NETZWERK DER DONAU-SCHUTZGEBIETE - DANUBEPARKS

danubeparks.org

NETZWERK DER DONAU-SCHUTZGEBIETE - DANUBEPARKS

Nationalparks und große Schutzgebiete spielen eineSchlüsselrolle für den Erhalt der Biodiversität der Donau.Impressumc/o Nationalpark Donau-AuenSchloss Orth, 2304 Orth an der DonauÖsterreichProjektleiter: Mag. Georg FrankTelefon +43/2212/3450-19Telefax +43/2212/3450-17g.frank@danubeparks.orgwww.danubeparks.orgGestaltung WebArtists G. Temel KGwww.webartists.atDruck digitaldruck.atwww.digitaldruck.atFotos Nationalpark Duna Dráva, Popp, Bandacu, Kovacs, Kracher, Hoyer,Füzfa, Baumgartner, Grotensohn, Sandor/Zeman, Naturpark Kopački rit,Komlos, Petrescu, Naturreservat Srebarna, Schutzgebiet Kalimok, Mészáros,Manzano, Jureček, Newman/NÖ Werbung, Auenzentrum Neuburg


Die Donau ist ein internationaler Fluss,kein anderer Strom fließt durch so viele Nationen undStaaten. Trotz schwerwiegender menschlicher Eingriffe istdie Donau immer noch außerordentlich reich an Tier- undPflanzenarten. So lebt hier die vom Aussterben bedrohteEuropäische Sumpfschildkröte. Majestätisch kreisen Seeadler.Reiher und Flussuferläufer sind an den Ufern und inden Altarmen zu sehen, Biber können wieder in den Auenleben. Fluss und Auen sind ein großes zusammenhängendesÖkosystem. Die Donau ist Teil unseresgemeinsamen europäischen Naturerbes.Das Zusammenwachsen Europas und die rasante wirtschaftlicheEntwicklung in Südosteuropa erhöhen den Druck aufdie Naturschätze der Donau. Siedlungs- und Stadterweiterungen,Infrastrukturprojekte oder auch der Ausbauder Donauschifffahrt gefährden die verbliebenen Lebensräume.Gleichzeitig gelten heute in den meisten Donaustaatendie gemeinsamen Vorgaben der europäischenNaturschutzgesetze (Vogelschutzrichtlinie, Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Wasserrahmenrichtlinie), deren praktischeUmsetzung allerdings noch am Anfang steht.Zusammenarbeit - ein Gebot der StundeIn den letzten zwei Jahrzehnten entstand eine Reihe vonneuen Naturschutzgebieten entlang der Donau. Nationalparksund große Schutzgebiete spielen eine Schlüsselrollefür den langfristigen Erhalt der Biodiversität und eine nachhaltigeEntwicklung der Donau-Regionen. Die Verwaltungender Schutzgebiete arbeiten vor Ort, sie kennenam besten die konkreten Erfordernisse und Probleme ihresGebietes und die Bedürfnisse von Bevölkerung undBesucherInnen.Die Schutzgebiete an der Donau stehen vor gleichen Aufgabenund Herausforderungen. Tiere und Pflanzen kennenkeine Landesgrenzen. Der Erfolg der Naturschutzarbeitjedes einzelnen Schutzgebietes hängt wesentlich vonerfolgreichen Bemühungen aller anderen Donau-Schutzgebieteab.Das Netzwerk DANUBEPARKSDie Natur der Donau braucht heute eine gemeinsameStimme in Europa. Das Netzwerk der Donau-Schutzgebietewill diese Stimme sein. Es baut auf bestehendeKooperationen auf und schafft neue Rahmenbedingungenfür eine kontinuierliche und intensive Zusammenarbeitzwischen den großen Naturschutzgebieten an der Donauund ihrer wichtigsten Nebenflüsse. Die donauweite Zusammenarbeitstärkt jedes einzelne Schutzgebiet bei der Erfüllungseiner eigenen Aufgaben.DANUBEPARKSist die gemeinsame Plattform• zur Förderung des Erfahrungsaustausches undWissenstransfers zwischen den Donau-Schutzgebieten,• zur Entwicklung und Erarbeitung gemeinsamertransnationaler Strategien und Konzepte und• zur Umsetzung grenzübergreifender und transnationalerRevitalisierungs- und Schutzprojekte.Der Aufbau des Netzwerkes und die Umsetzung vonPilotmaßnahmen erfolgt im Rahmen des EU-Förderprogrammsfür Europäische Territoriale Zusammenarbeitin Südosteuropa (ETC-South-East-Europe). Von2009 bis 2012 stehen für DANUBEPARKS 2,7 Mio. €zur Verfügung.Das ETC South-East-Europe Programm 2007 – 2013zielt auf die Entwicklung transnationaler Partnerschaftenab, die mit ihren strategischen Aktivitätenden territorialen, ökonomischen und sozialen Integrationsprozessvorantreiben und so die Stabilität undWettbewerbsfähigkeit der Regionen stärken.Donau –Lebensraum für eine vielfältige Tier- und PflanzenweltJuni 2009: Mit der Unterzeichnung der „Deklaration von Wien“wurde das Netzwerk der Donau-Schutzgebiete gegründet.Artenschutz steht im Mittelpunkttransnationaler Strategien.


Seeadler - Leitart für grenzenlosen Naturschutz. Die Donau ist das Rückgratfür die Seeadlerpopulation im Mitteleuropa. Etwa 100 Brutpaare, das sindknapp ein Viertel des Brutbestandes in Südosteuropa, nisten in Schutzgebieten.


Vom Artenschutz bis zum NaturtourismusDie aktive Vernetzung der Lebensräume, die Entwicklungtransnationaler Strategien für Flussrevitalisierungen und dieUmsetzung grenzüberschreitender Artenschutz-Projektebilden die Schwerpunkte von DANUBEPARKS.Stör und Seeadler sind Leitartenfür die länderübergreifenden Schutzbemühungen imDonauraum. Die wandernden Störarten brauchen für ihrevom Schwarzen Meer flussaufwärts gerichteten Laichzüge,die sie früher bis an den Oberlauf der Donau führten, einenbarrierefreien Flusslauf. Bei der Errichtung der Kraftwerkewurde nicht an die großen Wanderfische gedacht, seitherist die Durchgängigkeit für wandernde Störe unterbrochen.Auch der größte Greifvogel an der Donau, der majestätischeSeeadler, ist aufgrund seiner ausgedehnten Reviere einIndikator für zusammenhängende und vielfältige Flusslebensräume.Um die Donau als Lebensachse für den Seeadlerin Südost- und Zentraleuropa zu entwickeln bedarf esebenfalls der Umsetzung einer transnationalen Schutzstrategie.Spannungsfeld Flussrevitalisierungund SchiffahrtVom Oberlauf bis zum Delta werden heute Projekte zurAnbindung von Seitenarmen und naturnaher Ufergestaltungkonzipiert, geplant und auch umgesetzt. Durchdie Ausweitung der Überschwemmungsflächen wird derHochwasserschutz verbessert. Ein donauweiter Erfahrungsaustauschüber Erfolge, Chancen und Grenzen solcherMaßnahmen steht auf der Tagesordnung. Projekte zumAusbau der Wasserstrasse Donau drohen neue Zwänge fürden Fluss zu schaffen und verlangen einen intensiven Dialogzwischen Flussbau- und Schutzgebietsverwaltungen.Lebensraummanagementund SchutzgebietsvernetzungLebensraummanagement für Gewässer, Wälder, Wiesenund Feuchtgebiete ist Kernaufgabe aller Donau-Schutzgebiete.Der Austausch von Erfahrungen, die Entwicklunggrenzübergreifender Strategien und die Umsetzungstrategischer Pilotprojekte sind Ziele von DANUBEPARKS.Auch in der Umsetzung der Maßnahmen in den NATURA2000-Gebieten geht es um eine enge Abstimmung unddamit um eine Stärkung der einzelnen Schutzgebiete.NATURA 2000 ist ein Europäisches Netzwerk von geschütztenLebensräumen, alle Projektpartner repräsentierenauch diese Gebiete.Naturtourismusist ein Schwerpunkt in den Schutzgebieten der Projektpartner.Mit gezielten Programmen sollen BesucherInnenintensive und persönliche Erlebnisse in der Natur vermitteltwerden. DANUBEPARKS setzt sich zum Ziel, gemeinsameAktivitäten für den Naturtourismus an der Donau zuentwickeln und den Gästen die Schönheit und den hohenWert der Natur, der Kultur und Tradition der Donauregionennahe zu bringen.DANUBEPARKSumfasst folgende Arbeitspakete• Auwald-Management & Netzwerk vonLebensräumen• Naturnahe Flussgestaltung & Revitalisierung• Artenschutz für Leitarten der Donau• Monitoring und Umsetzung von Natura 2000• NaturtourismusDie Entwicklung von naturverträglichemBootstourismus ist ein Ziel im Netzwerk.Im Spannungsfeld von Naturschutz und Schifffahrtsollen gemeinsame Strategien erarbeitet werden.Die Donaustöre sind Leitartenfür transnationalen Artenschutz.


Die DANUBEPARKS-PartnerUnter der Lead-Partnerschaft des Nationalpark Donau-Auensind insgesamt 12 Naturschutzgebiete und Nationalparksals Projektpartner an der Umsetzung von DANUBEPARKSbeteiligt. Zusätzlich unterstützen zahlreiche Institutionen alsObserver-Partner die Idee des Netzwerkes der Donauschutzgebiete.Naturreservat Gornje Podunavlje Naturpark Kopački ritNationalpark Duna-DrávaBiosphärenreservat Donau-Delta (Rumänien)Nach einer Fließstrecke von über 2.800 Kilometern erreichtdie Donau das Schwarze Meer. Der Mündungsbereich istEuropas größtes Feuchtgebiet. Gemeinsam mit derukrainischen Schutzgebietsverwaltung werden hier herausragendeNaturräume entlang der Donau geschützt; dasDonau-Delta ist Zentrum der Biodiversität.Biosphärenreservat Donau-Delta, www.ddbra.roNaturreservat Srebarna (Bulgarien)Dieses Naturreservat liegt rund um den Srebarna-See, dervon der naheliegenden Donau gespeist wird. Bekannt istdas Gebiet vor allem durch seine besonders reiche Vogelwelt.So befindet sich hier zum Beispiel die einzige Pelikan-Brutkolonie in Bulgarien.Regionale Umwelt- und Wasserbehörde Ruse, www.riosv.ruse.bgSchutzgebiet Kalimok-Brushlen (Bulgarien)Das Schutzgebiet bewahrt wertvolle Gebiete an der Donau,sowie die umliegenden Auwälder und Feuchtgebiete, dieaus den früheren Sümpfen Kalimok und Brushlen entstanden.Große Bedeutung erlangt es als wertvoller Laichplatzfür viele Fischarten. Mehrere unterschiedliche Lebensräume– etwa auch die leicht salzigen Weideflächen amFluss – begründen die hohe Artenvielfalt.Schutzgebietsverwaltung Kalimok-Brushlen (NGO), www.kalimok.euNaturpark Persina (Bulgarien)Der Naturpark Persina ist das größte Ramsar-SchutzgebietBulgariens und besteht zum Großteil aus einer Vielzahl vonInseln in der Donau. Zahlreiche seltene Vogelarten wie etwaKormoran oder Löffler leben in dieser Flusslandschaft, auchder Seeadler brütet hier.Naturparkverwaltung Persina, www.persina.bgNaturreservat Gornje Podunavlje (Serbien)Gornje Podunavlje im Dreiländereck von Ungarn, Kroatienund Serbien ist eine der Modellregionen für die Notwendigkeitgrenzübergreifender Zusammenarbeit im Naturschutz.Gemeinsam mit dem Nationalpark Duna-Dráva und demNaturpark Kopački rit schützt dieses Reservat herausragendeBrutbestände von Seeadler und Schwarzstorch.Institut für Staatlichen Naturschutz, Vojvodina, zzps.rsVojvodinasume, Staatliche Forstverwaltung, www.vojvodinasume.co.rsNaturpark Kopački rit (Kroatien)Der Naturpark Kopački rit liegt am Zusammenfluss von Drauund Donau. Aufgrund dieser naturräumlichen Besonderheitenfinden sich ganz spezielle Ausprägungen von Faunaund Flora. Viele bedrohte Tierarten sind hier beheimatet.Der Naturpark bietet für Gäste ein umfassendes Besucherprogramm,um mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Bootdiese Naturschätze erleben zu können.Naturparkverwaltung Kopački rit, www.kopacki-rit.hrNationalpark Duna Dráva (Ungarn)Der Nationalpark an der mittleren Donau an der kroatischenund serbischen Grenze sowie an der Drau umfasst eineVielfalt an unterschiedlichen Lebensräumen. GeschützePflanzen wie die Deutsche Tamariske und wichtige Tierartenwie der Schwarzstorch und der Seeadler sind hier heimisch.Der Nationalpark hat ein breites Programm für unterschiedlicheBesuchergruppen und einige interessante Informationseinrichtungen.Nationalpark Duna Dráva, ddnp.nemzetipark.gov.huBiosphärenreservat Donau-Delta Naturreservat Srebarna Schutzgebiet Kalimok-Brushlen Naturpark Persina


Nationalpark Duna-Ipoly Landschaftsschutzgebiet Dunajské luhy Landschaftsschutzgebiet ZáhorieNationalpark Duna-Ipoly (Ungarn)Am Donauknie gelegen, umfasst der Nationalpark ausgedehnteWälder und Flusslandschaften an der Donau undam Eipel. Bekannt sind die zahlreichen Höhlen, die auchbesucht werden können. Eine Reihe von selten gewordenenPflanzenarten findet man hier. Besucherzentren, Ausstellungenund Lehrpfade informieren über den Nationalpark.Nationalpark Duna-Ipoly, www.dinpi.huLandschaftsschutzgebiet Dunasjké luhy (Slowakei)Das Gebiet umfasst die gesamte slowakisch-ungarischeGrenzstrecke der Donau, mit dem Seitenarmsystem zwischenDobrohošť und Sap. Hier liegt das größte europäischeInland-Flussdelta, Dunajské luhy ist ein Teil davon. Das Flussdeltaliegt an einer wichtigen Wanderroute von Zugvögelnund bietet Winterquartiere für wichtige Wasservögel. GeschützteArten wie etwa die Sibirische Schwertlilie sind hierheimisch.BROZ – Regionale Organisation für Naturschutz und nachhaltigeEntwicklung, www.broz.skStaatliche Naturschutzbehörde, www.sopsr.skLandschaftsschutzgebiet Záhorie (Slowakei)Die March ist einer der größten Zubringerflüsse der Donau- das Landschaftsschutzgebiet Záhorie schützt große Augebieteentlang der österreich-slowakischen Grenze. Esbietet Lebensräume für viele gefährdete Vögel, Amphibien,Fische und Säugetiere.Staatliche Naturschutzbehörde, www.sopsr.skNationalpark Donau-Auen (Österreich)Der Nationalpark Donau-Auen schützt eine der letztenfreien Fließstrecken am Oberlauf der Donau. Während diemeisten Aulandschaften an der deutschen und österreichischenDonau durch Flächenverlust und Kraftwerksbautenschwer beeinträchtigt sind, finden im Nationalparkauf einer Fläche von 9.300 Hektar typische Arten einerdynamischen Flusslandschaft noch günstige Lebensbedingungen.Als Lead-Partner von DANUBEPARKS übernimmt der NationalparkDonau-Auen die Koordination in der Zusammenarbeitim Netzwerk der Donauschutzgebiete.Nationalpark Donau-Auen GmbH, www.donauauen.atDonauauwald zwischen Neuburg und Ingolstadt(Deutschland)Die Donau in Deutschland ist - mit Ausnahme der freienFließstrecke zwischen Straubing und Vilshofen – zu einerKette von Wasserkraftwerken degradiert. Trotz und auchaufgrund der weitreichenden ökologischen Beeinträchtigungenbedarf es gezielter Management- und Revitalisierungsmaßnahmenin den noch erhaltenen Auwäldern. Inder Aulandschaft zwischen Neuburg und Ingolstadt arbeitetdas Auenzentrum Neuburg gemeinsam mit den Naturschutzstellendieser Städte an einer nachhaltigenEntwicklungStadt Ingolstadt, www.ingolstadt,.deAuenzentrum Neuburg,Landkreis Neuburg-Schrobenhausen,www.auenzentrum-neuburg.deNationalpark Donau-AuenObserver-Partner• ICPDR – Internationale Donauschutzkommission,www.icpdr.org• Ministerium für Umwelt und Wasser, Ungarn,www.termeszetvedelem.hu• Sekretariat für Umweltschutz und nachhaltigeEntwicklung, Serbien, www.eko.vojvodina.gov.rs• Vojvodinasume, Staatliche Forstverwaltung,Serbien, www.vojvodinasume.rs• Ministerium für Umwelt und Raumplanung,Serbien, www.ekoplan.gov.rs• Staatliche Forstverwaltung, Bulgarien,www.dag.bg• Ministerium für Umwelt und Wasser, Bulgarien,www.moew.government.bg• Umweltministerium, Rumänien, www. mmediu.ro• Kulturministerium, Kroatien, www.min-kulture.hr• Ministerium für Land- und Forstwirtschaft,Umwelt und Wasserwirtschaft, Österreich,www.lebensministerium.at• Via donau, Österreichische Wasserstraßengesellschaft,www.via-donau.org• Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der StadtWien (MA 49), Österreichwww.wien.gv.at/umwelt/waldDonauauwald zwischenNeuburg und Ingolstadt


BiosphärenreservatDonau-DeltaNaturreservatSrebarnaSchutzgebietKalimok-BrushlenNaturpark PersinaNaturreservatGornje PodunavljeNaturparkKopački ritNationalparkDuna Dráva121110987651432NationalparkDuna-Ipolyc/o Nationalpark Donau-AuenSchloss Orth, 2304 Orth/DonauÖsterreichg.frank@danubeparks.orgwww.danubeparks.orgLandschaftsschutzgebietDunajské luhyLandschaftsschutzgebietZáhorieNationalparkDonau-AuenDonauauwaldzwischenNeuburg undIngolstadt

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine