Auf „GRÜNEM“

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Auf „GRÜNEM“

NL € 4,–; L € 4,–; DK dkr. 29,79; A € 4,–; B € 4,–; CH sfr 5,86; D € 4,– 21. Jahrgang Dezember 2009 73713

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Container | Trailer | Logistik

ePaper

WIRTSCHAFT: LOGISTIK-STANDORTE

NEUER GIGANT: CMA CGM FLAGGSCHIFF

GREEN: TERMINALS UND LOGISTIKER

INVESTITIONS-PLANER: CONTAINER


NHALT

EDITORIAL

Zwischenzeit ........................................................................................3

TIPPS UND TRENDS

Schiffstaufe in Antwerpen..............................................................6

Wirksamer Diebstahlschutz .........................................................8

Große Hebemittel leichter testen ............................................10

STANDORT LOGISTIK

Wirtschaftszone im Zentrum....................................................12

Den Überblick behalten................................................................15

Logistik-Drehscheibe Bayern .....................................................16

CONTAINER-SCHIFF-FAHRT

Willkommen in Bremerhaven....................................................18

BINNENSCHIFF-FAHRT

Doppelter Platz für gefährliche Güter....................................24

TERMINALS

Bedeutung für die Stakeholder.................................................26

Null Abgas für den Hafen ...........................................................30

Langer Weg zum grünen Hafen ..............................................32

Rußfrei fürs Klima ..........................................................................36

LOGISTIK

Herausragendes Grün..................................................................38

„Logistik und Verantwortung“....................................................43

Auf „grünem“ Weg.........................................................................44

Strom vom eigenen Dach ...........................................................49

SCHIENE

Brücken für Sicherheit .................................................................50

STRASSE

Diät für die Umwelt .......................................................................52

INVESTITIONS-PLANER: CONTAINER

Container auf Zeit ..........................................................................54

Container für mobile Ideen .........................................................58

Marktübersicht................................................................................59

INVESTITIONS-PLANER: CONTAINERCHASSIS

Bewegende Technik .......................................................................60

IMPRESSUM ..............................................................................65

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12

WIRTSCHAFTSZONE IM ZENTRUM

Sie entlasten die Straßen der Städte, bündeln Warenströme

und logistische Zusammenarbeit sowie intermodale Transportanbindungen

– dies sind keine Zukunftsvisionen, sondern

einige der Eigenschaften von Güterverkehrszentren (GVZ).

Über 30 deutsche GVZ gibt es inzwischen – eines davon: das

GVZ Thüringen am Wirtschaftsstandort Erfurt.

18

WILLKOMMEN IN BREMERHAVEN

Imposant ragt der weiß-blau-rote Riese an der Bremerhavener

Stromkaje am NTB-Terminal empor. Gut zwei Tage früher als

ursprünglich geplant fuhr die CMA CGM Christophe Colomb in

den frühen Morgenstunden des 9. Dezembers zum ersten Mal

in Bremerhaven ein – nicht nur ein Debüt für Bremerhaven.


26

BEDEUTUNG FÜR

DIE STAKEHOLDER

Als Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern

kommt den Terminals in den

internationalen Transportketten eine große

Bedeutung zu. Auch hier nimmt der

Einfluss von Nachhaltigkeit und Umweltschutz

stetig zu. Bei der HHLA gibt es hierfür

einen Nachhaltigkeits-Beauftragten

für den Konzern. ConTraiLo hat mit Jan

Hendrik Pietsch über das Thema Nachhaltigkeit

am Beispiel der HHLA gesprochen.

BEWEGENDE TECHNIK

Simpel oder komplex: vielseitige

Technik für Containerchassis. Es

kommt wieder Bewegung in die

Containerhäfen! Grund für die

Container-Logistiker, Investitionen

ins Transportequipment zu

planen. Angesichts des umfangreichen

Angebotes in Sachen

Containerchassis nicht gerade

ein leichtes Unterfangen.

60

38

HERAUSRAGENDES GRÜN

35.770 m 2 im nordenglischen Chatterley Valley revolutionieren derzeit die Welt der

Logistik-Immobilien. Wie das geht? Als erstes CO2-positives Logistik-Center Europas

ohne Rückgriff auf Emissionszertifikate stellt der G.Park Blue Planet von Gazeley ein

Beispiel für Umweltschutz und Nachhaltigkeit dar.

54

CONTAINER AUF ZEIT

Ohne Ladungsträger kein Transport

– das gilt auch im Containerverkehr.

Gerade die Monate

der Wirtschaftskrise haben dabei

gezeigt, wie wichtig flexible und

schnelle Reaktionen sein können.

Container auf Zeit sind daher

nicht nur für kurz- und mittelfristige

Einsätze eine Beschaffungsalternative.


GVZ ERFURT: Der Wirtschaftsstandort

Erfurt bietet intermodale Anschlussmöglichkeiten,

wie z. B. über das Bahnterminal für

den Kombinierten Verkehr.

STANDORT LOGISTIK

Wirtschaftszone

IM ZENTRUM

Sie entlasten die Straßen der Städte, bündeln Warenströme und bieten Möglichkeiten für logistische

Zusammenarbeit und intermodale Transportanbindungen – dies sind keine Zukunftsvisionen,

sondern einige der Eigenschaften von Güterverkehrszentren (GVZ). Über 30 deutsche GVZ gibt

es inzwischen, eines davon: das GVZ Thüringen am Wirtschaftsstandort Erfurt.


Erfurt – einst am Schnittpunkt zweier alter Handelsstraßen

entstanden, steht die Stadt in der Mitte

Thüringens heute für Zentralität. Kein Wirtschaftszentrum

der Bundesrepublik ist nach Angaben der Stadtverwaltung

weiter als 500 km von Erfurt entfernt. Aber die

Wirtschaftszone der thüringischen Hauptstadt hat noch

weitere Zentren: das GVZ Thüringen mit mehr als 200 ha

Fläche und Container-Terminal sowie das Internationale

Logistikzentrum (ILZ).

Netzwerkstadt – Netzwerkstatt Erfurt

Traditionelle Zweige wie der Maschinen- und Anlagenbau,

die Mikroelektrik, die Landwirtschaft und der Gartenbau

einschließlich Nahrungsgüterindustrie, charakterisieren

das Profil der Stadt. Daneben haben in den letzten

20 Jahren neue Bereiche begonnen das Standortbild zu prägen

und den Branchenmix weiter auszubauen. Hierzu gehören

neben der (Kinder-)Medienproduktion auch Photovoltaik

und Logistik.

Mit der Entwicklung der Schwerpunktkompetenzen

bildeten sich in den letzten Jahren in einigen Fachbereichen

Netzwerke heraus. Eine Entwicklung, die weiter unterstützt

und ausgedehnt werden soll. Nicht nur die integrierten

Unternehmen ziehen aus solchen Netzwerken Vorteile,

sondern auch neue Unternehmen. Damit bilden sie eine

Grundlage und Voraussetzung für Clusterentwicklungen.

Ein Grund für die Stadt Erfurt den jährlichen Erfurter Wirtschaftskongress,

den erwicon, für 2010 unter das Motto

„Netzwerkstadt – Netzwerkstatt Erfurt“ zu stellen.

Aktiver Dialog der Teilnehmer

Der erwicon bietet vom 10. bis zum 11. Juni 2010 die

Chance zum aktiven Dialog der Unternehmen und für

Gespräche mit der Verwaltung. Inhaltlich und organisatorisch

ist die Unterstützung der Unternehmen gefragt, die

ihre Kompetenzen und den Standort Thüringen beim

Kongress und der begleitenden Ausstellung aktiv zeigen

können. Plenarvorträge behandeln hier grundsätzliche

Themen für netzwerkgetriebene Standortentwicklungen,

Foren geben Einblicke in bestehende Netzwerke und vermitteln

Kontakte, während Netzwerkstätten mit exemplarischen

Beispielen die Arbeit von Netzwerken verdeutlichen.

Es werden Chancen und Vorteile herausgearbeitet.

Diese vorhandenen unternehmerischen Aktivitäten

machen Anknüpfungspunkte für weitere Unternehmen

am und mit dem Wirtschaftsstandort Erfurt deutlich. Ziel

bleibt dabei die wirtschaftliche Bündelung logistischer

Vorgänge.

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Fotos: Stadtverwaltung Erfurt, Fachhochschule Erfurt

ERWICON: Der Erfurter Wirtschaftskongress steht 2010

unter dem Motto „Netzwerkstadt – Netzwerkstatt Erfurt“.

FACHHOCHSCHULE: Mit dem Fachbereich Verkehrs- und

Transportwesen hat die Fachhochschule in Erfurt auch die

Transport- und Logistik-Branche im Fokus.

14 ConTraiLo 10/2009

STANDORT LOGISTIK

Intermodaler Anschluss

Die Erfurter Wirtschaftszone ist nicht nur ein Zentrum,

sondern bietet auch vielfältige Anbindungen an die anderen

Zentren. So verbindet der Erfurter Ring mit zwölf

Anschluss-Stellen die Stadt mit dem Fernstraßennetz. Über

die anliegenden Autobahnen A4 und A71 ist es bereits

möglich alle Teile Europas zu erreichen. Mit der Fortführung

der A71 bietet das Straßennetz zudem auch die

Anbindung an die A38 und A14. Das GVZ verknüpft die

Straßeninfrastruktur mit einem Bahnterminal für den

kombinierten Ladeverkehr mit dem Schienennetz.

Der Neubau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg–Leipzig,

als Bestandteil der Strecke Berlin–München,

verstärkt die Verbindung Stockholm–Palermo und so ins

transeuropäische Netz (TEN). Damit trägt sie zu einer

Schnellverbindung zwischen den Ostsee- und Mittelmeerhäfen

bei. Komplettiert wird die Verkehrsinfrastruktur

durch den Erfurter Flughafen. Mit seiner 2600 m langen

Startbahn, der Ertüchtigung für den Allwetterflugbetrieb

Stufe Cat III b sowie der Genehmigung für den 24-h-

Betrieb bietet er hervorragende Bedingungen für den Personen-

und Frachtverkehr. Der Air-Road-Hub ermöglicht

den weltweiten Expressversand von Waren in einem internationalen

Frachtflugnetz.

Zukunftsträger Bildungslandschaft

Als zentraler, flexibler und effektiver Standort hat sich

Erfurt nach Angabe der Stadtverwaltung für die Zusammenführung,

Lagerung, Kommissionierung und Verteilung

von Waren im europäischen Wirtschaftsraum

etabliert. Über 70 Logistik-Unternehmen versorgen von

hier aus ihre Kunden mit logistischen Dienstleistungen.

In einer sich mit schnellen Schritten stetig wandelnden

Welt wird Wissen zunehmend zu einem Erfolgsfaktor.

Mit dem Fachbereich Verkehrs- und Transportwesen der

Fachhochschule Erfurt zeigt sich auch hier der Standort

mit Zukunftsblick.

Die beiden Institute der Fachhochschule „Verkehr

und Raum“ und „proTul“ (Institut für Produktion, Transport,

Umschlag und Lagern) mit Forschungsschwerpunkt

„Intelligente Logistik“ tragen mit der Vermittlung von

Fachwissen und der Bereitstellung innovativer Lösungen

zum Erhalt und Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit

der Logistik-Wirtschaft in Erfurt, Thüringen und

Deutschland bei. Zum Wintersemester 2009/2010 sind

an der Fachhochschule neue Studiengänge wie z. B. Verkehrsinformatik

und Materialfluss zusätzlich an den Start

gegangen.


Den Überblick behalten

Dortmund verwendet Symeo-Mess-System

KRANSTEUERUNG. Am Container-Terminal Dortmund wird

ein neues Lagerverwaltungssystem zur Containerverfolgung installiert,

das den Umschlag und die Effizienz der Logistik erhöht.

Dazu muss die Position aller drei Krane auf einer Kranbahn

durchgängig erfasst werden. Mit dem Local-Positioning-Radar hat

der Münchener Technologieanbieter Symeo GmbH hierfür eine

nachrüstbare Sensoriklösung geliefert, die auf einer Funktechnologie

basiert und daher auch bei Nebel, Schnee und Regen exakte

Positionsdaten liefert.

Anfang des Jahres übergab die Dortmunder Hafen AG eine

neue Containerbrücke offiziell an die Container Terminal Dortmund

GmbH (CTD). Mit der Übergabe sind die umfangreichen

Baumaßnahmen am Terminal in Dortmund, die während des laufenden

Betriebes durchgeführt wurden, erfolgreich beendet. Mit

nun insgesamt drei Containerbrücken und 60.000 m 2 Terminal-

Fläche hat die Anlage jetzt eine Kapazität von 125.000 Lade-

einheiten jährlich. Eine spezielle Terminal-IT mit automatischer

Stellplatzerkennung bietet höchste Effizienz sowie Transparenz

und sorgt für eine schnelle Terminal-Abwicklung, optimale

Sicherheit und hohe Kundenzufriedenheit.

Die Aufrüstung des Terminals war mit der Installation des neuen

Kranes aber noch nicht abgeschlossen. Ein komplett neues,

erweitertes Lagerverwaltungssystem soll künftig die durchgängige

Warenverfolgung, die Optimierung der Logistik-Abläufe und die

autonome Steuerung der Krane ermöglichen. Dies geschieht über

die automatische Erkennung sämtlicher Containerbewegungen,

wozu wiederum alle Positionsänderungen und Aktionen der

Containerbrücken lückenlos und präzise erfasst werden müssen.

Mit der Vertragsunterzeichnung für die Beauftragung der dritten

Containerbrücke im Juli 2007 begannen daher auch bereits die

Überlegungen bei der Eurogate Technical Services GmbH, dem

technischen Dienstleistungsunternehmen des CTD-Gesellschafters

Eurogate, wie der neue Kran in die künftige IT-Lösung eingebunden

werden kann. Das Ergebnis: Die Koordinaten des Kranes

werden über die patentierte Mikrowellentechnologie Symeo

Local Positioning Radar (LPR) ermittelt und an den Zentralrechner

übertragen.


VERANSTALTUNG Logistik-Drehscheibe Bayern

Die zentrale Lage im Herzen Europas bietet Deutschland einen guten Ausgangspunkt als bedeutende

Logistik-Drehscheibe. Beim Logistik Forum Nürnberg stellten am 26. November 2009 Vertreter von

Unternehmen und Forschungsinstituten Technologien, Prozesse und Praxisbeispiele vor.

Im Fokus des Symposiums standen

dabei die für Bayern wichtigsten Verkehrsträger

Straße und Schiene. Konzipiert

wurde das Logistik-Forum von der

Bayern Innovativ GmbH/Cluster Logistik

und dem CNA e.V./Cluster Bahntechnik.

Insgesamt 172 Besucher aus vier Ländern

und 18 Aussteller im ausgebuchten Ausstellungsbereich

waren vertreten.

Unbestritten sind aufgrund der derzeitigen

Wirtschaftslage deutliche Rückgänge

des Transportaufkommens aufgetreten.

Dennoch waren sich die Referenten der

14 Fachvorträge einig, dass das Güterverkehrsaufkommen

wieder mit der früheren

Geschwindigkeit zunehmen wird. Insbesondere

für die Verkehrsträger Straße

und Schiene werden trotz der nach wie

vor bestehenden Delle im Transportbereich

überdimensionale Zuwächse von

ca. 80 Prozent bis zum Jahr 2025 von Experten

prognostiziert.

16 ConTraiLo 10/2009

STANDORT LOGISTIK

Gruppenbild: Veranstalter und Referenten des Logistik Forum Nürnberg 2009 freuten sich über die große Resonanz der Veranstaltung.

Unter anderem wurden moderne Sensortechnologien

an Güterzügen thematisiert.

Indem die Sensoren Ortung und Zustandserfassung

beim Flotten-Management

kombinieren, können sie Logistik-Prozesse

vereinfachen.

RFID im Güterverkehr

Derartige Funksensoren an Güterzügen

können beispielsweise die Laufleistung der

Güterwagenachsen, Tür-, Ventilöffnungen

und Beladezustände erfassen sowie Stoßereignisse

protokollieren. So können die

Sensortechnologien wie Eureka der Navigation

Solutions AG über eine HotSpot-Infrastruktur

erfasst und übermittelt werden.

Eine Konfiguration, die es ermöglicht, Ortsund

Zustandsdaten der Container zu erhalten,

wie Victor Behrends, Director Business

Development der Navigation Solutions AG,

erläuterte.

Fotos: Bayern Innovativ/Kurt Fuchs

Riesen der Straße

Die Zulassung größerer und schwerer

Lkw ist ein Thema, das die Branche seit

langem beschäftigt und stetig von neuem

aufflammt. Auch beim Logistik-Forum

wurde die Forderung der Wirtschaft nach

den Riesen-Lkw in Augenschein genommen

und Arnulf Block, Leiter Flotten-

Management der Osnabrücker Meyer &

Meyer GmbH & Co. KG forderte eine offene

und faire Diskussion des meist negativ

beleuchteten Themas.

Der osnabrücker Logistik-Dienstleister

konnte umfangreiche Erfahrungen mit

dem 60-t-EuroCombi sammeln. Mit einem

einzigen Versuchs-Lkw sparte das Unternehmen

demnach in 18 Monaten auf der

Strecke vom Ruhrgebiet nach Hannover/

Braunschweig 17.700 l Diesel ein, vermied

115.000 km Fahrstrecke und verringerte

den CO2-Ausstoß um 15 Prozent.


Höhepunkt: Nachhaltigkeit

Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildete

die Podiumsdiskussion „Nachhaltige

Lösungen in der Transport-Logistik“. Hier

konnten die Teilnehmer mit Experten aus

verschiedenen Branchen über Erfahrungen

und Perspektiven mit nachhaltigen Logistik-Lösungen

sowie über den notwendigen

Ausbau der Verkehrsinfrastruktur diskutieren.

Moderiert wurde die Expertenrunde

von Prof. Dr. Harald A. Gleißner, Sprecher

der BVL-Regionalgruppe Berlin/Brandenburg.

Zu den Teilnehmern gehörten Harald

Leupold, Geschäftsführer der Hafen Nürnberg-Roth

GmbH, Iris Hilb, Leiterin Regionalvertrieb

DB Schenker Rail, Simon Ul-

mann, Leiter Transport-Logistik/Projekte

bei der Kühne+Nagel Schweiz AG, Andreas

Bergmann, Director Traffic Development

Cargo Business Division Aviation

der Flughafen München GmbH, Prof.-Dr.

Internationale Netzwerklogistik

Rail Cargo Austria ist ein europäischer Gesamtlogistikdienstleister; das zeigt sich

bei schweren Lasten genau so wie in der Stückgut-Logistik. In Österreich ist man

mit dem Geschäftsfeld Kontraktlogistik klarer Marktführer, die Zielmärkte sind

aber in ganz Europa. Ein eigenes flächendeckendes Service mit hoher Qualität in

allen Ländern Europas aufzubauen ist mehr als schwierig – weitaus sinnvoller ist

es den Weg mit gezielten Kooperationen, joint-ventures und Beteiligungen zu

gehen. Die gleiche Strategie verfolgt die RCA auch im „Großen“. Perspektivisch

werden nur mehr eine Handvoll überregional agierender Logistikdienstleister nach

dem Merger-Endgame übrig bleiben, die die Netzwerke dann gegenseitig nützen

können. Rail Cargo Austria wird einer davon sein.

Der Weg dorthin ist vorgezeichnet. Mit Anbindungen an alle Länder Europas kann

die RCA schon jetzt den Kunden ein flächendeckendes Service anbieten. Optional

stehen auch Luft- und Seefrachtverkehre von/nach Übersee zur Verfügung, die

aber nicht im Fokus stehen – unser Heimmarkt ist Europa. Umgesetzt wird dieser

Service mit Partnerschaften, joint-ventures und Beteiligungen in West- und Süd/

Osteuropa. Das betrifft die Transportlogistik genau so wie die Lagerlogistik (hier

stehen allein in den Ländern Osteuropas rund 18.000 m 2 gedeckte Lagerfläche zur

Verfügung, größtenteils mit Bahnanschluss). Erweiterungen in der Lagerlogistik

stehen aufgrund der großen Nachfrage unserer Kunden kurz vor der Umsetzung.

Die Stärken unserer Transportlogistik sind u.a. garantierte Lieferfristen von 24 bzw.

48 Stunden – Haus zu Haus in ganz Europa. Rund 95% aller Verbindungen wer-

Ing. Adolf Müller-Hellmann, Geschäftsführer

des VDV-Förderkreises e.V. und Ltd. MR

Dr. Kurt Bechtold vom Bayerischen Staatsmi-nisterium

für Wirtschaft, Infrastruktur,

Verkehr und Technologie.

den täglich angeboten. Speziell in unseren Zielmärkten in den Ländern Osteuropas

baut die RCA auf das know-how aus Österreich auf, d.h. die domestic-Transporte

werden in Eigenregie durchgeführt.

Westeuropa wird mit Partnerschaften abgedeckt. Zu unserem stärksten Handelspartner

Deutschland werden aktuell sieben tägliche Verbindungen angeboten,

Frankreich und Italien werden immerhin täglich angefahren. Kooperationen in

Spanien und Portugal stehen kurz vor der Umsetzung. Analog zur RCA-Gesamtstrategie

bieten wir unseren Partnern in Westeuropa unser Netzwerk in Österreich

und Osteuropa sozusagen „im Tausch“ mit dem Nutzen deren Netzwerk an. Eine

flächendeckende Logistikdienstleistung mit hoher Qualität wird somit Realität.

Topkunden sind u.a. renommierte Firmen wie Samsung (Ungarn), ikea (Slowakei)

oder Coca Cola (Bosnien). Der Weg ist das Ziel – bis 2011 wollen wir uns in den

Märkten Süd- und Südosteuropas unter den Top-3-Anbietern etablieren.

Kennzahlen Osteuropa:

In sieben Ländern Osteuropas hat die

RCA joint-venture-Betriebe mit rund

200 Mitarbeiter

2008 konnte ein Umsatz von 26 Mio. EUR

erwirtschaftet werden (+8% vgl. 2007)

265.000 Sendungen wurden abgewickelt

Ausstellung:

18 Unternehmen

aus den

Bereichen

der Logistik

und Bahntechnikpräsentierten

sich den

Besuchern.

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CONTAINER-SCHIFF-FAHRT

Willkommen in

BREMERHAVEN

GIGANT DER MEERE: Die Christophe Colomb ist das erste von acht geplanten Neubauten der 13.300-TEU-Klasse für CMA CGM.


Neues CMA CGM FLAGGSCHIFF

macht an der Stromkaje fest

ZENTRALE:

Kapitän Pierre G. Coat auf

der Brücke der Christophe Colomb.

Imposant ragt der weiß-blau-rote Riese an der Bremerhavener Stromkaje

am NTB-Terminal empor. Gut zwei Tage früher als ursprünglich

geplant fuhr die CMA CGM Christophe Colomb in den frühen Morgenstunden

des 9. Dezembers zum ersten Mal in Bremerhaven ein...


...Nicht nur ein Debüt für Bremerhaven, sondern auch für Deutschland

war der erste Anlauf des neuen Containerfrachters eine

Premiere – denn der Hafen an der Wesermündung ist das einzige

deutsche Fahrziel auf der Europa-Asien-Route. An Bord rund

12.000 Container.

Der Neubau ist der erste von insgesamt

acht Schiffen der „Entdecker“-Serie

von CMA CGM, die

allesamt nach bedeutenden Entdeckern

benannt werden und zwischen 2009 und

2010 ausgeliefert werden sollen. Trotz

Wirtschaftskrise wurden die Neubauten

nicht gestoppt. „Die großen Schiffe sind

von strategischer Bedeutung für die Reederei,

sowohl unter ökonomischen als auch

ökologischen Gesichtspunkten“, gibt Reinhard

Peschel, der Hamburger CMA-CGM-

Geschäftsführer an.

Vor genau 30 Tagen hatte das neue

Flaggschiff von CMA CGM die südkorea-

20 ConTraiLo 10/2009

CONTAINER-SCHIFF-FAHRT

nische Werft DSME verlassen. Insgesamt

bietet der Riese mit 365,50 m Länge und

51,20 m Breite Platz für 13.300 TEU. Für

Kühlcontainer sind dabei 800 Stellplätze

vorhanden. Als zehntes Schiff fährt

der Neubau nun im Europa-Asien-Dienst

zusammen mit den E-Klasse-Schiffen von

Maersk.

Gäste an der Kaje

Die erste Fahrt der Christophe Colomb

ist damit auch ein sichtbares Zeichen für

die Flexibilität und Zusammenarbeit der

Häfen – denn eigentlich stand vor der An-

PREMIERE: Am 9. Dezember

machte der neue Containerriese

zum ersten Mal in

Bremerhaven fest.

kunft an der Stromkaje Rotterdam auf dem

Fahrplan. Aus zeitlichen Gründen konnte

das Schiff jedoch nicht innerhalb des geplanten

Liegefensters den Hafen erreichen.

Daher wurde die Anlaufreihenfolge für diese

erste Tour getauscht und zunächst Bremerhaven

angesteuert und innerhalb von

24 Stunden ein Teil der Fracht umgeschlagen.

CMA CGM hatte zum deutschen

Debüt Kunden aus dem Speditionsbereich

und der verladenden Wirtschaft sowie Geschäftspartner

zu einem Besichtigungstermin

an Bord geladen.

Selbst das Wetter über Bremerhaven

zeigte sich dabei von seiner besten Seite.

Pünktlich zur Besichtigung des Containerriesen

an der Stromkaje bahnten sich die

ersten Sonnenstrahlen durch das Grau aus

Wolken und Nebel. Schon der Weg an

Bord über die Gangway ist ein Erlebnis für

sich. An Bord hieß es dann zunächst

das Sicherheitsprotokoll zu erfüllen. Ohne

Ausnahme muss sich jeder in die Bordliste


eintragen, bevor es schließlich über mehrere

Decks hinauf in den Veranstaltungsraum

und schließlich zum Schiffsrundgang

ging.

Neue Generation der grünen Schiffe

Für den Weg von den Kabinen zum Maschinenraum

braucht die Besatzung zwischen

fünf und sechs Minuten – zu lange

bei einem Notfall. Daher ist direkt neben

dem Kontrollraum, der Brücke des Maschinenraums,

ein Schlafraum für die Wachhabenden.

Überall in dem über mehrere

Etagen laufenden Maschinenraum finden

sich Werkzeuge und Sicherheitssets. Angetrieben

wird der Koloss mit einem Warsila-

14RT-Flex-96-C-Motor mit 80.080 kW. Für

die Stromversorgung sorgen vier Dieselgeneratoren,

je zwei mit 3300 und zwei

mit 3840 kW.

Eco-Speed und mehr

In den Hafen an der Wesermündung

fuhr die Christophe Colomb mit 24 Knoten

ein. Eine Geschwindigkeit, die aufgrund

der Tideverhältnisse notwendig war,

wie Peschel erklärt. Normalerweise ist der

Containerriese gemächlicher unterwegs.

EMPFANG: Reinhard Peschel, Geschäftsführer von CMA CGM in Hamburg begrüßt

die Gäste an Bord.

Der Eco-Speed mit 15 bis 18 Knoten und

besonders der Super-Eco-Speed mit 14 bis

15 Knoten ermöglichen die Einsparung

von Kraftstoffen, die damit der Umwelt

und gleichzeitig auch dem Kostenfaktor

Rechnung tragen.

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Fotos: CMA CGM, sh

22 ConTraiLo 10/2009

CONTAINER-SCHIFF-FAHRT

SICHERHEITSKONTROLLE: Wer an Bord geht, muss sich in die Sicherheitsliste

eintragen.

HERZSTÜCK:

Der Maschinenraum

des

13.300-TEU-

Containerriesen.

UMSCHLAG: Der Mannschaft von NTB blieben rund 24 Stunden, um einen Teil

der Container zu löschen und neue zu verladen.

Im Kampf gegen den Klimawandel

Auch wenn die Christophe Colomb

äußerlich hauptsächlich dunkelblau ist,

ist sie ein grünes Schiff. Wie schon die zu

Jahresbeginn vorgestellte, etwas kleinere

CMA CGM Andromeda wurde auch der

Neubau mit zahlreichen Technologien im

Kampf gegen den Klimawandel ausgerüstet

und geht sogar noch einen Schritt

weiter. Zum ersten Mal wurde ein Schiff

von CMA CGM mit einer speziellen Leitschaufel

vor dem Propeller ausgestattet.

Zusammen mit der speziellen Bauform

des Steuerruders wird so die Hydrodynamik

optimiert und nach Unternehmensangaben

der Kraftstoffverbrauch um zwei

bis vier Prozent reduziert.

Auch der Schiffskörper wurde unter

hydrodynamischen Gesichtspunkten gestaltet.

Ein weiteres Merkmal ist die

elektronische Motoreinspritzung. Mit dieser

können bis zu drei Prozent Kraftstoff

und 25 Prozent Öl gespart werden. Um

die Gefahr von Lecks von Hydraulikleitungen

zu vermeiden, wurde das Equipment

an Deck elektrisch ausgelegt. Für die

Behandlung anfallender Abwässer, wie

z. B. Bilgewasser, wurde das Schiff mit

zusätzlichen Tanks ausgestattet.

Einklang mit der Firmenphilosophie

Zudem ist die Christophe Colomb mit

einer neuen Technik zur Vermeidung von

Umweltverschmutzung ausgestattet. Das

so genannte „Fast Oil Recovery System“

wurde von JLMD ursprünglich für Tanker

entwickelt und nun gemeinsam mit

CMA CGM auf die Containerschiffe angepasst.

Mit seinem Aufbau entspricht das

Schiff insgesamt bereits den Vorgaben der

ab August 2010 geltenden MARPOL-12A-

Auflage. Auch für eine landseitige Stromversorgung

ist das Schiff ausgerüstet, die

bereits von einigen Häfen angeboten

wird.

Mit dem gesamten „grünen“ Ausstattungspaket

ist der Neubau auch im Einklang

mit der Firmenphilosophie der Fa-


miliengeführten Reederei CMA CGM. So

erzählte Peschel, dass im Unternehmen

insgesamt sehr viel Wert auf Umweltschutz

und Nachhaltigkeit gelegt wird. Das

Engagement bleibt dabei nicht nur auf

die Schiffe beschränkt, sondern zeigt sich

auch in den Büros. Dabei gelten die Unternehmensmaximen

an jedem Standort

unabhängig von den Kontinenten.

Blick von der Brücke

Die nahe Lage des Maschinenraums zu

den Propellern ermöglicht zudem eine größere

Raumausnutzung. Ebenfalls für die

Optimierung dieser wurde der Deckaufbau

im vorderen Drittel des Frachtschiffs plat-

schützt...

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ziert. Eine ungewohnte Position, die optisch

gleich ins Auge fällt und neben den

Vorteilen für die Raumnutzung auch eine

bessere Sicht sowie mehr Stabilität für den

Rumpf bringen soll. So ist auch der Blick

direkt von der Brücke ungewohnt. Von

hier aus hat Kapitän Pierre G. Coat alles im

Blick, statt wie gewohnt von den heckseitigen

Aufbauten.

Die 125 m nach vorn und die 240 m

nach hinten über die geladenen Container

der Reedereien CMA CGM und Maersk

wirken beinahe kurz und vergleichsweise

überschaubar. Die Christophe Colomb

setzte ihre Reise am nächsten Morgen in

Richtung Rotterdam und Zeebrügge fort.

Zukünftig wird sie regelmäßig die Stromka-

E-Mail: info@s-und-a.de

Internet: www.s-und-a.de

Kurz und Knapp

CMA CGM Christophe Colomb

Baujahr: 2009

Kapazität: 13.344 TEU

Reederei: CMA CGM

Länge: 365,50 m

Breite: 51,20 m

Tiefgang: 15,50 m

je besuchen. In gut einem halben Jahr ist

die Auslieferung der nächsten „Entdeckerin“

mit der CMA CGM Vespucci geplant.

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BINNENSCHIFF-FAHRT

DOPPELTER PLATZ

für gefährliche Güter

Fotos: Linz AG

NEUE GEFAHRGUTHALLE im Linzer Hafen

NEUE HALLE: Mit der neuen Gefahrguthalle

hat der Linzer Hafen seine

Lagerkapazitäten im Geschäftsfeld

Gefahrgut und wassergefährdende

Stoffe verdoppelt.

HAFEN LINZ: Gefahrgut- und Chemie-

Logistik gehören zu den Spezialitäten der

Donaulager GmbH, die zu 100 Prozent

im Besitz der Linz AG ist.


116 x 33 x 16 m – das sind die Maße

der neuen Gefahrguthalle im Linzer Hafen.

Sie ersetzt die vor fast einem Jahr bei

einem Großbrand vernichtete Linz-AG-

Gefahrguthalle.

Nach dem Brand wurde ein neues, umfangreiches

Konzept für die weitere Entwicklung der Donaulager

GmbH erstellt: Das Ergebnis ist die neue

Lagerhalle für knapp 8000 Paletten. Die Donaulager

GmbH gehört zu 100 Prozent zur Linz AG und ist ein

lagerorientiertes Logistik-Unternehmen. Zu den Stärken

des Unternehmens gehören unter anderem die europaweiten

Thermo- und Kühltransporte in der Gefahrgut- und

Chemie-Logistik. Markteinschätzungen zufolge würden

Lagergüter bzw. -stoffe zunehmend als wassergefährdend

oder Gefahrgut eingeordnet, so die Linz AG.

Für die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen sind

speziell beschichtete Hallenböden und Auffangwannen für

Waren und Löschwasser notwendig. Hinzu kommt der

Trend zu schärferen Auflagen für die Behandlung und Lagerung,

deren Einhaltung in Linz besonders strengen Kontrollen

durch die Behörden unterliegt. Das macht die Spezialisierung

der Linz AG nach eigenen Angaben auf diesem

Gebiet zu einem sicheren, wirtschaftlichen Standbein für

die Zukunft. Mit der neuen, erweiterten Halle sollen die

hierfür notwendigen Lagerflächen verfügbar werden. Von

insgesamt 4320 m 2 sind 1805 m 2 Gefahrgutlager und 1975

m 2 Lageraum für wassergefährdene Stoffe. Würde man diese

Halle mit Sattelkraftfahrzeugen füllen, bräuchte man mehr

als 320 Lkw. Die in vier Brandabschnitte unterteilte Halle

hat eine Lagerkapazität von 7844 Paletten.

Gesamtkapazität 92.000 Lagerplätze

Insgesamt verfügt die österreichische Donaulager

GmbH über 92.000 Lagerplätze. Die Kunden stammen

aus den Bereichen Industrie und Handel in Österreich

und Deutschland. Dazu zählen kleinere gewerbliche Kunden

genauso wie Großkunden, etwa Henkel, Borealis,

Nycomed, ILL (Voest) oder Fresenius Kabi.

Zusätzlich zur klassischen Lagerung sorgen eine Vielzahl

von Dienstleistungen, wie etwa Kommissionieren,

Umpacken oder Etikettieren, für eine gute Auslastung der

Lagerflächen. Gelagert werden beispielsweise Reiniger für

die Getränkeindustrie, Chemikalien zur Entfettung von

Metallen, Lösungsmittel, Sprays und Lacke für die Autoindustrie.

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Herr Pietsch, Sie sind Nachhaltigkeits-

Beauftragter der HHLA. Wann hat sich

die HHLA entschieden, eine eigene Position

für diesen Bereich zu schaffen und was war

der Auslöser hierfür?

Pietsch: Die Position gibt es seit Beginn

dieses Jahres. Was jedoch nicht heißen

soll, dass wir das Thema Nachhaltigkeit

nicht schon seit vielen Jahren auf

dem Radar haben. Wenn man sich unser

Geschäftsmodell ansieht, stellt man auch

schnell fest, dass Transportketten mit großen

Containerschiffen, die 150 km ins

Inland fahren und dann Container auf

HHLA-eigene Züge bzw. Züge von Beteiligungsgesellschaften

umladen, unter Nachhaltigkeits-Gesichtspunkten

bereits seit

langem ein Pluspunkt für uns sind.

Die HHLA leistet damit einen wesentlichen

Beitrag zum Klimaschutz in Europa;

ist quasi ein Problemlöser. Zudem gewin-

26 ConTraiLo 10/2009

TERMINALS

nen die Themen Nachhaltigkeit und CO2-

Emissionen zunehmend an Bedeutung für

unsere Kunden, Investoren und andere

Stakeholder. Darüber hinaus möchte Hamburg

sich als Green Capital 2011 entsprechend

präsentieren, sodass wir hier eng

mit den dortigen Akteuren vernetzt sind.

Der HHLA-Konzern bietet die Segmente

Container, Intermodal, Logistik und Immobilien.

Für welchen Bereich sind Sie tätig?

Pietsch: Ich bin der Nachhaltigkeits-

Beauftragte des Konzernes und berichte

in dieser Funktion auch direkt an den Vorstandsvorsitzenden,

der das Thema Nachhaltigkeit

auch sehr weit oben auf der Agenda

sieht.

Wir haben aber in den einzelnen Segmenten

und in den rund 20 einzelnen Gesellschaften

auch jeweils Verantwortliche

für nachhaltigkeitsrelevante Themen.

INTERVIEW mit dem Nachhaltigkeits-Beauftragten der HHLA

Als Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern kommt

den Terminals in den internationalen Transportketten

eine große Bedeutung zu. Auch hier nimmt der Einfluss

von Nachhaltigkeit und Umweltschutz stetig zu. Bei der

HHLA gibt es extra einen Nachhaltigkeits-Beauftragten

für den Konzern. ConTraiLo hat mit Jan Hendrik Pietsch

über das Thema Nachhaltigkeit am Beispiel der HHLA

gesprochen.

Eigene Position: Die HHLA hat mit Jan Hendrik Pietsch einen

Nachhaltigkeits-Beauftragten für den gesamten Konzern.

NACHGEFRAGT Bedeutung für die Stakeholder

Heizen ohne Emissionen ist eines der

neueren, bereits umgesetzten Projekte

der HHLA. Können Sie uns einen kurzen

Überblick über weitere wichtige, umweltschonende

Maßnahmen geben?

Pietsch: Das sind sehr viele. Wir haben

z. B. sämtliche Containerbrücken mit Rückstromgewinnung

ausgestattet, was ungefähr

einer Energieeffizienzsteigerung von

25 Prozent entspricht. Wir setzen bei unseren

technischen Geräten insgesamt auf

umweltfreundliche Energien und haben

bereits sehr viele diesel-elektrische Van-

Carrier im Einsatz. Diese verbrauchen ungefähr

ein Drittel weniger an Dieselkraftstoff.

Zudem gehen wir noch einen Schritt

weiter und haben jetzt auch Van-Carrier

mit so genannten EcoCaps ausgerüstet

bzw. nachgerüstet. Diese ermöglichen weitere

Energieeinsparungen von knapp zehn

Prozent. Unsere eigene Technikabteilung


untersucht zudem permanent

das Thema Antriebsoptimierung

bei Van-Carriern,

da diese bei der HHLA

die größten CO2-Verursacher

sind und so haben wir

bei einigen Serien bereits

zusätzliche Einsparungen

von vier bis fünf Prozent erreicht.

Gleichzeitig haben

wir auch das vollautomatisierte

Terminal Altenwerder,

wo wir eine Strategie

zur Verminderung der Treibhausgas-

und Schadstoffemissionen

verfolgen.

Sie setzen in Altenwerder

dieselbetriebene, vollautomatische,

fahrerlose Container-Transportfahrzeuge

(Automated Guided Vehicle

oder kurz AGV) ein?

Pietsch: Richtig. Inzwischen

haben wir einen Teil

der Flotte auf diesel-elektrischen

Antrieb umgestellt,

der auch ca. 20 bis 30 Prozent

energieeffizienter ist.

Dann testen wir seit einigen

Monaten einen batteriebetriebenen

AGV. Bei diesem

weltweiten Pilottest müssen

wir dann erstmal schauen,

wie sich diese Fahrlafette in

der Praxis bewährt. Gleichzeitig

haben wir seit einigen

Wochen ein AGV in der Flotte,

das über eine Harnstoff-

Einspritzung in den Motor

verfügt und auf das Thema

Vermeidung von Schadstoffemissionen

abzielt.

Zudem setzen wir auf

unseren Terminals Beleuchtungs-Management-Systeme

ein, d. h. die Beleuchtung

wird entsprechend der Dämmerung

gestaffelt zugeschal-

ConTraiLo O N L I N E

www.contrailo.de

Hafen • Umschlag • Schiene • Logistik • Chassis • Terminals • u. v. m.


Umwelt und IT: Auch für die

Computeranlagen werden bei der HHLA

Umweltgesichtspunkte berücksichtigt.

tet. Wir sehen hier auch durchaus noch

Potenzial, weil sich gerade die Beleuchtungstechnik

noch weiterentwickeln wird.

Dann legen wir auch einen Fokus auf die

IT-Bereiche. Wir haben immerhin knapp

2000 PCs im Konzern und statten hier konzernweit

nur noch mit den so genannten

Null-Watt-PCs aus.

Bietet die IT noch weitere Möglichkeiten?

Pietsch: Ja, unbedingt. Ein weiteres

Thema ist die Server-Virtualisierung. Hierbei

wird die Serverkapazität optimal ausgenutzt.

Die Technologie der Virtualisierung

spielt dabei den Anwendungen einen eigenen

Server vor. In Wirklichkeit stellt sie

aber nur eine Schublade in einem großen

Schrank zur Verfügung und spart so Rechnerkapazität

und Energieverbrauch. Wir

machen uns also nicht nur im Bereich der

Geräte, sondern in allen Bereichen Gedanken.

Hierzu gehört auch die Einbindung

der Mitarbeiter. Anfang des Jahres haben

28 ConTraiLo 10/2009

TERMINALS

wir beispielsweise einen Ideenwettbewerb

zum Thema Energieeinsparung durchgeführt,

wo mehrere hundert Ideen herausgekommen

sind. Eine weitere Maßnahme

ist ein Pendler-Portal, auf das nur unsere

Mitarbeiter zugreifen können und hier

Fahrgemeinschaften für den Arbeitsweg bilden

können. Auch die Prozessoptimierung

insgesamt ist bei uns ein stetes Thema.

Die Emissionen von Schiffen in den Häfen

sind ebenfalls ein Thema und der Schwefelgehalt

im Schiffsdiesel soll begrenzt werden.

Einige Terminals haben Pläne oder Projekte

zur landseitigen Stromversorgung von Schiffen.

Gibt es hier auch Pläne für Hamburg?

Pietsch: Mit der Umstellung des Schwefelgehaltes

wird schon ein immenser Beitrag

zur Schadstoffsenkung in den Häfen

geleistet. Beim Thema Landstrom ist Hamburg

nicht mit den bisher laufenden Projekten

anderer Häfen zu vergleichen. Wir haben

hier Multi-User-Terminals, die von sehr

unterschiedlichen Schiffstypen verschiedener

Reedereien genutzt werden. Die Stromnetze

an Bord der verschiedenen Schiffe

sind nicht kompatibel. Hier eine Vereinheitlichung

zu erreichen, wäre sicher noch

ein sehr weiter Weg. Zudem verlagert man

die Emissionen nur zu den Kraftwerken.

Die HHLA hat auch verschiedene Beteiligungen

in anderen Ländern. Sind

hier Unterschiede im Umweltdenken

und bei den Maßnahmen bemerkbar?

Pietsch: Die Konzernvorgaben gelten

dort natürlich genauso wie hier in Hamburg.

Die Aktivitäten im Ausland sind allerdings

längst nicht so signifikant wie hier.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung

für die Terminals im Bereich Umweltschutz?

Pietsch: Es sind nicht nur die Terminals.

Die HHLA organisiert ökologische Trans-


Segmente: Der HHLA-Konzern ist in verschiedenen

Segmenten tätig.

portketten, indem wir Überseeschiffe

und Gütertransporte

auf der Schiene an einem

Punkt hocheffizient

und intelligent miteinander

verknüpfen. Unsere größte

Herausforderung ist, dieses

System ständig zu optimieren.

Der Hamburger Hafen

ist hierfür sehr gut positioniert,

weil die großen Containerschiffe

sehr weit ins

Inland kommen können.

Diese Schiffe sind mit Abstand

der Verkehrsträger

mit dem niedrigsten Ausstoß

an CO2. Daher ist es

auch sehr wünschenswert,

dass die Fahrrinnenanpassung

der Elbe möglichst

schnell umgesetzt wird, damit

ökologische Transportketten

weiterhin über Hamburg

mit hohem Anteil an

Fotos: HHLA

Bahnverkehr ins Hinterland

abgewickelt werden können.

Das ist für die HHLA

und die anderen Akteure im

Hafen sicherlich ein wichtiges

Thema. Unter dem

Stichpunkt Nachhaltigkeit

steht auch die Verantwortung

für die Mitarbeiter. Das

zeigt sich gerade auch in der

Krise, wo Mitarbeiter in

Kurzarbeit geschickt werden.

Die HHLA hat hier eine

Qualifizierungsoffensive

mit 350 Kollegen und Kolleginnen

gestartet, die sich

jetzt in Zeiten mit geringerer

Beschäftigung weiterqualifizieren

können, damit

das Unternehmen gestärkt

aus der Krise geht. Das finde

ich, zeigt auch wirklich die

nachhaltige Ausrichtung der

HHLA.

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Foto: Gottwald

Null Abgas für den Hafen

Batteriebetriebener Containerumschlag

UMSCHLAG. Mit dem steigenden

Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz

sind auch die Hersteller von

Kranen, Spreadern, Reachstackern und

anderem Umschlagequipment gefragt.

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Grüne Riege: Das batteriebetriebene AGV ist ein Beispiel

für die Entwicklung von umweltfreundlichen

Umschlagtechnologien

bei Gottwald.

Die Demag-Cranes-Tochter Gottwald Port

Technology hält mit der Green Range bereits

einige Lösungen parat und ist stetig

dabei neue Technologien und Möglichkeiten

zu entwickeln. Zu den Zielen gehö-

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Verladesysteme

Mobilkrane

ren dabei die effiziente Nutzung von Energie

und Platz ebenso wie die Reduzierung

von Emissionen und Lärm. Auch die

eigene Produktion steht stetig auf dem

Prüfstand, denn der Energieverbrauch

bei der Produktion, Abfallvermeidung und

der verantwortungsbewusste Umgang mit

unvermeidbaren Abfällen gehören genauso

zum umweltbewussten Blick. Ein Beispiel

für die grüne Umschlagtechnik von

Gottwald zeigt sich in einem Praxistestprojekt

bei der HHLA. Seit dem Sommer wird

hier das erste Automated Guided Vehicle,

kurz AGV, mit Batteriebetrieb auf dem Container

Terminal Altenwerder (CTA) getestet.

Anfang Juni hatten der Terminal-Betreiber

und der Kranhersteller eine Vereinbarung

zur gemeinsamen Entwicklung entsprechender

Fahrzeuge unterzeichnet.

Der Test eines Technologie-Trägerfahrzeuges

auf dem CTA konnte bereits kurz

darauf starten. Um den aktuellen und

zukünftigen Umweltanforderungen Rechnung

zu tragen, peilen beide Unternehmen

beim Einsatz von Umschlaggeräten

das Ziel „Null Abgas“ für den Hafen an.

