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Adventsfeier bei Frau Borowiec in Boberröhrsdorf 2010

PASTOREN DER ST. CHRISTOPHORIKIRCHENGEMEINDE

Probst Andrzej Fober Pfarrvikar Dawid Mendrok

afober@poczta.onet.pl mendrokd@tlen.pl

Tel. 0048 601 731 332 Tel. 0048 607 297 187

Gemeindeschwester Lidia Podżorska

lidl@tlen.pl

Tel. 0048 604 185 724

Tel. 0048/ 71/ 348 45 98 - Probst Parafia św. Krzysztofa

Tel. 0048/ 71/ 348 73 17 - Pfarrvikar ul. Partyzantów 60

Fax. 0048/ 71/ 348 45 90 PL 51-675 Wrocław

E-Mail: christophori@poczta.onet.pl www.stchristophori.eu

SPENDENKONTO POLEN: KB IV O/WROCŁAW, KONTO

(IBAN) PL20 1500 1793 1217 9000 4110 0000 (BIC) KRDBPLPW

SPENDENKONTO DEUTSCHLAND: SPARKASSE OBERLAUSITZ - NIEDERSCHLESIEN

Girokonto 3100 0369 04 BLZ 850 501 00

Für die Unterstützung der St. Christophorigemeinde

sind wir jedem Spender herzlich dankbar!

Christophoribote

Mitteilungsblatt der ev. Gemeinde

deutscher Sprache

in Breslau und Niederschlesien

März, April, Mai 2011

Nr. 03-04-05 (71-72-73)

Monatsspruch für März: Es gibt keine größere Liebe,

als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Joh 15,13 (E)

Monatsspruch für April: Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens,

damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid. Eph 1,18 (L)

Monatsspruch für Mai: Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft,

und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebr 11,1 (L)

Was finden wir am Ostermorgen?


Worte des Gebetes von Gemeindeschwester Lidia

Du bist mein Herr!

Es ist so gut, einen solchen Allmächtigen Herrn zu haben!

Ich darf zu jeder Zeit zu Dir zu kommen!

Wie ist das möglich, dass Du für mich immer Zeit hast!

Dass meine Sachen nicht zu groß und nicht zu klein für Dich sind!

Es ist vor Deinen Augen nichts versteckt, Du kennst mein Herz

und ich weiß, wie wichtig für Dich ist, dass es nur für Dich allein schlägt.

Wenn ich Dich aus den Augen verliere, dann verschwindet gleich auch mein ganzes Glück.

Herr! In Deiner Kraft möchte ich jeden Schritt machen.

In Deinem Angesicht möchte ich leben.

Du bist mein Heiland auf den ich, in guten und in schlechten Zeiten, vertraue!

Führe mich durch Leben und dann nach meinem Tod, ich weiß, dass wir uns sehen werden.

Es ist aber nur Deine Gnade,

durch Dein Tod auf dem Kreuz ist die Tür für mein Ewiges Leben geöffnet!

Ich danke Dir!

Amen

2

Die Tätigkeit der Pastoren

Letztens wurden wir, die Pastoren der Sankt Christophorigemeinde, gefragt, was wir

„Besonderes“ in unserer Gemeinde gefeiert oder erlebt haben. Nach längerer Überlegung

sind Pastor Fober und ich zu dem Ergebnis gekommen, dass wir nichts „Besonderes“ in

der Gemeinde gefeiert oder organisiert haben, denn wir haben das getan, was wir unserer

Gemeinde und unserem Amt schuldig waren. Eigentlich ist es so, wie es im Jahresbericht

der Gemeinde geschrieben steht:

In unserer Gemeinde ist jeder Tag spektakulär, wenn wir irgendetwas für irgendwen tun,

dann machen wir es mit Freude, wir machen es aus dem Herzen, wir machen es ohne

Einschränkung, ohne zu sparen oder mit dem Herzen, der Liebe oder materiellen Mitteln zu

geizen. Jeder Tag ist spektakulär, denn jeder Tag ist eine Gabe der Gnade Gottes. Je mehr

wir ausgeben oder von uns geben, umso mehr erhalten wir zurück. Wir erfahren täglich die

Wahrheit der Worte des Apostels Paulus, der, wenn er nur konnte, die Gruppen von

Christen in Kleinasien verstreut waren, besucht hat, die von Anfang an Kirchen genannt

wurden, ohne an die damit verbundenen Kosten zu achten: „Wer kärglich sät, der wird auch

kärglich ernten, und wer in Segensfülle sät, der wird auch in Segensfülle ernten“ (2 Kor 9,6).

In der Adventszeit haben wir uns zu Adventsfeiern getroffen: die Gemeindemitglieder

aus Lauban in Görlitz-West bei Frau Sawicka; die Gemeindemitglieder aus Bad

Warmbrunn bei Frau Borowiec in Boberröhrsdorf (Siedlęcin); in Waldenburg hat uns Frau

SONNTAG 01.05.2011 QUASIMODOGENITI

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 08.05.2011 MISERIKORDIAS DOMINI

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNABEND 14.05.2011 JUBILATE

Lauban 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 15.05.2011 JUBILATE

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 22.05.2011 KANTATE

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNABEND 28.05.2011 ROGATE

Schweidnitz 9:00 Pfr. Andrzej Fober

Waldenburg 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 29.05.2011 ROGATE

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Gemeindetermine und Informationen

Passionsandachten in Waldenburg finden

am 18. März, 1. April und 15. April um 10.00 Uhr in der Kapelle statt.

Militärgottesdienst am 15. Mai um 15.00 Uhr in der Gustav-Adolf-Gedächtnis-Kirche

Festival der Protestantischer Kultur in Breslau 27.-29. Mai

Kirchentag in Dresden 1.-5. Juni

Konfirmation mit Jubiläumskonfirmation in Breslau am 12. Juni um 10.00 Uhr

Gustav-Adolf-Fest 23. Juni 11.00 Uhr

Übersetzungen und Dolmetschen Deutsch-Polnisch, Polnisch-Deutsch

Beglaubigte Übersetzungen für Gericht, Notar oder Behörden, Fachübersetzungen Recht,

Wirtschaft, Finanzen, auch Korrespondenz o.ä., Dolmetschen für Firmen, Veranstaltungen oder

Privatpersonen; beeidigt vom Polnischen Justizministerium (Tłumacz przysięgły)

Sonja Stankowski, ul. Młodych Techników 64/5, 53-645 Wrocław,

Tel. 0048 717 924 135 Mobil 0048 660 303 256

E-Mail: niemiecki.wroclaw@yahoo.pl www.niemiecki-wroclaw.pl

19


18

GOTTESDIENSTORDNUNG IM MÄRZ, APRIL UND MAI 2011

SONNTAG 06.03.2011 ESTOMIHI

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNABEND 12.03.2011 INVOKAVIT

Lauban 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 13.03.2011 INVOKAVIT

