Trailer | Logistik

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Trailer | Logistik

NL € 4,–; L € 4,–; DK dkr. 29,79; A € 4,–; B € 4,–; CH sfr 5,86; D € 4,– 20. Jahrgang November 2008 73713

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Container | Trailer | Logistik

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DEUTSCHE SEEHÄFEN: AKTIV GEGEN ABSCHWUNG

SCHIENE: NUR DIE KOMPLETTE EINHEIT

CONTAINER: UMSCHLAG AUF HOHEM NIVEAU

TRANSPORT: ERST BERATEN


INHALT

EDITORIAL

Prinzip Hoffnung ......................................................................................................................3

TIPPS UND TRENDS

Flexibilität und Transparenz ......................................................................................6

Geburt einer Flotte ..............................................................................................................8

Netzausbau in Südamerika ..................................................................................10

Flotte fit für die Zukunft machen ..................................................................12

Mitten in den Warenströmen ..........................................................................62

Sieg für Kombination ....................................................................................................64

INTERMODAL 2008

Neuheiten im Blickpunkt ..........................................................................................14

Den „grünen Faktor“ nutzen ................................................................................16

HAFENUMSCHLAG

Aktiv gegen Abschwung ............................................................................................18

Party an der Pier in Polen ....................................................................................22

Stärkung des Bahnverkehrs................................................................................24

Neue Strategien für die Wasserstraße gefragt ......................26

Neuer Liniendienst ..........................................................................................................28

SCHIENE

Nur die komplette Einheit ......................................................................................30

LOGISTIK

Holz-Logistik in allen Facetten ..........................................................................34

Erster Spatenstich am Schwedenkai ......................................................38

UMSCHLAGTECHNIK

Hamburger Frühstart ..................................................................................................40

50 Meter über dem Meer ....................................................................................44

Leckagefreier Strom-Kreislauf ........................................................................46

Flaches Bett für hohe Ladung..........................................................................50

Mobiles Containerhandling....................................................................................52

Kraftpakete an der Kaikante ..............................................................................54

Schwimmkrane auf der Erfolgswelle ......................................................56

Auf hohem Qualitätsniveau ..................................................................................58

CONTAINERCHASSIS

Erst beraten, dann vermieten ..........................................................................66

Galliens aufstrebende Branche ......................................................................70

Vier Tiger in Lauerstellung ....................................................................................72

Grundlagen-Verbesserung......................................................................................74

Bremer Chassis-Experten ......................................................................................76

Palettentausch mit Tücken ..................................................................................80

IMPRESSUM ..........................................................................................................................81

Seite 14

NEUHEITEN IM BLICKPUNKT

Die Intermodal 2008, weltweit führende Konferenz

und Ausstellung rund um den Containerverkehr,

findet in diesem Jahr vom 2. bis zum

4. Dezember in Hamburg statt. Wir geben einen

ersten Einblick in das Vortragsprogramm sowie in

die Neuheiten der Ausstellung.

Seite 18

AKTIV GEGEN ABSCHWUNG

Die weltweite Finanzkrise bestimmt die Schlagzeilen.

Auch an den Seehäfen dürfte die wirtschaftlich

angespannte Situation über kurz oder lang

nicht spurlos vorbei gehen. Deutschlands Seehafenbetreiber

rechnen aber langfristig weiter

mit Wachstum.


HOLZ-LOGISTIK IN ALLEN FACETTEN

BREMER CHASSIS-EXPERTEN

Seite 34

Als Baustoff wie auch als umweltfreundlicher

Brennstoff erlebt Holz gegenwärtig eine Renaissance

– die Nachfrage wächst. ConTraiLo hat sich

den Transportweg des nachwachsenden Rohstoffs

im Rhenus-Midgard-Hafen von Nordenham einmal

genauer angesehen.

Seite 66

„Wer heute Containerchassis verkaufen will, muss durch

Qualität überzeugen“, weiß Andreas Mai, Inhaber und

Geschäftsführer des Fahrzeugkontors Koch. Das Bremer

Unternehmen gehört hier zu Lande zu den renommierten

Adressen, wenn es um Containerchassis geht.

LECKAGEFREIER STROM-KREISLAUF

Seite 46

Immer mehr Hafenbetreiber nutzen diesel-elektrisch

angetriebene Portalstapler. Neben ihrer Leistungsfähigkeit

zeichnen sich diese Geräte vor allem auch durch

ihre umweltfreundliche Arbeitsweise aus, beispielsweise

im geringeren Kraftstoffverbrauch gegenüber konventionellen

Antriebslösungen.

Seite 76

ERST BERATEN, DANN VERMIETEN

Aus Ärger über schlechte Beratung

begründete Thomas Berger Mitte

der 90er-Jahre seine eigene Chassis-Vermietung.

Mit großem Erfolg,

wie sich nach rund zehn Jahren

zeigt. Eingeweihte kennen das Unternehmen

TBS unter seiner Internetadresse

www.chassis.de.


SCHNITTHOLZ-ENTLADUNG

Die Rhenus-Gruppe hat im Jahr

2007 1,8 Mio. t Forstprodukte

umgeschlagen.

Holz-Logistik


RHENUS-GRUPPE

schlägt knapp 2 Mio. t

Holzprodukte um

Die Nachfrage nach Holz wächst. Die Gründe sind

vielfältig: Immer mehr Menschen bauen aus Holz und

auch als umweltfreundlicher Brennstoff erlebt der...

in allen FACETTEN

... nachwachsende Rohstoff gegenwärtig

eine Renaissance. Die Rhenus-Gruppe hat

im Jahr 2007 1,8 Mio. t Forstprodukte

umgeschlagen. Neben Rund- und

Schnittholz bewegt das Unternehmen

auch Altholz, Sägespäne und

Hackschnitzel.

HÖLZER AUS ALLER WELT

In Nordenham betreibt Rhenus

Midgard einen eigenen Hafen

an der Wesermündung.


Fotos: Rhenus

MIX DER VERKEHRSTRÄGER

Für die Holz-Logistik werden Wasser, Schiene und Straße genutzt.

36 ConTraiLo 9/2008

Holz-Logistik

EIN

SCHIFFBAU...

...voller Sägespäne.

Die Rhenus

transportiert Holz

in jeder Form.

SCHNITTHOLZ HIN, SPÄNE ZURÜCK

In der Holz-Logistik setzt Rhenus unter anderem Schubbodenfahrzeuge ein.

In der niedersächsischen Stadt Nordenham, an der

Wesermündung, betreibt die Rhenus Midgard den

größten deutschen öffentlich zugänglichen Hafen

in Privatbesitz. Wer sich zwischen Lagerhallen und Bahngleisen

auf den Weg zur Kaikante begibt, riecht es gleich,

dass er sich in einem der größten Importhäfen für afrikanisches

Rundholz in Nordeuropa befindet. Gerade wird

ein Schiff gelöscht: Die mechanischen Zangen greifen

nach den Stämmen und legen sie an Land ab. Von Nordenham

wird die Reise weiter per Lkw oder Bahn nach

ganz Europa gehen oder per Binnenschiff über den Mittellandkanal

weiter ins Hinterland, ab und zu sogar im Container

mit dem Seeschiff weiter nach Asien.

Zertifizierte Hölzer

Im Jahr 2007 hat die Rhenus allein im Stadthafen

Nordenham 105.000 t Rund- und Schnitthölzer umgeschlagen.

Sapeli, Azobe oder Zebrano lauten die exotischen

Namen der Hölzer, sie stammen zu 100 Prozent

aus Afrika.

Bei Tropenholz denken viele Menschen an die illegale

Abholzung der Regenwälder, dabei habe sich die Situation

längst geändert, berichtet Uwe Oppitz, Niederlassungsleiter

bei Rhenus Midgard in Nordenham: „Der Trend zum

Kauf von Hölzern mit FSC-Zertifikat ist unumkehrbar.

Denn, wie in anderen Bereichen auch, steigt das Angebot

zertifizierter Rohstoffe mit der Nachfrage der Kunden.“

Das FSC-Logo (Forest Stewardship Council) verpflichtet

die Mitglieder dieses Zusammenschlusses hohe Umweltund

Sozialstandards einzuhalten.

Das sichert den Absatz in Deutschland, einem der

Hauptimportländer von Tropenholz. Tropenholz wird

nicht nur als Furnierholz für Möbel, sondern aufgrund


seiner guten mechanischen Eigenschaften und seiner

hohen Beständigkeit auch für Fenster, Schleusentore oder

Brücken verwendet. „Fahren Sie nach Blexen“, rät Uwe

Oppitz. „Dort schlagen wir ebenfalls Holz um, haben aber

auch ein Holzbearbeitungszentrum.“

Guter Schnitt

Im 6 km entfernten Blexen duftet es noch besser. Auf

70.000 m 2 Fläche wird Holz geschnitten, getrocknet und

gelagert. Anders als in Nordenham wird hier das Stammholz

oder Schnittholz größtenteils aus dem Stadthafen per

Lkw und teilweise auch direkt aus Übersee im Container

zur Weiterbearbeitung angeliefert. Einige Händler lagern

ihr Holz bei Rhenus und unterhalten nur ein Büro auf

dem Betriebsgelände.

Im Sägewerk hat gerade ein Mitarbeiter einen Stamm

in Bretter geschnitten. Das Personal bei Rhenus hat in

vielen Jahren Erfahrung im Umgang mit den verschiedenen

Tropenhölzern gesammelt. Dazu gehört auch das

Wissen rund um die Trocknung. In den Trockenkammern

werden Luftfeuchtigkeit und Temperatur exakt auf die

Holzsorte und -beschaffenheit abgestimmt, sodass die

notwendige Restfeuchte für die jeweilige Weiterverwendung

des Holzes erreicht wird.

Alle Facetten der Holz-Logistik

Holz-Logistik wird nicht nur für Rund- und Schnittholz

benötigt, auch Sägespäne, Hackschnitzel und Altholz

werden von den Unternehmen der Rhenus-Gruppe transportiert.

Hackschnitzel oder Sägespäne entstehen als

Nebenprodukte der Sägeindustrie und werden zu Press-

Spanplatten, Holzfaserdämmplatten, Papierzellstoff oder

Laminat weiterverarbeitet. Auch Altholz wird recycelt:

Dachstühle, Fenster oder Fußböden werden geschreddert

und mithilfe von Magneten von Metallteilen befreit.

Rhenus Fehring, Rhenus Retrans und Rhenus Wehrle

transportieren jährlich rund 1,5 Mio. t Holz als Schüttgut.

In Bielefeld, Herbolzheim, Rheinfelden, Duisburg und

Lünen stehen für ihren Transport 110 eigene und ebenso

viele Fahrzeuge von Subunternehmen zur Verfügung.

Rhenus Fehring handelt mit Restholz und ist PEFC-zertifiziert

(Programme for Endorsement of Forest Certification

Schemes), wodurch nachhaltige Waldbewirtschaftung

gewährleistet wird.

Die Rhenus transportiert Holz in jeder Form. Anders

als bei Kohle und Mineralöl stellt sich bei diesem nachwachsenden

Rohstoff aber nicht die Frage, wie lange die

Vorräte noch reichen werden.

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HÄFEN

Sand für

Wilhelmshaven

◗ Fünf Monate nach dem Beginn

der Aufspülarbeiten für den Container-Tiefwasserhafen

JadeWeser-

Port in Wilhelmshaven sind bereits

10 Mio. m 3 Sand in das Baufeld

eingebracht. Für die Herstellung

der Hafenfläche mit 360 ha werden

insgesamt über 40 Mio. m 3

Sand benötigt. Parallel zu den

Aufspülarbeiten hat die Herstellung

der Dämme im Norden

und Süden des Areals begonnen.

550.000 von insgesamt 1 Mio. t

Steine aus Norwegen sind hierfür

seit April verklappt worden. Der

Norddamm erstreckt sich in der

ersten Lage bereits über eine Länge

von ca. 1,7 km und der Süddamm

über ca. 1,4 km in Richtung

der Fahrrinne. Ende August

haben die Arbeiten im Bereich des

südlichen Flügels des Spundwandbauwerks

mit der Rammung der

Tragbohlen begonnen. Hier sind

ca. 50 Tragbohlen und 50 Schrägpfähle

zur Verankerung der Kaje

positioniert worden.

