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)HXHUZHKU - DLRG Bezirk Bergedorf eV

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EDITORIAL<strong>DLRG</strong>.info II /2007GrusswortLiebe Kameradinnen und Kameraden,ich freue mich über die Gelegenheit, Ihnen als Leiter der Feuerwehr Hamburgan dieser Stelle die besten Wünsche für eine erfolgreiche Arbeit in den <strong>Bezirk</strong>en<strong>Bergedorf</strong>, Oberelbe, Wandsbek und Feuerwehr des LandesverbandesHamburg der <strong>DLRG</strong> übermitteln zu können.Klaus MaurerAmtsleiter der Feuerwehr HamburgSeit 1976 bin ich selbst Mitglied der <strong>DLRG</strong> und verfüge über langjährigeErfahrungen im Wasserrettungsdienst. In enger Kameradschaft mit denKollegen des <strong>Bezirk</strong>es Feuerwehr Hamburg, die seit fast 40 Jahren einenStrandabschnitt in Süssau an der Ostsee betreuen, verbrachte ich so manchenSommer in dem benachbarten Rosenfelde als Rettungsschwimmer,Bootsführer und Wachleiter. In der Ortsgruppe Elberfeld, im <strong>Bezirk</strong> Wuppertalund im Landesverband Nordrhein war ich mit einer Reihe von Ämtern betraut.Dass mich nunmehr eine ganz andere Funktion nach Hamburg geführt hat,lässt alte Verbindungen wieder aufleben. Es war für mich daher eineSelbstverständlichkeit, meine Mitgliedschaft in der <strong>DLRG</strong> Wuppertal-Elberfeldauf den <strong>Bezirk</strong> Feuerwehr in Hamburg zu übertragen. Die ehrenamtlicheTätigkeit innerhalb der <strong>DLRG</strong> ist vielseitig. In allen Bereichen der Wasserrettungund der Schwimmausbildung gibt es für fast jeden eine schöne, sinnvolle undbefriedigende Aufgabe. Aktuell gewinnt gerade das Thema Schwimmausbildungimmer mehr an Bedeutung. Die Zahlen der diesjährigenBadesaison sprechen Bände. Trotz des wechselhaften Wetters sind inDeutschland 2007 bisher mindestens 360 Menschen ertrunken. Diese Zahlwäre noch höher, wenn nicht couragierte Menschen etwa 250 Personen vordem Ertrinken gerettet hätten.In der Bevölkerung steigt aus unterschiedlichsten Gründen die Zahl derNichtschwimmer. Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die Arbeit der <strong>DLRG</strong>,die sich seit Jahrzehnten unermüdlich, Woche für Woche derSchwimmausbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene widmet. Gerneerinnere ich mich an die Augen glücklicher Kinder, die das Seepferdchengeschafft haben und als äußeres Zeichen der eigenen Sicherheit den Aufnäherfür den Badeanzug/die Badehose in Händen halten.Neben den konkreten Aufgaben in der Schwimmausbildung und imWasserrettungsdienst ist das ehrenamtliche Engagement aller <strong>DLRG</strong>`ler imdoppelten Sinn ein wichtiges Element im Zusammenhalt unserer Gesellschaft.Dankbar denke ich an die vielen Stunden an den Wachen und im Anschluss andie Ausbildungsabende zurück, in denen aus guter Kameradschaft vieleFreundschaften geworden sind. Als heute hauptamtlich Verantwortlicher binich froh, dass es Menschen wie Sie gibt, die sich in den Dienst derAllgemeinheit stellen und so ein Stück Gemeinschaft in alle Lebensbereichetragen.Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude an Ihrer verantwortungsvollenTätigkeit am Beckenrand, an den Seen, Flüssen und an der Küste. Kehren Sieimmer gesund und erfolgreich von Ihren Einsätzen zurück.Ihr Klaus Maurer1


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007RathausFoto: Pressestelle des Senats/Koch2


EDITORIAL<strong>DLRG</strong>.info II /2007GrusswortLiebe Kameradinnen und Kameraden,liebe Freunde der <strong>DLRG</strong>,Folke Rolf Carstens<strong>Bezirk</strong>sleiter Feuerwehrnun liegt die zweite Ausgabe unserer <strong>DLRG</strong>.Info in euren Händen.Durch viel und vor allem ehrenamtliche Arbeit ist es wieder gelungen, einesehenswerte Info herauszugeben! Informativ, regional aktuell, mit interessantenBeiträgen sowohl für aktive als auch passive Mitglieder.Regelmäßig eine Zeitschrift herzustellen bedarf natürlich auch einerFederführung. Unser besonderer Gruß und Dank gilt deshalb dem <strong>Bezirk</strong><strong>Bergedorf</strong>, insbesondere dem LDÖ Thorsten Walter. Trotz vieler Anfechtungenund Schwierigkeiten hat sich unser Kamerad nicht beirren lassen und inZusammenarbeit mit dem Verlag „Hanseatischer Verlag Koller GmbH“ fürunsere Mitgliederzeitschrift gekämpft. Dabei ist die Kostenneutralität der<strong>DLRG</strong>.Info für die <strong>Bezirk</strong>e von ganz besonderer Bedeutung. Durch dieHerausgabe unserer neuen, wie eigentlich auch alten Mitgliederzeitschrift sindim Wesentlichen zwei Ziele erreicht worden.Zum einen können die <strong>Bezirk</strong>e ausführlich regional berichten. Dies stellt denInformationswunsch der Mitglieder über ihre eigenen <strong>Bezirk</strong>e sicher und sorgtauch für eine ausreichende Übersicht über die Aktivitäten weiterer <strong>Bezirk</strong>e.Zum anderen, und dies ist zumindest für den <strong>Bezirk</strong> Feuerwehr sehr wichtig,können wir im Vergleich zur viel diskutierten Alternative eine Menge Geld sparenund so die wertvollen Beiträge unserer Mitglieder zielgerichteter und mitSicherheit auch sinnvoller ausgeben. Der verantwortungsvolle Umgang mitden knappen finanziellen Ressourcen sollte für sämtliche gemeinnützigenVereine und Organisationen höchste Priorität besitzen, wohl wissend, dass dieGewinnung und langfristige Bindung von Mitgliedern immer schwieriger wird.Fast 80 % unserer Kameraden im <strong>Bezirk</strong> Feuerwehr sind passive Mitglieder, diemit einem feinen, sensiblen Gespür für die Aufgaben des Vereins und di<strong>eV</strong>erwaltung der uns anvertrauten Beiträge unsere Arbeit beobachten. DieseKameradinnen und Kameraden verfolgen durch ihre Mitgliedschaft lediglichein Ziel, sie möchten durch ihre Beiträge die Arbeit des <strong>Bezirk</strong>es unterstützen.Es gilt für die <strong>Bezirk</strong>e, sich auf kommende Aufgaben, aber auch auf die sich inder heutigen Zeit ergebenen Probleme gut gerüstet zu zeigen und Lösungenzu finden. Aus meiner Sicht ist diese Mitgliederzeitschrift eine gute Lösung, dieuns zusätzliche Sorgen abnimmt oder verhindert.Ich wünsche also unserer <strong>DLRG</strong>.info viel Zuspruch und damit Erfolg, diesnatürlich auch allen Kameradinnen und Kameraden für zukünftige Vorhabenim Sinne unserer gemeinsamen Aufgabe.Folke Rolf Carstens3


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007RETTUNGSSPORTNIVEA-CUP Warnemünde - 23.07.20074Fotos: Heinz Schmalz-Markuse


WASSERRETTUNGSDIENST<strong>DLRG</strong>.info II /2007Hamburgs neue Wasserretter„Praxis statt Theorie“ begeistert TeilnehmerVoller Stolz konnten die zehn Teilnehmerder Fachausbildung Wasserrettungsdienst(FA WRD) am 8. Juli ihre Urkunden auf derRettungswache am Hohendeicher See inEmpfang nehmen.Die theoretischen Anteile hatten ThorstenWalter und Markus Klampe, die denLehrgang leiteten, auf das Nötigstebeschränkt. „Wir wollten, dass die jungenRettungsschwimmer viele praktischeErfahrungen mit nach Hause nehmen können",sagte Thorsten Walter. So kostete dererste Sprung in den 21 Grad warmen Seemanch einen zunächst noch Überwindung.Zur Prüfung wollte sich aber keinermehr die Blöße geben, mit einemNeopren-Anzug anzutreten. Dank derlogistischen Unterstützung von Annika, diewährend des ganzen Lehrgangs für dasleibliche Wohl sorgte, konnten sich dieRetter voll auf ihre Ausbildung konzentrieren.Ganz ohne Theorie kamen die Schwimmerdabei nicht aus. In der schriftlichenPrüfung mussten sie 30 Fragen aus denBereichen Recht und Versicherung,Gefahren im und am Wasser, Verhalten beiRettungen und auf dem Rettungsbootbeantworten. Zum Beispiel wie man dieBrandungszone im Meer seewärts durchschwimmt.So schlechtes Wetter, dass dieangehenden Wasserretter im HohendeicherSee Wellenkämme hätten durchtauchenmüssen, gab es dann doch nicht.Fachausbildung WRDHinten (v.l.n.r.): Kai Hufenbach, Marcel Kalb, Tim Borchert, Ute Bliederhäuser, Christian Röscheisen,Björn Deiventhal. Vorne: Anika Rosenau, Marcel Schulte, Katja Kabisch, Lea Sophy Malzahn.Die kombinierte Übung forderte dieTeilnehmer aber auch so: 100 MeterAnschwimmen mit ABC-Ausrüstung(Flossen, Maske und Schnorchel),Antauchen einer Puppe in 3 Meter Tiefe,Heraufholen der Puppe und über 50 Meterzum Rettungsboot schleppen. BeimErklimmen des Bootes halfen dieBootsgasten mit, und der Retter konntesich voll auf die Herz-Lungen-Wiederbelebung konzentrieren, bevor dasBoot den rettenden Steg erreichte.In der realitätsnahen Einsatzübung, dieDie Fachausbildung soll von jedem Mitglied vor dem Einsatz im Wasserrettungsdienstdurchlaufen werden und ist Voraussetzung für weitergehendeLehrgänge und Prüfungen.VoraussetzungenInhalte• Mindestalter 16 Jahre• Einführungsveranstaltung Wasserrettungsdienst• Mitgliedschaft in der <strong>DLRG</strong>• Einführung und Organisation im Wasserrettungsdienst• ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung • Besondere Gegebenheiten im Wasserrettungsdienst• Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber • Grundlagen der Einsatzlehre• Erste Hilfe-Lehrgang (8 Doppelstunden) • Revierkunde• Sanitätslehrgang A• Seemannschaft und praktische Ausbildung• Deutsches Schnorcheltauchabzeichen (DSTA) • Rettungsschwimmpraxis• Sprechfunkunterweisung• Betreutes Praktikumden Abschluss der Fachausbildung darstellte,konnten die Teilnehmer dann nochzeigen, dass sie die Inhalte von theoretischerund praktischer Ausbildung verbindenund auch unter Stress anwenden können.Mit Funk, Rettungsboot, Rettungsboje,Trage und Sanitätsausrüstung bezogendie Trupps ihre Posten am See. ImLaufe der Übung war ein ermüdeterSchwimmer zu retten, eine Wirbelsäulenverletzungnach Sprung ins Wasserzu versorgen und das verlorene Kind eineraufgeregten Mutter zu suchen. DerWachleiter, der ebenfalls aus dem Kreis derAuszubildenden gestellt wurde, musstedas gesamte Einsatzgeschehen koordinieren.Als nach bestandener Prüfung alle angetretenenRettungsschwimmer ihreUrkunden bekommen hatten, konnte manTeilnehmern und Ausbildern die Erleichterungansehen. Alle hatten drei Wochenendengroßen Einsatz gezeigt und es sichnun verdient, den fehlenden Schlaf nachzuholen.Thorsten Walter5


