ConTraiLo - Tagesaktuell

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ConTraiLo - Tagesaktuell

NL € 4,–; L € 4,–; DK dkr. 29,79; A € 4,–; B € 4,–; CH sfr 5,86; D € 4,– 22. Jahrgang Oktober 2010 73713

ConTraiLo

Land

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❯ Wasser

Container | Trailer | Logistik

Terminals:

KONZEPTE GESUCHT

ePaper


INHALT

Trucker auf See S. 36

Ein stehender Lkw kostet statt

Geld zu verdienen – ein Grundsatz,

der oftmals gilt. Allerdings

gibt es Ausnahmen, denn zumindest

müssen die Brummis dabei

nicht stetig mit eigenem Antrieb

rollen.

8/2010


Editorial

3 Zusammenhalt auf See

Tipps & Trends

6 Umschlagbahnhof eröffnet

8 Führungswechsel in Leverkusen

9 Testflotte mit Hybrid

10 Kritik an Reedereien

12 Zwischenbilanz am JWP

14 Intermodal ist zurück

16 Familiär mit internationalem Flair

Übersee

20 Quartett auf See

22 Verbindung mit Zukunft

26 Im Dienst der Umwelt

27 Das Service-Update

28 App für neues Zollverfahren

Terminal international

30 Flexible Konzepte gesucht

33 CTA überzeugt

Schiffbau

34 Tier III schon heute erfüllbar

Short Sea

36 Trucker auf See

42 Facts der Häfen

44 „Grüne“ Brücke nach Schweden

46 Wind rollt übers Meer

Logistik

48 Blick auf ein Vierteljahrhundert

Binnenschiff-Fahrt

50 Neues Potenzial für Ennshafen

51 Wahltag beim EVB

Hinterlandterminals

52 Anpfiff in Giengen

58 Container im Hinterland

Schiene

60 Rekordmonat für CT Herne

62 Jubiläumsbox

Container

64 Sicherheit für Fracht und Leben

66 Verschärfte Auflage

68 Auf den Kunden kommt es an

70 Marktübersicht Container-Miete

Straße

72 Messe der Entscheider

74 Im Zeichen des Neubeginns

76 Mit automatischen Helfern

Verladetechnik

78 Stahl reist per Container

80 Komponenten im Fokus

81 Impressum

Anpfiff in Giengen S. 52

Mit einem schrillen Pfeifsignal fährt die orange Locon-

Lok ein. Ein knallroter Ferrari wartet bereits im Yard

darauf, dass ihm die Container zugespielt werden. Im

Gegensatz zum Fußball scheint es beim neuen Container-

Terminal in Giengen jedoch nur Gewinner zu geben.

Einer davon: die Umwelt.

Messe der Entscheider S. 72

Bei der IAA Nutzfahrzeuge 2010 feierten 272 Produkte

Weltpremiere – darunter auch Neuheiten speziell für die

Vor- und Nachläufe von Containern und Trailern aus den

Kombinierten Verkehren über die Straße. Highlights stellt

ConTraiLo vor.

Sicherheit für Fracht

und Leben S. 64

„Container als Waffe“ – nur eine

der Ängste, die sich seit den Terroranschlägen

2001 entwickelt

hat. Wie sicher sind Container?

Wer weiß, was wo unterwegs

ist? Piratenangriffe, Unglücke

und gesetzliche Vorgaben

werfen stetig

neue Fragen auf der

Suche nach

Sicherheit auf.


Hunter ist bei Informa IRR Exhibitions

für Veranstaltungen im

maritimen Bereich sowie im

Transport- und Logistik-Sektor verantwortlich

und blickt für Amsterdam auf

15 Jahre Erfahrung zurück.

Welche Neuerungen können die Besucher

und Aussteller der Intermodal Europe

2010 erwarten?

Hunter: Wir werden eine Konferenz mit

hohem Niveau ausrichten, an der die Besucher

kostenlos teilnehmen können. So

werden die Konferenzinhalte noch enger

mit der Ausstellung verknüpft. Zudem

werden wir mehr Informationen anbieten.

Statt nur einer einseitig ausgerichteten

Konferenz werden wir dieses Jahr

verschiedene Themenbühnen haben, von

denen jede eine Serie hochinformativer

Teilveranstaltungen haben wird. Auch die

European Intermodal Association wird bei

Intermodal ist zurück

Nachgefragt. Nach einem Jahr Pause geht die Intermodal Europe

2010 vom 30. November bis 2. Dezember 2010 wieder an den

Start. ConTraiLo hat den Portfolio-Director der Veranstaltung,

Philip Hunter, zu den Aussichten für das Event befragt.

Philip Hunter hat bereits viele Industrie-Events ausgerichtet. (Fotos: IRR, Port of Amsterdam)

der Intermodal Europe Seminare anbieten

und am ersten Veranstaltungstag werden

wir Gastgeber für die Verleihung ihrer

jährlichen Industry Awards sein.

Aus welchen Gründen hat IRR Amsterdam

als Veranstaltungsort ausgewählt?

Hunter: Wir haben die Branche in die

Beratungen einbezogen, wo die Intermodal

Europe in diesem Jahr stattfinden

könnte und fragten unsere Aussteller, das

Veranstaltungskomitee und Industrieexperten

nach ihrer Meinung. Amsterdam

wurde dabei mehrheitlich als Veranstaltungsort

2010 bevorzugt.

Amsterdam ist eine faszinierende Stadt

für die Besucher und Aussteller der Veranstaltung

und bietet einfache Anreisebedingungen

aus den meisten Bereichen

Europas. Zudem können wir bereits auf

sehr erfolgreiche Veranstaltungen in Amsterdam

zurückblicken.

Wer sollte die Intermodal Europe nicht

verpassen?

Hunter: Wer Produkte oder Dienstleistungen

anbietet, die den Güterumschlag

zwischen Straße, Schiene und Wasser

ermöglichen, sollte als Aussteller dabei

sein. Wir haben bereits Anmeldungen von

Logistikern, Schiff-Fahrtsgesellschaften,

Häfen, Eisenbahnbetrieben und Umschlagequipment-Anbietern

und -Dienstleistern.

Auch Container- und Kühlcontainervermieter,

Hersteller, Versicherer,

Finanzdienstleister und IT-Anbieter werden

der Branche ihre neuesten Entwicklungen

präsentieren.

Auf der Besucherseite spricht die Intermodal

vor allem Entscheidungsträger der

Güterverkehrsbranche, Schiff-Fahrtsgesellschaften,

Fachleute für Transport und

Logistik, Speditieure und Supply-Chain-

Fachleute an. Unser Ziel ist es, möglichst

viele Menschen aus der gesamten Intermodal-Branche

für drei Tage unter demselben

Dach zusammenzubringen, um

Kontakte zu knüpfen, einzukaufen, Entscheidungen

zu treffen und zu lernen.

Wie gut entwickelt sich die Intermodal

Europe bisher?

Hunter: Bisher wird die Veranstaltung gut

angenommen. Wir haben bereits mehr als

zwei Drittel der Ausstellungsfläche vergeben,

dabei sind es noch sechs Monate bis

zum Veranstaltungsbeginn. Verschiedene

Verlage, Internetseiten und Verbände


unterstützen uns und machen das Event

innerhalb der Branche bekannt.

Welche Trends zeichnen sich für

intermodale Transporte ab?

Hunter: Das Konferenzprogramm wird

zurzeit recherchiert und geplant, um sicherzustellen,

dass wir die wichtigsten

Themen der Branche abdecken. Erste

Nachforschungen deuten dabei auf Themenbereiche

wie Zusammenarbeit, Umwelt,

die Wiederbelebung nach der Rezession,

Veränderungen der intermodalen

Landschaft in den letzten Jahren und was

die kommenden 18 Monate uns bringen

könnten. Dieses sind Schlüsselthemen,

die wir beobachten.

Gibt es „intermodale“ Unterschiede

zwischen Europa und dem Rest der Welt?

Hunter: Europa ist im Bereich Intermodalität

mit ausgezeichneten Transportverbindungen

und seinen eng verzahnten

Gemeinschaften aus Befrachtern,

Schiff-Fahrtsgesellschaften, Straßen- und

Schienenspeditionen und firmenexternen

Logistik-Dienstleistern sehr gut entwickelt.

Allerdings bedeutet dies nicht,

dass es keine Herausforderungen gibt.

Der Vorteil einer Veranstaltung wie die

Intermodal Europe ist, dass sie Lösungen

für verschiedene Probleme der Branche

anbietet, auf die Unternehmen im Laufe

der Jahre stoßen.

Es gibt zahlreiche andere Gebiete auf der

Welt, die Bedarf für intermodale Produkte

und Dienstleistungen haben und wir

als Organisatoren der Intermodal haben

diese Gebiete und Wege stetig im Auge,

um dann das bestmögliche Event zu entwickeln.

Gibt es eine Tendenz zu einem

Verkehrsträger oder zu multimodalen

Transporten?

Hunter: Da 80 Prozent der weltweiten

Güter per Container transportiert werden,

gibt es eine konstante Nachfrage

nach Produkten und Dienstleistungen,

um diese Container von Seeschiffen auf

die Straße, Schiene oder Binnengewässer

umzuschlagen. Das bedeutet, sie müssen

landeinwärts und quer durch das Land

gebracht werden und daher bleibt der

Umschlag vom Wasser auf die Schiene

ein riesiges Feld für alle, die irgendwo

auf der Welt an Gütertransporten von

A nach B beteiligt sind. Auch Binnenwasserstraßen

haben viel Potenzial,

besonders wenn Unternehmen darüber

nachdenken, umweltfreundlichere

Transportlösungen zu nutzen.


Foto des Monats

Werft: Hyundai Heavy Industries, Ulsan

Länge über alles: 366 m

Länge zwischen Loten: 350 m

Breite: 48,20 m

Tiefe der Laderäume: 29,85 m

Freibordtiefgang: 15,50 m

Tragfähigkeit: 125.480 mt bei 14,50 m Tiefgang

140.580 mt bei 15,50 m Tiefgang

Alle acht Schiffe wurden auf der Hyundai Heavy Industries

Werft in Ulsan gebaut. (Foto: HHM/D. Hasenpusch)


QUARTETT

auf See

ULCC. Vier Rickmers Schwestern erobern

seit dem Spätsommer gemeinsam die Weltmeere.

Jedes der vier Schiffe Pearl Rickmers,

Ruby Rickmers, Aqua Rickmers and Coconee

Rickmers kommt auf eine Dienstgeschwindigkeit

von 24,3 Knoten und hat eine Kapazität

von 13.100 TEU. Das Quartett wurde

langfristig an Maersk Line verchartert.

(Foto: Rickmers Holding/D. Hasenpusch)


Eingesetzt werden die Schiffe als Maersk Edinburgh,

Maersk Emden, Maersk Eindhoven und Maersk

Essen als Teil der „E-Klasse“ im Gemeinschaftsdienst

von Maersk und CMA CGM zwischen Asien und Nordeuropa.

Weitere vier Schwesterschiffe werden im kommenden

Jahr im Januar, Februar, Mai und Juli an die Rickmers

Gruppe abgeliefert. Auch diese gehen auf Charterbasis an

Maersk Line. Alle Schiffe wurden für eine Zehn-Jahres-

Periode verchartert, mit Option auf Verlängerung.

100-m-Containerkette

Unter Deck werden die Container in 17 Reihen transportiert,

an Deck in 19 Reihen. Die maximale Auslastung

jedes Schiffes beträgt 7074 TEU an Deck und 6018 TEU

unter Deck. Also eine Gesamtzahl von 13.092 TEU. Bei

einem einheitlichen Gewicht von 14 t/TEU beträgt die

Kapazität ungefähr 9080 TEU. Für 800 40’-Container sind

Kühlanschlüsse vorhanden.

Wäre es möglich, die Gesamtanzahl von 13.100 TEU auf

einen einzigen Zug zu verladen, so würde dieser eine Länge

von ungefähr 100 km erreichen. Oder anders ausgedrückt

würde die Lokomotive dieses Zuges Kiel erreichen,

noch bevor der letzte Waggon Hamburg, den Sitz der

Rickmers Gruppe, verlassen hätte, führte Bertram R. C.

Rickmers, Chaiman der Rickmers Holding bei der Vierlingstaufe

in Ulsan aus.

Flexible Geschwindigkeit

Angetrieben werden die Schiffe mit einem Hyundai-

Wärtsilä-12RT-flex96C-Hauptmotor. Dieser hat mehr als

2000 t Gewicht und generiert 68,640 kW (MCR) bei

102 Umdrehungen in der Minute, sowie 61,776 kW

(NCR) bei 98,5 Umdrehungen. Zudem sind fünf Dieselgeneratoren

mit 2700 kW Leistung installiert. Arbeiten

die Flex-Motoren nur mit einer Leistung von 60

Prozent, werden laut Rickmers noch 21,5 Knoten

Geschwindigkeit erreicht. Zudem wurden die Motoren

nach Unternehmensangaben so konstruiert, dass sie die

heutigen Anforderungen von Charterern an das „slow

steaming“ erfüllen.

Schiff-Management

Rickmers Shipmanagement (Singapore) Pte Ltd (RSS), ein

Unternehmen der Rickmers Gruppe, wird die Neubauten

managen. Inklusive der vier 13.100-TEU-Schiffe betreibt

RSS eine Flotte von 27 Schiffen im Alter von durchschnittlich

zwei Jahren. Mit den vier neuen 13.100-TEU-

Schiffen zählt die Gesamtflotte der Rickmers Gruppe 107

Schiffe, wovon 78 von der Rickmers Reederei in Hamburg

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VERBINDUNG

mit Zukunft

Unternehmen. „Offensiv, mutig, kontrolliert,

dynamisch, technisch hochwertig“ – so

gestaltet sich nach eigenen Angaben

die strategische Ausrichtung

der Bremer Projekt- und

Schwergutreederei

Beluga Shipping...


...Die Flotte aus rund

70 Mehrzweck-Schwergutfrachtern

mit bis zu 1400 t

Krankapazitäten im Tandembetrieb

ist auf modernstem Stand, flexibel einsetzbar

und moderat im Treibstoffverbrauch.

Insbesondere dieses Angebot, gepaart mit der notwendigen

Qualifikation der weltweit gut 550 Mitarbeiter,

macht das 1995 gegründete Unternehmen nach eigener

Aussage im wirtschaftlich stabilen Nischensegment

Projekt- und Schwergut zum Weltmarktführer. Die Bewältigung

größter Transport-Herausforderungen, die Umsetzung

von Innovationen und die Förderung des maritimen

Nachwuchses sollen kennzeichnend für Beluga

Shipping sein. Dabei entsteht derzeit ein Stück Zukunft.


Fachwissen gefragt: Das Laden und Löschen von Schwergütern

setzt Professionalität voraus.

Auf dem Maritimen Campus Elsfleth entsteht die Beluga Offshore

Training Academy (BOTA), zu der unter anderem ein

„Offshore & Heavy Lift Crane Operation Simulator“ sowie eine

Übungsschwimmhalle mit Übungsturm für diverse Sicherheitstrainings

vom Übersteigen auf eine Offshore-Anlage bis zur Rettung

aus dem Wasser zählen. Mit einem umfassenden Seminarprogramm,

welches ab April 2011 aus mehr als 40 Modulen

bestehen wird, schult die BOTA stark nachgefragtes Fachpersonal

vom Elektriker über den Schiffsmechaniker und Kapitän bis

zum Windenergieanlagentechniker an einem zentralen Stand-

Spezialequipment:

Beluga hat eine Flotte

aus 70 Mehrzweck-

Schwergutfrachtern.

24 ConTraiLo 3/2010

Wind auf See: Die Offshore-Windparks stellen neue

Herausforderungen. (Fotos: Beluga)

ort. Denn das Laden und Löschen von Schwergütern, der Aufbau

von Offshore-Windkraftanlagen, die Kabelverlegung im

Meer oder der Service für Offshore-Einrichtungen erfordern

höchste Professionalität und Fachkenntnis, um Mensch und

Ladung nicht zu gefährden.

Gemeinsame Spezialisierung

Die BOTA-Absolventen werden nach Unternehmensangaben

besonders auch als Spezialisten für das Joint-Venture BELUGA

HOCHTIEF Offshore in Frage kommen, welches die Beluga

Shipping GmbH und die Hochtief Construction AG gemeinsam

bilden. „Der Zukunftsmarkt Offshore-

Wind“, so Beluga „ist geprägt von attraktiven

Potenzialen und technisch bis dato

nicht ausgereiften Möglichkeiten.“

Um der Industrie die dringend

benötigten Kapazitäten in der


Errichter-Logistik vor allem für die stark nachgefragte

Deutsche Bucht, aber ebenso für die englische Ostküste

zur Verfügung zu stellen, wird BELUGA HOCHTIEF Offshore

auf einer deutschen Werft Spezial-Errichterschiffe

bauen lassen, die der Markt in dieser Form noch nicht

aufweist: Die autark agierenden Kraftpakete mit je 8000 t

möglicher Zuladung und einem 1500 t hebenden Kran

werden Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung

von fünf und mehr Megawatt laden, transportieren und

direkt am Zielort installieren können.

„Grüne“ Logistik

Politischer Flankierung kann sich die Offshore-Industrie

sicher sein. Der Wind von hoher See soll an Land fortan

stärker als bisher zu einem ausgewogeneren und umweltverträglicheren

Energiemix beitragen. Durch die damit

verbundene Reduzierung der CO2-Emissionen könnte

den negativen Auswirkungen des Klimawandels Einhalt

geboten werden. Beluga Shipping ist nach eigener Aussage

bereits seit langem engagiert, die klimaschädlichen

Auswirkungen der Schiff-Fahrt zu minimieren, indem

beispielsweise ein die Motoren entlastendes SkySails-

Zugdrachenantriebssystem verwendet wird oder in dem

Meeresströmungen, besondere Schiffsanstriche und „Abkürzungen“

wie die Nordostpassage genutzt werden, um

den Treibstoffverbrauch der Flotte und mithin den Ausstoß

unter anderem von CO2 zu verringern.

Forschung für Morgen

Dass der Klimawandel nach Beluga nicht nur eine Bedrohung,

sondern eventuell auch eine Chance ist, dass sich

Lebensräume und Rahmenbedingungen verändern werden,

man aber die Möglichkeit hat, sich darauf frühzeitig

einzustellen und vorzubereiten, untersucht mit besonderem

Fokus auf die Metropolregion Bremen–Oldenburg das

Forschungsprojekt „Nordwest 2050“. Eine „Roadmap of

Change“ soll beschreiben, welche Veränderungsprozesse

in der Region erfolgen müssen, damit sie an die klimatischen

Anforderungen des Jahres 2050 im wirtschaftlichen,

politischen und gesellschaftlichen Sinne angepasst

ist.

Beluga Shipping ist eines der für die Mitwirkung ausgesuchten

Unternehmen in diesem vom Bundesministerium

für Bildung und Forschung geförderten Projekt. Der

Strategieprozess sieht vor, infolge des Klimawandels auf

die Reederei zukommende Herausforderungen zu identifizieren,

Verfahren zur Anpassung zu entwickeln und zu

bewerten sowie die befürworteten Strategien langfristig

im Unternehmen zu verankern – und damit die verbundenen

Chancen auch sinnvoll zu nutzen.

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Übersee

KÜHLCONTAINER-FLOTTE

Evergreen Line erhält

PrimeLINE ® Units

Evergreen Line hat von Carrier Transicold

2000 PrimeLINE ® -Kühlaggregate

gekauft. „PrimeLINE wurde speziell für

Reedereien wie Evergreen entwickelt,

um ihnen nachhaltige Lösungen für ihren

Betrieb zur Verfügung zu stellen“,

sagt Chiou Fun Sin, Carrier-Vizepräsident,

Global Container-Kühltechnik.

Die neuen mit PrimeLINE ausgestatteten

40’-Container ersetzen nach Angaben

von Carrier einige der ältesten

Einheiten in der 55.000 TEU umfassenden

Evergreen-Kühlcontainerflotte.

TOP-DREI-REEDEREIEN KOOPERIEREN

Gemeinsam

gegen Piraten

CMA CGM, MSC und Maersk Line haben

sich für eine Kooperation im Kampf gegen

die Piraterie im Golf von Aden und dem

Indischen Ozean entschieden.

Die Zusammenarbeit schließt den Informationsaustausch

über Sicherheitsmaßnahmen,

Strategien und Verfahren ebenso wie

26 ConTraiLo 8/2010

(Foto: Carrier Transicold/Evergreen)

Testlauf: die Cap San Lorenzo. (Foto: Hamburg Süd)

Im Dienst der Umwelt

Cap San Lorenzo an Test beteiligt

Zum zweiten Mal in diesem Jahr

konnte die United States Environmental

Protection Agency (EPA) mit Unterstützung

der Hamburg Süd Daten über

mögliche Schadstoffreduktionen in

der Schiff-Fahrt generieren.

Emissionen reduzieren. Für einen

Test betrieb die Reederei das Containerschiff

Cap San Lorenzo beim Einbzw.

Auslaufen in den Hafen von Santos

mit Low Sulphur Marine Gas Oil

(LSMGO) mit einem Schwefelgehalt

von 0,1 Prozent. „Wir begrüßen und

unterstützen es, wenn sich Reedereien

wie die Hamburg Süd freiwillig an

die Koordination ein. „Unser erstes und

wichtigstes Anliegen ist die Sicherheit

unserer Besatzungen. Piraterie ist ein andauerndes

Problem für die Schiff-Fahrtsindustrie

und wenn wir diesem effetiv begegnen

wollen, müssen wir als Schiffseigner

kooperieren“, gaben CMA CGM, MSC und

Maersk Line in einem gemeinsamen Kommentar

an.

„Der Anti-Piraterie-Best-Management-Practice

(BMP) zu folgen, ist ein wichtiger

Maßnahmen zur Emissionsreduktion

beteiligen“, so Gina McCarthy, US

EPA’s Assistant Administrator for Air

and Radiation. In einigen Gebieten,

den so genannten Emission Control

Areas (ECAs), wie an den Liegeplätzen

der europäischen Union, gelten bereits

heute verschärfte Schwefelgrenzwerte.

Maritime Umweltzonen. An der nordamerikanischen

Atlantik- und Pazifikküste

sowie der US-Golfküste soll ab

August 2012 nur noch Brennstoff mit

einem Schwefelgehalt von einem Prozent

zugelassen sein.

Schritt, um Entführungen vorzubeugen und

wir unterstützen die Anwendung und die

Weiterentwicklung voll“, sagen die Reedereien.

CMA CGM, MSC und Maersk Line begrüßen

und unterstützen die Bemühungen der internationalen

Gemeinschaft, die Piraterie

durch die Präsenz der Marine zu bekämpfen

und Rechtsrahmen zu schaffen, um Piraten

verfolgen und für ihre kriminellen Taten verantwortlich

machen zu können.


Das Service-Update

News-Ticker: Containerdienste

Asia North Europe Service 5 (NE5)

Am 17. Oktober 2010 hat Hanjin Shipping seinen NE5-

Dienst aufgenommen und bietet damit einen Direktdienst

zwischen Vietnam und Nordeuropa mit neun

6500-TEU-Schiffen. Angelaufen werden Gwangyang,

Busan, Shanghai, Yantian, Vung Tau, Singapur, Hamburg,

Rotterdam, Le Havre, Algeciras, Singapur, Kaohsiung.

Derzeit schafft Hanjin ein Dedicated-Terminal in der

vietnamesischen Region Vung Tau, das nächstes Jahr in

Betrieb gehen soll.

Asia-Latin America West Coast Express (ALW-Service)

Mitte September haben China Shipping Container Lines

(CSCL), Hanjin Shipping (HJS), CMA CGM S.A. (CMA

CGM) und Hyundai Merchant Marine (HMM) den ALW-

Service mit zehn Schiffen zwischen 2350 und 2550 TEU

gestartet. Die Rotation geht von Shekou nach Ningbo,

Shanghai, Pusan, Manzanillo, Buenaventura, Guayaquil,

Callao, Iquique, Valparaiso, San Vicente, Manzanillo,

Pusan, Shekou.

New Victory Bridge Service

Am 17. Oktober ist der neue Dienst von CMA CGM und

CSAV zwischen Nordeuropa und dem US-Südatlantik,

Mexico und dem US-Golf gestartet. Fünf Schiffe mit 3000

TEU decken folgende Rotation ab: Le Havre, Antwerpen,

Rotterdam, Bremerhaven, Charleston, Miami, Vera Cruz,

Altamira, Houston, Miami, Le Havre.

„Den Hintergründen dieses Problems kann nicht über

Nacht begegnet werden. Ein starkes und dynamisches

Mandat für die Seestreitkräfte ist Voraussetzung, um

sich an die stetig wechselnden Situationen in der Region

anzupassen. Zudem ist es wichtig, dass Piraterie nicht

unbestraft bleibt, wozu passende Rechtsrahmen zur Verfolgung

von Piraten benötigt werden“, sagten die Partner.

Die Reedereien unterstützen darüber hinaus auch

Vorschläge zum Aufbau regionaler Kapazitäten, wie eine

Küstenwache und mögliche Transitkorridore nach Ostafrika.

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App für neues Zollverfahren

luK-Technologie. Zum 1. Januar 2011 müssen Waren, die erstmals in die Europäische Union eingeführt

werden, elektronisch bei den Zollbehörden in Europa vorangemeldet werden. Dem Zoll soll mit diesem

Import Control System (ICS) Zeit gegeben werden, eine Risikoanalyse über die Güter zu erstellen.

China Shipping Lines hat sich

hierzu für das Angebot des IT-

Dienstleisters und Systemhauses

DAKOSY AG entschieden. Die Reederei

wird die ICS-Schnittstelle von DAKOSY

für 13 europäische Länder nutzen und

sich so rechtzeitig auf das neue Zollverfahren

einstellen. „Viele unserer Wettbewerber

sind noch gar nicht so weit“,

sagt Niels Harnack, Geschäftsführer der

28 ConTraiLo 8/2010

Der DAKOSY-App:

Dank der Applikation

für Smartphones

können Benutzer

aus der Ferne auf

„kritische“ Fälle,

wie Anmeldungen,

bei denen der Zoll

z. B. ein Ladeverbot

ausgesprochen hat,

direkt zugreifen.

deutschen China Shipping Agency in

Hamburg.

„Durch die Vergabe der Anbindung über

DAKOSY haben wir uns den eigenen

Entwicklungs-, Zertifizierungs- und Pflegeaufwand

für das neue Import Control

System erspart und werden deutlich

vor dem Stichtag startklar sein.“ Mit weiteren

großen internationalen Carriern

laufen laut Ulrich Wrage, Vorstandssprecher

der DAKOSY AG erfolgversprechende

Verhandlungen.

Komplexe Aufgabenstellung

Für den Kunden eine einheitliche ICS-

Schnittstelle umzusetzen, die in mehreren

europäischen Ländern eingesetzt

werden kann, ist komplex. „Auf der einen

Seite müssen wir die von der Generaldirektion

‚Zoll und Steuern‘ der Europäischen

Kommission und den jeweiligen

nationalen Zollbehörden vorgegebenen

fachlichen und technischen Spezifikationen

exakt erfüllen, um die nötige Zertifizierung

von den Zollbehörden in den

einzelnen europäischen Ländern zu

erhalten“, sagt Wrage und führt fort:

„Gleichzeitig ist eine Abstimmung mit

den IT-Systemen und -Prozessen unserer

Kunden erforderlich, um eine Verknüpfung

zwischen diesen beiden Welten

zu schaffen. Die von uns zu programmierende

Schnittstelle wird dann mit den

Zollrechnern in den für unsere Kunden

relevanten europäischen Ländern harmonieren.“

Möglichkeiten der Lösung

Die ICS-Schnittstelle von DAKOSY zeichnet

sich nach den Worten von Wrage

vor allem durch ihre Monitoring-Funktionen

aus. Dazu gehört die Möglichkeit,

sich Statusmeldungen, neben SMS oder

eMails, über das iPhone oder andere

Smartphones anzeigen zu lassen.

„Diese App soll es unseren Anwendern

ermöglichen, jederzeit und überall Statusabfragen

machen zu können“, erklärt

Wrage und ergänzt: „Gleichzeitig informiert

die App unsere Kunden sofort,


wenn einmal schneller Handlungsbedarf

auf Grund von Rückmeldungen des Zolls

bestehen sollte.“ So sollen auch außerhalb

der Bürozeiten Verzögerungen in

der Transportkette durch mögliche Zoll-

(Fotos: China Shipping, DAKOSY)

rückfragen schneller geklärt und behoben

werden können. Die Anwendung ist

für Nutzer des ICS-Systems von DAKOSY

kostenlos und soll zeitgleich mit der ICS-

Einführung zur Verfügung stehen.

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Hintergrund der Unternehmen

Die in Hamburg ansässige DAKOSY AG

ist seit über 25 Jahren IT- und Softwaredienstleister

für internationale Speditions-

und Zollabwicklung. Weitere

Softwareschwerpunkte liegen in der Gefahrgut-

und Verkehrsträgerabwicklung.

Darüber hinaus ermöglicht die DAKO-

SY AG ihren Kunden als Systemhaus

und Clearing-Center die Nutzung vielfältiger

IT- und Rechenzentrums-Services.

Die China Shipping Gruppe wurde im

Juli 1997 als Zusammenschluss mehrerer

kleinerer staatlicher Schiff-Fahrtsunternehmen

gegründet. Die gesamte Flotte

umfasst rund 450 Schiffe, darunter 158

Containerschiffe mit einer Größe von bis

zu 10.000 TEU. Im nächsten Jahr beginnt

die Ablieferung von acht 14.000-TEU-

Neubauten.

Jetzt neu: Containerkontrollmessungen

mit

mobilem Gasanalysator


Veranstalter im Interview: (v. l.) Ulf Inzelmann

(UMCO Umwelt Consult GmbH) und Gerrit Küther

(ma-co maritimes competenzcentrum e. V.).

FLEXIBLE KONZEPTE

gesucht

Nachgefragt. Neues Format, mehr Inhalt, mehr Spannung

– dies sind die Schlagworte, mit denen der 3. See-Hafen-

Kongress in Hamburg für sich wirbt. ConTraiLo hat bei den

Geschäftsführern der Veranstalter Gerrit Küther, ma-co

maritimes competenzcentrum e. V., und Ulf Inzelmann,

UMCO Umwelt Consult GmbH, nachgefragt, was die Fachbesucher

vom 24. bis 26. November 2010 erwartet.


Die dritte Auflage des Kongresses geht mit einem

neuen Konzept an den Start. Was sind die Hintergründe

für dieses neue Format?

Inzelmann: Der See-Hafen-Kongress hatte von Anfang an

den Anspruch, eine Kommunikations-Plattform für den

Hafen und dessen Nutzer zu sein. Mit der neuen Form,

in moderierten Runden aktuelle Themen zu diskutieren,

wollen wir diesem Anspruch noch besser gerecht werden

und den Nutzwert für die Teilnehmer weiter erhöhen.

Der aktive Austausch steht noch mehr im Vordergrund.

Wir versprechen uns durch vorgeschaltete pointierte Vorträge

eine lebhafte Diskussion, die für alle Kongressbeteiligten

positiv ist.

Wer sollte den 3. See-Hafen-Kongress keinesfalls verpassen?

Küther: Alle Unternehmen und Institutionen, die an der

Logistik-Kette der Hafenwirtschaft beteiligt sind, deren

unternehmerischer Erfolg wesentlich durch die Nutzung

der Seehäfen als Im- und Exportdrehscheibe bestimmt ist.

Neben den großen Containerterminals sind Reeder, Spediteure

und andere Logistik-Partner durch den See-Hafen-

Kongress angesprochen.

Gibt es Themenbereiche, die Sie Unternehmen aus der

Container-Branche und aus dem RoRo-Sektor besonders

empfehlen würden?

Küther: Sicherlich die erste Themenrunde „Neue Perspektiven

der maritimen Wirtschaft“. Die enge Verzahnung zwischen

Reeder und Verlader muss in der Zukunft weiter verbessert

werden. Der Anspruch einer hohen Produktivität

bei verringerten Liegezeiten der Schiffe wird weiter der

kritische Erfolgsfaktor für die maritime Wirtschaft sein.

Inzelmann: Zudem ist die Runde zum Thema REACH

besonders reizvoll, da wir hier erstmals hören werden, wie

sich Hafen und Behörden auf die Neuerungen eingestellt

haben.

Neben dem Kongress haben Sie in diesem Jahr auch

eine begleitende Ausstellung mit rund 20 Ausstellern

geplant. Über welche Bereiche/Leistungen können sich

die Besucher hier informieren?

Inzelmann: Ausstellen werden unsere Sponsoren, die wie

BLG, HHLA, Eurogate, Brunsbüttel Ports aus der Hafenwirtschaft

und wie Lehnkering, Transfracht und BUSS aus

der Logistik kommen oder wie Habacker und DAKOSY Lo-

Das Container Terminal Halle Saale

ist eine Leistung der Hafen Halle GmbH.

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Informations- und

Diskussionsplattform

für die Branche.

(Fotos: See-Hafen-Kongress)

gistik bezogene Dienstleistungen anbieten. Hinzu kommen

Aussteller wie das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und

Dienstleistungen, korinexan industrial services, ein Spezialist

für flüssigkeitsführende Systeme, Rainer Ladungssicherungstechnik

und das Short Sea Shipping Inland Waterway Promotion

Center.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung für die Seehäfen?

Inzelmann: Ich sehe einen schwierigen Balanceakt zwischen notwendigen

Investitionen in die Infrastruktur und den Terminalkapazitäten

auf der einen Seite und der relativ unsicheren

mittelfristigen Entwicklung der Wirtschaft und damit einer

sicheren betriebswirtschaftlichen Kalkulation.

32 ConTraiLo 8/2010

Küther: Seit Mitte 2010 zeichnet sich eine langsame aber stetige

Erholung in den Seehäfen ab: Die Umschlagmengen steigen,

allerdings sind die Gewinnmargen weiterhin deutlich reduziert.

Die Seehäfen und damit auch die gesamte Hafenwirtschaft müssen

sich darauf einstellen, dass es zukünftig wiederum zu heftigen

Konjunkturschwankungen kommen kann. Daher müssen

flexible Konzepte realisiert werden. Auch die neuen Containerschiffe

stellen aufgrund ihrer Größe höhere Anforderungen an

die Infrastruktur – Stichwort Elbvertiefung – und an die Produktivität

der Terminals. Eine qualifizierte Ausbildung der Mitarbeiter

wird damit zu einem zentralen Erfolgsfaktor für die Leistungsfähigkeit

der Seehäfen. Die Einführung flexibler Beschäftigungskonzepte

bildet die Grundlage dafür, auch zukünftig auf Konjunkturschwankungen

kurzfristig reagieren zu können.

Wie sehen Sie Hinterlandverkehr und Schnittstelle Hafen?

Inzelmann: Die Hinterlandverkehre sind für die Seehäfen ein

wichtiger Bestandteil der Logistik-Kette. Wenn wir auf Hamburg

blicken, so ist neben der Elbvertiefung die Verbesserung der Lkw-

Verkehre und die weitere Stärkung der Bahnanbindung zwingende

Voraussetzung, um gegenüber den Tiefwasser-Seehäfen wettbewerbsfähig

zu bleiben.

Was kann bzw. muss dringend verbessert werden, damit

sich z. B. die Liegezeiten der Container-Schiffe verkürzen?

Küther: Maßgeblich ist ein hohes Qualifikationsniveau der Mitarbeiter

auf den Containerterminals. In Verbindung mit der Einführung

flexibler Beschäftigungskonzepte können Produktivitäten

verbessert und Liegezeiten reduziert werden. Zudem sollte die

Etablierung einer engen Kommunikation auf allen Führungsebenen

zwischen den Containerterminals und den Reedern aufrechterhalten

und ggf. noch weiter intensiviert werden. Unternehmensübergreifende

Organisationskonzepte in gemeinsamen

Projekten und die Vernetzung von IT-Systemen können hier

unterstützend wirken.

Welchen Stellenwert nimmt die „grüne“, also umweltfreundliche

Container-Logistik ein?

Küther: Auch die Unternehmen der Container-Logistik stehen

seit einigen Jahren vor veränderten Rahmenbedingungen. Neben

den dynamischen Marktverhältnissen rücken zunehmend umweltpolitische

Themen in den Fokus der Gesellschaft. Die Container-Logistik

muss ihre Arbeitsabläufe und ihren Ressourceneinsatz

auf die geänderten Bedingungen einstellen, ohne die

Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren.

Vielen Dank für das Gespräch!


ZERTIFIKAT

CTA überzeugt

Der HHLA Container Terminal

Altenwerder (CTA) erhielt zum

dritten Mal in Folge die Zertifizierung

nach dem „Container-

Terminal-Quality-Indicator“-Standard

(CTQI). Hauptinitiatoren

des seit 2008 entwickelten

CTQI-Standard sind das Global

Institute of Logistics und der

Germanische Lloyd.

Das international gültige Qualitätssiegel

bestimmt optimale

Prozessabläufe und eine

einheitliche Methode zur Leistungsbewertung.

Das Zertifikat

hat eine Gültigkeit von einem

Jahr.

HAFENAUSBAU

Mehr Kapazität

Anfang September 2010 ist

in Klaipda der Vertrag für

das Bauprojekt „Rekonstruktion

der Kais No. 66 und

67 mit Erweiterung der Kais

No 66a und 67a“ unterzeichnet

worden. Der zweite

Bauabschnitt wurde unter

Einbeziehung lokaler Ingenieursgesellschaften

mit der

Josef Möbius Bau-Aktiengesellschaft

unterzeichnet. Die

Arbeiten sollen 15 Monate

nach der Vertragsunterzeichnung

abgeschlossen sein. Die

Kaianlage ist mit einer Länge

von 236,80 m, 30 m Breite

und einer Tiefe bis zu 13 m

geplant. Die rekonstruierten

Kais werden mit ihrer Erweiterung

zusätzliche Möglichkeiten

für den Umschlag von

Trocken-, Stück- und Flüssigladungen

bieten.

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können die Kunden sich mit „Designyour-own

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ihre Rettungsweste entsprechend den

speziellen Arbeitsanforderungen auswählen.

Weitere Neuheit von VIKING

ist der aktuelle „Buyer’s Guide to SO-

LAS Lifejackets“, der auf der Firmenhomepage

oder bei VIKING direkt

bestellt werden kann.

LLOYD-WERFT VERKÜRZT STENA RORO-FÄHREN

Bitte zweimal kürzen

Bislang reiste die Stena Trader mit 212 m Länge über See

– für ihren künftigen Einsatz in Kanada wird die erste von

zwei RoRo-Fähren der schwedischen RoRo AB nun um 12 m

verkürzt. Schiffsverlängerungen gehören seit über 20 Jahren

fast zu Routinearbeiten auf der Lloyd-Werft.

Erstmals geht es nun aber um eine Schiffsverkürzung. Die

beiden Schwesterschiffe Stena Trader und Stena Traveller

wurden zwischen 2006 und 2008 auf der norwegischen

34 ConTraiLo 8/2010

Tier III schon heute erfüllbar

MAN Diesel & Turbo mit „grünen“ Innovationen

MAN Diesel & Turbo hat auf der SMM

gezeigt, dass sich bereits heute die für

das Jahr 2016 für küstennahe Gebiete

geforderten Emissionsvorgaben Tier

III der IMO erfüllen lassen. Highlight

auf dem Messestand war ein 10 m

langes und 6 m hohes Exponat eines

Common-Rail-Groß-dieselmotors

vom Typ 20V32/44CR mit SCR-Katalysator.

Der 20-Zylinder-Viertakt-Motor

wurde für die Messe angefertigt

und ist eine Leichtbauvariante des

Großdieselmotors Typ 32/44CR mit

einem Gewicht von 89 t.

Erstmals mit Kat. Ausgestattet mit

Common-Rail-Einspritzung, variabler

Ventilsteuerung (VVT) und variabler

Turboladergeometrie (VTA) ist der

20V32/44CR laut Herstellerangaben

eines der effizientesten Aggregate seiner

Klasse. Auch ohne SCR-Katalysator

erfüllt er so die Stufe Tier II der

IMO-Emissionsvorschriften, die im

Jahr 2011 in Kraft treten soll.

Da für die dritte Stufe Tier III die Stickoxide

weiter reduziert werden müssen,

zeigte MAN Diesel & Turbo auf der

SMM 2010 in Hamburg den Motor

erstmals in Verbindung mit einem

SCR-Katalysator. MAN Diesel & Turbo

arbeitet darüber hinaus an weiteren

technischen Systemen zur Emissionsreduktion,

wie z. B. dem Abgasrückführungssystem

EGR oder verschiedene

Scrubber-Verfahren zur Verringerung

der Schwefelemissionen.

Rekord: Bei dem Motor 20V32/44CR

handelt es sich um das bislang größte

Ausstellungsstück von MAN Diesel &

Turbo. (Fotos: MAN Diesel & Turbo)

Fosen-Werft in Rissa gebaut. Damit sie ab 2011 in den

engen Inselhäfen der kanadischen Ostküste einsetzbar sind,

werden sie in Bremerhaven auf 200 m Länge verkürzt. Die

Arbeiten umfassen nicht nur das Heraustrennen eines Mittelteiles,

sondern auch die Ausweitung der Passagierkapazitäten

von 300 auf 1000. Die Umbauten entsprechen deshalb

laut der Lloyd-Werft eher einer umfangreichen Überarbeitung

der Konzepte beider RoRo-Fähren, die bisher zwischen Hoek

van Holland und Killingholme im Ärmelkanaldienst eingesetzt

waren. Für den RoRo-Dienst baut die Lloyd-Werft eine zweite

Heckrampe ein und modifiziert die bestehende Heckrampe.


Alternativer Kraftstoff. Eine weitere

Möglichkeit, Emissionen zu senken, ist

die Verwendung von schwefelarmen

Kraftstoffen wie Erdgas. Hier bietet MAN

Diesel & Turbo seinen Kunden sowohl

im Viertakt- als auch im Zweitaktbereich

Dual-Fuel-Motoren an. MAN Diesel &

Turbo zeigte hierzu auf der SMM 2010

den Zylinderkopf eines MAN-B&W-ME-

GI-Zweitakt-Motors mit 50-cm-Zylinderbohrung.

Mit dem Diesel-Switch-System

stellt MAN PrimeServ eine Möglichkeit

vor, wie der Chief Engineer nach Einbau

dieses Systemes automatisiert von einem

flüssigen Kraftstofftyp auf einen anderen

umschalten kann.

Das neue System PrimeServ PIN soll Kunden

bei der Optimierung von Wartungsarbeiten

und der Identifikation von Ersatzteilen

unterstützen. Ebenso bietet

PrimeServ Reedern den Einbau eines so

genannten Swing Gates an, um flexibel

auf Geschwindigkeitsanforderungen, wie

„Slow Steaming“, reagieren zu können.

Hiermit kann dann einer der zwei bis drei

Turbolader automatisch außer Betrieb genommen

werden.

Weitere Produkte. Für den effizienten

Schiffsbetrieb sollte der gesamte An-

triebsstrang optimiert sein. Daher präsentierte

MAN Diesel & Turbo einen Verstellpropeller

vom Typ Alpha VBS Mark

Bruno Dabelstein

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Moorfleeter Billbrookdeich Straße 15115

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Messestand:

„Grüne“ Konzepte waren ein

wichtiges Thema der SMM in Hamburg.

5. Nach umfangreichen Tests hat MAN

Diesel & Turbo den Gebrauch von ökologisch

abbaubaren Bio-Schmierölen für

Propeller freigegeben. Mit dem TCR10 erweitert

das Unternehmen seine Palette

an Turboladern nach unten. Er ist für

eine neue Generation kleiner Viertakt-

Motoren konzipiert, die mit herkömmlichem

Schweröl, Marinediesel oder auch

Gas betrieben werden können.

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● Anfertigung von Container-Spreadern

und Zubehör,

● Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten

für Schiffbau und Industrie,

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von Maschinenteilen,

● Rohrleitungs- und Behälterbau,

● Dreh-, Fräs- und Bohrwerksarbeiten,

● Sonderanfertigungen von Ersatzteilen,

● Montagearbeiten


Travemünde

Scandlines Baltikumlinie

Ziele: Travemünde–Ventspils/Liepaja

Frequenz: vier Abfahrten je Woche und Richtung

Fahrtdauer: 27 h

Ladungsmix: 82 Prozent Lkw, 10 Prozent Trailer,

5 Prozent Rolltrailer/Projektladungen,

2 Prozent Cargo Cars, 1 Prozent

sonstige

Entfernungen Travemünde–Ventspils:

und Schiffe: 414 NM/767 km Schiff M/S URD

Travemünde–Liepaja:

383 NM/709 km Schiff

M/S Kaunas

Ventspils

Liepaja


TRUCKER

auf See

ConTraiLo-Report. Ein stehender Lkw kostet, statt Geld zu verdienen –

ein Grundsatz, der oftmals gilt. Allerdings gibt es Ausnahmen, denn zumindest

müssen die Brummis dabei nicht stetig mit eigenem Antrieb rollen.

An Bord der Kaunas herrscht eif-

rige Geschäftigkeit. In weniger

als zwei Stunden sollen die Leinen

von der Travemünder Kaikante wieder

gelöst werden und noch ist keiner

der Trailer auf dem Ladedeck verstaut.

Vor der Rampe warten bereits die Lastwagen

und RoRo-Schlepper auf die Freigabe

für die Beladung. Ein Sturm im Baltikum

hat nicht nur die Ostsee, sondern auch

den Zeitplan der RoPax-Fähre im Liniendienst

zwischen Travemünde und Liepaja

der Reederei Scandlines durcheinander

gewirbelt. Knapp die Hälfte der sonst

üblichen Liegezeit muss an diesem Nachmittag

für die Be- und Entladung der ca.

1500 Lademeter an Bord der ehemaligen

Eisenbahnfähre reichen.

Laschen im Eiltempo

Dann geht es los. Die ersten Lastwagen

rollen über die Rampe an Deck. Rückwärts

rangieren die Fahrer auf die angewiesenen

Stellflächen. Ein schriller Pfiff

Aufbruch nach Osten: Die RoPax-Fähre

überbrückt die Ostsee. (Fotos: Scandlines, sh)


gibt das Stopp-Signal. Kaum, dass die Räder

stehen, werden auch schon die ersten

Ketten zur Sicherung der Lkw auf dem

Deck gespannt. Safety first – ein Grundsatz,

der trotz der Eile nicht aus den Augen ver-

Sicherheit: Die

Trailer werden

auf dem Deck

gelascht.

38 ConTraiLo 8/2010

loren wird. Bei Scandlines werden die Lkw

grundsätzlich für die Fahrt über die Ostsee

gelascht. An diesem Freitagabend rollen

insgesamt 33 Trailer, zwei Spezialmaschinen

und acht Passagierfahrzeuge an Bord.

MS KAUNAS

Baujahr: 1989/1994 Umbau

Eigner Reederei: DFDS LISCO

Lademeter: 1500

Länge: 190,09 m

Breite: 28 m

Geschwindigkeit: 17,5 Knoten

Spezialisten für Projektladung

Die durchschnittliche Länge der Frachteinheiten

liegt bei 16 m. Bis zu 95 Lkw

können so auf der Kaunas Platz finden.

Während westwärts hauptsächlich Lkw

und Trailer mit baltischer Ladung, wie

z. B. Holz, Torf, aber auch Zulieferungen

für den Automotivebereich, den Weg

über die Fährverbindung antreten, reisen

gen Osten oftmals auch Projektladungen.

Die Rampenlast der Kaunas ist bis 50 t

ausgelegt, die der Mittelrampe bis 21 t.

Schwerere Lasten sowie Einheiten über

30 m können mit dem zweiten Schiff auf

der Linie, der Urd, zwischen Travemünde

und Ventspils transportiert werden. Gerade

bei den Projekt- und Sonderladungen

können die beiden eingesetzten Schiffe

mit den Baujahren 1981 und 1989 ihre

Vorteile, wie die hohe Tragfähigkeit, aus-


Zufrieden mit der

Entwicklung: Key-Account-

Manager Henrik Till.

spielen. Gefragt ist bei solchen Transporten

aber nicht nur die passende

Kapazität im Hafen und an Bord, sondern

auch das Wissen und die Erfahrung

für die richtige Sicherung und

Lastverteilung.

Steigende Auslastung

Insgesamt hat die Baltikumlinie von

Scandlines mit zwei Schiffen und vier

Abfahrten je Richtung in der Woche

von Travemünde und Liepaja bzw.

Ventspils innerhalb weniger Monate

bereits eine Auslastung von 75 Prozent

erreicht. Henrik Till, Key-Account-

Manager Freight Sales von Scandlines,

ist mit der bisherigen Entwicklung

des Dienstes zufrieden, der aber auch

noch weiteres Potenzial für die Zukunft

bietet. So wird z. B. auch die

Möglichkeit überlegt, Rostock in die

Linie einzubinden. Derzeit sei hierzu

jedoch noch nicht die entsprechende

Frachtmenge gegeben.

Pier to Pier

Getreu der Unternehmensphilosophie

konzentriert sich die Fährreederei allein

auf den Transport von Hafen zu

Hafen. Die Baltikumlinie ist dabei nur

eine von aktuell insgesamt acht Routen.

Das Kerngebiet von Scandlines erstreckt

sich dabei im Bereich Deutschland–Schweden–Dänemark.

Im vergangenen Jahr transportierte

Scandlines so fast 893.000 Einheiten

mit 17 Schiffen. Durchschnittlich bot

die Reederei dabei 263 Abfahrten pro

Tag. Die direkte Kommunikation mit

den Kunden statt unpersönlicheren,

ConTraiLo

Die Fachzeitschrift

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Die Crew: Das

Team um Kapitän

Paluckas (li.)

arbeitet trotz Eile

mit Blick auf die

Sicherheit.

freien Buchungen über das Internet, ist

Scandlines dabei ein wichtiges Anliegen.

Weniger Verschleiß

Routiniert arbeitet sich das Team durch die

Reihen der eng aneinander geparkten

Fahrzeuge und Trailer voran, während für

die Trucker mit dem Verlassen der Lade-

40 ConTraiLo 8/2010

decks die Ruhezeit beginnt. Wenn sie in

Liepaja mit ihren Trucks von Bord rollen,

haben sie so die gesetzlichen Pausenzeiten

erfüllt und können mit „sauberer“ Karte

die nächste Etappe angehen. Gleichzeitig

hat die Fracht bereits einen bedeutenden

Teil der Fahrstrecke hinter sich gebracht,

ohne den Kraftstofftank und das Material

Ankunft: Die Scheinwerfer erhellen den nächtlichen Hafen von Liepaja während der Entladung.

zu belasten. Ein Fahrstuhl bringt die Fahrer

und ihr Gepäck zu den oberen Decks,

wo sie an der Rezeption den Schlüssel für

die Kabinen erhalten.

Insgesamt hat die Kaunas 200 Betten an

Bord. Sie ist dabei kein Luxusliner, sondern

ganz klar ein Frachtschiff und stellt

dies auch in den Vordergrund. „Touristisch

sind wir nur ein Transporter, kein

Cruiseliner“, erklärt Till. Nichtsdestotrotz

bieten die sauberen Kabinen und drei

warme Mahlzeiten als Buffet sowohl den

Lkw-Fahrern als auch den anderen Passagieren

angenehmen und guten Komfort

für die Überfahrt. Dabei ist die ruhigere,

individuellere und bescheidenere Atmosphäre

gegenüber dem Kreuzfahrerstil

nicht unbedingt ein Nachteil, sondern

eine erholsamere Pause im Arbeitsalltag

der Straßen.

Internationale Verständigung

Arbeitssprachen an Bord sind litauisch

und russisch. Allgemeinverständliche Symbole

auf Schildern und Beschriftungen in

verschiedenen Sprachen sowohl in den

Gängen als auch an Deck und beim Buffet

ermöglichen unabhängig von Sprachen

eine wortlose Kommunikation und


spiegeln die Internationalität wider. Zudem

sprechen Crewmitglieder auch weitere

Sprachen, wie z. B. Englisch. Wer an

Bord der Kaunas geht, macht dabei auch

eine Zeitreise, denn hier gilt bereits baltische

Zeit und so heißt es schon hier: Uhren

umstellen.

Nächtlicher Anlauf in Lettland

Während die Gäste beim ersten Essen sitzen,

läuft die Kaunas aus. Rund 383 NM

bzw. 709 km mit 27 Stunden Fahrzeit über

die Ostsee liegen vor ihr. Die Strecke könnte

auch in kürzerer Zeit zurückgelegt werden,

wenn die vier Motoren der Kaunas

mit Maximalgeschwindigkeit von bis zu

17,5 Knoten laufen würden. In der Regel

fahren die RoRo-Schiffe jedoch mit geringerer

Fahrt, um Kraftstoff und damit Kosten

und Emissionen zu reduzieren.

So geht es auch jetzt mit den üblichen 15

bis 16,5 Knoten voran. Die Geschwindigkeitsreserven

sind zudem ein Puffer.

So kann die Kaunas trotz unterschiedlicher

Wetterlagen den Fahrplan halten und

z. B. auch extreme Verzögerungen wie den

Sturm im Baltikum weitestgehend wieder

ausgleichen. Der Samstag auf See beginnt

ruhig, in der Kapitano-Bar läuft das For-

Kabel, Systeme und mehr...

mel-1-Qualifying im Fernsehen und auch

an Deck bieten Sitzplätze Möglichkeit,

gemeinsam oder allein den freien Tag zu

verbringen. Die lettische Küste taucht erst

in der Dunkelheit als Lichtermeer auf. Ein

Boot nähert sich der Kaunas und macht an

der Backbordseite fest.

Der Lotse geht an Bord. In der Regel

haben die Kapitäne der von Scandlines

eingesetzten Schiffe eine Lotsenbefreiung,

dürfen also ohne einen Lotsen in den

Häfen anlegen. Auch Kapitän Gintaras

Paluckas wird mit der Zeit die Befreiung

erhalten und das Anlegemanöver allein

ausführen dürfen. Da er jedoch erst seit

wenigen Wochen auf der Kaunas im

Dienst ist, blickt ihm bis dahin noch ein

Lotse beim Anlegen in der Dunkelheit

über die Schulter.

Scheinwerfer erhellen die Nacht

Die Trucker machen sich auf den Weg

zum Ladedeck, das während der Überfahrt

aus Sicherheitsgründen nicht betreten

wurden durfte. Wenige Minuten nachdem

die Rampe lettischen Boden berührt,

erhellen die ersten Scheinwerfer die

Nacht. Truck für Truck rollt über die Rampe

auf das Zolltor zu, um dann die nächs-

te Etappe der Frachttour über die Straße

anzutreten. Ungefähr 65 Prozent der

nach Osten gehenden Ladung hat als

Endziel Russland. Bis nach Moskau sind

es etwa 1200 Straßenkilometer.

Oftmals geht die Reise jedoch zunächst

über die baltischen Terminals, wo Ladungen

komplett neu zusammengestellt oder

Sattelzugmaschine und Fahrer für die Fahrt

gen Russland getauscht werden. Während

die Kaunas entladen wird, macht die Crew

auf den oberen Decks in den Kabinen wieder

Klarschiff. Eilig, aber sorgfältig geht es

voran, denn vor den Hafentoren warten

bereits die nächsten Trucker mit ihren

Fahrzeugen auf das Go für die Fahrt nach

Travemünde.

Zurück nach Travemünde

Mit mehr als 80 Lkw und Trailern an

Bord sticht die Kaunas Sonntagfrüh um

vier Uhr wieder in See. Mit vollem Tank

und sauberer Fahrerkarte können die Trucker

dann am frühen Montagmorgen in

Travemünde wieder die Motoren starten

und ihre Fracht aus Estland, Lettland,

Russland/CIS und Litauen über die Straßen

z. B. Richtung Ruhrgebiet, Benelux,

Frankreich oder auch Spanien fahren.

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Facts der Häfen

AN DER DEUTSCHEN KÜSTE

Hafen Lübeck-Travemünde

Insgesamt bieten die Lübecker Häfen über 120 Abfahrten pro

Woche zu 24 Partnerhäfen. Dabei ist der Standort an der Ostsee

nach Angaben der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG)

das größte Umschlag- und Verteilzentrum für die schwedische

und finnische Papierindustrie in Europa. Im RoRo-Segment wurden

2009 rund 720.000 Trailer und Lkw sowie 64.000 Neufahrzeuge

bei der LHG umgeschlagen.

Der Containerumschlag liegt bei rund 120.000 TEU pro Jahr.

Als Hinterlandanbindung dienen die Autobahn A1 ebenso wie

rund 150 Block- und Ganzzüge wöchentlich zu europäischen

Hauptindustriezentren. Einer der vier Hafenteile, die die LHG

betreibt, ist das Terminal Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde.

Lkw und Trailer werden hier bei der Einfahrt auf das Gelände fotografiert.

Eine Sicherheitsmaßnahme, die zudem hilft, vorhandene

Schäden zu dokumentieren und den Hafen so vor unberechtigten

Ersatzforderungen zu schützen. Neben den Ladungsschwerpunkten

mit rollenden Gütern unterschiedlichster Art gewinnt auch das

Containerpacking zunehmend an Bedeutung.

Scandinavienkai

Terminalbetreiber: LHG

Größe: 6,5 ha (erweiterbar)

42 ConTraiLo 8/2010


Kailänge: ca. 2200 m

RoRo-Anleger: neun (zwei für Eisenbahnfähren,

fünf mit Oberdecks- bzw.

Seitenrampen, zwei Pontons)

Spezialausrüstung: KV-Terminal, Reachstacker

Wassertiefe: 9,50 m

IM SÜDEN LETTLANDS

Hafen Liepaja

Liepaja ist der südwestlichste Hafen Lettlands. Das RoRo-

Terminal des eisfreien Hafens wird von der 1991 gegründeten

Firma LSEZ „Terrabalt“ SIA betrieben. Abgefertigt werden

können hier Schiffe mit bis zu 190 m Länge und bis zu 8,60 m

Tiefgang. Dabei bietet das Terminal Platz für zwei Schiffe gleichzeitig.

Tugmaster und Kalmar-Stapler sowie Gabelstapler stehen

als Equipment für die Be- und Entladung bereit. Neben der Straßenanbindung

ist auch eine Bahnanbindung vorhanden. Dabei

handelt es sich jedoch nicht um Kombinierte Verkehre. Die

Ladungen werden für den Bahntransport umgeladen. Insgesamt

kann Terrabalt bis zu 300 Trailer täglich abfertigen.

Für die Zukunft möchte der Terminalbetreiber daher gern mit

Reedereien weitere Linien von und nach Liepaja etablieren wie

z. B. nach Schweden. 2004 erhielt Liepaja die Zertifizierung nach

ISPS-Code. Laut Terrabalt hat das Terminal zudem die Genehmigung,

Gefahrgüter zu handhaben.

RoRo-Terminal Liepaja

Terminal- LSEZ Terrabalt SIA

betreiber:

Größe: 55.000 m2 /ca. 2000 m2 Lagerhalle

Liegeplatz: 210 m lang, 50 m breit

bis zu zwei Schiffe

Wassertiefe: 9,50 m (soll zukünftig 10,50 m)

Hinterland: z. B. Nord-Litauen, Liepaja,

aber auch Riga, Russland und Estland

Möchte weitere

Linien in Liepaja

etablieren:

Janis Vecbashtiks,

Terrabalt

(Fotos: LHG, sh)


IM NORDEN LETTLANDS

Hafen Ventspils

Der Freeport Ventspils wurde als Transithafen gebaut. Rund

95 Prozent der Ladungen, die Ventspils erreichen, sind für den

Transit nach Russland. Öl und Schüttgüter wie Düngemittel

machen den Hauptteil der 28 bis 38 Mio. t Güter aus, die jährlich

umgeschlagen werden.

