Container | Trailer | Logistik

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Container | Trailer | Logistik

ConTraiLo – Container, Trailer, Logistik Mai 2011

www.contrailo.de

NL € 4,–; L € 4,–; DK dkr. 29,79; A € 4,–; B € 4,–; CH sfr 5,86; D € 4,– 23. Jahrgang Mai 2011 73713

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Container | Trailer | Logistik

K&H Verlags-GmbH, Wilhelm-Giese-Straße 26, 27616 Beverstedt

Postvertriebsstück, DPAG, 73713, Entgelt bezahlt


INHALT

Editorial

3 Innovativ und leistungsstark

Tipps & Trends

6 Zusammenarbeit vereinbart

8 Praxis trifft Hochschule

46 Dialog an der Weser

Container

10 Boxen unter Verdacht

16 Raum für Energiesparer

Hamburger Hafen

18 Mehr Bewegung durch

das „Tor zur Welt“

22 Standard nach Maß

24 Logistisches Urgestein

26 Hamburger Pyramiden

30 GL ...zwei Buchstaben

für Sicherheit

36 Mit traditionsreichen Wurzeln

38 Mit LaSi-Spezialisten

im Gespräch

40 Drachen über der Nordsee

Terminals International

50 Wiederaufbau der Seidenstraße

Schiffbau

52 „Wäsche“ für Schiffsabgase

transport logistic

54 Perspektive für mehr

56 Neu am Kanal

58 Feuchtigkeits-Sammler

60 Direkter Express

4/2011

62 Mit logistischem Dreierlei

64 Aktiver Austausch

66 Nordlicht im Süden zu Gast

68 Schweizerischer Stammplatz

70 Inka passt Preise an

CeMAT

72 Brücken für Ladung

74 Nach der Premiere

Schiene

76 Wachsende Klima-Bilanz

Verladetechnik

78 Mobile Kraft fürs Inland

80 Wie geschmiert

81 Impressum

Mehr Bewegung durch

das „Tor zur Welt“ S. 18

Etwa 70 Seemeilen liegt der Hamburger Hafen von der

Nordsee entfernt – der Seehafen an der Elbe hat sich

in seiner mehr als 800 Jahre alten Geschichte nicht nur

zu einem der bedeutendsten Häfen Europas entwickelt.


GL ...zwei Buchstaben

für Sicherheit S. 30

Der Germanische Lloyd (GL) hat sich seit

mehr als 140 Jahren der Sicherung von

menschlichem Leben und Gütern auf See

verschrieben. Eine Aufgabe, die auch

im Containerzeitalter bedeutend ist.

Drachen über der Nordsee S. 40

Wind als Schiffsantrieb ist keine Neuheit, sondern hatte

über Jahrhunderte hinweg mit der Zeit der Segelschiffe seine

ganz eigene Dynamik. Inzwischen schreibt die alternative Energiequelle

mit den Zugdrachen der Hamburger SkySails GmbH & Co. KG wieder

eine ganz neue Geschichte für die moderne Fracht-Schiff-Fahrt.

S. 54

transport logistic

Der Countdown läuft – in wenigen

Tagen öffnet die internationale

Fachmesse transport logistic

in München wieder ihre Tore.

Lesen Sie schon jetzt, welche

News und Highlights Sie an verschiedenen

Messeständen in

diesem Jahr erwarten.


Echte Teams: Zollarbeit ist ein Zusammenspiel

aus modernen Techniken, erfahrenen Zollbeamten

und vierbeinigen Spürnasen wie Robby.

BOXEN

unter Verdacht

Porträt. Die Fahndung nach Schmugglern, Fälschern

und Co. scheint in Anbetracht von 4,1 Mrd. t

transportierten Gütern im Jahr 2010 wie die

sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Doch die Zollbeamten beweisen Tag für Tag

beachtliches Gespür – und wie in Bremerhaven

sind sie dabei nicht allein auf sich gestellt.

Freiheitsstrafen über 4678 Jahre und 4,5 Mio. Euro

Geldstrafen – dies sind nur zwei Zahlen aus der Jahresbilanz

2010 des Zollfahndungsdienstes. Das heutige

Aufgabenspektrum der Zollverwaltung reicht dabei

weit über die bekannten Kontrollen hinaus. Beispielsweise

nahm der Zoll mit rund 112 Mrd. Euro in 2010

etwa die Hälfte der Steuereinnahmen des Bundes ein.

Die klassischen Säulen der Zollarbeit sind nach wie vor

Kontrollen im Inland und an den Grenzen und zwar zu

Lande ebenso wie auf dem Wasser. Im Visier der Fahnder:

Schmuggler und Fälscher – und damit auch Container aus

dem internationalen Warenverkehr. So auch bei einem

spektakulären Fall des vergangenen Jahres, bei denen

die Spurensuche im Seehafen Bremerhaven begann.

Risikoorientierte Kontrolle

Die graue Halle der Containerprüfanlage

(CPA) am Zolltor Weddewarden macht einen

unscheinbaren Eindruck. Doch am

Ladetor steht einer von zwei Containern,

die es in sich haben: und zwar

18 Mio. Schmuggelzigaretten. Das

augenscheinliche Bild hinter den

geöffneten Containertüren wirkt

unauffällig: Braune Kartons

auf Paletten. Bei knapp fünf


Arbeitsschutz: Ein

Schadstoffmessgerät

hilft den

Zollbeamten.

Mobile Helfer: Das HZA Bremen

arbeitet auch mit einer mobilen

Röntgenanlage.

12 ConTraiLo 4/2011

Mio. umgeschlagenen Boxen in Bremerhaven hätten die

Container durchaus Chancen gehabt unentdeckt weiter

zu reisen. In Abfertigungszahlen ausgedrückt bedeutete

das rund 5000 Einfuhr-, Ausfuhr- und Versandzollmeldungen,

die beim ZA Bremerhaven täglich zu bearbeiten

waren. Bei seiner Arbeit unterstützen den Zoll neben der

eigenen Erfahrung auch eine EDV-gestützte Risikoanalyse

aus Münster sowie lokale Erkenntnisse. Doch am Tag vor

Weihnachten fiel den Bremerhavener Zollbeamten ein

Container aus China auf und lotsten ihn zur CPA. Hier

durchleuchten die Bremerhavener Zöllner und Zöllnerinnen

täglich etwa 200 Import- und Exportcontainer in

unterschiedlichen Abmessungen.

Transporter mit Spezialausrüstung

Noch in diesem Jahr soll Bremerhaven eine zweite CPA

erhalten. Da hier die Durchleuchtung und Auswertung

der Bilder parallel läuft, kann das Zollamt dann täglich

zusätzlich 500 Container ohne Öffnung genau unter die

Lupe nehmen. Neben der stationären Röntgenanlage hat

das HZA auch eine mobile Röntgenanlage im Einsatz, mit

der kleinere Objekte durchleuchtet werden können.

Die Anlage ist in einem Transporter untergebracht, der

dann z. B. bei einer Straßenkontrolle Koffer oder auch

einzelne Fahrzeugbauteile, wie Musikboxen o. ä. durchleuchten

kann. Das Funktionsprinzip ähnelt der Gepäckprüfung

an Flughäfen. Am Kontrollbildschirm im Fahrzeug

erhält der Zollbeamte einen Blick von oben auf bzw.

in das Prüfobjekt. Farbliche Abgrenzungen helfen bei der

Detektivarbeit. Dabei ist Konzentration und Erfahrung

gefragt – nicht nur beim Deuten der Bilder, sondern auch

bei den Prüfobjekten selbst.

Spurensuche beginnt mit dem Fund

Beispielsweise: Wie ist die Lautsprecherbox im Inneren

aufgebaut? Denn nur, wer das weiß, kann schnell auf

den Bildern auf dem Monitor erkennen, wenn etwas

nicht stimmt. Dabei geben die Bilder zum Teil einen sehr

detaillierten Einblick, lassen z. B. erkennen, ob eine Waffe

geladen oder ungeladen ist.

Auch an der CPA sind die Röntgenbilder für Laien oft

nicht leicht zu deuten, doch die erfahrenen Zollbeamten

entdecken Unstimmigkeiten, wie bei dem chinesischen

Container am 23. Dezember 2010. In diesem Fall zehn

Mio. Zigaretten statt der angeblichen Schläuche für Fußbodenheizungen.

Die Zeichen deuteten schnell auf internationale

organisierte Drahtzieher mit entsprechendem

Kapital. Der Zigarettenfund warf dabei zunächst Fragen

auf, denn der Bestimmungsort blieb ein Rätsel, denn

die Schmuggelzigaretten der Marken Regal und Jin Ling


Diesel oder Heizöl im Tank? Auch das kontrollieren die Zollstellen.

sind eher auf dem britischen Markt zu finden. Sie trugen niederländische

Steuerzeichen, die vermutlich gefälscht sind. Hierzu

fehlt der Zollfahndung bisher jedoch noch die Bestätigung aus

den Niederlanden. Der Container selbst sollte zunächst einer

Firma in Voerde/Wesel zugestellt werden. Wie sich schnell herausstellte,

existierte dieser angebliche Empfänger jedoch nicht.

Suche nach den Hintermännern

Die Essener Zollfahndung begann strafrechtlich zu ermitteln

und stellte den Schmugglern an der Halle in Voerde am Ende

einer Sackgasse eine Falle. Der Container wurde technisch und

von Fahndern observiert an den Zielort transportiert. Unter-

stützt von Angehörigen der zolleigenen Spezialeinheit ZUZ

riegelten 50 Zollfahnder die Zufahrt ab. Die Fahnder schlugen

zu und konnten drei Deutsche und zwei Niederländer festnehmen.

Während der Ermittlungen geriet ein weiterer Deutscher

in das Visier. Zudem ermittelten die Essener einen weiteren

Container: dieses Mal aus Russland mit weiteren acht Mio.

Schmuggelzigaretten. Die meisten der festgenommenen mutmaßlichen

Täter sind wieder auf freiem Fuß. Darunter auch die

beiden Niederländer. Während der erste Container als Köder für

die Hintermänner nach Voerde ging, blieb der zweite in Bremerhaven.

Erst bei der Jahrespressekonferenz Mitte März öffnete

ZOAR Andreas Heuer, der Leiter des ZA Bremerhaven, die Kartons

in dem Container vor den Augen der Journalisten.

Unsichtbare Gefahr im Container

Das Öffnen von Containern birgt für die Zöllner und Zöllnerinnen

stets ein Risiko, denn in vielen der Boxen sind Schadstoffe

zu finden. Diese stammen dabei nicht unbedingt von den Begasungen

oder Behandlungen von Verpackungsmitteln, sondern

auch von transportierten Produkten.

Eine tägliche Belastungsprobe für die Gesundheit bei der Containerbeschau.

In Bremerhaven können die Zollbeamten seit

dem 28. Januar 2011 mithilfe des GDA2-Container mehr als

50 Schadstoffe untersuchen, bevor sie einen Container öffnen.

Eine rote Lampe oder ein akustisches Signal zeigen an, wenn der

Messvorgang abgeschlossen ist. Auf dem Display wird angezeigt,

wenn das Gerät für einen der acht Kanäle Schadstoffe festgestellt

hat und wenn ja, in welcher Höhe. Eine Liste ermöglicht

den Abgleich, ob der Grenzwert überschritten ist.

Einsatz für Spezialisten

Die erschreckende Bilanz seit dem Einsatz: Zwischen 20 und 30

Prozent der vom Zoll überprüften Container sind zu stark für eine


HZA Bremen

Die Bundesfinanzdirektion Nord (BFD Nord)

sichert mit acht Hauptzollämtern (HZA) in

ihrem Bezirk vor allem an der etwa 1840 km

langen Küstenlinie, den längsten Abschnitt

der EU-Außengrenze Deutschlands. Allein

22 Hafenstädte und zwölf Zollflugplätze

werden hier betreut. Hierunter auch das

HZA Bremen mit dem zweitgrößten Seehafen-Zollamt

bundesweit: Bremerhaven.

Der HZA-Bezirk selbst umfasst eine Fläche

von 1775 km2 mit rund 0,9 Mio. Einwohnern.

Die Bremer und Bremerhavener Zöllnerinnen

und Zöllner, einschließlich zweier Kontrolleinheiten

in Cuxhaven und Stade, haben

im Jahr 2010 rund 4 Mrd. Euro Steuern für

den Bund und rund 21 Mio. Euro Biersteuer

für das Land Bremen eingenommen. Im vergangenen

Jahr beschlagnahmten die Zöllner

und Zöllnerinnen unter anderem 19,5 Mio.

Zigaretten, 28.000 Stück gefälschte Wareneinheiten,

46 g Heroin und Kokain sowie

jeweils 15 kg Marihuana und Amphetamine.

14 ConTraiLo 4/2011

Großaufgriff:

Im Seehafen

Bremerhaven

entdeckte der

Zoll 2010 u. a.

zwei Container

mit 18 Mio.

Schmuggelzigaretten.

(Fotos:

HZA Bremen, sh)

direkte Beschau belastet. So erweist sich das Gerät bereits

nach zwei Monaten als sinnvoller Arbeitsschutz.

Belastete Container gehen zunächst ungeöffnet vom Zoll

zurück zum Terminal bzw. an die Spedition, wo sich die

Verantwortlichen um eine fachgerechte Lüftung bzw.

andere Maßnahmen kümmern müssen. Hier kommen

dann entsprechend die Be- und Entgasungsspezialisten

ins Spiel, die von Terminalbetreibern bzw. Speditionen

mit der Lüftung der Container beauftragt werden. Ein

Vorgang, der stets eine Verzögerung für die Transportkette

bedeutet, denn erst, wenn der Zoll die Inhalte des

Containers prüfen konnte, kann die Reise auch weitergehen.

Es sei denn, der Zoll deckt bei einer Kontrolle z. B.

Schmuggelwaren wie Zigaretten auf.

Spezielle Unterstützung

Der angesprochene Zigarettenfund ist einer der größten

in der Geschichte des Bremerhavener Zolls. Statt der CPA

hätten die Zigaretten dabei auch auf anderem Wege aufgespürt

werden können: z. B. von Spürnase Robby. Der

siebenjährige Golden-Retriever-Rüde erschnüffelt seit sechs

Jahren Zigaretten im Zolldienst. Er ist einer von 22 Spürhunden

beim HZA Bremen, die ihre zweibeinigen Kollegen

unterstützen.

Neben Spürhunden bildet der Zoll auch Schutzhunde aus.

Die Spürhunde sind auf unterschiedliche Stoffe spezialisiert,

wie z. B. Rauschgift, Artenschutz, Sprengstoff/Waffen,

sogar als Bargeldspürhunde oder wie Robby auf Tabak.

Denn auch im technischen Zeitalter bleiben die Kollegen

auf vier Pfoten bedeutende Partner für den Zoll – und das

mit Erfolg, wie Robby und sein Zollhundführer Jörn Preuß

in Bremerhaven eindrucksvoll bei einer Übung zeigten.


Einen Fund zeigen die Vierbeiner ihren menschlichen

Begleitern entweder aktiv durch Kratzen am Fundort oder

passiv durch Erstarren an. Gerade bei Straßenkontrollen

an den Autobahnen A1, A7, A27 und A28 sowie im

Hafen oder auch bei Wohnungsdurchsuchungen spielen

die Zollhunde ihre Überlegenheit aus. Denn hier sind

selbst mobile Röntgenanlagen – wenn überhaupt – nur

mit viel Aufwand einzusetzen.

Gleiches gilt für Schiffsdurchsuchungen im Hafen oder

auch auf dem Wasser. Denn in dem Bezirk des HZA Bremen

fallen auch die wasserseitigen Hafengebiete Bremens

und Bremerhavens sowie die Weser zwischen den Häfen

bis an die Außenweser. Mit den Zollbooten Bussard, Reiher

und Wesermünde ist das HZA dabei für die zollrechtliche

Grenzaufsicht auf dem Wasser ausgerüstet.

Kurioser Fall mit „formendem“ Einsatz

Beschlagnahmte Waren, wie z. B. die 18 Mio. Zigaretten

werden bis zum Ende der Ermittlungen und Strafverfahren

aufbewahrt und dann vernichtet. Dabei kann dann

auch ein Gabelstapler plötzlich einmal ein ganz ungewöhnliches

Arbeitsfeld erhalten. Denn bei einer Kfz-

Einfuhrabfertigung beim ZA Bremerhaven ergab sich der

kurioseste Fall des Jahres 2010 im Bezirk des HZA Bremen.

Die Fälscherwerkstätten mit Marken- und Produktpiraterie

schädigen nicht nur Inhaber der jeweiligen Markenrechte,

sondern auch potenzielle Käufer, die mit minderwertigen

und zum Teil gefährlichen Plagiaten ge- und

enttäuscht werden.

Im letzten Jahr stellten die Bremer und Bremerhavener

Zöllner und Zöllnerinnen rund 28.000 Stück Wareneinheiten

von gefälschten CDs bis hin zum Pkw-Plagiat fest.

Der in China produzierte Pkw „Wheego“ geriet in Bremerhaven

ins Visier der Beamten. Sie beschlagnahmten

den Pkw, der von einer deutschen Autohändlerin aus den

USA importiert worden war. Letztendlich vollstreckte ein

Gabelstapler die vom Rechteinhaber verfügte Vernichtung

des Plagiats und brachte den Pkw „außer Form“.

Partner der Wirtschaft

Das Selbstverständnis des Zolls liegt heute im Servicegedanken

für ein möglichst reibungsloses Funktionieren der

internationalen Lieferkette und gleichzeitig größtmöglicher

Vermeidung von Sicherheitsrisiken für Staat und

Bürger. Neben dem elektronischen Abfertigungsservice

gehört hierzu auch das Zoll-Zertifikat „Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter“,

im Englischen „Authorized Economic

Operator“ (AEO). Bis zum 31. Dezember 2010 hat das HZA

Bremen bereits 95 Wirtschaftsunternehmen im Zuständigkeitsbereich

den Status verliehen.

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Container

NEUES EU-ZOLLVERFAHREN

Keine Millionenstrafe

riskieren

Die Umstellung der Logistik-Abläufe

auf das elektronische Zollverfahren

für Importe innerhalb der EU verläuft

nur zögerlich. Größte Baustelle ist

die Einführung eines laufenden Monitorings,

das die ständige Einhaltung

der Fristen und Vorschriften sicherstellt.

Viele Logistik-Firmen hinken

hier hinterher und riskieren damit

horrende Bußgelder. Dies ergab eine

Marktuntersuchung des IT-Consultingunternehmens

NIELSEN+PARTNER.

Werden Importe nicht angemeldet,

können sich die Strafzahlungen

schnell summieren. Als Vorbereitung

auf die neue EU-Anmeldung für Importe,

das so genannte Import Control

System (ICS), habe sich die Branche

bislang auf die Umsetzung der

elektronischen Warenanmeldung konzentriert.

Mit der Übermittlung der

Daten an die nationalen Zollbehörden

ist es allerdings nicht getan. Die

Unternehmen müssen die ordnungsgemäße

Abgabe der Anmeldung ständig

überwachen und nahtlos in die

Abläufe integrieren. Als Lösung nennt

Sven Mathes von NIELSEN+PARTNER

ein elektronisches Monitoring mit

Such- und Filterfunktionen. Diese

behält demnach alle Sendevorgänge

zur Nachweisführung im Blick.

(Foto: © RainerSturm/PIXELIO)

16 ConTraiLo 4/2011

ELA-Raumcontainer

bieten kurzfristig

Raum und können

helfen Energie zu

sparen. (Foto: ELA)

Raum für Energiesparer

ELA bietet Raumlösungen für Logistik-Unternehmen

Themen wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

gewinnen stetig an Bedeutung.

Das gilt auch für die Logistik-

Branche – und zwar nicht nur mit Blick

auf die Logistik-Dienstleistungen an

sich, sondern auch für Büro-, Personalund

Lagerräume. Eine Energiesparmöglichkeit

stellen hier temporäre Raumlösungen

dar.

Raum je nach Bedarf. Ob zeitweilige

Bedarfsspitzen oder zeitweise nicht

benötigte Räume – mit temporären

Raumlösungen wie Raumcontainern

von ELA können die Raumkapazitäten

kurzfristig an den jeweiligen Bedarf an-

HELLMANN BIETET NEUEN SERVICE

Zoll-Lizenz für Russland

gepasst werden. So können die Raum-

container helfen Energie einzusparen,

indem nur jeweils der Raum bewirtschaftet

wird, der gerade benötigt wird.

Die so genannten Premium-Container

von ELA bieten mit einer Breite von

3 m und einer Nutzfläche von 18 m2 deutlich mehr Raum als herkömmliche

Standardcontainer.

Der ELA-Premium-Mietcontainer spart

so ab einem Platzbedarf von 90 m2 die

Verwendung eines Standardcontainers

ein. Damit reduzieren sich entsprechend

auch Transport-, Montage- und

Energiekosten sowie der CO2-Ausstoß.

Der Logistik-Dienstleister Hellmann East Europe hat die Zollrepräsentanten-Lizenz

für Russland erhalten. Bisher war diese wichtige Lizenz

als Zollbroker-Lizenz bekannt. Seit dem 1. März 2011 bietet das Unternehmen

die Verzollungsdienstleistung unter eigener Lizenz an. Für die

Kunden besteht der Vorteil darin, dass die Zolldeklarationen direkt durch

das Personal von Hellmann erstellt und mit einem eigenem Stempel beim

Zoll eingereicht werden.


Hintergrund: Ressource Energie.

Aufgrund der steigenden Energiekosten

und neuen gesetzlichen Vorgaben

müssen Logistik-Zentren zukünftig

verstärkt auf den optimalen Einsatz

von energetischen Ressourcen achten,

um wettbewerbsfähig zu bleiben und

Vorschriften, wie EnEV und das Energie-Management

nach DIN EN 16001

zu erfüllen. Das Fraunhofer Institut

schätzt das mittelfristige Einsparpotenzial

für Energie in Logistik-Unternehmen

auf rund 25 bis 30 Prozent,

wie ELA erklärt.

Flexible Räume gefragt. Aber auch

vor dem Hintergrund der allgemeinen

wirtschaftlichen Lage ist der Bedarf

an Mietlösungen in der Fracht- und

Logistik-Branche weiter gestiegen. Der

Einsatz von temporären und flexiblen

Raumlösungen kommt der schwankenden

Auftragslage in der Branche

entgegen. „Mit den mobilen Raumsystemen

von ELA kann auf sich ändernde

Auftragslagen eingegangen und

nur so viel Raum wie jeweils notwendig

betrieben werden“, sagt Albers

weiter. ELA-Mobilräume sind je nach

individuellem Kundenwunsch voll

ausgestattet. Für die notwendige Energieeffizienz

sorgt die Polyurethan-

Hartschaum-Dämmung sowie das Belüftungssystem

in den Fenstern.

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Wilhelm-Giese-Straße 26

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Tel.: +49 (0) 47 47/87 41-0

Fax: +49 (0) 47 47/87 41-2 22

TEUN ERWEITERT PRODUKTPROGRAMM MIT SPEZIALVARIANTE

Spezielle Packhilfe für Fässer

Wie können 320 Fässer mit 50 l Inhalt innerhalb von 1,5 Std. in Container

geladen werden? Dazu sind viele Hände und viel Kraft erforderlich – nicht

bei TEUN. Denn das niederländische Unternehmen hat für diese Aufgabe

eine spezielle Version seines automatischen Ladesystems für Brauereien und

Co. entwickelt. Mit der neuen Version PAQR BK erweitert TEUN nun das

Produktprogramm um die spezielle Version für Bierfässer.

Die Entwickler von TEUN haben den Greifer des PAQR BK auf die besonderen

Anforderungen des Transportguts abgestimmt, damit die Fässer nicht

beschädigt werden. Ein Mitarbeiter kann die Ladepaletten z. B. per Gabelstapler

an das Ladesystem bringen. Dort nimmt dann der Greifer Fass für

Fass von der Palette und packt diese nach einem vorher von der Brauerei

oder dem Packing-Center definierten Lademuster. Neben 50-l-Fässern können

dies auch 20- und 30-l-Fässer sein. Für die Beladung von Standardcontainern

nutzt PAQR BK ein im eigenen Haus entwickeltes Positionierungssystem.

Das Packsystem kann innerhalb eines Lagers über eine drahtlose

Steuerung bewegt werden.

Für eine optimale

Lade-Situation stapelt das

System Fässer liegend. (Foto: TEUN)

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Mehr Bewegung

durch das „Tor zur Welt“ Bedeutendstes Fahrtgebiet für die

Containerverkehre ist dabei für

die Hanseaten Asien. Nicht nur

zahlreiche Liniendienste gingen 2010

Hamburg. Ein Seegüterumschlag von 121 Mio. t spricht eine

deutliche Sprache: Im Gegensatz zum Vorjahr konnte der

Hamburger Hafen 2010 ein Plus von fast zehn Prozent erreichen.

Mit 78,9 Mio. t gingen dabei 7,9 Mio. TEU über die

Hamburger Kaikanten und brachten dem Containerumschlag

so ein Plus von 12,7 Prozent ein.

Das Port-Road-Management-System ist eines

von mehreren IT-Projekten. (Fotos: ck, HPA)

wieder in Fahrt bzw. wurden mit Kapazitäten

aufgestockt – auch die Zahl

der Großschiffe an den Liegeplätzen

steigt deutlich an.

Drei IT-Projekte gestartet

Als Vorbereitung auf wachsende Seegüter-

und Transportmengen investiert

Hamburg schon heute. So treibt


Mitarbeiter der HPA arbeiten stets

an der Optimierung der Hafenabläufe

für schnellere Abfertigungen.

die Hamburg Port Authority (HPA) derzeit

die technische Vernetzung des Hafens

weiter voran und setzt 2011 gleich drei IT-

Projekte um.

Für die Information von Fahrern im Hafen

über die Verkehrslage sorgt das computergesteuerte

Verkehrs-Management.

Zugleich bekommt die Hafenbahn ein

neues IT-System, welches bis 2012 den

Bahnverkehr im Hamburger Hafen optimieren

soll. Die optimierten Abläufe in

der Schiff-Fahrt sollen mit dem Informationssystem

PRISE geschaffen werden,

Your Your way -

Our port port

das Ende des Jahres den Pilotbetrieb aufnehmen

soll.

Aber auch das Thema Anpassungen der

Verkehrswege bleibt ein bedeutendes

Thema. Nach den Pressemeldungen des

Bundesverkehrsministeriums für Verkehr,

Bau und Stadtentwicklung rechnen

der Bund und Hamburg mit Beginn der

Elbvertiefung für Ende 2011, sofern das

erforderliche Baurecht vorliege.

Zu den Projekten der HPA für 2011 gehört

der Ausbau der Einfahrt zum Vorhafen

gegenüber des Altonaer Balkons. Der Planfeststellungsbeschluss

soll 2011 vorliegen.

Bis 2016 könnten dann nach momentanem

Planungsstand die Arbeiten

abgeschlossen sein. Ein weiteres Schwerpunktthema

2011 für Hamburg ist die

Verbindung von Umwelt und Wirtschaft

im Hamburger Hafen.

„Green Capital“ auch im Hafen

Aus diesem Grund hat die HPA bereits

eine Abteilung für Umweltstrategie aufgebaut.

2011 führt die HPA beim Hafengeld

sowie bei den Hafenbahntarifen Umweltkomponenten

ein.

Am 14. und 15. September 2011 ist die

HPA zudem Gastgeber der internationalen

Hafen- und Umweltkonferenz Green Port

Congress. Aus Anlass der diesjährigen

European-Green-Capital-2011-Aktivitäten

hat HHM speziell ein Sondermagazin namens

Green Port produziert.

Neues Terminal im Zentrum

Im vergangenen Jahr ging das Projekt

Central Terminal Steinwerder mit der Bekanntgabe

der Preisträger des Markterkundungsverfahrens

in eine neue Runde.

Die HPA plant nun in Abstimmung mit

der Politik, eine Projektentscheidung zu

treffen und bis Ende 2012 die notwendigen

Genehmigungsunterlagen zu erarbeiten.

Daran schließt sich nach derzeitigen

Plänen der HPA ab 2013 das Planfeststellungsverfahren

sowie ab 2014 die Betreiberausschreibung

an. Ab 2020 könnte

eine erste Teilfläche fertig gestellt sein.

Zum 1. Januar 2013 soll sie fallen: Mit der

Aufhebung der Freizone sollen die Verkehrsabläufe

in den Bereichen, in denen

Kontrollen entfallen, entscheidend verbessert

werden. Auch nach dem Wegfall

der Zollkontrollen werden dabei nicht

automatisch alle Verkehrsabläufe bereinigt.

Unterschiedliche Maßnahmen, um

Schwachpunkte zu entlasten, hat die

HPA bereits in einem Masterplan Straßenverkehr

formuliert.

Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH:

Wir begrüßen Sie gerne an unserem Messestand

auf der transport logistic, Halle B4, Stand 113/214

oder unter www.rostock-port.de

Opening new horizons


Hamburger Hafen

KURS AUF SCHWARZ-ROT-GOLD

Unter neuer Flagge

Die MSC Mira und Cosco China fahren seit der zwölften

KW 2011 unter deutscher Flagge. Damit hat die Hamburger

Reederei und Schiffs-Management-Gesellschaft

E.R. Schiffahrt weitere Handelsschiffe auf Schwarz-Rot-

Gold umgeflaggt – und sie sollen nicht die letzten bleiben.

Derzeit disponiert das 1998 gegründete Unternehmen

110 Schiffe und Neubauprojekte. Internationale Reedereien

aus den Bereichen Container-, Offshore- und Massengutschiff-Fahrt

setzen die Schiffe ein. Am 21. März

2011 wurde die deutsche Flagge auf dem 5800-TEU-

Schiff MSC Mira gehisst, am 24. März 2011 auch auf

dem 8200-TEU-Schiff Cosco China. Insgesamt hat die

E.R. Schiffahrt in diesem Jahr drei weitere Handelsschiffe

umgeflaggt, zwei weitere folgen in Kürze. Zudem setzt

das Unternehmen sich verstärkt für Ausbildung ein und

schafft Ausbildungsplätze an Bord.

(Foto: E.R. Schiffahrt)

SCHUBLEICHTER STATT LKW

Hafenumfahrt

mal anders

Staufrei und schadstoffarm bringt der Hamburger

Greenliner Projektladung, Schwergut,

Container und Flatracks von Terminal zu Terminal.

Das gemeinsame Produkt von der

Rhenus Midgard GmbH & Co. KG in Kooperation

mit der Walter Lauk Ewerführerei GmbH

ist nun seit knapp einem Jahr in Form von

Schubleichtertransporten am Start. Gelten

22 ConTraiLo 4/2011

bestimmte neuralgische Punkte im Hamburger

Straßenverkehr, exemplarisch seien die

Köhlbrandbrücke oder das Zollamt Waltershof

genannt, als staugefährdet, so stehen die

Routen auf dem Wasser ohne diese Verzögerungsgefahr

zur Verfügung. „Wir sind sehr

zufrieden mit der Akzeptanz unseres im Frühjahr

2010 gestarteten Angebotes. Durch die

schnellen Genehmigungsverfahren für den

Güterumschlag und die Just-in-time-Lieferungen

konnten wir die Kunden von diesem Produkt

überzeugen“, sagt Peter Steinmeyer,

Standard nach Maß

Schrader: Produkte und mehr um den Container

Von der „Geburtsstunde“ des Containers bis zur ISO-

Norm verging lange Zeit. Dennoch ist nicht alles rund

um die Box standardisierbar. Der Inhaber und Geschäftsführer

des Hamburger Serviceunternehmens Schrader

Verladetechnik, Rode Peters, hat einen Bericht zu Lösungen

im Bereich der Umschlagtechnik verfasst, den Con-

TraiLo hier in gekürzter Fassung wiedergibt.

Das Unternehmen. Rund um den Container hat sich

eine höchst komplexe Zuliefer- und Dienstleistungsindustrie

aufgebaut. Eines dieser Serviceunternehmen ist

Schrader Verladetechnik. Seit über 30 Jahren ist das inhabergeführte

Unternehmen als Spezialist in der Entwicklung,

Produktion und Vermarktung von Produkten und

Dienstleistungen „rund um den Container“ tätig. Zum

Angebot gehören Auffahrrampen, Überladebrücken, Auffahrkeile,

Ladebühnen und Ladezubehör, wie z. B. Containerstützbänke,

Ampelanlagen, Radkeile, Anfahrpuffer

oder Lkw-Einfahrhilfen. Wer nun glaubt, grundsätzlich

seien all diese Produkte hinsichtlich Größe, Dimensionen

und Einsatzmöglichkeit standardisierbar, der irrt.

Von wegen Standard. Rampe ist keineswegs gleich Rampe

und Überladebrücke ist nicht gleich Überladebrücke;

wenigstens nicht zwangsläufig. Da geht es um Fragen

der Höhenregulierung, um die Positionierung der Einfahrfläche

in den Container, um Fahrbahnkantenschutz oder

um Sicherungsausstattungen. Mit anderen Worten: Jedes

Produkt kann Maßanfertigung sein. Deshalb richtet Schra-

Niederlassungsleiter der Rhenus Midgard in

Hamburg. „Gerade die offerierten Kapazitäten

zeigen die Stärken des Greenliner. Die

Tragfähigkeit einer Barge beträgt bis zu

1400 t, was in etwa dem Ladevolumen von

60 Standardcontainern entspricht.“

Bis zu drei Leichter können für den Transport

von Projektladung, Schwergut, Containern

und Flatracks zusammengefasst werden,

was im Idealfall rund 180 Lkw-Umfuhren in

einer einzigen Abfahrt vom Dradenau-Terminal

ersetzt.


Inhaber und

Geschäftsführer

Rode Peters

erklärt, warum

Standard keineswegs

Standard ist.

(Foto: Schrader)

der seinen Fokus auf die Erbringung und Realisierung

von kompetenten Beratungsleistungen in der Analyse

und Problemlösung von kundenindividuellen Anfragen.

Und diese Anforderungen realisiert er mit einem kleinen

Team von Spezialisten im Regelfall in ca. drei Wochen

ab Auftragerteilung.

Auch schwierige Reparaturen. Aber es gibt eben auch

Produkte, die fertig „von der Stange“ in Standardmaßen

geliefert werden können. Hierzu gehören z. B. Container-Auffahrkeile

Typ 5-CK zum Befahren von abgesetzten

Containern. Zu den Produkten kommt ein Bündel an

Dienstleistungen, wie TÜV-Abnahmen, Werkstattleistungen,

Ausbesserung und Instandhaltung als eine Rundumversorgung

im laufenden Betrieb. Zwischenzeitlich nutzen

über 2000 Kunden Produkte und Dienstleistungen

des Hamburger Unternehmens.

(Foto: Rhenus Midgard)

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DAS TERMINAL IM ÜBERBLICK:

Fläche Inbetriebnahmestufe: ca. 30.000 m 2

Equipment: 2 Reachstacker (45 t Tragkraft)

Anschlussgleise: 2x 320 m

Lagerkapazität: 600 TEU

Umschlagkapazität: ca. 30.000 TEU

GVZ Entwicklungsgesellschaft

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Telefon: (0 37 63) 77 68 91

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Hamburger Container-Frühling

Logistisches Urgestein

Unternehmen. Bereits seit 1903 ist das 1890 in Bremen gegründete Logistik-Unternehmen

Kühne + Nagel mit einer Niederlassung in Hamburg vertreten. Auch wenn das Stammhaus in Bremen

blieb, wurde Hamburg zum Sitz der Geschäftsleitung der deutschen Kühne + Nagel-Organisation.

Der Hamburger Standort von Kühne + Nagel

hat sich dynamisch entwickelt. (Foto: Kühne + Nagel)

Heute ist die Freie und Hansestadt

aufgrund der Hafen- und Industriestruktur

einer der wichtigsten

Standorte unter den weltweit rund 900

Betriebsstätten von Kühne + Nagel.

Vor allem für den Seeverkehr, den Kühne

+ Nagel schwerpunktmäßig über die

deutschen, aber auch die Benelux-Häfen

abwickelt, ist Hamburg von großer Be-

24 ConTraiLo 4/2011

deutung. Kühne + Nagel passte zudem

sein Produktportfolio kontinuierlich den

Markterfordernissen an, so wurde z. B.

der Landverkehr stark ausgebaut.

Zentrale in der HafenCity

Mit einem erheblichen Investitions-Volumen

unterstreicht das Unternehmen

sein Engagement in der Elbmetropole.

Unmittelbar an das Container-Terminal

angrenzend, weihte Kühne + Nagel 2004

in Altenwerder ein Logistik-Zentrum mit

32.000 m2 Lagerfläche ein. Im März 2007

fand die feierliche Eröffnung eines neuen

Bürohauses in der HafenCity statt.

Das repräsentative Gebäude ist Sitz der

Geschäftsleitung für Deutschland und

Zentraleuropa. An diesem Standort wurden

nicht nur die rund 800 bislang über

die Stadt verteilten Arbeitsplätze zusammengeführt,

sondern hier ist auch der

unternehmensweite IT-Bereich angesiedelt.

Aufgrund der stark wachsenden

Kontrakt-Logistik- und Landverkehrsaktivitäten

weihte Kühne + Nagel im November

2009 schließlich eine der größten

Logistik-Zentren der Gruppe in Hamburg-

Obergeorgswerder ein.

„Grüne“ Logistik-Anlage

Die multifunktionale Anlage bietet eine

Lager- und Umschlagfläche von insgesamt

44.000 m2 . Das „Green Logistics“-

Konzept kommt hier sowohl bei den

umfangreichen Grünflächen als auch bei

den Beleuchtungs- und Heizsystemen und

beim Einsatz regenerativer Energien zum

Tragen. Zudem verfügt das Logistik-Zentrum

laut Unternehmensangaben über

eine der größten Photovoltaikanlagen

Hamburgs, die auf einer Dachfläche von

rund 5000 m2 errichtet wurde. Insgesamt

bewirtschaftet die Kühne + Nagel-Gruppe

in der Metropolregion 167.000 m2 Lagerfläche

– darin eingeschlossen ein Materialwirtschafts-

und ein Logistik-Zentrum

in Hamburg-Hausbruch – und beschäftigt

rund 1800 Mitarbeiter.


DRF 450-60 S5

für Glauchau. (Foto: Cargotec)

Neuer Reachstacker

Kalmar für Glauchau

Für das Container Terminal Glauchau in Sachsen, hat

sich die Entwicklungsgesellschaft Südwestsachsen mbH

für einen Kalmar-Reachstacker von Cargotec entschieden.

Der Typ DRF 450-60 S5 ist ein Gerät mit einer Tragkraft

von 45 t in der ersten Reihe und kann selbst in der

zweiten Containerreihe noch 27 t heben.

Kalmar von Cargotec. Die Maschine hat eine Stapelhöhe

von fünf Containern übereinander (9’6”). Den Antriebsstrang

bildet ein Cummins-Motor in Verbindung

mit einem ZF-Getriebe. Das Gerät hat einen Radstand

von 6000 mm und wiegt ohne Container 66.400 kg.

Geliefert wurde die Maschine von der Cargotec Germany

GmbH mit Hauptsitz in Langenhagen. Bekannt sind die

Maschinen zum Container Handling unter dem Produktnamen

Kalmar, der von der Niederlassung in Hamburg

betreut wird.

Technische Ausstattung. Cargotec gehört zu den führenden

Lieferanten von Container-Umschlagtechnik

weltweit. Entscheidend für die GVZ Entwicklungsgesellschaft

Südwestsachsen mbH für den Kauf eines Kalmar-

Reachstackers für das Terminal Glauchau war die Qualität,

die Innovation bei der technischen Ausstattung und

nicht zuletzt das flächendeckende Servicenetz. Ein hoher

Sicherheitsstandard der Maschinen sowie umweltfreundliche

Technik und niedrige Verbräuche waren weitere entscheidende

Kriterien. Diese Kriterien waren mit ausschlaggebend

für den Betreiber des Terminals, der Firma SFL

Sachsen Franken Logistik GmbH mit Sitz in Döhlau. Mit

ca. 2500 Betriebsstunden im Jahr wird der Maschine eine

hohe Verfügbarkeit abverlangt und hat eine Schlüsselfunktion

im Betrieb des Container Terminals in Glauchau.

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Die nächste ConTraiLo-Ausgabe erscheint

am 1. Juni 2011 mit der Messevorschau zur

TOC EUROPE

vom 7. bis 9. Juni 2011

ConTraiLo

Container I Trailer I Logistik

ALLROUNDER FÜR HAMBURG

Massengut Projektladung Schwergut Container RoRo Stauerei

Rhenus Midgard: Multipurpose mit zwei Terminals in Hamburg

Als Mitglied der europaweit agierenden Rhenus Gruppe bieten wir neben RoRo

und LCL-Services kundenindividuelle See hafen logistik für Industrieanlagen,

Automobile, Stahl pro duk te, Erze, Mineralien oder Importkohle. Geneh mi gun -

gen für den Umschlag und die Lagerung von gefährlichen Stoffen ergänzen

unser um fassendes Dienst leistungs portfolio im Ma ssengutsegment. Unser ge -

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Hamburger

PYRAMIDEN

Projekt-Logistik. Wer den Namen Hamburger

Hafen und Logistik AG (HHLA) hört, hat häufig

als erstes den Containerumschlag vor Augen –

doch neben dem reinen Umschlag

von 5,8 Mio. TEU auf den Containerterminals

wickelt die HHLA z. B. mit dem Segment

HHLA Logistics auch ganze Lieferketten ab.


An einem versteckten Detail wird

deutlich, worin die eigentliche

Leistung von Projekt-Managern wie

Henning Eggers besteht. Er deutet auf ein

Hallentor am Übersee-Zentrum und fragt:

„Fällt euch dort etwas auf?“ Nein, bis auf

eine kleine Ecke, die anscheinend fehlt.

Aber solche Ecken, die überall lauern,

können Kalkulationen über den Haufen

werfen und sogar ganze Transportketten

sprengen. Die Halle wäre nämlich um ein

Haar zu klein gewesen für die überdimen-

28 ConTraiLo 4/2011

sionalen Elektrofilter, die drinnen zusammengebaut

werden.

Hintergrund zur fehlenden Ecke

Bei diesen überdimensionalen Elektrofiltern

handelt es sich um ein Projekt von

Fisia-Babcock Environment. Damit die

Filteranlagen die Rauchgase deutscher

Kraftwerke säubern können, steuert HHLA

Logistics die gesamte Lieferkette vom Herstellerwerk

in Übersee über die Vormontage

im Übersee-Zentrum bis zu der Baustel-

Die Stahlbauteile erreichen das Übersee-

Zentrum auf speziellen Transportrahmen in Containern. (Fotos: HHLA)

le in Moorburg. Doch genug zum Hintergrund,

zurück zum Hallentor am Übersee-

Zentrum: Die finalen Abmessungen der

vormontierten Kolli haben sich während

der Montage nur minimal verändert, was

sich jedoch erheblich auf das Handling

ausgewirkt hat. Das Hallentor erwies sich

dabei im ersten Anlauf als zu klein für

den Abtransport.

Der Beginn der Reise

Doch die HHLA-Logistics-Mitarbeiter fanden

eine gute Lösung: An jeder Seite der

Hallenkonstruktion entfernten sie 10 cm.

Zielort für die tonnenschweren, pyramidenförmigen

Bauelemente ist Hamburg-

Moorburg, wo ein Kraftwerk entsteht.

Vor Ort werden die Bauteile zu noch größeren

Filteranlagen zusammengesetzt. Die

von der HHLA Logistics gesteuerte Transportkette

für insgesamt ca. 6500 t an halbfertigen

und teilmontierten Konstruktionselementen

beginnt dabei beim Zulieferer

in Übersee. Dieser verlädt Stahlbauteile

auf speziell entwickelte Transportrahmen,

die in Container passen. Auf dem Truck

gelangen sie so zum Seehafen und werden

nach Hamburg verschifft. Soweit der

klassische Containertransport und -umschlag,

denn erst im Anschluss hierin beginnt

in diesem Fall der anspruchvollste


Den Zielort

Hamburg-Moorburg

erreichen die Filterbauteile

schließlich per Binnenschiff.

Teil der Arbeit. Auf einer Freifläche des

HHLA-Übersee-Zentrums entladen die Mitarbeiter

die Container. Aus den jeweils 17

Stahlbauteilen müssen insgesamt 96 riesige

Trichter montiert werden. Das erledigen

bis zu 60 Schweißarbeiter und Schlosser

in einer umgebauten Halle.

Auf den letzten Metern

Sind die Elemente fertig, muss noch Wetterschutzfarbe

aufgebracht werden, dann

heben Reachstacker sie mit speziellem

Kettengeschirr auf Trailer. An der Kaimauer

stapeln sich die Filterkomponenten auf

der Anlage, bis sie eine komplette Ladung

Neu- Gebaucht- und Mietfahrzeuge

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für das Binnenschiff ergeben. Ein Auto-

kran oder der HHLA-eigene Schwimmkran

heben die Bauteile schließlich direkt auf

den Leichter. Diese letzte Etappe dauert

voraussichtlich noch bis September 2011.

