The Power of Process innovaTion The Power of ... - Software AG

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The Power ofProcess innovationThe Power ofProcess innovationGeschäftsbericht | 2009


Kennzahlen 2009Konzerndaten im Überblick zum 31. Dezember 2009IFRS, ungeprüftin Mio. EUR(soweit nicht anders vermerkt)UmsatzProduktumsatzdavonLizenzenWartungDienstleistungenSonstige UmsätzeEBITin % vom UmsatzNettoergebnisin % vom UmsatzErgebnis je Aktie in EUR (unverwässert)Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert)BilanzsummeZahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteEigenkapitalin % der Bilanzsumme2009847,4580,5269,9310,6262,54,4218,225,8140,817,04,924,911.652,5218,1647,539,02008720,6539,1272,0267,1177,83,7180,525,1115,916,04,054,041.060,096,9549,152,0Veränderungin %188– 1164820,921,52122Q4 2009292,1181,198,782,4109,02,079,427,248,116,01,651,65Q4 2008212,4163,287,575,747,31,954,925,835,217,01,231,23Veränderungin %381113913044,636,63434Mitarbeiter *davon in Deutschland6.0132.1493.526772Kennzahlen zur AktieJahresschlusskurs (XETRA) in EuroHoch in EuroTief in EuroAnzahl der Aktien zum Ende des GeschäftsjahresBörsenkapitalisierung zum Ende des Geschäftsjahres in Mio. EuroDividende pro Aktie in EuroErgebnis je Aktie in EuroKGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) zum Ende des Geschäftsjahres in EuroOperativer Cashflow je Aktie zum Ende des Geschäftsjahres in Euro2009IFRS76,4077,7734,7828.708.4102.193,31,154,9215,56,982008IFRS40,0060,3729,5028.638.8421.145,61,104,059,94,892007IFRS60,5777,2050,1228.539.4551.728,61,003,1119,53,292006IFRS59,7459,8937,4328.112.7151.679,50,902,6023,02,18Frankfurt (Prime Standard/TecDAX), ISIN DE 0003304002* Vollzeitäquivalent


GeschäftsmodellBusiness Process ExcellenceEnterprise Transaction SystemswebMethodsEnterprise Process InnovationAdabaswebMethods SuiteModules of ARIS PlatformAdabas SQL GatewayAdabas SOA GatewayApplication ModernizationBusiness Activity Monitoring (BAM)ARIS Strategy PlatformARIS Design PlatformWartung & LizenzenEvent ReplicatorAdabas ManagerNaturalNatural for AjaxNatural Business ServicesNatural SQL GatewayNatural for EclipseNatural EngineerBusiness ProcessManagement (BPM)Business-to-Business IntegrationComposite ApplicationsEnterprise Service Bus (ESB)Service-OrientedArchitecture (SOA)XML Data Management (Tamino)EntireXARIS Implementation PlatformARIS Controlling PlatformCentraSiteService und Prozess GovernanceActiveSOAGlobal Consulting Services Global Consulting Services IDS Scheer ConsultingDienstleistungGeschäftsbereiche Umsatzsegmente Produkte


Inhaltsverzeichnis1_ Zum Unternehmen2_ Konzernlagebericht3_ Konzernabschluss/-anhang4_ Service1 |2 | 3 | 4 |


1 |Zum Unternehmen04_ Vorstandsbrief06_ Vorstand und Ressorts08_ Strategie14_ Übernahme IDS Scheer AG18_ Software AG Technologie und Kunden26_ Aktie30_ Corporate Governance44_ Bericht des Aufsichtsrats


01_ Zum Unternehmen | VorstandsbriefVorstandsbrief2009 war erneut ein erfolgreiches und sehr ereignisreiches Geschäftsjahrfür die Software AG. Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt.Dazu zählt insbesondere die Übernahme der IDS Scheer AG, die uns ineine neue Dimension hinsichtlich Wertschöpfungskette, Marktzugangund Unternehmensgröße bringt. Durch den Zusammenschluss mitIDS Scheer entsteht ein herstellerneutraler, globaler Marktführer fürBusiness Process Excellence mit einem erwarteten Jahresumsatz vonmehr als einer Milliarde Euro und mehr als 6.000 Mitarbeitern.Erneutes Rekordergebnis 2009In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld ist es uns gelungen, denKonzernumsatz um 18 Prozent auf 847,4 Millionen Euro zu steigern.Das operative Ergebnis (EBIT) konnte sogar um 21 Prozent auf 218,2Millionen Euro verbessert werden. Dieses erneute Rekordergebnisbestätigt unseren Kurs des profitablen Wachstums.Wir haben damit einen Beitrag für alle Beteiligten geleistet, für Mitarbeiter,Kunden und Investoren. Wir haben die Arbeitsplätze sicherergemacht, wir haben in Forschung und Entwicklung zum Ausbau unserestechnologisch führenden Portfolios investiert und wir sind profitablergeworden.Auszeichnungen für unsere innovativen ProdukteInnovationen sind für die Wachstumsstrategie der Software AG, alsein weltweit führendes Softwareunternehmen, von entscheidenderBedeutung. Deshalb haben wir die Investitionen auch im Jahr 2009auf einem gleichbleibend hohen Niveau gehalten. Dies hat sich ausgezahlt:Erneut sind unsere bestehenden Produkte von IT-Analystenals führend ausgezeichnet worden. Und wir haben in 2009 wiederneue Produkte auf den Markt gebracht und so das Portfolio der GeschäftsbereicheETS und webMethods erweitert. Neben der Akquisitionder IDS Scheer AG haben wir mit zwei Technologieakquisitionen,itCampus aus Leipzig und dem Schweizer SoftwareunternehmenTeconomic, unsere technologische Stärke weiter ausgebaut.Akquisition der IDS Scheer AGMit der Übernahme der IDS Scheer AG haben wir 2009 erneut einegroße Akquisition getätigt. Bei allen Kunden und Marktbeobachternist dieser Zusammenschluss als eine strategische Ergänzung für beideUnternehmen bewertet worden, die jeweils in ihren Märkten zu denBesten ihrer Klasse gehören.Auch die Finanzwelt hat den Zusammenschluss positiv bewertet. Mitden positiven Geschäftszahlen, sowohl im vierten Quartal 2009 alsauch für das Gesamtjahr, konnten wir überzeugen. Wir haben bewiesen,dass wir auch nach einer Konsolidierung von IDS Scheer gute EBIT-Margen erreichen können.Die IDS Scheer AG passt optimal zu unserem Unternehmen: Die Stärkender Software AG, Technologieführerschaft bei Middleware-Produkten,Finanzkraft und globale Präsenz, werden um die Stärken von IDS Scheerergänzt. Hier möchte ich insbesondere die hohe Consulting-Präsenzbei insgesamt 7.500 Kunden, die profunde Branchenkompetenz sowiedie starke Stellung im SAP-Beratungsgeschäft hervorheben. Mehr überdie Gründe für die Übernahme, die IDS Scheer AG und wie wir uns diekünftige Zusammenarbeit vorstellen, erfahren Sie auf den Seiten 14–17des vorliegenden Geschäftsberichts.Dank an die MitarbeiterMein Dank gilt an dieser Stelle unseren engagierten, qualifiziertenund hoch motivierten Mitarbeitern. Sie machen den Erfolg derSoftware AG gerade in Zeiten großer Herausforderungen erst möglich.Den letzten Geschäftsbericht hatten wir dem Thema Corporate SocialResponsibility gewidmet und damit dokumentiert: Wir glauben anden Erfolg durch nachhaltiges erfolgreiches Wirtschaften. Aus diesemGrund haben wir, trotz des Anfang 2009 eingeleiteten strikten Sparkurses,weiter in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter investiert.Weiter profitabel wachsenWir werden auch in Zukunft alles daran setzen, den eingeschlagenenprofitablen Wachstumskurs für die Software AG fortzuführen. Das für2011 vorgesehene Umsatzziel von 1 Milliarde Euro werden wir nunvoraussichtlich schon im laufenden Geschäftsjahr 2010 erreichen. Nungilt es den Unternehmenswert weiter nachhaltig zu steigern. UnserHauptaugenmerk wird in diesem Jahr vor allem auf der abschließendenerfolgreichen Integration der IDS Scheer liegen. Durch die Erfahrungender erfolgreichen Integrationsmaßnahmen in den vergangenenJahren, zum Beispiel von webMethods und anderen Zukäufen,sehen wir uns hier gut vorbereitet.Wir sind ein international führendes Software-Unternehmen: technologischführend und wachstumsstark. In der Wertschätzung bei Kundenund in der Anerkennung als attraktiver Arbeitgeber bei bestehenden4Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | Vorstandsbrief1 |und neuen Mitarbeitern sind wir eine der ersten Adressen unsererBranche.Die Kombination der beiden erfolgreichen Geschäftsmodelle vonIDS Scheer und der Software AG werden voraussichtlich bereits in2010 zu einem gestiegenen operativen Ergebnis pro Aktie führen.Aktienkurs mit neuer RekordmarkeAuch der Kapitalmarkt hat unsere Anstrengungen gewürdigt und dieBedeutung unserer strategischen Ausrichtung durch die Akquisitionder IDS Scheer AG anerkannt. So hat sich der Kurs der Aktie im abgelaufenenGeschäftsjahr annähernd verdoppelt und dabei im Dezember2009 auch eine neue Rekordmarke der letzten fünf Jahre aufgestellt.Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sollen darüber hinaus trotzhoher Investitionen in die Zukunftssicherung der Software AG auchüber eine Dividendenzahlung an der Entwicklung der Software AGpartizipieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen deshalb der Hauptversammlungeine Dividende in Höhe von 1,15 Euro je Aktie vor.Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.Mit freundlichem GrußKarl-Heinz StreibichVorsitzender des VorstandsSoftware AG Geschäftsbericht 20095


01_ Zum Unternehmen | Vorstand und ressortsVorstand und RessortsKarl-Heinz Streibich Chief Executive Officer (CEO)Vorsitzender des Vorstands seit 2003Geb. 1952; Karl-Heinz Streibich verantwortet die Bereiche GlobalesMarketing, Personalwesen, Recht, Internal Audit, Processes undUnternehmenskommunikation, Partner.Arnd Zinnhardt Chief Financial Officer (CFO)Mitglied des Vorstands seit 2002Geb. 1962; Arnd Zinnhardt verantwortet als Finanzvorstand die BereicheFinanzwesen und Treasury, Controlling, Business Operations, Steuern,Globaler Einkauf, Mergers & Acquisitions, Investor Relations, Globale IT,Support sowie Administration.David Broadbent Chief Operating Officer (COO)Region OstMitglied des Vorstands seit 2007Geb. 1960; David Broadbent ist in der Funktion als Chief Operating Officerverantwortlich für beide Geschäftsbereiche, ETS und webMethods, in derRegion Ost (Asien/Pazifik, Nord- und Zentraleuropa, Südafrika).6Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | Vorstand und ressorts1 |Mark Edwards Chief Operating Officer (COO)Region WestMitglied des Vorstands seit 2003Geb. 1956; Mark Edwards verantwortet in seiner Funktion als ChiefOperating Officer die Region West (Nordamerika, Lateinamerika, Nord-,West- und Südeuropa) der beiden Geschäftsbereiche ETS und webMethods.Dr. Peter Kürpick Chief Product Officer (CPO)Mitglied des Vorstands seit 2005Geb. 1966; Dr. Peter Kürpick ist Mitglied des Vorstands und in dieserFunktion zuständig für Forschung & Entwicklung der beiden GeschäftsbereicheETS und webMethods.Ivo Totev Chief Services Officer (CSO)Mitglied des Vorstands seit 2009Geb. 1967; Ivo Totev ist Mitglied des Vorstands und verantwortet indieser Funktion weltweit den Geschäftsbereich Global ConsultingServices mit dem Schwerpunktthema IT Transformation.Software AG Geschäftsbericht 2009 7


01_ Zum Unternehmen | strategieStrategieDie Software AG hat auch im Jubiläumsjahr des 40jährigen Bestehens des Unternehmens ihreErfolgsgeschichte fortgesetzt. Das erneute Rekordergebnis reiht sich ein in eine beeindruckendeBilanz: In den letzten vier Jahren ist der Umsatz um 75 Prozent gewachsen, der Bilanzgewinn hatsich um 93 Prozent erhöht, der Cashflow wurde um 236 Prozent auf 188 Millionen Euro gesteigertund die Zahl der Mitarbeiter hat sich auf 6.013 mehr als verdoppelt.profitables wachstumSelbst in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise konnte dieSoftware AG ihr profitables Wachstum fortsetzen. So stiegen in2009 der Umsatz um 18 Prozent, der Gewinn um 22 Prozentund der Cashflow um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr.Durch die Krise mit profitablem WachstumGrundlage dieses besonderen Erfolgs ist eine langfristige Unternehmensstrategie,deren konsequente Umsetzung und Weiterentwicklungwir auch in diesem Jahr wesentlich vorangetrieben haben. Daraus entstandauch das „robuste Geschäftsmodell“, das die Software AG auchin einer weltweiten Rezession, wie sie 2009 zu sehen war, profitabelwachsen ließ.Robustes Geschäftsmodellin Mio. EURUmsatz+29 %483 621Gewinn+21 %+16 %721+32 %+18 % +75 %847+22 % +93 %Unsere unternehmensrelevanten Softwarelösungen steuerndie Kernprozesse unserer Kunden und sichern die Geschäftstätigkeitder Unternehmen ab.Solange es diese Geschäftsprozesse gibt, wird unsere Softwareim Einsatz sein, selbst wenn die Unternehmen übernommenwerden.Die Wartungsgebühren und ein Großteil der Service- undLizenzbeiträge bedeuten kontinuierliche Einnahmen undsichern einen Großteil unseres Gewinns.Auf Kundenseite sind dies laufende Betriebskosten, die wenigerkonjunkturabhängig sind als Ausgaben im Investitionsbereich,die in Krisenzeiten in der Regel stärker zurückgefahren werden.7388116Cashflow141+41 %+62 %+46 %56 821331882006 2007 2008 2009+236 %Im Jahr 2009 konnte eine weitere Weichenstellung zur langfristigenZukunftssicherung des Unternehmens erreicht werden. Die Software AGwar bislang der weltweit spezialisierte Anbieter von Infrastruktursoftwarefür Geschäftsprozesse. Dies beinhaltete die Modernisierung,Automatisierung und Optimierung vorhandener IT-Systeme und –Prozessebei Geschäftskunden. Durch die Akquisition von IDS Scheer hatsich die strategische Ausrichtung im Verlauf des Jahres erweitert:vom Infrastrukturanbieter zum Anbieter von Softwarelösungen fürBusiness Process Excellence.8Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | strategie1 |Mit der Akquisition der IDS Scheer stößt die Software AG in eine neueDimension hinsichtlich Wertschöpfungskette, Marktzugang, Unternehmensgrößeund Marktposition vor. Durch den Zusammenschlussmit IDS Scheer entsteht der globale Technologieführer für BusinessProcess Excellence mit einem erwarteten Jahresumsatz von mehr alseiner Milliarde Euro bei über 6.000 Mitarbeitern.MissionWir wollen langfristig zu einem der weltweit führenden Anbieter für Unternehmenssoftwarewerden, mit dessen Technologien und Kompetenzeffiziente Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft umgesetzt werden.Unsere Vision ist es, dass unsere Technologien und Kompetenz einenBeitrag zur Lösung von zentralen gesellschaftlichen Herausforderungenleisten. Hier einige Beispiele:Erhöhung des Lebensstandards durch Produktivitätssteigerungenauf Basis von Innovationen in Unternehmen, die auf Grundlagevon Unternehmenssoftware möglich wurdenErhöhung der Sicherheit im Finanzwesen durch softwaregestützteTransparenz und Steuerbarkeit durch digitale ProzesseLeistungsfähigere Gesundheitssysteme durch sichere und effizienteVernetzung von medizinischen EinrichtungenReduktion des CO 2 -Ausstoßes durch softwaregesteuerte intelligenteEnergienetze und Ressourcenoptimierung aufgrund digitalisierterProzesseModerne Verwaltungen durch effiziente Dienste für Bürger undUnternehmen mit intelligenten internen VerwaltungsabläufenVisionUm dies zu leisten, wollen wir erstens ein Unternehmen werden, dasin mehreren Marktsegmenten der Unternehmenssoftware TechnologieundMarktführer ist. Heute sind wir Technologieführer bei der Optimierungvon Prozessen und deren IT-basierter Umsetzung. Hier wollenwir durch eine konsequente Wachstumsstrategie die Marktanteileausbauen und so in einigen Segmenten Marktführer werden.Zweitens wollen wir unsere Rolle als Innovationspartner für die Kundenweiter ausbauen. Unsere Kunden sind Unternehmen oder öffentlicheInstitutionen, die ihre Geschäftsmodelle oder Organisationsstrukturendigitalisieren, ihre Prozesse optimieren, somit selbst Effizienzsprüngeerzielen und komparative Vorteile erreichen.Wir sind überzeugt, dass für unsere Kunden künftig Prozessinnovationenebenso wichtig werden wie Produktinnovationen. In vielenBranchen unterscheiden sich die Anbieter nicht durch ihre Produktangebote,Process Excellence trägt jedoch in allen Branchen entscheidendzur Differenzierung bei.Nach unserer Einschätzung wird der Markt für Prozessinnovationengrößer sein als der ERP-Markt (Enterprise Resource Planning) heuteist. Deshalb eröffnet unsere Neupositionierung im Bereich Prozessoptimierungein hohes Wachstumspotenzial und somit sehr guteZukunftsperspektiven. Unsere Rolle wird sich dabei zukünftig vomProjektpartner zum strategischen Partner für Prozessinnovationenhin verschieben. Die Prozessoptimierung von Kernprozessen istkein Produkt, sondern ein System. Dafür braucht man Systempartnerwie die Software AG.Wir wollen drittens unsere Softwarelösungen und Beratungskompetenzspeziell auf das Erreichen von Prozessinnovationen ausrichten. Dazugehört, dass unsere IT-Lösungen ein Unternehmen oder eine Verwaltungflexibel machen, um sich schnell auf veränderte Anforderungen einzustellen.Wir spezialisieren uns darauf, vorhandene IT-Silos zu überwindenund durchgängige Prozesse auf agilen IT-Systemen zu schaffen. UnsereTechnologie soll daher weiterhin plattformunabhängig sein, einfach inder Anwendung und schnell in der Implementierung („ease of use“).Innovationen müssen wirtschaftlich sinnvoll sein. Deswegen richtenwir unsere Entwicklung von Softwarelösungen daran aus, das operativeGeschäft des Kunden signifikant zu verbessern und ihm diese Verbesserungenmöglichst kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Hierbeikommt einem niedrigen Implementierungsaufwand sowie günstigenBetriebskosten eine entscheidende Bedeutung zu.Darum nutzen wir bei allen neuen Softwareentwicklungen die Erfahrungenin der Praxis und im Umgang mit den Kunden („customer centricinnovation“). Wir haben den Anspruch, für jedes unserer Produkte einenSpitzenplatz in der Bewertung von Industrieanalysten zu erhalten. DieseReferenz zeichnet uns als Innovationspartner für unsere Kunden aus.Die strategische Ausrichtung des Produktportfolios auf horizontale, füralle Branchen relevante Softwareprodukte soll auch zukünftig erhaltenbleiben. Die Vertikalisierung auf branchenspezifische Softwarelösungenwird produktseitig mit Hilfe von Systemintegratoren sowie TechnologieundVertriebspartnern erreicht. Auf der Beratungsseite, die durch denZugewinn des IDS Scheer-Beratungsgeschäfts bereits entscheidendverstärkt wurde, werden vorhandene Branchenkenntnisse auf- und ausgebaut.Software AG Geschäftsbericht 2009 9


01_ Zum Unternehmen | StrategieDifferenzierungUnsere Differenzierungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb sindein technologisch führendes Produktangebot im Bereich Prozessoptimierungsowie die technologische Unabhängigkeit unserer Lösungenund damit Freiheit für die Kunden. Die Einfachheit und Schnelligkeit beider Konzipierung und Umsetzung von IT-Lösungen und über 40 JahreErfahrung mit unternehmensrelevanter Software sowie die finanzielleStabilität des Unternehmens mit dem Ankerinvestor der SoftwareAG-Stiftung machen uns zu einem starken und vertrauenswürdigenPartner für unsere Kunden.WachstumskursUnser Unternehmen ist auf einem nachhaltigen Wachstumskurs. Nurerfolgreiche Unternehmen wachsen und Kunden wollen erfolgreicheTechnologiepartner. Somit sind wachsende und stabile Unternehmenattraktiv für Kunden, Partner, Mitarbeiter und Investoren. Der Blick aufden Markt zeigt einen starken Konsolidierungstrend auf dem Softwaremarkt.Erfolgreiche Softwareunternehmen müssen daher aus Sicht derSoftware AG organisch sowie durch Zukäufe wachsen und so Größenvorteilerealisieren.Das nachhaltige Unternehmenswachstum umfasst Kundenorientierung,eigene Forschung und Entwicklung, die enge Zusammenarbeit mitPartnern, Mitarbeiterentwicklung und die Wahrnehmung gesellschaftlicherVerantwortung. Wir wollen nicht nur größer, sondern auch immerbesser werden.Operative UmsetzungSeit 2003 setzt die Software AG eine klare und langfristige Strategieum, die das Unternehmen aus einer wirtschaftlich schwierigen Lageheraus wieder auf Wachstumskurs gebracht hat. Die Phase von 2009bis 2011 ist mit „Marktführerschaft“ beschrieben. Sie führt zu dem Umsatzzielvon einer Milliarde Euro bei dynamischem Ergebniswachstum.Wachstumstreiber sind hier vier Konzepte:1. Kundenzentrierte Innovation2. Process Excellence3. Wachstum durch Partnergeschäft4. Portfolio-Erweiterung durch M&AsErfolgreiche Umsetzung der aktuellen langfristigen Unternehmensstrategie (10-Jahres-Plan Ausschnitt)Phase 1TurnaroundKundenloyalitätMargenverbesserungStrategie & PortfolioEntwicklung von HR & ProzessenPhase 2WachstumWachstum durch ImageMergers & AcquisitionsStrategische PartnerGeografische ExpansionPhase 3MarktführerschaftKundenzentrierte InnovationProcess ExcellenceWachstum durch PartnergeschäftPortfolio-Erweiterung durch M&As> 1 Mrd. EUR411 Mio. EUR2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 201110Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | strategie1 |Mit diesen Wachstumstreibern steht die Wachstumsstrategie desUnternehmens auf vier Pfeilern, die jeweils aus unterschiedlichenBereichen zusätzlichen Umsatz erzielen und sich gegenseitig ergänzenund verstärken bzw. Wachstumsrisiken ausgleichen. Dadurch wirdeinerseits ein gesundes, innovatives und erfolgreiches Unternehmengeschaffen und gleichzeitig wird andererseits dessen organischesWachstum durch externes Wachstum ergänzt. Alle vier Wachstumstreiberwurden auch 2009 weiterentwickelt und haben zumGesamtwachstum der Software AG beigetragen.1. Kundenzentrierte InnovationInnovationen sind das Kerngeschäft der Software AG und umfassendie kontinuierliche Weiterentwicklung des Portfolios. Als Innovationsführermit hoher Kundenorientierung müssen wir das Angebot fürKunden ständig verbessern und erweitern. Die Software AG zeichnetesich bislang als ein „Produkthaus“ aus, das seit mehr als 40 Jahreneigene Softwareprodukte und –lösungen entwickelt. Dadurch erhaltenKunden kontinuierlich die am Markt beste Technologie sowie dendirekten Service und sind bereit, neue Projekte und Wartungsverträgeabzuschließen. Das Unternehmen kann so stabile Einnahmen undMargen erzielen und so langfristig die Zukunft des Unternehmens sichern.Die Kunden erhalten dadurch Sicherheit für ihre IT-Investitionen.Das Jahr 2009 hat gezeigt, wie wichtig das Wartungsgeschäft für Softwareunternehmenist. Der Abschluss von Wartungsverträgen mit Kundenhängt von zwei Faktoren ab: optimale Betreuung, also Support,sowie die permanente Produktinnovation, also neue Produkte. Das istuns auch in 2009 etwa mit der Version „webMethods 8“ und bei ETSmit einer neuen „Discovery Edition for Natural“ und der „MainframeEdition for Optimize for Infrastructure“ gelungen.Neben der Weiterentwicklung standen auch neue Produkte im Fokusvon 2009, die zukünftig das Wachstum treiben.Auf der CeBIT 2009 wurde die neue Community „AlignSpace“ vorgestellt,ein Produkt, das „social communities“ mit dem Bereich BusinessProcess Management (BPM) verbindet. AlignSpace ist das erste sozialeNetzwerk für BPM-Experten. Neu dabei ist vor allem die Verbindung vonöffentlichen, kollaborativen Softwareplattformen mit unternehmensinternenEntwicklungsplattformen. Dieses Produkt, mit ARIS verbunden,wurde als ARISalign auf der CeBIT 2010 vorgestellt.Mehrere neue Produkte wurden in 2009 von führenden Industrieanalystenals die Besten im Wettbewerbsvergleich bewertet. Soerhalten die Kunden der Software AG seit diesem Jahr auch in denBereichen Business Process Management, SOA Governance oderEnterprise Service Bus wieder eines der besten Angebote im Markt.Unsere Rolle als Innovationsführer wirkt sich natürlich auch positiv aufunser Wachstum aus. So kam die Software AG bei SOA Governance mitrund 14 Prozent Marktanteil auf Platz eins und lässt den Zweitplatziertenfast drei Prozentpunkte hinter sich.Auch die beiden Technologieakquisitionen in 2009, das forschungsnaheSoftwareunternehmen itCampus aus Leipzig und das SchweizerSoftwareunternehmen Teconomic, spezialisiert auf IT-Dienstleistungenund –Lösungen für den europäischen Finanzmarkt, haben die Innovationskraftder Software AG verstärkt.Ein weiterer strategischer Ansatz innerhalb Customer Centric Innovationsind Entwicklungskooperationen. Im diesem Jahr startete die Software AGzusammen mit SAP und weiteren Partnern aus Industrie und Wissenschaftin Deutschland das Forschungsprojekt „Allianz digitaler Warenfluss(ADiWa)“. Erforscht wird die Nutzung intelligenter Geschäftsprozesseim sogenannten „Internet der Dinge“, zum Beispiel mit Hilfe von BusinessProcess Management (BPM) und Radio Frequency Identification (RFID).Aus der strategischen Bedeutung von Innovationen für die Wachstumsstrategiedes Unternehmens heraus blieben die F&E-Investitionen imKonzern auf hohem Niveau, trotz eines strikten Sparkurses innerhalbdes „Crisis Response Program“ 2009. F&E und Weiterbildung warennicht Ziel von Kostensenkungsmaßnahmen.2. Process ExcellenceZum Kern des zweiten Wachstumstreibers, Process Excellence, gehörtneben der Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen für Kundenauch die Nutzung für interne Prozessstrukturen. 2009 ist auch das Jahr,in dem wir die Digitalisierung der Software AG, auf Basis des eigenenProduktportfolios, weiter vorangetrieben haben. Der Beitrag zu einerdigitalen „Software AG 2.0“ sind optimale automatisierte Prozesse fürdie zentralen Vertragsprüfungen und Personalverwaltung auf Basis derSOA, BPM und webMethods Lösungen.3. Wachstum durch PartnergeschäftDas Partnergeschäft, als dritter Wachstumstreiber innerhalb derUnternehmensstrategie der Software AG, hat sich ebenfalls weiterpositiv entwickelt und zum Wachstum 2009 beigetragen. UnserPartnernetzwerk, das aus Systemintegratoren, OEM Partnern undunabhängigen Softwareherstellern besteht, treibt besondersunser Geschäft mit der webMethods Produktlinie nachhaltig voran.Software AG Geschäftsbericht 2009 11


01_ Zum Unternehmen | strategieUnsere Partner haben 2009 mit mehr als 30 Prozent Anteil, denwebMethods Lizenzumsatz der Software AG positiv beeinflusst. Diesentspricht einem Anstieg von 24 Prozent im Vergleich zu 2008. 90Prozent dieser mit unseren Partnern erzielten webMethods Lizenzumsätzesind neue Projekte mit neuen oder bestehenden Kunden.Vertikale Industrieexpertise spielt bei dem Erfolg mit unserem Partnergeschäfteine große Rolle. Die Branchenkompetenz unserer Partnerzielt vor allem auf die folgenden vier Industriesegmente ab: Behörden,Finanzsektor, Telekommunikation und verarbeitende Industrie.4. Portfolio-Erweiterung durch M&AsIm Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung und Zukunftssicherungdes Unternehmens stand im Jahr 2009 das Übernahmeangebotfür das deutsche Softwareunternehmen IDS Scheer AG,Saarbrücken. Durch den Zusammenschluss mit IDS Scheer entstehtein Global Player für Business Process Excellence. (Siehe SonderkapitelÜbernahme IDS Scheer AG, S. 14.)Aus unternehmensstrategischer Sicht bedeutet die Akquisition für dieSoftware AG eine Verlängerung der Wertschöpfungskette und einenerweiterten Marktzugang.(a) Verlängerung der WertschöpfungsketteDurch die Akquisition von IDS Scheer erhält die Software AG zusätzlicheKompetenzen in Analyse, Design und Überwachung von Geschäftsprozessen.Während die Software AG bisher sehr stark in derImplementierung von digitalen Geschäftsprozessen war, ergänzt siejetzt ihr Angebot um das vorgelagerte Modellieren optimaler Prozesse:So können mit der IDS Scheer-Produktfamilie ARIS vorhandeneGeschäftsprozesse analysiert und modelliert sowie in IT-gestützteProzesse übersetzt werden. Mit ARIS können die Prozessabläufeentwickelt und modelliert werden. Mit der webMethods Suite erfolgtdie Umsetzung und Implementierung. Dabei ergänzen sich ARIS undwebMethods optimal.Damit ist das bisherige Software AG-Produktportfolio erweitert undbietet nun Produkte für die gesamte Wertschöpfungskette an. Esentsteht ein auf dem Weltmarkt einmaliges Produktportfolio. Erstmalsbietet die Software AG ein Gesamtportfolio zur Optimierung vonGeschäftsprozessen: Analyse, Modellierung, Design und Implementierungvon IT-gestützten Geschäftsprozessen sowie Steuerung undÜberwachung der Prozesse in Echtzeit. Diese ideale Kombinationdokumentiert sich auch dadurch, dass das IDS Scheer-Portfolio vonIndustrieanalysten in Marktsegmenten als führend bewertet wird, indenen die Software AG bisher nicht vertreten war. Durch IDS Scheergewinnt die Software AG neue Marktsegmente wie „Business ProcessAnalysis“ (BPA) oder „Enterprise Architecture Tools“ (EA) hinzu.(b) Erweiterter MarktzugangDer erweiterte Marktzugang für die Software AG ergibt sich durch dasBeratungsgeschäft von IDS Scheer. IDS Scheer zeichnet sich dadurchaus, ein Produkt- und Beratungsunternehmen zu sein. Dabei bildet dasIT-Beratungsgeschäft den Schwerpunkt. Rund 70 Prozent des Umsatzesstammen aus dem Beratungsgeschäft mit rund 1.700 IT-Experten. Diesesbesteht aus unabhängigen IT-Experten, die auf ManagementebeneProzessoptimierung entwickeln, und SAP-Beratern, die spezialisiert sind,SAP-Anwendungen prozessorientiert zu implementieren. Zugang undSprache der IDS Scheer-Berater ist hierbei unternehmerisch, mit derZielgruppe der Manager als Anwender von IT.Die Software AG erhält damit einen erweiterten Marktzugang, indem dieIT als Managementunterstützung aufgebaut wird. Dies entspricht demaktuellen Markttrend, dass Business und IT immer mehr zusammenwachsen.Durch die Digitalisierung entstehen neue Geschäftsmodelleund Prozessinnovationen, die nicht nur auf die IT-Abteilung beschränktsind, sondern Grundlage auf allen Managementebenen werden.Die zukünftigen Marken des Unternehmens werden Adabas, Natural,ARIS, webMethods und IDS Scheer Consulting sein. Mit diesen Produkten,Lösungen und Services können Kunden ihre Prozessabläufeentwerfen und optimieren, automatisieren (BPM), integrieren (SOA),überwachen (PI) und verwalten, kombiniert mit der einmaligenBeratungskompetenz für prozessorientierte SAP-Implementierungenund strategische Prozessberatung und –dienstleistungen.12Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | strategie1 |Daneben wird das kombinierte Unternehmen ab 2010 über einbreiteres Spektrum von Marktzugängen verfügen: Betreuung undWartung für Bestandskunden (insbesondere ETS), das Projektgeschäftfür Bestands- und Neukunden mit dem webMethods Angebot, dasServicemanagement für Gobal Consulting Business, SAP Consultingund die strategische Prozessberatung für ARIS und BPM Kunden.Die Software AG hat, neben den mehrfach ausgezeichneten Softwareprodukten,ihre Beratungsexpertise mit dem SAP-Consultingsowie der herstellerneutralen Strategieberatung international gestärkt.Dem Kunden stehen somit auf der ganzen Welt ein einmaliges Knowhow,innovative Produkte und eine qualifizierte branchenspezifischeBeratungskompetenz aus einer Hand zur Verfügung.AusblickDie Software AG ist ein international führendes Softwareunternehmen:technologisch, in der Wertschätzung der Kunden, wachstumsstark undin der Anerkennung bei bestehenden und neuen Mitarbeitern als attraktiverArbeitgeber.Wir wolleneiner der führenden Anbieter von Business Process Excellence inden Ländern sein, in denen wir vertreten sind;eines der ökonomisch erfolgreichsten Softwareunternehmen derWelt sein;unabhängig bleiben, mit Hilfe unseres Ankerinvestors der SoftwareAG-Stiftung;regelmäßig eine größere Akquisition anstreben, um organischesmit externem Wachstum zu kombinieren undmindestens alle fünf bis sechs Jahre den Umsatz verdoppeln.Die Schwelle von einer Milliarde Euro Umsatz ist für die Software AGder Beginn einer neuen profitablen Wachstumsphase. Im Mittelpunktstehen qualitatives Wachstum und die nachhaltige Wertsteigerungdes Unternehmens.Software AG Geschäftsbericht 2009 13


01_ Zum Unternehmen | Übernahme IDS Scheer AGÜbernahme IDS Scheer AGTechnologieführerschaftbei Business Process ExcellenceÜbernahmeangebotEin wesentliches Element der strategischen Weiterentwicklung undZukunftssicherung der Software AG im Jahr 2009 war das Übernahmeangebotfür das deutsche Software- und Beratungsunternehmen IDSScheer AG, Saarbrücken. Durch den Zusammenschluss mit IDS Scheerentsteht ein Global Player für Business Process Excellence mit einemerwarteten Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro und mehrals 6.000 Mitarbeitern. Ausführliche Informationen zur strategischenEinbindung und Marktpositionierung siehe Strategie Kapitel, Seite 8.Beweggründe für die ÜbernahmeDie Stärken der Software AG, Technologieführerschaft bei Middleware-Produkten sowie Geschäftsprozessautomatisierung, Finanzkraft undglobale Präsenz, werden ergänzt um die Stärken von IDS Scheer inModellierung, Analyse und Überwachung von Geschäftsprozessen,den starken Partnerschaften und einer hohen Consulting-Präsenz beiinsgesamt 7.500 Kunden. IDS Scheer bietet profunde Branchenkompetenz,den direkten Zugang zu vertikalen Märkten und die starkeStellung im SAP-Beratungsgeschäft.Die Kombination der beiden technologisch führenden Produktportfolienerfasst alle Teile der Wertschöpfungskette bei Business ProcessExcellence: von der Analyse von Geschäftsprozessen über ihre Modellierungund Implementierung hin bis zu ihrer Überwachung undPerformance-Messung in Echtzeit. Diese Produkttiefe ist einmaligauf dem Weltmark und stärkt daher nachhaltig die Wettbewerbskraftder Software AG.Das Erreichen kritischer Größe in weiteren Kernmärkten Europasverbessert wirksam die Positionierung unseres Unternehmens. Zudemwird durch die Beratungskompetenz von IDS Scheer die Fähigkeiterhöht, eigene Produkte in branchenspezifischen und großen Projektenzu implementieren. Im Wachstumsmarkt Business Process Management(BPM/BPA) wird das gemeinsame Unternehmen weltweit an Bedeutunggewinnen. Des Weiteren entsteht ein neuer, leistungsfähiger Anbieterfür die Integration von SAP-Lösungen in heterogenen Anwendungslandschaften.Dadurch werden effizientere, webbasierte Gesamtsystemegeschaffen, die den Kunden Wettbewerbsvorteile bieten.Für IDS Scheer bietet sich durch den Zusammenschluss die Chance,nachhaltig zu wachsen, die Zukunft von ARIS langfristig zu sichernsowie die über die Jahre aufgebaute Beratungskompetenz undMarktpräsenz global auszubauen. Beide Unternehmen verfügen überstarke Marken, ein weltweit exzellentes Image und eine hohe kulturelleÜbereinstimmung. Dazu gehört auch, dass die starke Marke von IDSScheer für die Beratungsexpertise – ebenso wie die SoftwareplattformARIS – erhalten bleibt. Der Name IDS Scheer wird als eine Consulting-Marke weitergeführt werden und auch künftig für herausragendesConsulting-Know-how stehen.Kurzprofil IDS ScheerIDS Scheer wurde 1984 von Professor August-Wilhelm Scheer als Spinoffder Universität des Saarlandes gegründet. Professor Scheer war vonMai 1975 bis Februar 2005 Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik(IWi) an der Universität des Saarlandes mit Forschungsschwerpunkt auf75 %23. SeptemberVeröffentlichung desÜbernahmeangebots90 %23. OktoberEnde der gesamtenAngebotsphaseVeröffentlichung der Ergebnissefür das 3. Quartal (konsolidierteErgebnisse ab 20. August 2009)17. August 2009 8. Oktober 2009 5. November 2009AngebotsphaseWeitere Vorbereitung der Integration14Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | Übernahme IDS Scheer AG1 |Informations- und Geschäftsprozessmanagement in Industrie, Dienstleistungund Verwaltung. Seit März 2005 ist er beratender Professor amDeutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).Zusammen mit Professor Alexander Pocsay als Geschäftsführer undwissenschaftlichen Mitarbeitern des IWi nahm die IDS – IntegrierteDatenverarbeitungssysteme GmbH ihre Geschäfte als Beratungsunternehmenin Saarbrücken auf. Im Jahr 1999 folgte der Börsengang an derWertpapierbörse in Frankfurt (ISIN DE0006257009), zunächst mit einerNotierung im Nemax und ab 2003 als Gründungsmitglied im TecDax.Mit einem Umsatz zum 30. September 2009 von 259,4 Millionen Euro,2.697 Mitarbeitern und mehr als 7.500 Kunden in über 70 Ländernkann IDS Scheer nach 25 Jahren auf eine von Innovationen geprägteErfolgsgeschichte zurückblicken. Das Unternehmen gilt europaweit alseine der erfolgreichsten Unternehmensgründungen im Softwarebereich,die ihren Ursprung in der Universität hatte und zu einem internationalagierenden Player wurde.Von führenden Industrieanalysten wird der IDS Scheer AG das weltweitbeste Produktportfolio bei Geschäftsprozessanalyse (Business ProcessAnalysis, BPA) bestätigt. Das Unternehmen hält seit 1997 den Spitzenplatzin Marktrankings für BPA und zusätzlich in den letzten Jahren fürEnterprise Architecture (EA). EA ist die Methode zur Standardisierungund Governance der IT mit dem Ziel, die richtigen Weichenstellungenfür Veränderungen der IT-Landschaft vorzunehmen, so dass die Unternehmensstrategielangfristig flexibel und bestmöglich unterstützt wird.Das wichtigste Softwareprodukt ist die ARIS Platform for ProcessExcellence. Dieses besteht aus einem integrierten Lösungsportfoliofür Strategie, Analyse, Design, Implementierung und Controllingvon Geschäftsprozessen.IDS Scheer unterstützt Firmen, von kleinen und mittelständischen Unternehmenbis hin zu den Global 1000-Unternehmen, bei der Optimierungihrer Investitionen in strategische Geschäfts- und Technologieinitiativen.Mit dem ARIS Value Engineering-Ansatz bietet IDS Scheer prozessorientierteBeratungskompetenz und weltweit branchenspezifische Projekterfahrung.Dabei liegt der Schwerpunkt auf den MarktsegmentenKonsumgüter/Handel, Chemie/Pharma, Fertigung und Öffentliche Verwaltungen.Die Angebote in dem Bereich Managed Services stützenden gesamten Lebenszyklus des Geschäftsprozesses und bieten demKunden Unterstützung bei der Ausführung und der kontinuierlichenVerbesserung der Geschäftsprozesse.Die Beratungskompetenz von IDS Scheer schafft zudem bei der kundenspezifischenImplementierung von serviceorientierten Architekturen(SOA) und BPM/BPA-Lösungen, insbesondere auch im SAP-Umfeld,einen Mehrwert für die Kunden.Übernahmeverfahren verläuft planmäSSigAm 13. Juli 2009 hatte die Software AG die Übernahme der IDS Scheer AG,Saarbrücken, angekündigt. Mit der Veröffentlichung der Angebotsunter-Gesellschaften vollständig verschmolzenerwartet für Ende 2010Außerordentliche Hauptversammlungder IDS ScheerJahresbilanz 2009Beherrschungs- undGewinnabführungsvertrageingetragenCeBIT 2010erster gemeinsamerMarktauftrittSoftware AG 20108. Januar 2010 4. Februar 2010 11. Februar 20102.-6. März 2010 21. Mai 20102011Ausführliche Kommunikation zur geschäftlichen KooperationUmsetzung der Geschäftlichen kooperationSoftware AG Geschäftsbericht 2009 15


01_ Zum Unternehmen | Übernahme IDS Scheer AGlage begann am 17. August 2009 für die Aktionäre der IDS Scheer AGdie Annahmefrist für das Übernahmeangebot. Auf dieser Basis konntendie IDS Scheer-Aktionäre ihre Aktien für 15 Euro in bar an die Software AGverkaufen. Der Kaufpreis für das gesamte Aktienkapital und die Abwicklungskostensummiert sich auf rund 443 Millionen Euro. Die Abwicklungdes Übernahmeangebots erfolgte über die SAG Beteiligungs GmbH, eine100prozentige Tochter der Software AG.Nach Ende der ersten Annahmefrist am 18. September 2009 verfügtedie Software AG über rund 88 Prozent der IDS Scheer-Aktien. Dazu zähltenauch die insgesamt ca. 48 Prozent der Anteile, die die Firmengründerund Hauptaktionäre, Professor Scheer und Professor Pocsay, übertragenhaben.In der Folge legten Professor Scheer (Vorsitzender des Aufsichtsrats)und Professor Pocsay (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)zum 30. September 2009 ihre Mandate nieder. Karl-HeinzStreibich und Arnd Zinnhardt wurden zu Mitgliedern des Aufsichtsratsder IDS Scheer AG bestellt. Der Aufsichtsrat der IDS Scheer AG hatam 2. November 2009 Helmut Mader zu seinem neuen Vorsitzendengewählt.Nach Verlängerung der Annahmefrist verfügte die Software AG zum23. Oktober 2009, über ihre hundertprozentige TochtergesellschaftSAG Beteiligungs GmbH, über 90,002 Prozent der IDS Scheer AG-Aktien.Daraufhin wurde die IDS Scheer-Aktie wegen Unterschreitender Free Float-Grenze aus den Indizes der Frankfurter Wertpapierbörsegenommen. Am 31. Dezember 2009 hielt die Software AG 91 Prozentder IDS Scheer-Aktien. Unser Ziel ist die vollständige Integrationim Rahmen einer Verschmelzung im Laufe des Geschäftsjahres 2010.Als nächster Integrationsschritt wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertragzwischen der IDS Scheer AG und der SAG BeteiligungsGmbH abgeschlossen, den die außerordentliche Hauptversammlungder IDS Scheer AG am 8. Januar 2010 genehmigte. Dieser Vertragwird wirksam mit der Handelsregistereintragung und ermöglicht dieIntegration des operativen Geschäfts der bei den Organisationen unddie Nutzung von Kosten- und Vertriebssynergien. Daraus erwarten wirfür die gesamte Gruppe Kostensynergien von 25 bis 30 Millionen Euro.Die Finanzierung verlief reibungslosZur Finanzierung des Kaufpreises in Höhe von ca. 443 Millionen Euro setztdie Software AG Fremdmittel in Höhe von 329 Millionen Euro ein, die inForm von Bankkrediten und Schuldscheindarlehen (284 Millionen Euro)und einem nachrangigen Darlehen des Hauptaktionärs Software AG-Stiftung (45 Millionen Euro) zu günstigen Konditionen eingeworbenwerden konnten. Die Eigenmittel der Software AG belaufen sich zumJahresende 2009 auf 218 Millionen Euro. Die Rückzahlung der Bankverbindlichkeitenerfolgt aus dem operativen Cash Flow bis 2012, dieder nachgelagerten Verbindlichkeiten in 2013.Die gemeinsame Strategie wird klar auf Wachstum ausgerichtet sein.Die Wachstumstreiber werden ein erhöhter Absatz des erweitertenProduktangebots, ein erweiterter Marktzugang sowie das spezialisierteBeratungsgeschäft von IDS Scheer sein.Es wird erwartet, dass die Kombination der beiden erfolgreichen Geschäftsmodellebei der Software AG bereits im ersten vollen Geschäftsjahrder Konsolidierung (2010) zu einer Steigerung des Ergebnisses proAktie führen wird.Technologische AspekteAuf der Produktseite führt der Einsatz des kombinierten ARIS- undwebMethods-Produktangebots zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilenfür die Kunden.Die Integration von ARIS mit webMethods BPM ermöglicht die automatisierteÜbertragung der betriebswirtschaftlichen Modellierungvon Geschäftsprozessen in IT-gestützte betriebliche Prozesse ohnezusätzliche manuelle Programmierung.16Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | Übernahme IDS Scheer AG1 |Das ARIS-Produktangebot Process Performance Monitoring (PPM)ermöglicht die Überwachung der Performance von Geschäftsprozessen.Durch die Integration mit dem Business Activity Monitoring(BAM)-Tool der Software AG wird dem Kunden eine umfangreicheLösung im Bereich Echtzeit-Monitoring von Prozessabläufen angeboten.Mit dieser neuen Produktlösung können die Kunden denGeschäftsablauf kontinuierlich beobachten und feststellen, wieerfolgreich die definierten Prozesse in der Realität ablaufen. IneffizienteProzesse können somit identifiziert, analysiert undoptimiert werden. Es entsteht ein geschlossener Kreislauf.Eine verbesserte Modellierung und Planung der IT-Landschaft wirddurch die Integration des IDS Scheer Enterprise Architecture (EA-)Tools mit dem Software AG-Produkt CentraSite ermöglicht. ARIS undCentraSite erlauben eine betriebswirtschaftliche und technischeModellierung der IT-Landschaft. Mit Hilfe von ARIS erfolgt die Klärungauf Fragen wie: Welche Geschäftsprozesse werden mit welchenAnwendungen unterstützt und auf welcher Systemsoftware laufendiese Anwendungen? Mit CentraSite kann auf der technischen Ebenefestgehalten werden, welche Services zur Prozessausführung erforderlichsind und zu welchen Rechnern die Services gehören. Damitentsteht ein ganzheitliches Angebot, von der Planung auf CIO-Ebenebis zur Detaillierung einzelner Services, das den Kunden Wettbewerbsvorteilebietet.Trotz dieser Integration, des ARIS- und webMethods-Produktangebots,wird ARIS auch als neutrales, herstellerunabhängiges Produkt erhaltenbleiben. Kunden und Partner werden weiterhin eine volle Unterstützungvon ARIS erhalten. Die geplante Integration mit webMethods hat zumZiel, durch gemeinsame Standards und Schnittstellen den Nutzen vonARIS Inhalten zu optimieren. Kunden und Partner werden beim gemeinsamenEinsatz von ARIS und webMethods ein Angebot erhalten, dassich von den Produkten der Wettbewerber deutlich positiv absetzt.MitarbeiterDie Software AG-Gruppe, zu der nunmehr auch IDS Scheer gehört, istauf Wachstum ausgerichtet. Langfristig ist daher von einer steigendenZahl von Mitarbeitern auszugehen. Die Mitarbeiter von IDS Scheer undder Software AG bekommen durch den Zusammenschluss die Möglichkeit,für ein größeres, attraktives Unternehmen zu arbeiten, das Technologieführerfür Infrastruktursoftware und Business Process Managementist und vielfältige attraktive und langfristige internationale Karrierechancenbietet.Beide Unternehmen sind weitgehend komplementär aufgestellt:im Produkt- und Beratungsgeschäft, in Forschung und Entwicklung,in der regionalen Verteilung des Vertriebs sowie bei Branchen undPartnern. Die komplementäre Struktur soll auch in einer zukünftigenOrganisation erhalten bleiben. Daher ist ein Ziel der Übernahme,Wissen und Erfahrung, Motivation und Loyalität der Mitarbeiter zuerhalten und weiter auszubauen. Auf allen Managementebenen wirdes Vertreter aus beiden Unternehmen geben. Für die operativen Bereichewird ein starkes Anreizsystem für Cross-selling-Aktivitäten aufgebaut,das den Absatz von Software AG- und IDS Scheer-Produkten oderBeratungsleistungen durch beide Vertriebsmannschaften gegenseitigfördert.Außerdem passen die Unternehmenskulturen beider Softwarehäusergut zusammen. Die Unternehmenskultur von IDS Scheer ist gekennzeichnetvon Kompetenz und Motivation, Innovation und Integrität,Ehrgeiz und Erfolg – Tugenden, die sich mit dem decken, was die SoftwareAG als Unternehmenswerte definiert hat: Innovation, Vertrauen,Verantwortung, offene Kommunikation und der Wille zum Erfolg. Diesstellt eine sehr gute Basis für eine erfolgreiche gemeinsame Zukunftdar.Software AG Geschäftsbericht 2009 17


01_ Zum Unternehmen | Software AG Technologie und kundenSoftware AG Technologie und KundenBusiness Process ExcellenceMit Business Process Excellence machen sich Organisationen fit für den globalen Wettbewerb. Dennnur mit optimierten Prozessen gelingt es, sich dauerhaft als konkurrenzfähiges Unternehmen auf demWeltmarkt zu behaupten. Das Unternehmen der Zukunft muss daher verstärkt auf innovative IT-Lösungenund Prozessmanagement setzen, um bestehende Abläufe zu verbessern und neue Geschäftsmodellezu entwickeln.Durch die Übernahme von IDS Scheer verfügt die Software AG nunüber zwei komplementäre Lösungen, mit deren Hilfe Unternehmengezielt ihre Prozessexzellenz auf- und ausbauen können. Die technologischeBasis bildet webMethods, ein umfangreiches Business ProcessManagement System (BPMS) inklusive Enterprise Service Bus zurOrchestrierung von Diensten, einer Prozessüberwachung (BusinessActivity Monitoring) sowie starken Modellierungs- und Integrationswerkzeugen.Business Process ExcellenceLebenszyklusmodellStrategieDesignWas zeichnet Business Process Excellence aus?Idealerweise wird ein exzellenter Geschäftsprozess vollständig digitalabgebildet und basiert auf flexibel anpassbaren IT-Systemen. Ein idealerAblauf muss klar definiert, transparent und an jeder Stelle messbarsein. Nur dann sind Abweichungen schnell festzustellen und übergeeignete Maßnahmen zu korrigieren oder mögliche Fehler sogarvorauszusehen. Management, Arbeitsebene sowie externe Partnerund Kunden werden durch exzellente Prozesse standortübergreifendverbunden. Auch sollten diese Prozesse über ein hohes Maß an Flexibilitätverfügen, damit Abläufe rasch an geänderte Markt- oder Umweltbedingungenangepasst werden können. So schaffen Unternehmendie Grundlage, um neue Geschäftsmodelle rasch zu realisieren undselbst externe Lieferanten effizient in die eigene Wertschöpfungskettezu integrieren. Kennzahlen unterstützen eine Organisation beimErreichen von Zielen wie etwa Kundenzufriedenheit, Servicequalitätund Profitabilität (Key Performance Indicators (KPI)).Neue Qualität im Zusammenspiel von Business und ITEin betriebswirtschaftlich orientiertes Prozessmanagement, wie esARIS ermöglicht, folgt ausschließlich den fachlichen Vorgaben einerAbteilung. Das Ziel ist es, den betriebswirtschaftlichen Nutzen einesGeschäftsablaufs zu ermitteln. Bei der kontinuierlichen Verbesserungder Geschäftsprozesse wird das Management dieser Abläufe selbst zueinem Prozess, der im Unternehmen implementiert und ausgeführtwird. Aus fachlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht werden dabeiÜberwachung&KontrolleAusführungBusinessoperationalisierteImplementierungITKompositionImplementierungalle Lebensphasen eines Prozesses abgebildet – von der Strategiedefinitionüber das Prozessdesign und die Implementierung der Modellebis zum Controlling. Mit dem eher technisch angelegten BusinessProcess Management (BPM), wie es webMethods unterstützt, führendie IT-Lösungen hingegen Prozessmodelle automatisiert auf der IT-Infrastrukturebene aus.18Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | software ag technologie und kunden1 |Der Brückenschlag zwischen der betriebswirtschaftlichen und technischenSicht auf Prozesse in einem Lebenszyklusmodell führt zu einerneuen Qualität im Zusammenspiel von operativem Geschäft und IT.Die enge Verzahnung der fachlichen und technischen Ebene schafftdie Voraussetzung, die Prozessanforderungen der Fachbereiche engmit der IT im Unternehmen abzustimmen. Mit einem kombiniertemProduktangebot von Software AG und IDS Scheer eröffnet sich nundie einzigartige Möglichkeit, das Konzept des BPM-Lebenszyklus mitden Lifecycle-Phasen auf der technischen Implementierungsebene zuerweitern. Eine prozessbezogene Entwicklung, bei der Änderungenin der Modellierung automatisch auf der Technologieseite angepasstwerden und umgekehrt, wird so zur Realität. Ein solcher geschlossenerRegelkreislauf – in der Software-Entwicklung Round-Trip-Engineeringgenannt – ist zur Unterstützung eines kontinuierlichen BPMals Führungs- und Steuerungssystem unabdingbar.Software AG liefertBusiness Process Exellence (BPE)Enterprise BusinessProcess ManagementVerbessernBusinessInfrastructureAnpassenEnterprise DataSteuernProzess-TransformationProzess-VerbesserungProzess-IntelligenzEnterprise Architecture MgtLösungenServiceorientierteEnterprise IntegrationB2B IntegrationSOA Enablementund GovernanceAnwendungsentwicklungDatenbank-ManagementMainframe undLegacy-IntegrationARIS Business ArchitectARIS IT ArchitectARIS PPM, Mashzone,Performance DashboardwebMethods BPMSwebMethods Optimize(and friends)webMethods CAFProduktewebMethods ESBwebMethods B2BwebMethods Adapters& eStandardswebMethods EntireXund ApplinxCentraSiteARIS IT ArchitectAdabasNaturalNaturalOnewebMethods EntireXund ApplinxARIS IT ArchitectSoftware AG Geschäftsbericht 2009 19


