Energetische Bewertung von Gebäuden - Scapework

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Energetische Bewertung von Gebäuden - Scapework

INHALTSVERZEICHNISEinleitung, Lage des ObjektsSeite 3Klima am Standort Essen4Gebäudekenndaten, Lageplan5Ansichten 1:5006Grundriß 1 OG 1.500, Lage der ausgewählten Fläche7Bestandsaufnahme - Bauteile7-8Bestandsaufnahme - Grundriß der ausgewählten Fläche 1:200 8Bestandsaufnahme - Schnitt durch Bürofläche 1:509Bestandsaufnahme - Lichtsituation - Tageslicht/Kunstlicht10Bestandsaufnahme - Leuchtenverteilung und Raumakustik11Bestandsaufnahme - Beleuchtungssituation Tageslicht/Kunstlicht 12Bestandsaufnahme - Technik13Raumklima und Behaglichkeit14Zonierung der Bürofläche und Einleitung zu Berechnungen15Berechnung Transmissionswärmeverlust16Berechnung Lüftungswärmeverlust17Berechnung Solarer Gewinne18Korrektur Heizwärmebedarf durch Einbeziehung Solarer Gewinne 19Berechnung der mittleren Reflexionsgrade der Raumoberflächen 20Berechnung der Tageslichtkoeffizienten21Berechnung Energiebedarf Kunstlicht22Berechnung Energiebedarf Betriebsstrom23Berechnung der Internen Gewinne24Korrektur Heizwärmebedarf durch Einbeziehung Intern. Gewinne 25Energiebedarf Warmwasser und Gesamtenergiebedarf26Berechnung Gesamtprimärenergiebedarf27Umfrageergebnisse unter Nutzern28-29Fazit30Quellenverzeichnis31Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


EINLEITUNGInnerhalb dieser Studienarbeit werden anhand eines sich in Betrieb befindlichenBürogebäudes in Essen die technische Ausstattung wie Heizung, Lüftung,Kühlung und Kunstlicht sowie die Versorgung mit Tageslicht untersucht.Aus der Analyse der Ergebnisse soll eine mögliche Optimierung der bestehendenSituation entwickelt werden. Um das subjektive Empfinden der Mitarbeiter zubewerten, soll eine Umfrage durchgeführt werden, wie die Arbeitsbedingungenhinsichtlich Beleuchtung und Belüftung wahrgenommen werden.LAGE ESSENEssen liegt in Nordrhein-Westfalen mitten im Zentrum des Ruhrgebiets und hatungefähr 580.000 Einwohner auf einer Fläche von 210,31 m2. Essen ist einekreisfreie Stadt die dem Regierungsbezirk Düsseldorf und demLandschaftsverband Rheinland angehört. 2010 war Essen, stellvertretend für dasgesamte Ruhrgebiet, Kulturhauptstadt Europas . Touristischer Magnet ist dieZeche Zollverein, die 2001 in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen wurde.Mit dem Aalto-Theater und der Philharmonie bietet Essen eine der führendenOper- und Musikspielhäuser der Bundesrepublik.LAGE UND FUNKTION DES GEBÄUDESHöhe NHN 48m, Koordinaten 51° 28’ 14“ N, 7° 0’ 53“ ODas Gebäude liegt im Stadtteil Nordviertel. Nordviertel ist ein unmittelbar nördlichan den Stadtkern angrenzender Stadtteil Essens. Früher war der StadtteilZechenareal Victoria-Mathias und heute ist er geprägt durch die Universität undBüroansiedlungen.Ein Teilstück von 212,35 m2 des o.g. RWE Bürogebäudes in Essen wird imfolgenden bearbeitet. Die RWE AG ist eine der größten EnergieversorgungskonzerneEuropas und hat Ihren Hauptsitz in Essen. RWE bezieht seinen Strom ausKernenergie, Braunkohle, Steinkohle, Gas, Müllverbrennung, Wasser, Bioenergieund Wind. In dem Gebäude arbeiten insgesamt 1000 Mitarbeiter des RWE Supply& Trading Unternehmen, welche für die Steuerung an den internationalenBeschaffungs- und Großhandelsmärkten für Energie zuständig sind. Das Anfang2009 fertig gestellte Gebäude steht unweit der ehemaligen und nur zum Teilerhaltenen Stinnes-Zeche Victoria Mathias. An diesem Standort befand sich auchdas erste, 1902 errichtete, Elektrizitätswerk der 1898 gegründeten Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG (RWE). Damals versorgte der RWE das Rheinlandund Westfalen mit Strom.Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


KLIMA ESSENEssen liegt in der gemäßigten Zone und ist durch zumeist milde Sommer undrelativ kalte Winter gekennzeichnet.Niederschlagsmenge: 926 mm pro JahrJahresdurchschnittstemperatur: 9,6°CKältester Monat Januar: Durchschnittstemperatur 1,5 °CWärmster Monat Juli: Durchschnittstemperatur 17,5 °CVorherrschende Windrichtung:Süd-West (Oktober-Januar), West (Februar-September)Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


GEBÄUDEKENNDATENArchitekt: Kaspar Kraemer, KölnBauzeit: 19 MonateFertigstellung: März 2009Einzug der Mitarbeiter März 200918.750 m2 BGF79.170 Bruttorauminhalt4488 m2 bebaute FlächeGesamtinvestition ca 4 Mio. €Das Gebäude besteht aus einem Händlersaal, der dreiseitig durch zwei Büroriegelund einen Verbindungsbau umfasst wird. Die Büroriegel verfügen über 5sich im 5.Geschoss die gesamte Technik (Heizung/Kühlung und Belüftung) desGebäudes. Der Händlerbereich selbst besteht aus einem großen Saal, der sichüber das Untergeschoss und das Erdgeschoss erstreckt. Dieser Gebäudeteilschließt über dem EG mit einem Stahltrapezblechdach mit Dachbegrünung ab.Blick von Süd-Ost auf die Büroriegel und den HändlersaalBlick von Norden auf den Verbindungsbau und die beiden BüroriegelLageplanVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


ANSICHTEN WEST UND NORD UND OSTAnsicht West, M1:500Ansicht Nord, M1:500Detailaufnahme KlinkerschaleAnsicht Ost, M1:500Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus PrellerDie ausgewählte Fläche umfaßt ca.212 m² im 1. OG der Nordecke desWestflügel des Bürogebäudes. NachOsten und Westen ist die Fassade fastvollständig aufgeglast, nach Nordenexistiert ein kleineres aberdeckenhohes Glaselement, das auchauf dieser Seite den Außenbezugherstellt.


