Was für ein Tier! - GrunzMobil

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Was für ein Tier! - GrunzMobil

VN05-3 13. Jahrgang Nr 3 - Oktober 2005VgT-NachrichtenVerein gegen Tierfabriken VgTVom VgT aus grausamerKastenhaltung befreit -jetzt in artgerechterGruppenhaltungDas ist dieletzte Ausgabein diesem Jahr.Bitte erneuerneuernSie Ihr Abonne-ment mit demeingelegtenZahlschein.Bitte dieseZeitschriftweitergebenoder in einenBriefkastenwerfen.


Streugebiet dieser Ausgabe:Kantone SO, AGund teilweise BE,VS, GR, SG, SZImpressumVgT-Nachrichten (VN)ISSN 1423-6370Herausgeber:VgTVerein gegen Tierfabriken Schweizgegründet von Erwin Kessler am 4. Juni 1989Redaktion: Dr Erwin Kessler, 9546 TuttwilFax: 052 378 23 62Email: www.mh.tc/contact/vgt.chTelefon-Beantworter: 052 378 23 01Telefonische Auskünfte sind nicht möglich, da derVgT kein Büropersonal beschäftigt.Jahres-Abonnement: 30 FrPostkonto 85-4434-5Thurgauer Kantonalbank 8570 Weinfelden:Fr-Konto: 15 20 467 356 07, SIC 78415Euro-Konto: 398810008,Bankleitzahl (BIC) 784,IBAN CH71 0078 4000 3988 1000 8Der Beitritt zum VgT erfolgt formlos durch Einzahlungdes Mitglieder-Jahresbeitrags von 100Fr (Abonnement VgT-Nachrichten inbegriffen).Jahresabonnement für Nichtmitglieder: 30 Fr.Die VgT-Nachrichten (VN) erscheinen in derRegel zwei- bis dreimal jährlich. Als gemeinnützigeOrganisation ist der VgT steuerbefreit, dasheisst, Spenden können von der Einkommenssteuerabgezogen werden. Spenden werden inder Regel nur auf speziellen Wunsch persönlichverdankt, da Zeit und Geld möglichst für dieTierschutzarbeit und nicht für administrativeUmtriebe verwendet werden; darin unterscheidetsich der VgT bewusst von traditionellen Tierschutzvereinen.Im Namen der Tiere danken wirfür grosse und kleine Unterstützungen. DenkenSie bitte auch in Ihrem Testament an die wehrlosen,leidenden Tiere.www.vgt.chwas andere Medien einfach totschweigen!VgT-Sektion Suisse romande:Association Contre les Usines d’Animauxwww.acusa.chWer den Mund aufmacht und Rechthat, ist schon unbeliebt.Peter CerwenkaEditorial von VgT-Präsident Dr Erwin Kessler:FleischfresserIst der Mensch ein Fleischfresser (Carnivore) oder Pflanzenfresser?Es gibt Leute, die meinen, so dürfe man das nicht formulieren,bei Menschen heisse es essen, nicht fressen, «Fleischfresser»sei unanständig. Diese Meinung teile ich nicht. Fürmich ist es unanständig, Tierquälerprodukte zu fressen. Wersich wie ein Raubtier benimmt, der kann nicht erwarten, als kultiviertesWesen angesprochen und respektiert zu werden.Nicht nur beim Fressen zeigt sich der Egoismus der Masse unddie Rücksichtslosigkeit gegenüber Wehrlosen. Auch die Heim-,Hobby- und Sporttiere bekommen dies zu spüren. Besondersschlimm, wenn sich der Staat mit Steuergeldern daran beteiligt.Der unter akuter Finanznot und hoher Verschuldung leidendeBund subventioniert Pferdezucht. Subventionen erhalten auchgewerbsmässige Tierquäler mit verbotener Anbindehaltung. DerVgT hat den zuständigen Bundesrat Deiss gefragt, worin daswichtige öffentliche Interesse an Pferdezucht bestehe, dassdiese trotz Finanznot subventioniert werde. Antwort von Deiss:Er sehe keinen Grund, warum die Pferdezucht nicht subventioniertwerden solle.Diese Antwort ist typisch für die mafiosen Zustände im Subventionswesendes Bundes. Es braucht nicht einen guten Grund,um den landwirtschaftlichen Subventionsprofiteuren Geld nachzuwerfen.Nach Deiss bräuchte es einen Grund, dies nicht zutun. Es gibt einen Grund, Herr Deiss: Die Sanierung der Bundesfinanzenohne AHV-Abbau und Erhöhung der Mehrwertsteuer!Der VgT hat bei der Armeeleitung dagegen protestiert, dass vonPferdehändlern mit tierquälerischer, verbotener AnbindehaltungPferde abgekauft werden. Die Antwort war bürokratisch-nichtssagend.Die Verwaltungsbürokratie - auch bei der Armee - erledigtsämtliche Fälle nach einem der drei folgenden Grundsätze:1. Das haben wir schon immer so gemacht. 2. Das haben wirnoch nie so gemacht. 3. Da könnte ja jeder kommen.Und so geht die staatliche Förderung der gewerbsmässigen Tierquälereiauf Kosten der Tiere und der Steuerzahler weiter, weilman das schon immer so gemacht hat und weil da ja jeder kommenkönnte...Der KettenhundVor seiner Hütte missvergnügtDer Hofhund an der Kette liegt.Warum muss er, ja er allein,Nur immer angebunden sein?Es wohnt doch auch in seiner BrustDer Drang nach Freiheit, Spiel und Lust.G Mohler (Tierschutz-Kalender 1921)2


Nicht alle Pferde werden so gut gehaltenZusammenfassung des Gutachtens von Rechtsprofessor Marcel Niggli, Universität Freiburg,über die vom Bundesamt für Veterinärwesen geduldete Anbindehaltung von Pferden:«Die Anbindehaltung von Pferden erscheint mindestens als vorschriftswidrige Tierhaltung.Wird Pferden in Anbindehaltung kein Auslauf gewährt, ist zudem eine Verurteilungwegen Tiequälerei zu prüfen.»Das umfangreiche Gutachten, das im Auftrag des VgT erstellt worden ist, finden Sie im vollen Wortlaut imInternet unter www.vgt.ch/vn/0303/Gutachten-Niggli.pdf3


Reiche Dame mit armen Pferden


Die Berner SVP-Regierungsrätin Elisabeth Zölch decktverbotene Anbindehaltung von PferdenFritz Witschi aus Jegenstorf hält ander Kieswerkstrasse 35 in UtzenstorfPferde in verbotener Anbindehaltung(siehe Abbildungen rechts). Der Stallwird ihm von der Zimmerei Guggerund Zimmerli AG zur Verfügunggestellt, auch noch nachdem der VgTdiese Firma über die Missständeinformiert hat.Eine Zeugin hat dem VgT berichtet,dass die Pferde geschlagen undgetreten werden und oft tagelangnicht aus dem Stall kommen.Auf eine Anzeige des VgT hin hat derBerner Tierschutzbeauftragte BenjamHofstetter diese verbotene Anbindehaltunggedeckt. Hierauf hat der VgTeine Aufsichtsbeschwerde gegen Hofstettereingereicht, welche von derSVP-Regierungsrätin Zölch abgewiesenwurde, ohne auf die Beschwerdebegründungernsthaft einzugehen.Zölch deckt Hofstetter, Hofstetterdeckt Tierschutzwidrigkeiten und derVgT hat kein Klagerecht. So geht dasimmer im Kanton Bern.Die SVP - auch Bundesrat Blocherpersönlich - verlangt immer wieder dieAbschaffung der Tierschutzvorschriftenin der Landwirtschaft. Da dienotorisch tierschutzfeindliche SVP(auch «Schweizerische Viehhalter-Partei»genannt) mit dieser Forderungbisher keinen Erfolg hatte, sabotierenSVP-Politiker den Vollzug des Tierschutzgesetzes,wo sie nur können.Gegen solchen Amtsmissbrauch mitrechtlichen Mitteln anzukämpfen, istim Pseudo-Rechtsstaat Schweiz hoffnungslos.Einer deckt den andern, sofunktioniert der tierschutzfeindlichePolitfilz.Zölch legt ihre Tierschutzfeindlichkeitimmer wieder an den Tag. Unter anderemwollte sie die Winterauslaufvorschriftfür angebundene Küheabschaffen.Mehr dazu:www.vgt.ch/news2005/050501.htm7


KaninchenDiese Aufnahme einer schönen Kaninchen-Freilandhaltung konnte ich auf einer Wanderungbei Gossau SG machen. Immer häufiger sind Kaninchenfreigehege zu sehen und immerweniger die früher üblichen, nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen grausamenKastenställe, wo die von Natur aus bewegungsfreudigen, sozialen Kaninchen lebenslänglichin extremer Enge und oft sogar in grausamster Isolationshaft (Einzelhaltung) gehaltenwerden. Leider gibt es aber immer noch uneinsichtige Kaninchenzüchter, die stur an ihrertierquälerischen Freizeitbeschäftigung festhalten, nur «Zuchterfolge» im Auge haben unddafür die grausame Einzelhaltung ihrer «Lieblinge» inkauf nehmen, damit sie ausstellungstauglichbleiben und nicht etwa ihre Pfötchen beschmutzen. Der VgT wird jedoch nichtruhen, bis das letzte Kaninchen in der Schweiz aus seinem Kastengefängnis befreit ist.Erwin Kessler, Gründer und Präsident des VgT8


Erfolgreiche Kaninchen-BefreiungenNun schon seit Jahren kann der VgT in jeder Ausgabe der VgT-Nachrichten über die erfolgreiche Befreiungvon Kaninchen aus ihren grausamen Kastengefängnissen berichten. Auch in dieser Ausgabe zeigen wirwieder Beispiele von Kaninchenkästen, die auf Intervention des VgT stillgelegt wurden.Auf Intervention des VgT hat ein Züchter aus der Region Zürich seine Kaninchenhaltung nicht einfach aufgegeben,sondern sich von den, vom VgT veröffentlichten tierfreundlichen Beispielen (www.vgt.ch/kaninchen.htm),inspirieren lassen:vorherEinzelhaltungnachherDie Kaninchen leben jetzt in einerGruppe und können über eine Treppemehrere Abteile in drei Etagen erreichen.Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden,als über die Dunkelheit zujammern.9


