Hotel Design - 25hours Hotels

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Hotel Design - 25hours Hotels

Klare Konzepte sind in derHotellerie gefragt:entweder McSleep oderder Traum ausTausendundeiner Nacht.Doch nicht nur im Premium-,sondern auch im Low-Budget-Segment versuchen sich dieAnbieter über das Design zupositionieren.Aggressiv. DasGoldmann 25hours inFrankfurt, Treffpunktder Kreativen.


Bild: 25hoursHOTEL DESIGNSekt oder Selters?


SpecialsLow Budget. Motel One – Design ab 39 Europro NachtFußball-Weltmeisterschafthat unserer Branche„Dieeinen Kick nach oben gegeben,“freut sich Ernst Fischer, Präsidentdes Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes(DEHOGA). Nach den Zahlendes Statistischen Bundesamts verzeichnetedie Hotellerie in Deutschland imJahr 2006 ein Umsatzplus von 3,8Prozent. Die Anzahl der Übernachtungenstieg um vier Prozent auf 208,2Millionen. Insbesondere bei internationalenGästen wird Deutschland immerbeliebter. Ihr Anteil legte um satte 10Prozent zu.Dennoch, betont Fischer, sei dieErtragslage für viele Hoteliers weiterhinangespannt. „Steigende Kosten, vorallem im Personal- und Energiebereich,führen bei anhaltendem Preis- undKonkurrenzdruck zu Gewinnschmälerungen.“Auch werden laut einer aktuellenStudie des auf die Hotelbranche spezialisiertenBeratungsunternehmensTreugast viele der neu geschaffenenKapazitäten in naher Zukunft bestenfallsauf eine stagnierende Nachfrage treffen.Wer sich behaupten will, braucht ein cleveresMarketing und vor allem ein klaresProfil. Zwei konträre Ausrichtungenbestimmen den Trend: Sekt oder Selters– Low-Budget oder 5-Sterne-Deluxe.Motel One –Design ab 39 Euro pro NachtEiner der bekennenden Low-Budget-Anbieter ist die in München ansässigeMotel One AG, die im Jahr 1987 alsAstron Holding GmbH gegründet wurdeund seit 2002 zum spanischen NHHotels-Konzern gehört. Motel Onebetreibt derzeit in Deutschland 17 Hotelsim 2-Sterne-Segment mit insgesamt2.300 Zimmern. Der Zimmerpreis startetbei 39 Euro pro Nacht. Alle Zimmerverfügen über ein Doppelbett, Fernseher,Klimaanlage, Arbeitsplatz undWireless LAN.Bild: Motel One58 November/Dezember 2007 hotelbau


SpecialsDas Motto der Kette: „Viel Design fürwenig Geld.“ Die Philosophie: HochwertigeZimmer auf Budgetfläche, dazueine Lounge mit Coffee Shop und Bar.Das Design setzt auf klare Linien, frischeFarben und kleine, extravaganteAkzente. Dazu zählen unter anderem dievon Arne Jacobsen entworfenen „EggChairs“ in der Lobby, die Bogenlampe„Arco“ des italienischen LeuchtenherstellersFlos oder die bunte Reproduktioneiner Niki de Saint Phalle-Statueim Motel One Frankfurt Airport.Als erster reiner Budget-Hotelanbieter,erhielt Motel One in dem jährlich vonTreugast erstellten Investment Rankingder Hotelgesellschaften in Deutschlanddie Spitzenwertung AAA. „Die Budget-Hotellerie wächst zu einem der Gewinnerin der Branche heran“, ist sichTreugast-Geschäftsführer Stephan Gerhardsicher. Der Markt antworte auf diegestiegenen Ansprüche der Konsumentenmit einem verstärkten Kurs inRichtung Design, der sich auch im Budget-Segmentimmer mehr durchsetze.Ingesamt erhielten neben Motel-One nurdrei weitere Hotelgesellschaften einAAA-Rating im Treugast Ranking. DenSpitzenplatz verteidigte im dritten Jahr inFolge die Marriott-Kette, gefolgt vonAccor und Arabella Starwood. 1.000neue Zimmer in Deutschland im Jahr2006 und die Etablierung der Marke„Renaissance Hotels & Resorts” als„individuelles Lifestyleprodukt“ habenMarriott erneut den Spitzenplatzbeschert.Bild: MarriottMarriott Renaisance –„Freude und Inspiration“Mit seiner First-Class-Marke „RenaissanceHotels & Resorts” will Marriot einGefühl der „Freude und der Inspiration“vermitteln. Umfangreiche Services kombiniertmit dem Ambiente eines privatgeführten Hotels, sollen dem Gast dieindividuelle Seele eines jeden Hausesoffenbaren.Der Stil der Renaissance-Hotels hat seineWurzeln im klassischen Design mit einemHauch von mondäner Unverwechselbarkeit,erklärt der Betreiber. In derFormgebung sowie in der Innenausstattungwerden alle Hotels von demmehrfach ausgezeichneten DesignerCheryl Rowley, Inhaber von CherylRowley Designs, Inc. of Beverly Hills,unterstützt.Neokitsch. Das Marriott Renaissance ArtsHotel in New Orleanshotelbau November/Dezember 200759


SpecialsAristokratisch. Die Renaissance Suite desRocco Forte Hotel de Rome in Berlin.Trotzdem gleicht keines der derzeit 136Renaissance-Hotels dem anderen. Ob inrestaurierten historischen Gebäudenoder in brandneu gebauten Häusern, Zielder Markenstrategie ist es stets, ein stilvolles,unverwechselbares und einladendesDesign zu kreieren, das die jeweiligeUmgebung und Kultur des Standortesreflektiert.Rocco Forte –Inbegriff von LuxusNeuen Wind in die deutsche Hotellandschaft,erklärt Treugast, bringen vorallem internationale Luxusanbieter, dietrotz stagnierender Zimmerpreise undeines weitgehend gesättigten Marktes,hierzulande Fuß fassen wollen.Als unangefochtenerTrendsetter dieser neuenLuxuskultur gilt die 1996 gegründeteLondoner Rocco-Forte-Gruppe, die aktuellweltweit 14 Grand Hotels betreibtund in Deutschland derzeit mit Häusernin Frankfurt und Berlin und seit Oktoberauch in München vertreten ist.Für die Innenausstattung der Rocco-Forte-Hotels zeichnet Olga Polizzi, diejüngere Schwester von Sir Rocco Forteverantwortlich, die sich jeweils von lokalenInnenarchitekten und Designernunterstützen lässt. Für das „TheCharles“ in München hat sie erneuteinen individuellen, vom Standort inspiriertenStil kreiert, der in diesem Falldurch Originalgemälde des bekanntenMünchner Malers Franz von Lenbachunterstrichen wird.design hotels TM –Plattform der IndividualistenWie die Beispiele Marriott Renaissanceund Rocco Forte zeigen, wird in derHotelwelt Design meist in einemAtemzug mit Individualität genannt. FürClaus Sendlinger, Präsident der DesignHotels AG, ist Individualität für einDesign-Hotel gar ein unbedingtes Muss.„Design und Kette passt nicht zusammen“,meint er. Die Design Hotels AGversteht sich nicht als Kette, sondern alsBild: Rocco Forte (2)60 November/Dezember 2007 hotelbau


Specialseine Art Interessensgemeinschaft. Unterihrer rechtlich geschützten Marke designhotels TM versammelt sie eine weltweiteKollektion von über 150 Hotels individuellgeführten Hotels in über 40 Ländern.Ihnen gemein ist, dass sie keiner Ketteangehören dürfen und dass sie sichgemäß der Markenphilosophie einer„individuellen Interpretation von Luxusund der Integrierung lokaler Lifestyles“verpflichtet fühlen. Zielgruppe vondesign hotels TM ist der „kosmopolitischeReisende, auf der Suche nach Selbstbestimmungund Individualität“.25hours – die jungen WildenKühle Sinnlichkeit. Das Bad der PresidentialSuite im Hotel de Rome.Glühender Verfechter der designhotels TM -Philosophie ist ChristophHoffmann, geschäftsführender Gesellschafterder 25hours Hotel Company.25hours betreibt in Deutschland dasHamburger 25hours und das Goldman25hours in Frankfurt. Weitere Eröffnungenin Berlin und Köln sind geplant.Als Kette will Hoffmann sein Hotelkonzeptauf keinen Fall verstanden wissen.„Wir sind mehr eine moderneVariante einer Pension – persönlich, indihotelbauNovember/Dezember 200761


