Der Experte - Institut für Gutachten

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Technologievarianten zum heutigenEnergiemix?Wir brauchen nebst dem Sparen neueEnergiequellen, die nachhaltig und auchin der Tat sehr ergiebig sein sollen.Wie bereits erwähnt, ist eine dieserVarianten die Geothermie. DieseTechnik ist beileibe nicht neu und wirdin einigen Ländern für die Stromerzeugung,Wärmeerzeugung und dieLandwirtschaft seit Jahrzehnten genutzt.Nur die neue Anwendung auch wasseraustrittewie Geysire haben, istdie Technik etwas komplizierter.Schon in der Schule haben wir in Erdkundegelernt, dass die Erdkugelnicht aus einem massefreien Ballonbesteht.Der Beginn der Nutzung von Erdwärmefür die Stromerzeugung ist mitdem Jahr 1904 und dem kleinen italienischenOrt Landerello verbunden.In jenem Jahr begann man mit einerkleinen, dampfgetriebenen Turbine,die fünf Glühbirnen zum Leuchtenbrachte, zu experimentieren. 1911baute man in Landerello dann daserste geothermische Kraftwerk, mit einerLeistung von 250 Kilowatt. Es wardas einzige Kraftwerk seiner Art weltweitbis 1965. Die Anlage in Landerelloist noch heute in Betrieb und versorgtüber eine Million Haushalte mitelektrischer Energie.Dieser Gedankenschupser will darstellen,dass wir Mut haben müssen,gerade in der ressourcenarmenSchweiz auch Risiken einzugehen. Ri-siken, die Menschenleben nicht einfachaufs Spiel setzen aber vernünftigeVersuche von neuen Technologiengefördert werden.Um eine klimafreundliche, zahlbareEnergiewende einleiten zu können,braucht es den Mut des Bundesrates,die Energiewende auch tatsächlicheinzuleiten. Die Unabhängigkeit vonfossilen Brennstoffen erreicht mannicht mit Schüren von Angstszenarien,sondern mit vernünftigem risikovorauschauendemIngenieur- undExpertenwissen. Um die vorgegebeneEnergiewende zu erreichen, müssenwir bereit sein einige Risiken aufuns zu nehmen. Ohne Risiken keineneue Technologie (Wie war das denndazumal bei der Atomenerige? Wowird das Endlager entstehen?)!Es sind so viele Energiequellen wienur möglich nutzbar zu machen. Diessollte jeder Schweizer Bürgerin undjedem Schweizer Bürger bewusstsein. Dazu gehört jedoch auch die Offenheitneuen Technologien gegenüber.Die Angst um das Eigenheim istberechtigt, den Erhalt des Besitzstandesebenfalls. Doch was ist bis anhingeschehen? Keine Grossschädensind in St. Gallen zu verzeichnen,ganz im Gegensatz zu Tunnelbohrungenunter Städten und Dörfern, woganze Häuser buchstäblich zerrissenwurden und hunderte von Schäden zuverzeichnen waren und auch in Zukunftsein werden.serenNachfahren, jegliche nur erdenklicheTechnik zu fördern und weiterzuentwickeln,die der Allgemeinheit,also uns Bürgern einen nachhaltigenNutzen bringt. Einen Nutzen für dieUmwelt, Vorbeugung gegen Einwirkungenauf unsere Körper durch Luftverschmutzung,Strahlung, Lärm sowieden Erhalt unseres Wohlstandesund die Weiterentwicklung unsererwirtschaftlichen Eigenständigkeit. Dienicht einschätzbaren Risiken der Endlagerungvon Atombrennstäben dürfenabsolut mit den einschätzbarenörtlichen Risiken der Geothermie verglichenwerden.Ich hoffe auf den gesunden Menschenverstandder St.Galler Behörden,das zukunftsweisende Projektfertigzustellen, um einen Nutzen fürdiese neue Technologie der Geothermiefür die ganze Schweiz zu erhalten.Eine schöne, «geothermische»Herbstzeit wünschen:Emil Aemisegger und seinReadktions-TeamDer HerausgeberObere Heslibachstrasse 298700 Küsnacht044 912 01 07079 400 43 30aemiseggeremil@bluewin.chwww.derexperte.chBild 1: Fernwärme in St. Gallen (Quelle: geothermie.stadt.sg.ch)

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