2007 - Kehrichtverwertung Zürcher Oberland

kezo.ch

2007 - Kehrichtverwertung Zürcher Oberland

Tätigkeits- und Umweltbericht 2007


Partner des Zürcher Abfallverwertungs-VerbundsKläranlage und Kehrichtverbrennung Limmattal KVLReservatstrasse 58953 DietikonTel. +41 44745 64 64Fax +41 44745 64 60www.kvldietikon.chZweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZOWildbachstrasse 28340 HinwilTel. +41 44938 31 11Fax +41 44938 31 08www.kezo.chZweckverband für Abfallverwertung im Bezirk HorgenZugerstrasse 1658810 HorgenTel. +41 44718 24 24Fax +41 44718 24 44www.kvahorgen.chStadt WinterthurStadtwerk Winterthur, Wärme und Entsorgung, KehrichtverbrennungPostfach, 8402 WinterthurTel. +41 52267 31 00Fax +41 52267 31 01www.stadtwerk.winterthur.ch >KVAStadt ZürichERZ Entsorgung +Recycling ZürichHagenholzstrasse 110Postfach, 8050 ZürichTel. +41 44645 77 77Fax +41 44645 77 80www.erz.ch


InhaltVorwort des Präsidenten 2Überblick über das Geschäftsjahr 4Auslastung 6Wertstoffgewinnung aus Rückständen 9Energiegewinnung 10Frischwasser und Abwasser 13Emissionen in die Luft 14Erprobungsphase Betriebsgesellschaft 16Statistische Angaben 18Prüfungsbericht AWEL 20Die Zahlen im Text sind auf 1’000 Tonnen bzw. ganze Prozentzahlen gerundet. Die genauen Zahlen werden in den Tabellenund Legenden aufgeführt. Die Grafiken zeigen nur eine annähernd massstäbliche proportionale Umsetzung.


Vorwort des Präsidenten2Der sorgfältige Umgang mit unseren Abfällen hat in unseremLand seit Jahren einen hohen Stellenwert. Weit vor unserenNachbarländernhat die Schweiz Abfalldeponien aufgehobenunddurch Verbrennungsanlagen ersetzt. Eine kontinuierlicheVerschärfung der Umweltvorschriften hat in den vergangenenJahren eine starke Verminderungder schädlichen Rauchgaseermöglicht. Durch die Einführung verursachergerechter Abfallgebührenund eine konsequente Trennung von Wertstoffenan der Quelle wurde die Abfallmenge reduziert. ModerneKehrichtheizkraftwerke sorgen im Kanton Zürich nicht nurfür eine umweltverträgliche Verwertung des Restmülls, sie erzeugendarüber hinaus mit immer besserem WirkungsgradStrom und Wärme und ermöglichen, erhebliche Mengen vonWertstoffen aus der Rohschlacke zurückzugewinnen. Abfallist heute neben Wasserkraft die wichtigste einheimischeQuelle von erneuerbarer Energie.Dieser umweltbewusste Umgang mit dem Kehricht ist füruns ebenso selbstverständlich wie eine jederzeit funktionierendeEntsorgung. Dass es auch anders sein könnte, habenuns die stinkenden Müllberge in den Strassen Neapels in denvergangenen Monaten drastisch vor Augen geführt.ferungen, da vermehrt eigene Verwertungsanlagen in Betriebgenommen werden. Gleichzeitig tragen erfreulicherweise imInland die Anstrengungen zur Abfallverminderung und -trennungweiterhin Früchte. Für die Zukunft rechnen wir deshalbmit einem leichten Rückgang der Abfallmenge. Umso wichtigersind eine umsichtige und koordinierte Planung der Kapazitätenunserer Kehrichtheizkraftwerke im Kanton Zürichsowie eine konsequente Nutzung des Know-hows aller Betreiberund der Synergien aus einer engen Zusammenarbeit.Mit dem Eintritt in die Erprobungsphase für eine gemeinsameBetriebsgesellschaft hat der ZAVimvergangenen Jahr einenweiteren wichtigen Schritt auf diesem Weg unternommen.Lenkungsausschuss, Geschäftsleitung und Mitarbeitende setzenalles daran, diesen Weg imInteresse der Allgemeinheiterfolgreich fortzusetzen.Stadtrat Martin WaserVorsteher Tiefbau- und EntsorgungsdepartementPräsident Lenkungsausschuss ZAVDer europäische Abfallmarkt hat sich in den letzten zehn bisfünfzehn Jahren stark verändert. Abfall ist heute ein Wertstoff.Aus den zahlreichen lokalen und regionalen Märktenentwickelt sich zunehmend ein einziger europäischer Markt.Verstärkt drängen multinationale Unternehmen mit günstigenAbnahmepreisen auf den Markt. Dabei bleibt der Umweltschutzallzu häufig auf der Strecke. Die billige Entsorgung inunkontrollierten ausländischen Deponien, die mit unserenUmweltvorschriften bei weitem nicht standhalten können, darfjedoch keine Alternative zur umweltgerechten Verwertung,Energie- und Wertstoffgewinnung im eigenen Land werden.Deshalb haben sich die fünf Betreiber von Kehrichtheizkraftwerkenim Kanton Zürich im ZAVZürcher Abfallverwertungs-Verbund zusammengeschlossen. Ziel des ZAV ist es, dietechnische Entwicklung der Anlagen voranzutreiben, um ihrenWirkungsgrad weiter zu erhöhen und die Schadstoffemissionenzusätzlich zu senken. Die Koordination der Kehrichtentsorgungim Kanton Zürich erlaubt darüber hinaus eineoptimale Auslastung und Wirtschaftlichkeit der bestehendenAnlagen. Nur so wird esauch in Zukunft gelingen, mit derwachsenden internationalen Konkurrenz Schritt zu halten undeine nachhaltige, wirtschaftliche und umweltgerechte Entsorgungquasi vor Ort zu gewährleisten.Nachdem in der jüngsten Vergangenheit vor allem das neueingeführte Deponieverbot in Deutschland die Vollauslastungder Kehrichtheizkraftwerke im Kanton Zürich unterstützt hat,rechnen wir für die Zukunft mit einer Abnahme dieser Einlie-