BESTANDSAUFNAHMELAGE DER BÜROFLÄCHE IM GEBÄUDEFASSADE25 cm Beton nach DIN EN 1252412 cm Kerdämmung 035 (EPS Hartschaum)15 cm Verblendung mit hartgebranntenKlinkernFENSTERAufbau Außenwand: U = 0,298 W/m²KMetallfenster, diese sind mit Dreh-Kipp-Beschlägen versehen. Die Scheiben bestehenaus einer Doppelverglasung. U - Wert desFensters 1,3 W/m²K. Die Fensterflächen an derWest- und Ostfassade verfügen über einenaußenliegenden Sonnenschutz.STÜTZEN40 cm x 40 cm Stützen aus Beton, innenliegendGrundriß 1.OG, M1:500Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BESTANDSAUFNAHME - BAUTEILEGrundriß Bürofläche, M1:200Großraumbüro166 m 2DECKE25 cm Stahl-Beton-Decke, 15cmHohlraumboden als Installationsboden.In der Mitte der Flureverlaufen alle notwendigen Kabel.Die gesamte Medienversorgungwird von den Fluren zu denjeweiligen Arbeitsbereichen geführt.Bodentankplatten in den Fluren (60cm x 60 cm) ermöglichen einenleichten Zugang für das Verlegenvon Kabeln oder Reperaturarbeiten.Ungelochte Gipskartondecken mitKapillarrohrsystem. Die Decke istals Heiz- und Kühldecke ausgerüstet.Da die empfundene Temperatur dasMittel aus Raumluft- und denOberflächentemperaturen ist,kann bei Decken-Heiz- und -Kühlsystemen im Heizfall dieRaumlufttemperatur niedriger undim Kühlfall höher sein und wirdtrotzdem als angenehm empfunden.TRENNWÄNDE IM INNENBEREICHDie gesamten Wände im Innenbereichbestehen aus Gipskarton(Gesamtstärke 10 cm, ähnlich KnaufW111, beidseitig Einfachbeplankung).Sie können somit leicht entfernt und ananderer Stelle platziert werden.Allerdings ist damit kein ausreichenderSchallschutz gegeben, speziell für denBesprechungsraum.In dem Bürogebäude waren zu Beginnviele kleine Büroeinheiten geplant,mittlerweile gibt es durch den Zuwachsder Belegschaft sehr vieleGroßraumbüros.INNENTÜRENGlastüren Standard Maß 88,5 cm x 201cm plus Ober- und Seitenlicht,absenkbare BodendichtungEinzelbüro13 m 2Verteilerraum EDV13 m 2Besprechungsraum20 m 2MEETING:EINZELBÜRO:Fläche 20 m², Belegung 6 Personen,ca. 50% Auslastung während derBetriebszeiten des BürosGROSSRAUMBÜRO:Fläche 166 m²Belegung 20 Mitarbeiter/-innenFläche 13 m²,Belegung 1 Mitarbeiter/-inELT-RAUM:Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus PrellerFläche 13 m²,keine PersonenbelegungBESPRECHUNGSRAUMPlatz für 6 Mitarbeitertemporär besetztVERTEILERRAUM