Die Sandmännchen sind da:

Die ersten 10 Mio. m 3 Sand sind

bereits am JadeWeserPort aufgespült.

38 ConTraiLo 9/2008

Foto: JWP

Neubau im Herzen Kiels: Am Schwedenkai soll in den kommenden

eineinhalb Jahren ein neues Terminalgebäude entstehen.

Erster Spatenstich am Schwedenkai

◗ Arbeiten zum Neubau des Terminalgebäudes haben begonnen

HAFEN. Die Arbeiten zum Neubau

des Terminalgebäudes am Schwedenkai

haben begonnen. Ende Oktober vollzogen

Angelika Volquartz, Oberbürgermeisterin

der Landeshauptstadt Kiel, Dr.

Dirk Claus, Geschäftsführer der Seehafen

Kiel GmbH & Co. KG, Ulrich Kock,

Freight Manager der Stena Line Scandi-

Neueröffnung in Chemnitz

Foto: Seehafen Kiel

navia AB und Ulrich Gremmelspacher,

KSP Engel und Zimmermann Architekten

im Rahmen einer Feierstunde den

ersten offiziellen Spatenstich.

„Am Schwedenkai entsteht ein architektonisches

Wahrzeichen Kiels, das

von großer wirtschaftlicher Bedeutung

für unseren Hafen ist“, so Angelika Vol-

KONTRAKT-LOGISTIK. Die Schenker Deutschland AG hat Ende Oktober

das neue Logistik-Zentrum der Geschäftsstelle Chemnitz (Landverkehr/

Logistik) offiziell in Betrieb genommen. Auf 23.000 m 2 Grundfläche sind

eine rund 8000 m 2 große Logistik-Anlage mit neun Ladetoren sowie ein

Bürogebäude entstanden.

Damit erweitert Deutschlands führender Dienstleister für integrierte

Logistik seinen Standort und baut ihn als Zentrum der Lager- und

Kontrakt-Logistik für Kunden aus Industrie und Handel in der Region

Sachsen aus. Zudem wird der Standort Chemnitz als logistische Drehscheibe

für Warenströme innerhalb Europas mit Investitionen in moderne

Umschlagtechnik weiter gestärkt.


quartz. Dirk Claus: „Das neue Terminalgebäude

bietet höchste Abfertigungsqualität

für Passagiere und verbessert darüber hinaus

unsere bereits guten Verkehrsabläufe

auf dem Terminalgelände.“ Ulrich Kock:

„Das Bauwerk ist Ausdruck der engen

Verbundenheit der Stena Line mit Kiel. Es

schafft die Voraussetzungen zur weiteren

Entwicklung der Linienverkehre zwischen

Deutschland und Schweden.“ Der Neubau

entsteht im südlichen Anschluss des heutigen

Terminalgebäudes in der Flucht von

Hafenstraße und Holstenbrücke und öffnet

so die Kieler Innenstadt optisch zum

Wasser hin.

Das neue Terminalgebäude vereint

die Servicefunktionen für Passagiere und

Fracht in den unteren Ebenen mit administrativen

Aufgaben in den darüber liegenden

Büroetagen. Dirk Claus: „Die Entscheidung

zum Neubau am Schwedenkai

einschließlich einer optimierten Flächen-

Logistik basiert auf rein wirtschaftlichen

Überlegungen. Eine Sanierung des alten

Gebäudes rechnet sich demgegenüber

nicht.“

Mit finanzieller Unterstützung durch

das Land Schleswig-Holstein investiert die

Seehafen Kiel insgesamt 16 Mio. Euro am

Schwedenkai. Nach derzeitigen Planungen

wird das Gebäude Ende 2009 betriebsbereit

sein.

Neuer Kurs: Der VBW bemüht sich um mehr Präsenz. Foto: js

VBW auf dem richtigen Kurs

BINNENSCHIFF-FAHRT. Seinen ersten Geschäftsbericht nach dem 2007

beschlossenen Zukunftsprogramm legte der Verein für europäische

Binnenschiff-Fahrt und Wasserstraßen e. V. (VBW) auf seiner diesjährigen

Mitgliederversammlung Ende Oktober in Dresden vor. Im vergangenen

Jahr hatte der Verein sich unter der Überschrift „VBW-Zukunftsperspektive

2010“ nach intensiven Beratungen im Präsidium eine weitreichende

Neuausrichtung gegeben. Wesentliche Teile dieses Maßnahmenpakets

sind eine bessere Vernetzung der Aktivitäten der VBW-Fachausschüsse,

eine bessere Präsenz bei Entscheidern in Politik und Wirtschaft, die Entwicklung

neuer Produkte, verstärkte Mitgliederinformation und Kommunikation

sowie eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit. Als besonders wichtigen

Schritt sieht der Verein seine neue Rolle als Mitglied und Koordinator

der Initiative Binnenschiff-Fahrt und Logistik (InBiLo). Vizepräsident

Hans-Joachim Welsch, der den VBW in der InBiLo vertritt: „Mit der Übernahme

der Koordination der InBiLo durch den VBW haben wir ein neues

Klima des Vertrauens und des gegenseitigen Verständnisses zwischen

den Partnern innerhalb der Initiative (BÖB, BDB, DSLV) geschaffen.“

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Umschlagtechnik


Neue Generation der

STAHL-KONECRANES-

Straddle-Carrier bei Eurogate

ERSTE BESTELLUNGEN…

…noch vor der eigentlichen Präsentation:

Im August 2007 orderte Eurogate insgesamt

zehn der neuen Straddle-Carrier von

Stahl Konecranes.

Straddle-Carrier transportieren Container vom

Entladekran an der Kaikante zum Lagerplatz.

Sie werden sowohl zum Stapeln der Container

als auch zum Be- und Entladen von Lkw und

Eisenbahnwaggons eingesetzt. Geschwindig-

keit und Zuverlässigkeit dieser Spezialfahrzeuge

beeinflussen in hohem Maße die Wirtschaftlich-

keit der Logistik-Kette im Container-Terminal.

Hamburger

FRÜHSTART

Gemeinsam mit ihren finnischen Kollegen entwickelten

die Stahl-Konecranes-Mitarbeiter im fränkischen

Tauberbischofsheim eine neue Generation

von Straddle-Carriern. Viele bekannte Komponenten

stammen aus den Regalen des finnischen Mutterkonzerns;

diese wurden jedoch mit Neuentwicklungen in den Bereichen

Getriebe (für Fahrwerk und Hubwerk), Drehstrommotoren

und Frequenzumrichter-Technik und -Steuerung

kombiniert.

Früher Vertrauensbeweis

Bereits vor Fertigstellung der ersten Serie neuer

Bauart bestellte Eurogate in Hamburg (CTH) im August

2007 insgesamt zehn der neuen Straddle-Carrier von

Stahl Konecranes. Die Hanseaten entschieden sich dabei

für eine Ausführung mit 50 t Tragfähigkeit, Vierfach-Stapelung,

Single-Spreader, mit einer garantierten Lebensdauer

von mindestens 50.000 Betriebsstunden, mit einer

klimatisierten Fahrerkabine mit ergonomisch gestaltetem

Arbeitsplatz/Fahrersitz, einem verbrauchsoptimierten

Diesel-Generator-Powerpack, frequenzgeregelten

Hubwerks- und Fahrwerksantrieben sowie besonderem

Schallschutz an Powerpack und Fahrwerk. Zu den Featu-


Fotos: Stahl Konecranes

ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN

Die Bedienung soll durch neue, erweiterte Stabilitätsanzeigen

verbessert werden.

42 ConTraiLo 9/2008

ENDMONTAGE

Umschlagtechnik

Die Hanseaten entschieden sich

bei den neuen Geräten für Vierfach-

Stapelung für Single-Spreader mit

50 t Tragfähigkeit.

VERBESSERTES FAHRVERHALTEN

Der Lenkeinschlag der Hinterräder folgt winkelabhängig

von den vorderen Rädern.

res der neuen Straddle-Carrier-Generation zählen beispielsweise

eine elektronische Lenk- und Bremsbedienung

(Steering and Braking by Wire), womit Hydraulikleitungen

zur Kabine der Vergangenheit angehören – die Impulsübertragung

erfolgt elektronisch.

Die Orbitrol-Lenkung wurde ebenfalls durch elektronische

Lenkkomponenten ersetzt; dies soll zu einer deutlichen

Reduzierung des Geräuschpegels in der Kabine

führen. Die neuen, elektronischen Baugruppen können

durch entsprechende Programmierung sehr individuell

den jeweiligen Kundenanforderungen angepasst werden.

Verbessertes Fahrverhalten

Die neue Lenkanlage unterscheidet zwischen einer Allradlenkung

und der Diagonalfahrt (optional). Bei höherer

Fahrgeschwindigkeit setzt der patentierte „Truck-Steering-

Mode“ ein. Hierbei wird der hintere Radsatz erst ab einem

Lenkwinkel der vorderen Radsätze von 5° aktiv mitgelenkt.

So erreicht der Straddle-Carrier bei Geradeausfahrt

eine wesentlich bessere Fahrstabilität, was speziell bei

schnellerer Fahrt auf dem Lagerplatz erheblichen Lenkkomfort

und mehr Sicherheit garantiert.

Ferner konnten die Stahl-Konecranes-Ingenieure eigenen

Erfahrungen zufolge das Verschleißverhalten der

Radaufhängung im Vergleich zu den bisherigen Systemen

deutlich verbessern. So sind die Drehzapfen der Radgabeln

mit einer speziellen Beschichtung versehen und

werden mit Polymer-Gleitlagerbuchsen im Fahrträger

geführt. Eine Schmierung und der damit verbundene,

hässliche Lagerfettaustritt entfällt; dies soll auch einen

Beitrag zum Umweltschutz darstellen.


Verbessertes Kollisionsverhalten

Die Stützen halten einem Anfahrstoß von 0,7 g ohne

Verformung stand. Diese Kräfte treten bei einem Crash

des Spreaders mit einem Containerstapel durchaus auf.

Eine definiert vorgespannte Schraubenverbindung an den

Klammern der Gleitführung dient als Sollbruchstelle bei

Überlast. Wird die Schraubenverbindung bei einem kräftigen

Anfahrstoß planmäßig zerstört, klappen die Klammern

nach außen und werden durch ein Gelenk gehalten, sodass

keine Bauteile unkontrolliert wegfliegen. Die üblichen

Stabilitätsanzeigen der Straddle-Carrier wurden durch Stahl

Konecranes praxisorientiert erweitert. Das System warnt

den Fahrer bereits bei Geradeausfahrt, sobald die Geschwindigkeit

für eine sichere Kurvenfahrt überschritten ist.

Weitere Bestellungen

Noch bevor die Geräte der ersten Lieferung im operativen

Einsatz waren, bestellte Eurogate Hamburg (CTH)

Anfang März 2008 in einem Anschlussauftrag weitere

20 Geräte. Damit erreicht Stahl Konecranes im Terminal

des Hamburger Kunden einen Marktanteil von 45 Prozent.

Mit diesen Aufträgen wurden auch die Regelwartungen

während der Garantiezeit verkauft, die durch den Stahl-

Konecranes-Service in Hannover bzw. Hamburg abgewickelt

werden. Nicht nur bei diesem Kunden hat es sich

offensichtlich für beide Seiten bewährt, Produkt und Service

aus einer Hand zu beziehen. Doch nicht allein auf

hiesigen Terminals kommen die neuen Geräte aus Tauberbischofsheim

zum Einsatz. Im ersten Quartal konnten so

weitere fünf Maschinen an den Portsmouth Marine Terminal

in Norfolk Virginia, USA, verkauft werden.

NEUE

ZUSAMMEN-

STELLUNG

Bekannte Komponenten

aus

Finnland wurden

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UMSCHLAG 50 Meter über dem Meer

Jan, wie sich Johann Meyer

am Funkgerät oder am Telefon

meldet, kennt hier fast jeder.

Obwohl mehr als 5000 Menschen

in den drei Umschlagunternehmen

Eurogate, MSC Gate und North Sea

Terminal Bremerhaven (NTB) arbeiten,

ist die Atmosphäre auf einem

der größten europäischen Containerhäfen

fast familiär. Einen 40’oder

zwei 20’-Container und bis zu 60 t Gewicht kann Meyers

Containerbrücke bewegen. 61 m weit reicht der Arm der Super-

Post-Panamax-Brücke über die Kaikante hinaus – „damit komme

ich auch bei den breitesten Containerschiffen bis auf die andere

Seite“, erläutert der Brückenfahrer. Wer hier oben sitzt, muss wissen,

was er tut.

Übersicht zählt

„Man muss die Augen überall haben“, sagt Meyer. Was passiert

an Land, was passiert auf dem Schiff, wie schaukelt es in den Wellen,

wie bewegt sich der Container, der 20 m tiefer am Spreader

hin und her pendelt und trotzdem punktgenau auf bierdeckelgroßen

Befestigungspunkten abgesetzt werden muss? „Da

braucht man eine Menge Erfahrung.“ Meyer hantiert mit sei-

44 ConTraiLo 9/2008

Dieser Arbeitsplatz hat Perspektiven. Allein

schon wegen des weiten Blicks über die

Wesermündung. Johann Meyer sitzt quasi

an der Spitze der Bewegung. In knapp 50 m

Höhe steuert der 48-jährige eine der 55

Containerbrücken entlang der Stromkaje

des Container-Terminals Bremerhaven.

ner Containerbrücke vom Ausmaß

eines 20-stöckigen Hochhauses

und der Breite einer Autobahn

leichter als manch einer einparkt.

Auf den Zentimeter genau fährt

Meyer das Großgerät auf die gewünschte

Position am Schiff: „Das

kann kein Computer, dafür braucht

man Fingerspitzengefühl“, sagt er

lachend. Dieses Fingerspitzengefühl

ist auf den Container-Terminals gefragt wie nie. Allein

Meyers Arbeitgeber Eurogate will die Zahl seiner Beschäftigten in

Bremerhaven in diesem Jahr um 500 auf 3065 steigern – zu einem

großen Teil sollen Langzeitarbeitslose qualifiziert werden.

Sichtbares Wachstum

Fotos: Jörg Sarbach

Dass Eurogate seine Arbeitsplätze innerhalb von acht Jahren

verdoppelte, kommt nicht von ungefähr. Jahr für Jahr verzeichnete

der Containerumschlag in Bremerhaven zweistellige

Zuwachsraten; mehrfach wurden die Terminals erweitert, nur um

kurze Zeit später wieder an die Kapazitätsgrenzen zu stoßen.

Erstmals wird Bremerhaven in diesem Jahr die 5-Mio.-TEU-

Grenze überschreiten. Das Wachstum spiegelt sich auch im

Erscheinungsbild der Arbeitsplätze wider, die Meyer im Laufe der


Höchste Konzentration: Johann Meyer fährt

eine Containerbrücke in Bremerhaven.

Brücken-Parade: Insgesamt 55 Stahlriesen bilden

in Bremerhaven einen Wald aus Containerbrücken.

Jahre inne hatte. „Das ist hier schon das Nonplusultra“,

sagt er über die Kanzel seiner jetzigen Containerbrücke.

Der Fahrersitz ist unter der Decke aufgehängt, um die

Bewegungen des Riesengerätes optimal abzufedern. Die

Position der Joysticks und Fußschalter, mit denen Meyer

die Brücke steuert, kann er individuell einstellen. Kontrollinstrumente,

-leuchten und -schalter sind so angebracht,

dass er schon aus der Position vorn oder hinten die Bedeutung

einer Meldung erkennen kann. Zudem wird die Riesenmaschine

aus der zentralen Leitstelle fernüberwacht,

sodass nicht bei jeder Störungsmeldung extra ein Techniker

kommen muss. „Das kostet ja nur Zeit“, weiß Meyer –

und die ist im Containerhafen knapp.

„Nur“ dreieinhalb Stunden

Wie viele Container Meyer pro Stunde bewegen kann,

ist Betriebsgeheimnis – die Leistungsfähigkeit der Belegschaft

ist Teil des Erfolgsrezeptes. Nach maximal dreieinhalb

Stunden tauscht Meyer seinen Platz jedoch mit dem

Kollegen, der bis dahin am Boden gearbeitet hat. „Länger

ist nicht drin, denn die Arbeit hier oben erfordert höchste

Konzentration“, sagt er.

Früher, auf den alten Brücken, folgte noch der schweißtreibende

Abstieg durch ein enges Treppenhaus, jetzt kann

Meyer bequem mit dem Fahrstuhl fahren. Der Weg aus der

Kanzel dorthin führt ein kleines Stück über einen Steg in

schwindelnder Höhe. Meyer: „Da hat man wirklich mal

Zeit, die Perspektive hier oben zu genießen.“

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ERSTE BAUMUSTER ...

... nach wie vor im Einsatz: Nach der Einführung

in 2001 verrichten die ersten Radnaben-Motoren

von Oswald weiterhin zuverlässig ihren Dienst.

Komponenten


Leckagefreier

STROM-KREISLAUF

Oswald-Radnabenmotoren für

diesel-elektrische Straddle-Carrier

von NOELL

In so gut wie allen großen Hafenstädten

der Welt arbeiten, ohne dass es ihnen zunächst

anzusehen ist, „geborene Würzburger“.

6000 Betriebsstunden jährlich sind die Norm.

Die Portalstapler der Noell Mobile Systems

GmbH übernehmen dort in Flotten von bis

zu 250 Geräten das Transportieren und

Stapeln der über Schiff, Bahn und Lkw

ein- und ausgehenden Container.


Fotos: Kuchenmeister, Noell, Oswald

CONRAD MÜLLER,...

...Leiter des Engineering der Noell Mobile Systems GmbH:

„Bei der engen technischen Zusammenarbeit mit Oswald

schätzen wir das offene, verlässliche Miteinander.“

Immer mehr Hafenbetreiber nutzen für

diese Aufgabe statt der üblicherweise

diesel-hydraulisch die diesel-elektrisch

angetriebenen Portalstapler. Einen nicht

unwesentlichen Anteil am Erfolg dieses

von Noell weltweit erstmals realisierten

Konzepts haben die speziell für diese

Anwendung entwickelten Elektromotoren

der Firma Oswald aus Miltenberg. Neben

der Leistungsfähigkeit dieser Geräte zeichnen

sie sich vor allem auch durch ihre

umweltfreundliche Arbeitsweise aus, beispielsweise

im geringeren Kraftstoffverbrauch

gegenüber konventionellen

Antriebslösungen.

Erstgerät weiter im Einsatz

Seit ihrer Markteinführung im Jahr

2001 haben sich die diesel-elektrischen

Portalstapler mehr als bewährt. Noch heute

arbeiten die Elektroantriebe in den

Geräten der ersten Seriennummern bei

immer härter werdenden Bedingungen.

Dabei sind die Radnabenantriebe das

Herzstück für den horizontalen Transport

vom Kai zum Containerstapelplatz bzw.

zur Bahn- und Lkw-Verladung. Der im Ver-

48 ConTraiLo 9/2008

Komponenten

gleich zum diesel-hydraulischen Fahrantrieb

deutlich energieeffizientere elektrische

Radnabenantrieb war nach Aussage

der Konstrukteure nicht „von der Stange“

zu haben: Eine der Schwierigkeiten, die

die Entwickler zu bewältigen hatten, war

der recht kleine Einbauraum, der für den

Radantrieb zur Verfügung stand. Schließlich

müssen die Portalstapler möglichst

platzsparend arbeiten, um keinen wertvollen

Containerlagerplatz in Anspruch zu

nehmen. Schon wenige Zentimeter mehr

Baubreite würden, bezogen auf die oft

kilometerlangen Fahrgassen, spürbare Flächen

an zusätzlichem Platzbedarf verursachen.

Nach Unternehmensangaben war

auf dem Beschaffungsmarkt kein Motor

verfügbar, der diesen anspruchsvollen

Anforderungen entsprochen hätte.

Radnabenantrieb mit Kompaktmaß

Rat und Hilfe kam vom Antriebsspezialisten

Oswald. Gemäß gemeinsam erarbeiteten

Vorgaben entwickelte der mittelständische

Elektromotorenhersteller einen

sehr bauraumoptimierten 75-kW-Asynchronmotor,

der bis 4200 U/min dreht.

KOMPAKTE ANTRIEBSEINHEIT

In Miltenberg entstehen bei Oswald die bauraumoptimierten

Elektromotoren für den Einsatz in den

Noell-Maschinen.

Dazu Conrad Müller, Leiter des Engineering

der Noell Mobile Systems GmbH:

„Die enge technische Zusammenarbeit

mit Oswald, die dort vorhandene Kompetenz,

hat uns gemeinsam genutzt. Wir vertrauen

auf das antriebstechnische Knowhow

und schätzen das offene, verlässliche

Miteinander.“

Schwerpunkt verlagert

Gefragt nach den wesentlichen Vorteilen

des diesel-elektrischen Antriebskonzepts,

nennt der Leiter der Entwicklung

eine ganze Reihe von Gründen. Der dieselelektrische

Antrieb spart durchschnittlich

etwa 15 bis 20 Prozent der Kraftstoffmenge

im Vergleich zu einem bereits sehr verbrauchseffizienten

diesel-hydraulischen

Portalstapler. Bei einem Verbrauch von

ca. 18 l/h des 354 kW Dieselmotors, der

einen 370-kVA-Generator antreibt und bei

jährlich ca. 6000 Betriebsstunden, ist dies

für die Betreiber angesichts der aktuellen

Energiekostenentwicklungen ein wichtiges

Entscheidungskriterium.

Hinzu kommt der Wegfall von Komponenten

wie Kardanwellen, Winkelgetrie-


en und Kupplungen. Weniger

bewegte Teile sind nicht

nur deutlich leiser, weniger

Teile bedeuten mehr Betriebsicherheit

und geringeren

Wartungsaufwand.

Die Radnabenantriebe

lassen auch den Schwerpunkt

des Geräts weiter

nach unten wandern. Vorteilhaft

ist auch der geringe

Wendekreis von nur 9,40 m.

Schließlich spielt auch die

Lebensdauer der Systeme

eine gewichtige Rolle, die

in Hochleistungs-Container-Terminals

bis zu 15 Jahre

ist. Und sollte es einem

der E-Antriebe doch mal „zu

viel“ werden, so kümmert

sich Oswald auch um die

Überholung der elektrischen

Antriebe, die die (unbeladenen!)

mehr als 60 t schweren

Flurförderer auf bis zu

30 km/h beschleunigen.

Weniger Öl

Geringere Mengen an Hydraulik-

und Schmierölen und

der Wegfall des hydraulischen

Antriebs reduziert

nicht nur das Leckagerisiko.

Es ist weniger Öl im Gesamtsystem.

Das spart einerseits

Kosten und schont andererseits

Umwelt und Ressourcen.

Auch die Entsorgungskosten

im Rahmen der

Wartung sinken. Die immer

schärfer werdenden Umweltauflagen

sprechen für den

weltweiten Einsatz dieses

Antriebskonzepts und bescheren

so Noell Mobile Systems

seit Jahren offenbar

wachsende Marktanteile.

Dipl. Bw. (FH)

Reinhold Kuchenmeister

K&H Verlags-GmbH I Am Hafen 10 I 27432 Bremervörde I www.contrailo.de I info@contrailo.de


Leistungsträger

im Hafenumschlag

UMSCHLAGGERÄTE. Der niederländische

Hafenbetreiber Ovet

erwarb für flexible Umschlag- und

Transportarbeiten das erste Modell

der Baureihe MHL380 D von Terex

Fuchs. Als besonders positiv hoben

die Verantwortlichen die hohe

Stabilität und präzise Beweglichkeit

auch bei hohen Belastungen

hervor. Mit dem leistungsstarken

273-kW-Turbodiesel, dem

Dienstgewicht von 66 t und

einer Reichweite bis zu 21 m wird

der MHL380D so laut Ovet ein

Leistungsträger im flexiblen Hafenumschlag

werden. Da im Hafenbetrieb

gut 20 Fahrer im Mehrschichtbetrieb

an verschiedenen

Lademaschinen eingesetzt werden,

flossen auch eine möglichst

einfache und sichere Bedienung

in die Kaufentscheidung mit ein.

Hier konnte Terex Fuchs mit dem

neuen Bedienkonzept punkten,

das dem Fahrer auf einem übersichtlichen

Display alle wichtigen

Informationen auf einen Blick zur

Verfügung stellt.

Als weiteren Pluspunkt nannten

die Testfahrer den Komfort in der

Kabine, wo ein besonders ergonomischer

Sitz und die Raumklimatisierung

für ein angenehmes

Arbeitsumfeld sorgen.

Flaches Bett für hohe Ladung

◗ Super-Rack für überdimensionale Container-Ladungen

LADUNGSTRÄGER. Containerabmessungen

richten sich nach bekannten

ISO-Normen. Während Containerbreiten

und -längen festliegen, variieren

die Höhen der Container nur zwischen

8’ und 9’6”. Abhilfen und Vereinfachungen

offeriert eine Neuheit aus

Asien für Ladung mit Überhöhen.

Ladungen mit Überhöhen müssen in

den normalen Containerstau vom Vorund

Nachtransport zum Hafen bis hin

zur Be- und Entladung durch die Containerbrücken

arbeitsaufwändig und

mit zusätzlichen Gerätschaften behandelt

werden. Konstruktionsteile, Baumaschinen,

Lastkraftwagen – all diese

Ladungsgüter mit Überhöhen können

auf den 40’-Super-Racks verladen und

in den Stau der Container integriert

werden.

Die vier Eckpfosten dieser Super-

Racks können stufenweise bis zu vier

Mal um je 1’ verlängert werden. Somit

erhöht sich die volle stapelbare Höhe

derartiger Container von 9’6” (2,98 m)

auf maximal 13’6” (4,11 m). Das Eigengewicht

dieser weltweit zertifizierten

Container beläuft sich auf 5850 kg und

die Zuladung auf 39.650 kg. Eine eingebaute

hydraulische Vorrichtung kontrolliert

und sichert das Auf- und

Absenken der jeweiligen Vorder- oder

Rückseite dieser Container. Dem aufmerksamen

Beobachter des Umschlags


Vorstellung in Hamburg: Auf der

Intermodal sollen Besuchern an einem

Super-Rack die funktionellen Vorteile

der Plattform demonstriert werden.

Fotos: Super-Rack

von Containern im Hafen wird vielleicht

nicht verborgen geblieben sein, dass die

Super-Racks nach ihrem erfolgreichen

Debüt in den Verkehren zwischen Asien

und Amerika und umgekehrt nun auch

bereits vereinzelt ihren Weg nach Europa

finden. Gleichermaßen interessant ist der

Einsatz der Super-Racks aber auch in der

Binnenschiff-Fahrt, bei Projektverladungen

vielfältiger Art oder als zusätzliche

Laderaummöglichkeit auf dafür geeigneten

Bulkschiffen. Auf der Intermodal

2008, die Anfang Dezember in Hamburg

stattfindet, wird ein Super-Rack in Originalgröße

vorgestellt werden, um Interessierten

die arbeits- und kostensparenden

Eigenschaften für spezielle Containerverladungen

demonstrieren zu können.

Darüber hinaus plant der Hersteller, für

europäische Kunden eine Agentur in

Hamburg zu installieren.

Walten, ohne zu schalten

KOMPONENTEN. Mit seiner Getriebefamilie AS Tronic deckt ZF ein breites

Spektrum von Anwendungsbereichen ab. So findet sich die mittlere

Baureihe AS Tronic mid nicht nur in Lkw im Verteilerverkehr, sondern

immer öfter auch in RoRo-Trucks wieder. Im täglichen Hafeneinsatz –

schwer beladen, mit langen Laufzeiten, gesteuert von wechselnden

und manchmal auch unerfahrenen Fahrern, haben sich die robusten,

sparsamen und leicht bedienbaren Automatikgetriebe bewährt. Im

geschäftigen Treiben zwischen Hafenbecken und Lagerplatz nimmt

das ZF-AS-Tronic-mid dem Fahrer die Schalt- und Kuppelarbeit ab. Die

Schaltsoftware wählt jeweils den der Fahrsituation angemessenen Gang

und hält den Motor so im optimalen Drehzahlbereich. Der Kraftstoffbedarf

ist dabei im Vergleich zu Lastschaltgetrieben mit Drehmomentwandler

deutlich reduziert. Der Grund liegt im hohen Wirkungsgrad des

für mittlere Eingangsdrehmomente entwickelten Getriebesystems.

Durch einfache Vorgelegebauweise und die Trockenkupplung kann die

ZF-AS-Tronic-mid auf den bei Lastschaltgetrieben notwendigen Wandler

verzichten. Das System wird leichter, leiser und bringt deutlich mehr

Motorkraft auf die Räder. Als Zwölf-Gang-Getriebe agiert es zudem

genauer und spritsparender als vier- oder fünfgängige Lastschaltgetriebe.

Der Kraftstoffverbrauch kann so laut ZF je nach Einsatz um 15 bis

20 Prozent gesenkt werden.

Kein Kuppeln

am Kai: Das

Automatikgetriebe

AS-Tronic-

mid verrichtet

seinen Dienst

auch in Terminal-

Zugmaschinen.

Foto: ZF


52 ConTraiLo 9/2008

Mobiler Containerumschlag: Für die flexible

Container-Zustellung steht das erst im Mai

diesen Jahres neu vorgestellte Container-Umschlag-System

von

Combilift zur Verfügung.

UMSCHLAGTECHNIK Mobiles Containerhandling

Warentransport von und nach Übersee findet heute überwiegend im Container statt. Die genormten

Transportboxen bringen enorme Vorteile mit, setzen aber zugleich eine spezielle Infrastruktur voraus. Genau

die ist nicht überall vorhanden. Wenn keine stationären Krananlagen,

Reachstacker oder schlichte Rampen vorhanden sind, wird es mit der

Be- und Entladung problematisch.

Leichter Portalhubwagen:

Der Straddle-Carrier „Light“ sorgt

für niedrige Handlingkosten.

Fotos: Combilift, MH-Trade

Um auch hier den Container effizient

nutzen zu können, bietet die

Firma MH-Trade verschiedene Lösungen.

Für die flexible Container-Zustellung

stellt das Unternehmen das erst im

Mai diesen Jahres neu vorgestellte mobile

Container-Umschlag-System von Combilift

zur Verfügung. Das System ermöglicht

das Absetzen oder Aufnehmen der Behälter

an jedem beliebigen Ort innerhalb von

zwei Minuten. Das Seitenlader-Prinzip

von Combilift kann 20’-, 30’-, 40’- und

45’-Container umschlagen. Es kann selbst

2x-20’-Container simultan absetzen oder

aufnehmen und benötigt nur einen befestigten

Untergrund. Eine pfiffige Lösung,

wenn zum Entladen kein konventionelles

Umschlagequipment zur Verfügung steht.

Die Hubkapazität beträgt 30 t.

Günstige Systemkosten

Eine weitere Handling-Lösung ist ein

besonders leichter Straddle-Carrier. Dieser

Portalhubwagen ist ein flexibles Umschlaggerät

für 20’- bis 52’-Container und trans-


portiert nahezu alle gängigen

ISO-Container. Die Tragfähigkeit

beträgt 33 t.

Er wird überall dort als flexibles

Transportfahrzeug eingesetzt,

wo Unternehmen

zwischen sechs und 200 ISO-

Container pro Woche innerbetrieblich

in Lagerhäusern

schnell, sicher und kostengünstig

transportieren respektive

umschlagen. Großer

Wert wurde bei der Entwicklung

auf niedrige Handlingkosten

gelegt. Das System ist

deutlich günstiger als herkömmliche

Containerstapler

und Schwerlaststapler. Achslasten

sind ebenfalls wesentlich

geringer als bei einem

vergleichbaren Containerstapler

und dank der Superelastik-Bereifung

kann das

Gerät auch auf schlechten

Bodenverhältnissen eingesetzt

werden.

Flexibler Portalwagen

Der flexible Portalhubwagen

besteht aus einem stabilen

Rahmengestell und ist

mit einem Fahrwerk mit

acht Superelastikrädern ausgestattet.

Der hintere Hubturm

wird zuerst mit dem

Container verbunden und

wird per Twistlock verriegelt.

Nun fährt der vordere Hubturm

zum anderen Ende des

Containers und wird auch

hier über die Eckverriegelung

miteinander verbunden.

Der Container kann

nun hydraulisch angehoben

und vom Lkw gelöst und anschließend

auf dem Gelände

sicher transportiert werden.

Das System verfügt über

einen hydrostatischen Fahrantrieb

und ist extrem einfach

zu bedienen.

MASSGESCHNEIDERT.

Service von Kalmar.

Kalmar setzt neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Servicedienstleistungen:

Die Kalmar-Servicemodule „Basisservice“‚ „Vollservice“, „Kompaktservice“ und

„Lifetime-Service“, sichern den effizienten und effektiven Einsatz Ihrer Maschinen –

und das auch herstellerübergreifend.

Mit Original Ersatzteilen und bewährter Kalmar-Qualität – maßgeschneidert eben.

Informationen zu den Servicemodulen

finden Sie unter

www.kalmarind.de

www.vehiclebay.de I www.vehiclerent.de


ZUGMASCHINEN Kraftpakete an der Kaikante

Containerhäfen, die sich im weltweiten Wettbewerb behaupten wollen, müssen nicht nur durch Größe

überzeugen, sondern vor allem auch durch Schnelligkeit und Effizienz. Wie jedes Glied in der Kette

der Hafen-Logistik spielen dabei auch Terminal-Zugmaschinen

eine nicht gerade unwesentliche Rolle.

Wendiger Italiener: Der RoRo-Truck

TR 2516 von CVS Ferrari zeichnet sich

durch einen kleinen Lenkradius aus.

54 ConTraiLo 9/2008

Wer sein Terminal oder sein

Logistik-Zentrum mit einer

leistungsstarken Zugmaschine

bestücken will, hat auf dem europäischen

Markt zurzeit die Qual der Wahl unter vier

großen Herstellern. Als führender Hersteller

für Umschlagtechnik nimmt Kalmar

auch bei den Terminal-Zugmaschinen

eine bedeutende Stelle ein. Das Sortiment

umfasst die Geräte TT/TR/TRL 618i sowie

die Modelle TT 612d und PT 122. Die allradgetriebenen

TR/TRL 618 i finden sich

aufgrund ihrer besseren Steigungsfähig-

Fotos: Hersteller, sk

Hohe Lasten bevorzugt:

Terberg bietet

vier Modelle für den

Terminalbetrieb an.

keit vor allem im RoRo-Einsatz wieder.

Leichtere Einsätze absolviert der TT 618i

mit 4x2-Achskonfiguration. Speziell für

Logistik- und Distributionszentren ist der

TT 612d konzipiert, den Kalmar im Juli

auf den Markt brachte.

Vier Modelle für den Hafeneinsatz stellt

der Tauberbischofsheimer Schwerlast-Spezialist

MAFI zur Verfügung. Speziell für

den innnerbetrieblichen Transport von

Container-Chassis im Hafen sowie für das

rationelle Umsetzen von Sattelaufliegern

in Speditionen und Logistik-Zentren ist


die Terminal-Zugmaschine MT 25 YT entwickelt.

Ihre hydraulisch anhebbare Sattelplatte

ist für Lasten von 25 bis 30 t ausgelegt.

Ergonomisch zeichnet die MT 25

YT vor allem eine durchgängige Lauffläche

ohne Stolperkanten aus. Für den

RoRo-Einsatz bietet MAFI die Universal-

Zugmaschinen MT 32 und MT 36 an. In

Verbindung mit dem MAFI-Rolltrailer-/

Cargotrailer-System arbeiten sie mit einem

aufgesattelten Schwanenhals.

