Schulprogramm - Schulen in der Region Oberberg

gm.nw.schule.de

Schulprogramm - Schulen in der Region Oberberg

Schulprogramm

der

Katholischen Grundschule

Bergneustadt

Vanessa Dörner ehemalige Schülerin

Katholische Grundschule Bergneustadt

Goethestraße 13

51702 Bergneustadt

Tel: 02261- 2902340 Fax: 02261- 2902349

kath.grundschule@t-online.de

www.kgs-bergneustadt.de.ki


0. Vorwort

I. Situation der Schule

Schulprogramm der KGS Bergneustadt

II. Offene Ganztagschule „Auf dem Bursten“

III. Grundlegende Ziele

IV. Regeln und Rituale

V. Unterricht und Absprachen an der KGS Bergneustadt

1. Allgemeine Bemerkungen/ Förderkonzept

2. Organisation von Unterricht

3. Organisation des Klassenraums

4. Förderunterricht

5. Das Fach Deutsch

6. Das Fach Mathematik

7. Sachunterricht

8. Englisch

9. AGs und sonstige schulische Angebote

VI. Medienkonzept - Neue Medien

VII. Das Schulleben

VIII. Weitere Arbeit

IX. Anhang


O. Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

Schulprogramm der KGS Bergneustadt

vor Ihnen liegt das Schulprogramm unserer Schule, der Katholischen Grundschule

Bergneustadt.

Im Folgenden soll ein Überblick über die besonderen Ziele und Schwerpunkte der

Arbeit an unserer Schule gegeben werden.

Das vorliegende Programm baut auf das durch Lese- und Förderkonzept ergänzte

bisherige Schulprogramm auf. In Konferenzen und Arbeitsgruppen hat das Kollegium

das bisherige Schulprogramm evaluiert und dabei auch Feedbacks aus der Eltern-

und Schülerschaft aufgegriffen.

Entstanden ist das vorliegende Konzept, mit dem wir die Grundlage für ein

gemeinsames Arbeiten an unserer Schule schaffen und diese dadurch

weiterentwickeln wollen.

Ausgehend von grundlegenden Zielen, werden auf den folgenden Seiten

Schwerpunkte des Lehrens und Lernens an unserer Schule vorgestellt und das

Schulleben beschrieben. Die sich anschließenden Ziele und Konzepte für die

Weiterentwicklung unserer Schule zeigen, dass das vorliegende Schulprogramm

insofern nur eine Momentaufnahme darstellt, weil es ständig überprüft und

weiterentwickelt werden muss.

Kollegium und Mitarbeiter/innen

der Katholischen Grundschule Bergneustadt

im Dezember 2007

3


I. Situation der Schule

Im Schuljahr 2007/08 werden insgesamt 214 Kinder durch 13 Lehrerinnen und

Lehrer an der KGS Bergneustadt unterrichtet.

Frau Budde und Frau Sondermann haben keine Klassenlehrerfunktion. Frau Acker

und Frau Winter sind Lehramtsanwärterinnen.

Klasse Klassenlehrer(in) Anzahl der Kinder Raum

1a Frau Drexler 27 4

1b Frau von Blücher 29 6

2a Frau Felsenheim 29 U5

2b Herr Borgs 26 5

3a Herr Körber 24 2

3b Frau Kleine 27 3

4a Frau Kinkel 29 U3

4b Herr Riegel 23 U1

Folgende Aufgaben sind in der Lehrerschaft verteilt: (Stand Schuljahr 07/08)

Schulleiterin: Frau Drexler

Konrektor: ---

Teilnehmer Schulkonferenz: Herr Borgs, Frau Felsenheim, Frau Kinkel

Lehrerrat: Herr Körber, Frau Kinkel, Herr Borgs

Ausbildungskoordinatorin: Frau Felsenheim

Eingangsstufenkoordinator: Herr Borgs

Netzwerkadministrator: Herr Borgs

Gleichstellungsbeauftragte: Frau Felsenheim

Sicherheitsbeautragter: Herr Riegel

Suchtbeauftragte: Frau Kleine

Mitarbeiter unserer Schule:

Sekretärin: Frau Kämper

Das Sekretariat ist montags bis freitags von 7.45 Uhr

bis 11.45 Uhr durch die Sekretärin besetzt.

4


Betreuung 8 bis 1: Frau Grahl, Frau Jippa

In Raum U6 findet die Betreuung im Rahmen der

verlässlichen Grundschule statt. Sowohl Kinder der

KGS Bergneustadt als auch der GGS Bergneustadt

besuchen diese Gruppe. Neben Spiel und Erholung

vom Schulvormittag besuchen die Kinder auch AGs

der OGS, der KGS Bergneustadt und der GGS

Bergneustadt.

Momentan besuchen 31 Kinder diese

Betreuungsmaßnahme. 18 Kinder sind von der KGS.

Offene Ganztagsschule: Herr Gumbrecht, Frau Hahne, Frau Ziegert

Im Untergeschoss unserer Schule findet gemeinsam

mit der GGS Bergneustadt die „OGS- Auf dem

Bursten“ statt. Nach dem Ende des Unterrichts

essen die Kinder dort gemeinsam. Das Essen kostet

pro Kind und Tag 2,50 € und wird vom Partyservice

Schneider (Wiedenest) geliefert. Im Anschluss an

das Essen machen die Kinder unter Aufsicht in

Gruppen ihre Hausaufgaben, werden individuell

gefördert und besuchen AGs. Außerdem steht das

Gelände der OGS zum freien Spiel und die Bursten-

Bücherei zum Lesen zur Verfügung.

Mit Frau Budde, Frau Fischbach, Frau Kinkel und

Herrn Borgs arbeiten vier Lehrer unserer Schule mit

jeweils einer Stunde im Ganztagsbereich. Sie

arbeiten eng mit den Arbeitskräften der OGS

zusammen.

Die Schulleitung nimmt freitags regelmäßig an

gemeinsamen Gesprächen mit Frau Hein-Schmidt

(Schulleiterin der GGS Bergneustadt) sowie Frau

Ecke, Frau Hahne und Frau Ziegert (alle OGS) teil.

Damit eine optimale Zusammenarbeit zwischen den

Klassen- und Fachlehrern mit den OGS-Kräften

stattfinden kann, hospitieren diese nach Absprache

5


in den Klassen, aus denen die Kinder kommen, die

in der OGS nach Schulschluss gefördert werden.

Im laufenden Schuljahr besuchen 76 Kinder verteilt

auf drei Gruppen die Offene Ganztagschule. 15

dieser Kinder kommen von unserer Schule.

Hausmeister: Herr Funke und Herr Muschellak

Schulmitwirkung im Schuljahr 2007/2008

Klassenpflegschaften

(Tel: 0171-4617360, ab 15 Uhr: 0171-4617363).

Die genannten Personen sind im Wechseldienst für

das Schulzentrum „Auf dem Bursten“ zuständig.

Klasse Vorsitzende Stellvertretende Vorsitzende

1a Marianne Rothausen Axel Lepperhoff

1b Björn Andre Grütz Angelika Breer

2a Susanne Zimmermann Kerstin Hürholz

2b Ralf Ribinski Stefanie Arens

3a Lucie Kattwinkel Constance Enders

3b Martina Lobbe Helga Sterling

4a Claudia Sager Anne Hohenschon

4b Elisabeth Sauerländer Aylin Schmitz

Schulpflegschaftsvositzende Stellvertretender Vorsitzender

Frau Rothausen (1a) Herr Ribinski (2b)

Schulkonferenz

Vorsitzende: Frau Drexler

Elternvertreter

Stellvertreter

1. Frau Rothausen 1. Frau Sauerländer

2. Frau Hürholz 2. Herr Ribinski

3. Frau Arens 3. Herr Lepperhoff

6


Lehrervertreter

Stellvertreter

1. Herr Borgs 1. Frau Kleine

2. Frau Felsenheim 2. Frau Budde

3. Frau Kinkel 3. Frau Sondermann

7


II. Offene Ganztagsschule „Auf dem Bursten“

Betreuung auf dem Bursten, das ist eine grundschulübergreifende „Offene

Ganztagsschule“(OGS), in der auch das Betreuungsmodul „8-1“ angeboten wird und

die von der Caritas Oberberg getragen wird.

Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 startete die gemeinsame OGS der GGS

Bergneustadt und unserer Schule. In den Räumen des ehemaligen

Schulkindergartens im Untergeschoss des KGS- Gebäudes werden seitdem Kinder

beider Schulen unter einem Dach betreut und gefördert.

Wie das immer besser optimiert und gestaltet werden kann, ist Thema der

wöchentlichen, freitäglichen Treffen der OGS- und Schulleitungen, wird in den

Lehrerkonferenzen und OGS-Teamsitzungen besprochen und ist auch stets Inhalt,

wenn einzelne OGS-Kräfte sich mit den Klassen- oder Fachlehrern der Kinder

austauschen oder im Unterricht hospitieren. Die Förderung enthält vier Elemente als

Schwerpunkte im Tagesablauf eines OGS-Kindes.

a) das gemeinsame Mittagessen,

Das gemeinsame Einnehmen einer Mahlzeit ist für die Kinder um 12.30 Uhr oder

13.15 Uhr, sofern sie nicht schon nach der vierten Unterrichtsstunde Schulschluss

haben, der Start in den strukturierten Tagesablauf der Offenen Ganztagschule.

Grundlage des gemeinsamen Essens sind die Tisch- und Essensregeln, die

zusammen vereinbart worden sind. Das frisch zubereitete Essen (2,50€ pro Mahlzeit)

wird vom Partyservice Schneider aus Wiedenest geliefert. Kinder, welche die

gelieferte Mahlzeit nicht einnehmen können, weil die Eltern die finanziellen Mittel

dafür nicht aufbringen können, essen alternativ selbst Mitgebrachtes oder lassen sich

von den Eltern etwas bringen. Die Teilnahme von bedürftigen Kindern an der

Mittagsverpflegung soll durch den vom Land eingerichteten Fond „Kein Kind ohne

Mahlzeit“ in den nächsten zwei Jahren ermöglicht werden.

b) das Erledigen der Hausaufgaben in einer Kleingruppe unter Aufsicht,

In den Klassenräumen unserer Schule findet die Hausaufgabenbetreuung statt. Jede

Gruppe, in der nicht mehr als zehn Kinder einer Jahrgangstufe arbeiten, hat seinen

festen Hausaufgaben-Raum sowie auch eine feste Ansprechpartnerin, die die Kinder

bei der Erledigung der Aufgaben betreut. Dies bietet den Kindern Verlässlichkeit,

schafft Vertrauen und wirkt sich somit auch wieder positiv auf den Lernprozess aus.

8


c) die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften oder weiteren Förderprogrammen

Jedes Kind zeigt im Schulalltag, welche Stärken es besitzt und wo es noch

Förderbedarf hat. Daran soll auch in der Betreuung im Anschluss an den Unterricht

angeknüpft werden. Zu Schuljahresbeginn haben die Klassenlehrer unserer Schule

die Aufgabe, in einem Meldebogen die Stärken und Schwächen der Kinder zu

dokumentieren. So ist es für die Betreuungskräfte einfacher, die optimalen

Förderprogramme und Arbeitsgemeinschaften zu planen und dann auch den Kindern

zugänglich zu machen. Die Übersichtsbögen dienen auch immer wieder bei

Gesprächen der OGS- Kräfte mit den Klassen- und Fachlehrern als

Diskussionsgrundlage und werden dann ausgebaut und weitergeführt.

d) sowie das Spiel und der Austausch mit den anderen Kindern in der OGS

Im laufenden Schuljahr besuchen 76 Kinder, verteilt auf drei Gruppen, die OGS „Auf

dem Bursten“. 15 dieser Kinder sind Schülerinnen und Schüler unserer Schule.

