Nr. 104 - Dezember 2011 - Arbeitsstelle Weltkirche

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Nr. 104 - Dezember 2011 - Arbeitsstelle Weltkirche

Rundbrief MissionLiebe Missionarinnen und Missionare,liebe MaZlerinnen und Mazler!3Ein sonnengelber Schal prägte das Bild imBerliner Olympiastadion, als Papst BenediktXVI. am 22. September 2011 dort die heiligeMesse zusammen mit über 60.000 Menschenfeierte. Dieser gelbe Schal war das Erkennungszeichenvon knapp 6.000 Pilgerinnenund Pilgern, die sich in 120 Reisebussen ausdem ganzen Bistum Regensburg nach Berlinaufgemacht hatten. Dort, wo normalerweisedie Fans von Herta BSC ihre Pläzte im Stadionhaben, saßen an diesem Abend die "Fans"von Papst Benedikt XVI. und feierten mitihm ein Fest des Glaubens.„Wir glauben nicht alleine, wir glauben mitder ganzen Kirche aller Orten und Zeiten, mitder Kirche im Himmel und auf der Erde.“Dieser Satz aus der Predigt des Papstes magin seiner Formulierung einfach sein. Aber erdrückt für uns etwas ganz wesentliches aus: Inunserer vom Individualismus geprägten Zeit,in der sich die Menschen immer mehr auf sichzurückziehen, ist es gut, den Gedanken desverbindenden Glaubens wieder zu entdecken.Hier ist uns die globale Familie des Glaubenseine große Hilfe. Denn wo, wenn nicht inder Gemeinschaft der Weltkirche, in unseremMiteinander und durch Ihren und unserengemeinsamen Dienst wird deutlich, dass wirnicht alleine sind. Wir glauben miteinanderund füreinander.Einen zweiten Satz aus der Predigt von PapstBenedikt XVI. möchten wir gerne herausheben:„Wer an Christus glaubt, hat Zukunft.“Mit diesem Satz macht uns der Heilige VaterMut angesichts von Krisen und Perspektivlosigkeitin Kirche und Gesellschaft. Christusist es, der uns durch alle Dunkelheiten desLebens und die Wüsten unserer Existenzträgt, uns Leben und Zukunft schenkt. Zeichendieser Zukunftshoffnung spüren wirauch immer wieder neu, wenn wir von Ihnenin E-Mails und Briefen lesen oder ganz direktz. B. beim Heimaturlaubertreffen mit Ihnenzusammen sein können. Dafür sagen wir Ihnenein herzliches Vergelts Gott!„Wer an Christus glaubt, der hat Zukunft“– dies gilt auch besonderer Weise für den imMärz verstorbenen Bischof em. Dr. OswaldHirmer. Viele von Ihnen werden ihn gekannthaben nicht zuletzt durch seine Vorträge über„Small Christian Communities“ oder das u. a.von ihm entwickelte Bibelteilen. Wir sind Bischofem. Oswald von Herzen dankbar fürsein segensreiches Wirken im Bistum Regensburgund in Südafrika, das ihm zur Heimatwurde. Lassen Sie uns miteinander ihm undallen verstorbenen Missionarinnen und Missionarenim Gebet gedenken.Mit dem Dank für das Leben Bischof Oswaldsverbinden wir auch den Dank für IhrLeben und Wirken. Von Herzen wünschenwir Ihnen und allen, die Ihnen anvertrautund lieb sind, eine gesegnete Adventszeit.Möge Weihnachten für Sie ein Fest der Freudeund Hoffnung werden und mögen Sieauch 2012 unter dem Segen Gottes leben.Herzlich grüßen wir Sie aus Ihrem HeimatbistumRegensburg – wo immer Sie diesenRUNDBRIEF MISSION empfangen undlesen.Prälat Peter HubbauerSeelsorgeamtsleiter und Referent für WeltkircheHagen HorobaLeiter der Arbeitsstelle WeltkircheClaudia GottwaldMitarbeiterin in der Arbeitsstelle WeltkircheInhaltsverzeichnisWer an Christus glaubt, hat Zukunft 5„Menschenwürdig leben. Überall!“ 8Heimaturlauber-Treffen 2011 10Katastrophenhilfe ein besonderer Schwerpunkt 11Ordensgemeinschaften – weltweit engagiert 11Bischof Dr. Oswald Hirmer zum Gedenken 16Jubilarinnen und Jubilaren 18Unsere Toten 19Heimaturlaubertreffen 2012 20Studienwoche 20Sie sind uns herzlich willkommen! 20


Rundbrief Mission4Impuls für die ZeitTun sie heute etwas, was sie lieben!Vielleicht fallen Ihnen jetzt Dinge, Menschenoder Hobbys ein, die sie mögen unddie ihnen wichtig sind. Aber darum geht esnicht. Denn Liebe bedeutet ja mehr, als nurein Sich-Mögen oder Gefallen an etwas zufinden.In der Liebe begegnet uns eine unergründbareund wundervolle Kraft, ja, die Liebescheint etwas mit dem Göttlichen zu tun zuhaben: „Sie verheißt Unendlichkeit, Ewigkeit– das Größere und ganz andere gegenüberdem Alltag unseres Daseins.“ (Papst BenediktXVI.)Was also lieben wir? Unser Leben oder unserenBeruf? Die Frau oder den Mann anunserer Seite? Kinder, Musik, Sport – oderGott?„Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwendenSie sie nicht, indem Sie anderer Leute Lebenleben. Lassen Sie sich nicht von Dogmeneinfangen. Lassen Sie nicht zu, dass der Lärmfremder Meinungen Ihre eigene innere Stimmeübertönt. Und vor allem, haben Sie denMut, Ihrem Herzen und Ihrer Eingebung zufolgen. Irgendwo haben Sie bereits jetzt imGespür, was Sie wirklich werden wollen. Allesandere ist zweitrangig.“Diese Worte stammen von dem vor kurzemverstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. Erhat, wie kaum ein anderer in der jüngerenGeschichte, das Leben vieler Menschen verändert.Ob iPod, iPhone, iPad oder schlichtein Mac: Die Erfindungen und Weiterentwicklungenvon Steve Jobs haben die Weltrevolutioniert.Als er einmal gefragt wurde, warum denApple, eine Computerfirma, einen tragbarenMusikplayer, den iPod herausbringt, antworteteer schlicht: „Wir lieben Musik – und esist immer gut, etwas zu tun, was man liebt“Was eigentlich lieben wir?Wir sollten uns diese Frage immer wiederstellen und immer wieder eine Antwort daraufsuchen und finden, denn ohne, dass wiretwas oder jemanden lieben, wird unser Lebentrostlos.Im 17. Jahrhundert schrieb der deutsche Lyrikerund Theologe Johannes Scheffler – auchAngelus Silesius genannt – ein Gedicht überdie Liebe zu Gott – wir haben seine Vertonunggerade im Zwischenspiel gehört. Darinheißt es:Ich will dich lieben, meine Stärke,ich will dich lieben, meine Zier;ich will dich lieben mit dem Werkeund immerwährender Begier!Ich will dich lieben, o mein Leben,als meinen allerbesten Freund;ich will dich lieben und erheben,solange mich dein Glanz bescheint;Ich will dich lieben, meine Krone,ich will dich lieben, meinen Gott;ich will dich lieben sonder Lohneauch in der allergrößten Not;ich will dich lieben, schönstes Licht,bis mir das Herze bricht.Lieben Sie –und tun sie heute etwas, was sie lieben!


