Jahresbericht 2011 - Bund Naturschutz in Bayern eV

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Jahresbericht 2011 - Bund Naturschutz in Bayern eV

JAHRESBERICHT


wir schützen bayerns

natur – danke an alle, die

uns dabei unterstützen.

Inhalt

Vorwort 4

Jahresrückblick in Bildern 6

Bayerns Schönheit bewahren 8

Arten- und Biotopschutz 9

Energie/Klima 10

Verkehr/Flächenverbrauch/Zersiedelung 12

Gentechnik/Landwirtschaft 13

Wald 14

Wasser 15

Umweltbildung 16

Natur erleben – BN Reisen 18

Finanzen 20

Einnahmen und Ausgaben 21

Mitgliederentwicklung 22

Spenden 23

Haus- und Straßensammlung 24

Bund Naturschutz Stiftung 25

Organisation 26

Der BN dankt 28

Ehrenamt 30

JBN 32

Adressen 34


Von links nach rechts: Prof. Dr. Hubert Weiger, Peter Rottner, Doris Tropper, Christian Hierneis, Ralf Wißmath, Sebastian Schönauer, Carola Belloni,

Richard Mergner, Helmut Helmut Steininger, Winfried Berner, Dieter Scherf, Martin Geilhufe

Vorwort

Der Bund Naturschutz (BN) ist der älteste und größte

Naturschutzverband in Bayern. Seit fast hundert Jahren

setzt sich der BN, gegründet 1913, für den Schutz der

natürlichen Lebensgrund lagen von Menschen, Tieren und

Pflanzen in unserer bayerischen Heimat ein.

Diese Zahl kann sich sehen lassen: Rund eine

Million Stunden ehrenamtliche Arbeit haben

unsere Aktiven in den 650 über ganz Bayern

verteilten Orts- und Kreisgruppen vergangenes

jahr für den Schutz von Mensch und Natur

geleistet. Das beeindruckende Resultat dieser

Leistung wollen wir Ihnen in unserem Jahresbericht

2011 präsentieren. Mit Fug und Recht

können wir wieder feststellen: Dank unserer

finanziellen Unabhängigkeit von Wirtschaftsunternehmen,

der hohen Glaubwürdigkeit unserer

Mitstreiter, unserer flächendeckenden Präsenz

in allen Regionen Bayerns und einem abermals

gewachsenen Bürgerengagement haben wir die

Naturschutz- und Umweltpolitik im Freistaat ein

gutes Stück vorangebracht. Dass der Einsatz des

BN auch in den kommenden Jahren nicht nachlassen

wird, dafür sorgen mehr als 4.000 neue

Mitglieder und Förderer, die letztes Jahr ihren

Weg zum BN gefunden haben.

Ohne den Bund Naturschutz hätte es 2011

keine Energiewende gegeben. Der aktuelle

Auslöser für die spektakuläre Kehrtwende

der schwarz-gelben Bundesregierung war die

schreckliche Atomkatastrophe von Fukushima.

Doch mit unserem jahrzehntelangen Einsatz für

Energiesparen, Energieeffizienz und naturverträgliche,

erneuerbare Energien war der Boden

für eine zukunftsfähige und verantwortungsvolle

Energieversorgung in Bayern und ganz Deutschland

schon bereitet. Entscheidend war aber

auch das Engagement unserer Mitstreiterinnen

und Mitstreiter vor Ort und die Beteiligung Tausender

an Demonstrationen für den Atomaus-

April 2012

ihre/ihr

Doris Doris Tropper Tropper

Stellv. Landesvorsitzende des

Bundes Naturschutz in Bayern e.V.

Prof. Prof. Dr. Dr. Hubert Hubert Weiger Weiger

Landesvorsitzender des

Bundes Naturschutz in Bayern e.V.

stieg. Nach der Abschaltung von zunächst acht

Atomkraftwerken ist es nun unsere Aufgabe, dafür

zu sorgen, dass auch die richtigen Wege für

eine ökologische Energiewende und konsequenten

Klimaschutz eingeschlagen werden. Dazu

gehören der Schutz von Mooren zur natürlichen

CO -Speicherung ebenso wie die Ökologisierung

2

der Landwirtschaft oder die Sicherung unserer

Mobilität ohne unnötige Prestigeprojekte wie

der geplanten 3. Startbahn des Münchner Flughafens.

Doch auch der Schutz der bayerischen

Kulturlandschaften und der letzten unverbauten

Flüsse gehören zu den „ökologischen Leitplanken“,

die wir als ein dem Gemeinwohl verpflichteter

Verband immer wieder einfordern.

Die schlimmen Folgen der Atomkatastrophe von

Fukushima, die auch in Jahrzehnten nicht überwunden

sein werden, zeigen uns, wie wichtig

es ist, auch 2012 weiter auf den sofortigen und

unumkehrbaren Ausstieg aus der Atomtechnologie

zu drängen. Bei unserem Kampf gegen die

mächtige Atomwirtschaft dürfen wir aber andere

„Baustellen“ nicht vernachlässigen. Die riesige

Resonanz auf die BUND-Studie zu antibiotikaresistenten

Keimen in Hühnerfleisch hat gezeigt,

wie wichtig es ist, auch der mächtigen Agrarindustrie

die Stirn zu bieten. Die zweite Großdemonstration

am 21. Januar 2012 in Berlin unter

dem Motto „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ war

ein motivierender

Jahresauftakt.

Sebastian Schönauer

Stellv. Landesvorsitzender des

Bundes Naturschutz in Bayern e.V.

5


Artenschutz- und Beweidungsprojekt Jettenbach

Am Ostermontag 2011

demonstrieren 10.000

Menschen in Günzburg gegen

Atomenergie

Kinder der JBN-Gruppe Untersiemau (Lkr. Coburg)

testen ein neues Feuchtbiotop

6

Landesgartenschau Kitzingen

2011 wurden 58 Hektar ökologisch

wertvolle Flächen in ganz Bayern

angekauft.

Protestaktion vor dem europäischen Patentamt in München

Spenden sammeln für den guten Zweck

10 Linden zum 10. Geburtstag des Naturschutzgebietes

„Ehemaliger „Ehemaliger Standortübungsplatz Standortübungsplatz Landshut“ Landshut“

Wartaweiler Gespräche mit Prof. Dr. Dürr (3. v. l.)

Streuobstballade beim Tag der

Regionen in Rummelsberg

Aktion „Schlaglochangeln“

Bei Bei Bei der der der Demonstration Demonstration Demonstration gegen gegen gegen eine eine eine 3. 3. 3. Start- Start- Start- und und und

Landebahn Landebahn Landebahn waren waren waren rund rund rund 10.000 10.000 10.000 Menschen Menschen Menschen auf auf auf

dem dem dem Münchner Münchner Münchner Marienplatz

Marienplatz

Marienplatz

jahresrückblick in bildern


8

Leise Schönheiten

Die Wildkatze ist im Spessart wieder daheim.

Bayerns Schönheit bewahren

Bayern ist reich an Naturschönheiten. Von den uralten

Buchenwäldern im Steigerwald über die Reste der frei

fließenden Donau, „Bayerns Amazonas“, in Niederbayern

und das Murnauer Moos bis zum wilden Hochgebirge

im Nationalpark Berchtesgadener Land: ein Schatz, auf

den wir stolz sein können und den es für uns und unsere

Nachkommen zu erhalten gilt.

bayerns schönheit bewahren

arten- und biotopschutz

Vor zwei jahren war erstmals seit Menschen-

gedenken wieder ein Wolf in den bayerischen

Alpen aufgetaucht und sorgte für Aufregung in

den Medien. Dann verschwand das tier ebenso

plötzlich, wie es gekommen war. Ob der Wolf

von den um ihre Schafherden besorgten Almbauern

abgeschossen wurde oder einfach abgewandert

ist, weiß niemand. eines ist jedoch

klar: Bis sich der nächste Wolf oder Bär nach

Bayern aufmacht, ist es nur eine Frage der Zeit.

Auch 2011 ging die Diskussion weiter, wie mit

der Wiederkehr großer Beutegreifer wie Wolf,

Bär oder Luchs umzugehen ist. In Oberbayern

gelang es mit Hilfe des BN, konkrete Schutzmaßnahmen

für Schafherden zu entwickeln. Trotzdem

werden Wolf, Biber, Fischotter, Kormoran & Co.

in zunehmendem Maße für Fehlentwicklungen

bei der Landnutzung verantwortlich gemacht

und deren Dezimierung gefordert. Durch intensive

Mitarbeit an Managementplänen für die einwandernden

Tierarten und Bewusstseinsbildung versucht

der BN, hier konstruktiv gegenzusteuern.