Vom VgT im Kanton Luzern aus dem Kasten befreite Kaninchen:vorher: grausame Einzelhaltungnachher:Gruppenhaltung im Freigehege - mit unterirdischen Höhlen und Gängen - am neuen Platz


Die Landi verkauft tierquälerische KaninchenkästenTipp an tierfreundliche Konsumenten: Es gibt andere, mindestens so kostengünstigeHobby- und Gartencenters, die keine Tierquälerei-Artikel verkaufen.Der VgT hat die Geschäfsleitung der «Landi» gebeten, die Kaninchenkästenaus dem Sortiment zu nehmen. Die Antwort warbürokratisch-ausweichend. Anstatt auf unser Anliegen einzugehen,verschanzten sich die Landi-Verantwortlichen hinter gesetzlichenMindestanforderungen. Eigenverantwortung scheint bei dieser Firma ein Fremdwort zu sein.Uneinsichtige Kaninchenzüchter, die stur an dertierquälerischen Kastenhaltung festhaltenSo grausam hält Alois Bischofbergeran der Johannes-Dierauer-Str.14 in 9442 BerneckSG (Tel 071 744 26 55) seine«Lieblinge». Diese Tierquälereiist leider immer noch nicht verboten.Es ist zum Heulen. UndHeule - Alois Heule - heisst dennauch der Präsident des regionalenKaninchenzüchtervereins (Verband der KleintierzüchterRheintal KTZVR), der seine Lieblinge ebenfallsin einem tierquälerischen Kastenstall hält, ander Thomasaustr 8, 9443 Widnau (071 722 3329). Und dieser tierverachtende Typ, der seineKaninchen so grausam hält, nur um an Kleintierausstellungenpunkten zu können, ist auch nochTierschutzbeauftragter der Gemeinde Widnau!Typisch für den Kanton SG, wo es üble Tierfabrikenund Hobby-Tierquälerein gibt wie Sand am Meer.11


Fortsetzung Kastenkaninchen-ZüchterKaninchenkasten von Paul Fischlin an der Bergstrasse5, 6432 Rickenbach (Tel 041 811 59 05).Fischlin war bis zu seiner Pensionierung Hilfsmonteurbei der Firma Tschümperlin AG. Der Geschäftsführerdieser Firma hat die tierquälerische KaninchenhaltungFischlins gegenüber dem VgT in Schutzgenommen (Tschümperlin AG, Heizungen/Sanitär,Rickenbachstr 102, 6430 Schwyz,T 041 811 1057, F 041 811 62 34). Kaninchen seien schon vor100 Jahrhundert so gehalten worden, als ob dasheutige Tierquälerei rechtfertigen würde. Die FirmaTschümperlin ist offenbar gegen Kulturfortschritt.Der VgT veröffentlichte den Fall im Internet(www.vgt.ch/news2004/040619.htm) und liess inRickenbach ein Flugblatt in alle Briefkästen verteilen.Hierauf brachte die Gratiszeitung 20minutenohne Rücksprache mit dem VgT eine manipulierteFalschmeldung unter dem Titel «Aggressive Aktionvon Tierfreunden». Als der VgT eine Gegendarstellungverlangte, suchte 20minuten-Redaktor UrsEllenberger krampfhaft nach Ausreden für seineFalschmeldung. Gegenüber dem VgT sagte er amTelefon, der VgT solle die Tierschutzverordnung verbessern,nicht Kaninchenhalter kritisieren. Dazustellt der VgT klar:1. Die Tierschutzverordnung des Bundesrates kannniemand anders ändern, als der Bundesrat selber.Die schweizerischen Tierschutzorganisationen protestierenseit Jahren vergeblich dagegen, dass derBundesrat in der Tierschutzverordnung Tierquälereienerlaubt.2. "Längst nicht alles, was rechtens ist, kann auchmoralisch legitimiert werden." schrieb AndreasBlum, Mitglied der EXIT-Ethikkommission, sehr treffend.Wer Gesetzeslücken dazu missbraucht,Kaninchen ungestraft tierquälerisch in Kästen zusperren, muss sich Kritik an seinem unethischenVerhalten gefallen lassen.Dazu meinte Ellenberger mangels sachlicher Argumentenur noch, er habe den VgT von einem "Sektenspezialisten"beurteilen lassen. Ellenbergerwürde sich besser von einem Kaninchenspezialistenberaten lassen! Und der Verlag 20minutenwürde sich besser von diesem einfältigen Redaktortrennen.Der VgT musste sein Gegendarstellungsrechtgerichtlich durchsetzen. Mit Urteil vom 28. Oktober2004 des Bezirksgerichtes Münchwilchen wurdeder Verlag 20minuten zur Veröffentlichung der verlangtenobigen Gegendarstellung verpflichtet.20minuten wurde rechtskräftig verpflichtet, demVgT 1100 Franken Prozessentschädigung zu bezahlen.Doch 20minuten zahlte nicht, der VgT musstedie Betreibung einleiten. 20minuten erhob Rechtsvorschlag.So musste der VgT auf sog Rechtsöffnungklagen. Kurz vor der Hauptverhandlung vorBezirksgericht Zürich zog 20minuten den querulatorischenRechtsvorschlag zurück und teilte dem VgTmit, man wolle vom VgT keine Pressemitteilungenmehr.Die einseitig-willkürliche Informationsauswahl von20minuten, die sich hier zeigt, passt in das Gratis-Informationskurzfutter-Konzept dieser Zeitung.Gut gibt es den VgT und seine Medien - für alle, diesich informieren, nicht nur mit Sprüchen unfähigerJournalisten unterhalten und das Fleischfresser-Gewissen beruhigen lassen wollen.Gion Ragettli, Scheia,7019 Fidaz, T 081 911 11 74,hält seine Kaninchen im dunklenSchopf neben dem Haus. So sahes im Lampenlicht im Inneren desSchopfs vor zwei Jahren aus. Aufgrundder Kritik des VgT hat erdiese zu kleinen Kästen einfachdurch etwas grössere ersetzt undbetreibt weiterhin tierquälerischeKasten- und Einzelhaltung.12


Oben links: Wohnhaus von Werner Pfister, Schulstrasse 21, 8856 Tuggen SZ (T 055 445 18 30).Oben rechts: So sah Pfisters Kaninchen-KZ bis vor kurzem aus, bis der VgT die Sache an die Öffentlichkeitbrachte. Stur und uneinsichtig hält Pfister an der Kastenhaltung fest. Er hat lediglich die Kästen, dienicht einmal den gesetzlichen Mindestanforderungen genügten, etwas angepasst. Pfister ist als Metzgerin der Dorfmetzgerei Artho in Tuggen angestellt. Der VgT hat in Tuggen ein Flugblatt in alle Briefkästenverteilen lassen, worin die Bevölkerung gewarnt wurde, diese tierquälerische Hobby-Tierhaltung nachzumachen.Die Lokalpresse hat hierauf den Fall aufgegriffen und in der Region bekannt gemacht.Kastenkaninchen vonMeinrad Margelist-Kalbermatten, 3937Baltschieder (T 027 946 41 19).Der VgT hat Margelist Unterlagen über artgerechteKaninchenhaltung geschickt. Erhat darauf nicht reagiert.Margelist betreibt eine besonders grausameEinzelhaltungAlle Geschöpfe der Erde fühlenwie wir,alle Geschöpfe streben nachGlück wie wir.Alle Geschöpfe der Erde lieben,leiden und sterben wie wir,also sind sie uns gleichgestellteWerke des allmächtigen Schöpfers- unsere Brüder.FRANZISKUS VON ASSISI13Kastenkaninchen vonUrs Gasser, Binenweg 9,3904 Naters.Tel: 027 924 42 64.


Fortsetzung Kastenkaninchen-ZüchterIn diesem düstern Schopf links halten Madlene + Gerhard Jeggli, Landstrasse 8, 5426 Lengnau AG, T056 241 13 75, ihre Kaninchen (Abbildung rechts). Wie kaltherzig muss ein Mensch sein, der angesichtsdes heutigen Wissens über Wesen und Bedürfnisse von Kaninchen an solchen Kastengefängnissen festhält.Madlen Jeggli betreibt einen Kostüm-Verleih. Wenn die Kunden wüssten...Dieser Kaninchenkasten steht auf der Liegenschaft von Peter De Min, Döttingerstr 20, 5301 Siggenthal-Station (056 281 18 64). Die Kaninchen gehören seinem Untermieter François Gueniat. De Min findetdiese Kaninchenhaltung seines Untermieters in Ordnung. Mehr dazu: www.vgt.ch/vn/0503/kanin-siggenthal.htmFamilie Schwaller, Bachstr 11, 4562 Biberist, T 032 672 31 26,Tierquälerprodukte-Verkauf «direkt ab Hof». IP-Produktion.Schwaller wurde vom VgT am 20. September 1999 wegen vorschriftswidrig überfülltenKaninchenkästen angezeigt. Daraufhin musste er die Anzahl der Tierereduzieren. Der damalige Solothurner Kantonstierarzt Wäffler leitete den Falltrotz klarer Verletzung von Tierschutzvorschriften nicht an die Strafbehörden weiter,wie dies seine Amtspflicht gewesen wäre. Gegenüber der VgT-Vizepräsidentinbegründete er dies damit, die Tiere hätten "zu wenig gelitten"(www.vgt.ch/news_bis2001/991125.htm). Auch seine Nachfolgerin, KantonstierärztinDoris König, begründete kürzlich die Nichtverzeigung eines Tierquälersdamit, Verzeigungen würden nach Gutdünken gemacht oder nicht gemacht.Schwaller hält weiterhin an der Kastenhaltung fest, was leider in der Tierschutzverordnungdes Bundesrates immer noch erlaubt ist, obwohl dies gemäss Tierschutzgesetzeigentlich verboten ist. Der Bundesrat kommt damit den Interessender Tierversuchsindustrie entgegen, welche die Versuchskaninchen aus Kostengründenin kleinen Käfigen halten will. Dies wird von einzelnen Kaninchenhalternimmer noch dazu ausgenützt, ihre Kaninchen ebenso tierquälerisch zu halten.14