Somit kommt es während der Betreuungszeit zum stetigen Austausch und

Miteinander von Kindern, die unterschiedliche Schulen besuchen und eventuell auch

eine andere ethnische Herkunft oder Religionszugehörigkeit mit ihren verschiedenen

kulturellen Normen und Traditionen aufweisen.

III. Grundlegende Ziele unserer Schule

„Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und die Bereitschaft zu

sozialem Handeln zu wecken, sind vornehmstes Ziel der Erziehung.“

(Artikel 7, Verfassung des Landes Nordrhein- Westfalen)

Ausgehend von dieser Forderung und der durch die Richtlinien und Lehrpläne

gegebenen Grundlage unserer unterrichtlichen und erzieherischen Arbeit, bestimmen

folgende Grundsätze das pädagogische Handeln der an unserer Schule Tätigen:

Grundschule als Schule des Kindes

Förderung soll an den individuellen Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Schüler

anknüpfen. Das Lernen und Arbeiten an unserer Schule wird daher so gestaltet, dass

9


es auf den unterschiedlichen Entwicklungsständen, Sichtweisen, Lernwegen und

Interessen der Kinder aufbaut.

Aufgabe der Unterrichtenden ist es daher, durch Beobachtungen und Analysen

Aussagen zum Lernstand und Lernen der Kinder und zur individuellen Förderung zu

machen. Dazu bedarf es eines Unterrichts, der verschiedene Arbeits- und

Sozialformen und entsprechende Unterrichtsorganisation berücksichtigt (vgl. Kap 2).

Hierzu zählt auch die Ausstattung eines Klassenraums mit Medien, die die Kinder

herausfordern, und dem Einrichten von Lern-, Lese- und Freiarbeitsecken.

Schule als Ort fachlichen und sozialen Lernens

Es ist Aufgabe der Lehrerinnen und Lehrer die Entwicklung grundlegender

Kompetenzen und Kenntnisse zu erzielen. Das erfordert, dass sich Kollegen über ein

Unterrichtswerk (Deutsch: Tinto Erstlesebuch sowie Bausteine Lese- und

Sprachbuch; Mathematik: Leonardo) hinaus mit dem jeweiligen Lernstoff

beschäftigen, sich austauschen und Unterrichtsvorbereitungen gemeinsam

durchführen.

Pflicht ist es für jeden Unterrichtenden, regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen

teilzunehmen. So ist gewährleistet, dass die Kinder fachlich und didaktisch nach

aktuellen Erkenntnissen unterrichtet werden.

Schule ist nicht nur Ort bloßer Wissensvermittlung. Es geht vielmehr auch darum,

durch den Ausbau sozialer Kompetenzen Werthaltungen und Einstellungen zu

vermitteln, die für das Leben in einer demokratischen Gesellschaft unverzichtbar

sind. Dies geschieht an unserer Schule durch die Thematisierung sozialer und

religiöser Themen im Unterricht, wie zum Beispiel dem Finden und Aufstellen von

Klassenregeln zu Schuljahresbeginn, um ein Miteinander zu erzielen, das von

Nächstenliebe und Toleranz geprägt ist (Mt 7,12: Alles, was ihr von anderen

erwartet, das tut auch ihnen). Klassendienste in den einzelnen Klassen, aber auch

Schuldienste zeigen, dass jeder in einer Gemeinschaft von Bedeutung ist und zum

Gemeinwohl beitragen kann. Im Patenlernen der vierten mit den ersten Schuljahren

erfahren die Kinder, wie wichtig Ansprechpartner, Hilfen und Verständnis sind und

wie schön es sein kann, andere auf ihrem Lern- und Lebensweg begleiten zu

können. Natürlich gibt es auch an unserer Schule aus den unterschiedlichsten

10


Anlässen Streitereien. Das eingeführte Streitschlichtermodell lässt es jedoch zu,

dass Kinder eigenständig Frieden finden können und nach Lösungen von Konflikten

oder Problemen suchen.

Erfolgreiches Lernen und Arbeiten durch Zusammenarbeit von Schule und

Elternhaus

Eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Lernen jeden Kindes ist die

Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus, die von gegenseitigem Respekt und

Vertrauen geprägt ist. Ein in Absprache mit der Schulpflegschaft gegründetes Team

aus Eltern und Lehrern erarbeitete in mehreren Treffen, wie eine positve

Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus an unserer Schule aussehen kann.

Diese Punkte sind in einer Eltern – Schulvereinbarung: „Gemeinsam für das Kind“

zusammengefasst. Die Vereinbarung wurde bereits allen Eltern unserer Schule auf

den Elternabenden des Schuljahres 2007/08 vorgestellt. Außerdem wird sie bei den

Anmeldungen der Erstklässler den Eltern zur Unterschrift vorgelegt. Für eine

produktive Zusammenarbeit ist es auch wichtig und erwünscht, dass das Elternhaus

der Schule sein Einverständnis gibt, sich mit Institutionen oder Praxen (wie z.B.

Kindergarten, Kinderarzt, Ergotherapie oder Logopädie) auszutauschen.

Erwünscht ist außerdem die aktive Unterstützung (z.B. Schulfeste, Martinsumzug,

Skibasar) und Mitarbeit im Unterricht (z.B. als Lese-, Einmaleins- oder Fördereltern).

Vermittlung und Leben christlicher Grundhaltungen

Wer sein Kind an unserer Schule anmeldet, toleriert und unterstützt die Grundsätze

christlicher Erziehung. Alle Kinder nehmen am katholischen Religionsunterricht teil

und beten zu Beginn und am Ende des Schultages. Die Klassen 3 und 4 besuchen

im Rhythmus von zwei Wochen den Schulgottesdienst, den die Klassen

abwechselnd vorbereiten.

Die Menschenfreundlichkeit des christlichen Glaubens wird im Umgang aller an der

Schule Beteiligten erfahrbar. Offenheit und Entschiedenheit, die Bereitschaft zur

Zusammenarbeit, Heiterkeit und Ernst sowie die Achtung vor dem Anderen

bestimmen unser Schulklima. Zur christlichen Tugend gehört auch Toleranz

gegenüber Menschen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und

Religionszugehörigkeit mit ihren verschiedenen kulturellen Normen und Traditionen.

11


Über diese allgemeinen Grundsätze hinausgehend, zeigt sich dies an unserer Schule

wie folgt:

- Orientierung am Kirchenjahr

Advent: In der Vorweihnachtszeit finden regelmäßig gemeinschaftliche

Adventsfeiern aller Schüler auf dem oberen Schulflur statt. Die Feiern werden

durch Beiträge von allen Klassen gestaltet. Sie beinhalten religiöse Lieder,

Gebete, Geschichten sowie szenische Darstellungen und Aufführungen.

Darüber hinaus finden in den einzelnen Klassen ein besinnlicher Beginn und

Ausklang statt, die den Kindern adventliches und weihnachtliches Leben,

Brauchtum und christliche Einstellungen erlebbar machen. Es gibt in den

Klassen auch adventliche Feiern, zu denen die Familien der Kinder

eingeladen sind.

Einen Höhepunkt bildet am letzten Schultag des Jahres die auf das

Weihnachtsfest vorbereitende und durch Schüler und Eltern mitgestaltete

Weihnachtsandacht, an der alle Schüler der KGS Bergneustadt teilnehmen.

Nach den Weihnachtsferien findet in den Religionsgruppen in der Regel ein

Gang zur Krippe in der Kirche statt.

Fastenzeit: Zu Beginn der Fastenzeit nehmen am Aschermittwoch die Kinder

und Lehrer der dritten und vierten Schuljahre am Gottesdienst teil und erhalten

das Aschenkreuz. Im Unterricht werden Fastenaktionen und Misereor-Projekte

aufgegriffen.

Erstkommunion: In Absprache mit Herrn Vikar Pius Ulrich, der in den dritten

Schuljahren als Erstkommunion-Vorbereitung pfarramtlichen Unterricht erteilt,

begleiten auch die Klassen- und Religionslehrer die Kinder auf dem Weg zur

Erstkommunion.

An der Feier der Erstkommunion nehmen die Klassenlehrer der dritten

Schuljahre genauso teil, wie am folgenden Montag an der Dankmesse, die

zusätzlich von den Kindern besucht wird, die nicht zur Kommunion gegangen

sind.

Marienmonat Mai: Die besondere Stellung der Gottesmutter, derer im Monat

Mai gedacht wird, wird in den Klassen durch das Herrichten eines kleinen

Marienaltars oder dem Lernen von Mariengebeten hervorgehoben.

12


Fronleichnam: Die Klassenlehrer begleiten die Kommunionkinder, die an der

Fronleichnamsprozession als Gruppe teilnehmen.

- Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde

Unsere Schule arbeitet eng mit der St.- Stephanus- Gemeinde zusammen.

Teile des Kollegiums besuchen das Pfarrfest, das auch durch Kinder unserer

Schule mitgestaltet wird. Über Aktionen in der Pfarrgemeinde findet ein

Austausch statt, die, wenn möglich, durch unsere Schule unterstützt werden.

Weil die katholische Kirchengemeinde Träger des Don-Bosco-Kindergartens

ist, ist auch hier eine gute Zusammenarbeit möglich. So wird der

Martinsumzug gemeinsam durchgeführt und der Kindergarten nimmt an

unserer Weihnachtsandacht teil.

Zur Erntedank- und Elisabethfeier des pfarrlichen Seniorenkreises ist es gute

Tradition, dass Kinder bzw. Klassen unserer Schule den Besuchern mit ihren

Beiträgen eine Freude bereiten. Auch haben schon einzelne Klassen das

Altenheim besucht und Feiern dort mitgestaltet.

- Unterstützung des Kinderdorfs Rio

Vom Reinerlös unseres alle zwei Jahre stattfindenden Schulfestes wird seit 20

Jahren Geld für das Kinderdorf Rio gespendet. Es ist unserer Meinung nach

von Bedeutung, dass Gebot der Nächstenliebe als Schule gemeinsam zu

praktizieren und einen Teil dazu beizutragen, dass auf die Armut der Kinder in

der dritten Welt aufmerksam gemacht wird und Hilfe stattfindet.

Über die Verwaltung des Kinderdorfes, die ihren Sitz in Oberhausen hat,

erhalten wir in Form von Filmen und Briefen eine Resonanz über die Arbeit im

Dorf.

IV. Regeln und Rituale

Jede Schulwoche, jeder Schulvormittag wird bestimmt durch einen sinnvollen

Lebens- und Arbeitsrhythmus. Dies geschieht mit Hilfe wechselnder, einander

ergänzender und unterstützender Unterrichtsformen, durch wiederkehrende Regeln

13


und Rituale, die den Kindern Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.

Zu diesen Ritualen gehören an unserer Schule das Gebet am Anfang und Ende des

Schulmorgens, die gemeinsame Frühstückspause in allen Klassen, regelmäßige

Schulgottesdienste, die von den Kindern mitgestaltet werden und die besondere

Gestaltung der Adventszeit, an der die ganze Schule beteiligt ist.

Der in vielen Klassen übliche Montagskreis, Arbeit nach dem Wochen- oder

Tagesplan und Geburtstagsrituale machen den Kindern den Tag, die Woche, das

Jahr überschaubar. Hierbei wird nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit Herz und

Hand gelernt.

