Leistungen für Unterkunft und Heizung

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c) Bestimmung des RichtwertesBei der Bestimmung des Richtwertes ist die Miete am Wohnort als Vergleichsmaßstabheranzuziehen. Darüber hinaus müssen die Gegebenheiten des örtlichenWohnungsmarktes berücksichtigt werden, sodass mindestens mittelfristigePreisbewegungen auf dem Wohnungsmarkt in die Richtwertermittlung einfließenmüssen.Der räumliche Vergleichsmaßstab orientiert sich nicht strikt amkommunalverfassungsrechtlichen Begriff der „Gemeinde“ oder „Kreise/Landkreise“ nachdem jeweiligen landesrechtlichen Kommunalrecht. „Bei der Bildung des räumlichenVergleichsmaßstabs kann es – insbesondere im ländlichen Raum – geboten sein,größere Gebiete als Vergleichsgebiete zusammenzufassen, während in größerenStädten andererseits eine Unterteilung in mehrere kleinere Vergleichsgebiete, diekommunalrechtlich keine selbständigen Einheiten darstellen, geboten sein kann“ (BSGvom 7. November 2006, B 7b AS 10/06 R, NDV-RD 2007, 34 [37]). Der räumlicheVergleichsmaßstab ist jedoch so zu wählen, dass dem grundsätzlich zu respektierendenRecht der Leistungsberechtigten auf Verbleib in ihrem sozialen Umfeld ausreichendRechnung getragen wird (BSG vom 7. November 2006, B 7b AS 10/06 R, NDV-RD2007, 47 ff.).Für die Bestimmung des Richtwertes sind zudem besondere Gegebenheiten desörtlichen Wohnungsmarktes von Bedeutung, die sich deutlich von denen derNachbargemeinden unterscheiden können. Diese örtlichen Besonderheiten könnenAuswirkungen auf die Höhe des Mietzinses haben und sind daher bei der Bestimmungdes Richtwertes zu beachten. Beispielsweise sind die Mieten in touristisch attraktivenOrten oder in Metropolregionen meist höher als in anderen Regionen.Der kommunale Träger müsste folglich Quadratmeterzahl (aa) und Quadratmeterpreis(bb) ermitteln, um einen Richtwert bestimmen zu können:Deutscher Verein Michaelkirchstraße 17/18 D-10179 Berlin-Mittewww.deutscher-verein.deSeite 4 von 38

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