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150.

Geschäftsbericht

2011

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Kennzahlen

Informationen für die Aktionäre

Informationen für die Aktionäre

LLB-Inhaberaktie

Valorennummer 3019524

ISIN LI0030195247

Kotierung SIX Swiss Exchange

Tickersymbole Bloomberg LLB SW

Kapitalstruktur

Reuters LLB.S

Telekurs LLB

+ / – % zu

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2009 31. 12. 2010

Aktienkapital (in Tausend CHF) 154'000 154'000 154'000 0.0

Anzahl ausgegebene LLB-Inhaberaktien 30'800'000 30'800'000 30'800'000 0.0

Anzahl ausstehende LLB-Inhaberaktien, dividendenberechtigt 28'415'624 28'500'000 28'479'617 –0.3

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien 28'451'977 28'491'213 28'475'343 –0.1

Informationen pro LLB-Inhaberaktie

130

120

110

100

90

80

70

60

+ / – % zu

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2009 31. 12. 2010

Nominalwert (in CHF) 5.00 5.00 5.00 0.0

Börsenkurs (in CHF) 41.50 73.00 68.95 –43.2

Unverwässertes Ergebnis (in CHF) 0.38 3.61 6.12 –89.5

Kurs-Gewinn-Verhältnis 109.21 20.23 11.27

Dividende (in CHF) * 0.30 3.40 3.40 –91.2

* Antrag des Verwaltungsrates an die Generalversammlung vom 4. Mai 2012.

Vergleich LLB-Inhaberaktie mit dem Swiss Market Index (SMI)

indexiert ab 1. Januar 2007

50

40

30

2007 2008 2009 2010 2011

Liechtensteinische Landesbank (LLB) Swiss Market Index (SMI)


Kennzahlen

Konsolidierte Erfolgsrechnung

+ / – % zu

in Millionen CHF 2011 2010 2009 2010

Erfolgsrechnung

Geschäftsertrag 404.9 436.9 529.3 –7.3

Geschäftsaufwand 387.1 317.4 333.6 22.0

Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht 11.0 102.8 174.2 –89.3

Schlüsselzahlen

Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (in Prozent)

Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionären

95.6 72.7 63.0

der LLB AG zusteht (in Prozent) 0.7 6.2 10.8

Konsolidierte Bilanz und Kapitalbewirtschaftung

+ / – % zu

in Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2009 31. 12. 2010

Bilanz

Eigenkapital, das den Aktionären der LLB AG zusteht 1'541 1'673 1'666 –7.9

Total Aktiven 21'096 22'166 22'910 –4.8

Eigenmittelunterlegung

Tier 1 Ratio (in Prozent) 13.9 13.9 13.7

Risikogewichtete Aktiven 9'464 9'734 9'858 –2.8

Übrige

+ / – % zu

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2009 31. 12. 2010

Kundenvermögen (in Millionen CHF) 48'099 49'777 49'497 –3.4

Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 1'123 1'087 1'054 3.3

Ausschliesslich zum Zwecke der besseren Lesbarkeit wurde im vorliegenden Dokument meist auf die unterschiedliche

geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Die gewählte männliche Form ist in diesem Sinne

geschlechtsneutral zu verstehen.

Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft: nachstehend auch Liechtensteinische Landesbank AG,

Liechtensteinische Landesbank, LLB AG, LLB sowie LLB-Stammhaus genannt.

Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG: nachstehend auch LLB (Schweiz) AG und LLB Schweiz genannt.

Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG: nachstehend auch LLB (Österreich) AG und LLB Österreich genannt.

Bank Linth LLB AG: nachstehend auch Bank Linth genannt.

Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Die deutsche Ausgabe ist verbindlich.

Den Geschäftsbericht 2011 bieten wir auch in einer interaktiven Online-Version an.

Deutsch: http://gb2011.llb.li

Englisch: http://ar2011.llb.li

4

5


Inhalt

Informationen für die Aktionäre ↤ i Kennzahlen ↤

Brief an die Aktionäre 7 i Organigramm der LLB-Gruppe per 16. Januar 2012 16

Strategie und Organisation 18 i Ausblick 27

1Geschäftslage

Segmentberichterstattung Kunden und Märkte 31 i Markt Inland 36

Markt International 39 i Markt Institutionelle 42 i Corporate Center 45

Stakeholder-Bericht LLB-Aktie 47 i Marke und Sponsoring 49 i Mitarbeitende 52

Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen 55 i Soziale und ökologische

Verantwortung 57 i Corporate Governance 60

2Konsolidierte Jahresrechnung der LLB-Gruppe

Revisionsbericht 77 i Konsolidierter Jahresbericht 78 i Konsolidierte Erfolgsrechnung 80

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 81 i Konsolidierte Bilanz 82

Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung 83 i Konsolidierte Mittelflussrechnung 84

Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung 86

3Jahresrechnung der LLB AG, Vaduz

Revisionsbericht 145 i Jahresbericht 146 i Bilanz 147 i Erfolgsrechnung 149

Gewinnverwendung 150 i Anhang zur Jahresrechnung 151

2

3


Dr. Hans-Werner Gassner, Präsident des Verwaltungsrates


Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

Sehr geehrte Damen und Herren

«150 Jahre Zukunft» – dieser Leitsatz stand 2011 nicht nur für das Vertrauen unserer Kunden,

Aktionäre und Mitarbeitenden in der Vergangenheit. Er beinhaltet zugleich unsere Verantwortung

für die Zukunft. Entsprechend aktiv gestalten wir unser Unternehmen, um die Herausforderungen

des unsicheren weltwirtschaftlichen Umfelds und den Strukturwandel in

der Bankenbranche zu meistern. 2011 hat uns stark gefordert. Manches entwickelte sich anders,

als wir erwartet hatten – in manchem sind wir vorangekommen.

So haben wir eine Reihe von Initiativen umgesetzt, um weiterhin nachhaltig wettbewerbsfähig

zu bleiben. Mit dem operativen Start der neuen Bankensoftware Avaloq am 1. Januar 2011

haben wir nicht nur unsere Qualität und Effizienz im IT-Bereich erhöht, sondern auch ein Fundament

für künftige Prozessverbesserungen gelegt. Wir haben Shared Service Centers eingeführt,

um mit der Zusammenfassung von Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenverwaltung

am Hauptsitz in Vaduz Kosten zu senken und Know-how in Kompetenzzentren zu konzentrieren.

Zudem haben wir Synergie- und damit Sparpotenziale analysiert, die ab 2012 wirksam genutzt

werden.

Wir setzen unsere Wachstumsstrategie weiterhin konsequent und fokussiert um. Bei der

LLB Österreich und der Niederlassung in Dubai haben wir unsere Kapazitäten für unser künftiges

Wachstum deutlich ausgebaut. Unsere Banken in der Schweiz haben ihr Filialnetz erweitert.

Die Bank Linth ist auf dem Weg zur führenden Regionalbank der Ostschweiz einen grossen Schritt

weitergekommen.

Sie wissen, 2011 war weltweit ein schwieriges Jahr. Das Atomunglück in Fukushima stellte

Japan vor enorme Aufgaben, die politischen Umwälzungen in Nordafrika und im Nahen Osten

forderten die internationale Gemeinschaft. In der zweiten Jahreshälfte belasteten die europäische

Schuldenkrise und die ungewisse Zukunft des Euro die Finanzmärkte. Die historisch

niedrigen Zinsen, die volatilen Aktienmärkte und der starke Schweizer Franken verunsicherten

in der Folge nicht nur die Anleger. Diese Faktoren wirkten sich erneut auf unser Jahresergebnis

aus, mit dem wir nicht zufrieden sein können.

Der Geschäftsertrag reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 7.3 Prozent

auf CHF 404.9 Mio. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich dank höherem Volumen um

8.3 Prozent auf CHF 189.8 Mio. Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

ging um 6.8 Prozent auf CHF 208.9 Mio. zurück. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft beträgt

minus CHF 6.2 Mio. Der Erfolg aus Finanzanlagen – zum Fair Value, sprich zum Marktwert bewertet

– belief sich auf CHF 0.4 Mio.

Im September mussten wir die Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits in Höhe von

CHF 49 Mio. bekannt geben. Das Konzernergebnis sank überdurchschnittlich um 85.8 Prozent

auf CHF 15.4 Mio. Das Verhältnis von Geschäftsaufwand zu Geschäftsertrag stieg 2011 auf

95.6 Prozent (2010: 72.7 %).


Unsere Akquisitionsleistung blieb 2011 auf hohem Niveau. Die Ausleihungen wuchsen um

4.6 Prozent auf CHF 10.3 Mia., die Volumen in der betrieblichen und privaten Vorsorge nahmen

leicht zu und beim Netto-Neugeld konnten wir erneut einen Zufluss verbuchen. Dieser belief

sich auf CHF 0.6 Mia. (2010: CHF 2.7 Mia.). Die verwalteten Kundenvermögen gingen wegen der

nachteiligen Marktentwicklung jedoch um 3.4 Prozent auf CHF 48.1 Mia. (31. Dezember 2010:

CHF 49.8 Mia.) zurück.

Die Chancen zu sehen, ist die eine Seite unseres Geschäfts. Ebenso bewusst ist uns, welche

Bedeutung dem Eigenkapital als Risikopuffer zukommt. Mit CHF 1.6 Mia. verfügen wir über

ein solides Polster. Die Eigenmittelquote (Tier 1 Ratio) betrug im Berichtsjahr 13.9 Prozent.

Obgleich diese weit über den gesetzlichen Anforderungen liegt, verfolgen wir das Ziel, unsere

Eigenkapitalausstattung weiter zu stärken. Dies ist – neben dem nicht zufriedenstellenden

Jahresergebnis – ebenfalls ein Grund, weshalb der Verwaltungsrat an der Generalversammlung

vom 4. Mai 2012 vorschlagen wird, die Dividende pro LLB-Aktie von CHF 3.40 in den Vorjahren

auf CHF 0.30 deutlich zu senken.

Wir hoffen, dass Sie bei der Lektüre des Geschäftsberichtes dennoch zum selben Eindruck

gelangen wie wir: Die LLB-Gruppe verfügt über ein grosses Chancenpotenzial. Dazu zählen wir

unsere Kunden, überdurchschnittliche Produkte, stetige Innovation, eine moderne Infrastruktur

und qualifizierte, engagierte Mitarbeitende.

Die LLB-Gruppe ist in ihren Märkten gut verankert. Wir blicken zuversichtlich auf das Jahr

2012 und beobachten die weitere Entwicklung in der Finanzbranche aufmerksam. Die Märkte

werden 2012 volatil, die Unsicherheiten gross bleiben. Wir schauen auf ein ereignisreiches Jahr

unseres 150-jährigen Bestehens zurück. Was die Liechtensteinische Landesbank erreicht hat,

gelang uns dank unserer Kunden, die uns vertrauen, dank unserer Aktionäre, die uns die Treue

halten, und dank unserer Mitarbeitenden, die tagtäglich ihr Bestes geben. Ihnen allen gebührt

unser herzlicher Dank.

Roland Matt Dr. Hans-Werner Gassner

Chief Executive Officer Präsident des Verwaltungsrates



Interview mit

Dr. Hans-Werner Gassner und Roland Matt

« Wir stehen seit

vielen Jahren für Sicherheit

und Stabilität» Interview mit Dr. Hans-Werner Gassner und Roland Matt

Die Finanzmärkte waren 2011 von Turbulenzen geprägt. Die systemischen Risiken

in der Euro-Zone und die strukturellen Probleme der US-Wirtschaft hielten die Welt

in Atem. Wie beurteilen Sie aus Sicht der LLB-Gruppe dieses schwierige Jahr?

Hans-Werner Gassner: Wir konnten von Liechtenstein aus ein Signal der Stabilität senden.

Mit über 1'000 Mitarbeitenden haben wir das 150-Jahr-Jubiläum unseres Unternehmens

gefeiert. Am 5. Dezember 1861 war die Liechtensteinische Landesbank als «Zins- und Credit-

Landesanstalt im souverainen Fürstenthume Liechtenstein» gegründet worden – damals

ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Landes. Unsere Jubiläumsaktivitäten 2011,

wie zum Beispiel der Family Day, zu dem wir die gesamte Bevölkerung eingeladen hatten,

werden sicher in Erinnerung bleiben. Dasselbe gilt für die Projekte in jeder der elf liechtensteinischen

Gemeinden. Für nachfolgende Generationen haben wir eine Zukunftsstiftung errichtet.

Mit dieser wollen wir die Entwicklung des sozialen Zusammenlebens und die Umsetzung von

Umweltthemen unterstützen.

Roland Matt: Trotz dieses stolzen Jubiläums mussten wir uns mit den wirtschaftlichen

Turbulenzen und deren Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit befassen. Die Zinsen blieben

auf einem historischen Tief und die Aktienmärkte volatil. Die Diskussionen um die Zukunft

des Euro und der spürbare wirtschaftliche Abschwung verunsicherten die Anleger. Gleichzeitig

nahm der Kostendruck zu. Das hinterliess Spuren in unserem Gewinnausweis. Wir sind mit dem

Ergebnis nicht zufrieden. Vor allem schmerzt auch, dass wir im September eine grosse Wertberichtigung

eines Lombardkredites bekannt geben mussten.

Welche Konsequenzen haben Sie aus dem Vorfall gezogen?

Hans-Werner Gassner: Unser externer Revisor PricewaterhouseCoopers hat im Auftrag des

Verwaltungsrates einerseits die Kreditgewährung sowie die Kreditüberwachung im Zusammenhang

mit diesem Lombardkredit untersucht und andererseits die aktuelle Kreditorganisation

auf mögliche Verbesserungspotenziale analysiert. Die entsprechenden Empfehlungen sind in

Umsetzung. Als erste Massnahme haben wir die Rolle des Chief Financial Officer aufgewertet.

Damit hat der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe bereits geplante Anpassungen rascher als vorgesehen

auf den Weg gebracht. Mit den neuen Prozessen können wir die Anforderungen, die

unserem Wachstum und unseren internationaler werdenden Kunden entsprechen, noch besser

erfüllen. Ein solcher Vorfall darf sich nicht wiederholen.

Wie bewerten Sie die Performance 2011 der LLB-Gruppe?

Roland Matt: Das Ergebnis 2011 ist unbefriedigend ausgefallen. Die tiefen Zinsen, die zu

hohe Bewertung des Schweizer Frankens und die Verunsicherung der Anleger drücken sowohl

auf das Zinsen- und Kommissionsgeschäft als auch auf das Finanzergebnis. Andererseits verursachen

immer neue regulatorische Vorgaben und Anpassungen höhere Kosten. Die Margen

sind unter Druck – und werden es auch weiterhin bleiben. Für uns bedeutet dies, dass wir unsere

Wachstumsziele beibehalten müssen, um mit grösseren Volumen an die frühere Profitabilität

anschliessen zu können.

Sie planen, die Dividende von zuletzt CHF 3.40 auf CHF 0.30 zu senken.

Wie erklären Sie das Ihren Aktionären?

Hans-Werner Gassner: Wir stehen seit vielen Jahren für Sicherheit und Stabilität, unsere

Kunden schenken uns deshalb ihr Vertrauen. Diese Werte wollen wir noch unterstreichen, indem

wir unsere Eigenkapitaldecke weiter ausbauen. Es liegt damit auch im Interesse unserer

Aktionäre, dass wir zu diesem Zweck Gewinne einbehalten. Eine solide Eigenkapitalausstattung

ist ein Grundpfeiler des unternehmerischen Wirkens und ein Garant der Unabhängigkeit eines

Unternehmens. Um in die zukünftige Entwicklung der LLB-Gruppe investieren zu können, setzen

wir erarbeitete freie Mittel gezielt zur Stärkung des Eigenkapitals ein.


2010 haben Sie Investitionsprogramme von über CHF 100 Mio., verteilt auf fünf Jahre,

angekündigt. Wie kommen diese voran?

Roland Matt: Planmässig. Wir wollen auch in 150 Jahren eine bedeutende Universalbank

mit liechtensteinischen Wurzeln sein. Deshalb halten wir – gerade wegen des laufenden Strukturwandels

– an unserer Wachstumsstrategie mit Fokus auf unsere Zielmärkte fest. Diese Strategie

sehen wir als Garantie, dass wir im 21. Jahrhundert die optimale Betriebsgrösse und das

nötige Know-how besitzen, um erstklassige Dienstleistungen anzubieten. Dazu haben wir 2011

in unsere Infrastruktur, unsere IT und unsere Mitarbeitenden investiert. Die Projekte entwickeln

sich nach Plan. Mit dem operativen Betrieb der Bankensoftware Avaloq haben wir ein Fundament

für die Geschäftsentwicklung der kommenden Jahre gelegt. Der Neubau der Geschäftsstelle in

Eschen mit dem «grünen» Rechenzentrum liegt im Zeitplan. Zudem investieren wir in unsere

Wachstumsmärkte. Wir haben unsere Bank in Wien sowie unsere Repräsentanz in Dubai erweitert

und in Genf eine neue Niederlassung gegründet, von wo aus wir internationale Kunden

ansprechen wollen. Im Rahmen der Wachstumsinitiative «Crescendo» hat unsere Tochtergesellschaft

Bank Linth 2011 neue Geschäftsstellen in Erlenbach und Winterthur eröffnet. Mit ihr

sind wir dabei, eine der führenden Regionalbanken in der Ostschweiz zu werden.

Der Bankensektor befindet sich im Wandel. Wo sehen Sie die Chancen, wo die Risiken?

Hans-Werner Gassner: Erste Voraussetzung ist, den raschen Strukturwandel zu akzeptieren.

Nicht zu handeln und zu hoffen, dass die goldenen 1990er und die frühen 2000er Jahre

zurückkehren, wäre das grösste Risiko. Die kritische Betriebsgrösse von Banken, die wettbewerbsfähig

bleiben wollen, wird im Vergleich zu heute zunehmen. In naher Zukunft werden wir

verschiedene Formen der Zusammenarbeit und vermehrt Zusammenschlüsse von Banken sehen.

Es geht – erlauben Sie mir ein Schlagwort – um die «Industrialisierung» von Bankdienstleistungen.

Wer hier die Weichen rechtzeitig und richtig stellt, dem eröffnen sich Chancen.

Roland Matt: Die LLB-Gruppe hat bereits geeignete Massnahmen eingeleitet. Zum einen

kooperieren wir mit der VP Bank beim Druck und Versand sowie beim Einkauf von Informationsdiensten

und legen 2012 unser Geldautomatennetz mit dem der Liechtensteinischen Post

zusammen. Zum anderen erhöhen wir mit Shared Service Centers die Qualität und Effizienz in

den Bereichen Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenadministration. Inzwischen haben

wir weitere Synergiepotenziale analysiert und werden mit einem Programm unter dem Titel

«move!» Kosten einsparen.

Das Private Banking, eine Kernkompetenz der LLB-Gruppe, steht vor einer Neuausrichtung.

Wie sehen Sie die Perspektiven?

Roland Matt: Im Bereich Privat- und Firmenkunden verfügen wir über eine solide Basis,

die wir festigen und ausbauen wollen. Grosses Potenzial sehen wir im Private Banking und

im institutionellen Geschäft. Das bedeutet, dass wir unsere Strategie gezielt auf unsere Heimmärkte

Liechtenstein und Schweiz und die Wachstumsmärkte Russland, Osteuropa sowie

Naher und Mittlerer Osten ausrichten. Für diese Märkte bauen wir auch spezielles Wissen über

das jeweilige Steuersystem und die jeweilige Steuerpraxis aus und entwickeln länderspezifische

Produkte.

Hans-Werner Gassner: Die internationalen Kunden zeigen starkes Interesse an unseren

traditionellen Werten und am professionellen Service. Unsere Tochtergesellschaften mit Schwerpunkt

internationale Vermögensverwaltung entwickeln sich gut. Wir schätzen unsere Perspektiven

sehr positiv ein, auch wenn sich das noch nicht im Netto-Neugeld-Zufluss und in den

verwalteten Kundenvermögen ausdrückt. Hier sei erwähnt, dass wir einen Bereinigungsprozess

begonnen haben: Angesichts zahlreicher regulatorischer Neuerungen und des Margendrucks

überprüfen wir systematisch unsere Kundenportfolios. Die Analysen können auch dazu führen,

dass wir Kundenbeziehungen auflösen, wenn sie nicht unseren Kriterien entsprechen. Dieser

Bereinigungsprozess wird uns 2012 weiter beschäftigen.

Welche Ziele haben Sie sich für 2012 gesetzt?

Roland Matt: Die Unsicherheiten sind gross: Wir müssen weiterhin mit niedrigen Zinsen

und volatilen Aktienmärkten rechnen. Prognosen sind daher besonders schwierig. Wir konzentrieren

uns auf das, was wir beeinflussen können. Wir gehen davon aus, dass wir mit unseren

Initiativen zur Effizienzsteigerung unsere Kosten schon 2012 nachhaltig beeinflussen können.

Wir planen zudem, die Organisationsstruktur der LLB-Gruppe noch stärker auf die Kunden und

Märkte auszurichten. Allerdings werden wir die Ziele für unsere Kosten- und Kapitaleffizienz

im kommenden Jahr noch nicht erreichen.

10

11


Roland Matt, Chief Executive Officer


Verwaltungsrat

1 2 3

4 5

1 Roland Oehri, Treuhänder 2 Markus Büchel, Personalleiter 3 Dr. Felix R. Ehrat, Rechtsanwalt / Group General Counsel

4 lic. oec. publ. Markus Foser, Unternehmensberater 4 Ingrid Hassler-Gerner, Vermögensverwalterin

5 Konrad Schnyder, Unternehmer


Dr. Hans-Werner Gassner, Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer

12

13


Geschäftsleitung

1 2

3

1 Dr. Josef Fehr, Vorsitzender der Geschäftsleitung bis 15. Januar 2012

2 lic. iur. Urs Müller, Markt Inland und Markt Institutionelle

3 Dr. Kurt Mäder, Corporate Service Center



Organigramm

Organigramm der LLB-Gruppe

per 16. Januar 2012

Gruppenverwaltungsrat

*

Dr. Hans-Werner

Gassner

Group

Internal Audit

Patrick

Helg

* Gruppenverwaltungsrat

◆ Dr. Hans-Werner Gassner,

Präsident

◆ lic. oec. publ. Markus Foser,

Vizepräsident

◆ Markus Büchel

◆ Dr. Felix R. Ehrat

◆ Ingrid Hassler-Gerner

◆ Roland Oehri

◆ Konrad Schnyder

** Gruppenleitung

◆ Roland Matt, Chief Executive Officer

◆ Dr. Kurt Mäder

◆ lic. iur. Urs Müller

◆ Christoph M. Reich

Group

Corporate

Communications

Dr. Cyrill Sele

Gruppenleitung

**

CEO

Roland Matt

Special

Clients

Dr. Josef Fehr trat aus persönlichen Gründen und auf eigenen

Wunsch per 16. Januar 2012 als Vorsitzender der Gruppen- und

Geschäftsleitung zurück. Der Verwaltungsrat ernannte seinen

bisherigen Stellvertreter Roland Matt zum Chief Executive Officer

und beförderte Christoph M. Reich zum Chief Financial Officer

und zum neuen Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung. Die

Gruppen- und Geschäftsleitung besteht neu aus fünf Mitgliedern.

Der Prozess der Rekrutierung für die vakante Position des Leiters

des Geschäftsfeldes Markt International hat begonnen.

Norman Oehri

Gruppenleitung

**

Märkte Inland &

Institutionelle

lic. iur. Urs Müller

Gruppenleitung

**

Markt

International

ad interim

Roland Matt

Gruppenleitung

**

Corporate

Service Center

Dr. Kurt Mäder

Gruppenleitung

**

CFO

Christoph M.

Reich

Verwaltungsrat LLB AG

Geschäftsleitung LLB AG

Geschäftseinheit LLB AG

Gruppenstab LLB AG

LLB-Gruppengesellschaft

Markt Inland (FL und CH)

Kunden

Inland

lic. oec. publ.

Eduard Zorc

Markt Institutionelle

Institutionelle

Kunden

Mag. iur.

Natalie Flatz

Markt International

Kunden

International

lic. oec.

et rer. publ.

P. Daniel Bischof

Corporate Service Center

Group

Operations &

Services

Stephan

Schneider

Group

Finance & Risk

ad interim

Christoph M.

Reich

Bank Linth

LLB AG

Prof. Dr.

Heinz Knecht

LLB Asset

Management

Mag. Markus

Wiedemann

LLB

(Schweiz) AG

Mag. Jörg Klar

Group

Corporate

Development

Michael

Meissner


LLB Fondsleitung

AG

Roland

Bargetze

LLB

(Österreich) AG

Peter F. Mayer

Group

Human

Resources

Dr. Bernd

Moosmann

LLB Fund

Services AG

lic. oec.

Ernst Risch

Jura Trust AG

Michael A.

Steiger

Group

Legal &

Compliance

Dr. iur. Graziella

Marok-Wachter

swisspartners

Investment

Network AG

Markus Wintsch

Group

Information

Technology

Stephan

Schmidle

Gruppengesellschaften

per 16. Januar 2012

Liechtensteinische Landesbank

(Schweiz) AG (100 %)

Verwaltungsrat

◆ Roland Matt, Präsident

◆ Dr. Kurt Mäder, Vizepräsident

◆ Dr. Josef Fehr

◆ lic. iur. Urs Müller

Geschäftsleitung

◆ Jörg Klar, Vorsitzender

◆ Lucas Bruggeman

◆ Marc Parmentier

◆ Dieter Zürcher

Liechtensteinische Landesbank

(Österreich) AG (100 %)

Aufsichtsrat

◆ Roland Matt, Vorsitzender

◆ Dr. Josef Fehr, Stv. Vorsitzender

◆ Norman Oehri

Vorstand

◆ Peter F. Mayer, Vorsitzender

◆ Dr. Robert Löw

Bank Linth LLB AG (74.2 %)

Verwaltungsrat

◆ Dr. Georges Knobel, Präsident

◆ lic. iur. Urs Müller, Vizepräsident

◆ Hans Fäh

◆ Dr. Josef Fehr

◆ Dr. Kurt Mäder

◆ Roland Matt

Geschäftsleitung

◆ Prof. Dr. Heinz Knecht, CEO

◆ Kurt Rosenberger

◆ Dr. David B. Sarasin

◆ Luc Schuurmans

LLB Asset

Management AG (100 %)

Verwaltungsrat

◆ lic. iur. Urs Müller, Präsident

◆ Roland Matt, Vizepräsident

◆ Dr. Josef Fehr

Geschäftsleitung

◆ Mag. Markus Wiedemann,

Geschäftsführender Direktor

◆ Christian Zogg

LLB Fund Services AG (100 %)

Verwaltungsrat

◆ lic. iur. Urs Müller, Präsident

◆ Roland Matt, Vizepräsident

◆ Natalie Flatz

Geschäftsleitung

◆ lic. oec. Ernst Risch,

Geschäftsführender Direktor

LLB Fondsleitung AG (100 %)

Verwaltungsrat

◆ lic. iur. Urs Müller, Präsident

◆ Roland Matt, Vizepräsident

◆ Natalie Flatz

Geschäftsleitung

◆ Roland Bargetze,

Geschäftsführender Direktor

◆ Peter Ospelt

Jura Trust AG (100 %)

Verwaltungsrat

◆ Norman Oehri, Präsident

◆ Roland Matt, Vizepräsident

◆ Dr. Josef Fehr

◆ lic. oec. Karlheinz Heeb

◆ Angelika Nigg-Vogt

◆ Dr. Peter Prast

Geschäftsleitung

◆ Michael A. Steiger, Vorsitzender

◆ lic. iur. Martin Gstoehl

◆ lic. iur. Markus Hutter

swisspartners Investment

Network AG (67.4 %)

Verwaltungsrat

◆ Martin P. Egli, Präsident

◆ Dr. Josef Fehr

◆ Roland Matt

◆ Rainer H. Moser

◆ lic. iur. Urs Müller

Geschäftsleitung

◆ Markus Wintsch, CEO

◆ Dr. Kristian Bader

◆ Christ Johann Collenberg

◆ Beatrice Kern

◆ Dr. Christian Rockstroh

Dr. Josef Fehr wird im Rahmen der ordentlichen Generalversammlungen aus

den Verwaltungsräten der Gruppengesellschaften ausscheiden. Die aktuellen

Zusammensetzungen finden Sie im Internet unter www.llb.li.

16

17


Roland Matt, Chief Executive Officer seit 16. Januar 2012, Markt International ad interim

14

15


Strategie und Organisation

Die LLB-Gruppe ist eine zuverlässige Partnerin

für Bankgeschäfte – national, regional und

international. Unser Ziel ist, die führende Universalbank

mit Liechtensteiner Wurzeln zu

sein und profitabel zu wachsen. Das Geschäftsmodell

stützt sich auf unsere bewährte Drei-

Säulen-Strategie, die wir stetig vorantreiben.

Wir stehen für die Werte Sicherheit, Fairness,

Stabilität und Kundennähe.

Strategische Leitlinien

Geschäftsmodell

Die LLB-Gruppe ist als führende Universal- und Geschäftsbank

in der Region Liechtenstein und Ostschweiz breit aufgestellt

und bietet umfassende Dienstleistungen an. Dazu zählen

das Privat- und Firmenkundengeschäft, die private und betriebliche

Vorsorge, Private Banking, Asset Management, Fund

Services und Trust Services.

Unsere Drei-Säulen-Strategie zielt auf Wachstum in Liechtenstein

und der Schweiz sowie auf die Erschliessung neuer

Märkte. 2011 hat der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe diese Strategie

bestätigt. Insbesondere angesichts des Strukturwandels,

in dem sich der Bankensektor sowie die Finanzplätze Liechtenstein

und Schweiz befinden, sind mehrere Standbeine zentral,

um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Dabei fokussiert die

LLB-Gruppe auf die Umsetzung laufender strategischer Initiativen

und verlangsamt das Tempo bei der Lancierung neuer

Wachstums-Projekte. Die Heimmärkte bilden für die Internationalisierung

ein starkes Fundament.

Strategie

Festigung

Heimmarkt

Liechtenstein

Aktionäre

Wir verdienen eine Prämie auf die Kapitalkosten.

Wir sind lokal verwurzelt und übernehmen

Verantwortung für die Gemeinschaft.

Öffentlichkeit

Vision

Führende Universalbank

mit Liechtensteiner

Wurzeln

Ausbau

Aktivitäten

Schweiz

Unternehmensgrundsätze

◆ Breit abgestütztes

Geschäftsmodell

◆ Prozesseffizienz

◆ Hochwertige Produkte

und Dienstleistungen

◆ Wettbewerbsfähige

Kosten

Mitarbeitende

Wir suchen die besten Mitarbeitenden und bieten ihnen Chancen.

Werte

Fairness, Sicherheit,

Stabilität, Kundennähe

Aufbau

neuer

Märkte

◆ Marktorganisation

◆ Aktives Unternehmensmanagement

◆ Transparente

Corporate Governance

◆ Konservative

Risikopolitik

Wir helfen unseren Kunden, ihre finanzielle Zukunft zu gestalten.

Kunden


Im Heimmarkt Liechtenstein ist die LLB flächendeckend vertreten:

mit fünf eigenen Standorten und ab 2012 mit einem erweiterten

Bancomatennetz an 20 Standorten. In der Schweiz

verfügt die Unternehmensgruppe mit der Bank Linth in den

Kantonen St. Gallen, Glarus, Schwyz und Zürich über 25 Geschäftsstellen.

Unter dem Dach der LLB Schweiz sind wir mit

Niederlassungen in Zürich, Lugano und Genf in drei Sprachregionen

präsent. Mit der LLB Österreich in Wien haben wir

den Zugang zu Österreich, Osteuropa sowie Russland und mit

Repräsentanzen in Abu Dhabi und Dubai den Zugang zum

Nahen und Mittleren Osten.

2011 erwirtschafteten wir den Hauptteil unserer Erträge,

das heisst 51.6 Prozent, im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft,

46.9 Prozent erzielten wir im Zinsengeschäft. Die LLB-

Gruppe gliedert sich in drei operative Geschäftsfelder: Markt

Inland, Markt International und Markt Institutionelle. Über

unser Corporate Center koordinieren wir die Umsetzung der

Strategie innerhalb der Unternehmensgruppe und unterstützen

Geschäftsfelder und Gruppengesellschaften in ihren Aktivitäten.

Geschäftsertrag nach Geschäftsfeldern

2008 – 2011, in Prozent

2011

2010

2009

2008

Markt Inland

Geschäftsfelder

41.5 32.3

26.2

37.3 33.4

29.3

36.8 36.2 27.0

34.1 35.5 30.4

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

Markt International

Markt Institutionelle

Markt Inland

Das Geschäftsfeld Markt Inland umfasst das Universalbankenund

Vermögensverwaltungsgeschäft in den Heimmärkten

Liechtenstein und Schweiz. 2011 erwirtschaftete es 41.5 Prozent

(2010: 37.3 %, 2009: 36.8 %) unseres Ertrags und verwaltete

30.4 Prozent (31. Dezember 2010: 28.6 %, 31. Dezember

2009: 28.3 %) der Kundenvermögen.

Unser Ziel ist es, kontinuierlich stärker zu wachsen als die

Wirtschaft in den Heimmärkten. Wir werden deshalb das

Privat- und Firmenkundengeschäft sowie das Private Banking

forcieren. Zudem wollen wir zu den führenden Anbietern in

der privaten und betrieblichen Altersvorsorge zählen.

Strategische Prioritäten:

◆ Marktbearbeitung und Sicherung der Beratungsqualität

◆ Zugewinn von Marktanteilen im Private Banking

◆ Ausbau der privaten und betrieblichen Altersvorsorge

◆ Erweiterung des Geschäftsstellennetzes

◆ Festigung der führenden Position im Hypothekargeschäft

Umsetzung von Teilplänen 2011:

◆ Wachstumsstrategie «Crescendo» der Bank Linth:

Modernisierung des Geschäftsstellennetzes sowie

Eröffnung der Standorte in Erlenbach und Winterthur

◆ Hypothekargeschäft: neue Rekordmarken

◆ Fondsgeschäft: Produktinnovationen

◆ Onshore Private Banking: Wachstum, neue Kundensegmentierung

◆ Beratungsqualität: Investitionen in die Bereiche

Kreditmanagement, Finanzplanung und Altersvorsorge

◆ Kooperation: Zusammenlegung des LLB-Geldautomatennetzes

mit dem der Liechtensteinischen Post

Herausforderungen 2011:

◆ Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen

◆ Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts der

Finanz- und Vertrauenskrise

◆ Intensiver Wettbewerb im Hypothekargeschäft

Markt International

Das Geschäftsfeld Markt International steht für das internationale

Wealth Management der LLB-Gruppe. 2011 erwirtschaftete

es 32.3 Prozent (2010: 33.4 %, 2009: 36.2 %) unseres

Ertrags und verwaltete 29.7 Prozent (31. Dezember 2010:

31.0 %, 31. Dezember 2009: 33.4 %) der Kundenvermögen.

Im Bereich internationales Wealth Management liegt unser

Fokus auf den klar bestimmten Kernmärkten Deutschland,

Österreich und Italien sowie auf den Wachstumsmärkten. Mit

unserer Bank in Wien intensivieren wir das Onshore Private

Banking in Österreich sowie das grenzüberschreitende Private

Banking (Cross Border Banking) in Osteuropa und Russland.

Von den Repräsentanzen in Abu Dhabi und Dubai aus konzentrieren

wir uns auf Kunden im Nahen und Mittleren Osten.

Strategische Prioritäten:

◆ Aufstockung der Beraterteams und Erhöhung ihrer

Fachkompetenz

◆ Verstärkte Präsenz in den Wachstumsmärkten

◆ Fokussierung auf klar definierte Märkte und Kundenbeziehungen

◆ Investitionen in das Cross Border Banking: Ausbau der

Ressourcen, des Know-hows und der Dienstleistungen

Umsetzung von Teilplänen 2011:

◆ Grenzüberschreitendes Private Banking:

Anwendung der Cross Border-Regulierung

◆ Naher und Mittlerer Osten: Aufstockung

der Beraterteams

◆ Osteuropa und Russland: Wachstum

◆ LLB (Österreich) AG: Ausbau

◆ Wachstumsmärkte: Entwicklung neuer

länderspezifischer Produkte

◆ Kundenbetreuung: «Active Advisory»,

Einführung eines aktiven Berateransatzes

◆ Kundenportfolios: weitere Fokussierung

auf klar definierte Märkte

Herausforderungen 2011:

◆ Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen

◆ Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts der

Finanz- und Vertrauenskrise

◆ Wachsende Regulierung im grenzüberschreitenden

Private Banking

◆ Mangel an qualifizierten Fachkräften

◆ Intensiver Wettbewerb und Margendruck

18

19


Markt Institutionelle

Zum Geschäftsfeld Markt Institutionelle gehören das klassische

Intermediär- und Fondsgeschäft sowie die Vermögensverwaltung

(Asset Management) der LLB-Gruppe. 2011 erwirtschaftete

es 26.2 Prozent (2010: 29.3 %, 2009: 27.0 %) unseres Ertrags

und verwaltete 39.9 Prozent (31. Dezember 2010: 40.4 %,

31. Dezember 2009: 38.3 %) der Kundenvermögen.

Für dieses wichtige Wachstumsfeld hat sich die LLB-Gruppe

das Ziel gesetzt, die führende Position in Liechtenstein zu festigen.

Wir erweitern deshalb laufend unsere Angebotspalette.

Mit der Einführung der EU-Richtlinie UCITS IV können wir uns

vermehrt international engagieren.

Strategische Prioritäten:

◆ Ausbau der Private-Labelling-Dienstleistungen

und der Anlagemöglichkeiten für Fondspromotoren

◆ Optimierung von Prozessen

◆ Steigerung der Marktleistung

◆ Entwicklung neuer Produkte und Prozesse für

komplexe Finanzinstrumente

◆ Überdurchschnittliche Performance bei Fondsprodukten

und in der Vermögensverwaltung

Umsetzung von Teilplänen 2011:

◆ Steigerung der Mandate in den Bereichen Fondsleitung,

Fondsadministration, Depotbank

◆ Lancierung neuer inflationsgeschützter Fonds und

Produkte für die Wachstumsmärkte

◆ Einführung des Key Investor Information Document

(KIID) für Publikumsfonds, automatisierte Erstellung

von Factsheets

◆ Zusätzliche Spezialmandate

Herausforderungen 2011:

◆ Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen

◆ Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts der

Finanz- und Vertrauenskrise

◆ Wachsende Regulierung

◆ Marktkonsolidierung im Trustgeschäft und im Geschäft

mit externen Vermögensverwaltern

◆ Mangel an qualifizierten Fachkräften

Corporate Center

Das Corporate Center koordiniert die Umsetzung der Strategie

innerhalb der LLB-Gruppe. Es unterstützt die Aktivitäten

der marktorientierten Gruppengesellschaften und Geschäftsfelder.

Bankprozesse sowie die gruppenweite Aufbau- und

Ablauforganisation sollen optimiert werden. Zudem stellt das

Corporate Center sicher, dass Vorschriften und Regularien

eingehalten werden. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen

Wirtschaftlichkeit und Sicherheit steht dabei ebenso im

Vordergrund wie der Nutzen für unsere Kunden.

Unsere fünf Schwerpunkte 2011:

Seit 1. Januar 2011 ist die Banken-Standardsoftware Avaloq

im LLB-Hauptsitz und bei der LLB Schweiz in Betrieb. Die Bank

Linth arbeitet bereits seit November 2010 mit der neuesten

Version. Der Betrieb im IT-Service-Center vereinfacht operative

Abläufe. Mit Avaloq können wir Kernprozesse automatisieren,

wovon wir uns einen Produktivitätsschub erwarten. Das Engagement

unserer Mitarbeitenden stellte sicher, dass die Umstellung

auf Avaloq weitgehend reibungslos verlief. Nun verfügen

alle Banken der LLB-Gruppe – mit Ausnahme der LLB

Österreich – über dieselbe IT-Landschaft. Somit ist die Grundlage

geschaffen, um Synergien und Potenziale zu nutzen.

Dadurch sind wir für weiteres Wachstum noch besser aufgestellt.

Die Plattform ist mandantenfähig und erlaubt eine Abwicklung

in mehreren Sprachen und verschiedenen Währungen.

Parallel zur Einführung von Avaloq haben wir die Bankprozesse

im Detail erfasst, analysiert und vereinheitlicht. Ergebnis

des Projekts «Business Process Management» ist eine

Landkarte über alle Abläufe in unserer Unternehmensgruppe.

Im LLB-Stammhaus, bei der Bank Linth und bei der LLB Schweiz

ist jeweils ein Projektmanager dafür verantwortlich, die Prozesse

zu koordinieren, zu verfeinern und voranzutreiben. Deren

Optimierung verläuft innerhalb der LLB-Gruppe nun synchron,

die Grundlage für Effizienzsteigerung ist gelegt.

Unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, Shared

Service Centers zu bilden. Für die Liechtensteinische Landesbank

AG und die LLB (Schweiz) AG werden der Zahlungsverkehr,

die Wertschriftenadministration und der Handel seit 1. Januar

2011 zentral in Vaduz abgewickelt. Bis Mitte 2012 schliesst

sich die Bank Linth den Kompetenzzentren in Vaduz an. Wir erwarten

Synergieeffekte und Einsparungen von jährlich rund

CHF 3 Mio. Gruppenweit entfallen mit dieser Prozessoptimierung

27 Stellen.

Ziel der LLB-Gruppe ist es, die Effizienz zu erhöhen, Impulse

für Innovationen auszulösen und damit die Wettbewerbsfähigkeit

langfristig zu sichern. Über das Programm move! haben

wir Potenziale ausgelotet. Auf Basis dieser Analyse werden wir

im Jahr 2012 Projekte realisieren, um die Effizienz zu steigern

und Kosten einzusparen. Zugleich wollen wir den sich laufend

verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen gerecht

werden. So definieren wir voraussichtlich im kommenden Geschäftsjahr

drei Prozesse, bei denen folgende Projekte im Zentrum

stehen: Abgeltungssteuer, US-Steuergesetz FATCA und

Internes Kontrollsystem (IKS).

Um die Kosten zu senken, ist die Liechtensteinische Landesbank

in einzelnen Kernprozessen überdies Kooperationen mit

der VP Bank, Vaduz, eingegangen. Die beiden Banken haben

eine gemeinsame Einkaufsgesellschaft für Informationsdienste

gegründet, die Data Info Services AG, und kooperieren beim

Druck und Versand. Ende 2012 werden die Rechenzentren der

LLB-Gruppe und der VP Bank Gruppe in der neuen LLB-Geschäftsstelle

in Eschen in Betrieb gehen. Dadurch bieten sich

Synergien in den Bereichen Sicherheitstechnik und Energieeffizienz.

Anfang 2012 starteten wir eine engere Zusammenarbeit

mit der Liechtensteinischen Post und integrierten die

Postomaten in das LLB-Bancomatennetz.

Umsetzung der Wachstumsstrategie

Im Jahr 2004 haben wir unsere Drei-Säulen-Strategie definiert:

Festigung Heimmarkt Liechtenstein, Ausbau Aktivitäten

Schweiz und Aufbau neuer Märkte. Mit der konsequenten

Umsetzung hat die LLB-Gruppe ihre Position kontinuierlich

gestärkt. 2012 planen wir, die Organisationsstruktur der LLB-

Gruppe noch konsequenter auf die Kunden und Märkte auszurichten.


Meilensteine der LLB-Strategie

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Festigung Heimmarkt Liechtenstein Ausbau Aktivitäten Schweiz Aufbau neuer Märkte

◆ Gründung der LLB Vorsorge- ◆ Erhöhung der Beteiligung an ◆ Eröffnung der Repräsentanz

stiftung für Liechtenstein

der swisspartners Investment in Abu Dhabi

◆ Erwerb der Mehrheitsbeteiligung

an der Jura Trust AG

Network AG auf 51 Prozent

◆ Schaffung der neuen Einheit

«Finanzplanung und Vorsorge»

◆ Lancierung von TRIA-Vorsorgeprodukten

(Todesfall, Invalidität)

für die 3. Säule

◆ Beginn des Neubaus der

Geschäftsstelle Eschen

◆ Eröffnung der Zweigniederlassung

in Lugano

◆ Mehrheitsbeteiligung an der Bank

Linth LLB AG

◆ Eröffnung des Bank-Linth-

Standorts in Meilen

◆ Übernahme der Geschäftsführung

der Pensionskasse

ALVOSO LLB

◆ Wachstumsinitiative

«Crescendo» mit Rebranding

der Marke «Bank Linth»

◆ Eröffnung der Repräsentanz

in Dubai

◆ Neuorganisation der Gruppenleitung mit vier Verantwortungsbereichen:

Markt Inland, Markt International, Markt Institutionelle, Corporate Service Center

◆ Eröffnung der LLB (Österreich) AG

in Wien

◆ Ausbau der Beraterteams in

Vaduz, Zürich und Wien für die

osteuropäischen Märkte

◆ Ausbau der Kompetenzen in

den Bereichen internationales

Steuerrecht und Vermögensstrukturierung

◆ Einführung der einheitlichen Bankenplattform Avaloq, Bildung von Shared Service Centers

◆ Überarbeitung der Unter-

◆ Ernennung des Leiters Private ◆ Ausbau der LLB (Österreich) AG

nehmens-Website www.llb.li Banking der Bank Linth

und der Repräsentanz in Dubai

◆ Zusammenarbeit mit der VP Bank ◆ Eröffnung der Geschäftsstellen

Gruppe und Vorbereitung der in Erlenbach und Winterthur

Kooperation mit der Liechten- ◆ Eröffnung der Zweigniederlassung

steinischen Post

Genf

Wertemanagement

Gewinnorientierung ist in der LLB-Gruppe ein zentraler Unternehmenswert.

In unserem Verständnis geht wirtschaftlicher

Erfolg jedoch Hand in Hand mit unserer gesellschaftlichen Verantwortung

für Kunden sowie Mitarbeitende und – als regional

verankerte Bank – für die breite Öffentlichkeit. Wir achten

darauf, dass wir auf lange Sicht rentabel bleiben. Dazu messen

wir die Wertsteigerung unseres Unternehmens nach dem Economic-Profit-Modell,

das alle finanziellen und operativen Leistungsindikatoren

(Key Performance Indicators, KPIs) umfasst.

Um nachhaltigen Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeitende

zu schaffen, folgt die LLB-Gruppe dem Grundsatz: Die

Eigenkapitalrendite übertrifft die Kapitalkosten deutlich. Der

Gewinn nach Kapitalkosten ist unsere zentrale Ziel- und Steuerungsgrösse.

Dies spiegelt unsere Risikopolitik wider, die daran

ausgerichtet ist, möglichst dauerhaft eine angemessene

Rendite zu erzielen. Mit dem Gewinn nach Kapitalkosten berücksichtigen

wir, dass Aktionäre für das bereitgestellte Kapital

eine Verzinsung erwarten.

◆ Programm move!, neue Führungs- und Marktorganisation

Massgebliche Kriterien:

◆ Jede geschäftliche Entscheidung basiert auf einem Ertrags-

Risiko-Profil.

◆ Wertorientierte Steuerungsgrössen machen Strategie und

Investitionen vergleichbar.

◆ Strategische und operative Planung sind eng verbunden,

Verantwortlichkeiten klar geregelt.

◆ Die Aspekte Ertrag und Risiko sind bei der Entlohnung und

Erfolgsbeteiligung der Mitarbeitenden gebührend berücksichtigt.

20

21


Finanzielle und operative Leistungsindikatoren

Oberste Ziele

Economic Profit = Gewinn – (Eigenkapitalkostensatz × Eigenkapital)

Wachstum Kosteneffizienz Kapitaleffizienz

Balanced Scorecard

Finanzielle Werttreiber-Ebenen (KPI)

Finanzielle Werttreiber

Wachstum Kosteneffizienz Kapitaleffizienz

◆ Netto-Neugeld-Zufluss > 3 % p. a. ◆ Cost-Income-Ratio nimmt im Branchenvergleich

eine Spitzenposition ein.

Neu ab 2012: 55 – 60 %

Kunden

◆ Kundenzufriedenheit ³

Mitarbeitende

◆ Motivation / Leistung ¹

Economic-Profit-Modell

Operative Werttreiber

1 2010 haben wir innerhalb der LLB-Gruppe eine Mitarbeitendenumfrage durchgeführt

(siehe Geschäftsbericht 2010, Seiten 60 und 61).

2 2011 stand der operative Werttreiber «Prozesse» im Zentrum (siehe Kapitel «Corporate

Center, Unsere fünf Schwerpunkte 2011», Seite 20).

3 Für das Geschäftsjahr 2012 ist vorgesehen, den operativen Werttreiber «Kunden» als

Schwerpunkt zu setzen.

Entwicklung unserer Zielgrössen

Die LLB-Gruppe kommuniziert ihre Ziele transparent und

misst ihre Leistungen an ihren Vorgaben.

Wachstum

2007 – 2011, Netto-Neugeld-Zufluss in Prozent

2011

2010

2009

2008

2007

–2.2

–1.0

–3 –2 –1 0 1 2 3 4 5 6 7

KPI: Netto-Neugeld-Zufluss

Ziel: Der Netto-Neugeld-Zufluss beträgt mindestens

3 Prozent pro Jahr.

1.1

5.5

5.9

Prozesse

◆ Prozesseffizienz ²

◆ Return on Equity > 12 % *

◆ Tier 1 Ratio = 16 %

* Unter Annahme normaler Marktverhältnisse.

Operationelle Risiken

◆ Optimierung Risikoprofil

Rückblick

2007 konnten wir in Osteuropa und im Mittleren Osten

starke Netto-Neugeld-Zuflüsse verzeichnen. 2008 und 2009

erschwerten die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie Steuerdiskussionen

die Neugeld-Akquisition im Geschäftsfeld Markt

International erheblich. 2010 erzielten wir in allen Geschäftsfeldern

erfreuliche Netto-Neugeld-Zuflüsse. Im Markt International

gewannen wir Mandate hinzu.

Ergebnis 2011

2011 erreichten wir in den Märkten Inland und International

erfreuliche Netto-Neugeld-Zuflüsse. Im Markt Institutionelle

verzeichneten wir ein leichtes Minus aufgrund von Abflüssen

bei Kunden und Intermediären.


Kosteneffizienz

2007 – 2011, Cost-Income-Ratio in Prozent

2011

2010

2009

2008

2007

48.6

63.0

65.2

72.7

KPI: Cost-Income-Ratio *

Ziel: Die Cost-Income-Ratio nimmt im Branchenvergleich

eine Spitzenposition ein. Ab 2012: 55 – 60 Prozent.

* Die Kosten inklusive Abschreibungen und Wertberichtigungen

werden ins Verhältnis zum Geschäftsertrag gestellt.

Ab 2012: Personal-, Sachaufwand und Abschreibungen im

Verhältnis zum Geschäftsertrag.

2011

2010

2009

2008

2007

0.7

95.6

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

Kapitaleffizienz

2007 – 2011, Return on Equity in Prozent

6.2

2 4 6 8 10 12 14 16 18

KPI: Return on Equity

Ziel: Die Eigenkapitalrendite liegt über 12 Prozent. *

9.2

* Unter Annahme normaler Marktverhältnisse.

Kapitaleffizienz

2007 – 2011, Tier 1 Ratio in Prozent

2011

2010

2009

2008

2007

9.7

10.8

KPI: Tier 1 Ratio

Ziel: Die Tier 1 Ratio beträgt 16 Prozent.

13.9

13.9

13.7

13.5

15.9

2 4 6 8 10 12 14 16 18

Rückblick

2007 führte die erstmalige Konsolidierung der Bank Linth zu

einem Anstieg der Cost-Income-Ratio. 2008 und 2009 wirkte

sich die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise nachteilig

auf das Kosten-Ertrags-Verhältnis aus. 2010 hat sich die Cost-

Income-Ratio aufgrund sinkender Erträge nochmals erhöht.

Historisch tiefe Zinsen, das direkt über die Erfolgsrechnung

verbuchte Finanzergebnis sowie Wertberichtigungen schlugen

sich negativ auf das Ergebnis nieder.

Ergebnis 2011

Die Erträge gingen 2011 nochmals zurück und die operativen

Kosten nahmen leicht zu. Hinzu kam die im September 2011

vorgenommene Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits.

Dies wirkte sich negativ auf die Gesamtkosten und auf die

Cost-Income-Ratio aus.

Rückblick

Bis 2007 konnten wir die Kapitaleffizienz laufend steigern und

unsere anspruchsvolle Zielgrösse halten. Gründe dafür waren

unsere Wachstumsaktivitäten und günstige Rahmenbedingungen

an den Finanzmärkten. 2008 und 2009 führten die

Finanz- und Wirtschaftskrise sowie unser negatives Finanzergebnis

zum Rückgang der Erträge und somit der Eigenkapitalrentabilität.

Bis 2010 sank die Eigenkapitalrendite auf 6.2 Prozent

und lag unter unseren mittelfristigen Zielen.

Ergebnis 2011

Die Eigenkapitalrendite fiel auf 0.7 Prozent. Der Hauptgrund

dafür war die Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits.

Zugleich nahmen die Erträge aus dem Dienstleistungs- und

Kommissionsgeschäft sowie dem Handelsgeschäft ab.

Rückblick

Seit 2007 konnten wir die Tier 1 Ratio kontinuierlich erhöhen.

2010 erreichten wir 13.9 Prozent, eine Marke, die nicht nur

deutlich über dem gesetzlichen Minimum von 8 Prozent, sondern

auch über unserem damaligen Mittelfristziel von 12 Prozent

lag. Um unseren Kunden auch unter den neuen regulatorischen

Rahmenbedingungen eine überdurchschnittliche

Sicherheit zu bieten, haben wir unser mittelfristiges Ziel ab

2011 auf 16 Prozent angehoben. Dies soll bis Ende 2016 erreicht

werden.

Ergebnis 2011

Mit 13.9 Prozent lag die Tier 1 Ratio weiterhin über den gesetzlichen

Vorgaben. Trotz kontinuierlichem Kreditwachstum blieb

der Wert, verglichen mit 2010, stabil. Weder die Kapitalbasis

noch die risikogewichteten Aktiven haben sich markant verändert.

22

23


Zielband der Cost-Income-Ratio von 55 bis 60 Prozent

Unsere Cost-Income-Ratio liegt per 31. Dezember 2011 bei

95.6 Prozent. In diese Berechnung flossen sämtliche Aufwendungen

ein, so auch die Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits.

Die Berücksichtigung von Wertberichtigungen

und Rückstellungen bringt eine starke Verzerrung der Kennzahl

im Jahr 2011 mit sich. Die Cost-Income-Ratio erreichte

damit unseren Zielwert nicht.

Ab 2012 werden wir die Cost-Income-Ratio ohne die Position

«Wertberichtigung, Rückstellung und Verluste» berechnen.

Damit wird die Kennzahl im Branchenvergleich aussagekräftiger

und ist weniger starken Schwankungen unterworfen.

Eine interne Analyse und ein externes Benchmarking haben

ergeben, dass unter Berücksichtigung des neuen Berechnungsansatzes

mit einem Zielband von 55 bis 60 Prozent ein gesundes

Kosten-Ertrags-Verhältnis besteht, wobei die Innovationskraft

erhalten bleibt.

Der ICAAP-Rahmen

Kapitalplanung und

-management

Ökonomische Perspektive der Risikobewertung

Kapital- und Risikomanagement

Zum Bankgeschäft gehört es, Risiken zu übernehmen. Die LLB-

Gruppe bewirtschaftet Risiken nach strategischen Vorgaben

aktiv und wendet eine konservative Finanzierungsstruktur an.

2011 haben wir die risikopolitischen Leitlinien überarbeitet

und sie den veränderten Marktbedingungen, den neuen regulatorischen

Anforderungen (Basel III) sowie der gewachsenen

Unternehmensstruktur angepasst. Wir haben die qualitativen

und quantitativen Standards für Risikoverantwortung, Risikomanagement

und Risikokontrolle aktualisiert und detailliert

festgelegt. Zudem wurde auf Stufe Gruppen- und Geschäftsleitung

die Stelle eines Chief Financial Officer (CFO) geschaffen.

Dieser Schritt unterstreicht die Bedeutung des Finanz- und

Risikomanagements in unserem Unternehmen.

Zugleich haben wir zur Bewertung und Steuerung von

Risiken einen adäquaten organisatorischen und methodischen

Rahmen definiert. Mit dem Aufbau des sogenannten «Internal

Capital Adequacy Assessment Process» (ICAAP) stellen wir

sicher, dass stets genügend Eigenkapital zur Abdeckung aller

wesentlichen Risiken vorhanden ist. Darüber hinaus werden

die Risikostrategie und die Risikoeignung definiert, alle wesentlichen

Risiken bewertet sowie die Prozesse und Kontrollmechanismen

vorgeschrieben.

Liquiditäts-

und Refinan- Strategisches

Marktpreis- Zinsänderungs- Währungs- zierungs- Operatio- Risiko und Gruppen-

Kreditrisiko risiko risiko risiko risiko nelles Risiko Geschäftsrisiko perspektive



Risikostrategie und Risikoneigung

Risikomonitoring und Management-Informationen,

Risikokonzentration, Risikokontrolle, Limitensystem,

Abläufe, Szenario-Analysen und Stresstests,

Risikoaggregation, Risikomodellierung



Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition

Kreditrisiko Marktpreis- Zinsänderungs- Währungs- Liquiditäts- operatio- strategisches

risiko risiko risiko risiko nelles Risiko Risiko und

Geschäftsrisiko










Berechnungsmodelle

Kapital

LLB Vaduz

Bank Linth

LLB Schweiz

LLB Österreich

Übrige Gruppengesellschaften


Gesamtrisikoposition

der

LLB-Gruppe


Eigenkapitalstrategie

Eine gute Eigenkapitalquote schützt nicht nur die Reputation,

sondern gehört zum wirtschaftlich und finanziell glaubwürdigen

Verhalten einer Bank. Die LLB gilt für die liechtensteinische

Volkswirtschaft als systemrelevant. Es ist deshalb Teil unseres

Selbstverständnisses, über genügend qualitativ hochstehende

Eigenmittel zu verfügen. Kreditwürdigkeit – selbst in schwierigen

Zeiten – bietet Kunden, Aktionären und Mitarbeitenden

einen wichtigen Mehrwert. Wir sind überzeugt, dass eine starke

Eigenkapitalbasis künftig ein deutlicher Wettbewerbsvorteil

sein wird.

Unsere Eigenmittel decken den an unseren Zielen ausgerichteten

Kapitalbedarf und entsprechen den Forderungen der

Aufsichtsbehörden. Die Finanzkraft der LLB-Gruppe unterstützt

die Wachstumsstrategie und soll von den Schwankungen am

Kapitalmarkt unbeeinträchtigt bleiben. Mit Szenario-Analysen

beziehungsweise Stresstests simulieren wir Einflüsse von

aussen und zeigen auf, welche Auswirkungen diese auf unser

Eigenkapital haben.

Die LLB-Gruppe betreibt ein umsichtiges Kapitalmanagement.

Per Ende 2011 verfügte sie über eine solide Eigenmittelausstattung

von CHF 1.6 Mia., was einer Tier 1 Ratio von

13.9 Prozent (31. Dezember 2010: 13.9 %, 31. Dezember 2009:

13.7 %) entspricht. Unser «hartes» Kernkapital liegt bereits

heute deutlich über dem, was die ab 2013 gültigen internationalen

Eigenmittelstandards Basel III vorschreiben. Wir wollen

unseren Kunden weiterhin eine überdurchschnittliche Sicherheit

garantieren. Deshalb gehört es zu unseren mittelfristigen

Zielen, die Tier 1 Ratio bis spätestens 2016 auf 16 Prozent anzuheben.

Ausleihungspolitik

2011 standen wir unseren Kunden in Liechtenstein und in

der Ostschweiz stets zur Seite. Wir unterstützten Gemeinden,

Unternehmen, Kleinbetriebe und Privatpersonen bei der Finanzierung

ihrer Zukunftspläne. Der Hauptteil der Ausleihungen,

nämlich 84 Prozent, waren hypothekarisch gedeckte Kredite.

Überdies gewährten wir Betriebs- und Lombardkredite.

Die LLB-Gruppe orientiert sich in ihrer Ausleihungspolitik

strikt an marktwirtschaftlichen Grundsätzen. Jede Entscheidung

ist individuell auf den Privat- oder Firmenkunden zugeschnitten.

Erfahrene Spezialisten prüfen die Bonität neuer

Kreditnehmer und legen deren Risikostufe fest. Wir vergeben

Einzelkredite nach Abwägung von Risiko und Rentabilität gemäss

definierten Vorgaben. Die Kosten ordnen wir nach dem

Verursacherprinzip zu und setzen so eine risikogerechte Preispolitik

um.

Das Kreditrisikomanagement ist für unsere Unternehmensgruppe

von zentraler Bedeutung. Neben dem systematischen

Risiko-Rendite-Management von Einzelkrediten überwachen

wir ebenfalls unsere Ausfallrisiken auf Portfolio-Ebene. Folgende

Ziele stehen dabei im Vordergrund: Das Gesamtrisiko durch

Diversifikation zu senken und eine stetige Rendite zu erwirtschaften.

Dies sind entscheidende Eckwerte unserer Ausleihungspolitik

zur Beibehaltung der Wettbewerbsfähigkeit.

