Jahresbericht 2012 - Bad Sonder

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Jahresbericht 2012 - Bad Sonder

Malen im Freien… ein Projekt, welches zustande kam, dadie Kinder immer wieder fragten, ob sie mitden Farben werfen und spritzen dürften.Mit anderen Worten: sie wollten kleckern.Wo darf das heute noch stattfinden? NachRücksprache mit der Heimleitung übermeine Pläne bekamen wir die Bewilligungim Freien zu Malen.Nach vielen regenreichen und unbeständigenDienstagen kündigte sich endlich Sommerwetteran. Die Jugendlichen wartetendoch schon lange auf das Mal-Experimentim Freien! Am Morgen schleppte ich allesMaterial zur Bocciabahn und bereitete michso weit als möglich vor. Es wurde bewusstauf das Malmaterial aus dem Atelier verzichtet.Mit dabei hatte ich Spachtel,Schwämme, Zahnbürsten, Plastikgabeln,Silikonpinsel und Kleistermasse, eine reduzierteAuswahl an Farben und zwei Kübelmit Wasser. Ich war selber gespannt, wiedas Malen im Freien funktionieren würde -war es doch das erste Mal, dass ich einsolches Projekt durchführte. Pünktlich um09:00 Uhr kamen die ersten Schüler /Kinder / Jugendlichen und zogen sich alteHosen und Schürzen über.Zaghaft begannen sie mit den ersten Malversuchen;noch wurde auf die KleidungAcht gegeben. Technische Fragen tauchtenauf: «Weisch, ich wett so Tropfe (grosseGestik mit den Händen) uf em Blatt. Wiemuess ich das mache?» Mit wenigen Tippskamen die Kinder / Jugendlichen auf eigeneIdeen und die Vielfalt der Bilder wurde grösserund grösser. Ich durfte mich zurücknehmenund hatte meine Aufgabe in derAssistenz des Farbenreichens und Pinselauswaschens.Die Jugendlichen gingen völligauf bei der Arbeit und als ich ankündete,dass die Zeit vorbei sei, waren alle enttäuschtdarüber, dass das Experimentierenschon zu Ende war.Das Strahlen in den Augen der Jugendlichenist für mich die Bestätigung, dass sieFreude hatten und so ein «Maltag imFreien» sicherlich wieder einmal durchgeführtwird.Teufen Juni 2012Jeannette ForsterMalatelierleiterin5


6Impressionen: Malen im Freien


Wir kennen das alte Haus von Rocky-Docky ...… Nein, das Salenweidli ist nicht das alteHaus aus dem Kinderlied. Es ist zwar alt,aber es liegt in der Hüsleregg und derBesitzer heisst nicht Rocky- Docky. Es wirdvom Bad Sonder für «Erlebniswochen»genutzt. Als letztes waren die Wohngruppe5 und die Wohngruppe 2, jede für etwazwei Wochen dort.Das GebäudeDas Salenweidli hat drei Stockwerke. Imersten Stockwerk hat es eine Küche mitHolzherd und eine Stube. Neben der Stubebefindet sich ein kleines Zimmer mit zweiSofas, das als Schlafzimmer für ca. vier PersonenPlatz bietet. Im zweiten Stockwerkbefinden sich drei Zimmer, ein Grosses undzwei kleinere. Bei der Wohngruppe 2wurde das grosse Zimmer als Mädchenschlafzimmergenutzt, während die Jungsdas kleinere Nebenzimmer bewohnten.Das dritte Zimmer wird meistens als Leiterzimmerverwendet.Der oberste Stock ist ein Dachboden miteinem Zimmer, das grösser als die anderendrei, aber dafür schmutziger ist. Es wird vonniemandem benutzt, vielleicht als Zimmerfür die, die allein sein wollen. Das Salenweidlihat ausserdem auch einen Keller miteiner alten Badewanne drin. Die Badewannesteht allen gerne zur Verfügung,die gerne vom Salenweidli aus gewaschenin die Schule gehen☺.8


Salenweidli UmgebungDas Salenweidli steht in der HüslereggNeben dem Haus steht ein Hügel miteinem Reservoir drauf. Das Reservoirwird von manchen Jugendlichen gernemal als Schlafplatz verwendet. Wennman Richtung Bad Sonder läuft, kommtman auch am Haus von Henrik undRoswitha vorbei.Meine EindrückeMir gefiel es eigentlich schon im Salenweidli.Nur, dass der Weg vom Salenweidliins Bad Sonder mühsam war. Vor allemauch, dass wir zum Mittagessen immerhinauf laufen mussten. Das gefiel mir nichtso gut. Die Betten waren O.K. Im Sommerhatten ich, Olivia und Vivienne auf demReservoir übernachtet. Das war sehr lustigund auch ein bisschen Romantisch. AmAbend sahen wir auch Sonnenuntergänge.Da das Reservoir am Waldrand steht,hörten wir sogar Käuzchen (Eulenart) in derNacht. Wir sahen sogar 12 Sternschnuppen.Und am Morgen sah man die schönstenSonnenaufgänge. Ins Salenweidliwürde ich gerne mal wieder gehen(Aber nur im Sommer!)Von L9


Vor - und Nachteile desinternen und externen WohnensNormalerweise bin ich extern,aber wohne am Mittwoch und bei speziellenTagen immer intern auf der WG 5.Zuhause darf ich wenn ich will fernsehen,darf an den Computer gehen,und kann was mit meinem HundMaylow unternehmen. Daheim hat manmehr Freizeit. Es ist verständlich, wennviele interne Jugendliche lieber nachHause wollen, weil sie dort vielleichtmehr machen dürfen, aber ich persönlichfinde auch auf der Wohngruppe zusein, und mit anderen Jugendlichen waszu unternehmen macht Spass.10


Dafür bin ich erst so zwischen 5 und 6 Uhrzuhause. Danach esse ich zu Abend, unddann ist auch schon wieder 7 Uhr. DieHausaufgaben habe ich auch noch nichtgemacht.Auf die Mittwochnachmittage freue ichmich öfters. Dann habe ich Ruhe von meinerMutter von meinem Hund, und ichkann mich mit meinen Freunden unterhalten.Wenn ich um 8 Uhr fertig bin mit denHausaufgaben und um 22:15 Uhr ins Bettmuss, bleibt mir auch nicht viel Freizeit.Am Morgen muss ich schon um 6:00 Uhraufstehen und um 6:30 aus dem Haus.Zug fahren und jeden Morgen egal beiwelchem Wetter den Schulweg hinauf zulaufen, macht auch nicht so Spass, als nurvon der Wohngruppe eine Minute zumSchulgebäude zu laufen.Das Zusammenleben mit anderen Jugendlichenist immer sehr spannend. Da ich zuhausenur meine Mutter und meinen Hundhabe freue ich mich am Mittwoch, dassman mit anderen Jugendlichen was unternehmenkann. Mein kleiner Bruder undmeine Schwester wohnen nicht bei mirzuhause, sie wohnen bei meinem Vater.Zuhause kann man nur lernen mit den Elternund den Geschwistern gut auszukommen,aber auf einer Wohngruppe kannman lernen mit anderen Jugendlichen zusammenzu sein, die Meinungen der anderenzu akzeptieren, und einander zu helfen.Auf der Wohngruppe erlebt man immerwieder was neues, ob mit den Leitern,Assistentinnen oder mit den Jugendlichen.Was mich dafür auf der Wohngruppe einbisschen nervt ist, dass viele einander fertigmachen und auch laut sind. Auch die Leiternerven manchmal, wie meine Mutter, diezuhause manchmal auch nervt. Vor einemJahr schlief ich mit Olivia und Lea ineinem Zimmer.Am Mittwoch sind nur Olivia und ich imZimmer. Früher redeten wir am Abend sehrviel. 2 bis 3 Mal musste ich draussen inder Stube auf meiner Matratze schlafengehen. Ich finde intern oder extern zu seinhat beides Vor- und Nachteile.V.11


RAP zur Saaleinweihung von LucaRefrainHerzlich willkomme i üserem neue Saaldu bruchsch kein Schal denn de Saal isch nöd kahl.Er isch neu und i voller Bracht.Und i weiss dass es de Rap eifoch macht.I danke am Fredy am TheatermeisterDenn er hebt alles zemme mit sim Kleister.1. StropheBi üs im Hus hets die coolste Buebedie hocket nöd eifoch i de Stube.Bie üs im Hus hets die schönste Girlsdie sind e Top oft he Worldund eey i mach kein Witzwenn i seg he coole Kids.Mir alle gebed im Hus richtig GasAber he ihr wüssed: alles nur Spass.2. StropheÜsie Lehrer sind kein Flop.denn sie hend kein easy Job.Schnöden. Strich und no sitzeund mir Schüäler müässe schwitze,doch mir steckets easy weg, denn es het e kein Zweck.Ihr mached üs fürs Lebe starchund i seg merci für de Quark.123. StropheDes Leiters Glück stiegt Stuck für Stucktrenket sie den Kaffee Schluck für SchluckKaffe tuet ihri Stimmig hebeund bringt alles voll zum Lebe,doch wehe wenn Pulver fehltdenn lueged alli voll gequält.Refrain…


