streifzug - Gießener Allgemeine

giessener.allgemeine.de

streifzug - Gießener Allgemeine

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Gitarrist

Ole Rausch

aus Pohlheim spricht über seine

Zusammenarbeit mit Laith

Al-Deen, Volksmusik und verrät,

dass er auch für eine Pizza und

ein Bier spielen würde

Blickpunkt

Im Trend: Männer

– neue Kunden im

Kosmetikstudio und

im OP. Seite 4

Kultur

Fritz Rau: Deutschlands

bekanntester

Konzertveranstalter

im MuK. Seite 40

GERADE

4. Jahrgang · 5/2011

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Editorial

Inhalt

SOMMER-SPECIAL 12

Biergarten-Check: Die Sky-Bar des Dach-

Café · Löwenbräu-Biergarten des Apfelbaum

CDS VOR GERICHT 17

Neue Alben im Test: Radiohead und

The Strokes

Wir waschen, peelen, rasieren, cremen, sprühen, möglicherweise decken wir sogar ab, zupfen, färben und tönen.

Die Zeiten, in denen Männern das Schönheitsideal so egal war wie die Spiele der Frauenfußball-Bundesliga sind vorbei.

Der Markt der Männerkosmetik boomt. Tendenz steigend. In Großstädten – nein, nicht nur in Köln – eröffnen

Kosmetikstudios, die ausschließlich Männer behandeln. Und auch in Gießen erkennen die Kosmetikerinnen genau:

»Die Männer sind im Kommen«. Für uns ist diese Entwicklung Grund genung, mal genauer hinzusehen. Wir haben

unseren Volontär Christoph Sommerfeld zur Kosmetikerin geschickt, ihn bei seiner Premiere begleitet und Experten

gefragt, warum sich Männer plötzlich für Gel, Creme, Schaum, Peeling und Parfüm interessieren. Dass die Männer

diesmal im Mittelpunkt stehen und sich weitere Themen – Gitarrist Ole Rausch im Interview, Biergarten-Spezial und

Antonia auf dem Wiesnfest – wohl eher an die Herren der Schöpfung richten, mögen die Frauen entschuldigen. Die

nächste Ausgabe steht dafür ganz im Zeichen der Frauen, versprochen. Und außerdem dürften auch sie, liebe Frauen,

sich freuen, wenn ihre Männer dem Beispiel unseres Volontärs folgen, oder? Marc Schäfer

BLICKPUNKT 4

Auch Männer wollen hübsch sein: Zu Gast in einem Kosmetikstudio, bei einem Frisör und

einem Schönheitschirurgen – Die Verwandlung: Unser Volontär soll schöner werden

STADTGESPRÄCH 18

Mein Blog: Laura Jax präsentiert im Internet

»Gießens Beste«

BLICK IN DIE REGION 20

Pohlheimer Wiesnfest: Dauergast Antonia

sorgt gleich zweimal für Stimmung

UNTERWEGS 22

»Cuisine du Monde«: Ein wunderbarer Ort

mit einzigartigen Speisen

AUSLESE 24

VERANSTALTUNGSKALENDER 27

AM MAIN 35

Die Nacht der Museen · Das Festival

der »Grünen Soße«

CAMPUS 38

Straße der Experimente: Ein Tag für

Wissenschaftler mit »Heckers Hexenküche«

KULTUR 40

Deutschlands bekanntester Konzerveranstalter

Fritz Rau kommt ins MuK

SPORTWELT 42

Einsames Hobby: Rennradfahrer Moritz

Schütz verbringt viel Zeit im Sattel

VINOTHEK 44

Zweite Chance für Müller-Thurgau

SPERRSITZ 45

Neu im Kino: »Fluch der Karibik 4«

Foto: bf

RAMPENLICHT 14

Im Interview: Gitarrist Ole Rausch aus

Pohlheim – Ein gefragter Musikant

streifzug

IMPRESSUM

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Herausgeber: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Nora Brökers

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige

Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeine Zeitung«, »Alsfelder Allgemeine Zeitung«

sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagenstellen. Auflage: 40000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 0641/3003-224, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigentarif Nr. 2 vom 1. Januar 2011

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Ole Rausch/Foto: Christian Lademann

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie

die erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de

oder unter Telefon 030/284930, Presse-Monitor Deutschland

GmbH & Co. KG.

© Streifzug, Gießen

Foto: chl

5/2011 streifzug 3


BLICKPUNKT

4 streifzug 5/2011

Foto: Schepp


Cremer &Peeler

Frauen sind hübsch, Männer erfolgreich. Diese Arbeitsteilung funktioniert schon lange nicht

mehr. Die neuen Männer peelen, cremen, zupfen und feilen und verbringen morgens mittler-

weile genauso viel Zeit im Bad wie eine Frau. 20 Minuten. Und warum? »Gepflegte Män-

ner sind erfolgreicher. Im Beruf und bei den Frauen«, sagt Tünde Hartwieg, Inhaberin des

ersten Kosmetikstudios für Männer in Deutschland. Na also! Grund genug, der Schönheits-

branche mal einige Fragen zu stellen, und der Kosmetikerin den ersten Besuch abzustatten.

Der Schmerz treibt Christoph Sommerfeld

die Tränen in die Augen. Doch Aufhören

kommt jetzt nicht mehr infrage. »Wie soll

das denn aussehen«, fragt Brigitte Wehner

und lacht. Die Kosmetikerin sitzt in ihrem

Studio in der Gießener Neustadt und blickt

durch ihre Lupenleuchte auf das Gesicht

des 30-Jährigen herunter, dessen Augenbrauen

sie gerade untersucht. Wehner ist

gnadenlos. »Links muss noch etwas weg«,

findet sie. Schon hat sie

das letzte noch störende

Härchen mit der Pinzette

gegriffen und herausgerissen.

Sommerfeld verzieht

das Gesicht. Schön,

wenn der Schmerz nachlässt, denkt er. So

hatte sich der Grünberger seinen ersten

Besuch in einem Kosmetikstudio wohl

nicht vorgestellt. Stumm hatte er zuvor das

ebenso unangenehme Ausreinigen um

die Nase herum ertragen, und nun hört

er Wehner sagen: »Jetzt ist die rechte

Seite dran.« Das klingt in seinen Ohren

nach einer Drohung. Wer schön sein will,

muss leiden.

Noch ist der Anteil der Männer in den

deutschen Kosmetikstudios relativ gering.

Experten schätzen, dass derzeit nur jeder

zehnte Kunde auf dem Behandlungsstuhl

männlich ist. Die Tendenz ist aber eindeutig

steigend. »Seit 2001 hat sich die Zahl

mehr als verdoppelt«, sagt Tünde Hartwieg.

Die Inhaberin des Media Spa in München,

das seit Ende 2008 ausschließlich männliche

Kunden behandelt, bezieht sich auf

Marktstudien, die von 25 Prozent männlicher

Kunden in den deutschen Kosmetikstudios

ausgehen. »Männer sind absolut im

Kommen«, sagt auch Wehner. Sie weiß

aber auch, dass die Herren – gerade in

solchen Städten wie Gießen – noch Hemmungen

haben, in die »Frauendomäne«

einzudringen. Sie blickt zu ihrem Kunden

»Der Bartwuchs ist das

große Problem«

herunter, grinst und sagt: »Die Männer

müssen sich erst noch emanzipieren.«

Sommerfeld ist gerade dabei. Seine Gesichtszüge

entspannen sich, der Atem wird

ruhiger. Er genießt eine Massage. Wehners

Finger kreisen dabei über seine Stirn, sanft

erhöht sie an der Schläfe den Druck und

beendet die Bewegung auf dem Nasenrücken.

Der Schmerz, den das Zupfen der

Augenbrauen ausgelöst hat, ist längst

vergessen. Nach der

Enzymreinigung, einem

folgenden Peeling und

einer beruhigenden

Feuchtigkeitsmaske fühlt

sich Sommerfeld wieder

richtig frisch. Seine Haut ist nun rundum

versorgt.

»Nur etwa fünf Prozent der Deutschen gehen

überhaupt regelmäßig zu einer Kosmetikerin.

Die anderen springen von einer

Creme zur nächsten, bis irgendwann der

Hautarzt einschreiten muss«, sagt Jessica

Uebel, Hautpflegeexpertin von »Dermalogica«.

Sie kann – genau wie Wehner auch –

nicht verstehen, dass so viele Menschen –

ob Mann oder Frau – ihre Haut vernachlässigen.

»Männer haben eigentlich Glück«,

sagt Uebel. »Ihre Haut

ist robuster, besser vor

Verletzungen geschützt

und keinen Hormonschwankungenausgesetzt«,

sagt die Expertin,

wohl wissend, dass »der Bartwuchs das

große Problem der Männerhaut ist«. Etwa

die Hälfte aller deutschen »Kerle« leidet

unter Rasurproblemen.

»Die Rasur ist das klassische Einstiegsritual

eines jeden Mannes in die Welt der Männerpflege«,

sagt Thomas Schönen, Leiter

des Bereichs Konzernkommunikation bei

Beiersdorf in Hamburg, dem selbst ernannten

Marktführer im Bereich der Männer-

»Rasur ist Einstiegsritual

in die Männerpflege«

BLICKPUNKT

pflege. »Mit Nivea for Men hat Beiersdorf

das Marktsegment begründet«, berichtet

Schönen. Der Branchenverband IKW hat

kürzlich festgestellt, dass die Hersteller von

Männerpflegeprodukten in Deutschland im

Jahr 2009 einen Umsatz von 896 Millionen

Euro erzielt haben. 2005 waren es 763

Millionen. »Bisher ist nur der Markt für

Duschgel und Deo weitgehend entwickelt.

Nur rund zehn Prozent der Männer

verwenden momentan ein spezielles

Gesichtspflegemittel. Viel Potenzial für

zukünftiges Wachstum«, sagt Schönen.

Ein Besuch im Supermarkt oder in der

Drogerie bestätigt diese Einschätzung. Gesichtspflege,

After-Shave, Haarstyling und

Parfüms nehmen einen immer größeren

Raum ein. Und auch zu Hause im eigenen

Bad kämpfen die Männer mittlerweile um

jeden Zentimeter. Zwar gibt es auch noch

»echte Kerle« wie Ronny Thomas Herteux,

der sich von den vielen Tuben, Spendern

und Dosen, die seine Frau und deren

Töchter nach Hause schleppen und auf

den Badezimmerablagen verteilen, irritiert

fühlt, der Trend geht aber klar in die Richtung,

die Ralf Waldschmidt eingeschlagen

hat. Der Lahnauer versucht seinem Körperbewusstsein

und sei-

nem Verlangen nach

einem gepflegten Äußeren

aktuell mit 21 Pflegeprodukten

gerecht zu

werden. »Er liegt damit

genau auf Kurs. Die Männer wollen eigene

Produkte und sich nicht mehr nur im Tiegel

der Frau bedienen. Der Wunsch nach

schöner Haut ist auch bei den Männern da,

und sie schämen sich auch nicht mehr,

wenn die Gesichtspflege im Bad steht,

während die Jungs zum Fußballgucken

kommen«, sagt Hautpflegeexpertin Uebel.

Auch sie meint: »Die Entwicklung dieses

Marktes ist erst am Anfang.«

5/2011 streifzug 5


6 streifzug 5/2011

Foto: Schepp


Darauf hofft auch Michael Bernhard, der

Geschäftsführer des Online-Shops

dergepflegtemann.de und Inhaber des ersten

Kosmetikstudios für Männer in Hessen.

»Männer pflegen sich gerne, sie nehmen

gerne eine Behandlung in Anspruch, aber

in einem femininen Umfeld fühlen sie sich

nicht wohl«, sagt Bernhard. Duftlämpchen

und Kerzen neben dem

Behandlungsstuhl schrecken

die Herren der

Schöpfung seiner Meinung

nach ab, das hätten

Marktanalysen und Umfragen

unterstrichen. Maskulin muss es also

sein im Kosmetikstudio für den Mann. Und

so hat sich Bernhard allerhand technische

Raffinessen für seinen Laden »gentleM« in

Darmstadt besorgt. Eine Dockingstation für

iPhone und iPod, im Wartebereich liegt ein

iPad neben den Männerzeitschriften auf

dem Tisch, in der Behandlungsliege ist ein

Klangsystem integriert, mit dem die Jungs

herumspielen können. »Selbst die Farbgestaltung

der Räume und die Bilder an den

Wänden sind darauf abgestimmt, dass sich

Männer bei uns wohlfühlen«, erklärt Bernhard.

Auch der Standort im Technologiezentrum

Rhein-Main wurde mit Bedacht

ausgewählt. »Hier arbeiten etwa 30000

Menschen, 70 Prozent davon sind Männer,

die täglich mit Kunden zu tun haben«, erklärt

Bernhard, eigentlich IT-Fachmann. Die

Tiefgarage unter seinem Studio ist ein

weiteres stichhaltiges Argument für den

Besuch im »gentleM«. »Wir haben festgestellt,

dass den Männern Anonymität sehr

wichtig ist. Sie fahren bei uns in die Garage,

lassen ihr Problem lösen und sind in

fünf Minuten wieder auf der Autobahn«,

sagt Bernhard, dessen Kunden meist zwischen

30 und 45 Jahre alt und erfolgreiche

Geschäftsleute sind.« Apropos Anonymität.

Auf Mund-Propaganda für sein im Dezember

eröffnetes Kosmetikstudio kann Bernhard

nicht bauen. »Die meisten Männer

lassen sich zwar gerne pflegen, aber sie erzählen

es nicht herum«, sagt der Geschäftsführer,

der für die Herren sogar eine anonyme

Telefonberatung eingerichtet hat,

die stark frequentiert wird. »Männer stehen

jetzt da, wo die Frauen vor 25 bis 30 Jahren

standen. Sie brauchen noch eine sehr

intensive Beratung. Allerdings gehen sie

nicht gerne in eine Parfümerie und reden

dort mit der Verkäuferin über ihre Hautprobleme,

während drei hübsche Kundinnen

um sie herum stehen«, sagt Bernhard.

Auch für Sommerfeld ist es ein wenig unangenehm,

von Kosmetikerin Wehner auf

die kleinen Schwächen seiner Haut angesprochen

zu werden. Verschwinden aber

»Gepflegt sein hat nichts

mit Geschlecht zu tun«

sollen die Hautirritationen schon. Eine Behandlung?

Gerne. Ergebnisse? Natürlich.

Aber auf der Straße erkennen, dass Mann

bei der Kosmetikerin war? Nein, bitte nicht.

Für Wehner ist dies keine Besonderheit.

»Das wünschen alle Männer«, sagt sie und

lacht. Obwohl mittlerweile zwei Drittel der

deutschen Herren mit ihrem Aussehen unzufrieden

sind – 1972

waren es nach Harrison

G. Pope 15 Prozent, im

Jahr 2000 immerhin

50 Prozent – und sie

daher cremen, peelen,

zupfen und möglicherweise sogar abdecken

und tönen, gilt »eine Kosmetikerbehandlung

immer noch als unmännlich«,

glaubt Wehner. »Gießen ist zwar ländlich

geprägt. Aber auch hier hat gepflegt sein

doch nichts mit dem Geschlecht zu tun«,

erklärt sie. Die Kosmetikerin hält eine monatliche

Behandlung der

Haut für ratsam – schon

aus medizinischen Gründen.

Hautpflegeexpertin

Uebel liefert sogar noch

einen weiteren Grund

nach, der die Männer auf jeden Fall ermutigen

sollte: »Für Frauen ist es wahnsinnig

beeindruckend, wenn sich Männer pflegen.

Man darf ruhig gepflegt aussehen«,

erklärt die Fachfrau, die den Herren in

Sachen Produktauswahl rät, individuell

heranzugehen. »Es ist nicht entscheidend,

dass for men auf der Packung steht«, erklärt

Erlebnis

Pohlheimer Wiesnfest

Samstag,7.Mai

19 Uhr: Eröffnung

20 Uhr: FFH-Wiesnhitnacht mit Mickie Krause,Antonia,

Markus und die Dirndljäger,Peter Wackel und

FFH-Moderator Michael Münkner

Sonntag,8.Mai

11 Uhr: Zünftiger Wiesnsonntag mit bayerischen

Schmankerln aus der Küche

Kinder- und Jugendtag der Feuerwehren und

Rettungsdienste mit Programm, Eintritt frei!

Freitag,13. Mai

20 Uhr: FFH-Wiesnhitnacht mit Mickie Krause,

Antonia, Krümel.

Dorfrocker und FFH-Moderator

Michael Münkner

Samstag,14. Mai

20 Uhr: Andy Borg und seine Freunde der

volkstümlichen Musik

Sonntag,15. Mai

11 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst mit Kindergottesdienst

13 Uhr: Zünftiger Wiesnsonntag mit bayerischen

Schmankerln aus der Küche

14 Uhr: Die Pohlheimer Gesangvereine singen,

ganztägig Pohlheimer Fuchsmarkt,Eintritt frei!

Biergarten geöffnet

sonntags ab 11 Uhr,

Montag bis Samstag ab 16 Uhr

»Männer erzählen nicht,

dass sie sich pflegen«

BLICKPUNKT

die Kosmetikerin, die im Mai in der Kosmetikfachschule

Schäfer, Hessens größte und

älteste Schule dieser Art, in der Bahnhofstraße

in Gießen eine sogenannte Skin-Bar

eröffnet. In lockerer Atmosphäre führt sie

dort ein Face-Mapping durch, bei dem die

Haut der Kunden genau analysiert wird.

Speziell für Männer bietet Uebel gemeinsam

mit Hersteller »Dermalogica« sogar ein

Shave-Mapping an. »Wir zeigen den Männern,

wie sie ihre Rasur gestalten können,

ohne dass Hautirritationen dabei herauskommen«,

verspricht sie. In den letzten

Monaten hat Uebel in den Großstädten

die Wiedergeburt der Barbershops

aufgespürt. Bis diese Welle aber nach

Gießen schwappt, dürfte es noch eine

ganze Weile dauern, so dass die Männer

an der Lahn sich bei der Rasur zunächst

noch selbst behelfen müssen. »Wichtig ist,

dass es nicht zu viele Produkte sind und

dass der Tagesrhyth-

mus der Jungs nicht

durcheinandergebracht

wird«, erklärt Uebel,

die auch ihren Lebensgefährten

Thorsten

Schäfer, Geschäftsführer der Kosmetikfachschule,

vor Hautirritationen durch die

Rasur bewahrt. »Ich will nicht überfordert

werden. Zwei, drei ausgesuchte Produkte.

Das ist genug«, sagt Schäfer und fügt an:

»Aber die müssen es schon sein. Mein

Auto wasche ich ja auch nicht nur mit

Wasser«.

3. Pohlheimer Wiesnfest

www.pohlheimer-wiesnfest.de

7. bis 15. Mai 2011

Mockswiese Pohlheim

5/2011 streifzug 7


BLICKPUNKT

Die Männer bekämpfen ihren blassen

Teint, gehen gegen Hautunreinheiten vor,

cremen, um Faltenbildung zu verhindern

und Augenringe verschwinden zu lassen.

»Warum soll ich nach

einer durchfeierten

Nacht denn herumlaufen

wie ein Zombie? Da

benutze ich doch lieber

einen Augen-Roll-On

gegen die Augenringe und eine Stunde

später sehe ich wieder frisch aus«, sagt

Benjamin Lang. Der 22-Jährige aus Hüttenberg

kauft seine Pflegeutensilien im Supermarkt

oder in der Drogerie. Zweifelnde

Blicke von den Kassiererinnen nimmt er

selten wahr. Warum auch? Die Regale sind

mit Männerpflege vollgestopft, die Schaufenster

mit eindeutigen Werbebotschaften

tapeziert. Getönte Tagespflege? Gerne!

Anti-Aging-Produkte? Warum nicht? Nur

maskulin soll es sein, auf keinen Fall weichgespült.

Kein Wunder also, dass die Werbeindustrie

in Sachen Männerpflege häufig

auf Fußballhelden zurückgreift. Ob David

Beckham, Jogi Löw oder Michael Ballack.

»Ein Thema vereint nahezu alle Männer.

Die Begeisterung für den Fußball. Mit dem

Thema Fußball gelingt es uns, Männer für

das Thema Pflege zu interessieren«, sagt

Schönen, dessen Arbeitgeber Beiersdorf

auf Fußball-Nationaltrainer Löw setzt, den

8 streifzug 5/2011

»Ich kann mit der Schere

kein Fett absaugen«

Foto: Fotolia

»Bundescremer«, wie ihn die »Süddeutsche«

kürzlich bezeichnete.

»Löw ist auch bei den Frauen extrem beliebt

und erreicht damit die Zielgruppe, die

die Kaufentscheidung

fällt«, sagt Schönen. Sind

es also doch die Frauen,

die hinter dem »Schönmuss-er-sein-Trend«

stecken und ihre Männer

wie ferngesteurte Wesen mit Produkten versorgen

und zur Kosmetikerin dirigieren? Da

sind sich Hartwieg in München und Wehner

in Gießen einig: Den ersten Termin machen

meist die Frauen. »Wenn Männer von alleine

kommen, haben sie meist richtige Probleme

mit ihrer Haut«, erzählt Wehner.

Doch die meisten Herren blieben Kunde.

Zum einen hätten sie er-

kannt, dass die Behandlung

guttut und für Wohlbefinden

sorgt, zum

anderen sei auch den

Männern mittlerweile klar,

dass Schönheit ein erstrebenswertes Gut

sei, das für Erfolg steht. Immer mehr Männer

würden mittlerweile ebenso selbstverständlich

reinigen, cremen und peelen wie

sie zuvor rasiert und frisiert haben.

»Wir Frisöre haben Glück, dass Männer den

Besuch bei uns, anders als den bei einer

Kosmetikerin, als Selbstverständlichkeit be-

»Man darf nicht sehen,

dass operiert wurde«

trachten«, erklärt Frisör Rafaele Sommerlatte.

In seiner Haarlounge am Kirchenplatz sitzt

Sommerfeld und wartet auf eine neue Frisur.

Ermutigt vom Besuch bei der Kosmetikerin

will er nun Augenbrauen und Frisur aufeinander

abstimmen lassen. Sommerlatte hat

im Umgang mit den Kunden andere Erfahrungen

gemacht als die Kosmetikerin in der

Nachbarschaft. »Männer sind offener als

Frauen und treuer – zumindest ihrem Frisör

gegenüber«, sagt er und lacht. Während

Kundinnen neue Frisuren eher hinterfragen

und überlegen, was Männer, Kolleginnen

oder Freundinnen dazu sagen werden, vertrauten

ihm Männer blind. »Sie sind in den

letzten Jahren außerdem wesentlich aufgeschlossener

und modischer geworden«, sagt

Sommerlatte. Während die Männer keine

Wunderdinge von ihm erwarteten, kämen

Frauen aber schon eher mal mit einem Foto

von Claudia Schiffer. »Problematisch wird es,

wenn sie nicht nur die Frisur von Schiffer

haben, sondern danach auch genauso aussehen

wollen«, sagt der »Redken«-Artist.

Auch das komme aber vor. »Da muss ich

ehrlich sein. Ich bin kein Chirurg sondern

Frisör, und Fett kann ich mit der Schere

noch nicht absaugen«, erklärt Sommerlatte.

Apropos Fettabsaugen. Dr. Afshin Ghofrani,

bis August 2010 Chefarzt im Evangelischen

Krankenhaus mit Privatpraxis für ästethische

und plastische Chirurgie in der Alicenstraße,

weiß, dass die Liposuktion bei seinen

männlichen Patienten eine große Rolle

spielt. Die Palette der Männerwünsche sei

groß: Fettabsaugen an Hüfte, Bauch und

Brust, Lidoperationen und Facelifting seien

ebenso gefragt wie Haartransplantationen.

Das größte Thema aber sei die Unterspritzung

von Stirnfurchen und Lachfalten mit

Botox. »In diesem Bereich liegt der Männeranteil

schon bei 30 Prozent, sonst sind es

bei mit etwa 10 Prozent«, sagt Dr. Ghofrani,

der mittlerweile in Dubai praktiziert.