Die eigene Arbeit selbstständig zu planen, Klassendienste zu übernehmen und sich

verantwortlich zu fühlen, fähig zu sein zum Austausch und zur Zusammenarbeit, all

diese Dinge werden ebenso gelernt wie das Lesen, Schreiben und Rechnen. So gibt

der Unterricht den Kindern viele Möglichkeiten des Miteinanderredens,

Mitempfindens und Handelns.

Damit dies alles gelingt, werden den Kindern innerhalb des schulischen Lebens und

Lernens Freiräume gegeben. Hierzu zählt, den Unterricht zu öffnen, damit die Kinder

lernen, selbstgesteuert und selbstverantwortlich zu arbeiten. Dies bedeutet aber

auch, durch Regeln gezogene Grenzen, auf die sie bei ihrer Aktivität stoßen,

einzuhalten.

Jede Klasse hat daher eigens von den Kindern aufgestellte Klassenregeln, an die sie

sich halten wollen. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf ein gutes

Klassenklima und guten Umgang miteinander – orientiert an christlichen Werten.

Aber nicht nur innerhalb der Klassen sind Regeln wichtig. Deshalb gibt es auch

unsere verbindliche Schulordnung für die Kinder und die Eltern sowie Regeln für die

Pause. Werden deren Regeln nicht eingehalten, so ergeben sich Konsequenzen, bei

denen die Betreffenden noch einmal über den Sinn und Zweck der aufgestellten

Regeln nachdenken müssen.

Da es zwischen Kindern trotz Regeln immer wieder Streit gibt, hat unsere Schule ein

„Streitschlichtermodell“ eingeführt. Dieses Modell wird getragen von einem Welt- und

Menschenbild, das aus dem ethischen Verständnis von Mediation und christlichem

Gedankengut erwächst. Das Menschenbild ist geprägt von Selbstverantwortung,

Gewaltlosigkeit und Bereitschaft zum Umdenken.

14


Die Kinder lernen, richtig zu streiten. Dabei bietet sich die Mediation an, bei der die

Parteien unter Mithilfe eines außenstehenden, allparteiischen Vermittlers ihre

Gegensätze einvernehmlich zu lösen und zu überwinden versuchen. Unsere

Schülerinnen und Schüler haben nach Anmeldung die Möglichkeit, ein solches

Streitschlichtgespräch zu führen. Diese Gespräche geschehen auf freiwilliger Basis.

Als Mediatoren fungieren ausgebildete Lehrkräfte sowie ausgebildete Kinder der

vierten Schuljahre.

Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen sind aber nicht nur als Mediatoren,

sondern auch noch als Paten in die schulische Arbeit eingebunden. Sie geben den

Erstklässlern vom ersten Schultag an Sicherheit und dienen als Ansprechpartner.

Wann immer es möglich ist, lernen sie auch miteinander.

V. Unterricht und Absprachen an der KGS Bergneustadt

1. Allgemeine Bemerkungen/ Förderkonzept

In der Schulkonferenz am 29. September 2004 wurde beschlossen, in den beiden

Eingangsstufen am bisherigen Unterricht im Klassenverband festzuhalten und nicht

jahrgangsübergreifend zu arbeiten. Um trotzdem jedem Kind gerecht zu werden,

aber auch um die in den Richtlinien und Lehrplänen geforderte Bildungs- und

Erziehungsarbeit umsetzen zu können, ist ein Unterricht in der Schule notwendig, der

die Kinder unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen fördert und

fordert.

Mit einem Unterricht, der ausschließlich im Gleichschritt stattfindet, ist dies nicht

(mehr) möglich. Stattdessen ist es notwendig, einen Unterricht zu entwickeln und

durchzuführen, der konsequent an das vorhandene Wissen und Können der Kinder

anknüpft und somit eine erfolgreiche Lernentwicklung der Kinder in unserer Schule

stattfindet (innere Differenzierung). Berücksichtigt werden muss dabei die Tatsache

des Wegfalls der Schulkindergärten für Schüler, bei denen bisher nach Schuleintritt

festgestellt wurde, dass das „Schulfähigkeitsprofil“ noch nicht erfüllt war.

Die gerade genannten Punkte bilden die Grundlage unseres Förderkonzeptes. Um

die Vorstellung zu verwirklichen, jeden Schüler individuell fördern und ihm

entsprechende Lernsituationen anbieten zu können, bedarf es schon zu oder kurz

nach Schuleintritt eines Planes, wie dies zu verwirklichen ist.

15


Daraus entsteht die Notwendigkeit, schon vor Schuleintritt aber auch darüber hinaus

Gespräche mit den abgebenden Kindergärten (sofern von Elternseite gestattet) und

dem Elternhaus zu führen sowie die Betrachtung des einzuschulenden Kindes bei

der Anmeldung vorzunehmen und eventuell einen genaueren Sprachtest

durchzuführen. Auch die Ergebnisse der schulärztlichen Untersuchung sind von

Bedeutung.

An unserer Schule sollen schon zu Beginn des ersten Schuljahres die jeweiligen

Voraussetzungen der Kinder durchleuchtet werden, um die Stärken und Schwächen

eines jeden Schülers beurteilen und den Unterricht entsprechend gestalten zu

können. Daher werden an unserer Schule einzelne Stunden im Unterricht der

Klassen der Schuleingangsphase im Teamteaching gehalten. Die gewonnenen

Beobachtungen und die daraus resultierenden Maßnahmen werden in einem

entsprechenden Bogen erfasst, so dass der jeweilige Beobachtungsbogen eines

Kindes zugleich Förderplan ist.

Entwickelt wurden Bögen, die

- die Voraussetzungen der Kinder zu Schuleintritt festhalten.

- Aussagen über den Lernstand und Fördermaßnahmen in den Bereichen Deutsch

und Mathematik machen (Orientierung an den so genannten Mindeststandards).

Mit dieser Form der Beobachtung und Notation ist es möglich, jederzeit feststellen

und eine Aussage machen zu können, wo das jeweilige Kind einer Klasse steht.

Um sich eine zu hohe Papieransammlung zu ersparen, ist es auch möglich, die

Beobachtungen und angedachten Fördermaßnahmen in einem Computerprogramm

festzuhalten.

Wie ist es möglich, das Lernen eines jeden Kindes an unserer Schule zu

beobachten, auszuwerten und dann entsprechend zu begleiten? Um dabei eine

Orientierung zu bekommen und einen Leitfaden an der Hand zu haben, wurde

versucht, den seit der Lehrerkonferenz am 8. März 2004 an unserer Schule

eingeführten Analysebogen zur Rechtschreibentwicklung der Kinder auf andere

Lernbereiche und –fächer zu übertragen. Intention dieses Fehleranalysebogens ist

es, ausgehend von Textproduktionen und Beobachtungen der Schülerinnen und

Schüler, die momentane Hauptfehlerquelle (aus Erwachsenensicht) bei ihrer

Rechtschreibentwicklung ausmachen zu können. Fehler dienen in diesem

Zusammenhang als ein Fenster des Lernens, zeigen, welche Strategien das Kind

schon beherrscht und durch welche Angebote im Unterricht es in seiner

16


Rechtschreibentwicklung weitergebracht werden kann. Die positiven Erfahrungen,

bei jedem Kind zu wissen, wo es steht, die Lernentwicklung jederzeit transparent

machen, begleiten und protokollieren zu können, dienten als Anstoß, auch für andere

Lernbereiche und –fächer entsprechende Bögen zu erstellen.

Um die Voraussetzungen der Kinder bei Schuleintritt feststellen und auf ihre Defizite

aber vor allem auch Stärken eingehen zu können, wurde ein Bogen entwickelt, der

das Lernen der Kinder in der neuen Lernumgebung Schule in den ersten vier bis

sechs Wochen begleitet und festhält. Über die Herbstferien bietet es sich dann an,

individuelle Arbeits- und Förderpläne für den jeweiligen Schüler zu erstellen. Die

Beobachtungen, die hier gesammelt werden, beziehen sich auf alle

Unterrichtsfächer, gerade auch Bereiche wie Kunst oder Sport sind hier zu nennen.

Die entstandenen Beobachtungs- und Förderpläne, die in den Fächern Deutsch und

Mathematik vom ersten bis zum vierten Schuljahr einsetzbar sind, orientieren sich an

den neuen Richtlinien und Lehrplänen für die Grundschule und beachten somit auch

die so genannten Mindeststandards.

Sie sind in ihrer vorliegenden Form nicht als starres Produkt anzusehen, sondern

sollen im weiteren Verlauf evaluiert und überarbeitet werden. Bei Platzmangel bietet

es sich an, auch die Rückseite eines Beobachtungsbogens zu verwenden.

Das Sammeln der Bögen durch Abheften in einem Ordner lässt schnell und einfach

zu, einen Überblick über den gesamten Lernweg eines Kindes in der Grundschule zu

gewinnen. Sie sollen daher als Grundlage dienen, wenn in Konferenzen und

Fallbesprechungen über die Lernleistung eines Kindes gesprochen wird oder Eltern

beraten werden. Die aktuell geltenden Beobachtungsbögen können gerne bei den

Fach- und Klassenlehrern eingesehen werden.

Zentrale Leitidee des neuen Schulgesetzes vom 27. Juni 2006 ist die individuelle

Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Neben der Förderung im Klassenverband

(innere Differenzierung) kann diese, bis zur Hälfte der wöchentlichen Stundentafeln,

auch in äußerer Form, in einem sogenannten Lernstudio erfolgen. Ein solches

Lernstudio wurde im Sommer 2007 an unserer Schule eingerichtet. Das Lernstudio

ist täglich in fast allen Stunden von einer Lehrkraft besetzt, die einzelne Kinder

individuell fördert. Diese Kinder verlassen im morgendlichen Stundenplan einige

Male pro Woche ihre Klasse für 20 bis 45 Minuten oder werden im Anschluss an den

Unterricht gefördert. Ausgehend von den Förderplänen und nach Absprachen mit

den Lehrern werden sie in dieser Zeit gezielt in bestimmten Dingen gefördert, die für

17


ihr weiteres Lernen wichtig sind. Sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch

für die Lehrer ist diese Zeit sehr wertvoll, da die Kinder genau beobachtet und

begleitet werden können. Häufig bieten sich neue Einsichten in das Lernen und in die

Schwierigkeiten der Kinder, die im Unterricht mit der ganzen Klasse nicht zum

Vorschein kommen. In diesen Unterricht, der allerdings nicht immer von den

Fachlehrern der Kinder erteilt werden kann, gehen die Schülerinnen und Schüler mit

gezielt ausgesuchten Arbeiten, die sie in ihrer Lernentwicklung weiter bringen sollen.

Die Tatsache, dass hier auch „fremde“ Kollegen das Kind unterrichten, mag auf den

ersten Blick nicht vorteilhaft wirken. Die aber im Anschluss zumeist stattfindenden

Gespräche des Klassen- oder Fachlehrers mit dem Förderlehrer sind in der Regel

produktiv, da es für die Gestaltung von Unterricht und dem Schaffen von

Lernsituationen immer positiv ist, auch andere Meinungen und Ideen zu hören. Die

bewusst kleinen Arbeitsgruppen bieten die Gelegenheit, stark individuell zu arbeiten

und auch das Lernen am Computer zu ermöglichen. Die materielle Ausstattung des

Lernstudios soll kontinuierlich ergänzt werden.

