Rechenschaft 2012 - Jesuitenmission

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Rechenschaft 2012 - Jesuitenmission

Organigramm: Wie ist die Jesuitenmission strukturiert?Verwaltung &OrganisationSekretariat (Barbara Walter,Susanne Poiger)Spendenbuchhaltung(Thomas Hubrach)Finanzbuchhaltung(Thomas Kilian, Daniela Meier)IT-Betreuung(Reinhard Degelmann)Leitung & GeschäftsführungP. Klaus Väthröder SJ (Missionsprokurator)P. Dr. Jörg Alt SJ (stellv. Missionsprokurator)Beratende und entscheidende Funktionenhaben der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuitenmit Sitz in München (P. Stefan Kiechle SJ) undder ehrenamtliche Beirat der Jesuitenmission(Jürgen Helm, P. Prof. Dr. JohannesMüller SJ, Gerhard Seger,P. Martin Stark SJ,Christina Weber)Die Jesuitenmissionsteht im Dienst einerweltweiten Solidaritätmit den ArmenProjekte & PartnerKarla Leitz, Norbert Eckert,P. Ludwig Wiedenmann SJFreiwilligenprogrammJesuit VolunteersCarolin Auner,Rossemary Brückner-Hospedales,Petru GiurgiBildung &AdvocacyCentrum für Globales Lernen(Samuel Drempetic,P. Dr. Jörg Alt SJ)KommunikationÖffentlichkeitsarbeit(Judith Behnen)Spenderbetreuung(Kathrin Prinzing)In der Jesuitenmission in Nürnberg arbeiten drei Jesuiten und 13 Angestellte. Sechs der insgesamt16 Mitarbeiter sind teilzeitbeschäftigt, eine Kollegin ist in Elternzeit. Im Jahr 2011 zahlte die Jesuitenmissionfür alle drei Jesuiten insgesamt 58.560 Euro als Gestellungsgeld an den Orden. Für Angestelltengehälterwendete die Jesuitenmission im Jahr 2011 einen Gesamtbetrag von 294.627 Euro auf. Bei einerReihe von Aufgaben helfen Ehrenamtliche mit.Rechenschaft 3


Spenden und Projekte, Einnahmen der Jesuitenmission 2011Danke für Ihre Unterstützung!Pater Klaus Väthröder SJ, Leiter der Jesuitenmission, gibt einen Überblick über die Spendeneinnahmenund Projektförderungen im vergangenen Jahr 2011.Dank Ihrer Hilfsbereitschaft undGroßzügigkeit konnte die Jesuitenmissionim vergangenen Jahrwieder viele Projekte unsererPartner und Missionare unterstützen.Dafür möchte ich Ihnenallen von Herzen danken!Im Jahr 2011 beliefen sich die Einnahmender Jesuitenmission aufinsgesamt 12.075.047 Euro, einProzent weniger als im Jahr 2010.Fast 90% der Einnahmen stammenaus privaten Spenden, diesich in zweckgebundene und allgemeineSpenden aufteilen. Hinzukommen andere Einnahmenwie Erbschaften, Zinserträge, Erlöseaus Briefmarkenverkäufensowie Gelder von anderen Hilfsorganisationenzur Weiterleitungin unsere Partnerprojekte.Verglichen mit den Gesamteinnahmender letzten zehn Jahreist das Jahresergebnis erfreulichstabil.Im Jahr 2011 konnten wir mit etwasmehr als 11 Millionen Euroverschiedenste Projekte unsererPartner und Missionare fördern.Bei der Verwendung der allgemeinenSpenden setzen wir selbstEinnahmen 2010 2011Allgemeine Spenden 2.108.709 € 2.207.988 € 18,3 %Zweckgebundene Spenden 9.169.745 € 8.428.618 € 69,8 %Diverse Einnahmen 906.456 € 1.438.441 € 11,9 %Einnahmen gesamt 12.184.910 € 12.075.047 € 100,0 %Vergleich der EinnahmenEinnahmen 2006 12.407.802 €Einnahmen 2007 12.332.370 €Einnahmen 2008 11.318.308 €Einnahmen 2009 13.752.945 €Einnahmen 2010 12.184.910 €Einnahmen 2011 12.075.047 €Projektförderung 2010 2011Asien 5.671.529 € 4.748.689 € 43,1 %Afrika 3.643.892 € 4.001.391 € 36,3 %Lateinamerika 2.019.756 € 1.707.129 € 15,5 %Naher Osten u. Osteuropa 371.195 € 561.754 € 5,1 %Projektförderung gesamt 11.706.372 € 11.018.963 € 100,0 %4 Rechenschaft


Spenden und Projekte, Ausgaben der Jesuitenmission 2011Förderschwerpunkte, über dieder Beirat der Jesuitenmissionauf der Basis von Projektanträgenentscheidet.Wie in den vergangenen Jahrenfließen fast 80% unserer Förderungnach Asien und Afrika. Dabeilässt sich eine Verschiebungzugunsten von Afrika feststellen.Länderschwerpunkte in Asiensind Indien und Indonesien,geschichtlich bedingt durch dieguten Verbindungen zu diesenLändern durch die ehemaligenund aktuellen Missionare.In Afrika fördern wir besondersSimbabwe und die LänderOstafrikas, wie Sudan, Tansaniaund Äthiopien, sowie die Arbeitdes Jesuitenflüchtlingsdienstesin den verschiedenen Regionendes afrikanischen Kontinents.Etwas mehr als 80% unserer Projektmittelgehen direkt an Institutionender Jesuiten. Der Restverteilt sich auf Diözesen, andereOrdensgemeinschaften und Institutionen,in denen Jesuitenmaßgeblich mitarbeiten oderdie mit Jesuiten in Verbindungstehen.Gut 75% unserer Förderung gehenin die drei Bereiche schulischeund außerschulische Bildung,Caritas und Nothilfe sowiePastoral und Evangelisierung.Auf den folgenden Seiten stellenwir Ihnen einige Beispiele dervon uns geförderten Projekte vor.Ausgaben 2010 2011Projektförderung 11.706.372 € 11.018.963 € 91,5%Projektbegleitung 72.382 € 57.202 € 0,5%Bildungs-, Kampagnen- und Freiwilligenarbeit 52.696 € 91.583 € 0,8%Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Werbung 534.238 € 484.148 € 4,0%Verwaltung 496.343 € 379.200 € 3,2%Ausgaben gesamt 12.862.031 € 12.031.096 € 100,0%Die Ausgaben für Verwaltung,Öffentlichkeitsarbeit und Projektbegleitungliegen mit knappunter 8% in einem Bereich, dendas Deutsche Zentralinstitut fürSoziale Fragen (DZI) als niedrigeinstuft: niedrig (bis 10%), angemessen(10% bis 20%), vertretbar(20% bis 35%) und unvertretbarhoch (über 35%). Wie in jedemJahr wurde die Jesuitenmissionin Nürnberg durch einen unabhängigenWirtschaftsprüfergeprüft (RTM TreuhandgesellschaftMünchen mbH), dessenPrüfungsbericht festhält: „Nachunserer Beurteilung aufgrundder bei der Prüfung gewonnenenErkenntnisse entspricht dieRechnungslegung den freiwilligangewandten gesetzlichen Vorschriften§§ 242-256 HGB. UnserePrüfung hat zu keinen Einwändengeführt.“Wir hoffen und vertrauen darauf,dass Sie auch in Zukunftunsere Arbeit wohlwollend begleiten,so dass wir unsere Projektpartnertatkräftig in ihrerArbeit unterstützen können. Wirgarantieren, dass Ihre Hilfe beiihnen ankommt!Rechenschaft 5


Simbabwe, Straßenkinder, Spendencode: X41300 Zambuko HausStraßenkinder in HarareDie Straßenjungen schlafen auf Türschwellen, im Freien oder in verlassenHäusern. Das Zambuko Haus hilft ihnen, ein Zuhause zu finden.Wie in vielen Städten Afrikasgibt es auch in der simbabwischenHauptstadt Harare Straßenkinder.Armut, Perspektivlosigkeitund Gewalt treiben siein ein Leben auf der Straße, dashart und gefährlich ist.Das Zambuko HausZambuko bedeutet Brücke. DasZambuko Haus bietet den Kindernund Jugendlichen ein Zuhause,eine familienähnlicheGemeinschaft sowie schulischeund berufliche Ausbildung. DasHaus wurde vor 15 Jahren vondem simbabwischen JesuitenCanisius Chishiri gegründet.Mittlerweile wird es von der SozialarbeiterinEmilia James geleitet.Sie ist für die Jungen wie eineMutter: fürsorglich und liebevoll,ab und an muss sie aber auchhart durchgreifen. Das ZambukoHaus unterstützt gerade 22 Jungenin allen Lebenslagen. Das bedeutet,in den Straßen der Stadtunterwegs zu sein und auch dieSchulen und Ausbildungsstättender Jungen zu besuchen.Gelebte GroßfamilieAm wichtigsten ist aber dieSuche nach Verwandten, diedie ausgestoßenen Jugendlichenvielleicht aufnehmen. Ein Jungemag vor einem misshandelndenStiefvater davongelaufensein, seine Eltern sind an Aidsgestorben oder er wurde einfachhinausgeworfen. Gelebte Großfamilieist jedoch noch immereine Realität in Afrika. Der Jungehat vielleicht von entferntenVerwandten gehört, in einer anderenStadt oder einem anderenDorf. Manchmal dauert die SucheTage und auch Wochen, oftwerden die Familien am Endeaber gefunden und sie nehmendie Jungen auf. So haben dieJungen wieder ein soziales Netz,das sie auffängt und einen Ort,an dem sie zu Hause sind.» Wieder eine Familiezu haben, bedeutet denJungen viel.«Emilia JamesIhre Hilfe für Straßenkinder:Dank Ihrer Spenden konntedie Jesuitenmission das ZambukoHaus im Jahr 2011 mit29.048 Euro unterstützen.Rechenschaft 7


Indien, Bildung, Spendencode: X55030 BijapurDas Schicksal der DevadasiDevadasi – das Wort klingt geheimnisvoll in unseren Ohren und beschreibtdoch ein schreckliches Schicksal. Devadasi heißt zu DeutschTempelprostituierte.Von der Familie verkauft, vonMännern ausgebeutet undmiss handelt, den eigenen Kindernkeine Familie bieten zukönnen, das bedeutet es, wennman eine Tempelprostituierteist. Im Distrikt Bijapur, im indischenBundesstaat Karnatakasind offiziell 5.400 Tempelprostituierteregistriert.Verkauft an den TempelBekommt der Sohn keine männlichenNachfahren oder die verheirateteTochter bleibt kinderlos,so wenden sich traditionelle Hindu-Familienan die Tempelpriesterund opfern eine unverheirateteTochter an den Tempel. Diejungen Mädchen müssen denPriestern zur Verfügung stehen.Haben sie ihren Dienst dem Tempelgegenüber erfüllt, bleiben siemeist in notdürftigen Behausungenin der Nähe der Tempel. Zuihren Familien können sie nichtzurück, ein Ehemann würde sienicht akzeptieren. Ihnen bleibtoft nur weiterhin durch Prostitutionsich selbst und die unehelichenKinder zu ernähren. Auchdie Töchter geraten so in den Teufelskreisder Prostitution.Vina geht in die SchuleDie kleine Vina hatte Glück.Ihre Mutter ist die Tochter einerDevadasi, aber seit ein paarMonaten macht sie, finanziertvon Spendengeldern, eine Ausbildungzur Krankenpflegerin.Vina lebt so lange mit anderenKindern in einem kleinen Internatauf dem Gelände der Jesuitenin Bijapur. Dort finden auchBeratungen und Workshops fürehemalige Tempelprostituierteund ihre Kinder statt. Pater DionysiusVaz SJ, der Leiter des Projektes,erinnert sich an Lakshmi,ebenfalls die Tochter einer Tempelprostituierten.Bei einem derWorkshops erzählte Lakshmi:„Der traurigste Moment in meinemLeben war, als ich in derSchule nach dem Namen meinesVaters gefragt wurde.“ Heute istLakshmi selbst aktiv und hilftehemaligen Devadasis.» Die Frauen nehmen sich oftdas erste Mal als wertvollePerson wahr.«P. Dionysius Vaz SJIhr Hilfe für Bijapur:Im Jahr 2011 konnten wirverschiedene Projekte derJesuiten in Bijapur, Mungodund Manvi mit 150.000 Eurounterstützen.8 Rechenschaft