Kastenkaninchen vonJosef Müller-Jauslin,Dorfstrasse 11c4657 Dulliken062 295 11 48.Ein Mitgefühl,das auf demSofa liegt und nichtaufsteht und etwasgegen das Leidenunternimmt, ist keinMitgefühl sondernnur Selbstmitleid.ERICA KALIKABLÖCHLINGERKaninchenkasten vonGiovanni ParrellaHauptstrasse 855076 BözenT 062 876 17 59


Das Schwein - was für ein Tier! TSchweine sind recht sinnlich. Wenn meine Kinderdie Ferkel streicheln oder bürsten, schliessen diesegeniesserisch die Augen und legen sich sogleichbewegungslos hin. Von allen landwirtschaftlichenNutztieren steht das Schwein dem Menschen amnächsten. Deshalb wird es auch häufig als medizinischesVersuchstier missbraucht.Jeden Abend bauen tiergerecht gehalteneSchweine ihr Schlafnest: Sie tragen Zweige undGrasbüschel ins Nest, scharren mit den Vorderfüssendas Stroh und die Zweige muldenförmig zusammenund kuscheln sich dann hinein. Bei kühlemWetter verkriechen sie sich ganz im Stroh.Tagsüber haben Schweine lange Aktivitätsphasen:Sie erkunden die Umgebung, beschnuppern undbekauen alles, wühlen und spielen. Ihre Spielfreudeund ihr Bewegungsdrang zeigt sich in wildemHerumgaloppieren. Kartonschachteln, die ich ihnenmanchmal zum Spielen gebe, zerfetzen sie mitoffensichtlichem Vergnügen. Auch frische, belaubteZweige (Heckenschnitt) bringen ihnen jedesmal wiederfür einige Zeit Spielgelegenheit.Ab Temperaturen über etwa 18 Grad habenSchweine das Bedürfnis zu suhlen: Sie wälzen sichin schlammiger Erde und kühlen sich auf dieseWeise ab, denn diese Tiere können nicht schwitzen,sie haben keine Schweissdrüsen. Ist derSchlamm am Körper getrocknet, schaben und kratzensie sich an einem Baumstamm. Ein grössererBaum gehört unbedingt in ein Schweinegehege,damit die Tiere im Sommer guten Schatten habenund sich scheuern können. Die Suhle bauen sichdie Tiere selbst, wenn man nur mit dem Gartenschlaucheine geeignete Stelle regelmässig wässert.Sie wühlen und graben, bis eine Mulde entsteht,in welcher das Wasser erstaunlich langestehen bleibt ohne zu versickern.Das Wühlen sollte auf keinen Fall mit Eisenklammernim Rüssel verhindert werden, denn damitwird ein äusserst starker, angeborener Trieb unterdrückt.Am besten stellt man den Schweinen einenWühl-Auslauf zur Verfügung, in dem sie nach Beliebenwühlen können.In Tierfabriken werden Schweine ein ganzes Lebenlang grausam gehalten. Mit Hilfe von Chemie erreichensie auch so ihr Schlachtgewicht. Es liegt anjedem einzelnen Menschen, sich nicht an diesemplanmässigen Verbrechen zu beteiligen. Wer nichtein Herz aus Stein hat, wird dann gegenüber dem16


gang durch das Gehege unterbrachen die Tiere erstum die Mittagszeit mit einer Siesta. War es wärmerals 18 Grad, suchten die grossen Tiere stets aucheine Suhle auf. Nachmittags wechselte die Gruppeoft in den Waldteil über, die Schweine benagtenabgestorbene Bäume nach Larven und Harz undgruben nach Wurzeln. Zeitig fanden sie sich beimgemeinsamen Schlafnest ein und scheuerten sichgründlich an umliegenden Bäumen. Während einigeTiere das Liegebett vorbereiteten, trugen andereaus der Umgebung trockenes Nestmaterial ein. Diehochträchtigen Muttersauen suchten sich einigeStunden vor Wurfbeginn einen geschützten Platz fürdas Wurfnest, zu dem sie Besuchern den Zutrittverwehrten. Emsig trugen sie trockenes Gras undZweige ein und legten die Liegemulde an. Obwohlsich die Ferkel in diesem Nest verkriechen, erdrückteine Muttersau ihre Kleinen nicht: Vor demAbliegen beschnuppert sie das Nest gründlich undlegt sich dann vorsichtig nieder. Nur selten wird einlebensschwaches Ferkel dabei erdrückt. In Intensivhaltungenmit neurotisch verhaltensgestörten Tieren,kann das natürlich häufiger auftreten.Im Kastenstand der Intensivhaltung kann sich eineMuttersau nicht zu ihren Jungen umdrehen, bevorsie sich hinlegt, der Platz für ein sorgfältiges Abliegenist zu eng. Kastenstände stehen im Widerspruchzu einer artgerechten Tierhaltung, weil mander Sau die Möglichkeiten nimmt, den Raum zuerkunden, sich einen Nestplatz zu wählen und einNest zu bauen. Man zerreisst dadurch die Kette derVerhaltensweisen, durch die sich das Tier artgemässauf die bevorstehende Geburt vorbereitenkann. Deshalb sind manche Tiere sehr erregt, waszu einer verzögerten Geburt führen kann. Ich habebeobachtet, wie Sauen kurz vor dem Abferkeln aufdem nackten Boden neurotische Nestbaubewegungenmachten (Leerlauf-Verhalten). Auch in denengen, strukturlosen Mastbuchten, wo die Tierekeine Beschäftigung finden, Kot- und Liegeplatznicht trennen können, in viel zu enger Dichte ständigbeisammen leben müssen, treten deutliche Verhaltensstörungenauf - ein Indiz dafür, dass dieTiere psychisch leiden. Dies braucht die täglicheGewichtszunahme nicht zu stören und wird deshalbvom rein wirtschatlich interessierten Tierhalter inder Regel nicht zur Kenntnis genommen.Bei artgerecht gehaltenen Schweinen wird hinterlistigesBeissen, etwa in die Fersen oder in denSchwanz, im Kampf nicht beobachtet. Die Kampfregelnwerden streng eingehalten. Schon deshalb istes unmöglich, dass der gefürchtete Kannibalismusin Intensivhaltungen, wobei meistens zuerst derSchwanz angefressen wird, von aggressiven Verhaltensweisenherstammt. Das ist vielmehr ein deutlicherHinweis, dass die Tiere nicht artgerecht gehal-


ten werden. Das immer noch verbreitete Abschneiden(ohne Betäubung!) der Schwänze bei den Ferkelnist eine falsche Massnahme, eine reine Symptombekämpfung.Bei Ferkeln kann sehr viel Spielverhalten beobachtetwerden, wenn die Umgebung dies erlaubt.Etwas Neues, wie zum Beispiel ein Büschel frischesStroh, gibt zu viel Spielverhalten Anlass.Sogar ältere Mastschweine machen dann Luftsprünge,schütteln das Stroh, zerbeissen es, schiebenes zu einem Haufen zusammen und ziehen eswieder auseinander. Eine frische Strohgabebeschäftigt eine Gruppe Mastschweine für mehrereStunden. Deshalb ist die Tierschutzvorschrift,wonach Schweine tagsüber Stroh erhalten sollen,keine belanglose Nebensächlichkeit. Für die Tierein der übersimplifizierten, unvorstellbar eintönigenUmgebung einer Intensivhaltung, stellt Stroh einewesentliche Steigerung der Lebensqualität dar. Leideraber wird der gesetzlichen Beschäftigungsvorschriftkaum nachgelebt. Die meisten Schweinesehen ihr Leben lang keinen Strohhalm, nurWände, einen verkoteten Boden und ein dichtesGedränge von Artgenossen.Gekürzter Auszug aus dem Buch «Tierfabriken inder Schweiz - Fakten und Hintergründe» von ErwinKessler, Orell Füssli Verlag, im Buchhandel vergriffen,noch erhältlich beim VgT.Als E-Book kostenlos im Internet unter:www.vgt.ch/buecher/kessler/index.htm


Klösterliche Schweinefabrik St ElisabethIm Laufe der vergangenen 15 Jahre hatder VgT KZ-artige Zustände in zahlreichenklösterlichen Tierfabriken aufgedeckt.Zuerst haben die Klosterverantwortlichenjeweils die Missstände abgeleugnet undden VgT verunglimpft und verleumdet,später dann still und leise die Missständebeseitigt (siehe www.vgt.ch/erfolge/index.htm) - bis auf einen einzigenFall: Seit 12 Jahren kämpft der VgTvergeblich für die Befreiung des klösterlichenTier-KZ des katholischen SchwesternheimesSt Elisabeth inZuchwil/Biberist SO, welches dem KlosterIngenbohl in Brunnen SZ gehört.Die nebenstehenden neuen Aufnahmenvom September 2004 zeigen die anhaltendegewerbsmässige Tierquälerei imTier-KZ dieses Klosters.Abbildung oben und links: TierquälerischeIntensivtierhaltung von jungen Schweinenin hoher Dichte auf Vollspaltenböden - wiein Tierfabriken in Ländern ohne Tierschutzgesetz.Abbildung unten links: Mutterschweinemit frischgeborenen Ferkeln: das gesetzlichvorgeschriebene Strohnest fehlt.Mutterschweine haben einen starken,angeborenen Trieb, vor der Geburt einNest zu bauen. In diesem christlichenTier-KZ müssen die Muttertiere auf demharten, nackten Zementboden bzw Gitterrostgebären und ihre Jungen säugen.Wie seelisch blind müssen diese Klosterleutesein, wie heuchlerisch-degeneriertihre Kirche.Seit 1992 informierte der VgT die Medienimmer wieder über diese klösterlicheMassentierquälerei. Doch der Fall wirdvon den meisten Medien totgeschwiegen.Weil der VgT in seinen Zeitschriften undim Internet (www.vgt.ch) immer wiederaufdeckt, was andere Medien totschweigen,wird VgT-Präsident Erwin Kesslerständig mit Staatswillkür terrorisiert(siehe den langen Katalog der Justizwillkürgegen den VgT: www.vgt.ch/justizwillkuer/index.htm).20


