der ANTIKE das GESCHLECHT - Transformationen der Antike

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der ANTIKE das GESCHLECHT - Transformationen der Antike

Sonderforschungsbereich 644Transformationen der AntikeKONTAKTAnna Heinze / Friederike KrippnerHumboldt-Universität zu BerlinSFB 644 Transformationen der AntikeUnter den Linden 610099 Berlinwww.sfb-antike.deanna_heinze@culture.hu-berlin.defriederike.krippner@staff.hu-berlin.de(030) 2093-7460 / (030) 2093-4775Bildnachweis100 chefs-d‘oeuvre de la sculpture grecque au Louvre,hg. v. Alain Pasquier u. Jean-Luc Martinez, Paris 2007.das GESCHLECHTder ANTIKEBesonders augenfällig hat zuletzt das Hollywood-Kino mitBlockbustern wie Ridley Scotts Gladiator (2000) oder ZackSnyders 300 (2007) die Antike als Epoche martialischerMännlichkeit entworfen. Solche spezifischen Verbindungenvon Epochenkonstruktionen der Antike und Geschlechterkonstruktionenhaben eine lange Geschichte: Zu denkenist etwa an Bachofens anthropologischen Entwurf Mutterrecht(1861) mit der Abgrenzung einer frühen Kulturstufedes Matriarchats von der späteren griechisch-patriarchalenKultur; oder an Winckelmanns Resemantisierung antikerStatuen im 18. Jahrhundert, die gleichermaßen als Verhandlungüber die Kategorie Geschlecht und als Entwurfeiner antiken Männlichkeit verstanden werden kann.Die Tagung diskutiert an konkreten Beispielen, inwieferndie kritische Analysekategorie Gender für die Transformationender Antike aufschlussreich sein kann. Damit wirddie Perspektive des Berliner Sonderforschungsbereichs644 »Transformationen der Antike« aufgegriffen, mit derbipolare Konstruktionsprozesse in den Blick genommenwerden: Wird die Antike von nachantiken Gesellschaftenstets neu hervorgebracht und verändert, so gilt diese dynamischeProduktivität auch für die Rezeptionskulturenselbst, in denen das entworfene Antike-Bild zur aktuellenSelbstverständigung dient.Vor diesem Hintergrund sollen zwei Fragen in den Mittelpunktgerückt werden, die in wechselseitiger Interdependenzstehen: Welche Rolle spielt die Kategorie Geschlechtbei der Konstruktion der Antike? Und: Welche Rolle spieltdie Referenz auf die Antike bei der Konstruktion von Geschlechtin nachantiken Gesellschaften?Nachwuchstagung des Integrierten Graduiertenkollegs im SFB 644»Transformationen der Antike« der Humboldt-Universität zu BerlinTopoi-Haus, Hannoversche Straße 6, 10115 Berlin | 23.–25. Juni 2011das GESCHLECHTder ANTIKE


DONNERSTAG, 23. Juni 201115.00 Uhr Begrüßung: Werner RöckeEinführung: Anna Heinze / Friederike KrippnerSEKTION 1 REZEPTIONSGESCHICHTEN(Moderation: Friederike Krippner)15.30 Uhr STEFFI GRUNDMANN (Wuppertal)Weiblichkeit und Fruchtbarkeit.Antike und moderne Interpretationenrömischer Frauenkulte16.15 Uhr KATJA LUBITZ (Berlin)Aristophanes und die Frauen. Antike undmoderne Frauenbilder in deutschenÜbersetzungsvorreden des 19. JahrhundertsKaffeepause17.30 Uhr OLIVER LEEGE (Berlin)Das Bild der Mänade im Spiegel der modernenReligionsgeschichteÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG19.00 Uhr THOMAS SPÄTH (Bern)Rückfahrkarte in ferne Vergangenheiten?Geschlechtsperformanz und die Texte der AntikeFREITAG, 24. Juni 2011SEKTION 2 GESCHLECHT ALS INTERPRETAMENT(Moderation: Sebastian Möckel)9.30 Uhr DENNIS BORGHARDT (Münster)„Wohnt so viel Grausamkeit in sanftenMädchenseelen?“ Zur Allegorie und Parodieantiker Geschlechterrollen in WielandsVerserzählung Musarion10.15 Uhr SANDRA HESSE (Freiburg)Helena. Zur Konstruktion von Antike undGeschlecht in Faust IIKaffeepause11.30 Uhr ANNA-LENA SCHOLZ (Berlin)(K)ein Geschlecht. Kleists Penthesilea als antikerFigurationsraum für die Verweigerung von Geschlecht12.15 Uhr FRIEDERIKE KRIPPNER (Berlin)„Ein Wort, ein Blick, ein Kuß: Es schmilzt Antonius.“Cleopatra-Dramen um 1800SEKTION 3 KULTURELLE PRAKTIKEN(Moderation: Julia Weitbrecht)14.30 Uhr STEFAN TRINKS (Berlin)Nomen est omen. AntikisierendeGeschlechtsumwandlungen in humanistischerRepräsentation15.15 Uhr MARCUS BECKER (Berlin)Sankt Antinous oder Etwas zumAllelopoetischen schwuler ImaginationKaffepause16.30 Uhr ANNA VALERIUS (Bonn)„Schrei laut es aus!“ Inszenierung und Rezeptionweiblicher Trauer im Antigone-Mythos17.15 Uhr CONSTANZE BAUM (Göttingen)Attitüden. Antike Figurationen von Weiblichkeitum 1800 und ihre Bedeutung für die LiteraturSAMSTAG, 25. Juni 2011SEKTION 4 ANTIKE HELD/INN/EN(Moderation: Anna Heinze)9.30 Uhr MARIE-PIERRE HARDER (Paris/Berlin)„(K)ein echter Mann“? Oder: wie „männlich“muss man(n) sein, um „griechisch“ zu sein?Genderaspekte der Herkules-Polemikzwischen Goethe und Wieland (1773)10.15 Uhr KONSTANTINOS ARGIANAS (Wien)Das Achilles-Denkmal Kaiser Wilhelms II.1910 auf KorfuKaffeepause11.30 Uhr CHRISTIAN WEBER (Mainz)Mythos und Geschlecht inPier Paolo Pasolinis Medea12.15 Uhr THOMAS BOYKEN (Oldenburg)Imaginationen der Antike. Geschlechtund Körper im zeitgenössischen Film

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