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Impressum/InhaltImpressumInhaber und Verleger:Herausgeber:Landesärztekammer BrandenburgPräsident: Dr. med. Udo WolterDreifertstraße 12, 03044 CottbusTelefon (0355) 7 80 10-12Telefax (0355) 7 80 10-66Dr. med. Udo WolterZuschriften redaktioneller Art bitten wir, nur an die Schriftleitung zu richten.Für mit Autorennamen gekennzeichnete Beiträge wissenschaftlicher undstandespolitischer Art wird keine Verantwortung übernommen. Die daringeäußerten Ansichten decken sich nicht immer mit denen des Herausgebers.Sie dienen dem freien Meinungsaustausch innerhalb der Ärzteschaft. DieZeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung statthaft. Rücksendung nichtverlangter Manuskripte erfolgt nur, wenn ein vorbereiteter Umschlag mitRückporto beiliegt. Mit der Annahme von Originalbeiträgen zur Veröffentlichungerwirbt der Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht.Änderungen redaktioneller Art bleiben vorbehalten.Gestaltung, Satz, Druck, Repro, Herstellung, Verlagswesen:DRUCKZONE GmbH & Co. KG,An der Autobahn 1, 03048 CottbusTelefon (03 55) 4 78 21 10, Telefax (03 55) 4 78 21 11Vertrieb:AVZ GmbHStorkower Straße 127 a, 10407 BerlinTelefon (030) 42 80 40 41Anzeigenverwaltung:Götz & Klaus Kneiseler GbRUhlandstraße 161, 10719 Berlin,Telefon (030) 886 828 73, Telefax (030) 886 828 74E-Mail: Kneiseler@aol.comZur Zeit gilt Preisliste Nr. 16, gültig ab 01.01.2006Bankverbindung: Postbank BerlinKto.-Nr.179 265 102BLZ 100 100 10BrandenburgischesÄrzteblattDas Brandenburgische Ärzteblatt erscheint monatlich.(Doppelnummer Juli/August)Bezugsgebühr: jährlich € 40,20, ermäßigter Preis für Studenten € 30,15.Einzelpreis € 3,35.Bestellungen bitte an die AVZ GmbH, Storkower Straße 127a, 10407 Berlin.Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt 6 Wochen zum Ende desKalenderjahres. Für die Mitglieder der Brandenburgischen Ärztekammer istder Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten.Editorial 186/187Kammerinformationen/Gesundheitspolitik 187Rundverfügung des Generalstaatsanwaltes zur zwangsweisenVerabreichung von Brechmitteln bei Drogendealern 187Gesundheitsreform: Großer Wurf oder fauler Kompromiss 188Aus dem Geschäftsbericht 2005 der Landesärztekammer 189Das Referat Arzthelferinnen informiert:Ausbildung als Chance für Jugendliche 195Umsetztung der neuen Ausbildungsverordnung 196Zwischenprüfung Arzthelfer/innen vom 29. März 2006 200Arzt und Recht 201Ärztlicher Bereitschaftsdienst – auch Privatärzte verpflichtet 201Aus der Fallsammlung der norddeutschen Schlichtungsstelle:4-Fragmentluxationsfraktur des Oberarmkopfes 201Fortbildung 2022. Reha Forum Behinderung – Rehabilitation – Sport 209Ärztliche Aufgaben bei Verdacht auf Kindesmisshandlung 205KVBB informiert 208Ausschreibung: Früherkennung von Brustkrebsdurch Mammographie-Screening 209Landesgesundheitsamt 212Aktuell 213Rezensiert 214Personalia 214/215/218Tagungen und Kongresse 216Kalendarium 219Hinweise für die Autoren:Wenn Sie Ihren Text im Word erfassen, achten Sie bitte darauf, die Texte imtxt- oder doc-Format für DOS abzuspeichern. Bitte legen Sie einen Ausdruckdes Artikels dazu. Texte können Sie auch per E-Mail (aerzteblatt@laekb.de)übermitteln. Verwenden Sie Bilder für Ihren Artikel, bitte die Vorlagen separatzusenden und im Text vermerken, wo das Bild stehen soll. Am besten sindFotos geeignet (Aufsichtsvorlagen).Stellenangebote/Kleinanzeigen199/200/207/213/215/217/218/U2/U3Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang185


EditorialLiebe Kolleginnen und Kollegen,Sommerferien, viele fahren in ihren verdienten Urlaub. Die Urlaubsvertretungenwerden organisiert. Es klingt so, als ob alles in Ordnung sei.Was ist Mitte Juni 2006, während ich das schreibe, in Ordnung?Die meisten Ärzte haben Arbeit, häufig zu viel Arbeit.Die Patienten sind überwiegend zufrieden.Das zu erreichen macht jenseits aller berufspolitischen Kämpfe zufrieden.Was ist allerdings im Diesseits der Berufs- und Gesundheitspolitik?Der 109. Deutsche Ärztetag in Magdeburg zeigte eine demokratischehandlungsfähige ärztliche Selbstverwaltung. Die Beschlüsse des Ärztetagesauf Bundesebene haben empfehlenden Charakter. Die jeweiligenLandesärztekammern sind aufgerufen, diese ebenfalls zu legitimierenund umzusetzen.Es ging um die Bedeutung (latente Diskriminierung) der psychischenund psychosomatischen Erkrankungen. Die seelischen Erkrankungensind neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigsten Ursachen fürArbeitsausfall, für Berentung und Tod. Allen voran liegt die Diagnoseder Depression (unipolare Depression). Die Brandenburgische Gesellschaftfür Psychotherapie (BGPPmP e.V. – www.bgppmp.de) veranstalteteam 16. und 17. Juni 06 deshalb eine Tagung zum Thema: NeueGesichter der Depression. Aber was, werden Sie einwenden, hat Psychotherapieund Depression mit Politik zu tun?Die schnelle Antwort lautet, dass es eine gesundheitspolitische ist, wieuns die Statistik lehrt.Die langsame Antwort ist: Das ist eine interessante Frage. Beginnen wiruns darüber Gedanken zu machen. Welche Verbindung gibt es zwischenArztsein und Politik?Ärztinnen und Ärzte sind im letzten Jahr aufgewacht. Wir sind politischer,politisch bewusster geworden. Die Ärzte-Union Brandenburgentwickelte sich zu einer spürbaren integrativen Kraft. Die Verbindungzwischen den sechs großen Ärzteorganisationen zur Allianz DeutscherÄrzteverbände (1. NAV-Virchow-Bund, 2. Hartmannbund, 3. MEDI-Deutschland, 4. Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände GFB,5. Berufsverband Deutscher Internisten und 6. Berufsverband der Ärztegenossenschaften)ist bedeutsam. Der Zulauf und die demonstrierteKraft des Marburger Bundes machte wochenlang Schlagzeilen. Nunstellen sich auch verhandelte Erfolge ein. Die Serie der Demonstrationenin Berlin wie am 18.01. und am 19.05.2006 bleiben in Erinnerung,der 19.09.2006 ist in Planung.Allerdings – all das, was wir im Gesundheitswesen erleben, ist nur einTeil vom Ganzen. Wir sind wohl am Anfang einer großen Umgestaltung,bei der wir uns beteiligen müssen, sonst machen es andere für uns.Wir haben eine chronisch zunehmende Staatsverschuldung, nicht nurin Deutschland. Wir haben eine forcierte Globalisierung, die das Inseldaseinunserer abendländischen Hochkultur relativiert. (Beispiel: Zahnarztleistungenwerden schon in Bulgarien für AOK-Patienten angeboten,analog dem Auslagern von Arbeitsleistungen in anderen Industriezweigenzu geringeren Preisen – gut für Bulgarien).Wenn die Industrie inklusive der Krankenkassen, pikanter Weise diegesetzlichen, global denken und handeln, dann müssen wir Ärzte undÄrztinnen es auch tun! Wir benötigen zumindest eine europäischeKommunikations- und Handlungskompetenz. Die Europäische Unionhat solche Gremien und Ausschüsse. Es ist notwendig, dass wir unsdafür interessieren, nachfragen und verantwortlich einmischen.Wenn Sie jetzt fragen, wer so etwas denn mache, kann ich Ihnenantworten: bisher kenne ich Herrn Montgomery (Marburger Bund)und Herrn Urban (Nervenarzt, im Berufsverband der Nervenärzte –BVDN-Berlin).Zum Schluss noch einmal zurück zum unmittelbaren Alltag.Es bleibt festzuhalten: Wir niedergelassenen Ärzte empfehlen nachbestem Wissen und Gewissen Medikamente, wir profitieren nicht davon,wie viel diese kosten! Der Gesetzgeber macht uns zu Handlangernseiner gescheiterten Auseinandersetzung mit den Pharmafirmen, sonsthätten wir eine Positivliste, die wir dann kritisieren könnten.Trotzdem werden wir gezwungen im GKV-Bereich, der 92 % der Versichertenausmacht, unter finanziellen Aspekten Medikamente auszuwählen.Die Halbwertzeit von Regelungen ist kurz. Ich erinnere an dieKollektivhaftung (2000), ab 1.1.2000 GKV-Gesundheitsreformgesetzwurde eingeführt, die aut-idem Regelung (seit 23.2.2002 Arzneimittelausgabenbegrenzungsgesetz),neuer EBM 2000-plus ab 1.4.2005mit neuem HVV, die fachgruppenspezifischen Medikamentenbudgets(2004 – 6), die Bonus-Malus-Regelung (ab 1.1.2007). Eine guteNachricht ist dabei: Mit dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz,dass möglicherweise ab 1.1.2007 wirksam werden kann, wird dersogenannten 10 %-Ostabschlag bei der GOÄ gestrichen. In diesemGesetz sind aber vor allem die neuen Berufsrechte im Zentrum. Wirwerden umgehend dazu informieren, sobald wir mehr wissen. DerLernumfang für uns Ärzte, die Kosten für die Umsetzung und fürGerichtsprozesse sind hoch! Da kann man wütend und auch traurigwerden, – wenn das blockiert wird, führt das zur Verzweiflung, wenndie nicht ausgehalten werden kann zu Depression oder Ausstieg ausdem System.Jedoch, das neue Gesetz – Vertragsarztrechtsänderungsgesetz – esverspricht weniger Bürokratie, Übernahme des Morbiditätsrisikosdurch die GKV und damit eine bundeseinheitliche Eurovergütungfür ärztliche Leistungen! Das lässt auf Besserung hoffen. Bis dahinwird noch viel gestritten werden müssen.Das Ergebnis aller Bemühungen ist immer offen. Engagement undkollegiale Solidarität lohnen sich. Schon im letzten Editorial schriebich: Ich glaube an das Prinzip „Selbstorganisation“ und an das „PrinzipHoffnung“ (nach Ernst Bloch).Dr. Stephan Alder186 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


EditorialLiebe Kolleginnen und Kollegen,die deutsche Fußballnationalmannschaft ist im kleinen Finale Dritterder Weltmeisterschaft in unserem Lande geworden. Begleitet voneiner hervorragenden Stimmung und einer gewaltigen Euphorie istdies zweifellos eine enorme Leistung der Spieler, Trainer und Betreuer.Der geheime ganz große Traum scheiterte an der italienischenMannschaft, fast schon in der Nachspielzeit.Der deutschen Mannschaft wird aber niemand Anerkennung versagen,insbesondere bei Betrachtung der Ausgangsituation.Etwa im gleichen Zeitraum erreichte der Marburger Bund Dank großenEngagements und Geschlossenheit der streikenden Ärzteschaftbei den Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder(TdL) einen eigenständigen Tarifvertrag für Ärzte („das kleineFinale wurde erreicht“). Der ganz große Erfolg wurde leider auchnicht erreicht. So sind Einkommenszuwächse zu erwarten, der Bereitschaftsdienstwird besser anerkannt bzw. honoriert, und es gibteinen Feiertagszuschlag bei Bereitschaftsdienst; die Schere zwischenOst- und Westgehalt wurde aber nicht verkleinert sondern vergrößertsich sogar von 92,5 auf 88 % !Wie sollen unter diesen Umständen ostdeutsche Universitäten ihre Arztstellenauf Dauer mit geeigneten Bewerbern besetzen? Betrachtet manauch hier die Ausgangslage, wurde aber insgesamt ein großer Erfolgmit dem eigenständigem Tarifvertrag erreicht; denn „nach dem Spiel istvor dem Spiel“. Die beispielhafte Geschlossenheit und das Engagementder Ärzteschaft lassen wie die deutsche Fußballnationalmannschaft fürdie Zukunft größere Erfolge erwarten.Brandenburg verfügt bekanntermaßen über keine (medizinischen) Universitäten.Die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung kommunalerArbeitgeberverbände (VKA) sind für die große Mehrheit der angestelltenÄrzte im Land Brandenburg sicher von größerer Wichtigkeit. DieseVerhandlungen sind aber keineswegs einfacher.Zum Beispiel erfordert die Gestaltung der Bereitschaftsdienste in unseremFlächenland wesentlich größere Spielräume. (Eine kleine Fachabteilungmit drei oder vier ärztlichen Kollegen wird eine andereDienstform anwenden müssen als eine große Abteilung am Schwerpunktkrankenhaus).Ost-West-Gehaltsunterschiede bedeuten in strukturschwachen Randregionenim Vergleich zu Großstädten wie Dresden, Rostock, Magdeburgnoch wesentlich größere Probleme bei der Besetzung der Arztstellen.Oder einfacher ausgedrückt: Sie sind nicht mehr zu besetzen und wohnortnaheVersorgung stirbt aus (siehe Probleme bei unseren niedergelassenenKollegen).Mit einem zusätzlichen Seitenblick auf das Thermometer steht wohl ein„heißer Sommer“ bevor.Einen schönen Urlaub wünscht IhnenHubertus KruseRundverfügung des Generalstaatsanwaltes des Landes Brandenburg vom15. November 2005 zum Einsatz von Brechmitteln, Abführmitteln und Magensondenin Verfahren gegen mutmaßliche Drogenhändler und DrogenkörperschmugglerObwohl die Landesärztekammer Brandenburg,unterstützt durch die ablehnende Haltungdes Ministeriums für Arbeit, Soziales,Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg,für den grundsätzlichen Verzichtauf den gewaltsamen Einsatz von Brechmittelnplädiert hat, ist im November 2005 o.gRundverfügung in Kraft getreten, wonachkörperliche Untersuchungen und Eingriffegegen den Willen eines Beschuldigten durchÄrzte vorgenommen werden sollen, dievorzugsweise den Fachkundenachweis Rettungsdienstbesitzen und über ausreichendeKenntnisse und Erfahrungen in der Notfallmedizinverfügen.Wenngleich die Rundverfügung die Freiwilligkeitder ärztlichen Mitwirkung vorsieht,sieht sich die Landesärztekammer Brandenburgveranlasst, Ärzte daraufhin hin zuweisen,dass die Zwangsverabreichung vonBrechmitteln zur Beweissicherung nicht zuvertreten ist, zumal es Alternativen gibt, dienach heutigem Kenntnisstand weniger gesundheitsgefährdendsind.Die Rundverfügung sieht vor, dass der denEingriff vornehmende Arzt in eigener Verantwortungentscheidet. Bei dieser Entscheidunghandelt es sich um ureigenstes ärztlichesHandeln, dass keinen gesundheitspolitischenVorgaben unterliegt.Angesichts der Gesundheitsgefahren, die beider zwangsweisen Verabreichung von Brechmittelnauftreten können, besteht für den Arztein erhebliches Strafbarkeitsrisiko wie derTodesfall eines mutmaßlichen Drogendealersnach Verabreichung eines Brechmittels unterZwang in Bremen zeigt. Dieser erneute Todesfallin Folge des Brechmitteleinsatzes rechtfertigtdie ablehnende Haltung zum gewaltsamenBrechmitteleinsatz. Die Bremer Staatsanwaltschafthat gegen einen Arzt des ärztlichen BeweissicherungsdienstesAnklage erhoben unddem Mediziner fahrlässige Tötung vorgeworfen.Der Arzt hatte einem mutmaßlichem Drogendealerim Polizeigewahrsam zwangsweiseBrechmittel und Wasser eingeflößt. WenigeTage später war der 35jährige in Folge derBrechmittelvergabe an einem Hirntod verstorben.Der Afrikaner hatte laut Staatsanwaltschaftdie Zähne zusammengebissen und erbrochenenMageninhalt und Wasser wiederhinunter geschluckt. Das Wasser geriet in seineLunge und verdünnte sein Blut. Der Arzthabe aber noch 20 Minuten, nachdem er eineGefährdung des Mannes habe erkennen können,weiter Wasser verabreicht. Die Staatsanwaltschaftspricht von einem dramatischen Ereignisin den Räumen des Polizeigewahrsams.Seit dem Vorfall wird im Land Bremen aufBrechmittelgabe verzichtet und eine Drogentoilettebenutzt.Die erhebliche Rechtsunsicherheit belegt auchein Urteil des OLG Frankfurt/Main, das aufBeschwerde eines betroffenen Marokkanersim Jahre 1996 entschied, dass der Einsatz vonBrechmitteln bei Ermittlungen im Strafverfahrengegen das Persönlichkeitsrecht und gegendie Menschenwürde des Beschuldigten verstößtund einen unzulässigen Eingriff in dessenkörperliche Unversehrtheit darstellte.H. Krahforst, Juristischer GeschäftsführerBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang187


Erfolg für Rahmenvereinbarung zur BerufshaftpflichtKammerinformationen/GesundheitspolitikDie zwischen zwölf Landesärztekammernund der Deutschen Ärzteversicherung (DÄV)geschlossene Rahmenvereinbarung zur Berufshaftpflichtversicherungist nirgendwo soerfolgreich wie in Brandenburg. „Brandenburghat prozentual die höchste Versichertendichte“,erklärte Michael Karge, Repräsentantder Deutschen Ärzte Finanz, in einemGespräch mit dem Brandenburgischen Ärzteblatt.Für den Versicherungsfachmann ausCottbus liegen die Vorteile, die das Paket mitNamen „MedProtect“ bietet, klar auf derHand: „Die Deutsche Ärzteversicherung garantiertbei Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherungeinen Prämienvorteil von 7,5 %gegenüber dem Normaltarif. Darüber hinausverzichten wir auf das Sonderkündigungsrechtim Schadensfall und bieten dem Versicherungsnehmerdamit zusätzliche Vertragssicherheit.“Überdies beinhaltet derRahmenvertrag einen Kontrahierungszwang,d.h. die DÄV kann keinem Mitglied der beteiligtenÄrztekammern den Versicherungsschutzverwehren. Anders als bei anderenAnbietern ist der Versicherungsschutz auchdann nicht gefährdet, wenn ein Arzt sein Verschuldenbei einem Verfahren vor einer Gutachterkommissionoder Schlichtungsstelle derLandesärztekammer anerkennt.Michael Karge und sein TeamMit „MedProtect“ sollen auch die Fortbildungsaktivitätender Ärzte unterstützt werden,erläuterte Karge. Wer ein gültiges Fortbildungszertifikatseiner Landesärztekammervorlegt – also die vorgesehenen 250 Fortbildungspunkteinnerhalb von fünf Jahren erwirbt– erhält zusätzlich einen Zertifizierungsrabattvon 7,5% gegenüber dem Basistarif.Weitere Rabattmöglichkeiten gibt es für Gemeinschaftspraxen,Praxisgemeinschaften undjunge Ärzte im ersten Jahr der Niederlassung.www.aerzteversicherung.deJulia BatheltAus dem Geschäftsbericht 2005 der LandesärztekammerDie ärztliche Selbstverwaltung befindet sichgegenwärtig in einem Wandel, in dem dieBedingungen für ihre Tätigkeit immer schwierigerwerden. Die Politik versucht, die kassenärztlichenKörperschaften zunehmendzum verlängerten Arm der Gesundheitspolitikzu machen. Die Beteiligten müssen sichneu orientieren. Gleichzeitig steigt der Druckauf die Ärztekammern, ihre Funktion wahrzunehmen.Die Politik verschärft durch ihreRegelungen die ärztlichen Arbeitsbedingungenim Krankenhaus und in der Praxis.Die Geduld der Ärzteschaft hat ihre Grenzenerreicht! Ärztliche Demonstrationen aufder Straße sind nur der Anfang einer sichbreit machenden Unzufriedenheit und Ungeduld.Die ärztlichen Körperschaften könnenals mittlere Staatsverwaltung den Protest andiesen Herausforderungen nicht organisieren.Sie befürworten aber auf breiter Ebeneden sich organisierenden Widerstand.5. Legislaturperiode12. Juni 2004 bis 2008Im Jahr 2005 konnte die LandesärztekammerBrandenburg (LÄKB) auf ihr 15-jähriges Bestehenzurückblicken. Nach dem politischenUmsturz im Jahre 1989 erfolgten gleichzeitigund unabhängig voneinander in Frankfurt(Oder) und Cottbus sowie ansatzweise danachauch in Potsdam Aktivitäten zur Gründungeiner berufsständischen Vertretung derÄrzteschaft im Land Brandenburg. 41 Ärztinnenund Ärzte der damaligen BezirkePotsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus gründetenschließlich die Ärztekammer LandBrandenburg e.V.Die KammerversammlungIn der fünften Legislaturperiode gehörten derKammerversammlung 64 Delegierte an, darunter27 Delegierte aus dem angestelltenbzw. stationären Bereich, 33 aus dem niedergelassenenBereich und vier ohne Tätigkeit.57 Ärztinnen und Ärzte hatten sich in folgendenFraktionen zusammengeschlossen:Marburger Bund: 21 SitzeHartmannbund: 13 SitzeHausärzte: 13 SitzeFreier Arztberuf: 10 SitzeDie Mitglieder der Kammerversammlungsind ehrenamtlich tätig. Bei Abstimmungensind sie nicht an Weisungen gebunden, sondernnur ihrem Gewissen verpflichtet.Als Reaktion auf die dramatische Situation inder medizinischen Versorgung verabschiedetedie Kammerversammlung am 19.11.2005eine Resolution, in der sie darauf hinwies,dass als Folge wiederholter politischer Fehlentscheidungeneine dramatische Unterfinanzierungdes Gesundheitswesens eingetretenist. Die durch die Krankenkassen bereitgestelltenFinanzmittel stünden im krassen Widerspruchzu den hohen Anforderungen anmedizinische Leistungen, bedingt durch starkeÜberalterung der Bevölkerung und Krankheitslasterder Patienten.Die den Ärztinnen und Ärzten zugemutetenArbeitsbedingungen verstärkten die Verbitterungund führten zu Demotivation. Praxisaufgabenund Personalentlassungen, Schließungenvon Krankenhäusern oder Bettenabbauseien die Folge. Zudem würde das Arbeitszeitgesetznicht umgesetzt, kritisierte die Kammerversammlung.Eine extrem hohe wöchentlicheArbeitszeit von häufig über 70 Stunden gefährdedie Gesundheit der Ärztinnen und Ärzte sowieder Patienten. Brandenburg erlebe des-Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang189


Kammerinformationen/Gesundheitspolitikwegen eine hochdramatische Verschlechterungder medizinischen Behandlungsmöglichkeiten.Der VorstandDer Vorstand der Landesärztekammer Brandenburgbesteht aus dem Präsidenten, der Vizepräsidentinsowie sechs weiteren Mitgliedern. ImGeschäftsjahr 2005 fanden zehn ordentlicheund drei außerordentliche Vorstandssitzungenmit insgesamt 206 Tagesordnungspunkten undeiner Dauer von 88 Stunden statt.Die zehn regulären Vorstandssitzungen dauertendurchschnittlich fast sieben Stunden.Themen der Sitzungen waren u.a. und zumTeil mehrfach: Anträge auf Weiterbildungsbefugnisse,Erweiterung der Gutachterliste,Anerkennung von Kursprogrammen zur Erlangungvon Zusatzbezeichnungen. In jederVorstandssitzung wurden Anträge, Vorgängeund Beschlussfassungen des AusschussesBerufsordnung beraten.Darüber hinaus fanden drei außerordentlicheVorstandssitzungen mit insgesamt neunStunden Dauer statt. Sie betrafen Beratungenmit dem Vorstand Westfalen-Lippe undder Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg.Zudem wurde über die Berufungder Prüfungsausschüsse gemäß der neuenWeiterbildungsordnung beraten.Der Vorstand hat zur Bearbeitungszeit für dieErstellung von Befundberichten nach demSchwerbehindertengesetz auf der Grundlageeines Schreibens des Landesamtes/AußenstelleFrankfurt (Oder) beraten. Das Amt hatteauf zahlreiche Vernehmungen von Ärztendurch das Sozialgericht verwiesen.Des Weiteren nahm der Vorstand von der Landesregierungzur Kenntnis, dass die Novelledes Brand- und Katastrophenschutzgesetzesnicht dazu führe, dass die LandesärztekammerBrandenburg bei personellen Engpässen imRettungsdienst Ärzte zur Verfügung stellenmüsse. Dies obliege nach dem Wortlaut allerdingsder Kassenärztlichen Vereinigung.Im Februar 2005 waren der Präsident, Dr. UdoWolter, und die Vizepräsidentin, Frau ElkeKöhler, beim brandenburgischen MinisterpräsidentenMatthias Platzeck. Eingeladen hatteder Vorsitzende des Landesverbandes derFreien Berufe Brandenburg. Hauptthema desTreffens war die EU-Dienstleistungsrichtlinie.Dr. Wolter hat gegenüber dem Ministerpräsidentenauch den Ärztemangel im Land angesprochenund darauf hingewiesen, dass dieZuführung polnischer und tschechischer Ärzteder Situation in Brandenburg grundsätzlichnicht weiterhelfe.Die LÄKB lehnt den Einsatz von Brechmitteln,Abführmitteln und Magensonden in Verfahrengegen mutmaßliche Drogenhändler undDrogenkörperschmuggler auch weiterhin ab.Es ist das Ergebnis zum Entwurf einer Rundverfügungdes Generalstaatsanwalts Brandenburgzum Einsatz dieser Mittel.Der Revisionsverband Ärztlicher Organisationeninformierte den Vorstand über die Prüfungdes Jahresabschlusses 2004 in der LÄKB. Dargestelltwurden die Aufwands- und Ertragsentwicklungim Rahmen der Jahresrechnung2004 sowie die Entwicklung in den Geschäftsjahren1995 bis 2004. Der Geschäftsführerdes Revisionsverbandes konnte feststellen,dass die Kammer 2004 wiederum den uneingeschränktenBestätigungsvermerk erhaltenhat und dass Hinweise in Form von Aktenvermerkennicht erforderlich waren.Der Vorstand beriet ferner zur Novellierungdes Heilberufsgesetzes. Das Hauptinteresseliegt in der Lösung der HaftungsproblematikEthik und der rechtlichen Befugnisse des Versorgungswerkes.Die Richtlinien zur Weiterbildung der LÄKBwurden anhand des 263 Seiten umfassendenMusterrichtlinienpakets durch den Präsidentenmit dem Vorstand durchgearbeitet.Zuvor eingereichte Wünsche der Prüfungsvorsitzendenzur Änderung der Prüfung wurdenberaten und abgestimmt.Der Vorstand hat ferner zur Kenntnis genommen,dass der grenzüberschreitende ärztlicheRettungsdienst nach wie vor nicht geregelt ist.Daran habe auch der EU-Beitritt Polens bishernichts geändert. Der Vorstand ist sich einig,dass das Zuständigkeitsproblem nicht zu Lastender Ärzte im Grenzgebiet gehen dürfe.Das Land ist für die Rettungsdienste zuständig,das Bundesinnenministerium für dieGrenzübergänge und das Außenministeriumfür bilaterale Beziehungen.Zum Führen von schwerpunktspezifischen Leistungennach Genehmigung durch die KassenärztlicheVereinigung hat der Vorstandfestgestellt, dass Tätigkeitsschwerpunkte nurangegeben werden können, wenn sie nicht miteiner Weiterbildungsbezeichnung kollidieren.Bezeichnungen der Weiterbildungsordnungkönnen nicht als schwerpunktmäßige Bezeichnungengeführt werden.In einer gemeinsamen Vorstandssitzung derLÄKB und der LandeskrankenhausgesellschaftBrandenburg wurde zu Themen wieArbeitszeitgesetz, Ärztemangel im Krankenhaus,Tariffragen, fachübergreifender Bereitschaftsdienst,Weiterbildung in Krankenhäusern,Fallpauschalen und Landesbasiswertfür die Krankenhäuser in Brandenburg beraten.Die Kammer wies darauf hin, dass derDeutsche Ärztetag den fachübergreifendenBereitschaftsdienst wegen Gefährdung derPatientensicherheit ablehne, auch weil er einHaftungsrisiko für die Ärzte darstelle.Die Leiterin des Brüsseler Büros der DeutschenÄrzteschaft erläuterte vor dem Vorstand:„Um strategisch in Brüssel vorgehenzu können, sei ein solches Büro, in dem diepolitischen Vorgänge in Berlin als auch inBrüssel bekannt sind, erforderlich, um eineInteressenvertretung der deutschen Ärzteschaftvor Ort vornehmen zu können. DieseTätigkeit sei wichtig, um Schaden von derDeutschen Ärzteschaft abwenden zu können,wie es sich am Beispiel der Dienstleistungsrichtliniegezeigt habe.“Die von der LÄKB berufenen Prüfungsausschüssefür Gebiete, Schwerpunkte, Zusatzbezeichnungenund Fakultative Weiterbildungengemäß neuer Weiterbildungsordnungwerden gleichzeitig für die Bearbeitung analogerGebiete, Schwerpunkte und Zusatzbezeichnungenberufen.Präsident Dr. Wolter informierte den Vorstandüber die Beratung im Ministerium für Arbeit,Soziales, Gesundheit und Frauen (MASGF) zueiner Richtlinie des Umweltministeriums, die aufder Grundlage einer EU-Richtlinie zu Sondermüllaus Kliniken und Praxen erarbeitet wordenwar. Die Vertreter der ärztlichen Körperschaftenstreben hier eine Modifizierung der so genanntenSondermüll-Liste in Brandenburg an.Im November fand eine weitere Beratung desPräsidenten mit den Fraktionsvorsitzenden zurVorbereitung der Kammerversammlung statt.Der Vorstand hat die Novellierung der Richtliniezur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilenund zur Anwendung von Blutprodukten(Hämotherapie) gemäß §§ 12 und 18 desTransfusionsgesetzes zur Kenntnis genommen.Danach werden nur die notwendigen Aufgaben,die sich unmittelbar aus dem Abschnitt1.6 der o.g. Richtlinie ergeben, von der LÄKBwahrgenommen.Der Präsident und der Vorstand haben imNovember 2005 die neu gewählten Kammerdelegiertenzu einer Beratung und Ausspracheeingeladen.Berufs- und GesundheitspolitikIm September 2005 übermittelte der StaatssekretärWinfried Alber der 5. Kammerversammlungein Grußschreiben, da er selbstnicht anwesend sein konnte. Darin wies erdarauf hin, dass die Sicherstellung der medizinischenVersorgung in den ländlichen RegionenBrandenburgs das Problem der nächstenJahre sei. Er erklärte, dass das Ministeriumprüfe, welche Rolle spezifisch ausgebildeteGemeindeschwestern zur Entlastung von Hausärztenund in der Betreuung insbesondere ältererMenschen spielen können.In vielen brandenburgischen Arztpraxen hatsich eine dramatische wirtschaftliche Situationentwickelt. Die Honorarabrechnung desII. Quartals 2005 verschreckte viele Praxisinhaber.Die Folge: Anhaltende flächendeckendeProteste mit massiven Praxisschließungen.190 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Kammerinformationen/GesundheitspolitikDie ambulante Ärzteschaft ganzer Landkreisein Brandenburg hat sich in offenen Briefen andie Öffentlichkeit gewandt. Darin schreibt sie,dass sich der Protest nicht gegen die Patientenrichtet, sondern gegen die seit Jahren bewusstbetriebene Diffamierung und Kriminalisierungdes Berufsstandes. Der Protest fordert eine stabileund dauerhafte angemessene Finanzierungder ärztlichen Tätigkeit, damit die Praxenauch künftig wirtschaftlich geführt und zumWohle der Patienten betrieben werden können.Die LÄKB hat sich mehrfach an die Vertreterder Politik im Land und im Bund gewandt,um schnellstens Abhilfe zu schaffen.Bei einer gemeinsamen Vorstandssitzungder Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburgund der LÄKB wurde eine Traditionfortgesetzt, in der Berührungspunkte undSchnittstellen der nahe stehenden Ansichtenbeider Körperschaften kollegial beratenwurden. Es wurden Positionen zur Änderungdes Heilberufsgesetzes ausgetauscht und diebeiden Körperschaften haben darüber diskutiert,wie das Gesundheitswesen aus ihrerSicht besser strukturiert werden könne. Beratungsthemenwaren u.a. Zweigpraxen unddie Schaffung Medizinischer Versorgungszentren.Zudem wurde über die finanzielleFörderung des Initiativprogramms Allgemeinmedizindurch die LÄKB beraten. DieKammer wies darauf hin, dass sie den Gastarztstatusauch weiterhin ablehne, d.h. dasskeine Weiterbildung ohne finanzielle Vergütungund entsprechende Berufshaftpflichtversicherungerfolgen dürfe.Telematik im Gesundheitswesen: Die elektronischeGesundheitskarte soll die bisherige Krankenversichertenkarteschrittweise ablösen. IhreEinführung setzt die Entwicklung des elektronischenHeilberufsausweises voraus, der von denKammern als elektronischer Arztausweis konzipiertwird. Nur wenn beide Karten gleichzeitigzur Anwendung kommen, kann ein Zugriffauf die Patientendaten erfolgen. Vorgesehenist, dass Ärztinnen und Ärzte ihren elektronischenArztausweis über das Internet bei ihrerzuständigen Kammer beantragen. Der Ausweiswird dem Inhaber die Möglichkeit bieten,elektronische Dokumente zu unterschreiben,sie für den Versand sicher zu verschlüsseln undsich als Arzt zu authifizieren.Erkennbar ist der Öffentliche Gesundheitsdienstvon der Finanzmisere der Kommunenbetroffen. Offenbar sehen Kommunen imÖffentlichen Gesundheitswesen eine lästigePflichtaufgabe, die auch immer wieder Ziel vonSparmaßnahmen wird. So sind die meistenGesundheitsämter des Landes Brandenburgnicht mehr in der Lage, umfassend ihre Pflichtaufgabenzu erfüllen. Insbesondere auf denGebieten der Gesundheitsberatung und Gesundheitsförderungwerden Defizite immerdeutlicher.Der PräsidentDer Präsident vertritt die Kammer gerichtlichund außergerichtlich. Er führt die laufendenGeschäfte und hat die Beschlüsse der Kammerversammlungauszuführen. Daraus ergebensich eine hohe Anzahl von Gesprächenund Sitzungen auf Bundes- und Landesärztekammerebeneund zahlreiche Termine.Der Präsident Dr. Udo Wolter hat zum Eingangdes Jahres auf die unerträglich gewordene Bürokratieim stationären wie auch im ambulantenBereich hingewiesen. Er fragte, ob die Ärztedenn Buchhalter und Geldeintreiber seinmüssten wie bei der Praxisgebühr oder Kunstrechnerwie bei den DRGs. Könnte die Politiknicht endlich dahin gehen, die Ärzteschaft leistungsgerechtzu bezahlen, wie in den umliegendenEU-Staaten auch, so Dr. Wolter.Der Präsident erklärte, dass es noch keinenärztlichen Versorgungsnotstand gebe, dieLandesärztekammer aber große Sorgehabe, dass es bald dazu kommen wird. DieseEinschätzung wurde auch dem brandenburgischenMinisterpräsidenten mitgeteilt.Dr. Wolter forderte, die unbezahlten Überstundenin den Krankenhäusern zu bezahlenund den Grundlohn auf vergleichbare Werteanzuheben. In Pressemitteilungen hat dieLandesärztekammer die Bevölkerung darüberaufgeklärt, warum die Versorgungssituationin Brandenburg so schlecht ist. Diese Informationenwerden beständig fortgesetzt.Berufspolitische ArbeitIn Zusammenarbeit mit den Landeskrankenhausgesellschaftenwurden in den KrankenhäusernTransplantationsärzte ernannt, derenAufgabe es ist, potenzielle Organspender zumelden und die Organspende in den Einrichtungenzu organisieren. Der Einsatz dieserÄrztinnen und Ärzte hat sich als wirkungsvollerwiesen. Die Benennung ist im BundeslandBrandenburg abgeschlossen.Eine Überwachung des Qualitätssicherungssystemsbei der Anwendung von Blut und Blutproduktenist nach den neuen Richtlinien indenjenigen Einrichtungen nötig, die Blutproduktezur Behandlung von Hämostasestörungen(mit Ausnahme von Vibrienkleber) und/oder Blutkomponenten einsetzen. Diese Einrichtungenmüssen einen Qualitätsbeauftragtenim Benehmen mit der Landesärztekammerernennen. Der Qualitätsbeauftragte muss nebender Approbation und einer dreijährigenärztlichen Tätigkeit eine obligate Fortbildungin Qualitätsmanagement besitzen.Im Sommer 2004 stimmte derVorstand der LÄKB dem Entwurfeines Hilfsprogramms fürsuchtgefährdete Ärzte zu. Indiesem Rahmen wurden folgendePunkte verabschiedet:· das Merkblatt für Kammermitgliedermit einem Suchtmittelproblem,· die Anmerkungen zum allgemeinenVerfahren bei Kam-Dr. Wolter, Präsidentmermitgliedern mit einem Suchtmittelproblem,· die freiwillige Vereinbarung.Über eine finanzielle Absicherung des Programmskonnte eine Teilabstimmung erreichtwerden.Die Förderung der Weiterbildung in der Medizinwurde fortgeführt. Die im Vertrag festgelegteFördersumme von 1.022,58 € proMonat für jede zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizinzur Verfügung gestellte Stelleim Krankenhaus blieb konstant.Ambulanter Bereich: Es gab 76 Förderungenin Arztpraxen. Der Vorstand der Landesärztekammerhatte für 2005 der Kammerversammlungvorgeschlagen, die Förderungder Allgemeinmedizin im kassenärztlichenBereich mit rund 61.355,00 € weiter zu unterstützen.Die Summe wurde der KassenärztlichenVereinigung Brandenburg (KVBB)zur Auffüllung eines gemeinsamen Fonds mitden Kassen zur Verfügung gestellt. Grundlageist die Fördervereinbarung zwischendem Vorstand der LÄKB und KVBB.BerufsrechtIm Jahr 2005 fanden vier Berufsordnungs-Ausschusssitzungen statt. Es wurden insgesamt123 Vorgänge bearbeitet. Die am häufigstenim Ausschuss beratenen Vorgänge waren Vorwürfevon Patienten, nach denen Ärzte gegenallgemeine Berufspflichten verstoßen hätten.Der Vorstand der LÄKB beschloss 2005:· eine Abmahnung wegen Führen eines falschenFacharzttitels,· 9 Rügen mit Geldauflage wegen Verletzungder Auskunftspflicht, unberechtigten Führenseines Doktortitels oder Verstoßes gegen kollegialeZusammenarbeit,· eine Rüge ohne Geldauflage wegen nichtgewissenhafter Berufsausübung,· drei Berufsgerichtsverfahren (berufsgerichtlicheÜberprüfung einer Rüge).Anfragen von Kammermitgliedern nahmeneinen breiten Raum ein. Insbesondere die zuprüfenden Anzeigen über das Führen von Tätigkeitsschwerpunktenstiegen an. Vermehrtwaren Anträge auf Genehmigung von privatenZweigpraxen zu bearbeiten. Hierbei fielauf, dass gerade Berliner Ärzte in BrandenburgZweigpraxen eröffnen möchten.Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang191


Kammerinformationen/GesundheitspolitikErneut wurde eine Vielzahl von Privatliquidationenüberprüft, nachdem die zuständigenKostenträger die Erstattung einzelnerLeistungen abgelehnt hatten.Schlichtung bei der LÄKBAufgabe des Schlichtungsausschusses ist es,Streitigkeiten, die aus der ärztlichen Berufsausübungentstehen, auf gültigem Weg zuschlichten oder durch Anhörung, einen Vergleichoder Schiedsspruch zu beenden.Dienstrechtliche Streitigkeiten oder Arzthaftpflichtfragenwerden hier nicht behandelt.Im Jahr 2005 wurden in sechs Sitzungen 52Schlichtungsfälle bearbeitet. In vier Fällenwurde eine Schlichtung angeboten, zwei davonerfolgreich beendet, eine Schlichtungnicht erfolgreich beendet, ein Schlichtungsangebotabgelehnt.Ombudsfrau/PatiententelefonIm Berichtsjahr 2005 fanden 39 Sprechtage –jeweils mittwochs von 14 bis 17 Uhr – in derLÄKB statt. Die Beratung erfolgte in der Regeltelefonisch. Die Anfragen kamen überwiegendaus dem Land Brandenburg, in Einzelfällenauch aus Berlin und anderen Bundesländern.Mit 15 Beratungen war die Resonanz ähnlichwie im Vorjahr (17 Fälle). Die Mehrzahl derFälle bezog sich auf gestörte zwischenmenschlicheBeziehungen bis hin zum Mobbing.Der Ärztemangel in Brandenburg schlug sichauch bei den Klagen von Patienten nieder,besonders bei der Terminsuche für Fachärzte(u.a. Augenärzte, Orthopäden, Urologenund Psychotherapeuten) und dem Eindruckder ungenügenden Zeit für den Patienten.Ärzteversorgung Land BrandenburgZum 31.12.2004 schied der langjährige Vorsitzendedes Verwaltungsausschusses, HerrDr. med. Horst Müller (Brandenburg), aus.Für seine langjährige Tätigkeit von insgesamt13 Geschäftsjahren dankte ihm der Vorsitzendedes Aufsichtsausschusses vor der Kammerversammlung.Die Zahl der aktiven Mitglieder des Versorgungswerkesstieg 2004 auf 5.555 an. Etwa59 % der Mitglieder sind 45 Jahre alt undjünger. Der geschäftsplanmäßige Neuzugangwurde mit einem Zugang von 340 Mitgliederndeutlich übertroffen.Für satzungsmäßige Leistungen (Alters- undBerufsunfähigkeitsrenten, Hinterbliebenenrenten,Kinderzuschüsse und Versorgungsausgleich)brachte das Versorgungswerk im Jahr2004 ca. vier Millionen Euro auf.In zwei Kammerversammlungen wurden aufVorschlag von Aufsichts- und Verwaltungsausschussder Ärzteversorgung Land BrandenburgSatzungsänderungen beschlossen, die mit Wirkungvom 1. Januar 2006 in Kraft traten:· Möglichkeit der Gewährung eines Kostenzuschusseszu den notwendigen medizinischenRehabilitationsmaßnahmen,· Einführung einer Verteilung der finanziellenLasten aus der Gewährung von Zurechnungszeitenbei Berufsunfähigkeitsrente undHinterbliebenenrente auf die beteiligten Versorgungswerkeentsprechend des jeweiligenAnteils der Mitgliedszeit zur Gesamtversicherungszeitbei allen betroffenen Versorgungswerken.Ärztliche Berufsausübung – Stationäre VersorgungDa sich 2005 entgegen aller anderslautendenBeteuerungen sowohl der bürokratischeAufwand weiter verstärkt als auch die Arbeitsverdichtungweiter zugenommen hat, istdie Toleranzgrenze bei vielen ärztlichen Kollegenüberschritten worden. Wie schon imJahr zuvor passierte auch 2005 in der Mehrzahlder Kliniken zunächst nichts, um akzeptableDienstplanmodelle für die Umsetzungdes Arbeitszeitgesetzes zu schaffen. An derschon seit Jahren im Ausschuss der LÄKBgeführten Diskussion, dass ohne eine besserefinanzielle Ausstattung der Krankenhäusersowie der Einstellung neuer Ärzte an eineUmsetzung des EuGH-Urteils nicht zu denkenist, hat sich auch 2005 nichts geändert. Nachwie vor wird nichts unternommen, um die Arbeitsbedingungenfür junge Kollegen zu verbessernund den „Arbeitsplatz Krankenhaus“wieder attraktiv zu machen. Der Dokumentationsaufwandnimmt immer mehr ärztlicheArbeitszeit in Anspruch und verschlechtertdadurch die Patientenbetreuung. Fehler beider Kalkulation der DRGs zementieren diefinanzielle Misere der Krankenhäuser.Psychosoziale VersorgungDer Ausschussvorsitzende Dr. Loesch berichtete,dass Schwerpunkt der Arbeit die psychosozialeonkologische Betreuung und Nachsorgewar, für die dringend weiterer Entwicklungsbedarfbesteht. Gewürdigt hat er besondersdie Zusammenarbeit mit der ArbeitsgemeinschaftPsychoonkologie der LAGO. Auch indiesem Geschäftsjahr spielte der Mangel anärztlichen Psychotherapeuten eine wesentlicheRolle. Nur ein Teil der Aufgaben in Psychosomatikund Psychotherapie ist auf psychologischePsychotherapeuten delegierbar.Gutachterkommission BehandlungsfehlerIn den 17 Landesärztekammern gibt es 12verschiedene Gutachterkommissionen undSchlichtungsstellen. Die Aufgabe ist überallgleich: die außergerichtliche Streitbeteiligungin Arzthaftpflichtangelegenheiten. Ziel derSchlichtungsstellen ist es, den strittigen Sachverhaltaufzuklären, einen Schlichtungsvorschlagauszuarbeiten und auf Wunsch der Beteiligteneinen Vorschlag zur Streitbeseitigungzu unterbreiten. Der Rechtsweg wird durch einSchlichtungsverfahren nicht ausgeschlossen.Die Beteiligung ist für alle Betroffenen freiwillig.Das Verfahren in der Schlichtungsstelle ist fürden Patienten kostenfrei. Die Bescheide werdenvon den Haftpflichtversichern anerkannt.Die Haftung aus dem Behandlungsvertrag setzteine schuldhafte Pflichtverletzung, das Außerachtlassender erforderlichen Sorgfalt voraus.Die weisungsunabhängige Schlichtungsstelleklärt zwischen Arzt und Patient, ob der vorgeworfeneSachverhalt auf einer fehlerhaftenärztlichen Behandlung beruht.Im Abrechnungsjahr 2005 sind 337 Patientenanträgeaus dem Land Brandenburg in derSchlichtungsstelle Hannover eingegangen.EthikkommissionDie Neuregelungen in der 12. Novelle desAMG fordern zwingend neben der Genehmigungdurch die Bundesoberbehörde einezustimmende Bewertung durch eine öffentlich-rechtlicheEthikkommission der Landesärztekammerals Voraussetzung für den Beginneiner klinischen Prüfung. Damit wird die Ethikkommissionals staatliche Vollzugsbehörde tätig,gegen deren Entscheidung der Rechtswegbeschritten werden kann. Die Ethikkommissionder LÄKB widmet sich den neuen Aufgaben,vorbehaltlich einer gesetzlichen Lösung derHaftungsproblematik. Neben dem durch dieKammer erfolgten Abschluss einer entsprechendhohen Haftpflichtversicherung soll dasLand Brandenburg subsidiär haften. Dies istgerechtfertigt, da die Ethikkommissionen sichvon einem primär kollegial beratenden Gremiumzu einer Patientenschutzorganisation mitBehördencharakter gewandelt hat und damiteine Auftragsverwaltung erledigt.Die verkürzten Fristen machten eine Erhöhungder Sitzungsfrequenz notwendig; soerfolgten 15 Sitzungen pro Jahr, bei Bedarfauch Telefonkonferenzen und Begehungeneinzelner Prüfstellen.Gemeinsame LebendspendekommissionBerlin/BrandenburgAufgrund des § 113 Abs. 1 des Heilberufsgesetzesund des § 8 Abs. 3 Sätze 2 und 4des Transplantationsgesetzes vom 5. November1997 ordnete das MASGF an, dass beider Landesärztekammer eine Kommission zurErstellung gutachterlicher Stellungnahmen –als unselbstständige Einrichtung – zu errichtensei. Die Kommission hat zu prüfen, ob dieSpende freiwillig erfolgt und festzustellen,dass keine Anhaltspunkte für Organhandelvorliegen. Im Rahmen der Prüfung eines entsprechendenAntrages – in dem u.a. die me-192 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Kammerinformationen/Gesundheitspolitikdizinische Indikation der Organübertragungund die Einigung und Aufklärung des Spendersbelegt werden sollen – findet auch eineAnhörung des Spenders statt.Im Jahr 2005 konnte in fast allen Fällen einpositives Votum abgegeben werden. Nur ineinem Fall ergaben sich Zweifel an der Freiwilligkeit,so dass ein negatives Votum ausgesprochenwurde. Drei Spender-Empfänger-Paarekamen aus dem Ausland. In sechsweiteren Fällen kamen die Spender aus demAusland, in 45 nicht aus Berlin, sondern ausdem übrigen Bundesgebiet.In den Jahren 2000 bis 2005 hielt die Kommissioninsgesamt 244 Sitzungen ab undführte 420 Beratungsgespräche durch. Indiesem Zeitraum wurden 282 Nierenspendenund 138 Leberteilspenden registriert.Qualitätssicherung ärztlicher LeistungenDie Qualitätssicherung (QS) der ärztlichen Berufsausübungist eine Kernaufgabe der Ärztekammern.Der kompetente Sachverstand vonÄrzten ist hierbei essenziell und wird durchverschiedene Fach- und Arbeitsgruppen sowiedurch den Ausschuss der LÄKB gewährleistet.Gesetzlich verankerte Maßnahmen sind u.a.die Qualitätssicherung nach § 17a der Röntgenverordnung(Ärztliche Stelle Röntgen),Qualitätssicherung nach § 33 der Strahlenschutzverordnung(Ärztliche Stelle Nuklearmedizinund Ärztliche Stelle Strahlentherapie)sowie die externe QS nach § 137 SGBV. In dem dreiseitigen Vertrag mit den Krankenkassenverbändenund der Landeskrankenhausgesellschaftist die LÄKB gleichberechtigterPartner. Die Landesärztekammerhat Aufgaben zur erfüllen zur QS nach dem„Gesetz zur Regelung des Transfusionswesens“und den „Richtlinien zur Gewinnungvon Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendungvon Blutprodukten (Hämotherapie)der Bundesärztekammer.“Die LÄKB wirkt mit in der QualitätskonferenzOnkologie und der Lenkungsgruppe Onkologie(Federführung: MASGF), sie ist beteiligt inder Landesarbeitsgemeinschaft OnkologischeVersorgung Brandenburg e.V. (LAGO) undMitglied in der AG Tumorzentrum Land Brandenburge.V. Die Landesärztekammer registriertferner die Ärzte, in deren EinrichtungenSchwangerschaftsabbrüche durchgeführt werdenund meldet sie in unregelmäßigen Abständenan das Statistische Bundesamt nach§ 18 Abs. 3 Nr. 1 SchKG.Die Ärztliche Koordinierungsgruppe gegenSuchtgefahren prüft Qualitätsanforderungender substituierenden Ärzte. Hier wird dasHilfsprogramm für Kammerangehörige miteinem Suchtmittelproblem geführt.WeiterbildungDas MASGF hat die neue Weiterbildungsordnung(WBO) der Landesärztekammer Brandenburggenehmigt. Sie wurde im BrandenburgischenÄrzteblatt veröffentlicht und giltseit dem 09.12.2005. Dr. Udo Wolter, Präsidentder LÄKB und Vorsitzender des AusschussesWeiterbildung, wies darauf hin,dass nun jeder, der ab 09.12.2005 seineWeiterbildung begonnen hat, seinen Weiterbildungsgangnach den jetzt gültigen Vorschriftenbeenden muss. Alle anderen könnennach altem Recht, also bisherigen Zeiten undInhalten, ihre Weiterbildung beenden. Wermöchte, kann aber auch nach neuem RechtWeiterbildungsgänge fortführen.Neu ist, dass in allen Gebieten, Schwerpunktenund Zusatzweiterbildungen jetztPrüfungen den Abschluss bilden. Damit kanndie Ärztekammer nachweisen, dass der Geprüftequalitativ sein Fach beherrscht und erkann z.B. gegenüber der KV nachweisen,dass er auf seinem Gebiet Kenntnisse undErfahrungen besitzt. Eine weitere Prüfungentfällt damit. Dieses Prinzip wird auch beiden Übergangsbestimmungen angewendet,um die Rechtmäßigkeit einer neuen Bezeichnungbescheinigen zu können. Damit wirddie Migrationsfähigkeit innerhalb Deutschlandsund Europas erleichtert.Neu ist auch, dass die ehemaligen Fachkundenund Fakultativen Weiterbildungen nichtmehr vorhanden sind. Beide Bezeichnungenwaren auch nicht führungsfähig. Das habenviele beanstandet. Dazu müssen in der ÄrztekammerPrüfungsausschüsse geschaffenwerden, die es bislang nicht gab. Dies nimmteinige Zeit in Anspruch, denn zunächst müssendie für die Ausschüsse vorgesehenenÄrztinnen und Ärzte selbst geprüft werdenund ihre fachliche Kompetenz nachweisen.An 74 Prüfungstagen fanden im GeschäftsjahrPrüfungsgespräche statt, und zwar:· 213 in Gebieten,· 61 in Schwerpunkten,· 19 in Fakultativen Weiterbildungen und· 12 in Zusatzbezeichnungen.Akademie für ärztliche Fortbildung/FortbildungszertifikatDie Publikation der angebotenen Fortbildungsveranstaltungenerfolgt regelmäßig im BrandenburgischenÄrzteblatt sowie im Internet-Angebot der LÄKB. Der 7. Ärztliche Fortbildungskongressder Landesärztekammer Brandenburgwurde am 21. und 22. Oktober 2005in Dahlewitz durchgeführt. Er wurde durch siebenKurse sowie acht Symposien ergänzt. DerPlenarvortrag zum Thema „IndividuelleArzneitherapie“ warHöhepunkt des diesjährigenFortbildungskongresses.Im Veranstaltungsjahr 2005wurden durch die Akademie64 Kurse/Seminare angeboten.Daran haben 1.266 Ärztinnenund Ärzte, darunterSchwestern und Arzthelferinnen,teilgenommen. Die regelmäßigeEvaluation erbrachteDr. Heiber,Hauptgeschäftsführerüberwiegend gute bis sehr gute Kritiken fürdas bewährte Referententeam.Mit der Einführung des Fortbildungszertifikatshaben die Ärztekammern ein Angebot geschaffen,das es den Ärzten ermöglicht, ihreregelmäßige Teilnahme an guter ärztlicherFortbildung zu dokumentieren. Der Gesetzgeberlegte im GMG vom 1. Januar 2004 fest,dass alle berufstätigen Fachärzte erstmalig biszum 30. Juni 2009 die Fortbildung der zurückliegendenfünf Jahre nachweisen müssen.Ein Fortbildungszertifikat wird erteilt, wenn derArzt innerhalb eines der Antragstellung vorausgehendenZeitraumes von fünf Jahren Fortbildungsmaßnahmenabgeschlossen hat, welchein ihrer Summe die nach den Regeln derFortbildungssatzung der LÄKB ermittelte Mindestbewertungvon 250 Punkten erreichen.Mit den Barcode-Etiketten, die jeder berufstätigeArzt im Februar 2005 erhalten hat,soll eine elektronische und zeitnahe Registrierungerreicht werden.Kenntnisstandsprüfungen nach BundesärzteordnungKenntnisstandsprüfungen müssen im Rahmenvon Approbations- und Berufserlaubnisverfahrendurchgeführt werden, wenn die Gleichwertigkeitder Ausbildung nicht nachgewiesenwerden kann. Dies ist nach Auffassung derLandesbehörden dann anzunehmen, wenneine Ausbildung außerhalb der EU absolviertwurde. Im Auftrag des Landesamtes für Sozialesund Versorgung, der Approbationsbehördeim Land Brandenburg, führt die LÄKB seitApril 2003 Kenntnisstandsprüfungen durch.Seitdem wurden insgesamt 145 solcher Prüfungen(einschließlich 11 Wiederholungsprüfungen)durchgeführt. Geprüft wurden Kollegen,die als Spätaussiedler, Ehepartner vonDeutschen, Kontingentflüchtlinge, aber zunehmendauch aufgrund des Ärztemangels aus25 Nicht-EU-Staaten zu uns kamen.Arzthelferinnenausbildung und -beratungEnde Dezember 2005 waren 688 Ausbildungs-und Umschulungsverhältnisse im Berufsausbildungsverzeichnisder LÄKB für diedrei Ausbildungsjahre eingetragen. Die Zahlist im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 ProzentBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang193