01_ Zum Unternehmen | Software AG Technologie und kundenVodafone, IslandDurch die nahtlose Integration heterogenerSysteme über den webMethods Enterprise ServiceBus (ESB) werden 95 Prozent aller Kundenanfragensofort abschließend bearbeitet. Darüber hinaus automatisiertVodafone die Auftragsbearbeitung undBereitstellung von Services mit der webMethodsBusiness Process Management Suite (BPMS).Infineon, DeutschlandSOX Compliance bei signifikant reduziertemAufwand: Infineon, ein führender Anbieter undVorreiter in der Halbleiterbranche, sichert SOX-Compliance mit der ARIS Solution for Governance,Risk & Compliance (GRC) Management.Mehr Kundenzufriedenheit und Umsatz durch exzellenten BestellprozessHerausforderungStellen Sie sich vor, Sie sind als Betriebsleiter in einem großen Tele -kommunikationskonzern zuständig für kleine und mittelständischeFirmenkunden. Die Auftragsbearbeitung in ihrem ständig wachsendenUnternehmen wird den Ansprüchen nicht mehr gerecht. Zudemerhalten Sie von ihrem Vorstand den Auftrag, neue innovative Geschäftsfelderauszubauen, insbesondere im Hinblick auf IP-basierteund mobile Sprach- und Datenkommunikation. Denn die Weiterentwicklungdes Unternehmens ist überlebenswichtig im liberalisierten,wettbewerbsgeprägten Marktumfeld. Die ungenügenden Reportingmöglichkeitendes Bestellprozesses führen zu vielfältigen Problemenwie zeitaufwändige Rückfragen, Reklamationen und fehlende proaktiveAuftragsüberwachung. Ob es zu Verzögerungen bei einemAuftrag kommt, erfährt der Sachbearbeiter oft erst, wenn der Kundereklamiert. Denn es liegen keine verlässlichen und nachvollziehbarenZahlen zum Bestelleingang, Bestellstatus oder installierten Verträgenvor. Dies führt zu großer Unzufriedenheit – sowohl intern alsauch extern bei IT-Partnern und Kunden. Letztendlich bedeutet dieseinen Imageverlust bei den betroffenen Produkten, was Umsatzeinbußenzur Folge hat.Lösung und KundennutzenMit Ihrem Mitarbeiterstab machen Sie ein Brainstorming zur Entscheidungsfindungund legen folgende Ziele fest: Überwachung allerrelevanten Prozesse und automatisierte Alarmierung bei Auffälligkeiten,transparentes und nachvollziehbares Reporting, Messung derwichtigen Kennzahlen (KPIs) wie Anzahl Aufträge, direkter Zugriffauf Prozessinformationen durch verschiedene Abteilungen sowieSenkung der Durchlaufzeiten. Zudem soll das Projekt so dokumentiertwerden, dass Nachfolgeprojekte nach kurzer Einarbeitungszeitmöglich werden. Ihnen wird schnell klar, Sie brauchen eineGesamtsicht auf Ihre Geschäftsprozesse. Sowohl auf technischer alsauch auf betriebswirtschaftlicher Ebene sollen alle Lebensphaseneines Prozesses abgebildet werden – von der Strategiedefinitionüber das Prozess-Design und die Implementierung der Modelle biszum Controlling der Prozesse. Sie haben eine Vision: Alle Änderungenin der Modellierung Ihrer Prozesse werden nach dem Prinzipdes prozessbezogenen „Roundtrip-Engineering“ automatisch auf derImplementierungsebene angepasst und vice versa.TechnologieBei der Evaluierung eines Process Monitoring-Systems stoßen Sie aufdie neue Kombination der Lösungen der IDS Scheer AG und der SoftwareAG: ARIS Process Performance Manager (ARIS PPM) und webmethodsBusiness Activity Monitoring (BAM). In einem vorgeschaltetenPilotprojekt überzeugen die beiden integrierten Lösungen nicht nurwegen der ausgefeilten Analysefunktionen für Prozesse, sondernauch durch die intelligente Anbindung an das Quellsystem. Durch dieenge Verzahnung der technischen und fachlichen Ebenen werdendie Prozessanalyse in Echtzeit und die automatisierte Alarmfunktionalitätauf Basis von KPIs und definierten Schwellenwerten Realität.Im Rahmen des Projektes bauen Sie eine einheitlich zugängliche Webplattformfür Prozess-Management, -Design, -Performance, Interface-Dokumentation und Projektvorgehen auf. Die Prozessdokumentationwird mit ARIS Business Architect erstellt und über einen Webexportmittels ARIS Business Publisher bereit gestellt. Die integrierte Prozess-Monitoring-Lösung auf PPM- und BAM-Basis überwacht nun zentraldie Bestellvorgänge, Verträge, Schnittstellenprozesse sowie das Fehler-Reporting des Quellsystems. Die Daten über Aufträge und Verträge,z.B. die Bereitstellung eines DSL-Zugangs vom Vertragsabschluss imTelefonladen bis zum Rechnungsversand, werden aus dem Quellsystemausgelesen und in eine grafische Prozessdarstellung umgesetzt,die beliebige Daten per Mausklick verknüpft. Mit farbigen Balken,Tachometern und Liniengrafiken visualisiert ein Performance-Dashboarddie Bearbeitungszeiten und weitere Auftragsdaten in einer fürLaien verständlichen Form. Die Investition lohnt sich: Die definiertenZiele werden erreicht, die Durchlaufzeiten werden im Schnittum 60 Prozent gesenkt und ein ROI von 9 bis 12 Monaten, statt wiegeplant bis zu 18 oder 24 Monaten, wird erreichbar.FachspracheGeschäftsprozessoptimierung durch Business Process Monitoringmit Performance Dashboards und KPI-Messung, Prozess-TransparenzProduktewebmethods Business Activity Monitoring & ARIS ProcessPerformance Manager (ARIS PPM), ARIS Platform-Suite20Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | software ag technologie und kunden1 |Technologiebehörde desUS-Bundesstaats Georgia, USADurch den Einsatz des webMethods EnterpriseService Bus (ESB) straffte die TechnologiebehördeGeorgias die Bereitstellung von Bürgerservicesüber das Portal www.georgia.gov. Damit kannjede Behörde über das Portal Anwendungen undDaten integrieren, die sonst zwischen heterogenenSystemen ausgetauscht werden müssten.UNIQA Group, ÖsterreichDurch die Automatisierung des gesamten Postverteilungsprozesses– vom Posteingang bis zur Bearbeitungder Dokumente – mit der webMethods Business ProcessManagement Suite (BPMS) kann UNIQA heute bis zu 7.500Poststücke pro Tag deutlich schneller verteilen. Damit hatdas Versicherungsunternehmen eine stabile Grundlage fürzukünftige Projekte zur Prozessoptimierung geschaffen.Stärkung der Wettbewerbsposition und des Wachstums durchSupply Chain management (SCM)HerausforderungStellen Sie sich vor, Sie sind Produktionsleiter in einem aufstrebendenInvestitionsgüterunternehmen, das Solarsysteme und Windkraftanlagenmit eigenen Niederlassungen auf fünf Kontinenten projektiert,installiert und produziert. Zur Stärkung der Wettbewerbsposition unddes Wachstums im globalen Zukunftsmarkt haben Sie im Leitungsgremiumfestgelegt, mindestens 50 Prozent des Umsatzes außerhalbvon Deutschland und außerhalb der Photovoltaik-Sparte zu generieren.Um gleichzeitig die Kundenzufriedenheit bei reduziertem Aufwand zuverbessern, planen Sie die internationale Supply Chain-Organisation(Order to Cash und Demand Planning) zu analysieren, zu optimierenund neu auszurichten. Die Entwicklung eines flexiblen Supply Chain-Planungsmodells umfasst die weltweite Absatzplanung und eine standardisierteAuftragsabwicklung. Dabei sind Prozess- und Systembrüchezwischen Vertrieb und Logistik zu beheben sowie die national fokussiertenProzesse auf die neue Unternehmensstrategie und das geplanteglobale Wachstum auszulegen.Lösung und KundennutzenKonkrete Einzelziele werden festgelegt: die Auftragsdurchlaufzeiten um30 Prozent verkürzen, die Lagerbestände um 25 Prozent verringern, dieFehlerraten reduzieren, die Artikelverfügbarkeiten erhöhen sowie einebessere organisatorische und systemtechnische Implementierungder Absatzplanung.Um Synergien zwischen den Standorten zu generieren, beschließenSie im Leitungsgremium im nächsten Schritt eine europäische Käufergemeinschaftfür die Einkaufsaktivitäten einzurichten. Da viele Standorteihre eigenen Prozesse und ERP-Anwendungen haben, fehlen derÜberblick über aktuelle Einkaufsdaten und einheitliche LieferantenundLagerstammdaten. Ziel ist ein proaktives Ausgabenmanagementsamt Ausgabenkontrolle, bessere Einkaufskonditionen, effizienteresVertragsmanagement und zuverlässigere Prognoseplanung. Der erwarteteROI liegt bei 2,8 Millionen Euro in weniger als drei Jahren.TechnologieNach gründlicher Marktsondierung finden Sie in IDS Scheer denPartner, der über BPM-Expertise und jahrelange Erfahrungen inder Supply Chain-Optimierung (SAP SCM APO) verfügt.Gemäß des Vorgehensmodells ARIS Value Engineering (AVE) startetdie Neustrukturierung der Prozesse mit der Strategiephase und derIdentifizierung der verbesserungsfähigen Prozesse in Vertrieb undLogistik, in der Planung und Auftragsabwicklung. Als Ergebnis der Designphaseund der Untersuchung der Ist-Abläufe entsteht ein flexiblesSupply Chain-Planungsmodell, das die zukünftigen Soll-Prozesse enthält.Auf dieser Grundlage können die Soll-Organisation, die Soll-KPIs(Key Performance Indicators) und die zukünftigen IT-Funktionalitäteneffektiv umgesetzt werden.Durch die Produkte der ARIS Design Platform werden organisatorische,strukturelle und technische Schwachstellen in den Abläufen aufgedecktund Verbesserungspotenziale erschlossen. Für die Modellierung undDokumentation der Ist- und Soll-Prozesse sowie als Basis für dieProzessanalyse und -optimierung wird die Software ARIS BusinessDesigner eingesetzt.Die anvisierten Ziele werden mit Hilfe von ARIS Platform und ARISBusiness Architect sowie dem Know-how der IDS Scheer-Beratervollends erreicht und teilweise übertroffen. So wird die Fehlerquotevon durchschnittlich 10 Prozent auf 1 Prozent gesenkt. Bei dem weiterenSchritt der Einrichtung einer Einkaufsplattform wird IDS Scheerüber Process Intelligence and Performance Management (PIPM) einobjektivierbares Qualitätsreporting aufbauen.FachspracheSuppy Chain-Management (SCM), Supply Chain-Organisation(Order to Cash und Demand Planning), Process-Intelligence,Qualitätsreporting, Return on Investment (ROI)ProdukteARIS Platform-Suite &ARIS Solutions for Business Process ExcellenceSoftware AG Geschäftsbericht 2009 21


01_ Zum Unternehmen | Software AG Technologie und kundenMAPFRE, Puerto RicoDas Versicherungsunternehmen MAPFRE Puerto Ricoentwickelte auf der Basis der webMethods BusinessProcess Management Suite (BPMS) ein automatisiertesUnfall-Managementsystem. Das System ersetzt zeitaufwändigemanuelle Prozesse. Das Ergebnis: größereKundenzufriedenheit und höhere Umsätze. Grundlageist eine serviceorientierten Architektur (SOA).OMV, ÖsterreichDer Erdöl- und Erdgaskonzern konnte durch den Einsatzdes webMethods Enterprise Service Bus (ESB) Zeit undKosten für individuelle Projekte um 50 Prozent senken.OMV integriert über den webMethods ESB die beidenzentralen SAP Retail- und Öl-/Gas-Branchenlösungen mitanderen Anwendungen und implementiert Integrationenunabhängig von den zentralen ERP-Systemen.Mehr unternehmerische Freiheit für Geschäftsprozessoptimierungin einer flexiblen IT-LandschaftHerausforderungStellen Sie sich vor, Sie sind CIO in einem international tätigen Chemie-Pharma-Unternehmen und stehen vor der Herausforderung, ein hoheszweistelliges Wachstum über die nächsten vier Jahre abzubilden. Esgeht darum, die IT-Landschaft entsprechend den wachsenden Produktionskapazitätenflexibel und effizient auszubauen. Zugleich hat IhrUnternehmen den Anspruch, durch Kostenführerschaft und Wachstumzu den Global Playern in Ihrer Branche zu avancieren. Doch wie wollenSie mögliche Engpässe in den Geschäftsprozessen – von der Logistiküber Technik und Personal bis zu den Finanzen – frühzeitig erkennenund vermeiden, ohne unnötige Kosten zu verursachen?Eine weitere Herausforderung: Ihr Unternehmen ist in der Vergangenheitdurch Firmenzukäufe gewachsen, wodurch über die Jahre eineheterogene IT-Landschaft entstanden ist. In der Zentrale und einigenLandesgesellschaften ist SAP bereits im Einsatz, in anderen gibt esnoch unterschiedliche Eigenentwicklungen und proprietäre Systeme;dies gilt insbesondere für die wichtige Region Greater China.Lösung und KundennutzenMit den IT-Verantwortlichen in den wichtigsten Ländern beraten Siedas Vorgehen und kommen zu folgenden Anforderungen: Sie wollendie vollständige Kontrolle über die Abläufe in einem dynamischenUmfeld bekommen und entscheiden sich für die Harmonisierung derGeschäftsprozesse und den weltweiten Rollout von SAP in allen zugekauftenGesellschaften. Durch den Einsatz eines international gültigeneinheitlichen Prozess-Standards sollen Inhalte von Ablaufbeschreibungenharmonisiert werden. Denn Sie brauchen eine ganzheitliche Sicht aufdie Realität, um die Geschäftsprozesse, die SAP-Nutzung und dieIT-Wartung zu optimieren.Für die erfolgreiche Konsolidierung der Gesellschaften und die Unterstützungdes weiteren Wachstums ist ein transparentes Geschäftsmodellnotwendig, das sich flexibel an die sich ändernden Anforderungenanpassen lässt.TechnologieFür das anspruchsvolle BPM-Projekt entscheiden sie sich für das Besteaus den verschiedenen Angeboten und wählen ARIS Platform zusammenmit dem Consulting-Know-how und der AVE-Methodik von IDS Scheer.Gemeinsam mit den Beratern entwickeln Sie fünf Projektstufennach dem Six-Sigma-Ansatz: Auf Basis des SAP-Referenzmodellsvon IDS Scheer bestimmt das Projektteam in der Define-Phase denProjektplan und den Startpunkt für die Prozess-Modellierung. In derMeasure-Phase werden über 50 Workshops mit Endnutzern und SAP-Schlüsselnutzern mit Hilfe von ARIS durchgeführt, die Performanceder modellierten Ist-Prozesse gemessen und die Daten in ARIS übertragen.In der Analyze-Phase identifiziert das Projektteam die IT- undProzess-bezogenen Hemmnisse und bewertet mittels ARIS Simulationalternative Lösungswege, die in der Improve-Phase kombiniert, inGeschäftsfälle überführt und in einen neuen Prozessablaufplan umgesetztwerden. Schließlich werden in der Change-Phase die Prozessmodellemit dem SAP Solution Manager synchronisiert.Die branchenspezifischen Chemie-Prozesse werden auf Basis desentwickelten Prozessmodells implementiert. Beim SAP-Rollout achtenSie v.a. auf die global einheitliche Verwendbarkeit der Prozesse undden internationalen Support. So werden in China Best-Practice-Prozesseaus Europa und den USA implementiert und um lokale chinesischeBesonderheiten ergänzt. Alle Prozesse werden mit der ARIS DesignPlatform dokumentiert und mit Transaktionen aus dem SAP SolutionManager verknüpft.Mit dieser BPM-Lösung erzielen Sie signifikante Zeitersparnisse undQualitätsverbesserungen und ARIS bewährt sich als Erfolgsfaktor fürdas SAP Certified Competence Center (CCC).FachspracheKonsolidierung und Harmonisierung der IT und der Prozesse, BusinessProcess Management (BPM), Qualitätsmanagement nach SixSigma, globaler SAP-Rollout, Synchronisation der Prozesse mit derIT-ArchitekturProdukteARIS Platform-Suite &ARIS Solutions for Business Process Excellence22Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | software ag technologie und kunden1 |Cargolux, LuxemburgCargolux, Luxemburg, eines der weltweitführenden Luftfrachtunternehmen hatseine Prozesse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeitmit Hilfe der ARIS Platformoptimiert. Die gesamten Aufwände für dasBPM-Projekt betragen weniger als 20 Prozentder Kosteneinsparungspotenziale, diemit dem Projekt aufgedeckt wurden.Nissan, MexicoUngefähr 30 Prozent der operativen Prozesse des KFZ-Herstellers werden von Werkzeugen der Software AGgemanagt. Nissan setzt über 250 Anwendungen ein,die auf der Basis unterschiedlichster Technologien entwickeltwurden. Die Produkte der Software AG stellendie Schlüsseltechnologien zur Verfügung, auf denendiese Anwendungen aufsetzen.Prozessexzellenz in der maritimen ContainerlogistikHerausforderungStellen Sie sich vor, ein guter Morgen beginnt mit einem gutenFrühstück. Frische Brötchen, Eier, Orangensaft, Marmelade, Honig,Schinken dürfen nicht fehlen, und möglicherweise steht auch eineSchale mit frischem Obst auf dem gedeckten Tisch. Aber haben Sieschon einmal darüber nachgedacht, welche weit gereisten „Gäste“sich da auf Ihrem heimischen Frühstückstisch versammelt haben? DieBananen stammen sicherlich aus Ecuador, das Mehl für die Brötchenhat wahrscheinlich schon ukrainische Sonne gesehen, und die Orangenkommen möglicherweise aus Marokko oder Israel, die Bienen für denHonig schwärmten in Australien. Die Welt ist zu Gast auf Ihrem Frühstückstisch.Und wie ist das möglich? Dahinter verbirgt sich ein hocheffizientes,komplexes System aus Logistikprozessen. Nehmen wir zumBeispiel den Morgenkaffee: Die Kaffeebohne reifte vielleicht in Brasilienund wurde dort geröstet, verpackt, transportiert, verladen, verschifft. InEuropa und USA werden die Bohnen wieder ausgeladen, verpackt undweiterverarbeitet. Die einzelne Bohne ist durch viele Hände gewandert,von vielen Transportmitteln befördert und durch viele Produktionsprozessezu dem gemacht worden, was am Ende in Ihrer Tasse duftet.All diese Schritte erfordern ein hohes Maß an Technologie. ModerneLogistikprozesse wären undenkbar ohne die zugrunde liegendenIT-Systeme. Nur mit Hilfe von fein aufeinander abgestimmte SoftwareundHardwaresystemen ist es möglich, diese logistische Meisterleistungzu vollbringen. Betrachten wir nur einen Ausschnitt aus der Logistikkette,die sogenannte „maritime Containerlogisitk“, d.h. das Verschiffenvon Waren mit Hilfe von großen, seetüchtigen Containern auf Containerschiffen,und die technologische Umsetzung der hohen Anforderungen,die die komplizierte Prozesskette mit sich bringt.Lösungen und KundennutzenDie Vorteile der Prozessautomatisierung, nicht nur für die Logistik, lassensich schnell erkennen. So konnten Kunden, die stark abhängig von exzellentfunktionierenden Logistikprozessen sind, wie folgt profitieren:Messbarkeit der „DFIOT“(pünktliche und komplette Lieferung der Produkte)UmsatzsteigerungSchnellere Auslieferung durch permanente Möglichkeit,den Status der Lieferung zu überwachenProaktive ProblemlösungGenaue KostenkontrolleBessere Kontrolle der DrittlieferantenTechnologieGrundlage dieser maritimen Containerlogistik bildet ein sogenannter„Metaprozess“, in dem alle Umschlagprozesse entlang einer Transportketteabgebildet werden. Die einzelnen Umschlagprozesse mitProzess-Beschreibung gilt es mit Hilfe der webMethods-Technologiender Software AG umzusetzen. Die vorgegebenen Prozesse werdenzunächst implementiert und dann optimiert. Jeder Umschlagsprozessbeinhaltet neben dem physischen Umschlag auch die vor- und nachgelagertenInformationsprozesse, die ebenfalls durch die webMethodsSuite abgebildet werden. Key Performance Indikatoren (KPIs) werdenverwendet, um die Prozesse messbar zu machen, zum Beispiel dieAnzahl der Transportvorgänge, Umschlagzeiten oder die Anzahl dermanuellen Zugriffsnotwendigkeiten.Zusätzlich kann das Szenario um die Technologiekomponente RFID(Radio Frequenz Identifikation) erweitert werden. RFID-Transponder anmaritimen Containern bieten vielfältige Nutzenpotenziale. Sie ermöglichenz.B. eine schnelle Containeridentifikation durch automatisierteAuslesung der Transponder, beschleunigen so den Umladevorgang undführen zu einem effizienteren und effektiveren Umschlag in der Containerlogistik.Wird heute zum Beispiel die 11 Zeichen lange Containernummerzur Identifikation des Containers noch manuell überprüft undin die IT-Systeme eingegeben, so könnte in Zukunft diese Informationauf einem RFID-Transponder gespeichert und automatisch ausgelesenwerden. Der Prozessschritt der manuellen Identifikation entfällt und derContainer kann in diesem Fall ohne Unterbrechung umgeladen werden.FachspracheKonsolidierung und Harmonisierung der IT und der Prozesse,Business Process Management (BPM), Business Activity Monitoring(BAM)ProduktewebMethods 8: webMethods CentraSite Active SOA &webMethods Mediator & webMethods ESBSoftware AG Geschäftsbericht 2009 23


01_ Zum Unternehmen | Software AG Technologie und kundentravel-BA.Sys, DeutschlandDurch den Einsatz von Natural for AJAX gelang esdem Anbieter von IT-Systemen für Reisebüros, dieZeit für die Fortbildung von Reisebüromitarbeiternum 25 Prozent zu senken. travel-BA.Sys migriertesein Reservierungssystem und sein Reiseverwaltungssystemkurzerhand auf eine webfähige Plattform,die viele benutzerfreundliche Schnittstellen,Menüs und kaufmännische Funktionalitäten bietet.Swisscom, SchweizROI von neun bis zwölf Monaten erreichbar: Durchden Einsatz von ARIS PPM wurde die Transparenzim Bestellprozess erhöht und bereits unmittelbarnach Einführung des Prozess-Controllings konnteeine massive Reduzierung der Durchlaufzeit festgestelltwerden.Prozessexzellenz in der öffentlichen Verwaltung –Effiziente Verwaltungsprozesse durch integrierte BPM-PlattformHerausforderungStellen Sie sich vor, Sie werden als Abteilungsleiter eines Landesministeriumsbeauftragt, die bestehende E-Government-Struktur wirtschaftlicher,innovativer und serviceorientierter zu gestalten – und dies ohneMehrkosten. Das bedeutet für Sie betriebswirtschaftliche wie technischeHerausforderungen: Es gilt zahlreiche Fachverfahren und Einzelanwendungeneffizient aufeinander abzustimmen und einfach bedienbareServices kostenneutral bereitzustellen. Bürger und Unternehmen solleneinen zentralen Zugang zu landesweit dezentralen Verwaltungsinformationenerhalten. Landesbehörden und Kommunen sollen zentraleFach- und Basisdienste für eigene Verwaltungsdienstleistungen nutzenkönnen, ohne in ihre IT-Systeme investieren zu müssen.Folglich müssen Sie die bestehende heterogene IT-Infrastruktur zugunsteneiner landesweit einheitlichen E-Government-Plattform harmonisieren.Zugleich sollen neue Dienste schnell, flexibel und kostensparenderstellt werden können. Wichtige Bedingungen dabei sind Investitionssicherheitund Risikominimierung. Kurz gesagt: Es geht um den Aufbauvon exzellenten Prozessen in Ihrer Verwaltung.Lösungen und BürgernutzenGemeinsam mit Vertretern anderer Behörden ermitteln Sie, welcheProzesse durchgängig zu gestalten sind und wo Verbesserungen fürStaat und Bürger möglich sind. Die gemeinsamen Dienste reichen vonder Einrichtung eines virtuellen Bauamtes über die Bereitstellung vonGeoinformationsdiensten bis zu verwaltungsinternen „Portalservern“für Wissensmanagement-, E-Collaboration- und E-Shop-Lösungen. Einweiterer Meilenstein ist die landesweit nutzbare, serviceorientierteBPM-Plattform zur Erhöhung der Effizienz und Effektivität. Dabei solldie kontinuierliche Weiterentwicklung auf fachlicher und technischerEbene in einem durchgängigen Prozess-Lifecycle sichergestellt sein.Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die organisations- und systemübergreifendenProzesse laufen Verwaltungsaufgaben einfacher,sicherer und mit weniger Aufwand ab, die Verwaltungseffizienzerhöht sich. Bürgeranfragen werden schneller bearbeitet und neueDienste lassen sich flexibel ergänzen. Die medienbruchfreie Kommunikationüber verschiedene Systeme und Ämter hinweg sorgt füreine zukunftsfähige Verwaltung, die auch den Herausforderungen vonmorgen gewachsen ist.TechnologieMit Ihren Kollegen erarbeiten Sie ein ganzheitliches Konzept für die Ablauforganisation,das Sie in einer nachhaltigen E-Government-RoadmapIhrer Verwaltungsdirektion vorschlagen. Als Basisdienste werden einlandesweit einheitlicher Formularservice, die elektronische Signatur unddie virtuelle Poststelle für die externe Kommunikation vorgeschlagen.Die neue BPM-Plattform muss sowohl die fachlichen Abläufe unterstützenals auch die technische Implementierung sicherstellen. ImRahmen einer landesweiten Ausschreibung finden Sie die ideale Lösung:Das kombinierte Softwareportfolio von ARIS und webMethods.Mit Hilfe von ARIS Business Architect werden die Ist-Abläufe analysiertund die Soll-Prozesse modelliert und konfiguriert. Durch die enge Verzahnungmit webMethods auf Basis einer zentralen Prozessarchitekturerfolgt die Umsetzung der neuen Prozesse auf IT-Ebene mit integrierterRückkoppelungsfunktion: Änderungen auf der Modellierungsebenewerden automatisch auf der Implementierungsebene angepasst undumgekehrt. Damit legen Sie die Grundlage für eine kontinuierlicheGeschäftsprozessverbesserung – flexibel anpassbar an die sich ständigändernden Anforderungen.Die neue BPM-Plattform bietet eine strukturierte, standardkonformeund modular erweiterbare E-Government-Umgebung und machtandere Basisdienste zentral für unterschiedliche Fachanwendungenverfügbar. Dies gilt sowohl für neu entwickelte als auch für bestehendeAnwendungen, die über Serviceschnittstellen auf die neue Infrastrukturzugreifen. Damit wird gewährleistet, dass alle Fachverfahrenreibungslos miteinander arbeiten und verwaltungs- sowie verfahrensübergreifendeProzesse effizient unterstützen. Profitieren werdendavon nicht zuletzt wichtige Projekte wie die Umsetzung der EU-DLR(Dienstleistungsrichtlinie) oder des geplanten virtuellen Bauamtes.FachspracheBusiness Process Improvement, SOA Governance, Life CycleManagementProduktewebMethods 8: webMethods CentraSite Active SOA &ARIS Platform-Suite & ARIS Solutions24Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | software ag technologie und kunden1 |Watt, DeutschlandMit der webMethods BPM Suite implementierteWatt Deutschland eine neue integrierte Order-to-Cash-Lösung. Anhand von webMethods TradingNetworks automatisierte der Stromanbieter denDatenaustausch mit Partnern.SAbic EUROPEManagement von Geschäftsprozess-Engpässenwährend einer Periode schnellen Wachstums: DasChemieunternehmen SABIC Europe senkt seineBetriebskosten mit ARIS Business Architect for SAP‘und erreicht kalkulierte Zeitersparnisse zwischeneinem Jahr und drei Jahren.Prozessexzellenz in der Energieversorgung reduziert CO 2-BilanzHerausforderungStellen Sie sich vor, die Energiewirtschaft ist im Augenblick von einerumfangreichen Deregulierung betroffen und muss sich gleichzeitig mitden Anforderungen an eine Verringerung ihrer CO 2-Emissionen auseinandersetzen.Damit steht die Branche vor der größten Herausforderungihrer bisherigen Geschichte. Die Liberalisierung hat neue agile Marktteilnehmerhervorgebracht, alternative Formen der Energiegewinnung eröffnenpositive Aussichten für eine effizientere und sauberere Industrie.Allerdings kann die Branche diese neuen Chancen noch nicht in vollemUmfang nutzen, und auch die Verbraucher können noch nicht umfassenddavon profitieren. Der Grund liegt in dem gegenwärtigen Energieverteilnetz,das noch mit einem Steuerungs- und Abrechnungssystemvon vor fünfzig Jahren arbeitet. Die Verteil- und Abrechnungsinfrastrukturkonnte mit den Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenenJahrzehnte nicht Schritt halten. Für den Durchschnittsverbraucher ist esimmer noch dasselbe jährlich wiederkehrende Szenario – jedes Jahrmuss der Strom abgelesen werden und jedes Jahr stellt sich dann dieselbespannende Frage: Rückerstattung oder Nachzahlung?Nur wenig ist von dem Fortschritt, der in der Geschäftsprozess- undKommunikationssoftware erzielt wurde, bisher in das Energienetz vorgedrungen.Aber jetzt kommt Bewegung in die Sache.Derzeit beobachten wir die Einführung eines intelligenten Energienetzes,des so genannten „Smart Grid“ oder „Internet der Energie”. Dabeihandelt es sich um ein weltweites, komplett digitalisiertes, mess- undsteuerbares, intelligentes Energieverteilsystem. Man könnte auch sagen,es handelt sich um das größte Green-IT-Projekt auf dem Planetenbzw. um die derzeit bedeutendste Initiative zur Reduzierung des CO 2-Ausstoßes. Das Smart Grid ist wahrscheinlich alles in einem, und denAnfang machen Systeme für die intelligente Energieverbrauchsmessung(Smart Metering).Lösungen und KundennutzenDas Geschäftsszenario überzeugt. Der Energieerzeuger kann Spitzenim Energiebedarf vorausberechnen und Verbrauch sowie Produktionaufeinander abstimmen. Energiediebstahl und Störungen im Netzlassen sich in Echtzeit lokalisieren. Alternative Energiequellen könnenje nach Erfordernis zum gewünschten Zeitpunkt zugeschaltet werden.Der Verbraucher gewinnt eine bessere Kontrolle über seinen Energieverbrauch.Er steuert den Zeitpunkt, wählt das Versorgungsunternehmenund bestimmt die Kosten. Er regelt den Energieverbrauch so, dassautomatisch der günstigste Preis genutzt wird. Er drosselt den Verbrauch,wenn der Strom sehr teuer ist, und er handelt den für seinenindividuellen Bedarf passenden Tarif aus.Auch was unseren Planeten betrifft, so sind die Zahlen beeindruckend:Mithilfe intelligenter Stromnetze ließe sich der Verlust von zehn Prozentder Energie, die in Europa und den USA durch Diebstahl und Störungenim Netz verloren gehen, vermeiden. Intelligente Netze und intelligenteGebäude könnten den CO 2-Ausstoß weltweit bis 2020 jährlichum 15 Prozent reduzieren. Mithilfe intelligenter Netze könnten alleinin Deutschland jährlich 1,5 Milliarden Euro eingespart und die CO 2-Emissionen um 5,6 Millionen Tonnen reduziert werden. Die Energiebereitstellungdurch den Lieferanten an den Verbraucher mithilfebidirektionaler digitaler Technologie ermöglicht es, die Elektrogerätebeim Verbraucher zu überwachen und zu steuern. Das Ergebnis: Energiewird eingespart, Kosten reduziert und die Zuverlässigkeit und Transparenzerhöht.TechnologieSoftware ist die Schnittstelle zwischen intelligenter Energieversorgungund intelligenten Geschäftsprozessen. Software ist die Schnittstellezwischen einem statischen Verteilnetz und sich ständig ändernden Geschäftserfordernissen.Software ist die Schnittstelle zwischen dem modernenLieferanten und dem informierten Verbraucher. Die Software AGbietet die Technologie für diese Schnittstelle, schafft die Verknüpfung –und bewirkt damit den Unterschied. Die Software AG ermöglicht demEnergieunternehmen, intelligente Prozesse zu erstellen und über diesedas „Smart Grid“ mit dem informierten Verbraucher auf der einen Seiteund agilen Lieferanten auf der anderen Seite zu verbinden. DieSoftware AG liefert die Schlüsseltechnologie für die größte Herausforderung,die die Energiewirtschaft je zu bewältigen hatte.FachspracheBusiness Process Improvement (BPI), Business Process Monitoring(BPM), Performance Dashboards, Key Performance Indicators(KPI), Workflow-Management, Smart MeteringProduktewebMethods 8: webMethods Business Activity Monitoring &webMethods CentraSite, ARIS Platform-Suite & ARIS SolutionsSoftware AG Geschäftsbericht 2009 25


01_ Zum Unternehmen | AktieAktieDie Aktie der Software AG übertraf mit einer herausragenden Performance im Börsenjahr 2009 alleVergleichsindizes. So hat sich der Aktienkurs in diesem Jahr fast verdoppelt und markierte mit einemSchlusskurs von 76,40 Euro den höchsten Kurs seit 2001. Die Marktkapitalisierung erhöhte sich aufrund 2,2 Milliarden Euro.2009 ein turbulentes BörsenjahrNachdem 2008 eines der schlechtesten Börsenjahre aller Zeiten war,wird 2009 als eines der turbulentesten in die Geschichte eingehen.Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise haben die weltweitenAktienmärkte am Jahresanfang weiter stark nachgegeben. Ab MitteMärz setzte jedoch eine allmähliche Erholung ein; insbesondere imApril und Juli 2009 legten die Aktienkurse weltweit deutlich zu.Der deutsche Leitindex DAX markierte am 6. März mit 3.666 Punktenseinen niedrigsten Stand in der Finanzkrise. Seit seinem HöchststandMitte 2007 mit 8.105 Punkten hatte er damit mehr als die Hälfte verloren.Doch zum Jahresende 2009 überschritt er schon wieder die Markevon 6.000 Punkten – ein Plus von mehr als 60 Prozent. Für das Gesamtjahrergibt sich mit letztlich 5.957 Punkten zum 30. Dezember 2009ein Anstieg von rund 20 Prozent.Und auch die Technologie-Werte profitierten von dem Aufwärtstrend,der im Verlauf des Börsenjahres 2009 einsetzte: Der technologiebestimmteComposite-Index der Computerbörse Nasdaq gewann40 Prozent an Wert und das deutsche Technologiebarometer TecDAXlegte im Jahresverlauf mehr als 55 Prozent zu.Aktie der Software AG Outperformer im TecDaxGleich zu Beginn des Börsenjahres 2009, am 15. Januar 2009, erreichtedie Aktie der Software AG mit 33,61 Euro im Tagesverlauf ihrenJahrestiefstand. Mit der Berichterstattung zu den Zahlen des Geschäftsjahres2008 Ende Januar begann sich der Kurs aber schnell zu erholen.Weitere gute Unternehmensmeldungen, ein starker CeBIT-Auftritt,eine Dividendenerhöhung auf 1,10 Euro sowie die positiven Einschätzungenvon führenden Analysehäusern stützten diese gute Entwicklung.Ende April setzte vor Bekanntgabe der Geschäftszahlen zum1. Quartal 2009 eine leichte Kurskorrektur ein, die die allgemeineVerunsicherung an den Märkten widerspiegelte. Im zweiten unddritten Quartal erlebte die Aktie jedoch eine solide Aufwärtsbewegung,weiterhin gestützt von guten Unternehmensmeldungen. Auchnach dem am 17. August 2009 veröffentlichten Übernahmeangebotfür IDS Scheer kletterte der Aktienkurs stabil weiter nach oben. DieReaktionen der Finanzanalysten auf die angekündigte Übernahme warjedoch zunächst verhalten, da eine Verunsicherung bezüglich einermöglichen Margenverwässerung bestand. Mit dem fortschreitendenÜbernahmeprozess und den besser als vom Markt erwarteten Quartalsergebnissendes dritten Quartals 2009, inklusive der Erstkonsolidierungder IDS Scheer, insbesondere hinsichtlich der EBIT-Marge,erlebte die Aktie jedoch zum Jahresende deutliche Kurssprünge nachoben. Das Jahreshoch betrug im Tagesverlauf des 10. Dezember 200980,05 Euro.Nach einem Eröffnungskurs von 39,97 Euro am 2. Januar 2009 schlossdie Aktie zum 30. Dezember 2009 mit 76,40 Euro. Dies entsprichteinem Wertzuwachs innerhalb eines Geschäftsjahres von 91 Prozent.Aufgrund des starken Kursanstiegs ist die Marktkapitalisierung imBerichtsjahr deutlich angestiegen: Zum Jahresende betrug sie2,2 Milliarden Euro nach 1,1 Milliarden Euro zum Vorjahresende.Nach wie vor zählt die Aktie der Software AG zu den 100 umsatzstärkstenBörsenwerten in Deutschland und erfüllt damit die höchstenLiquiditätskriterien des elektronischen Handels auf Xetra. Das Handelsvolumenlag 2009 bei rund 50,0 Millionen Aktien (Vorjahr: 55,1 MillionenStück). In der TecDAX-Rangliste der Deutschen Börse AG belegtedie Software AG den 3. Platz bei der Free Float-Marktkapitalisierungund Rang 5 bei dem Auswahlkriterium Börsenumsatz.26Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | aktie1 |Kursverlauf im Vergleich (Indexierte Werte)180185,75160140120155,58140,38132,28119,79100806002.01.2009 31.03.2009 30.06.2009 30.09.2009 30.12.2009Software AG NASDAQ DAX TecDAX DAXsector SoftwareMarktkapitalisierung zum Ende des Geschäftsjahresin Mio. EUR2007 1.728,632008 1.145,62009 2.193,32Dividendenanstieg auch für das Geschäftsjahr 2009Die Software AG setzt ihre stabile und auf Kontinuität ausgerichteteDividendenpolitik weiter fort. Daher sind der Gewinn pro Aktie desabgelaufenen Geschäftsjahres und der Free Cashflow notwendigeOrientierungsgrößen. Auf der Hauptversammlung am 30. April 2009in Darmstadt wurde beschlossen, die Dividende von 1,00 Euro jeAktie auf 1,10 Euro je Aktie zu erhöhen. Das ist der höchste Wert seitdem Börsengang. Somit betrug die Ausschüttungssumme an unsereAnteilseigner rund 31,5 Millionen Euro.Auch für 2009 ist eine angemessene Beteiligung der Aktionäre an derSoftware AG vorgesehen. Der Gewinn pro Aktie sowie der Free Cashflowkonnten im Geschäftsjahr 2009 weiter gesteigert werden.Gleichzeitig gilt es, das notwendige Wachstum des Unternehmensauch im kommenden Jahr zu finanzieren. Vorstand und Aufsichtsratschlagen der Hauptversammlung deshalb erneut eine Dividende von1,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie für das Geschäftsjahr2009 vor.Software AG Geschäftsbericht 2009 27


01_ Zum Unternehmen | AktieInvestor-Relations-Arbeit Erneut ausgezeichnetWir informieren alle Teilnehmer des Kapitalmarkts entsprechend des„Fair Disclosure“ transparent, umfassend und ausführlich über unsereUnternehmensstrategie und unsere aktuellen Entwicklungen. Ziel derInvestor Relations ist es, einen Informationsgleichstand für alle Anleger zu ermöglichen. Der auf unserer Website frei zugängliche Finanzkalenderenthält alle Investor-Relations-Termine und -Aktivitäten.Wir veröffentlichen unsere Geschäftszahlen sehr zeitnah und präsentierendiese an dem jeweiligen Tag Journalisten und Analysten sowieInvestoren in Telefonkonferenzen oder mittels Präsenzveranstaltungen.Im Internet stellen wir stets aktuelle Unternehmensinformationenwie Reden und Präsentationen, Finanzberichte sowie Presse- und Adhoc-Mitteilungen,umfassende Informationen zur Hauptversammlungund Corporate Governance, aber auch künftige und historische Analystenerwartungen zur Ansicht oder zum Download zur Verfügung.Im Jahr 2009 wurden wir erneut für unsere IR-Arbeit ausgezeichnet:So erhielten wir den Capital Investor Relations Award im TecDax undauch in der Gesamtwertung, die alle deutschen Indizes sowie denEuroStoxx50 umfasst, lagen wir an erster Stelle. Dabei bewerten dieZeitschrift Capital und die DVFA die Güte der IR-Arbeit anhand derKriterien Zielgruppenorientierung, Transparenz, Track Record und ExtraFinancial Reporting.Auch in dem Ranking des Wirtschaftsmagazins Wirtschaftswoche, dasvon Thomson Reuters Extel durchgeführt wird, belegten wir Platz eins imTecDax für „Beste IR“. Das Ergebnis fußt auf einer umfassenden Studieund Befragung von Fondsmanagern und Analysten weltweit. Darüberhinaus wurde unser umfassendes Informationsangebot im Interneterneut von NetFederation als „Beste IR Website“ im TecDax prämiert.BÖRSE ONLINE untersuchte auch in diesem Jahr, wie gut sich Privatanlegervon den 160 größten deutschen börsennotierten Aktiengesellschaftenüber deren Geschäftsentwicklung, Strategie und Zukunftsperspektiveninformiert fühlen. Im Mittelpunkt der von Ende Oktober bisEnde November 2009 laufenden Befragung standen die Glaubwürdigkeitund die Verständlichkeit der Kommunikation der IR-Abteilungen.So wurden die Anleger beispielsweise zum Geschäftsbericht und zurQualität der Unternehmenswebsite befragt. Hier konnte sich dieSoftware AG einen sehr guten Platz im Gesamtranking aller untersuchtenUnternehmen in Deutschland sichern.Aktive Investorenansprache fortgeführtWir haben auch im Berichtsjahr bestehende und potenzielle neueInvestoren sowie Analysten gezielt angesprochen und über unserUnternehmen informiert. Dabei lag der Schwerpunkt im abgelaufenenGeschäftsjahr aus Zeit- und Kosteneffizienzgründen auf der Teilnahmean Konferenzen. Der Vorstand bzw. Investor Relations nahmen an 18Kapitalmarktkonferenzen vor allem in Europa und auch in den USAteil. Darüber hinaus führten wir an 18 Roadshow-Tagen Einzelgesprächemit Investoren weltweit. Insgesamt haben wir damit mehr als320 Analysten und Investoren ausführlich unser Geschäftsmodell undunsere Strategie erläutert. Dies war insbesondere willkommen, nachdemwir das Übernahmeangebot für IDS Scheer veröffentlicht hatten.Wir sind im Vorstand des Deutschen Investor Relations Verbands (DIRK)engagiert und gestalten so die Rahmenbedingungen der InvestorRelations national und international mit. Außerdem nehmen wir zuRegelungen des Kapitalmarkts Stellung und fördern den Erfahrungsaustauschbörsennotierter Unternehmen in Deutschland untereinandersowie mit dem Kapitalmarkt.Transparente AktionärsstrukturDie gemeinnützige Software AG-Stiftung ist nach wie vor der größteAnteilseigner der Software AG. Sie hält rund 29 Prozent der ausstehendenAktien.Die Software AG-Stiftung ist heute eine der zehn finanzstärksten Stiftungenin Deutschland. Sie unterstützt freie Träger und Initiativen inden Bereichen Behindertenhilfe, Erziehung, Bildung und Jugendhilfe,Altenhilfe, Naturhilfe und Umweltschutz sowie Wissenschaftsförderungin den Bereichen ökologischer Landbau, Komplementärmedizinund Pädagogik.Aktionärsstruktur*6 %2 %3 %6 %19 %13 %* Quelle: Thomson Reuters, Januar 201051 %Institutionelle InvestorenDeutschlandUKNordamerikaSchweizFrankreichRest der WeltPrivatanleger und nichtidentifizierte institutionelleInvestoren weltweit28Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | aktie1 |Top 10 Investoren*Investor in %Software AG Stiftung 29,00Deka Investment GmbH 6,17Alken Asset Management LLP 4,79JPMorgan Asset Management U.K. Limited 3,03Fidelity Management & Research 3,02Allianz Global InvestorsKapitalanlagegesellschaft mbH 2,95DWS Investment GmbH 2,90Braun, von Wyss & Müller AG 2,60Baring Asset Management Ltd. 1,64Classic Fund Management Aktiengesellschaft 1,47* Quelle: Thomson Reuters, Januar 2010Mit einem Streubesitz (Free Float) von etwa 71 Prozent verfügen wirüber eine breit gestreute Anlegerstruktur aus privaten und institutionellenInvestoren im In- und Ausland. Geografisch teilt sich der identifizierteAktienbestand wie folgt auf: Deutschland 51 Prozent, Großbritannien13 Prozent, Rest der Welt 6 Prozent und Nordamerika 6 Prozent.Die genannte Aktionärsstruktur wurde im Dezember 2009 erhoben.Weitere Informationen hierzu sowie allen anderen Themen sind aufunserer Homepage www.softwareag.de im Bereich Investor Relationszu finden.Veränderungen des GrundkapitalsDie Zahl der ausgegebenen Aktien lag im Geschäftsjahr 2009 bei28.708.410 Stück und damit um 69.568 Stück höher als im Vorjahr.Dieser Anstieg ist in der Ausübung einer bedingten Kapitalerhöhungim Rahmen eines Management-Optionsplans begründet.Stammdaten zur AktieISIN DE 0003304002WKN 330400SymbolReutersBloomberggelistet anBörsensegmentIndexSOWSOWGn.FSOW GYBörse FrankfurtPrime StandardTecDAXIPO am 26.04.1999Emissionspreis30 EURKennzahlen zur Aktie2009 2008IFRSIFRSJahresschlusskurs (XETRA) in EUR 76,40 40,00Hoch in EUR 77,77 60,37Tief in EUR 34,78 29,50Anzahl der Aktienzum Ende des Geschäftsjahres 28.708.410 28.638.842Börsenkapitalisierungzum Ende des Geschäftsjahres in Mio. EUR 2.193,32 1.145,6Streubesitz (Free Float) in % 71,0 70,6Durchschnittlicher Tagesumsatz (XETRA, in Stück) 198.759 218.517IndizesCDAX Performance IndexHDAX Performance IndexL-TECDAX Performance-IndexTECDAX Performance IndexTechnology All Share Performance IndexDAX sector SoftwareDAXsubsector SoftwareMidcap Market KursindexMidcap Market Performance IndexDAX International 100 Performance IndexDow Jones 600 IndexSoftware AG Geschäftsbericht 2009 29


01_ Zum Unternehmen | CORPOrate governanceCorporate GovernanceEffiziente Führung und Kontrolle in allen Unternehmensbereichen istfür Vorstand und Aufsichtsrat des Software AG-Konzerns wesentlicheVoraussetzung für nachhaltige Wertschöpfung.Beide Organe haben deshalb in der Vergangenheit gemäß der deutschenGesetzgebung und der darüber hinausgehenden Empfehlungdes Deutschen Corporate Governance Kodex kontinuierlich dieManagementstruktur des Konzerns und die Kontrollinstrumenteseiner Gremien überprüft und den gewandelten Anforderungenentsprechend angepasst.GrundverständnisGute Corporate Governance ist bei der Software AG ein zentraler Bestandteilder Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat fühlensich ihr verpflichtet, alle Unternehmensbereiche orientierten sich daran.Die verantwortungsvolle, qualifizierte und transparente Unternehmensführungist auf den langfristigen Erfolg des Unternehmens ausgerichtet.Dies umfasst nicht nur die Einhaltung von Gesetzen, sondern auchdie weitgehende Befolgung allgemein anerkannter Standards undEmpfehlungen. Im Mittelpunkt stehen dabei Werte wie Nachhaltigkeit,Transparenz und Wertorientierung.Der Corporate Governance Bericht der Software AG erfolgt gemäßZiffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex durch Vorstandund Aufsichtsrat gemeinsam. Er beschreibt die Grundsätze der FührungsundKontrollstruktur sowie die wesentlichen Rechte der Aktionäre derSoftware AG.Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratDie Software AG verfügt über die Organe Vorstand, Aufsichtsrat undHauptversammlung. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz,der Satzung sowie den Geschäftsordnungen für den Vorstandund den Aufsichtsrat geregelt. Auch im Berichtsjahr haben Vorstandund Aufsichtsrat eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet.Der Vorstand leitet die Software AG eigenverantwortlich. Er ist demUnternehmensinteresse und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertesverpflichtet. Außerdem vertritt er die Gesellschaftgegenüber Dritten. Zurzeit besteht der Vorstand der Software AG aussechs Mitgliedern. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnahund umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Unternehmensplanungsowie die Risikolage, das Risikomanagement unddie Compliance.Der Aufsichtsrat der Software AG besteht ebenfalls aus sechs Mitgliedern.Er berät und überwacht den Vorstand bei der Unternehmensführung.Die beiden Organe stimmen gemeinsam die Unternehmensstrategieund deren Umsetzung ab.Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und ist berechtigt,diese aus wichtigem Grund abzuberufen. Außerdem erörtert er dieQuartalsberichte und prüft und billigt den Jahresabschluss sowie denKonzernabschluss der Software AG. Bedeutende Vorstandsentscheidungenwie wesentliche Finanzmaßnahmen oder Akquisitionenbedürfen seiner Zustimmung.Die Wahl des Aufsichtsrats entspricht bei der Software AG den Empfehlungendes Corporate Governance Kodex, alle Aufsichtsratsmitgliederwerden einzeln gewählt. Unsere Geschäftsordnung sieht vor, dass beivorzeitigem Ausscheiden von Aufsichtsratsmitgliedern die gerichtlicheBestellung des Nachfolgers nur bis zur nächsten Hauptversammlungerfolgt.Effiziente AusschussarbeitDie Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht die Bildung von dreiAusschüssen vor. Dazu zählen der Personalausschuss für Vorstandsangelegenheiten,der Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie derNominierungsausschuss. Dieser bereitet Vorschläge zur Wahl vonMitgliedern des Aufsichtsrats vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr tratder Personalausschuss dreimal zusammen, der Prüfungsausschusseinmal und der Nominierungsausschuss einmal. Über seine Aufgabenund die Arbeit im Berichtsjahr informiert der Aufsichtsrat im Berichtdes Aufsichtsrats. Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüsse arbeiten engzusammen mit dem Ziel der nachhaltigen Wertsteigerung derSoftware AG. Im Geschäftsjahr 2009 hat es folgende Veränderung inden Ausschüssen gegeben: Herr Dr. Andreas Bereczky wurde auf derAufsichtsratsversammlung am 30. April 2009 neuer Aufsichtsratsvorsitzenderder Software AG. Er folgt auf Herrn Frank F. Beelitz, der nachzehn Jahren als Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats aus demGremium ausgeschieden ist. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurdeHerr Heinz Otto Geidt, der den Großaktionär Software AG-Stiftung vertritt.Die Software AG unterhält keine direkten oder mittelbaren geschäftlichenBeziehungen zu Mitgliedern des Aufsichtsrats. Es existieren insbesonderekeine Berater- und sonstigen Dienstleistungs- oder Werkverträgeuntereinander. Die beiden Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sindAngestellte der Software AG.30Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | corporate governance1 |Aktionäre und HauptversammlungDie Hauptversammlung ist ein zentrales Organ der Software AG. Überdieses können die Aktionäre ihre Rechte wahrnehmen und ihre Stimmrechteausüben. Die Software AG lädt ihre Aktionäre zur Teilnahme anihrer Hauptversammlung ein. Hier werden wichtige Beschlüsse wie dieEntlastung des Vorstands und Aufsichtsrats, die Wahl des Aufsichtsratsund des Abschlussprüfers, Satzungsänderungen sowie Kapital veränderndeMaßnahmen gefasst. Nicht zuletzt entscheiden die Aktionäreüber die Gewinnverwendung. Unsere Aktionäre erhalten regelmäßignach einem festen Finanzkalender viermal im Jahr Informationen überdie Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslageder Software AG. Die letzte ordentliche Hauptversammlung habenwir am 30. April 2009 in Darmstadt durchgeführt, bei einer Präsenz vonrund 66 Prozent des stimmberechtigten Kapitals. Die nächste ordentlicheHauptversammlung werden wir am 21. Mai 2010 in Darmstadt abhalten.Gemäß der Empfehlung des Corporate Governance Kodex führen wirdie Hauptversammlung konzentriert in einem Zeitrahmen von möglichstvier Stunden durch. Im Sinne einer effizienten Durchführung hat derVersammlungsleiter die Möglichkeit, Redebeiträge zu straffen und beiumfangreichen Antworten auf bereits veröffentlichte detaillierte Informationenzu verweisen. Aktionäre, die nicht persönlich von ihrem StimmrechtGebrauch machen wollen, können dieses auch einem weisungsgebundenenStimmrechtsvertreter der Gesellschaft übertragen. DieHauptversammlung wird zudem im Internet übertragen. Die Einladungzur Hauptversammlung und die damit verbundenen Dokumente undInformationen wie Tagesordnung, Jahresabschluss, Satzung sowie Erläuterungenzu den Beschlussvorlagen werden mit dem Tag der Einladungauf der Internetseite der Software AG veröffentlicht. Dort sindauch die Beschlüsse vorangegangener Hauptversammlungen sowiedie Quartalsberichte der abgelaufenen Geschäftsjahre zugänglich.Offene und transparente KommunikationDie Software AG informiert alle Marktteilnehmer offen, transparent,umfassend und zeitnah. Wir haben die Kommunikation 2009 nocheinmal intensiviert und aus Effizienz- und Kostengründen vor allem anzahlreichen Konferenzen und sonstigen Veranstaltungen teilgenommen.Weltweit konsistente Unternehmensbotschaften sind die Voraussetzungfür das Vertrauen von Investoren, Analysten und Journalisten.Regulierungsbehörden sowie die Medien überprüfen Veröffentlichungenund Pressemitteilungen auf Inkonsistenzen und die Einhaltunggeltender Gesetze und Regularien. Die Kommunikationsrichtliniender Software AG definieren den Rahmen, in dem Kom-munikation in unserem Unternehmen gehandhabt wird. Sie sind unterwww.softwareag.com im Bereich Investor Relations nachzulesen.Der Vorstand veröffentlicht Insiderinformationen, die die Software AGbetreffen, unverzüglich, wenn er nicht im Einzelfall von der Veröffentlichungspflichtbefreit ist. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben führenwir Insiderverzeichnisse, in denen Insider erfasst und zur Vertraulichkeitangewiesen werden. Investoren, Analysten und Journalistenwerden von der Software AG nach einheitlichen Kriterien informiert.Die Informationen sind für alle Kapitalmarktteilnehmer transparent.Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen sowie die Präsentationenvon Presse- und Analystenkonferenzen und Roadshows werden umgehendauf der Internetseite der Software AG veröffentlicht. Dieentsprechenden Termine stehen in unserem Finanzkalender.Die Software AG lässt vom unabhängigen BeratungsunternehmenIR Consult jährlich eine Perception Study durchführen. Damit wird dieWahrnehmung ihrer Finanzkommunikation von den Investoren undFinanzanalysten bewertet. Kritik und Anregungen sind für uns Anspornfür weitere Verbesserungen. Die zuletzt im September 2009 durchgeführteStudie hatte eine gute Gesamtnote von 2,07.Das Unternehmen veröffentlicht außerdem den Erwerb oder die Veräußerungvon Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehendeFinanzinstrumente, insbesondere Derivate, durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliederder Software AG sowie durch bestimmte mit diesenin einer engen Beziehung stehende Personen. Diese Transaktionen sindunverzüglich nach Kenntnisnahme auf unserer Internetseite einzusehen.Gemäß Transparenzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (TUG) ist seit dem 20.Januar 2007 die Meldepflicht auf 3 Prozent der Stimmrechte an einembörsennotierten Unternehmen gesunken. Dabei hatten insbesondereausländische Fondsgesellschaften Schwierigkeiten mit der form- undfristgerechten Veröffentlichung von Stimmrechtsveränderungen. Inenger Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht(BaFin) hat das Unternehmen die Investoren bei derVerbesserung der Meldeprozesse unterstützt. Gemäß TUG müssenUnternehmen ihre Pflichtmitteilungen auch europaweit verbreiten.Dafür nutzen wir einen geeigneten Dienstleister. Zudem veröffentlichenwir alle Informationen in deutscher und englischer Sprache. Dem seitdem 1. Januar 2007 gültigen „Gesetz über elektronische Handelsregisterund Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG)“entsprechen wir ebenfalls vollständig. Wir übermitteln dem Betreiberdes elektronischen Bundesanzeigers wie vorgeschrieben alle publikationspflichtigenUnterlagen in elektronischer Form.Software AG Geschäftsbericht 2009 31


01_ Zum Unternehmen | CORPOrate governanceVeränderung von Stimmrechtsanteilen gemäSS § 26 Abs. 1 WpHG:DatumInhalt18. Oktober 2007Rücknahme der folgenden Stimmrechtsmitteilung vom 24. Oktober 2007:(veröffentlicht am 18. Februar 2009)Der Stimmrechtsanteil der Alken Asset Management LLP hat die Schwelle von 3 Prozent überschritten.18. Oktober 2007(veröffentlicht am 18. Februar 2009)Der Stimmrechtsanteil der Virmont S.á.r.l. hat die Schwelle von 3 Prozent überschritten.18. Oktober 2007Korrekturmeldung der Stimmrechtsmitteilung vom 24. Oktober 2007:(veröffentlicht am 11. März 2009)Der Stimmrechtsanteil der Alken Fund SICAV hat die Schwelle von 3 Prozent überschritten.23. Januar 2008Korrekturmeldung der Stimmrechtsmitteilung vom 29. Januar 2008: Der Stimmrechtsanteil der(veröffentlicht am 04. Mai 2009)Baring Asset Management Limited hat die Schwelle von 3 Prozent unterschritten.23. Januar 2008Der Stimmrechtsanteil der MassMutual Holdings (Bermuda) Limited hat die Schwelle(veröffentlicht am 04. Mai 2009)von 3 Prozent unterschritten.23. Januar 2008(veröffentlicht am 04. Mai 2009)Der Stimmrechtsanteil der MassMutual Baring Holding LLC hat die Schwelle von 3 Prozent unterschritten.23. Januar 2008(veröffentlicht am 04. Mai 2009)Der Stimmrechtsanteil der MassMutual Holding LLC hat die Schwelle von 3 Prozent unterschritten.23. Januar 2008Korrekturmeldung der Stimmrechtsmitteilung vom 29. Januar 2008: Der Stimmrechtsanteil der(veröffentlicht am 04. Mai 2009)Massachusetts Mutual Life Insurance Company hat die Schwelle von 3 Prozent unterschritten.29. April 2008Rücknahme der folgenden Stimmrechtsmitteilung vom 09. Juni 2008: Der Stimmrechtsanteil der(veröffentlicht am 18. Februar 2009)Alken Asset Management LLP hat die Schwelle von 5 Prozent überschritten.04. Juni 2008(veröffentlicht am 18. Februar 2009)Der Stimmrechtsanteil der Virmont S.á.r.l. hat die Schwelle von 5 Prozent überschritten.04. Juni 2008Korrekturmeldung der Stimmrechtsmitteilung vom 20. Juni 2008: Der Stimmrechtsanteil der(veröffentlicht am 11. März 2009)Alken Fund SICAV hat die Schwelle von 5 Prozent überschritten.26. Januar 2009(veröffentlicht am 02. Februar 2009)Der Stimmrechtsanteil der DWS Investment GmbH hat die Schwelle von 5 Prozent unterschritten.24. Februar 2009(veröffentlicht am 02. März 2009)Der Stimmrechtsanteil der Virmont S.á.r.l. hat die Schwelle von 5 Prozent unterschritten.24. Februar 2009(veröffentlicht am 02. März 2009)Der Stimmrechtsanteil der Alken Fund SICAV hat die Schwelle von 5 Prozent unterschritten.04. September 2009(veröffentlicht am 08. September 2009)Der Stimmrechtsanteil der FIL Investments International hat die Schwelle von 3 Prozent überschritten.04. September 2009(veröffentlicht am 08. September 2009)Der Stimmrechtsanteil der FIL Investment Management Limited hat die Schwelle von 3 Prozent überschritten.04. September 2009(veröffentlicht am 08. September 2009)Der Stimmrechtsanteil der FIL Limited hat die Schwelle von 3 Prozent überschritten.25. September 2009(veröffentlicht am 29. September 2009)Der Stimmrechtsanteil der DWS Investment GmbH hat die Schwelle von 3 Prozent unterschritten.28. Oktober 2009(veröffentlicht am 30. Oktober 2009)Der Stimmrechtsanteil der DWS Investment GmbH hat die Schwelle von 3 Prozent überschritten.08. Dezember 2009(veröffentlicht am 18. Dezember 2009)Der Stimmrechtsanteil der DWS Investment GmbH hat die Schwelle von 3 Prozent unterschritten.Unternehmensregister siehe unter https://www.unternehmensregister.de32Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | corporate governance1 |Die Software AG geht verantwortungsvoll mit Chancen und Risiken um.Dazu trägt ein umfangreiches Chancen- und Risikomanagement bei,das die wesentlichen Risiken und Chancen identifiziert und überwacht.Dieses wird beständig weiterentwickelt und an sich ändernde Rahmenbedingungenangepasst.Unser Risikomanagement stellen wir im „Risiko- und Chancenbericht“vor. Unternehmensstrategische Chancen werden im Ausblick des Lageberichtsbeschrieben. Die Informationen zur Konzernrechnungslegungsind im Anhang zu finden.Director’s DealingsIm Kalenderjahr 2009 wurden keine mitteilungspflichtigen Geschäftegemeldet.Entsprechenserklärung 2009 gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der Software AG haben am 17. Dezember2009 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. DasUnternehmen folgt den Empfehlungen der RegierungskomissionDeutscher Corporate Governance Kodex vom 6. Juni 2008 und in derNeufassung vom 18. Juni 2009 mit folgender Einschränkung:Ziff. 3.8. D&O Versicherung: Die Anpassung des Selbstbehalts auf 10Prozent des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festenjährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds erfolgt mit Ablauf desbisherigen D&O-Versicherungsvertrags zum 1. Januar 2010. Einentsprechender Selbstbehalt ist ab 1. Januar 2010 auch für die D&O-Versicherung des Aufsichtsrats vereinbart.Vorstand und Aufsichtsrat wollen dem Kodex (Fassung vom 18. Juni2009) auch zukünftig entsprechen.Die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werdenvon der Software AG umgesetzt. Eine getrennte Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungenjeweils durch die Vertreter der Aktionäre bzw. derArbeitnehmer findet im formellen Sinne nicht statt. Aufgrund dergeringen Anzahl der Vertreter sind Abstimmungen in informeller Formleicht möglich.Weitere Einzelheiten sind auf der Internetseite www.softwareag.comunter Investor Relations zu finden. Der Deutsche Corporate GovernanceKodex der Regierungskommission Corporate Governance ist in deraktuellen Version unter www.corporate-governance-code.de einzusehen.Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche WarentreuhandAktiengesellschaft, Frankfurt am Main, ist von der Hauptversammlung2009 erneut zum Abschlussprüfer der Software AG gewählt worden.BDO berät die Software AG bei einzelnen steuerlichen Sachverhaltenim Zusammenhang mit Steuererklärungen und steuerlichen Außenprüfungen.Geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige Beziehungenzwischen BDO und ihren Organen und Prüfungsleitern einerseitsund der Software AG und ihren Organmitgliedern andererseits,die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaftbegründen könnten, haben zu keinem Zeitpunkt bestanden.Der Aufsichtsrat, vertreten durch den Vorsitzenden des Audit Committees,hat gemäß Hauptversammlungsbeschluss dem Abschlussprüfer denPrüfungsauftrag erteilt und mit ihm das Honorar vereinbart. Im Rahmender Auftragserteilung vereinbart der Vorsitzende des Audit Committeesmit dem Abschlussprüfer auch die Berichtspflichten gemäß demDeutschen Corporate Governance Kodex. BDO nimmt an den Beratungendes Audit Committees des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschlussteil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung.VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist nach den Empfehlungen des DeutschenCorporate Governance Kodex aufgestellt und beinhaltet die Angaben,die nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) bzw. den InternationalFinancial Reporting Standards (IFRS) erforderlich sind. Er stellteinen Bestandteil des testierten Konzernabschlusses dar. Der Vergütungsberichtwurde wie im Vorjahr nach den Regelungen des deutschenRechnungslegungsstandards Nr. 17 (DRS 17) aufgestellt.Der Vergütungsbericht enthält die Grundsätze der Vergütungssystemefür den Vorstand und Aufsichtsrat. Er weist die Höhe und Struktur derVergütung aus. Die Vergütung der Organmitglieder wird ausgewiesenals Gesamtvergütung unter Angabe des Verhältnisses der einzelnenVergütungsbestandteile zueinander sowie aufgeteilt nach Festbezügen,erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristigerAnreizwirkung.Software AG Geschäftsbericht 2009 33