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 20.03.2011 REMINISCERE

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNABEND 26.03.2011 OKULI

Schweidnitz 9:00 Pfr. Andrzej Fober

Waldenburg 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 27.03.2011 OKULI

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 03.04.2011 LÄTARE

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNABEND 09.04.2011 JUDIKA

Lauban 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 10.04.2011 JUDIKA

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 17.04.2011 PALMARUM

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNABEND 22.04.2011 KARFREITAG

Schweidnitz 9:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 24.04.2011 OSTERSONNTAG

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

Wiemer in ihrer Wohnung

aufgenommen; in Breslau

haben wir uns im Pfarrhaus

versammelt. Während der

Adventszeit wurden auch in

den Sozialkulturellen Gesellschaften

Adventsfeiern

gehalten, zu denen wir

auch eingeladen waren,

leider war es an manchen

Tagen zu viel und deswegen

konnten wir nicht überall

präsent sein.

Mit großem Eifer versuchten

wir, alle Gottesdienste

nah und fern zu halten, was wegen Schneemengen, Kälte oder Krankheiten unserer

Gemeindemitglieder nicht immer möglich war. Eine interessante Lösung für die Kälte

in der Laubaner Kirche haben wir letztens gefunden – wir haben uns in der schönen warmen

Stube bei Frau Szapiel versammelt.

Das Neue Jahr wurde in Liegnitz mit Freude begrüßt, wo es am Sonntag nach dem

Gottesdienst schon traditionell ein angenehmes Beisammensein gab.

Der Winter gab uns oft die Möglichkeit, Schnee zu schippen, auf dem Hof oder er

musste vom Dach des Pfarrhauses oder der Kirche runter geworfen werden. Gut, dass wir

einen großen Garten haben, denn sonst hätten wir keinen Platz, wohin wir ihn wegfahren

könnten. Neben der körperlichen Arbeit haben wir auch intellektuell gearbeitet und neue

Ideen für das Gemeindeleben ausgedacht. Die wichtigste Idee war, in der Karnevalszeit

etwas Lustiges mit den

Damen aus Waldenburg

zu machen. Die Idee kam

vom Schnee schippen – zu

Mensch, ärgere dich nicht!

Ja, ich habe die Damen

gefragt, ob sie nicht statt

Bibelstunde mal Spielstunde

machen wollen. Die

Antwort können sie sich

selber vorstellen, es wurde

zugestimmt und aus der

kommenden Bibelstunde

wurde eine Spielstunde,

die allen sehr gut getan hat.

3


Ich habe bemerkt, dass über keine Beschwernisse gesprochen wurde und jede Frau sehr

gut ohne Brille sehen und auf andere Spieler Obacht geben konnte. Das Gleiche habe ich

auch in Bad Warmbrunn angeboten – wo ich die Spiele schon im Auto hatte – und das erste

Mal habe ich echte Freude in den Augen der Damen gesehen, als sie andere Spieler

rauswerfen konnten. Wir denken, es ist wert, dies wieder mal zu wiederholen und zu spielen.

Neben Spielen gibt es auch Aufgaben, das wissen unsere Kinder gut, die den Religionsunterricht

besuchen. Um es genau zu sagen, fahre ich montags zur Familie von Kapherr

und mittwochs treffe ich mich mit zwei Gruppen in Breslau in der Deutsch– Polnischen

Schule beim Evangelischen Zentrum der Diakonie und Ausbildung.

Als der Winter nachgelassen hat, hatten wir auch viel schriftliche Arbeit mit den Jahresabrechnungen,

auf die die Diözese und die Kirchenleitung warteten, so wie das Finanzamt

und andere Behörden. Kleine Schwierigkeiten hat uns der neue Umsatzsteuersatz

bereitet, ab 2011 bezahlen wir höhere USt in Höhe von 4, 8 und 23 %. Aber auch hier

sind wir zurechtgekommen. Die Finanzen der Gemeinde wurden geprüft – wären wir eine

Firma, würde man sagen, wir erbringen zu wenig Einnahmen, zum Glück ist unsere Aufgabe

anders: das Wort Gottes verkündigen und die Sakramente halten.

Wichtig war im Januar die ökumenische Gebetswoche um die Einheit der Christen.

Auch diesmal haben die beiden Pastoren der Gemeinde sich im Verlauf der Woche kräftig

engagiert. Auch diesmal

wurde einer von den geplanten

Gottesdiensten

in der Gustav-Adolfs-

Gedächtniskirche gefeiert.

Wir haben uns sehr

gefreut, dass der Kanoniker

Marek Dutkowski

aus der katholischen

Nachbargemeinde der St.

Faustyna zum ersten Mal

kam und auch sehr

schön predigte. Das lässt

uns allen hoffen, dass

jetzt eine neue Realität

entsteht, in der sich zwei

katholischen Gemeinden und eine evangelische öfters treffen werden, was für das Leben

einer Siedlung mit eigenem Selbstbewusstsein doch wichtig ist.

Wir haben uns mit dem Gemeinderat getroffen, manche Projekte sind gescheitert oder

ausgefallen, für andere wurden Prioritäten gesetzt. So haben wir innerhalb von drei Wochen