Hauptaktionär Land Liechtenstein

Am 22. November 2011 verabschiedete die Regierung als Vertreterin

unseres Hauptaktionärs, des Landes Liechtenstein,

eine Beteiligungsstrategie für die Liechtensteinischen Landesbank

AG. Damit setzte sie das Gesetz über die Steuerung und

Überwachung öffentlicher Unternehmen (Öffentliche-Unternehmen-Steuerungs-Gesetz,

ÖUSG) um, das am 1. Januar

2010 in Kraft trat. Die Strategie definiert, wie das Land mittel-

und langfristig mit seiner Mehrheitsbeteiligung umzugehen

plant. Dadurch bietet sich auch den Minderheitsaktionären

Planungssicherheit. Gestützt auf Art. 15 des Corporate-Governance-Gesetzes

wurde die Beteiligungsstrategie nach Rücksprache

mit dem Verwaltungsrat der LLB festgelegt.

Die Regierung bekennt sich zur Börsenkotierung der LLB

und hält an ihrer Mehrheitsbeteiligung von mindestens 51 Prozent

fest. Sie vertritt die Aktionärsinteressen des Landes im

Rahmen der aktienrechtlichen Kompetenzen bei der Generalversammlung.

Sie berücksichtigt die unternehmerische Autonomie

sowie die Rechte und Pflichten, die sich aus der Börsenkotierung

ergeben. Zugleich respektiert sie als Aktionärin die

Entscheidungsfreiheit des Verwaltungsrates hinsichtlich Unternehmensstrategie

und Unternehmenspolitik.

Qualitäts- und Innovationsmanagement

Banken setzen laufend Veränderungen um, damit sie den Bedürfnissen

ihrer Kunden gerecht werden können. Die LLB-

Gruppe will Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität

zu attraktiven Konditionen anbieten. 2011 haben wir uns

auf Produkt- und Prozessinnovationen, Kooperationen sowie

auf die Systemintegration konzentriert. Wichtige traditionelle

Instrumente unseres Qualitäts- und Innovationsmanagements

sind die Auswertung von Kunden-Feedbacks und das

betriebliche Vorschlagswesen.

Qualitätsmanagement: Unsere Mitarbeitenden tragen wesentlich

zur Verbesserung unserer Angebotspalette bei. Sie beteiligen

sich mit wertvollen Anregungen aktiv an der Optimierung

von Produkten und Prozessen.

Produktinnovationen: 2011 haben wir zwei inflationsgeschützte

Fonds (in CHF und EUR) lanciert. Als Grundlage dafür

diente unsere wissenschaftliche Studie «Finanzanlagen und

Inflation». Dazu haben wir relevante Assetklassen auf ihre Wirksamkeit

als Inflationsschutz untersucht.

Für unsere Wachstumsmärkte Russland, Osteuropa sowie

Naher und Mittlerer Osten haben wir länderspezifische

Produkte entwickelt und die Kreditpolitik angepasst.

Zudem haben wir für aktive Privatanleger das Dienstleistungspaket

«Active Advisory» zusammengestellt und eine

Research-Organisation für BRIC-Länder eingerichtet.

Wir wollen die vom Markt geforderten Innovationen gezielt

umsetzen. Aus diesem Grund pflegen unser Gruppenstab

Group Corporate Development sowie unsere Produkt- und

Dienstleistungsverantwortlichen regelmässige Kontakte zu

Know-how-Trägern, Branchenverbänden, Amtsstellen und

zur Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA).

Prozessinnovationen: Den Beratungsprozess zu verbessern

ist uns ein wesentliches Anliegen. 2011 haben wir für unsere

Kundenberater Länder-Factsheets eingeführt, die marktspezifische

Informationen für Dienstleistungen und Produkte

enthalten.

2011 haben wir die gruppenweite Einführung der Bankensoftware

Avaloq abgeschlossen. Die einheitliche IT-Plattform

erhöht die Verarbeitungsqualität und die Produktivität.

Für das Onshore Private Banking in Liechtenstein haben

wir die Kundensegmentierung neu definiert.

Im Rahmen des Programms move! haben wir weitere Potenziale

zur Optimierung der Kosten und der Effizienz ermittelt.

Entsprechende Projekte werden 2012 angegangen.

24

25


Zur Verbesserung der Prozesse im Fondsgeschäft haben

wir die Überwachung von Meldepflichten und die Kontrolle

der Einhaltung der Anlagerichtlinien automatisiert.

Kooperationen: Die Liechtensteinische Landesbank kauft mit

der VP Bank, Vaduz, Informationsdienste ein. Beide Banken

gehen auch in den Bereichen Druck und Versand gemeinsame

Wege. Ab Ende 2012 werden die Rechenzentren der beiden

Banken in der neuen LLB-Geschäftsstelle in Eschen untergebracht

sein.

Eine weitere Kooperation besteht seit 16. Januar 2012:

Die Liechtensteinische Landesbank AG und die Liechtensteinische

Post AG haben ihr Geldautomatennetz zusammengelegt.

Die LLB bietet ihren Kunden in Liechtenstein damit

Dienstleistungen an 20 Standorten.

Wechsel im Verwaltungsrat

Mit der Generalversammlung vom 6. Mai 2011 schied Siegbert

Lampert aufgrund der Amtsdauerbeschränkung nach

neun Jahren aus dem Verwaltungsrat der Liechtensteinischen

Landesbank aus. Er zeichnete massgeblich für die strategische

Neuausrichtung der LLB-Gruppe in den letzten Jahren mitverantwortlich.

Verwaltungsrat und Geschäftsleitung danken

Siegbert Lampert für seinen grossen Einsatz sowie für die stets

konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.

Die Generalversammlung wählte neu Dr. Felix R. Ehrat für

eine Amtszeit von drei Jahren in den Verwaltungsrat. Ingrid

Hassler-Gerner und Konrad Schnyder wurden jeweils für eine

weitere Amtszeit von drei Jahren bestätigt.

Wechsel in der Gruppen- und Geschäftsleitung

Elfried Hasler schied aus persönlichen Gründen und auf eigenen

Wunsch per 30. Juni 2011 aus der Gruppen- und Geschäftsleitung

der Liechtensteinischen Landesbank aus. Verwaltungsrat

und Geschäftsleitung danken Elfried Hasler für sein grosses

und weitsichtiges Engagement sowie für seinen Einsatz zum

Wohle der LLB-Gruppe.

Urs Müller, Leiter der Geschäftseinheit Institutionelle Kunden,

wurde vom Verwaltungsrat zum Mitglied der Gruppenund

Geschäftsleitung ernannt. Er übernahm per 1. April 2011

die Funktion von Roland Matt und zeichnet für die Märkte

Inland und Institutionelle verantwortlich. Roland Matt übernahm

den Bereich Markt International. Dr. Kurt Mäder blieb

Leiter des Corporate Service Center. Dr. Josef Fehr hatte weiterhin

den Vorsitz der Gruppen- und Geschäftsleitung inne.

Per 16. Januar 2012 trat Dr. Josef Fehr aus persönlichen

Gründen und auf eigenen Wunsch als Vorsitzender der Gruppen-

und Geschäftsleitung zurück. 26 Jahre lang hatte er sich

grosse Verdienste um die Entwicklung der LLB-Gruppe erworben.

Seit 1992 gehörte er der Geschäftsleitung an, Anfang

2000 wurde er deren Vorsitzender. Dr. Josef Fehr prägte alle

wichtigen Meilensteine der LLB AG massgebend mit: die Teilprivatisierung

im Jahr 1993, die Erschliessung neuer Geschäftsfelder

und Märkte, den Auf- und Ausbau des Private Banking,

den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Bank Linth und

die Wachstumsstrategie der Unternehmensgruppe.

Roland Matt übernahm am 16. Januar 2012 den Vorsitz

der Gruppen- und Geschäftsleitung, der er seit 2009 angehört.

Seit April 2011 war er stellvertretender Vorsitzender der Gruppen-

und Geschäftsleitung. Zuvor hatte er seit 2002 verschiedene

leitende Funktionen innerhalb der LLB bekleidet, zuletzt

bis März 2011 als Verantwortlicher für die Märkte Inland sowie

Institutionelle und seit April 2011 als Leiter des Marktes International.

Christoph M. Reich wurde per 16. Januar 2012 zum Chief

Financial Officer (CFO) bestellt. Gleichzeitig beförderte ihn der

Verwaltungsrat zum Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung.

Christoph M. Reich war seit November 2010 Leiter des

Stabes Group Finance & Risk der LLB-Gruppe.

Seit 16. Januar 2012 besteht die Gruppen- und Geschäftsleitung

aus fünf Mitgliedern. Der Prozess der Rekrutierung für

die vakante Position des Leiters Markt International hat begonnen.

Verwaltungsrat sowie Gruppen- und Geschäftsleitung

wollen die Organisationsstruktur der LLB-Gruppe noch stärker

auf die Kunden und Märkte ausrichten und haben ein entsprechendes

Projekt gestartet. Das Inkrafttreten der neuen

Organisationsstruktur ist für 1. Juli 2012 geplant.


Ausblick

Wir nehmen den Strukturwandel in der

Bankenwelt als Chance wahr. Auch dank der

neu eingeführten IT-Plattform Avaloq werden

wir 2012 die Effizienz in der LLB-Gruppe

steigern. Die Zinsen werden tief, die Aktienmärkte

volatil bleiben. Um erfolgreich zu

sein, schauen wir voraus und investieren in

die Zukunft.

Marktentwicklung

Tiefgreifende Veränderungen prägen die Hauptgeschäftsfelder

der LLB-Gruppe: Kunden im grenzüberschreitenden Private

Banking sind anspruchsvoll, und zur Notwendigkeit regulatorischer

Anpassungen gesellen sich weiterhin volatile Finanzmärkte.

Wir erwarten, dass die Geldpolitik zur Bewältigung der

Schuldenkrise in Europa locker und damit das ungewöhnlich

tiefe Zinsniveau erhalten bleibt. Deshalb gehen wir sowohl im

Vermögensverwaltungs- als auch im Kreditgeschäft von einem

anhaltenden Margendruck aus. Zugleich wollen wir den

Strukturwandel aktiv gestalten. So werden wir 2012 unsere

Infrastruktur weiter modernisieren, Kooperationen vertiefen,

Prozesse optimieren und Aufgaben automatisieren. Überdies

investieren wir in die Steigerung der Marktleistung.

Rahmenbedingungen

◆ Die Konjunktur schwächt sich weltweit ab. Die Folge

wird ein geringes Wachstum in Europa sein – eine Entwicklung,

der sich auch Liechtenstein und die Schweiz

nicht entziehen können. Das Wachstum in den Emerging

Markets bleibt stabil.

◆ Die Immobilienmärkte in Liechtenstein und in der

Ostschweiz sind robust.

◆ Die Zentralbanken SNB, EZB und Fed betreiben eine

expansive Geldpolitik, dies bei gleichzeitig restriktiver

Fiskalpolitik im Euro-Raum und in den USA.

◆ Die expansive Geldpolitik zieht kein Aufflammen der

Inflation nach sich.

◆ In den Kernwährungen CHF, EUR und USD verharren

die Zinsen auf tiefem Niveau.

◆ Die Aktienmärkte präsentieren sich volatil.

◆ Die Wechselkurse bleiben unverändert: CHF 1.20 bis

CHF 1.30 pro EUR, CHF 0.90 bis CHF 1.00 pro USD.

◆ Die regulatorischen Anforderungen werden komplexer:

zum Beispiel durch Basel III, FATCA, AIFM, Cross-Border-

Vorschriften.

Mögliche negative Einflüsse:

◆ Anhaltende Euro-, Finanz- und Schuldenkrise

◆ Eine weitere Aufwertung des Schweizer Frankens

gegenüber Euro und US-Dollar

◆ Ein Kollaps grosser europäischer Banken im Zuge

der Euro-Krise

◆ Eine Rezession in Europa und in den USA

Ziele der LLB-Gruppe 2012

Die Grundsteine, auf denen wir für unsere Entwicklung aufbauen

können, sind gelegt: Mit der Einführung von Avaloq

lässt sich unsere Effizienz deutlich steigern. Mitte 2012 gehen

die Shared Service Centers für Zahlungsverkehr, Wertschriftenverwaltung

und Handel gruppenweit in Betrieb. Der Analyse

des Programms move! folgen zusätzliche Massnahmen zur

Erhöhung der Produktivität. 2012 konzentrieren wir uns auf

die Umsetzung verschiedener Projekte des Programms move!

26

27


und der geplanten Reorganisation der LLB-Gruppe. In unseren

Heimmärkten investieren wir in die Erneuerung des Geschäftsstellennetzes.

Hier stehen die Bauprojekte im liechtensteinischen

Eschen sowie in den Schweizer Gemeinden Pfäffikon / SZ,

Kaltbrunn und Schmerikon im Vordergrund. In unseren Wachstumsmärkten

Osteuropa, Naher und Mittlerer Osten erhöhen

wir die Marktpräsenz.

Wir halten an unserer Drei-Säulen-Strategie fest. Zugleich

konzentrieren wir uns auf unser Kerngeschäft. Aus diesem

Grund hat die LLB im September 2011 ihre 48-Prozent-Beteiligung

an der Lebensversicherungsgesellschaft Elips Life AG an

die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re)

verkauft. Ausserdem beabsichtigen wir, im ersten Halbjahr

2012 unsere 67-Prozent-Beteiligung an der swisspartners Investment

Network AG zu veräussern.

Ergebnisprognose

Die Marktturbulenzen und die Dynamik, der die internationalen

ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen

unterliegen, sowie die Veränderungen im grenzüberschreitenden

Private Banking bringen Unsicherheiten mit sich. Deshalb

verzichten wir auf eine Ergebnisprognose und konzentrieren

uns auf das, was wir beeinflussen können. Mit unseren Shared

Service Centers und dem Programm move! werden wir Kosten

senken. Zugleich werden wir die Organisationsstruktur der

LLB-Gruppe verstärkt auf die Kunden und Märkte ausrichten

und die Voraussetzungen schaffen, um gestärkt in die Zukunft

zu gehen.

Ausschüttungspolitik

Aufgrund des unbefriedigenden Jahresergebnisses 2011

schlagen wir der Generalversammlung vom 4. Mai 2012 eine

deutliche Senkung der Dividende 2011 vor. In Zukunft wollen

wir unseren Aktionären auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld

wieder eine attraktive Dividendenrendite bieten.


1Geschäftslage

Segmentberichterstattung Kunden und Märkte 31 i Markt Inland 36

Markt International 39 i Markt Institutionelle 42 i Corporate Center 45

Stakeholder-Bericht LLB-Aktie 47 i Marke und Sponsoring 49

Mitarbeitende 52 i Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen 55

Soziale und ökologische Verantwortung 57 i Corporate Governance 60

Geschäftslage


Kunden und Märkte

Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich

das Verhalten der Kunden verändert: Sicherheit

und Vertrauen sind entscheidend. Die LLB-

Gruppe hat in den Märkten Liechtenstein und

Schweiz ihre Position behauptet sowie in den

Wachstumsmärkten zugelegt. Der Wettbewerb

wird sich in Zukunft noch verschärfen.

Markt Inland

Privat- und Firmenkunden

Die Weltkonjunktur zeigte sich 2011 fragil. Das Marktumfeld

wurde von einem intensiven Wettbewerb geprägt. Dennoch

konnte die LLB-Gruppe die Zahl ihrer Privat- und Firmenkunden

im Markt Inland leicht erhöhen sowie ihre starke Position im

Hypothekargeschäft festigen. Trotz grossem Konkurrenzdruck

konnten wir die Zinsmargen im Kreditgeschäft halten. Die

durchschnittlichen Belehnungssätze blieben stabil. Erste Wahl

waren bei den meisten Kunden kurz laufende Festhypotheken.

Die Liechtensteinische Landesbank wendet bei der Kreditvergabe

ihre bewährten Grundsätze an. Wesentlich sind hierbei

der Belehnungswert und eine ausreichende Tragbarkeit.

Das wirtschaftliche Umfeld war im Berichtsjahr anspruchsvoll:

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone, die starke Aufwertung

des Schweizer Frankens und die abflauende Auslandskonjunktur

belasteten die Wirtschaft in unseren Heimmärkten. Die

Entwicklung in Europa gilt für die Wirtschaftsstandorte Liechtenstein

und Schweiz als Hauptrisiko, denn für beide Länder ist

die EU der wichtigste Handelspartner. Die Exportindustrie

musste sich 2011 mit Währungseffekten auseinandersetzen.

Am 6. September entschied die Schweizerische Nationalbank,

den Mindestkurs des Frankens zum Euro auf 1.20 festzulegen.

Diese Massnahme führte zu einer Stabilisierung der Lage und

brachte für die Unternehmen mehr Planungssicherheit. In

den ersten drei Quartalen 2011 nahmen die Ausfuhren zu, im

letzten Quartal jedoch kühlte das Exportklima merklich ab.

Auch die Umsätze des Detailhandels gingen zurück, der

starke Franken zog einen Einkaufstourismus in die Euro-Länder

nach sich. Der Boom in der Bauwirtschaft hielt, gestützt durch

die historisch tiefen Zinsen, weiter an. In der Ostschweiz blieb

die Nachfrage nach Wohnungseigentum aufgrund der Zuwanderung

gross. Mit der erwarteten Liberalisierung in diesem

Bereich verharrte auch die Bauwirtschaft in Liechtenstein auf

hohem Niveau. Die Arbeitslosenquote lag in den Heimmärkten

der LLB-Gruppe unter dem Schweizer Durchschnitt von 3.3 Prozent

Ende Dezember 2011. In Liechtenstein betrug sie 2.5 Prozent,

in der Ostschweiz 2.4 Prozent.

Betriebliche und private Vorsorge

Weiterhin dynamisch – wenn auch langsamer – hat sich 2011

der Vorsorgeplatz Liechtenstein entwickelt. Hauptprodukte

der Versicherungsgesellschaften sind innovative Versicherungslösungen,

die auf die rechtlichen und steuerlichen Gesetzgebungen

der Zielländer zugeschnitten werden und eine wichtige

Form der Altersvorsorge darstellen. Als EWR-Staat und

Zollvertragspartner der Schweiz ist Liechtenstein das einzige

Land mit Zugang zum schweizerischen und zum europäischen

Markt. Die stabile und liberale Wirtschaftsordnung fördert

Produktinnovationen. So ist Liechtenstein ein guter Standort

für internationale Pensionsfonds. Seit 1989 ist in Liechtenstein

das Know-how im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge

gewachsen. 2007 hat Liechtenstein die EU-Pensionfonds-

30

31

Geschäftslage i Kunden und Märkte


Wichtigste Marktbearbeitungsmassnahmen im Markt Inland

Neue Produkte

und Dienstleistungen

Kundenanlässe

Messen

Standorte

Marktauftritt

richtlinie im nationalen Pensionsfondsgesetz verankert. Damit

befindet es sich in einer guten Ausgangslage, um im jungen

Wachstumsmarkt mitzuspielen.

Die Liechtensteinische Landesbank AG hat sich auf dem

Vorsorgeplatz als Kompetenzzentrum für die betriebliche und

private Altersvorsorge etabliert. Auch wenn sie im September

2011 ihre 48-prozentige Beteiligung an der Lebensversicherungsgesellschaft

Elips Life AG an die Schweizerische Rückversicherungsgesellschaft

(Swiss Re) verkauft hat, arbeitet sie

im Bereich der kollektiven Vorsorge nach wie vor mit dem Unternehmen

zusammen. Sie baut die Bereiche private Finanzplanung

und betriebliche Vorsorge weiter aus.

Zugleich wächst die LLB Vorsorgestiftung für Liechtenstein

stetig. Per 31. Dezember 2011 betreute sie 330 (2010: 300,

2009: 288) Unternehmen mit 3'500 (2010: 2'981, 2009: 2'679)

Mitarbeitenden. Das Vorsorgekapital lag bei CHF 291 Mio.

(2010: CHF 243 Mio., 2009: CHF 212 Mio.). Der Schweizer

Pensionskasse ALVOSO LLB waren 261 (2010: 271, 2009: 231)

Unternehmen mit 1'281 (2010: 1'294, 2009: 1'024) Mitarbeitenden

angeschlossen. Das Vorsorgekapital belief sich auf

CHF 156 Mio. (2010: CHF 154 Mio., 2009: CHF 128 Mio.).

Trotz der schwachen Finanzmärkte und volatiler Währungen

sind die Pensionskassen der LLB-Gruppe unverändert solide

finanziert. Die LLB Vorsorgestiftung für Liechtenstein zeigt

sich stabil und wächst weiter. Die Verzinsung der Alterskapitalien

der Versicherten lag bei 2.0 Prozent. Die jährlichen Altersgutschriften

betrugen rund CHF 23 Mio. Nach Grösse und

Marktanteilen belegt die jüngste Vorsorgestiftung des Landes

Platz zwei unter den unabhängigen Sammelstiftungen in

Liechtenstein. 2011 haben wir unsere technischen Grundlagen

LLB Bank Linth

◆ Zwei inflationsgeschützte Fonds

◆ Kampagne «Richtig einfach» (Konzept zur

◆ Einführung des Segments Individualkunden

◆ Spezialaktionen zum 150-Jahr-Jubiläum

Vereinfachung der Bankdienstleistungen)

◆ «Exklusiv im Hof» (Kundenanlässe im

Private Banking)

◆ Women Finance

◆ Investmentforum

◆ Inhouse-Seminare bei Unternehmen

◆ Finanzperspektiven zum Thema

betriebliche Vorsorge

◆ Diverse Aktionen im Rahmen des

150-Jahr-Jubiläums

◆ LLB-Golfturnier Domat / Ems

◆ Neubau der Geschäftsstelle Eschen

◆ Zusammenarbeit mit der Liechtensteinischen

Post im Bereich Geldautomaten

ab 2012

◆ Überarbeitung der Website www.llb.li

◆ Imagekampagne 150-Jahr-Jubiläum

überprüft. Im Mittelpunkt stand dabei zum einen der technische

Zinssatz, der jetzt bei 4.0 Prozent liegt und ab 1. Januar

2012 angesichts der demografischen Entwicklung auf 3.5 Prozent

gesenkt wird. Zum anderen ging es um die Festlegung

des Rentenumwandlungssatzes, der 7.0 Prozent beträgt und

ab 1. Januar 2015 auf 6.8 Prozent gesenkt wird. Die LLB Vorsorgestiftung

für Liechtenstein verfügt über eine sehr gute Versichertenstruktur:

Einem Rentner stehen 100 aktive Versicherte

gegenüber.

Entwicklung Vorsorgekapital

2007 – 2011, in Millionen CHF

2011

2010

2009

2008

2007

◆ Zwei Anlegerkonferenzen in Pfäffikon (SZ)

und Bad Ragaz

◆ 7. Bank-Linth-Golf-Einladungsturnier in

Bad Ragaz

◆ Vier Kundenanlässe im Private Banking

◆ GEWA Hombrechtikon

◆ Eröffnung der Geschäftsstellen Erlenbach

und Winterthur

◆ Planung und / oder Beginn der Neubauten /

Renovierungen der Geschäftsstellen Pfäffikon

(SZ), Kaltbrunn und Schmerikon

115

145

212

243

50 100 150 200 250 300

291


Die Hypothekarkredite, die eine Bank heute eingeht,

bestimmen ihre Bilanz für die nächsten zwanzig bis

dreissig Jahre. Die Entwicklung in der Schweiz rückte

2011 ein nachhaltiges Risikomanagement der Hypothekaranbieter

ins Zentrum. Dieses muss sicherstellen,

dass trotz tiefer Zinsniveaus und enger Margen

eine vorsichtige und sorgfältige Kreditvergabe betrieben

wird. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht

(FINMA) und die Schweizerische Nationalbank

sowie die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA)

haben 2011 das Hypothekargeschäft der Banken

genauer überprüft. Die LLB-Gruppe hält sich an eine

strenge Ausleihungspolitik. Sie verfolgte auch 2011

das Ziel, die Eigenmittel zu erhöhen, und hat die

Eigenmittel- und Liquiditätsvorschriften des neuen

Globalstandards Basel III bereits weitgehend umgesetzt.

Markt International

Der Finanzplatz Liechtenstein ist sich seiner Verantwortung

als Teil eines weltweit integrierten Wirtschaftsraumes bewusst.

Seit 2008 hat Liechtenstein zwei Dutzend OECD-konforme

Steuerinformationsaustausch-Abkommen sowie Doppelbesteuerungsabkommen

(DBA) – darunter mit der Bundesrepublik

Deutschland – abgeschlossen. Im Herbst 2011 hat die

Peer Group des Global Forum der OECD die erste Phase ihres

Review-Prozesses beendet. Sie stellte Liechtenstein ein gutes

Zeugnis aus. Im Bereich Banken hat sie alle Prüfpunkte mit

«fully compliant», das heisst als OECD-konform bewertet. Damit

wird Liechtenstein international als moderner, stabiler

und nachhaltiger Finanzplatz anerkannt und nicht mehr als Offshore-Finanzplatz

gesehen. Ende 2012 soll die Umsetzung

der OECD-Standards in der Praxis geprüft werden.

2011 hat sich der Bankenplatz Liechtenstein gut behauptet.

Zwar wirkten sich die Turbulenzen an den Börsen negativ

auf die Performance der Investments aus, gleichzeitig aber

hielten die Banken im Durchschnitt freiwillig mehr als das Doppelte

der erforderlichen Eigenmittel. Das Geschäftsmodell des

Private Banking erwies sich als stabil, die Banken verzeichneten

weitere Neugeld-Zuflüsse. Im Markt International der LLB-

Gruppe waren folgende Trends zu beobachten: Vermögen aus

den Emerging Markets werden zunehmen und an Bedeutung

gewinnen, Vermögen aus den bisherigen Kernmärkten hingegen

werden in Zukunft zurückgehen.

Der Druck seitens der Europäischen Union und der USA auf

die Finanzplätze Schweiz und Liechtenstein bleibt bestehen.

Die Schweiz hat mit Deutschland und Grossbritannien Abkommen

über die Abgeltungssteuer unterzeichnet. Die Regulierung

und Harmonisierung der Finanzmärkte setzt sich fort. Neben

Anpassungen an neue Rahmenbedingungen scheinen zusätzliche

strukturelle Änderungen unvermeidbar. Der Konsolidierungsdruck

wird steigen, sodass im Finanzsektor verschiedene

Formen der Zusammenarbeit zu erwarten sind.

Aufgrund des starken Schweizer Frankens sind internationale

Vermögensverwalter sowohl in der Schweiz als auch in

Liechtenstein in eine sich öffnende Kosten-Ertragsschere geraten.

Die Einnahmen fallen zum Grossteil in Euro oder US-Dollar

an, die Kosten aber in Franken. Wegen des tiefen Zinsniveaus

sanken die Erträge aus dem Zinsengeschäft, überdies verhielten

sich die verunsicherten Kunden passiv.

Die Aktienmärkte blieben 2011 unberechenbar, sie schlossen

bei hoher Volatilität unter dem Wert von 2010. Festverzinsliche

Anlagen boten insbesondere auch deshalb kaum eine

Alternative, weil die Unsicherheiten der Märkte auf Staatsanleihen

übergriffen. Viele Kunden hielten entweder einen grossen

Anteil an Liquidität, führten Gelder in eigene Unternehmen

zurück oder investierten in traditionelle Sachwerte wie Immobilien

oder Gold. 2011 ging es in erster Linie um den Erhalt und

die Sicherung von Vermögen.

32

33

Geschäftslage i Kunden und Märkte


Entwicklung Kundenvermögen

2007 – 2011, in Millionen CHF

2011

2010

2009

2008

2007

13'467

14'474

15'030

15'698

13'475

3'000 6'000 9'000 12'000 15'000 18'000

Markt Institutionelle

2011 stand der liechtensteinische Fondsplatz unter hohem

Konkurrenzdruck. Der Wettbewerb unter den europäischen

Fondsstandorten verstärkte sich spürbar. Neue Fonds wurden

angesichts volatiler Aktienmärkte sowie der Euro-Krise und

tiefer Zinsen zurückhaltend lanciert. Zudem kamen nur wenige

Innovationen auf den Markt. Bei diesen handelte es sich hauptsächlich

um Strukturen von Family Offices, wie beispielsweise

für Private Equity oder Immobilien.

Intermediäre wie Endkunden zeigten sich 2011 äusserst

preissensitiv und erwarteten ein den Marktbedingungen entsprechendes

Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Anbieter reagierten

mit wachsend aggressiver Preisreduzierung, um die wenigen

zufliessenden Neugelder zu sichern.

Als einer der drei grössten Fondsanbieter in Liechtenstein

stehen wir in Zukunft vor neuen Herausforderungen: Liechtenstein

hat am 1. August 2011 mit dem Gesetz für bestimmte

Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren die EU-

Richtlinie UCITS IV übernommen, um Marktchancen in der

EU zu eröffnen und dem Fondsstandort Liechtenstein zusätzliche

Attraktivität zu verleihen. Bis Juli 2013 soll zudem die

AIFM-Richtlinie (Alternative Investment Fund Managers) in

nationales Recht umgesetzt werden. Die neuen EU-Richtlinien

werden den Konkurrenzdruck im europäischen Fondsmarkt

weiter erhöhen.

Das UCITS-IV-Gesetz dürfte Liechtenstein in Zukunft besonders

für Fondspromotoren mit international ausgerichteten

Fondsstrukturen noch interessanter machen. So ermöglicht

der EU-Pass einer Kapitalanlagegesellschaft, in einem anderen

EU-Land domizilierte UCITS – Fonds, die der EU-Investmentdirektive

entsprechen – aufzulegen, ohne dort eine Tochtergesellschaft

oder Niederlassung zu gründen oder zu unterhalten.

Das sogenannte «Key Investor Information Document» (KIID),

das die wesentlichen Informationen für den Anleger beinhaltet,

löst den bisherigen vereinfachten Verkaufsprospekt ab. Das

KIID ist europaweit standardisiert und erlaubt es Investoren,

verschiedene Fonds rasch zu vergleichen.

Das liechtensteinische UCITS-Gesetz sieht neu auch grenzüberschreitende

Master-Feeder-Strukturen unter dem UCITS

Label vor. Die Schaffung eines Feeder UCITS setzt voraus, dass

dieser mindestens 85 Prozent seines Vermögens in Anteile

eines anderen UCITS oder eines Teilvermögens eines anderen

Master UCITS anlegt. Ausserdem bestehen neu klare Rahmenbedingungen

für die Verschmelzung von Fonds, und die «time

to market» im grenzüberschreitenden Vertrieb wird durch ein

effizienteres Zulassungsverfahren wesentlich verkürzt. Die

Anzeige zur Erstzulassung von Fonds erfolgt direkt zwischen

den Aufsichtsbehörden.

Die AIFM-Richtlinie der EU trat am 21. Juli 2011 in Kraft,

sie ist eine direkte Folge der Finanzkrise. Mit ihr unterstellt die

EU alle Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) einer

Aufsicht. Bis 21. Juli 2013 müssen die europäischen Mitgliedstaaten

die Vorschriften in nationales Recht überführen. Managern

mit Sitz in der EU steht damit ab 2013 der EU-Pass zur

Verfügung, der das EU-weite Management und den Vertrieb von

Non-UCITS ermöglicht. Davon sind neben Hedge Funds und

Private Equity Funds auch Immobilien- und Rohstofffonds sowie

alle offenen und geschlossenen Kollektivanlagen betroffen.

Die Richtlinie gilt ebenfalls für Manager von Non-UCITS, die

ihren Sitz in einem Drittstaat wie etwa der Schweiz haben, und

von dort einen Non-UCITS in der EU vertreiben möchten.

Entwicklung Fondsvolumen

2007 – 2011, in Millionen CHF

2011

2010

2009

2008

2007

Entwicklung Depotbankmandate

2007 – 2011, Anzahl

2011

2010

2009

2008

2007

6'560

156

8'641

9'314

8'817

2'000 4'000 6'000 8'000 10'000 12'000

185

198

10'832

218

30 60 90 120 150 180 210 240

240


Geschäftsfelder der LLB-Gruppe: nach Zielmärkten, Kunden und Trends

Ertrag

Anteil am Geschäftsertrag

Ergebnis vor Steuern

Kundenvermögen

Anzahl Mitarbeitende,

per 31. Dezember 2011

(teilzeitbereinigt)

Kunden

Herkunft der Kunden

Angebot

Vertrieb

Markttreiber

Marktanteile

Wichtigste Wettbewerber

Markt Inland Markt International Markt Institutionelle

CHF 153.1 Mio.

41.5 %

CHF 43.6 Mio.

CHF 13.8 Mia.

418

◆ Privatpersonen

◆ Klein- und Mittelunternehmen

◆ Liechtenstein

◆ Schweiz

◆ Retail Banking: z. B. Spar- und

Hypothekargeschäft, Zahlungsverkehr

◆ Firmenkundengeschäft

◆ Private Banking

◆ Private Finanzplanung

◆ Liechtenstein: 5 Geschäftsstellen,

20 Bancomaten (gemeinsamer

Betrieb der LLB-Bancomaten und

der Postomaten ab 2012), Online

Banking

◆ Schweiz: 25 Geschäftsstellen,

30 Bancomaten, Online-Banking

◆ Generelles Wirtschaftswachstum

◆ Bautätigkeit

◆ Tiefe Zinsen

◆ Zunehmende Nutzung des

Online Banking

◆ Private Vorsorge (3. Säule)

◆ Marktführer im liechtensteinischen

Spar- und Hypothekargeschäft

sowie in der privaten

Vorsorge

◆ Grösste Regionalbank der Ostschweiz

CHF 119.2 Mio.

32.3 %

CHF 0.4 Mio.

CHF 13.5 Mia.

296

◆ Privatpersonen

◆ Kernmärkte: Österreich, Italien,

Deutschland

◆ Wachstumsmärkte: Russland,

Osteuropa, Naher und Mittlerer

Osten

◆ Private Banking: z. B. Anlageberatung,

Vermögensverwaltung

und -strukturierung, private

Finanzplanung

◆ Lombardkredite

◆ 3 Buchungszentren (Vaduz,

Zürich, Wien)

◆ 4 weitere nationale und internationale

Standorte

◆ Vermittlernetzwerke in Wachstumsmärkten

◆ Starkes Wachstum der HNWI-

Vermögen (High Net Worth Individuals

in Osteuropa sowie im

Nahen und Mittleren Osten)

◆ Wachsendes Bedürfnis nach einfachen

und massgeschneiderten

Anlagemöglichkeiten, sowie nach

transparenten Anlagelösungen

und Asset Protection

◆ Stabilität des Schweizer Frankens

◆ Nischenanbieter im internationalen

Private Banking

◆ Liechtenstein: VP Bank, LGT, ◆ Diverse international tätige

Centrum Bank, Neue Bank

Gross- und Privatbanken

◆ Schweiz: St. Galler Kantonalbank,

Graubündner Kantonalbank,

UBS, Credit Suisse, Raiffeisenbanken,

Regionalbanken

CHF 96.8 Mio.

26.2 %

CHF 0.3 Mio.

CHF 18.1 Mia.

79

◆ Intermediäre

◆ Fondspromotoren

◆ Unabhängige Vermögensverwalter

◆ Öffentlich-rechtliche Körperschaften

◆ Einrichtungen der betrieblichen

Vorsorge

◆ Liechtenstein

◆ Schweiz

◆ International

◆ Fonds- und Asset Management

◆ Private-Labelling-Dienstleistungen

◆ Brokerage and Custody Services

◆ Lombardkredite

◆ Vertrieb via Vaduz und Zürich

◆ Wachsendes Bedürfnis nach

massgeschneiderten Anlagemöglichkeiten

und transparenten

Anlagelösungen

◆ Suche nach Alternativen für

strukturierte Anlagegefässe

◆ Attraktivität des Fondsstandortes

Liechtenstein

◆ Börsenperformance

◆ Grösster Fondsanbieter in

Liechtenstein *

◆ Zweitgrösster Vermögensverwalter

in Liechtenstein **

* Gemessen an der Anzahl

Depotbankmandate.

** Nach verwalteten Vermögen.

◆ LGT, VP Bank, Centrum Bank,

Neue Bank

◆ Diverse international tätige

Gross- und Privatkunden

34

35

Geschäftslage i Kunden und Märkte


Markt Inland

Die Tiefzinssituation führte 2011 zu einer

erhöhten Kreditvergabe der Liechtensteiner

und Schweizer Banken. Der Immobilienmarkt

blieb dynamisch, der Wettbewerb intensiv.

Die LLB-Gruppe verzeichnete im Hypothekargeschäft

trotz strikter Kreditpolitik erneut

ein hohes Niveau. Wie in den vergangenen

Jahren investierten wir in den Ausbau und die

Modernisierung des Geschäftsstellennetzes.

Struktur

Das Geschäftsfeld Markt Inland ist ein starkes Fundament der

LLB-Gruppe. Es umfasst das Universalbanken- sowie das Private-Banking-Geschäft

in den Heimmärkten Liechtenstein und

Schweiz. Die Liechtensteinische Landesbank mit Hauptsitz in

Vaduz und die Bank Linth mit Hauptsitz in Uznach bieten die

gesamte Bandbreite der Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte

für Privat- und Firmenkunden: darunter Anlageberatung

und Vermögensverwaltung, private Finanzplanung und

betriebliche Vorsorge sowie Spar- und Hypothekargeschäft. Sie

verfügen über 5 Geschäftsstellen in Liechtenstein und 25 in

den Schweizer Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Glarus.

Hinzu kommen 50 Bancomat-Standorte: 20 in Liechtenstein

und 30 in der Ostschweiz.

Investitionen

2011 haben wir in den Ausbau und die Erweiterung des Geschäftsstellennetzes,

in einen modernen Online-Auftritt sowie

in die Erneuerung der Banken-IT investiert. Seit 1. Januar ist der

gesamte Markt Inland vom Front- bis in den Back-Office-Bereich

mit dem Avaloq Banking System vernetzt. Damit wollen

wir unsere Effizienz steigern und zeitnah den Anliegen unserer

Kunden noch besser Rechnung tragen. Grundsätzlich steht für

die LLB-Gruppe der persönliche Kontakt zu ihren Kunden im

Vordergrund. So haben wir 2011 das Segment Individualkunden

eingeführt, was eine gezieltere und aktivere Kundenansprache

ermöglicht. Im Juni eröffnete die Bank Linth eine neue

Geschäftsstelle in Erlenbach, im November in Winterthur.

2012 ist geplant, Neubauten im liechtensteinischen Eschen

sowie in den Schweizer Gemeinden Kaltbrunn, Pfäffikon (SZ)

und Schmerikon in Betrieb zu nehmen. Überdies investierten

wir im Berichtsjahr in den Ausbau unseres Know-hows im

Kredit- und Steuerbereich. Am 5. Dezember ging unsere überarbeitete

Website online, die unter www.llb.li Übersicht und

Orientierung gibt.

Segmentergebnis

Im Geschäftsfeld Markt Inland konnte sich die LLB-Gruppe

2011 trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut behaupten.

Die Ausleihungen – insbesondere Hypotheken – stiegen auf

ein hohes Niveau, weshalb der Erfolg aus dem Zinsengeschäft

trotz Tiefzinsphase und anhaltendem Margendruck gesteigert

werden konnte. Gute Neugeld-Zuflüsse schlugen sich positiv

auf die Entwicklung des Erfolgs aus dem Kommissions- und

Dienstleistungsgeschäft nieder. Die Kunden waren zurückhaltend

in ihrem Anlageverhalten, was sich auf unser Ergebnis

auswirkte. Gleichzeitig stieg unser Aufwand, bedingt durch

die Investitionen in die neuen Geschäftsstellen der Bank Linth

sowie die Einführung des Segments Individualkunden.


Der Geschäftsertrag nahm um 12.8 Prozent auf CHF 153.1 Mio.

(2010: CHF 135.8 Mio., 2009: CHF 145.0 Mio.) zu. Der Geschäftsaufwand

erhöhte sich um 5.2 Prozent auf CHF 109.5 Mio. (2010:

CHF 104.1 Mio., 2009: CHF 100.6 Mio.). Das Segmentergebnis

vor Steuern stieg um 37.8 Prozent auf CHF 43.6 Mio. (2010:

CHF 31.7 Mio., 2009: CHF 44.4 Mio.). Die Cost-Income-Ratio

ging auf 71.5 Prozent zurück (2010: 76.7 %, 2009: 69.4 %). Der

Netto-Neugeld-Zufluss belief sich auf CHF 655 Mio. (2010:

CHF 1'023 Mio., 2009: CHF 682 Mio.). Die Kundenvermögen verzeichneten

einen Zuwachs von 3.1 Prozent auf CHF 13.8 Mia.

(31. Dezember 2010: CHF 13.3 Mia., 31. Dezember 2009:

CHF 12.7 Mia.). Der dynamische Immobilienmarkt in Liechtenstein

und der Ostschweiz, die aktive Bearbeitung der Märkte

und eine gute Beratung unserer Kunden hatten zur Folge, dass

das Hypothekarvolumen auf CHF 7.7 Mia. (31. Dezember 2010:

CHF 7.2 Mia, 31. Dezember 2009: CHF 6.8 Mia.) anstieg.

4-Jahres-Trend

Die kontinuierliche Margenerosion hat das stetige Wachstum

der Kreditvolumen und der Kundenvermögen wieder wettgemacht.

Für die LLB-Gruppe bedeutet dies, laufend in die

Prozesseffizienz und Automatisierung investieren zu müssen.

Unser Markt wächst im Rahmen der Gesamtwirtschaft.

Entwicklung des Geschäftsertrages

2008 – 2011, in Tausend CHF

2011

2010

2009

2008

Entwicklung des Gewinns vor Steuern

2008 – 2011, in Tausend CHF

2011

2010

2009

2008

Entwicklung der Cost-Income-Ratio

2008 – 2011, in Prozent

2011

2010

2009

2008

153'145

135'792

144'965

163'069

30'000 60'000 90'000 120'000 150'000 180'000

31'670

43'637

44'367

49'778

10'000 20'000 30'000 40'000 50'000 60'000

71.5

76.7

69.4

69.5

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

«In unseren Heimmärkten Liechtenstein

und Schweiz betreuen wir rund 170'000

Kunden. Sie alle erwarten von uns, dass

wir moderne und zuverlässige Bankdienstleistungen

zu fairen Preisen anbieten.

Wie ich finde: mit Recht!»

Urs Müller, als Mitglied der Gruppenleitung

verantwortlich für das Geschäftsfeld Markt Inland

36

37

Geschäftslage i Markt Inland


Segmentrechnung

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Erfolg Zinsengeschäft 110'701 95'527 15.9

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 35'712 34'010 5.0

Erfolg Handelsgeschäft 6'542 7'741 –15.5

Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 190 –1'486

Total Geschäftsertrag 153'145 135'792 12.8

Personalaufwand –53'146 –50'752 4.7

Sachaufwand –19'782 –25'239 –21.6

Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –6'463 –6'403 0.9

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –1'613 –4'836 –66.6

Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) –28'504 –16'892 68.7

Total Geschäftsaufwand –109'508 –104'122 5.2

Segmentergebnis vor Steuern 43'637 31'670 37.8

Kennziffern

2011 2010

Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Millionen CHF) 655 1'023

Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Prozent) 4.9 8.0

Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (in Prozent) 71.5 76.7

Zusätzliche Informationen

in Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Kundenvermögen 13'766 13'347 3.1

Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 418 384 8.9


Markt International

Internationales Private Banking hat Wachstumspotenzial,

steht aber unter grossem Veränderungsdruck.

Die Kunden sind vorsichtig

und erwarten Dienstleistungen mit Mehrwert.

2011 stand für sie die Vermögenssicherung

im Vordergrund. Wir haben unser Fachwissen

im Bereich Steuern vertieft, länderspezifische

Produkte für unsere Zielmärkte entwickelt und

uns auf den Ausbau der Präsenz in den Wachstumsmärkten

konzentriert.

Struktur

Das Geschäftsfeld Markt International umfasst das internationale

Private Banking und Wealth Management der LLB-

Gruppe. Auf diesem Gebiet verfügen wir über ein in vielen Jahren

gewachsenes und verfeinertes Wissen. Unter den Marken

«Liechtensteinische Landesbank» – einschliesslich LLB Schweiz

und LLB Österreich – und «Jura Trust» stehen wir vermögenden

Privatkunden mit unserer Erfahrung und unserem Know-how

zur Seite: Wir bieten Anlageberatung, Vermögensverwaltung,

Vermögensstrukturierung und Finanzplanung an. Unser Fokus

liegt auf den Märkten Deutschland, Österreich, Italien, Russland,

Osteuropa sowie Naher und Mittlerer Osten. Wir sind an

folgenden Standorten präsent: Vaduz, Zürich, Lugano, Genf,

Wien, Abu Dhabi und Dubai.

Investitionen

2011 haben wir fortgesetzt, was wir 2010 begonnen hatten.

Da in Zukunft hohe Flexibilität und konsequente Kundenorientierung

über unsere Position in den Zielmärkten entscheidet,

haben wir weiter in die Ausbildung unserer Mitarbeitenden, in

den Ausbau unserer Teams sowie die Qualität und Effizienz

unserer IT-Prozesse und betrieblichen Abläufe investiert. Wir

haben unsere Beraterteams in Vaduz, Zürich, Genf, Wien und

Dubai um 16 Mitarbeitende aufgestockt und die Kompetenz

unserer Kundenberater erhöht. Sie müssen nicht nur Kundenbedürfnisse,

die sich verändern, erkennen und erfüllen, sondern

ebenso in puncto zunehmender Regularien auf dem neuesten

Stand sein. Entsprechend haben wir unser Know-how in

der komplexen Thematik des Cross Border Banking gruppenweit

vertieft.

Seit Juli 2011 bauen wir unser grenzüberschreitendes

Private Banking mit einer Zweigniederlassung in Genf aus. Für

unser Ziel, in den aufstrebenden Märkten Russland, Osteuropa

sowie Naher und Mittlerer Osten weiter zu wachsen, haben wir

in die Entwicklung länderspezifischer Produkte und Prozesse

investiert.

Der Fuchsbriefe-Verlag hat die Kontinuität unserer Beratungsqualität

in seinem Ranking 2012 unterstrichen: Die LLB

erreichte den sehr guten 16. Gesamtrang unter 100 getesteten

Vermögensverwaltern im deutschsprachigen Raum und rückte

auf der «Ewigen Bestenliste» auf Platz 19 vor.

Segmentergebnis

Das Umfeld im internationalen Private-Banking-Markt blieb

2011 angespannt. Viele Kunden sind angesichts der Turbulenzen

an den Kapitalmärkten verunsichert, ihr Vertrauen in die

Finanzindustrie und die Finanzmärkte ist allgemein gesunken.

Die Anleger investierten vorwiegend in risikoarme und somit

margenschwache Produkte. Die LLB-Gruppe baute ihre Kapazitäten

in Osteuropa sowie im Nahen und Mittleren Osten

aus und konnte dort ein gutes Wachstum ausweisen. Die Entwicklung

der Wechselkurse sowie die schwache Performance

der Aktienmärkte liessen die verwalteten Vermögen insgesamt

sinken.

38

39

Geschäftslage i Markt International


«Internationale Private-Banking-Kunden

suchen heute wieder vermehrt sichere und

zuverlässige Partner. Unser Hauptaktionär,

das Land Liechtenstein, gehört zu den

sechzehn Ländern weltweit, die über ein

AAA-Rating verfügen. Wir sind damit

gut positioniert.»

Roland Matt, als Mitglied der Gruppenleitung 2011

verantwortlich für das Geschäftsfeld Markt International

Insgesamt ging der Geschäftsertrag um 1.9 Prozent auf

CHF 119.2 Mio. (2010: CHF 121.5 Mio., 2009: CHF 142.7 Mio.)

zurück. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 8.3 Prozent

auf CHF 118.8 Mio. (2010: CHF 109.7 Mio., 2009: CHF 119.0

Mio.). Das Segmentergebnis vor Steuern lag mit CHF 0.4 Mio.

signifikant unter dem Wert des Vorjahres (2010: CHF 11.8 Mio.,

2009: CHF 23.7 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf Wertberichtigungen,

Rückstellungen und Verluste zurückzuführen. Die

Cost-Income-Ratio erhöhte sich auf 99.7 Prozent (2010: 90.3 %,

2009: 83.4 %). Die Bruttomarge stieg um 2.9 auf 85.3 Basispunkte

(2010: 82.4 Basispunkte, 2009: 92.9 Basispunkte). Die

Kundenvermögen nahmen um 7.0 Prozent auf CHF 13.5 Mia.

(31. Dezember 2010: CHF 14.5 Mia., 31. Dezember 2009:

CHF 15.0 Mia.) ab. Der Netto-Neugeld-Zufluss belief sich auf

CHF 216 Mio. (2010: Zufluss von CHF 955 Mio., 2009: Abfluss

von CHF 939 Mio.).

4-Jahres-Trend

Nach 2010 konnte der Finanzplatz Liechtenstein auch 2011 die

Verunsicherung korrigieren, die in den Jahren 2008 und 2009

durch die internationalen Steuerdiskussionen entstanden war.

Der LLB-Gruppe flossen wieder Neugelder zu. Die Entwicklung

der Börsen und der Wechselkurse hat dieses Wachstum allerdings

zunichte gemacht. Mit zunehmender Regulierung stiegen

zugleich die Kosten, was sich negativ auf die Margen auswirkte.

Weiteres Wachstum für unser Geschäftsfeld Markt

International sehen wir in den Emerging Markets, vor allem in

unseren Zielmärkten Russland, Osteuropa sowie Naher und

Mittlerer Osten. Die traditionellen Kernmärkte hingegen stagnieren.

Entwicklung des Geschäftsertrages

2008 – 2011, in Tausend CHF

2011

2010

2009

2008

Entwicklung des Gewinns vor Steuern

2008 – 2011, in Tausend CHF

2011

2010

2009

2008

Entwicklung der Cost-Income-Ratio

2008 – 2011, in Prozent

2011

2010

2009

2008

350

30'000 60'000 90'000 120'000 150'000 180'000

11'802

23'658

119'188

121'484

142'709

169'833

10'000 20'000 30'000 40'000 50'000 60'000

63.1

83.4

62'648

90.3

70'000

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

99.7


Segmentrechnung

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Erfolg Zinsengeschäft 14'333 11'014 30.1

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 91'073 98'840 –7.9

Erfolg Handelsgeschäft 6'812 6'723 1.3

Übriger Erfolg 6'970 4'907 42.0

Total Geschäftsertrag 119'188 121'484 –1.9

Personalaufwand –64'507 –67'257 –4.1

Sachaufwand –23'979 –22'740 5.4

Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –9'496 –9'929 –4.4

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –12'732 –5'874 116.8

Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) –8'124 –3'882 109.3

Total Geschäftsaufwand –118'838 –109'682 8.3

Segmentergebnis vor Steuern 350 11'802 –97.0

Kennziffern

2011 2010

Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Millionen CHF) 216 955

Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Prozent) 1.5 6.4

Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (in Prozent) 99.7 90.3

Geschäftsertrag / Durchschnittliches Kundenvermögen (in Basispunkten) 85.3 82.4

Zusätzliche Informationen

in Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Kundenvermögen 13'467 14'474 –7.0

Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 296 293 1.0

40

41

Geschäftslage i Markt International


Markt Institutionelle

Die Strategiefonds der LLB-Gruppe zählen

seit Jahren zu den besten in Europa. Wir bauen

unser Anlage-Know-how stetig aus. Mit der

Umsetzung der EU-Richtlinie UCITS IV ergeben

sich neue Chancen, passgenau geschneiderte

Fonds europaweit anzubieten und dem Konsolidierungsdruck

zu begegnen, unter dem Europas

Fondsbranche steht.

Struktur

Das Geschäftsfeld Markt Institutionelle umfasst das klassische

Intermediär- und Fondsgeschäft sowie das Asset Management

der LLB-Gruppe. Gemeinsam mit den drei Gruppengesellschaften

LLB Asset Management AG, LLB Fund Services AG und LLB

Fondsleitung AG konzentrieren wir uns auf professionelle Anleger

und Finanzintermediäre. Treuhänder, Vermögensverwalter,

Fondspromotoren und Investmentgesellschaften messen der

Qualität einen hohen Stellenwert bei. Sie finden bei uns umfassende

Dienstleistungen nach dem Konzept des One-Stop-

Shop: zur Gründung und Verwaltung von Private Label Funds

als Depotbank sowie als Manager und Anbieter eigener LLB-

Fonds. Unsere Zielmärkte sind Liechtenstein und die Schweiz.

Investitionen

2011 haben wir in die Erweiterung und Vertiefung unseres

Know-hows sowie in den Aufbau von Research- und Analysekapazitäten

investiert.

Segmentergebnis

Der wichtigste Wachstumsmotor im Geschäftsfeld Markt Institutionelle

ist der Bereich Fund Services. Hier realisieren wir

massgeschneiderte Fonds für unabhängige Vermögensverwalter

und andere Fondspromotoren. Dieser Geschäftsbereich ist

allerdings äusserst zyklisch, seine Entwicklung hängt stark mit

der Performance der Finanzmärkte zusammen. 2011 zeigten

sich die Kunden bei der Lancierung neuer Fonds zurückhaltend,

zudem kam es auch zu einzelnen Rückgaben von Anteilen bestehender

Fonds. Dennoch konnten wir die Anzahl der Depotbankmandate

um 22 erhöhen und damit einen Anstieg von 218

auf 240 verzeichnen. Die Liechtensteinische Landesbank ist

damit nach der Anzahl der Mandate eindeutig Marktführerin in

Liechtenstein. Das Fondsvolumen verringerte sich um 7.2 Prozent

auf CHF 8.6 Mia.

Die Kundenvermögen gingen um 4.0 Prozent auf CHF 18.1

Mia. (31. Dezember 2010: CHF 18.8 Mia., 31. Dezember 2009:

CHF 17.2 Mia.) zurück. Der Netto-Neugeld-Abfluss belief sich

auf CHF 64 Mio. gegenüber Netto-Neugeld-Zuflüssen von

CHF 811 Mio. im Jahr 2010 und von CHF 89 Mio. im Jahr 2009.

Das Tiefzinsumfeld wirkte sich negativ auf den Erfolg aus dem

Zinsengeschäft aus. Ebenfalls unter Druck waren die Erträge

aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Insgesamt

sank der Geschäftsertrag um 9.3 Prozent auf CHF 96.8 Mio.

(2010: CHF 106.7 Mio., 2009: CHF 106.3 Mio.). Der Geschäftsaufwand

erhöhte sich auf CHF 96.5 Mio. (2010: CHF 45.8 Mio.,

2009: CHF 26.3 Mio.). Grund dafür waren vor allem die auf

CHF 65.9 Mio. gestiegenen Wertberichtigungen. Das Segmentergebnis

vor Steuern reduzierte sich 2011 im Vergleich zu 2010

deutlich auf CHF 0.3 Mio. (2010: CHF 60.8 Mio., 2009: CHF 79.9

Mio.). Die Cost-Income-Ratio betrug 99.7 Prozent (2010: 43.0 %,

2009: 24.8 %). Die Bruttomarge lag bei 52.5 Basispunkten

(2010: 59.2 Basispunkte; 2009: 65.7 Basispunkte).


4-Jahres-Trend

Der Fondsplatz Liechtenstein hat sich in Europa etabliert,

die Fondsvolumen sind stetig gewachsen. Doch unterliegen

sowohl Fonds- als auch Depotbankgeschäft stark den Marktschwankungen.

In schwachen Marktphasen werden neue

Fonds nur sehr zurückhaltend lanciert. Im Treuhandgeschäft

und im Geschäft mit externen Vermögensverwaltern findet

in Liechtenstein eine Strukturbereinigung statt. Insgesamt

stufen wir die Aussichten vor dem Hintergrund der Einführung

der EU-Richtlinie UCITS IV positiv ein. Seit 1. August 2011 ist

in Liechtenstein das Gesetz über bestimmte Organismen für

gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (UCITSG) in Kraft, das

die EU-Richtlinie UCITS IV umsetzt. Dadurch ist die Zulassung

neuer Fondsprodukte in wesentlich kürzerer Zeit möglich.

Zugleich profitieren Verwaltungsgesellschaften in Liechtenstein

vom EU-Pass.

Entwicklung des Geschäftsertrages

2008 – 2011, in Tausend CHF

2011

2010

2009

2008

20'000 60'000 100'000 140'000

Entwicklung des Gewinns vor Steuern

2008 – 2011, in Tausend CHF

2011

2010

2009

2008

262

60'832

Entwicklung der Cost-Income-Ratio

2008 – 2011, in Prozent

2011

2010

2009

2008

96'783

106'650

106'253

79'930

107'772

20'000 40'000 60'000 80'000 100'000 120'000

24.8

26.0

43.0

145'581

10 20 30 40 50 60 70 80 90 100

99.7

«Wir profitieren überdurchschnittlich von

der Attraktivität des Fondsstandorts Liechtenstein.

Als führender Anbieter stellen wir

unseren Kunden ein umfassendes Servicepaket

zusammen.»

Urs Müller, als Mitglied der Gruppenleitung

verantwortlich für das Geschäftsfeld Markt Institutionelle

42

43

Geschäftslage i Markt Institutionelle


Segmentrechnung

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Erfolg Zinsengeschäft 13'158 14'286 –7.9

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 73'673 80'217 –8.2

Erfolg Handelsgeschäft 9'391 12'147 –22.7

Übriger Erfolg 561 0

Total Geschäftsertrag 96'783 106'650 –9.3

Personalaufwand –12'590 –13'976 –9.9

Sachaufwand –2'653 –2'685 –1.2

Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –258 –67 285.1

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –65'896 –15'864 315.4

Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) –15'124 –13'226 14.4

Total Geschäftsaufwand –96'521 –45'818 110.7

Segmentergebnis vor Steuern 262 60'832 –99.6

Kennziffern

2011 2010

Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Millionen CHF) –64 811

Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Prozent) –0.3 4.7

Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (in Prozent) 99.7 43.0

Geschäftsertrag / Durchschnittliches Kundenvermögen (in Basispunkten) 52.5 59.2

Zusätzliche Informationen

in Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Kundenvermögen 18'059 18'814 –4.0

Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 79 80 –1.3


Corporate Center

Das Corporate Center steuert, koordiniert und

kontrolliert konzernweite Geschäftsaktivitäten

und Prozesse. 2011 standen die Inbetriebnahme

der Bankensoftware Avaloq und der Neubau

der Geschäftsstelle in Eschen (FL) mit einem

«grünen» Rechenzentrum im Mittelpunkt. Mit

neuen Shared Service Centers gewinnt das

Corporate Center als Service-Einheit der LLB-

Gruppe an Bedeutung.

Struktur

Das Corporate Center umfasst die Organisationseinheit Corporate

Service Center, die Gruppenleitung und die Einheit

Special Clients. Es unterstützt unsere marktorientierten Geschäftsfelder

Inland, International und Institutionelle bei der

Umsetzung ihrer Aktivitäten und Strategien. Der Fokus liegt

auf Funktionen in den Bereichen Finanz- und Risikomanagement,

Marketing und Kommunikation, Handel und Wertschriften

administration, Zahlungsverkehr, Personalmanagement,

Recht und Compliance, Unternehmensentwicklung,

Produktmanagement, Logistik, Informatik. Die Bewirtschaftung

der eigenen Finanzanlagen wird im Corporate Center

ausgewiesen.

Investitionen

2011 hat die LLB-Gruppe ihr bislang grösstes Investitionsprojekt

abgeschlossen. Am 1. Januar ging am Hauptsitz in Vaduz

und bei der LLB Schweiz in Zürich die Bankensoftware Avaloq

in Betrieb. Die Bank Linth hatte die neueste Version bereits

im November 2010 eingeführt. Bei den Investitionen in Immobilien

stand 2011 der Neubau der Geschäftsstelle in Eschen

im Mittelpunkt. Wir planen, das Gebäude im Minergie-Standard

und das angeschlossene Rechenzentrum nach hohen ökologischen

Standards im vierten Quartal 2012 fertigzustellen. Zugleich

überprüfen und optimieren wir die Nutzungskonzepte

unserer Immobilien. 2012 streben wir erneut die Mitgliedschaft

an der SIX Swiss Exchange an. Mitte 2012 fasst die LLB-Gruppe

Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenverwaltung in

Shared Service Centers am Hauptsitz in Vaduz zusammen. Mit

deren Einrichtung und Organisation wird das Corporate Center

als zentraler Dienstleister noch bedeutender.

Segmentergebnis

Die volatilen Finanzmärkte, die Schwäche von Euro und US-

Dollar sowie das anhaltend tiefe Zinsniveau wirkten sich nachteilig

aus. Auch die Wertänderungen der Zinssatzswaps schlugen

negativ zu Buche. Als Folge sank der Geschäftsertrag auf

CHF 35.8 Mio. (2010: CHF 73.0 Mio., 2009: CHF 135.4 Mio.).

Der Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value

bewertet, belief sich auf CHF 0.4 Mio. (2010: minus CHF 0.3

Mio., 2009: plus CHF 33.2 Mio.). Der Geschäftsaufwand betrug

CHF 62.3 Mio. (2010: CHF 57.8 Mio., 2009: CHF 87.6 Mio.).

Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Amortisationen der

Investitionen in Avaloq und die Ausgaben für das 150-Jahr-

Jubiläum zurückzuführen. Das Segmentergebnis vor Steuern

wies 2011 aufgrund des Verlustes aus dem Handelsgeschäft

einen Jahresverlust von CHF 26.4 Mio. aus (Jahresgewinn 2010:

CHF 15.2 Mio., Jahresgewinn 2009: CHF 47.8 Mio.).

4-Jahres-Trend

Der Erfolg aus Finanzanlagen bestimmt das Ergebnis des Corporate

Center. Diesen verbucht die LLB-Gruppe direkt über die

Erfolgsrechnung. Der Personalbestand und entsprechend auch

der Geschäftsaufwand blieben in den letzten Jahren stabil.

44

45

Geschäftslage i Corporate Center


«Das Corporate Center wird immer mehr zum

Kompetenzzentrum für verschiedene Bereiche

der LLB-Gruppe. Wir müssen diese Dienste zu

wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Daran

werden wir gemessen.»

Dr. Kurt Mäder, als Mitglied der Gruppenleitung

verantwortlich für das Corporate Service Center

Segmentrechnung

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Erfolg Zinsengeschäft 51'586 54'327 –5.0

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 8'426 10'964 –23.1

Erfolg Handelsgeschäft –28'937 898

Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 449 –342

Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 0 –1'534 –100.0

Übriger Erfolg 4'307 8'635 –50.1

Total Geschäftsertrag 35'831 72'948 –50.9

Personalaufwand –50'850 –46'335 9.7

Sachaufwand –41'657 –33'967 22.6

Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –19'960 –13'241 50.7

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –1'547 1'776

Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) 51'752 34'000 52.2

Total Geschäftsaufwand –62'262 –57'767 7.8

Segmentergebnis vor Steuern –26'431 15'181

Kennziffern

2011 2010

Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Millionen CHF) –235 –83

Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Prozent) –7.5 –1.8

Zusätzliche Informationen

Entwicklung des Geschäftsertrages

2008 – 2011, in Tausend CHF

Entwicklung des Gewinns vor Steuern

2008 – 2011, in Tausend CHF

2011

2010

2009

2008 –52'814

0 20'000 40'000 60'000

in Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Kundenvermögen 2'808 3'142 –10.6

Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 330 330 0.0

2011

2010

2009

2008

2'512

20'000 60'000 100'000 140'000

–60'000

35'831

–26'431

–40'000

–20'000

72'948

15'181

135'419

47'817


LLB-Aktie

Die Aktie der Liechtensteinischen Landesbank

ist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Banktitel

gerieten 2011 besonders unter Druck. Die

Schuldenkrise der Euro-Staaten, Währungsturbulenzen

und das allgemein gesunkene

Vertrauen in Finanzinstitute liessen in Europa

die Kurse fallen. Die LLB-Aktie konnte sich

diesem Trend nicht entziehen, sie verlor

43.2 Prozent.

Marktkapitalisierung

Die LLB-Aktie ist an der SIX Swiss Exchange unter dem Symbol

LLB (Valorennummer 3019524) kotiert. 2011 wurden dort

2.05 Mio. LLB-Aktien gehandelt, das entspricht 6.7 Prozent

aller ausgegebenen Aktien. Am 31. Dezember 2011 betrug die

Marktkapitalisierung der Liechtensteinischen Landesbank AG

bei einer Anzahl von 30.8 Millionen Aktien CHF 1.3 Mia.

Aktionärsstruktur

Das Land Liechtenstein hielt 2011 unverändert 57.5 Prozent

der LLB-Aktien. Die liechtensteinische Regierung hat als Vertreterin

des Hauptaktionärs ihre mit der Beteiligung an der

Liechtensteinischen Landesbank AG verfolgte Strategie verabschiedet.

Mit dem Erlass der Beteiligungsstrategie wird eine

Vorgabe des Gesetzes über die Steuerung und Überwachung

öffentlicher Unternehmen (ÖUSG) von 2009 umgesetzt. Die

Regierung befürwortet die Börsenkotierung der LLB ausdrücklich

und hält an ihrer Mehrheitsbeteiligung von mindestens

51 Prozent fest.

Die LLB besass am Ende des Berichtsjahres 7.7 Prozent

ihrer eigenen Aktien, 4.5 Prozent hielten Thornburg Investment

Management Inc. und 0.1 Prozent die Mitglieder des Verwaltungsrates

und der Geschäftsleitung. Die übrigen Aktien befanden

sich per 31. Dezember 2011 in Streubesitz. Kein weiterer

Aktionär verfügte über mehr als 3 Prozent des Aktienkapitals.

Kursentwicklung 2011

Während der letzten fünf Jahre hatte die LLB-Aktie ihre Bankenvergleichsgruppe

übertroffen. Auch im Börsenjahr 2011

hielt sie sich trotz volatiler Finanzmärkte bis Ende August

stabil und besser als der europäische Branchenindex. Ihr Kurs

schwankte zwischen CHF 70.– und CHF 80.–. Mit der Veröffentlichung

des nicht zufriedenstellenden Halbjahresergebnisses

und schliesslich mit der Information über die Wertberichtigung

Ende September gab die Aktie deutlich nach. Sie schloss

2011 bei einem Kurs von CHF 41.50, das heisst, mit einem Verlust

von 43.2 Prozent. Im Vergleich dazu büssten der Stoxx

Europe 600 Banks Index in CHF 34.2 Prozent und der Swiss Performance

Index (SPI) 7.7 Prozent ein.

Der Gesamtertrag der LLB-Aktie lag 2011 bei –40.7 Prozent

(2010: 10.8 %). Ein Anleger, der Ende 2001 für CHF 1'000.– investiert

hatte, erzielte bis Ende 2011 ein Minus von CHF 213.80.

Mit einer Rendite von –2.4 Prozent pro Jahr übertraf die Aktie jedoch

den europäischen Branchenindex, der bei –7.9 Prozent lag.

Die Entwicklung der LLB-Aktie spiegelt die allgemeine Lage

wider. Nach einem guten Start der Finanzmärkte 2011 verunsicherten

die Atomkatastrophe in Japan, der Arabische Frühling

und die Konflikte im Nahen Osten die Anleger. Die Märkte erholten

sich zwar bis Ende Mai wieder, bevor schwache Konjunkturdaten,

die Verschärfung der europäischen Schuldenkrise

und die Diskussionen über die Schuldenobergrenze in den USA

die Kurse erneut deutlich unter Druck brachten.

46

47

Geschäftslage i LLB-Aktie


Im zweiten Halbjahr 2011 sorgten die anhaltende Staatsverschuldung

Griechenlands sowie die finanzielle Instabilität

Italiens und Spaniens für weitere Verunsicherung. Gegen Anfang

Oktober erreichten die internationalen Aktienmärkte den

Tiefpunkt, wobei die Verluste in Europa höher ausfielen als in

den USA und in Asien.

Die internationalen Ereignisse des Jahres 2011 trafen viele

Bankaktien überdurchschnittlich stark. Die wirtschaftliche

Unsicherheit, Währungsproblematiken und grössere Risiken

im Kreditgeschäft lasteten zudem auf den Finanzinstituten.

Und im Zuge der Diskussion um die Systemrelevanz unter dem

Stichwort «Too big to fail» musste eine Reihe internationaler

Bankengruppen ihr Geschäftsmodell überprüfen, neues Kapital

aufnehmen und ihre Ertragsziele nach unten korrigieren.

Ausschüttungspolitik

Die Liechtensteinische Landesbank verfolgt eine langfristig

ausgerichtete und attraktive Ausschüttungspolitik zugunsten

ihrer Aktionäre. Entsprechend kontinuierlich entwickelten

sich die Dividenden pro Aktie in der Vergangenheit. Die Ausschüttungsquote

bewegte sich zwischen 40 Prozent (2007)

und 89 Prozent (2010) des Konzerngewinns. Gleichzeitig ist die

LLB-Gruppe jedoch verpflichtet, ihre finanzielle Sicherheit und

Stabilität zu bewahren. Angesichts des unbefriedigenden Jahresergebnisses

2011, der fordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

und der Zielsetzung, die Eigenkapitaldecke zu

stärken, hat sich der Verwaltungsrat entschieden, der Generalversammlung

vom 4. Mai 2012 eine Dividende von CHF 0.30

(2010 und 2009: CHF 3.40) vorzuschlagen. Dies entspricht für

2011 einer Ausschüttungsquote von 55.3 Prozent. Die Dividendensumme

beträgt CHF 8.5 Mio.

Analystenempfehlungen

Analysten folgender Banken deckten 2011 die LLB-Aktie ab und

veröffentlichten regelmässig Studien und Einschätzungen zur

LLB: Bank Vontobel, MainFirst, UBS und Zürcher Kantonalbank.

Im Verlauf des Jahres 2011 stufte ein Analyst die Aktie von

«Halten» auf «Verkaufen» zurück. Drei Analysten blieben mit

ihrer Bewertung das ganze Jahr über bei «Halten».

Aktienperformance

Kommunikation mit dem Kapitalmarkt

Um ein aktuelles Bild der Chancen und Risiken unseres Geschäftsverlaufs

zu geben, führt die LLB-Gruppe mit Investoren,

Analysten und Medien einen offenen und kontinuierlichen

Dialog. Als börsenkotiertes Unternehmen sind wir verpflichtet,

für den Aktienkurs wichtige Informationen bekannt zu geben.

Dies beinhaltet Ad-hoc-Informationen bei kursrelevanten Ereignissen

mittels Medienmitteilung an alle Stakeholder. Wir

informieren Aktionäre, Kunden, Mitarbeitende und die Öffentlichkeit

zeitgleich, umfassend und regelmässig über unseren

Geschäftsgang, über Werttreiber, sowie unsere Strategie und

geben einen Überblick über die finanziellen und operativen

Kennzahlen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass der Kurs der LLB-

Aktie den Wert des Unternehmens fair widerspiegelt.

Die LLB-Gruppe veröffentlicht Jahresergebnisse und Halbjahresergebnisse.

Dazu gehören Medien- und Analystenkonferenzen

sowie Conference Calls. Bei den Generalversammlungen

berichten Verwaltungsrat und Geschäftsleitung transparent.

Ausserdem führen wir im Laufe des Jahres regelmässig Gespräche

mit Investoren, informieren im Rahmen von Roadshows

und nehmen an Fachkonferenzen für Finanzanalysten und

Investoren teil.

Alle öffentlich zugänglichen Informationen über die

LLB-Gruppe sind auf unserer Website www.llb.li abrufbar. Via

www.llb.li/registrierung kann sich jeder Interessierte für den

elektronischen Versand kursrelevanter Informationen über die

LLB-Gruppe registrieren. Jahres- und Halbjahresberichte geben

wir in Buchform heraus – und seit 2005 auch in einer umfassenden

Online-Version mit zahlreichen Zusatzfunktionen. Der Geschäftsbericht

2011 in deutscher Sprache ist unter gb2011.llb.li

und in englischer Sprache unter ar2011.llb.li abrufbar.

Dividende pro Aktie

2007 – 2011, in CHF

2011

2010

2009

2008

2007

0.30 *

3.40

3.40

3.40

3.40

0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4

31. 12. 2011 31. 12. 2010

Anzahl dividendenberechtigte Aktien 28'415'624 28'500'000

Streubesitz (Anzahl Aktien) 10'715'624 10'800'000

Jahreshöchstkurs (22. Februar 2011 / 16. April 2010) 80.95 83.70

Jahrestiefstkurs (12. Dezember 2011 / 29. Juni 2010) 38.50 65.00

Jahresschlusskurs 41.50 73.00

Performance LLB-Aktie (in Prozent) –43.2 5.9

Performance SMI (in Prozent) –7.8 –1.7

Performance Stoxx Europe 600 Banks in CHF (in Prozent) –34.2 –11.6

Durchschnittliches Handelsvolumen (Anzahl Aktien) 8'065 7'505

Marktkapitalisierung (in Mia. CHF) 1.3 2.2

Gewinn pro LLB-Aktie (in CHF) 0.38 3.61

Dividende pro LLB-Aktie (in CHF) * 0.30 3.40

Ausschüttungsquote (in Prozent) 55.3 89.0

Dividendenrendite auf Jahresschlusskurs (in Prozent) 0.7 4.7

* Antrag des Verwaltungsrates an die Generalversammlung vom 4. Mai 2012.


Marke und Sponsoring

Die Marke Liechtensteinische Landesbank

verbindet uns mit unseren Kunden und als

Unternehmensgruppe. Unsere Bilder erzählen

Geschichten aus einem interessanten Land –

unserem Land. Die Marke kennzeichnet uns

als verlässliche Partnerin, die weltweit durch

Leistung überzeugt. 2011 haben wir unseren

Auftritt um ein Signet ergänzt. Für ein Jahr –

das Jahr unseres 150-jährigen Bestehens.

Markenstrategie

Die Liechtensteinische Landesbank ist als Universalbank mit

ihren Kernkompetenzen Private Banking, Asset Management,

Fund Services und Trust Services seit bald fünf Jahren zu einer

Marke verschmolzen. Die Marke Liechtensteinische Landesbank

setzt ein Zeichen für den Aufbruch in neue Märkte. Ausserdem

zeigt sie das Zusammenspiel unserer vielen Facetten,

ist zentraler Teil unserer Unternehmens- und Wachstumsstrategie.

Sie wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Im Jahr 150 nach der Gründung unserer Bank haben wir

mit einem Jubiläumssignet auf den Punkt gebracht, was wir für

das Land Liechtenstein, unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeitenden

waren und sind: «150 Jahre Zukunft». Dies haben

wir mit einer Imagekampagne in der Schweiz und in Liechtenstein

unterstrichen. Zudem hat die Liechtensteinische Post

der Liechtensteinischen Landesbank eine Briefmarke gewidmet.

Auf der Marke ist ein sogenannter QR-Code angebracht,

der Punktcode lässt sich mit Smartphones einlesen und verbindet

den Nutzer mit der Jubiläums-Website der LLB.

Zum 150-Jahr-Jubiläum ist unter dem Titel «Im Wandel

beständig. 1861–2011» ein Buch erschienen. Denn: Wer in der

Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern. Die

Autoren sind namhafte Historiker aus Liechtenstein und der

Schweiz. Die Gründung der Liechtensteinischen Landesbank

als «Zins- und Credit-Landes-Anstalt im souverainen Fürstenthume

Liechtenstein» war ein Meilenstein auf dem Weg

Liechtensteins zur wirtschaftlichen Modernisierung. Die Bank

stand am Anfang all der Reformen, die mit der ersten liechtensteinischen

Verfassung von 1862 folgten.

2011 hat die Marke Liechtensteinische Landesbank bei

zahlreichen Veranstaltungen unterstrichen, wie das Land, die

elf Liechtensteiner Gemeinden und die Bank verflochten sind.

150 Jahre – das sind fünf Generationen gegenseitigen Vertrauens

zwischen Kunden und Bank. 150 Jahre – das sind zugleich

fünf Generationen verantwortlichen Handelns im Umgang

mit Menschen, Ressourcen, Risiken und Chancen des

jeweiligen Zeitgeschehens.

Markeninhalt

Die Welt, in der wir aktiv sind, ist eine natürliche, reale Welt;

denn wir sind eine Bank, in der Menschen zuhören, Lösungen

finden und beraten. Als Landesbank sind wir Partnerin des

Landes Liechtenstein und seiner Menschen: für Privat- und Firmenkunden

sowie im Private Banking. Gleichzeitig wachsen

wir in der Schweiz und erschliessen weltweit neue Märkte. Wir

stehen für Bindung, Treue und Vertrauen. Wir handeln langfristig

und bleiben – geht es um unsere Werte – bewusst konservativ.

Wir bieten Sicherheit, um Fortschritt zu ermöglichen.

Über Generationen.

Unsere Marke ist deshalb klassisch und modern gehalten.

Die klare Geometrie des Markenzeichens steht für Sicherheit

und Stabilität. Die Winkel, die über die Grundform hinausführen,

symbolisieren unsere Offenheit. Die Farbe Grün signalisiert

unsere Herkunft, der rote Mittelpunkt bekräftigt unsere

Konzentration auf das Wesentliche und auf unsere Partner.

48

49

Geschäftslage i Marke und Sponsoring


Der Markenwert liegt laut Rating des Schweizer Wirtschaftsmagazins

«Bilanz» bei CHF 301 Mio. Die Liechtensteinische

Landesbank hält damit Platz zehn unter den wertvollsten

Schweizer Bankmarken. In Liechtenstein kennt jeder die Marke,

in der Ostschweiz bis zum Zürichsee gewinnt sie stetig an

Format. Zur Unternehmensgruppe gehören zudem zwei weitere

Marken: Bank Linth und Jura Trust.

2011 hat die LLB-Gruppe in einen modernen, interaktiven

Online-Auftritt investiert, der die Kommunikation nach aussen

Markenarchitektur

Markenführung

2011

Markenschutz

2011

wie nach innen vereinfacht. Übersicht gibt Orientierung. Das

gilt auch für das überarbeitete Markenprofil der Tochter Bank

Linth. Sie bringt eine Tradition von 163 Jahren mit. Jetzt ist sie

auf dem Weg, eine der führenden Banken in der Ostschweiz

zu werden. Als erstes Finanzinstitut in der Schweiz kommt sie

mit «Einfachheit im Bankgeschäft» einem Bedürfnis der Kunden

konsequent entgegen. Hohe Dienstleistungsqualität, klar

und nachvollziehbar kommuniziert, macht aus Kunden Partner

auf Augenhöhe.

Retail- und Private Asset Fund Trust

LLB-Gruppengesellschaften Corporate Banking Banking Management Services Services

LLB AG

LLB (Schweiz) AG (100 %)

LLB (Österreich) AG (100 %)

Bank Linth LLB AG (74.2 %)

LLB Asset Management AG (100 %)

LLB Fund Services AG (100 %)

LLB Fondsleitung AG (100 %)

Jura Trust AG (100 %)

* Primäre Kernkompetenzen.

Kernkompetenzen der LLB-Gruppe *

Liechtensteinische Landesbank Bank Linth

◆ Imagekampagne 150-Jahr-Jubiläum

◆ Projekt «Profil»: Bankgeschäft einfach gemacht

◆ Neuer Online-Auftritt

◆ Neue Geschäftsstellen in Erlenbach und

◆ Markenkonforme Gestaltung

◆ Zweigniederlassung Genf

Winterthur

Liechtensteinische Landesbank Bank Linth

◆ Eintragung in den Markenregistern

◆ Eintragung im Markenregister Schweiz

Liechtenstein, Schweiz, Deutschland,

Österreich, Benelux, Tschechien,

Frankreich, Italien, Ungarn, Polen,

Rumänien, Russland, Slowenien,

Slowakei


Kommunikationsplattform «Sponsoring»

Der Gedanke, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitende

während ihrer Freizeit anzusprechen, ist bei der LLB-Gruppe

ein wichtiger Teil der strategischen Markenführung. Die Technologisierung

des Bankgeschäfts und der verstärkte Wettbewerb

machen eine klare Positionierung durch Sponsoring immer

wichtiger. Unsere Mission lautet: «Wir kümmern uns um

jeden Kunden. Zu Hause und in der Welt. Persönlich, partnerschaftlich,

intensiv, engagiert und kompetent.» Unsere Kommunikationsziele

richten wir an den Kernbotschaften unserer

Marke aus: «Wir sind Partner in der Welt. Wir sind Partner in

der Leistung. Wir sind Partner im Erfolg.»

Als Universalbank nehmen wir eine gesellschaftliche Verantwortung

wahr und unterstützen Anlässe öffentlichen Charakters.

Wir setzen uns für soziale und ökologische Projekte

Sponsoring-Aktivitäten

LLB

Bank Linth

LLB Schweiz

ebenso ein wie für die nachhaltige Förderung der Gesundheit

der Menschen in Liechtenstein. Sport-Sponsoring gehört

gleichermassen zu unserer Unternehmensphilosophie

wie das Engagement für Kultur und Bildung. Die Balance

zwischen Kundenpflege und gesellschaftlicher Verantwortung

ist uns wichtig. Der Fördercharakter steht dabei im

Vordergrund und damit der Grundsatz der inhaltlichen und

formalen Unabhängigkeit der jeweiligen Projekte.

2011 investierte die Liechtensteinische Landesbank

CHF 960'000.– in Projekte in Liechtenstein, die Bank Linth

CHF 650'000.– in Projekte in der Schweiz. Hinzu kommen

Spenden, die in unserer Unternehmensgruppe eine lange

Tradition haben. So unterstützt die LLB seit über 30 Jahren

karitative und soziale Organisationen. 2011 bestand der

Kreis der Empfänger aus 19 gemeinnützigen Institutionen.

Soziales, Ökologie, Bildung Sport Kultur / Bildung

◆ Verein Holzkreislauf

◆ Beach Volleyball –

◆ Erwachsenenbildung Stein Egerta

www.holzkreislauf.li

CEV Satellite Vaduz

www.steinegerta.li

◆ Helpmail / Verein NetzWerk

www.beachvolley.li

◆ Operette Balzers

www.helpmail.li

◆ FC Vaduz

www.operette-balzers.li

Liechtensteinische Ärztekammer www.fcv.li

◆ Schlösslekeller

www.gesundesliechtenstein.li ◆ Nordic Club Liechtenstein

www.schloesslekeller.li

◆ «aha – Tipps und Infos für

www.nordicclub.li

◆ Filmfest Vaduz

junge Leute»

◆ Städtlelauf Vaduz

www.filmfest.li

www.aha.li

www.lcv.li

◆ Eigene Anlässe «im Hof»

◆ «Radfahren für Ihre Gesundheit» –

Verkehrs-Club Liechtenstein

www.vcl.li

www.llb.li

◆ Forum Vogtei, Herrliberg

www.forumvogtei.ch

◆ ZHAW-Studie «Schweizer Wohlstand

zwischen Vergangenheit

und Zukunft», Winterthur

www.zhaw.ch

Charity-Aktivitäten

Seit acht Jahren eröffnet die LLB (Schweiz) AG ihren Kunden die

Möglichkeit, Gutes zu tun und sich sozial zu engagieren. Sie

verzichtet bei den Depots, die über den Charity Desk verwaltet

werden, auf 30 Prozent ihrer Courtage und Administrationsgebühren.

Der Kunde entscheidet, welche gemeinnützigen Stiftungen

und Organisationen mit der Spende gefördert werden.

Ein Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe in Indien ist die Mädchenschule

Girls Basic Productivity Training Center, Thotlapalli,

Kadapa Region. Es handelt sich um ein Projekt der Village Reconstruction

Organisation VRO Schweiz, Basel, das von einer

Stiftung für die nächsten drei Jahre eine Ausschüttung von

CHF 60'000.– erhalten hat.

◆ Rapperswil-Jona Lakers,

◆ Kulturtreff Rotfarb, Uznach

Eishockey

www.rotfarb.ch

www.lakers.ch

◆ Lachfestival, Lachen

◆ Pfadi Winterthur, Handball

www.schwyzkultur.ch

www.pfadi-winterthur.ch

◆ Massiv Bank Linth Skatepark

Glarnerland

www.massivskatepark.blogspot.com

◆ Wake the Lake, Weesen

www.cablewakeboardweesen.ch

2011 hat die LLB (Schweiz) unterstützt:

◆ Schweizerische Vereinigung der Gelähmten, www.aspr-svg.ch

◆ Green Cross Schweiz, www.greencross.ch

◆ SOS-Kinderdorf, www.sos-kinderdorf.ch

◆ Winterhilfe Schweiz, www.winterhilfe.ch

◆ Stiftung SILVIVA, www.silviva.ch

◆ VRO Schweiz, www.vro.ch

Zukunftsstiftung

Zum 150-Jahr-Jubiläum gründete die Liechtensteinische

Landesbank im Mai 2011 eine Zukunftsstiftung. Bei dieser

steht die Förderung von Projekten und Menschen im Mittelpunkt,

die sich für die Bereiche Umwelt und Soziales einsetzen

und dadurch Zukunftschancen für Dritte eröffnen (siehe

Kapitel «Soziale und ökologische Verantwortung», Seite 57).

50

51

Geschäftslage i Marke und Sponsoring


Mitarbeitende

Der Erfolg der Liechtensteinischen Landesbank

fusst auf den Stärken der Mitarbeitenden.

Sie geben immer wieder Anstösse für Innovation

und Veränderung. Wir pflegen Werte

wie Bindung, Vertrauen sowie Offenheit und

schaffen den Rahmen, um die Entwicklung

der Menschen in unserer Unternehmensgruppe

zu fördern. Kompetenzzentren sichern unsere

Wettbewerbsfähigkeit.

Personalstrategie

«Nur was sich verändert, bleibt.» Dieser Leitsatz prägt die

Unternehmenskultur der international orientierten Liechtensteinischen

Landesbank. Anspruchsvollere Kunden, neue

Regulierungen und ein verschärftes Risikomanagement bestimmen

weitgehend, wie die Bank der Zukunft aussieht. Vor

diesem Hintergrund ist es entscheidend, Wissen und Kompetenzen

zu bündeln, Services und Prozesse zu standardisieren,

sich kunden- und serviceorientiert zu vernetzen, um so die

Weichen vorausschauend zu stellen. Die besten Talente zu gewinnen

und halten zu können, wird den Geschäftserfolg massgeblich

beeinflussen. Das gelingt nur mit interessanten Aufgaben,

mit einer respektvollen Unternehmenskultur und Entwicklungsperspektiven.

Zugleich gilt es, die Mitarbeitenden

für das stetig zunehmende Tempo und die wachsende Informationsdichte

fit zu machen. Die LLB-Gruppe nimmt die Herausforderungen

der Arbeitswelt von morgen an und sieht Veränderungen

als Chance.

Shared Service Centers

Unsere Mitarbeitenden sind seit 2010 mit graduellen Anpassungen

gefordert. Dank ihres Fachwissens und Engagements

sowie ihrer Motivation ist es gelungen, unsere Gruppe mit

der standardisierten Kernbankensoftware Avaloq auszurüsten.

Das Ziel der Plattform besteht unter anderem darin, zentrale

Dienste zu Kompetenzzentren zusammenzufassen und verstärkt

gruppenweite Synergien zu nutzen.

In einem nächsten Schritt vereint die LLB-Gruppe ab Mitte

2012 Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenverwaltung

in Shared Service Centers am Hauptsitz in Vaduz. Durch die

Freisetzung von Ressourcen können die Kosten um CHF 3 Mio.

gesenkt und die Qualität des Angebots gesteigert werden. Mit

der Zusammenführung der Dienstleistungen werden 27 Stellen

abgebaut. Durch Shared Service Centers erhöhen sich der gruppenweite

Know-how-Transfer und die Effizienz.

Der Trend zu Shared Service Centers wird in unserer Unternehmensgruppe

künftig an Bedeutung gewinnen. Die konzerninterne

Bündelung von Leistungen bietet viel strategisches

Potenzial: einerseits zur Kostenoptimierung sowie zur Qualitätsverbesserung

von Steuerungs- und Supportprozessen, andererseits

um in Centers of Excellence Experten-Know-how zu

konzentrieren.

Personalbestand

Die Mitarbeitenden der LLB-Gruppe identifizieren sich stark

mit ihrem Unternehmen, wie eine Befragung 2010 ergeben hat.

Das 150-Jahr-Jubiläum 2011 hat diese Verbundenheit bestätigt:

Am Group Day fuhren die Mitarbeitenden aus Liechtenstein,

der Schweiz, Österreich, Deutschland und aus 27 weiteren Nationen

zusammen mit der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat

«in einem Boot» auf dem Bodensee.

Ende Dezember 2011 hat die LLB-Gruppe 1'290 Mitarbeitende

beschäftigt: 635 davon im Stammhaus in Vaduz. Die Anzahl

der Stellen nahm um 3.3 Prozent zu (2010 war sie um

3.1 Prozent auf 1'087 gestiegen). Die Fluktuationsrate lag 2011

bei 13.1 Prozent (2010: 12.5 %, 2009: 9.7 %).


Mitarbeiterstatistik der LLB-Gruppe

Mitarbeitende

Investitionen

Die Liechtensteinische Landesbank AG investierte im Geschäftsjahr

2011 CHF 1.2 Mio. in Aus- und Weiterbildung. Ein bedeutender

Teil der Workshops und Kurse fand gruppenintern statt:

47 Prozent (2010: 71 %, 2009: 48 %).

Aus- und Weiterbildung

Nachwuchsförderung

Qualifizierte und leistungsstarke Mitarbeitende sind ein strategischer

Erfolgsfaktor. Ihre Weiterentwicklung als Fachkraft,

als Führungskraft und als Mensch ist uns wichtig. So bildet

die Liechtensteinische Landesbank eine Reihe ihrer Nachwuchskräfte

traditionell selbst aus. 2011 betreuten drei professionelle

Ausbildner 57 Berufseinsteiger. Die hochwertige duale

Ausbildung in Theorie und Praxis gibt ihnen eine solide Grundlage

mit auf den Weg des lebenslangen Lernens. Wir nehmen

die Vermittlung eines breiten Wissens sehr ernst, gerade auch

um Jugendlichen über die Berufsmaturität den Zugang zu

Fachhochschulen oder Universitäten offenzuhalten.

Dasselbe gilt für Bankeinsteiger nach der Mittelschule oder

der Matura. Sie schliessen mit dem BEM-Zertifikat der Schweizerischen

Bankiervereinigung ab. Und auch für Hochschulabsolventen

hält die LLB-Gruppe Chancen bereit, eine Bankkarriere

zu starten. Diese bereiten wir in einem individuell gestalteten

Trainee-Programm auf ihre künftigen Aufgaben vor.

Ihr Grundwissen erlernen die jungen Talente am Center for

Young Professionals in Banking (CYP), dem Kompetenz- und

Ausbildungszentrum für die Schweizer Banken, oder beim

Bankenberatungszentrum St. Gallen. Weitere Fach- und Persönlichkeitskompetenzen

fördern wir mit internen Modulen.

2011 2010 2009 2008 2007

Anzahl Mitarbeitende (teilzeitbereinigt) 1'123 1'087 1'054 1'010 615

Vollzeitbeschäftigte 923 906 883 850 517

Teilzeitbeschäftigte 367 347 337 329 109

Lernende 50 52 52 53 26

BEM-Praktikanten 4 6 6 6 5

Trainees 3 1 1 2 1

Kennzahlen

Fluktuationsrate in Prozent 13.1 12.5 9.7 11.6 7.2

Durchschnittliches Dienstalter in Jahren 8.9 8.0 7.8 7.5 8.9

Durchschnittliches Lebensalter in Jahren 39.6 39.3 39.3 38.8 39.3

Vielfalt und Chancengleichheit

Anzahl Nationen 30 26 28

Anteil Frauen in Prozent 47 48 49 49 42

Aus- und Weiterbildung

Ausbildungskosten in Tausend CHF 1'167 1'902 1'955 2'341 3'083

Ausbildung

Für die LLB-Gruppe ist die Ausbildung ein wichtiges Instrument

zur Unternehmensentwicklung. Die dafür anfallenden Kosten

verstehen wir als Investition in die Zukunft.

Der gute Ruf als attraktive Arbeitgeberin gehört zu unserer

Tradition. Wie in unseren Grundsätzen festgelegt, gilt das Prinzip,

dass die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit eine

wirksame berufliche Förderung erhalten. Dabei legen wir grossen

Wert auf den Praxisbezug und die Chancengleichheit aller

Mitarbeitenden.

Die Ausbildung am Arbeitsplatz ist eine zentrale, permanente

Aufgabe jedes Vorgesetzten. 2011 fand eine Reihe bankinterner

Veranstaltungen statt: Seminare für Kundenberater

in den Bereichen Vermögensverwaltung und Finanzplanung,

Führungstrainings im Bereich Personalmanagement sowie

Schulungen zum Zukunftsthema «Grenzüberschreitendes Private

Banking», sprich Cross Border Banking. Mittels E-Learning

machen sich unsere Mitarbeitenden im neuen Avaloq-System

sattelfest.

Weiterbildung

Unsere Fachleute nehmen regelmässig an Weiterbildungsveranstaltungen

der Universität Liechtenstein teil. So 2011 zu

folgenden Spezialthemen: aktuelle Entwicklung der internationalen

Steuerkooperation Liechtensteins, Gesetzesänderungen

in Europa zum Vertrieb von Finanzprodukten, Anpassungen

im Sorgfaltspflichtrecht, Bank- und Finanzmarktrecht,

Stiftungs- und Trustrecht, Private Banking und International

Asset Management.

Gemeinsam mit der Universität Liechtenstein führt die

Liechtensteinische Landesbank die Fachtagung «Finanz-

Perspektiven» durch, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftsthemen

in den Mittelpunkt stellt. 2011 ging es um Entwicklungen

der betrieblichen Altersvorsorge. Rund ein Drittel

unserer Bildungsinvestitionen fliesst in berufsbegleitende

Weiterbildung.

52

53

Geschäftslage i Mitarbeitende


Diversity

Aus Erfahrung wissen wir: Gemischte Teams sind wirtschaftlich

erfolgreicher. Auch wenn wir kein spezielles Diversity-

Förderprogramm anbieten, ist bei uns die Zusammenarbeit

verschiedener Nationalitäten seit vielen Jahren Alltag. Zahlreiche

Fachkräfte pendeln täglich aus der Ostschweiz, dem

österreichischen Bundesland Vorarlberg und Süddeutschland

zu ihrem Arbeitsplatz bei der Liechtensteinischen Landesbank.

Wir streben nach Wertschätzung für alle Mitarbeitenden,

gleich welcher Nationalität, welchen Alters, Geschlechts etc.

Als internationales Unternehmen sind wir auf Märkten in

Europa sowie im Nahen und Mittleren Osten aufgestellt. In

einer zunehmend globalisierten Welt achten wir darauf, unseren

Kundenstamm in unseren Mitarbeitenden widerzuspiegeln.

Der Frauenanteil ist bei uns mit 47 Prozent relativ hoch,

in Führungspositionen jedoch ist das weibliche Geschlecht

noch untervertreten. Angesichts des demografischen Wandels

und immer mehr gut ausgebildeter Frauen dürfte hier in den

nächsten Jahren einiges in Bewegung kommen. Das gilt auch

für ältere Mitarbeitende, die garantieren, dass Know-how

weiterfliesst. Das Prinzip der Chancengleichheit ist in unserer

Unternehmenskultur verankert. Die LLB-Gruppe beschäftigt

Menschen aus 30 Nationen.

Vergütung

Um qualifizierte Mitarbeitende in der Unternehmensgruppe

zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen, achten wir auf eine

wettbewerbsfähige und leistungsgerechte Entlohnung. Die

Vergütungsstruktur orientiert sich an den in der Bankenbranche

üblichen Marktwerten. Frauen und Männer erhalten bei gleicher

Position und Leistung dieselbe Gehaltseinstufung.

Vor dem Hintergrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds

sowie angesichts der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise

hat sich die LLB-Gruppe verstärkte Sparmassnahmen

verordnet. Dennoch hat die Geschäftsleitung die Lohnsumme

per 1. Juli 2011 um 1.5 Prozent angehoben. Der Grossteil

der Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Landesbank

erhielt eine Lohnerhöhung – eine Anerkennung für den aussergewöhnlichen

Einsatz bei der Implementierung von Avaloq.

In den Jahren 2009 und 2010 hatte es Lohnanpassungen lediglich

in begrenztem Rahmen gegeben.

Die Entlohnung setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

dem Grundgehalt, einer variablen, von den Ergebnissen

der Unternehmensgruppe abhängigen Erfolgsbeteiligung

sowie Zusatzleistungen. Einmal pro Jahr wird die Höhe des

Grundgehalts überprüft. Änderungen werden dann vorgenommen,

wenn die Vergütung eines Mitarbeitenden im Hinblick

auf seine Funktion, Erfahrung, Fähigkeit und Leistung nicht

angemessen ist.

Arbeitnehmervertretung

Eines unserer Ziele besteht darin, eine verantwortungsvolle

und faire Arbeitgeberin zu sein. Seit 1999 pflegt eine betriebsinterne

Arbeitnehmervertretung (ANV) des Stammhauses

einen aktiven Dialog zu den Kolleginnen und Kollegen einerseits

und zur Unternehmensleitung andererseits. Die ANV hat

eine Scharnierfunktion, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen

wird. Sie wird das Mitsprache- und Informationsrecht nutzen,

um sich für die Interessen der Mitarbeitenden einzusetzen und

die Geschäftsleitung bei der Planung von Massnahmen zu unterstützen.

Gemeinsam mit dem Stab Group Human Resources befasst

sich die ANV unter anderem mit der Weiterentwicklung des

betrieblichen Gesundheitsmanagements und vertritt die Mitarbeitenden

in der Parkplatzkommission. Die ANV setzt sich

zusammen aus Vertretern der Geschäftseinheiten und der

Gruppenstäbe.

Ausblick

Die Banken- und Finanzwelt unterliegt einem permanenten

Wandel. Unser professionelles Personalmanagement achtet

darauf, mit den Veränderungen Schritt zu halten: um die LLB-

Gruppe weiterhin als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren,

um die richtigen Mitarbeitenden für die Herausforderungen

von morgen auszuwählen und zu binden, um mit gezielter Personalentwicklung

für stetig neuen Schwung im Unternehmen

zu sorgen. Einerseits müssen wir unser Mitarbeiterportfolio

an die jeweiligen Marktbedingungen anpassen, andererseits

dürfen wir langfristige Tendenzen nicht aus dem Blick verlieren.

Mit geeigneten Instrumenten trägt unsere Personalabteilung

dazu bei, die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu sichern.

2012 sollen mit optimierten Managementprozessen sowie

durch Mitarbeiterförderung Kompetenz und Performance erhöht

werden. Und damit sich Leistung für unsere Mitarbeitenden

auszahlt, wird ein neues transparentes Vergütungssystem

geschaffen. Um Zeit und Ressourcen einzusparen, soll die Personalverwaltung

bei der Liechtensteinischen Landesbank weiter

automatisiert werden.

Unser Leitsatz lautet: «Fordern und fördern.» Diese leistungsorientierte

Kultur werden wir 2012 verstärken. Dazu

werden wir die Selbstverantwortung unserer Mitarbeitenden

steigern sowie ihre Leistungen und ihr Potenzial mit den zukünftigen

Bedürfnissen der Unternehmensgruppe vergleichen.

Gut ausgebildete Kundenberater für die individuelle Betreuung

von Privatkunden sind heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor,

weshalb wir mit noch intensiveren Trainings

in deren Qualifikation investieren. Ebenso entscheidend ist die

Entwicklung von Führungskräften. Diese müssen trotz wachsender

Komplexität und Geschwindigkeit der Business-Prozesse

angesichts des erhöhten Wettbewerbsdrucks globaler Märkte

immer schneller mit neuen Wirtschaftsfaktoren umgehen.

Unternehmens- und Managerentwicklung werden künftig in

der LLB-Gruppe verzahnt. Es sind Mitgestalter gefragt, die

verstärkt auf den gezielten Ausbau von Potenzialen und auf die

Werte der Mitarbeitenden fokussieren.


Regulatorische Vorgaben

und Entwicklungen

Der Verlauf der Weltwirtschaft sowie die

regulatorischen Veränderungen nach der globalen

Finanz- und Wirtschaftskrise werden

den Bankenplatz Liechtenstein weiterhin stark

beeinflussen. Das dynamische Umfeld lässt

auf eine anspruchsvolle Zukunft schliessen.

Als langfristig denkendes Unternehmen setzen

wir uns vorausschauend mit den Herausforderungen

auseinander.

Internationale Standards

Steuerinformationsabkommen

Liechtenstein will sein Profil als professionelles Zentrum für

international ausgerichtete, innovative und nachhaltige Bankgeschäfte

stärken. Das setzt auf regulatorischer Seite voraus,

dass die Standortattraktivität gewahrt und stabile Rahmenbedingungen

sichergestellt bleiben. Liechtenstein kann sich vor

allem auf seine traditionellen Werte wie die gesamtwirtschaftliche

und politische Stabilität, das hohe Ausbildungsniveau

und die über Jahre gewachsene Positionierung im Private Banking

verlassen.

Im Kerngeschäft, dem grenzüberschreitenden Private Banking,

ist der Bankenplatz von den verschärften internationalen

Auflagen betroffen. Politik und Marktteilnehmer handeln entsprechend,

um Unsicherheiten zu verringern. Mit der «Liechtenstein-Erklärung»

vom 12. März 2009 bekennt sich das Land zum

globalen OECD-Standard in der Amtshilfe bei Steuerdelikten.

Mit zwei Dutzend Ländern hat Liechtenstein bis Ende 2011

Steuerinformationsaustausch-Abkommen (TIEA) oder Doppelbesteuerungsabkommen

(DBA) zur grenzüberschreitenden

Amtshilfe nach den Regeln der OECD abgeschlossen. Darunter

fällt auch ein im November 2011 unterzeichnetes DBA mit der

Bundesrepublik Deutschland. Damit besteht gegenseitige

Rechts-, Planungs- und Investitionssicherheit. Bereits 2009

hatten Liechtenstein und Grossbritannien ein Steuerabkommen

vereinbart, das bis Anfang 2015 ein befristetes Offenlegungsprogramm

für UK-Steuerpflichtige regelt. Das Bankgeheimnis

bleibt auch nach der Übernahme der OECD-Standards

bestehen.

Um den stetigen Veränderungen in der Steuergesetzgebung

der Zielmärkte zu begegnen, hat die Liechtensteinische

Landesbank im Oktober 2011 ein «Kompetenzzentrum Steuern»

geschaffen. Interne Informationsplattformen liefern den

Mitarbeitenden wichtige Angaben zu den Steuersystemen

der LLB-Kernmärkte.

Cross Border Banking

Finanzinstitute sind gefordert, umfassende Massnahmen

zu treffen, um die Einhaltung des ausländischen Rechts zu gewährleisten.

Dazu gehört, Rechts- und Reputationsrisiken zu

erfassen, zu begrenzen und zu überwachen. Vor diesem Hintergrund

erliessen die Banken der LLB-Gruppe – LLB Vaduz, LLB

Schweiz, LLB Österreich und Bank Linth LLB AG – länderspezifische

Verhaltensanweisungen für die Mitarbeitenden. An den

Standorten Vaduz, Zürich, Wien, Dubai, Lugano und Genf fanden

Schulungen zum Cross Border Banking statt.

Die Liechtensteiner und Schweizer Banken räumen der Umsetzung

und Einhaltung der Vorgaben zum Cross Border Banking

vorrangiges Interesse ein. Dies gilt ebenso für die Aufsichtsbehörden

FINMA (Schweiz) und FMA (Liechtenstein), die Prüfungen

durchgeführt und angekündigt haben. Die Vorgaben

tragen dazu bei, dass die LLB-Gruppe die Qualität ihrer Dienstleistungen

und Aktivitäten weiter steigert. Zudem schaffen wir

mehr Rechtssicherheit für Kunden, Bank und Mitarbeitende.

54

55

Geschäftslage i Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen


Grosser Mehraufwand durch FATCA

Das US-Gesetz Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA)

verpflichtet Finanzinstitute weltweit vertraglich, ihre US-

Kunden zu identifizieren und deren Vermögen und Erträge der

Bundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten (Internal Revenue

Service, IRS) offenzulegen. Die Informationen gehen

über die geltenden Bestimmungen des Qualified Intermediary

Regime (QI) hinaus. Das US-Finanzministerium und die US-

Steuerbehörde haben die Einführung des Gesetzes auf 1. Januar

2014 verschoben: Für Sommer 2012 ist die Veröffentlichung

der endgültigen FATCA-Richtlinie sowie der FATCA-Verträge

vorgesehen. Am 1. Januar 2013 führt der IRS ein elektronisches

Antragsverfahren für den Status Foreign Financial Institution

(FFI) ein. Anträge, die bis zum 30. Juni 2013 eingehen, erhalten

per 1. Juli 2013 einen Status als Participating FFI (PFFI).

FATCA stellt Finanzinstitute mit US-Kunden vor einen grossen

administrativen Aufwand. Die LLB-Gruppe plant, mit der

US-Steuerbehörde einen FATCA-Vertrag abzuschliessen. Mit

diesem verpflichtet sie sich, die in der Gruppe geführten Konten

von US-Personen und US-beherrschten ausländischen Rechtsträgern

automatisch zu melden. Institute, die nicht kooperieren,

müssen eine Quellensteuer in Höhe von 30 Prozent auf alle

Zahlungen aus US-Quellen (Withholding Payments) leisten.

Herausforderung Abgeltungssteuerabkommen

Im Herbst 2011 haben die Schweiz und die Bundesrepublik

Deutschland sowie die Schweiz und Grossbritannien neue

Steuerabkommen unterzeichnet. Ziel ist, die Abkommen am

1. Januar 2013 in Kraft zu setzen. Zur Nachbesteuerung bestehender

Bankbeziehungen sollen Kunden die Möglichkeit haben,

anonym eine pauschal bemessene Steuer zu entrichten oder

ihre Konten offenzulegen. Künftige Kapitalerträge und -gewinne

sollen über eine Abgeltungssteuer erfasst werden, eine Quellensteuer,

nach deren Bezahlung die Steuerpflicht gegenüber dem

Wohnsitzland erfüllt ist. Kunden können ihre Vermögen regularisieren

und die Banken ihre Treuepflicht gegenüber langjährigen

Kunden wahren.

Liechtenstein beabsichtigt, mit Deutschland ein dem mit

der Schweiz gleichwertiges Abkommen auszuhandeln, das

zum selben Zeitpunkt in Kraft tritt, damit zwischen den beiden

Finanzplätzen kein Regelungsgefälle entsteht.

Regulatorisches Umfeld

Eigenkapital und Anlegerschutz

Nach der Finanzkrise einigten sich die wichtigsten Industriestaaten

und Schwellenländer auf Reformen, um die Stabilität

des Finanzsystems zu erhöhen. Zum Beispiel müssen bis 1. Januar

2013 die neuen Basel-III-Regeln für die Ausgestaltung des

Eigenkapitals in nationales Recht überführt werden. Die Liechtensteinische

Landesbank hat diese Basler Eigenmittel- und

Liquiditätsvorschriften bereits weitgehend umgesetzt.

Die Anstrengungen der Europäischen Union wirken sich

direkt auf das EWR-Land Liechtenstein aus. Für das Private

Banking und das Privatkundengeschäft ist der Einleger- und

Konsumentenschutz bedeutsam. Zur Sicherung der Einlagen

und Anlagen besteht in Liechtenstein eine Einlagensicherungsund

Anlegerschutz-Stiftung des Liechtensteinischen Bankenverbandes

(EAS). Damit sind Einlagen von privaten Kunden bis

zu einer Höhe von CHF 100'000.– gesichert. Die LLB ist zudem

die einzige Liechtensteiner Bank, die über eine Staatsgarantie

auf Spareinlagen und Kassenobligationen verfügt. Die Garantie

ist in Art. 5 des Gesetzes vom 21. Oktober 1992 über die

Liechtensteinische Landesbank verankert.

Darüber hinaus entspricht die Rechtslage in Liechtenstein

den internationalen regulatorischen Anforderungen der EU, die

darauf abzielen, die Integrität und Transparenz des Finanzsystems

sowie den Anlegerschutz im europäischen Finanzmarkt

zu verbessern. Am 1. November 2007 hat der Bankenplatz die

Richtlinie Markets in Financial Instruments Directive (MiFID)

umgesetzt. Inzwischen arbeitet die EU-Kommission Vorschläge

für eine weitergehende Regulierung von Finanzmärkten und

Wertpapierdienstleistungen aus. MiFID II ist Teil einer umfassenden

europäischen Regulierungsagenda im Finanzsektor. Hierzu

gehören auch beabsichtigte Marktinfrastruktur- und Marktablaufregulierungen:

European Market Infrastructure Regulation

(EMIR) und Market Abuse Regulation (MAR). Die Liechtensteinische

Landesbank verfolgt die Entwicklung aufmerksam.

Verbesserungen für EU-Fonds

Als einer der grössten Fondsanbieter in Liechtenstein befasst

sich die LLB-Gruppe laufend mit der Wettbewerbssituation in

Europa. Seit 1. August 2011 sind das Gesetz über bestimmte

Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (UCITSG;

UCITS: Undertakings for Collective Investment in Transferable

Securities) und die dazugehörige Verordnung in Kraft, die neue

Regelungen für in der EU vertriebene Fonds beinhalten. Dies

erhöht den Investorenschutz, reduziert administrative Hürden

und steigert die Effizienz des grenzüberschreitenden Vertriebs.

Fondsanbieter profitieren von einer beschleunigten «time to

market», wesentlich kürzeren Genehmigungsfristen und einem

standardisierten Zulassungsprozess. Zudem erlaubt der EU-

Pass Verwaltungsgesellschaften, Fonds im ganzen europäischen

Wirtschaftsraum (EWR) aufzulegen, ohne dass sie Niederlassungen

in einzelnen Ländern gründen müssen.

Die LLB Fund Services AG kann in einem vereinfachten

Notifikationsverfahren auch Fonds verwalten und vermarkten,

die dem Recht eines anderen EU / EWR-Mitgliedstaates unterliegen.

Neu wird der vereinfachte Prospekt durch ein Key Investor

Information Document (KIID) ersetzt. Vermutlich bereits

2012 verabschiedet die EU mit UCITS V neue Bestimmungen

zu den Rechten und Verantwortlichkeiten von Depotbanken.

Bis Juli 2013 muss die Richtlinie für Alternative Investment

Fund Managers (AIFM) in nationales Recht umgesetzt sein.

Ziel der Richtlinie ist unter anderem die Reglementierung von

Private Equity Funds und Hedge Funds, aber auch von nichtharmonisierten,

also Non-UCITS-Fonds, die sich an professionelle

Anleger, institutionelle Investoren und vermögende

Privatpersonen richten. Verwaltungsgesellschaften von Non-

UCITS-Fonds müssen zukünftig erhöhte Anforderungen bezüglich

Risikomanagement und Compliance erfüllen. UCITS-

IV-konforme Verwaltungsgesellschaften entsprechen bereits

hohen organisatorischen Anforderungen. Die Anpassungen

dürften sich als unproblematisch erweisen.

Neue FATF-Empfehlungen

Die Financial Action Task Force (FATF) hat im Februar 2012

einige ihrer Empfehlungen zur Bekämpfung der Geldwäscherei

und Terrorismusfinanzierung (40 Empfehlungen plus 9 Spezialempfehlungen)

neu formuliert. Ein Punkt ist: Schwere Steuerdelikte

werden künftig als Vortaten zur Geldwäscherei gelten.

Damit sind Finanzintermediäre bei entsprechenden Verdachtsmomenten

verpflichtet, dies der nationalen Geldwäscherei-

Meldestelle mitzuteilen. Im zweiten Halbjahr 2012 steht für

Liechtenstein eine Länderprüfung durch Moneyval, den Expertenausschuss

des Europarates, an. Im Zuge dieses Assessments

werden Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF)

die Umsetzung der FATF-Empfehlungen überprüfen.


Soziale und

ökologische Verantwortung

Wir bekennen uns zu einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Wirtschaftliches Handeln

heisst für uns immer auch, gesellschaftliche

und ökologische Aspekte einzubeziehen. Im

Mittelpunkt des betrieblichen Umweltschutzes

steht die Optimierung des Ressourcenverbrauchs.

Mit der Gründung der «Zukunftsstiftung

der Liechtensteinischen Landesbank AG»

haben wir ein weiteres Zeichen sozialer Verantwortung

gesetzt.

Unternehmerisches Handeln

Die Liechtensteinische Landesbank ist seit anderthalb Jahrhunderten

tief verwurzelt im Land Liechtenstein. Sie bewährt

sich als verlässliche Partnerin der Menschen und der Wirtschaft.

Den Gleichklang zwischen Ökonomie und sozialer Verantwortung

herzustellen, gehört seit der Gründung 1861 zu

unseren Zielen und ist auch Teil unseres gesetzlichen Auftrags.

Zugleich wird die Ökologie immer wichtiger. Wir sensibilisieren

unsere Mitarbeitenden, täglich ihren Beitrag zu leisten, um

das nachhaltige unternehmerische Handeln der LLB in den Zielmärkten

zu verankern.

Ein angemessenes Risikomanagement gehört zum Selbstverständnis

der LLB-Gruppe. 2011 hat die Liechtensteinische

Landesbank eine neue Risikomanagement-Organisation aufgebaut

und die Rolle des Chief Financial Officer aufgewertet.

Mit derselben Konsequenz wird die Unternehmenskultur

gelebt. Qualität und Transparenz, Leistung und Verantwortung

bestimmen den hohen Gütegrad der Corporate Governance,

die der Verwaltungsrat stetig weiterentwickelt. Die guten Beziehungen

zu unseren Mitarbeitenden und Geschäftspartnern

sowie unser Engagement für Umwelt und Gesellschaft sind

Teil der Unternehmensstrategie.

Rechtliche Grundlage für die nachhaltige Geschäftstätigkeit

der an der SIX Swiss Exchange kotierten LLB-Gruppe ist die

Beteiligungsstrategie der Regierung des Fürstentums Liechtenstein

vom 22. November 2011. Mit ihr werden die Anforderungen

gemäss Corporate-Governance-Gesetz von 2010 erfüllt.

Das Land als Mehrheitsaktionär bekennt sich zur Börsenkotierung

und zur unternehmerischen Autonomie des Verwaltungsrates.

Der volkswirtschaftliche Beitrag – Dividenden

und direkte Steuern – der Liechtensteinischen Landesbank

belief sich 2011 auf CHF 87.0 Mio.

Zukunftsstiftung

«150 Jahre Zukunft» – dieser Leitsatz zum 150-Jahr-Jubiläum

der Liechtensteinischen Landesbank 2011 bezieht sich sowohl

auf Generationen in der Vergangenheit als auch in der Zukunft.

Unsere Nachkommen werden uns daran messen, ob wir in

der Gegenwart unserer Verantwortung gerecht werden. Mit

der Gründung der «Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen

Landesbank AG» hat die LLB dazu ein Zeichen gesetzt. Die

Stiftung gehört zum Netzwerk der Vereinigung liechtensteinischer

gemeinnütziger Stiftungen. Ziel der Vereinigung ist,

den Gedanken unternehmerischer Philanthropie zu fördern.

Die Zukunftsstiftung der LLB unterstützt Aktivitäten, die

wesentlich mithelfen, den kommenden Generationen eine

möglichst intakte Umwelt sowie stabile soziale Verhältnisse

zu hinterlassen. Begünstigt werden können Personen und

private Organisationen, die mit ihren innovativen Projekten

diesen Anspruch erfüllen. Die Stiftung kann zudem einen Zukunftspreis

vergeben, der bereits Geleistetes würdigt und

Ansporn für die Weiterführung des ausgezeichneten Engagements

sein soll. Das Stiftungskapital von CHF 30'000.– wurde

von den Aktionärinnen und Aktionären im Rahmen der Generalversammlung

vom Mai 2011 um CHF 3 Mio. erhöht.

56

57

Geschäftslage i Soziale und ökologische Verantwortung


Nachhaltige Produkte

Die LLB setzt sich ausdrücklich mit Zukunftsthemen auseinander.

Wir sind Partner der LIFE Klimastiftung Liechtenstein, deren

Ziel es ist, Impulse für die Entwicklung und Förderung von marktwirtschaftlichen

Instrumenten im Bereich des Klimaschutzes

zu geben. Überdies fungieren wir als Depotbank des ersten

liechtensteinischen Mikrofinanz-Fonds, des EMF Microfinance

Fund AGmvk, und unterstützen die Center for Social and Sustainable

Products AG in Vaduz.

Als Teil des komplexen Systems Umwelt ist der Energieverbrauch

von Gebäuden ein wichtiger Aspekt. Die LLB bietet für

den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen Öko- und Renovationshypotheken

an und fördert so Investitionen für Neubauten,

die das Prädikat Minergiehaus oder Passivhaus tragen oder

vergleichbare Alternativenergie-Standards erfüllen. Die Verantwortung

für zukünftige Generationen spiegelt sich zudem in

unseren Produkten rund um die Finanz- und Nachlassplanung

wider.

«Grünes» Rechenzentrum

Künftige Massstäbe für die Region Rheintal setzt die Liechtensteinische

Landesbank mit dem Bau der neuen Geschäftsstelle

in Eschen (FL). Das Gebäude entspricht dem Minergie-Standard,

das angeschlossene Data Center ist ein Bekenntnis zu «Green

IT». Die Energiedichte und damit der Kühlungsbedarf steigen

in Rechenzentren stetig an, Energieeffizienz ist deshalb entscheidend.

Um diese zu erhöhen wurden alle Bauelemente von

der Konstruktion über die Isolierung bis zur Gestaltung des

Gebäudes sorgfältig aufeinander abgestimmt. Der Aufbau des

neuen LLB-Rechenzentrums erlaubt die gezielte Verwendung

nur einzelner Module. Server und Kühlelemente sind so angeordnet,

dass allein der Rechner gekühlt wird und nicht der komplette

Raum. Das System nutzt die Aussentemperatur, sodass

bei unter 17 Grad Celsius keine zusätzliche technische Kühlung

notwendig ist. Die Abwärme dient dazu, die Geschäftsstelle

zu beheizen. IBM Schweiz bescheinigt dem neuen «grünen»

Rechenzentrum Modellcharakter.

Mobilitätsmanagement

Weil Ökologie und Ökonomie untrennbar miteinander verbunden

sind, arbeitet die LLB-Gruppe daran, den ökologischen

Fussabdruck auch über organisatorische Massnahmen zu verkleinern.

So motivieren wir unsere Mitarbeitenden durch Informationen,

für den Arbeitsweg nach Möglichkeit auf das Auto

zu verzichten, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf umweltfreundlichere

sowie Kosten sparende Alternativen umzusteigen.

Unser umfassendes Mobilitätsmanagement besteht aus

verschiedenen Bausteinen. Es beinhaltet ein abgestuftes Gebührensystem

für Mitarbeiterparkplätze. Zudem übernimmt

die LLB die Kosten für das Jahresabonnement der Liechtenstein

Bus Anstalt (LBA). Mitarbeitende, die ausserhalb des LBA-Einzugsgebietes

wohnen, erhalten Zuschüsse für die Benutzung

der öffentlichen Verkehrsmittel in der Region. Wir regen an, für

Sitzungen und Veranstaltungen in Liechtenstein auf den Bus

oder auf unsere Firmenfahrräder umzusteigen.

Zudem bieten wir ein Mobility-Carsharing an, wobei die

Autos geschäftlich wie privat zur Verfügung stehen. Dass unsere

Mitarbeitenden punktuell auf ein Auto zurückgreifen können,

erhöht ihre Mobilität, spart zugleich aber Abstellplätze

und hilft die Zahl der Autokäufe sowie den CO

²

-Ausstoss zu

reduzieren. Seit 2011 teilen wir unsere beiden Mobility-Cars

mit der liechtensteinischen Landesverwaltung. Der neue Standort

im Vaduzer Zentrum ist attraktiver, zugleich bieten wir

die Dienstleistung deutlich mehr Interessierten an und sparen

damit Kosten.

Seit der Einführung des Mobilitätsmanagements im Januar

2010 kommen wir stetig voran, auch wenn die Anzahl der vergüteten

LBA-Abonnements um 10 Prozent gesunken ist. Dies

lässt sich damit erklären, dass die Zahl der Mitarbeitenden,

die aus der Ostschweiz und aus Zürich zupendeln, gestiegen

und die der Mitarbeitenden, die in Liechtenstein leben, gesunken

ist.

Neu planen wir, die Summe der zurückgelegten Dienstreisekilometer

zu reduzieren, indem wir technische Alternativen

wie Telefon- und Videokonferenzen weiter ausbauen. Ausserdem

fordern wir unsere Mitarbeitenden auf, Dienstreisen

wenn immer möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu

unternehmen.

Betriebsökologie

Stromverbrauch

Einsparungen beim Energieverbrauch bergen nicht nur ökologisches,

sondern auch ökonomisches Potenzial. Der Neubau

in Eschen, der Ende 2012 eröffnet wird, ist auf Energieeffizienz

ausgelegt und somit ein grosser Wirkhebel. 2011 hat die

Liechtensteinische Landesbank am Hauptstandort 816'779 Kilowattstunden

an Heizenergie verbraucht, 2010 waren es noch

1'076'644 Kilowattstunden. Und auch beim Stromverbrauch

ist die Tendenz weiter sinkend: 2011 hat die LLB am Standort

Liechtenstein 4'217'619 Kilowattstunden Strom bezogen,

das sind 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Am Hauptsitz geht

der Stromverbrauch seit Inbetriebnahme der neuen Bankensoftware

Avaloq wieder leicht um 1.3 Prozent auf 1'609'510

Kilowattstunden zurück, nach einem sprunghaften Anstieg in

der Implementierungsphase. Unsere Zentralgebäude sind für

den Grossteil des Energieverbrauchs verantwortlich. Mit Fotovoltaikanlagen

auf drei Bürogebäuden (Hauptsitz, Haus Wuhr

Ost, Haus Engel) erzeugen wir einen Teil unserer elektrischen

Energie umweltschonend. 2011 haben die Anlagen 10'642 Kilowattstunden

produziert, was gegenüber 2010 einer Zunahme

von 26 Prozent entspricht.

Strom von Fotovoltaikanlagen

2007 – 2011, in Kilowattstunden

2011

10'642

2010

8'478

2009

9'124

2008

8'953

2007 9'176

Stromverbrauch

2007 – 2011, in Kilowattstunden

2011

2010

2009

2008

2007

3'000 6'000 9'000 12'000 15'000

4'217'619

5'175'365

5'365'469

4'847'098

4'694'924

1'000'000 2'000'000 3'000'000 4'000'000 5'000'000 6'000'000


Papierverbrauch

2011 war das UNO-Jahr des Waldes. Die europäischen Regionen,

in denen wir mit Standorten vertreten sind – Liechtenstein,

Schweiz und Österreich –, halten sich an die Grundsätze

der sozial- und umweltgerechten Waldwirtschaft. Weil nicht

nur die Quantität des Papiers zählt, das ein Unternehmen verbraucht,

sondern auch die Qualität, benutzt die LLB-Gruppe

für Broschüren, die monatlich oder quartalsweise in grosser

Stückzahl erscheinen, ausschliesslich Papier mit dem weltweit

gültigen FSC-Label aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Daneben

achten wir darauf, den Papierverbrauch laufend zu reduzieren.

So weisen wir unsere Kunden darauf hin, dass zahlreiche Broschüren

und Dokumente als PDF-Dateien auf unserer Website

abrufbar sind. Immer mehr Kunden – zurzeit sind es 26.5 Prozent

– erledigen Zahlungen und Börsenaufträge mit unserem

LLB iBanking. Über das elektronische Postfach stehen alle Belege

online zur Verfügung.

Papierverbrauch

2007 – 2011, in Tonnen

2011

2010

2009

2008

2007

Abfall

Abfallmanagement heisst bei der LLB-Gruppe: vermeiden,

verwerten, sachgerecht entsorgen. Zur Trennung und Entsorgung

von Papier, Glas-, und PET-Flaschen sowie für Spezialabfälle

stehen in allen Gebäuden Sammelstellen zur Verfügung.

Abfallstatistik

2007 – 2011, in Tonnen

2011

2010

2009

2008

2007

84.18

88.56

96.06

108.7

102.9

97.42

20 40 60 80 100 120

115.9

116.7

119.4

117.55

20 40 60 80 100 120 140

58

59

Geschäftslage i Soziale und ökologische Verantwortung


Corporate Governance

Durch unsere Corporate Governance stellen wir

eine verantwortungsbewusste und transparente

Leitung sowie Kontrolle der LLB-Gruppe sicher.

Wesentliche Grundlagen sind die Richtlinie der

SIX Swiss Exchange zur Corporate Governance,

das liechtensteinische Öffentliche-Unternehmen-

Steuerungs-Gesetz (ÖUSG) und das Gesetz über

die Liechtensteinische Landesbank. 2011 hat die

Regierung für die LLB eine Beteiligungsstrategie

erlassen.

Hauptaktionär Land Liechtenstein

Das Gesetz über die Steuerung und Überwachung öffentlicher

Unternehmen, das am 1. Januar 2010 in Kraft trat, verpflichtet

die liechtensteinische Regierung zum Erlass einer sogenannten

Beteiligungsstrategie für die Beteiligung des Landes an der

Liechtensteinischen Landesbank AG. Am 22. November 2011

hat die Regierung, als Vertreterin des Hauptaktionärs, des

Landes Liechtenstein, diese Strategie verabschiedet. Die Beteiligungsstrategie

definiert, wie das Land mit seiner Mehrheitsbeteiligung

an der Liechtensteinischen Landesbank AG mittelund

langfristig umzugehen plant, und bietet dadurch auch den

Minderheitsaktionären Planungssicherheit.

Die Regierung bekennt sich zur Börsenkotierung der LLB

und hält an ihrer Mehrheitsbeteiligung von mindestens 51 Prozent

fest. Bei der Generalversammlung vertritt sie im Rahmen

der aktienrechtlichen Kompetenzen die Interessen des Landes.

Sie berücksichtigt die unternehmerische Autonomie sowie

die Rechte und Pflichten, die sich aus der Börsenkotierung ergeben.

Zugleich respektiert sie als Aktionärin die Entscheidungsfreiheit

des Verwaltungsrates hinsichtlich Unternehmensstrategie

und Unternehmenspolitik. Gestützt auf Art. 15 des

Corporate-Governance-Gesetzes wurde die Beteiligungsstrategie

nach Rücksprache mit dem Verwaltungsrat der LLB festgelegt.

Als Unternehmensgruppe, die sich teilweise in öffentlicher

Hand befindet, sich aber gleichzeitig den Regeln des

Marktes und dem Wettbewerb stellen muss, entwickeln wir

unsere Corporate Governance kontinuierlich weiter.

Grundlagen

Zu den Kennzeichen unserer verantwortungsbewussten und

an langfristiger Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung

gehören gute Beziehungen zu den Aktionären, die

effiziente Zusammenarbeit von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat,

ein erfolgsorientiertes Vergütungssystem sowie

eine transparente Rechnungslegung und Berichterstattung.

Die Prinzipien und Regeln zur Corporate Governance sind

in zwei Gesetzen niedergelegt: im Gesetz über die Steuerung

und Überwachung öffentlicher Unternehmen (Öffentliche-

Unternehmen-Steuerungs-Gesetz, ÖUSG) vom 19. November

2009 und im Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank

(LLBG) vom 21. Oktober 1992. Zudem sind sie in den Statuten

und der Geschäftsordnung der LLB festgehalten, die regelmässig

überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Diese Dokumente

orientieren sich an den Leitlinien und Empfehlungen

des «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance»

des Verbandes der Schweizer Unternehmen (economiesuisse).

Seit Dezember 2010 führt der Verwaltungsrat der LLB-

Gruppe das «Best Board Practice»-Label der Schweizerischen

Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS)

sowie der Liechtensteinischen Gesellschaft für Qualitätssicherungs-Zertifikate

(LQS). Tätigkeit und Organisation des

Verwaltungsrates verfügen über einen hohen Gütegrad.

Der nachfolgende Corporate-Governance-Bericht erfüllt die

Anforderungen der seit 1. Juli 2002 geltenden «Richtlinie betreffend

Informationen zur Corporate Governance» der Schweizer


Börse SIX Swiss Exchange sowie des per 20. September 2007

aktualisierten Kommentars der SIX. Werden die in der Richtlinie

verlangten Informationen im Anhang zur Jahresrechnung

offengelegt, wird auf die entsprechende Anmerkung im Anhang

verwiesen.

1 Konzernstruktur und Aktionariat

1.1 Konzernstruktur

1.1.1 Darstellung der operativen Konzernstruktur

Die Liechtensteinische Landesbank ist eine Aktiengesellschaft

nach liechtensteinischem Recht. Sie ist die Muttergesellschaft

der LLB-Gruppe, die auf einer Stammhausstruktur basiert.

Das vom Verwaltungsrat verabschiedete Gruppenreglement

«Führung und Organisation der LLB-Gruppengesellschaften»

sichert die einwandfreie Geschäftstätigkeit, die angemessene

Organisation sowie die einheitliche Führung der LLB-Gruppe.

Deren Handelnde sind der Gruppenverwaltungsrat und die

Gruppenrevision, die Gruppenleitung, die Verwaltungsratsgremien

der Gruppengesellschaften und das Group Service Center.

Gruppenverwaltungsrat und Gruppenleitung bestehen in

Personalunion aus dem Verwaltungsrat beziehungsweise der

Geschäftsleitung der LLB-Muttergesellschaft. Im Rahmen der

im Gruppenreglement definierten Kompetenzen können die

LLB-Gruppenfunktionen auch Entscheidungen und Anordnungen

treffen, die sowohl für das Stammhaus als auch für die

LLB-Gruppengesellschaften verbindlich sind – dies unter Beachtung

des für die einzelnen Gruppengesellschaften geltenden,

lokal anwendbaren Rechts.

Kotierte Gesellschaften,

die zum Konsolidierungskreis gehören

Die Mitglieder der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen

Landesbank sind in den Verwaltungsräten der konsolidierten

Gesellschaften vertreten. Als Verwaltungsratspräsident einer

Tochtergesellschaft fungiert entweder der Vorsitzende oder ein

Mitglied der Geschäftsleitung der LLB. Ausnahmen bilden folgende

Gesellschaften: Bank Linth LLB AG, swisspartners Investment

Network AG, Jura Trust AG. Bei diesen hat – abgesehen

von der swisspartners Investment Network AG – ein Mitglied

der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbank

das Vizepräsidium inne.

Das Organigramm der LLB-Gruppe per 16. Januar 2012

finden Sie auf den Seiten 16 bis 17, die detaillierte Segmentberichterstattung

auf den Seiten 31 bis 46.

1.1.2 Kotierte Gesellschaften,

die zum Konsolidierungskreis gehören

Die Liechtensteinische Landesbank mit Hauptsitz in Vaduz

ist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Börsenkapitalisierung

betrug per 31. Dezember 2011 CHF 1.3 Mia. (30'800'000 Inhaberaktien

zu nominal CHF 5.– beim Jahresschlusskurs von

CHF 41.50).

Die Bank Linth LLB AG mit Hauptsitz in Uznach, an der die

Liechtensteinische Landesbank eine Mehrheitsbeteiligung

von 74.2 Prozent hält, ist ebenfalls an der SIX Swiss Exchange,

Segment «Local Caps», kotiert. Ihre Börsenkapitalisierung betrug

per 31. Dezember 2011 CHF 359.2 Mio. (805'403 Namensaktien

zu nominal CHF 20.– beim Jahresabschlusskurs von

CHF 446.–).

Börsenkapitalisierung

Beteiligungs- Valoren-

Firma Sitz Ort der Kotierung (in Tausend CHF) quote (in %) nummer ISIN

Liechtensteinische Landesbank AG Vaduz SIX Swiss Exchange 1'278'200 3019524 LI0030195247

Bank Linth LLB AG Uznach SIX Swiss Exchange 359'210 74.2 130775 CH0001307757

1.1.3 Nicht kotierte Gesellschaften,

die zum Konsolidierungskreis gehören

Die Details zu den nicht kotierten, zum Konsolidierungskreis

gehörenden Gesellschaften (Firma, Sitz, Tätigkeit, Aktienkapital,

Beteiligungsquote) finden Sie im Anhang zur konsolidierten

Jahresrechnung der LLB-Gruppe in der Tabelle «Konsolidierungskreis»

auf den Seiten 139 bis 140.

1.2 Bedeutende Aktionäre

Das Land Liechtenstein ist Mehrheitsaktionär der Liechtensteinischen

Landesbank. Gemäss Gesetz über die Liechtensteinische

Landesbank hält das Land kapital- und stimmenmässig

mindestens 51 Prozent der Aktien. Diese sind unveräusserlich.

Ende 2011 betrug der Anteil des Landes Liechtenstein an

den Aktien der Liechtensteinischen Landesbank unverändert

57.5 Prozent. Detaillierte Angaben zur Entwicklung dieses Anteils

finden Sie unter www.llb.li/kapitalstruktur+staatsanteil.

Die Thornburg Investment Management Inc. besass per 31. Dezember

2011 insgesamt 1'377'064 LLB-Aktien, was einem

Anteil von 4.5 Prozent entsprach. 0.1 Prozent entfielen auf

die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung,

während die LLB-Gruppe 7.7 Prozent der eigenen Aktien hielt.

Dieser Anteil diente zur Sicherstellung der im April 2011 ausgelaufenen

Wandelanleihen in Höhe von CHF 270 Mio. Die

Aktien werden vorerst in den eigenen Büchern belassen.

Die übrigen Inhaberaktien befanden sich im Streubesitz,

wobei kein weiterer Aktionär über mehr als drei Prozent des

Aktienkapitals verfügte. Aktionärsbindungsverträge bestehen

keine.

1.3 Kreuzbeteiligungen

Zwischen der Liechtensteinischen Landesbank und deren

Tochtergesellschaften beziehungsweise Drittgesellschaften

bestehen keine Kreuzbeteiligungen.

60

61

Geschäftslage i Corporate Governance


2 Kapitalstruktur

2.1 Kapital

Das Aktienkapital der Liechtensteinischen Landesbank betrug

per 31. Dezember 2011 CHF 154 Mio. (30'800'000 auf den

Inhaber lautende, voll einbezahlte Aktien im Nennwert von

CHF 5.–).

2.2 Bedingtes und genehmigtes Kapital im Besonderen

Per Bilanzstichtag bestanden kein bedingtes und kein genehmigtes

Kapital.

2.3 Kapitalveränderungen

Informationen zu den Kapitalveränderungen der letzten drei

Berichtsjahre finden Sie in der Tabelle «Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung»

auf der Seite 83.

2.4 Aktien und Partizipationsscheine

Das Aktienkapital war per 31. Dezember 2011 eingeteilt in

30'800'000 auf Inhaber lautende, voll einbezahlte Aktien im

Nennwert von CHF 5.–. Mit Ausnahme der LLB-Aktien, welche

die Liechtensteinische Landesbank und ihre Tochtergesellschaften

halten (2'384'376 Stück), sind sämtliche Aktien dividendenberechtigt.

Das dividendenberechtigte Kapital betrug

damit per 31. Dezember 2011 CHF 142.1 Mio. Grundsätzlich

sind alle LLB-Aktien stimmberechtigt nach dem Prinzip «one

share, one vote». Allerdings sind aufgrund der Vorschriften

über den Erwerb eigener Aktien (Art. 306a ff. PGR) die von der

Liechtensteinischen Landesbank und ihren Tochtergesell-

3 Verwaltungsrat

3.1 Mitglieder

a) Name, Nationalität, Ausbildung und beruflicher Hintergrund

schaften gehaltenen LLB-Aktien vom Stimmrecht ausgenommen.

Vorzugsrechte oder ähnliche Berechtigungen gibt es

nicht. Werden neue Aktien ausgegeben, steht den Aktionären

ein Bezugsrecht zu, gemäss welchem sie einen ihrem bisherigen

Aktienbesitz entsprechenden Teil der neuen Aktien übernehmen

können.

Partizipationsscheine hat die Liechtensteinische Landesbank

keine ausgegeben.

2.5 Genussscheine

Es besteht kein Genussscheinkapital.

2.6 Beschränkung der Übertragbarkeit

und Nominee-Eintragungen

Die Liechtensteinische Landesbank hat ausschliesslich Inhaberaktien

ausgegeben. Diese sind unbeschränkt übertragbar.

2.7 Wandelanleihen und Optionen

Die Liechtensteinische Landesbank hatte am 12. April 2006

eine Wandelanleihe über CHF 270 Mio. emittiert. Der Coupon

betrug 1.65 Prozent pro Jahr, erstmals zahlbar am 12. April

2007, der Wandelpreis CHF 117.75. Die Anleihe wurde im April

2011 fällig. Es erfolgten keine Wandlungen.

Weitere Angaben finden Sie im Anhang zur konsolidierten

Jahresrechnung der LLB-Gruppe in der Tabelle «Ausgegebene

Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen» auf der Seite 126.

Die Liechtensteinische Landesbank hat per 31. Dezember

2011 keine Optionen auf eigenen Beteiligungstiteln ausstehend.

Name Jahrgang Beruf Nationalität

Hans-Werner Gassner * 1958 Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer FL

Markus Foser ** 1969 Unternehmensberater FL

Markus Büchel 1953 Personalleiter FL

Felix R. Ehrat 1957 Rechtsanwalt / Group General Counsel CH

Ingrid Hassler-Gerner 1947 Vermögensverwalterin FL

Roland Oehri 1968 Treuhänder FL

Konrad Schnyder 1956 Unternehmer CH

* Präsident

** Vizepräsident

Lic. iur. Siegbert Lampert schied aufgrund der Amtsdauerbeschränkung

nach neun Jahren aus dem Verwaltungsrat der

Liechtensteinischen Landesbank aus. Die Generalversammlung

vom 6. Mai 2011 wählte Dr. Felix R. Ehrat zum neuen Mitglied.


Hans-Werner Gassner

Ausbildung:

◆ Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an der

Hochschule St. Gallen, 1983

◆ Eidg. dipl. Bücherexperte, 1988

◆ Dr. oec. HSG, 1989

◆ Swiss Banking School, 1996

Beruflicher Hintergrund:

◆ Wirtschaftsprüfer in der Neutra Treuhand-Gruppe,

1984 – 1989

◆ Leiter interne Revision der Liechtensteinischen Landesbank,

1990 – 1998

◆ Leiter Finanzen der Liechtensteinischen Landesbank,

1998 – 2000

◆ Partner der APG Wirtschaftsprüfung AG, Vaduz (vormals

Gassner & Partner Wirtschaftsprüfung und Beratung AG,

Balzers) seit April 2000

◆ Inhaber des Adcom Treuunternehmen reg., Balzers,

seit April 2000

Markus Foser

Ausbildung:

◆ Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an der

Universität Zürich, Richtung Wirtschaftsinformatik, 1996

◆ Eidg. dipl. Finanzanalyst und Vermögensverwalter CEFA,

2000

Beruflicher Hintergrund:

◆ Aktienresearch und Fondsmanagement bei der Liechtensteinischen

Landesbank, 1997 – 2002

◆ Beratung von vorwiegend institutionellen Kunden mit

derivativen und strukturierten Produkten bei der Bank

Vontobel (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2002 – 2003

◆ Bereichsleiter Fund & Investment Services (Asset

Management) bei der swissfirst Bank (Liechtenstein) AG,

Vaduz, 2004 – 2007

◆ Mitglied der Geschäftsleitung der Banque Pasche

(Liechtenstein) SA, Vaduz, verantwortlich für den Bereich

Fund & Investment Services (Asset Management),

2008 – 2009

◆ Inhaber der MAFOS Consult Anstalt, Vaduz, seit 2009

Markus Büchel

Ausbildung:

◆ Lehre als Maschinenzeichner, 1969 – 1973

◆ Abendhandelsschule Buchs, 1973 – 1974

◆ Maschinenbau Dipl. Ing. FH, Abendtechnikum Vaduz,

1974 – 1978

Beruflicher Hintergrund:

◆ Hilti AG, Schaan (verschiedene Funktionen im technischen

Bereich), 1973 – 1981

◆ ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Entwicklung / Arbeitsvorbereitung

(verschiedene Funktionen), 1981 – 1991

◆ ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Bereichsleiter

Technische Dienste, 1991 – 1995

◆ ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Bereichsleiter Personal

der Presta-Gruppe, seit 1995

Felix R. Ehrat

Ausbildung:

◆ Lizenziat der Rechtswissenschaften an der Universität

Zürich, 1982

◆ Anwaltliche Zulassung, 1985

◆ LL.M. in Business and Taxation-Transnational Practice

an der McGeorge School of Law, Sacramento, Kalifornien,

1986

◆ Dr. iur., Universität Zürich, 1990

Beruflicher Hintergrund:

◆ Associate bei der Anwaltskanzlei Bär & Karrer,

Zürich, 1987 – 1992

◆ Partner bei Bär & Karrer, 1992 – 2000

◆ Managing Partner bei Bär & Karrer, 2000 – 2003

◆ Senior Partner und Vorsitzender der Geschäftsleitung

bei Bär & Karrer, 2003 – 2011

◆ Exekutiver Präsident des Verwaltungsrates bei

Bär & Karrer, 2007 – 2011

◆ Group General Counsel der Novartis-Gruppe,

Basel, seit 1. Oktober 2011

Ingrid Hassler-Gerner

Ausbildung:

◆ Handelsdiplom, 1964

◆ Hochschule Liechtenstein, Lehrgang nach PGR Art. 180a,

2005 – 2006

Beruflicher Hintergrund:

◆ Leitung Asset Management und Research bei A.M.I.S.,

Schaan, 1976 – 1989

◆ Geschäftsführerin der Pan Portfolio AG, Schaanwald,

seit 1989

◆ Geschäftsführerin der PanFinanzPartner AG, Schaanwald,

seit 2005

Roland Oehri

Ausbildung:

◆ Kaufmännische Lehre, 1987

◆ Betriebsökonom HWV, 1993

Liechtensteinische Treuhänderprüfung, 1998

Beruflicher Hintergrund:

◆ Anlageberater im Ressort Privatkunden Ausland

bei der VP Bank AG, Vaduz, 1993 – 1999

◆ Abteilungsleiter Privatkunden Ausland

bei der VP Bank AG, Vaduz, 1999

◆ Kundenberater Private Trust Banking

bei der VP Bank AG, Vaduz, 2000

◆ Kundenberater und Leiter der Abteilung Intermediäre

bei der Bank Wegelin (Liechtenstein) AG, Vaduz, später

swissfirst Bank (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2000 – 2003

◆ Vizedirektor bei LOPAG Louis Oehri & Partner Trust reg.,

Ruggell, 2004 – 2009

◆ Partner und Geschäftsführer des Sequoia Treuhand

Trust reg., Ruggell, seit 2006

◆ Partner und Geschäftsführer der Sequoia Capital

Management AG, Ruggell, seit 2007

62

63

Geschäftslage i Corporate Governance


Konrad Schnyder

Ausbildung:

◆ Ausbildung zum Maschinenbauer, 1977

◆ Technischer Kaufmann, 1979

◆ SKU Schweizerischer Kurs für Unternehmensführung, 1992

Beruflicher Hintergrund:

◆ Inhaber, Vizepräsident und Delegierter des Verwaltungsrates

der in der Sersa Group zusammengefassten Unternehmungen,

seit 1985

◆ Mitglied des Verwaltungsrates der Bank Linth LLB AG,

Uznach, 1998 – 2008

◆ Delegierter des Verwaltungsrates der Euroswitch AG,

Pfäffikon / SZ, seit 2004

◆ CEO Sersa Group Management AG, Pfäffikon / SZ, seit 2001

b) Exekutive / nicht exekutive Mitglieder

Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates der Liechtensteinischen

Landesbank sind nicht exekutive Mitglieder. Gemäss

Art. 22 des liechtensteinischen Bankengesetzes in Verbindung

mit Art. 10 des Gesetzes über die Liechtensteinische Landesbank

müssen die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle einerseits

und die Geschäftsleitung andererseits in den Händen verschiedener

Organe sein. Kein Mitglied des Verwaltungsrates darf der

Geschäftsleitung angehören.

c) Unabhängigkeit

Alle Mitglieder des Verwaltungsrates sind unabhängig im

Sinne der SIX-Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate

Governance. Kein Mitglied des Verwaltungsrates gehörte

2011 sowie in den drei vorausgehenden Geschäftsjahren der

Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbank oder

einer Konzerngesellschaft an. Kein Mitglied stand in wesentlichen

geschäftlichen Beziehungen mit der Liechtensteinischen

Landesbank oder einer Konzerngesellschaft. Laut Art. 12 des

liechtensteinischen Gesetzes über die Steuerung und Überwachung

öffentlicher Unternehmen müssen Verträge mit Mitgliedern

des Verwaltungsrates schriftlich abgeschlossen werden.

Sie bedürfen der Zustimmung des Verwaltungsrates, wobei

die gleichen Konditionen wie gegenüber Dritten gelten.

3.2 Weitere wesentliche Tätigkeiten und Interessenbindungen

Dr. Felix R. Ehrat ist Präsident des Verwaltungsrates der Globalance

Bank AG, Zürich (seit Ende 2010), und Mitglied des

Verwaltungsrates der Müller-Möhl Group, Zürich (seit 2003).

3.3.2 Erstmalige Wahl und verbleibende Amtsdauer

Ingrid Hassler-Gerner ist seit 1. Januar 2010 Präsidentin des

Stiftungsrates der Pensionsversicherung für das Staatspersonal.

Konrad Schnyder ist Präsident des Verwaltungsrates der

Raility AG, Biel (seit 2006), Delegierter des Verwaltungsrates

der Euroswitch AG in Pfäffikon / SZ (seit 2004), Verwaltungsrat

der Sustra Tiefbau + Strassen AG, Sursee (seit 1998), Verwaltungsrat

der Dedalus Holding AG, Sursee (seit 2005), Vizepräsident

der Vereinigung Schweizerischer Gleisbauunternehmer

(VSG), Zürich (seit 2000), Präsident der Vereinigung Schweizerischer

Bahntechnikunternehmen (VSBTU), Baden (seit 2011),

Delegierter der VSBTU bei der European Federation of Railway

Trackwork Contractors (EFRTC), Paris (seit 2007) sowie

Präsident des Verwaltungsrates SCL Zürich AG, Unterägeri

(seit Juli 2011).

Ansonsten üben die Mitglieder des Verwaltungsrates keine

Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien bedeutender

liechtensteinischer, schweizerischer und ausländischer Körperschaften,

Anstalten oder Stiftungen des privaten und des öffentlichen

Rechts aus. Sie nehmen auch keine dauernden Leitungsund

Beraterfunktionen für wichtige liechtensteinische, schweizerische

oder ausländische Interessengruppen wahr und

bekleiden weder amtliche Funktionen noch politische Ämter.

3.3 Wahl und Amtszeit

3.3.1 Grundsätze des Wahlverfahrens

Gemäss Gesetz und Statuten gehören dem Verwaltungsrat

der Liechtensteinischen Landesbank fünf bis sieben Mitglieder

an, die von der Generalversammlung jeweils einzeln gewählt

werden. Ihre Amtszeit dauert drei Jahre, wobei ein Jahr den

Zeitraum von einer ordentlichen Generalversammlung bis zur

nächsten umfasst. Die Mitglieder sind zweimal wiederwählbar.

In begründeten Fällen kann der Präsident des Verwaltungsrates

nach Ablauf von drei Amtsperioden nochmals für eine

ausserordentliche Amtsdauer von höchstens zwei Jahren gewählt

werden. Den Präsidenten wählt die Generalversammlung,

den Vizepräsidenten wählt der Verwaltungsrat aus seiner

Mitte. Die aus einer Ersatzwahl hervorgegangenen neuen Mitglieder

des Verwaltungsrates sind für die volle Amtsperiode von

drei Jahren gewählt. Die Generalversammlung kann Mitglieder

des Verwaltungsrates aus wichtigen Gründen abberufen. Die

Altersgrenze für die Mitgliedschaft liegt bei 70 Jahren.

Das Präsidium des Verwaltungsrates hat seit 2006 Dr. Hans-

Werner Gassner inne, das Vizepräsidium seit 2009 Markus Foser,

Protokollführer ist seit September 2009 Patrick Helg, Leiter

Group Internal Audit.

Name Wahl durch Erstmalige Ernennung Gewählt bis

Hans-Werner Gassner Landtag 2006 2012

Markus Foser Landtag 2009 2012

Markus Büchel Landtag 2009 2012

Felix R. Ehrat Generalversammlung 2011 2014

Ingrid Hassler-Gerner Generalversammlung 2005 2014

Roland Oehri Landtag 2009 2012

Konrad Schnyder Generalversammlung 2008 2014

Seit Mai 2010 wählt die Generalversammlung alle Mitglieder des Verwaltungsrates.

Davor wurden vier Mitglieder vom Landtag und drei Mitglieder von der Generalversammlung gewählt.


3.4 Interne Organisation

3.4.1 Aufgabenteilung im Verwaltungsrat

Name Funktion Mitgliedschaft in Ausschüssen

Hans-Werner Gassner Präsident Nominierungs- und Entschädigungsausschuss *

Strategieausschuss *

Markus Foser Vizepräsident Group Audit & Risk Committee

Nominierungs- und Entschädigungsausschuss

Strategieausschuss

Markus Büchel Mitglied Nominierungs- und Entschädigungsausschuss

Felix R. Ehrat Mitglied Group Audit & Risk Committee

Ingrid Hassler-Gerner Mitglied Group Audit & Risk Committee

Roland Oehri Mitglied Group Audit & Risk Committee *

Konrad Schnyder Mitglied Strategieausschuss

* Vorsitz

3.4.2 Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsauschüsse,

deren Aufgaben und Kompetenzregelung

Der Verwaltungsrat kann einen Teil seiner Aufgaben an Ausschüsse

delegieren. Zur Unterstützung hat er zwei ständige

Ausschüsse eingesetzt: das Group Audit & Risk Committee sowie

den Nominierungs- und Entschädigungsausschuss. Zudem

besteht ein ad hoc gebildeter Strategieausschuss. Der

Verwaltungsrat wählt aus seinem Kreis die Ausschussmitglieder

und bestimmt die Vorsitzenden. Jeder Ausschuss setzt

sich aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. Als vorbereitende

Gremien befassen sie sich vertieft mit den ihnen zugewiesenen

Aufgaben, legen dem Verwaltungsrat die Ergebnisse

ihrer Arbeit vor und stellen Anträge, wenn Entscheidungen

gefällt werden müssen. Der Verwaltungsrat kann den

Ausschüssen Entscheidungskompetenzen übertragen, hat

aber von diesem Recht noch keinen Gebrauch gemacht. Die

Ausschüsse sind somit ausschliesslich beratend tätig.

Die Ausschussmitglieder müssen über Fachkenntnisse

verfügen, die dem übernommenen Aufgabenbereich entsprechen.

Alle Mitglieder müssen unabhängig sein. Für die beiden

ständigen Ausschüsse hat der Verwaltungsrat separate Reglemente

erlassen, in welchen die Aufgaben und Kompetenzabgrenzungen

festgelegt sind. Diese haben wir nachfolgend

zusammengefasst.

Group Audit & Risk Committee

Das Group Audit & Risk Committee unterstützt den Verwaltungsrat

bei der Erfüllung der ihm gemäss Bankengesetz übertragenen

Aufgaben in Bezug auf die Oberleitung, Aufsicht

und Kontrolle. Das «Reglement Group Audit & Risk Committee

der LLB-Gruppe» regelt Organisation und Arbeitsweise sowie

Kompetenzen und Aufgaben des Group Audit & Risk Committee,

soweit diese nicht zwingend durch Gesetz, Statuten

oder Geschäftsordnung vorgegeben sind. Den Vorsitz hatte

Roland Oehri inne; als Mitglieder gehörten Markus Foser,

Ingrid Hassler-Gerner und nach seiner Wahl Dr. Felix R. Ehrat an.

Das Group Audit & Risk Committee hat insbesondere

folgende Aufgaben:

◆ Überwachung und Beurteilung der Integrität der finanziellen

Berichterstattung einschliesslich der Ausgestaltung

des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle und der Finanzplanung.

◆ Überwachung und Beurteilung der internen Kontrolle

im Bereich der finanziellen Berichterstattung.

◆ Überwachung und Beurteilung der Wirksamkeit der

externen Revision sowie ihrer Zusammenarbeit mit der

internen Revision (Group Internal Audit).

◆ Beurteilung der über den Bereich der finanziellen Berichterstattung

hinausgehenden internen Kontrolle und des

Group Internal Audit.

◆ Überwachung und Beurteilung des Risikoprofils und der

Risikosituation der LLB-Gruppe.

Nominierungs- und Entschädigungsausschuss

Das «Reglement Nominierungs- und Entschädigungsausschuss»

der LLB-Gruppe regelt Organisation und Arbeitsweise sowie

Kompetenzen und die Aufgaben des Ausschusses, soweit diese

nicht zwingend durch Gesetz, Statuten oder Geschäftsordnung

vorgegeben sind. Dr. Hans-Werner Gassner hatte den Vorsitz

inne, Markus Foser und Markus Büchel gehörten dem Gremium

als Mitglieder an. Markus Büchel folgte in dieser Funktion

Siegbert Lampert, der aufgrund der Amtsdauerbeschränkung

im Mai 2011 aus dem Verwaltungsrat ausschied.

Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss nimmt

insbesondere folgende Aufgaben wahr:

◆ Entwicklung von Kriterien für Vorschläge zur Selektion

und Beurteilung der von der Generalversammlung zu

wählenden Verwaltungsratsmitglieder sowie Unterbreitung

von Wahlvorschlägen an den Verwaltungsrat

zuhanden der Generalversammlung.

◆ Erarbeitung von Nachfolgeplänen und deren periodische

Überprüfung sowohl für den Fall des altersbedingten als

auch des situativen Ausscheidens von Mitgliedern des

Verwaltungsrates.

◆ Entwicklung von Kriterien für die Selektion und Ernennung

von Mitgliedern der Geschäftsleitung zuhanden

des Verwaltungsrates.

◆ Ausarbeitung und jährliche Überprüfung der Grundsätze

und Reglemente für die Entschädigung der Mitglieder des

Verwaltungsrates, der Mitglieder der Geschäftsleitung

und der Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Landesbank

zuhanden des Verwaltungsrates.

◆ Ausarbeitung von Vorschlägen für die Entschädigung

der Mitglieder des Verwaltungsrates, der Mitglieder der

Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden der internen

Revision zuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabe

bestehender Grundsätze und Reglemente.

64

65

Geschäftslage i Corporate Governance


◆ Jährliche Überprüfung der Entschädigung der Mitglieder

des Verwaltungsrates und der Mitglieder der Geschäftsleitung

zuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabe

bestehender Grundsätze und Reglemente.

Vertretung in Stiftungen

Hans-Werner Gassner ist Mitglied des Stiftungsrates der

«Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG».

Zwei Mitglieder des Verwaltungsrates waren 2011 in den

Vorsorgestiftungen der Liechtensteinischen Landesbank AG

vertreten: Markus Büchel als Präsident des Stiftungsrates der

Personalvorsorgestiftung sowie als Mitglied des Stiftungsrates

der Zusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung; Ingrid

Hassler-Gerner als Mitglied des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftung

sowie als Präsidentin des Stiftungsrates der

Zusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung.

3.4.3 Arbeitsweise des Verwaltungsrates

und seiner Ausschüsse

Der Verwaltungsrat der Liechtensteinischen Landesbank AG

trifft sich monatlich (ausgenommen im Juli) zu seinen mindestens

halbtägigen ordentlichen Sitzungen. Im Geschäftsjahr

2011 trat er insgesamt 15-mal zu ordentlichen und ausserordentlichen

Sitzungen zusammen. Neun Sitzungen dauerten

einen Tag, fünf Sitzungen maximal einen halben Tag und die

Klausurtagung zwei Tage. Diese führte der Verwaltungsrat mit

der Geschäftsleitung im Anschluss an die ordentliche Sitzung

im Juni 2011 durch. Die Klausurtagung war ausschliesslich

Risikothemen gewidmet. Bei den ausserordentlichen Sitzungen

wurden vor allem strategische Themen diskutiert. Mit folgenden

Ausnahmen waren jeweils sämtliche Verwaltungsratsmitglieder

anwesend: Dr. Felix R. Ehrat war bei dreieinhalb Sitzungen

nicht anwesend aufgrund anderweitiger beruflicher

Verpflichtungen in Zusammenhang mit seiner neuen Tätigkeit

als Group General Counsel der Novartis-Gruppe. Markus Foser

war bei einer Sitzung nicht anwesend, Grund war die Geburt

seiner Tochter.

Der Präsident des Verwaltungsrates – oder im Verhinderungsfalle

der Vizepräsident – lädt zu den Sitzungen ein und

leitet diese. Mit der schriftlichen Einladung werden den Mitgliedern

die Traktandenliste, das letzte Protokoll sowie weitere

wesentliche Sitzungsunterlagen zugestellt. Aus wichtigen

Gründen können zwei Verwaltungsratsmitglieder die unverzügliche

Einberufung einer Sitzung verlangen.

Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit

seiner Mitglieder anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit

der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit

entscheidet der Präsident. In dringenden Fällen

können Beschlüsse auf dem Zirkularweg gefasst werden. Zum

Zirkulationsverfahren ist Einstimmigkeit erforderlich. Zirkularbeschlüsse

werden mit dem einfachen Mehr der abgegebenen

Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident.

Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind verpflichtet,

dem Präsidenten allfällige Interessenkonflikte mitzuteilen. Der

Verwaltungsrat entscheidet, ob ein Ausstandsgrund vorliegt.

Im Falle eines Ausstandsgrundes darf der Betroffene weder bei

der Beratung noch bei der Abstimmung zum entsprechenden

Geschäft anwesend sein. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung

nimmt in der Regel an den Sitzungen des Verwaltungsrates

teil. Die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung sind bei den

sie betreffenden Traktanden anwesend.

Anfang 2011 beurteilte der Verwaltungsrat seine eigenen

Leistungen im Rahmen einer Selbstevaluation. Diese umfasste

auch die Tätigkeit des Group Audit & Risk Committee und des

Nominierungs- und Entschädigungsausschusses. Um hohe

Aussagekraft der Ergebnisse zu erreichen, wurde die Selbstbeurteilung

mittels strukturierter Fragebogen auf anonymisierter

Basis vorgenommen. Diese wertete das Beratungsunternehmen

PricewaterhouseCoopers aus. Die Ergebnisse

der Selbstevaluation zeigten die hohe Qualität der Arbeit

im Verwaltungsrat und seinen Ausschüssen auf.

Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee treffen

sich mindestens viermal jährlich zu ordentlichen Sitzungen.

Diese werden vom Vorsitzenden einberufen. Vor jeder Sitzung

erstellt er eine Traktandenliste, die den Sitzungsteilnehmern

zusammen mit den notwendigen Unterlagen frühzeitig zugeht.

Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee, die

externe Revision, der Leiter Group Internal Audit und die Vorsitzenden

der Group Risk Committees können beim Vorsitzenden

des Group Audit & Risk Committee die Einberufung von

ausserordentlichen Sitzungen beantragen. Im Geschäftsjahr

2011 fanden sieben ordentliche Sitzungen statt. Diese dauerten

zwischen zweieinhalb und acht Stunden. Bei einer Sitzung

war ein Mitglied entschuldigt, ansonsten waren alle Ausschussmitglieder

anwesend. Das Group Audit & Risk Committee kann

zur Behandlung spezifischer Themen auch weitere Personen

wie Mitglieder der Gruppenleitung, die Vorsitzenden der Group

Risk Committees, andere Mitarbeitende von Gesellschaften

der LLB-Gruppe, Vertreter der externen Revision oder externe

Berater einladen. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung sowie

der Leiter Group Internal Audit nehmen üblicherweise mit beratender

Stimme an den Sitzungen teil. Im Geschäftsjahr 2011

wurden keine externen Experten beigezogen.

Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss tagt,

sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens jedoch einmal pro

Jahr. 2011 fanden fünf Sitzungen statt. Diese dauerten zwischen

zwei und und dreieinhalb Stunden. Bei allen Sitzungen waren

sämtliche Ausschussmitglieder anwesend. Der Vorsitzende

der Geschäftsleitung nahm nicht an den Sitzungen teil. Externe

Experten wurden im Geschäftsjahr 2011 nicht beigezogen.

Der Strategieausschuss traf sich im Jahr 2011 nicht separat.

Die Strategieüberprüfung erfolgte bei einer ausserordentlichen

Sitzung. Der Verwaltungsrat bestätigte die Drei-Säulen-

Strategie, die auf Wachstum in Liechtenstein und in der Schweiz

sowie auf die Erschliessung neuer Märkte abzielt. Zur Vorbereitung

und Durchführung wurde ein externer Experte beigezogen.

In den Ausschüssen werden Beschlüsse mit der absoluten

Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Stimmberechtigt

sind nur die Mitglieder der Ausschüsse. Bei Stimmengleichheit

entscheidet der Vorsitzende. Die Behandlung der Traktanden

und insbesondere die gefassten Beschlüsse werden protokolliert.

Die Protokolle werden den Sitzungsteilnehmern und

den Mitgliedern des Verwaltungsrates zugestellt. Die Vorsitzenden

der Ausschüsse informieren den Gesamtverwaltungsrat

an den Sitzungen über die Traktanden, die sie an ihrer letzten

Ausschusssitzung behandelt haben, und unterbreiten ihm

diejenigen Punkte, über die Beschluss gefasst werden muss.

Zudem legen sie dem Gesamtverwaltungsrat einmal pro Jahr

Rechenschaft über die Tätigkeit der Ausschüsse ab.

3.5 Kompetenzregelung

Dem Verwaltungsrat obliegen die Oberleitung, Aufsicht und

Kontrolle. Ihm kommen alle Pflichten und Befugnisse zu, die

durch Gesetz, Statuten oder interne Vorschriften nicht anderen

Organen zugewiesen werden. Zusätzlich zu den in den Statuten

aufgeführten Pflichten und Befugnissen hat der Verwaltungsrat

insbesondere folgende unübertragbare Aufgaben:


◆ Festlegung und periodische Überprüfung der mittel- und

langfristigen Unternehmensziele (Strategie) sowie Bestimmung

der Ressourcen zur Erreichung der Unternehmensziele.

◆ Genehmigung des jährlichen Budgets.

◆ Festlegung der Führungspolitik.

◆ Ernennung

◆ der Ausschussmitglieder aus seiner Mitte,

◆ des Vorsitzenden und der anderen Mitglieder

der Geschäftsleitung,

◆ der Mitarbeitenden der internen Revision.

◆ Behandlung der Berichte der internen Revision und der

Revisionsstelle sowie Abnahme der Berichterstattung

über diesbezüglich ergriffene Massnahmen.

◆ Pflicht, sich über den Geschäftsgang und besondere Ereignisse

regelmässig unterrichten zu lassen, insbesondere durch

◆ die mindestens vierteljährliche Abnahme kommentierter

Berichterstattungen in Bezug auf Geschäftsgang, Ertragslage,

Bilanzentwicklung, Liquidität, Eigenkapitalerfordernisse

und Risikolage,

◆ die Sicherstellung der zeitnahen Informationen bei

unmittelbar drohenden Risiken.

◆ Erlass von Richtlinien oder Reglementen über die Grundzüge

des Risikomanagements sowie über die Zuständigkeit und

das Verfahren für die Bewilligung von risikobehafteten Geschäften,

wobei insbesondere Markt-, Kredit-, Ausfall-, Abwicklungs-,

Liquiditäts- und Imagerisiken sowie operationelle

und rechtliche Risiken zu erfassen, zu begrenzen und zu

überwachen sind.

◆ Entscheid betreffend die Übernahme oder den Verkauf

von Beteiligungen an anderen Unternehmungen sowie die

Gründung oder Liquidation von Tochtergesellschaften und

die Nominierung der Verwaltungsräte, die Mitarbeitende

der Liechtensteinischen Landesbank sind.

◆ Entscheid über die Errichtung und Aufhebung von Geschäftsstellen,

Zweigniederlassungen und Repräsentanzen.

◆ Entscheid über die Anhebung von Prozessen sowie den

Abschluss von gerichtlichen und aussergerichtlichen Vergleichen

mit Streitwerten über CHF 10 Mio.

◆ Festlegung von Kreditkompetenzen und Beschlussfassung

über Grossengagements (inkl. Klumpenrisiken) und Organkredite

sowie Sicherstellung von Regelungen über Organund

Personalgeschäfte.

◆ Mindestens jährliche Festlegung von Gesamtpositionsund

Einzellimiten.

◆ Genehmigung des Geschäftsberichtes und Beschlussfassung

über alle weiteren Anträge zuhanden der Generalversammlung.

◆ Festlegung der Grundsätze für das Entschädigungssystem

inklusive Festlegung der Löhne der Mitglieder der Geschäftsleitung

sowie der Mitarbeitenden der internen Revision.

◆ Festlegung der Ausgabenkompetenzen sowie Beschlussfassung

über Geschäfte ausserhalb des vorgegebenen

Rahmens.

◆ Entscheid über die Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeiten

durch Mitglieder der Geschäftsleitung sowie Mitarbeitende

der internen Revision.

Die Geschäftsleitung ist das oberste geschäftsführende Organ.

Sie vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten, sofern vom Verwaltungsrat

nicht eine besondere Delegation für einzelne Fälle

bestellt wird. Zusätzlich zu den in den Statuten aufgeführten

Grundsätzen ist die Geschäftsleitung insbesondere verantwortlich

für:

◆ Sicherstellung der Ausführung der Beschlüsse des Verwaltungsrates

und seiner Ausschüsse.

◆ Unterbreitung von Vorschlägen an den Verwaltungsrat und

die zuständigen Ausschüsse, welche die Organisation des

Geschäftsbetriebes im Allgemeinen zum Gegenstand haben,

sowie von Anträgen für einzelne Geschäfte, soweit dieselben

die Kompetenzen der Geschäftsleitung übersteigen, insbesondere

betreffend:

◆ Festsetzung und periodische Überprüfung der mittelund

langfristigen Unternehmensziele (Strategie) und

Bestimmung der Ressourcen zur Erreichung der Unternehmensziele,

◆ Beteiligungen, Tochtergesellschaften, Geschäftsstellen,

Zweigniederlassungen und Repräsentanzen,

◆ jährliches Kosten- und Ertragsbudget,

◆ Entwurf des Geschäftsberichtes.

◆ Implementierung einer effizienten Aufbau- und Ablauforganisation

und eines wirkungsvollen internen Kontrollsystems

zur Vermeidung und Limitierung von Risiken

aller Art.

◆ Ernennung der Personen (ausgenommen sind die Mitarbeitenden

der internen Revision), welche für die Liechtensteinische

Landesbank als Handlungsbevollmächtigte,

Prokuristen, Vizedirektoren, stellvertretende Direktoren

und Direktoren im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen

zeichnen.

◆ Regelmässiges Reporting an den Verwaltungsrat, die

zuständigen Ausschüsse und vornehmlich an den Präsidenten,

unter anderem über den Geschäftsgang und

besondere Ereignisse, sowie Vorlage des Entwurfs des

Geschäftsberichtes.

◆ Erlass der erforderlichen Anordnungen und Weisungen für

die Geschäftsführung der Liechtensteinischen Landesbank,

ihrer Geschäftsstellen, Zweigniederlassungen und Repräsentanzen.

◆ Entscheidung über Geschäfte, sofern und soweit diese

Geschäftseinheiten übergreifend sind oder diese die dem

Leiter einer Geschäftseinheit und dem Vorsitzenden der

Geschäftsleitung gemeinsam zustehenden Kompetenzen

überschreiten.

◆ Koordination der Führung und Verwaltung der Tochtergesellschaften

und Beteiligungen.

◆ Limitierung der Festübernahmen von Wertpapieren oder

Wertpapierrechten im Rahmen von Primärmarkt-Transaktionen.

◆ Koordination des Produktangebots der Liechtensteinischen

Landesbank sowie Abstimmung der Preis- und Konditionenpolitik

für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen.

◆ Entscheidung beziehungsweise Erlass von Grundsätzen

über die Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeiten durch

das Personal, vorbehaltlich der Kompetenzen des Verwaltungsrates.

◆ Übernahme von Repräsentationspflichten als Kollektivorgan

und / oder als einzelnes Mitglied der Geschäftsleitung.

◆ Abschluss von Zusammenarbeits- und Partnerschaftsverträgen

sowie Beitritt zu Berufsverbänden.

◆ Entscheid über den Erwerb und die Veräusserung von

Liegenschaften im Rahmen der allgemeinen Ausgabenkompetenzen.

66

67

Geschäftslage i Corporate Governance


3.6 Informations- und Kontrollinstrumente

gegenüber der Geschäftsleitung

Der Präsident des Verwaltungsrates nimmt einmal im Monat

mit beratender Stimme an den Sitzungen der Geschäftsleitung

teil. Zweck ist ein gegenseitiges Update über wichtige Themen.

Die Berichterstattung der Geschäftsleitung an den Verwaltungsrat

erfolgt grundsätzlich durch deren Vorsitzenden. Er

nimmt in der Regel, und zwar mit beratender Stimme, an den

Sitzungen des Verwaltungsrates teil, informiert diesen über

den Geschäftsgang sowie über besondere Ereignisse und steht

für die Erteilung von Auskünften zur Verfügung. Die übrigen

Mitglieder der Geschäftsleitung sind bei den sie betreffenden

Traktanden vertreten. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung

nimmt in der Regel auch an den Sitzungen des Group Audit &

Risk Committee teil.

Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann in den Sitzungen

Auskunft über sämtliche Angelegenheiten der Liechtensteinischen

Landesbank verlangen. Auch ausserhalb der Sitzungen

kann jedes Mitglied des Verwaltungsrates von den Mitgliedern

der Geschäftsleitung Einblick in die Protokolle der Geschäftsleitungssitzungen,

Auskunft über den Geschäftsgang und – mit

Ermächtigung des Präsidenten des Verwaltungsrates – auch

über einzelne Geschäftsvorfälle verlangen.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung informiert den Präsidenten

des Verwaltungsrates – bei Bedarf auch ausserhalb der

Sitzungen des Verwaltungsrates – über den Geschäftsverlauf

und besondere Ereignisse. Der Präsident des Verwaltungsrates

hat den Gesamtverwaltungsrat über wichtige Ereignisse in

Kenntnis zu setzen.

Interne Steuerung und Kontrolle

Die LLB-Gruppe verfügt für das monatliche Reporting über ein

ausgebautes und standardisiertes Management Information

System (MIS). Dieses beinhaltet quantitative und qualitative

Daten zu Vergangenheit und Zukunft. Damit kann sich der Verwaltungsrat

in konzentrierter Form ein Bild über die massgeblichen

Entwicklungen – wie den Geschäftsgang, die Ertragslage,

die Bilanzentwicklung, die Liquidität und die Risikosituation –

machen.

Zur Ausübung seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion steht

dem Verwaltungsrat zusätzlich das Group Internal Audit zur

Seite. Dieses ist ihm direkt unterstellt. Als unabhängige Instanz

überprüft es insbesondere das Risikomanagement sowie die

Effektivität der internen Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse.

Pflichten und Befugnisse der internen

Revision sind in einem besonderen Reglement festgelegt. Die

Planung der jährlichen Prüfungen erfolgt nach Massgabe der

Risiko- und Kontrollfunktion und orientiert sich bei der langfristigen

Abdeckung an einem Prüfinventar. Zur Vermeidung

von Doppelspurigkeiten und zur Optimierung der Kontrolle

werden die Prüfungspläne mit der gesetzlichen Revisionsstelle

abgestimmt. Der kurzfristige Prüfungsplan sowie der Personalbedarfsplan

werden vom Group Audit & Risk Committee begutachtet

und dem Verwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt.

Group Internal Audit überwacht ausserdem in regelmässigen

Abständen die Behebung der festgestellten Mängel

sowie die Umsetzung der Empfehlungen und berichtet dem

Group Audit & Risk Committee darüber.

Risikomanagement

Die LLB-Gruppe misst einem proaktiven und ganzheitlichen

Chancen- / Risikomanagement einen hohen Stellenwert bei.

Der Verwaltungsrat hat Richtlinien und Reglemente über

die Grundsätze des Risikomanagements sowie über die Zuständigkeit

und das Verfahren für die Bewilligung von risikobehafteten

Geschäften erlassen.

2011 haben wir unsere risikopolitischen Leitlinien überarbeitet

und diese den veränderten Marktbedingungen, den

neuen regulatorischen Anforderungen (Basel III) sowie der

gewachsenen Unternehmensstruktur angepasst. Wir haben

die qualitativen und quantitativen Standards für Risikoverantwortung,

Risikomanagement und Risikokontrolle aktualisiert

und detailliert festgelegt. Überdies haben wir die Bedeutung

des Finanz- und Risikomanagements gestärkt, indem

wir per Anfang 2012 auf Stufe der Gruppen- und Geschäftsleitung

die Funktion des Chief Financial Officer (CFO) geschaffen

haben. Zugleich haben wir zur Bewertung und Steuerung von

Risiken einen adäquaten organisatorischen und methodischen

Rahmen definiert. Mit dem Aufbau des so genannten «Internal

Capital Adequacy Assessment Process» (ICAAP) stellen wir

sicher, dass stets genügend Eigenkapital zur Abdeckung aller

wesentlichen Risiken vorhanden ist.

Das Risikomanagement ist bestrebt, eine einheitliche

Risikokultur und -betrachtung zu schaffen und aufrechtzuerhalten.

Dadurch wird die Grundlage für ein angemessenes

Risiko-Ertrags-Profil und für eine optimale Kapitalallokation

gelegt. Das Group Audit & Risk Committee lädt die Vorsitzenden

folgender Group Risk Committees zur quartalsweisen

Besprechung der Statusberichte ein: Group Risk Management

Committee, Group Asset & Liability Committee, Group Credit

Risk Committee und Group Operational Risk Committee. Deren

Berichte werden halbjährlich zu einem Gesamtrisikoreport der

LLB-Gruppe zusammengefasst, welcher vom Verwaltungsrat

behandelt wird. Weitere Angaben zum Risikomanagement finden

sich im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung der

LLB-Gruppe auf den Seiten 92 bis 110.

Informationssicherheit

Die Mitarbeitenden der LLB-Gruppe sind zur Compliance – das

heisst zur Einhaltung aller gesetzlichen, regulatorischen und

betriebsinternen Vorschriften – verpflichtet. Sie werden dabei

vom Fachstab Group Compliance unterstützt. Dessen Aufgaben

und Grundsätze sind in einem internen Regelwerk umschrieben.

Dieses beinhaltet auch ein striktes Compliance-

Management, das garantiert, dass sich die Mitarbeitenden uneingeschränkt

an die Gesetze der Länder, in denen die LLB-

Gruppe tätig ist, halten. Neben der systematischen Ausbildung

der Mitarbeitenden und dem Erlass detaillierter Weisungen wird

vor allem auch auf wirkungsvolle Kontroll- und Überwachungsinstrumente

Wert gelegt. Die Oberaufsicht und Kontrolle über

die Compliance obliegen dem Verwaltungsrat. Dabei wird er

vom Group Audit & Risk Committee unterstützt. Der Verwaltungsrat

gibt sich mindestens einmal jährlich darüber Rechenschaft,

ob die für ihn und das Unternehmen anwendbaren

Compliance-Grundsätze hinreichend bekannt sind und ihnen

dauernd nachgelebt wird.


4 Geschäftsleitung

4.1 Mitglieder

Die Geschäftsleitung des Stammhauses bildete auch die

Gruppenleitung. 2011 bestand sie aus vier Mitgliedern. Elfried

Hasler trat aus persönlichen Gründen und auf eigenen Wunsch

per 30. Juni 2011 aus der Gruppen- und Geschäftsleitung

der Liechtensteinischen Landesbank aus. Lic. iur. Urs Müller, bis

dahin Leiter der Geschäftseinheit Institutionelle Kunden der

Mitglieder der Geschäftsleitung *

Name Jahrgang Nationalität Funktion / Zuständigkeitsbereich Eintritt in die Geschäftsleitung

Josef Fehr 1957 FL Vorsitzender seit 2000 1992

Roland Matt 1970 FL Stellvertretender Vorsitzender

Markt International

2009

Kurt Mäder 1962 CH Mitglied der Geschäftsleitung

Corporate Service Center

2009

Urs Müller 1962 FL / CH Mitglied der Geschäftsleitung

Märkte Inland und Institutionelle

2011

* Informationen über Veränderungen in der Gruppen- und Geschäftsleitung Anfang 2012 finden

Sie im Punkt 10 «Wesentliche Änderungen seit dem Bilanzstichtag», Seite 74.

Josef Fehr

Ausbildung:

◆ Lizenziat der Rechtswissenschaften an der Universität

Fribourg, 1981

◆ Dr. iur., Universität Fribourg, 1984

◆ Swiss Banking School, 1995

Beruflicher Hintergrund:

◆ Rechtskonsulent der Liechtensteinischen Landesbank,

1986 – 1992

◆ Ressortleiter Handel der Liechtensteinischen Landesbank,

1992 – 1998

◆ Ressortleiter Privatkunden der Liechtensteinischen

Landesbank, 1998 – 2000

◆ Mitglied der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen

Landesbank, 1992 – 2000

◆ Vorsitzender der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen

Landesbank, 2000 – 15. Januar 2012

◆ Vorsitzender der Gruppenleitung der Liechtensteinischen

Landesbank, 2007 – 15. Januar 2012

Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaften

der Liechtensteinischen Landesbank:

Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Mitglied)

Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG

(Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates)

◆ Bank Linth LLB AG (Mitglied)

◆ LLB Asset Management AG (Mitglied)

◆ LLB Treuhand AG (Mitglied)

◆ Jura Trust AG (Mitglied)

◆ swisspartners Investment Network AG (Mitglied)

Weitere Funktionen:

◆ Vorstandsmitglied der Liechtensteinischen Industrieund

Handelskammer

◆ Vorstandsmitglied des Liechtensteinischen Bankenverbandes

LLB, wurde vom Verwaltungsrat zum Mitglied der Gruppenund

Geschäftsleitung ernannt. Er folgte per 1. April 2011

Roland Matt als Verantwortlicher für die Märkte Inland und

Institutionelle. Roland Matt wurde im April 2011 zum stellvertretenden

Vorsitzenden der Gruppen- und Geschäftsleitung

bestellt und übernahm von Elfried Hasler das Geschäftsfeld

Markt International. Dr. Kurt Mäder blieb Leiter des Corporate

Service Center und Dr. Josef Fehr hatte 2011 weiterhin den

Vorsitz der Gruppen- und Geschäftsleitung inne.

◆ Mitglied des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftung

der Liechtensteinischen Landesbank AG

◆ Mitglied des Stiftungsrates der Zusatzvorsorgestiftung

der Liechtensteinischen Landesbank AG

◆ Mitglied des Stiftungsrates der Arbeitgeberstiftung der

Liechtensteinischen Landesbank AG

◆ Präsident des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung der

Liechtensteinischen Landesbank AG»

Roland Matt

Ausbildung:

◆ Eidg. dipl. Betriebsökonom FH, 1995

◆ Eidg. dipl. Finanzanalytiker und Vermögensverwalter, 1999

◆ Eidg. dipl. Finanz- und Anlageexperte, 2002

Beruflicher Hintergrund:

◆ Leiter Research bei der VP Bank AG, Vaduz, 1999

◆ Bereichsleiter Asset Management bei der VP Bank AG,

Vaduz, 2000 – 2001

◆ Projektleiter Family Office bei der VP Bank AG, Vaduz, 2002

◆ Bereichsleiter Investment Services der Liechtensteinischen

Landesbank, 2002 – 2006

◆ Leiter der Geschäftseinheit Kunden Inland der

Liechtensteinischen Landesbank, 2007 – 2008

◆ Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung der

Liechtensteinischen Landesbank, seit 2009

◆ Leiter der Geschäftsfelder Markt Inland und Markt

Institutionelle der Liechtensteinischen Landesbank,

2009 – März 2011

◆ Stellvertretender Vorsitzender der Gruppen- und

Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbank,

April 2011 – 15. Januar 2012

◆ Leiter des Geschäftsfeldes Markt International,

April 2011 – 15. Januar 2012

◆ Vorsitzender der Gruppen- und Geschäftsleitung der

Liechtensteinischen Landesbank, seit 16. Januar 2012

68

69

Geschäftslage i Corporate Governance


Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaften der

Liechtensteinischen Landesbank:

Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Präsident)

Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG

(Vorsitzender des Aufsichtsrates)

◆ Bank Linth LLB AG (Mitglied)

◆ LLB Asset Management AG (Vizepräsident)

◆ LLB Fund Services AG (Vizepräsident)

◆ LLB Fondsleitung AG (Vizepräsident)

◆ Jura Trust AG (Vizepräsident)

◆ swisspartners Investment Network AG (Mitglied)

Weitere Funktionen:

◆ Mitglied des Stiftungsrates der LLB Vorsorgestiftung

für Liechtenstein

◆ Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung der

Liechtensteinischen Landesbank AG»

Kurt Mäder

Ausbildung:

◆ Dipl. Physiker, ETH Zürich, 1987

◆ Dr. sc. nat., ETH Zürich, 1992

Beruflicher Hintergrund:

◆ Scientist, National Renewable Energy Laboratory, Golden,

Colorado, 1992 – 1994

◆ Senior Scientist, Centre Européen de Calcul Atomique

et Moléculaire, Lyon, 1994 – 1996

◆ Head of Operations, ELCA Informatik AG, Zürich, 1996 – 2004

◆ Mitglied der Geschäftsleitung der Bank Linth LLB AG,

Uznach, 2005 – 2008

◆ Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung der Liechtensteinischen

Landesbank, seit 2009

◆ Leiter des Corporate Service Center, seit 2009

Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaften

der Liechtensteinischen Landesbank:

Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Vizepräsident)

◆ Bank Linth LLB AG (Mitglied)

◆ LLB Services (Schweiz) AG (Präsident)

◆ LLB Beteiligungen AG (Vizepräsident)

◆ Data Info Services AG (Präsident)

Weiteres Verwaltungsratsmandat:

◆ Verwaltungsratspräsident der Scout & Sport AG, Bern

Weitere Funktion:

◆ Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung der

Liechtensteinischen Landesbank AG»

Urs Müller

Ausbildung:

◆ Lizenziat der Rechtswissenschaften an der Hochschule

St. Gallen, 1993

Beruflicher Hintergrund:

◆ Auditor am Bezirksgericht Unterrheintal und ausserordentlicher

Gerichtsschreiber am Bezirksgericht

Oberrheintal, 1993 – 1995

◆ Rechtskonsulent der Liechtensteinischen Landesbank,

1995 – 1998

◆ Bereichsleiter Recht / Compliance der Liechtensteinischen

Landesbank, 1998 – 2007

◆ Leiter der Geschäftseinheit Institutionelle Kunden der

Liechtensteinischen Landesbank, 2007 – April 2011

◆ Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung der Liechtensteinischen

Landesbank, seit April 2011

◆ Leiter der Geschäftsfelder Markt Inland und Markt

Institutionelle, seit April 2011

Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaften

der Liechtensteinischen Landesbank:

Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Mitglied)

◆ Bank Linth LLB AG (Vizepräsident)

◆ LLB Asset Management AG (Präsident)

◆ LLB Fund Services AG (Präsident)

◆ LLB Fondsleitung AG (Präsident)

◆ swisspartners Investment Network AG (Mitglied)

Weitere Funktionen:

◆ Vorstandsmitglied des Liechtensteinischen Anlagefondsverbandes

◆ Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung der

Liechtensteinischen Landesbank AG»

4.2 Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen

Ausser den unter Ziffer 4.1 aufgeführten Mandaten bestehen

keine weiteren bedeutenden und wichtigen Interessenbindungen.

4.3 Managementverträge

Die Liechtensteinische Landesbank hat keine Managementverträge

abgeschlossen.

5 Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen

5.1 Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungen

und der Beteiligungsprogramme

5.1.1 Zuständigkeit und Festsetzungsverfahren

Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss (vgl. Punkt

3.4.2 «Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsausschüsse,

deren Aufgaben und Kompetenzregelung»,

Seite 65), dem ausschliesslich unabhängige Mitglieder des

Verwaltungsrates angehören, schlägt dem Verwaltungsrat die

Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung des Verwaltungsrates

einerseits und der Geschäftsleitung andererseits

sowie die Höhe der Entschädigungen für die Mitglieder

des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung vor. Der Verwaltungsrat

in corpore genehmigt die Grundsätze und Reglemente

für die Entschädigung und setzt die Höhe der Entschädigungen

für sich und die Mitglieder der Geschäftsleitung fest.

Für die Ausgestaltung der Entschädigungen wird kein

Berater beigezogen. Der Verwaltungsrat erstellt einmal pro

Jahr aus öffentlich zugänglichen Quellen – unter Berücksichtigung

vergleichbarer Banken (börsenkotierte Privatbanken

und Kantonalbanken mit bedeutendem Private-Banking-Anteil)

aus Liechtenstein und der Schweiz – eine Zusammenfassung

über die Entschädigung von Verwaltungsratsmitgliedern, Verwaltungsratspräsidenten

und Geschäftsleitungsmitgliedern.

Diese Zusammenfassung ermöglicht es dem Verwaltungsrat,

sich an der Marktsituation zu orientieren. Der Entscheid über

die Höhe der Entschädigung an die Mitglieder des Verwaltungsrates

und der Geschäftsleitung beruht auf freiem Ermessen

des Verwaltungsrates. Die Mitglieder der Geschäftsleitung sind


ei der Diskussion und bei der Entscheidung über die Höhe

ihrer Entschädigung nicht anwesend. Der Verwaltungsrat hat

gemäss Art. 12 Abs. 2 des Gesetzes über die Liechtensteinische

Landesbank die für ihn festgelegte Entschädigungsregelung

der Regierung zur Kenntnis zu bringen.

In Anlehnung an den Swiss Code of Best Practice for

Corporate Governance ging der Verwaltungsrat an der Generalversammlung

vom 6. Mai 2011 spezifisch auf die Vergütungsthematik

ein. Der Verwaltungsrat wollte das zukünftige Vorgehen

nach den definitiven rechtlichen Bedingungen ausrichten,

weshalb er auf die Durchführung einer Konsultativabstimmung

verzichtete. Verschiedene, derzeit noch offene rechtliche

Punkte haben ihn zu diesem Vorgehen bewogen. Anfang

2011 trat die neue EU-Vergütungsregelung in Kraft. Als EWR-

Land hat Liechtenstein diese Richtlinie in nationales Recht

umgesetzt, was mit der Inkraftsetzung des Anhangs 4.4 der

Verordnung über die Banken und Wertpapierfirmen (Bankenverordnung)

per 1. Januar 2012 erfüllt wird. Diese Entscheidung

beeinflusst hat auch die weiterhin unklare rechtliche Situation

in der Schweiz; die künftige gesetzliche Regelung wird auch für

die LLB-Gruppe massgebend sein.

5.1.2 Grundlagen

Die Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung der Mitglieder

des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung werden

periodisch überprüft. Die Entschädigungen für die Mitglieder

des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung werden jährlich

festgelegt.

Die Verwaltungsräte erhalten eine fixe Entschädigung,

Sitzungsgelder (für Ausschuss- und Stiftungsratssitzungen) sowie

eine variable Entschädigung. Diese beläuft sich (ohne Arbeitgeberbeiträge)

auf 0.175 Prozent des Konzernergebnisses

des jeweiligen Kalenderjahres und ist auf die Höhe der fixen

Entschädigung limitiert. Die fixe wie die variable Entschädigung

werden in bar ausbezahlt. Abgangsentschädigungen bei Beendigung

des Mandats sind von Gesetzes wegen nicht zulässig

(Art. 21 Abs. 2 des Gesetzes über die Steuerung und Überwachung

öffentlicher Unternehmen).

Die Mitglieder der Geschäftsleitung erhalten eine fixe und

eine variable Entschädigung. Die fixe Entschädigung wird in

bar ausgerichtet. Massgebend für die variable Entschädigung

sind quantitative Ziele. Die variable Entschädigung beläuft sich

(ohne Arbeitgeberbeiträge) auf maximal 0.8 Prozent des Konzernergebnisses

des jeweiligen Kalenderjahres. Bei der Zuteilung

an die Mitglieder der Geschäftsleitung wird die individuelle

Leistung berücksichtigt. Die variable Entschädigung ist auf die

Höhe der fixen Entschädigung limitiert. Die Auszahlung erfolgt

in bar und durch Zuteilung von LLB-Aktien. Die Aufteilung zwischen

Bar- (ein Viertel) und Aktienanteil (drei Viertel) ist reglementarisch

fixiert. Den Mitgliedern der Geschäftsleitung steht

keinerlei Recht zu, das Verhältnis zwischen Aktienanteil und

Barauszahlung zu bestimmen. Der Preis pro Aktie für die aktienbasierte

Vergütung entspricht dem Durchschnittskurs des letzten

Quartals des Geschäftsjahres. Die ausgegebenen Aktien

unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren. Mit dem Austritt

aus der Bank entfällt die Sperrfrist. Neben der Zuteilung von

Aktien im Rahmen der Erfolgsbeteiligung gibt es keine weiteren

Aktienpläne.

Das Arbeitsverhältnis der Mitglieder der Geschäftsleitung

ist in Einzelarbeitsverträgen geregelt. Die Kündigungsfristen

betragen drei beziehungsweise vier Monate. Die Arbeitsverträge

sehen keine Spezialklauseln wie beispielsweise Abgangsentschädigungen

bei der Auflösung des Arbeitsverhältnisses

im Fall eines Kontrollwechsels vor.

Die Liechtensteinische Landesbank gewährt allen Mitarbeitenden

(inkl. Geschäftsleitung) branchenübliche Vorzugskonditionen

auf Bankprodukte. Dabei handelt es sich vorwiegend um

eine limitierte Vorzugsverzinsung im Hypothekarbereich und

von Guthaben. Für den Verwaltungsrat gelten bei allen Geschäften

mit der Bank marktübliche Konditionen.

5.1.3 Elemente

Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für das Geschäftsjahr

2011 eine fixe Entschädigung in Höhe von Tausend CHF

826. Auf die Ausrichtung einer variablen Entschädigung wurde

verzichtet. Die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen beliefen

sich auf Tausend CHF 45. Die fixe Entschädigung wurde in bar

ausbezahlt.

Die Mitglieder der Geschäftsleitung erhielten für das Geschäftsjahr

2011 eine fixe Entschädigung in Höhe von Tausend

CHF 2'491. Auf die Ausrichtung einer variablen Entschädigung

wurde verzichtet. Die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen betrugen

Tausend CHF 377. Die fixe Entschädigung wurde in bar

entrichtet.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtentschädigung

der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Mitglieder der Geschäftsleitung

2011 um 14.1 beziehungsweise 13.3 Prozent

gesunken. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass

auf die Ausrichtung einer variablen Entschädigung verzichtet

wurde.

Die Gesamtentschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates

und der Mitglieder der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr

2011 ist periodengerecht abgegrenzt.

5.2 Transparenz der Entschädigungen, Beteiligungen

und Darlehen von Emittenten mit Sitz im Ausland

Die Liechtensteinische Landesbank hat ihren Sitz in Vaduz,

Liechtenstein. Sie untersteht deshalb grundsätzlich nicht der

Bestimmung von Art. 663bbis des Schweizerischen Obligationenrechts

(OR). Damit den Anlegern die entsprechenden

Informationen aber trotzdem zur Verfügung stehen, verpflichtet

die SIX Swiss Exchange Emittenten, deren Sitz nicht in der

Schweiz ist, im Rahmen der Corporate-Governance-Berichterstattung

Art. 663bbis OR analog anzuwenden.

Die Angaben zu den Entschädigungen und Beteiligungen

der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung

sowie die Darlehen an dieselben sind im Anhang zur konsolidierten

Jahresrechnung der LLB-Gruppe, «Geschäftsvorfälle mit

nahe stehenden Unternehmen und Personen», Seiten 135 bis

137, im Detail aufgeführt.

6 Mitwirkungsrechte der Aktionäre

6.1 Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung

Die Liechtensteinische Landesbank hat Inhaberaktien ausgegeben.

An der Generalversammlung der Liechtensteinischen

Landesbank berechtigt jede Aktie zu einer Stimme. Aufgrund

von Art. 306a ff. PGR sind die von der Liechtensteinischen

Landesbank und deren Tochtergesellschaften gehaltenen LLB-

Aktien (2'384'376 Stück per 31. Dezember 2011) vom Stimmrecht

ausgenommen.

Jeder Aktionär kann seine Aktien an der Generalversammlung

selbst vertreten oder diese einem beliebigen Dritten zur

Vertretung überlassen.

70

71

Geschäftslage i Corporate Governance


6.2 Statutarische Quoren

Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn die Hälfte

des Aktienkapitals vertreten ist. Sofern die gesetzlichen Bestimmungen

nicht zwingend etwas anderes vorschreiben,

fasst die Generalversammlung ihre Beschlüsse und nimmt ihre

Wahlen mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Stimmen

vor.

6.3 Einberufung der Generalversammlung

Der Verwaltungsrat beruft unter Einhaltung einer dreiwöchigen

Frist die ordentliche Generalversammlung ein, die innerhalb

von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres stattfindet.

Die Einberufung der Generalversammlung erfolgt durch Bekanntmachung

in den amtlichen Publikationsorganen. Sie muss

die Verhandlungsgegenstände, die Anträge des Verwaltungsrates

sowie bei Wahlen die Namen der vorgeschlagenen Kandidaten

enthalten.

Sofern es im dringenden Interesse der Liechtensteinischen

Landesbank liegt oder auf Verlangen von Aktionären, die zehn

Prozent des Aktienkapitals vertreten, lädt der Verwaltungsrat

zu einer ausserordentlichen Generalversammlung ein.

6.4 Traktandierung

Die Traktandierung der Verhandlungsgegenstände für die Generalversammlung

erfolgt gemäss Statuten der Liechtensteinischen

Landesbank durch den Verwaltungsrat. Die Statuten

können auf www.llb.li/statuten eingesehen werden. Eine dem

schweizerischen Recht (Art. 699 Abs. 3 OR) entsprechende gesetzliche

Bestimmung, welche das Traktandierungsrecht von

Aktionären regelt, gibt es im liechtensteinischen Aktienrecht in

dieser Form nicht. Allerdings existieren gesetzmässig verankerte

Minderheitsrechte, die sicherstellen, dass mittels unterschriebener

und dem Verwaltungsrat zuzustellender Eingabe

näher bezeichnete Gegenstände zur Beratung und Beschlussfassung

auf die Tagesordnung gesetzt werden können. Eine

weiter gehende statutarische Regelung des Traktandierungsrechtes

zugunsten der Aktionäre ist derzeit aufgrund von

zwingenden Vorschriften im liechtensteinischen Gesellschaftsrecht

nicht möglich.

6.5 Eintragungen im Aktienbuch

Die Liechtensteinische Landesbank hat ausschliesslich auf den

Inhaber lautende Aktien emittiert.

7 Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen

Bei der Liechtensteinischen Landesbank handelt es sich um

eine nach liechtensteinischem Recht konzessionierte Bank mit

Sitz im Fürstentum Liechtenstein. Die Vorschriften des schweizerischen

Börsengesetzes betreffend öffentliche Kaufangebote

sind auf die Liechtensteinische Landesbank als mögliche

Zielgesellschaft deshalb nicht anwendbar. Die Statuten der

Liechtensteinischen Landesbank enthalten keine den schweizerischen

Bestimmungen vergleichbaren Regelungen zum

«opting-out» beziehungsweise «opting-up». Ebenso bestehen

keine Kontrollwechselklauseln zugunsten der Mitglieder des

Verwaltungsrates und / oder der Geschäftsleitung sowie weiterer

Kadermitglieder.

Gemäss Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank hält

das Land kapital- und stimmenmässig zumindest 51 Prozent

der Aktien.

8 Revisionsstelle

8.1 Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors

8.1.1 Zeitpunkt der Übernahme des bestehenden

Revisionsmandats

Als gesellschaftsrechtliche und bankengesetzliche Revisionsstelle

amtet seit 1998 die PricewaterhouseCoopers AG, St. Gallen.

Das Revisionsmandat wurde von der Revisuisse Price

Waterhouse AG, St. Gallen, beziehungsweise deren Vorgängerin,

Revisa Treuhand AG, St. Gallen, übernommen. Die Revisionsstelle

nach dem Personen- und Gesellschaftsrecht sowie

dem Bankengesetz wird – auf Vorschlag des Verwaltungsrates –

von der Generalversammlung jeweils für ein Jahr gewählt.

8.1.2 Amtsantritt des leitenden Revisors, der für das

bestehende Revisionsmandat verantwortlich ist

Seit 2011 ist Roman Berlinger verantwortlicher Mandatsleiter.

Der Rotationsrhythmus für den Mandatsleiter beträgt sieben

Jahre.

8.2 Revisionshonorare

Im Geschäftsjahr 2011 stellte die PricewaterhouseCoopers AG

den Gesellschaften der LLB-Gruppe Revisionshonorare in der

Höhe von CHF 2.7 Mio. (2010: CHF 2.4 Mio.) in Rechnung.

Diese beinhalten die Arbeiten, die aufgrund des gesetzlichen

Auftrags der jeweils regulierenden Aufsichtsbehörde durch

die Revisionsstelle durchzuführen sind. Das Group Audit & Risk

Committee überwacht die Honorare, welche der PricewaterhouseCoopers

AG für ihre Dienstleistungen bezahlt werden.

8.3 Zusätzliche Honorare

Für zusätzliche Dienstleistungen wurden den Gesellschaften

der LLB-Gruppe von der PricewaterhouseCoopers AG im Geschäftsjahr

2011 CHF 0.5 Mio. (2010: CHF 0.6 Mio.) in Rechnung

gestellt.

Revisionshonorare und zusätzliche Honorare

in Tausend CHF 2011 2010

Revisionshonorare 2'743 2'381

Zusätzliche Honorare 525 615

Internationale Rechnungslegung 55 59

Steuerberatung 110 95

Regulatorische Fragestellungen 67 129

Projektbegleitung IT-Plattform 62 273

Rechts- und sonstige Beratung 231 59

8.4 Informationsinstrumente der externen Revision

Das Group Audit & Risk Committee erfüllt eine Aufsichts-,

Kontroll- und Überwachungsfunktion, die sich auch auf die

externe Revision erstreckt. Ihm obliegen unter anderem:

◆ Kenntnisnahme und Besprechung der Risikoanalyse, der

daraus abgeleiteten Prüfstrategie und des entsprechenden

risikoorientierten Prüfplanes der externen Revision.

◆ Kritische Analyse der von externer Revision und Group

Internal Audit zuhanden des Gruppenverwaltungsrates

abgegebenen Prüfberichte.


◆ Besprechung wesentlicher Probleme mit der externen

Revision, die im Rahmen der Revisionstätigkeit

aufgetaucht sind.

◆ Überwachung und Umsetzung von Empfehlungen zur

Beseitigung der von externer Revision und Group Internal

Audit festgestellten Schwachstellen / Mängel.

◆ Beurteilung der Qualität von interner und externer

Revision (bankengesetzliche Revisionsstelle und Revisionsstelle

nach dem Personen- und Gesellschaftsrecht) sowie

ihrer Zusammenarbeit.

◆ Besprechung des jährlichen Tätigkeitsberichtes und der

Jahresplanung des Group Internal Audit einschliesslich

Beurteilung, ob dieses über angemessene Ressourcen

und Kompetenzen verfügt, sowie Antragstellung zur

Genehmigung an den Gruppenverwaltungsrat.

◆ Beurteilung der Qualifikation, der Unabhängigkeit, der

Objektivität und der Leistung von externer Revision und

Group Internal Audit.

◆ Prüfung der Vereinbarkeit der Revisionstätigkeit der

externen Revision mit allfälligen Beratungsmandaten

sowie Beurteilung und Besprechung der Honorierung.

◆ Unterbreitung eines Vorschlags an den Gruppenverwaltungsrat

zuhanden der Generalversammlung betreffend die Wahl

beziehungsweise Abwahl der externen Revision (bankengesetzliche

Revisionsstelle und Revisionsstelle nach dem

Personen- und Gesellschaftsrecht). Das Group Audit & Risk

Committee legt das Verfahren zur Wahl einer neuen externen

Revision fest.

Die externe Revision führt ihre Arbeit im Rahmen der gesetzlichen

Vorschriften sowie nach den Grundsätzen des Berufsstandes

des jeweiligen Sitzlandes der Gruppengesellschaft und

nach den «International Standards on Auditing» durch. Die Revisionsstelle

informiert den Verwaltungsrat, das Group Audit &

Risk Committee sowie die Geschäftsleitung regelmässig über

ihre Feststellungen und über Verbesserungsvorschläge. Der

wichtigste Bericht ist der bankengesetzliche Revisionsbericht

zur LLB-Gruppe. Diese zusammenfassende Berichterstattung

an den Verwaltungsrat erfolgt jährlich. Der Bericht wird schriftlich

abgegeben. Zudem berichtet der verantwortliche Mandatsleiter

der externen Revision anlässlich einer Sitzung des Group

Audit & Risk Committee. Sämtliche Berichte der externen und

der internen Revision, die alle Gruppengesellschaften betreffen,

werden dem Group Audit & Risk Committee zugestellt.

Wesentliche Feststellungen, die sich aus den seit der letzten

Sitzung eingegangenen und alle Gruppengesellschaften betreffenden

Berichten der externen und internen Revision ergeben,

werden an der nächstfolgenden Sitzung des Group Audit & Risk

Committee besprochen. Für die Bereitstellung der jeweiligen

Information ist der Leiter Group Internal Audit zuständig. Dieser

berichtet dem Group Audit & Risk Committee. Er wird durch

den Verwaltungsrat bestellt und untersteht dessen Präsidenten.

Vertreter der externen Revision haben im Berichtszeitraum

an zwei Sitzungen des Group Audit & Risk Committee und

an keiner Sitzung des Gesamtverwaltungsrates teilgenommen.

Der Leiter des Group Internal Audit war mit einer Ausnahme

bei allen Sitzungen des Group Audit & Risk Committee und mit

einer Ausnahme bei allen Sitzungen des Gesamtverwaltungsrates

anwesend. Das Reporting der externen Revision erfolgt

periodisch und umfasst die auf der Risikoanalyse basierende

Prüfplanung, die laufende Berichterstattung, den jährlichen

Tätigkeitsbericht sowie eine Gegenüberstellung der budgetierten

mit den effektiven Honoraren.

Die Leistungen der externen und internen Revision werden

vom Group Audit & Risk Committee jährlich in Abwesenheit der

betreffenden Personen beurteilt. Für die Beurteilung der Leistung

der externen Revision und deren Honorierung für die erbrachten

Prüfdienstleistungen (Revisions- und zusätzliches

Honorar) werden folgende Kriterien herangezogen: Honorar-,

Budget- und Vorjahresvergleich, Feedback der geprüften Stellen,

Qualität der Feststellungen, strukturierte Beurteilung des

Know-hows. Die Unabhängigkeit der externen Revision wird

anhand folgender Kriterien beurteilt: jährliche Berichterstattung

der PricewaterhouseCoopers AG über ihre Unabhängigkeit in

ihrem Geschäftsbericht und Beurteilung ihres Verhaltens. Die

Kostenplanung sowie deren Einhaltung werden ebenfalls jährlich

überprüft und besprochen. Im Weiteren prüft das Group

Audit & Risk Committee jährlich Alternativen und unterbreitet

dem Gesamtverwaltungsrat zuhanden der Generalversammlung

einen Antrag zur Wahl der externen Revisionsstelle und

des Gruppenprüfers.

Zusätzliche Aufträge werden aufgrund von Konkurrenzofferten

unter Berücksichtigung des Know-hows vergeben. Das

Group Audit & Risk Committee stützt seine Beurteilung über

die Vergabe von zusätzlichen Dienstleistungen bezüglich Zulässigkeit,

Umfang und Verhältnis zum Revisionshonorar auf die

periodische Berichterstattung durch das Group Internal Audit.

Das Group Audit & Risk Committee berichtet dem Gesamtverwaltungsrat

einmal pro Jahr über die Tätigkeit der Revisionsgesellschaft

und die Beurteilung ihrer Leistung.

Der direkte Zugang der externen Revision zum Verwaltungsrat

ist jederzeit gewährleistet. Mit dem Präsidenten des Verwaltungsrates

sowie dem Vorsitzenden des Group Audit & Risk

Committee finden regelmässige Gespräche statt. Themen

waren 2011:

◆ Analyse und Beurteilung von Risiken

◆ Prüfstrategie und Prüfplan

◆ Umsetzungsstand von Prüfempfehlungen

◆ Besprechung von wesentlichen Prüfungsfeststellungen

◆ Areas of Judgement im Jahresabschluss

◆ Entwicklungen in der Rechnungslegung

◆ Festlegung Revisionshonorar

◆ Beurteilung der Arbeit der Revisionsstelle

◆ Zusammenarbeit interne und externe Revision

9 Informationspolitik

Die Liechtensteinische Landesbank informiert Aktionäre,

Kunden, Mitarbeitende und die Öffentlichkeit gleichzeitig, umfassend

und regelmässig. Auf diese Weise wird die Gleichbehandlung

aller Anspruchsgruppen sichergestellt. Durch die Institutionalisierung

und Pflege der Beziehungen sowie den

Aufbau und Erhalt eines Vertrauensverhältnisses zur Finanzwelt,

aber auch zu den Medien und allen weiteren interessierten

Informationsempfängern sollen die Chancengleichheit

und die Transparenz gewährleistet werden.

Die wichtigsten Informationsinstrumente sind die Website

www.llb.li, der Geschäfts- und der Halbjahresbericht, Medienmitteilungen,

die Bilanzpräsentation respektive der Conference

Call für Medien und Analysten sowie die Generalversammlung.

Die Liechtensteinische Landesbank erstellt für das Geschäftsjahr

2011 keinen Entschädigungsbericht im Sinne von Ziff. 8

des Anhangs 1 («Empfehlungen zu den Entschädigungen für

Verwaltungsrat und Geschäftsleitung») des «Swiss Code of Best

Practice for Corporate Governance» der economiesuisse. Die

Angaben zu den Entschädigungen und Beteiligungen der Mitglieder

des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung sowie

72

73

Geschäftslage i Corporate Governance


zu den Darlehen an dieselben sind im Anhang zur konsolidierten

Jahresrechnung der LLB-Gruppe, «Geschäftsvorfälle mit

nahe stehenden Unternehmen und Personen», Seiten 135 bis

137, im Detail aufgeführt. In Anlehnung an den «Swiss Code of

Best Practice for Corporate Governance» wurde an der Generalversammlung

vom 6. Mai 2011 im Rahmen des Traktandums

«Genehmigung des Geschäftsberichtes und des konsolidierten

Geschäftsberichtes» auf die Entschädigungen gesondert eingegangen.

Agenda 2012

Datum Zeit Veranstaltung

27. März 2012 7.00 Uhr Veröffentlichung Jahresergebnis 2011, Aufschaltung

Online-Geschäftsbericht 2011 auf www.llb.li

10.30 Uhr Bilanzmedien- und Analystenkonferenz

28. März 2012 Inserat zum Jahresergebnis 2011 im Liechtensteiner

Für Fragen steht Ihnen der Verantwortliche für Investor

Relations zur Verfügung:

Dr. Cyrill Sele

Leiter Group Corporate Communications

Telefon +423 236 82 09

Fax +423 236 87 71

E-Mail cyrill.sele@llb.li

10 Wesentliche Änderungen seit dem Bilanzstichtag

Dr. Josef Fehr trat aus persönlichen Gründen und auf eigenen

Wunsch per 16. Januar 2012 als Vorsitzender der Gruppenund

Geschäftsleitung zurück. Der Verwaltungsrat ernannte

seinen bisherigen Stellvertreter Roland Matt zum Chief Executive

Officer und beförderte Christoph M. Reich zum Chief

Financial Officer und zum neuen Mitglied der Gruppen- und

Geschäftsleitung. Die Gruppen- und Geschäftsleitung besteht

neu aus fünf Mitgliedern. Der Prozess der Rekrutierung für die

vakante Position des Leiters des Geschäftsfeldes Markt International

hat begonnen.

Verwaltungsrat und Gruppen- und Geschäftsleitung wollen

die Organisationsstruktur der LLB-Gruppe noch stärker auf die

Kunden und Märkte ausrichten und haben ein entsprechendes

Projekt gestartet. Das Inkrafttreten der neuen Organisationsstruktur

ist für 1. Juli 2012 geplant.

Mit der Kotierung an der SIX Swiss Exchange ist für die LLB-

Gruppe massgeblich, wie die Schweiz die Vergütungsthematik

regelt. Das Schweizer Parlament will bis zum Sommer 2012

einen Gegenvorschlag zur sogenannten Abzocker-Initiative ausarbeiten.

Für das EWR-Land Liechtenstein ist zugleich auch

Vaterland und im Liechtensteiner Volksblatt

13. April 2012 Auflage gedruckter Geschäftsbericht 2011

4. Mai 2012 18.00 Uhr Generalversammlung

8. Mai 2012 Ex-Dividende

Als börsenkotiertes Unternehmen ist die Liechtensteinische

Landesbank zur Bekanntgabe kursrelevanter Informationen

(Ad-hoc-Publizität, Art. 72 Kotierungsreglement) verpflichtet.

Für die automatische Zustellung von Ad-hoc-Mitteilungen

gemäss der Richtlinie betreffend Ad-hoc-Publizität kann sich

ein Interessent unter www.llb.li/registrierung anmelden. Adhoc-Mitteilungen

werden unter www.llb.li/medienmitteilungen

veröffentlicht.

11. Mai 2012 Dividendenzahlung

30. August 2012 7.00 Uhr Veröffentlichung Halbjahresergebnis 2012, Auflage

gedruckter Halbjahresbericht 2012 und Aufschaltung

Online-Halbjahresbericht 2012 auf www.llb.li

10.30 Uhr Conference Call

31. August 2012 Inserat zum Halbjahresergebnis 2012 im Liechtensteiner

Vaterland und im Liechtensteiner Volksblatt

die Entwicklung in der Europäischen Union relevant. Am 1. Januar

2012 traten in Liechtenstein die Vorschriften der neuen

EU-Vergütungsregelung in Kraft.

Der Verwaltungsrat hat am 18. August 2011 ein Gruppenreglement

«Vergütungsstandards» für die Liechtensteinische

Landesbank AG und deren Gruppengesellschaften genehmigt.

Grundlage sind der Anhang 4.4 der Verordnung über die Banken

und Wertpapierfirmen (Bankenverordnung) und die neue

EU-Richtlinie 2010/76/EU. Wie in den Übergangsbestimmungen

der Bankenverordnung festgehalten, gilt die Regelung für

Vergütungen von Leistungen, die im Jahr 2012 erbracht werden.

Der Erlass von darauf aufbauenden Vergütungsreglementen

für die Liechtensteinische Landesbank AG und deren Gruppengesellschaften

ist für 2012 vorgesehen.


2Konsolidierte Jahresrechnung der LLB-Gruppe

Revisionsbericht 77 i Konsolidierter Jahresbericht 78 i Konsolidierte Erfolgsrechnung 80

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 81 i Konsolidierte Bilanz 82

Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung 83 i Konsolidierte Mittelflussrechnung 84

Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung 86

Rechnungslegungsgrundsätze 86 i Risikomanagement 92 i Segmentberichterstattung 111

Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung 113 i Anmerkungen zur konsolidierten

Bilanz 117 i Anmerkungen zu den konsolidierten Ausserbilanzgeschäften 131 i Vorsorgepläne

und andere langfristig fällige Leistungen 132 i Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden

Unternehmen und Personen 135 i Konsolidierungskreis 139 i Kundenvermögen 141

Konsolidierte Jahresrechnung


Revisionsbericht

Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung

(Erfolgsrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalentwicklung,

Mittelflussrechnung und Anhang, Seiten

80 bis 142) und den kon solidierten Jahresbericht (Seiten 78 bis

79) der Liechtensteinischen Landesbank Aktien ge sell schaft

für das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr

geprüft.

Für die konsolidierte Jahresrechnung und den konsolidierten

Jahresbericht ist der Verwaltungs rat verantwortlich, während

unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu

beurteilen. Wir be stätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen

hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des liechtensteinischen

Berufsstandes sowie den International Standards

on Auditing, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen

ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten

Jahresrechnung und im konsolidierten Jahresbericht mit angemessener

Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten

und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen

und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner

beur teil ten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze,

die wesentlichen Bewer tungsentscheide

sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als

Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende

Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte

Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung

mit den International Financial Reporting Standards

(IFRS) und entspricht dem liechtensteinischen Gesetz.

Der konsolidierte Jahresbericht steht mit der konsolidierten

Jahresrechnung im Einklang.

Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung

zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

Hans Wey Roman Berlinger

(Mandatsleiter)

St. Gallen, 5. März 2012

76

77

Konsolidierte Jahresrechnung i Revisionsbericht


Konsolidierter Jahresbericht

Konzernergebnis

Die konsolidierte Jahresrechnung ist gemäss den International

Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Das den Aktionären

der LLB AG zustehende Ergebnis 2011 beläuft sich auf

CHF 11.0 Mio. (2010: CHF 102.8 Mio.), was einem Rückgang

gegenüber dem Vorjahr von 89.3 Prozent entspricht. Aufgrund

geringerer Kundenaktivitäten reduzierte sich der Erfolg aus

dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 6.8 Prozent.

Die gestiegenen Zinsabsicherungskosten führten zu

einem Verlust aus dem Handelsgeschäft. Auch trug die Einzelwertberichtigung

eines Lombardkredits dazu bei, dass der Gewinn

zurückging. Das Konzernergebnis beträgt für das Jahr

2011 CHF 15.4 Mio. (2010: CHF 108.5 Mio.).

Das Verhältnis Geschäftsaufwand zu Geschäftsertrag lag

bei 95.6 Prozent (2010: 72.7 %). Das Ergebnis pro Aktie sank

auf CHF 0.38 (2010: CHF 3.61).

Kundenvermögen

Die Akquisitionsleistungen der LLB-Gruppe führten zu einem

Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 0.6 Mia. (2010: CHF 2.7 Mia.).

Dennoch reduzierten sich die Kundenvermögen um CHF 1.7 Mia.

bedingt durch die weitere Stärkung des Schweizer Frankens

und performancebedingter Vermögensabnahmen.

Die Kundenvermögen betrugen per 31. Dezember 2011

CHF 48.1 Mia. (31. Dezember 2010: CHF 49.8 Mia.), dies

entspricht einem Rückgang von 3.4 Prozent. Die Vermögen

in eigenverwalteten Fonds blieben mit CHF 3.6 Mia. auf Vorjahresniveau,

die Vermögen mit Verwaltungsmandat verringerten

sich um 12.1 Prozent auf CHF 7.5 Mia. Die übrigen

Kundenvermögen beliefen sich auf CHF 37.0 Mia. (31. Dezember

2010: CHF 37.6 Mia.).

Kundenvermögen per 31. Dezember 2011

CHF 48.1 Milliarden

Vermögen in eigenverwalteten Fonds 7.4 %

Vermögen mit Verwaltungsmandat 15.7 %

Übrige Kundenvermögen 76.9 %

Erfolgsrechnung

Ungeachtet der volatilen Märkte und des starken Schweizer

Frankens konnten wir im Geschäftsjahr 2011 einen Geschäftsertrag

von CHF 404.9 Mio. ausweisen. Das sind CHF 31.9 Mio.

beziehungsweise 7.3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wie in den Vorjahren trugen hauptsächlich die beiden

Ertragssäulen Zinsengeschäft sowie Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

zum Geschäftsertrag bei. Der Erfolg aus

dem Zinsengeschäft stieg um 8.3 Prozent auf CHF 189.8 Mio.

(2010: CHF 175.2 Mio.). Grund dafür war hauptsächlich ein um

9.3 Prozent auf CHF 107.4 Mio. gesunkener Zinsaufwand sowie

ein um 1.2 Prozent höherer Zinsertrag dank gestiegener

Kundenausleihungen. Zwar erholten sich die Finanzmärkte im

ersten Halbjahr 2011, doch wurde dies durch die negative Entwicklung

im Euro-Raum im weiteren Jahresverlauf kompensiert.

Vor diesem Hintergrund und angesichts des starken Schweizer

Frankens konnten die erwarteten Erträge im Dienstleistungsund

Kommissionsgeschäft nicht generiert werden. Dies hatte

zur Folge, dass der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

um 6.8 Prozent auf CHF 208.9 Mio. (2010:

CHF 224.0 Mio.) sank. Grund dafür waren im Wesentlichen um

11.9 Prozent niedrigere Courtagen, sie betrugen im Berichtsjahr

CHF 73.4 Mio., sowie ein um 7.4 Prozent geringerer Erfolg

aus der Wertschriftenverwaltung, dieser belief sich auf CHF 37.5

Mio. Positiv wirkte sich aus, dass der Aufwand des übrigen

Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäfts um CHF 4.8 Mio.

beziehungsweise 14.6 Prozent auf CHF 28.1 Mio. zurückging.

Insgesamt reduzierte sich der Aufwand aus dem Dienstleistungs-

und Kommissionsgeschäft um CHF 4.0 Mio. beziehungsweise

8.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus Handelsgeschäften

hingegen resultierte ein Verlust von CHF 6.2 Mio.;

2010 hatte die LLB-Gruppe noch einen Gewinn von CHF 27.5

Mio. verbucht. Grund hierfür ist insbesondere die Wertänderung

der Zinssatzswaps, welche zu einem Verlust von CHF 33.8

Mio. im Jahr 2011 führte (2010: Verlust von CHF 2.1 Mio.).

Der übrige Erfolg betrug CHF 11.8 Mio. (2010: CHF 13.5 Mio.).

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich 2011 um 22.0 Prozent

auf CHF 387.1 Mio. Im Wesentlichen ist dies auf die Einzelwertberichtigung

eines Lombardkredits sowie auf höhere Rückstellungen

für operationelle Risiken zurückzuführen. Hinzu

kamen um CHF 6.5 Mio. höhere Abschreibungen und Amortisationen

aufgrund der getätigten Investitionen im Zusammenhang

mit der Einführung der Bankensoftware Avaloq.

Der Personalaufwand lag mit CHF 181.1 Mio. nur leicht

über dem Vorjahreswert von CHF 178.3 Mio. Der Sachaufwand

stieg um CHF 3.4 Mio. beziehungsweise 4.1 Prozent auf

CHF 88.1 Mio. (2010: CHF 84.6 Mio.). Diese Zunahme resultiert

aus erhöhten Aufwendungen für die neue gruppenweite

IT-Plattform sowie einmaligen Kosten für das 150-Jahr-Jubiläum

der Liechtensteinischen Landesbank AG.

Per Ende 2011 beschäftigte die LLB-Gruppe teilzeitbereinigt

1'123 Mitarbeitende (31. Dezember 2010: 1'087 Mitarbeitende).

Der durchschnittliche Personalbestand lag im Berichtsjahr

bei 1'105 Mitarbeitenden (2010: 1'070 Mitarbeitende).


Geschäftsertrag 2011

CHF 404.9 Millionen

Erfolg Zinsengeschäft 46.9 %

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 51.6 %

Übrige 1.5 %

Bilanz

Die konsolidierte Bilanzsumme belief sich per 31. Dezember

2011 auf CHF 21.1 Mia., was im Vergleich zum Vorjahr einem

Rückgang von 4.8 Prozent entspricht. Dies ist vor allem auf

die Reduktion der Finanzanlagen um CHF 2.8 Mia. zurückzuführen.

Der Rückgang der Finanzanlagen steht unter anderem

im Zusammenhang mit der geplanten Veräusserung der

Tochtergesellschaft swisspartners Investment Network AG.

In Übereinstimmung mit IFRS werden die Vermögenswerte der

Tochtergesellschaft in der Bilanz separat unter der Position

«Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte»

ausgewiesen (weitere Informationen siehe Anmerkung 40).

Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 4.6 Prozent auf

CHF 10.3 Mia. Auf der Passivseite stiegen die Verpflichtungen

gegenüber Kunden um 5.7 Prozent auf CHF 15.8 Mia. Die

finanziellen Verpflichtungen, die erfolgswirksam zum Fair

Value bewertet werden, sind per 31. Dezember 2011 vollständig

unter der Position «Verpflichtungen von zur Veräusserung

gehaltene langfristige Vermögenswerte» ausgewiesen.

Das den Aktionären der LLB AG zustehende Eigenkapital

hat sich per 31. Dezember 2011 um 7.9 Prozent auf CHF 1.5 Mia.

reduziert. Die Tier 1 Ratio lag bei 13.9 Prozent (31. Dezember

2010: 13.9 %). Die Rendite auf dem den Aktionären der LLB AG

zustehenden Eigenkapital erreichte per 31. Dezember 2011

0.7 Prozent (31. Dezember 2010: 6.2 %).

78

79

Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierter Jahresbericht


Konsolidierte Erfolgsrechnung

in Tausend CHF Anmerkung 2011 2010 + / – %

Zinsertrag 297'190 293'638 1.2

Zinsaufwand –107'412 –118'484 –9.3

Erfolg Zinsengeschäft 1 189'778 175'154 8.3

Ertrag Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 251'684 270'794 –7.1

Aufwand Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft –42'800 –46'763 –8.5

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 2 208'884 224'031 –6.8

Erfolg Handelsgeschäft 3 –6'192 27'509

Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 4 449 –342

Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 5 190 –3'020

Übriger Erfolg 6 11'838 13'542 –12.6

Total Geschäftsertrag 404'947 436'874 –7.3

Personalaufwand 7 –181'093 –178'320 1.6

Sachaufwand 8 –88'071 –84'631 4.1

Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen 9 –36'177 –29'640 22.1

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste 10 –81'788 –24'798 229.8

Total Geschäftsaufwand –387'129 –317'389 22.0

Ergebnis vor Steuern 17'818 119'485 –85.1

Steuern 11 –2'413 –11'005 –78.1

Konzernergebnis 15'405 108'480 –85.8

Davon entfallen auf:

Aktionäre der LLB AG 10'954 102'806 –89.3

Minderheiten 4'451 5'674 –21.6

Ergebnis pro Aktie, das den Aktionären der LLB AG zusteht

Unverwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 12 0.38 3.61 –89.5

Verwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 12 0.38 3.61 –89.5


Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung

in Tausend CHF Anmerkung 2011 2010 + / – %

Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 15'405 108'480 –85.8

Sonstiges Gesamtergebnis (nach Steuern)

Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 37 / 38 –41'227 4'694

Steuereffekte 29/37/38 5'735 –633

Währungsumrechnung 37 –922 –3'040 –69.7

Total sonstiges Gesamtergebnis –36'414 1'021

Gesamtergebnis für die Periode –21'009 109'501

Davon entfallen auf:

Aktionäre der LLB AG –24'040 104'408

Minderheiten 3'031 5'093 –40.5

80

81

Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung


Konsolidierte Bilanz

in Tausend CHF Anmerkung 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Aktiven

Flüssige Mittel 13 896'749 572'706 56.6

Forderungen aus Geldmarktpapieren 0 286'931 –100.0

Forderungen gegenüber Banken 14 6'819'971 6'852'622 –0.5

Kundenausleihungen 15 10'327'445 9'874'584 4.6

Handelsbestände 16 4'379 7'802 –43.9

Derivative Finanzinstrumente 17 125'988 168'796 –25.4

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 18 937'954 3'727'949 –74.8

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 19 30 5'115 –99.4

Liegenschaften und übrige Sachanlagen 20 178'524 170'718 4.6

Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 20 23'090 22'200 4.0

Goodwill und andere immaterielle Anlagen 21 199'622 306'326 –34.8

Latente Steuerforderungen 29 27'597 24'137 14.3

Rechnungsabgrenzungen 46'538 39'943 16.5

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 40 1'473'301 0

Übrige Aktiven 22 34'786 106'149 –67.2

Total Aktiven 21'095'974 22'165'978 –4.8

Fremdkapital

Verpflichtungen gegenüber Banken 24 595'105 389'464 52.8

Verpflichtungen gegenüber Kunden 25 15'769'758 14'926'149 5.7

Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 26 0 99'524 –100.0

Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 27 0 2'857'146 –100.0

Derivative Finanzinstrumente 17 166'387 162'361 2.5

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 28 1'249'356 1'617'296 –22.8

Laufende Steuerverpflichtungen 6'032 32'582 –81.5

Latente Steuerverpflichtungen 29 30'810 38'314 –19.6

Rechnungsabgrenzungen 33'994 41'902 –18.9

Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 40 1'438'236 0

Übrige Verpflichtungen 30 158'761 226'294 –29.8

Rückstellungen 31 5'871 1'887 211.1

Total Fremdkapital 19'454'310 20'392'919 –4.6

Eigenkapital

Aktienkapital 33 154'000 154'000 0.0

Abzüglich eigene Aktien 34 –206'179 –198'387 3.9

Kapitalreserven 35 49'458 49'479 0.0

Gewinnreserven 36 1'594'895 1'686'949 –5.5

Sonstige Reserven 37 –51'666 –18'672 176.7

Total den Aktionären der LLB AG zustehendes Eigenkapital 1'540'508 1'673'369 –7.9

Minderheitsanteile 38 101'156 99'690 1.5

Total Eigenkapital 1'641'664 1'773'059 –7.4

Total Fremd- und Eigenkapital 21'095'974 22'165'978 –4.8


Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung

in Tausend CHF den Aktionären der LLB AG zustehend

Aktien- Eigene Kapital- Gewinn- Sonstige Minder-

Total

Eigenkapital

Aktien reserven reserven Reserven Total heiten kapital

Stand am 1. Januar 2009 154'000 –201'848 49'768 1'609'671 –39'576 1'572'015 95'542 1'667'557

Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 174'245 174'245 6'783 181'028

Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 inkl. Steuereffekte 15'890 15'890 –253 15'637

Währungsumrechnung –588 –588 –588

Gesamtergebnis 2009 174'245 15'302 189'547 6'530 196'077

Veränderung eigene Aktien 2'144 –24 2'120 2'120

Dividende 2008, Zahlung 2009 –96'848 –96'848 –96'848

Dividende an Minderheiten 2008, Zahlung 2009 –1'510 –1'510 –2'330 –3'840

Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 0 –2'620 –2'620

Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 2'000 0 0

Übrige Veränderungen 895 895 895

Stand am 31. Dezember 2009 154'000 –199'704 49'744 1'684'453 –22'274 1'666'219 97'122 1'763'341

Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 102'806 102'806 5'674 108'480

Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 inkl. Steuereffekte 4'642 4'642 –581 4'061

Währungsumrechnung –3'040 –3'040 –3'040

Gesamtergebnis 2010 102'806 1'602 104'408 5'093 109'501

Veränderung eigene Aktien 1'317 –265 1'052 1'052

Dividende 2009, Zahlung 2010 –96'900 –96'900 –96'900

Dividende an Minderheiten 2009, Zahlung 2010 –1'413 –1'413 –2'336 –3'749

Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 0 –189 –189

Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 2'000 0 0

Übrige Veränderungen 3 3 3

Stand am 31. Dezember 2010 154'000 –198'387 49'479 1'686'949 –18'672 1'673'369 99'690 1'773'059

Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 10'954 10'954 4'451 15'405

Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 inkl. Steuereffekte –34‘072 –34‘072 –1‘420 –35‘492

Währungsumrechnung –922 –922 –922

Gesamtergebnis 2011 10'954 –34‘994 –24‘040 3‘031 –21‘009

Veränderung eigene Aktien –7'792 –21 –7'813 –7'813

Dividende 2010, Zahlung 2011 –96'636 –96'636 –96'636

Dividende an Minderheiten 2010, Zahlung 2011 –1'283 –1'283 –2'366 –3'649

Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 0 801 801

Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 2'000 0 0

Zuwendung an die LLB-Zukunftsstiftung –3'000 –3'000 –3'000

Übrige Veränderungen –89 –89 –89

Stand am 31. Dezember 2011 154'000 –206'179 49'458 1'594'895 –51'666 1'540'508 101'156 1'641'664

82

83

Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung


Konsolidierte Mittelflussrechnung

in Tausend CHF 2011 2010

Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit

Erhaltene Zinsen (ohne Finanzanlagen) 292'742 300'770

Erhaltene Zinsen auf Finanzanlagen 12'496 12'753

Erhaltene Dividenden auf Finanzanlagen 624 549

Bezahlte Zinsen –111'632 –126'626

Erhaltene Dienstleistungsgebühren und Kommissionen 246'429 269'843

Bezahlte Dienstleistungsgebühren und Kommissionen –35'102 –50'357

Einnahmen aus Handelsgeschäften 27'320 29'917

Übrige Einnahmen 5'966 7'653

Zahlungen für Personal und Sachkosten –276'080 –272'895

Übrige Ausgaben –669 –399

Bezahlte Gewinnsteuern

Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit vor Veränderungen

–28'890 –35'701

der Vermögen und Verpflichtungen aus operativer Geschäftstätigkeit 133'204 135'507

Forderungen / Verpflichtungen gegenüber Banken 439'529 1'087'142

Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen 1'651'810 501'475

Handelsbestände inklusive Wiederbeschaffungswerte netto 16'716 1'185

Forderungen / Verpflichtungen gegenüber Kunden 290'134 –259'207

Übrige Aktiven 59'291 13'833

Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen –49'468 –33'363

Finanzielle Verpflichtungen –1'603'287 –541'121

Übrige Verpflichtungen 2'081 –4'946

Veränderungen der Vermögen und der Verpflichtungen aus operativer Geschäftstätigkeit 806'806 764'998

Netto-Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit 940'010 900'505

Mittelfluss aus Investitionstätigkeit

Erwerb von Liegenschaften und übrige Sachanlagen –25'073 –25'941

Veräusserung von Liegenschaften und übrige Sachanlagen 0 4'765

Veräusserung von als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 555 430

Erwerb von anderen immateriellen Anlagen –13'340 –32'667

Erwerb von Finanzanlagen –271'233 –259'344

Veräusserung von Finanzanlagen 265'091 274'129

Erwerb von assoziierten Gesellschaften –25 0

Veräusserung von assoziierten Gesellschaften 5'300 0

Erhöhung der Anteile an Gruppengesellschaften –4'974 –3'603

Netto-Mittelfluss aus Investitionstätigkeit –43'699 –42'231

Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit

Erwerb eigener Aktien –10'615 –2'895

Veräusserung eigener Aktien 2'802 3'947

Dividendenausschüttung –96'636 –96'900

Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung, LLB-Zukunftsstiftung –5'000 –2'000

Minderheiten –2'848 –3'938

Ausgabe von Schuldtiteln und Pfandbriefdarlehen 397'920 167'372

Rücknahme von Schuldtiteln und Pfandbriefdarlehen –765'389 –550'852

Netto-Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit –479'766 –485'266


in Tausend CHF 2011 2010

Auswirkungen der Währungsumrechnung –922 –3'040

Netto-Zunahme / (-Abnahme) des Zahlungsmittelbestandes 415'623 369'968

Zahlungsmittelbestand am Jahresanfang 1'874'238 1'504'270

Zahlungsmittelbestand am Jahresende 2'289'861 1'874'238

Der Zahlungsmittelbestand umfasst:

Flüssige Mittel 896'749 572'706

Flüssige Mittel aus zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 12 0

Forderungen aus Geldmarktpapieren (ursprüngliche Laufzeit bis 3 Monate) 0 286'931

Forderungen gegenüber Banken (täglich fällig) 1'374'922 1'014'601

Forderungen gegenüber Banken (täglich fällig) aus zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 18'178 0

Total Zahlungsmittelbestand 2'289'861 1'874'238

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85

Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierte Mittelflussrechnung


Rechnungslegungsgrundsätze

1 Grundlegende Informationen

Die LLB-Gruppe bietet eine breite Palette von Finanzdienstleistungen

an. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Vermögensverwaltung

und Anlageberatung für private und institutionelle

Kunden sowie im Privat- und Firmenkundengeschäft.

Die Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft,

gegründet und mit Sitz in Vaduz, ist die Muttergesellschaft der

LLB-Gruppe. Sie ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung wurde vom

Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 1. März 2012 genehmigt

und zur Veröffentlichung freigegeben.

Zudem muss die konsolidierte Jahresrechnung der Generalversammlung

vom 4. Mai 2012 zur Genehmigung vorgelegt

werden.

2 Zusammenfassung der wesentlichen

Rechnungslegungsgrundsätze

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,

die bei der Erstellung der vorliegenden konsolidierten Jahresrechnung

angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt.

Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten

Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes

angegeben ist.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die konsolidierte Jahresrechnung wurde in Übereinstimmung

mit den International Financial Reporting Standards (IFRS)

erstellt.

Der Konzernabschluss wurde, mit Ausnahme der Neubewertung

von einigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten,

auf der Basis der historischen Anschaffungsoder

Herstellungskosten erstellt.

Die IFRS enthalten Richtlinien, die von der LLB-Gruppe bei

der Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung Annahmen

und Schätzungen erfordern. Goodwill, immaterielle Anlagen,

Fair-Value-Bestimmungen für Finanzinstrumente sowie Vorsorgepläne

sind Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen,

bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender

Bedeutung für den Konzernabschluss sind. Erläuterungen dazu

sind unter Anmerkung 21, Anmerkung 39 und unter den Vorsorgeplänen

(Seite 132) aufgeführt.

Anpassung von bestehenden Standards beziehungsweise

Neuinterpretationen, die ab 2011 anzuwenden sind:

◆ IAS 24 (angepasst) «Angaben über Beziehungen zu nahe

stehenden Unternehmen und Personen». Der revidierte

Standard ändert die Definition der Beziehung zu nahe stehenden

Personen und Unternehmen sowie die Befreiung

von gewissen Offenlegungspflichten von Transaktionen

zwischen der Regierung nahe stehende Unternehmen.

◆ IAS 32 (angepasst) «Finanzinstrumente: Darstellung». Die

Anpassung sieht vor, dass Bezugsrechte als Eigenkapital

zu klassifizieren sind, wenn deren Ausübung zu einem fixen

Barbetrag erfolgt, wobei die Währung des Ausübungspreises

irrelevant ist, sofern die Bezugsrechte anteilsmässig

zum selben Betrag an alle Anteilseigner ausgegeben werden.

◆ IFRIC 14 (angepasst) «Vorauszahlung einer Mindestdotierungsverpflichtung».

Die vom IASB vorgenommenen

Anpassungen im IFRC 14, welcher eine Interpretation von

IAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer» darstellt, präzisiert,

dass freiwillige Zahlungen in einen Vorsorgeplan mit Überdeckung

als Vermögenswert zu erfassen ist.

◆ IFRIC 19 (angepasst) «Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten

durch Eigenkapitalinstrumente». Wenn ein Kreditnehmer

Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellen

Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit an Kreditgeber ausgibt,

sind diese Eigenkapitalinstrumente als gezahltes Entgelt

anzusehen und der Kreditnehmer hat die finanzielle Verbindlichkeit

vollständig oder partiell auszubuchen.

Diese Änderungen haben keinen Einfluss auf den Jahresabschluss.

Auf die frühzeitige Anwendung zusätzlicher ab dem 1. Januar

2012 oder später gültiger Standards und Interpretationen

wurde verzichtet. Es sind dies:

◆ IAS 12, «Ertragsteuern» (Geschäftsjahre beginnend am

1. Januar 2012). Die Änderung betrifft die Renditeliegenschaften,

die zum Fair Value bewertet werden, wobei

bei der Ermittlung der latenten Steuern die Erwartung zu

berücksichtigen ist, ob sich der Buchwert durch Verkauf

oder Nutzung der Liegenschaft resultieren lässt.

◆ IAS 19, «Leistungen an Arbeitnehmer» (Geschäftsjahre

beginnend am 1. Januar 2013). Die vom IASB veröffentlichten

Anpassungen umfassen den Ansatz von Änderungen

in der Nettoschuld (dem Nettovermögen) aus leistungsorientierten

Plänen einschliesslich der sofortigen Erfassung

von leistungsorientierten Kosten, dem Ansatz von Neubewertungen

im sonstigen Gesamtergebnis, zudem werden

bessere Angaben zu leistungsorientierten Plänen gefordert.

◆ IAS 27 «Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS» und

IAS 28 «Anteile an assoziierten Unternehmen» im Zusammenhang

mit der Einführung von IFRS 10 «Konzernabschlüsse»,

IFRS 11 «Gemeinsame Vereinbarungen» und IFRS 12 «Angaben

zu Beteiligungen an anderen Unternehmen» (Geschäftsjahre

beginnend am 1. Januar 2013). Die neuen IFRS

Standards ersetzen beziehungsweise ergänzen die Bilanzierung

und Offenlegung in Konzern- und Einzelabschlüssen.

Weiter werden einzelne Definitionen in den Standards neu

interpretiert beziehungsweise ergänzt oder ersetzt.

◆ IFRS 7, «Finanzinstrumente: Angaben» (Geschäftsjahre beginnend

am 1. Juli 2011). Die angepasste Offenlegungspflicht

sieht zusätzliche Angabepflichten zum Transfer von finanziellen

Vermögenswerten und den damit verbundenen Verpflichtungen

vor.


◆ IFRS 9, «Finanzinstrumente» (Geschäftsjahre beginnend am

1. Januar 2015). Der aktualisierte IFRS 9, welcher auch die

überarbeiteten Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung

von finanziellen Vermögenswerten beinhaltet, enthält

Anwendungsrichtlinien zu finanziellen Verbindlichkeiten

und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten. Der Standard

sieht zwei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte

vor: fortgeführte Anschaffungskosten und Fair Value.

IFRS 9 verlangt, dass alle finanziellen Vermögenswerte nach

dem Geschäftsmodell des Unternehmens für die Verwaltung

der finanziellen Vermögenswerte und den vertraglichen

Cashflow-Merkmalen des Vermögenswerts klassifiziert werden.

Nicht börsenkotierte Beteiligungstitel können in der

Gesamtergebnisrechnung zum Fair Value erfasst werden. In

der Gesamtergebnisrechnung einmal erfasste realisierte

Gewinne oder Verluste können nachträglich nicht mehr erfolgswirksam

erfasst werden. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte

werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Die Designation erfolgt bei der Ersterfassung für jedes

Instrument separat und ist unwiderruflich. Die Vorschriften in

IAS 39 bezüglich der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen

Verbindlichkeiten wurden beibehalten. Die beiden

Bewertungskategorien für finanzielle Verbindlichkeiten bleiben

gegenüber den jetzigen Regelungen in IAS 39 («Finanzinstrumente:

Ansatz und Bewertung») unverändert. Die

Kriterien für die Klassifizierung einer erfolgswirksam zum Fair

Value designierten finanziellen Verbindlichkeit bleiben

ebenfalls unverändert. Für erfolgswirksam zum Fair Value designierte

finanzielle Verbindlichkeiten werden Fair-Value-

Veränderungen infolge des geänderten eigenen Kreditrisikos

eines Unternehmens direkt in der Gesamtergebnisrechnung

anstatt in der Erfolgsrechnung berücksichtigt.

Ein Projektteam der LLB analysiert gegenwärtig die Auswirkungen

auf die Jahresrechnung der LLB-Gruppe.

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen wurden verschiedene

Anpassungen von sieben bestehenden Standards

und Interpretationen verabschiedet, die grösstenteils per 1. Januar

2012 in Kraft treten. Das Projektteam hat diese neuen

Standards, Interpretationen und Anpassungen beurteilt und

ist zum Schluss gekommen, dass diese die Finanzberichterstattung

der LLB-Gruppe nicht wesentlich beeinflussen werden.

2.2 Konsolidierungsgrundsätze

Die Darstellung der Konzernrechnung richtet sich nach der

wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Der Konsolidierungszeitraum

entspricht dem jeweiligen Kalenderjahr. Bei allen konsolidierten

Gesellschaften ist das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr

identisch.

Tochtergesellschaften

Die konsolidierte Rechnung umfasst die Abschlüsse der Liechtensteinischen

Landesbank AG und ihrer Tochtergesellschaften.

Gruppengesellschaften, an denen die Liechtensteinische

Landesbank AG direkt oder indirekt die Stimmenmehrheit besitzt

oder an denen sie auf andere Weise die Kontrolle ausübt,

werden vollkonsolidiert. Erworbene Tochtergesellschaften

werden von dem Zeitpunkt an konsolidiert, an welchem die

Kontrolle auf die LLB übergeht, und zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert,

an dem die Kontrolle endet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode.

Die Auswirkungen konzerninterner Transaktionen und Salden

werden bei der Erstellung der Konzernrechnung eliminiert.

Transaktionen mit Minderheiten werden im Eigenkapital

verbucht.

Assoziierte Gesellschaften

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, bei denen die

LLB-Gruppe einen signifikanten Einfluss ausüben kann, aber

nicht die Kontrolle besitzt (in der Regel entspricht dies einem

Stimmenanteil zwischen 20 % und 50 %), werden nach der

Equity-Methode bilanziert.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Die Data Info Services AG, Vaduz, wurde im Jahr 2011 gegründet.

Die Liechtensteinische Landesbank AG, Vaduz, hält

50 Prozent an dieser Gesellschaft. Diese wurde nach der

Equity-Methode in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

2.3 Allgemeine Grundsätze

Erfassung der Geschäfte

Käufe und Verkäufe von Handelsbeständen, derivativen Finanzinstrumenten

und Finanzanlagen werden am Abschlusstag

verbucht. Forderungen, einschliesslich Kundenausleihungen,

werden im Zeitpunkt erfasst, in dem die Mittel an den Schuldner

fliessen.

Abgrenzung der Erträge

Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, wenn diese

erbracht wurden. Vermögensverwaltungsgebühren, Depotgebühren

und ähnliche Erträge werden anteilsmässig während

der Dauer der Dienstleistung erfasst. Zinsen werden

nach der effektiven Zinsmethode erfasst. Dividenden werden

mit der Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.

Inland versus Ausland

Unter «Inland» wird die Schweiz miteinbezogen.

2.4 Fremdwährungsumrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen

Posten werden auf Basis der jenigen Währung bewertet,

die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes,

in dem das Unter nehmen operiert, entspricht (funktionale

Währung).

Der Konzernabschluss ist in Schweizer Franken ausgewiesen.

Der Schweizer Franken stellt die funktionale Währung und

die Berichtswährung des Unternehmens dar.

Gruppengesellschaften

Gruppengesellschaften, die in einer von der Konzernwährung

abweichenden funktionalen Währung bilanzieren, werden

wie folgt umgerechnet: Aktiven und Verbindlichkeiten werden

zu den Bilanz stichtagskursen umgerechnet, die Positionen

der Erfolgsrechnung und der Mittelflussrechnung zum Durchschnittskurs

der Periode. Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen

werden als se pa rate Posten im Eigenkapital

erfasst.

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Konsolidierte Jahresrechnung i Rechnungslegungsgrundsätze


Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen

zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet.

Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven in

Fremd wäh rungen zu den Stichtagskursen umgerechnet. Die

aus der Bewertung resultierenden Kurserfolge wer den erfolgswirksam

verbucht. Für die Währungsumrechnung wurden

folgende Kurse verwendet:

Stichtagskurs 31. 12. 2011 31. 12. 2010

1 USD 0.9381 0.9375

1 EUR 1.2158 1.2435

1 GBP 1.4550 1.4475

Durchschnittskurs 2011 2010

1 USD 0.8861 1.0381

1 EUR 1.2320 1.3782

1 GBP 1.4198 1.6037

2.5 Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung stimmt mit den internen

Berichten, die an den «Chief Operating Decision Maker» gemeldet

werden, überein. Der «Chief Operating Decision Maker»

ist für die Allokation von Ressourcen und die Überwachung

der Ergebnisse der Geschäftsfelder verantwortlich. In der LLB-

Gruppe nimmt die Gruppenleitung diese Funktion wahr.

Die Erträge und Aufwendungen werden nach dem Verantwortungsprinzip,

basierend auf der Organisationsstruktur,

den Geschäftsfeldern zugeordnet. Indirekte Kosten für interne

Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten werden grundsätzlich

nach dem Verursacherprinzip berücksichtigt: beim

Leistungserbringer als Aufwandminderung und beim Leistungsempfänger

als Aufwand. Im Corporate Center verbleiben die

Erträge und Kosten für übergeordnete Dienstleistungen, die

den Segmenten nicht zugeteilt werden können. Ausserdem sind

die Konsolidierungsposten im Corporate Center enthalten. In

Übereinstimmung mit IFRS 8 ist die LLB-Gruppe in folgende

Segmente unterteilt: Markt Inland, Markt International und

Markt Institutionelle. Diese Struktur bildet die Basis für die

primäre Segmentberichterstattung. Die geografische Segmentberichterstattung

erfolgt nach dem Betriebsstättenprinzip

in den Segmenten Liechtenstein, Schweiz und andere Länder.

2.6 Zahlungsmittelbestand

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die flüssigen Mittel, Forderungen

aus Geldmarktpapieren mit einer Ursprungslaufzeit

von weniger als drei Monaten sowie Forderungen gegenüber

Banken (täglich fällig).

2.7 Flüssige Mittel

Flüssige Mittel enthalten Bargeld, Postscheckguthaben und

Giro- beziehungsweise Sichtguthaben bei der Schweizerischen

Nationalbank und ausländischen Notenbanken sowie Clearing-

Guthaben bei an erkannten Girozentralen und Clearing-Banken.

2.8 Forderungen aus Geldmarktpapieren

Forderungen aus Geldmarktpapieren werden bei erstmaliger

Erfassung zu effektiven Kosten bewertet, was dem Fair Value

bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu

amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode angewendet

wird.

Zinsen auf Forderungen aus Geldmarktpapieren werden

periodengerecht abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode

unter dem Zinsertrag ausgewiesen.

2.9 Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen

Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen

werden bei erstmaliger Erfassung zu effek tiven Kosten bewertet,

was dem Fair Value bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung

erfolgt zu amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode

angewendet wird.

Zinsen auf For de rungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen

werden periodengerecht abgegrenzt und nach

der Effektivzinsmethode unter dem Zinsertrag ausgewiesen.

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken

Grundsätzlich gewährt die LLB-Gruppe Ausleihungen nur auf

gedeckter Basis beziehungsweise nur an Gegenparteien mit

sehr hoher Bonität.

Eine Ausleihung wird als wertbeeinträchtigt erachtet,

wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass nicht der gesamte

gemäss Vertrag geschuldete Betrag einbringbar ist. Ursachen

für eine Wert min derung sind gegenparteien- oder länderspezifischer

Natur. Hinweise für eine Wertminde rung sind:

◆ Finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners

◆ Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug

von Zinsen- oder Tilgungszahlungen

◆ Erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer

in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht

◆ Volkswirtschaftliche oder regionale wirtschaftliche

Bedingungen, die mit Ausfällen bei den Vermögenswerten

der Gruppe korrelieren

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz

zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der

geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung,

diskontiert mit dem Effek tivzinssatz. Eine Wertberichtigung

für Kreditrisiken wird als Herabsetzung des Buchwertes einer

Forderung in der Bilanz erfasst. Für Ausserbilanzpositionen,

wie eine feste Zusage, wird dagegen eine Rückstellung für

Kreditrisiken ausgewiesen. Die Wertminderungen werden

erfolgswirksam erfasst.