Als Ölhafen wurde Ventspils mit einem besonderen Sicherheitssystem

ausgestattet, das innerhalb kurzer Zeit das Hafenareal

von der offenen See absperren kann. Seit zehn Jahren

gehören auch der Container- und RoRo-Umschlag zu den Angeboten

in dem eisfreien lettischen Hafen. Allerdings wurden die

Containerlinien während der Krise eingestellt. Gern würde die

Freeport of Ventspils Authority wieder Dienste für das Terminal

mit 300.000 TEU Kapazität gewinnen. Auch für andere Bereiche,

wie z. B. das neue Baltic Juice Terminal, sucht die Hafenbehörde

Betreiber. Im RoRo-Segment ist Ventspils aktuell in drei

Linien an Travemünde, Nynäshamn und St. Petersburg angebunden.

Die Kapazitäten würden auch die Abfertigung weiterer

Linien erlauben.

Multipurpose-Terminal Ventspils

Terminal- Nord Natie

betreiber: Ventspils Terminals, Ltd.

Größe: 120.000 m 2 /5200 Lagerhalle


Liegeplatz: zwei RoRo-Anleger

Wassertiefe: minimal 14,20 m

(Gesamthafen bis zu 17,50 m)

Hinterland: z. B. Riga, Moskau, St. Petersburg

und Tallinn

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(Fotos: TT-Line, Ch. Schröder)

„Grüne“ Brücke nach Schweden

Porträt. Von Deutschland nach Südschweden oder umgekehrt – dies ist seit fast 50 Jahren das Spezialgebiet

der TT-Line GmbH & Co. KG. Die Brücke über das Wasser schlagen dabei mit mehr als 33.000

Lkw-Lademetern täglich, sechs eigene RoPax-Schiffe, die nicht nur auf den Transport ausgerichtet sind.

Die private Fährreederei TT-Line

unterhält einen Hauptstandort

am Skandinavienkai in Lübeck

Travemünde sowie Dependancen in Rostock

und Trelleborg. Jährlich befördert

die Reederei rund 360.000 Frachteinheiten

und 740.000 Fahrgäste mit ihren direkten

Schwedenverkehren.

Die RoPax-Schiffe pendeln zwischen Travemünde

bzw. Rostock und Trelleborg.

Der Kundenstamm setzt sich dabei aus

44 ConTraiLo 8/2010

bekannten Hauptakteuren des Marktes,

genauso wie aus mittelständischen

Unternehmen und Kleinspeditionen zusammen.

Ein besonderer Teilaspekt der

Kernkompetenz ist dabei laut Unternehmensangaben

die Expertise hinsichtlich

intermodaler Transportlösungen.

„Grüne“ Schiffe

Umweltschutz auf See und in den Häfen

ist dabei ein bedeutender Punkt für TT-Li-

ne. Neben den Green Ships setzt das

Unternehmen seit Januar 2008 ein Green-

Bridge-Konzept zwischen Norddeutschland

und Südschweden um. Die Reederei

betreibt daher vier ihrer sechs Schiffe mit

diesel-elektrischem Antrieb. Dieser arbeitet

nach Unternehmensangaben stets im

optimalen Bereich und stößt so insbesondere

bei Hafenmanövern weniger Schadstoffe

aus. Zudem hat TT-Line bereits vor

der IMO-Vorschrift auf den Green Ships


einen Treibstoff mit einem Schwefelgehalt

von nur einem Prozent verwendet.

Initiative zeigen

Genauso hat die Reederei, vor in Kraft

treten einer entsprechenden EU-Verordnung,

die Diesel-Generatoren zur Stromerzeugung

an Bord aller sechs Schiffe seit

Anfang 2008 im Hafen von Trelleborg ausschließlich

mit Dieselöl mit einem Schwefelgehalt

von nicht mehr als 0,1 Prozent

betrieben. Dieses Konzept sowie der Anteil

multimodaler Verkehre mit etwa 30 Prozent

an der Gesamtleistung spiegelt die

Gewichtung von Nachhaltigkeitsaspekten

in der Unternehmensstrategie wider.

Mitglied im SPC-Netzwerk

„Die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung

von effizienten und umweltfreund-

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Ihre Vorteile auf einen Blick:

lichen Transportlösungen führte nach

Gesprächen mit Mitarbeitern des SPC zu

dem Entschluss Teil des SPC-Netzwerkes zu

werden“, erklärt Hanns Heinrich Conzen,

Geschäftsführer von TT-Line, die Mitglied-

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Schwedenverkehr: TT-Line transportiert

jährlich rund 360.000 Frachteinheiten.

schaft. „Wir als TT-Line erhoffen uns

ebenfalls von einem steten Erfahrungsaustausch

zu marktrelevanten Themen und

von den weit gefächerten Kontakten des

Public-Private-Partnerships zu profitieren.“


Short Sea

NEWS-TICKER: CONTAINERDIENSTE

Das ShortSea-Update

Cadiz in Europe/Med-Service aufgenommen

Der südspanische Hafen von Cadiz wird ab dem 29.

Oktober 2010 in den Europe/Med-Dienst von Containerships

integriert. Als Anlauf im north-bound können

so mit kurzen Transitzeiten die Häfen Ghent, Sheerness,

Teesport und Rotterdam angeboten werden.

Ebenso gibt es Direktanläufe von Piraeus, Istanbul,

Izmir und Tunis Richtung Cadiz.

Göteborg in Finnland/

Deutschland-Dienst aufgenommen

TransAtlantic hat den Hafen Göteborg in die Rotation

seines Containerdienstes zwischen Finnland und

Deutschland aufgenommen. Der Loop deckt damit

folgende Häfen ab: Uleåborg, Torneå, Mäntyluoto,

Gothenburg, Hamburg, Bremerhaven.

SCHWEDENVERKEHR

Neuer RoRo-Link

„Save miles and drivers“ – dies ist das Motto

der neuen RoRo-Linie zwischen Travemünde

und Helsingborg. Mit der M/V Antares startete

der SOL Continent Line AB am 1. September

2010 um 20 Uhr erstmals von Travemünde.

Inzwischen sind die beiden Schiffe

seit über einem Monat mit sechs Abfahrten

in der Woche im Einsatz. Nach Angaben der

SOL Continent Line AB laufen die Verkehre

46 ConTraiLo 8/2010

(Foto: TransAtlantic)

gut. Mit rund 158 m Gesamtlänge und

25 m Breite bietet die Antares auf ihren

Decks rund 2090 Lademeter für Trailer und

144 TEU. Gebaut wurde das RoRo-Schiff

1988 in der Werft Stocznia Gdanska in

Polen. Der Fokus der Linie liegt auf unbegleiteten

Transporten, wie z. B. Trailer, Lkw, Erdbewegungsmaschinen,

Container auf Rolltrailern.

Auch Gefahrgüter können transportiert

werden. Bis zu zwölf Lkw-Fahrer finden ebenfalls

Platz an Bord. Gleichzeitig lief die 1984

von der Rauma Repola Shipyard in Finnland

High and heavy: Umschlag am Cuxport. (Foto: Cuxport)

Wind rollt übers Meer

Alternative Wege für alternative Energie

Die Cuxport GmbH bietet der Windkraftindustrie mit

Shortsea-Verkehren eine Alternative zum Straßentransport.

So bietet das Unternehmen nun den Umschlag von

schweren und großdimensionierten Bauteilen von Windenergieanlagen

auf dem Seeweg an. Erster Auftraggeber

war hier ein langjähriger Cuxport-Partner, die Reederei

DFDS Seaways. Cuxport baut im Rahmen dieser RoRo-

Shortsea-Verkehre sein umfangreiches Angebotsportfolio

für die Windenergiebranche aus.

gebaute M/S Vasaland als zweites Schiff

der Linie in Helsingborg aus. Die Kapazität

der 155 m langen und 25 m breiten Vasaland

beträgt 2170 Lademeter und 754

TEU. Für Kühltransporte sind 43 Anschlüsse

vorhanden. Die Überfahrt dauert zwölf

Stunden, sodass die RoRo-Schiffe Helsingborg

bzw. Travemünde am nächsten Morgen

um 8 Uhr erreichen.

Der Hafen Helsingborg bietet Anbindung

an die Autobahnen E4/E47 und E6/E20

und bietet 33 Abfahrten von Zügen im Kom-


Anfang September erreichten die ersten neun Flügel

für Windkraftanlagen Cuxhaven. Der Hafenbetreiber

Cuxport übernahm noch am selben Tag die Verladung

der Rotorblätter auf ein Schiff von DFDS Seaways. Die

Reederei bedient Cuxhaven mit fünf bis sechs Abfahrten

pro Woche.

Nach rund 20 Stunden erreichte das Schiff seinen Zielhafen

Immingham an der englischen Ostküste. „Cuxport

als Teil des Offshore-Basishafens Cuxhaven bietet die idealen

Voraussetzungen für diese Dienstleistung, sei es durch

die optimale Hinterlandanbindung, z. B. per Binnenschiff,

aber auch durch die Zufahrt in den Hafen über die

Schwerlaststraße oder die auf den Umschlag von Schwergut

eingestellten Hafenanlagen“, erklärt Peter Zint, Geschäftsführer

der Cuxport GmbH.

Spezielle Terminalvoraussetzungen. Das Team des speziell

für Schwerlastgüter konzipierten Terminals spielt

beim RoRo-Umschlag überdimensionierter oder massiver

Bauteile seine Erfahrungen aus. Die Infrastruktur wartet

mit einer Rampennutzlast von maximal 350 t auf und

ermöglicht das Handling von Bauteilen mit Überbreiten

bis zu 8 m sowie einer Länge bis zu 75 m.

Für diesen und ähnliche Services können Kunden auf

vorhandene Linienverbindungen des Standortes oder

aber auf Spotverkehre zurückgreifen. Neben den Abfahrten

nach Immingham gilt dies z. B. auch für den RoRo-

Liniendienst zwischen Cuxhaven und dem spanischen

Santander. Der Seeweg ist bei der Logistik von Windenergieanlagen

häufig vorteilhaft, weil z. B. für Straßentransporte

oft spezielle Genehmigungen benötigt werden und

diese restriktive Transporteinheiten vorschreiben.

(Foto: SOL)

binierten Verkehr. Auch Travemünde bietet mit der

Nähe zur Autobahn A1 und A31 Kombiverkehrszügen in

der Woche eine gute Anbindung an das Hinterland.

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Logistik

STANDORTE

Jetzt auch

in Antwerpen

Seit kurzem ist Contargo auch im

Hafen von Antwerpen präsent. Das

Büro wird von Contargo Network

Service, CNS, betrieben. CNS stellt

vor allem nicht alltägliche Aufträge

innerhalb des Contargo-Netzwerkes

nach Maß zusammen z. B. Transportketten

aus Binnenschiff, Bahn und

Lkw. Die Besetzung des Büros übernehmen

Anita Daverveldt und Wim

Vertongen. Daverveldt war zuvor bei

der Containerreederei CP Ships und

bei Rhenus Logistics im Rail Department

beschäftigt. Vertongen wechselte

im Juni 2010 vom europäischen

Logistik-Dienstleister Wim Bosman in

das Contargo-Team.

ANGEBOTSAUSBAU

Neue Seefracht-

Niederlassung

Gemeinsam mit dem Joint-Venture-

Partner Seacon hat das Dachser Air-

& Sea Logistics ein Seefracht-Büro in

Waddinxveen nahe Rotterdam eröffnet.

Mit der Gründung des neuen Seefracht-Büros

bietet Dachser seinen

Kunden nun auch in den Niederlanden

ein logistisches Gesamtpaket aus Landverkehren,

Luft- und Seefracht- sowie

Warehousing-Lösungen. Von hier aus

wickelt Dachser nun auch die interkontinentalen

Seefrachtsendungen seiner

Kunden ab. Dachser Air & Sea Logistics

hat 2008 gemeinsam mit dem

Logistik-Dienstleister Seacon das Joint

Venture Dachser Netherlands Air &

Sea Logistics B.V. gegründet.

48 ConTraiLo 8/2010

Blick auf ein Vierteljahrhundert

25 Jahre Transport-Logistik von Jakob Weets

Die Weets-Gruppe hat sich zu einem

Logistik-Unternehmen mit einem breiten

Leistungsangebot entwickelt.

Die Spedition Jakob Weets e. K. aus

Emden hat am 15. Oktober 2010 mit

langjährigen Weggefährten ihr 25jähriges

Firmenjubiläum gefeiert. Die

Weets-Gruppe ist ein mittelständisches

Logistik-Unternehmen mit Hauptsitz

in Emden, das 1985 von Jakob Weets

als Transportunternehmen im klassischen

Sinne gegründet wurde.

Von gestern bis heute. Gestartet als

Ein-Mann-Unternehmen, hat sich die

Firma zu einem Betrieb mit aktuell

250 Mitarbeitern entwickelt.

Das Dienstleistungsangebot ist entsprechend

breit und bezieht auch

Niederlassungen in Hamburg und

Halle an der Saale ein. Firmengründer

Jakob Weets lenkt als Geschäftsführer

und Gesellschafter die Geschicke der

Weets-Gruppe. Angeboten werden u. a.

klassische Speditionsleistungen und

Lkw-Transporte mit Planen- und Containerzügen

im nationalen und internationalen

Fernverkehr. Im Lkw-Bereich

werden 180 Fahrzeuge von Weets

disponiert. Neben den Transporten auf

der Straße nutzt Weets auch alternative

Transportträger. Nicht zuletzt unter

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Logwin hat seinen Standort in Györ in das unternehmenseigene, europaweite

Retail-Fashion-Netz eingebunden. Bisher war die Niederlassung vor allem auf

industrial goods spezialisiert, nun gehört auch die Mode-Logistik zum Geschäft.

„Durch die Einbindung von Györ in unser Fashion-Netz verbessern wir Tempo und

Qualität der Waren-Distribution auf dem ungarischen Markt“, sagt Gabriella Szováti,

Country Director der ungarischen Landesgesellschaft im Logwin-Geschäftsfeld

Solutions. Täglich beliefert Logwin Geschäfte in Einkaufszentren und Innenstädten

mit Modeartikeln und Hängeware. Das Retail-Netz von Logwin verbindet 57 Stand-


Den Erfolg als klassischen Transportunternehmer

startete Jakob Weets 1985.

(Fotos: Weets-Gruppe)

dem Gedanken der GreenLogistics und der

Wirtschaftlichkeit, verbindet Weets mehrmals

wöchentlich per Container-Ganzzug

und Binnenschiff die deutschen Seehäfen

mit dem Hinterland.

Ausgedehntes Leistungsspektrum. Auch

andere logistische Aufgaben werden schwer-

punktmäßig für die Automobilindustrie und

deren Zulieferer erbracht. Beispielsweise die

Montage der Mittelkonsole für den Passat

und die Montage von Innenleuchten und

von Türseitenverkleidungen gehören zum

Aufgabenfeld von Weets.

Seit Juni 2010 ist Weets für die Teileversorgung

des Emder VW-Werkes aus dem Industriepark

Frisia verantwortlich und liefert in

Sequenz an die Montagelinien. In den letzten

Jahren wurden Hallenflächen erstellt

bzw. erworben, die auch für die klassische

Lagerhaltung genutzt werden. Die Lagerung

von Zollware und die Verzollung runden

das Angebotsspektrum ab.

Nicht nur die Technik zählt. Nicht zuletzt

die Investition in eine eigene Firmensoftware

sorgt nach Unternehmensangaben

dafür, dass die Kundenanforderungen an

Kommunikation und Transparenz während

des Transportes, neben Qualität und Zuverlässigkeit,

erfüllt werden können.

Last but not least legt Jakob Weets, der

selbst jahrelang Lkw gefahren ist, großen

Wert auf einen persönlichen und kollegialen

Umgang mit seinen Mitarbeitern. Weets

baut auf eine direkte Beschäftigung seiner

Mitarbeiter, die einmal mehr das wichtigste

Kapital des Unternehmens sind. Dass

trotz Hightech-Einsatz auch der Mensch bei

Weets noch etwas zählt, ist laut dem Unternehmen

ein großer Erfolgsfaktor.

orte in zwölf Ländern und zählt nach Unternehmensangaben zu den größten Logistik-Netzen für

Hängewaren in Europa. Jeden Tag kommen Fashion-Artikel internationaler Hersteller entweder

bei Logwin in Györ oder im Logistik-Hub in Budapest an. Mit dem Hub-Betrieb hat Logwin ein

Partnerunternehmen beauftragt, während der Logistik-Dienstleister selbst die vorkommissionierten

Waren übernimmt und flächendeckend in Ungarn ausliefert. Die Zustelltermine werden

an Kundenwünsche angepasst. Auch die Abwicklung von Retouren und Warenverschiebungen

zwischen nationalen und internationalen Filialen der Auftraggeber organisiert der Logistik-

Dienstleister. Beispielsweise nutzt auch der österreichische Sportartikelanbieter Hervis Sports

den Distributions-Service von Logwin in Ungarn. In Europa zählen neben Deutschland und Österreich

Länder Osteuropas zu den Kernmärkten der Logwin-Gruppe, in denen das Retail-Netz weiter

ausgebaut werden soll.

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Binnenschiff-Fahrt

Geschäftsführer: Axel Götze-Rohen.

(Foto: Bargelink.com)

INTERNETPLATTFORM

Start für Version 6.0

Bargelink.com hat eine neue Version

seines Internetmarktplatzes für die

europäische Binnenschiff-Fahrt in

Betrieb genommen. Neben einem

komplett neuen Betriebssystem wurden

auch diverse Funktionen modifiziert.

So wurden unter anderem die

Filter- und Sortiermöglichkeiten verbessert.

Die im Januar 2001 gestartete

Plattform bündelt Angebote und

Nachfragen aus der europäischen

Binnenschiff-Fahrt.

Aktuell nutzen nach Angaben der Plattform

knapp 2000 Unternehmen den

Internetmarktplatz, über die Verlader,

Spediteure und Logistiker Zugriff auf

derzeit 1581 Binnenschiffe mit einer

Gesamttonnage von 2,77 Mio. t Tragfähigkeit

haben. Das Unternehmen

arbeitet bereits an der nächsten

Version mit modifizierten Modulen

und Optionen.

50 ConTraiLo 8/2010

Neues Potenzial für Ennshafen

MSC eröffnet Containerdepot in Österreich

Die Reederei MSC Mediterranean

Shipping hat ein weiteres Containerdepot

im Ennshafen eröffnet. MSC betreibt

aktuell 419 Containerschiffe mit

einer Gesamtkapazität von rund

1.734.000 TEU und hat direkte Verbindung

zu sechs Kontinenten sowie

335 Häfen weltweit. Auf 200 Liniendiensten

werden jährlich etwa 10 Mio.

TEU transportiert.

Angebot ausgebaut. Ausschlaggebend

für das neue Depot waren laut

dem Ennshafen neue Kunden, die

MSC gewinnen konnte. Für den CT bedeutet

die Erweiterung nach eigenen

Angaben ein enormes Entwicklungspotenzial

hinsichtlich des weiteren

Ausbaus der Ganzzugverbindungen

zu den Seehäfen. So kann der Service

für die verladende Wirtschaft noch

verbessert und optimale Bedingungen

für eine vernetzte Logistik geschaffen

werden.

Umschlagbilanz. Mit 145.551 TEU

(Stand August) konnte der Containerterminal

bereits eine Steigerung von

41 Prozent gegenüber dem Vorjahr

verbuchen. Auch beim Wasser-/Landumschlag

im Ennshafen erfolgte ein

CONTAINER-TRANSPORT MIT TRANSBOX

deutlicher Aufschwung. Mit 423.788 t

wurde sogar das Ergebnis von 2008

(380.368 t) übertroffen.

Zuwachs: Seit kurzem betreibt MSC

auch in Ennshafen ein Containerdepot.

(Foto: Ennshafen)

Zurück in Benelux – Rhinecontainer

Rhinecontainer kehrt nach jahrelanger Abwesenheit wieder zurück in

den Benelux Containertransport. Ab sofort bietet Rhinecontainer über das

Tochterunternehmen Transbox den Transport von Containern im Beneluxmarkt

an. Das Dienstleistungspaket besteht unter anderem aus dem

Containertransport zwischen den Seehäfen Rotterdam/Antwerpen sowie

zwischen den Seehäfen und Moerdijk und per Bahn und Trucking von den

Seehäfen zum Hinterland.