Fünf Abfallverwerter, ein Ziel1Kläranlage und KehrichtverbrennungLimmattal, Dietikon316542Zweckverband KehrichtverwertungZürcher Oberland (KEZO), Hinwil3Zweckverband für Abfallverwertungim Bezirk Horgen4Stadtwerk Winterthur325ERZ Entsorgung +Recycling ZürichHagenholz6ERZ Entsorgung +Recycling ZürichJosefstrasseAnteile an erneuerbarer Energie in der Schweiz, ohne Wasserkraft(BFE, Statistik der erneuerbaren Energien, 2006)Erneuerbare Anteileaus Abfall81,8%Erneuerbare Anteileaus Abwasser9,9%Biomasse5,1%Sonnenenergie1,9%Windenergie1,3%


Überblick über das Geschäftsjahr4In den sechs Kehrichtheizkraftwerken (KHKW) des KantonsZürich wurden im Berichtsjahr 852’000 Tonnen Abfall verwertet.Der leichte Rückgang um gut 4Prozent gegenüber demVorjahr ist in erster Linie auf einen Rückgang der Direktanlieferungenum 10 Prozent auf 358’000 Tonnen sowie auf eineleicht rückläufige Menge von Kehricht inkl. Sperrgut aus demGebiet des ZAV umgut 1Prozent auf 403’000 Tonnen zurückzuführen.Diese Tendenz könnte sich in den nächstenJahren fortsetzen. Nach einer starken Zunahme im Vorjahrreduzierte sich auch die Menge der angelieferten Sonderabfälle,nämlich um 10 Prozent auf 25’000 Tonnen, währendbeim entwässerten Klärschlamm eine Zunahme um 24 Prozentauf 66’000 Tonnen zu verzeichnen war.Die thermische Verwertung reduziert diese Abfallmenge umrund 80 Prozent: 2007 mussten proTonne Abfall nur 192KilogrammSchlacke deponiert werden. Gleichzeitig resultiertenaus der Verwertung 606’000 MWh Wärme und 390’000 MWhStrom. Dies entspricht dem Wärmebedarf von 32’000 Haushaltenund dem Stromverbrauch von 111’000 Wohnungen.Die gesamte Energieproduktion entspricht dem Energiewertvon 102 Mio. Liter Heizöl. Da die Hälfte davon CO 2-neutralaus Biomasse gewonnen wird, ist Abfall im Kanton Zürich derweitaus wichtigste Lieferant von Strom und Wärme aus erneuerbarerEnergie.Aus einer Tonne Rohschlacke, die bei der Abfallverbrennungzurückbleibt, konnten 2007 62 Kilogramm Eisen zurückgewonnenwerden. Gesamthaft entspricht dies einer Menge von11’000 Tonnen rezykliertem Eisen. Daneben konnten weitereknapp 2’000 Tonnen Aluminium, Kupfer, Messing und weitereBuntmetalle ausgeschieden werden. Alle diese Rohstoffe,deren Wert in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist,können in der Schweiz ausschliesslich aus der Abfallverwertunggewonnen werden. Durch den Wegfall der Erzgewinnungund der Verhüttung führt deren Wiederverwertung zu grossenReduktionen beim Schadstoff- und insbesonderebeim CO 2-Ausstoss.Mit einer Verfügbarkeit der Anlagen von 88 Prozent wurdezwar der Rekordwert des vergangenen Jahres leicht unterschritten,aber erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Dieermittelten Abwasser- und Luftemissionen lagen praktischdurchwegs deutlich unter den entsprechenden Grenzwerten.Wo dies ausnahmsweise nicht der Fall war, konnten die Ursachenentdeckt und behoben werden. Trotz Teuerung undPreisanstiegen in den verschiedensten Gebieten verlief auchdie Kostenentwicklung weiterhin vorteilhaft. Nicht zuletzt diekonsequente Koordination und Nutzung von Synergien imZAV ermöglichte weitere Kosteneinsparungen bei der thermischenVerwertung. Angesichts der stabilen bis sinkendenAbfallmengen und der aktuellen Überkapazitäten bei denVerwertungsanlagen in der Schweiz wird diese Zusammenarbeitweiter an Bedeutung gewinnen: Der ZAVermöglicht es,im Kanton Zürich langfristig jene Kapazitäten zur Verfügungzu stellen, die für die Verwertung des anfallenden Abfallswirklich benötigt werden.Marcel MüllerVorsitzender der Geschäftsleitung