Rundbrief MissionPredigt von Papst Benedikt XVI. im Berliner OlympiastadionWer an Christus glaubt, hat Zukunft5Vom 22. bis 25. September 2011 besuchte Papst Benedikt XVI. Berlin, Erfurt, Etzelsbach undFreiburg. Es war der dritte Aufenthalt in seinem Heimatland nach dem Weltjugendtag 2005und dem Besuch in seiner bayerischen Heimat 2006. Nach dem offiziellen Empfang durchden Bundespräsidenten Christian Wulf und einer vielbeachteten Rede vor dem DeutschenBundestag feierte Papst Benedikt XVI. zusammen mit über 60.000 Menschen eine HeiligeMesse im Berliner Olympiastadion. Dabei hielt er die folgende Predigt.Liebe Mitbrüder im Bischofs- undPriesteramt!Liebe Schwestern und Brüder!Der Blick in das weite Olympiastadion, dasihr in großer Zahl heute füllt, weckt in mirgroße Freude und Zuversicht. Sehr herzlichgrüße ich euch alle – die Gläubigen aus demErzbistum Berlin und den Diözesen Deutschlandswie auch die vielen Pilger aus denbenachbarten Ländern. 15 Jahre ist es her, dasserstmals ein Papst in die BundeshauptstadtBerlin gekommen ist. Der Besuch meinesverehrten Vorgängers, des seligen JohannesPaul II., und die Seligsprechung des BerlinerDompropstes Bernhard Lichtenberg – zusammenmit Karl Leisner – eben hier an diesemOrt ist uns allen, auch mir persönlich, in sehrlebendiger Erinnerung.Wenn wir an diese Seligen und an die Scharder Heiligen und Seligen insgesamt denken,können wir begreifen, was es heißt, alsRebzweige des wahren Weinstocks Christuszu leben und Frucht zu tragen. Das heutigeEvangelium hat das Bild neu vergegenwärtigt,dieses im Orient üppig rankenden Gewächsesund Sinnbilds von Lebenskraft, eine Metapherfür die Schönheit und Dynamik derGemeinschaft Jesu mit seinen Jüngern undFreunden mit uns.Im Gleichnis vom Weinstock sagt Jesus nicht:„Ihr seid der Weinstock“, sondern: „Ich binder Weinstock – ihr seid die Reben“ (Joh15,5). Das heißt: „So wie die Rebzweige mitdem Weinstock verbunden sind, so gehörtihr zu mir! Indem ihr aber zu mir gehört,gehört ihr auch zueinander.“ Und dieses Zueinander-und Zu-ihm-Gehören ist nichtirgendein ideales, gedachtes, symbolischesVerhältnis, sondern – fast möchte ich sagen– ein biologisches, ein lebensvolles Zu-Jesus-Christus-Gehören. Das ist die Kirche, dieseLebensgemeinschaft mit Jesus Christus undfüreinander, die durch die Taufe begründetund in der Eucharistie von Mal zu Malvertieft und verlebendigt wird. „Ich bin derwahre Weinstock“, das heißt doch eigentlich:‚Ich bin ihr und ihr seid ich‘ – eine unerhörteIdentifikation des Herrn mit uns, mit seinerKirche.Christus selber hat damals vor Damaskusden Kirchenverfolger Saulus gefragt: „Warumverfolgst Du mich?“ (Apg 9,4). Damitdrückt der Herr die Gemeinsamkeit desSchicksals aus, die sich aus der innigen Lebensgemeinschaftseiner Kirche mit ihm, demAuferstandenen, ergibt. Er lebt in seiner Kirchein dieser Welt fort. Er ist bei uns und wirmit ihm. – „Warum verfolgst du mich?“ – Esist letztlich Jesus, den die Verfolger seiner Kirchetreffen wollen. Und zugleich heißt das,dass wir, wenn wir um unseres Glaubens willenbedrängt werden, nicht allein sind. JesusChristus ist bei uns und mit uns.Im Gleichnis sagt der Herr Jesus noch einmal:„Ich bin der wahre Weinstock, und meinVater ist der Winzer“ (Joh 15,1), und er führtaus, dass der Winzer zum Messer greift, die▲Der gelbe Schal wardas Erkennungszeichender Pilger/innenaus Regensburg .Foto: KNA-Bild


