63. Großes Bürger- und Polizeifest - bei Polizeifeste.de

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63. Großes Bürger- und Polizeifest - bei Polizeifeste.de

PDlizeiein artnerPKreisgruppe Essen/MülheimGewerkschaft der PolizeiGroßes Bürger- und PolizeifestVarieté der GdPEssen, 2. November 2013


www.VDPolizei.de02.11.2013,20.00 UhrSaal „Deutschland“Messe EssenPOLIZEI –Gewerkschaft der PolizeiKreisgruppe Essen/MülheimDEIN PARTNERImpressumVerantwortlich für den redaktionellen Teil:xxxx Heiko Müller, EssenFotos: Die VerfasserNachdruck des redaktionellen Teils nur nachausdrücklicher Genehmigung des HerausgebersSämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die imKundenauftrag für die Drucklegung vom Verlaggestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck, Vervielfältigung und elektronischeSpeicherung ist nur mit Zustimmung des Anzeigenkundenund des Verlages erlaubt. Verstößehiergegen werden vom Verlag, auch im Auftragdes Anzeigenkunden, unnachsichtig verfolgt.Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBHAnzeigenverwaltungEin Unternehmen der Gewerkschaft der PolizeiForststraße 3 a • 40721 HildenTelefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174AV@VDPolizei.deGeschäftsführer:Bodo Andrae, Joachim KranzAnzeigenleiterin: Antje KleukerGestaltung und Layout: Jana KolfhausSatz und Druck:DTP Albersdruck & Druck GmbH & Co. KG, Düsseldorf© 2013Bürger- undPolizeifest 2013GrußworteProgrammArtikelDanksagung39174805/2013/82VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH© 2011Anzeigenverwaltung


GrußwortGute Polizeiarbeit ist keine Einbahnstraße.Gut ausgebildete und engagiertePolizistinnen und Polizisten sind dieeine Seite – aufmerksame Bürger alsBeobachter und Zeugen die andere.Liebe Gäste und Freunde,wir blicken auf eine Jahrzehnte alte Traditionzurück, wenn wir uns dem 64. Bürger-und Polizeifest zuwenden, zu demdie Gewerkschaft der Polizei auch in diesemJahr wieder in die Messe eingeladenhat.Gerne bin ich der Einladung gefolgt.Ich möchte den Anlass nutzen, und michfür das Engagement meiner Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter im bald abgelaufenenJahr 2013 zu bedanken.Zugegeben, im bisherigen Jahr gab esglücklicherweise keine herausragendenund spektakulären Einsätze. Aber auchder polizeiliche Alltag mit seinen vielen,teilweise psychisch belastenden Situationen,hat unsere ganze Kraft gefordert.Gute Polizeiarbeit ist keine Einbahnstraße.Gut ausgebildete und engagierte Polizistinnenund Polizisten sind die eine Seite –aufmerksame Bürger als Beobachter undZeugen die andere.Dieses Erfolgsrezept hat sich auch im Jahr2013 wieder bewährt. Die fruchtbareZusammenarbeit zwischen Bürgerschaftund Polizei hat mit dazu beigetragen, dassIhre und Unsere Stadt Essen das ist wassie ist: eine lebens- und liebenswerte Stadt,in der wir uns sicher fühlen dürfen.Als Polizeipräsidentin begrüße ich es, dasssich Bürger und Polizei im Rahmen desGdP- Festes „außerhalb“ des Dienstes treffenkönnen. Es bietet die Möglichkeit, denanderen privat und persönlich kennen zulernen und miteinander gesellige undfröhliche Stunden zu verbringen.In diesem Sinne wünsche ich uns alleneinen heiteren und entspannten Abend,an den wir uns gerne erinnern werden.Glück auf!Stephania Fischer-WeinsziehrPolizeipräsidentin2


GrußwortDiese Arbeit basiert auf Vertrauen unddieses Vertrauen wird geschaffen undgestärkt, wenn Bürgerschaft und Polizeiein verantwortungsvolles Miteinanderpflegen. In Essen ist das seit langemgute Tradition.Im Namen der Stadt Essen begrüße ichalle Besucherinnen und Besucher aufsHerzlichste zum diesjährigen Fest derGewerkschaft der Polizei (GdP), KreisgruppeEssen/Mülheim.Als „Freund und Helfer“ garantiert diePolizei unseren Schutz und unsere Sicherheit.Im Dienst müssen die Beamtinnenund Beamten stets auf unterschiedlichsteSituationen gefasst sein und riskieren imEinsatz nicht selten Leib und Leben. Fürdiese verantwortungsvolle und oftmalsschwere Arbeit gebührt den Kräften derEssener Polizei meine besondere Hochachtungund unser aller Respekt.Unser Kontakt mit der Polizei beschränktsich nicht jedoch nur auf die Präsenz imalltäglichen Leben. Ein wertvollerBestandteil ihrer Arbeit gehört der Präventionund Aufklärung. Gerade hiersind Polizistinnen und Polizisten auch inunserer Stadt sehr engagiert tätig. DieseArbeit basiert auf Vertrauen und diesesVertrauen wird geschaffen und gestärkt,wenn Bürgerschaft und Polizei ein verantwortungsvollesMiteinander pflegen.In Essen ist das seit langem gute Tradition.Das alljährliche Bürger- und Polizeifestbildet hierbei einen festen Bausteinunseres Miteinanders und ermöglicht, inentspannter Atmosphäre im Gespräch zubleiben.Ich danke allen, die in diesem Jahr an derOrganisation der Veranstaltung mitgewirkthaben. Das Motto „Varieté der GdP“verheißt auf jeden Fall vergnügliche undabwechslungsreiche Stunden. Ich binsicher: Es wird für jeden Geschmack etwasdabei sein.Reinhard PaßOberbürgermeister der Stadt EssenFoto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle Essen3


GrußwortTrotz allem Unverständnis für die Entscheidungenvon Politikerinnen und Politikern,können sich die Bürgerinnenund Bürger in unserer Stadt auf eine gutfunktionierende und professionell agierendePolizei verlassen, die nach wie vorgroßes Vertrauen genießt und so soll esauch bleiben.Liebe Gäste,wenn wir am Ende eines Jahres die Termin-und Veranstaltungsplanung für dasnächste Jahr vornehmen, gibt es einenPunkt über den nicht lange diskutiertwerden muss: das Bürger- und Polizeifest.So freue ich mich, Sie zur 64. Auflageherzlich begrüßen zu dürfen.Wir haben auf Bewährtes gesetzt undpräsentieren Ihnen erneut inZusammenarbeit mit der KünstleragenturRichter Frania das „Varieté der GdP“.Mit dem zusammengestellten Unterhaltungsprogrammhoffen wir IhrenGeschmack getroffen zu haben und würdenuns freuen, wenn wir Sie erneutbegeistern könnten.Zum Gelingen des Festes gehört aufjeden Fall ein zufriedenes Publikum.Oberstes Ziel aller unermüdlichenUnterstützer, Sponsoren und Helfer istes, dies zu erreichen.Zufrieden waren wir als stärksteGewerkschaft innerhalb der Polizei indiesem Jahr nicht mit den Entscheidungender Landesregierung bei den Tarifverhandlungen.Daher gab es völlig neueErscheinungsbilder im Alltag: Richter inihren schwarzen Roben und uniformiertePolizisten demonstrierten gemeinsamgegen Ungerechtigkeiten bei der Übernahmedes Tarifergebnisses für dieBeamtinnen und Beamten bestimmterBesoldungsgruppen. Dieser Protest trafbei vielen Bürgerinnen, Bürgern undMedienvertreten auf Verständnis, dennes gehört zu den Grundsätzen einerfunktionierenden Gesellschaft, dass sichStaatsdiener auf Aussagen der Regierendenverlassen können müssen. Dass diesnicht so ist, hat manchen verstimmt.Trotz allem Unverständnis für die Entscheidungenvon Politikerinnen undPolitikern, können sich die Bürgerinnenund Bürger in unserer Stadt auf eine gutfunktionierende und professionell agierendePolizei verlassen, die nach wie vorgroßes Vertrauen genießt, und so soll esauch bleiben. Dazu kann ein ungezwungenesGespräch in entspannter Atmosphärewie bei unserem Fest beitragen.Für den heutigen Abend wünsche ichIhnen einige gesellige Stunden und vielVergnügen mit unserem „Varieté derGdP“ – und wenn es Ihnen gefallen hat,erzählen Sie es weiter.Heiko MüllerGdP-VorsitzenderKreisgruppe Essen/MülheimFoto: Andreas Edelhoff für photographic ARTWORK ... mein Fotograf4


ProgrammGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe Essen/MülheimProgrammWir wünschen allenBesucherinnen und Besucherndes heutigen Festabends froheStunden in beschwingter undheiterer Atmosphäre.KLAUS RUPPRECHTMODERATIONYURYAKROBATIKKLAUS UND WILLIBAUCHREDNERSHOWROBERT WICKECOMEDY JONGLAGENATALIANIKOLAICHVILIHULA HOOPSARA BENNETTGESANGPETER THIEBES BANDTANZ- UND SHOWBAND5


klaus und williProgrammBauchrednerDer sympathische Künstler begeistert durch seine großeSpontanität im Umgang mit dem Publikum und eine hervorragendeBauchrednerkunst. Mit im Gepäck: Willi, derfrechste Affe Deutschlands!yuryDer in Sibirien geborene Yury lernte an der Circusschule,bevor er mit 21 Jahren als Trapezkünstler zum russischenCircus kam. Zu dieser Zeit entdeckte Yury seine Leidenschaftfür die Kunst der Handstandakrobatik. Was Yuryheute auf der Bühne zeigt, ist mehr als bloße Equilibristik,es ist eine kunstvolle Symbiose von schwerelos wirkendemKraftakt und ästhetisch-artistischer Körperbeherrschung.Mit seinen spielerisch leicht wirkenden,akrobatischen Höchstleistungen begeisterte Yury u. a.schon das Publikum im Pariser Lido.6


ProgrammroBert wickecomedy-Jonglage„Robert Wicke ist ein Kind der Wegwerfgesellschaft – wolltenicht immer nur wegwerfen sondern auch mal auffangen.Jetzt ist er Jongleur, kommt eben mal auf die Bühne und versetztmal eben den Saal in beste Laune“, war einmal in einerAnkündigung zu einer Varietéshow zu lesen. Klingt gut undstimmt auch so weit, dass Robert Wicke meisterlich die Keulenund Kugeln, Bälle und was man ihm sonst noch zuwirft, durchdie Luft wirbeln lässt. Und doch ist Wickes Smartshow mehrals die scheinbare Überwindung der Schwerkraft: Es ist auchComedy und Pantomime, Artistik und Tanz. Vor allem aber istjede Vorstellung eine immer wieder überraschende Mischungaus Akrobatik, Musik und liebenswertem aber nie peinlichemHumor, mit der er seine Zuschauer fesselt und zum Lachen,manchmal aber auch ein bisschen zur gespielten Verzweiflungbringt. Denn jeder Auftritt ist auch immer ein Dialog mitdem Publikum, das Robert Wicke unwiderstehlich in seineKunststücke und Späße einbezieht.natalia nikolaichvilihula-hoop-show7


Programmsara Bennettstimmgewaltiges entertainment.Dieser Name steht für eine atemberaubende Frau,eine ausdrucksstarke Sängerin und eine vielseitigeEntertainerin. Sara Bennett vereint in sich die zweibedeutendsten Elemente des Showbusiness:Eine sensationelle Stimme und eine fantastischeBühnenpräsenz!peter thieBes BandOb mit Party-Oldies, aktuellen Top-Hits, Standard- und Latein-Tanzmusik oder Rock- und Pop-Klassikern – die Peter Thiebes Band, gegründet 1987, hat sich auf unzähligen Veranstaltungen wieGalabällen, Firmenevents und Tanzpartys einen sehr guten Namen gemacht. Sie zeichnet sich ausdurch die Vielseitigkeit der Musikrichtungen, so dass Festteilnehmer mit unterschiedlichstem MusikgeschmackFreude an der Band haben – auch Nicht-Tänzer.8