HHLA Logistics und Frisia-Babcock arbeiten

auch bei einem Kraftwerk in Karlsruhe

zusammen. Ein weiterer Kunde in dem

Bereich ist Siemens, dessen in Kisten verpackten,

häufig übergroße Kolli auf dem

Areal ins Auge fallen.

Hintergrund HHLA

Die HHLA ist mit verschiedenen Segmenten

aufgestellt. Als Drehscheibe für den

Welthandel fungieren die CT Altenwerder,

Burchardkai, Tollerort und Odessa in

der Ukraine. Ein Transport- und Terminalnetzwerk

bietet HHLA Intermodal mit

Gesellschaften wie Metrans, TFG Transfracht

und CTD.

Das Segment Logistik bündelt Dienstleistungen

von Beratung bis Projekt-Logistik.

Beispiele sind hier Unikai Lagerei und

Spedition, Ulrich Stein GmbH und Hansaport.

HPC Hamburg Port Consulting vermarktet

mit Uniconsult und HPTI die

Kompetenz der HHLA in der Hafentechnologie

weltweit. Viertes Segment ist der

Bereich HHLA Immobilien.


…zwei Buchstaben für

SICHERHEIT


Porträt. Der Germanische Lloyd (GL) hat

sich seit mehr als 140 Jahren der Sicherung

von menschlichem Leben und Gütern

auf See verschrieben. Eine Aufgabe, die

auch im Container-Zeitalter bedeutend ist –

denn selbst hinter unerschütterlich

wirkenden Stahlboxen stecken ausgeklügelte

Konstruktionen, die leicht aus dem

Gleichgewicht gebracht werden können.

Inmitten der maritimen Fassaden der Hamburger HafenCity

hat auch der traditionsreiche Germanische Lloyd im vergangenen

Frühjahr sein neues Hauptquartier bezogen. In Hamburg

beschäftigt das global tätige Prüf- und Beratungsunternehmen

6000 Ingenieure, Besichtiger und Fachkräfte in über 200

Niederlassungen in 80 Ländern. Dabei ist die Sachverständigenorganisation

in die Geschäftsbereiche Maritim, Öl und Gas sowie

Erneuerbare Energien unterteilt. Das Dienstleistungsspektrum der

GL Group ist umfangreich und findet für verschiedenste Bereiche

Anwendung. Neben der traditionellen Schiffs-Klassifikationen

und dem technischen Prüfservice stehen die GL-Fachkräfte damit

Tag für Tag auch vor Fragestellungen der Zukunft. Wie z. B. auch

mit Blick auf Container und Wechselbehälter.

32 ConTraiLo 4/2011

Spezialcontainer auf dem

Teststand für Stahl-Coil-Transporte.

„HU“ für Container und Wechselbehälter

Nicht nur Autos und Lkw, auch Schiffe, Container und Wechselbehälter

müssen Normen und technischen Prüfkriterien gerecht

werden. Eine Leistung des GL ist die Zertifizierung von

Containern entsprechend den Vorgaben. Je nach Einsatzfeld

müssen die Boxen Tests bestehen. Wobei nicht jeder Container

einzeln geprüft wird, sondern das Baumuster die Prüfungen

erfolgreich absolvieren muss und danach die Serien-Produktion

kontinuierlich überwacht wird. Basierend auf Kundenwunsch

und Spezifikation werden weitere Container im Produktionszyklus

einer erneuten Teil-Typprüfung unterzogen.

Obwohl die Produktion von Standardcontainern heute nahezu

ausschließlich in Fernost erfolgt, bleibt die Gesamtverantwortung

für die Zertifizierung in Deutschland. Die Gesamtheit der

Prüfungen stellt dabei sicher, dass auch die heutigen, vielfach

optimierten Baukonstruktionen den Anforderungen der kompletten

Transportkette genügen.

Kleine Änderung mit großer Wirkung

Der Container während des Seetransportes steht im Mittelpunkt

eines komplexen Systems. Strukturelle Veränderungen am Container

können schnell die Stabilität und damit die Sicherheit des

gesamten Systems in Mitleidenschaft ziehen. Jegliche Eingriffe

in die Struktur lassen daher die Zulassung des Containers erlöschen,

denn diese gilt nur für den Urzustand. Im Schadensfall

kann die erloschene Zulassung neben der Gefährdung für Menschen

und Umwelt auch kostspielige Folgen haben, wenn z. B.

die Versicherung aufgrund der fehlenden Zertifizierung nicht

eintritt. Aber alleine schon, wenn Container wegen einer fehlenden

Zulassung stehen bleiben, wird es teuer.

In Deutschland werden in den Häfen regelmäßig Kontrollen

durch die zuständigen Behörden und die Polizei durchgeführt.

Containerumbauten sollten daher grundsätzlich unter Einbezie-


hung der zuständigen Stellen und Organisationen geplant und

umgesetzt werden. Die GL-Experten arbeiten dabei parallel zum

eigentlichen Umbau und stellen den Umbaubetrieben ihr Fachwissen

sowie „Fachenglisch“ auch beratend zur Verfügung, wie

Dipl.-Geogr. Rebecca Schade und Dipl.-Ing. Niels Merettig aus

dem Bereich Containertechnik des GL erklären.

Die Welt als Container

Dabei sind es in Hamburg nicht nur die Standardbehälter, die

die GL-Containerfachleute beschäftigen. Mit der steten Steigerung

der Kosteneffizienz ist die Kreativität auf der Suche nach

neuen Transportlösungen mit neuen Containertypen gestiegen.

Maschinen- und Anlagenhersteller können „containerisierte“

Lösungen anbieten, indem sie ihre Produkte als Module mit

Containermaßen und Containereckbeschlägen produzieren. In

der Offshore-Branche nutzt man die Flexibilität von Containern

bereits sehr lange. Hierbei ergeben sich jedoch zusätzliche Anforderungen

an die Container, da diese beim Umschlag auch

den Bewegungen der Schiffe auf hoher See ausgesetzt sind.

Container der Zukunft

Aber auch die „klassischen“ Container scheinen noch nicht am

Ende ihrer Entwicklung angekommen – gerade mit Blick auf

Gewichtsoptimierung und der Imbalance auf den Fahrtrouten

tauchen bereits neue Ideen für zukünftige Bauformen auf,

die von alternativen Materialien und „Einmal-Box“ bis zu „Containern

als Klappbox“ reichen. Die notwendige Stabilität, die

Sicherstellung der tatsächlichen Einmal-Nutzung oder auch die

Problematik beweglicher Teile sowie das Fehlen entsprechender

weltweiter Wartungs- und Reparaturmöglichkeiten sehen die

GL-Experten bei der

Arbeit im Hafen.

beiden GL-Container-Experten dabei bisher jedoch noch als

Hindernisse und denken, dass hier noch Entwicklungszeit bis

zur realen Alternative notwendig ist. Während sich der Containerfachbereich

mit den mechanischen Faktoren beschäftigt,

beweist der GL seine Expertise auch im „thermischen“ Bereich.

Die GL–ATP-Prüfstelle

Der Germanische Lloyd ist als eine der zwei deutschen, anerkannten

ATP-Prüfstellen bekannt. Leiter der Prüfstelle des GL

ist Dipl.-Ing. Hanspeter Raschle. Dem Beförderungsabkommen

ATP, das die Transportbedingungen regelt, unter denen temperaturgeführte

Lebensmittel im internationalen Güterverkehr zu

transportieren sind, sind inzwischen 45 Staaten beigetreten.

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Der Germanische Lloyd ist seit 1994 als Prüfstelle anerkannt und

führt in dieser Eigenschaft jährlich ca. 20 bis 30 Typprüfungen

an Kühlfahrzeugen durch und bescheinigt darüber hinaus jährlich

über 8500 Kühlfahrzeugen die Übereinstimmung mit den

ATP-Anforderungen. Frachtcontainer sind vom ATP-Abkommen

nur betroffen, wenn sie für den reinen Landtransport im grenzüberschreitenden

Verkehr eingesetzt werden.

Container müssen Normen und

technischen Prüfkriterien

gerecht werden.

34 ConTraiLo 4/2011

ATP-Prüflinge erhalten

z. B. die Kennzeichnung

FRC.

Das ATP-Team: H. Raschle, N. Sabour und M. Kegler (Bild links).

Um die Aufgabe als ATP-Prüfstelle zu erfüllen, pflegt der GL eine

Kooperation mit der ATP-Meßstelle Nord GmbH, eine 100-prozentige

GL-Tochter. Diese betreibt in Elze eine Klimakammer für

die messtechnische Bestimmung der Güte der thermischen Isolierung.

Die Mitarbeiter messen hier von der kleinen Thermobox

mit einem Volumen von 750 l bis zu Sattelaufliegern mit

13,60 m Länge. Die ATP-Prüflinge erhalten mit einer Kennzeichnung,

z. B. FRC, ein optisches Klassifizierungszeichen.

Die Fachkräfte bewerten für verschiedene Hersteller auch die

Kühlaufbauten mit Blick auf die europäische Hygiene-Richtlinie

(HACCP). Kühlfahrzeuge, die grenzüberschreitend eingesetzt

werden, unterliegen wiederkehrenden Prüfungen im Zyklus von

sechs und danach drei Jahren. Die GL hat hierzu zehn Stützpunkte

in Deutschland und zwei in der Schweiz aufgebaut. Ein

weiterer Ausbau des Netzes auf die Türkei soll bald folgen, denn

auch, wenn die Schweiz und die Türkei das Abkommen bisher

nicht ratifiziert haben, kann eine ATP-Prüfung notwendig sein,

wenn die temperaturgeführten Landtransporte einen ATP-Staat

als Ziel haben.

„HU“ für Schiffe

Die Erfahrung aus dem ATP-Bereich findet sich beispielsweise

auch in der GL-Arbeit im Feld der Schiffsklassifizierung wieder.

Schiffe, die auf internationalen Gewässern unterwegs sind, müssen

klassifiziert sein. Der Germanische Lloyd stellt technische

Standards in der Schiff-Fahrt auf und prüft diese. Derzeit sind

bereits rund 7000 Schiffe beim GL klassifiziert. In die Klassifizierung

fließen dabei die Vorgaben internationaler Konventionen,

MARPOL, SOLAS und nationale Anforderungen von Flaggenund

Hafenstaaten ebenso ein, wie GL-Bauvorschriften und

-Richtlinien. Eine dieser Richtlinien ist die „Guidelines for

the Carriage of Refrigerated Containers on Board Ships“, die

von GL mit dem Experten Raschle in Zusammenarbeit mit der

Reederei Hamburg Süd entwickelt wurde und sich inzwischen

seit acht Jahren bewährt.


Stauplan verändert Anforderungen

Der Hintergrund für die Richtlinie zeigt ein weiteres Mal, wie

sich bereits kleine Änderungen im Transportalltag auswirken

können. Früher wurden Kühlcontainer ausschließlich auf dem

freien Deck transportiert. Da ab ca. 1990 jedoch zunehmend die

schweren Kühlcontainer auch im Laderaum gestaut wurden,

traten neue Probleme auf: Wohin mit der Abwärme? Wie kann

die Umgebungstemperatur niedrig gehalten werden, um möglichst

wenig Energie zu verbrauchen? – und mehr. Entscheidend

ist dabei nicht nur die Zahl der Kühlcontainer, sondern auch

die Art der Ladung selbst. Die Überlegungen des GL-Experten

schlugen sich nicht nur in der GL-Richtlinie nieder, sondern

zogen letztlich auch in die Norm für Kühlcontainer ein.

Innovationspotenzial Laderaumlüftung

Ende 2011 ist ein Update für die GL-Richtlinie geplant, in die

neue technische Standards und Erkenntnisse aus den letzten Jahren

einfließen. Raschle sieht intelligente Laderaumlüftungen,

die sich z. B. automatisch entsprechend der Laderaumtemperatur

zu- und abschalten, als eines der Themen der Zukunft in diesem

Bereich. Zwischen 2004 und 2008 hat der GL in Zusammenarbeit

mit der Industrie zudem mit dem CCQI einen Kühlkettenstandard

entwickelt, der auf jede Art von Kühlkette angewendet werden

kann. Dieses sind nur einzelne Beispiele aus dem Leistungsspektrum

der heutigen GL Group. Sie zeigen bereits, wie stark

sich einzelne Kompetenzen in anderen Bereichen wieder finden

und für neue Ideen und Sicherheit miteinander verknüpfen.

mit uns über den

ganzen gloBUSS.

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Fracht sicher dahin kommt, wo

sie hin soll. Und zwar weltweit.

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Der GL zertifiziert

neben

dem CCQI-

Standard für

Kühlketten

auch wie hier

den CTQI-Standard

für Container-Terminals.


Mit traditionsreichen

WURZELN

Unternehmen. EUROGATE ist eine führende Container-Terminal-Logistik-Gruppe in Europa.

Die beiden Muttergesellschaften EUROKAI, seit Mitte des 19. Jahrhunderts am Hamburger

Hafen ansässig, und die BLG Logistics Group, 1877 als Bremer Lagerhaus-Gesellschaft

gegründet, prägen die Entwicklungen in den Häfen seit mehr als 100 Jahren.

Im Sommer 2010 feierte

EUROGATE den 33.333.333.

umgeschlagenen Container.

(Foto: EUROGATE)


Das Kerngeschäft des EUROGATE-Netzwerkes ist der

Containerumschlag. Alleine am Standort Hamburg

hat das Unternehmen im vergangenen Jahr

mehr als 2,1 Mio. TEU umgeschlagen, an sechs Groß-

Schiffsliegeplätzen sind 24 Containerbrücken in Betrieb.

Mehr als 2000 Menschen beschäftigt der Konzern in Hamburg.

In Ergänzung zum Containerumschlag bietet EURO-

GATE seinen Kunden cargo- und intermodale Dienstleistungen

rund um die „Box“.

Tochter und intermodale Netze

Direkt auf dem Hamburger Terminal sichern und verpacken

die Spezialisten von SWOP Seaworthy Packing Güter

jeder Abmessung und Dimension gegen Transportschäden

und Umwelteinflüsse. Selbst Helikopter und tonnenschwere

Kettenräder für Bergbau-Schaufelradbagger

werden fachgerecht geschützt.

Die hundertprozentige EUROGATE-Tochter bietet den

Kunden Full-Service von der Planung, Beratung über weltweite

Standard- und Spezialverpackungen sowie Komplettabwicklung

bis hin zur Lagerung. Ebenfalls am Hamburger

Hafen ansässig, hat sich EUROGATE Intermodal

mit einem Netzwerk in Richtung Mittel-, Ost- und Südeuropa

etabliert: Seit rund fünf Jahren wird u. a. eine Bahnverbindung

angeboten, die Bremerhaven und Hamburg

bis zu sechs Mal pro Woche mit Budapest verbindet. Auf

dem Korridor werden pro Abfahrt 96 TEU Transportkapazität

angeboten. Und mit der Beteiligung an boxXpress.de

verfügt EUROGATE Intermodal über ein eigenes Transportnetzwerk

mit flexiblem und verlässlichem Service.

„Grünes“ Engagement und Meilensteine

Das Engagement von EUROGATE geht über die logistische

Dienstleistung und den Containerumschlag hinaus, Umwelt-

und Ressourcenschonung sind Bestandteil des langfristigen

Unternehmenserfolges. Der Konzern ist „Umwelt-

Partner der Freien und Hansestadt Hamburg“, ebenso der

Städte Bremen und Bremerhaven. Auf den Terminals sparen

unter anderem drei Photovoltaik-Anlagen 28 t CO2 pro

Jahr, zwei Holzhackschnitzelheizwerke versorgen Büros

und Werkhallen mit Strom und Wärme. Viele der rund

4500 in Deutschland Beschäftigen arbeiten bereits in der

zweiten Generation für den Konzern.

Und gemeinsam mit Contship Italia betreibt EUROGATE

Seeterminals an der Nordsee, im Mittelmeerraum und am

Atlantik. Ambitionierte Zukunft: Das CT Wilhelmshaven,

Deutschlands einziges Tiefwasser-Container-Terminal, wird

im August 2012 in Betrieb gehen. Mit der Erweiterung in

Richtung Bubendey-Ufer im Jahr 2017/2019 sollen in Hamburg

zudem 1000 m zusätzlicher Liegeplatz hinzukommen.

• Hannover

• Philippsthal (bei Eisenach)

• Beiseförth (bei Kassel)

• Wismar

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Gab es in den letzten Jahren signifikante

Veränderungen bei der Nachfrage nach

Ladungssicherungsprodukten?

Patock: Insgesamt spielt das Thema Ladungssicherung

durch diverse neue Richtlinien

sowie aus versicherungstechnischen

Gründen eine immer größere Rolle.

Besonders der Straßentransport wird zunehmend

strenger überwacht und die

Speditionen schenken dem Thema Ladungssicherung

immer mehr Bedeutung.

Auch wenn Ladungssicherung für viele

Speditionen als eher lästig angesehen

wird ist es doch eine gute Investition in

den Wert der Ware und letztendlich in

die Sicherheit von allen Verkehrsteilnehmern.

Denn, wenn ein Schaden aufgrund

38 ConTraiLo 4/2011

Mit LaSi-Spezialisten

im Gespräch

Nachgefragt. Sandax wurde im Jahre 2006 gegründet und

bediente zunächst nur den Hamburger Raum. Schnell wuchs

der Kundenstamm jedoch auch über die Grenzen Hamburgs

hinaus. ConTraiLo sprach mit dem Geschäftsführer

Dipl.-Kaufmann Stefan Patock über Trends und Entwicklungen.

mangelnder Ausstattung von Anti-Rutsch-

Matten und Gurten entsteht, ist der Schaden

meist weitaus größer, als wenn man

vorher „im Verhältnis kleines Geld“ für

die nötige Sicherung ausgegeben hätte.

Viele Ladungssicherungsprodukte sind zudem

mehrfach einsetzbar.

Welche Entwicklung erwarten Sie für die

nächsten Jahre?

Patock: Das Geschäft mit Ladungssicherungsprodukten

und Exportverpackungsmaterialien

ist naturgemäß sehr stark von

der allgemeinen Konjunktur sowie von

der Exporttätigkeit abhängig. Der Hauptmarkt

für die Sandax GmbH ist nach wie

vor Deutschland. Da die Exporttätigkeit

Heute reicht das breite Sandax-Produktprogramm

von Staupolstern/Airbags bis hin zu Anti-Rutsch-

Matten. (Fotos: Sandax)

und die Konjunktur momentan nach wie

vor sehr robust sind, erwarten wir auch

ein weiter wachsendes Geschäft für unseren

Bereich. Durch verlässliche Lieferzeiten

und eine sehr kundenfreundlich ausgerichtete

Preisgestaltung, sind wir sehr

zuversichtlich weitere Marktanteile gewinnen

zu können.

Die Produktvielfalt von Sandax wächst stetig.

Welches sind Ihre neuesten Produkte?

Patock: Vor allem im Bereich Umreifungsband

und Staupolster/Container-

Airbags gab es zwei signifikante Neuerungen.

Die Staupolster lassen sich durch ein

neues Ventil nun noch schneller und einfacher

befüllen. Durch einen neuen seitlichen

Befülladapter wurde zudem der

Befüllungsvorgang noch komfortabler

gemacht.

Seit kurzer Zeit bietet die Sandax GmbH

außerdem ein neuartiges Umreifungsband

an. Das so genannte Black-Soft-Kompositband

vereint die Vorteile aus mehreren

Welten. So bietet das Sandax Black Soft

neben der gewünschten und gewohnten

Steifigkeit des herkömmlichen Kompositbandes

die Flexibilität eines Textilbandes.

Das hat den Vorteil, dass das Band noch

einfacher und schneller in den Drahtverschluss

gebracht werden kann. Es wird für

alle Arten von Schwergutverpackungen

und Sicherungen eingesetzt. Die lineare

Bruchlast geht beim breitesten 32 mm

Band hoch bis 1500 daN.


Ein Beispiel: Das mit

ZAGRO entwickelte Zwei-Wege-Fahrzeug. (Foto: Terberg)

Vielfältige Zugkraft für Häfen

Hamburger Terberg-Tochter kurz vorgestellt

Terberg hat sich als Hersteller von Spezialfahrzeugen

über die Jahre hinweg eine

starke Position in der Branche erworben.

Fahrzeuge wie Wechselbrückenumsetzer,

Terminal- und RoRo-Zugmaschinen sind

eigens auf den Transport von Anhängern,

Aufliegern sowie Rollpaletten für Häfen,

Industrie und den Speditionsmarkt

zugeschnitten. Die Hamburger Terberg

NordLift GmbH vertreibt als Tochtergesellschaft

der Gruppe Terminal-Zugmaschinen

für den deutschen Markt.

Stete Weiterentwicklung. Rund 750 Zug-

maschinen und Wechselbrückenumset-

Bruno Dabelstein

Stahl- und Maschinenbau GmbH

Telefon (040) 7 32 33 48

Telefax (040) 7 32 95 12

e-mail: bruno.dabelstein@t-online.de

Internet:

www.bruno-dabelstein.de

Moorfleeter Billbrookdeich Straße 15115

22113 Hamburg

zer sind von Terberg in deutschen Häfen

sowie bei Speditionen und Industrieunternehmen

im Einsatz. Nicht selten auch

im Drei-Schicht-Betrieb. Damit dem Kunden

eine zuverlässige und problemlose

Technik geboten werden kann, ist ein

leistungsfähiger Service unabdingbar. In

Deutschland sind auch diese Servicedienstleistungen

ein Angebot der Hamburger

Niederlassung.

Innovation mit einer flexiblen Organisation

für schnelle Entscheidungen gehören

für Terberg zur Unternehmensphilosophie.

Dabei verfolgt das Unternehmen

nach eigenen Angaben die Strategie, den

eigenen hohen Firmenstandard einzuhalten,

aber auch zu verbessern, indem das

Unternehmen stets in Technik und Entwicklung

investiert.

Kurzer Fahrzeugüberblick. Entsprechend

umfangreich und breit ist inzwischen die

Fahrzeugpalette des Herstellers. Hier nur

einige Beispiele. Der Wechselbrückenumsetzer

BC 182 wurde speziell für das sichere

und schnelle Umsetzen von Wechselbehältern

entwickelt.

In Häfen, auf Speditionshöfen, in Logistik-Zentren

und mehr transportieren Yard-

Zugmaschinen YT 182/222 (DT) Auflieger.

