Informationen für die Mitarbeiter der Jenoptik-Gruppe ... - Jenoptik AG

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Informationen für die Mitarbeiter der Jenoptik-Gruppe ... - Jenoptik AG

focus

Informationen für die Mitarbeiter der Jenoptik-Gruppe

Nr. 1 / 2002

Das Reich der Weltwirtschafts-Mitte

Jenoptik zieht Bilanz

Marke Jenoptik

Jenoptik im Netz

Alles was Technik ist

Studenten im Blaumann

Floating Colours


10

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Inhalt.

Impressum

Das Reich der Weltwirtschafts-Mitte

China gilt als der Zukunftsmarkt schlechthin. Die Jenoptik-

Gesellschaften haben hier bereits Fuß gefasst. Das Wie

und das Warum hinterfragt die neue focus-Serie »Die Märkte

der Jenoptik«.

....................... Jenoptik zieht Bilanz

Jenoptik hat das Geschäftsjahr 2001 mit dem besten Ergebnis

ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Damit ist der

Führungswechsel im Vorstand bestens vorbereitet.

Alles aus einer Hand .................................

Die gesamte Technik in einem Gebäude liefert der Bereich

Technische Gebäudesysteme – kurz TGS. Für die Serie »Alles

aus einer Hand...« hat focus hinter die Kulissen des größten

Bereiches von M+W Zander geschaut.

Marke Jenoptik ..........................................

Der Jenoptik-Vorstand hat sich zu einem historischen Schritt

entschlossen: Eine starke Marke soll an die Stelle der Logo-Vielfalt

treten, soll den Konzern als Ganzes repräsentieren.

Herausgeber: JENOPTIK AG, Öffentlichkeitsarbeit/Werbung, D-07739 Jena, Tel. (03641) 65-2255 Fax (03641) 65-2484

Verantwortlich i.S.d.P.: Jörg Hettmann Redaktion: Jörg Hettmann, Silvia Scharlock (Slk), Katrin Lauterbach (K.L.), Jana

Dichelle (jad), Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck (Ehr), Petra Franz (P.F.), Alexander Lührs, Cornelia Rasch. Fotos: Agentur

Focus (S. 35), Archive Jenoptik-Gesellschaften (S. 4, 26-29, 30, 33, 37), Corbis (S. 6), Dr. Gottschall INSTRUCTION (S. 34), Heiner

Müller-Elsner (S. 16-19, 32), Frank Patzer (S. 24, 25, 36, 38, 39), M. Pohlers (S. 37), photodisc (Rückseite), C. Rasch (S. 8), RPTC

(S. 31), Zefa (Titel, S. 4) Illustration: Kornelius Wilkens Gestaltung: W.A.F. Werbegesellschaft, Berlin Lithografie: bildpunkt,

Berlin Druck: Druckhaus Gera GmbH, Gera.

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Jenoptik im Netz ......

Im September geht ein konzernübergreifendes Jenoptik-Intranet

online. focus erläutert den Aufbau und welche Informationen Sie

künftig dort finden können.

Studenten im Blaumann ...............................

Jenoptik bietet eine Alternative für diejenigen, die sich zwischen

Lehre und Studium nicht entscheiden können: beides gleichzeitig –

das so genannte duale Studium.

Tangente 21 – Floating Colours ........................................

Visuelle Phänomene, die den Betrachter neu sehen lehren,

präsentierte die Stuttgarter Künstlerin Christa Winter unter dem

Namen »Floating Colours« in der Galerie der Jenoptik.

Nachrichten

Clean Systems

Photonics

Asset Management

Personal und Betriebsrat

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Jenoptik ..................... 35

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C

China ist einer der wichtigsten Märkte überhaupt. Die Unternehmen weltweit überschla-

gen sich mit Strategien, hier Fuß zu fassen. Jenoptik-Gesellschaften haben in der Volks-

republik bereits mehr als den Fuß in der Tür. Eine Marktbetrachtung aus Jenoptik-Sicht.

Das Reich der Welt

Friedrich-

Wilhelm Haß

China brummt. Während sich beinahe alle Industrieländer

weltweit mit Wachstumsraten von ein bis drei

Prozent begnügen müssen, ist die chinesische Wirtschaft

2001 um sieben Prozent gewachsen. »Das

kommunistische China gerät zur letzten Zufluchtsstätte

kapitalistischer Investoren aller Länder«,

schreibt das Manager-Magazin. Rund 40 Milliarden

Dollar ausländisches Geld sind 2001 nach China

geflossen. In den nächsten Jahren wird diese Summe

weiter steigen. China öffnet die Tore. Mit dem WTO-

Beitritt untermauerte das »Reich der Mitte« seinen

Reformkurs. Bereits heute werden rund 40 Prozent

des Sozialproduktes von privaten Unternehmen

erwirtschaftet. Unternehmer dürfen in China sogar

Parteimitglieder werden, denn erkannt wurde, dass

es auf den wirtschaftlichen Erfolg des Landes ankommt.

Zunehmend wird auch die zentralistische

Steuerung der Wirtschaft zurückgefahren – zum

Beispiel bei der staatlichen Eisenbahn. Davon profitiert

die Jenoptik-Tochter ESW-EXTEL Systems Wedel.

»Vier von fünf haben wir.« Das erste Fax aus China in

Sachen Neigetechnik erreichte die ESW im April 1998

– eine Anfrage vom Ministry of Railwaiys (MOR) und

vom National Traction Power Laboratory (NTPL), dem

Institut für die Entwicklung moderner Eisenbahntechnik

der Southwest Jiaotong University in

Chengdu. Strategie der chinesischen Regierung war

und ist es, moderne Züge selbst zu entwickeln, erklärt

Wilhelm-Friedrich Haß, Vertriebsleiter für Neigetechnik

bei der ESW. Spezialkomponenten dafür sollen

von mittelständischen Unternehmen im Ausland

zugekauft werden. Bis zum ersten Auftrag für die

ESW-Neigetechnik im Juni 2001 vergingen insgesamt

38 Monate regen Fax- und E-Mail-Austausches sowie

einige Präsentationen und Besuche – hin wie her.

Kamen die Verhandlungen bis 2000 nur recht schleppend

voran, so änderte sich das schlagartig, seitdem

die Provinzen nicht mehr ausschließlich an die

Weisungen des Ministry of Railway gebunden sind.

Anfang 2001 wurde die zentralistische Steuerung des

Eisenbahnsektors zwar nicht ganz aufgehoben, aber

gelockert, erklärt Haß. Das heißt, die Provinzen

können nun selbst entscheiden, welche Züge sie auf

ihren Bahnstrecken einsetzen wollen. Die Hersteller

von Schienenfahrzeugen, insgesamt 34 Unternehmen

in China, entwickeln eigene Züge, die sie am Markt

verkaufen.

Fünf Hersteller hat die ESW identifiziert, die Züge

mit Neigetechnik bauen können und bauen wollen.

»Mit drei der Unternehmen sind Verträge bereits geschlossen,

das vierte soll in wenigen Wochen folgen,

am fünften sind wir dran«, so Haß. Rund 68.000 Kilometer

Schienen, 14.000 davon elektrifiziert, schlängeln

sich durch China. Wenn hier auf allen mit Neigetechnik

gefahren würde – ein Traum für die ESW.

ESW liefert zunächst die Neigetechnik für Testzüge.

Bei Erfolg ist die Ausstattung weiterer Züge

mit ESW-Technik vorgesehen, das ist in den bisher

geschlossenen Verträgen fest verankert.

Eher die Chancen nutzen, als Angst haben. Natürlich

habe es Bedenken gegeben, dass China die Neigetechnik

einfach nachbaue und damit der Markt auf

langfristige Sicht keinen Profit für die ESW abwirft, so

Haß. Ein Thema, mit dem sich alle Hightech-Unternehmen

auseinander setzen, die Technologie-Knowhow

nach China transferieren. Gerade in Japan

werden aktuell Stimmen laut, die ein Ausbluten der

japanischen Hochtechnologie-Industrien befürchten.

Vertriebsmann Haß lässt den Chancen aus den

China-Geschäften jedoch mehr Raum als den


wirtschafts-Mitte.

NÜTZLICHE LITERATUR

Sung-Hee Lee:

Asiengeschäfte mit Erfolg.

Leitfaden und Checklisten.

Erschienen bei Springer, Berlin, 1997

Preis: 19,95 Euro

Zailiang Tang/Bernhard Reisch:

»Erfolg im China-Geschäft.

Von Personalauswahl bis

Kundenmanagement.«

Erschienen im Campus Verlag, 1995

Preis: 24,90 Euro

Tobias F. A. Staude, Christian Theisen

Mergers und Acquisitions in der

Volksrepublik China.

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Preis: 35,74 Euro

Kerstin Tschöcke/Martin Kölling

Asien lernen! Interkulturelles Training:

Methoden, Konzepte, Anbieter.

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Business Information GmbH

Preis: 50,00 Euro

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6

Das Reich der Weltwirtschafts-Mitte.

Zweifeln – auch auf langfristige Sicht. »Wir haben

den Einstieg im richtigen Moment geschafft. Werden

die Züge heute mit der ESW-Technik entwickelt, so

sind sie dann auch an unsere technischen Parameter

und Vorgaben angepasst.«

Für das Kopieren der Technologie scheint ihm in

China zudem einfach keine Zeit. »Ich verhandele

oftmals eher über Lieferzeiten als über den Preis. Bei

längeren Lieferzeiten sind die Chinesen bass erstaunt

und ich erkläre dann, dass unsere Neigetechnik

schließlich kein Fließband-Produkt ist.«

N

Gründe für Erfolg sind gleich. Dass Geschäftemachen

in China schwieriger ist als in anderen

Ländern der Welt, bestätigt Haß nicht. Wenn er

ehrlich ist – er habe es sich sogar schwieriger

vorgestellt. Daher nennt er als Gründe für den Erfolg

der Neigetechnik in China auch zuerst das, was jedes

Geschäft erfolgreich macht: die zuverlässige Technologie,

den Preis und die Marktstellung der ESW in

diesem Bereich. Natürlich, die Verhandlungen dauern

länger, oftmals Tage, und ohne einen vertrauenswürdigen

Dolmetscher geht gar nichts. Geduld sei

unheimlich wichtig beim Verhandeln. Es sei auch

schon vorgekommen, dass sich die Verhandlungspartner

drei Stunden gegenübersaßen und geschwiegen

haben. Aber das sind Ausnahme-

situationen. Und die zu meistern hat er mittlerweile

gelernt.

»Mit der Bahnindustrie habe ich es eh mit einer

sehr konservativen Branche zu tun, die trotzdem

noch immer unter großem staatlichen Einfluss steht.«

In den Verhandlungen merke man zudem deutlich,

ob die chinesischen Unternehmen bereits Erfahrung

mit internationalen Partnern haben oder nicht. Die

Vertragsverhandlungen sind langwierig, wenn beiden

Seiten die jeweilige Erfahrung fehlt, erklärt Haß.

Daher seien auch Partner vor Ort unverzichtbar. Für

Unternehmen, die einen Markteintritt in China

wagen, besonders für kleinere, rät Haß, auf keinen

Fall auf lokale Partner zu verzichten. In Sachen

Markt, Kontakte, Präsentationen und Übersetzungen

arbeitet die ESW mit dem DCKIH zusammen, dem

Deutsch Chinesischen Kooperationsbüro für Industrie

und Handel GmbH. »Ohne die Unterstützung vor Ort

hätten wir den Markteintritt nicht geschafft.«

Unheimliche Dynamik. Bahngefühl in China hat

Wilhelm-Friedrich Haß auf der vierstündigen Strecke

von Chengdu nach Zyigong erfahren. »Gerade bei

solchen Reisen sieht man das faszinierende Land,

aber auch, wie viel noch zu tun ist, besonders in den

ländlichen Regionen.« Der Euphorie der frühen

neunziger Jahre in Sachen chinesischer Markt ist bei


vielen internationalen Unternehmen Nüchternheit

gefolgt. Bis zum Beispiel alle 2,3 Milliarden Chinesen

ein Handy brauchen beziehungsweise es sich leisten

können, werden noch Jahre des Wirtschaftswachstums

vergehen müssen.

Es gebe aber eine unheimliche Dynamik, so Haß.

Die Menschen arbeiten 12 bis 16 Stunden am Tag,

auch am Wochenende. Die Olympiade 2008 hält er

für einen wichtigen Wachstumsimpuls – für China

und ein bisschen auch für die ESW. Die Jenoptik-

Tochter, die beinahe an der Nordseeküste produziert,

erwartet beispielsweise über die olympischen Segelwettbewerbe,

die in der Küstenstadt Quingdao ausgetragen

werden, weitere Aufträge. Eventuell wird

es von Peking nach Quingdao eine Bahnverbindung

geben, auf der Züge mit Neigetechnik die Strecke

schneller zurücklegen können. Und für die Rettungsmannschaften

der Segel-Wettbewerbe soll – wenn

alles klappt – die neue Rettungswinde eingesetzt

werden, die die ESW im Jahr 2000 entwickelt hat.

Attraktiv für alle. Nicht nur für die ESW, für alle

Unternehmen und Bereiche des Jenoptik-Konzerns ist

China ein wichtiger Markt. So hat jüngst zum Beispiel

auch die Jenoptik Automatisierungstechnik den

Einstieg hier geschafft und die erste Laseranlage

VOTANA nach China verkauft. Kunde ist die Shanghai

Yanfeng Automotive Trim Corp. Ltd, ein Gemeinschaftsunternehmen

des amerikanischen VISTEON-

Konzerns und des staatlichen chinesischen Unternehmens

Shanghai Automotive Industries.

N

M+W Zander im »Drachenkopf der Wirtschaft«.

Dass China einmal einer der wichtigsten Märkte

für M+W Zander wird, damit hat vor zehn Jahren

keiner so richtig gerechnet. Langfristig gedacht hat

man trotzdem. Seit 1992 gibt es ein M+W Zander-

Büro in der Millionen-Metropole Shanghai, der

»Stadt über dem Meer«, wie sie seit dem 13.

Jahrhundert genannt wird. An keinem anderen Ort

ist Chinas Drang nach Fortschritt besser zu sehen als

beim Blick über den Huangpu-Fluss auf Shanghais

Stadtteil Pudong – noch vor zehn Jahren ein weites

Ödland voller Sümpfe. 1990 machte die Regierung

Pudong zur Sonderwirtschaftszone, zum so genannten

»Drachenkopf« der Wirtschaftsentwicklung entlang

des Jangtse-Stroms. Im Gegensatz zu Gesamtchina

ist die Sonderwirtschaftszone in den letzten

zehn Jahren mit rund 16 Prozent jährlich gewachsen.

Ähnlich wie im Hsinchu-Hightech-Park in Taiwan

hat sich in Pudong der Hightech-Park Zhangjiang als

Standort für die Mikroelektronik-Industrie etabliert.

Bereits im Jahr 2000 erreichte die Produktion von

integrierten Schaltkreisen hier ein Volumen von 300

Millionen US-Dollar, rund 43 Prozent der Produktion

Gesamtchinas.

Die meisten der neuen Fabriken in der Halbleiterindustrie

werden in den kommenden Jahren in

China gebaut, sagen die Branchenexperten. Mit zwei

Großaufträgen Anfang 2001 und einem Folgeauftrag

Anfang 2002 war M+W Zander bei den ersten Großprojekten

in China erfolgreich. Die Geduld und die

intensive Marktbearbeitung beginnen nun sich auszuzahlen.

Mittlerweile arbeiten hier rund 200 Mitarbeiter.

Noch ist der Umsatzanteil aus China im

Vergleich zum Rest Asiens recht klein. Dass sich dies

in den kommenden Jahren ändert, da ist sich M+W

Zander sicher. K.L.

h

China – das Reich der Mitte. Der Name China geht nach

Experten-Meinung auf die Shang-Dynastie (ca. 1700-1100

v.Chr.) zurück. Im heutigen Kernland Chinas existierten

zahlreiche kleinere Fürstentümer, die jedoch allesamt

unter der Zentralmacht der Shang-Dynastie standen. Das

Gebiet der direkten Macht der Shang-Dynastie war nicht

groß, jedoch war es Sitz der Zentralmacht, die kultureller,

politischer und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Landes

war und auch geografisch in der Mitte lag. Um es von den

umliegenden Fürstentümern zu unterscheiden, wurde es

»Reich der Mitte« genannt. Die Bezeichnung China und

Reich der Mitte ist bis heute erhalten. Die Behauptung,

China sehe sich mit dieser Aussage als »Zentrum der

Welt«, ist schlichtweg falsch.

»Ch«ina oder »K«ina? Die Uni lehrt: »Der ch-Laut wird

nach allen Vokalen, nach l, n und r und in der Verbindung

-chen gesprochen: ich, Bücher, Töchter, Nächte, leicht,

euch, Milch, Kirche, manche, Mädchen, Chemie, China. In

der Verbindung chs sowie am Anfang einiger Fremdwörter

und deutscher Namen werden sie als k (oder ks)

gesprochen: sechs, Chor, Chemnitz. »K«ina zu sagen, sei

aber keinesfalls falsch, bestätigt das Institut für Phonetik

der Universität Jena. Die Aussprache sei vergleichbar mit

dem rollenden r in manchen Regionen. Hochdeutsch

richtiger jedoch ist das klassische »Ch«ina, so stünde es

auch in allen Aussprache-Wörterbüchern.

