Einwohnergemeinde Oberthal Baureglement

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Einwohnergemeinde OberthalBaureglementBildet zusammen mit dem Zonenplan die baurechtliche Grundordnung der GemeindeNachgeführte Fassung Juli 2003


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 2InhaltsverzeichnisArtikelSeiteI. Abkürzungen gesetzlicher Erlasse 4II. Bauvorschriften 51. Allgemeines 5Geltungsbereich 1 5Vorbehalt des übergeordneten Rechts 2 5Verhältnis zum Privatrecht 3 5Besitzstandsgarantie 4 5Bewilligungspflicht, Baubeginn 5 5Baubewilligung, Voraussetzung der Erteilung 6 62. Baupolizeiliche Vorschriften 72.1 Bauweise 7Offene Bauweise 7 7Gestaltungsfreiheit 8 72.2 Mass der Nutzung, Bestimmungsweise 7Mass der Nutzung 9 7Ausnützungsziffer 10 72.3 Bauabstände 7Bauabstand von öffentlichen Strassen 11 7Bauabstand von Gewässern 12 8Bauabstand gegenüber der Landwirtschaftszone 13 8Bauabstand gegenüber Wald 14 8Bauabstände gegenüber nachbarlichem Grund 8a) Allgemeines 15 8b) An- und Nebenbauten 16 9c) Unterirdische Bauten 17 9d) Tiefbauten 18 9e) Unterschreitung der Bauabstände durch Bauteile 19 9f) Anlagen und Bauteile im Grenzabstand 20 9Gebäudeabstand 21 102.4 Baugestaltung 10Grundsatz 22 10Gebäudelänge und -tiefe 23 10Gebäudehöhe 24 11Geschosse 25 11Gebäudestellung, Firstrichtung 26 11Dachausbau 27 12Dachgestaltung 28 12Terrainveränderungen, Stützmauern 29 123. Zonen- und Gebietsvorschriften 133.1 Allgemeines 13Bedeutung 30 13


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 33.2 Bauzonen 13Wohnzonen 31 13Wohn-/Gewerbezonen 32 13Zone mit Planungspflicht 13a) Allgemeines 32 a 13b) Zone Nr. 1 Alterswil 32 b 13Zone für öffentliche Nutzungen 33 14Baupolizeiliche Masse 34 153.3 Landwirtschaftszone 15Begriff, bauliche Nutzung, baupolizeiliche Masse 35 153.4 Schutzgebiete und Schutzobjekte 16Allgemeines 36 16Landschaftsschutzgebiete 37 16Ortsbildschutzgebiet “Möschberg” 38 16Naturstandorte 39 16Baudenkmäler 40 17Beiträge, Entschädigungen 41 174. Verfahrensvorschriften 184.1 Baubewilligungs- und Planerlassverfahren 18Zuständigkeit Gemeinderat 42 18Zuständigkeit Baukommission 43 184.2 Baupolizei 18Zuständigkeit Gemeinderat 44 18Zuständigkeit Baukommission 45 195. Widerhandlungen, Schlussbestimmungen 19Widerhandlungen 46 19Inkrafttreten 47 19Aufhebung bestehender Vorschriften 48 19III Genehmigungsvermerke 201. Baurechtliche Grundordnung 202. Änderung Nr. 1 der baurechtlichen Grundordnung 203. Änderung Nr. 2 der baurechtlichen Grundordnung 214. Änderung Nr. 3 der baurechtlichen Grundordnung 21IV Anhang 221. Grafische Darstellungen 221.1 Gebäudelänge und -tiefe 221.2 Bauabstand gegenüber nachbarlichem Grund 231.3 Gebäudehöhe 262. Einführungsgesetz zum ZGB, Artikel 79 c - n 29


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 4I. Abkürzungen gesetzlicher ErlasseBundLSV Lärmschutzverordnung vom 15.12.1986NHG Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz vom 1.7.1966USG Bundesgesetz über den Umweltschutz vom 7.10.1989RPG Bundesgesetz über die Raumplanung vom 1.10.1979RPV Verordnung über die Raumplanung vom 2.10.1989StoV Verordnung über umweltgefährdende Stoffe vom 9.6.1986ÖQVVerordnung über die regionale Förderung der Qualität und der Vernetzungvon ökologischen Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft vom 4.4.2001KantonBauG Baugesetz vom 9.6.1985BauV Bauverordnung vom 6.3.1985BewD Dekret über das Baubewilligungsverfahren vom 22.3.1994DPG Gesetz über die Denkmalpflege vom 8.9.1999EGzZGBGesetz betreffend die Einführung des Schweizerischen ZivilgesetzbuchesEnG Energiegesetz vom 14.5.1981EnV Allgemeine Energieverordnung vom 17.2.1982GG Gemeindegesetz vom 16.3.1998LKVVerordnung über die Erhaltung der Lebensgrundlagen und der Kulturlandschaftvom 5.11.1997NSG Naturschutzgesetz vom 15.9.1992NSchV Naturschutzverordnung vom 10.11.1993SBG Gesetz über Bau und Unterhalt der Strassen vom 2.2.1964WBG Gesetz über den Gewässerunterhalt und Wasserbau vom 14.2.1989WBV Wasserbauverordnung vom 15.11.1989GemeindeBauRBaureglement


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 5II.Bauvorschriften1. AllgemeinesArt. 1Geltungsbereich 1 Das Baureglement bildet zusammen mit dem Zonenplan 1 und 1a diebaurechtliche Grundordnung der Gemeinde.2 Es gilt für das ganze Gemeindegebiet.3 Es ist als ergänzendes Recht anwendbar, soweit besondere baurechtlicheOrdnungen bestehen.Art. 2Die einschlägigen Bestimmungen des eidgenössischen, kantonalen undkommunalen Rechts, namentlich des Raumplanungsgesetzes, des Um-weltschutzgesetzes, des Baugesetzes und deren Ausführungserlassebleiben vorbehalten.Vorbehalt deseidgenössischen,kantonalen undkommunalen RechtsArt. 3Verhältnis zum Privatrecht 1 Im Verhältnis unter Nachbarn sind die Eigentumsbeschränkungen, insbesonderedie Bau- und Pflanzabstände des Schweizerischen Zivilgesetz-buches(ZGB) und des bernischen Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch(EGzZGB) zu beachten. 12 Die Vorschriften des Baureglementes sind zwingend und können durchprivate Vereinbarungen nur geändert oder aufgehoben werden, soferndies ausdrücklich vorgesehen ist.Art. 4Besitzstandsgarantie 1 Die Besitzstandsgarantie ist im Umfang der kantonalen Gesetzgebunggewährleistet. 22 Vorbehalten bleiben die in den Zonenvorschriften abweichend geregeltenSachverhalte. 3Art. 5Baubewilligungspflicht, 1 Bauten, Anlagen und Vorkehren, die unter die Bestimmungen der Bau-Baubeginngesetzgebung sowie dieses Reglementes fallen, dürfen erst erstellt, geändertoder abgebrochen werden, wenn hiefür die Baubewilligung unddie besonderen Bewilligungen rechtskräftig erteilt sind.2 Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über den vorzeitigen Baubeginn 4und die Befreiung vom Erfordernis einer Baubewilligung 5 .12345Insbesondere Art. 79 ff EGzZGB; siehe auch Art. 79c-n im Anhang 2 diesesReglementesArt. 3 BauG; Art. 63 Abs. 4 SBG; Art. 90 BauVsiehe Kapitel 3Art. 39 BewDArt. 1 Abs. 3 BauG; Art. 5 BewD


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 6Art. 6Baubewilligung; 1 Bauvorhaben sind zu bewilligen, wenn sie den Voraussetzungen desVoraussetzung der Erteilung Baugesetzes entsprechen. 62 Insbesondere müssen siea) die bau- und planungsrechtlichen Bestimmungen von Bund, Kantonund Gemeinde einhalten;b) den Anforderungen der Energiegesetzgebung (EnG, EnV) und derUmweltschutzgesetzgebung (USG und Vo) entsprechen;c) den Anforderungen des Landschafts- und Ortsbildschutzes genügen; 7d) über eine hinreichende Erschliessung, die erforderlichen Abstellplätzefür Motorfahrzeuge und Fahrräder 8 und, wo dies vorgeschrieben ist,über einen Kinderspielplatz, Aufenthaltsbereiche und grössere Spielflächen9 verfügen;e) allfällige besondere Bauvorschriften berücksichtigen.3 Die Voraussetzungen für Ausnahmebewilligungen bildet das kantonaleRecht. 10678910Art. 2 BauGArt. 9 BauG; Art. 12ff BauVArt. 16ff BauG; Art. 49ff BauVArt. 15 BauG; Art. 42 BauVArt. 26ff BauG; Art. 81ff BauG (Art. 23f RPG); Art. 66 SBG


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 72. Baupolizeiliche Vorschriften2.1 BauweiseArt. 7Offene Bauweise 1 Wo es nicht anders bestimmt ist, gilt die offene Bauweise.2 Der Zusammenbau von Gebäuden ist innerhalb der zulässigen Gesamtlängegestattet.Art. 8Gestaltungsfreiheit 1 Soweit die Zonenvorschriften (Kapitel 3) nichts Abweichendes bestimmen,gilt im Baugebiet die Gestaltungsfreiheit nach den Bestimmungendes Baugesetzes. 112.2 Mass der Nutzung, Bestimmungsweise2 Mit dem Baugesuch, welches die Gestaltungsfreiheit beansprucht, sinddie folgenden Unterlagen einzureichen:a) Nachweis, dass die Nutzungsart und das Nutzungsmass der Zoneeingehalten wird. Für Überbauungen in Zonen ohne Ausnützungszifferist als Nachweis des Nutzungsmasses ein Vergleichsprojekt in derRegelbauweise zu erstellen, das den Anforderungen eines Vorprojektesentspricht.b) Umgebungsgestaltungsplan mit Eintrag der gemeinsamen Spielflächenund Abstellplätze für Fahrzeuge.c) Unterschriebene privatrechtliche Vereinbarungen, soweit dies für dieSicherstellung der Realisierung notwendig ist.Art. 9Mass der NutzungDas zulässige Mass der Nutzung richtet sich nach den Bestimmungenvon Art. 34.Art. 10AusnützungszifferFür den Begriff der Ausnützungsziffer gilt die Begriffsbestimmung(AZ) der Bauverordnung. 122.3 BauabständeArt. 11Bauabstände 1 Von Strassen der Basiserschliessung ist ein Bauabstand von 5 m,von öffentlichen Strassen von Strassen der Detailerschliessung ein Bauabstand von 3.60 m einzuhalten.Der Bauabstand wird vom Fahrbahnrand aus gemessen.2 Für die Einteilung in Strassen der Basiserschliessung und solche derDetailerschliessung gelten die Bestimmungen des Baugesetzes. 133 Für Garagen und gedeckte Autoabstellplätze beträgt der Strassenabstand5 m. Für andere unbewohnte Nebenbauten und bewilligungsfreieBauten gilt ein Strassenabstand von 2 m.111213Art. 75 BauGArt. 93 BauVArt. 106f BauG


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 84 Im übrigen gelten die Bestimmungen des Gesetzes über Bau und Unterhaltder Strassen (SBG). 14Art. 12Bauabstand 1 Von Gewässern ist ein Bauabstand von 10 m zu wahren, sofern dieservon Gewässernnicht durch eine Baulinie bestimmt ist. Der Bauabstand wird von deroberen Böschungskante aus gemessen.2 Bauten und Anlagen im, am, über und unter dem Gewässer, die einenkleineren Bauabstand aufweisen, bedürfen einer wasserbaupolizeilichenBewilligung. 15Art. 13Bauabstand gegenüber 1 Sämtliche Bauten und Anlagen in Bauzonen haben gegenüber derder Landwirtschaftszone Grenze zur Landwirtschaftszone einen Bauabstand von mindestens 3 meinzuhalten, soweit andere Abstände nicht einen grösseren Grenzabstanderfordern (Grenz-, Strassen-, Gebäude-, Gewässerababstand etc.).2 An- und Nebenbauten sowie bewilligungsfreie Bauten und Anlagenmüssen keinen Abstand zur Zonengrenze einhalten.Art. 14Bauten und Anlagen auf und unter der Erdoberfläche, die unter die Be-stimmungen der Baugesetzgebung fallen, haben gegenüber dem Waldeinen Bauabstand von 30 m einzuhalten, sofern der Bauabstand nichtdurch eine Waldbaulinie festgelegt ist.Bauabstandgegenüber WaldArt. 15Bauabstand gegenüber 1 Bei der Erstellung von Bauten, welche den gewachsenen Boden übernachbarlichemGrundragen, sind gegenüber dem nachbarlichem Grund die in Art. 34 festgea)Allgemeines setzten Grenzabstände zu wahren.2 Der kleine Grenzabstand gilt für die Schmalseiten und die beschatteteLängsseite eines Gebäudes. Für Gebäude ohne Wohn- und Arbeitsräumegilt er für alle Gebäudeseiten.3 Der grosse Grenzabstand gilt für die besonnte Längsseite des Gebäudes.Kann die besonnte Längsseite nicht eindeutig ermittelt werden(keine Seite mehr als 10% länger als die andern Seiten bei Ost-WestOrientierung der Längsseiten), bestimmt die Baupolizeibehörde dieAnordnung des grossen Grenzabstandes auf Antrag des Baugesuchstellers.Dabei darf der grosse Grenzabstand nicht im Norden liegen.4 Der kleine Grenzabstand bezeichnet die zulässige kürzeste waagrechteEntfernung der Fassade (Umfassungswand) von der Grundstücksgrenze.Der grosse Grenzabstand wird rechtwinklig zur Fassade gemessen. Nichtvon der Umfassungswand, sondern von der äusseren Brüstung der Vorbauten(wie Balkone und dergleichen) ist zu messen, falls diese Vorbautenmehr als 50% einer Fassadenfläche bedecken.1415Art. 63ff SBGArt. 48 WBG, Art. 39 WBV


