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Geschäftsbericht 2011 - Prisma Kreditversicherungs AG

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<strong>Geschäftsbericht</strong> <strong>2011</strong>1


Egal, was auf dieser Weltbühne passiert …


… ob Wellen des Wassers, der Liebe oder Empörung …


… wir arbeiten für Sie, ruhig und sicher hinter den Kulissen.


Kennzahlen per 31.12.<strong>2011</strong>201020092008Prämie (abgegrenzt)59.05053.63242.34246.735Eigenmittel*31.60727.11626.80825.683EGT9.5726.9757.7588.618Jahresgewinn4.2783.0134.8244.844* inklusive unversteuerter Rücklagenin TEURPRISMA istunangefochten die Nummer 1 in Österreich.PRISMA erwirtschaftetein Umsatzplus von mehr als zehn Prozent.PRISMA plant,die Kreditkompetenz in Serbien und Kroatien zu stärken.PRISMA erhebtdas Risikobewusstsein österreichischer CFOs.PRISMA fördertengagierte Mitarbeiter im Rahmen des PRISMA Professional Club.10


InhaltVorwort des Vorstandes 13Bericht des Aufsichtsrates 14Organe der Gesellschaft 15Lagebericht 17Was für ein Theater?! 17Unsere beiden Aktionäre: OeKB und Euler Hermes 18„Credit is local“ – auch in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens 18Wirtschaftliches Umfeld 19Finanzielle Leistungsindikatoren 23Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 30Risikobericht 31Ausblick 2012 35Geschäftsergebnis 3 6Gewinnverwendung 36Sonstige Angaben 36Jahresabschluss 37Bilanz 38Gewinn- und Verlustrechnung 40Anhang 44Business Report 54Report of the Supervisory Board 55Introduction from the Board of Management 57Management Report 58Annual Financial Statements 62Profit and Loss Account 64Impressum 66


Vorwort des VorstandesGeschätztes Publikum,wir schreiben dieses Vorwort in den ersten Tagen des Jahres. Sie lesen es im April, Mai oder noch später. Wie soll manschreiben und was kann bestehen, wenn sich die Wirtschaftswelt so rasch verändert wie derzeit?Im abgelaufenen Jahr hatten wir ab und zu das Gefühl, die Protagonisten der Weltwirtschaft führen ein ziemlich absurdesTheater auf. Niemand konnte sich der Inszenierung entziehen. Auch wir bei PRISMA nicht. Jetzt aber öffnenwir den Vorhang und lassen Sie teilhaben an dem, was auf der Bühne unseres Hauses passiert ist – mit Happy End.Die einleitenden Fotos sollen Ihnen einen Eindruck davon vermitteln, wie hinter den Kulissen gearbeitet wird: ruhig,sicher und möglichst unbeeindruckt von dem, was auf dieser Weltbühne passiert – so wie Sie es von uns gewohnt sind.Wie turbulent der Inhalt des jeweiligen Stückes auch sein mag – unser Bestreben als Regisseure, Akteure und Bühnenarbeiterliegt einzig darin, Sie von der Qualität unserer Performance zu überzeugen.Gleich werden Sie im Programmheft lesen: PRISMA hatte ein sehr gutes Jahr <strong>2011</strong>. Der Umsatz wurde gesteigert, dieMarktführerschaft weiter ausgebaut und die Schadensquote war moderat. Wir gehen gut gerüstet zum nächsten Aktim laufenden Jahr 2012 über.Erinnern Sie sich noch an unsere Kundenzufriedenheitsumfrage? Sie haben uns mit Ihrer Kritik aufgerüttelt und Siehaben recht: Der persönliche Kontakt zwischen Ihnen und uns ist die stärkste vertrauensbildende Maßnahme und dieGrundlage unserer Zusammenarbeit. Wir hoffen, dass wir mit unseren vielfältigen Veranstaltungen und BegegnungenIhrem Wunsch Rechnung getragen haben. Wie im Theater: Anregende Pausengespräche helfen, das Erlebte zu verarbeiten,zu entspannen und sich vorzubereiten, bevor sich der Vorhang erneut hebt.Und was können Sie und wir 2012 erwarten? Unter den aktuellen Umständen ringen sich nicht einmal ausgewieseneExperten zu klaren Prognosen durch. Wir können das auch nicht. Was wir Ihnen aber versichern können: Wir sindauf die unterschiedlichsten Szenarien sehr gut vorbereitet, immer mit der Absicht, Ihnen erstklassige Vorführungenzu bieten.Liebes Publikum! Wir danken Ihnen herzlich für Ihren Besuch und Ihre kritische Anteilnahme. Dem Ensemble derKolleginnen und Kollegen danken wir für den professionellen Auftritt.Gutes Theater hat immer Konjunktur. Das Theater kann also weitergehen! Vorhang auf!Bettina SeldenMitglied des VorstandesLudwig MertesMitglied des Vorstandes13


Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Damen und Herren,als Vorsitzender des Aufsichtsrates gratuliere ich dem Management und denMitarbeiter(inne)n zum Geschäftsergebnis <strong>2011</strong> und zum weiteren Ausbauder Marktführerschaft.Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand laufend und umfassend über die Geschäftsentwicklungsowie die Lage der Gesellschaft und ihrer Beteiligungeninformiert. Regelmäßige Sitzungen sowie zeitnahe mündliche und schriftlicheBerichte des Vorstandes ermöglichten es uns, die vom Gesetz und derSatzung übertragenen Aufgaben wahrzunehmen.Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschafthat Buchführung, Jahresabschluss <strong>2011</strong> und Lagebericht geprüft underteilt den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat stimmtmit dem Prüfungsergebnis der Abschlussprüfung überein.Wir haben den Jahresabschluss zum 31. Dezember <strong>2011</strong>, den Lagebericht und den Vorschlag desVorstandes für die Gewinnverwendung geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfungist kein Anlass zur Beanstandung gegeben.Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit nach § 96 Absatz 4 Aktiengesetzfestgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließen wir unsan und empfehlen der Hauptversammlung, ihn anzunehmen.Herr Dr. Robert Walter ist im Herbst <strong>2011</strong> von der Euler Hermes <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>, Hamburg,zur Allianz SE, München, gewechselt. Mit Jahresende <strong>2011</strong> hat er auch sein Aufsichtsratsmandat beiPRISMA zurückgelegt. Frau Silke Grimm folgt ihm im Euler Hermes-Vorstand und auch im PRISMAAufsichtsrat nach. Ich wünsche ihr im Namen des Aufsichtsrates für ihre zukünftigen Aufgaben vielErfolg und freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr.Für den AufsichtsratDr. Rudolf Scholten Wien, im März 2012Vorsitzender14


Organe der GesellschaftAufsichtsratDr. Rudolf ScholtenMitglied des Vorstandes derOesterreichischen Kontrollbank <strong>AG</strong>VorsitzenderMag. Sylvia Doritsch-IseppDirektorin derOesterreichischen Kontrollbank <strong>AG</strong>Mag. Angelika Sommer-HemetsbergerDirektorin derOesterreichischen Kontrollbank <strong>AG</strong>Ralf MeurerVorsitzender des Vorstandes derEuler Hermes <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>Vorsitzender-StellvertreterSilke Grimm (seit 1. 1. 2012)Mitglied des Vorstandes derEuler Hermes <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>Dr. Robert Walter (bis 31. 12. <strong>2011</strong>)Mitglied des Vorstandes derEuler Hermes <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong> (bis 30. 9. <strong>2011</strong>)Co-Head des CEO Office derAllianz SE (seit 1. 10. <strong>2011</strong>)VorstandLudwig MertesGeboren 1960 in Versailles.Seit 2006 Mitglied des Vorstandes der PRISMA <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>.Seit 2008 Mitglied des Vorstandes der OeKB EH Beteiligungs-und Management <strong>AG</strong>.Zuständig für die Bereiche: Verkauf, Vertrag, IT, Unternehmenskommunikation/Marketing.Mag. Bettina SeldenGeboren 1952 in Salzburg.Seit 1995 Mitglied des Vorstandes der PRISMA <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>.Seit 2008 Mitglied des Vorstandes der OeKB EH Beteiligungs-und Management <strong>AG</strong>.Zuständig für die Bereiche: Kreditprüfung, Versicherungsleistung,Risikomanagement und Controlling, RechnungsundPersonalwesen.ProkuristenMag. Herbert GspanFrank HenzeMag. Elfriede HolnsteinerMag. Georg HöllerHolger KöhnMag. Marion KoinigMag. Marina Machan-KaiserDr. Irmgard PaulMag. Melitta SchabauerDr. Hubert Viehauser15


Das erfolgreicheGeschäftsjahr <strong>2011</strong>


LageberichtWas für ein Theater?!Unser Einstieg in diesen <strong>Geschäftsbericht</strong> entführt heuer in die Welt des Theaters. Das scheint unseine passende Allegorie auf das, was wir alle <strong>2011</strong> erlebt haben. Im Vorwort des Vorstandes könnenSie allerdings lesen, dass wir bei PRISMA weitgehend unbeirrt von Schuldendrama, italienischerKomödie oder griechischer Farce unsere Rollen so professionell wie möglich und so individuell wienotwendig gespielt haben.Zum Lachen war es nicht immer. Aber rückblickend können wir guten Gewissens festhalten: „DerGesamteindruck hat überzeugt.“ Lesen Sie die folgenden Seiten des „Programmheftes“ kritisch – dasZahlenresümee spricht für sich.Bis Mitte des Jahres hatten wir ein leichtes Spiel. Ab Herbst machte sich jedoch ein Gefühl breit, alsgäbe es keine gültigen Spielregeln mehr. Für alle Wirtschaftstreibenden ist seither zu spüren, dassetwas in der Luft liegt, was wir nicht (be)greifen können, was uns aber verunsichert. Eine seltsameAtmosphäre umgibt uns, obwohl vordergründig die Welt in Ordnung zu sein scheint. Business asusual? Wir glauben: nein, können aber leider auch nicht mit konkreten Fakten aufwarten. Für 2012sind wir vorsichtig optimistisch und hoffen, dass wir uns nicht täuschen. Wenn es aber so wäre, sindwir auch gerüstet. Wer, wenn nicht wir?LageberichtGegen Ende <strong>2011</strong> wollten wir wissen, wie österreichische Unternehmen die Lage und das Risiko imForderungsmanagement einschätzen. Gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft OeKB Versicherung<strong>AG</strong> und dem Meinungsforschungsinstitut Gallup haben wir daher eine repräsentative Umfrageunter nicht kreditversicherten Lieferanten in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse stimmen durchausnachdenklich. Zwei Drittel der Finanzverantwortlichen sehen eine Verschlechterung der Wirtschaftslageund der Konjunktur auf uns zukommen. 15 Prozent bemerken bereits verzögerte Zahlungen beiihren Kunden und 35 Prozent gehen von höheren Zahlungsausfällen infolge Kundeninsolvenzen aus.Trotzdem mussten wir feststellen, dass sich potenzielle Kunden sehr zögerlich zum Abschluss einesVersicherungsvertrages entschließen. Dazu spontan zwei Anmerkungen: Kein Versicherer dieserWelt steigt in ein Risiko ein, wenn es schon virulent ist oder zu werden droht. Das könnte fürZahlungsausfälle demnächst vermehrt zutreffen. Zudem appellieren wir an den „vorsichtigen Kaufmann“,der Forderungsvermögen schützen sollte, bevor Problemfälle auftauchen.Die Rechnung über die Kompensation eines Forderungsverlustes ist einfach und beeindruckend.17


Wäre es nicht zielführend, die Bestandskunden zu sichern und einen Forderungsausfall gar nichterst zu riskieren? Jeder von uns weiß, wie aufwendig die Neukundengewinnung ist!Wir meinen: Kreditversicherung muss zu einer Selbstverständlichkeit werden, um Rentabilität,Liquidität und damit die Stabilität des eigenen Unternehmens zu sichern.Trotz schwieriger Marktbedingungen ist es uns allerdings gelungen, die Marktführerschaft in Österreichweiter auszubauen und zu festigen.Unsere beiden Aktionäre:OeKB und Euler HermesDie Oesterreichische Kontrollbank <strong>AG</strong> positioniert sich seit Jahren höchst erfolgreich als zentralerFinanz- und Informationsdienstleister für Österreichs Exportwirtschaft und Kapitalmarkt. Mit maßgeschneidertenInstrumenten und Services stärkt sie die Unternehmen am Standort Österreich fürden globalen Wettbewerb.PRISMA kooperiert bei internen Serviceleistungen wie IT, Personalwesen, Rechnungswesen undRiskmanagement mit der OeKB-Gruppe und nutzt erfolgreich das Synergiepotenzial.Die voranschreitende Neuausrichtung der Euler Hermes-Gruppe bringt klare Strukturen und mehrTransparenz bei Abläufen und Entscheidungen. Im Hinblick auf die Erfordernisse von Solvency IInahm am 1. 1. 2012 Euler Hermes Europe mit Sitz in Brüssel ihre Tätigkeit auf. Somit sind in Europanun drei Euler Hermes-Gesellschaften tätig, die neben Brüssel ihre Headquarters in Paris und Hamburghaben. Der Kundenservice wird durch diese Straffung effizienter werden.PRISMA ist das selbstständige österreichische Standbein der Euler Hermes-Gruppe und als Minderheitsbeteiligungweitgehend in den Konzern integriert. Euler Hermes als Teil der Allianz-Gruppe istWeltmarktführer in der Kreditversicherung. Der Weltmarktanteil beträgt knapp 35 Prozent, 52.000Kunden versichern ihre Forderungen bei Euler Hermes, Informationen über 40.000.000 Unternehmenwerden in den Datenbanken jeweils vor Ort aktuell gewartet. Der Konzern ist auf allen fünfKontinenten und in mehr als 50 Ländern vertreten.„Credit is local“ – auch in denNachfolgestaaten JugoslawiensDie OeKB Südosteuropa Holding GmbH, eine Schwestergesellschaft von PRISMA, befasst sich seiteiniger Zeit mit der Marktsondierung in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Nun ist geplant, dieseGesellschaft mit PRISMA zu fusionieren. PRISMA wird damit 100-prozentige Eigentümerin derPRISMA Risk Services d. o. o. in Serbien sein und eine Minderheitsbeteiligung an der HKO HrvatskoKreditno Osiguranje d. d. in Kroatien erwerben.Mit dieser Übernahme wird der Aufbau – vor allem von Kreditprüfungsaktivitäten – in Serbien,Kroatien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mazedonien einhergehen. Mittelfris-18


tiges Ziel ist natürlich, mehr Expertise und Unterstützung für Exporte in diese Länder zu gewährleisten.Der Service wird für österreichische PRISMA Kunden und darüber hinaus für alle EulerHermes-Kunden und ihre Lieferungen in die Nachfolgestaaten Jugoslawiens zur Verfügung stehen.Alle erforderlichen Gremien werden derzeit damit befasst. Die nötigen Genehmigungen und Änderungensind in Bearbeitung.Die Planungen sehen eine rückwirkende Fusion per 1. 1. 2012 vor.Wirtschaftliches UmfeldDas Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) bestätigt Ende des Jahres <strong>2011</strong>, waswir leider alle schon wissen: Die Konjunkturdynamik der Weltwirtschaft nimmt ab. Diese Entwicklungbetrifft neben dem Euroraum ebenso Emerging Markets und Entwicklungsländer.In den vergangenen zwei Jahren war in der EU ein kräftiger Aufschwung zu verzeichnen. Es entstandder Eindruck, Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise seien überwunden. Dieser Eindruck wartrügerisch, denn sie waren nicht überwunden. Vielmehr sind sie in eine Krise des Vertrauens in dieöffentlichen Finanzen übergegangen. Die „Eurokrise“ verschärfte sich in letzter Zeit merklich undbildet mittlerweile das größte Risiko für die Weltwirtschaft. Alle Versuche der Regierungen, sie zubewältigen, sind bis dato gescheitert.Die bereits seit Sommer spürbare Abkühlung der Weltwirtschaft wird sich fortsetzen. Auch großeLänder des Euroraumes, wie Italien und Frankreich, sind vom Vertrauensverlust der Finanzmärktebetroffen. Für die Wirtschaftsentwicklung in nächster Zukunft gibt es unterschiedliche Signale. Vorallem sinken Auftragseingänge und somit sind Produktionseinbußen zu erwarten.Für 2012 erwarten Experten ein weltweites Wachstum von 2,7 Prozent nach 3 Prozent im Jahr <strong>2011</strong>und 4,2 Prozent im Jahr 2010 (Quelle: Euler Hermes). Die Wachstumstreiber liegen allerdings inZentral- und Osteuropa sowie in Asien, während für den OECD-Raum nur ein Plus von 1,3 Prozentprognostiziert wird.Die Lage im europäischen Bankensystem ist problematisch. Die Aktien verlieren laufend und massivan Wert. Die Eigenkapitalausstattung führender Banken ist weiterhin ungenügend, sodass zukünftigeStützungen nicht auszuschließen sind.Herabstufungen des Länderratings – wie Mitte Jänner 2012 für Frankreich und Österreich geschehen– können in diesem Umfeld weiter destabilisierend wirken. Ratingagenturen sind derzeit heftigerKritik ausgesetzt. Die Europäische Kommission drohte sogar mit einem Verbot der Veröffentlichungvon Ratings für Staaten. Vielfach wird wieder der Ruf nach einer europäischen Ratingagenturlaut, um den angelsächsisch dominierten Agenturen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s eineeuropäische Meinung entgegenzusetzen.Was Österreich betrifft, so hat sich die Konjunktur ebenfalls abgeschwächt. Waren es im ersten Quartalnoch 0,9 Prozent BIP-Wachstum, ging die Dynamik im zweiten Quartal bereits auf 0,5 Prozentzurück. Im dritten Quartal ergab sich lediglich ein Wachstum von 0,2 Prozent und im 4. Quartal–0,1 Prozent. Für 2012 wurden die Prognosen laufend nach unten korrigiert und das WIFO hat sichauf +0,4 Prozent festgelegt. Die Impulse aus dem Ausland kamen praktisch zum Erliegen.19


Wirtschaftswachstum 1993–2013Veränderung des realen BIP in ProzentQuelle: Statistik Austria, WIFO5,04,54,03,53,02,52,01,51,00,5093 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13Die Arbeitslosigkeit hat sich trotz anhaltender Beschäftigungsausweitung in den letztenMonaten erhöht. Grund dafür ist das wachsende Arbeitskräfteangebot, das seit Anfang <strong>2011</strong>stärker ist als die Nachfrage. Auch im Vorjahresvergleich nimmt die Arbeitslosigkeit deutlich zu: ImNovember 2010 waren 244.000 Personen ohne Beschäftigung, im November <strong>2011</strong> um rund 9.000Personen mehr. Dennoch ist die Entwicklung am Arbeitsmarkt als verhalten positiv zu beurteilen.Laut Eurostat-Definition war die österreichische Arbeitslosenquote im Oktober <strong>2011</strong> mit 4,1 Prozentneuerlich die niedrigste in der EU.Im Oktober ging in Österreich die Inflationsrate auf 3,4 Prozent zurück. Die Konjunkturabschwächungund die nachgebende Rohstoffnotierung dämpfen den Preisauftrieb. In der Sommersaisongab es einen leichten Anstieg der österreichischen Tourismusumsätze, was vorrangig aus höherenNächtigungspreisen resultierte.Griechenland, Ungarn & Co. auf der Kippe – Staatsbankrott?Erstmals seit Jahrzehnten sind Staatspleiten wieder wahrscheinlich. Doch wann ist ein Staat pleite?Während die Insolvenzgründe für Unternehmen und Privatpersonen in diversen Insolvenzordnungenund -gesetzen geregelt sind, gibt es für Staaten keine bindenden Regelwerke. Schließlich hatauch niemand Erfahrung damit, denn seit Ende des Zweiten Weltkrieges gerieten nur einige Entwicklungsländerin Zahlungsnöte.Die drei großen Ratingagenturen definieren Staatsinsolvenz sinngemäß folgendermaßen:Das Ausbleiben der fristgerechten Zahlung von Zinsen oder Tilgungen füreinen Schuldtitel – die Frist bezieht sich dabei entweder auf den Fälligkeitstermindes Schuldtitels oder eine angemessene Nachfrist.Umschuldung, Tausch oder Umstrukturierung eines Schuldtitels – die Ratingagenturliefert eine Einschätzung, ob diese Aktion zwangsweise oderfreiwillig stattfindet.20


Internationale Insolvenzprognose<strong>2011</strong> war schon nicht leicht. Die Weltwirtschaftskrise 2008/09 und die 2010 beginnende Erholung,der Arabische Frühling, das Erdbeben in Japan und die europäische Schuldenkrise – diese Ereignisseprägten das letzte Jahr. Geblieben ist ein bitterer Nachgeschmack am Ende des Jahres.Mit der Eintrübung der Weltwirtschaft ist ein Wiederanstieg der internationalen Unternehmensinsolvenzenzu erwarten. Nach dem Rückgang von 3 Prozent im Jahr <strong>2011</strong> rechnet Euler Hermes für2012 mit einem Zuwachs von 3 Prozent. In Europa dürfte die Anzahl sogar um markante 12 Prozentklettern (in Griechenland um 26, in Spanien um 20 und in Italien um 15 Prozent).Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen <strong>2011</strong> in Österreich ca. um 8 Prozent auf 5.680 zurückgegangenist, zeichnet sich angesichts der nachlassenden Konjunktur ein Ende dieser positivenEntwicklung ab. Österreichs Insolvenzgeschehen wird auf dem Niveau von <strong>2011</strong> bleiben.DeutschlandAuch Deutschland bleibt von der Abschwächung der Weltwirtschaft, der Schuldenkrise in Europaund der gestiegenen Verunsicherung nicht verschont. Das spiegelt sich unter anderem in den Firmeninsolvenzenwider. Waren es <strong>2011</strong> noch –5 Prozent, so zeigt sich mit prognostizierten –1 Prozent2012 ein abnehmender Trend, der fast zum Stillstand kommt. Während Deutschlands Wirtschaft biszum dritten Quartal <strong>2011</strong> expandierte, verschlechterten sich die Wachstumsaussichten ab dem viertenQuartal. 2012 wird nur noch mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet, bevor es 2013 wieder zueiner moderaten Erholung kommen könnte.Sorgenkind ItalienDer südliche Nachbar ist Österreichs zweitwichtigster Handelspartner. Nach dem deutlichen Wachstumsrückgangvon <strong>2011</strong> (+0,5 Prozent gegenüber +1,2 Prozent im Jahr 2010) wird die italienischeWirtschaft 2012 voraussichtlich in eine Rezession schlittern. Die Inlandsnachfrage ist rückläufig,und in Anbetracht der jüngsten politischen Entwicklungen – Regierungswechsel und Beschlusseines umfangreicheren Sparprogramms – ist kurzfristig keine Verbesserung zu erwarten. Sollte esparallel mit der Umsetzung der Budgetkonsolidierungsmaßnahmen im Lauf des Jahres 2012 wiederzu einer Erholung des Vertrauens kommen, ist für 2013 ein geringes Wachstum zu erwarten.Griechenland, Spanien, PortugalEuropas Süden führt wie schon in den vergangenen Jahren die Insolvenzstatistik des alten Kontinentsan. Für Griechenland prognostiziert Euler Hermes ein Plus von 25,7 Prozent, für Spanien19,6 Prozent und für Portugal 11 Prozent. Traditionelle Wachstumsmotoren stehen still, die Absatzchancenverringern sich, die externe Wettbewerbsfähigkeit ist gering, der Zugang zu liquiden Mittelnaufgrund der Schwäche des Finanzsektors begrenzt.21


Internationale Insolvenzentwicklung 2012Veränderung zum Vorjahr in % und ZahlVERÄNDERUNGWesteuropa 2010/<strong>2011</strong> <strong>2011</strong>/2012Griechenland 34,6 % 25,7 %Spanien 13,1 % 19,6 %Italien 8,0 % 15,0 %Portugal 16,9 % 11,0 %Belgien 6,0 % 10,0 %Irland 6,9 % 9,8 %Niederlande -2,9 % 7,9 %Finnland 4,1 % 5,1 %Dänemark -16,7 % 5,0 %Schweden -3,8 % 4,3 %Frankreich -2,0 % 3,7 %Schweiz 9,4 % 3,4 %Norwegen -3,0 % 2,3 %Deutschland -4,7 % -0,7 %Großbritannien 6,1 % -4,2 %Quelle: Schätzung Euler Hermes, Stand: 11/<strong>2011</strong>;Österreich-Daten von KSV1870, Stand: 01/2012ANZAHL2010 <strong>2011</strong>2012810 1.090 1.3704.951 5.600 6.70011.400 12.310 14.1603.977 4.650 5.1609.579 10.150 11.1651.525 1.630 1.7907.211 7.000 7.5503.400 3.540 3.7206.461 5.380 5.6507.274 7.000 7.30063.337 62.100 64.4006.255 6.840 7.0704.435 4.300 4.40031.998 30.490 30.29029.111 30.900 29.600Mittel-/OsteuropaSlowakei -9,8 % 6,3 %Polen -16,8 % 6,1 %Ungarn 1,7 % 5,6 %Tschechien 6,9 % 2,2 %Russland -10,0 % -2,0 %887 800 850691 575 61017.700 18.000 19.0001.684 1.800 1.84016.009 14.410 14.120ÜberseeJapan -3,9 % 0,8 %Kanada -8,9 % -2,7 %China -17,9 % -4,9 %USA -12,2 % -7,1 %13.321 12.800 12.9004.072 3.710 3.6103.715 3.050 2.90056.282 49.440 45.920Österreich -8,1 % 0,0 %6.376 5.860 5.86022


USA, China, GroßbritannienPositives von der Pleitenfront ist nur in wenigen Ländern zu berichten. So rechnet man damit, dassim Land der unbegrenzten Möglichkeiten die Insolvenzen um 7,1 Prozent zurückgehen, gefolgt vonChina (-4,9 Prozent) und Großbritannien (-4,2 Prozent).AusblickDie Weltwirtschaft wird sich 2012 in einem Schwebezustand befinden. Wir erwarten vor allemim ersten Halbjahr eine schleppende Entwicklung, mit einer Flaute in der Eurozone und einemdeutlichen Rückgang der Wachstumsraten in den Schwellenländern. Der erwartete Rückgangder Rohstoffpreise, insbesondere der Ölpreise, vormals eine der wichtigsten Konjunkturstützender Nettoexportländer, wird ebenfalls in erheblichem Ausmaß zur Abkühlung in den Schwel lenländernim Jahr 2012 beitragen. Die zweite Jahreshälfte könnte besser verlaufen: Die Maßnahmenzur Stützung des Euro sollten bis dahin ihre Effektivität unter Beweis gestellt haben und für einegewisse Erholung im Jahr 2013 sorgen, sodass Euler Hermes für 2013 ein Weltwirtschaftswachstumvon 3 Prozent erwartet.Finanzielle LeistungsindikatorenErfolgswirksame finanzielle LeistungsindikatorenPrämienentwicklungDie verrechneten und die abgegrenzten Prämien entwickelten sich wie folgt:Verrechnete Prämien (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 Veränderung Veränderungabsolut in %Kreditversicherung 56.209 50.026 6.183 12,4Vertrauensschadenversicherung 12 251 -239 -95,2Gesamt direktes Geschäft 56.221 50.277 5.944 11,8Indirektes Geschäft 2.501 2.071 430 20,8Abgegrenzte Prämien (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 Veränderung Veränderungabsolut in %Kreditversicherung 56.514 51.190 5.324 10,4Vertrauensschadenversicherung 35 371 -336 -90,6Gesamt direktes Geschäft 56.549 51.561 4.988 9,7Indirektes Geschäft 2.501 2.071 430 20,823


Entwicklung des VersicherungsbestandesUmsatzentwicklungDie Umsatzentwicklung hat uns im positiven Sinn überrascht und unsere Planung weit übertroffen.Die verrechneten Prämien im direkten Geschäft stiegen um ca. 12 Prozent auf 56,2 MillionenEuro. Davon entfallen auf die beiden Hauptsparten <strong>Prisma</strong> Global und <strong>Prisma</strong> Plus 55,4 MillionenEuro.<strong>Prisma</strong> Invest, die Versicherung für Investitionsgütergeschäfte, brachte 0,8 Millionen Euro.Der Gesamtumsatz aus direktem und indirektem Geschäft liegt mit 58,8 Millionen Euro um12 Prozent über dem Vorjahr.Etwas über Plan entwickelte sich das Geschäft der PRISMA Risikoservice GmbH & Co. KG. SonstigeGebühren für Kreditprüfung, Gebühren für die Prüfung österreichischer Risiken, die vonEuler Hermes-Konzerngesellschaften angefragt werden, sowie auslaufende Gebühren aus Inkassound Rating liegen mit einer Steigerung von 13 Prozent über dem Vorjahr und betragen11,6 Millionen Euro.NeugeschäftDas Neugeschäft einschließlich Ausweitungen und Prämienerhöhungen im Bestandsgeschäft liegtknapp unter dem Vorjahr. Das unversicherte Potenzial ist weiterhin hoch.VertragsbestandAm 31.12.<strong>2011</strong> hatten wir 1.767 Verträge im Bestand. Das waren um 3,5 Prozent weniger als zum31.12.2010. Die Vertragskündigungen waren vom Prämienvolumen und von der Anzahl her etwasniedriger als im Vergleichszeitraum 2010.KreditprüfungDie Zahl der neuen Kreditprüfungsanträge ist um 8,5 Prozent auf 133.800 gestiegen. Das Gesamtobligoist um 12,4 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro gestiegen.24


VersicherungsleistungenDie wirksamen Schäden erreichten <strong>2011</strong> eine Höhe von 21.047.479,11 EUR, das sind 35,64 Prozent(2010: 27,72 Prozent) der abgegrenzten Prämien.Versicherungsleistungen Gesamtrechnung (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 VeränderungabsolutKreditversicherung 22.740 14.111 8.629Vertrauensschadenversicherung -2.083 -44 -2.039Gesamt direktes Geschäft 20.657 14.067 6.590Indirektes Geschäft 391 801 -410Aufwendungen für die erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 VeränderungabsolutKreditversicherung 4.652 3.432 1.220Gesamt 4.652 3.432 1.220Entwicklung der KostenDie Kosten für das Gesamtunternehmen entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:Kosten (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 Veränderung Veränderungabsolut in %Versicherungsabschluss 6.522 6.279 243 3,9Sonstige Aufwendungen für denVersicherungsbetrieb 4.707 4.891 -184 -3,8Schadensregulierungsaufwand 1.626 1.617 9 0,6Aufwendungen für dieVermögensverwaltung 304 310 -6 -1,9Gesamt 13.159 13.097 62 0,5Die Kostenquote, die sich als Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und derSchadensregulierungsaufwendungen zu der abgegrenzten Prämie errechnet, beträgt 21,77 Prozent(2010: 23,84 Prozent).Kombinierte Schadens- und Kostenquote in % – Combined ratio<strong>2011</strong> 2010Schadensquote 35,64 27,72Kostenquote 21,77 23,84Schadens- und Kostenquote 57,41 51,5625


Abgegebene RückversicherungDie abgegebene Rückversicherung zeigt folgende Entwicklung:Rückversicherungssaldo (in TEUR)Abgegrenzte Rückversicherungsprämien<strong>2011</strong> 2010 Veränderung Veränderungabsolut in %Kreditversicherung 34.113 29.806 4.307 14,5Vertrauensschadenversicherung 25 287 -262 -91,3Indirektes Geschäft 41 21 20 95,2Aufwendungen für VersicherungsfälleKreditversicherung 12.859 6.907 5.952 86,2Vertrauensschadenversicherung -1.637 -35 -1.602 -4.577,1Aufwendungen für die erfolgsunabhängigePrämienrückerstattungKreditversicherung 2.756 1.974 782 39,6Rückversicherungsprovisionenund GewinnanteileKreditversicherung 8.721 7.483 1.238 16,5Vertrauensschadenversicherung 2 46 -44 -95,7Gesamt -11.478 -13.739 2.261 16,5Versicherungstechnisches ErgebnisNach Dotierung der Schwankungsrückstellung in Höhe von 2.763.170,00 EUR (2010:4.467.935,00 EUR) stellt sich das versicherungstechnische Ergebnis wie folgt dar:Versicherungstechnisches Ergebnis (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 Veränderung Veränderungabsolut in %5.720 4.396 1.324 30,1Die Auswirkung des indirekten Geschäftes auf das Geschäftsjahresergebnis ist unwesentlich.ErtragssteuernErtragssteuern (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010Körperschaftsteuer Geschäftsjahr 2.081 1.82126


Bilanzbezogene LeistungsindikatorenVeranlagungenDie Durchführung der Vermögensverwaltung und Vermögensveranlagung (Beobachtung und Evaluierungunterschiedlicher Veranlagungsmöglichkeiten, Durchführung, Betreuung und Monitoringder bestehenden Veranlagungen, regelmäßiges Reporting) ist seit dem 1. 1. 2009 mit Genehmigungder Finanzmarktaufsicht an die Oesterreichische Kontrollbank <strong>AG</strong> ausgelagert.Die Kapitalveranlagung des Unternehmens erfolgt unter Bedachtnahme auf die Gesamtrisikolagedes Unternehmens nach der dafür vorgesehenen Strategie in fix und variabel verzinsten Anleihen,Investmentfonds und strukturierten Anlageprodukten. Bei der Festsetzung der Volumina wird aufden entsprechenden Risikogehalt der vorgesehenen Kategorien und auf das Marktrisiko Rücksichtgenommen.Grundsätzlich erfolgt die gesamte Kapitalveranlagung des Unternehmens risikoarm. Sie findet imRahmen von Veranlagungsrichtlinien statt, deren Einhaltung im Wege eines Berichtswesens undjährlicher Kontrollen durch die interne Revision überprüft wird.Zu den Risiken aus Kapitalanlagen zählen folgende Bereiche:Marktrisiko: Potenzieller Verlust aufgrund von nachteiligen Veränderungen von Marktpreisen oderpreisbeeinflussenden Parametern. Das Marktrisiko umfasst nach Einflussfaktoren:ZinsänderungsrisikenRisiken aus Aktien und sonstigen EigenkapitalpositionenWährungsrisikenBonitätsrisiko: Risiko eines Verlustes oder entgangenen Gewinns aufgrund des Ausfalls einesSchuldners.Liquiditätsrisiko: Risiko, den Zahlungsverpflichtungen insbesondere aus Versicherungsverträgennicht jederzeit nachkommen zu können.Das Risikoprofil der Veranlagung wird laufend überwacht und analysiert. Zur Minimierung dieserRisiken werden Wertpapiere nur unter Berücksichtigung strenger Mindestratingvorgaben und unterBeachtung begrenzter Volumina pro Emittent angeschafft.Der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren setzt sich großteils aus Papieren von Emittenten mithervorragender Bonität (Investmentgrade nach S & P: von AAA bis A 97,63 Prozent, von BBB/BB 2,35Prozent, n. a. 0,02 Prozent) zusammen. Die Überwachung der Zinsbindung erfolgt sowohl hinsichtlichdes Verhältnisses von fix verzinsten, variabel verzinsten und indexgebundenen Anleihen alsauch hinsichtlich des aktuellen Durchschnittskupons. Derzeit besteht bei 61 Prozent der Anleihenkein Zinsänderungsrisiko. Da die Kapitalveranlagung fast ausschließlich in Euro erfolgt, ergibt sichnahezu kein Fremdwährungsrisiko.Bei der Anschaffung von strukturierten Anlageprodukten erfolgt eine vollständige Darlegung allerdamit verbundenen Risiken. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Liquiditäts-27


isiken werden durch eine vorsichtige Cashflowplanung unter Berücksichtigung der laufendenAusgaben und Schadenszahlungen vermieden. Erhöhtem Kapitalbedarf wird durch entsprechendeLiquiditätsreserven Rechnung getragen.Zusammensetzung der sonstigen Kapitalanlagen (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 Veränderung Veränderungabsolut in %Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.121 3.129 -8 -0,3Schuldverschreibungen und anderefestverzinsliche Wertpapiere 40.176 27.946 12.230 43,8Guthaben bei Kreditinstitutenund Kassenbestand 24.258 25.913 -1.655 -6,4Kapitalanlagen gesamt 67.555 56.988 10.567 18,5in % der Bilanzsumme 82,60 83,21Erträge aus sonstigen Kapitalanlagen (in TEUR)<strong>2011</strong> Rendite 2010 Renditein % in %Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 104 3,33 128 3,94Schuldverschreibungen und anderefestverzinsliche Wertpapiere 796 2,34 630 2,25Guthaben bei Kreditinstitutenund Kassenbestand 280 1,12 173 0,74Gesamt 1.180 1,89 931 1,70Unter Einbeziehung der Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen und von Abschreibungenergibt sich eine Gesamtrendite von 2,13 Prozent (2010: 1,77 Prozent).Versicherungstechnische RückstellungenWährend die Prämien kontinuierlich vereinnahmt werden, ist der Eintritt von Versicherungsfällenstochastischer Natur. Um dieses Risiko abzufedern, werden die unten angeführten versicherungstechnischenRückstellungen gebildet.Versicherungstechnische Rückstellungen im Eigenbehalt (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010 Veränderung Veränderungabsolut in %Prämienüberträge 436 362 74 20,4Noch nicht abgewickelteVersicherungsfälle 13.457 10.170 3.287 32,3Erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung 1.383 1.048 335 32,0Schwankungsrückstellung 14.740 11.977 2.763 23,1Sonstige versicherungstechnischeRückstellungen 102 100 2 2,0Gesamt im Eigenbehalt 30.118 23.657 6.461 27,3in % der Bilanzsumme 36,83 34,5428


EigenkapitalDas Eigenkapital entwickelte sich in den letzten beiden Jahren wie folgt:Eigenkapital (in TEUR)Grund- Kapital- Gewinn- Risiko- Bilanz- Gesamtkapital rücklagen rücklagen rücklage* gewinn1.1.2010 6.000 899 14.272 677 4.896 26.744Zuweisung 2.000 141 3.013 5.154Dividende -4.847 -4.84731.12.2010 6.000 899 16.272 818 3.062 27.051in % der Bilanzsumme 8,76 1,31 23,76 1,19 4,47 39,5Zuweisung 3.100 113 4.278 7.491Dividende -3.000 -3.00031.12.<strong>2011</strong> 6.000 899 19.372 931 4.340 31.542in % der Bilanzsumme 7,34 1,10 23,69 1,14 5,31 38,57* gem. § 73 a V<strong>AG</strong>Rentabilität (im Verhältnis zum durchschnittlichenEigenkapital des Geschäftsjahres) in %<strong>2011</strong> 2010Vor Steuern (EGT) 32,67 25,93Vor Steuern und Schwankungsrückstellung 42,10 42,54Nach Steuern (Jahresüberschuss) 25,57 19,16Eigenmittelausstattung (in TEUR)<strong>2011</strong> 2010Anrechenbare Eigenmittel 27.204 24.049Eigenmittelerfordernis 5.371 4.827Überdeckung in % 506,50 498,24Wien, 31. Jänner 201229


Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenCorporate Social ResponsibilityDem Österreichischen Paralympischen Committee (ÖPC) gelten nach wie vor unser besonderes Engagementund unsere Bewunderung. Es ist schön zu sehen, dass immer mehr Unternehmen undOrganisationen die Sportler fördern – und es freut uns, dass wir hier schon seit Jahren ein Zeichensetzen.<strong>2011</strong> konnten wir die Zusammenarbeit um eine Facette erweitern. Frau Claudia Lösch, mehrfacheOlympiasiegerin in den Skidisziplinen und Behindertensportlerin des Jahres 2010, war bei PRISMAzu Gast. Sie hat sich mit einem spannenden Vortrag bei unseren Kolleginnen und Kollegen vorgestellt.Wenn Claudia Lösch vom Skifahren erzählt, hat man das Gefühl, dabei zu sein. Sie ist einwahrer „Spirit in Motion“ und nimmt ihr Publikum auf eine Reise der Emotionen mit.Nun fiebern wir mit den Athleten den kommenden Paralympischen Sommerspielen 2012 in Londonentgegen und wünschen ihnen eine gute, verletzungsfreie Vorbereitungszeit und einen wahrenMedaillenregen.Dem Vorstand des ÖPC – allen voran Frau Bundesministerin a. D. Maria Rauch-Kallat und Frau Mag.Petra Huber, Generalsekretärin – sei an dieser Stelle für den unermüdlichen Einsatz gedankt.Kommunikation und MarketingDie Stärkung und Verankerung der Marke PRISMA und der Unternehmenswerte „partnerschaftlicher,ambitionierter, transparenter“ leitet alle unsere Kommunikations- und Marketingaktivitäten.In der Pressearbeit punkten wir substanziell durch periodische Aussendungen zu den Themen „InternationaleInsolvenzen“ und „Globales Branchenklima“. Wir können hier auf die Expertise unsererKollegen bei Euler Hermes zurückgreifen und ihre volkswirtschaftlichen Daten mit unserenösterreichischen Erfahrungen in Beziehung setzen.Aus den umfangreichen Marketing- und Kommunikationsaktivitäten greifen wir gerne zwei heraus,die uns <strong>2011</strong> besonders beschäftigt haben. Einerseits konnten wir ein Filmprojekt verwirklichen,mit dem Ziel, unser Geschäft leicht verständlich und humorvoll zu erklären. Wir meinen, dass derFilm ein passendes Medium ist, um komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen. Einfach„ambitionierter“. Schauen und hören Sie auf www.prisma-kredit.com unter Beratung hinein!<strong>2011</strong> haben wir zum Jahr der Kundenevents ausgerufen, um in zahlreichen Veranstaltungen und Begegnungenmit Kunden mehr als 500 Gäste zu begrüßen und uns mit ihnen auszutauschen. Einfach„partnerschaftlicher“.Ein jährliches Highlight ist die Entwicklung, Gestaltung und Produktion eines besonders ansprechenden<strong>Geschäftsbericht</strong>es mit dem Ziel, unser Geschäft umfassend und ausführlich darzustellen.Einfach „transparenter“.30


Der „WirtschaftsClub“ – eine Medienkooperation mit dem „WirtschaftsBlatt“ – bietet seit Jahreneine gute Gelegenheit, uns als Gesprächspartner der Wirtschaftspresse zu präsentieren.PersonalZum 31. 12. <strong>2011</strong> waren 123 Mitarbeiter(innen) – einschließlich der delegierten und der Mitarbeiter(innen)in Mutterschutz, jedoch ohne Vorstand und karenzierte Mitarbeiter(innen) – beschäftigt(2010: 121). Das Durchschnittsalter beträgt 37,51 Jahre (2010: 37,04), die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit8,80 Jahre (2010: 8,20).Um die Kreativität der Mitarbeiter(innen) zu fördern, wurde eine Ideenbox installiert. Sie stellt sicher,dass eingereichte Ideen geordnet bearbeitet werden. Damit sollen Mitarbeiter(innen) motiviertwerden, Ideen, die zu einer Verbesserung von Produkten, Abläufen, Kosten oder Effizienz führenkönnten, auch an die Entscheidungsträger weiterzuleiten. Seit Einführung der Ideenbox Mitte <strong>2011</strong>sind mehr als 30 Ideen eingebracht worden.Mit dem „PRISMA Professional Club“ bieten wir engagierten und interessierten Mitarbeiter(inne)neine besondere Plattform zum Austausch, zur Begegnung und zur Weiterentwicklung. Mit einemhohen Maß an Eigenständigkeit organisiert der Club Veranstaltungen nach fachlichen oder persönlichenInteressen oder mit sozialen Anliegen.RisikoberichtDie dramatische Verschärfung der Euro-Schuldenkrise dominierte das Wirtschaftsjahr <strong>2011</strong> in Europa.Das verheerende Erdbeben in Japan und die damit einhergehende Tsunami- und Atomkatastrophehaben die Börsen weltweit abstürzen lassen. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch dierasant steigende Relevanz des Risikomanagements für den Versicherungssektor verstehen. Darüberhinaus bringt das Aufsichtssystem Solvency II eine Fülle neuer Anforderungen mit sich, deren zeitgerechteUmsetzung für jedes Versicherungsunternehmen von zentraler Bedeutung ist.Die Übernahme von Risiken ist ein ganz wesentlicher Teil des Versicherungsgeschäftes. Das Risikomanagementumfasst Prozesse, die darauf ausgerichtet sind, die Risiken zu identifizieren, zu analysierenund zu bewerten. Daraus werden die Berichterstattung über die dokumentierten Risiken sowie dieSteuerung dieser Risiken – durch Vermeidung, Verminderung, Übernahme oder Risikotransfer – undderen Überwachung abgeleitet. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die wesentlichen Risikenkontinuierlich beobachtet und aktiv gesteuert werden. Je besser das Management die Unsicherheitenzu erkennen in der Lage ist, umso stabiler und verlässlicher sind die Geschäftsergebnisse.PRISMA hat im Jahr <strong>2011</strong> unter der Leitung des Chief Risk Officer nachhaltig in die Weiterentwicklungdes Internen Kontrollsystems (IKS) investiert. Das IKS von PRISMA ist ein über alle Risikodimensionenund Unternehmensbereiche hinweg integriertes Managementsystem, das sowohloperationale Risiken wie auch Finanzrisiken erfasst. Umfang und Ausrichtung des IKS wurden nachden unternehmensspezifischen Anforderungen gestaltet. Im Fokus unserer Aktivitäten standen imvergangenen Jahr Analyse, Bewertung und detaillierte Dokumentation der wesentlichen Prozesse,Risiken und Kontrollen. Die Ergebnisse aus der Analyse der Geschäftsprozesse wurden auch ineiner Prozesslandkarte dargestellt.31


Auf Vertragsseite wird das Risiko durch strenge Kalkulationsvorschriften mit risikoorientiertenPrämiensätzen sowie strikten Kompetenz- und Unterschriftsregeln gesteuert. Neben der Prämienkalkulationstellt die laufende Analyse der Tarifsysteme einen wesentlichen Bestandteil des Risikomanagementsdar. Ergänzt wird dies durch eine frühzeitige Kontrolle der Risikoeinstufung vorVertragsverlängerung.Der Druck auf die Vertragskonditionen hat trotz der Abflachung des Wirtschaftswachstums im Laufedes Jahres zugenommen. Es muss daher großes Augenmerk auf die Festlegung von risikoadäquatenPrämiensätzen und Selbstbehalten gelegt werden.Vom Bereich Vertrag organisatorisch getrennt ist der Bereich Kreditprüfung, der über die Höhe dereinzelnen Deckungszusagen entscheidet. Die zugesagten Versicherungssummen werden laufendüberwacht und aktualisiert. PRISMA greift dabei auf ein weltweites Informationsnetz sowie fundierteBewertungssysteme zurück. Auch die breite Streuung der Kunden von Versicherungsnehmern,insbesondere nach Branchen und Ländern, begrenzt das Risiko.In der Euler Hermes-Gruppe gilt der Grundsatz „Credit is local“: Kreditentscheidungen werden sonahe wie möglich am Risiko getroffen. Die Basisinformationen werden direkt in dem Land recherchiert,in dem der Kunde des Versicherungsnehmers seinen Sitz hat.ReserverisikoDas Reserverisiko bezeichnet das Risiko, dass die tatsächlichen Auszahlungen von den Rückstellungen,die für eingetretene, noch nicht abschließend regulierte Versicherungsfälle gebildet wurden,abweichen.Dem Reserverisiko wird durch eine vorsichtige Einschätzung der Einzelschadensreserven begegnet,wie die Abwicklungsergebnisse der letzten Jahre zeigen.Die Dotierung der versicherungstechnischen Rückstellungen wird elektronisch unterstützt undunter Berücksichtigung von Erfahrungswerten nach strengen Richtlinien mit umfangreichen Kontrollmechanismengebildet. Darüber hinaus wird die Abwicklung dieser Rückstellungen ständigüberwacht. Letztlich gewährleisten auch aufsichtsrechtliche Vorgaben eine adäquate Bereitstellungvon Reserven.Darüber hinaus begegnet PRISMA versicherungstechnischen Risiken durch die Bildung einerSchwankungsrückstellung. Damit werden Schwankungen des Schadensverlaufes ausgeglichen.Risiko aus KapitalanlagenRentenmärkteIm Jahr <strong>2011</strong> waren die Rentenmärkte einerseits von der zunehmenden Risikoaversion der Anlegerdurch die Euro-Schuldenkrise geprägt, anderseits führten die schleppende Erholung der US-Wirtschaft und die Eintrübung der globalen Konjunkturaussichten zu einer verstärkten Nachfragenach „sicheren“ Staatsanleihen. Erst der sich zu Jahresende abzeichnende Lösungsansatz für dieSchuldenkrise in Europa – durch eine Verstärkung des Euro-Rettungsschirms – sowie überraschendpositive Wirtschaftsdaten in Deutschland und den USA sorgten für einen freundlicheren Jahresausklangund eine vorübergehende Entspannung der Rentenmärkte.33


DevisenmärkteDie Wechselkursentwicklungen waren <strong>2011</strong> aufgrund der Unsicherheiten von einer Abschwächungdes Euro gegenüber dem US-Dollar sowie von einer erheblichen Stärkung der klassischen Fluchtwährungen,wie des Schweizer Franken, geprägt.AktienmärkteDie Aktienmärkte verhielten sich weltweit – mit Ausnahme der US-Börsen – ausgesprochen volatil.EuroStoxx 50 und Nikkei verloren über 17 Prozent, auch der chinesische Börsenindex gab über20 Prozent nach. Am ehesten profitierten die US-Börsen von der Risikoaversion – trotz Verlustes derTopbonitätsnote für die USA. So liegt die Jahresperformance des Dow Jones bei ca. 5,5 Prozent, derS & P 500 ist de facto unverändert.Die Risiken von PRISMA aus Kapitalanlagen – das Marktrisiko, das Zinsänderungsrisiko, das Bonitätsrisikound das Liquiditätsrisiko – werden unter „Bilanzbezogene Leistungsindikatoren“ ausführlicherläutert.KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Geschäftspartner von PRISMA seinen Zahlungsverpflichtungennicht oder nur teilweise nachkommt. Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen ausdem Versicherungsgeschäft setzen sich aus Risiken gegenüber Versicherungsnehmern und -vermittlernsowie Rückversicherern zusammen.Die Beurteilung und laufende Überwachung der Bonität von Unternehmen sind das Kerngeschäftjedes Kreditversicherers. Dies trägt wirkungsvoll dazu bei, das Kreditrisiko aus Forderungen gegenüberVersicherungsnehmern und -vermittlern zu begrenzen. Darüber hinaus wird das Debitorenmanagementvon PRISMA durch ein effizientes Mahnwesen unterstützt.Im Versicherungsgeschäft begrenzt PRISMA die Haftung, indem das Unternehmen einen wesentlichenTeil der übernommenen Risiken an den Rückversicherungsmarkt weitergibt. Daher ist mitdem Kreditrisiko vor allem die Gefahr verbunden, dass Forderungen gegenüber Rückversicherernausfallen.Die Rückversicherung von PRISMA erfolgt durch die Euler Hermes-Gruppe. Der Eigenbehalt wirddurch einen Excess-of-Loss-Vertrag geschützt. Ab dem Zeichnungsjahr 2012 wird die Quote der abgegebenenRückversicherung erhöht. Dadurch wollen wir die durch den Wirtschaftsabschwung gestiegenenRisiken reduzieren.Die Euler Hermes-Gruppe, der Rückversicherungspartner von PRISMA, ist mit einem Marktanteilvon etwa 35 Prozent der weltweit größte Kreditversicherer. Mit einem Standard-&-Poor’s-Ratingvon aktuell AA- weist die Euler Hermes-Gruppe eine hervorragende finanzielle Stabilität auf. DieEuler Hermes-Gruppe verteilt ihr Risiko aus der Rückversicherung im Sinne einer risikotechnischenStreuung auf mehrere internationale Rückversicherungsunternehmen, die über eine angemesseneBonität verfügen. Die Euler Hermes-Gruppe gehört im Übrigen zu Europas größtem Versicherer,dem Allianz-Konzern.34


GeschäftsergebnisDas EGT betrug im Geschäftsjahr 9.571.832,00 EUR, nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschussin Höhe von 7.490.882,01 EUR. Es erfolgte eine Zuweisung an die Risikorücklage gemäß § 73 a V<strong>AG</strong>in Höhe von 112.527,00 EUR sowie an die freie Rücklage in Höhe von 3.100.000,00 EUR. Somit ergibtsich ein Jahresgewinn von 4.278.355,01 EUR.Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.GewinnverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn <strong>2011</strong> von 4.340.466,69 EUR wie folgt zu verwenden:Ausschüttung einer Dividende von717,00 EUR pro Aktie 4.302.000,00 EURVortrag auf neue Rechnung38.466,69 EURSonstige AngabenDie Oesterreichische Kontrollbank <strong>AG</strong> hat mit 1.1.2009 zentrale Dienstleistungsfunktionen der Gesellschaftin den Bereichen Rechnungswesen, Vermögensveranlagung, Vermögensverwaltung undPersonalwesen übernommen. Es wurden sechs Dienstnehmer von PRISMA an die OesterreichischeKontrollbank <strong>AG</strong> überlassen. Die erforderliche Genehmigung der Finanzmarktaufsicht für den Ausgliederungsvertraggemäß § 17 a V<strong>AG</strong> für die Bereiche Rechnungswesen, Vermögensveranlagungund Vermögensverwaltung wurde mit Bescheid vom 5.8.2009 erteilt.Mit Dienstleistungsvereinbarung vom 23.1.2009 hat PRISMA auch die Funktion der internen Revisionan die Oesterreichische Kontrollbank <strong>AG</strong> übertragen. Mit Bescheid vom 13.5.2009 hat dieFinanzmarktaufsicht gemäß § 17 b Abs. 3 V<strong>AG</strong> für die Gesellschaft vom Erfordernis einer eigeneninternen Revision abgesehen.PRISMA ist Mitglied des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs, der Industriellenvereinigung,des Forums Restrukturierung und Turnaround, des Vereins für Credit ManagementÖsterreich und der Internationalen Vereinigung der privaten Kredit- und Kautionsversicherungsunternehmen(ICISA).Wien, 31. Jänner 201236


JahresabschlussJahresabschluss


Bilanzzum 31. Dezember <strong>2011</strong>Aktiva Anhang<strong>2011</strong> 2010(Notes)in EURin TEURA. Immaterielle VermögensgegenständeI. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände(1) 100.477,6566B. KapitalanlagenI. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen1. Anteile an verbundenen UnternehmenII. Sonstige Kapitalanlagen1. Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere3. Guthaben bei Kreditinstituten(2)(3)150.000,003.120.842,2640.176.034,8512.000.000,001503.12927.9463.000C. ForderungenI. Forderungen aus dem direkten Versicherungsgeschäft1. an Versicherungsnehmer2. an VersicherungsvermittlerII. Abrechnungsforderungen aus dem RückversicherungsgeschäftIII. Sonstige Forderungen(4)1.540.306,55280,824.949,002.902.175,861.58041122.136D. Anteilige Zinsen424.508,66352E. Sonstige VermögensgegenständeI. SachanlagenII. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und KassenbestandIII. Andere Vermögensgegenstände(5)(6)485.994,5512.258.334,728.237.612,0051822.9136.301F. Rechnungsabgrenzungsposten383.171,67276Wien, am 31. 1. 201281.784.688,5968.48338


Passiva Anhang<strong>2011</strong> 2010(Notes)in EUR in TEURA. EigenkapitalI. GrundkapitalNennbetragII. KapitalrücklagenGebundeneIII. GewinnrücklagenFreie RücklagenIV. Risikorücklage gemäß § 73 a V<strong>AG</strong>, versteuerter TeilV. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag62.111,68 EUR (Vorjahr 49 TEUR)(7)6.000.000,00899.060,4219.372.204,89930.356,004.340.466,696.00089916.2728183.062B. Unversteuerte RücklagenI. Risikorücklage gemäß § 73 a V<strong>AG</strong>(8)64.453,7964C. Versicherungstechnische Rückstellungen im EigenbehaltI. Prämienüberträge1. Gesamtrechnung2. Anteil der RückversichererII. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle1. Gesamtrechnung2. Anteil der RückversichererIII. Rückstellung für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung1. Gesamtrechnung2. Anteil der RückversichererIV. SchwankungsrückstellungV. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen1. Gesamtrechnung2. Anteil der Rückversicherer(9)(10)(11)884.264,00-448.319,0030.612.120,29-17.154.892,003.202.000,00-1.819.000,00235.014,00-133.488,00435.945,0013.457.228,291.383.000,0014.740.172,00101.526,0036210.1701.04811.977100D. Nichtversicherungstechnische RückstellungenI. Rückstellungen für AbfertigungenII. Rückstellungen für PensionenIII. Sonstige Rückstellungen(12)(13)(14)3.443.989,002.897.347,004.562.994,603.0833.0664.535E. Sonstige VerbindlichkeitenI. Verbindlichkeiten aus dem direkten Versicherungsgeschäft1. an Versicherungsnehmer2. an VersicherungsvermittlerII. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem RückversicherungsgeschäftIII. Andere Verbindlichkeiten(15)483.576,27102.563,975.238.134,003.331.670,67372623.5553.037Wien, am 31. 1. 201281.784.688,5968.48339


Gewinn- und Verlustrechnungfür den Zeitraum vom 1. Jänner bis 31. Dezember <strong>2011</strong>I. Versicherungstechnische Rechnung Anhang<strong>2011</strong> 2010(Notes)in EUR in TEUR1. Abgegrenzte Prämiena) Verrechnete Prämienaa) Gesamtrechnungab) Abgegebene Rückversicherungsprämienb) Veränderung durch Prämienabgrenzungba) Gesamtrechnungbb) Anteil der Rückversicherer(16)58.721.969,66-34.003.485,00327.786,00-176.032,0024.870.238,6624.718.484,66151.754,0023.51722.8776402. Sonstige versicherungstechnische Erträge27.500,80283. Aufwendungen für Versicherungsfällea) Zahlungen für Versicherungsfälleaa) Gesamtrechnungab) Anteil der Rückversichererb) Veränderung der Rückstellungfür noch nicht abgewickelte Versicherungsfälleba) Gesamtrechnungbb) Anteil der Rückversicherer(16)(17)-17.604.385,058.978.439,00-5.530.860,652.243.472,00-11.913.334,70-8.625.946,05-3.287.388,65-9.558-12.3562.7984. Aufwendungen für die erfolgsunabhängige Prämienrückerstattunga) Gesamtrechnungb) Anteil der Rückversicherer(16)-4.652.240,362.755.678,00-1.896.562,36-1.4595. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieba) Aufwendungen für den Versicherungsabschlussb) Sonstige Aufwendungen für den Versicherungsbetriebc) Rückversicherungsprovisionen undGewinnanteile aus Rückversicherungsabgaben(16)(17)(17)-6.521.990,69-4.706.585,318.723.048,00-2.505.528,00-3.6416. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen-99.029,63-257. Veränderung der Schwankungsrückstellung-2.763.170,00-4.4688. Versicherungstechnisches Ergebnis5.720.114,774.39640


II. Nichtversicherungstechnische Rechnung Anhang<strong>2011</strong> 2010(Notes)in EURin TEUR1. Versicherungstechnisches Ergebnis5.720.114,774.3962. Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträgea) Erträge aus Beteiligungen,davon verbundene Unternehmen 2.828.160,00 EURb) Erträge aus sonstigen Kapitalanlagenc) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagend) Sonstige Erträge aus Kapitalanlagen und Zinsenerträge(18)4.173.964,452.828.160,001.020.556,46166.300,00158.947,992.9611.9227961091343. Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungena) Aufwendungen für die Vermögensverwaltungb) Abschreibungen von Kapitalanlagenc) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen(19)(17)-322.247,22-303.620,34-18.626,880,00-384-310-53-214. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit9.571.832,006.9755. Steuern vom Einkommen(20)-2.080.949,99-1.8216. Jahresüberschuss7.490.882,015.1547. Zuweisung an Rücklagena) Zuweisung an die Risikorücklage gemäß § 73 a V<strong>AG</strong>b) Zuweisung an freie Rücklagen-112.527,00-3.100.000,00-141-2.0008. Jahresgewinn4.278.355,013.0139. Gewinnvortrag62.111,684910. Bilanzgewinn4.340.466,693.062Der Vorstand: Ludwig Mertes und Bettina SeldenWien, am 31. 1. 201241


Uneingeschränkter BestätigungsvermerkBericht zum JahresabschlussWir haben den beigefügten Jahresabschluss derPRISMA <strong>Kreditversicherungs</strong>-Aktiengesellschaft, Wien,für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner <strong>2011</strong> bis zum 31. Dezember <strong>2011</strong> unter Einbeziehung derBuchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember <strong>2011</strong>, die Gewinn-und Verlustrechnung für das am 31. Dezember <strong>2011</strong> endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss unddie BuchführungDie gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung einesJahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslageder Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichenVorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltungeines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlussesund die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage derGesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufGrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneterBilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigungder gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang dergesetzlichen AbschlussprüfungUnsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss aufder Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltendengesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt.Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planenund durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, obder Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisenhinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl derPrüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigungseiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufGrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungberücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellungdes Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, FinanzundErtragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungengeeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über dieWirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner dieBeurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden undder von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigungder Gesamtaussage des Jahresabschlusses.42


Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben,sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.PrüfungsurteilUnsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenenErkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriftenund vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum31. Dezember <strong>2011</strong> sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner <strong>2011</strong>bis zum 31. Dezember <strong>2011</strong> in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßigerBuchführung.Aussagen zum LageberichtDer Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschlussin Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellungvon der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussagedarüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht.Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss.Wien, am 31. Jänner 2012KPMG Austria GmbHWirtschaftsprüfungs- und SteuerberatungsgesellschaftMag. Bernhard GruberWirtschaftsprüferppa. Mag. Alexander KnottWirtschaftsprüferDie Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur inder von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf dendeutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind dieVorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.43


AnhangBilanzierungs- und BewertungsmethodenAllgemeine GrundsätzeDer Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowieunter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslagedes Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurdeder Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowieder Anhang wurden im Berichtsjahr nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches unddes Versicherungsaufsichtsgesetzes in der jeweils gültigen Fassung erstellt. Bei der Bewertung dereinzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtetund eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnunggetragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.Immaterielle VermögensgegenständeDie sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindertum die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 33 1 ⁄3 Prozent, angesetzt. Die planmäßige Abschreibungwird linear vorgenommen.Sonstige KapitalanlagenDie Bewertung der anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.Die Bewertung der Schuldverschreibungen und anderer festverzinslicher Wertpapiereerfolgt nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Bei der Bewertung der Kapitalanlagen werdendie Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches und des Versicherungsaufsichtsgesetzes beachtet.Vom Wahlrecht nach § 81 h (2) zweiter Satz V<strong>AG</strong> wurde nicht Gebrauch gemacht.ForderungenZur Berücksichtigung allgemeiner Kreditrisiken wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von3 Prozent der Forderungen an Versicherungsnehmer gebildet. Diese Wertberichtigung wird unterden „Sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen“ ausgewiesen.SachanlagenDie Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen,die mit den steuerlich anerkannten Abschreibungssätzen bemessen werden. Diegeringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibungwird linear vorgenommen.PrämienüberträgeDie Prämienüberträge werden sowohl in der Gesamtrechnung als auch beim Anteil der Rückversichererauf die Laufzeit der einzelnen Verträge aufgeteilt und pro rata temporis nach dem 1 ⁄360-Systemabgegrenzt. Die nach diesem System ermittelten Prämienüberträge werden in der Gesamtrechnungum einen 15-prozentigen Abschlag in Höhe von 156.046,25 EUR (2010: 125.992,48 EUR) gekürzt.Beim Anteil der Rückversicherer wird der im Jahr <strong>2011</strong> ermittelte durchschnittliche Provisionsabzugberücksichtigt.44


Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDiese Rückstellung wird im direkten Geschäft aufgrund der Schadensmeldungen der Versicherungsnehmermittels Einzelbewertung gebildet. Weiters beinhaltet dieser Posten Rückstellungenfür Versicherungsfälle, deren künftiger Eintritt als wahrscheinlich anzusehen ist, sowie eine aufgrundvon Erfahrungswerten ermittelte Spätschadensreserve. Die Rückstellung für noch nichtabgewickelte Versicherungsfälle im indirekten Geschäft wird anhand der Angaben der Zedentengebildet. Der Anteil der Rückversicherer wird nach der in den einzelnen Verträgen angewendetenRückversicherungsquote ermittelt.Rückstellung für erfolgsunabhängige PrämienrückerstattungIn einem Teil unserer Verträge ist vereinbart, dass bei schadensfreiem Verlauf ein Teil der verrechnetenPrämie rückerstattet wird. Die entsprechende Rückstellung wird pro Vertrag ermittelt.SchwankungsrückstellungDie Schwankungsrückstellung wird im gesetzlich bzw. verordnungsmäßig vorgesehenen Ausmaßdotiert.Sonstige versicherungstechnische RückstellungenIn diesen Rückstellungen wird die Pauschalwertberichtigung für Forderungen an Versicherungsnehmerausgewiesen.Rückstellungen für AbfertigungenDie Bewertung der Ansprüche erfolgt nach IAS 19 (Projected Unit Credit Method).Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der Pensionsansprüche erfolgt nach IAS 19 unter Verwendung der Projected UnitCredit Method. Diese stellt eine Finanzierung nach versicherungsmathematischen Einmalprämienfür den jährlichen Anwartschaftszuwachs unter Berücksichtigung von Trendannahmen dar.Sonstige RückstellungenIn den „Sonstigen Rückstellungen“ werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunktder Bilanzerstellung erkennbaren Risiken (sofern sie nicht schon in den versicherungstechnischenRückstellungen Berücksichtigung finden) und der Höhe und dem Grunde nach ungewisseVerbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilungerforderlich sind.Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.45