Männer kämen, anders als Frauen, selten

mit einer präzisen Idealvorstellung, zudem

erschienen sie etwa 20 Jahre später als die

Damen. Eines sei ihnen aber besonders

wichtig… Sie ahnen

schon? »Man darf nicht

sehen, dass der Mann

operiert wurde. Die Gesellschaft

ist noch nicht

so weit, das zu tolerieren.

Jünger und besser aussehen wollen sie

alle, aber nicht operiert«, erklärt Dr. Ghofrani,

dessen Patientenkartei fast wöchentlich

zunimmt. Doch warum? »Es ist ein Zeichen

der Zeit. Hart, kernig, durchsetzungsstark.

Das reicht nicht mehr. Auch für Männer gilt

das Schönheitsideal«, sagt Dr. Ghofrani.

Recht hat er. Marc Schäfer


Seit ein paar Tagen stehen sie fest, die Themen

für »Blende 2011«, den nationalen Fotowettbewerb

der Zeitungsleser, an dem sich

Gießener/Alsfelder Allgemeine zum fünften

Mal beteiligt. Mitbestimmen konnte die Leserschaft

auf den Internetseiten des Verlags.

Und hier das Ergebnis:

• »Gesicht zeigen«,

• »Naturschönheiten« und

• »Tierisch gut«

haben das Rennen gemacht – und zwar

relativ deutlich. Knapper ging es bei der Wahl

des Sonderthemas für Jugendliche zu.

Hier stimmten 52 Prozent für:

• »Zusammenhalt – Durch dick und dünn«.

Nun kann es also losgehen. Die Kamera

überprüfen, Objektive säubern,

Speicherkarte oder Film einlegen,

Motiv suchen, Verschlusszeit wählen

und dann heißt es: Blende auf! Natürlich

ist es nicht ganz so einfach, aber

die Digitaltechnik hat dank ihrer Un-

kompliziertheit die Lust am Fotografieren

deutlich gesteigert. Und schafft

damit Platz für Emotionen, Spontanes,

Kreatives, schließt aber Überlegtes,

Inszeniertes nicht aus. Und in diesem

Spannungsfeld kann sich jeder bewegen,

wie er will. Heraus werden

Bilder kommen, die ganz unterschiedlich

die genannten Themen

umsetzen und interpretieren. Und sie werden

wieder von Juroren und der Leserschaft

begutachtet – jeweils mit halber Entscheidungskraft.

Der Erfolg bei »Blende 2010« auf

nationaler Ebene gibt in gewisser Weise

recht. Und er mag auch Ansporn sein für

diejenigen, die 2010 nicht in die engere Wahl

gekommen waren. Sie haben erneut die

Chance, mit fotografischem Geschick zu

überzeugen. Wichtig ist dabei, sich auf das

Wesentliche zu konzentrieren. Eine klare

Bildaussage ist die halbe Miete.

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen können alle Foto-Amateure mit

– pro Thema – bis zu drei farbigen oder

schwarzweißen Abzügen in Formaten bis 20

auf 30 Zentimeter. Mit ihrer Teilnahme bestätigen

die Einsender, dass die eingereichten

Fotos von ihnen selbst aufgenommen wurden

und dass alle Bildrechte bei ihnen liegen.

Von der Teilnahme ausgenommen sind die

Mitarbeiter unseres Verlages und deren

Angehörige. Und: Im Jugendwettbewerb

können erneut Bilddateien im Internet hoch-

Tierisch gut Beispielfoto von Anja Lüer

Blende auf für

»Blende« 2011

Fotowettbewerb der Zeitungsleser

startet in die 37. Saison – Einsendeschluss 20. August

Naturschönheiten Beispielfoto von Jürgen Stäcker zum ausgewählten

»Blende 2011«-Thema

»Zusammenhalt – Durch dick und dünn« So wie bei diesem

Beispielfoto von Anja Schaller könnte das Jugendthema fotografisch

umgesetzt werden.

Gesicht zeigen Beispielfoto (großes Bild) von Michael Frenzel

geladen werden. Das »Blende-2011-Portal«

unserer Zeitung ist über www.giessenerallgemeine.de

erreichbar. In der ersten Runde

von »Blende 2011« wetteifern die Leserinnen

und Leser untereinander. Für die jeweils drei

besten Fotos loben wir jeweils Medaillen in

Gold, Silber und Bronze aus. Die besten zehn

Teilnehmer pro Kategorie erhalten einen

Buchpreis. Sie werden zudem ins Verlagshaus

nach Gießen zur Siegerehrung eingeladen.

Die prämierten Bilder schicken wir zur

bundesweiten Endausscheidung an die Prophoto

GmbH in Frankfurt, den Gesamtveranstalter.

Dort erhalten die besten Fotos aller an

»Blende 2011« beteiligten Zeitungen ihre

zweite Chance und können einen der Preise

im Gesamtwert von über 35000 Euro erringen.

Die in der Finalrunde prämierten Fotos

gehen in das Eigentum der Prophoto GmbH

über. Sie dürfen von den Veranstaltern im Zusammenhang

mit dem Wettbewerb honorarfrei

veröffentlicht und in Ausstellungen gezeigt

werden. Die Teilnehmer verpflichten sich, zu

diesem Zweck Negative beziehungsweise

Dias oder digitale Datensätze der prämierten

Aufnahmen zur Verfügung zu stellen.

Die Fotos – auch die der Leserschaft

aus Wetterau und Vogelsberg – sind

zu senden an: Gießener Allgemeine

Zeitung, Stichwort »Blende 2011«,

Marburger Straße 20, 35390 Gießen.

Einsendeschluss ist der 20. August

2011. Nicht vergessen, auf die Rück-

seite der Fotos gut lesbar Vor- und

Nachname sowie die vollständige

Adresse zu schreiben (Jugendliche

auch – das ist ein Muss – die Altersangabe).

Schön wäre es, wenn zudem

vermerkt wäre, wo das Bild aufgenommen

wurde, was es zeigt oder

welchen Titel es trägt. Diapositive

können nicht gewertet werden, digitale Bilddateien

nur im Jugendwettbewerb. Für Einsendungen,

die auf dem Postweg beschädigt

werden oder verlorengehen, übernehmen die

Veranstalter keine Haftung. Nicht prämierte

Fotos werden zurückgeschickt. Zu guter Letzt:

Ausdrücklich möchte die Redaktion auch

Schulklassen auffordern, am Jugend-Thema

teilzunehmen. Alexander Geck

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BLICKPUNKT

10 streifzug 5/2011

vorher

»Die Verwandlung«

Station 1:

Im Kosmetikstudio von Brigitte Wehner in der Neustadt in Gießen

beginnt das Experiment. Mit einer Enzymreinigung säubert sie die

Haut, mit einem Peeling löst sie alte Hautschuppen und öffnet verstopfte

Poren. Bei Christoph Sommerfeld verzichtet sie auf eine

Durchblutungsmaske, da seine Haut zu Rötungen neigt. Um die

Haut aufzufrischen, greift Wehner zu einer Wirkstoffkonzentratmaske,

die etwa zehn Minuten einwirkt. Im Anschluss soll eine

Gesichtsmassage den Bereich der erweiterten Äderchen entstauen.

Zwischendurch hat die Kosmetikerin die Haut ausgereinigt und

Mitesser entfernt. Danach greift Wehner zur Pinzette und zupft

Augenbrauen. »Nicht zu dünn, denn ich finde, man sollte bei

Männern darauf achten, dass die Augenbrauen zwar eine Struktur

haben, sie aber nicht ausdünnen«, sagt Wehner. Im Anschluss färbt

sie die Augenbrauen, um sie ein wenig mehr zu betonen. Nach

dem Auftragen einer Tagespflege und ein wenig Abdeckcreme ist

die Behandlung beendet. Für die 90-Minuten-Session sind etwa

60 Euro fällig.

Station 2:

Weiter geht es in der »Haarlounge« von Rafaele Sommerlatte am

Kirchenplatz. Der erfahrene Meister-Frisör erkennt die »Problemzonen«

von Christoph Sommerfeld sofort. »Er hat Geheimratsecken

und insgesamt ein wenig dünne Haare«, sagt Sommerlatte.

»Durch die alte Frisur wurde außerdem seine hohe Denkerstirn

eher zum Vorschein gebracht.« Das alles wird Sommerlatte ändern.

Er entscheidet sich für eine Trendfrisur mit klaren Konturen.

Dabei soll das Pony in Zukunft eher ins Gesicht fallen. Die Deckhaare

werden zudem etwas aufgehellt, da »dünnere Haare so

voluminöser wirken«, sagt der Frisör, der die Deckhaare in verschiedene

Längen bringt. »Die neue Frisur ist mit wenig Aufwand

sehr flexibel im Styling. Man kann sie wuschelig nach oben, ins

Gesicht oder eher seitlich tragen. Das entspricht dann dem

Business-Look«, erklärt Sommerlatte. Für diese Typveränderung

von Sommerlatte werden in der Haarlounge rund 32 Euro fällig.

Mit Färben kostet die neue Frisur 55 Euro.


Station 3:

Kleider machen Leute, heißt es dann in der Männermodewelt von

Köhler im Seltersweg. Christoph Sommerfeld wünscht sich von

den Ausstattern ein komplett neues Outfit und einen ganz anderen

Look. Abteilungsleiter Christopher Pangborn hat dazu eine

hellbraune Sommer-Chinohose (99 Euro) von Dockers ausgewählt.

Mit dem Sakko von Cinque (199 Euro) mit modischen Patches und

einer zarten Absteppung liegt Sommerfeld voll im Trend. Das

Hemd ist von Gant (99 Euro) und passt hervorragend zum Pullover

– ebenfalls von Gant (99 Euro) – in der angesagtesten Farbe dieser

Saison. Das Orange findet sich im Detail auch in den Sommersneakers

von G-Star (69 Euro) wieder und macht das neue Styling

perfekt. »Das ist unser Vorschlag für eine Typveränderung mit gehobener

Freizeitkleidung«, sagt Pangborn. »Das Tolle ist, dass alles

anders einsetzbar und kombinierbar ist. Man kann das Hemd weglassen

und schon ergibt sich ein ganz anderes Bild«, so Pangborn.

Fotos: Schepp

nachher

BLICKPUNKT

5/2011 streifzug 11


BIERGARTEN-SPEZIAL

12 streifzug 5/2011

Eine gefühlte Ewigkeit hat Gießen auf die

Eröffnung der »Sky-Bar« über dem »Dach-

Café« gewartet. Nun war es endlich so

weit, dass die Sonnenstrahlen auf dem

Dach des meistbeachteten Hochhauses

der Stadt genossen werden konnten.

Ebenso stylisch wie Bar und Restaurant

einen Stock tiefer hat Ali Rashidi den

hoch modernen »Biergarten« ausgestattet.

Neben klassischen Sitzecken sorgen vor

allen Dingen in weiß gehaltene futuristisch

anmutende Sitzmöbel für Aufsehen,

die zugleich ein Schattenplätzchen bieten.

Bayrische Biergartenatmosphäre kommt nicht auf, das ist aber auch weder gewollt, noch ist

es notwendig. In der Sky-Bar fühlt man sich pudelwohl und kann das Leben in der Nähe der

Sterne genießen. Ein Nachmittag oder ein lauer Sommerabend dort ist wirklich unglaublich

schön. Einmal in der Woche soll in Zukunft gegrillt werden, auch ein Picknick will man anbieten

und ggf. Konzerte präsentieren. Die dezente Hintergrundmusik sorgt für Unterhaltung, lenkt

aber nicht zu sehr vom einzigartigen Ausblick ab. – Fakten: Service: Selbstbedienung und Tischservice.

Sky: Nein. Schattenplätze: Ja. Öffnungszeiten: Tägl. ab 11 Uhr. Bierpreise: Pils (0,3 l)

2,30, Weizen (0,5 l) 3,40 Euro.

Wohltuenden Schatten spendet an heißen Sommertagen

– wie könnte es anders sein – ein prächtiger

Apfelbaum. Im neu eröffneten Biergarten des »Apfelbaum«

in der Ludwigstraße ist der Name also Programm. Doch neben schicker Botanik

findet der Durstige natürlich auch das, was ihn eigentlich an den Ort des Geschehens

treibt: Klassische Biergartenatmosphäre. An einem solch lauschigen Plätzchen sind die

Härten des Alltags schnell vergessen. Zwar liegt der Biergarten nahe am Herzen der

Stadt, doch durch die ruhige Lage

im Hof hinter der Kneipe ist sogar

von der unmittelbaren Nähe zur

Ludwigstraße kaum etwas zu hören.

Die jungen Gäste müssen

sich in der Idylle auch nicht langweilen,

sondern können sich an

einem Klettergerüst austoben.

Fakten: Service: Selbstbedienung.

Sky: Ja. Schattenplätze: Ja. Bierpreise:

Pils (0,5 l) 3,20, Weizen (0,5 l)

3,20 Euro. Special: Dienstag: Bembeltag;

Donnerstag: Weizentag mit

Weizen (0,5 l) 2,40 Euro.

Foto: Dörr

Foto: Schepp


streifzug

auch im Netz:

www.giessener-allgemeine.de

13. –15. Mai 2011

Schlosspark Marburg |10 –18Uhr

-Comedy-

Ohne ScheiSS:SchOkO-eiS!

Fr., 13.05.11 Gi-Kongresshalle

Freitag

27.05.

2011

GieSSen

Kongresshalle

Zusatztermin!!

Fr., 07.10.11 Gi-Kongresshalle

Ulla Meinecke, Gi -27.10.11

Tickets an den bekannten VVK-Stellen

und online unter www.kbemmert.de

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben 2 Eintrittskarten für

einen Besuch im Kletterwald

Wetzlar gewonnen!

Gewinner: Jutta Amend, Gießen ·

Edeltraud Prinz-Vogel, Staufenberg ·

Dennis Langenhagen, Reiskirchen.

Alle Gewinner/innen wurden schriftlich informiert,

die Eintrittskarten sind auf dem

Postweg. Die Ziehung fand unter Ausschluss

des Rechtsweges statt.

Wir bedanken uns für Ihre Teilnahme und

wünschen viel Spaß beim Klettern!

streifzug

Ihre Redaktion und Anzeigenabteilung

5/2011 streifzug 13


Für Pizza und ein Bier

Er ist ein angesagter Gitarrist, steht mit bekannten Künstlern auf der Bühne und mit Laith

Al-Deen im Studio. Ole Rausch aus Watzenborn-Steinberg ist in der Rock- und Pop-Szene

eine Nummer und hat sich als Leader der rockig-fetzigen Volksmusik-Band Die Lahntaler einen

Namen gemacht. Nun ist er auch mit Antonia aus Tirol und ihrer »Feuerengel«-Show unter-

wegs. Zwar tritt die Sängerin aus Österreich im Mai beim Pohlheimer Wiesnfest auf, doch

mit Rausch ist sie erst am 10. Juni auf dem Hessentag in Oberursel zu sehen. Mit dem

streifzug spricht der Musiker über Volksmusik, erklärt, warum er Musik nicht studieren konnte

und verrät, dass er für »Pizza und ein Bier« auch auf einer Kirmes spielen würde.

Ole Rausch und Antonia aus Tirol. Das

passt ja eigentlich nicht…

OR: Ich war auch ein bisschen skeptisch,

weil ich bisher mit relativ seriösen Popacts

unterwegs war. Und jetzt geht es mit

Antonia, die ja eher diesen Mallorca-Ruf

mit Party-Hits und so weghat, weiter. Das

Konzept und die Show haben mir aber

gefallen. Man kann seinen Horizont ein

bisschen erweitern. Letztlich ist das, was

ich da als Gitarrist spiele, sauberer und gut

gespielter Pop mit 80er-Jahre-Einschlag und

nicht mehr diese Hoch-die-Hände-Num-

14 streifzug 5/2011

mer. Gut gespielte Musik klingt gut, auch

Schlager. Andrea Berg, Udo Jürgens oder

Roland Kaiser zeigen, dass Schlager super

sein kann. Da steh ich völlig drauf. Mit

Antonia macht es riesig Spaß.

Wie setzt sich die Band denn zusammen?

OR: Die ist mittlerweile zu einer großen

Besetzung angewachsen. Mit Frieder Gottwald

und Maurice London, die erst kürzlich

mit den »Drei Stimmen« in Gießen

aufgetreten sind, und mit drei Bläsern, die

wohl jahrelang mit den Schürzenjägern die

Lande unsicher gemacht haben. Ganz

hervorragende Jungs. Das wird ein richtig

gemütlicher Haufen.

Erzählen Sie von dem Konzept…

OR: Die Show wird erst einmal etabliert.

Ziel ist es, Antonias »Feuerengel«-Show

eher bei den seriöseren Pop-Schlager-Frauen

zu platzieren. Was auch funktionieren

kann. Sie singt super und fühlt sich auch in

diesem Band-Kontext wohl. Das wird sie

auf Dauer entlasten. Das Konzept beinhaltet

sehr viele Facetten – Balladen, Up-Tem-


po-Nummern und ganz normale Schlagertitel

mit schönen Harmonien und Gesangslinien,

gepaart mit einer Video-Laser-Show

und ein paar Pyros zwischendurch. Zukunftsvision

ist, dass sich das Konzept

Antonia und Band von

den ganzen Mallorcaund

Party-Gigs entfernt.

Was ja auch verständlich

ist. Die gute Frau hat dieses

Jahr schon 120 Auftritte

gemacht. Das ist nicht durchzuhalten.

Und das wäre auch nichts für Sie?

OR: Ich hab mal eine Karnevalsaison bei

den Höhnern ausgeholfen. In zwei

Monaten über 200 Konzerte. Danke, aber

danach reicht es. Das Heftigste waren elf

Konzerte an einem Tag – jeweils 35 bis 45

Minuten live durch die Kölner Karnevalshochburg.

Das ist der echte Rock ‘n’ Roll.

Höhner war bisher der größte Rock-’n’-

Roll-Faktor im eigentlichen Sinne – kommen,

aufbauen, spielen, abbauen, weiterfahren.

Es war eine gute Zeit, wobei ich die

Band vorher überheblicher Weise belächelt

hatte.

Apropos Schunkelmusik. Sie spielen mit

Gottwald doch auch bei den Lahntalern

zusammen. Wie ist das entstanden?

OR: Der Frieder ist ein uralter Bekannter

von mir. Aus einer musikalischen Freundschaft

ist eine richtige geworden. Seitdem

sind wir in fast allen Projekten oder Bands

immer nur im Doppelpack anzutreffen. Seit

drei Jahren sind wir am Umsetzen der Idee

mit den Lahntalern. Musikerkollege Ralf

Erkel meinte immer, lass uns doch mal

Volksmusik machen. Lass uns mal wieder

Titel schreiben, die uns Spaß machen und

nicht nur anderen gefallen oder in eine

Schublade passen. Eher so wie es uns einfällt:

einfache Melodien und Harmonien.

Das war der Grundstock für die Lahntaler.

Da gab es doch zunächst noch einen

anderen Bandnamen?

OR: Weil wir am Anfang progressiver

waren, hießen wir »Lahntal Guerilla«. Das

hatte aber bei manchen Veranstaltern

Assoziationen mit Punk geweckt. Und es

gab einige Leute, die das nicht aussprechen

konnten. Deshalb jetzt »Lahntaler«. Wir

kommen ja auch aus dem Lahntal. Außerdem

schreiben wir auch thematisch darüber,

was uns in der Region so begegnet

und was uns gefällt. Es muss ja nicht immer

aus den Alpen kommen.

Von den »Lahntalern« gibt es auch bald

ein Album, richtig?

»Die Höhner – das war

echter Rock ’n’ Roll«

OR: Ja, unser erstes richtiges Album ist gerade

fertigproduziert worden und heißt

»Heimat«. Das Release-Konzert findet am

28. Mai im Marburger »Knubbel« statt.

Darüber hinaus treten wir am 17. Juni beim

Hessentag auf.

Wird man von den

Kollegen aus der Rockund

Pop-Branche nicht

belächelt, wenn man

auf Volksmusik macht?

OR: Man wird belächelt, aber nur bis sie es

einmal gehört haben. Ich kenne nur runterfallende

Kinnklappen. Aber es ist schon

polarisierend, weil es auch für den reinen

Volksmusik-Betrieb zu rockig ist. Für das

»Herbstfest der Volksmusik« wären wir zu

hart.

Wer hört sich dann Ihre Musik an?

OR: Im Publikum sitzt ein 60-jähriges Ehepaar,

das grinst und schunkelt. Und wir

haben 13- und 14-Jährige, oder 20-jährige

Punks, Metaller, Banker. Die singen unsere

Melodien nicht nach, wenn sie nach Hause

gehen, aber sie freuen

sich, weil sie einen guten

Tag hatten. Wir sprechen

alles an und es funktioniert.

Sollen die Lahntaler ein festes Standbein

werden?

OR: Das ist eine feste Instanz, die daraus

entstanden ist, dass wir Lust drauf hatten.

Alle, die mitspielen, sind jahrelang Dienst-

»Für das Herbstfest

der Volksmusik zu hart«

Ein Team – Der Pohlheimer Ole Rausch und Antonia aus Tirol.

RAMPENLICHT

leister bei irgendwelchen Kapellen gewesen.

Das ist auch eine schöne Sache, und

es liest sich auch gut in der Vita: Mit wem

man so alles gespielt hat. Man ist aber

auch immer abhängig von diesen Künstlern.

Wenn Paul Young sagt, ich mache

zehn Jahre Pause, oder wenn man von

Laith Al-Deen zwei Jahre nicht so viel hört,

bin ich als Bandmitglied direkt betroffen

und zwei Jahre ohne Job von diesen Künstlern.

Plötzlich hat man Leerlauf. Das muss

man als Tourneemusiker wissen. Uns ging

das allen so. Statt den Kopf in den Sand zu

stecken, haben wir uns aus unserem riesigen

Pool etwas aufgebaut. Das ist schon

eine Cliquen-Wirtschaft. Bis auf mich waren

die anderen alle mal Orthopädische

Strümpfe von Guildo Horn. Oder mit

Tic Tac Toe unterwegs.

Wo sind Sie derzeit noch aktiv?

OR: Ich habe jetzt ein paar Sachen für Edo

Zanki gemacht. Die Stelle teile ich mir mit

einem anderen Gitarristen. Bei Julia Neigel

bin ich live dabei. Im Studio werde ich die

nächste Platte von Antonia mit einspielen.

Außerdem habe ich

eine Unterrichts-CD mit

einer Live-Band eingespielt,

bei der ohne

Noten Themen und

Bilder aus der Inspiration

heraus umgesetzt wurden. Für einen Eisenacher

Pianisten habe ich in ähnlicher Weise

eine Platte eingespielt. Der ist großer

Island-Fan. Vorher gab es als Briefing eine

Diashow, die dann tonal umgesetzt wer-

Foto: Lademann

5/2011 streifzug 15


RAMPENLICHT

den sollte. Auf der aktuellen Platte von

Laith Al-Deen, die jetzt herauskommt, bin

ich auch zu hören. Es ist schon immer etwas

zu tun.

Laith Al-Deen spielt in

Ihrem musikalischen

Werdegang ein größere

Rolle…

OR: Laith ist ein wichtiger

Punkt, weil ich mit

ihm am längsten und konstantesten zusammenarbeite.

Acts wie Johnny Logan

sind eher selten, weil die auch nicht mehr

so in der Öffentlichkeit stehen. Das sind

Kinder der 80er. Edo Zanki kommt gerade

wieder. Die Höhner sind temporär. Laith ist

dagegen die feste Größe. Über dieses

Sprungbrett habe ich als Gießener Bub

meinen Orbit ausbreiten können und

andere Acts kennenlernen dürfen. Ich bin

kein Fan von Casting-Shows, eher ein

Freund des alten Weges: Man spielt

irgendwo, wird nach dem Konzert angesprochen,

trifft sich an der Hotelbar wieder

und macht die Jobs aus. So bin ich an

meine Jobs herangekommen.

Läuft das immer noch so?

OR: Mein Gefühl ist so. Die Wahrheit liegt

für Musiker nach wie vor auf der Bühne.