5Angelieferte Abfälle nach Arten in Tonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Verwertungin KHKW852’243 (–4,2%)Bunkerveränderung2’868Abgabe an andereKehrichtheizkraftwerke2’103Wasserverlust durchKlärschlammtrocknung4’600Anliefermenge total861’814 (–3,7%)Anlieferung andererKHKW8’851Klärschlammentwässert65’970 (+24,1%)Sonderabfälle25’181 (–10,8%)Direktanlieferungen358’284 (–10,3%)Kehricht inkl.Sperrgut403’527 (–1,4%)Stromproduktion des ZAVimVergleich zum Stromverbrauch der Stadt WinterthurGWh6004002002002 2003 2004 2005 2006 2007Stromverbrauch Stadt WinterthurStromproduktion ZAV


Auslastung6Die Kehrichtheizkraftwerke des ZAVhaben 2007 rund 862’000Tonnen Abfall angenommen. Dies entspricht einer Abnahmeum rund 34’000 Tonnen beziehungsweise 4Prozent gegenüberdem Vorjahr. 7Prozent der angenommenen Menge –rund 60’000 Tonnen –waren Abfälle aus Importen aus demsüddeutschen Raum. Der Transport der Abfälle aus Süddeutschlanderfolgte mittels moderner Grossraum-Lastwagen,welche bei ihren Rückfuhren zumeist Schlacke oderandere Schüttgüter mit sich führten, um Leerfahrten zu vermeiden.Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Importmengedamit um mehr als einen Drittel, nämlich um rund39’000 Tonnen oder 39 Prozent.Mit den Anlieferungen reduzierte sich auch die thermischeVerwertung der Abfälle um 4Prozent auf rund 852’000 Tonnen.Dagegenstieg derAnteildes enthaltenenentwässertenKlärschlamms um 24 Prozent auf 66’000 Tonnen.Die gute Auslastung konnte im Berichtsjahr gleichmässig aufalle sechs Zürcher Kehrichtheizkraftwerke verteilt werden. DieGrafik zeigt die Aufteilung der angelieferten Abfälle nach Artenin Tonnen. Dabei werden vier Abfallkategorien unterschieden:«Kehricht inkl. Sperrgut» (nicht rezyklierbarer Siedlungsabfallaus den Gemeinden), «Direktanlieferungen», «Sonderabfälle»und «Klärschlamm».Ohne Reservelinie des Werks Josefstrasse, die ausschliesslichanstelle einer anderen ERZ-Linie in Betrieb genommenwerden darf, lag die Verfügbarkeit der Ofenlinien bei 88 Prozent.Unter dem mengengewichteten Einschluss der Reserveliniedes Werks Josefstrasse konnte mit guten 85 Prozentimmer noch ein Wert erreicht werden, der nur gut 5Prozentunter dem optimalen Jahr 2006 liegt. Der Rückgang ist nebeneinem leicht höheren Anteil der Revisionen und Pannen aufeinen Stillstand wegen Kehrichtmangels zurückzuführen.


Kehricht inkl. Sperrgut pro Werk, in Tonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Direktanlieferungen pro Werk, in Tonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)7Total403’527Winterthur98’238 (–10,6%)Hinwil85’303 (+1,0%)Hagenholz62’817 (–12,8%)Josefstrasse80’321 (+21,5%)Dietikon43’420 (–0,4%)Horgen33’429 (+1,1%)Total358’284Hagenholz85’542 (–7,4%)Hinwil77’813 (–5,9%)Josefstrasse58’119 (–29,6%)Winterthur71’191 (–0,4%)Dietikon40’692 (–8,0%)Horgen24’927 (–4,6%)Sonderabfälle pro Werk, in Tonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Klärschlamm entwässert pro Werk, inTonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Total25’181Hagenholz13’629 (+1,9%)Josefstrasse5’668 (–23,2%)Hinwil2’237 (–36,8%)Winterthur2’159 (–12,7%)Horgen1’489 (+0,4%)Dietikon0Total65’970Hinwil21’112 (+29,1%)Josefstrasse18’017 (+2,6%)Hagenholz16’406 (+64,3)Horgen10’259 (+10,8%)Dietikon176Winterthur0