01_ Zum Unternehmen | CORPOrate governanceVergütung des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGBDie Vergütung der aktiven Vorstände für das Geschäftsjahr 2009 setztsich wie folgt zusammen:in EURFixeVergütungVariableVergütungSonstigeVergütungs-Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)450.000,00Tantieme2.348.814,65bestandteile *34.210,93David BroadbentGBPEUR168.000,00188.576,62489.507,94558.773,5031.567,1935.024,18Mark EdwardsGBPEURHolger Friedrich* (bis 13. März 2009)Dr. Peter KürpickIvo Totev (ab 13. März 2009)Arnd Zinnhardt161.497,45181.277,7662.499,99200.000,04200.268,78231.999,96926.280,411.057.349,450,00917.293,53424.666,671.513.680,5545.261,2450.785,211.111.410,1830.966,5123.542,8428.467,45* In den sonstigen Vergütungsbestandteilen von Holger Friedrich sind 1.102 TEUR Vergütung aus der Beendigung der Vorstandstätigkeit enthalten.Variable Vergütung TantiemeDie einzelnen Vorstandsmitglieder erhalten eine Tantieme basierendauf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns. Darüber hinaussind je nach Zuständigkeitsbereich unterschiedliche quantitativeund qualitative Ziele vereinbart. Die Bemessung der Tantieme erfolgtin Abhängigkeit vom Zielerreichungsgrad.Mittel- und langfristige Vergütungskomponentena) AktienoptionsprogrammDas Aktienoptionsprogramm (Management Incentive Programm II)existiert seit 2001. Seit 1. Januar 2005 wurden aus diesem Programmkeine neuen Optionen vergeben. Zum 31. Dezember 2009 waren 860(i. Vj.: 14.367) Bezugsrechte an Vorstandsmitglieder vergeben. Das Programmläuft bis Ende 2011. Im Geschäftsjahr 2009 wurden erneut dieBedingungen zur Ausübung der Optionen erfüllt. Der Konzernumsatzerhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 Prozent und dasErgebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit überstieg 10 Prozent desUmsatzes. Der Ausübungspreis für alle Ausübungsberechtigten betrugim Berichtsjahr durchschnittlich 49,37 Euro (i. Vj.: 49,64 Euro).Darstellung der Entwicklung der zugesagten Aktienoptionen aus dem Management Incentive Plan II (MIP II) (1)Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentMark EdwardsBestand01.01.2009Anzahl9.3752.8082.184Durchschn.Basispreisin EUR22,4322,3321,31BeizulegenderZeitwert einerAktienoptionbei Gewährungin EUR8,638,368,34Restlaufzeitder AktienoptionenJahre2,52,52,5GewährteAktienoptionen2009Anzahl00034Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | corporate governance1 |Darstellung der Entwicklung der zugesagten Aktienoptionen aus dem Management Incentive Plan II (MIP II) (2)Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentMark EdwardsZurückgenommeneOptionen 2009Anzahl000AusgeübteAktienoptionen2009Anzahl8.7502.5732.184Durchschn.Basispreisin EUR22,1422,1921,31Durchschn.-Kursam Tag derAusübungin EUR48,4752,0149,86VerfalleneAktienoptionen2009Anzahl000Darstellung der Entwicklung der zugesagten Aktienoptionen aus dem Management Incentive Plan II (MIP II) (3)Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentMark EdwardsBestand01.01.2009Anzahl6252350DavonausübbarAnzahl6252350Restlaufzeitder AktienoptionenJahre1,82,00Basispreisin EUR26,4723,890Aufwand ausMIP II Aktienoptionenin EUR8.548,212.601,221.866,93b) Performance-Phantom-Share-ProgrammEin Teil der variablen Vergütung wird als langfristiger Vergütungsbestandteilbasierend auf einem Performance-Phantom-Share-Programm ausgezahlt. Der das Geschäftsjahr 2009 betreffende Anteilwird im März 2010 zum Durchschnittskurs der Software AG-Aktie desMonats Februar abzüglich 10 Prozent in Performance-Phantom-Shares(PPS/virtuelle Aktien) umgerechnet. Die daraus resultierende Stückzahlan PPS wird in drei gleichen Tranchen mit Laufzeiten von einem,zwei und drei Jahren fällig gestellt. Zum Fälligkeitszeitpunkt im Märzder Jahre 2011 bis 2013 wird die Anzahl der PPS mit dem dann aktuellenDurchschnittskurs der Aktie des Monats Februar multipliziert.Dieser Betrag wird um die prozentuale Über-/Unterperformance derAktie gegenüber dem Index TecDAX30 angepasst und kommt zur Auszahlungan die Vorstandsmitglieder. Die Anpassung ist auf 50 Prozentnach oben und unten begrenzt. Die bis zur Auszahlung einer TranchePPS an die Aktionäre der Software AG ausgeschüttete Dividende proAktie wird mit dem gleichen Betrag je PPS an die Vorstandsmitgliederausgezahlt. Für die 2010 fälligen PPS können die Vorstandsmitgliederanstelle der Auszahlung die Verlängerung fälliger PPS für einen Zeitraumvon sechs Jahren wählen. Während des Verlängerungszeitraumskann das Vorstandsmitglied viermal jährlich, jeweils nach Veröffentlichungder Finanzergebnisse der Gesellschaft, die Auszahlung verlängerterPPS verlangen. Die Anzahl an PPS wird über die verlängerteLaufzeit um die prozentuale Über-/Unterperformance der Software AG-Aktie gegenüber dem Index TecDAX30 angepasst. Die Anpassung istauf 50 Prozent nach oben und unten begrenzt. Zum Auszahlungszeitpunktwird die Anzahl an PPS mit dem Durchschnittskurs der Software AG-Aktie des sechsten bis zehnten Handelstages nach Veröffentlichung derFinanzergebnisse multipliziert. Die bis zum Auszahlungszeitpunkt derPPS an die Aktionäre der Software AG ausgeschüttete Dividende proAktie wird mit dem gleichen Betrag je PPS an die Vorstandsmitgliederausbezahlt. Aus diesem Programm entstanden im Geschäftsjahr 2009Personalaufwendungen in Höhe von 5.932 TEUR (i. Vj.: 4.851 TEUR),die in der Spalte langfristige Vergütungsbestandteile enthalten sind.c) Management Incentive Programm III (MIP III)Im dritten Quartal 2007 wurde ein an der Entwicklung des Aktienwertesorientiertes Incentive-Programm für Vorstandsmitglieder undFührungskräfte aufgelegt. Bisher wurden 1.050.000 Beteiligungsrechtean Vorstände ausgegeben. Die Inhaber dieser Beteiligungsrechte habennach Erreichen der Performance-Ziele bis 30. Juni 2016 einen Anspruchauf Auszahlung des Wertes, um den die Aktie der Software AG überdem Basispreis von 72,36 Euro liegt. Als Performance-Ziel wurde dasErreichen eines Konzernumsatzes von 1.000.000 TEUR bei gleichzeitigerVerdoppelung des Ergebnisses nach Steuern gegenüber dem Geschäftsjahr2006 bis spätestens 2011 definiert.Software AG Geschäftsbericht 2009 35


01_ Zum Unternehmen | CORPOrate governanceDarstellung der Entwicklung der zugesagten Optionen (1)BestandBasispreisWert einerRestlaufzeitGewährteBasispreis01.01.2009Option beiOptionenGewährung2009Anzahlin EURin EURJahreAnzahlin EURKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)300.00072,3620,413,40–David Broadbent150.00072,3620,413,40–Mark Edwards150.00072,3620,413,40–Holger Friedrich (bis 13. März 2009)150.00072,366,223,40–Dr. Peter Kürpick150.00072,3620,413,40–Ivo Totev (ab 13. März 2009)0–––150.00072,36Arnd Zinnhardt150.00072,3620,413,40–Darstellung der Entwicklung der zugesagten Optionen (2)Zurück-BasispreisAusgeübteVerfallenegenommeneOptionenOptionenOptionen 200920092009Anzahlin EURin EURAnzahlKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)0–00David Broadbent0–00Mark Edwards0–00Holger Friedrich (bis 13. März 2009)150.00072,3600Dr. Peter Kürpick0–00Ivo Totev (ab 13. März 2009)0–00Arnd Zinnhardt0–00Darstellung der Entwicklung der zugesagten Optionen (3)BestandDavonRestlaufzeitAufwand aus31.12.2009ausübbarMIP IIIOptionen*AnzahlAnzahlJahrein EURKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)300.00002,4894.827,19David Broadbent150.00002,4447.413,59Mark Edwards150.00002,4447.413,59Holger Friedrich (bis 13. März 2009)00–– 996.455,16Dr. Peter Kürpick150.00002,4447.413,59Ivo Totev (ab 13. März 2009)150.00002,4411.446,81Arnd Zinnhardt150.00002,4447.413,59* Diese Aufwendungen in Höhe von 2.099 TEUR (i.Vj.: 3.719 TEUR) wurden um Hedgingerträge in Höhe von 2.216 TEUR reduziert (i. Vj.: um Hedgingaufwendungen in Höhe von 775 TEUR erhöht).36Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | corporate governance1 |Langfristige VergütungsbestandteileKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentGBPEURMark EdwardsGBPEURHolger Friedrich** (bis 13. März 2009)Dr. Peter KürpickIvo Totev*** (ab 13. März 2009)Arnd ZinnhardtPerformance-Phantom-SharesAnzahl14.4604.9357.929– 1.1157.6244.03012.865LangfristigeVergütungsbestandteilein EUR1.261.989,97372.279,15424.803,93602.627,66687.602,50– 988.555,56652.280,841.984.814,811.121.400,10Aufwand ausPerformance-Phantom-Shares *in EUR1.475.754,94657.149,431.317.298,27– 55.555,56894.705,83334.814,811.307.926,22* Der auf den beizulegenden Zeitwert im Zusagezeitpunkt zurückzuführende Aufwand ist in den langfristigen Vergütungsbestandteilen enthalten. Die Aufwendungen aus dem PPS-Programm wurden um Hedgingerträge inHöhe von 5.048 TEUR reduziert (i. Vj.: um 856 TEUR Hedgingaufwendungen erhöht).** Der negative Wert der langfristigen Vergütungsbestandteile ergibt sich aus der Zurücknahme der Optionen aus dem MIP III Programm sowie dem Entzug der Ansprüche aus dem PPS-Programm.*** In den langfristigen Vergütungsbestandteilen von Herrn Ivo Totev sind die im Geschäftsjahr 2009 zugesagten 150.000 Aktienoptionen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 11,00 Euro je Aktienoption enthalten.Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 14.794 TEUR(i.Vj.: 9.066 TEUR).Aus dem Performance-Phantom-Share-Programm erhielten die Vorstandsmitgliederinsgesamt 50.728 Performance-Phantom-Shares(i.Vj.: 71.962).Die Bezüge ehemaliger Vorstände betrugen 190 TEUR (i.Vj.: 291 TEUR).Die Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Vorstandsmitgliederbetrugen 2.143 TEUR (i. Vj.: 1.765 TEUR).Sonstige VergütungskomponentenScheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb von 12 Monaten nach einemWechsel der Unternehmenskontrolle ohne wichtigen Grund aus, so erhältdas Vorstandsmitglied eine Abfindungszahlung in Höhe von dreiJahresgehältern auf Grundlage der zuletzt vereinbarten Jahreszielvergütungund des durchschnittlichen Zielerfüllungsgrades der letzten dreivollen Geschäftsjahre. Im Falle der Kündigung durch das Vorstandsmitgliedgilt vorstehende Regelung nicht, wenn die Stellung des Vorstandsmitgliedsdurch den Wechsel der Unternehmenskontrolle nurunwesentlich berührt wird.Im Krankheitsfall werden fünf Mitgliedern des Vorstands die Bezüge aufder Grundlage der Jahreszielvergütung in voller Höhe für die Dauer vonsechs Monaten weiter bezahlt. Danach wird das variable Gehalt fürjeden folgenden Monat um 1/12 gekürzt. Die Gehaltsfortzahlung endetin jedem Fall mit Ende der Laufzeit des Vertrages. Leistungen der Krankenversicherungsind anzurechnen. Einem Vorstandsmitglied werden imKrankheitsfall für die Dauer von sechs Monaten 90 Prozent der Jahresdurchschnittsvergütungder letzten drei Jahre nach Steuern bezahlt.Im Falle dauernder Arbeitsunfähigkeit endet der Anstellungsvertrag desVorstandsmitglieds mit Ablauf des Monats, in dem die dauernde Arbeitsunfähigkeitfestgestellt wurde oder das Vorstandsmitglied zwölf Monateununterbrochen arbeitsunfähig war. Für diesen Fall ist einem Vorstandsmitgliedeine Abfindung in Höhe von 158 TEUR zugesagt, einem weitereneine Abfindung in Höhe der summierten Festgehälter für die Restlaufzeitdes Vertrages, maximal jedoch für sechs Monate. Die übrigen Vorstandsmitgliedererhalten in diesem Fall keine Abfindung. Ab dem Zeitpunktdes Ausscheidens bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres erhalten diedeutschen Mitglieder des Vorstands eine Berufsunfähigkeitsrente inHöhe von monatlich 13 TEUR, der Vorstandsvorsitzende erhält monatlich19,5 TEUR. Die Berufsunfähigkeitsrente wird jährlich in dem Umfangerhöht, in dem sich im vorangegangenen Kalenderjahr der vom StatistischenBundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex fürSoftware AG Geschäftsbericht 2009 37


01_ Zum Unternehmen | CORPOrate governanceDeutschland im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Die britischen Mitgliederdes Vorstands unterliegen dem in Großbritannien gültigenPermanent Health Insurance Plan. Nach diesem Plan erhalten diebritischen Vorstandsmitglieder 90 Prozent der Jahresdurchschnittsvergütungder letzten drei Jahre nach Steuern bis zum Renteneintrittsaltervon 60 Jahren. Dieser Anspruch wird bei einer jährlichen Inflationvon weniger als 5 Prozent in Höhe der Inflationsrate angepasst. Beieiner Inflationsrate von mehr als 5 Prozent wird der Anspruch jährlichum 5 Prozent angepasst.Die Gesellschaft unterhält für fünf Vorstandsmitglieder eine Lebensversicherung.Bei vier Vorstandsmitgliedern beträgt die Versicherungssumme500 TEUR für den Todesfall und 1.000 TEUR für den Invaliditätsfall.Bei einem Vorstandsmitglied beträgt die Versicherungssumme dasVierfache der Jahreszielvergütung.Die Pensionsregelung für Mitglieder des Vorstands wurde Ende 2009überarbeitet und vereinheitlicht. Für die Mitglieder des Vorstands bestehteine Pensionsregelung, die ihnen unabhängig vom Alter beiDiensteintritt ab Vollendung des 62. Lebensjahres eine lebenslänglicheAltersrente zusagt. Die Altersrente beträgt bei vier Vorstandsmitgliedernmonatlich 13 TEUR, bei einem Vorstandsmitglied beträgt sie aufgrundder Anrechnung von in England erworbenen Pensionsansprüchen monatlich11 TEUR. Die Altersrente des Vorstandsvorsitzenden beträgtmonatlich 19,5 TEUR. Die Altersrente wird jährlich in dem Umfang erhöht,in dem sich im vorangegangenen Kalenderjahr der vom StatistischenBundesamt veröffentlichte Verbraucherpreisindex für Deutschlandim Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Die Pensionszusage umfasstauch eine Witwenrente in Höhe von 60 Prozent der Altersrente desVorstandsmitglieds. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Erreichen des62. Lebensjahres, jedoch vor Erreichen des 15. Dienstjahres als Mitglieddes Vorstands der Gesellschaft aus den Diensten der Gesellschaft aus,bleibt der Anspruch bestehen, wird jedoch zeitanteilig gekürzt. Scheidetdas Vorstandsmitglied vor Erreichen des 62. Lebensjahres und nachErreichen des 15. Dienstjahres als Mitglied des Vorstands der Gesellschaftaus den Diensten der Gesellschaft aus, bleibt der Anspruch involler Höhe bestehen.Darüber hinaus kann Vorstandsmitgliedern mit einer Dienstzugehörigkeitals Mitglied des Vorstands von mehr als drei Jahren im Ermessender Gesellschaft die Option eingeräumt werden, auf Teile ihrer zukünftigenvariablen Zielvergütung zu verzichten, um eine weitere Zusatzversorgungzu finanzieren. In diesem Fall bezahlt die Gesellschaft jährlicheinen dem Verzichtsbetrag entsprechenden Betrag, erhöht um denProzentsatz der durchschnittlichen Zielerfüllung des Vorstandsmitgliedsder letzten drei Geschäftsjahre vor dem jeweiligen Verzicht, in einevon der Gesellschaft zugunsten des Vorstandsmitglieds abgeschlosseneDirektversicherung ein. Diese Option wurde bisher noch keinem Vorstandsmitgliedeingeräumt.Darüber hinaus haben alle Mitglieder des Vorstands Anspruch aufStellung eines angemessenen Dienstwagens.Weitere Zusagen auf Abfindungen für den Fall der Nichtverlängerungdes Dienstvertrages oder bei Anteilseignerwechsel, auf Überbrückungsgelder,Gehaltsfortzahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeitoder verrentete Abfindungsleistungen bestehen nicht. Es bestehenauch keine Ansprüche auf Leistungen aufgrund betrieblicher Übung.Die Vergütung des Vorstands im Vorjahr 2008 stellt sich wie folgt dar.Aufgrund des im Berichtsjahr 2009 geänderten Corporate GovernanceKodex wurden die Vorjahresangaben gemäß den neuen Regelungenangepasst.in EURKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentGBPEURMark EdwardsGBPEURHolger FriedrichDr. Peter KürpickDavid MitchellArnd ZinnhardtFixeVergütung450.000,00168.000,00211.331,25161.497,56203.151,6862.499,99200.000,0476.894,78231.999,96VariableVergütungTantieme1.883.018,36446.692,66465.838,63845.262,43881.491,7487.500,00690.578,470,001.203.694,65SonstigeVergütungsbestandteile28.376,7830.096,6338.499,4332.256,3540.596,076.279,1831.261,56273.848,0034.687,6638Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | corporate governance1 |Darstellung der Entwicklung der zugesagten Aktienoptionen aus dem Management Incentive Plan II (MIP II) (1)Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentMark EdwardsArnd ZinnhardtBestand01.01.2008Anzahl16.8756.55810.1521.250Basispreisin EUR20,3810,8213,589,73BeizulegenderZeitwert derAktienoptionenim Zusagezeitpunktin EUR8,447,807,304,40Restlaufzeitder AktienoptionenJahre3,53,53,52,0GewährteAktienoptionen2008Anzahl0000Darstellung der Entwicklung der zugesagten Aktienoptionen aus dem Management Incentive Plan II (MIP II) (2)Karl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentMark EdwardsArnd ZinnhardtZurückgenommeneOptionen 2008Anzahl0000AusgeübteAktienoptionen2008Anzahl7.5003.7507.9681.250Durchschn.Ausübungspreisin EUR21,0018,9217,309,73Durchschn.Kurs am Tagder Ausübungin EUR52,9845,1148,1052,98VerfalleneAktienoptionen2008Anzahl0000Aufwand ausMIP II Aktienoptionenin EUR10.551,994.100,746.348,07781,63Darstellung der Entwicklung der zugesagten Aktienoptionen aus dem Management Incentive Plan II (MIP II) (3)BestandDavon RestlaufzeitBandbreite der31.12.2008 ausübbarAusübungs-preiseAnzahlAnzahlJahrein EURKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentMark EdwardsArnd Zinnhardt9.3752.8082.18409.3752.5742.18402,52,52,5–15,72 – 26,4716,47 – 23,8916,47 – 22,93–Software AG Geschäftsbericht 2009 39


01_ Zum Unternehmen | CORPOrate governanceDarstellung der Entwicklung der zugesagten Optionen aus dem Management Incentive Plan III (MIP III) (1)Bestand01.01.2008AnzahlKarl-Heinz Streibich(Vorstandsvorsitzender)300.000David Broadbent150.000Mark Edwards150.000Holger Friedrich0Dr. Peter Kürpick150.000David Mitchell125.000Arnd Zinnhardt150.000VerfalleneOptionen 2008Anzahl0000000GewährteOptionen 2008Anzahl000150.000000Basispreisin EUR72,3672,3672,3672,3672,3672,3672,36Wert einerOption im Zusagezeitpunktin EUR20,4120,4120,416,2220,4120,4120,41ZurückgenommeneOptionen 2008Anzahl00000125.0000AusgeübteOptionen 2008Anzahl0000000Darstellung der Entwicklung der zugesagten Optionen aus dem Management Incentive Plan III (MIP III) (2)BestandDavon Restlaufzeit31.12.2008 ausübbarAnzahlAnzahlJahreKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentMark EdwardsHolger FriedrichDr. Peter KürpickDavid MitchellArnd Zinnhardt300.000150.000150.000150.000150.0000150.00000000003,43,43,43,43,43,43,4Aufwandaus MIP IIIOptionen*in EUR1.236.806,65618.403,83618.403,8363.455,16618.403,83– 54.568,23618.403,83* In die Vorjahreszahlen 2008 wurden Hedgingaufwendungen einbezogen.40Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | corporate governance1 |Langfristige VergütungsbestandteileKarl-Heinz Streibich (Vorstandsvorsitzender)David BroadbentGBPEURMark EdwardsGBPEURHolger Friedrich*Dr. Peter KürpickDavid MitchellArnd ZinnhardtPerformance-Phantom-SharesAnzahl20.5898.65814.1251.1159.620017.855LangfristigeVergütungsbestandteilein EUR1.055.191,13388.291,42438.582,59642.305,59726.678,41988.555,56494.429,48– 2.654.334,80915.103,01Aufwand ausPerformance-Phantom-Shares **in EUR1.364.477,69542.284,431.035.704,6555.555,56669.010,030,001.183.411,93* Der oben dargestellte Wert der MIP III Optionen von Herrn Holger Friedrich im Zusagezeitpunkt ist in den langfristigen Vergütungsbestandteilen enthalten.** Der auf den beizulegenden Zeitwert der Performance-Phantom-Shares im Zusagezeitpunkt in Höhe von 49,82 Euro pro Performance-Phantom-Share zurückzuführende Aufwand ist in den langfristigenVergütungsbestandteilen enthalten. In diese Vorjahreszahlen wurden Hedgingaufwendungen einbezogen.Software AG Geschäftsbericht 2009 41


01_ Zum Unternehmen | CORPOrate governanceVergütung des AufsichtsratsDie Vergütung der Aufsichtsräte setzt sich aus festen und erfolgsorientiertenBestandteilen zusammen. Die Arbeit im Personalausschuss,im Prüfungsausschuss sowie im Nominierungsausschusswird gesondert vergütet.Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben der Erstattung ihrerAuslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 25.000 Euro sowieeine erfolgsbezogene jährliche Vergütung in Höhe von je 2.000 Eurofür jeden angefangenen Prozentpunkt, um den das Wachstum deswährungsbereinigten Konzernumsatzes im Verhältnis zum Vorjahreswert5 Prozent überschritten hat (Variable Vergütung I).Für die Berechnung der erfolgsbezogenen Vergütung sind die im Konzernabschlussentsprechend den International Financial ReportingStandards (IFRS) für das betreffende Geschäftsjahr bzw. für die betreffendenGeschäftsjahre ausgewiesenen Werte maßgebend.Darüber hinaus gibt es für die Aufsichtsratsmitglieder eine auf den langfristigenUnternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von200 Euro für jeden angefangenen Prozentpunkt, um den die Wertentwicklungder Software AG-Aktie im Vergleichszeitraum die Wertentwicklungdes TecDAX30 Index übertrifft (Variable Vergütung II). Maßgeblichfür die Wertsteigerung der Aktie ist – ab dem Geschäftsjahr 2008 –der 3-Jahresvergleich der XETRA-Schlusskurse und für die Wertsteigerungdes TecDAX30 der 3-Jahresvergleich des Indexstandes.Vergütung Vorsitzender/StellvertreterDer Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und jeder Stellvertreterdas Eineinhalbfache der Vergütung.Sonstige RegelungenDarüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede persönlicheTeilnahme an einer Präsenzsitzung seiner Ausschüsse einSitzungsgeld von 1.500 Euro. Für mehrere Sitzungen eines Ausschusses,die an einem Tag stattfinden, oder für eine Sitzung, die an aufeinanderfolgenden Tagen stattfindet, wird Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. FürAusschussvorsitzende beträgt das Sitzungsgeld 2.500 Euro.Die Vergütung wird eine Woche nach Feststellung des Jahresabschlussesfür das Vergütungsjahr durch den Aufsichtsrat – oder gegebenenfallsdurch die Hauptversammlung – zur Zahlung fällig. Aufsichtsratsmitglieder,die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehörthaben, erhalten im ersten Monat ihrer Tätigkeit eine auf denTag genaue Vergütung und jeden weiteren Monat ein Zwölftel derjährlichen Vergütung.42Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | corporate governance1 |Die Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 setzt sich wie folgt zusammen:in EURFixeVergütungVariableVergütung IFrank F. Beelitz (Vorsitzender bis 30. April 2009)Dr. Andreas Bereczky (stellv. Vorsitzender bis 30. April 2009) (Vorsitzender seit 30. April 2009)Willi BerchtoldRainer BurckhardtHeinz Otto Geidt (seit 30. April 2009)Monika NeumannAlf Henryk Wulf (stellv. Vorsitzender seit 30. April 2009)16.438,3646.027,4025.000,0025.000,0016.849,3225.000,0033.493,150,000,000,000,000,000,000,00VariableVergütung II6.312,3317.674,529.600,009.600,006.470,149.600,0012.861,37Vergütung fürAusschusstätigkeit5.000,006.500,004.500,001.500,000,004.500,003.000,00Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 285 TEUR (i.Vj. 519 TEUR).Die Vorjahresvergütung des Aufsichtsrats stellt sich wie folgt dar:in EURFixeVariableVariableVergütung fürVergütungVergütung IVergütung IIAusschusstätigkeitFrank F. Beelitz (Vorsitzender)50.000,0064.000,0017.200,007.500,00Willi Berchtold (seit 29. April 2008)16.803,2821.508,205.780,331.500,00Dr. Andreas Bereczky (stellvertretender Vorsitzender)37.500,0048.000,0012.900,005.500,00Rainer Burckhardt25.000,0032.000,008.600,001.500,00Justus Mische (bis 29. April 2008)8.196,7210.491,802.819,673.000,00Monika Neumann25.000,0032.000,008.600,004.500,00Alf Henryk Wulf25.000,0032.000,008.600,003.000,00Software AG Geschäftsbericht 2009 43


01_ Zum Unternehmen | Bericht des AufsichtsratsBericht des AufsichtsratsDas Geschäftsjahr 2009 stand bei der Software AG im Zeichen der Akquisitionder IDS Scheer AG. Durch diese Akquisition wird die Software AGnicht nur die Grenze von einer Milliarde Euro Umsatz überschreiten,sondern wird aufgrund der daraus resultierenden Ergänzung des ProduktundServiceangebots der größte Anbieter eines umfassenden, ganzheitlichenAngebots im Bereich Business Process Management. DieAkquisition der IDS Scheer AG bedeutet damit einen großen Schritt inRichtung Zukunftssicherung der Software AG. Zugleich erforderte dieFinanzkrise von der Software AG extremes Kostenbewusstsein undschnelle, flexible Entscheidungen über notwendige Maßnahmen, umdie Auswirkungen der Finanzkrise zu minimieren. Die Software AG hates in 2009 trotz der Finanzkrise geschafft, den Umsatz im Rahmender gesetzten Erwartungen zu steigern und ein über den Erwartungenliegendes Ergebnis zu zeigen.Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratIm Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtrat sämtliche ihm nachGesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hatden Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und dieGeschäftsführung überwacht. Dabei war der Aufsichtsrat in allenEntscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Software AGunmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsratin mündlichen und schriftlichen Berichten regelmäßig, zeitnahund umfassend über alle wesentlichen Aspekte der Planung, derGeschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagementssowie der Compliance und stand dem Aufsichtsrat in den Sitzungenfür Fragen und Erörterungen zur Verfügung. Abweichungen desGeschäftsverlaufs von den Plänen wurden detailliert erläutert.Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in regelmäßigem Kontakt mit demVorstandsvorsitzenden und beriet mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklungsowie das Risikomanagement der Software AG. Er wurdeüber wichtige Ereignisse unverzüglich durch den Vorsitzenden desVorstands informiert. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand undAufsichtsrat ist von enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit und einemoffenen, konstruktiven Dialog geprägt.Die Beratungen erstreckten sich auf die strategische Ausrichtung desUnternehmens sowie die Maßnahmen der Strategieumsetzung und desRisikomanagements. Der Aufsichtsrat hat zusammen mit dem Vorstanddie laufende Geschäftsentwicklung eingehend analysiert. Geschäfte,die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen derGenehmigung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüftund über seine Zustimmung entschieden. Entscheidungsrelevante Unterlagenwurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet.Sitzungen des AufsichtratsDer Aufsichtsrat ist im Berichtsjahr zu sechs ordentlichen und fünfaußerordentlichen Sitzungen zusammengekommen, wobei pro Quartalmindestens eine Sitzung stattfand. Der Aufsichtsrat machte dreimal vonder satzungsgemäß eingeräumten Möglichkeit Gebrauch, eine Sitzungtelefonisch abzuhalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben mit einerAusnahme, in der die Stimme schriftlich abgegeben wurde, an allenSitzungen vollzählig teilgenommen.In der Sitzung am 23. Januar 2009 beschloss der Aufsichtsrat, dasVorstandsmandat von Herrn David Broadbent für weitere fünf Jahrefür die Zeit vom 8. Januar 2010 bis 7. Januar 2015 zu verlängern. DerAufsichtsrat beschloss weiter, das Vergütungssystem für Mitglieder desVorstands dahingehend zu ändern, dass fällige Performance-Phantom-Shares nach Wahl des Vorstandsmitglieds anstatt ausbezahlt für weiteremaximal sechs Jahre verlängert werden können.Die außerordentliche Sitzung am 25. Februar 2009, die telefonischstattfand, befasste sich mit der Übernahme eines Mehrheitsanteilsan der itCampus Software- und Systemhaus GmbH. Nach eingehenderErörterung des Nutzens der Beteiligung stimmte der Aufsichtratder Anteilsübernahme zu.In der Bilanzsitzung am 13. März 2009 wurden in Anwesenheit der Wirtschaftsprüferausführlich der Jahresabschluss und der Konzernabschluss2008 diskutiert und diese dann auf Empfehlung des Prüfungsausschussesund nach eigener Prüfung gebilligt. Der Aufsichtsrat hat die Beschluss-44Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | Bericht des Aufsichtsrats1 |Dr. Andreas BereczkyVorsitzenderdes Aufsichtsratsvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung verabschiedet.In diesem Zusammenhang stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag desNominierungsausschusses zu, Herrn Heinz Otto Geidt als Nachfolger vonHerrn Frank F. Beelitz, der sein Amt zum Ablauf der Hauptversammlungniedergelegt hatte, zur Wahl vorzuschlagen. Der Vorsitzende des Aufsichtsratsstellte die Ergebnisse der im Januar 2009 bei den Mitgliederndes Aufsichtsrats durchgeführten Umfrage zur Effizienz der Aufsichtsratstätigkeitvor. Dem Aufsichtsrat wurde das Crisis Response Programmpräsentiert, das es der Gesellschaft ermöglicht, die Kostenentwicklungsehr eng zu überwachen und zeitnah und fokussiert gegebenenfallsnotwendige Maßnahmen einzuleiten. Im Anschluss beschloss derAufsichtsrat, Herrn Ivo Totev, SVP Global Marketing und Produktmarketing,anstelle des ausscheidenden Holger Friedrich für die Dauer vondrei Jahren bis 12. März 2012 zum Mitglied des Vorstands zu bestellen.Am 30. April 2009 wurde vor und nach der Hauptversammlung eineSitzung durchgeführt. Vor der Hauptversammlung wurden die Ergebnissedes 1. Quartals 2009 vorgestellt. Nach der Hauptversammlung,mit deren Ende der Vorsitzende des Aufsichtsrats aus dem Aufsichtsratder Gesellschaft ausschied, konstituierte sich der Aufsichtsrat neuund wählte einen neuen Vorsitzenden, seinen Stellvertreter sowie dieMitglieder der Ausschüsse.Die außerordentliche Sitzung am 27. Juni 2009 stand im Zeichender Vorbereitung der Abgabe eines Übernahmeangebots für die IDSScheer AG. Der Aufsichtsrat diskutierte die Auswirkungen der Akquisitionder IDS Scheer AG auf die Strategie der Software AG, Einzelheitendes Geschäfts und die Finanzen der Zielgesellschaft, die Finanzierungder Transaktion, Aspekte der Integration sowie die einzelnen Schritteder Akquisition. Der Aufsichtsrat überzeugte sich davon, dass dieseAkquisition von großer strategischer Bedeutung für die Software AGist und stimmte – vorbehaltlich eines zufriedenstellenden Ergebnissesder Due Diligence – der Abgabe eines Angebots an die Aktionäre derIDS Scheer AG zur Übernahme aller Anteile zum Kaufpreis von 15 Euroje Aktie zu. In dieser Sitzung stimmte der Aufsichtsrat außerdem derAkquisition der Teconomic AG zu.In einer außerordentlichen Sitzung wurden dem Aufsichtsrat am 9. Juli2009 das Ergebnis der bei der IDS Scheer AG durchgeführten Due Diligencesowie Einzelheiten der Finanzierung der Transaktion vorgestellt.Nach ausführlichen Beratungen bestätigte der Aufsichtsrat seinenBeschluss vom 27. Juni zur Abgabe eines Übernahmeangebots an dieAktionäre der IDS Scheer AG.In der ordentlichen Sitzung am 31. Juli 2009 wurden dem Aufsichtsratdie Angebotsunterlage für das Übernahmeangebot zum Erwerb sämtlicherAktien der IDS Scheer AG gegen Zahlung von 15 Euro je Aktie,sowie die Finanzierungsstruktur und die Konditionen der Finanzierungvorgelegt und vom Aufsichtsrat gebilligt. Des Weiteren diskutierte derAufsichtsrat das Finanzergebnis des 2. Quartals 2009 sowie das Risikokontrollsystemder Software AG. Der Aufsichtsrat überzeugte sich vonder Wirksamkeit des Risikokontrollsystems der Software AG.In der außerordentlichen Sitzung am 2. Oktober 2009 wurde einepotenzielle Kooperation diskutiert.In der Sitzung am 27. Oktober 2009 führte der Aufsichtsrat eine ausführlichePrüfung des Vergütungssystems für Mitglieder des Vorstandsder Software AG durch. Der Aufsichtsrat betrachtete die Gesamtheit desSystems, bestehend aus dem System zur Festsetzung der jährlichenVergütung, dem auf eine langfristige Unternehmensentwicklung ausgerichtetenAktienoptionsplan sowie dem Pensionsplan für Mitglieder desVorstands, sowie die einzelnen Komponenten. Er überzeugte sich durchDurchführung von externen wie internen Vergleichsbetrachtungen sowiedurch Betrachtung der Entwicklung interner Unternehmenskennzahlenim Vergleich zur Entwicklung der Höhe der Vorstandsgehälter davon,dass das Vorstandsvergütungssystem der Software AG den durch dasGesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) gestelltenAnforderungen genügt. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dassdie Vergütung der Vorstände der Software AG in einem angemessenenVerhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitgliedersowie der Lage der Gesellschaft steht und die übliche Vergütung nichtübersteigt. Das bei der Software AG vom Gesamtgremium des Aufsichts-Software AG Geschäftsbericht 2009 45


01_ Zum Unternehmen | Bericht des Aufsichtsratsrats bereits Ende 2003 beschlossene Vorstandsvergütungssystem ist invorbildlicher Weise auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.Das System enthält neben fixen und variablen Vergütungsbestandteilenin angemessenem Verhältnis Langfrist- und Kurzfristanreizesowie eine Obergrenze und reagiert sowohl auf positive als auch negativeUnternehmensentwicklungen. In Anbetracht der Aussagekraft deszur Verfügung stehenden Datenmaterials beschloss der Aufsichtsrat,keinen externen Berater zur Prüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütunghinzuzuziehen. Vorstand und Aufsichtsrat werden dasVorstandsvergütungssystem der Software AG der Hauptversammlung2010 zur Billigung vorlegen.In der Sitzung am 6. November 2009 wurden die Finanzergebnisse des3. Quartals 2009 erörtert.Auf der letzten Sitzung des Jahres 2009 billigte der Aufsichtsrat am17. Dezember 2009 den Finanzplan 2010, der konsolidierte Zahlender Software AG und der IDS Scheer AG enthält.AusschüsseDer Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben dreiAusschüsse eingerichtet, die die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowiedie im Plenum zu behandelnden Themen vorbereiten. Entscheidungsbefugnissewurden, soweit zulässig, auf die Ausschüsse übertragen.Der Ausschussvorsitzende berichtete im Plenum über das Ergebnis derSitzungen des Ausschusses.Der Personalausschuss bereitet Personalentscheidungen des Aufsichtsratsvor, soweit sie die Bestellung, Wiederbestellung oder Abberufungvon Vorstandsmitgliedern betreffen. Er hat vier Mitglieder und stand biszum 30. April 2009 unter dem Vorsitz von Herr Frank F. Beelitz. Seit 30.April 2009 ist Herr Dr. Andreas Bereczky Vorsitzender des Personalausschusses.Der Personalausschuss tagte im Geschäftsjahr 2009 dreimal.Er befasste sich mit Personalangelegenheiten des Vorstands und berietintensiv über das Vergütungssystem für Mitglieder des Vorstands inseiner Gesamtheit, ebenso wie über einzelne Komponenten hiervon.Die vom Ausschuss erarbeiteten Vorschläge zum Vergütungssystemwurden auch schon vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheitder Vorstandsvergütung vom Aufsichtsrat überprüft und beschlossen.Der Prüfungsausschuss befasst sich mit Fragen der Rechnungslegungund Abschlussprüfung sowie des Risikomanagements und mit Strategiefragen.Der Ausschuss hat vier Mitglieder. Bis zum 30. April 2009 warHerr Dr. Andreas Bereczky Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Am30. April 2009 hat Herr Willi Berchtold den Vorsitz übernommen. DerPrüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2009 einmal und befasstesich in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer mit dem Jahresabschlussund Lagebericht, dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht, demRisikomanagementsystem der Software AG sowie dem Vorschlag desVorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns.Der Nominierungsaussschuss besteht aus den vier Vertretern der Kapitalanteilseigner.Er stand bis zum 30. April 2009 unter der Leitung von HerrnFrank F. Beelitz. Am 30. April 2009 übernahm Herr Dr. Andreas Bereczkyden Vorsitz. Der Ausschuss tagte im Geschäftsjahr 2009 einmal zurBeratung über einen möglichen Nachfolger für Herrn Frank F. Beelitz,der sein Aufsichtsratsmandat mit Ablauf der Hauptversammlung 2009niedergelegt hat.JahresabschlussprüfungDer Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss undden Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2009 ordnungsgemäß andie von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte WirtschaftsprüfungsgesellschaftBDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft,Frankfurt am Main, erteilt.Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung vonder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche WarentreuhandAktiengesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft worden. Sie hat denuneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.46Software AG Geschäftsbericht 2009


01_ Zum Unternehmen | Bericht des Aufsichtsrats1 |Die Prüfungsberichte wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und sowohldem Prüfungsausschuss als auch dem gesamten Aufsichtsrat und demVorstand durch den für die Durchführung der Prüfung verantwortlichenWirtschaftsprüfer persönlich erläutert. Prüfungsausschuss undAufsichtsrat haben die Berichte auf ihren Sitzungen am 13. März 2009eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis derAbschlussprüfung an und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss.Damit ist der vorgelegte Jahresabschluss festgestellt. DemVorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließenwir uns an.Corporate Governance KodexAuch im Geschäftsjahr 2009 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlichmit dem Thema Corporate Governance sowie dem DeutschenCorporate Governance Kodex. Aufsichtsrat und Vorstand habenim Berichtsjahr die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um denEmpfehlungen des Kodex mit einer Einschränkung zu entsprechen.Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auch in 2009individuell ausgewiesen. (Siehe hierzu Vergütungsbericht auf S. 33.)Interessenkonflikte auf Seiten der Mitglieder des Aufsichtsrats sindnicht aufgetreten. Es wurden keine Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedernabgeschlossen.Über die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodexberichten Vorstand und Aufsichtsrat im Einzelnen ausführlich imCorporate Governance Bericht. (Siehe hierzu S. 30.) Die Entsprechenserklärungist auf der Website der Gesellschaft unter www.softwareag.com veröffentlicht.Veränderungen in Vorstand und AufsichtratIm Vorstand und Aufsichtsrat der Software AG ergaben sich 2009folgende personelle Veränderungen:Herr Holger Friedrich hat das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmenam 13. März 2009 verlassen. Zum 13. März 2009 wurdeHerr Ivo Totev zum Mitglied des Vorstands berufen. Er übernahm dieweltweite Verantwortung für den Bereich Global Consulting Services.Mit Ablauf der Hauptversammlung am 30. April 2009 endete die Amtszeitvon Herrn Frank F. Beelitz, der dem Aufsichtsrat seit 1. Januar 2000angehörte. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats wählte die HauptversammlungHerrn Heinz Otto Geidt als Nachfolger von Frank F. Beelitz in dasGremium. Herr Geidt ist Leiter der Vermögensverwaltung der SoftwareAG-Stiftung, Darmstadt.Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Herren für ihr Engagementund die vertrauensvolle Zusammenarbeit.Der Aufsichtsrat dankt des Weiteren dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnenund Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und ihreLeistungen im Geschäftsjahr 2009.Darmstadt, im März 2010Der AufsichtsratDr. Andreas BereczkyVorsitzenderWeitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats finden sich imAnhang auf S. 120.Software AG Geschäftsbericht 2009 47


Konzernlagebericht2 |50_ Der Software AG-Konzern50 Geschäftstätigkeit50 Organisation51 Marktposition52 Konzernstrategie und Ziele53 Wertorientierte Steuerung54_ Wirtschaftliche Rahmenbedingungen54 Gesamtwirtschaftliche Lage55 Branchenentwicklung55 Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen55_ Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage55 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs57 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage57_ Ertragslage57 Umsatzentwicklung58 Ergebnisentwicklung59 Aufwandsstruktur59 Jahresüberschuss und Gewinnverwendung60 Abschluss der Software AG60_ Finanz- und Vermögenslage60 Investitionen60 Kapitalflussrechnung61 Finanzierung62 Vermögen62 Bilanzstruktur und Bilanzkennzahlen62_ Weitere ergebnisrelevante Faktoren62 Forschung & Entwicklung64 Kunden & Vertrieb65 Partner65 Mitarbeiter67 Unternehmerische Verantwortung68_ Übernahmerechtliche Angaben68_ Grundzüge des Vergütungssystems68_ Risikobericht68 Chancen- und Risikomanagementsystem70 Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken72 Risikosituation des IDS Scheer-Teilkonzerns73 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns73_ Nachtragsbericht73_ Prognosebericht73 Gesamtwirtschaftlicher Ausblick74 Erwartete Branchenentwicklung74 Unternehmensstrategische Chancen75 Künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage75 Gesamtaussage zur voraussichtlichenEntwicklung des Konzerns75_ Erklärung zur Unternehmensführung


02_ Konzernlagebericht | Der Software AG KonzernKonzernlageberichtDer Software AG-Konzern wird vom Mutterunternehmen Software AG als operative Holding weltweitgeführt. Die wirtschaftliche Lage der AG ist geprägt durch die wirtschaftliche Lage des Konzerns. Ausdiesem Grund fasst der Vorstand der Software AG den Bericht über die Lage des Konzerns und der AGin einem Bericht zusammen.1 Der Software AG-Konzern1.1 GeschäftstätigkeitDie Software AG ist weltweit führend im Bereich Business Process Excellence.Seit mehr als 40 Jahren liefern wir Innovationen, angefangenbei Adabas, der ersten transaktionalen Hochleistungsdatenbank,über webMethods, der SOA-basierten Integrationsplattform einschließlichdes ersten B2B-Servers, bis hin zu ARIS, der Plattform zurAnalyse von Geschäftsprozessen. Durch die Kombination von ARISund der webMethods-Plattform bieten wir als erstes Unternehmenvollständig integrierte BPM-Lösungen (Business Process Management)vom Anfang bis zum Ende der Wertschöpfungskette.Unsere branchenführende Marken ARIS, webMethods, Adabas, Naturalund IDS Scheer sind ein einzigartiges Portfolio für sämtliche Anforderungenan Prozessmanagement im modernen Unternehmen: Strategie,Design, Umsetzung, Automatisierung, Visibilität und Kontrolle von Prozessen,SOA-basierte Integration und Datenmanagement, prozessorientierteSAP-Implementierungen sowie strategische Beratung und Dienstleistung.Wir erwarten für das Jahr 2010 einen Umsatz von mehr als 1 MilliardeEuro, bei mehr als 6.000 Mitarbeitern und über 10.000 Kunden in 70Ländern weltweit.Unser umfangreiches Angebot an Software und Services ermöglichtunseren Kunden, ihre Geschäftsergebnisse schneller zu erreichen.Die Software AG erzielt ihre Umsatzerlöse aus der Lizenzierung vonUnternehmenssoftware sowie aus Wartung und Dienstleistungen inden Geschäftsbereichen ETS, webMethods und Enterprise ProcessInnovation.1.2 OrganisationDer Software AG-Konzern ist in die drei strategischen GeschäftsbereicheEnterprise Transaction Systems (ETS), webMethods und Enterprise ProcessInnovation gegliedert. Die Bereiche ETS und webMethods werdendurch die Geschäftseinheit Global Consulting Services (GCS) hinsichtlichBeratungsdienstleistungen unterstützt.Geschäftsbereich ETS, webMethods undEnterprise Process InnovationMit unserem Geschäftsbereich Datenmanagement (ETS) haben wirseit vielen Jahren einen festen Platz in den IT-Landschaften von Unternehmenund Behörden weltweit. Die Software AG stellt Softwarelösungenfür Großrechner (Mainframes) sowie die Modernisierung vongroßrechnerbasierten IT-Systemen her und sorgt so für einen langfristigenInvestitionsschutz. Mit Adabas stellen wir unseren Kunden einehochleistungsfähige Datenbank zur Verfügung, die in der Lage ist,320.000 Calls bzw. 80.000 Transaktionen pro Sekunde zu verarbeiten.Die Entwicklungsumgebung „Natural“ ist seit Jahrzehnten Basis fürhunderttausende von Softwareanwendungen, die das technischeRückgrat geschäftskritischer Kernprozesse von großen Unternehmenund Behörden bilden. Heute modernisieren Kunden mit unserer Hilfeihre Unternehmenssysteme, indem sie deren Leistungsfähigkeitoptimieren und diese geschäftskritischen Systeme für neue Umgebungenwie etwa das Internet oder den elektronischen Geschäftsverkehröffnen. Zu den Technologien im Geschäftsbereich „ETS“ zählenDatenbankmanagement, Anwendungsentwicklung und Anwendungsmodernisierung.Unser umfassendes Angebot im Geschäftsbereich „webMethods“ ermöglichtes unseren Kunden, mit ihren Daten aus bestehenden Systemendurch Integration automatisierte, flexible und effiziente Geschäftsprozessezu entwickeln und zu betreiben (Business Process Management,BPM). Die Prozesse können sie internen Benutzern und externen Geschäftspartnernzur Verfügung stellen. Dies erfolgt durch Web-basierteProgramme, die als Webservices innerhalb einer serviceorientiertenArchitektur (SOA) leicht zu steuern und zu verwalten sind. Ebensowichtig ist die schnelle Erstellung neuer Prozesse durch die Wiederverwendungvon Programmen oder Programmteilen dieser Webservices,die Kontrolle dieser Services und die Überwachung aller erstelltenAnwendungen in Echtzeit. Damit wird die Geschäftsentwicklung durchdie IT optimal unterstützt. Zu den Technologien im Geschäftsbereich„webMethods“ zählen Steuerungssoftware für serviceorientierte Architekturen(SOA Governance), Business Process Management (BPM),Business Activity Monitoring (BAM) sowie Enterprise Service Bus (ESB)und B2B Integrationstechnologie.Der neue, dritte Geschäftsbereich „Enterprise Process Innovation“ enthältdas im dritten Quartal 2009 erworbene Geschäft der IDS Scheer AG.IDS Scheer ist laut Marktanalysten weltweit führend im Geschäftsprozessmanagement(Business Process Management, BPM). Die Softwareprodukte,IT-Lösungen und -Dienstleistungen stellen eines der weltweitinnovativsten und umfassendsten BPM-Angebote für Unternehmenund Behörden dar. Das wichtigste Softwareprodukt ist die ARIS Platformfor Process Excellence. Dieses besteht aus einem integriertenLösungsportfolio für Strategie, Analyse, Design und Controlling vonGeschäftsprozessen. Daneben verfügt IDS Scheer über eine sehr hoheBeratungskompetenz. Sie unterstützt Unternehmen bei der Optimie-50Software AG Geschäftsbericht 2009


02_Konzernlagebericht | Der Software AG KonzernLandesgesellschaften der Software AG2 |Softtware AG Ländergesellschaftenrung ihrer Investitionen in strategische Geschäfts- und Technologieinitiativen.Außerdem wird ein hoher Mehrwert für die Kunden bei derImplementierung von serviceorientierten Architekturen (SOA) undBPM/BPA-Lösungen, vor allem im SAP-Umfeld, geschaffen. (Siehehierzu Übernahme IDS Scheer AG, S.14.)Geschäftseinheit Global Consulting Services (GCS)Neben den drei Geschäftsbereichen ETS, webMethods und EnterpriseProcess Innovation verfügt die Software AG über die ebenfalls globalaufgestellte Geschäftseinheit Global Consulting Services (GCS) (vorher:Professional Services). Diese implementiert kundenspezifische IT-Lösungenauf Basis unserer eigenen Produkte und liefert unseren Kundendamit weitere operative Vorteile für ihr Geschäft. Das Angebot umfasstBeratung für serviceorientierte Architektur (SOA), Business ProcessManagement (BPM) und Modernisierung sowie spezifische produktbezogeneProblemlösungen. Als Teil der Software AG differenziert sichdas GCS-Team von anderen IT-Dienstleistern durch die beste Produkt-Expertise am Markt, basierend auf der engen Zusammenarbeit mit denEntwicklungsbereichen und der großen Kundennähe.Neue ZuständigkeitenAm 13. März 2009 ist Ivo Totev, zuvor Chief Marketing Officer, zumVorstandsmitglied ernannt worden. Er verantwortet seitdem weltweitden Bereich Global Consulting Services.KonzernstrukturDie Unternehmensstruktur des Software AG-Konzerns umfasst, mitder akquirierten IDS Scheer AG, 118 Tochtergesellschaften weltweit.(Siehe hierzu Konzernanhang, S.84-87.) Die größten Tochtergesellschaftenbefinden sich in den USA, Spanien, Deutschland und Großbritannien.Zudem entwickelt sich Brasilien zu einem der wichtigstenAbsatzmärkte der Software AG.Die Konzernstruktur hat sich aufgrund der Akquisition von IDS Scheerwie folgt geändert: Neben den zwei Geschäftsbereichen ETS undwebMethods umfasst der Konzern den neuen, dritten GeschäftsbereichEnterprise Process Innovation. Dieser beinhaltet das Geschäftder akquirierten IDS Scheer AG. (Siehe hierzu 1.2 Organisation, S. 50.)Wesentliche StandorteDie Software AG verfügt weltweit über 70 Standorte. Von diesen gehörenDarmstadt und Saarbrücken (Deutschland), Reston (USA), Madrid(Spanien), Bracknell (UK), Sydney (Australien) und Sao Paulo (Brasilien)zu den, auf die Mitarbeiterzahl bezogen, größten Standorten.1.3 MarktpositionDie Software AG ist der weltweit führende Anbieter von Infrastruktursoftwarefür Geschäftsprozesse. Durch den Zusammenschluss mitIDS Scheer entsteht ein Global Player für Business Process ExcellenceLösungen. Die Kombination der beiden technologisch führenden undsich ergänzenden Produktportfolien deckt die gesamte Wertschöpfungskettebei Business Process Excellence ab. Diese Zusammensetzungist auf dem Weltmarkt einmalig und wird im sich konsolidierendenSoftwaremarkt eine nachhaltig gestärkte Wettbewerbsposition.ermöglichen. (Siehe hierzu Strategie, S.8; Übernahme IDS Scheer AG,S.14.)In Europa steht die Software AG laut dem „Truffle-100-Ranking 2009“des führenden Private-Equity-Unternehmens Truffle Capital wie auchSoftware AG Geschäftsbericht 2009 51


02_ Konzernlagebericht | Der Software AG Konzernschon im Vorjahr auf Platz 4 der Softwareunternehmen, in Deutschlandsind wir nach der SAP AG zweitgrößter Softwareanbieter für Unternehmenssoftware.Von dem führenden IT- und Marktforschungsunternehmen Gartnersind wir als „Leader“ für SOA Governance-Technologien eingestuftworden. Damit haben wir mit den neuen Versionen von CentraSiteActiveSOA und webMethods Insight unsere Führungsrolle in diesemMarkt weiter ausgebaut. In einer weiteren Erhebung dieses Analysehauseswurde uns ein Anteil von rund 14 Prozent an diesem Marktbescheinigt, fast drei Prozentpunkte vor dem zweitplatzierten Unternehmen.Damit ist die Software AG der weltweit führende Anbietervon SOA Governance-Technologien. Auch in der zweiten Säule vonInfrastruktursoftware, Business Process Management (BPM), sind wirweltweit führend. Dies belegen zahlreiche Studien von Branchenanalysten,die unsere Produkte im Quadranten „Leader“ einstufen. Damitzählen wir im Marktsegment Infrastruktursoftware für Geschäftsprozessezu den drei größten Anbietern weltweit und sind gleichzeitigder größte unabhängige Anbieter. Ergänzend hierzu positioniert sichARIS von IDS Scheer als herstellerneutral einsetzbare Plattform, welchedie Analyse, Optimierung, Kommunikation und Implementierung vonGeschäftsprozessmodellen unterstützt. Unternehmen definieren hiermitstrategische Unternehmensziele, identifizieren Verbesserungspotenzialeihrer Betriebsabläufe und können so eventuelle Veränderungsprozessegezielt einleiten, steuern und überwachen.1.4 Konzernstrategie und ZieleDer Erfolg der Software AG basiert auf einer klaren und langfristigenUnternehmensstrategie sowie deren konsequenter Umsetzung undWeiterentwicklung. Es ist unsere Vision, langfristig zu einem globalenTechnologie- und Marktführer für Infrastruktursoftware zu werden.Da der reifere Softwaremarkt einen starken Konsolidierungstrendaufweist, müssen erfolgreiche Softwareunternehmen aus unsererSicht sowohl organisch als auch durch Zukäufe wachsen und so Größenvorteilerealisieren. Die Software AG setzt auf ein nachhaltigesUnternehmenswachstum, basierend auf Kundenorientierung, eigenerForschung & Entwicklung, einer engen Zusammenarbeit mit Partnern,Mitarbeiterentwicklung und Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung.Wir verfolgen das Ziel, unseren Umsatz alle fünf bis sechsJahre zu verdoppeln und langfristig zu den 10 größten Softwareunternehmender Welt zu gehören.Nach einer strategischen Neuausrichtung in den Jahren 2003 bis 2006folgte bis 2009 die Phase „Wachstum“, in der das wiedererreichteprofitable Wachstum signifikant beschleunigt werden konnte. Wachstumstreiberwaren hier organisches Wachstum durch Innovation,geografische Expansion, neue Kundengruppen durch Partner sowieWachstum durch Akquisitionen. Die Phase von 2009 bis 2011 ist mit„Marktführerschaft“ betitelt. Sie führt zu dem Umsatzziel von einerMilliarde Euro Umsatz mit dynamischem Ergebniswachstum. DieWachstumstreiber in dieser Phase sind kundenzentrierte Innovation(Customer Centric Innovation), stetige Prozessverbesserung (ProcessExcellence), Wachstum durch Partnergeschäft (Partner Driven Growth)und Portfolio-Erweiterung durch M&As (M&A Portfolio Expansion). Mitdiesen vier Pfeilern unserer Unternehmensstrategie erzielen wirzusätzlichen Umsatz aus verschiedenen Bereichen. Sie ergänzen undverstärken sich gegenseitig bzw. gleichen Risiken aus. Alle vier Wachstumstreiberwurden 2009 weiterentwickelt und haben zum Gesamtwachstumder Software AG beigetragen.1. Kundenzentrierte InnovationDer Bereich „kundenorientierte Innovationen” ist das Kerngeschäftder Software AG und umfasst die kontinuierliche Weiterentwicklungdes Portfolios mit Markterfolg. Als Innovationsführer mit hoherKundenorientierung verbessern und erweitern wir das Angebot fürunsere Kunden kontinuierlich. 2009 haben wir das Portfolio derbeiden Geschäftsbereiche ETS und webMethods ausgebaut undsind von führenden Industrieanalysten mehrfach als „Leader“ eingestuftworden. Ein weiterer strategischer Ansatz sind Entwicklungskooperationen.(Siehe hierzu Forschung & Entwicklung, S. 62.)2. Stetige ProzessverbesserungZum Kern des zweiten Wachstumstreibers gehört neben der Entwicklunginnovativer Produkte und Lösungen für Kunden auch diestetige interne Prozessverbessung. 2009 ist auch das Jahr, in demwir die Digitalisierung der Software AG, auf Basis des eigenenProduktportfolios, weiter vorangetrieben haben. Der Beitrag zueiner digitalen „Software AG 2.0“ sind optimale automatisierteProzesse für die zentralen Vertragsprüfungen und Personalverwaltungauf Basis der SOA, BPM und webMethods Lösungen.3. Wachstum durch PartnergeschäftDas Partnergeschäft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfallszum Unternehmenswachstum beigetragen. Unser Partnernetzwerk,das aus Systemintegratoren, OEM Partnern, Resellern und unabhängigenSoftwareherstellern besteht, treibt vor allem unser Geschäftmit der webMethods Produktlinie sowie für ARIS nachhaltig voran.Unsere Partner helfen uns, über deren Kundenbasis, weiter undtiefer mit unseren webMethods- und ARIS-Produkten in den Marktzu kommen. Die Software AG ist als Technologieführer attraktiv fürneue Partner und kann so die Grundlagen für nachhaltiges Wachstumschaffen. (Siehe hierzu Partner, S. 65.)4. Portfolio-Erweiterung durch M&AsIm Mittelpunkt der strategischen Weiterentwicklung und Zukunftssicherungstand 2009 das Übernahmeangebot für das deutscheSoftwareunternehmen IDS Scheer AG, Saarbrücken. Durch denZusammenschluss entsteht ein Global Player für Business ProcessExcellence Lösungen mit einem erwarteten Jahresumsatz von rundeiner Milliarde Euro und mehr als 6.000 Mitarbeitern. Aus unternehmensstrategischerSicht bedeutet die Akquisition für die SoftwareAG eine Verlängerung der Wertschöpfungskette und einenerweiterten Marktzugang.Die Finanzziele für 2010, die unternehmensstrategischen Chancensowie die Gesamtaussage zur weiteren Entwicklung des Konzernswerden im Prognosebericht ab Seite 73 erläutert.Übernahme der IDS Scheer AGAm 13. Juli 2009 hat die Software AG die Übernahme des Marktführersim Business Process Management, IDS Scheer AG, Saarbrücken,angekündigt. Mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlage begannam 17. August 2009 für die Aktionäre der IDS Scheer AG die Annahmefristfür das Übernahmeangebot. Zum 31. Dezember 2009 hielten wir91 Prozent der Aktien von IDS Scheer und die außerordentliche Hauptversammlungder IDS Scheer AG hat am 8. Januar 2010 einen Beherrschungs-und Gewinnabführungsvertrag genehmigt. Unser Ziel ist dievollständige Integration im Rahmen einer Verschmelzung im Laufedes Geschäftsjahrs 2010. Daraus erwarten wir nach Abschluss derIntegrationsarbeiten Kostensynergien von 25 bis 30 Millionen Euro.52Software AG Geschäftsbericht 2009