Weil Eigentum oft der beste Schutz ist, hat der

BN vergangenes Jahr weitere 58 Hektar ökologisch

wertvoller Flächen in ganz Bayern erworben

und dafür gut 800.000 Euro ausgegeben. Insgesamt

betreut der Verband jetzt rund 2.900 Hektar

Schutzflächen, davon 850 Hektar über langfristige

Pachtverträge. Allein am Grünen Band, dem

längsten deutschen Biotop entlang des früheren

„Eisernen Vorhangs“ gehören dem BN/BUND

jetzt 580 Hektar. Der transnationale Schutz des

Grünen Bandes, das sich über eine Länge von

12.500 Kilometern vom Eismeer bis zum Schwarzen

Meer durch ganz Europa zieht, wurde auch

auf politischer Ebene vorangetrieben. So konnten

BN-Experten das Schutzgebiet im Europäischen

Parlament als Symbol für Völkerverständigung

und grenzüberschreitenden Naturschutz präsentieren.

Als Wanderkorridor hat es auch im neuen

BN-Rettungsnetz für Wildkatze und Fischotter eine

überragende Bedeutung.

Erfolgreich abgeschlossen wurde 2011

das Auswilderungsprojekt für Wildkatzen

in Unterfranken. „Katzenförster“ Hubert

Gebhard hatte über einen Zeitraum von 25

Jahren im Spessart 149 Wildkatzen gezüchtet

und mit viel Sachverstand auf das Leben in

der Wildnis vorbereitet. Der jahrelange Einsatz

der oberpfälzischen Gemeinde Tännesberg

zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität

wurde 2011 in einem bundesweiten

Wettbewerb ausgezeichnet. Der BN

engagiert sich in dieser ersten Biodiversitätsgemeinde

Bayerns als einer von fünf Projektträgern

dort unter anderem für den längst in

der ganzen Region bekannten Tännesberger

Regionalmarkt.

Dem Schutz der Biodiversität diente auch

die Unterschriftenaktion zur Anerkennung

der niederbayerischen Donaulandschaft als

UNESCO-Weltnaturerbe (inzwischen unterstützen

zwei Drittel der betroffenen Kommunen

diese Initiative) oder das 2011 gestartete

Projekt „Blaues Band der Biodiversität-

Auenverbund Donau“. Niederbayerische BN-

Aktive unterstützten den Protest tschechischer

Umweltschützer gegen die Kahlschläge

zur Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark

Sumava.

2011 startete auch „Löffelkraut & Co“, das

bundesweit erste Projekt zur Umsetzung der

Biodiversitätsstrategie des Bundes. Projektträger

ist der BN mit seinen fünf Kreisgruppen

Unterallgäu-Memmingen, Kaufbeuren-

Ostallgäu, Rosenheim, Ebersberg, München.

Hier liegen die Hauptvorkommen des bayerischen

Löffelkrautes. Die Art kommt weltweit

nur im schwäbischen und oberbayerischen

Alpenvorland vor. Zusammen mit

vielen Partnern will der BN nicht nur das

Löffelkraut schützen, sondern auch die

Quell-Lebensräume und weitere schutzwürdige

Arten sichern.

Löffelkraut

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10

bayerns schönheit bewahren

energie/klima

Kann man es einen erfolg nennen, wenn die

Bundesregierung nach der Atomkatastrophe

von Fukushima endlich handelt und in

einer spektakulären Kehrtwende den Ausstieg

aus der Atomkraft verkündet? „Aus

Katastrophen lernen“ war nie das Ziel des

Bund Naturschutz, sondern vorbeugendes,

verantwortungsvolles handeln.

Deswegen war der Boden für die überraschende

Entscheidung von Bundeskanzlerin

Angela Merkel schon bereitet, als

in Japan die Erde bebte, ein gewaltiger

Tsunami über das Atomkraftwerk rollte und

das passierte, was eigentlich nie passieren

sollte: Der Super-GAU in einem Hochtechnologieland.

Seit vielen Jahren setzt sich

der BN vehement für energisches Energiesparen,

eine dezentrale, von den Großkonzernen

unabhängigere Energieerzeugung

sowie konsequenten Klimaschutz ein – ohne

Atomkraft.

Nach der japanischen Nuklearkatastrophe

am 11. März 2011 gewann die Debatte

um den Atomausstieg eine bislang nicht

gekannte Dynamik. Das ganze erste Halbjahr

stand auch beim BN im Zeichen des

Kampfes für den sofortigen Atomausstieg.

BN-Aktive nahmen in großer Zahl an der

Menschenkette zwischen Stuttgart und

dem AKW Neckarwestheim am 12. März teil

sowie an den Großdemonstrationen in München

am 26. März, am 25. April in Günzburg

nahe des größten deutschen Atomkraftwerks

Grundremmingen sowie in München,

Landshut und Fürth am 28. Mai.

Energiewende und Klimaschutz sind zwei

Seiten einer Medaille. Vor diesem Hintergrund

startete die Kreisgruppe Regensburg

im Sommer 2011 an 18 Schulen eine Mitmachaktion

unter dem Motto „In die Schule

GEH’ ich gern“. Einen Monat lang konnten

Eltern und Schüler einen „autolosen“ Schulweg

als Beitrag zum Klimaschutz erproben.

Für jede eingesparte Autofahrt durften

die Schülerinnen und Schüler am großen

„Klimabaum“ ein neues Blatt stempeln. Um

Energiesparpotentiale im Alltag aufzuzeigen,

dachten sich auch die Kreisgruppen

Bad Kissingen, Regensburg und Mühldorf

etwas Besonderes aus: Hausbesitzer konnten

ihre Häuser mit speziellen Kameras auf

Wärmeverluste untersuchen lassen, ein Anreiz

zu besserer Wärmedämmung. In Landshut

organisierte der BN zusammen mit der

Kaminkehrer-Innung eine Austauschaktion

für alte Heizungspumpen, die wahre Stromfresser

sind.

Ohne den massiven Ausbau Erneuerbarer

Energien wird die Energiewende nicht

gelingen. Deshalb sollen in Oberfranken

im Rahmen des BN-Projektes Energievision

Frankenwald in den nächsten Jahren weitere

zwanzig Ortschaften weitgehend energieautark

werden. Im niederbayerischen

Geisenhausen waren BN-Aktive bei der

Gründung einer Bürger-Energiegenossenschaft

beteiligt. In Schwaben halfen BN-Mitglieder

mit, neue Standorte für Windkraftwerke

ausfindig zu machen.

Dabei gab es allerdings auch Warnungen

vor blindem Aktionismus beim Ausbau der

Ökoenergien, insbesondere der Wasserkraft,

die in Bayern weitgehend ausgereizt

ist. So engagiert sich der BN in Augsburg

für eine Renaturierung des Lechs im Naturschutzgebiet

Stadtwald Augsburg und

gegen von E.ON geplante Wasserkraftwerke

in diesem Flussabschnitt. Gegen überstürzte

Wasserkraftplanungen, vor allem an der

Salzach, wandte sich auch das BN-Regionalreferat

Oberbayern mit einem eigenen

Energiekonzept.

In welchem Umfang zur Speicherung von

Ökoenergien neue Pumpspeicher gebaut

werden müssen, ist eine umstrittene Frage.

Auch hier müssen ökologische Kosten und

Nutzen sorgfältig abgewogen werden. Im

Fall des geplanten Pumpspeicherwerkes

Riedl bei Passau ist für den BN klar, dass

der Preis zu hoch sein würde. Das Projekt

würde dauerhaft einen sehr wertvollen

Natur- und Landschaftsraum entlang der

Donauleiten zerstören und muss deshalb zu

den Akten gelegt werden.

Vor Ort haben der BN und die Bürgerinitiative

RIGOJO mit vielfältigen Aktionen und

intensiver Pressearbeit den Widerstand

gegen das Speicherwerk intensiviert. Trotz

aller positiven Entwicklungen im Jahr 2011:

Der Kampf um die ökologische Energiewende

und den Atomausstieg ist noch nicht

beendet. Den von der Politik festgelegten

Abschalttermin für das letzte bayerische

Atomkraftwerk im Jahre 2021 hält der BN

für nicht akzeptabel und fordert weiter ein

sofortiges und unwiderrufliches Aus für die

hochriskante Atomtechnologie. Außerdem

darf der Staat klimaschädliche Projekte

nicht mehr fördern. Dazu gehört auch der

massive Ausbau der Beschneiung im oberbayerischen

Skigebiet Sudelfeld, das wegen

seiner tiefen Lage von der Klimaerwärmung

besonders betroffen ist.

