Original Eichsfelder Wurstspezialitäten - Mecke Druck und Verlag

meckedruck

Original Eichsfelder Wurstspezialitäten - Mecke Druck und Verlag

52. Jahrgang H 11859

Die Monatsschrift für alle Eichsfelder · Heft 4 · April 2008

In dieser Ausgabe

Heiligenstädter Postbetrieb

und Fernsprechverkehr

1945

Verbraucherschutz

im 18. Jahrhundert

Die St.-Servatius-

Kirche in Duderstadt

Wasser - prägendes

Element in der Entwicklung

der Stadt

Heiligenstadt

Obstbau auf dem

Eichsfeld

Sickenberg

Einzelpreis 2,50 EUR

incl. 7 % MWSt


Klausenhof

Essen und Trinken wie früher im Eichsfeld

Eichsfelder Wurst- u. Hausschlachtemuseum - Lehmwurstekammer

Hansteiner Cafegarten und Schwarzbierschänke

Rittertafel wie zu Zeiten der Hansteiner im Mittelalter

romantische Hochzeit auf Burg Hanstein - Übernachten im

fürstlichen Hochzeitsgemach unserer Herberge

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Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 121

Zur Situation im Heiligenstädter Postbetrieb und

Fernsprechverkehr 1945/46

von Josef Keppler

Auf Anregung des Kulturoffiziers der sowjetischen

Besatzungstruppen in Heiligenstadt,

Kapitän (Hauptmann) Rossow, beschloss der

Kreisrat des Landkreises Eichsfeld im Mai

1946 die Erarbeitung einer Kreischronik, in der

besonders die Zeit um das Kriegsende und

den Neubeginn 1945/46 dargestellt werden

sollte. Die Organisation von Zuarbeiten und

die Zusammenfügung der einzelnen Texte für

eine evtl. spätere Veröffentlichung übertrug

Landrat Dr. Aloys Schaefer dem bekannten

Lehrer, Historiker, Mitbegründer und Leiter

des Eichsfelder Heimatmuseums, Studienrat

Dr. Johannes Müller, der in seiner Eigenschaft

als Sachbearbeiter für Heimatschutz

und Kreisbeauftragter für Naturschutz und

Denkmalpflege alle Eichsfelder Städte und

Gemeinden sowie Institutionen und Einrichtungen

um die Übersendung entsprechender

Informationen an die Abteilung Archiv und

Museen in Heiligenstadt bat.

Thomas T. Müller und Maik Pinkert als Bearbeiter

und Herausgeber haben in ihrer zeitgenössischen

Dokumentation 1 einen großen

Teil der im Stadtarchiv gesammelten Ausarbeitungen

zusammen mit den im Archiv des

Bischöflichen Kommissariats vorliegenden

Berichten katholischer Gemeindepfarrer des

Eichsfeldes veröffentlicht und damit einen

außerordentlich umfassenden Einblick in die

Situation jener Zeit gegeben.

Weil die Schilderung eines namentlich nicht

bekannten Verantwortlichen des Heiligenstädter

Postamtes zur Situation des Post- und

Fernmeldewesens im Heiligenstädter Raum

keine Aufnahme in den o. g. Band fand, soll

sie nachfolgend ungekürzt abgedruckt werden.

„Am 9. April 1945 gegen 14 Uhr erschienen

die ersten amerikanischen Panzer in Heiligenstadt

und wenig später zogen weitere

Kampftruppen hier durch. Die Stadt wurde als

Lazarettstadt angesehen und kampflos den

Amerikanern übergeben. Der Postverkehr,

der schon vorher stark unter Fliegeralarm,

Störungen im Zugverkehr durch Fliegerangriffe

usw. gelitten hatte, kam ganz zum Erliegen.

Wochenlang ruhte der Postbetrieb

gänzlich. Diese Zeit wurde zum Aufarbeiten

der im Postamt lagernden starken Post, die

fast ausschließlich von durchziehenden deutschen

Truppen eingeliefert war, benutzt.

Die im Gefolge des amerikanischen Heeres

sich befindende Feldpost richtete für einen

Tag eine Feldpostannahmestelle in den

Diensträumen des Postamtes ein. In wenigen

Stunden hatte die Feldpost die Räume

für ihre Zwecke hergerichtet, und mittags

wurde mit der Annahme von Feldpostsendungen

begonnen. Es setzte sofort ein lebhafter

Verkehr an den Annahmestellen ein.

Viele Postanweisungen wurden eingezahlt,

und auch vom Paketversand wurde ausgiebig

Gebrauch gemacht. Die Briefauslieferung war

ebenfalls beträchtlich. Die Briefpost wurde sofort

verteilt. Dabei wurden zusammenlegbare

Verteilspinde aus Segeltuch jalousieartig benutzt,

die an einfachen hölzernen Gerüsten

aufgehängt waren und rechteckige Fächer

hatten. Je ein Fach war für jeden nordamerikanischen

Staat bestimmt und entsprechend

beschriftet. Abends wurden alle Sendungen

mit Lastkraftwagen abbefördert und die Einrichtung

wieder abgebrochen.

Am folgenden Morgen rückte die amerikanische

Feldpost wieder ab. Der Kommandant

der inzwischen eingetroffenen Besatzungstruppen

verlangte sofort Angaben über

die monatlichen Ein- und Auszahlungen an

Postanweisungen, Zahlkarten, Zahlungsanweisungen

und im Postsparkassendienst.

Ferner mussten ihm die Monatssummen für

Zahlungen der Sozialrenten mitgeteilt werden.

Er ordnete dann die Zurückziehung und

Sicherstellung aller im Bereich des Postamts

vorhandenen Hitlermarken an. Das Bargeld

von rund 350,- RM wurde bei der Kreissparkasse

deponiert. Mitte Juni konnten nach Beschaffung

von Geld von der Kreissparkasse

hier letztmalig die Sozialrenten für Mai gezahlt

werden.


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 133

175 Jahre Berufsbildende Schulen Duderstadt

von Friedel Nolte

175 Jahre, das klingt ganz schön alt. Aber wir

halten es lieber mit „Man braucht lange, um

jung zu werden!“ Wir könnten auch sagen:

„Man wird nicht alt bzw. älter, das Leben entfaltet

(einen) nur.“

Gegründet wurde die BBS Duderstadt als

„Duderstädter Realienschule“. Auch wenn

heute die BBS Duderstadt in Trägerschaft

des Landkreises Göttingen ist, so versteht

sie sich immer noch als Schule der Stadt

Duderstadt. Ihr ganzes Design, wie es heute

so schön neudeutsch heißt, versucht dieses

zum Ausdruck zu bringen.

Es hat sich schon viel getan in den 175 Jahren.

Standen damals noch als „Lehrgegenstände“

„Schönschreiben in seinem ganzen

Umfange“, „Uebungen im Zeichnen und Copiiren

von Zeichnungen“, Unterricht im „Ausrechnen

gewöhnlicher Exempel mit genannten

Zahlen“ usw. auf dem Plan, geht es heute

um „Marketing Mix“, „Break-Even-Point“,

„Relationale Datenbanken“ etc. Die Auswahl

ist willkürlich, macht den Unterschied jedoch

plastisch deutlich.

In den vergangenen fünf Jahren nahm die

BBS Duderstadt am Schulversuch „Projekt

Regionale Kompetenzzentren“, kurz ProReKo,

Luftbildaufnahme der BBS Duderstadt.

teil, um sich fit zu machen für die Zukunft. Für

die Schule bedeutete dies die tiefgreifendste

Veränderung seit ihrem Bestehen. Kurz, die

Schule wurde selbstständige Dienststelle und

entwickelt sich zum selbstständigen Dienstleister

in der Region.

Die Teilnahme bedeutete auch, sich nicht

mehr auf die bisherigen Erfolgsrezepte zu

verlassen. So ist die Berufsbildende Schule

heute von einer genauen Beobachtung ihrer

Umwelt, ihrer Mitbewerber abhängig. Die

Berufsbildende Schule muss rasch auf Veränderungen

reagieren, da sich die Anforderungen

permanent ändern, neue Berufe, neue

Tätigkeiten entstehen, andere Kompetenzen

sind gefragt.

Es wurden neue Schulformen eingeführt, so

z. B. die Einjährigen Berufsfachschulen Informatik,

Technik für Realschulabsolventen,

die Fachoberschule Ernährung und Hauswirtschaft

usw. Ab dem Schuljahr 2008/09

kommen weitere Schulformen hinzu.

Die Schule wurde Mitglied im Measurement

Valley, der, wenn man es so nennen will, vereinigten

Kompetenz in der Messtechnik in Südniedersachsen.

Vor allem die Schülerinnen und

Schüler der Berufsfachschulen sollen so vor-


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 137

Das Dorf Schönhagen im Spiegel der Statistik um 1840

mitgeteilt von Edgar Rademacher

Um 1840 gehörte Schönhagen

zum von Hanstein-

‘schen Patrimonialgericht

und war denen von Hanstein

zins- und lehnbar. Die

katholische Kirche, Filial

von Birkenfelde, war königlichen

Patronats. Hier

lebten 208 katholische und

8 evangelische Einwohner

in 30 Wohnhäusern mit 15

Ställen und Scheunen. In

der örtlichen Schule unterrichtete

ein Lehrer 17 Knaben

und 19 Mädchen.

Im Ort gab es je zwei Schankwirte und Hausschlächter,

je einen Barbier, Musikanten und

Schuhmacher, je drei Maurer und Knechte

sowie zwei Mägde. Die eine Wassermühle

des Dorfes war mit einem Mahl- und einem

Ölgang als Wechselwerk ausgestattet.

Die Flur umfasst rund 788 Morgen, davon 355

Acker-, 17 Garten- und 244 Wüstland, 4 Morgen

Wiesen und 168 Morgen Gemeinde- und

Privatwald.

Schönhagen liegt auf der Höhe an der Grenze

der Buntsandstein- und Muschelkalkformation

sowie an der Quelle eines Baches, der in die

Leine mündet. Der Boden besteht aus Sand,

Lehm und Ton und ist zu zwei Dritteln trocken,

zu einem Drittel feucht. Das Klima gilt als mittelmäßig.

Es wird die Dreifelderwirtschaft mit

besömmerter Brache angewandt. Der Ertrag

wird als ziemlich schwach bezeichnet. Die

zweischürigen Wiesen liefern 11 Zentner saures

Heu. Gemüse und Obst werden nur wenig

angebaut. Die Waldung besteht aus Buschholz

und liefert zehn Schock Wellen jährlich.

Viehstand: 35 Stück Rindvieh, 18 unveredelte

Schafe, 31 Ziegen und 32 Schweine.

Quelle: Noback, Carl-August: Ausführliche geographisch-statistisch-topographische

Beschreibung des

Regierungsbezirkes Erfurt. Erfurt 1841.

Adolph Menzel von Storm sehr verehrt

von Gerhard Jaritz

Bevor der Dichter Theodor Storm 1856 nach

Heiligenstadt zog, hatte er in Potsdam im

literarischen Zirkel „Tunnel über der Spree“

und beim Kunsthistoriker Franz Kugler die Bekanntschaft

mit Schriftsstellern, wie Paul Heyse

und Theodor Fontane, gemacht. Dort lernte

er auch den Kunstmaler Adolph Menzel kennen.

Kugler brachte damals ein Geschichtswerk

über Friedrich II. heraus, zu dem Menzel

die berühmten Illustrationen schuf. Storm mit

seinem gesunden Preußen- und Junkerhass

hatte mit dem Fridericus-Kult nicht viel

im Sinn, als er aus Heiligenstadt an seinen

Freund Ludwig Pietsch am 13. Dezember

Flügelaltar in der St.-Michael-Kirche Schönhagen.

1861 schrieb: „Ein Verkehr mit ihm [er meinte

Menzel] muss sehr förderlich sein, zumal

Sie keine Gefahr laufen, dem ‚knitterigen Altfritzenthum’

(unglaublich wahr!!) zu verfallen.

Das ist wahrhaftig schade bei Menzel, denn

trotz alledem steckt ein wunderbares Gefühl

der Schönheit in ihm …“

Der sehr kritische Dichter gab stets offen seine

Empfindungen wieder; sonst aber empfand

er „jeder Zeit eine leidenschaftliche Bewunderung“

für den Maler, für sein Genie und

seine Schöpfungen, wie es später Pietsch in

der „Vossischen Zeitung“ erzählte.


140 Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder

Das historische Eichsfeldfoto

Kerbscher Berg in Dingelstädt, um 1925. Archiv Josef Keppler, Lindewerra.

Ehemalige Gastwirtschaft in Dietzenrode, um 1909. Archiv Josef Keppler, Lindewerra.


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 141

Für sein außergewöhnliches Engagement

bei der langjährigen Berichterstattung über

das Leben und Wirken der Kirche im Eichsfeld

wurde Anfang März der Journalist Ernst

Beck (55) mit der Elisabeth-Medaille geehrt.

Diese höchste Auszeichnung des Bistums Erfurt,

verbunden mit den Glückwünschen von

Bischof Dr. Joachim Wanke, überreichte der

Bischöfliche Kommissarius des Eichsfeldes,

Propst Heinz Josef Durstewitz, am 9. März an

Ernst Beck. In seiner Laudatio würdigte der

Kommissarius den Einsatz von Beck mit den

Worten: „Das Wirken von Ernst Beck war und

ist eine Wohltat für das Eichsfeld.“

Wegen einer schweren Erkrankung hatte

Ernst Beck nach 34 Jahren journalistischer

Tätigkeit auf dringendes ärztliches Anraten

Ende Februar die Leitung der Redaktion des

Eichsfelder Tageblattes“ in Heiligenstadt

niedergelegt. TLZ-Chefredakteur Hans Hoffmeister

würdigte bei der Verabschiedung

Becks dessen journalistische Leidenschaft

Wir gratulieren

Elisabeth-Medaille für Ernst Beck

und Kompetenz, sein

Engagement als Redakteur

und die tiefe

Heimatverbundenheit.

Ernst Beck will auch

weiterhin seiner „geliebten

Zeitung“ verbunden

bleiben und nach Maßgabe

seiner Kräfte die

Kirchenseite betreuen.

Berichte aus dem Eichsfeld

Foto: Otto Roth

Auf den Tag genau war

Ernst Beck zwölf Jahre

Leiter der TLZ/ET-Redaktion in Heiligenstadt,

davor vier Jahre Redaktionsleiter der „Mitteldeutschen

Allgemeinen“ (MA). Begonnen

hatte er seine journalistische Tätigkeit beim

„Thüringer Tageblatt“ in Heiligenstadt.

Der Gratulation zur Auszeichnung schließt

sich die Redaktion der „Eichsfelder Heimatzeitschrift“

mit vielen guten Wünschen

an. Red.

aus Meldungen der Thüringer/Eichsfelder Allgemeine, Thüringer/Mühlhäuser Allgemeine,

Thüringische Landeszeitung/Eichsfelder Tageblatt, Eichsfelder Tageblatt (Duderstadt)

zusammengestellt von Edgar Rademacher

Bilshausen. Auf dem Kirchenkreistag Herzberg

wurde unlängst u. a. der neue Stellenplan für den

Kirchenkreis beschlossen. Danach wird die evangelische

Pfarrstelle Bilshausen/Lindau nicht mehr besetzt,

wenn der derzeitige Pastor Reinhard Eckert

in den nächsten Jahren, spätestens 2013, in den

Ruhestand geht. Danach gibt es noch drei evangelische

Pfarrstellen im Untereichsfeld, und zwar

zwei in Duderstadt und eine in Gieboldehausen.

Bornhagen. Mit einem Arbeitseinsatz Mitte Februar

startete der Heimatverein Hanstein/Bornhagen

in das Jubiläumsjahr der Burg. Bei dem Einsatz

wurden fast zugewucherte Wanderwege wieder

geräumt.

Erstmals fand am 9. März ein Ostermarkt auf der

Burg Hanstein statt. Die Gemeinde Bornhagen

und der Kirmesverein hatten die Initiative dazu

ergriffen.

Dingelstädt. Am 14. Februar 2009 ist die Unstrutstadt

genau 150 Jahre Stadt. Für dieses Jubiläum

laufen schon jetzt die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Ab 1. August tritt Roland Genau die Nachfolge von

Heiner Waldmann als Pfarrer der Pfarrei „St. Gertrudis“

an. Genau, der aus Geismar stammt, ist

derzeit Kaplan in der katholischen Pfarrgemeinde

„Herz Jesu“ in Weimar.

Am letzten Februarsonntag wurden Rektor Paul

Julius Kockelmann und die drei Schwestern des

Ursulinenkonvents in einem Gottesdienst in der

Kirche auf dem Kerbschen Berg verabschiedet.

Während Kockelmann seinen Ruhestand fortan

in Heiligenstadt genießt, engagieren sich die drei

Ursulinen in der Leinefelder Bonifatiusgemeinde.

Auch in der Verwaltungsgemeinschaft Dingelstädt

macht sich der Einwohnerrückgang deutlich be-


142 Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder

merkbar, so hat sich die Bevölkerung in den vergangenen

zehn Jahren um rund 400 Personen

verringert. Das sind 4,6 Prozent der Gesamtbevölkerung

in der VG.

Duderstadt. Eine neue Knieprothese aus dem

Hause Otto Bock ist kürzlich in Frankfurt (Main)

mit dem Deutschen Designerpreis in Gold ausgezeichnet

worden.

Am 11. Februar wurden im hiesigen St.-Martini-

Krankenhaus innerhalb einer halben Stunde zwei

Zwillingspärchen geboren.

Das Ferienparadies auf dem Pferdeberg soll in den

kommenden zwei Jahren für 850.000 Euro ausgebaut

werden. Für die Beschaffung der Eigenmittel

in Höhe von 150.000 Euro hat der Diözesanverband

die Aktion „Wir bauen mit“ gestartet.

Sanierungsfehler an der Unterkirche „St. Servatius“

in den 1970er Jahren sind die Ursache dafür,

dass die Sandsteinfassade jetzt mehr und mehr

bröckelt. Mit der Sanierung soll im kommenden

Jahr an der Westfassade begonnen werden.

Innerhalb von 30 Jahren musste nun das Rathausdach

erneut grundhaft saniert werden. Da blieben

kritische Nachfragen zur Ursache nicht aus.

In der Brehmestadt hat es 2007 über 109.000

Übernachtungen gegeben; das sind acht Prozent

mehr als ein Jahr zuvor.

Der Duderstädter Heimatverlag Mecke Druck stellte,

nachdem bereits ein Teil seiner Neuerscheinungen

auf der Frankfurter Buchmesse im Herbst

Interesse an Eichsfeldliteratur auf der Leipziger

Buchmesse. Foto: Carmen Mecke

letzten Jahres präsentiert wurden, erstmals auf

der Leipziger Buchmesse an zwei verschiedenen

Ständen seine neuen Titel aus. Vorgestellt wurde

u.a. auch der kürzlich neu erschienene Eichsfeld-

Bildband. Abgerundet wurde die Verlagspräsentation

durch eine Autorenlesung im Rahmen des

Programms „Leipzig liest“ von Frau Dr. Kirstin

Wappler aus ihrem Buch „Klassenzimmer ohne

Gott“ im Leipziger Schulmuseum.

Der Bezirksjugendseelsorger für das Untereichsfeld,

Martin Wilk (37), soll zum 1. September 2008

neuer Diözesanjugendseelsorger werden. Wilk

folgt damit Pfarrer Martin Tenge, der zum 1. September

als Propst nach Hannover geht.

Sanierungsmaßnahmen an der Industriestraße

haben Ende Februar begonnen.

Mit mehreren Veranstaltungen in diesem Jahr

begeht die Lebenshilfe Eichsfeld ihr 40-jähriges

Bestehen.

Eichsfeld. Der Duderstädter CDU-Landtagsabgeordnete

Lothar Koch (68) hat Ende Februar als

Alterspräsident die konstituierende Sitzung des 16.

Niedersächsischen Landtages eröffnet. In seiner

Ansprache bezeichnete er die gesunkene Wahlbeteiligung

als „Alarmsignal“.

Vom 29. Februar bis 2. März fegte das Orkantief

„Emma“ über das Eichsfeld und hinterließ zahlreiche

Schäden. Hunderte Feuerwehrleute waren

im Dauereinsatz. In Breitenbach war für zwei

Stunden der Strom ausgefallen. In Birkungen

brach eine alte Scheune zusammen. Umgeknickte

Bäume führten zu Behinderungen im Bahn- und

Straßenverkehr.

Wohl wegen des milden Winters sind viele Zugvögel

in diesem Jahr gut vier Wochen früher hier angekommen

als noch vor Jahren. Experten werten

das als offenkundiges Signal für die Folgen des

Klimawandels. Auch Märzenbecher und Bärlauch

waren vier Wochen früher als sonst.

Im Eichsfeldkreis arbeiten 55,6 von 1000 Einwohnern

in der Industrie. Damit liegt das Eichsfeld

über dem Thüringen-Durchschnitt von 54,2. Die

Beschäftigungsdichte in der Industrie zeigt bei den

Nachbarkreisen folgende Werte: Unstrut-Hainich

38,7, Nordhausen 27,1 und Kyffhäuser 34,1.

Der Schafbestand in der Region geht immer weiter

zurück. Gab es in Landkreis Eichsfeld vor der

Wende noch um die 20.000 Schafe, so dürfte

ihre Zahl gegenwärtig bei rund 3000 liegen. Bei

einem Preis von 50 Cent pro Kilo Wolle ist das

kein Wunder.

Faulungen. Wenn hier eine größere Familienfeier

ansteht, müssen sich die „Veranstalter“ in den

Nachbarorten nach einer Lokalität umsehen, denn


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 145

Tiftlingerode. Feuchte Mauern und ein marodes

Dach machen eine Grundsanierung des Bürgerhauses

dringend notwendig. Die Kosten dafür werden

auf ca. 60.000 Euro veranschlagt.

Volkerode. Der 177 Einwohner zählende Heimatverein

der kaum mehr als 250 Einwohner zählenden

Gemeinde will das heimische Wandergebiet

Gobert mit verschiedenen Maßnahmen noch attraktiver

machen.

Wiesenfeld. Schüler des Heiligenstädter Lingemann-Gymnasiums

haben unlängst eine Informationstafel

neben dem Schlittstein aufgestellt. Die

Gymnasiasten haben sich schon seit längerer Zeit

mit diesem Naturdenkmal im Rahmen einer Seminarfacharbeit

beschäftigt.

Wingerode. Im Haus der Begegnung, ehemals

Regelschule, hat jetzt der Jugendclub sein Domizil

gefunden. Träger des Clubs ist die Villa Lampe;

dieser Club ist deren 20. Einrichtung dieser Art.

Worbis. Gemeinsam mit der Kreisverwaltung will

die Stadt Leinefelde-Worbis das ehemalige Kloster

in Worbis zur Grundschule umbauen.

Im Alter von 30 Jahren ist der Bär Mischa im Bärenpark

gestorben. Der Bär war 2002 nach Worbis

gekommen, nachdem er 24 Jahre lang in einem

Käfig in Grimma hatte vegetieren müssen.

Aus der Nachbarschaft

Kirche, Kultur und Traditionen

Mühlhausen. Die weit über die Region hinaus bekannten

„Hainich-Musikanten“ haben nach Zoff mit

ihrer Agentur aufgegeben. Seit 1981 gab es das

Orchester aus Kammerforst.

Von den 3203 Grundschülern des Unstrut-Hainich-

Kreises besuchen derzeit 2060 einen Schulhort.

Das sind knapp zwei Drittel der Schüler der staatlichen

Grundschulen.

Mehrere tausend Euro erbeutete ein bewaffneter

Räuber am Abend des 28. Februar in einem Supermarkt

in der Sondershäuser Straße.

330 Jahre „Große Wallfahrt“ in Germershausen

Der Wallfahrtsort Germershausen feiert in diesem

Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Seit 330 Jahren

kommen die Wallfahrer und Wallfahrerinnen

nach Germershausen, um zum Gnadenbild „Maria

in der Wiese“ zu beten. Die Wallfahrtskirche „Mariä

Verkündigung“ zeigt sich zum Jubiläum auch im

neuen Gewand. Die Freilegung der historischen

Malereien im Altarraum sowie die Neugestaltung

des Kreuzes über dem Altar und des Tabernakels

mit einer goldenen Gloriole sind abgeschlossen.

Germershausen ist ein kleines Dorf mit 270 Einwohnern.

Der Ort hat nie große Geschichte gemacht.

Aber ein Kleinod ist hier verborgen. Das

Gnadenbild der Muttergottes mit dem Jesusknaben

darstellend, vor dem unzählige Christen von

nah und fern gebetet, geseufzt, gejubelt und gedankt

haben. „Maria in der Wiese“ spendet den Pilgerinnen

und Pilgern seit Jahrhunderten Trost und

Hoffnung. So bietet Germershausen für die Wallfahrerinnen

und Wallfahrer auch heute noch einen

besonderen Ort der Zuflucht. Die älteste Urkunde,

die Germershausen ausdrücklich als Wallfahrtsort

bezeichnet, stammt aus dem Jahre 1678. Hierbei

handelt es sich um eine Rechnung für Wein und

Hostien auf der Wallfahrt. Allerdings wird angenommen,

dass schon weitaus früher Menschen

nach Germershausen gekommen sind, um zum

Gnadenbild zu beten. Denn das Entstehungsdatum

der Muttergottes-Statue wird zwischen 1400

und 1450 beziffert.

Germershausen ist der einzige Marien-Wallfahrtsort

in der Diözese Hildesheim. Auch heute kommen

zur „Großen Wallfahrt“ noch 5000 Pilger und

Pilgerinnen. So ist der Besuch einer Wallfahrt in

Germershäuser Wallfahrtskirche „Mariä Verkündigung“.


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 147

fer und Josef Diederich. Gisela Wüstefeld erinnerte

sich, wie sie als Kind de Joseppeswollfoahrt erlebte.

Michelle Lang, sie errang den 1. Platz im Plattdeutschen

Lesewettbewerb der Sparkassen, interpretierte

die Doppeldeutigkeit von dän Fählträtt. Dat

plattdütsche Klärchen met Breuern Uwe und Theo

sowie Martin Pröckl, Angelina Rhode und Jennifer

Peschka führten einen Sketch auf, wie es auf

dem Bauernhof Anfang des vorigen Jahrhunderts

zuging. Lenchen Laake erzählte in schlesischer

Mundart von dem jungen Mann mit zwei Schwiegermüttern.

Wischen (Barbara Bömeke), schnüff

dek, wurde von ihr sowie Anni Gerhardy und Bärbel

Weinrich in ulkiger Form dargeboten. Dat Malheur

bien Osterputz un dä falsche Osterhoase trugen

Saskia Bömeke und Christine Kaiser von der

Plattdeutsch-AG Nesselröden (Leitung Reinhold

Frölich) vor. Einige der Alt-Akteure hatten einen

weiteren Beitrag parat und Christoph Schmidt gab

„Hochwürden ut Jützenbach“ zum Besten. Selbst

in den Pausen gab es keinen Stillstand. Die Brehmetaler

Musikanten unterhielten immer wieder mit

bekannten Melodien. Niemand von den Anwesenden

sollte an diesem Nachmittag leer ausgehen:

es gab Kaffee und Kuchen und alle Akteure erhielten

vom Präsidenten ein Geschenk in Form eines

Osterhasen.

Gerhard Germeshausen

VEH auf dem Hanstein

Von April bis in den Oktober dieses Jahres feiert

man in der Gemeinde Bornhagen und natürlich

auch auf dem gesamten Eichsfeld das 700-jährige

Jubiläum der Burg Hanstein. Auch wenn die

Jahreshauptversammlung des Vereins für Eichsfeldische

Heimatkunde nicht zu den offiziellen Feierlichkeiten

der Burg gerechnet wurde, gehört diese

Veranstaltung - wie das Vereinstreffen vor 100

Jahren - zu den bedeutenden Zusammenkünften

des größten Thüringer Geschichtsvereins und war

gleichermaßen ein Auftakt für das Jubiläum, ging

es doch im Festvortrag wie im Begleitprogramm

um den Hanstein als eine der bedeutendsten und

schönsten Burgruinen Mitteldeutschlands.

Auf dem Parkplatz nahe dem Hotel „Zweiburgenblick“

hatten sich vorab zahlreiche Heimatfreunde

zu einer Führung durch die Burg eingefunden. Der

sehr aktive ehemalige Geschichtslehrer und engagierte

Heimathistoriker Elmar Golland, ein profunder

Kenner der Eichsfeldgeschichte, führte mit

großer Sachkenntnis durch die Burgruine.

Josef Keppler mit der Burg Hanstein in Keramik,

angefertigt von Manuela Hofmann aus Lindewerra.

Mit viel Wissen um die 700-jährige Geschichte

zogen die Teilnehmer anschließend in den Rittersaal

des „Klausenhofes“ in Bornhagen ein. Altes

Gemäuer übt auf Heimatkundler offenbar eine

starke Anziehungskraft aus, denn es wurde eng

im Rittersaal, wo Vereinsvorsitzender Peter Anhalt

und die Vorsitzende des Heimatvereins Hanstein-

Bornhagen, Manuela Röhrig, die zahlreichen Gäste

begrüßten.

Peter Anhalt konnte in seinem Rechenschaftsbericht

auf gute Erfolge des Vereins auf dem Gebiet

der Geschichts- und Vereinsarbeit verweisen.

Schwerpunkt der JHV war der Vortrag von Josef

Keppler aus Lindewerra: „… alle hundert Jahre

Festes dröhnende Fanfare“ - Zur Geschichte der

Burg Hanstein zwischen der 600- und der 700-

Jahr-Feier. Er behandelte, basierend auf bisher

meist unbekannten Dokumenten, die Burggeschichte

der letzten 100 Jahre, die auf besondere

Weise ein Spiegelbild der Landes- und der

Eichsfeldgeschichte in ihrer Situation als eichsfeldische

Grenzfeste bis in jüngste Vergangenheit

darstellt.

Eine ausführliche Burggeschichte, an der namhafte

Autoren mitwirkten, wird Ende April im Verlag

Mecke Druck erscheinen.

Text und Foto: Heinz Scholle


150 Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder

Jahre alt. Appell, Johannes, † 30.04.1688, 67

Jahre alt. Appell, Johann Anton, * 17.02.1715,

Appell Anton u. Elisabeth. Appell, Katharina , †

25.04.1693, 50 Jahre alt. Appel, Johann Caspar, †

16.04.1698, 5-6 Jahre. Arend, Joh. Martin, Nesselröden,

∞ 20.02.1781 Kellner, Maria Magdalena, *

04.04.1752. Auges, Georg, † 16.11.1685, 90 Jahre.

Auges, Margaretha, † 21.10.1688, 60 Jahre. Aus-

Liebe Leserinnen und Leser,

noch einmal geht es um ein Jubiläum in diesem

Jahr. Der dieses Mal gesuchte Ort kann - wie andere

- auf seine urkundliche Ersterwähnung vor

825 Jahren zurückblicken und wird dieses Ereignis

auch feiern. Sein Name ergibt sich aus den zweiten

Buchstaben nachstehender Lösungswörter, die

aus den unten stehenden Silben gebildet werden

können.

1. Ort im Eichsfeldkreis an der ehem. Bahnlinie

Bleicherode-Herzberg

2. Einziger katholischer Wallfahrtsort im Mühlhäuser

Teil des Eichsfeldes

3. Dorf im Südeichsfeld

4. Warenausfuhr

5. Dorf bei Uder

6. Höhendorf am Rande des Westerwaldes

7. Eichsfelder Musikantendorf

8. Dorf im Untereichsfeld, Ortsteil von Duderstadt

9. Dorf bei Uder, Spitzname: Rilpse

Eichsfeldern wird bekanntlich ihr frohes Wanderblut

nachgesagt und so geschah es denn auch,

dass sie sich auf einer Schiffsreise befanden.

Durch einen Virus erkrankten viele der Passagiere

am Gelbfieber. Auch ein Grobschmied, der sich an

Bord befand, bekam heftige Kopfschmerzen, das

ausdauernde Fieber, Blutungen und Gelbsucht. Er

lag schwer danieder.

Trotz der schweren Krankheit bekam er Appetit

auf Sauerkraut und Schweinefleisch. Daraufhin

bereitete ihm der Schiffskoch das gewünschte

Essen zu. Der Grobschmied aß und gesundete

Kennen Sie das Eichsfeld?

tmeier, Anton, 27 J., Rollshausen, ∞ 20.11.1834,

Jung, Elisabeth, * 02.03.1813. Auwen, Elisabeth,

† 08.05.1672 Ehefrau des Franz Auwen.

Anfragen und Hinweise bitte an Alois Scholz,

Taschenberg 3, 99734 Nordhausen, Tel. 03631-

998038, E-Mail Scholz-Nordhausen@gmx.de.

10. Ehem. hansteinsches Rittergut bei Arenshausen

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Ihre Lösung schicken Sie bitte

bis zum 12. April 2008 per

Postkarte an die

Redaktion EHZ

Verlag Mecke Druck

Postfach 1420

37107 Duderstadt

Der Gewinner erhält das Buch

„Klassenzimmer ohne Gott“.

Eichsfelder Anekdote

Süren Köhl unn Schwienefleisch

von Anneliese Blacha

Die Lösung des letzten Rätsels lautete: Nesselröden

(NoRwegen, EgOist, SeEburg, SüDen, EiErlikör,

LiNdau. oe = ö)

Das Buch „Unser schönes Eichsfeld“ hat unser

Leser Gerhard Hube, Delitzsch, gewonnen. Herzlichen

Glückwunsch.

alsbald wieder. Nun begab es sich, dass sein

Zimmernachbar, ein Schneider, auch Gelbfieber

bekam. Also bekam dieser auch Sauerkraut und

Schweinefleisch vorgesetzt. Bei diesem wurde es

aber schlimmer, er bekam dazu noch Gelbsucht

und Nierenversagen und verstarb.

Daraufhin prägten die anderen folgenden Vers:

„Süren Kohl unn Schwieneflaisch,

äß gut fers gable Fieber,

abber - nur ver de Grobschmeede,

nitt fer de Schnieder!”


152 Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder

Hoch im Boggen,

Hätt das Fier sich verfeert,

Das worr aem nach nit passeert,

Drim hätt sich‘s värr Angst geduckt

Un sich gar nit meh gemuckt.

Jetzt worr witter nischt z‘ machen,

Daenn d‘ Schinn

Luck nu in d‘r Aschen drin

Un met ehr d‘ scheenen Sachen.

Als d‘r Haufen

Kreit anfung sich z‘ verlaufen,

Heerte me än Jungen krische:

„Gucket do, d‘ Haeringsfische!“

„Wo daenn? Wo?“ „In d‘r Aschen län s‘ ja

Massenhaft wie hängeseet.“

„Ei, die naehmen me uns meet.“

Glich sin se d‘mank gehekert,

Un se han nu rusgestekert

All d‘ scheenen Brothaeringe.

Neues Hanstein-Buch in Vorbereitung

Hans-Dieter von Hanstein (Hg.): Burg Hanstein

- Zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen

Grenzfeste. Duderstadt 2008, 296

Seiten, zahlreiche Schwarzweiß- und Farbabbildungen,

ISBN 978-3-936617-48-1. EUR 19,95.

Auf Hochtouren laufen im Verlag Mecke Druck

gegenwärtig die Arbeiten zur Druckvorbereitung

für das Hanstein-Buch, das rechtzeitig zu Beginn

der Feierlichkeiten zum 700-jährigen Jubiläum der

Burg Ende April vorliegen soll.

Dem vom Familienverband der von Hanstein mit

der Herausgabe betrauten Dipl.-Theol. Studienrat

Hans-Dieter von Hanstein aus Goslar gelang es,

gemeinsam mit Anne von Hanstein, Göttingen,

und Carola von Fischer geb. Freiin von Hanstein,

Hamburg, für das anspruchsvolle Werk namhafte,

sachkundige Autoren für das Thema, die fundierte,

faktenreiche Darstellung der wechselvollen siebenhundertjährigen

Burggeschichte zu gewinnen.

Dass diese gleichzeitig auch eine mindestens

ebenso lange Familiengeschichte eines eichsfeldischen

Adelsgeschlechts ist, das zunächst

von der Stammburg her Sicherungs- und Schutz-,

später von Rittersitzen aus Gerichts- und Verwaltungsaufgaben

wahrzunehmen hatte, macht Hans-

Dieter von Hanstein in den Kapiteln über die Familie

und ihr Wappen sowie über das Hansteinsche

Gericht deutlich.

Dr. Peter Aufgebauer befasst sich in mehreren

Kapiteln mit Grundsteinlegung und Burgbau ab

Das worr än gefungen Fraessen.

Als se die nu uffgegaessen,

Worren alle guder Dinge.

Dach d‘ scharfe Haeringskost

Machte firchterlichen Dost,

Un äs hungen

Alle Zungen

Us d‘m Halse schlapp un driege.

„Kamme daenn känn Dreppchen kriege?

Gitt‘s daenn gar nischt meh z‘m Leschen?“

Alle laechzten, alle kreschen,

Als se belkten wie d‘ Narren,

Heerte me aen Wagen knarren.

Faesser Beer, än ganzes Fudder

Broochte Kochs Anres us Uder,

Un nu fung än Leschen an,

Daß me‘s nit beschriebe kann.

Aus: Martin Weinrich: Därre Hozel un driege Quitschen.

Heiligenstadt 1922, S. 40-44.

1308, mit dem Ludwigstein

als „Gegenhanstein“, den

Fehden zu Ende des Mittelalters

sowie mit der „Wiederentdeckung“

der Burgruine

zur Zeit der Romantik.

Bedeutende Ereignisse der

Jahrhunderte dazwischen

behandeln Elmar Golland

und Thomas T. Müller, die

das Leben des berühmten

Ritters Werner, den „Burgfrieden“, die Reformation

und die unruhigen Zeiten des Dreißigjährigen

Krieges beleuchten.

Die Geologie des Burgareals untersucht Experte

Dr. Heinz-Gerd Röhling, und der Archäologe Dr.

Thomas Küntzel klärt die Bedeutung der „Alten

Burg“ in der Nähe des Hansteins.

Nachdem Hans-Dieter von Hanstein über „Mönchslist

und Pfaffentrug“ in einer Ritter- und Geistergeschichte

von 1800 berichtet hat, wendet sich Josef

Keppler der Zeit des 20. Jahrhunderts mit der 600-

Jahr-Feier 1908 und den damit verbundenen Erhaltungsarbeiten

an der Burg zu. Ausführlich geht

der gleiche Autor auch auf die Situation der Burg

während ihrer Lage im Grenzgebiet der DDR ein

und schildert Enteignung und Jugendherbergspläne,

die Mühen um die Erhaltung in den 40er und

50er-Jahren sowie - aus eigenem Erleben - Hintergründe

und Probleme um die von eichsfeldischen

Denkmalpflegern 1985 begonnenen Sicherungsarbeiten

an der Burgsubstanz.


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 153

Die Gegenwart und die Zukunft der Burg Hanstein

werden abschließend noch einmal von der Familie

von Hanstein, vom Bornhagener Bürgermeister

und vom örtlichen Heimatverein betrachtet,

bevor Josef Keppler zu einem reich bebilderten,

anschaulichen Rundgang durch die Burg Hanstein

und zu einem Besuch der katholischen Rimbacher

Kirche einlädt.

Zahlreiche z. T. bislang unbekannte Tatsachen und

Johannes Gerhardt: Der Erste Vereinigte Landtag

in Preußen von 1847. Untersuchungen zu einer

ständischen Körperschaft im Vorfeld der Revolution

von 1848/49. Quellen und Forschungen zur

Brandenburgischen und Preußischen Geschichte

Band 33, 310 Seiten, 26 Abb., ISBN 978-3-428-

12379-7, Euro 87,80.

Der hier vorzustellende Titel enthält keine direkten

Bezüge zum Eichsfeld, ist aber trotzdem für die

Geschichte des Eichsfeldes von Relevanz. Das

Eichsfeld, seit dem Luneviller Frieden 1802 und

erneut nach dem kurzen Intermezzo der Zugehörigkeit

zum Königreich Westphalen ab 1813, der

Niederlage Napoleons in den Befreiungskriegen

preußisch, ist für die Zeit der Zugehörigkeit zu

Preußen bisher kaum Gegenstand von Untersuchungen

staats- und verfassungsrechtlicher Art

gewesen. Dieser Gegenstand bildet ein Desiderat

der eichsfeldischen Geschichtsforschung.

Dieses kann nur beseitigt werden, wenn man die

Geschichte Preußens für diesen Zeitabschnitt

einbezieht. Dabei gilt es, diesen Bestandteil preußischen

Besitzes richtig einzuordnen. Aus diesem

Grunde sollten entsprechende Veröffentlichungen

auf dem Eichsfeld zur Kenntnis genommen werden.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem

Ersten Vereinigten Landtag in Preußen, der vom 11.

April bis zum 22. Juni 1847 im Berliner Stadtschloss

tagte, einen Höhepunkt des vormärzlichen preußischen

Parlamentarismus bildete und für dessen

weitere Entwicklung von entscheidender Bedeutung

war. In diesem Landtag, eine ständisch gegliederte

Körperschaft, waren Abgeordnete der Stände aller

preußischen Provinzen, also auch der Provinz

Sachsen, der das Eichsfeld zugehörte, vertreten.

Nach einer Einleitung, in der Leitfaden und Erkenntnisziele,

der Forschungsstand und auch die

wesentlichen Fragen für die beiden Hauptteile der

Arbeit referiert werden, schließen sich diese an.

Der erste Hauptteil beschäftigt sich mit der Diskussion

der preußischen Verfassungsfrage im Jahre

1848. Neben einer problemorientierten Einleitung

Buchbesprechungen

Bilddokumente dürften das Buch für all jene interessant

machen, die in der Burg Hanstein gern „eine

der schönsten Burgruinen Mitteldeutschlands“ und

einen Touristenmagnet auf eichsfeldischem Gebiet

im thüringisch-hessisch-niedersächsischen Dreiländereck

sehen und mehr von der markant über

dem Werratal thronenden Burg erfahren wollen,

die bis in jüngste Vergangenheit eine „Grenzfeste“

war. -epp-

wird im Wesentlichen dieser

Landtag als Forum der

Auseinandersetzung zwischen

verschiedenen konservativen

Gruppierungen

untersucht. Der Autor geht

aus guten Gründen von der

bisherigen holzschnittartigen

Trennung in liberale

und konservative Abgeordnete

ab und weist nach,

dass die Landtagabgeordneten

weitgehend als konservativ eingeschätzt

werden müssen, die aber in sich stark differenziert

waren. Der zweite Hauptteil der Arbeit beschäftigt

sich mit dem Landtag als sozialen Ort politischer

Eliten. Dabei wird die ständische und konfessionelle

Zusammensetzung untersucht (übrigens waren

die Katholiken auf dem Landtag im Vergleich

zum Anteil an der Gesamtbevölkerung Preußens

unterrepräsentiert), die Arbeit in den Abteilungen

des Landtages, die Zusammenarbeit zwischen

König und Ministern und unter diesen, die Zusammenarbeit

zwischen Ministerialbürokratie und den

Landtagsabteilungen analysiert und die Faktoren

politischer Zusammenschlüsse der Abgeordneten

unter den Gesichtspunkten von Gruppierungen und

der Versammlungs- und Kommunikationsräume

dargestellt. Das Ergebnis der Arbeit wird in den

10-seitigen Schlussbemerkungen dargestellt. Ein

umfangreicher Quellen- und Literaturnachweis und

ein Personenregister schließen den Band ab.

Der Landtag bot vielen Akteuren, die in der Folgezeit

bis weit in das Kaiserreich eine bedeutende

Rolle spielten, Gelegenheit, parlamentarische Erfahrungen

zu sammeln. Insofern ist er durchaus

eine „Schule des Parlamentarismus“ gewesen, für

dessen weitere Entwicklung er eine nicht zu überschätzende

Bedeutung besaß. Daneben ist als

besonderes Ergebnis der Arbeit die Neudefinition

der historisch-politischen Kategorie Konservatismus

anzusehen. Paul Lauerwald


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 155

Lengefeld war eine Aktion des Eichsfelder Adels

und Klerus. Mit diesem Beitrag greift er erneut das

Thema seiner auch veröffentlicht vorliegenden Magisterarbeit

auf.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die

Geschehnisse der dem Eichsfeld unmittelbar benachbarten

Reichsstadt Mühlhausen ebenfalls

einen großen Raum in dem voluminösen Band

einnehmen.

Der Band stellt eine wertvolle Zusammenfassung

des derzeitigen Forschungsstandes zum Bauern-

Im Februarheft der Eichsfelder Heimatzeitschrift

hatten wir in der Rubrik „Das historische Eichsfeldfoto“

zwei Fotos mit Eichsfelder Trachten veröffentlicht

und in der Unterschrift dem Trachtenfest 1915

in Marth zugeordnet.

Herr OMR Dr. Roman Georg Hepke (88) aus Nordhausen,

gebürtig aus Reinholterode, ließ uns jetzt

durch unseren Leser Alois Scholz, ebenfalls aus

Nordhausen, mitteilen, dass die genannten Fotos

beim Trachtenfest in Reinholterode Anfang

„Zauber der Zupfmusik“

Konzert am 27. April 2008 in der St.-Martins-Kirche

in Heiligenstadt mit dem Mandolinenorchester

„Eichsfeldia“ Struth e.V. Beginn: 17.00 Uhr, Einlass

ab 16.00 Uhr

Karten erhalten Sie ab sofort im Vorverkauf für 7,-

Euro in Heiligenstadt:

- Vodafone Shop F. Sternadel, Knickhagen 1

- Buchhandlung Multhauf, Wilhelmstr. 15

- Tee & Kaffeehaus, Marktplatz 2

in Mühlhausen:

- Schuh-Tasch, Görmar Str. 58

- Groß, Werbung & Druck, Gierstr. 58

Weiterhin sind Karten an der Abendkasse erhältlich

für 8,- Euro.

Wallfahrtsprogramm 2008

im Jubiläumsjahr

„330 Jahre Große Wallfahrt“

17. April 2008, 14.30 Uhr: Seniorenwallfahrt mit

plattdeutschem Gottesdienst.

Leserbrief

Veranstaltungen

krieg zwischen Harz und Thüringer Wald dar, bietet

in vieler Hinsicht neue Erkenntnisse und Aussagen

zu den Geschehnissen im Jahre 1525 und ihrer

Vorgeschichte und muss entsprechend auch von

den Freunden der eichsfeldischen Geschichte zur

Kenntnis genommen werden.

Umfang, Vielfalt und Preis stehen in einem für

wissenschaftliche Publikationen angemessenen

Verhältnis.

Paul Lauerwald

der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts

gemacht wurden. Zu den Fotos wurden noch folgende

Informationen gegeben:

Oberes Foto: Zweiter von links: Inspektor Andreas

Bergmann, rechts: Lehrer Ballhaus aus Bernterode/Wipper.

Liegend rechts: Albert Simon.

Unteres Foto: Obere Reihe Mitte: Bernard Gümpel,

links daneben: Maria Hey. Ganz rechts: Rosa Meise,

ganz links eine Simon. Vordere Reihe zweiter

von rechts: Albert Simon.

Heimatverein Goldene Mark

29. April 2008, 19.30 Uhr. Jahreshauptversammlung

des Heimatvereins Goldene Mark. Mit einem

Vortrag von PD Dr. Peter Aufgebauer (Göttingen):

„Zum Wohle der Jakobspilger - Eine Duderstädter

Bruderschaft und ihr Hospital“. Duderstadt, Pfarrzentrum

St. Cyriakus.

Veranstaltungen im Naturpark

Eichsfeld-Hainich-Werratal 2008

6. April 2008: Barrierefreie Wanderung von Birkungen

nach Niederorschel mit Udo Holluba. Info:

036083/46646

12. April 2008, 14.00 Uhr: Tunnelwanderung mit

Fackeln auf der ehemaligen Kanonenbahnstrecke

mit Siegbert Schmidt, 8 km. Treffpunkt: Eiscafe

Ortsausgang Büttstedt. Info: 036075/61395

13. April 2008, 10.00 Uhr: Wanderung mit Klaus

Röhrig über den „Hansteiner Burgfrieden“ mit

Burgführung. Info: 036081/61422

30. April 2008, 19.00 Uhr: Wanderung mit Uwe Vogt,

Treffpunkt: Parkplatz Rimbach. Info: 036081/40798


156 Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder

Wallfahrtskalender Mai 2008

1. Mai, Männerwallfahrt Klüschen Hagis, 9.15 Uhr

Wallfahrtshochamt; 11.00 Uhr Feierstunde

1. Mai, Schönstatt-Wallfahrt Heiligenstadt, 10.00

Uhr Hochamt

4. Mai, Frauenwallfahrt zum Kerbschen Berg, 9.00

Uhr Wallfahrtshochamt; 11.00 Uhr Feierstunde

4. Mai, Frauenwallfahrt Germershausen, Wallfahrtsamt

12. Mai, Bonifatiuswallfahrt zum Brink, 9.00 Uhr

Kreuzweg; 10.00 Uhr Wallfahrtshochamt

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie haben selbst die Möglichkeit, Gratulationen

oder andere wichtige Personalia in unserer Heimatzeitschrift

kostenlos zu veröffentlichen. Bitte

haben Sie Verständnis, dass nur Zuschriften berücksichtigt

werden, die in der nächstfolgenden

Ausgabe publiziert werden sollen. Bitte verwenden

Sie dazu ausschließlich das auf der vorletzten Seite

abgedruckte Formular.

Ascherode. Wir gratulieren zur goldenen Hochzeit:

Heinrich und Brigitte Tressel; zum Geburtstag: Ulrich

Wenzel (67), Frieda Springer (86); Beberstedt. Wir

gratulieren zum Geburtstag: Otto Schilling (68),

Joseph Stöber (85), Horst Donnerstag (75), Kuno

Breitenstein (67), Maria Steufenbeil (84), Alfons

Vaterodt (75), Max Lungershausen (80), Walter Wiehe

(65), Alfred Döring (69), Benno Schollmeier (72),

Ludwina Breitenstein (67), Paul Hebenstreit (71),

Herbert Wagner (72), Heinrich Breitenstein (77);

Berlingerode. Wir gratulieren zum Geburtstag: Hans-

Hubert Klinkowski (80), Heinz-Josef Klinkowski (75),

Heinz Heider (74), Elfriede Ellendt (67), Anna Dietrich

(77), Margot Langlott (76), Magdalena Kahlert (73),

Heinrich Heddergott (77), Wilhelmine Schneider (77),

Elisabeth Czajor (79), Günther Bley (67), Wilhelmina

Hampe (67), Josef Bertram (70), Maria Luise

Lichtenberg (67), Adelheid Müller (75), Joseph Iseke

(79), Paul Katkowski (71), Irmgard Schwedhelm (72),

Rita Kellner (74), Klemens Herwig (66), Hildegard

Zauske (77), Agnes Mursal (72), Dorothea Drobe (66),

Ingeborg Leineweber (65), Maria Liemen (74), Detlev

Winkel (67), Irmgard Dornieden (76), Zita Lichtenberg

(84), Helmut Drobe (67), Anton Nordmann (72),

Hedwig Nickel (77), Wilhelmine Schwethelm (75),

Maria Luise Kahlert (68), Ida Heddergott (75), Alfons

Hampe (79); Bernterode. Wir gratulieren zur goldenen

Hochzeit: August und Margaretha Busse; zum

Geburtstag: Dieter Becker (66), Maria Solf (76),

Dorothea Huke (65), Dorothea Weinrich (83), Helga

Personalien (ohne Gewähr)

12. Mai, Gottesdienst am Dünkreuz, 10.00 Uhr

Gottesdienst

16. Mai, Heilig-Blut-Wallfahrt nach Walldürn, 5.00

Uhr Beginn der Fußwallfahrt

18. Mai, Hauptwallfahrt zum Hülfensberg, 10.00

Uhr Hochamt

18. Mai, Cyriakuswallfahrt zur Werdingshäuser Kirche,

10.30 Uhr Wallfahrtshochamt Kirche,

21. Mai, Wallfahrtshochamt in Walldürn, 12.00 Uhr

Hochamt

31. Mai, Jugendwallfahrt nach Erfurt, 9.30 Uhr

Wallfahrtshochamt

Pfeifenbring (68), Christa Kluge (73), Johann

Rautenberg (71), Hedwig Bader (81), Elvira Winter

(67), Günter Worm (65), Ilse Lutze (79), Hedwig Kohl

(85), Gertrud Kohl (78), Heinrich Dietrich (71);

Bickenriede. Wir gratulieren zum Geburtstag: Edda

Bode (66), Rosemarie Thiel (63), Alice Huke (71),

Herbert Saul (66), Maria Schröter (83), Emma Ludwig

(71), Gisela Mehler (79), Angela Roth (81), Regina

Funke (82), Paula Goldmann (66), Julitta Schröter

(62), Maria Schwarzkopf (68), Rosa Maria Vogt (69),

Doris Ebel (66), Edith Krowiorsch (72), Helga

Heddergott (83), Odo Roth (88), Ludwig Hey (64),

Waltraud Trapp (71), Wilhelmine Wolf (86), Josef

Richardt (75), Rita Drößler (80), Ewald Ladermann

(74), Margaretha Günther (86), Gerhard Heddergott

(74), Veronika Wroblewski (78), Gertrud Böttcher (71),

Erich Hülfenhaus (70), Winfried Montag (61), Paul

Palmer (70); Bischofferode. Wir gratulieren zur goldenen

Hochzeit: Hubert und Ruth Helbing;

Bodenrode. Wir gratulieren zum Geburtstag: Maria-

Elisabeth Kanngiesser (74), Johanna Lindenbauer

(80), Günter Jahn (72), Erich Jüngmann (87), Imelda

Rohrberg (85), Heinrich Gutbier (71), Günter

Rosemann (73), Hermine Föllmer (72), Katharina

Stöber (70); Böseckendorf. Wir gratulieren zum

Geburtstag: Karl Heinz Hess (66), Gerhard Fidorra

(70), Siegfried Groß (70), Hans-Jürgen Bauermeister

(65), Roland Hamatschek (71), Hubert Deppe (67);

Brehme. Wir gratulieren zum Geburtstag: Anna

Skowronnek (66), Renate Kirches (65), Maria

Gabrielscheck (73), Rita Gatzemeier (65), Herbert

Busse (75), Elisabeth Busse (75), Karl Heinz

Gatzemeier (71), Charlotte Auge (91), Alfred Dransfeld

(86), Wigbert Busse (80), Reinhold Haase (72), Hugo

Knauf (75), Maria Iseke (74), Elvira Iseke (68), Heinrich

Müller (70), Adolf Busse (73), Erich Busse (75), Werner

Klippstein (76), Heinz Brauner (65), Franz Gatzemeier

(76), Margaretha Gatzemeier (72), Maria Haase (73),

Siegfried Wiegandt (66), Annita Dornieden (70), Maria

Hesse (65), Walter Gatzemeier (72), Emma Müller

(72), Heribert Schäftlein (68), Helmut Willhelm (70),


Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder 159

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werden nur schriftlich und nur für die nächstfolgende Ausgabe beim Verlag entgegengenommen. Eine

telefonische Übermittlung und Übermittlung per E-Mail können nicht bearbeitet werden. Eine redaktionelle

Bearbeitung behält sich der Verlag vor. Redaktionsschluss ist der 10. des Vormonats.


160 Eichsfelder Heimatzeitschrift – Die Monatsschrift für alle Eichsfelder

Josef Keppler: Zur Situation im Heiligenstädter

Postbetrieb und Fernsprechverkehr 1945/46 121

Dr. Helmut Godehardt: Landsteuerzahler aus den

Dörfern Geisleden, Mengelrode und Reinholterode

im Jahr 1548 122

Dr. Günther Wiegand: Verbraucherschutz im

18. Jahrhundert 125

Dieter Wagner: Die St.-Servatius-Kirche -

200 Jahre ev.-luth. Kirche in Duderstadt 126

Susan Müller, Steffen Schüler, Anne Severin:

Wasser - prägendes Element in der Entwicklung

der Stadt Heiligenstadt 130

175 Jahre Berufsbildende Schulen Duderstadt 133

Gerhard Rexhausen: Das Standbild des hl. Nepomuk

an der Hahlebrücke in Gieboldehausen 134

Richard Linke: Obstbau auf dem Eichsfeld 136

Edgar Rademacher: Das Dorf Schönhagen im

Spiegel der Statistik um 1840 137

Gerhard Jaritz: Adolph Menzel von Storm sehr

verehrt 137

Eichsfelder Heimatzeitschrift - Die Monatsschrift für alle Eichsfelder

Internet: www.meckedruck.de/eichsfeld

Herausgeber: Mecke Druck und Verlag für den

Heimat- und Verkehrsverband Eichsfeld e.V.

Redaktion: Gerhard Germeshausen,

Josef Keppler, Helmut Mecke,

Edgar Rademacher

E-Mail-Adresse ausschließlich für

Beiträge und redaktionelle Mitteilungen:

redaktion.eichsfeld@meckedruck.de

Verlag, Herstellung und Anzeigenannahme:

Mecke Druck und Verlag, Inh. Helmut Mecke e.K.

Postfach 1420, 37107 Duderstadt (Eichsfeld)

Telefon Vertrieb: (05527) 981922

eMail: hz.eichsfeld@meckedruck.de

für Mitteilungen an die Vertriebsabteilung Eichsfelder

Heimatzeitschrift

Telefon Anzeigenberatung:

(05527) 98 19 20, Fax (05527) 98 19 39

RG Göttingen HRA 101158

Anzeigenschluss am 20. eines jeden Monats

Adressenänderungen werden vom Verlag nur

schriftlich entgegengenommen.

Inhaltsverzeichnis

Titelbild: Frühling in Sickenberg. Foto: Josef Keppler

ISSN 1611-1648

Stadt Duderstadt: Die Henker von Duderstadt 139

Anne Severin: Aufruf an die Ortschronisten und

Ortsheimatpfleger des Eichsfeldes 139

Das historische Eichsfeldfoto

Wir gratulieren

140

Red.: Ernst Beck

Berichte aus dem Eichsfeld mitgeteilt von

141

Edgar Rademacher 141

Kirche, Kultur und Traditionen 145

Aus den Eichsfelder Vereinen 146

Kennen Sie das Eichsfeld? 150

Eichsfelder Anekdote 150

Eichsfelder Mundart 151

Neues Hanstein-Buch in Vorbereitung 152

Buchbesprechungen 153

Leserbrief 155

Veranstaltungen 155

Personalien 156

Redaktionsadresse: Eichsfelder Heimatzeitschrift

Postfach 1420, 37107 Duderstadt (Eichsfeld), Fax (05527) 98 19 39

Manuskripte - in neuer Rechtschreibung verfasst - und Fotos senden Sie bitte

ausschließlich an die Redaktion. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns zu einem

Ausdruck auch Ihre Text-Datei, auf Diskette oder über eine E-Mail, zur Verfügung

stellen würden. Für unaufgefordert zugesandte Unterlagen wird keine Gewähr

übernommen. Eingangsbestätigungen erfolgen nicht. Eine persönliche Abgabe von

Manuskripten ist im Verlagsbüro Mecke Druck, Christian-Blank-Straße 3, 37115

Duderstadt (Eichsfeld), zur Weiterleitung an die Redaktion möglich. Die Veröffentlichung

von Beiträgen kann nur vorgenommen werden, wenn diese eindeutig mit

dem Namen und der Adresse des Autors bezeichnet sind. Manuskripte, die von

der Redaktion nicht verwendet werden, können nur zurückgesandt werden, wenn

Beirat: Klaus Freyberg, Bilshausen, Wolfgang Friese,

Heilbad Heiligenstadt, Eduard Fritze, Wachstedt, Ewald

Holbein, Dingelstädt, Erwin Hunold, Niederorschel, Bertram der Einsender einen ausreichend frankierten Rücksendebriefumschlag beilegt.

Kieler, Struth, Jens Kuhr, Gelliehausen, Dr. Gerd Leuckefeld, Eine Stellungnahme erfolgt nicht.

Leinefelde, Herbert Pfeiffer, Duderstadt, Josef Rogge, Die Redaktion behält sich eine Kürzung der Beiträge vor. Aufsätze und Beiträge

Worbis, Gerold Wucherpfennig, Seulingen

geben ausschließlich die Meinung und den Kenntnisstand des Verfassers wieder.

Redaktionsschluss ist am 10. eines jeden Monats.

Kündigungen sind nur zum Jahresende möglich.

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Ausland 34,00 , Einzelpreis 2,50 + Porto, incl. 7 % MWSt.

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höherer Gewalt keine Entschädigung.

Die Eichsfelder Heimatzeitschrift erscheint jeweils am Monatsanfang.


Herrliche Aufnahmen – neue, aktualisierte Bilder und Texte

jetzt in 2. Auflage erschienen

Der Eichsfeldkenner Josef Keppler hat – unterstützt von wei teren Bildautoren –

einen umfang reichen Bild­Text­Band über das landschaftlich reizvolle und

historisch außerordentlich

interessante Eichsfeld

in Deutschlands Mitte geschaffen,

der gleichsam Dokumentation

und Verlockung ist. Auf 8 Seiten

sind mit fast 500 Bildern alle Orte

des historischen Eichsfeldes und die

später hinzugekommenen Dörfer mit

mindestens einer farbigen Darstellung

abgebildet und kurz und prägnant

beschrieben. Der Bildband zeigt

bedeutende Natur­, Bau­ und

Kunstdenk mäler, landschaftlich

be sonders beliebte Gebiete sowie

geschichtlich relevante Stätten und

Bilder der Brauchtumspfl ege.

Die katholische St.-Bonifatius-Kirche in der Leinefelder Südstadt wurde zwischen

1988 und 1993 errichtet.

H Ü L F E N S B E R G – R O S O P P E T A L – G O B E R T – D I E T E R Ö D E R H Ö H E

1933 wurde von Eichsfelder Katholiken und vom

„Bund der Eichsfelder Vereine in der Fremde” zu

Ehren des Bekennerbischofs Dr. Konrad Martin

(1812-1879) das weithin sichtbare Kreuz als

symbolisches Zeichen für Mut und Glaubenstreue

errichtet (rechts).

Mit einem Gedenkstein erinnert Leinefelde an den

hier 1803 geborenen Johann Carl Fuhlrott, der

1857 den „Homo Neanderthalensis” klassifi zierte.

Seit Jahrhunderten beten Pilger vor dem romanischen Hülfenskreuz in der

Wallfahrtskirche „Christus der Erlöser” auf dem Hülfensberg. Das Gnadenbild,

das um 1100 geschaffen wurde, gilt heute als das am meisten verehrte sakrale

Kunstwerk des Bistums Erfurt.

DD UU DD EE RR SS TT AA DD T T UU NN D D DD II E E GG OO LL DD EE NN E E MM AA RR KK

Vor dem Westerturm, dem Stadtmauerturm mit dem eigenwillig gedrehten Dach am westlichen Ende der Altstadt, wacht „Maria im Lindenzaun“.

LL EE II NN EE FF EE LL DD EE -- WW OO RR BB II S S UU NN D D UU MM GG EE BB UU NN GG

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9

165

Von Josef Keppler und Helmut Mecke.

Hg. vom Heimat­ und Verkehrsverband

Eichsfeld e. V. (HVE), Leine felde­Worbis,

Format x 1 cm, 8 Seiten, 18,90 ,

VERLAG MECKE DRUCK · POSTFACH

ISBN 978­ ­9 75 ­59­9

1420 · 37107 DUDERSTADT

Rechtzeitig zur 1111. Wiederkehr

der ur kundlichen Erst erwäh

nung des Eichsfel des im

Jahr 008 erschien die gründlich

über arbeitete und erheblich

erweiterte 2. Aufl age des

Bildbandes

Unser

schönes Eichsfeld

Das Haus auf dem Wall, das sogenannte Gieboldehäuser

Schloss, ließ Hans von Minnigerode nach

1520 unter Nutzung eines zweistöckigen Vorgängerbaus

in seiner heutigen Form errichten.

Den beeindruckenden barocken Hochaltar in der

St.-Laurentius-Kirche in Gieboldehausen schuf

Meister Stolte 1755.

S E E B U R G E R S E E – H Ö H E R B E R G – R H U M E Q U E L L E

HH EE II LL BB AA D D HH EE II LL II GG EE N SS T A D T U N D U M G E B U N G

Das Heiligenstädter Schloss, der bedeutendste barocke Profanbau des Eichs feldes,

wurde 1736-1738 nach den Plänen des Dingelstädter Baumeisters Johann

Christoph Heinemann errichtet, als Philipp Carl von Eltz-Kempenich Kurfürst

und Erzbischof und Hugo Franz Carl von Eltz eichsfeldischer Statthalter war.

L E I N E F E L D E - W O R B I S U N D U M G E B U N G

Der „Krengeljäger” auf dem Friedensplatz symbolisiert als Brunnenskulptur den Spitznamen der Worbiser.

Informationen 1 und Bestellung: www.meckedruck.de/buchprogramm

199

59

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