Die Schweiz im - Midrange Magazin

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Die Schweiz im - Midrange Magazin

Die Schweiz imFOCUSMidrange MAGAZINFebruar 2003Ausgabe 54Sicherheit als oberste Maxime, Seite 4Über 700 dezentrale Server zentral gesichertiEX 2003, Seite 7Die New IT setzt auf Bewährtes und entwickelt NeuesAlles neuDie Experten sind sich einig: Es geht wiederbergauf. Für das iSeries-Umfeld werden in 2003verstärkte Server-Konsolidierungsaktivitätenvorausgesagt; so manche Server-Farm musssich auf die Suche nach einem neuen Zuhausebegeben und auch die Programmierer tun gutdaran, sich langsam aber sicher gen Java zuorientieren. Linux und Unix, so orakeln viele,nehmen in der iSeries-Gemeinde an Bedeutungzu, der Job-Markt werde sich erholen und dieVerkaufszahlen werden steigen.Solche Aussichten bergen Anlass zur Freude, habenwir doch harte Zeiten hinter uns. Neues Jahrbirgt also auch neues Glück: Die Sternenkonstellationist friedlicher, das Schicksal uns also hold.Die IT-Budgets steigen wieder – was wollen wirmehr? Um die Antwort gleich vorwegzunehmen:Auch für die Saläre ist Aufschwung angesagt.Die Kaufkraft kann also wieder die Kaufluststeigern – und tut das hoffentlich auch.Eine deutliche Konsolidierung ist auch bei dendeutschsprachigen Märkten zu beobachten: DieAnbieter arbeiten immer häufiger über Grenzenhinweg. Was den einen interessiert, ist auch fürden anderen von Bedeutung – wir haben unsdeshalb entschlossen, auch unsere Magazine zukonsolidieren. Viele Schweizer News lassen wirkünftig direkt in das MidrangeMagazin einfliessen,den Focus gibt es aber weiterhin. In insgesamtvier Ausgaben beleuchten wir den SchweizerMarkt dediziert und noch detaillierter alsbisher – in unseren Supplements, die im März,Juni, September und Dezember erscheinen.Es wächst also zusammen, was zusammengehörtund lässt gleichzeitig beiden MärktenRaum für gute Geschäfte. Um die zu erzielen,muss nicht gleich alles neu erfunden werden– Bestehendes zu optimieren, kann auch ein gutesGeschäft sein. Für alle Beteiligten, verstehtsich ...Herzlichst,Ihr Michael WirtEdito


SystemeEuropaweit ein ERP-SystemBrückenschlag„Brücken bauen zwischen Ost undWest“ – so lautet der Slogan derSiberHegner-Gruppe mit Hauptsitzin Zürich. Mit einem einheitlichenERP-System wurde auch eineBrücke für den Datenaustauschder europäischen Niederlassungenuntereinander geschaffen. DieEinführung von SAP R/3 durch dieSLI Consulting AG brachte eineerhebliche Effizienzsteigerung undein konzernweites Controlling mit sich.SiberHegner, eine internationale Gruppevon Dienstleistungs- und Marketingunternehmen,bildet das Verbindungsstückzwischen Käufern und Lieferanten ausFernost und Westeuropa. Der Konzernbesteht aus 46 Niederlassungen undGeschäftsstellen in Asien, Europa undAmerika. Die Geschäftstätigkeit dereuropäischen Tochtergesellschaften isteng miteinander verflochten, dennochhatten sie bislang keine einheitlicheEDV-Plattform: Die Gesellschaftenin Holland, Deutschland, Frankreichund Grossbritannien nutzten unterschiedlichebetriebswirtschaftlicheAnwendungen, und in der ZürcherZentrale gab es gleich drei verschiedeneSoftware-Lösungen.Eine gemeinsame Software-Lösungfür EuropaDas Beratungshaus PricewaterhouseCoopersführte eine umfassende Unternehmensanalysedurch. Das Ergebnis: DieAnalysten stellten fest, dass der Einsatzeiner einheitlichen ERP-Software dieEffizienz der Dienstleistungsgruppeerheblich steigern könne. „Zudem wardie IT-Struktur in den meisten europäischenTochtergesellschaften mittlerweileveraltet – wir mussten auf jedenFall neu investieren“, schildert GonpoTsering, Finanzchef bei SiberHegner, dieAusgangslage. Da die Niederlassungenin Japan und China bereits seit einigenJahren erfolgreich mit der UnternehmenssoftwareSAP arbeiteten, entschiedman sich dafür, das System auch insämtlichen europäischen Gesellschafteneinzuführen. Daniel Schmidt, seinerzeitSAP-Projektleiter bei SiberHegner,nennt die Gründe: „Wir hatten bei SLIvon Anfang an ein gutes Gefühl – dieBerater zeigten umfassendes Knowhowund die notwendige Vertrautheitmit den Belangen eines Handelsunternehmens.