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007WASSERRETTUNGSDIENSTFachberater WasserrettungNeues HandbuchGefahrenabwehr bei Hochwasserlagenbedeutet hohen Koordinierungsbedarf.Dies gilt sowohl für die Verwaltung wie fürdie Einsatzkräfte. Personelle und materielleRessourcen müssen flächendeckendbekannt und abrufbar sein. Die Wasserrettungmuss über Einheiten verfügen, dieüber Kreis-, <strong>Bezirk</strong>s- und Landesgrenzenhinaus einsetzbar sind. Großverbände mitFeuerwehrangehörigen, Helferinnen undHelfern der Hilfsorganisationen und desTHW kommen zukünftig gemeinsam zumEinsatz. Fachberater Wasserrettung werdendaher zunehmend zu unerlässlichenPartnern der Führungskräfte bei der zügigenund erfolgreichen Schadensbekämpfung,insbesondere bei Hochwasserlagen.Mit dem Handbuch vermitteltWolfgang Kast einen praxisnahenZugang zum Thema FachberaterWasserrettung. Kast war zehn JahreGeschäftsführer im <strong>DLRG</strong>-LandesverbandWürttemberg.Es werden die Voraussetzungen für den spezifischenEinsatz der Fachberater dargestellt.Angesprochen werden so unterschiedlicheDimensionen wie fachliche Qualifikation,Persönlichkeit, Ausbildung und Aufgaben,Arbeitsmittel, der Einsatz, die Einrichtungvon Fachberatergruppen sowie Führungsorganisation,Führungsmittel, Wasserrettungund Hochwasser, Rechtsgrundlagen,Bedarfsnotwendigkeit für Vorhaltungender Wasserrettung und derenKosten.Das Handbuch geht von derGrundthese aus, dass der Fachberatererster Ansprechpartner ist,wenn es um fachliche Fragen derWasserrettung, die Möglichkeitenund Grenzen der Kräfte und Mittelund um konkrete Vorschläge zurBewältigung der Lage geht. DerFachberater muss vernetzt denken,die Kapazitäten aller im Einsatzraumzur Verfügung stehenden Kräfte undMittel erfassen und den bestmöglichenLösungsvorschlag erarbeiten.Der Autor macht die Notwendigkeiteiner neutralen und organisationsunabhängigenBeratung durch den Fachberaterdeutlich und sieht den Fachberater nichtals Vertriebsbeauftragten einer Hilfsorganisation.Er setzt sich konstruktiv kritisch mit denprivaten Hilfsorganisationen auseinanderund gibt Einblicke in deren Vereins- undEinsatzstruktur.Durch seine Erfahrungen aus der praktischen<strong>DLRG</strong>-Arbeit kann der Autor auchSpannungsfelder zwischen Vereinsstrukturund Einsatzorganisation berücksichtigen.Dass Kast die<strong>DLRG</strong> dabei als einen Partnermit bestimmten Fähigkeiten zur Wasserrettungin das Gesamtkonzept derGefahrenabwehr einordnet, wirkt bodenständigund sollte einigen FunktionärenAnlass dazu geben, die eigene Rolleebenfalls realistisch einzuschätzen undzielgerichtet weiter zu entwickeln.Thorsten WalterDer Autor Wolfgang KastW. K., Jahrgang 1957, war von 1995 bis2005 Geschäftsführer des <strong>DLRG</strong>-LandesverbandesWürttemberg e.V. Die von ihmmit erarbeitete „Konzeption über dieDurchführung der Wasserrettung in Baden-Württemberg“ wie auch die von ihm verfassten„Hinweise zur Sicherstellung derHilfeleistung auf, in und an oberirdischenGewässern in Baden-Württemberg“ fandenweit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus Beachtung.Beim Elbehochwasser 2002 war er alsMitglied des Katastrophenschutzstabes desLandkreises Torgau /Oschatz (Sachsen) für6die Koordination von Feuerwehr, THW,Bundeswehr, <strong>DLRG</strong> und DRK-Wasserwachtbei Deichsicherung und Wasserrettungmitverantwortlich.Für seinen beispielhaften Einsatz und inAnerkennung der Verdienste um Volk undStaat wurde ihm im Oktober 2002 vomBundespräsidenten in Berlin das Bundesverdienstkreuzverliehen.Inzwischen ist er freiberuflich als Projektleiterfür das Steinbeis Transferzentrum fürOrganisationsmanagement und Gutachter/Sachverständigerfür Wasserrettungtätig.Wolfgang KastFACHBERATER WASSERRETTUNGRingordner DIN A 4308 Seitenzahlreiche farbige Abbildungen,Zeichnungen, Tabellen CD-ROMISBN 978-3-940286-05-5€ 59,00


TAUCHEN<strong>DLRG</strong>.info II /2007Die roten Helfer der <strong>DLRG</strong>Ihr Hobby: „Leben retten“Mit 30 PS im Einsatz für verunglückte Menschen: Das High-Tech-Schlauchboot „Adler Hamburg 13/43“ wird auf den <strong>Bergedorf</strong>er Badeseen eingesetzt. Foto: SEVCUMAR/Andrewsws. Keine Chance auf einengeruhsamen Sommerabend fürden 30-jährigen Thorben Berger:von Westen baut sich eineGewitterfront auf und danngibt auch noch der Funkmeldeempfänger(„Pieper“) Alarm.„THWAY Person im Wasser“vermeldet die Leitstelle derDeutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (<strong>DLRG</strong>) <strong>Bergedorf</strong>Es ist Mittwochabend, eine Minutenach 18 Uhr, und irgendwoim bis zu zwölf Meter tiefenWasser des Boberger Sees sollein Schwimmer plötzlich verschwundensein.Die Fahrt vom <strong>DLRG</strong>-Heimam Ladenbeker Furtweg hinausins Naturschutzgebiet scheinteine Ewigkeit zu dauern. DerVersorgungsweg ist schmal undfür Fahrzeuge normalerweisegesperrt. Es ist 18.07 Uhr, alsdie weiß-roten Einsatzfahrzeugeder <strong>DLRG</strong>-Wasserrettung mitRettungsboot samt 30-PS-Außenbordmotoran der Notrufsäulebeim See eintreffen, woein aufgeregter Augenzeuge bereitsungeduldig wartet.Einsatzleiter Markus Klampeist skeptisch. „Wir kommenhier immer zu spät, seit unsereRettungsstation vor vier Jahrenwieder mal abgebrannt wurde.Bis das Boot im Wasser ist unddie Taucher vor Ort, vergehenzehn Minuten – so langekommt kein Mensch ohne Sauerstoffaus“. Zudem sorgen ungenaueZeugenaussagen fürZeitverlust. So fällt dem Badegasterst später ein, dass einSchwimmer versucht habe,den Ertrinkenden zu rettenund jetzt ebenfalls nicht mehrzu sehen sei.„Zehn-Einundziebzig vonZehn-Null““ knarrt das Funkgerät.„10/0“ ist die Einsatzzentrale,„10/71“ einer der fünf„Einsatztaucher“, die bei Bedarfangefordert werden.Inzwischen ist der Himmelpechschwarz. Blitze zuckenüberm See. Der erste Schwimmerbleibt verschwunden, dafürtaucht ein junger Mann auf,völlig durchnässt – der zweiteSchwimmer.„Eigensicherung geht vor.Keiner geht ins Wasser“, mahntder Einsatzleiter. „Jetzt nach einemErtrunkenen zu suchen,wäre unverantwortlich“. FünfMinuten nach 20 Uhr wird derEinsatz abgebrochen. „Das wareine sehr realistische Übung,stimmt’s?“, sagt Thorsten Walter,der Pressesprecher der<strong>DLRG</strong> <strong>Bergedorf</strong>.Mindestens vier größereAlarmübungen gibt es alleinfür die 32 <strong>DLRG</strong>-Aktiven imRaum <strong>Bergedorf</strong> jedes Jahr. Eineder ehrenamtlichen Lebensretterist Birte Klampe, 29 Jahreund Erzieherin in einem <strong>Bergedorf</strong>erKindergarten. In einemZeltlager hat sie vor sieben Jahrendie <strong>DLRG</strong> schätzen gelernt.Und Ehemann Markus.Die besonders herzlicheFreundschaft innerhalb derGruppe ist es auch, die ThorbenBerger bis zu fünf Tage proWoche („meine Frau trägt’s mitFassung“) an die RettungsstationenEichbaum- und HohendeicherSee zieht. Seine Hauptaufgabe:Augen offen halten“.Dass er dabei von weiblichenFans umlagert wird wie RettungsschwimmerDavid Hasselhoffin „Baywatch“, daskann er allerdings nicht behaupten.„Höchstens von Kindern,die ihr ,Seepferdchen‘-Abzeichen machen möchten“.Und sich vielleicht später malin einer <strong>DLRG</strong>-Jugendgruppezum „Junior-Retter“ ausbildenlassen möchten.Für Ruhm und Ehre? ThorbenBerger: „Da müsste manziemlich lange warten, so oftertrinkt hier zum Glück niemand“.Birte Klampe: „Das Boot insWasser, den zu Rettenden findenund ins Boot ziehen, denPuls fühlen – wenn es um Sekundengeht, hast du keine Zeitfür rührselige Träumereien“.So wie beispielsweise vor einigerZeit am Eichbaumsee.Der Ertrinkende überlebtedank der schnellen Retter – einDankeschön haben die freilichbis heute nicht gehört.Haben Sie Lust, die Lebensretterzu unterstützen? Informationengibt’s unterwww.dlrg.de und beim<strong>DLRG</strong> <strong>Bezirk</strong> <strong>Bergedorf</strong>, LadenbekerFurtweg 120, 21033Hamburg 040-7388738;<strong>DLRG</strong> Sachsenwald, Am Rosenplatz8. 21465 Reinbek, 040-7225111;<strong>DLRG</strong> Büchen, Postfach1226, 21511 Büchen, 04155-5664, buechen@sh.dlrg.de;<strong>DLRG</strong> Schwarzenbek, HamburgerStraße 51, 21493 Schwarzenbek,04151-7349;Die Stationen Geesthacht,Tesperhude und Lauenburg gehörenzum LandesverbandHamburg – <strong>Bezirk</strong> Oberelbe.<strong>DLRG</strong> Lauenburg, Hafenstraße27a, 04153-520197;<strong>DLRG</strong> Geesthacht: Elbuferstraße3, 04152-78494;<strong>DLRG</strong> Tesperhude, Campingplatz,04152-78474.Mit Herz und Seele bei der<strong>DLRG</strong>: Birte Klampe.Auch bei Dunkelheit bereit für den Tauchgang: Die <strong>DLRG</strong>-TaucherAndreas Odrich und Kurt Postier (v.links).Crewmitglied: Der 2. vermissteSchwimmer: Sven Jantschik.Autor und Fotos: Werner Staffen7


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007TAUCHENZu wenig Erfahrung, fremdesEquipment und falscher Ehrgeiz!Bei einem Testevent überschätztesich eine Taucherin maßlos undmusste einen hohen Preis dafürbezahlen.Kostenloses Tauchen mit neuem Equipmentund ein ansprechendes Rahmenprogramm!Ein Erfolgsrezept, auf dasauch ein sauerländischer Tauchshop setzte,als er seine potenzielle Klientel im letztenJahr zu einem großen Testevent aneinen nahe gelegenen Steinbruch lud.Mit Erfolg! Die Glut der Grillstation warnoch gar nicht entfacht, als sich bereitszahlreiche Taucher an den Produktständendrängelten, um das eine oderandere Hightech-Teil für den erstenTauchgang zu ergattern.Jackets, Atemregler und Anzüge: KeineFrage, die Produktpalette, mit der derShop aufwartete, konnte sich durchaussehen lassen und sämtliche Helfer warenmehr als ausgelastet. Daran auch noch8die Taucherfahrung oder das ärztlicheAttest jedes einzelnen Gastes zu kontrollieren,war überhaupt nicht zu denken.Und so gab man sich kurzerhand miteiner mündlichen Zusage zufrieden.Kalt und dunkelGetrieben vom Testgedanken, ging eskurz darauf mit einem Tauchlehrer undzwei weiteren Personen in die Tiefe.Zugegeben, ganz wohl war es Luise nichtmehr, als das Licht immer weniger unddie Temperaturen immer geringer wurden,aber sie hatte sich nun mal eineSache in den Kopf gesetzt und war festentschlossen, diese auch zu Ende zu bringen.Der erste Tauchgang (37 Meter, 26Minuten) endete tatsächlich ohneProbleme, sodass sich die vierköpfigeGruppe nach einer fast dreistündigenOberfächenpause ein weiteres Mal in denkalten Steinbruchsee wagte.Abermals tauchte das Team in eine Tiefevon 37 Metern und wieder biss Luise dieZähne zusammen. Zunächst verlief allesglatt, doch während des Aufstiegs - derTauchlehrer kontrollierte gerade dieFinimeter - geschah es: Luise wurdeschlagartig bewusst, dass ihr nur noch 50bar in ihrer Zehn-Liter-Stahlflasche zurVerfügung standen und geriet in Panik.Wild um sich schlagend steuerte diejunge Frau Richtung Oberfläche. Nurnoch raus, weg aus dieser beengendenFinsternis. Immer kräftiger schlug Luisemit ihren Flossen.Als der Tauchlehrer sie in neun MeternTiefe endlich zu fassen bekam, hatte die31-Jährige bereits ihr Bewusstsein und denAutomaten aus dem Mund verloren. Ohnelang zu überlegen, leiteten der Tauchlehrerund die restlichen Begleitpersonen nochim Wasser eine Herz-Lungen-Wiederbelebungein. Eine Methode, die vonAnfang an zum Scheitern verurteilt war(siehe Kasten) und den Weg zum Uferunnötig lang gestaltete. Als die Gruppeendlich das rettende Land erreichte, war esbereits zu spät. Bei Luise konnten kein<strong>eV</strong>italfunktionen mehr festgestellt werden,sie war an den Folgen eines primärenErtrinkens gestorben.


TAUCHEN<strong>DLRG</strong>.info II /2007Bei einer späteren gerichtsmedizinischenUntersuchung konnten keine anderenErkrankungen festgestellt werden, dieursächlich für den Tod in Frage gekommenwären. Und auch die technischeAnalyse des Equipments bestätigte – bisauf die leer geatmete Flasche – ein normalfunktionierendes Tauchgerät.Die Todesdursache war also eindeutigein Ertrinkungstod durch Bewusstlosigkeitunter Wasser, juristisch auch „Erstickungstod“genannt. Es gab keinen Anhaltspunktfür einen Dekompressionsunfall oder einecerebrale Gasembolie.Was lernen wir daraus?• Zu wenig Erfahrung für derartigeTauchgänge• Zu große Wassertiefe in einem unbekanntenGewässer• geringe Wassertemperatur• schlechte Sichtverhältnisse• fremde und unvollständige AusrüstungWas spricht gegen eine HLW imWasser?1. Zu hoher Zeitaufwand bei der HLW imWasser! Besser ist das korrekte Transportschwimmenzum Ufer. Wenn eine ausreichendeZahl von Helfern vorhanden ist,kann dabei ein Helfer den Verletzten zwischenden Beinen schieben, ein bis zweiHelfer können dabei assistieren. Alternativkann der Verletzte durch einen Helfer gezogenwerden.2. Zu geringe Effektivität: Thoraxkompressionenmüssen jeweils 30-mal hintereinanderdurchgeführt werden. Bei diesenAktionen ist die Gefahr sehr groß, dass derKopf unter Wasser gedrückt und dadurchWasser aspiriert wird.3. Die Effektivität der einzelnen Thoraxkompressionenist dadurch reduziert, dasskeine harte Unterlage während derKompression vorhanden ist.Quelle: B. Schramm und H.J.Roggenbach:Primäres Ertrinken durch Sauerstoffmangel –ein Fallbericht. In: Tauchmedizinische Fortbildung6, S. 135-144, Hrsg. H.J. Roggenbach,Naglschmid Verlag. Stuttgart, 2001Ja, ich unterstütze dieArbeit der <strong>DLRG</strong> undspende einmalig❑ 30 Euro❑ 100 Euro❑ ________ EuroDatum, Unterschrift_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Meine Adresse:Vorname: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Name: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Straße, Nr.: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Der Autor Dr. med Hanjo Roggenbach ist Leiter des Fachbereichs Medizin im Verband DeutscherSporttaucher e. V. (VDST).Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des VDST aus: Sporttaucher 08 -2007, S. 28 - 29_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _PLZ, Ort: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Tel.: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Fax: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _E-Mail: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Geburtsjahr _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _EinzugsermächtigungBitte buchen Sie den Betrag vonfolgendem Konto ab:Kontoinhaber:_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Konto-Nr.: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _BLZ: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Kreditinstitut: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ __ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Unterschrift:_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Wir versichern, dass Ihre Angaben nur fürinterne Zwecke der <strong>DLRG</strong> verwendetwerden. Coupon ausschneiden und anIhre <strong>DLRG</strong>-Gliederung schicken.Anschrift weiter hinten im Heft.9


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007BUNDESVERBAND<strong>DLRG</strong> und Orthopädie-Professor Gerner warnenvor dem sinnlosen Sprung in den RollstuhlEs sollte ein Riesenspaß werden, der ultimativeKick: Ein eleganter Kopfsprungvon einer Brücke in den Fluss oder voneinem Ast in den Badesee. Für viele jungeMenschen wurde es ein Sprung in denRollstuhl – lebenslang. Das Wasser war zuflach.126 hohe Querschnittlähmungen - vomHals abwärts - durch Badeunfälle registrierteProf. Dr. Hans Jürgen Gerner,Direktor der Universitätsklinik Heidelberger,in den Jahren 2000 bis 2005allein in sieben Spezialzentren. Für alledeutschen Zentren errechnen sich fürdiesen Zeitraum 327 Fälle akuter hoherQuerschnittlähmungen infolge vonStürzen oder Sprüngen ins Wasser. „Diemeisten Unfallopfer waren junge Männerim Alter zwischen 16 und 25 Jahren. 77der 126 Patienten verunglückten durcheinen Kopfsprung in unbekanntesGewässer. In fast der Hälfte der Fälle warAlkohol im Spiel", analysiert derOrthopädieprofessor die Situation. Das istnur die Spitze des Eisbergs. „DurchErtrinken infolge von Stürzen ins Wassersind nach Angaben des StatistischenBundesamtes in diesem Zeitraum 363Menschen ums Leben gekommen. 80%aller Todesfälle und Querschnittlähmungenhätten verhindert werdenkönnen", sagt Dr. Klaus Wilkens,Präsident der <strong>DLRG</strong>.Ursächlich für hohe Querschnittlähmungenbei Stürzen und Sprüngen insWasser ist in den meisten Fällen eineFraktur des vierten bis sechstenHalswirbels mit Querschnittlähmung desHalsmarks. Die meisten Patienten verunglücktenin einem Binnengewässer. Derunfallträchtigste Monat ist der August,gefolgt von Juli und Juni.<strong>DLRG</strong> und Prof. Dr. Gerner gehengemeinsam in die Offensive: „DasEinzige, was hilft, ist eine breiteAufklärungskampagne, die die jungenMenschen von diesem riskanten Tunabhält und ihnen die Lebensperspektivenerhält", sind sich der Orthopädieprofessorund der <strong>DLRG</strong>-Präsident einig. Sie raten,nie in unbekannte Gewässer zu springen,auf Kopfsprünge zu verzichten undimmer erst zu prüfen, wie tief das Wasserist. Ferner fordern sie dazu auf, sich nichtauf sogenannte Mutproben einzulassen,beim Baden auf Alkohol ganz zu verzichtenund auch bei heißem Wetter einenkühlen Kopf zu bewahren und Risiken zuvermeiden.Querschnittlähmungen verändern dieLebensplanung ganzer Familien grundlegendund dauerhaft. Schmerzbehandlung,Rehabilitationsmaßnahmen, Betreuungsorganisationund Betreuungskosten,Umzug in eine behindertengerechteWohnung oder kostspieligerUmbau, Unterstützung durch Pflegediensteund psychische Betreuung sindnur einige Folgen eines unbedachtenSprungs ins Wasser. Prof. Dr. Hans JürgenGerner beziffert allein die Kosten für diemedizinische Erstversorgung einer hohenQuerschnittlähmung durch einen Sprungoder Sturz ins Wasser pro Patient auf mindestens150.000 Euro.Eine Langzeitstudie der DeutschenQuerschnittzentren seit 1976 zeigt, dassdie Zahl der durch Badeunfälle verursachtenQuerschnittlähmungen über mehrereJahrzehnte nahezu gleich geblieben ist,während sie als Folge von Verkehrunfällendeutlich abgenommen hat. <strong>DLRG</strong>-Präsident Dr. Wilkens: „Ein unbedachterSprung ins Wasser ist kein Karrieresprung,sondern sehr gefährlich. Das sollte sichjeder vorher klar machen."NIVEA Delfin Preis in Warnemünde verliehenMit einer feierlichen Preisverleihung am20. Juli in der Yachthafenresidenz "HoheDüne" in Warnemünde zeichneten die<strong>DLRG</strong> und die Beiersdorf AG Lebensretteraus, die im vergangenen Jahr Menschenvor dem Ertrinken bewahrt haben.„Sie haben etwas Großartiges geleistet,sie haben im vergangen Jahr einemMenschen das Leben gerettet." Mit diesenWorten würdigte <strong>DLRG</strong>-Präsident Dr.Klaus Wilkens in seiner Ansprache diePreisträger, die aus Salzgitter-Lebenstedt und Rodheim nachWarnemünde gereist waren,um den NIVEA DelfinWasserrettungspreis fürLebensrettungen in Empfangzu nehmen.10


HAMBURG<strong>DLRG</strong>.info II /2007Aus dem PolizeiberichtAus der Elbe geborgener Leichnam identifiziertAm 19. August verständigte der Kapitäneines Binnenschiffes die Polizei, weil er inHöhe Elbkilometer 605 einen im Wassertreibenden Leichnam entdeckt hatte.Gegen Mittag bargen Feuerwehrbeamteden Toten in Höhe der Bunthäuser Spitze.Der Leichnam wurde zur Untersuchung insInstitut für Rechtsmedizin gebracht.Die Kriminalpolizei übernahm die weiterenErmittlungen. In der Hosentasche desMannes wurden persönliche Papieregefunden. Unter anderem mit Hilfe derPapiere konnte der Mann identifiziert werden.Es handelt sich um einen25-jährigen Deutschen aus Rostock.Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt esnicht. Vermutlich ist der Mann ertrunken.Es könnte sich um die Person handeln,die am 7. August gegen 5:30 Uhr gesehenwurde, als sie in der Elbe in HöheElbkilometer 606,5 trieb und um Hilferief. Die Suchmaßnahmen hatten nichtzum Auffinden der Person geführt.27-jähriger philippinischer Seemann vermisstDie Besatzung des Funkstreifenbootes WS2 hörte am 5. August über Funk, dass dasSportboot "Christian" in Höhe GrauerortReede einen Mann aus dem Wasser gerettethabe und ein weiterer vermisst werde.Die Wasserschutzpolizisten leitetenumfangreiche Suchmaßnahmen ein.Der Vermisste war Besatzungsmitglieddes auf Reede liegenden norwegischenTankers "Fostraum". Der Seemann wargegen 17 Uhr 30 zum Baden über Bordgesprungen und kam durch die starkeStrömung nicht mehr an das Schiffzurück. Der gerettete Seemann (21) wardem 27-Jährigen hinterhergesprungen,konnte ihn aber nicht retten.Suchmaßnahmen mit zwei Helikoptern,zahlreichen Fahrzeugen des <strong>DLRG</strong>, derBerufsschifffahrt und weiteren privatenBooten verliefen ohne Erfolg.Vierjähriges Mädchen vor dem Ertrinken gerettetEin kleines Mädchen (4) ist in Hamburg-Lurup am 21. Juli aus einem Schwimmbeckenvor dem Ertrinken gerettetworden.Die 4-Jährige hatte mit Nachbarskindernim Garten gespielt. Vermutlich wollte dasMädchen eine Wasserpistole im Pool auffüllenund fiel dabei kopfüber in dasSchwimmbecken. Die Hauseigentümerin(38) wurde auf die Situation aufmerksamund zog das Mädchen aus dem Wasser.Das Kind atmete nicht mehr und war blauangelaufen. Die 38-Jährige begann sofortmit der Reanimation. Schließlich beganndas Mädchen noch vor Eintreffen derRettungssanitäter selbstständig zu atmen.Die 4-Jährige wurde mit einemRettungshubschrauber in ein Krankenhausgeflogen. Es bestand keine Lebensgefahr.Segler über Bordgegangen und verstorbenEin 66-jähriger Skipper ist am Abend des6. August in Höhe Otterndorf über Bordgegangen und verstorben. Die VerkehrszentraleCuxhaven informierte dieWasserschutzpolizei, dass der Helgoland-Katamaran "Halunder-Jet" gemeldethabe, dass bei den Fahrwassertonnen 37und 39 eine Person im Wasser treibe.Ermittlungen ergaben, dass auf derSegelyacht "Kleiner Lump" (Länge ca. siebenMeter, Heimathafen Glückstadt)beim Bergen des Großsegels derSegelbaum von rechts nach linksschwenkte und dabei gegen den auf derReling stehenden 66-jährigen Eigner derYacht geprallt war. Dadurch fiel derSkipper ins Wasser. Einem Mitsegler (59)an Bord der Yacht gelang es nicht, den66-Jährigen wieder an Bord zu ziehen. Erhielt ihn längere Zeit fest und informiertedie Rettungsleitstelle. Auch mit Hilfe derBesatzung eines weiteren Segelbootesgelang es nicht, den 66-Jährigen aus demWasser zu ziehen.Erst mit Unterstützung des Beibootes des"Halunder-Jet" konnte der bewusstloseMann aus dem Wasser gezogen werden.Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmenverstarb der Mann.Der Leichnam wurde mit demSeenotrettungskreuzer "Hermann Helms"nach Cuxhaven gebracht.H. STINNES LINIEN GmbHAm Strande 4 · 18055 Rostock · Telefon: 03 81 - 45 80 · Fax: 03 81 - 4 58 43 3111


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007HAMBURGSchwimmbäder statt SpaßbäderSchon Wochen habe ich in den Medienvon dem so umwirbelten SPD-Parteitaggehört. Als ich dann plötzlich am Freitagdie Einladung vom LV-Vizepräsidenten imLV-Hamburg bekommen habe, die <strong>DLRG</strong>dort zu vertreten, sah ich die ganzeGeschichte noch ein bisschen skeptisch.Was soll die <strong>DLRG</strong> auf dem SPD-Parteitag,fragte ich mich. Doch mit der Zeit, die ichdort verbracht habe, habe ich begriffen,dass es sehr sinnvoll war.Also was haben wir - die <strong>DLRG</strong>-Vertreterdortgemacht?Die <strong>DLRG</strong> hatte einen Stand, an dem esviele Informationen über unsereGesellschaft gab und wo die Politiker, wieauch die normalen Besucher, sich beiFragen an uns wenden konnten. DiesesAngebot haben erstaunlich vieleBesucher, so wie auch sehr einflussreichePolitiker wie der SPD-Vorsitzender KurtBeck, Berlins Regierender BürgermeisterKlaus Wowereit und unser<strong>eV</strong>izepräsidentin und Landesvorsitzendeder SPD Baden-Württemberg Ute Vogtsowie viele einflussreiche Kommunalpolitiker,genutzt. Um diese Gesprächerichtig fachlich zu machen, war auchunser Präsident Dr. Klaus Wilkens anunserem Stand zumWerben und Informierenfür eine geraumeZeit anwesend.Unsere Aufgabe war esnun zum einen uns zurepräsentieren, zuinformieren und zumanderen, die Politikerüber unsere politischenAnliegen zuunterrichten undsomit Lobbyisten zugewinnen. Ich denke,dass es uns, stellvertretendfür die <strong>DLRG</strong>,gelungen ist.Alles in allem war esfür einen kleinen,eigentlich noch nichteinflussreichen Rettungsschwimmer ausWandsbek, der ich bin, eine sehr interessanteErfahrung.Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck am <strong>DLRG</strong>-StandMarcel KalbEhrungen 2007…wenn derWeitblickgefordert ist:Folgende Mitglieder sind im Jahre 2007 für ihre langjährigeMitgliedschaft im <strong>Bezirk</strong> Feuerwehr e.V. geehrt worden.Für 40 Jahre MitgliedschaftWolfgang KayserSTURZENBECHER + PARTNERVERSICHERUNGSMAKLER GMBHBLANKENESER LANDSTRASSE 9 · 22587 HAMBURGTELEFON 040 / 86 66 77 00 · TELEFAX 040 / 86 66 77 88E-Mail: service@sturzenbecher-partner.deFür 25 Jahre MitgliedschaftHeinz Jürgen Knoche, Thomas Niklas, Bernd Radke,Klaus Schaefer, Knut StromFür 10 Jahre MitgliedschaftAlbert Feinauer, Uwe Franke, Thomas Kampf, Olaf KlannJoachim Lamp, Alexander Neff, Hartwig NowakRainer Oppermann, Silke Petersen, Thomas ThielStefan Wallbaum, Hannelore Weinzweig, Rosi Weinzweig,Paul ZühlstorfDer Vorstand gratuliert ganz herzlich und bedankt sich beiallen Jubilaren für ihre langjährige Treue zum <strong>Bezirk</strong>.12