02_Konzernlagebericht | Der Software AG KonzernUnsere Beweggründe für die Übernahme: Die Stärken der SoftwareAG, Technologieführerschaft bei Middleware-Produkten, Finanzkraftund globale Präsenz, werden ergänzt um die Stärken von IDS Scheerin Modellierung, Implementierung und Überwachung von Geschäftsprozessen,den starken Partnerschaften und einer hohen Consulting-Präsenz bei insgesamt 7.500 Kunden. IDS Scheer bietet profundeBranchenkompetenz, den direkten Zugang zu vertikalen Märkten unddie starke Stellung im SAP-Beratungsgeschäft.Die Kombination der beiden technologisch führenden Produktportfolienerfasst alle Glieder der Wertschöpfungskette bei Business ProcessExcellence – von der Analyse von Geschäftsprozessen über ihre Modellierungund Implementierung hin bis zu ihrer Überwachung undPerformancemessung. Diese Vollständigkeit ist einmalig auf demWeltmarkt und stärkt daher nachhaltig die Wettbewerbskraft. DasErreichen kritischer Größe in weiteren Kernmärkten Europas verbessertwirksam den Marktzugang. Zudem wird durch die Beratungskompetenzvon IDS Scheer die Fähigkeit erhöht, eigene Produkte inbranchenspezifischen und großen Projekten zu implementieren.Im Wachstumsmarkt Business Process Management (BPM/BPA) wirddas gemeinsame Unternehmen weltweit an Bedeutung gewinnen.Des Weiteren entsteht ein neuer, leistungsfähiger Anbieter für dieIntegration von SAP-Lösungen in heterogenen Anwendungslandschaften.Dadurch werden effizientere, webbasierte Gesamtsysteme geschaffen,die den Kunden Wettbewerbsvorteile bieten.Für die Software AG sowie für IDS Scheer bietet sich durch den Zusammenschlussdie Chance, verstärkt zu wachsen und die über die Jahreaufgebaute Produkt- und Beratungskompetenz sowie Marktpräsenzglobal auszubauen und dauerhaft zu sichern. Beide Unternehmenverfügen über starke Marken, ein weltweit exzellentes Image undeine hohe kulturelle Übereinstimmung. Aufgrund des hervorragendenImages der IDS Scheer als Beratungsexperten – ebenso wie für dieSoftware ARIS – soll der Name IDS Scheer als eine Consulting-Markeweitergeführt werden und auch künftig für herausragendes Consulting-Know-howstehen.1.5 Wertorientierte SteuerungWir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern.Dafür müssen wir weiter profitabel wachsen und die Finanzkraft desKonzerns kontinuierlich erhöhen. Um diese strategischen Ziele zusteuern, verwenden wir ein internes Steuerungssystem. Hierbei betrachtenwir als relevante Kennzahlen vor allem: Umsatz, operativesErgebnis (EBIT), EBIT-Marge, Gewinn pro Aktie sowie Cashflow aufBasis unserer IFRS-Rechnungslegung. Wertorientierte Steuerungsgrößenmit Bezug zum Kapitaleinsatz spielen für uns eine untergeordneteRolle, da unsere Kapitalbindung gering ist und der Personalaufwandfür uns den wesentlichen Aufwandsblock darstellt. Damit istdas EBIT die wesentliche Kenngröße für die Software AG ebensowie für die meisten anderen Unternehmen der Softwarebranche.Umsatz- und Ergebnismonitoring wichtige AusgangsbasisFür die Erlösarten Lizenzen, Wartung und Dienstleistungen führen wirein permanentes Umsatz- und Kostenmonitoring sowie -forecastingdurch. Dabei stellen die Lizenzumsätze die wesentlichen Wachstumstreiberfür die Wartungs- und Dienstleistungsumsätze dar. Ausdiesem Grund monitoren wir auf allen Managementebenen intensiv,wie sich die Lizenzumsätze vom ersten Kundenkontakt bis zum Vertragsabschlussentwickeln.Außerdem überwachen wir permanent in einer mehrdimensionalenMatrixstruktur, wie sich die operative Marge (EBIT-Marge) entwickelt.Hierbei strukturiert sich die Einteilung der Matrixstruktur nach Geschäftsbereichen,nach Erlösarten sowie nach der regionalen Gliederunginnerhalb der Geschäftsbereiche. Darüber hinaus beobachtenwir ständig die operativen Margen des Dienstleistungsgeschäfts aufProjektebene von der Angebotserstellung bis zum Projektabschluss.Eines unserer wichtigsten Ziele ist die kontinuierliche Verbesserungder Vertriebseffizienz. Dies erreichen wir durch besser qualifizierteMitarbeiter sowie wachsende Projektgrößen. Auf Basis der regionalübergreifenden Vertriebs- und Servicestruktur eröffnen sich im Hinblickauf die Vertriebseffizienz weitere wesentliche Potenziale.Kostenmanagement beständig optimierenAlle Kostenpositionen im Konzern unterliegen einer strengen Budgetkontrolle.Dabei überprüfen wir monatlich, ob die Budgets eingehaltenwurden und wie sich die prognostizierten Kosten entwickeln. DieGrundlage dafür bildet ein dynamisches Budgetmodell. Damit bleibtdas Kostenbudget in Relation zur Umsatzentwicklung in den wesentlichenKomponenten flexibel. Um die geplante Profitabilität zu erreichenbzw. zu übertreffen, passen wir das Kostenbudget unterjährigdynamisch an.F&E-Management im Sinne der KundenAls Produktunternehmen der Softwareindustrie bildet der BereichForschung & Entwicklung (F&E) die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg.Deshalb passen wir unser Produktportfolio kontinuierlichentsprechend den Anforderungen der Kunden sowie betriebswirtschaftlichenBelangen an und entwickeln es weiter. Hierfür setzen wireine permanente Produktdeckungsbeitragsrechnung ein. Wir optimierenunseren Ressourceneinsatz durch eine Kombination aus technologischenZukäufen und Eigenerstellung sowie einen ausgewogenen Mixaus Hoch- und Niedriglohn-Standorten für die Entwicklung unsererProdukte. (Siehe hierzu Forschung & Entwicklung, S. 62.)Cashflow-Steuerung wichtiges InstrumentDas Forderungsmanagement hat einen wesentlichen Einfluss auf denCashflow. Es wird bei der Software AG lokal betrieben und unterliegtdiversen internen Kontrollprozessen, basierend auf strengen Regelnzur Wertberichtigung. Zur Verbesserung der Forderungsstruktur werdenselektiv einzelne Forderungen verkauft. Die Cashsteuerung erfolgt inunserem Unternehmen hingegen zentral. Dafür verwenden wir einweltweit standardisiertes Cash-Management-System, mit dessenHilfe wir unsere Anlagestrategie optimieren und Anlagerisiken minimieren.Unsere wichtigsten Steuerungsgrößen haben sich im Berichtsjahr wiefolgt entwickelt:SteuerungsgröSSenin Mio. EURUmsatzUmsatz LizenzenUmsatz WartungUmsatz Beratung & DienstleistungEBITEBIT-Marge (in %)Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert)Operativer Cashflow2009847,4269,9310,6262,5218,225,84,91200,52008720,6272,0267,1177,8180,525,14,04140,1Abw. in %18– 1164821+70 Bp22432 |Software AG Geschäftsbericht 2009 53


02_ Konzernlagebericht | wirtschaftliche Rahmenbedingungen2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen2.1 Gesamtwirtschaftliche LageAllgemeine wirtschaftliche EntwicklungDie globale Wirtschaft hat 2009 die schwerste Rezession seit demZweiten Weltkrieg durchlitten. Nach dem massiven Einbruch im Winterhalbjahr2008/09 wurden von Seiten der Regierungen weltweit umfangreicheMaßnahmen gegen die weltweite Finanz- und Wirtschaftskriseeingeleitet. Die Geldpolitik wurde stark gelockert, dabei wurdenunter anderem die Notenbankzinsen drastisch gesenkt. MassiveKonjunkturprogramme sollten dem rasanten konjunkturellen Einbruchentgegenwirken.Als Folge setzten im zweiten Quartal wieder erste Erholungssignaleein. Ende September 2009 schließlich sprach der Internationale Währungsfonds(IWF) davon, dass die Rezession auslaufe. Dennoch verliefder Aufschwung in vielen Ländern zunächst schleppend, weil privateHaushalte und Unternehmen nach wie vor mit einer Konsolidierungihrer Finanzen und mit Schuldenabbau beschäftigt waren.Insgesamt sank die Weltwirtschaft gemessen an der globalen Wirtschaftsleistung(reales Bruttoinlandsprodukt, BIP) laut dem Institutfür Weltwirtschaft Kiel (ifw) gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent.Dabei konnten die starken Wirtschaftsnationen in den letzten Monaten2009 wieder zulegen und verloren nicht so massiv wie noch zuBeginn des Jahres 2009 angenommen.Entwicklung wichtiger WährungenFür die Software AG sind die wichtigsten Fremdwährungen: US-Dollar,Britisches Pfund, Brasilianischer Real und Japanischer Yen. Der US-Dollarstabilisierte sich im Jahresmittel gegenüber dem Vorjahr.Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme von Venezuela reduzierte dievenezolanische Regierung Anfang 2010 den offiziellen Wechselkurszwischen der Landeswährung Bolivar und dem US-Dollar von 2,15 auf4,30 Bolivar je US-Dollar. Zum Jahresende 2009 betrug der Parallelmarktkurs5,97 Bolivar je US-Dollar. Aufgrund des negativen Ausblicksfür Venezuela werden wir in Zukunft die Währungsumrechnung zumParallelmarktkurs vornehmen. Durch diese Umstellung wird sich derUmsatz- und Ergebnisbeitrag dieser Landesgesellschaft zukünftig deutlichreduzieren. Darüber hinaus wird Venezuela nunmehr als Hochinflationslandeingestuft. Die sich daraus ergebenden Auswirkungenauf den Software AG-Konzern sind allerdings vernachlässigbar.Die folgende Tabelle weist die Wechselkurse der betreffenden Währungengegenüber dem Euro im Vergleich zum Vorjahr aus:USAIn den USA schrumpfte die Wirtschaft im Gesamtjahr um 2,5 Prozent.Damit sind die USA scheinbar glimpflicher durch die Finanz- und Wirtschaftskrisegekommen als der Euro-Raum (–4,0 Prozent). Dies istbemerkenswert, da die USA der Ausgangspunkt der Krise waren.Im ersten Halbjahr 2009 hatte sich die Konjunkturentwicklung spürbarverlangsamt. Schon im dritten Quartal 2009 verzeichnete das Bruttoinlandsproduktjedoch wieder eine positive Zuwachsrate, getragen vomprivaten Konsum. Damit hat die US-Wirtschaft die Talsohle durchschritten,nicht zuletzt dank eines massiven Konjunkturprogramms. Auch diezunehmende Entspannung an den Finanz- und Immobilienmärkten unddie Aufhellung der außenwirtschaftlichen Perspektiven wirkten positiv.EuropaDie europäische Wirtschaft war vor allem im ersten Quartal 2009massiv von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Jedoch ist derTiefpunkt offenbar im Frühjahr durchschritten worden; ab der Jahresmittesetzte eine allmähliche Erholung ein. Dazu trugen insbesonderedie angestiegenen Exportraten und die laufenden Konjunkturprogrammebei. Insgesamt ist die Wirtschaft des Euro-Raums um 4,0 Prozent gesunken.Die deutsche Wirtschaft war auf Grund ihrer Exportabhängigkeitbesonders stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie konntezwar ab dem dritten Quartal dank ihrer verbesserten Außenwirtschaftwieder zulegen, dies aber von einer niedrigen Basis aus. So ist dasBIP in Deutschland um 5,0 Prozent gesunken.AsienAuch die asiatische Wirtschaft konnte sich den allgemeinen negativenImpulsen nicht vollständig entziehen. Jedoch konnten die meistenVolkswirtschaften nach dem zeitweiligen Einbruch ihrer Exporte eineschnelle Konjunkturwende einleiten. Auch hier wirkten umfangreichegeldpolitische Maßnahmen sowie massive Konjunkturprogramme, diedie Binnennachfrage anregten. Japan war jedoch insgesamt durch seinehohe Exportabhängigkeit stark von der Krise betroffen. Auch wenn sichdie japanische Wirtschaft seit dem Frühjahr langsam wieder erholt, istdas BIP im Gesamtjahr 2009 um 5,6 Prozent gesunken. China hingegenwar von der Finanzkrise weniger betroffen und konnte dank einesmassiven Konjunkturprogramms auch in der globalen Krise wachsen.So stieg hier das BIP um 8,6 Prozent.LateinamerikaAnders als die Industrienationen ist Lateinamerika etwas weniger vonder globalen Wirtschaftskrise betroffen. Zwar sank das BIP für die gesamteRegion 2009 um 2,7 Prozent, für das laufende Jahr wird jedochSTICHTAGSKURS (1 EUR)US-DollarBrasilianischer RealBritisches PfundJapanischer Yen31.12.20091,44052,50970,8900133,0631.12.2008 Veränderungder Fremdwährungin %1,3976 – 3,13,2574 23,00,9589 7,2126,40 – 5,3Durchschnittskurs (1 EUR)US-DollarBrasilianischer RealBritisches PfundJapanischer Yen31.12.20091,39312,77050,8914130,1931.12.2008 Veränderungder Fremdwährungin %1,4705 5,32,6714 – 3,70,7967 – 11,9152,28 14,5Quelle: CommerzbankQuelle: Commerzbank54Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | Geschäftsverlauf und wirtschaftliche lageschon wieder eine positive Wachstumsrate erwartet. Mildernd wirktenhier Maßnahmen, die die meisten Staaten schon vor der Krise eingeleitethatten. So sind etwa die Finanzsysteme unter strengere Kontrollengestellt und Staatsschulden abgebaut worden. Eine besondere Rolle,aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die politische und wirtschaftlicheEntwicklung Lateinamerikas, stellt die brasilianische Wirtschaft dar,2008 noch um 5,1 Prozent gewachsen, 2009 um 0,2 Prozent gesunken.Der brasilianische Markt zeigte sich jedoch weniger beeinträchtigtdurch die globale Wirtschaftskrise als die etablierten Märkte. Insgesamterholte sich die Industrieproduktion, die am Jahresanfang besondersstark eingebrochen war, in den letzten Monaten bereits wieder.2.2 BranchenentwicklungDer ITK-Markt in Deutschland (Markt für Informationstechnologie, Telekommunikationund Unterhaltungselektronik) umfasst den IT- und denTelekommunikationssektor. Der IT-Markt enthält die Segmente IT-Zubehör(Hardware), Software und IT-Dienstleistungen. Der Telekommunikationssektorumfasst Netzinfrastruktur, Telekommunikationsausstattungfür Endverbraucher sowie Telekommunikationsdienstleistungen.Die Software AG zählt als Anbieter von Systemsoftware zum MarktsegmentSoftware und IT-Dienstleistungen innerhalb der ITK-Branche.ITK-MarktIn der Europäischen Union ist der ITK-Markt laut European InformationTechnology Observatory (EITO) im abgelaufenen Geschäftsjahr um2,2 Prozent auf 718 Milliarden Euro zurückgegangen. Die globaleWirtschaftskrise hat den ITK-Sektor damit weniger stark als andereBranchen belastet. In Deutschland ist der ITK-Markt 2009 um 2,5Prozent auf 142 Milliarden Euro geschrumpft und hat sich damitbesser entwickelt als die Gesamtwirtschaft.IT-MarktDas Marktforschungsunternehmen Gartner nimmt an, dass der weltweiteUmsatz der IT-Branche 2009 um etwa 5,0 Prozent gesunken ist. Der IT-Markt der Europäischen Union ist 2009 gemäß BITKOM um 2,6 Prozentauf 299 Milliarden Euro zurückgegangen. Insbesondere von der Krisebetroffene Unternehmen, zum Beispiel aus dem Maschinen- oder Fahrzeugbau,haben IT-Projekte verschoben. Der Umsatz mit Outsourcing-Services ist in der EU jedoch gegen den Trend um 4,0 Prozent auf 66Milliarden Euro gestiegen. Der deutsche IT-Markt ist laut BITKOM um2,6 Prozent auf 65,4 Milliarden Euro zurückgegangen. Nur leicht verkleinertesich der Markt für IT-Dienstleistungen um 0,2 Prozent auf 33 MilliardenEuro.SoftwaremarktGemäß der „Truffle 100 Europe“ Rangliste vom November 2009 ist dieSoftwarebranche wichtiger Wachstumsmotor in modernen Volkswirtschaften.Damit nimmt die Bedeutung einer leistungsfähigen Softwarebranchefür die Wirtschaft von Jahr zu Jahr zu. Die Softwarebranche inEuropa entwickelte sich auch in der Krise besser als die übrigen europäischenWirtschaftszweige.Der deutsche Softwaremarkt ist 2009 um 3,2 Prozent auf 14,6 MilliardenEuro gesunken im Vergleich zu einem Rückgang der gesamten deutschenWirtschaftsleistung um 4,9 Prozent.2.3 Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen2009 haben sich keine Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungenergeben, die sich wesentlich auf unser Geschäft ausgewirkt hätten.3 Geschäftsverlauf undwirtschaftliche Lage3.1 Zusammenfassende Beurteilung des GeschäftsverlaufsAuch in Zeiten einer globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, der schlimmstenRezession seit dem Zweiten Weltkrieg, hat die Software AGerfolgreich gewirtschaftet. Wir haben erneut das beste Geschäftsjahrin der Unternehmensgeschichte abgeschlossen und in allen wesentlichenKennzahlen Höchstwerte erzielt. Dies erreichten wir abermalsdurch die konsequente Umsetzung unserer auf Wachstum ausgerichtetenUnternehmensstrategie. Mit der Akquisition der IDS Scheer AGund der Kombination der beiden Produktportfolien decken wir diegesamte Wertschöpfungskette bei Business Process ManagementLösungen ab und erhalten einen erweiterten Marktzugang sowieeine gestärkte Marktpositon und Unternehmensgröße. Durch denZusammenschluss entsteht der globale Marktführer für BusinessProcess Excellence mit einem erwarteten Jahresumsatz von etwaeiner Milliarde Euro und mehr als 6.000 Mitarbeitern. (Siehe hierzuStrategie, S.8; Übernahme IDS Scheer AG, S.14.)Im Geschäftsjahr 2009 konnten wir auch das 40jährige Unternehmensjubiläumfeiern. Als erstes Softwareunternehmen Europas wurdedie Software AG am 30. Mai 1969 gegründet – und ist nun eines derführenden internationalen Softwarehäuser. Die damals entwickelteDatenbank Adabas ist noch heute die schnellste Datenbank der Welt.Dr. Peter Schnell, einer der Unternehmensgründer und langjähriger Vorstandsvorsitzenderder Software AG, gründete 1992 die Software AG-Stiftung. Die Software AG-Stiftung hält rund 29 Prozent der Aktien derSoftware AG.Maßnahmen gegen die globale Finanz- und WirtschaftskriseDie Software AG hat im vergangenen Geschäftsjahr bewiesen, dasssie auch für Krisenzeiten, wie die anhaltende globale Wirtschaftskrise,gut aufgestellt ist, denn wir verfügen über ein robustes Geschäftsmodellmit drei unterschiedlichen Geschäftsbereichen, einer großenAnzahl von Bestandskunden mit langfristigen Wartungsverträgen inallen Branchen und einer breiten globalen Präsenz. Dabei können wirauf ein weltweit führendes, innovatives Produktportfolio zurückgreifen,das den Kunden helfen kann, Kosten zu reduzieren oder dieIT-Systeme effizienter zu machen. Unsere globale Unternehmensstrukturist einerseits skalierbar und anderseits flexibel genug, umregionale Unterschiede auszugleichen. (Siehe hierzu Umsatz- undErgebnismonitoring wichtige Ausgangsbasis, S. 53.)In einem 10-Punkte-Plan haben wir Anfang 2009 proaktiv Maßnahmenfestgelegt, um die Auswirkungen der weltweiten Finanz- undWirtschaftskrise bestmöglich abzumildern und sogar gestärkt aus derKrise hervorzugehen. Die Prioritäten lagen dabei auf einer genauenSituationsanalyse und einem darauf aufbauenden entschlossenenHandeln. Wir haben den Cashflow und die Liquidität – auch durch eingewissenhaftes Kostenmanagement – gesichert und uns auf dasfokussiert, was wirklich wichtig für unser Geschäft ist. Das operativeManagement basiert auf unseren zuverlässigen Management-Informationssystemen.Außerdem haben wir Pläne für unterschiedlicheKrisenszenarien und deren Auswirkungen erstellt.Drei Unternehmen akquiriertUnsere Unternehmensstrategie basiert neben dem organischen auch aufexternem Wachstum durch Mergers & Acquisitions (M&A). Im Geschäftsjahr2009 haben wir unser Geschäft durch drei Übernahmen gestärkt:2 |Software AG Geschäftsbericht 2009 55


02_ Konzernlagebericht | Geschäftsverlauf und wirtscshaftliche Lagedie deutsche IDS Scheer AG, die deutsche itCampus Software- undSystemhaus GmbH (itCampus) sowie die Schweizer Teconomic AG.Am 13. Juli 2009 kündigten wir die Übernahme des deutschen SoftwareunternehmensIDS Scheer AG, Saarbrücken, an. Ende Dezember 2009hielten wir über die SAG Beteiligungs GmbH bereits über 90 Prozent derAktien der IDS Scheer AG. Im Rahmen der Integration hat eine außerordentlicheHauptversammlung der IDS Scheer AG im Januar 2010 einenBeherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag angenommen, der am11. Februar 2010 im Handelsregister eingetragen wurde. Dieser ermöglichtdie Integration des operativen Geschäfts der beiden Organisationenund die Nutzung von Umsatz, Kosten- und Vertriebssynergien. Durchden Zusammenschluss entsteht ein Global Player für Business ProcessExcellence mit einem Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro und6.000 Mitarbeitern. (Siehe hierzu Strategie, S. 8; Übernahme IDS ScheerAG, S. 14.)Unseren Bereich Forschung & Entwicklung haben wir mit einer Mehrheitsbeteiligungvon 51 Prozent an der Leipziger itCampus verstärkt.Damit bauen wir unsere Kapazitäten im Bereich Prozessautomatisierungin Deutschland weiter aus. itCampus ist ein Anbieter von Software-und Kommunikationslösungen für die Wirtschaftsbereiche CallCenter, Energie, Medizin und Öffentliche Verwaltung mit rund 120Mitarbeitern und einem hohen Innovationspotenzial.Zum 1. Juli 2009 haben wir mit der Schweizer Teconomic AG ein weiteresUnternehmen akquiriert. Teconomic bietet umfangreiche IT-Beratungund –Lösungen für den europäischen Finanzsektor. Mit der Übernahmewollen wir uns global im Markt für den internationalen Austausch vonFinanzdaten (SWIFT) noch stärker positionieren und unsere geschäftlichenAktivitäten in der Schweiz weiter ausbauen. Finanzinstitute stehenderzeit vor erheblichen Herausforderungen, die mit einer flexiblen IT-Infrastruktur gelöst werden können, um für die weltweit anstehendeNeu-Regulierung der Branche optimal aufgestellt zu sein.ETSIn unserem Geschäftsbereich ETS haben wir uns gut behauptet: Wirhaben neue Produkte entwickelt, die vom Markt gut angenommenworden sind, namhafte Kunden und große Projekte hinzugewonnenund in beiden Erlösarten Lizenzen und Wartung in einem schwierigenMarktumfeld gute Ergebnisse erzielt. Es ist ein besonderer strategischerFokus, auch den traditionellen Geschäftsbereich ETS für Bestandskundenmit Großrechnern und auf allen Plattformen technologisch weiterzuentwickeln.Die Kunden erhalten dadurch eine Verlängerung desLebenszyklus ihrer erfolgreich laufenden Systeme, welche beispielsweiseim Finanzsektor, in der Logistik oder auch in der Telekommunikationsbrancheunternehmenskritisch sind. Die Software AG wiederumsichert sich einen Teil der Bestandskundenbasis und damit einen Teilder Wartungserlöse. Um diese Strategie zu unterstreichen, haben wirfür den Geschäftsbereich ETS die Entscheidung getroffen, das ProduktNatural eigenständig weiterzuentwickeln und zu vermarkten.webMethodsDer Geschäftsbereich webMethods hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahrbesonders erfreulich entwickelt. Auf das Gesamtjahrbezogen konnte, trotz Wirtschaftskrise und schwierigeren Marktumfeldsals bei ETS, ein Umsatzwachstum von 3 Prozent verzeichnetwerden. Das ist ein herausragender Wert im Branchenvergleich fürdas Krisenjahr 2009. Dieser verbesserte Beitrag zum Konzernergebnisist bedingt durch eine kontinuierlich gesteigerte Vertriebseffizienzsowie größere Vertragsabschlüsse.Wesentliche Neuentwicklung im Geschäftsbereich webMethods warproduktseitig die Markteinführung von webMethods 8.0. webMethods8.0 bietet neue Funktionen für alle von der Suite abgedeckten Bereiche,d.h. für unternehmensweite Integration, B2B, Geschäftsprozessmanagement,BAM und SOA Governance (CentraSite). Seit der Übernahmevon IDS Scheer durch die Software AG haben Kunden zudem die Möglichkeit,webMethods 8 und ARIS dank kompatibler Prozessmodelle zukombinieren.Eine weitere Neuerung war das Produkt webMethods Transfer für densicheren Datentransfer innerhalb einer serviceorientierten Architektur.Auf der Fachmesse CeBIT 2009 wurde außerdem die neue CommunityAlignSpace vorgestellt, ein Produkt im Umfeld von sogenannten„social communities“ im Web, das für den Bereich Business ProcessManagement (BPM) vorgesehen ist. (Siehe hierzu Forschung & Entwicklung,S. 62.)Einen wesentlichen Anteil am Umsatzwachstum im GeschäftsbereichwebMethods hatte auch unser Partnergeschäft: Unsere globalen wieauch regionalen Partnerschaften leisteten auch im Jahr 2009 einenwichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg insbesondere im GeschäftsbereichwebMethods. (Siehe hierzu Partner, S. 65.)Unsere Produkte wurden auch im Jahr 2009 von führenden Industrieanalystenals führend in ihren Marktsegmenten ausgezeichnet. (Siehehierzu Marktposition, S. 51.) Darüber hinaus wirkte sich die Rolle desInnovationsführers auch positiv auf den Marktanteil der Software AG-Gruppe, etwa bei SOA Governance, aus.Enterprise Process InnovationDer neue, dritte Geschäftsbereich Enterprise Process Innovationenthält seit dem dritten Quartal 2009 das Geschäft der akquiriertenIDS Scheer AG. Im vierten Quartal 2009, erstmals vollständig konsolidiert,verzeichneten die ARIS Lizenzerlöse das beste Ergebnis innerhalbdes Jahres 2009. Die Wartungsumsätze verzeichneten ein gesundesWachstum auf operativer Ebene. Diese positive Entwicklung giltauch für die Ertragskraft des Geschäftsbereichs.56Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | ErtragslageSegmentbericht Q4 / GJ 2009 – Enterprise Process Innovation (IDS Scheer AG)in Mio. EURARIS ProduktumsatzLizenzenWartungExterne ProduktumsätzeBeratung, Dienstl. & SonstigeGesamtumsatzHerstellkostenBruttoergebnisMarketing & VertriebSegmentbeitragQ4 2009wie ausgewiesen*16,911,55,45,665,487,9PPA2,6–2,60,6–3,2Q4 2009operativ19,511,58,06,265,491,1– 57,233,9– 15,718,2GJ 2009**wie ausgewiesen*23,916,17,89,093,6126,5PPA4,1–4,10,6–4,7GJ 2009**operativ28,016,111,99,693,6131,2-83,347,9– 22,425,52 |* IFRS** Konsolidierung seit 20. August 2009Global Consulting ServicesIm Verlauf des Geschäftsjahres 2009 sind die IT-Dienstleistungen desSoftware AG-Konzerns unter Führung des zuständigen VorstandsmitgliedsIvo Totev neu ausgerichtet worden. Die Geschäftseinheit trägtnun den Namen „Global Consulting Services“ (vorher: ProfessionalServices) und verfügt sowohl über eine neue Personalstruktur alsauch eine überarbeitete Strategie. Außerdem wurden im drittenQuartal 2009 neue weltweite Serviceangebote mit internationalenAnsprechpartnern eingeführt ebenso wie ein neues Webportal. Überdieses werden eine noch effizientere Kommunikation und ein nochintensiverer Wissensaustausch rund um den Globus erreicht.Das Management von digitalen Geschäftsprozessen beinhaltet dieEinführung einer prozessorientierten und flexiblen IT-Struktur, dieGeschäftslösungen optimiert und IT-Ausgaben zu einem schnellenReturn-on-Investment verhilft. Prozessinnovationen spielen heuteneben den reinen Produktinnovationen in Unternehmen eine immergrößere Rolle. Aus diesem Grund haben wir die GeschäftseinheitGlobal Consulting Services in den vergangenen Jahren neu aufgestelltund gestärkt und wollen sie so zu einem weiteren Standbeinunseres Unternehmens aufbauen.3.2 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Software AG hat auch 2009 ihre Erfolgsgeschichte fortgesetzt undkonnte zum dritten Mal in Folge Rekord-Jahreszahlen vermelden. DerKonzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 847,4Millionen Euro, das operative Ergebnis erhöhte sich um 21 Prozent auf218,2 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 25,8 Prozent entspricht.Dazu haben insbesondere um 16 Prozent gestiegene Wartungsumsätzesowie um 48 Prozent verbesserte Umsätze im Dienstleistungs- undBeratungsgeschäft, bedingt durch die Akquisition der IDS Scheer AG,beigetragen. Damit sind wir in einem weltweit schwierigen wirtschaftlichenUmfeld erneut profitabel gewachsen.Bedingt durch stetige Umsatz- und Ergebnissteigerungen in den letztenJahren ist die Software AG-Gruppe solide aufgestellt. KontinuierlicheProzessoptimierungen verbessern die Profitabilität und sorgen für einenstetig wachsenden Cashflow. Diesen investieren wir zum Teil in neueTechnologien und den Ausbau unseres Geschäfts. Zu dem nochmalsgesteigerten Ergebnis hat auch unser Kostenreduktionsplan beigetragen,den wir Anfang 2009 eingeleitet haben. Bereits im dritten Quartal 2009hat er seine volle Wirkung entfaltet.4 Ertragslage4.1 UmsatzentwicklungDer Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2009 um 18 Prozent auf847,4 Millionen Euro (Vj. 720,6 Millionen Euro). Darin enthalten sindauch Umsätze der IDS Scheer AG, die ab dem 20. August 2009 konsolidiertwurden. Diese werden in diesem Geschäftsbericht erstmalsauch als dritter Geschäftsbereich dargestellt.Die Währungseffekte auf den Umsatz haben sich 2009 weiter abgeschwächt.Dazu trägt auch die Konsolidierung der IDS Scheer AG bei,da deren Umsätze zum größten Teil im Euro-Raum erzielt werden. ImGesamtjahr entfielen 39 Prozent des Umsatzes auf den Euro und 24Prozent auf den US-Dollar. Der gesamte Währungseffekt auf den Umsatzlag bei 0,3 Prozent bzw. 2,5 Millionen Euro (Vj. 28,2 Millionen Euro).Der im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete Umsatzanteil in ausländischenWährungen ist wie folgt ausgefallen:WechselkursveränderungenUmsatzanteilin ausländischenWährungen 2009in Mio. EURUS-Dollar (USD)201,3Britisches Pfund (GBP)44,5Südafrikanischer Rand (ZAR)30,7Canada Dollar (CAD)20,7Japanischer Yen (JPY)20,0Brasilianischer Real (BRL)63,8Umsatzanteilin ausländischenWährungen 2009in %2454228Software AG Geschäftsbericht 2009 57


02_ Konzernlagebericht | ErtragslageUmsatz nach ErlösartenDie für ein Softwarehaus wichtigen und margenträchtigen Produktumsätze,die aus Lizenzen und Wartung bestehen, sind 2009 um 8 Prozent auf580,5 Millionen Euro gestiegen (Vj. 539,1 Millionen Euro). Umsatztreiberwar erneut das Wartungsgeschäft, das von 267,1 Millionen Euro um 16Prozent auf 310,6 Millionen Euro gewachsen ist. Die Lizenzumsätze beliefensich auf 269,9 Millionen Euro (Vj. 272,0 Millionen Euro) und spiegelndamit das schwierige Martktumfeld und die damit zusammenhängendeZurückhaltung der Kunden bei neuen Projektabschlüssen wider.Der Umsatz im Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft ist um 48 Prozentauf 262,5 Millionen Euro gewachsen (Vj. 177,8 Millionen Euro).Damit trug der Bereich Global Consulting Services 31 Prozent (Vj. 25Prozent) zum Konzernumsatz bei. Die Steigerung ist vor allem auf denBeitrag von IDS Scheer zurückzuführen.Umsatz nach GeschäftsbereichenDer Geschäftsbereich webMethods ist ein klarer Wachstumstreiber fürden Umsatz der Software AG. Während die weltweite Rezession andauerte,stieg der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs um 3 Prozentauf 324,9 Millionen Euro (Vj. 315,7 Millionen Euro). Der Produktumsatzhat sich sogar um 5 Prozent auf 219,9 Millionen Euro (Vj. 208,5 MillionenEuro) verbessert – ein herausragender Wert im Branchenvergleichfür dieses Krisenjahr. Der Lizenzumsatz sank leicht von 115,3 MillionenEuro um 4 Prozent auf 110,2 Millionen Euro. Im vierten Quartal 2009konnten wir hier, in einer Phase der langsamen Erholung der Weltwirtschaft,die Lizenzumsätze im Vergleich zum dritten Quartal 2009verdoppeln. Die Wartungsumsätze sind mit 18 Prozent sehr erfreulichgewachsen; sie betrugen 109,7 Millionen Euro nach 93,2 MillionenEuro im Vorjahr. Die Dienstleistungsumsätze verminderten sich leichtum 3 Prozent auf 101,8 Millionen Euro (Vj. 105,0 Millionen Euro). Besonderserfreulich ist der gestiegene Beitrag von webMethods zumKonzernergebnis: Durch einen verbesserten Umsatzmix und eine gesteigerteVertriebseffizienz wuchs der Segmentbeitrag um 10 Prozentauf 118,0 Millionen Euro (Vj. 107,1 Millionen Euro). Damit trug web-Methods stärker als je zuvor zum Ergebnis der Gesamtgruppe bei.Der Umsatz des Geschäftsbereichs ETS ist von 404,9 auf 396,0 MillionenEuro zurückgegangen. Hierbei macht sich bemerkbar, dass einigeLizenzaufträge in Japan verschoben wurden. Wir sind jedoch zuversichtlich,diese Umsätze im zweiten Halbjahr 2010 oder im erstenHalbjahr 2011 nachholen zu können. Demgegenüber hat sich Brasilienweiter erfreulich entwickelt und einen signifikanten Umsatzbeitraggeleistet. Der Produktumsatz von ETS belief sich auf 327,7 MillionenEuro und lag damit nur marginal unter dem Vorjahreswert von 330,6Millionen Euro (– 1 Prozent). Die Zunahme der Wartungsumsätze um8 Prozent auf 187,9 Millionen Euro (Vj. 173,8 Millionen Euro) kompensiertedie um 11 Prozent rückläufigen Lizenzumsätze von 139,8 MillionenEuro (Vj. 156,8 Millionen Euro). Die Dienstleistungsumsätzeverminderten sich um 8 Prozent von 72,8 Millionen Euro auf 67,6Millionen Euro. Der Segmentbeitrag des Geschäftsbereichs ETS reduziertesich im Berichtsjahr um 1 Prozent auf 243,7 Millionen Euro(Vj. 245,7 Millionen Euro).Der neue, dritte Geschäftsbereich Enterprise Process Innovation (IDS) hatim Konsolidierungszeitraum seit dem 20. August 2009 mit 126,5 MillionenEuro zum Konzernumsatz beigetragen. Davon entfielen 23,9 MillionenEuro auf ARIS-Produktumsätze. Diese enthielten Lizenzumsätze von16,1 Millionen Euro und Wartungsumsätze von 7,8 Millionen Euro.Weitere 9,0 Millionen Euro Umsatz wurde mit externen Produktenerzielt, 93,1 Millionen Euro im Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft.Umsatz nach Erlösartenin Mio. EURProduktLizenzenWartungBeratung & DienstleistungSonstigeGesamt2009580,5269,9310,6262,54,4847,42008539,1272,0267,1177,83,7720,6Veränderungin %4.2 ErgebnisentwicklungEs ist dem Software AG-Konzern auch 2009 gelungen, das Ergebnisdeutlich zu steigern. Dazu haben insbesondere das zweistellige Wachstumdes Wartungsgeschäfts sowie die hohe Kostendisziplin beigetragen.Beide Unternehmen, Software AG und IDS Scheer AG, hatten frühzeitigKostensenkungsmaßnahmen eingeleitet und konnten so ihre Margen inder Krise verbessern. Das Bruttoergebnis wuchs um 6 Prozent auf 547,1Millionen Euro (Vj. 515,5 Millionen Euro). Die Bruttogewinnmarge ist von71,5 Prozent auf 64,6 Prozent gesunken. Dies hängt mit den um 46 Prozenterhöhten Herstellkosten von 300,3 Millionen Euro (Vj. 205,1 MillionenEuro) zusammen, da wir nun durch IDS Scheer über einen höherenServiceumsatz und damit verbunden höhere direkt zuordenbare Kostensowie mehr Umsatz mit externen Produkten verfügen.Das operative Ergebnis (EBIT) für das Gesamtjahr konnte von 180,5Millionen Euro um 21 Prozent auf 218,2 Millionen Euro gesteigert werden.Durch eine Umsatzsteigerung von 18 Prozent und nur moderat angestiegeneKosten ist es gelungen, die Effizienz weiter zu erhöhen. Damitkonnte die EBIT-Marge weiter von 25,1 Prozent auf 25,8 Prozent verbessertwerden, was noch über den eigenen Prognosen für 2009 liegt.Dies war trotz der folgenden Sondereffekte möglich, welche im Saldodas operative Ergebnis mit 2,9 Millionen Euro belasteten:8– 116481918Kurserträge aus der Rückführung von langfristigen konzerninternenFinanzierungen in Höhe von 34,7 Millionen Euro.Aufwendungen aus eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmenunter anderem im Hinblick auf die kommende Integration derIDS Scheer-Gruppe in Höhe von 11,2 Millionen Euro.Minderung des webMethods Firmenwertes in Höhe von 10,6 MillionenEuro durch die über dem Plan liegende Nutzung steuerlicherVerlustvorträge aus der Zeit vor der Akquisition durch die Software AG.Wechselkursverluste aufgrund der Abwertung des VenezolanischenBolivar in Höhe von 6,8 Millionen Euro.Kaufpreisallokationsbedingte Sondereffekte nach den Bilanzierungsregelndes IFRS 3 Accounting Standards, welche zu einer Reduktionder Wartungsumsätze in Höhe von 4,7 Millionen Euro sowie zu einerAbschreibung auf die Marge der erworbenen Serviceverträge inHöhe von 8,6 Millionen Euro führten.Ertragssaldo der sonstigen Einmaleffekte in Höhe von 4,3 MillionenEuro.Das Nettoergebnis ist um 22 Prozent auf 140,8 Millionen Euro (Vj.115,9 Millionen Euro) gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen ausdem gestiegenen operativen Ergebnis und einer nochmals gesenkten58Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | ErtragslageKennzahlen zur Ergebnisentwicklungin Mio. EUREBITEBITAFinanzergebnisNettoergebnisErgebnis je Aktie in EUR (unverwässert)Q4200979,491,7– 7,048,11,65Q4 Veränderung2008 in %54,9 44,658,258– 0,635,2371,2334Gesamtjahr2009218,2245,9– 8,9140,84,92Gesamtjahr Veränderung2008 in %180,5 20,9195,026– 5,1115,9224,05212 |Aufwandsstrukturin Mio. EURGesamtumsatzHerstellkostenBruttoergebnisMarge in %Forschung & EntwicklungMarketing & VertriebManagement & VerwaltungSonstigesEBITMarge in %Q42009292,1– 117,0175,160,0– 23,2– 62,7– 22,112,379,427,2Q4 Veränderung2008 in %212,438– 57,8 102154,61372,8– 19,519– 49,228– 17,328– 13,754,94525,8Gesamtjahr2009847,4– 300,3547,164,6– 82,2– 192,4– 70,716,3218,225,8Gesamtjahr Veränderung2008 in %720,618– 205,146515,5671,5– 76,28– 177,19– 65,19– 16,5180,52125,1Steuerrate für das Unternehmen, die für das konsolidierte Unternehmenvon 34,0 Prozent auf 32,7 Prozent in 2009 gemindert werdenkonnte. Das Finanzergebnis ist, bedingt durch die Kreditfinanzierungder getätigten Akquisitionen, von -5,1 Millionen Euro auf -8,9 MillionenEuro gesunken. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um19 Prozent auf 209,3 Millionen Euro (Vj. 175,4 Millionen Euro).4.3 AufwandsstrukturAnfang 2009 hat die Software AG Gruppe ein „Crisis Response Program“gestartet, in dem zehn Punkte entwickelt und umgesetzt wurden. DieKosteneinsparungen in Höhe von 20 Millionen Euro haben sich weitgehendauf Verwaltungskosten sowie Marketing- und Vertriebskosten beschränkt.Demgegenüber sind die Ausgaben für Forschung & Entwicklunggesteigert und die Mitarbeiterkosten stabil gehalten worden.Dadurch waren wir auch im Krisenjahr sehr profitabel und gleichzeitigfür den Aufschwung gut vorbereitet. Im Geschäftsjahr 2009 wurden dieAbschreibungen auf akquisitionsbedingte immaterielle Vermögensgegenständeerstmals nicht mehr gesondert ausgewiesen, sondern in dieFunktionskosten umgegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechendangepasst. Dadurch haben sich die Strukturen der Funktionskostengeringfügig geändert.Die Herstellkosten erhöhten sich im Berichtsjahr um 46 Prozent von205,1 Millionen Euro auf 300,3 Millionen Euro. Dies hängt im Wesentlichenmit der Übernahme der IDS Scheer AG und den dadurch bedingthöheren Anteil des Dienstleistungsumsatzes und den darausfolgend höheren direkt zurechenbaren Kosten sowie den gestiegenenUmsätzen mit Drittprodukten zusammen. Im Geschäftsbereich web-Methods erhöhten sich die Herstellkosten marginal von 115,0 MillionenEuro auf 116,4 Millionen Euro und damit deutlich unterproportionalzum Umsatzwachstum. Im Bereich ETS verminderten sich die Herstellkostenvon 83,2 Millionen Euro auf 81,7 Millionen Euro proportionalzum Umsatz. Hinzu kamen Herstellkosten des GeschäftsbereichsEnterprise Process Innovation in Höhe von 83,3 Millionen Euro.Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen haben sich im Geschäftsjahr2009 um 8 Prozent erhöht. Sie stiegen von 76,2 MillionenEuro auf 82,2 Millionen Euro. Durch die in 2009 abgeschlossene Integrationvon webMethods blieb der Anteil des F&E-Aufwands am Produktumsatzmit 14,2 Prozent (Vj. 14,1 Prozent) nahezu stabil.Die Aufwendungen für Marketing und Vertrieb stiegen um 9 Prozentauf 192,4 Millionen Euro (Vj. 177,1 Millionen Euro). Der Anteil derMarketing- und Vertriebskosten am Gesamtumsatz konnte jedochnoch einmal von 24,6 Prozent auf 22,7 Prozent gesenkt werden.Die Vertriebskosten in den Geschäftsbereichen ETS und webMethodskonnten im Rahmen der Kostenreduktionsmaßnahmen deutlich vermindertwerden: im Geschäftsbereich webMethods von 93,6 MillionenEuro auf 90,5 Millionen Euro, bei ETS von 75,9 Millionen Euro auf 70,7Millionen Euro. Hinzu kamen die Vertriebskosten für Enterprise ProcessInnovation von 22,4 Millionen Euro.Die Allgemeinen Verwaltungskosten wuchsen ebenfalls um 9 Prozent,von 65,1 Millionen Euro auf 70,7 Millionen Euro. Diese Steigerung istdeutlich unterproportional zum Umsatzwachstum des Konzerns von 18Prozent. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt nun 8,3 Prozent und liegtdamit nochmals unter dem Vorjahreswert von 9,0 Prozent.4.4 Jahresüberschuss und GewinnverwendungJahresüberschussDer Jahresüberschuss des Software AG-Konzerns ist im Geschäftsjahr2009 von 115,9 Millionen Euro auf 140,8 Millionen Euro verbessert worden.Damit beträgt das Wachstum 22 Prozent. Dies hängt mit der deutlichenGeschäftsausweitung und den reduzierten Kosten zusammen.Software AG Geschäftsbericht 2009 59


02_ Konzernlagebericht | Finanz- und VermögenslageDas unverwässerte Ergebnis je Aktie konnte im Berichtsjahr von 4,05Euro um 0,87 Euro auf 4,92 Euro gesteigert werden. Die durchschnittlichim Umlauf befindliche Anzahl der Aktien (unverwässert) betrug28.681.849 (Vj. 28.599.020). Der Anstieg der Aktienzahl beruht auf derAusübung von Optionen durch Vorstand und Führungskräfte.GewinnverwendungWir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Gewinn und Cashflow erneutkräftig gesteigert. Auf Basis unserer bisherigen kontinuierlichen Dividendenpolitikund Ausschüttungsquote wäre eine Erhöhung der Dividendefolgerichtig. Allerdings befinden wir uns in einem unsicheren weltwirtschaftlichenUmfeld, in dem eine Reduzierung der Abhängigkeit vonBankkrediten empfehlenswert ist. Gleichzeitig wollen wir Akquisitionschancenim Softwaremarkt nutzen. Dazu ist eine Reduktion der Nettoverschuldungnotwendig. Deshalb schlagen Vorstand und Aufsichtsratder Software AG der Hauptversammlung erneut eine Dividende inHöhe von 1,15 Euro je Aktie vor (Vj. 1,10 Euro). Daraus ergeben sicheine Dividendensumme von 32,6 Millionen Euro (Vj. 31,5 MillionenEuro) und eine Ausschüttungsquote von 19,8 Prozent (Vj. 25,0 Prozent).4.5 Abschluss der Software AGDer Abschluss der Software AG (Muttergesellschaft des Konzerns)wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.Die Umsatzerlöse der Software AG betrugen 210,6 MillionenEuro (Vj. 203,6 Millionen Euro). Sie resultierten überwiegend ausRoyalty-Einnahmen und Managementgebühren von den Tochtergesellschaften.Darüber hinaus wurden 20,1 Millionen Euro (Vj. 25,9 MillionenEuro) Erträge aus Gewinnabführungen und 100,8 Millionen Euro(Vj. 38,2 Millionen Euro) aus Dividenden von verbundenen Unternehmenerzielt. Der Jahresüberschuss betrug 200,3 Millionen Euro (Vj. 77,1 MillionenEuro).5 Finanz- und Vermögenslage5.1 InvestitionenInvestitionen in Sachanlagen spielen bei der Software AG in der Regeleine untergeordnete Rolle. Sie betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr7,6 Millionen Euro nach 3,6 Millionen Euro im Vorjahr. Dies sindim Wesentlichen Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattungder Vertriebsniederlassungen sowie der Verwaltungszentralen inDarmstadt und Saarbrücken.Die Investitionen in Finanzanlagen sind von 1,0 Millionen Euro auf2,8 Millionen Euro leicht angestiegen. Die Nettoauszahlungen für Akquisitionensind deutlich von 38,9 Millionen Euro auf 320,4 MillionenEuro gewachsen. Dies ist im Wesentlichen auf die Übernahme derIDS Scheer AG zurückzuführen. Zur Finanzierung des Kaufpreises inHöhe von 443 Millionen Euro setzt die Software AG Fremdmittel inHöhe von 329 Millionen Euro ein, die in Form von Bankkrediten undSchuldscheindarlehen (284 Millionen Euro) und einem nachrangigenDarlehen des Hauptaktionärs Software AG-Stiftung (45 Millionen Euro)zu günstigen Konditionen eingeworben werden konnten. Die Eigenmitteldes Gesamtumsatzes der Software AG belaufen sich zum Jahresende2009 auf 218 Millionen Euro. Die Rückzahlung der Bankverbindlichkeitenerfolgt aus dem operativen Cashflow bis 2012 bzw.2013, die der nachrangigen Verbindlichkeiten in 2013.5.2 KapitalflussrechnungAuch 2009 hat sich der Cashflow wiederum sehr erfreulich entwickelt.Der Free Cashflow für das Gesamtjahr 2009 betrug 188,4 Millionen Euro.Damit übertraf er den Vorjahreswert von 133,4 Millionen Euro um 41Prozent und auch das Nettoergebnis von 2009 in Höhe von 140,8 MillionenEuro. Der Anteil des Free Cashflow am Gesamtumsatz lag bei 22,2Prozent (Vj. 18,5 Prozent). Der Free Cashflow pro Aktie verbesserte sichvon 4,66 Euro auf 6,57 Euro. Diese nachhaltig starke Entwicklung desCashflows ermöglicht eine liquiditätsmäßige Unterstützung der strategischenGeschäftsentwicklung der Software AG und einen schnellenAbbau der akquisitionsbedingt aufgebauten Netto-Schulden-Position.Operativer CashflowDie Software AG erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen operativenCashflow von 200,5 Millionen Euro nach 140,1 Millionen Euro im Vorjahr.Dies entspricht einer Erhöhung um 43 Prozent, welche weitgehendauf die organische Entwicklung der Software AG zurückzuführen ist.Der Cashflow aus Investitionstätigkeit entwickelte sich, im Wesentlichenbedingt durch die Akquisition der IDS Scheer AG, von 45,5 Millionen Euroauf 332,5 Millionen Euro. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug259,4 Millionen Euro nach 76,3 Millionen Euro im Vorjahr. EinerTilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 41,2 Millionen Eurostand eine akquisitionsbedingten Neuaufnahme über 330,6 MillionenEuro gegenüber.Die Nettoveränderung des Finanzmittelfonds belief sich im Berichtsjahrauf 121,2 Millionen Euro (Vj. 15,6 Millionen Euro).Kapitalflussrechnungin Mio. EUROperativer CashflowCapEx*Free Cashflow% vom UmsatzFree Cashflow pro Aktie (in EUR)Durchschnittl. Aktienanzahl (in Mio.)Q4200973,6– 5,068,623,52,3928,7Q4200843,8– 1,642,219,91,4828,6Gesamtjahr2009200,5– 12,1188,422,26,5728,7Gesamtjahr Veränderung2008 in %140,143– 6,683133,44118,54,664128,6* Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Akquisitionen60Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | Finanz- und Vermögenslage5.3 FinanzierungDas Finanzmanagement der Software AG stellt die permanente Zahlungsfähigkeitaller Konzerngesellschaften sicher. Auf Basis der vomVorstand festgelegten Richtlinien werden die Finanzpolitik und dasRisikomanagement durch die zentrale Treasury-Abteilung umgesetzt.Durch ein aktives Working-Capital-Management wird die Liquiditätspositiondes Konzerns zentral gesteuert. Die Geldanlage ist grundsätzlichkurzfristig orientiert. Wir minimieren Ausfallrisiken, indem wir dieGeschäftspartner nach strengen Kriterien selektieren und die Anlagenbreit streuen. Die Fokussierung auf kurzfristige Anlagen führt zu einergeldmarktnahen Verzinsung des Konzernguthabens. Unsere zentraleTreasury-Abteilung überwacht die Währungsrisiken für alle Konzerngesellschaftenund sichert sie über derivative Finanzinstrumente ab. Dabeisichern wir ausschließlich bestehende Bilanzpositionen oder zuerwartende Cashflows ab. Die hohe Eigenkapitalquote und der starkeFree Cashflow sind die Basis für organisches Wachstum sowie M&A-Transaktionen des Konzerns.Liquidität und FinanzierungDie liquiden Mittel haben sich 2009 mehr als verdoppelt und beliefensich am Jahresende auf 218,1 Millionen Euro (Vj. 96,9 Millionen Euro).Das Eigenkapital stieg von 549,1 Millionen Euro auf 647,5 MillionenEuro. Die Eigenkapitalquote betrug somit 39 Prozent (Vj. 52 Prozent).Die Nettoschulden erhöhten sich akquisitionsbedingt von 70,0 MillionenEuro auf 272,0 Millionen Euro. Jedoch konnten wir im viertenQuartal 2009 bereits ungefähr 50,0 Millionen Euro tilgen. Die langfristigenVerbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 419,3 MillionenEuro nach 162,3 Millionen Euro Ende 2008.FinanzierungsinstrumenteAls Finanzierungsinstrumente setzt die Software AG Bankkredite, Leasingund den Free Cashflow ein. Das Finanzierungsrisiko besteht darin,dass die Gesellschaft bestehenden finanziellen Verpflichtungen etwaaus Kreditvereinbarungen, Leasingverträgen oder Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen nicht nachkommen kann. Durch ein aktivesWorking-Capital-Management sowie eine konzernweite Liquiditätssteuerungwird das Risiko limitiert und, sofern erforderlich, durch vorhandeneBarmittel und bilaterale Kreditlinien ausgeglichen. Die in Anspruchgenommenen Bankkredite sind überwiegend variabel verzinst undhaben Laufzeiten bis maximal 2021. Mittels Zins-Swaps wurden Teilbeträgein synthetische Festssatzdarlehen konvertiert. NachfolgendeTabelle zeigt die vertraglich fixierten Zahlungen aus bilanzierten finanziellenVerbindlichkeiten. Die hier aufgeführten Werte zeigen dieundiskontierten Verbindlichkeiten. Im Falle von variablen Zinszahlungenwird auf das zum Bilanzstichtag gültige Zinsniveau abgestellt. Verbindlichkeitenin Fremdwährung werden zum Umrechnungskurs per31. Dezember 2009 bewertet.2 |Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeitenin TEURNicht derivative finanzielle VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige FinanzdarlehenTilgungZinsenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenÜbrige FinanzschuldenVerbindlichkeiten aus FinanzierungsleasingSonstige nicht derivative VerbindlichkeitenDerivative finanzielle Verbindlichkeitenbis zu 1 Jahr197.30813.72462.0301.03117771.4971.8391 bis 5 Jahre286.84519.722260961061.06764> 5 Jahre4.36234600000Gesamt488.51533.79262.2901.12728372.5641.903Software AG Geschäftsbericht 2009 61