Für den Testbetrieb wurde ein diesel-elek-

Stapler

Hallen und Tore

So oder so... !


trisches AGV der HHLA auf reinen Batteriebetrieb

umgerüstet. „Damit gewinnen

wir wichtige Erkenntnisse mit Blick

auf die zu erwartenden geringeren Lärmemissionen,

die Batteriestandzeit und die

AGV-Steuerung. Im nächsten Schritt werden

wir uns dem Batterielade-Management,

der späteren Batteriewechselstation

und dem eigentlichen automatisierten

Batteriewechselprozess zuwenden“, erläutert

Dr. Mathias Dobner, Chief Operating

Officer und Chief Technical Officer von

Gottwald, den Entwicklungsprozess.

„Vor dem Hintergrund des wachsenden

Umweltbewusstseins in Gesellschaft,

Politik und Industrie sind wir als Terminal-Betreiber

besonders gefordert, unsere

Anlagen nachhaltig auszurichten und verstärkt

in abgasfreie Technologien zu investieren.

Darüber hinaus ist es angesichts

der langfristig abzusehenden steigenden

Kraftstoffkosten auch aus ökonomischen

Gründen wichtig, hocheffiziente sowie

verbrauchsarme Technologien einzusetzen“,

sagt Kapitän Heinrich Goller, Geschäftsführer

der HHLA Container Terminals

GmbH.

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Der Kampf gegen Luftverschmutzung

ENERGIEVERSORGUNG. Die Emissionen in den Häfen sind seit langem

in der Diskussion. Zum 1. Januar 2010 wird mit der Einführung des

Schwefelgrenzwertes von 0,1 Prozent für Schiffskraftstoffe wieder ein

entscheidender Schritt gemacht – mit Auswirkungen für die Reedereien

und Terminals. Auch im Seehafen Antwerpen laufen seit Jahren verschiedene

Projekte zur Umweltschonung. Eines davon ist das Versuchsprojekt

zur landseitigen Versorgung von Seeschiffen mit Strom. Die Versorgung

der Schiffe über das Land sorgt immer wieder für Diskussionen.

Das im Frühjahr 2009 gestartete Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt

von IMT (Independence Maritime Terminal), der Port Authority und

der Flämischen Gemeinde. An dem mit entsprechenden Equipment

ausgestatteten Terminal machen unter anderem die Schiffe der ICL,

Independent Container Line, fest. Für Ende des Jahres ist derzeit die

Auswertung des Versuchsprojektes geplant. Weitere Umweltmaßnahmen

des belgischen Hafens zeigen sich unter anderem bereits in der

Heizung der eigenen Gebäude über Wasser der Docks sowie der landseitigen

Stromversorgung von Bragen, Schleppern und Schwimmkranen.

Zusammen mit anderen Häfen der Nordrange wird zudem über

die Entwicklung eines eco-scores für Seeschiffe nachgedacht, mit dem

dann unterschiedliche Hafentarife in Abhängigkeit von der Schiffstechnik

ermöglicht werden könnten.

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containers

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„Germanischer Lloyd“

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testing by „GL“

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WESERMÜNDUNG:

Wichtiger Wirtschaftsraum

und wertvoller Naturraum

– nicht nur mit Bedeutung

für Bremerhaven.

TERMINALS

Langer Weg zum

GRÜNEN HAFEN

Klimawandel, steigender Meeresspiegel und aussterbende Arten –

die Erde ist ökologisch in einem schlechten Zustand. Doch zunehmend

bekennen sich Menschen zu ihrer Verantwortung für die Umwelt.

Auch die bremischen Häfen handeln.


Die Hafen-Management-Gesellschaft

bremenports GmbH

& Co. KG veröffentlichte

im September 2009 die Broschüre

„greenports“. Auf

hundert Seiten dokumentiert

diese, was Wirtschaft

und öffentliche Hand

im Zwei-Städte-Staat schon

heute unternehmen, um

die Standards im maritimen

Umweltschutz zu wahren

und auszubauen. Mit

seiner Greenports-Philosophie

verpflichtet sich der

Welthafen Bremen/Bremerhaven

zu verantwortungsbewusstem

Handeln, sagt

bremenports-Chef Dr. Stefan

Woltering. Sein Credo:

„Ökonomie und Ökologie

müssen keine feindlichen

Geschwister sein.“

Gestern und Heute

Im Sommer 2008 nahmen

der Senator für Wirtschaft

und Häfen und bremenports

in Rotterdam an der

Weltklimakonferenz der Häfen

teil. Dort unterzeichneten

55 Hafenstandorte eine

Klimaschutzerklärung. Das

Ziel: Der Ausstoß des Treibhausgases

Kohlendioxid in

der Schiff-Fahrt, in den Häfen

und im Hinterland soll

gesenkt, der Einsatz von

regenerativen Energien im

maritimen Transportwesen

gefördert werden. Die Teilnehmer

verabredeten, den

Informationsaustausch zu

intensivieren und sinnvolle

Lösungen zu unterstützen,

um die maritime

Umwelt voranzubringen.

Die bremischen Häfen set-

www.contrailo.de

Container I Trailer I Logistik

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ONLINE


Fotos: bremenports GmbH & Co. KG

zen, so bremenports, schon heute ökologische

Standards. Hafendienstleister und

Umschlagbetriebe wie die BLG Logistics

Group beschäftigen eigene Umweltbeauftragte

und arbeiten – nicht nur aus ökonomischen

Gründen – ständig daran, den

Energieverbrauch ihrer Anlagen zu verringern.

Auch der Container-Terminal-

Betreiber Eurogate spielt die grüne Karte,

z. B. wenn es um die Senkung von Lärmemissionen

geht. Die Werften wiederum

fangen das Waschwasser aus dem Dockbetrieb

auf und reinigen es.

AUSGLEICH: Eines der Projekte der aktuellen ökologischen Projekte

der bremischen Häfen ist die Kompensationsmaßnahme Luneplate.

34 ConTraiLo 10/2009

TERMINALS

Hafenplaner mit ökologischem Ziel

Für die Hafenplaner von bremenports

spielen ökologische Themen ebenfalls eine

wichtige Rolle. Die Ingenieure und Landschaftsplaner

setzen viele Maßnahmen

zum Schutz von Natur und Landschaft

um. Diese reichen vom Ausgleich für Kajen-

und Schleusenprojekte bis zur Suche

nach Lösungen für einen umweltfreundlichen

Hafenbetrieb. Ein Beispiel hierfür

ist auch die Luneplate im Süden Bremerhavens.

Derzeit wird hier ein 650 ha gro-

HOCHWASSERSCHUTZ:

An der Kaianlage des Container-Terminals

Bremerhaven nimmt die Wellenkammer

den Wellen die Kraft.

NACHTSCHICHT: Besondere Lichtquellen

ermöglichen den Nachtbetrieb und sollen

Insekten schützen.

ßer, hochwertiger Lebensraum für viele gefährdete

Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

„Das Kompensationskonzept, das wir

verfolgen, findet Anerkennung im In- und

Ausland“, freut sich Woltering. Es werde

auch von den Umweltverbänden unterstützt.

Inzwischen habe bremenports sein

Know-how im Bereich der nachhaltigen

Hafenplanung so professionalisiert, dass

man es über Beratungsdienstleistungen

international vermarktet.

Vielseitige Projekte

Die Hafengesellschaft mit etwa 400 Beschäftigten

hat die Ökologie nach eigenen

Angaben zum Firmenziel erklärt. Man setzt

umweltfreundliche Schmiermittel ein,

hat die Werkstatt- und Datentechnik auf

energiesparende Anlagen umgestellt und

verzichtet bei der Pflege der Deiche und

Grünanlagen auf den Einsatz der „chemischen

Keule“. Im Überseehafen Bremerhaven

erzeugt bremenports zudem Ökostrom

aus Solarenergie. Auch die Hafeneisenbahn

fühlt sich der Umwelt verpflichtet.

Beim Bau neuer Gleise verlegen die Arbeiter

ausschließlich unbehandelte Eichen-


schwellen – viele kleine

Schritte auf dem langen Weg

zum grünen Hafen.

Zukunft an der Weser

Auf dem bisher Erreichten

will man sich nicht ausruhen,

sondern auch weiterhin

sollen Projekte in den

kommenden Jahren an der

Weser Gestalt annehmen.

Eines hiervon ist die Arbeit

von bremenports und dem

Senator für Wirtschaft und

Häfen an einem Umweltindex

für Seeschiffe.

Zudem wollen die bremischen

Häfen ein zertifiziertes

Umwelt-Management-

System einführen. Es soll die

bestehenden Aktivitäten im

ökologischen Bereich bündeln,

ihre Umsetzung garantieren

und als Steuerungsinstrument

auch dazu dienen,

den Schadstoffausstoß

weiter zu verringern.

Als drittes, wichtiges Projekt,

denken die Verantwortlichen

darüber nach, für die

Häfen Bremen und Bremerhaven

eine Kohlendioxidbilanz

zu erstellen. Vor wenigen

Tagen hat bremenports

eine eigene Homepage für

die Greenports ins Netz gestellt.

Diese bietet neben

dem Download der Broschüre

auch gleichzeitig Vorstellungen

der ökologischen

Projekte aus dem Hafen.

Zudem kommen Partner

von bremenports zu Wort.

Den Anfang machen Peter

Südbeck von der NationalparkverwaltungNiedersächsisches

Wattenmeer und

Hanna Pötter, die Umweltbeauftragte

von Eurogate.

ConTraiLo

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online


Rußfrei fürs Klima

NABU fordert stärkere Rußminderung in Hafenstädten

VERANSTALTUNG. Obwohl Seeschiffe im Vergleich zu anderen

Verkehrsträgern als umweltfreundlicher gelten, sind auch die Riesen

der Meere in der Diskussion für Klima- und Umweltschutz zu

einem wichtigen Thema geworden. Rußemissionen bei Handelsund

Kreuzfahrtschiffen gefährden das Klima und die Gesundheit.

Der NABU fordert daher eine stärkere Verankerung umfassender

Rußreduzierungen in städtischen und kommunalen Klimaschutzstrategien.

Im November luden der NABU und die GAL-Bürgerschaftsfraktion

Hamburg zu einem Fachgespräch ins Hamburger

Rathaus ein. Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft

und Verbänden wurden hier Ansätze und Möglichkeiten der Städte

und Häfen zur Emissionsminderung bei Schiffen diskutiert.

Alexander Porschke, zweiter Vorsitzender des NABU-Landesverbandes

Hamburg, forderte den Hamburger Senat auf, sich auf

nationaler und internationaler Ebene stärker für die Reduzierung

Maritimer Umweltgipfel 2010 Hamburg Messe und Congress: grüner Kurs

MESSEANKÜNDIGUNG. Hamburg wird im September

2010 zum Schauplatz des weltweit ersten internationalen

Umweltgipfels der maritimen Industrie. Der zweitägige

global maritime environmental congress (gmec) bietet

Branchenexperten aus aller Welt die Gelegenheit über

Entwicklungen zu diskutieren und einen neuen Kurs für

nachhaltige ökologische Schiff-Fahrt zu setzen. Schirmherrin

der künftig regelmäßig stattfindenden Veranstaltung

Vorstellung: Launch der gmec mit einer Pressekonferenz.

36 ConTraiLo 10/2009

Foto: HMC/Wallocha

TERMINALS

Foto: L. Damm/NABU

Diskussion: Reduktion der Schiffsemissionen im Blick.

soll Bundeskanzlerin Angela Merkel sein. Erwartet werden

zu der Konferenz vom 7. bis zum 8. September 2010 mehr

als 700 Vertreter aus Industrie, Politik, Wissenschaft, Marine,

Tourismus und Umweltschutz, um konkrete Lösungen für

eine ökologische und nachhaltige Schiff-Fahrt zu erarbeiten.

„Hamburg, Europas Grüne Hauptstadt 2011, ist dazu

der ideale Ort, um mit der gmec eine Plattform als erste

wiederkehrende Umweltkonferenz ihrer Art zu etablieren“,

so Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Hamburg Messe und Congress GmbH.

Geplant sind Themen wie die Entwicklung und der Bau

umweltgerechter Passagier-, Marine- und Handelsschiffe

so wie deren Betrieb und späteres Recycling. Ebenso werden

Energie- und Emissionsprobleme auf See, der Einsatz

innovativer Antriebskonzepte und Anforderungen an ein

modernes Abfall-Management bis zu Antworten auf Fragen

des Umweltschutzes in Häfen und regionalen Seegebieten

diskutiert. Die Umweltkonferenz findet parallel zur Schiffbaumesse

SMM 2010 statt. Zukünftig soll der Kongress

alle zwei Jahre stattfinden. Veranstaltet und organisiert

wird er von der Hamburg Messe und Congress GmbH in

Zusammenarbeit mit Jochen Deerberg, Geschäftsführer

und Eigner des Schiffsausrüsters im Bereich Abfallbehandlungs-

und Entsorgungssysteme.


von Schiffsemissionen einzusetzen. Zudem sollte die Stadt ihre

lokalen Möglichkeiten wie z. B. mit ökologischen Hafengebühren

nutzen, um den Druck auf die Reeder zu erhöhen: „Ähnlich wie

bei der Lkw-Maut auf Autobahnen, sollten auch dreckige Schiffe

im Hafen deutlich mehr zahlen als umweltfreundliche.“

Auch die Arbeit an Lösungen wie Landstromanschlüsse für

Binnen- und Hochseeschiffe wurde gefordert. Aber auch die

Schiffshersteller seien gefragt, stärker auf alternative Antriebe wie

Erdgasmotoren zu setzen.

Zudem forderte Porschke eine intensive Diskussion über die

Ausweitung der so genannten Emission Control Areas (ECAs),

also den Umweltzonen auf dem Meer, in der Nord- und Ostsee.

Hamburg müsse sich für eine weitreichende Umweltzone in der

Nord- und Ostsee einsetzen, die neben Schwefelemissionsgrenzen

auch Grenzwerte für Stickoxide und PM 2,5 festlegt. In den USA

und Kanada laufen demnach bereits jetzt intensive Vorbereitungen

für umfassende Umweltzonen vor den Küsten Nordamerikas.

Kritik übte Porschke auch an den Kreuzfahrtschiffen ohne Rußfilter.

Porschke: „Die Bevölkerung und insbesondere die Hafenanwohner

dürfen nicht länger der enormen Rußbelastung

ausgesetzt werden. Die Stadt muss ihrer Verantwortung für

die Gesundheit der Bevölkerung und den Klimaschutz gerecht

werden.“ Dietmar Oeliger, Verkehrsexperte des NABU-Bundesverbandes,

betonte, dass Schiffsabgase nicht nur schädlich seien, sondern

auch erheblich das Klima verändern: „Neben Kohlendioxid

tragen Rußpartikel und Schwefeloxide stärker als bisher gedacht zur

globalen Erwärmung bei. Insbesondere die Reduzierung von Rußemissionen

bei Schiffen ist bisher aber unzureichend in den Städten

und Häfen vorgesehen.“

Die NABU hatte zudem Kreuzfahrtunternehmen zum Thema

Rußminderung befragt und stellte die Ergebnisse der Umfrage vor.

Demnach wollen sich derzeit nur wenige Reeder zum Thema Rußminderung

und Landstrom äußern und die Einführung von Hafengebühren

sei für viele Kreuzfahrtunternehmen keine Option.


LOGISTIK

Herausragendes

GRÜN

35.770 m2 im nordenglischen Chatterley Valley

revolutionieren derzeit die Welt der Logistik-Immobilien. Wie das

geht? Als erstes CO2-positives Logistik-Center Europas ohne Rückgriff

auf Emissionszertifikate stellt der G.Park Blue Planet von Gazeley

ein Beispiel für Umweltschutz und Nachhaltigkeit dar.

Innerhalb weniger Monate wurde die Immobilie

bereits mehrfach ausgezeichnet.