Mutterschweine In grausamer Kastenstandhaltungzur Bewegungslosigkeit gezwungen im klösterlichenSchweine-KZ St Elisabeth. Aufnahmenvom September 2004.21


Nachdem der VgT die Schweinefabrik St Elisabeth im Jahr 1992 erstmals kritisierthatte, erfolgte bald ein grosser Umbau. Die Annahme, dass derBetrieb nun tierfreundlich saniert sei, stellte sich in den folgenden Jahrenjedoch als Täuschung heraus: Die Tierfabrik wurde vor allem vergrössert undnur wenig verbessert, wie obige Aufnahmen zeigen.Der zuständige Weihbischof des Bistums Basel, Martin Gächter, rechtfertigtdie Zustände mit der Behauptung, die gesetzlichen Mindestvorschriften seieneingehalten. Wie moralisch tief gesunken ist ein Kloster und ein Bischof,wenn deren Verhalten gegenüber empfindsamen, wehrlosen Lebewesen sichim Einhalten gesetzlicher Mindestvorschriften erschöpft! Wie unendlichscheinheilig ist es doch, wenn sich eine solch tierquälerische kirchliche Institutionauch noch «Barmherzige Schwestern vom Heiligen Kreuz» nennt!Ein wenig Güte ohnealle Religion taugttausendmal mehr alsalle Religion ohneGüte.Karl-Heinz Deschner, in:"Nur Lebendigesschwimmt gegen denStrom"Schweine-FabrikSt Elisabeth:von der grünenWiese sehen dieTiere nie etwas.22


Die Schweizer Bischofskonferenz befürwortetdas grausame betäubungslose SchächtenIn einer Stellungnahme zur Revisiondes Tierschutzgesetzes forderte dieSchweizer Bischofskonferenz, dass dieallgemeine Vorschrift, wonach Tiere vordem Schlachten betäubt werden müssen,für Juden und Moslems nicht geltensoll. Diese für jederman(!) in derSchweiz geltende Betäubungspflichtsei diskriminierend (!) gegenüber denSchächtjuden und -Moslems.Beim Schächten geschieht folgendes:Der Kopf wird mit einer hydraulischenVorrichtung nach hinten gedrückt, umden Hals zu überstrecken. In dieserStellung werden die beugeseitigenHals-Weichteile mit einem Messerquerverlaufend durchtrennt. Bei Grossviehsind dazu mehrere Schnitte nötig(Hin-und-her-Säbeln). Die Behauptungder Schächtjuden, es werde mit einemeinzigen Schnitt geschächtet, ist eineverharmlosende Lüge.Beim Schächtschnitt werden (nachHartinger) zunächst die Haut und dieoberflächliche Halsmuskulatur durchschnitten.Dann die tiefer liegendeLuftröhre und die Speiseröhre. Gleichzeitigwerden dabei die unmittelbardaneben liegenden Nervi phrenicidurchtrennt, die das Zwerchfell motorischversorgen. Jeder Medizinstudenthat gelernt und jeder Mediziner mit operativer oderanästhesiologischer Erfahrung hat gesehen, dass dieLuftröhre, der Kehlkopf und die Speiseröhre besondersschmerzempflndliche Organe sind, deren Verletzungnoch in tiefer Narkose erhebliche Schmerzreaktionenmit Atemstörungen, Pulsfrequenz- und Blutdruckerhöhungensowie EKG-Veränderungen verursacht unddass beim Verletzen der Halsschlagader der bekannteCarotis-Sinus-Effekt die besondere Sensibilität dieserHalsregion belegt. Während des langsamen Ausblutensthrombosieren und verstopfen vielfach die durchtrenntenGefässenden und es muss nachgeschnitten werden.Zu den unerträglichen Schnittschmerzen bekommt dasTier noch Todesangst durch Atemnot. Infolge diesesatemnot-, angst- und schmerzbedingt verstärktenAtmungsvorganges wird das Blut und der aus der durchtrenntenSpeiseröhre austretende Vormageninhalt in dieLungen aspiriert, was zusätzlich zu schwerenErstickungsanfällen führt. Und das alles - im Gegensatzzu den Behauptungen der Schächt-Beftürworter - beivollem Bewußtsein des Tieres! Denn die Blutversorgungdes Gehirnes ist noch gegeben. Filmaufnahmen belegen23die volle Reaktionsfähigkeit und bewusste Orientierungdes ausgebluteten Tieres, das nach dem Entfesseln mitder entsetzlichen Halswunde aufsteht und orientiertdem Ausgang des Raumes zutaumelt. Die Blutversorgungdes tierischen Gehirnes erfolgt durch drei paarigangelegte Gefäss-Stränge. Zwei Hals-Schlagadern, zweiArterien innerhalb der Halswirbelkörper und zwei weiterein der Nackenmuskulatur. Diese sechs Hauptarterienanastomosieren im oberen Halsbereich, da weitereGefässverbindungen im vorderen Kopfbereich über dieArteria maxillaris zur Schädelbasis vorhanden sind.Ausserdem existieren Gefäss-Anastomosen über diemassive Nackenmuskulatur zum Kopfesinneren. DieseVernetzung der Gefässe haben auch bei Durchtrennungder Halsschlagadern eine noch ausreichende Blutversorgungdes Gehirnes zur Folge. Entsprechend dembekannten physiologischen Vorgang reduziert der Körperbeim Ausbluten seine periphere Durchblutung zugunstenvon Hirn, Herz und Nieren bis auf Null. Dieser Vorgangdauert nach allgemeiner Erfahrung mehrere Minuten,wobei Angaben bis zu 14 Minuten existieren.


Solange kirchlicheInstitutionen mitschlechtem Vorbildvorangehen und vonden Tierschutzvollzugsbehörden(Veterinäramt)unbehelligtbleiben, kann esnicht erstaunen,dass privateSchweine-KZs völlig«normal» sind. Diemeisten Schweine imKanton Solothurnwerden so gehaltenwie in Ländern, diekein Tierschutzgesetzhaben. Über dieüblen Schweinefabrikenim Kanton Solothurnund den anhaltendenNichtvollzugdes Tierschutzgesetzeshaben wir schonoft berichtet (sieheArchiv der VgT-Nachrichtenunterwww.vgt.ch). Hierwieder zwei typischeBeispiele.Empfehlung an dieKonsumenten:Schauen Sie nichtweg, geben Siedieses Heft weiterund essen Sieheute vegetarisch -Ihrer Gesundheitund den Tierenzuliebe!