Vorstand Verein Bad SonderPräsident Daniel Hauri, St.Gallen *seit 2005Vizepräsident Dr. jur. Victor Scheiwiler, St.Gallen *seit 1978Mitglieder Dr. med. Andreas Knoblauch, GoldachDr. med. Werner Deuel, St.GallenStephan Weigelt, MörschwilDr. med Arnold Bächler, St.GallenJana Brändli, GoldachAlice Scherrer, alt Regierungsrätin, GrubLeitendes PersonalGesamtleitung Thomas Schwemer *seit 2011Internatsleitung Markus BaumannSchulleitung (ad interim) Nadine Kapsa * = Mitglied der BetriebskommissionInterne AufsichtDie Interne Aufsicht wird durch Jennifer und Werner Deuel wahrgenommen.Sie steht in schwierigen Situationen Jugendlichen, deren Eltern, sowie Mitarbeitenden desBad Sonder zur Seite.Die Interne Aufsicht ist folgendermassen zu erreichen:Jennifer Deuel, Tel. 071 244 05 44, jennifer@deuel.chDr. Werner Deuel, Tel. 071 229 49 49, werner.deuel@hin.chStatistische AngabenIm Betriebsjahr 2012führten wir 6 Schulklassen mitje 9 – 10 Schülern sowie 5Wohngruppen mit je 8 Kindern /Jugendlichen, im Alter durchmischtzwischen 10 bis 17 Jahren.Schulklassen Jahrgänge Anzahl1 Mittelstufenklasse 00 – 01 91 Integrierte Oberstufenklasse 97 – 99 101 Integrierte Oberstufenklasse 97 – 01 101 Integrierte Oberstufenklasse 96 – 99 91 Integrierte Oberstufenklasse 95 – 98 101 Integrierte Oberstufenklasse 97 – 99 10Belegung (31.12.12) Belegung Eintritte AustritteMädchen 20 20 6 7 6 8Knaben 38 37 10 10 9 12Intern 41 42 10 14 11 14Extern 17 15 6 3 4 6Total 58 57 16 17 15 20VorjahrMitarbeiterInnen Anzahl VollpensenSchule 12 15 8.4 8.40Betreuung 17 18 12.30 12.90Therapie 5 5 1.5 1.22Ökonomie 4 4 1.7 1.68Verwaltung 2 6 1.7 1.73Praktikum 8 6 3 2.25Total 48 54 28.3 28.1813


Bilanz per 31.12.2012AktivenUmlaufvermögenBilanz2012Bilanz2011Flüssige Mittel 790'767.57 1'265'303.68Forderungen, Guthaben 924'539.15 664'599.101'715'306.72 1'929'902.78AnlagevermögenMobilien und Betriebseinrichtungen 89'300.00 89'320.00Fahrzeuge 21'140.00 30'520.00Hauptgebäude 63'000.00 75'600.00Wasch- und Schulhaus 315'000.00 336'000.00Weitere Immobilien 26'000.00 44'500.00514'440.00 575'940.002'229'746.72 2'505'842.78PassivenFremdkapitalKreditoren, Ausstände 142'501.35 86'757.00Hypotheken acrevis St.Gallen 0.00 390'000.00Rückstellungen kl. Chalet u. Rueze 124'700.65 105'238.40267'202.00 581'995.40EigenkapitalEigenkapital 1'726'320.62 1'723'100.62Eigenanteil Umbau Saal-123'065.70Ergebnis aus Betriebsrechnung 2011 4'611.76 200'746.76Ergebnis aus Betriebsrechnung 2012354'678.041'962'544.72 1'923'847.382'229'746.722'505'842.7814


Erfolgsrechnung 1.1.2012–31.12.2012BezeichnungErtragRechnung2012Rechnung2011Erträge aus Leistungsabgeltungen innerkantonal 4'317'590.45 4'253'501.25Erträge aus Leistungsabgeltungen ausserkantonal 170'016.00 95'394.00Erträge aus andern Leistungen 34'378.65 44'639.15Finanzertrag 3'641.53 5'035.93Leistungen an Personal und Dritte 31'147.80 31'893.304'556'774.43 4'430'463.63AufwandPersonalaufwand 3'565'398.75 3'639'877.85Medizinischer Bedarf 198.50 571.85Lebensmittelaufwand 70'411.55 65'095.40Haushaltsaufwand 14'576.45 8'649.25Unterhalt und Reparaturen 156'821.70 143'290.62Finanzaufwand 4'913.12 9'508.95Abschreibungen 111'339.40 100'388.05Mietaufwand 5'580.00 5'580.00Aufwand für Energie und Wasser 42'872.20 38'796.05Aufwand für Schule und Wohnheim 102'008.68 87'428.35Büro- und Verwaltungsaufwand 89'750.79 99'610.75Übriger Sachaufwand 38'225.25 30'919.754'202'096.39 4 '229'716.87Betriebsergebnis vor Abrechung Kantone 354'678.04 200'746.7615


Winterlager 20123


Bad SonderSt.GallischesSonderschulheim9053 Teufen071 333 24 30Fax 333 24 32PC 90-1203-6www.badsonder.chinfo@badsonder.chVerantwortlichfür den Inhalt:Thomas SchwemerErstellt: Mai 2013Auflage: xxxx

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