8Die Menge Kehricht inkl. Sperrgut aus dem Gebiet des ZAVhat um gut 1Prozent auf 403’000 Tonnen abgenommen. Diesentspricht einem Anteil von rund 47 Prozent an der total verwertetenAbfallmenge. Die Menge der Direktanlieferungen reduziertesich um 10 Prozent auf 358’000 Tonnen. Die Mengeder im Jahr 2007 in die Werke angelieferten Sonderabfällereduzierte sich gegenüber 2006 um 11 Prozent auf 25’000Tonnen.Der grösste Teil der Klärschlammmenge von rund 66’000Tonnen wird direkt und ohne Vortrocknung als entwässerterKlärschlamm verwertet. Wird der Klärschlamm vor der Verwertunggetrocknet, so wird imTrockner Wasser abgeführt,welches nicht in die Verbrennung kommt. Demzufolge entstehtein Wasserverlust durch Klärschlammtrocknung. Diewesentliche Zunahme der Klärschlammentsorgung ist aufden erstmaligen Ganzjahresbetrieb im Werk Hagenholz zurückzuführen.Der Anteil des in den Kehrichtheizkraftwerkenentsorgten Klärschlamms aus dem Kanton Zürich beträgtrund 61 Prozent. Vom restlichen Klärschlammaufkommenwird rund 26 Prozent in Klärschlammverbrennungsöfen und13 Prozent in Zementwerken entsorgt. Da entwässerter Klärschlammeinen sehr niedrigen Brennwert aufweist, wird seinethermische Verwertung im Kehrichtheizkraftwerk nur möglich,wenn genügend Abfall als «Brennstoff» zur Verfügung steht.Die hohe Verwertungsleistung im Jahr 2007 konnte deshalbnur dank einer beinahen Vollauslastung der Kehrichtheizkraftwerkeerzielt werden.Die insgesamt thermisch verwertete Abfallmenge pro Werkdes ZAV ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt. In allenWerken war ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Die etwashöhere Reduktion um über 5Prozent in den Werken Josefstrasseund Hagenholz ist in erster Linie auf geringere Abfallimporteaus dem grenznahen Baden-Württemberg zurückzuführen,während die Reduktion in Winterthur aus einemlängeren Betriebsunterbruch während einer Revision resultierte.Thermisch verwertete Abfallmenge pro Werk, inTonnen(Veränderungen in Prozent gegenüber Vorjahr)Total852’243Hinwil185’904 (–1,2%)Hagenholz181’534 (–2,7%)Winterthur174’323 (–6,0%)Josefstrasse162’481 (–8,1%)Dietikon83’062 (–4,6%)Horgen64’940 (–0,4%)


Wertstoffgewinnung aus Rückständen9Wiederum grosse Bedeutung hatte im Berichtsjahr die Rückgewinnungvon Wertstoffen aus dem Abfall. Neben derEnergiegewinnung trägt die Wiederverwertung zurückgewonnenerMetalle zur Vermeidung von klimaschädigendenCO 2-Emissionen und zum sparsamen Umgang mit nichterneuerbaren Rohstoffen bei.ProTonne Rohschlacke konnten 62 Kilogramm Eisen zurückgewonnenwerden. Gesamthaft ergibt dies eine Menge von11’000 Tonnen rezykliertem Eisen. Bei den Nichteisenmetallenerhöhte sich die spezifische Menge auf 10 KilogrammproTonne Rohschlacke, was einer Gesamtmenge von 1’800Tonnen zurückgewonnenem Aluminium, Kupfer und Messingentspricht. Da die Abtrennung von Metallen mehrheitlich direktauf der Deponie erfolgt, handelt es sich bei diesen Datenlediglich um Annäherungen. Aus dem gleichen Grund lässtsich die Wertstoffgewinnung nicht in jedem Fall genau denunterschiedlichen Schlackenlieferanten zuordnen. Ein Vorjahresvergleichist deshalb nur bedingt aussagekräftig.Dank den gewonnenen Wertstoffen mussten nicht 176’000Tonnen Rohschlacke, sondern lediglich 164’000 TonnenSchlacke deponiert werden. Nach wie vor pendelt der zudeponierende Anteil Schlacke bezogen auf die verwerteteTonne Abfall bei rund 20 Prozent. Im Berichtsjahr verbliebenpro Tonne Abfall genau 192 Kilogramm Schlacke, die deponiertwerden mussten. Der Anteil der Rückstände –Elektro-Filterstaub und Rückstände aus der Rauchgasreinigung –verringerte sich leicht auf 27 Kilogramm pro Tonne verwertetenAbfall. Insgesamt fielen im ZAV-Gebiet 23’000 Tonnensolcher Rückstände an. Während im Ausland zum Teil dieMöglichkeit der Aufbereitung oder Wiederverwendung besteht,werden in der Schweiz die Rückstände deponiert.Nachfolgende Grafik zeigt die Aufteilung der Rückstände inTonnen inklusive deren Anteil am verwerteten Abfall.Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Abfalllieferungensowie der Rückstände nach geografischen Regionen.Der ZAV verwertet auch Kehricht aus den Kantonen Tessin,Graubünden, Zug und Uri.Produkte der Abfallverwertung, in Tonnen(Anteil der Rückstände bezogen auf die verwertete Abfallmenge)Total852’243Rohschlacke175’977 (20,6%)Nichteisenmetalle1’806 (0,2%)Eisen10’871 (1,3%)Schlacke163’299 (19,2%)Elektro-Filterstaub19’027 (2,2%)Rauchgasreinigungs-Rückstände1’710 (0,2%)Abgase, Wasserdampf ohne Luftanteile655’530 (76,9%)Herkunft des Abfalls und Entsorgungsregime der RückständeAnteil Anteil Anteil Entsorgung Rauchgas-Lieferung Abfall Entsorgung Schlacke reinigungs-RückständeKanton ZH (ZAV-Gebiet) 83% 67% 18%Andere Kantone 10% 28% 66%Ausland 7% 5% 16%