eine schöne Küche neben dem großen Gemeinderaum eingerichtet mit der finan-

4

Unsere Jubilare im März, April und Mai

04.03.1923 Brandys Josef Cieplice / Bad Warmbrunn

04.03.1963 Gundlach-Fober Aldona Simona Wrocław / Breslau

09.03.1924 Butterweck Hellmut Goerlitz

10.03.1925 Gut Margot Czarny Bór / Schwarz Waldau

10.03.1928 Kosiba Elli Wałbrzych / Waldenburg

14.03.1995 Smoliński Konrad Marek Gryfów Śląski / Greifenberg

16.03.1932 Fehst Waltraud Wałbrzych / Waldenburg

16.03.1916 Scholz Else Kostrzyna / Trattlau

19.03.1930 Kowalkowska Else Śmiałowice / Schmellwitz

23.03.1929 Nowak Dora Wałbrzych / Waldenburg

26.03.1941 Benisch Jutta Źródło / Borne

27.03.1995 Gundlach-Fober Rachel Wrocław / Breslau

28.03.1930 Lamek Charlotte Dębrznik / Kraisendorf

31.03.1940 Wildemann Fryderyk Wrocisławice / Obsendorf

03.04.2002 Sierenberg Weronika Wrocław / Breslau

04.04.1948 Szemplińska Anna Cieplice / Bad Warmbrunn

10.04.1940 Biłus Margarete Lubań / Lauban

17.04.1929 Głogowska Janina Legnica / Liegnitz

19.04.1940 Kwaśnik Rosemarie Dzierżoniów / Reihenbach

22.04.2004 Giessler Paul Adrian Wrocław / Breslau

22.04.2004 Ilgmann Margareth Wrocław / Breslau

25.04.1958 Fober Andrzej Wrocław / Breslau

25.04.2008 von Kap – herr Amalie Kondratowice / Kurtwitz

27.04.1926 Szempliński Jerzy Cieplice / Bad Warmbrunn

30.04.1972 Schiek Almut Wrocław / Breslau

01.05.1951 Wiatrowska Irena Ruszów / Rauscha

10.05.1925 Szapiel Elfryda Zgorzelec / Görlitz Ost

11.05.1922 Sawicka Gerda Zgorzelec / Görlitz Ost

11.05.1924 Sumlińska Johanna Sobótka / Zobten

11.05.1947 Kujat Susanne Mysłakowice / Zillerthal

12.05.1929 Krawczuk Rut Brzeg / Brieg

13.05.1970 Ilgmann Magdalena Wrocław / Breslau

16.05.1977 Szempliński Paul Cieplice / Bad Warbrunn

25.05.2001 Ilgmann Adelheid Wrocław / Breslau

28.05.1929 Borowiec Ursula Siedlęcin / Boberröhrsdorf

28.05.2009 Ilgmann Franz-Ferdinand Wrocław/ Breslau

Allen Jubilarinnen und Jubilaren möchten wir von ganzen Herzen

viel Gesundheit, Kraft und Tapferkeit wünschen,

aber vor allem Gottes reichen Segen. Wir freuen uns,

dass Sie gemeinsam mit uns in der Christophorigemeinde pilgern.

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schwerkriegsbeschädigt. Da wir ihn ja schon totgeglaubt hatten, war die Freude natürlich

riesengroß. Der Vater überlebte im Lazarett in Dresden den 13. Februar.

Als die Amis kamen, mussten wir alle sofort in die Schule umziehen und da begann die

schlimmste Zeit. Meine Oma wurde sterbenskrank – oder vielleicht wollte sie auch nicht

mehr. Aber mein kleines Schwesterchen hat sie regelrecht wieder auf die Beine gebracht.

Eines Tages wurde mein Vater von den Tschechen mitgenommen. Da begann der wöchentliche

Trip zum Internierungslager nach Falkenau. Eigentlich hätten wir ihm nichts

mitbringen können, denn wir hatten selbst großen Hunger, aber unsere früheren Wirtsleute,

die selbst ihre Männer dort hatten, gaben uns manchmal eine Portion Brei für meinen Vater

mit. Wie waren wir glücklich, wenn die Wachtposten sich umdrehten und wir ihm am Zaun

schnell „Guten Tag“ sagen konnten. Manchmal war das aber unmöglich. So verbrachten

wir Kinder unsere Zeit mit Betteln und Hamstern ohne den notwendigen Schulunterricht.

Meine Schwesterchen, inzwischen eineinhalb Jahre alt, bekam plötzlich Halsschmerzen.

Meine Mutter packte sie in den Wagen und ging nach Bleistadt zu einem Arzt, der ihr

nur etwas zum Auspinseln geben konnte. Wer die Gegend

kennt, wo nur mit Kiepen getragen wird, kann sich vielleicht

vorstellen, dass es für meine Mutter – die sowieso sehr

geschwächt war – eine ungeheure Strapaze war,

diesen Weg mit dem Kinderwagen zurückzulegen.

Ein paar Tage später – wir „Kinder von der

Schule“ – waren gemeinsam auf Hamstertour,

kam uns meine Tante entgegen und

brachte mir die Hiobsbotschaft vom Tod

meiner kleinen Schwester. Da habe ich zum

ersten Mal einen unbeschreiblich großen

Schmerz empfunden. Das Kind hatte uns über

so manches Schlimme hinweggeholfen. In

Gossengrün, ca. 6 km entfernt wurde sie begraben. Bis dahin hatten wir keine Ahnung,

dass uns so viele Menschen kannten. Es war eine Riesenschlange , die sich hinter dem

Handwagen mit dem kleinen Sarg bewegte. Fast alle gaben meiner Mutter eine Kleinigkeit

in die Hand. Mein Vater durfte nicht mit zur Beerdigung. Er wurde kurz danach entlassen.

Im August 1946 wurden wir nach Thüringen ausgewissen. Dort staunten wir sehr, denn

es gab richtiges Speisesalz, wo wir doch vorher kaum rotes Viehsalz hatten. Sogar Fleisch

und Wurst gab es, wenn auch nur in kleinen Mengen, aber wir konnten uns gar nicht mehr

an den Geschmack erinnern.

Als meine Oma 1949 im Sterben lag – sie hatte Krebs – rief sie immer wieder, sie will zu

Hause begraben werden und nicht hier in der Fremde! Nachdem mein Mann 1982(an den

Folgen des Krieges) gestorben war, holte ich meine Mutter 1984 zu mir nach Köln. Sie

hatte zwar Osteoporose, aber geistig war sie bis zuletzt voll da. Sie starb 1994 86 jährig.

16

Von Inge Braun, geb. Kielmann

aus Groß Wartenberg, jetzt Köln.

ziellen Unterstützung der Familie von Kap-herr – herzliches Vergelts Gott! Es soll jetzt in

der Sankt Christophorikirche die Wand zwischen der Toilette (wenn der Denkmalschutz es

erlauben wird) durchgebohrt werden, um so einen Durchgang zwischen einem Kinderraum

und anderem zu machen. Wir müssen jetzt unsere Kinder in zwei oder so gar drei Gruppen

teilen, die kleinen Babys, die Kindergarten-Gruppe und die Schulkinder. Für den Umbau

haben wir schon eine kleine Summe bekommen und beten, dass der Denkmalschutz und

das Bauamt uns die Genehmigung gibt. Um dieses zu bekommen sammeln wir natürlich

verschiedene Dokumente, Projekte und Kostenvoranschläge.

Wichtig war die Gemeindeversammlung Anfang Februar. Bevor sich dieses Gremium

trifft, tagt normalerweise einen Tag zuvor der Rat der Gemeinde, und entscheidet natürlich

über viele Sachen. So könnte man denken, die Gemeindeversammlung ist ein recht formales

Wesen. Aber nicht bei uns. Nach dem Gottesdienst am 30. Januar 2011 fuhren wir

nach Zimpel, wo auf uns ein leckeres Essen wartete. Beide Pfarrfrauen und Schwester

Lidia haben ihr bestes in der Kunst der Kochen gezeigt, andere Gemeindemitglieder haben

dazu auch das und jenes gespendet, so sich die Tische neigten. Was als eine kurze und

kleine „Stärkung“ gedacht war, verwandelte sich in ein Festmahl und Beisammensein, was

nicht 15 Minuten dauerte (wie geplant) sondern gut über eine Stunde. Und dann, als die

Pastoren aus dem Leben der Gemeinde berichteten, gab es einen Tsunami von Fragen,

was natürlich sehr positiv zu sehen ist. Nichts ist schöner, als bei einer Versammlung das

Interesse zu spüren, das die Mitglieder zeigen. Alle merkten es auch, hoffen wir, dass die

Fragen genau, deutlich und ausführlich beantwortet wurden.