von Heiko MüllerVilla HügelZum Titelbild:villa hügel– Stammsitz der Familie Krupp und engverbunden mit Krupp-Patriarch Berthold Beitz1873 wurde die Villa Hügel von Alfred Krupp gebaut und ist das ehemaligeWohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie. Sie liegt in einemwunderschönen, 28 Hektar großen Park in Essen-Bredeney. Die Villa hat 269Räume, 8100 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche und liegt über dem Ruhrtal.Vom Baldeneysee aus ist der prächtige Bau zu sehen und strahlt als beeindruckendesMonument. Verwaltet wird die Villa heute durch die KulturstiftungRuhr, die dort regelmäßig Veranstaltungen wie Konzerte oder Ausstellungendurchführt. Außerhalb dieser Events kann sie zu den Öffnungszeiten besichtigtwerden. (Faktenquelle: Wikipedia)„Wie gern hätte ich heute eine Geburtstagsredegehalten…“, so BundespräsidentJoachim Gauck auf der Gedenkfeieranlässlich des Todes von Berthold Beitz inder Villa Hügel am 26. September 2013,dem Geburtstag von Beitz. Vor zahlreichenEhrengästen aus Politik und Wirtschaft,so wie der Familie, würdigte der Bundespräsidentdas Lebenswerk des Verstorbenen.Der schon zu Lebzeiten den Statuseiner Legende habende Beitz war EndeJuli im Alter von 99 Jahren gestorben. AlsDenker und Lenker beim größten deutschenStahlkonzern Thyssen-Krupp warer 60 Jahre Manager. Im Zweiten Weltkriegrettete er vielen Juden das Leben. Miteinem Überlebenden, Jurek Rotenberg,traf er sich im April dieses Jahres, fast 70Jahre nach Kriegsende. Er hatte dendamals 14-jährigen Jungen mit Papierenals Facharbeiter ausgestattet und so voreiner Deportation ins Konzentrationslagerbewahrt. Daraufhin schrieb dieser auchnach Kriegsende seinem „Direktor“ jährlicheGeburtstagsglückwünsche. JurekRotenberg hielt auf der Gedenkfeier ebenfallseine bewegende Rede, wobei er Beitzposthum dankte, denn ohne ihn wäre ernicht mehr am Leben.In seinem Büro, gegenüber der VillaHügel, arbeitete Berthold Beitz bis kurzvor seinem Tod fast arbeitstäglich. AlsKuratoriumschef der mächtigen Kruppstiftunghatte er starken Einfluss auf dasGeschehen im Unternehmen und inEssen.Angefangen hatte Beitz nach seinem Abiturmit einer Banklehre und wechselte dannzur Ölfirma „Shell“, wo er schnellKarriere machte. Während desZweiten Weltkrieges schützte er imbesetzten Polen in seiner Positionmit persönlichem Risiko jüdischeArbeiter vor den Verfolgungendurch die Nationalsozialisten.Zusammen mit seiner Ehefrau Elsebekam er später dafür den Ehrentitel„Gerechter unter den Völkern“, einselten vergebener Titel, verliehen.Ein zufälliges Treffen mit AlfriedKrupp von Bohlen und HalbachBerthold Beitz ✝veränderte recht früh sein Leben. Kruppernannte den ruhrgebietsfremdenManager 1953 zu seinem Generalbevollmächtigen.Nach dessen Tod (1967)übernahm Berthold Beitz den Vorsitzder neu gegründeten Stiftung. Gernwurde er von allen als „der letzteKrupp“ bezeichnet, wobei er selbst ganzbescheiden abwehrte: „Ich bin der letzteBeitz“. (Zitatquelle: WDR Videotext).Herr Beitz war auch gesellschaftspolitischsehr engagiert und hat vielerlei Spuren inder Stadt hinterlassen. So unterstützte erbeispielsweise über die Stiftung im Jahre2009 die Herausgabe der Dokumentation„100 Jahre Polizei Essen“ und war Freundund Förderer des PolizeisportvereinsEssen. Nicht nur die Polizeiarbeit lag ihmam Herzen, sondern vielmehr die Menschenund Verantwortlichen hinter derUniform.Als außergewöhnlichen Menschen werdenwir Berthold Beitz in Erinnerungbehalten und wollen dies mit der Wahlunseres Titelbildes für die diesjährige Festzeitschriftzum Ausdruck bringen.9


Fotos: Andreas EdelhoffRückblick 2012Impressionen vom Bürger- und polizeifest 201210


Fotos: Andreas EdelhoffRückblick 2012Impressionen vom Bürger- und polizeifest 201211


Fotos: Andreas EdelhoffRückblick 2012Impressionen vom Bürger- und polizeifest 201212


Fotos: Andreas EdelhoffRückblick 2012Impressionen vom Bürger- und polizeifest 201213


Fotos: Andreas EdelhoffRückblick 2012Impressionen vom Bürger- und polizeifest 201214


pressto gmbh, KölnRechtwas darf man inseinen vier wänden?Tipps für Nachbarn: Grillen,Lärm und GrundstücksgrenzenStreit unter Nachbarn muss nicht mit einem Mord enden wie im Juli 2010 inKrefeld: Die Polizei wurde gerufen, weil ein Mann den quakenden Frosch aufdem Nachbargrundstück erschossen hatte. Hier einige Tipps zur Rechtslage inHaus, Wohnung und Garten.Erlaubt und verboten inHaus und WohnungWas man in seiner Wohnung, in Haus undGarten tun darf und was nicht, regelt dasNachbarschaftsrecht. Dessen Inhalte sindLändersache und unterscheiden sich deshalbin wichtigen Details. Damit es erstgar nicht so weit kommt, dassdie Polizei eingeschaltet werdenmuss, gibt Ulrich Ropertz,der Pressesprecher des DeutschenMieterbundes (DMB),einige generelle Tipps überRechte und Regeln. Zum Beispielzu einem Klassiker unternachbarschaftlichen Streitthemen:Kinderlärm.Kinderlärm undTreppenhäuserTorsten Schröder/Pixelio.deWer wegen nächtlichem Kindergeschreidie Polizei ruft, hatschlechte Karten: „WeinendeSäuglinge und Kleinkindermüssen die Nachbarn akzeptieren“,erklärt Ulrich Ropertz.Auch das normale Bewegenvon Kindern, Laufen undmanchmal auch Springen undTürenschlagen müssen dieNachbarn dulden. Je älter undvernünftiger die Kinder allerdingswerden, desto mehr kann man auchvon ihnen fordern, dass sie Rücksicht aufdie Nachbarn nehmen und ruhig sind.„Die Eltern stehen in der Verantwortung,dafür zu sorgen, dass die Wohnung nichtals Fußballplatz verwendet wird“, sagtRopertz.Nicht nur bei Geräuschen, auch bei visuellenMaßnahmen muss Rücksicht genommenwerden: Wer in einem Mehrparteienhausden Raum außerhalb seiner gemietetenvier Wände mit einem Bild oder einerTopfpflanze verschönern will, ist auf dasWohlwollen der Nachbarn und des Vermietersangewiesen. Einen Rechtsanspruchdarauf, das gemeinschaftlichgenutzte Treppenhaus nach eigenem Gustodekorieren zu dürfen, gibt es nicht. Entweder,der Vermieter gestaltet denGemeinschaftsraum nach seinen Vorstellungenoder die Mieter stimmen sichuntereinander ab. Anders ist das, besitztman ein eigenes Haus mit eigenem Garten:Wenn einem Nachbarn der japanischeKiesvorgarten oder die Bepflanzung derRabatten nicht gefällt, kann er rechtlichnichts dagegen unternehmen.Tür an Tür mitgiftigen TierenIn den Bundesländern Baden-Württemberg, Brandenburg,Hamburg, Nordrhein-Westfalenund Rheinland-Pfalz dürfenauch gefährliche und giftige Tiereprivat gehalten werden. Hiergibt es bis auf Artenschutzrichtlinienkeine Haltungsbeschränkung.Unabhängig von Tierschutzgesetzenist es mietrechtlichso, dass man den Vermieterdarüber informieren muss,wenn man exotische Tiere haltenwill. „Ich kann nicht einfach einKrokodil in die Badewannelegen, aber ein Kleintier im Terrariumdarf man halten, auchohne dass der Vermieter esweiß“, erklärt Ulrich Ropertz. Eskann also in einigen Bundesländernvorkommen, dass in derNachbarwohnung eine Giftspinneoder Würgeschlange gehaltenwird, ohne dass es der Vermieteroder die Nachbarn wissen.15


RechtGrillen und Sonnenauf dem Balkonwurde noch eine Geruchsbelästigung fürdie Nachbarn gibt.Der Balkon wird nicht nur dazu genutzt,um Würstchen zu brutzeln. Auch lässtsich hier gut ein Sonnenbad nehmen. Obder Anblick nackter Nachbarn einemgefällt oder nicht: „Es gibt keine Kleiderordnungfür den Balkon“, sagt UlrichRopertz. Erlaubt ist die Freikörperkulturdort und im eigenen Garten mietrechtlichschon – solange die Nachbarschaft darankeinen Anstoß nehmen kann und muss.Das heißt: „Wenn der Nachbar sich denHals verrenken muss, um einen dabei zubeobachten, dann ist das sein Problem.Etwas anderes ist es, wenn der Balkon,auf dem man sich nackt präsentiert, zueiner Hauptstraße raus geht und es dortzu Auffahrunfällen kommt.“ Man mussunterscheiden, ob das Sonnenbad denAnsatz von Privatheit hat oder ob es ehereine exhibitionistische Zurschaustellungist. Grundsätzlich geht es niemandenetwas an, wie man sich auf seinem Balkonoder auch in seiner Wohnungbewegt.Laute Musik undrauschende FesteBei Lärmbelästigung macht der Ton dieMusik: „Das Spielen eines Instruments inder Wohnung kann vom Vermieter nichtgänzlich verboten werden: Mieter habendas Recht, etwa zwei Stunden am Tag zumusizieren“, erklärt der Pressesprecherdes Mieterschutzbundes. Dabei gilt dasBetty/Pixelio.deEin heißes Eisen unter Nachbarn ist stetsauch das Grillen mit Kohle – vor allem inMehrfamilienhäusern mit Balkon.„Grundsätzlich darf man auf dem Balkon,der Terrasse und im Garten grillen – es seidenn, es ist ausdrücklich im Mietvertragverboten worden“, erklärt Ulrich Ropertz.Wenn es eine solche Regelung im Mietvertraggibt, zum Beispiel „Grillen mit Holzkohleverboten“, dann gilt dieses Verbotund man muss sich als Mieter daran halten.Sowohl Mieter als auch Wohnungseigentümermüssen zudem das jeweiligeLandesimmissionsschutzgesetz beachten.„Danach ist es eine Ordnungswidrigkeit,wenn Qualm in Nachbarwohnungendringt“, sagt Ropertz. Wenn also der Holzkohlegrillso viel Rauch entwickelt, dasser in Nachbarwohnungen zieht, ist dasverboten. Man darf also nur dann grillen,wenn es weder im Mietvertrag verbotenGebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.Das heißt: Man sollte so leise wie möglichsein. Wenn sich Nachbarn beschwerenund es zu einem Prozess kommt, versuchendie Gerichte, einen Kompromiss zufinden. Ulrich Ropertz weiß, wie diesermeist ausfällt: „In aller Regel geht er dahin,dass man bis zu zwei Stunden täglich aufdem Instrument spielen darf, sich mit den16


Rechtoft wird die polizeigerufen, um beinachbarschaftsstreitigkeitenfür ruhe undordnung zu sorgen.Spielzeiten aber an den Lebensgewohnheitendes Nachbarn orientiert.“ Dasbedeutet: Geübt wird bestenfalls dann,wenn der Nachbar nicht da ist, weil er zumBeispiel arbeitet.Weniger Freiheiten haben die Fans vonelektronischen Klängen: Hier kann undsollte man an seiner Musikanlage eineLautstärke einstellen, die auch für dieNachbarn verträglich ist. Bei lauter Musikgilt das gleiche wie beim Geräuschpegelvon Feiern: „Bis 22 Uhr ist das grundsätzlicherlaubt, danach gilt die Nachtruhe“,sagt Ropertz. Dann darf nur noch in geringerLautstärke gefeiert werden, elektrischeGeräte dürfen nur noch in Zimmerlautstärkebetrieben werden. Das bedeutet: Inder Nachbarwohnung darf so gut wienichts mehr davon zu hören sein. EinenUmkehrschluss kann aus der Nachtruheregelungallerdings nicht abgeleitet werden:„Man kann nicht bis 22 Uhr lärmen,auch hier gilt das Gebot der gegenseitigenRücksichtnahme“, erklärt Ulrich Ropertz.Eine bundesweit einheitlich geregeltegesetzliche Mittagsruhe gibt es nicht mehr,aber sehr wohl viele kommunale Verordnungen,an die sich der Mieter auch zuhalten haben. In manchen Mietverträgenist die Mittagsruhe noch für die Zeit zwischen12 und 15 Uhr vermerkt.Bäume, Teiche,GrundstücksgrenzenÄste, die vom Nebengrundstück bis überden eigenen Garten wachsen, können zumStreitpunkt zwischen Nachbarn werden.Wie nah an die Grundstücksgrenze Sträucher,Bäume und Hecken reichen dürfen,ist in den Nachbarschaftsgesetzen der Länderund in den Landesbauordnungenunter dem Stichwort „Grenzbebauung“genau geregelt. „Es gibt Fristen, bis wannich mich dagegen wehren muss, das istsehr unterschiedlich“, erklärt Ropertz.Eines darf ein Nachbar, egal in welchemBundesland, aber auf keinen Fall tun: sichin irgendeiner Form selbst am Baum seinesNachbarn zu schaffen machen, dessenÄste bis auf das eigene Grundstück reichen.Aber er kann gegebenenfallsAnsprüche auf einen Rückschnitt der Ästegeltend machen.Im eigenen Garten sollte man vor allemdarauf achten, den Teich ausreichend zusichern. Wer ein Gewässer auf seinemGrundstück hat, muss alle Vorkehrungentreffen, dass dort nichts passieren kann.Bedeutet in der Praxis: Den Teich oder dasgesamte Grundstück einzäunen unddamit Kindern unzugänglich machen.Streitschlichtung amGartenzaunGeraten Nachbarn in Streit, sollten sieerst einmal versuchen, die Meinungsverschiedenheitmit einem klärendenGespräch aus der Welt zu räumen, rätUlrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.„Jeder sollte sich erst einmal informieren,wie die Rechtslage ist, damit ernicht mit irgendeinem Irrglauben auf denNachbarn losgeht.“ Kann keine Einigungerzielt werden, können sich die Nachbarnan Schiedsstellen oder Mediatorenwenden. Das Problem dabei: Beide Parteienmüssen sich dazu bereit erklären –was bei zerstrittenen Nachbarn nicht einfachist. „Die Polizei zu rufen, ist auf derEskalationsstufe schon relativ hoch angesiedelt“;sagt Ropertz. Danach werdenkaum noch Friede und Freundschaft imNachbarschaftsverhältnis eintreten.Gegenseitige Rücksichtnahme undgemeinsam geschmiedete Kompromissehelfen also, jahrzehntelangen Nachbarschaftsfehdenvorzubeugen. Schon derDichter Friedrich Schiller wusste: „Eskann der Frömmste nicht in Friedenleben, wenn es dem bösen Nachbar nichtgefällt.“ (ks)choroba/Fotolia.com17


pressto GmbH, KölnGefährliches Spielzeugvorsicht, spielzeug!Nicht immer sind Plüschtiere & Co. so harmloswie sie scheinenWer Spielzeug kauft, will Freude bereiten. Doch nicht immer ist es gut, die Entscheidungfür Puppe, Jo-Jo, Kinderlampe oder Puzzle-Matte nur dem Bauch zuüberlassen. Denn leider ist bei weitem nicht alles, was in Spielwarenabteilungenfür die kleinsten Verbraucher bereitgehalten wird, auch gesundheitlichunbedenklich. Ein Blick auf Gütesiegel, der bewusste Einsatz aller Sinne undeine Dosis klarer Menschenverstand können dabei helfen, eine sichere Kaufentscheidungzu treffen.Wenn irgendwo in Europa ein gefährlichesProdukt bekannt wird, dann wirdüber das EU-Netzwerk „RAPEX“ Alarmgeschlagen. Rund 2.000 Mal war dasin der letzten veröffentlichenJahresstatistik (2011) der Fall.Und in jedem fünften Fallwurde gefährlichesSpielzeug beanstandet.Denn in Deutschlandund ganz Europa gelteneigentlich strengeRegeln, dieFoto: Britta Laser/Fotolia.comdie Kleinsten vor Schadstoffen und riskantenGegenständen im Spielzimmer bewahrensollen. Doch die Kluftzwischen dem Soll- unddem Ist-Zustand istbeträchtlich.Erstickungsgefahrund HautausschlägeZwei verschiedene Arten von Gefahrenkönnen von Spielzeug ausgehen: physikalische,also Risiken, die durch einzelneBestandteile entstehen, und chemische,also Belastungen durch schädliche Stoffe.Bei den Bestandteilen sind es vor allemablösbare Kleinteile, die den VerbraucherschützernKopfschmerzen bereiten.„Immer wieder geraten etwa kleine Magnetenin die Diskussion, die zur Befestigungauf Spieloberflächen verwendet werden“,weiß Dr. Rolf Buschmann, Chemikerbei der Verbraucherzentrale NRW (VZ-NRW) in Düsseldorf. „Wenn die verschlucktwerden, stellen sie ein ganzbesonders hohes Risiko dar.“ Denn diephthalate – immer nochgefährlichum spielzeug aus pvc weich zumachen, müssen spezielle stoffezugesetzt werden. in der vergangenheitwurden dazu oft sogenannte„phthalate“ eingesetzt. viele dieserstoffe weisen allerdings gefährlichenebenwirkungen auf, sie wirken wiehormone oder schädigen organe.daher ist eine reihe von phthalatenmittlerweile in der spielzeugherstellungverboten. die produzenten verwendenstattdessen ersatzstoffe oderandere, weichere kunststoffe. allerdingswerden vor allem bei Billigimportenaus Fernost immer wiederwaren sichergestellt, die die gefährlichenweichmacher enthalten. dieverbraucherzentralen empfehlen,auf die hinweise „pvc-frei“ oder„phthalat-frei“ zu achten und Billigproduktewie etwa automatenspielzeuggenerell zu meiden.18


Gefährliches SpielzeugMagnete können im Körper aneinanderhaftenund dadurch schwere innere Verletzungenhervorrufen. Aber auch ganzgroße Spielwaren können Probleme darstellen.So können etwa Trampoline, dieim Garten aufgestellt werden, mit der Zeitbrüchig und durchaus gefährlich werden,warnt der Physiker Dr. Peter Wienecke,Experte beim bayerischen Landesamt fürGesundheit und Lebensmittelsicherheit.„Wenn die Netze durch die UV-Strahlungder Sonne altern, können Kinder vomTrampolin stürzen“. Bei den chemischenGefahren warnen die Verbraucherschützeram lautesten vor den Phthalaten, das sindspezielle Weichmacher.„GS“ oder „CE“?Was also kann der Verbraucher selbst tun,wenn es die Behörden nicht schaffen, denSpielzeugmarkt sauber zu halten? Einemögliche Richtschnur bei der Auswahlvon Geschenken für die lieben Kleinensind Gütesiegel. Doch auch da ist nichtjedes von gleicher Qualität: So verpflichtensich die Hersteller von Spielzeug durchdas Anbringen des „CE“-Zeichens zwardazu, alle deutschen und europäischenNormen einzuhalten. Aber Vorsicht: „DasCE-Zeichen wird vom Hersteller selbstohne externe Prüfung auf dem Produktangebracht, das reicht nicht aus“, kritisiertVerbraucherschützer Buschmann. Einhöheres Sicherheitslevel bestätigt da schondas „GS“-Zeichen, das für „GeprüfteSicherheit“ steht. „Da kann man daraufvertrauen, dass das Produkt von einerdafür zuständigen unabhängigen Prüfstellekontrolliert wurde“, versichert der bayerischeProduktprüfer Peter Wienecke.Schließlich ist das GS-Zeichen auch daseinzige, das gesetzlich vorgegeben ist undim Produktsicherheitsgesetz genanntwird. Seit 1977 wird durch diese Gütesiegelbestätigt, dass das Produkt den sicherheitstechnischenAnsprüchen genügt. DiePrüfer achten aber auch darauf, dass dieFertigung so gestaltet ist, dass das auf Dauerso bleibt – jedenfalls für die nächstenfünf Jahre.Auch das „VDE“-Zeichen, das vom Verbandder Elektrotechnik, Elektronik undInformationstechnik vergeben wird, zieltauf die Produktsicherheit ab. Geprüft wirdhier die elektronische Sicherheit bei sachgemäßemVerbrauch.Darüber hinaus gibt es aber noch eineganze Reihe weiterer Gütesiegel, die ganzandere Kriterien als die Produktsicherheitin den Vordergrund stellen. So wird bei„Spiel gut“ oder „Spiel des Jahres“ vorallem der pädagogische Wert beurteilt,während etwa bei „Fair-spielt“ gute sozialeBedingungen bei der Produktion imVordergrund stehen. All diese Punktewerden bei der Vergabe des CE- oder GS-Zeichens oder des VDE-Labels in keinerWeise berücksichtigt, hier dreht sich allesnur um die Produktsicherheit im engerenSinn.Schauen, riechen – und essich erklären lassenEs gibt aber noch eine viel simplere Anregung,die Rolf Buschmann von der VZ-NRW für den Kauf von Spielzeug gibt:„Man sollte den klaren Menschenverstandeinsetzen!“ Wer ein Geschenk aussucht,hat dabei immer ein bestimmtes Kind vorAugen. Dann hilft es, wenn man das Spielzeugeinfach in die Hand nimmt oder essich in seiner Funktionsweise vorführenlässt, und überlegt, ob es für genau diesesKind auch tatsächlich geeignet ist. Wennman etwa einem unter Dreijährigen eineFreude machen will, so sollten keine kleinen,abreissbaren und damit leicht verschluckbarenTeile oder scharfe Kantenerkennbar sein. Und wenn Produkte wieSpielteppiche, Kinderschminke oder Kneteauffällig oder gar übel riechen, dannsollte man darauf verzichten – sie könntenungesunde Weichmacher oder Formaldehydenthalten. Es lohnt sich aber auch, zukontrollieren, ob eine möglichst ausführlichedeutschsprachige Bedienungsanleitungvorhanden ist und ob der Herstellermit Anschrift genannt ist. Dass vielegefährliche Produkte aus Fernost kommen,sollte, so die Verbraucherschützer,aber nicht als pauschale Warnung vor exotischenWaren interpretiert werden. „AusFernost kommt nicht nur gesundheitsgefährdendesSpielzeug. Auch bei diesenWaren gibt es Qualitätsunterschiede, diesich oft im Preis widerspiegeln“ stellt RolfBuschmann klar.Foto: www.mev.de19


pressto gmbh, KölnRechtnachbarschaftshilfe,gefälligkeit oderschwarzarbeit?Wer den Unterschiednichtkennt, kann sichstrafbar machenSchwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt,sondern wird in schweren Fällenmit bis zu fünf Jahren Haft bestraft.Doch wo hört eine Gefälligkeit oderNachbarschaftshilfe auf – und wofängt Schwarzarbeit an?Hannelore P. ist gelernte Friseurin undderzeit arbeitslos. Sie bezieht Arbeitslosengeld.Um sich noch etwas Geld „nebenher“zu verdienen, schneidet sie in ihrerWohnung Freunden, Bekannten undNachbarn die Haare. Nach und nachspricht sich ihre günstige Dienstleistungherum und ihr Kundenstamm wird immergrößer. Mittlerweile kann sie von demzusätzlich verdienten Geld sogar ganz gutleben. Einem Nachbarn aus dem Hausgegenüber fällt der rege Kundenverkehrbei Frau P. jedoch auf und er informiertdie Handwerkskammer über seinen Verdacht,dass Frau P. schwarz arbeitet.Im Fall von Frau P. handelt es sich eindeutigum Schwarzarbeit. Sie hat auf der einenSeite kein Gewerbe für ihre Tätigkeit angemeldetund somit auch keine Steuernabgeführt. Auf der anderen Seite hat siezusätzlich einen so genannten Leistungsbetrugbegangen, da sie Arbeitslosengeldbezogen, ihre Nebentätigkeit aber bei derAgentur für Arbeit nicht angemeldet hat.Ihr droht nun eine empfindliche Strafe, dienicht nur zu einem Bußgeld, sondern auchzu einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahrenführen kann.Thilo Trautwein von der HandwerkskammerRegion Stuttgart ist unter anderemfür den Bereich Schwarzarbeit und unerlaubteHandwerksausübung zuständig.Er kennt die Ausreden der Schwarzarbeiter:„Viele behaupten, sie hätten für ihreLeistungen kein Geld bekommen oderdass sie einem Freund aushelfen. Je nachSachlage ist es gar nicht so einfach, nachzuweisen,ob eine Leistung zum Beispielim Rahmen der Nachbarschaftshilfeerbracht wurde oder ob es sich tatsächlichum Schwarzarbeit gehandelt hat. DennChristian Jung/Fotolia.com20


Rechtnicht jede Tätigkeit fällt unbedingt in denBereich der Schwarzarbeit.“Gefälligkeiten undNachbarschaftshilfeBei so genannten Gefälligkeitsleistungen,die unentgeltlich, aufgrund von persönlichemEntgegenkommen erbracht werden,handelt es sich beispielsweise nicht umSchwarzarbeit. Ebenso wenig Schwarzarbeitist die Nachbarschaftshilfe, eineunentgeltliche Unterstützung innerhalbder Verwandtschaft, Nachbarschaft, desFreundeskreises, eines Vereins oder einerörtlichen Gesellschaft. „Ganz wichtig istdabei, dass die Tätigkeit keinesfalls derGewinnerzielung dient, das heißt, sie darfnicht regelmäßig und allerhöchstensgegen ein geringes Entgelt ausgeführt werden“,erklärt der Experte. „Sobald eineNachbar helfen, den Sturmschaden an seinemDach zu reparieren, handelt es nichtum Schwarzarbeit – auch dann nicht,wenn Ihnen der Nachbar als Dankeschöneine Kiste Wein schenkt. „Ein geringes Entgelt,das quasi als Entschädigung oderkleines Dankeschön bezahlt wird odereine kleine Entlohnung in Form von Naturaliengeht in solch einem Fall absolut inOrdnung“, erklärt Thilo Trautwein.Bei der Nachbarschaftshilfe muss einegewisse räumliche oder persönliche Nähebestehen. Zusätzlich basiert sie auf Gegenseitigkeit,also auf gegenseitiger Unterstützung.Dabei darf zwischen den Parteienkein Vertrag bestehen. Wenn Sie einemNachbarn den Zaun streichen und diesertapeziert Ihnen im Gegenzug das Wohnzimmer,ist dies Nachbarschaftshilfe. Auchwenn ein Nachbar Ihnen die Fliesen imBad verlegt und Sie ihm dafür die Küchestreichen, handelt es sich um Nachbarschaftshilfe.„Problematisch wird es erstdann, wenn eine Bezahlung stattfindetund die Arbeit nicht angemeldet wird“,warnt der Experte. Wenn etwa ein Elektrikernach Feierabend oder am Wochenendedie elektrischen Leitungen in IhremHaus neu verlegt und dafür bezahlt wird,muss er diese Tätigkeit anmelden – sonsthandelt es sich um Schwarzarbeit.Aber nicht nur derjenige, der die Arbeitausführt, kann dafür belangt werden.Auch der Auftraggeber ist zu einer sogenannten „gesteigerten Erkundungspflicht“verpflichtet. Jeder, der eine Tätigkeitvergibt, muss sich darum bemühen,zu erfahren, ob bei dem Beauftragten allesmit rechten Dingen zugeht. Er muss gegebenenfallsErkundigungen einholen undsich versichern, dass die beauftragte Personnicht schwarz arbeitet – „Das habe ichnicht gewusst“ gilt in diesem Fall nicht alsAusrede. Außerdem haben auch Privatpersonendie Pflicht, Handwerkerrechnungenzwei Jahre lang aufzubewahren.Sollte es zu einer Kontrolle kommen, müssendiese Rechnungen vorgezeigt werden.Seit dem Jahr 2009 können Lohnkostenvon Handwerkern jedoch bis zu einembestimmten Betrag von der Steuer abgesetztwerden.ChecklisteNachbarschaftshilfeUm Nachbarschaftshilfe handelt es sichdann, wenn die geleisteten Arbeiten• von Personen aus dem näheren Umfeldwie etwa Verwandten, Freundenoder Nachbarn erbracht werden.• auf gegenseitiger Unterstützungberuhen.• unentgeltlich oder nur gegen eingeringes Entgelt erbracht werden.ChecklisteHandwerksarbeitenDan Race/Fotolia.comgewisse Gewerbsmäßigkeit vorliegt, handeltes sich um Schwarzarbeit.“Gefälligkeiten sind Leistungen, die imRahmen üblicher gesellschaftlicherGepflogenheiten oder in Notfällenerbracht werden: Wenn Sie beispielsweisejemandem helfen, sein Auto abzuschleppen,die tropfende Heizung eines Nachbarsabdichten oder einer Bekannten, dieihren Wohnungsschlüssel verloren hat,helfen, die Tür zu öffnen, handelt es sichdabei um eine Gefälligkeit und nicht umSchwarzarbeit. Auch wenn Sie einemWenn Sie handwerkliche Arbeitenverrichten lassen,• orientieren Sie sich an vernünftigenPreisvorstellungen. Arbeiten, die zuDumpingpreisen angeboten werden,werden häufig „schwarz“ erledigt.• bedenken Sie: Sie machen sich selbststrafbar, wenn sie Schwarzarbeiterbeschäftigen. Außerdem haben Siekeinen Anspruch auf Gewährleistung,wenn die Arbeiten schwarz erbrachtwerden.• achten Sie darauf, dass der beauftragteHandwerker in seinem Berufqualifiziert ist und sein Gewerbe angemeldethat. Lassen Sie sich ggf. denGesellen- oder Meisterbrief zeigen.• lassen Sie nur auf Rechnung arbeiten.Sie sind dazu verpflichtet, Handwerkerrechnungenzwei Jahre langaufzubewahren.21


pressto gmbh, KölnOnline-GeschäfteBankgeschäfte undeinkaufen im netzDas bequeme Shoppen und Banken von Zuhauseoder unterwegs birgt SicherheitsrisikenKeine Parkplatzprobleme, eine freie Zeiteinteilung, keine Warteschlange undschon gar kein Ladenschluss: Einkaufen im Internet und Online-Banking sindbei den Verbrauchern mittlerweile sehr beliebt. Ob Bücher, Elektronik, Möbeloder gar Medikamente – im Netz gibt es inzwischen so gut wie alles zukaufen. Geliefert wird bequem nach Hause. Und bei der Gelegenheit wirdgleich noch online der Kontostand überprüft und eine Überweisung getätigt.Trotz aller Vorteile gilt es, bei Bankgeschäften und Einkäufen im Internet dieSicherheitsrisiken nicht außer Acht zu lassen.Online-Banking boomtOnline-Banking ist in Deutschland eineErfolgsgeschichte. Der BundesverbandInformationswirtschaft, Telekommunikationund neue Medien e.V. Bitkomhttp://www.bitkom.org/ vermeldeteEnde 2011, dass bereits jeder zweite Internetnutzerschon einmal Finanztransaktionenonline durchgeführt habe. „Bankingund andere Finanzgeschäfte haben sich alsTeil der Internetökonomie fest etabliert“,so Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.creativcollection Verlag GmbHentspannen statt schlange stehen –online-einkäufe werden oft alserholsame abwechslung gesehen.22


Online-GeschäfteBesonders intensiv nutzen Frauen dasOnline-Banking. Nur Menschen im Altervon über 65 Jahren sind dabei noch eherzurückhaltend.Sicherheitstechniken beimOnline-BankingDas Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnikhat auf seiner Webseite diewichtigsten Sicherheitshinweise für dasAbwickeln von Internetgeschäftenzusammengestellt. Hier ein Überblick:• Die Zugangsdaten sollten sorgfältiggewählt und besonders vertraulichbehandelt werden.• Die Kommunikation beim Online-Banking muss verschlüsselt erfolgen –eine solche sichere Verbindung istaktiv, wenn am Beginn des Texts inder Browserzeile „https“ zu lesen ist.• Wer über WLAN Internetbankingbetreibt, muss diese Verbindung ebenfallsverschlüsseln.• Geben Sie die Adresse Ihrer Bankjedes Mal von Neuem über dieTastatur ein – so verhindern Sie, dassIhnen falsche Links untergejubeltwerden, die Sie auf betrügerischeWebseiten umleiten.• Betreiben Sie Online-Banking nievon fremden Geräten aus, etwa überInternet-Cafés.• Setzen Sie gemeinsam mit IhrerBank ein Limit für tägliche Geldbewegungenauf Ihrem Konto viaOnline-Banking fest und überprüfenSie Ihren Kontostand regelmäßig.• Reagieren Sie nicht auf dubiose Mails,in denen Sie zur Eingabe von PIN,TAN oder Kontonummer aufgefordertwerden.• Geben Sie Ihre Bankverbindung nurvertrauenswürdigen Partnern bekannt,prüfen Sie gegebenenfalls dieBewertungen von Verkäufern aufOnline-Plattformen.• Sperren Sie Ihren Internet-Banking-Zugang, wenn Sie verdächtigeBewegungen feststellen.Einkaufen im InternetOnline-Shopping ist bei den Verbrauchernmindestens ebenso beliebt wie Bankgeschäfteim Internet. Nach Angaben desBundesverbands des deutschen Versandhandelsbvh wurden allein im Weihnachtsgeschäft2011 Einkäufe im Wert von 4,4Milliarden Euro über E-Commerce abgewickelt.Das entspricht einem Plus von 22Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraumim Jahr 2010.Doch wie beim Online-Banking spielt auchhier das Thema Sicherheit für die Kundeneine große Rolle. Schließlich müssen siebei der Bezahlung ihre persönlichen Datenpreisgeben.Die herkömmlichen Zahlungsmethodensind auch im beim Online-Shopping weitverbreitet, etwa das Lastschriftverfahrenund Zahlungen mit EC-Karte oder Kreditkarte.Ganz wichtig: Zur Bezahlung müssenKonto- oder Kreditkartendaten übereine sichere Verbindung übertragen werden.Diese SSL-Verbindung ist genau wiebeim Online-Banking erkennbar an denBuchstaben „https“ in der Adresse derWebseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbolim Browser. Das größte Sicherheitsrisikoim Online-Shopping sindSchadprogramme auf PC oder Laptop.Gegen Datenklau helfen hier ein ständigaktuelles Virenprogramm, eine persönlicheFirewall und regelmäßige Sicherheitsupdates.Reine InternetbezahlsystemeNeben den klassischen Zahlungsartengibt es eine ganze Reihe eigens für denOnline-Kauf entwickelter Zahlungsmethoden.Prepaid-Karten für den Internet-Einkauf etwa funktionieren nach demgleichen Prinzip wie Telefonwertkarten.Der Benutzer rubbelt zunächst einen PIN-Code auf einer Wertkarte frei. Über dieInternetseite des Kartenanbieters kann erdann mit dem PIN auf das Guthabenzugreifen. Als zusätzliche Sicherheit wirdder PIN-Code noch mit einem persönlichenPasswort geschützt. WeitereBezahlverfahren, die speziell für dasInternet entwickelt wurden, sind beispielsweisePayPal, giropay und ClickandBuy.Von ihnen ist PayPal – nichtzuletzt durch seine Anwendung beimOnline-Auktionshaus Ebay – inzwischendie auch international am meisten etablierteBezahlmethode. Für alle dreiBezahlsysteme werden pro TransaktionGebühren fällig, die sich meist nach demgetätigten Umsatz richten. Allen gemeinsamist zusätzlich der Vorteil, dass nichtbei jeder Transaktion sämtliche Bankdatenangegeben werden müssen. Ein weitererVorteil gegenüber klassischenBezahlverfahren ist ihre Schnelligkeit. DieWartezeiten bis zum Geldeingang fallenweitestgehend weg.Sicherheitsmaßnahmenmachen sich bezahltLasse Kristensen/Fotolia.comEgal welches Online-Bezahlverfahrengenutzt wird: Beim Online-Kauf gelten dieselben Schutz- und Vorsichtsmaßnahmenwie beim Online-Banking. Die goldeneRegel ist: Wer mehr Zeit in die Sicherheitseines PC und in die Prüfung der Online-Anbieter investiert, hat umso mehr Freudean erfolgreichen Geschäften im Netz!23


pressto gmbh, KölnNachbarschaftshilfegegenseitig hilfe leistenSenioren profitieren von NachbarschaftshilfeDie meisten Senioren machen früher oder später die Erfahrung, dass sie dieverschiedenen Aufgaben des Alltags wie Einkaufen oder Gartenarbeit nichtmehr im gewohnten Maße allein bewältigen können. Wenn dann die eigenenAngehörigen nicht unterstützend eingreifen können oder wollen, lohnt es sichfür Senioren, lokale Angebote zur Nachbarschaftshilfe zu prüfen.Überall in Deutschland haben sich inStadtvierteln und Gemeinden Menschenzusammengeschlossen, um sich gegenseitigunter die Arme zu greifen. Je nach Mitgliederanzahlund wirtschaftlichen Möglichkeitenvariieren die Angebote der Vereineu. a. von der gegenseitigen Unterstützungbei Einkäufen, Amtsgängen oderleichten handwerklichen Arbeiten bis hinzu gemeinsamen Freizeitaktivitäten.Besonders attraktiv sind solche Angebotefür ältere Personen, die allein leben undsich mehr Kontakte wünschen, aber auchfür Alleinerziehende oder Personen mitKrankheiten oder Behinderungen.Sicherheit im eigenen Haus, Wohnblockund Stadtviertel. Zentraler Punkt dabeiist die Aufmerksamkeit für das, was aufder Straße oder im Hausflur passiert.Damit ist nicht das Ausspionieren andererPersonen gemeint, sondern einebesondere Achtsamkeit gegenüber auffälligenund verdächtigen Verhaltensweisenunbekannter Personen. Ein Beispielkönnten auf dem Grundstück herumstreifendeFremde sein, die nacheinanderbei verschiedenen Wohnungen klingeln.Sicherheit der Nachbarn leisten. Damitunter Nachbarn ein Klima gegenseitigerVerantwortung entsteht, ist die Abstimmungzwischen den unterschiedlichenParteien sehr wichtig. Die Polizei rät dazu,Telefonnummern untereinander auszutauschen,Erreichbarkeiten abzuklärenund sich gegenseitig über längere Abwesenheitenzu informieren.Mögliche Anzeichen füreinen geplanten oderdurchgeführten Einbruch:• Unbekannte Personen klingeln mehrmalsan unterschiedlichen Türen underkunden die Umgebung – vielleichtsuchen hier Kriminelle eine verlasseneWohnung.Dialog suchen undaufmerksam seinDas Prinzip der Nachbarschaftshilfe bietetfür alle Beteiligten eine Reihe von Vorteilen:So können Senioren von der Entlastungbei Alltagsaufgaben wie beispielsweisedem Herausstellen der Mülltonnenoder der Entsorgung von Leergut durchjüngere Nachbarn profitieren. Auf deranderen Seite können die Senioren aufgrundihrer Lebenserfahrung die jüngerenin schwierigen Situationen mit Tipps undRatschlägen unterstützen oder sich imUrlaub um Blumen und Briefkästen derNachbarn kümmern. Ein wichtigerAspekt im Rahmen der Nachbarschaftshilfeist aber insbesondere der Schutz vorKriminalität.Wer Nachbarn nicht nur als Menschenvon nebenan begreift, sondern gezieltden Dialog sucht und ein gegenseitigesVerantwortungsbewusstsein entwickelt,legt den Grundstein für eine höhereVielleicht wollen Straftäter feststellen, objemand zuhause ist.Gegenseitige Fürsorge in Form von gesteigerterAufmerksamkeit erhöht die Sicherheitin der Nachbarschaft, weil bei einemNotfall wie einem Einbruch fast immerein Nachbar in der Nähe ist, während diePolizei nicht überall gleichzeitig seinkann. Gerade Rentner und Senioren sindoft zuhause, wenn berufstätige Nachbarnarbeiten. Durch ihre Aufmerksamkeitkönnen sie einen wertvollen Beitrag zur• Autos mit auswärtigen Nummernschildernfahren mehrmals in langsamenTempo die Wohnsiedlung ab –vielleicht kundschaften Kriminellegerade ein lohnendes Objekt aus.• Fensterscheiben in der Nachbarschaftzerspringen oder Holz splittert imFlur – eine Wohnung könnte aufgebrochenworden sein.• In der Nachbarschaft schlägt eineAlarmanlage an – ein Einbrecherkönnte den Alarm ausgelöst haben.Gina Sanders/Fotolia.com24


DanksagungVIELENwww.VDPolizei.deDANK!Liebe Inserenten!Mit der Beteiligung an der Festschrift anlässlich unseres Polizeifesteshaben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür sehr herzlich!Liebe Leser!Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrernächsten Disposition.IhreGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe Essen/Mülheim25

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