Individuelle Förderung bedeutet nicht unmittelbar, dass ein Kind Lernrückstände oder

Probleme hat. Vielmehr ist es uns auch wichtig, besondere Begabungen und

Neigungen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Die Kinder der ersten Schuljahre werden in der Regel erst nach den Herbstferien in

dieses Konzept der Förderung integriert, da dann ausreichende Beobachtungen

vorliegen, um die Kinder einschätzen zu können.

2. Organisation von Unterricht

Grundlage eines Unterrichts, in dem die Schüler individuell gefördert werden können und der sich an

den gemachten Beobachtungen und somit Förderplänen der Kinder orientiert, sind Formen „Offenen

Unterrichts“.

Im ersten Schuljahr zählen an unserer Schule hierzu das Lernen an Stationen, die

(differenzierte) Tagesplan-Arbeit und Freiarbeit. Es ist somit wichtig, die Kinder vom

ersten Schultag an, auch gemeinsam, selbstständig arbeiten zu lassen und ihnen

Lernsituationen zu schaffen, die ihrem Lerntyp und ihren Voraussetzungen

entsprechen. Die Lehrwerke, die an unserer Schule verwendet werden, dienen dem

Lehrer hier als Geländer. Durch die Verwendung der Anlauttabelle zum Beispiel ist

es jedem Kind möglich, seinen eigenen Weg in die Welt der Buchstaben zu finden.

18


Um den Kindern fernab des Schulbuches und der Freiarbeit Lernmaterial anbieten zu

können, ist es angedacht, dass in Zusammenarbeit aller Kolleginnen und Kollegen zu

einzelnen Fächern oder Bereichen so genannte Lernboxen oder -schränke

entstehen, die das oft spiralprinzipisch aufgebaute Lernen und Lehren so unterstützt,

dass die Schüler je nach Entwicklungsstand und den Lernvoraussetzungen

ausreichend Lern- und Übungsmaterial erhalten können.

Das Material der Freiarbeit muss die Schülerinnen und Schüler herausfordern und

ihrem auf unterschiedlichen Niveaustufen stattfindenden Weg des Lernens

entsprechen. Daher sollen nicht nur weitere Schulanschaffungen gerade für diesen

Bereich getätigt werden, sondern auch der Austausch von Ideen und Materialien

zwischen den Kolleginnen und Kollegen intensiviert werden.

Gleiches gilt für das zweite Schuljahr, in dem die bereits eingeführten Formen des

„Offenen Unterrichts“ durch (differenzierte) Wochenplan- sowie Projekt- und

Werkstattarbeit erweitert werden.

Dem Lehrer kommt in einem solchen Unterricht vor allem die Rolle des Beraters und

Beobachters zu, der sich zurückzunehmen weiß und den Kindern bei Fragen und

Problemen zur Seite steht und ihnen Lernarrangements schafft.

Um fächerübergreifend arbeiten zu können, ist es, wenn es, wie häufig nicht zu

vermeiden, der Fall ist, dass Hauptfächer von unterschiedlichen Lehrkräften

unterrichtet werden, unbedingt nötig, sich permanent über das Lernen der Kinder

auszutauschen und gemeinsam den weiteren Lernprozess zu gestalten.

Es ist geplant, dass durch Doppelbesetzungen im ersten Schuljahr für einige

Stunden eine zusätzliche Lehrkraft am Unterricht teilnimmt, um Hilfestellungen zu

leisten oder auch mal ein oder mehrere Kinder speziell zu beobachten.

Die Stundentafel sieht vor, dass möglichst in den beiden ersten Stunden eines jeden

Tages, in den Klassen 1 und 2 Unterricht durch den Klassenlehrer beziehungsweise

Hauptfachlehrer erteilt wird. Dies lässt die Möglichkeit zu, ein Kind auch mal am

Unterricht der höheren oder niedrigeren Jahrgangsstufe teilnehmen zu lassen

(Fachunterricht/ Offener Unterricht), wenn ein eventueller Rücktritt oder eine

Vorversetzung ansteht. So kann das Kind schon einmal erste Erfahrungen in seiner

neuen Lernumgebung sammeln. Natürlich bietet es sich auch an, einen Schüler oder

eine Schülerin fernab eines anstehenden Stufenwechsels am anderen Unterricht

teilnehmen zu lassen, wenn sich das auf Grund fehlender Fördermöglichkeiten in

einer Klasse (z.B. Material) oder wegen eines Unterrichtsthemas anbietet. Von den

19


etroffenen Kolleginnen und Kollegen verlangt dies ein hohes Maß an Absprachen

und Austausch.

3. Organisation des Klassenraums

Es ist unerlässlich, für die Kinder eine anregende Lernumgebung zu schaffen, in der

sie sich größtenteils selbst zurecht finden und die zum Lernen herausfordert. So

sollen die Klassen bei uns so ausgestattet sein, dass die Kinder neben einer

Leseecke, auch ausreichend Lernspiele und Freiarbeitsmaterial vorfinden. Darin

enthalten sollen insbesondere Materialien zur Förderung der Wahrnehmung,

Konzentration, Feinmotorik, zur musisch-ästhetischen Entwicklung, zum Schreiben-

und Lesenlernen sowie dem Fach Mathematik sein. Aufgabe der Kolleginnen und

Kollegen ist es, sich über das existierende Material auszutauschen, es zu sichten,

zu überprüfen und eventuell gemeinsam neues Material zu erstellen.

Wünschenswert wäre es, neben der existierenden Sitzordnung auch noch Tische

oder Tischgruppen zur Verfügung zu haben, die als Ausstellungsbereich dienen oder

an denen Kinder gemeinsam arbeiten können. Trotz der manchmal schlechten

räumlichen Gegebenheiten an unserer Schule mit den kleinen Klassenräumen sollte

dies ebenso gelingen wie die Einrichtung einer Medienecke. Die im Computerraum

zur Verfügung stehenden dreizehn PCs bieten hierzu eine gute Alternative.

Allerdings lassen sie sich schwer in den Unterricht integrieren, wenn sich der

Klassenraum nicht in unmittelbarer Nähe befindet (dies betrifft die drei Klassenräume

auf dem unteren Flur U1, U3 und U5) oder die Kinder, vor allem bei ihren ersten

Arbeiten am PC, viel Unterstützung benötigen.

Gerade bei Diskussionsrunden, Einüben szenischen Spiels oder zum Beispiel

Gruppenarbeiten stößt unsere Schule stets an ihre räumlichen Grenzen, da die

Klassenräume nicht sehr groß sind und Gruppenräume nicht zur Verfügung stehen.

Das Ausweichen auf den Schulflur oder das Treppenhaus oder die Mitbenutzung von

Klassen, die beim Sportunterricht oder schon zu Hause sind, bieten Alternativen.

Doch diese ergeben schnell Probleme, wenn dies auf einmal zwei Klassen

gleichzeitig wollen, Eltern, der Hausmeister oder Arbeiter auf dem Flur unterwegs

oder Treppe und Flur nach Schnee oder Regen nass sind.

Auf dem unteren Schulflur stehen uns weitere Räume zur Verfügung, die nicht als

Klassenraum benutzt werden. Im Werkraum (U2) finden der Kunstunterricht sowie

20


die Werk-AG statt. Im Musikraum (U4) wird das Fach Musik unterrichtet. Außerdem

soll dort in den kommenden Monaten die gemeinsame Schulbücherei der KGS

Bergneustadt und der GGS Bergneustadt eingerichtet werden. Da die

Betreuungsräume in der Regel erst nach 11.30 Uhr belegt sind, können hier

Kleinfördergruppen arbeiten oder auch der Raum zum Einüben szenischen Spiels

genutzt werden.

4. Das Fach Deutsch

a) Rechtschreibentwicklung

Grundlage für Aussagen über die Rechtschreibentwicklung der Kinder an unserer

Schule sind alle Textproduktionen der Schülerinnen und Schüler. Hierzu zählen auch

Diktate. Nach einer kollegiumsinternen Fortbildung kamen wir zu dem Entschluss,

weiterhin Diktate als ein Mittel zur Unterstützung der Rechtschreibentwicklung

einzusetzen. Neben dem mündlichen Diktat durch den Lehrer, zählen hierzu auch

das Wende-, Schleich-, Dosen- und Partnerdiktat. Über den Umfang und die

Benotung der Diktate wurde folgende Absprache erzielt:

Folgende Vereinbarungen wurden bezüglich Fehler und deren Bewertung getroffen:

1 Fehler: falsch geschriebene Wörter/ veränderter Wortsinn durch vergessene

Umlautungs-Punkte (schön/ schon) / fehlende Satzzeichen / wörtliche Rede nicht

richtig markiert

Klasse 1: bis zu 20 Wörter

Klasse 2: 20 – 45 Wörter

Klasse 3: 45 – 90 Wörter

Klasse 4: 90 – 125 Wörter

½ Fehler: vergessene Punkte bei i, ö, ä

Grundlage der Diktate sind die im Unterricht erarbeiteten Rechtschreibstrategien und

Lernwörter, die zum einen themenbezogen sind, zum anderen aber

Rechtschreibphänomene beinhalten, die gerade besonders durchleuchtet wurden

bzw. im Unterricht noch nicht thematisiert worden sind.

Die Analyse der Fehler ermöglicht es, für jeden Schüler einen Förderplan zu

erstellen, so dass die momentane Hauptfehlerquelle im Unterricht gezielt

angegangen werden kann.

Note 1: 0 Fehler

Note 2: 1 – 2 Fehler

Note 3: 3 – 5 Fehler

Note 4: 6 – 9 Fehler

Note 5: 10 – 14 Fehler

Note 6: ab 15 Fehler

21


) Leseentwicklung

In einem Lesebaum, der sowohl das informierende wie interpretierende Lesen als

auch den Nutzen und Umgang mit den neuen Medien beinhaltet, brachte unser

Kollegium seine Vorstellungen zum Lesen lernen vor einiger Zeit zum Ausdruck:

Lesen ist etwas stetig wachsendes und aufeinander aufbauendes, das, so wie ein

Baum, von einem Wurzelfundament gestützt wird und wie einzeln wachsende Äste

und Zweige Platz für individuelle Entfaltung lässt.

Auch wenn die Kinder das Handwerkszeug zur Auseinandersetzung mit Schrift im

Deutschunterricht vermittelt bekommen, ist das Lesen etwas, das über die Grenzen

dieses Unterrichtsfaches hinausgeht.

Um das fächerübergreifende Arbeiten zu unterstützen, wird an unserer Schule mit

dem Bausteine-Medienverbund gearbeitet. Das bedeutet, dass die Kinder im ersten

Schuljahr mit dem Tinto - Erstlesebuch und der dazugehörigen Anlauttabelle Lesen

und Schreiben lernen. Im späteren Deutschunterricht arbeiten sie dann mit den

Werken „Bausteine Lesebuch und –Sprachbuch“ sowie im Sachunterricht mit dem

„Bausteine Sachbuch“. Der sinnentnehmende Umgang mit Texten wird aber auch

geschult, wenn im Fach Mathematik Aufgabenstellungen nachvollzogen und

ausgeführt werden, Texten Aufgaben entnommen werden oder im Fach Kunst nach

Anleitung gebastelt wird.

Material für Lese- und Lernecken steht in den Fachschränken und in der

Schulbücherei zur Verfügung und wird gegebenenfalls zwischen den Klassen

ausgetauscht.

Momentan wird in einem schulübergreifenden Projekt mit der GGS Bergneustadt die

„Grundschulbücherei Auf dem Bursten“ aufgebaut. Zukünftige Heimat dieser neuen

Bücherei ist der Musikraum im KGS- Gebäude. Bücher zu den unterschiedlichsten

Themen können dort unentgeldlich für einen bestimmten Zeitraum ausgeliehen

werden.

Folgende Ganzschriften liegen in unserer Schule jeweils als Klassensatz vor:

Peter Härtling, Ben liebt Anna sowie Ursula Wölfel, Fliegender Stern.

Andere Ganzschriften, die im Unterricht gelesen werden sollen, werden nach

Abstimmung mit der Klassenpflegschaft angeschafft.

Die Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei wurde im vergangenen Jahr

kontinuierlich ausgebaut. Jede Klasse soll einmal im Schuljahr die Stadtbücherei

verpflichtend besuchen. Die Besuche sollten nach Möglichkeit in einem

22


unterrichtlichen Sinnzusammenhang (Deutsch, Sachunterricht) stehen.

Ansprechpartnerin ist Frau Wenzel (Tel. 41718).

Vorrangiges Ziel dieser Besuche ist es, bei den Schülern Interesse für das Medium

„Buch“ zu wecken, um so die Lese- und Informationskompetenz der Schüler weiter

zu entwickeln und zu fördern. Durch die regelmäßigen Büchereibesuche werden die

Schüler dazu motiviert, auch außerhalb der Schule die Bücherei zu nutzen und als

eine Möglichkeit kennen zu lernen, Bücher nach eigenem Interesse auswählen und

lesen zu können. So wird den Kindern letztendlich die Chance des

selbstvergessenen Lesens eröffnet.

Indem den Schülern erste Suchstrategien vermittelt werden, lernen sie zudem auch das System

„Bücherei“ kennen.

Die vier Büchereibesuche, die von Frau Wenzel vorbereitet und durchgeführt

werden, bauen spiralförmig aufeinander auf. Zeitlich sollten die Besuche so

bemessen sein, dass den Kindern am Ende des Büchereiaufenthaltes auch noch

freie Lesezeiten zur Verfügung stehen.

In den einzelnen Schuljahren werden die folgenden Punkte umgesetzt:

1. Schuljahr

Die Erstklässler gehen zum Ende des ersten Halbjahres in die Bücherei und erhalten

einen kostenlosen Leseausweis. Auf spielerische Art werden die Kinder an die

Bücher und das System „Bücherei“ herangeführt.

2. Schuljahr

Die Schüler werden darin unterstützt, eigenständig Bücher zu finden, die ihren Interessen und

Lesefertigkeiten entsprechen. Die in der ersten Klasse eingeführten Begriffe werden

wiederholt, vertieft und ergänzt.

3. Schuljahr

Die Schüler werden darin unterstützt, eigenständig Bücher zu finden, die ihren Interessen und

Lesefertigkeiten entsprechen. Die in der ersten Klasse eingeführten Begriffe werden

wiederholt, vertieft und ergänzt.

4. Schuljahr

Mit spielerischen Suchaufgaben werden die Schüler an die Nutzung des Kataloges

herangeführt.

Außerdem besteht jederzeit die Möglichkeit, sich Themenkisten für den Unterricht

zusammenstellen zu lassen.

Nach den Richtlinien und Lehrplänen unterrichtend und mit Hilfe der oben genannten

Lehrwerke und weiteren Möglichkeiten wird an unserer Schule der Aufbau einer

Lesekultur durch viele weitere Rituale, Aktivitäten und Einrichtungen in den einzelnen

23


Jahrgangsstufen unterstützt und ausgebaut. Sie sind am Ende dieses Abschnitts für

die einzelnen Jahrgangsstufen zusammengefasst.

c) Mündliches und schriftliches Sprachhandeln

Ein großer Anteil des Sprachhandelns liegt in der Schule im Mündlichen: Im Zuhören

und im miteinander Sprechen. Intention ist es, eine Gesprächskultur zu entwickeln.

Denn nur so ist es möglich, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, Probleme zu

klären, auch Verantwortung zu übernehmen und mit anderen zusammen zu arbeiten.

Daher wird in unserer Schule vom ersten Schultag an darauf geachtet, dass sich

eine Atmosphäre des Vertrauens und der gegenseitigen Akzeptanz entwickelt.

Symbole sowie Klassen- und Schulregeln (einschließlich Gesprächsregeln) sollen

diesen Prozess unterstützen.

Der bewährte Montagserzählkreis nach Wochenenden oder Ferien bzw.

Erzählanlässe nach Veranstaltungen und Aktivitäten schulen das erzählende und

appellierende Sprechen. Hierzu zählt auch zum Beispiel zu Schülertexten (zu

Schreibkonferenzen hinführend), zum Schulleben oder dem gemeinsamen Umgang

miteinander konstruktiv Kritik üben zu können.

An der KGS Bergneustadt wurde die Streitschlichtung installiert. Durch die

Vorbereitung des so genannten Schlichtungsgesprächs und der Auseinander-

setzung mit Streitgeschichten im Unterricht gelingt es immer mehr Kindern, über ihre

Gefühle zu reden und Empathiefähigkeit zu entwickeln.

Die regelmäßig stattfindenden Schulmessen, aber auch die Advents- und

Karnevalsfeiern auf unserem Schulflur lassen es zu, dass über den Unterricht in der

Klasse hinausgehend das szenische Spiel erprobt und genutzt werden kann.

Beim Prozess des Schreibens von Texten soll an unserer Schule das Beraten vor

der Überarbeitung des Textes ab Klasse 3 immer mehr in die Hand der Schüler

gehen (Schreibkonferenzen). Als Geländer dient hier das im Unterricht zum Einsatz

kommende „Bausteine Sprachbuch“.

Das Treppenhaus unserer Schule und der obere Schulflur schaffen Raum, gestaltete

Textproduktionen der Kinder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und somit

auch wieder einen Leseanreiz zu schaffen. Natürlich bietet es sich auch an Texte, an

unseren Schulcomputern zu schreiben, zu überarbeiten und zu gestalten.

Kindertexte können ebenso in unserer Schülerzeitung oder auf der Schulhomepage

24


veröffentlicht werden, so dass die gesamte Schule von Klassenaktionen, Erlebnissen

oder Geschichten erfährt.

Es ist wichtig, die Leistungsanforderungen und Bewertungen im Umgang mit

Textproduktionen transparent zu machen und den Schülern ein nachvollziehbares

Feedback zu geben. Aus Lehrersicht ist es wiederum wichtig zu wissen, wo das

jeweilige Kind beim Umgang mit Textproduktionen steht und wie es individuell voran

gebracht werden kann. Dies waren die Gründe dafür, die „Textproduktionen im

Deutschunterricht an der KGS Bergneustadt“ im Frühjahr 2007 zum Thema in den

Konferenzen zu machen.

Sich am „Bausteine- Sprachbuch“ orientierend werden die nachfolgenden Kriterien in

den jeweiligen Jahrgangstufen thematisiert und dann als Anforderung an die Kinder

gestellt. Das sind im Einzelnen:

Klassen 1 und 2 - klares lesbares Schriftbild

- Verwendung des Satzes als Sinneinheit

- Richtiges Setzen der Satzschlusszeichen

- Vollständigkeit, Schreiben in richtiger Reihenfolge

- Verwenden einer Überschrift

- Vorgegebene Schreibideen nutzen

Klasse 3 - übersichtliche Gliederung des Textes

- Einhalten der Erzählzeit

- Einhalten der Personalform

- Verwendung unterschiedlicher Satzanfänge

- Verwendung passender Nomen, Verbe, Adjektive (Vermei-

dung von Wiederholungen

- Satzumstellungen, -erweiterungen

- Wörtliche Rede (vorangestellter Begleitsatz)

Klasse 4 - Spannungsbogen

- Verwendung von Satzgefügen

- Wörtliche Rede (nachgestellter Begleitsatz)

Um den Schülerinnen und Schülern und auch den Eltern eine Rückmeldung zu

geben, wo das Kind beim Schreiben von Texten steht und in wie weit der Umgang

mit den im Unterricht thematisierten Kriterien gelingt, wurde vom Kollegium unserer

Schule ein Bogen erstellt (siehe Anhang), der ein entsprechendes Feedback gibt. An

die oben genannten Kriterien anknüpfend, geben Smilies (�, �, �) einen Überblick,

wie die Kriterien in Texten vorkommen oder eingesetzt werden. Da auf dem

Rückmeldebogen auch der Weg für die Weiterarbeit aufgezeigt wird und ferner eine

individuelle Berichtigung oder Aufgabe auf dem Feedback durch die Lehrkraft notiert

wird, ist dieser zugleich auch Förderplan.

25


Ab Klasse 3 sollen pro Halbjahr drei bis vier (große) Textproduktionen vorgenommen

werden. Die Benotung der Kindertexte orientiert sich an den im Unterricht

erarbeiteten Kriterien, die nach Thematisierung als bekannt vorausgesetzt werden

und somit als grundlegende Anforderung gelten. Die Benotung ergibt sich daraufhin

wie folgt:

- sehr gut: wenn alle im Unterricht thematisierten Kriterien mit einem � - Smily

versehen sind und das zum Teil auch schon für solche gilt, die noch nicht

besprochen wurden, also über den bisherigen Lernstoff der Klasse hinaus gehen.

- gut: alle im Unterricht behandelten Kriterien wurden mit einem � - Gesicht

gekennzeichnet.

- befriedigend: im Allgemeinen entspricht der Leistungsstand den Anforderungen, die

Kriterien erhalten zum Teil � - aber auch � - Smilies.

- ausreichend: der Schwerpunkt liegt bei den � - Gesichtern, es können aber

vereinzelt �- Gesichter vorkommen. Die Leistung entspricht im Ganzen noch den

Anforderungen.

- mangelhaft: wenigen � - Smilies stehen eine Fülle von �- Smilies gegenüber, die

in absehbarer Zeit behoben werden können.

- ungenügend: diese Note soll erteilt werden, wenn die Grundkenntnisse der im

Unterricht thematisierten Kriterien von einem Kind durchgehend nicht aufgegriffen

werden (durchgehend �- Smily).

d) Aktionen, Rituale und Inhalte des Deutschunterrichts an der KGS Bergneustadt

Nachfolgend sind Aktionen, Rituale sowie Unterrichtsinhalte für die einzelnen

Klassen aufgelistet, die an der KGS Bergneustadt verpflichtend, gewünscht bzw.

möglich sind. Auch sind die entsprechenden Ansprechpartner aus unserem

Kollegium aufgeführt:

Die jeweiligen Ansprechpartner befinden sich am Ende der Angaben zu den einzelnen

Klassen:

Klasse 1

Verpflichtend:

- Arbeit mit der Anlauttabelle (Schreibanlässe/ freies Schreiben)

- Vorstellen und Lesen von Büchern (1)

- Flexible Zugangsweisen zu Buchstaben (z.B. Stationenlauf) (2)

- Kreativer Umgang mit mindestens einem Kinderbuch (z.B. Elmar, Frederick, Buchstabenvogel)

-

26


(3)

- Lernpatenschaft mit einem vierten Schuljahr (3)(4)

- Es werden regelmäßig neue Bücher für das erste Schuljahr für die Schülerbücherei erworben (5)

- In jeder Klasse befindet sich eine Lese-/ Lernecke mit Büchern und Lesespielen (3)

- Besuch der Stadtbücherei (2)

Gewünscht:

- Erzählkreise mit Gesprächsregeln (2)

- Besuch der Schulbücherei (5)

- Vorträge beim Schulfest/ den Adventsfeiern

Möglich:

- Arbeit mit der Ideenkiste (Brüggelmann/ Brinkmann) (4)

- Buchstabengeschichten (3)

- Eigene Bücher/ Hefte gestalten (2) (6)

- Lesemüttereinsatz (4)

- Buchstabenfeste

Ansprechpartner:

(1) Frau Felsenheim, (2) Frau Kleine, (3) Frau Kinkel, (4) Frau Sondermann, (5) Frau Kämper / Frau

Drexler , (6) Frau Budde

Klasse 2

Verpflichtend:

- Lesen einer Ganzschrift ( z.B. Ich bin ich, Der Findefuchs,…) (1)

- Erzählkreise (2)

- Arbeit mit der Wörterliste (Bausteine) / dem Wörterbuch (1) (6)

- Veröffentlichung einer Textproduktion im Schulgebäude (3)

- Arbeit am Computer (3) (5)

- Vorstellen und Lesen von Büchern/ Lesethronstunde (4)

- In jeder Klasse befindet sich eine Lese-/ Lernecke mit Büchern und Lesespielen (3)

- Besuch der Stadtbücherei (2)

Gewünscht:

- Lesenachmittag (1)

- Vorträge bei Adventsfeier und Schulfesten

- Eigene Bücher herstellen (3) (6)

- Schulbüchereistunde (7)

- Arbeit mit Profikarte/ Quieselkarte / Wörterbox(4)

Ansprechpartner:

27


(1) Frau Felsenheim, (2) Frau Kleine, (3) Frau Kinkel, (4) Frau Sondermann, (5) Herr Borgs, (6) Frau

Budde, (7) Frau Kämper

Klasse 3 / 4

Verpflichtend:

- Lesen einer Ganzschrift (1)

- Besuch der Stadtbücherei (2)

- Erstellen einer Klassen- bzw. Abschlusszeitung (4) (5)

- Ausbau Arbeit am PC (5)

- Ausbau des selbständigen Arbeitens im Bereich Rechtschreiben (6)

- In jeder Klasse befindet sich eine Lese-/ Lernecke mit Büchern und Lesespielen (3) (4)

Gewünscht:

- Lesenachmittag oder Lesenacht (1)

- Eigenes Buch erstellen (5) (6)

- Besuch der Schulbücherei (7)

- Bücherkisten zu bestimmten Themen (8)

- Vorträge bei Adventsfeiern/ Schulfesten/ Gottesdiensten

- Szenische Darstellungen bei Schulveranstaltungen/Theater /Rollenspiele (2) (9)

Möglich:

- Autorenlesung

- Hörspiel produzieren

- Klassenübergreifende Vorlesestunde (5)

Ansprechpartner:

(1) Frau Felsenheim, (2) Frau Kleine, (3) Frau Kinkel, (4) Frau Sondermann, (5) Herr Borgs, (6) Frau

Budde, (7) Frau Kämper, (8) Stadtbücherei Tel : 41718, (9) Herr Körber

5. Das Fach Mathematik

Um den Kindern mathematische Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu

vermitteln, ist es notwendig, ihnen eine Lernumgebung zu schaffen, die sie durch

eigene Aktivitäten, aber auch Interaktionen mit anderen anregt und herausfordert.

Um nach neuesten Erkenntnissen und Gesichtspunkten zu unterrichten, ist es

unerlässlich, sich fortzubilden und die Arbeit im Fach Mathematik zum Beispiel

durch Evaluation der Resultate der Vergleichsarbeiten weiterzuentwicklen.

An unserer Schule begleitet das Mathematikbuch „Leonardo“ vom Diesterweg-

28


Verlag den Unterricht in den Klassen 1 – 4. Zudem verfügt jedes Kind über ein

entsprechendes Arbeitsheft.

Im Lernstudio (Bücherei) ist eine Materialsammlung vorzufinden, die Lernen auf

verschiedenen Ebenen (enaktiv – ikonisch – symbolisch) zulässt und zur

individuellen Arbeit, zur Differenzierung oder Freiarbeit eingesetzt werden kann.

Bezüglich des Aufbaus und der Bewertung von Mathematikarbeiten an unserer

Schule gilt nachfolgendes:

- Vor allem parallel unterrichtende Kollegen tauschen sich im Vorfeld von

Mathematikarbeiten aus und arbeiten zusammen.

- Pro Halbjahr werden in den Klassen 3 und 4 mindestens vier Arbeiten

geschrieben.

- Die Arbeiten bzw. Aufgabenblätter sind übersichtlich gestaltet und orientieren sich

an im Unterricht behandelten Aufgaben.

- Aufgabenstellungen müssen eindeutig sein.

- Aufgaben können je nach Platz und Situation sowohl auf dem Arbeitsblatt

bearbeitet als auch ins Heft geschrieben werden.

- Die Arbeit ist so aufzubauen, dass mit grundlegenden Aufgaben, die im Unterricht

behandelt wurden, die Note „ausreichend“ erzielt werden kann.

Um die Note „befriedigend“ zu erlangen, sind Aufgaben zu lösen, die veränderte

Darstellungsformen beinhalten bzw. die Kombination mehrerer mathematischer

Fertigkeiten zum Lösen erfordern.

Gelingt der Transfer von bisher Gelerntem auf neue Situationen, wird die Note

„gut“ erreicht.

Die Note „sehr gut“ wird erreicht, wenn im Zusammenhang mit dem bisher

Gelernten von den Kindern Neues bearbeitet werden kann („Blick über den

Tellerrand“).

- Benotungsschlüssel

Ausgehend von

Gesamtpunktzahl

Note

100% - 95% sehr gut

bis 85 % gut

bis 70% befriedigend

bis 50% ausreichend

bis 25% mangelhaft

unter 25% ungenügend

29


Bei der Bewertung der Fehler in Mathematikarbeiten bestehen folgende

Absprachen:

- Rechtschreibfehler werden nicht bewertet, wohl aber verbessert.

- Zahlen oder Wörter, die unleserlich sind, werden als falsch bewertet.

- Nicht richtig auf- oder abgeschriebene Zahlen führen dazu, dass für diese (Teil-)

Aufgabe keine Punkte gegeben werden.

- Bei Aufgaben, die mehrgliedrige Rechnungen enthalten, werden Folgefehler nicht

negativ bewertet. Eine Ausnahme bilden Aufgaben und Rechnungen, die z.B. zu

einer Zielzahl führen sollen, so dass das Ergebnis oder die Endzahl schon in der

Aufgabenstellung vorgegeben sind. Hier ist dann ein Punktabzug vorzunehmen,

da das Kind beim Bearbeiten der Aufgabe versäumt hat, sich bezüglich der

Richtigkeit seines Resultates zu vergewissern.

- Bei Aufgaben oder Rechnungen, bei denen mehrere Fertigkeiten/ Kenntnisse

gefordert sind, werden erbrachte Teilleistungen positiv bewertet.

- Je nach Aufgabe werden im Bereich der Geometrie ungenaue Zeichnungen bis

zu einer Abweichung von 1 – 2 mm toleriert.

- Unsauberes Arbeiten (Geometrie oder Linienzeichnung bei schriftlichen

Aufgaben) führt am Ende der Arbeit, gegebenenfalls der Aufgabe, zu einem

Punkt Abzug.

- Sachaufgaben: Für eine richtige Frage, die Rechnung(en) und die korrekte

Antwort gibt es jeweils einen Punkt. Diesen gibt es beim Antwortsatz auch, wenn

in diesem zwar eine falsche Lösungszahl genannt wird, diese aber aus einem

richtigen Ansatz mit fehlerhafter Rechnung entstand.

6. Das Fach Sachunterricht

a) Allgemeine Anmerkungen

Es ist Aufgabe des Sachunterrichts an Grundschulen, den Schülerinnen und

Schülern Orientierungen und Hilfen zum Verständnis, zur Erschließung und

Mitgestaltung ihrer Lebenswirklichkeit zu geben. Zugleich schafft er die

Grundlage für weiterführendes Lernen, indem das Interesse der Kinder in

folgenden Bereichen des Sachunterrichts gefördert wird: Natur und Leben,

Technik und Arbeitswelt, Raum und Umwelt, Mensch und Gemeinschaft sowie

Zeit und Kultur.

Oft gelingt dies durch einen Unterricht, der fächerübergreifend angelegt ist.

30


Zu verschiedenen Unterrichtsthemen steht zusätzliches Material im

Lehrmittelschrank zur Verfügung. Dieses wird in den Klassen untereinander

ausgetauscht und nach Gebrauch zurückgebracht. Des Weiteren befinden sich im

Landkarten-Raum Karten, die zur Unterstützung vieler Bereiche des Faches

Sachunterricht herangezogen werden können. Bücher zu bestimmten

Unterrichtsthemen sind in der Schülerbücherei zu finden oder können als

Themenkiste in der Bergneustädter Bücherei (Tel: 41718, Frau Wenzel)

ausgeliehen werden.

b) Umwelterziehung

Nicht nur im Religions-, sondern auch im Sachunterricht kommen christliche

Grundsätze unserer Schule zum Tragen, indem Achtung und Wertschätzung von

Mensch, Natur und Umwelt als Werk Gottes gelehrt und ausgebaut werden.

Schon mit Beginn des ersten Schuljahres werden die Schüler unserer Schule

dazu angehalten, Müll zu vermeiden und zu sortieren. In jeder Klasse befinden

sich vier Müllbehälter für Papiermüll, Biomüll, recyclebare Abfälle (Grüner Punkt)

sowie Restmüll. Die Schüler werden angehalten, ihr Frühstück möglichst nicht in

Einwegverpackungen sondern in Frischhaltedosen oder Mehrwegflaschen mit in

die Schule zu bringen. Darüber hinaus hat jeder Schüler die Möglichkeit, Kakao

(35 Cent) oder Milch (30 Cent) in der Schule zu bestellen.

Im Laufe der Grundschulzeit werden die Themen Müllvermeidung und –sortierung

immer wieder im Unterricht aufgegriffen. Schon vor der Einschulung erhalten die

Schüler bzw. Eltern eine Liste für benötigtes Arbeitsmaterial. Auch hier achten die

Lehrer auf umweltfreundliche Materialien.

c) Verkehrserziehung

Eine wichtige Aufgabe der Schule ist es, den Schülern im Bereich

Verkehrserziehung Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, dass sie sich auf

dem Schulweg sowie in ihrer Freizeit in dem komplexen Gebilde Verkehr

zurechtfinden und möglichst ohne Schaden zu nehmen, an ihm teilnehmen

können.

Die Verkehrserziehung an der KGS Bergneustadt beginnt schon vor der

Einschulung, wenn die Eltern der neuen Erstklässler über die Möglichkeiten,

31


Besonderheiten und Gefahrenpunkte des Schulweges der Kinder sowie dem

Verkehrsaufkommen am Schulzentrum Bursten informiert werden.

Viele Schüler kommen mit dem Bus oder zu Fuß zur Schule, einige werden mit

dem Auto gebracht. Schwerpunkte der Verkehrserziehung im ersten Schuljahr

liegen daher bei folgenden Themen: der Schüler als Fußgänger, der Schüler als

Mitfahrer im (elterlichen) PKW, Verhalten im Bus und an der Bushaltestelle sowie

Kleidung in der dunklen Jahreszeit. Diese Themen werden auch in den

kommenden Schuljahren immer wieder aufgegriffen (Gang zum Sport, zur Kirche,

in die (Alt-)Stadt, zum Schwimmbad, (Klassen-)Fahrten mit dem Bus…).

Neben dem richtigen Verhalten als Fußgänger sollen die Schüler im Laufe der

Grundschulzeit auch das richtige Verhalten als Radfahrer (im Straßenverkehr)

erlernen. Das bedeutet nicht, dass das Elternhaus davon entbunden ist, den

Kindern das Radfahren beizubringen und es zu schulen. Zum Ende der

Grundschulzeit machen die Kinder die praktische und theoretische

Radfahrausbildung. Nach Übungen im Schonraum (Verkehrsübungsplatz), wird

die praktische Ausbildung im öffentlichen Verkehrsraum mit Vertretern der Polizei

aus Gummersbach durchgeführt. Hier ist die Mitwirkung und Unterstützung der

Eltern unerlässlich.

Zur praktischen Ausbildung dürfen die Kinder ihr eigenes Rad und ihren eigenen

Helm mit in die Schule bringen. Das Tragen eines Helmes ist verpflichtend.

Die Schule verfügt aber auch über Sicherheitsräder und Helme, die den Schülern

zur Verfügung gestellt werden können.

d) Gesundheitserziehung

Es wird darauf geachtet, dass die Kinder sich gesund ernähren. In diesem

Zusammenhang bildet das gemeinsame morgendliche Schulfrühstück einen

festen Bestandteil jeden Tages. Darüber hinaus planen und realisieren die Kinder

auch selbst ein gesundes Frühstück im Klassenverband.

Im engen Zusammenhang mit der gesunden Ernährung steht das Thema

Zahnarztbesuch. Hierzu wird unsere Schule regelmäßig von einem Zahnarzt

aufgesucht, der neben der Unterrichtung der Kinder in Zahnpflege auch

gleichzeitig deren Zähne kontrolliert und sie gegebenenfalls zu einem Zahnarzt

überweist.

32


Fragen zur Körperhygiene und –pflege werden neben dem Sachunterricht auch

im Sport- und Schwimmunterricht thematisiert.

e) Außerschulische Lernorte

Um unseren Kindern die Möglichkeit zu geben, klare Vorstellungen zu

Lerninhalten zu gewinnen, Einsichten zu vertiefen und um bei ihnen das

Bewusstsein räumlicher und zeitlicher Zugehörigkeit zu wecken, suchen wir mit

ihnen außerschulische Lernorte auf.

Mögliche außerschulische Lernorte rund um die KGS Bergneustadt werden

nachfolgend, den einzelnen Aufgabenschwerpunkten zugeordnet, vorgestellt:

Natur und Leben

Aufgabenschwerpunkte Beispiele/ Möglichkeiten

Gegenstände und Werkstoffe

Stoffe und ihre Umwandlung

Wärme, Licht, Feuer

Wasser, Schall, Luft

Magnetismus, Elektrizität

Körper, Sinne und Ernährung

Pflanzen und Tiere

Natürliche und gestaltete

Lebensräume

- regelmäßige Brandschutzübungen, auch in Verbindung mit der

Feuerwehr von Bergneustadt

- Zusammenarbeit mit Aggerstrom

- Zahnprophylaxe/ Besuch des Gesundheitsamtes in

Gummersbach

- Erste-Hilfe-Kurs für Kinder im Zusammenarbeit mit dem DRK

Bergneustadt

- mit dem Jäger/Förster durchs Revier (Baldenberg)

- Unterrichtsgang zum Bach Dörspe

- Landwirtschaftliche Betriebe aufsuchen (Belmicke, Attenbach,

Wörde, Brelöh)

- Waldlehrpfad/ natur- und vogelkundliche Ausstellung um bzw.

im Schloss Homburg aufsuchen

- Naturschutzgebiete „Schlosswald“ und „Brölaue“ bei Schloss

Homburg aufsuchen unter Einbeziehung der biologischen

Station

- Kölner oder Wuppertaler Zoo (Zooschule)

33


Technik und Arbeitswelt

Aufgabenschwerpunkte Beispiele/ Möglichkeiten

Berufe und Heimstätten

Arbeit und Produktion

-

-

Firmen in Bergneustadt aufsuchen: z.B Fa. Zwinge

(Metallbau), Fa. Faulenbach (Karosseriebau/ Wohnmobile)

Besuch einer Bäckerei

Werkstoffe und Werkzeuge

Geräte und Maschinen

Bauwerke und Fahrzeuge

- Besuch des Freilichtmuseums in Lindlar/ Hagen

Formen und Wirkung von

Energie

Raum und Umwelt

- Besuch der Agger- oder Wiehltalsperre (Energiegewinnung)

Aufgabenschwerpunkte Beispiele / Möglichkeiten

- wichtige Einrichtungen der Stadt besuchen (Post,

Schule und Umgebung

Ort und Welt

Schulweg und Verkehrssicherheit

Verkehrsräume und Verkehrs-

Heimatmuseum, Kirchen, Bücherei, Altstadt)

- Oberbergischer Kreis: bestimmte Gemeinden/Städte

aufsuchen, Kreisstadt Gummersbach/ Kreisverwaltung

besuchen, Museum in Hückeswagen, Heimatmuseum Schloss

Homburg, Museum „Achse, Rad und Wagen“ in Wiehl,

Talsperren des Kreises besuchen, Fahrt an Wupper/ Wipper

entlang Richtung Kreisgrenze Hückeswagen/ Radevormwald,

Tropfsteinhöhlen besuchen (Ründeroth, Wiehl, Attendorn)

- Ziele in Nordrhein-Westfalen: Bergbaumuseum/ Sternwarte

Bochum, Hafenrundfahrt Duisburg, Schiffshebewerk in

Henrichenburg, Wuppertaler Zoo/ Schwebebahn, Kölner Zoo/

Dom, mehrtägige Exkursionen (Klassenfahrt: Edertalsperre,

Biggesee, Norderney…)

- Radfahrtraining auf dem Verkehrsübungsplatz (Schonraum)

- Radfahrtraining in den umliegenden Straßen; Ortspolizei mit

mittel

einbeziehen

Umweltschutz zu Hause und in

-

der Schule

Umweltschutz als gesellschaft-

-

liche Aufgabe

Papiersammlung und –verwertung (BAV = Bergischer Abfall

Verband)

Talsperren und ihre Bedeutung, Aggerstrom

Mensch und Gemeinschaft

Aufgabenschwerpunkte Beispiele/ Möglichkeiten

Zusammenleben zu Hause und

in der Schule

Zusammenleben und Beteiligung

im Gemeinwesen

- Streitschlichtermodell der KGS Bergneustadt

- Bürgermeister/ Ratsmitglieder aufsuchen

34


Konsumgüter und –bedürfnisse

Konsumverhalten und Ökologie

Mädchen und Jungen

Sexualität

Zeit und Kultur

- Sparinstitut aufsuchen

- Geschäft/Supermarkt aufsuchen, Werbung und ihre Wirkung

untersuchen

- Hebamme/ Kinderschwester oder –arzt kommt in die Schule

Aufgabenschwerpunkte Beispiele/ Möglichkeiten

Zeiteinteilung und Zeitablauf - Besuch des Heimatmuseums, Stadtgeburtstag

Früher und heute

Umgang mit Medien

Medienwirkung und Kommuni-

kation

Ich und andere

Viele Kulturen in einer Welt

8. Das Fach Englisch

- Bücherei aufsuchen

- Besuch einer Zeitungsredaktion

- Feste verschiedener Einrichtungen in Bergneustadt besuchen:

Feuerwehrfest, Stadtgeburtstag, Gemeindefest

- Einladungen der Bergneustädter Moschee folgen

Mit dem Fach Englisch starten die Kinder in der dritten Klasse. Gearbeitet wird mit

dem Lehrwerk „Discovery“ (Lehrbuch sowie Arbeitsheft). Während die Bücher im

Schulbesitz sind, bieten die von den Eltern angeschafften „Activity Books“ die

Möglichkeit eigene Schriftspracherfahrungen zu sammeln.

Vorwiegendes Ziel des Englischunterrichts ist der Erwerb von kommunikativer

Kompetenz. Der Schwerpunkt des Lernens liegt dabei im Bereich des Hörverstehens

und Sprechens, wodurch die Beschäftigung mit der Schriftsprache oder mit

grammatischen Besonderheiten jedoch nicht ausgeklammert wird.

Handlungsorientiertes, ganzheitliches und spielerisches Lernen sind die Grundlage

des Unterrichts. Die Kinder lernen, dass das Englische eine Möglichkeit bietet mit

anderen Menschen in Kontakt zu treten. Sie befolgen Aufforderungen, setzen Lieder

und Reime gestisch oder mimisch um oder führen Spielanweisungen aus. Ein hoher

Stellenwert kommt der Methode TPR (Typical physical response) zu, sie ermöglicht

den Kindern ihr Verstehen der Fremdsprache nonverbal zum Ausdruck zu bringen

und fördert das Lernen mithilfe von „Hand und Fuß“.

35


9. AGs und sonstige schulische Angebote

Neben dem „normalen“ Stundenplan bietet die KGS eine Vielzahl von zusätzlichen

Stunden in Form von AGs an.

Im sportlichen Bereich wären das die Tischtennis- und die Schwimm- AG, im

künstlerischen Bereich die Stick-AG und die Werk- und Kunst-AG sowie im

sprachlichen Bereich die Computer-AG und die Kalender-AG.

Die AGs dienen dazu, Talente der Schüler intensiver zu fördern und größere Projekte

zu verwirklichen. Die Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften ist freiwillig.

Neben den AGs gibt es noch den Sportförderunterricht und ein Eltern- Schüler-

Orchester.

Der Sportförderunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen Gesund-

heitserziehung in der Schule. Spaß und Freude im Sportförderunterricht können den

Kindern helfen, Sozialisationsbarrieren abzubauen und vor allen Dingen ihren

eigenen Körper besser wahrzunehmen. Erfolgserlebnisse steigern das

Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen. Durch vielfältige Übungen wird die

optische, akustische, kinästhetische und taktile Wahrnehmungsfähigkeit geschult.

Das Schulorchester unterstützt die schulischen Veranstaltungen wie den Sport- und

Skibasar, den Martinsumzug, die Weihnachtsfeier in der Kirche und das Schulfest,

das alle zwei Jahre stattfindet.

Es tritt aber auch in der Öffentlichkeit auf, z.B. beim mittelalterlichen Markt in

Nümbrecht.

Die Schüler der KGS nehmen regelmäßig an Wettbewerben teil, im sportlichen

Rahmen bei Schwimmwettkämpfen, der Stadtmeisterschaft, der Grundschulstaffel

am großen Sportabend, beim Fußballturnier der Bergneustädter Grundschulen oder

der Tischtennis-Minimeisterschaft.

Bei den Bundesjugendspielen in der Leichtathletik wird jedes Jahr die beste

Sportlerin und der beste Sportler auf Schulebene ermittelt, sowie die sportlichste

Klasse. Des weiteren nehmen die Schüler an Wettbewerben im künstlerischen

Bereich teil. Zu erwähnen wären da der Malwettbewerb der Volksbanken, sowie

Ausschreibungen der Verlage oder sonstiger mit Schulen verbundener Institutionen

und Firmen.

Ein weiterer wichtiger Wettbewerb für die Schüler der KGS ist der Mathematik-

Wettbewerb des Landes NRW an dem regelmäßig mit Erfolg teilgenommen wird.

36


VI. Medienkonzept - Neue Medien

- Zielsetzung und Nutzung

Heute hat die Fähigkeit zum Umgang mit dem Computer eine wichtige Bedeutung

für unseren Alltag und für die Berufswelt. Die KGS sieht es als ihre Aufgabe an,

Kinder so früh wie möglich an die Nutzung von Computern heranzuführen.