02_ Konzernlagebericht | Weitere ergebnisrelevante Faktoren5.4 VermögenDas Vermögen der Software AG hat sich im Geschäftsjahr 2009 um56 Prozent auf 1.652,5 Millionen Euro erhöht (Vj. 1.060,0 MillionenEuro). Sowohl das kurz- als auch das langfristige Vermögen sind, vorallem akquisitionsbedingt, stark angestiegen.Das kurzfristige Vermögen betrug 597,2 Millionen Euro, 61 Prozentmehr als im Vorjahr (371,4 Millionen Euro). Dabei sind sowohl dieGuthaben bei Kreditinstituten als auch die Forderungen aus Lieferungenund Leistungen sowie die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständegestiegen.Unser langfristiges Vermögen belief sich zum Jahresende auf 1.055,3Millionen Euro (Vj. 688,6 Millionen Euro). Damit überstieg es den Vorjahreswertum 53 Prozent. Alle Positionen, bis auf die langfristigenFinanzanlagen und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,erhöhten sich im Berichtszeitraum.Nicht bilanziertes Vermögen undaußerbilanzielle FinanzierungsinstrumenteNeben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt dieSoftware AG auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diesebetreffen hauptsächlich gemietete Büroräume, geleaste Firmen-Kfzund Hardware. Zu den nicht bilanzierten Vermögenswerten gehörtauch die Marke Software AG als wichtiger immaterieller Vermögenswert.Sie wurde im Berichtsjahr beständig weiterentwickelt.5.5 Bilanzstruktur und BilanzkennzahlenDurch die Übernahme der IDS Scheer AG haben sich auch die Bilanzund ihre wesentlichen Kennzahlen deutlich verändert. Die Bilanzsummedes Software AG-Konzerns erhöhte sich im Berichtsjahr um 56 Prozentauf 1.652,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte sie 1.060,0 Millionen Eurobetragen. Seit dem Erwerbszeitpunkt trug die IDS Scheer-Gruppe zumSoftware AG-Konzernumsatz mit 126,5 Millionen Euro bei. Diese Zahlenberücksichtigen die Effekte aus der Amortisation der erworbenen immateriellenVermögenswerte sowie der Neubewertung des passivenRechnungsabgrenzungspostens.Auf der Aktivseite veränderten sich die Positionen wie folgt: Das kurzfristigeVermögen wuchs von 371,4 Millionen Euro deutlich auf 597,2 MillionEuro. Dabei stiegen die liquiden Mittel von 96,9 Millionen Euro auf 218,1Millionen Euro und damit um 125 Prozent. Die Forderungen aus Lieferungenund Leistungen sind, bedingt durch die Geschäftsausweitung, von247,3 Millionen Euro auf 330,5 Millionen Euro gewachsen. Auch die übrigenForderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sichvon 21,2 Millionen Euro auf 38,2 Millionen Euro. Die aktiven Rechnungsabgrenzungspostenstiegen von 5,9 Millionen Euro auf 9,6 Millionen Euro.Das langfristige Vermögen konnte ebenfalls deutlich zulegen, es wurdevon 688,6 Millionen Euro auf 1.055,3 Millionen Euro gesteigert. Dabeierhöhten sich insbesondere die Geschäfts- und Firmenwerte von 442,7Millonen Euro auf 682,5 Millonen Euro. Darin enthalten ist ein Goodwillvon 247,0 Millionen Euro für IDS Scheer. Die Werthaltigkeit des Goodwillswird regelmäßig durch einen Impairment-Test überprüft und ist nachhaltigdurch die zukünftigen Zahlungsströme der akquirierten Geschäftseinheitenabgesichert. Auch im Jahr 2009 wurde bei dem Impairment-Test kein Abwertungsbedarf identifiziert.Auf der Passivseite sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 348,6Millionen Euro auf 585,6 Millionen Euro gestiegen. Die darin enthaltenenFinanzverbindlichkeiten beliefen sich auf 198,5 Millionen Euro (Vj. 61,4Millionen Euro). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten nahmenvon 100,5 Millionen Euro auf 117,3 Millionen Euro deutlich zu. Hierbeihandelt es sich um zukünftige Wartungsumsätze, deren vom Kundenvorausbezahlter Anteil in der Bilanz abgegrenzt wird. Die langfristigenVerbindlichkeiten, die den größten Teil der Fremdfinanzierung derIDS Scheer-Akquisition beinhalten, betrugen 419,3 Millionen Euro (Vj.162,3 Millionen Euro). Dabei stiegen die Finanzverbindlichkeiten von105,8 Millionen Euro auf 291,4 Millionen Euro. Die passiven latentenSteuern wuchsen von 22,7 Millionen Euro auf 66,7 Millionen Euro. DerAnstieg erklärt sich aus der Passivierung von latenten Steuern im Rahmender Anschaffung der IDS Scheer AG. Das Eigenkapital konnte von549,1 Millionen Euro auf 647,5 Millionen Euro gesteigert werden. Damitliegt die Eigenkapitalquote der Software AG bei 39 Prozent (Vj. 52 Prozent).6 Weitere ergebnisrelevante Faktoren6.1 Forschung & EntwicklungInnovation ist eine der tragenden Säulen unserer langfristigen Wachstumsstrategie.Nur mit permanenten Produktinnovationen entsprechendden jeweils aktuellen Bedürfnissen unserer Kunden können wir nachhaltigprofitabel wachsen. Deshalb ist der Bereich Forschung & Entwicklung(F&E) für die Software AG als Softwareunternehmen vonhoher Bedeutung. Wir legen außerdem großen Wert auf eine engeZusammenarbeit zwischen den Bereichen Marketing und Vertrieb,Services sowie Forschung & Entwicklung.Die Investitionen in Forschung & Entwicklung der Software AG beliefensich 2009 auf 14,2 Prozent unseres Produktumsatzes (Vj. 14,1 Prozent).Aufgrund der enormen Bedeutung für unser Unternehmen war derBereich F&E nicht von Kostensenkungsmaßnahmen betroffen. Zum31. Dezember 2009 waren 854 Mitarbeiter in der Entwicklung beschäftigt,31 Prozent mehr als zum Vorjahresende. Der Anteil an der Gesamtbeschäftigtenzahlder Software AG beträgt 14,2 Prozent.Der Bereich Forschung & Entwicklung der beiden Geschäftsbereiche ETSund webMethods ist direkt der Zuständigkeit eines Vorstandsmitglieds,Dr. Peter Kürpick, zugeordnet. Auf diese Weise sind die beiden Produktlinienauch in der Forschung & Entwicklung und damit bereitszu Beginn der Prozesskette eng miteinander und zugleich mit demnachgelagerten Produktmanagement verbunden. Trotz alledembleiben die Anforderungen durch die verschiedenen Produkte zunächstunterschiedlich, so dass wir nach wie vor spezifische F&E-Strategienfür die beiden Geschäftsbereiche verfolgen.Diese sind jedoch eng miteinander verknüpft.Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir uns im Bereich F&E außerdemmit einer Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent an der LeipzigeritCampus Software- und Systemhaus GmbH (itCampus) verstärkt. (Siehehierzu Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs, S. 57.)62Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | Weitere ergebnisrelevante FaktorenIm Januar 2009 haben die drei größten SoftwareunternehmenDeutschlands, SAP AG, Software AG und IDS Scheer AG, zusammen mitweiteren Partnern das Forschungsprojekt „Allianz digitaler Warenfluss“gestartet. Ziel des Forschungsprojektes ist es, alle prozessrelevantenInformationen aus dem Internet der Dinge zu nutzen, um Prozessein Unternehmen flexibler zu gestalten und dynamisch anzupassen. Sosollen alle Ereignisse strukturiert erfasst und analysiert werden, umden gesamten Geschäftsprozessverlauf mit Waren- und Informationsflussunter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten automatisiertplanen, steuern und optimieren zu können. Das Forschungsprojektwird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)mit 17,7 Millionen Euro gefördert.ETSF&E im Bereich ETS ist an insgesamt fünf Standorten in Deutschland,Großbritannien, Israel, Bulgarien und den USA vertreten und arbeitetan der Weiterentwicklung des Produktportfolios. Diese globale Aufstellungermöglicht es uns, die Kostenvorteile und das spezielleKnow-how der einzelnen Länder für uns optimal zu nutzen, da jederStandort auf bestimmte Produkte oder Produktgruppen fokussiert ist.Die Bedürfnisse unserer Kunden bilden in der Regel die Grundlage fürunsere Produktentwicklungen. Um die konkreten Anforderungen zuermitteln, werden regelmäßig Bedarfsanalysen durchgeführt und darausProduktverbesserungs- und Innovationsprozesse abgeleitet. Damitbeginnt unsere eigentliche Entwicklungsarbeit direkt beim Kunden– zu beiderseitigem Vorteil. Ein Schwerpunkt unserer Entwicklungsarbeitlag 2009 in der Integration der ETS-Produkte mit webMethods.ETS noch enger mit webMethods verknüpftIm Dezember 2009 konnten wir „Optimize for Infrastructure: MainframeEdition“ vorstellen. Mit diesem neuen Produkt können unsere Kundendie Performance mehrerer Produkte, etwa von Adabas, Natural, EntireXoder Applinx, gleichzeitig mit einer einzigen Ansicht überwachen. Optimizefor Infrastructure analysiert außerdem bisherige Performance-Daten,erstellt daraus Prognosen über potenzielle künftige Probleme undermöglicht Kunden damit ein effizienteres Feintuning der aktuellenSystem-Performance. So erkennen IT-Verantwortliche in UnternehmenSystemprobleme in einem frühen Stadium und beheben sie,bevor das Geschäft nicht mehr reibungslos ablaufen kann.Mit NaturalONE haben wir ein neues Werkzeug entwickelt, um dieModernisierung von Programmen für unsere Wartungskunden zu vereinfachensowie neue web- und service-basierte Programme in Naturalzu entwickeln. Außerdem ermöglicht NaturalONE unseren Kunden, ihrebestehenden Investitionen in ihre businesskritischen Anwendungen zusichern und in neue Business-Prozesse (webMethods) zu integrieren.Damit bringt die neue Plattform Natural noch näher an die webMethods-Produktwelt wie Enterprise Service Bus, SOA Governance – CentraSite,BPM und Optimize heran. Die Einführung erfolgte im Dezember 2009.Auf der anderen Seite können diese Daten nicht einfach gelöschtwerden. Hier setzt Adabas Archiving an: Mit diesem neuen Produktwerden Archivierungsarbeiten definiert, gemanagt und gestartet, umDaten aus der Produktionsumgebung auszulagern und sie auf einesichere Art in einem Archiv zu speichern. Diese Daten können auf deranderen Seite jederzeit wieder abgerufen und gesucht werden, wennes erforderlich ist.2010 werden wir wie in den vergangenen Jahren weiter intensivdaran arbeiten, innovative Produkte zu entwickeln und bestehendeAnwendungen weiterzuentwickeln. Damit unterstützt der Bereich F&Eden kontinuierlichen Ausbau des ETS-Geschäfts. Ein Schwerpunkt wirdinsbesondere auf Produkterweiterungen liegen, die für eine noch bessereIntegrierbarkeit des ETS- und webMethods-Produktportfolios inbeide Richtungen sorgen. Weiterhin werden wir 2010 auch die Integrationder ETS-Produkte mit der ARIS-Produktfamilie von IDS Scheervorantreiben. Hiervon versprechen wir uns weitere innovative Produktneuheitenfür unsere Kunden. Außerdem werden wir verstärkt neueProdukte aus dem integrierten Produktportfolio entwickeln.webMethodsEinen der Schwerpunkte unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeitim Bereich webMethods bildete im Jahr 2009 die vollständige Integrationder Software AG- und webMethods-Produkte. Mit dem abgelaufenenGeschäftsjahr ist diese nun in allen Bereichen vollständig abgeschlossen.Auch in der weiteren Integration mit ETS haben wir zahlreiche Prozessoptimierungenangestoßen und so zum Beispiel inzwischen auchCentraSite in alle Produkte voll integriert.Der Bereich Forschung & Entwicklung webMethods verfügt über vierglobale Entwicklungsstandorte und beschäftigte zum Jahresende weltweit453 Mitarbeiter. Er ist seit April 2009 ebenso wie der Bereich ETSorganisatorisch einem Leiter F&E für den Geschäftsbereich unterstellt,der direkt an den Vorstand berichtet.webMethods: Entwicklungsstandorte und MitarbeiterDeutschlandUSA (San Jose, Seattle, Denver, Reston)Indien (Bangalore, Chennai)Bulgarien (Sofia)IsraelGesamt31.12.200910912215453154532 |Neue Innovationen in der EntwicklungAdabas Archiving wird ein wichtiges Entwicklungsthema des kommendenGeschäftsjahres sein. Die Menge an Geschäftsinformationenwächst zusehends. Datenbanken, die Terabytes von Daten verwaltenmüssen, sind sehr schwer zu managen. Langdauernde Backups undSpeichervorgänge beeinflussen die Verfügbarkeit deutlich negativ.Der Großteil der Daten ist dabei für das tägliche Geschäft nicht relevant.Software AG Geschäftsbericht 2009 63


02_ Konzernlagebericht | Weitere ergebnisrelevante FaktorenNeue Produkte auf den Markt gebrachtMit webMethods 8.0 haben wir im zweiten Quartal 2009 die erstevollständig integrierte Version dieser Softwareplattform seit der Übernahmevon webMethods, Inc. vorgestellt. Hiermit können Unternehmensowohl neue offene Architekturen als auch Investitionen in bestehendeInfrastrukturen besser ausschöpfen. Außerdem senken sie den ZeitundKostenaufwand für Prozessoptimierung und Systemintegration undkönnen die Produktivität dank einer engeren Zusammenarbeit zwischenIT und Fachbereichen deutlich erhöhen. Wie die Vorgängerversion orientiertsich auch webMethods 8.0 an den Anforderungen, die globaloperierende Unternehmen an Infrastruktursoftware für Geschäftsprozessestellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei dieser Version aufder Harmonisierung von Systemen und Fachbereichen sowie der Automatisierungund Optimierung von Prozessen, die die Wertschöpfungim Unternehmen beschleunigen. Bei umfangreichen Projekten lässtsich der Zeit- und Kostenaufwand um mindestens 25 Prozent reduzieren,was insbesondere bei Großunternehmen zu Einsparungen in Millionenhöheführen kann. Das neue Release beinhaltet auch CentraSiteActiveSOA, das erste voll integrierte Business Service Repository fürdie bislang einmalige Kopplung zwischen BPM und SOA. IT- und Business-Expertenerhalten so ein Maximum an Transparenz, Wiederverwendbarkeitund Change Management. Seit Dezember 2009 istwebMethods 8.0 verfügbar.Wie im letzten Geschäftsbericht angekündigt haben wir die erste Plattformfür Social BPM und damit das größte soziale Netzwerk für Expertenim Bereich BPM aufgebaut. Diese wurde in AlignSpace (vorher:webMethods Align) umbenannt. AlignSpace ist eine Plattform, über diealle Beteiligten einer BPM-Umgebung zusammenarbeiten können. Diein einer solchen Umgebung erzeugten Daten, Dokumente und Serviceswerden über Unternehmensgrenzen hinweg bereitgestellt und könnenauf diese Weise weiterverwendet werden. Außerdem können ebenfallssoziale Netzwerke eingebunden werden. Das neue Produkt ist als Software-as-a-Service(SaaS) verfügbar. Die Funktionalität umfasst imRahmen eines sozialen Netzwerks die Identifizierung und Modellierungvon kollaborativen Prozessen sowie einen Marktplatz für Systemintegratoren,Berater und Anwendungsentwickler. Das Produkt ist im Jahresverlaufzur Markteinführung fertig entwickelt worden und wurde imvierten Quartal allen Software AG-Mitarbeitern zugänglich gemacht.Anlässlich der CeBIT 2010 wird es der Öffentlichkeit final präsentiertund damit auch allen externen Nutzern Zugang gewährt.Entwicklungen und Innovationen 2010Zu den Schwerpunkten unserer F&E-Arbeit im Jahr 2010 zählt die Integrationder ARIS-Produkte von IDS Scheer in das webMethods-Produktportfolio.Die beiden Produktgruppen haben kaum Überschneidungen,ergänzen sich hingegen sehr gut. So werden wir mit einem integriertenProduktportfolio interessante neue einzigartige Produkte liefern können,die die bestehenden Anwendungen erweitern und ergänzen. Eine weiterewichtige Aufgabe sehen wir darin, weiter daran zu arbeiten, denTotal Cost of Ownership für unsere Kunden nachhaltig zu reduzieren.So werden wir an vielfältigen Bereichen ansetzen, insbesondere umden Betrieb unserer Software für die Anwender zu vereinfachen. KonkreteLösungen, die wir im laufenden Jahr weiterentwickeln wollen,sind außerdem beispielsweise das Rules Management sowie EventProcessing. (Siehe hierzu Übernahme IDS Scheer AG, S.14.)6.2 Kunden & VertriebDie Organisationen der beiden Geschäftsbereiche ETS und web-Methods werden von zwei Vorstandsmitgliedern mit unterschiedlicherregionaler Zuständigkeit verantwortet. Auf diese Weise konntenwir die Vertriebseffizienz erhöhen und vor allem das weltweiteUmsatzwachstum von webMethods forcieren. Nach wie vor arbeitendie beiden Vertriebsbereiche getrennt voneinander, um die Spezialisierungauf die jeweiligen Produkte zu erhalten. Gleichzeitig gibt es jedocheine einheitliche, kundenorientierte Marktstrategie, was größereAuftragsgewinne ebenso wie stärkere Cross-Selling-Effekte ermöglicht.In den Bereichen Marketing und Vertrieb beschäftigte die SoftwareAG zum Jahresende 1.072 Mitarbeiter und damit knapp 17,8Prozent aller Software AG-Mitarbeiter.Weltweite Marktpräsenz ausgebautDer weitere geografische Ausbau unserer Marktpräsenz ist wesentlicherBestandteil unserer langfristigen Strategie. Wir erschließen Märkte mithohem Wachstumspotenzial wie Asien, den Nahen Osten, Osteuropaund Lateinamerika. Besonders wichtige Markteintritte erfolgten in denletzten Jahren in Japan und in Brasilien. Wir haben den Direktvertrieb inBrasilien zum Jahresanfang 2008 übernommen und hier seitdem vielenamhafte Neukunden und große Aufträge, insbesondere im GeschäftsbereichETS, gewonnen. Ende 2009 hatten wir in dem südamerikanischenMarkt 178 Vertragskunden und zusammen mit IDS Scheer über80 Mitarbeiter. Der Umsatz ist um ein Viertel gegenüber Vorjahr gestiegenund zum ersten Mal führten wir in Brasilia, Rio und Sao PauloVeranstaltungen für Großkunden mit über 400 Teilnehmern durch.Aktivitäten für unsere Kunden ausgeweitetWir führen kontinuierlich eine Vielzahl von vertriebsunterstützendenMaßnahmen durch, um unsere Kunden noch stärker an uns zu bindenund sie auf weitere interessante Produkte aus unserem Portfolio aufmerksamzu machen. So geben wir beispielsweise dreimal jährlich dasKundenmagazin „The Software AG Independent“ heraus, in dem wirReferenzprojekte und Produktinnovationen vorstellen. Das CustomerBriefing Center bzw. Kundeninformationszentrum der Software AG istaus unserer Philosophie der Kundenorientierung heraus entstanden.In einem mit modernster Technologie ausgestatteten Konferenzzentrumwerden kundenindividuelle Veranstaltungen durchgeführt, beidenen unter anderem den Entwicklern quasi über die Schulter geschautwerden kann. In einem Customer Success Program können Unternehmenihre Erfolge durch den Einsatz von Software AG-Technologienpräsentieren. Jährlich vergibt die Software AG darüber hinaus den CustomerInnovation Award, in dem Kunden ausgezeichnet werden, diemit unseren Technologien besonders innovative, vorbildliche Lösungenerstellt haben.Daneben organisieren wir zahlreiche weitere Kundenveranstaltungenund Trainings, stellen auf unserer Homepage eine Vielzahl von Informationenrund um unsere Technologien und Anwendungsmöglichkeitenzur Verfügung und führen Business Communities im Internet durch.Zahlreiche Veranstaltungen besucht und organisiertAnlässlich von Messen, Foren und weiteren Veranstaltungen nutzenwir effizient die Möglichkeit, potenzielle und bestehende Kunden sowieweitere Stakeholder zu treffen und ihnen unsere neuen Technologienzu präsentieren. In unzähligen Einzelgesprächen gewinnen wir64Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | Weitere ergebnisrelevante Faktorendarüber hinaus wertvolle Rückmeldungen aus dem Markt, die wir inunsere Produktstrategie einfließen lassen können. Veranstaltungenwie die CeBIT bescheren uns darüber hinaus ein großes Echo in denWirtschafts- und Technikmedien. Erneut war unsere CeBIT-Teilnahme2009 ein voller Erfolg: Wir konnten die Anzahl der Kundenkontakteund Pressemeldungen weiter steigern. Zu den weiteren Veranstaltungendes abgelaufenen Geschäftsjahres zählten das Business InnovationForum (BIF) in Frankreich, der 4. BPM Day in Wien, Österreich,das Business Innovation Forum in Darmstadt, Deutschland, sowie dieExpertenrunde „Prozessorientierte IT – Das digitale Unternehmen derZukunft“ in Zürich, Schweiz.Größere Aufträge gewonnenWir haben 2009 wiederum eine Vielzahl von neuen Aufträgen gewonnen,sowohl Folgeaufträge von Bestandskunden als auch Aufträge vonneuen Kunden. Kundenstories und Referenzen sind auf unserer Homepageim Bereich Kunden zu finden. Daneben ist es uns gelungen, zunehmendgrößere Aufträge für uns zu gewinnen. Im Bereich webMethodsetwa haben wir 2009 knapp 200 Verträge geschlossen, die einVolumen von mehr als 100.000 Euro hatten. Die durchschnittliche Auftragsgrößebetrug hier rund 500.000 Euro.Mit zunehmender Größe können wir auch zunehmend große Aufträgegewinnen. Die Software AG verfügt über eine Kundenbasis von 4.000Kunden in 70 Ländern. Dabei tragen die Auftragsvolumina der TOP 10Kunden weniger als 10 Prozent zum Gesamtumsatz bei, was auf einerelativ geringe Abhängigkeit von einzelnen Kunden schließen lässt.Durch die Übernahme der IDS Scheer AG gewinnen wir 7.500 Kundenin 70 Ländern hinzu. Durch diesen Zusammenschluss erreichen wirunter anderem in mehr europäischen Ländern eine kritische Masse,die es uns ermöglichen wird, noch größere Auftragsvolumina für unszu entscheiden.Weiterer Ausbau des Partnerprogramms2010 werden wir uns auf ein proaktives Partnerprogramm mit unserenbedeutendsten Partnern konzentrieren. Wir werden die Partnerschaftenmit den 12 größten globalen Partnern weiter ausbauen und gleichzeitigregionale Initiativen mit wichtigen regionalen Partnern starten. DasPartnerprogramm wird um neue Erfolgsfaktoren wie jährliche Planungsrunden,Balanced Scorecards und vertikale Industrieausrichtung ergänzt.Im laufenden Geschäftsjahr werden wir außerdem weiter mit bestehendenund bewährten Methoden arbeiten, indem wir vertikale Prozessvorlagenund Lösungen mit unseren Partnern erarbeiten.6.4 MitarbeiterZahl der Mitarbeiter deutlich gestiegenIm Geschäftsjahr 2009 erhöhte sich die effektive Mitarbeiteranzahl(d.h. Teilzeitkräfte wurden nur anteilig berücksichtigt) um 71 Prozentgegenüber dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Übernahmevon IDS Scheer zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2009 hatte unserUnternehmen weltweit 6.013 Mitarbeiter, im Vergleich zu 3.526 Mitarbeiternzum Vorjahresstichtag. Davon sind 2.149 Mitarbeiter inDeutschland tätig (Vj. 772 Mitarbeiter) und 742 in den USA (Vj. 691).Damit waren 64 Prozent unserer Mitarbeiter zum Jahreswechsel außerhalbDeutschlands beschäftigt (Vj. 78 Prozent).Schwerpunkte der Personalarbeit 2009Wesentliche Schwerpunkte der Personalarbeit waren im abgelaufenenGeschäftsjahr der weitere Ausbau der IT-Infrastruktur im Bereich GlobalHuman Resources sowie die Optimierung der zentralen Strukturen derglobalen HR-Organisation. Des Weiteren hat Human Resources dieinternationale Benefitstruktur weiter ausgebaut, die Angebote erweitertund einheitliche Anreizsysteme vor allem im Sales- und Consultingbereichumgesetzt. Durch die Verwendung globaler Benchmarks für Vergütungund Zusatzleistungen stellen wir eine marktgerechte undhöchst attraktive Vergütung für unsere Mitarbeiter sicher. Weitere entscheidendeSchwerpunkte lagen 2009 in dem weiteren Ausbau derbestehenden Personalenwicklungs- und Weiterbildungsprogrammesowie in der Optimierung der Positionierung der Software AG aufdem Arbeitgebermarkt.2 |6.3 PartnerPartnergeschäft immer bedeutender2009 war erneut ein gutes Jahr für das Partnergeschäft der Software AG,aufbauend auf den guten Ergebnissen des Geschäftsjahres 2008.Unser Partnernetzwerk, das aus Systemintegratoren, OEM-Partner, Resellernund unabhängigen Softwareherstellern besteht, treibt hauptsächlichunser Geschäft mit der webMethods-Produktlinie voran. UnserePartner haben auch 2009 einen wesentlichen Anteil zum webMethods-Lizenzumsatz der Software AG beigetragen. Dies geht insbesondereauf neue Projekte mit neuen oder bestehenden Kunden zurück. VertikaleIndustrieexpertise spielt bei dem Erfolg mit unserem Partnergeschäfteine große Rolle. Die Industriekompetenz unserer Partner zieltvor allem auf die folgenden vier Industriesegmente ab: Government,Financial Services, Telekommunikation und verarbeitende Industrie.Am Jahresanfang 2009 haben wir die großen globalen Partner identifiziert,die einen bedeutenden Beitrag zum webMethods-Lizenzumsatzbeisteuern. Die Partnerschaft mit Accenture war weiterhin die produktivste.MITARBEITER NACH FUNKTIONENMarketing & VertriebWartung & DienstleistungForschung & EntwicklungManagement & VerwaltungGesamt31. 12. 20091.0723.2468548416.01331. 12. 2008 Veränderungin %703521.6349965131538563.526 71In den Bereichen Work Life Balance und Gesundheitsmanagementrealisierten wir weitere Initiativen zum Wohle unserer Mitarbeiter.Die Entwicklung einer HR-Strategie, die der Unternehmensstrategiefolgt, rundet das Bild ab. Die HR-Strategie ermöglicht es, uns an denUnternehmenszielen auszurichten mit dem Fokus auf Gewinnung,Entwicklung, Motivation und Bindung qualifizierter Mitarbeiter ineinem sich stetig weiterentwickelnden Umfeld.Das Ziel der Personalpolitik bei der Software AG ist es, ein ganzheitliches,an der Strategie des Unternehmens orientiertes und auf denArbeitsmarkt der Zukunft ausgerichtetes Leistungsangebot zur Verfügungzu stellen. Damit wollen wir für unsere bestehenden und künftigenMitarbeiter sowie das Management ein Arbeitsumfeld schaffen,das geprägt ist von Innovation und Leistungsfähigkeit.Software AG Geschäftsbericht 2009 65


02_ Konzernlagebericht | Weitere ergebnisrelevante FaktorenAus- und Weiterbildung werden konsequent gefördertEin weiterer Schwerpunkt unserer Personalarbeit liegt in der Weiterbildungund Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Mit der 2005 ins Lebengerufenen „Corporate University“ unterstreichen wir, dass Lernen undQualifizierung eine hohe strategische Bedeutung für unser Unternehmenhaben. Das Qualifizierungsangebot der Corporate University richtetsich an alle Beschäftigten weltweit. Dabei ist es die Kernaufgabeder Corporate University, die Qualifikation aller Zielgruppen sicherzustellen.Dies erreichen wir, indem wir die Ausbildung an die Vision,die Werte und die Strategie der Software AG anpassen.Das weltweit etablierte Learning-Management-System registrierte2009 über 8.000 abgeschlossene Kurse und über 300 bestandeneZertifizierungen. Neben dem klassischen Präsenztraining gewinnenmoderne Vermittlungsformen stetig an Bedeutung. Im Fokus steheneLearning und virtuelle Klassenräume, aber auch auf Web2.0-Technologiebasierende interaktive und kollaborative Lernformen.Insgesamt konnte das Themenangebot der Corporate Universitysignifikant ausgebaut werden. So wurden 160 neue hauseigeneeLearning-Produktionen veröffentlicht. Im Bereich der Business Skillshaben wir eine eLearning-Bibliothek mit über 1.000 Einzelthemen indas System integriert.Neben der zentralen Aufgabe der Weiterbildung und Qualifizierungunserer Mitarbeiter ist die Corporate University auch für die Entwicklungder Trainingsmaterialien im Bereich Kundentrainings und Zertifizierungenverantwortlich. So trägt sie auch zur Stärkung der Kundenbeziehungenbei.Personalentwicklungsprogramme erweitertAuch das zweite internationale High-Potential-Programm 2008/2009haben wir erfolgreich abgeschlossen. Es richtete sich an Mitarbeiteraller Bereiche mit unterschiedlichem professionellem Hintergrund, diesich durch hervorragende Leistungen auszeichnen und in den kommendenJahren das Wachstum des Unternehmens unterstützen sollen.Darüber hinaus wurden verschiedene andere Entwicklungsprogrammeim Bereich Führungskräfteentwicklung und Projektmanagement angeboten.Eine Umfrage im Anschluss an das Programm hat ergeben,dass die beteiligten Mitarbeiter sehr zufrieden waren und fast dieHälfte von ihnen bereits mit höherwertigen Aufgaben betraut wurden.Aktuell erarbeiten wir ein neues Konzept für das nächste High-Potential-Pogrammfür 2010. Dieses wird sich an nunmehr drei Zielgruppenrichten: „Professional Career“, „Managerial Level“ und „AdvancedManagerial Level“. Der Nominierungsprozess für das „Managerial Level“hat bereits begonnen, die anderen beiden Bereiche werden folgen.Das neue Programm wird auch bereits zusammen mit IDS Scheerdurchgeführt werden.In zahlreichen Ländern haben wir als Pilotprojekt eine von uns selbstentwickelte elektronische Methode (Appraisal-Tool) eingeführt. Damitist erstmalig der Prozess zur Durchführung von jährlichen Mitarbeitergesprächenin unserem Unternehmen weltweit einheitlich. Es beinhaltetauch die gemeinsame Nutzung eines Tools zur Datenerfassung. NachAbschluss der Pilotphase werden wir leichte Modifikationen vornehmenund das Tool im ersten Quartal 2010 dann weltweit einsetzen. AlsNovum haben wir 2009 auch eine Management Development Toolboxfür die DACH-Region eingeführt. Diese beinhaltet Trainings fürFührungskräfte zu Change Management und Konfliktmanagement. Für2010 ist monatlich mindestens eine Trainingseinheit geplant.Für die Geschäftseinheit Global Consulting Services wurden 2009zwei neue Bausteine entwickelt: zum einen ein Orientierungs- undEntwicklungsplan für Junior Berater, zum anderen ein einheitlicherEntwicklungspfad für Berater. 2010 soll hierfür ein Plan erstellt werden,in welchem die erforderlichen Trainings und Zertifizierungenfür das jeweilige Level festgelegt werden.University Relations weltweit im EinsatzAuf einem stark umkämpften Absolventenmarkt in der IT-Branchewerden enge Kontakte zu Universitäten und Hochschulen immerwichtiger. Die Absolventen von heute sind die IT-Manager der Zukunftund somit unsere Kunden von morgen. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangelsist es wichtig, frühzeitig geeignete Maßnahmen zuergreifen, um Nachwuchs für den eigenen Bedarf und den Bedarfunserer Kunden zu fördern. Langfristige und vertrauensvolle Kontaktein Universitäten und Hochschulen sind daher strategisch entscheidendfür den zukünftigen Erfolg eines Softwareunternehmens.Seit Anfang 2007 gibt es bei der Software AG den global ausgerichtetenBereich „University Relations“, der mit seinem eigens für Studierendeund Hochschulangehörige zugeschnittenen „University-Relations-Programm“ aktiv auf Universitäten und Hochschulen zugeht. Kern desUniversity-Relations-Programms ist es, Software AG-Produkte für LehrundForschungszwecke weltweit kostenlos an den Hochschulen zuplatzieren. Flankierend bieten wir IT- und Business-Nachwuchskräftendie Möglichkeit, in Gastvorträgen, Corporate Visits und Events mit unsin Kontakt zu treten. Wir schaffen Studentenjobs/-praktika und betreuenMaster- und Bachelor-Arbeiten. Während des Studiums bekommeninteressierte Studierende die Chance, praktische und realitätsnaheErfahrungen in komplett ausgestatteten und vordefinierten Projektenzu sammeln. Dabei bearbeiten sie unter anderem die Themen SOA,BPM, Mainframe-Technology und Application Modernization, die durchunsere Produktpalette abgedeckt sind. Das University-Relations-Programmwurde in Deutschland sehr erfolgreich gestartet und wirdinzwischen auf allen Kontinenten der Welt genutzt. Wir pflegen vertrauensvolleKontakte zu über 300 Informatik- und Wirtschafts-Lehrstühlenweltweit, davon mehr als 200 in Deutschland.Corporate Culture dient nachhaltiger UnternehmensführungUnser 2006 ins Leben gerufenes Corporate Culture Programm wurde2009 kontinuierlich fortgesetzt. Basierend auf den Rückmeldungenaus den Corporate Culture Workshops mit Mitarbeitern haben wir festgestellt,dass eine „Work Life Balance“ eine nachhaltige Entwicklungund Motivation bewirken kann. Deshalb verfügen wir weltweit überWork Life Balance Programme, die jeweils an die landesspezifischenBedürfnisse angepasst sind. Dazu zählen unter anderem:Beratung zu den Themen Kinder- und Angehörigenbetreuung,Sucht oder MobbingSportangeboteJugendaustauschprogrammeGesundheitstageWäscheservice66Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | Weitere ergebnisrelevante FaktorenAuch 2009 wurden Workshops durchgeführt, in denen unsere gemeinsamenWerte Innovation, Vertrauen, Verantwortung, offene Kommunikationund Erfolgsorientierung vermittelt wurden. Das Fundament fürunser erfolgreiches kundenorientiertes Geschäft bildet das Verständnisvon kulturellen Unterschieden und dementsprechender Toleranz.Wir bringen neue Teams und Kulturen mit Hilfe von gemeinsamenWerten und dem Verständnis für kulturelle Unterschiede zusammen.Erneute Mitarbeiterbefragung geplantUm die Mitarbeiterzufriedenheit bei der Software AG zu untersuchen,hat die Personalabteilung im Oktober 2008 zum zweiten Mal eineglobale Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Aus dieser konnten wirklare Aussagen zur Führungskultur und zur Zufriedenheit der Mitarbeitergewinnen. Besonders erfreulich ist die von den Mitarbeitern zurückgemeldetehohe Verbundenheit mit dem Unternehmen und die Wertschätzungder Tätigkeit im Unternehmen. Wir haben 2009 die identifiziertenMaßnahmen umgesetzt und bereiten nun eine neue Befragungaller Mitarbeiter weltweit vor. Diese soll voraussichtlich 2010 stattfinden.Software AG als attraktiver ArbeitgeberDie Software AG hat eine Analyse ihrer Arbeitgebermarke vorgenommen.Hierfür wurden neben externem Feedback Interviews mit Mitarbeiternweltweit geführt. Die Zielgruppen für diese Interviews warenHigh Potentials, neue Beschäftigte, erneut Angestellte, Branchenexpertenund Top Manager. Das Ziel der Befragung war herauszufinden,warum Personen sich die Software AG als Arbeitgeber aussuchen,was sie motiviert und was sie erfolgreich macht. Die gesammeltenErgebnisse werden als Basis für die Personalmarketing-Aktivitäten in2010 dienen. Außerdem nahmen wir weiterhin an Umfragen zu Arbeitgebernteil und konnten unser Ansehen in Großbritannien und Deutschlandweiter verbessern.Personalstrategie im Sinne der Unternehmensziele fortführenUnsere Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital. Deshalb wird derBereich Global Human Resources weiter daran arbeiten, das geeigneteUmfeld, die Benefits und die Programme zur Verfügung zu stellen, umhoch qualifizierte Mitarbeiter zu motivieren, zu gewinnen, weiterzuentwickelnund an unser Unternehmen zu binden. Unsere HR-Strategie istan die gesamte Unternehmensstrategie mit den Zielen Wachstum,Profitabilität, weltweite Marktführerschaft und Innovation geknüpft. Wirwollen nicht nur die besten Mitarbeiter gewinnen und halten, sonderninnerhalb der Software AG ein Partner für unsere Manager und Mitarbeitersein. Dies erreichen wir, indem wir eine wertorientierte Kulturbestehend aus Vertrauen, Verantwortung, Innovation, offener Kommunikationund Erfolgsorientierung etablieren. Außerdem verfügen wirüber schlanke Strukturen und nutzen prozessorientierte Infrastrukturenund Prozesse. 2010 werden wir unsere laufenden HR-Aktivitäten kontinuierlichfortführen und gleichzeitig unsere Personalmarketing-Strategiemit Hilfe unserer 2009 durchgeführten Analyse verbessern. Ein weiteresZiel ist die reibungslose Integration der neuen Mitarbeiter.6.5 Unternehmerische VerantwortungAnlässlich des 40jährigen Jubiläums der Software AG im Geschäftsjahr2009 haben wir unseren ersten Bericht „Corporate Social Responsibility– Nachhaltigkeit und Verantwortung“ veröffentlicht. Dieser Bericht istkein klassischer CSR-Report, der sich nach den Richtlinien anerkannterCSR-Standards richtet. Es ist der erste Bericht der Software AG dieserArt und stellt faktenbasiert dar, wie wir unsere unternehmerische Verantwortungwahrnehmen. Der Berichtsrahmen bezieht sich auf dieletzten beiden Jahre.Wir verstehen Nachhaltigkeit nicht beschränkt auf ökologische Nachhaltigkeit,sondern weiter gefasst als die Schaffung von langfristigenWerten. Unsere Kundenbeziehungen, unsere Technologie, unserePartnerschaften, die Investitionen in unser Unternehmen und unserWissenskapital durch die Mitarbeiter sind Werte, die viele Jahre Bestandhaben. Diese nachhaltigen Werte bringen allen beteiligten Stakeholdernebenso wie der Gesellschaft Nutzen.Nachhaltiges und verantwortliches Handeln heißt für uns alsSoftware AG ein erfolgreiches Unternehmen zu sein, wobei wir Erfolgbesonders definieren. Unternehmerischer Erfolg bedeutet für unsunsere Kunden weltweit erfolgreich zu machenzu forschen und eigene Lösungen zu entwickelnStandards zu setzen, Patente zu erarbeitenein überzeugender und verlässlicher Partner für Partner zu seindie Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu entwickelnzu wachsen und profitabel zu seineinen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffenvorbildhaft Werte und soziale Standards in unserem täglichen wirtschaftlichenTun zu beachtenBildung und Innovation zu fördern: global und an unseren Standorten.Unser Beitrag zur Verringerung globaler Krisen und Gefahren sind unsereSoftwarelösungen, die als Werkzeug für Transparenz und Vertrautheit,Geschwindigkeit und Kontrolle, für Flexibilität und Effizienz dienenkönnen. Für diejenigen, die ihre Verantwortung sehen und wahrnehmen.Wir nehmen unsere Verantwortung wahr.Weitere Informationen zum Thema CSR sowie der vollständige Berichtsind unter www.softwareag.com/de/Press/csr/ zu finden.2 |Software AG Geschäftsbericht 2009 67


02_ Konzernlagebericht | Übernahmerechtliche angaben7 Übernahmerechtliche AngabenGezeichnetes Kapital und StimmrechteDas Grundkapital der Software AG beträgt 86.125.230 Euro und ist in28.708.410 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Auf jedeStückaktie entfällt ein Anteil von 3,00 Euro am Grundkapital. Jede Aktiegewährt eine Stimme. Die Aktionäre nehmen nach Maßgabe der gesetzlichenVorschriften und der Satzung ihre Rechte in der Hauptversammlungwahr und üben dort ihr Stimmrecht aus.Genehmigtes Kapital, AktienrückkaufGemäß § 5 Absatz 5 der Satzung besteht ein genehmigtes Kapital.Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 12. Mai 2011 das Grundkapitalder Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig odermehrfach um bis zu insgesamt 41.803.632 Euro durch Ausgabe vonbis zu 13.934.544 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegenBar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).Darüber hinaus ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 29. Oktober2010 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital voninsgesamt bis zu 8.600.861 Euro zu erwerben, um die mit dem Erwerbvon eigenen Aktien verbundenen Vorteile im Interesse der Gesellschaftund ihrer Aktionäre zu realisieren. Der Erwerb erfolgt über die Börseoder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtetenöffentlichen Kaufangebots.Weitere Angaben zum Bedingten Kapital, zum Genehmigten Kapitalund zum Erwerb eigener Aktien sind im Anhang zu finden.Bedeutende AktionäreDie Software AG-Stiftung, Darmstadt, hält 29 Prozent der ausstehendenAktien der Software AG. Die Stiftung ist eine eigene gemeinnützigeRechtspersönlichkeit und widmet sich weltweit den Themen Heilpädagogik,Sozialtherapie, Pädagogik, Jugendarbeit, Altenhilfe, Umweltund Forschung. Daneben gibt es keine weiteren Aktionäre mit einemAnteil am Grundkapital von über 10 Prozent.Ernennung/Abberufung von Vorstandsmitgliedernund SatzungsänderungenVorstandsmitglieder werden gemäß §§ 84 f. Aktiengesetz bestelltund abberufen.Satzungsänderungen werden gemäß § 179 Aktiengesetz durch dieHauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteldes bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen.Änderungen der Fassung der Satzung im Zusammenhang mit derAusnutzung bedingten und genehmigten Kapitals wurden gemäßBeschlüssen der Hauptversammlung vom 21. September 1998(§ 5 Absätze 1 und 2 der Satzung), 27. April 2001 (§ 5 Absätze 1und 3 der Satzung), 13. Mai 2005 (§ 5 Absätze 1 und 4 der Satzung),12. Mai 2006 (§ 5 Absätze 1 und 5 der Satzung), 2. April 2007 (§ 5Absätze 1, 2 und 3 der Satzung), 14. Dezember 2007 (§ 5 Absätze 1und 3 der Satzung), 12. März 2008 (§ 5 Absätze 1 und 3 der Satzung),11. Dezember 2008 (§ 5 Absätze 1 und 3 der Satzung), 13. März 2009(§ 5 Absätze 1 und 3 der Satzung) und 17. Dezember 2009 (§ 5 Absätze1 und 3 der Satzung) durch den Aufsichtsrat beschlossen.Wechsel der UnternehmenskontrolleVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 399,0 MillionenEuro (Vj. 152,0 Millionen Euro) können im Falle eines Kontrollwechselsvon den Kreditgebern ganz oder teilweise fällig gestellt werden.Scheidet ein Vorstandsmitglied innerhalb von 12 Monaten nach einemWechsel der Unternehmenskontrolle ohne wichtigen Grund aus, soerhält das Vorstandsmitglied eine Abfindungszahlung in Höhe von 3Jahresgehältern auf der Grundlage der zuletzt vereinbarten Jahreszielvergütungund des durchschnittlichen Zielerfüllungsgrades der letzten3 vollen Geschäftsjahre. Im Falle der Kündigung durch das Vorstandsmitgliedgilt vorstehende Regelung nicht, wenn die Stellung desVorstandsmitglieds durch den Wechsel der Unternehmenskontrollenur unwesentlich berührt wird.Andere in diesem Kapitel nicht erwähnte übernahmerechtliche Angabentreffen auf die Software AG nicht zu.8 Grundzüge des VergütungssystemsDer Vergütungsbericht ist Teil des Corporate-Governance-Berichts(S. 33 bis 43). Dieser Teil ist integraler Bestandteil des Lageberichts.9 Risikobericht9.1 Chancen- und Risikomanagementsystem9.1.1 Ziele des RisikomanagementsystemsDas primäre Ziel der Software AG ist nachhaltiges, profitables Wachstumzu generieren und damit einhergehend den Unternehmenswertstetig zu steigern. Um dies zu erreichen, kombinieren wir etablierte,beständige Geschäftsaktivitäten mit dem Engagement in aussichtsreichenneuen Marktsegmenten und Regionen. Wir streben ein ausgewogenesChancen-Risiko-Verhältnis an und gehen Risiken nur dannein, wenn die damit verbundenen Geschäftsaktivitäten mit hoher Wahrscheinlichkeiteine Wertsteigerung der Software AG mit sich bringen.Voraussetzung ist stets, dass wir die Risiken einschätzen können undsie überschaubar und beherrschbar bleiben.Darüber hinaus beobachten wir systematisch die Risiken aus demlaufenden Geschäft. Dazu zählt beispielsweise die ständige Beobachtungder Produktqualität durch Auswertung der Supportanfragenoder das Management von Währungsrisiken. Wegen der Einzelheitenverweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen.68Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | Risikobericht9.1.2. Organisation des RisikomanagementSystemsGrundsätzliche Organisation als globalesChancen- und RisikomanagementsystemMit einem konzernweiten Chancen– und Risikomanagementsystem identifizierenwir frühzeitig mögliche Risiken, um diese richtig zu bewertenund so weit wie möglich zu begrenzen. Indem wir die Risiken kontinuierlichbetrachten, können wir den Gesamtstatus stets systematisch undzeitnah einschätzen sowie die Wirksamkeit entsprechender Gegenmaßnahmenbesser beurteilen. Dabei beziehen wir sowohl operative alsauch finanzwirtschaftliche, konjunkturelle, rechtliche und marktbedingteRisiken ein. Chancen ergeben sich generell aus der komplementärenSicht der operativen und funktionalen Risikostruktur in allen Risikofeldern.Um die identifizierten Risiken laufend zu überwachen, setzt dieSoftware AG verschiedene Controllinginstrumente, unter anderem einKey Performance Indikator-System (KPI), ein, welches kurz-, mittelundlangfristige KPIs beinhaltet. Über definierte Berichtswege wird derVorstand kontinuierlich über derzeitige und künftige Chancen und Risikensowie das Gesamtbild der Chancen- und Risikostruktur informiert. DieSoftware AG aktualisiert und kontrolliert stetig die konzernweit gültigenVorgaben zur Prävention und Reduzierung von Gefährdungen.Zentrale Verantwortung bei globalen ProzessenDie Unternehmenszentrale steuert und kontrolliert die weltweite Chancen-und Risikovorsorge der Software AG sowie der Konzerngesellschaften.Sie erstellt die Chancen- und Risikoberichte, initiiert die Weiterentwicklungdes Risikomanagementsystems und erarbeitet risikominderndeVorgaben für den gesamten Konzern. Funktion und Zuverlässigkeit desSystems sowie der Berichterstattung werden fortlaufend überprüft.Das Interne Kontrollsystem (IKS) der Software AG operationalisiert dieGeschäftsrisiken. Es beinhaltet interne Richtlinien (Policies) zu Geschäftspolitikund -praktiken. Die Policies regeln interne Prozesse und Verantwortungsbereicheauf lokaler und globaler Ebene. Sie dienen sowohl derInformation des Managements als auch der Überwachung der operativenGeschäftsrisiken des Software AG Konzerns. Um die Transparenz zuerhöhen, werden diese Policies zentral verwaltet und veröffentlicht.Ein weiterer Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements istder Risikotransfer von operativen Risiken auf Versicherer. Die Koordinationerfolgt in der Unternehmenszentrale durch die Abteilung GeneralServices weltweit.Struktur des Risikomanagementsystems1. ControllingDas weltweit unter einheitlicher Leitung stehende Controlling überwachtzeitnah die sich aus dem operativen Geschäft ergebendenRisiken und berichtet monatlich an den Vorstand die operativenGeschäftszahlen. Darüber hinaus werden sowohl operative als auchstrategische Risiken mittels eines Key Performance Indikator-Systemsanalysiert und quartalsweise an den Vorstand berichtet.2. TreasuryDas Corporate Treasury Team erstellt tägliche Cash Reports für den Vorstand.Darüber hinaus werden alle konzernweiten Risiken aus Fremdwährungsgeschäftenwöchentlich an den Vorstand berichtet. Allerisikobehafteten Fremdwährungs- sowie Sicherungsgeschäfte dürfenausschließlich durch das direkt dem Finanzvorstand unterstehendeCorporate Treasury Team durchgeführt werden. Den Landesgesellschaftensind mittels einer zentralen Treasury Richtlinie alle risikobehaftetenGeschäfte mit Derivaten verboten. Die Einhaltung dieserRichtlinie wird regelmäßig durch die interne Revision überwacht.3. Interne RevisionDie interne Revision der Software AG ist ein aktiver Bestandteil desRisikomanagements des Unternehmens. Sie stellt durch einen systematischenund zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagementssowie die Bewertung und kontinuierliche Verbesserungdes internen Kontrollsystemes und der Führungs- und Überwachungsprozessesicher. Weiterhin ist sie darauf ausgerichtet, durch die Optimierungder Geschäftsprozesse Mehrwerte für die Software AG zuschaffen. Die interne Revision berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzendenund operiert weltweit.4. Risikomanagement im RechnungslegungsprozessFehlerrisiken im Rechnungslegungsprozess werden durch die folgendenProzesse weitgehend ausgeschlossen:Es bestehen detaillierte, weltweit einheitliche IFRS konforme Bilanzierungsrichtlinien,welche verpflichtend anzuwenden sind. Die Einhaltungdieser Richtlinien wird regelmäßig auf allen Ebenen sowohldurch Corporate Finance als auch durch die interne Revision geprüft.Die Buchhaltungen der Länder werden durch die lokalen Verantwortlichenkontrolliert, welche wiederum von den regionalenSenior FC&A Direktoren überwacht werden. Die Landesgesellschaftenmelden ihre Zahlen an das zentrale Konzernrechnungswesen,welches einen Teil des Corporate Finance Teams bildet. Dort werdendie Zahlen der Landesgesellschaften mit dem Tool SAP/BCS konsolidiert.Gleichzeitig werden die Gewinn- und Verlustrechnungen derLänder mit dem Office Plus System (Management Informations-System) im Business Intelligence Team konsolidiert. Dieses Teamist Bestandteil des Corporate Controlling. Abschließend werden diebeiden konsolidierten Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungengegeneinander gespiegelt, eventuelle Abweichungen untersuchtund aufgetretene Unstimmigkeiten berichtigt.Die weltweite Funktionstrennung bei der Erstellung und Überprüfungbuchhalterischer Zahlen ist durch den Split der Bereiche inCorporate Finance und Corporate Controlling gewährleistet. Beideberichten mit unterschiedlichen Bereichsleitern jeweils getrenntan den Finanzvorstand.Im Rahmen der Monatsberichtserstellung werden durch die AbteilungenCorporate Finance und Corporate Controlling die Berichtszahlenaller Reportingeinheiten analysiert und geprüft. Eventuellauftretende Differenzen werden monatlich korrigiert.Alle konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden durchKooperationsverträge zentral verwaltet und rechtlich geregelt. Diewesentlichen Leistungsverrechnungen erfolgen über zentrale Abteilungenin den Bereichen Corporate Finance und Corporate Controlling.Darüber hinaus sind die konzerninternen Abstimmprozesse in derPolicy „Intercompany Transactions“ weltweit einheitlich geregelt.Der Umsatzprozess wird mittels des weltweit implementierten DealDesks schon in der Phase der Vertragsanbahnung streng kontrolliert.Alle Kundenverträge durchlaufen diesen Genehmigungsprozess, inden auch Corporate Finance und Corporate Controlling involviert sind.2 |Software AG Geschäftsbericht 2009 69


02_ Konzernlagebericht | risikoberichtNach Fertigstellung der Quartalsberichterstattung prüft die interneRevision alle wesentlichen Kundenverträge weltweit im Hinblickauf deren korrekte Abbildung im Rechnungswesen.Die Zugriffsvorschriften auf die lokalen und zentralen Buchhaltungsprogrammesind mittels Policy weltweit einheitlich geregeltund werden sowohl durch die Abteilung General Information Services(GIS) als auch durch die interne Revision überwacht.Auf die Daten des SAP BCS-Konsolidierungsprogrammes haben nurdie Mitarbeiter der Konzernrechnungslegung Zugriff.Alle Konzernberichte werden im Rahmen des Vier-Augen-Prinzips imBereich Corporate Finance durch jeweils eine zweite Person überprüft.Zur Bewertung komplexer Sachverhalte wie Pensionsrückstellungen,Rechtsrisiken oder Kaufpreiszuordnungen im Rahmen von Akquisitionenwerden regelmäßig externe Sachverständige beauftragt.5. Strategisches Risikomanagement (RCM)Das strategische Risikomanagementsystem setzt sich aus einem zentralenKonzernteam, das in seiner Funktion an den Finanzvorstand berichtet,sowie den risikoverantwortlichen Mitarbeitern (Risikopaten)zusammen. Für das Überwachen und Managen der erkannten strategischenRisiken ist jeweils ein, in der Ebene unter dem Vorstand angesiedelter,Risikopate zuständig. Die Risikobewertung erfolgt nacheinem eigens dafür entwickelten einheitlichen Punktesystem. AlleVerantwortungsträger des Konzerns sind aufgefordert, neu erkanntestrategische Risiken an das zentrale Konzernteam zu melden, welchesseinerseits den Vorstand informiert, um das weitere Vorgehen zu beraten.Das zentrale Konzernteam berichtet regelmäßig die fortlaufendeEntwicklung der erkannten Risiken an den Vorstand.9.1.3 Sicherstellung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystemsund des Internen KontrollsystemsDas Risikomanagementsystem (RMS) und das Interne Kontrollsystem(IKS) werden durch die interne Revision regelmäßig auf ihre Wirksamkeitüberprüft und es werden Verbesserungsvorschläge erarbeitet.Diese werden dann zentral eingeführt bzw. deren Einführung zentralüberwacht. Weiterhin werden im Rahmen der Abschlussprüfung durchden Wirtschaftsprüfer das Risikomanagementsystem und das InterneKontrollsystem geprüft und Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet,welche danach zeitnah umgesetzt werden. RechnungslegungsrelevanteKontrollprozesse werden regelmäßig durch die BereicheCorporate Finance und Corporate Controlling intern überprüft und neuenEntwicklungen angepasst. Die im Einsatz befindlichen Buchhaltungssystemewerden im Rahmen jährlich stattfindender EDV-Revisionendurch Spezialistenteams des Abschlussprüfers gesondert aufSchwächen untersucht. Im Falle neu implementierter Systemewerden diesevor Inbetriebnahme ebenfalls durch die Spezialisten des Abschlussprüfersgeprüft und abgenommen.9.2 Darstellung der wesentlichen EinzelrisikenWir erläutern aus der Gesamtheit der im Rahmen des Chancen- undRisikomanagements identifizierten Risiken wesentliche Risikofelderund Einzelrisiken. Entsprechende Chancen beschreiben wir im Ausblicksowie in den Segmentkapiteln im Lagebericht.9.2.1 Umfeld- und BranchenrisikenMarktrisikenMarktrisiken bestehen unter anderem in den unterschiedlichen konjunkturellenEntwicklungen einzelner Länder bzw. Regionen. Die technologischeEvolution der einzelnen Sektoren der IT-Industrie kann dasGeschäftspotenzial des Mainframe-Marktes beeinträchtigen. Durch diezunehmende globale Expansion ist die Software AG weitestgehendunabhängig von einzelnen regionalen Teilmärkten. Die drei Geschäftsbereichevermarkten eine Technologie, die einen branchenübergreifendenEinsatz findet. Damit besteht keine Konzentration auf einzelneBranchen oder einzelne Kunden. Das inzwischen starke Business Prozess-Innovations-und Integrationsgeschäft reduziert die Abhängigkeitvon der Entwicklung eines einzelnen IT-Teilmarktes. Mit technischenInnovationen und einem wachsenden Integrationsangebot, das dieEinbindung von Mainframe-basierten Applikationen beinhaltet, fördernwir zudem die Zufriedenheit unserer Kunden und sichern uns solangfristig eine breite Kundenbasis.Insbesondere durch die in 2007 begonnene Weltwirtschaftskrise entstehenRisiken für den Vertrieb unserer Produkte. Die IT-Budgets der Kundenwurden im Zusammenhang mit dieser Krise gekürzt. Die Auswirkungenauf die Software AG bestanden im Geschäftsjahr 2009 lediglich darin,dass kein weiteres organisches Wachstum stattfand. Ein Rückgang derGesamtkonzernumsätze war nicht zu verzeichnen. Durch den Einsatz vonIntegrations- und Modernisierungsprodukten beider Produktlinien erzielendie Kunden erhebliche Kostenreduktionen bei ihrer IT-Infrastruktur.Die Return on Investment-Zeiten sind für unsere Kunden sehr gering.Daher bieten sich unsere Produkte zur Bewältigung des krisenbedingtenKostendrucks an. Unsere Software wird beim überwiegenden Teil derKunden für geschäftskritische Anwendungen verwendet, die selbst inKrisenzeiten nicht aus Kostengründen stillgelegt werden können. Daherist der Umsatzstrom, insbesondere aus den Wartungsleistungen, sehrstabil. Des Weiteren wird auch in Zukunft insbesondere in Brasilien undJapan die Expansion fortgesetzt. Durch die hier dargestellten Chancenerwartet die Gesellschaft auch in Zukunft ein Umsatzwachstum.9.2.2 Unternehmensstrategische RisikenProduktrisikenDie enge Zusammenarbeit zwischen unserem Vertrieb, dem Produkt-Marketing sowie dem Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) ermöglichtmarktgetriebene und damit auch marktrelevante Neuentwicklungenvon Produkten. Wie in der Branche üblich, sehen wir unsereHerausforderung weiterhin in der optimalen Allokation unserer F&E-Ressourcen. Insbesondere der Geschäftsbereich webMethods unterliegtdem Risiko, durch neue Produkte der Wettbewerber in seiner Entwicklungnegativ beeinflusst zu werden. Wir reduzieren dieses Risiko durchunser implementiertes Funktionsdreieck Vertrieb-Marketing-F&E sowiedurch enge Kontakte zu Kunden aller Branchen und Länder. Darüberhinaus pflegen wir einen engen Kontakt zu Technologie-Analysten, umüber neue Markt- und Produktentwicklungen stets informiert zu sein.Bei neueren Entwicklungstrends wird das Produktangebot der SoftwareAG auch durch Akquisitionen arrondiert. Im Berichtsjahr wurden unteranderem auch aus diesen Gründen die Akquisitionen der IDS Scheer,der itCampus und der Teconomic durchgeführt.70Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | RISIKOBERICHTAufgrund unserer von unabhängigen Analysten bestätigten Technologieführerschaftinsbesondere in den webMethods- und Aris-Produktbereichenoperieren wir oft auf technologischem Neuland. Dadurchbesteht das Risiko technisch noch nicht vollständig ausgereifte Produktezu vermarkten, wodurch Kundenbeziehungen belastet werden könnten.Zum Managen dieses Risikos haben wir im Vorjahr die Initiative „EntireReadiness of Software AG for new technology / release“ gestartet, umden gesamten Software AG-Konzern optimal für den Markteintrittneuer Produkte vorzubereiten.Die Forschung & Entwicklung der Gesellschaft verwendet in geringemUmfang Open-Source-Codes im Rahmen der Produktentwicklung. Dabeimuss sichergestellt sein, dass die selbst entwickelten Source-Codes eindeutig von den Open-Source-Code-Bestandteilen getrenntfunktionsfähig sind. Um dies zu gewährleisten, hat die Software AGseit 1998 interne Genehmigungsprozesse im Bereich F&E implementiert.Des Weiteren sind Schritte eingeleitet, um eine kontrollierendeAnalyse auf die Verwendung von Open-Source-Elementen durch einesoftwaretechnische Überprüfung der Programmcodes durchzuführen.Es besteht das Risiko, dass diese Prozesse in Einzelfällen versagen unddie Gesellschaft für die mit Open-Source-Code-Rechten infizierten Produktekeine Lizenzgebühren erheben kann.Risiken im DienstleistungsgeschäftIm Bereich der Projektdienstleistungen entscheidet vielfach der Preisüber die Auftragsvergabe. Daraus ergibt sich das Risiko, Aufträgemit Preisen unter Selbstkosten anzunehmen. Des Weiteren könnendie tatsächlich anfallenden Kosten den Rahmen der Kalkulation überschreiten.Ein konzernweiter einheitlicher und automatisierter Genehmigungsprozess(Global Deal Desk) sichert dieses Risiko ab undberücksichtigt ausreichende risikoadjustierte Gewinnmargen, welchefortlaufend überwacht werden.Rechte-ManagementEin Teil unserer Wachstumsstrategie im Bereich ETS basiert auf der Möglichkeit,die bestehenden Lizenzrechte der Kunden zu erweitern, umdadurch neue Umsatzerlöse zu generieren. Diese Möglichkeit lässt sichnach erfolgter Vertragsanpassung nicht beliebig wiederholen. Hierdurchentsteht das Risiko, dass sich die Umsatzzuwächse einzelner Kernländer,insbesondere in der Produktlinie ETS, verringern. Durch die stetige Erweiterungunserer ETS-Zusatzprodukte verringern wir dieses Risiko.AkquisitionenDurch gezielte Übernahmen vergrößern wir unser Technologieangebotund bauen unsere weltweite Präsenz weiter aus. Es besteht dasRisiko, die übernommenen Unternehmen nicht erfolgreich zu integrieren.Die dabei entstehenden Herausforderungen beziehen sich auf dieIntegration des Produktportfolios, der Prozesse, der Organisation, desPersonals sowie der unterschiedlichen Unternehmenskulturen. Umdie akquirierten Unternehmen erfolgreich zu integrieren, haben wirfür die Zeit vor und nach der Akquisition sichernde Prozesse definiert:Pre-Akquisitionsphase: Im Vorfeld einer Übernahme prüfen wirintensiv, ob die Technologie des in Frage kommenden Unternehmensdas Produktportfolio der Software AG effizient erweitert, wiesich der Marktzugang sowie die Marktdurchdringung ändern undwelche Synergiepotenziale realisiert werden können. Jeder Akquisitiongeht eine genaue Analyse des wirtschaftlichen Zustands desZielunternehmens voraus. Darüber hinaus klären wir, ob dessen Unternehmenskulturmit der unseren kompatibel ist.Post-Akquisitionsphase: Mit etablierten Kontrollmechanismen unterzentraler Verantwortung für Integration identifizieren wir eventuelleProblemfelder schnellstmöglich. Dabei achten wir auf alle wesentlichenBereiche des akquirierten Unternehmens wie Finanzen,Recht, Forschung & Entwicklung, Vertrieb, Marketing sowie interneKommunikation.Die in 2009 durchgeführte Akquisition von IDS Scheer steht derzeitim Fokus der Risikobetrachtung. Insbesondere die Integration derIDS Scheer-Gruppe stellt eine große Herausforderung der nächstenJahre dar, welche große Chancen, aber auch Risiken birgt. Durch dieseÜbernahme entsteht ein globaler Hersteller für Infrastruktursoftwareund Geschäftsprozessmanagement mit mehr als 6.000 Mitarbeiternund mit über einer Milliarde Euro Umsatz auf Basis der Zahlen desGeschäftsjahres 2009. Die Software AG und die IDS Scheer AG verfügenüber starke Marken, ein weltweit exzellentes Image und einehohe kulturelle Übereinstimmung. Der Erfolg des integrierten Unternehmenshinsichtlich der auf Wachstum und Wertsteigerung angelegtenStrategie wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt,die Mitarbeiter nicht nur zu halten, sondern neue, hochqualifizierteMitarbeiter zu gewinnen. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, denMitarbeitern der neuen Software AG langfristige Perspektiven zueröffnen. Durch die mit der Übernahme verbundenen geplantenstrukturellen Änderungen entsteht ein gewisses Maß an Unsicherheitin der Belegschaft. Dieses Risiko wird dadurch reduziert, dass die Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter die Möglichkeit bekommen, für ein größeresund attraktiveres Unternehmen zu arbeiten, das Technologieführerfür Infrastruktursoftware und Business Process Managementist und vielfältige, attraktive sowie langfristige internationale Karrierechancenbietet. Die zukünftige Entwicklung der Ertragslage wird auchvon der erfolgreichen Integration der IDS Scheer-Gruppe abhängen.9.2.3 Leistungswirtschaftliche RisikenVertriebsrisikenDie Komplexität unserer Produkte erfordert einen versierten, in hohemMaße fachkundigen Vertrieb. Zudem führt die fortgeschrittene Technologieunserer Produkte zu einem erheblichen Informationsaufwandbei deren Absatz.Die Bildung von Benutzergruppen in Verbindung mit intensiven Schulungenunserer Vertriebsmitarbeiter sowie unserer Kunden erleichtertden Vertrieb dieser Produkte deutlich.Risiken aus dem PartnergeschäftAufgrund der Komplexität unserer Produkte gestaltet sich der Vertriebüber Partner als sehr anspruchsvoll. Um diese Voraussetzungen auchbeim indirekten Vertrieb über Partner sicherzustellen, bieten wirgezielte Schulungen an und fokussieren uns auf ausgewählte Partner.2 |Software AG Geschäftsbericht 2009 71


