laut & leise 2/02 - Suchtprävention Zürcher Oberland

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laut & leise 2/02 - Suchtprävention Zürcher Oberland

laut & leiseMagazin der Stellen für Suchtprävention im Kanton ZürichNr. 2, Juni 2002, erscheint dreimal jährlich, Jahresabonnement Fr. 20.–JugendschutzSUCHT BEGINNT IM ALLTAG. PRÄVENTION AUCH.Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich


KONKRETE PROJEKTEDen Teufelskreis durchbrechenMit innovativen Projekten und Engagement sind im Kanton Zürich Projekte angelaufen,die auf den Jugendschutz und die Suchtprävention aufmerksam machen. Die Projekterichten sich an Eltern, Leiter/innen von Jugendzentren, Verkaufspersonal – und andie Jugendlichen selbst.in der Clique ist, gibt es Situationen, in denensie raucht. Sie hat aber keine eigenenZigaretten. Wir haben gemeinsam eineEntwicklung gemacht, dass sie zu Hausenicht raucht und auch nicht das Bedürfnishat, zu rauchen. Es kam gar nie so weit,dass wir hätten Regeln setzen müssen.l& l: Wie kann man unterschiedliche Haltungengegenüber Suchtmitteln von Lehrkräften,Jugendhausleiter/innen und Elternauf einen gemeinsamen Nenner bringen?Mulle: Indem man sich zusammensetztund gemeinsam diskutiert, bis eine für alleakzeptable Lösung gefunden ist. Es gehörtfür mich zur Elternmitwirkung, dass Elternin der Schule gemeinsam mit denLehrkräften schauen: Was haben wir indieser Gemeinschaft für Werte, wie lebenwir zusammen, wie gehen wir mit schwierigenSituationen um? Abmachungen, diein der Schule und zu Hause gelten, solltenauch in der Freizeit gültig sein. Die Jugendhausleiter/innenkönnen dabei einevermittelnde Funktion übernehmen.l & l: Wie wichtig ist der Einbezug vonFreizeiteinrichtungen wie Jugendhäusernin den Prozess der Suchtprävention?Mulle: Sehr wichtig, und es kann Erfolgebringen, wenn alle Ansprechpartner vonJugendlichen sich beteiligen. Wir könnendiesbezüglich einen Erfolg in Dielsdorfverbuchen. Bei uns in der Gemeinde gab esProbleme mit Gewalt unter Jugendlichen.Daraufhin wurde die ISG Link gegründet,ein Projekt, an dem sich die Schulpflege, Jugendvereine,die Suchtpräventionsstelle,das Jugendsekretariat, der schulpsychologischeDienst, die Gemeinde und Schuleund Elternhaus beteiligten. Es wurden diezentralsten Anliegen abgeklärt und als erstesmit den Restaurants und Lebensmittelgeschäftenin der Gemeinde vereinbart,dass man keinen Alkohol und keine Zigarettenan unter 16-Jährige verkauft und sieauch nicht anbietet. Gleichzeitig hat die IGSLink mit den Jugendhäusern ausgehandelt,darauf zu achten, dass unter 16-Jährigenicht rauchen.l & l: Gab es noch weitere Aktivitäten?Mulle: Es wurde eine Initiative lanciert,für die Jugendlichen einen Ort zu schaffen,wo sie sich treffen können. Es warnicht leicht, etwas Passendes zu finden,aber jetzt gibt es in Dielsdorf ein alkoholfreiesJugendcafé. Die Jugendlichenhaben es gemeinsam mit der Schulpflegeeröffnet. Das Projekt in Dielsdorf ist einBeispiel, wie Ansprechpartner von Jugendlichengemeinsam mit den Jugendlichen attraktiveAngebote aufbauen können.l & l: Haben Sie politische Forderungen in Bezugauf Suchtprävention und Jugendschutz?Mulle: Die wichtigste Forderung aus meinerSicht ist, dass Elternbildung für alle Elternzugänglich sein muss. Dass sie so nie-Vermehrt Anzeigen gegenHändler und GastwirteIn einem Interview mit Dieter Tosonivon der Eidgenössischen Alkoholverwaltunglesen Sie, dass in letzter Zeitvermehrt Anzeige erstattet wurde gegenHändler und Wirte, die Jugendlichenunter 18 Jahren Spirituosen verkauften.Tosoni geht auch auf die Rolleder Eltern und Präventionsstellen beimUmgang mit Spirituosen ein. Das interessanteund lesenswerte Interview findenSie im Internet:www.suchtpraevention-zh.ch.derschwellig ist, dass auch schulferne Elternkommen, und dass Elternbildungauch in Betrieben stattfindet. Dass mannicht einfach davon ausgeht, als Mutterund Vater automatisch Kinder erziehenzu können. Und auch der Staat sollte endlicheinsehen, dass Eltern Unterstützungbrauchen.■Interview mit Maya Mulle, Projektleiterin beimSchweizerischen Bund für Elternbildung, Co-PräsidentinSchule und Elternhaus Zürich und Elternvertretungdes Vereins Schule und Eltern und Muttereiner 17-jährigen Tochter und eines 21-jährigen Sohnes.Die Fragen stellte Carin Diodà, Journalistin.Suchtprävention, laut & leise, Juni 2002Suchtprävention, laut & leise, Juni 2001Neue und bewährte Wege sollen inder Suchtprävention beschrittenwerden, durch sachliche Informationund Diskussionen, denenTaten folgen. Ein wichtiger Bereich ist dasThema Rauchen und Cannabis, welches beivielen Eltern grosse Verunsicherung auslöst.Barbara Steiger von der Zürcher Fachstellefür Tabakprävention, Züri Rauchfrei,bietet entsprechend Elternbildung an: «Gemeinsammit den Eltern versuche ich einenWeg zu finden, um den Teufelskreis innerhalbder Familie zu durchbrechen, wenn esum das Thema Drogen geht.» Häufig sindEltern misstrauisch ihren Kindern gegenüber,während diese versichern, es sei völligharmlos und die Eltern hätten veraltete Vorstellungen.