Die Baureihe YT kann dabei ein Gesamtgewicht

von bis zu 200 t bewegen und

können eine Sattel-Hublast von bis zu

36 t aufnehmen. Die neueste Generation

der RoRo-Zugmaschinen, die RT 223/283/

323 hat Terberg mit Zug-Gesamtgewichten

von bis zu 375 t und Sattellasten von

bis zu 45 t speziell für Häfen konzipiert.

Die Achsfolge 4x4, die 180° drehbare Sitzfläche

und die geräumige Kabine sind

weitere Merkmale.

Spezielles. Eine besondere Entwicklung

zeigt auch das gemeinsam mit ZAGRO

entwickelte Zwei-Wege-Fahrzeug RR 22,

das Waggons bis 2000 t ziehen kann.

Darüber hinaus bietet die Produktpalette

auch Dumper und Hakenliftfahrzeuge.

Service around the clock

● Anfertigung von Container-Spreadern

und Zubehör,

● Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten

für Schiffbau und Industrie,

● Schweißkonstruktionen, Aufpanzern

von Maschinenteilen,

● Rohrleitungs- und Behälterbau,

● Dreh-, Fräs- und Bohrwerksarbeiten,

● Sonderanfertigungen von Ersatzteilen,

● Montagearbeiten


DRACHEN

über der Nordsee


Alternativer Antrieb. Wind als Schiffsantrieb ist keine Neuheit, sondern

hatte über Jahrhunderte hinweg mit der Zeit der Segelschiffe seine ganz

eigene Dynamik. Inzwischen schreibt die alternative Energiequelle mit

den Zugdrachen der Hamburger SkySails GmbH & Co. KG wieder

ganz neue Geschichten für die moderne Fracht-Schiff-Fahrt.

Beinahe unscheinbar wirkt der weiße Drachen im Nordseewind

über dem blauen Schiffsrumpf der MS Theseus der

Reederei Wessel, die am frühen Morgen in Cuxhaven ihre

Leinen gelöst hat – dabei hat es das moderne Segel in sich:

Der 160 m2 große Drachen zieht an einem 400 m langen

Hightech-Seil mit etwa fünffacher Windgeschwindigkeit

in Achten seine Bahnen im Wind und überträgt bis zu 8 t

Zugkraft auf den 3675-dwt-Mehrzweckfrachter – etwa

soviel wie die Schubkraft eines Airbus-A318-Triebwerkes.

Der SkySails-Drachen der MS Theseus ist einer von

fünf derzeit auf Frachtschiffen installierten Systeme

des Hamburger Unternehmens. Er ist Teil der Geschichte

eines zusätzlichen Windantriebs, der im Dezember

2011 mit einem 320 m2 großen Drachen für

einen 25.000- bis 30.000-dwt-Handysize-Frachter

in die nächste Runde geht und für den die Serienproduktion

mehr und mehr in greifbare Nähe rückt.

Start mit einer Idee

Aber zurück zum Anfang der Geschichte, denn bis

sich der erste SkySails-Drachen in die Lüfte erheben

konnte, war es für Dipl.-Wirtschaftsingenieur Stephan

Wrage und seine Mitstreiter ein langer Weg. Ein

Weg, der vor mehr als zehn Jahren mit einer Idee auf

einem Blatt Papier begann. Anfangs wurde die Idee des

Sky-Sails-Gründers häufig belächelt. Ein vollkommen

neuer Windantrieb für Schiffe? Der Gedanke an alternative

Antriebssysteme fand in Zeiten, in denen ein Barrel

Öl noch 21 Dollar kostete, noch nicht viel Raum. Doch

Wrage fand Mitstreiter.

Auf ihre Art sind sie alle Visionäre mit dem Mut einen vollkommen

neuen Weg zu gehen. Denn das heutige SkySails-

System musste von Beginn an vollständig entwickelt werden,

da es kein vergleichbares System gab – begonnen beim genauen

Konzept bis hin zu den einzelnen Bauteilen. Eine der wenigen Komponenten,

die es bereits gab, waren die Dyneema ® -Fasern der niederländischen

Firma DSM Dyneema – die zu einer der Schlüsseltechnologien

des Zugantriebes geworden ist.


Dipl.-Wirtschaftsingenieur Stephan Wrage ist Gründer und

Vorsitzender der Geschäftsführung der SkySails GmbH & Co. KG.

Robust, aber leichter als Draht

Jedes drachenbasierte Antriebssystem benötigt ein Zugseil,

das leicht und dennoch unglaublich fest ist, denn

das Gewicht des Seiles verringert die durch den Drachen

erzeugte Kraft. Zudem müssen die Leinen hohen Zugkräften

von über 32 t standhalten, die durch den Drachen

bei Fluggeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h erzeugt

werden. Stahlseile wären zu schwer für eine solche

Anwendung. Herkömmliche Seile wären nicht stark oder

reißfest genug, um den Kräften, denen die Drachen ausgesetzt

sind, standzuhalten. Diese Herausforderung wurde

dadurch gemeistert, dass das Zugseil aus Dyneema ®

gefertigt wird. Die Polyethylenfaser ist nach Herstellerangaben

15-mal stärker als Stahl. Sie ist leicht und extrem

widerstandsfähig gegenüber korrodierenden Chemikalien,

Abrieb und Friktion.

Steuerungssystem für Windausbeute

Sie wird in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt:

von schuss-sicherer Körperpanzerung und industriellen

Seilen bis zu Handschuhen. In Zusammenarbeit mit Geo.

Gleistein & Sohn GmbH wurden die Zugseile aus Dyneema

® entwickelt, um den spezifischen Anforderungen der

SkySails-Drachen gerecht zu werden. Thomas Schlätzer,

geschäftsführender Gesellschafter der Bremer kann sich

noch gut an den ersten Kontakt vor etwa zehn Jahren mit

der SkySails-Idee erinnern. Etwa zwei Jahre später war zudem

das Know-how einer weiteren Firma gefragt, denn

im Inneren des Spezialseiles ist eine weitere Besonderheit

verborgen. SkySails-Zugdrachen für Schiffe operieren in


Höhen zwischen 100 und 500 m, in denen stärkere und

stetigere Winde vorherrschen. Dank dynamischem Flug,

z. B. in Form einer liegenden Acht, können sie im Vergleich

zu normalen Segeln/m2 Fläche das fünf- bis 25fache

an Vortriebskraft erzeugen. Während also z. B. die

109 m lange Viermastbark Sea Cloud eine Segelfläche

von insgesamt 3000 m2 besitzt, würde sie für die gleiche

Antriebsleistung laut SkySails lediglich einen 150-m2-Zug drachen benötigen. Für den dynamischen Flug steuert ein

Autopilot den Flug des Zugdrachens.

Hightech inside

Die Signale hierfür müssen über das Seil übertragen werden,

bzw. mithilfe eines Kabels im Inneren der Seilkonstruktion.

Auch hier stellte sich bald heraus, dass keine

Lösung von der Stange möglich war, da bereits während

der Seilproduktion Kräfte auf das innenliegende Kabel

einwirken, die dieses nicht schädigen dürfen. So kam

schließlich auch die Helukabel GmbH und ihre Kabelfertigung

mit ins Spiel, damit die Zugdrachen heute ihre

Bahnen über den Schiffen ziehen können.

Wessels Partner für die Praxis

Das heutige System besteht dabei aus drei Hauptkomponenten:

dem Zudrachen mit Seil, dem Start- und Landesystem

sowie dem Steuerungssystem. Um einen Windantrieb

nutzen zu können, bedarf es jedoch nicht nur des

Systemes selbst, sondern auch entsprechenden Schiffen,

die dieses nutzen. Aus einer eher zufälligen Begegnung

zwischen Wrage und Gerd Wessels, geschäftsführendem

Gesellschafter der Wessels Reederei GmbH & Co. KG entstand

auch hier eine Partnerschaft. Der Reeder zeigte, dass

sich Tradition und Moderne vereinen lassen und wendete

das Zugdrachensystem ab Ende 2007 auf der MS Michael

A. und später auch auf der MS Theseus an.

DSM, Gleistein

und Helukabel entwickeln mit SkySales ein Spezialseil.

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Fundamentaler Umbruch

So ist aus der anfangs „belächelten Idee“ eine potenzielle Alternative

geworden. Wrage erlebt zunehmend konkrete Fragen

nach Preisen, Energiesparpotenzialen etc. Die Unternehmen

wissen, dass etwas passieren muss. Getrieben von steigenden

Ölpreisen und Emissionsauflagen ist künftig auch der schonende

Umgang mit Ressourcen und Umwelt für den wirtschaftlichen

Erfolg oder Misserfolg von Reedereien ein wesentlicher

Faktor. Experten wie der Germanische Lloyd rechnen damit,

ONLINE

Steuergondel

Zugseil

Winde

Die Komponenten des SkySails-Systems.

Die ehemalige Beluga SkySails fährt nun als

BBC SkySails auch weiterhin mit Zugdrachensystem,

wie Michael Gadzali von der Jan-Kuiken-Oltmann-Gruppe

beim SkySails-Pressetermin erklärte.

Zugdrachen

Steuerungssystem

Start- und

Landebahn

Krafteinleitungspunkt

dass sich die Treibstoffkosten für Schiffe innerhalb der nächsten

zehn Jahre auf ca. 1400 US-Dollar/t fast verdreifachen werden.

Die jüngste SkySails-Generation SKS C 320 hat eine Antriebsleistung

von mehr als 2 MW oder ca. 2700 PS und kann eine Zugkraft

im Seil von über 320 kN erzeugen. So kann das System laut

SkySails pro Tag bis zu 10 t Öl und damit 32 t CO2 sparen. Dies

entspricht etwa einer Kostensenkung von ca. 5000 US-Dollar/Tag.

Die IMO gibt an, dass das SkySails-System in der Lage ist, pro

Jahr etwa 100 Mio. t CO2 einzusparen, sobald es breiten Einsatz

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in der Welthandelsflotte findet. Dies entspräche elf Prozent

der CO2-Emissionen von Deutschland.

Idealer Einsatzbereich

Je nach Einsatzbereich soll sich die Investition für ein System

(derzeit zwischen 0,5 und 1 Mio. Euro) bereits nach

zwei bis sechs Jahren amortisiert haben. Das ideale Einsatzfeld

des Systems sind dabei die langsamen Schiffe mit

etwa maximal 15 Knoten, wie Bulk und Tanker. Mit dem

zunehmenden SlowSteaming aber auch Containerschiffe.

So berichtet Wrage, dass sich zudem abzeichnet, dass

80 Prozent der Fracht mit 12 Knoten befördert werden

könnten. Ideales Einsatzfeld sind Routen mit viel Wind,

wie z. B. Transpazifik, Transatlantik und auch Routen auf

der Nordsee. Der Zugdrachenantrieb kann sowohl auf

Neubauten als auch bestehenden Frachtschiffen nachgerüstet

werden. Die Deckskomponenten sind nur im

Vorschiffsbereich installiert, der nicht für Ladung verwendet

wird, sodass sich die Nutzfläche durch das Sky-

Sails-System nicht wesentlich verändert.

Serienproduktion und mehr

Der aus Textilien bestehende Zugdrachen ist zusammengelegt

leicht zu verstauen. Seil und Zugdrachen werden

etwa alle ein bis zwei Jahre ausgetauscht. Ferner behindern

keine störenden Aufbauten das Laden und Löschen

im Hafen oder Brückendurchfahrten.

Weitere Entwicklungsschritte könnten Zugdrachen mit

noch größerer Fläche oder die Ausrüstung von Schiffen

mit einem Kite für leichten und einem für starke Winde

sein. Die Serienproduktion ist für 2013 für den Windantrieb

anvisiert und noch für dieses Jahr kündigten Sky-

Sails und DSM weiteres Potenzial der Technologie an.

INFORMATIONEN ZU SKYSAILS: Das Hamburger Unternehmen

SkySails GmbH & Co. KG wurde 2001 von Dipl.-

Wirtschaftsingenieur Stephan Wrage und Dipl.-Ingenieur

für Schiffbau und Meerestechnik Thomas Meyer gegründet

und beschäftigt derzeit rund 80 Mitarbeiter. Ende des

Jahres 2003 stieg die Oltmann-Gruppe als Hauptinvestor

ein und stellte die Finanzierung der Technologieentwicklung

sicher. Die Wessels Reederei GmbH & Co.KG gehört zu den

Pilotkunden. Ende 2008 konnte SkySails die Zeppelin Power

Systems GmbH & Co. KG als strategischen Partner gewinnen,

die ab Beginn der Serienproduktion exklusiv Vertrieb

und Service für das System übernehmen soll. Ende 2010

beteiligte sich der niederländische Großkonzern Royal DSM

N.V. im Rahmen der letzten SkySails-Finanzierungsrunde.

(Fotos: SkySails, sh)


Terminals International

TEN-T-PROJEKT

EU investiert

in Seehäfen

Die Häfen Göteborg, Århus und Tallin

haben von der EU 24,8 Mio. Euro als

Unterstützung erhalten. Ein gemeinsames

Projekt soll den Seetransport

im Ostseeraum verbessern. Göteborg

plant dabei 11,5 Mio. Euro in die

Infrastruktur zu investieren, um Engpässe

zu beseitigen. Die EU-Mittel

sind Hilfen im Rahmen der Trans-European

Transport Network (TEN-T).

Nach den Planungen könnten Göteborg

und Århus als Drehscheiben für

den Transport aus und nach Asien

werden und damit Umschläge übernehmen,

die derzeit in anderen kontinentalen

Häfen ausgeführt werden.

Die Zusammenarbeit mit anderen

Häfen im Ostseeraum soll dabei verstärkt

werden. So könnten Skandinavien

und der Ostseeraum als ein

Markt gesehen werden.

HAFENBILANZ

Litauischer Rekord

Mit 2,92 Mio. t Gütern erreichte der Port of Klaipeda

im Februar 2011 nicht nur eine Steigerung

von 25,4 Prozent zum Vorjahresmonat, sondern

sein bestes Ergebnis in der Hafengeschichte. Die

höchsten Zuwächse verzeichnete der litauische

Hafen dabei im Bereich RoRo-Verkehr und Containerumschlag.

So lag der Containerumschlag

mit 25.168 TEU um 23,8 Prozent über dem von

Februar 2010. Mitte März erhielt Klaipeda das

Zertifikat für die Baufertigstellung des neuen

Kais Nr. 26. Betreiber für die neue Anlage an

der Fähren abgefertigt werden sollen, die bisher

am Danes River festmachten, wird laut Port of

Klaipeda SC „Smiltynòs perkòla“.

50 ConTraiLo 4/2011

Wiederaufbau der Seidenstraße

Venedig präsentiert sich in der Türkei

Neue Infrastrukturen und Verkehre

sollen den Warenaustausch in der Mittelmeer-Region

fördern. Eine Initiative,

zu der auch ein neues RoRo-Terminal

im Hafen von Venedig gehört, das Ende

2013 den Betrieb aufnehmen soll.

Treffen in Istanbul. Mitte März präsentierte

der Port of Venice erstmals

bei der Konferenz „The Venice Gateway

for the Motorways of the Mediterranean.

A Winning Model for the

Development of Italian-Turkish Cooperation“

das neue Terminal.

Der Hafen entschied sich bewusst für

die Türkei als Präsentationsort als Ergebnis

der gemeinsamen Arbeit der

italienischen Botschaft in der Türkei,

dem türkischen Ministerium für maritime

Angelegenheiten und dem Istanbul

ICE Office.

Offene Informations-Veranstaltung.

Das Treffen stand allen Logistik-Unternehmen

und Häfen der Türkei offen

und gab Gelegenheit sich über den

Hafen Venedig zu informieren, und

die Möglichkeit, wie die Türkei mit

neuen Schiff-Fahrts-Linien über das

Terminal in Fusina mit Zentraleuropa

verbunden werden kann.

Metin Kalkavan, Vorsitzender der Maritime

Chamber of Commerce, sagte:

„Die Adria ist tatsächlich ein Weg, den

die Türkei nutzt, um Europa zu erreichen.

Wenn der Hafen Venedig Infrastruktur

speziell für RoRo-Verkehre zur

Verfügung stellt, werden türkische Betreiber

die ersten Kunden sein.“

Projekten gemeinsam Leben geben.

Abschließend schlug das Büro des

Staatssekretärs für maritime Angelegenheiten

vor, eine Arbeitsgruppe

einzurichten, in der Italien und Repräsentanten

der türkischen Haupt- Häfen

vertreten sind.

Auch das Türkische Maritime Chamber

of Commerce und italienische und türkische

Operateure sollen einbezogen

werden, um gemeinsame Projekte im

Bereich See- und Intermodal-Verkehre

zu verwirklichen, indem das Fachwis-

SCHWEDENKAI FÜR LADUNGSZUWÄCHSE GERÜSTET

Baustellen-Finale in Kiel

Nachdem ein neu ausgerüsteter Schiffsliegeplatz und das Terminalgebäude

bereits in Betrieb sind, sind nun auch die Arbeiten für Herrichtung und Neuorganisation

der Hafenbetriebsflächen auf der Zielgeraden. Die Umgestaltung

Die Arbeiten

für den Schwedenkai

sind auf

der Zielgeraden.

(Foto: Seehafen

Kiel/M. Pank)


Neues Terminal für Fährverkehr: Der Hafen Venedig präsentierte seine Pläne für einen Ausbau

der RoRo-Verkehre in der Türkei. (Foto: Hafen Venedig)

sen aus beiden Ländern hierzu gebündelt

genutzt wird.

Brücke zwischen Ost und West. An der

alten Seidenstraße gelegen, ist die Türkei

laut der Autorità Portuale di Venezia heute

mehr denn je Zielmarkt für Produkte aus

Italien. Zudem ist es ein interessanter Im-

portmarkt. Bedeutende Handelspartner der

Türkei sind Deutschland, Russland, China

und Italien. Die Verbindung zwischen Venedig

und der Türkei ist historisch und damit

bietet sich nun die Gelegenheit die Zusammenarbeit

aufs Neue zu beleben, die zur Größe

von Venedig mit beigetragen hat.

des Schwedenkais wird von der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG getragen und durch

das Land Schleswig-Holstein aus Mitteln des Bundes finanziell gefördert. Jost de Jager,

Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, überreichte

Anfang April einen Zuwendungsbescheid über 4,9 Mio. Euro an Dr. Dirk Claus,

Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH & Co. KG. „Kiel hat durch den Fährverkehr nach

Skandinavien eine herausragende Bedeutung für den Logistik- und Tourismus-Standort

Schleswig-Holstein“, sagte de Jager. Er freue sich, dass sich der Güterumschlag im Kieler

Hafen so außerordentlich gut entwickelt. „Ich bin überzeugt, dass der neue Schwedenkai

nachhaltig zur positiven Entwicklung des Hafens beitragen wird“, so der Minister.

Die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG betreibt den Kieler Handelshafen im öffentlichen Auftrag

der Landeshauptstadt Kiel. Die Baumaßnahmen zur Herrichtung der Hafenbetriebsflächen

am Schwedenkai sollen in wenigen Wochen abgeschlossen sein, Restarbeiten

aber voraussichtlich noch bis Jahresende andauern. Zu den größten Einzelpositionen

zählen unter anderem die Neuorganisation der Verkehrs-, Vorstau- und Umschlagflächen.

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Schiffbau

WARTUNGEN

Hamburger

Service-Ausbau

Die MAN Diesel & Turbo SE hat ihren

Service-Stützpunkt am Hamburger

Hachmannkai umgebaut und modernisiert.

Das Service-Center ist ein Anlaufpunkt

für wartungs- und reparaturbedürftige

Schiffe. Im März wurden die

runderneuerten Räumlichkeiten offiziell

eingeweiht. Seit Dezember 2010 sind

die rund 300 Mitarbeiter des Hamburger

MAN | PrimeServ-Stützpunktes in

der komplett renovierten Werkstatt tätig.

In nur sechs Monaten wurden zahlreiche

Maschinen und Anlagen erneuert

oder modernisiert sowie die Räumlichkeiten

von Grund auf renoviert. Ziel

der Umbaumaßnahmen war es, die

Prozesse in der Werkstatt im Bezug

auf Durchlaufzeiten und Qualität weiter

zu optimieren. „Wir möchten unsere

Abläufe kontinuierlich verbessern, um

eine höhere Wertschöpfung zu erzielen

und unseren Kunden einen optimalen

Service bieten zu können“, erklärt

Standortleiter Dr. Tilmann Greiner.

52 ConTraiLo 4/2011

(Foto: MAN Diesel & Turbo SE)

Mit der Scrubber-

Technology sollen

die Schiffsemissionen

gesenkt werden.

(Foto: Containerships)

„Wäsche“ für Schiffsabgase

Wärtsilä-Technologie für Schiffe von Containerships

Wärtsilä wird das Frachtschiff Containerships

VII mit einer neuen Technologie

ausstatten, mit der die Emissionen

von Seeschiffen reduziert werden. Hierzu

haben die beiden Unternehmen einen

Vertrag abgeschlossen. Das so ausgerüstete

Schiff soll voraussichtlich im

vierten Quartal 2011 auf Fahrt gehen.

Striktere Vorgaben nähern sich. Die

von Wärtsilä entwickelte so genannte

Scrubber-Technology soll der Reederei

Containerships helfen, die Emissions-Vorschriften

in den SECA-Gebieten

(Sulphur Emission Control Areas)

zu erfüllen. Gegenwärtig müssen in

Nord- und Ostsee eingesetzte Schiffe

nach den MARPOL-Regeln Kraftstoffe

mit einem maximalen Schwefelgehalt

von einem Prozent nutzen.

RORO-EQUIPMENT

Ab dem 1. Januar 2015 soll dieser Wert

auf 0,1 Prozent verschärft werden. Die

M/V Containerships VII erfüllt diese

Anforderungen nach Unternehmensangaben

bereits 2011.

Die Scrubber-Technology. Bei der

Technologie handelt es sich um ein

Abscheidesystem, mit dem die Abgase

der Schiffshauptmaschine gereinigt

werden. Das System arbeitet mit

Wasser in einem geschlossenen Kreislauf,

in dem Schwefeloxide durch Natronlauge

neutralisiert werden sollen.

Eine geringe Menge des Wassers wird

dabei konstant entnommen und in eine

Behandlungseinheit an Bord gegeben,

wo die Schadstoffe herausgefiltert

und in Schlammtanks des Schiffes

gepumpt werden.

Cargotec stattet DFDS-Fähren aus

Zwei neue Schiffe von DFDS sollen RoRo-Equipment von MacGregor erhalten.

Cargotec hat den Auftrag für die Schiffsausrüstung im März erhalten.

Die RoRo-Schiffe mit 3000 Lademetern und Platz für 342 TEU auf dem

Wetterdeck werden auf den P+S Werften in Stralsund gebaut und sollen

bis Mitte 2012 ausgeliefert werden.


ANTI-TERROR-APP VON Z-NET

Mobile Terror-Erkennung

Geschäftskontakte direkt auf Terrorverdacht überprüfen?

Die ZNET systemhaus GmbH will dies mit einer

neuen Compliance-App möglich machen. Auf der transport

logistic in München stellt der Wiesbadener Zollexperte

erstmals diese und weitere Innovationen im

Risiko-Kontroll-Management der Fachöffentlichkeit vor.

Darunter z. B. das Zusatzmodul EmbargoPlus zur Compliance-Software

zaraATM sowie das umfangreiche

Seminarangebot der Zollagentur und ZNET-Tochter AFA.

„Mit der Compliance-App machen wir unsere bewährte

zaraATM-Technologie nun auch mobil für Telefone mit

Android-Betriebssystem verfügbar“, berichtet Werner

Tholl, Geschäftsführer der ZNET systemhaus GmbH.

Die Software soll auch die Einhaltung von

Embargos der Vereinten Nationen überprüfen.

Weitere Informationen finden Besucher

am Stand 130 in der Halle B2.

UNIFEEDER-LÖSUNGEN FÜR CONTAINER-TRANSPORTE

Nordeuropäisches Netz

Mit ihrem Feeder- und ShortSea-

Netzwerk transportiert Unifeeder

jährlich rund 1,8 Mio. TEU. Aktuell

betreibt das Unternehmen eine

Flotte mit 33 gecharterten Containerschiffen

mit Kapazitäten zwischen

750 und 1600 TEU.

Die Feeder-Division betreibt regelmäßige

Container-Liniendienste zwischen

dem Vereinten Königreich,

Skandinavien, den baltischen Staaten

sowie Russland und bedeutenden

kontinentalen Drehkreuzen wie

Hamburg, Rotterdam, Zeebrugge

und Antwerpen. Die wachsende

ShortSea-Division organisiert Door-

54 ConTraiLo 4/2011

ZNET präsentiert in München

mehrere neue Lösungen. (Foto: ZNET)

to-door-Services innerhalb Europas

mit verschiedensten Gütern, die in

Containern transportiert werden

können. Dabei kombiniert Unifeeder

unterschiedliche Verkehrsträger von

Straße, Schiene und Binnenschiff

mit den ShortSea-Schiffen zu multimodalen

Logistik-Lösungen.

So bietet das Netzwerk eine Alternative

oder Ergänzung zu reinen

Landtransportlösungen. Unifeeder

konzipiert seine Transporte und

Fahrpläne nach eigenen Angaben

so, dass die Güter ihre Ziele zur

rechten Zeit und in der richtigen

Menge erreichen.

Perspektive für mehr

Schiene und Intermodal mit Zuwächsen

Die bayernhafen Gruppe hat auch in der Krise weiter in

Ansiedlungsflächen und Infrastruktur investiert. Allein

2010 wurden dafür mehr als 8 Mio. Euro ausgegeben.

„Das kommt uns jetzt im Aufschwung zugute“, sagt Geschäftsführer

Joachim Zimmermann. Mit den Maßnahmen

zielt die Gruppe darauf ab, eine hoch effiziente Ausnutzung

der Infrastruktur zu ermöglichen.

„Die Voraussetzungen dafür werden schon bei den ersten

Planungen gelegt“, erläutert hierzu Alexander Ochs, der

KV-Verantwortliche bei der bayernhafen Gruppe. „Die

Planungen sollten flexibel und langfristig sein.“

Planen mit Weitblick. Binnenhäfen übernehmen heute

für den Güterumschlag zwischen Schiff, Bahn und Lkw

eine zunehmend wichtigere Drehscheibenfunktion. So

wurden z. B. im bayernhafen Nürnberg nicht nur mögliche

Wachstumsszenarien für die KV-Umschlaganlage

frühzeitig durchgespielt, sondern auch Produktionsverfahren

der Nutzer analysiert.

Eine Perspektivplanung waren dabei die Gleisbaumaßnahmen

für die Nordanbindung der Umschlaganlage sowie

die komplette Elektrifizierung der Terminalanbindung

– Maßnahmen, die die bayernhafen Gruppe 2010

umsetzte. Mit Vorteilen für die Nutzer: „Wir können unsere

Containerganzzüge mit den Elektroloks nun direkt

ORGANISIERTER GEMEINSCHAFTSSTAND

Treffpunkt Donau

via donau organisiert in München einen Stand gemeinsam

mit den Häfen Linz, Enns, Krems, Wien und Wien-

Cont unter dem Motto „Treffpunkt Donau: Wasserstra-

(Foto: via donau)


Die bayernhafen-Standorte haben ca. 15 Prozent Anteil

am Bahngüterumschlag Bayerns. (Foto: bayernhafen Gruppe)

unter den Schienenportalkran fahren“, sagt Christian

Krüger, Geschäftsführer der boxXpress.de GmbH.

„Das erhöht unsere betrieblichen Handlungsoptionen

und beschleunigt den gesamten Terminalprozess.“

Zuwächse in Zahlen. Dank Ausbau der Infrastruktur ist

die bayernhafen Gruppe nach eigenen Angaben zudem

für die Zuwächse im Schienengüterverkehr gerüstet.

So erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 der Güterumschlag

an den sechs Standorten Aschaffenburg, Bamberg,

Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau insgesamt um

13,4 Prozent auf rund 29 Mio. t.

ße & Logistik“. Ziel ist es, gemeinsam mit den österreichischen

Häfen die Möglichkeiten der Donau als

attraktive Transportachse in Europa aufzuzeigen und

das Image eines modernen, innovativen und leistungsfähigen

Verkehrsträgers zu kommunizieren. Die Besucher

erwartet ein interessantes Programm mit zahlreichen

Diskussionen, welche abwechselnd von den

jeweiligen Partnern veranstaltet werden.

Mit der Einführung des kundenorientierten Wasserstraßen-Managements

setzt via donau weitere innovative

Maßstäbe in der Serviceleistung für Schiff-

Fahrtstreibenden. Auf der transport logistic lädt

der Gemeinschaftsstand Dienstag, Mittwoch und

auch Donnerstag mit verschiedenen runden Tischen

zu aktuellen Diskussionen ein.

Besuchen Sie uns auch auf der Messe

transport logistic in München,

10. bis 13. Mai 2011, Halle B4 209/310

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NEU

am Kanal

Hafenstandort. Der neue Hafen

direkt am Nord-Ostsee-Kanal bietet einen

Ausgangspunkt für Firmen, die den direkten

Zugang sowohl zu den internationalen

Wasserwegen als auch zum europäischen

Binnenwasserstraßennetz suchen.

Auf einem ca. 80 ha großen Gewerbegebiet besteht

Raum für Produktion, Umschlag und Lagerung

großvolumiger schwerer Anlagen, von Erzeugnissen

der Windenergie-Branche oder für

den klassischen Maschinenbau. Dank direkter

Autobahnanbindung ist der Standort zudem

interessant für Logistik-Unternehmen, die

z. B. Container umschlagen wollen. Die

300 m lange Kaianlage ist schwerlastfähig.

Die Terminalfläche mit 20.000 m2 und 25.000 m2 Vorstaufläche soll im

Frühjahr 2011 fertiggestellt sein.

Zum Hintergrund

Die direkt am Hafen ansässige Rendsburg

Port GmbH ist ein Zusammenschluss

zweier mittelständisch regional und überregional

tätiger Unternehmen. Die gleichberechtigten

Partner sind zum einen das in

Rendsburg ansässige Schiff-Fahrts- und Logistikunternehmen

AHLMANN-ZERSSEN GMBH & Co. KG

und zum anderen die Brunsbüttel Ports GmbH. Gemeinsames

Ziel ist es, auf den Kunden zugeschnittene Hafendienstleistungen

im Schwerguthafen Rendsburg Port zu

erbringen. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören

u. a. die Schiffsbefrachtung, Hafendienste, Zollabwicklung,

Organisation und Abwicklung des Umschlags

und Lagerung, Organisation des Vor- und Nachlaufes sowie

diverse Zusatzdienstleistungen wie Festmacherei und

Schiffsmüllentsorgung.

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(Foto: Rendsburg Port)


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UNTERNEHMEN

Partnerschaftliches

Miteinander

Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit

müssen in der Logistik kein

Widerspruch sein – dies will Chemion

Logistik auf rund 100 m2 des Stands

213 in der Halle A5 zeigen. Der Gefahrgut-Spezialist

präsentiert hier unter

dem Motto „Kompetenz für Partnerschaft“,

wie die Logistik-Lösungen

gemeinsam mit Kunden entstehen.

DATEN IN ECHTZEIT

Mehr als nur

ein Tachograf

Der digitale Tachograf kann längst

mehr als nur die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen

Aufgaben erfüllen. Welche

neuen Highlights es rund um den

DTCO gibt, darüber informiert die ght

GmbH am Stand 622 in Halle B2 in

München. Erweitert um das optionale

Download-Device DLD kann der VDO

DTCO zum Telematiksystem werden.

Die vollautomatische zentrale Kommunikationseinheit

liefert die Fahrerkartenund

Massenspeicherdaten in Echtzeit

an die Unternehmenszentrale.

Eine Kombination von DLD-System und

stationären Download-Terminals ist

weiterhin möglich. Um sowohl Daten

aus Fahrzeugen im Nah- als auch dem

Fernverkehr senden zu können, gibt

es das DLD in zwei Versionen: Das

DLD Short Range überträgt die Daten

mittels firmeneigenem WLAN. Bei

dieser Variante entfallen die Übertragungskosten.

Für die europaweite Datenkommunikation

ist das DLD Wide

Range zuständig, das auf GPRS basiert.

58 ConTraiLo 4/2011

Feuchtigkeits-Sammler

ABSORTECH-Europe-Lösungen gegen Schwitzwasser

Schwitzwasser im Container kann

nicht nur die Verpackungen, sondern

auch die Waren auf ihrer Reise in Mitleidenschaft

ziehen. Die ABSORTECH

Europe GmbH zeigt daher unter anderem

Lösungen für „trockene“ Containertransporte

auf ihrem Messestand

Nummer 119 in Halle A6.

Schäden können kosten. Aufgrund

von Feuchtigkeit im Container können

bei Metallprodukten Rostschäden

die Folge sein, bei Aluminiumprodukten

Weißrost entstehen und andere

Diebstahlsicherung für

Trailer. (Foto: ABSORTECH)

Waren können schimmeln. Ist „nur“

die Verpackung betroffen, fällt zumindest

neues Verpacken mit den zusätzlichen

Material- und Zeitkosten an.

Seit nun mehr als zwölf Jahren gehört

der ABSORPOLE-Stab zum Angebot,

der im oberen Bereich als Adsorptionsmittel

Calciumchlorid enthält.

Mit darunter hängendem Sammelbehälter

hat er ein Fassungsvermögen

von 2 l Flüssigkeit.

Zwei Lösungs-Möglichkeiten. Der

Stab hat einen Aufhänger, mit dem

DACHSER STELLT INTEGRIERTE LOGISTIK IN DEN FOKUS

Inklusive „Chef-Tag“

Unter dem Motto „One World, one company, one network“ steht der

Messeauftritt von Dachser am Stand 103/202 in der Halle B6. Das

Familienunternehmen präsentiert auf 665 m2 seine drei Geschäftsfelder

European Logistics, Air & Sea Logistics und Food Logistics und informiert

die Besucher dabei über Themen wie Nachhaltigkeit, Informationstechnologie

und Kontrakt-Logistik.

Am 13. Mai 2011 folgt auch Dachser dem Aufruf der transport logistic

und stellt den Tag unter das Motto „Chef-Tag“. Denn am Freitag stehen

den Messebesuchern am Stand des Logistikers Mitglieder der Geschäftsführung

für Fragen zur Verfügung.


er am Lash-Haken aufgehangen und

eingerastet werden kann. Eine andere

Lösung ist das neue ABSORGEL-Produkt,

bei dem ein Gel Feuchtigkeit

ohne sichtbare Flüssigkeitssammlung

bindet. Beide reduzieren so nach Herstellerangaben

die relative Luftfeuchtigkeit

im Container und verhindern,

dass Schwitzwasser, Kondensation,

Schimmel oder Nässeschäden entstehen.

Die ABSORTECH-Produkte können

bei einer Vielzahl verschiedener

feuchtigkeitsempfindlicher Produkte

eingesetzt werden.

Sicherung für Auflieger. Das Angebotsspektrum

von ABSORTECH erstreckt

sich außerdem über weitere

Bereiche. Ein weiteres Beispiel am

Messestand sind ABSORLOCK-Diebstahlsicherungen

für Lkw-Auflieger

und -Anhänger. Diese können am Königsbolzen

angebracht werden. Für

Lkw-Anhänger gibt es ein Spezialschloss,

welches das Kupplungsauge

verschließt. Dank Serienschließung

benötigen Fahrer nur einen Schlüssel,

um die verschiedenen Auflieger eines

Unternehmens aufsatteln zu können.

Aber auch Einzelschließungen sind

nach Unternehmensangaben lieferbar.

Clever kombinieren =

zuverlässig + kostensparend

+ ökologisch.

Sie möchten wissen,

wie das gelingt?

Besuchen Sie uns auf der

„transport logistic“:

10. bis 13. Mai in München,

Halle B4, Stand 436.

TELEMATIK

Flotte im Blick

Mit Telematik-Lösungen können

Unternehmen nicht nur ihre Transportaufträge

und Fahrzeuge gezielt

managen, sondern auch einen Beitrag

zum Umweltschutz leisten. Im

Messefokus von ICS stehen daher

am Stand 513 in der Halle B2

Neuerungen im Bereich Telematik.

Die Software 4mobile Transport

von ICS Mobile Lösungen integriert

unter anderem die mobile digitale Auftragsabwicklung, effiziente Tourenplanung,

GPS-Ortung, Echtzeit-Auftragsübersicht, Auslesung des FMS-Bus,

Lkw-Navigation, Zugriff auf Fahrerdaten sowie den digitalen Tachografen.

Die Module sind dabei frei kombinierbar und können kundenspezifisch angepasst

werden. Dank des offenen Software-Frameworks ist darüber hinaus

die Anbindung an eine Speditionssoftware sowie Erweiterungen nach Herstellerangaben

einfach und schnell realisierbar.

Die ICS-Applikation ist für den Einsatz im Ladungsverkehr, in der Stück- und

Sammelgut-Logistik, bei Chemikalien-, Mineralöl- und Lebensmittelbeförderungen

sowie für Silo-, Schüttgut- und Entsorgungstransporte entwickelt

worden. Die Lösung besteht aus einer Standardsoftware, einem internetbasierten

Webportal und mobilen Endgeräten. Als Hardware findet der

Bordrechner TeleDrive ® „Grüne“ Telematik: Moderne Technik

hilft, CO2 zu sparen. (Foto: ICS)

von IAV Products mit 7’’-Touchscreen Anwendung.

Die richtige Kombination gewinnt

Beste Verbindungen.

Aschaffenburg – Bamberg – Nürnberg – Roth – Regensburg – Passau


ISDB-TRANSPORT-MANAGEMENT FÜR EUROPA

In Landessprache auf Achse

„Wir sprechen Ihre Sprache“ – unter diesem Motto

befördert die ISDB Logistik GmbH Waren und Sendungen

nach Russland und in viele weitere Staaten Europas.

Der Logistik-Dienstleister hat sich auf Transporte

im Teil- und Komplettladungsbereich spezialisiert. Die

Leistungen umfassen dabei unter anderem die Organisation

der Verzollung, 24-h-Erreichbarkeit des Teams

und einen permanenten Kommunikationsabgleich. Zudem

stellt ISDB Konvois, überwacht Transporte und

bietet Sicherheit durch Vertragsbindung mit Agenturen

für Begleitschutz und die Fahrer verfügen über Kenntnisse

der Gegebenheiten und Landessprache.

STANDORT WILHELMSHAVEN

Am „Jade-Fahrwasser“

Im Sommer 2012 soll der Container-Tiefseehafen

JadeWeserPort seinen Betrieb

aufnehmen. In München stehen die Funktionalitäten

und Standortmerkmale des Hafens

und Güterverkehrszentrums am Stand

311/412 in der Halle B5 im Mittelpunkt.

Gemeinsam mit der JadeBay GmbH, der

WFG Wirtschaftsförderung, der Agentur für

Arbeit sowie der Jade-Hochschule, Fachbe-

60 ConTraiLo 4/2011

(Foto: ISDB)

reich Seefahrt, soll den Messebesuchern

der Wirtschaftsstandort Wilhelmshaven mit

seinem Entwicklungspotenzial dargestellt

werden. Als regionale Partner beteiligen

sich zudem die Unternehmensgruppe NORD-

FROST aus Schortens und das Bremerhavener

Unternehmen Neutrales Transport

Kontor (NTK).

Mit Blick auf die Abwicklung europäischer

Bahnverkehre ausgehend von den deutschen

Häfen, erwartet die Besucher darüber

hinaus der türkische Hafen Samsun am

Direkter Express

LOXX-Stückguttransporte für russischen Markt

Sibirien-Direktverkehre zu etablieren, die besten Partner

für das wachsende Partnernetzwerk zu finden und

schließlich langsam aber sicher zu wachsen – dies sind

die Ziele von Geschäftsführer Anatoly Gutynin, OOO

LOXX in Moskau. Erst Ende November gründete die

LOXX Group die neue Gesellschaft für den russischen

Markt. Günter Weber, Geschäftsführer der LOXX Holding

GmbH mit Hauptsitz in Gelsenkirchen, sieht hier großes

Potenzial: „Russland verfügt über einen riesigen Markt

und damit ein großes Sendungsaufkommen, sowohl national

als international. Gerade zu Nordrhein-Westfalen

unterhält Russland sehr intensive Handelsbeziehungen.“

Die LOXX Group entwickelt zurzeit intensiv Konzepte für

den russischen Markt.

Direkte Verbindung nach Sibirien. Erst im September

hat die Unternehmensgruppe regelmäßige Stückgut-Direktlinien

jeweils nach Perm, Ekaterinburg, Nowosibirsk

und Kemerowo eingeführt. Die Stückgut-Direktlinie nach

Omsk ist Anfang 2011 hinzugekommen. LOXX bietet

diese Dienstleistung mit Abfahrten jeweils freitags ab

Gelsenkirchen und jeweils montags ab Warschau an.

Die Übernahme und Beiladung von Stückgut sind dabei

nach Unternehmensangaben aus ganz Europa möglich.

Bislang habe die Speditionsbranche direkte Stückgutverkehre

in sibirische Städte nur vereinzelt angeboten.

Stückgut Richtung Sibirien wird zudem laut LOXX

gewöhnlich erst nach Moskau verbracht, verzollt und

Messestand. Rüdiger Beckmann, Vertriebsleiter

der JadeWeserPort Logistics Zone

GmbH & Co. KG, zu den Vorteilen des GVZ

JadeWeserPort: „Die trimodale Ausrichtung

– See, Straße und Schiene – wird ergänzt

durch die staufreie Erreichbarkeit des GVZ

mit seinen 160 ha Logistik-Fläche, die aufgrund

der Neuaufschüttung praktisch zu

100 Prozent bebaut werden darf. Die Aufteilung

der Flächen und die Verkehrsführung

wird sich nach den Wünschen der zukünftigen

Mieter richten“.


LOXX verbindet mit direkten Linien nach Sibirien. (Foto: LOXX)

dann nach Sibirien transportiert. Ein zeitintensives Vorgehen.

In Moskau befinden sich 35 Zollämter und im

Russlandgeschäft ist es laut LOXX üblich, dass jeder Importeur

mit „seinem“ Zollagenten in „seinem“ Zollamt

zusammenarbeitet. So müssen mit einem Stückgut-Lkw

bis zu drei verschiedene Zollämter angefahren werden,

was bis zu drei Tage dauern kann.

Weitere Ziele voraus. Ist dem Zoll nur eine Sendung auf

dem Lkw verdächtig, wird der ganze Lkw so lange aufgehalten,

bis alle Unklarheiten beseitigt sind. Daher war es

LOXX wichtig, gerade für die weit entfernten sibirischen

Destinationen separate, direkte Stückgut-Linien einzurichten.

Für die Sibirien-Stückgut-Direktverkehre wurde

das GUS- und Russland-Know-how in einer eigenen

Abteilung gebündelt. Weitere Sibirien-Stückgut-Direktverkehre

sind bereits in der Entwicklung, derzeit nach

Barnaul und Krasnojarsk.

Die Arbeiten am JadeWeserPort

schreiten stetig voran. (Foto: JWP)

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SOFTWARE

Neues aus Bremen

Das Software- und Beratungshaus

für Logistik-Software dbh legt seinen

Messeschwerpunkt in diesem Jahr

auf neue Produkte und mobile Lösungen.

So stehen in Halle B2 am Stand

227/326 der Advantage Enterprise

Rates Manager (AERM), Boykott- und

Sanktionslistenprüfung mit der Compliance-Lösung,

Software As An Advantage

Mobile Service (SAAAMS) als

mobile Applikation im Fokus. Darüber

hinaus präsentiert sich dbh als SAP-

Servicepartner mit Lösungen aus

dem Bereich Logistics Consulting.

AMB BIETET IMMOBILIEN UND MEHR

Flächen in Drehkreuznähe

Etwa 14,7 Mio. m2 verteilt auf 49 Teilmärkten in 15 Ländern

– dies ist die Bilanz der AMB Property Corporation ® . Denn der

Eigentümer, Betreiber und Entwickler von Logistik-Immobilien verfügte

auf konsolidierter Basis oder durch nicht konsolidierte

Joint Ventures zum Ende des dritten Quartals 2010 über Anteile

an Immobilien und Entwicklungsprojekten mit der entsprechend

genannten erwarteten Fläche. Dabei hat sich AMB auf

Drehkreuze und Schnittstellen in Distributionsmärkten in Nordamerika,

Europa und Asien fokussiert. So hat AMB beispielsweise

mit DSV Solutions einen Mietvertrag über mehr als

10.400 m2 im Hamburger AMB Waltershof Distribution Cen-

(Foto: AMB)

62 ConTraiLo 4/2011

Mit logistischem Dreierlei

Die Full-Service-Logistik-Dienstleister Geis-Gruppe kurz vorgestellt

Vom klassischen Lkw-Verkehr über

globale Luft- und Seefracht bis zu

komplexen logistischen Dienstleistungen

reicht das Leistungsangebot der

inhabergeführten Geis-Gruppe. Das

vergangene Geschäftsjahr konnte die

Gruppe mit einem neuen Umsatzrekord

abschließen.