Tendenziöse «Kassensturz»-SendungDer VgT hat der Unabhängigen Beschwerdeinstanz fürRadio und Fernsehen (UBI) folgende Beschwerdegegen die Kassensturzsendung des Schweizer Fernsehensvom 26. April 2005 eingereicht (gekürzt):In der Sendung vom 26. April 2005 verglich der Kassensturzdie Schweinehaltung in der Schweiz und inDeutschland. Dominant im Zentrum der Sendungstand der Vergleich einer konventionellen deutschenSchweinefabrik (Vogler) mit einer Coop-Naturaplan-Schweinehaltung in der Schweiz. Die Gesamt-Botschaftder Sendung war: In der Schweiz ist dasFleisch zwar teurer, dafür kommt es aus tierfreundlicherHaltung. In Deutschland dagegen kommt dasFleisch aus üblen Schweinefabriken.Unterschlagen wurde - und das ist der erste Punktvorliegender Beschwerde -, dass Coop und Migrosneben Label- auch konventionelles Schweinefleischanbieten. Wer in der Schweiz einkauft, ohne speziellauf Labelfleisch zu achten, erhält mit rund 50 %-igerWahrscheinlichkeit - das ist nicht wenig - Fleisch, dasunter Bedingungen produziert wurde wie bei Vogler,denn es wurde auch unterschlagen - das ist derzweite Punkt -, dass konventionelle Schweinehaltungin der Schweiz sich nicht wesentlich vom gezeigtendeutschen Betrieb Vogler unterscheidet und die Tierschutzvorschriftenin der Schweiz und in Deutschlandganz ähnlich sind. Es wurde der falsche Eindruckerweckt, in der Schweiz bei Migros oder Coop eingekauftesSchweinefleisch sei zwar teurer, komme aberaus tierfreundlicher Haltung.Die Gesamtbotschaft der beanstandeten Sendung istnicht nur aus den oben genannten Gründen täuschend.In der Sendung wurde auch unterschlagen,dass sich viele vom Bund subventionierte, angeblichtierfreundliche Schweinehaltungen (RAUS und BTS)kaum von konventionellen unterscheiden, weil die Vorschriftennicht eingehalten und Mängel von den Kontrolleurentoleriert werden. Diese Tatsache ist vomVgT seit Jahren immer wieder dokumentiert worden.insbesondere in folgenden Ausgaben der Zeitschrift"VgT-Nachrichten"(alles auch online unter www.vgt.ch):VN05-2, Seite 6, VN05-1 Seite 23, 24ff, VN04-3 Seite 20,23ff, VN03-2 Seite 9, 28, 30, VN02-2 Seite 29, VN02-1 Seite1, 3, VN01-3 Seite 1, 3, VN01-2 Seite 10, VN00-4 Seite 8,VN00-2 Seite 1-3. Diese Fakten sind der Kassensturz-Redaktion aufgrund der Medien-Communiqués desVgT bekannt, wurden jedoch noch in keiner Sendungaufgezeigt, weil dort seit dem Weggang der KassensturzpioniereGasche/Rätz systematisch alles25unterschlagen wird, was der VgT aufdeckt (Missbrauchdes Schweizer Fernsehens für persönlichepolitische Einstellungen der Redaktoren).Am Schluss der Sendung wurde eine Kastenstandhaltungvon Mutterschweinen in Deutschland gezeigt, wonicht einmal die EU-Normen eingehalten würden - soder Moderator. Aber auch darin unterscheiden sichdie Zustände in Deutschland nicht von denen in derSchweiz. Auch hierzulande tolerieren die Veterinärämtergesetzwidrige, tierquälerische Schweinefabriken.Dies wird in der Zeitschrift "VgT-Nachrichten" seit Jahrendokumentiert (alles auch online unterwww.vgt.ch/vn/index.htm): VN05-2 Seite 20, VN05-1 Seite20, 33, VN04-3 Seite 3, 13, 18, 19, VN04-2 Seite 3, 18ff,VN04-1 Seite 20ff, VN03-3 Seite 3ff, 28ff, 40, VN03-2 Seite25, 27, VN03-1 Seite 4ff, 14ff, VN02-3 Seite 21-22, 27,VN02-1 Seite 5, 10, 13, 17ff, VN01-3 Seite 5ff, 24-25, VN01-2 Seite 6, 11, 13, 16, 19ff, 26, 28, VN01-1 Seite 26-28,VN00-4 Seite 1-9, 16-17, VN00-3 Seite 1-5, 8-14Auch diese Tatsache wurde in der beanstandetenSendung unterschlagen, und zwar wissentlich; dieKassensturzredaktion ist vom VgT seit Jahren laufendinformiert worden, und diese Informationen sindjederzeit unter www.vgt.ch abrufbar. Die Sendungendes Kassensturz sind diesbezüglich insgesamt einseitigund irreführend und die Einseitigkeit der vorliegendbeanstandeten Sendung vom 26.4.05 wurde -über die letzten paar Jahre gesehen - nicht durchandere Sendungen ausgeglichen. Die in der Schweizherrschenden, in den "VgT-Nachrichten" laufenddokumentierten Missstände (siehewww.vgt.ch/vn/index.htm), die sich kaum von jenen inDeutschland unterscheiden, werden vom Kassensturzseit Jahren systematisch unterschlagen. Auch inanderen Sendegefässen des Schweizer Fernsehenswurden die tatsächlichen Zustände in der Schweinehaltungin der Schweiz, wie sie vom VgT in unzähligenFällen dokumentiert wurde, nie gezeigt.*In der Beschwerdeantwort behauptete der Redaktionsleiterdes Kassensturzes, Wolfgang Wettstein, imGegensatz zu Deutschland seien in der Schweiz Vollspaltenbödenverboten. Auch das ist nicht wahr.Schweinemast auf Vollspaltenböden ist gemässTabelle 12 der Tierschutzverordnung ausdrücklicherlaubt und die meisten Mastschweine in konventionellerIntensivhaltung vegetieren auf Vollspaltenbödendahin. Ein Verbot ist nicht in Sicht.Am 20.6.05 kam im Südwestfernsehen (3. deutsches Programm) ein Bericht über die "Fleischmafia". Soetwas wäre im regimehörigen Schweizer Fernsehen undenkbar, obwohl auch in der Schweiz eine mit MilliardenSteuerfranken subventionierte Fleischmafia aktiv ist.


Tierquälerisches Familienfischen


im Restaurant RheinsulzDer VgT hat gefilmt, wie am Angelteich des Restaurants Fischergut in Rheinsulz bei LaufenburgErwachsene, Kinder und Kleinkinder ohne jegliche Fischereikenntnisse, Forellen fangenund zu Tode quälen. Sonntag für Sonntag die gleiche unfassbare Tragödie. Grobe Tierquälereials sonntägliches Familienvergnügen. Väter, die in grenzenloser Dummheit stolz zuschauen,wie ihre Kleinsten, die kaum gehen können, mit schwacher Kraft auf gefangene Fische einschlagen,nachdem diese mit ihrer empfindlichen Haut und den lidlosen Augen minutenlangauf dem Kiesboden herumzuckten, weil sie von den Kindern (und Erwachsenen) immer wiederfallengelassen werden.Die endlose Tragödie, das Zappeln der Fische unter Angst und Qualen, das Herausziehen derFische und dann das qualvollle Herumtragen an der Angel oder das an der Angel über denKiesboden Schleifen, der endlose Versuch der Väter, Mütter und Kinder, den an der Angel sichwindenden Fisch zu fassen, das mehrfache Fallenlassen und das Klopfen (statt Schlagen) aufKopf, Rücken und Schwanz des Fisches mit einem Holzstock, bis der Fisch langsam erstickt -das alles kann hier mit statischen Fotos nicht wiedergegeben werden. Der Video-Film mit diesenunglaublichen Szenen kann kostenlos von der VgT-Website heruntergeladen werden:www.vgt.ch/vn/0503/fischergut/index.htmDer Betreiber des Angelteiches setzt Forellen aus dem Aufzuchtteich in den Angelteich aus,damit sie dort nochmals zum Vergnügen gefangen werden können. Diese sinnlose Quälereiverletzt das Tierschutzgesetz: Artikel 2 lautet: «Niemand darf ungerechtfertigt einem TierSchmerzen, Leiden oder Schäden zufügen oder es in Angst versetzen» Und nach Artikel 22ist verboten: ... "b. das Töten von Tieren aus Mutwillen". Dieser Fall liegt hier vor. Doch dienotorisch tierverachtenden Aargauer Behörden (Veterinäramt, Regierungsrat Ernst Hasler)haben dieses grausige Spektakel auf Anzeige des VgT hin nicht etwa verboten, sondern lediglicheinige Alibi-verbesserungen angeordnet.Essen Sie heute vegetarisch - Ihrer Gesundheit und den Fischen zuliebe!


LeserbriefeSeit längerer Zeit bin ich Mitglied des VgT undwerde es auch bleiben. Ich bin ein 57jährigerIngenieur, verheiratet und habe 3 erwachsene Kinder.Zum VgT kam ich durch zwei Zufälle: Urlaub inländlicher Gegend; gesehen, wie ein Bauer seineSchweine in einem völlig verdreckten Stall ohneStroheinlage und ohne Auslauf hielt. Bahnfahrt undHeft "VgT-Nachrichten" gefunden und gelesen. DieBerichte über einige Tierhalter - besser: Tierschänder- hat uns sehr aufgewühlt, hätten wir doch niemalsgedacht, dass es so etwas in unserem Landgeben kann. Wir haben doch - so wird uns immergesagt - einen besserenTierschutz als das Ausland!Dass die Tierärzte und Behörden diese Zuständezulassen, können wir nur mehr als Skandal bezeichnen.Mit diesem Brief möchte ich Ihnen und allenIhren aktiven Helfern meinen aufrichtigen Dank fürdie Arbeit und den unermüdlichen Einsatz ausdrücken.Bitte machen Sie weiter und klären Siedie Fleischkonsumenten auf, denn diese tragenauch Verantwortung für das, was hier geschieht.Peter JSehr geehrter Herr Kessler. Einmal mehr wird mirbewusst, nachdem ich die Juni-Ausgabe der Vgt-Nachrichten gelesen habe, dass ein wirksamer Tierschutzmehr denn je nötig ist. In einer Welt, wo Egoismusund Rücksichtslosigkeit inbesorgniserregender Weise zunehmen, ja sogarsalonfähig werden, haben unsere Mitlebewesen,die Tiere, einen schweren Stand. Sie sind dieersten Opfer von kurzfristigem Profitdenken undGlobalisierung. Nicht hinsehen wollen oder totaleGleichgültigkeit gegen ihr Leid, kommen als weitverbreitetesUebel hinzu. Sie, Herr Kessler, zeigendiese Missstände schonungslos auf, handeln undbekämpfen dadurch Unrecht. Anhand von konkretenBeispielen belegen Sie aber auch, dass einetiergerechte Haltung möglich ist, und somit dasGanze eine Sache des Umdenkens wäre. Ichbewundere Ihre Zivilcourage und Ihr selbstlosesEintreten für ein Ideal. Mir ist unverständlich, dassein Mensch, der, wie Sie, nur die Wahrheit sagt, inunserem Land zu einer Gefängnisstrafe verurteiltwerden kann. Mächtige Lobbys, deren Opfer Sienun geworden sind, haben hier, wie Sie in IhrenReportagen mehrmals andeuten, offensichtlich dasSagen. Mit diesen Zeilen möchte ich Ihnen meineSolidarität kundtun und für die kommende Zeit vielKraft und Durchhaltevermögen wünschen. Falls Siefreiwillige Helfer suchen, ich stelle mich gerne zuIhrer Verfügung. Mit freundlichen Grüssen. CNAussergewöhnliche Menschen haben einesgemeinsam: Entweder man bewundert sie oderman hasst sie. Ich bewundere Sie und Ihre Tatkraft.Und ich danke Ihnen, dass Sie sich tagtäglich fürdie Rechte der Tiere einsetzen. Als Ethikerinwünschte ich mir, dass Sie in Ihrer Arbeit nochmehr Unterstützung finden von Menschen, derenLiebe zu den Tieren sich nicht nur auf ihre eigenenHaustiere beschränkt, sondern über die empfindendeKreatur als solche erstreckt.Elisabeth KloserSeit Jahren erhalte ich Ihre VgT-Nachrichten.nfangs schockierten mich die Fotos, vor allemjedoch vermisste ich den Aufschrei einer breitenBevölkerung zu diesen Zuständen. Da mir jedochsehr schnell bewusst wurde, dass es nur eineLösung gibt, solche Zustände zu ändern, der Verzichtauf solches Fleisch, strich ich vor drei JahrenSchweine- und Rindfleisch aus unserem Speiseplan.Wollten mein Mann oder die Jungen solchesessen in Wurst- oder Aufschnittform, mussten siees sich selber organisieren. Vor zwei Jahren hörteauch der älteste Sohn (13 Jahre alt) mit diesenFleischsorten ganz auf. Im Jugendspiel, wo er musiziert,gibt es daher neben den Würsten auch immermehr vegetarische Alternativen. Mein Mann hörtevor einem Jahr mit dem Schweinefleisch ganz auf.Einzig der 9-jährige Junge isst auswärts noch abund zu eine Kalbsbratwurst. Natürlich sind wir nochkeine richtigen Vegetarier, doch auf dem bestenWeg dazu. Ich weise die Familie immer wieder aufdie Massen-Hühnerhaltungen und deren quälerischeSchlachtung hin und bin überzeugt, dass esnicht mehr lange geht und wir auch auf diesesFleisch (Poulet) verzichten werden. Es ist mir einAnliegen, die Kinder nicht zu zwingen, denn sie sollenaus Überzeugung kein Tierfleisch mehr essen,auch wenn sie nicht mehr zu Hause wohnen.Ich bewundere Ihren Mut und danke Ihnen für alles,was Sie für die Nutztiere tun. Wenn Sie auch oftnicht direkt sehen, was Sie erreichen, mit IhremTun ist der Same gesetzt und wächst. Immer mehrMenschen essen wenig oder gar kein Fleisch mehr.In unserem Bekanntenkreis kann man mit Fleischeinen Besucher beleidigen. Ich bin überzeugt, dassdie Zukunft fleischlos wird, hart ist jetzt einfachnoch die Übergangszeit für die Tiere.Silvia Rolli, ThalheimJe mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, destoweniger Helden wird es einmal brauchen.30