Das versuche ich als Dozent an der RPJam-

Akademie in Linden den Schülern zu vermitteln:

Studium ist eine Sache und gut,

aber das, was man lernt, muss man unbedingt

auf die Bühne bringen und dort

Erfahrungen sammeln.

Sie haben dem Studium an der Musikwerkstatt

schnell den Rücken gekehrt…

OR: Ich habe gemerkt, dass ich Musik

nicht studieren und nicht diskutieren kann.

Ich habe einen anderen Zugang. Es gab

eine Aufgabe: Spiel mal

wie George Benson. Da

konnte ich nur sagen:

Ich bin nicht George

Benson. Ich habe eine

andere Vorstellung gehabt,

und die konnte ich nur in Bands umsetzen,

die ich kennengelernt hatte. Es war

für mich viel schöner, abends auf der

Bühne zu stehen und das aus mir herauszuholen,

was in mir schlummert.

Was würden Sie jungen Musikern mit auf

den Weg geben, die eine professionelle

Karriere anstreben?

OR: Halte durch! Eine Zeit lang darf man

ein Nerd sein oder zum Fachidioten mutieren.

Man darf aber neben üben, üben,

üben und hören, hören, hören – was sehr

wichtig ist – nicht vergessen, mal einen

Samstag am See

herumzuliegen. Neben

dem Instrument darf

man das Leben nicht

vergessen. Letztlich ist

es das Leben, das man

im Musikmachen verarbeitet. Genieß das

Leben und übe fleißig!

Was muss man als Musiker mitbringen?

OR: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und gute

Vorbereitung. Und man muss ein netter

Schon sehr lange spielen Ole Rausch (r.) und Laith Al-Deen zusammen.

16 streifzug 5/2011

»Laith Al-Deen ist für

mich eine feste Größe«

»Nur Gitarre spielen und

damit glücklich werden«

Foto: bf

Typ sein, sonst schlägt man dir auf einer

langen Tournee irgendwann den Kopf ein.

Eine Band muss ein guter, zuverlässiger, homogener

Haufen sein. Dabei erinnert man

sich gerne an Leute zurück, mit denen man

gut kann. Es geht also um mehr, als nur gut

spielen zu können. Man muss ein guter

Typ sein. Und das kann man nicht lernen.

Was für ein Typ sind Sie?

OR: Ich bin ein Chamäleon, ein sehr anpassungsfähiger

Typ, sonst würde ich auch

nicht so unterschiedliche Musikstilistiken

spielen. Und ich bin Pedant, immer 100

Prozent vorbereitet. Ich möchte adäquat

Künstler begleiten.

Haben Sie nie Ambitionen gehabt, als

Hauptperson im Rampenlicht zu stehen?

OR: Nie! Das war nie mein Ding. Ich wollte

nur Gitarre spielen und damit glücklich

werden – und das immer im Team. Ein

Nachteil ist, wenn man mit namhaften

Künstlern zusammenarbeitet, dass kleinere

regionale Bands nicht mehr fragen, ob man

mal mitspielen will. Die

denken, ich bin in einer

anderen Liga unterwegs

und zu teuer. Ich würde

auch für eine Pizza und

ein Bier auf einer Kirmes

spielen. Denn ich habe Spaß am Spielen.

Warum leben Sie – als Musiker untypisch

– in Pohlheim?

OR: Ich mag das Landleben. Ich bin in der

Region geboren und verwurzelt. Meine ersten

Engagements waren primär in Frankfurt.

Dort brauchte ich in der Rushhour genauso

lange zum Proberaum wie von Pohlheim

aus. Warum soll ich mir die Lebensqualität

nehmen, die ich hier habe? Ich bin glücklich

darüber, wie es ist. Christian Lademann

OLE RAUSCH…

wurde 1971 in Gießen geboren. Er begann

mit 16 Jahren beeinflusst von Van

Halen und Jimi Hendrix mit dem

Gitarrespielen. Nach ersten Banderfahrungen

nahm er 1991 ein Studium an der

Frankfurter Musikwerkstatt auf, das er

zwei Jahre später wieder aufgab. Da hatte

er sein erstes Profi-Engagement beim Eisenacher

Jazzpianisten Alexander Blume

längst in der Tasche. Seitdem stand und

steht er mit nationalen und internationalen

Künstlern wie Paul Young, Pur, Julia

Neigel, Die Höhner, Haddaway, Johnny

Logan und Laith Al-Deen auf der Bühne

oder im Studio und ist Dozent der RPJam

Rock Pop Jazz Akademie in Linden.


Angels

Fünf Jahre nach »First Impressions Of Earth« legen The Strokes,

eine der wichtigsten Bands der Nullerjahre, ihr neues Werk vor.

Mit dem Debut »Is This It« 2001 begründete die New Yorker Band

eine neue Zeitrechnung des Gitarrenrocks und beendete die von

britischen Bands wie Oasis und Blur unter dem Stilbegriff »Britpop«

dominierten 90er Jahre. »Is This It« war eine gekonnte Mischung

aus Garagenrock und New Wave. Dies – kombiniert mit dem coo-

THE STROKES

len Look, abgewetzten Lederjacken, ausgelatschten

Sneaks und dunklen Sonnenbrillen

– war der Beginn eines neuen Hypes,

der die Gründung diverser »The«-Bands zur

Folge hatte. Dabei gelang es keiner der Epigonen,

die Klasse der Strokes zu erreichen.

Der unverwechselbare Gitarrensound,

kombiniert mit der eindringlichen Stimme

Julian Casablancas begründete den stil-

prägenden Mix, dessen Faszination auch auf »Angles« wirkt. Dabei

war das vierte Album keine leichte Geburt, hatten die fünf Freunde

ihre ersten Scheiben noch gemeinsam eingespielt, waren in

den letzten Jahren Dissonanzen aufgetaucht. Soloalben von Casablancas,

Fraiture und Albert Hammond Jr. sowie die lange Pause

hatten Gerüchte über einen Split angeheizt. Dass die nicht aus der

Luft gegriffen waren, beweist die Tatsache, dass Casablancas seine

Parts alleine einspielte und das Studio nur aufsuchte, wenn die anderen

abwesend waren. Umso überraschender, dass ein wirklich

gutes Album gelungen ist, das die Band in Topform zeigt. §§§

RADIOHEAD

Das Mathematikum und die Stadt Gießen präsentieren

über 40spannende Stationen zum Experimentieren und

Staunen aus vielfältigen Bereichen der Wissenschaft

RAMPENLICHT

CDS VOR GERICHT

The King Of Limbs

Mit jedem neuen Album setzt Radiohead

neue Standarts, so dass vor einer Neuveröffentlichung

die Erwartungshaltung immer

größer wird. Jede andere Band würde wohl

an dem Erwartungsdruck zerbrechen. Die

Musikwelt erwartet jedes Mal nicht weniger

als ein Meisterwerk. Doch Radiohead steckt das weg. Die Liste ihrer

Klassiker wie »The Bends«, »Kid A« und »OK Computer« ist beeindruckend.

In ihrer 18 Jahre andauernden Karriere ist nicht ein einziges

Album danebengegangen. Die Bewertungen bewegen sich zwischen

Meilenstein und grandios. Dass die Band dabei nicht nur musikalisch

innovativ ist, bewiesen sie mit »In Rainbows« 2007, das nicht auf dem

üblichen Vertriebsweg in die Plattenläden kam, sondern zum freien

Download ins Internet gestellt wurde. Dabei überließen sie es den

Usern zu entscheiden, was für das neue Album zu bezahlen ist. Auch

für das neue Album »The King Of Limbs« haben sich Radiohead eine

ungewöhnliche Veröffentlichungsstrategie ausgedacht. Die neue Platte

ist als vorbestellbare Zeitung mit Schallplatte erhältlich. In jedem

Fall ist das Werk sein Geld wert. Kunstvoll verschachtelte Songs, in

denen mehrere Schichten Gitarrenklänge, Klavier und sphärische Töne

übereinandergeschichtet wurden, dazu Thom Yorkes melancholische

Stimme, die zunächst Verwirrung verursacht, jedoch schnell eine

Faszination entwickelt. »The King Of Limbs« ist als weiteres grandioses

Album einzusortieren. Da es jedoch nicht an die Meilensteine »Kid

A« und »OK Computer« heranreicht, wird es so bewertet: §§§

15:00 Uhr

Heckers

Hexenküche

unterhaltsame

Wissenschaft,

wissenschaftliche

Unterhaltung

Eintritt frei!

5/2011 streifzug 17


»Gießens Beste« … Homepage

»Gießen ist schön, Gießen ist liebenswert, Gießen ist sexy«, sagt Laura Jax. Mit ihrer neuen

Internetplattform auf www.wasmachicheigentlichhier.de will sie genau das beweisen.

Die 24-Jährige kündigt auf ihrer stylishen Homepage neuerdings Termine an, bietet einen

Locationführer und prämiert in regelmäßigen Abständen »Gießens Bestes«. »Viele Gießener,

ob zugezogen oder hier geboren, wissen gar nicht, welche abwechslungsreichen Freizeit-

optionen und welche kleinen Perlen diese Stadt bietet«, sagt Jax. Das soll sich nun ändern.

Seit 16. April ist die Studentin am Start – mit »Gießens Bester« Homepage…

»Für mich sind es die überraschenden

Kleinigkeiten, die vielfältigen Menschen und

die unkomplizierte Feierkultur, ohne viel

Schnickschnack, die Gießen ausmachen«,

sagt Jax. Schon auf der Startseite der neuen

Homepage fasst die gebürtige Rheinland-

Pfälzerin »die Knallertermine

der nächsten Tage«

zusammen.

Informationen auf

einen Blick. Im

Menü kann der

User dann weiterdifferenzieren.

Unter

»Was geht?«, na klar, da findet man alles, was

so geht in der Studentenstadt. Partys, Konzerte,

Ausstellungen und und und. Teilweise

finden sich dort echte Geheimtipps.

Hinter dem »Wohin geht’s?«-Klick verstecken

sich zahlreiche Locations, eine Karte erleichtert

Ortsfremden die Suche nach einer passenden

Lokalität und das Weiterziehen in die

nächste Kneipe in der Nähe. Fein zusammengefasst

bietet Jax einen Überblick

mit Adresse, Öffnungszeiten und Besonderheiten.

In eleganten, treffenden und humorvoll

formulierten Texten hält die Studentin

der Angewandten Fremdsprachen und Wirtschaft

aber auch weitere Informationen be-

Foto: Schepp

reit. Beispiel gefällig? Gerne! »Das kommt

heraus, wenn Kölner Karneval, österreichischer

Après Ski und Ballermann einen Dreier

haben. Das Niveau sinkt, die Getränke

fließen in Strömen, die Hemmungen fallen;

und das Kind heißt Alpenmax. Ein wahrhaftig

pubertärer Spielgefährte für alle, die gerne

mal wieder 16 wären. Aber mit der passenden

Reisebegleitung ist ein kleiner Ausflug in

diese Zeit durchaus ab und an amüsant« –

diese Beschreibung passt auf das Tanzlokal

im Schiffenberger Tal wie die Faust auf’s

Auge, oder?

»Wenn man nicht weiß, was das Ascot ist,

soll man nicht erschrocken sein, wenn man


plötzlich drinsteht«, beschreibt Jax eine Zielsetzung,

Mit ihren kleinen Texten bereitet sie

mögliche Besucher vor. »Ich will aber auch

dazu ermutigen, Neues auszuprobieren. Es

gibt einige coole Sachen, die man von

außen gar nicht so wahrnimmt«, erklärt sie.

Alle Veranstaltungen, die ihr bekannt sind,

will sie auf ihrer Homepage ankündigen.

»Da werden natürlich auch Dinge dabei sein,

die ich persönlich nicht so gut finde. Ich bin

eher so der Scarabee-Typ«, sagt sie und lacht.

Ihre Vorlieben werden die Auswahl natürlich

nicht beeinflussen. »Ich versuche, ein ganz

breites Spektrum abzudecken«, erklärt Jax,

die in Gießens Party- und Eventszene perfekt

vernetzt ist. »Man muss die Augen offenhalten.

Das hat auch mit Glück zu tun. Ich kenne

viele Leute und mit denen muss man reden,

reden und reden. Wenn ich in meinem

Studium nicht so viel mit anderen geredet

hätte, hätte ich alle Anmeldefristen verpasst«,

erzählt die junge Frau und lacht herzlich.

Besonders schätzt sie an ihrer Wahlheimat

Gießen die WG-Party-Kultur. »Das gibt es fast

in keiner anderen Stadt. Jeder ist willkommen,

solange er Lust auf einen entspannten

MEIN GIESSEN

Liebesbeweis

für Gießen

Laura Jax

Ursprünglich kommt Laura Jax aus der

Nähe von Frankenthal in Rheinland-Pfalz.

2005 kam sie dann zum Studium nach

Gießen – nach einigen Absagen eher

aus der Not heraus. Doch als Kleinstadtliebhaberin

war es Liebe auf den ersten

Blick, die sie für die Lahnstadt empfand.

»Das Schönste war damals – wie heute

– mit dem Rad durch die Stadt zu fahren

und schon nach ein paar Tagen gleich

zufällig Bekannte getroffen zu haben.

Das gab mir sofort ein herrliches Heimatsgefühl«,

erzählt die 24-Jährige von

diesem Gefühl,

das sich auch

nach zwei Aufenthalten

in anderen

Städten

nicht verändert

hat. Wie toll

Gießen ist, dass

will Jax mit ihrem

neuen Blog

(siehe Bericht

links) zeigen.

Fotos: Schepp

Abend und ein flüssiges Präsent dabei hat«,

sagt sie.

Die Idee für die Rubrik »Gießens Bestes«

entstand an der Uni. »Es gab immer wieder

solche Gespräche: Warst du schon mal da

und da, da gibt es den besten…«, erzählt

Jax. Tipps der Kommilitonen und eigene

Erfahrungen verbindet sie nun und sammelt

auf der Homepage jetzt die beste Waffel,

das beste Sandwich, die beste Party, oder

den besten Kaffee. »Na klar, das ist Geschmackssache.

Ich freue mich, wenn es den

Usern auch so gut gefällt, ich habe aber auch

nichts dagegen, wenn jemand sagt, das ist

überhaupt nicht die beste Waffel«, erklärt Jax,

die dafür den »Senf-dazu«-Button kreiert hat.

Meinungen und Kommentare sind gerne

gesehen.

Dass Jax sich auskennt, zeigt die Auswahl auf

der Seite. Selbstverständlich finden sich dort

die Klassiker Haarlem, Ulenspiegel oder

Scarabee genauso wie das Monkeeys, aber

vor allen Dingen machen solche Tipps wie

Nachtrausch (eine neue Partyreihe dreier

Sportstudenten), das Rauschhaus (künstlerische

Installationen in einem leer stehenden

1 Café de Paris

Wegen des entzückenden

französischen Flairs und den

kleinen Leckereien das beste

Frühstückchen Gießens, vor

allem im Sommer am klapprigen

Tischchen mit Schokotarte

und dem Rauschen der

Wieseck im Hintergrund.

Bismarckstraße 6, Tel. 0641/3993472

Oberes

Wehr

heimer Str.

er

Flutaben

Hammstr.

Hi er d.

nt

Westanlage

nhofstraße

igstraße

Zu den

Mühlen

-Josephsankenhs.Bonifatiuskirche

(kath.)

Balserischer

Stift

Westanlage

Westanlage

Alicenstraße

Bootshau

Oswaldsgarten

Mühlstr.

Schanzenstr.

Selterstor

(Elefantenklo)

BfA

Frankfurter Str.

Bahnhofstraße

Wilhelmstraße

odthohl

Nordanlage

Neustadt

Johannette-

Bonifatiusweg

Lein-G.

Wieseck

Stein

Pfarrgarten

Alicenstraße

Liebigstraße

Lö-

Ludwigstraße

STADTGESPRÄCH

Gebäude mit Berlin-Flair) oder die Under-

TheGround-Reihe die Homepage lesenswert.

Jax bringt Geheimtipps an die Öffentlichkeit

und holt coole Events aus dem

Untergrund. Sorge, die Partys so zu verfremden,

hat sie nicht. »Diejenigen, die passen,

bleiben da, die anderen gehen wieder«, erklärt

die Blog-Gründerin, die das Café de

Paris, das Café Zeitlos und auch das KlimBim

zu ihren Lieblingsorten in der Stadt zählt.

»Im Café Zeitlos backen sie die Brötchen

zum Brunch sogar selbst. Auf solche liebenswerten

Details möchte ich Gießen aufmerksam

machen«, sagt Jax.

Doch warum dieses Engagement für diese

Stadt? »Weil ich Gießen mag. Ich hatte hier

die besten fünf Jahre meines Lebens und

kann es nicht leiden, wenn Leute immer erzählen,

wie blöd sie es hier finden, obwohl

sie nichts von Gießen wissen«, sagt Jax. Dass

in Gießen einiges geht, das zeigt jetzt ein

Blick auf ihre Seite, die genauso schön,

liebenswert, sexy, ehrlich und authentisch ist

wie die Stadt, deren Partys und Events nun

dort versammelt sind – auf »Gießens Bester«

Homepage. Marc Schäfer

wen-gas- Katharinengasse

Seltersweg

Goethestr.

Johanneskirche

(ev.)

Versorgungsamt

Bleichstraße

straße

Wetzste nstr.

Kirchenplatz

Marktplatz

s

Mark t

Kap an

t r.

ll sg.

Plockstraße

Riegelpfad

Südanlage

2 Mymalu

Weil man dort wieder nach Herzenslust

8 Jahre alt sein kann und mit Seifenblasen

und Knackfröschen die Zeit vergisst.

Irgendwie findet man da auch als großes

Mädchen immer wieder einen Schatz.

Kirchenplatz 2, Tel. 0641/9697850

3 Grünfläche in der Stephanstraße

Meine liebste Sommerwiese. Die kleine

Insel mitten in der Stadt bietet beste

Möglichkeiten für einen Mittag mit

Freunden, Decke und Slackline. Man

kann dort herrlich Leute beobachten.

Ecke Stephanstraße/Bismarckstraße

Reichensand

4

se

i

Mäausburg

Goethe-

As

Lindenplatz

2

IHK

Ludwigstraße

Bruchstraße

Reg.-

Präsidium

Landgraf-

Phillipp-Platz

Wallto

Brandplatz

Schulstr. Neuen Bäue

Sonnen- str.

Neuenweg

Johannesstr.

l-

Bismarck-

Lonystraße

Löberstraße

straße

Sencken e

Berliner

Platz

Rathaus

Kongresshalle

Uni–Hauptgebäude

Lessingstr.

Diezstr.

1

Gn t stra e

au h ß

straße

stanlage

b rgstraße

3

behörden

Standesamt/

Ortsgericht

Platz d. Dt.

Einheit Fachhochschule

Ostanlage

Ludwigsplatz

Akad. Auslandsamt

Bismarckstr.

Stephan- straße

ns l-

str.

He e

Gutf

Am alten

Gaswerk

Hinter der

Ostanlage

Gartenstraße

Keplerstr.

ngallee

Wiesenstr.

Moltkestraße

Roonstraße

Großer

Steinweg

Am

Brennofen

Gutenbergstr.

Hein-Heck- roth-Str.

Nahrungsberg

An Steins

Garten

Heeg

Wieseck

Wolfstraße

Eichgärten- allee

Pestalozzi- straße

Grünberger Straße

Am alten Friedhof

Hessenstr.

Eichgärten

Südhang

Wolf-

Licher Straße

Alter Friedhof

Südhang

Alfred-Bock-Straße

5/2011 streifzug 19

str.

Curtmannstraß

Pestaloz

Fröbelstra

Am en Friedh

alt

Altenfeldsweg

Landmann-

str.

E.-Eck

S

Fr. Schwarz

Julius-

Str.

Höpfner-

4 Ulenspiegel

Und wo könnte man den Tag

besser ausklingen lassen, als mit

einem kühlen Bierchen im Biergarten

des Ulenspiegels mitten in

der Innenstadt – aber unter

Baumkronen? Und wer Lust zum

Tanzen hat, geht einfach mit in

den »Keller« zum Abrocken.

Seltersweg 55, Tel. 0641/71757

Str.


BLICK IN DIE REGION

»Die Fans sind mein Arzt,

der alles wieder gutmacht«

20 streifzug 5/2011

Foto: Lademann

Partyhits und Balladen, Jubel

und Dramatik: Das Leben

von Antonia aus Tirol ist in

den vergangenen Jahren

eine Achterbahnfahrt gewe-

sen. Etwa 250 Auftritte

jährlich führen sie quer durch

Europa – sogar bis nach

Russland. Auch in Dubai war

die Sängerin schon zu Gast.

Doch Sorgen um ihre

Gesundheit sowie ein Auto-

unfall im vergangenen August

sorgten auch immer wieder

für Schattenseiten. Davon will

die 31-Jährige heute nichts

mehr wissen. Optimistisch

blickt sie nach vorn und

unterhält ihre Fans auf der

Bühne auf charmante Weise.

Beim Pohlheimer Wiesnfest

vom 7. bis 15. Mai wird die

Linzerin gleich zweimal auf-

treten. Die Gastspiele der

Wahl-Hessin gehören dort zu

den Höhepunkten im bunten

Programm.


»Wiesn-Wetter« herrscht in Watzenborn-

Steinberg an diesem April-Tag, als die

Österreicherin in Pohlheim vorbeischaut,

um für das Spektakel zu werben. Zweimal

hat Antonia, die mit bürgerlichem Namen

Sandra Stumptner heißt und schon als Kind

mit ihrem Vater auf der

Bühne stand, auf der

Mockswiese bewiesen,

dass sie ganze

Riesenzeltbesatzungen

zum Ausflippen bringen

kann. Zwar ist Watzenborn-Steinberg nicht

München und die Mockswiese nicht die

Theresienwiese, aber mit der Inszenierung

eines Wiesnfestes haben die Organisatoren

2009 einen Volltreffer gelandet. 20 000 Besucher

im vergangenen Jahr sprechen eine

deutliche Sprache, genauso die Ausdehnung

des Festes auf zwei Wochenenden

plus Rummel und Biergarten in den Tagen

dazwischen. Offensichtlich haben die Firma

Bill, die Feuerwehr Watzenborn-Steinberg

sowie die Licher Brauerei und all die anderen

Beteiligten eine Lücke geschlossen.

Partyhits, Schlager, Volksmusik mit Andy

Borg und Freunden, 800 Pohlheimer Sängerinnen

und Sänger, bayerische Leckereien

– und Bier in rauen Mengen: Die

Gaudi ist garantiert

Eine der Attraktionen ist Antonia, die Sängerin

aus Tirol. Sie trägt ein eng anliegendes

goldenes Kostüm, weiter Ausschnitt inklusive.

So oder so ähnlich gewandet wird

sie am 7. und 13. Mai für Stimmung sorgen.

Über 4000 Fans passen in das Zelt, und

schon Anfang April konnte Bill verkünden,

dass bis zum »Ausverkauft!« nicht mehr viel

fehlt.

Antonia steht unter Dauerstress, dennoch

lächelt sie viel und ist immer gut gelaunt.

Von Dezember bis April hatte sie 120 Auftritte,

Mitte April endete

ihre Tour, doch schon

wenige Tage später

steht sie auf der Sonneninsel

Mallorca wieder

auf der Bühne. Es

gehe »nahtlos von der Winter- in die Sommersaison«,

sagt die Wahl-Hessin. Das sei

schon stressig, gibt sie zu, aber eben »positiver

Stress«. Die Fans geben ihr Energie

und Kraft, den Stress wegzustecken, beschreibt

die Österreicherin, die auch dann

Freude verbreitet, wenn es ihr mal nicht so

gut geht. »Wenn ich auf der Bühne bin und

die Fans so positiv drauf sind, ist mein

Kummer wie weggeblasen. Die Fans sind

der Arzt, der dafür sorgt, dass alles wieder

gut ist.«

In Antonias bisherigem Lebensweg musste

sie immer wieder Täler durchwandern.

