleine in Erfüllung.

Auf jeden Fall kann man so versuchen, dem

Schicksal einen Schubs in die eine oder andere

Richtung zu geben.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Viele Kinderbücher, ein Sprachkurs Russisch und

„Kasachstan entdecken“ - Auf Nomadenwegen

zwischen Kaspischem Meer und Altaj. Dort möchte

ich einmal hingehen - irgendwann einmal...


Spotlights vom

Herzliche Glückwünsche von der

Krankenhausleitung des

St. Vincenz-Krankenhauses

Anna-Sophie heißt die Tochter von Nadine Petry, Krankenschwester

auf der Station 6/1-2. Sie wurde am 21. April um genau

22.38 Uhr geboren und wog 3740 Gramm. Julian wurde

am 2. Juni um 8.40 Uhr geboren. Er maß 50 Centimeter und

wog 3.000 Gramm. Seine Eltern sind beide Mitarbeiter des St.

Vincenz-Krankenhauses:

Mutter Susanne

Walter ist Kranken- Vincenz-Kinder

schwester und arbeiet

ebenfalls auf der Station 6/1-2, Julians Vater ist der Chefarzt

der Nephrologie, Dr. Stephan Walter. Emma heißt die Tochter

von Dr. Jutta Schewe-Zimmermann. Sie arbeitet auf der

cxxyxyxyxcy. Ihre Tochter wurde am xyxyxyx geboren, war

xyxyx Gramm schwer, das Längenmaß: xyxy Centimeter. Elena

wurde am xy.xy. um cyxy Uhr geboren. Ihre Maße: xyxy Centimeter

und xyxy Gramm, ihr Vater ist Dr. Boris Cubas, Oberarzt

der Kardiologie.

Betriebsfest

2005


Die beiden Dekane Dieter Lippert

und Manfred Pollex (von

links) feierten im Kreise zahlreicher

Teilnehmer eine würdige

Einweihung des Kindergrabes auf

dem Limburger Hauptfriedhof.

Eine würdige Ruhestätte für

fehl- oder totgeborene Kinder

E

24

Von Dieter Fluck

s war ein langer Weg, der

zahlreicher Mithelfer bedurfte,

die sich mit gutem Willen

uneigennützig in den

Dienst dieses moralischen Anliegens

stellten: Jetzt konnte in

einer ökumenischen Feier auf

dem Limburger Hauptfriedhof

eine Grabfläche eingeweiht

werden, in der Menschenkinder

eine Ruhestätte finden, die

schon im Mutterleib gestorben

sind. Nach dem Gesetz sind

werdende Menschen unter einem

Gewicht von 500 Gramm

nicht bestattungspflichtig. Sie

wurden bisher mit dem Krankenhausmüll

entsorgt.

In Limburg ist das seit einem

Jahr anders. Hier werden die

Föten aus den Krankenhäusern

Limburg, Hadamar, Weilburg,

Diez und Dernbach zusammengeführt

und vierteljährlich

in würdigen Trauerfeiern bestattet:

Eine große Hilfe für oft

verzweifelte Eltern, was niemand

so gut weiß, wie sie

selbst und die, die sie trösten.

„Betroffene Eltern, Geschwister,

Angehörige und Freunde

haben über ihren unermessli-

chen Schmerz hinaus endlich

einen würdigen Ort des Abschiednehmens,

der Trauer und

Erinnerung an das werdende

Leben. Sie waren Gottes Geschöpf,

ein Teil der gesamten

Schöpfung, ein Menschenkind,

das gerade dabei war, sich zu

entfalten“, sagte der evangelische

Dekan Manfred Pollex in

seiner Predigt. Eine betroffene

Mutter habe es in die Worte

gefasst: „Du warst ein Lied in

mir, was nie gesungen wurde -

Nur gehört von mir...“

Betroffene Mütter und Väter,

Seelsorger und Mithelfer hatten

sich zu der Feierstunde an dem

von dem Limburger Bildhauer

Karl Winter gestalteten Relief

versammelt. In der Mitte lädt

eine Rundbank, die einen

Baum umschließt, zum Verweilen

ein. Gepflasterte Wege

führen zu den kleinen Gräbern

mit den kleinen Menschen, die

nicht leben durften. Zu ihrem

Gedenken stellten die Besucher

Lichter auf.

Heike Margraf von der Katholischen

Familienbildungsstätte

sprach für den „Arbeitskreis

Kindergrabmal“ von einem gelungenen

ökumenischen Pro-

jekt. Wenn das Leben mit dem

Tod beginne, greife Betroffenheit

und Sprachlosigkeit um

sich, breche eine Lebensplanung

zusammen, würden aus

Helfern hilflose Betroffene.