BESTANDSAUFNAHME - GEBÄUDESCHNITTGROSSRAUM-BÜROFläche166 m²Belegung20 Mitarbeiter/-innenEINZEL-BÜROFläche13 m²Belegung1 Mitarbeiter/inSchnitt, M1:5040Abhangdecke2,17441,3625 15 672,153,08+ 1,10 m + 1,10 mHohlraumbodenDoppelbodenHohlraumboden75AbhangdeckeVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BESTANDSAUFNAHME - LICHTSITUATIONTAGESLICHTDie Räume werden alle mit Tageslicht versorgt. Der Besprechungsraum hat einFenster im Westen. Das Großraumbüro hat großzügige Fensteröffungen im Westenund Osten sowie ein bodentiefes Fenster im Norden. Das Einzelbüro und derVerteilerraum haben ein Fenster nach Osten ausgerichtet.AUSSENLIEGENDER SONNENSCHUTZDie nach Westen und Osten ausgerichteten Fenster verfügen über einen außenliegendenSonnenschutz der Firma Warema. Diese werden automatisch gesteuert,sind aber zusätzlich von den Mitarbeitern regelbar.KUNSTLICHTJeder Mitarbeiter ist an seinem Arbeitsplatz miteiner Stehleuchte TRILUX LUCEO ausgestattet.Ein integriertes Lichtmanagementsystemist vorhanden und die Mitarbeiter können dieLeuchte manuell über einen Multifunktionstasterim Standrohr bedienen.Stückzahl:Grossraumbüro 20 StückEinzelbüro 1 StückBesprechungsraum 1 StückVerteilerraumIn dem Grossraumbüro sind in der Decke desMittelgangs 10 Einbauleuchten TRILUX INPER-LA verteilt.Gesamte Leuchtenverteilung siehe GrundrissSeite 11Tageslichtnutzung steigert das Wohlbefinden und die Produktivität innerhalb vonBüro,- Tagungs- und Schulungsräumen oder Wohnungen. Zu viel Tageslichtkann jedoch zu nicht erwünschter Blendung führen. Mit dem Einsatz vonunterschiedlichen Lamellenstellungen innerhalb eines Raffstorebehangs lässtsich dieses Problem vermeiden.Die Zusatzausstattung "Tageslicht-Transportelement" lenkt das Tageslicht imoberen Behangbereich an die Raumdecke und sorgt so für eine diffuseTageslichtverteilung. Die unteren Lamellen können weiter geschlossen bleibenund sorgen so für Blendschutz im Nutzerbereich. Die Aufteilung derBehangbereiche kann individuell gefertigt werden. Beide Behangbereichewerden in Abhängigkeit voneinander über einen Motor gesteuert.(Quelle: Warema, Tageslichttransportelemente)Stehleuchte TRILUX LUCEO4 x 55 WattEinbauleuchte56 WattTRILUX INPERLAVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BESTANDSAUFNAHME - LEUCHTENVERTEILUNG UND RAUMAKUSTIKGrundriß Bürofläche, M1:200MEETINGRAUMAKUSTIKFläche 20 m²Massnahmen:Anschlußleistung A_tl:1x220W (11,58W/m²)Anschlußleistung A_otl:0W (0W/m²)- Akustikputz 5 - 7mm damitdie Wirkung der Kühldeckennicht beeinträchtigt wirdGroßraumbüro166 m 2Besprechungsraum20 m 2LEGENDE:StehleuchteEinbaustrahlerEinzelbüro13 m 2Verteilerraum EDV13 m 2GROSSRAUMBÜROFläche 166 m²Anschlußleistung A_tl:20x220W+2x55W(34,17W/m²)Anschlußleistung A_otl:8x55W (13,75W/m²)EINZELBÜROFläche 13 m²Anschlußleistung A_tl:1x220W (17,6W/m²)Anschlußleistung A_otl:0W (0W/m²)ELTRAUMFläche 13 m²Anschlußleistung A_tl:50W (4W/m²)Anschlußleistung A_otl:0W (0W/m²)- Trennwände, jedoch nur wieKnauf W111, also nichtakustisch entkoppelt,einfaches Stahlprofil-Ständersystem mitbeidseitiger Einfachbeplankungist akustisch füreinen Besprechungsraumnicht ausreichend (R=42 dB)- Teppichboden- Nutzerverhalten:gegenseitige Rücksichtnahme,angepasste SprechweiseDie Arbeitsplätze sind nichtdurch schallabsorbierendeSchirme oder mobile Wändegetrennt, was bei einerBelegung von 20 Personen zueiner erheblichen akustischenBelastung führen dürfte.Es kann bereits ohne weitereUntersuchungen festgestelltwerden, daß die Raumakustiknicht optimal auf die Nutzungals Großraumbüro abgestimmtist.Situation am ArbeitsplatzGroßraumbüro, Blick von NordenVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BESTANDSAUFNAHME - BELEUCHTUNGSSITUATION TAGESLICHT/KUNSTLICHTDie Beleuchtung eines Gebäudes umfasst die Tageslichtversorgung sowie dieKunstlichtversorgung.Die Tageslichtversorgung eines Gebäudes wird bestimmt durch die Ausrichtungund Verschattung des Gebäudes, die Fensterflächen sowie dem Sonnenschutzund der damit einhergehenden Reflektion oder Abschirmung des Tageslichts.Die Kunstlichtversorgung umfasst im wesentlichen die Beleuchtungsstärke unddie Leuchtenverteilung im Raum.Grundriß Bürofläche, M1:200TAGESLICHTBEREICHTageslichtversorgter Bereich fürvertikale FassadenTiefe des tageslichtversorgtenBereichs:aTLmax, Tiefe = 2.5 (h Sturz – hNutzebene)Breite des tageslichtversorgtenBereichs:aTLmax, Breite = Fensterbreite +0.5 aTL,TiefeGroßraumbüro166 m 2Besprechungsraum20 m 2Einzelbüro13 m 2Verteilerraum EDV13 m 2Die Tageslichtversorgung ist alsüberaus gut zu bewerten. Diegesamten Arbeitsbereiche derMitarbeiter sind mit Tageslichtversorgt.a TL Tageslicht versorgter Bereicha KTL nicht Tageslicht versorgter BereichDie Brüstungszone ist für dieTageslichtausbeute in derArbeitsebene von sehr geringerBedeutung. In denRäumlichkeiten ist sie mit 70 cmHöhe gut ausgebildet.ArbeitsstättenrichtlinieTeilschnitt Bürofläche, M1:50Belegungsdichte Großraumbüro RWE 8,3 m²/Person -in Grossraumbüros sind 8 m²/Person Vorschrift lautArbeitsstättenrichtlinie- Raumgröße für Büroarbeitsplätze DIN 16555KUNSTLICHTFür ein Bürogebäude sind die Wirtschaftlichkeit und die Blendfreiheit der Leuchtenam Arbeitsplätz eine wichtiges Kriterium. Lichtwirkung entsteht durch dasZusammenwirken der Leuchte und beleuchteter Umgebung.Die Arbeitsstättenrichtlinie schreibt 500 lx am Arbeitsplatz vor.In der DIN 12464 wird zusätzlich der Wartungswert der Beleuchtung und derBereich der Sehaufgabe berücksichtigt.Schallpegel max 55 dB (A) bei geistiger TätigkeitVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


TECHNIKTechnikgeschoss 5.Obergeschoss VerbindungsbauHEIZUNGBeheizung des Gebäudes erfolgt mit Fernwärme, die in Kraft-Wärme-Kopplungerzeugt wirdKÜHLUNGKühldeckeUm die sommerlichen Spitzenlasten aufzufangen und um in den letzten Jahrenzunehmenden kalten und langen Wintern zu heizen.In dem Grossraumbüro sind 4 Heizkörper an der Nordseite vorhanden. Zweidavon sind mittlerweile durch einen vorgestellten Schrank nicht nutzbar. Wahrscheinlichwurden die Heizkörper nachgerüstet, sind nun aber durch die großeninternen Gewinne von Mensch, Kunstlicht und Computern doch nicht notwendig.LÜFTUNGLüftung erfolgt in diesem Teilbereich ausschliesslich über die FensterLuftüngskanäle vorgerüstetPlanheizkörper an der NordwandImpressionen aus dem TechnikgeschoßVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