Antonia steht 250-mal

pro Jahr auf der Bühne

Mit dem Wiesnfest

den Nerv getroffen

Etwa die Krebserkrankung ihres Lebensgefährten

und Managers Peter Schutti, der

Autounfall im August 2010, bei dem beide

schwer verletzt wurden, Antonias Kollaps

und ihr Burnout. Doch die Sängerin, die

sich selbst als hoffnungslos romantisch beschreibt,

ist immer wie-

der aufgestanden. Trotz

über 250 Auftritenper

anno klingt es überzeugend,

wenn sie mit

großer Vorfreude über

das Wiesnfest spricht und von der Stimmung

schwärmt.

Über Nacht ist Antonia mit DJ Ötzi und

dem Hit »Anton aus Tirol« zum Star geworden.

Im Anschluss an diesen Mega-Erfolg

startete sie ihre Solokarriere. Mit ihren ersten

beiden Singles »Antonia – Ich bin viel

schöner« und »Knallrotes Gummiboot«

landete sie gleich Chart-Kracher. Ihre Lieder

wurden mittlerweile im deutschsprachigen

Raum über 4 Millionen Mal verkauft. Der

Erfolg gibt ihr recht. Sie ist den richtigen

Weg gegangen.

Erfolg und Tantiemen behält Antonia nicht

für sich alleine. Die Sängerin engagiert sich

stark und vielseitig. Sie gründete den Verein

»Wunschengel« und unterstützt auf diese

Weise Menschen, die an Krebs erkrankt

sind. Ihr karitatives Wirken erstreckt sich

darüber hinaus beispielsweise auf Behindertenheime

und das Deutsche Rote

Kreuz. Ihr Team durchleuchte bei all ihrem

sozialen Engagement, ob das, was sie beisteuert,

auch wirklich da ankommt, wo es

ankommen soll, sagt Antonia.

Auf die Mockswiese freut sich Antonia

sehr. Mit Mickie Krause, Peter Wackel und

Markus und die Dirndljäger wird die Österreicherin

am 7. Mai auftreten, am 13. Mai

kommen Krümel und die Dorfrocker hinzu.

»Ich finde es ganz toll,

dass diese Region hier

hinter mir steht«, sagt

Antonia, die noch keine

der drei Auflagen des

Fests verpasst hat, dass

der jungen Frau in der Tat sehr gut gefällt.

»80 Prozent der Fans kommen in Lederhosen

oder Dirndln. Das zeigt, dass man in

Pohlheim den Nerv getroffen hat«, erklärt

sie. In den Tagen und Nächten vom 7. bis

15. Mai wird Pohlheim mit Sicherheit wieder

kopfstehen, wenn Antonia, Mickie

Krause und all die anderen Stars der Szene

wie Nicki, Stefan Mross und Stefanie Hertel

die Bühne bespielen werden und davor

mit Bier in rauen Mengen angestoßen wird,

mag man vielleicht wieder glauben, dass

München für ein paar Tage Urlaub in Pohlheim

macht. Christoph Agel

BLICK IN DIE REGION

PROGRAMM WIESNFEST

Samstag, 7. Mai

18.00 Eröffnung des Biergartens mit

Rummel (Fahrattraktionen,

Schieß- und Wurfbude)

19.00 Fassbieranstich

20.00 FFH-Wiesnhitnacht mit Mickie

Krause, Antonia, Peter Wackel,

Markus und die Dirndljäger

Sonntag, 8. Mai · Muttertag

11.00 Zünftiger Wiesnsonntag mit

bayerischen Schmankerln und

Überraschungen für alle

Mütter. Zudem Kinder- und

Jugendtag der Feuerwehren

und Rettungsdienste

14.00 Der Musikzug Muschenheim

spielt auf

21.00 Ballonglühen (Eintritt frei)

Freitag, 13. Mai

20.00 FFH-Wiesnhitnacht mit Mickie

Krause, Antonia, Krümel, Dorfrocker

Samstag, 14. Mai

20.00 Andy Borg präsentiert seine

Freunde der volkstümlichen

Musik. Mit dabei Stefanie

Hertel, Stefan Mross, Waltraut

& Mariechen, Nicki, Ronny

Weiland und die Liveband

Wolkenlos.

Ganztägig Gewerbeausstellung.

»Pohlheimer Fuchsmarkt«

Sonntag, 15. Mai

11.00 Ökumenischer Gottesdienst

aller Pohlheimer Gemeinden

mit Kindergottesdienst

13.00 Zünftiger Wiesnsonntag mit

bayerischen Schmankerln

aus der Küche

14.00 »Pohlheim singt« – Zum ersten

Mal treten ca. 800 Aktive aus

den 16 Pohlheimer Chören

gemeinsam im Festzelt auf

und zeigen ihr musikalisches

Repertoire. Anschließend

großes Wiesnfinale mit FFH-

Moderator Felix Moese.

Ganztägig Gewerbeausstellung.

»Pohlheimer Fuchsmarkt«.

Eintritt frei

Montag, 9., bis Donnerstag, 12. Mai

16.00 Biergarten und Rummel.

Täglich bis 22.00 Uhr geöffnet.

5/2011 streifzug 21


UNTERWEGS

»Cuisine du Monde«

Kanzleiberg 5 · 35390 Gießen · Telefon 0641/9790088 · www.cuisine-du-monde.de

Es hat sich schnell herumgesprochen, dass

ins ehemalige legendäre »Guldner« mitten

in der Stadt ein gepflegtes französisches

Restaurant mit Ambiente eingezogen ist.

Genau vor einem Jahr, am 27. Mai 2010,

eröffneten Tirda Bajami und seine Frau

Leila Salimi ihr »Cuisine du Monde« – nicht

ohne vorher gründlich zu sanieren. Fast

anderthalb Jahre hatte das Lokal nach seinem

letzten Pächter, einem Italiener, leer

gestanden – und das persische Ehepaar,

das zuletzt sechs Jahre in Dortmund ein

Restaurant geführt hat und aus familiären

Gründen schon länger ein geeignetes

Objekt in Gießen suchte, machte Nägeln

mit Köpfen.

Wände wurden rausgerissen, Fenster und

Installation ausgetauscht, das ganze Interieur

komplett erneuert. Heller und freund-

22 streifzug 5/2011

Fotos: Schepp

licher ist es nun im »Cuisine du Monde«

geworden, und die Einrichtung zeugt von

viel Geschmack.

Passend zum Namen des Restaurants –

»Küche der Welt« – wird die Decke von

einer historischen spanischen Weltkarte

geziert. Die roten Stoffservietten auf den

dunklen Holztischen harmonieren mit dem

Rot der edlen Sitzbänke. Eine schicke Bar

empfängt zum Aperitif.

»Wir wollen, dass der Gast, wenn er am

Samstag hier war, am Mittwoch noch davon

schwärmt«, formuliert Geschäftsführerin

Leila Salimi die hochgesteckten Ziele.

Das Konzept scheint aufzugehen, denn

inzwischen trifft sich hier tout Gießen.

Tirda Bajami hat sein Handwerk in Frankreich

gelernt, so dass der Schwerpunkt

seiner Speisekarte auf französische Spezia-

litäten liegt. Ein Renner ist die auf den

Punkt gegrillte Entenbrust – das Fleisch bezieht

er direkt aus Frankreich – mit frischen

Feigen in einer dezenten Cassissahnesauce.

Zu »Aiquillettes du Canard« werden

rösche Kartoffelcroquetten und ein knackiger

Marktsalat im nicht zu säurebetonten

Dressing serviert (16,90 Euro). Aber auch

der Kalbsrücken ist bei den Gästen sehr

beliebt – sowohl in der süßen Variante

mit Früchten und Mandelsplittern, als

auch mit Morcheln in Cognacrahmsauce

für 18,90 Euro.

Wer Fisch bevorzugt, dem sei das Kabeljaufilet

mit Shrimps in einer scharfen Tomatensauce

nach niederländischer Art empfohlen

(14,90 Euro). Aber auch Steak- und

Pastafreunde kommen hier auf ihre Kosten,

und unter den exotischen Gerichten findet

sich mit »Fessenjan« ein typisches Essen

aus Persien. »Die Sauce besteht aus süßem

Granatapfelmark und gemahlenen, gebratenen

Walnüssen«, erklärt Bajami. Darin

serviert er eine geschnetzelte Hähnchenbrust

mit Basmati-Reis (12,50 Euro).

Tischbestellungen sind übrigens empfehlenswert,

besonders an den Wochenenden.

Dann gibt’s nämlich zu den feinen

Speisen bei angenehmem Kerzenschein

noch Live-Musik am Klavier.

Marion Schwarzmann

* * *

Weitere Restaurantempfehlungen der

Autorin sind in ihrem Buch »Genießen

unter freiem Himmel in Gießen und dem

Gießener Land« zu finden (B3 Verlag,

12 Euro, ISBN 978-3-938783-40-5).

Im Überblick

Sitzplätze: 45 im Restaurant

Küche: Französische Küche

umrahmt von Spezialitäten

aus aller Welt

Spezialitäten: Aiquillettes de

Canard, Selle de veau aux

Morilles

Öffnungszeiten: Di. bis Sa. von

11.30 Uhr bis 14.30 Uhr sowie von

17.30 Uhr bis 23 Uhr. Mo. von

17.30 Uhr bis 23 Uhr. So. Ruhetag

Küche ★★★★

Ambiente ★★★★

Service ★★★✩

Preise UUU


UNTERWEGS

…in der Stadt:

Neu in Gießen: Smooyo, der Frozen-Yogurt-Shop

Gießen wird immer urbaner.Endlich ist die Sky-Bar des Dach-Cafés eröffnet, ein neuer Nacht-Lieferdienst versorgt WG-

Partys und Nachtschwärmer, die auf dem Trockenen sitzen, mit frischen Getränken, die Partyszene wird abwechslungsreicher.

Und am 29. April eröffnet das Smooyo in Gießen, der erste reine Frozen-Yogurt-Shop Hessens. Damit

schwappt ein weiterer Trend aus den Metropolen an die Lahn. In New York, Los

Angeles, San Francisco, London und Berlin ist der gefrorene Joghurt seit Monaten

im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Der Hungener Waldemar Steinborn

hat den Trend während eines Auslandssemesters in Kalifornien aufgespürt und

mit nach Mittelhessen gebracht. In der Goethestraße 6 erfüllt sich der 27-Jährige nun seinen Traum vom eigenen

Shop. Die Wände sind pink, die Möbel weiß wie Joghurt, die Einrichtung stylish. Täglich von 11 bis 19

Uhr möchte Steinborn in diesem coolen Ambiente den Gießenern seinen Frozen Yogurt anbieten, der in

den USAnicht zuletzt wegen der reduzierten Kalorien und dem geringeren Fettgehalt dem Speiseeis den

Rang abgelaufen hat. Aber was ist das eigentlich, Frozen Yogurt? Naturjoghurt und fettarme Milch werden

miteinander verrührt und heruntergekühlt. Ähnlich wie beim Softeis wird die Masse gezapft. Der

Clou aber sind die verschiedenen Toppings, die den Frozen Yogurt zu einem Renner machen. Frische

Früchte und unterschiedliche Süßigkeiten – Kekse, Smarties oder Gummibärchen, asiatischer Reiskucken

(Mochi) und Popping Bobas – kommen hinzu und obendrauf gibt es verschiedene Saucen. Steinborn hält

drei Größen bereit: S, M und L. 2,20 Euro kostet die kleine Portion, pro Topping werden weitere 30 Cent fällig.

Zur Eröffnung gibt es alles zum halben Preis. »Wir verwenden nur natürliche Rohstoffe. Die Masse wird jeden

Tag neu angerührt. Hier ist alles frisch«, verspricht der Student, der diese coole Idee nach Gießen gebracht

hat. Zur Feier der Eröffnung verlosen wir zehn Frozen Yogurt (M) inkl. Toppings. Wer mitmachen möchte, sollte

eine E-Mail an streifzug@giessener-allgemeine.de senden. Kennwort: smooyo.

Öffnungszeiten

Di - Fr

Sa

11:00 - 18:00

10:00 - 17:00

Katharinengasse 14

City Center

35390 Gießen

5/2011 streifzug 23


AUSLESE

24 streifzug 5/2011

1. Mai: Eine(r) liest geht

in die vierte Runde

Mit dem Büchermarkt und einer Lesung

des Hamburger Jungautoren Hannes

Köhler geht die

Reihe Eine(r) liest

in die vierte Runde.

Von Mai bis

Oktober findet

diese Literaturpräsentation

im

öffentlichen Raum jeweils am ersten Sonntag

des Monats in den Gießener Marktlauben

statt. Der Eintritt ist frei. Köhler stellt

am 1. Mai ab 11.30 Uhr seinen sehr beeindruckenden

Debütroman »In Spuren« vor.

1. Mai: »Hauptsache Arbeit«

im Stadttheater Gießen

Das Schauspiel von Sibylle Berg wird nach

der Premiere am 16. April im Mai gleich

viermal im »Großen Haus« aufgeführt: Eine

Seefahrt kann ziemlich ungemütlich sein.

Vor allem dann, wenn Chef und Belegschaft

gemeinsam an Bord gehen. Was in

diesem Schauspiel als

heiterer Betriebsausflug

beginnt, entwickelt

sich nach wenigen

Meilen zu einem

Mordsspektakel. Auch

am 7., 20. und 28. Mai;

jeweils um 19.30 Uhr.

13. Mai: Eure Mütter gastieren

in der Kongresshalle

Eure Mütter, das sind drei witzige und

musikalische Stuttgarter. Sie machen

Musik, singen und tanzen, spielen Sketche,

machen Stand-Up-Comedy und sind dabei

unfassbar komisch, wortwitzig und sehr

böse. Sie lassen politisches Kabarett außen

vor und verfremden stattdessen Alltagsthemen.

Ihr Programm

»Ohne

Scheiß: Schoko-

Eis« ist schon

lange kein Geheimtipp

mehr.

Beginn 20 Uhr.

19. Mai: »Blumio« präsentiert

zweites Soloalbum im MuK

Noch vor einigen Jahren war »Blumio« ein

laues Lüftchen in der Gangster-Rap geprägten

deutschen HipHop-Szene, nach seinem

ersten Album und über 14 Millionen Klicks

auf Youtube ist der talentierte Rapper japanischer

Herkunft in aller Munde. Am 19.

Mai ab 20.30 Uhr (Eintritt 10 Euro) stellt er

im MuK sein

zweites Album

»Tokio Bordell«

vor. Er polarisiert

mit Texten von

komisch bis

sozialkritisch.


»Dieser Text hat

eigenlich gar

keinen Inhalt«

»Dieser Text hat keinen

wirklichen Inhalt«

29. Mai: Philipp Kohlhöfer

liest aus »Grillsaison«

Im Rahmen der »9. Licher Kulturtage«

haben die Verantwortlichen zum Tag der

Literatur einen jungen Autoren eingeladen.

Philipp Kohlhöfer wird um 19 Uhr in der

Stadtbibliothek in Lich sein erstes Buch

»Grillsaison« vorstellen, in dem er subjektiv

und ironisch deutsche Befindlichkeiten und

Klischees beschreibt.

Der

Autor lebt in

Hamburg und arbeitet

für Spiegel

Online, Geo und

Neon.

27. Mai: Red Hot Chilli

Pipers in der Kongresshalle

Heißer Rock im Schottenrock bieten die

Red Hot Chilli Pipers am Freitag ab 20 Uhr

in der Gießener Kongresshalle. Diese Kombo

ist extrem, ausgefallen und originell,

massentauglich und zugleich kulturell wertvoll.

Die RHCP kamen

als erste Band auf die

Idee, Rock’n’Roll mit

den schottischen Pipes

& Drums zu verbinden.

Das Ergebnis

ist originell. Diese

Coverband ist in der

Tat sehr revolutionär.

31. Mai: Ein fotografischer

Spiegel der Tanzcompagnie

REPORTAGE AUSLESE

Die Ausstellung »TanzArtik« zeigt im Mathematikum

Farb- und Schwarzweißfotos, die

in den letzten Jahren am Stadttheater entstanden

sind. Offizielle Fotos der künstlerischen

Arbeiten stehen neben Bildern im

Stile einer Reportage, die das tägliche Leben

und Arbeiten der Tanzcompagnie Gießen

dokumentieren.

Die Eröffnung der

Ausstellung von

Rolf K. Wegst beginnt

um 19 Uhr.

Die Bilder sind bis

19. Juni zu sehen.

28. Mai: Straßenfest in

Gießens schönster Straße

Altbekannt und immer liebenswert. Das

traditionelle Straßenfest in der Gießener

Bruchstraße mit dem besonderen Flair geht

bereits in die 27. Runde. Für die musikalische

Begleitung

sorgen diesmal

Samba-Trommler,

Connemare Blue,

Linger und Popsucht.

Der Erlös

kommt Kindern

mit sonderpädagogischem Förderbedarf

zugute. Beginn des tollen Straßenfests ist

um 14 Uhr.

Bildunterschrift Bildunterschrift Bildunterschrift Bildunter-

5/2011 streifzug 25


Stadtführungen im Mai

Entdeckedie vielen Gesichter der Stadt!

SO 1.5.2011, 11 Uhr |Das Kloster Schiffenberg

FR 6.5.2011, 16 Uhr |Das Holz +Technik Museum

SA 7.5.2011, 11 Uhr |„Chronique scandaleuse“ der Uni Gießen

SA 7.5.2011, 13 Uhr |Erlebnis Wochenmarkt

Straße der

Experimente

Sonntag,22.5.2011

10.00 –18.00 Uhr

Ludwigstraße –

Universitätsplatz

Ein Straßenfest, das Wissen schafft!

Profi- und Hobbyforscher präsentieren

Experimente zum Staunen und

Mitmachen. Eine unterhaltsame und

lehrreiche Open-Air-Uni.

Sei dabei! Eintritt frei!

SA 7.5.2011, 16 Uhr |Experimentalvorlesung im Liebig-Museum

SO 8.5.2011, 15 Uhr |Frauengeschichte: Adlige, Lehrerinnen, ...

MI 11.5.2011, 17 Uhr |Das „Alt-Gießener“ Bierseminar

SA 14.5.2011, 10 Uhr |Baumartenvielfalt am Schiffenberg

SA 14.5.2011, 19 Uhr |(Un)heimliches Gießen

SO 15.5.2011, 13 –18Uhr |Interreligiöser Stadtrundgang

SO 15.5.2011, 15 Uhr |Der Gießener Kunstweg

DI 17.5.2011, 15 Uhr |Das Gießener Rathaus

SA 21.5.2011, 09 Uhr |Naturschutzwanderung

SA 21.5.2011, 11 Uhr |Gießen unterm Hakenkreuz

SA 28.5.2011, 10 Uhr |Erlebnis Wochenmarkt

SO 29.5.2011, 11 Uhr |Wissenschaftlicher Sonntagsausflug (Wieseck)

SO 29.5.2011, 14 Uhr |Akademischer Forstgarten: Spinnenexkursion

SO 29.5.2011, 15 Uhr |Mathematische Stadtführung

SO 29.5.2011, 16 Uhr |Tagder Literatur –InGießen ist der Teufel los!

Ausführliche Infos

und Jahresprogramm unter:

www.giessen-tourismus.de

Tourist-Information Gießen

Berliner Platz 2(Kongresshalle)

35390 Gießen |Tel.: 06 41/3 06-1890

E-Mail: tourist@giessen.de

Montag –Freitag: 9–18Uhr

Samstag: 10 –14Uhr

Gießkannenmuseum

in Gießen gegründet

Mit Blick auf die Landesgartenschau 2014 in Gießen

entstehtein Museum der besonderen Art.Das Gießener

Gießkannenmuseum sammelt Gießkannen jedweder

Herkunftund Art. Bisher bestehtdie Sammlung aus

60 Gießkannen und jeder kann die Sammlung durch

Schenkung einer Gießkanne bereichern. Bis zur Landesgartenschau

soll die Sammlung stetig wachsen

und dann auch einen festen Ort haben. Bis dahin

wirddie Sammlung zu verschiedenen Anlässen temporär

ausgestellt werden. Ausführliche Infos unter:

www.giesskannenmuseum.de

www.facebook.com/giesskannenmuseum

Gießen Marketing GmbH |www.giessen-marketing.de


Veranstaltungen

Ihre

der Region

1 SONNTAG

AUSSTELLUNG

Mücke

Ereignisse im Schatten/Rattenvolk

Vernissage

➛ 14.00 Kunstturm

BÜHNE

Gießen

Opera Ultimativa

➛ 11.00 Stadttheater

Clowns Rata & Tui

Mit dem TINKO-Theater

➛ 16.00 Kleine Bühne

Hauptsache Arbeit!

➛ 19.30 Stadttheater

Wenn Ihr Euch totschlagt, ist es ein Versehen

➛ 20.00 TiL

DISKO/PARTY

Wetzlar

Bora Bora Ibiza Beach Party

➛ 12.00 Wellergasse 10, Dutenhofen

FESTE

Gießen

Brückenfest

Traditionelles Mai-Fest an der Lahn

➛ 10.00 Lahnufer

Hoherodskopf

Vulkanfest

Buntes Festprogramm. Saisonstart des Vogelsberger

Vulkan-Express

➛ 10.00 Hoherodskopf

FLOHMÄRKTE

Gießen

Antik & Trödelmarkt

➛ 8.00 Hessenhallen

FÜHRUNGEN

Gießen

Das Kloster Schiffenberg

Gießens Hausberg und seine Geschichte. Mit

Dagmar Klein und Manfred Blechschmidt

➛ 11.00 Kloster Schiffenberg

KONZERTE

Gießen

Jam-Session

➛ 21.00 Irish Pub

Rodheim-Bieber

Benefizkonzert

Open-Air-Konzert mit dem ungarischen Vokalensemble

»Banchieri Singer«

➛ 15.00 Gail´scher Park

Watzenborn-Steinberg

Classic Petra – Back to the Rock

Eine Legende der christlichen Rockmusik geht in

der Besetzung von 1986 auf Welttournee

➛ 20.00 Volkshalle

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Eine(r) liest – In Spuren

Lesung mit Autor Hannes Köhler

➛ 11.30 Marktlauben

SONSTIGES

Gießen

Tag der Arbeit

Kundgebungen zum 1. Mai

➛ 13.00 Kirchenplatz

2 MONTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Pub Quiz

➛ 21.00 Irish Pub

Bio(Logisch) Trinkbar

Die Bio-Med-Party

➛ 21.00 Monkeys

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Die Nacht des römischen Adlers

Uschi Flacke liest aus dem histor. Jugendroman

➛ 18.15 Stadtbibliothek

3 DIENSTAG

FÜHRUNGEN

Gießen

»ein sehr lebhaftes Vielerlei«

Erinnerungen an Rudolf Frank. Führung mit Austellungskurator

Wilfried Weinke (bis 17.6.)