Noch größer werde der Alptraum,

wenn fehl- oder totgeborene

Kinder nicht bestattet

werden könnten, weil sie nicht

als Leiche gelten und im Müll

entsorgt würden. Dieses Kindergrab

sei Zeichen und Zeugnis

für die Würde dieser Kinder.

Auch Eltern früher verstorbener

Kinder sollten diesen Ort

für Trost und Trauer annehmen.

Spendenkonto und Kontakt

Spenden können unter dem

Stichwort „Aktion Kindergrabmal“

auf das Konto

Nummer 37 000 10 03 bei

der Commerzbank Limburg,

Blz 511 400 29, des Bischöflichen

Ordinariats eingezahlt

werden. - Weitere Informationen:

Kath. Bildungsstätte

Limburg, Telefon (0 64 33)

8 81 47, Fax 8 81 22,E-Mail:

kath.fbs.limburg@bistum-limburg.de.

Werksarztz

Hier wird Pr

großgeschr

D

er präventive Schutz der

Beschäftigten vor arbeitsbedingten

Erkrankungen ist Ziel der

sogenannten Arbeitsmedizin.

Während sich Großunternehmen

hierfür eine eigene arbeitsmedizinische

Abteilung leisten, haben

sich mittelständische Betriebe

und Kleinunternehmen des Landkreises

Limburg-Weilburg sowie

des angrenzenden Rhein-Lahnund

des Westerwaldkreises 1976

zum Verbund des Werksarztzentrums

zusammengeschlossen.

Leitender Arzt des Zentrums ist

der Arzt für Allgemein-, Umweltund

Sportmedizin, Dr. Hartmut

Jung-Surkau. Seit September

2001 ist das Werksarztzentrum

im vierten Stock des Ärztehauses

am St. Anna-Krankenhaus angesiedelt,

seit 2004 sind er und seine

Kollegin Angelika Fischer-

Führer auch Betriebsärzte des St.

Vincenz-Krankenhauses. Mit im

Team sind zudem die Arzthelferinnnen

Isa Kalbas und Petra

Hartmann-Jünger.

Zu den Schwerpunkten der Tätigkeiten

des Werksarztzentrums

steht die Beratung von Unternehmen

und Beschäftigten hinsichtlich

des Gehörs, von Hauterkran-


tzentrum:

rophylaxe

rieben!

kungen sowie Rücken- und Skeletterkrankungen.

Im Sinne des

Präventionsgedankens werden

zudem Gesundheitschecks, Hebeund

Tragetraining sowie Herz-

Lungenwiederbelegungskurse angeboten.

Weitere Tätigkeitsmerkmale

sind

Vorsorgeuntersuchungen nach

staatlichen und berufsgenossenschaftlichenRechtsvorschriften

Einstellungsuntersuchungen

Sprechstunden im Unternehmen

Arbeitsmedizinische Beratung

z.B. bei Neubauten, baulichen

Veränderungen, bei Anschaffung

neuer Maschinen

Betriebsbegehungen

Beratung zur Wiedereingliederung

langfristig Kranker oder

Behinderter in den Arbeitsprozess

Im Vorfeld der für das Jahr 2005

anstehenden Schutzimpfung will

Betriebsärztin Angelika Fischer-

Führer die Mitarbeiter der Krankenhausgesellschaft

insbesondere

auf die Problematik der Influenza

im Krankenhausbetrieb aufmerksam

machen (siehe nebenstehenden

Text).

Leitender Arzt des Werksarztzentrums: Dr. Hartmut Jung-Surkau (Bild links). Mit im Team sind seine Kollegin

Angelika Fischer-Führer als Betriebsärztin (Bild oben im Beratungsgespräch) sowie die Arzthelferinnen Isa Kalbas

und Petra Hartmann-Jünger. Schwerpunkt des Zentrums ist der vorbeugende Schutz der Beschäftigten vor

arbeitsbedingten Erkrankungen. So werden den Mitarbeitern der Krankenhausgesellschaft u.a. auch Gesundheitschecks,

Hebe- und Tragetraining sowie Herz-Lungenwiederbelebungskurse angeboten.

Ein Appell zur Influenza-

Schutzimpfung 2005

Liebe Mitarbeiter,

wir wollen auch dieses Jahr

wieder auf das Problem Influenza

im Krankenhausbetrieb

aufmerksam machen. Nach

wie vor sterben jedes Jahr in

der Grippesaison viele Tausende

von älteren oder chronisch

kranken Patienten an den Folgen

einer Influenzainfektion.