BEZIRK BERGEDORF<strong>DLRG</strong>.info II /200720 Jahre Wache EichbaumseeMit einem gemütlichen Grillabend beinahewie zur Wacheröffnung vor 20 Jahrenbeging der <strong>Bezirk</strong> das Jubiläum seinerRettungswache am Eichbaumsee. Nebenden heute auf der Wache aktivenMitgliedern waren auch der damalserste Wachleiter Heinz „Stubsy“ Schmalz-Markuse und sein ehemaliger Wachgänger-KameradRobert Schönmüller vomMalteser Hilfsdienst am 1. September anden See gekommen, um das Jubiläumzusammen zu feiern.„Wir haben uns letztes Jahr auf der „Duund Deine Welt“ - Messe am Stand derHilfsorganisationen wieder getroffen“,berichtet Stupsy. Wenn Stupsy an dieersten Wochenenden auf der neuen Wachedenkt, klingt es heute wie die Geschichteaus einem Land vor unserer Zeit. „Mit achtWachgängern sind wir damals aufgezogen.Die meisten zwischen 12 und 16 Jahren“,sagt er. Um das Essen brauchten sie sichdamals nicht zu kümmern. Die Eltern derWachgänger brachten das Mittagessen anden See und mussten von der Schrankeabgeholt werden. An eine Durchfahrt mitdem Auto war nicht zu denken. Das Essenselbst warm zu machen scheiterte am fehlendenStromanschluss. Wenn die Batteriender Funkgeräte geladen werden mussten,Stubsy mit dem ersten Wachgänger Frank GärtnerFoto: Schmalz-Markuseoder jemand warmes Wasser brauchte,musste erst das Notstromaggregat angeworfenwerden.Zur Ausstattung gehörte als Rettungsbooteine Dori-Schale mit 45 PS aus demBestand des Landesverbandes. Für größer<strong>eV</strong>erletzungen in der einen Röhre einRettungswagen der Malteser stationiertund mit zwei Sanitätern besetzt. Durch ihreKleidung – die <strong>DLRG</strong> trug ja noch orange –waren die Helfer auf den ersten Blick gut zuunterscheiden. Für die Helfer war das aberkein Problem, wie Stupsy versichert, alleseien gut miteinander klar gekommen.Auf Musik aus der Stereoanlage mussteman nicht nur verzichten, weil MP3-Playernoch nicht erfunden waren, sondern auch,weil es ja nur sporadisch Strom gab. DieGrillabende klangen dafür mit Gesang aus,der von Gitarre und manchmal auch voneinem Akkordeon begleitet wurde.Leider konnten zwei Wachgänger vondamals nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen.Einer war nach einem Verkehrsunfallund ein anderer nach Krankheit verstorben.Den Zusammenhalt von damalsspüren die Angehörigen noch heute.Stupsy: „Wir haben noch heute Kontakt!“Zu tun gab es damals viel für dieWachmannschaft. Am See war es immersehr voll und viele zelteten wild auf denWiesen. Da musste manches Pflastergeklebt und viele Suchaktionen gestartetwerden. Dass die Nächte immer wiederunterbrochen wurden, dafür sorgte auchdie Behörde: Alle vier Stunden musste einWachgänger eine Wasserprobe ziehen. Mitder Qualität des Wassers stand es schondamals nicht zum Besten.Wichtig war zum Ende der Saison nur, dasssich genug Wachgeld auf dem gemeinsamenKonto gesammelt hatte, dass dieMannschaft mit dem Hausboot durchHolland oder mit Wohnmobil und Zelt andie Ostsee fahren konnte. Thorsten WalterHier werden sie geholfenZumindest die Älteren werden sich noch andie Zeiten erinnern, als unsereEinsatzkleidung orange war. Da begab essich an einem schönen Sonnentag im Mai,als mal wieder eine Veranstaltungsabsicherungauf der Ruder-RegattastreckeDove-Elbe anstand. Aus nicht mehr nachvollziehbarenGründen fuhr ich morgens mitmeinem Privatwagen zum Dienst.Wie immer war ich zu früh, daher hielt ichan der Kreuzung Allermöher Deich/Moorfleeter Deich, um auf die Kameradinnenund Kameraden zu warten. Ich lehntealso in der warmen Vormittagsluft in meinemorangenen <strong>DLRG</strong>-Overall an meinemAuto und genoss den Sonnenschein, als einPKW an mir vorbeifuhr, wendete und plötzlichneben mir hielt. Die Fahrertür flog auf,ein junger Mann sprang recht hektisch ausdem Auto, lief auf mich zu, um mich herumund schaute auf meinen Rücken. Ich wargespannt, was jetzt wohl käme. Er wandtesich mir zu und sprach mich hilfesuchendan: „Entschuldigung, könnten Sie sich malmeinen Motor anschauen. Der macht sokomische Geräusche, ich mache mir echtSorgen.“ Naja, ich muss ziemlich verdutztgeguckt haben. Ich hatte schon viel erlebt,bin vornehmlich als Müllmann tituliert worden,aber dass man mich mal für einen gelbenEngel hält – alle Achtung. Vor allem,wenn derjenige sich die nicht zu übersehendeBuchstabenfolge „<strong>DLRG</strong>“ auf meinemRücken anguckt und trotzdem denkt, ich seivom ADAC. Was soll mir das sagen? Ichmusste also dankend ablehnen und denguten Mann irritiert und weiter hilfesuchendvon dannen ziehen lassen. Vielleicht hatteich aber auch die Chance verpasst, ein neuesBetätigungsfeld für unseren Verein aufzutun.Wie dem auch sei, eine nette Anekdote, andie ich mich gerne erinnere und wie siesicherlich der eine oder andere aus seineraktiven Zeit zu berichten weiß.Arne Schicke13


<strong>DLRG</strong>.info II /2007BEZIRK BERGEDORFWachsofa mit SchaufensterpuppeSo war es am EichbaumseeDie Rettungswache am Eichbaumsee feierte2007 ihr 20jähriges Jubiläum in der derzeitigenForm. Vier Halbröhren, alsErdhügel perfekt in die Landschaft integriert,ermöglichen durch ihre Lage aufdem Damm zwischen Eichbaumsee undDove-Elbe den schnellen Einsatz auf beidenGewässern. Die wechselvolle Geschichtedes Wasserrettungsdienstes am Eichbaumseebegann jedoch bereits Jahrezuvor.14Als 1980 meine Tätigkeit im Wachdienstbegann, verfügte die <strong>DLRG</strong> <strong>Bergedorf</strong> überfünf Wachstationen, und eine davonbefand sich am Eichbaumsee. Es handeltesich um einen blauen Wohncontainer, dergenau gegenüber der jetzigen Station, aufeiner kleinen Landzunge neben demBadestrand, aufgestellt war. Ein idealer Ort,da mitten im Leben. Wir hatten keinenelektrischen Strom, gekocht wurde aufeinem Zwei-Flammen-Gaskocher undabends wurde es bei Kerzenlicht und imLichtschein einer Petroleumlampe gemütlich.Geschlafen haben wir in einemEtagenbett und auf der Eckbank. Da es keinenKühlschrank gab, musste das Essen gutgeplant werden, und ungewollt warmeGetränke waren keine Seltenheit. ZurToilette gingen wir auf die öffentlichenWCs im Eichbaumpark, zum Waschennutzten wir Seewasser. Das motorisierteSchlauchboot war bei befreundetenAnwohnern in der Garage untergebracht,wo wir es jeden Samstagmorgen zu Fußabholten und jeden Sonntagabend wiederhinbrachten. Bei einem anderen Anwohnerdurften wir Trinkwasser zapfen, welches wirin Plastikkanistern per Fahrrad transportierten.Die <strong>DLRG</strong>-Flagge musste natürlichauch gehisst werden. Hierzu kletterten wirauf das Dach des Containers und bandenden „Geier“ an eine an den Containergeschraubte Eisenstange. Das Dach dienteuns auch als Wachturm. MitSonnenschirm, Gartenstuhl und Fernglasausgerüstet sorgten wir von dort aus für dieSicherheit der damals noch wirklich zahlreichenBadegäste. Es war sehr abenteuerlich,wir verbrachten dort einige sehr schöneWachsaisons, mit vielen interessantenErlebnissen, aber das ist eine andereGeschichte...Im Jahre 1987 wurde dann die festeWachstation eingeweiht, deren bisherigeHistorie ebenfalls Kapitel jeder Facon enthält.Die Station wurde mit einem großenAnteil an Eigenarbeit erbaut, mit Hilfe vonSondermitteln des <strong>Bezirk</strong>samtes <strong>Bergedorf</strong>finanziert, und der Turm von der Körber-Stiftung gespendet. Die DeutscheBundespost, Fernmeldewesen (ja, so hießdas damals), hatte eine Versorgungspflichtund verlegte ein Telefonkabel quer durchden Eichbaumpark. Da der Graben schonmal auf war, schmissen sie gleich noch einKabel für Fernsehen mit hinein, falls die<strong>DLRG</strong> mal das Verlangen nach einemKabelanschluss überkommen sollte. DieRäumlichkeiten waren mit Schaltern,Lampen, Steckdosen ausgestattet, nurhatte die Sache einen Haken: Auch dieseneue Station verfügte nicht über einenAnschluss an das Stromnetz. Jedoch Notmacht erfinderisch. Im Laufe der Jahre entwickeltesich richtiger Pioniergeist. Kerzenund Petroleumlampen wurden erst durchvon Autobatterien gespeiste 12-Volt-Installationen, und schließlich durch ein220-Volt-Stromaggregat ergänzt. Divers<strong>eV</strong>erhandlungen über die günstig<strong>eV</strong>erlegung eines Stromanschlusses mit dendamals noch existenten HEW führten zukeinem Erfolg, da die Kosten zu hochwaren und das Projekt für die HEW zu uninteressant.Erst das Jahr 2001 führte zumDurchbruch. Das hartnäckige, unablässigeEinwirken des damaligen und mittlerweileleider verstorbenen LV-PräsidentenEngelhard Lengen zermürbte die HEW, dieletztlich dem Anschluss zumSchnäppchenpreis zustimmten. Zu denBedingungen gehörte, dass derVerlegegraben durch die <strong>DLRG</strong> erstelltwird. Ein anspruchsvolles Unterfangen. AmOsterwochenende 2001 legten wir los, miteinem Minibagger, vielen Schaufeln undSpaten sowie zahlreichen hochmotiviertenHelfern, einige Freunde des DRK <strong>Bergedorf</strong>waren sogar dabei. Die Nächte wurdendurchgearbeitet, und am spätenOstermontagabend war der Graben fertig– 800 äußerst kräfte- und nervenzehrendeMeter. Das größte Lob kam von den HEW-Mitarbeitern, die anerkennend Respektaussprachen, da sie annahmen, wir würdenden Graben nicht fertigbekommen.Aus lauter Mitleid schlossen sie den Grabendann auch, nachdem das Kabel eingebrachtwar, denn das wäre eigentlich auchunsere Aufgabe gewesen. Es war also vollbracht,wir hatten Strom, jedoch war durchdie Aktion die Motivation für die gesamteSaison aufgebraucht, sodass in dem Jahrdie Wache nur spärlich besetzt war.In all den Jahren hat die Station vieleGeschichten und Einsätze erlebt,Amüsantes und Dramatisches. VieleWachgänger haben hier ihren Dienstgetan, Praktisches erlernt, Spaß gehabtund Gemeinschaft erlebt. Immer wiederfanden sich feste Wachmannschaften, diejede auf ihre Art das Gesicht der Wacheprägten, sei es in der Gestaltung derRäume oder bei der Durchführung desWachdienstes. So gab es mal ein Wachsofaam Wasserrand für die bequemeBewachung des Sees oder dieSchaufensterpuppe, die auf dem Turmihren Dienst tat. Und immer wiederLagerfeuerromantik. Jede Mannschaft warstets mit Feuereifer und großerVerbundenheit dabei. Nebenbei bemerktgefallen mir die Räume in ihrer derzeitigenForm am Besten – optimal, zweckmäßig,überlegt und mit viel Liebe zum Detail hergerichtet.Wir wünschen uns inständig,dass der See sich schnellstens von allenBelastungen erholen und regenerierenwird, denn es handelt sich um ein attraktivesNaherholungsgebiet, das es nicht verdient,an schönen Sonnentagen nahezuverwaist brachzuliegen.Arne Schicke