Erläuterungen zur Bilanz(1) Sonstige immaterielle VermögensgegenständeDie sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände zu Buchwerten betreffen Software, und dieseentwickelte sich wie folgt:Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände (in EUR)Stand am 1. 1. <strong>2011</strong> 66.239,02Zugänge 86.578,82Abschreibungen 52.340,19Stand am 31. 12. <strong>2011</strong> 100.477,65(2) Anteile an verbundenen UnternehmenDie Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen aus der 100-prozentigen Beteiligung an derPRISMA Risikoservice GmbH. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt 150.000,00 EUR (unverändertgegenüber 2010) und ist voll einbezahlt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschlussder OeKB EH Beteiligungs- und Management <strong>AG</strong> mittels Vollkonsolidierung einbezogen.(3) Sonstige KapitalanlagenDie Zeitwerte der Kapitalanlagen stellen sich am 31. Dezember <strong>2011</strong> wie folgt dar:Sonstige Kapitalanlagen (in EUR)<strong>2011</strong> 2010Andere nicht festverzinslicheWertpapiere 3.312.633,36 3.343.330,92Schuldverschreibungen undandere festverzinsliche Wertpapiere 40.639.250,00 28.512.080,00Guthaben bei Kreditinstituten 12.000.000,00 3.000.000,00Die Zeitwerte der Wertpapiere entsprechen den Verkehrs- und Börsewerten. Der Börsewert dernach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten anderen nicht festverzinslichen Wertpapiereist am Bilanzstichtag um 191.791,10 EUR höher als ihr Bilanzwert. Weiters ist der Börsewert dernach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewerteten Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichenWertpapiere am Bilanzstichtag um 463.215,15 EUR höher als ihr Bilanzwert. AußerplanmäßigeAbschreibungen in Höhe von insgesamt 18.626,88 EUR wurden berücksichtigt. Bei denSchuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren wurden bei einem Bestandmit einem Buchwert von 21.272.489,85 EUR (Zeitwert von 20.991.625,00 EUR) außerplanmäßigeAbschreibungen in Höhe von 280.864,85 EUR nicht vorgenommen, da Anhaltspunkte vorliegen,die darauf hindeuten, dass die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer sein wird. Im Bestandbefindet sich eine portugiesische Anleihe mit einem Buchwert von 452.075,00 EUR (Kurswertvon 490.650,00 EUR). Die Gesellschaft hat am 31. Dezember <strong>2011</strong> strukturierte Anlageproduktelaut Leitlinien des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs zur Kategorisierungund Bewertung von strukturierten Anlageprodukten der Kategorie II mit einem Buchwert von2.091.500,00 EUR (2010: 2.091.500,00 EUR) in ihrem Bestand, die unter den Schuldverschreibungenund anderen festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesen werden. Bei diesen Produkten kannes für einen Teil der Laufzeit zu einem teilweisen oder vollständigen Entfall der Zinsen kommen, dieRückzahlung des eingesetzten Kapitals ist jedoch gewährleistet. Die Bewertung der strukturiertenAnlageprodukte erfolgte nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Derivative Finanzinstrumentekamen nicht zum Einsatz. Die Guthaben bei Kreditinstituten betreffen Termingelder.46


(4) Sonstige ForderungenIm Posten „Sonstige Forderungen“ ist im Wesentlichen eine Forderung an die PRISMA RisikoserviceGmbH in Höhe von 2.828.160,00 EUR (Beteiligungsertrag) enthalten (2010: 1.922.165,00 EUR).(5) SachanlagenDie Sachanlagen zu Buchwerten entwickelten sich wie folgt:Investitionen in gemieteten Räumen (in EUR)Stand am 31. 12. 2010 303.348,14Zugänge 10.686,58Abgänge 0,00Abschreibungen 53.427,58Stand am 31. 12. <strong>2011</strong> 260.607,14Betriebs- und Geschäftsausstattung (in EUR)Stand am 31. 12. 2010 214.873,87Zugänge 126.217,95Abgänge 10,22Abschreibungen 115.694,19Stand am 31. 12. <strong>2011</strong> 225.387,41Gesamt (in EUR)Stand am 31. 12. 2010 518.222,01Zugänge 136.904,53Abgänge 10,22Abschreibungen 169.121,77Stand am 31. 12. <strong>2011</strong> 485.994,55(6) Andere VermögensgegenständeDie anderen Vermögensgegenstände bestehen aus dem Aktivum für noch nicht verrechnete Prämienin Höhe von 6.000.000,00 EUR (2010: 5.500.000,00 EUR). Die entsprechenden Passivpostenfür die Rückversicherungsprämien, zu zahlende Provisionen abzüglich zu erhaltender Rückversicherungsprovisionen,in Höhe von insgesamt 2.860.752,00 EUR (2010: 2.571.250,00 EUR) sind inden sonstigen Rückstellungen enthalten. Des Weiteren werden unter dieser Position Rückversicherungsprovisionenfür das Zeichnungsjahr 2010 mit 1.368.798,00 EUR und für das Zeichnungsjahr<strong>2011</strong> mit 868.814,00 EUR ausgewiesen.(7) EigenkapitalDas Eigenkapital hat sich vom Stand per 31. Dezember 2010 in Höhe von 27.051.205,99 EUR aufinsgesamt 31.542.088,00 EUR erhöht. Diese Steigerung resultiert aus dem ausgewiesenen Jahresgewinnin Höhe von 4.278.355,01 EUR sowie einer Zuführung zu den freien Rücklagen in Höhe von3.100.000,00 EUR und einer Zuführung zum versteuerten Teil der Risikorücklage gemäß § 73 a V<strong>AG</strong>in Höhe von 112.527,00 EUR, abzüglich einer für das Geschäftsjahr 2010 erfolgten Dividendenzahlungin Höhe von 3.000.000,00 EUR.47


(8) Unversteuerte RücklagenDieser Posten besteht aus dem unversteuerten Teil der Risikorücklage gemäß § 73 a V<strong>AG</strong> in Höhevon 64.453,79 EUR (unverändert gegenüber 2010).(9) Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich aus Bruttoschadensreserven(inklusive der Rückstellung für Schadensregulierungsaufwendungen) in Höhe von30.612.120,29 EUR (2010: 25.081.259,64 EUR) abzüglich des Anteiles der Rückversicherer in Höhevon insgesamt 17.154.892,00 EUR (2010: 14.911.420,00 EUR) zusammen. Es verbleibt somit eineSchadensreserve im Eigenbehalt von 13.457.228,29 EUR (2010: 10.169.839,64 EUR). Die in der Vorjahresbilanzausgewiesene Rückstellung für noch nicht abgewickelte Schäden und Schadenserhebungsaufwendungenim direkten Geschäft wurde im Geschäftsjahr <strong>2011</strong> wie folgt abgewickelt:Eigenbehalt (in EUR)Rückstellung zum 31. 12. 2010 8.648.072,64Zahlungen im Geschäftsjahr für Vorjahre 2.608.080,53Rückstellung am 31. 12. <strong>2011</strong> 3.069.049,46Abwicklungsgewinn zum 31. 12. <strong>2011</strong> 2.970.942,65Der Abwicklungsgewinn zum 31. 12. <strong>2011</strong> resultiert im Wesentlichen aus gemeldeten Zahlungseingängenvor Leistung und realisierten Rückflüssen sowie aus nicht anerkannten Ansprüchen.(10) SchwankungsrückstellungDie Schwankungsrückstellung per 31. 12. <strong>2011</strong> beträgt 14.740.172,00 EUR (2010: 11.977.002,00EUR). Die Dotierung setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:Schwankungsrückstellung (in EUR)<strong>2011</strong> 2010SchadensunabhängigeZuweisung 595.501,00 613.197,00SchadensabhängigeZuweisung 2.167.669,00 3.854.738,00Gesamte Dotation 2.763.170,00 4.467.935,00Eine schadensabhängige Zuweisung war erforderlich, da der Schadenssatz des Geschäftsjahres unterdem durchschnittlichen Schadenssatz des Beobachtungszeitraumes (1989 bis 2010) lag.(11) Sonstige versicherungstechnische RückstellungenUnter diesem Posten wird die Stornorückstellung im Eigenbehalt mit 101.526,00 EUR (2010:100.241,00 EUR) ausgewiesen.(12) Rückstellungen für AbfertigungenDie Berechnung erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards48


(IFRS). Die Berechnung wird nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Methodnach IAS 19) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 4,75 Prozent (2010:4 Prozent) durchgeführt.(13) Rückstellungen für PensionenDen Rückstellungen für Pensionen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten nach IAS19 zugrunde. Die Berechnung wird nach den Grundsätzen der International Financial ReportingStandards (IFRS) durchgeführt. Die Berechnung erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode(Projected Unit Credit Method nach IAS 19) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von4,75 Prozent (2010: 4 Prozent) und eines Pensionsantrittsalters von 63 Jahren und sechs Monatenfür Männer und 58 Jahren und sechs Monaten für Frauen. Die Berechnung der steuerlichen Rückstellungenerfolgt mit einem Rechnungszinssatz von 6 Prozent.Langfristige Personalrückstellungen (in EUR) – Entwicklung/AufgliederungPension Abfertigung Summe <strong>2011</strong> Summe 2010Barwert leistungsorientierter Verpflichtungen(Defined Benefit Obligation – DBO) =Personalrückstellungen zum 1. 1. <strong>2011</strong> 3.066.228,00 3.083.343,00 6.149.571,00 5.297.858,00Dienstzeitaufwand (Service Cost) 83.923,00 187.951,00 271.874,00 238.838,00Zinsaufwand (Interest Cost) 188.956,00 162.719,00 351.675,00 303.064,00Zahlungen -53.546,63 0,00 -53.546,63 -43.752,38Versicherungsmathematisches Ergebnis -388.213,37 9.976,00 -378.237,37 353.563,38DBO zum 31. 12. <strong>2011</strong> 2.897.347,00 3.443.989,00 6.341.336,00 6.149.571,00Personalrückstellung zum 31. 12. <strong>2011</strong> 2.897.347,00 3.443.989,00 6.341.336,00 6.149.571,00(14) Sonstige RückstellungenIn den „Sonstigen Rückstellungen“ sind vorwiegend die unter Punkt 6, „Andere Vermögensgegenstände“,erläuterten Passivposten im Hinblick auf das Aktivum für noch nicht verrechnete Prämiensowie die Rückstellung für noch nicht konsumierte Urlaube mit 634.155,00 EUR (2010: 583.878,00EUR) enthalten.(15) Sonstige VerbindlichkeitenDieser Posten besteht aus den Verbindlichkeiten aus dem direkten Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmermit 483.576,27 EUR (2010: 371.886,01 EUR) – insbesondere Prämienvorauszahlungen– sowie aus Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft mit5.238.134,00 EUR (2010: 3.555.233,00 EUR). Der Posten „Andere Verbindlichkeiten“ betrifft mit639.936,60 EUR (2010: 792.919,75 EUR) Verbindlichkeiten aus Steuern, mit 171.318,02 EUR (2010:164.001,53 EUR) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und mit 2.080.736,81 EUR(2010: 1.820.677,10 EUR) eine Verbindlichkeit aus der Steuerumlage gegenüber der OeKB EH Beteiligungs-und Management <strong>AG</strong>. Mit der OeKB EH Beteiligungs- und Management <strong>AG</strong> (Gruppenträger)wurde im Geschäftsjahr 2008 eine Unternehmensgruppe i. S. d. § 9 KStG gebildet. Die ausgewieseneVerbindlichkeit betrifft die Körperschaftsteuer für <strong>2011</strong>.49


Bei folgenden Bilanzpositionen entfallen auf verbundene Unternehmen:Sonstige Forderungen (in EUR)<strong>2011</strong> 2010PRISMA Risikoservice GmbH 2.828.160,00 1.922.165,00PRISMA Risikoservice GmbH & Co. KG 84,80 0,00OeKB Versicherung <strong>AG</strong> 15.000,00 7.500,00Andere Verbindlichkeiten (in EUR)<strong>2011</strong> 2010OeKB EH Beteiligungs- undManagement <strong>AG</strong> 2.080.736,81 1.820.677,10PRISMA Risikoservice GmbH & Co. KG 1.013,45 794,47Erläuterungen zurGewinn- und Verlustrechnung(16) GesamtrechnungDie verrechneten Prämien, die abgegrenzten Prämien, die Aufwendungen für Versicherungsfälle,die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und der Rückversicherungssaldo gliedern sich imJahr <strong>2011</strong> wie dargestellt auf:Gesamtrechnung (in EUR)Verrechnete Abgegrenzte Aufwendungen für Aufwendungen für den Rückversicherungs-Prämien Prämien Versicherungsfälle Versicherungsbetrieb saldo*Kreditversicherung 56.209.189,64 56.513.964,64 24.792.931,82 10.359.224,00 -9.777.805,00Vertrauensschadenversicherung11.454,58 34.465,58 -2.083.189,78 8.028,00 -1.660.108,00Direktes Geschäft 56.220.644,22 56.548.430,22 22.709.742,04 10.367.252,00 -11.437.913,00Indirektes Geschäft 2.501.325,44 2.501.325,44 425.503,66 861.324,00 -40.967,00Summe 58.721.969,66 59.049.755,66 23.135.245,70 11.228.576,00 -11.478.880,002010 52.347.709,27 53.631.739,27 16.430.466,11 11.169.500,70 -13.739.063,00* Minus für Verluste aus Sicht der GesellschaftGliederung nach geografischen GebietenDie Prämien des direkten Geschäftes gliedern sich nach geografischen Gebieten wie folgt auf:Gliederung nach geografischen Gebieten (in EUR)<strong>2011</strong> 2010Inland 43.061.437,22 39.239.350,28EU-Mitgliedsstaaten 11.193.114,50 9.536.607,54Drittstaaten 1.966.092,50 1.500.925,89Gesamt 56.220.644,22 50.276.883,7150


Verrechnung im indirekten GeschäftDie Verrechnung im indirekten Geschäft erfolgt um ein Quartal zeitversetzt.(in EUR)(17) AufwendungenIn den Posten „Aufwendungen für Versicherungsfälle“, „Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb“und „Aufwendungen für Kapitalanlagen“ sind enthalten:<strong>2011</strong> 2010Gehälter einschließlich Provisionen Mitarbeiter 7.433.400,11 7.033.720,12Aufwendungen für Abfertigungenund Leistungen an betrieblicheMitarbeitervorsorgekassen 405.515,13 542.388,56Aufwendungen für Altersversorgung 202.782,18 625.985,70Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebeneSozialabgaben sowie vom Entgelt abhängigeAbgaben und Pflichtbeiträge 1.793.667,54 1.697.796,25Sonstige Sozialaufwendungen 179.942,96 170.461,55Summe 10.015.307,92 10.070.352,18davon an PRISMA Risikoservice GmbH & Co. KGund OeKB Versicherung <strong>AG</strong> weiterverrechnet -2.498.020,09 -2.188.060,38Gesamt 7.517.287,83 7.882.291,80Der gesamte Personalaufwand verteilt sich auf die Geschäftsaufbringung mit 2.316.021,44 EUR(2010: 2.465.762,85 EUR) und den Versicherungsbetrieb mit 5.201.266,39 EUR (2010: 5.416.528,95EUR). Im direkten Versicherungsgeschäft fielen im Berichtsjahr Provisionen für externe Provisionsempfängerin Höhe von 1.937.497,42 EUR (2010: 1.685.976,49 EUR) an.(18) Erträge aus Kapitalanlagen und ZinsenerträgeDie Erträge aus Kapitalanlagen setzen sich vor allem aus Beteiligungserträgen von der PRISMA RisikoserviceGmbH (verbundenes Unternehmen) in Höhe von 2.828.160,00 EUR (2010: 1.922.165,00EUR) sowie aus Zinsen für sonstige Kapitalanlagen in Höhe von 1.020.556,46 EUR (2010: 796.413,99EUR) und Zinsen für laufende Bankguthaben in Höhe von 158.947,99 EUR (2010: 134.476,80 EUR)zusammen.(19) Aufwendungen für KapitalanlagenDie Aufwendungen für Kapitalanlagen setzen sich aus außerplanmäßigen Abschreibungen vonWertpapieren in Höhe von 18.626,88 EUR (2010: 52.785,00 EUR) und Aufwendungen für die Vermögensverwaltungin Höhe von 303.620,34 EUR (2010: 309.696,02 EUR) zusammen.51


(20) Steuern vom Einkommen(in EUR)<strong>2011</strong> 2010Körperschaftsteuer Geschäftsjahr 2.080.949,86 1.820.677,10Körperschaftsteuer Vorjahr 0,13 -107,02Gesamt 2.080.949,99 1.820.570,08Latente SteuernVom Aktivierungswahlrecht latenter Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB wurde nicht Gebrauch gemacht.Die unterlassene aktive Steuerabgrenzung unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von25 Prozent beträgt 2.909.748,93 EUR (2010: 2.522.986,60 EUR).Sonstige AngabenDas Grundkapital setzt sich aus 6.000 auf Namen lautenden Stückaktien zusammen und wird zurGänze von der OeKB EH Beteiligungs- und Management <strong>AG</strong> gehalten.Die Gesellschaft steht mit der OeKB EH Beteiligungs- und Management <strong>AG</strong>, mit Sitz in 1010 Wien,Strauchgasse 1–3, die den Konzernabschluss für den weitesten Kreis der Unternehmen aufstellt,und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und gehört deren Konsolidierungskreisan. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der OeKB EH Beteiligungs- und Management<strong>AG</strong> mittels Vollkonsolidierung einbezogen, der am Firmensitz der OeKB EH BeteiligungsundManagement <strong>AG</strong> hinterlegt ist.Zwischen OeKB EH Beteiligungs- und Management <strong>AG</strong> als Gruppenträger und der PRISMA <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>sowie der OeKB Versicherung <strong>AG</strong> als Gruppenmitgliedern besteht seit dem Jahr2008 ein Gruppenbesteuerungsvertrag. Zwischen dem Gruppenträger und den Gruppenmitgliedernwerden positive wie auch negative Steuerumlagen für Einkommen im Sinne des § 9 Abs. 6 Z. 1 KStGverrechnet. Die Steuerumlage beträgt 25 Prozent des Einkommens im Sinne des § 9 Abs. 6 Z. 1 KStGder Gruppenmitglieder. Soweit bei Beendigung der Gruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitgliedesnegative zugerechnete Einkommen des Gruppenmitgliedes noch nicht verrechnet sindund soweit auch keine negative Steuerumlage geleistet wurde, ist der Gruppenträger zu einer Ausgleichszahlung(Steuerschlussausgleich) verpflichtet.Die Zusammensetzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie die Aufstellung der leitendenMitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf Seite 15 angeführt. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmerbetrug 121 Angestellte ohne Vorstand und ohne Mitarbeiterinnen in Karenz (2010: 121Angestellte).Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ist Einzelabschlussprüferder PRISMA <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>. Im Geschäftsjahr <strong>2011</strong> wurde für die Abschlussprüfungein Aufwand in Höhe von 50.240,00 EUR (2010: 37.764,00 EUR) erfasst.52


Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen in Höhe von insgesamt 707.326,94EUR (2010: 1.193.077,64 EUR) entfielen im Jahr <strong>2011</strong> 356.760,21 EUR (2010: 859.419,07 EUR) aufAbfertigungs- und Pensionsaufwendungen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte gemäߧ 80 Abs. 1 AktG. Die Angabe der Bezüge der Mitglieder des Vorstandes unterbleibt gemäߧ 241 Abs. 4 UGB.Die Verpflichtung aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beträgt imfolgenden Geschäftsjahr 599.000,00 EUR (2010: 548.000,00 EUR) und in den folgenden fünf Jahren3.115.000,00 EUR (2010: 2.855.000,00 EUR).Die Aufsichtsratsvergütungen werden ab dem Geschäftsjahr 2009 ausschließlich an die OeKB EHBeteiligungs- und Management <strong>AG</strong> verrechnet.Wien, 31. Jänner 2012BeteiligungenEuler Hermes<strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>, HamburgOesterreichischeKontrollbank <strong>AG</strong>, Wien49 % 51 %OeKB EH Beteiligungs- und Management <strong>AG</strong>100 %100 % 100 %PRISMA<strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>OeKB Versicherung <strong>AG</strong>OeKB SüdosteuropaHolding Ges.m.b.H.*100 %PRISMARisikoservice GmbH100 %PRISMA RiskServices d. o. o., Serbien49 %Hrvatsko KreditnoOsiguranje d. d., Kroatien90,9 %PRISMARisikoservice GmbH & Co. KG* Verschmelzung mit PRISMA ist in Planung.53


Business Report <strong>2011</strong>Short Summary of the Financial Highlights and the Business Development in <strong>2011</strong>Non-binding translation, only the German version is legally binding.54


Report of theSupervisory BoardDear ladies and gentlemen,As Chairman of the Supervisory Board, I would like to congratulate the managementand staff on the excellent results for <strong>2011</strong> and the company’s successin extending its market leadership.The Supervisory Board received regular detailed reports from the Board ofManagement on the performance and financial position of the company and itssubsidiaries. Regular meetings and prompt oral and written reports from theBoard of Management enabled the Supervisory Board to discharge the dutiesincumbent on it by virtue of the law and the company’s articles of association.The accounts, annual financial statements, and management report for <strong>2011</strong>were audited by KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaftand received an unqualified auditor’s certificate. The SupervisoryBoard has approved the results of the audit.We have examined the annual financial statements for the year to 31 December <strong>2011</strong> and the Boardof Management’s proposal for the distribution of the profit for the year. This examination revealedno grounds for objections.The Supervisory Board has approved the annual financial statements drawn up by the Board ofManagement, which are thereby adopted under section 96 (4) Aktiengesetz (Austrian CompaniesAct). The Supervisory Board also endorses the Board of Management’s proposal for the distributionof profits and recommends that the proposal be adopted by the Annual General Meeting.In autumn <strong>2011</strong> Mr Robert Walter left Euler Hermes <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>, Hamburg, to take upa position at Allianz SE, Munich. He also stepped down from the Supervisory Board of PRISMA witheffect from 31 December <strong>2011</strong>. His replacement on the Euler Hermes Board of Management andon the PRISMA Supervisory Board is Ms Silke Grimm. On behalf of the Supervisory Board I wishMs Grimm every success with her new responsibilities, and I look forward to working with her.For the Supervisory BoardBusiness ReportDr. Rudolf Scholten Vienna, March 2012Chairman55


Introduction fromthe Board of ManagementDear ladies and gentlemen,We are writing this foreword at the beginning of 2012, but you will only be reading it in April, May or possibly later.How are we supposed to write anything, and how can we be sure that it will still apply in such a rapidly changing economicenvironment?From time to time in <strong>2011</strong> we had the feeling that key figures in the global economy were like actors in some surrealplay. Nobody could avoid being dragged into the performance, and PRISMA was no exception. This report aims to raisethe curtain on the events that played out on our particular stage – complete with a happy ending!The photos at the beginning of this report are designed to give you an impression of the way we work behind the scenes:calmly, confidently, and affected as little as possible by the happenings on the global stage, as you would expect.Irrespective of the tumultuous events contained in the script, as directors, actors, and stagehands we are dedicated tounderlining the quality of our performance.The core message of our report is that PRISMA had a very successful <strong>2011</strong>. Turnover increased, we bolstered our positionas the market leader, and the claims ratio was moderate. We are well placed to handle any difficulties that may lieahead. So all in all, we are on a solid footing as we move into 2012 for the next act.We hope that the customer satisfaction survey is still fresh in your mind. Your comments have given us a jolt. And ofcourse you are right to point out that personal contact is the most effective confidence-building tool available to us alland that it is the cornerstone of our partnership. We hope that the various events and meetings we held in the course ofthe past year satisfied your expectations. As in the theatre, animated discussions in the interval help us to digest whatwe have just experienced and to relax before we settle down to watch the action unfold again.And what can we – and you – expect in 2012? Not even the most seasoned professionals trust themselves to make anydefinite predictions in the current climate. We are no different. But we can assure you of one thing: we are well set tocope with a whole range of scenarios and are committed to putting in a first-rate performance whenever we are on stage.We would like to thank you, our audience, for watching and for your critical appreciation. And a special mention goesto the supporting cast at PRISMA for their highly professional work.Demand is always strong for top-quality theatre. So raise the curtain and let the show go on!Bettina SeldenMember of the Board of ManagementLudwig MertesMember of the Board of Management57


Management ReportWhat a performance!The introduction to this annual report takes us into the world of the theatre – a fitting metaphor forthe events we witnessed during <strong>2011</strong>. However, as the foreword points out, we at PRISMA refused tobe diverted by the drama of the debt crisis, the Italian comedy, and the ongoing Greek farce. We continuedto play our parts with the utmost professionalism and, where appropriate, in a distinctive style.Not all of last year’s events raised a smile. But looking back, we can say with a clear conscience thatthe overall impression we made was a convincing one. We encourage you to cast a critical eye overthis review – the figures speak for themselves.In the first half of the year it was fairly plain sailing, but from the autumn onwards, it was widely feltthat the rules of the game no longer applied. Since then, all economic actors have sensed that thereis something in the air – something we can’t quite put our finger on, but which is causing ever moreuncertainty. The prevailing climate has a strange feel to it, even though on the surface everythingseems to be in perfect order. Business as usual, you may ask? We think not, but finding the facts toback up our view is proving difficult. We are cautiously optimistic about the prospects for 2012 andhope we are not deluding ourselves. But even if that is the case, we are well placed to handle any challengesthat may come our way. And if we are not in a position to say that, who is?At the end of <strong>2011</strong>, we wanted to find out how Austrian companies view the current situation and therisks they face in receivables management. Together with our sister company OeKB Versicherung <strong>AG</strong>and market research institute Gallup, we commissioned a representative survey of non-credit insuredsuppliers. The results provided plenty of food for thought. Two thirds of the chief financial officerssurveyed said they expected both the economic climate to deteriorate and growth to slow. Some15 percent mentioned that some clients were already in arrears, and 35 percent anticipated a rise indefaults due to customers filing for bankruptcy.However, we are still finding that prospective clients are very reluctant to take out credit insurance.In this regard, two thoughts spring to mind. First, no insurer will be willing to increase its exposureto risks that have become highly toxic or are threatening to do so. But that could soon increasingly bethe case with respect to defaults. Secondly, we are appealing to clients to take a prudent approach bysafeguarding receivables before problems arise.The figures for compensating for bad debts paint their own clear and impressive picture.58


This suggests that it would be more effective to take out credit insurance for the current customerportfolio and eradicate the risk of default. After all, we all know how time-consuming the acquisitionof new customers can be.We believe that taking out credit insurance needs to become a matter of course, as a means of enhancingthe profitability, liquidity, and stability of a business.Despite the challenging operating environment we succeeded last year in extending and consolidatingour market leadership.Our shareholders:OeKB and Euler HermesOesterreichische Kontrollbank <strong>AG</strong> is now firmly established as the leading financial and informationservices provider for Austrian exporters and the country’s capital market. Its bespoke instrumentsand services are helping Austrian-based companies to compete in the global market.PRISMA and the OeKB Group work together to provide internal services such as IT, human resourcemanagement, accounting, and risk management and to leverage synergies within the partnership.The ongoing realignment of the Euler Hermes Group is creating clear structures and increasing processand decision-making transparency. Brussels-based Euler Hermes Europe began operations on1 January 2012 and will focus on meeting the requirements of the Solvency II Directive. There arenow three Euler Hermes subsidiaries in Europe. The other two companies are headquartered in Parisand Hamburg. This streamlined setup will also help to boost efficiency in customer service.PRISMA is the independent Austrian subsidiary of Euler Hermes, which holds a minority stake, andis largely integrated into the group.Euler Hermes is part of the Allianz Group and is the global leader in credit insurance, with a marketshare of around 35 percent. Some 52,000 customers insure their receivables through Euler Hermes,and the company’s on-site databases contain up-to-date information on more than 40 million businesses.The group has a presence in more than 50 countries on all five continents.“Credit is local” – and that also goes for thecountries of former YugoslaviaOeKB Südosteuropa Holding GmbH, a sister company of PRISMA, has been testing the markets informer Yugoslavia for some time. Now the company is set to merge with PRISMA.Serbian-based PRISMA Risk Services d.o.o. will become a fully-owned subsidiary of PRISMA, whichwill also acquire a minority stake in HKO Hrvatsko Kreditno Osiguranje d.d. in Croatia.59


The merger will be the launch pad for expanding our operations, in particular credit assessment, inSerbia, Croatia, Slovenia, Bosnia and Herzegovina, Montenegro, and Macedonia.The medium-term objective is to enable exporters to those countries to benefit from our expertiseand support. These services will be provided to PRISMA clients in Austria as well as to all EulerHermes customers who supply businesses in the countries of the former Yugoslavia.All of the relevant bodies are involved in preparing the merger, and the process of securing approvalsand implementing the necessary changes is under way.The merger will come into force retrospectively from 1 January 2012.Financial performance indicatorsTurnoverTurnover grew at a surprisingly strong rate and was well above budget.Earned premiums in the direct insurance business jumped by around 12 percent to 56.2 millionEuros, of which <strong>Prisma</strong> Global and <strong>Prisma</strong> Plus policies accounted for 55.4 million Euros.<strong>Prisma</strong> Invest, a policy for insuring plant and equipment and capital goods transactions, generated0.8 million Euros.Total turnover from the direct and indirect businesses rose by 12 percent year on year, to 58.8 millionEuros.Performance at PRISMA Risikoservice GmbH & Co. KG was also well above budget. Other creditassessment fees, fees for credit assessments of Austrian companies requested by Euler HermesGroup companies, and fees for collection and ratings amounted to 11.6 million Euros, an increase of13 percent on 2010.New businessNew business including extensions of cover and premium increases in the existing portfolio wasdown slightly year on year. However, the number of businesses still without insurance remains high.Policy portfolioThe portfolio consisted of 1,767 policies as of 31 December 2010, a year-on-year decline of 3.5 percent.Policy cancellations were slightly lower than in 2010, both in absolute terms and as measuredby premium volumes.Credit assessmentsThe number of new credit assessment requests rose slightly. In total 133,800 requests were processedand decisions issued. Total exposure increased to 19.4 billion Euros.60


Outlook for 2012Despite the recent recovery, a number of factors suggest that we are heading into a renewed economiccrisis. Due to the ongoing sovereign debt crisis, attempting to make even remotely reliableforecasts is a pointless exercise.However, PRISMA is still committed to meeting its long-term objectives: profitable growth, marketdevelopment, and consolidation of our market leadership. We are cautiously optimistic as we moveinto 2012.Our plans remain as ambitious as ever. We also have a range of measures in reserve that could beimplemented quickly and at any time in response to a deterioration in our operating environment.PRISMA will continue to focus on acquiring new customers and on the measured and quality-drivenassessment and assumption of the default risk faced by our insured clients.Result for the business yearProfit on ordinary activities amounted to 9,571,832.00 EUR, the profit after tax was 7,490,882.01EUR. Allocations to the risk reserve under section 73 a Austrian Insurance Supervision Act (Versicherungsaufsichtsgesetz[V<strong>AG</strong>]) totalled 112,527.00 EUR, and those to the unappropriated reserve3,100,000.00 EUR. The profit for the year was 4,278,355.01 EUR.No events of material importance occurred after the balance sheet date.Appropriation of profitsThe Board of Management proposes to use the profit for the <strong>2011</strong> financial year amounting to4,340,466.69 EUR as follows:Distribution of a dividend of 717.00 EUR per shareBrought forward to new account4,302,000.00 EUR38,466.69 EURVienna, 31 January 201261


Annual Financial StatementsBalance Sheet as at 31 December <strong>2011</strong>Assets<strong>2011</strong> 2010in EURin TEURA. Intangible assetsI. Other intangible assets 100,477.65 66B. InvestmentsI. Investments in group undertakings1. Shares in related companies 150,000.00 150II. Other financial investments1. Shares and other variable-yield securities 3,120,842.26 3,1292. Debt securities and other fixed-income securities 40,176,034.85 27,9463. Deposits with banks 12,000,000.00 3,000C. Accounts receivableI. Accounts receivable arising out of direct insurance business from1. policyholders 1,540,306.55 1,5802. intermediaries 280.82 4II. Accounts receivable arising out of reinsurance operations 4,949.00 112III. Other accounts receivable 2,902,175.86 2,136D. Interest receivable pro rata 424,508.66 352E. Other assetsI. Rents and office equipment 485,994.55 518II. Cash at bank and in hand 12,258,334.72 22,913III. Other 8,237,612.00 6,301F. Prepayments and accrued income 383,171.67 276Vienna, 31. 1. 2012 81,784,688.59 68,48362


Liabilities<strong>2011</strong> 2010A. Capital and reservesin EURin TEURI. Subscribed capitalNominal capital 6,000,000.00 6,000II. Capital reservesTied reserves 899,060.42 899III. Revenue reservesVoluntary reserves 19,372,204.89 16,272IV. Risk provision pursuant to § 73 a V<strong>AG</strong> taxed portion 930,356.00 818V. Net profit for the financial year of which profit carried forward62,111.68 EUR (2010: 49 TEUR) 4,340,466.69 3,062B. Untaxed reservesI. Risk provision pursuant to § 73 a V<strong>AG</strong> 64,453.79 64C. Technical provisions for own accountI. Provision for unearned premiums1. Gross amount 884,264.002. Reinsurers' share -448,319.00 435,945.00 362II. Provision for outstanding claims1. Gross amount 30,612,120.292. Reinsurers' share -17,154,892.00 13,457,228.29 10,170III. Provision for premium refund1. Gross amount 3,202,000.002. Reinsurers' share -1,819,000.00 1,383,000.00 1,048IV. Equalization reserve 14,740,172.00 11,977V. Other technical provisions1. Gross amount 235,014.002. Reinsurers' share -133,488.00 101,526.00 100D. Provisions for other risks and chargesI. Provisions for executive pensions 3,443,989.00 3,083II. Provisions for other pensions 2,897,347.00 3,066III. Other provisions 4,562,994.60 4,535E. Other liabilitiesI. Accounts payable arising out of direct insurance business to1. policyholders 483,576.27 3722. intermediaries 102,563.97 62II. Accounts payable arising out of reinsurance operations 5,238,134.00 3,555III. Other 3,331,670.67 3,037Vienna, 31. 1. 2012 81,784,688.59 68,48363


Profit and Loss Accountfor the year ended 31 December <strong>2011</strong>I. Technical account <strong>2011</strong> 2010in EURin TEUR1. Earned premiums 24,870,238.66 23,517a) Premiums writtenaa) Gross amount 58,721,969.66ab) Reinsurers' share -34,003,485.00 24,718,484.66 22,877b) Change in premium deferralsba) Gross amount 327,786.00bb) Reinsurers' share -176,032.00 151,754.00 6402. Other technical income 27,500.80 283. Claims incurred -11,913,334.70 -9,558a) Claims paidaa) Gross amount -17,604,385.05ab) Reinsurers' share 8,978,439.00 -8,625,946.05 -12,356b) Change in the provision for outstanding claimsba) Gross amount -5,530,860.65bb) Reinsurers' share 2,243,472.00 -3,287,388.65 2,7984. Bonuses and rebatesa) Gross amount -4,652,240.36b) Reinsurers' share 2,755,678.00 -1,896,562.36 -1,4595. Operating expensesa) Acquisition costs -6,521,990.69b) Other operating expenses -4,706,585.31c) Reinsurance commission andprofit participation from ceded reinsurance 8,723,048.00 -2,505,528.00 -3,6416. Other technical expenses -99,029.63 -257. Change in the equalization reserve -2,763,170.00 -4,4688. Balance on the technical account for general business 5,720,114.77 4,39664


II. Non-technical account<strong>2011</strong> 2010in EURin TEUR1. Balance on the technical account for general business 5,720,114.77 4,3962. Investment income 4,173,964.45 2,961a) Income from participating interestsShare derived from affiliated companies 2,828,160.00 EUR 2,828,160.00 1,922b) Income from other investments 1,020,556.46 796c) Gains on the realization of investments 166,300.00 109d) Other income from interest 158,947.99 1343. Investment expenses and charges -322,247.22 -384a) Investment management expenses -303,620.34 -310b) Value adjustments on investments -18,626.88 -53c) Losses on the realization of investments 0.00 -214. Profit or loss on ordinary activities before tax 9,571,832.00 6,9755. Tax on profit or loss on ordinary activities -2,080,949.99 -1,8216. Surplus for the financial year 7,490,882.01 5,1547. Allocations to reservesa) Allocation to risk provision pursuant to § 73 a V<strong>AG</strong> -112,527.00 -141b) Allocation to voluntary reserves -3,100,000.00 -2,0008. Net profit for the year 4,278,355.01 3,0139. Retained profit brought forward from previous year 62,111.68 4910. Net profit for the financial year 4,340,466.69 3,062The Board of Management: Ludwig Mertes and Bettina SeldenVienna, 31. 1. 201265


ImpressumEigentümer, Herausgeber & Verleger:PRISMA <strong>Kreditversicherungs</strong>-<strong>AG</strong>Himmelpfortgasse 29, 1010 WienTel +43 (0)5 01 02-0, www.prisma-kredit.comFür den Inhalt verantwortlich: Mag. Melitta SchabauerProjektleitung: Petra StritzlKonzept, Text, Koordination: Dr. Karin Krobath, IDENTITÄTERArtdirection: Robert Kneitschel, www.adhok.atGrafik: Alois KiendlhoferFoto: Günter Parth, www.guenterparth.comDruck: Produktionswerkstatt, www.produktionswerkstatt.atPRISMA Kolleg(inn)en in der Reihenfolge des Erscheinens(Bild von rechts nach links):Attila Berki (Kreditprüfung)Claudia Wodwarka (Kreditprüfung)Mag. Nicole Wendelberger (Kreditprüfung)Ludwig Mertes (Mitglied des Vorstandes)Karin Straub (Versicherungsleistung)Harald Patry (IT)Mag. Marcus Paseka (Verkauf)Juliette Kottar (Verkauf)Mag. Bettina Selden (Mitglied des Vorstandes)Eva Einzinger (Versicherungsleistung)Angelika Rathmayer (Personalwesen)Mag. Igor Bjelanovic (Kreditprüfung)Mag. (FH) Andreas Walz (Kreditprüfung)Mag. Stefan Szimak (Verkauf)Johanna Penz (Kreditprüfung)Inga Zutz (Verkauf)Mag. Marc-André Frenzel (Verkauf)66

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