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 9Art. 16b) An- und Nebenbauten 1 Für bewohnte An- und Nebenbauten wie gedeckte Sitzplätze, Gartenhallenund dergleichen, deren mittlere Gebäudehöhe 3 m und derenGrundfläche 20 m2 nicht übersteigen, genügt allseitig ein Grenzabstandvon 3 m.2 Unbewohnte An- und Nebenbauten sowie bewilligungsfreie Bauten undNebenanlagen dürfen bis 2 m an die nachbarliche Grenze reichen, sofernihre mittlere Gebäudehöhe 4 m und ihre Grundfläche 60 m2 nicht übersteigen.3 Der Grenzanbau ist gestattet, wenn der Nachbar zustimmt oder wenn anein nachbarliches, an der Grenze stehendes Nebengebäude angebautwerden kann.Art. 17c) Unterirdische Bauten 1 Unterirdische Bauten und Bauteile dürfen bis 1 m an die Grundstücksgrenze,mit Zustimmung des Nachbars bis zur Grundstücksgrenze heranreichen.2 Unterirdische Bauten und Bauteile sind solche, die vollständig vom Erdreichüberdeckt sind. Allfällige Terrainveränderungen dürfen den gewachsenenBoden höchstens um 1.20 m überragen.Art. 18d) Tiefbauten 1 Den fertigen Boden nicht überragende Bauten und Anlagen wie privateWege, Zufahrten, Abstellplätze, Wasserbecken und dergleichen habeneinen Grenzabstand von 1 m einzuhalten.2 Mit der Zustimmung des Nachbarn dürfen diese Bauten und Anlagenunmittelbar an der Grenze errichtet werden. Gebäudeabstände sindkeine zu berücksichtigen.Art. 19e) Unterschreitung der 1 Die Unterschreitung des reglementarischen Grenzabstandes bedarfBauabstände durch einer Ausnahmebewilligung nach kantonalem Baugesetz. 16Bauteile (Näherbau)Dabei darf der privatrechtliche Minimalabstand nur unter den Voraussetzungendes Zivilrechtes 17 unterschritten werden.2 Die Unterschreitung des Grenzabstandes ist ohne Ausnahmebewilligungmöglich, falls der Nachbar dem Vorhaben schriftlich zustimmt (Näherbaubewilligung).Art. 20f) Anlagen und Bauteile 1 Vorspringende offene Bauteile wie Vordächer, Vortreppen und Balkoneim Grenzabstand(auch mit Seitenwänden und Abstützungen) dürfen höchstens 2 m in denGrenzabstand hineinragen. Sie müssen jedoch mindestens einen Abstandvon 3 m zur Grenze einhalten.2 Für Einfriedungen, Stützmauern, Böschungen sowie Abort- und Düngergrubengelten die Bestimmungen des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuchauch als öffentlich-rechtliche Vorschriften der Gemeinde. 18161718Art. 26 BauGArt. 79ff EGzZGBsiehe auch Anhang 2 dieses Reglementes


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 10Art. 21Gebäudeabstand 1 Der Abstand zweier Gebäude muss wenigstens der Summe der dazwischenliegenden, für sie vorgeschriebenen Grenzabstände entsprechen.Bei Gebäuden auf demselben Grundstück wird er berechnet, wie wenneine Grenze zwischen ihnen läge.2.4 Baugestaltung2 Für An- und Nebenbauten im Sinne von Art. 16 kann die Baupolizeibehördeden Gebäudeabstand gegenüber Bauten auf demselben Grundstück,mit Zustimmung des Nachbars gegenüber Nachbarbauten, bis auf2 m herabsetzen, sofern nicht öffentliche Interessen entgegen stehen.3 Gegenüber Bauten, die aufgrund früherer baurechtlicher Bestimmungenden nach diesem Reglement vorgeschriebenen Grenzabstand nicht einhalten,reduziert sich der Gebäudeabstand um das Mass des fehlendenGrenzabstandes. Die Baupolizeibehörde kann jedoch den Gebäudeabstandangemessen vergrössern, wenn sonst für das altrechtliche oder fürdas neue Gebäude die Beschattungstoleranzen der Bauverordnung 19überschritten würden.4 Vorbehalten bleibt die Befugnis zum Zusammenbau.Art. 22Grundsatz 1 Bauten und Anlagen haben sich bezüglich ihrer baulichen Gestaltung(Gesamterscheinung, Lage, Proportionen, Dach- und Fassadengestaltung,Material- und Farbwahl) und Umgebungsgestaltung (Eingliederungin das gewachsene Terrain; Gestaltung der Terrainveränderungen mitAbgrabungen, Auffüllungen, Stützmauern und Böschungen; Gestaltungder Verkehrsflächen, Grünbereiche und Bepflanzungen) in das Siedlungs-und Landschaftsbild einzufügen.2 Im Baubewilligungsverfahren kann einer störenden Bau- und Umgebungsgestaltungdie Bewilligung versagt werden.Die Baupolizeibehörde ist befugt, zur besseren Beurteilung eines Bauvorhabensweitergehende Unterlagen zu verlangen (Umgebungsgestaltungsplan,Modell, Fotomontage, Farbmuster, Materialmuster unddergleichen) sowie auf Kosten des Gesuchstellers eine neutrale Fachinstanzbeizuziehen. 20Art. 23Gebäudelänge (GL) 1 Die Länge und Tiefe der Gebäude oder Gebäudegruppen ist, ohneGebäudetiefe (GT)An- und Nebenbauten, auf die in Art. 34 genannten Masse beschränkt.2 Bei Gebäuden mit unregelmässigen Grundrissen ist die Gesamtlängeund -tiefe am flächenmässig kleinsten umschreibenden Rechteck zumessen.1920Art. 22 Abs. 3 BauVArt. 15, 28 und 52f BewD


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 11Art. 24Gebäudehöhe (GH) 1 Die Gebäudehöhe wird in der Fassadenmitte gemessen, und zwarvom gewachsenen Boden 21 bis zur Schnittlinie der Fassadenfluchtmit der Oberkante des Dachsparrens, bei Flachdächern bis oberkantoffene oder geschlossene Brüstung.Traufseitige Giebelfelder sowie Abgrabungen für Hauseingänge undGarageeinfahrten, deren Breite insgesamt nicht mehr als 6 m proFassadenseite beträgt, werden nicht an die Gebäudehöhe angerechnet.2 Bei Bauten am Hang ist mit Ausnahme der bergseitigen Fassade eineMehrhöhe von 1 m gestattet. Als Hang gilt eine Neigung des gewachsenenBodens, die in der Falllinie gemessen innerhalb des Gebäudegrundrisseswenigstens 10% beträgt.3 Die in Art. 34 festgelegte Gebäudehöhe darf auf keiner Gebäudeseite,auch nicht durch nachträgliche Abgrabungen, überschritten werden.4 Bei Gebäuden, die in der Höhe gestaffelt sind, und bei Bauten am Hang,die im Grundriss gestaffelt sind, ist die Gebäudehöhe für jeden dieserGebäudeteile einzeln zu messen. Als Staffelung gilt eine Gebäudeversetzungvon mindestens 1 m.Art. 25Geschosse 1 Als Geschosse zählen das Erdgeschoss und die Obergeschosse.2 Das Kellergeschoss zählt als Geschoss, wenn es im Mittel allerFassaden bis oberkant Erdgeschossfussboden gemessen das fertigeTerrain um mehr als 1.20 m überragt.Abgrabungen für Hauseingänge und Garageeinfahrten, welche insgesamtnicht mehr als 6 m pro Fassadenseite betragen, werden nicht angerechnet.3 Das Dachgeschoss zählt als Geschoss, wenn die Kniewandhöhe 1.20 müberschreitet (gemessen in der Fassadenflucht von oberkant Dachgeschossfussbodenbis oberkant Dachsparren).Art. 26Gebäudestellung, 1 Neubauten sind längs Strassen in der Regel parallel oder rechtwinkligFirstrichtungzur Strasse zu stellen.2 An Hängen sind die Bauten und Hauptfirste in der Regel rechtwinklig zurFalllinie des Hanges zu stellen.3 Innerhalb zusammenhängend überbauter Gebiete haben sich Neubautenmit ihrer Stellung und Firstrichtung der überlieferten Bauweise anzupassen.4 Wo es architektonisch begründet oder zur rationellen Ausnützung desBodens unerlässlich ist, kann die Baupolizeibehörde eine andere Stellungder Bauten gestatten oder vorschreiben.21Art. 97 BauV


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 12Art. 27DachausbauDer Einbau von Wohn- und Arbeitsräumen im Dachraum ist auf einerNutzungsebene und über der gesamten Grundrissfläche zulässig.Art. 28Dachgestaltung 1 Das Orts- und Strassenbild störende Dachformen und Dachmaterialiensind untersagt.Die Bewilligungsbehörde ist befugt, im Interesse eines einheitlichen OrtsoderQuartierbildes bei Neu- und Umbauten eine Anpassung an bestehendeDachformen und Dacheindeckungen zu verlangen.2 Bei Hauptgebäuden sind nur Sattel-, Walm- und Krüppelwalmdächer mitgleichgeneigten Hauptdachflächen gestattet.Die Dachneigung der Hauptdachflächen beträgt 20° bis 45°, innerhalbdes Ortsbildschutzgebietes “Möschberg” 30° bis 45°. 22Traufseitig haben die Dächer einen Dachvorsprung aufzuweisen, dermindestens 1/6 der Gebäudehöhe beträgt.3 Bei eingeschossigen An- und Nebenbauten sind Pult- und Flachdächerzugelassen.4 Dachaufbauten sind zugelassen, wenn sie den Gesamteindruck des Gebäudesnicht beeinträchtigen. Als Dachaufbauten sind - neben Kaminen -Lukarnen, Dachschlepper, Giebelaufbauten, Dachflächenfenster undDachreiter (Firstoblichter) zugelassen.Für Dachaufbauten gelten die folgenden Bestimmungen:a) Die Dachaufbauten haben sich bezüglich Farbe, Form und Materialdem Hauptdach anzugleichen.b) Die Länge der Dachaufbauten darf insgesamt nicht mehr als 1/3 derFassadenlänge des obersten Geschosses betragen. Zum Schutz desOrtsbildes kann die Baupolizeibehörde die Auflösung der Dachaufbautenin Einzelaufbauten verlangen.c) Lukarnen, Dachschlepper und Dachflächenfenster dürfen nicht näherals 1 m an die First- oder die Gratlinie heranreichen.d) Giebelaufbauten dürfen die First- oder Gratlinie nicht überragen.e) Dachschlepper haben eine Dachneigung von mindestens 10° aufzuweisen.5 Im Ortsbildschutzgebiet “Möschberg” sowie bei den als wertvoll bezeichnetenBauten ist die Anlage von Sonnenkollektoren auf Dächern mit denfolgenden Vorbehalten gestattet:• Auf geneigten Dächern müssen sich die Kollektoren in die Dachflächeund die Dachhaut eingliedern.• Im Bereich des Walmes oder des Krüppelwalmes (Gehrschild) sindKollektoren nicht zugelassen.• Bei einer störenden Gestaltung kann die Baupolizeibehörde eineandere Anordnung der Kollektoren verlangen.Art. 29Terrainveränderungen,StützmauernTerrainveränderungen und Stützmauern sind so anzulegen, dass sie sichunauffällig in das Gelände einfügen und dass ein harmonischer Übergangzu den Nachbargrundstücken entsteht.Die Baupolizeibehörde kann die Profilierung von Böschungen und Stützmauernverlangen.22Angabe der Dachneigungen in Graden alter Teilung (360° Kreisumfang)


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 133. Zonen- und Gebietsvorschriften3.1 AllgemeinesArt. 30Bedeutung 1 Die Zonen- und Gebietsvorschriften bestimmen die Art der Nutzung undder Nutzungseinschränkungen.3.2 Bauzonen2 Sie legen das Mass und die Bedingungen der zulässigen baulichen Nutzungfest.Art. 31Wohnzonen 1 Die Wohnzonen sind der Wohnnutzung vorbehalten. Zugelassen sindWkleine gewerbliche und landwirtschaftliche Nutzungen im Umfang derBestimmungen der kantonalen Bauverordnung 23 , soweit die Wohnnutzungnicht beeinträchtigt wird.2 Es gelten die Bestimmungen für die Lärm-Empfindlichkeitsstufe II. 24Art. 32Wohn-/Gewerbezone 1 In den Wohn-/Gewerbezonen sind Wohnbauten sowie Bauten mässigWGstörender Betriebe zugelassen. Die Neueinrichtung oder die Erweiterungvon Mast- und Zuchtbetrieben sind untersagt.2 Es gelten die Bestimmungen für die Lärm-Empfindlichkeitsstufe III.Art. 32 aZonen mit Planungspflicht Das Bauen in einer Zone mit Planungspflicht setzt eine rechtskräftigeZPPÜberbauungsordnung voraus.a) Allgemeines Die Bewilligung eines einzelnen Bauvorhabens vor dem Erlass der Überbauungsordnungsowie der Verzicht auf die Überbauungsordnung richtensich nach den Bestimmungen der Baugesetzgebung. 25Art. 32bb) Zone Nr. 1 „Alterswil“ 1 Planungszweck• Gewährleisten einer Überbauung mit hoher gestalterischer Qualität• Einordnen der Überbauung in die bestehende Siedlung Alterswil• Gemeinsame Verkehrserschliessung2 Art und Mass der Nutzung• Wohnnutzung sowie das Wohnen nicht störende Arbeitsnutzung• Lärmempfindlichkeitsstufe E = II• Gebäude mit maximal 2 Geschossen• Gebäudelänge 20m, Gebäudetiefe 12m• Gebäudehöhe 6m, Hangzuschlag von 1m nicht inbegriffen 2623242526Art. 90 BauVArt. 43 LSVArt. 93 Abs. 1 Lit. a-c BauGgemäss Art. 24 Abs. 2 BauR


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 143 Gestaltung• Hauptgebäude mit symmetrisch geneigten Satteldächern• Firstrichtung rechtwinklig zur Falllinie des Hanges stehend• Anlage von gemeinsamen Kinderspiel- und Begegnungsplätzen• Naturnahe Parzellenabgrenzung, insbesondere gegenüber denErschliessungsstrassen• Einbezug der Parkierung in die Strassenraumgestaltung (Autounterstände,Parkplätze, Garagen)4 Erschliessung• Bei der als Sackgasse konzipierten Erschliessungsstrasse sindWendemöglichkeiten für Fahrzeuge vorzusehen. Die Wendeplätzesind für eine Mehrfachnutzung zu konzipieren.• Die bestmögliche Versickerung des Sauberwassers ist sicherzustellen.• Bei der Wärmeversorgung ist der Einsatz lokaler und erneuerbarerEnergieträger zu prüfen.Art. 33Zone für 1 Die ZöN sind für Bauten und Anlagen im öffentlichen Interesse bestimmt.öffentliche NutzungenVorbestehende andere Bauten und Anlagen dürfen nur unterhaltenZöNwerden.2 In den einzelnen Zonen gelten die folgenden Bestimmungen:ZöN Zweckbestimmung Grundzüge der Überbauungund GestaltungEAPrimarschule,Turnhalle, SportplatzBestehende ÜberbauungIIBGemeindeverwaltung,Kindergarten,WohnungenGemeindeverwaltung,Kindergarten,Zivilschutzanlage,ev. Wohnungen,ev. DienstleistungsbetriebNach der Realisierung des Mehrzweckgebäudesin der Zone Bwird das bestehende Gemeindehausumgenutzt.Neubau eines Mehrzweckgebäudes:- Eingliedern des Baukörpers indie exponierte Hanglage- Bauabstand gegenüber derWohnzone W2 = 4 m- Talseitig max. 3 Geschosse,bergseitig max. 2 GeschosseIICAbstellplatz für FahrzeugeBestehend --D Gemeindewerkhof Bestehend IIIEContainerstandplatz,Holzlagerplatz, Autoabstellplatz,Bushaltestelle,ev. Kinderspielplatz,ev. Pumpstation fürWasserversorgungMit Ausnahme der allfälligenPumpstation werden keineHochbauten vorgesehenIII


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 15Art. 34Baupolizeiliche MasseIn den Zonen mit Regelbauweise (W2, WG2) gelten die folgendenbaupolizeilichen Masse:ZonekGain mgGain mGZGHin mGL*in mGT*in mEW2 4.00 8.00 2 7.00 20.00 12.00 IIWG2 4.00 8.00 2 8.00 25.00 15.00 III* In den Gebäudelängen und -tiefen nicht eingeschlossen sind An-undNebenbauten gemäss Art. 16 dieses Reglementes.Abkürzungen:kGa Kleiner Grenzabstand (Art. 15)gGa Grosser Grenzabstand (Art. 15)GZ Geschosszahl (Art. 25)GH Gebäudehöhe (Art. 24)GL Gebäudelänge (Art. 23)GT Gebäudetiefe (Art. 23)E Lärm-Empfindlichkeitsstufe gemäss Art. 43 LSV3.3 LandwirtschaftszoneArt. 35Begriff, 1 Die Landwirtschaftszone umfasst das Land, welches landwirtschaftlichbauliche Nutzung,und für den Gartenbau genutzt wird oder im Gesamtinteresse genutztbaupolizeiliche Massewerden soll. Wald, Gewässer und landwirtschaftlich nicht nutzbareFlächen gehören nicht dazu.2 Das Bauen in der Landwirtschaftszone richtet sich nach den Vorschriftendes Bundesgesetzes über die Raumplanung 27 und des kantonalen Baugesetzes28 .3 Bauten in der Landwirtschaftszone haben sich bezüglich Standort, Bauvolumen,Baugestaltung, Material und Farbe in das Orts- und Landschaftsbildeinzufügen.4 In der Landwirtschaftszone gelten die folgenden baupolizeilichen Masse:• Für reine Wohnbauten die Bestimmungen der Zone W2• Für landwirtschaftliche Ökonomiebauten oder Bauten mit gemischterNutzung:· Kleiner Grenzabstand = 3.00 m· Grosser Grenzabstand = 6.00 m• Für eingeschossige An- und Nebenbauten gilt Art. 16• Für Silobauten gilt:· Grundfläche = max. 30 m2· Höhe = max. 13 m (gemessen ab gewachsenem Boden bis zumhöchsten Dachpunkt)• Lärm-Empfindlichkeitsstufe III. 29272829Art. 16ff und 24ff RPG; Art. 34ff RPVArt. 80ff BauGArt. 43 LSV


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 163.4 Schutzgebiete und SchutzobjekteArt. 36AllgemeinesDie im Zonenplan bezeichneten Flächen und Objekte sind Schutzgebieteund Schutzobjekte im Sinne des Baugesetzes. 30Art. 37Landschaftsschutzgebiete 1 Das Landschaftsschutzgebiet “Hargarte” umfasst eine aus ökologischerSicht besonders wertvolle Landschaftskammer mit Einzelbäumen, Baumgruppen,Obstgärten, Hecken, Waldzungen und Feuchtgebieten. Die vielfältigenNaturstandorte und deren räumliche Vernetzung sollen erhaltenbleiben.2 Das Landschaftsschutzgebiet “Huttibühl” umfasst die weithin sichtbareund unüberbaute Hügelkuppe, die als ein für das Landschaftsbild wertvollerLandschaftsteil erhalten werden soll.Bauten, Anlagen und Nutzungen, die den Schutzzweck beeinträchtigenwürden, sind nicht zugelassen (Hochbauten, nicht standortgebundeneTiefbauten, Terrainveränderungen, Baumschulen usw.).Art. 38Ortsbildschutzgebiet 1 Der kulturhistorisch und gestalterisch wertvolle Weiler “Möschberg” soll in“Möschberg”seinem baulichen Charakter sowie mit seinen Aussen- und Umgebungsräumenerhalten und gestaltet werden.2 Bei Umbauten und bei der Erneuerung bestehenden Bauten ist die demGebäude entsprechende Bauweise anzuwenden.Besonders zu beachten ist die Dach- und Fassadengestaltung sowie dieMaterial- und Farbwahl.3 Die Aussenräume mit Vorplätzen, Bäumen und Hofstattbepflanzungensind möglichst zu erhalten.4 Neubauten, An- und Nebenbauten können nur bewilligt werden, wenn siesich in ihrer architektonischen Gestaltung in die bestehende Siedlungeinfügen sowie die wichtigen Aussen- und Umgebungsbereiche nichtbeeinträchtigen.5 Dem Gesuchsteller wird empfohlen, dem Gemeinderat vor dem Einreichendes Baugesuches einen Entwurf vorzulegen.Art. 39Naturstandorte 1 Die im Zonenplan bezeichneten Naturstandorte sind besonders wertvolleoder seltene Lebensräume von Tieren und Pflanzen.Die Naturstandorte sind als Schutzobjekte zu erhalten, zu pflegen, wennmöglich durch weitere Standorte zu ergänzen.2 Einzelbäume, Baumgruppen und Baumzeilen sind periodisch zu pflegen.Wird das Fällen eines Baumes unumgänglich, so ist eine Ersatzpflanzungvorzunehmen.3 Die Hochstamm-Obstgärten sind möglichst als Ganzes zu erhalten. Beiunumgänglichem Fällen der Obstbäume sollte eine angemessene Ersatzpflanzungerfolgen.30Art. 9ff und Art. 86 BauG