Wärmebildkamera im Einsatz

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12

bayerns schönheit bewahren

Der Kampf gegen immer neue Verkehrsprojekte

und den ungebremsten Flächenfraß

gleicht einer Sisyphusarbeit. Kaum ist es

gelungen, ein bestimmtes Projekt zu verhindern,

holt die Beton versessene Politik

schon das nächste aus der Schublade.

So verschwand auch 2011 in Bayern wieder

eine Fläche von der Größe Augsburgs unter

Beton und Asphalt.

Eine der wichtigsten „Baustellen“ des BN

waren vergangenes Jahr die vielfältigen

Aktivitäten gegen die 3. Startbahn des

Münchner Großflughafens. Während die

BN-Kreisgruppe München Unterschriften

für ein Bürgervotum gegen die Startbahn

sammelte, reichte der BN eine Klageschrift

gegen den von der Regierung von Oberbayern

erlassenen Planfeststellungsbeschluss

ein, mit dem die Behörde grünes Licht für

die neue Betonpiste im Erdinger Moos gab.

Nolympia

Widerstand gegen die Olympia-Bewerbung von München.

verkehr/flächenverbrauch/zersiedelung gentechnik/landwirtschaft

Das Aus für die Olympia-Bewerbung von

München und Garmisch-Partenkirchen für

die Winterspiele 2018 hat dagegen andere,

ökologisch problematische Infrastrukturprojekte

in weite Ferne rücken lassen. Dass

München den Zuschlag nicht bekam, war

vor allem dem unermüdlichen Engagement

des BN zu verdanken.

Dass Umweltschützer nicht nur verhindern

können, zeigt ein vom BN vorgelegtes Konzept

für die Erhaltung und Sanierung des

bestehenden Straßennetzes inklusive einer

„Streichliste“ für unnötige Projekte und fantasievoller

Aktionen wie das „Schlaglochangeln“.

Dabei hielten BN-Aktive symbolisch

Angelruten in Schlaglöcher, um zu zeigen,

wie tief diese bereits geworden sind und

wie groß der Sanierungsbedarf ist. Straßen

sanieren statt Naturzerstörung durch den

Neubau von Straßen ist hier die Devise!

Unser engagement für eine gentechnikfreie,

bäuerliche Landwirtschaft hat 2011 nicht

nachgelassen. in Berlin demonstrierten

erstmals gemeinsam tausende Bauern und

Umweltschützer, darunter viele Aktive des

BN, unter dem Motto „Wir haben es satt“

machtvoll gegen die weitere industrialisierung

unserer Landwirtschaft, die Gefahren

der grünen Gentechnik und die abscheulichen

Praktiken der Massentierhaltung.

Um noch mehr öffentlichen Druck auf die

Politik auszuüben, wurde vergangenes Jahr

das vom BN initiierte Agrarbündnis Bayern

aus der Taufe gehoben. Ihm gehören elf

Verbände und Vereine an. Kernforderungen

des Bündnisses sind: Keine Agrogentechnik

in Bayern, Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe,

artgerechte Tierhaltung,

Bewusstseinsbildung für gesunde Lebensmittel,

Orientierung am Leitbild einer ökologischen

Landwirtschaft sowie die Abkehr

von der Erdöl basierten Produktion.

Dem Engagement von Aktiven des BN ist es

ganz wesentlich zu verdanken, dass in Bayern

derzeit keine gentechnisch veränderten

Pflanzen angebaut werden. Doch der Import

von gentechnisch veränderten Futtermitteln,

etwa Gen-Soja für die Tiermast, spielt

weiterhin eine große Rolle. Dass es auch

ohne Genfutter geht, zeigen die landwirtschaftlichen

Lehranstalten im mittelfränkischen

Triesdorf, die auf öffentlichen Druck,

nicht zuletzt von Seiten des BN, nur noch

gentechnikfreie Futtermittel verwenden und

jetzt als Vorbild dienen können.

Auf einem Seminar in Augsburg wurden

Leitlinien für eine ökologisch verträgliche

Biomassennutzung diskutiert, die als Triebfeder

für die ökologisch und optisch hoch

problematische „Vermaisung“ der Landschaft

und den Grünlandumbruch gilt.

Tagpfauenauge

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bayerns schönheit bewahren

Waldexkursion „Steigerwald

besucht Nationalpark Hainich“

Stachelbart

Steigerwald.

wald wasser

Wilder Wald in Bayern! Fast 160 Naturwaldreservate

gibt es im Freistaat. Auf einer

Gesamtfläche von 6.600 Hektar soll die

natürliche Dynamik der Wälder wieder zu

ihrem Recht kommen, das Reifen, Absterben

und Verjüngen der Bäume und

Wälder. Naturwaldreservate sind Rückzugsräume

seltener Tier- und Pflanzenarten in

den intensiv genutzten Wirtschaftswäldern

und spielen eine wichtige Rolle für die

Biodiversität. in Zeiten des Klimawandels

sind die wilden, grünen inseln aber auch

wichtige Vergleichsflächen, auf denen

beobachtet werden kann, wie sich weitgehend

unbeeinflusste Wälder gegenüber

Wirtschaftswäldern entwickeln.

2011 ist es gelungen, in der Gemeinde

Bischofsheim (Rhön) das neue Reservat

Stengerts auszuweisen. Die Initiative dazu

ging entscheidend vom BN aus. Reiche

Buchenwälder mit ihren typischen Begleitbaumarten

wie Esche, Linde, Spitz- und

Bergahorn prägen dieses einmalige Gebiet.

Einem aufgelassenen Basaltsteinbruch

verdankt das Reservat sogar ein kleines

Feuchtbiotop.

Und immer wieder der Steigerwald. Auch

mehr als 30.000 Unterschriften von Befürwortern

eines ersten bayerischen Buchenwald-Nationalparks,

die der BN im Februar

2011 dem damaligen bayerischen Umweltminister

Markus Söder überreichte, konnten

die Staatsregierung einstweilen nicht umstimmen.

Mit Wandertagen der Artenvielfalt,

Waldführungen und Veranstaltungen wie

dem Seminar „Naturerbe Buchenwälder“

in Ebrach warb der BN weiter für das große

Ziel. Für Nationalparkbefürworter wie -gegner

wurde zudem eine Informationsfahrt in den

thüringischen Buchen-Nationalpark Hainich

organisiert.

Salzach

Naturjuwel in Oberbayern

Für das letzte Stück der frei fließenden

bayerischen Donau zwischen Straubing und

Vilshofen konnte leider auch 2011 noch keine

entwarnung gegeben werden. Nach wie

vor ist der „bayerische Amazonas“ von den

Betonorgien der Staustufenlobby bedroht.

Großen Zuspruch fand wieder das traditionelle

Fest an der Donau. Auf einem internationalen

Donaukongress konnte die Zusammenarbeit

mit Partnern aus Österreich

und Rumänien verstärkt werden. Der BN gibt

den Kampf nicht auf und die hoffnung, dass

sich am ende die Vernunft gegen wirtschaftliche

interessen durchsetzt und der letzte

Rest der wilden Donau in Bayern kommenden

Generationen erhalten bleibt.

Für viele bayerische Flusslandschaften

haben sich mittlerweile verbandsübergreifende

Flussallianzen gebildet. Der Bund

Naturschutz hat sich für die Gründung

einer Arbeitsgemeinschaft aller bayerischen

Flussallianzen eingesetzt. Das erste Treffen

dieser Arbeitsgemeinschaft fand im Frühjahr

in Regensburg statt, hatte bayernweit

große Resonanz und soll fortgeführt werden.

Ein heißes Thema der bayerischen Flussallianzen

ist die Nutzung der Wasserkraft.

Hier wird dem BN immer wieder vorgeworfen,

Projekte zu blockieren und damit den

dringend nötigen Ausbau der Erneuerbaren

Energien zu behindern. 90 Prozent unserer

Flüsse sind heute verbaut, viele ihrer

typischen Arten stark gefährdet. Flüsse

leisten schon heute einen hohen Beitrag zur

Energieerzeugung. Einen weiteren Ausbau

in den letzten nicht verbauten Fließstrecken

oder in Flußabschnitten, die renaturiert

werden sollen, lehnt der BN daher ab. Der

geringe zusätzliche Energiegewinn steht

in keinem Verhältnis zu den ökologischen

Schäden. Insbesondere wendet sich der

BN gegen neue Wasserkraftwerke an Lech,

Salzach und Donau und gegen viele Kleinwasserkraftwerke.

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Natur pur

Der Bund Naturschutz weckt generationenübergreifend

die Liebe zur Natur.

Umweltbildung

Umweltbildung gehört zu den zentralen Anliegen des BN.

Mit maßgeschneiderten Bildungsangeboten für jung und alt

wollen wir die Begeisterung für die Natur immer wieder neu

wecken und zum nachhaltigen Handeln motivieren.

ein kleines Solarboot Solarboot zu basteln und auf

dem Ammersee Ammersee zu Wasser zu lassen – das

war nur eine Aufgabe beim Kinder-Klimacampcamp

2011 im BN-Naturschutz- und

jugendzentrum Wartaweil. 50 Kinder und

jugendliche beschäftigten sich vier tage

lang mit Ursachen Ursachen und Wirkungen des

Klimawandels, wurden mit praktischen

Versuchen an das thema erneuerbare

energien herangeführt und konnten mit mit

der Bayerischen Umweltstaatssekretärin

Melanie huml, Schirmherrin des Kinder-

Klima-camps, über die energiewende in

Bayern diskutieren.

Das alljährlich veranstaltete Camp hat hat sich sich

mittlerweile zu einem landesweit beachtetenteten

Umweltbildungsprojekt entwickelt

und wurde vergangenes Jahr mit dem mit

2.500 Euro dotierten „Energiepreis des

Landkreises Starnberg“ ausgezeichnet. In

den vom Bund Naturschutz Naturschutz unterstützten

unterstützten

Umweltbildung: Zukunft nachhaltig

gestalten lernen.

Ökostationen laufen weitere Leuchtturmprojekte

wie zum Beispiel die Energievision

Frankenwald in der Ökologischen

Bildungsstätte Mitwitz oder das Hutangerprogramm

rund um den Wengleinpark

(Hersbrucker Alb).

Umweltbildung zählt seit vielen Jahren

zu den Kernanliegen des BN. Denn mehr

denn je gilt: Menschen setzen sich für das

ein was sie kennen und lieben. Und weil

die Liebe zur Natur oft nicht nicht im Klassenzimmer

wachsen kann, holen wir Kinder

und Jugendliche Jugendliche raus in die Natur. Wir Wir wollen

über eigenes Erleben und Faszination

Faszination

das Bewusstein für einen rücksichtsvollen

Umgang mit den natürlichen Ressourcen

schaffen und Eigeninitiative fördern. Doch

die die Umweltbildungsangebote des BN

richten sich natürlich auch an Erwachsene.ne.

Alle Kreis- und Ortsgruppen des BN

in ganz Bayern bieten Kurse, Vorträge,

Workshops und Exkursionen an, an, von der

Vogelstimmenwanderung im Frühling über

Energieaktionstage bis zum Wildkräutervortrag.

Insgesamt fanden über 1.300 1.300

Veranstaltungen im Rahmen der Erwachsenenbildung

statt. statt.

Zu den auch vom Umweltfonds des Bayerischen

Umweltministeriums unterstützten

unterstützten

zwölf größeren größeren Umweltbildungsprojektenten

zählten 2011 die WaldZeitReise, ein

Ferienprogramm für Kinder Kinder im oberfränkischen

Landkreis Kronach, das Projekt

„Energieführerschein

der der BN-Kreisgruppe

Kempten, mit dem Schülerinnen

und und Schüler an

die Themen Themen Energie und

Energiesparen herangeführt

werden, werden, sowie sowie die

„Schatzkiste Donau“, Donau“, ein Projekt der BN-

Kreisgruppe Deggendorf, das das Lehrerinnen

Lehrerinnen

und Lehrern sowie sowie Aktiven Aktiven in der Kinder-

und Jugendarbeit als „Multiplikatoren“

die Naturschätze des letzten Stücks der

frei frei fließenden Donau Donau zwischen Straubing

und Vilshofen nahe bringen soll. Im Naturschutz-

und Jugendzentrum Wartaweil

konnte 2011 die Auslastung Auslastung nochmals

gesteigert gesteigert werden. werden. Mit Mit rund 5.400 Übernachtungennachtungen

und 240 Führungen Führungen erreichte

das Zentrum das das beste beste Betriebsergebnis

Betriebsergebnis

seit seiner Eröffnung.

Walderlebnis

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Cinque Terre, Italien

Malerische Landschaft für Genießer.

Natur erleben – BN Reisen

„Das Fliegen überlassen wir lieber den Vögeln.“

So lautet das Motto des BN-„Reisebüros“.

Ökologisches Reisen liegt im Trend. Immer

mehr Menschen legen Wert darauf mit

„gutem Gewissen“ die Welt zu erkunden.

Dazu gehören natürlich eine umweltfreundliche

An- und Abreise – am besten

mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie der

Bahn – aber auch die Unterbringung in

kleinen, regionalen Hotels und Gasthöfen,

idealerweise mit Bio-Kost. Und natürlich

eine Programmgestaltung, die nicht nur

touristische „Events“ in den Vordergrund

stellt. Mit dem BN reist man unter Gleichgesinnten,

denen der Schutz von Natur

und Umwelt und der Respekt vor den

Einheimischen am Herzen liegt. Erfahrene

Reiseleiter, oft selbst Mitglieder des BN,

bieten profunde Einblicke in die Flora und

Fauna vor Ort, aber auch ins Alltagsleben

der Menschen an den jeweiligen Reisezielen.

„Das Fliegen überlassen wir lieber den

Vögeln“ heißt es auch wieder im von der

BN-Service GmbH verantworteten Reiseprogramm

2012. Wer mit dem BN auf große

Fahrt geht, muss sich auf ein anderes,

gemächlicheres Tempo einstellen. Auch

weiter entfernte Ziele wie die Kulturlandschaften

Transsylvaniens, die Urwälder,

Dünen und Moore des Baltikums, die

berühmten Nationalparke in der Slowakei

und Kroatien oder das als Vogelparadies

von weltweiter Bedeutung bekannte

Donaudelta werden nicht mit dem Flieger,

sondern per Zug oder Reisebus, manchmal

sogar auf der Fähre, angesteuert.

Neben bewährten „Klassikern“ wie Reisen

zu den oft noch relativ intakten Naturlandschaften

Osteuropas gibt es aber auch

einige neue Ziele, etwa eine Frühlingsreise

zum Naturpark Kaiserstuhl, einem erloschenen

Vulkan am Oberrhein, wo sich

seltene, Wärme liebende Vogelarten wie

Wiedehopf oder Bienenfresser ein Stelldichein

geben. Bei einer Reise durch das

italienische Po-Delta sollen auch kulturelle

Aspekte nicht zu kurz kommen. So haben

die Reisenden die Gelegenheit, neben

einer Wanderung durch den Parco Nazionale

Foreste Casentinesi die berühmten,

mit byzantinischen Mosaiken geschmückten

Basiliken von Ravenna sowie die mit

mittelalterlichen Wehrtürmen durchsetzte

Altstadt von Bologna zu erkunden.

Veränderungen gab es 2011 nicht nur

bei der Gestaltung des Reiseprogramms,

sondern auch bei der Organisation der

BN-Reisen. Da wie in den Vorjahren ein Teil

der Reisen wegen zu geringer Teilnehmerzahlen

abgesagt werden mussten und insgesamt

leider kein Gewinn erzielt werden

konnte, wurde das BN-eigene Reisebüro

zum Jahresende aufgelöst. Das ökologische

Reiseangebot wird jetzt von einem

Nürnberger Reisebüro in Kooperation mit

dem BN angeboten und kontinuierlich weiterentwickelt.

Dabei sollen die bisherigen,

beliebten Reiseleiter weiter zum Einsatz

kommen. Unter ihnen auch BN-Chef

Prof. Dr. Hubert Weiger, der eine Reisegruppe

in den ungarisch-kroatischen

Donauraum begleiten wird.

Smaragdeidechse

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Der prüfende Blick

Ermöglicht durch finanzielle

und politische Unabhängigkeit

20

Finanzen

Steigende Mitgliederzahlen und Spendeneinnahmen sichern

die finanzielle Unabhängigkeit des Bundes Naturschutz.

einnahmen und ausgaben

Der Bund Naturschutz konnte seine einnahmen

gegenüber dem Vorjahr um fast

9 Prozent steigern – dank seiner Mitglieder

und Förderer, die ihrem Verband über viele

jahre treu sind.

Die Geldmittel, die dem BN zur Verfügung

stehen, steigen vor allem aufgrund der

wachsenden Unterstützung durch unsere

Mitglieder leicht an. Hier macht sich die

gestiegene Mitgliederzahl bemerkbar.

So kann der Verband seine Natur- und

Umweltschutzaktionen, etwa zum Sofort-

Sonstige Einnahmen

79.000 Euro

Einnahmen der Umweltbildungs-Einrichtungen

277.000 Euro

Zuschüsse für Ankäufe,

Artenschutz, Projekte

1.647.000 Euro

Erbschaften

836.000 Euro

Spenden inkl. Haus-

und Straßensammlung

1.437.000 Euro

Investitionen, Baumaßnahmen

201.000 Euro

Verwaltung, Miete und sonstige Ausgaben

1.161.000 Euro

Verbandsorgane, Delegiertenversammlung,

Naturschutzveranstaltungen

282.000 Euro

Unterstützung der Jugendarbeit

245.000 Euro

Deutschlandweiter und

internationaler Umweltschutz

622.000 Euro

Information, Öffentlichkeitsarbeit,

Pressearbeit, Internet, Mitglieder-

und Spendenwerbung

1.660.000 Euro

Mitgliederservice, „Natur+Umwelt“

593.000 Euro

ausstieg aus der Atomkraft, den Schutz der

Donau oder für den Stopp der 3. Startbahn

am Münchner Flughafen, noch verstärken.

Der Bund Naturschutz lässt seinen Jahresabschluss

– über die gesetzlichen Verpflichtungen

hinaus – von einem unabhängigen

Wirtschaftsprüfer unter die Lupe nehmen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Küffner & Partner prüfte die Zahlen im

Frühjahr 2012 und bestätigte sie uneingeschränkt.

Gesamt-Einnahmen

(abzügl. Rücklagezuführung)

9,9 Mio. Euro

Gesamt-Ausgaben

9,9 Mio. Euro

Beiträge von

Mitgliedern und Förderern

5.834.000 Euro

Arten- und Biotopschutz

1.288.000 Euro

Ankauf ökologisch

wertvoller Grundstücke

891.000 Euro

Natur- und Umweltschutz

642.000 Euro

Unterstützung der

Kreis- und Ortsgruppen

1.800.000 Euro

Bildungsarbeit

489.000 Euro

21


22

finanzen

178.000

176.000

172.000

168.000

164.000

160.000

156.000

mitgliederentwicklung

Der Bund Naturschutz hat im jahre 2011

mit rund 179.000 Mitgliedern erneut

einen Rekordstand erreicht. Die Themen,

für die der BN sich seit Jahrzehnten einsetzt,

sind in der Mitte der Gesellschaft

angekommen. Das schlägt sich auch in

der Entwicklung der Mitgliederzahlen nieder.

Mehr Menschen denn je unterstützen

Bayerns größten Natur- und Umweltschutzverband

bei seiner wichtigen Arbeit.

Auch weil die BN-eigene Mitgliederwerbung

ausgebaut wurde, konnte ein

Nettozuwachs von mehr als 4.000 Mitgliedern

erreicht werden. So kann der BN

auch weiterhin unabhängig von Sponsoring

und Geldern aus der Politik bleiben.

Das politische und gesellschaftliche

Gewicht des BN ist damit deutlich

gewachsen.

2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Anzahl Mit-

glieder und

Förderer

spenden

Die Deutschen haben im jahr 2011 rund

4,3 Milliarden euro gespendet. Damit

liegt das Volumen der privaten Spenden

knapp sechs Prozent unter dem Vorjahr.

Das ist das ergebnis einer vom Deutschen

Spendenrat e.V. in Auftrag gegebenen

Studie.

Gegen den deutschlandweiten Trend

konnte der Bund Naturschutz seine Spendeneinnahmen

2011 um 11 Prozent gegenüber

dem Vorjahr steigern. Dies ist vor

allem auf das starke Engagement unserer

treuen Spender und Spenderinnen zurückzuführen.

Herzlichen Dank!

Gespendet wurde unter anderen auf

unsere Spendenaufrufe. Der Ausstieg aus

der Atomkraft, für eine gentechnikfreie

Landwirtschaft, die Rettung des Böhmerwaldes

und der Stopp des Kohlekraftwerks

Staudinger waren – neben dem

traditionellen Weihnachtsspendenaufruf

– die Themen der zweckgebundenen

Spendenbriefe.

Ein wichtiger Pfeiler für den Haushalt des

BN sind neben vielen zweckgebundenen

Einzelspenden die Einnahmen aus

Erbschaften. Erfreulicherweise konnten

wir hier einen Anstieg verzeichnen.

23


HuS-Auftakt 2011 in Nürnberg

24

finanzen

haus- und straßensammlung

Auch 2011 waren in ganz Bayern wieder

rund 30.000 Kinder, jugendliche und

erwachsene für den BN unterwegs, um

Spenden für einen guten Zweck zu sammeln.

Bei der Haus- und Straßensammlung

(HuS) des BN stehen die

Ehrenamtlichen mit der Spendenbüchse

auf der Straße oder gehen

von Haus zu Haus und versuchen

die Menschen davon zu überzeugen,

dass eine Spende für den Natur- und

Umweltschutz allemal eine zukunftsträchtige

Investition ist. Am Ende der bayernweit

größten Sammelaktion zugunsten

des Natur- und Umweltschutzes standen

genau 693.769,88 Euro in den Büchern

des BN. Das sind über 70.000 Euro mehr

als im Vorjahr. Die alljährliche Haus- und

Straßensammlung ist damit eine der wichtigsten

Spendenaktionen des BN. Schülerinnen

und Schüler machen den Großteil

der Sammler aus. Als Dankeschön für das

oftmals außergewöhnliche Engagement organisiert

der BN für die beteiligten Schulen

zum Beispiel Naturerlebnis-Ausflüge ins Naturschutz-

und Jugendzentrum Wartaweil bei

Herrsching. Unter fachkundiger Anleitung

können die Jugendlichen dort Baumklettern

oder die geheimnisvolle Unterwasserwelt

des Ammersees erforschen. Andernorts hilft

der BN bei der ökologischen Gestaltung des

Schulhofes. In Fürth entstand 2011 so ein

Hotel für winzige Gäste, nämlich ein Insektenhotel

für einzeln lebende Bienen und

andere seltene Sechsbeiner.

Die Spenden verwendet der BN für landesweite

Projekte, wie das Engagement für

gentechnikfreie Lebensmittel oder eine

nachhaltige Verkehrspolitik. Aber auch viele

Projekte vor Ort profitieren von dem Geldsegen

der Bürgerinnen und Bürger. Dabei geht

es etwa um Artenschutzmaßnahmen, den

Ankauf ökologisch wertvoller Grundstücke

oder die Umweltbildung.

Stiften für unsere Zukunft…

…für Wälder und Wiesen

in Ihrem Namen.

bund naturschutz stiftung

Gemeinnützige Vereine wie der Bund Naturschutz

sind verpflichtet, ihre Spendenzuwendungen

zeitnah, das heißt innerhalb

von höchstens zwei jahren, auszugeben

d.h. sie dürfen sie nicht auf Dauer anlegen.

Viele Vorhaben aber brauchen die Sicher-

heit einer Finanzierung, die auf Jahre angelegt

ist. Deshalb hat der Bund Naturschutz

2007 beschlossen, zusätzlich eine gemeinnützige

Stiftung zu gründen.

…für das Klima

Bund Naturschutz Stiftung

Dr.-Johann-Maier-Str. 4

93049 Regensburg

Tel. 0 941/ 2 97 20-12

Fax 0 941/ 2 97 20-30

info@bund-naturschutz-stiftung.de

www.bund-naturschutz-stiftung.de

Für Peter Rottner

Bayerns Schönheit bewahren.

Stiftungen sind „auf ewig“ angelegt. Das

bedeutet, dass das Stiftungskapital auf

Dauer erhalten bleiben muss und der einmal

festgelegte Stiftungs zweck nicht mehr geändert

werden darf.

Ziel unserer Stiftung ist die Erhaltung einer

intakten Natur und lebenswerten Umwelt für

künftige Generationen. Folgende Projekte

sind Beispiele für ihre Arbeit: Grünes Band

Bayern, Rettungsnetz Wildkatze, Ankauf wertvoller

Schutzflächen und Umweltbildung.

2009 startete die Bund Naturschutz Stiftung

mit einem Gründungskapital von 50.000

Euro. 2010 wurde für eine intensivere Bewerbung

eine Website erstellt. 2011 kamen

noch eine Broschüre und ein Flyer hinzu.

Erste Zustiftungen stockten das Gründungskapital

auf.

Bund Naturschutz

Stiftungsbroschüre

25


Delegiertenversammlung

2011 in Amberg

Organisation

Das Logo des Bundes Naturschutz ist eine grüne Linde mit

herzförmigen Blättern, einem kräftigen Stamm und dicken

Wurzeln. Diese Wurzeln symbolisieren die lebendige Basis

des BN – mit 574 Orts- und 76 Kreisgruppen, in denen

sich die rund 179.000 Mitglieder ganz unmittelbar für die

Umwelt und ihren Schutz engagieren.

Der BN ist demokratisch organisiert.

einmal pro jahr tagt das „Parlament“

des BN, die Delegiertenversammlung.

Hier treffen sich die von den Basisgruppen

gewählten Vertreter, um die große

Linie des Verbandes zu diskutieren und

Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit zu

setzen. Ein überwältigendes Votum für

einen Atomausstieg prägte die Delegiertenversammlung

des Bundes Naturschutz

Mitte Mai im oberpfälzischen Amberg.

Die BN-Vertreter forderten einstimmig

den Sofortausstieg jetzt einzuleiten und

die ökologische Energiewende endlich

umzusetzen. Alle vier Jahre bestimmen

die Delegierten auch den BN-Landesvorstand

sowie den Beirat. Der Beirat hat 36

Mitglieder und unterstützt den Vorstand

fachlich und inhaltlich. Man könnte ihn

als eine Art verkleinerte Delegiertenversammlung

bezeichnen.

Der ehrenamtliche Landesvorstand setzt

die Beschlüsse der Delegiertenversammlung

um, leitet den Verband und vertritt

ihn nach außen. Fachlich beraten wird

er von diversen, ehrenamtlich besetzten

Facharbeitskreisen, etwa zu den Themen

Abfall, Energie oder Landwirtschaft. Darüber

hinaus unterhält der BN sogenannte

Fachbereiche. Dort haben hauptamtliche

Mitarbeiter, ausgewiesene Experten auf

ihrem jeweiligen Gebiet, die wichtigsten

Themen des BN wie den Arten- und Biotopschutz,

die Energie- und Klimapolitik,

die Verkehrspolitik oder das „Grüne Band“

ständig im Auge.

Auf diese Weise stehen ehrenamtliche

und hauptamtliche BN-Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in einem kontinuierlichen

und fruchtbaren Austausch miteinander,

der nur ein Ziel hat: Die Schönheiten

Bayerns zu bewahren und die natürlichen

Lebensgrundlagen für heutige und kommende

Generationen zu erhalten. Der

BN unterhält darüber hinaus ein eigenes

Bildungswerk in Regensburg, das Naturschutz-

und Jugendzentrum Wartaweil am

Ammersee in Oberbayern und unterstützt

mehrere Ökostationen in ganz Bayern.

Eine eigenständige und schlagkräftige

Organisation innerhalb des BN ist die

Jugendorganisation JBN mit bayernweit

fast 300 Kinder- und Jugendgruppen.

Bezogen auf ganz Deutschland ist der BN

der mit Abstand größte Landesverband

des Bundes für Umwelt- und Naturschutz

Deutschland e.V. (BUND). International

engagiert sich der BN als Mitglied der

Organisation Friends of the Earth (FoE).

27


Der BN dankt

Der Bund Naturschutz verleiht seit über 30 Jahren

den Bayerischen Naturschutzpreis an hoch verdiente

Persönlichkeiten für ihr herausragendes Wirken im

Naturschutz. Er ist die höchste Auszeichnung des

Bundes Naturschutz und damit die bedeutendste

Naturschutzauszeichnung Bayerns.

Verleihung

Bayerischer Naturschutzpreis

Wussten Sie eigentlich, dass Prof. Dr.

edmund Lengfelder nicht nur ein bekannter

Wissenschaftler und unermüdlicher

Streiter für den Atomausstieg ist, sondern

auch ein begabter Schauspieler? Mit

keinem Geringeren als dem genialen

Kabarettisten Gerhard Polt hatte Lengfelder

in dessen tV-Serie „Fast wia im

richtigen Leben“ den verstockten Rudi

Löhlein gemimt, den Polt mit einem

Redeschwall zu einer Antwort zu bewegen

versucht. Vergeblich.

Im wahren Leben ist der Münchner Strahlenbiologe

weniger zurückhaltend. Laut

und vernehmlich hat er immer wieder seine

Stimme erhoben, wenn es darum ging,

auf die unterschätzten Gefahren auch

niedriger Dosen radioaktiver Strahlung

hinzuweisen. In einer Feierstunde Ende

September im ehemaligen Senatssaal

des Bayerischen Landtages wurde Prof.

Lengfelder mit dem vom BN gestifteten

Bayerischen Naturschutzpreis ausgezeichnet.

Damit würdigte der Verband

Prof. Lengfelders jahrelange Verdienste

um die Betreuung der Opfer der Atomkatastrophe

von Tschernobyl, seine

wissenschaftliche Arbeit für eine Welt

ohne Atomenergie und sein nimmermüdes

Warnen vor den Gefahren atomarer

Strahlung.

Lengfelder wurde 1983 als Professor

an das Strahlenbiologische Institut der

Münchner Ludwig-Maximilians-Universität

berufen. Nach dem Super-GAU in der

damaligen Sowjetunion im Jahre 1986

gründete er mit einigen atomkritischen

Mitstreitern das Otto-Hug-Strahleninstitut,

die Gesellschaft für Strahlenschutz

sowie den Deutschen Verband für Tschernobylhilfe.

Für seine Ehrung bedankte

sich Prof. Lengfelder, der auch nach

seiner Emeritierung 2008 nicht an Ruhestand

denkt, mit einer programmatischen

Rede, in der er abermals eindringlich für

den weltweiten Ausstieg aus der lebensgefährdenden

Atomtechnik warb.

Der 36. Bayerische Heimattag, der Anfang

Juli in Bad Steben, direkt an der

ehemaligen Grenze zur DDR veranstaltet

wurde, konnte dieses Jahr mit der thüringischen

Ministerpräsidentin Christine

Lieberknecht eine prominente Rednerin

begrüßen. „Heimatpflege ist ein Gestaltungsauftrag

an uns alle, der letztlich im

Respekt vor der Schöpfung, vor Natur,

Umwelt, Bauten, Mundart, Brauchtum

und Muttersprache gründet“, rief die

CDU-Politikerin den Teilnehmern des Heimattages

zu. Einer, der diese Forderung

mit Leben erfüllte, ist Toni Reinhardt, der

BN-Kreisvorsitzende von Lichtenfels. Für

seinen langjährigen Kampf für den Erhalt

seiner Heimat, des oberen Maintales,

gegen ausufernde Straßenbauten, wurde

er vom BN-Vorsitzenden Prof. Dr. Hubert

Weiger mit der Bayerischen Naturschutzmedaille

geehrt.

Ehre, wem Ehre gebührt, hieß es auch

für den bekannten Schriftsteller Harald

Grill aus Wald im Landkreis Cham, der

seine literarischen Fähigkeiten seit vielen

Jahren in den Dienst des Naturschutzes

stellt und immer wieder eng mit dem BN

zusammenarbeitete. Er konnte sich ebenso

über eine Naturschutzmedaille freuen

wie Hannelore Lanzl, Vorsitzende der

BN-Ortsgruppe Pfreimd. Gemeinsam mit

einem großen Helferkreis entwickelte sie

unter anderem ein bayernweit einmaliges

Pflegekonzept für bedrohte Magerrasen

mit Ziegen- und Schafbeweidung.

Verleihung Bayerische

Naturschutzmedaille

29


Über eine Million Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben die

Aktiven im BN im Jahr 2011 geleistet. Die Einsatzgebiete

sind vielfältig. Klassische Artenschutzarbeit wie die Pflege

der rund 2.900 Hektar Schutzgrundstücke, Lebensräume für

viele seltene Tiere und Pflanzen, gehörten dazu. Genauso

engagieren sich unsere Ehrenamtlichen bei Aktionen für

gentechnikfreie Lebensmittel oder für die Energiewende.

Von den mehr als 120.000 Stunden Naturerlebnisprogramm

profitierten Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die Schlagkraft einer Naturschutzorganisation

wie des BN steht und fällt mit

ihren ehrenamtlich aktiven Mitgliedern.

Wer Bayerns Naturschönheiten liebt und

einen teil seiner wertvollen Freizeit für

ihren Schutz einsetzen will, kann auf allen

ebenen des Verbandes aktiv werden.

Das Spektrum der Möglichkeiten, sich

persönlich einzubringen, ist groß. Es

reicht von der Mitarbeit bei konkreten

Naturschutzprojekten wie der Pflege von

Streuobstwiesen oder der Renaturierung

von Mooren bis zum politischen Engage-

ment, wie dem jahrelangen Einsatz gegen

den enormen Flächenverbrauch oder den

Donauausbau. Ob es darum geht, Amphibien

im Frühjahr beim Überqueren einer

Straße zu helfen, Kindern die Schönheit

der Natur zu zeigen oder eine schmissige

Pressemitteilung zu formulieren – jeder

kann beim BN mit seinen ganz persönlichen

Fähigkeiten in Aktion treten. Wo

gerade besonderer Bedarf an Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern besteht, kann

über die Orts- oder Kreisverbände erfragt

werden.

Ehrenamt 1. 0 5 4. 0 0 0 Arbeitsstunden

im Jahr 2011

41 %

18 %

16 %

13 %

5 %

4 %

2 %

1 %

Praktische

Schutzmaßnahmen

Führung und Vorträge

Politische Arbeit

Artenerfassung

Betreuung von

Schutzgebieten

Stellungnahmen

Betrieb und Verwaltung

der Geschäftsstellen

Organisation

der Gruppe

Ehrenamtlich Aktive

6.200

Ortsgruppen

574

Kreisgruppen

76

BN-Aktive bei der Biotoppflege

31


JBN

Eine Anti AKW Demo mit 2.000 Jugendlichen, ein

Naturtagebuchwettbewerb mit 200 Teilnehmern, aktiver

Biotop- und Klimaschutz und eine olympiakritische König

Ludwig Aktion – das und noch viel mehr passierte 2011

bei der Jugendorganisation Bund Naturschutz.

Seit ihrer Gründung kämpft die jugendorganisation

des Bund Naturschutz (jBN)

gegen Atomkraft und für die energiewende.

Direkt nach dem Super-GAU in

Fukushima reagierte die jBN sofort und

auf allen ebenen, um den Menschen klar

zu machen, dass die Atomkraft keine Zukunft

hat und endlich Schluss sein muss

mit dieser brandgefährlichen Art der

energieerzeugung. Höhepunkt der vielfältigen

und kreativen Aktionen war ein von

der JBN eingesetzter Lautsprecherwagen

bei der Anti-Atom-Demo am 28. Mai in

München als Anlaufpunkt für die gesamte

bayerische Jugend. Mit mehr als 2.000

jungen Leuten war dies wohl die „jugendlichste“

Anti-Atom-Demo überhaupt.

Der Lautsprecherwagen der JBN und die

Moderation von Martin Geilhufe vom

JBN-Landesvorstand auf der Hauptbühne

am Königsplatz sorgten für eine neue und

frische Stimmung. Ein satter Erfolg!

Nicht viel weniger spektakulär und

schließlich auch erfolgreich war der Auftritt

des König Ludwig bei der Protestaktion

der Jugendorganisationen von BN,

Deutschem Alpenverein und Naturschutzbund

gegen die Winterolympiade 2018 in

Garmisch-Partenkirchen und München.

Unter dem Motto „König Ludwig tadelt

GAP – in den Bergen wohnt die Freiheit,

in den Bergen ist es schön“ richtete ein

als „Märchenkönig“ kostümierter Jugendlicher

das Wort an die Bürger von Garmisch-Partenkirchen

und warnte vor der

Gigantomanie einer Olympiade, die allein

mit ihrer Armada von Schneekanonen

jeden Klimaschutz ad absurdum führen

würde. Von anderen Umweltzerstörungen

durch neue Infrastrukturorgien ganz abgesehen.

Im Juli war es dann soweit: Das

südkoreanische Pyeongchang und nicht

München und GAP erhielt den Zuschlag

für das sportliche Großereignis. Die JBN

sah sich durch diese Entscheidung belohnt

und kommentierte das Ergebnis mit

den Worten „Dabei sein ist nicht alles!“.

Der Schutz des Lebensraumes Alpen

stand auch im Mittelpunkt der Bildungsveranstaltung

„Feuer über den Alpen“.

Ein ganzes Wochenende lang erörterten

Jugendliche Fragen wie den ausufernden

Transitverkehr, die geplanten Pumpspeicherseen,

den (harten) Massentourismus

sowie die teils stark geschädigten Bergwälder

und die bedrohte Berglandwirtschaft.

Als weithin sichtbare Mahnung

brannte dann am Gipfel des Hochgerns

in den Chiemgauer Alpen, wie auf vielen

anderen Gipfeln an diesem Tag entlang

der Alpenkette, ein meterhohes weithin

sichtbares Feuer.

Bei der Jahresvollversammlung der JBN

im Herbst 2011 drehte sich alles um das

Thema Ernährung. Dazu lud die JBN namhafte

Referenten nach Nürnberg ein:

Stefan Kreuzberger, Co-Autor des

Buchens „Die Essensvernichter“, Karin

Deraed von Brot für die Welt und Adrian

Bebb von Friends of the Earth. Sie gaben

die inhaltlichen Impulse für eine lebhafte

Debatte über steigende Lebensmittelpreise,

die vor allem armen Ländern

schaden, über die EU-Agrarreform und

die skandalöse Lebensmittelverschwendung.

Im Plenum wurde dann für das Jahr

2012 der Arbeitsschwerpunkt „Ernährung

und Landwirtschaft“ beschlossen.

Danach schwärmten die JBN-Aktiven in

die Nürnberger Fußgängerzone zu einer

„Picknickaktion“ aus und testeten die

Einstellung der Bürger zum Thema

Lebensmittelverschwendung.

Müpfe-Gruppe

33


Adressen

ich möchte Kontakt zum Landesvorstand

des BN aufnehmen.

Landesvorsitzender: Prof. Dr. Hubert Weiger

Tel. 0911/81878-10

Fax 0911/869568

hubert.weiger@bund-naturschutz.de

Stv. Landesvorsitzende: Doris Tropper*

Stv. Landesvorsitzender: Sebastian Schönauer*

Landesschatzmeister: Helmut Steininger*

Beisitzerin: Carola Belloni*

Beisitzer: Winfried Berner*

Beisitzer: Christian Hierneis*

Beisitzer: Dieter Scherf*

Beisitzer: Ralf Wißmath*

Vertreter der JBN: Martin Geilhufe*

Landesgeschäftsführer: Peter Rottner

Landesbeauftragter: Richard Mergner

* Sie erreichen die Mitglieder des Landesvorstandes

über die Landesgeschäftsstelle in Regensburg

ich möchte Kontakt zum Landesbeirat

des BN aufnehmen.

Vorsitzender: Manfred Engelhardt

Tel. 09324/3295

engelhardt.manfred@t-online.de

Stv. Vorsitzender: Max Walleitner

ich interessiere mich für

naturbezogene Reisen.

BUND-Reisen

Reisecenter am Stresemann-Platz GmbH

Stresemannplatz 10

90489 Nürnberg

Tel. 0911/58888-20

ich möchte Kontakt zu den Geschäftsstellen

des BN aufnehmen.

Landesgeschäftsstelle

Dr.-Johann-Maier-Str. 4

93049 Regensburg

Tel. 0941/29720-0

Fax 0941/29720-30

info@bund-naturschutz.de

Leitung: Peter Rottner, Landesgeschäftsführer

Tel. 0941/29720-12

peter.rottner@bund-naturschutz.de

Stellv. Leitung: Stefan Maurer, Referent Liegenschaften,

Stellv. Landesgeschäftsführer

stefan.maurer@bund-naturschutz.de

Landesfachgeschäftsstelle

Bauernfeindstr. 23

90471 Nürnberg

Tel. 0911/81878-0

Fax 0911/869568

lfg@bund-naturschutz.de

Leitung: Richard Mergner, Landesbeauftragter

Tel. 0911/81878-25

richard.mergner@bund-naturschutz.de

Stellv. Leitung: Dr. Kai Frobel, Artenschutzreferent,

stellv. Landesbeauftragter

kai.frobel@bund-naturschutz.de

Fachabteilung München

Pettenkofer Str. 10a

80336 München

Tel. 089/548298-63

Fax 089/548098-18

fa@bund-naturschutz.de

Leitung: Dr. Christine Margraf, Regionalreferentin

Oberbayern, Artenschutz

christine.margraf@bund-naturschutz.de

ich möchte mich näher über eine

Mitgliedschaft beim BN informieren.

Mitglieder-Service

Dr.-Johann-Maier-Straße 4

93049 Regensburg

Tel. 0941/29720-20

Tel. 0941/29720-29

Tel. 0941/29720-41

Fax 0941/29720-31

mitglied@bund-naturschutz.de

www.service.bund-naturschutz.de

ich interessiere mich für

Liegenschaften beim BN.

Stefan Maurer

Tel. 0941/29720-10

stefan.maurer@bund-naturschutz.de

ich möchte für den BN spenden oder

interessiere mich für erbschaften und

Geldauflagen.

Referat Marketing

Claudia Ciecior-Bordonaro

Tel. 0941/29720-34

claudia.ciecior-bordonaro@bund-naturschutz.de

ich interessiere mich für die

haus- und Straßensammlung.

Referat Marketing

Christine Stefan-Iberl

Tel. 0941/29720-11

christine.stefan@bund-naturschutz.de

impressum

herausgeber: Bund Naturschutz in Bayern e.V., Konzept und Redaktion: Referat Marketing, Claudia Ciecior-Bordonaro, text: Georg Etscheit

Gestaltung: JANDA+ROSCHER, Die WerbeBotschafter, Druck und Verlag: Stolz Druck GmbH

Fotos: naturfoto@online, Ruchlinski, Maurer, Frey, Schiersmann, Ciecior, Dr. Margraf, Stefan, Stephan, Dr. Augustin, Sacher-Ley, Naeve, Winkel,

Heine, Hopf, BN-Archiv, iStockphoto

V. i. S. d. P.: Peter Rottner, Landesgeschäftsführer

ich interessiere mich für die Publikationen

des Bundes Naturschutz.

Referat Öffentlichkeitsarbeit

Redaktion Natur+Umwelt

Manfred Gößwald

Tel. 0941/29720-22

nu@bund-naturschutz.de

ich interessiere mich für die internetkampagnen

des BN.

Sachgebiet internet

Holger Lieber

Tel. 0941/29720-25

holger.lieber@bund-naturschutz.de

ich möchte meinen Kindern

naturnahe erlebnisse vermitteln.

jugendorganisation

Trivastraße 13

80637 München

Tel. 089/159896-30

info@jbn.de, www.jbn.de

Referat Umweltbildung/Bildungswerk

Ulrike Sacher-Ley

Dr.-Johann-Maier-Str. 4

93049 Regensburg

Tel. 0941/29720-42

Fax 0941/29720-30

ulrike.sacher-ley@bund-naturschutz.de

Naturschutz- und jugendzentrum Wartaweil

Axel Schreiner

Wartaweil 76

82211 Herrsching

Tel. 08152/9677-08

wartaweil@bund-naturschutz.de

wir unterstützen sie bei

allen fragen rund um den

natur- und umweltschutz.

ich interessiere mich für ein Freiwilliges

Ökologisches jahr (FÖj):

FÖj Referat der jBN

foej@jbn.de

Tel. 089/159896-50

ich möchte Kontakt zu den hauptamtlichen

Fachleuten des Bundes Naturschutz

aufnehmen.

Referenten

· Arten- und Biotopschutz: Dr. Kai Frobel

kai.frobel@bund-naturschutz.de

Tel. 0911/81878-18

Dr. Christine Margraf

christine.margraf@bund-naturschutz.de

Tel. 089/548298-63

· energie: Dr. Herbert Barthel

herbert.barthel@bund-naturschutz.de

Tel. 0911/81878-26

· Landwirtschaft: Marion Ruppaner

marion.ruppaner@bund-naturschutz.de

Tel. 0911/81878-21

· Umweltbildung: Ulrike Sacher-Ley

ulrike.sacher-ley@bund-naturschutz.de

Tel. 0941/29720-42

· Verkehr: komm. Richard Mergner

richard.mergner@bund-naturschutz.de

Tel. 0911/81878-25

· Wald: Dr. Ralf Straußberger

ralf.straussberger@bund-naturschutz.de

Tel. 0911/81878-21

· Unterfranken/Oberpfalz: Helmut Schultheiß

helmut.schultheiss@bund-naturschutz.de

Tel. 0911/81878-14

· Mittelfranken/Oberfranken: Tom Konopka

tom.konopka@bund-naturschutz.de

Tel. 0911/81878-14

· Niederbayern/Oberbayern: Kurt Schmid

kurt.schmid@bund-naturschutz.de

Tel. 089/548298-63

· Oberbayern: Dr. Christine Margraf

christine.margraf@bund-naturschutz.de

Tel. 089/548298-63

· Schwaben: Thomas Frey

thomas.frey@bund-naturschutz.de

Tel. 089/548298-63

ich möchte in einem

Arbeitskreis aktiv werden.

Arbeitskreise und ihre Sprecher

· Abfallwirtschaft: Gernot Hartwig

Tel. 08274/216

· Alpen: Axel Doering

Tel. 08821/3117

· Artenschutz: Ulrike Geise

Tel. 09386/90161

· energie/Klima: Karin Wurzbacher*

· Gentechnologie: Dr. Martha Mertens*

· Landwirtschaft: Hans Urbauer

Tel. 08628/634

· Mitgliedergewinnung und -bindung

Winfried Berner

Tel. 0171/6382900

· Recht: Dr. Oliver Schreiber

Tel. 089/47087316

· Umweltbildung: Günter Krell

Tel. 08431/645428

· Verkehr: komm. Richard Mergner

Tel. 0911/81878-25

· Wald: Oberforstrat Hans Kornprobst

Tel. 08021/5507

· Wasser: Renate Schwäricke

Tel. 08252/9163235

* Sie erreichen den Arbeitskreis über die

Landesfachgeschäftsstelle Nürnberg

35


In Bayern aktiv für Mensch und Natur

Sie fi nden viele Projekte des BN direkt bei Ihnen vor Ort.

Sprechen Sie mit Ihrer Kreis- oder Ortsgruppe.

Projektbeispiele:

Aschaffenburg

Zukunft Natur

Z.B. Einsatz für einen Buchen-

Nationalpark im Steigerwald. Vom

ursprünglichen Buchenwaldanteil

in Bayern gibt es nur noch 4,3%.

Würzburg

Schutzgrundstücke

Z.B. Mertinger Höll: 119 Hektar gekauft, um

die letzten ursprünglichen Wiesen gebiete

zu erhalten. Hier gibt es Orchideen, leben

noch Rebhühner, Feldhasen und Kiebitze.

Neu-Ulm

Naturerlebnis

Z.B. Naturschutz- und Jugendzentrum

Wartaweil am Ammersee: Führungen,

Seminare, Erlebniswochenenden,

Familienurlaub und vieles mehr.

Memmingen

Infokampagne und Kartierungsprojekt Kulmbach

Schweinfurt für die 600 vom BN ausgewilderten

Wildkatzen, Errichtung eines Schaugeheges

im Tierpark Klaushof.

Bayreuth

Bamberg

Kempten

(Allgäu)

Ansbach

Kaufbeuren

Coburg

Artenschutz

www.bund-naturschutz.de Facebook

Forchheim

Erlangen

Fürth

Nürnberg

Schwabach Neumarkt

i.d. Opf.

Augsburg

Fürsten- Fürsten- Fürsten-

feldbruck

Garmisch-

Partenkirchen

Ingolstadt

Dachau

MÜNCHEN

Hof

Amberg

Schwandorf

Regensburg

Weiden iden

Renaturierung

Lebensgrundlagen

Z.B. Einsatz für die frei fl ießende

Donau: Manche Fischarten gibt es

nur hier, die hochgefährdeten Blaukehlchen

brauchen die ursprünglichen

Auwälder um zu überleben.

Landshut

Vom Aussterben bedrohte Wiesenbrüter

wie z.B. der Große Brachvogel

Freising überleben im Vilstal dank

der Renaturierungsarbeit des BN

in BN-Schutzgrundstücken.

Erding

Rosenheim

Lebensräume

Vernetzung von Biotopen für

seltene Tiere. Zahlreiche Erfolge,

z. B. im Landkreis Hof: Der seltene

Schwarzstorch brütet wieder.

Landschaftsp fl e g e

Z. B. Kirschen aus Kalchreuther Streuobstwiesen:

Uraltes Kulturerbe, dient

auch dem Erhalt des Lebensraums seltener

Tiere wie etwa des Wendehalses.

Straubing Deggendorf

Bund Naturschutz

in Bayern e.V.

Landesgeschäftsstelle

Dr.-Johann-Maier-Str. 4

93049 Regensburg

Tel. 0941/29720-0

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