SpecialsRetro-Look: Das 25hours Hamburg.viduell mit Community-Touch.“ Bei seinenProjekten arbeitet Hoffmann mit„Lokalmatadoren“, sprich lokalenBauherren, Architekten, Designern,Künstlern, aber auch szenebekanntenClubbetreibern zusammen. Strategie undZielgruppe umschreibt Hoffmann wiefolgt: „25hours-Hotels verkauft nicht nurfunktionale Hotelzimmer, sondernHotelwelten, die den Rückzug vomGroßstadtdschungel mit Kommunikation,Ästhetik, Nonchalance undNeugierde verbinden. 25hours bedeutetStil, den man sich leisten kann, für eineGeneration urbaner Nomaden, die lässigzwischen Luxus und Askese pendelt.“Vereinfacht ausgedrückt: Hotelzimmerfür die Jung-Schickeria.Mit Zimmerpreisen von 68 bis 130 Euroin Frankfurt und 100 bis 120 Euro inHamburg sieht sich 25hours nochim Low-Budget-Segment angesiedelt.Design hat bei 25hours ohne Frage individuell,aber dazu auch reichlich unkon-ventionell zu sein. So erwartet den Gastim 25hours Hamburg ein „fröhlicherRetro-Design-Mix aus 60er- und 70erStilanleihen, schlichter Linienführungund verspielten Details in derAusstattung“, für den die Design-Firma 3meta, eine Arbeitsgemeinschaftder Münchner Innenarchitektin EviMärklstetter und des AugsburgerDesigners Armin Fischer, verantwortlichzeichnet. Das Ganze sieht dann ungefährso aus, wie die Locations, in denenJames Bond in den Swinging Sixtiesseine weiblichen Gegenspielerinnen zuvernaschen pflegte.Durch fließende Übergänge der öffentlichenRäume will das 97 Zimmer zählendeHaus eine betont kommunikativeAtmosphäre schaffen. Beliebt sei dasHotel vor allem bei der „Kreativ-Szene“der Verlags- und Werbebranche, erklärtder Betreiber. Anfang 2006 wurden Teileder öffentlichen Räume von derHamburger Interior Designerin SibyllleBild: 25hours (2)62 November/Dezember 2007 hotelbau


Specialsvon Heiden umgebaut. Seit Juli letzenJahres ergänzt ein separates Guesthousemit kleiner Gemeinschaftsküche dasAngebot für Langzeitgäste.Das Goldmann 25hours in Frankfurt istim Ostend angesiedelt und will, eingereihtzwischen Design-Möbelläden,Werbeagenturen und Szene-Clubs, dasLebensgefühl und die Trends des Viertelsaufgreifen. Das Einrichtungskonzept des49-Zimmer-Hauses, erklärt der Betreibersei „eklektisch im besten Sinne undbasiere auf einer verspielten Retro-Ästhetik, die in vielen verspielten Detailsund authentischen Materialien Ausdruckfinde“. Auch hier regiert also der Retro-Style, allerdings nun weniger im Bond-Look, sondern mehr in Richtung OmisWohnzimmer, sprich Spitzendeckchenund Ornamenttapeten. Entwickelt hatdas Konzept das Frankfurter Designer’sHouse, das sich neben der Ausstattungvon Hotels auch mit der Innengestaltungluxuriöser Villen befasst. DenInnenarchitekten zur Seite standen dieKünstlerin Delphine Buhro und derBildhauer Michael Dreher„Schöne Mitarbeiterund schlechter Service“Mit der Konsequenz ihres Design-Anspruchs gehen design hotels TM und25hours sicherlich am weitesten undstellen die etablierten Hotelbetreiberhinsichtlich gewagtem Styling undIndividualität bei weitem in denSchatten. Design ist hier nicht nur dasSahnehäubchen des Konzepts, Design istdas Konzept.Das Design-Konzept hat jedoch nicht nurFreunde. Ein prominenter Kritiker des reinenDesign-Ansatzes ist beispielsweiseCarsten K. Rath, Vorsitzender derGeschäftsführung der Arabella HoldingInternational. Bei vielen sogenanntenDesign-Hotels monierte er in einer Diskussionsrundemit Sendlinger undHoffmann, – wovon er Anwesende aus-Wie bei Oma. Das Goldmann 25hours inFrankfurt.drücklich ausnahm –, dass bei vielenDesign-Hotels die Möblierung an erster,der Gast jedoch an zweiter Stelle stehe.Design könne jedoch immer nur Mittelzum Zweck sein und sei heute eigentlicheine Selbstverständlichkeit. „Schöne,arrogante Mitarbeiter und schlechterService“ sind für ihn der Inbegriff desDesign-Hotels ...Aber wenn es gerade dasist, was die anvisierte Zielgruppe sucht!Martin Gräber ■hotelbau November/Dezember 200763


SpecialsBild: 25 hoursCHRISTOPH HOFFMANNDesign fürurbane NomadenChristoph Hoffmann, geschäftsführender Gesellschafter der25hours Hotel Company, passt perfekt zur Corporate Identityseines Unternehmens. „Urbane Nomaden“ und „stilbewussteGroßstadtindianer“ sind die Zielgruppen der jungenHotelgesellschaft.Unter einem „urbanen Nomaden“muss man sich ungefähr sojemanden vorstellen wieChristoph Hoffmann. Einen „Um-die-Ecke-Denker“ und „Multi-Tasker“, heutehier, morgen dort im globalen Businessgetriebe.Der sein Büro immer dort aufschlägt,wo er gerade ist, im Zug, amFlughafen oder am Strand von Sylt.Einer, dem Begriffe wie Lifestyle undDesign Synonyme sind für luxusorientiertes,aber dennoch bezahlbares savoirvivre.Einer, dem ein Tag mit 24 Stundeneinfach nicht ausreicht, der am liebsten25 Stunden hineinstopfen möchte unddeshalb gerne in Hotels absteigt, die„25hours“ (Zusatz: „24 hours isn´tenough“) heißen. „Um-die-Ecke-Denker“ und „Multi-Tasker“ sucht mansich auch als Mitarbeiter aus. Sie sollenim Übrigen jung und motiviert sein – sowie die Zielgruppe – und sie solltenLässigkeit mit Professionalität verbinden.„25hours ist eine junge Hotelidee, dienach dem Vorbild der traditionellenHotellerie zeitgemäße Antworten aufdie Anforderungen einer urbanen, kos-64 November/Dezember 2007 hotelbau


Specialsmopolitischen Stilgruppe sucht“, heißtes in einer Selbstbeschreibung derCompany. Zeitgemäß heißt vor allem:toller Service und ungewöhnlichesDesign. Christoph Hoffmann behauptetzwar, der perfekte Service, der dem Gasteine echte Wohlfühlatmosphäre verschafft,habe den höheren Stellenwert.Doch den muss man ja erst einmal hautnaherleben. Optisches Lockmittel istzunächst einmal das Design.Allerdings muss es nicht immer derartigschrill ausfallen wie im „Goldmans25hours“ in Frankfurt, das den Retro-Look der 60er-Jahre mit Kunstinstallationenzu einem Gesamtensemble mixt,das empfindlichere Gemüter möglicherweiseabschreckt. In Zürich etwa wäre soetwas unmöglich, konstatiert Hoffmanneinsichtig. Weshalb das „25hours“, dasman dort vorbereitet, wesentlichgemäßigter ausfallen soll. Denn auchdas gehört zur Philosophie derCompany: „Wir reproduzieren nicht, waswir schon einmal gemacht haben, auchwenn es gut war. Wir passen unsereHotels dem Standort und der Umgebungbzw. den Menschen dort an.“ Gespanntsein darf man auf das für Dresden geplanteHotel: Die künstlerische Leitunghat man der Marketinggesellschaft„design hotels“ übertragen, zu der auchdas „Goldmans 25hours“ gehört unddie sich in Sachen „Designhotels“ einesgewissen Expertentums rühmt.Hotelfaible seit der KindheitDie „25hours Hotel Company“ ist einenoch junge Hotelgesellschaft, gegründet2005. Die vier Gesellschafter sind alteHasen im Hotelgeschäft. Kai Hollmann,der neben dem exklusiven „Gas(t)werk“in Hamburg 2003 das erste, auf einejunge Klientel der Werbe- und Verlagsszeneausgerichtete „25hours“ baute.Ardi Goldman, Mitbesitzer des Hauses inFrankfurt, und der Münchner HotelberaterStephan Gerhard. Sie alle wollen25hours europaweit installieren, ChristophHoffmann betreut die Einzelprojekte.Ein Faible für die Hotelbranche entwickelteer schon in der Kindheit: „Ichhatte das Glück, in schönen Hotels wohnenzu dürfen.“ Während sich dieFaszination für Hoteltoiletten weitgehendgelegt hat, blieb die fürHotellobbys erhalten. Und immer nochwirkt die Freundlichkeit eines südfranzösischenHotelkochs nach, die eine ersteBasis für den heutigen Serviceanspruchlegte. Professionelle Kompetenz brachtenunter anderem ein Hotelmanagementstudiumin der französischenSchweiz und drei Jahre New York.Kenntnis im Umgang mit politischenKonflikten erwarb er als ManagementTrainee im American Colony Hotel inJerusalem.Deutsche Traditionshotellerie imUmbruch lernte er als Sales Manager imHotel Atlantik in Hamburg kennen. Denendgültigen Kick für die Privathotellerieund den kompromisslosen Anspruch anExzellenz verdankt er seiner Zeit in derGeschäftsführung des feinen kleinenHotel Louis C. Jacob in Hamburg. EinGrund mit, weshalb er im „25hoursHotelpersonal nur aus der Luxushotelleriebzw. den besten europäischenHotelfachschulen wie der in Luzernakzeptiert – ohne deshalb, zugegebenermaßen,besser als die zu zahlen.Eine gute Geschichteist das A&OMitarbeiter sollen idealerweise beimGast Wünsche erahnen (und vorausschauenderfüllen), von denen der selbstnoch gar nichts weiß. Dass dieserGedanke vertrackte Ähnlichkeit mit derWerbung hat – „Wie kitzel ich Bedürfnisseaus dem Kunden heraus?“ –, merkter zwar selbst, aber seine Begeisterungklingt glaubwürdig. Etwa wenn ererzählt, dass er sich im Frankfurter„Goldman´s 25hours“ bremsen muss,um nicht vorbeiflanierende Fußgängerspontan ins Hotel zu ziehen und ihnenzu zeigen, wie trendy und trotzdem gemütlichheutzutage ein Hotel sein kann.Als Projektbegleiter für das „Fox Hotel“in Kopenhagen, das 2005 als „YoungUrban Lifestyle Hotel“ unter der Leitungvon VW entwickelt wurde, kamHoffmann der Gedanke, „dass eine guteGeschichte mit einem guten Esprit dasA&O eines erfolgreichen Hotelkonzeptesist“. Da war es nicht mehr weit zu derIdee, ein solches Hotelkonzept inEigenregie umzusetzen – mit der„25hours Hotel Company“. Und auchwenn diese durch Design glänzen will,bezeichnet Hoffmann sich selbst nichtals Designfreak. Wohl aber sei er„begeisterungsfähig, wenn es umsAmbiente geht“. Design ist für ihn Mittelzum Zweck, ein Gestaltungsmittel, das –zumindest im Hotel – zum Wohlfühlenbeitragen soll. Designer haben es mitihm nicht leicht, weil sie seiner Meinungnach „nicht immer im Sinne desHotelgastes agieren“.Machen die Designer ihre Sache gut,dann werden sie Hoffmanns Anspruchan das Hotel als „Wohnzimmer“ fürunterwegs gerecht. Er jedenfalls fühltsich in Hotels wohl, sie sind für ihn einStück Heimat. Ein Bewusstsein, das erschon an die nächste Generation weitergegebenhat: Tochter Paulina, acht Jahrealt, die mit ihm und der Mutter auf Syltlebt, ist fest entschlossen, ebenfalls indie Hotellerie einzusteigen.Ruth Stefan ■hotelbau November/Dezember 200765

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