Alltag - Franz Sales Verlag

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Alltag - Franz Sales Verlag

The personality and motivational dynamics of strategic leadershipFor each of the eight Business Challenges, we have mappedout the correlates with the OPQ, Motivational Questionnaireand Hogan Development Survey. Results are outlined inAppendix 2.This analysis identifies how personality and motivation underpinthe leadership gains and hazards associated with eachBusiness Challenge and indicates ways in which organisationscan optimise the gains and mitigate the risks of differentleadership approaches.“There is no one who has not acounter balance to their mostconspicuous merit, and if it isnourished it may grow to be atyrant.”Balthasar Gracian© AM Azure Consulting Ltd 2008 7


100 Jahre LichtVon Wien nachEichstätt1926-1932P. Herbert Winklehner OSFSDie salesianische ZeitschriftLICHT feiert 2006 ihren 100.Geburtstag. Aus diesemAnlass bringen wir in diesemJahrgang einen ausführlichenBericht über ihre Geschichte.it aufrichtiger Freude„Mbegrüße ich das Wiedererscheinender Missionszeitschrift‚Das Licht’.“ So kommentierteder Wiener Erzbischof FriedrichGustav Piffl (1864-1932) denNeuanfang von LICHT im Jahre1926.Licht trotz großer ArmutDer damalige Provinzial der Oblatendes hl. Franz von Sales, P.Georg Fangauer (1887-1956, Provinzialvon 1925-1937), weistallerdings in seinem Geleitwort inHeft 1/1926 auf die schwierigeLage hin, die das Erscheinen vonLICHT in den drei vorangegangenenJahren (1923-1925) unmöglichmachte:„Wir sind arm geworden! Derfrüher angesammelte Reichtumist zerronnen.“Chefredakteur des Neuanfangsist P. Johann Egger (1895-1978).Es ist wahrlich erstaunlich, dass indieser Zeit von Inflation undWeltwirtschaftskrise Ende der1920-er Jahre das regelmäßigeErscheinen von LICHT gewährleistetwerden konnte.Noch erstaunlicher ist, dass 1928eben dieser P. Egger die Ideehatte, LICHT sogar noch mit einerBeilage für Kinder zu erweitern:„Der kleine Lichtapostel“.„Der kleine Lichtapostel“„Meine lieben Kinder!“, soschreibt P. Egger, „Ihr habt imletzten Jahr so fleißig an der Verbreitungunserer Zeitschrift ‚DasLicht’ mitgearbeitet, dass sich derSchriftleiter oft im Stillen gedachthat: ‚Für diese braven Kindermüssen wir eine eigene Zeitschriftherausgeben’. Der gute Wille warzwar da, aber eine Zeitschriftkostet Geld, und gerade das warnicht da. Da hat mich unser hochwürdigerPater Provinzial getröstetund gemeint: ‚Haben Sie Mutund machen Sie den Kindern Freudemit einer eigenen Beilage, derliebe Gott wird uns schon Wohltäterschicken, die das notwendigeGeld geben werden.“Mit diesem Mut und Gottvertrauenerschien der „Lichtapostel“regelmäßig bis 1948. Dannwurde er vom Ministrantenkalenderabgelöst, der seit 1950 jährlicherscheint und heute den Titel„MINI - Taschenkalender für Ministrantenund junge Christen“trägt.Der große WechselDie Jahrgänge 1930 und 1931sind eine Zeit des Überganges.Schon damals war klar, dass dieHerausgabe der Zeitschrift vonWien in das benachbarte BayernTitel 1926nach Eichstätt verlegt werden soll,sobald dort die nötigen Voraussetzungendafür geschaffen waren.Die Sales-Oblaten sind seit1923 in Eichstätt tätig. Zunächstmieteten Sie sich in das Priesterseminarein, bevor sie 1927 inden Spitalbau der Eichstätter Willibaldsburgumzogen. Einer derersten Oberen auf der Willibaldsburgwurde P. Franz Reisinger(1889-1973).P. Reisinger, der 1905 in denOrden der Sales-Oblaten eintrat,in Rom 1909 zum Doktor derPhilosophie und 1911 zum Doktorder Theologie promovierte und1912 zum Priester geweiht wurde,hatte das große Ziel, das Gesamtwerkdes heiligen Franz vonSales und seine Spiritualität im8100 Jahre Licht 1906–2006


Titel des 1. „Lichtapostels“deutschen Sprachraum bekanntzu machen. Sein Plan sah vor,dafür auf der Willibaldsburg inEichstätt eine ordenseigene Druckereizu errichten, durch diesowohl die Zeitschrift LICHT alsauch andere Bücher von und überFranz von Sales erscheinen sollen.Am 15. Dezember 1931 wares dann soweit. An diesem Tagwurde der Franz Sales Verlag unddie Druckerei mit Sitz in Eichstättins Handelsregister eingetragen.Im Januar 1932 erschien dann dieerste LICHT-Ausgabe, die mitordenseigenen Druckmaschinenhergestellt wurde. Neben dieserAusgabe für Deutschland mussteaus presserechtlichen Gründenauch eine eigene österreichischeAusgabe gedruckt werden, für diewieder P. Johann Egger verantwortlicherRedakteur wurde.Flut der GottlosigkeitP. Franz Reisinger schreibt in derersten Eichstätter Ausgabe(1/1932): „Wiebisher, und vielleichtnoch in verstärkteremMaße, angesichts derheutigen Zeitlage, wollenwir unserem katholischenVolke dienen,in dem wir ihm die katholischeWahrheit inP. Johann Eggerihrer wunderbaren Schönheit undTiefe darzustellen suchen ... Gegendie wachsende Flut der Gottlosigkeitund Sittenlosigkeit gilt esheute Dämme aufzurichten, eintieferes Verständnis unserer katholischenWahrheiten anzubahnen,feste und entschiedeneÜberzeugungen zu wecken. Derharte Kampf, der uns aufgezwungenwird, erfordert, klare Stellungzu nehmen. Die Zeit der Halbheitenist vorüber ... Franz vonSales, der nach der Aussage seinesHeiligsprechungsdekretes uns‚einen sicheren Weg‘ zur Vollkommenheit,zum christlichen Lebengewiesen hat, soll sie ihnengeben. Seine Gedanken und Ratschlägewerden vielen Licht, Kraftund Mut spenden.“Franz von Sales,unser FührerP. Reisinger bringt auch einenRückblick über die ersten 25 Jahre(1906-1931) und schreibtam Schluss: „So war dasLICHT bisher bestrebt ein getreuesBild des Lebens undSchaffens der Genossenschaftder Oblaten zu geben. Dassoll es auch in Zukunft; wiebisher soll es die kostbarenGedanken des heiligen Franzvon Sales fürs Leben ausmünzen,und so seinen Lesern einTrost und Kraft spendender Freundin dieser schweren Zeit sein.“Der Untertitel von LICHT lautetin dieser Zeit: „Zeitschrift zurPflege der Innerlichkeit im Geistedes hl. Franz von Sales und zuFörderung des Missionsgedankens“.Trotz dieses eher „spirituellenTitels“ hat P. Reisingerallerdings auch vor, sich politischzu äußern. Sein Artikel über „Franzvon Sales, unser Führer“ machtdeutlich, dass er in der immererfolgreicher werdenden NationalsozialistischenDeutschen Arbeiterparteieine „Flut der Gottlosigkeit“erkennt, die der salesianischenSpiritualität ganz und garentgegengesetzt ist. ■P. Herbert Winklehner ist Oblatedes hl. Franz von Sales, Leiterdes Franz Sales Verlages undChefredakteur der SalesianischenZeitschrift LICHTP. Franz Reisinger Eichstätt, Willibaldsburg. Links: Spitalbau.100 Jahre Licht 1906–20069