➛ 16.30 Uni-Hauptgebäude (auch um 18.15)

SONSTIGES

Gießen

Speed Dating

➛ 19.00 Irish Pub

4 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

Students Turkish Flavor

➛ 21.00 Havana Club

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

Der Untergrund lebt mit DJ Lecur

➛ 22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Mac Frayman – Amerikanisch, Folk, Grunge

➛ 21.00 Irish Pub

Two Du(os)

➛ 20.00 Ulenspiegel

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Kritikphobie – Eine Debatte auf Holzwegen

Lesung mit Lothar Galow-Bergemann

➛ 18.00 Alte UB, Raum 2

VERANSTALTUNGEN IM MAI

Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

06.05. | Freitag

30 Jahre UGB

Tagung »Ernährung aktuell«

www.ugb.de/tagung

(Anmeldung erforderlich)

07.05. | Samstag

30 Jahre UGB

Tagung »Ernährung aktuell«

www.ugb.de/tagung

(Anmeldung erforderlich)

12.05. | Donnerstag | 13–19 Uhr

»Klinikkontakt«

Die Messe für Medizinstudierende

und junge Ärzte

www.klinik-kontakt.de

13.05. | Freitag | 20 Uhr

EURE MÜTTER

»Ohne Scheiß: Schoko-Eis«

www.konzertbuero-emmert.com

19.05. | Donnerstag | 17 Uhr

PSD-Bank Hessen-Thüringen eG

Infoveranstaltung für Kunden

(geschlossene Veranstaltung)

www.psdbank-ht.de

21.05. | Samstag | 10–19 Uhr

Lost- & Found-Auktion

im Auftrag der Lufthansa

www.wendt-auktion.de

27.05. | Freitag | 20 Uhr

RED HOT CHILI PIPERS

»High voltage tradition«

www.konzertbuero-emmert.com

28.11. | Sonntag | 10–16 Uhr

27.11. | Samstag | 10 Uhr

Modellbahn-Auto-Tauschbörse

Landesparteitag SPD Hessen

5/2011 streifzug 27


VERANSTALTUNGEN IM MAI

Juden in Krakau unter deutscher Besatzung

Mit Autor Markus Roth

➛ 19.00 Kultur im Zentrum

Das deutsche Heer im 21. Jahrhundert

Vortrag von Oberstleutnant d. R. Ralf Schomber

➛ 19.30 Hotel Köhler

5 DONNERSTAG

BÜHNE

Gießen

Inside Magic – Mit Magier Farid

➛ 20.00 Admiral Music Lounge

Die 39 Stufen

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

DISKO/PARTY

Gießen

BWLer Frühlings Uniparty

➛ 21.00 Audimax

Land unter macht’s elektronisch mit DJ Jimmy

➛ 22.00 Scarabée

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Marianne von Willemer und Goethe

Vortrag von Dr. Ursula Matthias

➛ 15.30 Netanya-Saal

KONZERTE

Gießen

Mac Frayman – Amerikanisch, Folk, Grunge

➛ 21.00 Irish Pub

6 FREITAG

BÜHNE

Gießen

Dial M for Murder

Englischsprachiges Kriminalstück

➛ 19.30 Kultur im Zentrum

Mann-o-Money

Musikalischer Krimi mit den Schmachtigallen

➛ 19.30 Stadttheater

Ohne Netz

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

DISKO/PARTY

Gießen

FCKN Roll mit DJ Fantomas

➛ 22.00 Scarabée

House mit A.N.A.L, Cinch & Klinke

➛ 23.00 Kunstkeller

FÜHRUNGEN

Wettenberg

Rund um das Thema Holz

Mit Wiltrud Will.

➛ 16.00 Holz- und Technik-Museum Wißmar

KONZERTE

Gießen

Double Stroke – Acoustic Rock

➛ 21.00 Irish Pub

Grünberg

High Five

Die A-Cappella-Boygroup singt von Freundschaft,

der großen Liebe und dem Leben

➛ 20.00 Barfüßerkloster

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Freitag.Vier

Bilderbuchkino »In der Musikschule« von Andrea

Hoyer. Gelesen von Stephanie Heinrich. Für Kinder

von vier bis acht Jahren

➛ 16.00 Stadtbibliothek

28 streifzug 5/2011

Fritz Rau – 50 Jahre Backstage

Deutschlands bekanntester Konzertveranstalter

lässt sein Leben Revue passieren. Siehe S. 40

➛ 20.30 MuK

7 SAMSTAG

BÜHNE

Gießen

Dial M for Murder

Englischsprachiges Kriminalstück

➛ 19.30 Kultur im Zentrum

Hauptsache Arbeit!

➛ 19.30 Stadttheater

Filmriss

➛ 20.00 TiL

DISKO/PARTY

Gießen

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Kroko-Party

➛ 21.00 Hessenhallen

Straight to your ears mit DJ Loki

➛ 22.00 Scarabée

Alternative Dance Party – Live: Shadowpainter

➛ 22.00 MuK

House mit Plattenpeter und Nils Weimann

➛ 23.00 Kunstkeller

FESTE

Pohlheim

Wiesnfest – »FFH Wiesnhitnacht«

Siehe Seite 20

➛ 19.00 Mockswiese

FLOHMÄRKTE

Gießen

Flohmarkt

➛ 7.00 Rodheimer Straße

FÜHRUNGEN

Gießen

Chronique scandaleuse der Uni Gießen

Stadtgang zur Universitätsgeschichte mit Peter

Schlagetter-Bayertz

➛ 11.00 Liebig-Museum

Führung durch das Mathematikum

➛ 11.00 Mathematikum

Erlebnis Wochenmarkt

Mit Brigitte Tripp

➛ 13.00 Stadtkirchenturm

Das Liebig-Museum

Experimentalvorlesung im Liebig-Labor. Referent:

Prof. Dr. Laqua

➛ 16.00 Liebig-Museum

KONZERTE

Gießen

Bassetthorn-Trio Lusingando

➛ 19.30 Rathaus

J. Haydn – Die Schöpfung

➛ 19.30 Petruskirche

As De Trefle

➛ 20.00 Ulenspiegel

Nathalie Stern

Singer/Songwriterin für Fans von Cat Power, UK,

Spectres. Düsterer Post Punk

➛ 22.00 AK 44

MÄRKTE

Hüttenberg

Maimarkt (auch am Sonntag)

➛ 14.00 Hauptstraße

SONSTIGES

Gießen

Geocaching – Der Weg ist das Ziel

➛ 10.00 Jokus

Malen ohne Pinsel?

Für Kinder von sechs bis neun Jahren

➛ 11.00 Altes Schloss

8 SONNTAG

BÜHNE

Gießen

Der Besuch der alten Dame

Vorgestellt. Oper von Gottfried von Einem

➛ 11.00 Stadttheater

Der zerbrochene Schlüssel

Für alle ab sechs Jahre

➛ 11.00 TiL

Das tapfere Schneiderlein

Mit dem TINKO-Theater

➛ 16.00 Kleine Bühne

Die Hochzeit des Figaro

➛ 19.30 Stadttheater

Die Durstigen

➛ 20.00 TiL

DISKO/PARTY

Gießen

Discofoxparty

➛ 20.30 Astaire’s

FESTE

Heuchelheim

Dreimärkerfest

➛ 11.00 Industriegebiet Nord

Pohlheim

Wiesnfest

➛ 11.00 Mockswiese

FLOHMÄRKTE

Buseck

Antik- und Sammlermarkt

➛ 9.00 Sammler- und Hobbywelt

FÜHRUNGEN

Gießen

Die Vogelwelt der Stadtteile in Gießen

Exkursion mit Dietmar Jürgens

➛ 7.30 Ringallee, Parkplatz Schwimmbad

Leben in großer Höhe – Gebirgspflanzen

Sonntagsführung im Botanischen Garten

➛ 11.15 Botanischer Garten

1933–1945 – Zwölf Jahre Gießen

Antifaschistische Führung

➛ 14.00 Gewerkschaftshaus

Adlige, Lehrerinnen, Marktfrauen, Hebammen

Einblick ins Gießener Frauenleben. Dagmar Klein

➛ 15.00 Kirchenplatz

KONZERTE

Gießen

Ensemble-Konzert der Musikschule

➛ 17.00 Rathaus

Wettenberg

Sonaten von Mozart

Mit Monika Grabowska (Violine), Heidi Kommerell

(Hammerflügel)

➛ 19.30 ev. Kirche Wißmar

Gießen

SONSTIGES

Geocaching – Der Weg ist das Ziel

➛ 10.00 Jokus


Lahn-Fenster

Das Lahn-Fenster ist eine begehbare Aufstiegsanlage

für Fische, die Wanderfischarten die Möglichkeit

bietet, lahnaufwärts zu schwimmen.

Durch zwei Fenster können Besucher unter die

Wasseroberfläche blicken. Das Lahn-Fenster ist

jeweils am 2. und 4. Sonntag des Monats von

16 bis 19 Uhr geöffnet

➛ 16.00 Lahn-Fenster, Uferweg

Grünberg

Grünberg auf der Rolle

➛ 10.00 Rund um Grünberg

9 MONTAG

AUSSTELLUNGEN

Mücke

Jardins des délices von Michael Eul

➛ 14.00 Kunstturm

DISKO/PARTY

Gießen

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Haus der kleinen Forscher

Aufbau-Workshop

➛ 9.00 Mathematikum

10 DIENSTAG

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Welche Bedeutung haben Bienen für Menschen

Kindervorlesung mit Prof. Dr. Karsten Münstedt

(Gynäkologie der JLU)

➛ 16.15 Uni-Hauptgebäude

11 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

La Danse Macabre mit DJ Domino

➛ 22.00 Scarabée

FÜHRUNGEN

Gießen

Das »Alt-Gießener« Bierseminar

Referent: Florian Bischof

➛ 17.00 Alt Gießen

KONZERTE

Gießen

Chicago Five & One

19.00 Lahnterrasse

WirfürWen & The Morning After

➛ 21.00 Ulenspiegel

12 DONNERSTAG

BÜHNE

Gießen

Inside Magic mit Magier Farid

➛ 20.00 Admiral Music Lounge

DISKO/PARTY

Gießen

Land unter machts elektronisch mit DJ Jimmy

➛ 22.00 Scarabée

Gießen-kocht-Party

➛ 22.00 Ulenspiegel

KONZERTE

Gießen

Mittagskonzert

➛ 13.00 Rathaus

The Baron and the Tank

➛ 21.00 Irish Pub

Jetzt für Drachenboot-Rennen anmelden

Gießener RC Hassia 1906 e.V.

AUSSCHREIBUNG für den

8. Gießener Drachenboot-Cup.

Gefördert

von der

s Sparkasse

Gießen

Samstag, 20. August 2011

ab 9.00 Uhr am Bootshaus des

Gießener RC Hassia1906 e.V.

Zu finden imInternet: www.rc-hassia.de

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Hein Heckroth – Oscar-Preisträger aus Gießen

Vortrag mit Lichtbildern von Dietgard Wosimsky

➛ 15.30 Netanya-Saal

Mücke

Ein kleiner Kater entdeckt die Liebe

Lesung mit Anne Chaplet

➛ 19.30 Gesamtschule, Mediathek

13 FREITAG

BÜHNE

Gießen

Dial M for Murder

Englischsprachiges Kriminalstück

➛ 19.30 Kultur im Zentrum

Amadeus

➛ 19.30 Stadttheater

The two Fiddlers

Kinderoper mit dem Kinder- und Jugendchor.

Für alle ab acht Jahre

➛ 20.00 TiL

Training

für Drachenboot

Alle Mannschaften, die beim

Gießener Drachenboot-Cup

starten, haben die Möglichkeit

zu trainieren.

Um abzusprechen, wann eine

Trainingsstunde möglich ist,

bitte Kontakt aufnehmen.

Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer

schwimmen können

und mindestens 16 Leute an

dem Training teilnehmen.

Natürlich können auch Mannschaften

trainieren, die nur mal

so fahren wollen.

bitte ausschneiden

VERANSTALTUNGEN IM MAI

61231 Bad Nauheim, Ludwigstraße 21

Telefon 06032-925 25 30

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zum 8. Gießener Drachenboot-Cup

Wir möchten als Team/Firma teilnehmen:

Name des Teams

Name des Ansprechpartners

Straße/PLZ/Ort

Telefon/E-Mail

Wünschen Sie Ihre Veranstaltung

in der Juni-Ausgabe des

streifzug

Schreiben Sie bis zum 13. Mai per E-Mail an:

streifzug@giessener-allgemeine.de

Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die

Richtigkeit der Angaben übernehmen wir

keine Gewähr.

Bitte senden Sie den ausgefüllten Coupon an:

Gießener Ruderclub Hassia 1906 e. V. ·Uferweg 14 ·35396 Gießen

E-Mail: drachenboot@rc-hassia.de ·Internet: www.rc-hassia.de

Trainingstermine auf Anfrage!

5/2011 streifzug 29


VERANSTALTUNGEN IM MAI

Eure Mütter – »Ohne Scheiß: Schoko-Eis!«

Comedyshow. Eingängige Songs, ungewöhnliche

Sketche und halsbrecherische Tanzeinlagen

➛ 20.00 Kongresshalle

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.30 Astaire’s

Seek & Destroy mit DJ Cel’ardor

➛ 22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

The Dallas Hangover – Record Release Party

Post-Hardcore-Konzert

➛ 20.00 MuK

Ronny Taheny

➛ 21.00 Irish Pub

Pohlheim

Frühjahrskonzert

Mit der Trachtenmusikkapelle Admont/Hall

➛ 19.30 Sport- und Kulturhalle Garbenteich

Wiesnfest – »FFH Wiesnhitnacht«

Siehe Seite 20

➛ 20.00 Mockswiese

14 SAMSTAG

BÜHNE

Gießen

Dial M for Murder

Englischsprachiges Kriminalstück

➛ 19.30 Kultur im Zentrum

Der Besuch der alten Dame

Premiere

➛ 19.30 Stadttheater

Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen

➛ 20.00 TiL

Lich

500 Jahre Kirchenbau

Krimical: Geheimnis im Marienstift

➛ 17.00 Marienstiftskirche

DISKO/PARTYS

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

College Party

➛ 21.00 Ulenspiegel

Alter Schwede – Die Schweden-Party

➛ 21.00 Monkeys

College-Party feat DJ Andy

➛ 21.00 Ulenspiegel

Straight to your ears mit DJ Loki

➛ 22.00 Scarabée

House mit Ana und Wir beide

➛ 23.00 Kunstkeller

FÜHRUNGEN

Gießen

Baumartenvielfalt am Schiffenberg

Vortragsführung mit Thomas Jenneman

➛ 10.00 Parkplatz Kloster Schiffenberg

Vom Wert des Menschen

Führung durch Park u. Ausstellung mit Dr. H. Gross

➛ 14.00 Vitos-Klinik

Von Kröten, Kerkern u. Kuppelei im alten Gießen

Unheimliche Führung mit Dr. Jutta Failing

➛ 19.00 Stadtkirchenturm

KONZERTE

Gießen

bigROXX

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

30 streifzug 5/2011

Fire – A tribute of Jimi Hendrix

➛ 21.00 Irish Pub

Pohlheim

Wiesnfest

Siehe Seite 20

➛ 20.00 Mockswiese

SONSTIGES

Gießen

Maltag mit Rosa Loy

➛ 10.30 Kunsthalle

Master & Career

Informationstag für das karriereorientierte

Studieren

➛ 11.00 Uni-Hauptgebäude

15 SONNTAG

AUSSTELLUNGEN

Grünberg

Die verschollene Bibliothek

des Barfüßer-Klosters

Eröffnung der Ausstellung im Treppenhaus

➛ 14.00 Museum im Spital

BÜHNE

Gießen

Ein Platz für den König

Kinderstück

➛ 11.00 TiL

Endstation Sehnsucht

➛ 15.00 Stadttheater

Rumpelstilzchen

Mit dem TINKO-Theater

➛ 16.00 Kleine Bühne

The two Fiddlers

➛ 18.00 TiL

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzcafe

➛ 15.00 Astaires (auch um 20.30)

FÜHRUNGEN

Gießen

Interreligiöser Stadtrundgang

➛ 13.00 Islamische Gemeinde Gießen

Der Gießener Kunstweg

➛ 15.00 Mensa, Otto-Behaghel-Straße

Grünberg

GeSchichten in Bildern

➛ 14.00 Museum im Spital

Staufenberg

Steinkäuze und Co.

Exkursion mit Martin Horman

➛ 8.30 Parkplatz unterhalb der Burg

KONZERTE

Pohlheim

Wiesnfest

Siehe Seite 20

➛ 11.00 Uhr Mockswiese

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Internationales Erzählcafé

Mit Georgi Kalaidjiev

➛ 11.00 ZiBB

SONSTIGES

Ebsdorfergrund

Rad-Tour nach Rauischholzhausen

Mit Guido Tamme und Führung durch das

Schloss mit Elisabeth Faber

➛ 10.00 Schloss

16 MONTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Pub Quiz

➛ 21.00 Irish Pub

FÜHRUNGEN

Gießen

»… ein sehr lebhaftes Vielerlei«

Erinnerungen an Rudolf Frank

➛ 16.30 Uni-Hauptgebäude

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Der Junge, der seinen Geburtstag vergaß

Dominik Breuer (Stadttheater Gießen) und Studierende

der JLU lesen aus Rudolf Franks Buch

➛ 18.15 Uni-Hauptgebäude

SONSTIGES

Gießen

Fasten

Experiment zur Selbst- und Fremdwahrnehmung

für junge Leute (ab 16 J.)

➛ 18.00 Jokus

17 DIENSTAG

Gießen

Filmriss

➛ 20.00 TiL

BÜHNE

FÜHRUNGEN

Gießen

Das Gießener Rathaus

15.00 Haupteingang des Rathauses

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Beutelspachers Sofa

Mit Dr. Ralf Laue. Was ihn an kuriosen Weltrekorden

begeistert, und was die Herausforderungen

einer Kopfrechen-WM sind, wird verraten

➛ 19.30 Mathematikum

Generation Porno: Jugend, Sex, Internet

Vortrag und Diskussion von Johannes Gernert

➛ 20.00 Altes Schloss, Netanya-Saal

SONSTIGES

Gießen

Gießen 46ers Bingo-Night

➛ 21.00 Irish Pub

18 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

Der Untergrund lebt mit DJ Lecur

➛ 22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Keith Coles

➛ 21.00 Irish Pub

Benefizkonzert mit Esther Ofarim

Israelische Lieder

➛ 19.30 Stadttheater

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

»Und der Wille ist doch frei«

Von Prof. Franz Reimer

➛ 19.00 Antiquariat Dichtung und Kunst

Miriam Magall: Das Brot der Armut

Geschichte eines jüdischen versteckten Kindes

➛ 19.00 KiZ


19 DONNERSTAG

BÜHNE

Gießen

Die Hochzeit des Figaro

➛ 19.30 Stadttheater

Inside Magic mit Magier Farid

➛ 20.00 Admiral Music Lounge

Lich

Alles oder nichts

Oliver Steller singt und spricht Gotthold Lessing

➛ 20.00 Kulturzentrum Bezalel-Synagoge

DISKO/PARTY

Gießen

Erasmus

International Students Party

➛ 21.00 Monkeys

Land unter mit DJ Jimmy

➛ 22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

A-Capella-Chor Takt

➛ 19.00 Vitos-Klinik

Uriah Heep & Nazareth

Zwei Rock-Giganten mit neuem Album

➛ 20.00 Hessenhalle

Blumio – Tokio Bordell

Hip-Hop-Konzert

➛ 20.30 MuK

Dave De Bourg

➛ 21.00 Ulenspiegel

Miller & Heath

➛ 21.00 Irish Pub

20 FREITAG

AUSSTELLUNGEN

Gießen

200 Jahre Turnen in Deutschland

Eröffnung mit Künstler Rolf K. Wegst, der sich in

den letzten Jahren der Turner »angenommen« hat.

➛ 17.00 Rathaus

Symbolical Food Meets Contemporary Female

Painters

Ausstellung und Fünf-Gänge-Dinner

➛ 19.00 Kunsthalle

BÜHNE

Gießen

Hauptsache Arbeit!

➛ 19.30 Stadttheater

DISKO/PARTY

Gießen

FCKN HOP mit DJ Fantomas

➛ 22.00 Scarabée

Sweet Beats Music Party

➛ 22.00 MuK

House mit Einzelkind, Tobi Bolesta und Steph

➛ 23.00 Kunstkeller

FÜHRUNGEN

Gießen

Ausstellung Rosa Loy – Seniorenführungen

➛ 15.00 Kunsthalle

Führung durch das Mathematikum

➛ 16.00 Mathematikum

KONZERTE

Gießen

Kay Ray

➛ 20.00 Jokus

Lucy in the Sky – Help!

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Liedermacherabend

➛ 20.00 Café Amelie

Moonages – Powerpop und Rock

➛ 21.00 Irish Pub

Gießen

LESUNGEN/VORTRÄGE

Internationales Frauencafé

12 Jahre Internationales Frauencafé im ZiBB

➛ 14.30 ZiBB

Wettenberg

SONSTIGES

Triumph Motorrad Treffen (bis 22.)

➛ 16.00 Burg Gleiberg

21 SAMSTAG

Grünberg

AUSSTELLUNGEN

Aquarelle und Albin Waha Skulpturen

Ausstellung mit Armin Enders

➛ 19.00 Barfüßerkloster

Gießen

Lo Schiavo (Der Sklave)

➛ 19.30 Stadttheater

Der Gott des Gemetzels

➛ 20.00 TiL

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Die große 90er-Party

➛ 21.00 Monkeys

BÜHNE

DISKO/PARTY

Rock of Ages mit DJ Cel’ardor

➛ 22.00 Scarabée

House mit Tom Wax und Jeff O.

➛ 23.00 Kunstkeller

Gießen

FÜHRUNGEN

Naturschutzwanderung auf der Hohen Warte

➛ 8.00 Hochwarte, Waldgasthaus Hochwart

Gießen unterm Hakenkreuz

Thematischer Gang mit P. Schlagetter-Bayertz

➛ 11.00 Licher Straße, Ecke Lärchenwäldchen

Gießen

KONZERTE

66 Roadhouse-Band

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Blue Tales

➛ 21.00 Irish Pub

Lich

»Ein Herz für Kinder«

Mit Schlagersänger Michelle NR 1

➛ 19.00 Bürgerhaus

Rödgen

7amp

➛ 21.00 Festplatz

Staufenberg

Rock ‘n’ Rondiel

N.T.O.T.B. (Punk), The 2nd Generation (Beat-Revival-Band

Gießen), Limo (Coverband Langgöns)

18.00 Oberburg

Trais-Horloff

Just Music – Brass meets Rock

Blasmusik mit Rock & Pop und Klassik.

➛ 20.00 Bürgerhaus

VERANSTALTUNGEN IM MAI

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VERANSTALTUNGEN IM MAI

Gießen

LESUNGEN/VORTRÄGE

Wie haben die Römer gerechnet?

Kindervorlesung

➛ 11.00 Mathematikum

Wetzlar

SPORT

HSG Wetzlar – DHC Rheinland

Handball-Bundesliga

➛ 19.00 Rittal-Arena

Gießen

SONSTIGES

Lost-&-Found-Auktion

Im Auftrag der Deutschen Lufthansa

➛ 10.00 Kongresshalle

Diese Kunst ist ja zum Schießen – Die frühen

Werke der Niki de Saint Phalle

Kinderatelier. Für Kinder von 6 bis 9 Jahren

➛ 11.00 Oberhessisches Museum

Die Weltbevölkerung – Wie viele Menschen

leben auf der Erde?

Exponatpremiere

➛ 15.00 Mathematikum

Hungen

Rustikales Culinarium in Hoingen

Essen wie im Mittelalter

➛ 11.00 Festplatz Bürgerpark

Lich

Maskenbau

Wochenendworkshop für Kinder von 8 bis 14 J.

➛ 10.15 Werkstatt Theater Traumstern, Bahnhofstr.

22 SONNTAG

Lich

AUSSTELLUNGEN

500 Jahre Kirchenbau

Vernissage der Ausstellung Historische Bauhütte

➛ 10.30 Marienstiftskirche

Gießen

The two Fiddlers

Kinderoper

➛ 11.00 TiL

BÜHNE

Solistenporträt – Markus Becker (Klavier)

➛ 11.00 Stadttheater

Der Besuch der alten Dame

➛ 19.30 Stadttheater

Dickhäuter – Ein Elefantentreffen

➛ 20.00 TiL

Lich

Clownshow-Theater

➛ 15.00 Kino Traumstern

Gießen

KONZERTE

Blasorchester Eberstadt

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Meisterkonzerte

Duo Posaune-Harfe (O. Siefert & M. Stange)

➛ 19.30 Rathaus

The Beat!radicals

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Lich

Irina Kornilenko – Klavierkonzert

➛ 17.00 Kloster Arnsburg

Camerata vocale Hessen

➛ 19.00 Marienstiftskirche

32 streifzug 5/2011

Münster

Leipniz-Trio für Violine, Violoncello und Klavier

Werken von Haydn, Martin, Finlay und Ravel

➛ 18.00 Hessenbrückenmühle

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Internationales Erzählcafe mit Willy Jost

➛ 11.00 ZiBB

SPORT

Laubach

Sommerbiathlon-Hessencup

➛ 8.30 Schlosspark

SONSTIGES

Gießen

Straße der Experimente

Wissenschaftsvolksfest. Siehe Seite 38

➛ 10.00 Uni-Hauptgebäude

Lahn-Fenster

➛ 16.00 Lahn-Fenster, Uferweg

Lich

Maskenbau

Wochenendworkshop für Kinder

➛ 15.00 Werkstatt Theater Traumstern, Bahnhofstr.

24 DIENSTAG

KONZERTE

Gießen

9. Sinfoniekonzert

Werke von Sibelius, Berwald und Brahms

➛ 20.00 Stadttheater

Lich

Balkan Stories mit Radio Rumeli

➛ 20.30 Statt Gießen/Restaurant Savanne

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Justus Kinderuni

Reptilien, Amphibien, Vögel & Co. Kindervorlesung

mit Prof. Michael Walter Lierz

➛ 16.15 Uni-Hauptgebäude

25 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

La Danse Macabre mit DJ Domino

➛ 22.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Konzert der mittelhessischen Popakademie

➛ 20.00 Ulenspiegel

Tideland (USA) –Ambient, Noise, Grunge

➛ 21.00 AK 44

Reiskirchen

Marinemusikcorps Nordsee

➛ 19.30 Bürgerhaus

26 DONNERSTAG

BÜHNE

Gießen

Inside Magic mit Magier Farid

➛ 20.00 Admiral Music Lounge

Trouble in Tahiti

➛ 20.00 TiL

DISKO/PARTY

Gießen

Land unter mit DJ Jimmy

➛ 22.00 Scarabée

FESTE

Gießen

Weinfest (bis 28.)

➛ 11.00 Katharinenviertel

KONZERTE

Gießen

Tobi Wessel

➛ 21.00 Irish Pub

Hotel Bossa Nova

Lateinamerikanisches und Jazz mit Liza da Costa

➛ 20.15 Karstadt Kultur-Café

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Im Spinnennetz

Klaus Kordon liest aus seinem Jugendroman

➛ 18.15 KiZ

27 FREITAG

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Kunstobjekte von Matthias Biedenkopf Riedel

➛ 11.00 ZiBB

BÜHNE

Gießen

Die Lustige Witwe

➛ 19.30 Stadttheater

Die Wanze

➛ 20.00 TiL-Studiobühne

DISKO/PARTY

Gießen

A Mind Expanding Phenomena mit DJ Jimmy

➛ 22.00 Scarabée

Electronic Porn Party No. 54 – Live-Act: X-Divide

➛ 22.00 MuK

House mit Boris Ochs, Marco Gorek und Co.

➛ 23.00 Kunstkeller

FÜHRUNGEN

Grünberg

GeSchichten in Bildern

➛ 15.00 Museum im Spital

KONZERTE

Gießen

Sinfoniekonzert

➛ 18.00 Bonifatiuskirche

Red Hot Chilli Pipers

Siehe Seite 24

➛ 20.00 Kongresshalle

The Elvis Experience

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Lich

»Flex à Ton« feat. Peter Fischer

Ulrike Schimpf (Klarinette, Saxofon), Elke Saller

(Schlagzeug, Percussion), Peter Fischer (Gitarre)

➛ 20.00 Kulturzentrum Bezalel-Synagoge

28 SAMSTAG

BÜHNE

Gießen

The two Fiddlers

➛ 15.00 TiL (auch um 18.00)

Hauptsache Arbeit!

➛ 19.30 Stadttheater

Crazy Broadway

Hommage an die großen Musicals

➛ 20.00 Astaire’s

Laubach

Masurische Geschichten

➛ 19.00 Schlosspark


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Vollmondklettern

im Kletterwald

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Vollmondklettern

jeden dritten Freitag im Monat

von Mai bis Oktober im Kletterwald in Wetzlar

20.05., 17.06., 15.07., 19.08., 16.09., 21.10. und 29.10.11

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VERANSTALTUNGEN IM MAI

Seit 75 Jahren –aus Liebe zu Gießen.

Primaballerina:

»Lieber Gießen

als Regen!«

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5/2011 streifzug 33


VERANSTALTUNGEN IM MAI

DISKO/PARTY

Gießen

WiWi-Tag

Die einzige Uni-Party mit Live-Musik

➛ 15.00 Campus Licher Straße

Funky Two Kilos feat DJ Floskel

➛ 21.30 Ulenspiegel

Rock of Ages mit DJ Cel’ardor

➛ 22.00 Scarabée

Jazz Your Azz

➛ 22.00 MuK

House mit Mike Väth und Timo Baldoa

➛ 23.00 Kunstkeller

Gießen

Bruchstraßenfest

➛ 14.00 Bruchstraße

FESTE

FÜHRUNGEN

Gießen

Naturschutzwanderung

Wiesenblumen und Vögel in der Wieseckaue

➛ 8.00 Wieseckbrücke

Erlebnis Wochenmarkt

➛ 10.00 Stadtkirchenturm

Fernwald

Wo bleibt das Falllaub der Waldbäume?

Das Leben im Boden mit Rita Kotschenreuther

➛ 14.00 Ganseburg

KONZERTE

Gießen

Hot Shot Blues Band

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

After Work Blues Band

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Open Stage: Jazz Jam Session

➛ 21.00 MuK

Gelon

➛ 21.00 Irish Pub

34 streifzug 5/2011

Hungen

Trenkwalder

➛ 20.00 Festzelt Obbornhofen

MÄRKTE

Lich

Historischer Markt (auch am Sonntag)

➛ 11.00 Altstadt und Schlosspark

SONSTIGES

Gießen

Steindreiecke über Astspiralen

➛ 11.00 Oberhessisches Museum

Musical-Dinner-Show

➛ 19.00 Hotel Köhler

29 SONNTAG

BÜHNE

Gießen

Die Reise einer Wolke

➛ 11.00 TiL

Der Besuch der alten Dame

➛ 19.30 Stadttheater

The Kraut – Ein Marlene-Dietrich-Abend

➛ 20.00 TiL

FESTE

Gießen

Ganz Gießen riecht nach Waldmeister

Fest zum 150. Geburtstag von Henriette Fürth

➛ 11.00 Georg-Büchner-Saal

FÜHRUNGEN

Gießen

Wissenschaftliche Sonntagsausflüge

Ein Blick über die Oberfläche der Wieseckaue

➛ 11.00 Bürgerhaus Wieseck

Zeitreise durch die Geschichte der Pflanzen

➛ 11.15 Botanischer Garten

Spannende Gespinne – Spinnenexkursion

➛ 14.00 Waldparkplatz, Schiffenberger Tal

Mathematische Stadtführung durch Gießen

➛ 15.00 Mathematikum

In Gießen ist der Teufel los!

Literarischer Spaziergang mit Dr. Jutta Failing.

➛ 16.00 Kirchenplatz

Gießen

KONZERTE

4. Kammerkonzert – Brass-4-Mation

➛ 11.00 Stadttheater

TV Orchester Herbornseelbach

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Tapas Calientes

Gitarrenkonzert aus Spanien und Lateinamerika

➛ 19.30 Rathaus

Rodeo Drive Countrymusik

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

LESUNGEN/VORTRÄGE

Laubach

Spanische Erinnerungen

Buchvorstellung von Felix und Editha Klipstein

➛ 11.00 Gasthaus Laubacher Wald

Lich

Grillsaison mit Autor Philipp Kohlhöfer

➛ 19.00 Stadtbibliothek

SPORT

Lollar

Lahn-Lumda-Radtourenfahrt

➛ 7.00 Clemens-Brentano-Europaschule

SONSTIGES

Gießen

Diner en Blanc – Picknick in Weiß

Picknick in Weiß nach Pariser Vorbild

➛ 15.00 Vor dem Zeughaus

30 MONTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub


Nacht der Museen

Was wäre der Kulturfrühling in Frankfurt ohne die »Nacht der Museen«? Es würde definitiv

etwas fehlen. Über 200 Programmpunkte warten am Samstag, 7. Mai, zwischen 19 Uhr

und 2 Uhr in Frankfurt und Offenbach auf die Besucher der unzähligen Museen und Veran-

staltungsorte, die sich an diesem wunderbaren Spektakel beteiligen.

48 Museen und Kulturinstitutionen präsentieren

begleitend zu ihren Ausstellungen

Kurzführungen, Lesungen, Konzerte, Installationen,

Performances und vieles mehr.

So wird es eine Nacht voller Höhepunkte

werden: Die Schirn Kunsthalle zeigt die Ausstellung

»Surreale Dinge«, das Liebighaus

verzaubert mit einer barocken Nacht. Das

Haus am Dom geht mit der Ausstellung »Abschaffel

// Frankfurt 1977« (Frankfurt liest ein

Buch) auf Zeitreise und bietet Jazz der Extraklasse

mit Tony Lakatos. Geheimtipp: Von

der riesigen Dachterrasse aus hat man seit

dem Abriss des Technischen Rathauses

einen tollen Skyline-Blick, den man mit

Cocktails zum Jazz an diesem Abend genießen

kann.

Neu im Programm ist die Klassikstadt in

Fechenheim, die mit »Chromjuwelen« die

Herzen der Oldtimer-Fans höher schlagen

lässt, stilvoll begleitet von der Frankfurter

Sängerin Kaye Ree. In Alt-Sachsenhausen

lädt der frisch sanierte Kuhhirtenturm, einst

Wohnturm des Komponisten Paul Hindemith,

zu Führungen und Livemusik ein. Im

Kultur-bunker Schmickstraße entfachen

Musik-, Kunst- und Kulturakteure ein kreatives,

anspruchsvolles Happening. Dazu kocht

die neue Freitagsküche auch am Samstag für

die Nachtschwärmer.

Nach einer Umbauphase ist das Deutsche

Architekturmuseum auch wieder dabei und

ruft mit der Band »Die Schwindler« eine

»Perfect Night« aus. Mit einer »Abrissparty«

endet zudem die Ära des Betonbaus des

»historischen museum frankfurt«, tanzbar begleitet

vom Sound der hr3-Party. Die Besucher

können mit einem Hammer Steine aus

dem Betonbau herausschlagen und als

Souvenir mitnehmen.

Die Dartpfeil-Performance ist im Außenbereich der Schirn zu sehen.

Bei der orientalischen Nacht im Ikonen-Museum

tritt Comedian Bernhard Hoëcker auf.

Das Jüdische Museum präsentiert den Komiker

Oliver Polak, der seine jüdische Vita zum

Programm macht. Mondscheinführungen

mit Taschenlampe über den Peterskirchhof

und eine Begehung der Fischergewölbe/Alte

Brücke sorgen an anderer Stelle für Gänsehaut-Feeling.

Lyrisch-sinnlich geht es dagegen

im Archäologischen Garten zu, wo das

»antagon Theater« eine fesselnde Performance

bietet, während im Hof des Offenbacher

Büsingpalais die Firedancer mit ihrer

gefeierten Show »Inspiration« begeistern. Im

Westhafen Tower zeigt Künstler Alex Habermehl

»Frankfurt im Quadratmeter«, eine

fotografische Liebeserklärung an seine Heimatstadt.

Dazu spielt das Dennis Sekretarev

Quartett. Kurzum, es wartet eine riesige Aus-

Foto: bf

Foto: Frankfurt-Tourismus

wahl auf die Besucher. An diesem Abend

dürfte für jeden Geschmack etwas dabei

sein.

Seit der erfolgreichen Premiere im Jahr 2000

stehen die Frankfurter, Offenbacher und

Höchster Museen für eine Nacht im Mittelpunkt

der Öffentlichkeit. 30000 bis 40000

Besucher lassen sich regelmäßig begeistern.

Auch vor der elften Auflage haben sich

Museen und Ausstellungshäuser zum Ziel

gesetzt die Nacht mit einem attraktiven

Kunst- und Kulturangebot zum unvergesslichen

Kulturfest werden zu lassen. Jeder

Besucher zahlt 12 Euro Eintritt und kann die

ganze Nacht lang alle Örtlichkeiten besuchen.

Alle Museen werden durch Shuttle-

Busse verbunden, ein Shuttle-Schiff verkehrt

auf dem Main. Am Infostand am Römerberg

werden Programmen verteilt. zg

5/2011 streifzug 35


AM MAIN

Sieben Kräuter für die Weltkultur

»Selber Sauerampfer!«, »Du Petersilie« – wahlweise auch »Meine Kresse« oder »Du Borretsch«:

Wenn sich vom 21. bis zum 28. Mai täglich sieben Gastronomen aus der Region auf dem

Frankfurter Roßmarkt mit Kochlöffel und -mütze duellieren, werden das noch die witzigsten

»Kampfrufe« sein, die sich die Männer und Frauen um die Ohren hauen. Denn auf dem

»Grüne-Soße-Festival« entscheidet sich für mindestens ein Jahr, wer der beste Macher von

Hessens Beitrag zum Weltkochkulturerbe ist – der »Grie Soß«.

Zugezogene und Nicht-Hessen rümpfen

bei diesem Essen gerne mal die Nase:

Grüne Soße mit Kartoffeln und Eiern? Geht

es nicht noch trostloser? Doch schon

Goethe soll ein großer Fan der Frankfurter

Spezialität gewesen sein. Aus diesem

Grund messen sich 49 Gastronomen –

vom Gourmettempel bis zur Apfelweinwirtschaft

– eine Woche lang auf dem Roßmarkt.

Sie wollen unter sich ausmachen,

wer die beste Grüne Soße zubereiten

kann. Dabei haben sich die Organisatoren

exakt an die Zahl »7« gehalten. Das hat gar

nichts mit der Bibel zu tun, sondern geht

auf die sieben Kräuter zurück, die in der

»Grie Soß« verarbeitet werden. Sieben

Köche messen sich an sieben Abenden

Veranstaltungen in Frankfurt

Dienstag, 3. Mai

Liederabend

Im Gedenken an Gustav Mahlers 100. Todestag,

Ernst Kreneks 20. Todestag und Alexander

Zemlinskys 140. Geburtstag gibt es eine

Auswahl ihrer Lieder zu hören.

➛ 19.00 Goethe-Haus

Mittwoch, 4. Mai

Sven Regener

Der Herr-Lehmann-Autor und Element-of-

Crime-Sänger liest aus seinem Logbuch

»Meine Jahre mit Hamburg-Heiner«.

➛ 20.00 Brotfabrik

Donnerstag, 5. Mai

Radetzkymarsch

Von Sissis Traumhochzeit mit Kaiser Franz

Joseph, dem schleichenden Verfall der

K.-und-K.-Monarchie geht's beim Österreich-

Musical mit viel Wiener Schmäh, Sachertorte

und Walzerseligkeit ins 20. Jahrhundert.

➛ 20.00 Katakombe

36 streifzug 5/2011

und wollen dem Publikum ihre Kreationen

präsentieren. Durch die Show führt als

Gastgeber der Kabarettist und Chansonnier

Anton le Goff mit seiner Band – immer an

seiner Seite ist die bekennende Fleischwurstliebhaberin

Hilde aus Bornheim.

Tagsüber kann ein hessischer Markt rund

ums Festzelt besucht werden. Dort gibt's

regionale Spezialitäten wie Apfelwein,

Wein, Fleischwurst, Crépes, Käse und Spargel.

Geöffnet ist der Markt von 10 bis 20

Uhr. Danach gehört die Bühne den kulinarischen

Wettkämpfern – und sieben Künstlern,

die für musikalische, mundartliche

und magische Unterhaltung sorgen.

Zum Beispiel Zauberkünstler Nicolai Friedrich.

Er weiß um die Magie der sieben

Freitag, 6. Mai

Quast spielt…

Michael Quast präsentiert mit der Fledermaus

die Mutter aller Wiener Operetten.

➛ 20.00 Uhr Oper Frankfurt

Sonntag, 8. Mai

Klima- und Kulturentwicklung

Christina Beck führt durch das Museum.

➛ 11.00 Archäologisches Museum

Montag, 9. Mai

Long Distance Calling

Die Münster-Dortmund-Berlin-Connection

zaubert mit bratenden Gitarren malerische

Soundlandschaften und pendelt zwischen

Indie, Prog-Rock und Metal.

➛ 20.00 Bett-Club

Dienstag, 10. Mai

Sinfonik für Schulkinder

Mit kleinen und großen Solisten.

➛ 11.00 Alte Oper

Kräuter: »Grüne Soße ist die Frankfurter

Antwort auf den Zaubertrank von Asterix

und Obelix«, sagt er. Friedrich präsentiert

am Sonntag, 22. Mai, sein Programm, in

dem er neben klassischen Kunststücken

alter Meister auch neu entwickelte Eigenkreationen

aus der Welt der Illusion vorführt.

Gegenstände schweben, verwandeln

sich oder tauchen an unmöglichen Orten

wieder auf. Zeichnungen erwachen zu

Leben – und wie selbstverständlich scheint

er Gedanken lesen zu können.

Mit von der Partie ist auch Bäppi La Belle.

Sie verkündet: »E Stück Flaaschworscht un

en Äppler is des beste für de Bäppler.« Ihre

Spezialität sei die »Travedy« – ein Mix aus

Travestie und Comedy. Hinter Bäppi steckt

Zweiheit im Einklang (Eröffnung)

Zum Start der Ausstellung lesen Schauspieler

aus dem Briefwechsel zwischen Goethe und

Schiller.

➛ 19.00 Goethe-Haus

Mittwoch, 11. Mai

Bye bye, mein Herr

Sabine Fischmann, Heidrun Kordes und

Thorsten Larbig sind die Protagonisten des

deutsch-amerikanischen Liederabends.

➛ 20.30 Romanfabrik

Donnerstag, 12. Mai

Murder in the Cathedral

Die tragedia musicale in zwei Akten und

einem Intermezzo-Text von I. Pizzetti .

➛ 19.30 Oper Frankfurter

Freitag, 13. Mai

Die Gerechten

Das freie Theaterensemble zeigt das Stück

von Albert Camus um fünf junge Menschen,


Tanzlehrer Thomas Bäppler, der mit lässigem

Witz und Publikumsnähe am 23. Mai

für Stimmung sorgen will.

»Grün ist die Hoffnung, und zum Soßeessen

braucht man noch nicht mal Zähne«,

witzelt Sabine Fischmann, die zum wiederholten

Mal dabei ist. Sie singt am 21. Mai

nicht nur, sondern lebt ihre Lieder in allen

Variationen aus: komisch und tragisch, zart

und schrill. Am 24. Mai starten Roy Hammer

und Pralinee mit ihren Schlager- und

Sieben Kräuter, sieben Gläser, sieben Noten.

die aus unterschiedlichen Gründen zu Terroristen

werden.

➛ 19.30 Theater Kommunikationsfabrik

Dienstag, 17. Mai

Rickie Lee Kroell & Band

Die 20-jährige Amerikanerin Rickie Lee Kroel

mischt in ihren Songs Pop-Melodik, Jazz-Harmonien,

R&B und gefühlvollen Soul.

➛ 21.00 Jazzkeller

Esben and the witch

Mit ihrem Nightmare-Pop – eine Mischung

aus Indie-Sounds und Dark-Wave – wollen

die drei Musiker aus Brighton auch in deutschen

Clubs punkten.

➛ 21.00 Mousonturm

Freitag, 20. Mai

Matthias Egersdörfer (Premiere)

Mit einer Flasche Wasser und seinem Programm

»Ich mein's doch nur gut« will der

Kabarettist Storys erzählen, die er eigentlich

traurig findet – das Publikum jedoch witziger.

➛ 20.00 Die Käs

NDW-Songs durch und Matthias Keller präsentiert

einen Tag später skurrile Vierzeiler,

die er gefühlt mit einer ganzen Balkan

Brass Band auf die Bühne bringt.

Zum ersten Mal findet auch ein Nachwuchswettbewerb

statt: Bei »Grüne Soße

Festival macht Schule« wetteifern Schulklassen

aus Frankfurt und Umgebung im

Freilichtmuseum Hessenpark, auf der Nautilus

der Primus Line, im Dialogmuseum, in

Frankfurter Profiküchen und in der Brot-

Samstag, 21. Mai

Natur des Jahres 2011

Jedes Jahr werden Pflanzen, Tiere und Pilze

zu ihrer Art des Jahres gekürt. Bei der Führung

werden unter anderem die Staude, die

Giftpflanze und das Kriechtier des Jahres

2011 vorgestellt.

➛ 15.00 Palmengarten

Sonntag, 22. Mai

Swingsize Orchestra

In Arrangements von Jens Hunstein spielt die

tolle Band mitreißenden Jump'n Jive und

auch etwas Swing.

➛ 21.00 Jazzkeller

Mittwoch, 25. Mai

Foto: bf

Mit 17 hat man noch Träume

Die Schlagerrevue der Familie Malente entführt

in die bunten 60er Jahre. Sie feiert in

Frankfurt ihre Premiere.

➛ 20.00 Die Komödie

Freitag, 27. Mai

AM MAIN

fabrik um die beste Grüne Nachwuchssoße.

Wie die großen Köche werden die besten

Junior-Soßen-Meister am Samstag, 28. Mai,

im Finale gegeneinander antreten. Hier

geht’s um 10.30 Uhr los. Die Tagessieger

bei den Erwachsenen messen sich um

20 Uhr.

* * *

Tickets gibt es telefonisch unter 01 80/

5040300 oder unter www.gruene-sossefestival.de.

Kays Al-Khanak

REZEPT FÜR GRIE SOSS

Für 4 Personen

Zutaten:

200 Gramm Kräuter (Petersilie,

Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpernelle,

Sauerampfer, Borretsch, Liebstöckel,

Estragon und Zitronenmelisse),

9 Eier, 50 Gramm Mayonnaise,

1/8 Liter saure Sahne oder Schmand,

100 Gramm Joghurt, Essig, Salz,

Pfeffer und etwas Zucker

Zubereitung:

Acht Eier sechs Minuten lang kochen,

abschrecken und pellen. Ein Ei hart

kochen, ebenfalls pellen und fein hacken.

Kräuter waschen, abtrocknen,

fein hacken und mit dem gehackten

Ei, Sahne, Joghurt, Mayonnaise, Essig,

Salz, Pfeffer und etwas Zucker gut

verrühren. Halbierte oder ganze Eier

in der Grünen Soße anrichten.

Eure Mütter

Die Komiker Andi Kraus, Don Svezia und

Matze Weinmann aus Stuttgart stellen ihr

neues Programm »Ohne Scheiß: Schokoeis!«

vor. Am 13. Mai sind sie damit auch in

Gießen zu sehen.

➛ 20.00 Die Käs

Samstag, 28. Mai

Hagen Rether

Bitterböse, mit offenem Visier und sarkastisch

bis an die Schmerzgrenze kommentiert

der gefeierte Kabarettist die politische und

gesellschaftliche Lage.

➛ 20.00 Alte Oper

Dienstag, 31. Mai

Patti Smith & Band

Die Punkrock-Legende, Lyrikerin, Performerin

und Künstlerin präsentiert Musik und Texte.

➛ 21.00 Mousonturm

5/2011 streifzug 37


Vom Wert alter Windeln

Wissenschaft zum Anfassen hat in Gießen lange Tradition: Zuletzt feierte das Mathematikum

100-monatiges Bestehen. Sein persönliches Highlight der letzten acht Jahre und vier Monate –

diese Zeitspanne verbarg sich hinter dem etwas anderen Jubiläum – wollte Prof. Albrecht Beutel-

spacher, Leiter des Mathematikums, damals nicht nennen. Die politische Antwort eines Mannes,

dessen Museum einst vom Bundespräsidenten eröffnet wurde und dessen Aktionen oft ein großes

Medienecho hervorriefen? Vielleicht. Nichtsdestotrotz zählt mit Gewissheit die »Straße der

Experimente«, die am 22. Mai vor dem Uni-Hauptgebäude stattfindet, zu den Glanzlichtern

des Schaffens unseres wunderbaren Mathematikprofessors.

2006, 2008 und 2009 war das Konzept,

unter freiem Himmel mit wissenschaftlichen

Exponaten zum Ausprobieren und Staunen

anzuregen, ein voller Erfolg: Jedes Mal

kamen über 10 000 Besucher. Nicht zuletzt

dank der »Straße der Experimente« wurde

Gießen dann 2010 zur »Stadt der jungen

Forscher« und die Wissenschaftsstände im

vergangenen Jahr in das große »Festival der

jungen Forscher« auf dem Kirchen- und

Brandplatz integriert.

Am 22. Mai macht die »Straße der Experimente«

jetzt auf dem Universitätsplatz vor

dem Uni-Hauptgebäude halt. Von 10 bis 18

Uhr bietet das Wissenschaftsvolksfest spannende

Experimente für Jung und Alt aus den

unterschiedlichsten Bereichen. Dabei geht

die Spannweite der Themen weit über die

Mathematik hinaus: An 40 Ständen können

die Besucher ihrem eigenen Entscheidungsverhalten

aus psychologischer Sicht auf den

Grund gehen, eine Rauschbrille ausprobieren,

erfahren, wie man durch Videoanalyse

gesund bleiben kann und vieles mehr.

Ehrengast ist Wissenschaftsjournalist Joachim

Hecker. Nicht nur macht er seit Jahren die

WDR-5-Radiosendung »Heckers Hexenküche

– Experimente im Radio für Kinder«,

auch reist er mit seinen Spezialkoffern durch

die Republik und experimentiert mit Kindern

und Jugendlichen. Großen Wert legt er dabei

darauf, dass die Nachwuchsforscher die

Experimente selbst durchführen können:

38 streifzug 5/2011

»Wenn man etwas lernen und verstehen will,

muss man es im wahrsten Sinne des Wortes

auch begreifen. Heute passiert viel zu viel

nur hinter einer Mattscheibe. Aber auf dem

Bildschirm lässt man sich eben meist nur berieseln«,

sagt er. Doch nicht nur das Lernen

von wissenschaftlichen Zusammenhängen ist

für ihn ein zentraler Aspekt: »Experimentieren

kann auch Spaß machen. Man sollte

keine Angst vor der Wissenschaft haben,

sondern das Forschen ausprobieren.« Auf der

Bühne der »Straße der Experimente« wird

Heckers Hexenküche…

Hecker ab 15 Uhr zeigen, dass Forschung

nicht staubtrocken sein muss: Kann man

Schallwellen mithilfe von Kartoffelchips erzeugen?

Wie lassen sich Wunderkerzen unter

Wasser abbrennen? Warum zerbrechen

Spaghetti nie in genau zwei Teile? Und wie

macht man Kunstschnee aus alten Windeln?

»Ich halte die Augen nach neuen Experimenten

offen. Meiner Tochter macht es höllisch

Spaß, die Eltern mit einem aufgepusteten,

quietschenden Luftballon zu nerven«, sagt er

und erklärt, dass hinter diesem Alltagsphäno-

Foto: bf


menen Wissenschaft steckt – nur eben nicht

verpackt in lähmenden Chemie- oder knallharten

Mathematikunterricht. »Wenn die Luft

durch den schmalen Spalt der Tülle strömt,

fangen Ober- und Unterseite an zu schwingen.

Das Vibrieren wird schneller und das

Quietschen höher, wenn die

Tülle breiter und damit straffer

gespannt ist. Wenn Luft

durch enge Stellen strömt,

wird sie schneller. Dadurch

entsteht ein Sog, der die

Ballontülle schwingen lässt«,

erklärt Hecker, der mit seinen Experimenten

bei Kindern und Jugendlichen Neugier und

Freude am Experimentieren wecken will. Ihn

erwartet bei einem Spaziergang über die

»Straße der Experimente« ein erfreuliches

Erlebnis. Denn dort wird er auf junge Leute

stoßen, bei denen der Forscherdrang längst

geweckt wurde: Neben Experimenten unterschiedlicher

Institutionen hat das Mathematikum

als Ausrichter bewusst Schülergruppen

eingeladen, die mit ihren Ideen die

wissenschaftliche Spannweite erweitern sollen.

Sie können ihre Experimente vor einem

großen Publikum präsentieren. Bei den

Vorüberlegungen und der Umsetzungen

wurden die Klassen finanziell und beratend

FERNUNI

Studentenfragen

auf Zetteln

Die Gießenerin Rebecka Zettl studiert an der Justus-

Liebig-Universität Rechtswissenschaften im fünften

Semester. Ihr Ergänzungsstudium »Magister Juris Internationalis«

sieht ein Auslandsstudium vor. Schnell stand für

die 22-Jährige fest, dass sie in ein französischsprachiges

Land gehen würde, denn schon in der Schule hatte sie

eine Leidenschaft für diese Sprache entwickelt. »Ich habe

mich für die Universite Montpellier 1 entschieden, weil

die Fac de Droit einen guten Ruf genießt, und die Lage

der Stadt so schön ist. Außerdem bietet Ryanair unschlagbar

günstige Verbindungen für Kurztrips«, sagt sie. An der

Uni gibt es viele Unterschiede: »Die französischen Studenten

schreiben wortwörtlich mit. Nur die wenigsten

Profs stellen Unterlagen

online. Merkwürdigerweise

sind die oft daran

interessiert, ihr Englisch an

uns auszuprobieren, was

oft zu Missverständnissen

führt, denn Englisch à la

française ist doch eine ganz

eigene Sprache«, sagt Zettl.

unterstützt. Lisa Peter, Volontärin im Mathematikum

und mitverantwortlich für die Konzeption,

erklärt: »Wir als Ausrichter haben

sehr viel Erfahrung bei der Umsetzung. Die

wollen wir weitergeben. Wenn Schüler nicht

genau wissen, wie sie eine wissenschaftliche

Idee umsetzen, so dass es

beim Publikum auf Resonanz

stößt, können wir Anregungen

geben.« Die Schüler

waren eingeladen, sich zu

bewerben, unabhängig davon,

aus welcher Jahrgangsstufe

und welcher Schulform sie kommen.

Inspiriert wurde dieser Aufruf vom »Festival

der jungen Forscher«, bei dem ein ähnlicher

Ansatz – die Zusammenarbeit von jungen

Menschen und erfahrenen Wissenschaftlern

– im Zentrum gestanden hatte. Entsprechend

sollte auch nun das Ziel sein, kreative

mathematische Projekte an Schulen zu fördern

und eine Plattform zu bieten. Auf die

Ergebnisse der Projektarbeiten dürfen sich

die Besucher freuen.

Wem nach so viel handfester Wissenschaft

dann der Kopf brummt, der kann am 22.

Mai auch bei den schönen Künsten neue

Kraft tanken. Erstmals wird die »Straße der

Experimente« bereichert durch Tanz-Perfor-

CAMPUS

Bonjour,

in Zeiten eines zusammenwachsenden Europas denkt man gar nicht,

dass hier in Frankreich so große Kulturunterschiede zu finden sind.

Aber es gibt sie: Fremde Menschen geben mir zur Begrüßung »bises«

und an der Kasse im Supermarkt stehe ich in der Schlange, weil

jemand 3,50 Euro mit Scheck bezahlt. Doch die südfranzösische

Gelassenheit steckt an und das immer schöne Wetter tut sein Übriges

zum Erhalt der guten Laune. Auch die Vorlesungen – im wahrsten

Sinne des Wortes – gestalten sich anders als in Deutschland. Beispielsweise

stellen Studenten ihre Fragen nicht laut, sondern schicken sie

auf kleinen Zetteln durch die Reihen bis vorne zum Professor.

Montpellier ist Anziehungspunkt für viele Studenten, man trifft Leute

aus der ganzen Welt. Auf dem Weg zum großen Treffpunkt, dem

»Place de la Comédie« bietet sich nachmittags ein typisches Bild:

Männer spielen Karten oder Pétanque und genießen die eine oder

andere Flasche Wein…

A bientôt

mances des Stadttheaters. Wie Wissenschaft

und Tanz zusammenpassen, weiß Tarek

Assam. Der Ballettdirektor und Choreograph

erklärt: »Zunächst ist Tanz eine Wissenschaft

für sich. Wir befassen uns akribisch mit dem

Körper, experimentieren damit. Es geht um

Geometrie und Biomechanik«, sagt er. Im

Rahmen des Wissenschaftsvolksfestes wird

das einen experimentellen Charakter bekommen:

»Wir werden mit unserem Tanz

Musik erzeugen«, verrät Assam. Auf sogenannten

»Sound Pads«, Filzmatten, die auf

Berührung reagieren und Signale an einen

Computer weitergeben, werden Töne erzeugt.

»Damit zeigen wir ein Stück der Zukunft

des Theaters. Der Darsteller braucht

keine Männer hinter den Kulissen sondern

kann sein Umfeld auf der Bühne mit seinem

Körper steuern«, schwärmt der Ballettdirektor.

Auch die Besucher können sich an den

»Pads« versuchen.

Ob mit Experimenten erfahrener Wissenschaftsjournalisten,

neuen Exponaten der

Nachwuchsforscher oder mit einer Verknüpfung

von Wissenschaft und Kultur: Am 22.

Mai soll mit der neuen Auflage der »Straße

der Experimente« ein weiteres Kapitel der

Gießener Tradition der Wissenschaft zum

Anfassen geschaffen werden. Florian Dörr

Rebecka Zettl

UM 1, Fac de Droit

Montpellier, Frankreich


KULTUR

Freund der Musiker

Ob Hendrix oder die Stones, Fitzgerald, Lindenberg, Maffay, Madonna, Dietrich oder

Michael Jackson. Fritz Rau, bekanntester Konzertveranstalter des Landes, kennt sie alle. Am

6. Mai (20.30 Uhr) erzählt er im MuK Episoden von seinen Tourneen, die er im Buch »50

Jahre Backstage« gesammelt hat. Was erwartet die Besucher? »Mein Leben«, sagt er. »Die

ehrliche Schilderung eines alten Knackers, der nicht mehr angeben muss.« Umrahmt wird der

Gig mit Musik und Bildern aus dem Privatarchiv. »Sie werden nicht enttäuscht sein«, so Rau.

Herr Rau, wann waren Sie selbst zuletzt auf

einem Konzert?

FR: Im November war ich bei Peter Maffay in

der Festhalle. Vorher bei Udo Jürgens. Wen

ich sehr mag, ist Ina Müller. Die habe ich mir

auch angehört. Junge Gruppen wie Silbermond

oder Wir sind Helden höre ich mir mit

meinen Enkeln an.

Sie sind also noch oft auf

Konzerten?

FR: Ja! Jetzt kann ich endlich

ein Konzert bis zum

Schluss verfolgen und

muss nicht hinter der

Bühne arbeiten. Früher

habe ich mir die

Konzerte vor der

Tournee angehört,

weil ich ja während

der Tourneen beschäftigt

war.

Was macht für Sie ein

Konzert zu einem

tollen Erlebnis?

FR: Ich muss das Gefühl

haben, dass die auf der

Bühne ihr Bestes geben. Dann sträuben sich

meine Nackenhaare und plötzlich merke ich,

dass ich immer besser drauf bin. So muss es

sein.

Sie sind 81, aber immer noch regelmäßig

auf Lesereise. Wie halten Sie sich fit?

FR: Indem ich mich zwischendrin zu Hause

erhole. Ich trinke keinen Alkohol mehr, denn

ich habe genügend getankt, als ich jung war.

Ich rauche auch nicht mehr seit meinem

Herzinfarkt vor zehn Jahren. Dann kann man

so etwas auch mit 81 Jahren noch machen.

In der Einleitung Ihres Buches schreiben

Sie, dass der Backstagebereich auf Fans eine

Faszination ausübt. Was bedeutet Ihnen

dieser Bereich?

FR: Es war mein Arbeitsplatz! Ich musste

schauen, dass alles gut läuft. Wir konnten

uns keine Dinge erlauben wie kürzlich bei

»Deutschland sucht den Superstar«, wo Menschen

verletzt werden oder gar eine solche

Katastrophe wie in Duisburg passiert. Wir

müssen ein Konzert, zu dem viele Menschen

kommen, sehr sorgfältig planen. Wenn etwas

Unerwartetes passiert, muss man reagieren.

Man muss die Gedanken zusammenhalten.

Wie stehen Sie zu dem, was in Duisburg bei

der Loveparade passiert ist?

FR: Das hat mit uns nichts zu tun! Das sind

Amateure, die nicht für die Besucher arbeiten,

sondern weil sie das zu Publicity-Zwecken

missbrauchen. Sie reden von Millionen

Besuchern, und wenn 300000 kommen,

bricht alles zusammen. Das ist unverantwortlich.

Wir sind für das Publikum da, und dafür,

dass alles sicher ist. Ich habe viele Open-Air-

Konzerte gemacht: Hockenheim mit 100000

Leuten mit den Stones oder AC/DC. Oder

Nürnberg vor 80000 Leuten Bob Dylan und

Eric Clapton. Da hat man allerhand

vorzubereiten. Gott sei

Dank ist bei all unse-

Fotos: imago


en Konzerten nie etwas passiert. Und ich

habe 50 Jahre lang Konzerte veranstaltet.

Die Veranstaltungsbranche ist nicht gerade

ein 9-to-5-Job. Wie haben Sie all die Jahre

durchgehalten?

FR: Man muss begeistert sein. Als Anwalt

hätte ich nicht bis 74 gearbeitet. Aber ich

konnte mein Hobby zum Beruf machen.

Wenn ich den ganzen Tag im Büro gearbeitet

habe und abends auf ein Konzert gefahren

bin – ist das für mich keine Arbeit sondern

Vergnügen. Sie können alles machen, aber

machen Sie nie etwas, was Sie nicht gerne

machen. Wer seinen Beruf liebt und seine

Neugierde ausleben kann, empfindet die

vielen Stunden nicht als Arbeit, sondern als

faszinierendes Leben.

Wann ist bei Ihnen die Entscheidung

gefallen, Konzertveranstalter zu werden?

FR: Das war 1945. Ich war 15 und durch die

Erziehung von Pflegeeltern – darauf bin ich

nicht stolz – ein strammer Hitlerjunge. Dann

brach alles zusammen. Es war eine furchtbare

Enttäuschung. Damals entstand das

Gedicht »Wir sind das Strandgut unserer Zeit

– wir stehen nah am Nichts – gebt uns nur

ein paar Schritte weit – ins neue Leben das

Geleit und einen Schimmer Licht«. Das Licht

kam aus dem Radio und war Musik! Swing,

Jazz und Blues. Das hat mich entnazifiziert.

Wer Louis Armstrong verehrt und

Ella Fitzgerald liebt, kann

kein Rassist sein! Der Jazz

ist die Musik der Freiheit

und der Improvisationen.

Im Dritten Reich wurden

die Menschen ausgerichtet

bis zum bitteren Ende. Der

Jazz war die Freiheit, in der

die Menschen endlich hören

und fühlen durften, was sie

empfinden. Das hat mir gezeigt,

was Musik für Menschen

bedeuten kann. Das geht über Ästhetik

weit hinaus. Es ist auch ein Politikum.

Musik hat mich so fasziniert, dass ich während

des Studiums als Tourneeleiter für Horst

Lippmann gearbeitet habe. Als Gerichtsreferendar

bekam ich 280 Mark Unterhaltszuschuss.

Wir hatten zwei Kinder, also musste

ich nebenbei Geld verdienen, und habe weiter

für Lippmann gearbeitet, bevor ich Anwalt

war. Und dann hat er mir die Partnerschaft

angeboten. Wenn man infiziert ist,

kann man nicht mehr anders. So wurde ich

leidenschaftlicher Konzertveranstalter.

Sie beschreiben im Buch die Szene, in der

Sie Horst Lippmann kennengelernt haben.

Damals wollten Sie unbedingt aufs Frankfurt

Jazz-Festival, sind dafür weit gefahren. Sie

schreiben, Sie hätten die Musik gebraucht.

FR: Musik braucht jeder Mensch. Schon

Nietzsche sagte: »Ein Leben ohne Musik ist

ein Irrtum!« Ich habe aber auch das

Musikgeschäft, das Veranstalten

als Beruf gebraucht.

Es war schnell klar, was Ihr

erstes Konzert werden sollte…

FR: Ich bin per Anhalter von

Heidelberg nach Frankfurt gefahren

und habe die Frankfurter

Musiker im »Jazzkeller« gehört.

Da stand für mich fest:

Die will ich nach Heidelberg

holen. Und so war mein erstes Konzert

Albert und Emil Mangelsdorff und die

Frankfurt Jazz Allstars. Es war ausverkauft.

Ein großer Erfolg.

Und der Start einer großen Karriere.

Was war der bewegendste Moment?

FR: »Tabaluga und Lilli«; das war unsere eigene

Sache. Das haben Peter Maffay und ich

produziert. Wenn ich die Stones präsentiere,

führe ich Bühnenanweisungen aus, die weltweit

gelten. Aber »Tabaluga und Lilli« war unsere

Idee. Und wir haben 27-mal die Festhalle

gefüllt. Wir haben im Innenraum auf fünf

Bühnen gespielt. Das hat uns ungeheuer beansprucht

und sehr glücklich gemacht.

Bob Dylan in Nürnberg 1978

bezeichnen Sie aber als Ihr

wichtigstes Konzert…

FR: Es war politisch gesehen

das wichtigste. Aber jedes

Open-Air-Konzert ist ein

Wagnis und wenn 80000

Menschen kommen, die

zufrieden sind, ist das ein

großes Ereignis.

Sie waren einer der Wegbereiter der

großen Open-Air-Konzerte im Land…

FR: Die ersten Veranstalter waren Marek Lieberberg

und Marcel Avram. Lieberberg halte

ich für den wichtigsten Veranstalter. Ich bin

erst später eingestiegen, weil ich Angst hatte.

Dann bin ich nach Amerika und habe bei

Bill Graham, dem größten US-Open-Air-Veranstalter,

gelernt, wie man das macht. Man

muss viel lernen, ehe man die Verantwortung

für 100000 Fans übernehmen kann.

Wo liegen die Gefahren?

FR: Wenn der Veranstalter sich nicht genügend

Mühe gibt und nicht genug Geld in die

Hand nimmt, um für alle Sicherheitsprobleme

gerüstet zu sein.

KULTUR

Inwieweit hat Ihnen Ihr Jurastudium im

Beruf weitergeholfen?

FR: Sehr! Als Anwalt hätte ich davon gelebt,

Prozesse zu führen. Als Veranstalter habe ich

gut damit gelebt, durch harte Verhandlungen

und gute Verträge Prozesse zu vermeiden.

Sie haben sich immer sehr

um die Künstler bemüht.

Sind daraus auch Freundschaften

entstanden?

FR: Die Stones, The Who

oder Bruce Springsteen

schätzen meine Arbeit. Keith

Richards hat gerade in einem

Interview gesagt, dass wir

befreundet waren. Aber: Die kommen und

gehen. Eine Freundschaft entwickelt sich mit

Künstlern aus Deutschland, mit denen man

nicht nur Tourneen macht, sondern auch

ihre Karriere mitentwickelt. Mein bester

Freund bis zum heutigen Tag ist Peter Maffay.

Und Udo Lindenberg.

Wie viele Tourneen haben Sie mit Peter

Maffay gemacht?

FR: Zwölf oder 15? Ich weiß es nicht. Wir haben

mit 500 Leuten angefangen, jetzt war er

in Frankfurt und hat zweimal die Festhalle

ausverkauft! Zu seinem 40-jährigen Bühnenjubiläum

hat er alles neu arrangiert. Oder

Lindenberg? Was der einen Erfolg mit seiner

letzten Platte »Stark wie Zwei« hatte. Jetzt

hat er ein Musical in Berlin. Die beiden

ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus.

Die Stones oder The Who waren gerne mal

in den Schlagzeilen. Wie schwierig ist der

Umgang mit solchen Persönlichkeiten?

FR: Überhaupt nicht schwierig. Die Schwierigkeiten

werden von der Boulevard-Presse

herbei geschrieben. In den 60er Jahren wurden

die Schäden und Störungen oft von den

Fans herbeigeführt. Aber die Stones waren

dankbar, dass solche Schreckensmeldungen

veröffentlicht wurden. Das hat der Publicity

genützt.

Verraten Sie uns ihre Top-5-CDs der

vergangenen Jahre?

FR: Klar. Peter Maffay mit »Tattoos«, Udo

Lindenbergs »Stark wie Zwei«, Bruce Springsteen

mit jeder CD. Die Rolling Stones auch.

Eine CD, die ich hoch ansetze, sind die

Beatles mit »Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club

Band«. Das ist ein Lieder-Zyklus, dem ich die

gleiche Bedeutung beimesse wie der »Winterreise«

von Schubert. Und, ganz wichtig für

mich: Michael Jackson. Ein Genie, das keine

Jugend hatte und nur in der Musik aufgewachsen

ist. Wie Mozart. Sabine Glinke

5/2011 streifzug 41


Foto: ras

Die Uhr ist umgestellt, die Dunkelheit weicht zurück, es bleibt länger hell – der Frühling ist da.

Die Menschen strömen nach draußen, sie laufen, joggen, hängen einfach nur ab oder

fahren Fahrrad. Moritz Schütz, der Rennradfahrer der RV 1904/1927 Kleinlinden, kann

nicht auf die Sonne warten. Denn in seinem Sport gilt: Wer im Winter schlampt, ist im

Sommer chancenlos. Und doch zieht es ihn natürlich gerade in diesen Tagen mit gesteigerter

Lust und Freude hinaus in das Gießener Umland.

»Ich liebe die Natur. Wir haben für alles

immer weniger Zeit, alles rast an einem vorbei«,

sagt ausgerechnet einer, der – zumindest

für »Otto Normalverbraucher« auf dem

Fahrrad – stets rasend unterwegs ist. Ein

Widerspruch? Nein. Die Leidenschaft, die

den 26-jährigen Studenten auf das Rennrad

zieht, ist zwar auch eine, die im Rennen und

im verstärkten Trainingsbetrieb zuweilen Leiden

schafft, allerdings ist Moritz Schütz bei

seinen langen Ausfahrten ständig in Kontakt

mit sich selbst. Hört sich banal an, heißt

allerdings übertragen: »Ich spüre das Leben.«

Wenn sich andere in diesen Tagen für den

42 streifzug 5/2011

18

Wochenstunden

auf dem Rennrad

Sommer und den Strand in Form bringen,

muss der derzeit sein Examen schreibende

Lehramtsstudent (Förderschule) längst die

Grundlagenphase hinter sich gebracht haben.

Das heißt: Wenn es quasi keinen Hund

hinauszieht bei Wind, Regen, Schnee und

Kälte, muss der RV-Rennfahrer bereits wochenlang

seine Runden gedreht haben. Da

geht es beispielsweise von Gießen über

Lollar, Fronhausen, Niederweimar, Haddamshausen,

Alna, Kirchvers und Biebertal zurück

nach Gießen oder über Lich, Gonterskirchen,

Freienseen, Grünberg und die Rabenau

wieder in die Universitätsstadt. In der

kleinen Gruppe, aber auch als Solist. Je nach

Trainingsinhalt. Wenn der eine noch im

Grundlagenbereich eher die flachen Strecken

nach Marburg bevorzugt, kann ein anderer

bereits nach Stornfels oder Königsberg

hinauf seine ersten Bergintervalle fahren.

»Nur die Schmelzmühle, die bin ich in diesem

Jahr noch nicht gefahren«, findet es Moritz

Schütz schade, dass der »Hausberg« aufgrund

der Ansammlung von Schlaglöchern

kaum noch zu befahren ist. Schließlich sind

kilometerlange Anstiege in Mittelhessen rar.

Doch wie hat alles angefangen? »Ich bin in

der Nähe der Badenburg groß geworden


und musste mit dem Fahrrad in die Schule

fahren«, und eines Tages, nach einer längeren

Tour mit einem Kumpel, meldete sich

der damals 15-Jährige bei einem Radverein

an. Der Rest ist schnell erzählt, allein dreimal

war er der schnellste hessische Zeitfahrer

und im vergangenen Jahr im Straßenrennen

Dritter. Selbst bei den Deutschen Meisterschaften

hat der Gießener schon auf der

Startrampe gestanden.