Der Computer ist an der KGS ein Hilfsmittel zum Lernen und Gegenstand des

Unterrichts. Er wird im Unterricht als ein Medium von vielen eingesetzt.

- Ausstattung

Die KGS verfügt neben einzelnen Rechnern in den Klassenräumen über einen

Computerraum mit dreizehn vernetzten Rechnern mit Internetzugang. Dieser

Raum eignet sich besonders zur Arbeit mit Klein- und Fördergruppen.

Es steht ein Beamer zur Verfügung mit dem kurze Einführungen für alle sichtbar

durchgeführt werden können. Hier können auch gemeinsam z.B. Bilder und

Videos angesehen werden.

- Nutzung als Informationsmedium

Die Kinder nutzen das Internet, um an Informationen zu gelangen. Sie nutzen

diese Informationen aus dem Internet z.B. um Steckbriefe und Wandzeitungen zu

ausgewählten Themen selbstständig zu verfassen, zu gestalten und vorzustellen.

- Nutzung als Hilfsmittel des Lernens

Neben den Informationsmöglichkeiten nutzt die KGS Computer auch als

Hilfsmittel für einen geöffneten, differenzierten Unterricht. In Freiarbeitsphasen

und Förderstunden arbeiten die Kinder selbstständig u. a. mit der Lernwerkstatt 7.

Diese Software besteht aus weit über 100 verschiedenen Übungen, die sich auf

die Bereiche Mathematik, Deutsch, Wissen Englisch und Logik für die Klassen 1

bis 4 beziehen. Die Kinder lassen ihre Aufgaben vom Computer überprüfen

(Selbstkontrolle). Die Fehlerquellen werden farblich markiert, so dass die Kinder

die Lösung der Aufgaben überdenken können. Sie haben die Möglichkeit, sich

Hilfestellungen wie z.B. Rechenrahmen, Zahlenstrahl, Wörterbuch oder

Anlauttabelle heranzuziehen. Zur Differenzierung können die meisten Übungen in

unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bearbeitet werden. 1

- Nutzung als Werkzeug: die Zeitungs- AG

1 vgl.: Handbuch Lernwerkstatt 6.0, S.4

37


Für die Kinder der vierten Klassen bietet die KGS eine Zeitungs- AG an. Ziel ist

es, mit Hilfe des Computers eine halbjährlich erscheinende Zeitung zu erstellen,

die über unser Schulleben in Text und Bild berichtet.

Dabei werden die Kinder an den Umgang mit einem Textverarbeitungsprogramm

herangeführt. Sie schreiben Texte, formatieren sie, erstellen Tabellen und fügen

Fotos in ihre Texte ein. Diese Erfahrungen kommen den Kindern zugute, wenn

sie am Ende der Klasse 4 eine Abschlusszeitung gestalten.

VII. Das Schulleben

Ein weiterer fester Bestandteil unseres Schullebens sind zusätzliche, über den

Unterricht hinausgehende, immer wiederkehrende Angebote und Aktivitäten. Diese

bieten den Kindern, Lehrern und Eltern die Gelegenheit, sich in besonderer Weise

als (Schul-) Gemeinschaft zu erfahren. Zudem wird die Lernfreude der Schüler

gefördert, da im Unterricht Erlerntes oder Produziertes angewendet und präsentiert

werden kann.

Die Angebote beziehen sich zum einen auf klasseninterne Aktionen, die in

Absprache mit der Klassenpflegschaft durchgeführt werden. Hierzu gehören

Weihnachts-, Advents- oder Klassenfeiern, Grillfeste, Lesenächte und Spiele-

nachmittage, aber auch Ausflüge und Klassenfahrten.

Zum anderen lädt die KGS regelmäßig zu klassen- und jahrgangsübergreifenden

Gemeinschaftsaktionen der gesamten Schule ein. In diesem Zusammenhang sind

die alle zwei Jahre stattfindenden Schulfeste zu nennen. Diese schließen sich in der

Regel an eine Projektzeit an und werden so u. a. zur Präsentation unterrichtlicher

Arbeit genutzt. Auch die Abschlussfeiern der vierten Schuljahre sowie das jährlich

durchgeführte Sportfest, der Martinsumzug und die Adventsfeiern bieten für alle am

Schulleben beteiligten Personen eine angemessene Gelegenheit, dieses

mitzugestalten. Dieses gilt auch für den alljährlichen Schulkarneval, der stets von

den Belmicker Blauen Funken und den Bergneustädter Roten Funken unterstützt

wird und zu dem alle möglichst verkleidet in die Schule kommen.

Eine weitere lange Tradition hat der jeweils im November vom Förderverein

ausgerichtete Ski- und Sportbasar, für den Eltern, Lehrer und ein Teil der

Schülerschaft ein Rahmenprogramm gestalten.

38


Außerdem beteiligt sich die KGS an Aktivitäten des Stadt- und Gemeindelebens,

welche den Blick des einzelnen Schülers zu seiner realen Umwelt öffnen. Hierzu

gehören der Sportabend und die (Schul-)Stadtmeisterschaften in den Bereichen

Schwimmen, Leichtathletik und Fußball.

Auch besondere Ereignisse der Gemeinde St. Stephanus werden durch Beiträge der

Schule unterstützt.

VIII. Weitere Arbeit

Schon im Vorwort ist erwähnt, dass das vorliegende Schulprogramm nur eine

Momentaufnahme der Arbeit und Entwicklung unserer Schule darstellt. Es bedarf

ständiger Evaluation und Weiterentwicklung.

Das geht nur, wenn ein Austausch all derer stattfindet, die dieses Schulprogramm

betrifft und mit seiner Umsetzung zu tun haben. Dies sind insbesondere die

Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule, aber natürlich auch die Eltern und die

Schüler selbst. Elternsprechtage, Gesprächstermine und vor allem ein guter

Elternkontakt, verbunden mit einem Austausch über die Arbeit und Vorstellungen der

Schule und unseres Programmes, bringen Rückmeldungen, die für die

Weiterentwicklung der Arbeit an der KGS Bergneustadt wichtig sein können.

Das Gleiche gilt, wenn dies durch die Kinder geschieht. Als Beispiele sollen hier die

Möglichkeit der Wochenrückblicke in den Klassen, Kindersprechtage oder das

(außer-)unterrichtliche Gespräch genannt werden.

Das gemeinsame Erstellen dieses Schulprogramms und die Evaluation des

bisherigen haben gezeigt, dass es wichtig, wohltuend und effektiv ist, sich als

Kollegen gemeinsam an einen Tisch zu setzen und Schule zu gestalten. In den

Diskussionen und Arbeitsgruppen taten sich viele Ideen für die Zukunft der Schule

auf, die es in naher Zukunft anzupacken gilt, um die Schule weiter voran zu bringen.

Hierbei werden Konferenzen auch als Möglichkeit gesehen, sich kollegiumsintern

fortzubilden und vorhandene Ressourcen in der Lehrerschaft zu nutzen.

Daher gestaltet sich der Arbeitsplan unserer Schule wie folgt:

- Was ist guter Unterricht?

39


Im Vorfeld der anstehenden Qualitätsanalyse in den Schulen in Nordrhein-Westfalen,

befasst sich auch unserer Schule damit, wie guter Unterricht aussehen soll, was an

der KGS stattfindet und wie die Schule, aber auch jeder Einzelne im Kollegium

vorangebracht werden kann. Nach einer Bestandsaufnahme im Spätherbst 2007

kamen die Stärken des gesamten Kollegiums sowie einzelner Kolleginnen und

Kollegen zum Vorschein. Diese gilt es zu wahren und zu nutzen. Es stellten sich aber

auch die Punkte heraus, wo Entwicklungsbedarf besteht. Hier knüpfen sich nun

Entwicklungsgespräche der Schulleitung mit den einzelnen Kollegen an, werden

Möglichkeiten der Hospitation geschaffen, geschaut wo kollegiumsinterne

Fortbildungen nötig sind und wo Rat von außerhalb wichtig ist.

- Miniphänomenta

Aus dem Erleben eines naturwissenschaftlichen Phänomens entsteht aktive und

fruchtbare gedankliche Auseinandersetzung. Dieser Gedanke ist Grundlage des

Projektes Miniphänomenta der Universität Flensburg, das zur Verbesserung

naturwissenschaftlich- technischer Bildung in der Primarstufe beitragen soll. 26 der

insgesamt 52 Experimentierstationen stehen der KGS Bergneustadt von 27. Februar

bis 12. März 2008 zum Entdecken, Ausprobieren, Erleben und Begreifen

naturwissenschaftlich- technischer Phänomene zur Verfügung. Platziert werden

sollen sie in den Klassen und auf dem Schulflur. Daran schließt sich ein Nachbau

einiger Stationen an, der gemeinsam mit den Eltern unserer Kinder erfolgen soll, so

dass die Experimentierstationen dauerhaft einen Platz in unserer Schule finden

können. Erste Erfahrungen mit der Miniphänomenta haben in einem

Fortbildungsseminar Frau Winter und Herr Borgs gesammelt. Frau Winter ist für das

Vorhaben an unserer Schule hauptverantwortlich.

- Schulübergreifende „Grundschulbücherei Auf dem Bursten“

Gemeinsame Ressourcen nutzen. Dieser Grundsatz war Ausgangspunkt für die

Überlegung, eine Bücherei für die Grundschulkinder „Auf dem Bursten“ auf die Beine

zu stellen. Diese schulübergreifend zu gestalten ist insofern positiv, als dass so mehr

Bücher zur Ausleihe zur Verfügung stehen, ein Raum von beiden Schulen zugleich

genutzt wird und Anschaffungen wie Handscanner und PC zur Ausleihe nicht doppelt

angeschafft werden müssen. Welche Bücher noch aus den bisherigen Beständen

der KGS und GGS zu gebrauchen sind, wer was anschafft, wie der Raum gestaltet

40


und wie die Ausleihe organisiert wird, ist die Aufgabe einer schulübergreifenden

Arbeitsgruppe, der von Seiten der KGS Herr Borgs und Frau Winter angehören.

- Gemeinsamer Schulhof von GGS und KGS/ gemeinsame Schulhofordnung

Geplant im Jahr 2008 ist eine Veränderung auf den Schulhöfen der benachbarten

Grundschulen „Auf dem Bursten“. Den Gremien der Schule wurden die geplanten

Veränderungen bereits vorgestellt. Hauptüberlegung und – ziel ist es, durch einen

spielerischen Übergang vom KGS- zum GGS- Schulhof und umgekehrt, die

jeweiligen Schulhöfe für Kinder beider Schulen interessant zu machen, zu öffnen und

somit zu einem friedlichen und gemeinschaftlichem Umgang und Miteinander zu

gelangen.

Daran schließen sich auch eine gemeinsame Schulhofordnung beider Schulen sowie

Absprachen der Lehrer, die Aufsicht führen, an. An dieser schulübergeifenden

Arbeitsgruppe nehmen Herr Riegel und Frau Kinkel teil.

- Zusammenarbeit mit dem Kindergarten „Don-Bosco“

Um den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule fließender zu gestalten, wird

die Zusammenarbeit mit dem Don-Bosco-Kindergarten intensiviert und weiter

ausgebaut. Sowohl auf Seite der Erzieherinnen als auch unseres Kollegiums bestand

der Wunsch eines Austausches darüber, wie die einzelnen Institutionen arbeiten und

welche Schwerpunkte sie dabei setzen. Nach einer gemeinsamen Konferenz

entstand eine Arbeitsgruppe, die sich regelmäßig zum Austausch trifft und auch

gemeinsame Vorhaben wie den Martinsumzug plant.

41

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine