Angewandte Psychoakustik bei 3D Surround Sound Aufnahmen ...

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Angewandte Psychoakustik bei 3D Surround Sound Aufnahmen ...

26. TONMEISTERTAGUNG – VDT INTERNATIONAL CONVENTION, November 2010

Resultat:

Solange nicht alle Lautsprecher kohärente Signale abstrahlen, bleibt die Räumlichkeit

weitgehend erhalten. Nur im bereits beschriebenen Fall, bei dem alle Signale kohärent sind,

kollabiert die Räumlichkeit.

2.1.4. Signale mit Kohärenzgrad zwischen 0 und 1

Im letzten Hörversuch mit Rauschsignalen wird untersucht, wie sich von allen 8 Lautsprechern

abgestrahlte gleichermassen teilkohärente Signale auf die Wahrnehmung der

Räumlichkeit auswirken. Dazu werden 8 inkohärente Rauschsignale elektrisch mit einem

weiteren Rauschsignal gemischt, sodass der Kohärenzgrad aller 8 Kanäle untereinander

durch Einstellen der Pegelverhältnisse inkohärentes zu kohärentes Rauschen folgende Werte

annimmt: 0; 0.25; 0.5; 0.75; 1.

Abb. 2: Rauschgenerator für 8-kanaliges teilkohärentes rosa Rauschen

Dieser Fall entspricht in der Praxis Anordnungen von Raummikrofonen (nicht zu

verwechseln mit entsprechenden Anordnungen im Freien!), die aufgrund geringer Abstände

zueinander und gleichzeitig unzureichender Richtwirkung (Mikrofone mit Kugel- und

Nierencharakteristik) sowie zu kleinen Öffnungswinkeln zu teilkohärenten Signalen führen

(Vergleich ‚Perceptual consequence of correlated diffuse field reproduction’ [2]).

Resultat:

Anders als beim Fall ‚Signale mit Kohärenzgrad 0 und 1’ geht die wahrgenommene

Räumlichkeit mit steigendem Kohärenzgrad bereits bei niedrigen Werten um 0.25 zurück

und führt zu einem Höreindruck, der am ehesten mit Mono-Anteil charakterisiert werden

kann. Ab einem Kohärenzgrad von 0.5 bricht die Räumlichkeit deutlich ein – hier sind die

Anteile kohärenter und inkohärenter Signale gleich gross; Vergleich XY-Stereofonie.

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