»Wenn im Frühjahr durch die ersten Sonnenstrahlen

die Temperaturen in zweistellige

Bereiche steigen, treffe ich draußen sehr

viele Leute, die sich bewegen«, freut sich

Moritz Schütz, dass Fahrrad fahren fast

schon ein Volkssport geworden ist. Er hat

auch ein paar Tipps parat, wie Anfänger oder

auch Fortgeschrittene ihrem Hobby noch etwas

mehr Trainingsschärfe verleihen können:

»In einem Verein wie der RV 1904/27

Gießen-Kleinlinden gibt es zum Beispiel eine

U25-Gruppe, die sich mittwochs zur gemeinsamen

Ausfahrt unter Gleichgesinnten

trifft«, wobei das U25 für eine Durchschnittsgeschwindigkeit

von bis zu 25 km pro Stunde

steht. Ab Mai ist donnerstagabends ab

18.30 Uhr auch wieder eine Gruppe unterwegs,

die ab dem Großen-Lindener

Schwimmbad für zwei Stunden Kilometer

im Tempo-25-Bereich unter die Räder

nimmt. »Eine gute Möglichkeit für das gemeinsame

Rennradfahren sind auch sogenannte

RTF-Veranstaltungen, bei denen

Strecken über 40, 80, 120 und 160 km vorgegeben

sind«, wobei es auch nicht an

einem Streckenservice und Verpflegungsstationen

mangelt – und die Moritz Schütz

auch schon als Training abgefahren ist. Diese

Radtouristikfahrten werden generell sonntags

angeboten, die RV 1904/27 hat sie am

22. Mai mit Start und Ziel an der Brüder-

Der Kleinlindener

Moritz Schütz ist

Hessenmeister im

Einzelzeitfahren

Grimm-Schule in Kleinlinden im Angebot.

Das Trainingspensum von Moritz Schütz

sieht so aus: Kraft-2-3-4-Kraft-4-5. Erklärung

gefällig? Bitte schön: Krafttraining am Montag,

zwei Stunden fahren am Dienstag, drei

am Mittwoch, vier am Donnerstag und so

weiter: Da kommen schon bis zu 18 Stunden

nur auf dem Fahrrad in der Woche

zusammen, und das in der stumpfen Grundlagenphase.

Ausfahrten von bis zu 150 Kilometern

sind am Wochenende keine Seltenheit,

der Schnitt liegt dann zwischen 28 und

30 km/h. Nur so lassen sich im Winter die

Speicher füllen, um in den nächsten Wochen

erfolgreich in ganz Deutschland an

den Start gehen zu können. Moritz Schütz

ist schließlich der einzige A-Lizenz-Fahrer in

Mittelhessen und meist gegen höherklassige

(Halbprofi-)Konkurrenz auf sich allein gestellt.

»Wenn ich mich in der Natur nicht bewegen

kann, geht es mir nicht gut. Es ist wie ein

Verlangen.« Aber wenn es kaum Reputation,

also öffentliche Aufmerksamkeit geschweige

denn Geld zu gewinnen oder verdienen

gibt, was treibt einen so oft auf die Straße?

»Da muss man schon eine gewisse Leidenschaft

entwickeln. Man könnte dies auch

mit – Vorsicht, Anführungszeichen – positive

Sucht beschreiben«, schaut der 26-Jährige in

sich hinein, ohne allzu introvertiert zu wirken.

Wenngleich er neben den Gruppenauch

die langen einsamen Ausfahrten wie

auch das Zeitfahren liebt: »Dabei kann ich

sehr gut abschalten. Aber man muss auch

alleine fahren wollen.« Manchmal wird er

auch unterwegs auf sein Tun angesprochen.

»Du bist doch verrückt«, bekommt er dann

des Öfteren zu hören. »Wenn ich es nicht

selbst machen würde… Ich denke, ich

würde auch sagen: Der ist doch verrückt.«

Ronny Th. Herteux

Foto: htr

NEU

IM THEATER

SPORTWELT

Opera Ultimativa

1. Mai, 11.00 Uhr, Stadttheater

Herbert Gietzen hat mit »Opera Ultimative«

eine Opernparodie geschaffen, die

einen vergnüglichen Einblick in die Welt

des Musiktheaters ermöglicht. Bei der

nun anstehenden Live-Uraufführung im

Familienkonzert sind große und kleine

Musikliebhaber zu einem Ritt quer

durch die Operngeschichte eingeladen.

Das Programm ist gespickt mit Ohrwürmern

– von Verdis Rigoletto über Bizets

Carmen zu Mozarts Zauberflöte und

bei Puccinis Tosca ist noch lange nicht

Schluss.

Die beiden Musikanten

13. Mai, 20.00 Uhr, TiL

Kinderoper von Peter Maxwell Davies.

Für alle ab 8 Jahre. Wer hat schon Lust

zu arbeiten? Als Geigenspieler Storm

durch Zufall in das Reich der Kobolde

gerät, wird ihm ein Wunsch gewährt. Er

wünscht sich, dass niemand in seinem

Heimatdorf mehr arbeiten muss. Doch

als Storm auf die Erde zurückkehrt, ist

die Zeit viel schneller vergangen, als er

gedacht hatte. Alle sind alt geworden

und dazu noch träge und faul. Weitere

Vorstellung: 15. Mai, 22. Mai, 28. Mai.

Bühnenbildmodell

Der Besuch der alten Dame

14. Mai, 19.30 Uhr, Stadttheater

Oper von Gottfried von Einem. »Ich gebe

euch eine Milliarde und kaufe mir

dafür die Gerechtigkeit« – dieses Angebot

macht Milliardärswitwe Claire Zachanassian

den Bürgern ihres verarmten

Heimatortes. Geld gegen den Tod ihres

früheren Liebhabers Alfred Ill, der sie

vor über 40 Jahren sitzen ließ, die Vaterschaft

an ihrem Kind leugnete und sie

zwang, den Ort zu verlassen. Zunächst

sind die Güllener entrüstet, doch die

Aussicht auf Wohlstand macht sie langsam

aber sicher gefügig. Weitere Vorstellungen:

22. und 29. Mai.

5/2011 streifzug 43


WEIN DES MONATS

Die zweite Chance

Früher wurde man vor manchen

Weinen regelrecht gewarnt. Zum

Beispiel: Vorsicht, Müller-Thurgau!

Meist handelte es sich um ein optisch

wie geschmacklich gleichermaßen

blasses Tröpfchen.

Experten lobten immerhin die

Muskatnote, ich suchte die

vergebens. Doch die Zeiten

ändern sich. Die Kellertechnik

hat sich weiterentwickelt und

der Massenertrag, unter dem

viele Müller-Thurgaus litten,

steht nicht mehr überall im

Vordergrund. Und da jetzt

wieder Spargel auf den Tisch

kommt, erhält der Müller-

Thurgau seine zweite Chance.

Auf die Frage, welcher Wein

zum Spargel passt, ist zunächst etwas

Geduld nötig, denn für

Spargelgerichte gilt das,

was für fast alle Speisen

gilt: Auf die Soße kommt es

an. Wer seinen Spargel am

liebsten in der üppigen

Hollandaise-Variante genießt,

sollte auch einen

üppigen Wein dazu trinken,

damit der Rebsaft neben

dem, was auf dem Teller duftet, bestehen

kann. Ein Chardonnay aus dem Burgund

macht sich gut, ein fruchtiger Sauvignon

Blanc aus Übersee vermittelt überraschende

Erkenntnisse.

Ist zerlassene Butter im Spiel, sind Weine

mit Charakter erste Wahl; deutsche Weißoder

Grauburgunder, Letztere sollten nicht

zu üppig sein. Wer Spargelsalat mag und

44 streifzug 5/2011

Weinautor Manfred Merz

auf leichte Säurenoten setzt, wählt am besten

einen spritzigen jungen Silvaner oder

eben einen Müller-Thurgau.

Die fränkischen Bocksbeuteldomänen

bieten seit einigen Jahren duftigen Müller-

Thurgau an, wir wandern allerdings heute

weiter nach Süden, in die Weinbauregion

Baden, an den Bodensee.

Hier setzt der Winzerverein Hagnau im

gleichnamigen Örtchen auf Qualitätsweine

mit Aroma. Das fängt beim Müller-Thurgau

an und endet beim Blanc de Noir als

Spätburgunder.

Mit Spargelsalat lässt sich der Müller-Thurgau

aus der Lage Hagnauer Burgstall bestens

kombinieren. Der trockene Weiße aus dem

Jahr 2010 ist im Glas glanzhell; typischer

Duft nach Eisbonbon mit etwas Apfel; am

Gaumen frisch und schlank, mit feiner

Frucht (wieder diese Apfel-Eisbonbon-

Variante), leichter Würze

und gut integrierter Säure;

gewohnt kurzes Finish.

Zum Spargel macht dieser

Müller-Thurgau Spaß, sein

Aroma ergänzt das des

Salats und hebt an zu

einem feinen Wechselspiel.

Viel Müller-Thurgau

zum kleinen Preis.

Meinungen zur Vinothek:

vinothek@mdv-online.de

Winzerverein Hagnau, Hagnauer

Burgstall, Müller-Thurgau, Baden,

2010, 12 Prozent Alkohol, 4,90 Euro,

Bezugsquellen im Internet unter

www.wv-hagnau.de.

Die Musik zum Wein

Es flirrt, es groovt, es geht vom Kopf

direkt ins Blut. Und es klingt immer

ein bisschen nach Sommer. Beim

Jacques-Loussier-Trio spricht der Jazz

eine Sprache, die jeder versteht. Jetzt

haben sich Pianist Loussier und seine

beiden Mitstreiter an Bass und Schlagzeug

Beethovens wunderbarem

Allegretto aus der 7. Sinfonie angenommen.

Loussier spürt in zehn

Variationen dem Thema nach, mal

elegant, mal verträumt, mal rhythmisch

mitreißend – macht aus jedem Müller-

Thurgau ein bisschen mehr. mm


Captain Jack Sparrow ist wieder da – und

kommt nicht los von der See, den Frauen,

dem Rum und natürlich der Jagd nach geheimnisvollen

Schätzen! Als sich seine

Wege mit einer mysteriösen Frau aus

seiner Vergangenheit kreuzen, hat ihn die

attraktive Angelica (Penélope Cruz) schnell

am Haken – und treibt ihn auf das Schiff

des ebenso legendären wie gefürchteten

Piraten Blackbeard (Ian McShane). Ist die

Verführerin vielleicht eine Verräterin und

gar nicht hinter ihm, sondern hinter etwas

anderem her? Auf der Suche nach der

sagenhaften Quelle der Jugend nimmt

Captain Jack Sparrow erneut Kurs auf ein

atemberaubendes Abenteuer und stößt

dabei auf anmutige Meerjungfrauen, aber

auch auf gefährliche Zombies, skrupellose

Halsabschneider und seinen alten Rivalen

Hector Barbossa (Geoffrey Rush). Es wird

eine Reise ins Ungewisse, auf der Jack im

neuen Film »Fluch der Karibik 4 3D« nicht

einschätzen kann, wen er mehr fürchten

Missionar und Meerjungfrau gespielt von S. Claflin und A. Bergès-Frisbey.

SPERRSITZ

Fotos: Walt Disney Pictures

Kinostart: 19. Mai

soll – Captain Blackbeard oder Angelica…

Mit Einnahmen von über 2,7 Milliarden

Dollar weltweit gehört die »Fluch der Karibik«-Trilogie«

zu den erfolgreichsten Reihen

der Filmgeschichte. Wie schon die drei

Vorgängerfilme ist der vierte Teil »Fremde

Gezeiten« eine unwiderstehliche Mischung

aus Action und Abenteuer, Spaß und Spektakel

– und das erstmals in Disney Digital

3D! Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer

und der oscarnominierte Regisseur Rob

Marshall (Chicago) holen Johnny Depp in

seiner Kultrolle als Jack Sparrow zurück auf

die große Leinwand. Geoffrey Rush als Barbossa

und Neuzugang Penélope Cruz als

schönster Wirbelwind der Karibik sowie die

beiden heiß gehandelten Newcomer Sam

Claflin als tapferer Missionar und die hinreißende

Astrid Bergès-Frisbey als rätselhafte

Meerjungfrau sind außerdem mit »an Bord«

und sorgen für zusätzliche Verwicklungen

auf der gefahrvollen Suche nach der

Quelle der Jugend.

GEWINNSPIEL

Der streifzug verlost mit den Gießener

Kinos 3x2 Tickets für die erste Vorstellung

des Films »Fluch der Karibik 4 3D«

am 19. Mai. Wer den Film sehen möchte,

sollte bis zum 12. Mai eine Karte mit

dem Kennwort »Kino« an streifzug,

Marburger Straße 20, 35390 Gießen

oder eine Mail an streifzug@

giessener-allgemeine.de senden.

Viel Glück!

5/2011 streifzug 45


SPERRSITZ

Neu

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Gießen

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finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

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Barfuß auf

Nacktschnecken

Drama und Komödie

Die 20-jährige Lily will

nicht erwachsen werden.

Nach dem Unfalltod der

Mutter verhält sie sich bei

der Trauerfeier entgegen

jeder Norm und verscheucht die Gäste.

Ihre ältere Schwester Clara, eine bürgerliche

Juristengattin, nimmt sich eine Auszeit, um

die jüngere zu betreuen. Diese provoziert,

lässt sich von den Dorfjungen befummeln,

sammelt tote Tiere und fertigt Pelzpantoffeln.

Und nach und nach zieht Lily ihre

Schwester in ihr Fantasiereich.

Darsteller: Diane Kruger, Ludivine Sagnier,

Denis Menochet

Start: 5. Mai

★★✩✩

Mitten im Sturm

Über eine Liebe, die härtesten

Bedingungen standhielt

Eugenia Ginzburg, Professorin

für russische Literatur,

wird unschuldig zu einem

Jahrzehnt im sibirischen

Gulag verurteilt. Mit ihren

poetischen Dichtungen schenkt sie ihren

Mithäftlingen Hoffnung und Kraft, während

sie selbst am Tod ihres Sohnes zu zerbrechen

droht. Der wolgadeutsche Lagerarzt

Anton Walter gibt alles, um Eugenia aus

ihrer Lethargie zu locken – mit seiner Hilfe

durchsteht sie die barbarische Haft und

kann schließlich ein neues Leben beginnen.

Darsteller: Emily Watson, Ulrich Tukur,

Ian Hart, Benjamin Sadler

Start: 5. Mai

★★★✩

Willkommen

im Süden

Die Sch’tis auf italienisch

Um vom Provinz-Postamt

ins pulsierende Mailand

versetzt zu werden, behauptet

Alberto behindert

zu sein. Als der Schwindel

auffliegt, wird er nach Süditalien strafversetzt.

Ein absoluter Albtraum, gibt es dort

nach den Vorstellungen der Norditaliener

nur Strolche, Mafiosi und Müllberge. Doch

vor Ort muss Alberto seine Vorurteile alsbald

revidieren. Ein Problem gibt es aber

noch: Seine Familie und seine Freunde zu

Hause glauben, er lebe im größten Elend.

Darsteller: Claudio Bisio, Alessandro Siani,

Angela Finocchiaro, Teco Celio

Start: 5. Mai

★★★✩

Dare

Hab keine Angst. Tu es

einfach!

Eine Geschichte über drei

Teenager, deren Wege sich

kreuzen und aus deren

Beziehungen alle gestärkt

hervorgehen. Alexa bereitet

sich auf ihre Karriere als Schauspielerin

vor, indem sie Kerle aufreißt, die kaum zu

haben sind. Beim beliebten Johnny klappt

es auch – dadurch inspiriert, traut sich der

schüchterne Ben ebenfalls, Johnny zu umgarnen.

Das Objekt der Begierde gibt sich

als Enfant Terrible, zeigt aber im Dreiecksverhältnis

seine neuen, sensiblen Seiten.

Darsteller: Emmy Rossum, Zach Gilford,

Ashley Springer, Rooney Mara

Start: 5. Mai

★★✩✩

Scream 4

Die Jagd auf Sidney und

die Teenager ist eröffnet!

Zehn Jahre sind vergangen,

seitdem sich Sidney zum

letzten Mal mit dem Maskenmann

duellierte. Doch

kurz nach ihrer Ankunft in

ihrem Heimatort klingelt das Telefon: Der

Killer meldet sich zurück. Sidney und ihre

Freunde können sich nach ersten Morden

nicht mehr sicher fühlen. Und während

man mit Debatten über die veränderten

Regeln des Horrorfilms dem Modus Operandi

des Irren auf die Spur kommen will,

geht das Töten unvermindert weiter.

Darsteller: David Arquette, Neve Campbell,

Courteney Cox, Emma Roberts

Start: 5. Mai

★★✩✩

Arthur

Er muss eine Wahl treffen

Der wohlhabende und

dauerbetrunkene Playboy

Arthur Bach vertraut auf

zwei Dinge in seinem Leben:

Seinen grenzenlosen

Reichtum und sein Kindermädchen

Hobson, das ihn bislang aus jedem

Schlamassel ziehen konnte. Doch nun

haben seine Eltern endgültig die Nase voll

von seinem verantwortungslosen Verhalten:

Sie drohen ihn zu enterben, wenn er nicht

Karrierefrau Susan heiratet. Währenddessen

verliebt Arthur sich jedoch in die aus einfachen

Verhältnissen stammende Naomi.

Darsteller: Russell Brand, Helen Mirren,

Jennifer Garner, Nick Nolte

Start: 5. Mai

★★✩✩


The Way Back –

Der lange Weg

Eine abenteuerliche Flucht

Während des Zweiten

Weltkrieges treffen die

Kriegsgefangenen Janusz,

Valka und Mr. Smith in

einem sibirischen Gulag

auf weitere überlebenswillige Leidensgenossen.

Während eines Eissturms gelingt

der siebenköpfigen Gruppe die waghalsige

Flucht. Vor ihnen liegt eine 4000 Meilen

lange Reise durch die Mongolei, die Wüste

Gobi und das Himalaya-Gebirge – eine

übermenschliche Kraftprobe, bei der die Integrität

der Gruppe oft auf dem Spiel steht.

Darsteller: Jim Sturgess, Colin Farrell, Ed

Harris, Saoirse Ronan

Start: 12. Mai

★★★✩

Polnische Ostern

Wackerer deutscher Bäckermeister

in familiärer Mission

Werner Grabosch liebt seine

Enkelin Mathilda über

alles. Nach dem Unfalltod

ihrer Mutter soll sie bei ihrem

polnischen Vater Tadeusz

aufwachsen. Grabosch will Mathilda

um jeden Preis zurückholen. Damit Tadeusz

das Sorgerecht verliert, will Grabosch die

polnische Familie ausspionieren. So fährt

der Atheist ausgerechnet über die Ostertage

in das Herz des polnischen Katholizismus.

Anfangs läuft alles nach Plan, doch

dann fühlt sich Grabosch immer wohler.

Darsteller: Henry Hübchen, Adrian Topol,

Parashiva Dragus

Start: 12. Mai

★★★✩

Auf brennender Erde

Schuld und Erlösung

An Oregons Küste führt

Sylvia ein Restaurant, doch

in ihren Gedanken lebt sie

noch immer in der Wüste

New Mexikos. Viele Jahre

zuvor fand hier eine leidenschaftliche

Affäre durch einen Brand ein

schreckliches Ende, viele Jahre später macht

sich ein Mädchen auf, um seine Eltern, die

durch diese Tragödie zusammengeführt

und doch wieder getrennt wurden, miteinander

zu versöhnen. Als Sylvia sich ihrer

Vergangenheit stellt, lernt sie an die Zukunft

und deren Versprechen zu glauben.

Darsteller: Charlize Theron, Kim Basinger,

Joaquim De Almeida

Start: 26. Mai

★★✩✩

Priest

Genre-Mischling aus

Western und Vampirfilm

Seit Jahrhunderten tobt

eine erbitterte Schlacht

zwischen Menschen und

Vampiren. In den letzten

Refugien der Menschheit

hat die Kirche die Macht an sich gerissen

und herrscht mit tyrannischer Härte. Als seine

Nichte von Vampiren entführt wird, sagt

sich Gotteskrieger Priest von seiner Institution

los und begibt sich in die postapokalyptische

Prärie, um die junge Frau mithilfe

der ehemaligen Kombattantin Priestess und

des Revolverhelden Hicks zu retten.

Darsteller: Paul Bettany, Cam Gigandet,

Maggie Q, Karl Urban

Start: 12. Mai

★★✩✩

Der Biber

Ein Plüschtier als Sprachrohr

Walter Black, Manager

einer Spielzeugfirma, Ehemann

einer liebenden Frau

und Vater zweier Söhne,

kann keiner dieser Rollen

gerecht werden. Er leidet

unter einer schweren Depression. Doch die

Rettung aus dem psychischen Tief erscheint

in Gestalt einer Biber-Handpuppe. Fortan

lässt Walter sie für sich sprechen. Der Biber

ermöglicht ihm quasi einen Urlaub von sich

selbst. Mit der Zeit lässt der künstliche

Nager allerdings immer weniger von Walters

eigentlicher Persönlichkeit übrig.

Darsteller: Mel Gibson, Jodie Foster, Anton

Yelchin, Jennifer Lawrence

Start: 19. Mai

★★★✩

Wer ist Hanna?

Ein atemloser Actionthriller

Hanna ist ein Teenager –

und eine gnadenlose

Kampfmaschine. In der

finnischen Wildnis hat ihr

Vater Erik Heller, ein Ex-

Agent der CIA, ihr beigebracht,

sich aus jeder noch so misslichen

Lage zu befreien. Und diese Fertigkeiten

werden bald bitter nötig sein, als Hanna

sich von Verfolgern umzingelt wiederfindet.

Die sind auf Geheiß der mysteriösen Marisa

Wiegler hinter ihr her, die ohne Hannas

Wissen auch zuvor eine gewichtige Rolle

im Leben der jungen Frau gespielt hat.

Darsteller: Saoirse Ronan, Eric Bana, Cate

Blanchett, Vicky Kreips

Start: 26. Mai

★★★✩

SPERRSITZ

Senna

Genie. Draufgänger. Legende

Rennsport-Dokumentation

über den dreimaligen Formel-1-Champion

Ayrton

Senna, der 1984 sein erstes

Formel-1-Rennen fuhr,

ein Jahrzehnt später in der

Tamburello-Kurve beim Großen Preis von

San Marino tödlich verunglückte und sein

Heimatland Brasilien im Schockzustand zurückließ.

Archivaufnahmen, Rückblicke auf

seine größten Triumphe und Interviews mit

Weggefährten und Rivalen, zeigen nicht nur

eine Rennsport-Ikone, sondern auch den

schillernden Menschen dahinter.

Mit: Ayrton Senna, Alain Prost,

Jackie Stewart

Start: 12. Mai

★★★✩

Secretariat

Ein Pferd wird zur Legende

Zu Beginn der 70er Jahre

übernimmt Penny Chenery

den Reitstall ihres schwer

erkrankten Vaters. Obwohl

sie über keinerlei Erfahrung

im Pferderennsport verfügt

nimmt die halsstarrige Frau die Herausforderung

an. Mithilfe des erfahrenen Trainers

Lucien Laurin gelingt es ihr, sich in der Männerdomäne

durchzusetzen. Obwohl keiner

einen Pfennig auf sie setzt,führt sie den

Hengst Secretariat zum Triumph. Als erstes

Pferd in 25 Jahren gewinnt er die United

States Triple Crown.

Darsteller: John Malkovich, Scott Glenn,

Diane Lane, James Cromwell

Start: 19. Mai

★★★✩

Die Relativitätstheorie

der Liebe

Lasst die Einstein’schen

Chaos-Spiele beginnen!

Ein Zehn-Personen-Stück,

das von zwei Darstellern

gestemmt wird. Katja Riemann

und Olli Dittrich

spielen Menschen, die sich auf unterschiedlichste

Weise mit dem Zusammenhang zwischen

Zufall und Liebe auseinandersetzen:

Eine gewissenhafte Beamtin, einen libanesischen

Gastronom, eine Frau mit dringendem

Kinderwunsch, einen eifersüchtigen

Fahrlehrer, einen homosexuellen Tanzlehrer,

einen Agenturchef und eine Esoterikerin.

Darsteller: Katja Riemann, Olli Dittrich,

Leonard Carow, Sara Fazilat

Start: 26. Mai

★★★✩

5/2011 streifzug 47


Erdgas-Fahrzeuge

Benzin und Diesel werden immer teurer. Dalohnt es sich, einmal über

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