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 174 Die Hecken und Feldgehölze sind periodisch zu pflegen, indem sie abschnittsweiseauf den Stock gesetzt oder abschnittweise ausgelichtetwerden.5 Die Bestockungen der Bachläufe sind wie die Hecken periodisch zupflegen. Im Abstandsbereich von 10 m gilt ein Dünge- und Pestizidverbot.6 Im Bereich der Feuchtstandorte ist eine Düngung, Beweidung, Entwässerung,Aufschüttung oder eine Aufforstung auf bisher offenemLand untersagt.7 Im Bereich der Trockenstandorte ist der Einsatz von Düngern undPestiziden nicht erlaubt.Die angrenzenden Flächen sind möglichst extensiv zu nutzen. Mitder periodischen Pflege (ein- bis zweimalige Mahd) soll die Verbuschungverhindert werden.8 Die ehemalige Grube soll als Sonderstandort und ökologische Ausgleichsflächenicht aufgefüllt oder zugeschüttet werden.Art. 40Baudenkmäler 1 Die schützens- und erhaltenswerten Objekte 31 sind im Bauinventar derGemeinde 32 aufgenommen.2 Betreffen Planungen und Baubewilligungsverfahren schützenswerteBaudenkmäler oder erhaltenswerte Baudenkmäler, die in einem Ortsbildschutzperimeterliegen oder Bestandteil einer im Bauinventar aufgenommenenBaugruppe sind, so ist die Denkmalpflege in jedem Fall indas Verfahren einzubeziehen.3 Die Objekte nach Absatz 1 sind zugleich Objekte des kantonalen Inventarsund im Bauinventar mit „K“ gekennzeichnet.4 Der frühzeitige Beizug der kantonalen Denkmalpflege sowie eine Voranfragewerden empfohlen.Art. 41Beiträge, 1 Staat und Gemeinde leisten Beiträge an den mit der Erhaltung undEntschädigungenPflege der Schutzgebiete und Schutzobjekte verbundenen Mehraufwandoder Minderertrag.2 Auf Antrag des Grundeigentümers/Bewirtschafters wird der einmaligeoder wiederkehrende Beitrag in einem Vertrag geregelt, der neben derfinanziellen Entschädigung auch die Nutzung, die Nutzungseinschränkungen,den Unterhalt und die Pflege umfasst.3 Zur Feststellung des Mehraufwandes oder Minderertrages kann derGemeinderat Fachberater beiziehen.3132gemäss Art. 10a-10c BauGsiehe: Denkmalpflege des Kantons Bern; Bauinventar der Gemeinde Oberthal;Bern 2001


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 184. Verfahrensvorschriften4.1 Baubewilligungs- und PlanerlassverfahrenArt. 42Zuständigkeit Gemeinderat 1 Der Gemeinderat nimmt alle der Gemeinde im Baubewilligungs- undPlanerlassverfahren übertragenen Aufgaben und Befugnisse wahr,die nicht nach Gemeindereglement einem anderen Gemeindeorganzustehen.2 Er beschliesst insbesondere:a) über die Erteilung von Baubewilligungen mit geringem Koordinationsaufwand;33b) über die Erhebung von Einsprachen;c) über den Erlass von Planungszonen; 34d) über geringfügige Änderungen. 353 Der Gemeinderat kann im Baubewilligungsverfahren mit geringem Koordinationsaufwandeine Einigungsverhandlung durchführen.Art. 43Zuständigkeit BaukommissionDer Baukommission obliegen insbesondere:a) die vorläufige Prüfung der Baugesuche und Profile auf deren Vollständigkeitund Richtigkeit sowie auf offenkundige Mängel; 36b) soweit die Gemeinde Bewilligungsbehörde ist:· die Bekanntmachung und öffentliche Auflage der Baugesuche; 37· die Prüfung von Amtes wegen, ob das Baugesuch den öffentlichrechtlichenVorschriften entspricht;· das Einholen von Amtsberichten, Stellungnahmen und von weiterenBewilligungen kantonaler Fachstellen.c) Die Antragstellung an den Gemeinderat.4.2 BaupolizeiArt. 44Zuständigkeit Gemeinderat 1 Soweit nichts anderes bestimmt ist, ist der Gemeinderat für die Baupolizeizuständig.2 Er trifft alle Massnahmen, die zur Durchführung der Baugesetzgebungund der gestützt darauf erlassenen Vorschriften und Verfügungen erforderlichsind.3 Dem Gemeinderat obliegt insbesondere:a) die Wiederherstellung des rechtsmässigen Zustandes bei widerrechtlicherBauausführung, bei nachträglicher Missachtung derBauvorschriften oder von Bedingungen und Auflagen;3334353637Art. 9 BewDArt. 62f BauGArt. 122 BauVArt. 17 BewDArt. 26 BewD


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 19b) die Beseitigung von Störungen der öffentlichen Ordnung, die vonunvollendeten, mangelhaft unterhaltenen oder sonstwie ordnungswidrigenBauten und Anlagen ausgehen.Art. 45ZuständigkeitBaukommissionDer Baukommission und dem Baukontrolleur obliegen insbesondere:a) die Aufsicht über die Einhaltung der Bauvorschriften und der Bedingungenund Auflagen der Baubewilligung sowie der Bestimmungenüber die Arbeitssicherheit und -hygiene bei der Ausführung von Bauvorhaben;b) die Durchführung der im Baubewilligungsdekret vorgeschriebenenBaukontrollen.5. Widerhandlungen, SchlussbestimmungenArt. 46Widerhandlungen 1 Widerhandlungen gegen die Vorschriften dieses Baureglementes,gegen die übrigen Gemeindebauvorschriften und die gestützt darauferlassenen Einzelverfügungen werden nach den Strafbestimmungen derBaugesetzgebung vom Richter geahndet.2 Verstösse gegen Vorschriften dieses Reglementes und weiterer kommunalerBauvorschriften, welche nicht der Strafandrohung des Baugesetzesunterstehen, werden gestützt auf das Gemeindegesetz mit folgendenStrafen bedroht:• Busse von maximal Fr. 1’000.- für Verstösse gegen die von der Gemeindeversammlungbeschlossenen Vorschriften.• Busse von maximal Fr. 300.- für Verstösse gegen die übrigen Vorschriften.Art. 47Inkrafttreten 1 Die baurechtliche Grundordnung tritt mit ihrer Genehmigung durch dasAmt für Gemeinden und Raumordnung in Kraft.2 Das Inkrafttreten ist vom Gemeinderat zusammen mit der Bekanntmachungder Genehmigung im Amtsanzeiger zu publizieren.Art. 48Aufhebung bestehenderVorschriftenMit dem Inkrafttreten der baurechtlichen Grundordnung werden das Baureglementund der Zonenplan vom 2.4.1975 aufgehoben.


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 20III. Genehmigungsvermerke1. Baurechtlichen GrundordnungVorprüfung vom 28.1.1993Publikation im Amtsblatt vom 13.3.1993 und 29.5.1993Publikation im Amtsanzeiger vom 12.3.1993 und 28.5.1993Öffentliche Auflage vom 15.3.1993 bis 14.4.1993 und 1.6.1993 bis 1.7.1993Erledigte Einsprachen: 2Unerledigte Einsprachen: 2Rechtsverwahrungen: KeineBeschlossen durch den Gemeinderat am 26.7.1993Beschlossen durch die Gemeindeversammlung am 9. August 1993Namens der Einwohnergemeinde Oberthal:Der Präsident: E. LiechtiDie Sekretärin: D. BühlmannDie Richtigkeit dieser Angaben bescheinigt: Oberthal, den 10.9.1993Die Gemeindeschreiberin: D. BühlmannGenehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung am 13. November 1995Kreis Bern-MittellandDer Vorsteher: U. Seewer2. Änderung Nr. 1 der baurechtlichen GrundordnungDie Änderung betrifft den Erlass der Zone mit Planungspflicht Nr. 1 in AlterswilVorprüfung vom 28.1.1993 und 5.10.2000Publikation im Amtsanzeiger vom 13.10.2000Publikation im Amtsblatt vom 14.10.2000Öffentliche Auflage vom 16.10.2000 bis 15.11.2000Erledigte Einsprachen:Unerledigte Einsprachen:Rechtsverwahrungen:KeineKeineKeineBeschlossen durch den Gemeinderat am 2.10.2000Namens des Gemeinderats von OberthalDer Präsident: M. HoferDie Sekretärin: D. BühlmannBeschlossen durch die Gemeindeversammlung am 25. November 2000Namens der Einwohnergemeinde OberthalDer Präsident: M. HoferDie Gemeindeschreiberin: D. BühlmannDie Richtigkeit dieser Angaben bescheinigt: Oberthal, den 28.11.2000Die Gemeindeschreiberin: D. BühlmannGenehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung am 28. März 2001Kreis Bern MittellandDer Kreisvorsteher: M. Lutz


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 213. Änderung Nr. 2 der baurechtlichen GrundordnungDie Änderung betrifft den Erlass der Zone für öffentliche Nutzungen E in Alterswil. Der Erlass erfolgte imgeringfügigen Verfahren nach Artikel 122 Bauverordnung.Publikation im Amtsanzeiger vom 23.11.2001Publikation im Amtsblatt vom 24.11.2001Öffentliche Auflage vom 23.11.2001 bis 24.12.2001Erledigte Einsprachen:Unerledigte Einsprachen:Rechtsverwahrungen:KeineKeineKeineBeschlossen durch den Gemeinderat am 19. November 2001Namens der Einwohnergemeinde OberthalDer Präsident: M. HoferDie Sekretärin: D. BühlmannDie Richtigkeit dieser Angaben bescheinigt: Oberthal, den 25. März 2002Die Gemeindeschreiberin: D. BühlmannGenehmigt durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung am 15. April 2002Kreis Bern-MittellandDer Kreisvorsteher: M. Lutz4. Änderung Nr. 3 der baurechtlichen GrundordnungDie Änderung betrifft veränderte Bestimmungen zum Lärmschutz in Rütigrabe und zum Bautenschutz.Vorprüfung vom 8.1.2003Publikation im Amtsanzeiger vom 21.3.2003Öffentliche Plan- und Mitwirkungsauflage vom 24.3.2003 bis 25.4.2003Eingereichte Einsprachen und Rechtsverwahrungen: KeineBeschlossen durch den Gemeinderat am 17.3.2003Beschlossen durch die Gemeindeversammlung am 19. Mai 2003Namens der Einwohnergemeinde OberthalDer Präsident: Michael HoferDer Gemeindeschreiber: Bernhard LiechtiDie Richtigkeit dieser Angaben bescheinigt: Oberthal, den 20. Juni 2003Der Gemeindeschreiber: Bernhard LiechtiGenehmigt durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung am 2. Juli 2003Kreis Bern-MittellandMatthias Lutz, Kreisvorsteher


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 22IV. Anhang1. Grafische Darstellungen1.1 Gebäudelänge und -tiefeBei Gebäuden mit unregelmässigen Grundrissen ist die Länge und Tiefe am flächenmässig kleinstenumschreibenden Rechteck zu messen.


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 231.2 Bauabstand gegenüber nachbarlichem GrundGrundsätzlichesDer kleine Grenzabstand (kGa) bezeichnet die zulässige kürzeste Entfernung der Fassade (Umfassungswand)von der Grundstücksgrenze.Der grosse Grenzabstand (gGa) wird rechtwinklig zur Fassade gemessen.


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 24Um festzustellen, ob ein Bauvorhaben die reglementarischen Grenzabstände einhält, werden die minimalerforderlichen Abstände mit Vorteil als Flächen um den Grundriss des projektierten Gebäudesherum eingetragen. Die reglementarischen Abstände sind eingehalten, wenn diese Flächen an keinerStelle über die Parzellengrenzen hinausragen.kGakGakGakGakGaNBesonnte LängsseitegGaWinkelbautenRegeln:a) Der Grenzabstand und der Gebäudeabstand einer im Grundriss gestaffeltenGebäudeseite werden von der Linie des mittleren Abstandes dieser Gebäudeseitezur Grundstücksgrenze aus gemessen.b) Die mittlere Abstandslinie ist parallel zur massgebenden Grundstücksgrenze zuziehen, und zwar derart, dass die über die Linie vorspringende Grundrissflächenflächengleich sind mit den hinter der Linie liegenden Grundriss-Rücksprüngen(baufreie Flächen).c) Die mittlere Abstandslinie darf in keinem Punkt die reglementarischen GrenzundGebäudeabstände unterschreiten.d) Einzelne Gebäudeteile oder Teile einer Gebäudegruppe können höchstens biszum Masse des kleinen Grenzabstandes an die Nachbargrenze heranreichen.Beispiel: - Zone WG 2- Kleiner Grenzabstand = 4.00 m- Grosser Grenzabstand = 8.00 m


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 254.00 24.004.0010.0014.004.0010.00AB5.008.00 mmin. 4.00 mmittlere AbstandslinieGrundrissvarianteParzellengrenzeBemerkungen: - Die mittlere Abstandslinie verläuft parallel zu der massgebendenParzellengrenze.- Die Flächen A und B müssen gleich gross sein.- Der grosse Grenzabstand wird von der mittleren Abstandslinie ausgemessen (rechtwinklig zur Fassade).- Der Gebäudeteil A könnte an sich noch näher an die südliche Parzellengrenzeherangerückt werden, nämlich bis zum kleinen Grenzabstand, doch müsste indiesem Falle zur Kompensation die Südfassade des östlichen Gebäudeteilsweiter von der Grenze zurückgenommen werden (vgl. Grundrissvariante).