G.PARK BLUE PLANET: Das Logistik-Center

von Gazeley im nordenglischen Chatterley Valley

ist eine CO2-positive Anlage.


POSITIVE BILANZ:

Nicht nur Bürotrakt

und Logistik-Halle

werden ab Ende 2009

mittels Biomasse-

Kraftwerk mit Energie

versorgt, sondern

durch Einspeisung von

Energie ins Netz auch

andere Nutzer.

Fotos: Gazeley

LICHT: Fensterbänder

sorgen für zusätzlichen

Tageslichteinfall.

INTELLIGENTE ZELLEN:

15 Prozent der Dachfläche

wurden mit ETFE-Oberlichtern

und speziellen Photovoltaikzellen

ausgestattet.

LOGISTIK

Schon jetzt unterschreitet das Logistik-Center nach

Angaben von Gazeley die von der britischen Regierung

festgelegten Richtlinien zur CO2-Reduktion

für die Jahre 2020 und 2050. Seinen Wärme- und Energiebedarf

bezieht das Gebäude zu 100 Prozent aus erneuerbaren

Energien. Vor gut einem Jahr wurde der G.Park Blue

Planet fertig gestellt. Die Tragkonstruktion besteht aus vier

Portalrahmen mit einer Spannweite von 31,25 m, wobei

der Dachradius mithilfe von abgestuften Dachpfetten und

Verbundelementen mit geringer Neigung erzielt wurde.

Sparsame Beleuchtung

15 Prozent der Dachfläche wurden mit ETFE-Oberlichtern

ausgestattet. Sie reduzieren dank spezieller Struktur

unnötige Lichtemissionen in der Nacht auf ein Minimum.

Die Kombination mit speziellen Photovoltaikzellen

ergänzt zudem die Energieversorgung des Gebäudes.

Damit wird, so Gazeley, Strom im Wert von 12.000 Pfund

pro Jahr gespart. Weitere Einsparungen von über 96.000

Pfund jährlich werden zudem mithilfe einer „intelligenten“

tageslicht- und präsenzabhängigen Steuerung

erreicht. Dachpaneele mit integrierten Sonnenkollektoren


sorgen für die Erwärmung des Wassers in den Bürobereichen.

Nord-, Ost- und Westfassade sind mit Sandwich-

Elementen verkleidet, die einen Farbverlauf von zehn

abgestuften Grüntönen aufweisen, mit passenden Attiken/Traufblechen.

An der Südfassade absorbieren dagegen

Sandwich-Elemente des Typs EnergiPanel Sonnenenergie

und geben sie in Form von Warmluft an das Gebäude ab.

Auf diese Weise wird die Heizung unterstützt und gleichzeitig

eine isolierende Wirkung erreicht.

Sie wurden zudem mit so genannten „wall-lite“-Fensterbändern

kombiniert, die für zusätzlichen Tageslichteinfall

in das Gebäude sorgen. Auch die Einbettung in die

Landschaft war für die Logistik-Immobilien-Entwickler

bedeutend. Zum einen können so die Betriebsabläufe optimiert

werden, zum anderen erhöht sich die Effizienz der

Umwelttechnologien. Der vom Gebäudekörper separierte

Bürotrakt ermöglicht eine optimale Tageslichtausbeute.

Die Nordfassade mit ihrem geschwungenen Dach mildert

den harten Kontrast zwischen Gebäude und Landschaft.

Dabei verbindet der Dachüberhang sich in harmonischer

Weise mit den Grünanlagen. 55 Prozent der Gesamtfläche

von Chatterley Valley werden für Grünflächen genutzt. Zugunsten

eines „grünen“ Wegenetzes für Elektrofahrzeuge

wurden die Pkw-Stellflächen reduziert.

„Grünes“ Kraftwerk

Vielfältige Wassersparsysteme und die Nutzung und

Wiederaufbereitung von Dachoberflächenwasser senken

den Wasserverbrauch laut den Entwicklern um 60 Prozent.

Die Einsparungen werden von Messgeräten überwacht

und angezeigt.

Zudem wurden im Außenbereich Wasserspeicher

gestaltet. Ein eigenes Biomasse-Kraftwerk versorgt ab Ende

2009 Chatterley Valley. Es wird mit vor Ort anfallenden

Holzabfällen gespeist. So kann nicht nur das gesamte

Gebäude mit Elektrizität und Wärmeenergie versorgt werden,

sondern auch ein Teil der umweltfreundlich produzierten

Energie ins Netz zurückgespeist werden. Auch die

als Nebenprodukt anfallende Wärmeenergie wird genutzt.

Sie wird als Warmwasser zur Logistik-Halle abgeleitet und

für die Industrie-Fußbodenheizung eingesetzt. Das Biomasse-Kraftwerk

als erneuerbare Energiequelle sorgt für

die positive CO2-Bilanz der Immobilie und hat wesentlich

zur BREEAM-Zertifizierung „Ausgezeichnet“ beigetragen.

BREEAM-Zertifizierung

Im April 2009 hatte das Logistik-Center das britische

Zertifikat BREEAM (Building Research Establishment Envi-

Wir schaffen logistische Verbindungen.

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onmental Assessment Method) erhalten. Das Zertifikat bewertet

die Umweltauswirkungen von Bauaktivitäten. Bewertet wird der

Energie- und Ressourceneinsatz, die Raumluftqualität sowie Durchführung

und Organisation der Bautätigkeit. „Zum ersten Mal vergeben

wir diese Auszeichnung an eine Logistik-Immobilie“, sagt

Paul Gibbon, Director of Sustainability beim britischen Bauforschungsinstitut

BRE Global. „Das Gebäude erzielt in allen Beurteilungskategorien

eine hohe Punktzahl, speziell in den Schlüssel-

42 ConTraiLo 10/2009

LOGISTIK

HANSE GLOBE: Eine von den Auszeichnungen für das Logistik-Center ist der Hamburger Preis.

HALLE: Die

Logistik-Halle

wurde ebenfalls

speziell ausgestattet

und mit

ETFE-Oberlichtern

versehen.

BÜROTRAKT:

Das Bürogebäude

ist von der

Halle separiert

und tageslichtdurchflutet.

bereichen Tageslichtnutzung, Emissionsminderung, Verringerung

von Baustellenabfall und Einsatz von Technologien zur CO2-Reduktion.

Zudem zeigt sich, dass bei Immobilien mit einem hohen

BREEAM-Standard weniger Betriebskosten anfallen.“ Die Erfolgsgeschichte

des G.Park Blue Planet erreichte ihren nächsten Höhepunkt

am 4. September 2009. Im Berliner Ritz gewann das Logistik-Center

den internationalen Architekturpreis Emirates Glass

LEAF Award 2009. Das britische Architekturbüro Chetwoods

Architects, das die nachhaltige Vision des globalen Logistik-Immobilien-Entwicklers

Gazeley umgesetzt hat, erhielt den LEAF Award

von einer internationalen Fachjury. In der Kategorie Best Sustainable

Development konnte sich das Gazeley-Projekt gegen eine starke

Konkurrenz internationaler Architekturbüros durchsetzen.

Hamburger Siegertrophäe

Und noch einen Preis gab es für das Projekt des Logistik-

Immobilien-Entwicklers in diesem Jahr. Ende November erhielt

Gazeley Hamburgs Preis für nachhaltige Logistik. Mit dem Hanse

Globe zeichnet die Logistik-Initiative Hamburg besonders

zukunftsweisende Projekte aus, die einen Beitrag für Umwelt und

Gesellschaft leisten. Zur feierlichen Preisverleihung im Hamburger

Rathaus waren über 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik

gekommen. Prof. Dr. Peer Witten, Vorsitzender des Kuratoriums

und Sprecher der Logistik-Initiative Hamburg, überreichte die

Trophäe an Ingo Steves, Geschäftsführer Gazeley Germany

GmbH und Jonathan Fenton-Jones, Direktor für nachhaltige Entwicklung

bei Gazeley.


„Logistik und Verantwortung“

8. Logistik-Tag der Kühne-Stiftung

VERANSTALTUNG. Wie kann die Logistik zukünftig ihrer Verantwortung

stärker und umfassender gerecht werden? Genau dieser

Frage stellten sich im November Experten und über 150

Teilnehmer beim achten Logistik-Tag der Kühne-Stiftung. Humanitäre

und nachhaltige Logistik standen im Fokus. Die Teilnehmer

aus Industrie, Handel, Logistik-Dienstleistungen und Hilfsorganisationen

machten aus der Verantstaltung eine Plattform zum

Austausch über Entwicklungsgebiete der Logistik. Der in Zusammenarbeit

mit den Logistik-Professoren der Technischen Universität

Berlin organisierte Tag stand unter dem Thema Logistik

und gesellschaftliche Verantwortung. Die von Prof. Wallenburg

geleitete Tagung wurde von den Professoren Baumgarten (humanitäre

Logistik) und Straube (nachhaltige Logistik) inhaltlich verantwortet.

Als gesellschaftliche Verantwortung wurden dabei die Bereiche

humanitäre Logistik und nachhaltige Logistik definiert. Die steigende

Zahl von Hungerleidenden in der Welt fordert auch von

Logistik-Wissenschaftlern und -Unternehmen eine schnelle Antwort.

Gleiches gilt für den wachsenden Einfluss auf das Klima,

insbesondere wegen der weltweit dramatischen Zunahme des

Verkehrsvolumens als Folge der Globalisierung und des Anstiegs

der Weltbevölkerung.

Die Versorgung von Hungerregionen mit Nahrungsmitteln,

Medikamenten und Wasser stellt in der humanitären Logistik

eine besondere Herausforderung dar. Im Mittelpunkt standen

hier Konzepte zur nachhaltigen Verbesserung von Transport- und

Lagersystemen und der Infrastruktur. Katastrophen wie Erdbeben

und Überschwemmungen erfordern sofortige Reaktionen unter

erschwerten Bedingungen. Hier ist eine ausgefeilte Logistik,

insbesondere im Bereich Kommunikation und Koordination

gefragt. Gleichzeitig muss die schnelle Versorgung mit Hilfsgütern

und -mitteln sowie Personal sichergestellt sein. Auch die

Logistik-Tag: Dr. P. Tufinkgi (ITCL), U. Gebhard (Deutscher

Caritas Verband), Prof. Dr. R. Elbert (TU Berlin), K. Gernandt

(Kühne+Nagel International AG), Dipl. Volksw. J. Schwarz

(TU Berlin), Prof. Dr. C. M. Wallenburg (TU Berlin), v. l.

Foto: Kühne-Stiftung

Aus- und Weiterbildung von logistischem Fachpersonal als Hilfe

zur Selbsthilfe war ein wesentlicher Punkt. Im Bereich der nachhaltigen

Logistik stand die Diskussion über die Folgen der Erderwärmung

im Vordergrund. Um die Erderwärmung bei einem

Bevölkerungswachstum auf ca. 9 Mrd. Menschen im Jahr 2050

auf 2 °C zu begrenzen, ist es notwendig, den globalen CO2-Ausstoß

zu reduzieren.

Bis zum Jahr 2020 müssten die Emissionen im Vergleich zu

2005 um 30 Prozent und 30 Jahre später sogar um 76 Prozent verringert

werden. Weltweite Transporte haben demnach heute

einen Anteil von 14 Prozent an allen CO2-Emissionen und können

durch nachhaltige Logistik-Konzepte gesenkt werden. Die

Kühne-Stiftung fördert seit 15 Jahren Forschungsprojekte zum

Thema Umwelt und Transport und untersucht den Einfluss der

Logistik auf den Klimawandel. Seit 2003 werden zudem Themen

zur humanitären Logistik unterstützt.


Auf „GRÜNEM“

Weg Der Kampf gegen den Klimawandel – ein Thema dieser Tage und für die Zukunft.

Auch die globalen Warenströme tragen einen nicht unerheblichen Anteil an den

Emissionen. Eine Tatsache, vor der niemand die Augen schließen sollte.

Ökologie und Ökonomie schließen

sich nicht aus – eine Tatsache, die

längst kein Geheimnis mehr ist und

zunehmend auch in den Unternehmen

einzieht und einziehen muss. Sicherlich

sind die heutigen umweltfreundlichen

Technologien und Handlungsweisen noch

nicht das Ende der Möglichkeiten.

Heutige Umweltkonzepte

Aber schon heute geben sie die Gelegenheit,

aktiv einzugreifen und erste

Schritte zu gehen. So verankern einige

Logistik-Unternehmen Umweltschutz und

soziale Verantwortung bereits in ihren Firmenrichtlinien

und beziehen Mitarbeiter

bei der Suche nach Ideen ein. Schiffe,

Straßen- und Schienenequipment werden

zunehmend mit umweltfreundlicheren

Technologien ausgestattet und helfen,

Kraftstoffe und damit Emissionen und

Kosten zu sparen.

Gleiches gilt für die Ausstattung der

eigenen Standorte. Alternative Energiekonzepte

wie Geothermie und Photovoltaikanlagen

werden zunehmend in den

jeweiligen Immobilien umgesetzt. Neben

den steigenden Nebenkosten werden

auch auf diese Weise die Treibhausgase

reduziert. Selbst das Thema Qualifizierung

ist auch ein Thema des Umweltschutzes

und der Wirtschaftlichkeit. Wie

schon in der letzten Ausgabe haben wir

uns wieder auf die Suche nach der „grünen“

Komponente der Logistiker gemacht,

die wir in der folgenden Übersicht

vorstellen möchten.

LOGISTIK

UMWELTFREUNDLICHE

VERKEHRSTRÄGER: Die

großen Containerschiffe gelten

als vergleichsweise umweltfreundliche

Transportvariante.


Fotos: Behala, DSV, Greiwing, Panalpina, sh

SILO-LOGISTIK: Auch Greiwing setzt in der Logistik auf „grüne“

Konzepte.

46 ConTraiLo 10/2009

LOGISTIK

STUDIE: DSV führt aktuell eine

europaweite CO2-Studie in allen Niederlassungen durch.

DSV A/S

DSV bietet innerhalb seiner drei Geschäftsbereiche

Road, Air and Sea und Solutions alle Transport- und Logistik-Leistungen

entlang der kompletten Lieferkette an.

Dabei transportiert das Unternehmen jegliche Art von

Waren innerhalb des eigenen weltweiten Netzwerkes. Die

Kunden können so laut DSV von sicheren und vorteilhaften

Gesamtlösungen und weltweit hohen Qualitätsstandards

profitieren. In der Umweltpolitik fährt DSV eine klare

Linie und arbeitet seit Jahren mit Umwelt-Managern

zusammen. Aktuell führt das Logistik-Unternehmen eine

europaweite CO2-Studie in allen Niederlassungen durch.

Ziel ist dabei die spürbare Verringerung der CO2-Emissionen

durch die Einhaltung der hohen Unternehmensstandards

in allen Niederlassungen und die Bündelung von

Transporten in Gateways.

Dank konsequent durchgeführter Umweltpolitik konnte

DSV in der Reduzierung von Treibhausgasen schon

Erfolge verzeichnen und hat seinen kompletten CO2-Ausstoß

2008 im Vergleich zu 2004 um sieben Prozent drosseln

können und damit 130.000 t weniger CO2 verursacht.

In Deutschland sind zudem alle Standorte der DSV Road

und Solutions mit dem Umweltzertifikat ISO 14001 ausgezeichnet.

Auch auf der Straße zeigt sich das Engagement.

So entsprechen 2008 europaweit 90 Proeznt aller von DSV

eingesetzten Fahrzeuge der Euro-3-, -4- und -5-Norm. Um

den Verbrauch weiter zu reduzieren, fährt DSV derzeit

Tests mit eigenen Hybrid-Lkw.


GREIWING LOGISTICS FOR YOU GMBH

Als ein Spezialist für Komplettlösungen in der Silo-Logistik ist

das familiengeführte Logistik-Unternehmen Greiwing Logistik

international tätig. Über 300 Mitarbeiter an sechs Standorten

konzipieren Lösungen nach Kundenbedürfnissen und setzen diese

um. Neben dem Spezialgebiet Bulk Logistics gehören hier auch

europaweite Food Logistics in speziellen Silo-Aufliegern zum

Angebot.

Der Bereich Logistics Projects bietet z. B. die Abfüllung und

Lagerung besonders sensibler Lebensmittel in Reinräumen der

Klasse D an den Standorten Duisburg und Worms. Vom Vorlauf

über Trocknung bis zum Nachlauf von Granulaten bietet der Granules

Handling Serviceleistungen. Die Truck Trading Services mit

Gebrauchtfahrzeugen und die Truck Cleaning Services mit Reinigungsanlagen

für Tank- und Silobehälter komplettieren das Leistungsportfolio

des Logistikers. Bei den Lösungen steht für Grei-

wing auch das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit im Fokus.

Schon bei der Standortwahl sind intermodale Anschlüsse, wie

beim Duisburger Logport, ein Kriterium. So setzt das Unternehmen

fast zu 100 Prozent Euro-5-EEV-Fahrzeuge ein. Ebenso

bedeutsam ist das Fahrerprogramm ÖkoDrive. Mit dem Lehrgang

des ifv reduziert das Unternehmen die Transportkosten und optimiert

das Fahrverhalten einzelner Fahrer. Auf diese Weise konnte

der Treibstoffverbrauch bereits um rund acht Prozent reduziert

und die jährlichen Wartungskosten um 30 Prozent gesenkt werden.

Wegen der positiven Resonanz erhalten die jeweiligen Fahrer

von jedem eingesparten Euro anteilig einen Bonus.

KONRAD ZIPPEL SPEDITEUR GMBH & CO. KG

Das Logistik-Angebot der Konrad Zippel Spediteur GmbH &

Co. KG bietet verschiedene Leistungen mit weltweiten Containertransporten,

Teil- und Komplettladungen in Europa und deutsch-


landweiten Zugsystemen. Das Leistungsspektrum reicht dabei von

Transporten und weltweiter Verschiffung über Depothaltung und

Warehousing bis zum Umschlag und Projektverladungen. Angeboten

werden sowohl LCL als auch FCL. Die Flotte deckt dabei die

Bereiche Straße, Schiene und Wasser ab. Im Einsatz sind ca. 120

Lkw mit Chassis inklusive der Subunternehmer, 20 Containerganzzüge

mit wöchentlichen Relationen sowie die wöchentliche Elbe-

Spree-Containerlinie zwischen Hamburg und Berlin. Die Gesamtkapazität

beträgt dabei etwa 3500 TEU pro Woche. Insgesamt werden

etwa 70 Prozent der Transporte über die umweltfreundliche Lösung

Schiene abgewickelt, hinzu kommt die Binnenschiffslinie. Aber

auch im Straßenbereich wird mit dem Einsatz alternativer Kraftstoffe

die Richtung Umweltschutz und Nachhaltigkeit eingeschlagen.

48 ConTraiLo 10/2009

LOGISTIK

BINNENSCHIFFSLINIE: Zusammen mit der Behala bietet Konrad Zippel die Elbe-Spree-Containerlinie an.

PFEILER DER STRATEGIE: Nachhaltigkeit und Umweltschutz

gehören bei Panalpina zur globalen Strategie.

PANALPINA WORLD TRANSPORT LTD.

Auch bei Panalpina bildet „grüne“ Logistik zusammen mit

Compliance einen wichtigen Pfeiler der globalen Strategie. Ziel

dabei ist es, ökologisch sinnvolle Lösungen zu erarbeiten, die

auch kommerziell erfolgreich sind.

Panalpina fährt dabei mehrgleisig. Weltweit werden Schulungs-

und eLearning-Programme durchgeführt, mit denen

die Mitarbeiter nach einheitlichen Standards geschult werden.

Ebenfalls zentral gesteuert ist das Tradelane-Management. In

dessen Rahmen werden Güter gebündelt, Prozesse optimiert und

Verkehrsträgerbewegungen aufeinander abgestimmt. Zudem

erreicht die Panalpina-Gruppe 2009 als Teil der weltweiten

PanGreen-Initiative die Umweltzertifizierung gemäß ISO-Norm

14001. Auf lokaler Ebene suchen die einzelnen Länderorganisationen

vor Ort optimale Lösungen und setzen diese in die Tat um.

So benutzt Panalpina Deutschland überwiegend Fahrzeuge der

Euro-Klasse 5 und bündelt die Sammelsendungen im Seehafenhinterlandverkehr

mit auslastungsoptimierten Wechselbrückenverkehren.

Im Weiteren nutzt die Länderorganisation den Luftfracht-

Strassenzubringer-Dienst auch für Landtransporte und Seefrachtsendungen,

womit sie drei Verkehrsträger kombiniert. Die

optimale Bündelung von Güterströmen war auch einer der

Hauptgründe für den Bau des Cargo Centers im Hamburger

Hafen. Dank Mehrfachnutzung herrschen dort ideale Voraussetzungen

zur Kombination von Linien- und Zubringerverkehren.

Weil alle Verkehrsträger unter einem Dach vereint sind, ist das

Energiesparpotenzial zudem sehr hoch. Dasselbe gilt für zwei

Niederlassungen in Stuttgart und Nürnberg, die mit Geothermie

geheizt werden. Ein dritter Standort befindet sich zurzeit im Bau.


Strom vom eigenen Dach

EWS Handewitt gibt einen Überblick zu Photovoltaik

ENERGIE. Die Kraft der Sonne ist ein unerschöpfliches Potenzial

für umweltfreundliche und kostenlose Energie. Mit Photovoltaikanlagen

auf den Dächern von Büros, Lager- und Logistik-Hallen,

können Unternehmen ihren eigenen Strom erzeugen. Die

Firma EWS in Handewitt trägt seit über zwei Jahrzehnten dazu

bei, die Nutzung erneuerbarer Energien in Norddeutschland

voranzutreiben.

Sowohl für Bauherren als auch Installateure, Planer und Architekten

ist das Unternehmen Ansprechpartner rund um die Bereiche

Solarstrom, Solarwärme und Holzpelletheizungen. Das

Schwesterunternehmen EWS Beteiligungsfonds GmbH & Co. KG

hat es sich zum Ziel gesetzt, ökologisches Engagement und renditestarke

Kapitalanlagen miteinander zu verbinden. Sie vermittelt

Solarstromprojekte an Investoren, die nicht über geeignete Dachflächen

verfügen und bietet Besitzern von Dachflächen, die nicht

selbst investieren wollen, Pachtlösungen. Für die Installation von

Solarmodulen eignen sich laut EWS Dächer mit einem Neigungswinkel

zwischen 15 und 45° und möglichst verschattungsfreier

Südausrichtung. Aber auch Südost- oder Südwestdächer sowie

Flachdächer werden hier zu Lande erfolgreich genutzt.

Der hier erzeugte Strom wird dabei in der Regel nicht direkt

selbst verbraucht, sondern in das öffentliche Stromnetz eingespeist

und vergütet. Der eigene Strombedarf wird wie gewohnt

über den jeweiligen Stromanbieter bezogen und abgerechnet. An

Standorten mit guten Rahmenbedingungen können so attraktive

Team: Inzwischen arbeitet Dienstleister EWS mit mehr als

100 Mitarbeitern am Standort Handewitt.

S+S Genset 40/40 sind bekannt wegen ihrer…

… ausgereiften Konstruktion

… erstklassigen Verarbeitung

… hohen Wirtschaftlichkeit

… hohen Leistung

… geringes Eigengewicht

Foto: EWS

Renditen erwirtschaftet werden. Insbesondere die Küstenregionen

Norddeutschlands sind für die Installation von Solarstromanlagen

geeignet, da die Sonneneinstrahlung hier besonders

hoch ist und der kühlende Wind für eine höhere Effizienz der

Solarmodule sorgt. Die Qualität der Solarmodule entscheidet

dabei mit über Langlebigkeit und Stromertrag. Für die Anschaffung

der Anlagen können eventuell zinsgünstige Kredite der KfW

genutzt werden.

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Fotos: Ambrogio

WECHSELBRÜCKEN Brücken für Sicherheit

„Wir verbinden Wirtschaftsräume“, sagt das Transportunternehmen Ambrogio von sich. Der Kombinierte

Schienen-Straßen-Verkehr ist für das italienische Transportunternehmen seit 40 Jahren Teil des Geschäftes.

Nun haben die Neusser in die Entwicklung neuartiger Wechselbrücken investiert.

Wir haben einen Panzer gebaut, der so leicht ist wie ein

herkömmlicher Wechselbehälter“, umschreibt der Geschäftsführer

der Neusser Niederlassung Siegfried

Wendland. Im April erhielt das Wechselbrücken-Modell ein TÜV-

Zertifikat. In Zusammenarbeit mit Wechselbehälterherstellern

Sicherheitsfaktor:

Die

spezielle Plane

erhöht laut

Ambrogio die

Sicherheitsstandards,

ohne

zulasten des

Transportvolumens

zu gehen.

50 ConTraiLo 10/2009

SCHIENE

wurden die Richtlinien des Cefic, dem chemischen Verband in

Brüssel, technisch umgesetzt.

Dank einer speziellen Schräg-Webanfertigung der Plane in Verbindung

mit stabileren Seiten, Stirn und Rückwänden erhält der

Wechselbehälter eine Festigkeit nach der DIN-Norm EN 12642

Code XL. So kann bei schlüssiger Verladung auf Festgurten der

Ladung gänzlich verzichtet werden“, so Wendland. „Das spart

unseren Kunden und uns Zeit und somit Geld“, sagt er. Auch

unter widrigsten Umständen verbleibt die Ladung laut Unternehmensangaben

in der Wechselbrücke. Bei gegurteten Waren

können sich bei unsachgemäßer Beladung die Waren lösen und

gebräuchliche Planen durchschlagen.

Ökologie und Ökonomie

Kombinierter

Verkehr: Ambrogio hat

für mehr Transportsicherheit in 350

spezielle Transportbrücken investiert.

Die erhöhten Sicherheitsstandards des Wechselbrücken-

Modells gehen dabei nicht zulasten des Transportvolumens. 28,2 t

sind zur Zuladung zugelassen. Dies sei für die Kunden ein gewichtiges

Argument, unterstreicht nach Angaben von Ambrogio


Andreas Oertz, Koordinator der internationalen Transporte beim

Multi-Technologiekonzern 3M in Jüchen.

Seit drei Jahren nutzt das Unternehmen Dienstleistungen des

Transportunternehmens. Aus einer projektbezogenen Zusammenarbeit

wurde hier über die Zeit eine feste Kooperation.

„Natürlich sind höhere Umweltstandards und verbesserte Öko-

Bilanzen ein wichtiges Argument, um auf Kombinierten Straßen-

Schienen-Verkehr umzusteigen“, führt Oertz aus, „aber unter dem

Strich muss es wirtschaftlich immer darstellbar sein. Und das ist

es. Wir sparen seit der Umstellung auf das Ambrogio-System im

zweistelligem Bereich der bisherigen Kosten pro Lkw ein“, gibt er

an. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sind die heutigen Anforderungen.

Innerhalb Europas bietet Ambrogio verschiedene Linienverkehre

an. Die Lieferung just-in-sequence, also rechtzeitig und

in der richtigen Reihenfolge, sehen die Intermodal-Spezialisten als

Schlüssel zu gewinnbringender Logistik. Indem die Fahrzeit auf

der Straße auf ein Minimum reduziert wird, garantiert Ambrogio

ÖKOLOGISTISCH

HAMBURG

BREMERHAVEN

ROTTERDAM

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Container Terminal Burchardkai, Hamburg

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seinen Kunden die Lieferung just-in-sequence. Ein weiteres Plus

des Unternehmensangebotes ist das Drop-and-Pull-Verfahren. Bei

diesem werden dem Kunden nach Bedarf Wechselbehälter zur Verfügung

gestellt, die vor Ort bleiben und dann, so wie es sich für

den Auftraggeber rechnet, nach und nach beladen werden.

Fokus Transportsicherheit

Ambrogio-Geschäftsführer Siegfried Wendland will die antizyklische

Groß-Investition seines Unternehmens in die 350

Transportbrücken als klares Zeichen an die Branche verstanden

wissen: „Wir haben den Fokus seit jeher auf den Bereich der

Transportsicherheit gelegt, sind beispielsweise nach ISO 9002 und

SQAS zertifiziert und schulen regelmäßig unser Personal. Bei dem

Kundenzuspruch, den wir auch jetzt durch unsere neuen Wechselbehälter

erfahren, bewahrheitet sich der alte Spruch: Sicherheit

und Ökologie zahlt sich aus.“

POLEN

ESTLAND

LETTLAND

LITAUEN

RUSSISCHE FÖDERATION

WEISSRUSSLAND

UKRAINE

MOLDAU

MONGOLEI

GEORGIEN

ARMENIEN

KASACHSTAN

USBEKISTAN

KIRGISIEN

TURKMENISTAN

TADSCHIKISTAN

AFGHANISTAN

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SATTELAUFLIEGER Diät für die Umwelt

Jedes Kilo zählt – ein wichtiges Kriterium für ökonomische und auch ökologische Straßentransporte.

Sinkt das Eigengewicht des Transportequipments, erhöht sich die Nutzlast und das Transportaufkommen

kann reduziert werden. Nach diesem Konzept hat Krone den Profi Liner Ultra entwickelt.

Weniger Transporte heißen zugleich auch ein geringerer

Kraftstoffverbrauch und geringere CO2-Emissionen.

Entsprechend diesen Überlegungen hat Hersteller

Krone seinem Profi-Liner-Sattelauflieger eine Diät verordnet. Das

Ergebnis: mehr als 500 kg weniger – diese Bilanz bringt der Profi

52 ConTraiLo 10/2009

STRASSE

Fotos: Krone

Liner Ultra von Krone im Vergleich auf die Waage. Der Sattelauflieger

mit einem Gesamtgewicht von ca. 5650 kg wurde dank

einer Vielzahl von Innovationen gewichtsoptimiert.

So wurde das gesamte Chassis überarbeitet. Sowohl bei den

Längs- als auch bei den Querträgern konnte das Eigengewicht

Leichtgewicht: Der Krone Profi Liner Ultra wurde gewichtsoptimiert und bietet so im Vergleich mehr Nutzlast.

Ökologische Linie: Bis zu sieben

Prozent Kraftstoff können mit dem

Eco Liner von Krone eingespart

werden.


ohne Stabilitätseinbußen reduziert werden. Auch die

Stirnwand in Aluminium-Ausführung, die Aluminium-

Containertür und die Halter für die Luft- und Lichtanschlüsse

wurden mit Blick auf das Gewicht verbessert.

Somit bietet der neue Profi Liner Ultra ganz entscheidende

Ausrüstungsvorteile, die in der Praxis Zeit und Kosten sparen

und die Arbeit erleichtern.

Sicherheitsausrüstung inklusive

Im Bereich Ladungssicherung hat Krone beim neuen

Profi Liner Ultra auf das bewährte Multi-Safe-System

gesetzt und rüstet die Sattelauflieger serienmäßig mit Multilock-Außenrahmen

aus. Als Transport-Multitalent sind

die Auflieger nicht an eine spezielle Ladung gebunden.

Dies wird auch durch die Zertifizierung gemäß DCE-Richtlinien

und nach DIN-EN 12642 Code XL unterstrichen.

Die serienmäßige Ausstattung mit EBS und Stabilitätssystem

RSS, Roll Stability Support, stehen für sicheres

Fahrverhalten. Nicht zuletzt überzeugt der Krone Profi

Liner Ultra nach Herstellerangaben auch mit einer KTLplus-Pulver-Farbgebung,

die einen Langzeitschutz gegen

Durchrostung bietet. Krone gewährt eine zehnjährige

Garantie gegen Durchrostung.

Eco Liner für Kraftstoffersparnis

Bereits im Mai hatte das Unternehmen sich mit der Präsentation

des Eco Liners bewusst der Umweltverantwortung

gestellt. Der Eco Liner ermöglicht nach Unternehmensangaben

bis zu sieben Prozent Kraftstoffersparnis,

zudem wird der CO2-Ausstoß deutlich verringert. Dank

FuelSaver, der windschnittigen Seitenverkleidung und

seitlicher Schutzvorrichtung wird der Staudruck deutlich

reduziert und die Kraftstoffersparnis möglich, wie entsprechende

Tests belegen.

EasyTarp-Plane

Das Krone-FuelSaver-Paket wird aus Kunststoff gefertigt

und wiegt ca. 220 kg. Ebenfalls für größere Aerodynamik

sorgt die EasyTarp-Plane. Hier verwendet Krone eine Seitenplane,

die über eine pneumatische Zentralverriegelung

geöffnet und geschlossen wird. So muss der Fahrer statt

24 Verriegelungspunkten an der Plane lediglich einen

Bedienschalter an der Stirnwand betätigen. Auf diese

Weise kann nicht nur die Umschlagzeit verkürzt werden.

Da verrutschte Ladung den Fahrer beim Öffnen nicht verletzten

kann, reduziert sich zudem die Gefahr von Unfällen

in diesem Bereich.

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INVESTITIONS-PLANER: CONTAINER

CONTAINER

auf Zeit

Alternativ-Finanzierung: MIETE UND LEASING


Ohne Ladungsträger kein Transport

– das gilt auch im Containerverkehr.

Gerade die Monate der Wirtschaftskrise

haben dabei gezeigt, wie wichtig flexible

und schnelle Reaktionen sein können.

Container auf Zeit sind daher nicht nur

für kurz- und mittelfristige Einsätze

eine Beschaffungsalternative.

Container sind aus dem heutigen Warenverkehr nicht mehr

wegzudenken. Sie haben einen enormen Siegeszug hinter

sich, auch, wenn in der Wirtschaftskrise die Gütertransporte

starke Rückgänge verzeichnen mussten. Gerade aus dem

temporären Eindruck einer Containerschwemme könnten sich

für die Zukunft jedoch gerade bei der Containerbeschaffung Engpässe

ergeben. Schon jetzt werden erste Befürchtungen lauter:

Während der Krise werden weniger Container gebaut, aber die


Fotos: CHS, UNITAINER

REEFER-MIETFLOTTE: Für temperaturgeführte Transporte sind

spezielle Container im Einsatz.

VARIANTENREICH: Container sind nicht nur durch ihre Farben

vielfältig.

56 ConTraiLo 10/2009

INVESTITIONS-PLANER: CONTAINER

Zahl der aus dem Frachtverkehr heraus fallenden Container

bleibt bestehen. Wenn die Warenströme wieder mit

der früheren Geschwindigkeit fließen, stellt sich eventuell

die Frage nach der ausreichenden Anzahl an Ladungsträgern.

Der genaue Blick auf den Container kann sich

daher auszahlen.

Alternative Finanzierung

Ob Auftragsspitzen, Ersatzcontainer oder Spezialcontainer

für Sondergüter, die Miet- und Leasingcontainer bieten

die Möglichkeit auf verschiedene Auftragssituationen

schnell zu reagieren ohne dabei Eigenkapital durch Kauf

zu binden. So kann es auch vorkommen, dass Container-

Logistiker die eigenen Container verkaufen und diese anschließend

zurück mieten oder leasen, um eigenes Kapital

freizusetzen. Insbesondere mit dem Blick auf die Kosten,

die Leercontainer verursachen, ergibt sich ein weiterer

Vorteil für die alternativen Finanzierungslösungen. Denn

nicht nur Lastcontainer kosten Geld.

Nicht immer steht am Zielort passende Ware für den

Rückweg zur Verfügung, sodass hier im Prinzip nur zwei

Möglichkeiten bleiben: warten und für Depotgebühren

lagern oder Leertransport zurück.

Finanzfaktor: Passender Container

Ob Miete, Leasing oder Kauf – die Wahl des passenden

Containers zur entsprechenden Ware ist ein wichtiger Effizienzfaktor.

Es beginnt mit der Frage: Nagelneu oder reicht

ein gebrauchter Container? Denn Schäden an den Containern

können unter Umständen am Ende als Zusatzkosten

auf der Rechnung auftauchen. Noch entscheidender ist

die Wahl der Container-Bauform. So farbenfroh wie die

Containermeere auf den Schiffen und in den Depots, so

variantenreich sind auch die Container selbst.

Variantenreicher Standard

Begonnen bei dem Material der Wände aus Stahl, Aluminium

oder auch Speerholz, bis zu Größe und Gewicht.

Hauptsächlich sind derzeit 20’- und 40’-Container im Einsatz,

aber auch kleinere und größere Container werden

angeboten. Die maximale Höhe beträgt 2591 mm. Transportiert

werden in den Standardboxen verschiedenste

Stückgüter. Insbesondere für Waren mit Überhöhe, aber

auch für großvolumige, leichte Güter kommen dagegen

High-Cube-Container zum Einsatz. Diese bieten mit

2896 mm mehr Höhe. Open-Side-Container können dank

Öffnung an den Längsseiten seitlich beladen werden.


Beladung mit Kran oder Laufkatze

Nicht alle Güter lassen sich über die Stirnwände oder

Seiten in Container laden. Aber auch für die Be- und Entladung

von oben, wie mit Kranen oder Laufkatzen, hat die

Containerwelt Lösungen im Angebot. Zum einen gibt

es hier die Hard-Top-Container. Diese sind mit einem

abnehmbaren Hartdach ausgestattet. Zudem kann der

obere Türquerträger zur Erleichterung der Ladevorgänge

geschwenkt werden. Eingesetzt werden sie beispielsweise

für schwere Stückgüter oder auch unhandliche, hohe

Ladungen. Ähnliches gilt für die Open-Top-Container.

Statt mit einer festen Abdeckung werden diese mit einer

Plane verschlossen.

Schüttgüter und Schwergüter

Auch die Verladung von Schüttgütern in Container ist

seitlich schwierig. Zudem kommt hier die Frage nach einer

gezielten Ausschüttung auf. Als Lösung werden für dieses

Segment die Bulk-Container angeboten, die Einfüllöffnungen

im Dach und seitliche Ausschüttöffnungen besitzen.

Eine optische Besonderheit sind Flat- und Platform-

Container. Auf den ersten Blick haben diese mit dem

Standard-Container optisch wenig gemein. Platforms

bestehen nur aus der Bodenplattform, während Flats zusätzlich

Stirnwände haben. Beide Varianten werden für

schwere und übergroße Stückgüter eingesetzt.

Temperaturführung und mehr

Zahlreiche Güter, wie z. B. Lebensmittel, stellen besondere

Anforderungen an die Ladungsträger. Daher haben

sich auch hier besondere Varianten herauskristallisiert.

Empfindliche Waren wie Rohkaffee müssen während des

Transportes beispielsweise belüftet werden. Hier bietet

sich daher auch ein belüfteter Container mit speziellen

Öffnungen an. Ein weiteres Beispiel sind Spezialcontainer

für temperaturgeführte Transporte. Für diese werden Isolier-

und Kühlcontainer angeboten. Gängig sind dabei

Container in den Größen 20’ und 40’, die z. B. mit einem

eigenen Kühlaggregat ausgestattet sind und während der

Überfahrt auf dem Schiff bzw. auf dem Terminal an das

jeweilige Stromnetz angeschlossen werden. Auch für flüssige

Güter gibt es mit den Tankcontainern spezielle Transportbehälter.

Selbst mit diesen Beispielen sind noch nicht

alle Transportcontainer berücksichtigt. Zudem lassen sich

Container aber nicht nur als Frachtträger einsetzen, sondern

bieten weitere Einsatzmöglichkeiten als mobile

Raumsysteme, Lagercontainer und mehr.

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Container für mobile Ideen

CHS „Livin‘ with the Box“

PORTRÄT. Die CHS Container Handel GmbH bietet eine Kombination

aus Handel und Vermietung von neuen und gebrauchten

Containern sowie dem Bau von Spezialcontainern. Einer der

wichtigsten Bereiche des Unternehmens ist die Vermietung von

Containern und Raumelementen. Die Einsatzbereiche von Containern

sind vielfältig und erweitern sich stetig. Längst sind sie

keine reinen Transportverpackungen mehr. Von klassischer Lagerung

über Aufenthaltsräume auf Baustellen und mobilen Schulen

bis zu Krankenhäusern und Frischhaltung jeglicher Art reicht das

Einsatzspektrum. Auch für kurzfristige Lösungen bietet CHS

Lösungen und stellt auch hohe Stückzahlen weltweit auf. Dabei

bietet CHS auch Serviceleistungen an. Die Aufstellung, Montage

sowie Wartung vor Ort wird vom firmeneigenen Fachpersonal

erledigt. Auch die Ausstattung gemäß Kundenwunsch gehört

LAGER- UND RAUMCONTAINER. Längst haben Container

sich über den Frachtverkehr hinaus entwickelt. Kein Wunder,

bieten die Container doch einen geschlossenen und

mobilen Raum für Lager, Baustelle oder mehr. Die Firma

58 ConTraiLo 10/2009

Großes Angebot: CHS bietet Raumcontainer und Transportcontainer

an.

Foto: CHS

zum Angebot. Das Fachpersonal berät auch vor Ort über die Möglichkeiten,

denn Container sind nicht nur nebeneinander, sondern

auch aufeinander einsetzbar. Die CHS-Container und -Raumelemente

eignen sich sowohl als kurz- und langfristige Lösungen.

Lagerraum im Eiltempo Schnellbau-Container von R. Thollembeek

Foto: R. Thollembeek

INVESTITIONS-PLANER: CONTAINER

Mehr als Fracht: Container

lassen sich für weitaus mehr als

Frachtzwecke einsetzen.

R. Thollembeek hat für den mobilen Lagerraum Schnellbau-

Container im Angebot. Das besondere an diesen Containern

ist der schnelle Aufbau ohne Werkzeug. Ein Montagesystem,

das sich der Hersteller patentrechtlich schützen

ließ. Neben den Grundfunktionen Flexibilität und Mobilität

müssen „Baustellen-Container“ heute auch viele Funktionen

und Anforderungen der Betriebssicherheit erfüllen. GS-Zeichen

und TÜV-Prüfungen bestätigen u. a. eine Kranbarkeit

von bis zu 6 t.

Der aktuellen Diskussion zum Thema „Schneelasten“ trägt

man bei Thollembeek mit 210 kg/m 2 Rechnung. Auch hier

liegt ein statischer Nachweis vor.

Das am härtesten beanspruchte Bauteil – die Bodengruppe

– wird aus einem wasserfesten OSB-Holzverbund gefertigt.

Die Traglast beträgt 500 kg/m 2 . Auch im Herstellungsprozess

gibt es Unterschiede zur konventionellen Bauweise.

Dabei ist mittels Lackierungen in allen RAL-Farben auch

eine individuelle Optik möglich. Neben der Serienausstattung

bietet das Unternehmen eine Vielzahl an Optionen.

So werden Regalsysteme, Auffahrrampen, Dachfelder, Fenster

und Elektropakete angeboten.


MARKTÜBERSICHT

Firma Angebot/Leistungen – Container Besonderheiten/Spezialitäten

A-TAINER & SERVICE Vermietung und Handel mit 8-, 10-, 20-, 40’-Box, 20’-Kühler, Diesel-Elektrik, Depotservice, Beratung;

Containerhandel & Vermietung HC, PW-Box, Open-Top, Kühler, Flats, Isolierer, gerne werden auch Sonderwünsche erfüllt.

D-20539 Hamburg Aufenthaltscontainer.

BestBox-Containerhandel e.K. Vermietung von See-, Lager-, Kühl- und Spezialcontainern, 15 Jahre Erfahrung im Containerhandel, europaweiter Verkauf,

D-22087 Hamburg ex; Depots in Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam und Komplettservice inkl. persönlicher Beratung, Modifikationen

im deutschen Inland. und Lackierungen.

Cargofresh Engineering GmbH Entwicklung und Herstellung von CA-Anlagen zur Erzeugung Weltweit einziger Hersteller von CA-Anlagen für Lkw.

D-22926 Ahrensburg von Controlled Atmosphere in Kühlkoffern, Aufliegern, See- CA-Container mit der weltweit schnellsten Aufbauzeit

kühlcontainern und Kühllagern. Verkauf, Vermietung von von Controlled Atmosphere. Einzigartige Luftbefeuchtung

20- und 40’-High-Cube-Kühlcontainern mit CA. im Container mittels Membranverfahren.

CHS CONTAINER Handel GmbH Vermietung /Handel/Sonderbau: Alle Arten von Seecontainern Lackierung, Ausstattung und Umbau nach Kundenwunsch,

D-28239 Bremen für Transport- und Lagerzwecke, wie z. B. 20- und 40’- zertifiziert durch Germanischen Lloyd (darf CSC-Prüfungen

Standardcontainer, 20’-Reefercontainer, Hard-Top, vornehmen), weltweite Lieferung.

Open-Top, Openside, Sidedoor, 45’-DV+High-Cube,

13,60-m-Container, Selfstorage oder Raumelemente.

Hitzefrei GmbH Vermietung/Handel: 20- bis 40’-Seecontainer, Auch Kühlzellen, Sondercontainer und Klimaanlagen.

D-40477 Düsseldorf 20- bis 40’-Kühlcontainer.

Rainbow Containers GmbH Vermietung/Leasing/Handel: 20-, 40- und 40’-High-Cube- Spezielle Container-Ausführungen sowie Stellung

D-21640 Bliedersdorf Kühl-, -Tiefkühl- und -Gefriercontainer, 20’-Tankcontainer speziellen Zubehörs möglich (ggf. mit angehobener

sowie Swap-Body-Tankcontainer, 10-, 15-, 20’-Lager- und Mindestmietzeit), 24-Std.-Service und spezielle Ersatzteil-

Materialcontainer, 10-, 15-, 20-, 40’-High-Cube- versorgung, Vermietung weltweit.

Seecontainer, 20- und 40’-Isolier- und Klimacontainer.

Steinecker-Container Handel Vermietung/Handel: 20- bis 40’-Seecontainer, 20’-Openside- 20’-Opensidecontainer.

D-63452 Hanau container, 20’-Container sofort verfügbar, Mietdauer ab 30 Tage.

R. Thollembeek GmbH Raum- und Containerlösungen für technische Anlagen, Mehr als 20 Jahre Erfahrung, Planung, Herstellung und

D-71157 Hildrizhausen Lagerung und Transporte, See- und Lagercontainer Vertrieb von technischen Stahlcontainern und Sofortraum

(in Depots in Moerdijk, Rotterdam und Antwerpen), – Lösungen, Beratung und europaweitem Montageservice,

Spezialcontainer (für Technik im Anlagen- und Maschinenbau), Entwicklungen nach Kundenwunsch.

Schnellbaucontainer (z. B. für Materiallager).

TWS – Tankcontainer-Leasing Vermietung, Leasing, Handel: 20’-Tankcontainer, Standard, Spezial-Tankcontainer, Lebensmittel-Tankcontainer mit Reefer,

GmbH & Co. KG Zulassung T11-T14 von 21 bis 26 m 3 Inhalt; Swap-Tankcon- Spezialgrößen, Sicherheits-/Leckagewagen in Edelstahl nach

D-19246 Camin tainer bis 7,82 m Länge, T2 – T14, von 29,5 bis 35 m 3 Inhalt, WHG für Tank-/Boxcontainer, auch in Sondergrößen, Abstell-

Silo-Bulkboxen aus Aluminium mit 39 und 50 m 3 Inhalt. rahmen, mobile Heizgeräte für Tankcontainer, Depots und

Werkstätten (Antwerpen, Rotterdam, Moerdijk, Duisburg,

Dormagen, Mannheim und Hamburg).