02_ Konzernlagebericht | Risikobericht9.2.4 Finanzwirtschaftliche RisikenWechselkursrisikenAufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit ist der Software AG-Konzern Wechselkursrisiken ausgesetzt. Unsere Vertriebsorganisationenoperieren in den jeweiligen Ländern, in denen auch die Umsätzegetätigt werden. Damit stehen den Umsätzen in Landeswährung dieentsprechenden Aufwendungen in gleicher Währung gegenüber. Diesenatürliche Absicherungsbeziehung wird in den USA dadurch noch verstärkt,dass auch Teile von Forschung & Entwicklung sowie des GlobalenMarketings in den USA beheimatet sind. Darüber hinaus setzen wirderivative Finanzinstrumente ein und reduzieren so die Auswirkungenvon Wechselkursschwankungen. Unsere Sicherungsinstrumente berücksichtigenbestehende Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeitensowie erwartete Zahlungsströme. Auch in Fremdwährungerwirtschaftete Ergebnisse einzelner Konzerngesellschaften werdengegen Wertänderungen durch Wechselkursschwankungen abgesichert.Die Überwachung sämtlicher Währungskursrisiken erfolgt zentral.Risiken aus FinanzinstrumentenDie am Bilanzstichtag offenen Finanzinstrumente führen dazu, dasseine hypothetische Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkteden Konzernüberschuss um 0,6 Millionen Euro reduzieren würde. Diessetzt jedoch voraus, dass keine zukünftigen Absicherungsgeschäfte getätigtwürden. Sofern die Gesellschaft keine weiteren Kurssicherungsgeschäfteabschließen würde und keine gegenläufigen Effekte ausBilanzpositionen vorlägen, hätte eine Abwertung des Euro gegenüberdem US-Dollar um 10 Prozent zur Folge, dass sich der Konzernüberschussum 1,2 Millionen Euro und die übrigen Rücklagen im Eigenkapitalsich um 0,4 Millionen Euro reduzieren würden.Das Risiko des Ausfalls von Geschäftspartnern, mit denen wir derivativeFinanzinstrumente abschließen, reduzieren wir durch laufendeBonitätsüberwachung der betreffenden Banken. Liquiditätsrisikenund Zahlungsstromrisiken hinsichtlich derivativer Finanzinstrumentewerden dadurch ausgeschlossen, dass wir ausschließlich bestehendeBilanzpositionen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretendeCashflows absichern.Sonstige finanzielle RisikenDie sonstigen finanziellen Risiken beziehen sich überwiegend auf dasRisiko von Forderungsausfällen. Aufgrund der diversifizierten Märkteund der Kundenstruktur der Software AG bestehen keine Klumpenrisiken.Durch die überwiegend hohe Bonität der Kunden sind im langjährigenDurchschnitt die Forderungsausfallrisiken eher gering.Der durch die Wirtschaftskrise negativ beeinflussten Bonität unsererKunden haben wir durch zusätzliche Wertberichtigungen auf unserenForderungsbestand Rechnung getragen. Zur Reduzierung der Auswirkungendieses Risikos verwenden wir das im Vorjahr 2008 eingeführteautomatisierte Genehmigungsverfahren für Kundenverträge, den GlobalDeal Desk, basierend auf unserer eigenen Technologie.Zur Sicherung unserer Zahlungsmittelbestände überwachen wir laufenddie Bonität unserer Partnerbanken und passen unsere Anlageentscheidungendementsprechend an.9.2.5 Rechtliche RisikenPatentrechtsverletzungenDie Patentrechtspraxis, vor allem in den USA, mit einer großzügigenGewährung von Softwarepatenten und die Besonderheiten des USamerikanischenVerfahrensrechts begünstigten patentrechtliche Auseinandersetzungen.Davon ist auch die Software AG tangiert.Solche patentrechtlichen Streitigkeiten in den USA bergen das Risikohoher Aufwendungen für Verfahrenskosten zur Verteidigung gegenbehauptete Ansprüche, deren Erstattung das amerikanische Prozessrechtnicht vorsieht.Um solchen Patentrechtsstreitigkeiten entgegenzutreten, hat die Gesellschaftein Intellectual Property Rights Team aufgebaut. DiesesTeam betreut die eigenen Patentanmeldungen und koordiniert die Abwehrvon Patentrechtsklagen. Ein eigenes Patentportfolio schützt ambesten vor der Inanspruchnahme durch Konkurrenten, da es Möglichkeitenvon Crosslizenzierungs-Abkommen bietet. Nicht zuletzt deshalbarbeitet die Software AG ständig an der Erweiterung ihres Bestandsan Patenten. Die Software AG ist Inhaberin von 51 Patenten aus 24Patentfamilien. Darüber hinaus sind 158 Anmeldungsverfahren aus 72Patentfamilien anhängig. Von insgesamt 31 (Vj. 65) Anmeldungen in2009 waren 13 (Vj. 20) Anmeldungen neuer Erfindungen. Diese Patentekönnen in Zukunft auch zur Generierung zusätzlicher Lizenzerlöse beitragen.Sonstige RechtstreitigkeitenEs kommt vereinzelt zu gerichtlichen Verfahren, die vertrieblicheFragen oder Fragen des Umfangs von Nutzungsrechten betreffen.Insgesamt jedoch ist die Zahl sonstiger rechtlicher Auseinandersetzungensehr gering.9.3 Risikosituation des IDS Scheer-TeilkonzernsZum Zeitpunkt der Erstellung dieses Jahresabschlusses sind dieRisikomanagementsysteme beider Konzerne noch nicht integriert.Die Integration beider Systeme befindet sich gegenwärtig in derUmsetzungsphase. Daher erfolgt hier eine gesonderte Darstellungder Einzelrisiken des IDS Scheer-Teilkonzerns.9.3.1 Risiko der zu geringen GröSSe derAuslandsgesellschaftenIDS Scheer hat bei vielen Auslandsgesellschaften nicht die kritischeGröße, um insbesondere vertikales Industrie-Know-How aufzubauen.Dies schlägt sich in der unzureichenden Profitabilität bzw. Verlustsituationdieser Gesellschaften nieder. Durch die oftmals deutlichgrößeren Software AG-Landesgesellschaften werden sich durch dieZusammenführung von Landesgesellschaften der Software AG und derIDS Scheer AG diese Risiken in vielen Ländern erheblich reduzieren.72Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | NachTragsbericht9.3.2 Risiken im Bereich Forderungen aus Lieferungenund LeistungenAufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise besteht wie bei derSoftware AG ein erhöhtes Forderungsausfallrisiko im IDS Scheer-Teilkonzern. Durch die zurzeit stattfindende Implementierung einesverbesserten Forderungsmanagements wird dieses Risiko in Zukunftsinken.9.3.3 Risiken im DienstleistungsgeschäftDie mit dem Dienstleistungsgeschäft verbundenen Absatzpreis- sowieKalkulationsrisiken, insbesondere bei Festpreisprojekten, werden gegenwärtigim Corporate Risk Board administriert. Alle mit den Kunden abzuschließendenWerkverträge werden im Corporate Risk Board geprüft.Darüber hinaus wurde ein zentrales Projektmanagement zur Qualitätssicherungund Kostenreduktion etabliert. Dieses System wirdin Zukunft durch die Einführung des Deal Desks weiter gestärkt, wodurchsich die Risiken aus diesem Bereich weiter reduzieren werden.9.3.4 MitarbeiterrisikenDie IDS Scheer AG verfügt weltweit über Key Personal, welchesnicht ohne weiteres ersetzbar ist. Aufgrund der Übernahme durchdie Software AG besteht ein erhöhtes Fluktuationsrisiko. Durch diemöglichst zügige Integration und das Aufzeigen der künftigen Strategiedes Gesamtkonzerns wird dieses Risiko deutlich reduziert.sehr frühen Stadium. Ein Termin für die Hauptverhandlung wurde nochnicht festgesetzt. Daher sind mögliche finanzielle Auswirkungen nochnicht abzusehen.IDS Scheer-AkquisitionDer am 24. November 2009 geschlossene und durch die außerordentlicheHauptversammlung vom 8. Januar 2010 genehmigte Beherrschungs-und Gewinnabführungsvertrag zwischen der SAG BeteiligungsGmbH und der IDS Scheer AG wurde am 11. Februar 2010 in das Handelsregisterbeim Amtsgericht Saarbrücken eingetragen und ist damitrechtswirksam. In der Folge beginnt unmittelbar die Integration derbetrieblichen Abläufe beider Unternehmen. Die beiden Unternehmenstehen nunmehr unter einheitlicher Leitung und die erwarteten Synergienwerden realisiert. Die von der Software AG für das Geschäftsjahr2010 prognostizierte Umsatz- und Ergebnissteigerung wird damit untermauert.Die Software AG hält inzwischen rund 91 Prozent der IDS Scheer-Aktien.Zur Beschleunigung der vollständigen organisatorischen Eingliederungist eine Verschmelzung der beiden Unternehmen geplant. Im Rahmendieser Fusion erhalten die verbliebenen Minderheitsaktionäre Aktiender Software AG im Umtausch gegen ihre Anteile an der IDS Scheer AG.Dazu kauft die Software AG derzeit bis zu 400.000 eigene Aktien amMarkt zurück. Die Software AG geht davon aus, die komplette Übernahmebis Ende dieses Jahres abzuschließen.2 |9.3.5 Interne IT-RisikenAufgrund der zurzeit stattfindenden Reorganisation besteht das Risiko,dass Informationen nicht wie benötigt verfügbar sind sowie dassunautorisierte Datenzugriffe stattfinden. Dem wird durch verstärkteIT-Audits sowie durch die Weiterentwicklung der Richtlinien, derOrganisation, der Prozesse und Regulierungen entgegengewirkt.9.4 Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsDie Gesamtsicht ergibt, dass die Risiken im Software AG-Konzern begrenztund überschaubar sind. Es sind keine Risiken zu erkennen, die denFortbestand des Unternehmens heute oder künftig gefährden könnten.10 NachtragsberichtIm Folgenden weisen wir auf Vorgänge von besonderer Bedeutunghin, die nach Schluss des Berichtsjahres eingetreten sind.RechtsstreitigkeitenEin Softwareunternehmen aus Virginia, USA, hat die Software AGUSA, Inc. und die Software AG zusammen mit elf weiteren Beklagten,darunter auch IBM und SAP, im Februar 2010 auf Verletzung mehrererihrer Software-Patente verklagt. Die Klage wurde bei einem Gericht inVirginia, USA, anhängig gemacht. Das Verfahren befindet sich in einem11 Prognosebericht11.1 Gesamtwirtschaftlicher AusblickFür die Weltwirtschaft wird nach Ansicht der meisten Experten im Geschäftsjahr2010 eine verhaltene Erholung erwartet. Jedoch basiertdie Rückkehr auf den Wachstumspfad weitestgehend auf Sonderentwicklungenwie den Krisen-Hilfepaketen vieler Länder und der gelockertenGeldpolitik. Begleitet wird das Wachstum zunächst weiter vonzahlreichen Risiken. So besteht die Gefahr, dass die private Nachfragein vielen Industrieländern schwach bleibt. Auch der Zeitpunkt fürein Umsteuern in der Geldpolitik spielt eine große Rolle für den weiterenVerlauf: Angesichts niedriger Inflationsraten sollten die meistenIndustrieländer zunächst nichts an ihrem Kurs ändern, während in vielenSchwellenländern ein geldpolitischer Kurswechsel schneller vorgenommenwerden könnte. Insgesamt wird eine leichte Erhöhung derNotenbankzinsen für 2010 erwartet.Das Institut für Weltwirtschaft Kiel (ifw) geht in seiner Studie vomJanuar 2010 von einem weltweiten Wachstum von 2,0 Prozent für2010 aus.Für die USA wird ein Plus von 2,5 Prozent erwartet. Vieles deutetdarauf hin, dass die US-amerikanische Wirtschaft allmählich auf einenWachstumspfad zurückkehrt, auch da das Konjunkturprogramm imWinterhalbjahr 2009/2010 seine stärkste Wirkung entfalten wird.Software AG Geschäftsbericht 2009 73


02_ Konzernlagebericht | PrognoseberichtFür den Euro-Raum wird mit einem Plus von 0,9 Prozent gerechnet.Eine weiter steigende Arbeitslosigkeit soll dabei die Binnennachfrageweiter belasten. Auch Deutschland soll sich mit etwa 1,4 ProzentWachstum nur zögerlich erholen, vor allem da die deutschen Exporteebenso wie die Inlandsnachfrage nur allmählich wieder anziehen.Die asiatischen Volkswirtschaften profitieren von der starken konjunkturellenDynamik Chinas. Das prognostizierte Wachstum von insgesamt5,2 Prozent basiert deshalb maßgeblich auf den erwarteten10,4 Prozent Wachstum für China. Japan ist stärker von der Entwicklungdes internationalen Umfelds abhängig. Das BIP soll hier nur umetwa 1,7 Prozent steigen.In Lateinamerika soll das Bruttoinlandsprodukt laut dem ifw wiederum 3,2 Prozent wachsen. Positiv wirken hier die zahlreichen Maßnahmen,die die meisten Staaten schon vor der Krise eingeleitethatten. Für Brasilien wird ein Plus von 4,8 Prozent auf Basis einerwieder erstarkten Industrieproduktion vorhergesagt.Bezogen auf 2011 sind die Prognosen des ifw noch optimistischer: Dieglobale Wirtschaft soll insgesamt dann wieder um 3,6 Prozent anziehen,wesentlich getragen von einem starken Aufschwung in den Schwellenländernund moderaten Wachstumsraten in den Industrieländern.11.2 Erwartete BranchenentwicklungDer europäische ITK-Markt soll sich laut Branchenverband BITKOM imlaufenden Geschäftsjahr 2010 stabilisieren. Diese Prognose erfolgt aufBasis aktueller Daten des European Information Technology Oberservatory(EITO). Danach wird der Umsatz des ITK-Marktes der Europäischen Unionim Jahr 2010 um 0,5 Prozent auf rund 714 Milliarden Euro zurückgehen.Der Aufschwung der Gesamtwirtschaft werde auch zu einer Belebungder Hightech-Märkte führen. Insbesondere die Nachfrage der Unternehmensolle wieder anziehen. In Deutschland solle der ITK-Markt 2010 mit0,2 Prozent wieder minimal wachsen, die Trendwende sei erreicht.Der IT-Markt in der EU soll nach der EITO-Prognose wieder um 0,6 Prozentwachsen und die Marke von 300 Milliarden Euro übersteigen. Der inder Wirtschaftskrise entstandene Investitionsstau solle sich in denkommenden zwei Jahren auflösen. Das MarktforschungsunternehmenGartner sagt voraus, dass der weltweite IT-Markt gegenüber 2009 ummehr als 4,5 Prozent wachsen wird. Zudem würden sich die Ausgabenverschieben: Nach Ansicht von Gartner wird künftig weniger in neueRechner und mehr in IT-Dienstleistungen investiert. Größter Wachstumstreiberin 2010 seien die Services, ist sich auch der BundesverbandBITKOM sicher. Der deutsche IT-Markt wird sich voraussichtlich um 1,0Prozent auf 66 Milliarden Euro erhöhen.Um 0,5 Prozent soll sich gemäß BITKOM der deutsche Softwaremarktim laufenden Geschäftsjahr wieder verbessern. Er würde sich dannauf 14,6 Milliarden Euro belaufen.11.3 Unternehmensstrategische ChancenWir haben bewiesen, dass wir uns auch in einem schwierigen wirtschaftlichenUmfeld gut behaupten können. In einem umfassendenManagementsystem auf allen Ebenen des Konzerns identifizieren wirhierfür die Chancen, die sich uns bieten. Die Einzelheiten unserer Unternehmensstrategieund unsere Ziele sind auf den Seiten 52–53 zufinden; der Risikobericht beschreibt auf den Seiten 68–72 die potenziellenRisiken für die Software AG.Chancen sehen wir für die Software AG aktuell vor allem in folgendenBereichen:1. Zunehmende Bedeutung von Software für Wirtschaftund GesellschaftSoftware hat sich zu einem zentralen Baustein der Informationsgesellschaftentwickelt. Innovative Produkte und Dienstleistungen sind ohnezuverlässige Software nicht realisierbar. Die internationale Wettbewerbsfähigkeitder deutschen Wirtschaft ist geprägt von der Fähigkeit,Software und IT-Dienstleistungen mit höchster Qualität schnell und kostengünstigzu erstellen. Unternehmenssoftware auf Weltniveau ist dieVoraussetzung dafür, dass Deutschland seine Stellung im Ingenieurbereichhalten und ausbauen bzw. eine entsprechende Position in neuenSparten aufbauen kann. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Softwareund IT-Dienstleistungen hat sich verstärkt und wird weiter wachsen.(Siehe hierzu Gesamtwirtschaftliche Lage, S. 54.) So heißt esbeispielsweise in der Stuttgarter Erklärung zum 4. Nationalen IT-Gipfelzur Bedeutung von Software für Deutschland: „Deutschland ist schonheute einer der wichtigsten Software-Entwicklungsstandorte der Welt.Software ist die Schlüsseltechnologie für Innovationen schlechthin.Überdurchschnittlich viele hochwertige Arbeitsplätze entstehen inDeutschland im Software-Sektor. Um diese Stärken weiter auszubauen,werden wir unsere Aufmerksamkeit bei der neuen IKT-Strategie besondersauf diesen Bereich richten. Wichtige Ziele sind u.a. die Stärkungder Software-Kompetenz in Deutschland, die weitere Förderung vonUnternehmenskooperationen, Cluster und innovativen Geschäftsmodellenfür kleine und mittlere Unternehmen sowie die stärkere Berücksichtigungvon Software bei der Förderung von Forschung und Entwicklung.“Auch auf europäischer Ebene wird die volkswirtschaftliche Bedeutungder Software erkannt wie etwa die Rede von Viviane Reding, ehemaligeEU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, anlässlichder Präsentation des Truffle-100-Reports 2009 zeigt. Noch vielstärker wird dort darauf hingewiesen, dass die Software-Brancheeiner der wichtigsten Wachstumstreiber von strategischer Bedeutunginnerhalb einer modernen Volkswirtschaft ist und ein Kernelement füreine Digitalisierung der Wirtschaft.2. Die Bedeutung von Software als Querschnittstechnologie fürdie Innovationsprozesse bei Unternehmen und InstitutionenWährend Software in der Vergangenheit weitgehend eine isolierteKomponente in Unternehmen war, so wird sie in der Zukunft, aufgrundder zunehmenden Digitalisierung, integrierter – in vielen Fällen sogardominierender – Teil für flexible und agile Unternehmensprozesse sein.Diese zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft,die im Wesentlichen auf Software beruht, führt zu entscheidenden Änderungeninsbesondere für Unternehmen. Die digitalen Unternehmenvon morgen werden Routinearbeiten automatisieren, um sich strategischenFragen widmen zu können. Dazu muss erstens der Informationsaustauschdigitalisiert werden. Zweitens müssen leistungsstarke, offeneInformationssysteme in die Geschäftsprozesse integriert werden. Konkretbedeutet dies, dass Mitarbeiter Verantwortung für Kernprozesseübernehmen und die IT in jeder Abteilung zur Querschnittstechnologie74Software AG Geschäftsbericht 2009


02_ Konzernlagebericht | Erklärung zur Unternehmensführungwird. Aus dem Chief Information Officer wird der Chief Process Officer,aus Projektleitern werden Prozessverantwortliche, und die IT wird zurEffizienztechnologie auf der Basis einer flexiblen IT-Infrastruktur. Middlewarewird an strategischer Bedeutung gewinnen, weil die IT-Infrastrukturdie Grundlage für Business Process Excellence ist. BusinessProcess Excellence ist gerade in der Wirtschaftskrise für Unternehmenwichtig, um operative Kosten zu reduzieren und um neue Geschäftsmodellezu entwickeln. Langfristig zeichnet sich die Tendenz ab, dassProzessinnovationen ebenso wichtig werden wie Produktinnovationen.Business Process Excellence wird daher ein Zukunftsmarkt in der ITund ein Wachstumsmarkt für Anbieter werden.3. Business Process ExcellenceDie Software AG, weltweit führend im Bereich Business Process Excellence,bietet solche Softwarelösungen. Seit mehr als 40 Jahren liefernwir Innovationen, angefangen bei Adabas, der ersten transaktionalenHochleistungsdatenbank, über webMethods, der SOA-basierten Integrationsplattformeinschließlich des ersten B2B-Servers, bis hin zu ARIS,der Plattform zur Analyse von Geschäftsprozessen. Durch die Kombinationvon ARIS und der webMethods-Plattform bieten wir als erstesUnternehmen vollständig integrierte BPM-Lösungen (Business ProcessManagement) vom Anfang bis zum Ende der Wertschöpfungskette.Unsere branchenführenden Marken ARIS, webMethods, Adabas, Naturalund IDS Scheer Consulting sind ein einzigartiges Portfolio für sämtlicheAnforderungen an Prozessmanagement im modernen Unternehmen:Strategie, Design, Umsetzung, Visibilität und Kontrolle von Prozessen,SOA-basierte Integration und Datenmanagement, prozessorientierteSAP-Implementierungen sowie strategische Beratung und Dienstleistung.(Siehe hierzu Strategie, S.8; Software AG Technologie und Kunden, S.18.)11.4 Künftige Ertrags-, Finanz- und VermögenslageWir haben die Weichen dafür gestellt, dass die Software AG weiterprofitabel wachsen kann. Durch die Integration von IDS Scheer wollenwir unser ursprünglich für 2011 gestecktes Ziel, mehr als 1 MilliardeEuro Umsatz zu generieren, bereits 2010 verwirklichen. Für dasGeschäftsjahr 2010 erwartet die Software AG, dass der um Wechselkurseffektebereinigte Gesamtumsatz um 25 bis 30 Prozentgegenüber 2009 wachsen wird. Der Produktumsatz wird voraussichtlichum 12 bis 15 Prozent steigen. Außerdem geht das Unternehmendavon aus, dass der Gewinn nach Steuern um 8 bis 12 Prozent erhöhtwird. Darüber hinaus ist mittelfristig ein organisches Umsatzwachstumim mittleren einstelligen Prozentbereich zu erwarten. Danebenwerden wir auch zukünftig Akquisitionen durchführen, die als strategischeTeilkomponente das Unternehmenswachstum fördern.Weiterhin attraktive DividendenpolitikWir wollen auch künftig unsere stabile und auf Kontinuität ausgerichteteDividendenpolitik fortsetzen. Hierbei sind jedoch immer das wirtschaftlicheUmfeld sowie die aktuellen Liquiditätsbedürfnisse des Unternehmenszu berücksichtigen.Ausblick 2010 (IDS Scheer konsolidiert)IRFSin Mio. EURGesamtumsatzProduktumsatzETSwebMethods/ARISNettoergebnisGewinn je Aktie in EUR* Währungsbereinigt2009847,4580,5327,7244,0140,84,92Ausblick 201011.5 Gesamtaussage zur voraussichtlichenEntwicklung des KonzernsDie Software AG ist, basierend auf ihrem bewiesen robusten Geschäftsmodellund der in den vergangenen Jahren eingeleiteten Schritte, gutfür die Zukunft aufgestellt. Wir wollen auf allen Ebenen ein internationalführendes Softwareunternehmen sein: technologisch, wachstumsstark,als attraktiver Arbeitgeber und in der Wertschätzung der Kunden.Das Ziel, eine Milliarde Euro Umsatz zu erreichen, ist für die Software AGder Beginn für eine neue profitable Wachstumsphase. Aus diesemGrund ist die kommende Phase unserer Unternehmensstrategie mit„Marktführerschaft“ betitelt. Im Mittelpunkt stehen qualitatives Wachstumund nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens. Dazu gehörendie Herausforderungen der erfolgreichen Integration von IDS Scheerim Jahr 2010. Darüber hinaus möchte sich die Software AG bei mehrKunden als strategischer Technologiepartner für Prozesslösungen positionieren.Außerdem wollen wir unsere hohe Expertise in erfolgreichenGroßprojekten ausbauen und in mehr Ländern kritische Größen mitsignifikanten Umsatzbeiträgen erreichen. Die weitere Optimierungunserer Vertriebskraft im Geschäftsbereich webMethods, kombiniertmit dem Beratungs- und Servicegeschäft, wird einer der Wachstumstreiberfür Neukunden und neue Projekte sein.12 ERklärung zur Unternehmensführungin %+ 25 bis + 30*+ 12 bis + 15*+ 2 bis + 4*+ 25 bis + 30*+ 8 bis + 12+ 8 bis + 12Die Gesellschaft hat die Erklärung zur Unternehmensführung am 26.Februar 2010 abgegeben und wird sie im März 2010 auf der Homepageunter http://www.softwareag.com/de/ir/corpgovernance/default.aspder Öffentlichkeit zugänglich machen.Diese Erklärung beinhaltet die Entsprechenserklärung zum DeutschenCorporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, welche am 17. Dezember2009 gesondert abgegeben und auf der Homepage unterhttp://www.softwareag.com/de/ir/corpgovernance/default.asp veröffentlichtwurde.2 |Software AG Geschäftsbericht 2009 75


Konzernabschluss78_ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung79_ Gesamtergebnisrechnung80_ Konzernbilanz81_ Kapitalflussrechnung82_ Entwicklung des Konzerneigenkapitals84_ Konzernanhang84 Allgemeine Grundsätze96 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung99 Erläuterungen zur Konzernbilanz111 Sonstige Erläuterungen124_ Versicherung der gesetzlichen Vertreter125_ Bestätigungsvermerk3 |


03_ Konzernabschluss | KOnzern-Gewinn- und verlustrechnungKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungfür die Geschäftsjahre 2009 und 2008in TEURLizenzenWartungDienstleistungenSonstigeUmsatzerlöseAnhang[5]2009269.862310.604262.4564.454847.3762008272.028267.059177.7633.760720.610HerstellkostenBruttoergebnis vom Umsatz[6]– 300.300547.076– 205.119515.491Forschungs- und EntwicklungskostenVertriebskostenAllgemeine VerwaltungskostenOperatives Ergebnis[7][8][9]– 82.166– 192.396– 70.683201.831– 76.224– 177.119– 65.083197.065Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche AufwendungenErgebnis vor Zinsen und Steuern[10][11]78.747– 62.417218.16144.509– 61.026180.548FinanzergebnisErgebnis vor Steuern[12]– 8.885209.276– 5.122175.426ErtragsteuernSonstige SteuernKonzernüberschuss[13][14]– 65.540– 2.941140.795– 54.781– 4.785115.860Davon für die Aktionäre der Software AGDavon für Minderheitsgesellschafter140.978– 183115.8600Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert)Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert)Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert)Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (verwässert)[16][16]4,924,9128.681.84928.689.5404,054,0428.599.02028.671.23778Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernabschluss | GesamtergebnisrechnungGesamtergebnisrechnungfür die Geschäftsjahre 2009 und 2008in TEURKonzernjahresüberschussDifferenzen aus der WährungsumrechnungAnpassung aus der Marktbewertung von FinanzinstrumentenAnpassung aus der Kursbewertung von Nettoinvestitionsdarlehenin ausländische GeschäftsbetriebeAnpassung aus der Bewertung von PensionsverpflichtungenIm Eigenkapital direkt erfasste WertänderungenGesamtergebnisAnhang[32][27][29]2009140.795– 1.3856.809– 35.603– 4.990– 35.169105.6262008115.8603.264– 7.0592.059– 2.415– 4.151111.709Davon für die Aktionäre der Software AGDavon für Minderheitsgesellschafter105.798– 172111.70903 |Software AG Geschäftsbericht 2009 79


03_ Konzernabschluss | KonzernbilanzKonzernbilanz zum 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahresin TEURAktivaKurzfristiges VermögenZahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteVorräteForderungen aus Lieferungen und LeistungenÜbrige Forderungen und sonstige VermögensgegenständeRechnungsabgrenzungspostenAnhang[17][18]2009218.141748330.46538.1929.616597.162200896.92585247.25121.1875.945371.393200781.29490209.31110.1255.794306.614Langfristiges VermögenImmaterielle VermögensgegenständeGeschäfts- oder FirmenwerteSachanlagenFinanzanlagenForderungen aus Lieferungen und LeistungenÜbrige Forderungen und sonstige VermögensgegenständeRechnungsabgrenzungspostenLatente Steuern[19][19][20][21][17][18][22]236.567682.50267.0645.69211.42726.23175825.0831.055.3241.652.486150.931442.67646.9886.45617.2088.5634715.693688.5621.059.955139.265431.59649.8478.23215.70416.582011.355672.581979.195PASSIVAKurzfristiges FremdkapitalFinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSonstige VerbindlichkeitenSonstige RückstellungenSteuerrückstellungenRechnungsabgrenzungsposten[23][24][25][26][28]198.51662.03073.10192.39542.297117.309585.64861.36035.82445.15169.01136.688100.528348.56246.65231.30064.19942.80211.48583.878280.316Langfristiges FremdkapitalFinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSonstige VerbindlichkeitenRückstellungen für PensionenSonstige RückstellungenLatente SteuernRechnungsabgrenzungsposten[23][24][25][27][26][22]291.4102601.06729.56227.54866.7112.765419.323105.8416837816.65013.95922.7352.623162.254167.648642.96617.2299.68635.4923.332236.417EigenkapitalGezeichnetes Kapital der Software AGKapitalrücklage der Software AGGewinnrücklagenÜbrige RücklagenMinderheitsanteile[29]86.12539.406584.211– 82.50420.277647.5151.652.48685.91735.810474.735– 47.3230549.1391.059.95585.61831.933387.415– 43.173669462.462979.195,80Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ KonzernabschlusS | KapitalflussrechnungKapitalflussrechnungfür die Geschäftsjahre 2009 und 2008in TEURAnhang [30]20092008KonzernüberschussErtragsteuernFinanzergebnisAbschreibungen auf Gegenstände des AnlagevermögensSonstige zahlungsunwirksame Erträge/AufwendungenBetrieblicher Cashflow vor Änderungen des NettoumlaufvermögensVeränderungen der Vorräte, der Forderungen sowie anderer AktivaVeränderungen der Verbindlichkeiten und anderer PassivaGezahlte ErtragsteuernGezahlte ZinsenErhaltene ZinsenCashflow aus laufender GeschäftstätigkeitMittelzufluss aus dem Abgang von Sachanlagen/immateriellen VermögensgegenständenInvestitionen in Sachanlagen/immaterielle VermögensgegenständeMittelzufluss aus dem Abgang von FinanzanlagenInvestitionen in FinanzanlagenNettoauszahlungen für AkquisitionenCashflow aus InvestitionstätigkeitEinzahlungen aus EigenkapitalzuführungenGezahlte DividendenAufnahme von FinanzverbindlichkeitenTilgung von FinanzverbindlichkeitenAuszahlungen für SicherungsinstrumenteCashflow aus FinanzierungstätigkeitZahlungswirksame Veränderung des FinanzmittelfondsBewertungsbedingte Veränderungen des FinanzmittelfondsNettoveränderung des FinanzmittelfondsFinanzmittelfonds am Anfang der PeriodeFinanzmittelfonds am Ende der Periode140.79565.5408.88538.937– 29.142225.01533.55328.477– 76.674– 17.3287.449200.4921.369– 14.3593.682– 2.830– 320.360– 332.4981.524– 31.503330.624– 41.2250259.420127.414– 6.198121.21696.925218.141115.86054.7815.12225.5384.967206.268– 56.61140.713– 45.168– 10.5285.408140.0822.553– 11.2783.097– 1.009– 38.854– 45.4911.809– 28.5390– 46.203– 3.361– 76.29418.297– 2.66615.63181.29496.9253 |Software AG Geschäftsbericht 2009 81


03_ Konzernabschluss | Entwicklung des KonzerneigenkapitalsEntwicklung des Konzerneigenkapitals [29]für die Geschäftsjahre 2009 und 2008in TEURStammaktien(Stücke)Gezeichnetes KapitalKapital rücklageGewinnrücklage2008Eigenkapital zum 01.01.2008Gesamtergebnis28.539.45585.61831.933387.415115.860Transaktionen mit GesellschafternDividendenzahlungAusgabe neuer AktienAktienoptionen99.3872991.5102.367– 28.539Transaktionen zwischen GesellschafternEigenkapital zum 31.12.200828.638.84285.91735.810474.736in TEUR2009Eigenkapital zum 01.01.2009Gesamtergebnis28.638.84285.91735.810474.736140.978Transaktionen mit GesellschafternDividendenzahlungAusgabe neuer AktienAktienoptionen69.5682081.3162.280– 31.503Transaktionen zwischen GesellschafternEigenkapital zum 31.12.200928.708.41086.12539.406584.21182Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernabschluss | Entwicklung des KonzerneigenkapitalsDifferenzen aus derWährungsumrechnung– 80.0083.264Sonstige RücklagenMarktbewertung von versicherungsmathematischeGewinne undWertpapieren undDerivaten Verluste aus leistungsorientiertenPlänen2.019492– 7.059– 2.415Währungseffekte ausNettoinvestitionsdarlehenin ausländischeGeschäftsbetriebe34.3242.059Anteil der Gesellschafterder Software AG461.793111.709Anteil andererGesellschafter669Gesamt462.462111.709– 28.5391.8092.367– 28.5391.8092.3673 |– 76.744– 5.040– 1.92336.3830549.139– 6690– 669549.139– 76.744– 1.386– 5.0406.809– 1.923– 5.00036.383– 35.603549.139105.7980– 172549.139105.626– 31.5031.5242.280– 31.5031.5242.280– 78.1301.769– 6.9237800627.23820.44920.27720.449647.515Software AG Geschäftsbericht 2009 83


03_ Konzernanhang | Allgemeine GrundsätzeKonzernAnhangALLGEMEINE GRUNDSÄTZE1_ GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNGDer Konzernabschluss der Software AG wird in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting StandardsBoard (IASB) – den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften, aufgestellt. Hierbei wurden die zum 31. Dezember 2009 anzuwendenden IFRS und Interpretationendes International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC – vormals SIC) beachtet.Software AG ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Darmstadt. Sie ist Muttergesellschaft eines weltweit in denGeschäftsbereichen Software-Entwicklung, -Lizenzierung, -Wartung sowie IT-Dienstleistungen tätigen Konzerns. Die funktionale Währung derSoftware AG ist der Euro.Einzelne Vorjahresangaben wurden an die aktuelle Darstellung angepasst.So wurde die Darstellung der latenten Steuern in Anwendung von IAS 12.71 angepasst, da nunmehr die dafür notwendigen Informationenverfügbar sind (siehe Textziffer 22).Außerdem wurde im 3. Quartal 2009 die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung geändert. So werden seit dem 3. Quartal alleplanmäßigen Abschreibungen von im Rahmen von Akquisitionen erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen innerhalb der Funktionskostengezeigt und werden dementsprechend nicht mehr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen. Die Vorjahresangabenwurden an die neue Darstellung angepasst. Die Auswirkungen hieraus kann man den Angaben im Segmentbericht entnehmen (sieheTextziffer 31).Zur besseren Vergleichbarkeit der angepassten Vorjahresangaben enthält dieser Konzernabschluss in der Bilanz zwei Vergleichsperioden.Der Konzernabschluss der Software AG wird – soweit nicht anders angegeben – in TEUR dargestellt.2_ KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konzernabschluss umfasst die Software AG und alle von ihr beherrschten Unternehmen. Die Beherrschung ist im Allgemeinen nachgewiesen,wenn die Software AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte des Gezeichneten Kapitals eines Unternehmensverfügt und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens bestimmen kann.Zum Konzern der Software AG als Mutterunternehmen gehören folgende verbundene Unternehmen:84Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Allgemeine grundsätzea) inländische GesellschaftenSoftware Financial Holding GmbH, DarmstadtSAG East GmbH – A Software Company, DarmstadtSAG Deutschland GmbH, DarmstadtSAG Consulting Services GmbH, DarmstadtSAG Beteiligungs GmbH, Darmstadt mit der TochtergesellschaftIDS Scheer Aktiengesellschaft, Saarbrücken und den inländischen TochtergesellschafteniDS Scheer EMEA GmbH, MünchenfACT Unternehmensberatung GmbH, Frankfurt am MainfACT Informationssysteme und Consulting AG, NeussitCampus Software und Systemhaus GmbH, LeipzigBeteiligungsgrad%10010010010010091100655551*Abkür zungenSAG-MKSAG-MESAG-DSAG-PSSAG-BETb) ausländische GesellschaftenSoftware AG (UK) Limited, Derby/Großbritannien mit der TochtergesellschaftSoftware AG Belgium S.A., Brüssel/Belgien,an der auch die Software AG direkt Anteile hältSoftware AG Development Center Bulgaria EOOD, Sofia/Bulgarische RepublikSoftware AG (Gulf SPC), Manama/Königreich BahrainSoftware AG France S.A.S, Courbevoie Cedex/FrankreichSoftware AG Italia S.p.A, Segrate (MI)/ItalienSoftware AG Nederland B.V., Amsterdam/NiederlandeSoftware AG Nordic A/S, Hvidovre/Dänemark mit den TochtergesellschaftenSoftware AG Norge A/S, Oslo/NorwegenSoftware AG Nordic AB (Aktiebolag), Kista/SchwedenOY Software AG Nordic, Espoo/FinnlandSoftware GmbH Österreich, Wien/ÖsterreichSoftware AG Polska Sp. z o.o., Warschau/PolenSoftware AG s.r.o., Prag/TschechienSoftware AG Bilgi Sistemleri Ticaret A.S., Istanbul/TürkeiSoftware AG Argentina S.R.L., Buenos Aires/ArgentinienSoftinterest Holding AG, Zug/Schweiz mit der TochtergesellschaftSAG Software Systems AG, Dietikon/Schweiz mit der TochtergesellschaftTeconomic AG, Freienbach/Schweiz (verschmolzen auf SAG Software Systems AG zum 01. Juli 2009)Software AG España, S.A. Unipersonal, Tres Cantos (Madrid)/Spanien mit den TochtergesellschaftenSoftware AG Portugal, Alta Tecnologia Informática, Lda., Lissabon/PortugalSoftware AG Factoria S.A., Santiago/ChileSoftware AG Brasil Informática e Serviços Ltda, São Paulo/BrasilienSoftware AG de Puerto Rico, Inc., San Juan/Puerto RicoSoftware AG Venezuela, C.A., Chacao Caracas/VenezuelaA. Zancani & Asociados, C.A., Chacao Caracas/VenezuelaSinsa Móvil, S.A., Clayton/PanamaSoftware AG de Panamà, S.A., Clayton/Panama mit der TochtergesellschaftSoftware AG de Costa Rica, S.A., San José/Costa RicaSoftware AG, Inc., Reston, VA/USA mit den TochtergesellschaftenSoftware AG (Canada) Inc., Ontario/KanadaSoftware AG, S.A. de C.V. (Mexico), Mexico, Distrito Federal/MexikoSoftware AG, LLC, Reston, VA/USASoftware AG International, Inc., Reston, VA/USA und der TochtergesellschaftSoftware AG USA, Inc., Reston, VA/USA und den Tochtergesellschafteninfravio, Inc., Reston, VA/USA mit der Tochtergesellschaftinfravio Software Technologies Private Limited, Chennai/IndienwebMethods Australia Pty Ltd., North Sydney/AustralienwebMethods Development Center India Private Limited, Bangalore/IndienwebMethods Software Development (Beijing) Co. Ltd., Beijing/China (PRC)webMethods Germany GmbH, Darmstadt/DeutschlandwebMethods Hong Kong Ltd., Hong Kong/China (PRC)Beteiligungsgrad%100762410010010010010010010010010010010010010095100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100Abkür zungenSAG-UKSAG-BSAG-BULGSAG-GULFSAG-FSAG-ISAG-NLSAG-DKSAG-NSAG-SSAG-SFSAG-ASAG-PLSAG-CZSAG-TRSAG-ARGSIHSAG-CHSAG-TECSAG-ESAG-PSAG-CLSAG-BRASSAG-PUERSAG-VENAZASINSASAG-PANSAG-CRSAG-USASAG-CANSAG-MEXSAG-LLCSAG-INTwM-USAwM-INFRAVwM-INFINDwM-AUSwM-INwM-CHINAwM-DwM-HK3 |* Der bilanzierte Beteiligungsprozentsatz beträgt 100 Prozent (siehe hierzu die Erläuterungen in Textziffer 4).Software AG Geschäftsbericht 2009 85


03_ Konzernanhang | Allgemeine GrundsätzeFortsetzung ausländische GesellschaftenSoftware AG Ltd. Japan, Tokyo/JapanSoftware AG Korea, Ltd., Seoul/KoreaSoftware AG Operations Malaysia Sdn Bhd., Kuala Lumpur/MalaysiawebMethods Singapore Pte Limited, Singapur/SingapurwebMethods UK Limited, Derby/GroßbritannienwebMethods Sweden AB, Kista/SchwedenSoftware AG Australia (Holdings) Pty Ltd., North Sydney/Australien mit der TochtergesellschaftSoftware AG Australia Pty Ltd., North Sydney/AustralienSGML Technologies Limited, Derby/GroßbritannienSoftware AG (Hong Kong) Limited, Hong Kong/China (PRC)Software AG (Singapore) Pte Ltd, Singapur/Singapur mit der TochtergesellschaftSoftware AG (Asia Pacific) Support Centre Pte Ltd, Singapur/SingapurSoftware AG (M) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/MalaysiaSoftware AG (Philippines), Inc., Pasig City/PhilippinenSoftware AG South Africa (Pty) Ltd, Bryanston/SüdafrikaSoftware AG (India) Private Limited, Maharashtra/IndienSoftware AG (Shenzhen) Co Ltd, Shenzhen/China (PRC)Software A.G. (Israel) Ltd, Or-Yehuda/Israel und der TochtergesellschaftSabratec Technologies, Inc., Or-Yehuda/IsraelSAG Systems RUS Limited Liability Company, Moskau/RusslandSoftware AG Saudi Arabia, LLC, Riad/Saudi-Arabien,an der auch die SAG East GmbH direkt Anteile hältS.P.L. Software Ltd, Or-Yehuda/Israel mit den TochtergesellschaftenSPL Systems (1986) Ltd, Or-Yehuda/Israel und den TochtergesellschaftenSPL Idor Management Ltd, Or-Yehuda/IsraelSPL Idor Business Solutions, Or-Yehuda/IsraelSPL Holding B.V., Or-Yehuda/Israel und der TochtergesellschaftSPL Systems B.V., Or-Yehuda/IsraelSPL Text Systems International Inc., Washington/USABeteiligungsgrad%100100100100100100100100100100100100100100100100100100100100955100100100100100100100Abkür zungenSAG-JAPSAG-KORwM-MALwM-SINwM-UKwM-SSAG-AUS (Holding)SAG-AUS (operat)SGMLSAG-HKSAG-SINSAG-APSAG-MALSAG-PHISAG-ZASAG-INSAG-CHINASAG-ISRSAG-ISRUSSAG-RUSSAG-SASPL-ISRSPL-SYS86SPL-IMSPL-IBSSPL-HOLDSPL-SYSSPL-TXTausländische Tochtergesellschaften der IDS Scheer AGIDS Scheer Canada Ltd, Toronto, Ontario/KanadaIDS Scheer Sistemas de Processamento de Dados, São Paulo/BrasilienIDS Scheer Japan Co. Ltd., Tokyo/JapanIDS Scheer China Ltd., Shanghai/China (PRC)IDS Scheer UK Ltd., Birmingham/GroßbritannienIDS Scheer Sverige A.B., Bromma/SchwedenIDS Scheer Nederland B.V., Den Haag/NiederlandeIDS Scheer Finland Oy, Espoo/FinnlandIDS Scheer SDC s.r.o., Kosice/SlowakeiIDS Scheer Belgium S.A., Brüssel/BelgienIDS Scheer Schweiz AG, Wallisellen (Zürich)/SchweizIDS Scheer Saudi Arabia LLC., Riad/Saudi-Arabien,an der auch die IDS Schweiz AG direkt Anteile hältIDS Scheer Luxemburg S.A., Capellen/LuxemburgIDS Scheer Slovakia, s.r.o., Bratislava/SlowakeiIDS Scheer CR, s.r.o., Brünn/TschechienIDS Scheer Polska Sp. z o.o., Posen/PolenIDS Scheer Hungaria Kft., Budapest/UngarnIDS Scheer Austria GmbH, Wien/ÖsterreichIDS Scheer Iberia S.L., Madrid/SpanienIDS Scheer Australia – New Zealand, North Sydney/AustralienIDS Scheer s.r.l (Headquarters), Rom/ItalienIDS Scheer Ukraine LLC, Lemberg/UkraineIDS Scheer CEE S.A., Capellen/LuxemburgIDS Scheer, d.o.o., Ljubljana/SlowenienIDS Scheer d.o.o. Croatia (Headquarters), Split/KroatienIDS Scheer Russia, Moskau/Russland10010010010010010010010010010010095510010010010010010010010010010010010010010086Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Allgemeine grundsätzeFortsetzung ausländische Tochtergesellschaften der IDS Scheer AG Beteiligungsgrad%IDS Scheer A.S. Turkey, Istanbul/Türkei100IDS Scheer India PVT.LTD., Mumbai/Indien100FACT Unternehmensberatung Schweiz AG, Zürich/Schweiz90IDS Scheer Americas, Inc., Berwyn/USA und der Tochtergesellschaft100iDS Scheer Canada, Inc., Montreal/Kanada100IDS Scheer France S.A., Saint-Cloud Cedex (Paris)/Frankreich100IDS Scheer Singapore Pte. Ltd., Singapur/Singapur100IDS Scheer Malaysia SDN BHD, Kuala Lumpur/Malaysia100Expert Consulting S.A., Brüssel/Belgien (in Liquidation)100Abkür zungenausländische Tochtergesellschaften der itCampus GmbHitCampus (UK) Limited, Newcastle Upon Tyne/GroßbritannienitCampus Schweiz AG, Sursee/SchweizitCampus Italia s.r.l., Bozen/Italien5151513 |Änderungen im KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis veränderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2008 wie folgt:01. Januar 2009ZugängeAbgänge (einschließlich Verschmelzungen)31. Dezember 2009Inland56011Ausland784111108Gesamt834711119Die Zugänge ergeben sich aus den unter Textziffer 4 beschriebenen Akquisitionen der Gesellschaften itCampus GmbH, Teconomic AG undIDS Scheer AG. Der Abgang resultiert aus der Verschmelzung und der Liquidation von konsolidierten Unternehmen.3_ BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEVerwendung von SchätzwertenIm Konzernabschluss werden in einigen Fällen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf die Höhe und denAusweis von bilanziellen Vermögenswerten, Schulden, Erträgen, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Wertekönnen von diesen Schätzungen abweichen.KonsolidierungsgrundsätzeDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen, den IFRS entsprechenden Bilanzierungs- undBewertungsgrundsätzen auf den Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2009) aufgestellt.Für die bei der Kapitalkonsolidierung angewandte Methode der Erstkonsolidierung wurde bei den selbst gegründeten Gesellschaften auf diejeweiligen Gründungszeitpunkte abgestellt. Bei den erworbenen Gesellschaften war der Zeitpunkt des Erwerbs der Konsolidierungszeitpunkt.Die Erstkonsolidierung der vor dem 31. Dezember 2002 erstmals konsolidierten Gesellschaften wurde auf Basis der Buchwertmethode nach § 301Abs. 1 Nr. 1 HGB durchgeführt. Dabei wurde der Konzernanteil des Eigenkapitals der konsolidierten Tochtergesellschaften mit den Anschaffungs-/Gründungskosten verrechnet. Für die Erstkonsolidierung ab dem Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS-Bilanzierung, dem 1. Januar 2003, wurdendie Regelungen des IFRS 3 angewandt. Die Folgekonsolidierungen wurden aus der Erstkonsolidierung abgeleitet.Eine Reduktion des Beteiligungsgrads (ownership interest) ohne Kontrollverlust (Abstockung) wird anteilig gegen Minderheitenanteile und alsReduktion des Goodwill gebucht.Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden für Akquisitionen vor dem 31. Januar 2001 gemäß § 309 Abs. 1 HGB mit denRücklagen verrechnet. Nach dem 31. Januar 2001 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen der früheren handelsrechtlichenBilanzierung aktiviert und über 10 Jahre linear abgeschrieben. Die Gesellschaft behält gemäß dem Wahlrecht des IFRS 1.14 die Bilanzierung vonUnternehmenszusammenschlüssen nach HGB und die sich daraus zum Zeitpunkt der Umstellung auf die IFRS-Rechnungslegung ergebendenGeschäfts- oder Firmenwerte bei.Software AG Geschäftsbericht 2009 87


03_ Konzernanhang | Allgemeine grundsätzeDie Bewertung der zuvor nach der handelsrechtlichen Bilanzierung aktivierten Firmenwerte erfolgt seit der Umstellung auf die IFRS-Bilanzierungam 1. Januar 2003 nach den Regelungen des IAS 36. Danach wurde der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe des Wertansatzes zum Transformationszeitpunktvon HGB nach IFRS am 1. Januar 2003 eingefroren und nur bei tatsächlichen Wertverlusten abgeschrieben. Die Werthaltigkeit derbilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich im Rahmen eines Impairmenttests überprüft.Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert. Zwischenergebnisseaus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden herausgerechnet, sofern sie nicht durch Leistungen an Dritte realisiertwurden. Auf Minderheitsgesellschafter entfallende Anteile am konsolidierten Eigenkapital und am konsolidierten Jahresergebnis werden getrenntvon dem auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallenden Anteil ausgewiesen.WährungsumrechnungDie Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung anhand der modifiziertenStichtagsmethode gemäß IAS 21 umgerechnet. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in organisatorischer, finanzieller und wirtschaftlicherHinsicht eigenständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung identisch mit der funktionalen Währung.Aufwendungen und Erträge werden zu Monatsdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs und das jeweilige Eigenkapitalder Tochtergesellschaften zu historischen Kursen umgerechnet.Der Unterschiedsbetrag aus der eigenkapitalbezogenen Währungsumrechnung wird ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und ineiner separaten Zeile des Eigenkapitalspiegels dargestellt.Die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretenen Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- undVerlustrechnung unter den Positionen sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.In der Entwicklung des Anlagevermögens werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und dieübrigen Positionen zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl beiden Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Zeile als Kursdifferenz gezeigt.In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten zum Stichtagskurs bewertet.Die am Bilanzstichtag noch nicht realisierten Kursgewinne und –verluste werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Ausgenommenhiervon sind Umrechnungsdifferenzen von langfristigen, konzerninternen monetären Positionen, welche Teil einer Nettoinvestition ineine ausländische Gesellschaft darstellen. Diese werden erfolgsneutral in den Übrigen Rücklagen innerhalb des Eigenkapitals erfasst.Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zum Euro gegenüberdem Vorjahr wie folgt verändert:Stichtagskurs(1 EUR)US-DollarBrasilianischer RealBritisches PfundJapanischer Yen31.12.20091,44052,50970,8900133,0631.12.20081,39763,25740,9589126,40Veränderungder Fremdwährungin %– 3,123,07,2– 5,3Durchschnittskurs(1 EUR)US-DollarBrasilianischer RealBritisches PfundJapanischer Yen20091,39312,77050,8914130,1920081,47052,67140,7967152,28Veränderungder Fremdwährungin %5,3– 3,7– 11,914,5Für die Währungsumrechung des venezuelanischen Bolivar wird seit dem vierten Quartal 2009 nicht mehr der offizielle Kurs, sondern derParallelmarktkurs verwendet, da es der Software AG nicht möglich ist, signifikante Beträge auf Basis des offiziellen Kurses aus Venezuela zutransferieren. Darüber hinaus wird die Software AG ab dem 1. Januar 2010 Venezuela als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 berücksichtigen.Hieraus werden jedoch keine wesentlichen Effekte auf die Konzernzahlen erwartet.UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der Software AG beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus der Einräumung von in der Regel zeitlich unbegrenzten Softwarelizenzen, inbestimmten Fällen auch zeitlich begrenzte Softwarelizenzen, Wartungserlöse und Erlöse aus Dienstleistungen. Umsatzerlöse aus der Einräumung zeitlichunbegrenzter Lizenzen werden erst dann bilanziert, wenn ein unterzeichneter Vertrag mit dem Kunden vorliegt, eventuell eingeräumte Rückgaberechteverstrichen sind, die Software entsprechend dem Vertrag zur Verfügung gestellt wurde, und wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist sowie dieBezahlung hinreichend wahrscheinlich ist. Umsatzerlöse aus der Einräumung zeitlich begrenzter Lizenzen werden je nach konkreter Ausgestaltung derLizenzierung behandelt. Überwiegen die Charakteristika eines Verkaufs, wie z.B. sofortige Bezahlung, und sind die sonstigen oben genannten Voraussetzungenerfüllt, erfolgt eine sofortige Erlösrealisierung. Überwiegen jedoch die Eigenschaften einer Nutzungsüberlassung, so erfolgt eine ratierlicheErlösrealisierung.88Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Allgemeine grundsätzeIm Fall von Mehrkomponentenverträgen erfolgt die Umsatzrealisierung auf Basis der einzeln identifizierbaren Vertragskomponenten. Dabeierfolgt die Umsatzaufteilung auf die verschiedenen Vertragskomponenten auf Basis der Marktwerte der jeweiligen Komponenten.Sofern keine verlässlichen Marktwerte für alle Komponenten bestimmt werden können, erfolgt die Umsatzrealisation nach der Residualmethode.Dabei werden zuerst alle bestimmbaren Marktwerte vom Gesamtvertragswert abgezogen. Der verbleibende Betrag wird anhand der Listenpreiseauf die Komponenten aufgeteilt, für die keine verlässlichen Marktwerte bestimmbar sind.Umsatzerlöse aus dem Wartungsgeschäft werden ratierlich über die Laufzeit der Leistungserbringung realisiert.Dienstleistungsverträge, bei denen eine Abrechnung auf Basis der geleisteten Stunden erfolgt, werden in Abhängigkeit von den durch die SAG-Gesellschaften erbrachten Leistungen realisiert.Umsatzerlöse und Aufwendungen aus Dienstleistungsverträgen, bei denen ein Festpreis vereinbart wurde, werden gemäß IAS 18 in Verbindungmit IAS 11 entsprechend dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage of Completion Method „PoC“), wenn die Höhe der Erträge verlässlichbemessen werden kann, es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft der Software AG zufließen wirdund die für das Geschäft angefallenen Kosten und die bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu erwartenden Kosten verlässlich ermittelt werdenkönnen. Der Fertigstellungsgrad eines Auftrags wird anhand des Verhältnisses der bis zum Stichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätztenGesamtauftragskosten bestimmt. Hierfür werden die Kosten teilweise anhand der angefallenen Beraterstunden bzw. Beratertage geschätzt.3 |Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt abzüglich Abzinsungsbeträgen, Skonti, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten.HerstellungskostenDie Herstellungskosten umfassen produktionsbezogene Vollkosten auf der Grundlage einer normalen Kapazitätsauslastung. Im Einzelnen enthaltendie Herstellungskosten den Aufträgen direkt zurechenbare Einzelkosten sowie fixe bzw. variable Gemeinkosten. Im Berichtszeitraum waren keineaußerplanmäßigen Abschreibungen auf die Vorräte erforderlich.Forschungs- und EntwicklungskostenForschungs- und Entwicklungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam erfasst.Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sinddie Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nach demErreichen der technologischen Realisierbarkeit entstehen, sind unwesentlich.VertriebskostenIn den Vertriebskosten sind Personal- und Sachkosten, Abschreibungen des Vertriebsbereichs sowie Kosten für Werbung enthalten.VerwaltungskostenDie Verwaltungskosten beinhalten Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen des Verwaltungsbereichs.FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswertes zugeordnet werden können, werdenals Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes aktiviert. Andere Fremdkapitalkosten werden als Aufwand erfasst.Aktienbasierte VergütungNach IFRS 2 wird bei der aktienbasierten Vergütung zwischen Transaktionen mit Barausgleich und solchen mit Eigenkapitalabgeltung unterschieden.Für beide Instrumente wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt ermittelt. Dieser wird dann als Vergütungsaufwandüber den Zeitraum verteilt, innerhalb dessen die Arbeitnehmer einen uneingeschränkten Anspruch auf die Instrumente erwerben. Zusagen mitBarausgleich werden bis zur Begleichung der Zusage zu jedem Abschlussstichtag neu zum beizulegenden Zeitwert bewertet.Sofern die Software AG ein Wahlrecht hat, die Zusagen entweder durch Barzahlung oder durch Hingabe von Eigenkapitalinstrumenten (Aktien)zu erfüllen, bilanziert die Software AG die Zusage als Transaktion mit Eigenkapitalabgeltung, sofern keine gegenwärtige Verpflichtung zumBarausgleich vorliegt.Die beizulegenden Zeitwerte werden entweder mit Hilfe eines Optionspreismodells (Black-Scholes) oder, sofern eine Sicherung der Zusagen mitDerivaten erfolgte, unter Bezug auf die beizulegenden Zeitwerte der jeweiligen Derivate ermittelt.Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle Kassenbestände, Bankguthaben und Festgelder mit Laufzeiten bis zu 3 Monatensowie kurzfristige, äußerst liquide Wertpapiere des Umlaufvermögens, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werdenkönnen und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.Software AG Geschäftsbericht 2009 89