Rundbrief Mission7wir in unserer Not wie die Emmausjünger rufenwollen: „Herr bleibe bei uns, denn es istAbend (vgl. Lk 24,29), es ist Dunkel um uns!“In dieser Zeit schenkt uns der Auferstandeneeine Bleibe, einen Ort des Lichtes, der Hoffnungund der Zuversicht, der Ruhe und derGeborgenheit. Wo den Rebzweigen Dürreund Tod drohen, da ist in Christus Zukunft,Leben und Freude. Da ist immer Vergebungund Neubeginn, Verwandlung in seine Liebehinein.In Christus bleiben heißt, wie wir bereits gesehenhaben, auch in der Kirche bleiben.Die ganze Gemeinschaft der Gläubigen ist inden Weinstock Christus fest hineinverfügt.In Christus gehören wir zusammen. In dieserGemeinschaft trägt er uns und zugleichtragen alle Glieder sich gegenseitig. Wir haltengemeinsam Stand gegen den Sturm undgeben einander Schutz. Wer glaubt ist nichtallein. Wir glauben nicht alleine, wir glaubenmit der ganzen Kirche aller Orten undZeiten, mit der Kirche im Himmel und aufder Erde.Die Kirche als Verkünderin des WortesGottes und Spenderin der Sakramente verbindetuns mit Christus, dem wahrenWeinstock. Die Kirche als „Fülle und Ergänzungdes Erlösers“, wie Pius XII. siegenannt hat (Pius XII. , Mystici corporis,AAS 35 [1943] S. 230: „plenitudo et complementumRedemptoris“), ist uns Unterpfanddes göttlichen Lebens und Vermittlerin derFrüchte, von denen das Gleichnis des Weinstocksspricht. So ist die Kirche das schönsteGeschenk Gottes. Daher konnte Augustinussagen: „In dem Maß, wie einer die Kircheliebt, hat er den Heiligen Geist“ (In Ioan. Ev.tract. 32, 8 [PL 35, 1646]). Mit der Kirche undin der Kirche dürfen wir allen Menschen verkünden,dass Christus die Quelle des Lebensist, dass er da ist, dass er das Große ist, nachdem wir Ausschau halten und uns sehnen.Er schenkt sich selbst und schenkt uns damitGott, das Glück, die Liebe. Wer an Christusglaubt, hat Zukunft. Denn Gott will nichtdas Dürre, das Tote, das Gemachte, das amEnde weggeworfen wird, sondern das Fruchtbareund das Lebendige, das Leben in Fülleund er gibt uns Leben in Fülle.Liebe Schwestern und Brüder! Das wünscheich euch allen, uns allen, dass ihr immer tieferdie Freude entdeckt, in der Kirche mit allenihren Nöten und Dunkelheiten mit Christusverbunden zu sein, dass ihr in allen NötenTrost und Erlösung findet, dass wir alle immermehr zum köstlichen Wein der Freudeund der Liebe Christi für diese Welt werden.Amen.© Copyright 2011 - Libreria Editrice Vaticana▲Papst BenediktXVI. während derMesse im BerlinerOlympiastadion.Foto: KNA-Bild


Rundbrief Mission8Predigt von Bischof Gerhard Ludwig zur Eröffnung der Fastenaktion„Menschenwürdig leben. Überall!“Am 13. Februar 2011 eröffnete Bischof Gerhard Ludwig Müller zusammen mit Prälat Josef Sayerdie deutschlandweite MISEREOR-Fastenaktion 2011. Aus diesem Anlass kamen Gäste ausaller Welt, darunter Oswald Kardinal Garcias (Mumbai/Indien), Jorge Kardinal Urosa (Caracas/Venezuela) und Bischof Martin Kivuva Musonde (Macharos/Kenia). Während des von der ARDlive übertragenen Gottesdienstes hielt Bischof Gerhard Ludwig die folgende Predigt.▲Prälat Josef Sayer,Oswald KardinalGarcias (Mumbai/Indien),Bischof GerhardLudwig Müller,Jorge Kardinal Urosa(Caracas/Venezuela)und Bischof MartinKivuva Musonde.Fotos: MISEREORLiebe Schwestern und Brüder,„MISEREOR super turbam“ (Mk 8,2), sospricht Gott, der Schöpfer und Vater allerMenschen – Ich habe Mitleid mit meinemVolk, ich habe ein Herz für die Armen. Gottwill, dass die Menschen überall auf dieserErde in Würde, Gerechtigkeit und Freiheit lebenkönnen.Wenn wir uns aber in den Ländern des Südensund Ostens umschauen, bietet sich unsein anderes Bild: In Megastädten darunterLima, Nairobi oder Phnom Penh leben etwa800 Millionen Menschen – unsere Brüderund Schwestern – unter Bedingungen, diewirklich zum Himmel schreien.Gott hat seine Schöpfung allen Menschen anvertrautals Haus und Heimat für das irdischeLeben. Gemeinsam verfügen wir auch überdie geistigen Gaben und materiellen Mög-lichkeiten, unser Zusammenleben nach demMaß eines menschenwürdigen Lebens zugestalten.Wir werden wohl einer Meinung sein, wennich „menschwürdiges Leben“ einmal so zuumschreiben versuche: Jeder Mensch brauchtein Dach über dem Kopf. Wichtig ist derZugang zu sauberem Trinkwasser, das nichtverunreinigt ist von ekeligem Unrat, den Abwässernaus vergifteten Müllkippen oder derbenachbarten Bleimine. Ebenso entscheidendist der Schutz vor den Folgen des Raubbausan der Natur oder der Ausbeutung der Arbeitskraftdes Menschen.Unerlässlich ist die Rücksichtnahme auf dieGesundheit der Arbeitenden mit einer sozialenAbsicherung im Fall von Krankheit undAlter. Zusammenfassend kann von einem„menschwürdigen Leben“ nur dann die Rede


Rundbrief Mission12 19 verschiedene weibliche Ordensgemeinschaftenarbeiten in diesem Netzwerk fürMigrantinnen in Not hauptamtlich mit. DerDienst reicht von sozial-psychologischen Beratungsstellenüber Schutzwohnungen bis hinzu finanzieller Unterstützung. Mittlerweileist aus den Anfängen in Kenia ein internationalesNetzwerk von Ordensfrauen in vielenLändern geworden.Evangelisierung in Nord-KeniaIm Norden Kenias lebt das Nomadenvolk derDazenech. Sie hatten den zuständigen Bischofschon lange um eine Missionsstation gebetenund 2003 erfüllte sich ihr Wunsch: Der MissionsbenediktinerFlorian von Bayern und seinekenianischen Mitbrüder kamen nach Ilaret,dem kleinen Hauptort des Nomadenvolkes.Die Missionare begannen mit der Verkündigungdes Evangeliums und dem Aufbau einerSchule. Sie verbesserten die Krankenversorgungund legten einen sauberen Brunnenan. Um blutige Raubkriege unter den Stämmender Region zu verhindern, initiiertensie Versöhnungsarbeit und einen Friedensdienst.Zurzeit arbeiten die Missionare aneinem Schulsystem, das zum Nomadenlebenpasst: Da die Dazenech mit ihrem Vieh vonWeidegrund zu Weidegrund ziehen, werdenReiselehrer ausgebildet, die einen Clan begleitenund unterwegs die Kinder unterrichten.Dialog mit dem IslamIndonesien ist das Land, in dem weltweit diemeisten Muslime leben. Etwa 87 % der 240Millionen Indonesier bekennen sich zumIslam, 10 % sind Christen. Zu einem der bekanntestenIntellektuellen in Indonesien zähltder deutsche Jesuit und Philosoph Franz Magnis-Suseno.Er lebt seit fünfzig Jahren in demsüdostasiatischen Land und lehrt an der Universitätvon Jakarta. Wie ist das Verhältnis vonChristentum und Islam? Wie stehen Islam undDemokratie zueinander? Durch seine ausgezeichnetenKontakte zu islamischen Gelehrtenund Politikern ist Pater Magnis-Suseno ein internationalsehr geschätzter Gesprächspartner.Sein Einsatz für die Demokratie in Indonesienund den islamisch-christlichen Dialogist mehrfach ausgezeichnet worden. Auch dasintellektuelle Apostolat gehört zu den Aufgabenfeldernvon Missionaren.Auf den folgendendrei Seiten findenSie den statistischenTeil aus dem JahresberichtWeltkirche2010, der über dasfinanzielle VolumenAuskunft gibt.Deutsche Ordensleute im weltweiten EinsatzDie 133 missionierenden Orden in Deutschland haben im Januar 2011 die Konferenz der missionierendenOrden (KMO) gegründet. Das 21-köpfige Gremium besteht aus zehn Vertreternder Höheren Oberen und Oberinnen der Missionsorden und zehn Vertretern der ordenseigenenMissionsverwaltungen, den so genannten Missionsprokuren. Die Generalsekretärin derDeutschen Ordensobernkonferenz (DOK) – das ist der Zusammenschluss der katholischenOrden und Kongregationen in Deutschland – gehört ebenfalls dem Gremium an. Vorsitzendeder KMO ist die Steyler Missionsschwester Miriam Altenhofen SSpS. Die KMO versteht sichu. a. als Impulsgeber für das weltkirchliche Engagement in Deutschland. Sie vertritt die Interessenund Anliegen von 1.187 Ordensschwestern, 656 Ordenspriester und 191 Ordensbrüdern,die im weltweiten Einsatz in Afrika, Lateinamerika, Asien und Osteuropa in Verkündigung,Seelsorge und Entwicklungshilfe tätig sind. Damit repräsentiert die KMO rund 90 % allerMissionskräfte, die die katholische Kirche von Deutschland aus entsendet. Weitere Informationen unter www.orden.de


Weltkirchliche Arbeit in ZahlenRundbrief Mission13Einnahmen der Hilfswerkefür die weltkirchliche ArbeitEinnahmen Adveniat 1 Caritas KinderinternationalmissionswerkMisereor Missio 2 Renovabis SummeSpenden 3 18.513.019 41.668.091 70.262.408 48.486.546 36.748.230 5.725.982 221.404.276Kollekten 4 33.911.190 7.843.864 1.041.412 23.354.557 9.098.945 6.099.873 81.349.841Kirchliche Haushaltsmittel 5 1.590.800 5.386.618 0 8.510.450 19.974.102 16.531.140 51.993.110Öffentliche Mittel (BMZ, AA, EU usw.) 0 20.850.621 0 108.318.024 0 5.799.939 134.968.584Sonstige Einnahmen 6 3.105.164 10.941.064 1.970.609 5.641.131 5.926.319 2.212.395 29.796.682Summe 57.120.173 86.690.258 73.274.429 194.310.708 71.747.596 36.369.329 519.512.493alle Angaben in EuroEinnahmen der Hilfswerkealle Angaben in EuroSonstige Einnahmen 629.796.682 (5,7%)Öffentliche Mittel (BMZ, AA, EU usw.)134.968.584 (26,0%)Spenden 3221.404.276 (42,6%)Kirchliche Haushaltsmittel 551.993.110 (10,0%)Kollekten 481.349.841 (15,7%)Summe Einnahmen519.512.4931 Bei Adveniat beziehen sich die Zahlen auf das Haushaltsjahr 2010, das am 01.10.2009 begannund am 30.09.2010 endete.2 Gemeinsam bilden Missio in Aachen und Missio in München das „Internationale KatholischeMissionswerk“ in Deutschland, das den weltweit über 100 päpstlichen Missionswerken angehört.3 einschließlich Mitgliedsbeiträge und Erbschaften4 einschließlich Sonderkollekten5 vom Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und einzelnen Diözesen6 Zinsen, Zuführungen aus Rücklagen, Zuführungen aus Stiftungen usw.18 Jahresbericht Weltkirche 2010


Weltkirchliche Arbeit in ZahlenRundbrief Mission14Ausgaben der Hilfswerkefür die weltkirchliche ArbeitAusgaben Adveniat 1 Caritas KinderinternationalmissionswerkMisereor Missio 2 Renovabis SummeProjektförderung Afrika 0 15.080.789 13.527.068 41.288.554 26.564.016 0 96.460.427Projektförderung Asien 0 15.232.459 10.373.389 41.019.802 21.110.586 0 87.736.236Projektförderung Europa 7 s. Bildungsarbeit8 5.524.582 3.584.799 s. Bildungsarbeit8 s. Bildungsarbeit8 29.485.090 38.594.471Projektförderung Lateinamerika 9 47.058.908 11.193.058 28.343.491 45.331.251 0 0 131.926.708Projektförderung Ozeanien 0 1.642.946 201.765 s. Asien10 1.158.571 0 3.003.282Projektförderung international 0 714.188 207.250 28.708.165 1.639.941 0 31.269.544Projektbegleitung 2.957.906 2.874.967 1.254.359 5.206.947 4.390.972 1.054.812 17.739.963Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit 8 1.278.536 487.752 2.379.639 3.311.448 6.372.203 456.705 14.286.283Werbung und Verwaltung 4.554.394 4.428.026 3.559.457 12.198.128 10.511.307 3.495.730 38.747.042Bildung von Projektrücklagen 11 0 29.511.491 7.951.933 10.149.149 0 1.302.561 48.915.134Sonstige Aufwendungen 1.270.429 0 1.891.279 7.097.264 0 574.431 10.833.403Summe 57.120.173 86.690.258 73.274.429 194.310.708 71.747.596 36.369.329 519.512.493alle Angaben in Euro130120110100908070Ausgaben der Hilfswerkealle Angaben in Euro96.460.427 (18,6%)87.736.236 (16,9%)131.926.708 (25,4%)Summe Ausgaben519.512.49360504030201038.594.471 (7,4%)3.003.282 (0,6%)31.269.544 (6,0%)17.739.963 (3,4%)14.286.283 (2,7%)38.747.042 (7,5%)48.915.134 (9,4%)10.833.403 (2,1%)0ProjektförderungAfrikaProjektförderungAsienProjektförderungEuropa 7ProjektförderungLateinamerika9ProjektförderungOzeanienProjektförderunginternationalProjektbegleitungBildungsundÖffentlichkeitsarbeit8WerbungundVerwaltungBildungvonProjektrücklagen11SonstigeAufwendungen7 zum Großteil Osteuropa8 satzungsgemäße Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland9 einschließlich Karibik10 Betrag unter „Projektförderung Asien“ enthalten11 Unter „Bildung von Projektrücklagen“ werden auch die Mittel erfasst, die sich am 31.12.2010im Bewilligungsverfahren befanden und deshalb noch nicht als abgeschlossene „Projektförderung“verbucht werden konnten.Jahresbericht Weltkirche 201019


Weltkirchliche Arbeit in ZahlenRundbrief Mission15Projektförderungdurch die OrdensgemeinschaftenIm Jahr 2010 wurden von den 83 Ordensgemeinschaften, die für diesen Jahresbericht berücksichtigtwerden konnten, Hunderte von Projekten auf allen Kontinenten realisiert. Dankder vielen Spenderinnen und Spender, die rund 104 Millionen Euro zur Verfügung stellten,konnte nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe viel Not gelindert werden. 58 % der gesamtenProjektmittel wurden zweckgebunden gespendet.Neben der Projektförderung gehören selbstverständliche Kontrollen über die Verwendungsnachweiseund Bankbelege sowie Besuche vor Ort zum partnerschaftlichen Miteinander.Die hier abgebildeten Zahlen spiegeln nur die monetäre Seite der Hilfe wider. Nicht messbarist die Bedeutung des gelebten Glaubens, der sich hinter den nüchternen Zahlen verbirgt.Ausgaben Männerorden Frauenorden Summe 11Asien 28.186.129 4.332.895 32.519.025Afrika 26.907.673 13.741.136 40.648.810Lateinamerika 18.680.728 8.830.750 27.511.478Osteuropa 1.699.081 716.567 2.415.649Sonstige Länder 2.970.873 1.450.615 4.421.489Verwaltung 4.798.774 776.280 5.575.054Werbung 5.041.936 234.525 5.276.461Bildung 1.204.484 70.072 1.274.557Summe 1 89.489.681 30.152.844 119.642.525alle Angaben in EuroProjektförderung durch die DiözesenZusätzlich zu den beträchtlichen Mitteln, die von den 27 Diözesen über den Verband derDiözesen Deutschlands (VDD) jedes Jahr für die Arbeit der weltkirchlichen Hilfswerke zurVerfügung gestellt werden, unterstützen die meisten Diözesen direkt einzelne kirchlicheProjektpartner in den Ländern des Südens und Ostens: im Jahr 2010 mit insgesamt rund42 Millionen Euro.Nicht berücksichtigt sind dabei die Messstipendien, die an die Ortskirchen in den genanntenLändern weitergeleitet werden.Darüber hinaus fördern manche Diözesen die Projektarbeit der Hilfswerke auch durch Zuschüsseaus dem Diözesanhaushalt.1 Die Summen berücksichtigen auch die in der Tabelle nicht aufgeführten Cent-Beträge.20 Jahresbericht Weltkirche 2010


Rundbrief Mission16Predigt von Bischof Gerhard Ludwig beim requiem in Amberg am 18. März 2011Bischof Dr. Oswald Hirmer zum Gedenken▲† Bischof em.Dr. Oswald Hirmer– aufgenommenim Jahr 2005 inSüdafrika.Foto: Hagen HorobaLiebe Angehörige des Verstorbenen, liebeMitbrüder im priesterlichen und diakonalenDienst, meine lieben Schwestern und Brüderim gemeinsamen christlichen Glauben!Unser lieber und verehrter Mitbruder impriesterlichen und bischöflichen Dienst OswaldHirmer ist uns vorangegangen in Gotteshimmlisches Reich. Mit 81 Jahren hat er seinLeben zurückgegeben in die Hände Gottes,seines Schöpfers und Erlösers. Wir hoffenund beten, dass er die Prüfung im persönlichenGericht Gottes bestanden hat. Indiesem persönlichen Gericht muss ein jedervon uns Rechenschaft ablegen über das, waser in seinem Leben getan oder unterlassenhat. Wir müssen Verantwortung übernehmen,ob wir dem Anruf Gottes und denAufgaben, die er uns gestellt hat, gerechtgeworden sind. Unser Leben als Christenerschöpft sich nicht allein in einer Befolgungder Gebote Gottes. Vielmehr ist es einefortwährende Gleichgestaltung mit dem gekreuzigtenund auferstandenen Herrn. SeinKreuz und seine Auferstehung, die uns durchdie Taufe tief eingeprägt wurden, sind Maßund Richtschnur für unsere Existenz alsChristen. Der auferstandene Christus ist dasZiel, auf das wir zugehen.An den Altarstufen ist unter der brennendenOsterkerze ein Bild des Verstorbenen aufgestellt.Wenn wir Oswald Hirmer im Spiegeldieses Bildes betrachten, dann wird uns sofortbewusst, welch sympathischer Menscher war. Er übte Freundschaft und strahlteZuwendung aus. In den vergangenen Jahrendurfte ich ihn persönlich kennenlernen undkonnte ihm bei seinen Besuchen in der Heimatimmer wieder begegnen. Besonders sindmit die Treffen auf dem Amberger Mariahilf-Berg in Erinnerung. Im Frühjahr 2008besuchte ich mit den Domspatzen die MallersdorferSchwestern in Südafrika. Dort trafenwir auch mit den Bischöfen zusammen, dieaus unserer Diözese Regensburg stammen –Oswald Hirmer, Fritz Lobinger und HubertBucher –, und hatten so die Gelegenheit, dassegensreiche Wirken unserer Missionare vorOrt kennenzulernen.Wenn man Bischof Oswald begegnete, dannspürte man, dass er ein Diener unserer Freude


(vgl. 2 Kor 1,24) war. Er hatte nichts Prätentiösesan sich, sondern er war ein Christ,innerlich so geordnet und gefügt, dass er ausdem Evangelium, aus der Frohen Botschaft herausleben konnte. Er hat erfahren, dass Gottes mit uns Menschen gut meint – bei allem,was auch an Schwerem im Leben auf uns zukommenmag. Selbst dann können wir uns aufden guten Hirten verlassen: „Muss ich auchwandern in finsterer Schlucht, ich fürchte keinUnheil; denn du bist bei mir, dein Stock unddein Stab geben mir Zuversicht“ (Ps 23,4).Ein Diener unserer Freude – Das ist auchbeim Apostel Paulus (vgl. 2 Kor 1,24) eine wesentlicheBeschreibung des Apostelamts unddamit aller kirchlichen Ämter, die aus demApostelamt hervorgegangen sind: der Dienstdes Bischofs, des Priesters und des Diakons.Nur wer in sich selbst die Freude des Erlöstseinserfahren hat, kann diese Freude auchausstrahlen und weitergeben. Nur wer Dienerder Freude ist, kann auch „Diener desWortes“ (Lk 1,2) sein, jenes Wortes Gottes,das an sein Volk, an alle Menschen ergeht;des Wortes Gottes, das Fleisch geworden ist,unser sterbliches, leidensfähiges und verweslichesFleisch angenommen hat und uns inJesus Christus begegnet (vgl. Joh 1).Vielleicht ist es besonders bezeichnend, dassBischof Oswald vom Heiligen Vater als Teilnehmerzur letzten Bischofssynode eingeladenworden war, die sich mit dem Wort Gottesim Leben des einzelnen Christen, aber auchim Leben der Kirche beschäftigte. In Südafrikaleben die Katholiken weit zerstreut,gleichsam in der Diaspora. Sie machen dieErfahrung der Zerstreuung fernab von dengroßen Volkskirchen in anderen Teilen derWelt. Die Menschen in Südafrika aber versammelnsich in kleinen Gemeinschaften– das lag Oswald Hirmer besonders am Herzen– und hören gemeinsam auf das WortGottes, bedenken es, horchen in das hinein,was Gott ihnen in seinem Wort sagen will,und wie sie es in ihrer konkreten Lebenssituationanwenden und umsetzen können. Fürdiese Methode des Bibellesens und Bibelteilensist er bekannt geworden. Versammelt imWort, im Sakrament und im Gebet bildetsich so christliche Gemeinde.Auch für uns, die wir unter anderen Voraussetzungenund Bedingungen leben, ist eswichtig, dass unser Christ-Sein nicht nureine Summe von erlernten Verhaltensweisenund Denkformen ist, sondern sich ständigerneuert aus der lebendigen Begegnung mitJesus Christus in seinem Wort, das er zu unsspricht. Ein christliches Leben kann mannicht als Einzelner bestehen. Dann wäre dieKirche nicht mehr als die Summe von Individualisten.Sie ist aber vielmehr communio,koinonia, d.h. Lebensgemeinschaft, die vonJesus Christus begründet ist.Diese Botschaft von Oswald Hirmer geht überseinen Tod hinaus: Wir dürfen uns am WortGottes erfreuen! Es drückt uns nicht nieder,sondern richtet uns auf! Diese Gemeinschaftmit Jesus Christus in Wort und Sakramentleben wir in unseren Diözesen, unseren Pfarreienund in den christlichen Gemeinschaften.Diese lebendige Begegnung mit IHM ist dastragende Element, das uns bewegt!In der Lesung aus dem alttestamentlichenBuch der Weisheit (Weis 2,1-2b4ab.21a.22-3,6.9) begegneten wir den Zweifeln, die auchdie Herzen der Menschen inmitten des Gottesvolkesbeschleichen können: Es scheintso, als ob es einen ehernen Gang der Naturgäbe. Menschen wachsen empor als organischeLebewesen und werden auch wiedervom Ganzen der Natur verschlungen. DieErfahrung der Kontingenz, der Ausgesetztheitdes Menschen führt nicht automatischzur Erkenntnis Gottes und zum Vertrauenauf ihn. Vielmehr kann sie sogar Grund fürGlaubenszweifel oder gar für eine Haltungsein, die zynisch auf all jene herabblickt, dieihre Hoffnung auf Gott setzen. Der Verfasserdes Weisheitsbuches weiß um diese Anfechtungen,die nicht nur von außen auf unseindringen, sondern im Herzen eines jedenMenschen präsent sind, an ihm nagen undseine Glaubensgewissheit zersetzen können.Wir aber werden verwiesen auf den lebendigenGott: Wenn Gott doch schon die ganzeWelt aus dem Nichts hervorbringt und uns,die Menschen, nach seinem Bild und Gleichnisgeschaffen hat, wie könnten wir danndaran zweifeln, dass er es auch gut mit unsmeint? Wie könnten wir daran zweifeln, dasser uns auch in unserem Tod beistehen und errettenkann?Gott hat den Menschen zur Unsterblichkeitgeschaffen! Er will nicht den Tod unddas Vergehen des Menschen. In Jesus Christushat sich der Heilswille Gottes offenbart:Gott selber hat in seinem Sohn unser Sterbenauf sich genommen. Unsere Not und unserLeid hat er an sich selber getragen in unseremmenschlichen Fleisch, das er angenommenund sich zu Eigen gemacht hat. Er hat unserlöst in Jesus Christus, so dass alle, die mitihm verbunden sind – auch wenn sie seinenNamen vielleicht noch gar nicht kennen, ihreRundbrief Mission17


Rundbrief Mission18Hoffnung aber auf eine Macht setzen, dieüber uns ist – in und durch Jesus Christus ihrZiel finden: das ewige Leben. Leider überlassensich aber auch nicht wenige Christen, diedoch eigentlich die Gnade Gottes in Taufeund Firmung empfangen hätten, der Skepsiseiner rein säkularistischen und materialistischenEinstellung dem Leben des Menschengegenüber, so dass der Zweifel an der Existenzeines ewigen Lebens nach dem Tod wächst.Demgegenüber machen wir unmissverständlichdeutlich: Der Glaube an ein Leben nachdem Tod ist keine Fiktion, die uns lediglichzu moralischem und sozialem Verhalten bewegt,sondern Realität!Oswald Hirmer, unser verstorbener Mitchristund Mitbruder im bischöflichen und priesterlichenDienst hat sich selber verstanden alsDiener unserer Freude, als Diener des WortesGottes und als guter Hirt, der die Verzagtenaufrichtet und den Verzweifelten neuen Mutgibt. Er hat fest darauf vertraut, dass Gottseine Verheißungen auch wahr macht. Werdem Herrn im Kreuzweg dieses Lebens biszum Tod verbunden bleibt, der wird auchmit Christus auferstehen zum ewigen Leben.Darum sagt Jesus in der wahren Erkenntnisunserer gebrochenen menschlichen Existenz:„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt undschwere Lasten zu tragen habt. Ich werdeeuch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28). „Das istdas ewige Leben: dich, den einzigen wahrenGott, zu erkennen und Jesus Christus, dendu gesandt hast“, so sagt Jesus im hohenpriesterlichenGebet des Johannesevangeliums(Joh 17,3). So haben wir in Christus Anteilam Leben und an der Liebe des dreifaltigenGottes: des Vaters, des Sohnes und des HeiligenGeistes.Der leibliche Tod hat das Werk von OswaldHirmer, dieses guten Freundes und Weggenossenauf Pilgerschaft hin zum ewigenLeben, nicht einfach abgeschlossen. Vielmehrwill der Verstorbene das, was er uns in dergemeinsamen irdischen Lebenszeit gewesenist – Diener unser Freude, Diener des WortesGottes und Zeuge der Liebe Christi –, auchweiterhin für uns sein. Als Glied der himmlischenKirche macht er uns von Christusher auch weiterhin Mut und inspiriert unsin unserem Einsatz für Glaube, Kirche undMitmenschen. Wir können uns seinem Gebetanvertrauen, denn wir dürfen sicher undgewiss sein, dass er uns auch weiterhin zurSeite steht. Wenn wir uns an Bischof OswaldHirmer erinnern, uns mit ihm im Glauben,in der Liebe und in der Feier der Eucharistieverbunden wissen, dann wird er uns auchweiterhin ein Diener unserer Freude, ein Dienerdes Wortes und Zeuge der Liebe Gottessein. Amen.Herzlichen Glückwunschallen Jubilarinnen und JubilarenDatum Vorname Name Orden Land Heimatpfarrei Jubiläum1.5. P. Oswald Müller SVD Japan Waldershof 60 J. Profess4.5. Sr. Hildegard Schichtl OP (Sf) fr. Zimbabwe Zinzenzell 50 J. Profess8.5. Sr. Sola Schaumann FNS Südafrika Altmühlmünster 60 J. Profess21.5. Hildegard Witt EH Tanzania Neustadt/WN 60. Geb.26.5. Sr. Martha Stigler OP (Sf) England Gerzen 75. Geb.29.5. Sr. Lydia Hofbauer OSF (D) USA Eggenfelden 95. Geb.13.6. Sr. Monika Heindl CPS Tanzania Münchenreuth 80. Geb.13.6. Sr. Anita Schmid DKJ USA Hausen 80. Geb.14.6. Sr. Lucy Reitinger OP (Sf) Zimbabwe Hiltersried 55 J. Profess14.6. Sr. Bonosa Lankes OP (Sf) fr. Zambia Pemfling 60 J. Profess14.6. Sr. Raymunda Sturm OP (Sf) fr. Zimbabwe Oberalteich 45 J. Profess19.6. P. Ferndinand Bodensteiner OSA DR Kongo Moosbach/Opf. 40 J. Priester21.6. Bischof em. Dr. Hubert Bucher (DP) Südafrika Rgsb., St. Wolfgang 80. Geb.28.6. Sr. Asunta Steinberger O.Cist. Bolivien Aich 50. Geb.


Rundbrief Mission6.7. P. Hans Inkoferer MAfr. fr. Ruanda Pinkofen 50 J. Priester17.7. P. Walter Licklederer MSC Österreich Theissing 40 J. Priester22.7. P. Berthold Meier OSA fr. DR Kongo Pleystein 60 J. Priester26.7. P. Georg Messer MAfr. Malawi Vohenstrauß 55 J. Profess192.8. Sr. Donata Schleich OSF (Ai) Brasilien Falkenstein 50 J. Profess8.8. Sr. Gemma Schmid (AS) fr. Schweden Schwarzenfeld 55 J. Profess9.8. Sr. Rogata Wurzelbacher OP (Sd) Südafrika Großschönbrunn 97. Geb.13.8. P. Miguel Brems OFM Bolivien Kasing 60 J. Profess13.8. Sr. Gudrun Landstorfer (AS) fr. Schweden Alburg 45 J. Profess15.8. Sr. Arcadia Wagner OSF (Aö) Chile Gangkofen 60 J. Profess16.8. Sr. Amadea Loibl OSF (Aö) Chile Viechtach 60 J. Profess16.8. Sr. Domitilla Schiessl OSF (Aö) Südafrika Oberviechtach 60 J. Profess8.9. Sr. Rita Altmann AMAD Brasilien Neukirchen, Hl.Blut 55 J. Profess8.9. P. German Mehler SVD Philippinen Tirschenreuth 55 J. Profess8.9. P. Sebastian Sperl SVD Ghana Wolnzach 55 J. Profess8.9. P. Rudolf Holzgartner SVD fr. Philippinen Windischeschenbach 50 J. Profess9.9. P. Miguel Brems OFM Bolivien Kasing 55 J. Priester11.9. Sr. Diane Schraml FNS Südafrika Waldthurn 30 J. Profess12.9. P. Richard Multerer OSB (SB) Südafrika Nittenau 50 J. Profess15.9. P. Ignatius Laumer OSB (SB) Tanzania Stallwang 55 J. Profess26.9. Sr. Bonosa Lankes OP (Sf) fr. Zambia Pemfling 75. Geb.28.9. Bischof em. Johannes Jobst SAC Österreich Brennberg 70 J. Profess24.10. P. Miguel Brems OFM Bolivien Kasing 85. Geb.24.10. Sr. Ignatia Huber OP (Sf) Zimbabwe Strahlfeld 65 J. Profess26.10. Sr. Ferrera Weinzierl OP (Sf) England Rgsb., St. Emmeram 50 J. Profess5.11. Sr. Hermine Haslbeck WS fr. Zambia Wallkofen 75. Geb.13.11. Sr. Lutharda Koller OSB (Tu) Brasilien Straubing, St.Jakob 92. Geb.15.11. Pfr. Albert Kammermayer (DP) fr. Italien Rgsb., Herz-Marien 92. Geb.19.11. Pfr. Erwin Reichl (DP) Bolivien Weiden, Herz-Jesu 70. Geb.21.11. Sr.Bartholomea Bocka KS Schweiz Waldthurn 60 J. Profess22.11. Sr. Christine Gruber O.Cist. Bolivien München 65. Geb.22.11. Sr. Emma Richter ISAC Chile Amberg, St. Martin 85. Geb.3.12. Sr. Luitgarde Fröhlich OP(Sf) Zimbabwe Wiesau 97. Geb.7.12. P. Rudolf Holzgartner SVD fr. Philippinen Windischeschenbach 45 J. Priester8.12. Sr. Clementine Kranz SSpS fr. Indonesien Pfettrach 50 J. Profess11.12. P. Alois Dumler CMF fr. DR Kongo Pullenreuth 70. Geb.12.12. P. Beda Griessl OSB fr. Tanzania Eslarn 85. Geb.12.12. Sr. Adelheid Pfaller MC fr. Österreich Schamhaupten 70. Geb.18.12. Sr. Anna Rita Schedl CPS Südafrika Schwarzenbach 70. Geb.20.12. Sr. Evelin Heldmann (AS) fr. Schweden Amberg, Hl. Dreifaltigkeit 75. Geb.29.12. Sr. Angilberga Fischer SSpS Brasilien Fichtelberg 98. Geb.Wir gedenken unserer Toten im GebetWir bitten für unsere Schwestern und Brüder, die du zu dir gerufen hast: An dich haben siegeglaubt und auf dich gehofft. Lohne ihnen ihr Mühen um die Mission. Lass sie leben in Gemeinschaftmit dir, unserem Gott. Amen.5.3.11 Bischof em. Dr. Oswald Hirmer (DP) Südafrika Amberg, Hl. Dreifaltigkeit 81 Jahre28.6.11 Sr. Lia Schwarzmüller OSB (Tu) Tanzania Geltofing 99 Jahre1.7.11 Edeltraud Gaul IB fr. Ruanda Amberg, Hl. Dreifaltigkeit 70 Jahre3.7.11 P. Georg Kopp CMF fr. DR Kongo Pürkwang 87 Jahre22.7.11 Sr. Herma Popp OSF (Aö) Chile Hohenfels 87 Jahre16.10.11 Sr. Helena Schmauss OP (Sf) Zimbabwe Wilchenreuth 96 Jahre


Rundbrief Mission20Heimaturlaubertreffen 2012Sehr herzlich laden wir schon jetzt ein zum Treffen der Missionarinnen und Missionare auf Heimaturlaub2012. Das Treffen findet im Haus Werdenfels statt.TerminDienstag, 24.07.2012 (Mittagessen) bis Donnerstag, 26.07.2012 (Mittagessen)AnmeldungArbeitsstelle WeltkircheObermünsterplatz 7, 93047 RegensburgTel: +49 (941) 597-2607Fax: +49 (941) 597-2600E-Mail: weltkirche@bistum-regensburg.deAuf dem Programm stehen – soweit möglich – Begegnungen mit Bischof Gerhard Ludwig,Generalvikar Michael Fuchs und dem Referenten für Weltkirche, Peter Hubbauer. Traditionellbesuchen wir darüber hinaus Regensburg mit dem Dom St. Peter.StudienwocheHinweisen möchten wir Sie auch auf die Studienwoche des Deutschen Kath. Missionsrates(DKMR) im St. Bonifatiuskloster HünfeldTerminMontag, 09.07.2012 bis Samstag, 14.07.2012AnmeldungDeutscher Kath. MissionsratWittelsbacherring 9, 53115 BonnTel: +49 (228) 68449-15Fax: +49 (228) 68449-44E-Mail: dkmr@orden.deIn eigener SacheWir in der ARBEITSSTELLE WELTKIRCHE freuen uns sehr, wenn wir mit Ihnen in Kontaktbleiben können. Leider war dies in diesem Jahr nicht so möglich: Nur diesen einenRUNDBRIEF MISSION konnten wir fertig machen. Die Gründe dafür lagen in der Vorbereitungder MISEREOR-Fastenaktion und der Reise zum Papstbesuch nach Berlin, die uns inder ARBEITSSTELLE WELTKIRCHE sehr viel Zeit kosteten. Das wird im kommenden Jahrwieder anders! Und sollten Sie 2012 auf Heimaturlaub nach Deutschland kommen, dann meldenSie sich doch bitte bei uns. Sie sind herzlich eingeladen, uns in Regensburg zu besuchenund auch das Urlaubsgeld in Empfang zu nehmen.ImpressumHerausgeber: Bistum Regensburg – Arbeitsstelle WeltkircheObermünsterplatz 7 | D-93047 Regensburg | Tel: +49 (941) 597-2606/7 | Fax: +49 (941) 597-2600E-Mail: weltkirche@bistum-regensburg.de | >> www.weltkirche-regensburg.deRedaktion, Satz und V.i.S.d.P.: Hagen Horoba, Leiter der Arbeitsstelle Weltkirche

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