Äthiopien, Kindergarten, Spendencode: X49600 SoddoEin Kindergarten für OmoratiMehr als Spielen und Kinderbetreuung bedeutet für die Bewohner desOmo-Tals in Äthiopien der Bau des neuen Kindergartens. Er ist der Wegin die Grundschule.Vergessen von der WeltOmorati liegt im SüdwestenÄthiopiens im Apostolischen VikariatSoddo und ist der größteOrt im Gebiet der Dassanech.Die Dassanech sind eine kleineEthnie im Grenzgebiet zwischenÄthiopien und Kenia. In der Nähevon Omorati leben etwa 12.000Dassanech, teilweise noch traditionellals Nomaden. Vielemussten sich den verändertenklimatischen Bedingungen anpassenund haben sich an denUfern des Omo-Flusses niedergelassen.Pater Rodrigo Mejía SJ, derBischof von Soddo, beschreibt dieGegend als vergessen vom Restdes Landes: mit die geringste Alphabetisierungsrate,schlechtemedizinische Versorgung undkeine Infrastruktur, weder Straßennoch Institutionen.Einziger Weg in die SchuleWer in Äthiopien keinen Kindergartenbesucht, wird nichtin die Schule gehen und wederlesen noch schreiben lernen.Der zweijährige Besuch des Kindergartensist verpflichtendeVoraussetzung. Mit Spendenaus Deutschland konnte BischofMejía einen Kindergarten bauen,in dem 105 Kinder auf die Schulevorbereitet werden und einmalam Tag eine Mahlzeit erhalten.Besonders in der Trockenzeit istdiese Mahlzeit für Kinder aus denärmsten Familien überlebensnotwendig.Die Dassanech sindsehr froh über das Engagementder Jesuiten und auch die Regierungunterstützt das Projekt,indem sie das Grundstück fürden Kindergarten zur Verfügungstellte. Im Anschluss an die Kindergartenzeitsteht den Kinderndie Grundschule offen.» Lesen zu können, ist ein wichtigerAspekt für die sozialeund wirtschaftliche Entwicklungder Dassanech.«Bischof Rodrigo Mejía SJIhre Hilfe für Omorati:Dank Ihrer Spenden konntedie Jesuitenmission denBau des Kindergartens imJahr 2011 mit 27.900 EurounterstützenRechenschaft 9


Haiti, Nothilfe, Spendencode: X33400Zwei Jahre nach dem ErdbebenVieles in Haiti liegt noch im Argen. Aber dass Tausende Kinder inHaiti wieder zur Schule gehen, ist ein hoffnungsvolles Zeichen.Haiti gilt in vielen Bereichen alsBeispiel missglückter Nothilfe.Nach dem Erdbeben im Januar2010 waren durch die weltweiteHilfsbereitschaft Millionen anSpendengeldern vorhanden undHilfsorganisationen sofort vorOrt. Aber fehlende politischeStrukturen haben vieles erschwert.Zudem wurde der karibischeInselstaat dann auch nochvon einem Wirbelsturm und einerCholeraepidemie heimgesucht.Zwei Jahre nach dem Erdbebenleben noch immer 520.000Menschen in Haiti ohne ein Dachüber dem Kopf, noch immer türmensich die Trümmer an denStraßenrändern.Leise ErfolgeEs gibt aber auch Erfolgsmeldungenaus Haiti. Fe y Alegría, Glaubeund Freude, heißt das großeSchulwerk der Jesuiten in Lateinamerika.Es arbeitet in fünf RegionenHaitis und unterstützt denWiederaufbau zusammen mitPartnern aus Europa. 5.000 Schulenwurden durch das Erdbebenzerstört, 300.000 Kinder warenohne Zugang zu Schulbildung. Fey Alegría hat Schulen auf demLand renoviert und vergrößert, dasie, nachdem viele Familien aufdas Land zu Verwandten geflohensind, hoffnungslos überfüllt waren.Außerdem werden immernoch viele Kinder in den Schulenin den Notlagern unterrichtet, bisdie Familien wieder in ihre Heimatortezurückziehen.Vielschichtige HilfeDie Qualität der Bildung wirddurch Lehrerfortbildungen verbessert.In Intensivkursen erhaltendie Lehrer an die Situationangepasste pädagogische Fähigkeitenund Fachkenntnisse. Einzweiter Fokus von Fe y Alegríaliegt auf der beruflichen Ausbildungjunger Menschen. Dennnur so kann der Arbeitslosigkeitund dem Fachkräftemangel entgegengewirktwerden.» Es gibt in Haiti eine enormeKraft zum Überleben und zumVorwärtskommen, angefangenbei unseren jesuitischenMitbrüdern.«P. Agustín Alonso SJ,europäischer Koordinator derHaitihilfe für Fe y AlegríaIhre Hilfe für Haiti:Dank Ihrer Spenden konntedie Jesuitenmission dasSchulwerk Fe y Alegría imJahr 2011 mit 374.680 Eurounterstützen.10 Rechenschaft


Bildung und Advocacy, Centrum für Globales LernenGlobales LernenDas Centrum für Globales Lernen – ein Kooperationsprojekt derAkademie Caritas-Pirckheimer-Haus und der Jesuitenmission –nimmt Fahrt auf.Es war ein herausforderndesJahr für Samuel Drempetic, denLeiter des neuen Centrums: vonNull anfangen, Konzepte entwerfen,Veranstaltungen gestalten,Referenten gewinnen,die Homepage realisieren, Seminaregeben und Netzwerkeim Bildungsbereich knüpfen.Aber die Arbeit trägt Früchte.Und seit 2012 hat er einen Advocacy-erprobtenPartner zurSeite: Pater Dr. Jörg Alt SJ, dersich dazu aus dem Tagesgeschäftder Kampagne „Steuergegen Armut“ herauszog.Jetzt aber richtig!Aus dem Kontext der Kampagneentwickelte sich die erste großeFachtagung des Centrums:Unter dem Titel „Jetzt aber richtig!Lehren aus den aktuellenWeltkrisen“ wurden Alternativenzum gegenwärtigen Wirtschafts-und Konsummodelldiskutiert. Die Ergebnisse derTagung sind als Buch beim Echter-Verlagerschienen.Stimmen aus AfrikaDass Globalisierung ein vielschichtigerProzess mit positivenund negativen Seiten ist, istnicht neu. Aber Fragen bleiben:Wie sehen Antworten auf globaleHerausforderungen aus, dievon einer christlich-jesuitischenWertebasis ausgehen? Entsprechendtreten neben Bildungsangebotenfür Schulklassen,rückkehrende Freiwillige undMultiplikatoren jetzt auch Überlegungen,wie konkret Einflussauf die Politik genommen werdenkann. Dabei will das CentrumSynergie-Effekte schaffenund mit jesuitischen Netzwerkenin Afrika kooperieren, umderen Perspektive in die deutschenDebatten einzubringen.see. think. act.Sehen. Urteilen. Handeln.Nach diesem Dreischritt setztsich das Centrum mit derGlobalisierung auseinander:www.cfgl.deRechenschaft 13


Spendenaktionen, Engagement für die JesuitenmissionSpenden statt GeschenkeEin herzliches Dankeschön an alle, die im vergangenen Jahr alsEinzelpersonen, Gruppen, Schulen oder als Gemeinde Hilfsprojektedurch Spendenaktionen unterstützt haben.Jedes Jahr sammeln viele unsererWohltäterinnen und Wohltäterzu privaten Anlässen Spendenfür ein Hilfsprojekt. Das kannzum Geburtstag sein, zum Ehejubiläum,als Kranzspenden oderaber auch wegen persönlicherKontakte ins Ausland. Im letztenJahr konnten wir durch dieseSpenderaktionen verschiedensteProjekte mit insgesamt 55.086,50Euro unterstützen. Aber auch inder Gruppe, als Gemeinde, Schulklasseoder Verein engagierensich viele Menschen mit kreativenIdeen. Ein paar der Spendenaktionenmöchten wir Ihnen hiervorstellen. Unser Dankeschön giltnatürlich auch allen, die hier nichtnamentlich genannt werden.Spendenaktion zurSilberhochzeitAnstelle von Geschenkenwünschten sich Gerhard undAndrea Beestermöller zu ihrerSilberhochzeit Geld für die Arbeitvon Pater Syriac in Indien.„Wir sind so dankbar für dievergangenen 25 Jahre, dass wirdieses Glück gerne mit anderenteilen möchten“, sagen die Silberbrautleute.Schon seit vielenJahren sind sie Pater Syriac verbunden.Der indische Jesuit hateine Schule für die Landbevölkerungin Südindien gegründet, inder Christen, Hindus und Moslems– in Überwindung des traditionellenKastenwesens – gemeinsamunterrichtet werden.Weihnachtsbasar für MexikoEine Hamburger Kirchengemeindeunterstützt seit mehr als 20Jahren das Krankenhaus der Tarahumarain Mexiko. Anfangs kamdas Engagement über einen persönlichenKontakt zustande. ÜberBriefe und Fotos ist die Partnerschaftüber viele Jahre gewachsen.Jedes Jahr teilt die Gemeindeden Ertrag aus dem jährlichenWeihnachtsbasar auf mehrereHilfsprojekte auf, unter ihnen dasKrankenhaus Tarahumara.Geburtstagsaktion für dieArbeit der JesuitenThea Göttler feiert dieses Jahrgleich zwei Jubiläen: ihren85. Geburtstag und 25 Jahre Ehrenamtbei der Jesuitenmission in14 Rechenschaft


Testament und Erbschaft, Ratgeber der JesuitenmissionVermächtnis für das LebenPater Joe Übelmesser SJ war 35 Jahre lang Missionsprokurator undist als 80-Jähriger auch heute noch aktiv für die Jesuitenmission.In welcher Form, erklärt er gerne selbst.Pater Klaus Väthröder, der Chef derJesuitenmission, hat mich gefragt,ob ich bereit sei, mich um die Erbschaftenund Nachlässe zu kümmern,die der Jesuitenmission zugedachtsind. Mit Freuden habe ichzugesagt. Und ich mache keinenHehl daraus: Ich habe dabei nichtnur an die vielen alten Freundeund Wohltäter gedacht, deren Namenmir noch aus meiner eigenenaktiven Zeit in guter und dankbarerErinnerung sind. Mir sind zugleichauch jene vielen Menschenin Lateinamerika, Asien und Afrikadurch den Sinn gegangen, denenich 35 Jahre lang helfend verbundenwar und denen ich mich nachwie vor verpflichtet fühle.Zeichen des VertrauensUnd ich dachte mir: vielleicht kannich auf diese Weise noch ein wenigmithelfen, Not zu lindern, zumindern oder zu verhindern. Unddies gemeinsam mit Menschenmeiner Generation. Wenn jemanddie Jesuitenmission in seinem Testamentbedenkt, ist das ein besonderesVertrauenszeichen. Alleinin den letzten vier Jahren hat dieJesuitenmission Vermächtnisseund Erbschaften in Höhe von 4,58Millionen Euro erhalten.Barriere überwindenEs ist wichtig, sich über Fragenzu Testament und Erbschaftin Ruhe und rechtzeitig zu informieren.Wenn es um dasAbfassen eines Testamentesgeht, müssen viele von unseine gewisse Barriere überwinden.Nicht selten habe icherlebt, wie jemand diese Angelegenheitso lange hinausgeschoben hat, bis es zu spätwar. Deshalb rate ich auch ganzjungen Leuten, von denen ichhin und wieder ein Paar verheiratendarf, auch sie solltenmöglichst bald diese Angelegenheitenregeln. Man kannein Testament gar nicht frühgenug machen; denn keinerkennt den Tag noch die Stunde.Und zugleich – auch dieserGedanke ist nicht einfachvon der Hand zuweisen – erspart mandamit den Hinterbliebeneneine MengeSorgen und Mühen.Pater Übelmesser hat nichtnur einen Ratgeber zu Testamentund Erbschaft verfasst,sondern auch einen schönenBand mit Bildmeditationen(Abbildung unten). Beidessenden wir Ihnen auf Anfragegerne zu: Tel. (0911) 2346-160.Rechenschaft 17


Kunstarchiv, Ausstellungen zum AusleihenKunst aus der JesuitenmissionDie Jesuitenmission verfügt über ein umfangreiches Kunstarchiv,aus dem wir thematische Ausstellungen an Pfarreien, Schulen, Firmenund Institutionen ausleihen.Im Laufe der Jahrzehnte hat dieJesuitenmission in Nürnbergeine Vielzahl von Kunstwerkenund kunsthandwerklichen Objektenaus aller Welt gesammelt.Unsere Kunstarchivarin Gabrielevon Schoeler hat zu verschiedenenThemen eine Auswahl anOriginalwerken zusammengestellt,die sich für Ausstellungeneignen. Als zwei erste Ausstellungsthemenbieten wir an:Ihren örtlichen Möglichkeitenan. Wir würden uns über Ihr Interessesehr freuen!Zwei Bilder aus den Ausstellungen:Die „Frau am Jakobsbrunnen“ aus demKongo und „Angst“ aus Botswana.➜ Das Bild der Frau in denKulturen der WeltEtwa 65 Exponate, darunterSkulpturen und Kunsthandwerk,aus Indien, Vietnam, Kongo, Argentinienund weiteren Ländern.➜ Flucht und VertreibungEtwa 25 Werke, darunter großformatigeÖlbilder, aus Indonesien,Kambodscha, Äthiopien, Botswanaund weiteren Ländern.Eine genaue Auflistung derKunstwerke mit Maßen und Fotosfinden Sie unter www.kunst.jesuitenmission.de im Internet.Auf Wunsch schicken wir Ihnendie Angaben auch per Post zu.Gemeinsam mit Ihnen passenwir den Umfang der AusstellungKunst zum AusleihenInformationen und Terminvereinbarungen:Barbara Walter,Tel. (0911) 2346-160, prokur@jesuitenmission.deSchriftliche Anfragen könnenSie auch direkt an unsereKunstarchivarin Gabriele vonSchoeler richten: gvschoeler.moderation@t-online.de18 Rechenschaft


ImpressumHerausgeber: Klaus Väthröder SJRedaktion: Judith BehnenGestaltung: Katja Pelzner, dialogDruck auf zertifiziertem Papier aus nachhaltigerForstwirtschaft: EOS St. OttilienBildnachweise:Behnen (Titel, S.16-17, S.19,Rücktitel), Balleis SJ (S.2),Noack (S.15, S.18), Dienst (S.6), Johnson SJ (S.7),Prinzing (S.8), Mejía SJ (S.9), Fe y Alegría (S.10),Kurmann SJ (S.11), JV (S.12), CGL (S.13),Beestermöller (S.14), Muñoz Perez (S.14), Weier (S.15)weltweit – die JesuitenmissionÜberall auf der Welt leben Jesuiten mit den Armen,teilen ihre Not, setzen sich für Gerechtigkeit undGlaube ein. Über dieses weltweite Netzwerk fördertdie Jesuitenmission dank Ihrer Spenden rund 600Projekte in mehr als 50 Ländern. Sie leistet Unterstützungin den Bereichen Armutsbekämpfung,Flüchtlingshilfe, Bildung, Gesundheit, Ökologie,Menschenrechte und Pastoralarbeit.weltweit – das Magazingibt viermal im Jahr einen Einblick in das Leben unddie Arbeit unserer Missionare, Partner und Freiwilligen.✂Ja, schicken Sie mir weltweit – das Magazinder Jesuitenmission ab der nächsten Ausgabebitte kostenlos zu. (Für neue Abonnenten)Leserbriefe bitte an:Redaktion weltweitKönigstraße 64, 90402 NürnbergTel. (0911) 23 46-160, Fax -161weltweit@jesuitenmission.dewww.jesuitenmission.deSpendenkonto: 5 115 582Liga Bank, BLZ 750 903 00IBAN: DE61750903000005115582SWIFT: GENODEF1M05Name, VornameStraße, Nr.PLZ, OrtE-Mail (falls vorhanden)AntwortAn dieJesuitenmissionRedaktion weltweitKönigstraße 6490402 NürnbergGeburtsdatum (freiwillige Angabe)weltweit 19

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