Tauber-Power

Im Schwerlastbereich ist die Zugmaschine

MT 45 unterwegs. Sie transportiert Systemlasten

bis zu 200 t beispielsweise in

Stahlwerken und Schiffswerften. Die Auslegung

der Maschine wird deshalb immer

auf ihr jeweiliges Einsatzprofil abgestimmt.

Alle MAFI-Zugmaschinen verfügen über

eine automatische Getriebeschaltung und

sind auf Wunsch mit umfangreichen

Sonderaustattungen lieferbar.

Modularer Aufbau

Bei CVS Ferrari verteilt sich das Zugmaschinen-Angebot

auf drei Basismodelle:

Die Baureihe FYT mit Motorleistungen bis

zu 210 PS übernimmt Verfahraufgaben in

GVZ und Logistik-Zentren. Im Terminalbetrieb

finden sich die Heavy-Duty-Trucks

der TT-Reihe wieder, die durch ihren

modularen Aufbau an jede Kundenanforderung

angepasst werden können. Das

Angebot umfasst dabei neun verschiedene

Fahrerhaus-Konfigurationen und zwölf

Tel.: +49 6841 8091 320

Fax: +49 6841 8091 329

http://www.casar.de

verkauf.deutschland@casar.de

verschiedene Antriebsstränge. Jüngste

Entwicklungen auf dem RoRo-Sektor (TR-

Reihe) sind die Trucks TR 2516 und TR

3516. Sie bewältigen Systemlasten bis 120 t

und zeichnen sich durch einen inneren

Wendekreis von 2,30 m aus. Vier Modelle

bietet der niederländische Hersteller

Terberg an. Für Einsätze im Logistik- und

Terminalbetrieb sind die Modelle YT

182/222 und TT 182/222 mit 4x2-Achskonfiguration

und 80 t zul. GG sowie einer

Sattelplattenkapazität von 34 bzw. 35 t

konzipiert. Für den RoRo-Betrieb wiederum

bietet Terberg die Zugmaschinen

RT 222/282 und RT 382 an. Erstere bietet

eine Sattelplattenkapazität von 35 t bei

180 t zul. GG, zweitere bietet auf der Sattelplatte

Platz für 45 t und ein Gesamtgewicht

von 230 t.


SCHWIMMKRANE. Der Düsseldorfer

Hafenkran-Spezialist Gottwald hat im laufenden

Jahr bislang zwei Schwimmkrane

basierend auf Hafenmobilkrantechnologie

in Auftrag genommen. Associated Terminals

LLC im US-Bundesstaat Louisiana

hat einen G HPK 6400 B zum Einsatz

auf dem Mississippi bestellt. Ein G HPK

8200 B für den Betrieb auf offener See

wurde Anfang des Jahres von PT Indo

Straits (Indonesien) in Auftrag gegeben.

Beide Krane zählen zur neuen Generation

56 ConTraiLo 9/2008

Fotos: Gottwald

Schwimmkrane auf der Erfolgswelle

◗ Gottwald kombiniert erfolgreich Hafenmobilkran und Ponton

5 und sind in der Vier-Seil-Greifer-Variante

ausgeführt. Damit steigt die Zahl der

seit Markteinführung 2004 verkauften

Schwimmkrane auf 14.

„Diese erfolgreiche Entwicklung belegt,

dass unsere Entscheidung, die bewährte

Hafenmobilkrantechnologie mit einem

schwimmenden Ponton zu kombinieren,

richtig war“, sagt Dr. Robert Wassmer,

Sprecher der Geschäftsführung (CEO)

von Gottwald. „Schwimmkrane erleben

gegenwärtig eine Renaissance. Sie haben

AUFBAUTEN. Mehr Flexibilität im Transport ermöglicht der

um eine Funktion erweiterte Combilift-Aufbau des Delmenhorster

Fahrzeugbauers Velsycon. Mit dem Drei-in-Eins-Gerät

kann der Lkw als als universeller Ladungsträger, egal, ob als

abgestützte Wechselpritsche, für DIN-30722-Behälter, 20’-

Seecontainer oder DIN-30734-Wechselsilos eingesetzt werden.

Die auf dem Combilift basierende Transport-Logistik

fährt praktisch alle Systembehälter am Markt. Durch die

neu integrierte Aufnahme für 20’-Seecontainer lassen sich

nun auch Standardcontainer senkrecht aufstellen. Dies erlaubt

die einfache und optimale Befüllung von Seecontainern mit

G HPK 8200 B Schwimmkran

von PT Puteri Borneo

Company. Ein vergleichbares

Gerät wird für PT Indo Straits

arbeiten.

Nicht mehr lang allein:

Der HPK 330 EG Schwimmkran

von Associated Terminals

schlägt Schüttgüter

auf dem Mississippi um.

kurze Lieferzeiten – erst recht, wenn sie

aus dem Hafenmobilkranbaukasten kommen

– machen zusätzliche Kais und damit

verbunden lange Genehmigungsverfahren

überflüssig. Und angesichts des steigenden

Güteraufkommens sind sie auch als

Ergänzung zu landseitigem Umschlaggerät

äußerst interessant.“ „Das Konzept von

Gottwald, seine Hafenmobilkrantechnologie

auch auf dem Wasser verfügbar zu

machen, hat uns überzeugt“, begründet

David Fennelly, Präsident von Associated

Terminals, die Entscheidung für Gottwald.

Der neue G HPK 6400 B, eine Variante von

Modell 6 der Generation 5, soll Ende 2008

in Betrieb gehen und wird Schüttgüter wie

Vollbeschäftigung für den Lkw Velsycon erweitert Combilift-Aufbau

Schüttgut und anderen losen Materialien. Den Transportboxen

sichert das zusätzliche Einsatzfeld Schüttgut einen deutlich

verbesserten Rundlauf und somit eine noch höhere Transporteffizienz.

Mit dem Hakenabrollkipper-Aufbau ist dazu eine

einfache und weit verbreitete Umschlagtechnik vorhanden.

Der vollhydraulisch arbeitende Wechselaufbau wird mithilfe

eines Spreaders mit einem 20’-Seecontainer beladen, dessen

Türen in Richtung Fahrerhaus zeigen. Der Combilift transportiert

den leeren Seecontainer zur Beladestelle und stellt ihn

dort hochkant auf. Den beladenen Behälter mit Gewichten

von bis zu 30 t handhabt der multifunktionale Aufbau eben-


Kohle und Düngemittel

von großen Seeschiffen auf

kleine Flussbarges umschlagen.

Der Kran verfügt über

eine Greiferkapazität von

50 t bis zu 31 m Ausladung

und erreicht, je nach Gegebenheiten,Umschlagleistungen

von bis zu 1000 t/h.

Mit PT Indo Straits konnte

Gottwald einen Neukunden

gewinnen.

Der in Auftrag gegebene

G HPK 8200 B wird ab Ende

2008 vor der indonesischen

Küste Exportkohle von

Flussbarges auf Seeschiffe

umschlagen. Für den Einsatz

hat er eine Lloyd’s-

Register-Zertifizierung für

eine signifikante Wellenhöhe

von 2,50 m. Der G HPK

8200 B, eine Variante von

Modell 8 der Generation 5,

erreicht Umschlagleistungen

von bis zu 1500 t/h. Er

verfügt über eine Greiferkapazität

von 63 t bis zu 34 m

Ausladung und eine maximale

Ausladung von 43 m

bei einer Kapazität von 50 t.

falls problemlos. Neben

dieser neuen Einsatzmöglichkeit

kann

der Combilift weiterhin

die vielfältigen

Aufgaben im Bereich

der Logistik für Wechselcontainer

und

Wechselsilos übernehmen,

in denen sein

Ursprung liegt.

Vehicles and more

www.vehiclebay.de I www.vehiclerent.de


Hafenbetriebe

Auf hohem

QUALITÄTSNIVEAU

Die HANSAKAI-UMSCHLAGBETRIEBE

betreuen anspruchsvolle Kunden

Hafenumschlag ist heute vor allem Containerumschlag!

Fast alles, was über die Weltmeere transportiert wird,

ist inzwischen in den normierten Boxen untergebracht.

Auch für das traditionsreiche Bremer

Umschlagunternehmen Hansakai spielt der

Container heute eine dominierende Rolle.


CONTAINER-UMSCHLAG...

...für anspruchsvolle Kunden:

Die Hansakai-Umschlagbetriebe

am Bremer Holzhafen.


Fotos: Hansakai, sk

ERFAHRENER LOGISTIK-MANAGER

Peter Viet leitet die Hansakai-Umschlagbetriebe.

LEISTUNGSFÄHIGES EQUIPMENT

Neben den Kajenkranen sind auf dem Hansakai-Gelände

drei Reachstacker und insgesamt 15 Gabelstapler bis

12 t Tragfähigkeit unterwegs.

60 ConTraiLo 9/2008

Hafenbetriebe

Als das Unternehmen 1897 im Bremer Holzhafen

seinen Betrieb aufnahm, sah die Umschlagwelt

noch anders aus. Heerscharen von Schauerleuten

bestimmten das Bild zwischen Kaimauer und Lagerschuppen.

Mit Sackkarren und Schauerhaken löschten sie die

Schiffsladungen weitgehend von Hand. Heute ist es so

genannte Breakbulk-Ware wie Kaffee, Holz, Papier und

Zellulose, die am Holzhafen umgeschlagen wird. Geleitet

werden die Hansakai-Umschlagbetriebe von Peter Viet.

Der Betriebsleiter und Prokurist steht seit acht Jahren auf

der Brücke des zur Dubbers-Albrecht-Holding gehörenden

Unternehmens.

Anspruchsvolle Kunden

Über eine mangelnde Auslastung können sich Viet und

seine rund 20 Mitarbeiter nicht beklagen. Im Gegenteil:

Auf dem Firmenareal am Bremer Holzhafen bewegt sich

einiges. Etwa 2000 TEU treffen hier pro Monat ein und

werden entladen oder an den endgültigen Bestimmungsort

weitergeleitet. Die Hansakai-Kunden sind überaus

anspruchsvoll. Allen voran die Kraft-Foods-Gruppe, die

seit Jahrzehnten auf die Hansakai-Dienstleistungen für

ihre komplexe Logistik zurückgreift. Rund 1500 TEU mit

Rohkaffee gehen hier monatlich über die Kaje. Viet: „Der

Kaffee wird vor allem in Bremerhaven und Hamburg angelandet.

Von Bremerhaven aus kommt er per Binnenschiff

zu uns, mit Hamburg sind wir durch einen täglichen

Ganzzug verbunden.“

1500 TEU Rohkaffee

Die Mengen sind enorm. Täglich werden am Hansakai

ein bis zwei Binnenschiffe aus Bremerhaven abgefertigt.

Dazu kommt ein täglicher Ganzzug aus Hamburg. Von Bremen

aus wird der Kaffee nicht nur einfach weiter zum Zielort

transportiert. Auf dem Hansakai-Gelände findet auch in

Kooperation mit der Firma J. Müller Weser die komplette

Qualitätsprüfung des Rohkaffees statt. Dafür werden

zunächst die jeweiligen Container bereitgestellt und geöffnet.

Dabei nehmen die Spezialisten bereits Geruchsproben.

Anschließend werden aus verschiedenen Positionen im

Container Proben gezogen und im Labor analysiert. Last

but not least führen die Spezialisten Proberöstungen durch.

Erst wenn alle diese Tests abgeschlossen sind, erhält der

Container die Freigabe für den Weitertransport zu den

Jacobs-Kaffeeröstereien. Zweites Standbein nach dem Kaffeeumschlag

ist der Papierumschlag. Der Hansakai ist der

zentrale Umschlagplatz für den schwedischen Papierhersteller

Billerud. Der schickt monatlich 70 bis 80 Waggons


mit bis zu 5100 t Papier direkt nach Bremen. Hier werden die

Papierrollen gelagert und per Lkw weiter verteilt. Auch im Holzumschlag

ist das Bremer Unternehmen aktiv. Auch hier spielt der

Container die zentrale Rolle. Bis zu 300 TEU mit rund 3200 t

Sperrhölzern werden monatlich am Hansakai umgeschlagen. Das

Holz kommt vor allem aus Südamerika und China.

