Mutter/Vater-Kind-Katalog - IQMG Institut für Qualitätsmanagement ...

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Mutter/Vater-Kind-Katalog - IQMG Institut für Qualitätsmanagement ...

IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-Katalog4d4eTechnologie wird gemanagt.1 Managen von TechnologienInformationen und Wissen werden gemanagt.1 Managen von patientenbezogenen Informationen2 Managen der Informationskontinuität bei internen Prozessbeteiligten3 Managen der Informationsweitergabe an ExterneFür die Teilkriterien 4d-4e sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.Kriterium 5 Prozesse5aÜbergeordnete Prozesse werden systematisch gestaltet und gesteuert.1 Prozessmanagement sicherstellen2 Hygiene, Arbeitsschutz, Brandschutz und Sicherheit gewährleistenFür den Indikatorbereich 5a1 sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.5a2 Mutter/Vater-Kind SicherheitDie Unterbringung und Sicherheit der Kinder muss umfassend gewährleistet sein. Hierzu gehörenu.a. kindgerechte Räumlichkeiten, eine altersgerechte Unterbringung und die kontinuierlicheEinhaltung der Aufsichtspflicht.Bei den Patientenzimmern müssen z.B. vorhanden sein:- Kindersicherung in allen Steckdosen- Schutzgitter für die Etagenbetten fest montiert oder bei Bedarf nachrüstbar- Duscharmaturen mit Temperaturbegrenzung- abschließbare FensterFür die Funktionsbereiche gilt:- alle Abteilungen sind kindsicher ausgerüstet, die relevanten Bereiche sind vom TÜV abgenommen(z.B. Spielgeräte, Spielplatz, Spielhaus)- Hochstühle und Sitzerhöhungen sowie Kinderbesteck im Speisesaal- Kindersicherung in allen Steckdosen- Durchgangstüren mit Klemmschutz- Duscharmaturen mit TemperaturbegrenzungStand der Konsentierung: 01.11.2006 8


IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-Katalog5b5cProzesse werden bei Bedarf verbessert, wobei innovative Wege genutzt werden,um Patienten und andere Interessengruppen voll zufrieden zu stellen und denNutzen für diese zu steigern.1 Prozesse systematisch verbessern2 Externe Informationen für Verbesserung nutzen3 Lernprozesse für Verbesserung nutzenBei der Entwicklung von Dienstleistungen und Angeboten werden die Bedürfnisseund Erwartungen von Patienten und Interessengruppen einbezogen.1 Bedürfnisse und Erwartungen von Patienten und Interessengruppen identifizieren2 An Patienten und Interessengruppen orientierte Dienstleistungen und Angeboteentwickeln3 Umgang mit sterbenden Patienten und VerstorbenenFür die Teilkriterien 5b-5c sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.5dDienstleistungen werden erbracht und nachgeprüft.1 Aufnahmeprozess planen2 Aufnahmeprozess managen3 Anamnese, Exploration und Diagnostik managen4 Behandlungs-/Rehabilitationsprozess individuell planen5 Behandlungsprozess individuell managen6 Entlassungs-/Verlegungsverfahren managen7 Dokumentation der Rehabilitationsprozesse managen8 Medizinische Notfälle managen5d1Mutter/Vater-Kind 1 DiagnosenJe nach indikationsspezifischer Ausrichtung der Einrichtung können Mütter bzw. Väter z.B.mit folgenden Diagnosen aufgenommen werden:- Leitsyndrom mütterlicher Erschöpfung- Erkrankungen des Bewegungsapparates- psychosomatische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Anpassungsstörungen, Burn-Out-Syndrom)- Atemwegserkrankungen- Hauterkrankungen- Allergien- AdipositasBehandlungsbedürftige Kinder werden behandelt. Je nach indikationsspezifischer Ausrichtungder Einrichtung werden Kinder z.B. mit folgenden Diagnosen aufgenommen:- Atemwegserkrankungen- Infektanfälligkeit- Verhaltensstörungen (z.B. ADHS)- Erkrankungen des Bewegungsapparates- Hauterkrankungen- AdipositasStand der Konsentierung: 01.11.2006 9


IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-KatalogFortsetzung 5d1 Mutter/Vater-Kind 1 DiagnosenFür die Mutter/den Vater muss eine Rehabilitationsbedürftigkeit bestehen, d.h. wenn als Folgeeiner körperlichen, geistigen oder seelischen Schädigung:- voraussichtlich nicht nur vorübergehende alltagsrelevante Fähigkeitsstörungen vorliegen- und/oder Beeinträchtigungen drohen oder bereits manifest sind und über die kurative Versorgunghinaus eine medizinische Rehabilitation erforderlich ist- und eine Rehabilitationsfähigkeit sowie eine positive Rehabilitationsprognose vorliegenMutter/Vater-Kind Maßnahmen kommen in Betracht, wenn:- das Kind behandlungsbedürftig ist und seiner Indikation entsprechend behandelt werdenkann- zu befürchten ist, dass eine maßnahmebedingte Trennung von der Mutter/dem Vater zupsychischen Störungen des Kindes führen kann (z.B. aufgrund des Alters)- bei Müttern/Vätern, insbesondere bei alleinerziehenden und/oder berufstätigen Müttern/Vätern,eine belastete Mutter/Vater-Kind-Beziehung verbessert werden soll- wegen einer besonderen familiären Situation eine Trennung des Kindes/der Kinder vonder Mutter/dem Vater unzumutbar ist- das Kind während Leistungsinanspruchnahme der Mutter/des Vaters nicht anderweitigbetreut und versorgt werden kann und die Durchführung der Leistung für die Mutter/desVaters daran scheitern kann- die Mitaufnahme des Kindes/der Kinder den Erfolg der Rehabilitationsmaßnahme derMutter/des Vaters nicht gefährdetTypisch für die Problematik der Mütter in der Mutter/Vater-Kind-Rehabilitation ist eine Multimorbiditätpsychischer und somatischer Erkrankungen mit dem Kernsyndrom schwerer Erschöpfungszustände,Burn-Out-Syndrom und multiplen psychosomatischen Befindlichkeitsstörungensowie eine komplexe Verknüpfung multipler psychischer und sozialer Belastungen,die dann zu Fähigkeitseinbußen und sozialen Beeinträchtigungen führen (Multiaxialität). Invielen Fällen bestehen zudem Störungen der kindlichen Entwicklung und Gesundheit, derMutter/Vater-Kind-Interaktion, des Familiensystems und des sozialen Netzwerkes generellaber auch Einschränkungen in der Bewältigung häuslicher und beruflicher Aktivitäten. Dieseskomplexe Zusammenspiel von Belastungen und Folgen wurde von Collatz et al. (1998) mitdem „Leitsyndrom mütterspezifischer Erschöpfung" beschrieben.Diagnosen der Mutter/des Vaters, bei denen eine Aufnahme in die Mutter/Vater-Kind-Rehabilitation erfolgen kann, sind z.B. (vgl. hierzu Collatz 2002, Meixner 2004):- Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes- psychische und Verhaltensstörungen, hier insbesondere Neurasthenie, Anpassungsstörungenund affektive Störungen- psychovegetative Beschwerden (z.B. ICD-0 R45, 53, 63)- endokrine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten- Krankheiten des Atmungssystems- Krankheiten des Nervensystems- Krankheiten des KreislaufsystemsStand der Konsentierung: 01.11.2006 10


IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-KatalogFortsetzung 5d4 Mutter/Vater-Kind 1Ermittlung der Rehabilitationsziele3. Rehabilitationsziele bezogen auf Beeinträchtigungen der Partizipation:- Verbesserung von Beeinträchtigungen in der Beschäftigung (z.B. Haushaltsführung,Freizeitaktivitäten)- Verbesserung der sozialen Integration/Reintegration- Verbesserung der physischen und psychischen Unabhängigkeit4. Rehabilitationsziele bezogen auf Kontextfaktoren und Risikofaktoren:- Umweltbedingungen an verbleibende Fähigkeitsstörungen/Beeinträchtigungen desRehabilitanden anpassen (Adaptation), z.B. durch:- gesundheitsbewusste Ernährung, Lebensstiländerung, Abbau von Risikofaktoren- Verminderung bzw. Beseitigung von Bewegungsmangel- Stressabbau/Stressbeseitigung- Findung von Bewältigungsstrategien- Umgestaltung der häuslichen Umgebung- Einleitung von/Anpassung der Sport- und Freizeitaktivitäten- somatische und psychische Folgeschäden vermeiden oder beseitigen und den Rehabilitandenanleiten, mit Krankheitsauswirkungen zu leben (Coping), Risikofaktoren zuvermeiden, zu beseitigen bzw. deren Wirkungen zu vermindern, u.a. durch:- Verbesserung des Informationsstandes über die Krankheit- Entwicklung von Strategien zum Abbau von Risikoverhalten (z.B. Fehlernährung,Bewegungsmangel, inadäquates Freizeitverhalten, körperliche und psychischeÜberforderung)- Erlernen von Entspannungstechniken- Verbesserung der KörperwahrnehmungZur Erreichung des Rehabilitationsziels im Rahmen von Mutter/Vater-Kind-Maßnahmenmuss sichergestellt werden, dass die Mutter/der Vater die Leistungen möglichst belastungsfreiin Anspruch nehmen kann.5d4Mutter/Vater-Kind 2 ProzessplanungDie Behandlungselemente der Mutter/Vater-Kind-Rehabilitation unterscheiden sich entsprechendder indikationsspezifischen Ausrichtung der jeweiligen Einrichtung. Hierbei müssenklare Vorgaben über die rehabilitationstherapeutischen Verfahren und Methoden vorliegen.Unabhängig davon müssen die Einrichtungen spezielle interaktive Behandlungsangebote enthalten,die unabhängig von der jeweiligen Ursache, auf die Verbesserung der ggf. gestörtenMutter/Vater-Kind-Beziehung ausgerichtet sind.Die z.B. im Folgenden aufgeführten rehabilitationstherapeutischen Verfahren und Methodensind Bestandteile der Mutter/Vater-Kind-Rehabilitation:- Mutter/Vater-Kind-Interaktionsangebote- Sport- und Bewegungsangebote- Angebot zur ErziehungsberatungStand der Konsentierung: 01.11.2006 14


IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-KatalogFortsetzung 5d4 Mutter/Vater-Kind 2 ProzessplanungSoweit vom individuellen Therapiekonzept her sinnvoll, sind die Kinder in das Rehabilitationsprogrammder Mutter/des Vaters sowie die Mutter/der Vater in das Rehabilitationsprogrammder Kinder mit einzubeziehen. Weiterhin sind zur Erreichung der Rehabilitationsziele,insbesondere in Bezug auf eine optimale Unterstützung durch das soziale Umfeld und dieFamilie, weitere Bezugspersonen nach Möglichkeit einzubeziehen.5d5Mutter/Vater-Kind BehandlungsprozessDie Durchführung der Behandlung erfolgt unter Berücksichtigung der unter 5d4 Mutter/Vater-Kind2 aufgeführten rehabilitationstherapeutischen Verfahren und Methoden. Soweitfür bestimmte Indikationen vorhanden, sind Leitlinien zu berücksichtigen.Die Dauer der Rehabilitationsleistungen muss sich an der medizinischen Notwendigkeit desEinzelfalls ausrichten. Es existieren Regelungen zur Verlängerung einer Rehabilitationsmaßnahme.Für den Indikatorbereich 5d6 sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.5d7 Mutter/Vater-Kind Dokumentation der Rehabilitationsprozesse managenFür jeden Rehabilitanden (Mutter/Vater und behandlungsbedürftiges Kind) ist eine Patientenakteanzulegen, aus der alle maßnahmenrelevanten Diagnosen und durchgeführten/geplantenTherapieformen entnommen werden können. Die Dokumentation muss insbesondere umfassen:- sämtliche erhobenen anamnestischen Daten, klinischen Befunde und deren Interpretation- den individuellen Rehabilitationsplan des Rehabilitanden (ggf. Therapieplan des Kindes)- die Teilnahmedokumentation des Rehabilitanden in einem Behandlungsheft/Tagebuch- das definierte Therapieziel und die Bewertung des Therapieerfolges durch Verlaufsuntersuchungenin bestimmten Zeitabständen sowie der Abschlussuntersuchung/-befundung- die Angaben zu den Visiten und Teambesprechungen/Fallkonferenzen- die Inanspruchnahme der individuellen täglichen Betreuungszeiten des Kindes/der Kinder(nur bei Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen)Stand der Konsentierung: 01.11.2006 15


IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-KatalogFortsetzung 5d7 Mutter/Vater-KindmanagenDokumentation der RehabilitationsprozesseDer Entlassungsbericht muss alle notwendigen Informationen über die durchgeführte Rehabilitationfür die behandelnde Ärztin und den zuständigen Rehabilitationsträger enthalten:- Rehabilitationsverlauf mit Angabe der durchgeführten Rehabilitationsmaßnahmen- Ergebnisse der abschließenden Diagnostik und der sozialmedizinischen Beurteilung, dieseumfassen z.B. die Stellungnahme:- zur Leistungsfähigkeit im Alltag bezogen auf die Selbständigkeit bei den Verrichtungendes täglichen Lebens, insbesondere zur psychosozialen Situation- zur Krankheitsverarbeitung, zum Lebensstil einschließlich Risikofaktorenkonstellationund Motivation zur Lebensstillveränderung- ggf. zur Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben unter Bezugnahme auf den beruflichenKontext- Empfehlungen für weiterführende Leistungen zur Sicherung des Rehabilitationserfolges(z.B. Rehabilitationssport und Funktionstraining)- Empfehlungen zur Wiedereingliederung in das soziale UmfeldFür behandlungsbedürftige Kinder ist ebenfalls ein Entlassungsbericht mit Angaben zu Therapiezielen,durchgeführten Maßnahmen, Therapieerfolg und Anregungen für weiterführendeMaßnahmen zu erstellen.Für den Indikatorbereich 5d8 sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.5eKundenbeziehungen werden gepflegt und vertieft.1 Kunden-/PatientenpflegeFür das Teilkriterium 5e sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierung vorhanden.Kriterium 6 Kundenbezogene Ergebnisse6a6bMessergebnisse aus Kundensicht.1 Image der Einrichtung2 Rehabilitative Versorgung und NachsorgeLeistungsindikatoren.1 Dienstleistungsnachfrage und -betreuung2 Rehabilitative Versorgung und NachsorgeFür das Kriterium 6 und seine gesamten Teilkriterien sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.Stand der Konsentierung: 01.11.2006 16


IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-KatalogKriterium 7 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse7a7bMessergebnisse aus Mitarbeitersicht.1 Motivation und Beteiligung2 ZufriedenheitLeistungsindikatoren.1 Motivation und Beteiligung2 Zufriedenheit3 Dienstleistungen für Mitarbeiter4 Erreichte LeistungenFür das Kriterium 7 und seine gesamten Teilkriterien sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.Kriterium 8 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse8a8bMessergebnisse aus Sicht der Gesellschaft.1 Verantwortungsbewusstes Verhalten2 Maßnahmen, um Belästigungen und Schäden zu vermindern und zu vermeiden3 Maßnahmen, die zur Schonung von Ressourcen beitragenLeistungsindikatoren.1 Öffentliche Präsenz der EinrichtungFür das Kriterium 8 und seine gesamten Teilkriterien sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.Kriterium 9 Schlüsselergebnisse9a9bErgebnisse der Schlüsselleistungen.1 Finanzielle Ergebnisse2 Nicht finanzielle Ergebnisse3 Rehabilitative ErgebnisseSchlüsselleistungsindikatoren.1 Finanzen2 Externe Ressourcen einschließlich Partnerschaften3 Rehabilitative Prozesse4 Gebäude, Einrichtungen und Material5 TechnologieFür das Kriterium 9 und seine gesamten Teilkriterien sind zur Zeit keine Mutter/Vater-Kind-Spezifizierungen vorhanden.Stand der Konsentierung: 01.11.2006 17


IQMP-RehaMutter/Vater-Kind-KatalogLiteraturAnforderungsprofil für stationäre Rehabilitationseinrichtungen nach § 111a SGB V, die Leistungenzur medizinischen Rehabilitation nach § 41 SGB V erbringenCollatz, J. (2002): Forschungsergebnisse zur Qualität und Effektivität von Mütter- und Mutter-Kind-Maßnahmen– Thesen für Politik und Gesundheitsverwaltung, in: Collatz, J., Sperlich,S., Arnold-Kerri, S. (Hrsg.): Brauchen Mütter rehabilitative Maßnahmen? – II. WissenschaftlichesSymposium – Gesundheitsforum für Mütter und Kinder, Band 2. Berlin: Verlagfür Wissenschaft und Bildung, S. 44-62Collatz, J., Fischer, G.C., Thies-Zajonc, S. (1998): Mütterspezifische Belastungen – Gesundheitsstörungen– Krankheit. Das Leitsyndrom zur Begutachtung und Indikationsstellung vonMütter- und Mutter-Kind-Kuren. Berlin: Verlag für Wissenschaft und BildungMeixner, K. (2004): Externe Qualitätsmessung in Mutter-Kind- und Mütter-Einrichtungen.Dissertation an der Fakultät für Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität FreiburgStand der Konsentierung: 01.11.2006 18

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