China im Vergleich:

Fläche: 9,5 Mio. m 2

(das 26-fache von Deutschland)

Bevölkerung: 1,3 Milliarden Einwohner

(das 15-fache von Deutschland)

BIP: 1.243,07 Milliarden Dollar, incl. Hongkong

(Deutschland 1.878,113 Milliarden Dollar)

Arbeitslosigkeit: 3,0 Prozent

(Deutschland 9,7 Prozent)

Motorisierung je 1000 Einwohner: 8 KfZ,

(in Deutschland 529).

7


Focus sprach mit

der amerika-

nischen Trainerin

Heather Robinson

über das Thema

interkulturelle

Kommunikation

I

N

T

E

R

V

I

E

W

und über ihre

Arbeit als

Vermittlerin

zwischen den

Kulturen.

Heather Robinson

SEIT EINIGER ZEIT SPRICHT MAN IN DEUTSCHEN

UNTERNEHMEN IMMER HÄUFIGER VON »INTERKUL-

TURELLER KOMMUNIKATION«. WAS GENAU VER-

BIRGT SICH HINTER DEM BEGRIFF? Unterhalten sich

zwei Menschen, die im gleichen Land aufgewachsen

sind, ist die Möglichkeit sehr groß, dass sie genau

wissen, was der andere meint. Doch wenn die beiden

aus unterschiedlichen Ländern und somit aus einer

anderen Kultur kommen, verstehen sie sich nicht

unbedingt. Sogar wenn sie sich in derselben Sprache

unterhalten, stellen sie sich unter dem, was der

andere sagt, etwas anderes vor. Interkulturelle

Kommunikation ist die Kommunikation zwischen

Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Unterhalten

sich zum Beispiel ein Amerikaner und ein

Deutscher während eines Fluges angeregt. Beim

Abschied überreicht der Amerikaner dem Deutschen

seine Visitenkarte und sagt, der Deutsche könne gern

mal vorbeikommen, wenn er wieder in den USA sei.

Eine solche Einladung klingt für den Deutschen sehr

verbindlich. Sobald er den Amerikaner tatsächlich

besuchen möchte, merkt er aber, dass die Einladung

nicht so gemeint war.

WIR DEUTSCHEN WÜRDEN DENKEN, DASS DER

AMERIKANER SEHR OBERFLÄCHLICH WAR. Aus

deutscher Sicht ist das sicher richtig. Für den Amerikaner

ist das jedoch keineswegs so. Die Übergabe der

Visitenkarte gehört einfach zu der Art, sich zu verabschieden.

Es ist keine Einladung. Der Deutsche hat

die Worte des Amerikaners richtig verstanden, den

Inhalt der Botschaft jedoch falsch interpretiert. Erst in

dem Moment, wenn konkret über Ort und Zeit gesprochen

wird, sind Sie in den USA auch eingeladen.

WIR HABEN SCHON IMMER GESCHÄFTE MIT DEM

AUSLAND GEMACHT, ÜBER INTERKULTURELLE

KOMMUNIKATION ABER KAUM NACHGEDACHT.

WARUM IST DAS PLÖTZLICH SO WICHTIG? Die Welt

hat sich verändert. Früher haben die Industrieländer

in den Entwicklungsländern Rohstoffe eingekauft,

z.B. Reis in Indien. Irgendwann hat man aber

gemerkt, dass man in Indien auch gut etwas verkaufen

kann, z.B. Autos. Ein Sprichwort sagt: Der

Verkäufer spricht immer die Sprache des Kunden. In

diesem Sinn mussten sich die Verkäufer auf die neue

Situation einstellen. Gleichzeitig hat sich auch Indien

weiterentwickelt. Die Beziehungen zwischen den

Ländern wurden damit immer komplizierter. Entsprechend

ist auch die Kommunikation zwischen den

Kulturen komplexer geworden. Man muss dabei sehr

viel gleichzeitig beachten. Deshalb ist es wichtig, sich

damit zu beschäftigen, wie man z.B. eine Geschäftsfrau

in Malaysia richtig begrüßt.

c

WANN IST EIN MANAGER DENN AUSREICHEND

INTERKULTURELL KOMPETENT, UM Z.B. IN CHINA

GESCHÄFTE ZU MACHEN? Wenn dieser Manager in

Deutschland erfolgreich Geschäfte macht und sich

ebenso gut auf ausländischem Parkett bewegen

kann, dann spricht man von einem interkulturell

kompetenten Menschen. Zuerst ist Respekt für die

andere Kultur sehr wichtig. Natürlich ist es sehr gut,

wenn dieser Manager viel über China weiß. Wichtiger

jedoch ist, dass er darauf vorbereitet ist, dass

seine Verhaltensregeln in China nicht immer funktionieren.

Er muss nicht chinesisch können, aber er

sollte verstehen, inwiefern sich die Art der Kommunikation

von seiner eigenen unterscheiden könnte.

Dafür sollte er sich selbst sehr gut kennen und

sich vor allem beobachten können. Natürlich sollte er

auch ein gutes Stück Humor mitbringen. Manchmal

klappt einfach nichts so, wie man es erwartet. Und

anstatt sich über Dinge zu ärgern, die man nicht beeinflussen

kann, hilft es, sich zu entspannen und

einfach darüber zu lachen.

WIE SIND SIE DAZU GEKOMMEN, MANAGER

INTERNATIONAL ZU BERATEN? Ich wurde fast dazu

gezwungen, denn meine Eltern kommen aus

unterschiedlichen Kulturkreisen. Meine Mutter war

Schweizerin und mein Vater Amerikaner mit Ursprung

in Kanada. Ich wurde in den USA geboren,

habe aber die ersten Lebensjahre in der Schweiz,

Deutschland, Indien, Südafrika und der Türkei verbracht.

Schon in meiner Kindheit habe ich ein

Fingerspitzengefühl dafür entwickelt, wie man sich

in den unterschiedlichen Ländern verhält. Dazu

gehört die Fähigkeit, sich selbst zu beobachten und

zu verstehen, wieso reagiere ich anders, als der

andere. Genau das bringe ich meinen Kunden seit 15

Jahren bei. Meine internationale Lebens- und Geschäftserfahrung

und meine Ausbildung sind

Grundlage meiner Arbeit.

WAS PASSIERT IN INTERKULTURELLEN TRAININGS?

Das sind immer maßgeschneiderte Trainings. Wenn

zum Beispiel ein Konzern fusioniert, dann ist es wichtig,

dass die Mitarbeiter etwas über die andere Arbeitskultur

wissen. Sie bekommen in den Trainings

einerseits kulturspezifisches Wissen, das heißt viele

Informationen über die andere Kultur. Gleichzeitig

geht es darum, Methoden zu finden, damit die Mitarbeiter

im Arbeitsalltag ihre Probleme im internationalen

Kontext lösen können. Ein gutes Training

erzielt Erfolge auf drei Ebenen: das Vermitteln von

Wissen, Übung der neuen Fähigkeiten und die

Motivation, diese umzusetzen. Wichtig ist, dass je


Z

mand, der entsandt wird, eine positive Einstellung

gewinnt gegenüber den neuen Erfahrungen, die er

machen wird.

WAS SIND DIE HÄUFIGSTEN FEHLER DER MITAR-

BEITER IM AUSLAND? Dass sich die Leute entweder

zu groß oder zu klein machen. Vielleicht auch beides.

Oft haben sie der neuen Kultur gegenüber Hemmungen

und ziehen sich aus Angst, in ein Fettnäpfchen

zu treten, zurück. Dadurch entmannen sie

regelrecht ihre Fähigkeiten. Es kommt aber auch vor,

dass Leute überheblich sind und im Ausland erklären

wollen, »wie man das in Deutschland macht«. Als

Besserwisser macht man sich schnell unbeliebt.

Manchmal schwanken die Manager auch zwischen

diesen Extremen. Oft höre ich die Ausrede, derjenige

habe es ja erst freundlich versucht und dann sei es

einfach nicht mehr gegangen. Ich denke, man muss

den Leuten helfen, das Gleichgewicht zu behalten. Sie

müssen sich durchsetzen können, gleichzeitig aber

auch wissen, wann Bescheidenheit gefragt ist.

WIE ÄUSSERT SICH EIN KULTURSCHOCK? Das hört

sich zunächst mal sehr dramatisch an. Oft ist es aber

eine sehr leise Krankheit. Am Anfang ist man froh,

im Ausland zu sein oder in einer internationalen

Arbeitsgruppe zu arbeiten. Man hat das Gefühl, in

den Flitterwochen zu sein. Je mehr Misserfolge, desto

schneller dreht sich aber dieses Gefühl. Die kleinsten

Probleme erscheinen plötzlich unlösbar – im privaten

Alltag wie auch im Geschäft. Das kann körperliche

Auswirkungen haben, bis hin zur Flucht in Alkohol

und Drogen. Im Extremfall kehrt man dann vorfristig

zurück, und das kommt dem Unternehmen sehr

teuer. Mit Unterstützung und der richtigen Einstellung

kommt dann wieder eine Phase, wo man

schöne Dinge entdeckt. Man erlangt ein neues

Gleichgewicht, eine neue Lebenseinstellung und

stellt plötzlich fest, dass man nicht nur ein Zuhause

haben kann, sondern auch zwei.

WIE KANN EIN UNTERNEHMEN DAS VERMEIDEN?

Vorbeugen ist das Beste und das bedeutet, dass die

Leute entsprechend ihrem Interesse und ihrer

persönlichen Möglichkeit, interkulturelle Kompetenz

zu entwickeln, ausgewählt werden. Dann können sie

durch Training unterstützt werden. Wenn sie im

Ausland sind, brauchen sie die Gelegenheit, ihr neues

Wissen in den Konzern hineinzubringen. Weiterhin

ist es wichtig, dass die Mitarbeiter, die zurückkommen,

wieder gut eingegliedert werden und auch ihr

neues Wissen weitergeben können. Cornelia Rasch
















CHINA-LEXIKON.

Anrede

Mister oder Mrs. sowie der Nachname sind üblich. Verwendet werden auch

oftmals die direkten Berufsbezeichnungen, da sie die Stellung in der Gesellschaft

anzeigen. Anrede mit dem Vornamen ist unüblich, auch wenn man

sich bereits länger kennt.

Asiatischer Gesprächsstil

baut auf der Strategie der Konfrontations-Vermeidung auf. Bevorzugt werden

harmonische soziale Beziehungen. Indirektheit spielt eine wichtige Rolle.

Auf den eigentlichen Punkt des Gespräches wird nur langsam hingeführt.

Beziehungen

sind der Schlüssel für den Erfolg beim Business in China. Wie auch in Taiwan

oder Hongkong sind die Unterschiede von geschäftlichen Beziehungen und

privaten Kontakten nicht so groß wie in Europa.

Englisch

ist zwar mittlerweile Pflichtfach in fast allen Schulen, doch viele Chinesen

sprechen kaum oder nur wenig Englisch. Ein großer Vorteil für Kontakte ist

das Beherrschen von Mandarin, der Landessprache. Sonst braucht man

unbedingt einen guten Dolmetscher, der auch bei den Verhandlungspartnern

Ansehen genießt.

Geschenke

sind beim ersten Besuch nicht gleich erwartet, bei längeren Geschäftsbeziehungen

aber üblich. Bei privaten Einladungen sind Fruchtkörbe, Tee,

Blumen oder Andenken an das Heimatland des Besuchers passend.

Gesichtsverlust

ist mit das Schlimmste für Chinesen. Situationen dafür entstehen, wenn

Zusagen nicht eingehalten werden, bei öffentlicher Kritik oder generell

schlechter Reputation.

Fragen

Fragen nach privaten Dingen, die in Deutschland indiskret gelten, sind beim

ersten Treffen keine Seltenheit. Fragen können auch finanzielle Dinge

betreffen, etwa wie viel die Uhr an Ihrem Arm kostet oder was Sie für ein

Auto fahren.

Hand geben

ist wie in Europa auch in China die übliche Begrüßung. Jedoch drücken die

Chinesen zumeist nicht so kräftig zu und schütteln unter Umständen auch

ganze zehn Sekunden die Hand. Dabei schauen Chinesen nicht direkt in die

Augen, sondern senken den Blick etwas.

Karaoke

Nach dem Abendessen kann die Einladung zum Karaoke-Singen folgen.

Karaoke ist in ganz Ostasien sehr beliebt. Angeboten werden zumeist auch

englische Titel. Nach Aufforderung sollte wenigstens ein Lied gesungen

werden. Auch wenn es etwas schräg klingt, die Chinesen honorieren es mit

großem Applaus.

Kleidung

Westlicher Kleidungsstil hat sich seit längerem durchgesetzt. Frauen sollten

jedoch zu kurze Röcke vermeiden.

Konfuzius

(551-479 v.Chr., eigentlich Kung Fu Tse) ist der einflussreichste chinesische

Denker, dessen Lehre die chinesische Gesellschaft über zweieinhalb Jahrtausende

entscheidend geprägt hat. Das Wissen über ihn stützt sich auf die so

genannten »9 Klassischen Bücher«, deren Inhalte teils von ihm selbst, teils

von anderen Denkern vor und nach ihm stammen. Wichtige Tugenden sind

zum Beispiel Respekt vor Älteren und Eltern, Loyalität…

Körpersprache

besonders wichtig ist Körpersprache. Lachen und Lächeln ist üblich und heißt

keineswegs immer Zustimmung. Unhöflich ist der Fingerzeig auf Personen,

Zischen kann ein Anzeichen von Unwillen sein.

Nein sagen

werden Chinesen auf direktem Wege nie. Nein wird umschrieben mit

inconvenient oder under consideration. Auch werden lästige Fragen manchmal

einfach ignoriert. Auch das heißt nein.

Verhandlungen

trotz Karaoke, Abendessen und Geschenken, Chinesen verhandeln hart. Bei

erfolgreichen ersten Kontakten kann nicht unbedingt davon ausgegangen

werden, dass das Geschäft smooth verläuft.

Visitenkarten

sollten eine englische und eine chinesische Seite haben.

Quelle, mehr Infos unter: http://www.chinapoint.com/news/business/asia/news.htm#china

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Jenoptik setzt neue Bestmarken bei Umsatz,

Jahresüberschuss und Betriebsergebnis zum

Ende des Geschäftsjahres 2001.

Die Nachricht über den Nachfolger Lothar Späths als Vorstandsvorsitzenden ab Sommer

2003 war für die Medien fast noch spannender als der Jahresabschluss des Jenoptik-

Geschäftsjahres 2001. Und dieser Führungswechsel im Jenoptik-Vorstand ist mit dem

Umsatzsprung über die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze bestens vorbereitet. »Wir haben in

einem schwierigen Jahr unser sehr gutes Ergebnis aus 2000 übertreffen können«, sagte

Jenoptik-Chef Lothar Späth zur Bilanzpressekonferenz Mitte April. Und damit hat die

Jenoptik das Geschäftsjahr 2001 mit dem besten Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte

abgeschlossen. Nach der Hauptversammlung 2003 wird Lothar Späth dann die Verant-

wortung über den schuldenfreien Jenoptik-Konzern an Alexander von Witzleben, derzeit

noch Vorstand Finanzen/Controlling/Photonics, übertragen.


Erstmals hat der Umsatz die Zwei-Milliarden-Euro-

Marke übersprungen. Er liegt mit 2.001 Mio. Euro um

27,3 Prozent über dem Vorjahresniveau von 1.572

Mio. Euro. Rund 50 Prozent des Umsatzes erzielte der

Konzern im Ausland, davon kam der überwiegende

Teil aus Asien.

Zulegen konnte die Jenoptik beim Jahresüberschuss

und beim Betriebsergebnis (EBIT). Der Jahresüberschuss

liegt mit 88,3 Mio. Euro über dem Vorjahr

(i.Vj. 86,6 Mio. Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis

lag 2001 erstmals über der 100-Millionen-Euro Marke.

Es ist von 82,5 Mio. Euro in 2000 auf 109,1 Mio. Euro

gestiegen und liegt somit 32,2 Prozent höher als im

Vorjahr. Beim EBIT deutlich zulegen konnten die beiden

industriellen Unternehmensbereiche und haben

damit den Rückgang des EBIT im Unternehmensbereich

Asset Management so gut wie kompensiert.

Auftragsbestand liegt höher als im Vorjahr. Trotz der

schwachen Konjunkturentwicklung ist die Auftragslage

2001 stabil geblieben. Der Auftragseingang

erreichte mit 1.890,5 Mio. Euro fast die Rekordmarke

des Vorjahres von 1.929,0 Mio. Euro. Gestiegen ist der

Auftragseingang im Unternehmensbereich Photonics.

Der Unternehmensbereich Clean Systems ist beim

Auftragseingang – trotz Halbleiterkrise – nahe an das

Vorjahresniveau herangekommen. »Durch den Knowhow-Transfer

in neue Branchen im Unternehmensbereich

Clean Systems haben wir die Krise der Halbleiterindustrie

deutlich besser abfedern können als

1998«, sagte Späth.

Beim Auftragsbestand konnte der Jenoptik-Konzern

das Vorjahresniveau sogar übertreffen und ist mit

1.746,0 Mio. Euro in den Auftragsbüchern in das neue

Geschäftsjahr gestartet. Langfristige Aufträge haben

insbesondere die Geschäftsfelder Elektromechanische

Systeme und Facility Management erhalten. So

entwickelt und baut die ESW-Extel Systems Wedel zum

Beispiel die so genannte Primärplattform und die

Druckversorgung für das Visier Osiris, ein System des

Unterstützungs-Hubschraubers Tiger. Im Facility

Management kam ein langfristiger Großauftrag von

IBM mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem

Volumen von über 250 Mio. Euro.

Finanz- und Vermögenslage vorbildlich. Der Jenoptik-

Konzern ist weiterhin per saldo schuldenfrei. Die

liquiden Mittel übertreffen sowohl die kurzfristigen

als auch die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten.

»Gerade die Meldungen der letzten

Wochen haben gezeigt, dass neben Geschäftsausweitung

und Wachstum eine solide Finanzausstattung

von Unternehmen wieder stärker Beachtung finden

muss«, so Späth.

Wachstumspause auf hohem Niveau. Nach zwei

Geschäftsjahren in Folge mit Umsatzsprüngen von

jeweils 25 Prozent erwartet der Jenoptik-Konzern für

das Geschäftsjahr 2002 eine Wachstumspause. »Wir

gehen davon aus, dass der Umsatz 2002 auf etwa

gleicher Höhe wie 2001 liegen wird. Der Jahresüberschuss

wird ohne Sondereffekte voraussichtlich

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leicht unter dem Vorjahr liegen«, sagte

Späth zum Ausblick für das laufende

Geschäftsjahr. »Wenn das Jahr für uns

optimal verläuft, könnten wir 2002 das

hervorragende Ergebnis vom Vorjahr

wieder erreichen.« Dabei sei bereits

berücksichtigt, dass die Aufträge, die im

Unternehmensbereich Clean Systems

2002 abgerechnet werden, aufgrund des

harten Preiskampfes in den vergangenen

zwölf Monaten geringere Margen aufweisen,

so Späth.

Ausschüttung an die Aktionäre soll

höher ausfallen. Der Jenoptik-Konzern

hält an seiner Strategie fest, die Aktionäre

am Unternehmenserfolg angemessen

zu beteiligen. Weil der Jahresüberschuss

gesteigert werden konnte, soll

auch die Dividende höher ausfallen als

im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2001

schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der

JENOPTIK AG der Hauptversammlung am

11. Juni 2002 vor, eine Dividende je Aktie

von 0,70 Euro auszuschütten. Damit

erhöht sich die Ausschüttung an die

Aktionäre um zehn Prozent. Mit dem

Aktiensplitt im Verhältnis zehn zu eins

hat sich in 2001 die Anzahl der Aktien um zehn

Prozent erhöht.

Clean Systems wächst das siebente Jahr in Folge. Der

Unternehmensbereich Clean Systems erreichte 2001

bei Umsatz und Ergebnis neue Bestmarken. Mit

einem Umsatzsprung von 42,5 Prozent ist der größte

Jenoptik-Unternehmensbereich das siebente Jahr in

Folge gewachsen. Der Umsatz kletterte auf 1.670,6

Mio. Euro und hat damit ein neues Allzeithoch erreicht

(i.Vj. 1.172,5 Mio. Euro). Rund 50 Prozent des

Umsatzes kamen 2001 aus Branchen außerhalb der

Halbleiterindustrie. Wichtige Umsatzträger sind unter

anderen die Automobil- und Flat-Panel-Industrie

sowie die Pharmazie und Biotechnologie.

Nicht ganz so stark zulegen konnte das Betriebsergebnis.

Mit einem EBIT von 46,7 Mio. Euro erreichte

der Unternehmensbereich einen Zuwachs um 32,7

Prozent (i.Vj. 35,2 Mio. Euro).

Trotz Halbleiterkrise und schwacher Konjunkturentwicklung

hat M+W Zander einen Auftragseingang

erzielt, der fast in Höhe des Vorjahres liegt. Mit

1.564,6 Mio. Euro blieb der Auftragseingang nur

leicht unter dem Vorjahresrekord in Höhe von 1.615,9

Mio. Euro. Der konsequente Know-how-Transfer von

der Halbleiterindustrie auf andere Branchen und

Bereiche hat im Jahr 2001 die Krise der Halbleiterindustrie

abfedern können. Auf gleicher Höhe liegt

mit 1.432,5 Mio. Euro auch der Auftragsbestand (i.Vj.

1.433,1 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr 2001 hat der Unternehmensbereich

sowohl seine Wertschöpfungskette als auch

die Marktpräsenz durch Akquisitionen ausgebaut –

durch den Kauf der Lang und Peitler Automation

GmbH und des US-Unternehmens Lester B. Knight &

Associates Inc.

Facility Management legt zu. Das Geschäftsfeld

Facility Management konnte den Umsatz im Geschäftsjahr

2001 steigern. Das Ziel, das nicht zufrieden

stellende Ergebnis aus dem Jahr 2000 deutlich zu

verbessern, ist ebenfalls erreicht worden. M+W Zander

konzentriert sich auf das Facility Management

komplexer Produktionsanlagen und Liegenschaften

und betreut auch produktionsnahe Prozesse, wie

beispielsweise die Prozessmedien. Ein wichtiger Großauftrag

kam 2001 von IBM. M+W Zander betreut alle

Standorte des Konzerns in Zentraleuropa.

Umsatz soll auf Vorjahreshöhe liegen. Im Geschäftsjahr

2002 wird der Unternehmensbereich Clean Systems

eine Wachstumspause einlegen. Nach sieben

Jahren Umsatz- und Ergebnissprüngen soll der Umsatz

im Geschäftsjahr 2002 in etwa auf dem hohen Niveau

des Vorjahres liegen. Voraussetzung dafür ist, dass alle

Projekte frist- und kalkulationsgerecht bis zum

Dezember 2002 abgerechnet werden. Die EBIT-Marge,

das Verhältnis von Betriebsergebnis zum Umsatz, soll

zwischen zwei und drei Prozent liegen.

Photonics kann Umsatz und Ergebnis zweistellig

steigern. Der Unternehmensbereich Photonics hat

2001 seinen Wachstumskurs fortgesetzt und die Ertragskraft

weiter verbessert. Umsatz sowie Ergebnis

konnten erneut zweistellig wachsen. Der Umsatz

kletterte auf 264,2 Mio. Euro (i.Vj. 235,7 Mio. Euro)

und legte damit um 12,1 Prozent zu. Stärker als der

Umsatz stieg mit einem Plus von 18,4 Prozent das Betriebsergebnis.

Es lag bei 25,1 Mio. Euro (i.Vj. 21,2

Mio. Euro). Die EBIT-Marge konnte damit erneut gesteigert

werden. Sie liegt nun bei 9,5 Prozent.

Der Zuwachs im Unternehmensbereich Photonics

geht auf das Konto des Geschäftsfeldes Elektro-Optik.

Beigetragen zum Umsatz- und Ergebnisplus haben vor

allem die Bereiche Messtechnik, Laser und Laserdioden,

die leichte Umsatzeinbußen aus der Halbleiterindustrie

vollständig ausgleichen konnten.

»Ohne die anderen Unternehmensbereiche in den


Schatten zu stellen: Dass sich die Jenaer Unternehmen

so hervorragend entwickeln, freut uns ganz besonders«,

so Späth. »Heute profitieren wir davon,

dass wir die photonische Kette fast lückenlos technologisch

beherrschen.«

Beim Auftragseingang in Höhe von 291,8 Mio.

Euro (i.Vj. 270,0 Mio. Euro) verzeichnete der Unternehmensbereich

Photonics einen Zuwachs von 8,1

Prozent. Besonders stark gewachsen sind die Auftragseingänge

sowohl für die Laserdioden als auch

für die Festkörperlaser und Laserschneidanlagen.

Mehrere langfristige Großaufträge erhielt das Geschäftsfeld

Elektromechanische Systeme. Dies spiegelt

sich im Auftragsbestand des Unternehmensbereiches

wider, der mit 312,7 Mio. Euro um 10,1 Prozent

zugelegt hat (i.Vj. 284,0 Mio. Euro) und damit die

Basis für ein gutes Geschäftsjahr 2002 bildet.

Photonics setzt Wachstumskurs 2002 fort. Der Unternehmensbereich

Photonics plant für das Geschäftsjahr

2002 erneut einen Zuwachs bei Umsatz und Betriebsergebnis.

Der Umsatz soll auf 275 bis 280 Mio. Euro

zulegen. Etwas stärker als der Umsatz soll 2002 mit

einer EBIT-Marge zwischen neun und zehn Prozent

erneut das Betriebsergebnis steigen. Voraussetzung

dafür ist allerdings, dass die Halbleiterindustrie im

zweiten Halbjahr 2002 wieder anzieht.

Mit weiteren Investitionen in Maschinen und Gebäude

sollen die Fertigungskapazitäten und damit die

Produktivität im Unternehmensbereich Photonics

weiter verbessert werden. Mit der Sanierung der

letzten beiden Gebäude im Jenaer Gewerbepark

Göschwitz, die im Jahr 2002 abgeschlossen wird,

arbeiten dann alle Photonics-Bereiche in Jena unter

modernsten Produktionsbedingungen.

Asset Management ist trotz Kapitalmarktflaute erfolgreich.

Mit einem Betriebsergebnis von 25,1 Mio.

Euro zählt die DEWB AG zu den ertragsstärksten

Venture Capital-Gesellschaften bundesweit. Das EBIT

2001 hat die DEWB im Wesentlichen mit dem Verkauf

ihrer Beteiligung an der börsennotierten CyBio AG

erzielt. Beigetragen hat aber auch der Verkauf der

Anteile an der e-mould GmbH an die Singulus

Technologies AG im Dezember 2001. Im Vergleich zum

Vorjahr ist das EBIT um 50 Prozent zurückgegangen

(i.Vj. 50,6 Mio. Euro). Enthalten im Betriebsergebnis

2001 sind Wertberichtigungen auf Venture Capital-

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Beteiligungen und Wertpapiere in Höhe von zehn

Mio. Euro.

Der Umsatz im Unternehmensbereich Asset Management

liegt mit 43,2 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau

(i.Vj. 163,8 Mio. Euro). Dies ist im

Wesentlichen auf das schwierige Kapitalmarktumfeld

zurückzuführen, das im Jahr 2001 kaum Börsengänge

und Wertpapierverkäufe zugelassen hat.

Aufgrund des reinen Venture Capital-Geschäftes

der DEWB haben Auftragseingang und -bestand keinerlei

Relevanz.

Investiertes Kapital steigt auf fast 110 Mio. Euro.

Zusammen mit den neuen Beteiligungen sowie vertraglich

vereinbarten Meilensteinzahlungen in bereits

bestehende Beteiligungen erhöhte sich das investierte

Kapital der DEWB AG in Venture Capital-Beteiligungen

und Wertpapieren auf 108,9 Mio. Euro und liegt

damit um 26,8 Prozent über dem Vorjahreswert von

85,9 Mio. Euro. Insgesamt 37 Venture Capital-Beteiligungen

aus den Zielbranchen Optoelektronik, Bio-

Nachfolge von Lothar Späth im Vorstand geregelt.

Jenoptik-Vorstand Alexander von Witzleben wird

nach der Jenoptik-Hauptversammlung 2003 die Nachfolge

von Jenoptik-Chef Lothar Späth antreten. Mit

dem Tag der Hauptversammlung am 11. Juni 2002

wird von Witzleben Stellvertreter von Vorstandschef

Späth.

Jürgen Gießmann, verantwortlicher Vorstand für

den größten Unternehmensbereich Clean Systems,

wird ab Juni 2003 Stellvertreter von Alexander von

Witzleben. Zusätzlich wird er die Aufgabe des Personalvorstandes

übernehmen.

Norbert Thiel, bisher Geschäftsführer der JEN-

OPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH, wird, wenn ihn

die Aufsichtsratssitzung am 11. Juni 2002 bestellt, ab

Juli 2002 ebenfalls dem Vorstand der Jenoptik angehören

und für den Unternehmensbereich Photonics

zuständig sein. Er wird dann auch Alexander

technologie und Telekommunikation/ Informationstechnologie

hat die DEWB in ihrem Beteiligungsportfolio.

Investition in aussichtsreiche Beteiligungen. Für den

Unternehmensbereich Asset Management, dessen

Geschäftsverlauf im Wesentlichen von der Entwicklung

des Kapitalmarktes abhängig ist, sind Prognosen

für das laufende Geschäftsjahr auch zum aktuellen

Zeitpunkt kaum möglich. Im Geschäftsjahr 2002 wird

die DEWB AG profitabel sein. Wenn sich der Kapitalmarkt

erholt und das Geschäftsjahr 2002 für den

Unternehmensbereich Asset Management optimal

verläuft, soll das Betriebsergebnis auf Vorjahreshöhe

liegen.

Die DEWB wird im Geschäftsjahr 2002 weiter in

neue, aussichtsreiche Beteiligungen in allen Entwicklungsphasen

investieren. Den Schwerpunkt wird sie

dabei auf Unternehmen aus der Optoelektronik und

der Biotechnologie legen.

von Witzleben als Vorsitzenden der JENOPTIK PHO-

TONICS AG ablösen.

Dem Vorstand der JENOPTIK AG werden damit

auch weiterhin vier Mitglieder angehören: Alexander

von Witzleben, Jürgen Gießmann, Dr. Dietmar Kubis,

verantwortlich für den Unternehmensbereich Asset

Management, und der neue Vorstand Norbert Thiel.

»Ich bin davon überzeugt, dass der Aufsichtsrat

gut entschieden hat. Die JENOPTIK AG verfügt damit

über eine schlagkräftige Mannschaft, die einschließlich

des neuen Vorstandes Norbert Thiel schon

seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet«, bekräftigt

Lothar Späth die Personalentscheidungen.

Zum künftigen Vorstandsvorsitzenden sagte er: »Herr

von Witzleben kennt das Unternehmen seit 1993 und

ist in diesem Unternehmen gewissermaßen groß

geworden«.


Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

in den letzten Wochen sind wichtige Entscheidungen

über die Zukunft der Jenoptik gefallen. Mein Nachfolger

für den Vorstandsvorsitz steht fest und mit Alexander

von Witzleben, Jürgen Gießmann, Dr. Dietmar Kubis und

Norbert Thiel steht auch die Mannschaft, die den Konzern

künftig führen wird. Ich bin sicher, dass dies die

beste Lösung ist, denn die Jenoptik ist mit ihrer einzigartigen

Geschichte ein ganz spezielles Unternehmen. Wir

tragen dem Rechnung mit einer Führungsmannschaft,

die ausschließlich aus den Reihen des Konzerns kommt.

Das gibt mir Freiheit für neue Aufgaben in der Politik.

Seit Januar dieses Jahres hat es zwischen dem Kanzlerkandidaten der CDU/CSU,

Edmund Stoiber, und mir immer wieder Gespräche darüber gegeben, wie man der deutschen

Wirtschaft mehr Dynamik verleihen kann, damit wieder mehr Arbeitsplätze entstehen. Ein

Ergebnis dieser Diskussionen war, dass wir in Deutschland ein Wirtschaftsministerium

brauchen, mit dem man in der deutschen Wirtschaft wirklich etwas bewegen kann. Ein

Ministerium in dem Wirtschaft und Arbeit sowie der Aufbau Ost zusammengefasst werden.

Obwohl ich immer gesagt habe, nicht mehr in die Politik zurückgehen zu wollen,

habe ich bei dem Angebot von Edmund Stoiber, bei einem eventuellen Wahlsieg der CDU/CSU

im September, dieses neue Ministerium zu führen, nicht nein sagen können.

Ein bisschen beigetragen zu diesem Angebot haben letztendlich auch Sie. Denn,

wenn Sie nicht so gut gewesen wären in den vergangenen zehn Jahren, liebe Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, hätte mich Edmund Stoiber sicher nicht gefragt, ob ich das machen will.

Heute haben wir mit dem Jenoptik-Konzern ein Unternehmen, was gesund und gut

im Markt positioniert ist. 2001 war ein Rekordjahr bei Umsatz und Ergebnis.

Ich bitte Sie deshalb um Verständnis dafür, dass ich nach elf Jahren an der Spitze der

Jenoptik und möglicherweise sechs Monate früher als geplant, nochmals etwas Neues machen

will. Ich versichere Ihnen, egal was nach dem 22. September passiert, meine Gedanken bleiben

immer ein stückweit bei Jenoptik und ein Koffer in Jena.

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Technische Gebäudesysteme (TGS) sind die Seele von großen Gebäudekomplexen. Ob es

sich um Büro- oder Industrieanlagen handelt, um Flughäfen, Hotelkomplexe oder

Kongresszentren: TGS sorgt dafür, dass im Gebäude alles reibungsfrei funktioniert. Von der

Klimaanlage über die Energieversorgung bis zum Sicherheitssystem plant, baut und

betreibt die TGS innovative Gebäudetechnik effizient und kostensparend. Teil 3 der Serie

»Alles aus einer Hand...«.