03_ Konzernanhang | Allgemeine grundsätzeForderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Höhe des fakturierten Betrages abzüglich Erlösschmälerungen und Wertberichtigungenausgewiesen. Sofern objektive Hinweise auf einen möglichen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf vorliegen, wird dies im Rahmen einerEinzelwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus werden für bestimmte Forderungsklassen anhand der Erfahrungen der Vergangenheitund unter Berücksichtigung des Alters der Forderungen Portfoliowertberichtigungen vorgenommen. Unverzinsliche Forderungen mit Fälligkeitenvon mehr als einem Jahr werden mit einem adäquaten Zinssatz abgezinst.In der Position sind zudem noch nicht fakturierte Leistungen aus Festpreisprojekten enthalten, die nach der „Percentage of Completion Method“realisiert werden.Übrige Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Abwertungen auf den jeweiligenMarktpreis werden vorgenommen.Aktiver RechnungsabgrenzungspostenAktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Vorauszahlungen von Aufwendungen späterer Perioden.Immaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie eine bestimmbare wirtschaftliche Nutzungsdauer haben, zu Anschaffungskostenabzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauer bzw. Abschreibungsmethoden fürdie wesentlichen immateriellen Vermögensgegenstände sind wie folgt:Erworbene SoftwareErworbener KundenstammErworbener AuftragsbestandAbschreibungsdauerin Jahren5 – 75 – 17–Abschreibungsmethodelinearlinearnach AbarbeitungImmaterielle Vermögensgegenstände mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter außerplanmäßigerAbschreibungen bewertet.Geschäfts- oder FirmenwerteDie Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen nicht der planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens jährlich (zum 31. Dezember)auf Wertminderungen überprüft (Impairmenttest) und im Falle von Wertminderungen auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.SachanlagenSachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungenangesetzt. Bei Veräußerung oder Verschrottung von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechendenAnschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und es wird ein Gewinn oder Verlust aus dem Abgang in derKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich eventueller Einfuhrzölle und nicht erstattungsfähigerErwerbssteuern und alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in den betriebsbereiten Zustand fürseine vorgesehene Verwendung zu versetzen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdemdie Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.Nachträgliche Ausgaben für Sachanlagen werden nur dann als Vermögenswert angesetzt, wenn der Zustand des Vermögenswertes durch dieAusgaben über seine ursprünglich veranschlagte Ertragskraft hinaus verbessert wird.Die Abschreibungen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf in der Regel nach der linearen Methode vorgenommen:GebäudeEinbauten in Gebäude/MietereinbautenBetriebs- und GeschäftsausstattungComputer und Zubehör40 – 50 Jahre8 – 10 Jahre3 – 13 Jahre1 – 7 JahreDie Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden periodisch überprüft, um sicherzustellen, dass sie mit dem erwarteten wirtschaftlichenNutzenverlauf in Einklang stehen.Anlagen im Bau werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf diese Positionen erfolgen erst ab demZeitpunkt der Inbetriebnahme.90Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Allgemeine grundsätzeWertminderung von immateriellen Vermögensgegenständen und SachanlagenSobald Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen oder Sachanlagen vorliegen, wird einWerthaltigkeitstest durchgeführt und sofern notwendig eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Dererzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Der Nutzungswertist der Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und dem Abgang amEnde seiner Nutzungsdauer erwartet werden.Wertminderungen werden innerhalb der Kosten des jeweiligen Funktionsbereichs bzw. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.Derivative FinanzinstrumenteDer Ansatz derivativer Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte, Zinsswaps und Aktienoptionen, erfolgt zum Marktwert. Instrumente,für die kein Hedge-Accounting angewendet wird, stuft das Unternehmen als zu Handelszwecken gehalten ein. Für diese Instrumente werdenMarktwertveränderungen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.Sofern die Voraussetzungen zur Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 erfüllt sind, wird das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrumentdesigniert und entsprechend den Vorschriften des IAS 39 für Sicherungsbeziehungen bilanziert.3 |Dementsprechend wird im Rahmen von Cashflow-Hedges der effektive Teil der Marktwertänderungen derivativer Instrumente im Eigenkapital erfasst.Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Umbuchung der im Eigenkapital aufgelaufenen Beträgein die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Geschäftsjahren, in denen das Grundgeschäft die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflusst.Es wurden keine derivativen Finanzinstrumente als Fair Value Hedges bilanziert.Latente SteuernAktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und denjenigen in der Konzernbilanzgebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehendersteuerlicher Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit hoher Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.Die latenten Steuern werden auf Basis derjenigen Steuersätze ermittelt, die nach geltender Rechtslage in den jeweiligen Ländern zum Zeitpunktder Realisierung (Umkehrung der Steuerlatenzen) voraussichtlich gelten.Latente Steuererstattungsansprüche und –schulden werden nicht abgezinst; die Buchwerte der ausgewiesenen Ansprüche und Verpflichtungenwerden regelmäßig überprüft und, soweit erforderlich, angepasst.VerbindlichkeitenKurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.Langfristige Verbindlichkeiten werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden unterAnwendung der Effektivzinsmethode ermittelt.RückstellungenRückstellungen werden ausgewiesen, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrundeines vergangenen Ereignisses hat, ein Ressourcenabfluss wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtungmöglich ist. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Schätzungen.Sofern der Abzinsungseffekt wesentlich ist, erfolgt der Ansatz der Rückstellung in Höhe des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenEs bestehen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Systeme zur betrieblichen Altersversorgung. Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematischnach dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesemVerfahren werden außer den am Bilanzstichtag bekannten Renten auch erwartete zukünftige Steigerungen der Renten und Gehälter berücksichtigt.Weder im Inland noch im Ausland werden den Mitarbeitern krankheitsbedingte Zuschüsse gewährt.Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der Methode der erfolgsneutralen Behandlung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste. Dabei werden die Pensionsrückstellungen in Höhe des vollen Anwartschaftsbarwertes abzüglich des Marktwertes der Rückdeckungsansprüchegegenüber Lebensversicherungen bzw. abzüglich des Marktwertes der zur Abdeckung der Pensionsansprüche vorgesehenen Vermögenswerteausgewiesen. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste gegenüber dem Vorjahr wird erfolgsneutral unmittelbarin den Gewinnrücklagen des Konzerns erfasst.Software AG Geschäftsbericht 2009 91


03_ Konzernanhang | Allgemeine grundsätzeBei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht die Software AG über die Entrichtung der Beitragszahlungen an Lebensversicherungen undzweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Beitragszahlungen werden im laufenden Ergebnis erfasst.Passiver RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Vorauszahlungen von Kunden auf in zukünftigen Perioden zu erbringende Wartungsleistungen.Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt in der Periode, in der die Leistung erbracht wird.Neue nicht vorzeitig von der Software AG angewandte RechnungslegungsvorschriftenDas IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung jedoch nochnicht verpflichtend ist und die von der Software AG auch nicht vorzeitig für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 angewandt wurden. DieAnwendung dieser IFRS setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (Endorsement) durch die EU angenommen werden.Änderung des IFRS 3 im Hinblick auf Unternehmenszusammenschlüsse sowie Änderungen des IAS 27 „Konzern- und separate Einzelabschlüssenach IFRS“.Nach dem im Januar 2008 vom IASB veröffentlichten IFRS 3 (2008) und des IAS 27 wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssenneu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Erfassung von sukzessivenUnternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach den neuen Regelnkann die Bewertung von Minderheitsanteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum anteiligen beizulegendenZeitwert des identifizierbaren Nettovermögens erfolgen. Anpassungen bedingter Kaufpreisbestandteile sind erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkostensind zukünftig direkt aufwandswirksam zu erfassen.Transaktionen, bei denen die Beteiligungsquote ohne einen Beherrschungsverlust herabgesetzt wird, sind erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionzu erfassen. Im Falle eines Beherrschungsverlusts sind die verbleibenden Anteile im Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegendenZeitwert zu bewerten. Nach den neuen Regelungen kann es durch die unbegrenzte beteiligungsproportionale Zurechnung von Verlusten beiden Minderheitsanteilen zu einem Ausweis von Negativsalden kommen.IAS 27 (revised) führt zu Änderungen des IAS 21. Danach werden Abgänge oder Teilabgänge eines ausländischen Geschäftsbetriebs enger definiertals bisher. Lediglich eine Veräußerung oder ein Kontrollverlust qualifizieren nach dem neuen Standard als Abgang bzw. Teilabgang. Bisher qualifiziertenauch (Teil-)Rückzahlungen des Nettoinvestments als Abgang. Dementsprechend sind bei Rückzahlungen in Zukunft erfolgsneutral imEigenkapital erfasste kumulative Umrechungsdifferenzen nicht mehr ergebniswirksam zu vereinnahmen (siehe Textziffer 10 für die Auswirkungenvon in 2009 ergebniswirksam vereinnahmten Umrechungsdifferenzen in Folge von Kapitalrückzahlungen). Da die Software AG die neuen Fassungendes IFRS 3 und IAS 27 nicht vorzeitig anwendet, sind die daraus resultierenden Änderungen des IAS 21 erstmalig für das Geschäftsjahr 2010 zuberücksichtigen.Das IASB und das IFRIC haben darüber hinaus eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die zum 31. Dezember 2009 noch nicht anzuwendenwaren. Aus diesen Änderungen erwartet die Software AG jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.4_ UNTERNEHMENSERWERBEIm Geschäftjahr 2009 hat die Software AG durch den Erwerb von Anteilen die Beherrschung über die folgenden Unternehmen sowie deren Tochterunternehmenerlangt:Unternehmen und GeschäftsfelderBilanzierter Beteiligungsprozentsatzzum 31.12.2009in %itCampus Software- und Systemhaus GmbH, Leipzig (itCampus)Anbieter von Software- und Kommunikationslösungen für die WirtschaftsbereicheCall Center, Energie, Medizin und Öffentliche Verwaltung*100Teconomic AG, Freienbach, Schweiz (Teconomic)Beratungs- und Lösungsgeschäft im europäischen Finanzmarkt100SAG Beteiligungs GmbHAnkauf, Management, Verwaltung und Verkauf von Unternehmen100IDS Scheer AG, Saarbrücken (IDS Scheer)Software- und Beratungshaus; Entwicklung von Lösungen für die Geschäftsprozessanalyse (Business Process Analysis – „BPA“)91Erwerbs-/Erstkonsolidierungszeitpunkt02.03.200901.07.200909.07.200920.08.2009* Zum 31. Dezember 2009 hielt die Software AG 51 Prozent der Anteile der itCampus. Aufgrund der Regelung des IAS 32 in Verbindung mit IFRS 3 ist jedoch bilanziell eine Beteiligungsquote von 100 Prozent anzunehmen.92Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Allgemeine GrundsätzeDie Ergebnisse der erworbenen Unternehmen sind ab dem jeweiligen Erwerbszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechung enthalten.Anders als der Erwerb von IDS Scheer waren die Unternehmenserwerbe der itCampus und der Teconomic sowohl einzeln als auch insgesamtvon untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns der Software AG.Angaben zu den Akquisitionen von für die Software AG untergeordneter BedeutungDie Kaufpreise aller Akquisitionen (ohne Berücksichtigung des Erwerbs der IDS Scheer) wurden bis auf die noch nicht fälligen bedingten Kaufpreiszahlungen(„Earn-Outs“) in Höhe von 480 TEUR sowie die Verbindlichkeiten aus bilanzierten Put-Optionen in Höhe von 3.919 TEUR bar beglichen undbetrugen nach Abzug der erworbenen Barmittel 9.363 TEUR. Es entstanden keine wesentlichen direkt zurechenbaren Kosten im Rahmen der Erwerbe.Die folgende Tabelle zeigt die vorläufige Zuordnung des Kaufpreises zu den erworbenen Netto-Vermögensgegenständen.in TEURZahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteVorräteForderungen aus Lieferungen und LeistungenÜbrige Forderungen und sonstige VermögensgegenständeRechnungsabgrenzungspostenImmaterielle VermögensgegenständeGeschäfts- und FirmenwertSachanlagenFinanzanlagenAktive latente SteuernAktivaFinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSonstige VerbindlichkeitenSonstige RückstellungenRechnungsabgrenzungspostenPassive latente SteuernPassivaSaldo erworbener Vermögenswerte und SchuldenZahlung an die GesellschafterZahlung an die Gesellschaft zwecks KapitalerhöhungOffene KaufpreiszahlungKaufpreiszahlung gesamtErworbene Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteNetto-KaufpreisBuchwertvor Erwerb1.7554311.51640679977643619504.9912.2418011.9752822605.325– 3340--Anpassung anden beizulegendenZeitwert000003.0599.429005112.53900023108561.08711.4520--Eröffnungsbilanzwert1.7554311.516406793.1569.5054361955117.5302.2418011.975513268566.41211.1183.6193.1004.39911.1181.7559.3633 |Die im Rahmen dieser Akquisitionen aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte wurden vollständig dem Segment webMethods zugeordnet.Der auf diese Akquisitionen entfallende Anteil des Software AG-Konzernumsatzes sowie Konzernüberschusses – seit dem Erwerbszeitpunkt –lässt sich aufgrund konzerninterner Unternehmensverschmelzungen nicht genau ermitteln, ist jedoch für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagedes Gesamtkonzerns von untergeordneter Bedeutung.Erwerb der IDS Scheer AGDie IDS Scheer-Gruppe ist ein weltweit tätiges Software- und Beratungshaus. Sie erzielt ihren Umsatz aus der Lizenzierung und Wartung vontechnologisch führenden Softwarelösungen und durch eine branchenspezifische methodengestützte Beratung.Kerngeschäftsfeld ist die Entwicklung von Lösungen für die Geschäftsprozessanalyse (Business Process Analysis – "BPA" auf Basis der "ARIS Platformfor Process Excellence"). BPA ist ein Teilbereich im Bereich des Geschäftsprozessmanagements (Business Process Management – "BPM").Daneben bietet die IDS Scheer-Gruppe eine branchenspezifische methodengestützte Beratung und die systemseitige Realisierung, den Betriebund die Wartung der Softwarelösungen an. Mit dem Ansatz "Business Process Excellence" unterstützt die IDS Scheer-Gruppe ihre Kunden überden gesamten Prozess-Lebenszyklus – von der strategischen Prozessberatung über Leistungen für Design und Implementierung bis hin zur Steuerungder Geschäftsprozesse im laufenden Betrieb.Software AG Geschäftsbericht 2009 93


03_ Konzernanhang | Allgemeine GrundsätzeBis zum 31. Dezember 2009 hat die Software AG bzw. die SAG Beteiligungs GmbH (eine hundertprozentige Tochter der Software AG) 91,01 Prozentder Anteile an der IDS Scheer AG erworben. Der Erwerb von 70,05 Prozent (22.605.445 Aktien) erfolgte im Rahmen eines am 17. August 2009veröffentlichten Übernahmeangebots zum Erwerb der Anteile zu einem Preis von 15 Euro je Aktie. Darüber hinaus wurden durch Aktienerwerbeaußerhalb des Übernahmeangebots weitere 20,96 Prozent (6.764.859 Aktien) erworben.Das zum 20. August 2009 (dem Erstkonsolidierungszeitpunkt) bestehende Übernahmeangebot stellte für die Aktionäre der IDS Scheer eine Put-Option zum Verkauf ihrer Anteile für einen Preis von 15 Euro je Aktie dar. Dies führte gemäß IAS 32 in Verbindung mit IFRS 3 zu dem Ansatz einerVerbindlichkeit in Höhe von 405,3 Mio. Euro (27.021.580 Aktien multipliziert mit 15 Euro) welche als kaufpreiserhöhend berücksichtigt wurden.Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Kaufpreises für 100 Prozent der Anteile am 20. August 2009 sowie die Entwicklungdes Kaufpreises zwischen dem Erstkonsolidierungszeitpunkt und dem 31. Dezember 2009:in TEURKosten für außerhalb des Übernahmeangebots vor dem 20. August 2009 erworbene 4.665.000 AktienMarktwert der zum 20. August 2009 bestehenden Verbindlichkeit aufgrund der Put-Option gegenüber AnteilseignernDirekt zurechenbare TransaktionsnebenkostenSumme zum 20.08.200969.845405.3245.201480.370Abzüglich erworbene BarmittelNetto-Kaufpreisverpflichtung– 120.328360.042Effekt aus dem Auslaufen des Übernahmeangebots abzüglich der im Rahmen des Übernahmeangebots erhaltenen AktienVeränderung der zurechenbaren TransaktionskostenKosten für außerhalb des Übernahmeangebots nach dem 20. August 2009 erworbene AktienSumme zum 31.12.2009– 66.242– 53931.888445.477Abzüglich der zum 20.08.2009 erworbenen BarmittelAbzüglich der Kaufpreiszahlungen an IDS Scheer für von IDS Scheer selbst gehaltene AktienAbzüglich der Zahlungen von Mitarbeitern an die IDS Scheer für im Rahmen von Mitarbeiteroptionsprogrammenneu geschaffene Aktien im Zeitraum zwischen dem 20.08. und dem 31.12.2009Netto-Kaufpreis– 120.328– 7.087– 440317.622Der Netto-Kaufpreis enthält 2.226 TEUR noch nicht bezahlte direkt zurechenbare Transaktionsnebenkosten.94Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Allgemeine GrundsätzeDie folgende Tabelle zeigt die vorläufige Zuordnung des Kaufpreises gemäß IFRS 3.62 zu den erworbenen Netto-Vermögensgegenständen sowieeine Darstellung der Veränderungen bis zum 31. Dezember 2009. Diese Kaufpreiszuordnung wurde auf Basis vorläufiger Bewertungen erstellt.Aufgrund noch ausstehender Informationen und Prüfungen sind die Annahmen und Schätzungen noch nicht vollständig abgeschlossen.in TEURZahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteVorräteForderungen aus Lieferungen und LeistungenÜbrige Forderungen und sonstige VermögensgegenständeRechnungsabgrenzungspostenImmaterielle VermögensgegenständeGeschäfts- und FirmenwertSachanlagenFinanzanlagenAktive latente SteuernAktivaFinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSonstige VerbindlichkeitenSonstige RückstellungenRückstellungen für PensionenSteuerrückstellungenPassive latente SteuernRechnungsabgrenzungspostenPassivaSaldo erworbener Vermögenswerte und Schuldendavon auf Minderheiten entfallendKaufpreiszahlung gesamtAbzüglich erworbene Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteNetto-KaufpreiszahlungÜbersicht der Kaufpreisallokationzum 20.08.2009Buchwert Anpassung an EröffnungsvorErwerb den beizulegendenbilanzwertZeitwert120.3280 120.328138013893.735093.73516.012016.0126.24106.2412.398 110.524 112.92278.098 191.219 269.31721.83987522.714520528.557– 2.8685.689347.398 299.750 647.14833.001033.00122.532022.53223.4431.85125.29419.1851.90021.0857201.5742.2944.74204.74210.35236.57646.92815.358– 5.6709.688129.333 36.231 165.564218.065 263.519 481.584– 1.214480.369120.328360.041Veränderungenzum 31.12.2009Effekte Gesamtaufgrund vonAnteilsbesitzveränderungensowie TransaktionenderIDS Scheer miteigenen Aktien7.527 127.85513893.73516.0126.241112.922– 22.296 247.02122.714525.689– 14.769 632.37933.00122.53225.29421.0852.2944.74246.9289.688165.564– 14.769 466.815– 20.124 – 21.338– 34.893 445.4777.527 127.855– 42.420 317.6223 |Zwischen dem Erstkonsolidierungszeitpunkt und dem 31. Dezember 2009 kam es im Rahmen von Ausübungen von Mitarbeiteraktienoptionen zueiner Kapitalerhöhung bei der IDS Scheer. Dementsprechend erhöhten sich der Kaufpreis gegenüber dem 20. August 2009 um 1.713 TEUR und derGoodwill um 1.273 TEUR. Die Differenz entspricht dem Zahlungseingang aus der Ausübung der Mitarbeiteroptionen. Des Weiteren erhöhte sichder Goodwill um 7.087 TEUR aufgrund der im Rahmen des Übernahmeangebots durch IDS Scheer angedienten eigenen Aktien und reduzierte sichum 539 TEUR, da sich die direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten gegenüber dem 30. September 2009 reduziert haben.Dementsprechend resultiert aus dem Erwerb der IDS Scheer zum 31. Dezember 2009 ein Goodwill in Höhe von 247.021 TEUR. Dieser Goodwillwurde dem Segment „Enterprise Process Innovation“ zugeordnet. Die Bilanzierung des Goodwill resultiert aus der Tatsache, dass Synergien undMitarbeiterstamm keine separierbaren immateriellen Vermögenswerte im Sinne des IAS 38 darstellen.Seit dem Erwerbszeitpunkt trug die IDS Scheer-Gruppe zum Software AG-Konzernumsatz mit 126.463 TEUR sowie zum Software AG-Konzernüberschussmit -2.642 TEUR bei. Diese Zahlen berücksichtigen die Effekte aus der Amortisation der erworbenen immateriellen Vermögenswertesowie der Neubewertung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens.Bei einem Erwerbszeitpunkt aller Unternehmenserwerbe des Berichtszeitraums zum 1. Januar 2009 wären die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2009um ca. 219,9 Mio. Euro höher ausgefallen und hätten 1.067,3 Mio. Euro betragen. Der Konzernüberschuss des gleichen Zeitraums wäre um 2,2 Mio.Euro niedriger ausgewiesen worden und hätte insgesamt die Höhe von 138,6 Mio. Euro erreicht.Software AG Geschäftsbericht 2009 95


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG5_ UMSATZERLÖSEDie Lizenz- und Wartungsumsätze resultieren aus den Geschäftsbereichen wie folgt:in TEURLizenzenWartungProduktumsätzeETS2009139.816187.871327.6872008156.776173.805330.581webMethods2009 2008110.184 115.252109.708 93.254219.892 208.506Enterprise ProcessInnovation2009 200819.862013.025032.8870Gesamt2009 2008269.862 272.028310.604 267.059580.466 539.087DienstleistungserlöseIn den Erlösen aus Dienstleistungen sind Umsätze in Höhe von 57.995 TEUR (i. Vj.: 26.757 TEUR) enthalten, welche nach dem Leistungsfortschrittrealisiert wurden. Der Status der am 31. Dezember 2009 offenen nach Leistungsfortschritt realisierten Projekte stellt sich wie folgt dar:in TEURÜber die Projektlaufzeit (mehrjährig) kumulierte Kosten noch nicht abgerechneter AufträgeAusgewiesener Gewinn (+) / Verlust (–)Erhaltene AnzahlungenEinbehalte200974.40322.50171.1890200810.4653.4141.3310Zum 31. Dezember 2009 beträgt der aktivische Saldo aus offenen Projekten 25.715 TEUR (i.Vj.: 9.032 TEUR), der passivische Saldo beträgt2.885 TEUR (i.Vj.: 212 TEUR).6_ HERSTELLKOSTENDie Herstellkosten betragen 300.300 TEUR (i. Vj.: 205.119 TEUR). Sie enthalten vor allem Personalaufwendungen der Bereiche Kundensupportund Global Consulting Services sowie bezogene Leistungen im Service-Geschäft und Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerbenerworbene Technologien.7_ FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTENDie Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 82.166 TEUR (i. Vj.: 76.224 TEUR) enthalten überwiegend die Personalkosten des BereichesProduktentwicklung sowie die dazugehörigen IT-Aufwendungen.8_ VERTRIEBSKOSTENDie Vertriebskosten betragen 192.396 TEUR (i.Vj.: 177.119 TEUR). Sie enthalten neben den Personalkosten und Abschreibungen des Vertriebsbereichesüberwiegend Marketingaufwendungen.9_ ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTENDie allgemeinen Verwaltungskosten betragen 70.683 TEUR (i.Vj.: 65.083 TEUR). Sie enthalten Aufwendungen der Verwaltung, die weder derEntwicklung noch den Herstellkosten oder dem Vertrieb zugeordnet sind.10_ SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Positionen:in TEURWechselkursgewinneErträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzter VerbindlichkeitenSonstige Erträge200960.45615.6432.64878.747200840.4614.042644.509Die Position Wechselkursgewinne enthält die erfolgswirksame Realisierung von bisher erfolgsneutral behandelten Umrechnungsdifferenzen in Höhevon 40.271 TEUR. Die Position Wechselkursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (siehe Textziffer 11) enthält eine erfolgswirksameRealisierung von bisher erfolgsneutral behandelten Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 5.618 TEUR. Die erfolgswirksame Realisierung dieser bis-96Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnungher im Eigenkapital abgegrenzten Umrechnungsdifferenzen von netto 34.653 TEUR erfolgte aufgrund des Ausgleichs von konzerninternen Darlehen,die im Sinne des für die Software AG bis zum 31. Dezember 2009 anwendbaren IAS 21.49 als Teilabgang zu qualifizieren sind.11_ SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus folgenden Positionen:in TEURWechselkursverlusteRestrukturierungsaufwendungenRechtskostenWertberichtigungen auf ForderungenSonstige Aufwendungen200935.65211.220914014.63162.417200829.19204.7888.85418.19261.0263 |Die Wechselkursverluste enthalten etwa 6.800 TEUR Wechselkursverluste der venezulanischen Tochtergesellschaft. Diese resultieren im Wesentlichenaus der Verwendung des Parallelmarktkurses für die Umrechnung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in lokale Währung (VEB) inVerbindung mit der Verwendung des Parallelmarktkurses für die Umrechnung des Abschlusses der Tochtergesellschaft in die Konzernwährung(Euro). Die Umstellung von dem offiziellen Kurs auf den Parallelmarktkurs erfolgte im 4. Quartal 2009.Die Sonstigen Aufwendungen enthalten Aufwendungen in Höhe von 10.567 TEUR infolge der Verringerung des Geschäfts- oder Firmenwertsaufgrund der nachträglichen, im Geschäftsjahr 2009 erfolgswirksamen Berücksichtigung aktiver latenter Steueransprüche im Zusammenhangmit der webMethods-Akquisition in 2007. Diese Erhöhung der aktiven latenten Steuern resultiert aus der über Plan liegenden Nutzung dersteuerlichen Verlustvorträge der in 2007 erworbenen webMethods (siehe Textziffer 19). Diese Anpassung erfolgte im Sinne des IFRS 3, wie ihn dieSoftware AG bis zum 31. Dezember 2009 anwendete. Die Regelungen des neuen IFRS 3, wie ihn die Software AG ab 1. Januar 2010 anwendet,sehen eine ergebniswirksame Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwerts im Falle einer nachträglichen Anpassung der aktiven latentenSteueransprüche nach der Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung nicht mehr vor.12_ FINANZERGEBNISAufgrund der Akquisition der IDS Scheer AG erhöhte sich der Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Infolgedessen vermindertesich das Finanzergebnis um 3.763 TEUR und setzt sich wie folgt zusammen:in TEURFinanzertragFinanzaufwand20097.291– 16.176– 8.88520085.527– 10.649– 5.12213_ ERTRAGSTEUERNNach ihrer Herkunft gliedern sich die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Konzerns wie folgt:in TEURLaufende Steuern – InlandLaufende Steuern – Ausland2009– 33.075– 42.893– 75.9682008– 22.398– 48.007– 70.405Latente Steuern – InlandLatente Steuern – Ausland3.4926.93610.428– 65.5404.71310.91115.624– 54.781Im Inland gilt ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent. Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes sowiedes Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent zur Körperschaftsteuer ergibt sich für die inländischen Unternehmen ab 2008 ein Ertragsteuersatz von 30,8Prozent (2008: 30,7 Prozent). Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 10 Prozent und 41 Prozent (i.Vj.: zwischen 15 Prozent und 42 Prozent).Der Steueraufwand im Jahr 2009 ist infolge der verbesserten Ertragslage gegenüber dem Vorjahr um ca. 20 Prozent gestiegen.Software AG Geschäftsbericht 2009 97


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von -65.540 TEUR (i.Vj.: -54.781 TEUR) ist um 1.989 TEUR höher als der erwarteteErtragsteueraufwand in Höhe von -63.551 TEUR (i.Vj.: -52.387 TEUR), der sich bei Anwendung des gültigen inländischen Steuersatzes von 30,8Prozent (i.Vj.: 30,7 Prozent) auf Konzernebene ergibt. Der effektive Steuersatz im Konzern beträgt 31,76 Prozent (i.Vj.: 32,10 Prozent). Der Unterschiedzwischen erwartetem und tatsächlichem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:in TEURErgebnis vor ErtragsteuernErwartete Ertragsteuern (30,8%; 30,7 %)Unterschied zu ausländischen Steuersätzen und Änderung von SteuersätzenSteuererstattungen (+) / Steuernachzahlungen (–) für VorjahreSteuerminderungen (+) / Steuermehrungen (–) aufgrund steuerfreier Erträge bzw. steuerlich nicht abzugsfähiger AufwendungenNutzung steuerlicher Verlustvorträge und Wertberichtigungen aktiver latenter SteuernSonstige AbweichungenAusgewiesener Ertragsteueraufwand2009206.335– 63.551– 2.695129– 6.9089.245– 1.760– 65.5402008170.641– 52.387– 3.868– 354– 4.1025.491439– 54.78114_ SONSTIGE STEUERNDie sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Grundsteuern, Kfz-Steuern sowie sonstige indirekte Steuern.15_ PERSONALAUFWANDIm Geschäftsjahr 2009 und im Vorjahr setzten sich die Personalaufwendungen wie folgt zusammen:in TEURLöhne und GehälterSoziale AbgabenAufwendungen für Altersversorgung2009337.34644.0909.530390.9662008271.87826.9886.777305.643Im Geschäftsjahr 2009 betrug die durchschnittliche effektive Mitarbeiterzahl (d.h. Teilzeitkräfte werden nur anteilig berücksichtigt) nach Tätigkeitsbereichen:Wartung und ServiceVertrieb und MarketingForschung und EntwicklungVerwaltung31.12.20092.2328677346514.48431.12.20081.5857206325243.461Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 waren absolut (d.h. Teilzeitkräfte werden voll erfasst) 6.170 Mitarbeiter (i.Vj.: 3.606) im Konzern beschäftigt.16_ ERGEBNIS JE AKTIEDas Ergebnis je Aktie errechnete sich durch Division des den Aktionären der Software AG zurechenbaren Periodenergebnisses durch die durchschnittlichgewichtete Anzahl der im Berichtszeitraum ausgegebenen Aktien. Die Software AG hat ausschließlich Stammaktien emittiert. ImGeschäftsjahr 2009 lag die durchschnittlich gewichtete Anzahl bei 28.681.849 (i.Vj.: 28.599.020) Stück.Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 69.568 (i.Vj.: 99.387) Aktienoptionen ausgeübt.Demgemäß erhöhte sich die Aktienanzahl um 69.568. Aus dem 2. Aktienoptionsprogramm können im Geschäftsjahr 2010 weitere 7.691 Aktienoptionenausgeübt werden. Daher wurde im Jahresabschluss für diese potenziellen Aktien mittels der Treasury-Stock-Methode ein verwässertesErgebnis je Aktie ermittelt. Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Software AG zurechenbarenPeriodenergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der bisher emittierten Aktien zuzüglich der durchschnittlich gewichtetenAnzahl der ausübbaren Aktienoptionen.98Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur konzernbilanzERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ17_ FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENDiese Position setzt sich wie folgt zusammen:in TEURForderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit < 1 JahrNoch nicht fakturierte Leistungen < 1 JahrForderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit > 1 JahrNoch nicht fakturierte Leistungen > 1 Jahr31.12.2009252.53177.934330.4657.3844.043341.89231.12.2008196.81650.435247.25112.7444.464264.45931.12.2007169.47139.840209.31110.4065.298225.015Folgende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum Bilanzstichtag noch nicht fällig bzw. überfällig:3 |in TEURBuchwertdavon zum Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfälligdavon zum Bilanzstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig1 bis 3 Monate4 bis 6 Monate7 bis 12 Monate> 12 Monate31.12.2009341.892244.62660.17626.11110.44053931.12.2008264.459199.27543.05919.3722.753031.12.2007225.015166.15941.07811.4196.3590Wertberichtigungen werden in einer Vielzahl von Ländern direkt gegen das Forderungskonto gebucht.18_ ÜBRIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEDie übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Sicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit demManagement-Incentive-Plan in Höhe von 22.524 TEUR (i.Vj.: 7.674). Des Weiteren enthält die Position Forderungen gegen Finanzbehördensowie Mietkautionen.19_ IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE GESCHÄFTS-ODER FIRMENWERTEEntwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Geschäfts- oder Firmenwertezum 31. Dezember 2009in TEURAnschaffungskostenStand zum 01.01.2009WährungsumrechnungsdifferenzZugänge aus AkquisitionenZugängeAbgängeStand zum 31.12.2009GeschäftsoderFirmenwerte444.572– 6.130256.5270– 10.567684.402ImmaterielleVermögensgegenstände186.702– 5.836116.0945.853– 2.651300.162Summe631.274– 11.966372.6215.853– 13.218984.564Kumulierte WertberichtigungenStand zum 01.01.2009WährungsumrechnungsdifferenzZugängeAbgängeStand zum 31.12.2009– 1.896-400– 1.900– 35.7712.101– 30.9301.005– 63.595– 37.6672.097– 30.9301.005– 65.495Restbuchwerte zum 01.01.2009442.676150.931593.607Restbuchwerte zum 31.12.2009682.502236.567919.069Software AG Geschäftsbericht 2009 99


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur konzernbilanzEntwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Geschäfts- oder Firmenwertezum 31. Dezember 2008in TEURAnschaffungskostenStand zum 01.01.2008WährungsumrechnungsdifferenzZugänge aus AkquisitionenZugängeAbgängeStand zum 31.12.2008GeschäftsoderFirmenwerte433.49211.1560341– 417444.572ImmaterielleVermögensgegenstände177.9266.81818.5494.694– 21.285186.702Summe611.41817.97418.5495.035– 21.702631.274Kumulierte WertberichtigungenStand zum 01.01.2008WährungsumrechnungsdifferenzZugängeAbgängeStand zum 31.12.2008– 1.896000– 1.896– 38.661– 803– 16.69120.384– 35.771– 40.557– 803– 16.69120.384– 37.667Restbuchwerte zum 01.01.2008431.596139.265570.861Restbuchwerte zum 31.12.2008442.676150.931593.607Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Geschäfts- oder Firmenwertezum 31. Dezember 2007in TEURAnschaffungskostenStand zum 01.01.2007WährungsumrechnungsdifferenzZugänge aus AkquisitionenZugängeAbgängeStand zum 31.12.2007GeschäftsoderFirmenwerte189.843– 15.709261.138100– 1.880433.492ImmaterielleVermögensgegenstände35.891– 13.232154.2601.283– 276177.926Summe225.734– 28.941415.3981.383– 2.156611.418Kumulierte WertberichtigungenStand zum 01.01.2007WährungsumrechnungsdifferenzZugängeAbgängeStand zum 31.12.2007– 1.896000– 1.896– 31.1971.143– 8.887280– 38.661– 33.0931.143– 8.887280– 40.557Restbuchwerte zum 01.01.2007187.9474.694192.641Restbuchwerte zum 31.12.2007431.596139.265570.861Die Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 682.502 TEUR erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2008 um insgesamt239.826 TEUR. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den Zugängen im Rahmen von Akquisitionen (siehe Erläuterungen unter Textziffer 4).Die Abgänge in Höhe von 10.567 TEUR bei den Geschäfts- oder Firmenwerten im Geschäftsjahr 2009 resultieren aus der Aktivierung latenter Steuernauf steuerliche Verlustvorträge und der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge, die im Rahmen des Erwerbs von webMethods in 2007 in den Konzerneingeflossen sind und zum damaligen Zeitpunkt als nicht werthaltig angesehen wurden. Auf Basis einer Analyse wurde in 2009 festgestellt, dassin der nahen Zukunft wahrscheinlich diese bislang nicht aktivierten Verlustvorträge genutzt werden können und entsprechend latente Steuern zuaktivieren waren. Dementsprechend wurde der Buchwert gemäß IFRS 3.65 in Verbindung mit IAS 12.68 um 10.567 TEUR angepasst (siehe hierzuauch Textziffer 11 und Textziffer 22).100Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur konzernbilanzDer Geschäfts- oder Firmenwert sowie die Immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf mögliche Wertminderungenüberprüft. Dabei wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher einem Geschäfts- oder Firmenwertbeziehungsweise einem immateriellen Vermögenswert zugeordnet ist, mit seinem erzielbaren Betrag verglichen. Im Rahmen der Überprüfungwird der erzielbare Betrag regelmäßig unter dem Gesichtspunkt des Nutzungswertes betrachtet.Der Nutzungswert resultiert aus den diskontierten Zahlungsströmen, die basierend auf den vom Management genehmigten strategischenFinanzplänen ermittelt wurden. In diese Planung fließen die Erfahrungen aus der Vergangenheit, Erkenntnisse über aktuelle operative Ergebnissesowie Schätzungen des Managements über zukünftige Entwicklungen ein. Insbesondere die Schätzungen des Managements über zukünftigeEntwicklungen wie z.B. die Umsatzentwicklung auf Länderebene sind mit Unsicherheit behaftet. Für die Segmente ETS und webMethodswurde eine Drei-Jahresplanung und für das Segment IDS eine Fünf-Jahresplanung zugrunde gelegt. Die Prognosen berücksichtigen Erfahrungswerteaus der Vergangenheit und Einschätzungen über künftige Entwicklungen.Die prognostizierten Cashflows für das Segment ETS wurden zum 31. Dezember 2009 mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten(WACC) vor Steuern von 11,1 Prozent abgezinst. Für webMethods wurde mit gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) vor Steuernvon 10,9 Prozent gerechnet.3 |Für die Segmente ETS und webMethods übersteigen selbst bei einer Verwendung einer Wachstumsrate von 0 Prozent die errechneten Nutzungswertedie Buchwerte. Dementsprechend wurde auf eine Berechnung mit realistischen Wachstumsraten verzichtet.Für den Impairmenttest des Segments IDS wurden ein WACC vor Steuern von 11,4 Prozent und eine langfristige Wachstumsrate von 1,0 Prozentunterstellt. Auf dieser Basis wurden die erzielbaren Nutzungswerte höher als die Buchwerte eingeschätzt.Würde man einen WACC vor Steuern von 11,8 Prozent (statt 11,4 Prozent) und unverändert eine Wachstumsrate von 1,0 Prozent unterstellen,wäre der Nutzungswert gleich dem Buchwert.Bei einer unterstellten langfristigen Wachstumsrate von 0,6 Prozent (statt 1,0 Prozent) und einem gegenüber dem Impairmenttest unverändertenWACC (11,4 Prozent) würde der Nutzungswert ebenfalls dem Buchwert entsprechen.Die Immateriellen Vermögensgegenstände setzten sich im Wesentlichen aus im Rahmen der Akquisitionen erworbenen Software, Kundenstämmenund Markennamen zusammen.Für den Abschluss sind dabei insbesondere die folgenden Immateriellen Vermögensgegenstände mit begrenzter Nutzungsdauer von Bedeutung:in TEURIm Rahmen der webMethods-Akquisition erworbener KundenstammIm Rahmen der webMethods-Akquisition erworbene Software (Rechte und Lizenzen)Im Rahmen der IDS-Akquisition erworbene Software (Rechte und Lizenzen)Im Rahmen der IDS-Akquisition erworbener KundenstammBuchwert zum31.12.200946.97330.79043.50424.918Buchwert zum31.12.200853.25738.922––VerbleibenderAbschreibungszeitraumin Jahren10,04,45,77,7Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2009 die folgenden Immateriellen Vermögensgegenstände mit unbegrenzter Nutzungsdauer.in TEURIm Rahmen der webMethods-Akquisition erworbener Markenname („webMethods”),Segment: webMethodsIm Rahmen der IDS-Akquisition erworbener Markenname („Aris”),Segment: Enterprise Process InnovationIm Rahmen der IDS-Akquisition erworbener Markenname („IDS Scheer”),Segment: Enterprise Process InnovationBuchwert zum31.12.200917.35517.9008.800Buchwert zum31.12.200817.888––Grund für die Annahme einerunbegrenzten NutzungsdauerDie Marke soll auf unbestimmte Zeitgeführt und weiter aufgebaut werdenDie Marke soll auf unbestimmte Zeitgeführt und weiter aufgebaut werdenDie Marke soll auf unbestimmte Zeitgeführt und weiter aufgebaut werdenSoftware AG Geschäftsbericht 2009 101


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur konzernbilanzDie Markennamen unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Die Veränderung des Buchwerts resultiert aus Währungseffekten.Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde wie folgt auf die Segmente aufgeteilt:in TEURSegmentETSwebMethodsEnterprise Process Innovation31.12.2009229.608205.873247.021682.50231.12.2008231.674211.0020442.676Die Segmente stellen die kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Konzern dar.20_ SACHANLAGENEntwicklung des Sachanlagevermögens zum 31. Dezember 2009in TEURAnschaffungskostenStand zum 01.01.2009WährungsumrechnungsdifferenzZugänge aus AkquisitionenZugängeAbgängeStand zum 31.12.2009GrundstückeundGebäude53.201– 22017.703650– 2.13369.201Betriebs- undGeschäftsausstattung43.258– 7545.4146.947– 11.40443.461Summe96.459– 97423.1177.597– 13.537112.662Kumulierte WertberichtigungenStand zum 01.01.2009WährungsumrechnungsdifferenzZugängeAbgängeStand zum 31.12.2009– 20.042141– 1.9492.069– 19.781– 29.429417– 6.2729.467– 25.817– 49.471558– 8.22111.536– 45.598Restbuchwerte zum 01.01.200933.15913.82946.988Restbuchwerte zum 31.12.200949.42017.64467.064102Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur konzernbilanzEntwicklung des Sachanlagevermögens zum 31. Dezember 2008in TEURAnschaffungskostenStand zum 01.01.2008WährungsumrechnungsdifferenzZugänge aus AkquisitionenZugängeAbgängeStand zum 31.12.2008GrundstückeundGebäude53.352– 6701.186– 1.27053.201Betriebs- undGeschäftsausstattung46.021– 53102.455– 4.68743.258Summe99.373– 59803.641– 5.95796.459Kumulierte WertberichtigungenStand zum 01.01.2008WährungsumrechnungsdifferenzZugängeAbgängeStand zum 31.12.2008– 18.164130– 3.6361.628– 20.042– 31.362379– 5.2116.765– 29.429– 49.526509– 8.8478.393– 49.4713 |Restbuchwerte zum 01.01.200835.18814.65949.847Restbuchwerte zum 31.12.200833.15913.82946.988Entwicklung des Sachanlagevermögens zum 31. Dezember 2007in TEURAnschaffungskostenStand zum 01.01.2007WährungsumrechnungsdifferenzZugänge aus AkquisitionenZugängeAbgängeStand zum 31.12.2007GrundstückeundGebäude51.252– 1.1185.8111.352– 3.94553.352Betriebs- undGeschäftsausstattung42.589– 2.2275.2834.475– 4.09946.021Summe93.841– 3.34511.0945.827– 8.04499.373Kumulierte WertberichtigungenStand zum 01.01.2007WährungsumrechnungsdifferenzZugängeAbgängeStand zum 31.12.2007– 17.981363– 993447– 18.164– 31.4571.837– 5.2603.518– 31.362– 49.4382.200– 6.253– 3.965– 49.526Restbuchwerte zum 01.01.200733.27111.13244.403Restbuchwerte zum 31.12.200735.18814.65949.847Die Grundstücke und Gebäude befinden sich im Wesentlichen im Anlagevermögen des Mutterunternehmens, der spanischen Tochtergesellschaftsowie der IDS Scheer in Saarbrücken. Dabei handelt es sich jeweils um die zentralen Verwaltungsgebäude der Gesellschaften.Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet im Wesentlichen Büromöbel und EDV-Equipment. Die Investitionen in Höhe von 6.947 TEURbestehen überwiegend aus der Ersatzbeschaffung von EDV-Equipment.21_ FINANZANLAGENDie Finanzanlagen beziehen sich im Wesentlichen auf Sicherheitsleistungen im Rahmen von langfristigen Kundenaufträgen sowie auf Mietkautionenund Anlagen zur Sicherung langfristiger Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter.Software AG Geschäftsbericht 2009 103


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur konzernbilanz22_ AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERNDie aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich vor Saldierung zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:in TEURImmaterielle VermögenswerteSonstige VerpflichtungenForderungen und finanzielle VermögenswerteSachanlagenPensionsverpflichtungenRechnungsabgrenzungSteuerliche VerlustvorträgeSaldierungBilanzausweis VorjahrSaldierungBilanzausweisAktive latente Steuern31.12.2009 31.12.200814.830 18.19620.168 16.3985.482 8.2521.268 6535.059 2.4615.845 11.24517.719 13.263– 3.74066.728– 45.288 – 51.03525.083 15.693Passive latente Steuern31.12.2009 31.12.200872.296 47.2285.173 1.75422.468 11.3634.646 2.984253 4337.163 13.749--– 3.74073.771– 45.288 – 51.03566.711 22.736Die aktiven und passiven latenten Steuern weichen aufgrund der geänderten Darstellung gegenüber dem Vorjahr ab. Dies resultiert aus der erstmaligenSaldierung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern, sofern sie sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der selben Steuerbehördeerhoben werden und ein Anspruch auf Verrechnung eines tatsächlichen Steuererstattungsanspruchs mit einer tatsächlichen Steuerschuld besteht.Auf eine Darstellung der Vergleichszahlen für 2007 wurde verzichtet, da die Angaben für 2007 in der aktuellen Gliederung nur mit wirtschaftlichnicht vertretbarem Aufwand möglich gewesen wären.Beim Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz wird nicht zwischen kurz- und langfristig unterschieden.Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 4.456 TEUR gestiegen. Die Veränderung erklärtsich aus dem Verbrauch von Verlustvorträgen infolge des positiven Geschäftsverlaufs, durch die Übernahme aus der Konsolidierung des IDS Scheer-Konzerns und insbesondere durch Nachaktivierungen und Nutzung von Verlustvorträgen in Höhe von insgesamt 10.567 TEUR, die im Zuge vonAkquisitionen erworben worden sind (vgl. Textziffer 19).Zum 31. Dezember 2009 bestehen im Konzernkreis noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 155.541 TEUR (i.Vj.: 138.922 TEUR),für die keine latenten Steueransprüche angesetzt worden sind. Von den Verlustvorträgen, auf die keine latenten Steuern gebildet worden sind,verfallen 34.757 TEUR im Zeitraum von 2010 bis 2020, 95.838 TEUR im Zeitraum von 2021 bis 2030 und 24.946 TEUR sind unbegrenzt nutzbar.Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von2.600 TEUR (i. Vj.: 1.331 TEUR), auf welche aufgrund von IAS 12.39 keine latenten Steuern passiviert worden sind, da weder Veräußerungennoch Gewinnausschüttungen geplant sind.Im Geschäftsjahr 2009 entfallen latente Steuern in Höhe von insgesamt 2.107 TEUR (i.Vj.: 3.538 TEUR) auf Posten, die direkt mit dem Eigenkapitalverrechnet worden sind. Die Beträge resultieren im Wesentlichen aus der erfolgsneutralen Berücksichtigung der versicherungsmathematischenGewinne/Verluste bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen sowie der erfolgsneutralen Behandlung von Finanzinstrumenten.23_ FINANZVERBINDLICHKEITENDie Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:in TEURKurzfristige FinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenSonstige FinanzschuldenWechselverbindlichkeitenFinanzierungsleasingverbindlichkeitenSonstige kurzfristige FinanzverbindlichkeitenLangfristige FinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenSonstige FinanzschuldenFinanzierungsleasingverbindlichkeitenSonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten31.12.2009192.3884.9201.0251776198.516239.24151.96610697291.41031.12.200859.78201.5699061.360105.7710070105.84131.12.200744.84901.77132046.652167.647010167.648104Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | erläuterungen zur konzernbilanzZum Abschlussstichtag bestanden folgende Fristen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden:in TEURDarlehen mit variabler VerzinsungDarlehen mit Festzinsvereinbarungbis zu 1 Jahr173.77223.536197.308> 1 Jahr191.78399.424291.207Darlehen in Höhe von 4.428 TEUR sind durch Grundpfandrechte gesichert.Die Marktwerte der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen den Buchwerten. Die Marktwerte der Verbindlichkeitenmit fester Zinsvereinbarung betragen 123.291 TEUR. Diese wurden durch Abzinsung der künftigen Zahlungsströme mit aktuellen Marktzinssätzen ermittelt.24_ VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:3 |in TEURKurzfristige FinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber LieferantenErhaltene Anzahlungen auf BestellungenLangfristige VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber Lieferanten31.12.200959.1452.88562.03026031.12.200834.6881.13635.8246831.12.200728.6202.68031.3006425_ SONSTIGE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf die folgenden Positionen:in TEURSonstige kurzfristige VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus SteuernVerbindlichkeiten gegenüber MitarbeiternVerbindlichkeiten im Rahmen der sozialen SicherheitAusstehende Kaufpreiszahlungen (Akquisitionen)Abgegrenzte zukünftige MietzahlungenÜbrigeSonstige langfristige VerbindlichkeitenAusstehende Kaufpreiszahlungen (Akquisitionen)Abgegrenzte zukünftige MietzahlungenVerbindlichkeiten gegenüber MitarbeiternVerbindlichkeiten im Rahmen der sozialen SicherheitVerbindlichkeiten aus SteuernÜbrige31.12.200924.82726.9555.8993.9202.6528.84873.101493015013322891.06731.12.200820.08414.1123.30602.9624.68745.151002141622037831.12.200715.52015.6846.59021.1912.4192.79564.19902.50117114621462.96626_ SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENin TEURStand 01.01.2009WährungsumrechnungZugang aus AkquisitionenZuführungInanspruchnahmeAuflösungStand 31.12.2009Davon mit einer Restlaufzeit > 1 JahrSonstige personalbezogeneRückstellungen34.62615614.13428.928– 20.527– 1.48755.8301.452Restrukturierungsrückstellungen67809761.500– 625– 6411.88814ÜbrigeSonstigeRückstellungen47.6662406.18040.543– 23.784– 8.62062.22526.082SonstigeRückstellungengesamt82.97039621.29070.971– 44.936– 10.748119.94327.548Software AG Geschäftsbericht 2009 105


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur konzernbilanzÜbrige sonstige RückstellungenDie übrigen sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:in TEURTantiemeVerpflichtungen aus aktienkursabhängigem VergütungsprogrammMietverpflichtungenDrohverluste GCS-ProjekteSonstige SteuernRückbauverpflichtungenÜbrige31.12.200924.86310.8747.2423.8581.8971.15612.33562.22531.12.200814.3722.0627.8291.5931.12997919.70247.66631.12.200711.1511.4715.1521.9846037462.26123.368Die Position Übrige beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten sowie der Abschlussprüfung.27_ RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENin TEURRückstellungen für Pensionen AuslandRückstellungen für Pensionen InlandRückstellungen für unwesentliche leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen31.12.200916.18512.63274529.56231.12.20088.3517.51178816.65031.12.20078.9128.317017.229Die Konzernbilanz enthält per 31. Dezember 2009, 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 folgende Positionen in Bezug auf die wesentlichenleistungsorientierten Pensionspläne:in TEURAnwartschaftsbarwerte vollständig kapitalgedecktAnwartschaftsbarwerte teilweise kapitalgedecktAnwartschaftsbarwerte ohne KapitaldeckungBarwerte des FondsvermögensNettobilanzwertedavon Pensionsrückstellungendavon Vermögenswerte31.12.20094.93259.7412.88867.561– 39.16628.39528.81742331.12.20083.88734.5571.48339.927– 24.08715.84015.8622231.12.200740.6758.3661.55650.597– 33.36817.22917.2290Bei den Pensionszusagen in Deutschland handelt es sich um fixe Zusagen an einen ausgewählten Personenkreis. Ein Teil dieser Zusagen istdurch Rückdeckungs-Lebensversicherungen abgesichert.Der Großteil der ausländischen Pensionszusagen resultiert aus einem leistungsorientierten Pensionsplan der Software AG (UK) Limited, Großbritannien.Die Zusagen umfassen Leistungen für Mitarbeiter für den Ruhestand sowie für deren Angehörige im Todesfall des Mitarbeiters in der aktiven Zeit.Sowohl die Pensionszusagen aus dem Plan der Software AG (UK) Limited als auch die Pensionszusagen der weiteren ausländischen Tochtergesellschaftensind teilweise durch Fondsvermögen gedeckt.Der versicherungsmathematischen Berechnung der Anwartschaftsbarwerte liegen folgende Annahmen (gewichteter Durchschnitt) zugrunde:Parameter in %RechnungszinsEntgelt-TrendRenten-TrendErwartete Verzinsung des FondsvermögensInländische Pläne2009 20085,3 6,02,0 0,02,0 1,94,4 4,520075,30,01,74,5Ausländische Pläne2009 20085,1 5,74,9 4,43,0 2,25,6 5,820075,64,92,96,4Die zur Diskontierung verwendeten Rechnungszinssätze wurden von Zinssätzen hochwertiger Anleihen mit vergleichbaren Laufzeiten abgeleitet.106Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | erläuterungen zur konzernbilanzDie ausländischen Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung landesspezifischer Rechnungsgrundlagen und Parameter ermittelt.Da im Inland zur Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen ausschließlich Lebensversicherungen eingesetzt werden, entspricht die erwarteteVerzinsung des Fondsvermögens der von der Versicherungsgesellschaft genannten Mindestverzinsung.Die erwartete Rendite des Fondsvermögens der ausländischen Pläne wurde als erwartete gewogene Durchschnittsrendite der Anlagenklassenermittelt. Die erwarteten Renditen der einzelnen Anlageklassen wurden aus den jeweiligen Kapitalmarktverhältnissen abgeleitet.Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes und des Fondsvermögens stellen sich wie folgt dar:in TEURVeränderungen des AnwartschaftsbarwertesAnwartschaftsbarwert 01.01.Erstkonsolidierungsbedingte ZugängeDienstzeitaufwandZinsaufwandMitarbeiterbeiträgeVersicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–)PensionszahlungenNachzuverrechnender DienstzeitaufwandPlankürzungenWährungsveränderungenAnwartschaftsbarwert 31.12.Inländische Pensionspläne20099.5542.22028759801.087– 5942.82225015.99920089.92202485120– 396– 7320009.554200711.64903364570– 2.082– 4380009.922Ausländische Pensionspläne200930.3736.8501.9411.9192498.519– 2281.93951.562200840.67501.9642.147315– 5.696– 1.717– 7.31530.373200741.5195.6742.4262.135149– 5.621– 2.110– 3.49740.6753 |Veränderungen des FondsvermögensFondsvermögen zum Zeitwert 01.01.Erstkonsolidierungsbedingte ZugängeErwartete Erträge auf das PlanvermögenBeiträge durch die ArbeitgeberBeiträge durch die ArbeitnehmerVersicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–)PensionszahlungenWährungsveränderungenFondsvermögen zum Zeitwert 31.12.2.0431.03110844310– 246003.3891.6050725230– 157002.0431.1380481690250001.60522.0445.5121.3922.7702492.894– 3611.27735.77731.76302.1062.792315– 9.580– 1.678– 3.67422.04427.4214.8622.0213.132149– 1.180– 2.007– 2.63531.763Der Nettopensionsaufwand setzt sich wie folgt zusammen:in TEURDienstzeitaufwandZinsaufwandErwarteter Ertrag aus PlanvermögenTilgung von Aufwendungen/Erträgen aus rückwirkenden Planänderungen (Past Service Cost/Benefits)Verluste/Gewinne aus Beendigungen und Kürzungen von PlänenPeriodenbezogener Nettopensionsaufwand20092.2282.517– 1.4372.822256.15520082.2122.659– 2.179002.692Der Dienstzeitaufwand, die Tilgung von Aufwendungen aus rückwirkenden Planänderungen (Past Service Cost) sowie Verluste aus Beendigungenund Kürzungen von Plänen wurden als Personalaufwand im operativen Aufwand erfasst. Der Zinsaufwand wurde gemindert um die erwartetenErträge aus dem Fondsvermögen im Finanzergebnis erfasst.Die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, nach Berücksichtigung latenter Steuern, entwickelten sich wie folgt:in TEURin der Periode erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–)in der Periode erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) (netto) aus unwesentlichen PlänenKumulierte im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) / Verluste (–) zum 31. Dezember2009– 4.939– 52– 6.9132008– 2.316– 99– 1.922Software AG Geschäftsbericht 2009 107