2.10 Forderungen und Verpflichtungen

aus Versicherungsverträgen

Die Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen

werden zum Fair Value be wer tet. Die Forderungen

werden auf der Aktivseite für 2011 unter der Bilanzposition

«Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte»

ausgewiesen. Auf der Passivseite werden für 2011 die Verpflichtungen

in der Position «Verpflichtungen von zur Veräusserung

gehaltene langfristige Vermögenswerte» ausgewiesen.

Veränderungen der Fair Values und der Prä mien einnahmen

sowie der versicherungsmathematischen Rückstellungen

werden im «Erfolg Dienst leistungs- und Kommissionsgeschäft»

in der Position «Erfolg Versicherungsgeschäft» ausgewiesen.


Die Finanziellen Verpflichtungen werden zum Fair Value bewertet,

da die korrespondierenden Ak ti ven ebenfalls zum Fair

Value bewertet sind und somit ein «Accounting Mismatch» verhindert

wird.

2.11 Handelsbestände

Die Handelsbestände setzen sich aus Aktien, Anleihen und

strukturierten Produkten zusammen. Zu Handelszwecken gehaltene

finanzielle Vermögenswerte werden zum Fair Value

bewertet. Short-Positionen in Wertschriften werden als Verpflichtungen

aus Handelsbeständen zum Fair Value ausgewiesen.

Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste sowie

Zinsen und Dividenden werden im Erfolg Handelsgeschäft

erfasst.

Die Fair Values notierter Anteile bemessen sich nach dem

aktuellen Angebotspreis. Wenn für fi nan zielle Vermögenswerte

kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögens

wer te handelt, werden die Fair Values mittels geeigneter

Bewertungsmethoden (siehe 2.13 «Finanzanlagen»)

ermittelt.

2.12 Derivative Finanzinstrumente

Alle derivativen Finanzinstrumente werden als positive und

negative Wiederbeschaffungswerte, was dem Fair Value entspricht,

bewertet und in der Bilanz ausgewiesen. Der Fair Value

wird aufgrund von Börsen notie rungen ermittelt; falls keine

solchen vorhanden sind, werden Bewertungsmodelle he ran -

gezogen. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste

werden im Erfolg Handels ge schäft erfasst.

Absicherungsgeschäfte

Die LLB-Gruppe kann Hedge Accounting anwenden, wenn

die Voraussetzungen gemäss IAS 39 für die Zulassung der Verbuchung

als Absicherungsgeschäft erfüllt sind. Beim Abschluss

eines Ab siche rungs geschäftes wird bestimmt, ob es sich um

die Absicherung des Fair Values einer Bilanz position (Fair Value

Hedge) oder um die Absicherung eines künftigen Geldflusses

einer Bilanzposition beziehungsweise einer zukünftigen Transaktion

(Cashflow Hedge) handelt.

Bei einem Fair Value Hedge wird die Veränderung des Fair

Value des Absicherungsgeschäftes in der Erfolgsrechnung erfasst.

Die Veränderung des Fair Value des abgesicherten Grundgeschäftes,

die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werden

kann, berichtigt den Buchwert des abgesicherten Grundgeschäftes

und wird ebenfalls in die Erfolgsrechnung aufgenommen.

Bei einem Cashflow Hedge wird die Veränderung des Fair

Value des effektiven Teils des Absiche rungsgeschäftes in einer

separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der im Eigenkapital

ausgewiesene Gewinn oder Verlust aus dem Absicherungsgeschäft

wird in jenen Perioden erfolgswirksam verbucht, in

denen auch die abgesicherten Zahlungsströme des Grundgeschäftes

erfolgswirksam er fasst werden.

Bestimmte Derivatgeschäfte stellen zwar wirtschaftlich

gesehen Absicherungsgeschäfte dar und stehen im Einklang

mit den Risikomanagement-Grundsätzen der LLB-Gruppe. Aufgrund

der strengen und spezifischen IFRS-Richtlinien erfüllen

sie aber nicht die Kriterien, buchhalterisch als Ab sicherungsgeschäfte

behandelt zu werden. Wertveränderungen werden

in der entsprechenden Periode im Erfolg Handelsgeschäft

erfasst.

2.13 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen können gemäss IFRS in verschiedene Kategorien

unterteilt werden. Die Klassi fi zierung hängt vom jeweiligen

Zweck ab, für den die Finanzanlagen erworben wurden.

Das Manage ment der LLB-Gruppe bestimmt die Klassifizierung

der Finanzanlagen beim erstmaligen Ansatz. Im Ge schäftsjahr

2011 wie auch im Geschäftsjahr 2010 wurden alle Finanzanlagen

der Kategorie «Finanz anlagen, erfolgswirksam zum

Fair Value bewertet (at fair value through profit and loss)»

zugeordnet.

Diese Designation ist in Übereinstimmung mit der Investitionsstrategie.

Die Titel werden auf einer Fair-Value-Basis

bewirtschaftet und deren Performance entsprechend evaluiert.

Die Mitglieder der Gruppenleitung erhalten die entsprechenden

Informationen.

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Die finanziellen Vermögenswerte werden zum Fair Value bilanziert.

Nicht realisierte Gewinne oder Verluste abzüglich der

zugehörigen Transaktionskosten werden im Erfolg aus Finanzanlagen,

er folgs wirksam zum Fair Value bewertet, verbucht.

Der Fair Value notierter Anteile bemisst sich nach dem aktuellen

Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte

kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte

handelt, wird der Fair Value mittels geeigneter

Bewer tungs methoden ermittelt. Diese umfassen: Bezugnahmen

auf kürzlich stattgefundene Transak tio nen zwischen

unabhängigen Geschäftspartnern; die Verwendung aktueller

Marktpreise anderer Ver mögens werte, die im Wesentlichen

dem betrachteten Vermögenswert ähnlich sind; das Dis counted-

Cash flow-Verfahren; externe Preismodelle, welche die speziellen

Umstände des Emitten ten berücksichtigen.

Zinsen- und Dividendenerträge der Finanzanlagen werden

im Erfolg aus Finanzanlagen, er folgswirksam zum Fair Value

bewertet, erfasst. Zinsen werden periodengerecht abgegrenzt.

2.14 Liegenschaften, als Finanzinvestitionen

gehaltene Liegenschaften und übrige Sachanlagen

Liegenschaften werden zu Anschaffungskosten, vermindert

um die betriebswirtschaftlich erforderlichen Abschreibungen,

bilanziert. Bankgebäude sind Liegenschaften, welche von

der LLB-Gruppe zur Erbringung von Dienstleistungen oder zu

administrativen Zwecken gehalten und genutzt werden, während

als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften der

Erwirtschaftung von Miet erträgen und / oder der Wertsteigerung

dienen. Wenn eine Liegenschaft teilweise als Finanzinvestition

dient, gilt für die Klassierung das Kriterium, ob die

beiden Teile einzeln verkauft werden können. Ist ein Teil verkauf

möglich, wird jeder Teilbereich entsprechend verbucht.

Können die Teile nicht einzeln verkauft werden, wird die ganze

Liegenschaft als Bankgebäude klassiert, es sei denn, der als

Bank gebäude genutzte Teil ist unbedeutend.

Die übrigen Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Mobiliar,

Maschinen und Informatik an lagen. Diese werden aktiviert

und über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

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Konsolidierte Jahresrechnung i Rechnungslegungsgrundsätze


Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzte

Nutzungsdauer:

Liegenschaften 33 Jahre

Unbebautes Land keine Abschreibung

Baunebenkosten 10 Jahre

Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen 5 Jahre

Informatikanlagen 3 Jahre

Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwand

belastet. Unterhalts- und Reno vations aufwand wird in der

Regel unter dem Sachaufwand verbucht. Wenn der Aufwand

substanziell ist und zu einer wesentlichen Wertsteigerung beiträgt,

erfolgt eine Aktivierung. Diese wird über die Nutzungsdauer

abgeschrieben. Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen

werden als übriger Erfolg ausgewiesen. Verluste aus

dem Verkauf führen zu zusätzlichen Abschreibungen auf dem

Anlagevermögen.

Die Werthaltigkeit von Liegenschaften und übrigen Sachanlagen

wird regelmässig, jedoch immer dann überprüft, wenn

aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine

Über be wertung der Buchwerte möglich zu sein scheint. Ergibt

sich bei der Überprüfung der Wert hal tigkeit eine veränderte

Nutzungsdauer oder eine Wertminderung, wird der Restbuchwert

planmässig über die neu festgelegte Nutzungsdauer abgeschrieben

oder eine ausserplanmässige Abschrei bung

getätigt.

2.15 Zur Veräusserung gehaltene

langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte (oder eine Veräusserungsgruppe)

werden als zur Veräusserung bestimmt, wenn der zugehörige

Buchwert überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft und

nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit dies

der Fall ist, muss der Vermögenswert (oder die Veräusserungsgruppe)

im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für

den Verkauf derartiger Vermögenswerte (oder Veräusserungsgruppen)

gängig und üblich sind, sofort veräusserbar und eine

solche Veräusserung höchstwahrscheinlich sein. Die Angaben

im Anhang zum Konzernabschluss – soweit sie Bezug auf die

Konzernbilanz nehmen – beziehen sich grundsätzlich auf nicht

zur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte. Die zu Veräusserung

gehaltene langfristige Vermögenswerte (oder Veräusserungsgruppen)

werden separat in der Anmerkung 40 «Zur

Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» gezeigt.

Langfristige zur Veräusserung gehalten Vermögenswerte und

Veräusserungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert

und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten,

bewertet, es sei denn, die in der Veräusserungsgruppe dargestellten

Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des

IFRS 5 «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

und aufgegebene Geschäftsbereiche».

2.16 Goodwill und andere immaterielle Anlagen

Der Goodwill entspricht der Differenz zwischen dem bezahlten

Kaufpreis und dem per Akquisitions datum bestimmten Fair

Value des identifizierbaren Nettovermögens einer von der LLB-

Gruppe er worbenen Unternehmung. Übrige immaterielle Vermögenswerte

enthalten separat identifizierbare immaterielle

Werte, die aus Akquisitionen sowie gewissen gekauften

Kundenwerten und Ähn lichem resultieren und über eine geschätzte

Nutzungsdauer von zehn bis fünfzehn Jahren linear

amortisiert werden. Goodwill und übrige immaterielle Vermögenswerte

werden in der Bilanz zu Anschaffungs kosten im

Zeitpunkt der Akquisition aktiviert. An jedem Bilanzstichtag

oder wenn Anzeichen be stehen, wird überprüft, ob es Anhaltspunkte

für eine Wertbeeinträchtigung oder Änderung im geschätz

ten zukünftigen Nutzen gibt. Bestehen solche Anhaltspunkte,

wird ermittelt, ob der Buchwert des Goodwills oder der

übrigen immateriellen Vermögenswerte vollständig einbringbar

ist. Über steigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wird

eine Amortisation vorgenommen. Der Goodwill wird zum Zweck

des Werthaltigkeitstests auf Cash Generating Units verteilt.

Die Cash Generating Units entsprechen dem primären Berichtssegment.

Entwicklungskosten für Software werden aktiviert,

wenn sie bestimmte Kriterien bezüglich Identifizierbarkeit erfüllen,

wenn dem Unternehmen daraus wahrscheinlich zukünftige

wirtschaftliche Erträge zufliessen werden und wenn die

Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Intern entwickelte

Software, die diese Kriterien erfüllt, sowie gekaufte Software

werden aktiviert und über drei bis zehn Jahre amortisiert.

2.17 Steuern und latente Steuern

Die laufenden Gewinnsteuern werden auf der Basis der anwendbaren

Steuergesetze der einzelnen Länder berechnet und

als Aufwand jener Rechnungsperiode erfasst, in welcher die

entsprechenden Ge winne anfallen. In der Bilanz werden sie als

Steuerverpflichtungen ausgewiesen. Die Steuereffekte aus

zeitlichen Unterschieden zwischen den in der Konzernbilanz

ausgewiesenen Werten von Aktiven und Verpflichtungen und

deren Steuerwerten werden als latente Steuerforderungen

respektive latente Steuerverpflichtungen bilanziert. Latente

Steuerforderungen aus zeitlichen Unterschieden oder aus

steuerlich verrechenbaren Verlustvorträgen werden dann aktiviert,

wenn es wahrscheinlich ist, dass genügend steuerbare

Ge winne verfügbar sein werden, gegen welche diese Unterschiede

respektive Verlustvorträge ver rechnet werden können.

Latente Steuerforderungen und Steuerver pflich tungen werden

gemäss den Steuer sätzen berechnet, die voraussichtlich in

der Rechnungs periode gelten, in der diese Steuer forderungen

realisiert oder diese Steuerver pflichtungen beglichen werden.

Latente Steuern werden direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben

oder belastet, wenn sich die Steuern auf Posten

beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar

dem Eigen kapital gutgeschrieben oder belastet

worden sind.

2.18 Verpflichtungen gegenüber Banken und Kunden

Die Verpflichtungen werden mit dem Nominal- beziehungsweise

Rückzahlungsbetrag erfasst. Zinsen und Diskont werden

zeitlich abgegrenzt dem Zinsaufwand belastet.

2.19 Ausgegebene Schuldtitel

Die Kassenobligationen werden zum Ausgabewert erfasst

und mit fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet.

Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlung

der Schuld in Aktien der LLB AG enthalten, werden eine Fremdund

eine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenz

zwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value der

Anleihe zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapital

verbucht. Der Fair Value des Fremdkapitalanteils zum Zeitpunkt

der Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbare

Instrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Danach

wird er unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortge-


führten Anschaffungs kosten ausgewiesen. Differenzen zwischen

dem Erlös und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam

über die Lauf zeit der betreffenden Anleihe ausgewiesen.

Die LLB-Gruppe verbucht keine Wertveränderungen der

Eigen kapitalkomponente in nachfolgenden Berichtsperioden.

2.20 Leistungen an Arbeitnehmer

Personalvorsorge

Die LLB-Gruppe unterhält für die Mitarbeitenden in Liechtenstein

und im Ausland sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte

Vor sorgepläne.

Bei leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden die

Periodenkosten durch Gutachten ex terner Ex perten bestimmt.

Die Vorsorgeleistungen dieser Pläne basieren in der Regel auf

den Ver sicherungs jahren, dem Alter, dem versicherten Gehalt

und teilweise auf dem angesparten Kapital.

In Anwendung der Wahlmöglichkeit für die Erfassung

der versicherungsmathematischen Ge win ne und Verluste (IAS

19p93a) werden diese direkt über das Eigenkapital erfasst.

Für leistungsorientierte Vorsorgepläne mit ausgeschiedenem

Vermögen wird somit die Unter- oder Über deckung des

Barwertes der Ansprüche im Vergleich zum Vermögen, welches

zu Markt wer ten be rechnet wird, zuzüglich oder abzüglich

von später zu verrechnenden Beträgen aus Plan ände rungen, in

der Bi lanz als Verbindlichkeit oder Aktivposten ausgewiesen

(«Projected Unit Credit Met hod»). Ein Aktiv posten wird nach den

Vorgaben von IFRIC 14 berechnet.

Bei den Plänen ohne ausgesondertes Vermögen entspricht

die in der Bilanz erfasste Ver bind lich keit dem Barwert der Ansprüche,

zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnenden

Beträgen aus Planänderungen.

Der Barwert der Ansprüche wird unter Anwendung der

«Projected Unit Credit Method» berechnet. Bei der Berechnung

werden die bis zum Bewertungsstichtag zurückgelegten Versicherungsjahre

berücksichtigt.

Rückwirkende Leistungsverbesserungen durch Planänderungen

werden linear über den durchschnittlichen Zeitraum

bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit als Aufwand verbucht. Soweit

Anwart schaften sofort unverfallbar sind, wird der entsprechende

Aufwand unmittelbar erfasst.

Daneben bestehen Pläne für Dienst jubiläen, die sich als

andere lang fristige Leistungen an Arbeitnehmer qualifizieren.

Erfolgsbeteiligung und Bonuspläne

sowie aktienorientierte Vergütungen

Für Bonuszahlungen und Erfolgsbeteiligungen bestehen Reglemente.

Die Bewertungsverfahren bei den Bonusreglementen

basieren auf der individuellen Zielerreichung, bei den Reglementen

der Er folgs beteiligungen auf dem Gewinn. Das

Kader kann einen Teil der Erfolgsbeteiligung in Form von LLB-

Inhaberaktien beziehen. Ausübungsbedingungen sind damit

jedoch keine verbunden.

Die LLB-Gruppe passiviert in jenen Fällen eine Verpflichtung,

in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder

sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische

Verpflichtung er gibt. Der Aufwand wird im Personalaufwand

erfasst. Die in bar zu begleichende Verpflichtung wird

unter übrige Verpflichtungen passiviert. Der mit LLB-Inhaberaktien

beglichene Anteil wird im Eigenkapital erfasst. Der Preis

pro Aktie für die aktienbasierte Vergütung berechnet sich aus

dem Durch schnittspreis des letzten Quartals des Geschäftsjahres.

Für die Erfolgsbeteiligung und die Bonus pläne wurden

im 2011 insgesamt Tausend CHF 10'031 (2010: Tausend

CHF 12'474) im Personalaufwand belastet. Davon wurden im

Geschäftsjahr 2011 5'300 Aktien zu einem durchschnittlichen

Preis von CHF 44.75 gewährt (Vorjahr: 25'500 Aktien zu einem

durchschnittlichen Preis von CHF 69.30).

2.21 Rückstellungen

Rückstellungen werden nur dann bilanziert, wenn die LLB-

Gruppe eine Verpflichtung gegenüber Dritten hat, welche auf

ein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, die Verpflichtung

zuverlässig geschätzt werden kann und ein Abfluss

von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich

ist.

2.22 Eigene Aktien

Von der LLB-Gruppe gehaltene Aktien der Liechtensteinischen

Landesbank AG sind zu Anschaffungs kosten bewertet und

als Reduktion des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Differenz

zwischen dem Ver kaufserlös der eigenen Aktien und den entsprechenden

Anschaffungskosten wird unter den Kapital -

reserven ausgewiesen.

2.23 Securities-Lending- und -Borrowing-Geschäfte

Securities-Lending- und -Borrowing-Transaktionen werden

grundsätzlich nur auf gedeckter Basis ein gegangen, wobei

überwiegend Wertschriften als Sicherheit erhalten oder

gegeben werden.

Ausgeliehene eigene Wertschriften bleiben im Handelsbestand

oder in den Finanzanlagen, solange die Risiken und

Chancen aus Eigentum über die Wertschriften nicht verloren

gehen. Geborgte Wertschriften werden nicht bilanzwirksam

erfasst, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum über

die Wertschriften beim Verleiher bleiben.

Erhaltene oder bezahlte Gebühren werden nach der Abgrenzungsmethode

im Kommissions erfolg verbucht.

2.24 Ausserbilanzgeschäfte

Ausserbilanzgeschäfte werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Erkennbaren Risiken aus Eventual verpflichtungen und

anderen Ausserbilanzgeschäften wird mit der Bildung von

Rückstellungen Rechnung getragen.

3 Änderungen zum Vorjahr

Keine.

4 Wesentliche Änderungen seit dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag,

welche zusätzliche Angaben oder eine Korrektur der Konzernrechnung

für das Jahr 2011 erfordern würden.

90

91

Konsolidierte Jahresrechnung i Rechnungslegungsgrundsätze


Risikomanagement

Grundsätze des Risikomanagements

Es gehört zu den Kernkompetenzen der LLB-Gruppe, Risiken

bewusst einzugehen und profitabel zu bewirtschaften. In der

Risikopolitik definiert die LLB-Gruppe qualitative und quantitative

Standards zur Risikoverantwortung, zum Risikomanagement

und zur Risikokontrolle. Zudem wird der organisatorische

und methodische Rahmen zur Identifizierung, Messung,

Steuerung und Überwachung von Risiken bestimmt. Der

proaktive Umgang mit Risiken ist ein fester Bestandteil der

Unter neh mensstrategie und stellt die Risikofähigkeit der

LLB-Gruppe sicher.

Organisation und Verantwortlichkeiten

Gruppenverwaltungsrat

Der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe ist für die Regelung der

Grundsätze des Risikomanagements sowie für die Festlegung

der Zuständigkeit und der Verfahren für die Bewilligung von

risikobehafteten Geschäften verantwortlich. Er legt die grundsätzliche

Risikopolitik und die Risikotoleranz fest. Bei der Wahrnehmung

seiner Aufgaben wird er durch das Group Audit &

Risk Committee unterstützt.

Risikokategorien

Gruppenleitung

Die Gruppenleitung ist für die Gesamtsteuerung der Risiken

innerhalb der vom Gruppenverwaltungsrat definierten Risikobereitschaft

und für die Umsetzung der Risikomanagementprozesse

zuständig. Sie wird in dieser Aufgabe durch Group

Risk Committees unterstützt.

Group Risk Controlling

Das Group Risk Controlling identifiziert, bewertet und überwacht

die massgeblichen Risiken der LLB-Gruppe und ist funktional

sowie organisatorisch unabhängig von den operativen

Einheiten. Es unterstützt die Gruppenleitung bei der Gesamtrisikosteuerung.

Risikokategorien

Die LLB-Gruppe ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Sie

unterscheidet zwischen den in der Grafik dargestellten Risikokategorien.

Marktrisiko Liquiditäts- und Refinanzierungs risiko Kreditrisiko

Operationelles Risiko Versicherungsrisiko Strategisches Risiko

Marktrisiko

Das Verlustrisiko resultiert aus ungünstigen Veränderungen

von Zinssätzen, Wechsel kur sen, Aktien preisen und anderen

relevanten Marktparametern.

Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko

Das Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko bezeichnet das

Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllen

oder am Markt zu einem angemessenen Preis Mittel aufnehmen

zu können, um aktuellen oder künftigen Verpflichtungen

nachkommen zu können.

Kreditrisiko

Das Verlustpotenzial besteht im teilweisen oder vollständigen

Ausfall von erwarteten Zahlungs strö men sowie in einer Wertminderung

von offenen Guthaben aufgrund der Bonitätsverschlechte

rung des Schuldners.

Reputationsrisiko

Operationelles Risiko

Ein operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge

der Unange mes senheit oder des Ver sagens von internen

Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer

Ereignisse eintreten.

Strategisches Risiko

Strategische Risiken resultieren aus Beschlüssen der Unternehmensführung,

welche die Überlebens- und Entwicklungsfähigkeit

sowie die Unabhängigkeit der LLB-Gruppe negativ

beeinflussen.

Reputationsrisiko

Werden Risiken nicht erkannt, nicht angemessen gesteuert

und überwacht, so kann dies neben er heb lichen finanziellen

Verlusten auch zu einer Rufschädigung führen.


Risikomanagementprozess

Damit Risiken identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht

werden können, ist die Imple men tierung eines effizienten

Risikomanagementprozesses unabdingbar. Der Gruppen -

verwal tungs rat legt eine Risikostrategie fest, die den operativen

Einheiten einen Rahmen für die Handhabung von Risiken

vorgibt. Je nach Art der Risiken ist nicht nur die Festlegung

von Ver lustobergrenzen, sondern auch ein detailliertes Regelwerk

erforderlich, das bestimmt, welche Risiken unter den

definierten Ge gebenheiten eingegangen werden dürfen beziehungsweise

wann Mass nahmen zur Risiko steue rung einzuleiten

sind.

In der Grafik ist der Regelkreis des Risikomanagementprozesses

der LLB-Gruppe dargestellt.

Risikomanagementprozess

Risikopolitik / Risikostrategie

Gruppenverwaltungsrat

1 Marktrisiken

Unter Marktrisiken werden Schwankungen von Zinsen,

Währungen und Kursen an den Finanz- und Kapitalmärkten

verstanden. Zu unterscheiden ist zwischen Marktrisiken

im Handelsbuch und Mark t risiken im Bankbuch. Das Verlustpotenzial

besteht primär in einer Wertminderung der Guthaben

be ziehungsweise einer Wertsteigerung der Verpflichtungen

(Marktwertperspektive) sowie sekundär in einer

Minderung der laufenden Erträge beziehungsweise einer Erhöhung

der laufenden Auf wen dungen (Ertrags perspektive).

1.1 Marktrisikomanagement

Die LLB-Gruppe verfügt über ein differenziertes Management

und Kontrollsystem für Marktrisiken. Der Prozess der Marktrisikosteuerung

besteht aus einem komplexen Regelwerk, der

die Identifikation und die einheitliche Bewertung von marktrisikorelevanten

Daten sowie die Steue rung, die Über wachung

und das Reporting der Marktrisiken beinhaltet.

↦ ↦



Risikoidentifikation Risikobewertung Risikoreporting Risikosteuerung Risikoüberwachung

Group Risk Controlling * Group Risk Controlling * Group Risk Controlling * Gruppenlei tung

Group Risk Committees

Handelsbuch

Die LLB-Gruppe geht im Handelsbuch keine wesentlichen

Risiken ein.

Bankbuch

Das Marktrisiko im Bankbuch umfasst im Wesentlichen Zinsänderungs-,

Wechselkurs- und Aktien kursrisiken.

Zinsänderungsrisiko

Unter Zinsänderungsrisiko versteht man nachteilige Auswirkungen

veränderter Marktzinssätze auf das Kapital oder die

laufenden Erträge. Unterschiedliche Zinsfest legungsfristen von

Forderungen so wie Ver bindlichkeiten aus bilanziellen Geschäften

und Derivaten stellen deren bedeutendste Grund lage dar.

Wechselkursrisiko

Als Wechselkursrisiko bezeichnet man das aus der Unsicherheit

über zukünftige Wech selkurs ent wick lungen entstehende

Risiko. Dessen Berechnung erfolgt unter Berücksich tigung

sämtlicher von der Bank eingegangenen Positionen.

Aktienkursrisiko

Unter dem Aktienkursrisiko versteht man das Verlustrisiko, das

sich aufgrund von nachteiligen Ver ände rungen in den Marktpreisen

von Aktien ergibt.

Prozessüberwachung

Group Internal Audit

* Das Risikocontrolling der «Operationellen Risiken» erfolgt durch den Fachstab Group Compliance.

Das Risikocontrolling der «Strategischen Risiken» erfolgt durch das Group Audit & Risk Committee.

1.2 Bewertung von Marktrisiken

Group Risk Controlling *

Value at Risk

Das Value-at-Risk-Konzept quantifiziert den möglichen Verlust,

der unter normalen Markt be din gungen während einer

vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit

nicht überschritten wird.

Szenario-Analyse

Während das Value-at-Risk-Konzept eine Aussage über mögliche

Verluste unter normalen Markt be dingungen liefert, kann

es keine Aussage über drohende Verluste unter extremen Bedingungen

treffen. Die Zielsetzung von Szenario-Analysen der

LLB-Gruppe besteht darin, die Wirkung von Normal- und Stressszenarien

zu simulieren.

1.3 Steuerung von Marktrisiken

Die einzelnen Gruppengesellschaften steuern ihre Zinsrisiken

innerhalb der vorgegebenen Limiten in eigener Verantwortung.

Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken werden Zinsswaps abgeschlossen.

Die Risikobegrenzung erfolgt mittels Sensitivitätslimiten.

Im Kundengeschäft werden Währungsrisiken

grundsätzlich währungskongruent angelegt beziehungsweise

refinanziert. Das verbleibende Währungsrisiko wird anhand

von Sen si tivitätslimiten eingeschränkt. Aktien anlagen werden

mittels Nominallimiten begrenzt.

92

93

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


1.4 Risikoüberwachung

Das Group Risk Controlling überwacht die Einhaltung der

Marktrisikolimiten und ist für die Be richt erstattung über die

Marktrisiken zuständig.

1.5 Value at Risk und Sensitivitäten nach Risikokategorien

Value at Risk

Der Value at Risk ist eine Schätzung für den potenziellen Verlust

unter normalen Marktbedingungen. Er wird bei der LLB-

Gruppe auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 Prozent und

einer Halte dauer von zwölf Wochen ermittelt.

Sensitivitäten

Sensitivitäten

Die Zinssensitivität misst die Marktwertveränderung auf

zinssensitiven Instrumenten für die LLB-Gruppe durch eine

globale Zinsänderung um + / – 100 Basispunkte.

Im Gegensatz hierzu betrifft die Währungsveränderung

sowohl zinssensitive als auch nicht zinssensitive Instrumente.

Die Bestimmung der Sensitivität von Instrumenten in Fremdwährung

erfolgt durch Multiplikation des CHF-Marktwerts mit

der angenommenen Wechselkursänderung von + / – 10 Prozent.

Die Aktienkursrisiken werden unter der Annahme einer

Kursveränderung von + / – 10 Prozent der Aktienbörse berechnet.

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Value Value

at Risk Sensitivität at Risk Sensitivität

Währungsrisiken 12'037 17'974

Zinsrisiken 45'152 69'133 51'251 78'049

Aktienkursrisiken 39'043 32'452

Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Eigenkapital

Währungsrisiko

Die aus der Bewertung resultierenden Kurserfolge werden

erfolgswirksam verbucht.

Zinsrisiko

Die Finanzanlagen sind der Kategorie «Finanzanlagen, erfolgswirksam

zum Fair Value bewertet» zugeordnet. Wertveränderungen

aus den in den Finanzanlagen enthaltenen Zinsinstrumenten

werden in der Erfolgsrechnung ausgewiesen. Wertveränderungen

aus Derivatgeschäften und dem Handelserfolg

werden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst. Bei derivaten Hedginggeschäften

(Cashflow Hedges) wird die Veränderung des

Fair Value des effektiven Teils des Absicherungsgeschäfts direkt

im Eigenkapital erfasst. Im Berichtsjahr waren keine entsprechenden

Hedges zu verzeichnen.

Aktienkursrisiko

Die Bewertung erfolgt zu aktuellen Marktpreisen. Das Aktienkursrisiko

widerspiegelt sich vollumfänglich in der Erfolgsrechnung.


1.6 Währungsrisiken

Währungsexposure per 31. Dezember 2011

in Tausend CHF 31. 12. 2011

Aktiven

CHF USD EUR Diverse Total

Flüssige Mittel 865'392 809 30'100 448 896'749

Forderungen aus Geldmarktpapieren 0 0 0 0 0

Forderungen gegenüber Banken 1'725'556 1'949'969 2'522'825 621'621 6'819'971

Kundenausleihungen 9'612'535 371'328 279'878 63'704 10'327'445

Handelsbestände 2'915 –162 1'277 349 4'379

Derivative Finanzinstrumente 122'088 159 2'592 1'149 125'988

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 843'948 46'220 47'704 82 937'954

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 30 0 0 0 30

Liegenschaften und übrige Sachanlagen 177'958 0 566 0 178'524

Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 23'090 0 0 0 23'090

Goodwill und andere immaterielle Anlagen 199'622 0 0 0 199'622

Latente Steuerforderungen 27'597 0 0 0 27'597

Rechnungsabgrenzungen 29'114 4'442 10'031 2'951 46'538

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1'473'301 0 0 0 1'473'301

Übrige Aktiven 10'703 44 1'562 22'477 34'786

Total bilanzwirksame Aktiven

Lieferansprüche aus Devisenkassa-,

15'113'849 2'372'809 2'896'535 712'781 21'095'974

Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 2'195'340 2'088'114 1'430'167 538'566 6'252'187

Total Aktiven 17'309'189 4'460'923 4'326'702 1'251'347 27'348'161

Fremd- und Eigenkapital

Verpflichtungen gegenüber Banken 384'541 19'930 98'427 92'207 595'105

Verpflichtungen gegenüber Kunden 10'162'244 2'306'173 2'688'180 613'161 15'769'758

Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 0 0 0 0 0

Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 0 0

Derivative Finanzinstrumente 162'502 159 2'577 1'149 166'387

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'218'605 0 30'751 0 1'249'356

Laufende Steuerverpflichtungen 5'875 0 157 0 6'032

Latente Steuerverpflichtungen 30'810 0 0 0 30'810

Rechnungsabgrenzungen

Verpflichtungen von zur Veräusserung

30'344 855 1'461 1'334 33'994

gehaltene langfristige Vermögenswerte 1'438'236 0 0 0 1'438'236

Übrige Verpflichtungen 153'996 1'241 3'426 98 158'761

Rückstellungen 5'871 0 0 0 5'871

Aktienkapital 154'000 0 0 0 154'000

Abzüglich eigene Aktien –206'179 0 0 0 –206'179

Kapitalreserven 49'458 0 0 0 49'458

Gewinnreserven 1'594'895 0 0 0 1'594'895

Sonstige Reserven –51'666 0 0 0 –51'666

Minderheitsanteile 101'156 0 0 0 101'156

Total bilanzwirksames Fremd- und Eigenkapital

Lieferverpflichtungen aus Devisenkassa-,

15'234'688 2'328'358 2'824'979 707'949 21'095'974

Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 2'193'455 2'087'444 1'431'495 538'381 6'250'775

Total Fremd- und Eigenkapital 17'428'143 4'415'802 4'256'474 1'246'330 27'346'749

Nettoposition pro Währung –118'954 45'121 70'228 5'017 1'412

94

95

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Währungsexposure per 31. Dezember 2010

in Tausend CHF 31. 12. 2010

Aktiven

CHF USD EUR Diverse Total

Flüssige Mittel 556'773 516 14'923 494 572'706

Forderungen aus Geldmarktpapieren 286'931 0 0 0 286'931

Forderungen gegenüber Banken 2'007'648 1'735'121 2'676'138 433'715 6'852'622

Kundenausleihungen 9'103'354 372'507 345'009 53'714 9'874'584

Handelsbestände 7'043 15 744 0 7'802

Derivative Finanzinstrumente 162'463 279 3'683 2'371 168'796

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 804'741 2'119'862 791'748 11'598 3'727'949

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 5'115 0 0 0 5'115

Liegenschaften und übrige Sachanlagen 169'896 0 822 0 170'718

Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 22'200 0 0 0 22'200

Goodwill und andere immaterielle Anlagen 306'326 0 0 0 306'326

Latente Steuerforderungen 24'137 0 0 0 24'137

Rechnungsabgrenzungen 28'873 2'587 7'344 1'139 39'943

Übrige Aktiven 92'509 156 757 12'727 106'149

Total bilanzwirksame Aktiven

Lieferansprüche aus Devisenkassa-,

13'578'009 4'231'043 3'841'168 515'758 22'165'978

Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 1'916'967 1'765'748 839'709 408'018 4'930'442

Total Aktiven 15'494'976 5'996'791 4'680'877 923'776 27'096'420

Fremd- und Eigenkapital

Verpflichtungen gegenüber Banken 145'979 19'473 203'894 20'118 389'464

Verpflichtungen gegenüber Kunden 9'710'451 2'008'706 2'758'145 448'847 14'926'149

Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 2'869 71'861 24'567 227 99'524

Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 82'358 2'062'999 705'269 6'520 2'857'146

Derivative Finanzinstrumente 156'045 279 3'666 2'371 162'361

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'577'667 0 39'629 0 1'617'296

Laufende Steuerverpflichtungen 32'582 0 0 0 32'582

Latente Steuerverpflichtungen 38'314 0 0 0 38'314

Rechnungsabgrenzungen 38'279 590 2'526 507 41'902

Übrige Verpflichtungen 221'099 1'969 3'034 192 226'294

Rückstellungen 1'887 0 0 0 1'887

Aktienkapital 154'000 0 0 0 154'000

Abzüglich eigene Aktien –198'387 0 0 0 –198'387

Kapitalreserven 49'479 0 0 0 49'479

Gewinnreserven 1'686'949 0 0 0 1'686'949

Sonstige Reserven –18'672 0 0 0 –18'672

Minderheitsanteile 99'690 0 0 0 99'690

Total bilanzwirksames Fremd- und Eigenkapital

Lieferverpflichtungen aus Devisenkassa-,

13'780'589 4'165'877 3'740'730 478'782 22'165'978

Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 1'893'886 1'763'736 839'722 432'859 4'930'203

Total Fremd- und Eigenkapital 15'674'475 5'929'613 4'580'452 911'641 27'096'181

Nettoposition pro Währung –179'499 67'178 100'425 12'135 239


1.7 Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiko nach Währungen

in Tausend CHF Innerhalb 1 bis 3 3 bis 12 1 bis 5 Über 5

pro 100 Basispunkte Anstieg 1 Monats Monate Monate Jahre Jahre Total

31. 12. 2011

CHF –15 51 –9'459 –37'734 –16'516 –63'673

EUR 24 –881 –3'637 280 –214 –4'428

USD –11 109 –1'360 258 –55 –1'059

Übrige Währungen –1 –7 –100 180 –44 27

Alle Währungen –3 –728 –14'556 –37'016 –16'829 –69'133

31. 12. 2010

CHF 3 478 –5'455 –57'654 –11'093 –73'721

EUR 17 –1'050 –1'919 569 –26 –2'409

USD 13 –671 –1'306 154 –82 –1'892

Übrige Währungen 0 –15 –87 99 –24 –27

Alle Währungen 33 –1'258 –8'767 –56'832 –11'225 –78'049

96

97

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Zinsbindungsbilanz

In der Zinsbindungsbilanz werden die Aktiv- und Passivüberhänge

aus den bilanziellen Festzins posi tionen sowie den zinssensitiven

Derivatepositionen ermittelt und in Laufzeit-

Zinsbindung der finanziellen Aktiven und Passiven (nominal)

bändern unterteilt. Die Positionen mit einer unbestimmten

Zinsbindungsdauer werden auf Basis einer Replikation den entsprechenden

Laufzeitbändern zugeordnet.

Innerhalb 1 bis 3 3 bis 12 1 bis 5 Über 5

in Tausend CHF

31. 12. 2011

Finanzielle Aktiven

1 Monats Monate Monate Jahre Jahre Total

Flüssige Mittel 896'749 0 0 0 0 896'749

Forderungen gegenüber Banken 3'355'137 1'297'061 1'828'549 140'150 0 6'620'898

Kundenausleihungen 1'565'138 1'057'899 2'071'904 4'555'498 1'060'877 10'311'316

Handelsbestände 50 150 24 1'816 2'028 4'068

Finanzanlagen 132'266 60'372 109'754 206'321 84'655 593'368

Total finanzielle Aktiven 5'949'341 2'415'482 4'010'232 4'903'785 1'147'559 18'426'399

Derivative Finanzinstrumente 90'000 171'000 763'315 249'315 0 1'273'630

Total 6'039'341 2'586'482 4'773'547 5'153'100 1'147'559 19'700'029

Finanzielle Passiven

Verpflichtungen gegenüber Banken 362'623 31'411 175'938 0 0 569'972

Verpflichtungen gegenüber Kunden 9'715'333 912'683 1'915'649 2'979'736 0 15'523'401

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 28'659 66'791 174'790 631'274 347'843 1'249'356

Total finanzielle Passiven 10'106'614 1'010'884 2'266'377 3'611'010 347'843 17'342'729

Derivative Finanzinstrumente 150'000 85'000 394'315 203'315 441'000 1'273'630

Total 10'256'614 1'095'884 2'660'692 3'814'325 788'843 18'616'359

Zinsbindungslücke –4'217'274 1'490'598 2'112'855 1'338'775 358'716 1'083'670

31. 12. 2010

Finanzielle Aktiven

Flüssige Mittel 572'706 0 0 0 0 572'706

Forderungen aus Geldmarktpapieren 200'000 87'000 0 0 0 287'000

Forderungen gegenüber Banken 3'699'401 1'307'957 1'430'850 150'650 940 6'589'798

Kundenausleihungen 1'875'107 1'351'935 1'435'141 4'253'524 880'052 9'795'759

Handelsbestände 0 0 1'000 2'254 4'595 7'849

Finanzanlagen 16'997 55'617 178'899 289'812 96'057 637'382

Total finanzielle Aktiven 6'364'211 2'802'509 3'045'890 4'696'240 981'644 17'890'494

Derivative Finanzinstrumente 138'962 71'716 879'728 597'247 47'087 1'734'740

Total 6'503'173 2'874'225 3'925'618 5'293'487 1'028'731 19'625'234

Finanzielle Passiven

Verpflichtungen gegenüber Banken 182'652 71'310 99'610 30'000 0 383'572

Verpflichtungen gegenüber Kunden 9'466'296 1'069'128 1'660'132 2'595'248 10'000 14'800'804

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 64'387 81'811 590'072 574'898 306'128 1'617'296

Total finanzielle Passiven 9'713'335 1'222'249 2'349'814 3'200'146 316'128 16'801'672

Derivative Finanzinstrumente 220'000 75'000 864'870 129'000 445'870 1'734'740

Total 9'933'335 1'297'249 3'214'684 3'329'146 761'998 18'536'412

Zinsbindungslücke –3'430'162 1'576'976 710'934 1'964'341 266'733 1'088'822


2 Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass gegenwärtigen und

zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder

zeitgerecht nachgekommen werden kann oder dass im Falle

einer Liquiditäts kri se Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten

Marktsätzen (Refinanzierungskosten) beziehungsweise

Aktiven nur mit Abschlägen zu den Marktsätzen liquidiert

werden können (Markt liqui di täts risiko).

2.1 Liquiditätsrisikomanagement

Prozesse und organisatorische Strukturen stellen sicher, dass

Liquiditätsrisiken identifiziert, einheitlich bewertet, gesteuert

und überwacht werden sowie Teil der Risikoberichterstattung

sind. Das zugrunde liegende Reglement, einschliesslich der

Risikotoleranz der LLB-Gruppe, wird von der Gruppenleitung

regelmässig geprüft und durch den Gruppenverwaltungsrat

genehmigt. Im Reglement werden die auf die LLB-Gruppe anzuwendenden

Liquiditätsrisikolimiten festgelegt.

2.2 Zielsetzungen des Liquiditätsrisikomanagements

Die Ziele des Liquiditätsrisikomanagements bei der LLB-

Gruppe beinhalten die folgenden Punkte:

◆ Jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit

◆ Einhaltung der regulatorischen Auflagen

◆ Optimierung der Refinanzierungsstruktur

◆ Optimierung der Zahlungsströme innerhalb der LLB-Gruppe

2.3 Bewertung von Liquiditätsrisiken

Szenario-Analysen spielen in unserem Konzept des Liquiditätsrisikomanagements

eine zentrale Rolle. Hierzu gehört auch

eine Bewertung der Liquidität der Aktiva, das heisst der Liquiditätseigenschaften

unseres Bestands an Vermögenswerten,

unter verschiedenen Szenarien.

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten nach vertraglichen

Laufzeiten.

Fälligkeitsstruktur der finanziellen Aktiven und Passiven (nominal inkl. Coupons) *

Fällig

Fällig

nach 12

Fällig nach 3 Monaten Fällig

innert 3 bis zu 12 bis zu 5 nach 5

in Tausend CHF Auf Sicht Kündbar Monaten Monaten Jahren Jahren Total

31. 12. 2011

Flüssige Mittel 896'749 0 0 0 0 0 896'749

Forderungen gegenüber Banken 1'337'878 0 3'526'361 1'856'906 147'471 0 6'868'616

Kundenausleihungen 314'292 807'969 1'980'561 1'654'681 5'021'613 1'140'851 10'919'968

Handelsbestände 0 0 5 109 2'325 2'190 4'630

Derivative Finanzinstrumente

Finanzanlagen,

125'988 0 0 0 0 0 125'988

erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 72'980 119'049 397'721 139'288 729'038

Total finanzielle Aktiven 2'674'907 807'969 5'579'907 3'630'745 5'569'131 1'282'329 19'544'988

Finanzielle Passiven

Verpflichtungen gegenüber Banken 250'706 1'216 167'631 176'725 0 0 596'277

Verpflichtungen gegenüber Kunden 7'808'514 6'455'110 972'961 516'193 22'953 0 15'775'730

Derivative Finanzinstrumente 166'387 0 0 0 0 0 166'387

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 0 0 101'608 192'252 685'887 368'586 1'348'332

Total finanzielle Passiven 8'225'607 6'456'326 1'242'199 885'169 708'839 368'586 17'886'727

Netto-Liquiditätsexposure –5'550'700 –5'648'357 4'337'707 2'745'576 4'860'291 913'743 1'658'261

Ausserbilanzgeschäfte 262'111 262'111

98

99

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Fällig

Fällig nach 12

Fällig nach 3 Monaten Fällig

innert 3 bis zu 12 bis zu 5 nach 5

in Tausend CHF Auf Sicht Kündbar Monaten Monaten Jahren Jahren Total

31. 12. 2010

Flüssige Mittel 572'706 0 0 0 0 0 572'706

Forderungen aus Geldmarktpapieren 0 0 287'000 0 0 0 287'000

Forderungen gegenüber Banken 1'014'601 105'347 4'158'910 1'443'451 164'480 951 6'887'740

Kundenausleihungen 324'943 1'121'822 2'292'348 1'367'308 4'372'241 940'450 10'419'112

Handelsbestände 0 0 14 1'118 2'777 4'955 8'864

Derivative Finanzinstrumente

Finanzanlagen,

168'796 0 0 0 0 0 168'796

erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 2'764'370 49'797 146'403 384'374 106'022 3'450'966

Total finanzielle Aktiven 2'081'046 3'991'539 6'788'069 2'958'280 4'923'872 1'052'378 21'795'184

Finanzielle Passiven

Verpflichtungen gegenüber Banken 157'307 0 102'657 100'029 30'004 0 389'997

Verpflichtungen gegenüber Kunden 5'643'726 6'668'172 2'383'328 275'639 17'919 10'299 14'999'083

Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 0 99'524 0 0 0 0 99'524

Finanzielle Verpflichtungen 0 2'857'146 0 0 0 0 2'857'146

Derivative Finanzinstrumente 162'361 0 0 0 0 0 162'361

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 0 0 155'213 615'817 627'537 325'978 1'724'545

Total finanzielle Passiven 5'963'394 9'624'842 2'641'198 991'485 675'460 336'277 20'232'656

Netto-Liquiditätsexposure –3'882'348 –5'633'303 4'146'871 1'966'795 4'248'412 716'101 1'562'528

Ausserbilanzgeschäfte 320'478 320'478

* Derivate Finanzinstrumente zu Wiederbeschaffungswerten.

3 Kreditrisiken

Der Vermeidung von Kreditverlusten und der Früherkennung

von Ausfallrisiken kommt innerhalb des Kreditrisikomanagements

entscheidende Bedeutung zu. Neben einem systematischen

Risiko- / Rendite-Management auf Einzelkreditebene

verfolgt die LLB-Gruppe eine proaktive Steuerung ihrer Kreditrisiken

auf Kreditportfolioebene. Im Vordergrund stehen eine

Senkung des Gesamtrisikos durch Diversifikation sowie eine

Verstetigung der erwarteten Renditen.

3.1 Kreditrisikomanagement

Prozesse und organisatorische Strukturen stellen sicher, dass

Kreditrisiken identifiziert, einheitlich bewertet, gesteuert und

überwacht werden sowie Teil der Risikoberichterstattung sind.

Der Prozess der Kreditgewährung basiert auf einer eingehenden

Beurteilung der Bonität des Schuld ners, der Werthaltigkeit

und des rechtlichen Bestandes der Sicherheiten sowie

der Risiko ein stu fung im Ratingverfahren durch erfahrene

Kreditspezialisten. Die Kreditgewährung erfolgt im Rah men

der jeweiligen Kreditkompetenz.

3.2 Bewertung von Kreditrisiken

Die konsistente Bewertung der Kreditrisiken stellt eine zentrale

Voraussetzung für ein erfolgreiches Ri si komanagement

dar. Das Kreditrisiko kann dabei in die Komponenten Ausfallwahr

schein lichkeit, Ver lustquote bei Ausfall und erwartete

Höhe der Forderung zum Zeitpunkt des Ausfalls unterteilt

werden.

Ausfallwahrscheinlichkeit

Die LLB-Gruppe beurteilt die Ausfallwahrscheinlichkeit

einzelner Gegenparteien anhand diverser interner Ratingverfahren.

Diese sollen auf die unterschiedlichen Charakte

ris ti ka des Kreditnehmers abgestimmt sein. Die für das

Kreditrisikomanagement verwendeten Ratings ge genüber

Banken und Schuld titeln basieren auf externen Ratings

von anerkannten Rating agenturen.

Die Überleitung der internen zu den externen Ratings

erfolgt anhand nachstehender Master skala.

Überfällige Forderungen

Eine Forderung ist überfällig, wenn eine wesentliche Verbindlichkeit

eines Schuldners gegenüber dem Kreditinstitut

ausstehend ist. Die Überziehung beginnt mit dem Tag, an

dem der Kreditnehmer ein zugesagtes Limit überschritten

hat, Zinsen oder Raten nicht gezahlt hat, oder er einen nicht

genehmigten Kredit in Anspruch genommen hat.

Ausfallgefährdete Forderungen

Als ausfallgefährdet gelten Forderungen, wenn aufgrund der

Bonität des Kunden ein Kreditausfall in naher Zukunft nicht

mehr auszuschliessen ist.

Verlustquote

Die Verlustquote bei Ausfall wird durch den Besicherungsanteil

sowie die Kosten der Sicherheiten verwertung beeinflusst.

Sie wird in Prozent des jeweiligen Engagements ausgedrückt.


Die Verlustpotenziale auf Portfolioebene werden bei der LLB-

Gruppe folgendermassen unterteilt:

Erwarteter Verlust

Der erwartete Verlust ist ein zukunftsbezogenes, statistisches

Konzept, mit dem die LLB-Gruppe die durchschnittlichen jährlichen

Kosten schätzt, die anfallen, weil Positionen des aktuellen

Portfolios als gefährdet eingestuft werden. Er errechnet

sich aus der Ausfallwahr scheinlichkeit einer Gegenpartei,

Ratingklassen

Szenario-Analyse

Das Modellieren extremer Kreditverluste erfolgt anhand von

Stressszenarien, die es uns ermöglichen, die Auswirkungen

von Schwankungen der Ausfallraten und der zur Sicherung

übereigneten Ver mö gens werte unter Berücksichtigung der

bestehenden Risikokonzentration in jedem Portfolio zu be -

wer ten.

3.3 Steuerung von Kreditrisiken

Das Steuern von Kreditrisiken hat die Aufgabe, die Risikosituation

der LLB-Gruppe aktiv zu beeinflussen. Dies findet

mittels eines Limitensystems, eines risikoadjustierten Pricings,

durch die Mög lich keit des Einsatzes von Instrumenten zur

Risikoabsicherung und der gezielten Rückführung von En ga -

ge ments statt. Die Risikosteuerung findet sowohl auf Einzelkredit-

als auch auf Portfolioebene statt.

Risikobegrenzung

Zur Begrenzung der Kreditrisiken verfügt die LLB-Gruppe über

ein umfassendes Limitensystem. Neben der Limitierung von

einzelnen Kundenrisiken setzt die LLB-Gruppe zur Vermeidung

von Konzen tra tionsrisiken Limiten auf Länder, Segmente und

Branchen aus.

Risikominderung

Als risikomindernde Massnahme wendet die LLB-Gruppe

hauptsächlich Besicherungen von Krediten in Form von grundpfändlichen

Sicherstellungen und finanziellen Sicherheiten

an. Bei Finanzsicher heiten in Form von marktgängigen Wertschriften

setzen wir deren Belehnungswert durch Anwen dung

von Abschlägen fest, deren Höhe sich nach der Qualität, Liquidität,

Volatilität und Komplexität der einzelnen Instru mente

richtet.

Derivate

Zur Risikominderung kann die LLB-Gruppe auch Kreditderivate

einsetzen. In den vergangenen beiden Jahren wurde diese

Möglichkeit nicht genutzt.

aus dem erwarteten Kreditengagement gegenüber dieser

Gegenpartei zum Zeit punkt des Ausfalls so wie aus der Höhe

der Verlustquote.

Value-at-Risk-Konzept

Der Value-at-Risk-Ansatz zielt darauf ab, das Ausmass von

Schwankungen in den eingetretenen Kreditverlusten mittels

eines statistischen Modells zu erfassen und die Veränderung

des Risikostatus des Kreditportfolios darzustellen.

LLB-Rating Beschreibung Externes Rating (Moody's) **

1 bis 4 Investment Grade AAA, Aa1, Aa2, Aa3, A1, A2, A3,

Baa1, Baa2, Baa3

5 bis 8, nicht geratet * Standard Monitoring Ba1, Ba2, Ba3, B1, B2

9 bis 10 Special Monitoring B3, Caa, Ca, C

11 bis 14 Sub-standard Default

* Bei den nicht gerateten Kunden handelt es sich um gedeckte und betraglich begrenzte Forderungen.

** Die LLB-Gruppe verwendet für die Unterlegung der Kreditrisiken im Standardansatz ausschliesslich die externen

Ratings der Ratingagentur Moody's (für die Segmente Forderungen gegenüber Banken, Finanzgesellschaften

und Wertpapierfirmen, Forderungen gegenüber Unternehmen sowie Forderungen gegenüber internationalen

Organisationen).

3.4 Überwachung der Kreditrisiken

Die Organisationsstruktur der LLB-Gruppe stellt sicher, dass

zwischen Bereichen, welche die Risiken verursachen, sowie

jenen Bereichen, welche die Risiken bewerten, steuern und

überwachen, eine Tren nung vollzogen wird.

Die einzelnen Kreditrisiken werden mittels eines umfassenden

Limitensystems überwacht. Über schreitungen werden

umgehend den entsprechenden Kompetenzträgern gemeldet.

3.5 Wertberichtigungen für Kreditrisiken

Einzelwertberichtigungen

Jede gefährdete Forderung wird einzeln beurteilt. Nachdem

die Sanierungsstrategie sowie die Schät zung der zukünftig

erzielbaren Zahlungseingänge ermittelt sind, wird die Einzelwert

berichtigung gebildet.

Pauschale Wertberichtigungen

Ein Portfolio wird auf pauschaler Basis als gefährdet eingestuft,

wenn objektive Hinweise dafür be stehen, dass es gefährdete

Forderungen enthält, die sich aber im Einzelnen nicht

ermitteln lassen.

3.6 Länderrisiko

Ein Länderrisiko entsteht, wenn länderspezifische politische

oder wirtschaftliche Bedingungen den Wert eines Auslandsengagements

beeinflussen. Es setzt sich aus dem Transferrisiko

(z. B. Beschränkung des freien Geld- und Kapitalverkehrs)

und den übrigen Länderrisiken (z. B. länderbezogene Liquiditäts-,

Markt- und Korrelationsrisiken) zusammen.

Die Länderrisiken werden anhand eines Limitensystems

begrenzt und laufend überwacht. Für einzelne Länder werden

die Ratings einer anerkannten Ratingagentur herangezogen.

100

101

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


3.7 Maximales Kreditrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten

Durchin

Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 schnitt

Kreditrisiken aus Bilanzgeschäften

Forderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'852'622 6'836'297

Kundenausleihungen

Hypothekarforderungen 8'647'273 8'020'441 8'333'857

Öffentlich-rechtliche Körperschaften 60'212 133'505 96'859

übrige Forderungen 1'619'960 1'720'638 1'670'299

Handelsbestände

Festverzinsliche Wertpapiere 4'000 7'615 5'808

Derivative Finanzinstrumente 125'988 168'796 147'392

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Festverzinsliche Wertpapiere 547'528 639'056 593'292

Total 17'824'932 17'542'673 17'683'803

Kreditrisiken aus Ausserbilanzgeschäften

Eventualverpflichtungen 114'202 127'793 120'998

Unwiderrufliche Zusagen 139'057 183'791 161'424

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 8'894 8'873

Total 262'111 320'478 291'295

3.8 Kundenausleihungen und Forderungen gegenüber Banken

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Kunden- Forderungen Kunden- Forderungen

auslei- gegenüber auslei- gegenüber

hungen Banken hungen Banken

Weder überfällig noch wertberichtigt 9'927'079 6'807'756 9'426'314 6'841'280

Überfällig, aber nicht wertberichtigt 164'988 388 145'902 0

Überfällig, einzelwertberichtigt 156'718 243 121'100 0

Ausfallgefährdet, einzelwertberichtigt 258'531 48'687 297'040 47'543

Pauschalwertberichtigt 2'308 0 16'192 0

Brutto 10'509'624 6'857'074 10'006'548 6'888'823

Abzüglich Einzelwertberichtigungen –182'042 –37'103 –130'599 –36'201

Abzüglich Pauschalwertberichtigungen –137 0 –1'365 0

Netto 10'327'445 6'819'971 9'874'584 6'852'622


Kundenausleihungen und Forderungen gegenüber

Banken weder überfällig noch wertberichtigt

Öffentlichrechtliche

Total Forderungen

Hypothekar- Körper- Übrige Kunden- gegenüber

in Tausend CHF forderungen schaften Forderungen ausleihungen Banken

31. 12. 2011

Investment Grade 2'610'754 16'001 288'406 2'915'161 5'618'181

Standard Monitoring 5'613'560 42'656 1'009'957 6'666'173 1'189'575

Special Monitoring 197'848 12 102'142 300'002 0

Sub-standard 44'577 0 1'166 45'743 0

Total 8'466'739 58'669 1'401'671 9'927'079 6'807'756

31. 12. 2010

Investment Grade 1'029'755 1 76'376 1'106'132 5'043'723

Standard Monitoring 6'401'008 133'504 1'243'979 7'778'491 1'797'557

Special Monitoring 413'270 0 128'421 541'691 0

Sub-standard 0 0 0 0 0

Total 7'844'033 133'505 1'448'776 9'426'314 6'841'280

Kundenausleihungen überfällig, aber nicht wertberichtigt

Öffentlichrechtliche

Total

Hypothekar- Körper- Übrige Kundenin

Tausend CHF forderungen schaften Forderungen ausleihungen

31. 12. 2011

Überfällig bis 30 Tage 45'381 1'543 61'635 108'559

Überfällig 31 bis 60 Tage 3'280 0 37'904 41'184

Überfällig 61 bis 90 Tage 8'000 0 7'245 15'245

Total 56'661 1'543 106'784 164'988

31. 12. 2010

Überfällig bis 30 Tage 50'770 0 72'028 122'798

Überfällig 31 bis 60 Tage 0 0 14'911 14'911

Überfällig 61 bis 90 Tage 0 0 8'193 8'193

Total 50'770 0 95'132 145'902

Ausleihungen mit Einzelwertberichtigungen

Öffentlichrechtliche

Total Forderungen

Hypothekar- Körper- Übrige Kunden- gegenüber

in Tausend CHF forderungen schaften Forderungen ausleihungen Banken

31. 12. 2011

Überfällige Forderungen 32'365 0 124'354 156'719 243

Ausfallgefährdete Forderungen 119'994 0 138'537 258'531 48'687

Fair Value der Deckungen –123'859 0 –109'349 –233'208 –11'827

Total Einzelwertberichtigungen 28'500 0 153'542 182'042 37'103

31. 12. 2010

Überfällige Forderungen 7'526 0 113'574 121'100 0

Ausfallgefährdete Forderungen 148'307 0 148'733 297'040 47'543

Fair Value der Deckungen –125'428 0 –162'113 –287'541 –11'342

Total Einzelwertberichtigungen 30'405 0 100'194 130'599 36'201

Neu ausgehandelte Kundenausleihungen

Die neu ausgehandelten Kundenausleihungen sind betragsmässig unwesentlich.

102

103

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


3.9 Ausfallgefährdete und überfällige Forderungen nach geografischen Gebieten

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

3.10 Schuldtitel

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

3.11 Übernommene Sicherheiten

in Tausend CHF 2011 2010

Grund- Grundstücke

/ stücke /

Finanz- Liegen- Finanz- Liegenanlagen

schaften Total anlagen schaften Total

Stand am 1. Januar 122 0 122 27'742 925 28'667

Zugänge / Veräusserungen 0 0 0 –29'386 –980 –30'366

Gewinne / Verluste 13 0 13 1'766 55 1'821

Stand am 31. Dezember 135 0 135 122 0 122

Übernommene Sicherheiten werden so bald als möglich wieder veräussert und in den

übrigen Aktiven respektive den Finanzanlagen oder im Handelsbestand ausgewiesen.

Ausfall- Ausfallgefährdete

Überfällige Einzelwert- gefährdete Überfällige Einzelwert-

Forderungen Forderungen berichtigung Forderungen Forderungen berichtigung

Liechtenstein und Schweiz 258'531 224'189 148'497 287'715 178'360 100'528

Europa ohne FL / CH 0 45'207 18'827 9'325 72'390 21'111

Nordamerika 0 17 0 0 1'917 0

Asien 48'687 15'952 46'631 47'543 9'407 44'922

Übrige 0 36'972 5'190 0 4'928 239

Total 307'218 322'337 219'145 344'583 267'002 166'800

Desig- Desig-

Handels- nation Handels- nation

bestand Fair Value Total bestand Fair Value Total

AAA 1'957 391'298 393'255 4'762 377'277 382'039

AA1 bis AA3 687 67'215 67'902 1'383 126'025 127'408

A1 bis A3 1'100 61'378 62'478 166 10'165 10'331

Tiefer als A3 19 0 19 0 0 0

Ohne Rating 237 27'637 27'874 1'304 125'589 126'893

Total 4'000 547'528 551'528 7'615 639'056 646'671


3.12 Risikokonzentration

Risikokonzentration nach Regionen

Liechten- Europa

stein / ohne Nordin

Tausend CHF Schweiz FL / CH amerika Asien Übrige Total

31. 12. 2011

Kreditrisiken aus Bilanzgeschäften

Forderungen gegenüber Banken 1'174'352 5'343'264 248'955 20'610 32'790 6'819'971

Kundenausleihungen

Hypothekarforderungen 8'647'273 0 0 0 0 8'647'273

Öffentlich-rechtliche Körperschaften 60'212 0 0 0 0 60'212

übrige Forderungen 1'006'697 189'212 10'802 151'457 261'792 1'619'960

Handelsbestände

Festverzinsliche Wertpapiere 0 3'205 240 0 555 4'000

Derivative Finanzinstrumente 104'294 18'095 1'098 1'133 1'368 125'988

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Festverzinsliche Wertpapiere 203'614 289'086 44'721 5'016 5'091 547'528

Total 11'196'442 5'842'862 305'816 178'216 301'596 17'824'932

Kreditrisiken aus Ausserbilanzgeschäften

Eventualverbindlichkeiten 89'454 5'464 67 3'536 15'681 114'202

Unwiderrufliche Zusagen 138'341 0 30 686 0 139'057

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 0 0 0 0 8'852

Total 236'647 5'464 97 4'222 15'681 262'111

31. 12. 2010

Kreditrisiken aus Bilanzgeschäften

Forderungen gegenüber Banken 1'802'486 4'742'217 268'617 20'183 19'119 6'852'622

Kundenausleihungen

Hypothekarforderungen 8'020'441 0 0 0 0 8'020'441

Öffentlich-rechtliche Körperschaften 133'505 0 0 0 0 133'505

übrige Forderungen 1'171'603 230'991 10'358 104'873 202'813 1'720'638

Handelsbestände

Festverzinsliche Wertpapiere 0 6'884 166 0 565 7'615

Derivative Finanzinstrumente 125'400 39'301 925 115 3'055 168'796

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Festverzinsliche Wertpapiere 253'965 318'927 45'336 0 20'828 639'056

Total 11'507'400 5'338'320 325'402 125'171 246'380 17'542'673

Kreditrisiken aus Ausserbilanzgeschäften

Eventualverbindlichkeiten 99'810 7'294 120 11'812 8'757 127'793

Unwiderrufliche Zusagen 120'830 8 0 0 62'953 183'791

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 42 0 0 0 8'894

Total 229'492 7'344 120 11'812 71'710 320'478

104

105

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Risikokonzentration nach Branchen

Finanz- Energie- /

dienst- Wasser- Private

in Tausend CHF leistungen versorgung Immobilien Haushalte Übrige Total

31. 12. 2011

Kreditrisiken aus Bilanzgeschäften

Forderungen gegenüber Banken 6'819'938 0 0 33 0 6'819'971

Kundenausleihungen

Hypothekarforderungen 118'696 12'736 874'768 6'484'890 1'156'183 8'647'273

Öffentlich-rechtliche Körperschaften 0 16'001 0 5'518 38'693 60'212

übrige Forderungen 755'850 79'974 52'867 222'899 508'370 1'619'960

Handelsbestände

Festverzinsliche Wertpapiere 2'693 0 6 0 1'301 4'000

Derivative Finanzinstrumente 77'082 73 257 39'966 8'610 125'988

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Festverzinsliche Wertpapiere 369'581 0 0 0 177'947 547'528

Total 8'143'840 108'784 927'898 6'753'306 1'891'104 17'824'932

Kreditrisiken aus Ausserbilanzgeschäften

Eventualverbindlichkeiten 36'515 1'881 26'130 26'075 23'601 114'202

Unwiderrufliche Zusagen 25'053 0 2'060 62'021 49'923 139'057

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 0 0 0 0 8'852

Total 70'420 1'881 28'190 88'096 73'524 262'111

31. 12. 2010

Kreditrisiken aus Bilanzgeschäften

Forderungen gegenüber Banken 6'852'622 0 0 0 0 6'852'622

Kundenausleihungen

Hypothekarforderungen 21'127 5'185 771'499 6'170'330 1'052'300 8'020'441

Öffentlich-rechtliche Körperschaften 0 25 0 0 133'480 133'505

übrige Forderungen 224'004 99'402 304'325 691'993 400'914 1'720'638

Handelsbestände

Festverzinsliche Wertpapiere 7'124 0 0 0 491 7'615

Derivative Finanzinstrumente 115'220 0 0 49'192 4'384 168'796

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Festverzinsliche Wertpapiere 462'890 0 0 0 176'166 639'056

Total 7'682'987 104'612 1'075'824 6'911'515 1'767'735 17'542'673

Kreditrisiken aus Ausserbilanzgeschäften

Eventualverbindlichkeiten 36'544 0 25'598 25'078 40'573 127'793

Unwiderrufliche Zusagen 82'510 0 1'250 84'077 15'954 183'791

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'894 0 0 0 0 8'894

Total 127'948 0 26'848 109'155 56'527 320'478

4 Operationelles und rechtliches Risiko

Die LLB-Gruppe definiert den Begriff operationelle Risiken als

Gefahr von Verlusten, die durch das Versagen interner Verfahren,

Menschen und IT-Systemen oder durch ein externes

Ereignis eintreten. Recht liche Risiken sind Teil der operationellen

Risiken. Die LLB-Gruppe verfügt über ein aktives und

systematisches Management operationeller Risiken. Für

die Erfassung, Bewirtschaftung und Steue rung dieser Ri si ko -

klasse bestehen Grundsätze mit Geltung für sämtliche Gruppengesellschaften.

Inner halb des LLB-Stammhauses werden

eingetretene und mögliche Verluste aus verschiedenen Or ga -

ni sations ein hei ten zeitnah erfasst und ausgewertet, ebenso

bedeutende externe Ereignisse. Die LLB-Gruppe erhebt

und ana lysiert zudem relevante Risikokennzahlen, z. B. aus

den Bereichen Sorg falts pflich ten und Mit ar bei tergeschäfte.

Schliesslich werden die Risiken durch interne Regel wer ke

zur Orga ni sation und Kontrolle beschränkt. Eine spezialisierte

Software unterstützt den Risiko manage mentprozess.


5 Versicherungsrisiko

Die swisspartners-Gruppe mit ihren Geschäftseinheiten im

Fürstentum Liechtenstein und auf den Cay man Islands zeichnet

ausschliesslich fondsgebundene Lebensversicherungen

für vermögende Pri vat personen. Bei der fondsgebundenen

Lebensversicherung handelt es sich im Allgemeinen um eine

gemischte Lebensversicherung, die dem Versicherungsnehmer

beim Anlageprozess eine erhöhte Flexi bilität bietet.

Dieser trägt das Anlagerisiko selbst und profitiert von einer

allfälligen Per formance.

Bei diesen Versicherungsprodukten werden weder der

Rückkaufswert noch die Ablaufleistung garantiert. Im Todesfall

erhält der Begünstigte die Versicherungssumme oder das

Fondsguthaben, falls dieses die Versicherungssumme übersteigt.

Für die Finanzierung der Todesfalldeckung im Falle

einer positiven Differenz zwischen der Versicherungssumme

und dem Fondsguthaben wird dem Fonds quartalsweise

eine Risikoprämie belastet.

Das versicherungsspezifische Risiko Tod wird laufend

von den verantwortlichen Aktuaren überwacht. Dabei werden

marktübliche, aktuariell bestimmte und mit ausreichenden

Sicherheitsmargen versehene Methoden (Value at Risk der

Gesamtschadenverteilung zum gegebenen Sicherheits niveau)

verwendet. Die Todesfallrisiken werden – bis auf einen kleinen

Selbstbehalt – ausnahmslos rückver sichert. Die Rückversicherer

haben ein Mindestrating von «AA-» von Standard &

Poor's. Das Aus fall risiko der Rückversicherer wird regelmässig

überprüft.

Die swisspartners-Gruppe soll im ersten Halbjahr 2012 verkauft

werden. Siehe hierzu Anmerkung 40 der Konzernbilanz.

Mit dem Verkauf werden alle Versicherungrisiken auf den neuen

Eigentümer übergehen.

Fair Value von Finanzinstrumenten

6 Strategisches Risiko

Für die LLB-Gruppe beinhaltet ein strategisches Risiko die

Gefährdung der Ergebniserreichung infolge einer unzureichenden

Ausrichtung des Konzerns auf das politische, ökonomische,

technologische und ökologische Umfeld. Diese

Risiken können somit aus einem unzureichenden strategischen

Entschei dungs prozess, unvorhersehbaren Ereignissen

im Markt oder aus einer mangelhaften Um setzung

der gewählten Strategien resultieren.

Die strategischen Risiken werden regelmässig durch das

Group Audit & Risk Committee und den Gruppenverwaltungsrat

überprüft.

7 Reputationsrisiko

Werden Risiken nicht erkannt, nicht angemessen gesteuert

und überwacht, so kann dies neben er heb lichen finanziellen

Verlusten auch zu einer Rufschädigung führen. Die LLB-

Gruppe be trachtet das Re pu tationsrisiko nicht als eine eigenständige

Risikokategorie, sondern als die Gefahr von zusätzlichen

Ver lusten aus betroffenen Risikokategorien. In sofern

kann ein Reputationsrisiko Verluste in al len Ri si kokategorien,

etwa Markt- oder Kreditrisiken, sowohl verursachen als auch

zur Ursache haben.

Die Reputationsrisiken werden regelmässig durch das

Group Audit & Risk Committee und den Grup pen verwaltungsrat

überprüft.

8 Fair Value von Finanzinstrumenten

Die Tabelle zeigt den Fair Value von Finanzinstrumenten, basierend

auf den nachfolgend erläuterten Bewertungsmethoden

und Annahmen. Der Fair Value entspricht dem Betrag,

zu dem unter vertrags willigen und sachverständigen, voneinander

unabhängigen Parteien Vermögenswerte getauscht

beziehungsweise Verpflichtungen erfüllt werden könnten. Sofern

ein aktiver Markt (z. B. eine anerkannte Börse) besteht,

ermittelt die LLB-Gruppe den Fair Value anhand des Marktpreises

oder anderer Marktnotierungen. Details zur Bestimmung

der Fair Values sind in Anmerkung 39 aufgeführt.

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Bilanz- Bilanzwert

Fair Value Abweichung wert Fair Value Abweichung

Aktiven

Flüssige Mittel 896'749 896'749 0 572'706 572'706 0

Forderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'855'292 35'321 6'852'622 6'875'579 22'957

Kundenausleihungen 10'327'445 10'795'518 468'073 9'874'584 10'096'787 222'203

Handelsbestände 4'379 4'379 0 7'802 7'802 0

Derivative Finanzinstrumente 125'988 125'988 0 168'796 168'796 0

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 937'954 937'954 0 3'727'949 3'727'949 0

Fremdkapital

Verpflichtungen gegenüber Banken 595'105 596'049 –944 389'464 389'454 10

Verpflichtungen gegenüber Kunden 15'769'758 15'801'285 –31'527 14'926'149 14'920'060 6'089

Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen

Finanzielle Verpflichtungen,

0 0 0 99'524 99'524 0

erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 2'857'146 2'857'146 0

Derivative Finanzinstrumente 166'387 166'387 0 162'361 162'361 0

Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'249'356 1'317'044 –67'688 1'617'296 1'663'867 –46'571

Differenz zwischen Fair Value und Bilanzwert 403'235 204'688

106

107

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Es werden folgende Bewertungsmethoden und Annahmen

für den Fair Value von Finanz instru menten angewendet:

Flüssige Mittel, Forderungen aus Geldmarktpapieren

Diese Finanzinstrumente haben eine Fälligkeit oder ein Refi -

nanzierungsprofil von maximal einem Jahr. Der Buchwert entspricht

annäherungsweise dem Fair Value.

Forderungen und Verpflichtungen gegenüber Banken,

Kundenausleihungen und Verpflichtungen gegenüber Kunden

Der Fair Value dieser Positionen mit einer Fälligkeit oder einem

Refinanzierungsprofil wird nach der Bar wertmethode ermittelt.

Dabei werden die Geldflüsse mit laufzeitadäquaten Swapsätzen

abdiskontiert. Für Produkte, deren Zinsbindung beziehungsweise

Cashflows nicht im Voraus feststehen, gelangen

replizierende Portfolios zur Anwendung.

Handelsbestände, Finanzanlagen, derivative

Finanzinstrumente, Forderungen und Verpflichtungen

aus Versicherungsverträgen

Für die Mehrheit dieser Finanzinstrumente entspricht der

Fair Value dem Marktwert. Der Fair Value der Instrumente ohne

Marktwert wird durch anerkannte Bewertungsmethoden

ermittelt.

9 Eigenmittelerfordernis (Säule I)

Die angemessene Kapitalausstattung wird durch die LLB-

Gruppe sowie durch die individuellen operativen Einheiten

überwacht. Grundlage bilden die Eigenmittelvorschriften des

Fürstentums Liech ten stein, die auf den Richtlinien des Basler

Ausschusses für Bankenaufsicht basieren.

Zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Kredit-,

Markt- und operationelle Risiken steht den Banken unter

Basel II eine Auswahl verschiedener Ansätze zur Verfügung.

Die LLB-Gruppe wendet den Standardansatz für Kreditrisiken,

den Basisindikatorenansatz für operationelle Risiken so wie

den De-Minimis-Ansatz für Marktrisiken an. Die Bestimmung

des Eigenmittel erforder nisses und des Tier Kapitals erfolgt

auf Basis des IFRS-Konzernabschlusses, wobei unrealisierte

Gewinne vom Kernkapital in Abzug gebracht werden.

Der Konsolidierungskreis zur Berechnung der Eigenmittelanforderung

und zum Abschluss der Jah res rechnung sind bei

der LLB-Gruppe identisch. Die für die Konsolidierung relevanten

Informa tio nen sind im Geschäftsbericht auf Seite 139

ersichtlich.

Abgesehen von den gesetzlichen Erfordernissen, welche

die Übertragung von Geldern oder Eigen mitteln innerhalb der

LLB-Gruppe verhindern, bestehen keine weiteren Restriktionen.


Eigenmittelerfordernis (Säule I)

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Tier 1 Ratio (in Prozent) 13.9 13.9

Anrechenbare Eigenmittel

Aktienkapital 154'000 154'000

Kapitalreserven 49'458 49'479

Gewinnreserven 1'594'895 1'686'949

Sonstige Reserven –51'666 –18'672

Minderheitsanteile 101'156 99'690

Abzüglich Gewinnverwendung –8'525 –101'900

Nicht realisierte Gewinne nach Steuern –18'959 –14'841

Kernkapital (vor Bereinigung) 1'820'359 1'854'705

Netto-Long-Position in eigenen Beteiligungstiteln –206'179 –198'387

Andere Elemente, die vom Kernkapital abzuziehen sind –294'156 –306'326

Anrechenbares Kernkapital (bereinigtes Kernkapital) 1'320'024 1'349'992

Total anrechenbare Eigenmittel 1'320'024 1'349'992

Risikogewichtete Aktiven

Kreditrisiken Bilanzgeschäfte 8'335'513 8'355'737

Kreditrisiken Ausserbilanzgeschäfte 106'991 97'150

Marktrisiken 216'438 380'375

Operationelle Risiken 804'694 900'913

Total risikogewichtete Aktiven 9'463'636 9'734'175

Erforderliche Eigenmittel

Kreditrisiko 675'400 676'231

davon Kursrisiko bezüglich Beteiligungstitel im Bankenbuch 42'768 48'857

Nicht gegenparteibezogene Risiken

Marktrisiko 17'315 30'430

davon auf Devisen und Edelmetalle 12'465 23'784

davon auf Rohstoffe 4'850 6'646

Operationelle Risiken 64'376 72'073

Total erforderliche Eigenmittel 757'091 778'734

108

109

Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Segmentierung der Kreditrisiken

in Tausend CHF Aufsichtsrechtliche Risikogewichte

0 % 10 % 20 % 35 % 50 % 75 % 100 % 150 % Total

31. 12. 2011

Zentralregierungen und -banken 941'106 0 0 0 0 0 0 0 941'106

Gebietskörperschaften 23'175 0 444 0 0 0 6'273 0 29'892

Verwaltungseinrichtungen 13'904 0 11 0 24'768 0 1'095 0 39'778

Multinationale Entwicklungsbanken 1'332 0 0 0 0 0 0 0 1'332

Internationale Organisationen 0 0 1'187 0 0 0 0 0 1'187

Banken und Wertpapierfirmen 0 0 5'095'210 0 1'724'693 0 0 0 6'819'903

Unternehmen 0 0 29'493 0 68'132 0 970'029 3'490 1'071'144

Retail 0 0 665 0 618 228'082 890'598 931 1'120'894

Grundpfandgesichert 3'291 0 0 6'407'932 320'836 0 1'971'735 0 8'703'794

Überfällige Positionen 0 0 0 0 0 0 47'855 90'934 138'789

Beteiligungstitel 0 0 0 0 0 0 44'244 64'946 109'190

Gedeckte Schuldverschreibungen 140'611 406'161 41'028 0 0 0 0 0 587'800

Anteile an Wertpapierfonds 0 0 0 0 0 0 746 247'386 248'132

Sonstige Positionen 0 0 0 0 0 0 4'315 0 4'315

Total 1'123'419 406'161 5'168'038 6'407'932 2'139'047 228'082 3'936'890 407'687 19'817'256

Total Vorjahr 1'094'359 125'003 6'552'128 5'486'408 1'341'288 335'026 3'970'434 515'670 19'420'316

Kreditrisikominderung

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Gedeckt Gedeckt

durch Andere durch Andere

anerkannte Gedeckt Kredit- anerkannte Gedeckt Kreditfinanzielle

durch enga- finanzielle durch enga-

Sicherheiten Garantien gements Total Sicherheiten Garantien gements Total

Bilanzpositionen 0 400 0 400 0 750 0 750

Ausserbilanzpositionen 0 0 0 0 32'868 0 0 32'868

Derivate 0 0 0 0 0 0 0 0

Total 0 400 0 400 32'868 750 0 33'618

10 Internes Kapital (Säule II)

Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein quantitatives

Risikomanagement, die sich aus der Säule II und dem Konsultationspapier

zur Anwendung des Internal Capital Adequacy

Assessment Process (ICAAP) ergeben, werden bei der LLB-

Gruppe unter anderem durch eine Risikotragfähigkeitsrechnung

abgedeckt. Das Ziel der Risikotragfähigkeitsrechnung ist die

Sicherstellung des Weiterbestandes der LLB- Gruppe zu gewährleisten.

Dabei gilt es die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung

durch interne Modelle zu prüfen. Die Risikoergebnisse

der einzelnen Risikoarten werden zu einem Gesamtverlustpotenzial

aggregiert und der zur Deckung dieser potenziellen

Verluste zur Verfügung stehenden Deckungsmasse

gegenübergestellt. Dabei wird festgestellt inwieweit die LLB-

Gruppe in der Lage ist, potenzielle Verluste zu tragen.

Die LLB-Gruppe verwendet für die Risikotragfähigkeitsrechnung

den Value-at-Risk-Ansatz mit einem Konfidenzniveau

von 99.93 Prozent und einer Haltedauer von einem Jahr.

Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten werden

nicht berücksichtigt. Zur Unterlegung der operationellen

Risiken übernimmt die LLB-Gruppe die Werte aus dem Basisindikatoren-Ansatz

der Säule I und passt diesen durch einen

Risikoaufschlag an.


Segmentberichterstattung

Entsprechend dem Managementansatz von IFRS 8 erfolgt

die Berichterstattung für die Geschäftsfelder in Übereinstimmung

mit den internen Berichten, die an die Gruppenleitung

(«Chief Operating Decision Maker») gemeldet werden. Die

Gruppenleitung ist für die Allokation von Ressourcen in die

berichtspflichtigen Segmente verantwortlich und beurteilt

deren Leistung. Alle von der LLB-Gruppe verwendeten Geschäftssegmente

entsprechen der Definition eines berichtspflichtigen

Segments gemäss IFRS 8.

Einhergehend mit unserer fokussierten Wachstumsstrategie

haben wir uns auch organisatorisch noch stärker auf unsere

Kunden- und Marktsegmente ausgerichtet.

Die LLB-Gruppe ist deshalb in die drei folgenden Segmente

unterteilt:

◆ Markt Inland: Universalbanken- und Private-Banking-

Geschäft in den Heimmärkten Liechtenstein und Schweiz. Es

umfasst die folgenden Bankdienstleistungen: Anlageberatung

und Vermögensverwaltung, private Finanzplanung und

betriebliche Vorsorge, Spar- und Hypothekargeschäft sowie

Unternehmensfinanzierung.

Die Segmentberichterstattung per 31. Dezember 2011 setzt sich wie folgt zusammen:

◆ Markt International: Internationales Private-Banking-

Geschäft und Vermögensverwaltungsdienstleistungen in

den Märkten Österreich, Deutschland, Italien, Osteuropa

sowie Naher und Mittlerer Osten.

◆ Markt Institutionelle: Finanzintermediär-Geschäft, Anlagefonds

und Vermögensverwaltung.

Das Corporate Center umfasst die folgenden Funktionen:

Finanz- und Risikomanagement, Handel und Wertschriftenadministration,

Zahlungsverkehr, Personalmanagement,

Marketing und Kommunikation, Recht und Compliance,

Unternehmensentwicklung und Produktmanagement sowie

Logistik und Informatikdienstleistungen.

Während des Geschäftsjahres wurden in den berichtspflichtigen

Segmenten keine Änderungen vorgenommen.

Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zu

marktüblichen Konditionen.

Die zu jedem Segment gemachten Angaben basieren

auf den internen Berichten über die Segmentrechnung sowie

zum Vermögen und zu weiteren Informationen, die von der

Gruppenleitung regelmässig überprüft werden.

Markt Markt

Markt Inter- Institu- Corporate Total

in Tausend CHF Inland national tionelle Center Gruppe

Erfolg Zinsengeschäft 110'701 14'333 13'158 51'586 189'778

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 35'712 91'073 73'673 8'426 208'884

Erfolg Handelsgeschäft 6'542 6'812 9'391 –28'937 –6'192

Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 449 449

Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 190 0 0 0 190

Übriger Erfolg 0 6'970 561 4'307 11'838

Total Geschäftsertrag 153'145 119'188 96'783 35'831 404'947

Personalaufwand –53'146 –64'507 –12'590 –50'850 –181'093

Sachaufwand –19'782 –23'979 –2'653 –41'657 –88'071

Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –6'463 –9'496 –258 –19'960 –36'177

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –1'613 –12'732 –65'896 –1'547 –81'788

Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) –28'504 –8'124 –15'124 51'752 0

Total Geschäftsaufwand –109'508 –118'838 –96'521 –62'262 –387'129

Ergebnis vor Steuern 43'637 350 262 –26'431 17'818

Steuern –2'413

Konzernergebnis 15'405

Zusätzliche Informationen

Segment-Aktiven (in Millionen CHF) 8'701 2'215 406 9'774 21'096

Segment-Fremdkapital (in Millionen CHF) 8'408 4'356 4'462 2'228 19'454

Investitionen 6'087 3'555 0 29'559 39'201

110

111

Konsolidierte Jahresrechnung i Segmentberichterstattung


Die Segmentberichterstattung per 31. Dezember 2010 setzt sich wie folgt zusammen:

Markt Markt

Markt Inter- Institu- Corporate Total

in Tausend CHF Inland national tionelle Center Gruppe

Erfolg Zinsengeschäft 95'527 11'014 14'286 54'327 175'154

Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 34'010 98'840 80'217 10'964 224'031

Erfolg Handelsgeschäft 7'741 6'723 12'147 898 27'509

Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 –342 –342

Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen –1'486 0 0 –1'534 –3'020

Übriger Erfolg 0 4'907 0 8'635 13'542

Total Geschäftsertrag 135'792 121'484 106'650 72'948 436'874

Personalaufwand –50'752 –67'257 –13'976 –46'335 –178'320

Sachaufwand –25'239 –22'740 –2'685 –33'967 –84'631

Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –6'403 –9'929 –67 –13'241 –29'640

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –4'836 –5'874 –15'864 1'776 –24'798

Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) –16'892 –3'882 –13'226 34'000 0

Total Geschäftsaufwand –104'122 –109'682 –45'818 –57'767 –317'389

Ergebnis vor Steuern 31'670 11'802 60'832 15'181 119'485

Steuern –11'005

Konzernergebnis 108'480

Zusätzliche Informationen

Segment-Aktiven (in Millionen CHF) 8'404 3'708 595 9'459 22'166

davon Anteile an assoziierten Unternehmen 5 0 0 0 5

Segment-Fremdkapital (in Millionen CHF) 8'090 5'670 4'213 2'420 20'393

Investitionen 6'479 7'516 0 48'557 62'552

Es gab keine Erträge aus Geschäften mit einem einzigen externen Kunden, die sich auf

zehn Prozent oder mehr der Gesamterträge der LLB-Gruppe beliefen.

Geografische Segmentberichterstattung

Geschäftsjahr 2011

Andere Total

in Tausend CHF Liechtenstein Schweiz Länder Gruppe

Geschäftsertrag 241'420 155'216 8'311 404'947

Aktiven (in Millionen CHF) 13'660 6'991 445 21'096

Investitionen 28'857 10'344 0 39'201

Geschäftsjahr 2010

Andere Total

in Tausend CHF Liechtenstein Schweiz Länder Gruppe

Geschäftsertrag 263'143 163'088 10'643 436'874

Aktiven (in Millionen CHF) 13'632 6'432 2'102 22'166

Investitionen 49'522 12'956 74 62'552

Die Berichterstattung erfolgt nach dem Betriebsstättenprinzip.


Anmerkungen zur

konsolidierten Erfolgsrechnung

1 Erfolg Zinsengeschäft

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Zins- und Diskontertrag aus Geldmarktpapieren 303 331 –8.5

Zinsertrag aus Forderungen gegenüber Banken 77'729 76'532 1.6

Zinsertrag aus Kundenausleihungen 215'577 213'717 0.9

Kreditkommissionen mit Zinscharakter 3'581 3'058 17.1

Total Zinsertrag 297'190 293'638 1.2

Zinsaufwand aus Verpflichtungen gegenüber Banken –19'012 –17'825 6.7

Zinsaufwand aus Verpflichtungen gegenüber Kunden –85'740 –97'820 –12.3

Übriger Zinsaufwand –2'660 –2'839 –6.3

Total Zinsaufwand –107'412 –118'484 –9.3

Total Erfolg Zinsengeschäft 189'778 175'154 8.3

2 Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Courtagen 73'399 83'335 –11.9

Wertschriftenverwaltung 37'480 40'457 –7.4

Vermögensverwaltung und Anlagegeschäft 60'263 61'869 –2.6

Fondsmanagement 31'606 31'839 –0.7

Kommissionsertrag Kreditgeschäft 2'641 4'088 –35.4

Erfolg Versicherungsgeschäft * 8'119 9'326 –12.9

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft 38'176 39'880 –4.3

Total Ertrag Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 251'684 270'794 –7.1

Courtageaufwand –14'682 –13'825 6.2

Übriger Dienstleistungs- und Kommissionsaufwand –28'118 –32'938 –14.6

Total Aufwand Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft –42'800 –46'763 –8.5

Total Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 208'884 224'031 –6.8

* Der Erfolg Versicherungsgeschäft beinhaltet die vereinnahmten Prämien und Kommissionen sowie die Nettowertveränderungen

der Anlagen, Verpflichtungen und versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Fair-Value-Veränderung geht aus Anmerkung 27 hervor.

3 Erfolg Handelsgeschäft

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Handelsbestände 656 58

Devisen 24'774 25'223 –1.8

Valuten 446 –231

Edelmetalle 1'688 4'512 –62.6

Zinssatzswaps * –33'756 –2'053

Total Erfolg Handelsgeschäft –6'192 27'509

* Die LLB-Gruppe setzt Zinssatzswaps zu Handels- und Absicherungszwecken ein. Wenn die Zinssatzswaps zu Absicherungszwecken

die Voraussetzungen für die Zulassung der Verbuchung als Absicherungsgeschäft gemäss IAS 39 nicht erfüllen, werden diese wie die

Zinssatzswaps zu Handelszwecken behandelt.

112

113

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung


4 Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Zinsen 11'790 12'233 –3.6

Dividenden 624 549 13.7

Kurserfolge * –11'965 –13'124 –8.8

Total Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet ** 449 –342

* Die realisierten Kurserfolge beliefen sich im Jahr 2011 auf minus Tausend CHF 2'168 (Vorjahr: Tausend CHF 3'019).

** In dieser Position werden nur die Erfolge aus Finanzanlagen, welche im Eigenbestand der LLB-Gruppe sind, ausgewiesen.

Die Erfolge aus Finanzanlagen aus Versicherungs verträgen sind in der Position «Erfolg Versicherungsgeschäft»

(Anmerkung 2) ausgewiesen. Die Aufteilung der Finanzanlagen ist in der Anmerkung 18 ersichtlich.

5 Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Kurserfolge 0 –1'534 –100.0

Anteil am Gewinn / Verlust 190 –1'486

Total Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 190 –3'020

6 Übriger Erfolg

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Liegenschaftenerfolg 1'102 845 30.4

Wertveränderungen der Kaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen 6'970 4'907 42.0

Anderer übriger Erfolg 3'766 7'790 –51.7

Total übriger Erfolg 11'838 13'542 –12.6

7 Personalaufwand

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Löhne und Gehälter –147'138 –147'429 –0.2

Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne –13'664 –16'302 –16.2

Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen für beitragsorientierte Pläne –121 –37 227.0

Übrige Sozialleistungen –12'808 –12'371 3.5

Übriger Personalaufwand –7'972 –5'870 35.8

Aktivierter Anteil Personalaufwand 610 3'689 –83.5

Total Personalaufwand –181'093 –178'320 1.6

Der durchschnittliche Personalbestand der LLB-Gruppe betrug teilzeitbereinigt

im Geschäftsjahr 2011 1'105 und im Geschäftsjahr 2010 1'070 Stellen.

8 Sachaufwand

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Raumaufwand –10'962 –10'487 4.5

EDV-Systeme, Maschinen, Einrichtungen –23'998 –19'602 22.4

Informations- und Kommunikationsaufwand –14'872 –14'557 2.2

Marketing und Public Relations –16'722 –15'240 9.7

Beratungs- und Revisionshonorare –10'154 –10'577 –4.0

Kapitalsteuern und übrige Steuern –288 –3'808 –92.4

Übriger Sachaufwand –11'075 –10'360 6.9

Total Sachaufwand –88'071 –84'631 4.1


9 Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Abschreibungen auf Liegenschaften –6'669 –7'149 –6.7

Abschreibungen auf übrige Sachanlagen –9'070 –6'065 49.5

Abschreibungen auf als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften –116 –126 –7.9

Amortisationen auf immaterielle Anlagen –20'322 –16'300 24.7

Total Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –36'177 –29'640 22.1

10 Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Kreditrisiken –65'668 –23'203 183.0

Operationelle Risiken –10'322 –1'595 547.1

Wertberichtigung aus zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –5'798 0

Total Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –81'788 –24'798 229.8

11 Steuern

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Laufende Gewinnsteuern –5'933 –28'457 –79.2

Latente Gewinnsteuern * 3'520 17'452 –79.8

Total Steuern –2'413 –11'005 –78.1

* Details siehe Anmerkung 29.

Die effektiven Nettozahlungen des Konzerns für in- und ausländische Gewinnsteuern

betrugen im Geschäfts jahr 2011 CHF 28.9 Mio. und im Geschäftsjahr 2010 CHF 35.7 Mio.

Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sich

bei An wen dung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vor

Steuern ergibt, wie folgt ab:

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Ergebnis vor Steuern 17'818 119'485 –85.1

Steuer gemäss angenommenem Steuersatz von 11.5 % (2010: 11.5 %) –2'049 –13'741 –85.1

Ursachen für Mehr- / Mindererträge

Differenz zwischen effektivem und angenommenem Steuersatz –3'884 –14'716 –73.6

Nutzung steuerlicher Verlustvorträge 0 –2'396 –100.0

Nicht steuerbare Erträge –527 –288 83.0

Nicht abziehbare Amortisationen auf immaterielle Anlagen 1'384 1'421 –2.6

Übrige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwände 2'663 18'715 –85.8

Total Steuern –2'413 –11'005 –78.1

114

115

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung


12 Ergebnis pro Aktie

2011 2010 + / – %

Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht (in Tausend CHF) 10'954 102'806 –89.3

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien 28'451'977 28'491'213 –0.1

Unverwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 0.38 3.61 –89.5

Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht (in Tausend CHF) 10'954 102'806 –89.3

Bereinigtes Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht (in Tausend CHF) 10'954 102'806 –89.3

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien

Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien

28'451'977 28'491'213 –0.1

zur Berechnung des verwässerten Konzernergebnisses 28'451'977 28'491'213 –0.1

Verwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 0.38 3.61 –89.5


Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz

13 Flüssige Mittel

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Kassabestand 59'351 50'777 16.9

Sichtguthaben bei Postscheckämtern 20'043 –3'177

Sichtguthaben bei National- und Zentralbanken 817'355 525'106 55.7

Total flüssige Mittel 896'749 572'706 56.6

14 Forderungen gegenüber Banken

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Forderungen gegenüber Banken

täglich fällig 1'374'922 1'014'601 35.5

mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 5'482'152 5'768'875 –5.0

Wertberichtigungen für Kreditrisiken –37'103 –36'201 2.5

Total Forderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'747'275 1.1

Forderungen gegenüber Banken aus Versicherungsverträgen *

gemäss IFRS 4 0 16'813 –100.0

gemäss IAS 39 0 88'534 –100.0

Total Forderungen gegenüber Banken aus Versicherungsverträgen 0 105'347 –100.0

Total Forderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'852'622 –0.5

* Die Forderungen stellen Forderungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte dar

und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

15 Kundenausleihungen

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Hypothekarforderungen 8'675'773 8'050'846 7.8

Öffentlich-rechtliche Körperschaften 60'212 133'505 –54.9

Übrige Forderungen 1'773'639 1'755'805 1.0

Kundenforderungen aus Versicherungsverträgen gemäss IFRS 4 * 0 3'588 –100.0

Kundenforderungen aus Versicherungsverträgen gemäss IAS 39 * 0 62'804 –100.0

Wertberichtigungen für Kreditrisiken –182'179 –131'964 38.1

Total Kundenausleihungen 10'327'445 9'874'584 4.6

* Die Forderungen stellen Forderungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte dar

und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

Übersicht über die Deckungsarten netto

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Hypothekarische Deckung 8'810'010 8'231'162 7.0

Andere Deckung 1'164'447 1'198'814 –2.9

Ohne Deckung 352'988 444'608 –20.6

Total 10'327'445 9'874'584 4.6

116

117

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


Wertberichtigungen für Kreditrisiken

Hypothekar- Übrige

in Tausend CHF forderungen Forderungen Total

Stand am 1. Januar 2011 30'405 101'559 131'964

Abschreibungen von Ausleihungen / Zweckkonforme Verwendung –372 –22'293 –22'665

Eingänge auf bereits abgeschriebenen Ausleihungen / Gefährdete Zinsen 114 3'716 3'830

Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 22'245 99'389 121'634

Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung –23'892 –32'983 –56'875

Währungsumrechnung und übrige Anpassungen 0 4'291 4'291

Stand am 31. Dezember 2011 28'500 153'679 182'179

Stand am 1. Januar 2010 33'685 76'370 110'055

Abschreibungen von Ausleihungen / Zweckkonforme Verwendung –300 –4'135 –4'435

Eingänge auf bereits abgeschriebenen Ausleihungen / Gefährdete Zinsen 55 3'435 3'490

Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 11'755 46'914 58'669

Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung –14'790 –21'025 –35'815

Währungsumrechnung und übrige Anpassungen 0 0 0

Stand am 31. Dezember 2010 30'405 101'559 131'964

16 Handelsbestände

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Schuldtitel

börsenkotierte 3'502 7'615 –54.0

nicht börsenkotierte 498 0

Total Schuldtitel 4'000 7'615 –47.5

Beteiligungstitel

börsenkotierte 133 127 4.7

nicht börsenkotierte 246 60 310.0

Total Beteiligungstitel 379 187 102.7

Total Handelsbestände 4'379 7'802 –43.9


17 Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Bilanzgeschäft

werden Zinsswaps abgeschlossen. Dabei handelt es sich um

Fair Value Hedges. Darüber hinaus werden derivative Finanzinstrumente

hauptsächlich im Rahmen des Kundengeschäftes

eingesetzt. Dabei wird sowohl mit standardisierten als auch

mit OTC-Derivaten auf Rechnung des Kunden gehandelt. Als

Gegenparteien dienen Schweizer Banken mit hoher Bonität.

Eine Market-Maker-Tätigkeit wird nicht ausgeübt. In geringem

Umfang kommen derivative Finanzinstrumente auch bei der

Bewirtschaftung des bankeigenen Wert schrif ten portfolios

zum Einsatz.

Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit

bis 3 3 bis 12 1 bis 5 über 5 Total

Monate Monate Jahre Jahre Total Kontraktin

Tausend CHF PW NW PW NW PW NW PW NW PW NW volumen

31. 12. 2011

Zinsinstrumente

Trading-Swaps 404 218 3'678 205 9'127 12'200 0 24'174 13'209 36'797 1'158'840

Fair Value Hedge 0 0 0 0 0 3'228 0 13'231 0 16'459 114'790

Termingeschäfte 0 1'678 0 101 0 0 0 0 0 1'779 8'629

Devisen

Terminkontrakte 54'066 53'285 24'157 23'520 802 806 0 0 79'025 77'611 5'972'284

Optionen (OTC) 13'982 13'982 15'998 15'998 0 0 0 0 29'980 29'980 335'763

Edelmetalle

Terminkontrakte 1'076 1'087 1'390 1'366 0 0 0 0 2'466 2'453 39'187

Optionen (OTC) 74 74 85 85 0 0 0 0 159 159 4'287

Beteiligungstitel / Indizes

Optionen (OTC)

Total derivative

1'149 1'149 0 0 0 0 0 0 1'149 1'149 71'060

Finanzinstrumente 70'751 71'473 45'308 41'275 9'929 16'234 0 37'405 125'988 166'387 7'704'840

31. 12. 2010

Zinsinstrumente

Trading-Swaps 0 0 12'103 178 6'682 7'779 4'701 11'369 23'486 19'326 1'429'740

Fair Value Hedge 0 769 0 0 4'978 715 0 3'382 4'978 4'866 305'000

Termingeschäfte 5 433 0 121 0 0 0 0 5 554 34'464

Devisen

Terminkontrakte 75'165 73'282 22'229 21'416 312 297 0 0 97'706 94'995 5'454'465

Optionen (OTC) 19'339 19'339 19'895 19'895 0 0 0 0 39'234 39'234 433'411

Edelmetalle

Terminkontrakte 14 13 0 0 0 0 0 0 14 13 540

Optionen (OTC) 29 29 209 209 0 0 0 0 238 238 8'833

Beteiligungstitel / Indizes

Optionen (OTC)

Total derivative

3'135 3'135 0 0 0 0 0 0 3'135 3'135 137'234

Finanzinstrumente 97'687 97'000 54'436 41'819 11'972 8'791 4'701 14'751 168'796 162'361 7'803'687

PW: Positive Wiederbeschaffungswerte

NW: Negative Wiederbeschaffungswerte

118

119

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


18 Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Schuldtitel

börsenkotierte 512'693 619'246 –17.2

nicht börsenkotierte 34'835 19'810 75.8

Total Schuldtitel 547'528 639'056 –14.3

Beteiligungstitel

börsenkotierte 39'712 15'143 162.2

nicht börsenkotierte 350'714 309'380 13.4

Total Beteiligungstitel 390'426 324'523 20.3

Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen *

gemäss IFRS 4 0 58'542 –100.0

gemäss IAS 39 0 2'705'828 –100.0

Total Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen 0 2'764'370 –100.0

Total Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 937'954 3'727'949 –74.8

* Die Finanzanlagen stellen Finanzanlagen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte dar

und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

19 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Name Sitz Tätigkeit Beteiligung in %

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar 5'115 267'411 –98.1

Zugänge 25 0

Abgänge * –5'300 –259'276 –98.0

Nicht realisierte Kurserfolge 0 7'077 –100.0

Realisierte Kurserfolge 0 –8'611 –100.0

Anteil am Gewinn / Verlust 190 –1'486

2011 2010

Elips Life AG * Vaduz Versicherungsgesellschaft 0.00 48.00

Data Info Services AG Vaduz Dienstleistungsgesellschaft 50.00 0.00

Stand am 31. Dezember Total Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 30 5'115 –99.4

Details zu Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Name Sitz Tätigkeit Beteiligung in %

Elips Life AG * Vaduz Versicherungsgesellschaft 48.00

in Tausend CHF 2011 2010

Vermögenswerte 0 15'249

Verbindlichkeiten 0 538

Geschäftsertrag 0 3'812

Ergebnis 0 –3'096

* Die Elips Life AG wurde im Jahr 2011 verkauft.


Name Sitz Tätigkeit Beteiligung in %

Data Info Services AG Vaduz Dienstleistungsgesellschaft 50.00

in Tausend CHF 2011

Vermögenswerte 71

Verbindlichkeiten 12

Geschäftsertrag 1'095

Ergebnis 9

20 Liegenschaften und übrige Sachanlagen

sowie als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften

Total Als Finanz-

Liegen- investitionen

schaften und gehaltene

Übrige übrige Liegenin

Tausend CHF Liegenschaften Sachanlagen Sachanlagen schaften

Stand am 1. Januar 2010

Anschaffungskosten 226'185 68'914 295'099 39'777

Kumulierte Abschreibungen –86'535 –56'231 –142'766 –10'419

Buchwert netto 139'650 12'683 152'333 29'358

Geschäftsjahr 2010

Eröffnungsbuchwert netto 139'650 12'683 152'333 29'358

Zugänge 11'862 14'079 25'941 0

Umbuchungen Anschaffungskosten 11'833 79 11'912 –11'912

Umbuchungen Abschreibungen –5'066 –55 –5'121 5'121

Abgänge inklusive Ausbuchungen * –1'200 –6'739 –7'939 –265

Auflösung von Abschreibungen * 0 6'806 6'806 24

Abschreibungen –7'149 –6'065 –13'214 –126

Endbuchwert netto 149'930 20'788 170'718 22'200

Stand am 31. Dezember 2010

Anschaffungskosten 248'680 76'333 325'013 27'600

Kumulierte Abschreibungen –98'750 –55'545 –154'295 –5'400

Buchwert netto 149'930 20'788 170'718 22'200

Geschäftsjahr 2011

Eröffnungsbuchwert netto 149'930 20'788 170'718 22'200

Zugänge 19'924 5'316 25'240 1'307

Abgänge inklusive Ausbuchungen * 0 –168 –168 –342

Auflösung von Abschreibungen * 0 0 0 42

Abschreibungen –6'668 –9'070 –15'738 –117

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 –1'528 –1'528 0

Endbuchwert netto 163'186 15'338 178'524 23'090

Stand am 31. Dezember 2011

Anschaffungskosten 268'604 76'248 344'852 28'565

Kumulierte Abschreibungen –105'418 –60'910 –166'328 –5'475

Buchwert netto 163'186 15'338 178'524 23'090

* Beinhaltet Ausbuchungen von vollständig abgeschriebenem Vermögen.

120

121

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


Zusatzangaben

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Brandversicherungswert der Liegenschaften 278'303 266'383 4.5

Brandversicherungswert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 9'986 10'829 –7.8

Brandversicherungswert der übrigen Sachanlagen 74'607 73'332 1.7

Fair Value der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 23'646 23'585 0.3

Mietertrag der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 213 281 –24.2

Mietaufwendungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 101 178 –43.3

Es bestehen keine Sachanlagen aus Finance Leasing.

Zukünftige Netto-Verpflichtungen aus Operating Leasing

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Restlaufzeit bis 1 Jahr 4'338 3'301 31.4

Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 8'165 8'348 –2.2

Restlaufzeit über 5 Jahre 11'209 12'813 –12.5

Total zukünftige Netto-Verpflichtungen aus Operating Leasing 23'712 24'462 –3.1

Im Geschäftsaufwand sind für das Geschäftsjahr 2011Tausend CHF 5'041 und für das Geschäftsjahr

2010 Tausend CHF 4'426 aus Operating Leasing enthalten. Per Ende 2011 bestehen verschiedene

Operating-Lea sing-Verträge für Liegenschaften und übrige Sachanlagen, welche für die

Ausübung der Geschäftstätigkeit der LLB-Gruppe genutzt werden. Die wesentlichen Leasingverträge

enthalten Ver längerungs optio nen und Ausstiegsklauseln.

Zukünftige Netto-Forderungen aus Operating Leasing

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Restlaufzeit bis 1 Jahr 404 329 22.8

Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1'500 409 266.7

Restlaufzeit über 5 Jahre 655 1'760 –62.8

Total zukünftige Netto-Forderungen aus Operating Leasing 2'559 2'499 2.4

Im Übrigen Erfolg sind für das Geschäftsjahr 2011 Tausend CHF 1'374 und für das

Geschäftsjahr 2010 Tausend CHF 1'250 aus Operating Leasing enthalten.


21 Goodwill und andere immaterielle Anlagen

Andere

immaterielle

in Tausend CHF Goodwill Anlagen Software Total

Stand am 1. Januar 2010

Anschaffungskosten 170'421 112'374 76'211 359'006

Kumulierte Amortisationen –26'261 –30'497 –15'978 –72'736

Buchwert netto 144'160 81'877 60'233 286'270

Geschäftsjahr 2010

Eröffnungsbuchwert netto 144'160 81'877 60'233 286'270

Zugänge 0 0 36'611 36'611

Abgänge inklusive Ausbuchungen 0 0 –423 –423

Auflösung von Abschreibungen 0 0 168 168

Amortisationen 0 –8'124 –8'176 –16'300

Endbuchwert netto 144'160 73'753 88'413 306'326

Stand am 31. Dezember 2010

Anschaffungskosten 170'421 112'374 112'399 395'194

Kumulierte Amortisationen –26'261 –38'621 –23'986 –88'868

Buchwert netto 144'160 73'753 88'413 306'326

Geschäftsjahr 2011

Eröffnungsbuchwert netto 144'160 73'753 88'413 306'326

Zugänge 0 0 13'961 13'961

Abgänge inklusive Ausbuchungen 0 0 –10 –10

Auflösung von Abschreibungen 0 0 0 0

Amortisationen 0 –8'084 –12'238 –20'322

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –76'897 –22'280 –1'156 –100'333

Endbuchwert netto 67'263 43'389 88'970 199'622

Stand am 31. Dezember 2011

Anschaffungskosten 93'524 71'050 119'192 283'766

Kumulierte Amortisationen –26'261 –27'661 –30'222 –84'144

Buchwert netto 67'263 43'389 88'970 199'622

Goodwill

Der Goodwill ist den identifizierten Zahlungsmittel generierenden

Einheiten (CGUs) des Konzerns nach Segmenten zugeordnet.

in Tausend CHF 2011 2010

Markt Inland 55'620 55'620

Markt International 11'643 88'540

Markt Institutionelle 0 0

Corporate Center 0 0

Total 67'263 144'160

122

123

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


Der erzielbare Betrag einer CGU bestimmt sich aus dem operativen

Nutzungswert und dem überschüs sigen Eigenkapital.

Diese Be rech nungen basieren auf den Daten per 31. Dezember

2011 und auf prognostizierten Cashflows, die aus der vom

Annahmen bei der Berechnung des Nutzungswertes

Markt

Markt

Interin

Prozent Inland national

Cashflow im Verhältnis zum Geschäftsertrag (durchschnittlicher Planwert) 23.6 % 14.3 %

Durchschnittliche Wachstumsrate zur Extrapolation von Cashflows ausserhalb des Planungszeitraums 4.5 % 3.1 %

Diskontierungszins 6.0 % 8.5 %

Das Management hat die Erträge und Aufwendungen, basierend

auf Entwicklungen in der Ver gangen heit und Erwartungen

bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung sowie

der strategischen Ent wick lung, bestimmt. Die durchschnittliche

Wachstumsrate deckt sich mit Voraus sagen aus der

In dus trie. Der Diskontierungszins, welcher zur Diskontierung

der Cashflows herangezogen wird, ist ein Eigenkapitalkostensatz

und reflektiert die spezifischen Risiken der betreffenden

Segmente. Die Analyse der Werthaltigkeit des Goodwills hat

ergeben, dass keine Wertminderung vorliegt.

Sensitivitäts-Analyse

Management verabschiedeten Fünf-Jahres-Planung ab geleitet

wurden. Cashflows nach diesem Fünf-Jahres-Zeitraum werden

mit einer durchschnitt lichen Wachstumsrate extrapoliert.

Für die Analyse trifft der Konzern Einschätzungen und Annahmen,

welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten

Schätzun gen werden naturgemäss in den seltensten

Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen.

Folgende Übersicht gibt über das sig nifikante Risiko

in Form einer Anpassung der Buch werte innerhalb des

nächsten Geschäftsjahres Auskunft.

Tatsächlicher Wert Wertminderung

zu geplantem Wert Goodwill

Markt

Markt Inter-

Inland national

Cashflow vor Steuern –10.0 % keine keine

Diskontierungszins +10.0 % keine keine

Wenn in der Folge der Cashflow vor Steuern höher oder der

Diskontierungszinssatz niedriger wäre als vom Management

geschätzt, kann eine bereits vorgenommene ausserplanmässige

Abschrei bung (Wertminderung) des Goodwills nicht mehr

rückgängig gemacht werden.

Andere immaterielle Anlagen

Unter andere immaterielle Anlagen sind Kundenbeziehungen

und Markenwerte aktiviert. Diese werden über eine Zeitperiode

von zehn bis fünfzehn Jahren linear amortisiert. Die

geschätzten aggregierten Amortisationen auf andere immaterielle

Anlagen belaufen sich auf:

in Tausend CHF

2012 5'117

2013 5'117

2014 5'117

2015 5'116

2016 3'719

2017 und danach 19'203

Total 43'389


22 Übrige Aktiven

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Abwicklungskonten 10'566 69'187 –84.7

Mehrwertsteuer und andere Steuerforderungen 3'069 3'120 –1.6

Edelmetallbestand 21'151 15'089 40.2

Forderungen aus Rückversicherungen * 0 18'753 –100.0

Total übrige Aktiven 34'786 106'149 –67.2

* Die Forderungen stellen Forderungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte dar

und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

23 Zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oder

abgetretene Aktiven und Aktiven unter Eigentumsvorbehalt

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Effektive Effektive

Bilanzwert Verpflichtung Bilanzwert Verpflichtung

Finanzanlagen 57'421 0 78'741 0

Forderungen gegenüber Banken 0 0 7'531 7'531

Hypothekarforderungen 953'497 636'644 946'806 711'237

Total verpfändete Aktiven 1'010'918 636'644 1'033'078 718'768

Die Finanzanlagen sind für Lombardlimiten bei National- und

Zentralbanken, für Börsen kautionen und zur Sicherstellung der

Ge schäfts tätigkeit der Auslandsorganisationen gemäss lokalen

gesetz lichen Vorschriften verpfändet.

24 Verpflichtungen gegenüber Banken

Die Forderungen gegenüber Banken sowie die Hypothekarforderungen

sind zur Sicherstellung von Darlehen sowie

Pfandbriefdarlehen verpfändet.

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Täglich fällig 251'924 157'307 60.1

Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 343'181 232'157 47.8

Total Verpflichtungen gegenüber Banken 595'105 389'464 52.8

25 Verpflichtungen gegenüber Kunden

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Täglich fällig 8'902'512 8'229'651 8.2

Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2'425'853 2'672'218 –9.2

Spargelder 4'441'393 4'024'280 10.4

Total Verpflichtungen gegenüber Kunden 15'769'758 14'926'149 5.7

26 Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen *

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar 99'524 132'887 –25.1

Neu ausgegebene Versicherungsverträge 24'728 3'082 702.3

Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –63'163 –237

Performanceveränderung –4'176 –21'921 –80.9

Veränderung versicherungstechnische Rückstellung –6'857 –14'287 –52.0

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –50'056 0

Stand am 31. Dezember 0 99'524 –100.0

* Die Verpflichtungen stellen Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

dar und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

124

125

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


27 Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet *

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar 2'857'146 3'398'267 –15.9

Neu ausgegebene Versicherungsverträge 108'026 67'265 60.6

Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –1'613'946 –47'452

Performanceveränderung –97'368 –560'934 –82.6

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –1'253'858 0

Stand am 31. Dezember 0 2'857'146 –100.0

* Die Verpflichtungen stellen Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

dar und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

28 Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Wandelanleihen * 0 270'141 –100.0

Kassenobligationen ** 612'712 635'918 –3.6

Pfandbriefdarlehen 636'644 711'237 –10.5

Total ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'249'356 1'617'296 –22.8

* Am 12. April 2006 gab die Liechtensteinische Landesbank AG eine Wandelanleihe in der Höhe von Tausend CHF 270'000 aus.

Die Anleihe wurde im April 2011 fällig. Der Wandelpreis betrug CHF 117.75. Es erfolgten keine Wandlungen.

** Die durchschnittliche Verzinsung betrug per 31. Dezember 2011 1.56 Prozent und per 31. Dezember 2010 1.96 Prozent.

29 Latente Steuern

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Latente Steuerforderungen

Steuerliche Verlustvorträge 4'738 4'738 0.0

Liegenschaften und Sachanlagen 4'081 4'081 0.0

Übrige 18'778 15'318 22.6

Total latente Steuerforderungen 27'597 24'137 14.3

Latente Steuerverpflichtungen

Wertberichtigungen für Kreditrisiken 17 17 0.0

Immaterielle Werte 8'395 13'448 –37.6

Liegenschaften 538 675 –20.3

Finanzinstrumente 11'159 6'386 74.7

Übrige Rückstellungen 10'701 17'788 –39.8

Total latente Steuerverpflichtungen 30'810 38'314 –19.6

Veränderung latenter Steuern netto

Stand am 1. Januar 10'462 30'996 –66.2

Erfolgsneutrale Veränderung –4'468 633

Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 9'255 4'655 98.8

Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung –12'036 –22'107 –45.6

Stand am 31. Dezember 3'213 14'177 –77.3

Per 31. Dezember 2011 bestehen temporäre Differenzen von

Tausend CHF 10'869, die nicht als latente Steuerforderungen

verbucht sind und welche zukünftig mit potenziellen steuerlichen

Berichtigungen verrechnet werden könnten (Vorjahr:

Tausend CHF 7'836).

Im Allgemeinen können steuerliche Verluste in der Schweiz

für sieben Jahre, im Fürstentum Liechtenstein und in Österreich

unbegrenzt vorgetragen werden. Die steuerlichen Verlust-

vorträge, die nicht per 31. Dezember 2011 als latente Steueransprüche

berücksichtigt worden sind, und innerhalb der nächsten

sieben Jahre verfallen werden, betragen Tausend CHF 7'006

(Vorjahr: Tausend CHF 5'705).

Die latenten Steuern sind begründet durch temporäre

Differenzen aufgrund unterschiedlicher Bewertungen zwischen

IFRS- und steuerrechtlichem Abschluss.


30 Übrige Verpflichtungen

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Passive Kassenobligationen 826 690 19.7

Nicht eingelöste Coupons 14 10 40.0

Abgabekonten 12'441 9'758 27.5

Kreditoren 12'335 15'016 –17.9

Abwicklungskonten 10'708 11'861 –9.7

Verpflichtungen aus Vorsorgeplänen 108'651 80'378 35.2

Ferien / Gleitzeit 6'755 7'851 –14.0

Verpflichtungen aus anderen langfristig fälligen Leistungen 7'031 7'318 –3.9

Kaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen * 0 93'412 –100.0

Total übrige Verpflichtungen 158'761 226'294 –29.8

* Die Verbindlichkeiten stellen Verbindlichkeiten von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

dar und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

31 Rückstellungen

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar 1'887 1'598 18.1

Zweckkonforme Verwendung –1'493 –154 869.5

Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 8'227 531

Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung 0 –88 –100.0

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –2'750 0

Stand am 31. Dezember 5'871 1'887 211.1

Rückstellungen für operationelle Risiken * 5'871 1'887 211.1

Total 5'871 1'887 211.1

* Im Wesentlichen handelt es sich um Rückstellungen für Rechts- und Prozessrisiken.

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Kurzfristige Rückstellungen 2'676 1'137 135.4

Langfristige Rückstellungen 3'195 750 326.0

Total 5'871 1'887 211.1

32 Pendente Rechtsfälle

Die LLB-Gruppe ist im Rahmen des normalen Geschäftsganges

in verschiedene rechtliche Verfahren involviert. Sie nimmt für

laufende und drohende Verfahren Rückstellungen vor, wenn

nach Mei nung der zuständigen Spezialisten Zahlungen beziehungsweise

Verluste seitens der Gruppengesellschaf ten wahrscheinlich

sind und wenn deren Betrag abgeschätzt werden

kann. Alle Rück stel lungen für Prozessrisiken sind in der Position

Rück stellungen in der Konzernbilanz enthalten.

Die Bank wurde informiert, dass das US Department of

Justice das Verhalten von gewissen Banken inklusive der

33 Aktienkapital

31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Anzahl Inhaberaktien (bewilligt und voll einbezahlt) 30'800'000 30'800'000 0.0

Nominalwert pro Inhaberaktie (in CHF) 5 5 0.0

Gesamtnominalwert (in Tausend CHF) 154'000 154'000 0.0

126

127

Liechtensteinischen Landesbank untersucht. Dabei wird im

Zusammenhang mit früheren oder gegenwärtigen US-Kunden

abgeklärt, ob von diesen Banken US Recht, im Speziellen US

Steuerrecht und Wertschriftenvorschriften, eingehalten wurde.

Die Risiken sind gegenwärtig weder beurteil- noch quantifizierbar.

Jahresrechnung

Die Bank hat die Risiken bezüglich des grenzüberschreitenden

Geschäfts im Zusammenhang mit US Kunden untersucht

und ist zum Schluss gekommen, dass im gegenwärtigen Zeitpunkt

keine Rückstellungen nötig sind. Konsolidierte

i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


34 Eigene Aktien

35 Kapitalreserven

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar 49'479 49'744 –0.5

Veränderung eigene Aktien –21 –265 –92.1

Stand am 31. Dezember 49'458 49'479 0.0

36 Gewinnreserven

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar 1'686'949 1'684'453 0.1

Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht 10'954 102'806 –89.3

Dividende der LLB AG –96'636 –96'900 –0.3

Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 –2'000 0.0

Zuwendung an die LLB-Zukunftsstiftung –3'000 0

Dividenden an Minderheiten –1'283 –1'413 –9.2

Übrige Veränderungen –89 3

Stand am 31. Dezember 1'594'895 1'686'949 –5.5

37 Sonstige Reserven

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar –18'672 –22'274 –16.2

Währungsumrechnung –922 –3'040 –69.7

Vermögenseingang IAS 19 2'000 2'000 0.0

Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 (nach Steuern) –34'072 4'642

Stand am 31. Dezember –51'666 –18'672 176.7

38 Minderheitsanteile

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Stand am 1. Januar 99'690 97'122 2.6

Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 (nach Steuern) –1'420 –581 144.4

Dividende / Nennwertreduktion Minderheiten –2'366 –2'336 1.3

Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 801 –189

in Tausend

Anzahl CHF

Stand am 1. Januar 2010 2'288'683 199'704

Käufe 46'261 2'895

Verkäufe –60'444 –4'212

Stand am 31. Dezember 2010 * 2'274'500 198'387

Käufe 140'780 10'615

Verkäufe –36'204 –2'823

Stand am 31. Dezember 2011 * 2'379'076 206'179

* Für die Erfolgsbeteiligung des Geschäftsjahres 2011 (Zahlung im 2012) wurden 5'300 Stück beziehungsweise

Tausend CHF 237 mit den eigenen Aktien verrechnet (Vorjahr: 25'500 Stück bzw. Tausend CHF 1'767).

Minderheitsanteile am Konzernergebnis 4'451 5'674 –21.6

Stand am 31. Dezember 101'156 99'690 1.5


39 Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 +/– %

Level 1

Handelsbestände 3'635 7'742 –53.0

Derivative Finanzinstrumente 0 0

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 552'405 856'677 –35.5

davon Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen * 0 222'288 –100.0

Total Level 1 556'040 864'419 –35.7

Level 2

Handelsbestände 744 60

Derivative Finanzinstrumente 125'988 168'796 –25.4

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 385'549 1'203'832 –68.0

davon Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen * 0 874'642 –100.0

Total Level 2 512'281 1'372'688 –62.7

Level 3

Handelsbestände 0 0

Derivative Finanzinstrumente 0 0

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 1'667'440 –100.0

davon Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen * 0 1'667'440 –100.0

Total Level 3 0 1'667'440 –100.0

Total Aktiven 1'068'321 3'904'547 –72.6

Level 1

Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 222'288 –100.0

davon finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen * 0 222'288 –100.0

Derivative Finanzinstrumente 0 0

Total Level 1 0 222'288 –100.0

Level 2

Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 967'418 –100.0

davon finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen * 0 967'418 – 100.0

Derivative Finanzinstrumente 166'387 162'361 2.5

Total Level 2 166'387 1'129'779 –85.3

Level 3

Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 1'667'440 –100.0

davon finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen * 0 1'667'440 –100.0

Derivative Finanzinstrumente 0 0

Total Level 3 0 1'667'440 –100.0

Total Passiven 166'387 3'019'507 –94.5

* Die Finanzanlagen und finanziellen Verpflichtungen sind aus von zur Veräusserung gehaltene

langfristige Vermögenswerte und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten keine wesentlichen Transfers zwischen Level 1 und Level 2 Finanzinstrumenten.

128

129

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


Bewegungen von Level-3-Finanzinstrumenten *

in Tausend CHF Aktiven Passiven

Finanzanlagen,

Finanzielle

Verpflichtungen,

erfolgswirksam zum erfolgswirksam zum

Fair Value bewertet Fair Value bewertet

Stand am 31. Dezember 2009 2'074'354 2'074'354

Gewinne / Verluste –413'146 –413'146

Käufe 3'994 3'994

Verkäufe 0 0

Neu ausgegebene Versicherungsverträge 4'688 4'688

Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –9'396 –9'396

In Level 3 transferiert (aus Level 2) 6'946 6'946

Stand am 31. Dezember 2010 1'667'440 1'667'440

Gewinne / Verluste –410'377 –410'377

Käufe 22'489 22'489

Verkäufe –10'706 –10'706

Neu ausgegebene Versicherungsverträge 12'531 12'531

Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –1'327'853 –1'327'853

In Level 3 transferiert (aus Level 2) 143'446 143'446

Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –96'970 –96'970

Stand am 31. Dezember 2011 0 0

* Es bestehen keine Risiken aus Level-3-Positionen.

Level 1: Der Fair Value von kotierten Wertpapieren und Derivaten

in den Handelsbeständen und Finanzanlagen wird anhand

von Marktnotierungen an einem aktiven Markt bestimmt.

Level 2: Falls keine Marktnotierungen verfügbar sind, wird der

Fair Value anhand von Bewertungsmethoden oder Modellen

bestimmt. Die zugrunde liegenden Annahmen werden durch

beobachtbare Marktpreise und andere Marktnotierungen

gestützt.

40 Zur Veräusserung gehaltene

langfristige Vermögenswerte

Die swisspartners Investment Network AG, an welcher die

Liechtensteinische Landesbank AG mit 67 Prozent beteiligt ist,

ist ein unabhängiger schweizerischer Vermögensverwalter. Es

wird beabsichtigt, diese Beteiligung im ersten Halbjahr 2012

zu veräussern. Erste Gespräche mit möglichen Interessenten

wurden bereits aufgenommen. Die Verkaufsabsicht der

Level 3: Für die restlichen Finanzinstrumente sind weder Marktnotierungen

noch Bewertungsmethoden oder -modelle, welche

auf Marktpreisen beruhen, verfügbar. Für diese Instrumente

werden eigene Bewertungsmodelle oder -methoden verwendet.

in Tausend CHF 31. 12. 2011

Aktiven

Forderungen gegenüber Banken 176'360

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 1'132'363

Übrige Aktiven 164'578

Total Aktiven 1'473'301

Fremdkapital

Beteiligung ist Ausdruck der Fokussierung auf das Kerngeschäft

der LLB-Gruppe. Die Vermögenswerte und Verpflichtungen

der swisspartners Investment Network AG sind per 31. Dezember

2011 als «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte»

klassifiziert und als solche in der Jahresrechnung

2011 der LLB-Gruppe ausgewiesen.

Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 50'056

Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 1'253'858

Übrige Verpflichtungen 134'322

Total Fremdkapital 1'438'236


Anmerkungen zu den konsolidierten

Ausserbilanzgeschäften

Eventualverpflichtungen und -forderungen

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Kreditsicherungsgarantien und Ähnliches 42'222 65'977 –36.0

Gewährleistungsgarantien und Ähnliches 71'980 61'816 16.4

Total Eventualverpflichtungen 114'202 127'793 –10.6

Kreditrisiken

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Unwiderrufliche Zusagen 139'057 183'791 –24.3

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 8'894 –0.5

Total Kreditrisiken 147'909 192'685 –23.2

Treuhandgeschäfte

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Treuhandanlagen bei Drittbanken 615'107 1'269'791 –51.6

Treuhandkredite 382'745 382'775 0.0

Andere treuhänderische Finanzgeschäfte 407'290 401'754 1.4

Total Treuhandgeschäfte 1'405'142 2'054'320 –31.6

Darlehensgeschäfte und Pensionsgeschäfte mit Wertpapieren

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Effektive Effektive

Bilanzwert Verpflichtung Bilanzwert Verpflichtung

Im Rahmen von Securities Lending ausgeliehene oder von Securities Borrowing

als Sicherheit gelieferte Wertpapiere im eigenen Besitz

davon, bei denen das Recht zur Weiterveräusserung

999 999 0 0

oder Verpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde

Im Rahmen von Securities Lending als Sicherheiten oder von Securities

Borrowing geborgte Wertpapiere, bei denen das Recht zur Weiterveräusserung

999 999 0 0

oder Weiterverpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde 0 1'385'803 0 1'494'950

davon weiterverpfändete oder weiterverkaufte Wertpapiere 0 1'385'803 0 1'494'950

130

131

Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zu den konsolidierten Ausserbilanzgeschäften


Vorsorgepläne und andere

langfristig fällige Leistungen

In Übereinstimmung mit den jeweiligen rechtlichen Gegebenheiten

verfügt die LLB-Gruppe über eine Reihe von Vorsorgeplänen,

welche die meisten Mitarbeitenden im Falle von Tod,

Invalidität und Pensionierung versichern. Unter diesen Plänen

befinden sich sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte

Vorsorgepläne. Daneben bestehen Pläne für Dienstjubiläen,

welche sich als andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer

qualifizieren.

Bei den meisten Vorsorgeplänen beteiligen sich die Mitarbeitenden

mit Beitragszahlungen, die von der LLB-Gruppe

durch entsprechende Beiträge ergänzt werden. Die Finanzierung

erfolgt in Übereinstimmung mit den lokalen gesetzlichen

und steuerlichen Bestimmungen.

Die in den folgenden Tabellen gezeigten Werte beinhalten die zur Veräusserung gehaltenen langfristigen

Vermögenswerte. Folgende Beträge wurden in der Erfolgsrechnung als Personalaufwand erfasst:

in Tausend CHF Vorsorgepläne

Andere

langfristig

fällige

Leistungen

2011 2010 2011 2010

Laufender Dienstzeitaufwand –15'344 –17'941 –772 –1'073

Zinsaufwand der Verpflichtungen –12'041 –12'774 –186 –245

Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 13'368 13'667 0 0

Erfasste versicherungsmathematische (Verluste) / Gewinne 0 0 –300 1'731

Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 353 746 0 0

Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne –13'664 –16'302 –1'258 413

Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen für beitragsorientierte Pläne –121 –37 0 0

Tatsächliche Erträge auf dem Planvermögen –1'281 10'953 0 0

Die folgende Zusammenstellung zeigt die in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung

erfassten Gewinne und Verluste:

Die Vorsorgeleistungen basieren auf den Versicherungsjahren,

dem Alter, dem versicherten Lohn und teilweise auf dem

angesparten Kapital. Das Vermögen der Vorsorgepläne ist

in von der Unternehmung getrennte Stiftungen oder an Versicherungen

ausgesondert und kann nicht an den Arbeitgeber

zurückfliessen.

Die Berechnungen der Vorsorgeverpflichtungen für leis -

tungsorientierte Pläne erfolgte mittels der «Projected Unit

Credit Method». Bei einigen Vorsorgeplänen wurde aufgrund

der Ausgestaltung der Altersleistungen die «Traditional Unit

Credit Method» angewendet. Die letzten aktuariellen Bewertungen

wurden per 31. Dezember 2011 respektive 31. Dezember

2010 vorgenommen.

Die aktuariellen Gewinne und Verluste werden direkt im

Eigenkapital erfasst.

in Tausend CHF Vorsorgepläne

2011 2010

Stand am 1. Januar –52'798 –57'492

Aktuarielle Gewinne / (Verluste) –26'578 7'049

Gewinne / (Verluste) aus Vermögensertrag –14'649 –2'355

Stand am 31. Dezember –94'025 –52'798


Entwicklung der Vorsorgeverpflichtungen

Andere

langfristig

fällige

in Tausend CHF Vorsorgepläne Leistungen

2011 2010 2011 2010

Stand am 1. Januar 447'584 432'269 7'318 8'671

Laufender Dienstzeitaufwand 15'344 17'941 772 1'073

Beiträge der Arbeitnehmer 7'284 7'132 0 0

Zinsaufwand der Verpflichtungen 12'041 12'774 186 245

Rentenzahlungen und netto Freizügigkeitsleistungen –16'933 –14'407 –1'197 –940

Rentenzahlungen durch Arbeitgeber –30 –30 0 0

Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste 26'578 –7'049 300 –1'731

Planänderungen 44 –1'046 0 0

Stand am 31. Dezember 491'912 447'584 7'379 7'318

Entwicklung des Vorsorgevermögens

in Tausend CHF Vorsorgepläne

2011 2010

Stand am 1. Januar 368'757 348'523

Beiträge der Arbeitnehmer 7'284 7'132

Beiträge des Arbeitgebers 15'920 16'197

Rentenzahlungen und netto Freizügigkeitsleistungen –16'933 –14'407

Erwarteter Vermögensertrag 13'368 13'667

Gewinn / (Verlust) aus Vermögensertrag –14'649 –2'355

Stand am 31. Dezember 373'747 368'757

Das Vorsorgevermögen per 31. Dezember 2011 beinhaltet

Aktien der LLB AG mit einem Marktwert von Tausend CHF 10

(per 31. Dezember 2010: Tausend CHF 126) sowie Aktien der

Bank Linth LLB AG mit einem Marktwert von Tausend CHF 88

(per 31. Dezember 2010: Tausend CHF 93). Der für das Geschäftsjahr

2012 erwartete Arbeitgeberbeitrag beläuft sich auf Tausend

CHF 14'265 für die Vorsorgepläne und Tausend CHF 878 für die

anderen langfristig fälligen Leistungen.

Zusammensetzung der in der Bilanz erfassten Nettoschuld

Andere

langfristig

fällige

in Tausend CHF Vorsorgepläne Leistungen

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Barwert der über einen Fonds finanzierten Vorsorgeverpflichtungen 491'711 447'369 0 0

Abzüglich Marktwert des Vermögens 373'747 368'757 0 0

Unter- / (Über-)deckung 117'964 78'612 0 0

Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Vorsorgeverpflichtungen 201 215 7'379 7'318

Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1'154 1'551 0 0

In der Bilanz erfasste Nettoschuld 119'319 80'378 7'379 7'318

132

133

Konsolidierte Jahresrechnung i Vorsorgepläne und andere langfristig fällige Leistungen


Anlagekategorien und erwartete Rendite

in Prozent 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Anteil Anteil

am Gesamt- Erwartete am Gesamt- Erwartete

vermögen Rendite vermögen Rendite

Aktien 18.1 6.40 18.8 6.75

Obligationen 41.6 2.40 42.7 2.75

Immobilien 5.5 4.50 5.9 4.50

Flüssige Mittel und andere Finanzanlagen 34.8 2.40 32.6 2.75

in Prozent 2012 2011

Gewichtete Rendite 3.25 3.60

Die erwarteten Renditen für Obligationen und Aktien basieren auf der Rendite für langfristige

Bun desobligationen und entsprechenden Markterwartungen. Die übrigen erwarteten Renditen

basieren auf Erfahrungswerten.

Gewichtete Durchschnitte der wichtigsten

versicherungstechnischen Annahmen

Bestimmung der Vorsorgeverpflichtungen

Andere

langfristig

fällige

in Prozent Vorsorgepläne Leistungen

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Technischer Zinssatz 2.40 2.75 2.40 2.75

Künftige Gehaltssteigerungen 1.65 2.00 1.20 1.65

Künftige Rentenanpassungen 0.25 0.25

Bestimmung des Jahresaufwandes

in Prozent Vorsorgepläne

Andere

langfristig

fällige

Leistungen

2011 2010 2011 2010

Technischer Zinssatz 2.75 3.00 2.75 3.00

Erwarteter Vermögensertrag 3.60 3.85

Verlauf der Verpflichtungen und des Vermögens

Die folgende Tabelle zeigt die Abweichungen des effektiven vom angenommenen Verlauf

der Verpflichtungen und des Vermögens für die Vorsorgepläne:

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2009 31. 12. 2008 31. 12. 2007

Vorsorgeverpflichtungen 491'711 447'369 432'075 401'860 357'966

Abzüglich Marktwert des Vermögens 373'747 368'757 348'523 300'551 314'962

Unter- / (Über-)deckung 117'964 78'612 83'552 101'309 43'004

Erfahrungsabweichungen der Verpflichtungen 7'261 –6'510 1'733 –555 –5'271

Gewinn / (Verlust) auf dem Vermögen –14'649 –2'355 15'525 –44'741 –9'380


Geschäftsvorfälle mit nahe

stehenden Unternehmen und Personen

Das Land Liechtenstein hielt 2011 unverändert 57.5 Prozent

der LLB-Aktien. Die LLB besass am Ende des Berichtsjahres

7.7 Prozent ihrer eigenen Aktien, 4.5 Prozent hielten Thornburg

Investment Management Inc. und 0.1 Prozent die Mitglieder

des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung. Die übrigen

Aktien befanden sich per 31. Dezember 2011 in Streubesitz.

Vergütungen

Beiträge an Aktienbasierte

in Tausend CHF Honorar fix * Honorar variabel Vorsorgeeinrichtungen Vergütungen Total

2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010

Mitglieder des Verwaltungsrates

Hans-Werner Gassner, Präsident 324 ¹ 295 0 48 45 41 0 0 369 384

Markus Foser, Vizepräsident 133 132 0 36 0 0 0 0 133 168

Markus Büchel, Mitglied 75 66 0 24 0 0 0 0 75 90

Felix Ehrat, Mitglied ab 6. Mai 2011 44 0 0 0 44

Ingrid Hassler-Gerner, Mitglied 91 86 0 24 0 0 0 0 91 110

Siegbert Lampert, Mitglied bis 6. Mai 2011 24 58 0 24 0 0 0 0 24 82

Roland Oehri, Mitglied 81 73 0 24 0 0 0 0 81 97

Konrad Schnyder, Mitglied 54 59 0 24 0 0 0 0 54 83

Total 826 769 0 204 45 41 0 0 871 1'014

Mitglieder der Geschäftsleitung **

Zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen der LLB-

Gruppe gehören: das Land Liech ten stein, assoziierte Gesellschaften,

Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung

sowie deren nächste Angehörige und Unternehmen,

die von diesen Personen entweder durch Mehr heits betei li gung

oder infolge ihrer Rolle als Präsident des Verwaltungsrates

und / oder Vorsitzender der Ge schäfts leitung kontrolliert werden,

sowie eigene Vorsorgestiftungen.

Josef Fehr, Vorsitzender 803 ² 684 0 62 118 116 0 160 921 1'022

Übrige Mitglieder der Geschäftsleitung 1'688 ³ 1'528 0 145 259 238 0 376 1'947 2'287

Total 2'491 2'212 0 207 377 354 0 536 2'868 3'309

* Feste Entschädigung und Sitzungsgelder (für andere als VR-Sitzungen).

** Die Geschäftsleitung besteht aus vier Mitgliedern.

1 Der Präsident erhält für sein 60-Prozent-Pensum (Vorjahr: 50-Prozent-Pensum) eine feste Entschädigung. Er erhält keine Sitzungsgelder.

2 Inklusive reglementarische Entschädigung für 25-Jahr-Dienstjubiläum.

3 Elfried Hasler bis 30. Juni 2011 und Urs Müller ab 1. April 2011.

Ausleihungen Verwaltungsrat

in Tausend CHF Festhypotheken

Variable

Hypotheken Total

Mitglieder des Verwaltungsrates

2011 2010 2011 2010 2011 2010

Hans-Werner Gassner, Präsident 0 0 0 0 0 0

Markus Foser, Vizepräsident 0 0 0 0 0 0

Markus Büchel, Mitglied 1'167 1'218 0 0 1'167 1'218

Felix Ehrat, Mitglied ab 6. Mai 2011 0 0 0

Ingrid Hassler-Gerner, Mitglied 0 0 0 0 0 0

Siegbert Lampert, Mitglied bis 6. Mai 2011 0 0 0 0 0 0

Roland Oehri, Mitglied 0 0 0 0 0 0

Konrad Schnyder, Mitglied 0 0 0 0 0 0

Nahe stehende Personen 1'846 2'503 0 157 1'846 2'660

Total 3'013 3'721 0 157 3'013 3'878

Die Laufzeiten der Festhypotheken betragen per 31. Dezember 2011 zwischen 5 und 59 Monaten (Vorjahr:

zwischen 2 und 41 Monaten) bei Zinssätzen von 1.25 bis 2.625 Prozent p. a. (Vorjahr: 1.25 bis 2.625 %).

134

135

Konsolidierte Jahresrechnung i Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen


Ausleihungen Geschäftsleitung

Variable

in Tausend CHF Festhypotheken Hypotheken Total

Mitglieder der Geschäftsleitung

Die Laufzeiten der Festhypotheken betragen per 31. Dezember 2011 zwischen 4 und 82 Monaten (Vorjahr:

zwischen 16 und 94 Monaten) bei Zinssätzen von 0.95 bis 2.875 Prozent p. a. (Vorjahr: 1.80 bis 2.875 %).

Von den Hypotheken entfallen Tausend CHF 1'526 (Vorjahr: Tausend CHF 1'025) auf den begünstigten

Zinssatz für Personal, der Rest unterliegt dem regulären Kundensatz.

Geschäftsvorfälle

Die LLB-Gruppe wickelt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit auch Bankgeschäfte mit nahe stehenden Unter -

nehmen und Personen ab. Dabei handelt es sich vor allem um Ausleihungen, Einlagen und Dienst leistungs -

geschäfte. Die Volumen dieser Transaktionen, die Bestände und die entsprechenden Einnahmen und Ausgaben

sind unten aufgeführt.

Geschäftsvorfälle mit Organen

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Ausleihungen

Stand am 1. Januar 6'322 6'657 –5.0

Ein- / Austritte von Organen 1'196 0

Im laufenden Jahr gewährte Darlehen 2'030 1'521 33.5

Erhaltene Darlehensrückzahlungen –1'492 –1'856 –19.6

Stand am 31. Dezember 8'056 6'322 27.4

Darlehen wurden im laufenden Jahr an Organe zu Zinssätzen von 0.95 bis 1.90 Prozent (Vorjahr:

1.25 bis 2.375 %) gewährt. Der Fair Value der Deckungen für die neugewährten Darlehen beträgt

Tausend CHF 4'302 (Vorjahr: Tausend CHF 5'336).

Eine Wertberichtigung für die Ausleihungen an Organe war nicht erforderlich.

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Einlagen

Stand am 1. Januar 11'902 11'658 2.1

Veränderung –1'554 244

Stand am 31. Dezember 10'348 11'902 –13.1

Einnahmen und Ausgaben

Zinseinnahmen 194 153 26.8

Zinsausgaben –57 –42 35.7

Übrige Einnahmen * 46 13 253.8

Übrige Ausgaben ** 0 0

Total 183 124 47.6

* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.

** Leistungen im Zusammenhang mit Beratung.

Die LLB-Gruppe hat keine Garantien für Organe gegenüber Dritten gewährt.

2011 2010 2011 2010 2011 2010

Josef Fehr, Vorsitzender 0 0 0 508 0 508

Übrige Mitglieder der Geschäftsleitung 3'498 1'893 137 8 3'635 1'901

Nahe stehende Personen 1'408 0 0 35 1'408 35

Total 4'906 1'893 137 551 5'043 2'444


Aktienbesitz (inkl. nahe stehende Personen)

Anzahl Aktien

2011 2010

Mitglieder des Verwaltungsrates

Hans-Werner Gassner, Präsident 529 529

Markus Foser, Vizepräsident 160 160

Markus Büchel, Mitglied 0 0

Felix Ehrat, Mitglied ab 6. Mai 2011 0

Ingrid Hassler-Gerner, Mitglied 851 851

Siegbert Lampert, Mitglied bis 6. Mai 2011 310

Roland Oehri, Mitglied 500 500

Konrad Schnyder, Mitglied 0 0

Total 2'040 2'350

Mitglieder der Geschäftsleitung

Josef Fehr, Vorsitzender 8'844 9'090

Elfried Hasler, bis 30. Juni 2011 7'180

Roland Matt 5'768 5'435

Kurt Mäder 4'275 2'442

Urs Müller, ab 1. April 2011 4'860

Total 23'747 24'147

Kein Mitglied des Verwaltungsrates oder der Geschäftsleitung verfügt über einen Stimmrechtsanteil

von mehr als 0.1 Prozent.

Geschäftsvorfälle mit dem Land Liechtenstein

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Einlagen

Stand am 1. Januar 269'563 183'036 47.3

Veränderung 13'726 86'527 –84.1

Stand am 31. Dezember 283'289 269'563 5.1

Ausleihungen

Stand am 1. Januar 45 1'993 –97.7

Veränderung 2'123 –1'948

Stand am 31. Dezember 2'168 45

Einnahmen und Ausgaben

Zinsausgaben –280 –197 42.1

Zinseinnahmen 4 1 300.0

Übrige Einnahmen * 492 1'567 –68.6

Übrige Ausgaben ** –418 –412 1.5

Total –202 959

* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.

** Betrifft Abgeltung der Staatsgarantie. Die EFTA-Überwachungsbehörde hat im Juli 2005 entschieden, dass die der LLB

gewährte Staatsgarantie bestehen bleiben kann. Die jährliche Abgeltung für die Staatsgarantie berechnet sich aufgrund

vom EWR-Recht vorgegebener Kriterien sowie der Höhe der tatsächlich gedeckten Spareinlagen und Kassenobligationen.

Diese Regelung gilt mindestens für die nächsten acht Jahre.

Die LLB-Gruppe hat keine Garantien für das Land Liechtenstein gegenüber Dritten gewährt.

136

137

Konsolidierte Jahresrechnung i Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen


Geschäftsvorfälle mit assoziierten Gesellschaften

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Einlagen

Stand am 1. Januar 76 7'882 –99.0

Veränderung –76 –7'806 –99.0

Stand am 31. Dezember 0 76 –100.0

Einnahmen und Ausgaben

Zinsausgaben –1 –25 –96.0

Zinseinnahmen 3 0

Übrige Einnahmen * 7 296 –97.6

Total 9 271 –96.7

* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.

Die LLB-Gruppe hat keine Garantien für assoziierte Gesellschaften gegenüber Dritten gewährt.

Geschäftsvorfälle mit der eigenen Vorsorgeeinrichtung

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Einlagen

Stand am 1. Januar 15'283 11'045 38.4

Veränderung 809 4'238 –80.9

Stand am 31. Dezember 16'092 15'283 5.3

Einnahmen und Ausgaben

Zinsausgaben –298 –219 36.1

Zinseinnahmen 43 2

Übrige Einnahmen * 216 172 25.6

Total –39 –45 –13.3

* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.

Die LLB-Gruppe hat keine Garantien für die eigene Vorsorgeeinrichtung gegenüber Dritten ge währt.


Konsolidierungskreis

Grund-

Konzernbeteiligung

Gesellschaft

Vollkonsolidierte Gesellschaften

Anmerkung Sitz Tätigkeit Währung kapital gem. IFRS Rechtlich

Bank Linth LLB AG Uznach Bank CHF 16'108'060 75.4 74.2

Jura Trust AG Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0

Jura Overseas Limited Tortola, BVI Verwaltungsgesellschaft CHF 150 100.0 100.0

Jura Overseas (Hong Kong) Limited Hongkong Verwaltungsgesellschaft HKD 10'000 100.0 100.0

Jura Management Trust reg. Vaduz Verwaltungsgesellschaft CHF 30'000 100.0 100.0

Nemaru Trust reg. Vaduz Verwaltungsgesellschaft CHF 30'000 100.0 100.0

Jura Asset Controlling Trust reg. Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0

Liechtensteinische Landesbank AG Vaduz Bank CHF 154'000'000 100.0 100.0

Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG Zürich Bank CHF 100'000'000 100.0 100.0

Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG Wien Bank EUR 2'000'000 100.0 100.0

Liechtensteinische Landesbank (Österreich) Holding GmbH Wien Holdinggesellschaft EUR 35'000 100.0 100.0

LLB Beteiligungen AG Uznach Beteiligungsgesellschaft

Vermögensverwaltungs-

CHF 100'000 100.0 100.0

LLB Asset Management AG Vaduz gesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0

LLB Berufliche Vorsorge AG Lachen Vorsorgeeinrichtung CHF 100'000 100.0 100.0

LLB Fondsleitung AG Vaduz Fondsleitungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0

LLB Fund Services AG Vaduz Fondsleitungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0

LLB Holding (Schweiz) AG Zürich Holdinggesellschaft CHF 250'000 100.0 100.0

LLB Services (Schweiz) AG Uznach Dienstleistungsgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0

LLB Invest AGmvK Vaduz Investmentgesellschaft CHF 50'000 100.0 100.0

LLB Linth Holding AG Uznach Holdinggesellschaft CHF 95'328'000 100.0 100.0

LLB Treuhand AG Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0

LLB Qualified Investors AGmvK Vaduz Investmentgesellschaft CHF 50'000 100.0 100.0

Milfolium Management Inc. Tortola, BVI Verwaltungsgesellschaft

Vermögensverwaltungs-

USD 10'000 100.0 100.0

swisspartners Investment Network AG 1 Zürich gesellschaft CHF 500'000 100.0 67.4

swisspartners AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4

swisspartners Wealth Management AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 67.4

SP Management AG 1 Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4

SP Trustees GmbH 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 20'000 100.0 67.4

Arch Capital Partners AG 1 Zürich Investmentgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4

Consulting Partners Ltd. 1 Tortola, BVI Verwaltungsgesellschaft USD 1'000 100.0 67.4

swisspartners Versicherung AG 1 Vaduz Versicherungsgesellschaft

Vermögensverwaltungs-

CHF 6'500'000 100.0 67.4

swisspartners (Liechtenstein) AG 1 Vaduz

Grand Cayman,

gesellschaft CHF 500'000 100.0 67.4

swisspartners Insurance Company SPC Ltd. 1 Cayman Island Versicherungsgesellschaft CHF 3'000'000 100.0 67.4

HQE Trust AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4

Quo Datis AG 1 Zürich Verwaltungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 67.4

swisspartners Wealth Services AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft

Vermögensverwaltungs-

CHF 100'000 100.0 67.4

swisspartners Advisors AG 1 Zürich gesellschaft CHF 1'000'000 100.0 67.4

Terrenia Anstalt Vaduz Verwaltungsgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0

LLB Exclusive Partners I Vaduz Investmentunternehmen

LLB Exclusive Partners II Vaduz Investmentunternehmen

LLB Qualified Investors Strategy One Vaduz Investmentunternehmen

1 Die LLB-Gruppe hält am 31. Dezember 2011 67.4 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmen an der swisspartners Investment Network AG, Zürich (inkl. ihrer

Tochtergesellschaften). Per 31. Dezember 2011 besteht ein Aktionärsbindungsvertrag, in welchem den Aktionären das Recht eingeräumt wird, die restlichen

32.6 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmen an die LLB zu verkaufen. Gleichzeitig haben die Aktionäre der LLB das Recht eingeräumt, die restlichen 32.6 Prozent

des Aktienkapitals und der Stimmen zu kaufen. Aufgrund dieser Put / Call-Kombination sind gemäss IFRS die restlichen 32.6 Prozent des Kapitals und der

Stimmen keine Minderheiten. Somit hat die LLB-Gruppe, ungeachtet der rechtlichen Situation, 100 Prozent des Aktienkapitals zu konsolidieren.

Die Gesellschaften werden in 2011 als zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert.

138

139

Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierungskreis


Konzern-

Grund- beteiligung

Gesellschaft Sitz Tätigkeit Währung kapital gem. IFRS Rechtlich

Änderungen im Konsolidierungskreis 2011

Erstmals vollkonsolidierte Gesellschaften

Keine

Aus dem Konsolidierungskreis

ausgeschiedene Gesellschaften

Keine

Namensänderungen im Geschäftsjahr 2011

Keine

Assoziierte Gesellschaften

Data Info Services AG Vaduz Dienstleistungsgesellschaft CHF 50'000 50.0 50.0


Kundenvermögen

in Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Vermögen in eigenverwalteten Fonds 3'583 3'592 –0.3

Vermögen mit Verwaltungsmandat 7'549 8'591 –12.1

Übrige Kundenvermögen 36'967 37'594 –1.7

Total Kundenvermögen (inkl. Doppelzählungen) 48'099 49'777 –3.4

davon Doppelzählungen 3'184 3'207 –0.7

Netto-Neugeld-Zufluss / -Abfluss 572 2'706 –78.9

Gliederung der Kundenvermögen

in Prozent 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Aufteilung nach Anlagekategorien

Aktien 21.3 18.9

Obligationen 21.1 18.7

Anlagefonds 21.0 28.0

Liquidität 33.0 32.9

Edelmetalle / Übrige 3.6 1.5

Total 100.0 100.0

Aufteilung nach Währungen

CHF 44.2 44.6

EUR 26.8 29.2

USD 21.5 18.7

Übrige 7.5 7.5

Total 100.0 100.0

140

141

Konsolidierte Jahresrechnung i Kundenvermögen


Berechnungsmethode

Als Kundenvermögen gelten alle zu Anlagezwecken verwalteten

oder gehaltenen Kundenvermögen. Darin enthalten sind

grundsätzlich alle Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, Treuhandfestgelder

und alle bewerteten Depotwerte.

Hinzu kommen allenfalls weitere Arten von Kundenvermögen,

die sich aus dem Prinzip des An lage zwecks ableiten

lassen. Custody-Vermögen (ausschliesslich zu Trans ak tionsund

Aufbewah rungs zwecken gehaltene Vermögen) sind nicht

in den Kundenvermögen eingeschlossen.

Vermögen in eigenverwalteten Fonds

Diese Position umfasst die Vermögen in den eigenen Anlagefonds

der LLB-Gruppe.

Vermögen mit Verwaltungsmandat

Bei der Berechnung der Vermögen mit Verwaltungsmandat

werden Wertpapiere, Wertrechte, Edelmetalle, bei Dritten

platzierte Treuhandanlagen zum Marktwert sowie Kundengelder

erfasst. Die Angaben umfassen sowohl bei Konzerngesellschaften

deponierte Werte als auch bei Dritten de ponierte

Werte, für die Konzerngesellschaften ein Verwaltungsmandat

ausüben.

Übrige Kundenvermögen

Bei der Berechnung der übrigen Kundenvermögen werden

Wertpapiere, Wertrechte, Edelmetalle, bei Dritten platzierte

Treuhandanlagen zum Marktwert sowie Kundengelder erfasst.

Die Angaben um fassen Vermögenswerte, für die ein

Administrations- oder Beratungsmandat ausgeübt wird.

Doppelzählungen

Diese Position umfasst Fondsanteile in eigenverwalteten

Fonds, die sich in den Kundendepots mit Vermögensverwaltungsmandat

und den übrigen Kundendepots befinden.

Netto-Neugeld-Zufluss / -Abfluss

Diese Position setzt sich aus Akquisition von Neukunden,

Kundenabgängen sowie dem Zufluss oder Ab fluss bei bestehenden

Kunden zusammen. Performancebedingte Vermögensänderungen

wie Kurs veränderungen, Zinsen- und Dividendenzahlungen

sowie die den Kunden in Rechnung gestellten Zin -

sen, Kommissionen und Spesen gelten nicht als Zufluss oder

Abfluss. Akquisitionsbedingte Ver mö gens änderungen werden

ebenfalls nicht berücksichtigt. Umklassierungen von Custody-

Ver mö gen in die ausgewiesenen Kundenvermögen haben keine

stattgefunden. Im Berichtsjahr wurden CHF 68 Mio. von den

übrigen Kundenvermögen in Custody-Vermögen umklassiert.


3Jahresrechnung der LLB AG, Vaduz

Revisionsbericht 145 i Jahresbericht 146 i Bilanz 147 i Erfolgsrechnung 149

Gewinnverwendung 150 i Anhang zur Jahresrechnung 151

Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit 151 i Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 152

Risikomanagement 154 i Informationen zur Bilanz 155 i Informationen zu den Ausserbilanzgeschäften

166 i Informationen zur Erfolgsrechnung 167

Jahresrechnung


Revisionsbericht

Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung

(Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, Seiten 147 bis

167) und den Jahresbericht (Seite 146) der Liechtensteinischen

Landes bank Aktien gesellschaft für das am 31. Dezember 2011

abge schlos sene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung und den Jahresbericht ist der Verwaltungsrat

verantwortlich, während unsere Aufgabe darin

be steht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen,

dass wir die gesetzlichen Anforde rungen hinsichtlich Befähigung

und Un abhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des liechtensteinischen

Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen

und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der

Jahres rechnung und im Jahresbericht mit angemessener Sicherheit

erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der

Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der

Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung

der mass gebenden Rechnungslegungsgrund sätze, die we sent -

lichen Be wertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung

als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere

Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die Jahres rech nung

ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Ver mögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit

dem liechten steinischen Gesetz. Ferner entsprechen die Buchführung,

die Jahresrechnung und der Jahres be richt sowie der

Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem liechtensteinischen

Ge setz und den Statuten.

Der Jahresbericht steht im Einklang mit der Jahres rechnung.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu

ge neh mi gen.

PricewaterhouseCoopers AG

Roman Berlinger Marco Lechthaler

(Mandatsleiter)

St. Gallen, 5. März 2012

144

145

Jahresrechnung i Revisionsbericht


Jahresbericht

Der Jahresbericht der Liechtensteinischen Landesbank AG,

Vaduz, ist weitgehend aus dem konsolidierten Jahresbericht

der LLB-Gruppe ersichtlich.

Per Bilanzstichtag hielten die Liechtensteinische Landesbank

AG, Vaduz, und deren Tochter gesellschaften insgesamt

2'384'376 Inhaberaktien (Vorjahr: 2'300'000 Inhaberaktien).

Dies entspricht einem Aktienkapitalanteil von 7.7 Prozent

(Vorjahr: 7.5 %). In Bezug auf Bestand und Veränderungen der

eigenen Aktien der Liechtensteinischen Landesbank AG sei

überdies auf den Anhang der entsprechenden Jahresrechnung

verwiesen.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung

vom 4. Mai 2012 eine Dividende von CHF 0.30 pro Inhaberaktie.

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag,

welche zusätzliche Angaben oder eine Korrektur der

Jahresrechnung 2011 erfordern würden.


Bilanz

Art. 24b, BankV

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Aktiven

Flüssige Mittel 727'370 383'239 89.8

Forderungen gegenüber Banken 7'641'075 7'550'109 1.2

täglich fällig 1'261'417 957'629 31.7

sonstige Forderungen 6'379'658 6'592'480 –3.2

davon nachrangige Forderungen 50'000 50'000 0.0

Forderungen gegenüber Kunden 5'480'464 5'362'976 2.2

davon Hypothekarforderungen 4'062'133 3'849'437 5.5

davon nachrangige Forderungen (brutto) 69'600 82'500 –15.6

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 345'897 717'124 –51.8

Geldmarktpapiere 37'520 324'356 –88.4

von öffentlichen Emittenten 37'520 37'493 0.1

von anderen Emittenten 0 286'863 –100.0

Schuldverschreibungen 308'377 392'768 –21.5

von öffentlichen Emittenten 39'602 51'807 –23.6

von anderen Emittenten 268'775 340'961 –21.2

davon nachrangige Schuldverschreibungen 0 0

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 379'231 318'026 19.2

Beteiligungen 380 5'554 –93.2

Anteile an verbundenen Unternehmen 169'538 189'316 –10.4

Immaterielle Anlagewerte 86'663 84'947 2.0

Sachanlagen 98'467 90'394 8.9

Eigene Aktien 98'952 167'900 –41.1

Sonstige Vermögensgegenstände 248'992 212'514 17.2

Rechnungsabgrenzungsposten 48'415 36'490 32.7

Total Aktiven 15'325'444 15'118'589 1.4

Passiven

Verbindlichkeiten gegenüber Banken 1'557'682 1'383'343 12.6

täglich fällig 944'651 889'051 6.3

mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 613'031 494'292 24.0

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11'490'190 11'140'484 3.1

Spareinlagen 3'499'747 3'120'859 12.1

sonstige Verbindlichkeiten 7'990'443 8'019'625 –0.4

täglich fällig 6'899'051 6'500'292 6.1

mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1'091'392 1'519'333 –28.2

Verbriefte Verbindlichkeiten 396'366 618'521 –35.9

davon Kassenobligationen 396'366 348'769 13.6

Sonstige Verbindlichkeiten 243'574 146'112 66.7

Rechnungsabgrenzungsposten 17'869 12'149 47.1

Rückstellungen 2'795 31'754 –91.2

Steuerrückstellungen 0 31'004 –100.0

sonstige Rückstellungen 2'795 750 272.7

Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 335'000 425'000 –21.2

Gezeichnetes Kapital 154'000 154'000 0.0

Kapitalreserven 47'750 47'750 0.0

Gewinnreserven 1'055'545 908'545 16.2

gesetzliche Reserven 390'550 390'550 0.0

sonstige Reserven 566'043 350'095 61.7

Reserven für eigene Aktien oder Anteile 98'952 167'900 –41.1

Gewinnvortrag 2'295 1'761 30.3

Jahresgewinn 22'378 249'170 –91.0

Total Passiven 15'325'444 15'118'589 1.4

146

147

Jahresrechnung i Bilanz


Ausserbilanzgeschäfte

in Tausend CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %

Eventualverbindlichkeiten 106'746 116'618 –8.5

Kreditrisiken 24'509 86'968 –71.8

unwiderrufliche Zusagen 24'467 86'926 –71.9

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 42 42 0.0

Derivative Finanzinstrumente 7'299'886 7'244'498 0.8

positive Wiederbeschaffungswerte 94'572 127'440 –25.8

negative Wiederbeschaffungswerte 125'321 113'719 10.2

Treuhandgeschäfte 598'091 518'994 15.2


Erfolgsrechnung

Art. 24c, BankV

in Tausend CHF 2011 2010 + / – %

Zinsertrag 203'242 195'270 4.1

davon aus festverzinslichen Wertpapieren 6'486 7'056 –8.1

davon aus Handelsgeschäften 161 96 67.7

Zinsaufwand –65'157 –67'663 –3.7

Erfolg aus dem Zinsengeschäft 138'085 127'607 8.2

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 123 49 151.0

davon aus Handelsgeschäften 2 0

Beteiligungen 1 1 0.0

Laufende Erträge aus Wertpapieren 124 50 148.0

Kommissionsertrag Kreditgeschäft 619 713 –13.2

Kommissionsertrag Wertpapier- und Anlagegeschäft 123'582 130'944 –5.6

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft 18'033 16'495 9.3

Kommissionsaufwand –41'357 –42'115 –1.8

Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft 100'877 106'037 –4.9

Erfolg aus Finanzgeschäften –55'274 23'994

davon aus Handelsgeschäften 21'413 25'523 –16.1

Erfolg aus Finanzgeschäften –55'274 23'994

Liegenschaftenerfolg 536 521 2.9

Anderer ordentlicher Ertrag 12'750 –81

Übriger ordentlicher Ertrag 13'286 440

Bruttoertrag 197'098 258'128 –23.6

Personalaufwand –80'432 –77'432 3.9

Sachaufwand –45'807 –34'602 32.4

Geschäftsaufwand –126'239 –112'034 12.7

Bruttogewinn 70'859 146'094 –51.5

Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen –20'117 –13'116 53.4

Anderer ordentlicher Aufwand

Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zu

–3'702 –979 278.1

Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken

Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und aus

–82'410 –31'974 157.7

der Auflösung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken

Abschreibungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen

5'138 4'900 4.9

Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen

–44'085 –1'486

Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 190 3'780 –95.0

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit –74'127 107'219

Ertragssteuern 6'505 –5'012

Sonstige Steuern 0 –3'037 –100.0

Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 90'000 150'000 –40.0

Jahresgewinn 22'378 249'170 –91.0

148

149

Jahresrechnung i Erfolgsrechnung


Gewinnverwendung

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 4. Mai 2012 den Bilanzgewinn

per 31. De zem ber 2011 wie folgt zu verwenden:

in Tausend CHF 2011 2010

Jahresgewinn 22'378 249'170

Gewinnvortrag 2'295 1'761

Bilanzgewinn 24'673 250'931

Gewinnverwendung

Zuweisung an sonstige Reserven 14'000 147'000

Ausschüttungen auf dem Gesellschaftskapital 8'525 96'636

Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung 0 2'000

Zuwendung an die Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG 0 3'000

Gewinnvortrag 2'148 2'295

Bei Annahme dieses Antrages zahlt die LLB die Dividende für das Geschäftsjahr 2011

mit Valuta 11. Mai 2012 und Ex-Datum 8. Mai 2012 wie folgt aus:

in CHF 2011 2010

Brutto pro Inhaberaktie 0.30 3.40

Abzüglich 0 % Couponsteuer (Vorjahr: 2 %) * 0.00 0.07

Netto zur Auszahlung 0.30 3.33

* Für 2011 erfolgt, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Generalversammlung,

eine Antragsbesteuerung zu Lasten des Eigenkapitals der LLB AG, Vaduz.


Erläuterungen

zur Geschäftstätigkeit

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 1, BankV

Die Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft mit

Hauptsitz in Vaduz und vier inländischen Geschäftsstellen ist

als Universalbank tätig. Die LLB AG verfügt über Tochtergesellschaften

in Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Per Ende

2011 wurden teilzeitbereinigt 554 Personen (Vorjahr: 544

Personen) beschäftigt. Der durchschnittliche Personalbestand

betrug im Jahr 2011 546 Personen (Vor jahr: 539 Personen).

Als Universalbank ist die LLB AG im Kommissions- und

Dienstleistungsgeschäft, Kredit geschäft, Geldmarkt- und Interbankengeschäft

sowie im Handelsgeschäft tätig.

Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Der Hauptanteil der Erträge aus dem Kommissions- und

Dienstleistungsgeschäft entfällt auf die Kom missionen im

Zusammenhang mit dem Handel von Wertpapieren für

Kunden. Weitere wichtige Er trags komponenten bilden die

Wertschriftenverwahrung, die Vermögensverwaltung (inkl.

Anlage fondsgeschäft) und die Vermittlung von Treuhandanlagen.

Kreditgeschäft

Der überwiegende Teil der Ausleihungen besteht aus Hypotheken,

Lombardkrediten und Vor schüs sen an öffentlichrechtliche

Körperschaften. Hypotheken werden zur Finanzierung

von Liegen schaften in Liechtenstein und in der benachbarten

Schweiz gewährt. Liegenschafts finan zie rungen

in der restlichen Schweiz und Lombardkredite werden im

Rahmen der integrierten Ver mögens verwal tung angeboten.

Vorschüsse an öffentlich-rechtliche Körperschaften werden

zu einem grossen Teil als Kredite an Kantone und Städte in

der Schweiz gewährt. Das internationale Kreditgeschäft

mit Konsortial finan zierungen wird in einem beschränkten

Rahmen betrieben.

Geldmarkt- und Interbankengeschäft

Aus dem In- und Ausland zufliessende Gelder werden, soweit

sie nicht in das Kreditgeschäft investiert werden können,

hauptsächlich bei erstklassigen schweizerischen und im übrigen

Westeuropa ansässigen Banken angelegt.

Handelsgeschäft

Der Kundschaft werden die Ausführung und Abwicklung sämtlicher

banküblicher Handelsgeschäfte angeboten. Der Handel

auf eigene Rechnung wird in bescheidenem Ausmass betrieben.

Derivative Finanzinstrumente auf eigene Rechnung werden

grösstenteils zu Absicherungszwecken eingesetzt.

150

151

Jahresrechnung i Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit


Bilanzierungs-

und Bewertungsgrundsätze

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 2, BankV

Grundlagen

Buchführung, Bewertung und Bilanzierung richten sich nach

den Vorschriften des Personen- und Gesellschaftsrechtes (PGR)

sowie des liechtensteinischen Bankengesetzes und der zugehörigen

Verordnung.

Erfassung der Geschäftsvorfälle

Sämtliche Geschäftsvorfälle werden gemäss den festgelegten

Bewertungsgrundsätzen am Abschluss tag verbucht und bilanziert.

Termingeschäfte werden bis zum Erfüllungstag beziehungsweise

Valu ta tag zu ihren Wiederbeschaffungswerten in

den sonstigen Vermögens gegen stän den beziehungsweise

sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.

Fremdwährungen

Forderungen und Verpflichtungen in fremden Währungen

werden zum Devisenmittelkurs des Bilanz stichtages, Sortenbestände

für das Change-Geschäft zu den am Bilanzstichtag

geltenden Noten geld kursen bewertet. Für Erträge und Aufwendungen

werden die zum Transaktionszeitpunkt geltenden

Kurse verwendet. Die aus der Bewertung resultierenden Kurserfolge

werden erfolgswirksam verbucht. Für die Währungsumrechnung

wurden folgende Kurse verwendet:

31. 12. 2011 31. 12. 2010

1 USD 0.9381 0.9375

1 EUR 1.2158 1.2435

1 GBP 1.4550 1.4475

Flüssige Mittel, Schuldtitel öffentlicher Stellen und

Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken

zugelassen sind, Forderungen gegenüber Banken und

Kunden, Verbindlichkeiten

Die Bilanzierung erfolgt zum Nominalwert, abzüglich eines allenfalls

noch nicht verdienten Diskonts bei Geldmarktpapieren.

Gefährdete Forderungen, das heisst Forderungen, bei

welchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigen

Verbindlichkeiten nachkommen kann, werden auf

Einzelbasis bewertet und die Wertminderung durch Einzelwertberichtigungen

abgedeckt. Ausserbilanzgeschäfte, wie feste

Zusagen, Garantien oder derivative Finanzinstrumente, werden

in diese Bewertung ebenfalls einbezogen. Ausleihungen werden

spätestens dann als gefährdet eingestuft, wenn die vertraglichen

Zahlungen für Kapital und / oder Zinsen mehr als 90 Tage

ausstehend sind. Zinsen, die mehr als 90 Tage ausstehend sind,

gelten als überfällig. Überfällige Zinsen und Zinsen, deren Eingang

gefährdet ist, werden nicht mehr vereinnahmt, sondern

direkt den Wertberichtigungen und Rückstellungen zugewiesen.

Ausleihungen werden zinslos gestellt, wenn die Einbringlichkeit

der Zinsen derart zweifelhaft ist, dass die Abgrenzung

nicht mehr als sinnvoll erachtet wird.

Die Wertminderung bemisst sich nach der Differenz zwischen

dem Buchwert der Forderung und dem voraussichtlich

einbringlichen Betrag, unter Berücksichtigung des Gegenparteirisikos

und des ge schätzten Nettoerlöses aus der Verwertung

allfälliger Sicherheiten. Falls erwartet wird, dass der Verwertungsprozess

länger als ein Jahr dauert, erfolgt eine Ab -

diskontierung des geschätzten Verwer tungs erlöses auf den

Bilanzstichtag. Die Einzelwertberichtigungen werden von den

entsprechenden Aktivpositionen direkt abgezogen. Gefährdete

Forderungen werden wiederum als vollwertig eingestuft,

wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wieder

fristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen bezahlt

werden. Für nicht bereits einzeln wertberichtigte Blankoausleihungen

und Limitenüberzüge werden zur Risikoabdeckung

im Massengeschäft, das sich aus einer Vielzahl kleiner Forderungen

zusammensetzt, pauschalierte Einzelwertberichtigungen

gebildet, die sich aufgrund von Erfahrungswerten berechnen.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche

Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche

Wertpapiere

Die Handelsbestände in Wertpapieren und Edelmetallen werden

zum Kurswert des Bilanzstichtages bewertet. Fehlt ein

repräsentativer Markt, wird dem Niederstwertprinzip Rechnung

getragen. Be stän de in Wertpapieren und Edelmetallen

des Umlaufvermögens werden nach dem Niederstwert prinzip

bewertet. Zinserträge sind in der Position Zinsertrag enthalten,

Dividendenerträge in der Po s i tion laufende Erträge aus Wertpapieren.

Kurserfolge werden in der Position Erfolg aus

Finanz geschäften ausgewiesen.

Bei den festverzinslichen Wertschriften, die bis zum Endverfall

gehalten werden sollen, erfolgt die Bewertung nach der

Accrual-Methode. Dabei wird das Agio beziehungsweise Disagio

über die Lauf zeit bis zum Endverfall abgegrenzt. Zinsenbezogene

realisierte Gewinne oder Verluste aus vorzeitiger

Veräusserung oder Rückzahlung werden über die Restlaufzeit,

das heisst bis zur ursprünglichen Endfälligkeit, abgegrenzt.

Zinserträge sind in der Position Zinsertrag enthalten. Beteiligungstitel

und Edelmetallbestände im Anlagevermögen

werden nach dem Niederst wert prinzip bewertet. Dividendenerträge

sind in der Position laufende Erträge aus Wertpapieren

ent halten. Wertkorrekturen werden über die Positionen Abschreibungen

auf (bzw. Erträge aus Zuschrei bungen zu) Beteiligungen,

Anteile an verbundenen Unternehmen und wie

Anlagevermögen be handelte Wertpapiere verbucht.

Beteiligungen

Als Beteiligungen werden im Eigentum der LLB AG befindliche

Beteiligungstitel von Unter neh mungen, die eine Minderheitsbeteiligung

darstellen und die mit der Absicht der dauernden

Anlage gehalten werden, sowie Anteile an Unternehmen mit

Infrastrukturcharakter bilanziert. Die Beteili gungen sind zu

Anschaffungswerten, abzüglich betriebswirtschaftlich erforderlicher

Wertberich ti gungen, bewertet.


Anteile an verbundenen Unternehmen

Als Anteile an verbundenen Unternehmen werden die bestehenden

Mehrheitsbeteiligungen der LLB AG bilanziert. Anteile

an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungswerten,

abzüglich be triebs wirtschaftlich erforderlicher Wertberichtigungen,

bewertet.

Immaterielle Anlagewerte

Entwicklungskosten für Software werden aktiviert, wenn sie

bestimmte Kriterien bezüglich Identi fi zie r barkeit erfüllen, wenn

dem Unternehmen daraus wahrscheinlich zukünftige wirtschaftliche

Er träge zufliessen werden und wenn die Kosten zuverlässig

bestimmt werden können. Intern entwickelte Software,

die diese Kriterien erfüllt, sowie gekaufte Software werden

aktiviert und über drei bis zehn Jahre amortisiert.

Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwand

belastet.

Sachanlagen

Immobilien werden zu Anschaffungskosten, zuzüglich wertvermehrender

Investitionen abzüglich betriebswirtschaftlich

notwendiger Abschreibungen, bilanziert. Neu- und Umbauten

werden über 33 Jahre, Baunebenkosten über 10 Jahre abgeschrieben.

Auf unbebautem Land werden keine Abschrei -

bungen vorgenommen, mit Ausnahme allenfalls notwendiger

Anpassungen an einen tieferen Verkehrswert. Die übrigen

Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen

und Informatik an la gen. Diese werden aktiviert und über die

geschätzte Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) abgeschrieben.

Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwand

belastet.

Wertberichtigungen und Rückstellungen

Für alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken werden nach

dem Vorsichtsprinzip Einzelwert be rich tigungen und -rückstellungen

sowie Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die

Wertberichtigungen werden direkt mit der entsprechenden

Aktivposition verrechnet. Die Rückstellungen sind in der gleichnamigen

Bilanzposition verbucht.

Steuern

Laufende Steuern auf dem Periodenergebnis werden als Aufwand

in der Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechenden

Gewinne angefallen sind. Für nur steuerrechtlich

anerkannte Wertbe richtigungen und Rückstellungen wird

eine Rückstellung für latente Steuern erfolgswirksam gebildet.

Die Berechnung erfolgt aufgrund der bei der tatsächlichen

Besteuerung geschätzten Steuer sätze.

Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken

Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken sind vorsorglich

gebildete Reserven zur Absicherung gegen latente Risiken im

Geschäftsgang der Bank.

Ausserbilanzgeschäfte

Ausserbilanzgeschäfte werden zum Nominalwert ausgewiesen.

Erkennbaren Risiken aus Eventual verbindlichkeiten

und anderen Ausserbilanzgeschäften wird mit der Bildung

von Rück stellungen in der Bilanz Rechnung getragen.

Derivative Finanzinstrumente

In der Bilanz (Positionen sonstige Vermögensgegenstände

bzw. sonstige Verbindlichkeiten) und im Anhang sind die Wiederbeschaffungswerte

der einzelnen Kontrakte in derivativen

Finanzin stru men ten brutto – positive und negative Wiederbeschaffungswerte

werden nicht verrechnet – auf geführt. Ausgewiesen

werden sämtliche Wiederbeschaffungswerte der

auf eigene Rechnung abge schlos senen Kontrakte. Demgegenüber

erfolgt bei Kundengeschäften ein Ausweis der Wiederbeschaffungs

werte lediglich bei OTC-Kontrakten und bei börsengehandelten

Produkten, soweit die Margen erfordernisse

nicht ausreichen. Das Kontraktvolumen wird unter den Ausserbilanz

ge schäf ten und im Anhang wiedergegeben. Handelsgeschäfte

werden zu Marktwerten bewertet, sofern die Kontrakte

börsenkotiert sind oder ein repräsentativer Markt besteht.

Fehlt diese Voraussetzung, werden die Kontrakte gemäss

dem Niederstwertprinzip bewertet. Werden Positionen im

Rahmen des Zins geschäftes durch Derivate abgesichert, so

wird der Unterschiedsbetrag zwischen Markt wert bewer tung

und Accrual-Methode im Ausgleichskonto ausgewiesen.

Mittelflussrechnung

Durch die Pflicht, eine konsolidierte Jahresrechnung zu erstellen,

ist die Liechtensteinische Landes bank AG vom Ausweis

der Mittelflussrechnung befreit (Art. 24l, BankV). Die konsolidierte

Mittel fluss rechnung der LLB-Gruppe ist Teil der konsolidierten

Jahresrechnung.

Änderungen gegenüber dem Vorjahr

Keine.

152

153

Jahresrechnung i Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze


Risikomanagement

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 2, BankV

Allgemeines

Die Risikopolitik der LLB AG orientiert sich rechtlich und operativ

am liechtensteinischen Banken gesetz, der dazu gehörenden

Verordnungen, den Grundsätzen des Basler Ausschusses

für Banken auf sicht sowie an den geschäftsinternen Statuten

und der Geschäftsordnung. Der Verwaltungsrat trägt die Gesamtverantwortung

für das Risikomanagement und überwacht

die Risikosituation der Bank so wie die Umsetzung der Risikopolitik.

Der Geschäftsleitung obliegt die Gesamt ri siko steuerung.

Die Aufgaben des Risikomanagements werden durch die Geschäftsleitung

sowie einzelne spezialisierter Committees ausgeführt.

Das unabhängige Group Risk Controlling überwacht

die Ein haltung der erlas senen Vorschriften.

Marktrisiken

Aufgrund der Geschäftstätigkeit ist die LLB AG hauptsächlich

Zinsänderungs-, Aktienkurs- und Wäh rungsrisiken ausgesetzt.

Für die Steuerung der Risiken aus Handelsaktivitäten ist das

Group Risk Management Committee und für die Steuerung

von Zinsänderungsrisiken das Asset & Liability Committee verantwortlich.

Diese Gremien begrenzen die Risikopositionen

mittels Volumen- und Sensitivitäts vor gaben. Regelmässig

werden die kumulierten Risiken analysiert und Simulationen

von Worst-Case-Szenarien durchgeführt.

Ausfallrisiken

Die Ausleihungen werden primär im Interbankengeschäft, im

Privat- und Firmenkundengeschäft hauptsächlich in gedeckter

Form und im Geschäft mit öffentlich-rechtlichen Körperschaften

getätigt. Das Kreditrisikomanagement wird durch das Group

Credit Risk Committee ausgeführt. Die Ausleihungs politik ist

konservativ. Kreditbewilligungen erfolgen im Rahmen der Kompetenzordnung

und der internen Richtlinien. Zur risikogerechten

Kalkulation der Konditionen wird ein internes Ratingverfahren

an gewendet. Länderrisiken werden aufgrund der Bonität

des jeweiligen Landes anhand eines Limitensystems begrenzt.

Die Schätzung von Immobilien ist in internen Weisungen

verbindlich geregelt. Der als Ausgangs punkt für die Belehnung

dienende «Verkehrswert» wird wie folgt ermittelt:

◆ Selbst bewohnte Objekte: Realwert

◆ Renditeobjekte: Ertrags- und Realwert, abhängig von

Objekt und Verhältnis Ertrags- zu Realwert

◆ Selbst genutzte Gewerbe- oder Industrieobjekte: im Markt

erzielbarer Ertrags- und Realwert, abhängig von Objekt

und Verhältnis Ertrags- zu Realwert

◆ Bauland: intern festgelegte Schätzpreise unter Berücksichtigung

der zukünftigen Nutzung

Operationelle und rechtliche Risiken

Die operationellen und rechtlichen Risiken werden mittels

interner Reglemente und Weisungen zur Orga nisation und

Kontrolle beschränkt. Das Group Operational Risk Committee

unter stützt dabei die Ge schäfts leitung. Die Einhaltung dieser

Vorschriften wird regelmässig durch den Fachstab Group Compliance

und durch Group Internal Audit geprüft. Zur Begrenzung

und Bewirtschaftung der Rechts risi ken werden fallweise

externe Rechtsberater beigezogen.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken werden auf der Basis der bankengesetzlichen

Vorgaben überwacht und ge steuert.

Geschäftspolitik beim Einsatz von

derivativen Finanzinstrumenten

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Bilanzstrukturmanagement

werden Zinsswaps abgeschlossen. Darüber hinaus

werden derivative Finanz in stru mente hauptsächlich im

Rahmen des Kundengeschäftes eingesetzt. Dabei wird sowohl

mit standardisierten als auch mit OTC-Derivaten auf Rechnung

der Kunden gehandelt.


Informationen zur Bilanz

Übersicht der Deckungen

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.1, BankV

in Tausend CHF Deckungsart

Ausleihungen

Handelsbestände in Wertpapieren und Edelmetallen

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankV

Hypothekarische

Andere Ohne

Deckung Deckung Deckung Total

Forderungen gegenüber Kunden (ohne Hypothekarforderungen) 56'139 860'468 501'724 1'418'331

Hypothekarforderungen

Wohnliegenschaften 3'385'290 0 0 3'385'290

Büro- und Geschäftshäuser 283'919 0 0 283'919

Gewerbe und Industrie 218'747 0 0 218'747

übrige 174'177 0 0 174'177

Total Ausleihungen 31. 12. 2011 4'118'272 860'468 501'724 5'480'464

Ausserbilanz

31. 12. 2010 3'891'229 937'261 534'486 5'362'976

Eventualverbindlichkeiten 5'193 4'189 97'364 106'746

Unwiderrufliche Zusagen 21'800 0 2'667 24'467

Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 0 0 42 42

Total Ausserbilanz 31. 12. 2011 26'993 4'189 100'073 131'255

31. 12. 2010 25'086 47'929 130'571 203'586

Gefährdete Forderungen

Geschätzte

Verwer-

Brutto- tungserlöse Netto- Einzelschuld-

der Sicher- schuld- wertbein

Tausend CHF betrag heiten betrag richtigung

31. 12. 2011 318'198 141'784 176'414 176'414

31. 12. 2010 322'114 213'618 108'496 108'496

in Tausend CHF Buchwert Anschaffungswert Marktwert

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Schuldtitel 3'999 7'614 4'047 7'953 3'999 7'614

börsenkotierte 3'999 7'614 4'047 7'953 3'999 7'614

nicht börsenkotierte 0 0 0 0 0 0

Beteiligungstitel 580 39 737 61 580 39

börsenkotierte 392 39 552 61 392 39

davon eigene Beteiligungstitel 362 0 497 0 362 0

nicht börsenkotierte 188 0 185 0 188 0

Edelmetalle 5'452 5'248 5'457 4'046 5'452 5'248

Total 10'031 12'901 10'241 12'060 10'031 12'901

Davon notenbankfähige Wertpapiere (inkl. repofähig) 3'498 7'449 3'535 7'783 3'498 7'449

154

155

Jahresrechnung i Informationen zur Bilanz


Wertpapier- und Edelmetallbestände des Umlaufvermögens (ohne Handelsbestände)

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankV

in Tausend CHF Buchwert Anschaffungswert Marktwert

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Schuldtitel 294'282 634'358 298'585 644'114 297'988 636'654

börsenkotierte 259'958 614'570 263'690 624'326 262'201 616'864

nicht börsenkotierte 34'324 19'788 34'895 19'788 35'787 19'790

Beteiligungstitel 193'843 243'853 312'106 290'684 194'519 244'691

börsenkotierte 138'179 176'437 245'547 208'940 138'397 176'631

nicht börsenkotierte 55'664 67'416 66'559 81'744 56'122 68'060

Total 488'125 878'211 610'691 934'798 492'507 881'345

Davon notenbankfähige Wertpapiere (inkl. repofähig) 246'803 501'861 251'067 509'822 250'502 503'434

Wertpapier- und Edelmetallbestände des Anlagevermögens

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankV

in Tausend CHF Buchwert Anschaffungswert Marktwert

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31. 12. 2010

Schuldtitel 47'614 75'150 47'579 75'065 48'673 76'440

nach Accrual-Methode bewertet 47'614 75'150 47'579 75'065 48'673 76'440

Beteiligungstitel 283'761 242'035 329'703 280'243 283'761 242'035

börsenkotierte 0 0 0 0 0 0

nicht börsenkotierte 283'761 242'035 329'703 280'243 283'761 242'035

Edelmetalle 15'635 9'781 15'562 9'791 15'635 9'769

Total 347'010 326'966 392'844 365'099 348'069 328'244

Davon notenbankfähige Wertpapiere (inkl. repofähig) 42'624 69'150 42'592 69'065 43'483 70'428

Agio der nach Accrual-Methode bewerteten Schuldtitel 0 0

Disagio der nach Accrual-Methode bewerteten Schuldtitel 0 0

Angaben zu den eigenen Aktien im Umlaufvermögen (ohne Handelsbestände)

Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankV

in Stück / in Tausend CHF Anzahl Buchwert

31. 12. 2011 31. 12. 2010 31. 12. 2011 31.