UNITAINER Trading GmbH An- und Verkauf/Vermietung von Box-, Lager- und Verkauf und Vermietung weltweit, umfangreiches Angebot

D-21107 Hamburg Kühlcontainern, Hard-Top, Open-Top, Side Door, Double Door an Dienstleistungen (Multimodale Transporte, Kranungen,

und andere Containertypen auf Anfrage. Reparaturen, Packen und Lagerung, Zubehör).

K&H Verlags-GmbH · Wilhelm-Giese-Straße 26 · 27616 Beverstedt · www.contrailo.de · info@contrailo.de


INVESTITIONS-PLANER: CONTAINERCHASSIS

Bewegende

TECHNIK

Simpel oder komplex: VIELSEITIGE TECHNIK FÜR CONTAINERCHASSIS

TRANSPORTBOX MIT

ZUKUNFT: Auch wenn es

gegenwärtig nicht so läuft,

bleibt der Container ein

Ladungsträger mit viel

Potenzial.


Es kommt wieder Bewegung in die Containerhäfen! Der Umschlag

der genormten Transportboxen ist in den letzten Monaten wieder

leicht aber kontinuierlich gestiegen. Damit steigt auch wieder

die Nachfrage nach Containertransporten auf der Straße.

DIE HERSTELLER

Broshuis B. V.

Industrieweg 22, NL-8263 AD Kampen

Carnehl Fahrzeugbau Pattensen

GmbH & Co. KG

Johann-Koch-Straße 13, D-30982 Pattensen

D-Tec Containertrailers B. V.

Hogeveldseweg 5a, NL-4041 CP Kesteren

Fliegl Fahrzeugbau GmbH

Oberpöllnitzer Straße 8, D-07819 Triptis

Hammar Maskin AB

S-517 95 Olsfors

Kögel Fahrzeugwerke GmbH

Industriestraße 1, D-88349 Burtenbach

Kotschenreuther Fahrzeugbau

GmbH & Co. KG

Pfarrer-Gareis-Straße 6, D-96346 Wallenfels

Fahrzeugwerk Bernhard Krone GmbH

Bernhard-Krone-Straße 1, D-49757 Werlte

MAFA – Maschinen und Fahrzeuge GmbH

Schillerstraße 1d, D-99439 Vippachedelhausen

M&V GmbH “Siegmar“ Fahrzeugbau

Wilhelmsdorfer Str. 28

D-09387 Jahnsdorf/Erzgebirge

Schmitz Cargobull AG

Bahnhofstraße 22, D-48612 Horstmar

Schröder Fahrzeugtechnik GmbH

Oldenburger Straße 24, D-26639 Wiesmoor

Tirsan A. S.

Osmangazi Mah. Yıldızhan Cad.

TR-34887 Samandıra /Istanbul

Van Hool N. V.

Bernard Van Hoolstraat 58,

B-2500 Lier Koningshooikt

Wecon GmbH

An der Hansalinie 10,

D-59387 Ascheberg

Bei der Herstellerübersicht handelt

es sich um eine Auswahl ohne Anspruch

auf Vollständigkeit.

ConTraiLo 10/2009 61

Fotos: Scania, Krone


HARTER DAUEREINSATZ: Im Nahverkehr

müssen die Chassis einiges wegstecken.

Die behutsam wachsende Nachfrage ist Grund genug, Investitionen

zum Transportequipment zu planen. Angesichts

des umfangreichen Angebotes in Sachen Containerchassis

nicht gerade ein leichtes Unterfangen. Welche Containertypen

sollen transportiert werden? Wird das Chassis nur für Umfuhren

im Nahverkehr eingesetzt oder im Fernverkehr? Welche Contai-

HART IM NEHMEN: Containerchassis sind extremen

Beanspruchungen ausgesetzt.

62 ConTraiLo 10/2009

INVESTITIONS-PLANER: CONTAINERCHASSIS

nertypen sollen mit dem Chassis gefahren werden? Wird eher rustikale

und simple Technik bevorzugt oder soll es ein Multifunktions-Chassis

mit diversen Features sein? Es gilt also im Vorfeld

eine Menge Fragen zu beantworten. Ein Trend der letzten Jahre ist

eindeutig der Trend zu hochwertigen Multifunktionschassis.

Die Bandbreite bei den Containern ist vielseitig, aber überschaubar.

20- und 40’-Standard, 30’-Tankcontainer, 45’-Container,

High Cube, Reefer, Flat Rack, Open-Top: Der Seecontainer

hat viele Facetten. Um alle diese Facetten so transportabel wie

möglich zu halten, muss das Transportequipment darauf abgestimmt

sein. Schon die Vielfalt der Containerarten zeigt, dass

auch das Chassis weit mehr als simpler Stahlbau ist. Im Gegenteil:

Containerchassis, insbesondere die multifunktionalen Chassis,

sind Fahrzeugbau auf hohem Niveau.

Standard als Einstieg

Den Einstieg in die Containerchassiswelt bilden einfache

Standardchassis für 20- und 40’-Container. Damit lässt sich ein

Großteil der möglichen Containertransportaufträge abwickeln.

Müssen High-Cube-Container gefahren werden, sind so genannte

Gooseneck-Chassis notwendig, auf denen der Container niedriger

liegt als auf einem normalen Chassis. Dadurch bleibt die Gesamthöhe

innerhalb der gesetzlichen Vorgaben. Wer mit einem

40’-Standardchassis einen beladenen 20’-Container heckbündig

fahren muss, bekommt in Sachen Fahrsicherheit Probleme. Für

diesen nicht gerade seltenen Transportfall empfiehlt sich der Einsatz

von Multifunktionschassis.

Chassisflaggschiff von Broshuis ist das multifunktionale

2CONnect-Containerfahrgestell. Der Hauptvorteil der Broshuis-

2CONnect-Chassis besteht darin, dass beide Fahrgestelle mit


einem fünften Rad ausgerüstet sind, sodass jedes unabhängig

mit einer Zugmaschine verbunden werden kann. Überdies hat

das Broshuis-2CONnect-Chassis drei selbstspurende Lenkachsen

(erste, zweite und fünfte Achse), was dem Fahrer ermöglicht, im

Bedarfsfall alle fünf Achsen einzuschalten. Die Gewichtsverteilung

auf das fünfte Rad einer 4x2-Zugmaschine wird ebenso geregelt

durch diese optimale Einteilung von starren und gelenkten

Achsen und deren kombinierter Anwendung.

Flexibel unterwegs

Flexible Transportlösungen für Containertransporte; das ist die

Kernkompetenz des niederländischen Trailerherstellers D-TEC.

Die Konstrukteure des Unternehmens haben bereits zahlreiche

Innovationen auf die Räder gestellt. Jüngster Spross der D-TEC-

Familie ist der Euroflex. Hinter der Bezeichnung steht eine Variante

des Flexitrailers ® . Der Euroflex hat mehr Möglichkeiten und

eine verbesserte Achslastverteilung

Vielseitig präsentiert sich auch der Drei-Achs-Container-Sattelauflieger

Vario von Fliegl. Er nimmt als SDS-380-Vario-V2-Variante

alle Containergrößen von 20 bis zu 45’ auf. Er verfügt über

einen Front-, Mittel- und Heckausschub und gewährleistet somit

gute Sattellast bei 20’ heckbündiger Beladung und transportiert

45’-Container mit langem Tunnel ohne Sondergenehmigung.

Fliegl präsentiert mit dem SDS 380 Vario V2 ein Fahrzeug das

variabel und damit kostengünstig für alle Containerfälle und

Größen einsetzbar ist. Eine weitere Besonderheit von Fliegl ist das

teleskopierbare Kippcontainerchassis. Der Drei-Achs-Vario-Kipp-

Container-Sattelauflieger SDS 380 für 1 x 30- oder 40’-Silobox

bietet dem Anwender noch mehr Einsatzflexibilität.

Der Seitenlader Spezialist

Mehr als 30 Jahre Erfahrung mit weltweitem Service und Ersatzteilnetz

Hammar Maskin AB SE- 517 95 Olsfors, Sweden

Tel: (+46) 33 29 00 00, Fax: (+46) 33 29 00 01

e-mail: info@hammar.eu, webside: www.hammar.eu

Neue Namen

Ein noch junger Name in Sachen Containerchassis ist das

bayerische Fahrzeugbauunternehmen Humbaur. Deren Chassis

BIG ONE CONNECT ist für alle gängigen Containergrößen

zwischen 20- und 45’ konzipiert. Das im Baukastensystem aufgebaute

Fahrgestell, bestehend aus einem Grundrahmen, einem

komplett geschweißten Schwanenhals und einem pneumatisch

bedienbaren Heckausschub ist serienmäßig Tauchbad-feuerverzinkt

und somit optimal gegen Korrosion geschützt. Im Gegensatz

zu komplett gefertigten Fahrgestellen ist das neue Chassis erheblich

reparaturfreundlicher und damit wirtschaftlicher, da sich im

Schadensfall die Komponenten einfach voneinander lösen und

separat austauschen lassen.

Der Name Carnehl ist ebenfalls eine noch unbekannte aber

nicht unerfahrene Größe im Segment der Containerchassis. Das

Unternehmen fertigt bereits seit vielen Jahren Chassis. Das Lieferprogramm

besteht aus drei Chassisvarianten. Das sind ein Hafenchassis,

ein Containerchassis mit Heckausschub und ein Containerchassis

mit Mitten- und Heckausschub.

Chassis für Kühlcontainer

Es gibt inzwischen auch Containerchassis mit eigenem Kühlaggregat,

wie das neue Multifunktionscontainerchassis Euro 902 K

von M&V Trailer. Die Integration des Kühlgerätes in das Chassis

macht das Fahrzeug noch flexibler und damit wirtschaftlicher. In

Zusammenarbeit mit dem Aggregatehersteller konnte das Gerät in

der Bauhöhe so modifiziert werden, dass es unter Einhaltung der

erforderlichen Bodenfreiheit unter dem Rahmen montiert werden

Die Nr. 1 – In mehr als 90 Länder geliefert.


kann. Mit dem Chassis lassen sich aber nicht nur Iso-Boxen transportieren:

Der Euro 902 K ist für alle gängigen Containertransporte

einsetzbar.

Auch die großen Trailerhersteller Kögel, Krone und Schmitz

Cargobull sind im Chassis-Segment unterwegs. Kögel, jetzt ein

Teil der Humbaur-Gruppe, hat mit dem Port-MAXX 40 multiplex

mit Slider-Technologie ein Chassis im Lieferprogramm, das speziell

für den Transport von bis zu 30 t schweren 20’-Container

entwickelt wurde. Aufgrund eines in sich verschiebbaren Rahmens

ermöglicht das Chassis sowohl das heckbündige Be- und

Entladen, als auch den Transport von 20’-Containern bei optimalem

Satteldruck.

Für alle Konfigurationen

Auf die Sled-Chassis-Technik setzt man auch bei Krone. Die

Emsländer präsentierten im vergangenen Jahr ihren neuen Box

Liner mit der Bezeichnung SDC 27 eL TU6. Aufgrund seines pneu-

UMFANGREICHES ANGEBOT:

Die Modellvielfalt bei

den Containerchassis

ist sehr groß.

INVESTITIONS-PLANER: CONTAINERCHASSIS

matisch betätigten Schlittens lässt sich das Chassis multifunktional

für alle gängigen Containertransportkonfigurationen einsetzen.

Das ist gerade für den Einzeltransport von 20’-Container

wichtig. Aus Traktionsgründen sollten die Container mittig positioniert

gefahren werden. Um trotzdem ein heckbündiges Be-

und Entladen darzustellen, kann der Container dann per Schlitten

in die richtige Position gefahren werden.

Bei der Krone-Lösung wird die Schlittenfahrt per Knopfdruck

gesteuert. Auch die Bedienung wurde bewusst einfach gehalten.

Zentrales Bedienelement sind vier Drucktaster sowie ein Display.

Wird einer der Knöpfe gedrückt erscheint auf dem Display das

entsprechende Symbol, mit dem der Fahrer über die Funktion

informiert wird.

Optimale Lastverteilung

Das Thema Flexibilität steht auch bei den Containerchassis

von Schmitz Cargobull im Mittelpunkt. Signifikantes Merkmal

der neuen S.CF-GOOSENECK-Generation ist die auf 130 mm festgelegte

Rahmenhalshöhe. Damit lässt sich auch beim Transport

von High-Cube-Containern mit einer Aufsattelhöhe von 1100 mm

eine Gesamthöhe von vier Metern einhalten. Durch einen zentralen

Heckausschub bei den aktuellen S.CF-Versionen LX, MX und

EURO lassen sich die gewünschten Containerpositionen leicht

und fehlerfrei einstellen. Die Kolbenstange des Ausschubzylinders

liegt jetzt geschützt im Zentralrohr, wodurch sich ihre Standzeit

deutlich erhöhen soll. Mit drei wählbaren Radständen gewährleistet

der Sliding Bogie eine gesetzeskonforme Lastverteilung. Das

bürgt neben der Straffreiheit in Kontrollen (Einhaltung der gesetzlichen

Bestimmungen – 25-Prozent-Regel zur Lastverteilung) auch


für hohe Fahrsicherheit und geringen Reifenverschleiß.

Die bedienerfreundliche teilautomatisierte Steuerung

schließt Fehler aus und erlaubt auch weniger versierten

Fahrern die sichere Einstellung des Chassis. Durch die

Motorkraft der Zugmaschine wird der Containerrahmen

samt 20’-Container einfach in die gewünschte Position

„verschoben“: zum Entladen heckbündig, zum sicheren

Fahren mit dem richtigen Satteldruck in die Chassis-Mitte.

Unabhängkeit im Containertransport

Wer Container auf der Straße transportiert, ist auf Hilfe

beim Be- und Entladen angewiesen. Es gibt jedoch Situationen,

in denen keine Containerstapler oder anderes

Ladeequipment zur Verfügung stehen. In solchen Fällen

bietet sich der Einsatz von Containerchassis mit integriertem

Seitenlader an. Das ist die Spezialität der schwedischen

Firma Hammar Maskin. Die Anlagen mit Hebekapazitäten

bis zu 42 t sind wahlweise mit oder ohne

Stapelvermögen für alle Arten von Chassis erhältlich. Bestseller

sind die Modelle der 190er-Serie, 195 S und 195 HS,

die seinerzeit als erste Hebekapazitäten von 33 t schafften.

Immer wenn es um individuelle Chassislösungen geht,

sind Spezialisten gefragt. Dazu zählt auch die MAFA –

Maschinen und Fahrzeuge GmbH aus Thüringen. Das

Unternehmen fertigt u. a. Chassis für Transport von Flüssigkeitscontainern,

Kippcontainerfahrgestelle 20’, 30’ und

40’ mit und ohne Kipprahmen, Kippcontainerchassis 30’,

20’ mittig nur in Transportstellung. Auch hydraulische

Kippantriebe und Silogebläseantriebe mit Dieselmotor

sind für die MAFA-Fahrzeugbauer darstellbar.

Halbautomatische Verriegelung

Auch in Sachen Komponenten hat sich bei Containerchassis

etwas getan. Das gilt unter anderem für die Verriegelungen.

Die manuellen Verschlüsse an Containerchassis

haben vor allem in Sachen Bedienkomfort erhebliche

Defizite. Abhilfe schafft das so genannte Container Quick-

Lock. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich eine halbautomatische

Containerverriegelung, die bereits auf vielen

Chassis im Einsatz ist.

Die Funktionsweise des Quick-Locks ist simpel: Wird

ein Container auf das Chassis gesetzt, rastet die Verriegelung

durch Federkraft automatisch ein. Soll sie wieder

gelöst werden, geschieht das per Lösehebel. Dank seiner

kompakten Bauform lässt sich auch eine Quick-Lock-Verriegelung

wegklappbar verbauen. Gerade in den Benelux-

Staaten gibt es bereits eine hohe Nachfrage nach den

neuen und komfortablen Containerverschlüssen.

IMPRESSUM

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