Kammerinformationen/Gesundheitspolitikzurückgegangen und hat den absoluten Tiefstandin Brandenburg seit Beginn der Ausbildungerreicht.Die 200 Auszubildenden mit neu abgeschlossenemVertrag und Ausbildungsbeginnim Kalenderjahr 2005 verfügten überfolgende schulische Vorbildung:· 66,5 % Realschulabschluss (oder gleichwertig),· 28,0 % Hochschulreife,· 0,5 % Berufsgrundbildungsjahr (BGJ),· 1,0 % Berufsvorbereitungsjahr (BVJ),· 1,5 % Berufsfachschule,· 2,5 % Sonstige.Im Kalenderjahr 2005 wurden 262 Abschlussprüfungendurchgeführt. 33 davon wurdennicht bestanden.Seit 1994 werden Prüferseminare in Zusammenarbeitmit einem Juristen zur Thematik Abschlussprüfungendurchgeführt. Die Prüfungsausschüsseim Arzthelferinnen-Prüfungswesenbestehen aus jeweils drei ehrenamtlichen Mitgliedern:einem Arzt, einer Arzthelferin undeinem Lehrer. Die Berufungszeit beträgt fünfJahre. 18 Ausschüsse nahmen in ehrenamtlicherArbeit eine Abschlussprüfung ab. Andieser Stelle sie noch mal allen Ausschüssenfür die geleistete Arbeit gedankt!Berufsbildungsausschuss (BBA)Die Landesärztekammer Brandenburg hatnach § 56 (neu: § 77) Berufsbildungsgesetzeinen Berufsbildungsausschuss zu errichten.Die 18 Mitglieder und acht Stellvertreter sindfür vier Jahre berufen (2004 bis 2008). Siegehören den Gruppen der Arbeitgeber, derArbeitnehmer sowie der Lehrer an. DieserAusschuss ist in allen wichtigen Angelegenheitender beruflichen Bildung zu unterrichtenund zu hören. Er hat im Rahmen seinerAufgaben auf eine stetige Entwicklung derQualität der beruflichen Bildung hinzuwirkenund hat die von der Kammer zu erlassendenRechtsvorschriften für die Durchführungder Berufsbildung zu beschließen.Arbeitspunkte waren 2005 u.a.:· die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes,· die Einführung von Einstiegsqualifizierungenund Qualifizierungsbausteinen als arbeitsmarktpolitischesInstrument in der Bekämpfungvon Jugendarbeitslosigkeit inBrandenburger Arbeitspraxen,· die Übernahme der Ausgebildeten vom eigenenAusbilder. Hier war in 2005 ein Anstieggegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.· die Vorbereitung der „Fortbildungsregelungenfür Arztfachhelferinnen“ (Richtlinie undPrüfungsordnung) durch den Unterausschuss„Berufsbildung“ zur Beschlussfassungdurch den BBA,· die Beschlussfassung der „Fortbildungsregelungenfür Arztfachhelferinnen“ am21.09.2005,· die Bildung eines Unterausschusses „Lernfelder“,der sich über Unterrichtsformenund -methoden bei der Lernfeldvermittlungin der Berufsschule vor Einführung dernovellierten Berufsausbildung der Arzthelferinzur „Medizinischen Fachangestellten“informieren soll.Öffentlichkeitsarbeit/InformationspolitikMit ihrer Informationspolitik will die Landesärztekammerin der Öffentlichkeit sowohldie Interessen ihrer Mitglieder als auch imInteresse der Allgemeinheit die beruflichenBelange der Gesamtheit ihrer Kammerangehörigenwahrnehmen. Die Öffentlichkeitwird im Wesentlichen vom Präsidenten überPressemitteilungen, Interviews und das BrandenburgischeÄrzteblatt geführt. Dazu gehörtes, Darstellungen des eigenen Berufsstandsin die Öffentlichkeit zu bringen, umPolitikermeinungen zu korrigieren und Verunglimpfungender Ärzteschaft entgegenzuwirken.Im Interesse der Presse- und Öffentlichkeitsarbeitder Kammer liegt es, dasVertrauen und die positive Einstellung derallgemeinen Öffentlichkeit wie der Mitgliederin die Selbstverwaltung zu stärken. ImGeschäftsjahr 2005 wurden acht Pressemitteilungenerstellt.Brandenburgisches Ärzteblatt (BÄB)Das BÄB erscheint seit Januar 1991 jeweils inder ersten Monatsdekade. Im Geschäftsjahr2005 wurde es erstmals für die Monate Juliund August als Doppelnummer editiert.Der Anspruch des BÄB ist es, der Leserschafteine möglichst breite Vielfalt an berufspolitischenThemen aus der Arbeit der Selbstverwaltungzu bieten. Darüber hinaus wirdGelegenheit für Meinungs- und Gedankenaustauschzu politischen und fachlichen Themeneingeräumt. Wichtig ist für den Vorstand,seine Position durch die monatlichenEditorials zu äußern. Wahrgenommen wirddiese Aufgabe durch alle Vorstandsmitgliederüber die Ausgaben des ganzen Jahres.Herausgeber und Verantwortlicher im Sinnedes Presserechts ist der Präsident, Dr. med.Udo Wolter.Internetauftritt der LÄKBDas Internet wird vorwiegend zur Informationüber Weiterbildung, Fortbildung, Recht undKammerstrukturen genutzt. In der Zukunftwerden zertifizierte Online-Fortbildungen anBedeutung gewinnen. Im Bereich Fortbildungwurden die ersten Schritte in diese Richtunggetan. Jeder Arzt kann jederzeit sein passwortgeschütztespersönliches Fortbildungskontoim Internetangebot der LÄKB einsehen.Über dieses Angebot ist auch die Bestellungvon neuen Barcode-Etiketten, die Anforderungdes Fortbildungszertifikats und des Fortbildungsnachweisesmöglich.Im Jahr 2005 wurden 1.512.618 Zugriffeauf das Webangebot registriert. Die Zugriffestiegen im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent.Die höchsten Zugriffszahlen wurden inden Monaten April und Juli registriert. Mit464.332 Zugriffen war das zweite QuartalSpitzenreiter.Die Website (www.laekb.de) bietet in elfRubriken 521 Seiten mit Informationen derKammer zur Ansicht und 668 pdf-Dokumentenzum Herunterladen an. Es wurde regevon Möglichkeit Gebrauch gemacht, sichdirekt über das Internet Gesetzestexte, Verordnungenund Richtlinien, Übersichten derzur Weiterbildung zugelassenen Weiterbildungsstättenund weiterbildungsbefugtenÄrztinnen und Ärzten sowie Formularvordruckeund Vortragsmanuskripte herunterzuladenoder auszudrucken. Bei den Themenbereichenwurde neben der RubrikArztrecht am häufigsten auf Dokumente inden Bereichen Weiterbildung, Fortbildung,Ärzteblatt und Kammer zugegriffen.Allgemeine VerwaltungDie Landesärztekammer hat ein Stellenplansollvon 38 Angestellten sowie 2 befristeteArbeitsverhältnisse. Von den damit 40 Mitarbeiternwerden zehn Personen auf neunStellen nicht aus Kammerbeiträgen bezahlt.Der erste Kontakt mit der Hauptgeschäftsstelleder LÄKB erfolgt über die Rezeptionssekretärin.Der Tätigkeitsbereich umfasst u.a.:· die Bearbeitung der gesamten ein- und ausgehendenPost,· Auskunft zu Gutachtern und Pflege derGutachterdatei,· die Organisation von Büromaterial,· Hilfe bei der organisatorischen Betreuungbei Facharztprüfungen sowie Besucherbetreuung.Die Rezeptionssekretärin vermittelte im Jahr2005 ca. 18.000 Gespräche.HaushaltEinstimmig verabschiedete die Kammerversammlungden Haushaltsplan und die Haushaltssatzungfür das Jahr 2005. Die Kammerversammlungdiskutierte in diesem Rahmensehr umfangreich die Fragen wie Ausgabenreduziert werden können, Fragen des Personalbestandesund was mit dem Kammerbeitraggeschehe.194 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Kammerinformationen/GesundheitspolitikDie Beiträge der Mitglieder machen 72 Prozentder Verwaltungseinnahmen des Haushaltesaus. Die LÄKB hat seit 1999 die Mehreinnahmenden Mitgliedern zurückgegeben.Das geschah durch Beitragssenkungen inden Jahren 1999, 2000 und 2001 sowiedurch die stabile Beitragsgestaltung in denHaushaltsjahren 2002 bis 2005. Darüberhinaus hatte die LÄKB einen der geringstenMitgliedsbeiträge in Deutschland.Auf Vorschlag des Haushaltsausschusses unddurch Entscheidungen des Vorstandes und derKammerversammlung wurden die vorhandenenRücklagen in den zurückliegenden Jahrenaufgebraucht. Da nunmehr keine Reservenmehr bestehen, musste über den Kammerbeitragnachgedacht werden. Die Kammerversammlungbeschloss nach ausführlicher Diskussion,den Beitragssatz der LÄKB ab demGeschäftsjahr 2006 auf 0,56 Prozent der Einkünfteaus ärztlicher Tätigkeit anzuheben. Dasentspricht dem Kammerbeitrag von 1998, derseit diesem Zeitraum bis auf 0,5 Prozent abgesenktwurde.Die Kammerversammlung legte fest, dass dieBetriebsmittelrücklage um 50 Prozent abgesenktwird. Die Zunahme des Haushaltsplansgegenüber den Vorjahren geschah in moderatenSteigerungsstufen, um die zur Wahrnehmungdurch die Aufsicht zugewiesenerund durch die ärztliche Selbstverwaltungübernommener Aufgaben zu erfüllen.Die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres2005 belief sich insgesamt in den Aufwendungenauf 3.861.399,13 Euro. DiesenAusgaben standen Verwaltungseinnahmenund Entnahmen aus Rücklagen in einer Gesamthöhevon 4.215.663,87 Euro gegenüber.Die Personalkosten betrugen 2005 insgesamt2.415.741,75 Euro, wovon ausKammermitteln an ehrenamtlich tätige Ärztinnenund Ärzte 563.563,77 Euro verausgabtwurden. Die detaillierte Darstellungnach Titeln erfolgt mit der Jahresrechnungzum Haushalt 2005, die der Kammerversammlungzur Beschlussfassung vorgelegtwird – ebenso wie die Entlastung zur Verwendungder Jahresüberschussdifferenz.MitgliederverwaltungZu den Aufgaben des Meldewesens gehörtdie Führung eines Verzeichnisses aller Kammerangehörigender LandesärztekammerBrandenburg (Berufsregister). Am Stichtag31.12.2005 waren 10.321 Ärztinnen undÄrzte sowie 10 Fachwissenschaftler der MedizinMitglied der LÄKB. Das bedeutet einenNettozuwachs von 362 Ärztinnen und Ärzten,einschließlich nicht Berufstätigen.Im Jahr 2005 wurden 1.045 Neuzugängeregistriert. Dies sind Anmeldungen von Ärztinnenund Ärzten aus anderen Kammerbereichen,Erstmeldungen von Ärztinnen undÄrzten nach Erhalt der Approbation sowieAnmeldungen ausländischer Ärztinnen undÄrzte, welche im Besitz einer gültigen Berufserlaubnisnach § 10 der Bundesärzteordnungsind.Abgemeldet wurden 683 Ärztinnen undÄrzte in 2005 aus dem Berufsregister derLÄKB. Bei Aufnahme der ärztlichen Tätigkeitin einem anderen Kammerbereich bzw. beiWohnsitznahme im Falle einer Nichtberufstätigkeiterfolgt der Versand des Pflichtteilsder Meldeakte an die entsprechende Ärztekammer.Den gesamten, von der Kammerversammlungim Mai 2006 bestätigten Jahresberichtkönnen Mitglieder in der Geschäftsstelle inCottbus anfordern.Dr. med. Udo Wolter, PräsidentDr. Reinhard Heiber, HauptgeschäftsführerDas Referat Ausbildung Arzthelferinnen informiert:Welche Chance in unserer Gesellschaft hat ein Jugendlicher ohne Ausbildungsberuf?Viele Schulabgänger suchen noch jetzt im Julinach einem geeigneten Ausbildungsplatz.Arzthelferin bzw. Medizinische Fachangestellte(nach neuer Berufsbezeichnung gültigab 01.08.2006) zu werden, ist für viele jungeMädchen und Frauen ein lang gehegterTraum.Leider zeichnet sich für das am 21. Augustbeginnende Ausbildungsjahr die Tendenzab, dass viele Schulabgänger keinenbetrieblichen Ausbildungsplatz erhaltenwerden.Ein unzureichendes Angebot an Ausbildungsplätzenführt dazu, dass viele brandenburgischeJugendliche in andere Bundesländerabwandern. Die Statistiken sagenaus, dass die Schülerzahlen in den kommendenJahren sinken werden. Trotz hoher Arbeitslosenquotein den Regionen ist es fürviele Praxen schon jetzt schwierig, qualifizierteFachkräfte zu finden.Medizinische Fachangestellte werden inArztpraxen als zukünftige Fachkräfte für diemoderne ambulante Versorgung von Patientenausgebildet. Wir bitten die Arztpraxen,alle Möglichkeiten zur Ausbildung von Arzthelfernund Arzthelferinnen zu prüfen! Ausbildungsichert den Berufsnachwuchs, kannFreude machen, frischen Wind in Ihr Teambringen.Wenn in der Praxis mindestens eine Arzthelferinoder eine Fachkraft mit medizinischemFachschulabschluss beschäftigt wird, sinddie Vorbedingungen zur Ausbildung vonArzthelferinnen erfüllt. Eine Verpflichtungzur Übernahme der/des Auszubildendennach Abschluss der Ausbildung in ein Arbeitsverhältnisgibt es nicht.Das Referat Ausbildung Arzthelfer/innenberät Sie gern zu allen Ausbildungsfragenunter: Tel.: (0355) 7 80 10-26 oder -27.Auszug ausVerbindliche Empfehlungen zur Ausbildungsvergütung für auszubildende und umzuschulende Arzthelfer/innenlt. Gehaltstarifvertrag vom 27.4.2004/gültig ab 1. Juli 2004Ausbildungsjahr Tariffestlegung für auszubil- maximale AbsenkungsdendeArzthelferinnenmöglichkeitin denneuen Bundesländern des Tarifs um 20%1. € 392,24 € 313,79*2. € 454,44 € 363,553. € 498,33 € 398,67* bis einschließlich 325 € monatlich hat der/die ausbildende Arzt/Ärztin die alleinige Beitragspflicht für Sozialversicherungsbeiträgein voller Höhe (Geringverdienergrenze für betriebliche Berufsausbildung). D.h.: bei Festlegungder monatlichen Vergütung über 325 € zahlen Ausbilder und Auszubildende die Beiträge je zur Hälfte.Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang195


Kammerinformationen/GesundheitspolitikUmsetzung der neuen Ausbildungsverordnung (ABV) in der betrieblichen Ausbildung der MedizinischenFachangestellten – 1. Teil: Medizinische AusbildungsinhalteDie „Verordnung über die Berufsausbildungzum Medizinischen Fachangestellten/zur MedizinischenFachangestellten“ ist die Grundlagefür die betriebliche Ausbildung.Wir möchten Sie in Fortsetzung auf wesentlicheformale und inhaltliche Festlegungen fürdie Ausbildung von Medizinischen Fachangestelltenaufmerksam machen:· Medizin und Verwaltung sind – bei veränderterAkzentuierung – in der Ausbildunggleichgewichtig geblieben.· Die Lernziele sind als gewünschte komplexehandlungsorientierte Endqualifikationenformuliert. Die früher üblichenKenntnisziele sind als Bestandteile dieserQualifikationen integriert. Der Lernprozesswird nicht mehr in berufliche Grundbildungund Fachbildung gegliedert.· Die Angabe von Ausbildungsinhalten istdetaillierter geworden. Der Gebrauch derVerben gibt Aufschluss über den zu erreichendenGrad der Entwicklung von Fertigkeiten,Kenntnissen und – neu, darüberhinausgehend – von Fähigkeiten.· Anstelle der Vorgabe zeitlicher Richtwertein Wochen tritt nun eine Zeitrahmenmethode,mit der die Ausbildungsinhalte in zweigroße Blöcke geteilt werden, die in jeweils18 Monaten vor und 18 Monaten nach derZwischenprüfung zu vermitteln sind.· Die konkrete zeitliche und inhaltliche Ausbildungsplanungist in einem betrieblichenAusbildungsplan nach § 6 ABVfestzulegen. Eine zeitlich individuelle, aufdie jeweiligen Praxisbesonderheiten zugeschnitteneUmsetzung der Lerninhalteinnerhalb des jeweiligen Blocks wird dadurchmöglich.Im folgenden Text gehen wir in diesem Blatt– unabhängig von den laufenden Nummern– zunächst auf die 6 Berufsbildpositionen(Nr. 2, 3, 4, 8, 9, 10) mit medizinischemAusbildungsinhalt ein.Welche medizinischen Ausbildungsinhaltesind in welchem Ausprägungsgrad in derArztpraxis zu vermitteln?Eine stärkere Gewichtung erfahren, Kommunikation,Patientenbetreuung und -beratung,Assistenz bei ärztlicher Diagnostik und Therapie,Prävention und Notfallmanagement.Um den gewünschten Endqualifikations-Befähigungsgradzu verdeutlichen, haben wirdiesbezügliche Verben fett geschrieben.2. Gesundheitsschutz und Hygiene2.1 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei derArbeit2.2 Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene2.3 Schutz vor InfektionskrankheitenDie Medizinische Fachangestellte soll u.a.berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriftenanwenden, Gefahrenfür Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatzfeststellen sowie Maßnahmen zuderen Vermeidung ergreifen, darüber hinaussoll sie stressauslösende Situationen erkennenund bewältigen.Sie soll Hygienestandards einhalten, Maßnahmendes betrieblichen Hygieneplansdurchführen, Geräte, Instrumente und Apparatedesinfizieren, reinigen und sterilisieren;Sterilgut handhaben, kontaminierte Materialienerfassen, aufbereiten bzw. entsorgen.Hygienische und aseptische Bedingungen beiEingriffen soll sie situationsgerecht sicher stellen.Während sich die Befähigung der Arzthelferinbei übertragbaren Krankheiten nur auf das Ergreifenerster Maßnahmen beschränkte, wurdenun festgelegt: Die Medizinische Fachangestelltesoll z.B. Hauptsymptome und Krankheitsbildervon Infektionskrankheiten beschreiben,Meldepflichten beachten, Infektionsquellen undInfektionswege darstellen, Maßnahmen zurVermeidung von Infektionen einleiten undSchutzmaßnahmen durchführen, Vorteile deraktiven Immunisierung begründen.Folgende Mindestinhalte sind in der betrieblichenAusbildung zu vermitteln:· bakterielle Infektionskrankheiten, insbesondereScharlach, Tetanus, Borreliose, Salmonellen,Pertussis, Diphtherie und Tuberkulose;· virale Infektionskrankheiten, insbesondereAids, Masern, Röteln, Windpocken, Gürtelrose,Mumps, Pfeiffersches Drüsenfieber,FSME, Influenza, grippale Infekte, HepatitisA, B und C· sowie Infektionskrankheiten durch Hautpilze,insbesondere Soor und Fußpilz.3. Kommunikation3.1 Kommunikationsformen und -methoden3.2 Verhalten in Konfliktsituationen„Kommunikation“ suchte man in der „alten“Verordnung als Begriff vergeblich. Nun erhieltsie den ihr gebührenden Platz in derAusbildung:Die Auszubildenden sollen die Auswirkungenvon Informationen und Kommunikation aufdas Betriebsklima, die Arbeitsleistung, denBetriebsablauf und -erfolg beachten. Siesollen verbale und nonverbale Kommunikationsformeneinsetzen, Gespräche personenorientiertund situationsgerecht führen undzur Vermeidung von Kommunikationsstörungenbeitragen. Sie sollen Konflikte erkennen,Möglichkeiten der Konfliktlösung nutzen. Beschwerdensollen sie entgegennehmen undLösungsmöglichkeiten anbieten.4. Patientenbetreuung und -beratung4.1 Betreuen von Patienten und Patientinnen4.2 Beraten von Patienten und PatientinnenDie Auszubildende soll psychosoziale undsomatische Bedingungen des Patientenverhaltensberücksichtigen, Besonderheiten vonspeziellen Patientengruppen, von Risikopatientenund Patienten mit chronischen Krankheitsbildernbeachten.Die Patienten sollen situationsgerecht empfangenund unter Berücksichtigung ihrer Wünscheund Erwartungen vor, während und nach derBehandlung betreut werden.Patienten und begleitende Personen sollendurch sie über Praxisabläufe bezüglich Diagnostik,Behandlung, Wiederbestellung undAbrechnung informiert und zur Kooperationmotiviert werden.Ärztliche Beratungen und Anweisungen sollsie unterstützen, zur Anwendung häuslicherMaßnahmen anleiten, medizinische Leistungsangebotedes Betriebes soll sie erläutern undsogar bei der Patientenschulung mitwirken.8. Durchführen von Maßnahmen bei Diagnostikund Therapie unter Anleitung undAufsicht des Arztes oder der Ärztin8.1 Assistenz bei ärztlicher Diagnostik8.2 Assistenz bei ärztlicher Therapie8.3 Umgang mit Arzneimitteln, Sera und Impfstoffensowie Heil- und HilfsmittelnBeim Thema ärztliche Diagnostik bleiben„alte“ Ausbildungsinhalte erhalten, wie: EKG,Sonographie, Punktionen, Katheterisierung.Die Medizinische Fachangestellte soll dabeiaber nicht nur „mitwirken“, sondern auchassistieren, das EKG soll sie nun schreiben.Neu aufgenommen sind: Patientenbeobachtungdurchführen, Vitalwerte bestimmen,Patienten messen und wiegen, Lungenfunktionprüfen; Proben gewinnen durch venöseund kapilläre Blutentnahmen sowie Abstriche;Laborarbeiten und Tests durchführen,dokumentieren und durch Qualitätskontrollensichern, insbesondere als Mindestinhalt:Blutzuckerbestimmung, Blutsenkung, Urinstatus,Leukozytenzählung und Tests aufokkultes Blut.Labordaten und Untersuchungsergebnissesollen auf ihre Bedeutung für Patienten eingestuftwerden, Untersuchungsmaterial aufbereitetund versendet, Befunddokumentationdurchgeführt werden.Beim Thema ärztliche Therapie bleiben Ausbildungsinhalteerhalten, wie: Injektionen, Verbände,kleine chirurgische Eingriffe.196 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. 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Kammerinformationen/GesundheitspolitikNeue Inhalte sind: Infusionen, Inhalationen,intrakutane TestsDie höhere Verantwortung wird deutlich: dieMedizinische Fachangestellte soll nicht nur, wiefrüher, mitwirken, sondern:· bei Infusionen assistieren,· subkutane und intramuskuläre Injektionendurchführen,· Stütz- und Wundverbände anlegen,· septische und aseptische Wunden versorgen,· Nahtmaterial entfernen,· Wärme-, Kälte- und Reizstromanwendungdurchführen,· intrakutane Tests durchführen,· Inhalationen durchführen,· bei chirurgischen BehandlungsmaßnahmenPatienten vorbereiten, steril arbeiten undassistieren.Auch beim Umgang mit Arzneimitteln ist dieVerantwortung der Medizinische Fachangestelltehöher geworden, sie soll nicht nur beschreiben,erklären, nennen – wie gehabt –sondern auch: Anweisungen des Arztes zurEinnahme unterstützen, erwünschte und unerwünschteWirkungen von Arzneimittelgruppen,insbesondere von (Mindestinhalt):Antibiotika, Schmerzmitteln, Herz- und Kreislaufmedikamenten,Diabetesmedikamenten,Magen- und Darmtherapeutika sowie Arzneimittelngegen Erkältungskrankheiten unterscheidenund Verordnungen von Arzneimittelnvorbereiten und abgeben.Bedrohliche Zustände, die die Auszubildendeerkennen soll, werden erstmalig als Mindestinhaltgenannt: insbesondere Schock,Atem- und Herzstillstand, Bewusstlosigkeit,starke Blutungen und Allergien. Die Auszubildendesoll die Notfallausstattung kontrollierenund auffüllen; Geräte handhaben,warten und pflegen.Zur betrieblichen Ausbildung gehören im medizinischenBereich nicht mehr als Mindestinhalt:· Ausbildungsinhalte der Anatomie, Physiologieund Pathologie, wie: Aufbau undFunktion des Körpers, des Körpergewebes,Aufbau, Funktionen und wichtige Erkrankungendes Bewegungsapparates, Aufbauder Organe und Organsysteme, Lage dereinzelnen Organe, Funktionsweise der Organeund Organsysteme,· sowie Grundkenntnisse über wesentliche Erkrankungen,wie: Steuerungssysteme des Körpers,Kreislaufsystem, Atmungsorgane, Verdauungssystem,Ausscheidungsorgane, HautundSinnesorgane, Geschlechtsorgane.· Röntgen, Maßnahmen des Strahlenschutzes,Endoskopie, gynäkologische Untersuchungen,Einläufe, Spülungen.Mindestinhalt bei Krankheitsbildern in derbetrieblichen Ausbildung sind nun lt. BerufsbildpositionNr. 2 und 10:Infektionserkrankungen und Notfall-Erkrankungen,wie: Schock, Atem- und Herzstillstand, Bewusstlosigkeit,starke Blutungen und Allergien.Diese Erkrankungen werden auch am Oberstufenzentrumbehandelt. Außerdem werdenam Oberstufenzentrum im Rahmen der Lernfelderbehandelt: Erkrankungen des Kreislaufsystems,der Atmungsorgane, des Verdauungssystem,der Ausscheidungsorgane, derGeschlechtsorgane, der Haut.In der Ausbildungsverordnung sind die Mindestinhalteeiner „Allround“-Fachkraft-Ausbildungfestgelegt, die in der Praxis vermitteltwerden müssen.Es ist notwendig, dass die Arztpraxenihrem jeweiligen Gebiet entsprechend ihreAuszubildenden umfassender ausbilden,denn in ihrer Ausbildungspraxis sollen dieArzthelferinnen in Arbeits- und Geschäftsprozessenzur Ausübung einer qualifiziertenberuflichen Tätigkeit befähigt werden, dieinsbesondere selbstständiges Planen, Durchführenund Kontrollieren sowie das Handelnim betrieblichen Gesamtzusammenhangeinschließt.So verlangt es die Zielstellung der Ausbildung.Dipl.-Med.-Päd. Gisela Ugé/ReferatsleiterinAusbildung Arzthelfer/innen9. Grundlagen der Prävention und RehabilitationDie Prävention hatte in der alten ABV nur einegeringe, untergeordnete Bedeutung.Die Arzthelferin sollte bei dieser Thematiknur Möglichkeiten zur Vorbeugung vonKrankheiten nennen, bei der Gesundheitsberatungmitwirken, Möglichkeiten der aktivenund passiven Immunisierung beschreibenund Möglichkeiten der Rehabilitationnennen können.Jetzt erfährt die Medizinische Fachangestellteeine viel stärkere Einbeziehung in diesbezüglicheAufgaben der Ausbildungspraxis.Sie soll nun u.a. befähigt werden, Patientenzu einer gesunden Lebensweise, zur Inanspruchnahmevon Früherkennungsmaßnahmenzu informieren und motivieren. Zieleund Möglichkeiten der medizinischen Rehabilitationunter Berücksichtigung der gesetzlichenVorgaben soll sie erläutern und beiBeantragung von Rehabilitationsmaßnahmenmitwirken.10. Handeln bei Not- und ZwischenfällenStatt wie früher bei Maßnahmen des Arztes inNotfallsituationen nur mitzuwirken, soll dieMedizinische Fachangestellte nun dem Arztdabei auch assistieren.Auszug aus Ausbildungsverordnung Medizinische Fachangestellte§ 4 AusbildungsberufsbildGegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten,Kenntnisse und Fähigkeiten:1. Ausbildungsbetrieb1.1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht1.2 Stellung des Ausbildungsbetriebes im Gesundheitswesen;Anforderungen an den Beruf1.3 Organisation und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes1.4 Gesetzliche und vertragliche Bestimmungender medizinischen Versorgung1.5 Umweltschutz2. Gesundheitsschutz und Hygiene2.1 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit2.2 Maßnahmen der Arbeits- und Praxishygiene2.3 Schutz vor Infektionskrankheiten3. Kommunikation3.1 Kommunikationsformen und -methoden3.2 Verhalten in Konfliktsituationen4. Patientenbetreuung und -beratung4.1 Betreuen von Patienten und Patientinnen4.2 Beraten von Patienten und Patientinnen5. Betriebsorganisation und Qualitätsmanagement5.1 Betriebs- und Arbeitsabläufe5.2 Qualitätsmanagement5.3 Zeitmanagement5.4 Arbeiten im Team5.5 Marketing6. Verwaltung und Abrechnung6.1 Verwaltungsarbeiten6.2 Materialbeschaffung und -verwaltung6.3 Abrechnungswesen7. Information und Dokumentation7.1 Informations- und Kommunikationssysteme7.2 Dokumentation7.3 Datenschutz und Datensicherheit8. Durchführen von Maßnahmen bei Diagnostik8.1 Assistenz bei ärztlicher Diagnostik und Therapie unterAnleitung und Aufsicht des Arztes oder der Ärztin8.2 Assistenz bei ärztlicher Therapie8.3 Umgang mit Arzneimitteln, Sera und Impfstoffensowie Heil- und Hilfsmitteln9. Grundlagen der Prävention und Rehabilitation10. Handeln bei Not- und ZwischenfällenBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang197


Kammerinformationen/Gesundheitspolitik2. Teil VerwaltungIn welchem Ausprägungsgrad sind die Verwaltungs-Ausbildungsinhaltein der Arztpraxiszu vermitteln?Wir setzen die Thematik mit den vier Berufsbildpositionender Verwaltung (Nr. 1, 5, 6,7) fort.Um den gewünschten Endqualifikations-Befähigungsgrad zu verdeutlichen, wurdenauch hier diesbezügliche Verben fett geschrieben.Ausbildungsinhalte, wie Arbeiten im Team,Zeitmanagement, Marketing und Dokumentationwurden neu bzw. auf höheremNiveau in die ABV aufgenommen.Die Auszubildende soll verstärkt eingebundenwerden in Maßnahmen, die der Entwicklungund Ausgestaltung von Leistungsangebotendes Ausbildungsbetriebes, der Förderung vonPatientenzufriedenheit und Patientenbindungdienen.Die administrativen und kommunikativen Fähigkeitender Auszubildenden sind stärkerauszuprägen, sie soll: beschreiben, erläutern,situations- und patientengerecht erklären,planen, organisieren, mitgestalten, beschaffen,kooperieren, anwenden, dokumentieren,überwachen, prüfen, bewerten, nutzen.Das Arbeitsprinzip der Wirtschaftlichkeitvon Betrieben ist neuer, wichtiger Ausbildungsinhalt.1. Ausbildungsbetrieb1.1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht1.2 Stellung des Ausbildungsbetriebes imGesundheitswesen; Anforderungen anden Beruf1.3 Organisation und Rechtsform des Ausbildungsbetriebes1.4 Gesetzliche und vertragliche Bestimmungender medizinischen Versorgung1.5 UmweltschutzIn dieser Berufsbildposition soll die MedizinischeFachangestellte u.a. Berufsbildung,Arbeits- und Tarifrecht erklären, arbeitsrechtlicheVorschriften beschreiben, wesentlicheInhalte des Arbeitsvertrages erläutern,die im Ausbildungsbetrieb geltenden Regelungenüber Arbeitszeit, Vollmachten, Weisungsbefugnissebeachten.Das wichtigste hier formulierte Lernziel istwohl die Befähigung zu lebensbegleitendemLernen als Voraussetzung für die beruflicheund persönliche Entwicklung.Erläutern, erklären, darstellen soll sie: rechtlicheGrundlagen des GWS, das System sozialerSicherung, Formen der Zusammenarbeitim GSW, soziale Aufgaben, ethischeAnforderungen von medizinischen Dienstleistungsberufen.Darüber hinaus soll sie berufsbezogeneRechtsvorschriften einhalten, wie z.B. dieSchweigepflicht, Möglichkeiten und Grenzender Delegation ärztlicher Leistungen darlegen,straf- und haftungsrechtliche Folgen beachten.Sie soll rechtliche und vertraglicheGrundlagen von Behandlungsvereinbarungenbei gesetzlich Versicherten und Privatpatientenbeachten und erläutern.Die Arzthelferin sollte lt. „alter“ ABV berufsbezogenemögliche Ursachen der Umweltbelastungnennen.Das Fähigkeitsniveau der MedizinischenFachangestellten ist höher: sie soll zur Vermeidungbetriebsbedingter Umweltbelastungenim beruflichen Einwirkungsbereichbeitragen, insbesondere mögliche Umweltbelastungendurch den Ausbildungsbetriebund seinen Beitrag zum Umweltschutz anBeispielen erklären, für den Ausbildungsbetriebgeltende Regelungen des Umweltschutzesanwenden.5. Betriebsorganisationund Qualitätsmanagement5.1 Betriebs- und Arbeitsabläufe5.2 Qualitätsmanagement5.3 Zeitmanagement5.4 Arbeiten im Team5.5 MarketingIn der „alten“ ABV fand man zum ThemaPraxisabläufe nur wenige Mindestinhalte.Nun wird mit dieser breitgefassten Berufsbildpositionwohl der deutlichste Qualitätssprunginnerhalb des Verwaltungsbereichsdurch Anpassung an die zeitgemäßen Anforderungenan eine Arztpraxis vollzogen.Die gewünschte verantwortungsvollere Integrationder Auszubildenden in den Praxisbetriebwird deutlich, sie soll: bei Planung,Organisation und Gestaltung von Betriebsabläufenmitwirken, zur Optimierung beitragen,Kooperationsprozesse mit externenPartnern mitgestalten.Sogar: Hausbesuche und Notdienste organisieren,Maßnahmen bei akuten Störungenund Zwischenfällen ergreifen, Arbeitsschrittesystematisch planen, zielgerecht organisieren,rationell gestalten, Ergebnisse kontrollierenund betriebliche Arbeits- und Organisationsmittelauswählen und einsetzen.In der „alten“ ABV findet man nur beim Thema„Labor“ einen einzigen Hinweis auf eineForm der Qualitätskontrolle.Nun wird dieser Bereich für die Ausbildungerschlossen, sie soll die Bedeutung des Qualitätsmanagementsfür den Ausbildungsbetrieberklären, Maßnahmen zur Qualitätssicherungim eigenen Verantwortungsbereichplanen, durchführen, kontrollieren, dokumentieren,bewerten; Patientenzufriedenheitermitteln und fördern.Bei der Verbesserung der Betriebs- und Behandlungsorganisationsoll sie mitwirken,eigene Vorschläge einbringen; das Verhältnisvon Kosten-Nutzen beachten.Im Zeitmanagement soll die Auszubildende eigeneVorschläge zur Verbesserung einbringenund Zusammenhänge von Selbst- und Zeitmanagement,Leistungssteigerung und Stress beachten.Beim Arbeiten im Team soll sie Zuständigkeiten,Entscheidungskompetenzen beachten,bei der Tagesplanung mitwirken und sogarTeambesprechungen organisieren und mitgestalten.Aufgaben im Marketing wurden ebenfallserstmalig aufgenommen: die Auszubildendesoll bei der Entwicklung und Ausgestaltungvon Leistungsangeboten des Betriebes – auchunter dem Aspekt des Dienstleistungserbringers– bei der Entwicklung und Umsetzungbetrieblicher Marketingmaßnahmen zur Förderungder Patientenzufriedenheit und beimAufbau einer Patientenbindung mitwirken.6. Verwaltung und Abrechnung6.1 Verwaltungsarbeiten6.2 Materialbeschaffung und -verwaltung6.3 AbrechnungswesenAuch bei den hier genannten Verwaltungsarbeitenist die angestrebte Kompetenz derAuszubildenden größer: so soll z.B. Posteingangund -ausgang bearbeitet (nicht nur,wie früher: vorbereitet) werden.Bei der Materialbeschaffung und -verwaltunggeht es nun nicht nur um Vorschriften aus demKaufvertragsrecht.Die Medizinische Fachangestellte soll: denBedarf an Waren und Materialien ermitteln,Angebote vergleichen, Bestellungen aufgeben.Der Wareneingang und -ausgang sollunter Berücksichtigung des Kaufvertragsrechtsgeprüft werden.198 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Kammerinformationen/GesundheitspolitikSie soll Abrechnungen organisieren, erstellen, prüfen, weiterleiten;Kostenerstattung für Verbrauchsmaterialien für die Patientenbehandlungorganisieren.Im Abrechnungswesen soll sie Zahlungsvorgänge abwickeln, überwachen,kontrollieren und dokumentieren, Leistungen nach Vergütungssystemenerfassen, den Kostenträgern zuordnen und kontrollieren,Abrechnungen unter Berücksichtigung des Sachleistungs- undKostenerstattungsprinzips organisieren, erstellen, prüfen, weiterleiten;Vorschriften der Sozialgesetzgebung anwenden, kaufmännischeMahnverfahren durchführen und gerichtliche Mahnverfahren einleitensowie Privatliquidation erstellen und dem Patienten erläutern.7. Information und Dokumentation7.1 Informations- und Kommunikationssysteme7.2 Dokumentation7.3 Datenschutz und DatensicherheitAuch diese Berufsbildposition ist – der Entwicklung im GSW geschuldet– in großem Umfang aufgenommen worden: die Auszubildendesoll Informations- und Kommunikationssysteme anwenden, Standard-und Branchensoftware einsetzen, Daten eingeben, pflegen,Möglichkeiten des internen und externen elektronischen Datenaustauschesnutzen.Sie soll Informationen unter Berücksichtigung von Rechtsvorschriftenund nach betrieblichen Vorgaben erfassen, auswerten, weiterleiten,archivieren, medizinische Dokumentations- und Klassifizierungssystemeanwenden.Die Patientendokumentation soll sie organisieren, Behandlungsunterlagenzusammenstellen, weiterleiten und dokumentieren.Sie soll Vorschriften und Regelungen zum Datenschutz anwenden,Daten sichern, Datentransfer verschlüsselt durchführen, Dokumenteund Behandlungsunterlagen sicher verwahren und die Aufbewahrfristenbeachten.Insgesamt sind Ausbildungsinhalte und die gewünschte beruflicheHandlungsbefähigung in den gleichgewichtigen medizinischen undverwaltungsbezogenen Tätigkeitsfeldern anspruchsvoller und umfassenderfestgeschrieben.Die Anpassung an moderne Bedingungen des Gesundheitswesens inder Patientenversorgung scheint gelungen.Wird der Beruf der Medizinischen Fachangestellten dadurch attraktiver?Alle ausbildenden Ärzte erhalten u.a. mit den neuen Vertragsunterlagen:· die Ausbildungsverordnung sowie· den Ausbildungsrahmenplan mit Kennzeichnung der Zwischenprüfungsinhalteund gleichzeitiger Übersicht, in welchen Lernfeldern ähnlicheAusbildungsinhalte am Oberstufenzentrum vermittelt werden.In den nächsten Ausgaben des Brandenburgischen Ärzteblattes werdenüber die Ausbildung der Medizinischen Fachangestellten weitereAusführungen zur Berichtsheftführung, zu Zwischen- und Abschlussprüfungsowie zur schulischen Ausbildung veröffentlicht.Dipl.-Med.-Päd. Gisela UgéReferatsleiterin Ausbildung Arzthelfer/innenHinweise zur Gleichwertigkeit der Berufsabschlüsse Arzthelferin/MedizinischeFachangestellte lt. Mitteilung der Bundesärztekammervom 10.05.2006· Nach Inkrafttreten der „Verordnung über die Berufsausbildungzum Medizinischen Fachangestellten/zur MedizinischenFachangestellten“ am 1. August 2006 gilt ab diesem Zeitpunktdie neue Berufsbezeichnung.· Diese ist allerdings im Gegensatz zu den Berufsbezeichnungenvon Gesundheitsfachberufen (wie z.B. Gesundheits- und Krankenpflegerin,Ergotherapeutin usw.) nicht gesetzlich geschützt.· Deshalb können sich ab 1. August 2006 alle Arzthelferinnengrundsätzlich Medizinische Fachangestellte nennen.· Eine Umschreibung der Arzthelferinnen-Prüfungszeugnissedurch die Ärztekammern ist nicht möglich.· Nach Auskunft des Bundesministeriums für Bildung und Forschungsind beide Abschlüsse bzw. Berufsbezeichnungengleichwertig, insbesondere auch deshalb, weil durch die neueAusbildung bzw. Bezeichnung kein vollkommen neuer Berufgeschaffen wird, sondern eine in der Gesundheitsversorgungstattfindende Umgestaltung in dem neuen Berufsbild lediglichnachvollzogen wird.· Es ist somit von fließenden Übergängen auszugehen.AnzeigeSOZIETÄT DR. REHBORN * RECHTSANWÄLTEBERLIN - DORTMUND - KÖLN - LEIPZIG - MÜNCHENWir geben bekannt, dass sich Herr Dr. Jäkel ab dem 1. Augustunserem Berliner Standort anschließt. Auf die Zusammenarbeitfreuen sich:Dr. med. Christian JäkelRechtsanwalt und ArztFachanwalt für MedizinrechtArztrecht, Vertragsarztrecht, Berufsrecht der Heilberufe,Vergütungsrecht, Arzneimittelrecht, MedizinprodukterechtKathrin MöllerRechtsanwältinArztstrafrecht, Familienrecht, Versicherungsrecht,Praxismietverträge, SchadensersatzrechtYvonne MarckhoffRechtsanwältinArzthaftungsrecht, Vertragsarztrecht, Arztstrafrecht,Versicherungsrecht, Berufsrecht der HeilberufeWir beraten im ärztlichen und zahnärztlichen Berufs-,Vertragsarzt- und Haftungsrecht sowie bei Kooperationen undgemeinsamer Berufsausübung einschließlich MVZ. Darüberhinaus verteidigen wir Ärzte und Zahnärzte gegen Vorwürfe inDisziplinar- und Strafverfahren. Gern beraten wir Sie auch zu denChancen und Risiken des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes.Kurfürstendamm 184, 10707 BerlinTel. 030/88 77 69-0, Fax 030/88 77 69-15E-Mail: zentrale@rehborn-b.dewww.dr.rehborn.deBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang199


Kammerinformationen/GesundheitspolitikZwischenprüfung der auszubildenden Arzthelfer/innen vom 29. März 2006Landesdurchschnitterreichte Punktmittelwerte im Frühjahr 2006 im Vergleich zu den Leistungen im Frühjahr 2005mögliche Punkte: 10 pro GebietGesundheitswesen Praxishygiene Apparate/Instrumente Anat./Phys./Path. Praxisorganisation Sozialgesetzgebung(7,40) 4,34 (7,54) 6,72 (7,36) 7,58 (6,32) 5,99 (7,05) 8,43 (7,31) 6,55Legende: Leistungen 2005 in Klammern gesetztAllgemeine Zwischenprüfungsbedingungen· Die Zwischenprüfung hat den Zweck einerKenntnisstandermittlung der Auszubildenden,um bei Kenntnislücken korrigierendauf die weitere Ausbildung einwirken zukönnen.· Das Ergebnis wird in erreichten Punktenausgewiesen, Noten werden nicht erteilt.· In der Zwischenprüfung bearbeiten dieAuszubildenden innerhalb von 120 Minutenje 10 Aufgaben in sechs Prüfungsgebieten.· Pro Gebiet sind 10 Punkte, insgesamt 60Punkte erreichbar.· Die Anzahl der richtigen Antworten wirdvorgegeben, die Aufgabe wird nach demPrinzip „Alles oder Nichts“ gewertet.· Die Zwischenprüfung wird überwiegend inprogrammierter Form abgelegt. Es werdeni.d.R. drei verschiedene Aufgabentypeneingesetzt:- Ein- oder Mehrfach-Auswahl aus vorgegebenenAntwortmöglichkeiten- Ein- oder Mehrfach-Zuordnung von Aussagen/Begriffenzu Sachverhalten- Freie Bezeichnung von medizinischenoder verwaltungstechnischen Begriffen,Sachverhalten, Rechenaufgaben usw.· Als „richtig“ wird die Aufgabe nur bewertet,wenn alle innerhalb der Aufgabe möglichenAntworten richtig gegeben wurden.In diesem Frühjahr wurde in der Zwischenprüfungvon 210 Teilnehmern ein Leistungsdurchschnittvon 3,5 erzielt. Diese Leistungenliegen um vier Zehntel unter den Ergebnissendes Vorjahres.AnzeigeIn der Zwischenprüfung werden zwar keineNoten vergeben, die ausgewiesenen Punktelassen aber eine Notenzuordnung zur notwendigenLeistungseinordnung zu.2001 war ein Notendurchschnitt von 2,8 erzieltworden, in den Folgejahre fielen dieLeistungen ab.Ergebnisse: 2002: 3,52003: 4,02004: 3,62005: 3,1Liegt die Wertung der Prüfungsleistung einesPrüflings unter 50 % der erreichbaren Punktzahl,entsprechen die Leistungen der Auszubildenund Umschüler nicht den Anforderungenund das Bestehen der Abschlussprüfungist in Frage gestellt.Die erreichten Leistungen der Auszubildendenspiegeln den Kenntnisstand in den sechsPrüfungsgebieten zur „Halbzeit“ der Ausbildungwider.Ausbildender und Auszubildender könnenAnsatz- und Schwerpunkte für die weitereAusbildung neu festlegen.Um diesen Prozess zu unterstützen, stellt dasReferat Ausbildung Arzthelfer/innen allenbetroffenen Auszubildenden und ihren ausbildendenÄrzten detaillierte Zwischenprüfungsauswertungenzur Verfügung.Praxisübernahme oder Nachfolgersuche?Wir schaffen Ihnen einen bundesweiten Markt!www.praxisboerse.deRufen Sie an oder mailen Sie!Ärztefinanzzentrum Berlin-BrandenburgKurfürstendamm 219, 10719 BerlinTel.: 030 / 88 77 50Info@aerztefinanzzentrum.deAufgabenstellungen in der Zwischenprüfungvom 29. März 2006Stichpunktartige Kurzfassung AufgabeNr. PrüfungsgebietAufgabentyp*Gesundheitswesen ( /10) Ausw. Freit. Abb.1 BMGS (BMG) mit vollem Wortlaut(Bundesministerium für Gesundheit)x2 Aufgaben der KV x3 Was ist ein Vertragsarzt? x4 „Geriatrie“ in die Umgangssprache übertragen x5 Allg. Auss. Berufsbildungsgesetz x6 Allg. Auss. Jugendarbeitsschutzgesetz x7 Allg. Auss. Jugendarbeitsschutzuntersuchungen x8 Allg. Auss. Behandlungsvertrag x9 Datenschutz und Datensicherung vonPatientendaten in der Praxisx10 Allg. Auss. Infektionsschutzgesetz xPraxishygiene ( /10) Ausw. Freit. Abb.11 Arbeitsschutz/hier Vor- und Nachbereitung Injektionen x12 rat. Energieverwendung in der Arztpraxis x13 Warnschild: Warnung vor radioaktiven Stoffen/ionisierenden Strahlen x x14 Festlegungen im Hygieneplan x15 Hygienische Händedesinfektion x16 Konzentration von Alkohol zu Desinfektionszwecken x17 Streptokokken benennen x x18 Heißluftsterilisation x19 Übertragungsart Tetanus x20 2 Virusinfektionskrankheiten nennen, vor denensich die Mitarbeiter im Gesundheitswesen besondersschützen müssenxApparate- u. Instrumentenkunde ( /10) Ausw. Freit. Abb.21 Instrumente zu Instrumentengruppenzuordnen (fassend und haltend)x22 Was bedeutet die Aussage: Nahtmaterial wird resorbiert x23 Wundspreizer benennen x x24 Organen entsprechendes Untersuchungsinstrumentzuordnen (Otoskop, Rektoskop, Zystoskop)x25 Temperatur Heißluftsterilisator x26 Allg. Auss. Dampfsterilisation x27 Allg. Auss. physikalische Therapie x28 Allg. Auss. Zentrifuge x29 Mikroskop/hier Funktion des Kondensors x30 Photometer/hier Form von Sammellinsen erkennen x xAnatomie, Physiologieund Pathologie ( /10) Ausw. Freit. Abb.31 Lage- und Richtungsbezeichnungen/hier Verlauf der Sagittal-Achsex32 Aufbau Fuß-Skelett/hier Fersenbeinund Sprungbein benennen x x33 Muskulatur/Beschreibung zuordnen(hier: Skelett-, Eingeweide-Herzm.)x34 Blutkreislauf x35 Blut/Blutgruppenantikörper im Serum Blutgruppe 0 x36 Vitalkapazität? x37 Nahrung/Mundspeichel (Wirkstoffe, Funktion) x38 „Diarrhoe“ deutscher Fachbegriff ? x39 Krankheitssymptom Ikterus bei ? x40 All. Auss. über Entzündungen xPraxisorganisation ( /10) Ausw. Freit. Abb.41 Portokosten Standardbrief Deutsche Post x42 Mindeststückzahl Infopost x43 Telekomm.-Dienste zuordnen(Anrufbeantworter/ISDN, freecall)x44 Telefontastatur/hier Rautetaste benennen x x45 Internet-Suchmaschine x46 PC-Tastatur/Funktionen hier „Esc“ x47 Stammdaten von Patienten x48 Alphabet. Ordnung Patientendatei x49 Grundsätze allg. Buchführung x50 Verwaltungsrechnen/hier Kleiderkostenzuschuss xSozialgesetzgebung (/10) Ausw. Freit. Abb.51 Zweige der gesetzl. Sozialversicherung x52 Solidaritätsprinzip als allg. Grundsatzgesetzl. Sozialversicherungenx53 Beispiele gesetzl. Krankenkassen x54 Fortzahlung der Ausbildungsvergütung bei Erkrankung x55 All. Auss. gesetzl. Pflegeversicherung x56 „Generationenvertrag“ als Prinzip gesetzl.Rentenversicherung benennenx57 Rentenversicherungsträger x58 Dauer Sperrzeit für Arbeitslosengeld x59 Fallbeispiele Leistungsträger gesetzl. Unfallversicherung x60 Leistungen der GKV bei Schwangerschaft u. Mutterschaft x*AufgabentypAus. Auswahl: 2 – 6 Antwortmöglichkeiten werden angeboten, davon sind max.3 Antworten auszuwählen/Anzahl der Antwortmöglichkeiten wird vorgegebenFrei: Freitext:freie Bezeichnung von med./verwaltungstechn. Begriffen,Sachverhalten, Rechenaufgaben u.s.w.Zuordnung: Ein- oder Mehrfach-Zuordnung von Aussagen/Begriffen zu SachverhaltenAbb. Abbildung200 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Arzt und RechtÄrztlicher Bereitschaftsdienst – auch Privatärzte sind verpflichtetDer ärztliche Bereitschaftsdienst, welcher indringenden Fällen die Behandlung erkrankterPersonen während der sprechstundenfreienZeiten sicherstellt, wird durch die KassenärztlicheVereinigung Brandenburg organisiert.Das bedeutet aber nicht, dass nur Vertragsärztezu diesem Bereitschaftsdienst herangezogenwerden können.Von Gesetzes wegen besteht auch für reinprivatärztlich im Land Brandenburg tätigeÄrzte nach § 31 Abs. 1 Nr. 2 Heilberufsgesetz(HeilBerG) i.V.m. § 4 Abs. 1 der GemeinsamenBereitschaftsdienstordnung derLandesärztekammer Brandenburg und derKassenärztlichen Vereinigung Brandenburg(GBDO) die Verpflichtung zur Teilnahme amärztlichen Bereitschaftsdienst.Diese Verpflichtung besteht ab Datum derPraxisaufnahme. Aufgrund steigender Zahlenvon Praxisschließungen ohne Nachfolgerund der damit einhergehenden geringenArztdichte im Land Brandenburg, muss inZukunft mit der verstärkten Heranziehungvon Nichtvertragsärzten zum Bereitschaftsdienstgerechnet werden.Lediglich aus schwerwiegenden Gründenkann auf Antrag eine Befreiung – auch teilweiseoder vorübergehend – erfolgen. DerAntrag ist beim Bereitschaftsdienstausschussder Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburgzu stellen (§ 7 Abs. 1 GBDO). Dies giltfür Vertragsärzte und Nichtvertragsärztegleichermaßen.Constance Sägner, AssessorinAus der Fallsammlung der norddeutschen SchlichtungsstelleHeute: Fehlbehandlung einer operationspflichtigen 4-Fragmentluxationsfrakturdes OberarmkopfesDie Vorstellung, dass man bei der konservativenBehandlung einer Oberarmkopffrakturbeim alten Menschen, unabhängig von derFrakturform, keinen Fehler machen könne, gehörtlängst der Vergangenheit an. Unter demAspekt des Anstrebens der Gewährleistungeiner weitgehenden Selbstversorgung solltenOberarmkopffrakturen, die ohne Repositionund ausreichende Stabilisierung unweigerlichzur in der Regel schmerzhaften Versteifungdes Schultergelenkes führen, auch bei altenMenschen operativ behandelt werden, sofernnicht Begleitkrankheiten ein unvertretbaresNarkose- bzw. Operationsrisiko bedingenoder der Patient die Operation ablehnt. In diesemSinne gelten heute folgende Formen derOberarmkopffrakturen als operationspflichtig:Die Mehrfragmentluxationsfraktur desOberarmkopfes, die instabile Oberarmkopfmehrfragmentfrakturmit Kalottenbeteiligung.Kasuistik:Eine 67-jährige Frau zog sich durch Sturz einenVerrenkungsbruch des linken Oberarmkopfeszu. Entsprechend der bildgebendenDiagnostik (Röntgen, CT), die in dem Krankenhausdurchgeführt wurde, in dem die primäreBehandlung der Fraktur erfolgte, handelte essich um eine 4-Fragmentoberarmkopftrümmerfrakturmit Luxation des Hauptfragmentesnach lateral. Die Patientin wurde primär ineinem Krankenhaus der Regelversorgung stationärbehandelt. Die Fraktur wurde geschlossenreponiert, was primär zu einer Stellungsverbesserungim Sinne einer gewissenAdaptation der ursprünglich stark disloziertenFragmente und zur Einstellung des Hauptfragmentesin die Schultergelenkspfanne führte.Diese Stellungsverbesserung wurde aber ausweislichder weiteren Röntgenkontrollen nichtgehalten. Die Fraktur „rutschte zusammen“(Verkürzung). Das Hauptfragment luxiertewieder. Mit dieser Frakturstellung wurde diePatientin nach fünfwöchiger stationärer Behandlungin hausärztliche Weiterbehandlungentlassen mit der Maßgabe krankengymnastischerÜbungsbehandlungen. Wegen desunbefriedigenden Behandlungsergebnissesveranlasste der Hausarzt kurzfristig die Vorstellungin einer unfallchirurgischen Klinik.Dort erfolgte einen Monat später bzw. zweiMonate nach dem Unfall die Fragmententfernungsowie die Implantation einer Oberarmkopfprothesein Verbindung mit einerPfannendachplastik. Eine stationäre Reha-Maßnahme schloss sich an. Es verblieb einFunktionsdefizit des linken Schultergelenkes.Die Patientin wirft den Ärzten der erstbehandelndenKlinik vor, die Fraktur nicht sachgemäßbehandelt zu haben. Hierdurch sei einZweiteingriff notwendig geworden. Bei primärkorrekter Behandlung hätte ein besseresfunktionelles Ausheilungsergebnis erzielt werdenkönnen.In dem von der Schlichtungsstelle in Auftraggegebenen unfallchirurgischen Gutachtenwird zunächst anhand der vorliegenden Röntgen-und CT-Aufnahmen die exakte Frakturdiagnosegestellt. Aufgrund der Röntgenseriesei davon auszugehen, dass spätestens nachder dritten Behandlungswoche das unzureichendeRepositionsergebnis mit der erneutenLuxationsstellung des Hauptfragmentes hättefestgestellt werden müssen. Bei diesem Befundwar voraussehbar, dass eine Versteifung desSchultergelenkes in funktionell ungünstigerStellung eintreten würde. Diese Situation erforderteeine operative Frakturbehandlung,um wenigstens eine Restfunktion des Schultergelenkeszu erhalten. Die Unterlassung deroperativen Frakturbehandlung wird als Fehlerbeurteilt. Der Patientin hätte bereits zu Anfangdie operative Behandlung nahegelegt werdenmüssen, da bei dem vorliegenden Frakturmustereine wirksame konservative Therapienicht möglich war. Standen im erstbehandelndenKrankenhaus entsprechende Behandlungsverfahrennicht zur Verfügung, so hättedie Patientin in einem entsprechend kompetentenKrankenhaus vorgestellt werden müssen.Als schadenersatzpflichtige Folgen desBehandlungsfehlers der unterlassenen primäroperativen Frakturversorgung werden die biszur operativen Behandlung zwei Monate nachdem Unfall erlittenen Schmerzen und Behinderungenbezeichnet. Ein fehlerbedingter Dauerschadenwird vom Gutachter verneint. Hierzuwird festgestellt: Eine völlige Wiederherstellungder Schultergelenkfunktion mit Schmerzfreiheitist bei derartigen Frakturen nicht möglich.Bei standardgemäßem Vorgehen wärenwohl frühzeitiger eine Reduzierung der Beschwerdenund eine Funktionsverbesserungerzielt worden. Die nach der Operation verbliebenenFunktionseinschränkungen könnenjedoch nicht mit ausreichender Sicherheit aufdie Versäumnisse vor der Operation der Frakturbezogen werden. Auch bei gut sitzendenSchulterendoprothesen verbleiben in der RegelFunktionseinschränkungen.Die Schlichtungsstelle folgte in allen Punktenden Wertungen des Gutachters und empfahleine außergerichtliche Regulierung.Dr. med. Kord WestermannÄrztliches Mitglied der Schlichtungsstellefür ArzthaftpflichtfragenHans-Böckler-Allee 330713 HannoverBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang201