Gerichtserfolg gegen BLICK-VerleumdungAls einzige Zeitung berichtete der BLICK unwahr überdas Urteil des Zürcher Obergerichtes im sog ZweitenSchächtprozess gegen Erwin Kessler. BLICK schrieb,Erwin Kessler habe behauptet, die deutschen Nazishätten das Gift Zyklon B, mit dem in Konzentrationslagernzahllose Menschen vergast worden waren, nurzur Läusebekämpfung eingesetzt". Es würde ErwinKessler nicht im Schlaf einfallen,solche oder ähnlicheBehauptungen der Revisionistenzu übernehmen. ErwinKessler hat sich nie inhaltlichzu diesem Historikerstreit,der ihn nicht interessiert,Ein Hund, ein Kalb, einSchaf oder ein Schwein istein höheres Säugetier wieder Mensch. Wenn ich dieseTiere beobachte, habe ichsehr stark den Eindruck,dass diese die Welt so erlebenwie kleine Kinder. Dh vorallem gefühlsmässig, ohnerationales Denken. Sie sindden erwachsenen Menschenausgeliefert wie kleine Kinder.Sehen sie diesen Tierenund kleinen Kinder einmalaufmerksam in die Augen.Sie werden das gleiche Staunen,die gleiche Hoffnung,Freude oder Angst sehen.Hoffen auf Zuneigung undliebevolle Behandlung, Angstvor Misshandlungen, Angstvor Schmerzen, Angst vordem Verlassenwerden.Darum setze ich mich dafürein, dass wir diese empfindsamenWesen vor Quälereienaller Art schützen. Sowie wir unsere Kinder undunseren Hund lieben und vorSchmerzen und Leidenschützen, so sollten wirauch die sogenannten Nutztiereals empfindsame Lebewesenachten und schützen.Jeder kann dazu ganz persönlicheinen grossen Beitragleisten: Essen Sie vegetarisch- Ihrer Gesundheitund den Tieren zuliebe.Dr Erwin Kessler, Gründerund Präsident des VgT31geäussert.Das Bezirksgericht Münchwilen hat eine Klage vonErwin Kessler gutgeheissen und festgestellt, dassdiese BLICK-Behautung unwahr ist. BLICK wurde verpflichtet,das Urteil zu veröffentlichen und damitseine Verleumdung richtig zu stellen.Mehr dazu: www.vgt.ch/news2005/050520.htmLeserbriefe in der Thurgauer-Zeitung zur Gefängnisvollstreckung an VgT-Präsident Erwin Kessler wegen seiner Kritik am Schächten (rituellesSchlachten ohne Betäubung)


Interview in der Thurgauer Zeitung vom 22. Juni 2005Meinung ist oft wirksamer.»Lächelt. «Im Mittelalter gab es denPranger, die öffentliche Anprangerung.Der VgT hat das neu entdeckt.»TUTTWIL - Seit 15 Jahren macht erdiesen Job. Als Erwin Kessler denVerein gegen Tierfabriken (VgT)gründete, glaubte er, man könnteschneller mehr erreichen. Mittlerweilehat er zahllose Prozessegeführt, viele verloren. Er hat seinenBeruf als promovierter Ingenieuran den Nagel gehängt, was ihmschwer gefallen ist, denn er mochteseine Arbeit. Es hat ihn gefreut,dass seine Artikel in internationalenWissenschafts-Heften erschienensind. «Ich hatte ein schöneresLeben», sagt Kessler, «die Frageist, ob es auch ein sinnvolles war.»Wie wird man Tierschützer? Kesslerwinkt ab. «Das ist nicht sospannend, da spielen viele Zufällemit.» Er sitzt in seinem Wohnzimmermit Blick auf den Hinterthur-gau. Hügelland, Weideland. ImThurgau stand der Bauernhof desOnkels, wo Kessler als ZürcherKind die Ferien verbrachte und wosich die Liebe zu den Tieren in seineSeele brannte. Damals hat niemandvon Tierschutz geredet. Den Kälbernhat man einen Maulkorb verpasst,damit sie kein Gras fressenund ihr Fleisch weiss bleibt. Instinktivhabe er schon als Kind gespürt,dass so etwas nicht in Ordnung seinkann.Wie muss man sich Ihre Arbeit vorstellen,Herr Kessler?«Wir bekommen laufend Meldungenvon Verstössen gegen das Tierschutzgesetz,und das aus derganzen Schweiz, jede Woche mehrere,meist anonym. Der grösste Teildavon ist gut und brauchbar. Denengehen wir nach. Je nachdem leitenwir die Sache direkt weiter an daszuständige Veterinäramt. Das Problemist, dass die Tierschutzvorschriftennichts taugen. Ich setzenicht mehr viel Hoffnung in dieGesetze. Der Druck der öffentlichenWas haben Sie erreicht?«Es sind Einzelfälle.»Er sagt es fast zögerlich, machteine Pause, wird dann doch gesprächiger.«Ich habe die Tierhaltungen sämtlicherSchweizer Klöster und Landwirtschaftsschulensaniert. Dashaben die meist nicht freiwilliggemacht, da wurde ich erst alsExtremist abgestempelt. Das KlosterNotkersegg bei St. Gallen istein gutes Beispiel. Die musstenihren Stall sanieren, weil sie denVerleumdungsprozess gegen michverloren haben. Inzwischen hat derBetriebsleiter scheinbar erklärt, erwolle nicht mehr zum früherenZustand zurück und sei froh überdie Verbesserungen.»Mit der Pferdepeitsche angegriffenNicht immer löst sich der Konfliktzwischen Tierhalter und Tierschützerso harmonisch. Innert der letztenMonate war Kessler zweimal mitGewalt konfrontiert. Zuerst hat ihnein Bauer aus Schaffhausen mit demTraktor verfolgt. Vor ein paarWochen wurde er mit einer Pferdepeitscheangegriffen. Ein Bauer undPferdehändler aus dem Oberthurgauhabe sich auf ihn geworfen, auf ihneingeschlagen und geschrien: «Ichbreche dir das Genick.» Dann habeder Mann die Zuschauer aufgefordert,Kessler ins Güllenloch zu werfen.Weil keiner reagierte, habe erihn dann losgelassen(www.vgt.ch/news2005/050516.htm).Erschrecken Sie solche Vorfälle?«Ja, diese Gewaltbereitschaftschockiert mich. Ich denke mir, diegehen mit den Tieren sicher nicht32


anders um. Wir sind innerhalb desVgT dabei, uns neu zu organisieren.Ich werde weniger Orts-Terminemachen. Aber die Tierhalter schadensich selber, wenn ich nicht mehr dasoffene Gespräch suchen kann. Nacheiner Pause sagt er. «Diesen Kriegszustandhabe ich mir nicht ausgesucht.Ich wäre lieber eine unbekanntePerson, denn eigentlich binich menscheneu, aber ich mache estrotzem, der Sache zuliebe.»Den Pferdehändler haben Sie verklagt.Wissen Sie, wie viele ProzesseSie schon geführt haben?«Es sind unzählige. Mich brauchtes, weil von den Machthabern dieProbleme nicht gelöst werden.Meine Prozesse sind politische Prozesse.Ich hätte nie gedacht, dass soetwas in unserem Land möglich ist.Wer es nicht selbst erlebt hat, derdenkt, ich übertreibe. Aber es wirdalles dokumentiert. Dadurchbetreibe ich in gewissem Sinne auchGeschichtsschreibung für die künftigenGenerationen und für jene, diees wissen wollen. Für die mache ichmeinen Job.»In Zusammenhang mit demSchächten ohne Betäubung werdenIhnen Rassismus und Antisemitismusvorgeworfen. Schaden Siedamit nicht dem eigentlichen Tierschutz?«Alle Verleumdungen, die mangegen mich verbreitet, schaden demTierschutz. Das ist ja gerade derZweck von Rufmord und Willkür-Urteilen. Ich könnte das nur so vermeiden,dass ich aufhöre Klartext zusprechen. Dann wäre der VgT einbraver, angepasster Tierschutzvereinwie rund 100 andere in der Schweiz,und hätte keine Existenzberechtigungmehr. Ich bin ein Liberaler,toleranter Mensch. Echter Rassismus,das heisst die Diskriminierungvon Menschen wegen einer angeborenenEigenschaft, für die sie nichtskönnen, ist mir zutiefst zuwider.Meine Kritik am Schächten und anden Schächtjuden hat mit Rassismusnichts zu tun. Das ist nur ein Vorwandfür Staatsterror gegen mich.»«Haft ist Zermürbungs-Versuch»Die Endlos-Querelen zwischenKessler und der Schweizer Justizgehen heute in eine neue Runde. DieZürcher Justiz hat ihn vor siebeneinhalbJahren wegen mehrfacher Rassendiskriminierungzu 45 TagenGefängnis verurteilt und heute zumGefängnisantritt aufgeboten. Erselbst sieht in den Vorwürfen einenVorwand, um ihn, den Störenfried,abzustrafen: «Heute geht praktischniemand mehr für ein paar Wochenins Gefängnis, aber mit mir wirddas gemacht. Der bei Erstverurteilungenübliche bedingte Strafaufschubwurde mir ebenso willkürlichverweigert wie die üblicheVollzugsform der gemeinnützigenArbeit oder Halbgefangenschaft.Das sind wieder solche Zermürbungsversuche.»An die Gefängnis-Küche stelltKesslers Inhaftierung besondereAnsprüche. Seit Jahren isst erweder Fleisch, noch Fisch, nochEier. Aus tierischer Produktionsteht einzig noch Bio-Milch aufseinem Speiseplan«Anfangs fiel es mir schwer, aneiner Vitrine mit Patisserie vorbeizulaufen,weil ich gern Süsses esse.Aber wenn ich nur schon Eiersehe, dann läuft bei mir ein Filmab. Keine solchen Produkte zuessen, ist letzlich das Einzige, wasden Tieren wirklich hilft. Wenn eseinem wichtig ist, dann schafft manes auch. Man muss Gewohnheitenaufgeben, aber das Leben wirddadurch auch weniger langweiligund man lernt andere, wertwolleMenschen kennen.»Können Kühe ihre Kälber gegen den Bären verteidigen?von Erwin KesslerDer in die Schweiz eingewanderte Bär hat ein Kalb aufder Weide gerissen. Ein Bauer meinte, Kühe würdenihre Kälber gegen den Bären verteidigen. Stimmt, siewürden, wenn sie könnten. Aber die meisten Kühe inder Schweiz sind durch Enthornen entwaffnet worden.Hörner gehören zum Wesen der Kuh. Es sind quasiihre Fühler. Kühe wissen genau, wo ihre Hornspitzensind. Es ist immer wieder eindrücklich zu sehen, wieKühe dicht gedrängt aus einer Krippe fressen unddabei mit den Hornspitzen in der Nähe der Augen derNachbarkuh "herumfuchteln", ohne dass es zu Verletzungenkommt. Mit den Hörnern können sich Kühe anKörperregionen kratzen, wo sie mit der Zunge nichthinkommen. Sie können sich mit den Hörnern gegenwildernde Hunde, sadistische Tierquäler, Bären undvielleicht auch mal gegen einen groben, rücksichtslosenBauern verteidigen. Wissenschaftliche Studien33haben ergeben, dass Unfälle mit Hörnern meistensauf ungeeignete Ställe und ungeeignete Bauernzurückzuführen sind (siehe www.vgt.ch/dokumentationen/enthornen.htm).Anstatt zu lernen, mit den Kühenund ihren Hörnern respektvoll umzugehen, wie dasfrühere Bauerngenerationen jahrhundertelang konnten,verstümmeln die heutigen Agro-Technokraten ihreTiere rücksichtslos und tierverachtend. Dieses Gebarenerinnert an das Märchen vom Aschenputtel, wo dieböse Stiefmutter ihrer Tochter kurzerhand die Zeheabschnitt, damit sie in den goldenen Schuh passte.Sogar die Biobauern machen bei dieser tierverachtendenVerstümmelung der Kühe mit. Der in die Schweizeingewanderte Bär könnte Anlass sein zum Nachdenken.Der Bär bringt uns ein Stück ausgestorbene Naturzurück. Etwas mehr Naturverbundenheit in der "Nutztier"-Haltungwäre kulturell genau so wichtig.


Einmal mehr:Bio-Hühner in katastrophalem Zustandhier bei der Hosberg Eierhandel AG, unter fachlicher Beteiligung des Forschungsinstitutesfür Biologischen Landbau (FIBL)Der VgT berichtet seit Jahrenals einzige Tier- undKonsumentenschutzorganisationüber die himmelschreiendenZustände inder Hühnerhaltung in derSchweiz. Alle anderenMedien - einschliesslichKassensturz, K-Tipp, Beobachteretc unterdrückendiese Tragödie.Wiederholt schon habenwir in den VgT-Nachrichtendokumentiert, dass auchbei Bio-Hühnern solcheMissstände herrschen.Durch Überzüchtung undmit einseitigem Hochleistungsfutterwerden dieHühner ein Jahr lang zumaximaler Legeleistungangetrieben. Diese übermässigeAusbeutung derTiere zeigt sich im katastrophalenZustand des Gefieders.Dann sind die Tiereerledigt und sie werden injungem Alter «entsorgt», dhgrausam - Flügel und Beinbrüchespielen keine Rollemehr - in Kisten gepacktund in die Geflügelschlächtereitransportiert, wo siean den Füssen, Kopf nachunten, an ein Förderbandgehängt werden. Wenn sieGlück haben, werden siedann im elektrischen Wasserbadausreichendbetäubt, bevor ihnen derHals aufgeschlitzt wird.Dieses Glück haben vielenicht, aber nach dem Ausblutensind sie dann endlichtot und werden verbranntoder zu Tiermehlverarbeitet.Das Restaurant du Commerce in Solothurntäuscht seine Kunden mit folgender Falsch-deklaration auf der Speisekarte: "Eier vomSchweizer Bauern, welcher nur glücklicheHühner hat".


Die Hosberg AG schreibt auf ihrer Website übersich selber:Der Gründer, Alfred Reinhard, selbst ein überzeugterBIO-KAG-Landwirt, hat mit der Vermarktung fürweitere Bio-Eier Produzenten begonnen... Die HosbergAG vermarktet nur Eier und Eiprodukte aus zertifiziertenBio-Betrieben. In der Regel erfüllen dieseBetriebe auch die Anforderungen des KAG-Labels.Die KAG ist eine Organisation, die sich für eine tierundumweltfreundliche Nutztierhaltung einsetzt.Einer empörten Leserin schrieb die Hosberg AG folgendes:"Wie auch wir Menschen älter werden, so wird aucheine Legehenne älter, nur dauert ein Legehennenlebennur ca. 12-14 Monate. So wie es Männer mitGlatzen gibt (leider, so wird jeder betroffene Mannsagen) gibt es Legehennen, die ihr Federkleid EndeIhrer Lebzeit verlieren und dementsprechend "vertschudderet"aussehen, das hat jedoch mit derEiqualität nicht das Geringste zu tun ...."35Ein verlogenes Pack, diese Bioeier-Firma! Unglaublich,wie da Konsumenten verarscht werden: Diesehalbnackten Hennen der Hosberg AG sind ganzjunge Hennen, erst ca 1 Jahr alt! Aber auch alteHennen verlieren die Federn nicht, bekommenkeine Glatze "am Ende ihrer Lebzeit". (Anmerkungvon Erwin Kessler, Präsident VgT: Ich hatte selberviele Jahre Hühner und liess sie bis zum natürlichenTod leben. Sie hatten ein schönes Federkleid,solange sie lebten, noch im Alter von gegen zehnJahren!)In einem ähnlichen Fall (Bopp in Dänikon) hat dieKAG (kagfreiland) den katastrophalen Zustand desGefieders derart in Schutz genommen und als normalhingestellt («der Sommer sei halt etwas heissgewesen»), dass TeleZüri eine bereits aufgezeichneteSendung darüber absetzte. Der Filz funktioniertoffensichtlich auch bei KAGfreiland und Bio.In einem ähnlichen Fall meinte die Bio-Suisse, dieEier von solchen Hühnern könnten bedenkenlosgegessen werden. Der VgT meint dazu: Sicher nichtohne ethische Bedenken!In der Vernehmlassung zur Abschaffung desSchächtverbotes hat sich die Bio-Suisse zugunstendes betäubungslosen Schächtens ausgesprochen,eine grauenhafte Tierquälerei. Auch das Enthornender Kühe wird von Bio-Suisse unterstützt. Bei sovielTierverachtung können alle anderen Missstände,die auf Bio-Betrieben immer wieder auffliegen,nicht mehr sonderlich überraschen.Darum ist die Empfehlung des VgT immer wiederneu aktuell: Essen Sie vegetarisch - auch keine Eierund Ei-Produkte. Ihrer Gesundheit und den Tierenzuliebe!Mehr zur Tragödie der Schweizer Hühner:www.vgt.ch/dokumentationen/huehner.htm


Kaninchen-KZ von Peter Zäch (Fotos VgT)Die Solothurner Kantonstierärztin lügtEine Leserin schrieb der Solothurner KantonstierärztinDoris König:«Es gibt Tierhalter, an deren Geisteszustand man ernsthaftzweifeln muss angesichts der geradezu sadistischanmutenden Vernachlässigung ihrer Tiere. So ein Fall istder Ehrenpräsident des Solothurner Kleintierzüchterverbandes,Peter Zäch, der seine Kaninchen während Jahrenin erbarmungswürdigsten Verhältnissen gehaltenhat. Dank des hartnäckigen und unermüdlichen Einsatzesdes VgT wurde diesem Tierquäler nun endlich polizeilichdas Handwerk gelegt. Auch Ihnen war diese, dasTierschutzgesetz krass verletzende Tierhaltung seit Jahrenbekannt; Sie sahen indesssen keinen Handlungsbedarf.Ich habe immer geglaubt, dass für einen Tierarztdas Wohl der Tiere an erster Stelle steht. Es ist mirunverständlich, dass Sie vor diesen katastrophalenMissständen die Augen verschlossen haben. Sie hättenes seit Jahren in der Hand gehabt, das unsägliche Leidender Tiere zu beenden. Pia H.Darauf antworte Kantonstierärztin Doris König scheinheilig-verlogen:«Ich bin mit Ihnen einig, dass hier verwerflicheZustände abgebildet werden. Ich versichere Ihnen, dasswir in keiner Weise solche Zustände tolerieren.»In Tat und Wahrheit hat Doris König diese schrecklichenMissstände trotz mehrfacher Anzeigen des VgT jahrelangwissentlich geduldet und nach einer persönlichenKontrolle vor Ort behauptet, alles sei gesetzeskonform.Erst als der VgT die VgT-Nachrichten mit einem ausführlichenBericht darüber im ganzen Kanton Solothurn inalle Briefkästen verteilen liess (www.vgt.ch/vn/0501-/kaninchen-zaech.htm), schritt sie ein und liess dieKaninchen polizeilich beschlagnahmen und in ein Tierheimbringen - anstatt diese schwer verhaltensgestörten,leidenden Kaninchen zu euthanasieren.Laut einem Bericht der Berner Zeitung vom 6.8.05haben alle 50 beschlagnahmten Kaninchen im Tierheimnicht lange überlebt. Aber völlig falsch und sachwidrigkritisierte die Berner Zeitung die Beschlagnahmung undtitelte «Kaninchen zu Tode gerettet». Die folgende Klarstellungin einemLeserbrief von VgT-Präsident ErwinKessler unterdrückte die Berner Zeitung:Grausame IsolationshaftAmnesty International kritisiert Isolationshaft als grausameFolter. Solch grausame Folter betreiben Züchterwie Zäch, die ihre Kaninchen lebenslänglich in Einzelhaltungin winzigen Gefängniszellen einsperren. Kaninchensind soziale Bewegungstiere, welche die Gemeinschaftvon Artgenossen und viel Platz zum Springen, Grabenund Spielen brauchen. Dass die Kaninchen Zächs, dievon der Polizei beschlagnahmt und in ein Tierheimgebracht wurden, dort bei artgerechter Haltung nichtüberleben konnten, zeigt, wie schwer Zächs Tiere verhaltensgestörtwaren. Derartige neurotische Verhaltensstörungensind ein sicheres Anzeichen für schweresseelisches Leiden.Dieser Kuh inGruyère istder Strick eingewachsen.Inder Nachbarschaftwill niemandetwasbemerkt haben.Ähnliche Fällewerden bei derAnlieferung vonSchlachtvieh inden Schlachthöfenimmerwieder festgestellt.Konsumenten-Empfehlung: Pflanzenmargarine stattButter - Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!36


Lebenslänglich ander Kettevom Veterinäramt geduldetRobert Belser in Kienberg hält seine Küheseit Jahrzehnten in einem dunklen Stalllebenslänglich an der Kette. Eine schwacheGlühlampe gibt spärliches Licht, währenddraussen die Sonne scheint und die Frühlingsblumenauf den grünen Wiesen blühen.Von all dem sehen Belsers Kühe nie etwas.Sie verbringen ihr ganzes trauriges Leben indem dreckigen, dunklen Loch, das dieBezeichnung "Stall" nicht verdient. Und diesesElend wird vom Solothurner Veterinäramtschon seit über 12 Jahren wissentlichund vorsätzlich geduldet, gedeckt vonder Solothurner Justiz und Regierung.Belser rechtfertigt sich damit, er sei berufstätigund habe keine Zeit, um das Vieh aufdie Weide zu führen. Belser betreibt eineAgentur der «Schweizer-Mobiliar»-Versicherung.Belser ist kein Einzelfall. Immer wieder hatder VgT im Laufe der Jahre solche Fälle aufgedeckt.Die meisten aber bleiben im Dunkeln.Die im Dunkeln sieht man nicht...Der VgT kämpft schon seit 15 Jahren gegenden Nichtvollzug der Auslaufvorschrift (Artikel18 der eidg Tierschutzverordnung) imKanton Solothurn. Auf mehrere Anzeigengegen Landwirte, welche die Auslaufvorschrift missachteten,teilte das Veterinäramt mit, diese Vorschriftwerde nur nach Gutdünken angewendet, unddie Nichteinhaltung der Auslaufvorschrift werde invielen Fällen toleriert. Gegen diese rechtswidrige,tierverachtende Praxis erhob der VgT beim SolothurnerRegierungsrat Beschwerde und nanntenamentlich sieben Landwirte, bei denen das Veterinäramtdie Missachtung der Auslaufvorschrift duldete.Gegen die Beschwerde machte das Veterinäramtgeltend, von einer konsequentenDurchsetzung der Auslaufvorschriften wären 200Betriebe betroffen, was als unzumutbar erachtetwerde. Ob eine Daueranbindung für die Kühe unzumutbarist, interessiert das Veterinäramt nicht.Mehr dazu im Internet unterwww.vgt.ch/news2005/050520-kienberg.htm37Nur durch die offene Tür dringt etwas Tageslichtzu den Kühen, die in diesem dunklen Loch ihrganzes Leben an der Kette verbringen.


Die Schöne und die HässlicheNatalie Portman, Schauspielerin, isst weder Fleisch noch Fisch.Und so werdenGänselebernproduziert:Miteiner ElektropumpewirdübermässigFutter in denMagengepresst, bisdie Leber umein Vielfachesanschwillt.Thérèse Meyer-Kaelin, Nationalratspräsidentin,frisst am liebsten Gänselebern.38


Hütet Eure Kinder vor McDonald’s!«Ich esse immer viel Früchte, wenn ich herumrenne.Das gibt mir die nötige Energie und esschmeckt erst noch gut.» Dies sagt ein lustigesMännchen auf der Verpackung des KindermenüsHappy Meal von McDonald’s. In der Verpackungdrin hat es dann aber alles andere als Früchte: FettigeChicken-Nuggets und Pommes frites. Zudementhält es ein kleines Computerspiel - das die Kindernicht zum Herumrennen, sondern zum Herumhockenanregt. Warum McDonald’s zu der heuchlerischenVerpackung greift, liegt auf der Hand: Inden USA drohen Sammelklagen von Eltern übergewichtigerund kranker Kinder. McDonald’s will sichnun eine weisse Weste schneidern für den Verkaufihres fetten Fast Foods. Wir haben ja immergesagt, wie man gesund bleibt. Viele Familiengehen trotz dieser zynischen Haltung mit ihren Kindernzu McDonald’s. [aus PulsTipp 9/2005]Fit und gesund durchvegetarisches EssenWir werden heute mit Ratschlägen überschwemmtund am Schluss wissen wir oft nicht, was eigentlichwichtig ist und am besten wäre. Sicher ist, dass wiralle mehr Gemüse konsumieren sollten, da wir nurauf diese Art viele der wertvollen und gesundheitlichwichtigen Stoffe aufnehmen können. Es handeltsich dabei nicht nur um Vitamine, Mineralstoffeund Spurenelemente, sondern zusätzlich umein grosses Spektrum von biologisch aktiven Substanzen.Diese besitzen eine grosse Bedeutung fürunsere Gesundheit, auch wenn wir heute erst einenkleinen Teil dieser Substanzen genauer kennen. Zuden anerkannten Wirkungen dieser «sekundärenPflanzenstoffe» gehören die Senkung des Cholesterinspiegelsim Blut, der Schutz vor Osteoporose,die Stärkung des Immunsystems, die Hemmungder Krebsentstehung, die Blutdrucksenkung, derSchutz vor Thrombosen, die Regulation des Blutzuckerspiegels,die hormonähnlichen Wirkungenetc.Prof Paul Walter, Präsident der SchweizerischenGesellschaft für Ernährung [aus Tabula 2/2004]Fische stehen laut deutschen Forschern unterBSE-Verdacht. Nicht nur ein Verdacht sondern Faktist, dass Lachs stark mit Giften, vorallem aus Industrieabwässern,belastet ist. Das gilt für Zucht- wiefür Wildlachs. Fakt ist weiter, dass Rauchlachs häufigeine unappetitlich hohe Verunreinigung mit Keimen,auch Darmkeimen, aufweist. Essen Sie vegetarisch- Ihrer Gesundheit und den Fischen zuliebe.39McAberFür Bequemlichkeit und Wegwerf-Luxus geht manbuchstäblich über Leichen.Erwin Kessler, im Buch «Tierfabriken in der Schweiz - Faktenund Hintergründe eines Dramas»Methangas aus der Tiermast ist für 10 % der globalausgestossenen Treibhausgase verantwortlich.Äpfel schützen vor KrebsWer häufig Äpfel isst, kann sich vor Krebs, Herzkrankheiten,Diabetes und Asthma schützen. Daszeigt eine wissenschaftliche Studie aus den USA.Die Forscher empfehlen vorallem ungeschälte, roheÄpfel. [aus Agora 2/2005]


Fleisch macht nicht fit, sondern fett.Essen Sie heute vegetarisch -Ihrer Gesundheit und den Tieren zuliebe!Gefüllte Ofenkartoffelnaus dem sehrempfehlenswerten,veganen «TierfreundlichenKochbuch»,Fr 42.10 + Porto,erhältlich beimVerlag VITA-VERA,Oberebenerstr 67a,5620 Bremgarten,Tel 056 631 48 60,Fax 056 631 48 61Mocca-Nusscreme-Torte-ohne (Tierquäler-)Eier,aus dem sehrempfehlenswerten,veganenKochbuch «Tiereleben lassen»,Dieses Kochbuchist eineFortsetzung des«TierfreundlichenKochbuches»,enhältinsbesonderemehr Back- undDesserrezepte,kostet auch Fr42.10 + Portound ist ebenfallserhältlich beimVerlag VITA-VERA, Oberebenerstr 67a, 5620 Bremgarten,Tel 056 631 48 60, Fax 056 631 48 6140

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