RAUMKLIMA UND BEHAGLICHKEITBEHAGLICHKEISTKRITERIENDer Mensch passt sich zwar wechselnden äußeren Luftzuständen an. Doch fühlter sich in einem bestimmten, eindeutigen Bereich am wohlsten:dem Behaglichkeitsbereich.Allgemein versteht man unter Behaglichkeit das subjektive Wohlbehagen. Essetzt sich zusammen aus den objektiven Wechselbeziehungen und der Summeder subjektiven Wahrnehmungen durch die einzelnen Sinnesorgane. Danebenbeeinflusst die psychische Verfassung des Einzelnen das persönlicheWohlbehagen. Es gibt daher keine strengen Grenzen zu einer allgemein gültigenDefinition des Behaglichkeitsbereiches.Außerdem spielen neben der Luft noch eine große Anzahl anderer Faktoreneine Rolle. Das Raumklima in Aufenthaltsbereichen soll die Gesundheit und dasWohlbefinden des Menschen positiv beeinflussen. Ziel ist ein Erhöhen derLeistungsfähigkeit und das Vermindern der Anfälligkeit gegen Krankheiten.LÜFTUNGEine Lüftungsanlage versorgt in dem Gebäude den Händlersaal und großeBesprechungsräume. Der Bereich den wir in dieser Arbeit untersuchen, ist nichtan die Lüftungsanlage angeschlossen, jedoch ist ein Anschluss möglich.Lüftungsrohre sind in dem kompletten Gebäude vorinstalliert.Als Indikator für Raumluftqualität gilt der CO2-Gehalt, der unter 0,1% liegen soll.Um das zu erreichen, ist ein Luftvolumenwechsel von 20 – 30 m3 Luft proPerson und Stunde nötig. Bei manueller Lüftung müssten dafür, auch im Winter,etwa alle drei Stunden für 15 Minuten die Fenster geöffnet werden.Untersuchungen zeigen, dass diese Lüftungsrate häufig nicht eingehalten wird,wenn den Nutzern bei manueller Lüftung diese Aufgabe selbst obliegt.(Quelle: Zehnder, Planungsunterlage COMO Heiz- und Kühldeckensystem)Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


ZONIERUNG UND BERECHNUNGENGrundriß Bürofläche, M1:200ZONIERUNGBERECHNUNGENBesprechungsraum20 m 2Großraumbüro166 m 2Einzelbüro13 m 2Verteilerraum EDV13 m 2Eine Zonierung ist dannsinnvoll, wennnutzungsbedingteUnterschiede zwischenverschiedenen räumlichtrennbaren Bereichenhinsichtlich Beleuchtung,Heizung, Kühlung, Lüftungoder auch der Auslastungusw festzustellen sind.Bereiche gleicher Nutzungmit sehr ähnlichenraumklimatischenParametern werden zueiner Zonezusammengezogen.Die Gesamtfläche von ca212 m² kann in folgendeZonen unterschiedlicherNutzung untergliedertwerden:Für das Maß des Energieverbrauchs verwendet man im Bauwesen denEnergiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche in einem Jahr(kWh/m²a). Dieser Wert beschreibt wie viel Energie in einem Jahr verbrauchtwird. Um verschiedene Flächen oder Gebäude vergleichen zu können, wird derVerbrauch auf 1 m² Nutzfläche bezogen. Diese Bezugsgröße, die alle definitivpro Jahr verbrauchte Energie einschließt, wird dann in einzelneTeilbereiche unterschieden: Heizenergie, Energie zur Erzeugung desWarmwassers (Brauchwasser), Strom für Beleuchtung und Betriebsstrom, alsoStrom der zum Betrieb der technischen Anlagen benötigt wird.Betrachtet wird zunächst die erforderliche Heizenergie. Es gibt zweiWege, auf denen die Wärme eines Gebäudes nach außen gelangt und verlorengeht: zum einen den Transmissionswärmeverlust durch das Bauteil, zumanderen den Lüftungswärmeverlust durch Fensterlüftung und Belüftungsanlage(mit und ohne Wärmerückgewinnung).In der Energiebilanz werden zunächst die Verluste ermittelt, also die Werte derTransmissions- und der Lüftungsverluste. Von diesen werden dann die zuerwartenden Wärmegewinne aus der Solarstrahlung und den internenWärmequellen abgezogen. Die Differenz ergibt dann den Jahres-Heizwärmebedarf, der auf die m²-Zahl umgerechnet wird.1) Büronutzung mitVollauslastung zu denBetriebszeiten2) Büronutzung mitTeilauslastung zu denBetriebszeitenGroßraumbüro/EinzelbüroBesprechungsraumVerteilerraum3) Nutzung als TechnikraumELT/EDV ohnePersonenbelegungDie links gezeigten Räumewurden einzeln berechnet,um die Richtigkeit derangenommenen Zonierungzu untermauern.Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG DER TRANSMISSIONSWÄRMEVERLUSTEL_t-ges = L_t-meeting + L_t-office-l + L_t-office-s + L_t-elt = 333,12 W + 2.498,29 W + 244,24 W + 221,07 W = 3.296,72 WattVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG DER LÜFTUNGSWÄRMEVERLUSTEMeeting V (m_) Luftwechsel LuftWSK Temp-Diff VxnxLWSKxTHöhe 3,10Breite 4,02Tiefe 5,05Volumen 62,93 0,50 0,36 30,00 339,84Büro groß V (m_) Luftwechsel LuftWSK Temp-Diff VxnxLWSKxTHöhe 3,10Breite 12,77Tiefe 13,00Volumen 514,63 0,50 0,36 30,00 2779,01Lv_meeting=339,84 Watt2779,01 WattWerte...Wärmespeicherkapazität der Luft 0,36 Wh/m_Luftwechselrate 0,5 /hLeistung 11 W/KInnentemp. 20 °CAußentemp. -10 °C max. Kälte Standtort EssenTemp.-Diff. 30 KWerte...Wärmespeicherkapazität der Luft 0,36 Wh/m_Luftwechselrate 0,5 /hLeistung 11 W/KInnentemp. 20 °CAußentemp. -10 °C max. Kälte Standtort EssenTemp.-Diff. 30 KBüro klein V (m_) Luftwechsel LuftWSK Temp-Diff VxnxLWSKxTHöhe 3,10Breite 2,65Tiefe 5,05Volumen 41,49 0,50 0,36 30,00 224,02224,02 WattWerte...Wärmespeicherkapazität der Luft 0,36 Wh/m_Luftwechselrate 0,5 /hLeistung 11 W/KInnentemp. 20 °CAußentemp. -10 °C max. Kälte Standtort EssenTemp.-Diff. 30 KVerteilerraum V (m_) Luftwechsel LuftWSK Temp-Diff VxnxLWSKxTHöhe 3,10Breite 2,57Tiefe 5,05Volumen 40,23 0,01 0,36 28,00 4,06Lv_elt= 4,06 WattWerte...Wärmespeicherkapazität der Luft 0,36 Wh/m_Luftwechselrate 12 /hLeistung 11 W/KInnentemp. 18 °CAußentemp. -10 °C max. Kälte Standtort EssenTemp.-Diff. 28 KL_v-ges = L_v-meeting + L_v-office-l + L_v-office-s + L_v-elt = 339,84 W + 2.779,01 W + 224,02 W + 4,06 W = 3.346,92 WattVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG DER SOLAREN GEWINNEDieser Ansatz berücksichtigt jedoch nicht die solaren sowie internen Gewinne,die das Ergebnis teilweise erheblich beinflussen können.Das RWE-Bürogebäude ist ein exemplarisches Beispiel für optimaleGebäudeausrichtung und Proportionierung der Fassadenverglasungen inHinsicht auf Tageslichtangebot und Ausnutzung solarer Gewinne, wie folgendeRechnung zeigt:Für die Auslegung der Heizanlage wird folgender Ansatz zugrunde gelegt(worst case scenario, ohne solare und interne Gewinne muß die Heizungin der Lage sein, die Mindestinnenraumtemperaturen aufrechtzuerhalten):Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


1. KORREKTUR DES HEIZENERGIEBEDARFS DURCH EINBEZIEHUNG DER SOLAREN GEWINNEVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG INTERNER GEWINNE, BETRIEBSTUNDEN KUNSTLICHT UND ENERGIEBEDARF KUNSTLICHT01 - BERECHNUNG DER MITTLEREN REFLEXIONSGRADE DER RAUMOBERFLÄCHENVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG INTERNER GEWINNE, BETRIEBSTUNDEN KUNSTLICHT UND ENERGIEBEDARF KUNSTLICHT02 - ERMITTLUNG DER TAGESLICHTKOEFFIZIENTEN: D = (4,13 + 20 * l_tr - 1,36 * l_rt) * l_vVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG INTERNER GEWINNE, BETRIEBSTUNDEN KUNSTLICHT UND ENERGIEBEDARF KUNSTLICHTE_kl= p x A_tl x t_betrieb-eff-Atl+ p x A_otl x t_betrieb-eff-AotlMeetingBetriebsstunden 100% 690 h/aAuslastung 50,00%Betriebsstunden tatsächlich 345 h/aBüro kleinBüro großBetriebsstunden 100% 700 h/aAuslastung 50,00% Bestückung mitDeckenflutern ist so hoch, daß nur jederzweite eingeschaltet wird!Betriebsstunden tatsächlich 350 h/aVerteilerraumMeetingE_kl= 11,58 W/m2 x 19 m2 x 345 h/a + 0 W/m2 x 1 m2 x 1430 h/aE_kl= 75900 Wh/aE_kl= 75,90 kWh/aBetriebsstunden 100% 610 h/aBetriebsstunden 100% 640 h/aAuslastung 100,00% Auslastung 10,00%Betriebsstunden tatsächlich 610 h/aBetriebsstunden tatsächlich 64 h/aBüro kleinE_kl= 17,6 W/m2 x 12,5 m2 x 610 h/a + 0 W/m2 x 0,5 m2 x 2860 h/aE_kl= 134.200 Wh/aE_kl= 134,20 kWh/aBüro großE_kl= 34,17 W/m2 x 134 m2 x 350 h/a + 13,75 W/m2 x 32 m2 x 2860 h/aE_kl= 1.578.500 Wh/a + 1.258.400 Wh/aE_kl= 2.836.900 Wh/aE_kl= 2.836,90 kWh/aVerteilerraumE_kl= 4 W/m2 x 12,5 m2 x 64 h/a + 0 W/m2 x 0,5 m2 x 286 h/aE_kl= 3.200 Wh/aE_kl= 3,20 kWh/amit(typisch: 15 W/m² Büro)A_tl tageslichtversorgter BereichA_otl nicht tageslichtversorgter Bereicht effektive Betriebszeit des Kunstlichts h abgeleitet aus TQ siehe Graphent_betrieb...Betriebszeiten(typisch: Büro 2860h/a)BERECHNUNG DES JAHRESGESAMTENERGIEBEDARFSFÜR KUNSTLICHTE_kl-ges= 75,90 kWh/a + 2.836,90 kWh/a + 134,20 kWh/a + 3,20 kWh/aE_kl-ges= 3.050,20 kWh/aVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG INTERNER GEWINNE, BETRIEBSTUNDEN GERÄTE UND ENERGIEBEDARF GERÄTEERMITTLUNG DES ENERGIEBEDARFS FÜR GERÄTE UND MASCHINENE_m-ges =E_m-meeting+E_m-office-l+E_m-office-s+E_m-elt= 1.430,00 W+11.440,00 W+572,00 W+0,00 W = 13.442,00 WattVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNGEN DER INTERNEN GEWINNEHochschule Wismar - Masterstudiengang Architektur und Umwelt – Urd Domenica Meyer-Malzahn - Matrikelnr.117047 - Markus Preller - Matrikelnr. 117485 - 1.Semester - WS 2010/2011Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


2. KORREKTUR DES HEIZENERGIEBEDARFS DURCH EINBEZIEHUNG DER INTERNEN GEWINNEQ_h-ges = 4.919,35 kWh/aVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG DES ENERGIEBEDARFS FÜR WARMWASSERBEREITUNG UND GESAMTENERGIEBEDARFSQ_ww=P x Bedarf pro P und d x d_betrieb x T_diff x c_p-wasser x Dichte_h2o / 3600 /3600P...Personenanzahl 21(Vergleich Bedarf Wohnen40 l/P Tag)Büro 10 l/P Tag 10 lBetriebstage Büro 260 Tage 260 d(Vergleich Wohnen365 Tage)Temp.differenz Warmwasser (40-10) K Warmwasser zu Kaltwasser 30 Kc spez. Wärmespeicherkapazität Wasser 4,19 kJ/(kgK)Dichte Wasser [kg/l] 0,99221 kg/l bei 40°C 0,99609 kg/l0,99997 kg/l bei 10°CQ_ww= 21 x 10 x 260 x 30 x 4,187 x 0,99609 / 3600Q_ww= 1.897,64 kWh/a (zu Heizenergie)Q_h-ges= Q_h + Q_wwQ_h-ges= 4.919,35 kWh/a + 1.897,64 kWh/aQ_h-ges= 6.816,99 kWh/a(Überträge aus Energiebedarf Kunstlicht und Energiebedarf Geräte)LebenszykluskostenQ_elt-ges= Q_elt-kl + Q_elt-mQ_elt-ges= 3.050,20 kWh/a + 13.442,00 kWh/aQ_elt-ges= 16.492,20 kWh/aQ_ges= Q_h-ges + Q_elt-gesQ_ges= 6.816,99 kWh/a + 16.492,20 kWh/aQ_ges= 23.309,19 kWh/aVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


BERECHNUNG DES GESAMTPRIMÄRENERGIEBEDARFSQ_ges= 23.309,19 kWh/aQ_ges= Q_h-ges + Q_elt-gesQ_ges= 6.816,99 kWh/a + 16.492,20 kWh/aQ_p-ges= Q_h-ges x p_h + Q_elt-ges x p_eltQ_p-ges= 6.816,99 kWh/a x 0,72 + 16.492,20 kWh/a x 3,00Q_p-ges= 4.908,23 kWh/a + 49.476,60 kWh/aQ_p-ges= 54.384,83 kWh/aGrafik Berechnung PrimärenergiefaktorIm Rechenverfahren nach DIN V 4701-10:2003-06, geändert durch A1:2006-12,auf das die EnEV nach § 3 Abs. 2 in Verbindung mit Anlage 1 Nr. 2.1.1 verweist,kann der zur Berechnung erforderliche Primärenergiefaktor für Fern- oderNahwärme pauschal nach Tabelle C.4-1 (Spalte B in der geänderten Norm) oderdurch Berechnung nach Nr. 5.4.1 oder 5.4.2 der Norm ermittelt werden. Das beiNichtwohngebäuden anzuwendende Berechnungsverfahren enthältentsprechende Festlegungen (DIN V 18599:2007-02, Teil 1 Anhang A). ImFolgenden wird hierauf nicht gesondert eingegangen.Bei der pauschalen Ermittlung nach Tabelle C.4-1 kann als Randbedingungentweder die Bereitstellung der Wärme durch Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Anlagen; Primärenergiefaktor bei fossilen Brennstoffen: 0,7; beierneuerbaren Brennstoffen: 0,0) oder durch Heizwerke (Primärenergiefaktor beifossilen Brennstoffen: 1,3; bei erneuerbaren Brennstoffen: 0,1) angenommenwerden. Erfolgt eine Wärmebereitstellung vollständig auf eine der genanntenArten, kann der Planer die pauschalen Faktoren nutzen. In der Regel liegtjedoch ein Mischfall unterschiedlicher Wärmeerzeuger vor. Für diese Fälle habendie genannten pauschalen Angaben keine Gültigkeit. Der Primärenergiefaktormuss in diesem Fall für das konkrete Wärmeversorgungssystem nach Nr. 5.4.1(oder im Falle geplanter Netze nach 5.4.2) der Norm DIN V 4701-10 ermitteltwerden.Quelle: http://www.zub-kassel.de/document/DIBt Auslegungsfragen/09. Staffel/06. Primärenergiefaktor bei Fernwärme aus KWKVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


UMFRAGEERGEBNISSE ZUM SUBJEKTIVEN EMPFINDEN DER SITUATION AM ARBEITSPLATZ1. Wie zufrieden sind Sie mit der Handhabung Ihrer Stehleuchte am Arbeitsplatz?1. zufrieden, 2. sehr, 3. zufrieden, 4. Unzufrieden, teilweise geht die Stehlampeunmotiviert aus, 5. Über den Bewegungsmelder bin ich sehr zufrieden , 6. Nichtsehr zufrieden, da sie häufig gar nicht funktioniert. Wir müssen regelmäßig beider Störungshotline anrufen, weil das Licht nicht geht. Die Bedienung ist auchnicht wirklich klar. Keiner weiß richtig, wie es funktioniert., 7. mäßig, 8. Gar nicht.Häufig “out of order”2. Entspricht die automatische Einschaltung der Leuchte Ihrem Bedürfnis nachLicht?1. ja, 2. ja, 3. ja, 4. Mir wäre ein manuelle Einstelungsmöglichkeit lieben, 5. Ja,ich empfinde es als angemessen hell, 6. nein, 7. Nein, häufig aus, obwohl zudunkel. Häufige Defekte (reagiert gar nicht auf Lichtverhältnisse), 8. Achte auf dieAutomatik nicht wirklich. Wenn ich allerdings das Licht aktiv einschalten möchte,kam es in der Vergangenheit sehr häufig vor, dass dies nicht möglich war. Ob nunein technischer Fehler oder es an meiner Bedienung lag, keine Ahnung.Bedienungsanleitung wäre klasse. Eine einfache Lampe zum An- undAusschalten würde es aber auch tun.3. Wie empfinden Sie das Lichtangebot (künstliches Licht(Stehleuchte/Einbaustrahler)) im Winter? Ist es ein Überangebot an Licht, für Sieoptimal oder zuwenig?1. optimal, 2. gut, nicht zuwenig, 3. optimal, 4. ausreichend, 5. optimal, 6. eherzuwenig, 7. Insgesamt ausreichend., 8. Wenn die Deckenbeleuchtungfunktioniert, ist die Stehleuchte nicht notwendig.4. Wie empfinden Sie das Lichtangebot (künstliches Licht(Stehleuchte/Einbaustrahler)) im Sommer?Ist es ein Überangebot an Licht, für Sie optimal oder zuwenig?1. k.A., 2. gut, nicht zuwenig, 3. optimal, 4. ausreichend, 5. Keine Angabe, da ichein neuer Mitarbeiter bin., 6. k.A., 7. Insgesamt ausreichend., 8. Ich finde esschade, dass aufgrund der großen (ansonsten sehr angenehmen empfundenen)Fenster und der resultierenden Lichtdurchflutung des Raumes die Jalousiengeschlossen werden müssen, um nicht zu sehr geblendet zu werden und man imUmkehrschluss, dann fast schon wieder das Licht einschalten muss.5. Ist das Tageslichtangebot an Ihrem Arbeitsplatz ausreichend?1. ja, 2. Ja, 3. ja, 4. k.A., 5. ja, 6. k.A., 7.k.A., 8.k.A.5a) Ist es im Sommer ausreichend?1. k.A., 2. ja, 3. ja, 4. ja, 5. k.A., 6. ja, 7. ja, 8. k.A.5b) Ist es im Winter ausreichend?1. ja, 2. ja, 3. ja, 4. ja, 5. ja, 6. nein, 7. ja, 8. Ja, außer siehe 4.6. Ist die Temperatur in Ihrem Büro angenehm?1. i.a. ja, 2. ja, 3. ja, 4. ja, 5. ja, 6. Nein, dazu kommt, dass die Luft meistabgestanden ist. Lüften reicht nicht., 7. Meistens ja, 8. Nein, meistens zu warm.7. Wie verhält sich die Temperatur im Winter? Ist es zu kalt, zu warm oderangenehm?1. angenehm, 2. angenehm, 3. angenehm, 4. angenehm, 5.angenehm, 6. Meistzu warm und stickig, 7. Meistens angenehm, 8. Siehe 6.8. Wie verhält sich die Temperatur im Sommer? Ist es zu kalt, zu warm oderangenehm?1. k.A., 2. angenehm, 3. angenehm, 4. angenehm, 5. k.A., 6. k.A., 7. KeineErfahrungswerte, 8. Angenehmer als im Winter, allerdings kommt dieDeckenkühlung aufgrund der größe des Raumes wohl nicht ganz gegen dieRaumerwärmung durch die Sonne an.9. Wie empfinden Sie die Lüftung über die Fenster? Störend? Angenehm?Wird evtl. gelüftet wenn Sie kein Bedürfnis danach haben und haben Sie dasBedürfnis zu lüften, wenn die Kollegen dies nicht wünschen?1. Störend, es wird teilweise gelüftet, wenn ich kein Bedürfnis danach habe, 2.angenehm, 3. nicht optimal – es wird zu wenig gelüftet, 4. Die Möglichkeit derStoßlüftung durch Öffnen der Fenster ist gut, 5. Kurzes Lüften im Winterempfinde ich als angenehm. Langfristig sollte das Fenster allerdingsgeschlossen bleiben, 6. Es fühlt sich meist jemand gestört., 7. Angenehm.Kein „Lüftungsproblem“, 8. Wenn Sie das manuelle Stoßlüften meinen: Immergerne. Meistens haben die Kollegen keine Einwände.10. Sind Sie zufrieden mit dem außen liegenden Sonnenschutz?1. i.d. Regel ja, 2. ja, 3. ja, 4. zufrieden, 5. ja, 6. nein, 7. ja, 8. Im Prinzip ja,außer 4.Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


UMFRAGEERGEBNISSE ZUM SUBJEKTIVEN EMPFINDEN DER SITUATION AM ARBEITSPLATZ11. Wird er aktiviert, wenn es Ihren Bedürfnissen nach Schatten entspricht?1. ja, 2. ja meistens, 3. ja, 4. Nein, teilweise manuelle Aktivierung, 5.k. A., 6. nein,7. ja, 8. I.d.R. ja12. Nutzen Sie die Funktion den Sonnenschutz wieder einzufahren?1. nein, 2. nein, 3. nein, 4. teilweise, 5. k.A., 6. ja, 7. ja, 8. Ja, ab und an13. Wie empfinden Sie die Lautstärke (Telefonate, Gespräche unter Kollegen,evtl. Geräusche von draußen) in Ihrem Büro? Ist es zu laut oder für Sieangenehm?1. Zu laut, 2. angenehm, 3. eher zu laut, 4. Teilweise zu laut, nur geringeSchalldämpfung, 5. Ich empfinde den Lautstärkepegel nicht als störend, habeallerdings festgestellt, dass es auf dem Tradingfloor deutlich leiser ist, 6. Es isteindeutig zu laut. Selbst auf dem Trading Floor ist es leiser, 7. akzeptabel, 8. Zulaut. Man bekommt alles mit und man wird insbesondere bei Stillarbeit häufig inseiner Konzentration gestört. Die Stellwände sind für eine ausreichendeGeräuschreduzierung zu niedrig und entsprechende Deckenlösungen fehlen.17. Ist die Stehleuchte plus Tageslicht ausreichend? Oder ist es zu dunkel?1. ausreichend, 2. ausreichend, 3. ausreichend, 4. ausreichend, 5. Ausreichend.Nicht zu dunkel aber auch nicht so hell wie in dem Großraumbüro, 6. Wenn dieLeuchte funktioniert, ist es ausreichend, 7. Zeitweise zu dunkel (s.o.), 8. SieheAusführungen oben.18. Steigt die Temperatur in dem Raum, wenn mehrere Menschen dortzusammentreffen? Oder bleibt die Temperatur angenehm?1. Bleibt angenehm, 2 Bleibt angenehm, 3. Temperatur steigt, 4. angenehm, 5.Im Meetingraum ist kurzes Lüften vor einer längeren Besprechung angenehmund sollte durchgeführt werden, 6. Subjektiv gesehen ja, 7. Keine wahrnehmbareVeränderung, 8. Kurz: Pumakäfig ;-) Temperatur steigt, so dass je nach Dauerdes Meetings durchaus auch während des Termins das Fenster geöffnet werdensollte/wird.außenliegende Verschattungselemente14. Wie empfinden Sie das Platzangebot an Ihrem Arbeitsplatz?Ausreichend, zu eng oder sehr großzügig gestaltet?1. Eher zu eng, 2. ausreichend, 3. ausreichend, 4. ausreichend, 5. Weder zuknapp aber auch nicht zu großzügig gestaltet. Ich empfinde es als angenehm, 6.Zu eng!, 7. ausreichend, 8. Völlig ausreichend15. Sind sie mir der Einrichtung zufrieden? Schreibtisch, Staumöglichkeiten,...oder wünschen Sie sich Änderungen? Wenn ja welche?1. Nein: es fehlen Staumöglichkeiten, um persönliche Gegenstände und/oderOrdner angemessen verstauen zu können, 2. ausreichend, 3. zufrieden stellend,4. Ein bisschen mehr Platz wäre gut, dann könnte man übersichtlicher Arbeiten,5. Ich bin mit der Einrichtung zufrieden., 6. Die Staumöglichkeiten am Platz sindzu wenig., 7. ja, 8. Aufgrund eines extra Sideboards ja. Andernfalls würde eineausreichende Staumöglichkeit fehlen.16. Nutzen Sie den Meeting Raum neben Ihrem Büro?1. teilweise, 2. ja, 3. ja, 4. teilweise, 5. ja, 6. ja, 7. ja, 8. JaVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


FAZIT - ANSATZPUNKTE ZUR OPTIMIERUNG DER AUSGANGSSITUATIONFAZITDas Gebäude, bzw. die untersuchte Fläche im 1.OG, ist auf der Ausgangslage(Planung 2006/2007) aufbauend auf dem Stand der Technik. Die Tageslichtnutzungist beispielhaft in die Planung eingeflossen. Die von der EnEV 2007geforderten U-Werte wurden weit unterschritten, um damit ein zukunftsfähigesBauwerk zu realisieren. Niemand konnte ahnen, daß innerhalb von nur 2 Jahrenmit der EnEV 2009 drastisch niedrigere Werte gefordert werden würden. SowohlFenster als auch der Fassadendämmstoff müßten heute schon wieder komplettausgetauscht werden, wobei niemand weiß, in wie kurzer Zeit sich auch diegültigen Werte wiederum verschärfen werden. Es ist zu hinterfragen, welchenSinn eine sich alle 2 Jahre stark verändernde gesetzliche Rahmenbedingung derEnEV hat, da sie keinerlei Planungssicherheit gewährleistet, und selbstvorbildlich energetisch geplante Gebäude wie das RWE-Büro in Essen innerhalbkürzester Zeit veraltet dastehen und unter Nachrüst-/Umrüstzwang geraten.BAUTEILOPTIMIERUNG FASSADENur möglich über vollständigen Austausch des Dämmstoffes (alt: EPS, neu: PU)BestandOptimierungDie Innenraumsituation ist aus Nutzersicht nicht zufriedenstellend gelöst. Esfehlen raumakustische Maßnahmen, die das Arbeiten im Großraumbüroerträglicher machen (schallabsorbierende Kabinenwände, Deckensegel o.ä.).Die Steuerung der Beleuchtung und Verschattung wird teilweise bemängelt.Aus energetischer Sicht sollte die Lüftungsanlage schnellstmöglich in denBüroräumen in Betrieb genommen werden, da der manuelle Luftwechsel 1) einenhohen Energieverlust bedeutet und 2) durch die Nutzer nicht zufriedenstellendgehandhabt werden kann.BestandOptimierungVerfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller


QUELLENVERZEICHNISwww.essen.dehttp://gdi.essen.de/website/stadtplan/viewer.htmhttp://de.wikipedia.org/wiki/Essenhttp://www.sonnenlaender.de/deutschland/klima-deutschland/klimatabellen-Essen/www.windfinder.de/EssenPlanunterlagen, Ansichten, Grundriss und Lageplan wurden uns von demArchitekturbüro Kaspar Kraemer in Köln zur Verfügung gestelltbearbeitet von Urd Meyer-Malzahn und Markus PrellerRWE Supply & Trading GmbH, RWE Service GmbHKontakt: Herr Padberg, Herr Roggenstein, Herr Effing, Herr Moormann und HerrReiter haben uns den Schnitt der Büroeinheit zur Verfügung gestellt, dasGebäude gezeigt und uns über das Gebäude informiertAnsicht von Nordenhttp://www.rwe.com/web/cms/mediablob/en/310430/data/313448/3/rwe-supplytrading/press/photo-download/Front-head-office-1.jpgAnsicht von Nord-Westen, Rendering:http://www.kermi.at/de/Referenzen/Buerogebaeude/Trading_Floor_RWE_Supply_und_ Trading/index.phtmlFotos Innenraum: Urd Domenica Meyer-MalzahnBild: Transmissionswärmeverluste, solare Gewinne, interne Gewinne undLüftungswärmeverluste, http://ecologic-architecture.org/main/index.php?id=155Diagramm - Büronutzung: Notwendige Betriebestunden für Kunstlicht in Abhängigkeitvom Tageslichtquotienten (500 lx im Innenraum), Quelle:Architektur und Energie plusminus 0, Prof. Brian Cody, Institut für Gebäude undEnergie, TU GrazAbhängigkeit der Heizlast von der Orientierung der Hauptfassade, Quelle:Charsten Bisanz, Heizlastauslegung im Niedrigenergie- und Passivhaus,Fachinformation PHI-1999/2, Passivhaus Institut, Darmstadt 1999Verschattung durch Nachbarbebauung und Topographie, Quelle: Dipl. Ing. R.Vallentin, Solarer Städtebau mit Passivhäusern? - eine kritische Betrachtung in :Dr. Wolfgang Feist (Hrsg.): Tagungsband 4. Passivhaus Tagung, PassivhausDienstleistungs GmbH, Kassel 2000Typische Verteilung des Primärenergiebedarfs, Quelle: Werner Sobek - WSGreen Technologies, Vortrag von Dr.-Ing. MA Heide Schuster, Bauen für dieZukunft – Die Bedeutung der DGNB, FUCON Innovationsforum, 14.05.2009Lebenszykluskosten, Quelle: dto.Kühl- und Heizdeckenschema, Quelle: Zehnder Carboline Decken-Heiz- und -Kühlsystem, Prospekt ZDE_RHC_Carboline_overview_V0209_screen_final.pdfBild “Berechnung Primärenergiefaktor”, Quelle: K. Jagnow und D. Wolff,Manuscript für “Der Energieberater”, VerlagDeutscher Wirtschaftsdienst, Köln2003http://www.zub-kassel.de/document/DIBt Auslegungsfragen/09. Staffel/06.Primärenergiefaktor bei Fernwärme aus KWKLiteratur:ClimaDesign, Lösungen für Gebäude, die mit weniger Technik mehr können,Gerhard Hausladen, Michael de Saldanha, Petra Liedl, Christina SagerHeizen, Kühlen, Belüften & Beleuchten, Bilanzierungsgrundlagen zur DIN V18599, 2.Auflage, Ruth David, Jan de Boer, Hans Erhorn, Johann Reiß, LotharRouvel, Heiko Schiller, Nina Weiß, Martin WenningBehaglichkeitsfeld: Raumtemperatur in Abhängigkeit zur relativenRaumluftfeuchte , Quelle Viessmann Werke GmbH & CoKG, Fachreihe-Heiztechnik für Neubauten, Sept. 2004, S.31Verfasser – Urd Domenica Meyer-Malzahn & Markus Preller

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