Alltag - Franz Sales Verlag

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Alltag - Franz Sales Verlag

„Das Gebet ist die segensreiche Quelle, diedurch ihr belebendes Wasser die Pflänzchenunserer guten Wünsche zum Grünen undBlühen bringt, die Mängel unserer Seele wegspültund das durch Leidenschaft erhitzte Herzabkühlt.“Das sind Texte, die uns anweisen, zu bitten,wenn uns der Schuh drückt, wenn Not unsquält, wenn wir Trost und Hoffnung nötighaben. Wenn wir Sehnsucht haben, bei Jesuszu sein. Niemals wird er uns abweisen. Er wirduns erleuchten, reinigen und einigen.Wie beten, das wird jeder von selbst und aufseine Weise herausfinden, wenn ihm dierettende, anziehende Liebe Gottes groß genugvor Augen steht.Wenn du die barmherzige Liebe erkennst,den Gekreuzigten betrachtest, wirst du erschüttertin dich gehen und den Ernst deiner Lageerfassen: dein ewiges Verlorensein ohne dieseTat Gottes und das Gerettetsein durch denSohn. Hast du das erfasst, wirst du danach nichtmehr der sein, der du früher warst. Du wirsterfahren, dass nicht du Gott geliebt hast,sondern er dich. Von Ewigkeit her ist er deineLiebe suchen gegangen! Und wie?!Im Gespräch mit Camus (II,8) sagte Franz vonSales:„Es gibt keinen besseren Antrieb, in der LiebeFortschritte zu machen, als die Betrachtung desLeidens und Todes unseres Herrn – als denanmutigsten und mächtigsten Antrieb zurFrömmigkeit. Die Liebe Gottes drängt uns. Sieist stark wie der Tod und furchtbar im Kampfwie die Hölle. – Man wird nicht leugnenkönnen, dass diese Liebe das Gewaltigste ist, dasie mit dem Gewaltigsten, mit Tod und Hölleverglichen wird. Die Liebe ist die Anmut allerAnmut, und der Zucker in aller Bitterkeit. Wiees nichts Gewaltigeres gibt als ihre Anmut, sogibt es auch nichts Liebenswürdigeres als ihreGewalt. Jesus am Kreuz ist der Löwe desStammes Juda und das Rätsel Samsons, indessen Wunden sich die Honigwabe derstärksten Liebe befindet. Von dieser Stärke gehtdie Süßigkeit unseres größten Trostes aus.“100 Jahre Licht 1906–2006Das Bei-Ihm-Sein wird leicht, weil er selbst denAbstand überbrückt hat und weithin sichtbarnach dir die Arme ausstreckt.Ja, nach jedem Einzelnen, den er in denHochzeitssaal führt und der großen Versammlungvorstellt. Ich rate, zu Maria zu gehen, weilsie Unsere Liebe Frau und Mutter ist. Sie ersetztdem Sünder das fehlende Vertrauen und bringteine kindliche Frömmigkeit. Sie ist das immerwährende Pfingsten, die fürbittende Allmacht,die die verschlossenen Herzen auftut und dieTraurigkeit dieser Zeit weg nimmt. Sie erhebtdas Gemüt, stärkt das Muthafte und ist mütterlicheHeimat. Sie gehört zum Schlüssel Davids.Ihr Schutzmantel ist kugelsicher. Sie trixt derBöse nicht aus!!„Glückselig“ ist der bessere, treffendereAusdruck als „fromm“.Es sagt den Zustand der Freude aus, der Gottund die Seinen auszeichnet. Dieser glückseligeGott zieht in ein aufrichtiges und demütigesHerz ein und nimmt bei ihm Wohnung.Unsere Seele stammt von Gott und drängt zuGott mit Sehnen und Heimweh. Das Kreuzverleiht Flügel, die nach oben tragen. In wachsendenRingen geht es mit der Zeit – Jahre,Tage und Stunden – „näher, mein Gott zu dir“.Wer betet, hat Gott an seiner Seite. SeinEngel führt uns. Er umschließt uns von allenSeiten. Er trägt uns über stürmische Wasser undAbgründe. Felsgrund sind WORT und Kirche.Innerlich lebe ich an den immer grünenUfern des Gnadenstromes, der am ThronGottes entspringt, welcher die Landschaft derSeele zum Blühen bringt.Der Regenbogen desBundes ist über dir. ■P. Peter Lüftenegger istOblate des hl. Franz vonSales und arbeitet alsSeelsorger in der PfarreiFranz von Sales in Wien,Österreich15

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