Wahltag beim EVB

Hafendirektor wird Präsident

Der Europäische Verband

der Binnenhäfen (EVB)

hat Roland Hörner am

7. Oktober 2010 in Gent

zu seinem neuen Präsidenten

gewählt. Hörner

wird bis 2012 sein Amt

als Präsident des EuropäischenBinnenhafenverbandes

wahrnehmen. Seit

1998 ist er Hafendirektor

Neuer Präsident: Roland des Mannheimer Hafens

Hörner wurde vom EVB und seit 2008 Mitglied im

gewählt. (Foto: Hafen Mannheim) Präsidium des Bundesverbandes

Deutscher Binnenhäfen

(BÖB).

Verband gefordert. Hörner dankte dem bisherigen Präsidenten

Willy Robijns für seine wichtige Arbeit für den

Verband während der letzten vier Jahre. „Ich bin mir

sicher, dass der EVB eine wichtige Rolle in der Vorbereitung

wichtiger europäischer Verkehrsthemen haben

wird. Insbesondere beim kombinierten Verkehr, einem

erklärten Ziel der europäischen Verkehrspolitik, sind wir

als Verband gefordert“, erklärte Hörner.

Robijns wird Vizepräsident des EVB zusammen mit Carmen

Costache, Präsidentin der rumänischen Binnenhäfen,

Bernard Pacory, Hafendirektor des Hafens Lille

und Rainier Reekmans, kaufmännischer Direktor des

Hafens Brüssel.

TGF UND SBO FEIERN ERFOLGREICHE KOOPERATION

Fünf Jahre Albatros

Seit der Eröffnung des AlbatrosExpress-Terminals

vor fünf

Jahren in Riesa wurden mehr

als 125.000 TEU mit der Containerzugverbindung

zwischen

Dresden und Hamburg sowie

Bremerhaven befördert.

Dabei arbeiten die TFG Transfracht

(TFG) und die Sächsische

Binnenhäfen Oberelbe

GmbH (SBO) Hand in

Hand. Wöchentlich verkehren

fünf Züge im Rundlauf.

Über das AlbatrosExpress-

Terminal Dresden/Riesa in

das Containerzugsystem werde

der Wirtschaftsraum gestärkt.

Das Angebot wird am

Terminal mit umfangreichen

Depotservices ergänzt. Das

Leercontainerdepot vor Ort hat

eine Kapazität von 650 TEU.

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Einfahrt in Giengen: Im Juni

eröffneten BSH und DHL

gemeinsam ihren neuen Bahnterminal.


Mit einem schrillen Pfeifsignal

fährt die orange Locon-Lok ein.

Ein knallroter Ferrari wartet

bereits im Yard darauf, dass

ihm die Container zugespielt

werden. Im Gegensatz zum

Fußball scheint es beim

neuen Containerterminal

in Giengen jedoch nur

Gewinner zu geben.

Einer davon: die Umwelt.

ANPFIFF

in Giengen

In Giengen, bei der Bosch Siemens Hausgeräte GmbH (BSH),

wird Logistik sportlich gesehen. Jean Dufour, Mitglied der

BSH-Geschäftsführung sagt: „Logistik ist kein Beruf, sondern

eine Sportdisziplin.“ Bei Schwankungen von 700 Prozent im

täglichen Bestellvolumen, sind wie im Sport Teamgeist, Flexibilität

und Strategie gefragt.


Grüner Ansatz: Jean Dufour (BSH) und

Dr. Jürgen Klenner (DHL) freuen sich über den

gemeinsamen Schritt zu einer grünen Logistik.

Nordzüge: Zukünftig soll täglich

ein Containerzug mit 40 Waggons

in Giengen halten.


Denn im Gegensatz zu den Bestellmengen, schwanken die Erwartungen,

dass die Ware innerhalb von 48 Stunden beim

Kunden ist, nicht. Energieeffizienz ist ein wichtiges Thema im

Produktionsalltag der Giengener. Doch nicht nur bei den 1100

verschiedenen Kühl- und Gefriergeräten, auch in der Logistik

strebt BSH nach „Grünen“ Alternativen. Ein weiterer Schritt

auf dem Weg dahin, ist auch der neue Containerterminal.

Nachhaltige Partnerschaft

Allerdings tritt man hier nicht wie so oft als Einzelkämpfer an

den Start, sondern gleich mehrere Mannschaften ziehen gemeinschaftlich

an einem neuen, umweltfreundlicheren

Strang. Gemeinsam verwirklichen hier BSH und DHL Global

Forwarding ein umweltfreundliches Transportkonzept für die

Inlands-Logistik von Seefrachten. So werden auf dem Gelände

nicht nur Hausgeräte aus den Werken der BSH umgeschlagen,

sondern auch Container für weitere Kunden der DHL im Umkreis

abgefertigt.

BSH wird Dienstleister

Dr. Jürgen Klenner, Vice President Strategy & Program Management,

DHL Global Forwarding GmbH sagte bei der Eröffnung:

„Wenn wir aus den alten Gleisen herausgehen und die

Gleise neu verlegen und damit neue Modelle entdecken und

erfinden, dann können solche Partnerschaften sehr gut funktionieren.“

DHL nutzt damit erstmals einen Kunden als

Dienstleister. Auch Dufour sagte anlässlich der Eröffnungsfeier:

„Die meisten Träumen es, wir machen das.“

Der neue Terminal

Auf einer Fläche von insgesamt rund 10.000 m2 bietet er Platz

für 1000 TEU. Direkt über dem neuen Container-Yard hetzen

Pkw und Lkw über die A7. Bis zur nächsten Auffahrt auf

die Nord-Süd-Achse sind es knapp fünf Minuten, denn auch

die L1082 schmiegt sich an das Firmengelände. Doch genau

diese und andere Straßen werden entlastet. Denn direkt zum

Terminal führt ein neuer Gleisanschluss an das deutsche Gleisnetz.

Auf dem 700 m langen Gleis können nun Züge mit

bis zu 40 Waggons abgefertigt werden. Organisiert werden

die mehrmals in der Woche fahrenden Züge dabei von der

DHL-Railservice.

Auf grünerer Schiene

Derzeit fahren von Giengen ein Südzug von Triest und drei bis

vier Mal wöchentlich ein Nordzug von den Seehäfen Hamburg

und Bremerhaven. Um 16 Uhr treffen die Züge an der Brenz

ein, um dann bereits am folgenden Nachmittag mit neuer

Fracht wieder in den Seehäfen anzukommen. Bis zum Jahresende

möchte die BSH so mehr als 50 Prozent der Wareneingänge

über die Schiene abwickeln. Bisher wurde die interna-

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Equipment: Der Ferrari-Reachstacker

kann Container und Wechselbrücken

umschlagen. (Fotos: sh)

DIE PARTNER:

BSH Bosch Siemens Hausgeräte GmbH

Zum 31. Dezember 2009 gehörten zur BSH 41 Fabriken

in Europa, Asien, Nord- und Lateinamerika sowie ein Netz

aus Vertriebs- und Kundendienstgesellschaften in mehr

als 40 Ländern. Von den rund 39.000 Mitarbeitern sind

mehr als 70 Prozent in Europa beschäftigt.

Das Produktportfolio umfasst Hausgeräte vom Kochen

bis zum Gefrieren. 2008 wurde die BSH mit dem deutschen

Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und erhielt im

Februar 2010 den Innovationspreis für Klima und Umwelt.

In der Produktion soll der Energieverbrauch pro Tonne

Produkt bis 2013 um 15 Prozent gesenkt werden. Auch

klimaverträglicher Transportverkehr gehört zum erklärten

Ziel des Konzerns. Der Carbon-Footprint 2009 lag mit

400.000 t CO2 ein Prozent unter dem des Vorjahres.

56 ConTraiLo 8/2010

Das Terminal

im Überblick:

Ort: Giengen an der Brenz

Yard: 10.000 m 2

Lagerkapazität: 1000 TEU

Gleislänge: 700 m

Equipment:

1 Reachstacker, Terminaltraktor,

Anhänger-Chassis

tionale Fracht per Lkw entweder direkt oder über die

nächstgelegenen öffentlichen Container-Terminals in

Ulm-Dornstadt oder Kornwestheim transportiert.

Mit der Verlagerung der Transporte auf die Schiene werden

nicht nur aus drei Arbeitsschritten einer, sondern

auch die CO2-Emissionen reduziert.

In über 60 Länder der Welt

Insgesamt transportiert die BSH 40 Mio. Haushaltsgeräte

jährlich. Diese sollen systematisch nach und nach von

der Straße geholt werden. Auch im europäischen Warenverkehr

setzt die BSH zunehmend auf die Schiene. Schon

heute transportiert das Unternehmen Hausgeräte von

den deutschen BSH-Werken in die Lager nach Nordeuropa,

Frankreich, Griechenland, der Türkei und der Schweiz

auf diesem Wege. Als einen weiteren Schritt plant die BSH

den Aufbau einer eigenen europäischen Ost-West-Transporttrasse,

mit der dann auch Fracht über Frankreich

nach Spanien gebracht wird.

Matten statt Palette

Auch beim Stuffen der Container mit den Waren des

Konzerns ist Effizienz alltägliches Thema. So hat die BSH

im Lieferzentrum Giengen einen speziellen Simulationsraum

eingerichtet. Hier können die Transportbedingun-

DHL Global Forwarding

DHL koordiniert mit 800 Standorten und 30.000 Mitarbeitern

weltweit den Versand von Waren in mehr

als 150 Länder. Das Seefrachtvolumen lag 2009

bei 2.615.000 t. Im letzten Jahr erhielt DHL den

Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Das firmeneigene

Klimaschutzprogramm GoGreen beinhaltet die Selbstverpflichtung,

die CO2-Emissionen der eigenen

Aktivitäten und von Subunternehmern bis 2020

im Vergleich zu 2007 um 30 Prozent zu senken.

In 2009 erreichte DHL mit 24,1 Mio. t CO2-Emissionen

bereits eine Reduzierung um drei Mio.

zum Vorjahr.


gen und Auswirkungen auf die Verpackungen und Geräte innerhalb

kurzer Zeit getestet werden.

Zu einer optimierten Verpackung gehört dabei auch, möglichst

keinen Platz im Container oder Wechselbrücken unnötig zu

verschenken. So heißt es manchmal auf Paletten unter den Kartons

als Ladungsträger zu verzichten, um die Höhe optimal auszunutzen.

Damit die Waren nicht einzeln, sondern schnell und

unkompliziert umgeladen werden können, hat die BSH eine

ganz eigene Lösung entwickelt, die auch patentiert wurde. Unter

den Waren wird eine Matte, die einem Teppich ähnelt ausgelegt.

Diese können dann mit den Staplern aus den Containern

gezogen werden und die Geräte mit den mit Klammern

ausgerüsteten Flurförderzeugen abtransportiert werden.

Erweiterungsfähigkeit

Das firmeneigene Logistik-Zentrum mit 140.000 m2 Lagerfläche

und Gleisanschluss in der Halle befindet sich direkt am Containerterminal.

Mit mehr als 150 Flurförderzeugen und 3,5 km

eingebauter Fördertechnik sorgen hier etwa 300 Mitarbeiter

dafür, dass täglich bis zu 235.000 kleine und 30.000 große

Hausgeräte umgeschlagen werden. Bisher sind dies alles Geräte

aus BSH-Werken, doch zukünftig könnte die BSH ihre

Logistik-Dienstleistungen für andere Unternehmen vom reinen

Transport von Waren in Containern auch auf den Lager- und

Packbereich ausdehnen.

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Grüne Gemeinschaft:

Die Beteiligten empfangen den ersten Zug in Giengen.

Einsatz für Infrastruktur

Auch von politischer Seite wird das neue Terminal als bedeutender

ökologischer und ökonomischer Schritt für die Region

gesehen. Damit noch weitere Verlagerungen von Transporten

auf die Schiene möglich werden, wollen sich sowohl der Oberbürgermeister

der Stadt Giengen, Gerrit Elser als auch Landrat

Hermann Mader für den zweigleisigen Ausbau der Brenzbahn

und die Elektrifizierung der Strecke weiter einsetzen. Damit

könnte weiteres Potenzial geschaffen werden. Der Kreis Heidenheim

soll bereits Studien zur Brenzbahn für eine Kosten-Nutzen-Analyse

in Auftrag gegeben haben und beschäftigt sich mit

anderen Kreisen der Region mit dem Thema.

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Grüner Gedanke: Seit dem Spatenstich 2007

sind bereits 42 Prozent der Nutzfläche in dem Zentrum

mit hohem Grünanteil vermarktet worden.

Container im Hinterland

Unternehmen. Fernab von jedem Hafen stapeln sich ab 2011 Überseecontainer im GVZ Region Augsburg.

Die Kloiber GmbH reichte die Baupläne für eine Container-Logistik-Anlage ein. Die Fläche von

40.000 m2 liegt direkt an der A8 und grenzt an das geplante Umschlagterminal für kombinierten Verkehr.

Rund 10 Mio. Euro investiert das im Landkreis Dachau an-

sässige Familienunternehmen Kloiber in eine Logistik-An-

lage für den Umschlag im kombinierten Verkehr, die mit

einem ersten Teil bereits 2011 in Betrieb geht. Damit bezieht

das Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft zum geplanten

Terminal für den kombinierten Verkehr im GVZ der Region

Position. Reedereien und Schienenoperateure können hier so

zukünftig von einem Containerdepot profitieren, das Zusatzleistungen

für Be- und Entladung, Lagerung, Reparatur, Wäsche

und Trucking inklusive öffentlicher Betriebstankstelle bietet.

Standort mit Potenzial

„Als wichtiger Baustein ressourcenschonender Transportkonzepte

wird der kombinierte Verkehr und damit der Bedarf an

Container-Logistik in den kommenden Jahren zunehmen“,

prognostiziert Geschäftsführer Ferdinand Kloiber. „Auf unserer

Suche nach strategisch günstigen Standorten im Hinterlandverkehr

der Seehäfen hat uns Augsburg vor allem mit seinem maritimen

Potenzial an Ladung und der starken Wirtschaftskraft

überzeugt.“ Mitte der achtziger Jahre ist das 1934 gegründete

Transportunternehmen in die Container-Logistik eingestiegen.

Derzeit übernimmt Kloiber mit

rund 100 eigenen Fahrzeugen

und 20 Subunternehmern Vorund

Nachläufe vom Containerbahnhof

München-Riem,

Nürnberg-Hafen und Ulm.

Anbindung: Das junge

Güterverkehrszentrum

liegt im Städtedreieck

direkt an der Autobahn A8.

(Fotos: GVZ Region Augsburg)


Das mittelständische Logistik-Unternehmen Kloiber

investiert in ein Containerdepot im GVZ Region Augsburg.

Landbrücke zwischen den Häfen

Kloiber führt direkte Straßentruckings zu den Nord-, Südund

Westhäfen durch und bedient auch die Binnenhäfen

Deggendorf, Regensburg und Kelheim. Dabei übernimmt

das Unternehmen im kombinierten Verkehr vom Container

über Wechselbrücken bis hin zu Trailer und Tanks

unterschiedliche Ladeeinheiten.

Zusatzdienste von Depothaltung bis zur Auftragsabwicklung

mit transportrelevanten Papieren ergänzen das

Angebot.

Kloiber nimmt am Umweltpakt Bayern teil und hat seinen

Energie- und Ressourceneinsatz an den bisherigen

Standorten mit Photovoltaikanlage, Blockheizkraftwerk,

regenerativen Kraftstoffen und Waschwasseraufbereitung

optimiert. Ähnliches ist auch in Augsburg geplant.

Das GVZ Region Augsburg

Das entspricht der grünen Idee des GVZ Region Augsburg,

das nach eigenen Angaben mit klaren Leitbildern

ökologische und ökonomische Ziele unterstützt. Das GVZ

Region Augsburg liegt im Städtedreieck Augsburg, Neusäß

und Gersthofen. Seit dem Spatenstich im September

2007 sind von 61 ha Nutzfläche auf 112 ha Bruttofläche

bereits 42 Prozent vermarktet. Der Grünanteil liegt bei

35 Prozent. Logistik-Immobilien von GKM Hörnlein, der

Hermes Logistik Gruppe für Expressdienste und der

Honold Logistik Gruppe sind in Betrieb.

Größter Investor ist der Immobilienentwickler Prologis,

der auf einer Fläche von 93.000 m2 einen Logistik-Park

mit Hallenflächen für Logistik-Dienstleister und Serviceanbieter

betreibt. Mercedes Benz errichtet auf 45.000 m2 ein modernes Nutzfahrzeuge-Center. Weitere zehn Hektar

Fläche sind für das bimodale Terminal reserviert, das

voraussichtlich 2011 in die Bauphase geht.

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Schiene

Rekordmonat für CT Herne

KV-Terminal. Die Umschlagzahlen im Container Terminal Herne (CTH) sind im Herbst 2010 deutlich

angezogen. Nach dem Krisenjahr stehen die Zeichen wieder auf Wachstum. Im September verzeichnete

das Terminal sogar die höchsten Umschlagzahlen seit der Eröffnung im Jahr 2002.

Trailerspezialist: Das CTH hat sich nach eigenen

Angaben zu einem Spezialisten im Trailerumschlag entwickelt. (Foto: CTH)

Rund 9000 Ladeeinheiten wurden

hier im Drei-Schicht-Betrieb umgeschlagen.

Sowohl eine erhöhte

Auslastung der bestehenden Zugverbindungen

nach Schweden, Italien, Ungarn,

Rotterdam und Polen als auch die Auftaktung

mehrerer Verbindungen sorgten

für den Rekordumschlag. Dabei blieb

der Anteil der Trailer mit über 70 Prozent

außergewöhnlich hoch, womit das Container

Terminal Herne seinen Status als

der Trailerspezialist in der Region festigen

konnte. Um das Handling weiter zu verbessern,

wurde eine weitere Abstellfläche

für Trailer in Betrieb genommen.

60 ConTraiLo 8/2010

Ausbau anvisiert

Um auch in Zukunft mit den wachsenden

Anforderungen der Kunden Schritt

halten zu können, sollen Pläne zum Ausbau

des Terminals jetzt umgesetzt werden.

Für die nächste Ausbaustufe sind zu

den bereits bestehenden drei Gleisen à

725 m zwei weitere geplant.

Vier der fünf Gleise sollen dann von zwei

Portalkranen überspannt werden, um

den Umschlag der Einheiten noch effizienter

zu gestalten. Das Gesamtvolumen

der Ausbaumaßnahmen wird bei gut

zehn Mio. Euro liegen. Der Entwurfsbescheid

des Eisenbahn-Bundesamtes für

die Förderung des Projektes liegt nach

Terminalangaben bereits vor.

Die zusätzlichen Gleise ermöglichen zukünftig,

weitere Züge parallel abzufertigen

und somit auch weitere Slots anzubieten.

Vorgesehen ist ein Abschluss der

Erweiterungsmaßnahmen in 2011/2012.

Danach können 200.000 Ladeeinheiten

bewältigt werden, was mehr als einer Verdoppelung

entspreche.

Trailer weiterhin im Fokus

Geschäftsführer Mirko Strauss erklärte

dazu: „Anhand der Entwicklung der

Umschlagzahlen zeigt sich, dass unsere

Entscheidung, frühzeitig die Pläne für

den Ausbau zu entwickeln und die entsprechenden

Genehmigungen und Anträge

zu stellen, goldrichtig war. Nach

dem Dämpfer im letzten Jahr ist die Anfrage

vor allem nach neuen Slots wieder

sprunghaft angestiegen. Jetzt müssen wir

reagieren, um die Nachfrage zu bedienen.

Wir werden beim Ausbau auch wieder

besonderes Augenmerk auf den Umschlag

von Trailern richten, denn hier

haben wir unsere Marktnische gefunden

und uns in den letzten Jahren zum führenden

Terminal für Trailerumschlag und

kontinentale Verkehre im Ruhrgebiet

entwickelt.“

Das Anforderungsprofil ist dabei hoch.

Strauß ergänzt: „Im Zuge der Erweiterung

werden noch weitere, neue Handlingund

Abstellflächen für Container und

insbesondere Trailer geschaffen. Dies ist

besonders für die Trailer wichtig, da deren

Platzbedarf bei der Abstellung den

von Containern deutlich übersteigt.“


Schiene

KOMBIZUG ZWISCHEN HERNE UND NÄSSJÖ

Huckepack nach Schweden

Der combi train von Van Dieren Maritime verbindet

seit letztem Monat mit drei Abfahrten pro Woche Herne

mit dem schwedischen Nässjö. Transportiert werden

sowohl palettenbreite 45’-Container, inklusive der Curtainsider-Flotte

von Van Dieren und Huckepack-Trailer.

Vor kurzem nutze Van Dieren auch Kühlcontainer und

Coil-Trailer, um neue Produktbereiche für Stahl und

Lebensmittel in Skandinavien zu bedienen.

Die Transitzeit liegt bei 15 Stunden. Van Dieren Maritime

bietet seit 2003 Schienendienste zwischen Skandinavien

und dem Kontinent an. Die Züge der neuen Verbindung

stellt wie beim Katrineholm-Shuttle Hector Rail

zur Verfügung. Der neue Schienenservice ist Teil des

Van-Dieren-Netzwerkes, das nördlich bis nach Luleå

in Schweden und Mo i Rana in Norwegen reicht. In südlicher

Richtung erstreckt sich das Netz bis zum an der

französisch-spanischen Grenze gelegenen Le Boulou

sowie Melzo und Verona in Italien. Darüber hinaus bietet

Van Dieren eine regelmäßige Verbindung von Herne

nach Istanbul an. Van Dieren Maritime betreibt inzwischen

36 Shuttlezüge wöchentlich zwischen Skandinavien

und dem Kontinent.

TRANSPETROL-VERTRIEBSBÜRO IN SERBIEN

Schienen-Logistik im Balkangebiet

Transpetrol hat seit September

2010 eine Repräsentanz in Belgrad.

Damit weitet das Unternehmen

des Geschäftsbereiches Schienen-Logistik

der VTK Aktiengesellschaft

seine Internationalität und

Dienstleistungen aus.

Schwerpunkt der Aktivitäten des

neuen Vertriebsbüros ist die regionale

Markterschließung einschließlich

der angrenzenden Länder

des Balkans. Von hier kann

Transpetrol direkt mit den jeweiligen

Bahnen vor Ort zusammenarbeiten.

Die Waggons werden über-

62 ConTraiLo 8/2010

wiegend aus den Ressourcen der

Konzernmutter VTG und deren Geschäftsbereich

Waggonvermietung

bereitgestellt.

„Mit dem Ausbau der internationalen

Präsenz werden wir den wachsenden

Verkehrsströmen unserer

Kunden in Europa, vor allem in Richtung

Ost-/Südosteuropa, gerecht“,

kommentiert Gert Sieksmeyer, Geschäftsführer

Transpetrol. „Darüber

hinaus stärken wir die Entwicklung

und den Ausbau grenzüberschreitender

und verkehrsträgerübergreifender

Transporte.“

METRANS transportierte bereits zwei Mio. Container

zwischen Prag und Hamburg. (Foto: HHLA/METRANS)

Jubiläumsbox

METRANS feiert 2.000.000. Container

Bis heute hat METRANS, eine Tochter der Hamburger

Hafen und Logistik AG (HHLA), zwischen ihrem Terminal

in Prag und dem Hamburger Hafen zwei Mio. Standardcontainer

(TEU) auf der Schiene transportiert. Bei

einem Besuch von Hamburgs erstem Bürgermeister Chris-

INTERNATIONALE PARTNERSCHAFT

Zusätzlich 270 Züge

Die niederländische Ewals Cargo Care arbeitet

im Kombi-Verkehr durch die Alpen mit SBB

Cargo zusammen. Jährlich fährt die Schweizer

Güterbahn 270 Shuttlezüge für den Logistik-

Anbieter von Deutschland nach Italien. Start

für die internationalen Güterzüge mit Containern

und Sattelaufliegern war Ende August.

SBB Cargo erbringt dabei die gesamte Transportleistung

zwischen Rheinhausen bei Duisburg

via Lötschberg nach Novara in Norditalien

aus einer Hand.


toph Ahlhaus in Prag setzte ein Bahnkran die Jubiläumsbox

auf einen METRANS-Waggon. Den ersten Containerzug

zwischen Prag und Hamburg fertigte das Unternehmen

am 18. Februar 1992 ab.

Beitrag geleistet. Ahlhaus: „Zwei Mio. Container sind

eine beachtliche Leistung. Mit der direkten Verbindung

von Prag nach Hamburg leistet METRANS einen unverzichtbaren

Beitrag für die Steigerung der Wirtschaftskraft

des Hamburger Hafens. Seit 2006 ist – trotz der Krise in

2009 – das Handelsvolumen mit Tschechien um ein Drittel

gestiegen. Ohne METRANS wäre dieses Aufkommen

nicht zu bewältigen.“ Die HHLA-Tochter verbindet Tschechien,

die Slowakei und weitere Länder der Region über

Bahnverkehre und Container-Drehscheiben mit den

deutschen Seehäfen. Allein zwischen Prag und Hamburg

fahren wöchentlich mehr als 60 Züge.

Meilenstein. Klaus-Dieter Peters, HHLA-Vorstandsvorsitzender:

„Der Erfolg von METRANS spornt uns an, die

Hinterlandanbindungen des Hamburger Hafens weiter zu

stärken. Damit bauen wir systematisch den geografischen

Lagevorteil Hamburgs aus. Davon profitieren der Hamburger

Hafen ebenso wie die aufstrebenden Volkswirtschaften

in Mittel- und Osteuropa.“ Jiri Samek, Geschäftsführer

METRANS: „Die Abfertigung des 2.000.000.

Containers auf unserem Terminal in Prag ist ein Meilenstein

für METRANS. Auf einzelnen Strecken, wie zwischen

Prag und Hamburg, hat METRANS nach der schweren

Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr bereits das

Rekordniveau von 2008 übertroffen.“

SCHIENENVERBINDUNG

Zugsystem gestartet

Das RRT-Rhein-Ruhr-Terminal Duisburg hat am

6. Oktober 2010 gemeinsam mit der Alcotrans

Container Line B.V. ein weiteres Zugprodukt gestartet.

Das Zugsystem R2X verbindet die Rotterdamer

Delta-Terminals APM, DDE, DDN und

DDW mit dem Duisburger RRT-Terminal Gateway

West (Logport II). Das System verfügt über eine

Kapazität von 88 TEU. Ab dem Terminal Gateway

West gibt es direkte Weiterleitungsoptionen per

Bahn mit dem OWX-Shuttle nach Bönen/Unna

sowie nach Stuttgart zum Terminal SCT.

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Container

SICHERHEIT

für Fracht und Leben

Forschungsprojekte. „Container als Waffe“ – nur eine der Ängste, die sich seit den Terroranschlägen

2001 entwickelt hat. Wie sicher sind Container? Wer weiß, was wo unterwegs ist? Aktuelle und

kommende gesetzliche Vorgaben wirken zunehmend auf die globalen Warenströme ein.

Safety & Security für die Menschen

und die Waren – zwei Themen, die

sich bereits mit verschiedensten

Technologien und Vorgaben im globalen

Warenhandel finden lassen. Container

und Trailer, die sich über Satelliten- und

Mobilfunktechnologie orten lassen, überwachte

Terminals mit Zugangsbeschränkungen,

Röntgenanlagen für Container

und mehr. Dabei geht die Suche nach

sicheren Lösungen für heute und die Zukunft

stetig weiter. Auch der Bund zeigt

beim Thema maritime Sicherheit Initiative.

Aktuell fördert das Bundesministerium

für Bildung und Forschung (BMBF)

mehrere Forschungsprojekte für diesen

Bereich. Wie das im September in Bremerhaven

gestartete Projekt ECSIT.


Das Projekt ACCIS

(Automatisches Cargo-Container InspektionsSystem)

Dauer: 06/2010 bis 05/2013

Ansprechpartner: Physikalisch-Technische Bundesanstalt

ACCIS ist ein bilaterales Forschungsprojekt zwischen

Deutschland und Israel. Ziel des Verbundprojektes ist der

Aufbau eines Demonstrationssystemes für die automatische

Detektion von Sprengstoffen und radioaktivem Material für

Frachtgut mittlerer Größe (z. B. Luftfrachtcontainer).

Während des Projektes werden wesentliche Komponenten

für ein Inspektionssystem untersucht und im Labormaßstab

getestet. Dafür soll ein neuartiges Durchleuchtungsverfahren

erforscht und getestet werden. Zudem untersucht das Projekt

die Einsatzmöglichkeiten solcher Technologien auf Flughäfen

und an Grenzübergängen. Schwerpunkt ist dabei die

Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen und der Akzeptanz

des Verfahrens.

Das Projekt ECSIT

(Erhöhung der Containersicherheit durch berührungslose

Inspektion im Hafen-Terminal)

Dauer: 07/2010 bis 06/2013

Ansprechpartner: Institut für Seeverkehrswirtschaft

und Logistik

Das starke Wachstum des weltweiten Warenverkehres fordert

auch effiziente Sicherheitslösungen in der Warenkette. Illegal

in Containern transportierte Gefahrstoffe können Menschen

und die Wirtschaft gefährden. Zusätzlicher Druck auf die Seehäfen

ergibt sich mit den neuen Vorschriften der USA, die ab

2012 zum Scannen aller Seecontainer in den Entsendehäfen

verpflichten. Da aktuell noch keine Technologien existieren,

die die gewünschte Sicherheit gewährleisten können, ohne

den Handel zu belasten, ist das Projekt ECSIT gestartet. Konkretes

Projektziel ist es, am Beispiel des Containerterminals

Bremerhaven technische Konzepte zur schnellen Sicherheitsuntersuchung

von Containern zu untersuchen. Das Projekt

strebt ein ganzheitliches, flexibles Konzept an, das den heutigen

Durchleuchtungsverfahren in Zeit, Kosten und Prüfqualität

erheblich überlegen ist.

(Fotos: bremenports, dbh logistics,Eurogate)

Das Projekt ContainIT

(Containersicherheit durch vernetzte IT-Systeme)

Dauer: 06/2010 bis 05/2012

Ansprechpartner: EADS Deutschland GmbH

Der Seetransport bildet das Rückgrat des internationalen

Warenverkehres. Aus der weiträumigen Verknüpfung verschiedener

Verkehrsträger zu einer multimodalen Transportkette

erwachsen auch Sicherheitsrisiken. Die IT-Vernetzung

schreitet voran, um die zunehmend globalen Transportketten

effizient und kostengünstig steuern zu können. Hier setzt das

Projekt ContainIT an. Ziel ist es mit einer durch offene Standards

gekennzeichneten IKT-Plattform bestehende Insellösungen

zu vernetzen. Diese soll erstmals die Logistik von Containertransporten

umfassend abbilden und sämtliche Schritte

des Warentransportes erfassen. Sowohl organisatorische und

rechtliche als auch technische Aspekte der Containersicherheit

sollen einbezogen werden.

Das Projekt PiraT

(Piraterie und maritimer Terrorismus als Herausforderungen

für die Seehandelssicherheit: Indikatoren, Perzeptionen und

Handlungsoptionen)

Dauer: 04/2010 bis 12/2012

Ansprech- Institut für Friedensforschung und Sicherheitspartner:

politik an der Universität Hamburg (ISFH)

Der Seehandel ist ein wichtiger Pfeiler für die deutsche

Wirtschaft. Die Piratenangriffe am Horn von Afrika haben

die Sicherheit des Seetransportes in den Fokus gerückt. Im

Projekt PiraT wird ein Konzept entwickelt, welches Politik und

Wirtschaft ein effektiv verzahntes Vorgehen ermöglichen soll.

Die Lösungsvorschläge sollen helfen, Handelsrouten stärker

zu sichern, Besatzungen zu schützen und zusätzliche Kosten

zu vermeiden.

Zunächst will das Projekt das spezifische Verständnis für

die Bedeutung der Seehandelssicherheit erhöhen. Es soll

ein Katalog sicherheitsfördernder Schritte und Initiativen

erstellt werden. Ebenso soll ein Risikomodel entstehen, mit

dem die Unsicherheitslage eingeschätzt werden kann.

Alle Untersuchungen werden rechtswissenschaftlich begleitet.

Die Untersuchungsergebnisse sollen in eine strategische

Zukunftsanalyse eingebettet werden, die eine Entwicklung

der Problematik für die nächsten 15 bis 20 Jahre aufzeigt.

In PiraT arbeiten Forscher aus den Bereichen Sicherheitspolitik,

Wirtschaftswissenschaft, Sicherheitstechnik und Rechtswissenschaft

zusammen.

8/2010 ConTraiLo 65


Container

VERKEHRSSICHERHEIT

Container aus anderer Sicht

Stehende Container und Wechselbehälter werden bei

schlechten Wetterbedingungen sowie in der Dunkelheit

zu einem gefährlichen Hindernis. Warnmarkierungen,

zugelassen nach Prüfung durch die BAST tragen hier

ganz erheblich zur Verkehrssicherheit bei. Die gesetzlichen

Grundlangen finden sich in der Richtlinie zur Sicherung

von Arbeitsstellen (RSA), der StVO und den Erlassen des

BMVBS vom 28. April 1982 und 11.Januar 1984. Der Reflexfolienhersteller

ist verpflichtet, sich mit seinem Namen

auf der Vorderseite einer solchen Markierung auszuweisen

(Hersteller-Logo plus Aufdruck/Eindruck DIN 67520-4

sowie DIN 6171-1.) Gemeint ist hiermit die Retroreflexion

und die Aufsichtsfarbe gemäß StVO. Die Mitglieder des

Fachverbandes Warntafeln und Gefahrgut (FWG) verkaufen

ausschließlich von der BAST geprüftes und freigegebenes

Markierungsmaterial des Reflexfolienherstellers 3M

Deutschland GmbH. Es handelt sich um die Folienqualität

RA 2,C. Das Material wird in Sätzen zu je acht Zuschnitten

und in der Abmessung

705 mm lang x 141

mm breit verkauft.

(Fachartikel: H. W.

Strerath vom FWG

in gekürzter Form)

MOBILFUNKNETZ VERSUS SATELLIT

Unter der Lupe

Das Gegenteil von Sicherheit ist die Angst

vor dem Unbekannten. Somit ist ein wichtiger

Punkt, zu wissen, wo sich die Ware bzw.

der Container befindet. Hierfür gibt es zwei

völlig unterschiedliche Systeme. Doch welches

eignet sich wann?

TiProNet bietet verschiedene Lösungen für

die Ortung von mobilen Objekten an. GPS/

GSM-Tracker werden meist im lokalen Be-

66 ConTraiLo 8/2010

(Foto: Pinter/FWG)

reich eingesetzt und eignen sich für eine

sehr detaillierte Überwachung, wie TiProNet

erklärt. Über ein Mobilfunknetz werden Positionsangaben

gesendet. Einzelne Tracking-

Produkte können eine Vielzahl von Ein- und

Ausgängen, bis hin zu CAN-Bus-Modulen,

aufweisen, wodurch einzelne Zustände noch

genauer überwacht werden.

Wo eine minutengenaue Auswertung nicht

nötig ist oder gerade in Gebieten mit unzureichender

GSM-Versorgung, bieten Satellitensysteme

eine Lösung. Solche Satelliten-

Verschärfte Auflage

Hochsicherheitssiegel mit neuer Norm

High Security Seals helfen, die Fracht in Überseecontainern

zu schützen. Seit dem 1. September 2010 gelten

für die Hochsicherheitssiegel nach Angaben der Ferrotec

GmbH mit der ISO 17712:2010 neue Auflagen. Demnach

schreibt die Norm unter anderem einen Stahlkerndurchmesser

von 18 mm für den Körper und den Kopf des Pins

vor. Außerdem verpflichte sie alle Akteure der Lieferkette

zur verbindlichen Aufklärung über die Pflichten bei der

Anwendung von High Security Seals (lückenlose, für sieben

Jahre nachvollziehbare Dokumentation der Siegelnummern,

Siegelfarben und Markierungen sowie Lagerung

der Bolzenplomben an einem gesicherten Ort).

Produktion angepasst. Trotz Übergangsfrist empfiehlt

Ferrotec, Container im Interesse der Ladungssicherung bereits

ab sofort durch High Security Seals entsprechend den

neuen Vorgaben zu sichern. Das Reinfelder Unternehmen

Ferrotec hat seine Produktion bereits vor einem halben

Jahr auf die Fertigung von Containersiegeln mit einem vergrößerten

Stahlkerndurchmesser umgestellt: „Als innovativer

Produzent von Hochsicherheitssiegeln hat Ferrotec seine

Produkte vorzeitig an die Auflagen der seit zwei Jahren

in der Entwicklung befindlichen ISO-Norm angepasst und

bietet seitdem die neuen Baureihen Ferrolock S4 und LP4

an“, sagt Guido Jasmund, Product-Manager von Ferrotec.

Prüfen statt nachverplomben. Für ein zusätzliches Plus

an Sicherheit verfügen die High Security Seals von Ferrotec

über eine Anti Spin Safety (ASS) und den Security

Tracker können weltweit eingesetzt werden,

da sie ein einheitliches, weltweit funktionierendes

Kommunikationssystem benutzen.

Der TiProNet Smartone kann ohne Kabel,

externe Stromversorgung oder Antennen

installiert werden.

Zudem fallen keine Roaminggebühren im

Ausland an. Sie arbeiten mit ihren Primärbatterien

oftmals viele Jahre autark. Ausgestattet

mit vier handelsüblichen AA-Lithium-Batterien,

kann der Smartone laut Ti-

ProNet bis zu vier Jahre lang Positionen und


Sicher versiegelt: die neuen High Security Seals

mit größerem Stahlkerndurchmesser. (Foto: Ferrotec)

Compliance Check (SCC). „Ganz wichtig ist es jetzt, dass

alle Nutzer von Hochsicherheitssiegeln trotz der Übergangsfrist

sämtliche Siegelbestände überprüfen, damit

später keine falsch gesicherten Container nachversiegelt

werden müssen. Durch Neukunden erfahren wir beinahe

täglich, dass so eine Nachverplombung zwischen 50 und

200 Euro pro Container kosten kann.“

Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter. Der Entwickler

und Produzent unterschiedlicher Indikativ-, Sicherheitsund

Hochsicherheitsplomben wurde zudem in diesem

Jahr vom Deutschen Zoll als „Authorised Economic Operator“

(AEO) zertifiziert. Dank der seit 2009 bestehenden,

gegenseitigen Anerkennung der Sicherheitskriterien

des „Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten“ AEO der EU

und des amerikanischen Zollpartnerschaftsprogramms

C-TPAT, wirkt sich die bevorzugte Zollpassage nach Angaben

von Ferrotec auch bis in die USA aus.

Zustände senden. Die Primärbatterie des AXTracker

MMT von TiProNet soll sogar bis zu sieben Jahre halten.

GSM-Tracker müssen dagegen in der Regel an das

Kfz-Bordnetz angeschlossen werden. Dank geringeren

Abmessungen der Satelliten-Tracker sind hohe Schutzklassen

möglich. Zudem lässt sich aufgrund der Art der

Datenübertragung laut TiProNet eine Störung des Funkverkehrs

durch Dritte deutlich schwieriger realisieren,

als dies bei GSM-Trackern der Fall ist. Alarmfunktionen

unterstützen beide Systeme, aber nur einige Firmen wie

z. B. TiProNet bieten darüber hinaus eine Onlineüberwachung

an.

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Auf den Kunden kommt es an

IBC. Nicht nur bei den ISO-Containern, auch bei Intermediate Bulk Containern gibt es verschiedene

Containertypen zur Auswahl. Der Fachjournalist Thomas Wöhrle hat einen Fachbericht zur

IBC-Container-Logistik made by CEVA verfasst, den ConTraiLo hier in gekürzter Form wiedergibt.

Mieten statt Kaufen: Wiederverwendbare IBC von CEVA.

68 ConTraiLo 8/2010

Das Anmieten von Containern ist für zahlreiche

produzierende Unternehmen in wirtschaftlich

schwierigen Zeiten kurzfristig sehr attraktiv. Effizienzvorteile

erreichen sie erst, wenn sie dabei die Prozessabläufe

optimieren. Als Anbieter für die Vermietung von

wiederverwendbaren Intermediate Bulk Containern (IBC)

berät die CEVA Container Logistik GmbH ihre Kunden

bei der Auswahl der optimalen Verpackungsvariante

für den Versand von Roh-, Halb- und Fertigwaren. Dabei

bietet der Spezialist für Verpackung und Logistik eine

Vielzahl unterschiedlicher Containertypen für Flüssig-,

Stück- oder Schüttgüter an. Diese können dann auf Tages-,

Kurzzeit- oder Langzeitbasis angemietet und an jedem

beliebigen Ort innerhalb Europas eingesetzt werden. CEVA

übernimmt hierbei auch die Leeranlieferung der gereinigten

sowie die Rückführung der gebrauchten Container.

Reduzierung von Kosten und Transporten

„Gegenüber einer herkömmlichen Verpackung kann

unser Kunde dadurch seine Kosten sowie die Anzahl seiner

Transporte deutlich reduzieren“, sagt Sven Krebs, Vertriebsleiter

Nordeuropa bei der CEVA Container Logistik

GmbH. „Dies bringt auch deutliche Umweltentlastungen

mit sich, außerdem sind die Container sehr schnell verfügbar

und je nach Anforderung flexibel einsetzbar.“

Miete statt Kauf bedeutet keine Kapitalbindung. Dieses

kann besonders in Zeiten unsicherer Auftragslage oder

Faltprinzip: Platzsparende Lösungen

bieten die Möglichkeit die IBC

zusammenzuklappen.

(Fotos: CEVA Logistik)


ei Saisongeschäften ein erheblicher Vorteil sein. „Der

Anspruch an die Flüssigkeitscontainer ist vom Grundsatz

her der höchste, da Flüssigkeiten vor jeglichem Auslaufen

geschützt sein müssen“, erklärt Nordeuropa-Vertriebschef

Krebs. „Demzufolge kommen in unseren transportgeprüften

Containern Pallecon Ultra und Pallecon Autoflow,

die in eigener Produktion gefertigten Flüssigkeits-Inliner

zum Einsatz.“

Kunden müssen Informationen liefern

Aber auch die Schütt- und Stückgut-Container können

zur Direktaufnahme von Produkten mit einem Inliner

versehen werden. Hier setzt CEVA die transportgeprüften

Container Magnum und Hybox ein, die ebenso für sensible

Stückgüter, wie etwa aus der Elektronik-Industrie,

verwendet werden können.

Die Hauptkunden der CEVA-Containersparte kommen

aus den Bereichen Kosmetik und Pharmazie, der Lebensmittelbranche

sowie der Automobil- und Elektronikindustrie.

Durch die nicht zwingende Länderrückführung

profitieren sie von einer beschleunigten Verfügbarkeit

der Container. Auch sind die Verbesserung der

Produktqualität oder die Verlängerung des Mindeshaltbarkeitsdatums,

vor allem für Kunden aus der Lebensmittelindustrie,

wichtige Argumente für einen Einsatz

von Bag-in-Box-Containern.

„Für uns ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir

in sehr enger Abstimmung mit dem Kunden, die für ihn

optimale Gesamtlösung realisieren“, so Krebs. „Dabei

sind wir auf qualitativ möglichst hochwertige Informationen

aus den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen

wie zum Beispiel der Produktion und der Logistik

angewiesen.“ Denn nur dann komme es zu einer wirklichen

Win-win-Situation, bei der der Kunde durch eine

effiziente Container-Logistik nachhaltige Wettbewerbsvorteile

in seinem Marktumfeld realisieren könne.

Das Unternehmen:

CEVA Container Logistics ist ein Geschäftsbereich

von CEVA Logistics. Zu den Leistungen gehört die

Vermietung und der Verkauf von wiederverwendbaren

IBC und der zugehörige Verpackungs-Management-Service.

CEVA Logistics beschäftigt über

46.000 Mitarbeiter und betreibt ein globales Netzwerk

mit Standorten in mehr als 170 Ländern.

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Fax: +49 (0) 47 47/87 41-2 22

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Container

Firma Angebot/Leistungen Besonderheiten/Spezialitäten

A-TAINER & SERVICE

Containerhandel

& Vermietung

D-20539 Hamburg

Bloedorn

Container GmbH

D-44319 Dortmund

Cargofresh

Engineering GmbH

D-22926 Ahrensburg

CHS CONTAINER

Handel GmbH

D-28239 Bremen

CLH Container

Logistic Hamburg

GmbH & Co. KG

D-20097 Hamburg

Conical GmbH

D-20097 Hamburg

CONTAINEX

Container-Handelsgesellschaft

m.b.H.

A-2355 Wiener

Neudorf

Contargo Alpina AG

CH-4019 Basel

Contargo

Koblenz GmbH

D-56070 Koblenz

Contargo

Ludwigshafen GmbH

D-67065

Ludwigshafen

Co*Operator

Container Transport

& Logistic GmbH

D-28215 Bremen

CST GmbH Container-,

Speditions- und

Transportges. mbH

D-21107 Hamburg

70 ConTraiLo 8/2010

Vermietung und Handel mit 8-, 10-, 20- und 40’-Box, HC, PW-Box,

Opentop, Kühler, Flats, Isolierer- und Aufenthaltscontainer.

Handel und Vermietung von See-/Büro-/Sanitärcontainern.

Entwicklung und Herstellung von CA-Anlagen zur Erzeugung von

Controlled Atmosphere in Kühlkoffern, Aufliegern, Seekühlcontainern

und Kühllagern; Verkauf, Vermietung von 20- und 40’-High-Cube-

Kühlcontainern mit CA.

Vermietung/Handel/Sonderbau: Alle Arten von Seecontainern für

Transport- und Lagerzwecke, wie z. B. 20- und 40’-Standardcontainer,

20’-Reefercontainer, Hardtop, Opentop, Openside, Sidedoor, 45’-

DV+High-Cube, 13,60-m-Container, Selfstorage oder Raumelemente.

Leasing, Vermietung und Handel von See-, Lager-, Kühl- und

Spezialcontainern.

An- und Verkauf, Vermietung und Umbau von See-, Lager-, Kühl-

und Spezialcontainern aller Art.

Verkauf, Vermietung, Leasing: Containeranlagen, Büro-, Sanitär-,

WC-, Lager-, Material- und Seecontainer.

20’-DV; 20’-DV Used Quality A+B+Export Quality; 20’-OT Quality

B+Export Quality; 40’-DV New 40’-DV Used Quality A+B+Export

Quality: 40’-HC New; 40’-HC Used Quality A+B+Export Quality;

40’-OT Original, Used Quality B+Export Quality; 40’-OT Rebuild Used

Quality B+Export Quality; 40’-Flatrack Used; 20’-Flatrack Used;

weitere auf Anfrage.

20’-DV Used Quality A+B+Export Quality; 40’-DV Used Quality

A+B+Export Quality; weitere auf Nachfrage.

Lang- und Kurzzeit-Vermietung von Lagercontainern (20’-/40’-Box).

Vermietung/Leasing/Handel weltweit: 10-, 20- bis 45’-Standardcontainer,

Kühlcontainer, Hardtop-, Opentop-, High-Cube-Container, palettenbreite

Container sowie Swap Bodies (7,45 oder 7,82); Flat-Racks,

Rolltrailer, Platformen, Büro-Mannschaftscontainer (auch möbliert).

Vermietung/Leasing/Handel: 10-, 20- und 40’-Standardcontainer,

High-Cube-, Kühlcontainer, Opentop-, Büro- und Tankcontainer,

Flat-/Plattform, Wechselbrücken, Isolier-Container.

(Foto: sh)

Persönliche Beratung, Depotservice, Anlieferservice; gern werden

auch Sonderwünsche erfüllt; zurzeit Specials 20’-HC-Reefer oder

20’-Diesel-Elektrik.

Ladekran-Fahrzeuge, auch für 40’-Container; Umbauarbeiten

in eigener Werkstatt.

Weltweit einziger Hersteller von CA-Anlagen für Lkw; CA-Container

mit der weltweit schnellsten Aufbauzeit von Controlled Atmosphere;

einzigartige Luftbefeuchtung im Container mittels Membranverfahren.

Lackierung, Ausstattung und Umbau nach Kundenwunsch,

zertifiziert durch Germanischen Lloyd (darf CSC-Prüfungen

vornehmen), weltweite Lieferung.

Containerleasing und Verkauf weltweit; persönliche Beratung.

30 Jahre Erfahrung im Containerhandel und der Containerherstellung;

Verkauf und Vermietung weltweit inklusive persönlicher Beratung.

Über 30 Jahre Erfahrung im Containerhandel. Europaweite Lieferung

direkt oder über ausgewählte Handelspartner; persönliche Betreuung

vor Ort.

Alle Container mit CSC (mind. 3 Jahre); verfügbar 10 Tage

nach Bestellung.

Alle Container mit CSC (mind. 3 Jahre); verfügbar 14 Tage

nach Bestellung.

Containertransporte (bei Bedarf Anlieferung/Abholung mit

Selbstlader-Lkw), Containerreparaturen (eigene Werkstatt).

Agent für CAI/SKY/CAI-Consent, Neu- und Gebrauchtcontainer,

Sonderbauten, -größen, -farben möglich, persönliche Beratung,

Komplettservice inklusive Verzollung, weltweite Lieferung: per Lkw

(auch mit Selbstladekran), Barge und Bahn, weltweites Containerdepot-Verkaufsnetzwerk.

Depot, Einlagerung, Reparatur, Umbau, Lieferung, Reifencontainer,

Spezialcontainer aller Art; Genset-Vermietung.


Firma Angebot/Leistungen Besonderheiten/Spezialitäten

ELA Container GmbH

D-49733 Haren

HLS Container

Bremen e. K.

D-28759 Bremen

iCON International

Container Service GmbH

D-20354 Hamburg

Magellan Maritime

Services GmbH

D-20095 Hamburg

MAXX INTERMODAL

SYSTEMS nv

B-2140 Antwerpen

Steinecker-Container

Handel

D-63452 Hanau

R. Thollembeek GmbH

D-71157

Hildrizhausen

TOPtainer Container

Managament &

Sales GmbH

D-22297 Hamburg

TWS –

Tankcontainer-Leasing

GmbH & Co. KG

D-19246 Camin

UNITAINER

Trading GmbH

D-21107 Hamburg

ConTraiLo

Container I Trailer I Logistik

www.contrailo.de

Vermietung/Verkauf: Büro-, Mannschafts-, Wohn-, Sanitär- und

Lagercontainer; Offshore- und Sondercontainerbau, Kindergärten,

Schulen, Bankgebäude, Jugend- und Freizeiträume, Seniorenresidenzen.

Vermietung/Leasing/Handel weltweit: 20- und 40’-Standard-

Container, 20- und 40’-Opentop-Container, 40’-High-Cube-Container,

20- und 40’-Flat-Racks, Kühl-, Tank-, Büro- und Sanitärcontainer.

Vermietung von 20-, 40- und 40’-High-Cube-Containern auf kurz-,

mittel- und langfristiger Basis; alle Typen von Spezial-Containern

auf Anfrage.

Finanzierung/Vermietung/Leasing/Handel/Sonderbau: Standard- und

Spezialcontainer (z. B. Kühl-, Opentop-, Hardtop-, Palletwide-, Doubledoor-,

Flat-/Platform-, Sidedoor- und Bulk-Container) in allen gängigen

Größen (z. B. 8, 10, 20, 30, 40 und 45’).

Handel mit Containern aller Art.

Vermietung/Handel: 20- bis 40’-Seecontainer, 20’-Openside-Container,

20’-Container sofort verfügbar, Mietdauer ab 30 Tage.

Raum- und Containerlösungen für technische Anlagen, Lagerung und

Transporte, See- und Lagercontainer (in Depots in Moerdijk, Rotterdam

und Antwerpen), Spezialcontainer (für Technik im Anlagen- und

Maschinenbau), Schnellbaucontainer.

Vermietung/Leasing/Handel: 20- bis 40’-Standardcontainer, Kühlcontainer,

Hardtop-, Opentop, High-Cube- sowie Palletwide-Container;

One-way-Vermietung.

Vermietung/Leasing/Handel: 20’-Tankcontainer, Standard, Zulassung

T11–T14 von 21 bis 26 m 3 Inhalt; Spezial T20 und T22 bis 22,50 m 3

z. T. mit Schwallwänden. Swap-Tankcontainer bis 7,82 m Länge,

T2–T14, von 29,50 bis 35 m 3 Inhalt, Silo-Bulkboxen aus Aluminium

mit 39 und 50 m 3 Inhalt.

An- und Verkauf/Vermietung von Box-, Lager- und Kühlcontainern,

Hardtop, Opentop, Sidedoor, Doubledoor und andere Containertypen

auf Anfrage.

ELA-Premium-Mietcontainer sind 0,50 m breiter – dadurch bis zu

25 Prozent Einsparmöglichkeiten; Lieferung sofort, europaweit,

werkseigene Lkw mit Ladekran, per Bahn und per Schiff.

Lieferung weltweit, mit oder ohne Abladen, Reparaturen,

Spezialcontainer, auch nach Kundenspezifikationen.

20’-DV, 40’-DV und 40’-HC verfügbar in Europa, Asien und Amerika;

weltweites Depotnetz.

Netzwerk aus eigenen Büros, Agenturen und Depots in

über 30 Ländern, Modifikationen/Reparatur/Lackierung nach

Kundenwunsch; Kühlcontainer mit neuester CA-Technologie;

Lieferservice weltweit.

Multimodale Transporte aus und zu GUS (Moskau, St. Petersburg,

Yekateringburg, Almaty, Tashkent); China (Shanghai, Hong Kong,

Shenzen, Ningbo, Tjanjin).

20’-Openside-Container.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung, Planung, Herstellung und Vertrieb

von technischen Stahlcontainern und Sofortraum – Lösungen,

Beratung und europaweitem Montageservice, Entwicklungen nach

Kundenwunsch.

Z. B. 24-h-Service, Lieferung, Reparatur, Spezialcontainer.

Spezial-Tankcontainer, Lebensmittel-Tankcontainer mit Reefer, Spezialgrößen,

Sicherheits-/Leckagewagen in Edelstahl nach WHG für

Tank-/Boxcontainer, auch in Sondergrößen, Abstellrahmen, mobile

Heizgeräte für Tankcontainer, Depots und Werkstätten an sieben

Standorten.

Verkauf und Vermietung weltweit, umfangreiches Angebot an

Dienstleistungen (multimodale Transporte, Kranungen, Reparaturen,

Packen und Lagerung, Zubehör).

T A G E S A K T U E L L

...im Internet


(Foto: sh)

MESSE DER


ENTSCHEIDER

Messerückblick. Bei der IAA

Nutzfahrzeuge 2010 feierten

272 Produkte Weltpremiere –

darunter auch Neuheiten speziell

für die Vor- und Nachläufe von

Containern und Trailern aus den

Kombinierten Verkehren über die

Straße. Highlights stellt ConTraiLo

auf den folgenden Seiten vor.

Insgesamt präsentierten sich 1751

Aussteller aus 43 Ländern. Die Zahl

der Besucher lag laut dem VDA zwischen

240.000 und 250.000. Besonders

positiv werteten die Aussteller die hohe

Qualität der IAA-Besucher. Der Anteil der

Fachbesucher lag nach Angaben des Veranstalters,

dem VDA, an den Wochentagen

bei 93 Prozent, an allen Tagen im

Durchschnitt bei 89 Prozent.

Drei von vier Fachbesuchern waren Entscheider;

bei den ausländischen Gästen

zeigte sich die Quote mit 86 Prozent

noch höher. Die nächste IAA Nutzfahrzeuge

kann übrigens schon im Kalender

vorgemerkt werden: Vom 20. bis 27. September

2012 soll sich auf dem Messegelände

bei der 64. Auflage der Leitmesse

wieder alles um die Welt der Nutzfahrzeuge

drehen.


Straße

CHASSIS

Zwei in Eins

Werden zwei 20’-Container auf einem

40’-Chassis transportiert, zeigen die

Türen des vorderen Containers zur

Stirnseite des Chassis. Um den Container

be- oder entladen zu können, muss

die Sattelzugmaschine abgewinkelt werden.

Die Alternative waren bisher entweder

ein Anhängerzug, der aber keine

40’-Container fahren kann, oder ein teilbares

Containerchassis. Pacton Trailers

B.V. hat nun als neue Lösung TW%NE

vorgestellt. Für die Container wird ein

flacher Tragrahmen mit den erforderlichen

Verriegelungen gefertigt. Der

Rahmen besitzt an beiden Seiten einen

Königszapfen sowie die Kupplungen für

die Versorgungsleitungen.

Das Vier-Achs-Fahrwerk ist als Schlitten

konzipiert, sodass es durch Festbremsen

und Vorschub des Tragrahmens

zur einen oder anderen Seite

ermöglicht, jeden Container rückwärts

an die Rampe zu fahren. Die Technik

ist laut Pacton einfacher als bei einem

zweiteiligen Chassis und kann flexibel

1x 20-, 2x 20-, 1x 40- oder 1x 45’-

Container transportieren. Der TW%NE

ist mit vier DCA-9-t-Achsen ausgestattet,

verfügt über Scheibenbremsen

und Weweler-Aufhängung.

74 ConTraiLo 8/2010

(Foto: Pacton)

Im Zeichen des Neubeginns

Kögel präsentiert neue Anhängergenerationen

Die diesjährige IAA Nutzfahrzeuge war

für die Kögel Trailer GmbH & Co. KG

ein Kick-off des Neubeginns. Der Anhängerhersteller

präsentierte gleich

mehrere Neuheiten – auch für den

Container- und Kombiverkehrsbereich.

Mit neuer Schiebe-Technologie zeigt

sich der Port 40 multiplex als taufrische

Generation der Kögel-Containerchassis.

Das neue Schlittenchassis

wurde speziell für den Transport von

bis zu 32 t schweren 20’-Containern

entwickelt.

Leichter laden. Der variable Radstand

ermöglicht die Gewichtsverteilung

mit mehr Gewicht auf der Sattelkupplung.

Soll der Container bebzw.

entladen werden, wird das Chassis

mithilfe des Radstandes verschoben,

sodass der Container heckseitig

positioniert ist. Der von dem Port

40 simplex bekannte Heckauszug mit

innen liegendem Ausschubzylinder

und im Holm geschützt untergebrachten

Versorgungsleitungen finden

in diesem neuen Containerchassis

Verwendung.

Verschiebemechanismus. Das Bedienelement,

mit dem das Verschieben gesteuert

wird, ist in der Fahrzeugmitte

angeordnet. Betätigt der Fahrer den

Schlittenchassis: das Kögel-

Chassis mit variablem Radstand. (Fotos: Kögel)

Entriegelungsknopf, schließen die

Bremsen sich und der Verriegelungsmechanismus

am Rahmen wird automatisch

entsperrt. Ein Warnton gibt

dem Fahrer das Zeichen zum Vorfahren.

Als Fahrhilfe dient ein gummigepolsterter

Anschlag.

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Erreicht der Rahmen die Position, wird

er automatisch verriegelt. Die Steuerung

öffnet die Bremse, sobald das

Warnsignal abgeschaltet wird und das

Fahrzeug bereit zum Abfahren ist. Die

Sattellast beim Port 40 multiplex beträgt

rund 12.500 kg. Bei einem ausgefahrenen

Rahmen liegt diese nach

Angaben von Kögel beispielsweise bei

einem 30 t schweren 20’-Container bei

rund 10,5 t, während sie bei einer

heckbündigen Beladung weniger als 5 t

betragen würde. Mit dem flexiblen

Containerchassis lassen sich auch 30sowie

40’-Container transportieren.

Cool im Schienenverkehr. Ein weiteres

Messe-Highlight am Stand von


Kögel war der überarbeitete und erweiterte,

bahnverladbare Kögel Cool

Rail aus der Kühler-Baureihe. Der Cooler

in gewichtsoptimierter Bauweise ist

nach Unternehmensangaben für alle

gängigen Transport-Wagen der Bahn,

wie beispielsweise T 2000, Mega 2, T

3000, Twin, T 5 und T 4,2, einsetzbar.

Mit einem Leergewicht ab 6700 kg gehört

er nach Herstellerangaben zu den

leichtesten Fahrzeugen seiner Art. Die

technisch zulässige Sattellast liegt bei

12.000 kg und das zulässige Gesamtgewicht

beläuft sich auf 35.000 kg.

Insgesamt misst das Fahrzeug bei einer

Gesamtlänge von 14.040 mm eine

Breite von 2600 mm.

Details zur Bahnausführung. Der

in Niedrigbauweise gefertigte Fahrgestellrahmen

ist mit einer Kupplungsplatte

mit 2’’-Zugsattelzapfen nach

DIN 74080/ISO 337 ausgestattet. Der

erhöhte Achsabstand ermöglicht die

Kranverladung.

Seitlich am Rahmen montierte Taschen

sorgen für einen sicheren Transfer

auf den Taschenwagen. Für den

Transport auf der Fähre und auf den

Schienen ist der Cool Rail mit vier

Paar Schwerlast-Zurr-Ringen, geprüft

auf 12.000 kg, gesichert. Kögel präsentierte

auf der IAA den Cooler mit seinem

Kühlluft-System CLIMATEX.

SICHERHEIT

Plane mit Schutz

Optisch zeigt sich das Planenstück am

Messestand der Afusoft Kommunikation

eher unauffällig. Doch die Idee dahinter,

bzw. die Plane, hat es in sich. Zusammen

mit dem Spezialisten für intelligente Textilien,

ITP GmbH aus Weimar, entwickelte Schutz: Mit der intelligenten

Afusoft ein Schutzsystem, das Lkw und Plane können Planenschlitzer

Palettengüter gleichermaßen schützen schneller entdeckt werden.

soll: die „intelligente Plane“. Planenschlit- (Foto: Autobahnrevier-PD-OE-OE)

zen ist zu einem Trenddelikt geworden.

Den Tätern geht es in der Regel darum,

schnell wertvolle Fracht zu ergattern und unerkannt zu entkommen. Die

neue Lösung von Afusoft, deren Prinzip unter Nr. 20 2010 011543.4 zum

Gebrauchsmuster angemeldet ist, hilft den Einbruch zu erkennen, während

er geschieht. Der Alarm erhöht das Risiko für die Täter entdeckt zu werden,

sodass sie vom Zugriff auf derartig geschützte Fahrzeuge häufig bereits

von vornherein absehen.

Als nächstes ist Afusoft nun auf der Suche nach Unternehmen, mit denen

zusammen die Plane im nächsten Schritt getestet werden kann. Afusoft hat

zudem seine Gerätefamilie für die Satellitenüberwachung um das Satellitenterminal

DMR 800 von Skywave erweitert. Entsprechend der Philosophie von

Afusoft ist auch das neue Terminal 5610 vollständig in Security.WEB eingebunden

und arbeitet mit Peripheriegeräten wie der drahtlosen Trailerüberwachung

RWX 5215 zusammen. Während das 5605 für die Übertragung in

Europa optimiert ist, nutzt das 5610 insgesamt fünf Satelliten mit automatischer

Umschaltung und erlaubt so eine weltweite Überwachung.

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Straße

TEILE UND ZUBEHÖR

Verschluss mit Druck

Motoc steht für „move to open & close“.

Wie genau die brandneue Verriegelung

für Wechselbehälter auf dem

Chassis funktioniert, konnten sich die

Besucher der IAA live am Chassis ansehen.

Aber auch noch jetzt nach der

Messe können sich Interessierte einen

bildlichen Eindruck machen, denn ein

kurzes Video zeigt auf der Internetseite

von SD Products den Einsatz. Statt

manuell die Twistlocks an den vier

Ecken zu befestigen, verriegelt Motoc

mit einem Handgriff den Container

oder andere Wechselbehälter an zwei

oder allen vier Ecken des Chassis.

Dabei arbeitet Motoc pneumatisch.

Erhältlich ist Motoc nach Angaben

von SD Products voraussichtlich ab

April 2011.

76 ConTraiLo 8/2010

(Foto: sh)

NETZUNABHÄNGIGE GPS-ORTUNG VON MECOMO

Lichtgeladener Detektiv

Tracking-&-Tracing-Lösungen helfen zunehmend, Container,

Wechselbrücken und Trailer auf ihrer Reise im Blick zu behalten

und so die Sicherheit für die Fracht zu erhöhen oder auch die

Einsätze besser zu planen. Damit die Ortungsboxen ihre Aufgabe

zuverlässig erfüllen können, müssen sie stetig mit Energie versorgt

werden. Bei langen Umlaufzeiten kann sich so ein Problem

ergeben: leere Batterien. Mecomo GPS solar bringt daher mit

Mit automatischen Helfern

MKF-Chassis mit mehreren RMM-Produkten

In knalligem Rosa fiel das Güstrower

Containerchassis von MKF Metallbau

auf dem Freigelände Süd auf der IAA

direkt ins Auge. Die Blicke blieben dabei

aber nicht nur wegen der Farbe an

dem Chassis hängen.

Speziell ausgestattet. Chassishersteller

MKF Metallbau stellt seit mehr als

zehn Jahren Containerchassis her. Bei

der IAA präsentierte das Unternehmen

ein Chassis, das mit aktuellen Produkten

der RMM Rüdiger Metternich

Mechatronik GmbH für das automatisierte,

sichere und beschleunigte

Handling von Containern ausgestattet

Automatisches Kupplungssystem.

(Foto: sh)

ist. Hierzu gehört z. B. ein modifizierter

Königszapfen für ein automatisches

Kupplungssystem. Das automatische

Kupplungssystem von RMM wird

durch die Firma Cargotec vertrieben.

Automatisch kuppeln. Die Verriegelungseinheit

ist konstruktiv so ausgeführt,

dass sie unter die Sattelplatte

der Kalmar-Zugmaschine passt. Der

Fahrer kann den Kupplungsvorgang

aus der Kabine steuern und es müssen

keine Versorgungskabel für Luft oder

Elektrik zum Trailer gesteckt werden,

da Luft und elektrische Versorgung

durch den modifizierten Königszap-

einem integrierten Solarpanel eine eigene Ladestation für den

Akku mit. Eingesetzt wird die Lösung beispielsweise beim globalen

Logistiker DHL. Die GPS-Einheit verfügt über einen Akku, dessen

Kapazität nach Herstellerangaben auch ohne Stromversorgung

eine Standzeit von dreieinhalb Jahren bei einer Ortung pro

Tag erreichen kann. Das Solarpanel soll den Akku ebenso im

sonnenarmen Winter wie im sonnenreichen Sommer laden können.

Das Gehäuse sowie das Panel sind wasserdicht und hagelgetestet.

Mit der Software Mecomo Fleet wird aus der Ortungseine

Komplettlösung.


fen übertragen werden. Auch Signale

für ein Daten-Bus-System können so

übertragen werden. Der spezielle Königszapfen

auf der Trailerseite wird in

das automatische Kupplungssystem

unter der Sattelplatte der Zugmaschine

verriegelt. Das System bleibt laut

RMM aber auch kompatibel zu herkömmlichen

Zapfen und Sattelkupplungen.

Das System wurde über 1,5

Jahre getestet. Die Anwendungsberei-

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che sind bei leichten Zugmaschinen

in der Spedition bis hin zum Hafeneinsatz

und schweren Industrieeinsätzen

möglich.

Automatische Arbeitsstützen. Vor

unbefugtem Ankuppeln schützt ein

weiteres Produkt von RMM. Das

Sattelplattenschloss wird durch die

Wihag-Fahrzeugbausysteme GmbH

vertrieben und versperrt den Königszapfen.

Auch die neue Verriegelung

„Container Self-Lock“ sowie die automatische,

hydropneumatische Stützwinde

(AHP-Stützwinde) ist über Wihag

erhältlich.

TERBERG UND ZAGRO BAUEN RAIL-ROAD-SHUNTER

Rangiermobil im Test

(Foto: Terberg/ZAGRO)

Terberg Benschop B.V. und die ZAGRO Bahn- und Baumaschinen GmbH

bauen zusammen Rail-Road-Traktoren. Bei der Innotrans wurde der erste

Terberg/ZAGRO-RR-222-6x4-Rangiertraktor vorgestellt. Inzwischen ist

dieser Prototyp voll im operativen Testlauf. Am Markt erhältlich sein wird

der RR 222 voraussichtlich ab November.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zeigte Terberg die fünfte Generation

der RoRo-Traktoren-Serie, die in Bremen auf der RoRo-Messe bereits angekündigt

wurde. Zu der Serie gehören die drei Modelle RT 223, RT 283 und

der RT 323. Der RT 223 und RT 283 sind die Nachfolger des RT 222 bzw.

RT 283. Währenddessen reiht sich der RT 323 als Modell zwischen dem

RT 283 und RT 382 ein. Damit reicht die Range der Terberg-RT/TT-Zugmaschinen

für den Schwerlasteinsatz bis zu einem Gesamtgewicht bis zu 350 t

und einer Sattel-Hubleistung bis zu 45 t.


Verladetechnik

(Foto: Cargotec)

SIMULATOR

Trainer in der Box

Cargotec hat einen neuen Simulator

speziell für das Training von Offshore-

Kranführern entwickelt. Der Simulator

wurde von einem eigenen Team System-Ingenieuren

des Cargotec-Standortes

Kristiansand entworfen, gebaut

und getestet. Der Simulator bildet

mit mehreren Displays maßstabsgetreu

den Innenraum einer Krankabine

ab. Mehrere Fenster ermöglichen

dabei den uneingeschränkten Überblick

über den gesamten Operationsbereich.

Das komplette Simulator-Paket, inklusive

der notwendigen Hardware und

HVAC-Systeme, ist in einem 20’-Container

untergebracht. Damit kann

der Simulator nicht nur bei Cargotec

in Kristiansand, sondern auch direkt

beim Kunden eingesetzt werden.

Mit dem neuen Simulator baut das

Unternehmen seine Linie zu Mehrwertdienstleistungen

für die Kunden weiter

aus. Die Möglichkeit, innerhalb weniger

Tage realistischere und vielfältigereErfahrungen

zu erwerben als in

wochenlangen Präsenzseminaren,

lässt den Simulator für Cargotec eine

wichtige Rolle im Trainingsprogramm

zukommen. Dies schließt auch Trainings

für Notfallsituationen ein.

78 ConTraiLo 8/2010

Stahl reist per Container

Containerstuffing mit Joloda bei C.D. Wälzholz

C.D. Wälzholz verarbeitet seit mehr

als 180 Jahren den Werkstoff Stahl.

Vom Werk in Hagen und von Plettenberg

aus versendet das Unternehmen

Stahlcoils mit dem Joloda-Containerstuffing-System

an seine drei Tochtergesellschaften

nach China. Das Service

Center in China, Wälzholz New

Material (Taicang) Co. Ltd., bietet Lagerung,

Zuschnitt und Versand dieser

Produkte an. Taicang Wälzholz –

Kern-Liebers New Material Co., Ltd.

ist ein Joint Venture zwischen Hugo

Kern, Liebers GmbH & Co. KG und

CDW. Diese Tochtergesellschaft fokussiert

sich auf die Produktion von texturgewalzten

Bandstählen.

Mit sechs Systemen. CDW Asia,

Hong Kong, komplettiert das Dreigespann

und ist verantwortlich für den

Vertrieb aller CDW-Produkte in Asien

inklusive China. Mitte 2009 schaffte

das Hagener Werk von C.D. Wälzholz

das erste Joloda-Containerstuffing-

System über die Käßmeyer Transporttechnik

an. Mittlerweile verwendet

das Unternehmen sechs dieser Systeme,

um Stahlcoils in aufgesattelte

Standardcontainer zu verladen.

Die Verladung. Dazu fährt der Lkw

mit den Hinterrädern auf eine Rampe,

damit eine schiefe Ebene von ca. 1 bis

2° geschaffen wird. Zwei Paar Schienen

mit je 3 m Länge werden miteinander

verlinkt und in die Mitte des

Containers gelegt. Das erste Coil wird

herangefahren und am Heck abgestellt,

die Schienen auf Maß auseinander

gefahren, sodass sich eine parallele

Schienenstrecke ergibt. Die

hydraulischen Skates werden aus einem

Skatebahnhof per Stapler in die

SONDERLÖSUNG FÜR LOGISTIK IM FENSTER- UND TÜRENBAU

Maßgeschneiderte Verladung

Das Unternehmen LUX Türen- und Fensterbau hat sich seit der Gründung

1997 auf Produkte aus PVC und Aluminium spezialisiert. Die Qualität der

Produkte hängt dabei auch von den eingesetzten Maschinen und der Logistik

der gesamten Fertigungskette ab. Bei LUX ist daher eine Auffahrrampe mit

Sondermaßen im Einsatz, über die fertige Produkte in Container geladen werden

können. Eigene Fahrer und Fahrzeuge aus dem Fuhrpark liefern die sensiblen

Produkte aus. Sensibel sind diese nicht nur wegen des Materials Glas, sondern

Ausgefeilt: LUX hat

von Schrader eine

Auffahrrampe erhalten.

(Foto: Schrader Verladetechnik)


Ladehilfe: Mit den

Joloda-Containerstuffing-Systemen

können die Mitarbeiter

die Stahlcoils

in die Container ver-

laden. (Foto: Käßmeyer)

Schienen gerollt. Mit 25 Hüben hebt der

Skate das 8 bis 12 t schwere Stahlcoil an. Sobald

der zweite Skate so hoch ist, dass die

Palette nicht mehr den Boden berührt, rollt

das Coil laut Käßmeyer fast wie von selbst

in den Container.

Kurze Ladezeit. Sobald dieses an der Containerwand

ankommt, wird der Bedienhebel

des hydraulischen Skates nach vorn gedrückt.

Der Skate senkt sich ab und kann

nach hinten geschoben werden. Nachdem

die Schienen wieder in der Mitte zu-

sammengeschoben wurden, kann der Vorgang

wiederholt werden. Ist der Container

voll, können die Mitarbeiter die Schienen

aus dem Container ziehen und die Coils

mit Holz und Luftpolstern sichern. So kann

der Container nach kurzer Ladezeit auf die

Reise nach China gehen, wo für die Entladung

die gleichen Systeme bereitstehen.

auch wegen ihrer Größe, die bis zu 4 x 2,80 m betragen kann. Das Rohmaterial wird über

eine Hallenrampe auf Paletten mit Sondermaßen von bis zu 6 m an die Fertigungslinie gefahren.

Um den zweiten Gabelstapler mit dem dazugehörenden Fahrer einzusparen, entschied

sich LUX, eine Auffahrrampe mit Sondermaßen zu nutzen, über die dann auch Container beladen

werden können. Über eine Recherche im Internet stieß Firmengründer Thomas Mader

auf den Spezialisten für Verladetechnik Schrader aus Hamburg.

Das Angebot für die Sonderanfertigung lag innerhalb kurzer Zeit vor. Über eine 9 m lange

Rampe fährt der Gabelstapler auf die 3 x 3 m große Verladeplattform mit Drei-Seiten-Verladung.

Zudem ist eine 2-m-Überladebrücke in die Rampe integriert. Die Drei-Seiten-Verladung

wird genutzt, um direkt aus der Produktionshalle oder über die Schrägauffahrt vom Hof aus

über die Überladebrücke in die angedockten Container einzufahren oder über die dritte Seite

auf eine vorhandene Ladeplattform zu gelangen. Die Tragkraft beträgt 7 t. Die Rampe ist über

zwei Teleskop-Stützwinden, die miteinander gekuppelt sind und beidseitig bedienbar sind, stufenlos

höhenverstellbar. Der Höhenausgleich ist variabel zwischen 1,20 und 1,65 m einstellbar.

Zusätzlich zu dieser Auffahrrampe orderte Mader eine Ladebühne Typ CT 7 bei Schrader,

um an der zum Hof offenen Seite eine weitere Ladestelle für zwei Lkw in Parallelstellung zu

schaffen. Hier erspart sich LUX die Auffahrt auf die Arbeitsfläche der Auffahrrampe und

schafft damit die Voraussetzungen für eine Drei-Seiten-Be- und -Entladung.

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Komponenten im Fokus

Krankomponenten. Im Gesamtbild fallen einzelne Komponenten nicht sofort in den Blick. Ohne sie wäre

der tägliche Einsatz jedoch nicht möglich. Ein Beispiel hierfür sind Drehgeber. Klaus Kroger (Geschäftsführer

Leine & Linde GmbH) hat einen Beitrag hierzu verfasst, den wir hier in gekürzter Form wiedergeben.

Die besten Komponenten sind für Serviceleiter diejenigen,

die im jahrelangen Betrieb nicht auffallen. Die Vertriebs-Ingenieure

des Drehgeberhersteller Leine & Linde

sind stetig auf der Suche nach neuen Einsatzgebieten und

Projekten. Dabei treffen sie sich mit Kunden, besprechen neue

Technologien und Produkte und suchen nach Informationen

zum Einsatz der Produkte bei den System-Integratoren.

Unbekannte Bekannte

In einem Gespräch mit einem Ausrüster für Krantechnik erfuhr

Leine & Linde, dass alle Krane des Container-Terminals Altenwerder

mit den Drehgebern der Baureihe 861 ausgerüstet sind.

Spontan suchte das Unternehmen den Kontakt zum Endkunden:

„Leine und – wer? Kenn ich nicht!“ „Ja, Sie haben an Ihren

Kranantrieben unsere Drehgeber im Einsatz.“ „Kann nicht sein,

das wüsste ich.“ Nach einigen Recherchen stellte sich heraus,

dass die Drehgeber dort seit mehreren Jahren verbaut sind und

80 ConTraiLo 8/2010

CTA: Die Hafenkrane in Hamburg

sind Kälte, Wärme, Sonne, Regen

und Schnee ausgesetzt.

ohne Störung ihren Dienst tun, weshalb der Anwender nie mit

dem Namen konfrontiert wurde.

Herausforderung Außeneinsatz

Der Einsatz im Außenbereich ist eine besondere Herausforderung

für Sensoren aller Art. Kälte, Wärme, Sonne, Regen und

Schnee nagen an allen Außenteilen. Die Dichtigkeit darf unter

solchen Einflüssen nicht leiden, sonst dringt

Feuchtigkeit in den Sensor ein und die

sichere Funktion ist nicht mehr gegeben.

Kurze Liegezeiten bedeuten für

einen Schiffsbetreiber bares Geld.

Die Drehgeber in Schutzart IP 66

sind mit dem Advanced Diagnostic

System ADS lieferbar.


Im Einsatz: Die Drehgeber der Baureihe 861 von Leine

& Linde sind über ihre Hohlwelle an den Asynchronmotor

gekoppelt. (Fotos: Leine & Linde)

Der weltweite Warenumschlag führt unter den Logistik-

Firmen zu einem knallharten Wettbewerb. Ein Schiff verdient

sein Geld, wenn es fährt – so hart und unromantisch

das auch klingen mag. Unvorstellbar, was ein Ausfall

eines Containerkrans wegen einer „kleinen“ Komponente

wie einem Drehgeber bedeuten kann. Die Servicegesellschaft

SCA Altenwerder ist dafür verantwortlich, dass

der reibungslose Ablauf unter allen Umständen gewährleistet

bleibt. Deshalb war der Anwender auch froh für

den Hinweis und hat sofort Ersatzdrehgeber bestellt.

Drehgeber der Baureihe 861

Die Leine-&-Linde-Drehgeber der Baureihe 861 zeichnen

sich durch ein Aluminiumgehäuse der Schutzart IP 66

aus, das auch den Anforderungen der Schwerindustrie gerecht

wird. Sie verfügen über sechs oder drei kurzschlussfeste

Ausgänge und eine elektrisch isolierte Hohlwelle mit

einem Durchmesser von 12 oder 16 mm. Die für eine Versorgungsspannung

von 5 bzw. 9 bis 30 V ausgelegten

Drehgeber sind zudem mit dem Advanced Diagnostic

System ADS erhältlich. Die Strichzahl ist in feinen Abstufungen

von 500 bis 10.000 wählbar oder auch kundenspezifisch

realisierbar. Die Anzahl der Mess-Schritte entspricht

der vierfachen Strichzahl und erreicht maximal

40.000 Mess-Schritte pro Umdrehung. Die Betriebstemperatur

darf zwischen –20 und +80 °C betragen.

IMPRESSUM

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