Abitur am Fachgymnasium Wirtschaft - Berufsbildenden Schulen 1 ...

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Abitur am Fachgymnasium Wirtschaft - Berufsbildenden Schulen 1 ...

Liebe Schülerinnen und Schüler,wir freuen uns, dass Sie sich für das Fachgymnasium Wirtschaft entschieden haben. In den nächsten drei Jahrenwird der Grundstein für Ihre berufliche Entwicklung gelegt. Mit dem von Ihnen gewählten Schwerpunkt könnenSie fachliche sowie überfachliche Kompetenzen erwerben und am Ende die Abiturprüfung ablegen. Dasbestandene Abitur berechtigt Sie zum Studium jeglicher Fachrichtung.Zum Gelingen des Unterrichts tragen sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler bei. Die Lehrkräfte anunserer Schule orientieren sich an den Rahmenrichtlinien und bieten die Unterrichtsinhalte strukturiert an.Zudem werden Möglichkeiten für selbstständiges Arbeiten und Lernen geschaffen.Als Schülerinnen/Schüler unserer Schule erwarten wir von Ihnen, dass Sie sich auf Lernsituationen aktiv einlassenund Verantwortung für den eigenen Lernprozess übernehmen (z. B. Leistungsbereitschaft und Pünktlichkeit). Siesollten die Möglichkeiten zum selbstständigen Lernen und Arbeiten nutzen.Die Schulordnung ist die Grundlage unseres Zusammenlebens und von Schülern, Lehrern und Eltern entwickeltworden – sie ist von jedem an unserer Schule einzuhalten.Sicher werden sich noch weitere Fragen – auch seitens der Eltern – ergeben. Sprechen Sie uns an; für einGespräch stehen wir Ihnen und Ihren Eltern zur Verfügung!Habekost(Schulleiter)Erdt(Koordinator FGW)Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -2/26-


Neue Fächer als Profil des WirtschaftsgymnasiumsWenn Sie die Stundentafel betrachten, werden Sie feststellen, dass „neue“ wirtschaftsbezogeneFächer auf Sie zukommen, die wir Ihnen kurz vorstellen wollen:Das Fach Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling basiert auf demprozessorientierten Ansatz der Betriebswirtschaftslehre. Wir arbeiten mit den Modellunternehmen Arnold &Stolzenberg GmbH und Designermöbel GmbH. Rechnungswesen und Controlling sind in das übergeordneteFach Betriebswirtschaft integriert.Das Fach Volkswirtschaft begreift das Wirtschaftsgeschehen als einen Prozess und vermittelt das Denken inStrukturzusammenhängen unter Berücksichtigung aktueller Problemstellungen. Wesentliche Aufgaben sindBeschreibung und Erklärung des gesamtwirtschaftlichen Geschehens, Systematisierung der wirtschaftlichenAkteure und daraus abgeleitet das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Zielentwicklung, Modellgestaltung undPrognose. Dabei wird das Wirtschaftsgeschehen als ein Prozess betrachtet, in dem nicht Gleichgewicht undHarmonie, sondern Wandel und Dynamik die ausschlaggebenden Elemente sind.Im Fach Informationsverarbeitung wird die Grundlage für eine aktive und kritische Teilnahme an unsererInformationsgesellschaft gelegt, die informationsverarbeitende Prozesse als wesentlichen Bestandteil desgesellschaftlichen und beruflichen Lebens benötigt. Anhand anwendungs- und problemorientierterFragestellungen wird Systemnutzungs- und Systemgestaltungswissen vermittelt einschließlich des Umgangs mitmoderner Bürokommunikationssoftware.Im Fach Fachpraxis wird in Wirtschafts- und Computerpraxis eine berufsfeldspezifisch-praxisorientierteGrundbildung vermittelt.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -4/26-


LeistungsbewertungDie Bewertung in der Einführungsphase erfolgt nach dem bekannten Notenschema mit sechs Abstufungen. Beider Bewertung am Ende der Klasse 11 ist die gesamte Leistung in der Einführungsphase relevant. Am Ende derEinführungsphase steht die Versetzung in die Qualifikationsphase, die die Klassenstufen 12 und 13 umfasst. DieLeistungen der Klassenstufe 11 sind noch nicht Bestandteil des Abiturs.Die Einführungsphase darf insgesamt nur einmal wiederholt werden. Im Regelfall muss nach höchsten vierJahren in der gymnasialen Oberstufe (Klassen 11 bis 13) die Zulassung zum Abitur erreicht worden sein. Es darfalso insgesamt nur höchstens eine Klasse wiederholt werden.Das ist besonders wichtig, wenn bereits an einem allgemein bildenden Gymnasium die Einführungsphase –Klasse 11 – einmal absolviert wurde. Dieses Jahr wird bei den vier Jahren mitgezählt. Am Fachgymnasium mussdann also die Zulassung zum Abitur nach drei Jahren erreicht worden sein.Versetzung (BbS-VO §§ 5 und 28)In die Versetzungsentscheidung fließen alle Fächer – außer Fachpraxis - ein, die Sie „belegt“ haben. Wenn Siedie Verpflichtung zur zweiten Fremdsprache bereits erfüllt und deshalb eine weitere Fremdsprache nur alsWahlangebot belegt haben, ist dieses Fach ebenfalls nicht versetzungsrelevant. Für die Schülerinnen undSchüler ohne Fremdsprachenverpflichtung sind elf Fächer, für die anderen Schüler zwölf Noten für dieVersetzung relevant.Versetzung bei schlechten Leistungen?Fall 1 (kein Ausgleich notwendig)Liegt nur eine mangelhafte Leistung in einem ein- oder zweistündigen Fach vor und sind alle anderenLeistungen mindestens ausreichend kann man in der Regel ohne Ausgleich versetzt werden.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -7/26-


Fall 2 (Ausgleichsregelung)Bei einer mangelhaften Leistung in einem Fach, das mehr als zwei Wochenstunden umfasst, oder in zweiFächern kann die mangelhafte Leistung ausgeglichen werden durch mindestens befriedigende Leistungen ineinem oder mehreren Ausgleichsfächern.Bei einer ungenügenden Leistung in einem Fach und sonst mindestens ausreichenden Leistungen in allenanderen Fächern kann die ungenügende Leistung ausgeglichen werden durch eine mindestens gute Leistung indem Ausgleichsfach bzw. den Ausgleichsfächern.Ausgleichsregelung:• Soll ein Fach als Ausgleichsfach herangezogen werden, so muss es von der Stundenzahl dem Fachentsprechen, das es ausgleichen soll. Es können mehrere Fächer als Ausgleichsfächer zusammengefasstwerden. Ihre Stundenzahl muss in Summe mindestens der Summe der auszugleichenden Fächerentsprechen.• Es gilt für die Ausgleichsregelung die Stundenzahl der Stundentafel, nicht die tatsächlich unterrichteteStundenzahl.• Fachpraxis und Wahlangebote können nicht zum Ausgleich herangezogen werden.• Fächer, die nur ein halbes Jahr unterrichtet werden (Geschichte und Politik), werden bei derAusgleichsregelung entsprechend der Stundentafel als einstündiges Fach angesehen.• Beachten Sie, dass die Ausgleichsregelung eine „Kann“-Regelung ist.Beispiel: (Wochenstunden siehe oben in der Stundentafel)Deutsch wird dreistündig erteilt. Eine mangelhafte Leistung kann z. B. durch mindestens befriedigendeLeistungen in Englisch, das ebenfalls dreistündig unterrichtet wird, ausgeglichen werden oder sie kann durchbefriedigende Leistungen in Geschichte und Religion ausgeglichen werden.BRC wird vierstündig erteilt. Eine mangelhafte Leistung kann z. B. durch mindestens befriedigende Leistungen inMathematik mit drei Stunden und Politik mit einer Stunde ausgeglichen werden usw.Fall 3 (Nichtversetzung)In allen anderen Fällen (z. B. ein Fach ungenügend und ein Fach mangelhaft oder drei Fächer mangelhaft usw.)kann keine Versetzung erfolgen.Beachten Sie bitte:Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -8/26-


Eine Versetzung ist nur möglich, wenn die Erreichung des Bildungszieles auch in Zukunft zu erwarten ist. Sonstkann die Zeugniskonferenz – auch bei nur einer mangelhaften Leistung – selbst dann gegen die Versetzungstimmen, wenn kein Ausgleich notwendig wäre oder die Leistungen für eine Versetzung mit derAusgleichsregelung ausreichen würden!Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -9/26-


Qualifikationsphase (Klassen 12 u. 13)In der Qualifikationsphase findet der Unterricht in Schulhalbjahren statt. Die Qualifikationsphase besteht alsoaus 4 Schulhalbjahren, die auch mit 12.1, 12.2, 13.1 und 13.2 bezeichnet werden.Stundentafel el für das Fachgymnasium Wirtschaft in der Qualifikationsphase:Unterrichtsfächer12. Schuljahrgang 13. SchuljahrgangDeutsch 4 4Englisch 4 4Mathematik 4 4weitere Fremdsprache 4 4Geschichte - 2Religion/Werte und Normen 2 -Naturwissenschaften 2 2Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen/Controlling 4 4Volkswirtschaftslehre 3 3Informationsverarbeitung 3 3Sport 2 2Summe Fachtheorie 32 32Fachpraxis 2 2WahlangebotNach Entscheidung der SchuleDie Leistungsbewertung erfolgt in der Qualifikationsphase statt in Noten nach dem 15-Punkte-Schema:PunkteNote15, 14, 13 sehr gut (1)12, 11, 10 gut (2)09, 08, 07 befriedigend (3)06, 05, 04 1 ausreichend (4)03, 02, 01 mangelhaft (5)00 ungenügend (6)1 ) Eine Leistung, die mit 04 Punkten bewertet wird gilt als nicht bestanden. Bei Halbjahresleistungen von 00, 01, 02, 03 oder 04 Punktenwird von einem „Unterkurs“ gesprochen.Belegungs- und EinbringungsverpflichtungDie Belegungsverpflichtung gemäß Stundentafel der Qualifikationsphase meint lediglich die Teilnahmean den Fächern. Die Einbringungsverpflichtung bedeutet, dass die Noten dieser Fächer in dieAbiturprüfung eingebracht werden müssen; für die Zulassung zum Abitur müssen 32 Kurseeingebracht werden. Das bedeutet, dass alle Kurse - außer den Sportkursen und denFachpraxiskursen - tatsächlich einzubringen sind. Die Sprachkurse stellen eine Besonderheit dar, dienoch erläutert wird.Werden die Leistungen in einem Fach in einem Halbjahr mit der Note „ungenügend“, also 00 Punkten bewertet,so wird diese Leistung auf die Belegungsverpflichtung nicht angerechnet! Das Schuljahr muss wiederholtwerden. Das gilt auch für die Fächer Sport und Fachpraxis.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -10/26-


Weitere LeistungenIm 12. Jahrgang ist eine Projektarbeit anzufertigen. Ziel ist es, ein komplexes Problem aus dem realenErfahrungsraum der Lernenden aufzugreifen und als Unterrichtsvorhaben zu thematisieren. Der Lernprozess zurLösung der Probleme/Aufgaben ist weitgehend selbstbestimmt. Die Schule entscheidet über die in das Projekteinzubeziehenden Fächer im Rahmen der rechtlichen Vorgaben. Das Thema stellen die beteiligten Fachlehrer.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -11/26-


Wahl der Abiturfächer (BbS-VO Anlage 9 § 7)Es gibt fünf Prüfungsfächer. Die Prüfungsfächer eins bis vier sind schriftliche Prüfungsfächer, das fünftePrüfungsfach ist ein mündliches Prüfungsfach.Im ersten bis dritten Prüfungsfach wird der Unterricht auf einem erhöhten Anforderungsniveau (früherLeistungskurs) erteilt, im vierten und fünften Prüfungsfach wird der Unterricht auf einem grundlegendenAnforderungsniveau(früher Grundkurs) erteilt.Die Prüfungsfächer werden im Allgemeinen mit P1, P2, P3, P4 und P5 abgekürzt.Die Prüfungsfächer sind so zu wählen, dass die Aufgabenfelder A, B, und C abgedeckt sind.ASprachlich-literarischliterarisch-künstlerischDeutschEnglischFranzösischSpanischBGesellschaftswissenschaftlichGeschichteBetriebswirtschaftslehre mitRechnungswesen/ControllingVolkswirtschaftReligionWerte und NormenCMathematisch-naturwissenschaftlichnaturwissenschaftlich-technischMathematikNaturwissenschaftenInformationsverarbeitungFachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -12/26-


Auf Grund der Unterrichtsstruktur und der Belegungsverpflichtungen ergeben sich konkret die folgendenMöglichkeiten:Fächer mit erhöhten AnforderungenFächer mit grundlegendenAnforderungen1. Prüfungsfach 2. und 3. Prüfungsfach 4. und 5. PrüfungsfachDeutsch und EnglischVolkswirtschaft undInformationsverarbeitung 1 )Volkswirtschaft und MathematikBetriebswirtschaft mitRechnungswesen/ControllingDeutsch und MathematikInformationsverarbeitung undMathematikVolkswirtschaft undInformationsverarbeitungVolkswirtschaft und EnglischEnglisch und MathematikInformationsverarbeitung undEnglischVolkswirtschaft undInformationsverarbeitung 1 )Volkswirtschaft und DeutschInformationsverarbeitung undDeutsch1 ) Dieses Fach kann nur gewählt werden, wenn in der Einführungs- und Qualifikationsphase die Pflicht zur durchgehenden Teilnahme amUnterricht in einer weiteren Fremdsprache nicht besteht.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -13/26-


Ablauf der PrüfungsfachwahlDas erste Prüfungsfach Betriebswirtschaft mit Rechnungswesen/Controlling ist gesetzt. Es besteht keineWahlmöglichkeit.Das zweite und dritte Prüfungsfach müssen als Kombination am Ende der Klasse 11 feststehen. AbKlasse 12 erfolgt in der gewählten Kombination der Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau. Dasvierte und fünfte Prüfungsfach werden zum Zweck der Planung ebenfalls in der Klasse 11 abgefragt,sind aber noch nicht verbindlich.Am Ende der Klasse 12 müssen das vierte und fünfte Prüfungsfach einschließlich der Reihenfolge alsviertes bzw. fünftes Fach verbindlich gewählt werden.Am Ende des ersten Halbjahres der Klasse 13 muss gewählt werden, welches der als zweites und drittesFach gewählten Fächer als zweites Prüfungsfach (doppelte Gewichtung), welches als drittesPrüfungsfach (einfache Gewichtung) gewählt wird.ZentralabiturDas Zentralabitur in Niedersachsen wurde erstmals zum Abiturprüfungstermin 2006 durchgeführt. Es gilt imFachgymnasium Wirtschaft für alle schriftlichen Prüfungsfächer mit Ausnahme des FachesInformationsverarbeitung. Die schriftlichen Prüfungsaufgaben im Fach Informationsverarbeitung und dieAufgaben in allen mündlichen Prüfungen werden von der Schule gestellt.Informationen sind im Internet zu finden unter der Adresse www.nibis.de. Hier sind auch die thematischenSchwerpunkte der Fächer des Zentralabiturs für den jeweiligen Prüfungstermin einzusehen, die Sie im Übrigenauch in der Schule zur Verfügung gestellt bekommen.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -14/26-


Voraussetzungen für die Zulassung zur AbiturprüfungZur Abiturprüfung wird zugelassen wer drei Anforderungen erbracht hat:(1) Die Belegungsverpflichtung ist erfüllt und(2) der Block I ist bestanden und(3) der Block II ist bestanden.BelegungsverpflichtungEine Halbjahresleistung mit 00 Punkten gilt als nicht erbracht. Alle Leistungen aller Halbjahre der Stundentafelmüssen mit mindestens 01 Punkten abgeschlossen werden. Ausgenommen sind lediglich die Wahlangebote.Block I (im Wesentlichen alle Kurse ohne die Prüfungsfächer P1 und P2, Sport und Fachpraxis)Das sind insgesamt 24 Halbjahresergebnisse.Davon sind 22 Halbjahresleistungen inklusive der 4 Halbjahresleistungen im dritten Prüfungsfach, aberohne die beide Ergebnisse des vierten Halbjahres (13.2) im vierten und fünften Prüfungsfacheinzubringen.Diese 22 Halbjahresergebnisse müssen im Durchschnitt bei 05 Punkten liegen, also in der Summemindestens 110 Punkte ergeben.In den 22 Kursen dürfen höchstens 4 Halbjahresleistungen mit weniger als 05 Punkten enthalten sein("Unterkurse").Die Überprüfung erfolgt nach jedem Halbjahr und vor der Zulassung zum Abitur.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -15/26-


BeispielEs sind als Prüfungsfächer gewählt:P1=BRC, P2=Deutsch, P3=Englisch, P4=Informationsverarbeitung, P5=VolkswirtschaftFach 12.1 12.2 13.1 13.2Deutschzweites Prüfungsfach, entfällt daher in Block IEnglisch 05 04 07 05Mathematik 08 06 04 07Französisch (Wahlfrei)entfällt als wahlfreies FachGeschichte kein Unterricht 10 11Religion 08 09 kein UnterrichtChemie 05 03 05 06BRCerstes Prüfungsfach, entfällt daher in Block IVolkswirtschaft 08 05 06 entfällt wegen P5Informationsverarbeitung 10 09 06 entfällt wegen P4Man sieht, dass genau 22 Halbjahresergebnisse übrig bleiben. Es sind insgesamt 147 Punkte erreicht und nurdrei Unterkurse vorhanden. Somit sind die Voraussetzungen des Blocks I erfüllt.Die beiden entfallenden Halbjahresergebnisse sind Volkswirtschaft und Informationsverarbeitung im zweitenHalbjahr der Klasse 13 (13.2), da diese Fächer als P4 und P5 gewählt wurden.Besteht eine Fremdsprachenverpflichtung gilt grundsätzlich, dass ein Halbjahresergebnis aus Klasse 13 in dieserFremdsprache einzubringen ist. Dieses Ergebnis tritt an die Stelle eines beliebigen Halbjahresergebnisses in demFach Volkswirtschaft oder Informationsverarbeitung, und zwar in dem Fach, dass nicht Prüfungsfach ist.Besteht die Fremdsprachenverpflichtung und ist Englisch nicht als Prüfungsfach gewählt worden (nur möglich inder Kombination BRC, Deutsch, Mathematik, Volkswirtschaft und Informationsverarbeitung) müssen alle vierHalbjahresergebnisse in der neuen Fremdsprache eingebracht werden und die Englischergebnisse entfallen.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -16/26-


Block II: (Alle Kurse der Prüfungsfächer P1 und P2)Der Block besteht aus acht Halbjahrsergebnissen.Die Halbjahresleistungen der ersten drei Halbjahre in P1 und P2 werden jeweils in doppelter Wertungeingebracht.Zusätzlich werden die Halbjahresleistungen des zweiten Halbjahres der Klasse 13 (13.2) in diesenbeiden Fächern in einfacher Wertung eingebracht.Die Summe einschließlich der doppelten Wertung muss mindestens 70 Punkte ergeben, imDurchschnitt also 05 Punkte.Es dürfen höchstens 2 Halbjahresleistungen unter 05 Punkten innerhalb der ersten drei Halbjahrevorhanden sein („Unterkurse“). Das vierte Halbjahr 13.2 wird bei der Unterkursregelung also nichtberücksichtigt.BeispielP1=BRC, P2=Deutsch, P3=Englisch, P4=Informationsverarbeitung, P5=VolkswirtschaftFach 12.1 12.2 13.1 13.2BRC 05 x 2 = 10 06 x 2 = 12 04 x 2 = 08 03Deutsch 05 x 2 = 10 04 x 2 = 08 07 x 2 = 14 05Die ersten drei Halbjahre werden doppelt gewertet, daraus ergeben sich insgesamt 62 Punkte. Dazu kommendie Punkte aus dem letzten Halbjahr, also 8 Punkte. Somit ergeben sich zusammen 70 Punkte. Da der Unterkursin BRC im vierten Halbjahr nicht berücksichtigt wird, bleiben nur die zwei Unterkurse in 12.2 (Deutsch) und 13.1(BRC) mit jeweils 04 Punkten. Somit kann die Zulassung zum Abitur erfolgen.Kann keine Zulassung zum Abitur erfolgen und ist noch eine Wiederholung in der Qualifikationsphase möglich,kann die Klassenstufe 13 wiederholt werden.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -17/26-


AbiturprüfungIst die Zulassung zum Abitur erfolgt, wird die Prüfung in den fünf Prüfungsfächern durchgeführt.P1 bis P3 = Schriftliche Prüfung; Dauer: 300 Minuten (zzgl. Auswahlzeit von 20 Minuten)P4 = schriftliche Prüfung; Dauer 220 Minuten (zzgl. Auswahlzeit von 20 Minuten – nicht im FachInformationsverarbeitung)P5 = mündliche Prüfung; Dauer: mindestens 20, höchstens 30 Minuten; jeweils zzgl. ca. 20 –60 minütigerVorbereitungszeit (je nach fachspezifischen Regelungen)Mündliche Ergänzungsprüfungen in den Fächern P1 bis P4 sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich.Sie werden vom Prüfungsausschuss angeordnet oder vom Prüfling beantragt, ihre Dauer entspricht den P5-Prüfungen.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -18/26-


Bestehen der AbiturprüfungDas Bestehen der Abiturprüfung hängt vom Bestehen des Blocks III ab, in den sowohl Ergebnisse des viertenHalbjahres als auch insbesondere die Ergebnisse der eigentlichen Abiturprüfungen eingehen.Block III (Abiturblock, geordnet nach den fünf Prüfungsfächern)In jedem Prüfungsfach werden die Punkte als Ergebnis der Abiturprüfung in jeweils 3-facher Wertungplus Ergebnis des vierten Halbjahres in einfacher Wertung berechnet.Es müssen im Durchschnitt 20 Punkte je Fach erreicht werden, also in Summe mindestens 100 Punktezusammenkommen.Es müssen mindestens 3 Prüfungsfächerbestanden werden. Ein Fach ist bestanden, wenn mindestens20 Punkte erreicht wurden (Bsp.: 04 Punkte in der Abiturprüfung und 08 Punkte in 13.2 ergeben: 3 x 4+ 8 = 20, also ist das Fach bestanden).Es muss mindestens eines der Fächer P1 oder P2 bestanden werden.Sind alle Bedingungen erfüllt, so ist das Abitur bestanden.Hinweis: In der Abiturprüfung führen 00 Punkte nicht automatisch zum Nichtbestehen.BeispielIn Fortsetzung des obigen Beispiels, ergeben sich folgende Ergebnisse im Abitur.FachAbiturprüfungx34. Halbjahr Fach mind. 20PP1 BRC 04 12 03 15P2 Deutsch 06 18 05 23P3 Englisch 08 24 05 29P4 Informationsverarbeitung 04 12 08 20P5 Volkswirtschaft 09 27 09 36Insgesamt ergibt das 123 Punkte, also mehr als die erforderlichen 100 Punkte. Es sind auch mindestens dreiFächer bestanden, hier sogar alle Fächer bis auf BRC. Es ist auch mindestens eines der beiden Fächer P1 und P2bestanden, nämlich P2 Deutsch. Damit ist das Abitur insgesamt bestanden.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -19/26-


Feststellung der DurchschnittsnoteDie Punkte aus Block I, Block II und Block III werden addiert. Dabei sind mindestens 110 + 70 + 100 = 280Punkte erreicht worden, höchstens das Dreifache, also 840 Punkte. Mit der so ermittelten Punktzahl kann ausder Tabelle auf der Folgeseite die Durchschnittsnote abgelesen werden.BeispielAus den drei Blöcken ergeben sich 147 + 70 + 123 = 340 Punkte. Mit der Tabelle auf der folgenden Seitekann man ermitteln, dass das Abitur mit der Gesamtnote 3,6 bestanden wäre.Wiederholen der AbiturprüfungEin einmaliges Wiederholen der Abiturprüfung ist möglich – auch wenn schon einmal eine Klasse in derOberstufe wiederholt wurde. Die Leistungen des ersten Durchganges im 13. Jahrgang gehen dann – wie beijedem Wiederholen – verloren. Die Zulassung muss erneut erfolgen.Einsicht in die PrüfungsaktenDie Prüfungsakten können innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Gesamtergebnisses der Prüfungeingesehen werden.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -20/26-


Umrechnungstabelle (Abitur)Die Punkte aus Block I, Block II und Block III werden addiert und in eine Note umgerechnet.Umrechnung der Gesamtpunktzahl nach AVO-GOFAK, Anlage 2 zu § 14 Abs. 2 Satz 1 in eine Durchschnittsnote der sechsstufigenNotenskala.Punkte280 4,0281 bis 296 3,9297 bis 313 3,8314 bis 330 3,7331 bis 347 3,6348 bis 364 3,5365 bis 380 3,4381 bis 397 3,3398 bis 414 3,2415 bis 431 3,1432 bis 448 3,0449 bis 464 2,9465 bis 481 2,8482 bis 498 2,7499 bis 515 2,6516 bis 532 2,5533 bis 548 2,4549 bis 565 2,3566 bis 582 2,2583 bis 599 2,1600 bis 616 2,0617 bis 632 1,9633 bis 649 1,8650 bis 666 1,7667 bis 683 1,6684 bis 700 1,5701 bis 716 1,4717 bis 733 1,3734 bis 750 1,2751 bis 767 1,1768 bis 840 1,0DurchschnittsnoteErwerb der Fachhochschulreife (AVO-GOFAK § 1 Abs. 3)Hinweis: Die Regelungen zum Erwerb der Fachhochschulreife haben sich geändert.Die Fachhochschulreife wird erworben durch den Nachweis bestimmter Leistungen in zwei zeitlich aufeinander folgenden Schulhalbjahren derQualifikationsphase sowie ein mindestens einjähriges s berufsbezogenes Praktikum oder eine erfolgreich abgeschlosseneBerufsausbildung.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -21/26-


Schulische Anforderungen (AVO-GOFAK § 17)In zwei aufeinanderfolgenden Schulhalbjahren – beispielsweise 12.1 und 12.2 – müssen bestimmteMindestpunktzahlen erreicht werden. Im Fall einer Wiederholung können die Ergebnisse wahlweise aus demersten oder zweiten Durchgang, aber nicht „gemischt“ eingebracht werden.„Block I“„Block II“In 11 Halbjahresergebnissen (ausgenommen P1 und P2) müssen im Durchschnitt mindestens 05 Punkteerreicht werden, also in Summe mindestens 55 Punkte.Von den 11 Halbjahresergebnissen müssen mindestens sechs Ergebnisse aus drei- oder vierstündigenFächern laut Stundentafel stammen.Es müssen die beiden Halbjahresergebnisse aus P3 eingebracht werden.Es müssen die beiden Halbjahresergebnisse aus Deutsch, Mathematik und einer (aber beide Halbjahrein derselben) Fremdsprache eingebracht werden. Dies ist in den meisten Fällen als P1, P2 oder P3 aberbereits erfolgt (Fächer in „Block II“ werden berücksichtigt).Es müssen die beiden Halbjahresergebnisse aus Physik, Chemie oder Biologie eingebracht werden.Wird Sport eingebracht, muss es sich um unterschiedliche Kurse und bei mehr als einem Kurs ummindestens eine Individualsportart handeln.Es dürfen höchstens zwei „Unterkurse“enthalten sein.In den vier Halbjahren der Prüfungsfächer P1 und P2 müssen im Durchschnitt mindestens 05 Punkteerreicht werden. Die vier Halbjahre werden doppelt gewertet, in Summe müssen also mindestens 40Punkte erreicht werden.Bei den vier Halbjahren der Prüfungsfächer P1 und P2 darf höchstens ein „Unterkurs“ (04 oder wenigerPunkte) enthalten sein.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -22/26-


BeispielP1=BRC, P2=Deutsch, P3=Englisch, P4=Informationsverarbeitung, P5=VolkswirtschaftFach 12.1 12.2Deutsch zweites Prüfungsfach, entfällt daher in „Block I“Englisch 05 04Mathematik 08 06Französisch (Wahlfrei)ohne BewertungGeschichtekein UnterrichtReligion 08 09Chemie 05 03BRC erstes Prüfungsfach, entfällt daher in „Block I“Volkswirtschaft 08 05Informationsverarbeitung 10 09Sport 13 (Volleyball) 11(Basketball)Es werden für die 11 Halbjahresergebnisse gewählt:Beide P3-Kurse: Englisch 12.1 (05 P) und 12.2 (04 P)Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache:Deutsch (entfällt als P2), Fremdsprache ist über Englisch P3 abgedeckt Mathematik 12.1 (08 P) und 12.2 (06 P)Naturwissenschaft: Chemie 12.1 (05 P) und 12.2 (03 P)Mindestens sechs drei- oder vierstündige Halbjahresergebnisse: Mit Englisch und Mathematik sind vier Ergebnisse enthalten, jetzt zusätzlich z.B. Informationsverarbeitung 12.1 (10 P) und 12.2 (09 P)Die restlichen drei Ergebnisse können gewählt werden. Es bieten sich an: Sport 12.1 (13 P), zweiter Sportkurs nicht möglich, keine Individualsportart Religion 12.2 (09 P) Volkswirtschaft 12.1 (08 P)Die elf Ergebnisse ergeben in Summe 80 Punkte. Es sind nur zwei Unterkurse enthalten.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -23/26-


„Block II“Fach 12.1 12.2BRC 05 x 2 = 10 06 x 2 = 12Deutsch 05 x 2 = 10 04 x 2 = 08Damit ergeben sich hier in Summe 40 Punkte. Es ist nur ein Unterkurs enthalten. Damit sind beide Blöckebestanden und der schulische Teil der Fachhochschulreife kann erteilt werden.Es ergeben sich 80 + 40 = 120 Punkte was, gemäß der Tabelle auf der Folgeseite, einer Gesamtnote von 3,5entspricht.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -24/26-


Umrechnungstabelle (Schulischer Teil der Fachhochschulreife)Die Punkte aus „Block I“ und „Block II“ werden addiert und in eine Note umgerechnet.Umrechnung der Gesamtpunktzahl nach AVO-GOFAK, Anlage 9 zu § 18 Abs. 8 in eine Durchschnittsnote der sechsstufigen Notenskala.PunkteDurchschnittsnote95 4,096 bis 100 3,9101 bis 106 3,8107 bis 112 3,7113 bis 117 3,6118 bis 123 3,5124 bis 129 3,4130 bis 134 3,3135 bis 140 3,2141 bis 146 3,1147 bis 152 3,0153 bis 157 2,9158 bis 163 2,8164 bis 169 2,7170 bis 174 2,6175 bis 180 2,5181 bis 186 2,4187 bis 191 2,3192 bis 197 2,2198 bis 203 2,1204 bis 209 2,0210 bis 214 1,9215 bis 220 1,8221 bis 226 1,7227 bis 231 1,6232 bis 237 1,5238 bis 243 1,4244 bis 248 1,3249 bis 254 1,2255 bis 260 1,1261 bis 282 1,0Rechtliche RahmenbedingungenGrundlage für sämtliche Regelungen im Fachgymnasium bilden die Verordnung über berufsbildende Schulen(BbS-VO) sowie die Ergänzenden Bestimmungen über das berufsbildende Schulwesen (EB-BbS). DieAbschlussprüfung (Abitur) wird durch die Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, imFachgymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg (AVO-GOFAK) sowie den ergänzenden Bestimmungen(EB-AVO-GOFAK) geregelt.Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -25/26-


Maßgeblich ist der im Nds. GVBI. abgedruckte Text der Rechtsvorschriften in der jeweils gültigen Fassung. DenOriginaltext können Sie unter www.nibis.de oder www.schure.de nachlesen.Wenn Sie weiter gehende Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:Joachim Erdt, Koordinator für das Fachgymnasium WirtschaftBBS 1Am Reiherpfahl 1229223 CelleTel.: 05141 30071-27Fachgymnasium Wirtschaft 11. November 2007 Seite -26/26-

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