«Hier muss Wissen vermitteltwerden, sonst entsteht Unsicherheit undPanik», erklärt die Bereichsleiterin für Jugendund Lebensstil. Barbara Steiger betont,es sei entscheidend, dass Eltern Vereinbarungen,die sie mit den Jugendlichentreffen, auch konsequent durchziehen.Wenn ein Jugendlicher etwa entgegender Abmachung im Haus raucht, solltendie Konsequenzen folgen, die man gemeinsamvereinbart hat. Eine solche Vorbildfunktionkönnen auch Eltern einnehmen,die selbst rauchen und von ihren Kindernzu hören bekommen: «Du rauchst jaauch, das ist schlimmer als kiffen.» In dieserSituation gelte es, ehrlich zu sein, erklärtBarbara Steiger. Eine mögliche Antwortwäre deshalb: «Ja, das stimmt, eigentlichmöchte ich gerne aufhören, aber es isteine Sucht.»Zusammenarbeit mit JugendzentrenZu den Angeboten, die Barbara Steiger inZusammenarbeit mit den regionalen Suchtpräventionsstellendurchführt, gehört auchdie Beratung von Mitarbeiter/innen von Jugendzentren.Sie legt grossen Wert darauf,zusammen mit ihnen vor Ort die Situationzu betrachten, denn die Ausgangslage dereinzelnen Zentren ist sehr unterschiedlich.«Ich finde es wichtig, dass Kinder, die in einJugendzentrum gehen, nicht den Eindruckbekommen, dass es ab 15 Jahren dazugehört,Alkohol zu trinken und zu rauchen.»Auch in Jugendzentren sind Regelnentscheidend, etwa darüber, wo und wanngeraucht und getrunken werden darf. Voneiner Suchtpräventionsstelle angefragt,will Barbara Steiger nun einen Workshopfür Jugendarbeiter/innen eines ganzenBezirkes durchführen. Dort sollen neueErgebnisse aus der Forschung vermitteltsowie Erfahrungen im Umgang mit rauchendenund kiffenden Jugendlichenausgetauscht werden.Auch für Leiter/innen von Kinder- undJugendverbänden wie Pfadi, Jungwacht,Blauring oder Kadetten hat die ZürcherFachstelle für Tabakprävention einen Workshopanzubieten. In erster Linie sollen dieLeiter/innen in ihrer Rolle gestärkt werden,denn oft sind sie selbst noch sehrjung. Wie sollen sie reagieren, wenn siemerken, dass die Kinder oder Jugendlichenhinter ihrem Rücken geraucht haben?«Sie brauchen eine handfeste, praktischeUnterstützung, damit sie sich inihrer Rolle sicherer fühlen», sagt BarbaraSteiger.Kurs über HaschischKiffende Jugendliche stehen auch imMittelpunkt eines Projektes der Suchtpräventionsstelleder Stadt Zürich. Aufgrundeiner Vereinbarung mit der Jugendanwaltschaftbietet der Mitarbeiter Kurt vonArx einen Kurs an für Jugendliche, dievon der Polizei erwischt und verzeigt wurden.Dabei wird den Jugendlichen dieProblematik des Haschischkonsums aufgezeigtund ihr Bewusstsein gefördert,wie es um ihr Suchtverhalten steht. SeinZiel, erklärt Kurt von Arx, sei nicht, dieJugendlichen zu überreden, nicht mehrzu kiffen, sondern vielmehr, ihr Kiffverhaltenzu überprüfen. «Dabei lernen sieeinzuschätzen, ob sie aus Genuss gerauchthaben oder weil sie unangenehme Dingeverdrängen wollen.» Den Jugendlichen,so seine Erfahrung, wird ziemlich schnellklar, wo der Konsum problematisch wird.Die Palette seiner Kursteilnehmer reichtdabei von Gymischülern bis zu Jugendlichenaus Emigrantenfamilien.In einem nächsten Schritt betrachtendie Jugendlichen, welche Bedürfnisse hinterdem Haschischkonsum stehen. Es sindganz alltägliche und legitime Bedürfnisse,sie möchten in einer Gruppe dazugehören,es lustig haben, etwas erleben oder einfachabschalten. «Dann überlegen wir gemeinsam,ob es auch andere Möglichkeitengibt, gut drauf zu sein», erklärt derMitarbeiter der Suchtpräventionsstelle.Der Kurs wurde bisher zweimal durchgeführtund das Feedback der Jugendlichenist sehr positiv. «Sie sind froh, sich mit demThema auseinander setzen zu können,ohne erhobenen Zeigefinger. «Das führtdazu, dass sie sich tatsächlich mit ihremVerhalten auseinandersetzen und sich hinterfragen»,freut sich Kurt von Arx. Docher gibt sich mit diesem Ergebnis nicht zufriedenund möchte das Angebot weiteroptimieren. Deshalb hat er der Jugendanwaltschaftvorgeschlagen, das Programmauf die Eltern zu erweitern. Die Idee ist,einen Elternabend anzubieten, an demein Jugendanwalt und ein Mitarbeiter derSuchtpräventionsstelle anwesend sind.Sie informieren die Eltern und beantwortendringende Fragen. Damit ist die Hoffnungverbunden, bei den Eltern etwas zubewirken, dass sie sich einen Ruck gebenund Probleme innerhalb der Familie lösen.