Während der Winterferien habe ich mehrere Gemeindemitglieder zu Hause besucht,

manche mit Hausgottesdienst und Heiligem Abendmahl, andere mit nettem Gespräch.

Sehr fruchtbar entwickelt sich die Bibelstunde in Breslau mit dem Thema: Frauen der

Bibel. Mehr dazu schreibt Frau Lilli Fatyga.

Wenn wir keinen Gottesdienst feiern, keine Bibelstunde halten, keinen Religionsunterricht

halten, keinen Projekten nachgehen, keinen Fasching und keine Spielstunden organisieren,

den Schnee weg schippen oder die Räumlichkeiten reinigen und sauber für andere

Begegnungen machen und zu Hause der Frau und den Kindern mangelhaft Zeit

widmen, dann lesen wir, um neue Gedanken für die Predigten vorzubereiten. Dann werden

wir gefragt, ob bei uns etwas „Besonderes“ organisiert wurde, ich muss leider antworten –

nein.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Passionszeit, in der wir an das Leiden und Sterben

unseres lieben Herrn Jesus Christus denken wollen. Wir möchten uns mit Euch auf den

auferstandenen Herrn freuen. Möge jeder am Ostersonntag das finden, was ihm wahre

Freude geben wird.

Dawid Mendrok

5


6

Adventsfeier der Gemeinde zu Bad Warmbrunn

"Warum schüttelst Du, verehrte Frau Holle, in diesem Winter so überaus fleißig Deine

Betten?"

"Ach, Meisterchen Frost, weshalb schimpfst Du mich aus! Ist Dir nicht bewußt, daß

Dich die Hauptlast trifft, Deinetwegen die Straßen nun fast unbefahrbar sind, während ich

gnädig die Wintersaat bedecke, Kinder nun Schneemänner bauen können, und ich Tausenden

die Freude des Wintersports bereite?"

Dank Pfarrer Mendrok erreichten wir am 22. Dezember trotz schneeverwehter Wege

das Bethaus in Boberröhrsdorf und betraten das gastfreie Haus von Frau Borowiec, wo

uns eine wunderbare, geheimnisvolle Advents-Weihnachtsstunde geschenkt wurde. Zuerst

gedachten wir des 90. Geburtstags von Frau Sudolf. Pfarrer Mendrok regte uns dann

mit seinem Gleichnis zum Nachdenken an:

Ein armer, zerlumpter Bauer stand vor dem mächtigen König, ihn zum Wechsel bittend.

Der König nahm die ärmliche Kleidung an und stieg zu uns hinunter; uns somit die

Gnade der Geburt Christi im Stall schenkend. Viele unserer schönsten Weihnachtslieder

erklangen, zum Abschluß: Stille Nacht, heilige Nacht!

Dazu Waggerls uns nachdenklich stimmende Legende vom grimmigen Räuber Horrificus,

der Mensch und Tier in Schrecken versetzte, bis die liebevollen Worte der Jungfrau

Maria ihn einfingen und sein Herz veränderten. Horrificus legte seinen fürchterlichen Namen

ab und

wurde ein mächtiger Heiliger. Auch uns wird Gott dereinst um des Kindes willen verzeihen,

sofern wir vergeben können. Und so möge uns die Jahreslosung für das kommende

Jahr zur Richtschnur werden:

"Laß Dich nicht vom Bösen überwinden,

sondern überwinde das Bösen mit Gutem".

Hirschberg, den 23.12.2010

Ihre G.v.Pfeil

Unsere Bibelstunde im Februar

Zur Bibelstunde waren wir diesen Montag bei Frau Wyszynska nach Krausendorf

(Debrznik) eingeladen. Herr Pastor Fober sammelte seine Schäflein, jede von zu Hause,

ein und los ging die Fahrt.

Ich weiß nicht, ob allen bekannt ist, dass wir ganz verstreut wohnen. Da ist erst Polsnsitz,

dann Seitendorf, weiter Waldenburg, Scharzwaldau und die Letzte stieg in Landeshut

ein. Wie immer leitete der Pastor die Bibelstunde mit einem Gebet ein. Wir sangen

und beteten wie jedesmal zur Bibelstunde. Dann bewirtete uns die Tochter von Frau

Wyszynska mit Kaffee und köstlichem Kuchen und nach diesen Schlemmereien wurde

aus unserer Bibelstunde eine Spielstunde. Der Herr Pastor Mendrok hatte vor einiger Zeit

angedeutet, mal etwas Gesellschaftliches zu machen und wir waren natürlich mit Eifer

dabei. Frau Wypych brachte ein Zahlenspiel mit. Jede von uns freute sich königlich, wenn

Vergesst die Mütter nicht!

Meine liebe Oma, die 1945 72 Jahre alt war und eigentlich in Kraschen wohnte – 10 km

von Gross Wartenberg entfernt – half uns in dieser Zeit, da meine Mutter im Oktober 1944

ihr viertes Kind zur Welt brachte. Also diese, meine geliebte Oma, die selbst zehn Kinder

gebar, nur noch ein Auge hatte und das andere durch eine Granne beim Ährenlesen verlor,

musste mit uns flüchten, nur mit einem Handtäschchen. Auch möchte ich noch erwähnen,

dass nach der Geburt des zehnten Kindes ihr Mann, als er mit dem Schlossherren auf der

Jagt war, durch einen tollwütigen Hund gebissen wurde und starb. Sie hatte nicht wieder

geheiratet, sondern für ihre Kinder Tag und Nacht geschuftet(Im Schloss Wäsche gewaschen!).

Ein Sohn ist als Jugentlicher auf tragische Weise ums Leben gekommen. So, das

ist in Kurzform, die Vorgeschichte meiner Großmutter.

Am 17. Januar 1945 – ich war zehn Jahre alt – mussten wir zur Sammelstelle in die

Schule. Mein Vater war zu der Zeit vermisst. Meine Mutter hatte mit uns vier Kindern alle

Hände voll zu tun. Die Älteste war ich, Horst 6 Jahre, Herbert 4 Jahre und das kleine Ilschen

3 Monate alt. Zuerst packte meine Mutter die Kleine in ein großes Tuch, das sie sich

um die Schultern band, nahm noch den Hubert bei der Hand, ich den Horst – wir beide mit

Schulranzen – und Oma band sich ein Federbett auf den Rücken. So zogen wir zur Sammelstelle.

Dort war auch meine Tante mit den Kindern Schorsch und Hannchen(16 u. 7

Jahre). Da meine Mutter doch lieber den Kinderwagen für die Kleine mitnehmen wollte, bat

sie den Schorschel, er möge doch bitte den Wagen zu Hause holen. Er brachte nicht nur

den Wagen mit, sondern auch die Nachricht, dass er sich sofort melden müsse. Er kam in

der Festung Breslau um.

Zu Fuß marschierten wir in stockdunkler Nacht zum Bahnhof. Dort kuschelten wir uns

alle unter eine Decke, denn es war bitterkalt und dunkel wegen der Tiefflieger. Meine

Mutter sagte noch, so wären wir alle auf einmal weg! Alle Mütter mit Kleinkindern konnten

dann endlich in den Zug einsteigen. Wir waren zwar drin, aber wenn wir auf die Toiletten

mussten, ging es nur über Kinderwagen, die die Gänge verstopfte. Ein paar Tage verbrachten

wir in Schweidnitz – fast nur im Keller. In der anschließend 8 Tage dauernden

Fahrt ins Sudetenland, haben uns Soldaten mit ihren Spirituskochern sehr geholfen, wenigstens

die Babys zu versorgen. Wie oft wir vor oder zurück rangiert, oder bei Bombenangriffen

in Tunnels abgestellt wurden, sodass wir erstickten – trotz nasser Tücher im

Gesicht – kann ich nicht mehr sagen.

Nach einigen Tagen wurden wir für eine Nacht in Braunau ausgeladen und in Ställen/

Scheunen untergebracht. Am nächsten Tag ging es in Viehwaggons weiter – mehr stehend

als sitzend. Damals habe ich mir fast nichts sehnlicher gewünscht, als wieder einmal ganz

ausgestreckt zu schlafen. In Bleistadt im Erzgebirge wurden wir ausgeladen. Für Mütter mit

Babys und für alte Leute standen Ochsenwagen bereit, die uns nach Prünleß brachten. In

dem Ort, der sehr hoch lag, wurden wir „verteilt“. Meine Mutter mit den beiden Jüngsten

kam zu einer sehr kränklichen Frau, wo sie aber nicht lange blieb, denn sie konnte zu einer

sehr netten Familie umziehen. Horst und ich hatten es auch gut getroffen. Meine Oma

wurde dann noch extra untergebracht. Eines Tages stand mein Vater vor der Tür –

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14

Schwieriege Situationen

Im Jahre 1956 starben Superintendent Steckel(Liegnitz) und Pfarrer Rutsch

(Schweidnitz) kurz hintereinander, die letzten beiden deutsche evangelischen Pfarrer in

Schlesien. Die restdeutschen Gemeinden waren ohne Leitung. Ich war zu der Zeit 27 Jahre

alt, Pfarrer in Dresden(Trinitatis-Gemeinde), noch unverheiratet und bot Bischof Dr. Ernst

Hornig(Görlitz) an, zu den verbliebenden Deutschen nach Schlesien zu gehen. Ich war ja

gebürtiger Breslauer(Jahrgang 1929). Bischof Hornig versuchte in Wrocław (wohl bei Prof.

Niemczyk) zu vermitteln; aber die damalige Volksrepublik Polen gab mir als DDR-Bürger

keine Einreise nach Polen, und die polnisch Evangelische Kirche in Warszawa hielt mein

Kommen nicht für nötig. Sie versprach, solange es noch deutsche evangelische Christen in

Schlesien gibt, dafür zu sorgen, dass man sich um sie kümmern werde und für deutsche

Predigten sorgen werde. Bischof Hornig hielt aber daran fest, dass zwei Plätzte in der

Görlitzer Synode für zwei schlesische Synodale freigehalten wurden. Das verärgerte das

Konsistorium in Warszawa und führte zum Abbruch der Beziehungen mit Görlitz. Darüber

war der Nachfolger von Hornig, Bischof D. Hans-Joachim Fraenkel sehr unglücklich.

Ich war seit 1966 in Görlitz Beauftragter für Ökumene. Deshalb reiste ich vom 19.-20.

Oktober 1968 mit meiner Frau nach Wrocław, um dann allein in der Nacht vom 20. Zum 21.

Oktober mit dem Schlafwagen nach Warszawa zu fahren. Ich tat das im Auftrag von Bischof

D. Fränkel und Präses Dr. Lothar Kreyssig (Magdeburg), der Leiter von Aktion

Sühnezeichen war. Ich selbst hatte in Görlitz eine Gruppe von Aktion Sühnezeichen gegründet.

Am 22. 10. 1968 wurde ich von Bischof Andrzej Wantuła in der Miodowa 21 zu

einem halbstündigen Gespräch empfangen. Ich sprach mit ihm über die abgerissene Verbindung

zu Görlitz und durfte ihm mitteilen, dass in Zukunft die beiden Stellen für zwei

schlesische Synodale aufgehoben würden und Bischof Fränkel gern ökumenische Verbindungen

zu Warszawa aufnehmen wolle. Bischof Wantuła wollte das seiner Kirchenleitung

vortragen und versicherte mir, dass er wusste, dass beide Bischöfe Hornig und

Fränkel Mitglieder der Bekennenden Kirche in der Hitlerzeit waren. Außerdem bat ich Bischof

Wantuła um Vermittlung von Arbeit für unsere Aktion- Sühnezeichen-Gruppe, was er

im Diakonissenhaus Tabita bei Warszawa in Aussicht stellte. Daraus wurde später leider

nichts, so dass unsere Gruppe nach Nowa Huta fuhr und beim Bau der katholischen Kirche

Maria Regina Poloniae half, was dankbar angenommen wurde. Anschließend arbeiteten

wir auch noch eine Woche im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz und trafen dort

auf eine westdeutsche Gruppe von Sühnezeichen( 5.-20. Juli 1969). Am 26. 6. 1969 besuchte

Prof. Dr. Woldemar Gastpary offiziell Görlitz und führte Gespräche mit Bischof

Fränkel, um damit die abgerissene Verbindung wiederherzustellen. Prof. Gastpary besuchte

auch mich, der ich zu der Zeit Pfarrer in Görlitz-Rauschwalde an der Christuskirche

war.

Reinhard Leue, Sup. em.

Rothenburg, am 28. August 2010

sie erste beim Spiel war.

Weil es aber gerade Faschingzeit

ist, machte ich

nach dem Spiel den Vorschlag,

einmal einen

Rundgesang zu machen

und wirklich, mein Vorschlag

wurde angenommen.