Die älteren oder chronisch

kranken Patienten sind eine

Hochrisikogruppe für lebensgefährliche

Komplikationen wie

z.B. bakterielle Lungenentzündungen,

die für diese Patienten

lebensgefährlich werden können.

Die Ständige Impfkommission

am Robert Koch-Institut (STI-

KO) nennt medizinisches Personal

ausdrücklich als eine der

Zielgruppen, für die eine Influenzimpfung

empfohlen wird.

Dies, weil es zum einen einer

„erhöhten Gefährdung“ ausgesetzt

ist, aber auch, weil es „als

mögliche Infektionsquelle für

von ihm betreute, ungeimpfte

Risikopersonen fungieren

kann“.

Leider ist die Durchimpfung

des medizinischen Personals in

Krankenhäusern nach wie vor

viel zu gering. Die Gründe,

warum medizinisches Personal

sich so wenig gegen Influenza

impfen lässt, sind vielfältig: oft

wird an der Notwendigkeit und

Effektivität der Impfung gezweifelt.

Auch wird nicht selten

befürchtet, die Impfung

selbst könne eine Influenza

auslösen. Dies ist jedoch nicht

möglich, da bei der Impfung

lediglich ein nicht vermehrungsfähiger

Totimpfstoff mit

Bestandteilen des Influenzavirus

verabreicht wird. Dieser ist

in der Regel sehr gut verträglich.

Falls überhaupt Nebenwirkungen

auftreten, beschränken

sie sich in d en meisten

Fällen auf lokale (Schwellung,

Rötung) bzw. leichte systemische

Nebenwirkungen (geringgradiges

Fieber, Abgeschlagen-

heit). Zur Effektivität der

Schutzimpfung kann gesagt

werden, dass die Übereinstimmung

des jährlich neu zusammengestellten

Impfstoffs mit

den tatsächlich auftretenden Viren

in den meisten Wintern

sehr hoch ist.

In der letzten Saison betrug die

Passgenauigkeit des Impfstoffes

mit den tatsächlich zirkulierenden

Viren zum Beispiel nahezu

100 Prozent. Insgesamt

liegt die effektive Schutzwirkung

der Impfung bei etwa 90

Prozent. Die Influenzaschutzimpfung

hilft natürlich nicht

gegen Infekte, die durch andere

Erreger hervorgerufen werden.

Zur Umsetzung der Impfempfehlungen

in Ihrem Krankenhaus

erhalten Sie entsprechende

Informationen ab August

2005

Angelika Fischer-Führer,

Betriebsärztin

Werksarztzentrum Limburg

25


26

Gies Dienstleistungen

und Service GmbH

Auf dem Schafsberg

65549 Limburg

Telefon 0 64 31 - 2 92 40 94

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180 Jahre am St. Vincenz!

D

ank an ebenso langjährige

wie verdiente Mitarbeiter

galt es jetzt im St. Vincenz-

Krankenhaus auszusprechen:

Ihr 40-jähriges Dienstjubiläum

an der Limburger Klinik haben

jetzt die stellvertretende

Küchenchefin Rosemarie Holzinger

und die Krankenschwester

Hildegard Keller (ehemalige

Stationsleitung der Inneren

Intensivstation) gefeiert. Auf 25

Jahre am St. Vincenz konnten

Oberarzt Dr. Said Al-Butmeh,

Krankenschwester Susanne Röser,

Krankenpfleger Karl-Heinz

Stang sowie Thomas Steinebach

(Leiter des Zentralarchivs)

zurückblicken. Geschäftsführer

Horst Schneider sowie Vertreter

von Krankenhausleitung und

Betriebsratwürdigten den engagierten

Einsatz der langjährigen

Mitarbeiter.

KRANKENHAUSGESELLSCHAFT ST. VINCENZ mbH

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Justus-Liebig-Universität Giessen

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Rosemarie Holzinger, gebürtig

aus Niederzeuzheim, hat bereits

ihre Ausbildung zur

Köchin von 1965 bis 1968 am

St. Vincenz-Krankenhaus absolviert.

Seit dem 1. April 1968 ist

sie als Köchin im St. Vincenz-

Krankenhaus tätig. 1982 avancierte

sie zur stellvertretenden

Küchenleiterin, 1987 übernahm

sie zunächst kommissarisch,

seit 2001 gemeinsam mit Dietmar

Kempf von der Firma Gies

die Leitung der Vincenz-Küche.

Rosemarie Holzinger lebt in

Runkel, ist verheiratet und hat

einen Sohn.