Jugend meintFrömmigkeit, die dem Lebenschadet, ist keine FrömmigkeitThomas SchmeckpeperWarum läuft der Kirche die Jugenddavon? Vielleicht weil es ihr saloppgesagt an Spritzigkeit fehlt? Die meisten Menschenscheinen schon vergessen zu haben, dassJesus Christus nicht ein alter Weiser war, dersich hinter Altären im dunklen Kerzenscheinversteckte, sondern in der Blüte seiner Jahre zuFuß durch die Lande zog und sich mit denvermeintlichen Weisen seiner Zeit anlegte.Dafür wurde er doch letzten Endes ans Kreuzgenagelt. Sein ganzes Lebenswerk spiegeltBewegung und eine damit verbundene Flexibilitätwider, deren moralisches Gerüst standhafterist als jede erdenkliche von der Kirche festgelegteDogmatik.Wahrheit absolut?Vielleicht kann man es auch Glaubensfanatismusnennen, wovor die Jugend so sehr zurückschreckt.Schließlich zeigen uns die Geschichtsbüchergenügend mahnende Beispiele, inwiefernÜberzeugungen, seien sie spiritueller oderauch weltlicher Natur, die die absolute Wahrheitfür sich beanspruchen, uns ins Unheil führen.Ach ja, wie gerne wir Europäer doch zumTheoretisieren neigen. Ein irakischer Zivilist,dem die Metallsplitter einer Autobombe um dieOhren fliegen, wird wohl noch mal anders überdieses Problem denken.Da ich jegliche Missverständnisse vermeidenmöchte, betone ich hier, dass meine Kritik indiesem Text sich nicht alleine gegen die Kirche,mit der die meisten von uns groß gewordensind, wendet. Sie soll hier nur als pars pro totofür alle religiösen Institutionen stehen, dieglauben, die Freifahrtsscheine für den Himmelfür sich alleine gepachtet zu haben. Und dieKritik richtet sich ebenfalls nicht gegen jene, dieim Namen dieser Institutionen ihr tägliches Brotverdienen, arbeite ich doch zurzeit selberoffiziell im Namen der Kirche. Sie soll nur einVersuch sein, davor zu warnen, was uns allensehr schnell passieren kann, nämlich dasfundamentalistische Denken.Kafka, Koks und FundamentalismusNimmt man heutzutage das Wort „Fundamentalismus“in den Mund, assoziieren die meistendamit bewaffnete Entführer, die ein Flugzeugkapern und es geradewegs in einen Wolkenkratzersteuern, weil sie glauben, dass im Himmelmehrere Dutzend Jungfrauen auf sie warten.Aber Fundamentalismus fängt so wie allesandere im Kleinen an. Er fängt an, wenn dieLehrerin vom Schüler hören will, dass Kafka inseinen Texten seine gestörte Vater-Sohn-Beziehung verarbeitete, der Schüler aberbehauptet, er verarbeite seinen Hang zurparanoiden Schizophrenie aufgrund seinesKokainkonsums, und er in Folge dessen durchdie Prüfung fällt. Natürlich ist es unangemessen,Kafkas Texte als Hilfeschreie eines Koksers zuerniedrigen, aber ist es denn angemessen, allseine Werke auf seine gestörte Vater-Sohn-Beziehung zu reduzieren? Eine für beide Seitenzufriedenstellende Lösung ergibt sich in denseltensten Fällen. Aber gut, ich merke wie ichmich in Polemik und Sarkasmus zu verlierendrohe, deswegen nun zurück zum Wesentlichen.10100 Jahre Licht 1906–2006


Christsein ist BewegungIch glaubeIch, Thomas Schmeckpeper, nach bester römischkatholischerManier Erzogener, glaube fest daran,dass Jesus Christus von Nazaret in seinen Wortenund Taten eine der Welt zugrunde gelegtenWahrheit gelebt und verkündet hat, aber dasheißt nicht, dass nicht auch andere diese Wahrheiterkannt, sie jedoch auf ihre Art und Weisegelebt und verkündet haben. Lesen Sie einmalden Koran und vergleichen die Aussagen Mohammedsmit denen Jesu Christi, und Sie werdenmerken, dass die meisten sich im Kernähneln.Und auch in fernöstlichen Religionen undPhilosophien findet man moralische und ethischeGesetze, die in unseren Breitenkreisen nur allzugern als christliche Werte bezeichnet werden.Aber das Paradoxon der Aufspaltungen derReligionen fängt ja schon in unserer Nachbarschaftan. Glauben Sie wirklich, Jesus hätte die Spaltungder christlichen Kirche in katholisch und protestantischbefürwortet? Ich weiß nicht, ob er lautlosgelacht oder vor Wut getobt hätte, aber ich binmir sicher, dass er es für den größten Frevel allerZeiten gehalten hätte bzw. es hält.Nun sollte ich mich vielleicht bei den Lesernentschuldigen, die sich durch meine Art zuschreiben angegriffen oder verletzt fühlen. Ichhätte mich natürlich auch genauso gut überMenschen auslassen können, die ihre Kinderdurch unsere Einkaufsgassen hetzen, damit sieden Wachturm an genervte Passanten verteilen,aber schließlich hat Jesus gesagt: „Warum siehstdu den Splitter im Auge deines Bruders, aberden Balken in deinem Auge bemerkst dunicht?“ (Mt 7,3)■Thomas Schmeckpeperverbringt zurzeit einfreiwillges soziales Jahr inGhana, Afrika(siehe dazu auch denBericht auf Seite 21).100 Jahre Licht 1906–200611


Im Licht der FrauA Brand New Day –Ein brandneuer TagKatharina Grabner-HaydenWer traut sich das schon, einen brandneuenTag zu beginnen? Alles hinter sich zulassen und wieder neu zu beginnen? JederTag – ein neues Wagnis, ein neues Experiment.Und wer sollte die Kraft dazu geben?eißt nicht das Lebensmotto, allesHvergessen, den grauen und scheußlichenAlltag? Einem Alltag zu entrinnen, der uns allesabverlangt. Widerstandslos gebeugt von Aufgabenund Verpflichtungen, gesellschaftlichenNotwendigkeiten, von einem DU MUSST undDU SOLLST. Am Wochenende winkt dann dieFreizeit, die Erholung, das Freisein vom Alltag,von sich selbst … und man betäubt den spärlichenRest an Leben in Alkohol oder Drogen. EinFunke Freiheit, der zu Wochenbeginn ersäuftwird.... man betäubt den spärlichen Rest an Leben mit Alkohol und Drogen.Meine älteren Jungs waren mit Freunden inder nächstgelegenen Stadt Billard spielen. Um21.00 Uhr holte ich sie bei unserem vereinbartenTreffpunkt ab. Ich war überpünktlich undwartete zehn Minuten vor dem Lokal. Aus demLokal kamen durchwegs betrunkene Jugendliche,vor allem Mädchen. Sie konnten nichtmehr gerade stehen, bekamen einfach nichtsmehr mit, bis sie sich vor meinem abgestelltenAuto übergaben. Ich sprang aus dem Wagen,wollte helfen und bekam ein grobes „Schleichdich, ist doch ohnehin alles sch... egal“ insGesicht geworfen.Eines der Mädchen war vielleicht geradedreizehn Jahre alt. Mir gab es einen Stich mittenins Herz.„Soll ich dich heimfahren? Wo sind deineEltern zu erreichen?“ waren meine Fragen.Doch die Kleine,halb nackt undangekotzt, meintenur, es interessierediese sicher nicht.Wen interessiereüberhaupt irgendjemandauf diesemgottverdammtenPlaneten? Stimmt,dachte ich mir. Ichsetzte mich trotzdemzu ihr und hieltsie. Es war eiskaltund ich wollte sienicht so halbnacktund wehrlos alleinelassen.12100 Jahre Licht 1906–2006


Der Alltag ist für sie triste, grau. Elterngetrennt, Mutter wieder verheiratet, mussarbeiten gehen, keine Zeit für ihre Problemeund sie hat bei Gott Probleme. Alleingelassen imAlltag. Schule und Berufsausbildung, alleingelassenin ihrem Leben, das so verdammt jung ist,zu jung, um bereits solche Erfahrungen gemachtzu haben.Ich kenne in meinem unmittelbaren Bekanntenkreiseinfach so viele (und es werden immermehr), die sich dem Alltag hingeben, daranverzweifeln, entweder zu trinken anfangen oderaussteigen.Aussteigen aus dem Druck, aus der Oberflächlichkeit,aus der verpflichteten Unverbindlichkeit.Da gibt es kein Suchen mehr nach anderenHorizonten, nach anderen Realitäten, sienehmen an, was sich ihnen bietet.„Friss Vogel oder stirb“ ist ein Prinzip. An denjungen Menschen sieht man es sofort, siesterben. Noch nie hat es in Europa so viele Kidsgegeben, die sich Drogen wie Alkohol, Speed,Aufputschern und vielem mehr hingeben.Wozu? Um ihren Alltag leichter vergessen zumachen.100 Jahre Licht 1906–2006Geht uns das alles nichts an? Genügsamlehnen wir uns ins warme Sofa zurück undschauen die Nachrichten von Krieg, Gewalt undVernichtung aus aller Welt.Jeden Tag, 22.00 Uhr, Abendnachrichten.Vielleicht noch mit einem Gläschen Weißwein,damit man das alles leichter hinunterschluckenkann.Vielleicht muss man es so machen wie dieKleine vor dem Lokal. Sie macht es wenigstensnoch offen und ohne Hemmungen. Sie besäuftsich, damit sie nichts mehr spüren muss, vondieser Unerträglichkeit, dieser Gleichgültigkeit.Es ist so leicht geworden, den Alltag zu verdrängen,wo das Leben nicht mehr vom Tod zuunterscheiden ist.Am Montag ist alles wieder anders, da heißtes arbeiten, sich unterordnen, den Pflichtennachgehen. Vielleicht klingt noch ein Brummschädelnach, ein Relikt des Vergessens. AmEnde der Woche kann man wieder vergessen.Wo ist Gott? Wo finden wir ihn im Alltag?Was sag ich einem Mädchen, das angekotzt aufmeinem Schoß liegt? Es gibt ihn doch? Die lachtmich höchstens aus und meint, je mehr siesäuft, desto eher wisse sie es.Mich macht das alles unsagbar traurig undwütend zugleich.Meine Kinder kommen. Ich nehme das Mädchenund wickle sie in eine Decke, die ichimmer im Auto bei mir führe, wenigstens soll sienicht frieren.Die Jungs steigen ein und ich packe das jungewillenlose Geschöpf ins Auto und fahre sie nachHause.Bei der Türe erwartet mich ihr älterer Bruder,mit Ringen unter den Augen, wahrscheinlichvom Computerspielen.Wo sind Eure Eltern? „Die sind was trinkengegangen“, meint er gedankenverloren. Erübernimmt seine betrunkene Schwester.„Schlaf dich erstmal aus, morgen ist ein neuerTag“, meine ich noch im Verabschieden. Aberist er es wirklich für sie?Die Jungs sind still geworden. Mit aller Wuchthaben sie eine Welt wahrgenommen, die fürviele immer mehr zur Alltäglichkeit wird.Während wir so still vor uns hinfahren, denkeich mir, hoffentlich kann sie, dieses Mädchen,einen neuen, einen frischen, einen hoffnungsvollenTag erleben.Ich würde es mir so wünschen. ■KatharinaGrabner-Hayden istUnternehmensberaterin.Sie ist verheiratet undhat vier Söhne.13


Wunderbarer GottSelig seininmitten der WeltP. Peter Lüftenegger OSFSromm sein in der Welt und im Alltag“„F– man glaubte, das sei unmöglich. Esmöglich zu machen, dafür ist Franz von SalesKirchenlehrer geworden. Bis sein Stern aufging,war es dunkler in der Welt als jetzt. Ihm schienes nicht nur möglich, sondern not-wendig,nachdem er seine Gotteserfahrung gemachthatte und sah, wie so viele Menschen in derweiten Welt zu Gott wollten und den Weg nichtfinden konnten. Wie könnte Gott einen Menschenabweisen, der nach ihm und dem Heilverlangt? Philothea – jede Gott liebende Seele –ist glücklich, seit sie das weiß. Gottes liebendeGegenwart ist überall zu finden. Sein Herzwünscht nichts sehnlicher, als dass wir Ihnsuchen und finden.Dieses Wissen von Gottes liebendemVerlangen nach uns, war das Anziehende inFranz von Sales Predigten, der roteLebensfaden in seinen Schriften, derfruchtbare Kern seiner Sendung – die„Philothea“ – ein Wegweiser für GottSuchende wohl bis zum Ende der Zeiten.Im eigenen Herzen oder nirgends ist doch derHimmel. „Im Gebet neigt sich der große Gottdem kleinen Menschen zu und bringt zusammenzwei Liebende: Gott und die Seele“ (hl.Gertrud).Von der Notwendigkeit des Gebetes schreibttrefflich unser Heiliger: „Nichts ist geeigneter,unseren Verstand von Unwissenheit undunseren Willen von seinen verderbten Anhänglichkeitenzu reinigen, als das Gebet – dasunsern Verstand in die göttliche Helligkeit, insDie Betrachtung des Gekreuzigten schenkt Trost(Altarmosaik in der Basilika des hl. Franz von Sales inAnnecy, Frankreich)göttliche Licht stellt und unseren Willen derWärme göttlicher Liebe aussetzt“ (DASal 1,71).Das Gebet bringt Erleuchtung und Willenskraft,es räumt die Hindernisse weg, die sich zwischenGott und Seele als unerlaubte Trennwandaufbauen. Der Glaube wird für den Betendenzu einer heimeligen Sphäre sicherer Gottnähe –noch dunkel, aber fühlbar und nahe.Das betende Herz weiß um Gott und irrt sichnicht, dass ER da ist.14100 Jahre Licht 1906–2006


„Das Gebet ist die segensreiche Quelle, diedurch ihr belebendes Wasser die Pflänzchenunserer guten Wünsche zum Grünen undBlühen bringt, die Mängel unserer Seele wegspültund das durch Leidenschaft erhitzte Herzabkühlt.“Das sind Texte, die uns anweisen, zu bitten,wenn uns der Schuh drückt, wenn Not unsquält, wenn wir Trost und Hoffnung nötighaben. Wenn wir Sehnsucht haben, bei Jesuszu sein. Niemals wird er uns abweisen. Er wirduns erleuchten, reinigen und einigen.Wie beten, das wird jeder von selbst und aufseine Weise herausfinden, wenn ihm dierettende, anziehende Liebe Gottes groß genugvor Augen steht.Wenn du die barmherzige Liebe erkennst,den Gekreuzigten betrachtest, wirst du erschüttertin dich gehen und den Ernst deiner Lageerfassen: dein ewiges Verlorensein ohne dieseTat Gottes und das Gerettetsein durch denSohn. Hast du das erfasst, wirst du danach nichtmehr der sein, der du früher warst. Du wirsterfahren, dass nicht du Gott geliebt hast,sondern er dich. Von Ewigkeit her ist er deineLiebe suchen gegangen! Und wie?!Im Gespräch mit Camus (II,8) sagte Franz vonSales:„Es gibt keinen besseren Antrieb, in der LiebeFortschritte zu machen, als die Betrachtung desLeidens und Todes unseres Herrn – als denanmutigsten und mächtigsten Antrieb zurFrömmigkeit. Die Liebe Gottes drängt uns. Sieist stark wie der Tod und furchtbar im Kampfwie die Hölle. – Man wird nicht leugnenkönnen, dass diese Liebe das Gewaltigste ist, dasie mit dem Gewaltigsten, mit Tod und Hölleverglichen wird. Die Liebe ist die Anmut allerAnmut, und der Zucker in aller Bitterkeit. Wiees nichts Gewaltigeres gibt als ihre Anmut, sogibt es auch nichts Liebenswürdigeres als ihreGewalt. Jesus am Kreuz ist der Löwe desStammes Juda und das Rätsel Samsons, indessen Wunden sich die Honigwabe derstärksten Liebe befindet. Von dieser Stärke gehtdie Süßigkeit unseres größten Trostes aus.“100 Jahre Licht 1906–2006Das Bei-Ihm-Sein wird leicht, weil er selbst denAbstand überbrückt hat und weithin sichtbarnach dir die Arme ausstreckt.Ja, nach jedem Einzelnen, den er in denHochzeitssaal führt und der großen Versammlungvorstellt. Ich rate, zu Maria zu gehen, weilsie Unsere Liebe Frau und Mutter ist. Sie ersetztdem Sünder das fehlende Vertrauen und bringteine kindliche Frömmigkeit. Sie ist das immerwährende Pfingsten, die fürbittende Allmacht,die die verschlossenen Herzen auftut und dieTraurigkeit dieser Zeit weg nimmt. Sie erhebtdas Gemüt, stärkt das Muthafte und ist mütterlicheHeimat. Sie gehört zum Schlüssel Davids.Ihr Schutzmantel ist kugelsicher. Sie trixt derBöse nicht aus!!„Glückselig“ ist der bessere, treffendereAusdruck als „fromm“.Es sagt den Zustand der Freude aus, der Gottund die Seinen auszeichnet. Dieser glückseligeGott zieht in ein aufrichtiges und demütigesHerz ein und nimmt bei ihm Wohnung.Unsere Seele stammt von Gott und drängt zuGott mit Sehnen und Heimweh. Das Kreuzverleiht Flügel, die nach oben tragen. In wachsendenRingen geht es mit der Zeit – Jahre,Tage und Stunden – „näher, mein Gott zu dir“.Wer betet, hat Gott an seiner Seite. SeinEngel führt uns. Er umschließt uns von allenSeiten. Er trägt uns über stürmische Wasser undAbgründe. Felsgrund sind WORT und Kirche.Innerlich lebe ich an den immer grünenUfern des Gnadenstromes, der am ThronGottes entspringt, welcher die Landschaft derSeele zum Blühen bringt.Der Regenbogen desBundes ist über dir. ■P. Peter Lüftenegger istOblate des hl. Franz vonSales und arbeitet alsSeelsorger in der PfarreiFranz von Sales in Wien,Österreich15


MeditationAnnecy, 19. Mai 1616„O Jesus, welch ein Segen! Welche Freude für meine Seele, meineMutter so ganz von sich entblößt vor Gott zu wissen! Seit langemschon empfinde ich eine unvergleichliche Beglückung, wenn ich dasResponsorium singen höre: ‚Nackt bin ich aus dem Schoße meinerMutter hervorgegangen und nackt kehre ich dahin zurück. Der Herrhat es mir gegeben, der Herr hat es mir genommen: der Name desHerrn sei gebenedeit‘ (Ijob 1,21) ...Wir sollen also, was unser Herz betrifft, auf immer ganz entblößtbleiben, meine sehr teure Mutter, obgleich wir uns in der Tat wiederbekleiden; unser Herz soll nämlich so einfach und unumschränkt mitGott vereint sein, dass nichts anderes in uns haftet ...Mit Ergriffenheit bewundere ich den Heiland unserer Seelen, dernackt aus dem Schoße seiner Mutter hervorgegangen, nackt am Kreuzegestorben und wieder nackt in den Schoß seiner Mutter gelegtwurde, um begraben zu werden. Ich bewundere die glorreiche Mutter,die entblößt von Mutterschaft in ihrer Geburt war und am Fußedes Kreuzes dieser Mutterschaft wieder entblößt wurde ...Ich sage Ihnen also, liebe Mutter: gebenedeit sei der Herr, der Sieentblößt hat! Wie froh ist doch mein Herz, Sie in diesem so wünschenswertenZustand zu wissen! ...Bleiben Sie so im Frieden, im Geist eines ganz einfachen Vertrauens,ohne sich nur nach Ihren Gewändern umzusehen; ich meine, ohnesich mit irgendwelcher Aufmerksamkeit oder Sorge umzusehen.Leben Sie wohl, meine sehr teure Mutter. Es lebe Jesus, entblößt vonVater und Mutter am Kreuze; es lebe seine hochheilige Entblößtheit!Es lebe Maria, am Fuß des Kreuzes entblößt des Sohnes!Willigen Sie sachte, wenn auch nicht fühlbar, in Ihre Entblößtheitein; machen Sie keine Anstrengungen mehr; verschaffen Sie IhremKörper liebevoll einige Erleichterung. Es lebe Jesus! Amen.“Franz von Sales an Johanna Franziska von Chantal (DASal 5,291-293)Ingrid und Christian Mitterecker, „Ewige Liebe“.6 Inkjet-Prints auf handgeschöpften Bütten. Limitierte und handsignierte Auflage: 100 Stück.Erhältlich bis Ende des Jahres 2006 ab einer Spende von 70.- Euro für die LICHT-Aktion 2006.(Siehe dazu die Seiten 18-19)16100 Jahre Licht 1906–2006


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Licht-Aktion 2006: Für Kinder in IndienDie Kinder machengroße FortschritteLicht-Aktion 2006für Kinder in IndienLiebe Wohltäter, Spender undFreunde unserer Kinder inBrisson Bala Bhavan.Unsere aufgeweckten „Brissoniter“ch bin P. Shaju, Leiter unseresIInternates Brisson Bala Bhavan.Ich wünsche Ihnen alles nurerdenklich Gute.Die Kinder des Internates sendenIhnen ebenso die bestenGrüße. Als sie nach Weihnachtenvon Zuhause ins Internat zurückkamen, weinten sie alle,weil ihre schöne Zeit zu Hausevorbei war und die Schule wiederlosging.Bald gewöhnten sie sich jedochwieder an den Rhythmusdes Tages: zur Schule gehen,Freunde treffen, Hausaufgabenmachen, Yoga, Spiel, kleine Streitereienusw. Und die Zeit vergehtja sehr schnell. Nun machensie sich schon wieder bereit, nachHause zu kommen.Als ich letzte Woche die Kinderim Internat traf, lernten sie alleganz angestrengt. Ich fragte sie:„Warum lernt ihr plötzlich so fleißig?“Einer antwortete: „Ab morgenbeginnen unsere Jahresprüfungen.“Darauf antwortete ich:„Das Schuljahr geht dem Endeentgegen! Wau! Das ging aberschnell.“ Heute nach der Messefragte ich sie, wie denn die Prüfungenso laufen. Sie meinten mitsichtlicher Freude in den Augen:„Nur noch zwei Prüfungen unddann fahren wir nach Hause.“Tatsächlich, das war schnell!Das Jahr verging wie im Flug. IhreNeugierig auf NeuesPrüfungen werden am 14. Märzzu Ende sein und dann fahren dieKinder in die Ferien nach Hause.Sie werden erst wieder kommen,wenn am 1. Juni 2006 das neueSchuljahr beginnt.Im Blick auf den Fortschritt,den die Kinder während des letztenJahres machten, ist es bewundernswert,dass diese kleinenKinder im Alter von fünfJahren die Eltern verließen und indas Internat Brisson Bala Bhavankamen. Diese Kinder kanntenkein Wort Englisch, als sie hierankamen. Sie stammen außerdemaus unterschiedlichen indischenBundesstaaten, in denenganz unterschiedliche Sprachengesprochen werden. Innerhalbvon vier Monaten konnten siesich untereinander in Englischverständigen. Ich bin den Lehrerinnenund Erzieherinnen für dieArbeit, die sie im Internat leisten,sehr dankbar. Jeder der „Brissoniter“brachte gute schulischeLeistungen. Wichtig anzumerkenist, dass ihre Mitschüler alle ausFamilien kommen, die viel wohlhabendersind als sie. BezüglichSchulerfolg aber stehen die „Brissoniter“diesen in nichts nach.Einer erhielt die Gesamtnote „2“,18100 Jahre Licht 1906–2006


alle anderen „1“. Natürlich brachtendie Kinder eine ganze MengeLeben in unsere Gemeinschaft.Ich wünsche ihnen erholsame Ferienbei ihren Eltern. Sie schauenalle gesund und glücklich aus. Siehaben sich im letzten Jahr bei unsgut eingelebt.Derzeit laufen schon die Anmeldungenfür das nächste Schuljahr.Wir werden weitere siebenKinder aufnehmen. Mit GottesHilfe und durch Ihre großzügigeUnterstützung glaube ich, dasswir auch das kommende Schuljahrgut schaffen werden.Noch einmal: Alles Gute undherzlichen Dank für ihre Unterstützung.■P. Shaju Kanjiramparayil OSFS,Leiter des Internates der Sales-Oblaten in Samarpanaram,Indien.„Für Kinder inIndien“Schon fast 6.500.- EUR wurden von Ihnenfür die LICHT-Aktion 2006 gespendet. Wirdanken Ihnen ganz herzlich für diesegroßzügige Unterstützung und bitten Sie, unsweiterhin für unser Internat in Indien zuhelfen. Es bedarf sehr wenig, um Kindern inIndien eine Zukunft zu ermöglichen. Ein Tagkostet in Indien für Schule, Unterkunft undVerpflegung für ein Kind nicht mehr als 3.- EURO. Damit bekommtdas Kind alles, was es für das Leben und die Schule benötigt, Bücher,Hefte, Schreibzeug und Schulbus inbegriffen.Wenn Sie den Kindern in Indien helfen wollen,richten Sie Ihre Spende bitte an folgende Konten:Für Deutschland: Kongregation der Oblaten des hl. Franz vonSales, Verwendungszweck: „Internat Indien“, LIGA-BankEichstätt (BLZ 750 903 00) Kontonummer: 10 760 23 08Für Österreich: Kongregation der Oblaten des hl. Franz vonSales, Verwendungszweck: „Internat Indien“, Raiffeisenbankfür NÖ/Wien (BLZ 32000) Kontonummer: 96-02.747.962Ein wertvolles Geschenk:„Ewige Liebe“Das Künstlerehepaar Ingrid und ChristianMitterecker aus Wien, von denen die Ideezur LICHT-Aktion „Zwei Vögel der Liebe“stammt und diese in den vergangenen fünfJahren mit ihren Grafiken unterstützten,wollen dies im sechsten Jahr mit einembesonders wertvollen Geschenk tun. DieSpenderinnen und Spender erhalten abeiner Spende von 70.- Euro ihre Kunstmappe„Ewige Liebe“. In dieser Mappesind jene Briefe auf handgeschöpftemBüttenpapier abgedruckt, die Franz vonSales und Johanna Franziska von Chantal einander während der Exerzitien des Jahres 1616 schrieben.Illustriert sind die Briefe durch sechs farbige Inkjet-Prints mit Blumenmotiven. Jede Kunstmappe ist eineEinzelanfertigung und handsigniert. Die Auflage ist auf 100 Stück limitiert (Siehe auch die Seite 16–17).LICHT bedankt sich ganz herzlich bei Ingrid und Christian Mitterecker für diese großartige Unterstützung.100 Jahre Licht 1906–200619


Nachrichten aus der salesianischen WeltPapst Benedikt XVI.segnet LICHTSeine Heiligkeit Papst Benedikt XVI.übermittelt den Oblaten des hl. Franz vonSales, den Freunden der Kongregationund der Leserschaft anlässlich des100-jährigen Jubiläums der ZeitschriftLicht herzliche Segenswünsche.Das PapstwappenMit Freude hat der HeiligeVater davon Kenntnis erlangt,dass die Österreichisch-SüddeutscheProvinz der Oblaten deshl. Franz von Sales seit 100 Jahrendarum bemüht ist, durch dieHerausgabe der Zeitschrift „Licht“über das Wirken und die Sendungihrer Kongregation zu informierenund die salesianische Spiritualitätunter den Gläubigen bekanntzu machen. Zugleich verbindetsich Seine Heiligkeit mitden Sales-Oblaten in der Danksagunggegenüber Gott für das 100-jährige Bestehen der Österreichisch-SüddeutschenProvinzihrer Ordensgemeinschaft.Mit der Wahl des Namens„Licht“ hat der Begründer derZeitschrift, P. Joseph Lebeau,Zielsetzung und Programm vorgegeben,die im Laufe von 100Jahren nichts an Aktualität verlorenhaben. Damals wie heute giltes, die Menschen zu Jesus Christuszu führen, der das wahre undunvergängliche Licht ist: „Ich bindas Licht der Welt. Wer mir nachfolgt,wird nicht in der Finsternisumhergehen, sondern wird dasLicht des Lebens haben“ (Joh 8,12). Die Veränderungen der Zeit,das Abhandenkommen vertrauterSicherheiten und die Ungewissheitder Zukunft werfen Fragenauf und lassen vieles dunkelerscheinen. Der Herr aberschenkt Licht und Orientierung.Er allein macht unser Leben hell.Gott ruft uns in sein Licht undwill, dass wir selbst als seineJünger „Licht der Welt“ werden(vgl. Mt 5, 14). Möge die Zeit-Papst Benedikt XVI. erteilt allen Licht-Leserinnen und Lesern undMitarbeiterinnen und Mitarbeiternden päpstlichen Segenschrift „Licht“ auch in unserenTagen ein geeignetes Mittel sein,den Menschen im Geiste des hl.Franz von Sales Wege zu einerchristlichen Lebensgestaltung imAlltag aufzuzeigen, die vom Lichtdes Glaubens und der Liebe Gotteserfüllt ist.Mit diesem Wunsch erteilt SeineHeiligkeit Papst Benedikt XVI.den Oblaten des hl. Franz vonSales und allen, die am Erscheinenvon „Licht“ mitarbeiten, sowieden Leserinnen und Lesernanlässlich des 100-Jahr-Jubiläumsdieser salesianischen Zeitschriftauf die Fürsprache der GottesmutterMaria, Unserer Lieben Frauvom Licht, von Herzen den erbetenenApostolischen Segen. ■Mit besten persönlichenWünschen† Erzbischof Leonardo SANDRISubstitut des StaatssekretariatsAus dem Vatikan,am 2. Februar 200620100 Jahre Licht 1906–2006


AshaimanDie Stadt GottesSeit 10 Jahren: „Aktion-Lichtblicke“der Sales-Oblaten in GhanaThomas Schmeckpeper inmitten derJugend von AshaimanStolz kann das Land Ghanasein, da es mit der HafenstadtTema Schiffe und somit Menschenund Güter aus der ganzenWelt anlockt. Nur leider sucht manin Tema vergebens den Hafenstadtflair,den man vielleicht ausHamburg oder Kopenhagen kennt,denn der Hafen wurde nicht fürTema, sondern Tema für den Hafengebaut. Da es keine Stadt ist,die historisch gewachsen ist, wurdendie Stadtteile schlichtwegdurchnummeriert von „Community1“ bis „Community 21“. Unterdiesen vielen Siedlungen, diesich eigentlich nicht groß voneinanderunterscheiden, gibt es eine,die deutlich heraussticht. Ashaiman,oder wie die Bewohner sagen„The City Of God (die StadtGottes)“.100 Jahre Licht 1906–2006Ashaiman ist laut. Jeder,der ein bisschen Geld zusammengekratzt hat,kauft sich ein paar Lautsprecherboxenund beschallt die Straßen sogut es geht, denn so etwas wieRuhestörung kennt der Afrikanernicht. Dazu die islamischen Gebetsgesängevon den zahlreichenMinaretten, das Geschrei selbsternannterPrediger, die mit Megaphonendurch die Straßen laufenund natürlich die Hupkonzerte derunzählbaren Taxis und Sammelbusse.Doch mittendrin ragt ein großes,weißes Gebäude hervor, auf dessenFrontseite Franz von Sales abgebildetist und das Ruhe ausstrahlt:der First-Contact-Place(FCP). Aber auch da ist es allesandere als ruhig. An die 40 Jungslaufen herum, waschen ihre Sachen,bereiten den Essenssaal vor,putzen ihre Schlafräume, machenHausaufgaben oder lassen sich vonden Volontären aus DeutschlandGeschichten erzählen. Alle Jungenhaben etwas gemeinsam: Sie kommenvon der Straße. 1996 entstandhier das von Pater KonradLienhard OSFS ins Leben gerufene„Aktion-Lichtblicke“-Projekt. Mitdem Ziel Straßenkindern ein Zuhauseund eine gesicherte Schulausbildungzu geben, arbeiten seitP. Konrad Lienhard OSFS (li.) bei einerErwachsenentaufe in Ghana. Im Hintergrund:P. Bernd Heisterkamp OSFSzehn Jahren ghanaische Mitarbeiterund deutsche Volontäre zusammen.Mittlerweile werdenüber hundert Kinder betreut undin ihrer Ausbildung unterstützt. Sohat es einer schon nach Deutschlandgeschafft. Joseph Addy, einJunge aus dem FCP, wohnt imHaus Overbach und studiert Maschinenbauin Jülich. Jedes unsererKinder ist vom Leben auf derStraße geprägt, und da die meistenbereits mit acht Jahren oder jüngerdieses Leben erfahren haben, sindgewisse Charakterzüge nur schwerrückgängig zu machen. Man siehtviele Dinge in Ashaiman, die manals Europäer nicht kennt, und manist auch von vielen Sachen angewidert,wenn ich da nur an denGeruch der offenen Kanalisationdenke, aber man spürt an jederEcke etwas, was das schmutzigeSlum in den Hintergrund rückenlässt. Der gemeinschaftliche Glaubeund das Vertrauen auf ein besseresLeben im Jenseits. Es istschön in der Stadt Gottes.Weitere Informationen über dieAktion Lichtblicke finden Sie imInternet unterwww.aktion-lichtblicke.de ■Thomas Schmeckpeper21


Nachrichten aus der salesianischen WeltFrohbotschaftin Wort und BildSales-Oblaten in Eichstättfeierten 100 Jahre LichtWeihbischof Ostermann (re) undP. Herbert Winklehner OSFSBeim Festgottesdienst : v. li: LICHT-Chefredakteur P. Herbert WinklehnerOSFS, Diözesanadministrator Johann Limbacher, Weihbischof FriedrichOstermann, Rektor P. Johannes Haas OSFS und Domdekan Hans SchimmöllerMit insgesamt drei Veranstaltungenbeging dasEichstätter Salesianum das 100-Jahr-Jubiläum der Zeitschrift Lichtim Januar 2006. Eröffnet wurdedas Programm am 20. Januar miteinem Vortrag des österreichischenSchriftstellers Josef Dirnbeckim Salesianum zum Thema„Gott lacht – Ein fröhlicher Crashkursdes christlichen Glaubens.“Dabei wurde wieder einmal mehrdeutlich, dass christlicher Frohsinnetwas typisch Salesianischesist, hat doch Franz von Sales gesagt:„Ein Heiliger, der immer nurtraurig ist, ist wirklich ein traurigerHeiliger!“Am 24. Januar, dem Fest desheiligen Franz von Sales, lud dieKatholischen Hochschulgemeinde,deren Pfarrer P. JohannesHaas OSFS, Rektor im Salesianumist, zu einer weiteren Veranstaltungein: Das Musikensemble„Entzücklika“ aus Obermarchtalin Württemberg gestalteteden Gottesdienst musikalischund gab danach ein Konzertmit seinen eindrücklichen Liedern.Am Sonntag, den 29. Januarschließlich, fand mit dem Jubiläumsgottesdienstin der Kapelledes Salesianums der Höhepunktder Feierlichkeiten statt. Hauptzelebrantwar der Vorsitzendeder Medienkommission der deutschenBischofskonferenz, derMünsteraner Weihbischof FriedrichOstermann. Daneben konnteder Rektor des Salesianums P.Johannes Haas OSFS auch denEichstätter DiözesanadministratorJohann Limbacher begrüßen, dernach der Abberufung von BischofWalter Mixa nach Augsburg biszur Ernennung eines neuen Oberhirtendas Bistum leitet.In seiner Predigt würdigte OstermannFranz von Sales wegenseiner Öffentlichkeitsarbeit underinnerte daran, dass der Heiligein seiner Zeit Flugblätter zur Glaubensverkündigungverteilt hatte.Heute, so der Bischof, hätte ersich wahrscheinlich des Internetsbedient. Jedoch seien auch religiöseZeitschriften wie das „Licht“von großer Bedeutung, um denMenschen die Frohbotschaft vonder Liebe Gottes nahe zu bringen.Ostermann rief dazu auf,sich weiterhin mit ganzem Herzenfür die Salesianische Zeitschrifteinzusetzen. Worte desDankes für die Publikationstätigkeitder Sales-Oblaten in Eichstättfand schließlich auch DiözesanadministratorLimbacher, der daraufhinwies, dass die Veröffentlichungendes Ordens weit überdie Grenzen des Bistums geistlichwirksam seien.■Raymund Fobes22100 Jahre Licht 1906–2006


Gottesdienst zu Ehrendes OrdenspatronsFranz-von-Sales-Fest in Pleysteinm 24. Januar 2006 feierteAdie Pfarrei der Sales-Oblatenin Pleystein in der bayerischenOberpfalz das Hochfestdes heiligen Franz von Sales. DerHausobere P. Karl Reber OSFSzelebrierte gemeinsam mit StadtpfarrerP. Hans Ring OSFS denGottesdienst. In seiner Festpredigtbefasste sich Reber mit demLeben und Wirken seines Ordenspatrons.Er wies auch auf dieFranz-von-Sales-Statuen in derKreuzberg- und in der Stadtpfarrkirchehin. Anschließend fand imHotel „Regina“ auf Einladung desOblaten-Konvents ein gemütlichesBeisammensein mit denkirchlichen Mitarbeitern der Pfarreistatt. ■Franz-von-Sales-Aulain DachsbergEinweihung beim Franz von Sales Fest40 Jahre OSFSin PleysteinVom 4. bis 13. August 2006feiert die Stadt Pleystein „675Jahre Stadterhebung“. In diesemZusammenhang ist fürSonntag, den 13. August einFestgottesdienst geplant, zudem alle Ordensleute und Priester,die entweder aus Pleysteinstammen oder einmal in Pleysteingewirkt haben, eingeladenwerden; Hauptzelebrantund Festprediger ist P. ProvinzialKonrad Haußner OSFS. Es istin diesem Jahr 40 Jahre her,dass die Sales-Oblaten mit P.Andreas Pfeiffer OSFS die Stadtpfarreiübernommen haben. Inder Pfarrei Kreuzberg sind siebereits ein Jahr länger. Infos zurPfarrei Pleystein gibt es auch imInternet unter www.pfarreipleystein.de■m Sonntag, 22. Januar, fei-Aerte das Kloster und GymnasiumDachsberg in Oberösterreichzusammen mit DiözesanbischofDr. Ludwig Schwarz SDBdas Fest des hl. Franz von Sales.Im Anschluss daran weihte derBischof die Franz von Sales Aula,eine neue Mehrzweckhalle, diesowohl für den Sportunterricht alsauch für kulturelle Veranstaltungengenutzt werden kann. ■Feierstunde mit dem Linzer Bischof v. li: P, Siegfried Schöndorfer, ProvinzialP. Konrad Haußner, Bischof Dr. Ludwig Schwarz, Br. Josef KampmüllerHerzlich willkommen!1966 übernahm P. Andreas PfeifferOSFS die Stadtpfarrei Pleystein undläutete damit die salesianische Ärain dieser Gemeinde ein.100 Jahre Licht 1906–200623


Nachrichten aus der salesianischen Welt24Freudentag imRosentalMarkus Kraxberger OSFSin Eichstätt zum Diakon geweihtHandauflegung durch Bischof Maximilian Aichern OSB„Die Kirche soll ein blühenderGarten sein.“Viel war zu spüren von jenemSatz des seligen Papstes und Franzvon-Sales-VerehrersJohannesXXIII. an diesem 11. Februar 2006im Eichstätter Salesianum, obgleichdraußen der Schnee meterhochlag. Doch bei der eindrucksvollenFeier der Diakonenweihevon Markus KraxbergerOSFS war eine Menge von derfarbenfrohen lebendigen Gemeinschaftder Gläubigen zu entdecken:Jung und alt hatten sichversammelt, um das Fest zu begehenund ein junggebliebenerBischof – obschon im Ruhestand– feierte mit den Sales-Oblaten,die sich sichtlich über ihren neuenDiakon freuten, den Gottesdienst.Maximilian Aichern OSB,Altbischof von Linz in Oberösterreich,war als Weihespender gekommen– und man spürte, dasser sich bei den Sales-Oblaten zuhausefühlte. Da erinnerte er inseiner Predigt an P. Josef ZeiningerOSFS, der nach dem Krieg inder Wiener Oblatenpfarrei Krimdie Christliche Arbeiterjugendaufgebaut hatte, bei der auch derauch er, der junge Aichern undjetzige Alt-Bischof, mitgemachthat. Der gute Kontakt zu denSales-Oblaten sei seither nie abgerissen,machte der Altbischofdeutlich – und gerade in der DiözeseLinz ist der Orden nach wievor zahlreich vertreten. Zum Beispielim Gymnasium Dachsberg,wo Diakon Kraxberger die Schulbankdrückte und später als Lehrertätig war. Und auch die Weiheliturgiewurde vom Vokalensembledes Gymnasiums Dachsbergunter der Leitung des Religions-und Gesanglehrers WolfgangFroschauer musikalisch gestaltet.In der Gemeinde Meggenhofenin Oberösterreich aufgewachsenlegte Markus Kraxberger 1991 dieMatura ab, um dann in Linz undSalzburg sowie in den USA Theologieund Englisch zu studieren. 1998entschied er sich dazu, seinen Lebenswegbei den Sales-Oblatenfortzusetzen, im oberösterreichischenRied (Innkreis) verbrachte erseine Noviziatszeit. Dann kam erwieder nach Dachsberg – diesmalum zu unterrichten. Es blieb nichtseine einzige Wirkungsstätte, einigeZeit war er in Annecy, der Stadt,in der sein Ordenspatron Franzvon Sales wirkte. Zurzeit ist Kraxbergerim Pastoralkurs in der PfarreiSt. Konrad in Augsburg.Bischof Aichern machte in seinerPredigt deutlich, dass der Diakonatin der Kirche auf den RufJesu Christi zum Dienst am Nächstenhinweise. Dabei betonte er,dass auch die Bischöfe und Priesterimmer Diakone bleiben müssten.Sie seien zum Dienst und nicht zurHerrschaft bestimmt.Die Licht-Redaktion gratuliertMarkus Kraxberger genz herzlichund wünscht ihm alles Gute aufseinem weiteren Weg bei denSales-Oblaten. Eine bunte Bildergaleriezur Weihe gibt es imInternet unter www.salesianumrosental.de,Link: Neuigkeiten. ■Raymund Fobes100 Jahre Licht 1906–2006


Gegen dasgestresste DaseinUraufführung des Musicals MOMOin Dachsberg unter der Regie vonP. Ferdinand Karer OSFSRegisseur P. Ferdinand Karer OSFSim Kreis der Darsteller100 Jahre Licht 1906–2006Momo: Mädchen im Kampf gegen die ZeitdiebeNiemand hat Zeit, alle habenStress. Da kann dieGeschichte des kleinen MädchensMomo, das gegen die Zeitdiebekämpft, gar nicht aktueller sein.Dieser Bestseller-Roman von MichaelEnde wurde von P. FerdinandKarer OSFS, der auch Regieführte, zu einer Musical-Fassungumgeschrieben.Jürgen Geißelbrecht, Lukas Froschauerund Johanna Rathgeb liefertendie Musik und Arrangements,Sarah Wassermair, HorstPühringer und Jürgen Geißelbrechtdie Liedertexte und fertigwar die erste Musical-Eigenproduktiondes von den Sales-Oblatengeführten Gymnasiums inDachsberg, Oberösterreich. DiePremiere in der vollbesetztenMehrzweckhalle des Gymnasiums,in dem schon einige Musicalsund Theaterstücke von denLehrer/innen und Schüler/innenaufgeführt wurden, fand am Freitag,den 17. März 2006, statt.Was die gesamte Schulgemeinschaft,vom Lehrer über die Schülerbis zum Schulkoch und Hausmeister,auf die Bühne stellten,war sensationell gut. Musiktheatermit Tiefgang und Humor, tolleMasken und Kostüme, ein ausgefeiltesBühnenbild, das auchein effektvoll hereinbrausendesMotorrad zuließ. Alles zusammengeschah mit Hilfe der Fähigkeitenund Talente, die sich im GymnasiumDachsberg finden lassen.Wenn es eine Aufgabe der Sales-Oblatenist, in dieser Welt dieMenschen mit Hilfe ihrer je eigenenFähigkeiten zur Vollkommenheitzu führen, dann wurde dieseAufgabe in Dachsberg einmalmehr erfüllt. Bis Redaktionsschlussdieser LICHT-Ausgabe warennicht weniger als zwölf Vorstellungenausverkauft. Weitere Informationenim Internet unterwww.dachsberg.at. ■Momos treue Begleiterin: DieSchildkröte Cassiopeia25


Nachrichten aus der salesianischen WeltDie Zukunft der Provinz gestalten“. Zu diesem Themawaren alle Sales-Oblaten derÖsterreichisch-Süddeutschen Provinz,die nicht älter als 55 Jahresind, nach Ried im Innkreis, Oberösterreich,eingeladen. Das Treffenfand vom Freitag, 3. Februar,bis Sonntag, 5. Februar 2006 imBildungszentrum St. Franziskusund im neu renovierten Pfarrsaalder Pfarrgemeinde Riedberg statt.18 von 19 Sales-Oblaten (ohnedie in der Mission Tätigen) nahmenan diesem Treffen teil. Zumeinen war dies ein deutliches Zeichendafür, dass das Interessedieser Altersgruppe an der Zukunftder Provinz sehr hoch ist.Zum anderen wird aber auch deutlich,dass diese Gruppe, die dieHauptträger des Provinzgesche-Zukunft gestaltenTreffen der Unter-55-JährigenSales-Oblaten unter 55 v.li: P. Georg Dinauer, P. Eugen Szabo,P. Thomas Vanek, F. Dominik Nguyen, P. Hans Ringom 12. bis 14. Februar 2006Vtrafen sich die Leiterinnenund Leiter von Verlagen religiöserGemeinschaften bei der Jesus-Bruderschaft in Gnadenthal, nördlichvon Frankfurt. Zu dieser Gruppegehört neben drei Benediktiner-Verlagen– Beuroner Kunstverlag(Beuron/Donau), EOS-Verlag(St. Ottilien), Vier Türme-Verlag(Münsterschwarzach) –, demVerlag Neue Stadt (Oberpframmern),dem Patris Verlag (Vallendar),der Steyler Verlagsbuchhandlung(St. Augustin) und dem PräsenzKunst & Buch (Jesus-Bruderschaft,Gnadenthal) auch der vonden Sales-Oblaten geführte Franz-Sales-Verlag (Eichstätt).Ziel des jährlichen Treffens istder Erfahrungsaustausch, das Planengemeinsamer Projekte und26Gelebte SpiritualitätJahrestreffen religiöser Verlage inGnadenthaldie Fortbildung. Diesmal refertierteFrau Lucia Brauburger (AgenturPrint und TV, Mainz), die unteranderem für das ZDF arbeitet,über die Chancen und Möglichkeitenvon Öffentlichkeitsarbeit.Neue Perspektiven eröffneteauch ein Besuch im Atelier des inReligiöse Verleger unter sich, um Erfahrungen auszutauschen100 Jahre Licht 1906–2006


hens in den nächsten zehn biszwanzig Jahren sein werden, zahlenmäßigdoch sehr klein ist.In verschiedenen Arbeitsgruppenwurden die unterschiedlichstenThemen zur Zukunft der Provinzbesprochen. Unter anderem:Erwartungen an die Ausbildung;Welche Gemeinschaftswerkewollen wir? Welchen Menschenwollen wir salesianisch dienen?Was sind salesianische Schlüsselqualifikationen?Die Diskussionen und Gespräche,an denen ab Samstagabendauch Provinzial P. Konrad Haußnerteilnahm, wurden von denmeisten Teilnehmern als durchauspositiv erlebt. Dennoch wurdeauch bewusst, dass die Gestaltungder Zukunft der Provinz nichteinfach sein wird. ■Gnadenthal lebenden KünstlersAndreas Felger (www.afkulturstiftung.de).Gemeinsam istden Verlagen der Gruppe dasAnliegen, die christliche Botschaftzu verbreiten und damit ein Zeichender Hoffnung zu setzen.Lebenskunst aus dem Klostergenießt derzeit eine hohe Wertschätzung.Die Verlage religiöserGemeinschaften publizieren seitvielen Jahrzehnten, unabhängigvon Trends und Vorgaben großerVerlagsgruppen und Konzerne,Texte, Musik und Kunst aus demKloster oder dem Leben religiöserGemeinschaften. Viele Menschenschätzen die als Ausdruckgelebter Spiritualität entstehendenBücher, Kalender und Kunstkartenals Bereicherung für ihreigenes Leben. ■100 Jahre Licht 1906–2006BeglückendZu LICHT 1/05 „Entdecke dieleise Freude“Bei einem Treffen der AktionsgemeinschaftChrist-Gesellschaft-Staat in Haus Overbach nahm ichein Heft der Salesianischen ZeitschriftLICHT mit, das mich ganzbesonders ansprach: „Entdeckedie leise Freude“ (LICHT 1/05).Sein Inhalt und auch die Gestaltungsind so schön, dass ich esnicht weitergeben kann, so gernich auch andere damit beglückenmöchte.“ Ingrid W., KempenErbauendLeser meinenIch finde die Zeitschrift erbauendund schön, sie gibt mir Freudein meinem Alltag.Annemarie B., Bad Tölz.Gedanken zum NachdenkenVor einigen Wochen habe ichdie Zeitschrift LICHT bei Ihnenabonniert und bin sehr frohdarüber. Ich entdecke immerwieder Gedanken zum Nachdenken.Auch die Einführung in dieSchriften des heiligen Franz vonSales finde ich sehr hilfreich. Ichmöchte Ihnen an dieser Stelleeinfach dafür danken und freuemich schon auf die nächste LICHT-Ausgabe. Annette S., HorbHerzlichen GlückwunschHerzliche Glückwünsche zum Jubiläumund weiterhin Gottes Geistund Segen für Ihre wundervollen,göttlichen, tröstenden „Eingebungen“für ihre Zeitschrift LICHT,die ich jetzt schon seit 30 Jahrenbeziehe und mir über vielseitigesLeid hinweggeholfen hat. MitGottes Hilfe durfte ich auch vielFreude erleben.Monika E., HeilbronnGroßartigZur Internetseitewww.zeitschrift-licht.deIch finde es großartig, wie dasGedankengut des Heiligen Franzvon Sales mit den modernenMedien so leicht und umfassendso vielen Menschen über die verschiedenenWebseiten zugänglichgemacht wird. In den letztenfünf Jahren, in denen ich selberüber einen Internet-Anschlussverfüge, habe ich davon so sehrprofitiert und auch anderen denZugang zu den salesianischenSchriften schmackhaft machenkönnen.Margarete W., via E-mailHerzlichen Dank für Ihre Zuschriften. Ihre Meinung istwertvoller Bestandteil unserer Zeitschrift und hilft uns, dassunser LICHT zu Ihrem LICHT wird. Bitte senden Sie uns daherauch weiterhin all Ihre Gedanken, Anregungen und Kritik.Ihre LICHT-Redaktion27


Nachrichten aus der salesianischen WeltDas dritte HausSales-Oblaten in Indien im AufwindDie Sales-Obalten der Österreichisch-SüddeutschenProvinz waren federführend,als Ende der 1980-er Jahrebeschlossen wurde, nach Indienzu gehen und dort eine Neugründungvorzunehmen. Seit 16. Februar2006 besitzen die Sales-Oblatenbereits drei Häuser in Indien:Neben den Häusern in Samarpanaramund Salespuramkonnte nun auch ein drittes Gebäudein Mangalore gemietetwerden. Dieses Gebäude soll fürdie stark wachsende Zahl derTheologiestudenten der Ordensgemeinschaftals Wohnhaus dienen.Ganz in der Nähe des Gebäudesbefindet sich die TheologischeHochschule St. Joseph.Ein weiteres freudiges Ereignisfand am 28. Januar 2006 statt. Br.Pinapati Chandra Sekhar OSFSP. JosefKöltringer OSFSBr. Pinapati Chandra Sekhar OSFSversprach an diesem Tag durchseine Ewigen Gelübde für immerin der Gemeinschaft der Sales-Oblaten zu bleiben.Über das segensreiche Wirkender Sales-Oblaten in Indien undauf den Philippinnen kann manDas neue Haus der Theologenin Mangaloresich mittlerweile auch via Internetausführlich informieren. Unterder Internetadresse www.osfsasia.netfindet man neueste Informationüber das Leben undArbeiten der Sales-Oblaten. DieSeite ist in englischer Sprachegeschrieben, aber für all jene, dienicht Englisch können, stehen eineMenge Fotos zur Verfügung, diedie lebendige Gemeinschaft insBild bringen. ■P. SebastianLeitner OSFSUnsere Mitbrüder in AsienDie Internetseite der Sales-Oblaten in Asien: www.osfs-asia.netImpressum: Herausgeber: Oblaten des hl. Franz von Sales; Schriftleiter: P. Herbert Winklehner, Eichstätt; Layout: Raymund Fobes, Eichstätt;Druck: Brönner & Daentler, Eichstätt; Verleger: Franz-Sales-Verlag, Rosental 1, D-85072 Eichstätt. LICHT erscheint 2-monatlich. Abbestellungen geltenfür das Ende des Jahrganges. Höhere Gewalt schließt Ansprüche an den Verlag aus. DEUTSCHLAND: Jahresabonnement EUR 10.- plus EUR 2.- Versand.(Einzelheft: EUR 1,70). Konto: Bankkonto Sparkasse Eichstätt 2014. (BLZ 721 513 40) SCHWEIZ: Jahresabonnement 20.- SFr plus 4.- SFr Versand.(Einzelheft: 3,50 SFr). Konto: Aargauische Kantonalbank, Konto 165.002.623.12 Konto-Korrent - Vertrieb: Postversand. ÖSTERREICH: JahresabonnementEUR 10.- plus EUR 2.- Versand (Einzelheft: EUR 1,70). Konto: Postscheck-Konto Nr. 1911.985 Zeitschrift »Licht« Wien. Artikel, die mit dem Namenoder den Initialen des Verfassers gezeichnet sind, stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Verlages dar.28100 Jahre Licht 1906–2006


Treffen mit denEhemaligenAuftakt zum 100-jährigen ProvinzjubiläumDie Sales-Obalten der Österreichisch-SüddeutschenProvinz feiern 2006 ihr 100-jähriges Provinzjubiläum. ZumAuftakt der Jubiläumsfeierlichkeitenfand am Sonntag, 26. März2006, im Salesianum Rosental,Eichstätt, ein Treffen mit ehemaligenMitbrüdern statt.P. Provinzial Konrad HaußnerOSFS begrüßte die Gäste unddrückte seine Freude darüber aus,dass über 30 Ehemalige der Einladunggefolgt sind.Die Begegnung stand ganz imZeichen der Erinnerungen. Vergangenegemeinsame Erlebnissewurden ausgetauscht, Geschichtenvon früher erzählt und darüberinformiert, was die einzelnenheute tun. Die Gäste zeigten sichdurchwegs sehr erfreut darüber,B E S T E L L S C H E I NJA Ich bestelle die Zeitschrift LICHT zum Bezugspreis vonEUR 12.- /sFr 24,- (inklusive Porto) pro Jahr.dass dieses Begegnungstreffenstattgefunden hat, da auch sie einTeil der Provinzgeschichte sind.Anlässlich des Jubiläums wurdeeine eigene Internetseite eingerichtet.Unter der Adressewww.eslebejesus.de – dem Leitwortder Sales-Oblaten – kannman sich ausführlich über die Ordensgemeinschaftund die weiterenJubiläumsfeierlichkeiten informieren.■In Gesprächsrunden wurden gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht:v.li: Helmut Enzenberger, Christof Becker, P. Benedikt Leitmayr OSFS,Christoph Kleemayr, P. Thomas Vanek OSFS, Martin Kranzl, Martin WorfName/Vorname:Straße:Postleitzahl/Ort:für mich selbstIch schenke ein LICHT-Abonnement für ein Jahr bis auf Widerrufzu meinen Kosten an:Name/Vorname:Straße/Plz./Ort:An dieLICHT-RedaktionP. H. WinklehnerRosental 1D-85072 EICHSTÄTTDatum/Unterschrift:Bitte senden Sie mir den besonders gestalteten Gutschein für mein Geschenkabonnement zu100 Ich Jahre möchte Licht für 1906–2006LICHT werben und benötige ___ kostenlose Probeexemplare zur Weitergabe29


Wir gedenken derverstorbenen LICHT-Leserinnen und Leser:ALSDORF: Heinrich Maqua;EICHSTÄTT: Katharina Enzinger;ETTING: Sofie Donaubauer;EUSKIRCHEN: Anna Bertram;GOLDBACH: Margot Sauer;GRAFENAU: Anton Moosbauer;HILPOLTSTEIN: Walburga Krotter;LAIBSTADT: Franz Harrer;OBEREICHSTÄTT: MargareteSpielvogel;PADERBORN: Hanna Lackmann;RAVENSBURG: Maria Hegele;SIGMARINGEN: Mechthild Gerke;TAUFKIRCHEN: MargareteSchwarzhötzl;ÜBACH-PALENBERG: Dr. HeinzFürkötter;VILLACH: Andreas Wandaller;WIEN: Agnes Kovacic;HERR, VOLLENDE SIE INDEINER LIEBE„Diesen Weg kann ich gehen“Einladung zu Salesianischen ExerzitienTermin: Sonntag, 9. Juli – Sonntag,16. Juli 2006Ort: Kloster der Heimsuchung,Hofmark 1, D-84539 ZangbergLeitung: Team von Ordensleutenund Laien aus der salesianischenFamilieZielgruppe: An der salesianischenSpiritualität Interessierte,die ihr Leben aus diesem Geistheraus gestalten wollen.Anmeldung bei:P. Konrad Esser OSFS,Haus Overbach,D-52428 Jülich-Barmen ,Tel.: 02461-930-152 oder E-mail: P.Konrad.Esser@osfs.deSr. M. Lioba Zezulka OVM,Kloster Zangberg, Hofmark 1,D-84539 Zangberg , Tel: 08636-98 36-0 oder E-mail:info@kloster-zangberg.deBr. Hans Leidenmühler OSFS,Ettingshausengasse 1,A-1190 Wien,Tel.: 01-320 66 97-10 oder E-mail: leidenmuehler_h@osfs.atHinweis: Ein Informationsblattüber diese Salesianischen Exerzitienkann bei den angegebenenAdressen angefordert werden!Kosten:Kursgebühr (EUR 100,-)+ Vollpension (EUR 230,-)Bilder (Seite): Archiv Franz Sales Verlag (2, 3, 5, 7–9, 12, 13, 15, 19, 20, 22, 23, 25,26ob, 29, 30); Raymund Fobes (24); Heinrich Frauenknecht (6); Sebastian Leitner(18, 28) Ingrid u. Christian Mitterecker (17); Georg Okon (14); Präsenz-Verlag (26un)Helmut Reuter (Titel); Thomas Schmeckpeper (11, 21)Die Österreichisch-Süddeutsche Provinz leistete einige bedeutendeBeiträge für die Kirche und die Kongregation während der vergangenenhundert Jahre. Ich möchte den Oblaten dieser Provinz – in der Vergangenheitund Gegenwart – meine persönliche Dankbarkeit dafür zumAusdruck bringen, dass sie den frohen Optimismus des hl. Franz vonSales unter den Menschen, denen sie dienten, durch all die Jahre sogroßzügig förderten. „Licht“ war dafür ein besonderes Werkzeug, umden einladenden Geist des heiligen Gentleman in den vergangenenhundert Jahren zu verbreiten. Möge es in den nächsten100 Jahren ebenso sein.Mit herzlichen GrüßenP. Lewis S. Fiorelli OSFS, Generaloberer derOblaten des hl. Franz von Sales.Die Weisheit des hl. Franz von Salesfür ein frohes Christsein in der Welt30100 Jahre Licht 1906–2006


BücherAlle angegebenen Bücher besorgt Ihnen gerneIhre Sales-Versandbuchhandlung • Rosental 1•D-85072 Eichstätt•Tel (08421) 93489-31 • FAX (08421) 93489-35 • e-mail: buchhandlung@franz-sales-verlag.deGianfranco RavasiHiob – Der Menschim Leid128 Seiten,gebundenEUR 14,90Neue Stadt VerlagWer sich mit dem biblischen BuchIjob ernsthaft beschäftigt, wirdgenauso wenig auf alle Fragen eineAntwort erhalten, wie wenn er nacheiner Erklärung für das Leid in dieserWelt sucht. Ravasi versteht es, in seinemBuch über Ijob diese großartigeOffenheit zu belassen und damit diesemBuch des Alten Testamentes nursoviel Erklärungen zu geben, die esbraucht, um seine Größe und Faszinationnicht zu verlieren. Ein guterEinstieg in Ijobs Welt.AlfonsSchweiggertBenedikt XVI. –Unser Papst ausBayern160 Seiten, broschur,EUR 11.-TurmschreiberVerlagDass der neue Papst so viel Jubelauslösen wird, hat wohl niemanderwartet. Das gilt für die KatholikenBayerns im Besonderen. AlfonsSchweiggert betrachtet in seinemPotrait über Benedikt XVI. vor allemdessen bayerische Wurzeln. Er tutdies nicht nur bierernst sondern selbstverständlichmit einem Schuss Humor.Ein Papstportrait, das sich vorallem die Bayern nicht entgehen lassensollten.100 Jahre Licht 1906–2006Willi Hoffsümmer50 Ansprachenmit Symbolenfür TrauergottesdienstundBeerdigung144 Seiten, br.EUR 14,80Grünewald VerlagEine gute und ansprechende Ideensammlungfür Trauergottesdiensteund Beerdigungen in bewährterHoffsümmer-Weise. Symbole helfen,Trostworte im Angesicht des Todeszu finden. Ergänzt werden die Ansprachendurch Texte für die Totenwacheund Spruchweisheiten.Christa-MariaZimmermannHexentanz300 Seiten,gebunden,EUR 13,90Arena VerlagPaul und seine Schwester Lene wachsenin einer Zeit auf, in der nicht nurder 30-jährige Krieg Furcht und Elendverbreitet. Denn als ein Unwetter dieganze Ernte zerstört, verlangen dieaufgebrachten Friesenhagener einenHexenprozess. Daraufhin hält derHexenrichter Hermann Heistermannim Dorf Einzug. Niemand ist vor seinenSchergen sicher, und als Paulund Lenes Eltern angeklagt und zumTode verurteilt werden, ergreifen diebeiden die Flucht. Eine spannendeGeschichte, die Einblick in ein unheimlichesKapitel europäischerGeschichte gibt. Von Barbara Doleschal(15) testgelesen.Eckhard BiegerFreiheit –Wurzelgrund derSpiritualität160 Seiten,broschurEUR 16,80Grünewald VerlagDie Freiheit ist ein oft verwendetesWort unter den Menschen. Dochwas ist damit tatsächlich gemeint?Der Jesuit Eckehard Bieger untersuchtdieses Thema auf sehr solideund schließlich auch überraschendeWeise, denn er entdeckt in derFreiheit die Voraussetzung für jedeFrömmigkeit und Spiritualität. DieGedanken dieses Buches sind sichersehr hilfreich, um zu einem besserenVerständnis von Freiheit im eigenenLeben zu gelangen.Thomas BrezinaMichael Magoneund derwirkliche Mut200 Seiten,gebundenEUR 12,90Don BoscoVerlagItalien vor fast 200 Jahren. Bandenvon Straßenkindern kämpfen umsÜberleben, in dem sie stehlen undsich gegenseitig bekriegen. Da trifftdie Gruppe von Michael Magoneauf den jungen Don Bosco ... undplötzlich ändert sich alles. Auf originelleund spannende Weise gelingtes dem bekannten österreichischenKinder- und Jungenbuchautor zu beschreiben,wer Don Bosco ist undwelche Ziele er verfolgte.31


B 4577FRANZ-SALES-VERLAGRosental 1, 85072 EichstättAktuellimFranz-Sales-VerlagRosental 1 • D-85072 EichstättTel (08421) 93489-31 • Fax (08421) 93489-35e-mail: info@franz-sales-verlag.dePhilothea (Taschenausgabe) v. Franz von Sales,400 Seiten, gebunden, EUR 9,40; SFR 14,90;ISBN 3-7721-0277-8Die Philothea zählt zu den Klassikern der christlichenWeltliteratur. Dem bedeutenden Kirchenlehrer undMystiker des 17. Jahrhunderts ist mit dieser praktischenAnleitung zum christlichen Leben inmitten der Welt einBestseller gelungen, der selbst 400 Jahre nach demersten Erscheinen nichts an Bedeutung verloren hat.Die Übersetzung von P. Dr. Franz Reisinger OSFS gibtdas französische Original ungekürzt und originalgetreuwieder, ergänzt mit einem Gebetsanhang und Erläuterungenzum besseren Verständnis.Franz Wehrl: Vertreibung und Neubeginn –Ein Beitrag zur Gründungsgeschichte derKongregation der Oblaten des hl. Franz vonSales, 200 Seiten, Broschur, zahlreiche Fotos,EUR 21,90; SFR 37,90; ISBN 3-7721-0268-9Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Sales-Oblatenaus Frankreich vertrieben und mussten neubeginnen. Franz Wehrl schildert diese dramatischenEreignisse und zeigt, wie diese Vertreibung zur weltweitenAusbreitung des Ordens beitrug. Er würdigt inseinem Buch die für diesen Neubeginn wesentlichenPersonen, die sogenannte zweite Gründergenerationnach dem Gründer Louis Brisson.Zeitschrift LICHT und Franz-Sales-Verlag sind auch im Internet:www.zeitschrift-licht.de und www.franz-sales-verlag.de32100 Jahre Licht 1906–2006

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