Energiegewinnung10Bei einem durchschnittlichen Heizwert von 3,3 Megawattstunden(MWh) proTonne Abfall konnte in der Berichtsperiodeüber die Energierückgewinnung Dampf mit einem Energiepotenzialvon 2’291’000 MWh produziert werden.39 Prozent der Energie im Dampf konnten in Form von StromundWärmelieferungen in externe Netze abgegeben werden.Ausgehend von einem durchschnittlichen Stromverbrauchvon 5’320 kWh pro Haushalt (inkl. Elektroboiler und -heizungen)und von 3’500 kWh pro Wohnung sowie einem Wärmebedarfvon 20’000 kWh pro Haushalt (Bulletin SEV/VSE19/2007) entspricht dies dem jährlichen Strombedarf von73’000 Haushalten oder 111’000 Wohnungen sowie demWärmebedarf von 30’000 Haushalten. Da Wärme und Stromaus Abfall zur Hälfte aus Biomasse gewonnen werden, leistendie Energielieferungen der Kehrichtheizkraftwerke einen Beitragzur Reduktion der CO 2-Emissionen. Müsste die gleicheEnergiemenge mit fossilen Brennstoffen erzeugt werden,wären dazu rund 90 Mio. Liter Heizöl erforderlich, was einemAnteil von rund 3Prozent des CO 2-Ausstosses des KantonsZürich oder 17 Prozent der Stadt Zürich entspricht. Eine TonneAbfall, die im ZAV thermisch verwertet wird, spart damitrund 240 Kilogramm CO 2.Der Gesamtwirkungsgrad der Kehrichtheizkraftwerke des ZAVreduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent. Diesaufgrund eines Turbinenausfalls und des milden Winters.Rund 45 Prozent der Energie im Dampf konnten direkt inStrom und Wärme umgewandelt werden. Von den übrigen55 Prozent entfällt ein erheblicher Teil auf Kondensationsverlustebei der Stromproduktion, da die in den Luft- oderWasserkondensatoren anfallende Kondensationsenergiemehrheitlich an die Umgebung abgegeben werden muss. Dergrösste Energieeigenverbraucher ist die Rauchgasreinigungsanlage.Nachfolgende Grafik zeigt den Energiefluss in den ZAV-Kehrichtheizkraftwerkenin MWh bezogen auf den totalen Energie-Input im Abfall. Der Strombezug von 0,1 Prozent bildet dieDifferenz zu 100 Prozent.Energiefluss in Megawattstunden (MWh)(Anteil des Energiestroms bezogen auf den totalen Energie-Input imAbfall)Dampfproduktion2’291’326 (99,91%)Der Strombezug von 0,09%bildet die Differenz zu 100%Kondensat- und andere Verluste,Verbraucher Rauchgasreinigung1’293’407 (56,40%)Stromeigenverbrauch inkl. -bezug93’867 (4,09%)Stromverkauf298’341 (13,01%)Wärme-Verkauf578’675 (25,23%)Wärme-Eigenverbrauch27’036 (1,18%)Strombezug2’106 (0,09%)


Energiegewinnung pro Tonne Kehricht35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L1135L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L 35L35L 35L 35L1Tonne Abfall35L1Abfall-Sack300 Liter Heizölca.1,7 Liter Heizöl


CO 2 -Einsparung pro Abfall-SackDie thermische Verwertung eines 35-Liter-Abfall-Sacks spart 1,2 Kilogramm CO 2 .Dies entspricht dem Ausstoss eines durchschnittlichen Neuwagens für 22Kilometer Fahrstrecke.1Abfall-Sack 1,2 Kilogramm CO 2 22 km Fahrstrecke35L20100


Frischwasser und Abwasser13Bei einem Frischwasserverbrauch von insgesamt 970’000 m 3reduzierte sich der spezifische Verbrauch im Berichtsjahrum 32 Liter auf 1’100 Liter pro Tonne verwerteten Abfall. DerLöwenanteil des Frischwassers wird inder nassen Rauchgasreinigungverwendet und über das Kamin als saubererWasserdampf an die Atmosphäreabgegeben. Daneben verbliebeine Abwassermenge von 195’000 m 3 oder 229 Literpro Tonne verwerteten Abfall. Im Werk Hinwil wird das Abwassereingedampft und in den Prozess zurückgeführt. Daherist dieses Werk sowohl bei der vorangegangenen Betrachtungals auch bei den nachfolgenden Messungen nicht berücksichtigt.Die Qualitätssicherung der Abwasserreinigung aus der nassenRauchgasreinigung basiert auf Online-Messungen undEichmessungen, die von einem akkreditierten Messinstitutmindestens dreimal jährlich durchgeführt werden. Die Messungenzeigen, dass die Grenzwerte gemäss Gewässerschutz-Verordnung(GSchV) stark unterschritten werden(Quelle: AWEL). Einzig bei einer Quecksilbermessung imWerk Horgen wurde der Grenzwert so deutlich überschritten,dass auch der Mittelwert aller drei Messungen mit 0,0012mg/lüber dem Grenzwert liegt. Da die anderen beiden Messwerteden Grenzwert deutlich unterschreiten, kann davon ausgegangenwerden, dass es sich um einen Ausreisser handelt,der aus der thermischen Verwertung einer Fraktion mit hohenQuecksilberwerten herrührt.Grenzwerte GSchVCadmium (Cd) 0,05 mg/l Quecksilber (Hg) 0,001 mg/lChrom (Cr) 0,10 mg/l Blei (Pb) 0,100 mg/lKupfer (Cu) 0,10 mg/l Nickel (Ni) 0,100 mg/lZink (Zn)0,10 mg/lMessung der Abwasserqualität der ZAV-Werke, inProzent der Grenzwerte*(Mittelwert von drei Eichmessungen Januar, Mai, September 2007)%80604020Hagenholz Josefstrasse Horgen Dietikon WinterthurCd (mg/l)Cr (mg/l) Cu (mg/l) Hg (mg/l) Pb (mg/l) Ni (mg/l) Zn (mg/l)*Aufgrund von Prozessunterschieden ohne Messungen inHinwil