«Häufig hat das Fehlverhalten vonJugendlichen mit der familiären Situationzu tun», weiss von Arx. Jugendliche mittief greifenden Problemen erhalten ausserdemdie Möglichkeit, nach einem erstenGespräch eine Beratungsstelle der StadtZürich aufsuchen zu können.Eltern sensibilisierenAuf Unterstützung von Eltern setzt dieSuchtpräventionsstelle der Bezirke Affolternund Dietikon. Im Rahmen von Elternbildungsveranstaltungenbietet die StelleInformationen, wie Eltern am besten miteinem möglichen Suchtmittelkonsum ihrerKinder, aber auch mit ihren eigenenÄngsten umgehen. «Ich habe den Eindruck,Eltern sind sehr dankbar für diesesAngebot, weil sie hier auf einfache Weisezu Informationen kommen und sich mitanderen Eltern austauschen können»,sagt die Co-Leiterin Cathy Caviezel. Ander Veranstaltung werden die Anliegendes Jugendschutzes erklärt und die gesetzlichenBestimmungen vorgestellt.Anschliessend haben die Eltern die Möglichkeit,in Gruppen zu diskutieren und1011


Zur Stärkung von so genannten Schutzfaktoren gehört, dassdas Kind ein gutes Selbstvertrauen aufbaut, konfliktfähig ist,das Vertrauen der Eltern geniesst und diese auch Interessezeigen, an dem, was ihr Kind tutsich konkret zu informieren. Zu den häufigstenFragen gehören: Wie gefährlich istCannabis und was bewirkt es? Wie kommenKinder und Jugendliche überhauptan Alkohol heran? «Solche Fragen zu beantwortenhilft den Eltern, einen realistischenund sachlichen Zugang zu diesemProblem zu bekommen», erklärt CathyCaviezel. Häufig, so ihre Erfahrung, hilftes, wenn verunsicherte Eltern ihre Kinderdirekt fragen. «Meist wissen die Jugendlichenüber dieses Thema mehr als sieselbst und meist erklären sie es gerne.Gleichzeitig ist dies der erste Schritt, ummiteinander ins Gespräch zu kommen.»Doch gibt es auch präventive Massnahmen,betont Cathy Caviezel, welche dieFamilie ergreifen kann, um ein Kind vorDrogenmissbrauch zu schützen. Zur Stärkungvon so genannten Schutzfaktorengehört, dass das Kind ein gutes Selbstvertrauenaufbaut, konfliktfähig ist, das Vertrauender Eltern geniesst und diese auchInteresse zeigen, an dem, was ihr Kind tut.Im Laden und der BeizZu einem wirkungsvollen Jugendschutzgehört, dass Lebensmittelgeschäfte und Gaststättendie gesetzlichen Bestimmungen überdie Abgabe von Alkohol an JugendlicheAngebotDie erwähnten Projekte im Artikel«Den Teufelskreis durchbrechen» sindBeispiele, wie man das Thema Jugendschutzangehen kann. Auch in anderenGemeinden werden diese Projektedurchgeführt, jeweils auf die aktuellenBedürfnissen und auf die örtlichen Gegebenheitenabgestimmt. Die Stellenfür Suchtprävention im Kanton Zürichbieten Beratung für geeignete Lösungen.Eine Anfrage lohnt sich. SämtlicheAdressen siehe Seite 19.kennen und umsetzen. Die SuchtpräventionsstelleZürcher Oberland bietet einenKurs an, um Verkaufs- und Servicepersonalzu informieren und zu schulen. AlkoholischeGetränke sollen mit Verantwortungsbewusstseinverkauft werden, dennder Konsum bei Jugendlichen steigt weiteran, besonders bei Mädchen. «Im Kurs wirdanhand von konkreten Beispielen nachLösungen gesucht, die realistisch umsetzbarsind und auch die Interessen der Geschäftsbesitzerund Wirte berücksichtigen»,erklärt Flurina Morell Vannini, Mitarbeiterinder Suchtpräventionsstelle.Funky BarEine Lösung für das Problem Alkoholausschankbietet das Projekt «FunkyBar», welches durch die Fachstelle «Alkohol– am Steuer nie!» (Adresse Seite 19)angeboten wird. Das Konzept der alkoholfreienBar stammt ursprünglich vomBlauen Kreuz: Die mobile Bar wird vonJugendlichen geführt, der Barkeeper mixtattraktive Drinks – aber ohne Alkohol. Inder Gemeinde Opfikon hatten Jugendarbeiter/innendas Thema Jugendschutzund Alkohol aufgenommen und wolltenstatt nur Erwachsene die Jugendlichenselbst für den Umgang mit Alkohol sensibilisieren.«Die Idee ist, die ‹Funky Bar›für Geburtstagspartys oder Grümpelturnierezu vermieten und die Jugendlichenverkaufen die Getränke», erklärt WalterBickel, Jugendbeauftragter der Stadt Opfikon.Den Wünschen der Opfiker Jugendangepasst, soll die «Funky Bar» zeigen,dass Lifestyle auch ohne Alkohol funktioniert.Eingeweiht wird die Bar Ende Maian einer Veranstaltung zum Thema Jugendschutz,die sich an Eltern, Gemeindevertreterund Vereinsverantwortlicherichtet.Midnight BasketballBereits das einjährige Jubiläum feiertdas Midnight Basketball Opfikon, ein weiteresProjekt der Jugendarbeit in Zusammenarbeitmit der SuchtpräventionsstelleZürcher Unterland und dem Kiwanis-Club Glattal, deren Mitglieder aus verschiedenstenBerufsgruppen soziale Hilfean benachteiligte Einzelpersonen undGruppen leisten. Übernommen wurde dasKonzept vom Verein Midnight BasketballSchweiz, der zuerst in Zürich aktiv wurde.Jugendliche, die am Samstagabend gelangweiltherumhängen, sollten eine Möglichkeiterhalten, sich zu treffen, aktiv zusein und sportlich Dampf abzulassen.