“Schnell wurde man sich über die allgemeineVorgehensweise einer stufenweisenEinführung in den einzelnen Länderniederlassungeneinig. Innerhalb vonnur sechs Monaten konnte der Echtstartvon R/3 für Zürich realisiert werden.Danach folgten in knappen Abständendie Rollouts in den Niederlassungenvon Deutschland, Grossbritannien,Frankreich und Holland.Alles im StandardSiberHegner bevorzugte aufgrund desengen Zeitrahmens eine „schlanke“Einführung der Basisfunktionen fürMaterialwirtschaft, Vertrieb, Finanzbuchhaltungund Controlling. Aufdie Module für Anlagenbuchhaltung,Angebotserstellung oder für Rahmenverträgewurde zunächst verzichtet. Daam holländischen Standort Tierfutterproduziert wird, wurde dort das PPS-Modul installiert. Die anderen Niederlassungensind reine Drehscheiben undServicezentren ohne eigene Produktion.Um eine allgemeine Standardisierungder Prozesse zu erreichen – und künftigauch zu erhalten –, verzichtete man soweit wie möglich auf Anpassungen derSoftware. Einkauf, Lagerhaltung undLagerabverkäufe – zwei zentrale Pro-zesse bei SiberHegner – sind innerhalbdes SAP-Standards bereits umfassendgelöst. Der andere grosse Bereich sinddie Zug-um-Zug-Geschäfte. Hierbeiwird nicht aus dem eigenen Lagerheraus verkauft, sondern direkt vomLieferanten zum Kunden geliefert – mitRechnungsstellung durch SiberHegner.Auch hier fand das Softwarehaus eineLösung, diesen Verkaufsprozess imSAP-System abzubilden: Der Einkaufsauftragist im Verkaufsauftrag integriertund muss somit nicht über ein Lager verbuchtwerden.Umfangreiche DatenbereinigungVor diesem Erfolg war jedoch Fleissarbeitangesetzt: Die Daten aus denverschiedenen Altsystemen sollten vorder Migration bereinigt sein. Das stelltesich als ein gehöriges Stück Arbeit heraus,denn die Produktpalette ist äusserstvielfältig – sie reicht von Chemikalienüber Nahrungsmittelzutaten, fertigenTierfutterprodukten und Verpackungsmaschinenbis hin zu Luxusartikeln.Sämtliche Produkt-, Kunden- und Lieferantendatenmussten in den Fachabteilungendurchgesehen und aussortiertwerden. Manche der Altsysteme warenja schon seit Jahren im Einsatz – so fandensich eine Menge Angaben, die längstnicht mehr aktuell waren. Erschwerendkam hinzu, dass die Unternehmensgruppeals Intermediär und Dienstleisterkein festes Sortiment führt. Überjeden Produkt- beziehungsweise Lieferanten-Datensatzmusste daher einzelnentschieden werden. „Dass wir dennochso schnell und reibungslos umstellenkonnten, haben wir dem konsequentenVorgehen von SLI zu verdanken. DiePlanung der einzelnen Prozessschrittewar sehr detailliert und gut dokumentiert“,so Daniel Schmidt. Mit Hilfeder Migrationstools von SAP konntenetwa 70 Prozent der Stammdaten au-2Die Schweiz im FOCUS Februar 2003


IMPRESSUMtomatisch übernommen werden, unddas, obwohl in den einzelnen Ländernmit ganz unterschiedlichen Systemengearbeitet wurde. Die restlichen Daten– vor allem sensible Buchhaltungsdatenwie Kontensalden und offene Posten– wurden manuell übernommen.Zu Beginn dieses Jahres waren alleEinführungsprojekte wie geplant abgeschlossen.Inzwischen befinden sichsämtliche Stammdaten wie KundenundLieferantenadressen oder Produktdatenauf dem Zentral-Rechner in derZürcher Unternehmenszentrale. Dieeuropäischen Niederlassungen könnenüber ein VPN direkt darauf zugreifen.Allein diese gemeinsame Datenhaltungführte zu einer erheblichen Effizienzsteigerung:Wurden doch zuvor viele Datenin den Systemen mehrerer Standortegepflegt. Daher gab es beispielsweiseunterschiedliche Materialnummern fürein Produkt, das in mehreren Länderngeführt wurde. Erst durch die Integrationder Stammdaten