BEZIRK BERGEDORF<strong>DLRG</strong>.info II /2007Auf den Spuren ManitusAm 25. August machten sich 15Bleichgesichter auf den Weg zu den Karl-May-Festspielen. Die Fahrt mit dem Zugnach Bad Segeberg verlief zum Glückohne einen Indianer-Überfall.Am Zielort angekommen trafen wir unsmit unserem Scout (Annika), der uns denrichtigen Weg zur Wasserstelle zeigensollte. Nach einem längeren Fußmarsch,Pferde gab es leider keine, kamen wirdort an. Trotz der frischen Temperaturenließen es sich einige Bleichgesichter nichthatten, ging es zur Festspielbühne. DieEintrittskarten hatte unser Scout imVorwege bei einem Überfall erbeutet, sodass wir gleich die Plätze einnehmenkonnten.ging es darum, dass Winnetou und OldShatterhand nach anfänglicherFeindschaft Blutsbrüderschaft schließenund gemeinsam die Bösewichter besiegen.nehmen, sich ins Wasser zu stürzen, wasdie übrigen Gäste zu einemKopfschütteln veranlasste. Nach dem wiruns erfrischt und mit einem Eis gestärktLetztes Jahr wurde „Winnetou III“ aufgeführt.In dem Stück stirbt bekanntlichWinnetou, und Gojko Mitic (Winnetou)wurde in die ewige Manitu-Rentegeschickt. Dieses Jahr wurde „WinnetouI“ zum Besten gegeben, mit neuemWinnetou (Erol Sander). In dem StückNach Beendigung des Stückes, immernoch ohne Pferde, machten wir uns aufden Rückweg zur Bahn. Die Bahnfahrtverlief ereignislos, so dass die Eltern ihreKinder nach einem aufregendenWesternausflug in die Arme schließenkonnten.++Vorankündigung+++Vorankündigung+++Vorankündigung+++Vorankündigung++Nächstes Jahr wollen wir mit Euch imJugendzeltlager Wittenborn (bei BadSegeberg) übernachten.Die Fahrt wird vier Tage dauern (mitBesuch der Karl-May-Festspiele).Der Termin wird in der ersten Woche derSommerferien liegen. Die Kosten belaufensich auf ca. 90 Euro. Eine gesonderteAusschreibung folgt.Michael Hinck15


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007BEZIRK BERGEDORFJuWo – Jugendwochenende 2007Kanufahrt, Beachvolleyball und EisUm gleich etwas vorneweg zu sagen: DasWetter war superklasse und somit konntenwir dieses Mal auch alles unternehmen wasNiki, Willy und ich geplant hatten.Und wir haben wirklich alles geschafft, waswir uns vorgenommen hatten. DieJugendlichen waren fast alle pünktlich,sodass wir gleich mit dem Fußball spielenanfangen konnten. Dieses „kurze“ Spieldauerte dann doch zwei Stunden und allewaren danach sehr geschafft. Doch derAbend war ja noch jung. Da die meistensich schon kannten oder in der Zeit kennenlernen konnten haben wir nach dem draußenRumtollen erst mal ordentlich gegessen.Anschließend wurden die Betten gemachtund zu unserer großen Verwunderung,begannen die ersten Jugendlichen sichumzuziehen. Die einen oder anderen gucktennoch einen sehr tollen Film, von demsich die männlichen Teilnehmer wenigerangesprochen fühlten. Die Jungs entschlossensich, nachdem sie ein kurzen Teil desFilmes gesehen hatten, doch lieber ins Bettzu gehen. Am nächsten Morgen wurdendie Jugendlichen von sanfter Musik ausNikis CD-Player geweckt.Nach dem Frühstück packten wir unsereSachen zusammen und stürmten mit 19Personen einen ohne hin schon recht vollenBus. Als dann endlich jeder einenSitzplatz gefunden hatte, konnten wir auchschon fast wieder aussteigen und in dieBahn wechseln. Wir fuhren bis zu denLandungsbrücken und stiegen dort in dieFähre Richtung Finkenwerder, um dort wiegeplant bei dem herrlichen Wetter daserste Eis zu kosten. Auf dem Rückweg mitder Fähre teilte sich die Gruppe auf. Einmalin die Sonnen- und Frischluft-Fans und indie Gruppe, die sich lieber vor der starkenSonne schützen wollte. Wir besuchten dasHamburg Dungeon und machten unsdanach sehr langsam auf den Weg nachHause. Man machte die Musik an undmusste den Jungs einfach nur einenFußball hinwerfen, und sie hatten dienächsten zwei Stunden wieder Spaß. DieMädels brauchten nur eine Decke undSonne und waren ebenso glücklich.Nachdem wir alle selbst unsere Pizza belegthatten und jeder satt geworden war, konntenwir nun die nächste großeUnternehmung starten:Der Weg zum BobergerBaggersee. Wieder einmalKicken am Strand, Schwimmen,Beachvolleyball spielenund in der Sonne rum lümmeln.Als wir aber gegen 22Uhr wieder zuhause waren,war erstmal Ruhepause.So etwas braucht man auchmal auf dem Jugendwochenende.Als wir dieJugendlichen ansprachen,ob sie noch eine Nachtwanderung machenwollten, waren die einen recht erfreut unddie anderen zu kaputt. Trotzdem konntenwir alle dazu bewegen mitzulaufen. Nacherfolgreichem Marsch, mit vollkommenplatt gelaufenen Füßen ging es wiederRichtung <strong>DLRG</strong>-Heim und ab ins wohlverdienteBett. Am nächsten Morgen, wiederdurch Nikis Musik geweckt, ging es runterin den Aufenthaltsraum, in dem wir allejeden Tag aßen. Als die Ansage kam: „Allegleich bitte Schwimmsachen packen,Lunchpakete schmieren und dann treffenwir uns bei den Autos“, waren alle ganzgespannt, denn mehr wurde zunächstnicht verraten. Nach dutzendenNachfragen, was wir denn nun machenwürden, lüfteten wir das Geheimnis: esging mit den Autos ab zu den Kanus, umdie Dove Elbe unsicher zu machen. Willyim ersten Mannschaftsboot , Ole und Nikiim zweiten. Das Kameraboot, das aussämtlichen Wasserschlachten raus gehaltenworden ist, mit Tom und mir besetzt steuertezunächst zielsicher voran jedochänderte sich dies schlagartig, als Tom dasLenken übernehmen sollte. Die beidengroßen 10-Personen-Kanus vorweg undwir in Schlangenlinien hinterher. Jederbekam noch mal eine ordentliche LadungSonnencreme für die Haut und weiterging´s. Angekommen im <strong>Bergedorf</strong>erHafen, ging es wie nicht anders zu erwartenzur nächst besten Eisdiele, um sich erstmal mit einem leckeren Eis abzukühlen.Dann saßen wir noch eine Weile imSchlosspark auf der Wiese. Andere lagen inder Sonne und bräunten sich. Danachging’s ab zu den Kanus, das Wasser wiederunsicher machen. Nun wechselte dieBesatzung vom Fotoboot und Niki undJanick kamen drauf. Nun fuhr ich keineSchlangenlinien mehr sondern nur nochvom rechten Ufer zum linken Ufer undnahm jeden Baum mit, der kam. Wie nichtanders zu erwarten gab ich die Kamera abund kenterte samt Besatzung das Boot16


BEZIRK BERGEDORF<strong>DLRG</strong>.info II /2007direkt vorm Anleger. Wir zogen die Booteraus, gingen Schwimmen und machtenuns langsam auf den Heimweg. Dort gab’swieder ein Wassereis als Abkühlung und dieKinder mussten die Betten wieder herrichtenund alles ordentlich aufräumen. Alsauch dies erfolgreich erledigt war, kamenauch schon die ersten Eltern, um dieJugendlichen wieder abzuholen. Und wieman merken konnte, hatten alle an diesemWochenende ein riesen Spaß und hoffen,dass es nächstes Mal genauso schön wirdund gut klappt wie dieses Mal mit unserentollen Jugendlichen.Sascha PauligKiWo - Kinderwochenende 2007Jetzt liegt das schöne aber auch anstrengendeKinderwochenende im <strong>DLRG</strong>-HeimLadenbeker Furtweg vom 18. bis 20 Maihinter uns. Es waren drei erlebnisreicheTage mit viel Spannung und Spaß, dieSascha, Willi und ich erleben durften.Am Freitag erwarteten wir die Kinder ab 17Uhr. Sie konnten sich mit Bällen,Mikadostäben, Brettspielen und vielenanderen Spielsachen beschäftigen. Als alleKinder angekommen waren, durften sieihre Betten beziehen, bekamen danach einleckeres Essen und bei Kennenlern-Spielenkonnten sie sich ein bisschen beschnuppern.Für den nächsten Tag war ein Zoobesuchgeplant, doch wegen des schlechtenWetters entschieden wir uns, zumSchwimmen zu fahren. In derSchwimmhalle Reinbek konnten sich dieKinder richtig austoben, sie schienen nichteinmal traurig, als das Wetter doch wiedergut wurde und wir doch hätten in denTierpark gehen können. Leider fuhr der Buszehn Minuten bevor wir kamen los. Dochdie Kinder blieben tapfer und Andrea, dieLeiterin der Wettkampfgruppe alsBetreuerin, brachte uns zu einer anderenHaltestelle, an der der Bus sogar zweiMinuten nach unserer Ankunft vorfuhr.Am Abend spielten die Kinder auf dem großenSportplatz, der in der Nähe lag,Fußball und durften sich ihre eigene Pizzamachen und sie danach natürlich essen.Zum Nachtisch gab es leckeren Pudding.Abends machten wir noch eine gruseligeNachtwanderung, bei der sich die mutigenKinder nach vorne wagten und einenSchrecken nach dem anderen erlebten.Abends war es viel stiller und die Kinderschliefen sofort ein, da der Tag ziemlichanstrengend für sie war.Den Tag darauf schliefen wir alle bis kurzvor zehn und machten uns fix fertig, umzum Minigolfen zu gehen. Auf dem Platzzeigten die Kinder mit viel Geschicklichkeit,wie gut sie schon waren oder lernten mitdem Schläger sicher umzugehen.Da wir es zeitlich nicht geschafft hätten,haben wir das Wochenende um zweiStunden verlängert.Nach dem Golfen bekamen die Kindernoch Pommes als Stärkung für denRückweg. Zu Hause angekommen folgtedas Aufräumen im <strong>DLRG</strong>-Heim.Fertig mit der Arbeit wurden die Sieger desMinigolfspielspieles mit Süßigkeitengeehrt, wobei die anderen nicht leer ausgingenund natürlich auch etwas bekamen.Als die Eltern ihre Kinder abholten,bekam jedes Kind als Abschluss desWochenendes noch einen leckeren Lolli.Nicole Stradowski<strong>DLRG</strong>-Jugend auf dem „Markt der Möglichkeiten“Die <strong>DLRG</strong> <strong>Bergedorf</strong> war am 30. Juni miteinem Stand ihrer Jugend auf dem „Marktder Möglichkeiten“ vertreten. Anlässlich der750-Jahr Feier Lohbrügges hatte derBürgerverein Initiativen, Vereine und Bürgerins Grüne Zentrum eingeladen. Kleine undgroße Besucher bastelten am <strong>DLRG</strong> Standbegeistert Tauchtiere in Gestalt vonSchildkröten, Flundern und Fröschen. EinFrosch erhielt in mühevoller Kleinarbeitsogar eine Kette um Handgelenk und Halsund ein Tattoo auf den Oberarm. Die <strong>DLRG</strong>Jugend wollte mit der Aktion nicht nur zeigen,dass die Reste von LKW-Planen nochlange nicht auf den Müll gehören. Mit denTauchtieren verfolgen die Wasserretter auchein eigennütziges Ziel. „Wir wollen, dass dieKinder unter Wasser ihre Augen aufmachenund dadurch die Angst vor dem Wasser verlieren“,sagte Birte Klampe. Nach Flundernund Fröschen zu tauchen sei wesentlichspannender als nach kleinen, roten Ringen.Das bestätigten auch die Besucher.Thorsten WalterFoto: Sascha Paulig17


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007BEZIRK FEUERWEHRDer OstseeberichtWas gibt es Neues aus Süssau?Nun, nach einer verregneten Vorsaisonwurde das Wetter mit fast jedem Tag besserund erreichte nach kurzer Zeit zwareine etwas durchwachsene, aber doch fürSüssau übliche gute Sommerqualität.Reger Badebetrieb und an schönenWochenenden viele Tagesgäste rundetendas Sommer-Fun-Gefühl ab.Die neu eingerichtete Slipstelle erwiessich als großer Erfolg. Trotz nun zu entrichtenderGebühren erfreute sich dieneue Einrichtung regen Zuspruchs, unddie Bootseigner fuhren häufig weiteStrecken nach Süssau, um die schöneAnlage für ihre Wassersporthobbys zunutzen. Wie im Jahresheft 2006 berichtet,befindet sich der Slip direkt an der südlichgelegen Station II. Unsere Station erhälthierdurch zusätzliche Bedeutung undNotwendigkeit. Waren in den letztenJahren durch den schlechter und vor allenDingen kürzer werdenden Strand vor derStation Abwanderungstendenzen vonBadegästen zu anderen Badestellen ander Promenade zu beobachten, tritt nundurch die Slipanlage das Gegenteil ein.Durch die starke Nutzung der Anlage mitFahrzeugen, Trailern, Booten und dazuvielen Zuschauern entsteht natürlichauch ein höheres Gefahrenpotenzial. Soist es 2007 zu mehreren leichtenVerletzungen bei Bootsführern oderHelfern gekommen. Da war eine besetzte<strong>DLRG</strong>-Station vor Ort genau das richtige,um schnell und fachkundig Hilfe leistenzu können.Dieses so entstehende Sicherheitsgefühlbei Badenden und Freizeitkapitänen sollteden politischen Vertretern der GemeindeHeringsdorf zu denken geben.Wie im letzten Mitgliedermagazin berichtet,gab es 2006 an dem baulichenZustand der Station II etliche gravierendeMängel, sodass der Vorstand sich gezwungensah, die Gemeinde Heringsdorf offiziellanzuschreiben. Im Frühjahr 2006 wurdedaraufhin der <strong>Bezirk</strong>sleiter zu einem Vor-Ort-Gespräch mit Vertretern aller imGemeinderat vertretenen politischenParteien eingeladen. Die Ausgangslage desGesprächs war dann doch anders als vomVorstand erwartet. Die Parteienvertretererklärten sich fast einvernehmlich nichtmehr bereit, in die Station zu investieren,und es würde vielmehr über eine Aufgabenachgedacht. Nach harter Sachdiskussiongelang es, dieses Unheil für die Urlauberund unseren <strong>Bezirk</strong> abzuwenden.Das Dach wurde daraufhin saniert,Die Kameraden Frank Gößwein und Tim Carstens an der neuen SlipanlageFeuchtigkeitsschäden beseitigt und durchdie Arbeit von Kameraden konnte sogardas Bad etwas modernisiert werden. Trotzdieses Erfolges gilt es weiterhin, wachsamzu sein. Die Gemeinde steht auch aufgrundhoher Ausgaben für die Verschönerungsmaßnahmenan der Promenade sehr unterKostendruck.Die Überlegungen hinsichtlich möglicherEinsparungen gehen leider auch an der<strong>DLRG</strong> nicht vorbei. Um Sparmaßnahmenzu unterstützen, wurde bereits mit demBürgermeister eine Obergrenze hinsichtlichder Ausgaben für eine Wachsaison vereinbart.Leider scheint dies einigen Gemeindevertreternnicht auszureichen, und es gibtviele Gedanken, wie im Bereich der <strong>DLRG</strong>noch mehr eingespart werden könnte.Wir dürfen uns natürlich nicht allenGedanken vollständig verschließen, könnenaber auch nicht tatenlos zusehen,wenn unsere gesamte Aufgabe, fürSicherheit am und im Wasser zu sorgen,in Frage gestellt wird. Unser Handelnmuss zu verantworten sein und darf sichnicht ausschließlich dem Finanzdruckbeugen. Wir werden unsere und nichtletztendlich die Interessen tausenderUrlauber und Besucher am SüssauerStrand energisch vertreten.Dennoch sind auchdurch die <strong>Bezirk</strong>sleitungLösungsansätzezur Problemlösungvorgeschlagenworden.Um unsere ehrenamtlicheArbeit vorOrt zu unterstützenund um auf derenbesondere Wertigkeithinzuweisen,unterbrach derAmtsleiter der HamburgerFeuerwehr;Klaus Maurer, seinenUrlaub und trafsich mit demBürgermeister der Gemeinde, Gerd Heino,und dem <strong>Bezirk</strong>sleiter in Süssau zu einemMeinungsaustausch. Das Gespräch verliefsehr harmonisch mit dem Ergebnis, angedacht<strong>eV</strong>orschläge weiter zu konkretisierenund zu verfolgen.Zurück zum eigentlichen Ostseebericht.Trotz des durchweg guten Wetters wurdendie Wassertemperaturen der Saison2006 nicht ganz erreicht. Aber die Ostseeist ja nun mal nicht das Mittelmeer!Trotzdem hat die Wachsaison 2007 wiederviel Spaß gemacht und die Ereignisseund Einsätze des Wachgeschehens durchein an der Promenade veranstaltetesVolksfest mit entsprechendem Einsatzgeschehenerweitert. Die Station II lagmitten im Veranstaltungszentrum und dieKameraden hatten eigentlich rund um18


BEZIRK FEUERWEHR<strong>DLRG</strong>.info II /2007die Uhr zu tun. Viel Arbeit, aber auch vielSpaß! Zur Abrundung dieser Tage wurdevon der Wasserseite aus durch unsereEinsatzboote ein auf der Seebrücke veranstaltetesHöhenfeuerwerk abgesichert.Auch in diesem Fall hat sich wieder gezeigt,wie wertvoll die gute technischeAusrüstung unserer Boote Egon II undHardy ist, die derartige Einsätze erst möglichmacht.Noch ein Ausblick auf das kommende Jahr:Im Jahr 2008 werden wir, vorbehaltlicheiner zufrieden stellenden Einsparlösungvor Ort, 40 Jahre <strong>Bezirk</strong> Feuerwehr inSüssau feiern. Natürlich wollen wir diesJubiläum gebührend begehen!!Alle Kameradinnen und Kameraden unseres<strong>Bezirk</strong>s werden rechtzeitig über denAblauf und den Zeitpunkt unserer Feierinformiert. Wir werden uns schon etwasGutes und Interessantes einfallen lassen!!Ihr seht also, Süssau ist auch 2008 eineReise wert, also auf geht`s!Folke Rolf Carstens, <strong>Bezirk</strong>sleiterNeuer Außenborder für unser Rettungsboot „Egon H.“Was lange währt, wird endlich gut!Diesen Sommer konnten wir nun fürunser Rettungsboot „Egon H.“ dank einesZuschusses der Kameradschaftskasse derFeuerwehr, des <strong>DLRG</strong> LandesverbandesHamburg sowie durch Rücklagen unseres<strong>DLRG</strong> <strong>Bezirk</strong>es einen neuen 60 PS,Viertaktmotor als Ersatz für den elf Jahrealten Zweitaktmotor anschaffen.Im Juli, während des Wachdienstes wurdeder neue Motor von der Wachmannschaftgetauft, auf das wir weiterhinein zuverlässiges Rettungsmittel für dieBadegäste und Wassersportler zurVerfügung haben.Roger FreiheitIhr Frische-Einkaufszentrumin HaffkrugMarion MüllerEDEKA-MARKTBahnhofstraße 2 · 23683 HaffkrugTel. 04563/1311Lotto und Toto Annahmestelle immer 6 Richtige,wenn Sie unsere Einkaufstips beachten!Unsere Angaben sind mit „Frischegewähr“19


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007BEZIRK FEUERWEHRSüssau – Immer wieder gutAm Freitag, dem 10. August, zog einschweres Unwetter über die LübeckerBucht. Die damit einhergehendenStarkregenfälle stellten weite Teile derRegion auf eine harte Probe. Dank desselbstlosen, aufopfernden Einsatzes derfreiwilligen Helfer von Feuerwehr und THWkonnte der entstandene Schaden begrenztwerden. Um Schaden von unseren zeltendenWachgängern abzuwenden, evakuiertenwir sie kurzerhand mit Sack und Packvom <strong>DLRG</strong>-Zeltplatz. Die weitereUnterbringung erfolgte in Station 1 und 2.Dadurch ließen wir uns nicht die Laune verderben.Die relativ kalte Temperatur der Ostseehatte aus Rettungswachgängersicht zurFolge, dass der Badebetrieb imAllgemeinen nicht so rege war. TemporärZeltplatz: Land unteraber, wenn es Petrus gut mit uns meinte,strömten die Badegäste an den Strand undins Wasser. Die Temperatur hatte ausTaucher- oder Schnorchler-Sicht zu Folge,dass das Wasser recht klar und die Sichtunter Wasser relativ weit war.So widmeten wir uns der Materialpflege:ein Super-Blaulicht für Boot „Hardy“ undbetreuten unsere Kunden. Fragen wie,„Wieso ist in Süssau das Wasser 1 Gradkälter als in Dahme?“, wurden ausgiebigbeantwortet.Das wöchentliche Grillfest an Station 1 rundetedie Zeit ab und ließ alle Familien beiEssen und Trinken zusammen sein.Thomas KlepschEvakuierung ZeltplatzNeptun in SüssauEine gern gepflegte, aber noch nicht alteTradition ist die Taufe von „neuen“Wachgängern.So schickte sich Neptun an, samtGefolge, kurz vor Ende des zweitenWachtörns, diesen Missstand, völligselbstlos, auszugleichen.Die vier Aspiranten bekamen dreiStunden vor der TaufzeremonieGelegenheit sich ihren demütigenTaufspruch einzuprägen.Als die Zeit soweit war und die Täuflingevor Neptun standen und eben dieser denTaufspruch forderte, versagten beimeinen oder einer anderen die Nerven.Diese kleinen Versprecher nahm Neptunzum Anlass, den Täuflingen kleine„Leckereien“ zu reichen, um derenZunge zu lösen und ihre Gedanken aufdas Wesentliche zu fokussieren.Danach gab es noch einen Schluck ausNeptuns Buddel (bähh!!) und die viersind in Ehren aufgenommen worden.Strahlendes Wetter und viele Strandgästebegleiteten - nicht ganz ohneSchadenfreude - dieses Event.Thomas KlepschNeptuns GefolgeNeptuns RacheNeptuns Delinquenten20


BEZIRK OBERELBE<strong>DLRG</strong>.info II /2007Saisonstart im <strong>Bezirk</strong> OberelbeEine kleine Feierstunde zum Saisonstartführte Gäste und Aktive des <strong>Bezirk</strong>s ausGeesthacht und Lauenburg am 28. Aprilzusammen. Bei Sonnenschein und ungewöhnlichhohen Temperaturen für EndeApril wurden Grußworte gesprochen,Ehrungen vorgenommen und Geräteerklärt. Zur Stärkung gab es von derLogistikgruppe frisch gegrillte Wurst„satt“.Text und Fotos: Werner Raksts„Spiel ohne Grenzen“Am 9. Juni um 13:30 Uhr fiel derStartschuss zum ersten „Spiel ohneGrenzen“ in Geesthacht. Organisiert vomVFL-Grünhof-Tesperhude und der LauenburgischenLandeszeitung traten achtSchulteams am Samstag gegeneinanderan und keine zwei Stunden später solltenAktive, Zuschauer und Helferinnen undHelfer wissen, wer im Stadion an derBerliner Straße am lautesten jubeln kann.Unsere Sanitäter standen für den Notfallbereit.Text und Fotos: Werner Raksts21


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007BEZIRK OBERELBEParty unter, über und neben dem WasserSchöller-Badeparty in GeesthachtKleine und große Wasserratten warenaufgefordert, am 7. Juli ab 11 Uhr ihreBadesachen einzupacken und zumFreizeitbad Geesthacht zu kommen.Unter dem Motto „BadeParty“ veranstaltetedie <strong>Bezirk</strong>sgruppe OberelbeGeesthacht der <strong>DLRG</strong> in Zusammenarbeitmit Nestlé Schöller einen Super-Badespaß.15 Animateure boten für Jung und Altverschiedene Spielstationen an Land oderim Wasser, wo die kleinen und großenBesucher ihren Mut, ihre Balance oderihre Schnelligkeit unter Beweis stellenkonnten. So beim Eierlauf, Wassertransportübers Wasser, Pedalowettrennen,Tauchringe heben, Seilspringen,Ringe werfen, Ball auf Schlägerdribbeln und Stelzen- sowie Trockenski-Laufen. Die größten Attraktionen warendie beiden Großgeräte, die imSchwimmer-Becken zum Raufkletternund Abstürzen einluden. Wir hatten vieleMitspieler, Zuschauer, Eltern, Kinder,Großeltern, Jugendliche erwartet, die sichins kühle Nass stürzen oder auchzuschauen, Daumen drücken,Handtücher bereithalten, Eis schleckensollten. Doch leider hatten wir dieRechnung ohne den Wettergottgemacht. Es war zwar warm, aber durchwegverregnet und im Ort und Kreis wurdenweitere Veranstaltungen andererTräger angeboten, für die sich vieleKinder und Jugendliche entschieden hatten.Wir hatten trotzdem gut 50 Gästeund Mitspielerinnen und Mitspieler.Wir haben unsere Party genauso durchgeführtwie geplant, um unsere Gäste zubelohnen, die verständlich begeistertwaren, dass weder die Spielstationennoch die Spielgeräte überfüllt waren. DieParty war sehr gut organisiert und krankheitsbedingteAusfälle konnten durch„Reservisten“ im Konzept stressfreiersetzt werden. Alle Mitarbeiter erfülltenihre Aufgaben, die Erwachsenen mitSpaß, Motivation, Aktivität und Freude,die Jugendlichen leider nur mit steigerungsfähigemEngagement.Die Großgeräte, eine Hindernisbahn fürdie Jüngeren und eine Doppelschaukel,die nicht jeder erklimmen konnte, warenpausenlos von freudigen Kindern undJugendlichen in Beschlag genommen,denen der Regen dann gar nichts mehrausmachte. Sie erzählten später begeistert,dass jeder wegen der wenigenGäste viel länger auf den einzelnenGeräten oder Stationen herumtobenkonnte.Wir haben als <strong>DLRG</strong> das Fazit gezogen, soeine Veranstaltung unbedingt zu wiederholen,hatten doch auch alle unsereHelfer ihren Spaß an den Spielstationenunter, über und neben dem Wasser.Werner Raksts<strong>DLRG</strong> im UmwelteinsatzKanister mit Altöl in den Teich geworfenLauenburg (bd). Eine Umweltverschmutzungder übelsten Art hat einLauenburger Angler (27) im „Stadtteich“an der Domhorst entdeckt. Am Dienstagum 17:33 Uhr alarmierte er die Polizei: AmUfer stand ein mit 20 Litern Altöl gefüllter,roter Plastikkanister. Einen ebenso großenschwarzen Kanister, in dem sich etwa zehnLiter Altöl befanden, hatten die Täter direktvor den Schilfgürtel geworfen. Auf demWasser des Teiches hatte sich bereits einSchmierfilm gebildet, der von Feuerwehrund Helfern der <strong>DLRG</strong> mit Spezialmittelgebunden und abgesaugt werden musste.Die Polizei hofft jetzt, dass Zeugen zurAufklärung der Tat beitragen können, weilder oder die Umweltsünder die Kanisternur zu Fuß zum Teich transportieren konnten.Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulichbehandelt werden, erbitten dieBeamten der Lauenburger Zentralstationunter Telefon 3 07 10.Bericht mit freundlicher Genehmigung derLauenburgischen Landeszeitung entnommen.Foto: <strong>DLRG</strong> Oberelbe22


BEZIRK WANDSBEK<strong>DLRG</strong>.info I I/2007Alstervergnügen spontanAußenalster ist nicht genugWir wurden von der Polizei kurzfristigdarum geben, sie auf der Binnenalster zuunterstützen. Der Greif 10 war währenddessenbei der 24-Stunden-Regatta aufder Außenalster eingesetzt. Schwuppwaren wir auch schon vor Ort und halfenaus mit der Bootsbesatzung ThomasStruck und Tim Borchert. Es war ein buntesTreiben um die Binnenalster, immerwieder gingen Übermütige ins Wasser, sodass die beiden aufpassen mussten, dassunter Alkoholeinfluss trotzdem nichtspassiert. Nach einigen Stunden fordertensie den Bulli an, der freie Kräfte von Landaus zur Unterstützung und warmeKlamotten mitbringen sollte, denn es gingenimmer mehr Leute ins Wasser, besondersam Ballindamm. Michael Aldag stellteeine kleine Mannschaft zusammen mitTobias Zahn, Ricarda Kleinschmidt undmir. Es war mal ein anderes Erlebnis, vonLand aus die Leute anzusprechen, umihren Verstand in Bezug auf Baden undAlkohol wieder wachzurütteln, wasmanchmal nicht so einfach war. DieLeute, die in die Binnenalster gingen,standen alle unter Alkoholeinfluss. Beieinigen musste Michael sogar beimRauskommen Hilfestellung geben, auseigener Kraft hätten diese Leute es nichtwirklich geschafft. Um 21 Uhr gab eseinen Mannschaftswechsel, Thomas undTim meldeten sich bei der Polizei ab unddie Bulli-Mannschaft meldete sich auf derMichaela an. Es hatte sich bis dato immernoch nichts geändert: einige meinten, siemüssten immer noch baden gehen undalkoholbedingt überschätzen sich dreiLeute, so dass wir sie rausholen mussten.Kurz vor 23 Uhr kam ein Paddelboot anuns vorbei, und machte bei der großenLichterkugel mitten auf der Binnenalsterfest und die Besatzung des Paddelbootesging in die Lichterkugel hinein. AufNachfragen, was sie dort zu tun hättensagten sie, sie wären von der Lichttechnikund zeigten uns Ausweise. Nach einerhalben Stunde kam uns das spanisch vor.Wir hakten nach und schwupp waren diePaddler samt Boot weg. Wir alarmiertendie Polizei und suchten gemeinsam mitihnen nach den Verdächtigen, aber ohneErfolg. Die Polizei ging der Sache imZeitalter von Anschlägen nach, aber zumGlück ist ja nichts passiert. Gegen 24 Uhrverließen wir die Binnenalster und kehrtenzur 24-Stunden-Regatta zurück.Anja KleinschmidtBadeaufsicht oder Rettungskreuzer?Die <strong>DLRG</strong> wird meist mit Baden undSchwimmen in Zusammenhang gebracht.Die Schlagzeilen sind hinreichendbekannt: „Gefahr droht an Badestellen“,„Sicheres Baden durch sichereSchwimmer“, „Badeaufsicht“, „Badetag“,„Elbe hat Badewasserqualität“.Ich denke, wir werden da in eine Bade-Ecke gedrückt, die wir zwar auch abdekken,die aber bei den meisten gar nichtder Hauptarbeitsbereich ist. UnsereKundschaft sind keine Badenden, zumindestnicht freiwillig. Wassersportler sindes, keine Badegäste. Gekenterte Jollen,Kanus oder Ruderboote, undichte odermanövrierunfähige Boote. Übermut undLeichtsinn, dies sind meist die Ursachenauf der Alster, die zu gefährlichenSituationen führen. Zu Hunderten stürmensie auf die Alster ein: Erfahrene oderLeichtsinnige. Der Sportruderer und dasTretboot bei stehender Peilung, schönealte Holzjollen bei plötzlichen Fallböen,Regattaeifer, Regelunkenntnis, darausresultieren dann die Unfälle und Personengehen baden. Jetzt, im Wasser schwimmend,mit Teilen und Tauwerk kämpfend,bei niedrigsten Temperaturen,schwinden die Kräfte und nun ist es gut,wenn die <strong>DLRG</strong> da ist. Wir sind die„Rettungskreuzer“ im Binnenrevier, soverstehen wir uns. Anfang April ist dieAlster schon voll, aber kein Menschbadet, und doch passieren Unfälle undstets sind wir bereit.Unsere Daseinsberechtigung folgt alsonicht den höheren Temperaturen unddem Wunsche zu baden, sondern derTatsache, dass da, wo Wassersport betriebenwird, auch irgendjemand diePechvögel sichern muss. Mit den größerenBooten der Polizei ergänzen wir unshervorragend und schaffen diesen dieMöglichkeit, ruhig auch die Kanäle zubestreifen. Und so fahren wir amWochenende mit Greif 10 unsere Streife,rauf bis zu Bobby Reich, langsam dichtam Ufer entlang, man winkt uns von allenmöglichen Cafés, Booten undAussichtspunkten aus zu und man weißinzwischen an der Alster, dass wir diejenigensind, die das Wasservergnügen andererabsichern. Ausflugsdampfer grüßen,Fotoapparate blitzen und man erklärt den„Touris“ unsere Aufgabe. Nirgendwoerhält man mehr Werbung für uns undunsere Sache, als hier auf der Alster.Letztlich werden so manche Eltern denSprössling mit einem besseren Gefühl inden Opti setzen, weil wir da sind, auf derAlster, nicht am Badesse.Bernhard J. Hänel23


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007BEZIRK WANDSBEKMotorradgottesdienst – MOGO 2007Auch in diesem Jahr haben wir wieder mitvielen Kameraden den Ablauf des MOGOunterstützt.Zwar ist es für eine Organisation, dieauch im Erste Hilfe Sektor ausgebildetund ausgerüstet ist, schwierig, sich hiervöllig aus dem EH-Bereich heraushaltenzu müssen, aber diesen Part hatte dasDRK übernommen.So blieb uns wieder die Aufgabe, alsOrdner den Verkehr zu regeln. Dieser Partist bei 30 Tausend Bikern allerdingsäußerst wichtig, denn dies ist geradezuUnfallprävention. Mag der Veranstalterdarüber nachdenken, ob eineRettungsorganisation wie die unserenicht weitergehend involviert werdensollte. Jedenfalls war es wieder eine interessant<strong>eV</strong>eranstaltung, von früh morgensbis zum Abend. Dank des <strong>DLRG</strong>-Fahrzeuges vom LV konnten wir so auchall unsere Einsatzkräfte mit eigenenFahrzeugen transportieren.Für Motorradfreaks war es natürlich dasHighlight im Jahr, vom Krad so teuer wieeine Luxuslimousine bis hin zum sandfarbenenMilitärkrad mit Beiwagen, dasschon mit Rommel in Afrika gewesen seinmuss, hier gab es alles zu sehen.Vernünftig waren so ziemlich auch alle,wenn es auch immer den einen oderanderen Übermütigen gibt. Den ganzenTag über geben die Radiosender dieSperrung und das Event durch und dennochstehen Autofahrer vor 30 TausendKrädern und fragen, was denn hier lossei.Also, bis zum nächsten MOGO 2008.Bernhard J. HänelWasserretter - was ist das?!Diese Frage stellten sich unsere zehnneuen Wasserretter vor Lehrgangsbeginn.Wir wussten lediglich, dass es umSchwimmen, Sanitätsübungen undWachleben geht, da es bestimmt<strong>eV</strong>oraussetzungen gab: San A, RettungsschwimmerSilber und Schnorcheltaucher.Total mutig traten wir an undhatten sehr viel Spaß. Wir waren zu zehntplus zwei Ausbilder. Da waren einmal diegeheimnisvollen zwei Harburger, dienicht viel von sich preisgaben, dann dieerzählfreudige Ute aus <strong>Bergedorf</strong> undden Rest der Plätze besetzte Wandsbek:Katja unser Fahrdienst und meinst launisch;Sophi, die alles diskutieren musste;24der nicht sehr redefreudige Marcel S., derdann doch am Schluss auftaute; der fauleund verfressene Tim; der übermütige unddabei fehlerhafte Marcel K. und ich, daskleine Mädchen mit Dauergrinsen. Nichtzu vergessen Thorsten, der uns beibrachtewie man seinen Namen tanzt und derden Theorie Unterricht leitete undMarcus: unserer singender und fröhlicherMarcus eben. Das war unsere Truppe undnun ging’s auf in den Kampf. Wir musstenin den eiskalten Hohendeicher Seespringen und da auch noch schwimmfähigsein und Übungen wie Tauchen oderAbschleppen üben. Gefreut haben unsimmer die Sanitätsübungen und dasgemeinsame Essen. Nebenbei hatten wirnoch Knotenkunde, was allen etwasschwer fiel. Und der wahrscheinlichschönste Tag war der Tag, an demRevierkunde dran war. Gemeinsam mitdrei Boten haben wir Teile der Elbe erkundetund sind dabei nicht alle trockengeblieben - ohne dass es regnete. Allesim allem würde ich sagen, dass dieserLehrgang uns nicht nur fortgebildet, sondernauch den Team-Geist unsererJugend gefördert hat. Dies wird wohl einunvergesslicher Lehrgang bleiben.Anika Rosenau


BEZIRK WANDSBEK<strong>DLRG</strong>.info I I/2007Rettungsschwimmer im WasserGlück im Unglück hatte eine 5-köpfigeCrew am 23. September um 14:30 Uhrim Kanu auf der Außenalster. Es wargekentert, eine Frau, zwei Männer undzwei Kinder schwammen urplötzlich imWasser, das Kanu ging so ziemlich aufTiefe. Greif 10 schickte sich gerade an,eine neue Patrouille-Runde zu fahren,Michaela kam nach Regattaende vomTanken zurück, man lag nebeneinanderund verabschiedete sich. Plötzlich daselektrisierende Rufen um Hilfe, just 200Meter hinter den Booten fast in Höhe desHSC. Leinen los, Michaela erreichte dieUnfallstelle geringfügig früher, erkanntedie Panik der beiden Kinder - trotzSchwimmwesten - und schickte sofortden Kameraden Aldag als Rettungsschwimmerzur Unterstützung ins Wasser.Die Frau wurde mit einem Griff zurMichaela geschoben, wo sie auch schonaus dem Wasser gezogen wurde, dannwurden die beiden Kinder jeweils voneinem Rettungsboot aufgenommen.Schließlich die beiden Väter ebenfalls verteiltauf beide Rettungsboote. Das Kanusamt Hab und Gut konnte gesichert werden,die vor Kälte klappernden Jungswurden mit Wolldecken gewärmt.Irgendetwas trockenes Warmes bekamjeder. Dann ging es zurück zumAusgangsort an der Krugkoppelbrücke.Gut, dass wir Vorort waren, es hätte bösenden können. Dass zeigt weiterhin, wiewichtig die Präsenz der <strong>DLRG</strong> auf derAlster auch regattaunabhängig ist.Bernhard J. HänelDie Ruhe nach dem Sturm„Uriah“ hieß das Sturmtief und ließ am27. Juni die Fetzen fliegen. Wir hattennicht angenommen, dass man bei Sturmund Regen die Känguru-Regatta anpfeifenwürde, aber man meinte, ein Seglerkönne sich einstellen. Mit gefangen, mitgehangen, also machten wir sogar beideBoote klar, von Wasserschutzpolizei undFeuerwehr war trotz solcherWetterverhältnisse nichts zu sehen,immer noch kopfschüttelnd über solcheUnvernunft.Die ersten Boote kenterten schon vordem Steg, ob 20 oder 30 Boote gleichzeitigim Bach lagen, ein Überblick warschwer zu bekommen. BeideRettungsboote hatten dann 90 Minutenzu tun, auch als die Regatta längst abgeblasenwar, waren wir noch immer draußen,um auch leichtsinnige Segler sicheran Bord zu ziehen, abgeschorene Mastenzu sichern, Conger-Jollen aufzurichtenund Boote frei zuschleppen.Wohlbemerkt alles keine Regattasegler!Eigentlich sollte diesen Job ja dieFeuerwehr machen - eigentlich!Die nassen Schwimmwesten, klammenKlamotten und Wolldecken dann mitnach Hause nehmen, denn einenWachraum oder eine Blockhütte auchzum Trocknen gibt es für Lebensretternicht, traurig, sehr traurig. ZehnQuadratmeter auf der Gurlittinsel, wojetzt leere Trailer parken, würden unsschon helfen.Michael AldagMichael-Stich-Stiftung - DrachenbootrennenEs war das erste Mal, dass ich bei derMichael-Stich-Stiftung mitgefahren bin.Ich wollte mal sehen wie es ist, bei einemDrachenbootrennen mit so viel Prominenz.Bootsbesatzung waren H.-G.Schleiermacher, Michael Aldag, TimBorchert und ich. Am TreffpunktBinnenalster-Anleger wurden wir freundlichvon Michael Stich empfangen,besonders freute er sich über Hexe, denBordhund, der für Michael Stich schonunverzichtbar ist. Dann ging es auchschon los, Einteilung der Drachenboote:immer zwei Boote gingen ins Rennen.Auf den Booten waren dann Promis wieFreitag-Nacht-News Moderatorin TanjaSchümann, Alarm für Cobra 11Schauspieler Mark Keller, Serien StarSophie Schütt und viele mehr. Besondersgefielen mir die Kiez Boys. Sie sorgten fürStimmung auf der Binnenalster, nachdemsie ein Rennen gewonnen hatten undsich voller Übermut freuten, was zurFolge hatte, dass ihr Drachenboot kentertetund alle unfreiwillig ein Alsterbad nahmen.Sofort waren wir zur Stelle, aber diestrammen Jungs konnten ja alle schwimmen,so dass wir nicht eingreifen musstenund uns das Schauspiel von der Michaelaaus anschauten. Die Verpflegung warsehr gut und reichlich und zu meinemErstaunen waren alle Teilnehmer sehrfreundlich zu uns, sonst sind wir ja oft„nur die <strong>DLRG</strong>!“ Am Ende derVeranstaltung fing es wie aus Eimern anzu regnen und als wir gegen 17:30Uhrdie Michaela wieder zum HSC brachten,waren wir durchnässt bis auf die Haut.Aber es war ein tolles Erlebnis einDrachenbootrennen in diesen Umfangmitzumachen.Anja Kleinschmidt25


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007REISEBERICHTDie Ruhe nach dem SturmWinter in List auf SyltNur mit Mühe schaffen es die winterlichenSonnenstrahlen, sich einen Wegdurch die dichte Wolkendecke zu bahnen.Vor dem diffusen Licht sind die reetgedecktenHäuser aus roten Backsteinennur als Silhouette gegen den Horizont zuerkennen. Dunkelgrau stehen sie auf denDünen, sorgfältig aufgereiht wie auf einerPerlenschnur. Der kalte Wind holt überder Nordsee noch ein Mal Schwung,bevor er über die Insel hinweg fegt unddabei aus den Dünen den Geruch vonHeidekraut mitnimmt und verteilt.Im Winter sind die Straßen in List auf Syltfast menschenleer. Nach der erstenJanuarwoche sind die meisten Gäste wiederabgereist. „Zwischen Weihnachtenund Neujahr ist bei uns mehr los als in derHauptsaison“, sagt die Frau von derKurverwaltung. Für die Vermieter ist dannauch Hauptsaison, kostet eineFerienwohnung doch soviel wie im Julioder August. List ist der nördlichste OrtDeutschlands überhaupt. Der BahnhofWesterland ist 20 Busminuten entfernt –Richtung Süden.„Ihre Ferienwohnung müssen sie hiernicht abschließen“, sagt Anne-DoreNoack, nachdem sie ihre neuen Gäste26mit Handschlag begrüßt hat. „Geklautwird höchstens in Westerland, vielleichtnoch in Kampen bei den Reichen, aberbis List kommt keiner. Wahrscheinlich isteinfach der Bus zu teuer“, sagt Anne-Dore und lacht. Sie überreicht den ebeneingetroffenen Gästen eine PackungKekse für den ersten Kaffee in derFerienwohnung.Die drei Wohnungen in dem Mehrfamilienhausvermietet sie. Mit 83 Jahrenwohnt sie selbst in einer kleinenWohnung in einem Mietshaus. Es ist ihrzu unheimlich, wenn das eigene Haus imWinter die meiste Zeit leer steht. Um den21. Februar herum erwartet sie erstwieder Gäste. Dann werden auf demStrand die „Biikefeuer“ entzündet: DieKüstenbewohner häufen auf dem SandHolz zu hohen Stapeln, um den Winterauszutreiben. Dazu gibt es Grünkohl undGlühwein.Bis sich der Strand im Sommer wiederfüllt, jagen Hunde den Bällen undStöcken hinterher, die ihre Besitzer für siewerfen. Sonst gibt es hier nur den Wind,der Schaumkronen über den Strandpustet, die in Resten von Muscheln undFetzen von Fischernetzen hängen bleiben:Treibgut das die Nordsee bei derletzten Flut zum Spülsaum zusammengeschobenhat.Beim Spaziergang am Strand ziehen dieGedanken mit den Möwen übers Meer:Sie steigen auf, stehen im Wind, gleitenherab und fliegen davon. Von derAussichtsplattform neben der Weststrandhalleist der eigene Blick aus derVogelperspektive frei über die Küste unddie Dünen im Listland.Neben der holprigen Straße, die überden Ellenbogen zum äußersten Zipfel derInsel führt, grasen Schafe. Angesichtsihres dicken Fells können ihnen Wind undRegen nichts anhaben. Dreieckig<strong>eV</strong>erkehrsschilder mit rotem Rand undeinem Schaf in der Mitte warnen dieAutofahrer, die aus dem Großstadtdschungelan die Küste fliehen, vorgefährlichen Zusammenstößen.Im Lister Hafen ist jetzt nichts mehr zuspüren von der Betriebsamkeit, mit derhier im Sommer stolze Yachten festmachen.Die Pontons liegen neben der altenBootshalle und die Boote stehen aufgebocktin der grünen Wellblechhalleneben dem Parkplatz oder in denVorgärten ihrer Besitzer. Nur der


REISEBERICHT<strong>DLRG</strong>.info II /2007A23 bis Heide, B5 bis Niebüll.Autoverladestation Autozug nachWesterland.Fahrtdauer ca. eine Stunde.Servicetelefon Autozug Sylt-Shuttle:01805/934567Seenotkreuzer liegt noch an derKaimauer und wird von den Wellen hinund her geschaukelt.In der alten Bootshalle am Hafen stehenlängst keine Boote mehr. Jürgen „Jünne“Gosch, hat 1993 in der Bootshalle seinerstes Restaurant eröffnet. Über 20 Jahrehat er vorher Fischbrötchen aus einerzwei mal zwei Meter kleinen Bude verkauft.Sein Motto: „Alles Gute kommtvon oben. Was man liebt, kommt ausdem Meer!“Der Wind trägt das Rauschen derBrandung herüber. Das Tosen der Wellenwird lauter, je mehr sich der Weg über dieDünen dem Strand nähert. Die Luft isterfüllt von feiner Gischt und legt einensalzigen Geschmack auf die Zunge.Unaufhörlich brechen die Wellen, läuftdas Meerwasser über den Strand, ziehtsich wieder zurück und nimmt einenneuen Anlauf im Schein der Sonne, diekurz zwischen den Wolken hindurchschaut.Thorsten WalterBahn:stündlich Regional- und Intercity-Zügenach Westerland/Sylt.Am Bahnhof Westerland Bus Linie 1oder Taxi nach ListHotline: 0180/1018011Hinweis: Schleswig-Holstein-Ticket undSchönes-Wochenende-Ticket geltennicht in den Bussen auf der InselUnterkunft:Ferienwohnung „Alte Strandvogtei“ab 67,00 Euro/TagAppartement Service ListAlte Dorfstrasse 2725992 List auf SyltTelefon: 04651/958023Mobil: 0172/7226547Fax: 04651/8358090info@appartement-service-list.comwww.appartement-service-list.comInformation:Kurverwaltung List auf SyltAm Brünk 125992 List/SyltTelefon: +49 (0)1805-547800 (12ct/min)Fax: +49 (0)4651 - 871398E-Mail: info@list-sylt.dewww.list-sylt.de27


<strong>DLRG</strong>.info I I/2007BUNDESVERBANDAngebote<strong>Bezirk</strong> <strong>Bergedorf</strong> e.V.Dienstag 17:50 - 19:00 Uhr(Anmeldung erforderlich!)Bille-Bad, ReetwerderJugendschwimmabzeichen Silber undGoldDienstag 18:50 - 20:00 UhrBille-Bad, ReetwerderJunior-RetterRettungsschwimmabzeichen BronzeSchüler WettkampfgruppeJugend-Einsatz-TeamDienstag 19:50 - 21:00 UhrBille-Bad, Reetwerder(Anmeldung erforderlich!)Rettungsschwimmabzeichen SilberRettungsschwimmabzeichen GoldWettkampfgruppeAllgemeines Training der AktivenFreitag 16:45 - 18:00 UhrBille-Bad, ReetwerderAnfängerschwimmen für Kinderab 5 JahreBitte beachten Sie, dass wir eineWarteliste haben. Melden Sie ihr Kinddaher rechtzeitig an.<strong>Bezirk</strong> Wandsbek e.V.Dienstag 18:00 - 19:00 UhrWandsbek, WendemuthstraßeAnfängerschwimmausbildung für Kinderab dem 5. LebensjahrKinder- und Jugendschwimmausbildungbis JuniorretterRettungssportDienstag 20:00 - 21:30 UhrWandsbek, WendemuthstraßeAktivengruppeDienstag 18:00 - 19:00 UhrBillstedt,Anfängerschwimmausbildung für Kinderab dem 5. LebensjahrKinder- und Jugendchwimmausbildungbis JuniorretterDonnerstag 18:00 - 19:00 UhrBramfeld,Anfängerschwimmausbildung für Kinderab dem 5. LebensjahrKinder- und Jugendschwimmausbildungbis Juniorretter<strong>Bezirk</strong> Oberelbe e.V.Nur in der Sommersaison Ausbildung in denFreibädern Geesthacht und Lauenburg.Die Termine werden unterwww.oberelbe-dlrg.de bekannt gegeben.KontaktadressenBei Rückfragen oder Interesse an weiterenAngeboten Ihrer örtlichen <strong>DLRG</strong>-Gliederung rufen Sie uns bitte an!Landesverband Hamburg e.V.Albert-Schweitzer-Ring 222045 HamburgTel. 040 / 35700858Mo, Mi, Fr 9:00 -13:00 Uhr<strong>Bezirk</strong> <strong>Bergedorf</strong> e.V.Ladenbeker Furtweg 12021033 HamburgTel. 040 / 738 87 38Do 18:00 - 20:00<strong>Bezirk</strong> Feuerwehr e.V.Westphalensweg 120099 HamburgTel. 040 / 42851-4999<strong>Bezirk</strong> Oberelbe e.V.Postfach 114521470 LauenburgTel. 04153 / 52 01 97<strong>Bezirk</strong> Wandsbek e.V.Bramfelder Chaussee 122177 HamburgTel. 040 / 68 46 62Mi 18:00 - 20:00 UhrIMPRESSUMVerantwortlich:<strong>DLRG</strong> <strong>Bezirk</strong> <strong>Bergedorf</strong> e. V.Redaktion:Thorsten Walter(Leitung und <strong>Bergedorf</strong>)Folke Rolf Carstens (Feuerwehr)Werner Raksts (Oberelbe)Anja Kleinschmidt (Wandsbek)Titelblatt:Bianca BergerRedaktionsanschrift:Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft<strong>Bezirk</strong> <strong>Bergedorf</strong> e. V.Ladenbeker Furtweg 12021031 HamburgTelefon: 040 - 738 87 38Telefax: 040 - 27 86 82 89E-Mail:<strong>DLRG</strong>.info@bergedorf.dlrg.d<strong>eV</strong>erlag:Hanseatischer Verlag Koller GmbHSpenglerstr. 2523556 LübeckTel. 0451 - 307 22 71Fax: 0451 - 307 26 64Email: info@hvk-hl.deGesamtherstellung:SCHIPPLICK WINKLERPrintmedien Drechslerstr. 423556 LübeckTel: 0451/87 215-0Email: info@suw-medien.deHinweis:Namentlich gekennzeichnete Beiträgegeben nicht unbedingt die Meinung der<strong>DLRG</strong> wieder.Das Copyright sowie die Verantwortungfür die publizierten Inhalte liegen ausschließlichbei den jeweiligen Autoren.28

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