«Basketball spricht viele Jugendliche anund das Midnight Basketball ist zu einembeliebten Treffpunkt am Samstagabend geworden»,sagt Walter Bickel. Ebenso erfreulichsei die breite Trägerschaft, nebenSuchtpräventionsstelle, Kiwanis-Club engagiertensich auch Kirchen und Schülerorganisationen.Die Mitglieder des Kiwanis-Club arbeitenehrenamtlich als Türsteher, Troubleshooteroder helfen am Kiosk. «So lernensie vor Ort die Jugendlichen kennen, dasist einer der besten Aspekte des Projekts»,sagt Walter Bickel. Weitere Gemeindenführen dieses Projekt ebenfalls erfolgreichdurch.Bewährte KonzepteDie Jugendarbeit in Opfikon zeigt, wiesinnvoll es ist, auf bewährte Konzepte zurückzugreifenund diese den aktuellen Bedürfnissenvor Ort anzupassen. Jugendschutzund Suchtprävention im Alltag zuleben und dabei Spass haben, ohne dassman das Rad jedes Mal neu erfinden muss.Carin Diodà ist freischaffende Journalistin in Zürich.■Suchtprävention, laut & leise, Juni 200212


KAMPAGNE «SUCHT BEGINNT IM ALLTAG. PRÄVENTION AUCH.»Jugendschutzist SuchtpräventionKinder und Jugendliche bekiffen und berauschen sich immer öfter, Erwachsene stehendieser Tatsache immer häufiger machtlos gegenüber. Die diesjährige Kampagne «Suchtbeginnt im Alltag. Prävention auch.» der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürichappelliert an die Verantwortung von Eltern, Lehrpersonen und Verkaufspersonal.Kinder und Jugendliche rauchenimmer öfter, berichten häufigerüber Rauschzustände durch übermässigenAlkoholkonsum, lassenzum Teil schon morgens vor Schulbeginneinen Joint reihum gehen und haben damitetwa das Nachrichtenmagazin «Facts»schon zu Titelstories angeregt. Viele Eltern,Lehrerinnen und Lehrer sowie andereErwachsene, die sich im Umfeld vonKindern und Jugendlichen bewegen, stehendiesen Phänomenen immer rat- undoft auch tatenloser gegenüber. Sie scheinensich damit abgefunden zu haben, dasssie die heranwachsende Generation nichtdavon abhalten können, sich vermehrtund regelmässig den Suchtmitteln zuzuwenden,die unsere Gesellschaft anzubietenhat.Geraucht, gekifft und gebechert wirdpraktisch überall, wo Kinder und Jugendlichezusammenkommen. Die Gründe,warum sie es tun, sind ebenso vielfältig wiebeunruhigend. Bequemlichkeit, gruppendynamischeEffekte, Gleichgültigkeit, Bewältigungvon Stresssituationen oder auchkommerzielle Interessen seitens des TabakundAlkoholhandels – um nur einige Ursachenzu nennen – spielen dabei eineentscheidende Rolle. Panikmache oderTatsache?TabakSuchtprävention, laut & leise, Juni 2002Suchtprävention, laut & leise, Juni 2002Laut dem Bericht «Die Gesundheit Jugendlicherim Kanton Zürich» (2002) rauchtin einer 2. Oberstufenklasse (14- bis 15-Jährige) knapp ein Sechstel der Schüler undSchülerinnen täglich. Weitere 6% rauchenmindestens einmal pro Woche. In derSchweiz existieren bis heute keine gesetzlichenBestimmungen, die Jugendlichenden Kauf bzw. den Konsum von Zigarettenausserhalb des Schulbereiches verbieten.15


Die vom Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschungder Universität Zürich unter der Leitung von Prof. Dr.H. Bonfadelli durchgeführte Evaluation zu den Sujets des vergangenenJahres – «Cannabis» und «Spielsucht» – hat ergeben,dass von 324 repräsentativ ausgewählten Zürcherinnenund Zürchern rund 80% Sucht nach wie vor als schwerwiegendesgesellschaftliches Problem einstufen. Zu dessen Bekämpfungwird einerseits Veränderungen im persönlichen Bereich,aber auch präventiven Massnahmen durch sozialisierende Instanzen(Familie und Schule) ein hoher Stellenwert zugeschrieben.Die Reichweite der kantonalen Kampagne betrug im Jahr2001 nach der ersten Aushangswelle (Juni) knapp 40%, nachder zweiten Welle (Oktober) lag sie bei gut 50%, was im Vergleichzum Vorjahr einer Zunahme von 15% entspricht. DieGesamtkampagne (alle fünf Sujets) hat 59% der Befragten zumDenken angeregt, 31% finden es wichtig, weitere 62% sehr wichtig,dass solche Präventionskampagnen zur Suchtproblematikdurchgeführt werden.Die beiden Plakatsujets «Cannabis» und «Spielsucht» wurden wiefolgt wahrgenommen:• Cannabissujet als alltagsnah (69%), verständlich (63%),aussagekräftig (59%), originell (49%) und informativ (51%),• das Spielsuchtsujet als alltagsnah (61%), verständlich (59%),aussagekräftig (60%), originell (54%) und informativ (51%).Erstmals wurden Sujets der Medienkampagne von drei anderenStädten ausserhalb des Kantons (Graz, Olten, Basel) gegen eineKostenbeteiligung übernommen.Obwohl der Verkauf von Wein, Bier und saurem Mostan unter 16-Jährige sowie von sämtlichen gebranntenWassern an unter 18-Jährige gesetzlich verboten ist,kauft die Mehrzahl der Jugendlichen die Alcopops selber.CannabisAuch Cannabis konsumieren Kinderund Jugendliche immer häufiger. Von den14- bis 15-Jährigen im Kanton Zürich habenüber 30% Erfahrungen mit Cannabisprodukten.Der Anteil der konsumerfahrenenMädchen ist zwischen 1994 und1998 von 12,3% auf 29% angestiegen,derjenige der gleichaltrigen Jungen inderselben Zeitspanne von 19,8% auf 33,8%(Quelle: Die Gesundheit Jugendlicher imKanton Zürich, 2002). Die Vorlage zur Revisiondes Eidgenössischen Betäubungsmittelgesetzessieht eine Liberalisierungdes Cannabiskonsums vor. Bis jedoch dieneuen Gesetzesbestimmungen in Krafttreten, was voraussichtlich noch mehrereJahre dauern wird, ist jeglicher Besitz,Konsum und Verkauf von Cannabis illegal.AlkoholDer Konsum von alkoholischen Getränkenist unter Jugendlichen weit verbreitet:Von den 14- bis 15-jährigen Teenagernaus dem Kanton Zürich verfügenrund drei Viertel über Erfahrungen imAlkoholkonsum, 2% der männlichen und1% der weiblichen Jugendlichen trinkensogar täglich Alkohol (Quelle: Die GesundheitJugendlicher im Kanton Zürich,2002). Laut SFA 1 trinken 11% der Deutschschweizer12- bis 18-Jährigen mindestenseinmal im Monat Alcopops 2 , 3% konsumierendavon wöchentlich. Obwohl der Verkaufvon Wein, Bier und saurem Most anunter 16-Jährige sowie von sämtlichengebrannten Wassern (Whisky, Rum,Wodka etc.) an unter 18-Jährige gesetzlichverboten ist (eidgenössische Alkoholgesetzgebung),kauft die Mehrzahl derJugendlichen (73%) die Alcopops selber.Erwachsene können mitsteuernDie Kampagne «Sucht beginnt im Alltag.Prävention auch.» – seit ihrem Bestehen(1995) getragen von den staatlichenund privaten Stellen für Suchtpräventionim Kanton Zürich – richtet sich im Rahmendes gemeinsam formulierten JahresthemasJugendschutz gezielt an ein erwachsenesZielpublikum. Die eingeschlageneRichtung der Kampagne aus denJahren 2000 und 2001, die Öffentlichkeitüber beginnende Suchtentwicklung zuinformieren und zu sensibilisieren, wirdMaterialien und Infoszur Kampagne 2000/01Die Sujets sind erhältlich in den FormatenB200 (nur Cannabis und Spielautomat,Fr. 13.– zuzügl. Porto), A2 (Fr.4.50 zuzügl. Porto), Format A4 (bis insgesamt10 Ex. gratis) sowie als Postkarten(bis insgesamt 10 Ex. gratis). Bestellung:Büro-Job Uster, «Sucht beginntim Alltag.», Industriestr. 3, 8610Uster, Tel. 01/941 54 08.Weitere Informationen zur Kampagne:www.suchtpraevention-zh.ch«Sucht beginnt im Alltag»,Postfach 7320, 8023 Zürich oderTel. 01/ 634 46 39.1 SFA: Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andereDrogenprobleme, Lausanne2 Alcopops: Unter dem Begriff Alcopops werden Getränke,die gebranntes Wasser enthalten (Softspirituosen), undalkoholhaltige Süssgetränke (Designerdrinks) gehandelt.Sie dürfen nur an Jugendliche ab 18 Jahren verkauft werden.Suchtprävention, laut & leise, Juni 2002Suchtprävention, laut & leise, Juni 2002dieses Jahr weiterverfolgt und um denAspekt des Jugendschutzes ergänzt. ImJugendschutz, so sind sich die Fachleuteder Suchtpräventionsstellen einig, geht esinerster Linie darum, dass Erwachsenezum Schutz der Jugend gezielte Vorkehrungentreffen oder ungünstige Handlungenunterlassen.Kampagne 2002Das bereits letztes Jahr verwendete Sujetzum Cannabismissbrauch im Schulumfeldpasst zur Zielformulierung derdiesjährigen Kampagne und dient somitin diesem Jahr dem Wiedererinnern. Einzweites Sujet zur Thematik Jugend undTabakkonsum im Elternhaus wurde neuerarbeitet. Ein drittes Sujet – ebenfalls eineNeukreation – stellt die Problematik Jugendund Alkohol mittels einer nur zuüblichen Verkaufssituation dar.Die Betrachter und Betrachterinnender Bilder bekommen so die Gelegenheit,an bereits Bekanntes anzuknüpfen, ohnedass die Gefahr des Gewöhnungs- bzw.Abnützungseffektes besteht. Alle Sujetsgehen von einem Kontrast aus und zeigeneine unerwünschte, irritierende Situation,die Unbehagen auslöst. Das Cannabissujetzeigt auf, dass Leistung und Kiffen,Schule und Joint nicht zusammenpassen.Im Tabaksujet geht es ums Rauchen unterMädchen: Ein Teenager stellt seine allerliebstenHabseligkeiten in ein eigens dafürbestimmtes Regal in seinem Zimmer, darunterauch ein angebrochenes PäckchenZigaretten. Auf dem dritten Sujet kauft ein«Bravo» lesender und «Pez» lutschenderTeenager Alkohol in Form eines Alcopops.Und das in aller Selbstverständlichkeit.EinsatzDie diesjährigen Sujets sind wesentlicherBestandteil einer Broschüre zursuchtmittelspezifischen und zielgruppenorientiertenHandlungsanweisung. DieseBroschüre enthält konkrete Tipps undHandlungsanleitungen für Eltern, Erziehende,Lehrpersonen und das Verkaufspersonal(Bestellung der Broschüre: sieheKasten rechts).Zusätzlich kommen die drei Jugendschutz-Sujetsals Tramhänger, Postkartenoder Grossplakate zum Einsatz und könnenals Kleinplakate bestellt werden.