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 261.3 GebäudehöheGebäudehöhe bei ebenem GeländeGebäudehöhe bei Bauten am Hang


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 27Gebäudehöhe bei Gebäuden mit Flachdach (An- und Nebenbauten)Geschlossene Brüstung:Offene Brüstung:Gebäudehöhe bei Gebäuden mit Pultdach (An- und Nebenbauten)


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 28Gebäudehöhe bei gestaffelten GebäudenGebäudehöhe bei Fassaden mit Abgrabungen


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 292. Einführungsgesetz zum ZGB, Artikel 79 c-nAuszug aus dem Gesetz vom 28.5.1911 betreffend die Einführung des schweizerischen Zivilgesetzbuches(EGzZGB).Art. 79 c4. Abort- und 1 Anlagen zur Aufnahme von Abortstoffen, Jauche, Dünger und anderenDüngergruben übelriechenden Abfällen sind in einem Abstand von wenigstens 3 m von derGrenze zu erstellen.2 Werden diese Anlagen so gebaut, dass keine Beeinträchtigung der Nachbarneintreten kann, so braucht der Grenzabstand nicht eingehalten zuwerden, wenn sie den gewachsenen Boden nicht um mehr als 1.20 m überragen.Art. 79 d5. Hofstattrecht 1 Wird ein Gebäude durch Elementarereignisse ganz oder teilweise zerstört,so darf es innert fünf Jahren ohne Rücksicht auf den privatrechtlichenGrenzabstand in seinem früheren Ausmass wieder erstellt werden.2 Die Frist ist eingehalten, wenn vor ihrem Ablauf das Baugesuch gestellt ist.Der Wiederaufbau ist ohne willkürliche Unterbrechung durchzuführen.Art. 79 e6. Brandmauern Gebäude, die an die Grenze gestellt werden, sind grenzseitig mit einera) Pflicht Brandmauer zu versehen.Art. 79 fb) Mitbenützung 1 Das Recht, eine vom Nachbar erstellte Brandmauer mitzubenützen, wirddurch Einkauf in das Miteigentum erworben. Für das Mitbenützungsrecht isteine Entschädigung zu bezahlen, welche entsprechend dem Interesse derbeteiligten Nachbarn an der Brandmauer festzulegen ist.3 Eigentums- und Benützerrechte, die der Nachbar an der bestehendenBrandmauer erworben hat, können im Grundbuch angemerkt werden.Art. 79 gc) Erhöhung Jeder Miteigentümer ist berechtigt, die Brandmauer auf seine Kosten zu erhöhenoder tiefer in den Boden hinunterzuführen. Baut der Nachbar an dasneu erstellte Mauerstück an, so hat er sich gemäss Artikel 79f Absatz 2 einzukaufen.Art. 79 h7. Stützmauern 1 Wer längs der Grenze Auffüllungen oder Abgrabungen ausführt, hat dasund Böschungen Nachbargrundstück durch Böschungen oder Stützmauern zu sichern.a) Pflicht zur 2 Böschungsneigungen dürfen höchstens 45° (100%) betragen.ErrichtungIn steilem Gelände bleibt eine stärkere Neigung natürlich entstandener oderAusführung genügend gesicherter Böschungen vorbehalten.3 Die Stützmauer darf an die Grenze gestellt werden. Dient sie der Auffüllung,so darf sie den gewachsenen Boden des höher gelegenen Grundstückeshöchstens um 1.20 m überragen.


Einwohnergemeinde Oberthal · Baureglement · Fassung Juli 2003 30Art. 79 ib) Eigentum 1 Eine Stützmauer, welche auf der Grenze steht, gilt als Bestandteil desGrundstücks, dessen Eigentümer sie erstellt hat. Kann dies nicht festgestelltwerden, so wird Miteigentum beider Nachbarn angenommen.2 Im übrigen sind die Vorschriften über die Brandmauern sinngemäss anwendbar.Art. 79 k8. Einfriedungen 1 Einfriedungen wie Holzwände, Mauern, Zäune, bis zu einer Höhe von1.20 m vom gewachsenen Boden des höher gelegenen Grundstücks ausgemessen, dürfen an die Grenze gestellt werden.2 Höhere Einfriedungen sind um das Mass der Mehrhöhe von der Grenzezurückzunehmen, jedoch höchstens auf 3 m.3 Für Grünhecken gelten um 50 cm erhöhte Abstände; diese sind bis zurMitte der Pflanzstelle zu messen.Art. 79 l9. Bäume und 1 Für Bäume und Sträucher, die nach Inkrafttreten dieser Bestimmung ge-Sträucherpflanzt werden, sind wenigstens die folgenden, bis zu Mitte der Pflanzstellezu messenden Grenzabstände einzuhalten:- 5 m für hochstämmige Bäume, die nicht zu den Obstbäumen gehören,sowie für Nussbäume;- 3 m für hochstämmige Obstbäume;- 1 m für Zwergobstbäume, Zierbäume und Spaliere, sofern sie stets aufeine Höhe von 3 m zurückgeschnitten werden;- 50 cm für Ziersträuche bis zu einer Höhe von 2 m sowie für Beerensträucherund Reben.2 Diese Abstände gelten auch für wild wachsende Bäume und Sträucher.3 Der Anspruch auf Beseitigung zu naher Pflanzen verjährt nach fünf Jahren.Die Einhaltung der Maximalhöhe kann jederzeit verlangt werden.Art. 79 m10. Entzug von 1 Werden wohnhygienische Verhältnisse durch den Schattenwurf hoch-Licht undstämmiger Bäume wesentlich beeinträchtigt, so ist deren Eigentümer ver-Sonnepflichtet, die störenden Bäume gegen angemessene Entschädigung auf eintragbares Mass zurückzuschneiden und sie nötigenfalls zu beseitigen.2 Vorbehalten bleiben entgegenstehende öffentliche Interessen, insbesonderedes Natur- und Heimatschutzes und des Schutzes von Alleen.Art. 79 n11. Benützung An Mauern und Wänden, die sich an oder auf der Grenze befinden, darf dervon Mauern Nachbar unentgeltlich unschädliche Vorrichtungen, namentlich Spaliere, anander Grenze bringen.

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