Auch Hildegard Keller aus Ha-

NAME: EINSATZORT: EINTRITT:

Herz, Angelika Station 6/1-2 01.04.2005

Klages, Mario IDI 01.04.2005

Künzer, Iris Station 1/2 01.04.2005

Link, Jürgen Ernährungsteam 01.04.2005

McCarson, Karin Frauenklinik 01.04.2005

Mertens, Martina Röntgendiagnostik 01.04.2005

Müller, Monika Station U/1 01.04.2005

Neu-Reusch, Christine Station 3/3-4 01.04.2005

Schäfer, Britta EKG/LHK 01.04.2005

Abel, Petra Med. Klinik 01.05.2005

Neubert, Susanne Frauenklinik 01.05.2005

Yajima, Jun-Stephan Med. Klinik 01.05.2005

Rook, Stephanie Onkologie 17.05.2005

Woelk, Kai Bernhard Radiologie 17.05.2005

Opel, Claudia Endoskopie 01.06.2005

Neu, Sabrina Allgemeinchirurgie 15.06.2005

Nguyen, Van Phuc Neurologie 15.06.2005

Jubiläen April bis Juni 2005

NAME: ABTEILUNG: DATUM: JAHRE:

Knop, Friedbert Krankenpflegeschule 01.04.2005 10

Bausch, Roswitha Anästhesie-OP 01.05.2005 10

Heep, Rosemarie Zentralsterilisation 01.06.2005 10

Götz, Uwe Strahlentherapie 01.06.2005 10

Meilinger-Hahn, Barbara Station 3/1-2 01.04.2005 20

Hertzel, Ingrid Med. Controlling 01.04.2005 20

Bierbrauer, Maria Station 3/1-2 01.04.2005 20

Krämer, Astrid Anästhesie-OP 01.04.2005 20

Anders, Annette Station 1/2 01.04.2005 20

Meuthen, Nicole Station 3/3-4 01.04.2005 20

Schmidt, Anja IDI 01.04.2005 20

damar-Steinbach hat ihre Ausbildung

zur Krankenschwester

von 1965 bis 1968 an der

Krankenhausleitung ehrt

verdiente Mitarbeiter

Lange Jahre engagierte Mitarbeiter des St. Vincenz: Hildegard Keller,

Rosemarie Holzinger, Dr. Said Al-Butmeh (erste Reihe v.l.n.r.) sowie Susanne

Röser, Thomas Steinebach und Karl-Heinz Stang (hintere Reihe

2.,3. und 4.v.l.).

Krankenpflegeschule am St.

Vincenz-Krankenhaus erfahren.

Am 1. April 1968 wurde sie

Krankenschwester in der Medi-

zinischen Klinik, im Oktober

desselben Jahres übernahm sie

dort die Leitung der Männerstation.

1974 wechselte sie als

Stationsleitung zur Station 1/1,

der inneren Intensivstation. Erfolgreich

absolvierte sie von

1973 bis 1975 die Fachweiterbildung

für Innere Medizin und

Intensivpflege. Vertretungsweise

war sie auch auf der Station E/3

als Stationsleitung tätig.

personalnachrichten:

Schäfer-Kammerer, Pia Station 5/1-2 01.04.2005 20

Kosmol, Elke Ambulanz 01.04.2005 20

Fetz, Ruth Station 5/1-2 01.04.2005 20

Röser, Susanne Station 1/1 01.04.2005 25

Al-Buthmeh, Said Unfallchirurgie 01.04.2005 25

Steinebach, Thomas Archiv 01.04.2005 25

Stang, Karl-Heinz Station E/1-2 01.04.2005 25

Egenolf, Stephan Technik 01.05.2005 25

Müller, Helga Personalabteilung 01.04.2005 30

Schwenk, Annerose OP-Abteilung 01.04.2005 30

Zacharias, Rainer Küche 01.04.2005 30

Christudhas, Cherupushpam Station 5/3-4 01.04.2005 30

Falk, Lucia Labor 01.05.2005 30

Moschek, Hans Station 4/1-2 01.06.2005 30

Keller, Hildegard Station 1/1 01.04.2005 40

Holzinger, Rosemarie Küche 01.04.2005 40

Ruhestand:

NAME: ABTEILUNG: AUSTRITT

Rosas, Mariana Wäscherei 31.03.2005

Mechtel, Herbert Station 1/1 31.05.2005

Schneider, Horst Verwaltung 30.06.2005

Verstorbene:

NAME: ABTEILUNG: STERBEDATUM:

Laux, Hartmut Telefonzentrale/Pforte 19.03.2005

Schwester Odilia Thein Hauswirtschaft 10.04.2005

Becker, Lydia Station 3/3-4 31.05.2005

Thaufelder, Hannelore Röntgendiagnostik 15.06.2005

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