reisebericht - Tierparkfreunde Hellabrunn eV

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reisebericht - Tierparkfreunde Hellabrunn eV

TIERPARKFREUNDE UNTERWEGSReise der Tierparkfreunde nach Nürnberg im Jahre 2006Überraschend vielseitig,derTiergarten NürnbergDieser Satz, wohl als Motto gedacht - er ist zu lesen aufdem Zooführer 2005, dem aktuellen -, wird den Ansprüchender Münchener Tierparkfreunde mehr als gerecht,...... obwohl wir ja durch unsere zahlreichenReisen in die Zoowelten sehrverwöhnt sind. Unser Besuch, mit mehrals 60 Personen reisten wir an, war einvoller Erfolg. Den beiden mit viel Elanund Fachwissen ausgestatteten Zoobegleitern- es waren dies der ZoopädagogeHans Lichei und der BiologiestudentBenjamin Ibler- sei an dieser Stelle fürihr großes mehrstündiges Engagementgedankt. Auch danken wir herzlich FrauGrosch, der Leiterin der Geschäftsstelleder Tiergartenfreunde Nürnberg, fürden freundlichen Willkommensgruß.Bei den Giraffen, nach kurzer Wegstreckevom Eingang weg gelegen, warein kleines, junges Kälbchen zu bestaunen.Übrigens die einzige kurzeWegstrecke in Nürnberg, denn der Tiergartengilt mit seien 70 ha als der zweitgrößteZoo Deutschlands. Nur Berlin-Friedrichsfelde mit 160 ha ist nochgrößer (zum Vergleich: Hellabrunn Münchenhat 38 ha Gesamtfläche). Alsnächstes wurde ein alter Münchnerbegrüßt, der starke Silberrücken Fritzbei den Gorillas. Er war einmal Spielgefährteunseres Porgy, wurde aber dannspäter nach Nürnberg abgegeben.Bergauf führte dann der Weg zu dernatürlich gewachsenen Alpen-Steinbock-Anlage, denn der Zoo am Schmausenbugwar ursprünglich ein Steinbruch.Munter tollten dort mehrere Jungtiereumher. Der Nürnberger Tiergarten stellt,wie auch Hellabrunn, Alpen-Steinböckefür Wiedereinbürgerungsprojekte frei.Die Steinböcke sind mit Murmeltierenvergesellschaftet, um den Ansprücheneiner Biotop-ähnlichen Haltung nahe zukommen.Durch ein natürliches Steintor kommenwir zu den schon lange vorher mitunseren Nasen registrierten Mähnenwölfen.Es ist wie in München: Man siehtsie nicht, aber man riecht sie. UnterBüschen konnten wir sie dann aber dochentdecken. Vorbei an den Waldrappenund Brillenbären entdecken wir dasmuntere Spiel von zwei jungen Löwen,die am 3.3.2006 geboren wurden. DieUnterart Asiatischer Löwe, die hier inNürnberg gehalten wird, ist in der freienNatur sehr bedroht. Nur der Wald imindischen Gir gibt einer Population voneinigen hundert Tieren Schutz vor denGefahren unserer Zeit, besonders derVernichtung des ausreichenden Lebensraumes.Die Sibirischen Tiger lagen müdeda und auch die Wölfe beließen esbei einem müden Kopfheben angesichtsunseres Vorbeimarsches, der uns schnurstrackszum Aqua-Park führte.Was soll man sagen? Die den natürlichenGegebenheiten der Landschaft angepasstenAnlagen für Otter und Biber, fürPinguin und Seelöwe und für die gewaltigenEisbären stellen den derzeitigenStand in der Zootierhaltung für arktischeSpezies dar. Großzügige Wegführungund durchdachte Einblicke geben einbesonderes Gefühl der Nähe zu denTieren.Wieder gehen wir bergan, an der Waldschänkevorbei, kurz die Geparden beimMittagsschlaf störend, uns nun auf demPanoramaweg, dem höchsten Steig desNürnberger Tiergartens befindend, denGreifvogel-Brutvolieren zu. Andenkondor,Riesenseeadler, Schmutzgeier,Weißkopfseeadler, Harpyie, Nebelgeierund Bartgeier, sie alle gilt es dort in denfür manchen Besucher zu kleinen, aberfür das Brutgeschäft vollauf genügendenBehausungen, zu entdecken. Und esklappt auch. Majestätisch hocken sie aufihren Ansitzen und sehen interessiertdem Treiben der Besucher vor ihrenGehegen zu.In dem sich anschließenden Tropenhaustreffen wir quasi das Wappentier desNürnberger Tiergartens, den Karibik-


TIERPARKFREUNDE UNTERWEGSNagelmanati, auf Deutsch gesagt: dieSeekuh. Die optimalen Haltungsbedingungenbescherten dem Zoo 15 Jungtiereseit 1981, die in ganz Europa dieZoos und Tiergärten bereichern.Hier endete die Führung, und nach einerkurzen Mittagspause wurden wir insDelphinarium eingeladen. „OptimaleHaltung ersetzt speziell bei diesenschnellen großen Tümmlern nicht dasfreie Leben in der Natur!“, so dieMeinung einiger Tierparkfreunde. Insofernwar es wichtig zu erfahren, dassdiese Tiere allesamt im Zoo geborensind. Die dargebotene Vorstellung, inder auch Seelöwen ihre Künste zeigen,kann als beeindruckend bezeichnetwerden. Außerdem stehen den nassenKünstlern ja in einer anderen Halle nochsehr große Schwimm- und Zuchtbeckenzur Verfügung.Nicht vergessen darf man die seit langerZeit vom Nürnberger Tiergarten laufendenBemühungen, endlich die Delphin-Lagune zu bauen. Dort sollen in Zukunftin einer riesigen Außenanlage dieVorführungen stattfinden. Auch werdendaneben ein Seekuhhaus und auch neueRäumlichkeiten für die Delphin-Therapie,speziell für autistische Kinder, errichtet.Der direkte Kontakt dieserKinder mit den Delphinen stellt einewesentliche Bereicherung im Lebendieser jungen Menschen dar. Für diesesaußergewöhnliche Engagement kannman dem Nürnberger Tierpark nurdanken.Nach dem Ende der Vorstellung bliebennoch zwei Stunden, in denen jeder Tierparkfreundindividuell nach Neigungund Gusto seinen Besuch des NürnbergerTiergartens abrunden konnte.Harry KinderFotos linke Seite vo. o. na. u.: GorillaFritz, Asiatischer Löwe, spielendeAsiatische Löwen, Sibirischer Tiger,Eisbär.Fotos rechte Seite vo. o. na. u.: Harpyie,Kalifornischer Seelöwe.

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