■Mehr überJugendschutzIn einer separaten Broschüre wird ausführlichüber den Tabak-, HaschischundAlkoholkonsum von Jugendlichensowie über den Jugendschutz berichtet.Herausgeber: Stellen für Suchtpräventionim Kanton ZürichKostenlos erhältlich bei: Sucht beginntim Alltag, Postfach 7320, 8023 Zürich,Tel. 01/634 46 29, Fax 01/941 88 58,E-Mail: praev.gf@ifspm.unizh.chAutorin dieses Artikels: Inga StruveMitglieder der Arbeitsgruppe Medienkampagnesind: Regula Keller, Christian Schwendimann,Roland Stähli und Inga Struve. Die Kampagneentstand in Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe,in welcher die acht regionalen und dieacht kantonsweiten Fachstellen vertreten sind.Realisiert wurde die Kampagne durch die ZürcherWerbeagentur Matter&Partner.16 17


MEDIOTHEKDie Stellen für Suchtprävention im Kanton ZürichRegionale SuchtpräventionsstellenÜber Suchtmittel und ihre Wirkung auf JugendlicheUmgang mit KiffenOft versuchen Eltern, den Konsum ihresKindes zu stoppen oder zu bremsen, indemsie das Taschengeld streichen. Manchmalwird damit dieses Ziel tatsächlich erreicht,aber es kann Jugendliche dazu anregen,mit Stoff zu handeln oder zu stehlen. DieBroschüre «Cannabis – Mit Jugendlichendarüber sprechen» enthält die wichtigstenInformationen: Was Eltern überCannabis wissen sollten, Motive des Konsums, die Risiken sowie Lösungsvorschläge.Tipp für Eltern: «Cannabis – Mit Jugendlichendarüber sprechen». Broschüre erhältlich bei derSFA, Schweizerische Fachstelle für Alkohol- undandere Drogenprobleme, Postfach 870,1001 Lausanne,Tel. 021/321 29 76, Fax 021/321 29 40,E-Mail: prevention@sfa-ispa.ch.Online-Bestellung: www.sfa-ispa.ch (Buchhandlung).• Für Tabak und Alkohol können Sie ebenfallsBroschüren beziehen.Shit in der SchuleSucht, die Wirkung der Suchtmittel undPrävention sollte in jedem Schulzimmerein Thema sein. Mit gutem Unterrichtsmaterialkönnen diese komplexen Themenfundiert vermittelt werden.Tipp für Lehrkräfte: «Cannabis – Handbuch fürLehrkräfte» erhältlich bei der SFA,Online-Bestellung: www.sfa-ispa.ch (Buchhandlung).• «Cannabis und Sport» Broschüre der FachstelleSucht & Sport, Bundesamt für Sport, Magglingen,Tel. 032/327 63 08, www.baspo.ch• Für Tabak und Alkohol sind ebenfalls Unterlagenerhältlich.Wer weiss Bescheid?Haschisch, Marihuana, Shit, Gras ... woliegt der Unterschied? Was löst THC füreine Wirkung aus? Oder ist ein Joint harmloserals Tabak und Alkohol? Auf diese undweitere Fragen erhalten Jugendliche eineAntwort.Tipp für Jugendliche: «Haschisch, Marihuana,Shit, Gras» – Informationen im Internet oderGratis-Flyer. Online-Bestellung: www.sfa-ispa.ch(Buchhandlung). Informationen ebenfalls überEcstasy, Kokain, Tabak, Alkohol usw.SpacebarDass ein vernünftiger Umgang mit Alkoholkeine trockene Angelegenheit seinmuss, beweist das Bundesamt fürGesundheit auf der neu gestalteten Websitewww.alles-im-griff.ch mit vielenInformationen, Links, Anregungen undFun. Absoluter Renner: die Spacebar.Einfach mitmachen!Vandas WunderbarDas Video rund um die BarkeeperinVanda regt auf sympathische und ungezwungeneWeise eine kritische Auseinandersetzungmit verschiedenen Aspektendes Alkoholkonsums an.Video-Tipp: «Vandas Wunderbar», schweizerdeutschund französisch, 16 Minuten, Fr. 38.–bei SFA – Online-Bestellung: www.sfa-ispa.ch.PräventionswerkstattDie fünfteilige Präventionswerkstatt richtetsich an Lehrerinnen und Lehrer derMittel- und Oberstufe. Sie behandelt aktuelleSchwerpunkte: Alkohol, Tabak,Gewalt, Fremdsein und Selbstvertrauen.Das Lehrmittel möchte eine lebendige,offene und direkte Auseinandersetzungmit den komplexen Themen fördern.Tipp Lehrmittel: Präventionswerkstattbei der SFA – Online-Bestellung: www.sfa-ispa.ch.Rauchen im SchulhausDie aktuelle Wegleitung bietet Beispieleund konkrete Hinweise für den Prozessder gemeinsamen Planung im Kollegium,für die anschliessende ErarbeitungSämtliche aufgeführten Bücher – eine kleine Auswahl! – können Sie ausleihen bei Radix,InfoDoc-Stelle, Stampfenbachstrasse 161, 8006 Zürich. Tel. 01/360 41 00, Fax 01/360 41 14,E-Mail: infodoc@radix.ch. Im