Mit einem Nettoumsatz von 631,9

Mio. Euro konnte die Geis-Gruppe

2010 eine Steigerung um 19,4 Prozent

gegenüber dem Vorjahr erreichen.

Parallel wuchs auch die Zahl der

Beschäftigten. Am Jahresende 2010

waren an den europaweit 87 Geis-

Standorten 3420 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt. Im Trans-

portbereich stieg die Zahl der Aufträge

und Sendungen um rund 23,2 Prozent

bei rund 11,46 Mio. Transportaufträgen

– davon 6,34 Mio. Paketsendungen.

In Tonnage gerechnet, beförderte

die Gruppe 2010 Sendungen mit einem

Gesamtgewicht von 3,12 Mio. t.

Das entspricht einem Plus von 30 Prozent

gegenüber 2009.

Wachstum erwartet. Das höchste

Umsatzwachstum verzeichnete der Geschäftsbereich

Air + Sea Services. „In

den ersten beiden Monaten des laufenden

Jahres sind die Sendungszahlen

um rund neun Prozent gegenüber dem

Vorjahr gestiegen. Zudem eröffnen wir

in den nächsten Monaten je zwei neue

ter 1 unterzeichnet. Anfang März konnte AMB zudem vermelden,

dass das Unternehmen im Distribution Center 3 in Waltershof

7840 m2 Flächen an Hoves van Eupen und 3650 m2 an

die Stute-Verkehrsgesellschaft vermietet hat.

Das AMB Waltershof Distribution Center umfasst insgesamt die

Logistik-Anlagen 1 bis 8 im Hamburger Hafen. Die Logistik-Anlage

8 ist z. B. vollständig an Panalpina Welttransport vermietet.

Im März 2011 kündigte AMB zudem ein Joint Venture zwischen

AMB und Allianz Real Estate an. Der Fonds wird als Luxemburger

FCP-FIS geführt. Die Investmentstrategie basiert auf dem

Ankauf, Besitz und Betrieb von Logistik-Immobilien, die für den

Welthandel genutzt werden und sich an bedeutenden Standorten

wie Seehäfen, Flughäfen und Distributionsmärkten der

Eurozone befinden.


Logistik-Zentren in Deutschland und

Tschechien“, sagen Hans-Georg und

Wolfgang Geis. „Wir sind daher optimistisch,

auch im laufenden Geschäftsjahr

2011 eine weitere Umsatzsteigerung erzielen

zu können.“

Deutsch-türkische Partnerschaft. Seit

Jahresbeginn arbeitet die Gruppe eng mit

dem türkischen Logistik-Dienstleister Horoz

Lojistik zusammen. Für Geis ist dabei

Nürnberg zentrale Plattform für die Kooperation.

Viermal wöchentlich startet

die Gruppe Lkw-Transporte in die Türkei.

In Istanbul übernimmt Horoz die Sendungen

in seinem Zoll-Lager und übernimmt

die Zollabwicklung sowie die

Weiterverteilung mit seinem mehr als

500 Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark,

fünf Regional- und 28 Logistik-Zentren

in der Türkei über getaktete Linienverkehre.

Künftig sollen auch in den Berei-

Besuchen Sie uns auf der

Halle B5 | Stand 217/318

und auf dem Freigelände Gleis 3/5

Flottenstärke nicht nur

im Landverkehr. (Foto: Geis-Gruppe)

chen Luft- und Seefracht sowie Kontrakt-

Logistik deutsch-türkische Projekte gemeinsam

abgewickelt werden. Als nächsten

Schritt planen die Unternehmen,

zudem die Kooperation auf den Nahen

und Mittleren Osten auszudehnen.

Tschechischer Ausbau. Ebenfalls zum

Jahresanfang hat die Geis-Gruppe mit der

BEREIT FÜR GROSSE AUFGA-

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BEN. JEDERZEIT. ÜBERALL. BLG

Übernahme der Machspeed s.r.o. einen

weiteren Grundstein für den Ausbau

ihrer Luft- und Seefrachtaktivitäten in

Tschechien gelegt. Hier war dieser Bereich

bisher eine Abteilung der Gesellschaft

Geis CZ. Die neue Geis-Gesellschaft

mit Sitz am Prager Flughafen

firmiert jetzt als Geis CZ Air + Sea s.r.o.


SEAPORTS WELTWEIT AKTIV

Stationen im Kalender

Der Messekalender für die Seaports of Niedersachsen

hat es in diesen Wochen in sich: Kurz nach der Intermodal

South America präsentieren sich die niedersächsischen

Häfen auch auf der TransRussia und in unmittelbarer

Nähe zum Stand des JadeWeserPorts auf der

transport logistic in der Halle B5 am Stand 313/414.

Die transport logistic in München stellt ein ideales Forum

für die niedersächsischen Häfen dar.

„Hier können wir mit hoch qualifizierten Entscheidern aus

Wirtschaft und Politik gleichermaßen zusammentreffen.

Besonders freuen wir uns auf den Besuch des Staatssekretärs

des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft,

Arbeit und Verkehr, Dr. Oliver Liersch, sowie einiger

Abgeordneter aus dem Unterausschuss Häfen und

Schiff-Fahrt des niedersächsischen Landtags unter Leitung

des Ausschuss-Vorsitzenden Johann-Heinrich Ahlers“,

so der Geschäftsführer der Seaports of Niedersachsen

GmbH, Andreas Bullwinkel. Darüber hinaus

wird es am 12. Mai ein Treffen der Absolventen des

Fachbereichs Seefahrt an der Jade-Hochschule in Elsfleth

am Stand der Seaports of Niedersachsen geben.

STANDORT SASSNITZ

Heimathafen

für Windpark

Rund 32 km nördlich von Rügen soll in

der Ostsee mit 80 Windkraftanlagen der

Offshore-Windpark EnBW Baltic 2 entstehen.

In Sassnitz-Mukran entsteht jetzt auf

60.000 m2 Fläche ein moderner Heimathafen

für das Projekt. Im südlichen Teil des

Seehafens entsteht die „Windpower Offshore

Base Mukran“ der EnBW. Ab 2012

sollen hier die Windkraftanlagen vormontiert

und auf Installationsschiffe verladen werden.

Die Anlagen mit je 3,6 MW und einer Ge-

64 ConTraiLo 4/2011

samtleistung von rund 300 MW soll voraussichtlich

2013 ans Netz gehen.

Die Entscheidung für Sassnitz-Mukran fiel bei

EnBW laut Angaben des Hafens aufgrund der

Standortvoraussetzungen. So bietet der Hafen

eine Schwerlastfläche und -kaimauer mit

einer Flächentragfähigkeit von bis zu 50 t/m2 und 140 m Kailänge sowie mit 10,50 m ausreichend

Wassertiefe für die Transportschiffe

von EnBW Baltic 2. Zugleich bietet der Eisenbahnfährhafen

mit seiner Lage eine kurze

Distanz zum Windkraftprojekt. Am unmittelbar

ans Offshore-Terminal angrenzenden Liegeplatz

1 fand jüngst eine Erweiterung der

Wassertiefe auf 4,70 m statt. Hier können

(Foto: Deutsche Bahn AG/Max Lautenschläger)

Aktiver Austausch

DB Schenker setzt Fokus auf Branchenlösungen

Branchenlösungen für Handel und Industrie mit intelligenter

Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger stehen

im Schwerpunkt des Messeauftritts von DB Schen-

die Versorgungs- und Serviceschiffe für den

Windpark anlegen.

Hinzu kommt der erst im Oktober 2010 für

den Schiffsverkehr freigegebene Liegeplatz

9, der nach seinem Ausbau gemeinsam mit

dem angrenzenden Liegeplatz 8 auf eine

Kaigesamtlänge von 365 m im Bereich des

BUSS Sea Terminal Sassnitz kommt. In direkter

Nachbarschaft zur so genannten Assembly

Base, auf der die Komponenten vormontiert

werden, plant das Joint Venture

Hochtief-GeoSea-Nordsee, auf einer weiteren

bis zu 80.000 m2 großen Fläche eine

Logistik-Basis für die Fundamentarbeiten für

EnBW Baltic 2 einzurichten.


ker. In der Halle B6 präsentieren DB Schenker Logistics

und DB Schenker Rail ihre Kernkompetenzen unter dem

Motto: „Delivering Solutions“.

Bedeutende Plattform. „Auf der Messe werden wir

unser starkes internationales Netzwerk demonstrieren,

attraktive Branchenlösungen vorstellen und mit neuen

nachhaltigen Klimaschutzlösungen auftreten. Die transport

logistic ist für uns eine der wichtigsten Plattformen,

um mit unseren nationalen und internationalen Kunden

den aktiven Austausch zu suchen und sie von

unserer Leistungsqualität zu überzeugen“, sagt Dr. Karl-

Friedrich Rausch, Vorstand Transport und Logistik der

DB Mobility Logistics AG.

Preisverleihung auf der Messe. Während der Messe stehen

auf dem gut 1100 m2 großen DB-Schenker-Stand

Experten aus den verschiedenen Branchen, aus Europa

und weiter entfernten Regionen der Welt sowie aus den

Produktbereichen für Fachgespräche zur Verfügung.

Traditionell verleiht die Transport- und Logistik-Sparte

der Deutschen Bahn zudem auch dieses Jahr den DB

Schenker Award für Nachwuchswissenschaftler.

Zertifizierter Landverkehr. Eine aktuelle Neuheit bei DB

Schenker Logistics ist das vom Bureau Veritas überprüfte

Qualitäts-Management im europäischen Landverkehr.

Das System ist auf die operativen Prozesse und Elemente,

die Einfluss auf die Qualität haben sowie auf die Kundenbedürfnisse

ausgerichtet. Das Netzwerk-Zertifikat gilt für

die nächsten drei Jahre und 36 Landgesellschaften.

Ausbau auch für

Zukunftsprojekte.

(Foto: Fährhafen Sassnitz)

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SICHERHEIT

Schnell verriegelt

Vor fünf Jahren hat die Geschichte

der Container Quick-Lock mit einem

Prototypen ihren Lauf genommen.

Inzwischen ist das halbautomatische

Verriegelungssystem nicht nur mehrfach

ausgezeichnet, sondern auch in

mehr als 25 Ländern weltweit verbreitet

und verschiedene Trailerhersteller

haben das System in ihr Angebot

aufgenommen.

Der Containerverschluss der belgischen

Container Quick-Lock NV ist ein mechanisches

System, das verschiedene

Vorteile bietet. Für das System sind

nur zwei Einstellungen möglich, der

Verschluss ist also entweder offen

oder verriegelt. Wird ein Container auf

das Chassis gesetzt, rastet die Verriegelung

durch Federkraft automatisch

ein. Mit einem Hebel lässt sie sich

wieder lösen. Da das System ohne

Schraubmechanismus auskommt,

wirken sich Vibrationen oder Erschütterung

während des Transports nicht

auf die Sicherheit des Verschlusses

aus. Das System ist optisch so ausgelegt,

dass der Fahrer nach Unternehmensangaben

über den Rückspiegel

erkennen kann, ob der Verschluss

verriegelt oder offen ist. Damit erhöht

das System den Fahrerkomfort. Die

schnelle Handhabung ermöglicht zudem,

Zeit zu sparen.

66 ConTraiLo 4/2011

(Foto: Container Quick-Lock)

Nordlicht im Süden zu Gast

SLC erweitert Container-Terminal

Im Dreieck zwischen Hamburg, Bremen

und Hannover ist das Soltauer

Logistik Center (SLC) direkt an die nordische

Küstenregion und große Verkehrsrouten

nach Süddeutschland angebunden.

Auf der transport logistic

informiert das SLC in Halle B4 am

Stand 209/310 nicht nur über das

Dienstleistungsspektrum für Lagerung

und Logistik, sondern auch über den

geplanten Ausbau eines Container-Terminals.

Kunden wie Kraft Foods und

Dow Chemical Company nutzen das

Distributionszentrum und dessen Gesamtpaket

bereits. Mit dem Ausbau eines

Terminals sollen darüber hinaus

Häfen bei der Containerlagerung entlastet

werden.

Vorstellung in München. „Auf der

Messe erfahren Interessierte am SLC-

Stand alles über Idee und Konzept zu

der Erweiterung im Hinterland unseres

Areals“, verrät Carsten Tietje, Geschäftsführer

der SCL. Nach Schätzungen

der SCI Verkehr GmbH steigt der

Containerumschlag der europäischen

Das SLC bietet gute Voraussetzungen

für die Lagerung von

Leercontainern. (Foto: SLC)

Seehäfen bis 2015 jährlich um durchschnittlich

6 bis 7,5 Prozent.

Hinterland-Terminals entlasten. Die

Häfen könnten so schnell an ihre Kapazitätsgrenzen

stoßen, sodass Hinterland-Container-Terminals

zukünftig

an Bedeutung zunehmen. Auch die

Soltau Logistic Center GmbH sieht diese

Kapazitätsgrenzen und bietet künftig

Lagermöglichkeiten durch strategische

Allianzen zwischen Schiff-Fahrt,

Schiene und Straße.

Als Depotfläche stehen 174.000 m2 mit einem Erweiterungspotenzial von

weiteren 110.000 m2 zur Verfügung.

Ein aktiver Gleisanschluss für jeweils

zwei Güterzüge komplettiert die Nutzungsmöglichkeiten.

Zusammen mit

Martin Buck übernahm Carsten Tietje

2007 das bereits bestehende Areal. Die

Lagerimmobilie mit 55.000 Palettenstellplätzen

in CCG2 wurde modernisiert.

Produzenten, Händler und

Logistiker sollen so beim transportneutralen

Soltauer Unternehmen individuelle

Lösungen finden.


All inclusive im Außendienst

Bluebird-Industrie-Terminal bei Carema

Navigieren, scannen, drucken, telefonieren,

fotografieren und Zahlungen

abwickeln mit nur einem Gerät? Carema

hat auf der transport logistic eine

Lösung hierfür im Gepäck.

Mobiler Außendienstler. Bisher benötigten

Mitarbeiter im Außendienst zusätzlich

zu ihrem mobilen Industrieterminal

für die Telematik außerdem

ein POS-Terminal für die Abwicklung

von Zahlungen und das Drucken von

Belegen. Mit Pidion BIP-1500 soll dies

der Vergangenheit angehören. Denn

das IP65-geprüfte All-in-one-Gerät soll

die Handhabung vereinfachen.

Messebesucher können sich an den

Ständen der Carema-Partner SLS Logistik

(Halle B2, Stand 417/521) und

MobileObjects (Halle B2, Stand 417/

522) einen ersten Eindruck von dem

Funktionsumfang des Pidion BIP-1500

verschaffen. „Wir sind der erste Händler,

der dieses innovative Markenprodukt

der Firma Bluebird auf dem

deutschsprachigen Markt anbietet“,

erläutert Frank Klein, Geschäftsführer

der Carema GmbH.

Das Produkt im Detail. Das Pidion

BIP-1500 verfügt über einen Drei-

Carema stellt das POS-Terminal

Pidion BIP-1500 vor. (Foto: Carema)

Spur-Magnetkartenleser sowie einen

EMV-zertifizierten Smartcardleser zur

Zahlungsabwicklung. Die Sicherheitsstandards

der Zahlungsverfahren sind

PCI-/PED-zertifiziert.

Für die Ausgabe von Belegen steht ein

integrierter 2’’-Drucker zur Verfügung.

Darüber hinaus bietet das Pidion BIP-

1500 eine Drei-Megapixel-Autofokus-

Kamera. HSDPA gewährleistet laut

Carema eine schnelle mobile Datenübertragung.

Das Anwendungsspektrum

reicht von AGPS über WLAN und

Bluetooth bis hin zu HF-RFID.

Der Seitenlader Spezialist

Mehr als 30 Jahre Erfahrung mit weltweitem Service und Ersatzteilnetz

DIENSTLEISTUNGEN

Aufbruch Richtung Ost

„Logistic challenge in Central und Eastern

Europe“: Unter diesen Leitsatz

stellt die Schweizer AsstrA AG ihren

Messeauftritt in der Halle A5 am Stand

102. Hier können sich die Fachbesucher

nicht nur über Schwerpunktthemen wie

Sicherheit in der Transportabwicklung

und integrierte Logistik-Lösungen für

Russland, die Ukraine und Weißrussland

informieren, sondern auch zu Risiko-Optimierung,

Zollabfertigung und

weiteren Themen.

„In den GUS-Staaten leben etwa 270

Mio. Menschen in Märkten mit unterschiedlich

komplexen Rechts- und Zollräumen.

Diese Situation birgt für Unternehmen

spürbare Risiken, bietet aber

andererseits auch viele Chancen und

neue Absatzmärkte“, erklärt Frank

Müller, Gründer und CEO der AsstrA

Associated Traffic AG. Der Osteuropa-

Experte bietet interessierten Firmen

Transport-, Speditions-, Lager- und Zolldienstleistungen,

berät und begleitet bei

der Markterschließung in Osteuropa mit

der Gesellschaft AsstrA Logistics AG.

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Tel: (+46) 33 29 00 00, Fax: (+46) 33 29 00 01 Die Nr. 1 – In mehr als 90 Länder geliefert.


BRANCHENÜBERGREIFEND

Netzwerk-Plattform

Der Messestand des Logistics Network

spannt in München einen inhaltlichen

Bogen vom europäischen in den

asiatischen Handelsraum. Rund 25

Aussteller präsentieren sich auf dem

Gemeinschaftsstand. Logistik-Dienstleister

wie Paul Schockemöhle Logistics

GmbH & Co. KG oder VA Logistics

GmbH präsentieren hier ihr Angebot

ebenso wie der Beraterkreis Mittelstand

aus München, der Beratungsleistungen

etwa in den Bereichen Rechtsund

Unternehmensberatung sowie Personaldienstleistungen

anbietet. Unter

dem Motto „Oldenburger Münsterland“

präsentieren sich die niedersächsischen

Logistik-Standorte Niedersachsenpark,

c-port Zweckverband und

ecopark. Die Shenzhen Logistics Association

aus der Volksrepublik China

wird mit mehreren Mitausstellern präsent

sein, um über den Wirtschaftsstandort

Shenzhen in der chinesischen

Provinz Guangdong zu informieren.

Darüber hinaus sind Organisatoren wie

das Deutsche Verkehrsforum e. V. und

der Verein der Wirtschaftsingenieure

für Transportwesen (VdWT) e. V. auf

dem Gemeinschaftsstand ebenso vertreten

wie Verkehrsinfrastruktureinrichtungen,

beispielsweise die Städtischen

Häfen Hannover.

68 ConTraiLo 4/2011

(Foto: Logistics Network)

Schweizerischer Stammplatz

SBB Cargo gibt Einblick in Geschäftsfelder

Am Gleis 1/4 auf dem Freigelände ist

auch in diesem Jahr die SBB Cargo zu

finden. Mit einer Lok und einem 50 m

langen Messestand stellt die Schweizer

Güterbahn „Green Logistics“ und die

Durchführung klimaneutraler Gütertransporte

in den Fokus. Aber auch der

Bereich Asset-Management, der als

interner Dienstleister für den Betrieb

der Fahrzeugflotte sorgt und die beiden

Tochterunternehmen SBB Cargo International

und ChemOil präsentieren

sich in München den Messebesuchern.

„Wir stellen dort unsere Werte in den

Mittelpunkt: Schweizerisch, persönlich

und nachhaltig“, betont Nicolas Perrin,

CEO von SBB Cargo. Im Inneren

des Standes, der durch die Gestaltung

mit einer durchgängigen Verspiegelung

der Wände an die Laterna Magica oder

ein Technorama erinnert, stellt der

Bahn-Logistiker in verschiedenen „Case

Studies“ sein Leistungsangebot vor

und gewährt ungewöhnliche Einblicke

in sein Innenleben.

Symbolische Umsetzung. So zeigt

ein Globus, der durch geschickte optische

Täuschung einen Durchmesser

von 5 m zu haben scheint, tausende

Produkte, die von SBB Cargo täglich

befördert werden. Eine andere Installation,

in der ein Auto- und ein Containerzug

stetig durch den Raum fahren,

symbolisiert den Kombinierten

SBB Cargo präsentiert sich bildlich. (Foto: SBB Cargo)

IMPERIAL-MESSEMOTTO „THE NATURE OF LOGISTICS“

Logistik meets Tierwelt

Wale, Pferde, Delfine und Zugvögel – der 340 m2 große Gemeinschaftsstand

der Imperial-Logistics-International-Gruppe ist nicht nur der Erdkugel nachempfunden,

sondern Tiermotive verkörpern die Unternehmen. Denn unter

dem Motto „The Nature of Logistics“ präsentieren sich hier Imperial Reederei,

Panopa, neska und die südafrikanische Imperial Logistics. In Halle B3,

Stand 201/302 gibt es diesen ungewohnten Geschäftseinblick.


Verkehr, wie in das Tochterunternehmen

SBB Cargo International auf der

Nord-Süd-Strecke von den Nordseehäfen

nach Italien anbietet.

Die auf den Transport von Mineralöl

und Chemieprodukten spezialisierte

Tochter ChemOil stellt sich mit einem

schwebenden Tankwagen dar.

Der Bereich Asset-Management zeigt

sich mit einem Schaukasten. In diesem

fährt ein verschmutzter Güterzug

in eine Bahnwerkstatt ein und wie

durch Zauberhand ist der Zug bei der

Ausfahrt sauber. Als zusätzliches Element

wird darüber hinaus der Tunneldurchstich

der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale

(NEAT) in einer Art

Rund-um-Kino mit Computer-Animationen

und Livebildern gezeigt.

Mit dabei auf den Podien. Vertreter

von SBB Cargo sind während der Messetage

auf verschiedenen Podien präsent:

So CEO Nicolas Perrin auf der

Veranstaltung „Europäische Schienen-

Verkehrs-Korridore: Wohin soll das

Geld fließen?“ der Gemeinschaft der

Europäischen Bahnen und Infrastrukturgesellschaften

(CER) am 10. Mai.

Michail Stahlhut, CEO von SBB Cargo

International, spricht im VDV-Cafe am

11. Mai 2011 in einer Diskussionsrunde

zum Thema „Mit Schwung aus der

Krise – der Schienengüterverkehr wieder

auf Erfolgskurs?“.

VON BNS CONSENT ZU CAI INTERNATIONAL GMBH

Integration abgeschlossen

CAI bietet eine Flotte mit mehr als

800.000 TEU. (Foto: CAI International)

Seit April firmiert die BNS Consent Deutschland GmbH unter CAI International

GmbH. Die Umfirmierung schließt die Integration neuer Geschäftsfelder

für den deutschen und europäischen Markt ein. So werden neben der Vermietung

von Wechselbehältern auch palettenbreite Container, Rolltrailer

und Dry-Van-Container angeboten.

Das neue Unternehmen hat sich zu einer Organisation mit standortübergreifender

Aufgabenverteilung zusammengefunden und sein Know-how gebündelt.

Dank fortschreitender Internationalisierung baut CAI International seine

Leasingflotte weiter aus auf mittlerweile über 800.000 TEU. Der einheitliche

Auftritt nach außen und innen soll den gemeinsamen Wachstumskurs stärken.

Jüngste Großkundengewinne im Bereich Logistik und Container-Schiff-

Fahrt unterstreichen dies nach Unternehmensangaben schon jetzt.


AEB PRÄSENTIERT ASSIST4

Suite für Logistiker

In München präsentiert AEB auf der transport logistic

seine Logistik- und Außenwirtschaftssuite ASSIST4. Die

Lösung soll Unternehmen aus Industrie und Handel eine

durchgängie IT-Unterstützung ihrer logistischen Prozesse

bieten. Das Team des Softwareunternehmens begrüßt

Besucher auf ihrer Drehbühne in Halle B2, Stand

405/506. ASSIST4 soll die Teilprozesse entlang der

Supply-Chain vom Wareneingang bis zum Endkunden

unterstützen. Die Logistik- und Außenwirtschaftssuite

ASSIST4 soll Verlader, Handels- und Dienstleistungsunternehmen

in die Lage versetzen, bestellte Ware

pünktlich, vollständig und in der versprochenen Qualität

abzuliefern. Basis hierfür ist ein leistungsfähiges

und stabiles Transport-

Management. Mit ASSIST4

Freight-Management können

Firmen beispielsweise

Transportkosten

vorab ermitteln und

später Rechnungen

der unterschiedlichen

Software für logistische Dienstleister automatisiert

kontrollieren.

Prozesse. (Foto: AEB)

70 ConTraiLo 4/2011

Inka passt Preise an

Sparpotenzial bleibt trotzdem

Der gestiegene Holzpreis schlägt sich auch auf den Bereich

Ladungsträger nieder: So hat nun auch die Inka

Paletten GmbH die Fachhandelspreise für ihre Einwegpaletten

ab April 2011 um drei Prozent abgehoben. Damit

bildet das Unternehmen zeitverzögert die Mehrkosten im

Einkauf ab. Mit Blick auf die Gesamtkosten können die

Einwegpaletten dennoch helfen, Kosten zu sparen.

Moderate Erhöhung. „Unsere Preisanpassung fällt im

Vergleich zum Holzpreisanstieg und zur gesamten Branche

moderat aus“, sagt Peter Fischer, Geschäftsführer der

Inka Paletten GmbH. „Allerdings wissen wir, dass unsere

Kunden sehr kostensensibel sind und unsere Paletten

auch deshalb schätzen, weil sie besonders preisgünstig

sind. Trotzdem erwarten wir, dass unsere Händler und ihre

Kunden Verständnis für die Preiserhöhung haben werden.

Auch, weil wir so transparent wie möglich über die

Erhöhung und ihre Ursachen informieren.“

Ohne Nagel & Co. Der Bundesverband Holzpackmittel,

Paletten, Exportverpackung (HPE) hatte bereits im Februar

über teure und knappe Rohstoffe informiert. Neben

Schnittholz hat sich demnach auch anderes Produktionsmaterial

für Vollholzpaletten wie Nägel und Klammern

verteuert. „Unsere Einwegpaletten werden aus Holzwerkstoff

in Form gepresst und kommen gänzlich ohne Nägel

oder Klammern aus. Wenn die Einkaufspreise für solche

Produktionsmaterialien anziehen, sind wir also im Vorteil.

BLG LOGISTICS FÜR DIE OFFSHORE-WINDENERGIE

Bremer machen Wind

Ein Teil der Energiezukunft liegt auf dem Wasser – bis 2030 sollen

Offshore-Anlagen 15 Prozent des deutschen Bedarfs an elektrischer

Energie decken. 29 Windparks sind bereits genehmigt und

weitere sind in der Planung. Damit sich die Offshore-Windenergie

im Wettbewerb behaupten kann, ist es wichtig, die Kosten zu reduzieren.

Hierzu gehören moderne industrielle Fertigungsmetho-

Verladung von 160 t schweren Turmsegmenten

für Offshore-Windenergieanlagen in Bremen. (Foto: BLG)


Die stapelbare Inka-Einwegpalette. (Foto: Inka-Paletten)

Auch deshalb konnten wir unsere Preiserhöhung auf

einem recht niedrigen Niveau halten“, sagt Fischer.

Stapeln für Platzgewinn. Da Inka-Paletten gestapelt werden

können, lässt sich der Platzbedarf im Lager reduzieren.

Zudem sind sie ab Werk schädlingsfrei und können ohne

Vorbehandlung im Export genutzt werden. „Letztlich ist

für die Anwender von Paletten nicht nur der Einkaufspreis

interessant“, erklärt Fischer. „Viel wichtiger ist doch: Welcher

Aufwand fällt nach dem Einkauf an – angefangen von

der Lagerung über das Palettieren bis hin zur Exportabwicklung?

Werden alle diese Kosten zusammengerechnet,

lohnt sich der Umstieg auf Einwegpaletten von Inka in vielen

Branchen und Wirtschaftszweigen.“ In der Halle A6 am

Stand 132 können Unternehmen sich über die Eigenschaften

der Inka-Paletten informieren.

den und durchgängige Logistik-Prozesse. Als seehafenorientierter

Logistiker verfügt BLG Logistics über ein Netzwerk

mit eigenen Hafenanlagen mit internationalen Dimensionen.

Die BLG bietet die Supply-Chain von Windenergieanlagen

von der Beschaffung über die Produktion bis zur Installation

auf See. Die damit verbundene Standardisierung der logistischen

Prozesse ist die Voraussetzung für die Industrialisierung

der Produktion, steigert die Effizienz der Lieferkette

und reduziert die Logistik-Kosten. Dabei kombiniert die BLG

ihre Kompetenz in der Industrie- und Produktions-Logistik

mit dem Seehafenumschlag. Das Team BLG Wind Energy

Logistics präsentiert sein Leistungspotenzial in München

in der Halle B5 auf dem Stand 217/318.

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BUTT-RAMPE IN SPEZIELLER BAUWEISE

Mobile Lademöglichkeiten

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Firma Butt

Verladerampen wieder in Hannover mit eigenem Messestand.

In diesem Jahr zeigt das Unternehmen dort eine

neu entwickelte, mobile Verladerampe. Um den Verladeprozess

zu beschleunigen und noch sicherer zu machen,

wurde eine elektrohydraulische Vorschubbrücke integriert.

So ist das Andocken des Lkw noch einfacher zu

realisieren. Die Rampe hat eine Traglast von 9 t und wird

mit einer Mehrknopf-Steuerung bedient. Dank der

Bauweise konnte Butt die Fahrbreite

weiter vergrößern.

Butt stellt in Hannover eine mobile Verladerampe mit

elektrohydraulischer Vorschubbrücke vor. (Foto: Butt)

UMSCHLAG-EQUIPMENT

Dreisatz für Flexibilität

Unter dem Motto „Smarter Liftung Solutions“

steht der Stand C12 in der Halle 25.

Hier präsentiert Konecranes Gabel- und

Containerstapler sowie Reachstacker mit

Tragfähigkeiten von 8 bis 70 t. Die Schwerlaststapler

von Konecranes sind modular

konzipiert und bieten für verschiedene Branchen

Einsatzpotenzial. Die Gabelstapler-Modelle

SMV 10-600 bis SMV 70-1200 kön-

72 ConTraiLo 4/2011

nen für Lasten bis 70 t eingesetzt werden.

Dank neuem, lastabhängigem Hydrauliksystem

arbeiten die Fahrzeuge nach Herstellerangaben

verschleißarm und verbrauchen

weniger Kraftstoff.

Voll- und Leercontainerstapler heben bis zu

einer Höhe von acht Containern und transportieren

zwei Container gleichzeitig. Dabei

heben die Stapler die Boxen bis zu acht Container

bzw. 21 m hoch. Die Vollcontainerstapler

der Modelle SMV 33 G3 bis SMV 52

G5S tragen Lasten von 30 bis 45 t. Die

Brücken für Ladung

EXPRESSO-Verladehilfenprogramm

Von der Einzelanfertigung bis zum OEM-Serienprodukt

reicht das Lösungsspektrum von EXPRESSO für ergonomisches

Hantieren und Kommissionieren. Auf der Ce-

MAT stehen dabei verschiedene Highlights im Fokus, wie

z. B. das Komplettprogramm für Verladeaufgaben.

Von klein bis groß. Zügige Verladevorgänge sparen Warte-

und Arbeitszeiten. EXPRESSO Deutschland bietet ein

breites Produktprogramm an Aluminium-Verladebrücken-

und -stegen für optimierte Logistik-Abläufe an. Das

Angebot reicht vom Klappblech bis zur Anbaubrücke mit

5 t Tragkraft. Mobile und z. B. klappbare Verladehilfen

können im Fahrzeug mitgeführt werden und machen so

Fahrer unabhängig von Verladehilfen vor Ort. Die Oberfläche

der Aluminium-Verladebrücken besteht aus einem

rutschfesten Querrillen-, Querrillenprofil Plus oder einem

Quintettprofil und entspricht den Richtlinien der Berufsgenossenschaft

für das sichere, betriebliche Transportieren.

EXPRESSO-Aluminium-Überladehilfen sind

korrosionsfest und verfügen über Gummiprofile an der

Unterseite, um Verrutschen zu vermeiden und gleichzeitig

Lärm zu dämmen.

Handhabung allein oder im Doppel. Bei kleineren Verladestegen

sollen serienmäßige Anschlag- und Abstandshalter

ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten. Griffaussparungen

erleichtern die Handhabung und die zum

Teil seitlich angebrachten Räder ermöglichen das Heranfahren

an das zu be- oder entladene Fahrzeug. Zahlreiche

Leercontainerstapler SMV 3 ECB 80 bis

SMV 6/7 ECB 100 DS transportieren ein

Gesamtgewicht von 8 bis 10 t.

Die Reachstacker der Serie SMV 4123 bis

SMV 4545 tragen beladene Container und

Wechselbrücken mit einem Gewicht bis zu

45 t und heben sie in eine Höhe von fünf

bis sechs Containerlagen. Ermöglicht wird

dies unter anderem dank einem Hochleistungsmotor,

dem Doppelprofil-Container-

Spreader sowie zweistufigem Hubausleger

mit großen Seitenplatten.


Ob im Großen oder Kleinen:

Ladehilfen erleichtern den Alltag. (Foto: EXPRESSO)

Verladebrücken- und -stege sind laut Herstellerangaben

von nur einer Person zu hantieren. Alle Modelle besitzen

abgewinkelte Auf- bzw. Abfahrprofile. Bei einigen Verladebrückentypen

sind diese zweifach beweglich, um Höhenunterschiede

auszugleichen.

Viel Zubehör. Große Verladebrücken sollten von zwei

Personen oder mit dem Fahrbügel, der serienmäßig mitgeliefert

wird, bewegt werden. Die Profilschienen, die für

das Einhängen von Anbaubrücken an der Laderampe erforderlich

sind, finden sich ebenfalls im Lieferprogramm.

(Foto: Konecranes)

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CONTINENTAL-INDUSTRIEREIFEN

Schuhe für Stapler und Co.

Wie auch auf der Straße tragen Reifen auch in Logistik-

Zentren oder Häfen maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit

bei – z. B. bei Flurförderzeugen. Ein breites Spektrum

moderner Industriereifen wird der Geschäftsbereich

Industriereifen von Continental auf der CeMAT vorstellen.

Eine große Auswahl spezialisierter Produkte mit

ausgewogenen Eigenschaften wurde auf diese Bedürfnisse

zugeschnitten.

Ein Beispiel: Mit dem Industrie-Luftreifen in Radialbauweise

ContiRT20 Performance lassen sich schwerste

Lasten zuverlässig mit Geschwindigkeiten von bis zu

40 km/h bewegen. Continental gehört zu den führenden

Reifenherstellern weltweit und bietet eine komplette

Produktpalette an Industriereifen. So finden sich

im Portfolio z. B. mit der Marke Simex Industriereifen

für Maschinen und Geräte wie gummibereifte Hafenkrane,

Reachstacker und Leercontainer für die anspruchsvollen

Einsätze in Häfen.

HAFEN HANNOVER PRÄSENTIERT POTENZIALE

Partner im Norden

Hannover spielt für die CeMAT

nicht nur als Veranstaltungsort eine

Rolle – nein, auch in der Halle

23 am Stand A04 steht Hannover

im Mittelpunkt – am Gemeinschaftsstand

der Unternehmensgruppe

Hafen Hannover.

„Ihr Partner im Norden für Seehafenhinterland-

und Kombiverkehre

sowie Hafenumschlag“ lautet das

Motto der Unternehmensgruppe

für ihren Messeauftritt bei der Ce-

MAT auf der Plattform der Logistik-

Initiative Niedersachsen.

Die Unternehmensgruppe Hafen

Hannover nutzt dabei in diesem

Jahr nicht die Plattform der transport

logistic in München, sondern

setzt auf den Standortvorteil Han-

74 ConTraiLo 4/2011

nover, der den Bestands- und aber

auch Neukunden aus dem Raum

Hannover, Hamburg, Bremen und

Bremerhaven kurze Wege und geringen

Aufwand für ein Informationsgespräch

rund um die Hafenprodukte

ermöglicht.

Der Schwerpunkt der Unternehmensgruppe

Hafen Hannover liegt

dabei neben dem klassischen Hafenumschlaggeschäft

ganz speziell

auf dem Containertransport von

und zu den Seehäfen Hamburg und

Bremerhaven. Der neue Betriebsleiter

Jörn Ohm und sein Vertriebsteam

um Roland Thalmann freuen

sich auf angeregte Gespräche mit

den Besuchern auf dem Gemeinschaftsstand.

Die Veranstalter sind mit der brasilianischen Erstauflage

der CeMAT zufrieden. (Foto: Deutsche Messe AG)

Nach der Premiere

Messerückblick CeMAT SOUTH AMERICA

Wenige Wochen vor der Leitmesse in Hannover ging der

internationale Ableger CeMAT SOUTH AMERICA erstmals

an den Start. Vom 4. bis 7. April 2011 präsentierten

HUBWERKSANTRIEBE FÜR INDUSTRIEKRANE

Kompakte Kraftpakete

Über eine Mio. Fahr- und Hubantriebe für Krananlagen

von ABM Greiffenberger sind weltweit im Einsatz.

In den Fokus ihres Messeauftrittes am Stand B58

in der Halle 12 stellt das Unternehmen in diesem Jahr

Hubwerksantriebe mit kompakter Bauform, hoher

Leistung und Zuverlässigkeit.

ABM Greiffenberger bietet Herstellern von Kran- und

Hebezeugen ein breites Programm an Fahr- und Hubwerksantrieben.

Mit dem neuen Hubwerksantrieb GH

40000 steht nun auch für Serienhubwerke bis 40 t

Hublast bei einer 4/1-Einscherung ein auf die Applikation

abgestimmter Antrieb zur Verfügung. Dabei

stehen zwei Grundversionen zur Auswahl. Die erste

Variante bezieht ihre Leistung von einem polumschaltbaren

5/20-kW-Asynchron-Zylinderläufermotor.


sich im Imigrantes Exhibition Center in São Paulo 213

Aussteller aus 20 Ländern auf 16.000 m2 Nettoausstellungsfläche.

Mit 12.512 Besuchern aus 32 Ländern war

die Veranstaltung nach Angaben der Messeveranstalter

auf Anhieb ein Erfolg und untermauerte damit ihren

Anspruch als kontinentale Leitmesse.

Fazit der Veranstalter. „Wir sind sehr zufrieden mit dem

Ergebnis der ersten CeMAT SOUTH AMERICA. Das war

eine gelungene Premiere. Gemeinsam mit unseren Partnern

haben wir eine sehr vielfältige und internationale

Messe mit neuesten Technologien und Lösungen organisiert,

die den Besuchern Gelegenheit bot, die aktuellsten

Entwicklungen aus erster Hand zu erleben“, sagt Wolfgang

Pech, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen

Messe AG nach der Messe.

Save the date. Auf dem Freigelände wurden 64 Live-Darbietungen

gezeigt, darunter ein Gabelstapler von Linde,

der 45 t schwere Lasten in Höhen von bis zu 6 m bewegen

kann. Die nächste CeMAT SOUTH AMERICA wird vom

19. bis 22. März 2013 wieder in Brasilien veranstaltet –

dann erstmals gemeinsam mit der MDA SOUTH AMERI-

CA. Zunächst steht nun jedoch erst einmal die CeMAT in

Hannover, die vom 2. bis 6. Mai 2011 mit Trends und

neuen Produkten für die Intra-Logistik an den Start geht,

im internationalen Messekalender.

Geeignet ist die Version für Hubgeschwindigkeiten von

2,60/3,30/4,20 m/Min. bei einem Trommeldurchmesser

von 405 mm und einer 6/1-Einscherung.

Noch höhere Leistungen erreicht der Kranhersteller

mit der zweiten Version des GH 40000, die mit einem

drehzahlgeregelten 38-kW-Motor inklusive Geberrückführung

ausgestattet ist. Dieser Hubwerksantrieb

erlaubt Hubgeschwindigkeiten von bis zu 4,90/6,20/

7,60 m/min. bei einer 4/1-Einscherung.

ABM Greiffenberger

hat den

GH 40000 mit

zwei Grundvariantenvorgestellt.

(Foto:

ABM Greiffenberger)

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Schiene

UNTERNEHMEN

Trenitalia übernimmt

TX-Anteile

Die TX Logistik-Gründer Frank O.

Blochmann, Burkhard Bräkling, Werner

Nies, Kurt Pelster und Raimund

Stüer verkaufen ihre noch verbleibenden

Gesellschafteranteile an Trenitalia.

Die 100-prozentige Tochter der Staatsbahn

Ferrovie dello Stato hatte bereits

vor knapp sechs Jahren 51 Prozent

erworben. Die TX Logistik AG (TXL)

ist als Eisenbahnverkehrsunternehmen

auf Güterverkehrskonzepte auf der

Schiene spezialisiert. Bei der Übernahme

der restlichen Anteile durch Trenitalia

handelt es sich nach Unternehmensangaben

um einen letzten, seit

langem geplanten Schritt in der Zusammenarbeit

beider Partner. „Auch

in Zukunft soll die strategische Entwicklung

der TX Logistik AG nach

heutigen Rezepten voran gebracht

werden. Wir wissen genau, was wir

bekommen und freuen uns auf die weitere

Entwicklung des Unternehmens.

Wir werden weiterhin mit TX Logistik

moderne und kundenorientierte Branchenlösungen

entwickeln und mit hoher

Qualität für unsere Kunden tätig

sein“, erläutert Vincenzo Soprano,

CEO der Trenitalia, die Entscheidung.

76 ConTraiLo 4/2011

(Foto: TX Logistik)

Ab der zweiten Jahreshälfte

plant Kombiverkehr CO2-freie

Schienentransporte anzubieten. (Foto: Kombiverkehr)

Wachsende Klima-Bilanz

Mehr als 870.000 t CO2 gespart

Die Kombiverkehr KG hat im letzten

Jahr weitere Gütertransporte von der

Straße auf die Schiene verlagert. So

transportierte das Frankfurter Unternehmen

77.486 Lkw-Sendungen mehr

als 2009. Dies entspricht einer Steigerung

um 9,1 Prozent. Die Gesamtzahl

der beförderten Sendungen lag bei

933.039, womit mehr als 870.000 t

CO2-Emissionen weniger anfielen.

GEMEINSCHAFTSPROJEKT FÜR SCHIENENVERKEHRE

Express auf der Schiene

Schnellere Laufzeiten, verbesserte Ladeschlusszeiten und Umschlagprozesse

– dies soll XPressNet bieten und künftig elf deutsche Wirtschaftszentren

verbinden. DB Netz, DB Schenker Rail, DHL Freight, DUSS,

Hellmann Worldwide Logistics und Kombiverkehr haben mit Unterstützung

der beiden Beratungsgesellschaften HaCon und KombiConsult das Projekt

realisiert. Das Forschungsprojekt hat ein Netzwerk für den Transport zeitkritischer

Sendungen des KEP- und Stückgutverkehres auf der Schiene entwickelt

und demonstriert. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit werden zusätzlich

durch eine permanente Transportüberwachung und die Schulung der

Mitarbeiter erhöht. In dem mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft

und Technologie anteilig geförderten Projekt, das offiziell am

31. Mai 2011 endet, wurden in iterativen Prozessen innovative Lösungen

gefunden. Insgesamt wurden im bisherigen Projektzeitraum 2,3 Mrd. tkm

von der Straße auf die Schiene verlagert. Der Schienentransport für die

Paket- und Systemverkehre erfolgt auf den Relationen: Hamburg–München,

Hamburg–Nürnberg/Kornwestheim, Hamburg/Bremen/Osnabrück/Hannover–Frankfurt/Basel,Hamburg/Bremen/Osnabrück/Hannover–Nürnberg,

Osnabrück/Hannover–Regensburg/Landshut. Die Weiterführung

des Konzeptes über die Projektlaufzeit hinaus wird angestrebt.


Schon bald plant die Kombiverkehr

KG, CO2-freie Schienenverkehre einzuführen.

Vorkrisenniveau für 2011 erwartet.

Nach dem konjunkturbedingten Rückgang

der Sendungszahlen im Jahr 2009

gehen Robert Breuhahn und Armin

Riedel, Geschäftsführer des Unternehmens,

davon aus, dass bei Kombiverkehr

bereits im Jahr 2011 wieder die

Rekordmenge des Jahres 2008 erreicht

werden kann, als über eine Millionen

Sendungen im Kombiverkehr-Netzwerk

befördert wurden.

Zu den Strecken, auf denen im laufenden

Jahr die größten Zuwächse erwartet

werden, zählt Kombiverkehr Transporte

von und nach den Westhäfen

sowie von und nach Ost- und Südosteuropa.

Auch die kürzlich eingeführten

Relationen werden das internatio-

In der nächsten

ConTraiLo-Ausgabe

nale Netzwerk mit weiteren Mengen

stärken. Ebenso erwartet Breuhahn für

die nationalen Verkehre ein weiterhin

anhaltendes Wachstum.

Weitere Sendungspotenziale. „Mitte

des Jahres steht der Abschluss des Projektes

XPressNet an, bei dem wir gemeinsam

mit mehreren Projektpartnern

im Rahmen der Förderinitiative

‚Intelligente Logistik im Güter- und

Wirtschaftsverkehr‘ des BMWi Lösungen

für Stückgut- und Expressverkehre

auf der Schiene entwickeln“, erklärt

Breuhahn.

Weitere Impulse für das Unternehmen

könnten von der Einführung CO2freier

Schienentransporte kommen.

„Wir sind zuversichtlich, in der zweiten

Jahreshälfte die ersten CO2-freien

Angebote am Markt anbieten zu können“,

so Breuhahn.

NEUE WEBPLATTFORM VON ICA

Züge online

Intercontainer Austria GesmbH (ICA)

hat eine neue Webplattform für Online-Buchungen

und Status-Informationen

zu Sendungen gestartet. Die Plattform

besteht aus den fünf Bereichen

NINA-Netzwerk, Auftragserfassung,

allgemeine Züge, Last-Minute-Züge und

Bestellübersicht für nationale

Sendungen. Voraussetzung für die

Nutzung ist eine Zugangsberechtigung

auf Mitarbeiterebene, die von ICA

an den jeweiligen Anwender vergeben

wird. Die Seite ist über einen Link

auf der ICA-Website aufrufbar.

Hinterlandverkehre

Logistik Straße

Schiene Schiff-Fahrt


MOBILE KRAFT

fürs Inland

(Foto: Liebherr)


Produktprogramm. Jüngste Projekte der Liebherr-Werk

Nenzing GmbH zeigen: Auch in der Binnenschiff-Fahrt hat

ein Umdenkprozess stattgefunden. Mobile Krane und

Umschlaglösungen sind zunehmend gefragt.

Mobile Krane haben gegenüber

den konventionellen

Brückenkranlösungen den

Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Beweglichkeit

deutlich flexibler im Hafen

eingesetzt werden können. Selbst für

spezialisierte Einsätze wie z. B. im Containerumschlag

können hohe Umschlagleistungen

erzielt werden. Die

Krane eignen sich zudem für alle Arten

von Güterhandling. Der Hafen hat damit

eine höhere Planungssicherheit;

das umständliche und teure Anmieten

von zusätzlichen Kranen oder Hebeeinrichtungen

entfällt somit komplett.

Spezialist für Binnenschiffe

Auf dem Rhein verkehren Schiffe bis zu

110 m Länge und 11,40 m Breite, die

vier Container nebeneinander in vier

Lagen laden und dadurch bis zu 208

TEU transportieren können. Die neueste

Generation der Binnenschiffe mit

135 m Länge und 16,50 m Breite kann

bis zu sechs Container nebeneinander

in fünf Lagen stauen.

Dies entspricht einer Ladekapazität

von knapp 500 TEU. Liebherr Port

Equipment bietet mit einer vielseitigen

und abgestuften Produktpalette Lösungen

für unterschiedliche Arten von Güterumschlag.

Bereits mit einem mittelgroßen

Liebherr-Hafenmobilkran vom

Typ LHM 280 können diese größten

Binnenschiffe bedient werden. Der

LHM 280 verfügt selbst bei einer Ausladung

von 23 m noch über eine maximale

Traglast von 41 t. Damit können

Binnenschiffe der neuesten Generation

über die gesamte Breite vollständig beund

entladen werden.

An der deutschen Nord- und Ostseeküste

sind Liebherr-Hafenmobilkrane

schon lange ein gewohntes Bild. Seit

Sommer 2010 ist erstmals auch ein

Vertreter der größeren Liebherr-Hafenmobilkrane

am Rhein im Einsatz.

Die Firma BK Giulini in Ludwigshafen

nahm hier einen Hafenmobilkran vom

Typ LHM 400 mit einer maximalen

Traglast von 104 t in Betrieb.

Der Kran ist nicht nur vielseitig einsetzbar,

sondern kann auch eine Entfernung

von 96 m vom Schiffsmittelpunkt

bis zum Ende der Lagerfläche

überbrücken. Ein weiterer Liebherr-

Hafenmobilkran folgt im Juli 2011.

Die Bendorfer Umschlag- und Speditionsgesellschaft

wird einen LHM 280

für den Umschlag von Schüttgütern,

Holz und mehr im Bendorfer Rheinhafen

zum Einsatz bringen.

Drehkrane mit Potenzial

Eine Lösung für kleine und mittelständische

Häfen bieten auch die fix installierten

und fahrbaren Drehkrane

der FCC-/TCC-Serie. Die Baureihe der

FCC-Hafenkrane sind im Gegensatz zu

mobilen Hafenkranen fest auf einer

Kaianlage montiert. Sie eignen sich

dank schlanker Konstruktion für den

Einsatz an schmalen Kaianlagen. Das

Fundament des Drehkrans muss nur

punktuell versteift werden. Mit dem

bis zu 32 m langen Kranausleger können

Motorschiffe und Schubleichter

von einem Festpunkt aus be- und entladen

werden.

Die Krane der TCC-Baureihe sind auf

einem elektrisch verfahrbaren Portal

montiert. Ein paralleles Schienensystem

unter dem Portal ermöglicht das

Verfahren entlang der Kaianlage. Zusätzlich

zu diesem Produktspektrum

bietet Liebherr eine umfangreiche Palette

an Containerbrücken, Stapelkranen

und Reachstackern an.

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Verladetechnik

TEREX-UMSCHLAGGERÄTE

Sprinter für Khalifa

Zwischen Abu Dhabi und Dubai entsteht der Khalifa

Port inklusive einer 4,5 km vom Festland entfernten

Mehrzweckhafen-Insel. Bereits die erste Baustufe sieht

den Umschlag von 2 Mio. TEU vor – ausbaufähig auf bis

zu 15 Mio. TEU – mit dabei: Sprinter Carrier von Terex.

Abu Dhabi Ports Company (ADPC) hat an Terex Port

Equipment einen Auftrag über 20 Terex ® Noell SC624E

Diesel-Electric Sprinter Carrier vergeben. Die Sprinter

Carrier können 1 over 1 9,6’’-Container stapeln und

sind für den Einsatz im Khalifa Port vorgesehen, der

in Al Taweelah in Abu Dhabi gebaut wird. Der erste

Bauabschnitt soll im vierten Quartal 2012 fertiggestellt

sein. Die Sprinter Carrier sollen spätestens

Mitte 2012 einsatzbereit sein.

„Der Vertrag schließt die Option für ADPC ein, weitere

Sprinter Carrier für die zweite Baustufe des neuen

Hafens zu bestellen“, sagt Waleed Hammad, Vice

President of Procurement of ADPC. „Wir sind stolz,

dass ADPC unsere weltklasse diesel-elektrischen

Sprinter Carrier für diesen wichtigen neuen Hafen

ausgewählt hat“, sagt Guido Luini, Managing Director,

Terex Cranes. Damit hat Terex Port Equipment innerhalb

der letzten Monate gleich zwei Aufträge für seine

Terex ® Noell SC624E Sprinter Carrier erhalten.

HAFEN-EQUIPMENT

Container im Fluss

Mit dem Auftrag der Virginia Port Authority

(VPA) erhöht sich nicht nur die Gesamtzahl

der TTS-Translifter und -Kassetten

auf APM-Terminals – erstmals zeigt

damit das Container-Handlingsystem der

Schweden in den USA seine Vorteile. Die

VPA hat für den Transport der Container

zwischen dem Containerbahnhof und den

Schienenbrückenkranen über dem Yard

80 ConTraiLo 4/2011

zehn Translifter und 220 Kassetten von

TTS Port Equipment bestellt. Die Auslieferung

startete im Februar 2011. Bei den

Kassetten handelt es sich um abnehmbare

Stahl-Plattformen, auf die Container

für den Transport geladen werden. Spezielle

Trailer, die selbstladenden Translifter,

haben eine Tragkapazität von bis zu

62 t. Sie sind dabei nach Unternehmensangaben

kompatibel zu unterschiedlichsten

Zugmaschinen. Die manuell betriebenen

Fahrzeuge heben und bewegen die

Wie geschmiert

Projektbeispiel mit ADDINOL-Schmierstoffen

Illichivsk, der Frachthafen von Odessa, liegt etwa 20 km

südwestlich der ukrainischen Millionenstadt am Schwarzen

Meer. Die UkrTransKonteiner betreibt einen der Container-Terminals

im Frachthafen. Vor einigen Jahren hat

das Unternehmen moderne Anlagen im Terminal installiert.

Da sich Störungen negativ auf den gesamten Ablauf

der Ladeprozesse auswirkten, wechselten die verantwortlichen

Instandhalter von den bisher eingesetzten

Schmierstoffen zu Produkten von ADDINOL.

Die Schwierigkeit. Im Normalfall bewegen Portalhubwagen

die schweren Standardcontainer mit Leichtigkeit.

Doch im Container-Terminal in Illichivsk gab es wiederholt

Schwierigkeiten. Die Gleitflächen der Führungsschienen

wurden mit einem herkömmlichen, graphithaltigen

Fett geschmiert. Dieses war den enormen mechanischen

Belastungen allerdings nicht gewachsen. Die Instandhalter

versuchten, das Problem mit größeren

Mengen Fett zu lösen,

was allerdings zu einer

regelrechten „Über-

ADDINOL bietet verschiedene

Lösungen

für Maschineneinsätze

wie in Odessa.

(Foto: ADDINOL)

Kassetten mithilfe des Hydrauliksystems.

Der Translifter wird abgesenkt und dann

unter die Kassette gefahren und dann mit

der Ladung angehoben.

Mit der Bestellung soll dem gestiegenen

Bedarf des Terminals Rechnung getragen

werden. Seitdem die Containeraktivitäten

vom Norfolk International Terminal

(NIT) zum APM-Terminal in Portsmouth

Virginia verlagert wurden, hat sich das

Aufkommen hier inzwischen mit zusätzlich

einer Mio. TEU verdoppelt.


schmierung“ führte. Sie war nicht nur auf den ersten

Blick zu sehen, sondern verursachte auch einen ungleichmäßigen

Lauf der Führungsschienen.

Gesteigerte Betriebsstunden. Erst durch die Umstellung

auf den ADDINOL-Haftschmierstoff OG 0 bekamen die

Instandhaltungs-Experten nach Unternehmens-Angaben

die Problematik in den Griff. Nach einer gründlichen Reinigung

wurde der Haftschmierstoff gleichmäßig mit

Pinseln aufgetragen. Das Aluminium-Komplex-Fett mit

Graphitzusatz enthält Hochdruckzusätze. Als Eigenschaften

nennt das Unternehmen die zuverlässige Haftung

und extreme Belastbarkeit. Mittlerweile benötigen die

Führungsschienen nur noch einen Bruchteil der früher

eingesetzten Schmierstoffmenge.

Außer den Führungsschienen wurden auch noch alle anderen

zu schmierenden Komponenten der Portalhubwagen

auf die ADDINOL-Produkte umgestellt. Musste das in

den Terminal-Zugmaschinen vorher eingesetzte Motorenöl

nach 300 Betriebsstunden gewechselt werden, können

mit ADDINOL-Diesel Longlife MD 1548 nun Öleinsatzzeiten

von mindestens 850 Betriebsstunden erreicht werden.

Außer den Dieselmotoren versorgt das Motorenöl auch die

ZF-Schaltgetriebe und hat auch hier die Ölstandzeiten von

1000 auf bis zu 1600 Betriebsstunden erhöht.

Weitere Maschinen profitieren. Auch für Leercontainerstapler

erfolgte eine Umstellung. Die bisherige Schmierung

mit einem herkömmlichen graphithaltigen Produkt

hatte Schäden an den Oberflächen verursacht und die

Teleskoprahmen der Spreader arbeiteten nicht mehr synchron.

Um diese Schwierigkeiten zu beheben, stellte das

Terminal hier auf ADDINOL PTFE Fluid um.

Mithilfe von

Kassetten und den Spezial-

Trailern fließende Puffer schaffen. (Foto: TTS)

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NEUE STERNE

am Containerhimmel


Vertragsunterschrift Maersk

Line und DSME.

Schiffsprojekte. 111 Mio. Paar Turnschuhe –

in zwei Jahren könnte dies der neue Maßstab für

eine einzelne Schiffsladung sein. Dann kommen sie:

die ersten Kolosse der Triple-E-Klasse mit 18.000 TEU

Kapazitäten – nur wenige Meter größer als die E-Klasse.

Denn die eigentliche Revolution findet sich

in ganz anderen Details.

Die blaue EMMA und ihre Schwestern

gehören inzwischen zum

bekannten Bild der Containerschiff-Fahrt

– vor fünf Jahren läutete

der dänische Gigant eine neue Ära für

die Containerverkehre ein. Sieben Jahre

nach ihr soll die koreanische Nachfolgegeneration,

das Triple-E-Schiff, weitere

Rekorde schreiben.

Das dreifache „E“ soll dabei für Wirtschaftlichkeit

dank Masse, Energieeffizienz

und verbesserte Umweltfreundlichkeit

stehen. Je Container auf der Asien-

Europa-Route sollen mit den neuen Schiffen

mehr als 2,5 t CO2-Emissionen und

0,8 t Kraftstoff eingespart werden können.

Für zehn Triple-E-Schiffe der so

genannten SAMMAX-Klasse hat die Reederei

bereits die Verträge mit Daewoo

Shipbuilding & Marine Engineering Co.,

Ltd. (DSME) unterzeichnet – die Bestellung

weiterer 20 Schiffe ist optioniert.

Nicht nur Triple-E

A.P. Møller-Maersk arbeitet bereits seit 15

Jahren mit DSME zusammen. Beispielsweise

baut die koreanische Werft aktuell

16 Containerschiffe mit je 7450 TEU für

Maersk Line, deren Auslieferung im April

2011 beginnen soll.

Bei der Auftragsvergabe für die SAMMAX-

Schiffe hat für Maersk nach eigenen An-


gaben nicht nur die Kostenfrage den Ausschlag

für DSME gegeben, sondern auch

die Offenheit der Werft für die Ideen

der Reederei und die Verwirklichung in

einem neuen Design. Doch reichen „nur“

2500 TEU mehr an Kapazität für tatsächliche

Rekorde?

Keine Größen-Revolution

Denn mit der Ankündigung der neuen

Schiffsklasse hat Maersk bestätigt, dass

bereits die E-Klasse-Schiffe bis zu 15.500

TEU Platz bieten können. Die Antwort

hierauf ist wohl ein deutliches „Nein“.

So zeigen sich die Außenmaße der Triple-E-Klasse

zwar als derzeitige Rekordjäger,

andere Eigenschaften der Containerriesen

sind jedoch viel spannender –

insbesondere mit Blick auf das „zweite

Schiffsleben“ oder wie z. B. die effizientere

Nutzung von Schiffsraum mit bautechnischen

Feinheiten.

Letztlich schaffen Maersk und DSME es,

diese 2500 TEU mehr mit nur 4 m mehr

Länge und 3 m größerer Breite zu realisieren.

Nicht nur mit Blick auf die Größenrestriktionen

der Häfen ein spannender

Aspekt – denn die derzeitigen Anlagen in

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18.000

20’-Container

Die Triple-E-Schiffe können mehr

Conatiner an Bord nehmen.

2013

Triple-E Maersk Class

18.000 TEU

2006

Emma Maersk Class

15.500 TEU

den Terminals erlauben kaum weitere

Steigerungen. So bedeutet die zusätzliche

23. Reihe dank der erhöhten Schiffsbreite

auch nur eine Kapazitätssteigerung um

1000 TEU.

Zwei statt eins = plus 1000 TEU

Wie auch schon andere Reedereien, setzt

Maersk nun bei der Triple-E-Klasse auch

auf eine um fünf Reihen nach vorne verlagerte

Brückenposition. Damit können

mehr Container übereinander gestapelt

werden, ohne die Sicht weiter einzuschränken.

Allein im Frontbereich ge-

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111 Mio.

Paar Turnschuhe


Zwei Maschinen

sorgen für Antrieb

des Kolosses.

winnt Maersk damit Platz für 250 TEU.

Der Höhengewinn schlägt sich auch mittschiffs

aus und zusammen mit dem um

sechs Reihen nach hinten versetzen Maschinenraum

ergibt sich so ein weiteres

Plus von 750 TEU. Übrigens steuern die

Kolosse auch mit ihren 73 m Höhe über

Wasser nach derzeitigem Stand auch hier

auf neue Höchstmarken zu, wenn auch

nur um 1 m höher als das Kreuzfahrtschiff

„Allure of the seas“.

Bauchiges „U“ statt schlankes „V“

Die Teilung von Brücke und Maschinenraum

gibt nicht nur über Deck, sondern

auch unter Deck Potenzial für Kapazitäten.

Denn die neuen SAMMAX-Schiffe

sollen statt im schlanken V-Design mit

bauchigem U durch die Meere gleiten und

so für weitere 500 Container im Schiffsinneren

Kapazitäten bieten.

Dabei wirft dieser vierte bautechnische

Kniff auf den ersten Blick allerdings Fragen

auf: Ein Schiff mit mehr Bauch? Steht

dies nicht im Widerspruch zu mehr Energieeffizienz?

Laut Maersk nicht – denn

mit ihrem ausgeklügelten Antriebssystem

erreichen die Motoren ihren geringsten

Kraftstoffverbrauch bereits bei niedrigerer

Geschwindigkeit als bei der E-Klasse.

Recycling:

Eine Besonderheit

der neuen

Schiffe soll

der Craddle-tocraddle-Pass

werden.

Zwei kraftvolle Zwillingspaare

Die maximale Geschwindigkeit der Kolosse

soll zwei Knoten niedriger als bei der E-

Klasse liegen, also bei 23 Knoten. Die Kraft

für die Fahrt geben zwei spezielle Ultra-

Langhub-Motoren von MAN Diesel, die

dank geringerer Drehzahlen eine höhere

Kraftstoffeffizienz erreichen, allerdings einen

größeren Durchmesser für die Schiffsschrauben

erfordern. Ähnlich wie Schiffe

nicht unbegrenzt wachsen können, ist

auch der Platz für die Schiffsschrauben

eingeschränkt.

Um dennoch die entsprechende Oberflächengröße

zu erreichen, setzen Maersk

und DSME auf ein doppeltes Zwillingspaar:

zwei Maschinen mit je einer Vier-

Blatt-Schiffsschraube. Der Durchmesser

der einzelnen Schiffsschraube ist so nur

um 20 cm verglichen zur EMMA erhöht,

die Zahl der Blätter für einen geringeren

Widerstand sogar reduziert. So sollen die

zwei Motoren der neuen Schiffe vier Prozent

weniger Energie benötigen als die

eine Maschine der E-Klasse.

Abwärme nutzen lohnt

Wie schon bei den E-Klasse-Schiffen und

weiteren zwölf Schiffen der Maersk Line

verbessert auch bei den Kolossen ein Abwärmerückgewinnungssystem

die Ausnutzung

der Energie. Mit dem System lassen

sich nach Unternehmensangaben neun

Prozent CO2-Emissionen einsparen. Auch

die anderen 38 von Maersk bestellten

Schiffe erhalten diese Ausstattung für je


zehn Mio. US-Dollar. Eine Anschaffung,

die sich mit Blick auf die Kraftstoffpreise

laut Maersk innerhalb von fünf bis zehn

Jahren bereits amortisiert hat.

Schiffe mit zwei Leben

Der Umweltgedanke erstreckt sich jedoch

nicht nur auf das operative Leben der

neuen Schiffe – bereits vor und während

des Schiffbaus geht der Blick auf das „Leben“

danach. Maersk hat die Vision von

100 Prozent recyclingfähigen Schiffen –

die Triple-E-Klasse soll bereits 90 Prozent

erreichen. Schon beim Bau der Schiffe

sollen toxische Materialien so weit wie

möglich vermieden werden, die größte

Besonderheit liegt jedoch in einem speziellen

Schiffspass.

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In dem so genannten Craddle-to-craddle-

Pass sollen sämtliche Bauteile und Materialkombinationen

aufgeführt sein. Entwickelt

hat Maersk die Idee gemeinsam

mit der deutschen Environmental Protection

Encouragement Agency (EPEA).

Schon heute wird ein Großteil des Stahls

von verschrotteten Schiffen wiederverwertet.

Da hierbei die verschiedenen Metalle

und Stahlqualitäten vermischt werden,

verringert sich die Qualität des wiederverwerteten

Materials. Mit der Dokumentation

und Trennung soll nun die Erhaltung

der Qualität auch für ein „zweites Leben“

bleiben. Keine einfache Aufgabe und

damit ein Wettlauf mit der Zeit, damit

die Pässe für die Schiffe zeitgleich zum

Stapellauf fertig sind. Zwar sind etwa

98 Prozent der 60.000 t der Schiffe aus

fünf verschiedenen Stahlqualitäten, aber

auch Materialien wie Kupfer, Plastik, Holz,

Glas und mehr gehören dazu – alle zusammen

von mehreren hundert verschiedenen

Lieferanten hergestellt.

Neun Häfen im Blick

Die genaue Reiseroute der Triple-E-Schiffe

ist noch in Planung. In Asien stehen bisher

die fünf Häfen Shanghai, Ningbo, Xiamen,

Yantian und Hong Kong auf dem

ONLINE

Plan. Weiter soll es nach Europa mit Häfen

wie Bremerhaven, Rotterdam, Felixstove

und Algeciras gehen. So könnten die

Kolosse Container innerhalb von 20 Tagen

von China nach Spanien bringen. Aktuell

transportiert Maersk nach eigenen Angaben

18 Prozent der Container, die Asien in

Richtung Europa verlassen und 15 Prozent

der Container aus Europa für Asien.

Maersk Line heute

Heute transportiert Maersk mit 83 Schiffen

in zehn Umläufen nahezu 1,4 Mio. TEU

jährlich – zwei Drittel der Ladung stammen

dabei aus China. Bereits 1968 hatte

die Reederei eine erste Verbindung zwischen

den beiden Kontinenten aufgebaut

– damals noch ohne Container und mit

nur zwölf Fahrten mit 8000 t Ladung pro

Jahr. Eine beachtliche Geschichte – mit

gespanntem Blick auf das nächste Kapitel.

BILANZ: 26 Prozent geringere Slot-Kosten,

35 Prozent weniger Kraftstoff je Container

verglichen mit 13.100-TEU-Schiffen 20 Prozent

weniger CO2 pro Container im Vergleich

EMMA-Maersk, 50 Prozent weniger

CO2 pro Container im Vergleich zum Durchschnitt

auf der Asien-Europa-Route.

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