03_ Konzernanhang | erläuterungen zur konzernbilanzDas Fondsvermögen zur Abdeckung der Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:in TEURAktienLebensversicherungenAnleihenSonstiges31.12.200911.12813.88311.5252.63039.16631.12.20089.2597.9966.38644624.08731.12.200721.4976.2893.8211.76133.36831.12.200622.2964.4071.13871828.55931.12.200517.7605.14186146724.229Die tatsächlichen Ergebnisse aus dem Planvermögen betragen im Geschäftsjahr 2009 4.080 TEUR.Die erwarteten Beiträge des Software AG-Konzerns zum Planvermögen für das Geschäftsjahr 2010 betragen 3.479 Euro.Die Beträge des Anwartschaftsbarwerts, der Barwerte des Fondsvermögens, der Nettobilanzwerte und der erfahrungsbedingten Anpassungenstellen sich bei den wesentlichen Plänen für die laufende Berichtsperiode und die der vier vorangegangenen Berichtsperioden wie folgt dar:in TEURAnwartschaftsbarwerteBarwerte des FondsvermögensNettobilanzwerte31.12.200967.561– 39.16628.39531.12.200839.927– 24.08715.84031.12.200750.597– 33.36817.22931.12.200653.168– 28.55924.60931.12.200549.337– 24.22925.108Erfahrungsbedingte Anpassungen der Anwartschaftsbarwerte in %Erfahrungsbedingte Anpassungen des Fondsvermögens in %1,56,8– 17,7– 36,0– 6,17,41,2– 9,31,61,8Beitragsorientierte PläneNeben den leistungsorientierten Pensionsplänen bestehen auch noch beitragsorientierte Pläne. Aus diesen Plänen resultierten für das Geschäftsjahr2009 Aufwendungen in Höhe von 3.628 TEUR.28_ STEUERRÜCKSTELLUNGENin TEURStand 1. JanuarWährungsumrechungZugang KonsolidierungskreisZuführungInanspruchnahmeAuflösungStand 31. Dezember200936.6885044.71739.273– 29.214– 9.67142.297200811.485– 1.291035.671– 8.983– 19436.688200714.726– 3831.56110.344– 14.496– 26711.48529_ EIGENKAPITALGrundkapitalZum 31. Dezember 2009 beträgt das Grundkapital der Software AG 86.125 TEUR. Das Grundkapital ist in 28.708.410 auf den Inhaber lautendeStückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.Bedingtes KapitalZum 31. Dezember 2009 bestand folgendes bedingtes Kapital:1.) in Höhe von bis zu 6.840 TEUR eingeteilt in bis zu 2.280.000 Inhaberaktien zur Bedienung von Bezugsrechten aus dem dritten Aktienoptionsprogramm(Management Incentive Plan III, MIP III) für Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter im Konzern. Die Voraussetzungen diesesProgramms und der Stand der Zuteilungen /Ausübungen sind unter Textziffer 37 und 38 dargestellt.Der Vorstand hat diese Ermächtigung in 2009 nicht in Anspruch genommen.108Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | erläuterungen zur konzernbilanz2.) in Höhe von bis zu 1.233 TEUR eingeteilt in bis zu 411.055 Inhaberaktien zur Bedienung von Bezugsrechten aus dem zweiten Aktienoptionsprogramm(Management Incentive Plan II, MIP II) für Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter der Software AG-Gruppe. Die Voraussetzungendieses Programms und der Stand der Zuteilungen/Ausübungen sind unter Textziffer 37 und 38 dargestellt. Basierend auf derOptionsausübung von leitenden Mitarbeitern und Vorständen in 2009 hat der Vorstand diese Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung inHöhe von 209 TEUR – eingeteilt in 69.568 Inhaberaktien – in Anspruch genommen.3.) in Höhe von 33.000 TEUR eingeteilt in bis zu 11.000.000 Inhaberaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 3,00 Euro zurGewährung von Optionsrechten und der Vereinbarung von Optionspflichten aus Optionsschuldverschreibungen bzw. von Wandlungsrechtenund Wandlungspflichten im Gesamtnennbetrag bis zu 500.000 TEUR mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren nach Maßgabe der Anleihebedingungenan die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die auf der Hauptversammlung am 13. Mai 2005 beschlossen wurden. DerVorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß dieser Ermächtigung bis zum 12. Mai 2011 beschließen, dass von der Software AGoder einer unmittelbaren oder mittelbaren 100prozentigen Beteiligungsgesellschaft der Software AG die dargestellten Rechte begeben werden.Den Aktionären ist hierbei mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Fälle ein Bezugsrecht einzuräumen.3 |Der Vorstand ist ermächtigt, Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre vollständig auszuschließen, sofern er nach pflichtgemäßerPrüfung zu der Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Options- oder Wandelanleihen ihren nach anerkannten, insbesonderefinanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschlussdes Bezugsrechts gilt jedoch nur für Options- und Wandelanleihen mit einem Options- bzw. Wandlungsrecht oder einer Options- und Wandlungspflichtauf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 8.180 TEUR oder, falls dieser Betrag niedriger sein sollte,von 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals.Der Vorstand hat bis zum 31. Dezember 2009 von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.Genehmigtes KapitalZum 31. Dezember 2009 ist der Vorstand des Weiteren ermächtigt, in der Zeit bis zum 12. Mai 2011 das Grundkapital der Gesellschaft mitZustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 41.804 TEUR durch Ausgabe von bis zu 13.934.544 Stück neuenInhaberaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Den Aktionären ist hierbei mit Ausnahme der nachfolgendaufgeführten Fälle ein Bezugsrecht einzuräumen:Der Vorstand ist ermächtigt, Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für einen Nennbetrag von bis zu insgesamt89 TEUR für den Zweck auszuschließen, die neuen Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen i.S.d. §§ 15 ff.Aktiengesetz im Rahmen eines Mitarbeiterprogramms auszugeben. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut mit der Maßgabeübernommen werden, dass sie nach Weisung der Gesellschaft ausschließlich von den berechtigten Mitarbeitern erworben werden können.Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,wenn die Sacheinlage zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt.Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage das Bezugsrecht der Aktionäreauszuschließen, wenn die aufgrund dieser Ermächtigung beschlossenen Kapitalerhöhungen insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals imZeitpunkt der erstmaligen Ausnutzung dieser Ermächtigung nicht übersteigen und wenn der Ausgabebetrag den Börsenwert nicht wesentlichunterschreitet. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der aufdiejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechtsder Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um denanteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungenmit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit desgenehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2009 von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.Software AG Geschäftsbericht 2009 109


03_ Konzernanhang | Erläuterungen zur KonzernbilanzErwerb eigener AktienGemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 30. April 2009 ist die Gesellschaft bis zum 29. Oktober 2010 ermächtigt:a) Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 8.601 TEUR zu erwerben.b) Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots.Erfolgt der Erwerb über die Börse, so darf der Gegenwert für den Erwerb einer Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichenBörsenkurs der Aktien der Gesellschaft – nicht gewichteter Durchschnittsbetrag der Schlusskurse im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörseoder einem entsprechenden Nachfolgesystem – an den fünf Börsenhandelstagen vor dem Erwerb um nicht mehr als 5 Prozentübersteigen oder unterschreiten. Für den Zeitpunkt des Erwerbs ist der Tag des Zustandekommens des Geschäftsabschlusses maßgeblich.Erfolgt der Erwerb auf Grund eines öffentlichen Kaufangebots, so darf der Gegenwert für den Erwerb einer Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten)den durchschnittlichen Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft – nicht gewichteter Durchschnittsbetrag der Schlusskurse im Xetra-Handel ander Frankfurter Wertpapierbörse oder einem entsprechenden Nachfolgesystem – am neunten bis fünften Börsenhandelstag vor der Veröffentlichungdes Angebots nicht mehr als 10 Prozent übersteigen oder unterschreiten. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist, erfolgt dieAnnahme nach Quoten. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück je Aktionär kann vorgesehen werden.c) Der Vorstand wird ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung nach Buchstabe a) oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenenAktien der Gesellschaft über die Börse oder in anderer das Gebot der Gleichbehandlung aller Aktionäre wahrender Weise, beispielsweisedurch Angebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, zu veräußern.d) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss desBezugsrechts der Aktionäre vorzunehmen, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktiender Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich aufAktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 8.600.861 Euro, höchstens aber 10 Prozent des zum Zeitpunkt derVerwendung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals. Diese Höchstgrenze vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals,der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechtsgemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals,der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht odereiner Options- oder Wandlungspflicht höchstens auszugeben sind, soweit die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigungunter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Als maßgeblicher Börsenpreisim Sinne dieses Absatzes gilt der durchschnittliche Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft – nicht gewichteter Durchschnittsbetrag der Schlusskurseim Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse oder einem entsprechenden Nachfolgesystem – an den letzten fünf Börsentagen vor derVeräußerung. Für die Veräußerung ist der Tag des Zustandekommens des Geschäftsabschlusses maßgeblich.e) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechtsder Aktionäre:i) an Dritte zu veräußern, soweit dies zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen und /oder Beteiligungen an Unternehmenoder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt;ii) in Übereinstimmung mit den Anleihebedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen oder Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaftoder einer 100prozentigen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft zu liefern.f) Darüber hinaus wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bei einer Veräußerung erworbener eigener Aktien durch Angebotan alle Aktionäre den Inhabern der von der Gesellschaft oder einer 100prozentigen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaftder Gesellschaft ausgegebenen Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf die Aktien in dem Umfang zu gewähren,wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht zustehen würde, und in demdafür erforderlichen Umfang das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.g) Ferner wird der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder zum Teil, auch inmehreren Teilschritten, einzuziehen. Die Einziehung kann auch ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags der übrigenStückaktien am Grundkapital der Gesellschaft erfolgen. Der Vorstand wird in diesem Fall zur Anpassung der Angabe der Zahl der Stückaktienin der Satzung ermächtigt.h) Die Ermächtigungen zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien können jeweils ganz oder in Teilen, in letzterem Fall auch mehrmals,ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien darf in Verfolgung eines oder mehrerer der genannten Zwecke erfolgen.i) Die derzeit bestehende, auf der Hauptversammlung vom 29. April 2008 zu Tagesordnungspunkt 7 – Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien– beschlossene und bis zum 28. Oktober 2009 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wird mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigungaufgehoben.110Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | sonstige ErläuterungenDer Vorstand hat bis zum 31. Dezember 2009 von seiner Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.EigenkapitalmanagementDer Software AG-Konzern ist langfristigem profitablem Wachstum verpflichtet. Daher stellt der Konzernüberschuss die zentrale Größe der Unternehmenssteuerungdar. Aufgrund der für Softwareunternehmen typischen geringen Investitionen in Sachanlagen steht das Eigenkapital nicht imFokus der Unternehmenssteuerung. Die Dividende orientiert sich am Durchschnitt aus Konzernüberschuss und Free Cashflow. Daraus ergibt sicheine Dividendensumme von 32.555 TEUR (i.Vj.: 31.503 TEUR) und eine Ausschüttungsquote von 19,8 Prozent (i.Vj.: 25,3 Prozent).DividendeAuf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung am 30. April 2009, aus dem Bilanzgewinn der KonzernobergesellschaftSoftware AG des Jahres 2008 in Höhe von 153.060 TEUR einen Betrag in Höhe von 150 TEUR in die Gewinnrücklagen einzustellen, eineDividende in Höhe von 31.503 TEUR auszuschütten und 121.407 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. Dies entsprach einer Dividende in Höhevon 1,10 Euro je Aktie.Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn der Konzernobergesellschaft Software AG des Jahres 2009 inHöhe von 321.719 TEUR einen Betrag in Höhe von 104 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, eine Dividende in Höhe von 32.555 TEURauszuschütten und 289.060 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. Dies entspricht einer Dividende in Höhe von 1,15 Euro je Aktie.3 |Übrige RücklagenDie übrigen Rücklagen entwickelten sich unter Berücksichtigung von Steuereffekten wie folgt:in TEURDifferenzen aus der WährungsumrechnungAnpassung aus der Marktbewertung von FinanzinstrumentenAnpassung aus der Kursbewertung von Nettoinvestitionsdarlehenin ausländische GeschäftsbetriebeAnpassung aus der Bewertung von PensionsverpflichtungenIm Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungenvor Steuern– 1.3859.828– 35.603– 6.578– 33.738netto– 1.3856.809– 35.603– 4.990– 35.169vor Steuern3.264– 10.2682.059– 3.243– 8.1882009Steuereffekt-– 3.019-1.588– 1.4312008Steuereffekt-3.209-8284.037netto3.264– 7.0592.059– 2.415– 4.151Von den zum 31. Dezember 2008 in den übrigen Rücklagen erfassten unrealisierten Erträgen und Aufwendungen aus der Marktbewertung vonDerivaten wurde im laufenden Geschäftsjahr 2009 ein Nettoaufwand in Höhe von 3.453 TEUR (i.Vj.: Nettoertrag in Höhe von 65 TEUR) erfolgswirksamgebucht.Von den zum 31. Dezember 2008 in den übrigen Rücklagen erfassten unrealisierten Erträgen und Aufwendungen aus der Kursbewertung vonNettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe wurde in 2009 ein Nettoertrag in Höhe von 34.852 TEUR erfolgswirksam gebucht (siehehierzu auch Textziffern 10 und 11).SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN30_ ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDer Finanzmittelfonds in Höhe von 218.141 TEUR (i.Vj.: 96.925 TEUR) setzt sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen.Die Nettoauszahlungen für Akquisitionen in 2009 in Höhe von 320.360 TEUR resultieren aus Kaufpreiszahlungen in Höhe von 449.970 TEURsowie erhaltenen Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 129.610 TEUR.Die Software AG definiert den Free Cashflow als Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit ohneNettoauszahlungen für Akquisitionen. Damit betrug der Free Cashflow 188.354 TEUR (i.Vj.: 133.445 TEUR).31_ SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 aufgestellt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung (ManagementApproach) des Konzerns.Software AG Geschäftsbericht 2009 111


03_ Konzernanhang | sonstige erläuterungenSegmentbericht zum 31. Dezember 2009(1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 und 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008)IFRSin TEURLizenzenWartungProduktumsätzeDienstleistungenSonstigeUmsatzerlöseHerstellkostenBruttoergebnis vom UmsatzVertriebskostenSegmentbeitragForschungs- und EntwicklungskostenAllgemeine VerwaltungskostenSonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen, nettoErgebnis vor Zinsen und SteuernFinanzergebnisErgebnis vor SteuernSteuernKonzernüberschussETS webMethods Enterprise Process Überleitung GesamtInnovation2009139.816187.871327.68767.577785396.049– 81.729314.320– 70.670243.6502008156.776173.805330.58172.7771.549404.907– 83.229321.678– 75.941245.7372009110.184109.708219.892101.7833.189324.864– 116.407208.457– 90.465117.9922008115.25293.254208.506104.9862.211315.703– 115.031200.672– 93.554107.118200919.86213.02532.88793.096480126.463– 83.29943.164– 22.35520.809200800000000002009000000– 18.865– 18.865– 8.906– 27.771200800– 6.859– 6.859– 7.624– 14.4832009269.862310.604580.466262.4564.454847.376– 300.300547.076– 192.396354.680– 82.166– 70.68316.330218.161– 8.885209.276– 68.481140.7952008272.028267.059539.087177.7633.760720.610– 205.119515.491–177.119338.372– 76.224– 65.083– 16.517180.548– 5.122175.426– 59.566115.860Aufwendungen aus planmäßigen Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind nichtin den Segmentbeiträgen enthalten. Sie werden daher in der separaten Überleitungsspalte gezeigt. Diese Darstellung entspricht der Darstellung fürdie interne Steuerung und Berichterstattung (Management Approach).Informationen über geografische BereicheDie Umsätze nach Sitz des Kunden teilen sich auf geografische Bereiche wie folgt auf:Geografische Aufteilung der Umsatzerlösein TEURLizenzenWartungDienstleistungenSonstigeGesamtInland USA Spanien Sonstige Drittländer Konzern200940.85938.40062.7261.098143.083200832.11330.78317.51786481.277200966.085106.08829.05819201.250200875.44694.66535.348283205.74220095.84216.78056.7661.87981.26720085.04115.66556.1532.11678.9752009157.076149.336113.9061.458421.7762008159.428125.94668.745497354.6162009269.862310.604262.4564.454847.3762008272.028267.059177.7633.760720.610Drittländer werden einzeln dargestellt, wenn die dort erzielten Umsätze eine wesentliche Höhe erreichen. Die Umsätze mit externen Kunden inden USA (und im Vorjahr Spanien) tragen mit mehr als 10 Prozent zum Konzernumsatz bei und werden somit separat aufgeführt.Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte enthalten die immateriellen Vermögenswerte, die Sachanlagen, die Finanzanlagen (soweit es sich nicht umFinanzinstrumente handelt) sowie den Goodwill.in TEURUSADrittländerInlandKonzern2009448.210151.192392.423991.8252008479.490136.49531.067647.052112Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | sonstige Erläuterungen32_ ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE UND RISIKOMANAGEMENTDie folgende Tabelle stellt die Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte für Kredite und Forderungen, zu Restbuchwerten bewertete finanzielleVerbindlichkeiten sowie Derivate getrennt nach Derivaten mit und ohne Sicherungsbeziehung dar.Der Marktwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und sonstigen Finanzschulden entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allemdie kurze Laufzeit solcher Instrumente.Das Unternehmen bewertet langfristige Forderungen auf der Basis verschiedener Parameter. Im Wesentlichen sind dies Zinssätze und individuelleBonitätsrisiken der Kunden. Anhand dieser Bewertung bildet Software AG die Wertberichtigungen für erwartete Forderungsausfälle.Demnach entsprechen die Buchwerte dieser Forderungen zum 31. Dezember 2009 und 2008 annähernd ihren Marktwerten.Die Marktwerte von börsennotierten Wertpapieren basieren auf der Kursnotierung am Bilanzstichtag.3 |Den Marktwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden sowie sonstigen langfristigen finanziellenVerbindlichkeiten bestimmt die Software AG durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschuldenmit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinsen.in TEURFinanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte*Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteForderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige ForderungenSonstige nicht derivate finanzielle VermögenswerteDerivateDerivate ohne qualifizierenden SicherungszusammenhangDerivate mit qualifizierendem Sicherungszusammenhang (Cashflow-Hedge)31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007Marktwert218.141301.1735.4245.00922.532Buchwert218.141301.1735.4245.00922.532Marktwert96.925230.6026.25938.705Buchwert96.925230.6026.25938.705Marktwert81.294197.2948.12062314.924Buchwert81.294197.2948.10162314.924Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten*Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige FinanzschuldenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSonstige nicht derivate finanzielle VerbindlichkeitenDerivateDerivate ohne qualifizierenden SicherungszusammenhangDerivate mit qualifizierendem Sicherungszusammenhang (Cashflow-Hedge)490.01562.29172.5641.63045489.92662.29172.5641.63045167.39235.89269.0661.5962.904167.20135.89269.0661.5962.904214.26031.36464.51865316214.30031.36464.51865316* bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten.Mit Ausnahme der oben aufgeführten Derivate bestanden im Berichtsjahr keine finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, dieerfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Darüber hinaus bestanden auch keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellenVermögensgegenstände oder als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen kategorisierte finanzielle Vermögensgegenstände.Abgesehen von Währungseffekten hatten lediglich die unter Textziffer 11 dargestellten Wertberichtigungen einen wesentlichen Einfluss auf dasNettoergebnis aus Krediten und Forderungen. Das Nettoergebnis der ohne qualifizierenden Sicherungszusammenhang gehaltenen Derivatebeläuft sich im Geschäftsjahr 2009 auf 247 TEUR. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Nettoergebnis aus als Cashflow-Hedgedesignierten Derivate beträgt in 2009 4.918 TEUR.Marktrisiken und Einsatz von derivativen FinanzinstrumentenDie Software AG unterliegt aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit sowie ihrer Investitions- und Finanzierungstätigkeit verschiedenenfinanziellen Risiken. Das Management überwacht diese Risiken laufend. Auf Grundlage interner Richtlinien werden derivative Finanzinstrumenteeingesetzt, um Risiken aus Zinssatzänderungen, Wechselkursänderungen, Cashflow-Risiken oder Wertänderungen der Geldanlagenzu reduzieren. Der Abschluss derivativer Sicherungsgeschäfte erfolgt grundsätzlich zur Absicherung bestehender Risikopositionen oder vonGeschäftsvorfällen, deren Eintritt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.Software AG Geschäftsbericht 2009 113


03_ Konzernanhang | sonstige erläuterungena) ZinsrisikenDie Gesellschaft ist auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz Zinsschwankungen ausgesetzt.Auf der Aktivseite unterliegen insbesondere die Erträge aus der Anlage der flüssigen Mittel sowie die künftigen Zinserträge aus der Diskontierungder langfristigen Forderungen dem Zinsänderungsrisiko. Auf der Passivseite unterliegen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen bezüglich derkurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie die Rückstellungen für Pensionen und die anderen Positionen des langfristigen Fremdkapitalsdem Risiko sich ändernder Zinssätze.Eine Risikoreduzierung ergibt sich aus der Tatsache, dass sowohl die Geldanlagen als auch die bestehenden Finanzierungen überwiegendvariabel verzinst sind. Darüber hinaus sind Teilbeträge der variabel verzinslichen Fremdfinanzierung durch Zins-Swaps gegen Veränderungender Marktzinsen abgesichert.Die durch den IFRS 7 geforderte Sensitivitätsanalyse bezieht sich auf Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten monetären Finanzinstrumenten.Basierend auf der aktuellen Struktur der verzinslichen Finanzinstrumente würde eine hypothetische Erhöhung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunktedas Ergebnis um 625 TEUR reduzieren.b) WechselkursrisikenZur Absicherung von zukünftigen Wechselkursschwankungen werden Cross-Currency-Swaps, Devisentermin- sowie Devisenoptionsgeschäfteabgeschlossen. Als Optionen werden neben einfachen Euro-Call-Optionen auch Optionskombinationen aus gekaufter Euro-Call-Option undverkaufter Euro-Put-Option eingesetzt. Hierbei gleichen sich die Prämienzahlungen im Regelfall aus. Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeitenwerden nach Möglichkeit saldiert und lediglich die verbleibende Nettoposition abgesichert. Auch zu erwartende Cashflows werdenentsprechend den internen Regeln abgesichert.Die Bewertung der Sicherungsgeschäfte erfolgt zum Marktwert. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb der sonstigen Vermögensgegenständebzw. der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die der Absicherung des zukünftigenFremdwährungs-Cashflows dienen, werden solange in den übrigen Rücklagen gezeigt, bis das Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Die nichteffektiven Anteile dieser Cashflow-Hedges sowie Wertänderungen von Sicherungsgeschäften, welche nicht die Voraussetzungen des HedgeAccounting erfüllen, werden sofort erfolgswirksam im laufenden Jahresergebnis ausgewiesen.Die durch den IFRS 7 geforderte Sensitivitätsanalyse bezieht sich auf Wechselkursrisiken aus monetären Finanzinstrumenten, die auf eine andereWährung lauten als die funktionale Währung, in der sie bewertet sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssenin die Konzernwährung (Translationsrisiko) und nicht-monetäre Posten bleiben unberücksichtigt. Wesentliche monetäre Finanzinstrumente sindüberwiegend in funktionaler Währung denominiert. Für die Software AG ergeben sich lediglich aus dem Kursverhältnis Euro gegenüber dem US-Dollar materielle Effekte auf das Ergebnis. Sicherungsgeschäfte basieren auf bestehenden Grundgeschäften oder geplanten Cashflows undreduzieren daher die möglichen Ergebniseffekte. Bei designierten Cashflow-Hedges hat eine Wechselkursänderung Effekte auf die übrigenRücklagen im Eigenkapital.Basierend auf dem zum Bilanzstichtag vorliegenden Bestand an monetären Finanzinstrumenten hätte eine Abwertung des Euro gegenüber demUS-Dollar um 10 Prozent das Ergebnis um 1.175 TEUR und die übrigen Rücklagen um 416 TEUR reduziert. Dieser Wert stellt für uns lediglich eintheoretisches Risiko dar, da es sich hierbei um Absicherungspositionen bilanzieller Geschäfte, also nicht um offene Handelspositionen handelt.c) MarktwertänderungsrisikenIn Übereinstimmung mit der Konzernpolitik werden die Anlagen über die Merkmale Laufzeit, Art der Verzinsung und Rating derart gesteuert,dass aus Sicht des Unternehmens nennenswerte Wertschwankungen nicht zu erwarten sind.d) KreditrisikenSoftware AG ist im operativen Geschäft und aus bestimmten Finanztransaktionen einem Ausfallrisiko ausgesetzt, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungennicht nachkommen. Alle Geldanlagen haben Laufzeiten von bis zu drei Monaten. Sowohl die Geldanlagen als auch die derivativenFinanzinstrumente sind mit Banken guter Bonität abgeschlossen. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte wiedergegeben.Aufgrund der vom Management vorgegebenen Richtlinien ist eine Verteilung des Kreditrisikos aus Finanzinstrumenten auf verschiedeneBanken gewährleistet.Im operativen Geschäft werden unsere Forderungen fortlaufend überwacht und Ausfallrisiken durch Einzelwert- und Portfoliowertberichtigungenberücksichtigt. Zum 31. Dezember 2009 lagen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass über die gebuchten Wertberichtigungen hinausgehendeRisiken bestehen. Aufgrund der Größe unseres Kundenstamms sowie der Verteilung unseres Umsatzes auf verschiedene Branchen und Ländersehen wir kein gebündeltes Kreditrisiko gegenüber einzelnen Kunden. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten,wird durch die Buchwerte der Forderungen wiedergegeben.114Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | sonstige Erläuterungene) LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die Gesellschaft bestehende finanzielle Verpflichtungen z.B. aus Kreditvereinbarungen, Leasingverträgenoder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht nachkommen kann. Durch ein aktives Working-Capital-Management sowieeine konzernweite Liquiditätssteuerung wird das Risiko limitiert und, soweit erforderlich, durch vorhandene Barmittel und bilaterale Kreditlinienausgeglichen.Durch Kreditvereinbarungen im Volumen von insgesamt 399 Mio. Euro ist die Gesellschaft verpflichtet; die Nettoverschuldung im Konzern aufdas maximal 2,75-fache des EBITDA zu begrenzen. Zum Jahresende 2009 wurde diese Kennzahl deutlich unterschritten.Nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten Zahlungen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten. Die Werte zeigen die undiskontiertenVerbindlichkeiten. Im Falle von variablen Zinszahlungen wird auf das zum Bilanzstichtag gültige Zinsniveau abgestellt. Verbindlichkeiten inFremdwährung werden zum Umrechnungskurs per 31.12.2009 bewertet.in TEURNicht derivative finanzielle VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige FinanzschuldenTilgungZinsenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenÜbrige FinanzschuldenVerbindlichkeiten aus FinanzierungsleasingSonstige nicht derivative VerbindlichkeitenDerivative finanzielle Verbindlichkeitenbis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre197.308 286.84513.724 19.72262.030 2601.03196177 10671.497 1.0671.839 64> 5 Jahre4.36234600000Gesamt488.51533.79262.2901.12728372.5641.9033 |Volumen und Bewertung von derivativen FinanzinstrumentenDer Einsatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zur Absicherung bestehender oder erwarteter Fremdwährungs-, Zins- oder sonstiger Marktrisiken.Die nachfolgende Tabelle zeigt das Nominalvolumen, die Buchwerte sowie die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31.12.2009und per 31.12.2008. Der Marktwert von Devisentermingeschäften bestimmt sich in Abhängigkeit von Devisenterminkursen. Die Marktwerteder Aktienoptionen zur Sicherung der Stock Appreciation Rights sowie die Marktwerte der Zinssicherungen basieren auf Marktwerten, die dieaktuelle Marktsituation wiedergeben, und entsprechen den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag.in TEURDerivate mit positivem MarktwertDerivate (ohne qualifizierenden Sicherungszusammenhang)DevisentermingeschäfteAktienoptionen (PPS)Cross currency swapsDerivate (Cashflow-Hedge)DevisentermingeschäfteAktienoptionenDerivate mit negativem MarktwertDerivate (ohne qualifizierenden Sicherungszusammenhang)DevisentermingeschäfteAktienoptionen (PPS)ZinsswapsCross currency swapsDerivate (Cashflow-Hedge)DevisentermingeschäfteZinsswapsNominalVolumen–8.1019.103408–69479.596–1.834–103.4711.299–3.471–2009 2008Marktwert Buchwert NominalVolumenMarktwert5.0095984.3733722.532422.527– 1.630– 270– 1.427– 177– 45– 4505.0095984.3733722.532422.527– 1.630– 270– 1.427– 177– 45– 450–811–––16.94479.596-–6.361–––13.923180.00033008.7051.0317.674– 1.5960– 1.59600– 2.904– 451– 2.453Buchwert33008.7051.0317.674– 1.5960– 1.59600– 2.904– 451– 2.453Software AG Geschäftsbericht 2009 115


03_ Konzernanhang | sonstige erläuterungenDie dargestellten derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung eines erfassten Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit. Wertänderungender Sicherungsinstrumente wurden erfolgswirksam gebucht. Darüber hinaus bestehen Vereinbarungen zur Absicherung von geplantenTransaktionen (Cashflow-Hedges). Die Wertänderungen dieser Finanzinstrumente werden in den übrigen Rücklagen ausgewiesen.Zur Absicherung von wechselkursbedingten Wertänderungen künftiger Cashflows werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen.Die Zins-Swaps dienen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus der variabel verzinslichen Fremdfinanzierung.Die Aktienoptionen dienen der Absicherung gegen künftige Marktwertänderungen aus den Zusagen von Stock Appreciation Rights.Zur Absicherung der aus dem PPS-Programm resultierenden Wertänderungsrisiken hat die Gesellschaft mit Banken Sicherungsinstrumente aufdie Aktie der Software AG abgeschlossen.Die Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken weisen Restlaufzeiten von unter einem Jahr auf. Die Aktienoptionen zurSicherung der Zusagen aus dem dritten aktienkursabhängigen Vergütungsprogramm sind im Jahr 2012 fällig. Die jeweiligen Laufzeiten entsprechenden Zeiträumen, über die die erwarteten Cashflows voraussichtlich ergebniswirksam werden.GeldanlagepolitikDie Geldanlagen der Software AG erfolgen sehr konservativ. Es werden überwiegend kurzfristige Festgelder sowie kurzfristige festverzinslicheWertpapiere erworben, deren Bonität mindestens Investment-Grade erreicht. Zur Überwachung der Bonität der mit uns in Verbindung stehendenBanken hat die Software AG einen Monitoringprozess eingeführt. Danach wird auf wöchentlicher Basis die Entwicklung der jeweiligen Credit-Default-Swaps (CDS) überwacht. Die Zinssätze für die Festgeldanlagen lagen im Geschäftsjahr im Inland zwischen 0,05 Prozent und 2,0 Prozentp.a. sowie im Ausland zwischen 0,0 Prozent und 8,0 Prozent p.a..33_ ANGABEN ZU LEASINGVERHÄLTNISSENIm Konzern bestehen im Wesentlichen Mietverträge bzw. Operating- Leasingverträge für Geschäftsräume, Kraftfahrzeuge und EDV-Ausstattung.Die Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.in TEURVertraglich vereinbarte ZahlungenErwartete Erträge aus Untervermietungenbis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre20.624 46.869– 1.444 – 7.511> 5 Jahre10.700– 2.338Gesamt78.193– 11.29334_ HAFTUNGSVERHÄLTNISSEFür die folgenden zum Nominalwert angegebenen Eventualverbindlichkeiten wurden zum 31. Dezember 2009 keine Rückstellungen gebildet,da eine Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wurde:in TEURBürgschaftenSonstiges200901.3681.36820081.3111.2522.56335_ SAISONALE EINFLÜSSEDie Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern verteilen sich über das Geschäftsjahr 2009 wie folgt:in TEURUmsatzerlösein % des JahresumsatzesErgebnis vor Steuernin % des Jahresergebnisses1. Quartal2009165.2902038.520182. Quartal2009176.3772143.571213. Quartal2009213.5852554.773264. Quartal2009292.1243472.412352009847.376100209.276100Aufgrund der unter Textziffer 4 dargestellten Akquisition von IDS Scheer ist der Umsatz- und Ergebnisverlauf von 2009 nur sehr eingeschränktaussagekräftig für den Verlauf in 2010.116Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | sonstige Erläuterungen36_ RECHTSSTREITIGKEITENDie in den Notes zum Geschäftsjahr 2008 berichteten zwei Rechtsstreitigkeiten (a) mit dem früheren Distributor für Brasilien und (b) mit einemkanadischen Softwareunternehmen sind beide im Verlauf des Jahres 2009 durch Gerichtsentscheid zu Gunsten der Software AG und Vergleicherledigt worden.Andere berichtspflichtige Rechtsstreitigkeiten von materieller Bedeutung sind nicht anhängig.37_ AKTIENOPTIONSPROGRAMMEDie Software AG hat unterschiedliche Aktienoptionsprogramme für Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter des Konzerns. Diese sindteilweise als Vergütungspläne mit Eigenkapitalabgeltung und teilweise als Vergütungspläne mit Wahlrecht des Unternehmens zur Fremd- oderEigenkapitalabgeltung konzipiert.Der Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungstransaktionen beträgt für das Geschäftsjahr 2009 11.437 TEUR (i.Vj.: 9.146 TEUR). Darin enthaltensind Erträge in Höhe von 5.587 TEUR (i.Vj.: Aufwendungen in Höhe von 1.791 TEUR) aus der Sicherung der Zusagen aus dem ManagementIncentive Plan 2007.3 |Der Aufwand für Aktienoptionen, die nach den Vorschriften des IFRS 2 als Aktienoptionsprogramme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumentebilanziert wurden, beträgt für das Geschäftsjahr 2009 2.280 TEUR (i.Vj.: 2.368 TEUR).Es wurden keine Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungstransaktionen als Vorräte oder Anlagevermögen aktiviert.Management Incentive Plan II (MIP II)Der Management Incentive Plan II ist ein Aktienoptionsprogramm für Vorstandsmitglieder und Führungskräfte, das im 2. Quartal 2001 aufgelegtwurde.Der Bezugspreis pro Aktie bei Ausübung der Option entspricht dem Durchschnittsbetrag der Preise der XETRA-Schlussauktion der letzten fünfBörsenhandelstage an der Frankfurter Wertpapierbörse vor dem Tag des Angebots zur Einräumung der BezugsrechteUm die Optionen ausüben zu können, müssen die beiden folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:1.) In dem der Ausübung vorangegangenen Geschäftsjahr wurde der Umsatz des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um mindestens 10 Prozentgesteigert.2.) Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns beträgt in dem der Ausübung der Option vorangehenden Geschäftsjahrmindestens 10 Prozent des Umsatzes.Der Management Incentive Plan hat eine Laufzeit von sieben Jahren, bezogen auf jede einzelne Tranche. Die Ausübung der Optionen und derVerkauf der erworbenen Aktien sind frühestens 24 Monate nach individuellem Laufzeitbeginn möglich. Diese Frist gilt für jede einzelne Tranchegesondert. Eine Ausübung ist nur jeweils vierteljährlich in einem definierten Zeitraum im Anschluss an die Veröffentlichung des Jahresergebnissesund der Quartalsergebnisse möglich.Dieses Optionsprogramm führte im Geschäftsjahr 2009 zu Personalaufwand in Höhe von 73 TEUR (i.Vj.: 120 TEUR). Dieser Betrag wurde in dieKapitalrücklage eingestellt.Die unter dem Management Incentive Plan II (MIP II) gewährten Optionen haben sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt:Bestand per 31.12.2008GewährtAusgeübtVerfallen/AbgelaufenBestand per 31.12.2009Davon ausübbar zum 31.12.2009AnzahlausstehendeOptionen77.707–69.5684487.6917.691GewichtetedurchschnittlicheRestlaufzeit(in Jahren)2,61,9GewichteterdurchschnittlicherAusübungspreisje Option(in EUR)22,0923,57Aggregierterinnerer Wert(in TEUR)1.391406Software AG Geschäftsbericht 2009 117


03_ Konzernanhang | sonstige erläuterungenDie Ausübungspreise der zum 31.12.2009 ausstehenden Optionen betragen zwischen 23,89 und 26,47 Euro. Für die in 2009 ausgeübten Optionenbeträgt der Durchschnittsaktienkurs am Tag der Ausübung 53,12 Euro.Management Incentive Plan 2007 (MIP III)Im dritten Quartal 2007 wurde ein, an der Entwicklung des Aktienwertes orientiertes, Incentive-Programm für Vorstandsmitglieder und Führungskräfteaufgelegt. Unter diesem Programm wurden bisher 2.230.500 Beteiligungsrechte (davon 2.049.000 in 2007) an Vorstände und Führungskräfteausgegeben.Die Teilnehmer haben nach Erreichen der Performance-Ziele bis 30. Juni 2016 einen Anspruch auf Auszahlung des Wertes, um den die Aktieder Software AG über dem Basispreis von 72,36 Euro liegt, wobei das Unternehmen berechtigt ist, wahlweise auch Aktien zu liefern. Als Performance-Zielwurde das Erreichen eines Konzernumsatzes von 1.000.000 TEUR bei gleichzeitiger Verdoppelung des Ergebnisses nach Steuerngegenüber dem Geschäftsjahr 2006 bis spätestens im Geschäftsjahr 2011 definiert.Zur Absicherung der aus dem Programm resultierenden Cashflow-Risiken hat die Software AG 1.100.000 Aktienoptionen gekauft, die sie imRahmen einer Sicherungsbeziehung als Cashflow-Hedge designiert hat. Die Sicherung führt dazu, dass 1.100.000 Rechte als aktienbasierte Vergütungmit Barausgleich im Sinne des IFRS 2 bilanziert werden. Dementsprechend bildet die Software AG auf Basis der beizulegenden Zeitwerteder Zusagen am Stichtag für diese Zusagen eine zeitanteilige Rückstellung.Der beizulegende Zeitwert der Rechte wurde auf Basis des Black-and-Scholes-Optionspreismodells bestimmt und entspricht dem Marktwert dergekauften Aktienoptionen zum Stichtag. Anhand der nachfolgenden Parameter ergab sich ein beizulegender Zeitwert am 31. Dezember 2009 jeRecht von 20,48 Euro.Folgende Parameter wurden bei der Bewertung berücksichtigt:Erwartete durchschnittliche Dauer bis zur Ausübung in JahrenRisikofreier AnlagezinssatzErwartete VolatilitätAktienkurs am 31.12.2009Erwartete Dividendenrendite2,42,11 %42 %76,40 Euro1,75 %Bei der Ermittlung der durchschnittlichen Dauer bis zur Ausübung der Aktienoptionen wurden die Erfahrungen bei früheren Optionsausübungenzugrunde gelegt. Dabei wurden die beobachtete durchschnittliche Optionshaltedauer durch die Mitarbeiter sowie der erwartete künftige Aktienkursverlaufberücksichtigt.Die angenommene Volatilität basiert auf der durchschnittlichen erwarteten Volatilität verschiedener unabhängiger Kreditinstitute.Die resultierenden Personalaufwendungen werden über den Leistungserbringungszeitraum erfasst. Sie betragen für das Geschäftsjahr 20098.812 TEUR (i.Vj. 971 TEUR). Darüber hinaus entstand im Geschäftsjahr 2009 aus der Sicherung der Zusage ein Ertrag in Höhe von 5.587 TEUR(i.Vj.: ein Aufwand in Höhe von 1.791 TEUR).Die Rückstellung für die als aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanzierten Rechte betrug zum 31. Dezember 2009 10.874 TEUR (i.Vj.:2.062 TEUR).Die Höhe der noch nicht erfolgswirksam erfassten Personalaufwendungen für verfallbare Bezugsrechte ist vom inneren Wert der Rechte zumAusübungszeitpunkt abhängig und ist daher derzeit nicht prognostizierbar. Der endgültige Auszahlungsbetrag wird voraussichtlich über dienächsten 2,4 Jahre erfolgswirksam erfasst. Über den gleichen Zeitraum werden auch die noch nicht realisierten Kursverluste der Aktienoptionenerfolgswirksam erfasst.Sofern das Ausübungsverhalten sowie die tatsächliche Laufzeit mit den derzeitigen Annahmen übereinstimmen, ist der kumulierte Personalaufwandaufgrund der Sicherungsgeschäfte auf den Kaufpreis der Sicherung begrenzt (14,6 Mio. Euro).Die restlichen 781.854 Rechte werden als aktienbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Der beizulegendeZeitwert wurde zum Gewährungszeitpunkt auf Basis des Black-and-Scholes-Optionspreismodells bestimmt. Der gewichtete Durchschnitt derbeizulegenden Zeitwerte am Gewährungszeitpunkt der in der Periode gewährten Rechte beträgt 11,25 Euro (i.Vj.: 6,12 Euro). Folgende Parameterwurden bei der Bewertung der in 2009 zugeteilten Rechte zugrunde gelegt:118Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | sonstige ErläuterungenErwartete durchschnittliche Dauer bis zur Ausübung in JahrenRisikofreier AnlagezinssatzErwartete VolatilitätErwartete DividendenrenditeGewichteter durchschnittlicher Aktienkurs zu den Ausgabezeitpunkten3,22,2 %50 %2,2 %50,95 EuroBei der Ermittlung der durchschnittlichen Dauer bis zur Ausübung der Aktienoptionen wurden die Erfahrungen aus früheren Optionsausübungenzugrunde gelegt. Dabei wurden die beobachtete durchschnittliche Optionshaltedauer durch die Mitarbeiter sowie der erwartete künftigeAktienkursverlauf berücksichtigt.Die angenommene Volatilität basiert auf der durchschnittlichen Erwartung des Kapitalmarkts.Es wurden keine weiteren als die oben dargestellten Marktbedingungen in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes einbezogen.Aus diesen 781.854 Rechten ergab sich unter Berücksichtigung der erwarteten Fluktuation im Geschäftsjahr 2009 ein Personalaufwand in Höhevon 2.207 TEUR (i.Vj.: 2.248 TEUR). Dieser Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.3 |Die unter dem Management Incentive Plan 2007 (MIP III) gewährten Rechte haben sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt:Bestand per 31.12.2008GewährtAusgeübtVerfallen/AbgelaufenBestand per 31.12.2009Davon ausübbar zum 31.12.2009AnzahlausstehendeRechte1.919.000204.000–241.1461.881.8540GewichtetedurchschnittlicheRestlaufzeit(in Jahren)7,56,5GewichteterdurchschnittlicherAusübungspreisje Recht(in EUR)72,3672,36Aggregierterinnerer Wert(in TEUR)07.603Performance-Phantom-Share-ProgrammEin Teil der variablen Vorstandsvergütung wird als mittelfristiger Vergütungsbestandteil basierend auf einem Performance-Phantom-Share-Programm ausgezahlt. Wie im letzten Jahr wird der das Geschäftsjahr 2009 betreffende Anteil zum Februar 2010 zum Durchschnittskurs derSoftware AG-Aktie abzüglich 10 Prozent in virtuelle Aktien (PPS) umgerechnet. Die daraus resultierende Aktienstückzahl wird in drei gleichenTranchen mit Laufzeiten von einem, zwei und drei Jahren fällig gestellt. Zum Fälligkeitszeitpunkt im März der Jahre 2010 bis 2012 wird dieAnzahl der PPS mit dem dann aktuellen Durchschnittskurs der Aktie des Monats Februar multipliziert. Dieser Betrag wird um die prozentuale Über-/Unterperformance der Aktie gegenüber dem Index TecDAX angepasst und kommt zur Auszahlung an die Vorstandsmitglieder. Die bis zur Auszahlungeiner Tranche PPS an die Aktionäre der Software AG ausgeschüttete Dividende pro Aktie wird mit dem gleichen Betrag je PPS an dieVorstandsmitglieder ausgezahlt.Für die 2010 fälligen PPS können die Vorstandsmitglieder anstelle der Auszahlung die Verlängerung fälliger PPS für einen Zeitraum von 6 Jahrenwählen. Während des Verlängerungszeitraums kann das Vorstandsmitglied viermal jährlich, jeweils nach Veröffentlichung der Finanzergebnisseder Gesellschaft, die Auszahlung verlängerter PPS verlangen. Die Anzahl an PPS wird über die verlängerte Laufzeit um die prozentuale Über-/Unterperformance der Software AG-Aktie gegenüber dem Index TecDAX angepasst. Die Anpassung ist auf 50 Prozent nach oben und untenbegrenzt.Zum Auszahlungszeitpunkt wird die Anzahl an PPS mit dem Durchschnittskurs der Software AG-Aktie des sechsten bis zehnten Handelstagesnach Veröffentlichung der Finanzergebnisse multipliziert. Die bis zum Auszahlungszeitpunkt der PPS an die Aktionäre der Software AG ausgeschütteteDividende pro Aktie wird mit dem gleichen Betrag je PPS an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt.Aus diesem Programm entstanden im Geschäftsjahr 2009 Personalaufwendungen in Höhe von 5.932 TEUR (i. Vj.: 3.995 TEUR).Die Rückstellung für die unter dem Performance-Phantom-Share-Programm ausstehenden Rechte betrug zum 31. Dezember 2009 12.902 TEUR(i.Vj.: 6.814 TEUR).Der innere Wert der zum 31. Dezember 2009 ausübbaren Rechte unter dem Performance-Phantom-Share-Programm betrug zum 31. Dezember2009 2.231 TEUR (i.Vj.: 0 TEUR).Software AG Geschäftsbericht 2009 119


03_ Konzernanhang | sonstige erläuterungen38_ ORGANEMitglieder des Aufsichtsrats:Frank F. BeelitzVorsitzender (bis 30. April 2009)unabhängiger Investmentbanker (Beelitz & Cie., Frankfurt am Main)wohnhaft: Bad Homburg v.d.H.Aufsichtsratsmandate:Mitglied des Aufsichtsrats Südwestbank AG, StuttgartMitglied des Aufsichtsrats IVG Immobilien AG, BonnWilli BerchtoldDipl.-Oec.Vorstand Finanzen, Controlling, Informatik bei ZF Friedrichshafen AG,wohnhaft: ÜberlingenAufsichtsratsmandate:Mitglied des Aufsichtsrats Lufthansa Systems AG, KelsterbachVorsitzender des Aufsichtsrats ZF Boge Elastmetall GmbH, BonnMitglied des Aufsichtsrats ZF Sachs AG, SchweinfurtMitglied des Aufsichtsrats ZF Lemförder GmbH, LemfördeMitglied des Aufsichtsrats ZF Passau GmbH, PassauMitglied des Aufsichtsrats ZF Getriebe GmbH, SaarbrückenMitglied des Aufsichtsrats ZF Lenksysteme GmbH, Schwäbisch GmündMitglied des Aufsichtsrats SupplyOn AG, Hallbergmoos (seit 19. Juni 2009)Mitglied des Aufsichtsrats Bundesdruckerei GmbH, Berlin (seit 17. Juli 2009)Vorsitzender des Aufsichtsrats Bundesdruckerei GmbH, Berlin (seit 14. Dezember 2009)Dr. Andreas Bereczkystellv. Vorsitzender (bis 30. April 2009)Vorsitzender (seit 30. April 2009)Produktionsdirektor ZDF, Mainzwohnhaft: EschweilerAufsichtsratsmandate:stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Alfabet AG, BerlinRainer BurckhardtArbeitnehmer-VertreterMitarbeiter der SAG Deutschland GmbHBetriebsratsvorsitzender am Standort Darmstadtwohnhaft: DarmstadtAufsichtsratsmandate:keineHeinz Otto GeidtDiplom-BetriebswirtMitglied (seit 30. April 2009)Direktor Vermögensverwaltung Software AG-Stiftung, Darmstadtwohnhaft: Kelkheim/Ts.Aufsichtsratsmandate:Vorsitzender des Aufsichtsrats Bingenheimer Saatgut AG, EchzellVorsitzender des Beirats AMC Advanced Medical Communication Holding GmbH, HamburgMitglied des Beirats Birken GmbH, Niefern-ÖschelbronnMonika NeumannArbeitnehmer-VertreterinMitarbeiterin der SAG Deutschland GmbHGesamtbetriebsratsvorsitzendewohnhaft: SchlierseeAufsichtsratsmandate:keine120Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernanhang | sonstige ErläuterungenAlf Henryk WulfDiplom-Ingenieurstellv. Vorsitzender (seit 30. April 2009)Vorstandsvorsitzender der Alcatel-Lucent Deutschland AG, Stuttgartwohnhaft: StuttgartAufsichtsratsmandate:Mitglied des Aufsichtsrats Alcatel-Lucent Network Services GmbH, DüsseldorfMitglieder des Vorstands:Karl-Heinz StreibichDipl.-Ingenieur (FH) NachrichtentechnikVorstandsvorsitzenderStrategic Marketing, Human Resources, Internal Audit / Processes & Quality, Legal Affairs, Corporate Communicationwohnhaft: Radolfzell3 |David BroadbentKaufmannVorstandChief Operating OfficerRegion East (Asia/Pacific, Nordic, Central Europe, South Africa)wohnhaft: Frilsham, Hermitage/Thatcham, Berkshire, UKMark EdwardsKaufmannVorstandChief Operating OfficerRegion West (North America, Latin America, Northern, Western and Southern Europe)wohnhaft: Ascot, Berkshire, UKHolger FriedrichInformatikerVorstand (bis 13. März 2009)Global Professional Serviceswohnhaft: BerlinDr. Peter KürpickPhysikerVorstandChief Product Officerwohnhaft: DarmstadtIvo TotevDiplom-Ingenieur ElektrotechnikVorstand (seit 13. März 2009)Chief Services Officer Global Consulting Serviceswohnhaft: GießenArnd ZinnhardtDiplom-KaufmannVorstandChief Financial OfficerFinanzwesen, Treasury, Controlling, Business Operations, Steuern, Globaler Einkauf, M&A, Investor Relations, Global IT,Support und Administrationwohnhaft: Kelkheim/Ts.Software AG Geschäftsbericht 2009 121


03_ Konzernanhang | sonstige erläuterungenDie Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2009 14.794 TEUR (Vj. 9.066 TEUR).Aufgrund der Änderung der Textziffer 4.25 des Corporate Governance Kodex wurden die Vergleichswerte des Vorjahres entsprechend angepasst.Im Geschäftsjahr 2009 wurden einem Vorstandsmitglied 150.000 Aktienoptionsrechte aus dem Management Incentive Plan III (MIP III) gewährt(i.Vj.: 150.000) und 150.000 Aktienoptionsrechte eingezogen (i.Vj.: 125.000). Die zugesagten Aktienoptionsrechte hatten im Zusagezeitpunkteinen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 11,00 Euro je Recht (i.Vj.: 6,22 Euro).Aus dem Performance-Phantom-Share-Programm erhielten die Vorstandsmitglieder insgesamt 50.728 Performance-Phantom-Shares(i.Vj.: 71.962). Die zugesagten Performance-Phantom-Shares hatten zum Zeitpunkt der Gewährung einen beizulegenden Zeitwert in Höhe vonjeweils 83,08 Euro (i.Vj.: 49,82 Euro) pro Performance Phantom Share.Die Bezüge ehemaliger Vorstände betrugen 190 TEUR (i.Vj.: 291 TEUR).Die Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder betrugen 2.143 TEUR (i.Vj.: 1.765 TEUR).Weder im Geschäftsjahr 2009 noch im Geschäftsjahr 2008 hat die Software AG den Vorständen Vorschüsse oder Kredite gewährt.Detaillierte Angaben zur Vorstandsvergütung sind in dem im Corporate Governance Bericht enthaltenen Vergütungsbericht als Bestandteil desLageberichts dargestellt.Vergütung des AufsichtsratsDie Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 285 TEUR (i.Vj.: 519 TEUR).Weder im Geschäftsjahr 2009 noch im Geschäftsjahr 2008 hat die Software AG den Aufsichtsräten Vorschüsse oder Kredite gewährt.Detaillierte Angaben zur Aufsichtsratsvergütung sind in dem im Corporate Governance Bericht enthaltenen Vergütungsbericht als Bestandteil desLageberichts dargestellt.39_ TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENDie Software AG Stiftung hat der Software AG für die Finanzierung der IDS Scheer-Akquisition Mittel in Höhe von 45 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.Dies erfolgte im Rahmen eines nachrangigen Schuldscheindarlehens eines Spezialfonds, an dem die Software AG Stiftung zu 100 Prozent beteiligtist. Der Zinssatz des Schuldscheindarlehens ist marktgerecht. Das Schuldscheindarlehen ist ein endfälliges Darlehen mit einer Laufzeit bis August 2013.Die Software AG Stiftung hält 29,0 Prozent der ausstehenden Aktien der Software AG.40_ HONORARE DER ABSCHLUSSPRÜFERIn der Position allgemeine Verwaltungskosten sind Aufwendungen für Honorare des Konzernabschlussprüfers BDO Deutsche Warentreuhand AG inHöhe von 1.039 TEUR (i.Vj.: 384 TEUR) enthalten. Davon entfallen 938 TEUR (i.Vj.: 286 TEUR) auf die Abschlussprüfung der inländischen Gesellschaftenund des Konzerns sowie 27 TEUR (i.Vj.: 8 TEUR) auf Steuerberatungsleistungen und 74 TEUR (i.Vj.: 90 TEUR) auf sonstige Prüfungsleistungen.41_ EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEin Softwareunternehmen aus Virginia, USA, hat die Software AG USA Inc. und die Software AG zusammen mit elf weiteren Beklagten, darunterauch IBM und SAP, im Februar 2010 auf Verletzung mehrerer ihrer Software-Patente verklagt. Die Klage wurde vor einem Gericht in Virginia,USA, anhängig gemacht. Das Verfahren befindet sich in einem sehr frühen Stadium. Ein Termin für die Hauptverhandlung wurde noch nichtfestgesetzt.Der am 24. November 2009 geschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der SAG Beteiligungs GmbH und derIDS Scheer AG wurde am 11. Februar 2010 in das Handelsregister beim Amtsgericht Saarbrücken eingetragen und ist damit rechtswirksam.Die beiden Unternehmen stehen nunmehr unter einheitlicher Leitung.Die Software AG hält inzwischen rund 91 Prozent der IDS Scheer-Aktien. Wie am 4. Februar 2010 veröffentlicht, plant die Software AG eineVerschmelzung der beiden Unternehmen. Im Rahmen dieser Fusion erhalten die verbliebenen Minderheitsaktionäre Aktien der Software AGim Umtausch gegen ihre Anteile an der IDS Scheer AG. Dazu kauft die Software AG derzeit bis zu 400.000 eigene Aktien am Markt zurück. DieSoftware AG geht davon aus, die komplette Übernahme bis Ende dieses Jahres abzuschließen.122Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernabschluss | Sonstige Erläuterungen42_ ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Gesellschaft hat die Erklärung zur Unternehmensführung am 26. Februar 2010 abgegeben und wird sie im März 2010 auf der Homepageunter http://www.softwareag.com/de/ir/corpgovernance/default.asp der Öffentlichkeit zugänglich machen.Diese Erklärung beinhaltet die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG, welche am 17. Dezember2009 gesondert abgegeben und auf der Homepage unter http://www.softwareag.com/de/ir/corpgovernance/default.asp veröffentlicht wurde.43_ BEFREIUNG DER INLÄNDISCHEN KONZERNGESELLSCHAFTEN GEMÄSS § 264 ABS. 3 HGBDie in den Konzernabschluss der Software AG einbezogenen Gesellschaften SAG Deutschland GmbH, Darmstadt, SAG East GmbH – A SoftwareCompany, Darmstadt, und SAG Consulting Services GmbH, Darmstadt, und Software Financial Holding GmbH, Darmstadt, sind mit Zustimmungder Gesellschafterversammlungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines den Vorschriften für Kapitalgesellschaftenentsprechenden Jahresabschlusses und dessen Prüfung und Offenlegung befreit.Zeitpunkt und Freigabe der VeröffentlichungDer Vorstand der Software AG hat den Konzernabschluss am 26. Februar 2010 genehmigt.3 |Darmstadt, den 26. Februar 2010Software AGK.-H. StreibichD. BroadbentM. Edwards Dr. P. KürpickI. Totev A. ZinnhardtSoftware AG Geschäftsbericht 2009 123


03_ Konzernanhang | VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERVersicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichenVerhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlaufeinschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendesBild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.Darmstadt, den 26. Februar 2010Software AG...................................... ......................................K.-H. StreibichD. Broadbent...................................... ......................................M. Edwards Dr. P. Kürpick...................................... ......................................I. Totev A. Zinnhardt124Software AG Geschäftsbericht 2009


03_ Konzernabschluss | BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Software Aktiengesellschaft, Darmstadt aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung,Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage desKonzerns und der Software Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellungvon Konzernabschluss und Bericht über die Lage des Konzerns und der Software Aktiengesellschaft nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwendensind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichenVertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschlussund den Konzernlagebericht abzugeben.Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschenGrundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten undVerstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften unddurch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheiterkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftlicheund rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeitdes rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlageberichtüberwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschlusseinbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätzeund der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und desKonzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.3 |Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EUanzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften insgesamt und vermittelt unterBeachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.Der Bericht über die Lage des Konzerns und der Software Aktiengesellschaft steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamtein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und der Software Aktiengesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigenEntwicklung zutreffend dar.Frankfurt am Main, den 28. Februar 2010BDO Deutsche WarentreuhandAktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaftgez. SchulzWirtschaftsprüfergez. SartoriWirtschaftsprüferinSoftware AG Geschäftsbericht 2009 125


04_ service | IndexindexAdabas U2, U4, 12, 19, 50, 55, 63, 75Akquisitionen 30, 52, 59, 60, 70, 71, 75, 81, 84, 87, 93, 99,100, 101, 102, 103, 104, 105, 111, 112Aktie U3, 3, 5, 16, 26, 27, 28, 29, 35, 42, 45, 53, 59,60, 68,75, 78, 94, 98, 108, 110, 111, 116, 117, 118, 119Anlagevermögen 103, 117Application Modernization U4, 66Aufsichtsrat 5, 16, 27, 30, 33, 42, 44, 45, 46, 47, 60, 68, 111Bestätigungsvermerk 46, 77, 125Bilanz 8, 25, 62, 84, 114, 125Business Process Management 11, 14, 17, 18, 20, 21, 22, 23, 44,50, 51, 52, 53, 55, 56, 71, 75, 93Cashflow U3, 8, 27, 53, 55, 57, 60, 61, 81, 91, 111, 113,114, 115, 116, 118CentraSite U4, 17, 19, 23, 24, 25, 52, 56, 63, 64Corporate Governance 3, 28, 30, 31, 33, 38, 47, 75, 122, 123Dividende U3, 5, 27, 35, 60, 111, 119EBIT-Marge U2, 26, 53, 57, 58Eigenkapital U3, 61, 62, 72, 79, 80, 82, 88, 91, 92, 97, 104,107, 111, 114Ergebnisentwicklung 34, 49, 58, 59ETS 4, 6, 7, 11, 13, 50, 51, 52, 56, 58, 59, 62, 63, 64,71, 75, 96, 101, 102, 112Gewinn- und Verlustrechnung 77, 78, 84, 88, 89, 90, 91, 96, 97, 98, 113, 125Investitionen 4, 5, 11, 15, 49, 51, 60, 62, 63, 64, 67, 81, 103, 111Investor Relations 6, 28, 29, 31, 33, 121Jahresüberschuss 49, 59, 60Kapitalflussrechnung 49, 60, 77, 81, 125Konsolidierungskreis 87, 108Kunden U2, 3, 4, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 20,23, 49, 50, 51, 52, 53, 55, 56, 58, 62, 63, 64, 65,66, 67, 70, 71, 72, 73, 75, 88, 92, 93, 112, 113, 114Marketing 6, 45, 51, 57, 59, 62, 64, 65, 70, 71, 98, 121Marktposition 9, 49, 51, 56Mitarbeiter U2, U3, 4, 8, 10, 17, 49, 53, 62, 63, 64, 65, 66, 67,70, 71, 74, 98, 103, 106, 108, 109, 117, 118, 119, 120Nachtragsbericht 49, 73Natural U2, U4, 11, 12, 19, 21, 50, 56, 63, 75Organisation 17, 18, 21, 49, 50, 51, 65, 69, 71, 73Professional Services 51, 57, 121Prognose 74Regionen 68, 70Risiken 33, 52, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 113, 114, 118, 124, 125Segmentberichterstattung 111SOA U2, U4, 11, 12, 15, 19, 22, 23, 24, 50, 51, 52, 56, 63,64, 66, 75Strategie 3, 8, 10, 14, 15, 16, 18, 28, 44, 45, 46, 50, 51, 55,56, 57, 64, 65, 66, 67, 71, 74, 75TaminoU4Umsatzentwicklung 49, 53, 57, 101Vergütung 33, 34, 35, 38, 42, 43, 45, 47, 65, 89, 118, 122Vertrieb 21, 49, 57, 59, 62, 64, 65, 70, 71, 96, 98Vorstand 3, 5, 6, 7, 20, 27, 28, 30, 31, 33, 44, 46, 47, 50, 60, 61,63, 68, 69, 70, 108, 109, 110, 111, 120, 121, 123Wachstumstreiber 10, 11, 16, 52, 53, 58, 74, 75webMethods U2, U4, 4, 6, 7, 11, 12, 13, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22,23, 24, 25, 50, 51, 52, 56, 58, 59, 62, 63, 64, 65, 70,71, 75, 85, 86, 93, 96, 97, 100, 101, 102, 112webMethods, Inc. 64126Software AG Geschäftsbericht 2009


04_ service | FinanzkalenderFINANZKALENDERFinanzkalender201027. April 2010 Vorläufiges Ergebnis erstes Quartal 201021. Mai 2010 Hauptversammlung, Darmstadt, Deutschland29. Juli 2010 Vorläufiges Ergebnis zweites Quartal und Halbjahr 201027. Oktober 2010 Vorläufiges Ergebnis drittes Quartal 20102011Ende Januar 2011 Vorläufiges Ergebnis viertes Quartal und Gesamtjahr 20104 |Software AG Geschäftsbericht 2009127


04_ service | impressumIMPRESSUMHerausgeberSoftware AGCorporate CommunicationsUhlandstraße 1264297 DarmstadtGermanyTel. +49 61 51-92-0Fax +49 61 51-1191E-Mail: norbert.eder@softwareag.com128Software AG Geschäftsbericht 2009


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