gottesdienstordnung im märz, april und mai 2012

breslau.wroclaw.de

gottesdienstordnung im märz, april und mai 2012

Unsere Gemeindemitglieder in Liegnitz am 1. Januar 2012

PASTOREN DER ST. CHRISTOPHORIKIRCHENGEMEINDE

Probst Andrzej FOBER Pastor Dawid MENDROK

afober@poczta.onet.pl mendrokd@tlen.pl

Tel. 0048 601 731 332 Tel. 0048 607 297 187

Gemeindeschwester Lidia PODŻORSKA

lidl@tlen.pl

Tel. 0048 604 185 724

Tel. 0048 713 487 317 Parafia św. Krzysztofa

www.stchristophori.eu ul. Partyzantów 60

E-Mail: christophori@poczta.onet.pl PL 51-675 Wrocław

SPENDENKONTO POLEN: KB IV O/WROCŁAW, KONTO

(IBAN) PL20 1500 1793 1217 9000 4110 0000 (BIC) KRDBPLPW

SPENDENKONTO DEUTSCHLAND: SPARKASSE OBERLAUSITZ - NIEDERSCHLESIEN

Girokonto 3100 0369 04 BLZ 850 501 00

Für die Unterstützung der St. Christophorigemeinde

sind wir jedem Spender herzlich dankbar!

Christophoribote

Mitteilungsblatt der ev. Gemeinde

deutscher Sprache

in Breslau und Niederschlesien

März, April, Mai 2012

Nr. 03-04-05 (83-84-85)

Monatsspruch für März: Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,

sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. Mk 10,45

Monatsspruch für April: Jesus Christus spricht: Geht hinaus in die ganze Welt,

und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Mk 16,15

Monatsspruch für Mai: Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich,

was mit Danksagung empfangen wird. 1.Tim 4,4

Hier wird Ihr Zimmer sein, wenn Sie zu uns kommen werden!

Die Bauarbeiten im Pfarrhaus - Zimpel


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Predigt über den Monatsspruch für März 2012

Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,

sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. Mk 10,45

Liebe Freunde des Gemeindebriefes!

Das bekannte Wort aus dem Markusevangelium begegnet uns immer am Anfang der

Passionszeit. Das Wort steht über das Leben Jesu Christi auf Erden. Er ist gekommen,

zu dienen. Für Markus ist diese Formulierung nicht eine rhetorische Figur, sondern reale

Wirklichkeit. Christus ist gekommen in diese, reale menschliche Welt, um den Menschen

zu dienen. Jesus, das dürfen wir wohl sagen, lebte für diese Welt und für alle Menschen

in dieser Welt. Deswegen ist sein Leben absolut konkret und absolut universal – wie es

Paul Tillich sehr klar formuliert. Er, Jesus, bringt dem Menschen eine ganz konkrete Hilfe

und diese Hilfe ist für alle. Niemand ist ausgeschlossen. Alle Diktaturen der Geschichte

der Menschheit haben auch konkrete Programme entwickelt, um den Menschen ein besseres

Leben zu schenken, nur waren diese Programme nicht für alle Menschen, nur für

jene, die mit dem Diktator mitmachen wollten. Deswegen endeten die Programme oft in

Vernichtung (auf Polnisch Pogrom). In polnischer Sprache ist das Wort Programm nicht

schwer ins Pogrom zu verwandeln.

Diese Maßstabe, die Tillich einmal formulierte, können wir sehr gut auch heute

gebrauchen. Sehr schnell und klar zeigt uns diese Methode was wirklich konkret und universal

ist, also dürfen wir glauben, gut für alle.

Wenn wir das ganze Leben Jesu mit dem Gedanken Tillichs anschauen, dann sehen

wir ganz klar, dass das Leben von Anfang an absolut konkret und absolut universal war.

Der Engel sagte den Hirten auf dem Feld um Betlehem: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich

verkündige euch große Freude, die allem Menschen wiederfahren wird―(Lukas 2, 10).

Das Abendmahl hatte Jesus für uns gestiftet: „Das ist mein Leib, der für euch gegeben

wird; (…) dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen

wird“(Lukas 22,19.20). In Jesu Missionsbefehl sagt er klar: „Mir ist gegeben alle Gewalt

im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jünger alle Völker―(Matt 28,

18.19). Vor der Himmelfahrt trennt sich Jesus von seinen Jüngern mit den Worten: „…ihr

werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird und werdet

meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende

der Erde―(Apg. 1, 8). Das Leben absolut konkret und absolut universal! So war das Leben

Jesu auf Erden und so ist es bis heute. Er sitzt zu Rechten des Vaters, durch ihn haben

wir Zugang zum Vater im Heiligen Geist.

Jesu Leben war ein Leben für die Welt und für die Menschen. Wir, Christen, verstehen

uns als eine Familie, die sich auch Kirche nennt. Darum dürfen wir auch sagen, dass

Jesu Leben war und ist immer auch ein Leben für seine Kirche in der Welt. Deswegen

schrieb Martin Luther in dem Lied „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort―, folgende Worte:

„…beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit“(Schlesisches Gesangbuch,

Nr. 137).

Evangelische Kirchen in Niederschlesien

Hiermit empfehlen wir einen Bildband mit den heute evangelischen Kirchen in Niederschlesien,

Sie finden nicht nur wunderschöne Bilder, sondern auch die kurze Geschichte

zu jeder Kirche. Auf unserer Seite www.stchristophori.eu finden Sie eine Probeseite zum

Anschauen.

Sprache: Deutsch und Polnisch,

Größe: A4, 208 Seiten,

Preis ohne Versandkosten 20 EURO

Zu erwerben im Pfarrhaus oder per Post (plus Versandkosten)

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Wenn Jesu Leben so war und ist, stellt sich natürlich die Frage: wie es bei uns oder

mit uns ist? Leben wir für die Kirche oder nutzen wir die Kirche um unser Leben zu meistern?

Leben wir für die Welt, um die Welt etwas heller zu machen, oder nutzen wir nur die

Welt um unser Leben zu schaffen? Leben wir für die Menschen, um ihnen zu helfen und

dienen oder nutzen(benutzen) wir die Menschen um unsere Ziele zu erreichen?

Die neusten Entwicklungen in unserer Kirche geben leider wenig Hoffnung dass diese

Fragen positiv beantwortet werden können. Der Weg ist noch lang. Ein berühmter Breslauer,

Dietrich Bonhoeffer, hat in seinem Buch „Nachfolge― geschrieben: „Die Gemeinde

der Heiligen ist nicht die „ideale“ Gemeinde der Sündlosen und Vollkommenen. Es ist

nicht die Gemeinde der Reinen, die dem Sünder keinen Raum zur Buße mehr gibt. Sie ist

vielmehr gerade die Gemeinde, die sich des Evangeliums von der Sündenvergebung

würdig erweist, indem hier wahrhaftig Gottes Vergebung verkündigt wird, die nichts mehr

mit Selbstvergebung zu schaffen hat; die Gemeinde derer, denen wahrhaftig Gottes teure

Gnade widerfahren ist, und die darin des Evangeliums würdig wandeln, dass sie nicht

verschleudern und wegwerfen.

Damit ist gesagt, dass in der Gemeinde der Heiligen Vergebung nur gepredigt werden

kann, wo auch Buße gepredigt wird, wo das Evangelium nicht ohne Gesetzespredigt

bleibt, wo die Sünden nicht nur und nicht bedingungslos vergeben, sondern auch behalten

werden. (…)Eine Gemeinde die nicht Sünde Sünde nennt, kann auch keinen Glauben

finden wo sie Sünde vergeben will.”

Amen!

Pastor Andrzej Fober

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Umbau des Pfarrhauses in Breslau-Zimpel

Das Dachgeschoss des evangelisch-lutherischen Pfarrhauses

in der Partyzantów 60 in Breslau-Zimpel verändert sich von Woche zu Woche.

9.700 Euro

sind bisher gespendet und bereits verbaut worden.

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern sehr herzlich.

Ohne Ihre Hilfe hätten wir mit den Bauarbeiten überhaupt nicht beginnen können.

Das Dach des 1933 erbauten Pfarrhauses ist inzwischen renoviert und „dicht―.

Die Außenwände des Dachgeschosses wurden isoliert.

Vier Zimmer werden – jeweils mit Bad und Toilette – entstehen.

Gegenwärtig sind drei Handwerker tätig:

Auf die künftigen Zimmerwände kommen Gipsplatten.

Der Elektriker arbeitet daran, dass es demnächst unter dem Dach „hell― wird.

Der Heizungsmonteur sorgt dafür, dass niemand „unter Dach― frieren muss.

SONNTAG 25.03.2012 5. S.D.P. JUDIKA

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Lauban 9:30 Pfr. Dawid Mendrok

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 01.04.2012 6. S.D.P. PALMARUM

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

DONNERSTAG 05.04.2012 GRÜNDONNERSTAG (LESUNG 5. U. 6.)

Schweidnitz 9:00 Pfr. Andrzej Fober

Waldenburg 14:00 Pfr. Andrzej Fober

FREITAG 06.04.2012 KARFREITAG

Lauban 9:30 Pfr. Andrzej Fober

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

Breslau 17:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 08.04.2012 OSTERSONNTAG

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNABEND 14.04.2012 1. S.N.O. QUASIMODOGENITI

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 15.04.2012 1. S.N.O. QUASIMODOGENITI

Breslau 10:00 Altbischof Klaus Wollenweber, Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 22.04.2012 2. S.N.O. MISERIKORDIAS DOMINI

Lauban 9:30 Pfr. Dawid Mendrok

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Breslau 12:00 Bibelstunde im Pfarrhaus

SONNABEND 28.04.2012 3. S.N.O. JUBILATE

Schweidnitz 9:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 29.04.2012 3. S.N.O. JUBILATE

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 06.05.2012 4. S.N.O. KANTATE

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNABEND 12.05.2012 5. S.N.O. ROGATE

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 13.05.2012 5. S.N.O. ROGATE

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

DONNERSTAG 17.05.2012 CHRISTI HIMMELFAHRT

Breslau 17:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 20.05.2012 6. S.N.O. EXAUDI

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNABEND 26.05.2012 PFINGSTSONNTAG

Schweidnitz 9:00 Pfr. Andrzej Fober

Waldenburg 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 27.05.2012 PFINGSTSONNTAG

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Lauban 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober

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Liebe Gemeindemitglieder,

wir bedanken uns für das Kirchgeld, dass Sie im Jahr 2011

auf das Konto der Gemeinde eingezahlt haben und wir bitten Sie,

unterstützen Sie auch im Jahre 2012 unsere Sankt Christophorigemeinde.

Sie können Ihr Kirchgeld (1 % von Einkommen) auf das Konto

der Gemeinde überweisen (steht auf dem Umschlag) oder in bar zahlen.

Vergelt´s Gott!

—————————————————————————————————————

Übersetzungen und Dolmetschen Deutsch-Polnisch, Polnisch-Deutsch

Beglaubigte Übersetzungen für Gericht, Notar oder Behörden, Fachübersetzungen

Recht, Wirtschaft, Finanzen, auch Korrespondenz o.ä., Dolmetschen für Firmen,

Veranstaltungen oder Privatpersonen; beeidigt vom Polnischen Justizministerium

(Tłumacz przysięgły)

Sonja Stankowski, ul. Młodych Techników 64/5, 53-645 Wrocław,

Tel. 0048-71-79 24 135 oder mobil 0048-660-303 256

E-Mail: niemiecki.wroclaw@yahoo.pl, www.niemiecki-wroclaw.pl

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GOTTESDIENSTORDNUNG IM MÄRZ, APRIL UND MAI 2012

FREITAG 02.03.2012 PASSIONSANDACHT (LESUNG 1. U. 2.)

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNTAG 04.03.2012 2. S.D.P. REMINISCERE

Breslau 10:00 Pfr. Dawid Mendrok

Liegnitz 13:00 Pfr. Dawid Mendrok

SONNABEND 10.03.2012 3. S.D.P. OKULI

Bad Warmbrunn 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 11.03.2012 3. S.D.P. OKULI

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Waldenburg 14:00 Pfr. Andrzej Fober

FREITAG 16.03.2012 PASSIONSANDACHT (LESUNG 3. U. 4.)

Waldenburg 14:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNTAG 18.03.2012 4. S.D.P. LÄTARE

Breslau 10:00 Pfr. Andrzej Fober

Liegnitz 13:00 Pfr. Andrzej Fober

SONNABEND 24.03.2012 5. S.D.P. JUDIKA

Schweidnitz 9:00 Pfr. Dawid Mendrok

Waldenburg 14:00 Pfr. Dawid Mendrok

Die ersten Interessenten, die Breslau besuchen und im Pfarrhaus übernachten

wollen, haben sich gemeldet.

Um Übernachtungsmöglichkeiten in ruhiger Umgebung wie geplant „unter Dach

und Fach― zu bringen, fehlen uns noch rund

8.000 Euro

Wir bitten alle Freunde unserer Christophori-Gemeinde, wenn es Ihnen möglich

ist, uns mit einer Spende auf unser Konto

SPENDENKONTO DEUTSCHLAND:

SPARKASSE OBERLAUSITZ – NIEDERSCHLESIEN

Girokonto 3100 0369 04 BLZ 850 501 00

zu unterstützen und zu helfen,

damit das begonnene Werk erfolgreich beendet werden kann.

Herzlichen Dank!

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Sehr geehrte, liebe Leser des Christophoriboten!

Mit Vergnügen mache ich meinen Dienst als Gemeindeschwester in der Gemeinde.

Im November vor 16 Jahren habe ich angefangen. Ich erinnere mich an die ersten

Monate, als ich nach Breslau gekommen bin und noch nicht richtig Auto fahren konnte.

Erst ab Frühjahr 1996 konnte ich längere Strecken fahren. Es hat sich inzwischen ganz

viel verändert. Vor allem sind so viele, liebe Gemeindemitglieder gestorben. Es ist

schwer, alle zu zählen. Ich habe aber noch die erste Liste und muß es ein Mal tun.

Also, viele sind in meinem Gedächtnis geblieben. Nun denke ich oft an die zuletzt

Verstorbenen, Herrn Wildemann und Frau Hermine. Jedes Mal, wenn ich an ihrer Wohnung

vorbei fahre, muss ich an sie denken. Ich habe mit vielen manche Jahre zusammen

miterlebt und den Kummer und die Sorge mitgetragen. Es ist immer mein Wunsch, bei

einem Besuch über Jesus zu sprechen, weil wir uns bewußt sein müssen, dass wir Ihm

nach dem Tod begegnen werden. Ich bete auch für die Gemeindemitglieder, dass sie mit

Jesus versöhnt sind. Es ist gut, wenn man zur Kirche gehört, aber es gibt noch etwas

mehr. Gott schaut auf unseren Herz und sucht uns dort drinnen, ob wir an Ihm festhalten

und Ihm vertrauen.

Ich bin Pfarrer Borski dankbar,

der gleich am Anfang, als wir uns

kennen gelernt haben, mir vertraut

und mich ermutigt hat. Die ganze

Zeit konnte es an Geld für meine

Arbeit nicht mangeln, es reichte

immer für das Auto, für Benzin, ich

konnte viele finanziell unterstützen.

Ich möchte mich bei allen ganz

herzlich bedanken, bei denen, die für

meinen Dienst beten und meine Arbeit

finanziell unterstützen. Wenn Sie

können, bitte machen Sie es weiter.

Ich möchte denen, die noch

verblieben sind, noch weiter helfen.

Vor allem die Fahrtkosten zu unseren

Gemeindemitgliedern sind sehr

hoch, für sie sind aber diese Hausbesuche

sehr wichtig.

Bitte spenden Sie für die Arbeit

der Gemeindeschwester, wenn Ihnen

das Wohl unserer älteren Gemeindemitglieder

am Herzen liegt.

Liebe Grüße

Lidia Podżorska - Gemeindeschwester

11.05.1922 Sawicka Gerda Zgorzelec / Görlitz Ost

11.05.1924 Sumlińska Johanna Sobótka / Zobten

11.05.1947 Kujat Susanne Mysłakowice / Zillerthal

12.05.1929 Krawczuk Rut Brzeg / Brieg

13.05.1970 Ilgmann Magdalena Wrocław / Breslau

16.05.1977 Szempliński Paul Cieplice / Bad Warbrunn

25.05.2001 Ilgmann Adelheid Wrocław / Breslau

28.05.1929 Borowiec Ursula Siedlęcin / Boberröhrsdorf

28.05.2009 Ilgmann Franz-Ferdinand Wrocław/ Breslau

Allen Jubilarinnen und Jubilaren möchten wir von ganzen Herzen

viel Gesundheit, Kraft und Tapferkeit wünschen,

aber vor allem Gottes reichen Segen. Wir freuen uns,

dass Sie gemeinsam mit uns in der Christophorigemeinde pilgern.

Gemeindetermine und Informationen

Bibelstunde in Breslau findet jeden vierten Sonntag im Monat

nach dem Gottesdienst im Pfarrhaus statt.

Bibelstunde in Waldenburg findet jeden dritten Montag im Monat

im Gemeinderaum des Pfarrhauses um 10:00 Uhr statt.

Bibelstunde in Bad Warmbrunn finden jeden dritten Dienstag im Monat

im Gemeinderaum des Pfarrhauses um 10:00 Uhr statt.

Internationales-Gustav-Adolf-Fest am 7. Juni 2012

in der Gustav-Adolf-Gedächtnis-Kirche in Zimpel um 11.00 Uhr

Rüstzeit mit der Partnergemeinde Petri-Nikolai und St. Johannis aus Freiberg

von 20. bis 23. September 2012 in Waldenburg.

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Der Kindergottesdienst in der St. Christophorikirche

findet an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat statt.

Wir laden alle Kinder mit ihren Eltern herzlich ein.

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polnische und tschechische Jugendliche durch. Dazu Vorträge, Teilnahme an Seminaren,

Betreuung alter ev. Deutscher, Reisen.

Doch Kreisewitz ist und bleibt der Schwerpunkt: so verfasse ich ein Buch über

unseren Vater nach Forschungen insbesondere im Archiv des AA und ein weiteres Buch

mit dem Titel: Kreisewitz: Heimat und Verpflichtung. Bald werde ich mein Kunstbuch über

die 1376 errichtete Kirche mit dem Titel: Tief im Herzen Freud und Schmerz benennen. –

Unsere Kirche und der Erbfriedhof erfahren von uns Geschwistern immer wieder Hilfe

zum Erhalt und Ausbau. So durfte ich jetzt die Urne unserer Mutter in Vaters Grab beisetzten

und Grabtafeln anbringen.

Und immer gedenke ich der Worte: Welche unter diesen Stunden wird Deine Letzte

sein?

Ingeborg G. v. Pfeil

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Unsere Jubilare in März, April und Mai

09.03.1924 Butterweck Hellmut Goerlitz

10.03.1925 Gut Margot Czarny Bór / Schwarz Waldau

10.03.1928 Kosiba Elli Wałbrzych / Waldenburg

14.03.1995 Smoliński Konrad Marek Gryfów Śląski / Greifenberg

15.03.2011 Mendrok Wiktor Józef Wrocław / Breslau

16.03.1932 Fehst Waltraud Wałbrzych / Waldenburg

16.03.1916 Scholz Else Kostrzyna / Trattlau

19.03.1930 Kowalkowska Else Śmiałowice / Schmellwitz

23.03.1929 Nowak Dora Wałbrzych / Waldenburg

23.03.1971 Büchner Andreas Wrocław / Breslau

26.03.1941 Benisch Jutta Źródło / Borne

27.03.1995 Gundlach-Fober Rachel Wrocław / Breslau

28.03.1930 Lamek Charlotte Dębrznik / Krausendorf

03.04.2002 Sierenberg Weronika Wrocław / Breslau

04.04.1948 Szemplińska Anna Cieplice / Bad Warmbrunn

10.04.1940 Biłus Margarete Lubań / Lauban

17.04.1929 Głogowska Janina Legnica / Liegnitz

19.04.1940 Kwaśnik Rosemarie Dzierżoniów / Reihenbach

22.04.2004 Giessler Paul Adrian Wrocław / Breslau

22.04.2004 Ilgmann Margareth Wrocław / Breslau

25.04.1958 Fober Andrzej Wrocław / Breslau

25.04.2008 von Kap – herr Amalie Kondratowice / Kurtwitz

27.04.1926 Szempliński Jerzy Cieplice / Bad Warmbrunn

30.04.1972 Schiek Almut Wrocław / Breslau

01.05.1951 Wiatrowska Irena Ruszów / Rauscha

10.05.1925 Szapiel Elfryda Zgorzelec / Görlitz Ost

Die Tätigkeit der Pastoren

Liebe Gemeindemitglieder und alle, die unseren Gemeindebrief lesen,

wir sind in das neue Jahr 2012 eingetreten, der Herr will uns in diesem Jahr beschützen,

leiten und gnädig sein, auf seinen Segen hoffen wir.

Die evangelische Kirche in Polen beginnt das Jahr 2012 mit der Losung: Das Jahr

neuer Herausforderungen. Im Leben jeder Gemeinde gibt es genug Herausforderungen,

mit denen man zurechtkommen muss. Vor uns stehen auch neue Herausforderungen, in

Breslau wollen wir nach den Gottesdiensten am 4. Sonntag im Monat Bibelstunde einführen,

ob es uns gelingt? Seit längerem wollen wir die Deutschen, die in Breslau wohnen,

zu uns in die Gemeinde einladen, denn es gibt viele, die hier wohnen und leben, aber

kein Interesse an Kirche haben – sollen wir es so tun, wie Jesus es formuliert hat: neun

und neunzig Schafe lassen und das eine suchen… Es gibt genug Herausforderungen im

Leben unserer Gemeinde und ich möchte Euch bitten, dass Ihr für uns betet, Gott möge

uns die nötige Kraft, Wissen und Glauben schenken, dass wir den Herausforderungen

wachsen und unsere Berufung erfühlen.

Adventszeit

26.11.2011 In der langen Tradition

der Deutschen der evangelischen

und katholischen Seelsorge

heißt es am Sonnabend vor dem

ersten Advent, zusammen einen

Ökumenischen Gottesdienst zu feiern.

Dieses Mal wurde der Gottesdienst

in der Katholischen Kirche

gefeiert und die Predigt hielt Pastor

Fober. Unsere Herausforderung wäre im diesen Fall, unsere Gemeindemitglieder dazu zu

gewinnen, dass sie auch diesen Gottesdienst wahrnehmen, auch wenn er Samstagvormittag

ist

12.12.2011 Die II. Ökumenische Arbeitstagung tagte im Pfarrhaus Zimpel. Es ist eine

sehr interessante und wichtige Initiative, die vor einem Jahr im Bistum Oppeln zum Leben

gerufen wurde. Das Ziel ist, die Seelsorger deutscher Sprache beider Konfessionen in

Schlesien zusammenzubringen, dass es zum einen guten Austausch der Erfahrungen

führt. Der Verband der deutschen Sozio-kulturellen Gesellschaften hatte die Idee von

Pfarrer Piotr Tarlinski, der seitens des Bistums Oppeln die deutsche Seelsorge koordiniert,

unterstützt. So durften wir neben Pfarrer Tarlinski unter anderen auch Herrn Bernard

Gaida, den Vorsitzenden des VdG, bei uns als Gast begrüßen. Jede Zusammenarbeit

mit Christen, die sich für die deutsche Minderheit in Schlesien engagieren, ist für uns

sehr wichtig, deswegen hoffen wir auf die weitere Entwicklung der Initiative und werden

sie im Rahmen unserer Möglichkeiten sicher unterstützen.

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In der Adventszeit versuchen wir, alle unsere

kranken Senioren zu Hause und in den Heimen mit

dem Heiligen Abendmahl zu besuchen. Mit den

Frauen aus Waldenburg (Frau Wiemer, Frau Tabaka

und Frau Wypych)

sind wir nach Złoty

Stok / Reichenstein

und nach Rościszów

/ Steinseifersdorf

gefahren wo unsere Gemeindemitglieder in Pflegeheimen

leben. Alle besuchte Frauen haben sich über

unseren Besuch sehr gefreut, sie konnten sich Deutsch

unterhalten und die Neuigkeiten aus ihrer Umgebung

hören. Nebenbei haben wir auch die Weihnachtspakete mitgebracht. Bei solchen Besuchen

fehlt auch das Gebet und Gesang nicht!

Am 16. Dezember ist Pastor Mendrok mit Frau Waltraud Kołtuniewicz nach Dresden

gefahren, wo Gräfin Ingeborg von Pfeil in einem Pflegehaus war. Sie war sehr überrascht

und erfreut, dass wir Sie dort gefunden haben, die ganze Zeit hat Sie erzählt und gesprochen,

wir konnten kaum zu Wort kommen. Wie sich es in einer Woche später ergeben

hat, ist sie am 22. Dezember verstorben. Wir konnten Sie das letzte Mal besuchen und

mit ihr in ihrer Krankheit beistehen. Die Beerdigung fand am 21. Januar 2012 in Kreisewitz

/ Krzyżowice bei Brieg statt, wo schon ihre Eltern auf dem Friedhof ruhen. In Anwesenheit

der Familie, der Kreisewitzer Gemeinde, vielen Freunden, Bekannten und Vertreter

der Regierung wurde sie mit dem Konfirmationsspruch verabschiedet: Sei getreu bis

an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. (Offenb. Joh. 2,10)

Die letzte Woche vor Weihnachten war voll von Adventsfeiern… in Waldenburg,

in Bad Warmbrunn, in Greifenberg bei Lauban und in Breslau. Die Vorfreude auf das

Christuskind hat uns alle versammelt, ein schönes und fröhliches Beisammensein. In

Breslau wurden Weihnachtslieder von den Kindern auf Instrumenten gespielt. Bei Frau

Wiemer in Waldenburg haben wir das ganze Liederheft durchgesungen. In Bad

Warmbrunn haben wir gleichzeitig den 91. Geburtstag von Frau Sudolf gefeiert. In Greifenberg

bei Frau Wysopal wurden wir mit einem sehr festlichen Essen bewirtet. Es hat

uns, Pastoren, Freude gemacht, die glücklichen Gemeindemitglieder zu sehen. Die Erinnerungen

wurden wach, alte Geschichten wieder aufgefrischt. Als Pastoren brauchen wir

diese Begegnungen, denn dabei erfahren wir oft vieles, was sonst beim Gottesdienst nie

die Möglichkeit hat, angesprochen zu werden. Die vorweihnachtliche Stimmung ermöglicht

vieles.

Nach der Weihnachtszeit haben wir Pastoren uns ein paar Tage frei genommen, um

an Silvester und Neujahr wieder im Dienst zu sein. Es ist schon eine Tradition, dass in

Liegnitz nach dem Gottesdienst eine Neujahrsfeier gehalten wird. Frau Langierowicz organisierte

alles, dass wir gleich nach dem Gottesdienst ein bisschen zusammen setzten

und sprechen konnten.

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nik, Ohrid und Split, die Adria-Küste, die Lippizaner in ihrem Ursprungsland Slowenien.

Im Jahr 1978 das erste wiedersehen mit Kreisewitz! – Der mehrmonatige Aufenthalt unserer

Mutter bildete auch hier den Höhepunkt meiner vierjährigen Tätigkeit, bis Mutter

dank Friedrich / Karin Aufnahme im Seniorenheim in Herford fand.

1979-1982: Einberufung nach Bonn ins Auswärtige Amt, wo ich im Protokoll die

Ordensverleihung bearbeitete. Herausragende Ereignisse: die Besuche von Papst Johannes

Paul II wie der Staatsoberhäupter von Italien, Frankreich, Holland und Belgien. –

Noch ein knappes Jahr konnte ich unsere Mutter durch häufige Besuche in Herford zur

Seite stehen.

1982-1987: Versetzung in die Kulturabteilung der Botschaft in Warschau. Zu meinen

Aufgaben gehörte die Bearbeitung der Stipendien von Goethe-Institut, dem DAAD

und der Humboldtstiftung; Vorbereitungen von Ausstellungen, Konzerten, Theatergastspielen,

Sportveranstaltungen, Jugendaustausch, Anforderung und Verwaltung von Lehr-

und Lernmitteln, Büchern, Geräten. Vom politischen Standpunkt her gesehen zählen die

5 Jahre während des sog. Kriegszustandes zu Zeiten Jaruzelskis mit dem Erstarken –

und unserer stillschweigenden Unterstützung – der Widerstandsbewegung Solidarnosc

zu meiner wichtigsten Auslandstätigkeit. Darüber hinaus unterstützte ich enteignete und

darüber verarmte Adlige. Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Akademie,

Musizieren (Querflöte und Chor), das sonntägliche Reiten. Fahren durch das ganze

Land trotz der ständigen Bespitzelung und Benzinknappheit: der Sicherheit wegen selten

nach Kreisewitz. Ein Höhepunkt eine Reise über Moskau nach Usbekistan und Kasachstan,

die mir einen Einblick in die Unendlichkeit der Sowjetunion brachte.

1987-1991: Versetzung erst in die Wirtschafts-, danach in die Kultur- und Presseabteilung

in Nairobi/Kenia, wieder mit Förderung der deutschen Sprache, wo dank Botschafter

Freiherrn v. Mentzingen, Freiherrn v. Fritsch und der Leiterin des Goethe-

Instituts Gräfin Baudissin beste Zusammenarbeit gegeben war. Dazu wichtige Aufgaben

in unserer deutschen ev. Gemeinde, wo ich zum Schatzmeister gewählt worden war und

umfassende Sozialarbeit zur Minderung der großen Armut. Darüber hinaus bereicherte

mich Kenias faszinierende, wunderbare Tierwelt, begeisterte mich das fast tägliche Ausreiten,

das Chorsingen mit Aufführung großer Werke wie Händels Messias. 1988 endlich

Beförderung zur Amtsrätin. Und dann der größte Tag des 20. Jahrhunderts, der Fall der

Mauer am 9. November 1989, die auch mein zukünftiges Leben entscheidend prägte,

denn von

1991-1995: leitete ich den mit von AA anvertrauten Aufbau des Konsulats in Oppeln.

Dazu Bearbeitung von Staatsangehörigkeit fragen am Generalkonsulat in Breslau,

bis ich endlich in Oppeln zwar nicht die vorgesehene Leitung übernehmen durfte, dafür

ich mich intensiv für die deutsche Minderheit insbesondere in Oberschlesien einsetzen

konnte. Und ich konnte meine Kontakte zu Kreisewitz mit Pfarrer Kasperek intensivieren.

Ab 1995: Leben in „Ruhestand― mit Aufbau der Kulturarbeit in Schoss Lomnitz, die

die Stiftung für die dt. pl. Zusammenarbeit in Warschau mit einer großzugigen Spende

zum Aufbau des Großen Schlosses honorierte. Zur Festigung der Zusammenarbeit im

Dreiländereck führte ich jährlich von allen sehr geschätzte Poesiewochen für deutsche,

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Von 1948-1949: Hauswirschaftslehrling bei Deckens in Ritterhof mit einem Taschengeld

von anfangs DM 10,- Aber Essen und Logie war gesichert: eine Lehre in der

Stadt durch das damals noch zu zahlende Lehrgeld gar nicht in Betracht kam. Schwerpunkt:

kochen für 60 Personen mit besonders stärkenden Gerichten für ausgehungerte

Hamburger. Dienstmädchenarbeit, Aufzug von mehreren Tausend Küken. Von 1949-

1950: das zweite Hauswirtschaftsjahr bei der Familie Behrendt im Amhausen bei Cuxhaven

mit Schwerpunkt Viehzucht und Landwirtschaft.

1950-1952: Au-pair Tätigkeit bei Förbergs in Drottningholm. Schwerpunkt: Freiheit

suchen!

1952-1956: Erst halbjähriger Besuch einer Handelsschule, dann Stenotypistin bei

einer in und Exportfirma, danach bei einer Versicherungsgesellschaft Albinga.

1956-1961: Au-pair Tätigkeit bei Lavergnes in Paris, Stenotypistin bei der Deutschen

Kriegsgräberfürsorge, einige Monate Fremdsprachenunterricht in Hamburg und

danach Beginn als Ortskraft an der Deutschen Botschaft in Paris mit Übernahme als entsandte

Kraft in Bonn.

1961-1962: Fürsorge meines Mutterlosen Patenkindes Amelie Below mit Anstellung

in der Französischen Abteilung der Deutschen Bank in Hamburg.

1962-1969: Versetzung an die Botschaft in Mexico als Stenotypistin mit Einsatz in

allen Referaten, im September 1963 kurze Urlaubsvertretung an der Botschaft in San Jose

de Costa Rica. Die Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Spiele 1968 mit

den mannigfaltigen Kulturveranstaltungen während des ganzen Jahres bildeten den Höhepunkt.

Außerberufliche Tätigkeit: Mitarbeit in der deutschen ev. Kirche und der deutschen

Gemeinde mit dem jährlichen Weihnachtsbasar, Musizieren, Wandern, Bergsteigen,

Fahrten, durch das so faszinierende Land.

1969-1971: Versetzung nach Luanda in die portugiesische Überseeprovinz Angola

mit immer wieder unvergäßlich schönen Tagen bei Krosigks, Baronin Leon und Herrn v.

Stauffenberg im Busch, dem sonntäglichem Segeln staunenden Erlebnissen der afrikanischen

Tierwelt.

1971-1975: Versetzung nach Chicago nach Übernahme in den gehobenen Dienst,

somit Anerkennung eines 6-semestrigen Fachhochschulstudiums, Tätigkeit in Kultur- und

Pressereferat mit Schwerpunkt Förderung der deutschen Sprache an Schulen und Universitäten,

Schüler- und Studentenaustausch, Stipendienvergabe, technische Durchführung

von Aussteilungen, Vertretung des Generalkonsulats bei Veranstaltungen der Zahlreichen

deutschen Vereine, Kontakte zu den Donauschwaben, Höhepunkt: der dreimalige

Besuch unserer Mutter!

1975-1979: Versetzung in die Wirtschaftsabteilung der Botschaft in Belgrad,

Hauptstadt des zu dieser Zeit von Tito noch zusammengehaltenen Jugoslawien. Beste

Zusammenarbeit mit den Referenten Woltmann und Dr. Klingler. Schwerpunkte waren die

Beratung deutscher Firmen zwecks wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit Jugoslawien sowie

Vorbereitung und Betreuung deutschen Firmen bei den Messen in Belgrad, Novi Sad

und Zagreb. Herrliche Fahrten durch das Reiche und schöne Land dank seiner vielfältiger

Kultur und wechselvollen Geschichte seiner Klöster, seiner reichen Städte wie Dubrow-

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In der letzten Woche des alten Jahres starb Frau Hermine

Kopic, sie gehörte – wie das in unser Gemeinde gesagt wird –

zur alten Garde, zu den ersten, Gemeindemitgliedern der

St. Christophorigemeinde in der Nachkriegszeit. Geboren am 7.

Januar 1928, arbeitete sie im Hotel Monopol und Novotel. Kurz

vor Weihnachten wurde sie krank und ging ins Krankenhaus, wo

wir, beide Pastoren, sie besucht hatten. Sie sollte nach dem Wochenende

nach Hause gehen, deswegen hatten wir uns mit „Auf

Wiedersehen― getrennt. Der Herr hat sie am 28. Dezember 2011

abgerufen. Mit Freude hat sie viele Lieder gesungen, die meisten

auswendig. Als Gemeindemitglieder werden wir sie immer in guter

Erinnerung bewahren.

Das Neue Jahr begann für uns mit mehreren traurigen Nachrichten. Am 6. Januar

starb Frau Ursula Malek aus Hermsdorf bei Lauban (nicht weit vom Schloß von Sponeck).

Sie war die letzte, die dort vor dem Zweiten Weltkrieg, am 24. September 1930 geboren

wurde und nach dem Krieg in ihrem Dorf blieb.

Weitere traurige Nachrichten kamen aus dem Haus der Familie Wildemann in Wrocisławice

/ Obsendorf, Herr Fryderyk Wildemann, der seit zweiundhalb

Jahren krebskrank gewesen war, fühlte sich immer

schlechter. In seiner Krankheit sind wir bei ihm gewesen, Pastor

Fober war mit dem Heiligem Abendmahl, Schwester Lidia mit Gebet

und ich las ihm das Evangelium, das war sein Wunsch. Der

Herr hat ihn am 24. Januar 2012 von den Schmerzen erlöst und

wieder mit seiner vor zwei Jahren verstorbenen Frau vereint,

„Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag

und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt,

wird über ihnen wohnen―(Offenbarung 7,15).

Anfang des Jahres, das ist auch die Zeit, wo man Jahresabrechnung, Haushalt, Bilanzen,

Steuern, Dankesbriefe und viele andere Dokumente ausfüllen muss, es hat uns

viel Zeit gekostet. Von hier aus möchten wir uns in Namen unserer Sankt

Christophorigemeinde bei allen Spendern recht herzlich bedanken. Mit Ihrer kleinen

und großen Spende unterstützen Sie unsere Projekte und Arbeit – vergelt´s Gott! Auch in

diesem Jahr gehen unsere Bauarbeiten am Dachboden weiter, damit zur EM die Zimmer

fertig sein können. Leider spielen Deutschland und Schweden nicht in Breslau, aber was

für die Fußball-Meisterschaften gebaut worden ist, bleibt auch in der Stadt und Umgebung.

Die Stadt und das Land warten auf Ihren Besuch. Im einen echten evangelischen

Pfarrhaus als Gast begrüßt zu sein, wo bis heute Deutsch gesprochen und gesungen

wird, ist nicht jedem gegeben. Wir freuen uns auf Sie.

Am 14. Januar feierten wir den Ökumenischen Gottesdienst in unserer Gustav-Adolf-

Gedächtnis-Kirche im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Kirche. Musikalisch

war der Gottesdienst wieder so gestaltet wie es kaum so etwas irgendwo in Polen gibt.

Die Orgel spielte unser Kantor Tomasz Kmita (er war in Liegnitz beim Rittertagsgottes-

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dienst auch dabei) und dazu zwei Chöre:

„Consonaza“ von der Technischen Hochschule

in Breslau und der Chor der Orthodoxen

Militärseelsorge. Die Gustav-

Adolf-Gedächtnis-Kirche in Zimpel ist eigentlich

für solche Veranstaltungen wirklich

gut designt. Anwesend war unter vielen

Pastoren und Geistlichen der Kirchen

der Ökumene auch unser Bischof Ryszard

Bogusz, der den Gottesdienst mit

seinem Wort besiegelte.

Am 29. Januar fand die Gemeindeversammlung statt. Wie immer wurden bei der

Versammlung alle Informationen über die finanzielle Lage der Gemeinde bekannt gegeben

mit Jahresabrechnung und Haushalt für 2012 dazu. In sechs Predigtstellen: Breslau,

Schweidnitz, Waldenburg, Bad Warmbrunn, Lauban und Liegnitz sind wir 157 Gemeindemitglieder.

Gottesdienste in Schweidnitz und Lauban finden jetzt nur ein Mal im

Monat statt. Zwei Mal im Monat wird in Breslau von Frau von Kap-herr der Kindergottesdienst

für mehr als 10 Kinder vorbereitet. Religionsunterricht findet in Breslau in der

Deutsch-Polnischen Schule für Klasse 3 und die jüngere Konfirmandengruppe, in Kurtwitz

und Trebnitz für Klasse 4 statt. Die Bibelstunde findet in Waldenburg sehr regelmäßig,

in Breslau nach Absprache und in Bad Warmbrunn, wenn die Gesundheit unserer

Gemeindemitglieder es erlaubt, statt. Frau Waltraud Kołtuniewicz leitet seit vielen Jahren

die Ausleihestelle von Rehabilitationsgeräten, die dank der ständigen Hilfe von Schlesischem

Johanniterorden mit Material versorgt wird. Jährlich werden um 400 Geräte verleihen.

Unsere Gemeindeschwester, Frau Lidia Podżorska, besucht in einem ständigem

Rhythmus etwa 50 kranke und alte Gemeindemitglieder, dabei macht sie in der Woche

um 800 Kilometer. Die Finanzen der Gemeinde wie auch die Kasse wird von der Frau

Gundlach-Fober bewacht und

geleitet, alles wird sogfältig in die

Finanzbücher eingetragen und

von Frau Kołtuniewicz immer

Monatsweise geprüft.

Im Januar hatten die Kinder

Winterferien, jede Familie hat

die Zeit genutzt, um mit den Kindern

zusammen zu sein, so kam

es leider nicht dazu, dass wir gemeinsam

etwas organisieren. Ich

fuhr meine Kinder zu den Großeltern

und auf dem Weg dorthin

habe ich Frau Waltraud Kołtuniewicz

mitgenommen, dass wir in

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am Haupteingang der Kirche links auf dem alten Friedhof, vor dem Grab von Pastor

Rutz andächtig inne. Andere sind von seinem ausdrucksvollen Porträt, das in der Galerie

der Pastoren in unserer Taufkapelle hängt, tief beeindruckt. - So ist er bis heute noch unter

uns.

Świdnica, Januar 2012 Dorothea Bock-Drozdowicz

Mein Lebenslauf

Wohl kaum ein anderer in unserer

Familie dürfte auf ein so bewegtes

Leben zurückschauen können, denn

durchschnittlich alle vier Jahre musste

ich mich an einen neuen Wohnort gewöhnen.

Erst seit meiner Pensionierung

trat relativer Stillstand ein. Das Lied ist

Weisung:

Vertraut den neuen Wegen,

auf die der Herr uns weist.

Weil Leben heißt: sich regen,

weil Leben wandern heißt!

Geboren wurde ich am 19. Juli

1931 in Reichenberg/CSR als drittes

Kind von Walter und Fredemarie geb. v.

Oheimb und getauft am 19. September

1931, dem Geburtstag unserer Großmutter

Marie Pfeil-Brand v. Lindau.

Doch schon im Februar 1935 als unser Vater seinen Posten als Leiter des Konsulats in

Reichenberg aufgeben musste, begann meine erste Wanderung: wir zogen nach Kreisewitz

in die Villa und nach dem Tode von Vaters Bruder Günther 1939 ins Schloss.

Ich besuchte Schulen in Kreisewitz, Brieg, Privatunterricht bei Fräulein Gamradt,

Altenburg, Böhmisch-Leipa. Erst nach 1 ¼ Jahre nach der Flucht Fortsetzung mit Mittelschule

in Freiburg und Lyzeum in Stade, doch abruptes Ende kurz vor der Abitur, da nach

der Währungsreform das Schulgeld nicht mehr zu bezahlen war.

Am 23.Januar 1945 Beginn der Flucht. Treckverbot Ende Februar 1945, erleichtert

durch die liebevolle Aufnahme bei Graf und Gräfin Waldstein in Hirschberg am See. Am

8. Mai 1945 Fortsetzung der Flucht mit Erreichen von Hof in Beyern, somit Rettung von

den Polen, Sowjets und Tschechen. Ab Herbst 1945 ein neues Zuhause dank Herrn v.

Plate in Altenwisch.

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Aus der Geschichte an der Friedenskirche in Schweidnitz (4)

Im Frühjahr 1952, als Pastor Rutz mit seiner Familie in das „Lutherheim― auf dem

Kirchplatz an der der Friedenskirche zog, bekam die deutsche ev. Kirchgemeinde in

Schweidnitz wieder einen ansässigen Seelsorger.

Pastor Rutz war einer der weisesten Menschen die ich in meinem Leben kennengelernt

habe. Pastor Herbert Rutz wurde vor 100 Jahren, am 13. März 1912, in Gieschewald,

Kreis Kattowitz geboren, 1937 ordiniert und war von da an, bis Januar 1945, Pastor

an der evang. Kirche in Nikolai. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er arbeitslos.

Dank seiner Kenntnis der polnischen Sprache konnte er in dieser Zeit, sich und seine

Familie materiell versorgen, in dem er als Buchhalter in einem der staatlichen Betriebe in

Gleiwitz arbeitete. Davon erfuhr im Sommer 1951 die deutsche evangelische Gemeinde

in Schweidnitz und bat Pastor Rutz, sich ihrer anzunehmen, da man schon fast 3 Jahre

ohne einen eigenen Seelsorger sei. Er tat es auch umgehend in zahlreichen Gastgottesdiensten

an der Friedenskirche und im weiten Umland in Niederschlesien. Nach langen

Verhandlungen mit den zuständigen Behörden konnte er im Frühjahr des nächsten Jahres

nach Schweidnitz umziehen und wurde amtlich als Pastor für deutsche Gemeinden

in Niederschlesien eingesetzt. P. Rutz entwickelte eine jugendfrische Dynamik an unserer

Kirche. Es gab laufend Taufen und Hochzeiten (bis zu 5 Paare bei einem Festgottesdienst)

und regelmäßig traten die Kinder zur Konfirmation an. Unermüdlich nahm er auch

die Strapazen auf sich, die er auf den Reisen zu den auswärtigen Gemeinden und einzelnen

Personen, erleiden musste. Es stand ihm ja weder ein eigenes Auto, noch das spätere,

weitgehende Verbindungsnetz der Buslinien zur Verfügung. So fuhr er oft per Rad

oder wurde mit einem Pferdewagen abgeholt. Zu alldem arbeitete er weiterhin in einem

weltlichen Beruf (Anfangs wieder als Buchhalter und ab 1955 als Religionslehrer in der

hiesigen, deutschen Volksschule). Seine Frau und seine Tochter Eveline standen ihm bei

allem tatkräftig zur Seite. Pastor Rutz war 40 Jahre alt, als er zu uns kam. Jeder wusste,

dass er gesundheitliche Schwierigkeiten hatte, aber er klagte nie und niemand ahnte, wie

schwer krank er war. Als er nach 5 Jahren urplötzlich, und aus dem vollen Leben heraus

diese Welt verließ, war es für alle die ihn kannten, verehrten und liebten ein tiefer Schock.

Es fällt mir schwer, in einem so kurzen Beitrag, die Gefühle zu beschreiben, die Pastor

Rutz uns einprägte und hinterließ. Er war einer dieser Geistlichen, die es auf wunderbare

Weise verstehen, sogar hartherzige Menschen zu überzeugen, dass es ohne

Nächstenliebe kein Glück auf Erden gibt. Mag. Dietmar Ness veröffentlichte 1987 in dem

„Schlesischen Gottesfreund“ Jahrgang 38, Nr.5, einen sehr anschaulichen und ausführlichen

Artikel über die damalige Tätigkeit von Pastor Rutz. Hier einen Satz daraus: „Ganz

zweifellos ist die 300 Jahr- Feier der Friedenskirche in Schweidnitz der Höhepunkt seines

Wirkens gewesen. Die große Festgemeinde, die aus ganz Schlesien zusammenkam, -

( man schätzte 3000 Personen),- bei der er die Festpredigt hielt unter dem großen und

immer variierten Thema ‚ Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden.― – Ja, damals

war das ein Ereignis für ganz Schweidnitz.

Jetzt besuchen unsere Kirche Touristen aus aller Welt und so mancher von ihnen hält,

Dzięgielów bei Cieszyn zwei Damen aus unserer Gemeinde in Breslau besuchen können,

die seit fast fünf Jahren in dem evangelischen Pflegeheim wohnen, es sind Frau Augusta

Ulbrich und Martha Kohse. Frau Ulbricht hat sich in der Nachkriegszeit um unsere

Christophorikirche sehr gekümmert, sie war

die Küsterin. Im Winter hat sie Eimer mit

Kohle gebracht, um in den Ofen in der Kirche

zu feuern und im Sommer die schönsten Blumen,

um das Altar zu schmücken. Die Kirche

musste immer glänzen und alles perfekt vorbereitet

sein. Bei unserem Besuch hat Frau

Ulbricht mehrere Lieder, Psalmen und Gedichten

auswendig zitiert – bewundernswert!

Meine, später geborene Generation schafft

das nicht mehr… Frau Kołtuniewicz hat für

diesen Besuch einen schlesischen Streuselkuchen gebacken und für die Damen Geschenke

vorbereitet. Frau Kołtuniewicz, für alle Ihre Dienste will ich mich bei Ihnen recht

herzlich bedanken und Gottes Segen für Ihr Leben wünschen.

Erst im Februar bekamen wir Schnee und danach einen über drei Wochen haltenden

Frost von mindestens am Tag – 15 Grad. Das hat schmerzhafte Folgen für jeden Haushalt

mit sich gebracht, die Kohle war schnell aufgebraucht und die Gasrechnung wird zum

Herzinfarkt führen. Jetzt haben wir Tauwetter und die Arbeiter am Dachboden können ihre

Arbeit fortsetzen.

Am 6. Februar feierten wir mit den

Damen aus Waldenburg den Geburtstag

von Frau Wyszyńska in Dębrznik / Krausendrof,

den wir erst mit der Bibelstunde

begonnen haben und dann den geselligen

Abschluss der Karnevalszeit genossen

haben.

Am 18. Februar fand die Synode der

Diözese statt. Nichts Neues ist zu berichten.

Die alten Vertreter der Synode unserer

Diözese sind wieder gewählt worden, aber ohne irgendwelche Berichten oder Rapporte,

was gelungen ist und was nicht. Die wiedergewählten Kandidaten haben uns auch

nichts von ihren Plänen für die Zukunft erzählt. Entweder sind solche so wunderbar, dass

wir sie nicht begreifen könnten oder ist die Zukunft der Kirche ein Geheimnis, nur wenigen

bekannt und nicht für alle offen. Gleicht das Geheimnis der Zukunft der Kirche in Polen

dem Geheimnis von Fatima, ich weiß es nicht.

Also, wir lassen uns überraschen! Was kommen mag, „so fürchten wir uns nicht so

sehr: es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, tut er uns

doch nicht; das macht, er ist gericht’t; ein Wörtlein kann ihn fällen―.

Pastoren der Sankt Christophorigemeinde

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Adventsfeier in Waldenburg

bei Frau Annelies Wiemer

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Adventsfeier 2011

Fotogalerie

← Neujahrsfeier in Liegnitz

Adventsfeier in Breslau

Parrhaus Zimpel

Adventsfeier

in Bad Warmbrunn →

Adventsfeier in Greifenberg

bei Frau Barbara Wysopal

Jakob, Veronika Natalia Sierenberg, Breslau

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