Das Spiel Historie

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Das Spiel Historie

Als „Archon“ bezeichnete maneinen Amtsträger in der griechischsprachigenAntike. Seit1 983 kannte man unter diesemBegriff allerdings eher einComputerspiel von ElectronicArts. Das Spiel ähnelt grob inder Übersicht dem SpielSchach, jedoch geht es imSpielprinzip dann ganz undgar nicht um stilles Taktieren,sondern um Duelle zwischenGut und Böse.HistorieArchon erschien 1 983 für dastechnisch ausgereifte, aberweniger beliebte Atari 800 Homecomputer-System.Erst einJahr später erschienen dannVersionen für Dos, Apple IIund natürlich für den Commodore64. Es folgten Versionenfür das exotische ZX Spectrum,für den CommodoreAmiga, für den Amstrad CPCund später auch noch für dasNintendo Entertainment System.Den größten Erfolg hattedieser Spielmeilenstein allerdingsfür den Commodore 64.Nicht dass es sich dort großartigverkauft hätte, eher wurdees dank der zahlreichenRaubkopierer bald überall verbreitetund gespielt.1 984 erschien der Nachfolger„Adept“, der das Spielfelddurch mehrere verschiedeneEbenen ersetzte. Ein gutesSpiel, aber Teil eins blieb dasbessere.1 994 veröffentlichte „Toys forBob“ mit Archon Ultra ein Remakedes Klassikers für MS-Dos-Systeme.2009 erschien mit ArchonClassic eine weitere Neuauflagefür das Iphone. Für PCswird dieser Titel im Jahr 2011umgesetzt werden.Das SpielArchon wird auf einem 9 mal9 großem Spielfeld gespielt.Dabei ist das Muster dem einesSchachbretts sehr ähnlich,ist es doch grundsätzlichin schwarze und weiße Felderunterteilt. Dazu kommen allerdingsnoch zwei „Power-Felder“der Farbe Schwarz undWeiß, sowie drei die Farbewechselnde „Power-Felder“.Jeder Spieler hat 1 8 Spielfiguren,davon jeweils einen „Zauberer“,der diverse„einmal-Zauber“ im Repertoirehat.Gegenüber steht sich, wie üblich,das Gute und das Böse,sprich: Schwarz und Weiß.Gewonnen hat am Ende derjenige,der entweder alle gegnerischenFiguren geschlagenhat, oder alle „Power-Felder“auf einmal besetzt hält.Die beiden Spieler ziehen nunabwechselnd ihre Figurenüber das Feld, sollten zwei Figurenaufeinander treffen folgtein Duell. Nun wechselt derSpielbildschirm zu einer rechtkargen Kampfarena. Hier bekämpfensich die Figuren derdunklen und der hellen Seite.


Dabei hat jede Figur unterschiedlicheWaffen und Stärken.So ist es mit einemüblichen „Knight“ (Ritter) rechtschwierig gegen einen „basilisk“zu gewinnen. Denn der„Knight“ muß sich auf denNahkampfangriff seinesSchwertes verlassen, währenddie schnelle Echsenfigurdes „Basilisk“ mittels Augenlaserden Widersacher meistschon vor der Annäherung dezimierthat.Dafür hat man auch von deneinfachen „Schwert- und Keulenträgern“(je nach Seite) 9Stück, während man von denübrigen, wertvolleren Figurennur jeweils einen oder zweibesitzt.Grafik & Soundlisionsabfrage brauchbar.Die Titelmusik ist dagegen einhörenswerter Klassiker, dersauber gesampled sich gleichim Ohr einnistet.im Spiel selbst sind karge„Kriech- und Laufgeräusche“neben den Waffengeräuschendie einzigen akustischen Begleiter.Der Spieler hört denSchuss, dann das Nachlade-Signal (nach diesem Gongkann man dann die Waffe wiederabfeuern), mehr brauchtes nicht. AbwechlsungsreichDie Grafik war auch an damaligenStandards gemessen allenfallszweckdienlich. Vielwird nicht geboten, aber esbeschwert sich ja auch derSchachspieler nicht über seinkarges Spielfeld. Die Animationender Figuren dagegensind recht flüssig und die Kogabes allerdings für jedeFigur auch eigene Geräusche.FAZITDas simple Spielprinzip wurdemit taktischen Finessengarniert, die erst einmalerklärt werden wollten. BeimKampf überzeugte dietadellose Balance der Seiten,so dass hier niemand wirklichVorteil hatte. Nahezu jedeFigur hatte seinenAngsgegner. Hier passte dannder alte Ausspruch: „Einfachzu erlernen, schwer zumeistern“. Ohne großartigePräsentation wurde hierSpielgeschichte geschrieben,denn der Spielspaß ist auchheute noch kaum zu toppen,treffen sich einmal zweigleichwertige Gegner auf demFeld der Ehre.

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