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www.fmt-rc.deFMT-TEST 111Die Montage…… des Modells beginnt mit dem Anschlagensämtlicher Vliesruderscharniere, die(da passende Schlitze bereits vom Herstellervorgesehen wurden) nur noch mitSekundenkleber gesichert werden müssen.Bevor es mit dem Einbau der Rudermaschinenweiter ging, wurde zunächstnoch der aus schwarzen Schriftzügenbestehende, selbstklebende Dekorbogenaufgebracht. Sämtliche Kennungenwurden vom Hersteller bereits passendvorgestanzt und können daher ohnejegliche Schneidearbeit gleich benutztwerden. Lediglich beim Schriftzug desHeckauslegers muss man etwas achtgeben,damit dieser auch faltenfrei sitzt.Weiter geht es mit dem Einbau derQuerruderservos. Diese werden, nachdemder Schlitz für das Ruderhorn von der Bügelfoliebefreit und das Servoanschlusskabelentsprechend verlängert wurde,auf der Innenseite der Schachtdeckel inbereits passend eingeklebten Holzklötzenverschraubt; bevor die ganze Einheitihrerseits jeweils über vier Schrauben aufdem in der Tragfläche verbauten Sperrholzrahmenverschraubt wird. Für ein einfachesEinziehen der Servoanschlusskabelhat der Hersteller mitgedacht und in derRohbauphase gleich Schnüre in den Tragflächenverlegt. Als Ruderhorn dienen anden Querrudern, wie auch an den Leitwerken,M3-Schrauben, die durch zweiDrehteile in bereits passend vorgebohrtenLöchern verschraubt werden. SämtlicheAnlenkungsteile sind von guter Qualitätund können auch funktional überzeugen.Anschließend geht es daran, das Höhenleitwerkmittels zweier beiliegenderKunststoffschrauben auf der bereits mitEinschlagmuttern versehenen Rumpfauflagezu befestigen. Die Passgenauigkeitist hier, wie auch bei den restlichen Teilen,perfekt. Die beiden Hälften des Höhenruderswerden auf jeder Seite getrenntdurch einen Stahldraht von einem zentralim Cockpitbereich angeordneten Servoangesteuert.Die serienmäßig eingebaute Schleppkupplungbesteht aus einem Sperrholzblock,durch den quer ein von einer Rudermaschinebetätigter Stahldraht verläuft.Da die Schleppkupplung 17,5 cmim Inneren des Modells sitzt, muss dasSchleppseil durch die Rumpfspitze überein noch einzuklebendes Aluminiumrohrbis an die Schleppkupplung herangeführtwerden. Damit die Kupplung vernünftigarbeiten kann, sollte darauf geachtet werden,dass sich der Stahldraht beim Öffnenund Verriegeln der Kupplung nicht in denSeitenteilen des Sperrholzklotzes verhakenkann – was man leicht durch die Verkürzungdes Drahtes und die Einengungder Schleppseilaufnahme erreichen kann.Empfehlenswert ist es zudem, den Sperrholzblockmit eingedicktem Kunstharz zuverankern, um die beim Schlepp auftretendenKräfte besser in die Rumpfstruktureinleiten zu können.Um beim Handstart des Bergfalkenkeine böse Überraschung zu erleben,habe ich im Bereich des Schwerpunkts(also dort, wo man des Modell zum Startam Hang greift) noch zwei 40 mm breiteVerstärkungen aus 5-mm-Balsaholz eingeklebt.Um ein Eindrücken der dünnenSeitenbeplankung des Rumpfes (der mit614 g für seine Größe sehr leichtgewichtigist) zu vermeiden.FinaleZu guter Letzt geht es an den Zusammenbauder durch Magnete sicher und passgenauam Rumpf befestigten Kabinenhaube.Zur artgerechten Ausstattung derselbensind auf dem Dekorbogen entsprechendeAufkleber – die eine Instrumentierung imitieren– vorhanden. Sehr löblich ist auch,dass dem Baukasten zwei fertig bemalte,schön gemachte Pilotenbüsten beiliegen.Diese sind aus Kunststoff gefertigt,innen hohl und mit 46 g pro Stück rechtschwer geraten. Dies stellt jedoch keinProblem dar, da das komplett bestückteModell inklusive vierzelligem 2.000-mAh-Empfängerakku mit 1.980 g noch deutlichIm Bereich der Wurzelrippe wirddie Fläche durch eine M6-Kunststoffschraubegesichert.Serienmäßig vorgesehen:Die Bauteile für eine Schleppkupplung…… liegen dem Bergfalken-Bausatz komplett bei.


112 SEGELFLUG FMT 09 | 11GewichteRumpf ohne Kabinenhaube: 516 gKabinenhaube: 98 gLinke Tragfläche: 386 gRechte Tragfläche : 377 gHöhenleitwerk: 126 gSeitenruder: 36 gPilotenbüsten: 92 gKleinteile (inklusive Flächensteckungsrohr): 75 gLeichtbau. Der Bergfalke ist gänzlich ineiner qualitativ hochwertig ausgeführten,klassischen Holzbauweise erstellt.Für den Einbauder RC-Komponentenist im Rumpfreichlich Platz vorhanden.Der ARF-Vorfertigungsgrad ist hoch, wieman z.B. hier anhand der Höhenleitwerksauflageund dem bereits installiertenAnlenkungsgestänge sieht.hecklastig ist. Um den in der Anleitungangegebenen Schwerpunkt (65 mm hinterder Tragflächenvorderkante) zu erreichen,war noch zusätzlich 590 g Ballast in derRumpfspitze nötig. Der flugfertige Bergfalkebringt mit 2.570 g etwas mehr alsvom Hersteller angegeben auf die Waage.Sämtliche Ruderausschlagsgrößen unddie Lage des Schwerpunktes wurden fürden Erstflug aus der Bauanleitung übernommen– und sie erwiesen sich späterbeim Fliegen als stimmig. Alles in allemwaren für die Montage aufgrund des hohenVorfertigungsgrades gerade einmalsechs Stunden nötig.FliegenSeinen Erstflug durfte der Bergfalke amHang bei böigem Westwind absolvieren.Nachdem das Modell die Hand des Werfersverlassen hatte, flog es ohne jeglicheTrimmkorrektur absolut neutral. Die Reaktionenauf die Ruder sind, wie man esvon einem Oldtimer erwartet, etwas träge,aber bei großen Ausschlägen ist er dennochausreichend wendig. Im Kurvenflugmuss das Querruder aufgrund der deutlichenV-Form der Tragflächen in jedemFall kräftig mit Seitenruder unterstütztwerden. Die Grundgeschwindigkeit istangenehm langsam und passt maßstäblichgesehen sehr gut. Vorbeiflüge ander Hangkante auf Augenhöhe sind einabsoluter Genuss; wozu neben dem allgemeinenErscheinungsbild auch das mitden beiden Piloten ausgestattete Cockpitbeiträgt. Von Kunstflugeinlagen sollteman, da das CFK-Flächensteckungsrohrnur in den drei Innenrippen der Tragflächenhälftengelagert ist, absehen. Diesnur als Hinweis, falls jemand dem Gedankenverfallen sollte, das ohnehin inleichter Bauweise gefertigte Modell aufnicht artgerechte Weise durch die Luftbewegen zu wollen.Am wohlsten fühlt sich der Bergfalke,nicht zuletzt wegen dem auftriebsstarkenProfil, bei ruhigeren Wetterlagen. Derzeitweise in Böen bis Windstärke 4 auffrischendeWind beim Erstflug war schongrenzwertig, was man auch deutlich anden starken Bewegungen der Tragflächenerkennen konnte. Bei schwachenBedingungen hält sich das Modell immernoch sehr gut und verweist so manchesF3B-Modell in die Schranken. Die weiterenFlüge fanden bei leicht thermischemWetter per F-Schlepp in der Ebene statt.Im Schlepp lässt sich der Bergfalke leichtdirigieren und ohne Probleme auf Höhebringen. Oben angekommen, zeigte sichdann auch ein „Nachteil“ des Modells, daswegen fehlenden Störklappen bereits beimäßiger Thermik kaum mehr am Steigenzu hindern ist. Der Einbau von Störklappenwürde sich anbieten, ist im Nachhineinjedoch nur mit deutlichem Aufwandzu bewerkstelligen.FazitDer Bergfalke von Modellbau Pichlerkann, was Fertigungsqualität, optischeErscheinung und Flugleistungen angeht,voll punkten. Einzig die strukturell etwasschwache Anbindung der Tragflächensteckungsorgt bei raueren Bedingungenfür ein etwas ungutes Gefühl. Zudemwäre es zu begrüßen, wenn eineAbstiegshilfe in Form von Störklappenserienmäßig miteingebaut wäre – daes einfach viel zu schade ist, wenn dasModell bei großflächiger Thermik entfliegenwürde. Sonst kann das Modellin jeder Hinsicht begeistern und hatfür 299 Euro in der sauber bespanntenARF-Version zudem ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis zu bieten.


www.fmt-rc.deFMT-TEST 113Datenblatt SEGELFLUG• Modellname: Bergfalke Mü 13e• Verwendungszweck: Semi-Scale-Segelflug• Hersteller/Vertrieb: Pichler• Preis: 299,- € (ARF-Version)• Modelltyp: ARF-Modell in Holzbauweise• Bau- u. Betriebsanleitung: Englisch, 15 Seiten, 116Schwarz-Weiß-Bilder und Skizzen, Einstellwerte vorhanden• Aufbau:Rumpf: Holz teilbeplankt, mehrfarbig bebügeltTragfläche: zweiteilig, Holz teilbeplankt, mehrfarbigbebügelt, Steckungsrohr CFKLeitwerk: Höhenleitwerk abnehmbar, Holz teilbeplankt,Seitenruder mehrfarbig bebügeltKabinenhaube: transparent, abnehmbar, inklusivePilotenbüsten• Technische Daten:Spannweite: 2.800 mmLänge: 1.465 mmSpannweite HLW: 652 mmFlächentiefe an der Wurzel: 293 mmFlächentiefe am Randbogen: 155 mmTragflächeninhalt: 58,5 dm²Flächenbelastung: 43,9 g/dm²Tragflächenprofil Wurzel: k.A.Tragflächenprofil Rand: k.A.Profil des HLW: vollsymmetrischGewicht/Herstellerangabe: 2.300 gRohbaugewicht Testmodell ohne RC: 1.706 gFluggewicht Testmodell mit Empfängerakku undBallast: 2.570 g• RC-Funktionen und Komponenten:Höhe: Lexors 400 BBSeite: Lexors 400 BBQuerruder: 2 x Lexors 400 BBSchleppkupplung: Lexors 400 BBVerwendete Mischer: keineFernsteueranlage: Graupner MC24 mit Jeti Duplex 2,4 GHzEmpfänger: Jeti Duplex R8Empf.Akku: 4N Sanyo Eneloop 2.000 mAh• Erforderl. Zubehör: keines• Geeignet für: Fortgeschrittene und Experten• Bezug: Fachhandel oder direkt beiwww.pichler-modellbau.deUpdatePichler bietet für den Bergfalken nun elektrische Störklappen an(das Paar für 59 Euro), die leicht nachzurüsten sind: Dazu muss in derBeplankung der Flächenoberseite ein Bereich von ca. 200 × 10 × 10 mmausgespart werden, die Störklappen werden dann einfach eingeklebt,mit V-Kabel an den Empfänger angeschlossen und fertig. DieFlächenstruktur wird dadurch nicht geschwächt. Und eine weitereInfo von Pichler: die Vorserienmodelle wurden auch durch Loopings etc.gescheucht, die Festigkeit der Flächenbefestigung reiche also aus.

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