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Schulbesuche International 2012/1319Forschungsprojektmit der Uni BonnVom Kulturschock zurfremdsprachlichen KompetenzStepin unterstützt Forschungsprojekt der Universität BonnWer als Schüler längere Zeit im Ausland lebt, steigert sein fremdsprachlichesNiveau ganz erheblich. Anders als im Unterricht zuHause, wo die Sprache als System – mit Grammatik, Wortschatz undAussprache – vermittelt wird, taucht man im Gastland in die Spracheein, übt ihren Gebrauch im Dialog mit Muttersprachlern underwirbt auf diese Weise sprachliche Handlungskompetenz.Doch wie verläuft dieser Aneignungsprozessdes natürlichen Spracherwerbs eigentlich?Am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologieder Universität Bonn forscht ProfessorDr. Klaus P. Schneider, Inhaber des LehrstuhlsBAEL (Bonn Applied English Linguistics), mitseinen Mitarbeitern genau auf diesem Gebietpragmatischer Kompetenz. »Viele Austauschschülermachen in den ersten Wochen die Erfahrungeines sprachlichen Kulturschocks«, erläutertder Wissenschaftler. »Mit ihrem Schulenglischstoßen sie relativ schnell an sprachliche Grenzen. Erstdanach beginnt aufgrund der natürlichen Erwerbsprozesseeine stärkere sprachliche Annäherung an die Muttersprachler.«Das Forschungsprojekt »Pragmatic Profiling« soll Aufschluss bringen,wie sich diese Annäherung genau vollzieht. Dazu werden mit Hilfeeines eigens dafür entwickelten Fragebogens, des »Questionnaire onEnglish Usage« (QEU), anonymisierte Daten von Lernern und Muttersprachlerndes Englischen gesammelt. Die muttersprachlichenDaten dienen zur Erhebung einer pragmatischen Norm, mit der dielernersprachlichen Ergebnisse (Sprachprofile) verglichen werden.Die Realisierbarkeit eines solchen Projekts ist an eine entscheidendeVoraussetzung geknüpft. Es muss die Möglichkeit bestehen,über lange Zeiträume von vielen Schülern Sprachdatenzu erheben. Nur so lassen sich Aussagen über die Entwicklungpragmatischer Kompetenz im Rahmen eines Auslandsaufenthaltestreffen. Deshalb traten die Bonner Forscher mit der Bitteum Unterstützung an Stepin heran.Ein großer Gewinn für alleStepin-Geschäftsführer Matthias Ohm freute sichüber die darin zum Ausdruck gebrachte Wertschätzungder langjährigen Arbeit seiner Organisationund stimmte der Kooperation gerne zu: »DemSprachlernprozess im Gastland auf die Spur zukommen, ist eine spannende Angelegenheit. Eswird eine rege Teilnahme unserer Austauschschülergeben.«Professor Dr. Schneider glaubt an einen Gewinnfür beide Seiten: »Während Stepin über die Kontaktezu zahlreichen Schulen im nahezu gesamtenenglischsprachigen Ausland verfügt, die für unsereForschungen von großem Wert sind, können wir aus derPerspektive der linguistischen Pragmatik eine wissenschaftlichbegründete Empfehlung geben, dass ein Auslandsaufenthaltsinnvoll und gewinnbringend für die Teilnehmer ist.«Mehr über die Kooperation, die Fortschritte des Forschungsprojekts»Pragmatic Profiling« sowie ein ausführliches Interviewmit Herrn Prof. Dr. Schneider finden Sie auf stepin.de/BAEL