Internet: www.radix.chvon Regeln und für die Vernetzung von Aktivitätenüber den Schulrahmen hinaus.Die Wegleitung richtet sich vor allem an Projektgruppen,welche die Thematik «Rauchenim Schulhaus» bearbeiten wollen.Buch-Tipp: «Weniger Rauchprobleme imSchulhaus – Eine Wegleitung»,Autor Georges Peterelli, 68 Seiten, SFr. 15.80,Pestalozzianum Lernmedien-Shop,Tel. 01/360 49 49 oder www.pestalozzianum.chNo Smoke – More PowerEin weiteres Unterrichtshilfsmittel für dieOberstufe mit sechs Themenbereichenfür den Werkstattunterricht: Rauchen inder Schule, Einstieg ins Rauchen, Wirkungenund Schädlichkeit, Passivrauchen,Werbung in der Ta-bakindustrie,Mir reichts – Aufhören. Alle benötigtenMaterialien und Unterlagen sind in einemKoffer enthalten.Tipp-Lehrmittel: «No Smoke – More Power»,Autor Paul Gisin, neue überarbeitete Auflage 2000,Kauf: Fr. 150.- plus Versandkosten,Miete: Fr. 50.– plus Versandkosten.Bei der Fachstelle Züri Rauchfrei,Tel. 01/262 69 66 oder www.zurismokefree.chWEITERBILDUNGProjektleiter/in für betrieblichesGesundheitsmanagementBereits zum vierten Mal bietet Radix dieWeiterbildung «Projektleiter/in BetrieblichesGesundheitsmanagement» an. GesundheitsförderndeBetriebe engagierensich sowohl auf der individuellen Seite derMitarbeitenden wie auf der strukturellenSeite der Organisation. Die Projektleiter/innensollen gesundheitliche Gefahrenim Betrieb erkennen und massgeschneiderteProjekte für ihre betriebsinterneGesundheitssituation entwickeln.Um diesen Prozess zu leiten, erhalten dieTeilnehmenden in dieser modular aufgebautenWeiterbildung die nötigen Fachkompetenzen.Die Weiterbildung wurde evaluiert vomInstitut für Sozial- und Präventivmedizin,Zürich.Informationsveranstaltung:13. Juni 2002, 17.30 UhrBeginn der Weiterbildung:27. September 2002Weitere Informationen: RADIX Gesundheitsförderung,Christoph Bertschinger, Tel.01/360 41 00, E-mail: bertschinger@radix.ch18Suchtprävention, laut & leise, Juni 2002Suchtprävention, laut & leise, Juni 2002Fachstelle«Alkohol – am Steuer nie!»Ottikerstr. 10, 8006 ZürichTel. 01/360 26 00Fax 01/360 26 05E-Mail: asn@infoset.chInternet: www.fachstelle-asn.chStellenleiter: Paul GisinFachstelle SuchtpräventionBerufsbildungAusstellungsstr. 80, 8090 ZürichTel. 043/259 77 86Fax 043/259 77 57infosuchtpraevention@schulnetz.chInternet: www.bildungsentwicklung.ch/suchtpraeventionLeitung: Ute Herrmann und Vigeli VenzinInstitut für Sozial- und Präventivmedizinder Universität Zürich,Abteilung Prävention und GesundheitsförderungSumatrastr. 308006 ZürichTel. 01/634 46 29Fax 01/634 49 77E-Mail:praev.gf@ifspm.unizh.chAbteilungsleiter: Roland StähliDie acht regionalen Suchtpräventionsstellen(RSPS) sind zuständig für diepräventive Grundversorgung in ihrer klarabgegrenzten Region. Sie initiieren dieBasisarbeit und unterstützen und koordinierenbestehende Bestrebungen undAktivitäten im Bereich Suchtprävention.Dabei orientieren sich die Stellen an denjeweiligen lokalen und regionalen Bedürfnissen.Die Arbeit der RSPS zielt sowohlauf Individuen (persönliches Verhalten)wie auch auf die Beeinflussung von Strukturenund Lebensbereichen (gesellschaftlicheVerhältnisse). Die Angebote derStellen, welche geschlechts- und kulturspezifischeAspekte berücksichtigen,umfassen: Bildung, Information und Beratungvon Einzelnen, Gruppen, Gemeindenusw., Öffentlichkeitsarbeit und strukturelleArbeit in Gemeinden, Stadtteilen, Quartierenund Firmen. Die regionalen Suchtpräventionsstellensind generalistischtätig und werden von den acht spezialisierten,kantonsweit tätigen Fachstellenunterstützt. Die RSPS werden hauptsächlichvon den Gemeinden finanziert, derKanton leistet eine finanzielle Unterstützung(in der Regel 30%).Suchtpräventionsstelle der BezirkeAffoltern und DietikonGrabenstr. 9, 8952 SchlierenTel. 01/731 13 21Fax 01/731 13 22E-Mail: supad@bluewin.chStellenleitung: Cathy Caviezel, ChristophMeyer, Simone WagnerSuchtpräventionsstelle desBezirks AndelfingenHaus Breitenstein, 8450 AndelfingenTel. 052/304 26 13Fax 052/304 26 00E-Mail: matthias.huber@bid.zh.chLeitung: Rahel Finger, Matthias HuberSpezialisierte Fachstelle für Alkohol-,Drogen-, und Medikamentenkonsum imZusammenhang mit Strassenverkehr.Führt verschiedene Animationsinstrumente(z.B. Funky-Bar und Fahrsimulator).Suchtprävention an Berufs- sowie Mittelschulen:Koordination und Vernetzung,einschliesslich Arbeit mit Behörden, Lehrmeisternund Eltern. Betreibt Lehrer/innenbildungin Suchtprävention, führt Mediothekund Dokumentationsstelle.Schafft Lehrmittel zur Suchtprävention inder Sekundarstufe II. Hat ein Netz vonKontaktlehrpersonen in den Schulen.Das Institut koordiniert und fördert imAuftrag der Gesundheitsdirektion die Aktivitätender privaten sowie staatlichenStellen und Akteure im Bereich der Suchtprävention.Es leistet Beiträge an die Entwicklungder Suchtprävention, ist Ansprechstellefür die Öffentlichkeit und istantragstellender Träger der gemeinsammit allen Stellen realisierten Medienkampagnefür Suchtprävention.Suchtpräventionsstelle für denBezirk HorgenSamowar, Bahnhofstr. 