Emissionen in die Luft14Die von akkreditierten Messinstituten alle rund 25’000 Betriebsstundendurchgeführten Reingasanalysen bestätigeneinmal mehr die gute Qualität der Rauchgasreinigungsanlagenin den Werken des ZAV. Wie die unten stehenden Grafikenzeigen, werden die von der Luftreinhalteverordnung(LRV) vorgegebenen Grenzwerte meist stark unterschritten(Quelle: AWEL). Die Überschreitung der Stickoxid-Grenzwerteim Werk Hinwil ist darauf zurückzuführen, dass die anden Ofenlinien 2und 3neu installierte Reingasendmessungwerkseitig falsch kalibriert war und einen zu tiefen NO X-Wertermittelte. Während knapp drei Wochen wurde deshalb zuwenig Ammoniak zur NO X-Reduktion in die Reingase dosiert,bis der Fehler bei einer Kontrollmessung festgestellt undsofort behoben wurde.Grenzwerte (100 Prozent) der Luftreinhalteverordnung (LRV):Staub 10,0 mg/Nm 3Stickoxide (NO X) 80,0 mg/Nm 3Kohlenmonoxid (CO) 50,0 mg/Nm 3Blei (Pb) und Zink (Zn) als Summe 1,0 mg/Nm 3Cadmium (Cd) 0,1 mg/Nm 3Quecksilber (Hg) 0,1 mg/Nm 3Die Verfügbarkeit der Rauchgasreinigungsanlagen der ZAV-Werke war im Berichtsjahr optimal:Elektrofilter 100,0 %Rauchgaswäscher 99,9 %Entstickungsanlage (Denox) 99,5 %


Emissionsmessungen in Prozent der GrenzwerteOfenlinie 1 Ofenlinie 2 Ofenlinie 3Zürich Hagenholz(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom August 2005)Zürich Josefstrasse(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom Juni 2006)%100%100158080606040402020Staub NO X CO Pb+Zn Cd HgStaub NO X CO Pb+Zn Cd HgHorgen(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom November 2006)Dietikon(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom Dezember 2005)%100%1008080606040402020Staub NO X CO Pb+Zn Cd HgStaub NO X CO Pb+Zn Cd HgWinterthur(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom August 2007)Hinwil(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom Juli 2006)%100%1008080606040402020Staub NO X CO Pb+Zn Cd HgStaub NO X CO Pb+Zn Cd Hg


Erprobungsphase Betriebsgesellschaft16Im Hinblick auf die geplante Gründung einer gemeinsamenBetriebsgesellschaft hat der ZAV imApril des Berichtsjahreseine dreijährige Erprobungsphase aufgenommen. Durch diegemeinsame Betriebsgesellschaft werden mehr Sicherheitund Klarheit im Rechtsverkehr angestrebt, eine Erleichterungdes unternehmerischen Handelns und eine noch umfassendereNutzung der bereits bestehenden Synergien.Der Pilotbetrieb erlaubt dabei eine praktische Erprobung derTätigkeit der künftigen Betriebsgesellschaft in Teilbereichen.Die strategische Führung wirddurch den Lenkungsausschusswahrgenommen, der sich aus den politischen Verantwortlichender Trägerorganisationen zusammensetzt. Die operativeFührung obliegt der Geschäftsleitung, in der ebenfalls allePartner vertreten sind. Um auf Ebene der Fachbereiche eineoptimale Zusammenarbeit der einzelnen Partner zu gewährleisten,wurde eine Matrixorganisation geschaffen. KlareVorteileder Koordination zeigen sich bereits heute, zum Beispielbei der gemeinsamen Revisionsplanung und im Abfallmanagement,das eine hohe und gleichmässige Auslastungaller Anlagen ermöglichte.Durch die Schaffung von Know-how-Zentren werden derWissens- und Erfahrungsaustausch sowie das Innovationsmanagementinnerhalb des ZAV weiter verstärkt. So ist zumBeispiel der Trockenschlackenaustrag, der zurzeit in einerder drei Ofenlinien der Anlage Hinwil ausgetestet wird, einePionierleistung in Europa. Erweist sich dieses Verfahren imDauerbetrieb als optimale Lösung, kann das in der KEZO aufgebauteWissen für die Weiterentwicklung der übrigen Anlagengenutzt werden. Zur weiteren Optimierung der Qualitätder Abfallanlieferungen schaffen die Know-how-Zentren dieVoraussetzungen für periodische, systematische Prüfungenin allen Werken, die neben der Kontrollfunktion erfahrungsgemässauch eine erhebliche Präventivwirkung entfalten. Einewesentliche Erleichterung und Optimierung der operativenZusammenarbeit brachte das im Berichtsjahr erfolgreich eingeführteIntranet. Es erlaubt die gemeinsame Nutzung undden Zugriffauf Informationen und Dokumente von allen Standortenaus. Damit bildet es die Grundlage für ein zentralesArchiv- und Ablagesystem sowie ein effizientes Wissensmanagementim ZAV.Weitere Vorteile der Kooperation zeigen sich bei der Kapazitätsplanung:Die koordinierte Erneuerung der Anlagen imHagenholz und in Winterthur ermöglicht eine Senkung dererforderlichen Investitionen. Namhafte Einsparungen ergebensich sodann durch die gemeinsame Beschaffung vonBetriebsmitteln und Entsorgungsleistungen sowie die gemeinsameLagerhaltung. Nächste Schritte sind nun unteranderem die Einführung einer gemeinsamen Kostenrechnungals finanzielles Führungssystem, die Entwicklung einer gemeinsamenPhilosophie für den Betrieb der Anlagen und inder Folge die Erarbeitung eines Businessplans für die künftigeBetriebsgesellschaft.Der Pilotbetrieb schafft damit klare und sichere Grundlagenfür den bevorstehenden Entscheidungsprozess in den Trägerschaftender Kehrichtheizkraftwerke. Herausforderungen inder Umsetzung lassen sich bereits in der Planungsphasemeistern, und die Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit fliessenin die definitive Gestaltung der künftigen Betriebsgesellschaftein.Peter Zimmermann PaukGesamtprojektleiter


LenkungsausschussM. Waser (Präsident), J-P. Balbiani, Dr. U.Büchi, Dr. M.Gfeller, Th. LeutholdGeschäftsleitungM. Müller (Vorsitzender), D. Böni, W. Gut, E.Meile, E.Schönmann17GesamtprojektleiterP. Zimmermann PaukMarktmanagementThermische VerwertungTech. DienstleistungFinanzen &DiensteE. Meile (SW)D. Böni (KEZO)W. Gut (KVH)E. Schönmann (KVL)KVLDietikonKEZO HinwilKVAHorgenKHKW WinterthurKHKW ZürichSynergienKnow-how-ZentrenKVLDietikonKEZO HinwilKVAHorgenKHKW WinterthurKHKW ZürichInstrumentierungSchlackenaufbereitungFeuerleistungsregelungSperrgutzerkleinerungAnnahmelogistikTurbine (Betrieb, Revision)Techn. BenchmarkingR&I-SchemasFeuerfestmaterialienKlärschlammverbrennungBetriebsdatenerfassungInstandhaltungs-BeschichtungsverfahrenRückständeorganisationRosttechnikSCR-Verfahren


Statistische Angaben2007 2006 2005 2004AbfallannahmeAbfallmenge angenommen (inkl. EKS) t 861’814 895’384 823’389 749’992Veränderung gegenüber Vorjahr % –3,7 +8,7 +9,8 –1,6Abfallmenge verwertet (inkl. KS) t 852’243 889’249 816’331 744’952Veränderung gegenüber Vorjahr % –4,2 +8,9 +9,6 –18Kehricht inkl. Sperrgut t 403’527 409’253 387’416 334’415Veränderung gegenüber Vorjahr % –1,4 +5,6 +15,8 +0,8Direktanlieferungen t 358’284 399’474 365’180 351’391Veränderung gegenüber Vorjahr % –10,3 +9,4 +3,9 –4,0Sonderabfälle t 25’181 28’246 23’372 22’909Veränderung gegenüber Vorjahr % –10,8 +20,9 +2,0 +16,5Klärschlamm (Liefermenge EKS) t 65’970 53’158 42’675 40’158Veränderung gegenüber Vorjahr % +24,1 +24,6 +6,3 –VerwertungWärmeproduktion MWh 605’712 650’269 610’769 638’326Veränderung gegenüber Vorjahr % –6,9 +6,5 –4,3 +5,9spez. Wärmeproduktion MWh/t 0,711 0,731 0,748 0,857Veränderung pro Tonne Abfall % –2,8 –2,3 –12,7 +5,9Wärmeabgabe MWh 578’675 628’048 593’239 620’241Veränderung gegenüber Vorjahr % –7,9 +5,9 –4,4 +5,9spez. Wärmeabgabe MWh/t 0,679 0,706 0,727 0,833Veränderung pro Tonne Abfall % –3,9 –2,8 –12,7 +5,9Wärme Eigenverbrauch MWh 27’036 22’221 17’530 18’085Veränderung gegenüber Vorjahr % +21,7 +26,8 –3,1 +5,4spez. Wärme Eigenverbrauch MWh/t 0,032 0,025 0,021 0,024Veränderung pro Tonne Abfall % +27,0 +16,4 –11,5 +5,4Stromproduktion MWh 390’102 423’899 363’614 327’980Veränderung gegenüber Vorjahr % –8,0 +16,6 +10,9 +1,8spez. Stromproduktion MWh/t 0,458 0,477 0,445 0,440Veränderung pro Tonne Abfall % –4,0 +7,0 +1,2 +1,8Stromabgabe MWh 298’341 309’829 252’737 221’347Veränderung gegenüber Vorjahr % –3,7 +22,6 +14,2 +4,8spez. Stromabgabe MWh/t 0,350 0,348 0,310 0,297Veränderung pro Tonne Abfall % +0,5 +12,5 +4,2 +4,8Stromverbrauch inkl. Bezug MWh 93’867 117’492 115’338 110’600Veränderung gegenüber Vorjahr % –20,1 +1,9 +4,3 –2,5spez. Stromverbrauch MWh/t 0,110 0,132 0,141 0,148Veränderung pro Tonne Abfall % –16,6 –6,5 –4,8 –2,5Eisenrückgew. aus Rohschlacke t 10’871 12’890 11’728 8’788Veränderung gegenüber Vorjahr % –15,7 +9,9 +33,5 –4,0spez. Eisenrückgew. aus Rohschlacke kg/t 61,8 67,5 67,2 55,5Veränderung pro Tonne Rohschlacke % –8,5 +0,3 +21,2 –2,9spez. Eisenrückgew. aus Abfall kg/t 12,8 14,5 14,4 11,8Veränderung pro Tonne Abfall % –12,0 +0,9 +21,8 –4,0Nichteisen aus Rohschlacke t 1’806 1’550 1698 935Veränderung gegenüber Vorjahr % +16,5 –8,7 +81,6 +50,7spez. Nichteisen-Rückgew. aus Rohschl. kg/t 10,3 8,1 9,7 5,9Veränderung pro Tonne Rohschlacke % +26,5 –16,7 +65,0 +52,4spez. Nichteisen-Rückgew. aus Abfall kg/t 2,1 1,7 2,1 1,3Veränderung pro Tonne Abfall % +21,6 –16,2 +65,8 –


