Rucksack in der Grundschule - Essen - Metropole Ruhr

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Rucksack in der Grundschule - Essen - Metropole Ruhr

Rucksack in der Grundschule – Evaluation –Stadt Essen – RAA/Büro für interkulturelle Arbeitzu b. - Vergleich der Klassen 1, 2 und 3Das Bewertungsniveau der Mütter der 2. Klassen liegt in allen Kategorien über dem der 1. Klassen. DasBewertungsniveau bezüglich der eingetretenen Veränderungen in der Familie liegt bei den 3. Klassenhöher als in den Klassen 1 und 2. Die Mütter der 3. Klasse bewerten die Steigerung ihrer persönlichenKompetenzen, das Kind zu unterstützen, ebenfalls höher als die Mütter der Vergleichsgruppen.Da alle befragten Mütter seit der Einschulung ihres Kindes an Müttergruppen des Rucksackprogrammsteilnehmen, lassen sich diese Unterschiede auf die kontinuierliche Teilnahme zurückführen 4 . Die Verbesserungsozialer Kompetenzen und die stetige Entwicklung von Veränderungsprozessen erfordernZeit, um ihre Wirkung zu entfalten. Daher erscheint es besonders wichtig, für eine dauerhafte undmehrjährige Teilnahme von Müttern Sorge zu tragen, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.zu c. - Vergleich der Ergebnisse nach Erstsprache der MütterDas im Vergleich tendenziell hohe Bewertungsniveau der deutschen Mütter ohne Migrationshintergrund,die vereinzelt an Müttergruppen teilnehmen, ist noch einmal ein Hinweis auf die generelleWirksamkeit des Programms in Bezug auf die Elternbildung und die Elternarbeit an den Grundschulen.4.2 Ergebnisse4.2.1 Biografische Daten der Teilnehmerinnen4.2.1.1 Zuwanderungsgeschichte und sprachlicher Hintergrund der MütterEs haben insgesamt 135 Mütter an der Befragung teilgenommen. Die größte Gruppe bilden Frauen mittürkischer Zuwanderungsgeschichte (67%). 18% der Mütter geben als Erstsprache Arabisch an, und dersprachliche Hintergrund weiterer 8% setzt sich aus Afghanisch (3), Albanisch (2), Marokkanisch (1),Griechisch (1), Persisch (1), Urdu-Hindi (1) und Tamilisch (1) zusammen. 7% der Befragten sind deutscheMütter, die ebenfalls an den Müttergruppen des Rucksackprogramms teilnehmen.50% aller Befragten leben länger als 22 Jahre oder seit ihrer Geburt in Deutschland. 50% aller Befragtenleben zwischen drei und 22 Jahren in Deutschland. Die Hälfte aller Frauen hat eine Schule in ihremHerkunftsland besucht und lernt das deutsche Schulsystem zum ersten Mal durch ihre Kinder kennen.7% der Mütter haben ihre Schulzeit zum Teil im Herkunftsland und in Deutschland verbracht (s. Tabelle2).4Die Ergebnisse der Evaluation 2008 werden gestützt durch die gesonderte Befragung der Mütter der 3. Klasse in 2006, die nach der 2.Klasse am Aufbauprogramm Rucksack teilnehmen. Sie befürworten wegen des Langzeiteffekts eine Fortsetzung der Müttergruppen nachder 2. Klasse. (vgl. 4.3)15

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