Jede sang der Reihe

nach ein Lied und wurde

dafür gelobt. Gesungen

wurden Volks- und lustige

Lieder, die zum Fasching

passten, gerade, was einem

so einfiel. Die Zeit

verging wie im Fluge und wir haben uns köstlich amüsiert. Ich denke unser Herr Pastor

auch. Es waren schöne Stunden. Hoffentlich können wir auch die nächsten Bibelstunden

mit Gesellschaftsspielen verbinden. Auf der Heimfahrt wurde diesmal das Lied „So ein

Tag, so wunderschön wie heute“ gesungen.

Ihre Ingetraut Tabaka

Frauen im Alten Testament

Seit einiger Zeit beschäftigen wir

uns in der Bibelstunde mit den Frauen

im Alten Testament. Die Teilnehmerinnen

charakterisierten die einzelnen

Frauengestalten. Nach der

Besprechung wurde lebhaft diskutiert,

denn manche Gestalten waren

kontrovers,wie z.B. Delila. Es gab

verschiedene Meinungen.

Die Bedingungen für die Frauen

in der Zeit des Alten Testaments

waren ungünstig, sie hatten kaum

Möglichkeiten sich zu entwickeln. In jener Zeit waren die wichtigsten Eigenschaften einer

Frau dienen und gefallen, die Meinung der Männer respektieren und befolgen. Sie waren

dem Mann untertan und von ihm abhängig. Doch gewährte der Mann Sicherheit, gute Lebensbedingungen,

Ehre und Ansehen. Eine alleinstehende Frau zählte in der damaligen

Gesellschaft nicht und hatte es besonders schwer.

Es gab trotz der Schwierigkeiten hervorragende Frauengestalten mit starken Charakterzügen.

Einige Gute und andere Schlechte… Kurz dargestellt:

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Debora – Prophetin und Richterin in Israel, gläubig und klug;

Delila – die schöne Verräterin, manipulierte ihren Mann;

Lea – die Betrügerin, die nicht geliebt doch fruchtbar war, weil Gott ihr gutes Herz sah;

Abigajil – die Schöne mit klarem Verstand, die ihren Mann von unvernünftigem Handeln

abbringt;

Isebel – deren Begierde nach Macht und Einfluss ihr Ziel waren;

Atalia – ermordete ihre Enkelkinder, um den Thron von Israel zu besteigen;

Die Witwe, die Frau aus Schunem, deren Gastfreundschaft für die Propheten so groß

war, dass sie die letzten Lebensmittel mit ihnen teilte;

Ester – die Gläubige, eine Königin, die mit kluger Diplomatie ihr Volk – die Juden, vor der

Vernichtung rettete.

Heute haben sich die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Bedingungen in unserer

Gesellschaft radikal geändert. Die Frauen haben ganz andere Möglichkeiten als im

Alten Testament, aber die Charaktereigenschaften der Frauen sind die gleichen geblieben.

Es gibt engagierte Politikerinnen, Karrierefrauen, Frauen, die ihre Kinder töten, Frauen,

die ihren Mitmenschen helfen und liebevolle Mütter. Was sich aber noch nicht geändert

hat, dass ist die Dominanz der Männer, die immer noch „das Sagen“ haben.

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Fasching

Lilli Fatyga

Unser diesjähriges Faschingsfest feierten wir am Sonntag, den 27. Februar – ganz

anders, ganz fröhlich: Wie es sich für eine echte Parapetrówka gehört, stieg die Einweihungsfeier

direkt am Ort des Geschehens. Von uns Frauen mit Kleinkindern ein seit längerem

gehegter Wunsch ging mit der – gar nicht so kleinen – feinen, voll ausgestatteten

und prächtig illuminierten

Küchen direkt neben dem

Gemeinderaum im Zimpel

in Erfüllung. Ehepaar

Schiek hatte uns zur Pizza-Party

gebeten und

produzierte diese blecheweise,

in immer neuen,

köstlichen Variationen.

„Geholfen“ hat dabei die

kleine Clara, deren jüngerer

Bruder schlummernd

ein Einsehen mit seinen

hochaktiven Eltern hatte –

vielen Dank! So viele inte-

Begegnungen

Nachmittags treffen Bischof Borski, seine Frau und Tochter in Zimpel im Pfarrgarten ein.

Wir begrüßen uns herzlich. Ausführlich und betroffen schildert Bischof Borski „seine Abwahl“

als evangelischer Militärbischof. Es handelte sich um eine sog. „geheime“ Wahl.

Deshalb gibt es keine Erklärungen und auch keine Begründung für das Wahlergebnis. Am

nächsten Morgen verabschieden wir uns. Ich spreche ihm den gestrigen Lehrtext aus dem

Losungsbuch der Herrnhuter Brüdergemeine zu: „Wenn ich schwach bin, so bin ich

stark“ (2. Kor. 12, 10). DIESER Mann, der theologisch denkt, gehört in die polnische

evangelische Kirche!

Um 11 Uhr sind Pastor Fober und ich in der Christophori-Kirche mit der gestern zufällig

getroffenen Gruppe – alles ehemalige evangelische Religionslehrer – zusammen und informieren

über die deutsche Gemeinde in Niederschlesien.

Abends sitzen wir beide gegen 21 Uhr am Irish Pub auf dem Breslauer Salzmarkt, genießen

Guiness-Bier und die Atmosphäre der nächtlichen Stadt. Junge Spanier feiern noch

immer, dass Spanien vor einem Monat Fußballweltmeister wurde. Autos aus aller Herren

Länder, Audi, Jaguar, Mercedes, Rolls Royce, VW und-und und fahren aufregend langsam

vorbei. Motorradfahrer protzen mit dem Gedröhn ihrer Maschinen. Blumen werden angeboten,

Bettler versuchen die im Außenbereich der Restaurants Sitzenden anzusprechen,

die Bedienung freundlich lächelnd, leicht schwitzend, versucht englisch, deutsch und polnisch

aufzunehmen, was bestellt wird.

Der Himmel wird dunkler, aber die Stadt nicht ruhiger, das Kommen und Gehen nicht

weniger. Auf dem nahen Ring werden Feuerspiele gezeigt, untermalt von Trommelgedröhn.

Wroclaw – Breslau lebt ... und die Nacht kennt kein Ende.

Am Samstag vor meinem letzten Breslauer Predigt-Sonntag, dem 14. August, erfüllt mir

Pfarrer Fober einen Wusch – wir fahren zum Hauptbahnhof. Seit 1847 gab es eine Eisenbahnverbindung

von Breslau nach Berlin. Der Hauptbahnhof wurde 1855-1857 im englisch

neugotischen Tudorstil erbaut. Bis heute ist er fast unverändert - meine Frau nennt ihn

aufgrund seines Aussehens „Karawanserei“. Gegenwärtig erneuern die Breslauer Polen

ihren Bahnhof; Schaubilder zeigen, dass er interessanter zu werden verspricht.

