Ein Update Für 3,6 Millionen - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

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„Medizin ist kein te

Geschäftsführer Horst Schneider mit dem neuen „ÄD-Team“: Dr. Klaus

Peter Schalk (Mitte) und seinem Stellvertreter PD Dr. Udo A. Heuschen.

Neue Ärztliche Direktion am

St. Vincenz-Krankenhaus

Das St. Vincenz-Krankenhaus Limburg steht unter neuer ärztlicher

Führung: Dr. Klaus Peter Schalk, Chefarzt der Abteilung Hämatologie

und internistische Onkologie, wurde auf Vorschlag der Chefarztkonferenz

vom Verwaltungsrat zum neuen Ärztlichen Direktor

ernannt, zu seinem Stellvertreter wurde der Chefarzt der Abteilung

für Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie, PD. Dr. Udo A.

Heuschen berufen (wir berichteten). Dr. Schalk, bisher stellvertretender

Ärztlicher Direktor, tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Matthias

Volk an.

Auch dem neuen ÄD-Team wird es obliegen, die 433-Betten-Klinik

durch schwieriges Fahrwasser zu führen. Neue Impulse, aber

auch Fortführung der bisherigen Ausrichtung haben sich Dr.

Schalk und PD. Dr. Heuschen hierfür auf die Fahnen geschrieben.

Hierzu zählen innovative Entwicklungskonzepte für die medizinische

Versorgung, damit verbunden die weitere Optimierung des

medizinischen Angebots für die Menschen der Region sowie eine

stärkere Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen.

Dr. Klaus Peter Schalk ist neben seiner Tätigkeit als Chefarzt mit

dem Schwerpunkt Innere Medizin stellvertretender Vorsitzender

der Hessischen Krebsgesellschaft und im Vorstand des Vereins

Hospiz-Dienste Limburg. Dr. Udo A. Heuschen ist seit 2002

Chefarzt an der Limburger Klinik und hat sich vor wenigen Wochen

an der Heidelberger Karl-Ruprechts-Universität habilitiert.

Reparaturb

Der neue Ärztliche Direktor des St. Vincenz-Krankenhauses,

Dr. Klaus Peter Schalk, hat sich angesichts

der Ökonomie-Diskussionen im Gesundheitswesen

entschieden für eine Rückbesinnung

auf die menschlichen Aspekte der Medizin ausgesprochen.

Die Komplexität innerhalb der medizinischen

Fachgebiete sei mit wirtschaftlichen Aspekten

allein nicht zu fassen. In einem Interview mit

unserer Zeitung äußerte sich der Chefarzt der Abteilung

Hämatologie/Internistische Onkologie, der

auch stellvertretender Vorsitzender der Hessischen

Eine dreijährige Amtszeit als

Ärztlicher Direktor liegt vor

Ihnen – ein Amt in schwieriger

Zeit, aber auch eine

Chance, Zeichen zu setzen,

Schwerpunkte festzulegen.

Welche besonderen Akzente

möchten Sie setzen?

In einer Zeit, in der die ökonomische

Seite eigentlich komplett

im Vordergrund steht,

möchte ich ein mir nahestehendes

Thema wieder ins Blickfeld

rücken, nämlich die Medizin.

Vor lauter Diskussionen

über Wirtschaftlichkeit, DRG-

Einführung, Arbeitszeitregelungsgesetz

und all diesen Fakten

wird vergessen, dass wir

hier Menschen behandeln wollen

und auch sollen. Es ist mir

wichtig, gerade die menschliche

Seite der Krankheit wieder

in den Focus der Diskussion zu

stellen.

Der Patient kommt nicht wie

ein Auto zum TÜV oder in eine

Werkstatt, wo Ersatzteile

ausgetauscht werden, sondern

wir haben es mit der Biologie

zu tun in der Medizin. Das ist

wesentlich komplexer. Viele

Dinge, die heute unter wirtschaftlichen

Aspekten abgehan-

delt werden sollen, sind darunter

gar nicht zu fassen.

Sie selbst arbeiten in einem

besonders hochsensiblen Bereich,

der viel Zeit für den

Patienten und in gleichem

Maße Einfühlsamkeit erfordert

– sind Sie angesichts der

aktuellen gesundheitspolitischen

Diskussionen dennoch

optimistisch, dass dies nach

wie vor leistbar ist? Gibt es

auch für individuelle Modelle

doch noch Perspektiven?

Wenn ich diesen Optimismus

nicht besäße, müsste ich eigentlich

zu Hause bleiben.

Denn wenn man die Abrechnungsmodalitäten

gerade im

DRG-System betrachtet, wird

man sehen, dass im Bereich

der Hämatologie und der Onkologie

erhebliche Einbrüche

in der Kostenerstattung anstehen.

Viele Krankheitsbilder aus

dem Krebsbereich sind in den

DRG`s nicht gut abgebildet.

Auch hier gehen Gesetzgeber

und Kostenträger eigentlich davon

aus, dass wir wie in einem

Reparaturbetrieb eine einzige

Sache bei diesem Patienten zu

erledigen hätten. Tumorpatien-

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