Alles aus

Alles, was im Gebäude Technik ist. »TGS ist die gesamte

Technik in einem Gebäude«, umschreibt es

Steffen Pfund, Leiter des Bereiches technische Gebäudesysteme

(TGS) bei M+W Zander. Zur Gebäudetechnik

zählen die Lüftungs- und Klimatechnik, die

Gebäudeautomation, Heizungsanlagen, die Versorgung

mit Medien, wie Strom, Wasser oder Gas bis hin

zu den sanitären Einrichtungen. Spezialisiert hat sich

der TGS-Bereich auf komplexe Gebäudeanlagen,

häufig als Generalunternehmer. Dies umfasst die

gesamte technische Ausstattung von Produktionsanlagen,

sei es für die Elektronik- und die Automobilindustrie,

aber auch für Forschungs- oder

Kongresszentren oder Banken.

Innerhalb des Wertketten-Konzeptes von M+W Zander

arbeitet der Bereich TGS überwiegend selbstständig.

Natürlich, so Pfund, liefere der hauseigene TGS-Bereich

bei schlüsselfertigen Projekten auch die technischen

Gebäudeausrüstungen. Doch sei dies nicht

immer selbstverständlich, denn auch der M+W Zander-

Bereich TGS konkurriert mit anderen Wettbewerbern

des freien Marktes – selbst wenn der Auftraggeber für

die Technik-Projekte aus dem eigenen Hause kommt.

Da wird wettbewerbsmäßig verhandelt – im eigenen

Unternehmen. Das kennt Steffen Pfund bestens, denn

er ist seit 14 Jahren bei M+W Zander dabei.


Wertschöpfung steigt. »Wenn wir dann einen Auftrag

aus dem eigenen Haus erhalten, steigern wir die

Wertschöpfung dieses Auftrages erheblich.« Die Aufträge,

die TGS selbstständig abwickelt, umfassen

dabei bis zu 40 Millionen Euro, beispielsweise als

Generalunternehmer für die komplette technische

Ausstattung eines Gebäudes. Nicht nur für gesamte

Bauwerke – auch für das reine Technik-Paket eines

Baus heißt die Komplettvergabe an ein einziges

Unternehmen Generalunternehmerschaft. Und diese

komplette technische Ausstattung unterteilt sich dann

wiederum in einzelne Gewerke, erklärt Pfund. So sei

beispielsweise die Lüftungsanlage eines Gebäudes ein

Gewerk.

Den überwiegenden Teil der Aufträge, so Pfund,

akquiriert TGS heute selbst am Markt. Mittlerweile

sind es auch schlüsselfertige Großprojekte, die über

den Bereich TGS an M+W Zander vergeben werden.

Wie zum Beispiel der Großauftrag für die Solarzellenfabrik

in Freiberg, den M+W Zander im Oktober

vergangenen Jahres erhalten hat.

Dass es für ihn 14 Jahre und mehr bei M+W Zander

werden, hätte Steffen Pfund nicht gedacht. Nach

seinem Studium stieg er bei damals Meissner+Wurst

als technischer Konstrukteur ein. So für ein bis zwei

Jahre, wie man das eben so macht nach dem Studium.

Doch seine Aufgaben wurden internationaler, erste

Auslandsprojekte folgten – er blieb. Heute leitet er

den Bereich TGS. Das Wort leiten ist dafür fast zu

simpel, denn Steffen Pfund hat die TGS mit ausgebaut

und daran mitgewirkt, ihn zu einem der innovativsten

Bereiche bei M+W Zander zu machen.

Wettbewerbsvorteile. Die TGS-Mannschaft hat sich

spezielles Know-how angeeignet, um so Vorteile

gegenüber dem Wettbewerb zu haben. Beispiel

Automobilindustrie: »Wir versuchen, wissensseitig in

den Produktionsprozess vorzudringen. So können wir

dann die Anforderungen und Wünsche von Kunden

besser umsetzen«, erklärt Steffen Pfund die Strategie

im Bereich TGS. So kommen auch die größten TGS-

einer Hand ...

Aufträge, die aktuell bearbeitet werden, aus der

Automobilindustrie. Für Audi entsteht in Ingolstadt

ein neues Elektronik-Zentrum und in Kölleda stattet

M+W Zander das neue Motorenwerk von Daimler

Chrysler und Mitsubishi mit den technischen Anlagen

aus. Rund 30 Prozent des TGS-Umsatzes insgesamt

kommen aus dieser Branche.

Immer mehr sind die Techniker gefordert, sich in die

direkten Produktionsprozesse einzuarbeiten, erklärt

Steffen Pfund die Trends der Branche. »Wir wollen uns

hier auf bestimmte Branchen und innerhalb der

Branche auf spezielle Arbeitsschritte spezialisieren.

Dann können wir zunehmend auch Anlagen aus-

17


Alles aus einer Hand...

statten, die nahe am eigentlichen Produktionsprozess

liegen.« In der Automobilindustrie sind dies zum

Beispiel die Arbeitschritte des Rohbaus, der Montage

und des Lackierens, die M+W Zander beherrscht und

insbesondere hierfür technische Anlagen für Klima-,

Luft- und Medienversorgung liefert. Dieses Spezialwissen,

so Pfund, sei einfach lukrativer als das herkömmliche

TGS-Geschäft. Das steht unter starkem

Konkurrenz- und damit Margendruck.

Wissenspool im Unternehmen. Mit einer Mannschaft

von fast 1.100 Mitarbeitern, die an Standorten in ganz

Deutschland arbeiten, ist TGS der nach Mitarbeitern

und Umsatz gerechnet stärkste Bereich bei M+W

Zander. Geboten wird den Kunden die ganze Bandbreite

technischer Ausrüstungen – von den Planungen

der Anlagen bis zum Bauen einschließlich des Kundendienstes.

Direkt dem TGS zugeordnet sind auch

Tochterunternehmen von M+W Zander, die sich auf

spezielle Bereiche konzentrieren wie zum Beispiel die

Samuel Zimmermann GmbH, ein Spezialist für Abund

Spezialwasser oder die M+W Zander Energie+

Anlagen GmbH, die sich auf Konzepte der Energieversorgung

konzentriert.

Auf die 1.100 TGS-Mitarbeiter deutschlandweit greifen

auch die Projektteams aus anderen Bereichen

zurück, beispielsweise, wenn M+W Zander eine

schlüsselfertige Chipfabrik baut. »Damit entsteht

nicht nur ein enormer Wissenstransfer im Unternehmen,

so können auch Kapazitäten gut ausgeglichen

werden«, erklärt Steffen Pfund. »Wir haben

genauso Spezialisten für Projekte der Elektronik-

Industrie als auch für Projekte im Bereich Automobil

und nun auch für die Photovoltaik«, so Pfund. Schnell

und flexibel können – je nach Auftrag – Teams aus

Mitarbeitern gebildet werden, die sich in der jeweiligen

Branche und beim jeweiligen Gewerk bestens

auskennen.

Arbeit mit Technologiepartnern. Spezialwissen um die

Produktion von Solarzellen beispielsweise, kommt

nicht von ungefähr. Bei der technischen Ausstattung

neuer Projekte, wie dem Bau des Solarzellenwerkes

im sächsischen Freiberg, sucht sich M+W Zander

Partner, die sich mit dem eigentlichen Herstellungsprozess

auskennen. Gemeinsam kann dann das

Optimum an Gebäude und Gebäudetechnik geplant

und gebaut werden.

18


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Zum Bereich TGS gehören neben der Planung und

dem Bau schlüsselfertiger Produktionsanlagen auch

die Integration, Installation, der Anschluss sowie die

Inbetriebnahme des Prozess-Equipments. »Das geht

bis zur kompletten Verantwortung für den Prozess

und den Produktionsstart in einer neuen Fabrik«,

erklärt Pfund. Auftragsbestandteil ist diese Prozessverantwortung,

die komplett über den Bereich TGS

abgewickelt wird, zum Beispiel beim Bau der

Solarzellenfabrik. »Aber auch hier geht es nicht ohne

einen Technologiepartner, da das ja eine für uns

komplett neue Branche ist.« Bei diesem Auftrag

arbeitet M+W Zander mit dem Technologiepartner

Centrotherm aus Blaubeuren zusammen, einem

führenden Anbieter von Produktionsanlagen für die

Photovoltaik-Industrie. K.L.

Porträt: Der Bereich Technische Gebäudesysteme (TGS) plant, baut und wartet innovative Gebäudetechnik und

bietet ganzheitliche Lösungen für technologisch komplexe Anlagen und Gebäude. Der Bereich übernimmt die

Beratung und Planung der technischen Anlagen. Nach der Lieferung, Montage, Inbetriebnahme bietet TGS auch

die entsprechenden Tests, Qualifizierungen und Zertifizierungen sowie die Dokumentation. Bei Bedarf werden

auch das Energie-Management, die Wartung und Instandhaltung übernommen.

TGS umfasst die gesamte Technik in Gebäuden: Klima- und Lüftungssysteme Heizungstechnik,

Kältetechnik Sanitärtechnik Mess-, Steuer- und Regelungstechnik Gebäudeleittechnik

Elektrotechnik Energieoptimierung, Notstromanlagen Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW-Anlagen)

Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (BHKW- und Absorptionskälteanlagen) Wärmerückgewinnungssysteme

Eisspeicheranlagen und Betonkernkühlung Baukörpertemperierung (Baukörperaktivierung)

Solartechnik, Photovoltaik Regenwassernutzung Ver- und Entsorgungsanlagen

Abwasserbehandlung sowie Aufbereitungsanlagen für Faul- und Biogase.


Historische Entscheidung: Neues Corporate Design

soll für die ganze Jenoptik gelten. In leuchtendem

Cyanblau strahlt das Jenoptik-Logo, und die schmale,

sachliche Schriftart, in der die Buchstaben gehalten

sind, heißt Frutiger 45 light. Mit diesen äußeren

Kennzeichen hat sich die Jenoptik bisher präsentiert,

nach innen wie nach außen. Die ganze Jenoptik?

Nun, das eben nicht. Denn seit 1994 stießen mehr

und mehr große und kleine Firmen zu dem Jenaer

Starke Marke statt

Logo-Vielfalt.

Unternehmen. Einige sind inzwischen nicht mehr

dabei. Mit den Firmen jedoch, die geblieben sind, hat

sich die Jenoptik zu dem entwickelt, was sie heute ist

– zu einem gesunden, fokussierten und weltweit

agierenden Technologiekonzern. Allerdings auch zu

einem Konzern der vielen Namen: Mit ihrer weitgehenden

Eigenständigkeit haben die Unternehmen

unter dem Jenoptik-Dach auch ihre Logos und

Schriftzüge weitgehend bewahrt.

Doch letzteres soll nun ein Ende haben, denn im

März hat sich der Jenoptik-Vorstand zu einem historischen

Schritt entschlossen: Eine starke Marke soll an

die Stelle der Logo-Vielfalt treten, soll den Konzern

als Ganzes repräsentieren.

Dass der Name bleibt, steht inzwischen fest. Viele

andere Entscheidungen dagegen stehen noch aus.

Derzeit beschäftigt sich die Kölner Agentur Interbrand

damit, die Einzelheiten des neuen Corporate

Design auszutüfteln. Corporate Design (CD) – dahinter

verbergen sich alle gestalterischen Elemente,

mit denen sich ein Unternehmen in der Öffentlichkeit

darstellt, vom Briefbogen bis hin zur Architektur der

Konzernzentrale. Das CD entscheidet, wie die Marke

und damit auch die Unternehmensphilosophie daherkommt

– modern oder traditionsbewusst, dynamisch

oder bieder, innovativ oder konservativ.

Zum Beispiel Coca Cola: Der schwungvolle und

zugleich altmodische Schriftzug steht für die lange

Tradition eines dynamischen Unternehmens, und das

Logo gilt weltweit, in Moskau ebenso wie in Atlanta,

in Rio wie in New Dehli. Und das, obwohl die Rezeptur

den jeweils einheimischen Gewohnheiten angepasst

wird – für den mitteleuropäischen Geschmack

etwa wäre das braune Erfrischungsgetränk in Asien

viel zu süß und klebrig. Doch gleichgültig, was drin

ist – es ist immer die gleiche Marke. Das Corporate

Design verleiht dem Unternehmen dabei eine einheitliche,

unverwechselbare Persönlichkeit, ein global

gültiges Image.

Im Fall der Jenoptik soll jetzt genau das auch entstehen:

Rund um den Globus sollen alle Unternehmensbereiche

mit einem einheitlichen Firmenlogo

ihren Gesamtkonzern repräsentieren. Ein schwieriges

Unterfangen, denn im gleichen Corporate Design

muss von der Lasertechnologie bis zum Bau von

Chipfabriken alles unter einen Hut gebracht werden.

Ausgenommen sind nach heutigem Stand lediglich

der gesamte Asset Management-Bereich und die ESW-

Extel Systems Wedel, die aus strategischen Gründen

weiterhin eine eigene Markenstrategie verfolgen

sollen. Unter den Arbeitstiteln »Photonics« und

»Engineering« bleiben damit die beiden heutigen

Unternehmensbereiche Photonics und Clean Systems,

deren weltweit 93 Gesellschaften einen neuen Auftritt

erhalten werden.

Derzeit wird an einem so genannten Nomenklatur-

System gearbeitet. Damit sollen die einzelnen

Kompetenzfelder des Unternehmens definiert werden,

denen dann einzelne Firmen oder Unternehmensteile

zugeordnet werden. Eine mögliche

Nomenklatur könnte beispielsweise für die Messtechnikkompetenz

im Konzern stehen. Auf der

Visitenkarte läse sich das dann etwa so: An erster

Stelle steht die Marke (Jenoptik), an zweiter die

Nomenklatur (beispielsweise Messtechnik), und an

dritter der Firmenname, der in allen Fällen erhalten

bleiben soll (beispielsweise Hommelwerke). Es soll

nur sehr wenige, etwa vier bis fünf, solcher Nomenklaturen

geben, die dann vorzugsweise englische,

weil weltweit gültige Namen erhalten.

Vorgestellt werden soll das neue Markenkonzept

auf der Führungskräfte-Tagung der Jenoptik im September

2002 in Isny. Danach bleiben vier Monate bis

20


21

zum externen Markenlaunch im Januar 2003, und bis

dahin gibt es noch allerhand zu tun. Beispielsweise

sind rechtliche Fragen zu klären, etwa, in welchen

Ländern für den Namen Jenoptik bereits Titelschutz

besteht. Nach einer ersten Recherche in 45 Staaten ist

das nur in Kolumbien der Fall. Überprüft wird zudem,

ob der Name in möglichst vielen Sprachen gut klingt

oder zumindest keine negativen Assoziationen hervorruft.

In den bisher überprüften 29 Sprachen

scheint auch das kein Problem darzustellen – überwiegend

wird der Name mit Optik verbunden, und er

scheint von Chinesisch bis Polnisch, von Thailändisch

bis Arabisch meist relativ leicht aussprechbar. Parallel

zu solchen Fragen wird das Gestaltungskonzept

immer weiter verfeinert. Die Agentur und die

Jenoptik-Steuerungsgruppe stimmen alle laufenden

Projekte regelmäßig ab.

Wenn die neue Marke dann offiziell aus der Taufe

gehoben wird, erleichtert eine Art Gebrauchsanleitung

die Umgewöhnung. Und dann gilt es, das neue

Corporate Design umzusetzen. Vom Briefbogen bis

zum Internetauftritt, von der Werbung bis zu den

Messepräsentationen muss alles neu gestaltet werden.

Denn das neue Erscheinungsbild hat ein Ziel: die

Unternehmensteile näher zusammenzuführen und

dazu beizutragen, den Jenoptik-Konzern zu stärken –

nach außen und nach innen. jad

Bedeutung des Namens »Jenoptik« in den Sprachen der Welt:

CHINESISCH (KANTONESISCH): Das Element »Jen« klingt wie »gewinnen«.

CHINESISCH (MANDARIN): »Jen« klingt wie das chinesische »ren« – was

»Güte/Menschlichkeit« bedeutet.

DÄNISCH: Das Wort »Optik« existiert ebenfalls im Dänischen. »Jen« als einzelner

Wortteil hat eigentlich keine eigene Bedeutung, im jütländischen Dialekt

heißt »en« allerdings »ein«. Sinngemäß heißt also Jenoptik dann »ein Optiker«.

ENGLISCH: »Jen« ist die Kurzform von Jennifer. »Jen« klingt aber auch wie

Gen oder genesis = Entstehung, also etwas Modernes und Innovatives.

FRANZÖSISCH: Gène = Störung, Jenoptik klingt wie »etwas im/am Auge haben«.

GRIECHISCH: Jenó = Ich bekomme ein Kind. »Jen« erinnert an das griechische

»gennisi« = Geburt, Optik steht für Blickwinkel.

JAPANISCH: Optik verbindet man mit »gut sehen«,

»Jen« klingt wie genuine = echt/authentisch/natürlich.

TSCHECHISCH: »Jen« bedeutet »nur«, das Wort »Optik« existiert in der

gleichen Form. Weiterhin denkt man an die japanische Währung Yen.

UNGARISCH: Mit dem Wortteil »Jen« verbindet man Jena und damit

qualitativ hochwertige Produkte.

Allgemein fällt auf, dass fast alle Befragten an Jena und/oder Gen denken.

Das Wort Optik ist international verständlich.

Countdown: Zeitplan für den neuen Auftritt

Bis September 2002 soll feststehen, wie das neue Corporate

Design (CD) aussehen wird. Danach werden die Gebrauchsanleitungen

verfasst – also die Gestaltungspläne und -Richtlinien.

Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, startet die

Umsetzung. Das zentrale Marken-Management bei der

Jenoptik nimmt seine Arbeit auf, eventuell wird auch eine

Hotline eingerichtet. Schulungen und Workshops werden

angeboten, um Mitarbeiter mit dem neuen CD vertraut zu

machen. Im Februar 2003 soll es dann geschafft sein – die

neue Marke wird auch extern eingeführt. Einige Monate

länger – bis etwa Juli 2003 – wird es dauern, bis die neue

Marke schließlich überall im Unternehmen umgesetzt ist.


22

JENOPTIK

Informationskanäle im Netz gibt es viele innerhalb

des Jenoptik-Konzerns. Zum Beispiel M+W Zander-

Intranet, Outlook am Standort Jena, Intranet bei ESW

und und und.

Eine einheitliche elektronische Plattform für alle zum

Jenoptik-Konzern gehörenden Gesellschaften? Bisher

Fehlanzeige. Dies wird sich im September 2002

ändern. Dann werden alle Tochterunternehmen konzernrelevante

Informationen über das den Gesamtkonzern

umfassende Jenoptik-Intranet abrufen können.

Es soll den Informationsfluss und -austausch

innerhalb des Jenoptik-Konzerns verbessern, tagesaktuelle

Informationen wie beispielsweise einen

elektronischen Pressespiegel anbieten, Informationslücken

schließen und Synergien aufdecken.

Seit Herbst 2001 arbeitet ein Team aus IT-

Spezialisten, Marketingfachleuten und Redakteuren

daran, das Intranet auf den Weg zu bringen. »Das

Intranet muss von den Mitarbeitern als Informationsquelle

regelmäßig genutzt werden – nur dann

ist es ein erfolgreiches Instrument für die Konzernkommunikation«,

sagt Pressesprecher Jörg Hettmann.

»Und das schaffen wir nur, wenn es bedienerfreundlich,

aktuell und informativ ist.«

Aus diesem Grund liegt das Augenmerk der

Intranet-Projektgruppe darauf, die Informationen zu

identifizieren, die für die Jenoptik-Mitarbeiter in den

Tochtergesellschaften interessant sind, und diese

Informationen so übersichtlich und bedienerfreundlich

wie möglich zu gestalten. Die technische Basis

schafft dafür der externe Partner caatoosee AG.

Gefüttert wird das Intranet mit solchen konzernrelevanten

Nachrichten über ein Redaktionssystem.

Das sind unter anderem News und Termine, Presseinformationen,

Auszüge aus der Mitarbeiterzeitschrift

»focus«, Konzernrichtlinien, Standardformulare,

Informationen aus den Geschäftsbereichen,

wie Marktstudien, oder Nachrichten der

Betriebsräte (siehe Grafik).

Rubriken wie Telefonbuch oder Stellenangebote

werden mit spezifischen Inhalten diese Informationen

ergänzen. So wird künftig jeder Mitarbeiter

des Konzerns mit Telefon- und Faxnummer sowie E-

Mail-Adresse über das zentrale Telefonbuch zu

finden sein. Interne Stellenausschreibungen sind für

jeden über eine Art konzernübergreifende Jobbörse

zugänglich. Unter der Rubrik Community können sich

Fachleute in Foren zu speziellen Themen austauschen

– ähnlich einem Schwarzen Brett. Das erste Thema

steht auch schon fest: Qualitätssicherung im Konzern.

Für Redaktion und Pflege des Intranets sind

wenige, konkret benannte Bereiche zuständig. Die

Chefredaktion liegt im Bereich Öffentlichkeitsarbeit,

weil hier die meisten konzernweit interessanten

Nachrichten zusammenlaufen.

Rein äußerlich ähnelt das künftige Intranet mit viel

Weiß und Blau dem Internet-Auftritt der Jenoptik.

Inhaltlich weniger. Um Dopplungen zu vermeiden

werden Themen und Inhalte, die bereits unter der

Jenoptik-Internetadresse zu finden sind, im Intranet

nicht noch einmal aufgenommen. Sie sind über Links

abrufbar.

Alle Jenoptik-Firmen werden auf dieses Konzern-

Intranet zugreifen können. Das Intranet wird jederzeit

erweiterbar sein – für neue Inhalte aber auch für

neue Teilnehmer, lässt aber die schon bestehenden

firmeninternen Netzwerke unberührt. Im Unterschied

zum Internet wird sich jeder Nutzer mit Name und

Passwort ins Intranet »einloggen« müssen.

»Ab dem 1. September geht das Jenoptik-Intranet

online«, so Hettmann. »Und trotz Intranet: den focus

in gedruckter Form zum Anfassen wird es auch

weiterhin geben.«

Sollten Sie weitere Fragen oder auch Anregungen

dazu haben, das Team nimmt sie gern entgegen

unter: E-Mail intranet@jenoptik.com Slk


IM NETZ.

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31.12.01 Noch ein Blindtext

23


24

Studenten im

Kaum den ganzen Prüfungsstress hinter sich gebracht

und den Schulabschluss in der Tasche, fühlen sie sich

eigentlich reif für die Insel. Statt dessen müssen die

jungen Leute ihre Zukunft planen. Möglichkeiten

gibt es viele. Eine Alternative für diejenigen, die sich

zwischen Lehre und Studium nicht entscheiden

können oder wollen, bietet die JENOPTIK AG: beides

gleichzeitig – in einem so genannten dualen Studium,

bei dem Berufsausbildung und Studium kombiniert

werden.

Für die Zukunft doppelt gerüstet. In Jena haben acht

angehende Diplom-Ingenieure (FH) für sich entschieden,

das duale Studium in Angriff zu nehmen,

ein Spagat zwischen Blaumann und Hörsaal. Zu

schaffen in nur fünf Jahren: der IHK-Abschluss und

das Diplom. Drei von ihnen lernen bei der Schott

Jenaer Glas GmbH und Carl Zeiss Jena GmbH, weitere

fünf werden in Jenoptik-Unternehmen zum Industrieelektroniker

ausgebildet. Sie besuchen dabei die Berufsschule

in Gera. Parallel dazu absolvieren die Azubis

bzw. Studenten das Studium der Elektrotechnik/

Informationstechnik an der Fachhochschule Jena.

Im Grunde sind sie fast noch »Frischlinge«. Denn erst

vor einem Jahr begann ihre Ausbildung als Teil eines

Integrationsmodells »Berufsausbildung und Fachhochschulstudium«.

Für die Fachhochschule Jena und

die KEMPFER & KOLAKOVIC Personalmanagement

GmbH, die die Azubis der Jenoptik betreut, ist es die

erste Auflage des dualen Studiums. Ein Versuch, der

sich in Jena noch bewähren muss. An anderen

Fachhochschulen Thüringens zählt diese Art von

Studium bereits seit längerem erfolgreich zum Programm,

wie beispielsweise in Schmalkalden oder Erfurt.

In Jena jedenfalls haben die Jugendlichen das

Angebot begeistert aufgenommen.

Huhn im Korb: Nancy Wetzel. Nancy ist in der Lehrhalle

die einzige Frau unter ihren männlichen

Kollegen. Das fällt erst mal auf. »Ich bin gelernte

Chemie-Laborantin, doch es war total schwierig,

einen Job zu finden. Also entschied ich mich dazu,

noch mal die Schulbank zu drücken.«

Physik, Chemie, Technik – dafür hat sich die 28jährige

Jenaerin schon immer begeistert. Dazu zählt

auch der Computer, ohne den sie sich eine Arbeit

bzw. ihre Ausbildung nicht mehr vorstellen kann. Bei

der Wahl ihrer zweiten Ausbildung stand für sie fest,

dass sie an der Fachhochschule Jena Elektrotechnik/

Informationstechnik studieren wollte. Dass sie zusätzlich

zu diesem Studium eine Ausbildung zum

Industrieelektroniker abschließen kann, bekräftigte

ihre Entscheidung. Sie zögerte nicht lange und

schrieb sich für das duale Studium ein.

Im dualen Studium bekommt beides seinen Platz:

Theorie und Praxis. Das erhöht die Chancen erheblich,

nach dem Abschluss einen Job zu finden, der

einem Spaß macht. Und die zukünftigen Arbeitgeber

wissen, dass sie die Katze nicht im Sack kaufen. Im

Gegenteil: Sie können genau einschätzen, wie gut die

einzelnen Bewerber ausgebildet sind. Denn diese

können die notwendigen theoretischen Kenntnisse

ebenso vorweisen wie die praktischen Fähigkeiten

und Fertigkeiten.

Knobler und Bastler: Carsten Vongehr. Fasziniert vom

Knobeln und Austesten ist Carsten Vongehr aus Gera.

Für den 22-Jährigen mit ein Grund, das duale Studium

zu wählen. »Am Ende des Studiums werde ich

einfach vielseitiger einsetzbar sein, da die Ausbildung

mehr Bereiche abdeckt und auch mehr in die Tiefe

geht.« Technische Dinge sind sein Steckenpferd.

Theoretisches Hintergrundwissen, das weiß er, ist

natürlich notwendig. Aber Carsten ist eher der Prakti-

Ausbildungsmöglichkeiten im Blick.

KEMPFER & KOLAKOVIC Personalmanagement

GmbH, Jena

bildet aus: Mechatroniker Industrieelektroniker

Industriemechaniker Feinoptiker

Fachinformatiker IT-Systemelektroniker

Mediengestalter für Digitalund

Printmedien Industriekaufleute

Bürokaufleute Kaufleute für Bürokommunikation

Diplom-Betriebswirte (BA)

Diplom-Ingenieure (BA)

Duales Studium: Industrieelektroniker und

Dipl.-Ing. (FH) Elektro- und Informationstechnik

Trainee-Programm (praxisnahe

technische oder betriebswirtschaftliche Ausbildung

mit dem Abschluss des Masters of

Business and Engineering (MBE).

Ansprechpartner: Monika Müller (Berufsausbildung

und Studium an der Berufsakademie),

Telefon: (03641) 65-3200,

E-Mail: monika.mueller2@jenoptik.com

Thomas Fahrig (Trainee-Programm), Telefon:

(03641) 65-3343

E-Mail: thomas.fahrig@jenoptik.com

Weitere Informationen zum dualen Studium

gibt u.a. die Fachhochschule Jena: Dipl.-

Ing. D. Felke, Fachbereich Elektrotechnik/

Informationstechnik, Carl-Zeiss-Promenade 2,

07745 Jena, Telefon: (03641) 205700, E-Mail:

ingrid.knabe@fh-jena.de


Blaumann.

ker, wie er verrät. Knobeln, friemeln, ausprobieren

um am Ende alles zum Laufen zu bringen, das ist es.

Ein reines Studium hätte ihn nicht befriedigt. Vor

allem die doppelte Kompetenz, die Carsten später

vorweisen kann, hat ihn von der dualen Ausbildung

überzeugt. Denn eigentlich wollte Carsten eine

Laufbahn bei der Bundeswehr einschlagen, hatte

bereits zwei Jahre hinter sich. Irgendwann jedoch

wollte er sich neu orientieren. Er wog das Pro &

Contra der kombinierten Ausbildung ab und geht

nun seit einem Jahr diesen Weg. Mit Begeisterung.

Vom Fachchinesisch über Mathe bis zu BWL ist alles

dabei. In den fünf Jahren der Ausbildung lernen die

angehenden Diplom-Ingenieure alles von der Pike

auf. Eine Rolle spielen dabei vor allem die mathematischen

Grundlagen, die für Berechnungen in der

Physik, höheren Mathematik, Elektrotechnik, Elektronik

und Informatik notwendig sind. Das heißt

Integral- und Differenzialrechnung, Matrizen oder

Zahlensysteme. Kenntnisse, die ein normaler Lehrling

an der Berufsschule nicht erwirbt.

Auch Grundlagen der Programmiersprachen werden

im Studium vermittelt, wie beispielsweise Java.

Fachenglisch wird gebüffelt, und ab und zu wird

auch Russisch gebraucht. Im Hauptstudium kommen

Fächer wie Betriebswirtschaft, digitale Bildverarbeitung,

Datenbanken oder die ganze Mikroprozessortechnik

hinzu.

»Architekten für Soft- und Hardware.« Am Ende

können die »Diplom-Ingenieure (FH) der Elektrotechnik

und Informationstechnik« in den Bereichen

industrielle Regelungstechnik und Prozessautomatisierung

arbeiten, in der Nachrichten- und Energietechnik,

Gebäude-, Medizin- oder Verkehrstechnik.

Der Schwerpunkt liegt jedoch auf den so genannten

»Embedded Systems«, Informationssysteme, die

ESW-EXTEL SYSTEMS WEDEL Gesellschaft

für Ausrüstung mbH, Wedel

bildet aus: Industriemechaniker Zerspanungsmechaniker

Industrieelektroniker

Industriekaufleute Kaufleute für Bürokommunikation

Duales Studium mit Abschluss

zum Diplom-Kaufmann (FH) oder zum

Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH).

Ansprechpartner: Birgit Cordes,

Telefon: (04103) 60-3552

E-Mail: cordes@esw-wedel.de

direkt in Geräten, Maschinen, Anlagen etc. integriert

sind und individuell angepasst werden müssen. »Im

Grunde sind wir die ›Architekten für die Hard- und

Software‹«, fasst Nancy die Aufgaben in den zukünftigen

Tätigkeitsfeldern zusammen.

Das Wissen, das die Diplom-Ingenieure in spe beim

dualen Studium vermittelt bekommen, ist umfangreicher

und tiefgründiger als das, was »normale«

Azubis während der Lehre und Studenten im Studium

lernen. Die vorlesungsfreie Zeit wird für die praktische

Ausbildung in den jeweiligen Unternehmen

genutzt. Bei der »Doppel-Ausbildung« sind auch

mehr Prüfungen zu absolvieren. Es stehen sowohl die

theoretischen und praktischen IHK-Prüfungen an als

auch das Vordiplom und die Diplomprüfungen am

Ende. Wird das mit der Zeit nicht ein bisschen viel?

Diese Frage können Nancy und Carsten verneinen.

»Es ist recht gut durchorganisiert und alles vertraglich

geregelt. Wir wissen, was uns erwartet. So können

wir uns gut darauf einstellen«, sagt Nancy. »Es ist, als

wenn ich ganz normal arbeiten gehe und im Jahr ein

paar Wochen frei habe. Auch das Lernpensum ist zu

schaffen«, sind Nancy und Carsten einer Meinung.

Und sie sind sich sicher: Das duale Studium ist die

Zukunft.

Beide haben ihre Entscheidung bisher nicht bereut.

Im Gegenteil. Und auch finanziell sieht es nicht

schlecht aus. So bekommen die Azubis bzw. Studenten

im ersten Ausbildungsjahr und während der

Praktika eine normale Ausbildungsvergütung. Sobald

sie ab dem zweiten Ausbildungsjahr an der Fachhochschule

immatrikuliert sind, können sie einen Antrag

auf Bafög-Förderung stellen – wie normale

Studenten. Das bringt noch ein paar weitere Vorteile,

die nicht zu unterschätzen sind: verbilligte Bahn-

Card, das günstigere Kinoticket oder das Zeitungs-

Abo zum Studententarif. P.F.

Hommelwerke GmbH,

Villingen-Schwenningen

bildet aus: Industriekaufleute Industrieelektroniker

Fachkräfte für Lagerwirtschaft

BA-Studium Industrie 2. Praxissemester

Fachhochschule Diplomarbeiten.

Ansprechpartner: Manfred Brockhaus,

Telefon: (07720) 602-246

E-Mail: manfred.brockhaus@hommelwerke. de

M+W Zander Holding AG, Stuttgart

bildet aus: Industriekaufleute Kaufleute für

Bürokommunikation Informatikkaufleute

Technische Zeichner Konstruktionsmechaniker

Anlagenmechaniker Energieelektroniker BA-

Studiengänge Diplom-Betriebswirt (BA) Industrie

Diplom-Wirtschaftsingenieur (BA), Vertiefung

Facility Management.

Ansprechpartner: Corinna Lauser,

Telefon: (0711) 8804-1518,

E-Mail: corinna.lauser@mw-zander.com

25


26

Tangente 21. Christa W

Siobiva, 2002

floating colour and

oil on aluminium

142 x 100 cm


inter – floating colours.

Eine ungewöhnliche Verbindung von Kunst und optischer Hochtechnologie gehen die

Bildobjekte der Stuttgarter Künstlerin Christa Winter (geb. 1952) ein. »Wir begegnen in

Christa Winters Werken visuellen Phänomenen, die wir tatsächlich vorher noch nicht

gekannt haben und die uns neu sehen lehren«, stellte Jenoptik-Chef Lothar Späth zur

jüngsten Ausstellung der Reihe Tangente fest.

Fließende Farben. Das Faszinosum der kraftvoll leuchtenden

Farben entfaltet sich beim Vorbeigehen: Wie

ein Chamäleon verwandeln sie sich auf geradezu

wundervolle Weise. Frontal gesehen ist etwa

»SHIMURY« ein Bild aus zwei plakativen taubenblau

und gelb gefärbten Farbfeldern. Die Farbe schimmert

metallisch, ihre Oberfläche ist ohne jeden Makel wie

ein neu lackiertes Auto. Setzt man sich vor dem Bild

in Bewegung, vollzieht sich das Farbspiel: Das Taubenblau

geht in Himbeerrot über und wird schließlich

zum kräftigen Aubergine, die gelbe Fläche hingegen

changiert über einen bräunlichen Ton hin zu einem

dunklen Violett. Die Übergänge sind dabei stets

fließend, eben »floating«. Der Betrachter bestimmt

den Wechsel der Farbharmonien selbst.

Kunst auf der Höhe der Zeit. »Die Kunst ist angekommen

beim state of the art der Wissenschaft. Und

bricht dorthin auf, wo auch Wissenschaft noch nicht

war«, stellt der Kunsthistoriker Thomas Beck zum

Werk Christa Winters fest. Zu den besonderen Farbqualitäten

ihrer Bilder gelangte Christa Winter über

neueste Entwicklungen der Farbenindustrie, die sie

in langen Experimenten erkundet und für ihre

Zwecke eingesetzt hat. Für die gewünschte Wirkung

benötigt sie chemisch hergestellte Pigmentteilchen,

die durch Interferenz-, Reflexions- und Absorptionsphänomene

eine stark winkelabhängige Farbigkeit

zeigen. Die Künstlerin verwendet sie in außergewöhnlich

hoher Konzentration und trägt sie zusammen

mit Bindemitteln in aufwendigen Prozessen

Shimury, 1999

floating colour

on aluminium

110 x 80 cm


28

mehrschichtig auf den Bildträger auf. Die Erfindung

Christa Winters ist viel teurer als reines Gold, das in

früheren Zeiten, vor allem im Mittelalter, eine hohe

Bedeutung in der Kunst hatte. »An die Stelle seltener

Naturstoffe sind inzwischen edle Materialien getreten,

statt der vornehmen Stoffe des Kunsthandwerks

prägt uns heute die Oberflächenästhetik

industrieller Produkte« (Thomas Beck).

Das Atelier als Laboratorium. Ein wichtiger Zweig

heutiger Forschung gilt den quasi-intelligenten

Materialien, die sich bestimmten Umwelteinflüssen

anpassen können. »Mich begeistert die Idee des

Bildes als lebendes Wesen«, sagt Christa Winter und

erprobt in ihrem Atelier mit Spaß und Spannung die

Möglichkeiten dieser Technologien aus. Mit ihrer

»Floating Colour« erfand sie einen Bildgrund, der auf

den Betrachter reagiert. »Früher sagte man: Zau-

berei, heute: smart«, so Professor Peter Weibel,

Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe.

Die für unsere Zeit wichtige Erkenntnis, dass sich die

Wahrnehmung je nach Standpunkt verändert, findet

ihren ästhetischen Widerpart. Eine einzige Arbeit

birgt viele verschiedene Farbkompositionen in sich,

die alle ihre Gültigkeit haben.

Vom Fischsilber zur »Floating colour«. Die Bildserie

»Floating Colours« entsteht seit 1999. Mit ihrer hochspezialisierten

Erforschung der ästhetischen Phänomene

Licht und Farbe begann Christa Winter Mitte

der neunziger Jahre, indem sie nicht nur Formen,

sondern auch Materialien aus der Natur verwendete.

Ein wichtiges Bindeglied zur heutigen Arbeit war das

organische Fischsilber. Zunächst stellte Christa Winter

eine reizvolle Serie von Collagen aus silbrig glänzenden

Sprottenhüllen her. Im nächsten Schritt verwendete

sie organisches Fischsilber in Verbindung

mit Acrylfarben auf Leinwand. Erst dann folgt die

synthetische Herstellung von changierenden Farbflächen,

die sich durch Metallic-Effekte auflösen, die

schweben, leuchten und je nach Betrachterstandort

ihre Farbe wechseln.


Im Austausch mit der Wissenschaft. Die bewegten

Farben Christa Winters sprechen Emotionen positiv

an. Sie reißen den Betrachter aus der Wahrnehmung

des Alltäglichen heraus, regen ihn an und machen

ihn zum aktiven Partner. Die Begeisterung für neue

technologische Erfindungen spricht aus diesen

Bildern. Mit erstaunlicher Konsequenz und Geschwindigkeit

macht sich die temperamentvolle

Künstlerin die neuen Möglichkeiten zu Eigen und

nutzt sie für ihre ästhetischen Botschaften. Seit etwa

drei Jahren hat sie zahlreiche Kontakte zu Experten

im In- und Ausland geknüpft. Sie diskutiert lebhaft

und geht den Dingen mit charmantem Nachdruck auf

den Grund. Briefe und Studien werden verschickt und

Materialproben ausgetauscht. Dabei gewinnt nicht

nur die Künstlerin viele Erkenntnisse, die sie ihren

Zielen näher bringen. Auch Wissenschaftler freuen

sich, über die Fragen der

Kunst neue Seiten ihrer

Forschungsthematik kennen

zu lernen und mit

dem Besuch im Künstleratelier

einmal in eine

völlig andere Welt einzutreten.

Verbindung zur Jenoptik. Stets

auf der Suche nach Gesprächspartnern

kam Christa Winter

auch ins Gespräch mit Vertretern

der Jenoptik. Längst vor ihrer

Tangente-Ausstellung war sie

bei der Jenoptik keine Fremde

mehr. Für das Optik-Zentrum der JENOPTIK Laser,

Optik, Systeme GmbH im Jenaer Gewerbegebiet

Göschwitz fertigte sie bereits vor fast zwei Jahren die

imposante Arbeit »Cycolor 2000« an, die über ganze

drei Stockwerke reicht. Besucher fahren dort mit dem

Aufzug auf und ab, um das „neue Farbsehen“ Christa

Winters buchstäblich zu erfahren. Ehr

Biografie Christa Winter

1952 geboren in Duisburg

1972 Kunststudium an der PF Münster

bei Prof. Kuno Gonschior

1977 2. Staatsexamen für das Lehramt

Kunst und visuelle Kommunikation

1977 künstlerische Zusammenarbeit in

der Fotografie mit Conny J. Winter

1988 Weiterführung der Malerei,

lebt in Stuttgart.

Aruga, 2001

floating colour,

oil laquer and

pigment on

aluminium

38 x 58 cm

Cycolor, 2000

floating colour

and laquer on

aluminium

10,4 x 2,5 m,

JENOPTIK Laser

Optik, Systeme

GmbH

29


30

M+W Zander stattet

das Fertigwaren-, das

Rohstoff- und Packmateriallager

einer

Molkerei in Israel mit

kompletter Lufttechnik

aus. Dadurch können

Waren, die sonst

speziell gekühlt gelagert

werden müssen,

auch in den Lagern

untergebracht werden.

Das spart

Energie.

Clean Systems-Nachrichten

Molkerei-Ausstattung in Israel.

Für die TNUVA Central Co-Op, dem

größten Lebensmittelhersteller Israels,

liefert M+W Zander für den Neubau

einer Molkerei in Israel die

komplette Lufttechnik für den Lagerbereich

sowie die Kühltunnelanlage

für das Abkühlen der Molkereiprodukte.

In dem neuen Betrieb sollen

jährlich 250 Millionen Liter Milch zu

Frischkäse, Joghurt und Dessertprodukten

verarbeitet werden.

Für die Molkerei werden insgesamt

drei Hochregal-Lager errichtet.

Das Fertigwaren-Lager wird auf

einer konstanten Temperatur von

plus 4 Grad Celsius gehalten. Durch

spezielle Techniken ist es M+W Zander

möglich, eine Temperaturtoleranz

von nur ±1 Kelvin im gesamten

Lagerbereich zu sichern. Damit können

die extrem hohen Anforderungen

an die schonende Behandlung

der Produkte gewährleistet werden.

Den Kühltunnel der Molkerei

führt M+W Zander als doppelspurigen

Tunnel aus und ist damit bislang

alleiniger Anbieter dieser energiesparenden

und komfortablen Lösung,

bei der im Vergleich zum einspurigen

Kühltunnel 30 bis 50 Prozent

weniger Antriebsenergie für die

Ventilatoren benötigt werden. Mit

200 Paletten-Stellplätzen handelt es

sich in Israel um den größten Tunnel,

den M+W Zander bis heute gebaut

hat. P.F.

Aufträge aus Autoindustrie.

In den ersten Monaten des neuen

Geschäftsjahres kamen neue Großaufträge

aus der Automobilindustrie

von Audi und der MDC Power GmbH,

einem Gemeinschaftsunternehmen

von DaimlerChrysler und Mitsubishi.

Gebäudetechnik für Motorenwerk.

Als technischer Generalunternehmer

für das neue Motorenwerk

in Kölleda in Thüringen ist die M+W

Zander Facility Engineering GmbH

für sämtliche technischen Baugewerke

verantwortlich. Neben der

Lüftungs- und Klimatechnik gehört

dazu auch die Kälte-, Heizungs- und

Sanitärtechnik sowie die gesamte

Gebäudeautomation und Elektrotechnik.

Die DaimlerChrysler AG,

Stuttgart, und die Mitsubishi Motors

Corporation, Tokio, bauen im thüringischen

Kölleda gemeinsam ein

Werk für die Produktion von Benzinmotoren

für Kleinwagen der Marken

smart und Mitsubishi. Ende 2003 soll

die Produktion in Kölleda starten.

Neues Elektronik-Center für Audi.

Die Audi AG lässt ihr neues Elektronik-Center

am Hauptsitz Ingolstadt

von M+W Zander bauen. Als

Generalunternehmer ist M+W Zander

verantwortlich für die Ausführungsplanung

und den kompletten

Bau des neuen Gebäudes. Baustart

war im Januar 2002, im Frühjahr

2003 wird das Gebäude fertig gestellt.

Es bietet Platz für rund 800

Audi-Mitarbeiter und wird die Entwicklungsbereiche

für Elektrik und

Elektronik sowie den Einkauf beherbergen.

K.L.

Erstes Biomasse-Kraftwerk.

M+W Zander baut zurzeit erstmals

ein Biomasse-Kraftwerk für die OIE

Aktiengesellschaft im rheinland-pfälzischen

Hoppstädten-Weiersbach.

Das Heizkraftwerk wird betrieben

mit einem Hochdruck-Dampfkessel

mit maximal 28,86 Megawatt (MW)

Feuerungsleistung im Voll-Lastbetrieb

– je nach Fernwärmeauskopplung,

mit einer kontinuierlichen

elektrischen Leistung von bis zu

8,5 MWel. Beim Bau des Kraftwerkes

wird M+W Zander Facility Enginee-


31

ring unter anderem von der M+W

Zander Energie + Anlagen GmbH aus

Kulmbach unterstützt.

In Biomasse-Kraftwerken werden

erneuerbare Energien, hier Gebraucht-

und Industrierestholz sowie

Waldholzabfälle in gehäckselter

Form verbrannt. Das »Erneuerbare

Energie Gesetz« (EEG) und die Biomasseverordnung

garantieren für

das Einspeisen von elektrischer Energie,

die aus Biomasse gewonnen

wird, eine Vergütung von 8,7 Cent je

Kilowattstunde auf 20 Jahre. Mit der

Biomasseverordnung werden neben

Wind- und Solarenergie nun auch

Biomasse-Kraftwerke einbezogen,

die eine elektrische Leistung bis zu 20

Megawatt liefern. Durch dieses

Gesetz soll sich der Beitrag erneuerbarer

Energien an der Stromversorgung

deutlich erhöhen. K.L.

M+W Cleanroom Products

GmbH gegründet.

M+W Zander hat zum 1. Januar 2002

die Cleanroom Products GmbH mit

Sitz in Stuttgart gegründet. Sie produziert

und montiert Komponenten

und Systeme der Reinraum- sowie

Klima- und Lüftungstechnik, überwiegend

für die Bereiche Mikroelektronik,

Pharmazie, Biotechnologie

und Lebensmittel.

Mit der rechtlichen Eigenständigkeit

kann die M+W Cleanroom Products

ihre weltweiten Aktivitäten

noch stärker auf die Kunden ausrichten.

M+W Cleanroom Products wird

unter dem Dach der M+W Zander

Holding AG geführt, die 100 Prozent

der Anteile an dem Unternehmen

hält. Zu Geschäftsführern wurden

Dr. Uwe Schmidt und Dieter Kirchhof

bestellt. K.L.

Erstes europäisches

Protonentherapie-Zentrum.

Die M+W Zander Facility Engineering

GmbH baut als Generalübernehmer

für rund 80 Millionen Euro das erste

Protonentherapie-Zentrum zur Behandlung

von Tumorerkrankungen

in Europa. Das Therapiezentrum soll

2004 schlüsselfertig übergeben werden.

Unter dem Namen »Rinecker

Proton Therapy Center«, kurz RPTC,

entsteht damit in München eine Protonentherapie-Anlage,

die speziell

zur Behandlung von Tumorerkrankungen

vorgesehen ist. Bisherige

Protonengeräte stehen in Europa

nur teilweise für medizinische Anwendungen

zur Verfügung. Den

Siemens-Zentrum in Singapur.

Der neue Firmensitz von Siemens in

Singapur wird von M+W Zander gebaut.

Der Auftragswert beläuft sich

auf rund 30 Millionen Euro. Als Generalunternehmen

verantwortet

M+W Zander (S) Pte Ltd. die Planungen

und den Bau des Gebäudes. Das

Center wird von M+W Zander mit

modernster Siemens-Gebäudetechnik

ausgestattet und über neueste

Energiespar-Technik verfügen. Ein

intelligentes Lichtsystem gewährleistet

ein optimales Ausnutzen des

Tageslichtes. Das Center wird verschiedene

Siemens-Gesellschaften

Singapurs beherbergen und im Frühjahr

2003 bezugsfertig sein. K.L.

Großauftrag wickelt M+W Zander

gemeinsam mit Technologiepartnern

ab, wie der Accel Instruments

GmbH. Das spezielle Know-how

im Bereich der Teilchen-Beschleunigung

hatte M+W Zander durch die

Übernahme des US-Unternehmens

Knight Advanced Technology erweitert.

Eine Bestrahlung mit Protonen ermöglicht,

dass das erkrankte Gewebe

in drei Dimensionen millimetergenau

bestrahlt und gesundes Gewebe

geschont wird. So können

auch Tumore behandelt werden, die

in der Nähe empfindlicher Organe

und Strukturen liegen – etwa in der

Nähe der Wirbelsäule oder im Kopf.

K.L.

Neuer Großauftrag aus China.

Ein Folgeauftrag aus China kam im

März von der Semiconductor Manufacturing

International Corporation

(SMIC). M+W Zander plant und baut

für die Fab2 von SMIC rund 8.000

Quadratmeter Reinraum – sowie die

zugehörigen klimatechnischen Anlagen.

Bereits ab Juni dieses Jahres soll

die Reinraumanlage mit den Produktionsmaschinen

ausgestattet werden.

Schon 2001 hat M+W Zander die

Fab1, die Fab 3B sowie weitere Büround

Nebengebäude des chinesischen

Foundry-Unternehmens mit Reinraumanlagen

und klimatechnischen

Anlagen ausgestattet. K.L.

Ein Meninggeom im

Kopf des Patienten

(gelb markiert) kann

mit der Protonentherapie-Anlage

ganz

gezielt bestrahlt werden

(roter Bereich

rechts im Bild). Die

konventionelle Bestrahlung

(linkes Bild)

belastet Hirnstamm

und Sehnerven in der

Umgebung des Tumors

deutlich mehr.

Weitere Informationen

dazu finden Sie

unter: www.rptc.de.


32

Das Modul, welches

die Jenoptik Laser,

Optik, Systeme

fertigt, besteht aus

einer Sende- und

Empfangsoptik sowie

aus der zugehörigen

Steuerungselektronik

für das Laserdioden-

Licht. Für die Serienfertigung

der Module

hat die Jenoptik-

Tochter rund

0,75 Millionen Euro

in eine neue Fertigungslinie

am Standort

Jena investiert.

Photonics-Nachrichten

Entwicklungs- und Produktionspartnerschaft

gegründet.

Die Hilti Aktiengesellschaft aus

Schaan, Fürstentum Liechtenstein,

und die JENOPTIK AG haben eine

Entwicklungs- und Produktionspartnerschaft

für Laser-Distanzmessgeräte

gegründet. Am 22. Mai haben beide

Unternehmen in Jena die ersten

gemeinsam entwickelten Produkte

präsentiert.

Laser-Distanzmessgeräte erleichtern

das Messen von Distanzen, insbesondere

auf dem Bau und im

Handwerk, und ermöglichen dem Anwender

so ein schnelleres, effizienteres

Arbeiten. Entfernungen können

mittels Laserstrahl auf 2 Millimeter

genau einfach und schnell gemessen

werden.

Aus der Partnerschaft zwischen

Hilti und Jenoptik ist in kurzer Zeit

eine neue Generation von Laser-Distanzmessgeräten

entstanden, Hilti

PD 22 und Hilti PD 28. Beide Geräte

erlauben noch schnelleres Messen,

ermöglichen Messungen auf kürzeste

Distanzen, verbrauchen noch weniger

Energie und sind deutlich

leichter als vergleichbare Produkte

von Mitbewerbern.

Die JENOPTIK Laser, Optik, Systeme

GmbH fertigt das Kern-Modul für die

Laser-Distanzmessgeräte, die Hilti

weltweit vertreibt. Das Modul haben

beide Unternehmen zuvor gemeinsam

entwickelt. »Jenoptik war unser

Wunsch-Partner für die Fertigung,

weil hier sowohl die technologische

Kompetenz als auch die Fähigkeit

zur Produktion großer Stückzahlen

der Module vorhanden ist«, sagte

Pius Baschera, Vorsitzender der Hilti-

Konzernleitung.

Die Hilti Aktiengesellschaft ist ein

weltweit führender Anbieter von

Produkten für die Baubranche und

Gebäudeinstandhaltung. Baschera

sieht die Chance, bei den Distanzmess-Geräten

mittelfristig die Marktführerschaft

zu übernehmen.

Hilti und Jenoptik arbeiten bereits

an neuen Produkten, mit denen Hilti,

so Pius Baschera »das heutige Umsatzvolumen

mittelfristig vervielfachen

wird«. K.L.

Förderung für XTREME.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

der XTREME technologies

GmbH werden künftig vom Bundesministerium

für Bildung und

Forschung (BMBF) gefördert. Das

BMFT hat die Unterstützung des

Verbundprojektes bewilligt.

Die von Jenoptik und Lambda

Physik zu jeweils 50 Prozent gehaltene

XTREME technologies hat die

Koordination des europäischen Forschungs-Konsortiums

für die Entwicklung

der EUV-Strahlquellen übernommen.

Die Entwicklung dieser

Strahlquellen ist Teil des europäischen

Konsortiums MEDEA+, an dem

sich industrielle Partner wie Alcatel,

Carl Zeiss, Philips, ASML, Schott und

Infineon sowie europäische Universitäten

und Forschungsinstitute beteiligen.

K.L.

Neue Jenoptik-Tochter

in den USA.

Rückwirkend zum 1. Januar dieses

Jahres übernahm die JENOPTIK Laser,

Optik, Systeme GmbH 100 Prozent

der Anteile an der Coastal Optical

Systems, Inc. mit Sitz in West Palm

Beach/Florida.

Coastal Optical Systems entwickelt

und fertigt kundenspezifische

präzisions-optische Komponenten

und Systeme für die Luftfahrtindustrie,

die Messtechnik, die Bio-

Medizin sowie für digitale Projektionen

in der 3D-Unterhaltungsindustrie.

Neben Synergien, im Bereich der

Messtechnik, den Fertigungs-Technologien

und den Engineering-Leistungen,

stehen der US-Gesellschaft

auch Produktionskapazitäten in Jena

zur Verfügung. K.L.


33

VOTAN im neuen Gewand.

Die JENOPTIK Automatisierungstechnik

GmbH hat der Anlage Jenoptik

VOTAN W ein neues Aussehen verliehen.

Die Laserschweißanlage für

Kunststoffe hebt sich nun auch

optisch von den Wettbewerbern ab

und verdeutlicht die Produktphilosophie:

So assoziiert beispielsweise der

segmentartige Aufbau das modulare

Konzept der Anlage. P.F.

Mit Laseranlage gelingt

Einstieg in chinesischen Markt.

Erstmals hat die Jenoptik Automatisierungstechnik

eine Laseranlage des

Typs VOTAN TM A nach China verkauft.

Damit ist dem Jenaer Spezialisten für

Laseranlagen der Eintritt in den strategisch

wichtigen Markt China gelungen.

Die Laseranlage geht an das

chinesische Unternehmen Shanghai

Yanfeng Automotive, einem Gemeinschaftsunternehmen

des amerikanischen

VISTEON-Konzerns und

dem staatlichen chinesischen Unternehmen

Shanghai Automotive

Industries.

Das Unternehmen ist Zulieferer

für die Automobilkonzerne Volkswagen

und General Motors. Mit der

Jenaer Laseranlage werden ab 2003

integrierte Sollbruchstellen für den

Beifahrerairbag in das Armaturenbrett

des neuen VW Polo eingebracht.

Die Schulung der chinesischen

Arbeitskräfte führt die Jenoptik-Tochter

in ihrem neuen Kunden-

Applikations-Zentrum in Jena durch.

Jenoptik Automatisierungstechnik

liefert für alle neuen VW Polo

weltweit die Lasertechnologie für

die Bearbeitung der Instrumententafel.

In jedem neuen VW Polo steckt

damit Jenoptik-Lasertechnologie.

Die vom Unternehmen entwickelten

Laser-Schneidanlagen für Airbag-

Sollbruchstellen, die jeweils ein Auftragsvolumen

von rund einer Million

Euro haben, sind ein wichtiger Träger

des Umsatzes. Kunden sind Automobilhersteller

und Automobilzulieferer,

beispielsweise Lear und Johnson

Controls in den USA oder JCI in

der Bundesrepublik. K.L.

Hommelwerke erweitern

Produktpalette.

Die Hommelwerke GmbH haben mit

einem neuen Produkt ihren Kundenstamm

erweitert. Für einen bedeutenden

Hersteller von Flugzeugtriebwerken

in Derby, Großbritannien,

hat Hommelwerke das Wellenmess-

System WMS 2548H entwickelt.

Dieses Wellenmess-System ist das

derzeit größte Mess-System von

Hommelwerke in der Produktserie

HOMMEL OPTICLINE. Zehn Kameras

mit telezentrischen Objektiven vermessen

optisch berührungslos rotationssymmetrische

Werkstücke bis zu

einer Länge von 2,50 Meter und

einem Durchmesser bis 480 mm. Der

Messbereich liegt damit deutlich

über dem bisherigen. Das Mess-System

kann einfach programmiert und

in kurzer Zeit umgerüstet werden.

Außerdem wird mit dem neuen

System die Messzeit von bisher mehreren

Stunden auf nur wenige

Minuten verkürzt. P.F.

US-Marktpräsenz ausgebaut.

Die Jenoptik ist zum 1. März dieses

Jahres zwei Beteiligungen in den USA

eingegangen. Im Bereich der Fertigungsmesstechnik

hat sich die Hommelwerke

GmbH mit 25 Prozent an

der Detroit Precision Tool Company,

Detroit, beteiligt. Die Jenoptik Laser,

Optik, Systeme übernahm 30 Prozent

der Performing Light Inc., New York.

Die Detroit Precision Tool Company

ist Anbieter industrieller Fertigungs-Messtechnik

in den USA. Die

Gesellschaft entwickelt, produziert

und vertreibt Messmaschinen, Mehrstellenmesstechnik

und Messnormteile

und verfügt über ein gut ausgebautes

Vertriebsnetz in den USA. Zu

den Kunden zählen die Automobilindustrie

sowie Unternehmen der

Luft- und Raumfahrt. Das Unternehmen

wird unter dem Namen Detroit

Precision Hommel firmieren und ist

Komplettanbieter für Fertigungsmesstechnik

auf dem nordamerikanischen

Markt. Neben den USA wird

die Detroit Precision Hommel auch

in Mexiko und Kanada tätig sein.

Mit dem Einstieg der Jenoptik Laser,

Optik, Systeme bei Performing

Light Inc. wird die Vertriebspartnerschaft

der Unternehmen ausgebaut.

Durch die Kombination von digitaler

Kameratechnik der Jenoptik

und professionellen Blitzanlagen der

Hensel Studiotechnik, Würzburg,

kann Performing Light komplette Digital-Studios

für professionelle Fotografen

ausstatten. Dabei übernimmt

das Unternehmen alle Vertriebs-,

Dienst- und Serviceleistungen über

ein breites Händlernetz in den gesamten

USA. P.F.

In Orange und Grau

präsentiert sich seit

kurzem die Laserschweißanlage

VOTAN W und unterscheidet

sich damit

auch optisch von den

Wettbewerbern.


34

Nachdem die Dr.

Gottschall Instruction

Rezeptoren an einem

Polymerstrang angebracht

hat, bildet sich

ein Netzwerk (linkes

Bild), dem sich ein

Wirkstoff (grün) nähert.

Die Maschen des

Netzes passen sich

dem Wirkstoff an

(rechts). Diese Raumstruktur

wird chemisch

fixiert. Löst

man nun den Wirkstoff

wieder heraus,

verbleibt beim Polymer

ein Gedächtnis

für diese oder ähnliche

Substanzen.

Asset Management-Nachrichten

Zwei neue Beteiligungen

im laufenden Geschäftsjahr.

Die DEWB AG hält seit Ende April

35,24 Prozent der Dr. Gottschall

INSTRUCTION GmbH. Die Start-up-

Finanzierung des Ludwigshafener

Unternehmens ist die erste Neuinvestition

der DEWB im laufenden

Geschäftsjahr. Eine weitere Beteiligung

erwarb die DEWB im Mai dieses

Jahres. An der Laser Finishing Center

AG aus Herzogenaurach hält die Jenoptik-Tochter

nun 15,38 Prozent der

Anteile. Mit dieser Start-up-Finanzierung

umfasst das DEWB-Portfolio

jetzt 39 Beteiligungen.

Dr. Gottschall INSTRUCTION GmbH.

Das Ludwigshafener Unternehmen

hat eine Plattform-Technologie entwickelt,

mit der Pharmaunternehmen

neue Wirkstoffe kostengünstiger

und schneller zur Marktreife

bringen können. Der Wirkstoff jedes

Medikamentes setzt eine bestimmte

Reaktion in Gang, indem er zum

Beispiel an ein spezielles Protein andockt.

Der Wirkstoff muss deshalb

zum Protein passen wie der Schlüssel

zu einem bestimmten Schloss.

INSTRUCTION bildet die Struktur solcher

Proteine künstlich nach. Daraus

entstehen dreidimensionale polymere

Rezeptoren, die in der Lage sind,

Substanzen gezielt zu erkennen und

zu binden. Sie verfügen quasi über

ein eigenes Gedächtnis und erkennen

die passenden Substanzen bei

jedem Kontakt wieder. Die Pharmaindustrie

kann diese Plattform-Technologie

nutzen, um in ihren Substanzbibliotheken

gezielt Wirkstoffkandidaten

zu identifizieren.

Durch diese Plattform-Technologie

können mehr und qualitativ

hochwertigere Wirkstoffkandidaten

mit einer höheren Treffgenauigkeit

gefunden werden.

Laser Finishing Center AG (LFC).

Das Unternehmen aus Herzogenaurach

hat ein lasergestütztes Verfahren

entwickelt, mit dem Metalloberflächen

schneller und kostengünstiger

als mit herkömmlichen

Verfahren bearbeitet werden können.

Kern des Verfahrens ist eine

Lasereinheit, bestehend aus einem

diodengepumpten Laser, einem

Scanner und einer Steuerung, die

durch eine selbst entwickelte Software

ergänzt wird.

Mittels Laserstrahl sind mehrere

materialbearbeitende Arbeitsschritte

an Stahlformen in jeder Größe

ohne Ortswechsel durchführbar. Die

Systeme können in bestehende Produktionsabläufe

integriert werden

und garantieren hohe Genauigkei-

ten. Das Verfahren von LFC ist besonders

umweltfreundlich, da keine

chemischen Prozesse erforderlich

sind. Die Auftraggeber, wie Hersteller

von Computern und Mobiltelefonen

sowie die Automobilindustrie,

können mit diesen Systemen bisher

ausschließlich manuell durchgeführte

Bearbeitungen zu großen Teilen

automatisieren. A. Lührs

Matthias Wierlacher verlässt

DEWB-Vorstand.

Nach eineinhalbjähriger Zugehörigkeit

hat Matthias Wierlacher den

Vorstand der DEWB AG verlassen und

zum 1. Februar 2002 die Position des

Vorstandsvorsitzenden der Thüringer

Aufbaubank übernommen.

Dem DEWB-Vorstand gehören nun

Dr. Dietmar Kubis und Sabine Ahlers

an. Die Aufgabenverteilung soll sich

zunächst nicht wesentlich ändern:

Während Dietmar Kubis als Vorstandssprecher

für Akquisitionen

verantwortlich zeichnet, ist Sabine

Ahlers sowohl für Finanzen als auch

für die Exit-Aktivitäten zuständig.

A. Lührs


Jenoptik-Nachrichten

Jenoptik-Aktie

Der Kurs der Jenoptik-Aktie hat sich

bis Mitte Mai weitgehend parallel zu

den beiden wichtigsten deutschen

Indizes Dax und MDax entwickelt.

Das Jahr 2002 begann die Jenoptik-

Aktie bei 21 Euro. Im Januar zeigte

die Jenoptik-Aktie noch eine bessere

Performance als die beiden Indizes.

Die trübe Stimmung an den Aktienmärkten

und die Unsicherheit bezüglich

der weiteren Entwicklung insbesondere

der Halbleiterindustrie

spiegelten sich auch in der Entwicklung

des Jenoptik-Kurses wieder, der

Anfang April auf 18,85 Euro und

damit auf den tiefsten Schlusskurs an

der Frankfurter Wertpapierbörse in

diesem Jahr fiel. Nach der Bekanntgabe

des Jahresabschlusses am 16.

April legte der Jenoptik-Kurs dann

deutlich auf über 22 Euro zu.

Umsatz gestiegen.

Der Jenoptik-Konzern erzielte in den

ersten drei Monaten 2002 einen Umsatz

von 253,0 Millionen Euro. Gegenüber

dem Vorjahreszeitraum

konnte der Umsatz damit um 11,8

Prozent gesteigert werden. Der Umsatzsprung

kommt aus dem Unternehmensbereich

Clean Systems.

Obwohl der Unternehmensbereich

Clean Systems allein im 4. Quartal

des alten und im 1. Quartal des

neuen Geschäftsjahres insgesamt

Umsatz in Höhe von mehr als einer

Milliarde Euro abgerechnet hat, liegt

der Auftragsbestand des Konzerns

fast auf dem Vorjahresniveau. Mit

zwei Mrd. Euro ist er acht Prozent

niedriger als im 1. Quartal 2001.

Beim Auftragseingang konnte der

Jenoptik-Konzern im 1. Quartal 2002

nicht ganz das hohe Niveau des Vorjahres

erreichen. Der Auftragseingang

lag bei 549,9 Mio. Euro und ist

damit gegenüber dem Vorjahr um

9,5 Prozent geringer ausgefallen.

Aufgrund der Zurückhaltung der

30

25

20

15

10

Kursentwicklung der Jenoptik-Aktie. in Euro

5

2. Januar2002 10. Mai 2002

Halbleiterindustrie bei Großprojekten

im 1. Quartal 2002 ist dies allerdings

ein guter Ordereingang.

Mit insgesamt 6.927 Mitarbeitern

beschäftigt der Jenoptik-Konzern

Ende März dieses Jahres 16 Mitarbeiter

weniger als am 31. 12. 2001. Damit

ist die Mitarbeiterzahl des Konzerns

nahezu konstant geblieben.

Im 1. Quartal 2001 waren der Jahresüberschuss

und das Konzern-Betriebsergebnis

wesentlich durch Sondereinflüsse

geprägt. Darin enthalten

war ein sonstiger betrieblicher

Ertrag aus dem Verkauf der MicroLas

GmbH an die Lambda Physik AG.

Dieser sonstige betriebliche Ertrag

sowie die Erträge der DEWB AG aus

dem Verkauf der CyBio-Anteile führten

im Vorjahreszeitraum zu dem

außergewöhnlich hohen Betriebsergebnis

und dem Periodenüberschuss

des Konzerns.

Das Konzern-Betriebsergebnis im

1. Quartal 2002 betrug -4,3 Mio. Euro.

Dementsprechend ist auch das Konzern-Jahresergebnis

mit -7,6 Mio. Euro

negativ ausgefallen. Die beiden

industriellen Sparten des Jenoptik-

Konzerns haben die EBIT-Zahlen des

Vorjahres erreicht – der Unternehmensbereich

Clean Systems liegt etwas

besser, der Unternehmensbereich

Photonics etwas schlechter als

im Vorjahr.

Preis für Finanz-Informationen.

Die Jenoptik wurde erneut für ihre

vorbildliche, faire und offene Finanzkommunikation

ausgezeichnet. Beim

Investor Relations-Wettbewerb 2002

des Nachrichtenmagazins »FOCUS«

und »FOCUS MONEY« erhielt Jenoptik

im Börsen-Segment MDax den ersten

Preis für die Kommunikation mit den

Privatanlegern und den dritten Preis

für die Kommunikation mit institutionellen

Anlegern, wie Banken und

Investmenthäuser. Mit den beiden

Platzierungen hat sich die Jenoptik

im Vergleich zum Vorjahr deutlich

verbessert. 2001 erreichte sie bei den

privaten Anlegern den dritten Platz,

bei den institutionellen Anlegern

war sie nicht unter den Prämierten.

Grundlage für die jährliche Auszeichnung

ist eine Befragung von

Privatanlegern sowie führenden

Banken und Investmentgesellschaften

in den drei Kategorien Dax,

MDax und Neuer Markt. K.L.

Jenoptik

■ MDax indexiert

■ Dax indexiert

Jenoptik-Pressesprecher

Jörg

Hettmann nimmt

die Auszeichnung

für Jenoptik von

Focus Money-Chefredakteur

Frank

Pöpsel entgegen.

35


36

Die Vorteile liegen

auf der Hand:

Friederike Steiff und

Yang Nashi Warouw

lösen mit ihrer Idee,

CDs zu entschichten,

ein Müllproblem

und der Einsatz von

giftigen Chemikalien

wird erspart. Ihr

Antrag auf Patentierung

läuft bereits.

Jenoptik-Nachrichten

Forschen ist in Mode.

Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs

»Forschen ist in Mode«

wurde durch die Rekord-Teilnehmerzahl

von 360 landesweit bekräftigt:

Das sind 109 junge Forscher mehr als

ein Jahr zuvor. 56 Tüftler konnten

sich schließlich für den Landeswettbewerb

qualifizieren.

Die 12. Ausgabe des Thüringer

Wettbewerbs, dessen Pate und Mitorganisator

seit Austragungsbeginn

die Jenoptik ist, begeisterte Mitte

März die Besucher. Den jungen Forschern

sah man an, dass sie mit Leib

und Seele in ihren Projekten stecken.

So beeindruckten beispielsweise

Friederike Steiff und Yang Nashi

Warouw mit einem Verfahren zum

Entschichten von CDs für die sortenreine

Aufbereitung. Dabei lässt eine

CD durch Laserimpulse sozusagen

»die Hüllen fallen«. Das heißt, die

Beschichtung eines CD-Rohlings wird

abgetragen und sofort abgesogen,

so dass am Ende nur noch eine

einfache und durchsichtige Plastikscheibe

zur erneuten Verwendung

übrig bleibt.

Die Qual der Wahl zwischen der

Vielzahl an hochwertigen Projekten

hatten dann auch die 40 Juroren aus

Forschung und Wissenschaft. Doch

schließlich konnten in allen Sachgebieten

– Biologie, Chemie, Physik,

Mathematik/Informatik, Geo- und

Raumwissenschaften, Technik und

Arbeitswelt – Landessieger gekürt

werden. In den Sachgebieten Chemie

und Mathematik/Informatik wurden

sogar gleich zwei Siegerplätze vergeben,

und zusätzlich noch jede

Menge Sonderpreise. So wurden die

Jenaer Benjamin Schmidt und Konrad

Lötzsch mit ihrem Projekt »Zerlegungsäquivalenzen

in Raum und

Ebene« nicht nur Landessieger der

Kategorie Mathe/Info, sondern erhielten

von der begeisterten Jury

auch gleich zwei Sonderpreise.

Alle Sieger präsentierten ihre Arbeiten

beim Bundeswettbewerb Ende

Mai in Darmstadt und stellten sich so

der nationalen Konkurrenz.

Haben Sie Interesse an einer genauen

Übersicht der Teilnehmer,

Themen und Sieger, wenden Sie sich

bitte an Manfred Ziege,

Telefon (03641) 65-3199. P.F.

Neuer Name für

Qualitätsmanagement.

Der Bereich Qualitätsmanagement

der Holding heißt seit Beginn dieses

Jahres Managementsysteme & Service.

Die bisherige Bezeichnung konnte

die verschiedenen Aufgabenbereiche

nicht mehr abdecken. Das

führte oft zu Missverständnissen

innerhalb und außerhalb des Konzerns.

Der neue Name spiegelt die

Aufgaben nun umfassender und eindeutiger

wider.

Für folgende Themen steht der Bereich

Managementsysteme & Service

nun als Partner zur Verfügung:

Beratung bei der Einführung von

Qualitäts- und Umweltmanagement-Systemen

Betreuung nach der Zertifizierung

von Managementsystemen

Beratung und Unterstützung bei

Umwelt- und Strahlenschutz sowie

bei der Richtlinienarbeit/Aufbauorganisation

Konzernorganisation

Ansprechpartner für Datenschutz.

P.F.

Kontakt:

Managementsysteme & Service

Carl-Zeiß-Straße 1, Jena.

Leiter und

Datenschutzbeauftragter:

Udo Pohl

Telefon: (03641) 65-3397

udo.pohl@jenoptik.com

Qualitätsmanagement:

Holger Flechs

Telefon: (03641) 65-3334

holger.flechs@jenoptik.com

Umweltschutz:

Rüdiger Rothe

Telefon: (03641) 65-2599

ruediger.rothe@jenoptik.com

Organisation/Service:

Ingrid Brendel

Telefon: (03641) 65-2348

ingrid.brendel@jenoptik.com


37

Ostern in Jena: New Yorker

Kids bei Jenaer Gastfamilien.

Viel Aufregung gab es kurz vor

Ostern in 15 Jenaer Familien, die sich

auf ihr Gastkind aus New York vorbereiteten.

Eingeladen hatte Bundeskanzler

Gerhard Schröder. Er reagierte

damit auf die Terroranschläge

vom 11. September letzten Jahres

und bot unter dem Namen »Brücke

New York – Berlin« insgesamt 1.000

New Yorker Schülern die Möglichkeit,

Deutschland zu entdecken.

Jenoptik unterstützte das Projekt

und organisierte für 15 von ihnen

einen Aufenthalt in Jena. Über die

Osterfeiertage erlebten die New

Yorker Kids spannende Tage mit

ihren Gasteltern – zum großen Teil

Familien von Jenoptik-Mitarbeitern.

Und viele konnten feststellen: So verschieden

sind die Osterbräuche gar

nicht. Auch Amerikaner kennen das

Ostereier-Suchen (Easter egg hunt)

und freuen sich an bunten Eiern und

Schokoladenhasen im Osterkörbchen

(Easter basket). Karfreitag ist in

beiden Ländern ein Feiertag und

Osterspaziergänge sind ebenfalls in.

P.F.

Marion Ermer Preis verliehen.

Im Februar 2002 präsentierte die Jenoptik

in einer Ausstellung die Preisträger

des Marion Ermer Preises

2001: David Adam, Markus Draper,

Projektgruppe REINIGUNGSGESELL-

SCHAFT (Martin Keil und Henrik

Mayer), Cornelia Renz, Henrik Schrat

und Eva-Maria Wilde. Die Marion

Ermer Stiftung zur Förderung von

Kunst und Kultur in Sachsen und

Thüringen hat diesen Preis in Kooperation

mit der Hochschule für Bildende

Künste Dresden im Jahr 2001

erstmals vergeben. »Mit dem Marion

Ermer Preis ergreift die Stiftung die

Initiative zur gezielten Förderung

des künstlerischen Nachwuchses und

übernimmt damit eine aktive Rolle

im Kunstgeschehen der Region«,

kommentiert Kuratoriumsvorsitzender

Lothar Späth dieses Ereignis.

Der Preis umfasste jeweils ein

Preisgeld von 10.000 DM sowie die

Teilnahme an einer Gemeinschaftsausstellung.

Nach der Hochschule für

Bildende Künste in Dresden war die

Galerie der JENOPTIK AG die zweite

Ausstellungsetappe. Um den Marion

Ermer Preis bewarben sich 96 Künstlerinnen

und Künstler aus den

Bereichen Malerei, Graphik, Bildhauerei

und anderer bildnerischer

Medien, aus denen eine bundesweit

besetzte Jury im Mai 2001 die sechs

Preisträger ermittelte. Teilnahmebedingung

war ein abgeschlossenes

Studium an einer Kunsthochschule

bzw. Diplomanden- oder Meisterschülerstatus

der staatlichen Kunsthochschulen

der Bundesländer Sachsen

oder Thüringen.

Alle Werke der Ausstellung konnten

käuflich erworben werden. Mit

dem provisionsfreien Verkauf ermöglichte

die Jenoptik den Künstlern

eine weitere Förderung. Ehr

Auf sein tägliches

Basketballspiel

musste Jose Almonte

– einer der 15 New

Yorker Schüler – in

Jena verzichten.

Einen Ausgleich

bekam er bei einer

Partie Schach mit

Gastvater Gunther

Pohlers.

Henrik Schrat,

Die Gabe,

verschiedene

Materialien,

90 x 90 cm, 2001.


38

Unter Spannung:

Günther Reißmann,

neu gewählter Betriebsrats-Vorsitzender

der Jenoptik-

Holding, leert die

Wahlurne. 95 Prozent

der Wahlberechtigtenbeteiligten

sich an der

Betriebsratswahl.

Personal und Betriebsrat-Nachrichten

Mitarbeiter wählen Arbeitnehmervertreter

für Aufsichtsrat.

Die neu gewählten Arbeitnehmervertreter

des Aufsichtsrates stehen

seit Mitte Mai fest. Konzernweit

wählten die Mitarbeiter die Vertreter

der unternehmensangehörigen

Arbeitnehmer, der leitenden Angestellten

und der Gewerkschaft in den

Aufsichtsrat der JENOPTIK AG.

Arbeitnehmervertreter sind:

Thomas Klippstein (JENOPTIK Laser,

Optik, Systeme GmbH, Jena)

Siegfried Joos (M+W Zander Facility

Engineering GmbH, Stuttgart)

Dieter Kröhn (ESW-EXTEL SYSTEMS

Wedel, Werk Essen),

Martin Giebel (JENOPTIK Automatisierungstechnik

GmbH, Jena) und

Günther Reißmann (JENOPTIK AG,

Jena).

Frau Dr. Merve Finke aus der M+W

Zander Holding AG, Stuttgart, wurde

zur Vertreterin der leitenden Angestellten

gewählt, Ersatzmitglied ist

Bernhard Beck (M+W Zander Facility

Engineering).

Gewerkschaftsvertreter der IG Metall

sind Ralf Tänzer (Verwaltungsstelle

Jena-Saalfeld) und Wolfgang

Kehr (Bezirksleitung Frankfurt/Main).

Der Aufsichtsrat besteht aus insgesamt

16 Mitgliedern, jeweils acht

Vertreter der Arbeitgeber- und der

Arbeitnehmerseite. Die Arbeitgebervertreter

werden durch die Hauptversammlung

am 11. Juni gewählt.

P.F.

Betriebsrat neu gewählt.

Mit einer Beteiligung von 95 Prozent

wurde der Betriebsrat der Konzern-

Holding in Jena neu gewählt. In ihrer

konstituierenden Sitzung einigten

sich die neuen Betriebsratsmitglieder

auf Günther Reißmann zum Vorsitzenden

und Astrid Engert zu seiner

Stellvertreterin. Zum Betriebsrat der

Holding gehören weiterhin Gudrun

von Kymmel, Christine Gerlach und

Kerstin Koch. Nachfolgekandidaten

sind Frank Patzer, Ingrid Brendel,

Silvia Scharlock und Karin Steiner.

Günther Reißmann und Kerstin Koch

sind in den Konzernbetriebsrat entsandt.

P.F.

Altersteilzeit bei Jenoptik.

Die Betriebsvereinbarung zur Altersteilzeit

wurde im März 2002 abgeschlossen.

So können Mitarbeiter der

Jenoptik Laser, Optik, Systeme, der

Jenoptik Automatisierungstechnik

und der Holding, die das 57. Lebensjahr

vollendet haben, nach einer 18monatigen

Arbeitsphase und einer

Freistellungsphase von weiteren 18

Monaten vorzeitig in den Ruhestand

wechseln. Wenn sich ein Mitarbeiter

für diese Regelung entscheidet und

einen entsprechenden Vertrag mit

Jenoptik abschließt, ist er finanziell

durch sein Unternehmen abgesichert.

P.F.

Neue Asien-Organisation.

Um Vertrieb und Projektabwicklung

von M+W Zander in der Region Asien

zu optimieren, wurde in Singapur

eine übergeordnete Koordinationsstelle

geschaffen, die Franz Staudacher

und Klaus Gärtner leiten. Sie koordinieren

die Aktivitäten in Asien,

sind aber auch für die regionale strategische

Ausrichtung und die Zusammenarbeit

mit anderen Regionen

verantwortlich. Unterstützt wird die

regionale Asien-Organisation von

einem Beirat, dem Jürgen Gießmann,

Helmut Laub, Klaus Gärtner

und Franz Staudacher angehören.

Die Tochter in Singapur wird von

Klaus Gärtner und Kitty Lee geführt,

das Branch Office in Taiwan wie bisher

von Franz Staudacher und Erna

Lo. Detlef Nagel wird stellvertretender

Niederlassungsleiter in Taiwan

und ist zugleich zuständig für den

Bereich Operations. Die Geschäftsführung

in China wird mit Uwe

Augenstein (Operations) und Shuxin

Gao (Vertrieb) verstärkt. Neil Kayser

übernimmt die Aufgabe des Sprechers

der Geschäftsführung.

M+W Zander

Neuer CEO in den USA.

Dale Harman, bisher President der

Knight Advanced Technologies

(KAT), ist neuer CEO (Chief Executive

Officer) und President von M+W

Zander U.S. Inc. Weitere Verantwortlichkeiten

sind wie folgt geregelt:

Geschäftsbereiche: John Frank, Robert

Barnes, Steve Riojas, Tom Reinarts.

Operations: Rick Whitney, Mike Bove.

Finanzen: Nick Ciotola.

Verwaltung und IT: Joe Rivas, Steven

Dodge.

Vertrieb, Marketing und Geschäftsentwicklung

unterliegen wie

bisher den genannten Geschäftsbereichen.

Die Produktsparte in den

U.S.A. wird von Ralf Gräber geführt,

der an John Frank berichtet.

M+W Zander


39

Erfolgreicher Start ins

Berufsleben.

Und wieder hat ein Jahrgang die

letzte Hürde der Abschlussprüfungen

erfolgreich übersprungen. Sechs

Azubis des Jahres 1998 der Jenoptik-

Töchter JENOPTIK Laser, Optik, Systeme

GmbH und JENOPTIK Automatisierungstechnik

GmbH haben ihre

Prüfungen vor der IHK Ostthüringen

bestanden und verstärken seit März

2002 die Belegschaft ihrer Unternehmen.

Herausragende Abschlussergebnisse

erzielten der Industrieelektroniker

Rico Spindler und der Industriemechaniker

David Matthes, beide

JENOPTIK Automatisierungstechnik

GmbH. Die praktische Prüfung meisterten

sie mit Bravour, schlossen mit

der Traumnote »Sehr gut« ab. Insge-

samt beenden am Standort Jena elf

Azubis des Personaldienstleisters

KEMPFER & KOLAKOVIC Personalmanagement

GmbH ihre Ausbildung in

den Berufen Industriemechaniker

und -elektroniker, Feinoptiker und

Technischer Zeichner.

Die elf Azubis wurden neben der

Jenoptik Laser, Optik, Systeme und

der Jenoptik Automatisierungstechnik

von der Brooks Automation, der

Q-Telecell Technology und der SAS

GmbH ausgebildet. P.F.

Preisträger aus Stuttgart.

Ingo Cürten, Mitarbeiter der M+W

Zander Facility Management GmbH

in Stuttgart, beteiligte sich am diesjährigen

GEFMA Förderpreis 2002

und erhielt einen der fünf mit 1.000

Euro dotierten Förderpreise. Seine

Studienarbeit »Konzeption einer

webbasierten Facility Management-

Plattform als zentrales Element einer

E-Business-Lösung für ein ganzheitliches

Corporate Real Estate Management«

war eine von 16 eingereichten

Arbeiten. Bewertet wurden die

Arbeiten von der Jury der GEFMA,

dem Deutschen Verband für Facility

Management e.V.

Mersiha Zubovic, technische Zeichnerin

im Bereich Technische Gebäudesysteme

der M+W Zander Facility

Engineering in Stuttgart, gehörte zu

den besten Azubis, die 2001 ihre

Ausbildung abschlossen. Gemeinsam

mit einer Kollegin aus Bergisch

Gladbach erzielte sie das beste Prüfungsergebnis

im Bereich der Landesverbände

und Mitglieder des

BHKS. Die Auszeichnung konnte

Mersiha Zubovic auf der Mitgliederversammlung

des BHKS, dem Bundesindustrieverband

Heizungs-, Klima-,

Sanitärtechnik/Technische Gebäudesysteme,

entgegennehmen. Slk

Beauftragter für Datenschutz.

Neu im Bereich Management & Service

ist die Verantwortung für den

Datenschutz. Der Leiter des Bereiches,

Udo Pohl, wurde vom Vorstand

zum Datenschutzbeauftragten der

JENOPTIK AG mit Konzernkompetenz

bestellt. Seine Aufgaben konzentrieren

sich in erster Linie auf den

Schutz der personenbezogenen Daten

im Konzern. Unter Konzernkompetenz

ist eine Koordinierungsfunktion

für den Konzern zu verstehen.

P.F.

Korrektur: Ersthelfer-Schulung.

Im letzten focus berichteten wir

über die Schulung unserer Ersthelfer.

Dabei muss es richtig heißen: Die

Ersthelfer müssen ihre Kenntnisse

spätestens nach zwei Jahren auffrischen.

Slk

Grund zum Feiern

gab es für die jungen

Facharbeiter

und ihre Ausbilder:

Nach einem erfolgreichen

Abschluss

der Ausbildung

erhielten alle Azubis

einen Arbeitsvertrag

mit ihrem

Unternehmen.

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