Sonntag, 15. August. Letzter diesjähriger Gottesdienst in Breslau; eine niederländische

Gruppe ist gekommen, und so ist die Kirche wieder ansehnlich besucht. Danach fahre ich

mit der polnischen Organistin zum Mittagsgottesdienst nach Liegnitz. Wir sind eine kleine

gottesdienstliche Gemeinde; ich spüre, dass ich herzlich willkommen bin. Als ich Bischof

Borskis Grüße ausrichte, wird zustimmend genickt. Die Liegnitzer Gemeinde versteht nicht,

warum „ihr“ Bischof kein Amt mehr hat. Mit „Bleiben Sie gesund, kommen Sie wieder“

werde ich verabschiedet. Die Rückfahrt erfolgt über die Autobahn. Kurz vor 16 Uhr bin ich

nach 170 km Autofahrt bereits im Pfarrhaus Zimpel.

Zwei Tage später verlasse ich voller Dankbarkeit für zahllose Eindrücke, inhaltsreiche

Gespräche und Begegnungen sowie gute Begleitung meine Geburtsstadt.

K. D. Härtel, Pfarrer i. R., Ebernburg

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Danach suche ich die Alte Jatki auf. Hier standen seit dem Mittelalter Krambuden, in

denen Fleisch verkauft wurde. Daraus wurden in der Gegenwart Kunstgalerien, die

Schmuck, Bildhauerei, Glas- und Gewebewerke sowie Gemälde unter-schiedlicher Art

anbieten. An die historische Aufgabe erinnert das Denkmal „Zur Ehre der Schlachttiere“

(Tierskulpturen in natürlicher Größe). Ein Schäferhund traute dem Frieden nicht; er

wollte sich nicht nähern ...

Über den Ring zum Salzmarkt. 1453 trat hier der Bettelmönch Johannes Cape-strano

fanatisch auf, ließ sich Schmuck geben, verbrannte ihn und – Türken-, Hussiten- und Judenhasser

– ließ er vierzehn Juden vierteilen und 41 verbrennen. Für die entsetzlichen

Nazi-Gräuel gab es schlimme mittelalterliche „Vorbilder“.

Sonntag, 8. August. Die Christophori-Kirche füllt sich, u. a. ein Pfarrerehepaar aus

Australien, junge Niederländer, dann erwarten wir noch Johanniter, die morgen eine Radtour

durch Schlesien beginnen. Es ist der 10. Sonntag nach Trinitatis – der Israel-Sonntag.

In der Predigt spreche ich die Nazi-Verbrechen gegenüber den Breslauer Juden an. Der

Leiter der Johanniter spricht ein Grußwort. Mit Kindern und Jugendlichen werden sie in den

nächsten Tagen unterwegs sein und ihnen Schlesien zeigen. Sie wollen nach Kreisau, wo

sich Widerständler gegen Hitler trafen, und auf die Schneekoppe.

Nachmittags lese ich im Pfarrgarten „Breslau - Die Biografie einer deutschen Stadt“.

Spannend! Um Breslau haben sich die Mächtigen (oder die sich dafür hielten) immer wieder

in der Geschichte gestritten. Gegen halb Sechs aus (fast) heiterem Himmel ein paar

Regentropfen. Keine zwei Minuten später schüttet es aus Kübeln! Nach einer halben

Stunde ist alles vorüber – der Erdboden ist erfrischt, und die Sonne lacht wieder.

Dienstag, 10. August. Pfarrer Fober bringt mich zum deutschen Soldatenfriedhof Groß

Nädlitz. Ich suche nach einem deutschen Soldaten, der seiner Familie als vermisst gemeldet

wurde. Im Namensbuch des Friedhofes finde ich den Eintrag „1. Mai 1945 – Breslau“.

Dazu „Vermisst“. Das bedeutet, der Gesuchte liegt nicht auf dem Friedhof.

11. und 12. August. Mit dem Rad bin ich zur Dominsel gefahren. Später entdecke ich

die Markthalle, die aus einem ungewöhnlichen Winkel – die beiden Türme dominieren – in

meinem Malblock festgehalten

wird. Auf dem

Rückweg stoße ich an

der Jahrhunderthalle

auf eine deutsche

Gruppe. Wir kommen

ins Gespräch. „Kennen

Sie Pastor Feige?“ Aus

dieser zufälligen Begegnung

wird eine Verabredung

für den kommenden

Tag um 11 Uhr

an der Christophori-

Kirche.

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ressierte Männer waren wohl noch nie in der Küche zugegen gewesen, als aber nach

dem Schmaus die Spülmaschine streikte, waren dann doch Frauenhände tätig. Während

es aus den Öfen immer verheißungsvoller duftete, spielten wir gemeinsam mit den Kindern

Monopoly, die polnische Variante, in der eine ganze Straße übrigens ab 25 EUR zu

haben ist – viel weniger Null-Blasen als im (ver-)goldeten Westen. Die Senioren waren

fröhlich mit Abba-Musik und Klönschnack, weniger in Zocker-Laune, da fehlte unser Motivator-Vikar.

Allein der Probst bewies den Mut, sich mit einer sechsjährigen im Memory zu

messen, worin die Kleinen ja meist Spezialisten sind. Glücklich in den ersten wärmeren

Sonnenstrahlen spielend endete unser Beisammensein nach dem Genuss eines Berges

von Berlinern.

Annemarie von Kap-herr

Ein halbes Jahrhundert und noch einige Jahre mehr

Aus der Geschichte an der Friedenskirche zu Schweidnitz

Es war der Ostermontag

1936, als man mich

zur Taufe in die Friedenskirche

von Schweidnitz

trug. Meine Paten (2

Schwestern und 2 Brüder

meiner Mutter) waren,

festlich gekleidet, aus

Breslau zu uns gekommen.

Ich war nicht der

einzige Täufling an diesem

Tag. Wie auch – damals

gehörten ja noch 70

% der Bewohner unserer

Stadt, sowie die umliegenden

Dörfer, zu der ev.

Gemeinde dieser Kirche und 5 Pastoren amtierten an ihr. Wer hätte an diesem Ostertag

gedacht, dass das kleine Mädchen, welches sein Onkel über den Taufstein hielt, einmal

jahrzehntelang die Organistin und der Gemeindeleiter von einer kleinen Anzahl von Gläubigen

wird, denen man, nach dem 2. Weltkrieg, an diesem Gotteshaus noch das Evangelium

in deutscher Sprache verkündete!

Meine Mutter war schon 1930 ein aktives Gemeindeglied der Friedenskirche. Ein altes

Foto, aus unserem Familienalbum, zeigt sie und meine ältere Schwester als Teilnehmer

eines Krippenspiels im neu erbauten Gemeindehaus. In meinem Elternhaus war Nächstenliebe

nicht nur ein christliches Gebot, sondern eine Selbstverständlichkeit. Das haben

meine Eltern auch vor, im und nach dem schrecklichen Krieg bewiesen.

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Wie schwer diese Zeiten waren, beschreibt Sup. Schulz in den Erinnerungen an seine

Amtszeit in Schweidnitz (Sept. 1934 - Mai 1947) sehr anschaulich. Besonders seine Erlebnisse

in den Jahren nach dem 2.Weltkrieg sind hoch interessant. Sie wurden vor vielen

Jahren in Deutschland, im schweidnitzer Heimatblatt veröffentlicht, sind aber unterdessen

weitgehend in Vergessenheit geraten.

In Niederschlesien war es nur wenigen Vertretern der ev. und der kath. Kirche gelungen

nach Kriegsende an ihren Amtsstellen zu verbleiben oder zu ihnen zurück zu kehren. Aus

heutiger Sicht ist es erstaunlich, wie tatkräftig und aufopfernd diese Männer und Frauen

sofort daran gingen, der restlichen deutschen Bevölkerung etwas Sicherheit und Zuversicht

zu geben. Noch erstaunlicher ist es, dass das auch meistenteils von den damaligen

Amtspersonen der russischen und polnischen Behörden respektiert wurde.

In Schweidnitz war, in dieser Zeit, die polnisch - ev. Gemeinde noch sehr klein. Nur der

Verwalter des ev. Kircheneigentums, J. Kidon, wohnte auf dem hiesigen Kirchplatz. Die

Gottesdienste in polnischer Sprache hielt ein Geistlicher von Auswärts. So fühlten sich die

deutschen Pastoren hier auch weiterhin für die kirchlichen Gebäude verantwortlich. Die

deutsche Gemeinde an der Friedenskirche war so groß, dass in den ersten Jahren sogar

ein zahlreicher Kirchenchor (unter der Leitung von Stud.- Rat Liepelt) entstand und in den

regelmäßig abgehaltenen Gottesdiensten 300 bis 1000 Personen anwesend waren. Doch

dann nahm das Schicksal seinen Lauf und bald mussten noch mehr Niederschlesier ihre

Heimat verlassen. Im Mai 1947 wurde Sup. Schulz mit seiner Familie zwangsweise nach

Deutschland umgesiedelt. Pastor Vial wohl schon davor (?) und nach dem Erntedankfest,

im Herbst 1948 wurde der letzte Geistliche der Friedenskirche, Pastor Dobrin, evakuiert.

Nur 3 Lektoren waren den deutschsprachigen Kirchgängern geblieben. Erst 1951, als

Pastor Rutz aus Oberschlesien zu Gastgottesdiensten an unsere Kirche kam und plante

mit seiner Familie nach Schweidnitz zu ziehen, durfte die hiesige Restgemeinde hoffen

wieder einen ansässigen Pastor zu bekommen.

Świdnica, März 2011

Dorothea Bock- Drozdowicz

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Pfarramtliche Aushilfe im August 2010 – Fortsetzung

ul. Partyzantow

Morgens um halb acht.

Ich verlasse das Pfarrhaus der deutschen evangelisch-lutherischen Gemeinde in der ul.

Partyzantow in Breslau-Zimpel, um Frühstücksbrötchen zu holen. Rechterhand eine große

grüne Wiese vor der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche, die - nach der Wende - wieder der

evangelischen Gemeinde zurückgegeben wurde.

Polnische Breslauer lassen ihre Hunde frei laufen (in Deutschland kaum denkbar), sie

„erleichtern“ sich – ein Ausruhen auf der Wiese oder gar ein Picknick ist nicht empfehlenswert

– ansonsten ...niemand stört sich daran.

Vorbei zur Linken am Gemüse- und Kartoffelstand, der gerade wieder – jeden Morgen!

– aufgebaut wird. Zwei Frauen halten, die Einkaufstaschen am Arm, ein Schwätzchen, ein

Radfahrer kommt auf dem Bürgersteig entgegen.

Alles fast vertraut. Fühle mich im polnischen Wroclaw kaum fremd. Jedenfalls nicht in

der ul. Partyzantow. Da ist ja bereits „mein“ Geschäft mit dem Zeichen des Frosches.

„Dzien dobry!“

Ich finde die Brötchen,

mit und ohne Mohn. Milch,

Butter, Wasser muss ich

heute nicht einkaufen, „zu

Hause“ in meinem Zimmer

im zweiten Stock des Pfarrhauses

ist alles noch ausreichend

vorhanden.

Drei Brötchen sind zu

bezahlen. „Ein Zloty 50“ –

das sind runde 37 Cent –

preiswert und jeden Morgen

frisch!

„Dziekuje“, sagt die junge

Frau an der Kasse, und ich antworte: „Do widzenia“. Sie dankt lächelnd.

Mein Polnisch – diese drei Wörter perfekt. Wenn ich doch mehr sprechen könnte ...

Daheim im Kreis Bad Kreuznach kann ich türkisch lernen, aber nicht die Sprache des direkt

an Deutschland grenzenden östlichen Nachbarn. Was will ich mit Türkisch im polnischen

Schlesien?

Am Gemüsestand lächeln die inzwischen aufgebauten roten Tomaten, die braungelben

Zwiebeln, der dunkelrote Kohl, die grünen und roten Paprika, der weiß-krause

Blumenkohl und die saftig grünen Salatblätter. Drei Hundehalter auf der anderen Seite mit

Dackel, Pudel und einer Ich-weiß-nicht-was-soll-es-bedeuten-Mischung (die sind nicht

immer die schlechtesten). Gegenseitiges Beschnuppern, kein Bellen ... können Tiere

friedlicher als Menschen sein?

Noch ein paar Schritte auf der ul. Partyzantow, die mal Möwenweg hieß, dann bin ich

am Pfarrhaus. In wenigen Minuten kocht der Kaffee. Das Frühstück wird munden ... der

Tag hat begonnen.

Vor 65 Jahren fiel die erste Atombombe auf Hiroshima. Daran wird heute erinnert und

weltweit gewarnt – es gibt die Atomwaffen, und ich will mir nicht vorstellen, was passiert,

wenn sie in die falschen Hände kommen.

Auf den Spuren von Breslaus wechselvoller Geschichte

Samstag, 7. August. Mittags fahre ich mit der Straßenbahn „12“ in die Stadt. Erster

Besuch in der Kirche „Maria Magdalena“ – das muss sein! Hier bin ich, 36 Tage jung, getauft

worden. Danach zur anderen bedeutenden – ehemals – evangelischen Elisabeth-

Kirche. Rechts vom Eingang das Bonhoeffer-Denkmal. In polnischer und deutscher Sprache

wird erinnert und erklärt, wer Dietrich Bonhoeffer war.

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