FortbildungAngebotAkademie fürärztliche Fortbildungje 66 P FachkundeseminareRettungsdienst(anerkannte Bildungsfreistellungsveranstaltung)Voraussetzung für dieZulassung 12 Monateklinische Tätigkeit(Nachweis bitte einreichen)Wochenkurs25. Sept. bis 2. Okt. 200627. Nov. bis 4. Dez. 2006Teilnehmergebühr: je 420 €Ort: PotsdamKursleiter: A. Nippraschk,Neuruppin; Dr. med.G. Schrot, Treuenbrietzen;Dr. med. E.-G. Stellke,Beeskow40 P Seminar LeitenderNotarzt4. bis 8. Dez. 2006Teilnehmergebühr: 600 €Ort: CottbusKursleiter: A. Nippraschk,NeuruppinWeiterbildungskursAllgemeinmedizin12 P Block 18:29./30. Sept. 20068 P Block 19: 4. Nov. 2006Teilnehmergebühr: 8 €/StundeOrt: PotsdamKursleiter: Dr. med.R. Schrambke,Groß SchönebeckPsychosomatische Grundversorgung(80 Stunden)einschließlich Block 16 und 17Allgemeinmedizinlaufender Kurs16 P 16./17. Sept. 200616 P 21./22. Okt. 2006Teilnehmergebühr: 640 €Ort: Potsdamlaufender Kurs16 P 12./13. Aug. oder26./27. Aug. 200616 P 23./24. Sept. 200616 P 9./10. Dez. 2006Teilnehmergebühr: je 640 €Ort: Potsdam16 P 28./29. April 200716 P 12./13. Mai 200716 P 16./17. Juni 200716 P 22./23. Sept. 200716 P 3./4. Nov. 2007Ort : Potsdam16 P 7./8. Juli 200716 P 25./26. Aug. 200716 P 15./16. Sept. 200716 P 24./25. Nov. 200716 P 8./9. Dez. 2007Ort: PotsdamKursleiter:Dr. med. R. Kirchner,Cottbus40 P WeiterbildungskursAllgemeinmedizinBlock 16 und 1720./21. Jan. 2007 und24./25. März 2007Ort: CottbusKursleiter: Dr. med.R. Kirchner, Cottbusje 40 P WeiterführendePsychosomatik (40 Stunden)9./10. Sept. und2./3. Dez. 2006Teilnehmergebühr: 320 €23./24. Juni 2007 und14./15. Juli 2007Ort: CottbusKursleiter: Dr. med.R. Kirchner, Cottbus5 P Impf-Refresherkurszur Aufrechterhaltungder Impfberechtigung13. Dez. 2006,14.00 UhrOrt: DahlewitzTeilnehmergebühr: 70 €Kursleiter:Prof. Dr. med. H. Koch,Beeskow;Dr. med. R. Schrambke,Groß Schönebeck8 P Impf-Basiskurs25. Nov. 2006Ort: PotsdamTeilnehmergebühr: 120 €Kursleiter:Prof. Dr. med. H. Koch,Beeskow;Dr. med. R. Schrambke,Groß Schönebeck3 P Intensivvorbereitungauf die FacharztprüfungAllgemeinmedizin15. Nov. 2006,15.00 bis ca. 18.30 UhrTeilnehmergebühr: 60 €Ort: CottbusSchwerpunkte: Zulassungsvoraussetzung,Ablauf des Fachgesprächs,Schwerpunkte undUmfang, Literatur und Prüfungsvorbereitungfür interessiertePrüfungskandidaten zumFacharzt AllgemeinmedizinLeitung:Dr. med. R. Schrambke,Groß SchönebeckSozialmedizin58 P Aufbau D11. bis 22. Sept. 200656 P Grundkurs B6. bis 17. Nov. 2006Teilnehmergebühr: je 380 €Ort: BernauKursleiter: Prof. Dr. med.J.-U. Niehoff, PotsdamGrundkurs Palliativmedizinlaufender Kurs15 P Teil 3:25./26. Aug. 2006Ort: PotsdamTeilnehmergebühr:150 €/BlockSonographie-Kurse Abdomenund Retroperitoneumnach den Richtlinien derKassenärztlichen Bundesvereinigungund der DEGUM25 P Grundkurs19. bis 22. Okt. 2006je 23 P Aufbaukurs21. bis 24. Sept. 200616. bis 19. Nov. 2006Teilnehmergebühr: je 300 €Ort: PotsdamKursleiter: Prof. Dr. med.J. Hierholzer, Dr. med.W. Buchholz, PotsdamKurse im Strahlenschutz(anerkannte Bildungsfreistellungsveranstaltung)*17 P Grundkurs (Voraussetzungist die Teilnahmeam achtstündigen Einführungskursmit anschließender mindestenssechs Monate andauernderHospitation)18./19. Okt. 2006 in Cottbus*17 P Spezialkurs20./21. Okt. 2006 in Cottbus*Teilnehmergebühr: je 250 €9 P 8-Stunden-Röntgen-Aktualisierungskurs16. Sept. 20062. Dez. 2006Teilnehmergebühr: je 120 €17. März 200721. April 2007Ort: Dahlewitz5 P 4-Stunden-Röntgen-Aktualisierungskurs (2. Teil)31. Jan. 2007Ort: Carl-Thiem-KlinikumCottbus14. Febr. 2007Ort: Cottbus28.März 2007Ort: Klinikum Frankfurt (Oder)Teilnehmergebühr: je 60 €Kursleiter: Doz. Dr. med. habil.C.-P. Muth31 P EEG-Einführungsseminar3./4. Febr. und10./11. Febr. 2007Ort: Bad SaarowKursleiter: Prof. Dr. med.H.-G. Trzopek, Bad Saarow11 P QualifikationskursRehabilitationsrichtlinie2. Dez. 2006 inBad FreienwaldeKursleiter: Dr. med. G. Zander,Bad FreienwaldeTeilnehmergebühr: 95 €16 P QualifikationskursVerkehrsmedizinischeBegutachtung27./ 28. Okt. 2006Ort: PotsdamTeilnehmergebühr: 250 €Leitung: MR Dr. med. T. Kayser,Potsdam; MR PD Dr. sc. med.W. MattigFortbildung fürArzthelferinnen18. Okt. 2006, 15.00 UhrOrt: NeuruppinTeilnehmergebühr: 25 €Leitung: Dr. med. H. Wiegank,Neuruppin* Auskunft: LÄKB, ReferatFortbildung, PF 101445,03014 Cottbus,Fax: (0355) 7801044,E-Mail: akademie@laekb.de202 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Fortbildung2. Reha Forum des Vereins Oberlinhaus PotsdamBehinderung – Rehabilitation – SportIm Rahmen des Fachforums zum Thema „Behinderung– Rehabilitation – Sport“ lud dasReha Zentrum des Oberlinhauses Ärzte, Therapeutenund Betroffene ein, um über die Möglichkeitender ambulanten Rehabilitation undIntegration Behinderter zu diskutieren. Im Fokusder Frühjahrsveranstaltung standen diesmalTherapiemöglichkeiten für querschnittsgelähmteund amputierte Patienten.„Die medizinische Behandlung von querschnittsgelähmtenund amputierten Menschenbraucht ein integriertes Versorgungskonzept,das die Akutbehandlung, die Rehabilitationund lebenslange Nachsorge umfasst“, fassteder Leiter des Reha Zentrums des Oberlinhausesin Potsdam, Sigurd W. Doebel, zusammen.Ziel der Veranstaltung war es daher, dieverschiedenen Sichtweisen der Ärzte, Therapeutenund Patienten sowie Schwachstellender Versorgungskette aufzuzeigen. Symposiendes Oberlinhauses zeichnen sich durchihre Patientenorientierung aus. Zwei Betroffenemachten den Teilnehmern deutlich, welcheBedeutung der Rehabilitation zukommt.Behandlungsmöglichkeiten von QuerschnittsgelähmtenIm Rahmen der zur Querschnittssymptomatikführenden Verletzung oder Erkrankung kommtes zu einem zweiseitigen Schädigungsmusterim Rückenmark: Auf der einen Seite steht dasprimäre Trauma mit seinen Auswirkungen aufdas Rückenmark. Im Fokus der neurologischenForschung steht eine entsprechende Therapieder Sekundärschäden, auf die Dr. AndreasNiedeggen, Leiter des BrandenburgischenZentrums für Querschnittgelähmte in Beelitz-Heilstätten und des Behandlungszentrums fürRückenmarksverletzte im UnfallkrankenhausBerlin, ausführlich einging.Dr. Andreas Niedeggen,Leiter des BrandenburgischenZentrums fürQuerschnittgelähmtein Beelitz/Heilstättenund des Behandlungszentrumsfür Rückenmarksverletzteim UnfallkrankenhausBerlinDie operative Frühdekompressionhatzwar im Tierexperimentzu einer neurologischenErholunggeführt, in klinischenStudien (Klasse II undIII) aber wurden dieHoffnungen gedämpft.Denn es zeichnet sichlediglich eine möglicheneurologischeErholung ab. Wenn,wie in klinischen Studienprospektiv untersucht,der OP-Zeitpunktein bis 28 Tage nach Eintritt der Querschnittslähmungerfolgt, wurde unabhängigvon der Lähmungshöhe keine neurologischeVerbesserung festgestellt. In retrospektivenStudien, bei dem der Eingriff vier Stundenbis vier Wochen nach der Querschnittslähmungerfolgte, gab es bei Verletzungen imzervikalen Bereich deutliche, im thorakalenund lumbalen Bereich nur fragliche Verbesserungen.Verantwortlich für die sekundäre Myelonschädigungsind vaskuläre (Mikrozirkulation, Ischämie,Ödeme), biochemische (freie toxische Radikale,Glutamatfreisetzung, Untergang vonMitochondrien) und zelluläre Einflüsse (Retraktionder Axonstümpfe, Degeneration der Axone,Apoptose, Oligodendrozyten, Invasion vonMakrophagen und Neutrophilen sowie Entzündungen).Zur Neuroglia-Protektion wird Prednisoloneingesetzt, das Ödeme und Entzündungenverhindert und zu einer Reduktion von Glutamatund freien Radikalen führt.Die neurorestaurative Therapie bedarf einerintakten Myelinscheide für einen regelhaftenAnschluss des Axons. Mit ihr werden die Oligodendrozytengeschützt. Diese bisher nochim Experimentalstadion steckende Therapiewird mit Makrophagen durchgeführt.Die Neurorekonstruktion, die Transplantationvon Zellen und Gewebe, ist ein weiteres experimentellesVerfahren, das bisher nur fürtierische und fetale Stammzellen sowie olfaktorischeZellen angewendet wird.Eine Reihe von Proteinen sind mittlerweile als„Stop“-Proteine identifiziert worden. Dazugehören das NoGo-A, das Myelin-assoziierteGlycoprotein (MAG), das Oligodendrozyten-Myelin-Glycoprotein (O-Mgp) sowie Semaphorin.Diese Proteine stehen posttraumatischder Rückenmarkserholung entgegen und müssenneutralisiert werden.Die Ausbildung einer Kollagennarbe ist eineReaktion des Zentralen Nervensystems (ZNS)auf Verletzungen von Nerven- und Bindegewebszellen.Die ausgebildete Kollagennarbeist die Hauptursache für die Unterdrückungeines regenerativen Wachstums der Nervenfasernim ZNS. Das Regeneration PromotingTreatment (RPT) ist eine innovative neurotherapeutischeMethode, die die Ausbildung dieserregenerationsinhibierenden Narben verhindert.Im Tierversuch konnten einzelneNervenfasern wieder zusammenwachsen,erste klinische Studien laufen.Insofern wird die Zukunft vieler Querschnittsgelähmterzunächst weiter von einer optimalenRehabilitation abhängigsein. Der ehemaligeParalympic-Teilnehmer, Welt- undEuropameister imRollstuhlfechten UweBartmann erläuterte,welche Rolle die Rehabilitationund derSigurd W. Doebel,Leiter des Reha Zentrumsdes Oberlinhausesin PotsdamSport in seiner Behindertenlaufbahn eingenommenhaben. Nachdem er 1973 nacheiner Wirbelsäulen-OP einen komplettenQuerschnitt in Höhe von Th 3/4 erlitt, wurde eranschließend über ein Jahr in der Klinik undder Reha behandelt. Dabei profitierte er vondem ambitionierten Programm, mit dem erseine körperliche Leistungsfähigkeit aufbauteund den Umgang mit dem Rollstuhl erlernte.Doch dieses Behandlungsprogramm ist Geschichte:An eine stationäre Reha von achtMonaten ist heute nicht mehr zu denken. DerSpardruck zwingt Kliniken und Reha-Einrichtungen,ihre Patienten zügig zu behandeln undin die ambulante Betreuung zu entlassen.Bartmann kam über den Reha-Sport zum Leistungssport.Ohne die aufwändige und langwierigeReha, die ein vielfältiges Sportprogrammumfasste, hätte er nie den Sprung inden Nationalkader der Fechter geschafft. Erermutigte Ärzte und Therapeuten, ihre Patientenzu motivieren, sich trotz Behinderungsportlich zu betätigen und scherzte: „Nicht jedermuss gleich mit Leistungssport anfangen!“Das Oberlinhaus hat diese Idee bereits aufgenommenund plant, im diesem Jahr die Gründungeines Behindertensportvereins.Ursachen von Amputationen und ihre DurchführungAmputationen, einst die Domäne der Orthopädie,werden heute in der Mehrzahl in derGefäßchirurgie durchgeführt. PD Dr. RolandH. Wagner, Chefarzt der Abteilung für Gefäß-und Thoraxchirurgie am Klinikum Ernstvon-Bergmannin Potsdam, führte aus, dassGefäßerkrankungen heute der häufigsteAmputationsgrund sind. Die betroffenenPatienten sind in der Regel fortgeschrittenenAlters. Als Grunderkrankung findet sich beiihnen eine periphere AVK (50 %) oder einDiabetes (40 %). Am häufigsten werden dieauf jährlich 25.000 bis 50.000 geschätztenMajoramputationen in Deutschland bei Diabetikerndurchgeführt.Vor jedem Eingriff werde zunächst abgeschätzt,ob eine Revaskularisation in Betrachtgezogen werden kann. Eine Revaskularisationsei nur dann sinnvoll, so Wagner,Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang203


Fortbildungwenn die betroffene Extremität nach einerOP wieder gebrauchsfähig und belastbarwird. Die Gefäßchirurgie habe dabei großeFortschritte gemacht: Die Zahl der Amputationenist rückläufig, während Bypässe vonder Aorta bis in die Fußarterien prinzipiellmöglich sind. Und die meisten dieser Operationenweisen einen Langzeiterfolg auf:Nach allen Wagner vorliegenden Studienkonnte nachgewiesen werden, dass drei bisfünf Jahre nach der Bypass-OP über 60 %der Bypässe offen waren und in über 75 %der Fälle das Bein erhalten werden konnte.Andernfalls bleibe nur die Amputation.Wagner gab zu bedenken, dass die Amputationzwar ein schwerer Eingriff in dasLeben eines jeden Patienten bedeute, sie dafüraber im besten Fall zu einer anhaltendenBeschwerdefreiheit beim Patienten führenkann. Der Patient müsse je nach Ausmaß derAmputation während der Rehabilitation entsprechendesorthopädisches Schuhwerk erhaltenoder prothetisch versorgt werden.Peter Weymeyer ist auf den ersten Blick eineMischung aus Surfer und Biker. Braungebrannt,schulterlanges leicht graues Haar, Muscle-Shirtund dazu eine lockere Sprache – daszeichnet ihn aus. So fällt es trotz seiner Shortsnicht sofort auf, dass Weymeyer mit einerOberschenkelprothese lebt. Seit einem Motorradunfall1989, bei dem ihm ein Bein abgetrenntwurde, ist er auf die Prothese angewiesen.Aber Weymeyer war einer der Patienten,die sich aktiv mit ihrer Behinderung auseinandersetzen.Gezwungen, mit dem Hilfsmittelzu leben, wollte er sich nicht mit unausgewogenenModellen zufrieden geben. Und so besuchteer Reha-Messen und Orthopädie-Fachveranstaltungen,immer auf der Suche nachder perfekten Prothese. Bis ihm eines Tages einModell eines deutschen Herstellers ins Augefiel: „Ich nervte solange am Stand des Prothesenherstellersherum, bis er mir ein Exemplarzur Verfügung stellte.“ Das war der Beginn seinerZusammenarbeit mit dem Hersteller, beidem er bis heute als „Entwicklungspatient“ engagiertist.Weymeyer führte den Teilnehmern die verschiedenenModelle vor, erläuterte deren Stärkenund Schwächen und imitierte das Gangbildvieler Patienten, bevor und nachdem siebei ihm in der Gangschulung waren. „Selbstdie beste Prothese ist nichts wert, wenn es derPatient nicht lernt, mit diesem Hilfsmittel zugehen.“ Die Technik hat sich in den vergangenenJahrzehnten weiterentwickelt. Aus dem„Holzbein“ der Kriegsversehrten ist heute einHigh-Tech-Gerät geworden, das mikroprozessorgesteuertdie verschiedenen Abläufeder Bewegungsabläufe des Patienten erkenntund aktiv unterstützt. Trotzdem kennt Weymeyerdie Grenzen: „Eines kann auch die besteProthese bis heute nicht bieten – das fehlendeBein vollständig ersetzen“.Die meisten der amputierten Patienten sind inder Regel wesentlich älter und eingeschränkterals Peter Weymeyer. Sie brauchen in derNachsorge besonderen Zuspruch. Ihnen dieentsprechenden Hilfsmittel anzubieten undden Umgang mit der Prothese oder dem Rollstuhlbeizubringen, ist eine der wichtigstenAufgabe des Reha-Zentrums des Oberlinhauses.Querschnittsgelähmte wie auch Amputiertehaben hier die Möglichkeit, den Gebrauchihres Hilfsmittels ambulant undwohnortnah zu erlernen. „Die Nachsorge beiQuerschnittsgelähmten und Amputierten istdeshalb umbedingter Teil der Behandlung“,so der leitende Arzt des Reha Zentrums, SigurdW. Doebel. Zu den Angeboten des RehaZentrums des Oberlinhauses gehören deshalbambulante medizinische Rehabilitationsmaßnahmen,ambulante muskoloskeletaleRehabilitation, Anschlussheilbehandlungen,intensivierte Reha-Nachsorge sowie ambulantePhysiotherapie und Präventionskurse.Peter Weymeyer, oberschenkelamputierter„Entwicklungspatient“, führt die unterschiedlichenProthesen und ihren alltäglichen Einsatz vorReha-Sport als zusätzliche OptionDie Geschäftsführerin des Reha Zentrums imOberlinhaus Marit Schützendübel wies daraufhin, dass acht Prozent der deutschenBevölkerung behindert sind. Mehr als dieHälfte dieser Menschen sind im Rentenalter.Sie profitieren genauso wie berufstätigeBehinderte von der Rehabilitation: BehinderungsbedingteEinschränkungen werden soweit wie möglich rückgängig gemacht. Beiirreversiblen Einschränkungen lernen sie,diese funktionell zu kompensieren oderdurch Hilfsmittel auszugleichen und darüberhinaus, zukünftige Schäden zu vermeidenund mit unveränderbaren Symptomenbesser zu Recht zu kommen.Eine ambulante Rehabilitation kann nachOperationen, schweren unfallbedingten Verletzungen,chronischen Schmerzen oder neurologischenErkrankungen indiziert sein. Derverordnende Arzt sollte dabei darauf achten,dass täglich zwischen vier und sechs Stundenaktive Therapien erfolgen. Diese sollten sichaus Physiotherapie, medizinischem Training,Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung,psychologischer Beratung sowie ärztlicherBetreuung zusammensetzen und jeweilsauf die Bedürfnisse des einzelnen Patientenzugeschnitten werden.Schützendübel verwies darauf, dass das Sozialgesetzbuch(SGB) IX ergänzende Leistungenzur medizinischen Rehabilitation vorsehe.Ärzte können ohne Auswirkungen auf ihr HeilmittelbudgetReha-Sport in der Gruppe undunter ärztlicher Aufsicht verordnen. Bekannt istdiese Art der sportlichen Betätigung hauptsächlichals Koronarsport. Darüber hinaus erlaubtdas SGB IX verordnetes Funktionstrainingin Gruppen unter fachkundiger Anleitungund Überwachung von Physiotherapeuten.„Indem sich Ausdauer und Kraft vergrößern,sich Koordination und Flexibilität verbessern,findet der Patient einen besseren Zugang zusich und seiner Behinderung“, beschreibtSchützendübel die Vorteile. „Dadurch werdenFähigkeiten erworben und ausgebaut, um eineTeilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.“Rehabilitationssport· GKV-Leistung· 50 Einheiten in 18 Monaten· bei schweren Beeinträchtigungen120 Einheiten in 3 Jahren· bei Koronarsport 90 Einheiten in 2 Jahren· in der Rentenversicherung:· zeitliche Gewährung zwischen6 und 12 Monaten· Verordnung durch niedergelasseneÄrzte außerhalb des Budgets· Folgeverordnungen sind möglich.Das Reha Zentrum im Oberlinhaus ist ein100 %iges Tochterunternehmen des VereinsOberlinhaus und Vertragspartner aller gesetzlichenKrankenkassen und Rentenversicherungsträger.Der Verein Oberlinhaus istein eigenständiges diakonisches Dienstleistungsunternehmenmit Betreuungs- und Bildungsangebotensowie Einrichtungen zurschulischen, beruflichen, medizinischen undsozialen Rehabilitation.www.oberlinhaus.deDr. med. Daniel RühmkorfMedizinjournalist, Berlin204 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


FortbildungÄrztliche Aufgaben bei einem Verdacht auf KindesmisshandlungPD Dr. med. habil. Thomas Erler„Man sieht bzw. diagnostiziert nur, was mankennt und was man kennen will“EinleitungTrotz vermehrter Diskussion in der Öffentlichkeitund zahlreicher Initiativen in der Ärzteschaftgilt auch heute noch: Ärzte diagnostiziereneine Kindesmisshandlung viel zu selten,sie scheuen die Zusammenarbeit mit nichtärztlichenOrganisationen und sorgen sich um dierechtlichen Folgen bei Aufdeckung einer Misshandlung.Jedem mit der Erstbehandlung vonKindern befassten Arzt muss das Syndrom derKindesmisshandlung bekannt sein. Für den klinischtätigen Arzt, aber besonders auch fürden niedergelassenen Kollegen ist es wichtig,an die Symptome der Kindesmisshandlungebenso rasch und entschlossen zu denken wiean den banalen Infekt. Für den Mediziner ist eswichtig zu wissen, dass ihn die Kenntnis vonMisshandlungsformkörperliche Misshandlungsexuelle Ausbeutungpsychische MisshandlungVernachlässigung(Deprivation)Münchhausen Stellvertreter-Syndromeinem Misshandlungsdelikt mitten hineinziehtin das Spannungsfeld menschlicher Konfliktsituationen,ob er will oder nicht.SystematikPrinzipiell sind fünf verschiedene Formen derGewalt zu unterscheiden. In Tabelle 1 sindBesonderheiten der unterschiedlichen Misshandlungsformenaufgeführt, die im Verdachtsfallrichtungsweisend sein können undbeachtet werden sollten.Epidemiologie, praktisches VorgehenTrotz weniger epidemiologischer Untersuchungenkönnen bei etwa zwei bis drei Prozentaller stationären pädiatrischen PatientenSymptome von Misshandlung und/oderVernachlässigung gefunden werden. DieHäufigkeit steigt auf das Dreifache an, wennman die Klinikpopulation systematisch undgezielt untersucht.Kinder als Gewaltopfer werden in der ärztlichenPraxis eher selten erkannt. Im Rahmeneines zweijährigen Projekts, in dem in 26 pädiatrischenPraxen Hamburgs u.a. nach Gewaltfällengegen Kinder gesucht wurde, fandensich folgende Ergebnisse: im Verlauf vondrei Wochen ist mit mindestens einem Verdachtauf seelische Beeinträchtigung, innerhalbvon zwölf Wochen mit einem Verdachtauf sexuellen Missbrauch zu rechnen.Als orientierende, grobe Handlungsrichtliniekann das folgende Schema dienen. Prinzipiellbleibt allerdings zu beachten, dass jeder Fallvon tatsächlicher oder vermuteter Kindesmisshandlungals individueller Fall zu betrachtenund zu behandeln ist und demzufolge auchspezifische Reaktionen des involvierten Arzteserfordert.Besonderheitenkörperlicher Status bei entkleidetem Kind· Rückfall in Kleinkind-Verhalten (Regression)· spezifische Infektionen imAnogenitalbereich· bei körperlicher Untersuchung kaumdiagnostizierbar, trotzdem wichtig(Unversehrtheit!)VerhaltensauffälligkeitenTabelle 1: Verschiedene Misshandlungsformen und deren Besonderheitennicht organische Wachstumsstörung„everyone’s friend“, „frozen watchfulness“· schwere mütterliche Persönlichkeitsstörung· 50 % ZNS-SymptomeDer besondere FallMit der Schilderung des Ablaufs, den Folgenund dem endgültigen Ausgang eines besonderstragischen Falls von Kindesmisshandlungwird ein praktisches Beispiel möglicher ärztlicherReaktion gegeben.In den frühen Abendstunden wurde der Rettungsdienstzu einem knapp vier Monatealten weiblichen Säugling gerufen, der beimVerabreichen der Flaschenmahlzeit plötzlichblau geworden und „weggeblieben“ sei. Animationsmaßnahmender Mutter endetenohne dauerhaften Erfolg. Der hinzugezogeneNotarzt, der nach zwanzig Minuten eintraf,fand ein auf seiner Milchflasche liegendes,bewusstloses Kind ohne Spontanatmung vor.Unter Verdacht auf Aspirationsereignis mitAtemstillstand erfolgten primär Reanimationsmaßnahmenund der sofortige Transportin die Klinik.Die Patientin wurde nach komplikationslosemSchwangerschaftsverlauf von einer 19-jährigenMutter in der laufenden 36. SSW per Sectiocaesarea (wegen Beckenendlage und nichtaufzuhaltender Wehentätigkeit) mit zufriedenstellenderpostnataler Adaption geboren (Geburtsgewicht2100g, Länge 45cm, APGAR8/10/10/10, Nabelschnur-pH 7,27). Leichterespiratorische Anpassungsstörungen konntensymptomatisch behandelt werden, die Entlassungins häusliche Umfeld erfolgte in klinischunauffälligem Allgemeinzustand. Die weitereEigenanamnese verlief ab dem Entlassungszeitpunktohne Besonderheiten.Das Kind wurde von einer Tagesmutter betreut;die Kindesmutter, in einer Lebensgemeinschaftmit dem Vater des Kindes lebend,ging aus finanziellen Gründen ihrer ursprünglichenBeschäftigung als Hauswirtschaftshilfenach. Am Ereignistag hatte die Mutter ihrKind um 16 Uhr abgeholt, um beim behandelndenKinderarzt zur U4 und der zweitenRegelimpfung (TDPP + HiB) vorstellig zu werden.Alle bisherigen Untersuchungen warenfristgemäß durchgeführt worden.Das Kind befand sich bei jetziger stationärerAufnahme in einem bedrohten Allgemeinzustand,war künstlich beatmet, reagierte nichtauf äußere Reize und bot rezidivierend zerebraleKrampfanfälle. Dieser dramatische Befundgab Anlass zu sofortiger, umfangreicherDiagnostik. Die Suche nach Infektionsparameternin Blut und Liquor ergab keinen Anhalt füreinen aktuellen oder kürzlich stattgefundenenProzess. Screening nach Stoffwechselerkrankungenbzw. Erkrankungen, die mit einer erhöhtenBlutungsneigung assoziiert sind, bliebohne positives Ergebnis. Im EEG ließen sich wederAnfallsmuster noch mögliche Herde abgrenzen.In der Computertomographie desBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang205


FortbildunggemeinsamePräventionsstrategieTherapieExpositionsprophylaxeVerlaufskontrolleSchädels imponierten ein parieto-occipital, supratentoriellbetontes Hirnödem sowie frontaleund occipitale jeweils epi- und subdurale Blutauflagerungen.Intrazerebral konnte keine eindeutigeBlutung verifiziert werden. Die Kontrolluntersuchungzeigte neben den bekanntenBlutungsherden einen insgesamt aufgehobenenMark-Rinden-Kontrast, ein beginnendes Hirnstammödemsowie lediglich eine Restperfusionin der linken Kleinhirnhemisphäre sowie imHirnstammbereich. Auf Grund des CT-Befundesund der sonst ergebnislosen Ursachensuche erhärtetesich der Verdacht auf ein traumatischesEreignis bzw. auf ein unmittelbar vor Aufnahmestattgefundenes Schütteltrauma.Im klinischen Verlauf zeigte die Patientin deutlicheSymptome einer spastischen Zerebralparesesowie eine Vielzahl neurologischer Auffälligkeitenwie Hyperreflexie, unerschöpflicheKloni, verbreiterte Reflexzonen, fehlenden aktivenLidschluss und erloschene Wimpern- undCornealreflexe (Abb.1). Wöchentliche schädelsonographischeKontrollen zeigten eine Dilatationder liquorführenden Räume, eine Vielzahlporenzephaler Defekte und aufgehobeneGyrierung (Abb.2). Lediglich über dem Frontalhirnließ sich im EEG vereinzelt noch Aktivitiätnachweisen, optisch und akustisch evoziertePotenziale konnten ebenfalls nicht detektiertwerden. Wegen des fehlenden Saug- undSchluckreflexes in Kombination mit einer Ösophagusatoniebei zentraler Koordinationsstörungmusste die Nahrung sondiert werden. Beiausgeprägtem Stridor nach Langzeitbeatmungkonnte das Kind nach mehreren frustranenVersuchen vom Respirator entwöhnt werdenund atmete spontan über einen nasotrachealliegenden Tubus. Die Ansammlung von Sekretim Naso-Pharyngeal-Raum erforderte eineAbsaugbereitschaft.Die zwischenzeitliche Stabilität des klinischenZustandes wurde als Anlass für eine Rehabilitationsbehandlunggenutzt, die jedoch aufGrund von nicht beherrschbaren Atmungsproblemennicht fortgesetzt werden konnte. BeiRückübernahme imponierten neben dem bekanntenZustand des Kindes klinische Zeicheneiner pneumonischen Infiltration unter bereitseingeleiteter Antibiotikatherapie.Nach progredienter Verschlechterung des Allgemeinzustandesmit beginnendem Tonusverlust,fehlender Lichtreaktion der Pupillen undSchnappatmung mussten wir nach 49 Behandlungstagenden Exitus letalis des Kindeskonstatieren.Den Kindeseltern wurde erklärt, dass dieKrankheit selbst sowie der Krankheitsverlaufnur durch die Einwirkung äußerer Gewalt zuerklären sei. Ohne ausgesprochene Schuldzuweisungenärztlicherseits betonten die Eltern,niemals bei ihrem Kind Gewalt angewendetzu haben. Wegen der unklaren Situationempfahlen wir ihnen bei der örtlichen Polizeibehördeeine Anzeige wegen Körperverletzunggegen Unbekannt zu erstatten, die Mutterbefolgte diesen Rat.Dem Verdacht eines Schütteltraumas gegenübergestellt,musste die Kindesmutter ein derartigesEreignis eingestehen – wegen anhaltendenSchreiens hatte sie ihr Kind durch ca.15-minütiges, kräftiges Schütteln zur Ruhebringen wollen. Die zuständige Stelle der Kriminalpolizeiund das Institut für Rechtsmedizinerhielten fallrelevante Informationen.Inzwischen wurde die 21-jährige, bereits wiederschwangere Mutter vom Cottbuser Landgerichtzu zwei Jahren Haft auf Bewährungverurteilt.DiskussionLebensbedrohliche Situationen bei Kindernsind relativ seltene und deshalb auch gefürchteteEreignisse. Noch weniger tretenvitalitätsgefährdende Notfälle im Säuglingsalterauf. Meist handelt es sich bei den betroffenenKindern um sogenannte apparentlylife-threatening events (ALTE = nahezu lebensbedrohlichesEreignis), die zu einem hohenProzentsatz (ca. 60 bis 80 %) Ausdruckeiner bis dahin nicht diagnostizierten Krankheitsind. Häufig weisen aber anamnestischeBesonderheiten auf Risikofaktoren hin, die miteiner erhöhten Inzidenz lebensbedrohlicherEreignisse korrelieren, so z.B. ehemals extremeFrühgeburtlichkeit, Vorliegen einer GastroösophagealenRefluxkrankheit, Krampfleiden,frühkindlicher Hirnschaden u.ä. Beijedoch völlig gesunden und bis dato normalentwickelten Säuglingen sind akute, lebensbedrohlicheNotfallsituationen besonders rarund sollten den involvierten Arzt zu gründlicherHinterfragung veranlassen.Vorgehen des ArztesDiagnose (DD)Informationdes Sorgeberechtigtenkeine gemeinsamePräventionsstrategiekeine Lebensgefahr:MELDUNGGesundheitsamtJugendamtLebensgefahr:ANZEIGEPolizeiStaatsanwaltschaftAbbildung 1: Schema des ärztlichen Vorgehens bei Verdacht auf KindesmisshandlungIm vorgestellten Fall handelte es sich um einnahezu reif geborenes Kind (36. Schwangerschaftswoche),welches sich bis zum aktuellenNotfall normal entwickelt hatte. Das von derKindesmutter geschilderte Aspirationsereignisbeim Flasche trinken mit anschließendemAtemstillstand ist unwahrscheinlich und solltedeshalb begründete Skepsis aufkommen lassen.Dabei ist es sinnvoll, sich die detailliertenUmstände im häuslichen Milieu genau einzuprägen:wie ist die Auffindsituation zu beurteilen,welchen Eindruck machen die häuslichenBedingungen, wie wirken und reagierendie Kindeseltern oder Pflegepersonen etc.Nicht versäumt werden darf eine gründlicheGanzkörperuntersuchung des Kindes noch inAnwesenheit der Eltern: Suche nach äußerenZeichen von Gewalteinwirkung (Hämatomean den Oberarmen, im Thoraxbereich, amSchädel, Hinweise auf Frakturen u.ä.).Kommt ein bis zum Akutereignis gesunderSäugling ohne äußere Verletzungszeichen unerwartetin einen lebensbedrohlichen Zustandmuss neben einem sog. ALTE oder einem drohendenSID (sudden infant death = plötzlicherKindstod) auch immer eine mögliche Kindesmisshandlung,z.B. ein Schütteltrauma, in differenzialdiagnostischeÜberlegungen einbezogenwerden.Seit den Veröffentlichungen von Caffey undGuthkelch sind die pathogenetischen Verletzungsvorgängebeim Schütteln eines Säuglingsbekannt. Das „whiplash shaken infantsyndrome“ (Syn.: shaken baby syndrome)wird durch kräftiges Schütteln der meist anBrustkorb, Schultern oder oberen Extremitätengehaltenen Kindern verursacht. Dabeikommt es zu peitschenschlagähnlichen Bewegungendes Kopfes entlang der transversalen206 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Achse und zu Rotationsbewegungen. Auf Grund der Massenträgheitbleibt das kindliche Gehirn relativ zu diesen Bewegungen zurück, derAbriss von Brückenvenen und Berstungsrupturen von Gefäßen derweichen Hirnhäute mit konsekutivem subduralen, retinalen und/odersubarachnoidalen Hämatomen sind die zwangsläufige Folge. DerNachweis einer intrakraniellen und intraokulären Blutung bei Kindernohne anamnestisch und klinisch verifizierbare Verletzung, bei fehlenderPrimärerkrankung des Nervensystems, gelten als richtungsweisendfür die Diagnose eines Schütteltraumas.Bereits im häuslichen Milieu hat die klinische Diagnostik und die detaillierteDokumentation durch den Notarzt entscheidende Bedeutung beider Diagnosestellung, der sich dann eine forensische Beweissicherungin der Klinik anschließen muss. Mittels Magnetresonanztomographie,Computertomographie und Dopplersonographie durch die offene Fontanellekönnen innere Verletzungen nachgewiesen oder negiert werden.Erst nach Ausschluss angeborener Stoffwechselerkrankungen oder Gerinnungsstörungen,intrakranieller Gefäßmissbildungen, Blutungen infolgeentzündlicher Erkrankungen usw., ist ein Schütteltrauma als Blutungsursachein Betracht zu ziehen. In der amerikanischen Fachliteratur hatsich mittlerweile die Überzeugung etabliert, dass eine zu Hause entstandene,zum Tode oder schwerwiegender Symptomatik führende subduraleBlutung eines Säuglings bis zum Beweis des Gegenteils als Misshandlungsfolgeanzusehen ist, nämlich als Folge heftigen Schüttelns.Der in die häusliche Umgebung zu einem bedrohten Säugling gerufeneNotarzt ist kaum in der Lage, zwischen bedrohlicher Erkrankungund evtl. stattgefundener Misshandlung zu unterscheiden. Bezieht eraber nichtakzidentelle Ursachen in seine differenzialdiagnostischenÜberlegungen ein, kann er noch im heimischen Umfeld wichtige Hinweisefür den tatsächlichen Hintergrund der Notfallsituation registrierenund dokumentieren.ZusammenfassungGeschildert wird der Fall eines vier Monate alten, weiblichen Säuglings,der während der Flaschenmahlzeit plötzlich einen Atemstillstanderlitt. Reanimationsmaßnahmen waren zwar primär erfolgreich,trotzdem verstarb das Kind nach 49 Behandlungstagen an den Folgenausgedehnter intrakranieller Blutungen. Ausführliche differenzialdiagnostischeUntersuchungen führten zum dringenden Verdacht auf einSchütteltrauma, was die Kindesmutter bei späteren polizeilichen Ermittlungenbestätigte.Der Mediziner wird mit lebensbedrohlichen Situationen im Säuglingsalternur selten konfrontiert. Er soll deshalb sensibilisiert werden, beivitalbedrohten aber anamnestisch normal entwickelten, äußerlich unverletztenund gesunden Kindern in differenzialdiagnostische Überlegungenein Schütteltrauma einzubeziehen.Literatur beim Verfasser:Priv.-Doz. Dr. med. habil. Th. ErlerCarl-Thiem-Klinikum CottbusKlinik für Kinder- und JugendmedizinThiemstraße 111, 03048 CottbusAnzeigewww.praxisboerse.deBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang207


KVBB informiertLandesausschuss der Ärzte und Krankenkassenfür den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung BrandenburgÜbersicht der für weitere Zulassungen gesperrten Planungsbereiche/ArztgruppenDie Übersicht enthält die Entscheidungen des Landesausschusses mit Stand vom 02.06.2006 einschließlich des Beschlusses:*Die für Zulassungen gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen sind mit einem X gekennzeichnet.Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß der Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte eine Überversorgung dann angezeigt ist, wenn durch einen Vergleichzwischen der für den Planungsbereich maßgeblichen allgemeinen Verhältniszahl für die Arztgruppe und der für den Planungsbereich ermittelten örtlichenVerhältniszahl eine Überschreitung von 10 v.H. festgestellt wird. Insofern ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass für die in der Übersicht nochnicht gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen eine Unterversorgung angezeigt ist. Wir empfehlen daher dringend jedem niederlassungswilligen Arzt, sichvor der Antragstellung in der KV-Brandenburg, Geschäftsbereich Qualitätssicherung/Sicherstellung, über die jeweilige Versorgungssituation zu informieren.Planungsbereiche/ArztgruppenAnästhesie Augen ChirurgieFachä.InternFrauenHNOHautkrankKinder Nerven Orthopädie Psychoth.Potsdam/Stadt X X X X X X X X X X X 10* X X (2)Brandenburg/Stadt/Potsdam-MittelmarkX X X X X X X X X X X 4* X XHavelland X X X X X X X X X X 2* X XOberhavel X X X X X X X X X X X 5* X X (9)Ostprignitz-Ruppin X X X X X X X X X X X 1* X XPrignitz X X X X X X X X X X X 2* X XTeltow-Fläming (2) X X X X X X X X X 5* X XCottbus/Stadt X X X X X X X X X X X X (1)Dahme-Spreewald X X X X X X X X X X X 3* X XElbe-Elster X X X X X (1) X X X (1) X (1)Oberspreew.-Lausitz X X X X X X X X X X X 4* X XSpree-Neiße X X X X X X X X X X (1)Frankfurt/Stadt/Oder-SpreeX X X X X X X X X X X 7* X X XBarnim X X X X X X X X X X X 5* X XMärkisch-Oderland X (4) X X X X X X X X X 4* X X (21)Uckermark X X X X X X X X X X X 3* X XDiagn.Radiol.UrologieHausärzteNachzubesetzendeVertragsarztsitzeNach Anordnung von Zulassungssperren durch denLandesausschuss der Ärzte und Krankenkassen ist dieKV Brandenburg gem. § 103 Abs. 4 SGB V gesetzlichverpflichtet, auf Antrag Vertragsarztsitze zur Nachbesetzungauszuschreiben. Eine Garantie für eine wirtschaftlichePraxisführung nach Übernahme ist mit derAusschreibung nicht verbunden.30/2006; Innere Medizin (fachärztlich)Märkisch-Oderlandschnellstmöglich31/2006; Innere Medizin (fachärztlich)Frankfurt (Oder)St./Oder Spreeschnellstmöglich32/2006; HNO-HeilkundeFrankfurt (Oder)St./Oder Spreeschnellstmöglich33/2006; Innere Medizin (fachärztlich)Brandenburg a.d.H./St./Potsdam-Mittelmarkschnellstmöglich34/2006; AugenheilkundeBarnimschnellstmöglich35/2006; AllgemeinmedizinFrankfurt (Oder)St./Oder Spreeschnellstmöglich36/2006; Orthopädie Uckermarkschnellstmöglich37/2006; Innere Medizin (fachärztlich)Cottbus/Stadtschnellstmöglich38/2006; AugenheilkundePotsdam/Stadtschnellstmöglich39/2006; Innere Medizin (fachärztlich)Potsdam/Stadtschnellstmöglich40/2006; Kinder- u. JugendmedizinFrankfurt (Oder)St./Oder-Spreeschnellstmöglich41/2006; Kinder- u. JugendmedizinSpree-Neißeschnellstmöglich42/2006; NervenheilkundeSpree-Neißeschnellstmöglich43/2006; AllgemeinmedizinFrankfurt (Oder)St./Oder-SpreeschnellstmöglichNähere Informationen und Bewerbungsunterlagenerhalten Sie bei der Kassenärztlichen VereinigungBrandenburg, Ansprechpartnerin: Karin Rettkowski,Tel.-Nr.: 0331/23 09-320 oder 321.Die schriftliche Bewerbung für die ausgeschriebenen Vertragsarztsitzeist zwingend erforderlich. Sie muss die Bewerbungskennziffer,die Anschrift, die Telefonnummer, die Facharztanerkennung sowieAngaben zum möglichen Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.Unter dem Stichwort „Ausschreibung“ sind die Unterlagen bei derKV Brandenburg, Friedrich-Engels-Str. 103/104, 14473 Potsdam,einzureichen.Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, dass in der Wartelisteeingetragene Ärzte nicht automatisch als Bewerber für dieausgeschriebenen Vertragsarztpraxen gelten.Weitere Informationenüber Angebote für Praxisübernahmen können Sie unsererHomepage unter www.kvbb.de (Stichwort: Zulassung, Praxisausschreibungenbzw. Praxisbörse) entnehmen oder persönlich unterobiger Rufnummer erfragen.208 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


KVBB informiertAusschreibung der Versorgungsaufträge im Rahmen des Programms zurFrüherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screeninggemäß der Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Früherkennung von Krebserkrankungen („Krebsfrüherkennungs-Richtlinien“)und der Anlage 9.2 des Bundesmantelvertrags Ärzte (BMV-Ä) / Bundesmantelvertrags Ärzte/Ersatzkassen(EKV) für den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung BrandenburgDie Ausschreibung richtet sich an interessierteÄrzte der Fachgebiete· Diagnostische Radiologie· Radiologische Diagnostik· Radiologie· Frauenheilkunde und Geburtshilfe,die sich um die Übernahme des Versorgungsauftragsals Leiter („ProgrammverantwortlicherArzt“) einer Screening-Einheit bewerbenmöchten.I. Entstehung und Ziel des FrüherkennungsprogrammsMit dem Beschluss des Bundestages vom28.06.2002 erging der Auftrag des Gesetzgebersan die Spitzenverbände der Krankenkassenund die Kassenärztliche Bundesvereinigung,für die Einführung eines bundesweitenund bevölkerungsbezogenen Früherkennungsprogrammsvon Brustkrebs durch Mammographie-Screeningzu sorgen.Mit den entsprechenden Erweiterungen derKrebsfrüherkennungs-Richtlinien (Abschnitt BNr. 4), sowie den Änderungen der Bundesmantelverträge(Anlage 9.2 BMV-Ä/EKV), indenen weitere Einzelheiten der Ausgestaltunggeregelt sind, wurden die rechtlichen Voraussetzungenfür die Implementierung des Programmsgeschaffen. Veröffentlichungen derjeweils aktuellen Fassungen sind im DeutschenÄrzteblatt Heft 4, 23.01.2004 sowie Heft 18,06.05.2005 abgedruckt und können imInternet unter www.kooperationsgemeinschaft-mammographie.deabgerufen werden.Basis der Qualitätssicherung des gesamtenProgramms bilden die „European Guidelinesfor Quality Assurance in MammographyScreening“.Ziel des Früherkennungsprogramms ist diedeutliche Senkung der Brustkrebsmortalitätinnerhalb der anspruchsberechtigten Personengruppeder zwischen 50 und 69-jährigenFrauen.II. Regionale Gliederung des VersorgungsprogrammsDas Früherkennungsprogramm ist in regionaleVersorgungsprogramme aufgeteilt, die denGebietsgrenzen der Kassenärztlichen Vereinigungenentsprechen und von der jeweils zuständigenKassenärztlichen Vereinigung imEinvernehmen mit den Landesverbänden derKrankenkassen und den Ersatzkassen auf Landesebenein einzelne Screening-Einheiten untergliedertwerden. Zur Gewährleistung einerwirtschaftlichen und qualitätsgesicherten Versorgungsoll eine Screening-Einheit einen Einzugsbereichmit 800.000 bis ca. 1.000.000Einwohnern umfassen.Für das Bundesland Brandenburg sind entsprechendder Krebsfrüherkennungs-Richtlinienzwei Screening-Einheiten mit einerräumlichen Zuordnung auf der Basis der Altkreisstrukturwie folgt vorgesehen:Sc.-Einheit Nord/WestEinwohner: 1.298.606Frauen 50 – 69: 180.174Anspruchsberechtigte/a: 90.087Sc.-Einheit Süd/OstEinwohner: 1.269.699Frauen 50 – 69: 170.868Anspruchsberechtigte/a: 85.434Quelle: Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik 2004III. Struktureller AufbauEine Screening-Einheit besteht aus einer odermehreren Mammographie-Einheiten sowieeiner oder mehreren Einheiten zur Abklärungsdiagnostik.Sie wird von einem sog.„Programmverantwortlichen Arzt“ geleitet,dem die Übernahme des Versorgungsauftragesdurch die Genehmigung der KassenärztlichenVereinigung übertragen wurde.Eine auf Grundlage landesrechtlicher Bestimmungendurch die Kassenärztliche Vereinigungund die Landesverbände der Krankenkassenund Ersatzkassen in Abstimmungmit den Landesbehörden errichtete „ZentraleStelle“ lädt zur Teilnahme am Früherkennungsprogrammein.Daneben organisiert, koordiniert und überwachtdie von der Kassenärztlichen Bundesvereinigungund den Spitzenverbänden derKrankenkassen errichtete Kooperationsgemeinschaft„Mammographie in der ambulantenvertragsärztlichen Versorgung“ dieMaßnahmen im Rahmen des Früherkennungsprogramms.Sie untergliedert sich in bundesweit ca. vier bismaximal sechs regionale Referenzzentren, denendie Screening-Einheiten in gleichmäßigerVerteilung zugeordnet werden. Die Referenzzentrensorgen für die externe Überwachungder Qualitätssicherung, für die Fortbildung,Betreuung und Beratung der am Programmteilnehmenden Ärzte und radiologischen Fachkräfteund den Betrieb der Screening-Einheit.IV. Inhalt des VersorgungsauftragsDer Versorgungsauftrag umfasst die notwendigeärztliche Behandlung und Betreuungder Frauen einschließlich Aufklärung undInformation sowie die übergreifende Versorgungsorganisationund -steuerung. Erkann auch von zwei ProgrammverantwortlichenÄrzten, die in einer Berufsausübungsgemeinschafttätig sind, übernommen werden.Der Programmverantwortliche Arztkooperiert zur Erfüllung des Versorgungsauftragesmit anderen an der vertragsärztlichenVersorgung teilnehmenden Ärzten.Der Versorgungsauftrag beinhaltet gemäß AbschnittB, Nr.4 Buchstabe i, Absatz 1 derKrebsfrüherkennungs-Richtlinien folgende Aufgaben:· Kooperation mit der Zentralen Stelle, der KassenärztlichenVereinigung, der Kooperationsgemeinschaftund dem Referenzzentrum· Überprüfung des Anspruchs der Frau aufTeilnahme am Früherkennungsprogrammvor Erstellung der Screening-Mammographieaufnahme· Erstellung der Screening-Mammographieaufnahmen· Organisation und Durchführung der Befundungder Aufnahmen· Durchführung der Konsensuskonferenz· Durchführung der Abklärungsdiagnostik· Durchführung multidisziplinärer Fallkonferenzen· Ergänzende ärztliche Aufklärung· Organisation und Durchführung von QualitätssicherungsmaßnahmenDer Versorgungsauftrag ist umfassend undvollständig zu erfüllen.Die Voraussetzungen zur Ausführung undAbrechnung der Leistungen des EinheitlichenBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang209


KVBB informiertBewertungsmaßstabes, die dem Versorgungsauftragjeweils zugeordnet sind (§ 3 Abs. 4der Anlage 9.2 zum BMV-Ä/EKV), müssenvom Programmverantwortlichen Arzt erfülltund die Leistungen bei entsprechender Indikationsstellungnach Maßgabe der Anlage 9.2BMV-Ä bzw. EKV persönlich durchgeführtwerden. Hiervon ausgenommen sind Leistungen,die nach Anlage 9.2 BMV-Ä bzw. EKVvom Programmverantwortlichen Arzt veranlasstwerden können bzw. müssen. So kannder Programmverantwortliche Arzt die Teilschrittedes Versorgungsauftrages „Befundungvon Screening-Mammographieaufnahmen“sowie „Durchführung von Stanzbiopsien unterRöntgenkontrolle“ an andere am Früherkennungsprogrammteilnehmende Ärzte mit entsprechenderGenehmigung übertragen. BeimTeilschritt „Durchführung von histopathologischenUntersuchungen“ muss diese Übertragungerfolgen. Die Erfüllung des Versorgungsauftragessetzt das konsiliarischeZusammenwirken der am Programm teilnehmendenÄrzten voraus.V. Aufgaben des ProgrammverantwortlichenArztes im Einzelnen1. Kooperation mit den benannten StellenDer Programmverantwortliche Arzt kooperiertmit der Zentralen Stelle, von der die anspruchsberechtigtenFrauen schriftlich undunter Angabe genauer Orts- und Terminangabenzur Screening-Untersuchung eingeladenwerden. Er nennt z.B. der Zentralen Stelleregelmäßig freie Termine und Orte für dieScreening-Untersuchungen, so dass dieseden Kapazitäten der Screening-Stelle entsprechendeinladen kann. Außerdem übermitteltder Programmverantwortliche Arztregelmäßig Daten an das Referenzzentrum,die zur Evaluation der Leistungsindikatoren(u.a. Brustkrebsentdeckungsrate, Stadienverteilungder entdeckten Mammakarzinomeetc.) erforderlich sind. Die Zusammenarbeitmit der Kooperationsgemeinschaftbeinhaltet im Wesentlichen die Übermittlungvon Daten und Statistiken zur Evaluation desProgramms. Außerdem hat der ProgrammverantwortlicheArzt gegenüber der KassenärztlichenVereinigung Nachweise hinsichtlichder Qualitätssicherung zu erbringen.2. Information und Überprüfung vor Erstellungder Mammographie-AufnahmenMit der Einladung erhält die Frau ein Merkblatt,das sie über Ziele, Inhalte, Hintergründeund Vorgehensweisen des Früherkennungsprogrammsinformiert. Der ProgrammverantwortlicheArzt stellt sicher, dass eine Prüfungdes Anspruchs auf Teilnahme am Frühererkennungsprogrammsowie eventueller Ausschlusskriterienerfolgt.3. Erstellung der Screening-MammographieaufnahmenVor der Erstellung der Mammographieaufnahmenist anhand eines standardisierten Fragebogensdie Anamnese zu erheben.Die Screening-Mammographieaufnahmensind durch eine radiologische Fachkraft undunter verantwortlicher Leitung des ProgrammverantwortlichenArztes zu erstellen. Der ProgrammverantwortlicheArzt muss durch organisatorischeMaßnahmen sicherstellen, dasser unabhängig vom Ort der Erstellung derAufnahmen für die radiologische Fachkraft jederzeiterreichbar ist und erforderlichenfalls inangemessener Zeit vor Ort sein kann.Die Räumlichkeiten der Mammographie-Einheitdürfen zu den in den Einladungengenannten Zeiten ausschließlich für die Erstellungvon Screening-Mammographieaufnahmenbenutzt werden. Insbesondere klinischeUntersuchungen im Rahmen derFrüherkennung oder kurative Leistungen beieinem begründeten Verdacht auf eine maligneErkrankung der Brust dürfen zu diesen Zeitenkeinesfalls angeboten werden.4. Doppelbefundung der Mammographie-AufnahmenDer Programmverantwortliche Arzt ist darüberhinaus verpflichtet, eine Doppelbefundungder Screening-Mammographieaufnahmennach den Vorgaben des § 10 der Anlage9.2 BMV-Ä/EKV zu organisieren. Er hat sicherzustellen,dass zwei Ärzte unabhängigd.h. ohne Kenntnis des Befundes des anderenArztes sowie räumlich oder zeitlich getrenntvoneinander befunden.Die Ergebnisse der Doppelbefundung sindzusammenzuführen. Hat mindestens ein Arztdie Screening-Mammographieaufnahmenals „auffällig“ befundet und „Abklärungsbedarf“festgestellt, werden diese Aufnahmendurch den ProgrammverantwortlichenArzt in eine „Konsensuskonferenz“ eingebrachtund zusätzlich beurteilt.5. Durchführung der KonsensuskonferenzZiel der Konsensuskonferenz ist es, eine abschließendeund möglichst einheitliche Beurteilungder Screening-Mammographieaufnahmenvorzunehmen. Teilnehmer der Konsensuskonferenzsind insbesondere der ProgrammverantwortlicheArzt und die beiden Ärzte, die an derDoppelbefundung teilgenommen haben. Bestehentrotz eingehender kollegialer Beratungunterschiedliche Auffassungen, legt der ProgrammverantwortlicheArzt die abschließendeBeurteilung fest, um ggf. eine weitere Abklärungsdiagnostikdurchzuführen.6. Durchführung der AbklärungsdiagnostikDer Programmverantwortliche Arzt ist verpflichtet,mindestens einmal in der Woche eineSprechstunde zur Abklärungsdiagnostik durchzuführen,deren Ziel es ist, die in der Konsensuskonferenzfestgestellten auffälligen Befundedurch weitergehende Untersuchungen abzuklären.In der Sprechstunde erfolgen u.a.:· Information und Aufklärung der Frau· Erhebung der weitergehenden Anamnese· Indikationsstellung und ggfs. Durchführungder klinischen Untersuchung· ggfs. Einsatz weiterer bildgebender Verfahren(weitere mammographische Untersuchung,Ultraschalldiagnostik, kernspintomographischeUntersuchung)· ggfs. Durchführung einer Stanzbiopsie· ggfs. Veranlassung der entsprechenden histopathologischenUntersuchung7. Durchführung von multidisziplinären FallkonferenzenDie Übernahme des Versorgungsauftragesbeinhaltet ferner die Verpflichtung zur Durchführungeiner präoperativen und postoperativenmultidisziplinären Fallkonferenz mindestenseinmal in der Woche sowie dieVerantwortlichkeit des ProgrammverantwortlichenArztes für die Organisation und Durchführungvon Qualitätssicherungsmaßnahmen.8. Ergänzende ärztliche AufklärungSofern von Seiten der Frau noch weitere Fragen,z.B. zum Thema Strahlen- und/oder Datenschutzbestehen, hat der ProgrammverantwortlicheArzt dafür Sorge zu tragen, dassdie Frau darüber aufgeklärt wird.9. Organisation und Durchführung von QualitätssicherungsmaßnahmenDie Organisation und Durchführung von Qualitätssicherungsmaßnahmenbeziehen sich sowohlauf die fachliche Qualifikation als auchauf Maßnahmen zur technischen Qualitätssicherung,z.B.:· Die Übermittlung von Daten zur Überprüfungder Dedektionsraten etc. an das Referenzzentrumin dreimonatigem Abstand· Kollegiale Fachgespräche mit dem Referenzzentrum· Die Überprüfung der Mammographie-Aufnahmequalität· Kollegiale Gespräche mit der radiologischenFachkraft· Kollegiale Gespräche mit den befundendenÄrzten über halbjährliche Statistiken zufalsch positiven/negativen Befunden· Tägliche, wöchentliche und monatliche Konstanzprüfungender Bildqualität der Röntgendiagnostik10. Weitere AufgabenAußerdem ist der ProgrammverantwortlicheArzt zuständig für sämtliche Aufgaben, dieim Zusammenhang mit der Praxisorganisationanfallen, z.B. für210 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