Anders als viele Umschlagbetriebe, die in den letzten Jahren

auf der grünen Wiese gegründet wurden, ist der Hansakai historisch

gewachsen. Das Betriebsareal am Holzhafen in Bremen

konnte durch Zukäufe ständig erweitert werden und umfasst heute

knapp 60.000 m 2 . Davon ist der überwiegende Teil, 41.000 m 2 ,

überdacht. Auf den Freiflächen können bis zu 1600 TEU gestellt

werden. Die Kailänge der Hansakai-Umschlagbetriebe beträgt

500 m. Hier werden vor allem Binnenschiffe abgefertigt, die im

Container-Shuttledienst zwischen Bremerhaven und Bremen

pendeln. Um die Schiffe entladen zu können, stehen bei Hansakai

drei Krane bis zu einer Tragfähigkeit von 50 t zur Verfügung.

Leistungsfähiges Umschlaggerät

Neben den Kajenkranen sind auf dem Hansakai-Gelände drei

Reachstacker und insgesamt 15 Gabelstapler bis 12 t Tragfähigkeit

unterwegs. Für den Containertransport zwischen den beiden

Terminals Pier A und Pier B stehen drei Terminaltraktoren zur

Verfügung. Dazu kommen zwei Loks, die die Containerzüge

zusammenstellen. „Mit unserer modernen Umschlagtechnik sind

wir auch mit Blick auf künftige Entwicklungen bestens gerüstet“,

versichert Viet. Um eine jederzeitige Verfügbarkeit zu gewährleisten,

unterhält das Unternehmen zudem eine eigene Werkstatt, in

der die Geräte gewartet und repariert werden. Um angesichts der

ZWEITES STANDBEIN

Der Hansakai ist der zentrale Umschlagplatz

für den schwedischen Papierhersteller Billerud.

wachsenden Containermengen den Überblick zu behalten, setzt

man bei Hansakai auf modernste Kommunikationstechnik. So

sind die Reachstacker mit leistungsfähigen Rechnern ausgestattet,

die via UMTS-Netz untereinander und mit der Zentrale

online verbunden sind. Dadurch ist der jeweilig Standort eines

Containers jederzeit nachvollziehbar, was den Arbeitsablauf

erheblich vereinfacht und damit wesentlich zur Umschlagqualität

beiträgt. Viet ist zuversichtlich, im hart umkämpften Breakbulk-Geschäft

auch weiterhin vorn mitzumischen: „In diesem

Segment kommt es auf eine hohe Dienstleistungsqualität an. Und

die können wir unseren Kunden in jeder Hinsicht bieten“, betonte

der Umschlagspezialist gegenüber ConTraiLo.

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ERST BERATEN,

Chassis-Vermieter TBS

legt Wert auf individuelle Kundenbetreuung

Chassisvermietung

dann vermieten

Manchmal ist es der Ärger über ein Produkt oder eine Dienstleistung, der einen

sagen lässt: „Das kann ich selbst besser!“ Prominentestes Beispiel dafür war Ferruccio

Lamborghini. Der Traktorenfabrikant war mit seinem Ferrari unzufrieden. Nachdem er auch noch

mit seiner konstruktiven Kritik bei Enzo Ferrari abblitzte, baute er sich eben seinen eigenen Sportwagen.


HOHE AUSLASTUNG

Die rund 200 Einheiten umfassende TBS-Mietflotte ist sehr gut ausgelastet.


Fotos: TBS

MIETEN, KAUFEN, LEASEN Containerchassis der Firma TBS.

Das können wir besser“ war auch die erste Reaktion von

Thomas Berger, Inhaber des Bremer Container-Trucking-

Unternehmens TBS. Berger griff Mitte der 90er Jahre erstmals

auf die Fahrzeugbeschaffungsform Miete zurück und wurde

von einem großen Vermieter sogleich regelrecht über den Tisch

gezogen. Versteckte Zusatzkosten, plötzlich auftauchende Mängel

bei der Rückgabe, schlechter Service. Das volle Programm, wenn

es darum geht Kunden zu vergraulen. Beim Kunden TBS hatte der

Vermieter so zweifelhafte Arbeit geleistet, dass sich das Unternehmen

nicht nur auf die Suche nach einem neuen Vermieter gemacht

hat, sondern selbst in die Chassis-Vermietung eingestiegen ist.

Gut ausgelastete Flotte

Mit großem Erfolg, wie sich nach rund zehn Jahren zeigt: Heute

zählt die mit der Nachfrage atmende TBS-Chassisflotte rund

PROMINENTE

DOMAIN

Unter www.chassis.de

lassen sich Containerchassis

aller Art

anmieten.

68 ConTraiLo 9/2008

Chassisvermietung

200 Einheiten. Die Auslastung liegt bei deutlich über 90 Prozent.

TBS? Unter diesem Namen kennen das Unternehmen fast nur

Eingeweihte. Die Vermietung der Chassis erfolgt unter dem

Namen chassis.de. Die Domain hat sich Berger bereits 1997

sichern lassen. Gedacht war sie seinerzeit nicht so sehr für die

eigenen Vermietaktivitäten, sondern vielmehr als Plattform für

die Chassishersteller. Die hatten nur wenig Interesse, sodass das

Projekt im Sande verlief. Die Domain hat Berger jedoch behalten.

Heute ist die Internetadresse die Basis für die Chassis-Vermietung

von TBS. Zusammen mit der hohen Fachkompetenz rund um

den Containertransport auf der Straße macht sie den wachsenden

Erfolg des Bremer Chassis-Vermieters aus.

Apropos Internet: Mit seiner so prominenten Internetadresse

wird man in den Suchmaschinen ganz oben gelistet. So verwundert

es nicht, dass das Internet bei der Neukunden-Aquise eine

zentrale Rolle spielt. Damit das so bleibt wird der Internetauftritt

von Frank Berger ständig auf dem aktuellen Stand gehalten.

In Sachen Technik gibt es unter www.chassis.de alles was die

Hersteller im Programm haben. Vom einfachen 20‘-Hafen-Chassis

bis hin zum multifunktionalen Sledge-Chassis kann der Vermieter

seinen Kunden das volle Programm bieten. Selbst einige Planen-

Auflieger sowie Sattelzugmaschinen hat der Chassis-Vermieter im

Programm. Das volle Programm gilt auch für den Service.

Die Miete umfasst den Vollkasko-Schutz, Reifenverschleiß, den

sonstigen Verschleiß sowie die gesetzlichen Untersuchungen

HU/SP. Auf Wunsch ist auch eine Reifenversicherung möglich.


Auch ein europaweiter Anlieferungsservice ist bei Anmietungen

ab zwölf Monaten möglich. Neben diesen Servicebausteinen

legt man bei TBS Chassis großen Wert auf eine

individuelle Kundenbetreuung. „Jeder Kunde hat bei uns

seinen persönlichen Ansprechpartner, den er rund um die

Uhr anrufen kann“, betont Brün Wenzel, der bei TBS für

die Betreuung der Kunden und die Flotte verantwortlich

ist. Dazu kommt ein Netz von Partnerwerkstätten.

Sollte ein Kunde Chassis-bedingt liegen bleiben, ist für

schnelle und schlagkräftige Hilfe gesorgt. Eine individuelle

Kundenbetreuung beginnt bei TBS aber schon sehr viel

früher. Wenzel: „Bei Neukunden werden dessen Bedürfnisse

zunächst analysiert. So wird gewährleistet, dass der Kunde

genau das Chassis bekommt, das seinen Anforderungen

in idealer Weise gerecht wird.“ Klingt auf den ersten Blick

banal, ist aber angesichts der Vielzahl unterschiedlicher

Chassistypen gar nicht so einfach. „Ausgehend vom kundenspezifischen

Einsatzprofil, empfehlen wir unseren Kunden

das passende Equipment. Das Ergebnis sind zufriedene

Kunden.

Vermietung und Handel

Auch wenn das Gros der Chassis in der Langzeitvermietung

genutzt wird, sind bei TBS auch Kurzzeitanmietungen

möglich. Die Kunden, die sich für Langzeitmiete

entscheiden, können bei der Beschaffung eines Chassis

mitreden. „Bei unseren Investitionsentscheidungen genießen

die Anforderungen unserer Kunden oberste Priorität“,

so Wenzel gegenüber ConTraiLo. Typ, Ausstattung, Farbe;

der Kunde kann seine Wünsche äußern.

Auch der Wunsch, ein Chassis zu kaufen wird bei TBS

nach Möglichkeit erfüllt. „Unsere Chassisflotte wird kontinuierlich

an die jeweilige Auslastungsquote angepasst“,

sagt Uwe Reck, der bei TBS unter anderem für den Einkauf

und den Verkauf der Fahrzeuge zuständig ist. Die Chassis

verbleiben maxi-

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mal drei Jahre in der

Mietflotte und werden

anschließend verkauft.

Ladenhüter sind

die Chassis nicht. TBS

genießt aufgrund seiner

hohen Servicequalität

ein hohes

Ansehen bei seinen

Kunden. Eine gute Basis,

auch für den Handel

mit Chassis.

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Straße gestaltet sich umso effizienter,

je mehr Einsatzmöglichkeiten

die entsprechenden Fahrzeuge

bieten. Kostensicherheit bieten in

dieser Hinsicht beispielsweise die

Container-Sattelauflieger Vario

von Fliegl. Als SDS-380-Vario-V2

kann dass Fahrgestell alle Containergrößen

von 20 bis 45‘ aufnehmen.

Es verfügt über einen Front-,

Mittel- und Heckausschub und

gewährleistet somit optimale

Sattellast bei heckbündiger Beladung

mit einem 20’-Container.

45“-Container mit langem Tunnel

kann der SDS 380 Vario V2 ohne

Sondergenehmigung transportieren.

Den Drei-Achs-Vario-Kipp-

Container-Sattelauflieger SDS

390 für 1x30- oder 40‘-Silobox

hat Fliegl als weitere Erfindung

seiner Ingenieure zum Patent

angemeldet. Der Ausschub erfolgt

manuell mithilfe der Sattelzugmaschine.

Das erste Exemplar des

teleskopierbaren Kipp-Containerchassis

wurde kürzlich an den

Bulk-Logistik-Spezialisten Hoyer

ausgeliefert.

Für alle Siloboxen bereit: Der Vario-

Kipp-Container-Sattelauflieger SDS 390

kurz vor der Abholung durch Hoyer.

70 ConTraiLo 9/2008

Foto: Fliegl

Galliens aufstrebende Branche

Logistik-Unternehmen investieren in den Standort Frankreich

Foto: Fizit

Standortvorteil für Logistik-

Unternehmen: Frankreich liegt

geographisch günstig zu den wichtigsten

europäischen Märkten.

Viele Wege zum Fuhrpark

LOGISTIK. Mit über 1 Mio. Unternehmen

und rund 5 Mio. Beschäftigten

in Europa, davon 1.516.000 allein

in Frankreich, ist die Logistik ein eigenständiger

und zukunftsfähiger Wirtschaftszweig

mit stetigen Zuwachsraten.

Frankreich zählt zu den Pionieren

des logistischen Aufschwungs,

die in den 80er Jahren seinen Anfang

nahm. Unter Berücksichtigung der

anhaltenden Outsourcingtendenz wird

ein weiterer Anstieg der Logistik-Anbieter

erwartet. Neben führenden französischen

Transport- und Logistik-Gruppen

wie Norbert Dentressangle, Stef-TFE,

Géodis, FM Logistics haben sich auch

internationale Unternehmen wie Fedex,

DHL, Kuehne & Nagel, Arvato Services,

Schenker, Ziegler, Kaoten Natie,

Wincanton, Nippon Express und NYK

Logistics in Frankreich angesiedelt.

Auch Großinvestitionen wie die Inbe-

MIETE. Sporadischer oder stark schwankender Frachtraumbedarf lässt sich

effektiv durch Miete, Mietkauf oder Leasing abdecken. Der conFernContainerpool

bietet seit 1971 flexible Nutzungskonzepte für Logistik-Dienstleister.

Neben dem Hauptsitz im hessischen Frankenthal ist conFern mit Niederlassungen

in Unna und Leipzig sowie in Belgien und Frankreich vertreten.

Die Produktpalette umfasst rund 5000 Wechselbehälter, Container, Sattelauflieger,

Lafetten und Fahrzeuge sowie Spezial-Equipment. Die neutral gestalteten

Einheiten können ab einer Leihdauer von einem Tag genutzt werden.

Da der jeweilige Miet- oder Leasingvertrag individuell ausgehandelt wird, sind

die Laufzeiten entsprechend an den Kunden anpassbar. Partnerunternehmen

innerhalb von Logistik-Ketten lassen sich in die Ablaufprozesse problemlos einbinden.

Ausstattung, Lackierung und Beschriftung der Einheiten erfolgen nach

Kundenwunsch.

Im Schadensfall veranlasst conFern die schnellstmögliche fachgerechte Reparatur

der betroffenenen Einheiten. Dank des ausgelagerten Fuhrparks können

Unternehmen ihre Kosten genauer kalkulieren und ihre Liquidität verbessern.


triebnahme des europäischen Logistik-Zentrums von IKEA

in Fos-sur-Mer und die Einrichtung des zweiten Distributionszentrums

von Amazon in der Loiret-Region untermauern

die Attraktivität des Standortes Frankreich.

Philippe Favre, Präsident der Invest in France Agency,

erklärt diese Entwicklung so: „Frankreich kann Unternehmen

aus diesem Bereich zahlreiche Potenziale bieten: Eine

äußerst günstige geographische Lage mit einer natürlichen

Öffnung in Richtung Europa sowie einen direkten Zugang

zu einem Markt mit 450 Mio. Verbrauchern. Dazu kommen

ein leistungsfähiges Transportnetz mit direkten Anbindungen

an die wichtigsten europäischen Märkte und

ein transparenter, offener Markt für neue Wettbewerber.

Ein weiterer Vorteil sind die auf Gemeindeebene verwalteten

Gewerbe- und Industriegebiete mit attraktiven Angeboten

für die Anmietung von Lagern aller Art und im

internationalen Vergleich geringen Mietkosten.“ Zu den

kürzlich durchgeführten Maßnahmen zählen die Reform

der autonomen Häfen, die eine Übertragung aller Betriebsanlagen

und Arbeitsverträge an Privatunternehmen vorsieht

und die Möglichkeit des Erwerbs von Flughafenkonzessionen

für private Anbieter.

Darüber hinaus trägt die Deregulierung des schienengebundenen

Güterverkehrs in Europa, ebenso zur Attraktivität

des Standortes bei wie der Bau des Canal Seine-Nord

(CSNE) mit Anschluss an das europäische Kanalnetz.

Alles was Ladung trägt: conFern bietet ein

umfassendes Angebot an Fahrzeugen und Transportbehältern.

Foto: conFern

Als wichtiger Kunde der bedeutenden Fuhrpark-

Hersteller kann conFern darüber hinaus günstige

Konditionen für den Kauf von Fahrzeugen anbieten.

Im Full-Service-Kauf wickelt conFern den Erwerb

im Auftrag des Kunden herstellerneutral von der

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LOGISTIK Vier Tiger in Lauerstellung

Wie für viele weltweit agierende Unternehmen gehören Brasilien, Russland, Indien und China, oder

kurz die BRIC-Staaten, auch für die Rhenus-Gruppe zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Trotz weltweiter

Finanzkrise wird sich die Ausweitung der internationalen Arbeitsteilung nicht aufhalten lassen.

Die Rhenus-Gruppe ist in den BRIC-Staaten mit insgesamt

21 eigenen Niederlassungen und zahlreichen Partnern

tätig. Das Unternehmen bietet seinen Kunden alle Dienstleistungen

aus den Geschäftsbereichen Contract Logistics, Freight

Logistics und Port Logistics an.

„Neben den ‚Brot-und-Butter-Geschäften‘ Landverkehre, Luftund

Seefracht sowie Container-Logistik, können wir dort auch

Bahnverkehre und Hafendienstleistungen anbieten, zum Beispiel

den Umschlag und Transport von Stahl, Papier oder Holz“, so Rhe-

72 ConTraiLo 9/2008

nus-Vorstand Oemmelen. „Ein Schlüsselfaktor für die konstante

Qualität an allen Standorten ist die Personalentwicklung“, sagt

Oemmelen.

Unterschiedliche Engagements

Obwohl die Bezeichnung BRIC-Staaten eine Einheit suggeriert,

handelt es sich doch in Wirklichkeit um vier Länder mit sehr verschiedenen

wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen.

Wachstums-Kleeblatt: Brasilien,

Russland, Indien und China spielen

auch in der Zukunftsplanung von

Rhenus eine wichtige Rolle.

Fotos: Rhenus


Lange Tradition in Russland: In Scheremetjewo

bei Moskau befindet sich eine von insgesamt zwölf

russischen Rhenus-Niederlassungen.

Reich der Mitte: In China ist Rhenus seit

sechs Jahren mit eigenen Büros vertreten.

Daraus resultiert auch das unterschiedliche Engagement

der Rhenus: In Russland ist das Unternehmen bereits

seit 20 Jahren präsent und hat dort zwölf eigene Niederlassungen.

In China ist Rhenus seit sechs Jahren mit eigenen

Büros vertreten. „Noch speist sich der große wirtschaftliche

Erfolg Chinas aus den niedrigen Lohnkosten,

doch die Produkte werden hochwertiger, sodass die Exporte

steigen“, schätzt Oemmelen.

„Andererseits gehe ich davon aus, dass das Land noch

lange auf Importe angewiesen sein wird.“ Vor einem Jahr

hat eine Tochterfirma der Rhenus, RMK Logistics do Brasil,

ein Büro in Santos eröffnet. Das große Engagement deutscher

Unternehmen in Brasilien und die zunehmende

Stabilität der Wirtschaft versprechen dort weiteres Wachstum.

In Indien hat die Rhenus-Tochter Maxx Intermodal

Systems ein Büro

in Mumbai und eine

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Beteiligung an der

Firma Rosemount.

Mit seinen starken

Wachstumsraten gilt

Indien als Zukunftsmarkt

auch für deutsche

Unternehmen.

Insbesondere die hoheBinnennachfrage

beflügelt dort die

Wirtschaftsentwicklung.

ConTraiLo

Container | Trailer | Logistik

> Schiff und Hafen

> Binnenschiff-Fahrt

> Containerhäfen International

> Container-Lager

> Container-Logistik

> Container-Umschlag

> Kombi-Verkehr

erscheint

im Januar 2009

> Trailer- und Wechselbehälter

> Container-Trucking

> Container-Handel


Zusammenarbeit für eine verbesserte Logistik (v. l.): Marco Wepner

(Darguner), Wolfgang Scheidsteger (CHEP) und Silvio Drews (Darguner).

Grundlagen-Verbesserung

◗ Darguner Brauerei GmbH setzt auf CHEP-Paletten

PALETTEN. Vor gut einem Jahr hat sich

die Darguner Brauerei GmbH entschieden,

vollständig auf CHEP-Paletten umzustei-

74 ConTraiLo 9/2008

Foto: CHEP

gen. Diesen Schritt hat das Unternehmen

nach Aussage von Wolfgang Voß, Betriebsleiter

der Darguner Brauerei GmbH, nicht

bereut: „Früher haben wir die Düsseldorfer

Palette zur Distribution verwendet. Dies

führte jedoch oft zu Störungen im Produktionsprozess,

sodass wir seit letztem Jahr

nur noch die CHEP-Halbpalette verwenden.“

Die Anforderungen an Material und

Beschaffenheit von Paletten sind beim

Einsatz in Hochregallagern extrem hoch.

Gerade in diesem anspruchsvollen Umfeld

zeigt sich für Voß der Vorteil des gemanagten

CHEP-Pools: „Seit wir auf CHEP-

Paletten umgestellt haben, müssen wir

praktisch keine Paletten mehr aufgrund

mangelnder Qualität ausmustern. Früher

hatten wir immer wieder Strafen zu zahlen,

wenn wir Ware umpalettieren mussten,

und die alten Paletten zur Reparatur

zurückgeschickt wurden. Dies führte zu

unnötigen Zusatzkosten.“

Zudem benötigte die Firma früher mehr

Palettenbahnen als heute, was wiederum

die Kosten erhöhte. „All diese Probleme

hatten einen negativen Einfluss auf die

Effizienz unserer innerbetrieblichen Logistik“,

so Voß. „Auch beim Handel führte

die mangelnde Qualität der Paletten dazu,

Mit Brief und Siegel World-Palette von Falkenhahn offiziell TÜV-geprüft

Geprüft und für gut befunden:

Die World-Palette von Falkenhahn

wurde von der TÜV Rheinland

Group mit einem Zertifikat

nach erfolgreicher Baumusterprüfung

versehen.

Foto: Falkenhahn

LADUNGSTRÄGER. Seit März diesen Jahres will die neue World-

Palette als günstige Alternative zur Europalette für viel Bewegung

im Logistik-Markt sorgen. Nicht zuletzt durch das große Interesse

und die vermehrte Nachfrage wurde die tauschfähige Mehrwegpalette

nun einer Qualitätsprüfung unterzogen. Fazit: Die World-

Palette ist jetzt TÜV-geprüft.

Zahlreiche namhafte Markenhersteller kompensieren nach Angaben

des Herstellers, der Falkenhahn AG, ihre steigenden Logistik-

Kosten bereits durch den Einkauf der World-Palette. Dennoch fehlte

manchem Einkäufer bislang noch das „I-Tüpfelchen an Sicherheit“,

um einen störungsfreien Materialfluss bei Logistik, Transport

und Lagerung zu garantieren. Damit der Umstieg auf die World-

Palette erleichtert wird, hat sich Falkenhahn in den letzten Monaten

einer freiwilligen Qualitätsprüfung durch ein externes neutrales

Prüfinstitut unterzogen: Im September 2008 konnte die Baumusterprüfung

durch die TÜV Rheinland Group erfolgreich mit der


dass beispielsweise Palettenklötze

wegbrachen, die Ware

von der Palette rutschte

und in der Folge immer wieder

Warenschäden auftraten.

Beschwerden wegen fehlerhafter

Paletten kommen

dagegen heute so gut wie

gar nicht mehr vor.“ Dank

CHEP konnte die Darguner

Brauerei die Produktionsausfälle

durch fehlerhafte

Paletten praktisch auf Null

reduzieren. Insgesamt sei

der interne Aufwand gesunken,

unter anderem weil

CHEP die Abholung der Paletten

selbst übernimmt.

Auch die Zusammenarbeit

mit den Handelspartnern

funktioniere jetzt viel

besser. Davon würden nach

Aussage von Wolfgang Voß

auch die Logistik-Parner profitieren.

Vergabe des offiziellen

TÜV-Zertifikates

abgeschlossen werden.

Damit ist die

World-Palette nach

Marcus Falkenhahn

nun von einem unabhängigenPrüfinstitut

auf höchste Qualität

und Sicherheit

getestet und wird

somit auch offiziell

den hohen Qualitätsansprüchen

der Verwender

in Industrie

und Handel gerecht.

online • online

Container I Trailer I Logistik


In den letzten Jahren

befanden sich die Hersteller

in einer komfortablen

Position. Chassis waren

knapp, der Kunde hat genommen,

was er zeitnah kriegen konnte.

Die Zeiten haben sich radikal

gewandelt. „Wer heute ein Chassis

verkaufen will, muss inzwischen durch

Qualität überzeugen“, so Andreas Mai,

Inhaber und Geschäftsführer des Fahrzeugkontors

Koch. Das Bremer Handelsunternehmen

gehört hier zu Lande zu den renommiertesten

Adressen, wenn es um Containerchassis geht.

Vor über 30 Jahren als „Ein-Mann-Firma“ gegründet, hat

das Unternehmen die gesamte Entwicklung in der Container-Logistik

nicht nur mitgemacht, sondern auch mitgeprägt.

Es dürfte in ganz Deutschland kaum ein in der Container-Logistik

tätiges Transportunternehmen geben, das noch nie

ein Chassis von Koch gekauft hat. Das gilt auch für die Chassisvermieter,

die fast ausnahmslos auf der Koch-Kundenliste stehen.

Seit vier Jahren arbeitet das Fahrzeugkontor Koch bereits eng

mit dem niederländischen Trailerhersteller Broshuis zusammen.

Inzwischen hat das Bremer Handelsunternehmen die General-

Containerchassis

vertretung für

Broshuis-Containerchassis

in Deutschland

übernommen. Die Chassis von

Broshuis haben sich vor allem aufgrund

ihres hohen Qualitätsniveaus einen

sehr guten Ruf erworben. So hat das Hamburger

Trucking-Unternehmen Wenk seit elf Jahren Broshuis-

Chassis im Bestand. Die ersten dieser Chassis haben inzwischen

3 Mio. km auf den Achsen und sind immer noch im Einsatz.


Bremer

CHASSIS-EXPERTEN

Fahrzeugkontor KOCH vertreibt Chassis von Broshuis und LAG

EQUIPMENT FÜR SPEZIALISTEN

Auch Kipp-Chassis von LAG hat das

Fahrzeugkontor Koch im Programm.


Außer Verschleißreparaturen haben die Chassis bislang keinerlei

Probleme gemacht. Aber auch für den in Belgien ansässigen Trailerhersteller

LAG ist das Fahrzeugkontor Koch tätig. „Zwei Marken,

die mit ihren Chassis die Basis für alle denkbaren Lösungen

im Containertransport bilden“, fasst Mai zusammen. Wer mit

dem Handel von Containerchassis erfolgreich sein will, braucht

neben exzellenten Produkten auch gute Kontakte zu den potenziellen

Kunden. „Man muss die Branche genau kennen“, so Mai,

der den Markt ganz genau kennt. Der gelernte Speditionskaufmann

hat einige Jahre in leitender Position bei der Reederei Cosco

78 ConTraiLo 9/2008

Andreas Mai

Containerchassis

FACHMANN...

...für Container-Logistik:

Geschäftsführer

Andreas Mai

ist ein exzellenter

Branchenkenner

und kennt sich

auch bestens mit

der Technik aus.

gearbeitet und weiß genau, worauf es beim Containertransport

auf der Straße ankommt.

Extreme Qualitätsanforderungen

RENOMMIERTE ADRESSE Das Fahrzeugkontor Koch ist Spezialist für Containerchassis.

Der Gesamtmarkt in Deutschland hat im Chassis-Segment

zuletzt rund 4000 Einheiten jährlich umfasst, ein vergleichsweise

kleines Segment. Aber ein Segment, das angesichts der Vielzahl

unterschiedlicher Konzepte und Varianten überaus interessant ist.

Eine weitere Besonderheit: Kaum ein anderes Fahrzeugsegment

wird solchen Belastungen ausgesetzt, wie das Containerchassis.

Das gilt ganz besonders im Nahverkehr. Die bis zu 35 t schweren

Container werden mit Wucht auf die Chassis geknallt. Beim Entladen

geht es nicht weniger rabiat zu. Chassis, die diese Belastungen

nicht über Jahre schadlos mitmachen, haben beim Kunden

keine Chance.

Wenn es um Qualität geht, sind die Anforderungen auf der

Kundenseite sehr hoch. Damit ist es mit Gemeinsamkeiten auf

Kundenseite aber auch schon vorbei. Wenn es um Chassiskonzepte,

Technikfeatures und Detailfragen geht, hat jeder Kunde

seine ganz speziellen Anforderungen. Genau darauf hat sich das

Fahrzeugkontor Koch eingestellt. Das Unternehmen bietet die

verschiedensten Transportlösungen rund um den Container. Vom

simplen 20’’-Chassis für hafeninterne Transporte bis hin zum teilbaren

Fünf-Achs-Chassis haben Andreas Mai und sein Expertenteam

alles im Programm. Und auch Sonderlösungen wie Tank-,


Kühl- und Kippchassis sind in den verschiedensten Ausführungen

darstellbar.

Der Chassis-Experte verlässt sich aber nicht nur auf

das, was aus den Entwicklungsabteilungen der Hersteller

kommt. Mai: „Wir haben als Händler den unmittelbaren

Kontakt zum Kunden, sind ständig mit ihm im Gespräch.

Optimierungsvorschläge werden von uns natürlich aufgegriffen

und nach Möglichkeit zusammen mit dem Hersteller

umgesetzt.“ Mai ist darüber hinaus ständig bestrebt,

die Chassis zu optimieren, um seinen Kunden einen höheren

Mehrwert zu bieten. So hat Mai gemeinsam mit dem

Achsenhersteller Gigant ein neues Achskonzept für Broshuis-Chassis

realisiert.

Gute Zusammenarbeit

Die neue Dual-Disc-Achstechnologie basiert auf der

Verwendung von zwei Bremsscheiben. Diese Konstruktion

verhindert nicht nur Hitzerisse in der Bremsscheibe.

Die einfache Konstruktion des Festsattels spart zudem bei

einem Standard-Auflieger ca. 50 kg an Gewicht. Ein gelungenes

Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen dem

Fahrzeugkontor Koch und Broshuis. Sehr gute Kontakte

pflegt das Unternehmen auch zu LAG. Der inzwischen zu

einem chinesischen Konzern gehörende Trailer- und Containerhersteller

steht bei vielen Kunden ebenfalls hoch im

Kurs. Hier ist es insbesondere der Variantenreichtum, den

viele Kunden schätzen.

Besonders die Tank- und Kippchassis von LAG werden

häufig nachgefragt. Ab Sommer kommenden Jahres

will das Fahrzeugkontor Koch gemeinsam mit LAG ein

besonders preisgünstiges Chassis auf den deutschen Markt

bringen. Der Stahlbau kommt aus China und wird im

belgischen LAG-Werk mit Qualitätskomponenten ausgestattet.

Und das zu einem konkurrenzlos niedrigen Preis.

Mai ist sich sicher, dass auch dieses Chassis den hohen

Qualitätsanforderun-

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gen auf dem europäischen

Markt genügt.

„An der Konstruktion

und am Stahlbau

wurde so lange gefeilt,

bis die Qualität

stimmte“, versichert

Mai. Und auch was

die Marktchancen

dieses Chassis angeht,

ist der erfahrene

Chassis-Experte

zuversichtlich.

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TRANSPORT Palettentausch mit Tücken

Sorgenkinder:

Das Tauschen von Europaletten hatte sich Spediteur

Stefan Brucker ursprünglich unkomplizierter vorgestellt.

80 ConTraiLo 9/2008

Fotos: H zwo B/Düring

Der Europalettenpool ist eine Institution der

europäischen Logistik-Landschaft. In jüngster

Zeit sind allerdings einige Staaten aus dem

Tauschsystem ausgestiegen, andere wollen

folgen. Woran liegt das? Stefan Brucker,

Inhaber und Geschäftsführer der Spedition

Brucker aus dem schwäbischen Aalen, schildert

seine Erfahrungen.

Die Spedition Brucker ist Mitglied in der Stückgutkooperation

CTL und der Express-Kooperation

GEL. Das Leistungsangebot umfasst Stückgut,

Teil- und Komplettladungen ebenso wie Spezial-, Jumbo

und Schwertransporte. Daneben betreibt Brucker mehrere

Logistik-Lager an zehn Standorten mit insgesamt

110.000 m 2 Fläche. Täglich ziehen die Mitarbeiter bis zu

1000 Europaletten durch die Umschlaghalle – und nicht

alle Paletten überleben den Tag.

Laut Faustregel hält eine Europalette sieben bis zehn

Einsätze. Stefan Brucker: „Ein typischer Umlauf sieht so

aus: Ich hole die Palette mit dem Nahverkehrsfahrzeug

beim Kunden ab. Dann wird sie auf den Fernverkehrs-Lkw

verladen. Dann geht sie übers CTL-Hub. Dann auf einen

anderen Lkw. Dann wieder auf ein kleineres Fahrzeug. Bis

die Sendung beim Kunden ist, wurde sie schon sechsmal

ein- oder ausgeladen. Danach ist die Palette meist hinüber.“

Zwei Container voll kaputter Paletten werden pro

Woche bei den Schwaben abgeholt.

Wer den Schaden hat...

Kommt eine von Brucker auf den Weg gebrachte Europalette

beim Empfänger kaputt an, darf der sie gemäß

Tauschvereinbarungen ablehnen. Auf den Kosten bleibt

Stefan Brucker sitzen. Hinzu kommt: Unter den im Tausch

angebotenen Paletten sind oft auch solche, die eigentlich

nicht mehr verwendbar sind. Lose Bretter, hervorstehende

Nägel oder gesprungene Klötze sind aber nicht immer

sofort ersichtlich, sondern geben erst unter Belastung nach.

„Jede einzelne Tauschpalette genau unter die Lupe zu nehmen,

ist praktisch unmöglich. Bei 20 getauschten Paletten

sind immer fünf kaputte dabei“, so Bruckers Erfahrung.

Immer mehr Empfänger fordern deshalb fabrikneue, so

genannte reinweiße Paletten an. Im Hochregallager gilt

eine abgenutze Europalette in „Speditionsqualität“ als


Nichts zum Mitnehmen: Der Transport leerer

Paletten kostet oft wertvollen Frachtraum.

Betriebsrisiko. Im Schadensfall haftet der Spediteur. „Versichern

kann ich mich dagegen nicht“, sagt Stefan Brucker

schulterzuckend. Drei Mitarbeiter führen bei Brucker

Palettenkonten. Sie dokumentieren erfolgreiche Täusche

und Palettenschulden. Die Kosten dafür schätzt Stefan

Brucker auf einen sechsstelligen Betrag jährlich. Der Transport

leerer Paletten kostet zusätzlich Diesel und Frachtraum.

Um Palettenschulden auszugleichen, fahren ganze

Lkw mit leeren Europaletten quer durch Europa. Selbst

wenn der Zug-um-Zug-Tausch funktioniert, wird Frachtraum

vergeudet. „Solche Fahrten sind ökonomischer und

ökologischer Schwachsinn!“

Kaufen statt Tauschen

Nach Bruckers Ansicht hat sich das Europaletten-Tauschsystem

überholt. Seine Lösung: Die Palette wird als eigene

Position auf dem Lieferschein ausgewiesen und mitverkauft.

Ist sie noch einsatzfähig, kann sie weiterverkauft werden.

„Wir setzen, wenn möglich, Einwegpaletten von Inka

ein“, berichtet Brucker. „Die stellen wir in Rechnung und

haben keine Probleme mehr. Der Kunde zahlt ein bisschen

mehr, hat aber weni-

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ger Aufwand.“ Brucker

ist überzeugt, dass sich

die Palette als Verpackungspositiondurchsetzen

wird. „So wird

es ja auch bereits in

Ländern gehandhabt,

die dem Tauschpool

nicht mehr angehören

– Italien, Dänemark,

die Schweiz und demnächst

vielleicht auch

Frankreich.“

IMPRESSUM

VERLAG: K&H Verlags-GmbH · Am Hafen 10 · 27432 Bremervörde

Tel.: (0 47 61) 99 47-0 · Fax: (0 47 61) 99 47-22

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REDAKTION: Chef-Redaktion: H. Peimann

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Redaktion: Stephan Keppler

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LAYOUT: Sandra Wilckens, Melanie Gerdts, Sabine Peimann,

Carina Wegner, Regina Köhnken, Svenja Naubert,

Jasmin Mahnken

MITARBEITER: Gaby Preuschoff, Bianca Peimann, Elke Stern,

Peter Sturm, Bernd Riggers, Christian Stange,

Torsten Wieland, Rob de Bruin, Ursula Schröder

SATZ/LITHOS: K&H Verlags-GmbH, Am Hafen 10, 27432 Bremervörde

VERTRIEB: vehicles and more GmbH, 27432 Bremervörde

VERLAGSLEITUNG: H. Peimann

DRUCK: SKN, Stellmacherstraße 14, 26506 Norden

Erscheinungsweise: 10x im Jahr

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