24, 8800 ThalwilTel. 01/723 18 17Fax 01/723 18 19E-Mail: info@samowar.chInternet: www.samowar.chStellenleiterin: Regula KellerSuchtpräventionsstelle desBezirks MeilenSamowar, Bergstr. 3, 8706 MeilenTel. 01/923 10 66Fax 01/923 60 17E-Mail: meilen@samowar.chInternet: www.samowar.chStellenleitung: Sibylle Brunner, SophieScheurer, Enrico ZoppelliSuchtpräventionsstelle WinterthurTösstalstr. 16, 8400 WinterthurTel. 052/267 63 80Fax 052/267 63 84E-Mail: suchtpraevention@win.chStellenleiter: Georges PeterelliKantonsweit tätige, spezialisierte Fachstellen für SuchtpräventionDie acht kantonsweit tätigen Fachstellen für Suchtprävention (KFSP) sind spezialisiertauf eine Zielgruppe, auf ein Suchtmittel, oder sie nehmen übergreifende Aufgabenwahr. Sie arbeiten mit den regionalen Suchtpräventionsstellen zusammen.PestalozzianumFachstellen SuchtpräventionStampfenbachstr. 115, 8035 ZürichTel. 01/360 47 74, Fax 01/360 47 95barbara.meister@pestalozzianum.chInternet: www.pestalozzianum.chStellenleiterin: Barbara MeisterRadixInfoDocStampfenbachstr. 161, 8006 ZürichTel. 01/360 41 00, Fax 01/360 41 14E-Mail: infodoc@radix.chInternet: www.radix.chStellenleiter: Stefan SpringFISP, Fachstelle für interkulturelleSuchtprävention und GesundheitsförderungKehlhofstr. 12, 8003 ZürichTel. 043/960 01 60, Fax 043/960 01 61E-Mail: fisp@bluewin.chStellenleiterin: Edith PausewangZüFAM, Zürcher Fachstelle zurPrävention des Alkohol- undMedikamenten-MissbrauchsLangstr. 229, 8005 ZürichTel. 01/271 87 23, Fax 01/271 85 74E-Mail: info@zuefam.chLeitung: Erika Haltiner, N.N.Züri RauchfreiZähringerstr. 32, 8001 ZürichTel. 01/262 69 66Fax 01/262 69 67E-Mail: zurismokefree@swissonline.chInternet: www.zurismokefree.chStellenleiter: Christian SchwendimannSuchtpräventionsstelleZürcher OberlandGerichtsstr. 4, Postfach,8610 UsterTel. 043/399 10 80, Fax 043/399 10 81E-Mail: info@sucht-praevention.chInternet: www.sucht-praevention.chStellenleiter: Peter Trauffer(Bezirke Hinwil, Pfäffikon und Uster)SuchtpräventionsstelleZürcher UnterlandErachfeldstr. 4, 8180 BülachTel. 01/872 77 33, Fax 01/872 77 37E-Mail: rsps@praevention-zu.chStellenleiterin a.i.: Brigitte Dähler(Bezirke Bülach und Dielsdorf)Suchtpräventionsstelleder Stadt ZürichRöntgenstr. 44, 8005 ZürichTel. 01/444 50 44, Fax 01/444 50 33E-Mail: welcome@sup.stzh.chwww.suchtpraeventionsstelle.chStellenleiterin: Eveline WinnewisserSuchtprävention im Bereich der Volksschule.Dies schliesst die Arbeit mitBehörden und Eltern mit ein. Verantwortlichfür die Lehrer/innenbildung im Bereichder Suchtprävention. Führt eine Mediothekund Dokumentationsstelle. Ausarbeitungvon Unterrichtshilfen und anderenProjekten für schulische Suchtprävention.Öffentliche Dokumentationsstelle für alleBelange der Suchtprävention. Promotionder Suchtprävention mittels finanziellerUnterstützung im Auftrag des Bundesamtesfür Gesundheit; Dienstleistungsangebotfür Ausleihe und Lagerung von Ausstellungsmaterialienfür Suchtprävention.Spezialisierte Fachstelle, welche Suchtpräventionfür die Migrationsbevölkerungim Kanton Zürich betreibt und koordiniert.Spezialisierte Fachstelle, die primäre undsekundäre Prävention des Alkohol- undMedikamenten-Missbrauchs betreibt.Spezialisierte Fachstelle für Tabakprävention.Einzelberatungen (u. a. Auskünfte zuEntwöhnungsmethoden), Beratung vonBetrieben. Schaffung von Materialien fürSchulen. Expertisen zu Tabakpräventionsprogrammen.Rauchstopp-Programme fürJugendliche.Im Internet: www.suchtpraevention-zh.ch


PP8712 Stäfa laut& leiseMagazin der Stellen für Suchtprävention im Kanton ZürichNr. 2, Juni 2002, erscheint dreimal jährlich, Jahresabonnement Fr. 20.–Selbstverantwortung übernehmenDie Fotografin Ruth Erdt illustriert zusammen mit Leona und Nicolas das Thema Jugendschutz. Die Jugendlichen stehen in einemSpannungsfeld, in dem enorm viel passiert und sich verändert. Sie lassen sich nichts mehr sagen, wollen alle Freiheiten und sinddoch schutzbedürftig. Ruth Erdt hat bewusst die Jugendlichen in Situationen dargestellt, in denen sie alleine, verletzbar sind, inGedanken versunken, mit sich beschäftigt. (rutherdt@gmx.net)

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