KVBB informiert· Das Management und die Koordinationaller Abläufe in der Screening-Einheit· Das Personalwesen· Das Finanzwesen und Controlling· Das Datenmanagement, die Dokumentationund das BerichtswesenVI. Honorierung der Screening-LeistungenDie Landesverbände der Krankenkassen unddie KV Brandenburg haben sich auf folgende,von der Teilnahmequote abhängige Punktwerteverständigt:TQ unter TQ ab TQ ab TQ ab TQ ab40,5% 40,5% 50,5% 60,5% 70,5%Punkt- 4,9 4,8 4,7 4,6 4,5wert €-Cent €-Cent €-Cent €- Cent €-CentIn den Punktwerten ist ein Aufschlag von 10%zur Finanzierung der Referenzzentren und derKooperationsgemeinschaft sowie die KBV-Verwaltungskostenumlage enthalten.VII. AusschreibungsverfahrenDas Ausschreibungsverfahren wird gestuftdurchgeführt:1. Anforderung der Ausschreibungs-/BewerbungsunterlagenAn der Übernahme des Versorgungsauftragsbzw. der Funktion des ProgrammverantwortlichenArztes Interessierte erhalten die Ausschreibungsunterlagen,sofern sie als Angehörigeder eingangs genannten Fachrichtungenan der vertragsärztlichen Versorgung inBrandenburg teilnehmen und folgende Voraussetzungengemäß § 5 Abs. 1 Anlage 9.2BMV-Ä/EKV erfüllen und gegenüber derKassenärztlichen Vereinigung Brandenburgvollständig nachweisen:· Berechtigung zum Führen der Gebietsbezeichnungen„Diagnostische Radiologie“,„Radiologische Diagnostik“, „Radiologie“oder „Frauenheilkunde und Geburtshilfe“· Fachkunde für den Strahlenschutz nach§18a Abs. 1 und 2 der Röntgenverordnung· Erfüllung der fachlichen Voraussetzungenzur Ausführung und Abrechnung von Leistungender „kurativen“ Mammographie gemäßder Vereinbarung zur Strahlendiagnostikund -therapie nach §135 Abs. 2 SGB V· Erfüllung der fachlichen Voraussetzungenzur Ausführung und Abrechnung von Leistungender Ultraschalldiagnostik der Mammanach § 135 Abs. 2 SGB V.Soweit diese Voraussetzungen gegenüber derKassenärztlichen Vereinigung Brandenburgbereits nachgewiesen sind, ist ein erneuterNachweis nicht notwendig.Bei Erfüllung der grundsätzlichen Bewerbungsvoraussetzungenerhält der Bewerberdie Ausschreibungsunterlagen zugesandt.2. Einreichung der Bewerbungsunterlageneinschließlich eines Konzeptes zur Organisationund UmsetzungDas Konzept zur Organisation des Versorgungsauftragsmuss gemäß § 5 Absatz 2 derAnlage 9.2 BMV-Ä/EKV detaillierte Angabenenthalten zua) den persönlichen Voraussetzungen:- Teilnahme an einem multidisziplinärenKurs zur Einführung in das Früherkennungsprogrammgemäß Anhang 2 Nr.1 der Anlage 9.2 BMV-Ä/EKV- ggf. Tätigkeit im Rahmen des Früherkennungsprogrammsb) der Verfügbarkeit und den Qualifikationender im Rahmen des Versorgungsauftrageskooperierenden Ärzte und radiologischenFachkräfte in der Screening-Einheit- ggf. der Mitbewerber auf Übernahmedes Versorgungsauftrages im Rahmeneiner Berufsausübungsgemeinschaft- Vertreter (§ 32 Absatz 3 der Anlage 9.2BMV-Ä/EKV)- Ärzte, die veranlasste Leistungen übernehmen(Abschnitt C der Anlage 9.2BMV-Ä/EKV)- radiologische Fachkräfte (§ 24 Absatz2 der Anlage 9.2 BMV-Ä/EKV)c) sachliche Voraussetzungen, d.h. Planungund Stand der Praxisausstattung (§ 31 derAnlage 9.2 BMV-Ä/EKV), insbesondere- bauliche Maßnahmen, mobile Mammographieeinrichtungen- apparative Ausstattung (Röntgengerät(e)für Screening-Mammo-graphieaufnahmen,Geräte für die Abklärungsdiagnostik),(§§ 33 und 34 der Anlage 9.2BMV-Ä/EKV)Nach Überprüfung der ausgefüllten Unterlagenund des Konzepts wird bei Erfüllung derGenehmigungsvoraussetzungen unter den amAusschreibungsverfahren teilnehmenden Bewerbernnach pflichtgemäßem Ermessen dieGenehmigung zur Übernahme eines Versorgungsauftrageserteilt. Dies geschieht durchdie Kassenärztliche Vereinigung im Einvernehmenmit den Landesverbänden der Krankenkassenund den Verbänden der Ersatzkassen.VIII. Bewerbungsfrist für den VersorgungsauftragDie Frist für die Abgabe der Bewerbung bzw.des Konzepts endet am 01. Oktober 2006. Biszu diesem Zeitpunkt müssen die vollständigenBewerbungen mit den ggfs. notwendigenNachweisen eingegangen sein bei derKassenärztlichen Vereinigung Brandenburg– Fachbereich Qualitätssicherung –Gregor-Mendel-Straße 10 – 1114469 PotsdamStichwort:Bewerbung Mammographie-ScreeningBewerbungen, die nicht innerhalb der jeweilsgesetzten Fristen vollständig vorliegen, könnennicht berücksichtigt werden.Ansprechpartner:Frau Claudia Kintscher 0331/2309-377Frau Birgit Schultze 0331/2309-317IX. Auswahl der BewerberDie Kassenärztliche Vereinigung Brandenburghat bei der Auswahl der Bewerber vollständigeund fristgerecht eingereichte Konzepte zuberücksichtigen, die erkennen lassen, dass sichdie Anforderungen an ein Mammographie-Screening gemäß Abschnitt B Nr. 4 der Krebsfrüherkennungs-Richtliniensowie der Anlage9.2 BMV-Ä/EKV innerhalb des vorgegebenenZeitraumes und im Routinebetrieb aufrechterhaltenlassen. Unter mehreren Bewerbern hatdie Kassenärztliche Vereinigung im Einvernehmenmit den zuständigen Landesverbändender Krankenkassen den jeweiligen ProgrammverantwortlichenArzt nach pflichtgemäßemErmessen auszuwählen. Dafür sind persönlicheQualifikation des Bewerbers, Verfügbarkeitund Qualifikation der kooperierendenÄrzte sowie seiner Mitarbeiter in der Screening-Einheit,Praxisausstattung und -organisation,apparative Ausstattung sowie die geeigneteräumliche Zuordnung für die Versorgungmaßgeblich. Nur bei mehreren gleich geeignetenBewerbern, die einen Versorgungsauftragübernehmen wollen, entscheidet diebestmögliche regionale Zuordnung für dieVersorgung der Frauen.Die Genehmigung zur Übernahme einesVersorgungsauftrages ist mit der Auflage zuversehen, dass die Anforderungen an dieLeistungserbringung nach den Krebsfrüherkennungs-Richtlinienund dem BMV-Äbzw. EKV erfüllt werden und der Arzt an denfestgelegten Qualitätssicherungsmaßnahmensowie an den geforderten, regelmäßigenRezertifizierungen erfolgreich teilnimmt.X. Nachweis der KapazitätDie personellen und sachlichen Voraussetzungenzur Organisation des Versorgungsauftragsmüssen innerhalb eines Zeitraums von 9 Monatennach Erteilung der Genehmigung undvor Beginn der Übernahme des Versorgungsauftragserfüllt und nachgewiesen werden.Nach der Zertifizierung der Screening-Einheitdurch die Mammographie-Kooperationsgemeinschaftkann das Screening beginnen.Potsdam, 14. Juni 2006Kassenärztliche Vereinigung BrandenburgDer VorstandBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang211


LandesgesundheitsamtInfektionsschutzInfektionskrankheiten/Impfschutz/Krankenhaushygiene (Mai 2006 – Auszug)InfektionsgeschehenIm Mai wurden 14 Häufungen mit 288 Erkranktenaus 10 Kreisen gemeldet. Im Einzelnen:2 Norovirus-Häufungen mit 54 Erkrankten,3 Rotavirus-Häufungen mit 29 Erkrankten,eine MRSA-Häufung mit 8 Erkrankten und 8ätiologisch ungeklärte Häufungen mit 197 Erkrankten.Betroffen waren 3 Kindertagesstätten,eine medizinische Einrichtung, 9 AltenundPflegeheime sowie Schüler einer Schule.EinzelerkrankungenKlinisch-labordiagnostisch bestätigte Meningokokken-Erkrankungenmeldeten Cottbus,Spree-Neiße und Prignitz. Beim ersten Fallhandelte es sich um ein 1-jähriges Mädchen.Es war mit Erbrechen, Fieber und Nackensteifigkeiterkrankt. Im Liquor wurden mikroskopischgramnegative Diplokokken nachgewiesen.Beim zweiten Erkrankungsfall handelte essich um ein 16-jähriges Mädchen. Es war mitErbrechen, Kopfschmerzen, Fieber und Hauteinblutungenerkrankt. Im Liquor wurde Neisseriameningitidis (Serogruppe B) kulturellnachgewiesen. Die letztgenannte Erkranktewar ein 17-jähriges Mädchen (Symptomatik:Fieber, Erbrechen, Bewusstseinsstörung, Kopfschmerzen).Ebenfalls im Liquor wurde Neisseriameningitidis kulturell nachgewiesen. Beiallen Erkrankungsfällen erfolgte eine Rifampicinprophylaxebei einer unterschiedlichenAnzahl von Kontaktpersonen. Bei dem klinisch-labordiagnostischbestätigten Legionellose-Fallhandelte es sich um eine 42-jährigeFrau aus Teltow-Fläming, die mit einer Pneumonieerkrankt war. Die Diagnose konntemittels Legionella-pneumophila-Antigennachweisim Urin bestätigt werden. Eine klinischlabordiagnostischbestätigte Frühsommer-Meningoenzephalitis meldete Oberhavel. DerInfektionskrankheit Fälle Kumulativwert2.1.–28.5.2006Borreliose 49 232Campylobacter 94 466Chikungunya 2 4E. coli-Enteritis (ohne EHEC) 10 115FSME 1 1Legionellose 1 8Masern 2 4Meningokokken 3 10Norovirus-Erkrankung 198 1748Pertussis 88 695Rotavirus-Erkrankung 203 3790Salmonellose 107 523Tuberkulose 10 46* vorläufige Zahlen (durch Nachmeldungen kann es Differenzen zwischen derSumme der Einzelmonate und dem aktuellen Kumulativwert geben)15-jährige ungeimpfte Junge war mit grippeähnlichenBeschwerden einen Tag nach Rückkehraus Niederbayern erkrankt. Dort hatte ersich 10 Tage im Landkreis Regen aufgehalten.Ein Zeckenstich war anamnestisch nicht zuerheben. Zwei klinisch-labordiagnostisch bestätigteErkrankungen an einem Chikungunya-Fieber(kein hämorrhagischer Verlauf)meldete Potsdam. Bei dem einen Patientenhandelte es sich um einen 72-jährigen Mann,der während einer Urlaubsreise nach Mauritiusmit Gelenkschmerzen erkrankt war. Derzweite Fall betraf eine 66-jährige Frau. Siewar ebenfalls während einer Urlaubsreisenach Mauritius erkrankt (Gelenkbeschwerden,Abgeschlagenheit). Mittels IgM-Antikörpernachweiskonnte in beiden Fällen die Verdachtsdiagnosebestätigt werden. BeideErkrankte waren zu unterschiedlichen Zeitenverreist. Der klinisch-labor-diagnostisch bestätigteFall einer Ornithosebetraf einen 50-jährigen Mannaus Spree-Neiße, der mit einerPneumonie erkrankt war. Trotzumfangreicher Ermittlungendurch das Gesundheitsamtkonnten keine Hinweise aufeine mögliche Infektionsquellegefunden werden. Eine Informationan das zuständige Veterinär-und Lebensmittelüberwachungsamtist erfolgt.BorreliosenIm Mai wurden 49 Borreliosengemeldet. Bei 21 Erkranktenwurde ein Erythemamigrans, bei 2 Patienten einefrühe Neuroborreliose und bei 8 Erkrankteneine Arthritis diagnostiziert. Für die übrigenPatienten wurden allgemeine Angaben (z.B.Muskelschmerzen, rheumatische Beschwerden,Myopathie) gemacht. Einen Zeckenstichkonnten 31 Betroffene in der Anamnese angeben.Borreliosen 2005 (Kurz-Info mit Abbildung)Im Berichtsjahr wurden 2345 Erkrankungengemeldet. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um13,7 % (2004: 2024 Erkrankungen). Bei1762 Patienten (75,1 %) wurde ein Erythemamigrans und bei 33 Erkrankten (1,4 %) einefrühe Neuroborreliose diagnostiziert.Einen Zeckenstich konnten 1660 Betroffene(70,8 %) in der Anamnese angeben.Betroffen waren alle Kreise. Die meisten Erkrankungsfällewurden aus Oder-Spree (362E) und Märkisch-Oderland (265 E) gemeldet,die wenigsten aus Oberspreewald-Lausitz(53 E) und Brandenburg/Havel (26 E). Derjahreszeitliche Verlauf ist in der Abbildungdargestellt.MENINGOKOKKEN-ERKRANKUNGEN 2005 (Kurz-Info)Im Berichtsjahr wurden 23 Fälle einer Meningokokken-Erkrankunggemeldet, ein Patientim Alter von 16 Jahren ist verstorben (Waterhouse-Friderichsen-Syndrom).Das sind deutlichmehr Erkrankungen als im Jahr zuvor(2004: 13 Fälle). Von 20 typisierten Meningokokkenbefundenkonnte die größte Anzahlder Serogruppe B (15 Fälle) zugeordnet werden.An zweiter Stelle liegt die Serogruppe Cmit 5 Nachweisen. Bei 3 Fällen erfolgte keineserologische Differenzierung.212 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


AktuellAusschreibung „MitarbeiterfreundlichesKrankenhaus“Bereits zum vierten Mal schreibt der Hartmannbundden ideellen Preis „MitarbeiterfreundlichesKrankenhaus“ aus. Ausgezeichnet werdenKliniken, die auch in der aktuellen schwierigenSituation die Interessen ihrer Mitarbeiter wahren.Bewertet werden die Arbeitsbedingungender Ärzte sowie des Pflegepersonals.Die Krankenhäuser können sich sowohl selbstbewerben als auch durch andere vorgeschlagenwerden. Die Kliniken erhalteneinen Fragebogen, anhand desseneine Vorauswahl getroffen wird.Anschließend erfolgen telefonischeInterviews und nach der Endauswahleine Begehung der Klinik. DieBögen werden anonymisiert ausgewertet.Bewerbungsschluss istder 30. August 2006.Der Fragebogen kann telefonisch(030/20 62 08-11), per Fax(030/20 62 08-14) und über dieHomepage des Hartmannbunds(www.hartmannbund.de) abgerufenwerden.Neuer Vorstandsvorsitzenderder AOK BrandenburgDer 49-jährige KrankenkassenfachwirtFrank Michalak ist zumneuen Vorstandsvorsitzenden derAOK Brandenburg gewählt worden.Er tritt damit die Nachfolgedes Mitte April verstorbenen WolfgangNiebuhr an. Michalak ist seitGründung in leitenden Funktionenbei der Kasse tätig. Zuletzt hat erden Unternehmensbereich ZentraleServices geleitet.Berliner Gesundheitspreis2006Unter dem Motto „Im hohen Alterzu Hause leben – Herausforderungenfür die ambulante medizinischeVersorgung“ wird in diesem Jahr der BerlinerGesundheitspreis ausgelobt. DieInitiatoren – der AOK-Bundesverband, dieAOK Berlin und die Ärztekammer Berlin – sucheninnovative Ideen, die zur Verbesserungder Gesundheit und Lebensqualität ältererMenschen beitragen. Interessenten können Projekteund Konzepte einreichen, die es Seniorenermöglichen, auch im hohen Alter noch selbstständigzu Hause oder in alternativen Wohnformenzu leben. Bewerben können sich niedergelasseneÄrzte, ehrenamtlich Tätige sowieweitere Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen.Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Eurodotiert. Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebietwerden noch bis zum 30.09.06 entgegengenommen.Weitere Informationen:www.berliner-gesundheitspreis.deGesundheitsminister begrüßenVertragsarztänderungsgesetzDie Gesundheitsministerkonferenz der Länder(GMK) hat den Entwurf des Vertragsarztänderungsgesetzesbegrüßt. Ärztemangel sei nichtmehr nur ein Problem der neuen Bundesländer,sondern betreffe zunehmend auch weitere Gebietein Deutschland, so die Minister. Um demÄrztemangel langfristig zu begegnen, müsstenalle Möglichkeiten für die Schaffung facharztübergreifendermedizinischer Versorgungszentrenausgeschöpft werden. Gleiches gelte fürdie Öffnung von Krankenhäusern für die ambulanteVersorgung.Hartz IV: Einbußen für niedergelasseneÄrzteEine Korrektur der Hartz-IV-Regelung im Hinblickauf die Krankenversicherung ist nicht inSicht. Entsprechende Gespräche zwischen derKassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV),dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) undden Spitzenverbänden der Krankenkassen wurdenAnfang Mai ergebnislos abgebrochen.Viele Hartz-IV-Empfänger sind wegen ihresAusscheidens aus der Arbeitslosenversicherungüber ein Familienmitglied kostenlos mitversichert.Für sie erhalten die KassenärztlichenVereinigungen keine Kopfpauschalen von denKrankenkassen. Nach Berechnungen der KBVgehen den niedergelassenen Ärzten dadurchrund 186 Millionen Euro pro Jahrverloren. Besonders betroffen sinddie Vertragsärzte in den neuenBundesländern. Die KBV hatteeinen Ausgleich zu den Hartz-IV-Auswirkungen auf die vertragsärztlicheGesamtvergütung verlangt.Trotz der gescheiterten Gesprächehält sie an ihren Forderungen fest.3,2 Millionen EuroFördermittelfür Carl-Thiem-KlinikumDas Carl-Thiem-Klinikum (CTK) inCottbus hat vom Landesgesundheitsministeriumeinen Fördermittelbescheidüber rund 3,2 MillionenEuro erhalten. Mit dem Geld sollein ehemaliges Bettenhaus zu einermodernen Infektionsschutzabteilungum- und ausgebaut werden.Das Land Brandenburg stellt indiesem Jahr insgesamt 78 MillionenEuro für neue Investitionsmaßnahmenan einzelnenKrankenhäusern bereit. DasFörderprogramm wird vomLand und den Krankenkassenfinanziert.Allianz deutscher ÄrzteverbändegegründetUm ihre Interessen und Schlagkraftzu bündeln haben sich sechsfreie Ärzteverbände zur „Allianzdeutscher Ärzteverbände“ zusammengeschlossen.Die Arbeitsgemeinschaft will gegenüberder Politik als Gesprächs- und Verhandlungspartnerder Ärzteschaft auftreten.Zu den Gründungsmitglieder gehören der BerufsverbandDeutscher Internisten (BDI), derHartmannbund, MEDI Deutschland sowie derNAV-Virchow-Bund. Kooptierte Mitglieder,die nur eine beratende Funktion, jedoch keinStimmrecht haben, sind der Marburger Bund,die Bundesärztekammer und die KassenärztlicheBundesvereinigung. Zum ersten Sprecherwurde der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Maximilian Zollner, gewählt.Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang213


Rezensiert/PersonaliaDie GynäkologieHrsg.: M. Kaufmann,Serban D. Costa,Anton ScharlSpringer Medizin VerlagHeidelberg 2006,2., vollständig überarbeiteteund aktualisierteAuflage, 930 S. mit372 Abb. und 197 Tab.ISBN-10 3-540-25664-4, 169,95 €Die Herausgeber der 1. Auflage (M. Kaufmann,Frankfurt am Main, S.D. Costa, Magdeburgund A. Scharl, Amberg) entschiedensich schon nach drei Jahren für eine Neuauflageder „Gynäkologie“, die jetzt wiederum inbewährter kompakter Form vorliegt und mitdem im gleichen Verlag erschienenen Handbuch„Die Geburtshilfe“ das Fachgebiet derFrauenheilkunde komplett und auf dem neuestenStand stehend abbildet.Sich auf kompetente Mit-Autoren (50) stützend– die in überwiegender Anzahl auch der HeidelbergerSchule entstammen – ist es dem Herausgeber-Trioüberzeugend gelungen, in elfKapiteln und einem Anhang (enthaltend Leitlinien,Laborwerte, Medikamente und wichtigeAdressen), einem Farbteil (mit eindrucksvollenBildern) und einem 19-seitigen, übersichtlichgestalteten Stichwortverzeichnis, ein anspruchsvollesStandardwerk der Frauenheilkundeanzubieten.Gegenüber der 1. Auflage um einige Kapitelerweitert, erfüllt das Lehrbuch den Anspruchder Autoren, sowohl dem angehenden, alsauch dem niedergelassenen Facharzt „eineFundgrube an Wissen zu sein“. Jenes Ziel – soscheint es dem Rezensenten – wird auch dadurcherreicht, dass ausgewiesene Expertenihres jeweiligen Spezialgebietes zu Wort kommen.Dies betrifft, um nur einige Beispiele zunennen, H. Kuhl für die endokrinologischenFragestellungen unseres Faches, L. Kiesel fürdie Reproduktionsproblematik und W. Eicherfür die Sexualmedizin und Psychosomatik. DerMünchner W. Eiermann stellt, neben M. Kaufmannselbst, A. Scharl und G. von Minckwitz,die Erkrankungen der Brust und die onkologischeBeratung und Nachsorge vor, währendG. Oettling, R. Kreienberg und der Ex-StralsunderJ. Heinrich die Kolposkopie und Cervix-Pathologie beschreiben.Allerdings sind durch diese Verfahrensweisengelegentliche Überschneidungen und Redundanzen(Beispiel: die Kapitel „Vagina“ [M.Kaufmann] mit der Behandlung urogynäkologischerEingriffe und „Gynäkologische Urologie“[E. Petri]) wohl nicht vermeidbar gewesen.Ein Novum stellten die, sämtlich mit großemGewinn zu lesenden, neu aufgenommenenAbschnitte dar: auch die des Anhangs mit Leitsymptomenund diagnostischen Algorithmen,des Abschnittes zu Naturheilverfahren, denkein Geringerer als W.F. Jungi (Schweiz) verfassthat, zu Rechtsvorschriften (R. Ratzel) undvor allem der (an dieser Stelle eher nicht erwartete)Beitrag des Magdeburger OrdinariusS.D. Costa zur Bewerbung und Karriereplanungin der Medizin.Drucktechnisch hervorragend gestaltet, wobeibesonders die farbigen Hervorhebungen („Definition“!,„Cave“!, „Fallbeispiele“!) und dieAbbildungen gefallen konnten, sind bis aufwenige Druckfehler (u.a. S. 9, 35, 859) kaumMonita – es heißt der Hymen und nicht das Hymen(S. 25 und 708); bei der Besprechung derGenital-Fehlbildungen vermisst man den Hinweisauf die jetzt übliche VCUAM-Klassifikation– zu verzeichnen, so dass an sich nur deretwas spröde Kaufpreis mit den Möglichkeitendes verfügbaren Budgets abgeglichen werdenmüsste, um über die Aufnahme eines neuenwichtigen Mitglieds in die eigene Handbibliotheks-Familiezu entscheiden.Dr. med. S. Rummler,EisenhüttenstadtWir gratulieren zum Geburtstag im Juli90 JahreOMR Dr. med. Hugo MührPotsdam87 JahreOMR Dr. med. Christa MeißelRangsdorf86 JahreDr. med. Karl-Heinz BramborSeelowProf. Dr. med. habil.Ferdinand Poppelbaum,Prenzlau85 JahreDr. med. Margot StacheLöwenberg84 JahreDr. med. Rita ThiemerSchöneiche83 JahreDr. med. Bernhard HelbachFalkenseeDr. med. Rudolf HuhnFalkensee82 JahreDr. med. Ruth FranzStolzenhagenSR Dr. med. Joachim HöpfnerPrenzlau81 JahreMargot Karp, Eichwalde79 JahreMR Helga AchterbergEberswaldeProf. Dr. sc. med. Ernst GeorgBraun, Falkensee78 JahreDr. med. Gerhard BregullaNeuruppinDr. med. Ilse MitschkeCottbusDr. med. Herta RiedererEichwaldeDr. med. dent. Claus VetterWulfersdorf77 JahreSR Manfred KnippingGroß Kreuz, OT GötzMR Dr. med. Christiane MeierHohen NeuendorfMR Dr. med. Margot RaubeLudwigsfeldeSR Dr. med. Christine SchusterCottbusDr. med. Horst WünschFrankfurt (Oder)76 JahreDr. med. Carla Bock,Calau75 JahreDr. med. Dietrich Bismark,CottbusDr. med. Jürgen BleyLangewahlMR Dr. med. Olaf BöhmeBrandenburgOMR Dr. med. Horst HassLuckenwaldeMR Dr. med. Wilderich KlugeTemplinUrsula MüllerBergfeldeMR Dr. med. Dieter SchäferEichwalde70 JahreMR Dr. med. Gisela FaßlRadduschOMR Dr. med. Peter FritzscheFrankfurt (Oder)Prof. Dr. sc. med.Kurt Fuhrmann,WernsdorfMR Dr. med. Rotraut GilleSchwedtSR Herta GillertKleinmachnowChrista Grabow,FredersdorfSR Dr. med. Eberhard GüntherGrünheide, OT SpreeauMR Dr. med. Ingrid KaschubePotsdamSR Dr. med. Sigrid KleinaLübbenDr. med. Günter NiedergesäßPotsdamPriv.-Doz. Dr. sc. med.Hans-Jürgen Päzolt, KyritzDr. med. Konrad PrumbsAngermünde, OT GörlsdorfDr. med. Hans-Albert RiechersBorkheide214 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Personalia/Tagungen und KongresseMR Dr. med. Karl-HeinzSchmautz, Frankfurt (Oder)Marianne ScholzZepernickDr. med. Manfred ThielGlindowDr. med. Christa WeinmeisterSchöneicheWaltraud Wellnitz, SchöneicheBernhard Wenzke, Potsdam65 JahreDr. med. Ursula BaschinKönigs WusterhausenDr. med. Helga BenkwitzPanketalDr. sc. med. Jutta BergmannWandlitzWerner BeutelBrandenburgWolf-Rüdiger BoettcherPotsdam, OT Neu FahrlandDr. med. Gisela BraunLuckenwaldeDr. med. Norbert BremerAhrensfelde, OT LindenbergHelga ClemensKränzlinDr. med. Sabine DeckerTreuenbrietzenDr. med. Marianne EdelBrandenburgGisela FaltinMichendorfIrmela FraatzFrankfurt (Oder)Ilona Fuchs, CottbusDr. med. Egon GelszusPotsdamDr. med. habil. Rainer GlöcknerFürstenwaldeOtto Grunwald, GerswaldeHanspeter HaßBrandenburgDr. med. Karin KästliPotsdamDr. med. Christian KlinkensteinBerlinDr. med. Marianne KöppenBlankenfeldeSR Heinz KrügerGroßräschenDr. med. Hannelore LangschFrankfurt (Oder)Dr. med. Sigrid PriesSchöneicheReinhold RinasStrausbergMR Dr. med. Erhard RosenbergPotsdamDr. med. Dietrich RutzPotsdamDr. med. Bärbel SchneiderPotsdamPeter Stamer, PritzwalkMR Dr. med. Knut StrewinskiZepernickDr. med. Jürgen StrobelOranienburgErika TheuerSchwielowsee, OT CaputhDr. med. habil. Georgi TontschevBernauEckhard WalzLübbenMR Dr. med. Bärbel WeißAlt RuppinDr. med. Helga WeyerPotsdamMR Dr. med. Günter ZapelBad Freienwalde/OT AltranftDr. med. Hans-Georg ZiegertHaselberg60 JahreMargit FischerWusterwitzWolfgang GlaubittKleinmachnowDipl.-Med. Klaus-Peter HeinzeHeinbockelDipl.-Med. Angelika LenzBrandenburgBrigitte MielhahnWittstockPeter SchmiederSprembergProf. Dr. med. Ulrich SchwantesOberkrämer, OT SchwanteDr. sc. med. Klaus-Dieter SparrRauenWir bitten unsere Leser, dienicht mit der Veröffentlichungeinverstanden sind, um rechtzeitigeMitteilung (schriftlichoder telefonisch unter0355/7 80 10 18oder E-Mail:angelika.winzer@laekb.de).AnzeigeIn Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer undder Ärztekammer Berlin18. – 20. September 2006Kongressleitung: Prof. Dr. R. Gotzen,Prof. Dr. M. Paul, Prof. Dr. W. A. ScherbaumPartner: Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e. V., KV Berlin,Berufsverband Deutscher Internisten e. V., Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.Veranstaltungsort: Charité - Universitätsmedizin BerlinCampus Virchow Klinikum / Lehrgebäude, Augustenburger PlatzKongressthemen: Klinische Pharmakotherapie • Kardiologie in Klinik und Praxis •Kardiovaskuläre Erkrankungen • Hypertonie • Nephrologie • Endokrinologie undDiabetologie • Rheumatologie • Allergologie • Neue Therapieverfahren in derOnkologie • Schlaganfall • Organtransplantation • Pneumologie • Hepatologie •Palliative Maßnahmen in der Gastroenterologie • Adipositas undkardiometabolische Risiken • Enterale Ernährung • Venöse Thromboembolien •Infektionskrankheiten • Neurologisch-psychiatrischer Untersuchungskurs •Informationskurs Manuelle Medizin • Osteopathie • Homöopathie • Ozon-Therapie •Männermedizin • Psycho-Sexuelle Störungen • Eheprobleme im ärztlichenBeratungsgespräch • Impf-Refresherkurs / Impfakademie • Kritischer Umgang mitArzneimitteln • Allgemeinmedizin • Qualitätsmanagement in der Arztpraxis •Casemanagement • Praxisabgabe / Ärztliche Niederlassung • Neue Vertrags- undVersorgungsformen • Arzthaftung - Behandlungsfehler • Der neue EMB •Karriereplanung / Karrieremöglichkeiten für junge Mediziner • Seriöses IGeLnQuickinform: Schmerz, Antithrombotische Therapie, Updatelipidsenkende TherapieKurse: Praxisorientierte Sonographie Refresherkurse • Langzeit-EKG • Lungenfunktionskurs • Reanimations-Update • Notfall in der(Arzt-) Praxis/Notfallmanagement • Diagnostik der tiefenExtremitätenvenenthromboseWeitere Veranstaltungen: 39. Deutscher zahnärztlicherFortbildungskongress, 35. Pflegefachtagung (DBfK), 14. PhysiotherapieForum (ZVK), MTA-Fortbildung (dvta), Arzthelferinnen-Fortbildung (BdA), Arzt-Patienten-ForumZertifizierte FortbildungStand: Mai 2006 (Änderungen vorbehalten)Veranstalter: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Kongressgesellschaft für ärztliche Fortbildung e.V. ,MEDICA Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Medizinischen Diagnostik e. V.Medienpartner: Ärztliche PraxisOrganisation / Auskunft: MedCongress GmbH, Postfach 70 01 49, 70571 Stuttgart, Telefon: 0711/72 07 12-0, Telefax: -29E-Mail: info@deutscher-aerztekongress.de, Internet: www.deutscher-aerztekongress.deBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang215


Tagungen und KongresseLand Brandenburgund Berlinje 2 P Klinisch pathologischanatomischeKonferenz2. Dienstag im Monatjeweils 15.15 bis 16.30 Uhr8. Aug. 200612. Sept. 200610. Okt. 200614. Nov. 200612. Dez. 2006Ort: DemonstrationsraumRadiologieLeitung und Auskunft: Dr. med.Pauli, Städt. Klinikum Brandenburg,Institut für Pathologie,Hochstraße 29,14770 BrandenburgTelefon: (03381) 41 25 00Fax: (03381) 41 25 098 P Mykologisches Forum19. Aug. 2006,9.00 bis 16.00 UhrOrt: Hotel Schloss NeuhardenbergAuskunft: Klinik fürInnere Medizin,Klinikum Frankfurt (Oder),Müllroser Chaussee 7,15236 Frankfurt (Oder)Telefon: (0335) 5 48 46 01Fax: (0335) 5 48 46 02Grundkurs im Strahlenschutz21. bis 23. Aug. 200616. bis 18. Okt. 2006Spezialkurs im Strahlenschutz23. bis 25. Aug. 200618. bis 20. Okt. 2006Teilnehmergebühr: je 235 €Einführungsseminar zurUnterweisung nach RöV5. Sept. 20061. Nov. 2006Teilnehmergebühr: je 50 €Kurs zur Aktualisierungder Fachkunde nach StrlSchV21. Sept. 2006Teilnehmergebühr: 125 €Kurs zur Aktualisierungder Fachkunde nach RöV22. Sept. 20064. Okt. 2006Teilnehmergebühr: 125 €Kurs zur Aktualisierungder Fachkunde fürermächtigte Ärzte5. Okt. 2006Teilnehmergebühr: 125 €Ort und Auskunft:Landesanstalt fürPersonendosimetrie undStrahlenschutzausbildung,Köpenicker Straße 325,12555 BerlinTelefon: (030) 65 76 31 01E-Mail: Nagel@LPS-Berlin.deInternet: www.LPS-Berlin.de4 P KonsensuskonferenzMammakarzinom23. Aug. 2006, 17.00 UhrLeitung und Auskunft:Dr. Rothmann, Abt. Hämatologieund Onkologie,Klinikum Ernst von Bergmann,Charlottenstraße 72,14467 PotsdamE-Mail: frothmann@klinikumevb.de81. Klinische Fortbildung„Gegenwärtiger Stand desmedizinischen Wissens aufallgemeinmedizinisch vorrangigenGebieten“28. Aug. bis 2. Sept. 2006in BerlinTeilnehmergebühr: 590 €Auskunft:Kaiserin-Friedrich-Stiftung,Frau Schroeter,Robert-Koch-Platz 7,10115 BerlinTelefon: (030) 30 88 89 20Fax: (030) 30 88 89 26E-Mail:kfs@kaiserin-Friedrich-Stiftung.deModerne medikamentöseMöglichkeiten in derSchizophrenie-Behandlung30. Aug. 2006, 16.30 UhrOrt: CafeteriaReferent: PD Dr. med.Ion-George Angelescu, BerlinAuskunft: Sekretariat derFachabteilung für Psychiatrie,Psychotherapie, -somatikund Suchtmedizin,Krankenhaus Angermünde,R.-Breitscheid-Straße 37,16278 AngermündeTelefon: (03331) 27 14 10Fax: (03331) 27 13 99E-Mail: judith.puskas@krankenhaus-angermuende.deInternistische MittwochskonferenzKardiologie im Alter30. Aug. 2006,17.00 bis 19.15 UhrOrt: Steigenberger Hotel PotsdamHämatologie/Onkologie30. Sept. 2006,9.00 bis 14.00 UhrOrt: St. Josefs-KrankenhausModerne Gallenwegsinterventionen18. Okt. 2006,17.00 bis 19.15 UhrKardiologie, Vorhofflimmern,Angiologie, Schlaganfall22. Nov. 2006,17.00 bis 19.15 UhrPulmonale Hypertension/Rechtsherzinsuffizienz13. Dez. 2006,17.00 bis 19.15 UhrOrt: Steigenberger Hotel PotsdamLeitung und Auskunft:Dr. med. Frantz,St. Josefs-Krankenhaus,Innere Abteilung,Allee nach Sanssouci 7,14471 PotsdamTelefon: (0331) 96 82 50 009 P Die HomöopathischeHaus- und Reiseapotheke1. bis 3. Sept. 2006Ort: Stutenmilchfarm BredowTeilnehmergebühr: 250 €Leitung und Auskunft: G. Neugum,Skalitzer Str. 45,10997 BerlinTelefon: (030) 6 18 79 226 P XVI. Elbe-Elster-Symposium„Operative Möglichkeitenbei Rheumatoidarthritis derkleinen Gelenke“„Rehabilitation im Wandelder Zeit“1./2. Sept. 2006in Bad LiebenwerdaOrt und Auskunft:Fontana-Klinik,Dresdener Straße 9,04924 Bad LiebenwerdaTelefon: (035341) 90 11 6018 P Gerinnungsdiagnostikund -therapie in der Anästhesieund Intensivmedizin2./3. Sept. 2006Teilnehmergebühr: 345 €Leitung: Dr. S. ZiemerIntensivmedizinischesManagement des kritischkranken Patienten9./10. Sept. 2006Teilnehmergebühr: 495 €Leitung: Prof. Dr. M. Max21 P Beatmungsoptimierung13. bis 15. Sept. 200616. bis 18. Sept. 2006Teilnehmergebühr: 525 €Leitung: Prof. Dr. Dr. B. LachmannDifficult Airway Management23./24. Sept. 2006Teilnehmergebühr: 485 €Leitung: Prof. Dr. W. Heinrichs19 P Management desschweren Thoraxtraumas4./5. Nov. 2006Teilnehmergebühr: 495 €Leitung: Dr. D. SchreiterLung protective ventilationstrategiesin infants and children18. bis 20. Okt. 2006Teilnehmergebühr: 525 €Leitung: PD Dr. P. RimensbergerGoal-directed Therapie der Sepsis21./22. Okt. 2006Teilnehmergebühr: 615 €Leitung: Prof. Dr. A. Meier-HellmannOrt und Auskunft:HCx Consulting GmbH,Trainingszentrum für Anästhesie,Intensivmedizin und Chirurgie,Döllnkrug 2,17268 Templin/OT Groß DöllnTelefon: (039882) 4 99 18Fax: (039882) 4 99 19Internet:www.medizin-im-gruenen.de6 P Anwendung der InternationalenKlassifikation psychischerStörungen in Psychotherapieund Psychiatrie6. Sept. 2006,15.00 bis 21.00 UhrOrt: Kassenärztliche VereinigungBrandenburg, PotsdamAnmeldung: Dr. Lintzen,Fax (0331) 9 51 22 5411. Wandlitzer Echokardiographie-Refresherkurs9. Sept. 2006 in BernauLeitung: Priv.-Doz. Dr. sc. med.H. Goos, SchwedtTeilnehmergebühr: 26 €Auskunft: Dr. med. H. Behr,Kardiologische Abteilungder Brandenburg Klinik,Brandenburgallee 1,16321 BernauTelefon: (033397) 3 26 01Fax: (033397) 3 33 79E-Mail:Behr@brandenburgklinik.de8 P Aktuelle Probleme dergynäkologisch-geburtshilflichenSonographie9. Sept. 2006,8.45 bis 17.00 UhrOrt: AXXON Hotel BrandenburgTeilnehmergebühr: 75 €Leitung und Auskunft:Dr. med. F. H. Dalicho,Städt. Klinikum Brandenburg,Frauenklinik, Hochstraße 29,14770 BrandenburgTelefon: (03381) 41 14 02Fax: (03381) 41 14 09E-Mail: dalicho@klinikum-brandenburg.dePsychosomatik-Kurs(Intensivkursus)Beginn: 16. Sept. 2006in BerlinAuskunft:MR Dr. med. habil. H. Eichhorn,Telefon: (033841) 3 01 72Fax: (033841) 3 01 732 P Druckkammerbehandlungund hyperbare Medizin20. Sept. 20062 P Der eingeklemmte Patient18. Okt. 20062 P Akute Psychose undSuizidalität15. Nov. 2006216 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


Tagungen und Kongresse2 P Infektionen imRettungsdienst20. Dez. 2006jeweils 17.00 bis 19.00 UhrOrt: Feuer- und RettungswacheBrandenburgLeitung und Auskunft:Dr. med. U. Schnüll, Klinik fürAnästhesiologie und Intensivtherapie,Städtisches Klinikum,Hochstraße 29,14770 BrandenburgTelefon: (03381) 41 13 10Fax: (03381) 41 30 0040 P Begutachtung psychischreaktiver Traumafolgen inaufenthaltsrechtlichenVerfahren bei Erwachsenen23./24. Sept. 2006 und11./12. Nov. 2006 in BerlinTeilnehmergebühr: 360 €Auskunft: Frau Hofmann-Britz,Psychotherapeutenkammer BerlinTelefon: (030) 8 87 14 00Fax: (030) 88 71 40 4012 P 10. RheinsbergerStoffwechseltageThemen: Diabetes mellitus eineHerausforderung des 21. Jahrhunderts,Ärzte und Betroffene imSpannungsfeld zwischen neuenTherapiemöglichkeiten undökonomischen Zwängen29. Sept. bis 1. Okt. 2006Ort: Best Western Hotel MarinaWolfsbruch KleinzerlangTeilnehmergebühr: 75 €Auskunft: Frau Pommerenke,Reha-Klinik Hohenelse,DRV Berlin-Brandenburg,16831 RheinsbergTelefon: (033931) 5 82 01Fax: (033931) 5 81 09E-Mail: G.Micklich@hohenelse.deDoppler- undDuplexsonographie-KurseInterdisziplinärer Grundkurs27. bis 29. Okt. 20068. bis 10. Dez. 2006Abschlusskurs (extrakraniellhirnversorgende Gefäße)17./18. Nov. 2006Aufbaukurs (extrakraniellhirnversorgende Gefäße)12. bis 14. Jan. 2007Leitung: Dr. Becker, Dr. RohrAuskunft: Berliner Dopplerkurs,Ch. Kaindlbauer, HolsteinischeStraße 26, 10717 BerlinTel./Fax: (030) 86 20 75 6513 P VI. Potsdamer BK-Tage24./25. Nov. 2006 in PotsdamLeitung und Auskunft:Dr. med. T. Kayser,Heinestraße 22, 14482 PotsdamTelefon: (0331) 7 48 04 35Andere BundesländerDoppler- undDuplexsonographie-KurseInterdisziplinärer Grundkurs29. Sept. bis 1. Okt. 2006in Rostock17. bis 19. Nov. 2006in DresdenKombinierter AufbaukursCW-Doppler- und Duplexsonographieder hirnversorgenden Gefäße27. bis 29. Okt. 2006Kombinierter AufbaukursCW-Doppler- undDuplexsonographieder peripheren Gefäße8. bis 10. Dez. 2006in ChemnitzLeitung und Auskunft:Prof. Dr. med. habil. Schweizer,Klinik für Innere Medizin I,Krankenhaus Küchwald,Bürgerstr. 2,09113 ChemnitzTelefon: (0371) 33 34 25 01Fax: (0371) 3 33 34 25 67WeiterbildungskursAllgemeinmedizinBlock 1 und 1413. bis 15. Okt. 2006Teilnehmergebühr: 8 €/StundeOrt und Auskunft: Akademiefür medizinische Fort- undWeiterbildung,Esmarchstr. 4–6,23795 Bad SegebergTelefon: (04551) 80 31 66Fax: (04551) 80 31 94E-Mail: akademie@aeksh.orgSeminar zum ZertifikatViszeralchirurgie derMitteldeutschen Chirurgenvereinigung25. bis 27. Jan. 2007Ort: Hotel „Weißer Hirsch“,WernigerodeTeilnehmergebühr: 300 €Auskunft: Klinik für Allgemein-,Viszeral- und Gefäßchirurgie,Universitätsklinikum derMartin-Luther-UniversitätHalle-Wittenberg,Ernst-Grube-Straße 40,06097 HalleTelefon: (0345) 5 57 23 14Fax: (0345) 5 57 25 51E-Mail:gensurg@medizin.uni-halle.deAlle Angaben erfolgen ohneGewähr. Im Zweifel fragen Siebitte beim Veranstalter nach.AnzeigeBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang217


PersonaliaWir gratulieren zum Geburtstag im August91 JahreSR Dr. med. Hans WeyerDrebkau89 JahreOMR Dr. med. Heinrich HendrixSchöneiche87 JahreSR Klaus-Peter StegemannFriedrichsthal86 JahreOMR Dr. med.Hans-Joachim KuhlmeyNeuruppin83 JahreOMR Dr. med.Hans-Lienhard KarnstädtNauen82 JahreDr. med. habil.Ursula Swillus-SchillerHeidesee, OT Prieros81 JahreDr. med. Gerlinde BertramTemplinDr. med. Hartwig MüllerBlumberg/Elisenau80 JahreMariesilvia RichterZeuthen79 JahreMR Dr. med. Annedore FenglerPotsdam78 Jahredr./Ungarn Ilona BerkMühlenbecker Land,OT Schildow77 JahreOMR Dr. med. Günter KinnigkeitStrausbergHerbert PilzMahlowDr. med. Radu VladRathenow76 JahreMR Dr. sc. med. Horst BeckeLudwigsfeldeSR Dr. med. Sigrun MandelGrünheide/MarkOMR Dr. med. habil.Hansjürgen ZschochBrandenburg75 JahreSR Dr. med. Elli BroseEisenhüttenstadtMR Dr. med. Hellmuth HasenjägerSchwielowsee, OT CaputhSR Sonja KielgastElsterwerdaOMR Dr. med. Bernhard PfeilGrünheideDr. med. Ursula ZimmermannFalkensee70 JahreDr. med. Ingrid BlätterleinWoltersdorfErich DombekPotsdamDr. med. Friedrich GroßhennigFürstenwalde/SpreeDr. med. Peter KarutzBrandenburgOMR Dr. med.Ernst-Peter KühnCottbus-WillmersdorfInge Kyborg-FerberMahlowTamara LambrechtDahlewitzSR Dr. med. Joachim MatthesFelixsee OT FriedrichshainMR Dr. med. Lutz SchneiderSieversdorfMR Dr. med. Dietrich SchweitzerCottbusSR Dr. med. Lothar SonnemannFrankfurt (Oder)Dr. med. Eckart StierWerderMR Dr. med. Utz ZimmermannWittenberge65 JahreMR Dr. med. Ulrich BergmannWandlitzDr. med. Günter BücheleHalbe-TeurowDr. med. Reinhard DietrichRathenowDr. med. Werner GramattéNeuruppinDr. med. Peter GroßpetzschPanketalDr. med. Wolfgang JenrichPotsdamDr. med. Sigrid KerberBlankenfeldeOMR Dr. med. Maria KieneFrankfurt (Oder)Dr. med. Manfred LeppinRietz-Neuendorf, OT SauenAnnelies MiesGubenDr. med. Christa ModersohnPetershagenDr. med. Ursula MüllerZützenDr. med. Christiane NastkeBergholz-RehbrückeSR Dr. med. Ingrid PiontkowskiEisenhüttenstadtDr. med. Sigrid RichterErknerMR Dr. med. Helge RudowSenftenbergOMR Dr. med. Jürgen RühlmannPanketalMR Dr. med. Ursula SachseHohenbockaDr. med. Hannelore ScharfenorthSchönwaldeDr. sc. med. Wolf-Georg SchillerPotsdamDr. med. Anneliese SchmidtNeuenhagenElfriede SchmidtEberswaldeDr. med. Michael SchmidtWildenbruchDr. med. Willi SommerEisenhüttenstadtMR Prof. Dr. med. habil.Hubert VoglerWendisch RietzDr. med. Elisabeth WillPotsdam60 JahreRegina BigalkeFalkenseeDr. med. Ernst-Otto DenkBad FreienwaldeDr. med. Hartmut HugetPrenzlauRainer LischeskiStrausbergKarl-Hans MahalCottbusDipl.-Med. Ruth NawrockiBreeseDr. med. Wolfgang SaldittGumtowMR Dr. med. Rolf SchönfeldOranienburgWir bitten unsere Leser, die nichtmit der Veröffentlichung einverstandensind, um rechtzeitige Mitteilung(schriftlich oder telefonisch unter0355/7 80 10 18oder E-Mail:angelika.winzer@laekb.de).AnzeigenELISABETH HERWEG-PRÜSSERechtsanwältinARZTRECHTTätigkeitsschwerpunkte: Arzthaftung, Vertragsrecht, BerufsrechtIndividuelle TerminvereinbarungAm Schragen 29, 14476 PotsdamTel.: 0331-270 76 07 Fax: 0331-270 76 08218 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang


KalendariumKalendarium August 20061. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 Uhr· Interdisziplinäres GefäßteamDr. Kerber, Dessauer Straße 12,Luckenwalde:19.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit2. Mittwoch· Konferenzzimmer Heinrich-Heine-KlinikNeu Fahrland: 13.00 UhrInterdisziplinäre Schmerzkonferenz· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Z-Haus Ruppiner Kliniken: 16.00 UhrInterdisziplinäre Falldemonstrationentypischer Mammabefunde· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Orthopädische Klinik Schwedt:9.00 Uhr OP-Hospiatation· Dr. Kirchner, Finsterwalder Straße 62,Cottbus: 16.00 UhrBalint-Gruppenarbeit· Doz. Dr. Zimmermann,Breitscheidstraße 41, Bernau:Lehrtherapie und Supervision· Dr. Loesch, Großbeerenstraße 109,Potsdam: 20.00 Uhr QualitätszirkelPotsdamer Psychotherapeuten· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr Interdisziplinäres Tumorkonsil· Carl-Thiem-Klinikum Cottbus17.00 Uhr Tumortutorial3. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen: 14.00 UhrInterdisziplinäres TumorkonsilBronchialkarzinom4. Freitag5. Samstag· Cottbus:5./6.8. Allgemeinmedizin6. Sonntag7. Montag8. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Städt. Klinikum Brandenburg,Demonstrationsraum Radiologie:15.15 Uhr Klinisch pathologischanatomischeKonferenz9. Mittwoch· Hellmuth-Ulrici-Kliniken Kremmen:15.30 Uhr InterdisziplinäreSchmerzkonferenz· Schmerzzentrum Potsdam:Schmerzkonferenz· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Praxis Doz. Dr. Zimmermann,Bernau, Breitscheid-Straße 41:18.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner KlinikenDemonstrationsraum Radiologie:15.30 Uhr Onkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Radiologischer RöntgendemoraumStädt. Klinikum Brandenburg:15.45 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ruppiner Kliniken, Z-Haus: 16.00 UhrInterdisziplinäre GefäßkonferenzGefäßchirurgie-Angiologie-Radiologie10. Donnerstag· Humaine-Klinikum Bad Saarow:8.00 Uhr Fluoreszenzbasierte Untersuchungsverfahrenin der Chirurgie· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen: 14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom11. Freitag12. Samstag· Potsdam:12./13. 8. PsychosomatischeGrundversorgung13. Sonntag14. Montag· Dipl.-Med. Weischet,R.-Luxemburg-Straße 30, Neuruppin:19.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit15. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam16. Mittwoch· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Dr. Loesch, Großbeerenstraße109,Potsdam: 17.30 UhrBalint-Gruppenarbeit· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr Interdisziplinäres Tumorkonsil17. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen:14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom18. Freitag19. Samstag20. Sonntag21. Montag· St. Josefs-Krankenhaus Potsdam:15.00 Uhr Infektionen nachosteosynthetischer Versorgung22. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam23. Mittwoch· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Doz. Dr. Zimmermann,Breitscheidstraße 41, Bernau:Lehrtherapie und Supervision· Dr. Loesch, Großbeerenstraße 109,Potsdam: 19.15 UhrQualitätszirkel Psychosomatik· Hörsaal Institut für Pathologie KlinikumErnst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr Interdisziplinäres Tumorkonsil· Radiologischer RöntgendemoraumStädt. Klinikum Brandenburg:15.45 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Klinikum Enst von Bergmann Potsdam:17.00 Uhr KonsensuskonferenzMammakarzinom24. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen: 14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom25. Freitag· Lehnin:25./26. 8. Palliativmedizin III26 Samstag· Potsdam: 26./27. 8.Psychosomatische Grundversorgung27. Sonntag28. Montag· Pickert, Buschmühlenweg 3,Frankfurt (Oder):20.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit29. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam30. Mittwoch· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):14.00 Uhr Fallbesprechung15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr Interdisziplinäres Tumorkonsil· Cafeteria Krankenhaus Angermünde:16.30 Uhr Moderne medikamentöseMöglichkeiten in derSchizophrenie-Behandlung· Steigenberger Hotel Potsdam:17.00 Uhr Kardiologie im Alter31. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen:14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil BronchialkarzinomBrandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang219


KalendariumKalendarium September 20061. Freitag· Fontana-Klinik Bad Liebenwerda:1./2. 9. Elbe-Elster-Symposium2. Samstag· Ruppiner Kliniken:Echo 2b3. Sonntag4. Montag5. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Dr. Kerber, Dessauer Straße 12,Luckenwalde:19.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit6. Mittwoch· Konferenzzimmer Heinrich-Heine-KlinikNeu Fahrland: 13.00 UhrInterdisziplinäre Schmerzkonferenz· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Z-Haus Ruppiner Kliniken: 16.00 UhrInterdisziplinäre Falldemonstrationentypischer Mammabefunde· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Orthopädische Klinik Schwedt:9.00 Uhr OP-Hospiatation· Dr. Kirchner, Finsterwalder Straße 62,Cottbus: 16.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit· Dr. Loesch, Großbeerenstraße 109,Potsdam: 20.00 Uhr QualitätszirkelPotsdamer Psychotherapeuten· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):15.00 Uhr Interdisziplinäres Tumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr Interdisziplinäres Tumorkonsil· Landesrettungsschule Bad Saarow:Aktuelle Rechtsfragen im Rettungsdienst· Evangelisches Krankenhausfür Geriatrie Potsdam:17.00 Uhr Workshop Demenz· Carl-Thiem-Klinikum Cottbus17.00 Uhr Tumortutorial7. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen:14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom· Doz. Dr. Zimmermann,Breitscheidstraße 41, Bernau:Lehrtherapie und Supervision· Schwedt:7. bis 9.9. Jahrestagung derBrandenburgischen Gesellschaftfür Urologie8. Freitag9. Samstag· Cottbus:9./10.9. Weiterführende Psychosomatik· Bernau: 11. WandlitzerEchokardiographie-Refresherkurs· Landesrettungsschule Bad Saarow:Gefährliche Infektionskrankheiten9. bis 17. 9. FachkundenachweisRettungsdienst· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15. Potsdamer Onkologisches Gespräch· Klinik am See Rüdersdorf:9.00 Uhr Kardiometabolisches Syndrom10. Sonntag11. Montag· Bernau: 11. bis 22. 9.Sozialmedizin Aufbaukurs D· St. Josefs-Krankenhaus Potsdam:15.00 Uhr Die Thrombembolieprophylaxeunter stationärerKrankenhausbehandlung· Dipl.-Med. Weischet,R.-Luxemburg-Straße 30, Neuruppin:19.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit12. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Städt. Klinikum Brandenburg,Demonstrationsraum Radiologie:15.15 Uhr Klinisch pathologischanatomischeKonferenz13. Mittwoch· Hellmuth-Ulrici-Kliniken Kremmen:15.30 Uhr InterdisziplinäreSchmerzkonferenz· Schmerzzentrum Potsdam:Schmerzkonferenz· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Johanniter-KrankenhausTreuenbrietzen:Rheuma und Sport· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Praxis Doz. Dr. Zimmermann,Bernau, Breitscheid-Straße 41:18.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus: 15.30 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Radiologischer Röntgendemoraum Städt.Klinikum Brandenburg: 15.45 UhrInterdisziplinäre Tumorkonferenz· Ruppiner Kliniken, Z-Haus: 16.00 UhrInterdisziplinäre GefäßkonferenzGefäßchirurgie-Angiologie-Radiologie14. Donnerstag· Humaine-Klinikum Bad Saarow:Radiologische Gesichtsschädeldiagnostik· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen: 14.00 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil Bronchialkarzinom15. Freitag· Grünheider Ärztekreis16. Samstag· Potsdam: 16./17.9.Psychosomatische Grundversorgung· Dahlewitz:Röntgen-Aktualisierungskurs· Ruppiner Kliniken:Stress-Echo17. Sonntag18. Montag19. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam20. Mittwoch· Carl-Thiem-Klinikum Cottbus:Der besondere Fall· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen:Glomerulonephritis bei Kollagenosen· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Dr. Loesch, Großbeerenstraße 139,Potsdam: 17.30 UhrBalint-Gruppenarbeit· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow:15.45 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr Interdisziplinäres Tumorkonsil21. Donnerstag· Potsdam: 21.–24.9.Sonographie-Aufbaukurs· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen:14.00 Uhr Interdisziplinäres TumorkonsilBronchialkarzinom22. Freitag23. Samstag· Potsdam: 23./24.9.Psychosomatische Grundversorgung24. Sonntag25. Montag· Potsdam: 25.9. bis 2.10.Fachkundeseminar Rettungsdienst· Pickert, Buschmühlenweg 3,Frankfurt (Oder):20.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit26. Dienstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam27. Mittwoch· Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam:15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard Bronchialkarzinom· Hörsaal Altbau Carl-Thiem-KlinikumCottbus: 15.30 UhrPerinatologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreGefäßkonferenz· Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen:Fallbesprechung· Städt. Klinikum Brandenburg:16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium· Doz. Dr. Zimmermann,Breitscheidstraße 41, Bernau:Lehrtherapie und Supervision· Dr. Loesch, Großbeerenstraße 109,Potsdam: 19.15 UhrQualitätszirkel Psychosomatik· Hörsaal Institut für PathologieKlinikum Ernst von Bergmann Potsdam:14.00 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Ost-Brandenburgisches TumorzentrumBad Saarow: 15.45 UhrInterdisziplinäres Tumorkonsil· Institut für Radiologie Frankfurt (Oder):14.00 Uhr Fallbesprechung15.00 Uhr InterdisziplinäresTumorboard· Hämato-onkologische TagesklinikUckermark Schwedt: 15.30 UhrInterdisziplinäre onkologische Konsile· Ruppiner Kliniken DemonstrationsraumRadiologie: 15.30 UhrOnkologisches Konsil· Demonstrationsraum RadiologieCarl-Thiem-Klinikum Cottbus:15.30 Uhr InterdisziplinäresTumorkonsil· Radiologischer RöntgendemoraumStädt. Klinikum Brandenburg:15.45 Uhr InterdisziplinäreTumorkonferenz· Landesrettungsschule Bad Saarow:Wasserrettung und Tauchunfälle28. Donnerstag· Demonstrationsraum KlinikumSenftenberg: 14.15 UhrInterdisziplinäres Gefäßteam· Demo-Raum Klinik für PneumologieTreuenbrietzen: 14.00 UhrInterdisziplinäres TumorkonsilBronchialkarzinom· Landesrettungsschule Bad Saarow:SanArena-Training Megacode29. Freitag· Potsdam: 29./30.9.Allgemeinmedizin· Best Western Hotel Marina WolfsbruchKleinzerlang 29.9. bis 1.10.Rheinsberger Stoffwechseltage30. Samstag· St.-Josefs-Krankenhaus Potsdam:9.00 Uhr Hämatologie/Onkologie220 Brandenburgisches Ärzteblatt 6/2006 • 16. Jahrgang

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