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Mann oh Mann! - Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit

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Keine Wehrpflicht –

Keine Wehrpflicht – Keine Musterung Die letzten Musterungen junger Männer in Deutschland sind erfolgt, die letzten Wehrpflichtigen werden in diesen Tagen eingezogen. Soweit so gut. Doch dass mit der Musterung auch die letzte flächendeckende „Vorsorge“- Untersuchung junger Männer ersatzlos wegfällt, daran denken die wenigsten. Ob Hodenkrebs oder Phimose, Krampfadern oder Fisteln. Ob familiäre Vorbelastungen vorliegen oder Spätfolgen von Unfällen – bei der Musterung wurden harmlose, aber auch gefährliche Krankheiten oft frühzeitig aufgedeckt. Häufig wurden orthopädische Erkrankungen erkannt, die sofort therapiert werden konnten. Hodentumore wurden durch die „berüchtigte“ Intimuntersuchung festgestellt, genauso wie das Klinefelter-Syndrom, eine Erster Deutscher Männergesundheitsbericht: Gesundheitszustand der Männer deutlich schlechter als bei Frauen Das Thema Männergesundheit war selten so präsent in den Medien wie heute. Das ist auch dem Ersten Deutschen Männergesundheitsbericht zu verdanken, den die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. (DGMG) Ende Oktober 2010 gemeinsam mit der Stiftung Männergesundheit herausgegeben hat. Er brachte so manchen Missstand ans Tageslicht. Männer sterben 5,2 Jahre früher als Frauen Die vorzeitige Sterblichkeit (vor Erreichen des 4 www.mann-und-gesundheit.com genetisch bedingte Keimdrüsenunterfunktion. Jetzt fällt diese wichtige Untersuchung weg. „Viele junge Männer erkennen Auffälligkeiten nicht. Zum Beispiel Hoden, die im Leistenkanal oder Bauchraum stecken geblieben sind, oder Steißbeinfisteln. Das sind Diagnosen, die wir häufig gestellt haben“, sagt Dr. Thomas Münch vom Musterungsärztlichen Dienst in Wiesbaden. Oft hat er die jungen Männer an Urologen oder Nephrologen (Nieren-Fachärzte) überwiesen. Hodentumore entdeckt „In den vergangenen beiden Jahren sind durch die Musterung einige Patienten zu uns geschickt worden, von denen zwei das Klinefelter-Syndrom hatten“, erinnert sich der Urologe Dr. Tobias Jäger aus Essen. „Außerdem ist uns ein junger Patient mit Hodentumor geschickt worden.“ 65. Geburtstages) liegt bei Männern deutlich über der bei Frauen: Im Jahr 2008 starben 238 von 100.000 Männern vor ihrem 65. Geburtstag, aber nur 139 von 100.000 Frauen 11,2 Prozent der Männer zwischen 30 und 44 Jahren leiden an Fettstoffwechselstörungen, aber nur 7,1 Prozent der Frauen. Die Zahl von Diabetes- Patienten ist bei Männern fast doppelt so hoch wie bei Frauen. Für die jungen Männer selbst, aber auch für Hausärzte, Urologen oder Internisten bedeutet dies, dass anstelle der Musterung eine ähnliche Untersuchung stattfinden sollte. Denn viele Krankheiten entstehen in jungen Jahren. Zu wenig Vorsorge Von den Krankenkassen werden für 18 bis 35 jährige Männer bisher keine Vorsorge-Untersuchungen angeboten. Die einzige Untersuchung, die es für Männer- Männer zwischen 40 und 50 Jahren bekommen fünf Mal häufiger einen Herzinfarkt als Frauen. Die Selbstmord-Rate der Männer übersteigt die der Frauen um das Dreifache – die Rate der diagnostizierten Depressionen liegt aber nur halb so hoch. Die Zahlen sind alarmierend. Dennoch ändert sich nur langsam das Bewusstsein der Männer mehr für ihre Gesundheit zu tun. Was ist der Grund für dieses seit Jahrzehnten bekannte Problem? dieser Altersgruppe gibt, ist die „U25“, die die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit entwickelt hat. Allerdings muss der Patient die Kosten für diese Untersuchungen selbst zahlen. Die Vorsorge-Checks bietet der Arzt individuell an. Mehr erfahren Sie unter www.mann-und-gesundheit.com. Oder fragen Sie Ihren Arzt nach der Vorsorge-Untersuchung „U25 – Starke Männer sorgen vor!“ „Frauen leben in ihrem Körper – Männer benutzen ihn“, sagt Professor Dr. Frank Sommer. Erfreulich ist, dass seit einigen Jahren bei beiden Geschlechtern die Lebenserwartung steigt und dass sich die Schere zwischen männlicher und weiblicher Lebenserwartung leicht verkleinert.

Darmkrebsmonat März Darmkrebs ist eine der häufi gsten bösartigen Erkrankungen in den westlichen Ländern. Dabei liegen die Heilungschancen bei rechtzeitiger Diagnose bei nahezu 100 Prozent Fast immer sind Männer und Frauen zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr betroffen. Bei etwa 10 Prozent der Neuerkrankungen entsteht der Darmkrebs aufgrund einer erblichen Veranlagung oft schon im jungen Alter. Obwohl etwa 73.000 Menschen jedes Jahr neu an Darmkrebs erkranken und etwa 28.000 jährlich daran sterben, ist Darmkrebs immer noch ein Tabuthema. Gute Heilungschancen Die Zahl der Darmkrebstoten könnte deutlich verringert werden, wenn die Menschen rechtzeitig zur Früherkennung gehen würden. Die Heilungschancen sind außerordentlich gut. Seit 2002 ruft die Felix Burda Stiftung jährlich den Darmkrebsmonat März aus. Und das mit Erfolg. Mit jedem Jahr engagieren sich mehr Menschen für die Aufklärung der Bevölkerung über die Chancen der Darmkrebsvorsorge und Früherkennung. Darmkrebs kündigt sich in der Regel schon jahrelang vor seiner eigentlichen Entstehung durch so genannte Polypen im Darm an. Diese Polypen sind zunächst gutartige Geschwülste der Darmwand, So bleibt Ihr Darm gesund : die erst über Jahre hinweg zu bösartigem Darmkrebs entarten. Durch frühzeitige Erkennung dieser Vorstufen kann Darmkrebs verhindert werden. Die zweifellos beste Früherkennungsmethode ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Ernüchternd ist jedoch, dass bisher nur rund zehn Prozent aller Anspruchsberechtigten (Männer und Frauen ab 55 Jahren) das Angebot der Krankenkassen nutzen. Mit dem von den gesetzlichen Krankenkassen ebenfalls bezahlten Testbriefchenverfahren (Guajak-Verfahren) werden rund 50 Prozent der Karzinome gefunden, also längst nicht alle. Test-Ergebnisse immer bestätigen lassen Dieser Nachweis von okkultem (verborgenem) Blut im Stuhl kann allerdings zu falsch positiven Ergebnissen kommen, da bei dieser Methode auch tierisches Blut (Hämoglobin) aus Fleisch- und Wurstwaren sowie manche Obst- und Gemüsesorten zu Ergebnisverfälschungen führen. Es gibt aber inzwischen neuere Testverfahren wie den immunologischen Blutnachweis im Stuhl. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Krebsvorsorge. Fünf kleine statt drei große Mahlzeiten. Das hält den Darm in Bewegung, ohne ihn zu überlasten. Fett- und fl eischarme Kost mit vielen Ballaststoffen sorgt für eine schnelle Darm-Passage. Täglich Gemüse und Obst - 400 bis 800 Gramm auf fünf Mahlzeiten verteilt sind ideal. Trinken Sie viel, mindestens 1,5 bis 2 Liter – bei Krankheit und hohen Temperaturen noch mehr. Eine abwechslungsreiche Ernährung versorgt Sie mit allen wichtigen Nähr- und Schutzstoffen. Wählen Sie gesunde Dinge, die Ihnen schmecken - schließlich soll Essen auch Spaß machen. Nehmen Sie sich Zeit fürs Essen - hastiges Hinunterschlingen schadet Ihrem Körper. Auf Zigaretten am besten ganz verzichten. Statt Alkohol lieber zu Null-Promille-Cocktails greifen. In Kooperation mit Bioscientia - Institut für Medizinische Diagnostik www.mann-und-gesundheit.com 5

Ausgabe 6 - Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit
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