Ueber Pedicularis asplenifolia.

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Ueber Pedicularis asplenifolia.

tanischen Taschen». 1R00. S, 34. öffentlich unterdem Namen Pedicularis Salisburgensis bekannt,welche Benennung er späterhin mit derP. asplenifolia, vertauschte.pafsendern,Im Sommer 1800 fand ich diese Pflanze auf demHeiligenbluter Tauern., ohne die Flörkischen Exemplarevorher gesehen zu haben* An einem trocknen Hügelsammelte ich einige Exemplare, die mir weeen denwenigen — höchstens zwei — Bl .men auffallend waren.Als ich aber darauf auch gröfsere E>emplarcmit mehrern Blumen sah, glaubte ich in ihr die Pedicularisrostrata zu erblicken-, und nun sammelte ichnichts mehr davon. Ith folgenden Winter durchsuchteich meine dubiösen Pflanzen, und weil mittlerweiledie Willd. spec plant, so weit gediehen waren, dafsdie 14. Clafse bereits vollständig gedruckt erschien; sokonnte ich auch die Uebereinkunft der P. asplenifoliamit meinen gesammelten Exemplaren gleich wahrnehmen.Seit der Zeit war es mein einziger Wunsch,die Pflanze wieder aufzufinden, um sie in den bekanntenCenturien den Botanikern mitzutheilen. Im SommeriS'oa hatte ich das Vergnügen, diese Pflanze an3 andern verschiedenen Orten auf den OberkärnthnerischenAlpen zu finden, allein gleichwohl konnte ichnoch nicht die benöthigte Anzahl zusammenbringen.DaUniversitätsbibliothekRegensburgurn:nbn:de:bvb:355-ubr04831-0136-8


Da ich nun die Seltenheit dieser Pflanze in Erwägungzog, da ich bedachte, wie wenige Botaniker Alpenbesteigen, und wie schwer sich die Pedicularis - Ar-'ten trocknen lafsen, ohne schwarz zu werden, soentschlofs ich mich, diese Pflanze einstweilen in Abbildungvorzulegen,und derselben eine Geschichte"ihrer Entdeckung, und die Beschreibung hinzuzufügen.Die Pedicularis asplenifolia ist bisher nurauf den Zillerthalischen und Oberkärnthncrischen Alpengefunden worden. Sie blühet auf grasichten Anhöhen, und weil von diesen der Schnee leichter, alsvon ebenen Flächen herunterschraslzt, so fällt ihreBlühezeit auch etwas früher, als die der gewöhnlichenAlpenpflanzen, so dafs man sie schon im Juniusfinden kann. Unter ihren Schwestern gränzt sie zunächstan P. rostrata, wenn man auf den ganzen HabitusRücksicht nimmt; sieht man aber nur allein aufdie Bildung der Blätter, so steht sie auch im Systembei P. lapponic. am rechten Orte.Beschreibung. Die Wurzel ist gelb, ästig.Der Stengel 3 bis 4 Zoll lang, einfach, aufrecht,Und am Grunde mit röthlichten , häutigen Schuppenversehen. Die Blätter sitzen meistens an derWurzel, sind lang gestielt, und gefiedert zerschnitten: die Stücke sind länglicht, zugespitzt , amRandeUniversitätsbibliothekRegensburgurn:nbn:de:bvb:355-ubr04831-0137-4


Rande gezähnt, Der Stengel hat nur i bis 3 Blätter,von der nämlichen Gestalt der Wurzelblätter. AmEnde defselben sitzen 1 bis 6 Blumen, von purpurroterFarbe. Der Kelch ist so lang, als die Rohreder Blume, röthlicht, fünfspaltig, röhrig; die Einschnittelanzettförmig, an der Spitze gekrümmt undgefranzt; die Oberlippe ist hackenförmig, mit einerstumpfen Spitze, schön purpurroth ; die Unterlippedreilappig, die Lappen rundlicht, glattrandig. Die Samenkapselbleibt bis zur Reife mit dem Kelche umgeben,und mit dem Griffel gekrönt; sie enthält in 2Fächern viele Samen.Hr. Prof. Willdenow hat folgende pafsendeCharaktere der Art angegeben : P. caule simpiici,foliis pinnatifidis , pinnis oblongis inferne dentatis,calycibus quinquefidis subcristatis, corollae galea uncinataacuminata, truncato - emarginata.Verzeichnifs der in Teutschland einheimischen,Dolden tragendenGewächse.Als im vorigen Jahre von der kaiserl. Akademieder Naturforscher eine botanisch-medicinische Preisfrage: „Welche von den noch nicht in die Apothekenaufgenommenen teutschen Doldengewächsen beträchtlicheArzneikräfte habe? welches diese Kräfte seien?inUniversitätsbibliothekRegensburgurn:nbn:de:bvb:355-ubr04831-0138-0

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