wurde der Vergleichder Länder-Umsätze eines bestimmtenProdukts für ein unternehmensweitesControlling möglich.FOCUSHerausgeber: Michael WirtChefredakteur: Michael Wirt (M.W.)Redaktion: (+49) 0 8191/96 49-26> focus@midrangemagazin.deThomas Seibold (T. S.)Klaus-Dieter Jägle (KDJ)Anzeigen:Waltraud Mayr · (+49) 0 8191/96 49-23> waltraud.mayr@midrangemagazin.deErscheinungsweise:4 Ausgaben pro Jahr.P R O D U K T I O NSatz + Druckvorstufe: Popp Media ServiceProduktion: Druckerei Joh. WalchEinsparungen in allen BereichenNach dem Abschluss des europaweitenGesamtprojektes arbeiten rund 250Anwender mit der Software. Die erstenMonatsabschlüsse konnten bereitserstellt werden. Die erwarteten Einsparungensind ebenfalls eingetreten:„Besonders in den Bereichen der logistischenAuftragsabwicklung in Hollandsowie in der Finanzbuchhaltung“, soDaniel Schmidt.In einer zweiten Projektphase werdenjetzt weitere Komponenten implementiert,beziehungsweise die Eignungzusätzlicher Funktionalitäten geprüft.So etwa das Gefahrgut-Managementvon SAP, das wegen der chemischenund pharmazeutischen Produkte imSortiment der SiberHegner-Gruppebenötigt wird. Zudem ist geplant, eineB2B-Lösung mit SLI umzusetzen, umbeispielsweise die konzerninternen Geschäftemit der Niederlassung in Japanüber das Internet abzuwickeln.„Wichtig war zunächst, dass durchdie Einführung eines konzernweitenKontenrahmens ein übergreifendesControlling möglich wurde, und dashat mit der Unterstützung durch die SLIauch reibungslos funktioniert“, stellt FinanzchefGonpo Tsering zufrieden fest.Mussten bisher die europäischen Töchternoch jeden Monat etwa die Zahlenfür eine konzernweite Rechnungslegunggesondert übermitteln, so ist nun mitdem SAP-System Transparenz und Vergleichbarkeitunter den europäischenNiederlassungen geschaffen.SLI Consulting (Europe) AGCH-8500 Frauenfeld (+41) 052/7280628 www.sliconsulting.chV E R L A GI.T.P.-Verlags-GmbHKolpingstrasse 26, D-86916 Kaufering (+49) 08191/9649-0,6 (+49) 08191/70661> service@midrangemagazin.de www.MidrangeMagazin.deGesellschafter: U. E. JäkelGeschäftsführer: Michael Wirt,Klaus-Dieter JägleMarketing: Klaus-Dieter JägleAbonnentenservice: (+49) 0 8191/96 49-25Bankverbindung Deutschland:Landsberg-Ammersee Bank eGKonto Nr. 5 137 500BLZ 700 916 00Bankverbindung Schweiz:Postkonto 40/476215/5Symantec baut ausLaut Gartner Dataquest ist Symantecwiederholt als weltweit führenderAnbieter von Produkten und Dienstleistungenfür die Internetsicherheitbestätigt worden. Dieses Ergebnisbasiert auf den Einnahmen durchden Verkauf neuer Lizenzen unddem Marktanteil im Jahr 2001. DerBericht zeigt, dass der Marktanteil vonSymantec an der weltweiten Sicherheitsbranchevon 14,7 Prozent im Jahr2000 auf 21 Prozent 2001 gestiegenist. Somit führt das Unternehmen dieListe der 21 Top-Anbieter im Marktfür Sicherheitssoftware an. Dem mit„2001 Security Software MarketShare“ betitelten Bericht zufolge, führtSymantec mit einem Marktanteil von50 Prozent im Unternehmens- undPrivatkundengeschäft den Markt fürVirenschutzprodukte an. Ferner stelltder Bericht Symantec mit 167 Prozentals das Unternehmen mit der grösstenWachstumsrate im Markt für IntrusionDetection dar. Der Bericht besagt,dass die Wachstumsrate von Symantecvon 34 Prozent innerhalb eines Jahresmehr als drei Mal so hoch war wie dieWachstumsrate der Sicherheitssoftwarebrancheals Ganzes, die bei 10Prozent lag. Symantecs Wachstumsratevon 36 Prozent im Virenschutzsegmentübertraf die Gesamtwachstumsratevon 27 Prozent des Weltmarktes fürVirenschutz. Auf Regionen bezogenverzeichnet der Bericht für SymantecMarktanteile von 34 Prozent in Kanada,22 Prozent in den USA, 20 Prozentin Japan, 17 Prozent in Asien/Pazifikund 16 Prozent in Europa. Darüber hinaushatte Symantec unter allen reinenSicherheitsunternehmen in Europa mit40 Prozent die grösste Wachstumsrateund mit 61 Prozent die zweitgrössteWachstumsrate in Asien/Pazifik.Symantec Switzerland AGCH-8303 Bassersdorf (+41) 01/838490-0 www.symantec.chNewsDie Schweiz im FOCUS Februar 20033


SystemeÜber 700 dezentrale Server zentral gesichertSicherheit alsoberste MaximeNur 150 Stellenprozent benötigt dieCredit Suisse, um tagesaktuell einevollständige Sicherung der Anwenderdatenfür rund 25.000 dezentralarbeitende Mitarbeitende in derSchweiz zu gewährleisten. Und dasunter ehrgeizigen Voraussetzungen,denn der Datentransfer der Backup-Daten erfolgt in dem gleichenNetzwerk, in dem auch die Produktivdatengeführt werden.Damit unter diesen Voraussetzungeneine vollständige Sicherung aller Datenmit einem minimalen Personal- undNetzwerk-Ressourcenbedarf realisiertwerden kann, setzt die Schweizer Bankeine intelligente Software-Lösung ein,mit der gleichzeitig auch eine weitereherausfordernde Aufgabe in dem gleichenNetzwerk gelöst wurde: die zügigeund zielgerichtete Software-Verteilungvon der Zentrale in Zürich an mehrerehundert Standorte in der gesamtenSchweiz.Vom Stammsitz in Zürich aus erhaltendie Niederlassungen einen umfassendenSupport in allen Angelegenheiten ihrestäglichen Handels. Dazu gehört auchein umfassender Support im BereichInformationstechnologie, in dem diezentrale Datenverarbeitung sämtlichebankfachliche wie auch darüber hinausgehenden Anwendungen zentral betreibtund dezentral zur Verfügung stellt. Zuden zentralen IT-Dienstleistungen zähltebenfalls die Übernahme der Verantwortungfür die regelmäßige Sicherungder dezentral erzeugten Daten.Darüber hinaus übernimmt die zentraleDatenverarbeitung auch die Verantwortungfür die zeitgerechte undzielgesicherte Verteilung von Software-Programmen.Dazu zählt auch dieVerantwortung für die Bereitstellungvon zeitkritischen Software-Produktenwie beispielsweise dem stets aktuellenStatus einer lizenzierten Anti-Viren-Software. Damit ist sichergestellt, dassim gesamten Unternehmensnetzwerknur registrierte und autorisierte Programmeeingesetzt werden.Effiziente Backup-StrukturenDie zentrale Sicherung von dezentralerzeugten Daten stellt die konsequenteUmsetzung eines unternehmensweitgültigen Sicherungskonzeptes dar.Anstatt wie früher die Daten ausschließlichdezentral zu sichern unddementsprechend auch die Datensicherungendezentral zu administrieren,setzt die Credit Suisse auf die zentraleDatensicherung unter Einbeziehungdes Mainframes. Durch die Professionalisierungund Zentralisierung im BereichBackup/Recovery konnten zudemwesentliche Einsparungen vor allembei den Betriebskosten erzielt werden.Heute befassen sich 150 Stellenprozentmit der Koordinierung und Realisierungder Datensicherungsläufe für alle 700dezentralen Server – mit Aufgaben derDatenwiederherstellung sowie darüberhinaus auch mit der Verteilung neuerSoftware-Versionen. Diese effizienteArbeitsweise ist nur durch die Einführungeiner zentralen Datensicherungssoftwaremöglich.Eine wesentliche Anforderung für dieEinführung der zentralen Datensicherungssoftwarebestand darin, die täglichlaufende Datensicherung weiterhinparallel zum Produktionsbetrieb überdas Netzwerk zu betreiben. Konkretwurde eine Lösung benötigt, die täglichin den Backup-Stunden zwischen 19.00und 6.00 Uhr morgens eine vollständigeund zuverlässige Datensicherung allerdezentralen NT-Server gewährleistet.Während der Online-Stunden haben dieDaten aus bankfachlichen Anwendungen,die auf dem Mainframe betriebenund in den dezentralen Standorten abgerufenwerden, Vorrang im Netzwerk.Mit der Einführung von Tantia’s HarborBackup, einer hochperformanten Softwareder Beta Systems Software AGkonnten die Anforderungen hinsichtlichder netzwerkschonenden Sicherungaller NT-Server realisiert werden.Die Software trennt Daten und Kontrollpfadund reduziert somit dieBelastung des Netzwerkes. Die Performancedes Gesamtsystems wird damitnachhaltig optimiert. Darüber hinausist die Software so angelegt, dass sie– ausgehend von einem erst- und einmaligzu realisierenden vollständigenBackup-Lauf – das komplette Netzwerknur noch inkrementell sichert, und zwarunabhängig davon, wie groß die Datenmengeninsgesamt sind. Die verändertenDaten werden dann auf dem Mainframein so genannten Konsolidierungsläufenmit den vorhandenen Daten abgeglichen.Somit liegen die Daten stets ineiner aktuellen Version vor. Das gesamteUnternehmensnetzwerk wird damitnur durch die tagesaktuell verändertenDaten belastet. In den täglichen Sicherungsläufenkommen rund 100 GigabyteInkremental-Backup hinzu.Ein Anruf genügtDie zentrale Datenverarbeitung in Zürichbietet den 25.000 Mitarbeitenden4Die Schweiz im FOCUS Februar 2003


die Möglichkeit, per Anruf die Wiederherstellungvon versehentlich gelöschten,nicht mehr auffindbaren oder zerstörtenDaten schnell auszulösen. Diesesper Call Center von der IT erfassteTrouble-Ticket wird innerhalb wenigerStunden bearbeitet. Dazu werden dieDaten aus dem Backup-System in dervom Anwender gewünschten Versionwieder hergestellt und via Netzwerk aufden ursprünglichen Server eingespielt.Für den Totalausfall eines Servers verlässtsich die Credit Suisse jedoch nichtalleine auf die zentrale Lösung. Parallelzum zentralen Backup läuft daher nochein dezentrales Backup. Diese paralleleSicherung garantiert, dass im Ernstfallstets eine aktuelle Version der Serverdatenvorhanden ist. Die zentrale Administrationspielt dieses dezentrale Backupdann als Basis für die Datenwiederherstellungdurch Tantia’s Harbor Backupwieder ein. Je nach Versionsstand könnendann die Daten, die seit dem letztendezentralen Backup verändert wurden,unter der zentralen Kontrolle des HostbasierendenBackup-Systems wieder aufden neuesten Stand gebracht werden.Wichtige ZusatzfunktionTantia’s Harbor Backup hat im HauseCredit Suisse seine Effizienz beim Transportvon Daten aus den dezentralenStandorten in die Zentrale nachhaltigunter Beweis gestellt. Diese Eigenschaftnutzten die Verantwortlichen in derzentralen IT, um zum Beispiel beimAufkommen des Virus Melissa innerhalbkürzester Zeit eine Lösung fürden Massen-Roll-out der aktuellstenAnti-Viren-Software zu planen unddurchzuführen.Was die Backup-Software in Richtung„dezentral-zu-zentral“ zu leistenvermag, kann die Software jedochauch anders herum leisten. In diesemZusammenhang wurde erstmaligim Hause Credit Suisse getestet, wiedie Software-Distribution über dieseSoftware gesteuert werden kann. DieBereitstellung der aktuellen Anti-Viren-Software dauerte mit dem bisher fürreine Backup-Zwecke genutzten Systemnur eine Stunde. In dieser Zeit wurdenalle 700 Server mit der aktuellsten Antiviren-Softwareversorgt. Von dort auskonnten sich dann die angeschlossenenClients die Anti-Viren-Software herunterladen.Damit nutzten die Verantwortlichender Credit Suisse die leistungsfähigeWiederherstellungsfunktion derzentralen Software, um ein gänzlichanderes Problem zu lösen. Seither wirddie komplette Software-Distributionfür nicht standardmäßig eingesetzteProgramme über die Backup- und Recovery-Lösungrealisiert.Ein Bericht von Rolf Pfeuti, Tapeand Backup Management, IT SystemsEngineering, Technology andOperations, Credit Suisse.Beta Systems Software AGD-10559 Berlin (+49) 030/726 118-0 www.betasystems.comAnzeigeDie Schweiz im FOCUS Februar 20035


SystemeServer-based Computing als AuswegTücken in IT-BudgetsStellen Sie sich vor, Sie stehen voreinem der markantesten Wahrzeichender Schweiz: dem Matterhorn. Sicherlichdurchflutet Sie beim Gedanken,selber die Wand besteigen zu müssen,eine Spur Hilflosigkeit, gekoppelt anRespekt für die Bergsteiger, die denanspruchsvollen Aufstieg wagen. VieleUnternehmer und IT-Verantwortlichenehmen das Handling von IT-Kostenganz ähnlich wahr.Denn hier den Überblick zu gewinnenund die Kosten in einem Optimum zuhalten, ist eine grosse Herausforderung.Niemand erwartet jedoch, dass Sie dieseim Alleingang bewältigen sollen. AlsKenner dieser Problematik und Anbietervon Lösungen für KMU stand HerbertSchwerzmann, Geschäftsleiter derBCD-Sintrag AG, Michael Wirt für einGespräch zur Verfügung.Michael Wirt: Welches sind die häufigstenFehler, die KMUs bei der IT-Kostenaufstellungbegehen?Herbert Schwerzmann: Viele Unternehmerberücksichtigen im IT-Budgetnur die direkten Kosten. Die Hardwarelässt sich mit ca. 20–25 Prozent dertatsächlichen IT-Kosten beziffern. VersteckteKosten werden vernachlässigt.Michael Wirt: Woran denken Sie beiversteckten IT-Kosten?Herbert Schwerzmann: Ein wichtigerAspekt ist die Verfügbarkeit derSysteme. Im Weiteren ist der Aufwandfür den Unterhalt und die Administrationnicht zu unterschätzen und klardem „IT-Konto“ zuzusprechen. Auchdas Know-how der Mitarbeiter ist einPunkt, der beachtet werden sollte. Kennensie die Programme, mit denen siearbeiten? Wie viel Zeit verbringen sie,um sich bei Unklarheiten und Fragen zuunterstützen? Auch Initialkosten dürfennicht isoliert betrachtet werden.Michael Wirt: Wie sollte ein KMUvorgehen, um eine optimale Kostenbalancezu finden?Herbert Schwerzmann: Nebender Einberechnung oben erwähnterversteckter IT-Kosten, liegt der Hauptfokuszur Kostenoptimierung beimInvestitionsentscheid und der Wahl dergeeigneten Systemarchitektur. Hierfürbraucht es eine fundierte Analyse derBedürfnisse des Unternehmens wie Budget,Sicherheit, Verfügbarkeit, Mobilitätund Ergonomie.Michael Wirt: Was für Lösungsansätzeempfehlen Sie kleineren und mittlerenUnternehmen?Herbert Schwerzmann: Einer der Lösungswegeist Server-based Computing.Diese Technologie hat sich insbesonderebei KMUs als effektivstes und langfristigkostengünstiges Konzept bewährt. DasBesondere bei Server-based Computingist, dass alle Applikationen 100-prozentigauf dem Server installiert sind undsomit zentral verwaltbar werden.Herbert Schwerzmann: Teure Anschaffungenund Aufrüstungen fallenweg, da der zentrale Server den Endgerätendas Rechnen abnimmt und deshalbbestehende Geräte miteingebundenwerden können. Im Weiteren wird mitzentral verwaltbaren Strukturen dieSicherheit vor Datenkorruption und-diebstahl erhöht.Michael Wirt: In wie fern werden Mitarbeitervon dieser Lösung tangiert?Herbert Schwerzmann: Obwohlsich alle Applikationen auf dem zentralenRechner befinden, wird denMitarbeitern die gewohnte Arbeitsflächezur Verfügung gestellt, egal ob siesich ‚in house’ befinden oder unterwegssind. Ausserdem kann der Arbeitsplatzpersonalisiert und aufgabenbezogeneingerichtet werden.Michael Wirt: Wieso sollte Ihrer Meinungnach ein Schweizer KMU Initialkostenfür Server-based Computing aufsich nehmen?Herbert Schwerzmann: KMUssollten sich nicht nach Trends richtenund künstlich Investitionen betätigen.Viel mehr ist es wichtig, den Investitionszyklusaufmerksam zu beobachten.Bevor Systeme ersetzt werden, lohnt essich grundsätzlich eine Implementierungvon Server-based Computing zuprüfen, da durch die Technologie – beinicht höheren Kosten – die bestehendeInfrastruktur weiter nutzbar wird undsich bedeutend auf die Total Cost ofOwnership (TCO) einwirkt.Herbert Schwerzmann,Geschäftsleiter derBCD-Sintrag AGMichael Wirt: Wo sehen Sie, bei einemEinsatz von Server-based Computing,weitere kostenreduzierende Aspektefür KMUs?BCD-SINTRAG AGCH-8154 Oberglatt (+41) 01/8518080 www.bcd-sintrag.ch6Die Schweiz im FOCUS Februar 2003


Die New IT setzt auf Bewährtes und entwickelt NeuesiEX 2003Vom 5. bis 7. Februar 2003 findet inder Messe Zürich die 7. InternetExpo (iEX) statt. Trotz anhaltendschwierigem Marktumfeld werden300 Aussteller ihre Produkte undDienstleistungen auf einer Nettoausstellungsflächevon 9.000 Quadratmeternzeigen. Die Internet Expo 2003bietet Fachbesuchern aus der Schweizund dem Ausland die Möglichkeit, sichein umfassendes Bild über die neuestenEntwicklungen der IT-, Telco- undInternet-Branche in der Schweiz zuverschaffen. Zusammen mit der iEXKonferenz, eine der europaweitgrössten IT- und Internet-Seminarveranstaltungen,bestätigt die iEXihre Leader-Funktion als Plattformfür „New IT“ in der Schweiz.iEX 2003Öffnungszeiten:täglich 09.00 – 18.00 UhrEintrittspreise:CHF 30,– inkl. Messekatalog (50 ProzentErmässigung für Studenten, AHV, IV)Die Internet-Branche befindet sich seitbald zwei Jahren in einer Phase der Neuorientierung.Das Ende der Dotcom-Euphorie beendete wenig nachhaltigeWeb-Projekte und bedeutete das Aus fürmanches Start-up-Unternehmen – auchin der Schweiz. Dieser Entwicklungkann sich die Internet Expo (iEX) 2003nicht verschliessen. Viele Firmen, dienoch vor zwei Jahren dabei waren, gibtes heute nicht mehr. Und da die Branchederzeit noch nicht an die Erfolgeder letzten Jahre anknüpfen kann, wirddie iEX 2003 insgesamt eine verringerteAusstellungsfläche aufweisen. Mit rund9.000 Quadratmetern – verteilt auf 4Hallen – kann sich die Schweizer Internet-Fachmesseallerdings deutlichbesser halten als vergleichbare Messenim Ausland. Das ist ein Beleg für diestarke Stellung im Schweizer IT-Marktund das Vertrauen der grossen Anbieterin die iEX.iEX-Messeleiter Giancarlo Palmisaniunterstreicht die Bedeutung der iEX:„Zwar müssen wir die Messe ohneWenn und Aber den Veränderungen derInternet-Branche anpassen. Entscheidendist aber, dass die Marktführer aussämtlichen wichtigen Marktsegmentennahezu lückenlos präsent sein werden.Alle grossen Internet Service-Provider,Infrastruktur-Anbieter, System-Integratoren,Web-Dienstleister und Web-Medien sind mit einem Stand an deriEX vertreten. Das zeigt, wie robust dieInternet Expo heute ist.“New IT for Internet LeadersDer für 2003 gewählte Leitsatz derMesse „New IT for Internet Leaders“widerspiegelt den aktuellen Trend derBranche, nämlich die zunehmende Verflechtungvon Unternehmens-Prozessenmit Internet-Technologie. MesseleiterPalmisani: „Durch diese Verknüpfungentstehen ganz neue Systemarchitekturen,die es Unternehmen ermöglichen,im Handumdrehen billige Applikationenzu schreiben, welche wiederumganz neue Kooperations- und Geschäftsformenschaffen.Das ist nicht weniger als eine kleine Revolution,die allerdings eher im Stillenstattfindet.” Auf diese Entwicklung hatdie Messeleitung reagiert und 2003 Systemintegrationzum Leitthema erklärt.Die Zusage zahlreicher grosser System-Integratoren, IT- und Web-Dienstleisterbestätigt, dass damit der richtige Entscheidgefällt wurde.Insgesamt werden 300 Aussteller ihreProdukte und Dienstleistungen an deriEX 2003 zeigen. Fachbesucher ausdem In- und Ausland erhalten die Möglichkeit,sich ein umfassendes Bild überdie neuesten Entwicklungen der IT-,Telecom- und Internet-Branche in derSchweiz zu verschaffen. Die ZürcherFachmesse bleibt damit ein „Musstermin“für die Schweizer Branche.Über 80 Seminare an deriEX KonferenzZum Business-Fokus der Veranstaltungträgt auch die parallel zur Messe stattfindendeiEX-Konferenz bei. Sie ist mitmehreren tausend Teilnehmern und über80 Seminaren, unterteilt in fünf thematischeTracks wie e-Commerce, Intranetund Web-Mastering, die grösste IT-Seminarveranstaltungder Schweiz.Exhibit AGCH-8117 Fällanden/Zürich (+41) 01/806 33 80 www.iex.chDie Schweiz im FOCUS Februar 20037


SystemeSchnellster Computer der Schweiz im IBM Forschungslabor> 1 BillionDas IBM Forschungslabor Zürich hatden schnellsten Computer der Schweizan seinem Standort in Rüschlikoninstalliert. Der IBM Supercomputerkann mehr als eine Billion Rechenoperationenpro Sekunde ausführen undist damit die Nummer 70 unter den500 leistungsfähigsten Computern derWelt. Die IBM Wissenschaftler benützendas System für ihre Arbeiten in dercomputergestützten Biochemie undMaterialwissenschaft, die in der Fachweltgrosse Beachtung findet und raschan praktischer Bedeutung gewinnt.„Der neue Supercomputer widerspiegeltdie hohen Inventionen von IBM in anspruchsvollsteComputeranwendungenin der Forschung und ist gleichzeitigein Vorzeigeprojekt für Supercomputer-Technologie von IBM“, sagt KrishnaNathan, Direktor des IBM ForschungslaborsZürich. „Die Maschine bildeteine wichtige Grundlage für weitereFortschritte von Top-Experten für Computersimulationenin unserem Labor.“Deep Computing InstitutesIBM Laboratorien rund um die Weltengagieren sich im Rahmen des „DeepComputing Institutes“ der IBM Forschungin Projekten der Computersimulation.In Rüschlikon entwickelnund verwenden die Wissenschaftlerleistungsfähige Methoden zur Simulationdes Verhaltens von Materialien aufatomarer und molekularer Ebene. Erkenntnissein diesen Dimensionen sindwichtig für das Verständnis von chemischenund physikalischen Prozessen, diezum Beispiel an der Berührungsflächezwischen unterschiedlichen Materialienoder zwischen Heilmitteln und molekularenKomplexen im menschlichenKörper ablaufen. Das Verständnis solcherEigenschaften ist die Grundlage fürdas Massschneidern von Materialien fürneue Technologien und für die effizienteEntwicklung von neuen Arzneimitteln.Computergestützte Biochemie undMaterialwissenschaft„Diese Berechnungen erfordern leistungsfähigeAlgorithmen und hoheComputerleistung, weil riesige Mengenvon Daten und Prozessschritten für dierealistische Simulation eines bestimmtenMaterialsystems verarbeitet werdenmüssen,“ sagt Wanda Andreoni, die Leiterinder Gruppe für computergestützteBiochemie und Materialwissenschaftam IBM Forschungslabor Zürich.„Mehr Computerleistung wird es unsermöglichen, die Methode auf grössereMaterialsysteme über längere Laufzeitenanzusetzen.Die IBM Forscher haben den Nutzenihrer Arbeit nicht nur für den wissenschaftlichenFortschritt nachgewiesen,sondern auch für die Lösung von realentechnischen Problemen. Ein Beispiel istdas erreichte bessere Verständnis vonorganischen Materialien für die Elektronik,ein anders die Untersuchung,wie Progesteron mit seinem Rezeptorim menschlichen Körper interagiert,was für schwangerschaftsbezogenenMedikamente von Bedeutung ist. Ineinem weiteren Projekt haben sie dieMoleküle identifiziert, die für einenAromaverlust in Nahrungsmitteln verantwortlichsind.Technische Daten des neuenSupercomputersDas neue Computersystem im IBM Forschungslaborbesteht aus acht Türmender IBM eServer Serie p690 und einemKompilationsserver der Serie p630. Dieinsgesamt 260 Power4-Prozessoren arbeitenmit einer Taktrate von 1.3 GHzund können 4 Gleitkomma-Operationenpro Zyklus ausführen, was eineMaximalleistung von 5,2 Gflops proProzessor bringt. Das gesamte Systemerreicht somit eine Verarbeitungsleistungvon 1,35 Tflops. Die acht Knotenverfügen über eine Hauptspeicher-Gesamtkapazitätvon 516 GB und sind mitGigabit-Ethernet-Switches verbunden,die eine maximale Übertragungsratevon 1 Gb pro Sekunde erlauben. Teildes Systems sind 2,19 TB Speicherplatzauf insgesamt 30 Plattenspeichernmit je 73 GB Kapazität. Die Software„General Parallel File System“ (GPFS)ermöglicht äusserst schnelles parallelesLesen und Schreiben sowie die Nutzungder gesamten Speicherkapazität als eineEinheit.Das breit anerkannte LINPACK-Verfahrenfür die Schätzung der tatsächlichenLeistung weist dem neuen Computersystemdes IBM ForschungslaborsZürich Platz 70 unter den weltweit500 schnellsten Maschinen zu. Damitverdoppelt sich die in der Schweizinstallierte Computerleistung von Maschinen,die in der Liste der Top 500aufgeführt sind (Liste von November2002). Ein zweites System mit annäherndgleicher Leistungsfähigkeit,ebenfalls ein Supercomputer der IBM,wird vom Nationalen Rechenzentrumin Manno betrieben und liegt auf Platz73 der Weltrangliste.IBM Schweiz AGCH-8010 Zürich (+41) 058/3334455 www.ibm.ch8Die Schweiz im FOCUS Februar 2003

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