Prüfungsbericht AWEL20Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft überwacht alskantonale Fachstelle die Erfüllung der den Gemeinden undPrivaten durch die Gesetzgebung auferlegten Verpflichtungenim Bereich der Abfallwirtschaft.Aufgrund der Bestimmungen der eidgenössischen und kantonalenGesetzgebung und den darauf basierenden aktuellenBetriebsbewilligungen sind die Betreiber von Abfallanlagenverpflichtet, den kantonalen Aufsichtsbehörden regelmässigDaten über den Betrieb ihrer Anlagen und der damit verbundenenAuswirkungen auf die Umwelt zur Verfügung zu stellen.Die Umweltbehörden ihrerseits sind verpflichtet, die Öffentlichkeitüber den Umweltschutz und den Stand der Umweltbelastungzu informieren.Der vorliegende Tätigkeits- und Umweltbericht 2007 des ZürcherAbfallverwertungs-Verbundes (ZAV) gibt in einer übersichtlichenund informativen Form Rechenschaft ab über dieim Jahre 2007 wahrgenommenen Aufgaben und die damitverbundenen wichtigsten Umweltauswirkungen. Er gibt einenguten Überblick für die Aufsichtsorgane der einzelnen Kehrichtverbrennungsanlagen,dient als Information für die Abfallanliefererund für die Öffentlichkeit. Zudem fasst er auch diewichtigsten Daten für die Aufsichtsbehörde zusammen. Er istdamit Teil einer laufenden und umfangreichen Berichterstattungdes ZAVzuhanden des Amtes für Abfall, Wasser,Energieund Luft.Im Sinne eines Kontrollberichts können wir bestätigen, dassder Betrieb der Anlagen des ZAV imBerichtsjahr 2007 denkonkretisierten Vorschriften der Umweltschutzgesetzgebungentsprochen –bzw.invielen Belangen die geforderten Grenzwertewesentlich unterschritten hat.Mit der verstärkten Zusammenarbeit der einzelnen Kehrichtheizkraftwerkeim ZAV kann die ursprünglich formulierte Vision,die Entsorgungssicherheit im Kanton Zürich möglichstgut zu gewährleisten und das System ökologisch wie ökonomischzu optimieren, weiterhin zielgerichtet verfolgt werden.Aus Sicht der Aufsichtsbehörde zeigt sich, dass sich die ausder Zusammenarbeit im ZAV ergebenden Synergien positivauf den Betrieb, die Sicherheit und die Weiterentwicklung derAnlagen auswirken.Wir wünschen dem ZAV inseiner Pilotphase weiterhin vielErfolg: ein unfallfreies und erfolgreiches Geschäftsjahr 2008!Franz AdamLeiter Abteilung Abfallwirtschaft und BetriebeAmt für Abfall, Wasser, Energie und Luft


HerausgeberZürcher Abfallverwertungs-Verbund ZAVHagenholzstrasse 110, 8050 ZürichTel. +4144645 63 33Fax +4144645 63 34www.z-a-v.chTexte und GrafikZAV, ZürichAWEL –Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luftbretscher +partner, ZürichTextredaktionbretscher +partner, ZürichGestaltungWBG, AG für visuelle Kommunikation, ZürichDruckPrintlink, Zürich©2008 Zürcher Abfallverwertungs-Verbund ZAV, ZürichNachdruck oder elektronische Wiedergabe mitQuellenangabe gestattet


Zürcher Abfallverwertungs-Verbund ZAVHagenholzstrasse 1108050 ZürichTel. +41 44645 63 33Fax +41 44645 63 34www.z-a-v.chZAV/2000/d/2008/04

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine